Verkehr

  • Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Ein Glas Sekt oder ein kühles Bier an Bord – für viele gehört das zum Ausflug auf dem Wasser dazu. Problematisch wird es allerdings, wenn der verantwortliche Bootsführer nicht mehr nüchtern ist. Deshalb nimmt die Wasserschutzpolizei gerade in den Sommermonaten Sportboote verstärkt unter die Lupe. Unser Team hat die Beamten aus Ludwigshafen bei einer Kontrolle auf dem Rhein begleitet. Sommerliche 25 Grad, strahlender Sonnenschein und Wochenende – ideale Bedingungen für einen Ausflug aufs Wasser. Auf den Altrheinarmen sind zahlreiche Sportbootfahrer unterwegs und genießen die entspannte Atmosphäre. Damit die gute Stimmung nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum getrübt wird, ist die Wasserschutzpolizei aus Ludwigshafen am Rhein im Einsatz. Auf dem Wasser gestalten sich die Kontrollen etwas schwieriger als im Straßenverkehr. Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei Germersheim „In der Regel ist es ja ein geschlossener Kastenwagen, die Scheibe geht runter und ich krieg direkt ne Wolke in die Nase, wenn Alkohol getrunken wurde, man riecht es eigentlich direkt. Und es ist jetzt hier an der frischen Luft schwieriger. Also ich muss mir andere Dinge einfallen lassen um an mein Ziel zu kommen und dabei die Rechtmäßigkeit einzuhalten.“ Die Boote werden zufällig ausgewählt. Manchmal gibt es aber Indizien. „Der dreht jetzt nochmal schön, also man kann so ein bisschen reingucken. Da ist jetzt ein Becher mit Getränken. Kann sein, dass da Alkohol drin ist oder nicht. Schauen wir mal.“ Auf dem Wasser gelten die gleichen Vorschriften wie auf den Straßen – 0,5 Promille Grenzwert. „Vielleicht was getrunken auf der Fahrt hier her?“ „Einen halben Ableger wie immer.“ „Was heißt einen halben Ableger?“ „So ein Mini-Prosecco.“ Bei einer Überschreitung der Promillegrenze handelt es sich je nach gemessenem Wert um eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat und kann mit Bußgeld oder Freiheitsstrafe enden. „Jawoll, vielen Dank. Aber ich riech’s auch schon jetzt ein bisschen. 0,22 Promille. Tatsächlich. Alles gut, ich würde […]

  • Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Seit letzter Woche ist klar: Die Produktion des Opel Astra bleibt im Stammwerk in Rüsselsheim. Ein positives Signal in schwierigen Zeiten – denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Automobilproduktion in Deutschland haben Opel stark zugesetzt. Es geht weiter bei Opel in Rüsselsheim. Denn auch die nächste Generation des Opel Astra soll im Stammwerk des Autoherstellers produziert werden. Die Entwicklung und Fertigung der künftigen  Modelle soll 1350 Arbeitsplätzen in der Produktion sichern. Gute Nachrichten – beim Autobauer aus Hessen zuletzt Mangelware. Denn erst im April verkündet der Opel-Mutterkonzern Stellantis, dass von den insgesamt 1650 Ingenieursstellen im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim 650 Stellen abgebaut werden. Wenige Meter von dort entfernt will  sich das Unternehmen mit seinem neuen, gerade noch im Bau befindlichen Firmensitz – dem „Green Campus“ – für die Zukunft aufstellen. Rund um den Campus will die Stadt Rüsselsheim einen neuen Industriepark bauen und so gleich mitprofitieren. Patrick Burghardt (CDU), Oberbürgermeister Rüsselsheim „Die Entscheidung jetzt, dass die Produktion mit dem neuen Astra hier stattfindet ist für uns eine sehr sehr gute Entscheidung. Es ist eine sehr wichtige Entscheidung gewesen. Man hat auch das Aufatmen richtig gespürt in der Stadt. Nichtsdestotrotz geht der Wandel weiter. Opel schrumpft auch in den Flächen. Das wird ja weitergehen. Ist für uns aber eine ganz, ganz große Chance. Und wir als Stadt sind natürlich auch als Automobilstadt im Wandel, wie jede anderen Kommune auch, die eine Automobilstandort ist. Von daher aber bin ich sehr optimistisch, dass wir jetzt gute Entscheidungen treffen werden uns diverser aufzustellen. Das ist natürlich auch eine große Chance für uns und die werden wir nutzen.“ Insgesamt plant Opel in Deutschland bis 2030 Investitionen von rund einer Milliarde Euro, darunter in den Standort Rüsselsheim.  

  • Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Lage von Opel in Rüsselsheim und Kaiserslautern. Eva Dieterle: Über all das spreche ich jetzt mit Opel-Geschäftsführer Florian Huettl. Guten Abend. Herr Huettl, viele Hersteller haben sich ja entschieden dazu, Produktion ins Ausland zu verlagern, weil die Rahmenbedingungen hier in Deutschland eben doch durchaus anspruchsvoll sind. Trotzdem haben Sie gesagt, die neue Generation des Astra, die entsteht am Standort in Rüsselsheim. Wie schwer ist diese Entscheidung gefallen angesichts der Herausforderungen? Florian Huettl, Geschäftsführer Opel Ja, Sie haben recht. Autos zu produzieren am Standort Deutschland ist mit gewissen Herausforderungen verbunden. Wir reden über im internationalen Vergleich sehr hohe Energiepreise. Wir reden über hohe Lohnkosten, wir reden über einen vergleichsweise hohen administrativen Aufwand. Das heißt, hier in Deutschland zu produzieren, muss man auch ein gewisses in gewissem Maß kompensieren durch die Vorteile, die wir hier finden. Und auch da gibt es einige. Wir haben ein hohes Maß an Qualifikation, gute Schulausbildung, eine hohe Automobilkultur. Wir sind in der Lage, beste Qualität zu produzieren. Und wir haben auch zusammen mit unseren Sozialpartnern es immer geschafft, ein Produktionssystem aufzubauen, das auch flexibel mit den Herausforderungen unserer Industrie umgehen kann. Ja, und insofern sind wir auch sehr froh, dass es uns gelungen ist, aus all diesen Rahmenbedingungen und diesen Herausforderungen, ja, ein Paket im Grunde zu bauen in unserem Stammwerk in Rüsselsheim, das es uns am Ende erlaubt hat zu sagen, dass wir hier produzieren, dass auch der nächste Astra hier bei uns in unserem Stammwerk angesiedelt sein wird. Darüber freuen wir uns. Und auf das Auto freuen wir uns auch. Dieterle: Das ist wirtschaftlich nicht immer alles ganz berechenbar ist, zeigt ja auch, dass Sie mal ausgerufen hatten, bis 2028 vollelektrisch zu werden. Das Ganze wurde im Prinzip wieder kassiert, denn inzwischen ist klar: Die Verbraucher wollen […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus — Poseck fordert: Mehr Abschiebungen ermöglichen — Flughafen Frankfurt: SkyLine-Bahn fährt wieder Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus Der Konzern will künftig noch mehr Fahrzeuge für militärische Zwecke anbieten. Sie werden hauptsächlich in seinem größten Werk im rheinland-pfälzischen Wörth produziert. Das Team an dem Standort soll um 100 neue Mitarbeiter erweitert werden. Bis 2028 will der Konzern im Rüstungsbereich einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielen. Mehr Abschiebungen ermöglichen Der hessische Innenminister Roman Poseck besteht darauf, Handyortungen vor Abschiebungen künftig zu erlauben. Hessen werde bei der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz eine entsprechende gesetzliche Regelung fordern. Viele Abschiebungen scheiterten, weil ausreisepflichtige Flüchtlinge untergetaucht sind. SkyLine-Bahn fährt wieder Nach diversen technischen Anpassungen hat die neue SkyLine-Bahn am Frankfurter Flughafen heute ihren Betrieb mit zunächst reduzierter Geschwindigkeit wieder aufgenommen. Ende Mai mussten die Fahrten wegen technischer Schwierigkeiten zunächst eingestellt werden. Die fahrerlosen Züge verbinden das neue Terminal 3 mit den übrigen Bereichen des Flughafens.

  • Weltfahrradtag im Fahrradmuseum

    Weltfahrradtag im Fahrradmuseum

    Und jetzt kommen wir zum wohl umweltfreundlichsten und gesündesten Fortbewegungsmittel der Welt: Das Fahrrad. Zum heutigen Weltfahrradtag nehmen wir Sie mit in eine Zeitreise durch die Geschichte der Zweiräder – wir sind mit Ihnen im rheinhessischen Fahrradmuseum in Gau Algesheim. Fahrräder soweit das Auge reicht: Hier dreht sich alles um die Geschichte des Zweirads. Angefangen hat alles damit: Mit der Draisaine aus dem Jahr 1817: Emil Busch, Rheinhessisches Fahrradmuseum „Dieses wird von Fachleuten als das Urfahrrad bezeichnet, obwohl es noch kein Fahrrad war. Es war eine Laufmaschine. Aber das ist so der Grundgedanke, die Entwicklung, der Anstoß zum Fahrrad.“ Das erste Laufrad – eine deutsche Erfindung von Karl Drais. Er ist das Rad vor über 200 Jahren gefahren. Emil Busch, Rheinhessisches Fahrradmuseum „Von Mannheim in Richtung Schwetzingen bis zur Pferdewechselstation hat für diese Strecke von knapp 15 Kilometern eine Stunde gebraucht und war somit vier Mal schneller als die Postkutsche.“ Seit 25 Jahren sammelt Emil Busch mit seinen Kollegen hier ehrenamtlich historische Fahrräder. Alles aus purer Leidenschaft.  Emil Busch, Rheinhessisches Fahrradmuseum „Hier können Sie erkennen, wie Fahrräder, nachdem sie auch für Beamte und Arbeiter erschwinglich waren die Welt verändert haben. (…) Viele Menschen, die früher in ihrem eigenen Ort für kleines Geld für Dach überm Kopf und Nahrung arbeiten mussten hatten dann die Möglichkeit mit ihrem Fahrrad zu einer Arbeitsstelle zu fahren und eine Arbeitsstelle zu erhalten, für die sie auch vernünftig honoriert wurden. Von daher ist das Fahrrad für mich das wichtigste Verkehrsmittel dieser Erde.“ Fahrradgeschichte wird hier erlebbar. Besucher können kleine und auch ganz große Räder selbst ausprobieren. Oder wie ich, auch die etwas Seltsamen.  Marcel Gassan, Reporter Lacht „Okay das ist sehr ungewohnt. Es ist echt sehr ungewohnt ein Fahrrad so zu fahren. Und manchmal klappt’s nicht ganz aber man gewöhnt sich dran.“ Das Rheinhessische Fahrradmuseum in […]

  • Lücke der A 44 - Dörfer fürchten mehr Lärmbelastung

    Lücke der A 44 – Dörfer fürchten mehr Lärmbelastung

    Schon seit der Wiedervereinigung wird sie geplant und gebaut, die A44 zwischen Hessen und Thüringen. Mit geschätzten 2,8 Milliarden Euro Baukosten gilt sie als teuerste Autobahn Deutschlands. Am Dienstag wurde ein weiteres Teilstück zwischen Herleshausen und Sontra für den Verkehr freigegeben. Dort fürchten angrenzende Ortschaften nun, vom Verkehr überrollt zu werden. Denn bis der Ausbau der A44 abgeschlossen ist, wird es noch Jahre dauern.   Ulfen ist ein Stadtteil von Sontra, idyllisch gelegen im Werra–Meißner-Kreis. Doch die Idylle trügt. Der Ort zählt rund 500 Einwohner – und stolze 1000 Fahrzeuge pro Stunde. Am heutigen Brückentag geht es noch vergleichsweise ruhig zu. Die Anwohner fühlen sich aber mit dem stetig zunehmenden Verkehr im Stich gelassen. Florian Voigt  Mit meinem kleinen Kind ist es total schwierig, die Straße noch zu queren, sicher. Jetzt im Sommer mag’s noch gehen, aber wenn jetzt die Winterzeit anbricht und es ist Dämmerung, nichts beleuchtet, da muss man schnell rennen. Adrian Rimbach Nachts kann man nicht mehr wirklich schlafen. Gefahr ist für mich hier eindeutig im Verzug, weil man auch nicht mehr richtig queren kann. Auch tagsüber muss man immer aufpassen, immer. Es gibt keine Beleuchtung, keinen Zebrastreifen, keine Blitzeranlage, die die Geschwindigkeit kontrolliert. Hartmut Sippel  Für mich persönlich ist das unerträglich. Zumal ich jeden Tag über diese Kreuzung muss, mit dem stark befahrenen Verkehr. Es ist, also wirklich… Auch für mich ist diese B400 persönlich lebensgefährlich. Die Sorge ist groß, dass sich die Probleme mit dem Ausbau der A44 weiter verschärfen. Die soll künftig Kassel mit Herleshausen an der A4 verbinden. Doch bei Sontra fehlen noch Teilstücke, die frühestens 2030 fertig werden. Der nun freigegebene neun Kilometer lange Abschnitt der A44 bei Herleshausen bringt eine Zeitersparnis von gut 10 Minuten. Wo er endet, fahren Autos und LKW dann über die B400 weiter durch Orte wie Ulfen, […]

  • Schlaglochsuche mit Müllautos

    Schlaglochsuche mit Müllautos

    Wir alle ärgern uns beim Autofahren über Schlaglöcher. Doch um alleraßen durchgängig in gutem Zustand zu halten, fehlt den Kommunen schlicht das Geld. Der hessische Landkreis Bergstraße hat sich nun überlegt, wie seine Gemeinden Straßenreparaturen besser planen und damit Geld sparen können. Das funktioniert mit Hilfe von Müllautos und Künstlicher Intelligenz. Dieses Müllauto tut mehr, als nur den Müll der Bürstädter einzusammeln. Bei seinen Fahrten überprüft es die Straßen aufs genauste. Kein Schlagloch oder Riss ist vor ihm sicher. Vor dem Müllauto und vor allem vor der Videoaufzeichnung, die hinter der Windschutzscheibe die ganze Zeit läuft. Ausgedacht hat sich das Konzept Landrat Christian Engelhardt. Christian Engelhardt  (CDU), Landrat Kreis Bergstraße „Müllfahrzeuge fahren auf jeder Straße. Wir haben Kreisstraßen, Bundesstraßen, Landstraßen, das meiste sind Gemeindestraßen und wir haben einen Weg gesucht, regelmäßig alle Straßen abzufahren. Da sind Müllfahrzeuge prädestiniert.“ Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft montieren das Smartphone zu Beginn ihrer Fahrt. Der Rest des Monitorings passiert im Landratsamt in Heppenheim. Nämlich auf dieser Plattform. Hier werden die Videos hochgeladen und von einer Künstlichen Intelligenz ausgewertet. Corinna Simeth, Grundsatz- und Kreisentwicklung Bergstraße „Die KI erfasst Querneigungen, Längsrisse und Aufbrüche. Und kann aufgrund dieser Daten die Straßenkategorie einstufen und das wird farblich hinterlegt in dem System und dadurch sehe ich auf einen Blick, wo haben wir einen hohen Handlungsbedarf.“ Von grün bis rot können die Kommunen im System sehen, wie der Zustand ihrer Straßen ist und wo es am meisten brennt. Und wenn eine Straße dann saniert wurde, kann man den Unterschied ebenfalls im System sehen. Wie bei der Nahestraße in Bensheim, die vor zwei Jahren noch deutliche Schäden hatte und inzwischen einen hundertprozentigen Zustand aufweist. 1400 Kilometer Straße erfasst die neue Technik. Diese Strecke musste früher von Fachtrupps untersucht werden. Christian Engelhardt  (CDU), Landrat Kreis Bergstraße „Oftmals ist das in einer Kommune so, dass […]

  • Hauptversammlung der Fraport

    Hauptversammlung der Fraport

    Dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht es auf den ersten Blick wirtschaftlich gut. Im Geschäftsjahr 2025 hat die Fraport AG an ihrem Heimat-Standort Frankfurt ein deutliches Plus an Passagieren verzeichnet – rund 63 Millionen Fluggäste wurden dort abgefertigt. Das war zwar eine Verbesserung zum Vorjahr, aber immer noch etwa 10 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Fraport AG kämpft mit den großen Herausforderungen der Zeit, was auch auf der heutigen Aktionärshauptversammlung in Frankfurt deutlich wurde. Es ist das größte privatfinanzierte Infrastruktur-Projekt Europas: Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist vor gut 3 Wochen an den Start gegangen. Alles hat reibungslos funktioniert. Zwar ein Highlight für den Standort Frankfurt – 40 Prozent ihres Umsatzes tätigt die Fraport AG mittlerweile allerdings mit Flughäfen im Ausland. Deutschland müsse bei den Passagierzahlen im internationalen Vergleich wieder deutlich aufholen. Das machte Fraport-Chef Stefan Schulte auf der heutigen Aktionärs-Hauptversammlung in Frankfurt nochmal deutlich. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG „Wir liegen hier in Deutschland ganz klar abgeschlagen vom restlichen Europa. Da kann Frankfurt, da kann Fraport noch glücklich sein. Wir sind hier in Frankfurt bei etwa 90 Prozent, das ist von großen Flughäfen ein sehr, sehr guter Wert. Aber es ist eben nicht das, was international üblich ist. Wo man heute bereits bei 115 Prozent des Vorkrisenniveaus wieder angekommen ist, je nach Struktur des jeweiligen Flughafens.“ Herausforderungen für die Fraport  und damit auch für den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Traditionell ist das der hessische Finanzminister, denn das Land ist  mit über 31 Prozent der größte Anteilseigner des Konzerns. Die Amtszeit des ehemaligen Finanzministers Michael Boddenberg endet mit der heutigen Hauptversammlung. Zu seinem Nachfolger wird heute  der amtierende Finanzminister Alexander Lorz gewählt. Von ihm erhofft sich der Fraport-Vorstand die nötige Unterstützung, damit der Flughafen Frankfurt seinen Status als großes internationales Drehkreuz sichern und ausbauen kann. Ganz nach dem Motto: An Hessen führt kein […]

  • Poseck stellt Unfallbilanz vor

    Poseck stellt Unfallbilanz vor

    Fast 200 Menschen kamen im vergangenen Jahr in Hessen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Über 3.000 Personen erlitten schwere Verletzungen. Das ist immer noch deutlich zu viel, sagt die hessische Polizei und will gegensteuern. Zum einen durch Prävention, aber auch durch intensivere Kontrollen im Straßenverkehr. Und so gab es heute am Polizeipräsidium Frankfurt – neben lauter Zahlen – auch ordentlich was auf die Ohren. Da staunt auch der hessische Innenminister nicht schlecht: Bei diesem kürzlich aus dem fließenden Verkehr gezogenen Fahrzeug wurde massiv an der Auspuffanlage manipuliert. Die speziellen Kontrollgruppen der Polizei, die die Augen und vor allem auch die Ohren nach getuneten Fahrzeugen offen halten, werden immer häufiger fündig. Ermittler „Weiter hier hinten auch noch ein Schalldämpfer, der hier in diesem Bereich gesessen hat. Und die Endschalldämpfer wurden auf der Oberseite auch geöffnet. Die Fehlzündungen sind noch zusätzlich durch Veränderungen des Motorsteuergeräts hinzuprogrammiert worden. Dass eben wenn man Gas weg nimmt, Benzin eingespritzt wird bei offenen Ventilen, damit es richtig hinten raus knallt.“ Nicht selten knallt es erst aus dem Auspuff – und dann auf der Straße. Alle dreieinhalb Minuten ereignet sich statistisch gesehen in Hessen ein Unfall im Straßenverkehr. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Der Straßenverkehr ist nicht der Ort, wo man das eigene Ego ausleben kann, sondern er ist ein Ort sozialer Gemeinschaft, in dem das eigene Schicksal auch vor allem vom Verhalten anderer abhängig ist. Und deshalb ist es so wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer auch eine gemeinsame Verantwortung zeigen.“ Besorgiserregend sei zudem der starke Anstieg von Unfällen mit E-Scootern. Mehr als 1500 waren es im vergangenen Jahr – 40 Prozent mehr als 2024. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Diese Unfälle haben deutlich zugenommen, weil E-Scooter heutzutage auch viel häufiger genutzt werden. Besonders betroffen sind junge Menschen, die oft ohne die notwendige Vorsicht mit E-Scootern unterwegs sind, die […]

  • Camper des Jahres wird gekürt

    Camper des Jahres wird gekürt

    Am Nürburgring haben sich heute echt Schwergewichte getroffen: Zehn Teilnehmer und ihre Camper sind in verschiedenen Kategorien gegeneinander angetreten, um den Camper des Jahres Rheinland-Pfalz zu finden. So laut und schnell wie sonst auf der Rennstrecke war es zwar nicht, dafür aber nicht weniger spannend. Mit Karacho einmal über die nasse Straße – der Test: Wer bekommt die Vollbremsung am besten hin? Ganz schön knifflig hier der Wettbewerb am Nürburgring. Frank Müllers, Teilnehmer „Jetzt haben wir uns dann gesagt, okay, wir orientieren uns an der Seite an diesem grünen Mülleimer, der da stand. Und versuchen mal, wie weit wir kommen. Beim ersten Mal hat die Bremsung nicht geglückt. Die ist nicht anerkannt worden. Und beim zweiten Mal hab ich die Geschwindigkeit erhöht und dann war’s halt einen halber Meter zu viel.“ Der Camper, der am besten vor der Stange hält, bekommt die meisten Punkte. Jeder Kandidat tritt in seinem eigenen Fahrzeug an – und das kennen hier alle in- und auswendig. Denn die Leidenschaft für ihren Camper verbindet die Teilnehmer. Fast alle zumindest. Frank Müllers, Teilnehmer „Meine Frau hat das Wohnmobil gekauft und ich muss drunter leiden. Ich bin eigentlich mehr der Bootstyp.“ Mitgehangen, mitgefangen. Und: mitgefahren. Denn trotzdem stellt sich Frank Müllers heute den Aufgaben wie rangieren oder Slalom fahren. Auch richtig lenken will gelernt sein. Günter Bernard, Trainer „Was macht mein Wohnmobil ab einer bestimmten Geschwindigkeit? Jetzt kommen die Schüsseln, die Messer, alles kommt in Wallung da drin. Und natürlich, wenn man es gnadenlos übertreiben würde, irgendwann kommt eine Kippgefahr rein.“ Vollprofi ist keiner der zehn Kandidaten, aber darum geht es auch nicht. Günter Bernard, Trainer „Die Dinger werden ein paar Wochen im Jahr bewegt und dann stehen die die meiste Zeit. Privat fährt man vielleicht einen Polo oder einen Twingo oder so etwas. Und jetzt muss man […]

  • App gegen lange Wartezeiten an der Schranke

    App gegen lange Wartezeiten an der Schranke

    An einer geschlossenen Bahnschranke zu stehen und nicht zu wissen, wann es endlich weitergeht, kann einem die Nerven rauben. Am Bahnübergang in Buchschlag im Landkreis Offenbach wird die Geduld der Pendler besonders strapaziert. Denn hier passieren um die 400 Züge täglich – und jedes Mal ist Warten angesagt. Seit Jahrzehnten geht das jetzt schon so. Aber – es gibt einen Lichtblick! Denn ein genervter Pendler hat innerhalb von drei Tagen eine App entwickelt, die anzeigt, wann die Schranke öffnet und schließt. Nur noch wenige Sekunden lang soll die Schranke am Buchschlager Bahnübergang offen sein, dann schließt sie fast genau in dem Moment, den die App voraussagt. Jetzt wird sie erstmal für knapp fünf Minuten unten bleiben. Wenn es nur bei den fünf Minuten bleiben würde…Doch die App zeigt an: Die Schranke wird in der nächsten Stunde noch oft und lange zu sein. Ein Grund dafür, dass viele dieser Autofahrer heute wohl zu spät kommen werden. Und genauso geht es Marius Fetzberger und seiner Tochter Emilia oft. Marius Fetzberger „Irgendwann ist einfach der Wunsch entstanden, dass man gerne wissen möchte, wann die Schranke aufgeht und wann sie zugeht und irgendwann hatte meine Tochter die Idee, mal die Fahrpläne zu studieren, nachdem wir da ein kleines Erlebnis hatten, dass wir zu spät zu nem wichtigen Ereignis für sie in Frankfurt gekommen sind. Und irgendwann konnte sie die Fahrpläne so gut studieren und hat das so gut verstanden, dass sie fast schon die Schrankenöffnungen und Schließungen vorhersagen konnte.“ Das übernimmt jetzt die App, die Emilias Vater daraufhin entwickelt hat. Mit Fahrplaninformationen des Stellwerks Neu-Isenburg und der Haltestationen berechnet sie, wann die Züge den Bahnübergang passieren müssten. Ganz genau schafft sie das allerdings nicht, denn über Verspätungen kriegt sie keine Echtzeitdaten. Außerdem gibt es keine exakten Fahrpläne für den Güterverkehr. Marius Fetzberger „Güterzüge oder […]

  • Immer mehr Fälle von Dieselklau

    Immer mehr Fälle von Dieselklau

    Mit den explodierenden Preisen im März ist auch die Zahl der Dieseldiebstähle deutlich angestiegen – von 32 auf 63 Fälle im Monat. Für die Logistikunternehmen bedeutet das eine zusätzliche Belastung in ohnehin schon angespannten Zeiten – und für die LKW-Fahrer immer öfter ein böses Erwachen. LKW-Fahrer Eric Baumann aus Neuwied war schon öfter Opfer von Dieselklau – bisher hauptsächlich im Ausland. Doch seit die Spritpreise so durch die Decke gegangen sind, beobachtet er das Problem auch in Deutschland. Eric Baumann, LKW-Fahrer aus Neuwied: „Man wacht auf und macht morgens den Motor an und dann geht die gelbe Lampe an. Wenn man es nicht nachts schon mitbekommt. Also man wird schon auch manchmal wach, aber ansonsten morgens, wenn die gelbe Lampe an ist. Ja, das ist mittlerweile schon der erste Blick morgens, wenn man die Zündung anmacht, ob der Tank noch voll ist.“ Die Spritdiebstähle passieren meist in der Nacht. Die Tat selbst dauert nur wenige Minuten. Tankdeckel öffnen, Gartenschlauch rein und abpumpen. Spuren hinterlassen die Täter kaum, wenn es nicht gerade eine Überwachungskamera gibt. Das Landeskriminalamt sieht einen klaren Zusammenhang zwischen den Fallzahlen und den Spritpreisen. Bastian Kipping, LKA Rheinland-Pfalz: „Im Vergleich Februar/März, da haben sich die Zahlen tatsächlich verdoppelt. Wir können auch feststellen, dass wenn die Dieselpreise relativ hoch sind, das war ja 2022 der Fall, da hatten wir dann um die 500 Fälle und die Jahre darauf waren es dann eher um die 400 Fälle.“ Betroffen sind hauptsächlich LKW, aber auch landwirtschaftliche Fahrzeuge, PKW weniger. Die Polizei empfiehlt Fernfahrern, nur auf gut beleuchteten Rastplätzen zu parken und Bewegungsmelder mit Licht- oder Tonsignal anzubringen. Auch Schlösser oder Gitter um den Tankdeckel könnten manchmal helfen – das kann aber auch nach hinten losgehen. Bastian Kipping, LKA Rheinland-Pfalz: „Wenn die jetzt besonders gut gesichert sind, dann wird auch gerne mal der […]

  • Tankrabatt: Verband erwartet „Schlangen an der Tankstelle“

    Tankrabatt: Verband erwartet „Schlangen an der Tankstelle“

    Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband zum ab 1. Mai geltenden Tankrabatt. Eva Dieterle: Herr Rabl, jetzt wurden die Sprit-Preise ja zuletzt immer wieder massiv erhöht. Jetzt kommt der Tankrabatt. Wie viel werden die Autofahrer denn davon am Ende überhaupt spüren? Herbert Rabl: Also ganz konkret werden wir das nur spüren, wenn sich die Mineralölgesellschaften Marketinggag einfallen lässt. Und heute Nacht um 00:00 um 0,17 € die Preise senkt. Aber on the long run werden wir davon wenig spüren, weil wir können nicht kontrollieren, ob der Vorteil, der Steuervorteil wirklich weitergegeben wird. Das Gesetz hat den Webfehler, dass zwar die Steuersenkung beschlossen ist, aber kein Kontrollmechanismus eingebaut wird. Ob die 0,17 € auch wirklich weitergegeben werden? Insofern können wir nur hoffen, dass wir das spüren. Ob wir viel spüren müssen? Wir sehen. Dieterle: Ab Mitternacht gilt der Tankrabatt, wann wird man das an der Tanksäule direkt merken? Gleich früh morgens? Rabl: Ist eher unwahrscheinlich, weil die Mineralölkonzerne haben schon gesagt, wir haben ja noch den versteuerten Sprit an den Tankstellen unter der Erde. Wahrscheinlich werden wir, wenn wir überhaupt viel spüren werden, wir im Laufe der kommenden Woche niedrigere Preise sehen. Aber wir werden nie kontrollieren können, ob die 0,17 € wirklich beim Verbraucher ankommen. Dieterle: Wenn dann vermutlich sehr viele auf einmal Tanken wollen, auf was muss man sich am Feiertag einstellen? Auf lange Schlangen? Möglicherweise auch auf Engpässe? Rabl: Also die Deutschen sind eine Angstnation, und wenn sie erwarten, dass es etwas billiger gibt, dann werden sie ganz schnell an die Tankstelle fahren. Das heißt, ich erwarte, wir erwarten Schlangen an der Tankstelle und dann kann schon sein, dass mal eine Tankstelle leer läuft. Und dann kann es sein, dass der eine oder andere gewartet hat und nicht mehr bekommt. Das ist möglich. Wie sich die Tankstellen und die Konzerne darauf einstellen. Die […]

  • Strengere Regeln für E-Scooter-Fahrer in Mainz

    Strengere Regeln für E-Scooter-Fahrer in Mainz

    Für die einen sind sie die perfekte Lösung für den kurzen Weg durch die Stadt, für die anderen ein ständiges Ärgernis: E-Scooter. Schnell und bequem – aber oft im Weg. Immer wieder blockieren sie Gehwege, und auch die Zahl der Unfälle steigt. In Mainz gelten deshalb jetzt strengere Vorschriften.   Verkehrskontrolle in der Mainzer Neustadt. Heute im Visier der Polizei: E-Scooter-Fahrer. „Einmal hier hin fahren Bitte. Wir machen eine Verkehrskontrolle. Bitte einmal den E-Scooter abstellen.“ Ein häufiger Verstoß bei privaten Rollern: die fehlende Haftpflichtversicherung. Bei Leih-Scootern sorgt vor allem das wilde Abstellen für Probleme. Seit Jahren steigt die Zahl der Verstöße. Johannes Schmidt // Polizei Mainz  „Weiterhin werden auch Ordnungswidrigkeiten, wie mit dem Handy am Steuer, dann gegen die Einbahnstraße, zu zweit auf dem Elektro-Kleinstfahrzeug oder auch bei Rot über die Ampel oft festgestellt, weil man denkt man hat irgendwie andere Rechte.“ Die Politik reagiert – mit strengeren Vorschriften: Ab 2027 werden Blinker Pflicht. Hinzu kommen höhere Bußgelder, etwa fürs Fahren auf dem Gehweg oder zu zweit auf einem Roller. Und auch bei Unfällen sollen Fahrer künftig stärker haften. Beim Parken sind strengere Regeln schon jetzt möglich. Städte und Gemeinden können eigene Vorgaben machen – so auch Mainz: Seit März gilt, Leih-Scooter dürfen nicht mehr überall abgestellt werden. Stattdessen gibt es feste Stellflächen und eine Obergrenze für die Roller in der Innenstadt. Karsten Lange // Verkehrsdezernat Stadt Mainz „Im Innenstadtbereich, das sind die Neustadt und die Altstadt dürfen maximal davon 300 stehen und für die gibt es feste Abstellflächen. Insgesamt 25 Stück, auf denen die E-Scooter platziert werden müssen, wenn man sie dauerhaft abstellt.“ Umgesetzt wird das direkt über die Apps der Anbieter: Wer außerhalb der vorgesehenen Flächen parkt, kann die Fahrt nicht beenden. Für die Stadt ein wichtiger Schritt im Kampf gegen das Chaos auf den Gehwegen. Für die […]

  • Lückenschluss an der A1 geht voran

    Lückenschluss an der A1 geht voran

    Die 25 Kilometer lange Lücke der A1 in der Eifel – seit Jahrzehnten zwingt sie Auto- und LKW-Fahrer auf Umleitungen durch kleine Ortschaften und Gemeinden. Die Folgen: Eine hohe Lärmbelastung für die Anwohner und zeit- und kostenintensive Umwege für Transportunternehmen und ansässige Betriebe. Doch allmählich tut sich was. Denn: Die Vorarbeiten, die es für den Ausbau des ersten Teilabschnitts braucht, sind vor kurzem gestartet.   Hier, an der Anschlussstelle Kelberg, dem bisherigen Ende der A1 soll in ein paar Wochen eine ein Kilometer lange Baustraße fertiggestellt werden. Sie ist nötig, um später den schweren Baustellenfahrzeugen, die es für den eigentlichen Ausbau braucht, überhaupt die Zufahrt zu ermöglichen. Das ist aber Zukunftsmusik: Denn zunächst einmal sind ganze zwei Jahre eingeplant, um Bodengutachten für den Bau von 20 Brücken zu erstellen, eine Umsiedlungsfläche für bedrohte Tierarten zu errichten, notwendige Flächen zu roden und 130 Verdachtsstellen vom Kampfmittelräumdienst prüfen zu lassen.  Athanasios Mpasios, Projektleiter Die Autobahn GmbH des Bundes: „Wir wissen natürlich nicht im Moment, was das ist. Ich gehe mal vom worst Case tatsächlich von einer Weltkriegsbombe sein, über Patronenhülsen, bis hin zu harmlosen Nägeln oder sonst was, aber das muss jetzt erst einmal untersucht werden. Da sind wir jetzt im Moment dran.“ 6 Jahre lang, von 2028 bis 2034, soll der Bau des ersten, 10 Kilometer langen Teilabschnitts zwischen Kelberg im Kreis Vulkaneifel und Adenau im Kreis Ahrweiler dauern. Auch wenn das noch lange hin ist – für einige ist der heutige Tag Grund zur Hoffnung. Julia Gieseking, Landrätin des Landkreises Vulkaneifel: „Wir sind erst mal total happy, dass es hier losgeht. Dass die Bagger rollen. Darauf hat unsere ganze Region wirklich Jahrzehnte kann man eigentlich schon sagen gewartet. Das ist einfach hier ein sichtbares Signal, dass hier wirklich viel gemacht wird. (…) Natürlich würde ich mir auch wünschen. Es würde schneller […]