Verkehr

  • Brückenteil an Salzbachtalbrücke eingebracht

    Brückenteil an Salzbachtalbrücke eingebracht

    Gute Nachrichten für alle Autofahrer in der Region Wiesbaden und Mainz. Die Fertigstellung der neuen Salzbachtalbrücke ist heute ein gutes Stück vorangekommen. Das letzte Brückenteil wurde in seine finale Position gerückt. Damit liegen die Bauarbeiten für das Millionenprojekt weiterhin im Zeitplan.     Der Zeitraffer zeigt, was mit bloßem Auge kaum zu erkennen ist. Zentimeterweise wird die 320 Meter lange Nordbrücke über das Salzbachtal geschoben. Stolze 3500 Tonnen wiegt der Stahlhohlkasten, 70 Meter trennen ihn vom Ziel. Bereits gestern wurde mit dem aufwändigen Verschub begonnen. Matthias Achauer, Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung West Damit wir so ein Teil mit 3500 Tonnen schieben können, überhaupt schieben können, ist es erforderlich, dass Gleitmittel aufgebracht wird. Das geschieht vor den Verschubwippen. Und dahinter sehen wir jetzt, dass mit Wasser wieder auch gereinigt wird. […] Und hinterher wollen wir ja auch den Korrosionsschutz noch ein bisschen nachbessern, an den Stellen. Also, durch die Reibung von diesen großen Kräften gibt’s da noch ein paar kleine Schäden und die müssen weder weggemacht werden. Ein weiteres Hilfsmittel: Der rote sogenannte Vorbauschnabel. Er soll verhindern, dass die Autobahnbrücke beim Verschieben durchhängt. Der Ersatzneubau für die alte, marode Salzbachtalbrücke der A66 muss künftig mehr als 80.000 Fahrzeugen täglich standhalten. Die werden seit Dezember über die fertiggestellte Südbrücke nebenan geleitet. Rund 225 Millionen Euro kostet der insgesamt vierspurige Neubau den Bund. Für die Autobahn GmbH eine Investition in die Zukunft.   Matthias Achauer, Die Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung West Wir haben schon so dimensioniert, dass wir hoffen, dass wir auch auf 100 Jahre am Ende kommen. Setzt natürlich immer voraus, dass auch die notwendigen Instandsetzungsarbeiten plangemäß auch durchgeführt werden können. Durch regelmäßige Besichtigungen und Prüfungen sollen mögliche Schäden künftig frühzeitig erkannt werden. Nach dem heute im Laufe des Tages abgeschlossenen Verschub gibt es noch viel zu tun. So […]

  • Vorbereitungen für Sanierung der Riedbahn

    Vorbereitungen für Sanierung der Riedbahn

    Ab dem 15. Juli – ein Tag nach dem Finale der Fußball-Europameisterschaft – wird es für Bahnpendler zwischen Frankfurt und Mannheim ernst. Denn dann beginnt die Generalsanierung der maroden Riedbahn und das bedeutet bis Ende des Jahres Vollsperrung. Weil kein Zug mehr fährt, müssen stattdessen Busse her und die Pendler müssen viel Geduld mitbringen. Heute wurde in Darmstadt gezeigt, um welche Dimensionen es sich handelt. 150 Busse in Purpur für über 1.000 Fahrten am Tag. Sie sollen die Regional- und S-Bahnen vollständig ersetzen, wenn die Riedbahn von Mitte Juli bis Dezember generalsaniert wird. Evelyn Palla, Vorständin Regionalverkehr Deutsche Bahn AG „Die Busse haben wir neu gekauft, also 150 nigelnagelneue Busse und auch komplett ausgestattet; jeder Bus ist barrierefrei, jeder Bus ist mit WLAN ausgestattet, jeder Bus hat auch eine Gepäckablage und einige der Busse haben sogar ein WC.“ Die Riedbahn verläuft von Frankfurt über Groß-Gerau, Biblis, bis nach Mannheim. Sie ist eine der meist befahrenen Strecken in Deutschland. Zwischen den beiden Metropolregionen pendeln täglich rund 15.000 Menschen. Menschen, besser gesagt 400 Busfahrer, sind auch für den geplanten Ersatzverkehr nötig. Die angesichts des Fachkräftemangels zu finden, sei eine Herkulesaufgabe gewesen. Evelyn Palla, Vorständin Regionalverkehr Deutsche Bahn AG „Wichtig ist, dass wir zusätzliche Busfahrerinnen und Busfahrer für die Branche rekrutieren wollten und nicht aus der Branche rekrutieren wollten; das heißt, wir haben hier auch einen Beitrag für die Branche geleistet. Wir haben überwiegend in Deutschland rekrutiert. Es war aber nicht möglich in Deutschland die gesamte Menge an 400 Busfahrerinnen und Busfahrern zu rekrutieren, deswegen haben wir auch in 14 europäischen Ländern rekrutiert.“ Die Bahn unterstütze die neuen Fahrer bei der Integration. Dazu gehörten auch Deutschkurse und bei Bedarf kostenfreie Wohnungen. Anfang Juli folge ein Probebetrieb, damit alle die Ersatzstrecke kennenlernen. Genau da hatte es im Januar, während der ersten Sperrphase noch gehakt. […]

  • Nach Widerspruch von Anwohnern: Straßenbaugebühren steigen

    Nach Widerspruch von Anwohnern: Straßenbaugebühren steigen

    In den meisten Bundesländern gibt es die Straßenausbaubeiträge nicht mehr – in Rheinland-Pfalz und Hessen immer noch. Und andauernd gibt es Streit darüber. Denn alle fahren über die Straße und die Anwohner zahlen – so das Prinzip. Heute sind wir bei Heike Kohlmann im mittelhessischen Hadamar. 8.000 Euro soll sie für die Sanierung ihrer Straße zahlen. Sie hat Widerspruch eingelegt, doch was darauf folgte, war ein echter Schock. Als Heike Kohlmann den neuen Straßenbau-Bescheid bekommt, traut sie ihren Augen kaum. Statt der ursprünglichen 8.000 Euro will die Stadt jetzt mehr als 21.000 Euro von ihr. Der Grund: Die Stadt habe nach der Beschwerde der Anwohner alle Fälle in der Obergasse noch einmal geprüft und neu bewertet. Heike Kohlmann, soll 21.300 Euro Straßenbaubeiträge zahlen: „Wir hatten eigentlich erhofft, dass es günstiger wird. Dass es natürlich doppelt so teuer, dreifach so teuer wird, da ist keiner von ausgegangen. Erst mal Entsetzen, dann Panik: Wie stemmt man das? Wie soll das weitergehen?“ Die Preissteigerung erklärt sich unter anderem dadurch, dass Heike Kohlmann jetzt für alle drei ihrer Grundstücke Beiträge zahlen soll, auch für eines, das gar nicht an der Straße liegt. Außerdem hat die Stadt den Teil der Obergasse, in dem Kohlmann wohnt, kurzerhand zur Sackgasse erklärt – eine weitere Kostensteigerung für die Anwohner von 50 Prozent. Doch die wehren sich jetzt und haben ihre Straße kurzerhand umbenannt. Sie fühlen sich wie in der Schlossallee – der teuersten Straße bei Monopoly. Udo Misch, muss 16.000 Euro zahlen „Ich habe die Schilder deswegen aufgehängt, weil ich damit einen Protest ausdrücken will. Die Schlossallee ist die teuerste Straße. Und die Obergasse ist analog noch eine teurere Straße. Ich glaube, ganz Hadamar hat nicht so eine teure Straße wie wir hier.“ Insgesamt soll die neue Teerdecke die Anwohner 390.000 Euro kosten, doch zahlen wollen die Bewohner […]

  • Diskussion um Reaktivierung der Hunsrückquerbahn

    Diskussion um Reaktivierung der Hunsrückquerbahn

    Der Schienenverkehr muss weiter ausgebaut werden, denn nur ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr ist eine Alternative zum Auto – das weiß die Politik. Im Hunsrück gibt es seit Jahren das Anliegen der rheinland-pfälzischen Landesregierung die Hunsrückquerbahn wieder zu reaktivieren. Keine schlechte Sache sollte man meinen. Doch in den Gemeinden entlang der Strecke regt sich Widerstand. Sie verband den Hunsrück mit dem Rhein-Main Gebiet. Doch der letzte Personenzug rollte hier im Jahr 1984. Seitdem liegt die Hunsrückquerbahn brach. Schon seit Jahren diskutiert die Landespolitik eine Reaktivierung. Doch die Gemeinden entlang der Strecke sind dagegen. Der Bürgermeister von Langenlonsheim spricht von klimapolitischer Alibipolitik. Bernhard Wolf ( parteilos), Bürgermeister Langenlonsheim „Für viele ist dieser Wunsch diese Bahn zu reaktivieren – auch ein ganz böses Wort – so ein Stück ‚Sozialromantik‘. Das war früher immer cool. Die Bahn. Man konnte da zum Hunsrück fahren. Wäre doch schön wenn es wieder so wäre. Aber ich glaube, sobald man anfängt kaufmännisch zu rechnen, muss man sagen: Das ist Unfug.“ Denn in den letzten Jahrzehnten sind Strecke und Infrastruktur immer mehr verwahrlost. Eine Sanierung könnte mehrere Hundertmillionen kosten. Zumal die Strecke nicht elektrifiziert ist und nur von Dieselloks befahren werden kann. Auch in Stromberg zweifelt man den Nutzen einer Reaktivierung an. Zu schlecht sei die Anbindung der Hunsrückquerbahn. Claus-Werner Dapper (parteilos), Bürgermeister Stromberg „Was nützt es mir, wenn ich jetzt mit einer Diesellok über irgendwelche Umsteigpunkte Ewigkeiten später in Wiesbaden oder Frankfurt ankomme. Und dann greifen dann eben doch viele zum Auto, setzen sich in ein PKW und nutzen die Autobahnanbindung, die ja hier perfekt ist.“ Ein Schweizer Unternehmen, das auf der Strecke Holz transportieren wollte, verklagte die Deutsche Bahn und setzte eine Sanierung die Strecke durch. Seitdem wurden zumindest die Bahnübergänge repariert. Das Schweizer Unternehmen ist mittlerweile insolvent. Die Streckensanierung geht trotzdem weiter – wenn auch sehr […]

  • Verkehrsplanung in Frankfurt sorgt für weniger Umsatz

    Verkehrsplanung in Frankfurt sorgt für weniger Umsatz

    Radfahrer gegen Autofahrer – es ist ein ideologischer Grabenkampf in der Verkehrspolitik. Ein prominentes Beispiel: Der Oeder Weg in Frankfurt. Die Stadt hat die Straße fahrradfreundlich umgestaltet: Sie hat Zufahrtswege für PKW gesperrt und Auto-Parkplätze entfernt. Seit Beginn der Umgestaltung im August 2021 haben Unternehmer im Oeder Weg Sorgen geäußert, dass ihre Geschäfte dadurch weniger Kundschaft haben. Eine Umfrage der IHK zeigt nun: Es waren berechtigte Bedenken.

  • Schilderwald in Frankfurter Fahrradstraße sorgt für Frust

    Schilderwald in Frankfurter Fahrradstraße sorgt für Frust

    Eigentlich sollen sie für Ordnung sorgen und den Verkehr regeln. Doch mancherorts stiften sie einfach nur blanke Verwirrung. Es geht um Schilder im Straßen-Verkehr. Sage und schreibe über 550 Schilder säumen aktuell eine Straße in Frankfurt – auf nur gut einem Kilometer Länge. Da blickt kaum noch einer durch. Eine Maßnahme, die vor Ort für viel Kopfschütteln sorgt. Hier scheint etwas ziemlich aus den Fugen geraten zu sein. Schilder, soweit das Auge reicht – zu beiden Seiten des Grüneburgwegs im Frankfurter Westend. Hier wird alles geregelt: Wo von wem gefahren, wann und wie geparkt werden darf, oder eben auch nicht. Insgesamt 566 Schilder stehen hier aktuell. Manch einer spricht da von Überregulierung, gar von verfehlter Verkehrspolitik. Andreas Dresch, Weinhändler „Die Maßnahmen, die hier getroffen wurden, die leiten den Verkehr halt von der Hauptstraße in Wohnnebenstraßen rein. Also, der Verkehr wird nicht reduziert, sondern er wird eigentlich nur umgeleitet.“ Alex, Anwohner „Man kann hier zunehmend weniger parken, man kann hier nicht mit dem Auto … Und das ganze Viertel wird abgeschottet.“ Elena Zvyagintseva, Anwohnerin „Was ich nicht so toll finde, ist, dass beispielsweise hier der Kreisel, wo man früher durchfahren konnte, jetzt zur Einbahnstraße geworden ist, beziehungsweise Einfahrt ja komplett gesperrt ist. Das heißt, wenn ich vom Flughafen mit dem Taxi nach Hause will, muss ich einen riesen Umweg fahren lassen.“ Denn seit die Stadt den Grüneburgweg zur Fahrradstraße umgebaut hat, haben Radfahrer hier Vorrang vor Autofahrern. Und das soll offenbar bis ins Kleinste geregelt werden, mit bis zu sechs Schildern pro Pfosten. Der Frankfurter Verkehrsrechtsanwalt Uwe Lenhart hält das für unzulässig. Uwe Lenhart, Anwalt für Verkehrsrecht „Verkehrsschilder müssen auf den ersten Blick auch vom Vorbeifahrenden schnell und einfach erkannt werden. Es gibt auch eine Verordnung, die besagt, dass maximal drei Schilder an einer Stange sein sollen. Hier haben wir vier […]

  • Tödlicher Unfall auf der A3

    Tödlicher Unfall auf der A3

    Auf der A3 bei Bad Camberg hat sich in der Nacht ein schwerer Unfall zwischen einem PKW und einem LKW ereignet. Für den Fahrer des PKW kam jede Hilfe zu spät. Die Autobahn war bis in die Morgenstunden voll gesperrt. Der Grad der Zerstörung an dem Audi zeigt, wie heftig der Einschlag gewesen sein muss. Nach Angaben der Polizei war der 55 Jahre alte Fahrer des Wagens zunächst auf der linken der drei Spuren unterwegs, während der LKW auf der rechten Spur fuhr. Wie es dann dazu kam, dass der Audi mit hoher Geschwindigkeit auf die Hinterseite des Sattelzugs auffuhr, ist noch völlig unklar. Alexander Rembser, Wehrführer Feuerwehr Bad Camberg „Für uns waren erst mal die Maßnahmen, die Unfallstelle abzusichern, dann uns nach der Person zu richten, die Person zu retten und dreifach Brandschutz sicherzustellen. Leider konnten wir die Person nur noch tot bergen.“ Die Autobahn muss daraufhin auch wegen der aufwändigen Bergung des Fahrzeugs voll gesperrt werden. Mehrere schwere Bergungsfahrzeuge sind nötig, um das Wrack unter dem LKW hervorzuziehen. Außerdem muss die Unfallstelle umfassend dokumentiert werden, weil die Umstände des Unfalls noch nicht geklärt sind. Im Rückstau ereignet sich dann ein weiterer Unfall als eine LKW-Fahrerin fast ungebremst auf das Stauende auffährt. Dabei gibt es zum Glück nur leichte Verletzungen. Erst heute Vormittag können alle Sperrungen aufgehoben werden.

  • Die Zukunft des Frachtgeschäfts am Frankfurter Flughafen

    Die Zukunft des Frachtgeschäfts am Frankfurter Flughafen

    Der Frankfurter Flughafen, das ist nicht nur ein Drehkreuz für fast 60 Millionen Passagiere im Jahr, sondern auch Europas größter Standort für Luftfracht. Die wird angesichts globaler Lieferketten immer wichtiger und gleichzeitig aufgrund geopolitischer Krisen immer schwieriger zu planen. Heute hat der Fraport-Konzern vorgestellt, wie man sich für das zukünftige Cargo-Geschäft aufstellen will. Ist die deutsche Wirtschaft überhaupt noch wettbewerbsfähig? Diese Frage stellt Fraports Luftfahrt und Infrastrukturchef Pierre Dominique Prümm gleich zu Beginn und zielt damit vor allem darauf das eigene Unternehmen als Hoffnung in unruhigen Zeiten zu verkaufen. Der Flughafenbetreiber Fraport sei auf dem Luftfrachtmarkt die Nummer Eins in Europa. Pierre Dominique Prümm, Fraport AG Aviation und Infrastruktur „Und das wollen wir bleiben. Wir gehen davon aus, dass der Bedarf nach entsprechenden Dienstleistungen, geflogener Fracht weiter wachsen wird und darauf stellen wir uns ein. Wir haben heute vorgestellt unseren Masterplan und der sieht genau den Pfad vor bis zum Jahr 2040.“ Der Fraport-Masterplan besteht aus drei Säulen. Vorhandene Flächen sollen umgestaltet und so intelligenter genutzt werden. Außerdem sollen auf aktuell stillgelegten 250.000 Quadratmetern neue Speditionsanlagen entstehen. Für den Ausbau der Infrastruktur will Fraport in den nächsten Jahren 500 Millionen Euro investieren. Vor allem aber sollen die Prozesse umfassend digitalisiert werden. Das sei auch nötig, angesichts eines bis zum Jahr 2040 erwarteten Luftfrachtaufkommens von über drei Millionen geflogenen Tonnen und damit rund 50% mehr gegenüber dem bisherigen Höchstwert. Dietmar Focke, Lufthansa Cargo Operations und Arbeitsdirektor „Wir arbeiten heute mit Datenstrukturen die 20, 30 Jahre alt sind und die es uns nicht ermöglichen, diese gigantischen neuen Frachtmengen mit der enormen Anzahl von Shipments und Transferleistungen hier so darzustellen, dass wir hier einen guten Datenfern haben, der schnell, automatisch und zwischen allen Beteiligten perfekt funktioniert.“ Bis zum Ende des Jahrzehnts will die Lufthansa Cargo zudem sieben neue Frachtflugzeuge anschaffen – jedes davon […]

  • Ludwigshafen geht gegen E-Scooter-Chaos vor

    Ludwigshafen geht gegen E-Scooter-Chaos vor

    Als vor fünf Jahren Elektroroller in Deutschland zugelassen wurden, hieß es, sie seien klimafreundlich und flexibel. Heute ist ihr Nutzen umstritten: ganz oft verschandeln herumliegende E-Scooter das Stadtbild und werden schnell zur Stolperfalle. Nach Frankfurt hat sich nun Ludwigshafen als erste rheinland-pfälzische Stadt der Sache angenommen und gesagt: „So geht’s nicht weiter.“ Hier entstehen gerade neue Parkplätze. Doch nicht etwa für Autos. Auf dieser Fläche sollen in Zukunft E-Scooter abgestellt werden. Bisher konnte man als Benutzer sein Gefährt parken, wo man wollte. Die Folge: Wahllos abgestellte oder herumliegende Roller, die Gehwege blockieren und ein Sicherheitsrisiko darstellen. Die Einwohner sind genervt. Aurora Segreti „Ja, also ich finde es eigentlich nicht gut, weil viele auch diese E-Scooter übersehen und ja, es können Leute stolpern.“ Behar Rexhaj „Es ist zwar schön und nett gedacht für die Menschen, dass man von A nach B kommt, aber das verursacht viele Probleme.“ Um diese Probleme in den Griff zu bekommen, hat die Stadt im vergangenen Jahr eine Obergrenze für die Zahl der E-Roller beschlossen. Thomas Lappe, Stadtplanung Ludwigshafen „Letztlich verfolgen wir ja über EDV-Programme die Abstellorte dieser E-Tretroller und da haben wir im Prinzip gesehen, dass nur die Hälfte aller E-Tretroller im letzten Jahr von 1.400 / 1.500 Tretrollern auch genutzt wurden. Also 700 wurden mehr oder weniger gar nicht genutzt. Insofern haben wir da in dem Bereich jetzt mal diese 700 festgelegt.“ Für diese verbleibenden Scooter gibt es jetzt feste Abstellflächen. Stellt ein Nutzer seinen Roller nicht korrekt ab, gilt die Fahrt als nicht beendet und die Gebühren laufen weiter. Bisher sind die Zonen nur virtuell in den Apps der Anbieter markiert, doch manchmal sind sie über das GPS-Signal nicht eindeutig erkennbar. Durch die neuen Bodenmarkierungen soll sich das verbessern. Thomas Lappe, Stadtplanung Ludwigshafen „Das sind in der Regel Flächen in irgendwelchen Randbereichen, oder bei […]

  • Neue Anlaufstelle für Jobs am Frankfurter Flughafen

    Neue Anlaufstelle für Jobs am Frankfurter Flughafen

    Der Sommer rückt näher und damit die Haupturlaubszeit. Das treibt dem Flughafenbetreiber Fraport so einige Sorgenfalten auf die Stirn. Denn von Deutschlands größtem Airport fliegen wieder fast so viele Menschen ab wie vor der Corona-Pandemie. Deshalb sucht der Flughafenbetreiber händeringend neue Mitarbeiter und will dabei nun ganz neue Wege gehen: Mit einem Job-Terminal direkt in der Abflughalle. Ersan Demir hat sich vor kurzem bei der Fraport beworben. Lange Zeit hat der 32-Jährige aus dem hessischen Usingen in der Gastronomie gearbeitet, sah dort für sich aber keine Entwicklungschancen. Dann hat er von einem Bekannten erfahren, dass es am Frankfurter Flughafen viele offene Stellen gibt. Nun will er in der Flugzeugabfertigung direkt am Rollfeld arbeiten. Ersan Demir, Bewerber „Dann habe ich gesehen, dass man sich da auch weiterbilden kann, dass Fraport Weiterbildungsmöglichkeiten gibt. Da habe ich gesagt: ‚Ja, das ist genau der Ort, wo ich arbeiten will.‘ Wo ich auch die Flugzeuge und Reisen liebe. Die Atmosphäre wird passen, denke ich mal.“ Mit dem neuen Job-Terminal direkt vor Ort sollen Bewerbungen künftig noch einfacher gehen. Hier können potenzielle Interessenten gleich mal an einem Simulator testen, wie man über das Vorfeld zwischen den Flugzeugen rangiert. Auch damit will der Flughafenbetreiber für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Julia Kranenberg, Arbeitsdirektorin Fraport „Wir merken, dass viele Menschen diesen persönlichen Kontakt sehr schätzen, wenn es darum geht, sich nachher konkret für einen Arbeitgeber zu entscheiden. Weil ich dann die Atmosphäre schon ein Stückweit mitbekomme und erste Kontakte.“ In der Corona-Krise hatte die Fraport zunächst viele Stellen abgebaut, dann zog der Reiseverkehr wieder an. Für dieses Jahr sucht der Flughafenbetreiber 13.000 neue Mitarbeiter in über 20 verschiedenen Bereichen. Das neue Rekrutierungsbüro soll nicht nur Reisende neugierig machen, sondern auch Besucher oder Angestellte von umliegenden Geschäften. Die Agentur für Arbeit will hier gemeinsame Infoveranstaltungen durchführen und hält das Job-Terminal für […]

  • Streit um Privatisierung des Offenbacher Hafens

    Streit um Privatisierung des Offenbacher Hafens

    Im Gegensatz zur Mainmetropole Frankfurt geht es in in der Nachbarstadt Offenbach deutlich beschaulicher zu. Das gilt auch für den kleinen Hafen, die sogenannten „Marina“. Nach großen Luxusyachten sucht man hier vergeblich. Am Kai liegen nur ein paar kleiner Schiffchen und ein Ausflugsdampfer. Doch jetzt fürchten Bootseigner und Anlieger, dass es mit dem Spaß bald vorbei sein könnte: Die Stadt Offenbach möchte seine Marina nämlich gerne an einen großen, kommerziellen Anbieter verpachten. Die Gaby mag zwar ein alter Kahn sein, doch gerade auf denen lernt man bekanntlich das Segeln: Stolze 104 Jahre hat das Schul- und Ausflugsschiff schon auf dem Buckel, doch der alte Schiffsdiesel tuckert noch so zuverlässig wie am ersten Tag. Und wer auf der Gaby gelernt habe, könne danach so ziemlich jedes Schiff fahren, sagt Annette Lahnstein. Umso trauriger findet es die Skipperin von der Seglervereinigung Rhein-Main, dass Gabys Tage im Offenbacher Hafen schon bald gezählt sein könnten. Seitdem der Plan der Stadt, den Hafen neu zu verpachten, zu den Marina-Anlieger durchgesickert ist, macht sie sich viele Gedanken. Annette Lahnstein, Seglervereinigung Rhein-Main „Das erste war: Das ist das Ende des Vereins. Wohin mit der Gaby? Wir kriegen hier sonst nirgendwo in Frankfurt oder in Offenbach einen Platz für so ein großes Schiff. Und durch die Monopolisierung an einen einzigen Betreiber, der hier Bootsführerscheine anbietet – der macht uns alle platt.“ Vor einigen Wochen hatte die Stadt Offenbach angekündigt, die Marina für 30 Jahre an den professionellen Mainzer Yachthafen-Betreiber „Onwater“ verpachten zu wollen. Wohl, um die ziemlich in die Jahre gekommene Marina optisch aufzuwerten – und natürlich auch, um ein hübsches Sümmchen Geld ins chronisch klamme Stadtsäckerl zu spülen. Für Bootsbesitzer Paul Markus Albert durchaus verständlich – aber der falsche Weg. Schließlich liege der Charme der Offenbacher Marina ja gerade darin, dass diese nach wie vor ein Hafen […]

  • Speedmarathon auf der Jagd nach Temposündern

    Speedmarathon auf der Jagd nach Temposündern

    Heute hat es auch in Rheinland-Pfalz und Hessen wieder ordentlich geblitzt. Das lag aber nicht an den dunklen Wolken am Himmel, sondern am letzten Tag des europaweiten „Speedmarathons“ der Polizei. Eine ganze Woche lang haben Beamte die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer gemessen, denn Zu-Schnell-Fahren ist weiterhin Unfallursache Nummer 1. Die Botschaft der Polizei heute also: Fuß vom Gas. 107 km/h bei erlaubten 100. Das lassen die Beamten noch einmal durchgehen, die hier bei Großfelden in Mittelhessen auf der Lauer liegen. Viele Menschen sind hier heute schneller unterwegs. Sie werden kurz hinter der Messstelle von Alexander Kaletsch und seinen Kollegen zur Kontrolle gebeten. „Guten Morgen. Eine Verkehrskontrolle. Zuerst einmal Führerschein und Fahrzeugpapiere bräuchte ich.“ Dass die Polizei es heute besonders auf Temposünder abgesehen hat, hat sich noch nicht bis zu jedem herumgesprochen. „Es ist heute der europäische Kontrolltag für Geschwindigkeit. Deshalb wird an verschiedenen Stellen, die auch im Internet veröffentlicht wurden Geschwindigkeiten gemessen. Und sie wurden mit 120 km/h gemessen.“ Heißt in Summe: 60 Euro Bußgeld für den Fahrer. Der gibt zwar an, keine Geschwindigkeitsbeschränkung wahrgenommen zu haben, einen Lerneffekt gibt es aber trotzdem. Gerd Queisser „Zumindest an dem Punkt an dem man dann gefahren ist weiß man in Zukunft, da muss man dann drauf achten, klar. Ich wäre auch nicht so schnell gefahren, wenn mir das bewusst gewesen wäre.“ Diese Frau möchte nicht erkannt werden. Sie war nach Abzug der Toleranz 32 Stundenkilometer zu schnell und muss neben einer Strafe von 200 Euro auch mit einem Monat Fahrverbot rechnen. Während der Kontrolle bricht sie in Tränen aus. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. „Sie sind jetzt aber nicht so traurig, wegen der Geschwindigkeitsüberschreitung, oder?“ – „Nee, ich habe heute einfach nur viel Pech.“ – „Wollen Sie lieber noch einen Moment hier stehenbleiben?“ Stefan Holewa, Leiter Direktion Verkehrssicherheit Polizeipräsidium Mittelhessen „Es gibt natürlich einige, […]

  • Busfahrerstreik angekündigt

    Busfahrerstreik angekündigt

    Bahn, Flugzeug – nach den vielen Streiks der letzten Monate hatten viele Fahrgäste bereits aufgeatmet, doch zumindest in Rheinland-Pfalz war diese Hoffnung auf Normalität vergebens. Ab Montag werden die privaten Busse stillstehen – und das gleich für eine ganze Woche. Beide Seiten – Arbeitnehmer und Arbeitgeber – werfen sich gegenseitig vor unflexibel zu sein und Besserung scheint nicht in Sicht. Noch geht es geschäftig zu am Busbahnhof in Kaiserslautern, doch schon am Montag müssen sich die Menschen in Rheinland-Pfalz wieder auf massive Einschränkungen im Busverkehr einstellen. Die Tarifbeschäftigten der privaten Omnibusbetriebe fordern eine Lohnerhöhung von 500 Euro sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 3.000 Euro. Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung von 2,5%. Nach Monaten voller Einschränkungen ist das Verständnis in der Bevölkerung für die Streiks inzwischen überschaubar. „Das ist beschissen mit den Bussen. Ich komme von Hochspeyer und komme dann nicht rein. Und wenn dann die Züge noch streiken, dann ist es ganz aus. Also ich finde das unverschämt. Ich meine, ich verstehe das ja, dass die mehr Geld ver.dienen wollen, aber nicht immer auf Kosten der Bürger.“ „Abgesehen vom Bus, Flieger, Bahn, also das Verständnis das lässt nach.“ „Ich brauche manchmal zwei Stunden oder noch mehr, bis ich wieder Zuhause bin oder auf der Arbeit. Das ist ganz schwierig eigentlich, das ist problematisch.“ Dass der Streik noch abgewendet werden kann ist unwahrscheinlich, denn in den Verhandlungen zwischen ver.di und den Busbetreibern bewegt sich schon lange nichts mehr. Auf ein Ultimatum der Gewerkschaft, dass gestern um Mitternacht abgelaufen war, reagierten die Arbeitgeber mit einem Angebot, über das ver.di-Verhandlungsführer Marko Bärschneider nur lachen kann. Marko Bärschneider, ver.di Rheinland-Pfalz „Was von der Arbeitgeberseite kam, war das gleiche wie bisher. Sie verharren hinter ihren 2,5%. Das hat mit Kompromissbereitschaft und mit Entgegenkommen überhaupt nichts zu tun und deswegen hat die Arbeitgeberseite ganz alleine […]

  • U-Bahntunnel in Frankfurt wird modernisiert

    U-Bahntunnel in Frankfurt wird modernisiert

    Wer in Frankfurt unterwegs ist, braucht zurzeit noch etwas mehr Geduld als ohnehin schon. Denn wie so oft in Ferienzeiten werden dort gerade mal wieder wichtige Bahntunnel auf Vordermann gebracht. Diesmal betroffen: Die U-Bahn-Linien 4 und 5. Bis zum Ende der Osterferien – also bis Montag – werden dort nicht nur die Gleise saniert: Als erste U-Bahn-Strecken in ganz Europa werden die Tunnel gerade mit einem ultramodernen, digitalen Steuerungssystem ausgestattet. Ortstermin der etwas anderen Art an der U-Bahn-Station Dom / Römer mitten im Herzen der Mainmetropole: Auf diesem Steckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Konstablerwache verlaufen die Strecken der U4 und der U5 parallel – hier lässt sich der Fortgang der umfangreichen Bau- und Sanierungsarbeiten am Genausten beobachten. Kernstück: Der Austausch sowie die Neuverlegung von Kabeln, insgesamt mehrere hundert Kilometer. Grundlage für ein neuartiges, digitales Zugsteuerungssystem, dessen Vorteile auch beim grünen Frankfurter Mobilitätsdezernenten für Entzücken sorgen. Wolfgang Siefert (Bündnis 90 / Die Grünen), Mobilitätsdezernent Frankfurt „Die Züge werden pünktlicher fahren. Wir werden dabei auch ungefähr 15 % weniger Energie verbrauchen, weil das System sozusagen die Züge automatisch bewegen kann und die absolut energieeffizient bewegt.“ Außerdem können nach den Bauarbeiten auch mehr Züge durch die Tunnel fahren: Statt bisher 24 Züge pro Stunde sind dann bis zu 30 Züge möglich – also satte 20 Prozent mehr. Und da die beiden Tunnel zurzeit ja ohnehin gesperrt sind, werden alle anderen regelmäßig anfallenden Arbeiten gerade noch miterledigt. Michael Schmidt, Bereichsleiter Technik VGF „Wir haben jetzt halt auch umfangreich Gleise erneuert. Wir haben Fehlstellen im Gleis beseitigt, was dann natürlich auch Auswirkungen hat auf den Fahrkomfort. Das heißt, wir haben weniger Erschütterungen. Wir haben weniger Lärmemissionen.“ Weiterer Vorteil der neuen digitalen Steuerung: Auf den sanierten Strecken werden die Züge künftig wesentlich sanfter Anfahren und Abbremsen. Michael Schmidt, Bereichsleiter Technik VGF „Natürlich ist man da ein bisschen […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Schlichtung hat begonnen — Polizei appelliert an Biker — Pfälzerwald hat sich erholt Anmoderation: Weil bei Bauarbeiten in Bitburg eine 125-Kilo-Bombe gefunden wurde, muss am Sonntag wegen der Entschärfung unter anderem ein Krankenhaus evakuiert werden. Wie die Stadt mitteilte, müssen alle Anwohner in einem Radius von 300 Metern um die Fundstelle bis elf Uhr ihre Wohnungen verlassen. Die Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist dann um 14 Uhr vorgesehen. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute: Schlichtung hat begonnen Im Tarifstreit zwischen den privaten Luftsicherheitskräften und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen soll ab heute ein Schlichter versuchen, eine Einigung herbeizuführen. Nach bislang sechs Verhandlungsrunden und mehreren Streikwellen an den Flughäfen sind alle Themen wie Gehaltserhöhungen oder Zulagen für Mehrarbeit nach Angaben der Gewerkschaft ver.di noch offen. Die Gespräche sollen zunächst bis Sonntag dauern. Bis zum Ende der Schlichtung sind Streiks der rund 25.000 Beschäftigten ausgeschlossen. Polizei appelliert an Biker Nachdem es in den vergangenen Wochen mehrere tödliche Motorradunfälle in Hessen gegeben hat, mahnt die Polizei die Fahrer zur Vorsicht. >Im Frühling sei das Unfallrisiko besonders hoch. Gründe dafür seien unter anderem mangelnde Fahrpraxis nach der Winterpause, zu hohe Geschwindigkeit und riskante Überholmanöver. Die Polizei werde verstärkt Geschwindigkeits- und Fahrzeugkontrollen bei den Motorradfahrern durchführen. Pfälzerwald hat sich erholt Wegen der vielen Niederschläge in den vergangenen Monaten geht es dem Pfälzerwald so gut wie lange nicht mehr. Das hat das zuständige Forstamt mitgeteilt. Weil es noch kein Blätterdach gegeben habe, sei Regenwasser direkt in den Boden eingedrungen. Damit sei die Ausgangslage für den Wald besser als in den Jahren zuvor. Allerdings bräuchten die Bäume in der Wachstumsphase noch einmal viel Wasser. Wenn jetzt ein trockenes und heißes Frühjahr komme, seien die Vorräte schnell wieder weg.