Verkehr

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Rhein fordert anderen Umgang mit der AfD – DB Regio testet Bodycams mit Ton – Streckenführerschein für Azubis Anmoderation: Der hessische Imker-Verband schlägt Alarm: Seit Anfang Juli seien in Nordhessen rund 80 Bienen-Völker verendet. Der Tod der rund vier Millionen Tiere sei möglicherweise auf ein Unkrautvernichtungsmittel zurückzuführen, dass seit einem Jahr nicht mehr zugelassen sei. Das Institut für Bienenschutz in Braunschweig teilte allerdings mit, dass seine Ermittlungen noch nicht abgeschlossen seien. Das Massensterben könne auch eine andere Ursache haben. Und wir schauen auf die weiteren Meldungen von heute – und starten mit einer Forderung des hessischen Ministerpräsidenten. Rhein fordert anderen Umgang mit der AfD In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ hat der hessische Ministerpräsident Boris Rhein die Bundestagsabgeordneten von CDU und CSU aufgefordert, AfD-Kandidaten bei der Wahl von Ausschussvorsitzenden zu unterstützen. Seine Begründung: Die AfD sei von den Wählern gewählt worden. Deshalb müsse sie auch im Bundestag entsprechend eingebunden werden. Gleichzeitig betonte der hessische CDU-Landesvorsitzende, dass sich die Union klar von der AfD abgrenze. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wies die Forderung von Boris Rhein zurück, die AfD begrüßt sie hingegen. DB Regio testet Bodycams mit Ton Bei der Deutschen Bahn wird ab heute eine neue Funktion der Bodycams getestet. In der Rhein-Neckar-Pfalz-Region können 25 Zugbegleiter künftig auch die Tonfunktion ihrer Kameras nutzen – etwa, wenn sie von Fahrgästen massiv beschimpft werden. Der zweimonatige Test von DB Regio soll dabei helfen, Mitarbeiter besser vor Übergriffen zu schützen. Hintergrund sind besonders viele Angriffe auf Zugbegleiter in der Region in diesem Jahr. Läuft die Testphase gut, könnten die Bodycams mit Tonfunktion ab Dezember bundesweit eingesetzt werden. Streckenführerschein für Azubis In Hessen können Auszubildende künftig schon mit 17 Jahren allein zur Berufsschule oder zum Ausbildungsbetrieb fahren. Das hessische Wirtschaftsministerium hat die Regeln für den sogenannten Streckenführerschein angepasst. Er kann genehmigt werden, wenn es keine verlässliche Verbindung zum Ausbildungsbetrieb mit Bus und Bahn gibt oder die Fahrt täglich länger als […]

  • Radfahrerin nachts auf Autobahn mehrfach überrollt

    Radfahrerin nachts auf Autobahn mehrfach überrollt

    Ein tragischer Morgen auf der A66: Zwischen Wiesbaden und Frankfurt ist eine Frau bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen. Besonders erschütternd: Sie war offenbar mit ihrem Fahrrad auf die Autobahn geraten. Wie es dazu kommen konnte und was bislang über den Unfall bekannt ist, wird derzeit ermittelt. Kilometerlanger Stau heute Nacht auf der A66 bei Hofheim am Taunus. Der Fahrer dieses Wagens erfasst gegen halb ein Uhr morgens eine Fahrradfahrerin, die offenbar auf der linken Spur fährt. Die Frau und ihr Fahrrad werden anschließend noch von mindestens 13 weiteren Fahrzeugen überrollt. Die Radfahrerin verstirbt noch an der Unfallstelle. Warum die 39-Jährige mit dem Fahrrad auf der Autobahn unterwegs war, ist bislang unbekannt. Die Polizei sperrt die A66 insgesamt neun Stunden lang für Aufräumarbeiten und Beweissicherung. Ein Gutachter soll jetzt ermitteln, wie es zu dem Unfall gekommen ist. Mit dem Ergebnis des Berichts rechnet die Polizei in der kommenden Woche.

  • Marode Brücke sorgt für Verkehrsstaus in Speyer

    Marode Brücke sorgt für Verkehrsstaus in Speyer

    Es war ein Schock für viele Pendler aus Speyer und Umgebung, als vor neun Tagen die B9 und damit die wichtigste Verkehrsader der Gegend plötzlich voll gesperrt wurde – und das wegen einer maroden Brücke. Zunächst wusste niemand wie es weitergehen soll, doch ab heute gibt es zumindest einen ersten Zeitplan. Wo pro Tag sonst mehr als 60.000 Fahrzeuge fahren herrscht aktuell gähnende Leere. „Weil die Brücke im Westen von Speyer seit fast zehn Tagen voll gesperrt ist, ist nicht nur die B9 dichtg, sondern auch die L528, die unter der maroden Brücke liegt, kann nicht mehr befahren werden.“ Der Landesbetrieb Mobilität – kurz LBM – hatte bei Routinekontrollen ungewöhnliche Risse gefunden und festgestellt, dass zahlreiche Metalllitzen wie diese hier zerbrochen waren. Die Brücke wurde sofort gesperrt. Martin Schafft, Leiter LBM Speyer „Wir wollen vermeiden, dass die Brücke versagt, deswegen werden wir sie notunterstützen. Das sieht so aus, dass wir drei Reihen Notstützen unter der Brücke anbringen, so dass der Verkehr gefahrlos drüber fahren kann. Wir werden anfangen mit dem westlichen Bauwerk, das ist die Fahrtrichtung Süden. Da rechnen wir damit, dass wir Ende Oktober mit den Arbeiten fertig sind. Dass der Verkehr auf diesem Teil Bauwerk dann wieder laufen kann.“ Mitte November soll dann auch die andere Seite wieder befahrbar sein. Immerhin eine Perspektive für die Autofahrer und Anwohner in Speyer, die bereits jetzt unter dem Umleitungsverkehr leiden. Stefanie Seiler (SPD), Oberbürgermeisterin von Speyer „Und da hat sich schnell herausgestellt, dass wir dringend ein LKW-Durchfahrtverbot benötigen, weil zahlreiche LKW versucht haben, durch die engen Wohnquartier zu fahren. Ein Beispiel ist tatsächlich: Ein LKW hat sich eingekeilt und die Anwohnern mussten abends alle rausgeklingelt werden, um ihre Autos wegzufahren, damit der LKW sich irgendwie wieder freifahren kann.“ Langfristig muss die marode Brücke ersetzt werden. Der Verkehrsminister verspricht heute, dass es […]

  • Polizei kontrolliert E-Scooter

    Polizei kontrolliert E-Scooter

    Vor knapp einem Jahr sterben zwei Brüder bei einem E-Scooter-Unfall in Frankfurt, ein junger Mann wird schwerstverletzt. Nur einer von insgesamt 16.496 EScooter-Unfällen mit Personenschaden aus dem Jahr 2025. Es gibt immer mehr E-Scooter im Straßenverkehr und damit auch immer mehr Unfälle – Im Vergleich zum Jahr davor ist die Zahl der Unfälle drastisch gestiegen – um 38 Prozent. Um vor allem junge Fahrer für die Regeln zu sensibilisieren und über die Gefahren aufzuklären, führt die Polizei in Speyer gerade vermehrt Kontrollen durch. „Hallo! Ihr beide wisst schon, warum wir euch anhalten, oder?“ – „Ja!“ – „Warum?“ – „Aja, wir sind zu zweit gefahren.“ – „Genau.“ Zu zweit auf einem E-Scooter – der Klassiker. Aber verboten! Polizeikommissar Thiele und sein Kollege Kevin Götz kontrollieren in Speyer zwei junge Frauen, 16 und 17 Jahre alt. Freistehend: „Das Ganze kostet 10 €. Ist ein Verwarnungsgeld, das ihr im Prinzip vielleicht was daraus lernen könnt.“ Im Vordergrund der Kontrollen steht nämlich nicht die Strafe, sondern die Aufklärung. Auch bei diesen beiden jungen Männern aus Griechenland, die ebenfalls zu zweit auf einem Roller unterwegs sind. Freistehend Englisch [untertitelt]: „Es ist sehr gefährlich, wenn Sie einen Unfall haben. Zum Beispiel mit einem Auto. Wenn sie ein Auto anfährt und Sie sind mit einer anderen Person auf dem Escooter, dann ist es noch gefährlicher.“ Auch diese Beiden müssen 10 Euro zahlen – ein Denkzettel.   Kevin Götz, Polizeiinspektion Speyer: „Zum einen wird die Kontrolle, weil es auch ein bisschen länger gedauert hat und auch der Eindruck von Medien und Presse mit dabei war, im Gedächtnis bleiben. Und da bin ich mir sicher, auch zusätzlich mit dem Verwarngeld, was sie bekommen haben, werden sie das so schnell nicht mehr vergessen und zukünftig auch besser machen.“ Die Polizisten kontrollieren an diesem Tag außerdem, ob alle E-Scooter das vorgeschriebene Versicherungskennzeichen […]

  • Gespräch mit Tankstellenbetreiber aus Idar-Oberstein

    Gespräch mit Tankstellenbetreiber aus Idar-Oberstein

    Markus Appelmann spricht mit Sascha Spindler über die Spritpreise. Markus Appelmann, Moderator: Noch ist von Entlastung nichts zu spüren. Die Spritpreise sind auf einem Allzeithoch. Wir sprechen jetzt mit einem Rheinland-Pfälzer, der 17 Tankstellen betreibt. Sascha Spindler ist mir jetzt aus Ida Oberstein zugeschaltet. Guten Abend, Herr Spindler. Sascha Spindler, Tankstellenbetreiber: Einen wunderschönen guten Abend. Appelmann: Jetzt hört man aus der Politik, dass es zeitnah eine Entlastung geben soll. Die Union spricht von einer Senkung der Mehrwertsteuer., die SPD fordert eine Übergewinnsteuer. Was wäre aus Ihrer Sicht ein passendes Instrument, damit die Spritpreise endlich wieder runtergehen? Spindler: Also weder die Senkung der Mehrwertsteuer noch diese Übergewinnsteuer, denke ich, können dazu beitragen, dass das dauerhaft nach unten geht. Die Übergewinnsteuer halte ich für einen riesigen Unsinn, weil vom Bohrloch bis zur Zapfsäule haben die großen Mineralölgesellschaften die komplette Wertschöpfungskette. Und Sie glauben doch nicht, wenn das durch mehrere Länder geht, durch mehrere Gesellschaften, dass dann die Gewinnsteuer das Ganze so darstellt, dass in Deutschland da noch etwas übrig bleibt. Das werden die großen Konzerne schon wissen, wie sie das anders handhaben können. Die Konsequenz aus meiner Sicht wäre, dass in Deutschland, wenn die Übergewinnsteuer käme, dauerhaft die Kraftstoffpreise höher wären, um eventuellen anderen Dingen das Ganze auszugleichen, wenn dann ein Krieg kommt oder wenn irgendwelche Engpässe kämen, und das würde sich zusätzlich nachteilig für den deutschen Verbraucher auswirken. Die Senkung der Mehrwertsteuer, das ist eine andere Sache. Kann man für eine Zeit mal einführen, aber würde mehr durcheinanderbringen, wie das Ganze bewegen würde. Appelmann: Das ist also Ihre Position zur Mehrwertsteuersenkung und Übergewinnsteuer. Es gibt ja noch ein weiteres Rädchen, die CO2-Steuer. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat schon oft darüber gesprochen, den CO2-Preis auszusetzen. Was sagen Sie dazu? Spindler: Das halte ich für die absolut richtige Maßnahme. Die CO2-Besteuerung ist etwa […]

  • Automechanika-Messe in Frankfurt

    Automechanika-Messe in Frankfurt

    Die Automobilbranche hierzulande steckt in der tiefsten Krise – in den letzten Jahren sind über 100.000 Jobs in dieser Schlüsselbranche weggefallen und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Mit neuen Ideen und Impulsen will die Automechanika Frankfurt, die internationale Leitmesse für Ersatzteile und Zubehör, dem Trend entgegenwirken. Auch der hessische Ministerpräsident Boris Rhein hat sich heute vor Ort angesehen, was die Branche zu bieten hat. Eine High-Tech-Innovation, made in Frankfurt: Zahlreiche Sensoren, verbaut in Lenkrad und Sitz eines VW, auch eine Wärmebildkamera ist an Bord. Gesundheitsdaten wie Herz- und Atemfrequenz, Gewicht und Körpertemperatur sowie Fahrweise werden erfasst und aufgezeichnet. So weiß das Auto stets, wie es dem Fahrer geht. Dr. Axel Glanz, Geschäftsführer Innovationen Institut Frankfurt „Die Daten sind hier bei uns in Europa sehr sicher, die Daten gehören dem Fahrer. Das ist entscheidend. Und mit den Daten kann er was anfangen. Er kann nämlich zum Beispiel Langfrist-Untersuchungen unterstützen, die sich dann anschauen, wie er vor einem Jahr gefahren ist, wie seine Gesundheit damals war, und wie es heute ist. Wir wollen eigentlich den Massenmarkt hier bedienen. Weil da hat man wirklich große Effekte, wenn man nämlich weniger Unfälle macht im Straßenverkehr und wir auch weniger gesundheitliche Probleme haben mit Fahrern, dann ist das natürlich toll, für die Gesellschaft.“ Rund 4.400 Aussteller aus mehr als 80 Ländern zeigen die ganze Bandbreite von Autoteilen. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren. Ein Markt, der nach Angaben der Messe trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weltweit wächst. Rund fünf Prozent mehr Aussteller als vor zwei Jahren sind gekommen, ein breites Rahmenprogramm bietet über 500 Events. Wie sich die kriselnde Auto-Industrie hierzulande ankurbeln lässt, darüber informiert sich der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein heute vor Ort. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, […]

  • Urteil wegen Raserfahrt mit drei Toten

    Urteil wegen Raserfahrt mit drei Toten

    Ein Mann fährt mit 145 Kilometern pro Stunde durch die Offenbacher Innenstadt. Doch dann verliert er die Kontrolle über seinen Wagen und stößt mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn zusammen. Die drei Insassinnen kommen ums Leben. Heute ist in Darmstadt das Urteil gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher gefallen. Der 31.November vergangenen Jahres. Die Mühlheimer Straße in Offenbach gleicht einem Trümmerfeld. Mit hoher Geschwindigkeit war der schwarze VW in den Gegenverkehr geraten und mit immer noch über 100 Stundenkilometern mit diesem Audi zusammengestoßen. Dessen Insassinnen, zwei Frauen im Alter von 66 und 88 Jahren sowie ein neunjähriges Mädchen, erliegen ihren schweren Verletzungen. Damals am Steuer des VW: Edin D. Gegen den 32-jährigen Serben ergeht heute das Urteil: sieben Jahre Haft wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Verurteilung wegen Mordes gefordert, weil sie sagt, der Angeklagte habe mit seinem Verhalten den Tod anderer billigend in Kauf genommen. Carolin Abahuni, Staatsanwaltschaft Darmstadt „Die Straße war gut befahren. Die Sichtverhältnisse für den Angeklagten waren nicht einsehbar, nicht überschaubar. Es hätte jeden Moment ein Fußgänger oder ein Auto aus den Seitenstraßen herauskommen können und da hätte es zu einer Kollision kommen können.“ Die Richter betonen in ihrer Urteilsbegründung, einen Vorsatz habe man nicht feststellen können. Außerdem hätte der Angeklagte noch versucht, mit einem Ausweichmanöver die Kollision zu verhindern. Damit folgt das Gericht in weiten Teilen dem Plädoyer des Verteidigers. Christian Heinemann, Verteidiger von Edin. D. „Im ersten Moment ist man natürlich zufrieden. Man ist den Mord los, so muss man es ganz platt sagen. Mord war angeklagt, man wird nicht verurteilt wegen Mord. Klar, das Ergebnis an der Stelle stimmt. Es ist die Frage: kann man mit den sieben Jahren leben, ist das in Ordnung oder eben nicht in Ordnung? Muss man es dem BGH vorlegen? Überprüfen lassen?“ […]

  • Neue Batteriezüge für nordhessischen Regionalverkehr

    Neue Batteriezüge für nordhessischen Regionalverkehr

    Im Regionalverkehr in Nordhessen sind in Zukunft drei akkubetriebene Züge unterwegs. Sie wurden heute in Kassel vorgestellt. Die Fahrzeuge werden in den kommenden fünf Jahren im Testbetrieb anstelle von dieselbetriebenen Loks eingesetzt. Die neuen Fahrzeuge benötigen keinerlei fossile Kraftstoffe. Sie werden auf elektrifizierten Strecken über die Oberleitung geladen und fahren auf nicht-elektrifizierten Strecken mit Hilfe der Akkus. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Ich glaube, wer an den letzten Tagen an der Tankstelle war, der hat gesehen, dass die Abhängigkeit von fossilen Energien teuer ist und in Zukunft noch teurer werden wird und deswegen spielt die Elektrifizierung des Verkehr nicht nur eine Rolle, wenn es darum geht, das Klima zu schützen und den nächsten Generationen eine intakte Welt zu hinterlassen, sondern es ist vor allem ein Beitrag dazu, sich kostengünstig im Verkehr fortbewegen zu können und das jetzt mal unter Realbedingungen auszuprobieren, das ist glaub ich wichtig, damit wir technologisch nach vorne kommen.“

  • Blinde fahren auf dem Tandem durchs Land

    Blinde fahren auf dem Tandem durchs Land

    Blind Fahrradfahren? Das geht auf dem Tandem, mit einem sehenden Piloten am Steuer und einem blinden Co-Piloten dahinter. 23 solcher Tandems fahren gerade quer durch Deutschland und wollen damit zeigen, was gemeinsam möglich ist. Wir haben sie auf einem Teil der Strecke begleitet. Mouna Nifer ist blind. Vor vier Jahren entdeckt sie den Radsport für sich, fängt an zu trainieren und gewinnt bei den deutschen Meisterschaften im Parabahnradsport Gold und Silber. Fahrradfahren bedeutet für die 27-jährige Freiheit. Nachgehen kann sie ihrer Leidenschaft nur im Tandem. Für sie kein Nachteil, denn im Team kann sie ihre Umwelt ganz anders wahrnehmen. Mouna Nifer, Radsportlerin „Wir reden darüber, wir sind vorhin in Bonn gewesen und sind an einer Gummibärchenfabrik vorbeigefahren, das hat man gerochen. Oder sind an einer Pommesbude vorbeigefahren. Oft wird auch hier in der Gruppe kommuniziert, das heißt man hört von den anderen was passiert, wenn der eigene Pilot das mal vergisst. Und so merkt man wie viele Kilometer man gemacht hat. Für mich ist das schon einfach ein sehr schönes Gefühl, weil ich es anders erlebe.“ Einen Tandem-Partner zu finden, ist oft nicht leicht. Michael Rathing begleitet seit fünf Jahren Sehbehinderte Sportler. Für die Tour hat er sich spontan eine Woche Urlaub genommen. Michael Rathing, Mounas Pilot „Das ist auch eine Befriedigung, jemanden dazu verhelfen zu können, seinen Sport zu machen. Das kommt einfach von Herzen. Wenn man dann zu zweit unterwegs ist, nicht nur beim Radfahren, sondern auch beim Laufen, dann hat man einfach ein gemeinsames Erlebnis. Und Freude, die man teilen kann, dass ist einfach doppelte Freude.“ Genau um diesen Teamgeist geht es bei der Euro-Tandem-Tour. 23 Tandems fahren in sieben Tagen 720 Kilometer gemeinsam quer durch Deutschland. Zum vierzehnten Mal findet die Aktion statt. Maren Schwerger, Organisatorin der Euro-Tandem-Tour „Mit diesem sportlichen Engagement wollen wir zeigen: es geht […]

  • Konferenz zur aktuellen Situation des Rheins

    Konferenz zur aktuellen Situation des Rheins

    Ja, die niedrigen Pegelstände waren heute natürlich auch Hauptthema in der achten „Länderkonferenz Rhein“ in Wiesbaden. Dort haben sich die Verkehrsminister aus allen vier Ländern, durch die der Rhein fließt, zusammengesetzt und über die aktuellen Herausforderungen beraten.   Um die 140 cm zeigt der Pegelstand heute in Mainz. Nach einer kurzer Erholung Ende August ist der Wasserstand nun wieder sehr niedrig. An anderen Orten am Rhein sieht es noch schlimmer aus: der Engpass in Kaub hatte zwischenzeitlich ein Rekordtief von unter 20 Zentimetern. Während der Niedrigwasserperiode konnten nur 13 Schiffe den Rhein durchgängig befahren. Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg – Die vier Bundesländer, die am Rhein liegen, fordern heute vom Bund mehr Geld für die Binnenschifffahrt. Das System Wasserstraße habe einen jährlichen Bedarf von 2,5 Milliarden Euro verteilt auf ganz Deutschland. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen: Es wird vor allem um die Schifffahrtsstraßen gehen, auch um die Hafeninfrastrukturen. Das alles muss ertüchtigt werden. Und gleichzeitig treten wir ja auch mit dem Bund in das Gespräch ein zur Modernisierung veralteter Flotten. Themen wie Niedrigwasser werden aufgrund des Klimawandels künftig häufiger vorkommen. Und gerade moderne Schiffe kommen mit solchen Niedrigwassern besser zurecht. Die Ausfälle in der Binnenschiffahrt haben große wirtschaftliche Schäden zur Folge, die momentan noch nicht berechenbar seien. Achim Schwickert (CDU), Verkehrsminister Rheinland-Pfalz: Eine solche Niedrigwasserphase hat natürlich die Auswirkung auf alle die Güter, die in dieser Zeit über die Schiffe transportiert worden wären. Das sind insbesondere Güter, die sehr schwer sind und die in großen Mengen auf Schiffen verlagert werden. Das erspart eine Menge an LKW-Verkehr. Es geht aber auch um Güter, die eine Größenordnung haben, die Sie auf dem Schiff ganz gut transportieren können. Der Rhein habe eine besonders hohe Kapazität für den Gütertransport. Die Binnenschifffahrt habe bislang aber zu wenig politische Beachtung bei der Planung von Infrastruktur bekommen, […]

  • Frankfurter Tramfahrer trainiert für Straßenbahn-EM

    Frankfurter Tramfahrer trainiert für Straßenbahn-EM

    In zwei Wochen findet in Warschau eine doch sehr außergewöhnliche Europameisterschaft statt: die Tram-EM, also die Europameisterschaft im Straßenbahn fahren. Für Deutschland tritt in diesem Jahr ein Fahrer der Frankfurter Verkehrsgesellschaft an. Wir haben ihn im Trainingslager besucht. Vollgas! Zielen! Und: volle Punktzahl! Das ist Straßenbahn-Bowling, eine von sechs Disziplinen bei der Tram-Europameisterschaft. Für Deutschland tritt in diesem Jahr der Frankfurter Robin Hepp an. In einem Vorentscheid hat er sich durchgesetzt. Seine größte Stärke: Robin Hepp – Straßenbahnfahrer aus Frankfurt „Die Ruhe hilft mir schon sehr. Dass ich mich nicht so leicht aus der Fassung bringen lasse, dass wird mir allgemein helfen beim Wettbewerb.“ Also ein ganz entspannter Typ. Und das muss er auch sein, bei diesen Disziplinen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Bei voller Fahrt bremsen und dabei so wenig Wasser, wie möglich verschütten. Das war ziemlich perfekt. Das Ziel einmal bei der Europameisterschaft teilzunehmen, hat Robin seit er Straßenbahn fährt. Robin Hepp – vertritt Deutschland bei der Tram-EM „Ich fahre Straßenbahn seit knapp dreieinhalb Jahren. Kurz danach war auch hier in Frankfurt die Straßenbahn Europameisterschaft. Damals war ich noch nicht lang genug dabei, um mich zu bewerben. Dann habe ich gesagt: Beim nächsten Mal, wenn Frankfurt wieder teilnimmt.“ Und jetzt zwei Jahre später hat es geklappt. Wie hier 2024 in Frankfurt, nur dieses Jahr eben in Warschau, kämpfen bei der Tram-EM 25 Teams um den Titel: bester Straßenbahnfahrer Europas. Und der Heimvorteil kann durchaus entscheiden. Denn gefahren wird mit den Bahnen der Austragungsstadt. Robin Hepp – Straßenbahnfahrer aus Frankfurt „Wir fahren hier mit unseren Fahrzeugen, die wir aus dem Alltag gewohnt sind. Vor Ort ist es ein anderer Hersteller und wir kennen die technischen Voraussetzungen der Bahnen nicht. Jede Bahn fühlt sich anders an, jede Bahn bremst anders, jede Bahn beschleunigt anders.“ Und: die austragende Stadt darf sich neue […]

  • Luftverkehrsforum des Unternehmerverbandes

    Luftverkehrsforum des Unternehmerverbandes

    Die deutsche Luftfahrt steckt weiterhin in der Krise. Der Rückstand der Branche auf den Rest Europas ist so groß wie nie seit Ende der Corona-Pandemie. Während viele Fluglinien und Flughäfen im europäischen Ausland längst wieder so stark ausgelastet sind wie vor der Pandemie, krebsen nicht nur der Frankfurter Flughafen, sondern auch deutsche Fluglinien wie die Lufthansa oder Condor abgeschlagen hinterher. Aus Sicht der deutschen Luftverkehrsbranche liegt das vor allem an den ungünstigen Standortfaktoren. Großes Treffen der deutschen Luftverkehrsbranche heute im Hangar One der Lufthansa am Frankfurter Flughafen: So einfach wie damals, als man noch mit der alten Tante Ju auf große Reise ging, geht es in im internationalen Luftverkehr schon lange nicht mehr zu. Der Konkurrenzdruck ist enorm – und der Standort Deutschland aus Sicht vieler Experten momentan kaum wettbewerbsfähig. Selbst beim Branchenprimus Lufthansa sind die Sorgen groß. Michael Niggemann, Vorstand Deutsche Lufthansa AG: „Die staatlich induzierten Standortkosten machen es uns hier in Deutschland nicht leicht. Seit 2019 gab es rund eine Verdopplung. Und aus Europa kommen regulatorische Auflagen und führen zu einer einseitigen Benachteiligung europäischer Airlines im Vergleich mit ihrer außereuropäischen Konkurrenz. Wir brauchen faire und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa.“ Einer der Knackpunkte: Die Luftverkehrssteuer. Die wurde zwar gerade erst gesenkt. Aus Sicht der Luftfahrtbranche aber nicht weit genug. Hier würde man sich wünschen, die Steuer über kurz oder lang ganz abzuschaffen. Unterstützt wird das Vorhaben durch die hessische Landesregierung. Gerade mit Blick auf internationale Krisen wie den Iran-Krieg sei es geboten, den für das Land Hessen enorm wichtigen Luftverkehrsstandort Frankfurt weiter zu stärken. Benedikt Kuhn, CDU, Chef der Hessischen Staatskanzlei: „Die internationalen Krisen schlagen natürlich auf so einen Bereich wie den Luftverkehr voll durch. Das heißt, wir brauchen gerade in dieser Phase ein Entlastungspaket für die Luftverkehrswirtschaft. Wir haben ein erstes Paket geschnürt, dafür haben wir […]

  • Neue Werkstatt der HLB

    Neue Werkstatt der HLB

    Es ist die größte Investition der Hessischen Landesbahn in ihrer Geschichte – die neue Zug-Werkstatt in Butzbach. Nach nur rund zwei Jahren Bauzeit ist die Anlage nun fertig und voll einsatzbereit. Ob Inspektion, Reparatur, Räderwechsel oder Austausch von großen Bauteilen – alles geschieht jetzt unter einem Dach. Dieser Zug ist an einem Bahnübergang mit einem Auto zusammengestoßen. Früher hätte man ihn zur Reparatur in eine externe Werkstatt bringen müssen – jetzt kann die Hessische Landesbahn das selbst, in ihrer neuen Werkstatt für Regionalzüge in Butzbach. Tobias Beckers, Co-Geschäftsführer HLB: „Das besondere ist einmal die Größe, dass man normalerweise eher kleinteiliger denkt, Werkstätten für bestimmte Netze, für bestimmte Züge baut und hier haben wir gesagt, wir legen das alles zusammen, wir denken größer und wir denken vor allen Dingen nachhaltiger und denken für die Zukunft im Sinne von Erweiterungsmöglichkeiten.“ Auf 73.000 Quadratmetern kann so gut wie alles repariert werden. Das spart nicht nur langfristig Geld, sondern auch Zeit. Dieser Zug braucht eine Inspektion. Dafür müssen die KfZ–Mechatroniker sowohl unten an die Rädervorrichtung und unter den Zug kommen als auf obendrauf: Filtermatten der Klimaanlage tauschen, Elektronik checken. Die Werkstatt ist so konzipiert, dass die Mitarbeiter jederzeit überall an den Zug drankommen. Pascal Kroll, Kfz-Mechatroniker: „vorher hat man so Arbeitsstände gehabt, war halt zeitintensiver, weil man die immer aufbauen musste, verschieben musste und immer nur zwei Meter auf dem Dach laufen konnte.“ Niclas Storch, Mechatroniker: „es wird natürlich schneller gehen jetzt, weil auch durch die neue Halle hier hat man natürlich ein bisschen mehr Platz, man hat ein bisschen mehr Übersicht, das hilft bei den Abläufen im Alltag ein bisschen mehr und auch die neuen Kollegen jetzt, die durch diese neue hier angestellt werden, das ist natürlich dann besser zu arbeiten.“ Je schneller die Reparatur, desto schneller sind die Züge wieder einsatzbereit. Tobias […]

  • Neue Signale für rechtsrheinische Bahnstrecke

    Neue Signale für rechtsrheinische Bahnstrecke

    Es geht voran mit der Sanierung der rechts-rheinischen Bahnstrecke zwischen Wiesbaden und Nordrhein-Westfalen. Seit Juli wird bei der sogenannten Korridor-Sanierung der Deutschen Bahn gebaut und erneuert, um die marode Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen. Heute spektakulär – mit Hilfe aus der Luft. Hier bei Rüdesheim fliegen die Bahnsignale durch die Luft. Der Hubschrauber holt die alte und marode Technik ab und bringt neue. 20 Stück werden heute zwischen Bingen über den Rhein nach Geisenheim geflogen und montiert. Mit dem Helikopter dauert das nur wenige Stunden. Frank Schmidt, Leiter Korridorsanierung Rechter Rhein „Das sind Signale, die wir brauchen, um den Zugbetrieb zu steuern. Sie können es vergleichen mit einer Ampel im Straßenverkehr. Diese Signale zeigen dem Triebfahrzeugführer, wann er fahren darf, wann er anhalten muss, wann er bremsen muss. Dafür sind diese Signale entlang der Strecke verteilt in den Blockabschnitten. Das sind die Abschnitte, in denen jeweils nur ein Zug ist. Und dieser wird dann freigemeldet, wird dann freigezeigt. In dem kann er fahren oder auch halten.“ Die Signale sind nur ein wichtiger Teil der Sanierung. Innerhalb von fünf Monaten sollen über 80 Kilometer Gleise erneuert werden, 88 Weichen, 10 Brücken, 15 Stellwerke und 36 Bahnhöfe. 1,6 Milliarden Euro investiert die Bahn in das Projekt. Das Ganze passiert auf 160 Kilometern, von der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, über das rheinland-pfälzische Neuwied bis nach Troisdorf in Nordrhein-Westfalen. Links und rechts des Rheins führen jeweils wichtige Bahnstrecken entlang. Die rechte Seite ist nun komplett gesperrt. Frank Schmidt, Projektleiter Korridorsanierung „Der rechte Rhein ist ein Abschnitt zwischen Genua und Rotterdam. Und gerade auf dieser Strecke hier im Mittelrheintal ist eine sogenannte Engstelle. Sie haben keine Brücke zwischen Wiesbaden und Koblenz und alles, was sich dazwischen bewegt, kann sich nur auf den beiden Gleisen, die Sie hier hinter mir sehen, bewegen. Und dafür ist es wichtig, dass auf diesen Gleisen eine hohe Qualität ist, dass wir […]

  • Start für umstrittenen B 49-Bau

    Start für umstrittenen B 49-Bau

    In Mittelhessen soll die vielbefahrene B49 ausgebaut werden. Insgesamt eine halbe Milliarde Euro soll das Ganze kosten. Heute war Start für eine Ortsumgehung bei Reiskirchen – doch die ist höchst umstritten. Demonstrant: „Es ist bewiesen, dass Hessen Mobil mit falschen Zahlen gearbeitet hat.“ – Kaweh Mansoori: „Das ist überhaupt nicht bewiesen.“ Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori muss sich am Rande des Spatenstichs einiges anhören. Die Gegner der Ortsumgehung machen ihrem Ärger heute lautstark Luft. Sie sehen den Baustart auch nach mehreren abgewiesenen Klagen als Fehler, der Minister widerspricht. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Argumente werden vorgebracht, sie werden gegeneinander abgewogen. Verwaltungen treffen eine fundierte Entscheidung und dann kann am Ende alles vor Gericht überprüft werden. Genau das ist hier auch bei der Ortsumgehung passiert. Aber zum Rechtsstaat gehört auch dazu: Wenn’s dann mal endentschieden ist, dann muss es auch umgesetzt werden.“ Die Bundesstraße 49 läuft mit ihrem ganzen Verkehr mitten durch Reiskirchen, die geplante Umgehungsstraße soll den Ort entlasten. Doch die führt direkt an einem Natur- und Eidechsenschutzgebiet vorbei. Die Eidechsen wurden umgesiedelt, ein Schutzzaun soll sie davon abhalten, wieder auf die Baustelle zu wandern. Der wurde mehrfach zerstört und wird inzwischen von einem Stacheldrahtzaun und Sicherheitssystem geschützt. Allein das hat 100.000 Euro gekostet. Für die Ausbaugegner wäre die Ortsumgehung überhaupt nicht nötig, sie kritisieren die Verkehrsprognosen. Kirsten Elett, Anwohnerin „Ich glaube, dass die Zahlen, auf denen das Ganze basiert, nicht richtig sind. Als das Planfeststellungsverfahren genehmigt wurde, hat man aber schon gewusst, dass die aktuellen Zahlen viel, viel niedriger sind. Und dann hätte man neu überlegen müssen.“ Dem widersprechen Politik und Behörden. Auf der anderen Seite der Baustelle versammeln sich die Ausbaubefürworter, in einem Bürgerentscheid hatten sich Zweidrittel für die Ortsumgehung ausgesprochen. Der liegt allerdings schon 17 Jahre zurück. Der Bürgermeister hält die Umgehung aber immer noch für nötig. […]