Verkehr

  • Automechanika-Messe in Frankfurt

    Automechanika-Messe in Frankfurt

    Die Automobilbranche hierzulande steckt in der tiefsten Krise – in den letzten Jahren sind über 100.000 Jobs in dieser Schlüsselbranche weggefallen und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Mit neuen Ideen und Impulsen will die Automechanika Frankfurt, die internationale Leitmesse für Ersatzteile und Zubehör, dem Trend entgegenwirken. Auch der hessische Ministerpräsident Boris Rhein hat sich heute vor Ort angesehen, was die Branche zu bieten hat. Eine High-Tech-Innovation, made in Frankfurt: Zahlreiche Sensoren, verbaut in Lenkrad und Sitz eines VW, auch eine Wärmebildkamera ist an Bord. Gesundheitsdaten wie Herz- und Atemfrequenz, Gewicht und Körpertemperatur sowie Fahrweise werden erfasst und aufgezeichnet. So weiß das Auto stets, wie es dem Fahrer geht. Dr. Axel Glanz, Geschäftsführer Innovationen Institut Frankfurt „Die Daten sind hier bei uns in Europa sehr sicher, die Daten gehören dem Fahrer. Das ist entscheidend. Und mit den Daten kann er was anfangen. Er kann nämlich zum Beispiel Langfrist-Untersuchungen unterstützen, die sich dann anschauen, wie er vor einem Jahr gefahren ist, wie seine Gesundheit damals war, und wie es heute ist. Wir wollen eigentlich den Massenmarkt hier bedienen. Weil da hat man wirklich große Effekte, wenn man nämlich weniger Unfälle macht im Straßenverkehr und wir auch weniger gesundheitliche Probleme haben mit Fahrern, dann ist das natürlich toll, für die Gesellschaft.“ Rund 4.400 Aussteller aus mehr als 80 Ländern zeigen die ganze Bandbreite von Autoteilen. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren. Ein Markt, der nach Angaben der Messe trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weltweit wächst. Rund fünf Prozent mehr Aussteller als vor zwei Jahren sind gekommen, ein breites Rahmenprogramm bietet über 500 Events. Wie sich die kriselnde Auto-Industrie hierzulande ankurbeln lässt, darüber informiert sich der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein heute vor Ort. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, […]

  • Urteil wegen Raserfahrt mit drei Toten

    Urteil wegen Raserfahrt mit drei Toten

    Ein Mann fährt mit 145 Kilometern pro Stunde durch die Offenbacher Innenstadt. Doch dann verliert er die Kontrolle über seinen Wagen und stößt mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn zusammen. Die drei Insassinnen kommen ums Leben. Heute ist in Darmstadt das Urteil gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher gefallen. Der 31.November vergangenen Jahres. Die Mühlheimer Straße in Offenbach gleicht einem Trümmerfeld. Mit hoher Geschwindigkeit war der schwarze VW in den Gegenverkehr geraten und mit immer noch über 100 Stundenkilometern mit diesem Audi zusammengestoßen. Dessen Insassinnen, zwei Frauen im Alter von 66 und 88 Jahren sowie ein neunjähriges Mädchen, erliegen ihren schweren Verletzungen. Damals am Steuer des VW: Edin D. Gegen den 32-jährigen Serben ergeht heute das Urteil: sieben Jahre Haft wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Verurteilung wegen Mordes gefordert, weil sie sagt, der Angeklagte habe mit seinem Verhalten den Tod anderer billigend in Kauf genommen. Carolin Abahuni, Staatsanwaltschaft Darmstadt „Die Straße war gut befahren. Die Sichtverhältnisse für den Angeklagten waren nicht einsehbar, nicht überschaubar. Es hätte jeden Moment ein Fußgänger oder ein Auto aus den Seitenstraßen herauskommen können und da hätte es zu einer Kollision kommen können.“ Die Richter betonen in ihrer Urteilsbegründung, einen Vorsatz habe man nicht feststellen können. Außerdem hätte der Angeklagte noch versucht, mit einem Ausweichmanöver die Kollision zu verhindern. Damit folgt das Gericht in weiten Teilen dem Plädoyer des Verteidigers. Christian Heinemann, Verteidiger von Edin. D. „Im ersten Moment ist man natürlich zufrieden. Man ist den Mord los, so muss man es ganz platt sagen. Mord war angeklagt, man wird nicht verurteilt wegen Mord. Klar, das Ergebnis an der Stelle stimmt. Es ist die Frage: kann man mit den sieben Jahren leben, ist das in Ordnung oder eben nicht in Ordnung? Muss man es dem BGH vorlegen? Überprüfen lassen?“ […]

  • Neue Batteriezüge für nordhessischen Regionalverkehr

    Neue Batteriezüge für nordhessischen Regionalverkehr

    Im Regionalverkehr in Nordhessen sind in Zukunft drei akkubetriebene Züge unterwegs. Sie wurden heute in Kassel vorgestellt. Die Fahrzeuge werden in den kommenden fünf Jahren im Testbetrieb anstelle von dieselbetriebenen Loks eingesetzt. Die neuen Fahrzeuge benötigen keinerlei fossile Kraftstoffe. Sie werden auf elektrifizierten Strecken über die Oberleitung geladen und fahren auf nicht-elektrifizierten Strecken mit Hilfe der Akkus. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Ich glaube, wer an den letzten Tagen an der Tankstelle war, der hat gesehen, dass die Abhängigkeit von fossilen Energien teuer ist und in Zukunft noch teurer werden wird und deswegen spielt die Elektrifizierung des Verkehr nicht nur eine Rolle, wenn es darum geht, das Klima zu schützen und den nächsten Generationen eine intakte Welt zu hinterlassen, sondern es ist vor allem ein Beitrag dazu, sich kostengünstig im Verkehr fortbewegen zu können und das jetzt mal unter Realbedingungen auszuprobieren, das ist glaub ich wichtig, damit wir technologisch nach vorne kommen.“

  • Blinde fahren auf dem Tandem durchs Land

    Blinde fahren auf dem Tandem durchs Land

    Blind Fahrradfahren? Das geht auf dem Tandem, mit einem sehenden Piloten am Steuer und einem blinden Co-Piloten dahinter. 23 solcher Tandems fahren gerade quer durch Deutschland und wollen damit zeigen, was gemeinsam möglich ist. Wir haben sie auf einem Teil der Strecke begleitet. Mouna Nifer ist blind. Vor vier Jahren entdeckt sie den Radsport für sich, fängt an zu trainieren und gewinnt bei den deutschen Meisterschaften im Parabahnradsport Gold und Silber. Fahrradfahren bedeutet für die 27-jährige Freiheit. Nachgehen kann sie ihrer Leidenschaft nur im Tandem. Für sie kein Nachteil, denn im Team kann sie ihre Umwelt ganz anders wahrnehmen. Mouna Nifer, Radsportlerin „Wir reden darüber, wir sind vorhin in Bonn gewesen und sind an einer Gummibärchenfabrik vorbeigefahren, das hat man gerochen. Oder sind an einer Pommesbude vorbeigefahren. Oft wird auch hier in der Gruppe kommuniziert, das heißt man hört von den anderen was passiert, wenn der eigene Pilot das mal vergisst. Und so merkt man wie viele Kilometer man gemacht hat. Für mich ist das schon einfach ein sehr schönes Gefühl, weil ich es anders erlebe.“ Einen Tandem-Partner zu finden, ist oft nicht leicht. Michael Rathing begleitet seit fünf Jahren Sehbehinderte Sportler. Für die Tour hat er sich spontan eine Woche Urlaub genommen. Michael Rathing, Mounas Pilot „Das ist auch eine Befriedigung, jemanden dazu verhelfen zu können, seinen Sport zu machen. Das kommt einfach von Herzen. Wenn man dann zu zweit unterwegs ist, nicht nur beim Radfahren, sondern auch beim Laufen, dann hat man einfach ein gemeinsames Erlebnis. Und Freude, die man teilen kann, dass ist einfach doppelte Freude.“ Genau um diesen Teamgeist geht es bei der Euro-Tandem-Tour. 23 Tandems fahren in sieben Tagen 720 Kilometer gemeinsam quer durch Deutschland. Zum vierzehnten Mal findet die Aktion statt. Maren Schwerger, Organisatorin der Euro-Tandem-Tour „Mit diesem sportlichen Engagement wollen wir zeigen: es geht […]

  • Konferenz zur aktuellen Situation des Rheins

    Konferenz zur aktuellen Situation des Rheins

    Ja, die niedrigen Pegelstände waren heute natürlich auch Hauptthema in der achten „Länderkonferenz Rhein“ in Wiesbaden. Dort haben sich die Verkehrsminister aus allen vier Ländern, durch die der Rhein fließt, zusammengesetzt und über die aktuellen Herausforderungen beraten.   Um die 140 cm zeigt der Pegelstand heute in Mainz. Nach einer kurzer Erholung Ende August ist der Wasserstand nun wieder sehr niedrig. An anderen Orten am Rhein sieht es noch schlimmer aus: der Engpass in Kaub hatte zwischenzeitlich ein Rekordtief von unter 20 Zentimetern. Während der Niedrigwasserperiode konnten nur 13 Schiffe den Rhein durchgängig befahren. Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg – Die vier Bundesländer, die am Rhein liegen, fordern heute vom Bund mehr Geld für die Binnenschifffahrt. Das System Wasserstraße habe einen jährlichen Bedarf von 2,5 Milliarden Euro verteilt auf ganz Deutschland. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen: Es wird vor allem um die Schifffahrtsstraßen gehen, auch um die Hafeninfrastrukturen. Das alles muss ertüchtigt werden. Und gleichzeitig treten wir ja auch mit dem Bund in das Gespräch ein zur Modernisierung veralteter Flotten. Themen wie Niedrigwasser werden aufgrund des Klimawandels künftig häufiger vorkommen. Und gerade moderne Schiffe kommen mit solchen Niedrigwassern besser zurecht. Die Ausfälle in der Binnenschiffahrt haben große wirtschaftliche Schäden zur Folge, die momentan noch nicht berechenbar seien. Achim Schwickert (CDU), Verkehrsminister Rheinland-Pfalz: Eine solche Niedrigwasserphase hat natürlich die Auswirkung auf alle die Güter, die in dieser Zeit über die Schiffe transportiert worden wären. Das sind insbesondere Güter, die sehr schwer sind und die in großen Mengen auf Schiffen verlagert werden. Das erspart eine Menge an LKW-Verkehr. Es geht aber auch um Güter, die eine Größenordnung haben, die Sie auf dem Schiff ganz gut transportieren können. Der Rhein habe eine besonders hohe Kapazität für den Gütertransport. Die Binnenschifffahrt habe bislang aber zu wenig politische Beachtung bei der Planung von Infrastruktur bekommen, […]

  • Frankfurter Tramfahrer trainiert für Straßenbahn-EM

    Frankfurter Tramfahrer trainiert für Straßenbahn-EM

    In zwei Wochen findet in Warschau eine doch sehr außergewöhnliche Europameisterschaft statt: die Tram-EM, also die Europameisterschaft im Straßenbahn fahren. Für Deutschland tritt in diesem Jahr ein Fahrer der Frankfurter Verkehrsgesellschaft an. Wir haben ihn im Trainingslager besucht. Vollgas! Zielen! Und: volle Punktzahl! Das ist Straßenbahn-Bowling, eine von sechs Disziplinen bei der Tram-Europameisterschaft. Für Deutschland tritt in diesem Jahr der Frankfurter Robin Hepp an. In einem Vorentscheid hat er sich durchgesetzt. Seine größte Stärke: Robin Hepp – Straßenbahnfahrer aus Frankfurt „Die Ruhe hilft mir schon sehr. Dass ich mich nicht so leicht aus der Fassung bringen lasse, dass wird mir allgemein helfen beim Wettbewerb.“ Also ein ganz entspannter Typ. Und das muss er auch sein, bei diesen Disziplinen. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Bei voller Fahrt bremsen und dabei so wenig Wasser, wie möglich verschütten. Das war ziemlich perfekt. Das Ziel einmal bei der Europameisterschaft teilzunehmen, hat Robin seit er Straßenbahn fährt. Robin Hepp – vertritt Deutschland bei der Tram-EM „Ich fahre Straßenbahn seit knapp dreieinhalb Jahren. Kurz danach war auch hier in Frankfurt die Straßenbahn Europameisterschaft. Damals war ich noch nicht lang genug dabei, um mich zu bewerben. Dann habe ich gesagt: Beim nächsten Mal, wenn Frankfurt wieder teilnimmt.“ Und jetzt zwei Jahre später hat es geklappt. Wie hier 2024 in Frankfurt, nur dieses Jahr eben in Warschau, kämpfen bei der Tram-EM 25 Teams um den Titel: bester Straßenbahnfahrer Europas. Und der Heimvorteil kann durchaus entscheiden. Denn gefahren wird mit den Bahnen der Austragungsstadt. Robin Hepp – Straßenbahnfahrer aus Frankfurt „Wir fahren hier mit unseren Fahrzeugen, die wir aus dem Alltag gewohnt sind. Vor Ort ist es ein anderer Hersteller und wir kennen die technischen Voraussetzungen der Bahnen nicht. Jede Bahn fühlt sich anders an, jede Bahn bremst anders, jede Bahn beschleunigt anders.“ Und: die austragende Stadt darf sich neue […]

  • Luftverkehrsforum des Unternehmerverbandes

    Luftverkehrsforum des Unternehmerverbandes

    Die deutsche Luftfahrt steckt weiterhin in der Krise. Der Rückstand der Branche auf den Rest Europas ist so groß wie nie seit Ende der Corona-Pandemie. Während viele Fluglinien und Flughäfen im europäischen Ausland längst wieder so stark ausgelastet sind wie vor der Pandemie, krebsen nicht nur der Frankfurter Flughafen, sondern auch deutsche Fluglinien wie die Lufthansa oder Condor abgeschlagen hinterher. Aus Sicht der deutschen Luftverkehrsbranche liegt das vor allem an den ungünstigen Standortfaktoren. Großes Treffen der deutschen Luftverkehrsbranche heute im Hangar One der Lufthansa am Frankfurter Flughafen: So einfach wie damals, als man noch mit der alten Tante Ju auf große Reise ging, geht es in im internationalen Luftverkehr schon lange nicht mehr zu. Der Konkurrenzdruck ist enorm – und der Standort Deutschland aus Sicht vieler Experten momentan kaum wettbewerbsfähig. Selbst beim Branchenprimus Lufthansa sind die Sorgen groß. Michael Niggemann, Vorstand Deutsche Lufthansa AG: „Die staatlich induzierten Standortkosten machen es uns hier in Deutschland nicht leicht. Seit 2019 gab es rund eine Verdopplung. Und aus Europa kommen regulatorische Auflagen und führen zu einer einseitigen Benachteiligung europäischer Airlines im Vergleich mit ihrer außereuropäischen Konkurrenz. Wir brauchen faire und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen in Deutschland und Europa.“ Einer der Knackpunkte: Die Luftverkehrssteuer. Die wurde zwar gerade erst gesenkt. Aus Sicht der Luftfahrtbranche aber nicht weit genug. Hier würde man sich wünschen, die Steuer über kurz oder lang ganz abzuschaffen. Unterstützt wird das Vorhaben durch die hessische Landesregierung. Gerade mit Blick auf internationale Krisen wie den Iran-Krieg sei es geboten, den für das Land Hessen enorm wichtigen Luftverkehrsstandort Frankfurt weiter zu stärken. Benedikt Kuhn, CDU, Chef der Hessischen Staatskanzlei: „Die internationalen Krisen schlagen natürlich auf so einen Bereich wie den Luftverkehr voll durch. Das heißt, wir brauchen gerade in dieser Phase ein Entlastungspaket für die Luftverkehrswirtschaft. Wir haben ein erstes Paket geschnürt, dafür haben wir […]

  • Neue Werkstatt der HLB

    Neue Werkstatt der HLB

    Es ist die größte Investition der Hessischen Landesbahn in ihrer Geschichte – die neue Zug-Werkstatt in Butzbach. Nach nur rund zwei Jahren Bauzeit ist die Anlage nun fertig und voll einsatzbereit. Ob Inspektion, Reparatur, Räderwechsel oder Austausch von großen Bauteilen – alles geschieht jetzt unter einem Dach. Dieser Zug ist an einem Bahnübergang mit einem Auto zusammengestoßen. Früher hätte man ihn zur Reparatur in eine externe Werkstatt bringen müssen – jetzt kann die Hessische Landesbahn das selbst, in ihrer neuen Werkstatt für Regionalzüge in Butzbach. Tobias Beckers, Co-Geschäftsführer HLB: „Das besondere ist einmal die Größe, dass man normalerweise eher kleinteiliger denkt, Werkstätten für bestimmte Netze, für bestimmte Züge baut und hier haben wir gesagt, wir legen das alles zusammen, wir denken größer und wir denken vor allen Dingen nachhaltiger und denken für die Zukunft im Sinne von Erweiterungsmöglichkeiten.“ Auf 73.000 Quadratmetern kann so gut wie alles repariert werden. Das spart nicht nur langfristig Geld, sondern auch Zeit. Dieser Zug braucht eine Inspektion. Dafür müssen die KfZ–Mechatroniker sowohl unten an die Rädervorrichtung und unter den Zug kommen als auf obendrauf: Filtermatten der Klimaanlage tauschen, Elektronik checken. Die Werkstatt ist so konzipiert, dass die Mitarbeiter jederzeit überall an den Zug drankommen. Pascal Kroll, Kfz-Mechatroniker: „vorher hat man so Arbeitsstände gehabt, war halt zeitintensiver, weil man die immer aufbauen musste, verschieben musste und immer nur zwei Meter auf dem Dach laufen konnte.“ Niclas Storch, Mechatroniker: „es wird natürlich schneller gehen jetzt, weil auch durch die neue Halle hier hat man natürlich ein bisschen mehr Platz, man hat ein bisschen mehr Übersicht, das hilft bei den Abläufen im Alltag ein bisschen mehr und auch die neuen Kollegen jetzt, die durch diese neue hier angestellt werden, das ist natürlich dann besser zu arbeiten.“ Je schneller die Reparatur, desto schneller sind die Züge wieder einsatzbereit. Tobias […]

  • Neue Signale für rechtsrheinische Bahnstrecke

    Neue Signale für rechtsrheinische Bahnstrecke

    Es geht voran mit der Sanierung der rechts-rheinischen Bahnstrecke zwischen Wiesbaden und Nordrhein-Westfalen. Seit Juli wird bei der sogenannten Korridor-Sanierung der Deutschen Bahn gebaut und erneuert, um die marode Infrastruktur wieder auf Vordermann zu bringen. Heute spektakulär – mit Hilfe aus der Luft. Hier bei Rüdesheim fliegen die Bahnsignale durch die Luft. Der Hubschrauber holt die alte und marode Technik ab und bringt neue. 20 Stück werden heute zwischen Bingen über den Rhein nach Geisenheim geflogen und montiert. Mit dem Helikopter dauert das nur wenige Stunden. Frank Schmidt, Leiter Korridorsanierung Rechter Rhein „Das sind Signale, die wir brauchen, um den Zugbetrieb zu steuern. Sie können es vergleichen mit einer Ampel im Straßenverkehr. Diese Signale zeigen dem Triebfahrzeugführer, wann er fahren darf, wann er anhalten muss, wann er bremsen muss. Dafür sind diese Signale entlang der Strecke verteilt in den Blockabschnitten. Das sind die Abschnitte, in denen jeweils nur ein Zug ist. Und dieser wird dann freigemeldet, wird dann freigezeigt. In dem kann er fahren oder auch halten.“ Die Signale sind nur ein wichtiger Teil der Sanierung. Innerhalb von fünf Monaten sollen über 80 Kilometer Gleise erneuert werden, 88 Weichen, 10 Brücken, 15 Stellwerke und 36 Bahnhöfe. 1,6 Milliarden Euro investiert die Bahn in das Projekt. Das Ganze passiert auf 160 Kilometern, von der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, über das rheinland-pfälzische Neuwied bis nach Troisdorf in Nordrhein-Westfalen. Links und rechts des Rheins führen jeweils wichtige Bahnstrecken entlang. Die rechte Seite ist nun komplett gesperrt. Frank Schmidt, Projektleiter Korridorsanierung „Der rechte Rhein ist ein Abschnitt zwischen Genua und Rotterdam. Und gerade auf dieser Strecke hier im Mittelrheintal ist eine sogenannte Engstelle. Sie haben keine Brücke zwischen Wiesbaden und Koblenz und alles, was sich dazwischen bewegt, kann sich nur auf den beiden Gleisen, die Sie hier hinter mir sehen, bewegen. Und dafür ist es wichtig, dass auf diesen Gleisen eine hohe Qualität ist, dass wir […]

  • Start für umstrittenen B 49-Bau

    Start für umstrittenen B 49-Bau

    In Mittelhessen soll die vielbefahrene B49 ausgebaut werden. Insgesamt eine halbe Milliarde Euro soll das Ganze kosten. Heute war Start für eine Ortsumgehung bei Reiskirchen – doch die ist höchst umstritten. Demonstrant: „Es ist bewiesen, dass Hessen Mobil mit falschen Zahlen gearbeitet hat.“ – Kaweh Mansoori: „Das ist überhaupt nicht bewiesen.“ Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Kaweh Mansoori muss sich am Rande des Spatenstichs einiges anhören. Die Gegner der Ortsumgehung machen ihrem Ärger heute lautstark Luft. Sie sehen den Baustart auch nach mehreren abgewiesenen Klagen als Fehler, der Minister widerspricht. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Argumente werden vorgebracht, sie werden gegeneinander abgewogen. Verwaltungen treffen eine fundierte Entscheidung und dann kann am Ende alles vor Gericht überprüft werden. Genau das ist hier auch bei der Ortsumgehung passiert. Aber zum Rechtsstaat gehört auch dazu: Wenn’s dann mal endentschieden ist, dann muss es auch umgesetzt werden.“ Die Bundesstraße 49 läuft mit ihrem ganzen Verkehr mitten durch Reiskirchen, die geplante Umgehungsstraße soll den Ort entlasten. Doch die führt direkt an einem Natur- und Eidechsenschutzgebiet vorbei. Die Eidechsen wurden umgesiedelt, ein Schutzzaun soll sie davon abhalten, wieder auf die Baustelle zu wandern. Der wurde mehrfach zerstört und wird inzwischen von einem Stacheldrahtzaun und Sicherheitssystem geschützt. Allein das hat 100.000 Euro gekostet. Für die Ausbaugegner wäre die Ortsumgehung überhaupt nicht nötig, sie kritisieren die Verkehrsprognosen. Kirsten Elett, Anwohnerin „Ich glaube, dass die Zahlen, auf denen das Ganze basiert, nicht richtig sind. Als das Planfeststellungsverfahren genehmigt wurde, hat man aber schon gewusst, dass die aktuellen Zahlen viel, viel niedriger sind. Und dann hätte man neu überlegen müssen.“ Dem widersprechen Politik und Behörden. Auf der anderen Seite der Baustelle versammeln sich die Ausbaubefürworter, in einem Bürgerentscheid hatten sich Zweidrittel für die Ortsumgehung ausgesprochen. Der liegt allerdings schon 17 Jahre zurück. Der Bürgermeister hält die Umgehung aber immer noch für nötig. […]

  • 100 Millionen Euro: BASF modernisiert Kombiverkehrsterminal in Ludwigshafen

    100 Millionen Euro: BASF modernisiert Kombiverkehrsterminal in Ludwigshafen

    Wie schwierig der Transportweg Wasser ist – das spürt der weltgrößte Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen derzeit schmerzlich. Daher sollen immer mehr Güter auf Straße und Schiene verlagert werden. Heute ist Baustart für eine neue Containerbrücke – der Bund und der Chemieriese investieren mehr als 100 Millionen Euro. Glückliche Gesichter in Ludwigshafen zum lang ersehnten symbolischen Spatenstich für den Ausbau des Kombiverkehrsterminals. Das KVT zählt zu den wichtigsten und größten europäischen Umschlagterminals für den kombinierten Verkehr. Täglich werden mehr als 1.100 Ladeeinheiten auf bis zu 25 Züge verladen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, wird das Terminal jetzt saniert. Markus Kamieth, Konzernchef BASF „Wir werden hier durch das neue Modul 50 wie wir es nennen, deutlich größere Umschlagkapazitäten haben, also noch mehr Volumen auf die Schiene bringen können und damit natürlich auch Effizienzen und Produktivität gewinnen. Das heißt Modernisierung, Produktivitätssteigerung und Kapazitätserhöhung alles auf einmal. Also hier wird das nächste Kapitel Wachstum für den Standort Ludwigshafen und die Wirtschaft in Ludwigshafen gegründet.“ Die Güter werden hier per Lkw angeliefert, anschließend mit Kränen auf Züge verladen und am Ziel wieder per LKW weitertransportiert. Dadurch sollen vor allem lange Transporte von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Für die BASF ist der Ausbau auch mit Blick auf die Binnenschifffahrt wichtig. Rund 40 Prozent der Produktion am Standort Ludwigshafen werden über den Rhein transportiert. Gerade bei Einschränkungen, wie aktuell aufgrund von Niedrigwasser, gewinnt der Kombinierte Verkehr für die BASF an Bedeutung. Markus Kamieth, Konzernchef BASF „Mit jeder Woche, die diese Dürre und das Niedrigwasser natürlich anhält, steigt natürlich das Risiko, dass man kleinere Produktionsunterbrechungen haben kann und wir haben auch schon unsere Kunden informiert, dass wir bei einigen Produkten auch nicht mehr voll lieferfähig sind, aber es hält sich alles würde ich sagen noch im Rahmen. Ich erwarte aber, dass wir auch […]

  • Sicher fahren auf dem E-Bike

    Sicher fahren auf dem E-Bike

    Solche E-Bikes werden immer beliebter – ein Boom mit Kehrseite. Auch die Unfallzahlen steigen – vor allem bei den älteren Elektro-Radlern. Damit der Fahrspaß nicht im Rettungswagen endet, gibt es ab sofort E-Bike Trainings der Polizei – wie hier im rheinhessischen Oppenheim. Reaktionsschnelligkeit, Fahrgefühl und die richtige Balance. An insgesamt sechs Stationen wird alles gefordert, was E-Bike-Fahren im Alltag sicher macht. Gar nicht so einfach – besonders bei langsamem Tempo. Auch Sibille Piefkowski kämpft um die Balance.  Die 67-Jährige ist nicht ohne Grund hier. Ein Sturz sitzt ihr bis heute in den Knochen. Sibille Piefkowski, hat ihr E-Bike während Corona gekauft „Die erste Radtour 40 Kilometer. Ich stehe mal kurz und habe den Lenker in der Hand und denk wo muss ich denn jetzt hin, in dem Moment denkt das Fahrrad ich falle jetzt mal um und da lag ich. Und hab mir richtig das Knie böse aufgeschürft. //Seitdem habe ich Respekt vor dem Ding, ich habe Respekt vor Kurven.“ Das Fahrtraining wird heute zum allerersten Mal angeboten. Der Grund: Die Unfallzahlen mit E-Bikes steigen seit Jahren rasant. Allein im vergangenen Jahr waren von den knapp 3.100 Fahrradunfällen in Rheinland-Pfalz 657 E-Bikes betroffen. Auch bei den Todesopfern spiegelt sich dieser Trend wider: Die Zahl der tödlich Verunglückten auf normalen Rädern sank seit 2021 von 14 auf 7. Bei den E-Bikes hingegen hat sie sich von 4 auf 7 beinahe verdoppelt. Besonders häufig trifft es dabei die Über-65-Jährigen – genau sie sind deshalb heute die Zielgruppe des Trainings. Ina Wernet und ihr Team geben direktes Feedback und leiten die Teilnehmenden an. Ina Wernet, Zentrale Prävention Polizei Mainz „Also die meisten haben die Übungen wirklich ausführen können, es gab jetzt niemanden der eine Übung gar nicht konnte. Aber man hat schon gemerkt gerade bei diesen Gleichgewichtsgeschichten, da hat es bei einigen dann […]

  • Bahn saniert rechte Rheinstrecke

    Bahn saniert rechte Rheinstrecke

    Verspätete Züge, marode Infrastruktur – so präsentiert sich die Deutsche Bahn derzeit. Doch jetzt will man mit gebündelten Bauarbeiten das Streckennetz in Schuss bringen. Seit über einem Monat läuft ein Großprojekt auf dem Abschnitt zwischen Wiesbaden und Nordrhein-Westfalen. Wie geht’s voran entlang der rechten Rheinseite? Wo eigentlich Züge fahren, sind aktuell Bagger zugange. Hier in Vallendar liegt momentan keine einzige Schiene mehr im Gleisbett. Die Sanierung der Strecke läuft auf Hochtouren. Und auch der Bahnhof wird erneuert. Insgesamt 32 Haltestationen werden im Rahmen der Korridorsanierung modernisiert. Frank Schmidt, Projektleiter DB InfraGO „Das ist eine einmalige Chance, weil normalerweise würden wir nacheinander einzeln die Verkehrsstationen wirklich dann umbauen. Das würde Jahre dauern und auch nicht über die nächsten zehn Jahre, sondern deutlich mehr. Und hier haben wir die Möglichkeit jetzt in diesen fünf Monaten alle 32 Verkehrsstationen zu erneuern. Und wie sie sehen: Nicht nur ein bisschen, sondern umfangreich.“ Bahnsteige werden auf einheitliche und barrierefreie Höhen gebracht, Leit – und Sicherheitstechnik erneuert. Hier in Vallendar liegt man dabei sogar vor dem Zeitplan. Es ist nur eine von insgesamt über 600 Maßnahmen auf dem Abschnitt der Korridorsanierung zwischen dem nordrhein-westfälischen Troisdorf und Wiesbaden. Um hier den Überblick zu behalten, sind die Baufahrzeuge mit GPS-Sendern ausgestattet. So können die Mitarbeiter sie in der Logistikzentrale koordinieren. Frank Schmidt, Projektleiter DB InfraGO „Der Vorteil ist, dass wir Live-Daten direkt vom GPS-Tracker bekommen. In der Vergangenheit haben wir das Ganze mit Pinnwänden und Magnettafeln gemacht und haben dann jedes einzelne Gerät händisch an dieser Wand bewegt. Aber dafür brauchten wir natürlich telefonischen Kontakt, um zu wissen wo die sich befinden.“ Alleine auf dem Abschnitt zwischen Wiesbaden und Unkel sanieren 350 Fahrzeuge 80 Kilometer Schiene und über 100 Weichen. Zusätzlich werden auch zehn Brücken erneuert. So wie hier in Bendorf. Parallel zur alten Brücke errichten die Arbeiter eine Neue, die dann an die richtige Position geschoben […]

  • Mordprozess nach tödlichem Raserunfall

    Mordprozess nach tödlichem Raserunfall

    Ein Mann fährt mit bis zu 145 Kilometer pro Stunde durch die Darmstädter Innenstadt. Doch dann verliert er die Kontrolle über seinen Wagen und kollidiert mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn. Die drei Insassen kommen durch den Unfall ums Leben. Dem mutmaßlichen Unfallverursacher wird ab heute in Darmstadt der Prozess gemacht. Der 31.November vergangenen Jahres. Die Mühlheimer Straße in Offenbach gleicht einem Trümmerfeld. Mit hoher Geschwindigkeit war der schwarze VW in den Gegenverkehr geraten und mit immer noch über 100 Stundenkilometern mit diesem Audi zusammengestoßen. Dessen Insassen, zwei Frauen im Alter von 66 und 88 Jahren sowie ein neunjähriges Mädchen, erliegen ihren schweren Verletzungen. Damals am Steuer des VW: Edin D. Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt wirft dem 32-jährigen Serben unter anderem Mord vor. Philip Ries, Staatsanwalt „Weil wir wegen der immensen Geschwindigkeitsüberschreitung um das 2,9fache im innerörtlichen Bereich – also bei erlaubten 50 km/h reden wir hier von 145 km/h in der Spitze – von bedingtem Tötungsvorsatz mit Wahrscheinlichkeit ausgehen. Und die Mordmerkmale haben wir hier mit dem gemeingefährlichen Mittel und der Heimtücke.“ Bei illegalen Straßenrennen können Richter einen Fahrer wegen Mordes verurteilen, wenn er sich nicht nur darüber bewusst ist, dass sein Verhalten andere Menschen schädigen kann, sondern das sogar billigend in Kauf nimmt. Im Fall von Edin D. will die Staatsanwaltschaft genau das beweisen. Der Offenbacher, so der Staatsanwalt, habe die Straße „zu seiner privaten Rennstrecke gemacht.“ Carsten Praeg, Reporter „Ein Raunen geht durch die Zuschauerreihen, als das Video einer Überwachungskamera den Moment des Unfalls zeigt. Der mutmaßliche Verursacher kracht so hefting in den anderen Wagen, dass der sich im die eigene Achse dreht. Beide Fahrzeuge werden so starkt eingedrückt, dass man sich wundert, dass der Angeklagte mit vergleichsweise leichten Verletzungen davonkommt. Er blickt heute strikt geradeaus, vermeidet jeden Blickkontakt mit den Hinterbliebenen.“ Edin D. schweigt heute vor […]

  • Rhein-Pegel sinkt weiter

    Rhein-Pegel sinkt weiter

    Die Situation am Rhein wird immer dramatischer- Der Fluß knackt einen Niedrigwasserrekord nach dem anderen – und das wird zum Problem für die Schifffahrt. Damit trotzdem Güter an ihr Ziel kommen, gibt es jetzt eine Ausnahme. Das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen ist vorübergehend aufgehoben – nach Rheinland-Pfalz hat nun heute auch Hessen nachgezogen. So soll der Transportverkehr vom Wasser auf die Straßen verlagert werden. Der Rhein-Pegel sinkt immer weiter. In Kaub beträgt er heute nur noch 14 Zentimeter. Der Fährbetrieb muss deshalb eingestellt werden. Die Wasserstraßenverwaltung geht davon aus, dass der Pegel in den nächsten Tagen sogar einstellig werden könnte. Dann wäre auf dem Rhein kein durchgehender Schiffsverkehr mehr möglich. Schiffe könnten Güter dann nur noch oberhalb oder unterhalb von Kaub über den Rhein transportieren. Schon jetzt müssen sie ihre Ladung immer weiter reduzieren, um nicht auf Grund zu laufen. Das Bundesverkehrsministerium hat vor kurzem mit Rheinland-Pfalz und weiteren Bundesländern vereinbart, das LKW-Fahrverbot für Sonn – und Feiertage vorübergehend aufzuheben. Was nicht mehr auf den Wasserstraßen transportiert werden kann, soll zumindest teilweise per Lastwagen ans Ziel kommen. Um ein Schiff mit 2.000 Tonnen Fracht zu ersetzen, braucht es allerdings rund 100 LKW. Markus Wolf (CDU), Staatssekretär Verkehrsministerium RLP „Am Schluss ist jeder Beitrag wichtig. Wir haben mehrere 100 Tonnen, die wir jeden Tag verlieren, die nicht auf dem Rhein transportiert werden können, und wenn wir einen Beitrag leisten können, damit wir das ein bisschen stärker durch die Woche auch aufteilen können – es geht ja auch um Leerfahrten -, damit man dann gleich montags starten kann, da müssen wir ein Stück weit entlasten. Und parallel dazu sind wir auch ganz intensiv mit dem Bund daran das Thema Vertiefung des Rheins in den Blick zu nehmen.“ Heute Nachmittag schließt sich auch Hessen der Vereinbarung an. Auch dort dürfen jetzt Lastwagen an Sonntagen und Feiertagen Güter transportieren. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Wir sind ja eines der […]