Verkehr

  • Drei Tote bei schwerem Verkehrsunfall im Westerwald

    Drei Tote bei schwerem Verkehrsunfall im Westerwald

    Ein Frontalzusammenstoß fordert Menschenleben. Von dem Polo ist so gut wie nichts mehr übriggeblieben. Die Trümmer lassen erahnen: wer hier drinsaß, hat nicht überlebt. Zwei 19-jährige und ein 16-Jähriger verlieren vergangene Nacht ihr Leben. Gegen 20 vor 10 gestern Abend sind die drei auf der Landstraße zwischen Linkenbach und Dürrholz im Kreis Neuwied unterwegs. Dann kommt der Wagen rechts von der Fahrbahn ab. Der 19 Jahre alte Fahrer verliert die Kontrolle und gerät mit seinem Polo auf die Gegenfahrbahn – und kracht frontal in einen Ford Focus. Der Polo wird nach dem Zusammenprall auf die Wiese geschleudert. Alle drei Insassen werden so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle sterben. Auch den zweiten Wagen erwischt es heftig. Darin: zwei Erwachsene im Alter von 30 und 28 Jahren und ein siebenjähriges Kind. Sie werden schwer verletzt, die Rettungskräfte bringen sie in umliegende Krankenhäuser. Ein Gutachter soll nun klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte, der so schlimme Folgen hatte.

  • Immer mehr trockene Stellen im Rhein

    Immer mehr trockene Stellen im Rhein

    Im Rhein fließt so wenig Wasser wie fast noch nie. An mehreren Pegeln wurden gestern Rekord-Tiefststände erreicht – und auch heute sind die Pegel nur minimal gestiegen. Schiffe können kaum noch Fracht beladen, stattdessen müssen Güter über die Straße oder Schiene transportiert werden. Und nicht nur in der Wirtschaft sind die Auswirkungen des Niedrigwassers deutlich spürbar. Trockener Boden statt kühles Nass. Der Eicher See, direkt am Rhein zwischen Mainz und Worms gelegen. Normalerweise verbringen hier viele ihre Freizeit, fahren mit dem Boot raus. Doch statt auf Wasser treffen die Propeller hier nur auf Sand. Es sei der niedrigste Wasserstand aller Zeiten. Stefan Schaaf, Vorstand Eicher See Gemeinschaft „Ein Freizeitgebet ist ja dafür da, um letztendlich seine Freizeit zu verbringen, das ist natürlich nur eingeschränkt möglich, aber das kann man noch verschmerzen. Das größere Problem sind tatsächlich die Schäden, die wir haben an den Steg-Anlagen, weil die nicht dafür gemacht sind, dass die auf dem Boden aufliegen, das Eigengewicht teilweise nicht tragen, in den Schlick, in den Schlamm einsinken.“ Auch den Booten schadet das Liegen auf Dauer. Der Eicher See ist direkt mit dem Rhein verbunden. Und der enthält praktisch nur noch in der Fahrrinne Wasser. Stefan Schaaf, Vorstand Eicher See Gemeinschaft „Wir hatten 2024 im Juni hier ein massives Hochwasser mit größenordnungsmäßig einem Pegel 7 Meter, jetzt haben wir einen Pegel von Minus 2, zwei Jahre später, das ist schon eine deutliche Differenz, das sind Wetterextreme.“ Im Laufe des Tages ist der Rheinpegel in Worms wieder auf 8 cm gestiegen. Im Stadtteil Rheindürkheim hat das Niedrigwasser die sogenannten Hungersteine freigelegt. Wenn Schiffe nicht mehr fahren konnten, hatte das früher oft eine schlechte Versorgung und Hunger zur Folge. Seit 1857 werden immer wieder neue Steine dazu gelegt, wenn der Rheinpegel erneut so weit absinkt. Volker Schleep „Es ist bekannt ja, dass das Auftauchen […]

  • Im Gespräch: RLP-Hafenchef Alexander Voigt

    Im Gespräch: RLP-Hafenchef Alexander Voigt

    Das Niedrigwasser ist aktuell das große Thema bei uns in Rheinland-Pfalz. Eva Dieterle spricht darüber mit dem Geschäftsführer der „Häfen Rheinland-Pfalz GmbH“. Eva Dieterle, Moderatorin: Guten Tag! Alexander Voigt, Geschäftsführer „Häfen Rheinland-Pfalz GmbH“: Guten Tag. Dieterle: Herr Voigt, direkt gefragt: Das extreme Niedrigwasser im Lande, welchen Einfluss hat das konkret auf die Häfen in Rheinland-Pfalz, wie ist die Lage? Voigt: Ja, natürlich ist es kein Geheimnis, dass die Lage insgesamt angespannt ist. Auch wenn der Referenzpegel aktuell wieder leicht steigt, ist mit Sicherheit keine Entspannung in Aussicht. Die Bundeswasserstraße Rhein transportiert zwischen Basel und den Seehäfen rund 280 Millionen Tonnen Güter pro Jahr. Und das zeigt einfach die Dimension. Wenn diese wichtige Verkehrsachse nur eingeschränkt nutzbar ist, hat das natürlich Auswirkungen auf die Wirtschaft und auch auf die Versorgung der angeschlossenen Regionen.Da spielen wir natürlich hier auch am Standort in Ludwigshafen und anderen Hafenstandorten in Rheinland-Pfalz in dem Sinne, dass einfach die Gütermengen zurzeit etwas abnehmen. Dieterle: Was wäre aus ihrer Sicht denn jetzt die beste Lösung für das Problem Niedrigwasser. Was schlagen Sie vor? Voigt: Sicher gibt es Lösungen. Zunächst mal ist die ganze Logistikbranche bekannt dafür, dass sie äußerst flexibel und spontan auf Engpässe und Schwierigkeiten reagieren kann. Das ist auch hier der Fall. Es gibt noch andere Verkehrsträger. Die Schiene, für deren Verbindung ja auch immer der Hafen steht, als Verbindung der Verkehrsträger Schiff, Schiene und Straße. Und daneben gibt es eben auch langfristige Programme und Initiativen zur Fahrrinnenvertiefung des Rheins. Darüber wird ja auch heute auf Bundes- und Länderebene gesprochen. Und nicht zuletzt gibt es auch Konzepte und auch Förderprogramme zur Modernisierung der Binnenschifffahrt, also der Schiffe insgesamt, die sich dann zunehmend auch an Niedrigwasser phasentechnisch und bauartbedingt anpassen können. Dieterle: …sagt Alexander Voigt, der Geschäftsführer der „Häfen Rheinland-Pfalz GmbH“. Vielen Dank für dieses Gespräch! Voigt: Vielen […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Immer weniger Wasser in Rhein und Mosel – Mehr Abschiebungen nach Afghanistan geplant – EZB plant neue Euro-Noten Anmoderation: Im Rahmen einer Kabinettsumbildung hat Bundeskanzler Friedrich Merz heute bekannt gegeben, dass der hessische Politiker Michael Meister sein Amt als Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen an Philipp Amthor abgeben wird. Nach Medienberichten soll auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder aus Rheinland-Pfalz sein Amt verlieren. Dazu äußerte sich der Bundeskanzler heute aber nicht. Mehr News gibt’s jetzt in unserem Kurznachrichtenblock. Immer weniger Wasser in Rhein und Mosel Die Pegelstände der Flüsse in Rheinland-Pfalz sinken weiter. So liegt etwa der Rheinpegel bei Kaub nur noch bei 55 Zentimetern. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung geht davon aus, dass der Wasserstand in den kommenden Tagen noch weiter sinken wird. Inzwischen ist auch die Mosel-Schifffahrt vom Niedrigwasser betroffen. Nach Angaben des Geschäftsführers des Trierer Hafens können Frachtschiffe derzeit nicht voll beladen werden. Damit steigen die Kosten für Transporte. Das Niedrigwasser komme in diesem Jahr ungewöhnlich früh – schon im Juli statt wie oft erst im Spätsommer. Mehr Abschiebungen nach Afghanistan geplant Rheinland-Pfalz will von den veränderten Vorgaben für Abschiebungen nach Afghanistan Gebrauch machen. Die kommunalen Ausländerbehörden seien gebeten worden, die vom Bund eröffneten erweiterten Möglichkeiten zur Vorbereitung von Rückführungen umzusetzen, teilt das Innenministerium heute in Mainz mit. Die gesetzliche Ausreisepflicht beschränke sich nicht mehr nur auf Straftäter und Gefährder. Sie gelte nun grundsätzlich für alle Personen aus Afghanistan, die nach Abschluss eines rechtsstaatlichen Verfahrens kein Bleiberecht besäßen und vollziehbar ausreisepflichtig seien. EZB plant neue Euro-Noten Ab sofort können rund 350 Millionen EU-Bürger mitentscheiden, wie die künftigen Euro-Banknoten aussehen sollen. Auf der Internetseite der Europäischen Zentralbank werden dazu mögliche Motivserien veröffentlicht. Wählen können Bürger dabei zwischen den Themen „Flüsse und Vögel“ oder „Europäische Kultur“. Diese hatten sich bereits zuvor in einer Online-Umfrage unter EU-Bürgern durchgesetzt.

  • Absurder Eidechsenzaun

    Absurder Eidechsenzaun

    Ein kleiner grüner Zaun sorgt in Reiskirchen im Landkreis Gießen für einen erstaunlich großen Streit. Rund um einen Zauneidechsen-Schutzzaun stehen inzwischen Metallzäune und sogar Stacheldraht. Alles videoüberwacht. Und wofür das Ganze? Die heiße Spur führt zu einem umstrittenen Straßenbauprojekt. Hohe Türme mit Überwachungskameras, kilometerlanger hoher Stacheldrahtzaun und die Patrouille eines Sicherheitsdienstes – 24 Stunden am Tag. Was nach Gefängnis aussieht, soll hier eigentlich nur eine Sache schützen – diesen unscheinbaren grünen Plastikzaun, der Zauneidechsen davon abhalten soll, auf eine Baustelle zu gelangen. Doch der unscheinbare Zaun wird immer wieder mutwillig zerstört. Die Folge: Eine erhöhte Sicherung. Für den Schutz eines Eidechsenzauns entsteht so ein Konzept, das die Gemeinde nach eigenen Angaben einen unteren sechsstelligen Betrag kostet. Tobias Breidenbach (CDU), Bürgermeister Reiskirchen „Wir sind mittlerweile bei fünf Mal Zaunzerstörung im Zeitraum von ich glaube mittlerweile sechs bis acht Wochen. Es ist erschreckend, dass quasi durch Vandalismus einiger weniger der Steuerzahler hier mit noch mehr Kosten, als er das ohnehin schon tun muss, dann konfrontiert wird.“ Hintergrund ist der Bau einer Umgehungsstraße. Sie soll den Durchgangsverkehr aus dem Ort holen und die Anwohner entlasten. Aber es wird noch kurioser. Tobias Breidenbach (CDU), Bürgermeister Reiskirchen „Wir haben jetzt drei verschiedene Zäune in drei verschiedenen Stufen, einen 24 Stunden sieben Tage die Woche Wachdienst, jetzt eine 24/7 Überwachung über Überwachungstürme für bisher keine gefundene Eidechse an dieser Stelle.“ Ein Zaun für einen Zaun, der einen Eidechsenzaun schützt – an einem Ort, an dem bislang offenbar gar keine Eidechsen gefunden wurden. Und wer denkt, dass es das schon war – Die Geschichte hat noch eine weitere Pointe: Die Umgehungsstraße, um die sich der ganze Streit dreht, wird nach Angaben von Anwohnern und Bürgermeister bereits seit mehr als 50 Jahren diskutiert. Viele bezweifeln inzwischen sogar, dass sie überhaupt noch gebraucht wird. Kirsten Elett, Anwohnerin „In der Zwischenzeit ist so viel […]

  • Vortour der Hoffnung startet in Koblenz

    Vortour der Hoffnung startet in Koblenz

    Das größte Rad-Benefiz-Aktion in Rheinland-Pfalz,startet. Seit heute heißt es bereits zum 30. Mal: Ordentlich in die Pedale treten und fleißig Spenden sammeln für krebskranke Kinder. Diesmal rund um Koblenz. Stolze 174 Hoffnungsradler strampeln sich heute ab. Auf dem Rundkurs zwischen Koblenz und Ahrweiler gilt es 120 Kilometer und 1200 Höhenmeter zu überwinden. Da kann etwas göttlicher Beistand am Kloster Maria Laach nicht schaden. Maximilian Krenn, Pater Prior Benediktinerabtei Maria Laach „Ich wünsche ihnen das Beste, was wir haben, und das ist Gottes Segen. Und ich bin überzeugt, dass Gott uns führt und beschützt. Und deswegen habe ich ihnen das mitgegeben.“ Ein Augenblick der Besinnung, des Zusammenhalts und der Hoffnung – der zeigt, worum es bei dieser Tour geht: Menschen helfen Menschen. Dem haben sich zahlreiche Prominente aus Politik, Gesellschaft und Sport verschrieben. Markus Merk, dreimaliger Weltschiedsrichter „Nur gemeinsam sind wir stark. Und ich glaube in unserer heutigen Zeit ist es umso wichtiger. Die VOR-TOUR der Hoffnung lebt das vor, was positiv für unsere Gesellschaft sein kann.“ Kerstin Brachtendorf, Ex-Radsportprofi „Ja, ich bekomm schon wieder eine Gänsehaut. Weil, ja, es ist natürlich eine super Aktion, was da auch schon so viele Jahre betrieben wird.“ Christian Baldauf, Geschäftsführer Lotto Rheinland-Pfalz „Wir fahren für eine gute Sache und wir strengen uns an, dass auch viele Spenden reinkommen. Es gelingt ja auch sehr gut.“ Hendrik Hering (SPD), ehemaliger Landtagspräsident Rheinland-Pfalz „Wie viel Familien, Menschen hier geholfen wird, mit welcher Begeisterung. Da ist ein Netzwerk der Menschlichkeit in Rheinland-Pfalz entstanden und deswegen macht es jedes Jahr Freude, hier mitzufahren.“ Mit dem Reisesegen im Gepäck rollt das Fahrerfeld weiter, immer das Ziel vor Augen: Möglichst viele Spenden für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder und ihre Familien zu sammeln. Geld, das eins zu eins an über 50 Initiativen geht. Im vergangenen Jahr wurde ein Rekord aufgestellt: 777.000 Euro. Bernhard […]

  • Bahn untersucht Fischbestände

    Bahn untersucht Fischbestände

    In Frankfurt wird gerade ein milliardenschweres Infrakstrukturprojekt umgesetzt. Die nordmainische S-Bahn soll die Mainmetropole an Hanau anbinden. Die riesige Baustelle wirkt sich auch auf die umgebende Natur aus. Die Deutsche Bahn untersucht deshalb den ökologischen Zustand eines Sees entlang der geplanten Strecke. Ein Motorboot schippert über den großen Weiher im Frankfurter Ostpark. Mit einem Köcher, um Fische für Untersuchungen einzufangen. Das Besondere: Der Köcher kann leicht unter Strom gesetzt werden – Elektrofischen nennt sich das. Klingt etwas martialisch, ist aber eine gängige Methode. Alexander Schmitt, Projektingenieur Deutsche Bahn „Sobald die Fische in Richtung Köcher kommen oder eben andersrum, werden die kurz betäubt. Und können dann mit dem Köcher aufgenommen werden. Diese Betäubung dauert in der Regel wirklich nur wenige Sekunden. Die tragen da keine Beeinträchtigung davon, die verkraften das ziemlich gut.“ Kurz darauf wuseln die Fische im Behälter auch schon wieder umher. Hintergrund des ganzen ist eine geplante Bahnstrecke in der Nähe: Mit der „nordmainischen S-Bahn“ soll die Verbindung zwischen Frankfurt und dem Hanauer Hauptbahnhof in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Ein möglicher Knackpunkt: Vom Ostparkweiher 800 Meter entfernt liegt der ehemalige Ostbahnhof. Dort am Danziger Platz wird eine neue S-Bahn-Station gebaut. Damit in den Tiefbau kein Wasser eintritt, muss das Grundwasser abgesenkt werden. Das könnte sich auf den benachbarten Weiher auswirken. Sollte auch hier das Grundwasser sinken, könnte das abgepumpte Wasser von der Baustelle in den Weiher umgeleitet werden. Zuvor muss aber der ökologische Zustand des Gewässers untersucht werden. Alexander Schmitt, Projektingenieur Deutsche Bahn „Eine extrem wichtige Grundlage ist zu wissen: Was für Fische leben hier eigentlich, wie ist die Fischfauna in diesem Weiher aufgebaut? Sind das jetzt Arten, die wirklich hoch angepasst sind hier auf so einen Lebensraum? Oder sind das eher Arten, die überall einfach gut zurecht kommen.“ An diesem Vormittag gehen vor allem Karpfen ins Netz, nichts Ungewöhnliches. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Kelkheim: Polizei sucht Videos der Tat – Bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen – Verkehrssünder zahlen Millionen in Landeskasse Anmoderation: Nur wenige Tage nach dem gewaltsamen Tod eines 22-jährigen Studenten in Trier, ist dort jetzt eine 29-jährige Studentin tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei deuten ihre Verletzungen auf ein Tötungsdelikt hin. Weitere Details nannte sie nicht. Die Universität Trier hat für Donnerstag eine Gedenkveranstaltung geplant. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Meldungen an diesem Dienstag. Kelkheim: Polizei sucht Videos der Tat Nach der Gewalttat in Kelkheim in der vergangen Woche hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet. Die Ermittler bitten darum, über dieses Portal Videos oder Fotos hochzuladen, die der Polizei dabei helfen könnten, den Ablauf der Tat zu rekonstruieren. Zeugen, die Aufnahmen oder andere Hinweise übermitteln, müssen dabei keine Nachteile oder eigene Strafverfolgung befürchten. Am Dienstag vergangener Woche soll ein 60 Jahre alter Mann in Kelkheim in der Frankfurter Straße seine 58 alte Ehefrau mit mindestens 30 Messerstichen getötet haben. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen Die deutsche Bahn plant ein Alkoholverbot an allen deutschen Bahnhöfen. Bis zum 15.Oktober soll die Maßnahme umgesetzt sein. Im Frankfurter Hauptbahnhof gilt ein Verbot bereits seit dem 01. Mai. Die Einhaltung werde von den DB-Sicherheitskräften und der Bundespolizei überwacht. Wer bei illegalem Alkoholkonsum erwischt werde, müsse mit einem sofortigen Platzverweis rechnen. Ein generelles Alkoholverbot in allen DB-Zügen gibt es weiterhin nicht. Die Deutsche Bahn verspricht sich von einem Alkoholverbot mehr Sicherheit und weniger Streitigkeiten unter Alkoholeinfluss Verkehrssünder zahlen Millionen in Landeskasse Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Jahr rund 120 Millionen Euro durch Bußgelder eingenommen, die wegen Verkehrsverstö0en verhängt wurden. Das waren rund 10 Millionen Euro mehr als 2024. Das hat heute das Innenministerium in Mainz mitgeteilt. Die Zahl der Bußgeldverfahren stieg im vergangenen Jahr auf 2,6 Millionen. In mehr als 90 Prozent der […]

  • Kampf gegen die Wasserpest in Wiesbaden

    Kampf gegen die Wasserpest in Wiesbaden

    Was erst mal wie eine Krankheit klingt, ist nichts anderes als eine Wasserpflanze. Und trotzdem heißt sie nicht ohne Grund so. Denn sie kann sich rasant ausbreiten, wie gerade im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden. Dort legt sie aktuell sogar den Betrieb lahm. Jetzt reicht es den dort ansässigen Vereinen. Auf den ersten Blick sieht es nicht danach aus – Aber im Schiersteiner Hafen wird gerade im großen Stil gemäht. Nur eben unter Wasser. Denn was hier kiloweise aus dem Hafen geholt wird, wuchert in diesem Jahr so stark wie noch nie zuvor: Die kanadische Wasserpest, auch „Elodea“ genannt. Sie breitet sich so stark aus, dass an einen normalen Hafenbetrieb aktuell nicht zu denken ist. Andreas Kummer, Vorstandsmitglied Yachtclub Wiesbaden „So ein Segelboot hat ja ein sogenanntes Schwert unter seinem Kiel, was das Ganze stabilisiert. Jetzt stellt man sich vor, es ist richtig Wind und man möchte losfahren, die Segel sind gesetzt. Dann halten die Pflanzen einen richtig fest, also man kommt da gar nicht mehr durch. Und auf der anderen Seite, beim Motorboot, ist das Problem, da legt sich das Ganze um den Propeller drum. Dann hängt man auch fest, der kann sich nicht mehr drehen, obwohl da ein starker Motor drin ist.“ Zunächst mäht ein Boot die Pflanzen unter Wasser. Anschließend sammelt ein zweites die abgeschnittenen Reste ein. Schubkarre um Schubkarre der fadenartigen und vor allem stabilen Triebe landen im Müll. Dass die Pflanze sich so stark ausbreitet, hat mehrere Gründe. Andreas Kummer, Vorstandsmitglied Yachtclub Wiesbaden „Der Nährstoff-Eintrag aus dem sogenannten Lindenbach, das ist quasi hier der Bach, der bei uns in der Nähe zufließt. Der ist sehr stark, da wird einfach in dem Zulauf von ihm sehr stark gedüngt, da sind viele Nährstoffe mit drin. Das sorgt einfach dafür, dass die Pflanzen wachsen. Das ist das eine Thema. […]

  • Taxi-Branche ächzt unter den hohen Spritpreisen

    Taxi-Branche ächzt unter den hohen Spritpreisen

    Drei Wochen ist es jetzt her, dass der Tankrabatt der Bundesregierung ausgelaufen ist. Seitdem haben die Preise an der Zapfsäule wieder ordentlich angezogen. Denn der Krieg im Iran ist nicht beendet, die Straße von Hormus weiter dicht. Die hohen Spritpreise sind nicht nur eine große Belastung für die Pendler, sondern auch für das Taxigewerbe. Kassel hat deshalb bereits im Juni die Fahrpreise von Taxis erhöht. Für viele andere Städte ist das aber keine Option. Birer Kücükgöl – Spitzname: Pitt – ist Taxifahrer aus Frankfurt. Seit über 20 Jahren fährt er seine Fahrgäste durch die Rhein-Main Region. 2015 hat er sich selbstständig gemacht. Die hohen Spritpreise für den 56-Jährigen: Jetzt eine enorme Belastung. Birer Kücükgöl, Taxifahrer in Frankfurt „Also volltanken ist nicht mehr drinnen. Das tut weh. Und mit der Hoffnung, dass es in ein paar Tagen besser wird, da tankt man für 60, 80 Euro und es ist nicht schön nein. Das fehlt dann am Monatsende, das ist ja reines Netto, was wegfällt. Das merkt man schon. Weniger Geld.“ Der Griff zur Zapfsäule tut weh. Besonders durch den Ablauf des Tankrabatts vor drei Wochen spürt er die gestiegenen Spritpreise wieder sehr. Auch die Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main klagt über zu hohe Kosten. Svemir Islamčević, Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main „Es geht wieder alles nach oben. Wir sind jetzt fast wieder 35 Cent teurer als vor 14 Tagen und das aufzufangen ist schwierig, weil an den Tarifen was zu ändern das geht nicht von heute auf morgen, dass man das an die Leute gleich weitergibt.“ Für die Festlegung der Taxipreise sind die Städte und Landkreise verantwortlich, nicht die Fahrer. Die Stadt Kassel erhöht jetzt die Preise um 30 Prozent. Wer hier Taxi fährt, muss jetzt 2,80 Euro statt 2,10 Euro pro Kilometer zahlen. Während Kassel lange Zeit als eine der günstigsten Taxi-Städte in Hessen galt, sind die Fahrten jetzt teurer als zum […]

  • Deutschlands übelster Autobahn-Rastplatz liegt in Hessen

    Deutschlands übelster Autobahn-Rastplatz liegt in Hessen

    Der ADAC hat 50 Rastplätze in ganz Deutschland unter die Lupe genommen und auf Herz und Nieren getestet. Das Ergebnis: Fast jeder Zweite fällt durch. Und der schlechteste und dreckigste Rastplatz liegt in Hessen. Der Rastplatz Stadtwald an der A3 in der Nähe des Frankfurter Flughafens. Hier will eigentlich niemand sein. Überall liegt Müll rum. Die Toiletten: seit Jahren zu. Klar, da muss man sich anderweitig behelfen. Der Geruch hier dementsprechend urinlastig. Mike Nestler „Ich nenne das immer die Horror-Raststätten, die Horror-Klos. Es ist halt eigentlich eine Katastrophe, vor allem wenn man sich anguckt, wie viele Mülleimer hier auch trotzdem rumstehen. Es wird ja extra Werbung dafür gemacht, dass man seinen Müll wegschmeißen kann und dann guckt man hier so rum und es ist alles voll mit Trash.“ Jens Frosch „Unzumutbar. Überhaupt hier anzuhalten ist unzumutbar, man tritt hier überall rein, egal wo man hinläuft, man kann sich hier ja fast nicht bewegen. Das ist also eine Schande für Hessen. Poah, ekelhaft und Irrsinn.“ Roland Modschiedler „Generell ist es sehr, sehr, sehr dreckig. Er hat den Titel des schlechtesten Rastplatzes zurecht bekommen.“ Mehr als 1.500 solcher Anlagen gibt es bundesweit. 50 hat der ADAC jetzt geheim getestet – am schlechtesten abgeschnitten hat dieser hier, der Rastplatz Stadtwald in Frankfurt. Maike Willeitner, ADAC Hessen-Thüringen „Also grundsätzlich hat der Test ergeben, dass Zweidrittel der untersuchten Rastplätze tatsächlich schlechter geworden sind. Einen sehr guten Rastplatz gibt es dieses Jahr gar nicht. Und nur wenige haben sich leicht verbessert. Also man sieht tendenziell eher einen Trend nach unten.“ Besonders betroffen: Hessen als Transitland. Maike Willeitner, ADAC Hessen-Thüringen „Viele Autofahrer aus anderen Bundesländern fahren durch Hessen durch und dabei müssen sie natürlich immer mal halten. Das ist natürlich der eine Punkt, also auf den Rastplätzen sind einfach vielleicht deutlich mehr Autofahrer unterwegs. (…) Was mehr […]

  • Flugzeugunglück bei Mengeringhausen

    Flugzeugunglück bei Mengeringhausen

    In Bad Arolsen ist es gestern zu einem tragischen Unglück gekommen. Bei einem Flugzeugabsturz kommt eine Person ums Leben. Die Unfallursache ist noch unklar. Von dem Flugzeug – fast nichts mehr übrig. Nach dem Absturz fängt das Flugzeug Feuer. Die Trümmerteile verbrennen beinahe vollkommen hier an der Absturzstelle. Es ist gestern um 16 Uhr bei Bad Arolsen-Mengeringhausen. Augenzeugen berichten, dass das motorisierte Kleinflugzeug im Landeanflug in geringer Höhe ins Trudeln kommt und hier auf einem Feld abstürzt. Die anrückenden Rettungskräfte können dem Verunglückten nicht mehr helfen. Nach Angaben der Polizei soll es sich um einen 31-jährigen Piloten aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg handeln. Er befand sich nach derzeitigem Ermittlungsstand alleine in der Maschine. Ein DNA-Test soll letzte Zweifel an der Identität ausräumen. Mit einem Ergebnis ist erst nach mehreren Tagen bis Wochen zu rechnen. Warum das Flugzeug abgestürzt ist, ist weiterhin unklar. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen und die Kriminalpolizei Korbach ermitteln jetzt die Umstände zur Absturzursache.

  • Niedrigwasser erschwert Binnenschifffahrt

    Niedrigwasser erschwert Binnenschifffahrt

    Die Hitze hat Hessen und Rheinland-Pfalz weiter fest im Griff – 2026 hat es bisher viel zu wenig geregnet. Das zeigt sich besonders auf einer der wichtigsten Wasserstraßen Deutschlands: Der Rhein, führt immer weniger Wasser – die Pegelstände sinken immer weiter. Für die Schifffahrt in Hessen und Rheinland-Pfalz bedeutet das: Einschränkungen und wirtschaftliche Schäden. Eigentlich könnte die Orlando knapp zweieinhalb tausend Tonnen Getreide von Worms nach Krefeld fahren. Doch wegen des Niedrigwassers kann hier im Raiffeisen-Zentrum aktuell nur ein Drittel so viel geladen werden. Trotzdem kommen täglich Bauern vorbei, um ihre Ernte abzugeben. Dominic Flörsch, Raiffeisen Waren-Zentrale Worms „Die Mengen kommen momentan schneller rein, wie die Mengen weg gehen, weil in der Regel über unsere zwei Wasserstandorte Andernach und Worms haben wir in der Ernte schon 30 bis 50 Schiffe. Wir rechnen ja mit der vollen Schiffsfracht von 1000 bis 3000 Tonnen und wenn das Schiff eben nur 30 Prozent Fassungsvermögen mitnimmt, dann stellt uns das vor logistische Herausforderungen, die wir auch versuchen auf LKW umzuladen.“ Doch um zum Beispiel die Orlando zu ersetzen, wären 100 LKW notwendig. Das Niedrigwasser sorgt also für steigende Transportkosten. Das könnte der Verbraucher bald auch im Supermarkt – und auch an der Zapfsäule merken. Denn auch ein großer Teil Öl und Treibstoff wird über Wasserstraßen transportiert. Die Deutsche Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt fordert, dass die Anlegemöglichkeiten und stellenweise auch die Fahrrinne des Rheins vertieft werden müssten. Nur so könne es eine Zukunft für die Binnenschiffer geben. Roberto Spranzi, Deutsche Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt „Ich bin jetzt 45 Jahre in der Binnenschifffahrt. Ich habe diese niedrigen Wasserstände so früh im Jahr noch nicht erlebt. Wenn dieser Umstand jetzt noch lange anhält – lange ist für mich jetzt über den Juli hinaus – dann werden wir sicherlich Probleme bekommen mit der Versorgungssicherheit.“ Der Pegel bei Worms steht trotz einiger Regenschauer heute Mittag aktuell […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Anklage wegen Hoteleinsturz in Kröv – Malaria-Infektionen am Frankfurter Flughafen – Gewerkschaft ruft zu Streiks im Einzelhandel auf Anklage wegen Hoteleinsturz in Kröv Nachdem vor zwei Jahren im rheinland-pfälzischen Kröv ein Hotel eingestürzt ist, hat die Staatsanwaltschaft Trier jetzt Anklage gegen einen Ingenieur der Baustatik erhoben. Sie wirft ihm fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor, weil bei dem Unglück zwei Menschen getötet und acht weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Laut Staatanwaltschaft hatte der Hotelbetreiber den Ingenieur vorher wegen der Risse in einer Außenwand zu Rate gezogen. Doch dieser habe die falschen Maßnahmen angeordnet und nicht erkannt, dass das Hotel einsturzgefährdet war. Malaria-Infektionen am Frankfurter Flughafen Vier Mitarbeiter haben sich am Frankfurter Flughafen mit Malaria infiziert. Eine im Flieger mitgereiste Mücke soll die Tropenkrankheit übertragen haben. Die betroffenen Mitarbeiter hatten in der Gepäckabfertigung gearbeitet. Vermutlich infizierten Sie sich Anfang der Woche. Trotz Sicherheitsmaßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Mücken etwa in der Fracht verstecken. Wenn Malaria nicht behandelt wird, kann die Krankheit lebensbedrohlich sein. Gewerkschaft ruft zu Streiks im Einzelhandel auf Im Tarifkonflikt im Einzel- und Versandhandel haben die Arbeitgeberverbände bundesweit alle bestehenden Verhandlungstermine bis Mitte August abgesagt. Die Gewerkschaft verdi wirft den Arbeitgebern deshalb eine Hinhaltetaktik vor, die weder angemessen noch wert-schätzend sei. Aus Protest hat sie Beschäftigte im Einzelhandel aufgefordert, am morgigen Samstag die Arbeit niederzulegen. Es seien Streikaktionen unter anderem in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel geplant.

  • Terminal 2: Inventar versteigert

    Terminal 2: Inventar versteigert

    Wenn ein Haushalt aufgelöst wird, kommen noch brauchbare Gegenstände – wie Möbelstücke oder Kunst – nicht selten unter den Hammer. Denn zum Wegwerfen sind sie eigentlich zu schade. Wer am meisten bietet, erhält den Zuschlag. – Eine Haushalts-Auflösung der besonderen Art, gab es jetzt am Frankfurter Flughafen: Weil der alte Terminal 2 nach der Eröffnung des neuen Terminal 3 komplett umgebaut und erneuert wird, muss alles raus. Die Chance also, ein Stückchen Flughafengeschichte für kleines Geld – direkt vom Gate – mit zu sich nach Hause zu nehmen. Zum ersten Mal seit seiner Schließung Anfang Juni ist hier im Terminal 2 mal wieder richtig was los. Im Minutentakt kommen glückliche Kunden, um ihre Schätze abzuholen. Die hatten sie zuvor bei einer Online-Auktion erworben – so wie Hartmut. Oder besser gesagt sein Sohn, der seit heute mehrere Sitzbänke aus dem ehemaligen Abflugbereich sein Eigen nennen darf. Hartmut „Er will sie außerhalb des Hauses nutzen. Im Garten. Zum Beispiel um den Grillplatz herum. Dafür hat er es ersteigert.“ Auch dieses Klettergerüst aus dem Aufenthaltsbereich am Gate landet nicht etwa auf dem Sperrmüll – es soll künftig Kinder in Südhessen glücklich machen. Sheibo „Da gibt es einen Arbeitgeber in Darmstadt. Der hat einen Dino-Park. Er möchte das gerne dort hinstellen für die Kinder. Und ja, wir freuen uns da drauf, was damit gemacht wird.“ Fragt sich bloß, wie Sheibo und sein Kollege das sperrige Stück Kinderglück in ihren kleinen Lieferwagen bekommen wollen. Sie werden wohl später noch einmal mit einem etwas größeren Gefährt anrücken müssen. Insgesamt 500 Gegenstände aus dem stillgelegten Terminal 2 haben bei der Online-Auktion einen neuen Besitzer gesucht – und gefunden. Wie etwa dieser Bürostuhl. Hauptsächlich wurden jedoch Sitzbänke aus den ehemaligen Wartebereichen am Gate versteigert – meistens für etwa 100 bis 200 Euro das Stück. Raphael Orlandi, Fraport AG „Das Terminal 2 […]