Verkehr

  • Schulprojekt "Verantwortung stoppt Vollgas" soll vor Gefahren durch zu schnelles Fahren warnen

    Schulprojekt „Verantwortung stoppt Vollgas“ soll vor Gefahren durch zu schnelles Fahren warnen

    Rasen ist und bleibt eine der Hauptursachen für Unfälle. In Rheinland-Pfalz gab es im vergangenen Jahr mehr als 2.600 Unfälle, bei denen Menschen wegen überhöhter Geschwindigkeit zu Schaden gekommen sind – das sind mehr als in den Vorjahren. Ein Problem, das nun mit einem neuen Schulprojekt angegangen werden soll. Dieser Unfall in der Pfalz im vergangenen August endet für den Fahrer tödlich. Ausgelöst vermutlich durch überhöhte Geschwindigkeit. Mit 130 km/h rast ein damals 24-Jähriger vor drei Jahren durch Wiesbaden und verursacht einen tödlichen Unfall. Das Gericht verurteilt den Mann später wegen Mordes zu lebenslanger Haft. Die Zahl der lebensgefährlichen illegalen Autorennen steigt seit Jahren, am Steuer vor allem junge Männer.  Die erkennen  selbst ein großes  Raser-Problem in ihrer Altersgruppe. Lars Krause „Na ja, ich würde schon sehr groß sagen auf jeden Fall weil ich kann es verstehen schon weil es gibt einfach ein sehr tolles Gefühl von Freiheit von Emotionen.“ „Weil man will halt auch cool sein – in Anführungszeichen.“ Das Schulprojekt „Verantwortung stoppt Vollgas“ soll in Rheinland-Pfalz Fahranfängern künftig ein Stoppschild gegen Raserei setzen. Dirk Munthin, Verkehrserzieher „Heutzutage haben Jugendliche kein Problem für wenig Geld an ein Fahrzeug zu kommen, das sehr stark motorisiert ist. Wenn sich das dann noch mischt mit einer bestimmten Lebensalterssituation, Frustration, Freundschaften und so weiter, der Freundin, die neben dran sitzt, dann ist man dann häufig schon in einer Situation in der man für sich und andere, gegebenenfalls eine Gefahr repräsentiert.“ Um die möglichen Folgen zu verstehen, setzen sich die Schüler mit Unfallbildern und den Strafen für Raser auseinander. Das Programm wird vom CDU-geführten Innenministerium in Nordrhein-Westfalen seit drei Jahren an Schulen eingesetzt. An den zunehmenden  Raserfahrten hat das aber bisher nichts geändert. Sven Teuber (SPD), Bildungsminister Rheinland-Pfalz „Wir fangen natürlich jetzt erst hier mit diesem neuen Projekt ja an, also d.h. wir reagieren […]

  • Jetzt steht da eine Schranke - Schule in Frankfurt sperrt Elterntaxis aus

    Jetzt steht da eine Schranke – Schule in Frankfurt sperrt Elterntaxis aus

    Das morgendliche Chaos vor vielen Schulen ist immer wieder in der Diskussion: Die sogenannten Elterntaxis – also Mütter und Väter, die ihre Kinder am liebsten bis direkt vor den Schuleingang fahren. Dem schiebt die Stadt Frankfurt jetzt einen Riegel vor und sperrt die Zufahrten zu mehreren Schulen. So soll der Schulweg sicherer und die Kinder selbständiger werden. Heute Morgen um halb acht geht kurz vor der Berthold-Otto-Schule die Schranke runter. Elterntaxis müssen nun davor ihre Jüngsten absetzen, den restlichen Schulweg sollen die Kinder selbst zurücklegen. Vor dem Schultor war es immer wieder zu brenzligen Situationen gekommen. Direkt an der Schule nebenan, nur eine Straße weiter: Auch an der Georg-August-Zinn-Schule müssen Elterntaxis draußen bleiben. Yeliz Akbulut, Mutter „Wir haben reihenweise Autos, die durchgefahren sind. Auch mit einem großen Tempo, sage ich mal. Nicht unbedingt Schrittgeschwindigkeit. Und für so kleine Kinder, die eigentlich zwischen den Autos kaum erkennbar sind, ist das immer etwas schwierig gewesen.“ Ahmed Zamraoui, Vater „Einerseits gut, andererseits nicht gut. Warum gibt’s keinen Parkplatz für uns? Aber es war manchmal auch schlimm für die Kinder, zu Fuß und dann passiert ein Unfall.“ Jetzt dürfen morgens nur noch Lehrer und die Müllabfuhr passieren. Für die Mamas und Papas wurde eine Elternhaltestelle nebenan eingerichtet, aber die ist heute Morgen zugeparkt. Abseits kleiner Anlaufschwierigkeiten hofft Schulleiter Dennis Kroeschell, dass künftig mehr Eltern ganz aufs Taxispielen verzichten. Dennis Kroeschell, Schulleiter Georg-August-Zinn-Schule „Wir haben auch in der Vergangenheit häufig Eltern angesprochen, die ihr Kind bis auf unseren Parkplatz gebracht haben. Gesagt: Das muss nicht unbedingt sein. Und meistens hatten sie auch da schon das Einsehen. Dass es für die Kinder ein Erfolg ist, selber zur Schule zu gehen.“ Knapp ein Fünftel der Frankfurter Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto zur Schule. Dieses Jahr gab es in Hessen auf dem Weg zu Kitas, Schulen […]

  • Tiertransporter auf A49 umgestürzt

    Tiertransporter auf A49 umgestürzt

    Stundenlang ist heute die A49 bei Schwalmstadt in Nordhessen gesperrt. In beide Richtungen geht gar nichts mehr. Der Grund dafür ist ein Unfall mit einem Tiertransporter. Ein seltener Anblick: Schweine, direkt an der Autobahn. Diese hier haben einen folgenschweren Unfall überlebt. Heute Morgen gegen 04:20 Uhr gerät dieser LKW außer Kontrolle. Auf dem Weg in Richtung Kassel kommt der Transport nach rechts von der Fahrbahn ab und landet – teils senkrecht – im Graben. Im Anhänger: 91 Schweine– eigentlich auf dem Weg zum Schlachter. Durch den Unfall kommen einige frei, laufen auf der Autobahn herum. Die wird schnell in beide Richtungen gesperrt. Einige Schweine sind verletzt und müssen von ihrem Leid erlöst werden. Mitarbeiter des Veterinäramtes fangen die restlichen Tiere gemeinsam mit Tierärzten ein. Der LKW-Fahrer hat Schwein gehabt, er bleibt bei dem Unfall unverletzt. Der entstandene Schaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Mittlerweile ist die A49 wieder frei.

  • Diskussion um zweigleisigen Ausbau der Eifelbahn

    Diskussion um zweigleisigen Ausbau der Eifelbahn

    Die Eifel-Bahnstrecke ist ein Großbauprojekt im wahrsten Sinne des Wortes. Sie verläuft überwiegend durch Rheinland-Pfalz – beginnt in Trier und endet bei Köln. Bei der Flutkatastrophe 2021 nimmt sie schweren Schaden. Bund und Land einigen sich, die Strecke beim Wiederaufbau direkt zu modernisieren. Und wir wollten wissen: Wie sieht es da gerade aus? Hier ist der Stand der Dinge. Sommer 2021: Die Flüsse Ahr und Kyll reißen alles mit sich. Abschnitte der Eifelstrecke werden schwer beschädigt und müssen repariert werden. Der Neuverlegung der Gleise ist mittlerweile abgeschlossen. Zukünftig sollen die Züge dort aber elektrisch fahren. Dafür müssen entsprechende Stellwerke gebaut und Oberleitungsmasten gesetzt werden. An vielen Streckenabschnitten laufen diese Arbeiten noch auf Hochtouren – auch in Bitburg-Erdorf.  Ortsvorsteher Werner Becker begrüßt die Elektrifizierungsarbeiten. Allerding … Werner Becker (CDU), Ortsvorsteher Bitburg-Erdorf „… die Belastung für die Anwohner hier in Erdorf war schon enorm. Sie müssen sich vorstellen, dass sie jetzt seit über vier Jahren hier permanenten Baustellenverkehr haben Es wurden Kabelschächte hier entlang der Eifelstrecke gelegt, neue Kabelschächte gelegt. Es wurden hier Mastgründungen vorgenommen, für später die Oberleitungsmasten aufzubauen. Unter die Mastgründungen wurden meterlange Stahlträger in den Boden gerammt.“ Die rheinland-pfälzische Mobilitätsministerin Katrin Eder hat schon weitere Pläne: Sie will die Eifelstrecke zweigleisig ausbauen. Das würde vor allem dem Güterverkehr zu Gute kommen. Dabei müsse allerdings der Bund den Großteil der Kosten tragen. Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen), Mobilitätsministerin RLP „Wir sind als Land Rheinland-Pfalz immer bereit, auch Projekte mitzufinanzieren. Aber ganz alleine können wir so ein Projekt nicht stemmen. Deswegen ist es ganz wichtig, dass man sich hier zusammensetzt und schaut, wie man so ein Projekt ermöglichen kann.“ Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder steht dem Vorschlag grundsätzlich positiv gegenüber, eine Lösung könne aber nur in gemeinsamen Gesprächen gefunden werden. Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister „Ein alleiniges ‚Fingerpointing‘ reicht da nicht aus, sondern wir […]

  • A 1-Lücke kann geschlossen werden

    A 1-Lücke kann geschlossen werden

    Der Lückenschluss der Autobahn A1 im Norden von Rheinland-Pfalz kommt! Das Bundes-Verwaltungsgericht hat eine Klage des BUND. abgewiesen. Damit ist der Weg frei für den Bau der fehlenden 10 Kilometer zwischen den Eifelorten Dreis-Brück und Adenau. LKW schieben sich durch enge Dorfstraßen. Hier in der Vulkaneifel seit Jahrzehnten ein gewohntes Bild. Die Fahrer der Spedition Ludwig in Dreis-Brück kostet das viel Zeit und Nerven, den Eigentümer letztlich Geld. Hans Ludwig ist deshalb froh über die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts. Hans Ludwig, Spediteur in Dreis-Brück „Der Zustand, den wir hier zur Zeit haben, ist nicht tragbar. Weder für die Anwohner noch für unsere Fahrer. Also wir sind jetzt froh, dass der Einspruch vom BUND abgelehnt worden ist und jetzt der Weiterbau der A1 tatsächlich eingegangen werden kann.“ Auch im Ort ist die Erleichterung zu spüren. Edith Löhr-Hoffmann, (parteilos), Ortsbürgermeisterin Dreis-Brück „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin so froh, dass man für uns hier vor Ort in unserer Gemeinde, in unserer Heimat entschieden hat.“ Nicole Heinres, Anwohnerin in Dreis-Brück „Zwei Meter von der Straße ist unsere Haustüre und das ist immer so ein Lärm, so laut und jetzt kann ich mich einfach mal darauf freuen, dass wir unser Alter da in Ruhe genießen können und nicht mit dem ganzen Krach des Verkehrs.“ Die zehn Kilometer lange Lücke auf der Autobahn 1 zu schließen habe „vordringlichem Bedarf“, da es sich um ein „wichtiges europäisches Infrastrukturprojekt“ handele, urteilt das Bundesverwaltungsgericht gestern. Enttäuschend für den BUND, der den Ausbau mit seiner Klage verhindern wollte. Sabine Yacoub, Vorsitzende BUND RLP „Wir haben dann eine Eifellandschaft, die wirklich durch diese Autobahn zerschnitten wird, wo eben viel Fläche verloren geht. Es sind wertvolle, europäische Schutzgebiete betroffen, ein Vogelschutzgebiet, wo die Autobahn mitten durchgeht. Und das Problem ist, dass halt immer und überall solche Zerstörungen stattfinden […]

  • Schaltgespräch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

    Schaltgespräch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

    Der A1-Lückenschluss ist das wichtigste Straßenbauprojekt in Rheinland-Pfalz, sagt Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder aus der Eifel – genau dort liegt sein Wahlkreis. Eva Dieterle spricht mit ihm über das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Eva Dieterle, Moderatorin: Guten Abend Herr Schnieder. Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister: Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Jetzt ist es da, das Urteil, auf das sehr viele lange gewartet haben. Doch es gibt viele Infrastrukturprojekte, die gefährdet sind, weil das Geld fehlt. Könnte das hier auch drohen? Schnieder: Nein, die Frage ist geklärt, bzw. sie wird final geklärt mit der Verabschiedung des Haushaltes für 2026. Wir hatten in der Tat zunächst eine Lage, dass wir keinen Neu- und Ausbau hätten machen können, weil dafür kein Geld bereitgestellt worden ist. Da habe ich darauf hingewiesen, dafür habe ich gekämpft und mich eingesetzt und der Koalitionsausschuss hat nicht nur 3 Milliarden mehr an Geldern bewilligt, sondern hat auch gesagt: Was baureif ist, wird auch tatsächlich gebaut. Diese Voraussetzungen werden dann beim A1 Lückenschluss auch vorliegen. Dieterle: Sie sagen, es muss jetzt so schnell wie möglich gebaut werden. Was heißt das – „so schnell wie möglich“? Schnieder: Wir werden alle Kraft, die wir haben an Manpower, aber auch an Verfahren, die noch durchzuführen sind, dort aktivieren. Der Planfeststellungsbeschluss, der ja dem Bundesverwaltungsgerichtsurteil zugrunde liegt, schreibt vor, dass wir einige Umweltschutzmaßnahmen vor die Bauarbeiten vorziehen müssen, um Lebensräume für verschiedene Tierarten zu schaffen und dergleichen mehr. Damit werden wir dann unverzüglich beginnen, damit wir möglichst schnell die weiteren bauausführenden Maßnahmen durchführen können. Sie müssen natürlich eins berücksichtigen: Das ist durchaus ein anspruchsvolles Bauvorhaben. Wir haben einige Talbrücken zu bauen, da müssen die Ausführungsplanungen gemacht werden, die Ausschreibungen vorbereitet werden, sodass es zunächst einige Zeit noch dauern wird, bis wir tatsächlich mit den Bauarbeiten für die Strecke selbst beginnen. Aber wir werden sofort uns daran […]

  • Winterdienst bereit für Eis und Schnee

    Winterdienst bereit für Eis und Schnee

    Nächsten Monat beginnt der Winter. Das heißt: Autofahrer müssen sich so langsam wieder auf Glatteis einstellen. Für freie Straßen und Sicherheit sorgen in Hessen alljährlich die Mitarbeiter von Hessen Mobil. Von der Verkehrsbehörde heißt es jetzt: Vorbereitungen abgeschlossen, der Winter kann kommen. Das hier ist nicht der erste Neuschnee, sondern Streusalz – und zwar jede Menge davon. 90.000 Tonnen wurden seit dem Sommer landesweit beschafft und lagern nun in den Hallen von Hessen Mobil. Daraus erzeugen die 46 Straßenmeistereien wie hier in Lauterbach im mittelhessischen Vogelsbergkreis eine feuchte Salzlösung, die dann zusammen mit dem trockenen Auftausalz auf den Straßen landet – aus gutem Grund. Heiko Durth, Präsident Hessen Mobil „Das hat sich einfach gezeigt, dass in der Vergangenheit es immer ein Problem war, wenn wir Salz gestreut haben, dass es durch den Fahrtwind einfach von der Straße getrieben worden ist. Und jetzt, wo wir Feuchtsalz machen, findet halt ‘ne Behaftung mit der Straßenoberfläche statt. Das heißt, es verbleibt wesentlich länger auf der Straße und taut auch länger.“ Weil weniger Salz verloren geht, muss auch weniger gestreut werden. Im vergangenen Winter reichten am Ende 65.000 Tonnen. Fahrzeuge und Geräte sind gewartet, dieser Schneepflug wird zur Sicherheit noch mal gecheckt. Unter den Augen des hessischen Verkehrsministers Kaweh Mansoori, der bei dieser Gelegenheit gleich selbst eine Runde im Räumfahrzeug dreht. Seine Botschaft: Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Die Vorbereitungen sind getroffen. Und jetzt geht es eben darum, gut durch den Winter zu kommen. Teilweise morgens um drei fahren die Kolleginnen und Kollegen der Hessen Mobil raus. Knapp 400 Fahrzeuge werden im Einsatz sein, um einfach dafür zu sorgen, dass die Hessinnen und Hessen in dieser kalten Jahreszeit sicher ans Ziel kommen.“ Eine Herausforderung für die rund 1000 Mitarbeiter im Winterdienst. Ihr Job ist es dann, mehr als 15.000 Straßenkilometer rechtzeitig vor dem Berufsverkehr […]

  • Im Talk: Fraport-Chef Stefan Schulte zur Lage des Frankfurter Flughafens

    Im Talk: Fraport-Chef Stefan Schulte zur Lage des Frankfurter Flughafens

    Hohe Standortkosten bremsen die Luftverkehrsbranche aus – sagt der Fraport-Vorstandvorsitzende. Markus Appelmann, Moderator: Und darüber spreche ich jetzt mit Stefan Schulte, dem Vorstandvorsitzenden des Flughafenbetreibers Fraport. Guten Tag, Herr Schulte. Stefan Schulte, Vorstandvorsitzender Fraport: Guten Tag. Appelmann: Großes Thema: die Luftverkehrssteuer. Die macht Fliegen in Deutschland teurer als in anderen Ländern. Werden Sie mal konkret, was macht das bei den Ticketpreisen aus? Schulte: Wenn wir ganz konkret einen interkontinentalen Flug aus Deutschland heraus zum Beispiel nach New York nehmen, dann wird er in Deutschland mit regulatiiven Standortkosten, also zum Beispiel insbesondere Luftverkehrssteuer, in einer Höhe von 20.000 € belastet. Wenn Sie den gleichen Flieger aus Spanien, zum Beispiel Madrid, nach New York setzen, dann sind das weniger als 1.000 €. Das heißt, genau das muss ja am Ende von den Passagieren bezahlt werden. Und darum sind Flüge aus Deutschland heraus teurer. Und darum ziehen wiederum Airlines Flugzeuge ab. Wenn sie Punkt-zu-Punkt-Verbindungen nehmen, hatten wir in Deutschland mal 2019 190 stationierte Flugzeuge hier in Deutschland. Davon sind 60 Flugzeuge abgezogen. Und das alleine ist schon eine Wertschöpfung, die Deutschland verloren geht, von 4 Milliarden €. Oder eben pro Flieger 170 Arbeitsplätze. Und das heißt auch weniger Konnektivität für all die Passagiere. Appelmann: Im schwarz-roten Koalitionsvertrag steht eine Senkung der Luftverkehrssteuer drin, um den Standortnachteil wieder zurückzudrehen. Angeblich soll es nächste Woche im Koalitionsausschuss Gespräche geben. Haben Sie Hoffnung, dass sich etwas tut? Schulte: Wenn Sie sich diese nackten Zahlen angucken, wie viel teurer Fliegen aus Deutschland heraus ist, wie stark wir Verbindungsqualität verloren haben. Europa ohne Deutschland liegt inzwischen bei deutlich über 100 % des Vor-Corona-Niveaus. Wir sind bei 80, 83 %. Und die Schere geht immer weiter auseinander. Wenn Sie sehen, wie viel Wertschöpfung Deutschland verliert – ich sagte gerade schon die Zahl 4 Milliarden €. Ja, dann bin ich hoffnungsvoll, weil es einfach positiv ist […]

  • Zwei Tote nach Zusammenprall auf der B45

    Zwei Tote nach Zusammenprall auf der B45

    Ein tragischer Unfall gestern Abend im hessischen Wetteraukreis. Zwei Menschen sterben. Die Trümmer lassen erahnen, wie heftig der Aufprall gewesen sein muss. Die Unfallstelle zieht sich über mindestens 100 Meter. Einer der Wagen ist vorne nur noch ein zerfetzter Blechhaufen. Beim zweiten musste die Feuerwehr das Dach entfernen, um die im Wrack eingeklemmte Frau zu befreien. Durch den Unfall werden die beiden Fahrer so schwer verletzt, dass auch die Rettungskräfte nichts mehr für sie tun können. Die Frau aus Niddatal stirbt noch an der Unfallstelle, der mutmaßliche Unfallverursacher, ein Mann aus Schlüchtern im Rettungswagen. Bereits kurz vor dem Unfall sei der 54-Jährige auffällig gefahren, berichten Zeugen. Auf der B45 von Ilbenstadt Richtung Kaichen gerät er auf Höhe einer Abfahrt in die Gegenfahrbahn und rast vermutlich ungebremst in die Fahrertür des Wagens, in dem die 48 Jahre alte Frau sitzt. Warum der Mann dorthin lenkte, ist noch unklar. Ein Gutachter soll nun den Unfallhergang klären.

  • Vorplanungen für Frankfurter Fernbahntunnel

    Vorplanungen für Frankfurter Fernbahntunnel

    Wer dort öfter am Frankfurter Hauptbahnhof unterwegs ist, dem ist es vielleicht schon aufgefallen: Gleis 3 ist derzeit gesperrt. Aber nicht etwa, weil mit dem Gleis etwas nicht stimmt, sondern weil dort aktuell Probebohrungen stattfinden – bis zu 100 Meter tief. Die Deutsche Bahn bereitet dort nämlich gerade die Bauarbeiten für den geplanten Fernbahntunnel vor – tief unter dem heutigen Hauptbahnhof. Noch haben die eigentlichen Bauarbeiten für den neuen Frankfurter Fernbahntunnel nicht begonnen. Doch die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren: Derzeit prüft die Bahn den Untergrund auf Herz und Nieren. Oder besser gesagt: Auf Kalk und Ton. Denn der Tunnel des geplanten Fernbahnhofs soll einmal bis zu 80 Meter unter dem heutigen Hauptbahnhof verlaufen – das geht nur mit genauen Kenntnissen über die Bodenbeschaffenheit. Rainer Haschke, Leiter Bautechnik Fernbahntunnel Frankfurt „Wir haben oben eben das Lockergestein, die Auffüllungen in Frankfurt. Wir haben darunter den typischen Frankfurter Ton. Und darunter dann die tragfähigen Kalke. Und wir müssen wissen, welches Gestein wo ansteht, damit wir festlegen können, mit welchem Verfahren wir die Baugruben beispielsweise herstellen können.“ Damit nichts durcheinander kommt, werden die Probebohrkerne meterweise verpackt, exakt beschriftet und zur genauen Analyse an ein Labor geschickt. Insgesamt führt die Bahn in den kommenden Wochen und Monaten rund 100 solcher Probebohrungen durch: Nicht nur hier im Hauptbahnhof, sondern auch entlang weiterer möglicher neuer Trassenverläufe in der Frankfurter Innenstadt. Die Probebohrungen im Bahnhof selbst sollen bis Mitte Dezember abgeschlossen sein – vorausgesetzt, man stößt nicht noch auf unliebsame Überraschungen. Rainer Haschke, Leiter Bautechnik Fernbahntunnel Frankfurt „Wenn wir hier tatsächlich einen Bombenfund hätten, dann müssten wir eben entsprechende Maßnahmen einleiten und die Kampfmittelräumung aktivieren, damit die Bombe entschärft wird. Ich denke, dass ist so das Schlimmste, was uns hier erwarten könnte. Damit das nicht passiert oder damit wir es vorzeitig merken, werden vor den Bohrungen Kampfmittelsondierungen […]

  • Schüsse nach Angriff auf Polizisten

    Schüsse nach Angriff auf Polizisten

    Es sollte eine ganz normale Verkehrskontrolle werden – gestern Abend im mittelhessischen Aßlar. Doch dann eskalierte sie. Dabei ist ein Polizist angefahren worden, er schoss auf den Autofahrer. Es ist gegen 20.30 Uhr gestern Abend. Auf der Hauptrasse von Aßlar  führen Streifenpolizisten  eine Verkehrskontrolle durch. Doch der 29-jährige Fahrer, dessen PKW kontrolliert werden soll, versucht sich der Kontrolle zu entziehen. Nach jetzigem Stand der Ermittlungen fährt er direkt auf einen Polizisten zu. Er fährt ihn an und kracht danach gegen eine Mauer. Der Polizist schießt auf den Angreifer. Beide Männer werden schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der hessische Innenminister nimmt heute Mittag Stellung zum Schusswaffengebrauch des Beamten. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Der Schusswaffengebrauch ist für die Polizei ultima ratio. Aber es ist eben möglich, um konkrete Gefahren für die eigene Gesundheit und das eigene Leben auch abzuwehren, und in diesem Zusammenhang ist auch hier von der Schusswaffe durch einen Beamten Gebrauch gemacht worden.“ Der Polizist, und der PKW-Fahrer aus dem Lahn-Dill-Kreis schweben offenbar nicht in Lebensgefahr. Die genauen Hintergründe und den Tatablauf ermittelt jetzt das hessische Landeskriminalamt.

  • Führungswechsel bei DB Cargo

    Führungswechsel bei DB Cargo

    Die Krise bei der Bahn ist wohl größer als gedacht. Denn nicht nur bei der Personenbeförderung gibt’s große Probleme, sondern auch im Güterverkehr – bei der DB Cargo. Jahrelang hat die Cargo-Chefin Sigrid Nikutta versucht, die angeschlagene Frachtsparte der Bahn zu sanieren – ohne Erfolg. Jetzt zieht ein neuer Firmenlenker ins Mainzer Chefbüro. Der DB Cargo Firmenhauptsitz in Mainz. 1.400 Menschen arbeiten hier. Anfang 2020 hat Sigrid Nikutta den Vorstandsvorsitz der DB Cargo übernommen. Sie hatte dem Konzern strenge Sparvorgaben verordnet, hat zuletzt vor allem auf Personalabbau und den Verkauf von Güterwagen gesetzt. Doch immer wieder gab es Kritik an ihrer Strategie. Die Deutsche Bahn selbst hat jetzt eine Unternehmensberatung beauftragt. Das Ergebnis ihrer Analyse: Ernüchternd. Wörtlich heißt es: Nikuttas Konzept sei, „(…) objektiv ungeeignet, die Krisenursachen zu beseitigen und eine Wettbewerbsfähigkeit in diesem Bereich herzustellen“. Die Eisenbahn und Verkehrsgewerkschaft forderte die Abberufung der Cargo-Chefin. Nikuttas Kurs führe „DB Cargo in den Abgrund“, ihre „Bilanz sei verherrend“. Fakt ist: Die DB Cargo MUSS sparen. Jahrelang hatte die Deutsche Bahn die Millionenverluste ihrer defizitären Frachttochter aufgefangen. Doch dieser Praxis hat die EU-Kommission jetzt ein Riegel vorgeschoben.  Ab 2026 muss DB Cargo also schwarze Zahlen schreiben, sonst droht die Zerschlagung. Mitte September hatte Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder aus Rheinland-Pfalz seine neue Strategie für den Umbau der Deutschen Bahn vorgestellt. Darin heißt es: „Die Sanierungsmaßnahmen der DB Cargo AG sind fortzusetzen und gegebenenfalls zu intensivieren.“ Heute Nachmittag gibt der Aufsichtsrat dann grünes Licht für den Neuen an der Spitze der DB Cargo: Bernhard Osburg. Er war zuvor jahrelang Chef der Stahlsparte von ThyssenKrupp. Auf ihm ruhen jetzt also auch die Hoffnungen der Mitarbeiter in der DB Cargo Zentrale in Mainz. Hier heißt es zwar weiter die DB Cargo. Aber ab jetzt eben auch der DB-Cargo-Chef.

  • DB-Cargo-Betriebsrat: „Chance auf Neuanfang"

    DB-Cargo-Betriebsrat: „Chance auf Neuanfang“

    Wir hätten gerne über die Situation mit dem Management der DB Cargo  gesprochen. „Keine Äußerung“ hieß es dazu aus der Pressestelle. Daher spricht Eva Dieterle jetzt  mit dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der DB Cargo –  mit Martin Braun. Eva Dieterle, Moderatorin: Guten Abend. Martin Braun, Betriebsratsvorsitzender DB Cargo: Hallo. Guten Abend. Dieterle: Herr Braun, der frühere Thyssen-Krupp-Stahlchef Bernhard Osburg wird der Neue an der Spitze der DB Cargo. Ist er aus Ihrer Sicht denn der Richtige? Braun: Die neue Personalie, der neue Vorstand wird für uns ein Neuanfang, wird für uns die Chance sein, die Themen, die wir zuletzt in den letzten Monaten bei sehr intensiven Verhandlungen zur Transformation, zu den Themen, die uns bei der DB Cargo beschäftigen, neu anzupacken. Mit einem freien Blick und mit einem echten Neustart. Und von daher gesehen finde ich es schon, dass Herr Usburg da die richtige Personalie ist. Der Herr Osburg kommt von einem Stahlunternehmen, von einem Großkunden. Er kann die Themen aus früherer Kundensicht betrachten und uns vielleicht auch die richtigen Impulse geben für einen Neustart mit einer starken Cargo, mit guten Vertriebszielen. Und da denke ich schon, es wird ein guter Neuanfang werden. Dieterle: Die Strategie von Sigrid Nikutta wurde auch von Ihnen scharf kritisiert. Wie sähe denn aus Ihrer Sicht ein tragfähiges Konzept aus? Braun: Die DB Cargo muss wieder zu ihren Wurzeln zurück, zu unserem Brot-und-Butter-Geschäft. Man muss schon schauen, wo wir herkommen. Und da ist es wichtig, dass wir Ziele verfolgen, die mit unserem Kerngeschäft zu tun haben, nämlich Güterzüge fahren. Und das erwarten auch unsere Beschäftigten. Das ist wichtig für Deutschland und das ist wichtig für die Industrie in Deutschland, dass wir das wieder tun. Da war der Ansatz von Frau Dr. Nikutta in den letzten Monaten der falsche. Ein planloses Schrumpfen in eine Richtung, Verkaufen von Assets, […]

  • Schleuse Sankt Aldegund erhält neues Tor

    Schleuse Sankt Aldegund erhält neues Tor

    Einen großen Schrecken gab es vor vier Monaten auch an der Mosel, als ein Schiff das Tor der Mosel-Schleuse St. Aldegund gerammt und beschädigt hat. Monatelang war deswegen NUR eine Not-Schleusung möglich. Jetzt ist das neue Tor endlich eingebaut – dafür ist die Mosel erneut gesperrt worden – voraussichtlich noch bis Sonntag. Denn auch nach dem Einsetzen der Torflügel gibt es noch einiges zu tun. Rund 40 Tonnen hängen am Haken. Jetzt ist höchste Konzentration gefordert. Mit Nieselregen und Wind ist das Wetter eine zusätzliche Herausforderung. Tim Miesen, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn „Natürlich wenn man die Tore am Haken hat, das ist ein kritischer Moment einfach aufgrund von der Arbeitssicherheit. Das ist ein zwölf Meter hohes Tor, sieben Meter breit, dementsprechend hat das ne gewisse Fläche. Wenn hier im Moseltal dann eine richtig starke Windböe geht, dann fängt die sich an zu bewegen und dann kann ich halt nicht millimetergenau arbeiten. Und hab halt ein Bauteil was sehr schwer ist, was niemand mehr hält.“ Rückblick: Im Juli rammt ein Fahrgastschiff nahezu ungebremst das geschlossene Untertor der Moselschleuse St. Aldegund im Kreis Cochem-Zell und beschädigt es. Ursache des Unfalls war vermutlich ein technischer Defekt am Schiff. Die Ermittlungen laufen. Seitdem läuft die Schleuse nur im Notbetrieb mit verstärkter Überwachung. Bereits am Montag wurden die beiden beschädigten Tore ausgebaut. Am frühen Dienstagabend hängt dann endlich das erste neue Tor am Kran. Jetzt ist Millimeterarbeit gefragt. Noch hängt es etwas schief, die Lagerstangen passen nicht in die Halterung. Mit vereinten Kräften können die Fachleute die Position korrigieren. Mit dem Einhängen ist aber noch lange nicht alles getan. Tim Miesen, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mosel-Saar-Lahn „Einheben, dann ausrichten, die Dichtungen dementsprechend einstellen. Und dann die Funktionsfähigkeit wiederherstellen. Dafür müssen hydraulische Arbeiten erledigt werden, elektrische Arbeiten und Programmierarbeiten und dann werden wir wieder in Betrieb gehen.“ […]

  • IHK fordert Bau einer Mittelrheinbrücke

    IHK fordert Bau einer Mittelrheinbrücke

    Seit Jahrzehnten ist sie im Gespräch – die Mittelrheinbrücke. Sie soll die Verbindung zwischen dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Rhein-Hunsrück-Kreis schaffen. Doch ein Bau-Start ist immer noch nicht in Sicht. Die Industrie- und Handelskammer Koblenz fordert nun endlich ein klares Bekenntnis zur Mittelrheinbrücke. Hier, in St. Goar-Fellen, soll sie irgendwann einmal stehen, die Mittelrheinbrücke. Auf einer Strecke von 80 Kilometern gibt es zwischen Mainz und Koblenz keine feste Überquerung über den Rhein. Bewohner und   Arbeitnehmer führen ihre Leben überwiegend auf ihrer Rheinseite, so die IHK Koblenz. Eine Hürde für die regionale Wirtschaft. Das spürt auch Alexander Bayer, der ein Modehaus in Nastätten führt. Alexander Bayer, Geschäftsführer Modehaus Bayer und IHK-Regionalbeirat „Wir haben einen Radius von über 30 Kilometern Einzugsgebiet, wo wir Kunden von überall her bekommen. Außer natürlich in Richtung der natürlichen Grenze Rhein. Wir sind im Rheingau stark, wir sind Richtung Koblenz stark, Richtung Dietz, Limburg und Wiesbaden, aber hier hört es abrupt auf.“ Die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt stellt nun in Aussicht: Das Land könnte die Brücke zu 90 Prozent finanzieren, vorbehaltlich zukünftiger Haushaltsverhandlungen. Die restlichen 10 Prozent müssten dann der Rhein-Lahn-Kreis und der Rhein-Hunsrück-Kreis tragen. Daniela Schmitt (FDP), Verkehrsministerin RLP „Es ist ein starkes Bekenntnis meinerseits zu dem Bau der Mittelrheinbrücke. Die Menschen warten sehr sehr lange und es ist wichtig, dass wir hier jetzt Schritt für Schritt weiterkommen.“ Auf 80 bis 100 Millionen Euro schätzt die IHK die Kosten für die Mittelrheinbrücke momentan. So hoch, wie der ganze Landesbauetat eines Jahres. Wenn auch kein festes Zugeständnis der Ministerin – für die IHK ein Hoffnungsschimmer, dass endlich etwas voran geht. Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz „Planerisch sind wir so weit wie noch nie. Wir haben jetzt auch Geld am Horizont mit dem Sondervermögen des Bundes zusätzliches Geld- Was fehlt ist wirklich der politische letzte Wille, dass […]