Verkehr

  • 100-Jahr-Feier der Lufthansa

    100-Jahr-Feier der Lufthansa

    Der 100. Geburtstag der Lufthansa steht einfach unter keinem guten Stern. Erst streiken Piloten und Kabinenpersonal in der gesamten Jubiläumswoche – heute dann der nächste Paukenschlag. Deutschlands größte Airline teilt mit, dass ab Samstag 27 Maschinen der „Lufthansa CityLine“ nicht mehr abheben. Als Grund nannte das Unternehmen die gestiegenen Kerosinpreise sowie die aktuellen Streiks. Bisher war geplant, die CityLine erst 2028 stillzulegen. Die „aktuelle Krise“ zwinge den Lufthansa-Konzern jedoch, die Maßnahme „nun früher umzusetzen“. Rund 2000 Jobs stehen auf der Kippe. Schwere Zeiten also für das Unternehmen. Die insgesamt trübe Stimmung war gestern in Frankfurt nur ansatzweise zu spüren. Sektgläser, Bühnenprogramm und prominente Gäste. Die größte deutsche Fluggesellschaft feiert Geburtstag. 100 Jahre – geprägt von Erfolg aber auch von Krieg und Katastrophen.  Der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Carsten Spohr schaut zurück auf eine Geschichte zwischen Höhenflug und Turbulenzen. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Lufthansa „Nach einem Jahrhundert voller Herausforderungen und Wandel ist es nun an uns, an unserer Generation, die Luftfahrt weiter als Brücke in die Welt zu erhalten.“ Gefeiert wird im neuen Besucherzentrum Hangar One. Dort im Blickpunkt:  zwei historische Flugzeuge. Eins davon die Super Star aus dem Jahr 1957. Wie es war, damit zu fliegen, daran erinnert sich der älteste Pilot der Lufthansa natürlich noch.. Hubertus Massmann, Pilot, 90 Jahre alt „Die hatte noch nicht mal ein Autopilot, das war schon alles richtig urig. Die Zeit, die wir erlebt haben, dieser Aufbau, das war schon die beste Zeit.“ Weiterer Ehrengast beim großen Festakt: Bundeskanzler Friedrich Merz. Er sieht die Lufthansa als Schlüsselunternehmen der deutschen Wirtschaft und will sie daher in aktuellen Krisenzeiten besonders unterstützen, etwa  mit der Senkung der Flugsicherungsgebühren. Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler „Dieses ganze Paket mit 500 Millionen Euro im Jahr entlastet ihre Branche. Ein starkes Signal, wie ich finde, für Stabilität und Planungssicherheit.“ Neben den globalen Herausforderungen steht […]

  • Jubiläumsfeier der Lufthansa von Streiks überschattet

    Jubiläumsfeier der Lufthansa von Streiks überschattet

    Die Lufthansa kommt einfach nicht zur Ruhe. Auch heute wird deutschlandweit und auch am Frankfurter Flughafen wieder gestreikt. Es ist bereits der vierte Streiktag hintereinander. Heute ist das Bodenpersonal in den Ausstand getreten und wieder fallen unzählige Flugverbindungen aus. Für den Konzern kommt der Streik zur Unzeit, denn die Lufthansa feiert heute 100-jähriges Bestehen. Drinnen: Bundeskanzler, Gästeliste und Feierstimmung. Draußen: lautstarker Protest. Die Gewerkschaft Ufo, die das Kabinenpersonal vertritt, hat heute zum Streik am Flughafen Frankfurt aufgerufen – ausgerechnet am hundertsten Geburtstag der Airline. Harry Jäger, Gewerkschaft UFO „Es ist nicht als Schlag ins Gesicht gemeint. Wir stehen hier nicht mit einem Triumphgefühl und sagen jetzt zeigen wir es denen, sondern wir stehen hier, weil wir das Gefühl haben, dass wir, wenn wir uns nicht unüberhörbar machen, dann hört keiner zu. Das ist die bittere Erkenntnis der letzten Zeit.“ Das Kabinenpersonal fordert mehr Absicherung im Kündigungsfall und bessere Arbeitsbedingungen. Constanze Briesen, Flugbegleiterin seit 41 Jahren „Im Moment geht einfach sehr viel auf unserem Rücken, was an anderer Stelle Kosteneinsparungen hervorrufen soll, und dadurch entstehen Arbeitsbedingungen, die einfach körperlich so belastend sind, dass man das nicht weitermachen kann auf Dauer.“ Ein Schlichtungsangebot, dass die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit an die Lufthansa geschickt hatte, greife zu kurz, teilt das Unternehmen heute auf Anfrage mit. Man sei aber weiterhin „offen für eine weitreichende Schlichtung“, auch wenn die Streiks heute auf der Festbühne kein Thema waren. Der Ausstand des Bodenpersonals wird morgen fortgesetzt. Dann wollen auch die Piloten wieder in Streik treten – und das bis mindestens Freitag. In Summe also ein sechs Tage langer Dauerstreik und das ausgerechnet zum großen Jubiläum der traditionsreichen Kranich-Airline.

  • Schaltgespräch mit Ralph Beisel vom Flughafenverband

    Schaltgespräch mit Ralph Beisel vom Flughafenverband

    Die Streiks von Kabinenpersonal und Piloten sind nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden, auch das Image der Airline leidet. Maike Dickahaus spricht darüber mit dem Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Maike Dickhaus, Moderatorin: Ausgerechnet am großen Festtag wird gestreikt, darüber spreche ich jetzt mit Ralph Beisel vom Flughafenverband ADV. Guten Abend. Ralph Beisel, Flughafenverband ADV: Schönen guten Abend vom Frankfurter Flughafen. Dickhaus: Herr Beisel, fünf Tage Streik hintereinander, kaum ein Flieger der Lufthansa hebt ab. Das ist doch ein enormer wirtschaftlicher Schaden, den die Airline und der Frankfurter Flughafen da zu verkraften haben. Kann man das irgendwie beziffern? Beisel: Ja, aus einem großen Freudentag ist ein betrüblicher Streiktag geworden. Wir blicken auf eine Streikeskalation von fünf Tagen. Und das tut nicht nur der Deutschen Lufthansa weh. Das tut den gesamten deutschen Flughäfen weh, tut der Wirtschaft, der Touristik weh. Alleine die Flughäfen haben pro Tag in Deutschland 100.000 Reisende weniger. Das kostet nur die Flughafenbetreiber roundabout 3 Millionen  € täglich. Ein unermesslicher Schaden, der hier entsteht und das ist über fünf Tage nicht mehr hinnehmbar. Dickhaus: Zudem erreichen tausende Fluggäste nicht ihr Ziel, viele sind mittlerweile genervt und sagen: „Lufthansa buche ich nicht mehr“. Wie groß ist da der Imageschaden für die Fluglinie? Beisel: Tatsächlich ist es nicht nur einen Imageschaden für die Airlines, für die Flughäfen. Es ist ein Imageschaden für die Bundesrepublik Deutschland. Das strahlt aus. Luftverkehr verbindet die Bundesrepublik mit der Welt und die Menschen draußen, außerhalb der deutschen Szenerie, die denken doch: “Was ist in Deutschland los? Das Land wächst nicht mehr, die Leute streiken, die Unternehmen zu Tode. Das kann doch nicht mehr wahr sein.“ Ein grotesker Imageschaden. Dickhaus: Jetzt haben Sie sich dafür ausgesprochen das Streikrecht zu beschränken – das ist doch aber verfassungsrechtlich geschützt. Wie kommen sie darauf? Beisel: Das Streikrecht steht in unserer […]

  • Rückblick auf 100 Jahre Lufthansa

    Rückblick auf 100 Jahre Lufthansa

    Anders als heute ist vor genau 100 Jahren ein Flieger der Lufthansa ganz planmäßig abgehoben. Im April 1926 geht es von Berlin nach Zürich. Es ist der erste Linienflug der gerade erst gegründeten Deutschen Luft Hansa. Seitdem hat sich das Unternehmen von einer kleinen Fluglinie zu einem globalen Konzern entwickelt, mit seinem wichtigsten Drehkreuz hier bei uns, am Frankfurter Flughafen. Doch die Geschichte von Deutschlands größter Fluglinie ist nicht nur positiv: Auch ihre Rolle während der NS-Zeit hat sie anlässlich des Jubiläums kritisch aufgearbeitet. Wir blicken auf ein Jahrhundert Lufthansa. Fliegen ist im Deutschland der 1920er-Jahre noch ein Abenteuer. Die beiden größten Fluggesellschaften Deutscher Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr, sind unrentabel, erhalten staatliche Subventionen. Auf Druck des Reichsverkehrsministeriums fusionieren sie 1926 zur Deutsche Luft Hansa AG. Im April startet der Flugbetrieb. In den nächsten Jahren wird die Lufthansa zum Vorreiter. Ab 1928 serviert sie als eine der ersten Fluggesellschaften Essen und Getränke an Bord – eine Service-Sensation. Und auch die Verbindungen werden ausgeweitet. Anfangs geht es vor allem über die Alpen, bald schon hinaus in die ganze Welt. Zur Geschichte gehört aber auch ein dunkles Kapitel: Während des Nationalsozialismus wird die Lufthansa zum Staatsbetrieb und Teil des Systems. Sie beschäftigt Tausende Zwangsarbeiter und rückt als „heimliche Luftwaffe“ aus zu Einsätzen in den Zweiten Weltkrieg. Mit dem Kriegsende verbieten die Siegermächte deutsche Fluggesellschaften. 1955 genehmigen die Alliierten zunächst einzelne Inlandsflüge und eine neu gegründete Lufthansa hebt wieder ab, mit einem Erstflug von München nach Frankfurt. Ein Symbol für den Neuanfang der deutschen Luftfahrt. Fliegen ist in den Nachkriegsjahren eine exklusive Angelegenheit. Ein Flug von Frankfurt nach New York kostet ungefähr so viel wie ein neuer VW Käfer. In den folgenden Jahrzehnten wächst die Lufthansa schnell. Mit der Boeing 707 beginnt Ende der fünfziger Jahre das Düsen-Zeitalter. „Mit 95 Passagieren und zehn […]

  • Speedweek der Polizei

    Speedweek der Polizei

    Waren Sie heute mit dem Auto oder Motorrad unterwegs? Falls ja, dann hoffentlich nicht schneller als erlaubt. Denn in Hessen und Rheinland-Pfalz hat die Polizei heute die Geschwindigkeit kontrolliert. Im Rahmen des europaweiten Blitzer-Marathons, der Speedweek, wurde heute der ein oder andere Raser zur Kasse gebeten. Wer dem Radargerät an der B9 in Worms heute ins Netz geht, wird ein paar Meter weiter rausgewunken. Wo Tempo 50 erlaubt ist, werden bei diesem Motorradfahrer 110 km/h gemessen. Ihm droht ein Bußgeld von mindestens 480 Euro, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Daniel, aus Lorsch „Das trifft mich schon. Ersten ist es viel Geld, weil der Kollege vorne irgendwas von 480 Euro gesagt hat. Und den Monat Fahrverbot. Also ich bin selbstständig, also das trifft mich extrem, ja. Also theoretisch kann ich dann einen Monat nicht mehr arbeiten und muss mir irgendeinen Chauffeur einstellen.“ Dieser Fahrer wurde mit 15 Kilometern pro Stunde über der erlaubten Geschwindigkeit gemessen. „Da bräuchte ich einmal Führerschein, Fahrzeugschein und den Personalausweis von Ihnen.“ Der junge Mann ist allerdings ohne seine Geldbörse unterwegs und kann sich nicht ausweisen. Florian Haxha, Polizeiinspektion Worms „Da haben wir dementsprechend Tools, wie jetzt unser dienstliches Handy. Da können wir Abfragen durchführen. Nachvollziehen, wo ist die Person gemeldet? Hat sie einen Führerschein? Ist der ausgestellt worden und noch gültig? Liegt eine Sperre vor? Können wir alles abfragen, von daher. Ist ein bisschen mehr Aufwand, aber ist ja noch machbar.“ Der junge Fahrer ist noch in der Probezeit. Steven, aus Lampertheim: „Ich war glaub ich um 13 km/h leider zu schnell. Ja, das ist halt leider passiert. Ich bin da von der Brücke runter gefahren. Da ist ja 70, und dann kommt da diese Fünfziger-Schild und da hat man eher weniger Lust wahrscheinlich runterzubremsen. Also bisher ist mir das noch nie passiert, dass ich […]

  • Lufthansa vor weiteren Streiks

    Lufthansa vor weiteren Streiks

    Morgen feiert die Lufthansa ihren 100. Geburtstag – sogar Bundeskanzler Friedrich Merz kommt nach Frankfurt. Einige Gäste aber werden wohl Schwierigkeiten haben zur Feier zu kommen – denn es wird mal wieder gestreikt bei der Lufthansa. Nach den Piloten wird ab morgen erneut das Kabinenpersonal streiken. Die Fronten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern sind so verhärtet wie lange nicht. Über 900 Flüge hat die Lufthansa heute – an Tag 2 des Pilotenstreiks – abgesagt. Morgen und übermorgen dürfte die Anzeigetafel am Frankfurter Flughafen ähnlich aussehen, dann legen erneut die Flugbegleiter ihre Arbeit nieder.  Aus Sicht der Gewerkschaft notwendig, da sich die Lufthansa nicht kompromissbereit zeige. Harry Jaeger, Verhandlungsführer Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO „Keinerlei Signale, keine Schritte gar nichts. Es gibt null Bewegung, im Gegenteil, man will die Arbeitsbedingungen bei der Hansa noch torpedieren. Man will sie verschlechtern. Es gibt kein zugehen auf uns, gar keins. Und was bleibt einem dann als Gewerkschaft irgendwann noch als möglicher Schritt, denn laut und unüberhörbar zu werden. Wir haben das Gefühl, wenn wir uns nicht unüberhörbar machen, dann werden wir nicht gehört.“ Laut Lufthansa sei der Gewerkschaft das Schicksal der Fluggäste und die Zukunft des Unternehmens völlig gleichgültig. UFO fordert für die und 18.000 Flugbegleiter bessere Arbeitsbedingungen. Anders beim Pilotenstreik gestern und heute – da geht es vor allem um eine deutliche Erhöhung der betrieblichen Altersversorgung. Michael Niggemann, Personalchef Lufthansa „Anstatt dass die beiden Sparten-Gewerkschaften, VC und UFO mit uns gemeinsam an Perspektiven arbeiten, streikt eine Vereinigung Cockpit jetzt für eine Verdopplung der Altersversorgung trotz heute schon exzellenter Rahmenbedingungen. Exzellent im internen Vergleich und exzellent auch im Vergleich mit unseren europäischen Wettbewerbern. Das ist verantwortungslos.“ Aber wie sieht die Altersversorgung wirklich aus? Wir haben die Zahlen recherchiert: Wenn ein Pilot 35 Jahre im Dienst ist, beläuft sich die betriebliche Rente auf durchschnittlich 5000 Euro. Zusammen mit der […]

  • Pilotenstreik bei der Lufthansa

    Pilotenstreik bei der Lufthansa

    Am Mittwoch feiert die Lufthansa ihren 100. Geburtstag. Heute, zwei Tage vor dem großen Festtag, dürfte den Verantwortlichen bei Deutschlands größter Airline aber noch so gar nicht zu Feiern zumute sein: Denn die Kranich-Linie wird schon wieder bestreikt. War es am Freitag noch das Kabinenpersonal, hat heute die Pilotengewerkschaft „Vereinigung Cockpit“ die Arbeit niederlegt. Irgendwie haben sich Lufthansa-Kunden inzwischen fast schon daran gewöhnt: Wer mit Deutschlands Airline Nr. 1 verreisen will, braucht starke Nerven. Weil heute die Piloten streiken, fallen alleine in Frankfurt mehr als 500 Flüge aus. Annerose Zwerenz „Dass das so kurzfristig alles ist. Und wie viele Betroffene es da jetzt gibt. Die in der Luft hängen und nicht wissen, was jetzt wird.“ Mikk Gellissen „Ich kann es verstehen, wenn man streikt. Aber ich habe wenig Vertrauen in die Lufthansa, dass sie mir heute noch ne Alternative bieten.“ Magret Siering „Ich habe einen Beruf ausgeübt, wo ich mir einen Streik verboten habe. Ich bin Ärztin. Hausärztin. Wollte immer für meine Patienten da sein. Ja, da bleibt manchmal das Verständnis so ein bisschen auf der Strecke.“ Christoph Görgen „Ich kann jeden Kunden verstehen, der die Nerven verliert und sagt: Ich steige von der Lufthansa um auf einen anderen Anbieter.“ Konkret geht es beim Streik vor allem um die betriebliche Altersvorsorge der Lufthansa-Piloten. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit fordert eine deutliche Erhöhung der Ruhestandsbezüge – teilweise ist sogar von einer Verdoppelung die Rede. Dagegen sperrt sich der Konzern bislang. Andreas Pinheiro, Präsident Vereinigung Cockpit „Wir haben kein Angebot von der Lufthansa. Die Lufthansa hat uns weiterhin nur Kostenneutralität vorgeschlagen. Das bedeutet im Prinzip Null. Wir werden an der Stelle den Kunden einfach sagen müssen, es tut uns sehr Leid, aber wir haben kein anderes Mittel als Gewerkschaft. Wir müssen in den Arbeitskampf treten. Alles andere wäre kollektives Betteln, und das machen […]

  • Lufthansa-Flugbegleiter streiken

    Lufthansa-Flugbegleiter streiken

    Schon wieder wird gestreikt bei der Lufthansa – diesmal ist es das Kabinenpersonal. Neben der Lufthansa direkt, sind auch Flüge der City-Line betroffen. Alleine in Frankfurt wurde fast die Hälfte der ursprünglich geplanten Starts und Landungen gestrichen. Über 70.000 Passagiere sind betroffen. „Aktuell kommt es aufgrund von Streikaktivitäten der Gewerkschaft UFO zu erheblichen Unregelmäßigkeiten im Betriebsablauf.“ Die Anzeigetafel im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens spricht Bände. Wingyew Toh und seine Frau sind aus Singapur und wollen an die Amalfiküste. Ihre Reise steht unter keinem guten Stern. Wingyew Toh, aus Singapur „Eigentlich hatten wir mit Quatar gebucht, das wurde gecancelt. Also habe ich neu gebucht mit der Lufthansa, von Singapur nach Frankfurt und dann weiter nach Neapel. Gestern habe ich dann erfahren, dass es einen Streik gibt und Frankfurt – Neapel gecancelt wurde.“ Das Ehepaar fliegt jetzt stattdessen nach Rom und muss dann mit dem Zug weiter. Etwa ein Drittel ihrer Passagiere konnte die Lufthansa auf andere Flüge umbuchen. Rund 580 von ursprünglich geplanten 1350 Starts und Landungen am Frankfurter Flughafen wurden gestrichen. Daniel Lungo, aus Athen „Ich bin sehr enttäuscht darüber. Ich habe die Flugtickets bei der Lufthansa gekauft, weil die Lufthansa eine große, seriöse Fluggesellschaft ist, und ich habe nicht damit gerechnet, dass mein Flug gecancelt wird.“ Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation UFO hatte rund 19.000 Beschäftigte der Lufthansa zum Streik aufgerufen. Es geht um einen neuen Manteltarifvertrag für den es bislang keine Einigung gibt. Die Gewerkschaft fordert unter anderem bessere Planbarkeit der Einsätze und längere Kündigungsfristen. Aus anderen Gründen streiken heute gleichzeitig Beschäftigte der Lufthansa Cityline, die vor der Schließung steht. Hier geht es unter anderem um Abfindungen nach den bevorstehenden Kündigungen. Harry Jaeger, UFO Verhandlungsführer „Die Lufthansa fährt eine knallharte Linie. Die Lufthansa wiederholt gebetsmühlenartig, sie sei verhandlungsbereit. Aber was sie damit meint, ist: Sie ist jederzeit bereit, […]

  • Polizei kontrolliert verstärkt Motorräder

    Polizei kontrolliert verstärkt Motorräder

    Die Temperaturen steigen und damit steigt auch die Zahl der Motorradfahrer, die das schöne Wetter für einen kleinen Ausflug nutzen. Genau der richtige Zeitpunkt für die Polizei, um zu checken, ob die Biker auch wirklich sicher unterwegs sind. Denn das kann im Ernstfall Leben retten. Wir haben eine Kontrolle am Edersee mit unserer Kamera begleitet. Achtung, Kontrolle: Nur wenige Kilometer von der Staumauer entfernt winkt die Polizei Nordhessen Zweiradfahrer aus dem Verkehr. Eine kleine Spaßbremse – mit ernstem Hintergrund: Alleine in den vergangenen beiden Jahren sind hier rund um den Edersee 17 Motorradfahrer tödlich verunglückt. Thomas Junghans, Verkehrsinspektion Baunatal „Der Edersee ist wirklich so ein Hotspot. Da kommt man auch schon mal aus angrenzenden Bundesländern, da kommt man aus Niedersachsen oder aus Nordrhein-Westfalen hierher.“ An der Kontrollstation achten die Beamten hauptsächlich auf technische Mängel: Sind die Reifen und die Bremsen noch in Ordnung? Sind alle verbauten Teile auch wirklich zugelassen? Und nicht zuletzt: Knattert der Feuerstuhl am Ende zu laut? Genau das wird diesem jungen Mann zum Verhängnis: An seiner Auspuffanlage fehlt der sogenannte dB-Killer. Damit ist die Betriebserlaubnis erloschen.  Das Motorrad wird direkt abgeschleppt und der Fahrer muss sehen, wie er nach Hause kommt. Bei diesem Harley-Fahrer besteht ebenfalls der Verdacht einer manipulierten Auspuffanlage. Dieser kleine Hebel macht die Beamten stutzig. „Es gibt auch Auspuffanlagen, die haben einen extra Schalter, damit man die Klappen aufmachen kann. Und die bleiben dann offen. Das ist dann das, wo die Herren dann immer gerne nach gucken.“ Schnell stellt sich aber heraus: Der Hebel macht das Motorrad nicht lauter. Alles in Ordnung – die Fahrt kann weitergehen. Generell stellt die Polizei bei solchen Kontrollen aber immer fest, dass Alter nicht vor Torheit schützt. Thomas Junghans, Verkehrsinspektion Baunatal „Man trifft auch Menschen, die sind 50 oder älter und fahren hirnlos. Oder mögen es eben […]

  • Mehr Tote und Verletzte auf rheinland-pfälzischen Straßen

    Mehr Tote und Verletzte auf rheinland-pfälzischen Straßen

    Von sehr ernüchternden Zahlen spricht der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling heute, als er die Verkehrsbilanz für das Jahr 2025 vorstellt. Zwar sei die Zahl der Verkehrsunfälle generell leicht zurückgegangen – gleichzeitig gibt es aber mehr Verletzte und Tote. 158 Menschen haben im vergangenen Jahr auf den rheinland-pfälzischen Straßen ihr Leben verloren. Das sind 28 mehr als im Jahr 2024. Woran das liegt? Für Innenminister Michael Ebling heute schwer zu beantworten. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Tatsächlich gibt es keine einfache Ursache zu erklären, um auf den Punkt zu weisen, warum mehr Menschen im Straßenverkehr zu Tode gekommen sind. Die Unfälle sind unterschiedlich gelagert gewesen. Aber es geht uns schon darum, dass wir insgesamt wollen, dass Verkehrssicherheit hochgehalten wird. Das bedeutet, präventive Maßnahmen auch weiter zu verstärken. Gerade in den gefährdeten Gruppen der jüngeren Fahrenden. Aber genauso auch darauf zu achten, dass Seniorinnen und Senioren sich regelmäßig beteiligen bei Präventionsangeboten.“ Nach wie vor sind vor allem sehr junge Fahrer überproportional oft an einem Unfall beteiligt. Was im vergangenen Jahr aber auffällig war: Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Tatsächlich ist die Zahl der gestiegenen Verkehrstoten auch darauf zurückzuführen, dass bei den Unfällen bei einem Fahrzeug mehrere Beteiligte involviert oder mehrere Beteiligte gleichzeitig zu Tode kamen. Das ist etwas a-typisch.“ Typisch wiederum bleiben die Ursachen für einen Unfall mit Verletzten und Toten: Ganz oben steht zu schnelles Fahren, gefolgt von zu wenig Sicherheitsabstand und Fahren unter Einfluss von Alkohol oder Drogen. Gleichzeitig geht die Polizei davon aus, dass mittlerweile zu viele Autofahrer abgelenkt sind. Das allerdings ist meist schwer zu erfassen. Friedel Durben, Inspekteur der Polizei „Aber ich bin zutiefst überzeugt, dass wir derzeit ein hohes Dunkelfeld haben. Weil es nicht mehr nur das Telefonieren mit dem Handy ist, sondern mittlerweile, wenn man rechts und links in die Seitenscheiben schaut, ist es eher […]

  • Tödliche Motorradunfälle

    Tödliche Motorradunfälle

    Das Osterwetter war an vielen Orten in Hessen und Rheinland-Pfalz frühlingshaft sonnig und schön, so wie man sich das wünscht. Und das bedeutete für viele auch: Ab aufs Motorrad. Wie gefährlich das allerdings alle Jahre wieder sein kann, zeigen zwei Unfälle in Rheinland-Pfalz, die gestern tödlich endeten. Einmal hier in Ochtendung im Landkreis Mayen-Koblenz. Ein 30-jähriger Motorradfahrer überholt in einer Linkskurve ein Auto, als ihm ein anderer PKW entgegenkommt. Der Biker zieht laut Polizei ruckartig nach rechts auf die eigene Spur und verliert so die Kontrolle über sein Motorrad. Dabei prallt er gegen ein Verkehrszeichen. Der Mann erliegt noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Auch in Isselbach im Rhein-Lahn-Kreis verliert eine 32-Jährige am gestrigen Ostermontag ihr Leben. Aus noch ungeklärten Gründen kann die Frau aus dem Westerwaldkreis  ihr Motorrad nicht mehr kontrollieren.  Dabei kommt sie von der Fahrbahn ab. Einen Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug gab es laut Polizei nicht. Die Rettungskräfte vor Ort können der Motorradfahrerin nicht mehr helfen.

  • Neue Werkstatt für Regionalzüge

    Neue Werkstatt für Regionalzüge

    Damit Bahnfahrten reibungslos laufen, müssen die Züge regelmäßig gecheckt werden. Dafür entsteht jetzt im hessischen Butzbach eine der größten und modernsten Werkstätten für Regional-Züge in Deutschland. Für rund 120 Millionen Euro baut die hessische Landesbahn eine neue Wartungs-Einrichtung für Schienen-Fahrzeuge – und schafft damit auch Arbeitsplätze im Wetterau-Kreis. Sie ist rund 200 Meter lang und 73 000 Quadratmeter groß und soll eine Werkstatt der Superlative werden. Günstig gelegen mitten in Hessen. Noch wird gebaut, aber bald kann die neue Wartungseinrichtung für Regionalbahnen vollständig in Betrieb genommen werden. Tobias Beckers, Technischer Geschäftsführer Hessische Landesbahn „Die Baukosten liegen in etwa bei 120 Millionen Euro für das Projekt. Und wir planen mit rund 100 Mitarbeitenden, die hier erst mal tätig zu werden. In einem Schichtsystem. Mit der Option, das noch später zu erweitern, und die Fertigstellung ist für den Sommer vorgesehen.“ Insgesamt ist die Halle mit 8 Gleisen ausgestattet und bietet Platz für bis zu 120 Züge. Ein Teil ist schon in Betrieb. Die Züge werden hier begutachtet und instandgesetzt. Die Mitarbeiter können sowohl von oben, als auch von unten bequem an den Regionalbahnen arbeiten. Torsten Maierhof, Technischer Leiter der Werkstatt „Die Züge, die hier hereinkommen,  haben eine Kilometerlaufleistung, die überwacht wird. Dementsprechend werden sie dann, nach einem Fristenplan hier instandgehalten. Für kleinere Checks. Es geht von einem Filterwechsel, über einen Ölwechsel, Getriebeschau, etc. darum, was am Fahrzeug nach dem Fristenplan gemacht werden muss.“ Auch größere Reparaturen können in der neuen Werkstatt durchgeführt werden. In diese Bahn ist ein LKW hineingefahren. Sie wird hier komplett repariert. Das Ziel der hessischen Landesbahn ist, in Zukunft auch für andere, zum Beispiel die Deutsche Bahn, zu arbeiten. Platz genug gibt es in Butzbach, dazu wird die Anlage mit der neuesten Technik ausgestattet. Tobias Beckers, Technischer Geschäftsführer Hessische Landesbahn „Wir befinden uns hier auf der sogenannten Dacharbeitsbühne, […]

  • Steigende Spritpreise bringen Speditionen ans Limit

    Steigende Spritpreise bringen Speditionen ans Limit

    „Das war doch klar, dass es nicht günstiger wird“ – ein treffender Kommentar heute an der Tankstelle. Seit gestern gilt die neue Regelung, dass nur noch einmal am Tag der Spritpreis erhöht werden darf – nämlich um 12 Uhr mittags. Der erste Tag mit der neuen Spritregel hat allerdings Zweifel aufkommen lassen, ob das wirklich etwas bringt. Denn bislang sieht man landauf landab nur Rekordbenzinpreise. Heute blicken wir nicht nur auf die Verbraucher, sondern auch auf eine Branche, die besonders unter den explodierenden Preisen leidet. Punkt 12 Uhr mittags und die Preise an dieser Frankfurter Tankstelle steigen um durchschnittlich 11 Cent pro Liter – der Preis für Diesel sogar um 16 Cent. Damit liegt vor allem der Diesel-Preis noch einmal deutlich höher als gestern.   Das belastet nicht nur die Autofahrer,  sondern vor allem auch Speditionen. Mehr als 90 Prozent aller LKW fahren mit Diesel und die Spediteure können nur dann ihrer Arbeit nachkommen, wenn die Reifen rollen. Schon kleine Preisanstiege beim Diesel bedeuten für Sie enorme Mehrkosten. Ist die Entlastung, die die Bundesregierung mit der neuen Regelung im Sinn hatte, also bereits gescheitert? Maike Weilleitner, ADAC Hessen/Thüringen e.V. „Also eine Entlastung an den Tankstellen sehen wir momentan noch nicht. Also die Spritpreise sind eher ein bisschen hoch gegangen als runter gegangen mit der neuen Regelung. Was das neue Modell bringt, ist vor allem Transparenz und Vorausschaubarkeit. Wir wissen jetzt tatsächlich das um 12 der Spritpreis immer am höchsten ist, da hatten wir vorher über den Tag verteilt immer so ein bisschen unterschiedliche Spitzen. Also daran können sich Autofahrer jetzt orientieren, aber dass der Spritpreis jetzt tatsächlich runter geht, das können wir noch nicht sehen.“ Der ADAC rät, wenn möglich, um kurz vor 12 zu tanken und Preise online  zu vergleichen. Weitere Entlastungen – auch für die Speditionen müssten jetzt […]

  • Spediteur-Verband warnt: Spritpreise treiben Branche in den Ruin

    Spediteur-Verband warnt: Spritpreise treiben Branche in den Ruin

    Markus Appelmann spricht mit Dirk Engelhardt, dem Vorstandssprecher des Bundesverbands Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung. Dirk Engelhardt, Vorstandssprecher Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung: Schönen guten Abend, Herr Appelmann. Markus Appelmann, Moderator: Herr Engelhardt, für die Betriebe in der Transportbranche haben die teuren Spritpreise erhebliche Folgen, sind teilweise sogar existenzgefährdend. Wie ernst ist die Lage? Engelhardt: Die Lage für unsere Mitglieder, für die mittelständischen deutschen Transportunternehmen ist sehr, sehr ernst. Über 30 % der Gesamtkosten sind Kraftstoffkosten und bei den derzeitigen Dieselpreisen sind viele unserer Mitgliedsunternehmen in der Existenz bedroht. Appelmann: Die Kosten für die Spediteure steigen. Das heißt doch im Umkehrschluss, alles was sie transportieren, wird dann für die Verbraucher teurer? Engelhardt: Dadurch, dass die Gewinnmargen im Transportgewerbe zwischen 0,1 und 3 % liegen, kann das nicht von den Unternehmern geschultert werden, sondern wird weitergegeben. Heißt im Klartext: Alle Güter des täglichen Verbrauchs werden teurer. Von den Produkten im Supermarkt über Drogerie bis hin zum Gartenbedarf, der jetzt gerade ansteht. Das werden die Endverbraucher merken. Appelmann: Sie sagen also: Die Maßnahmen der Bundesregierung reichen nicht aus. Welche weiteren Entlastungen braucht Ihre Branche, was fordern Sie von der Politik? Engelhardt: Wir als BGL, als Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung erwarten von der Politik ein zielgerichtetes Handeln. Zum einen wollen wir, dass der Koalitionsvertrag umgesetzt wird. Da steht drin: keine Doppelbelastung für das Straßentransportgewerbe. Im Moment bezahlen unsere Mitglieder an der Zapfsäule 17 bis 20 Cent CO2-Aufschlag. In der Maut, die wir in der Größenordnung 0,34 € pro Kilometer haben, ist in der gleichen Größenordnung eine CO2-Komponente enthalten. Wenn man nur den Koalitionsvertrag umsetzt, wäre das eine sofortige Entlastung von 0,20 €, die unsere Mitgliedsunternehmen an die Endverbraucher weitergeben könnten. Zum anderen erwarten wir von der Politik, dass man sich im europäischen Ausland umschaut. Polen hat vorgemacht. Das ist eine Best Practice Lösung. Ein polnischer Unternehmer mit […]

  • Neue Regelung sorgt für Allzeit-Hoch beim Spritpreis

    Neue Regelung sorgt für Allzeit-Hoch beim Spritpreis

    Dieser Tag heute dürfte in die Geschichte eingehen. Eigentlich sollte eine neue Regelung für günstigeren Sprit sorgen – nur noch einmal am Tag dürfen Tankstellen den Preis für Kraftstoffe erhöhen. Statt günstigerem Sprit springt der Benzinpreis allerdings auf ein Allzeithoch – die Verbraucher sind ernüchtert. Autofahrer müssen an der Zapfsäule momentan stark sein. Preise von weit über zwei Euro pro Liter gehören nun zum Alltag. Der Ärger ist riesig. Die Bundesregierung hat deshalb kurzfristig ein Maßnahmenpaket verabschiedet. Tankstellen dürfen nur noch einmal am Tag – um 12 Uhr mittags – ihre Preise anheben. Preise absenken ist hingegen jederzeit möglich. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche erhofft sich dadurch stabilere Preise an der Zapfsäule. Heute war es dann so weit mit der Tagespreiserhöhung. An dieser Tankstelle in Bad Soden  im Taunus steigt der Dieselpreis pünktlich um 12 Uhr um 6 Cent auf 2,36 Euro. Teilweise fallen die Preise im Laufe des Tages wieder. Doch eine wirkliche Entlastung durch die neue Regelung spürt hier niemand. Iris Hanke, Rentnerin „Ja, das ist wieder mal so ein fauler Kompromiss. Es geht ja eigentlich nur nach oben. Oder haben Sie schonmal erlebt, dass es nach unten geht?“ Jens Saarholz, Informatiker „Ich glaube, es ist schwierig zu sagen, weil letztendlich wird die Erhöhung – ob sie jetzt mehrfach am Tag ist, hoch oder runter – sie wird den Marktpreis widerspiegeln.“ Cécile Cahn von Seelen „Der Trend: Wir werden auf lange Zeit nicht mehr günstig Tanken. Ich glaube unter zwei Euro ist es illusorisch.“ Auch der ADAC sieht in der neuen Regelung nur wenig Chancen auf sinkende Preise. Sprecher ADAC „Das neue System wird das allgemeine Preisniveau voraussichtlich nicht senken. Die Höhe der Spritpreise hängt auch weiterhin maßgeblich von Faktoren wie dem Ölpreis, Steuern und Abgaben ab. Erwartet werden vor allem Veränderungen im Tagesverlauf der Preise, weniger jedoch beim generellen Niveau.“ […]