Rennerod wartet seit 32 Jahren auf Umgehungsstraße
Über die folgende Geschichte werden sie sicherlich den Kopf schütteln. Denn was sie gleich hören, klingt wie ein Schildbürgerstreich. Seit über 30 Jahren wird in Rennerod in Rheinland-Pfalz eine Umgehungsstraße geplant – doch bislang gibt es sie nicht. Und jetzt kommt der Hammer: Nun wird alles verworfen und nochmal von Null geplant. Und der Grund dafür klingt unfassbar! In den Originalunterlagen sollen im Laufe der Jahre so viele Notizen gemacht worden sein, dass nun niemand mehr etwas lesen kann. So hat es der Landesbetrieb Mobilität, der in Rheinland-Pfalz für die Planung der Straße zuständig ist, dem Bürgermeister mitgeteilt. Gerrit Müller (CDU), Bürgermeister VG Rennerod „Das ist ein Schildbürgerstreich. Das hier jahrelang gearbeitet wird, diese Arbeit in die Tonne gekloppt wird und dann noch mal von vorne begonnen wird. In meiner Grundschulzeit, Anfang der 90er, wurde schon über diese Straße und ihre Planungen geredet. Jetzt bin ich 32 Jahre älter, hab graue Haare und es ist noch nichts geschehen, überhaupt nichts geschehen in dieser Sache.“ Dabei sei die Ortsumgehung dringend notwendig. 16.000 Fahrzeuge fahren jeden Tag durch den Ort. Darunter viele LKW. Das sei eine enorme Belastung, sagen Anwohner. Staus, Lärm und Dreck machen ihnen seit Jahren zu schaffen. Janine Reuscher „Man kann keinen guten Gewissens hier ein Kind alleine laufen lassen. Man fragt sich einfach nur als Bürger, wie viel denn noch passieren muss, wie viele Unfälle noch passieren müssen, damit endlich hier irgendetwas verändert wird.“ Johannes Deller „Es kann nicht sein, dass hier so gearbeitet wird und dies ist für mich sehr schwer nachvollziehbar. Aber auch für viele andere.“ Peter Müller „In 2008 bin ich in Rente gegangen und habe ich gedacht, och, wenn das bald so weit ist, ich habe daheim ein kleines Moped, dann fährst du da unten hin und dann guckst du mal, wie da gebaggert […]


