Gesundheit

  • Volker Bouffier nimmt Stellung zum Corona-Gipfel

    Volker Bouffier nimmt Stellung zum Corona-Gipfel

    Auch der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier ist vor die Presse getreten und hat über die Beschlüsse informiert. Neben Lockerungen in der Gastronomie und im Einzelhandel fallen auch die Kontaktbeschränkungen für Geimpfte und Genesene weg. Volker Bouffier, CDU, Ministerpräsident Hessen „.. dass ab sofort – ‚ab sofort‘ heißt, sobald die Länder das in entsprechenden Verordnungen umgesetzt haben – es keine Beschränkungen mehr gibt für private Zusammenkünften von geimpften und genesenen Menschen, also keine zahlenmäßige Begrenzung mehr – das ist aus meiner Sicht auch nicht erforderlich -, sondern das können die Menschen selbst entscheiden, mit wem sie sich treffen, wie viele – das ist die wesentliche Veränderung -, diese berühmten ‚Kontaktbeschränkungen‘ gibt es an dieser Stelle nicht mehr. Das gilt für Genesene und Geimpfte. Für diejenigen, die nicht genesen oder geimpft sind, verbleibt es bei der bisherigen Regelung.“ Außerdem haben die Regierungschefs beschlossen, dass für Clubs, Diskotheken und Großveranstaltungen ab dem 4. März eine 2G+-Regel gilt, das heißt: Geimpfte und Genesene haben Zutritt, wenn sie zusätzlich einen tagesaktuellen Test oder eine Booster-Impfung nachweisen können. Außerdem dürfen Veranstalter wieder mehr Besucher in ihre Hallen und Stadien lassen. In einem letzten Schritt sollen dann am 20. März weitere Schutz-Maßnahmen wegfallen, zum Beispiel die Pflicht, Mitarbeiter ins Home-Office zu schicken. Eine Maskenpflicht, insbesondere im öffentlichen Nahverkehr, soll es aber weiterhin geben.

  • BioNTech baut mobile Impfstofflabore in Marburg

    BioNTech baut mobile Impfstofflabore in Marburg

    Es ist hoher Besuch der heute zum Pharma-Unternehmen BioNTech nach Marburg gekommen ist. Präsidenten mehrerer afrikanischer Staaten, der Präsident der Weltgesundheitsorganisation und Bundesentwicklungshilfeministerin Svenja Schulze. In Marburg warten revolutionäre Pläne auf sie, denn der Pharmakonzern BioNTech aus Mainz will künftig auch in Afrika Impfstoff herstellen – und zwar in Containern. Um diese – auf den ersten Blick – unscheinbaren grauen Überseecontainer geht es. Mit ganz viel Hightech vollgepackt, sollen sie künftig für die Impfstoffproduktion in Afrika sorgen. Zwölf dieser Container bilden eine vorgefertigte kleine Fabrik, die sogenannten „BioNTainer“. Prof. Uğur Şahin, Vorstandvorsitzender BioNTech „Die Innovation, die wir entwickelt haben, folgt dem elementarsten Prinzip, komplexe Vorgänge zu reduzieren, indem wir die Fertigungseinheiten in Modulen kopieren, indem wir den Herstellungsprozess kopieren und ihn woanders hin transferieren.“ So ließe sich in einer absolut keim- und staubfreien Umgebung der mRNA-Impfstoff herstellen, den das Mainzer Pharmaunternehmen BioNTech mit seinem US-Partner Pfizer entwickelt hat. Die afrikanischen Staatspräsidenten bekunden heute in Marburg ihr großes Interesse an diesem Projekt. Paul Kagame, Präsident von Ruanda „Das sind Investitionen, die uns unterstützen, die Kapazitäten zu schaffen, um in der Lage zu sein, Impfstoff von Anfang bis Ende selbst herzustellen. Das betrifft die Impfstoffe und andere pharmazeutische Produkte, die generell wichtig für unseren Kontinent sind und dort nie produziert wurden.“ Doch es gibt auch Kritik. Vor dem Werk in Marburg versammeln sich einige Demonstranten der Organisation „One“ und fordern von BioNTech, seine Lizenzen freizugeben. Auch im Werk wissen die Anwesenden, dass bereits viel wertvolle Zeit verstrichen ist. Immerhin befinden wir uns bereits im dritten Jahr der Pandemie – und die Impfquote in Afrika liegt bei gerade Mal rund 10 Prozent. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Präsident Weltgesundheitsorganisation „Die Tragik ist natürlich auch, dass Millionen Menschen bereits geimpft sind, dafür aber Millionen andere zurückgelassen wurden. Das ist nicht akzeptabel. Und 116 Länder werden das […]

  • So will Rheinland-Pfalz die Pflege-Impfpflicht umsetzen

    So will Rheinland-Pfalz die Pflege-Impfpflicht umsetzen

    In einem Monat soll es soweit sein: Die Impfpflicht im medizinischen Bereich soll an den Start gehen. Doch so klar ist das alles gar nicht mehr seit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder angekündigt hat, alle Spielräume nutzen zu wollen, um das Bundesgesetz auszubremsen. Rheinland-Pfalz geht genau den entgegengesetzten Weg. Hier hat man heute bekräftigt: Die Impfpflicht im medizinischen Bereich wird kommen – und zwar pünktlich. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht: ein Schritt zum Schutz der vulnerablen Gruppen; ein Schritt, um einen sicheren Weg aus der Pandemie zu finden. So haben es der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister und der Sozialminister heute Vormittag formuliert. Alexander Schweitzer, SPD, Sozialminister Rheinland-Pfalz „Wir wissen alle, wir haben ein Pflegekräfteproblem. Das ist in der Pandemie eher noch mal stärker geworden. Vor dem Hintergrund ist es allerdings so, dass wir in Rheinland-Pfalz doch sehr selbstbewusst sagen können: Gut das wir soweit gekommen sind. Bei 175.000 Menschen in der Pflege, im Gesundheitsbereich, alle zusammen genommen, also von der IT-Fachkraft bis zur Pflegefachkraft, gehen wir von 13.000 Menschen aus, wo es noch Klärungsbedarf gibt.“ Das Land scheint also in Sachen Impfen gut dazustehen. Ob Krankenhäuser, Einrichtungen der Altenpflege oder stationäre Pflegeeinrichtungen – die Impfquote beim Personal: über 92 %. Doch nicht alle, die in der Pflege arbeiten, sind mit der einrichtungsbezogenen Impfpflicht einverstanden. Am Wochenende ein Protestzug von Pflegepersonal im hessischen Fulda; etwa 400 Teilnehmer gehen auf die Straße. Katja Jünemann, will sich nicht impfen lassen. Katja Jünemann, Veranstalterin und Pflegerin „Ich bin schon beim Arbeitsamt gemeldet und habe mich arbeitssuchend gemeldet und für mich wird es dann auf jeden Fall in eine andere Richtung weitergehen.“ Der 15. März ist für die Mitarbeiter im Gesundheitswesen der Tag der Impfpflicht. Die Umsetzung sei eine Herausforderung, so der rheinland-pfälzische Sozialminister. Alexander Schweitzer, SPD, Sozialminister Rheinland-Pfalz „Dieses Bundesgesetz, das wir in Rheinland-Pfalz umsetzen, hat zur Folge, dass […]

  • Interview mit Clemens Hoch zur Pflege-Impfpflicht

    Interview mit Clemens Hoch zur Pflege-Impfpflicht

    Markus Appelmann spricht mit dem rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister Clemens Hoch über die Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht. Markus Appelmann, Moderator: Guten Tag, Herr Hoch. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz: Guten Tag, Herr Appelmann. Appelmann: Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder will die Impfpflicht im medizinischen Bereich zunächst nicht umsetzen. Er spricht von vielen offenen Fragen rund um dieses Bundesgesetz, von einem – so wörtlich – „Auto ohne Motor“. Wie setzt es denn Rheinland-Pfalz um? Hoch: Für uns in Rheinland-Pfalz ist ganz klar: Die Einrichtungsbezogene Impfpflicht gilt ab 15 März. Das ist auch ein ganz wichtiger Beitrag, um kranke oder alte Menschen zu schützen. Und deswegen wollen wir das sehr zügig und effektiv umsetzen. Und wer den Nachweis nicht erbringt, immunisiert zu sein, dem drohen dann auch schnell ein Bußgeld von 500 €. Appelmann: Lassen Sie uns ein konkretes Beispiel im Land nehmen: In der Uniklinik in Mainz, dem größten Krankenhaus in Rheinland-Pfalz, sind immer noch ca. 300 Personen im medizinischen Dienst umgeimpft. Befürchten Sie nicht, dass ab Mitte März die medizinische Versorgung im gesamten Land sehr schwierig werden könnte? Und das ist noch optimistisch ausgedrückt … Hoch: Wir haben zum Glück in Rheinland-Pfalz die beste Quote in den Einrichtungen bundesweit. Und wir wollen daran arbeiten, dass sie sogar noch besser wird bis zum 15. März. Natürlich wird es den einen oder anderen Ausfall geben und das wird für die Kliniken auch etwas schwerer. Aber alle sind sehr zuversichtlich, es zu schaffen, weil es auch sonst im Winter immer mal Ausfälle beim Personal geben kann. Und Sie sehen zum Beispiel, das haben Sie schon über 14.500 Menschen in Rheinland Pfalz für den neuen Impfstoff von Novavax registriert. Auch das wird helfen, die Impfquote zu verbessern. Appelmann: Mitte März startet also die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Wann werden die ersten ungeimpften Mitarbeiter nicht mehr reingelassen? Hoch: Na […]

  • Berufsbezogene Impfpflicht kommt

    Berufsbezogene Impfpflicht kommt

    2G, 3G? Lockern oder nicht? Der heikelste Teil der Corona-Pandemie ist der Weg aus ihr heraus. Täglich über 200.000 Neuinfektionen bedeutet auch, dass nach und nach immer mehr Menschen genesen sind. Wie nötig ist da noch die Impfpflicht für alle? Zumindest die Impflicht im medizinischen Bereich kann kommen, denn heute gab das Bundesverfassungsgericht im Eilverfahren grünes Licht für die Umsetzung. Zunächst steht der einrichtungsbezogenen Impfpflicht nichts im Weg. Einen Eilantrag gegen sie hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe heute abgelehnt. In seiner Pressemitteilung erklärt der oberste Gerichtshof auf Bundesebene heute: „Der sehr geringen Wahrscheinlichkeit von gravierenden Folgen einer Impfung steht die deutlich höhere Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung von Leib und Leben vulnerabler Menschen gegenüber.“ Die einrichtungsbezogene Impfpflicht kann also am 15. März in Kraft treten. Eine endgültige Entscheidung ist das noch nicht. Ob sie grundsätzlich verfassungsmäßig ist, prüft das Bundesverfassungsgericht noch in einem Hauptverfahren. Stand jetzt müssen ab dem 15. März also beispielsweise Krankenhäuser ihre ungeimpften Mitarbeiter an das zuständige Gesundheitsamt melden. Eine Praxis, die auf Gegenwehr stößt, denn die Gesundheitsämter sehen sich schon jetzt überlastet. Das Trierer Gesundheitsamt zum Beispiel fordert das Land auf, die Umsetzung der Impfpflicht an andere Behörden zu delegieren. Wie genau die einrichtungsbezogene Impfpflicht in Rheinland-Pfalz umgesetzt werden soll, wird unter anderem Gesundheitsminister Clemens Hoch am Montag vorstellen.

  • Was bedeutet die Impfpflicht für Krankenhäuser und Pflege?

    Was bedeutet die Impfpflicht für Krankenhäuser und Pflege?

    Markus Appelmann spricht mit Prof. Norbert Paul von der Universitätsmedizin Mainz über die einrichtungsbezogene Impfpflicht. Markus Appelmann, Moderator: Guten Tag, Herr Paul! Prof. Norbert Paul, Medizinethiker Universitätsmedizin Mainz: Ja, schönen guten Tag, Herr Appelmann. Appelmann: Welche Auswirkungen hat die Impfpflicht im medizinischen Bereich auf die größte Klinik in Rheinland-Pfalz?Wie viel Personal bei Ihnen ist noch ungeimpft? Paul: Ja, es ist in der Tat so, dass wir das jetzt schon erhoben haben, weil wir natürlich gesetzestreu sind. Wir haben etwa 300 Personen in der ersten Runde identifiziert, die nicht geimpft sind. Einige werden sich sicherlich mit Novavax auch nachimpfen lassen. Wir haben etliche, die echte Impf-Hindernisse haben, also zum Beispiel nach der Erstimpfung wirkliche Nebenwirkungen erlebt haben, sodass wir davon ausgehen, dass am Ende des Tages etwa 150 nicht geimpften Personen haben werden. Immer noch eine Schätzung. Davon sind nicht ganz 100 Personen im pflegerischen Bereich und einige im ärztlichen Bereich. Appelmann: Jetzt impfen Sie das Klinikpersonal mit einem Impfstoff, der nicht optimal gegen die neue Corona-Variante greift. Können Sie diese überhaupt vertreten? Paul: Ja, das kann man nicht nur vertreten, sondern das muss man sogar eigentlich bestärken. Wir sehen auf unseren Stationen, dass Patientinnen und Patienten, die schwer erkranken, in der Regel geimpft sind oder erhebliche Risikofaktoren haben. Davon gehen wir mal nicht aus bei Menschen, die noch berufstätig sind und ein gewisses Alter noch nicht überschritten haben. Das heißt, die Impfung verhindert nicht die Infektion, aber sie verhindert schwere Erkrankungen. Und wir sind natürlich als Arbeitgeber auch verpflichtet, unsere Mitarbeitenden zu schützen und auch vor Infektionen zu schützen. Deswegen ist die Impfung wirklich dringend angeraten. Appelmann: Das Bundesverfassungsgericht hat heute grünes Licht für die Impfpflicht im medizinischen Bereich gegeben. Die Impfpflicht für alle ist weiterhin stark in der Diskussion. Halten Sie die Impfpflicht für alle überhaupt noch für möglich? […]

  • Motive statt Motivwagen

    Motive statt Motivwagen

    Jetzt um diese Zeit würden schon überall Fastnachtssitzungen stattfinden und in zwei Wochen dann der große Mainzer Rosenmontagszug. Der ist jedoch schon lange abgesagt, zum zweiten Mal fällt er Corona zum Opfer. Immerhin: Ab heute kann sich jeder die Motivwagen anschauen, die sich am Rosenmontag durch die Mainzer Innenstadt geschlängelt hätten. „Sein Acker pandemiebedingt, wurd‘ nun mit reichlich Geld gedüngt, denn BioNTechs Corona-Knüller entpuppte sich als Kassenfüller. Jetzt strahlt er glücklich quietschfidel: Kartoffelbauer Michael.“ Der Mainzer Oberbürgermeister freut sich über den Finanz-Booster von BioNTech, deutsche Ämter freuen sich über neue Faxgeräte und die Energiewende gelingt mit dem Mainzer Modell – die Motive des Mainzer Carneval-Vereins machen Laune. Für den Präsidenten des Vereins ein Zeichen dafür: Fastnacht findet statt – Corona hin oder her. Reinhard Urban, Präsident Mainer Carneval-Verein „Wir haben auch dieses Mal Fastnacht geplant und es findet auch dieses Mal trotz Pandemie und der Einschränkungen statt, zwar eingeschränkt, aber der Hinweis: Es geht weiter, wir planen auch fürs nächstes Jahr und im nächsten Jahr hoffen wir auf bessere Zeiten.“ Aber auch in diesem Jahr hätten die Motivwagen nichts und niemanden geschont, nach dem Motto: Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht sorgen. Da trifft es etwa die Union: Zum zweiten Mal in vier Jahren erleidet sie Schiffbruch vor Jamaika, Laschet versagt als Kapitän, Söder zerlegt das Schiff statt zu rudern. Die Regierungskoalition hat es zwar auf eine Insel geschafft – kriegt aber auch ihr Fett weg: „Man duzt sich, zeigt sich ganz versöhnt, berauscht vom Sieg und zugedröhnt raucht man Cannabis, weil wohl schon bald legal es is‘. Doch wenn die Party ist vorbei, dann kommt es Alltagseinerlei mit Krisen, streiten, nörgeln, fluchen statt Friede Freude Eierkuchen.“ Kanzler und Minister zugedröhnt zeichnen – für den Karikaturist Michael Apitz ein Zeichen von demokratischer Freiheit – auch, wenn es […]

  • Auch Rheinland-Pfalz kippt 2G im Einzelhandel

    Auch Rheinland-Pfalz kippt 2G im Einzelhandel

    Deutschland lockert sich wieder ein bisschen: Lange durften viele Geschäfte nur von Geimpften und Genesenen betreten werden. Am Montag ist diese 2G-Regel in Hessen gefallen. Jetzt zieht Rheinland-Pfalz bald nach – das hat heute Ministerpräsidentin Malu Dreyer angekündigt. Und warum wird nun gelockert, wo doch täglich neue Corona-Höchstwerte erreicht werden? Weil Experten erwarten, dass die Zahl der Neuinfektionen bald sinkt und weil die Omikron-Variante selten zu schweren Erkrankungen führt. Hier der Lockerungs-Fahrplan für Rheinland-Pfalz. „Impfnachweis und Personalausweis, bitte“. Diese Kontrolle wird künftig nicht mehr nötig sein, wenn Kunden diesen Mainzer Outdoorladen betreten. Ab kommender Woche Freitag gehört die 2G-Regel im Einzelhandel in Rheinland-Pfalz der Vergangenheit an. Für Kunden und Verkäufer eine Erleichterung, aber: Sebastian Andresen, SINE Outdoor Mainz „Der Frequenzeinbruch im Allgemeinen ist schon da und es gibt deutlich weniger Leute, die auch einfach mal nur zum Gucken kommen. Und da ist sicherlich das Plus in der Gastronomie ausschlaggebender als das 2G im Einzelhandel. Zumindest für Läden wie unseren in der verbundenen Innenstadtlage, die wir hier haben.“ Der Laden in der Mainzer Altstadt ist umgeben von Cafés und Restaurants. Wer dort essen und trinken will, muss geimpft oder genesen sein und einen aktuellen Coronatest vorlegen – wenn er nicht geboostert ist. Ab dem 4. März gilt in Hotels und Restaurants nur noch 2G. Daniela Schmitt, FDP, Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz „Geimpfte und genesene Personen müssen dementsprechend keinen Test oder auch Booster mehr nachweisen. Ich will es aber doch nochmal an der Stelle deutlich betonen: Der schützende Booster bleibt wichtig und wegen der guten Impfquote können wir hier Gäste und Gastgeber aber nun von den entsprechenden Kontrollpflichten befreien.“ Dem Hotel- und Gaststättenverband Rheinland-Pfalz geht das nicht weit genug. Er fordert, dass die Gastronomen nicht mehr dazu verpflichtet sind, ihre Gäste zu kontrollieren. Gereon Haumann, Präsident DEHOGA Rheinland-Pfalz „Es wäre gut, wenn der jeweilige […]

  • Impflotsen klären auf und überzeugen

    Impflotsen klären auf und überzeugen

    Noch immer gibt es Menschen, die nicht geimpft sind oder sich schlichtweg nicht impfen lassen wollen. Die Gründe sind unterschiedlich. Daher setzt Rheinland-Pfalz nun auf Information. Sogenannte Impflotsen sind seit ein paar Wochen unterwegs. Sie sollen Menschen die Zweifel und die Angst vor der Impfung nehmen. Sepideh Baghdadi: „Hallo. Guten Tag. Kennen Sie jemanden der einen Impftermin braucht?“ Passantin: „Nein wir sind eigentlich alle geimpft.“ Sepideh Baghdadi: „Und sogar geboostert?“ Passantin: „Ja.“ Sepideh Baghdadi: „Sehr gut!“ Sepideh Baghdadi ist eine von 37 Impflotsen in Rheinland-Pfalz. In der Mainzer Innenstadt geht sie auf Passanten zu und bietet ihnen Termine an um sich impfen zu lassen. Sepideh Baghdadi, Impflotsin „Uns ist sehr wichtig, dass wir die Leute ins Gespräch bringen. Durch diese Gespräche können wir die fehlenden Informationen geben und die Leute überzeugen, dass sie sich impfen lassen. Aber wir können die Leute natürlich nicht zwingen. Das ist ja nicht unsere Aufgabe und wir wollen auch keine Diskussion. Wir wollen nur die Informationen verteilen.“ Die meisten Menschen in der Mainzer Innenstadt waren heute schon geimpft. Nur selten treffen die Impflotsen auf Ungeimpfte. Sepideh Baghdadi: „Wollen sie sich nicht impfen lassen?“ Fatima Urkay: „Das ist meine eigene Freiheit. Ich bin gesund.“ Fatima Urkay „Ich habe mich bei ihr bedankt. Und dass ich das nicht brauche. Ich möchte mich nicht impfen lassen.“ Ob geimpft oder nicht. Die Impflotsen werden von den Mainzern positiv aufgenommen. Sepideh Baghdadi: „Kennen Sie jemanden der einen Impftermin braucht? Jennifer Reitz: „Nein im Moment nicht. Aber danke für die Frage.“ Sepideh Baghdadi: „Sehr gerne.“ Jennifer Reitz: „Wir sind alle schon geimpft.“ Sepideh Baghdadi: „Sehr gut.“ Jennifer Reitz „Ich finde das ganz toll. Sie hat mir angeboten, ob ich noch einen Impftermin brauch oder ob ich jemanden kenne der einen Impftermin braucht. Und ich finde das sehr aufmerksam.“ Die Impflotsen sind […]

  • Stute Jenny aus Fechenheim wieder gesund und munter

    Stute Jenny aus Fechenheim wieder gesund und munter

    Man nennt sie VIP – Very Important Pferd. Denn die weiße Araberstute Jenny ist nicht nur in ihrer Heimat Frankfurt-Fechenheim ein echter Hingucker, sondern mittlerweile weltbekannt. Seit Jahren schon verlässt sie morgens ihren Stall, spaziert dann durch den Ort und kommt abends selbstverständlich wieder zurück. Im Dezember dann der Schock: Jenny war an Krebs erkrankt, die Tierärzte gaben ihr nur noch wenige Tage zu leben. Aber ihr Besitzer hat Jenny einfach nicht aufgegeben. Es ist ein kalter Februartag in Frankfurt-Fechenheim. Aber davon lässt sich Jenny nicht abhalten – wie jeden Tag macht sie auch heute ihren Spaziergang. Ihr Besitzer muss sie auf ihren Routen nie lange suchen – und auch Jenny kennt das Surren, wenn Werner Weischedel sie entdeckt hat und sich dann mit dem E-Auto nähert. Die 26-Jährige Araberstute hat dem 81-Jährigen viel mehr zu verdanken als den Gummibären-Snack am Auto-Fenster. Weischedel hat mit ihr einige Regeln für den Verkehr geübt. Werner Weischedel, Jennys Besitzer „Geübt aber nur insofern, dass ich ihr beigebracht hab, wenn sie über die Straße läuft, links und rechts und nochmal links und rechts guckt. Da hab ich ihr zugerufen: ‚Jenny, Auto gucken!‘ und dann passt sie dann schon auf.“ Früher hatte Jenny noch ein Schild um mit der Aufschrift: „Ich heiße Jenny, bin nicht weggelaufen, gehe nur spazieren.“ Mittlerweile nicht mehr nötig: In Fechenheim kennt sie fast jeder. Schon ein Kurzfilm gibt es über sie – durch die sozialen Medien hat sie Fans auf der ganzen Welt. Viele Menschen waren entsetzt als Jenny an Krebs erkrankte – am meisten aber Werner Weischedel – schon einmal hat er ein Pferd durch Krebs verloren. Werner Weischedel, Jennys Besitzer „Und das war jetzt furchtbar, dass das jetzt mit ihr auch wieder passieren sollte. Und da haben wir halt alle Hebel in Bewegung gesetzt und wir hatten paar […]

  • Dreyer hält an einrichtungsbezogener Impfpflicht fest

    Dreyer hält an einrichtungsbezogener Impfpflicht fest

    Eine Impfpflicht im medizinischen Bereich gilt als ausgemachte Sache – eigentlich. Bayern allerdings will jetzt seinen eigenen Weg gehen und – so wörtlich – großzügigste Übergangsregelungen gelten lassen. Heißt übersetzt: keine einrichtungsbezogene Impflicht ab Mitte März. Das bringt einige andere Länderchefs auf die Palme. Darunter die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die am Nachmittag vor die Presse getreten ist. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Ja, viel Solidarität haben wir ja nie erfahren von Markus Söder während der Pandemie. Man könnte auch sagen, Alleingänge sind sowas wie ein Markenzeichen des bayrischen Ministerpräsidenten. Aber das, was wir jetzt gestern erlebt haben, das schlägt ehrlich dem Fass den Boden aus – die Abkehr der einrichtungsbezogenen Impfpflicht ist aus meiner Sicht verantwortungslos und auch rücksichtslose parteipolitische Taktik. Für Rheinland-Pfalz will ich sagen, dass es für uns selbstverständlich ist, dass wir uns an Bundesrecht halten. Es ist nämlich keine Idee der Bundesregierung, hinter der man sich jetzt verstecken kann. Es ist ein Gesetz, was von Bundestag und Bundesrat beschlossen ist. Und für uns ist selbstverständlich, dass wir dieses Gesetz umsetzen werden. Vielen Dank.“ Deutliche Worte der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin. Auch ihr Amtskollege, der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier hat sich heute zu Wort gemeldet: Er äußert erhebliche Zweifel an der Impfpflicht im medizinischen Bereich ab Mitte März. Er forderte die Bundesregierung auf, umgehend konkrete Vorgaben den Bundesländern zur Verfügung zu stellen. Ansonsten hält der hessische Ministerpräsident diese Impfpflicht nicht für vernünftig umsetzbar.

  • Mäßige Nachfrage beim Impfstart in den Apotheken

    Mäßige Nachfrage beim Impfstart in den Apotheken

    Impfen ist der Weg aus der Pandemie, wie die Wissenschaftler immer sagen. In Deutschland sind jedoch erst etwas mehr als 74% der Bürger doppelt geimpft. Zu wenig, sagen Virologen. Niederschwellige Impfangebote sollen daher die Impfquote verbessern. So gibt es den Piks um die Ecke seit heute auch in manchen Apotheken. Impfstart in der Mainzer Phönix Apotheke. Leiterin Julia Sachse kann nach langer Vorbereitung endlich beginnen. Sechs Impfungen sind für heute eingeplant. Stefan Hilger ist schon der Zweite an diesem Morgen. Er wird heute geboostert. Stefan Hilger „Also, es ist jetzt sehr unkompliziert gewesen einen Termin zu bekommen. Es sind ein paar Schritte zu laufen. Die ganze Planung und das Terminverfahren war sehr einfach. Und insofern war das für mich naheliegend.“ Für die Apothekerin war es jedoch ein weiter Weg. Sie musste einen extra Raum einrichten, eine Versicherung abschließen und sich fortbilden. Julia Sachse, Leiterin Phönix Apotheke Mainz „Ich habe Schulungen absolviert für das AOK Grippeimpfmodell, habe Schulungen Schwerpunkt Covid-19 Impfung absolviert, weil das ja auch noch mal ein breiteres Thema ist als die Grippeimpfung. Ich habe praktische Erfahrung beim Grippeimpfen gesammelt, ich habe bei Impfaktionen mitgemacht, ich habe bei einem Arzt in der Praxis hospitiert, um mich bestmöglich für heute vorzubereiten.“ Auch ein Grund, warum nur wenige Apotheken Impfungen anbieten. In Rheinland-Pfalz und Hessen starten heute nur 8% der Apotheken mit den Covid-19 Impfungen. Kritik kommt vom Hausärzteverband Rheinland-Pfalz. Impfen sei „Kernaufgabe der Ärzte“. Außerdem sei der Impfstart in den Apotheken „ein Zeichen der Missachtung der Leistung aller niedergelassenen Ärzte“. Der rheinland-pfälzische Impfkoordinator Daniel Stich sieht allerdings keine Konkurrenzsituation zwischen Apotheken und Hausärzten. Daniel Stich, SPD, Impfkoordinator Rheinland-Pfalz „Wir sind sehr sehr dankbar, dass die KV mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten so viel geimpft hat; ohne, die wären wir nicht da, wo wir sind. Und trotzdem brauchen wir eine […]

  • Vertrauen in Aufschwung schwindet

    Vertrauen in Aufschwung schwindet

    Die Pandemie macht den Unternehmern im Land weiterhin das Leben schwer. Auch 2022 – da sind sich die Firmenlenker sicher – wird kein leichtes Jahr. Und so geht es verhalten ins nunmehr dritte Corona-Jahr. Die Firma Köbig in Mainz. Rohre, Steine, Holz – hier gibt es alles rund ums Bauen. Rund 250 Mitarbeiter sind hier am Standort beschäftigt. Hans-Georg Roth ist Spartenleiter im Bereich Baustoffe. Für ihn waren die letzten zwei Jahre unter Corona-Bedingungen eine besonders große Herausforderung. Auf der einen Seite boomt die Bau-Branche, auf der anderen sind die Rohstoffe auf dem Weltmarkt knapp. Hans-Georg Roth, Spartenleiter Baustoffe: „Die Probleme beziehen sich vor allem auf die Lieferengpässe, was Logistik angeht, das Thema Rohstoffversorgung, sowie die Hauptproblematik Energiekosten, die die Produkte sehr stark im Preis nach oben treiben. Erdgas hat sich fast verzehnfacht, die Containerkosten fast verzehnfacht und das macht sich sowohl an den Beschaffungsmärkten, aber auch am Endpreis dann für den Konsumenten bemerkbar.“ Ende 2020 gab es bereits erste Anzeichen für eine drohende Rohstoffknappheit. Hans-Georg Roth konnte noch rechtzeitig sein Lager füllen. Doch wer den Zeitpunkt verpasst hat, guckt jetzt in die Röhre. Die Betriebe können ihre Aufträge nicht erfüllen und haben große Umsatzeinbußen. Laut einer aktuellen Umfrage der Industrie- und Handelskammern Rheinland-Pfalz kämpfen 87 Prozent der Unternehmen mit Lieferschwierigkeiten. Fehlende Planungssicherheit ist zurzeit eines der Hauptprobleme der Wirtschaft, weiß der Hauptgeschäftsführer der IHK Rheinhessen, Günter Jertz. Günter Jertz, Hauptgeschäftsführer IHK Rheinhessen „Wir haben ja eigentlich zwei Jahre jetzt einen Ausnahmezustand mit verschiedenen Interimssituationen, wo es mal ein bisschen besser lief, also wir brauchen jetzt kontinuierlich wieder einfach zwölf Monate Ruhe in den Unternehmen, Ruhe für eine gute Produktion, für einen guten Warenverkehr, für internationalen Handel und für Umgang mit den Kunden.“ Laut der IHK-Umfrage sehen derzeit 67 Prozent der Unternehmen in Rheinland-Pfalz die steigenden Energie- und Rohstoffpreise als […]

  • 2G Nein – 2G Ja

    2G Nein – 2G Ja

    Der Frust der Einzelhändler in Rheinland-Pfalz ist groß. Die 2G-Regel ist das nächste Kapitel in der unendlichen Geschichte des Regel-Wirrwarrs während der Corona-Pandemie. In den meisten Geschäften in Rheinland-Pfalz gilt weiterhin: Nur Geimpfte und Genese dürfen rein. Im hessischen Einzelhandel ist die 2G-Regel hingegen ab heute vom Tisch. Endlich können sich Händler dort wieder ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Die Erleichterung ist deutlich spürbar. Endlich muss Henrike Lipski in ihrem Schuhladen in Wiesbaden keine 2G-Nachweise mehr kontrollieren. Wobei – ihre kleinen Kunden waren selten das Problem. Henrike Lipski, Inhaberin Kinderschuhladen Wiesbaden „Die Kinder sind eigentlich ganz stolz auf alles, was sie zeigen dürfen. Die bringen ihre Testhefte mit, die zeigen, dass sie Corona-negativ sind, die zeigen, dass sie getestet worden sind. Bei denen ist das überhaupt gar nicht das Problem, die sind eigentlich ganz stolz darauf, wenn sie Regeln einhalten dürfen. Bei den Erwachsenen ist das manchmal so ’ne Sache. Da sind wir ganz froh, dass wir da keinen mehr kontrollieren müssen.“ Statt auf Bürokratie und Diskussionen kann sie sich nun ganz auf ihr Geschäft konzentrieren. Doch die Inzidenz in Wiesbaden liegt bei über 2.000. Auch ohne 2G befürchtet Henrike Lipski deshalb, dass weiterhin viele Kunden wegbleiben. Henrike Lipski, Inhaberin Kinderschuhladen Wiesbaden „Es lohnt sich an manchen Tagen gar nicht, das Licht anzuschalten.“ Obwohl ganz Hessen ein Corona-Hotspot ist, hat die Landesregierung die Maßnahmen heute gelockert. Sie hält das für vertretbar, weil die vorherrschende Omikron-Variante zwar sehr ansteckend sei, dafür aber weniger Menschen schwer erkrankten. In Fußgängerzonen muss deshalb hessenweit keine Maske mehr getragen werden und das Alkoholverbot an belebten Plätzen entfällt. Bei Großveranstaltungen im Freien wie zum Beispiel bei Fußballspielen dürfen 50% der Zuschauerplätze besetzt werden. Maximal dürfen 10.000 Menschen in ein Stadion. Im Innenbereich ist die Auslastung auf 30% und maximal 4.000 Zuschauer begrenzt. Dort gilt ab heute […]

  • Fastnacht im Livestream

    Fastnacht im Livestream

    Heute in drei Wochen ist Rosenmontag. Falls Sie das nicht auf dem Schirm hatten, kein Wunder. Denn die Vorfreude ist wieder mal gedämpft. Wie im Vorjahr gibt es keine großen Umzüge und Fastnachtssitzungen zum zweiten Mal in Folge vor allem online. Bei den Narren mischt sich die Freude, überhaupt Sitzungen veranstalten zu können, mit der Sehnsucht nach einer ganz normalen fünften Jahreszeit, wie sich auch am Wochenende in Mainz zeigte. Ausschnitt Online-Fastnacht: „Und dann simma wieder hier und dann isses wieder schee…“ Üben für den großen Auftritt. Matthias Bockius tritt später mit seinem Bruder, Mainz-05-Stadionsprecher Andreas, als „DobbelBock“ im Mainzer KUZ auf. Doch anders als beim Fußball besteht das Fastnachtspublikum hier vor allem aus den wenigen anderen Künstlern. Die meisten Zuschauer verfolgen den Auftritt im Stream. Matthias Bockius, Mitglied Fastnachtsduo „DobbelBock“ „Es ist schon was ganz Spezielles. Allerdings, wenn man sich das Setup anguckt, ist es schon ein sehr, sehr cooles Setup. Und ich denke, wir haben das Beste rausgeholt, was man für so ne Veranstaltung rausholen kann.“ Online-Fastnacht bedeutet für die Künstler auf der Bühne vor allem eine große Umstellung. Thomas Becker, Programmchef Gonsenheimer Carneval Verein „Zu dem Zeitpunkt, wo man jetzt hier steht, hat man natürlich wieder Lust. Aber es ist schon am Anfang wirklich auch ein bisschen ein Krampf, das man sich wirklich motiviert und sagt: Okay, man stellt sowas im Prinzip überhaupt auf die Beine.“ Schon im Vorjahr hat der Gonsenheimer Carneval-Verein die sogenannte „Streamung“ veranstaltet, diesmal setzt der Verein noch einen drauf, mit dem „Stehungvision Song Contest“ – ein über dreistündiges Online-Live-Programm, bei dem die Zuschauer für ihre Lieblingskünstler abstimmen können. Die Veranstalter wollen so viel Fastnachts-Feeling wie möglich vermitteln und betreiben dafür einen enormen Aufwand. Martin Krawietz, Präsident Gonsenheimer Carneval Verein „Normale Sitzung zu gestalten haben wir schon 120 Jahre Tradition und Erfahrung hier […]