Verkehr

  • Rennerod wartet seit 32 Jahren auf Umgehungsstraße

    Rennerod wartet seit 32 Jahren auf Umgehungsstraße

    Über die folgende Geschichte werden sie sicherlich den Kopf schütteln. Denn was sie gleich hören, klingt wie ein Schildbürgerstreich. Seit über 30 Jahren wird in Rennerod in Rheinland-Pfalz eine Umgehungsstraße geplant – doch bislang gibt es sie nicht. Und jetzt kommt der Hammer: Nun wird alles verworfen und nochmal von Null geplant. Und der Grund dafür klingt unfassbar! In den Originalunterlagen sollen im Laufe der Jahre so viele Notizen gemacht worden sein, dass nun niemand mehr etwas lesen kann. So hat es der Landesbetrieb Mobilität, der in Rheinland-Pfalz für die Planung der Straße zuständig ist, dem Bürgermeister mitgeteilt. Gerrit Müller (CDU), Bürgermeister VG Rennerod „Das ist ein Schildbürgerstreich. Das hier jahrelang gearbeitet wird, diese Arbeit in die Tonne gekloppt wird und dann noch mal von vorne begonnen wird. In meiner Grundschulzeit, Anfang der 90er, wurde schon über diese Straße und ihre Planungen geredet. Jetzt bin ich 32 Jahre älter, hab graue Haare und es ist noch nichts geschehen, überhaupt nichts geschehen in dieser Sache.“ Dabei sei die Ortsumgehung dringend notwendig. 16.000 Fahrzeuge fahren jeden Tag durch den Ort. Darunter viele LKW. Das sei eine enorme Belastung, sagen Anwohner. Staus, Lärm und Dreck machen ihnen seit Jahren zu schaffen. Janine Reuscher „Man kann keinen guten Gewissens hier ein Kind alleine laufen lassen. Man fragt sich einfach nur als Bürger, wie viel denn noch passieren muss, wie viele Unfälle noch passieren müssen, damit endlich hier irgendetwas verändert wird.“ Johannes Deller „Es kann nicht sein, dass hier so gearbeitet wird und dies ist für mich sehr schwer nachvollziehbar. Aber auch für viele andere.“ Peter Müller „In 2008 bin ich in Rente gegangen und habe ich gedacht, och, wenn das bald so weit ist, ich habe daheim ein kleines Moped, dann fährst du da unten hin und dann guckst du mal, wie da gebaggert […]

  • Schwere Unfälle in Hessen und Rheinland-Pfalz

    Schwere Unfälle in Hessen und Rheinland-Pfalz

    Ziemlich viel los war heute Nacht auf den Straßen in Hessen und Rheinland-Pfalz. Am Mainzer Autobahn-Kreuz auf der A60 hat sich zum Beispiel ein Schwertransport festgefahren. Der lange Windradturm, den er geladen hatte, passte einfach nicht durch die Abfahrt. Schäden gab es aber keine, der Fahrer stoppte den Sattelschlepper rechtzeitig. – So viel Glück hatten andere Verkehrsteilnehmer heute Nacht leider nicht. Der Fahrer dieses LKW wird verletzt. Der mit einigen Tonnen Textilien beladene Transport gerät um 5 Uhr in der Nacht auf der A 61 bei Gundersheim in Rheinland-Pfalz ins Schlingern und kippt um. Bis zum Morgen ist der LKW von der Autobahn geborgen. Trotzdem bleibt die rechte Spur gesperrt, was zu einem kilometerlangen Rückstau führt. Erst am Nachmittag kann die A61 wieder freigegeben werden. Die Unfallursache wird nun ermittelt werden. Nur einige Kilometer weiter, im hessischen Trebur, wird die Feuerwehr gestern Abend zu einem brennenden Auto gerufen. Christian Lautz, Wehrführer Freiwillige Feuerwehr Trebur „Beim Eintreffen war das Fahrzeug schon im Vollbrand. Die vier Insassen, konnten glücklicherweise das Fahrzeug schon direkt nach dem Unfall verlassen.“ Zwei jugendliche Insassen müssen in ein Krankenhaus. Die 18-jährige Fahrerin berichtet, dass sie auf der Landstraße 3012 nach Trebur unterwegs ist, als sie plötzlich die Kontrolle über ihren Wagen verliert. „Es wird vermutet, dass Wild auf der Straße war und hierbei die Fahrerin ausweichen musste.“ Das Fahrzeug prallt heftig gegen ein Brückengeländer und fängt sofort Feuer. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte brennt der Wagen komplett aus, es entsteht ein Totalschaden. Ein ganz ähnliches Bild bietet sich am Abend der Kasseler Berufsfeuerwehr. Ein brennender PKW auf der A7 fordert ihren Einsatz. Der Brand wird zwar schnell gelöscht – auch hier gibt es aber einen Totalschaden. Die Autobahn wird für eine halbe Stunde voll gesperrt. Eine einsatzreiche Nacht war es – für Feuerwehr und Polizei.

  • 125 Jahre Brohltalbahn

    125 Jahre Brohltalbahn

    Im Januar 1901 wurde die Brohltalbahn eröffnet. Damals noch, um Vulkangestein aus der Eifel an den Rhein zu transportieren. Mehrmals kämpfte die Brohltalbahn seitdem ums Überleben und schien ohne Zukunft. Doch sie hat es geschafft. Heute – 125 Jahre später – ist sie die letzte Schmalspur-Eisenbahn in Rheinland-Pfalz mit Güterverkehr. Alles Einsteigen und volle Kraft voraus im Vulkan-Express! Für den heutigen Tag steht eine ganz besondere Fahrt an. Die 120 Jahre alte Dampflokomotive 11sm wird noch per Hand angeheizt. Raphael Wunderwald, Lokführer Brohltalbahn „Natürlich ist so eine alte Maschine zu bedienen und zu fahren schon was anderes als eine moderne Lok. Man hat wenig Automatismen, die einem irgendwas abnehmen. Das heißt es ist sehr viel manuelle Arbeit, man muss mit den Augen und den Sinnen und den Ohren immer überall sein.“ Ein einzigartiges Erlebnis – auch für die Mitfahrer. Martin Müller-Schmied „Sehr ungewöhnlich, so oft fährt man ja nicht mit der Dampflok. Noch dazu mit so einer schönen, restaurierten, alten, kleinen, das ist schon was sehr sehr Besonderes.“ Stephan Aschauer-Hundt „Ich finde es großartig, dass wir das wieder erleben dürfen. Dass wir diese klassische Technik hier sehen dürfen. Ja, dass wir sie auch riechen dürfen, dass wir sie hören können, dass wir sie erleben können mit allen Sinnen.“ Was vor 125 Jahren mit der Beförderung von Gestein und Steinmetzen beginnt und die Wirtschaft im Brohltal ankurbelt, hat sich bis heute mit dem Vulkan-Express zu einem der erfolgreichsten touristischen Ziele der Osteifel entwickelt. Doch zeitweise steht die Bahn vor dem Aus. Dank  finanzieller  Hilfen des Landes sowie der Verbandsgemeinde Brohltal kann die Bahn immer wieder gerettet werden. Auch die nächste Streckensanierung unterstützt das Mobilitätsministerium mit sieben Millionen Euro. Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Mobilitätsministerin RLP „Es werden noch Güter transportiert, das ist extrem wichtig in so einer Region. Und […]

  • Lohnt sich der Ausbau der Moselschleusen?

    Lohnt sich der Ausbau der Moselschleusen?

    Jährlich werden in Deutschland etwa 170 Millionen Tonnen Güter mit Binnenschiffen transportiert. Viele davon auch über die Mosel. Um die Infrastruktur vor Ort zu verbessern, will das Bundesverkehrsministerium die Moselschleusen mit einer gewaltigen Geldsumme ertüchtigen. 855 Millionen Euro sollen in den Ausbau investiert werden. Doch der Bundesrechnungshof sieht darin vor allem eines – und zwar Steuergeldverschwendung. Zehn Schleusen gibt es an der Mosel. Was passiert wenn eine davon defekt ist, konnte man im vergangenen Sommer sehen, als die Schleuse in Sankt Aldegund wegen einer Schiffskollision monatelang nur eingeschränkt nutzbar war. Das gleiche ist bereits 2024 an der Schleuse in Müden passiert. Die Folge: stehende Schiffe auf der Mosel. Unternehmen müssen ihre Transporte umplanen. Schon länger gibt es Stimmen, die an allen Moselschleusen zweite Schleusenkammern zum Ausweichen fordern. Bisher ist das nur bei dreien der Fall. Das Bundesverkehrsministerium stellt deshalb 855 Millionen Euro zur Verfügung um den Ausbau aller Schleusen voranzutreiben. Doch das stößt auf Kritik. Der Bundesrechnungshof fordert den Ausbau zu stoppen und stellt den Nutzen in Frage. Bundesrechnungshof „Obwohl das Bundesverkehrsministerium den Ausbau der Mosel als nicht wirtschaftlich einstufte, setzt es den Ausbau bis heute fort. Der Ausbau der Moselschleusen ist jedoch weder notwendig noch wirtschaftlich. Er ist sofort zu stoppen.“ Tatsächlich stellt das Bundesverkehrsministerium bei einer Kosten-Nutzen-Analyse Anfang des Jahres fest, dass der Ausbau nicht mehr wirtschaftlich sei. Denn mittlerweile fahren immer weniger Schiffe auf der Mosel. Wurden 2014 noch knapp 13 Millionen Tonnen Güter über den Fluss geschifft, waren es 2023 nur noch etwa 5 Millionen Tonnen. Vertreter der rheinland-pfälzischen Wirtschaft sehen darin jedoch keinen Grund den Ausbau zu stoppen. Arne Rössel, IHK Arbeitsgemeinschaft RLP „Die Bundeswasserstraßen sind immens wichtig auch für einen nachhaltigen Güter – und Personentransport. Und obwohl natürlich jetzt zu konstatieren ist, dass die transportierten Mengen auf der Mosel rückläufig sind bleibt es weiter […]

  • Sturmtief Elli sorgt für Chaos auf den Straßen

    Sturmtief Elli sorgt für Chaos auf den Straßen

    Tief Elli hat Rheinland-Pfalz und Hessen ganz schön durcheinandergewirbelt. Schnee, Regen und Wind haben einen riskanten Wetter-Mix im Gepäck und in manchen Regionen zum Verkehrschaos geführt. Wir machen mit Ihnen jetzt die Extremwetter-Tour und sind in Birkenfeld, Bad Hersfeld, bei Flieden – den Start macht Homberg/Efze. In Nordhessen. Ein Laster  kippt in den frühen Morgenstunden auf schneeglatter Fahrbahn um. Der Fahrer wird leicht verletzt. Hotspot für das Schnee- und Verkehrschaos sind die Autobahnen 4, 5 und 7 in Nord- und Osthessen. Immer wieder bleiben LKW liegen. Die Folge: kilometerlange Staus.   „360 Kilometer müsste ich jetzt noch fahren. Aber weil das mit der Schichtzeit jetzt nicht hinhaut, kommt ein Kollege mich hier abholen.“ „Ich stehe selber unter Zeitdruck. LKW-Fahrer ja immer. Ich muss nach Bottrop fahren. Ich müsste eigentlich noch laden. Und noch einen Kunden wegbringen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt noch schaffe.“ Auf einer Landstraße bei Freiensteinau im Vogelsbergkreis krachen zwei Fahrzeuge frontal ineinander. Drei Personen werden teils schwer verletzt. Daniel Oestreich, stellvertretender Gemeindebrandinspektor Freiensteinau „Die Schwierigkeit war einmal, dass das eine Fahrzeug eingeklemmt war zwischen dem zweiten verunfallten Fahrzeug und der Leitplanke. Und auch die Witterungsverhältnisse bei dem Eisregen, den wir zurzeit haben und die Straßenverhältnisse einfach schwierig waren.“ Im rheinland-pfälzischen Birkenfeld trifft es das Dach der alten TÜV-Prüfhalle: Schnee, Regen und Eis werden zu schwer. Das Gebäude ist zu dem Zeitpunkt leer. Björn Symanzik, Pressesprecher Feuerwehr Verbandsgemeinde Birkenfeld „Die Zulassungsstelle soll ja saniert werden. Von daher war sie auch teilweise schon entkernt. Und durch die Schneelast der letzten Tage verbunden jetzt mit dem Regen hat die Last dann schon sehr auf das Flachdach gedrückt. Und hat zu einem Teileinsturz geführt.“ Bis zum späten Vormittag hat sich der Verkehr auf den Straßen wieder normalisiert. Die Polizei rät aber weiterhin zur Vorsicht. Jonas Trabert, […]

  • Wiesbadener Winterdienst im Einsatz

    Wiesbadener Winterdienst im Einsatz

    Stillstand auf den Straßen, Unfälle und lange Staus. Das aktuelle Winterwetter bringt den Verkehr an seine Grenzen. Mitten im Wetterchaos ist der Winterdienst der Wiesbadener Stadtreinigung im Einsatz, um die Stadt am Laufen zu halten. Für die Fahrer bedeutet das: lange Schichten, hohe Verantwortung und permanente Einsatzbereitschaft. Wir haben einen Fahrer in der vergangenen Nacht bei seiner Arbeit begleitet. Während  andere noch schlafen, sind sie bereits unterwegs: In den Wintermonaten wird die Wiesbadener Stadtreinigung zum Winterdienst. Wegen unvorhersehbaren Wetterereignissen stehen die 45 Fahrer der Räumfahrzeuge in dieser Zeit  rund um die Uhr auf Rufbereitschaft. Tristan Liermann, ELW „Das planen wir so, dass wir uns auf die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes verlassen aber dann natürlich auch situativ entscheiden müssen, was für eine Wetterlage wir gerade vorfinden und in der Nacht finden ständig Kontrollfahrten durch die Einsatzleitung statt.“ Die Wetterprognose in dieser Nacht: Schnee und Eis. Das heißt alle Fahrzeuge müssen ausrücken. Mario Danz hat heute Spätschicht. Bevor der Schneefall einsetzt muss der Räumwagen mit Streusalz und Sole beladen werden. Die flüssige Sole sorgt dafür, dass die Eisschicht auf der Straße direkt schmilzt. Das klassische Streusalz verhindert, dass sich neues Eis bildet.  Sobald die erste Flocke fällt, rückt Mario aus. Beladen mit fünf Tonnen Streusalz geht’s durch die verschneiten Straßen. Sein Ziel: ein möglichst reibungsloser Start in den Tag für Pendler, Busse und Einsatzkräfte. Mario Danz, Stadtreinigung Wiesbaden „In dem Moment bei Schnee und Eis sind wir die ersten, die vor Ort sind. Wenn wir nicht rausfahren würden, würde die Feuerwehr stehenbleiben. Es würde auf den Straßen also nichts mehr gehen, überhaupt nichts mehr.“ Der 36-Jährige arbeitet seit 15 Jahren bei der Stadtreinigung. Der Winterdienst bedeutet für ihn jedes Mal aufs Neue Abenteuer. Mario Danz, Stadtreinigung Wiesbaden „Gefährlich ist es immer, wenn man es jetzt mal so will. Wenn man mit dem […]

  • Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Haben Sie schnelles Internet zu Hause? Laut Bundesnetzagentur ist Hessen im Ländervergleich auf Platz 11, Rheinland-Pfalz auf dem vorletzten Platz. Mitten im Pirmasenser Vorort Fehrbach: Eine eingeschneite Glasfaser-Baustelle. In fünf Stadtteilen und Ortsbezirken stehen die Arbeiten am schnellen Internet nun still. Zwar wurde seit Frühjahr über 20 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, angeschlossen an die Haushalte wird es aber erst mal nicht. Zu unrentabel sagt das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“. In Pirmasens ist man genervt. Michael Maas (CDU), Bürgermeister der Stadt Pirmasens „Nachdem diese Ausbauversprechen gebrochen wurden, bin ich natürlich der erste Ansprechpartner für meine Bürgerschaft, um zu sagen: Wie geht’s denn jetzt weiter? Sag uns,  wie’s weitergeht. Und diese Antworten heute zu geben, ist recht komplex und sehr schwierig. Vor allem, wenn dieses Geschäftsumfeld mit den Kommunikationsanbietern so unzuverlässig ist, wie es sich in der letzten Vergangenheit dargestellt hat.“ Das schnelle Internet, es kommt nur langsam. Nur  25 Prozent der rheinland-pfälzischen Haushalte haben Zugang zu Glasfaser, damit belegt das Bundesland im Ländervergleich den vorletzten Platz. Der Bundesschnitt ist mit über 50 Prozent doppelt so hoch. In Rheinland-Pfalz liegt der Kreis Kusel mit 70 Prozent Anbindung an der Spitze, Pirmasens belegt mit geschätzten 38 Prozent einen Mittelfeldplatz. Schlusslicht ist Worms mit 6 Prozent. (Grafik) Als vor zwei Jahren der damalige Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer die sogenannte Gigabit-Charta vorstellt, verspricht er: Bis 2030 sollen alle rheinland-pfälzischen Regionen mit Glasfaser versorgt sein. Davon ist man noch weit entfernt, kritisiert auch der Gemeinde- und Städtebund. Moritz Petry, Geschäftsführer Gemeinde- und Städtebund RLP „Ich glaube, wir haben uns zu viel vorgenommen. Dass zu viel gleichzeitig passieren muss. Dann werden die Ressourcen knapp, dann verabschiedet sich das eine oder andere Unternehmen vom Glasfaserausbau und lässt die Gemeinde stehen.“ In Pirmasens argumentiert die Deutsche Glasfaser, die Baukosten hätten sich durch gestiegene Materialpreise von ursprünglich kalkulierten 11 Millionen Euro auf 22 […]

  • Falschparker-Kameras für Frankfurter Busse

    Falschparker-Kameras für Frankfurter Busse

    Wer mit seinem Auto in Frankfurt auf der Busspur hält oder parkt und dabei den Linienverkehr blockiert, muss demnächst blechen – bis zu 70 Euro Bußgeld fallen an. In einem Pilotprojekt rüsten Stadt und Verkehrsgesellschaften mehrere Busse mit Kameras aus. Die Fotos gehen dann direkt an die Bußgeldstelle. Wie das in der Praxis funktioniert – wir haben uns das ganze mal angeschaut. Es ist halb fünf, Hauptverkehrszeit in Frankfurt. Wir sind mit dem Bus M36 in Sachsenhausen unterwegs. Plötzlich steht ein Kleintransporter auf der Busspur und blockiert den Weg. Halten darf er hier nicht. Tobias Schardt, Busfahrer in Frankfurt „Jetzt drücken wir mal den Knopf. Ich denke das war’s.  Die werden dann ausgewertet, dass die anderen PKW-Zeichen nicht zu sehen sind. Die werden dann geschwärzt und dann wird das bearbeitet und wird dann entsprechend zum Fahrzeughalter direkt dann geschickt.“ Das Foto macht der Busfahrer mit dieser Kamera. In Frankfurt sind aktuell zehn Busse damit ausgestattet. Das Fotografieren von Falschparkern im Nahverkehr gibt es bereits in Wiesbaden seit Mitte 2024. Ähnlich wie dort hofft nun auch Frankfurt auf eine abschreckende Wirkung. Tobias Schardt, Busfahrer in Frankfurt „Es ist halt einfach so, man muss es tun. Weil der hier Beispielsweise steht jetzt auch da, blockiert mich. Aber er fährt weiter, immerhin. Wie gesagt mir geht’s nicht darum den Leuten eins auszuweichen, ich kenne die Person ja nicht es ist einfach nur das es sich rumsprechen soll, dass es dann in Zukunft für uns Busfahrer hier nicht mehr das Problem, hier so akut ist, wie es jetzt ist zur Zeit.“ Regelmäßig können Stadtbusse Haltestellen nicht anfahren, weil Autos dort falsch parken. Dadurch können Fahrgäste nicht ungehindert ein- und aussteigen. Genau das soll jetzt durch die Frontkamera verändert werden. Bis Ende 2026 wird das System getestet, dann entscheidet die Stadt über weitere Fahrzeuge. Ab […]

  • Busfahren wird teurer - Rhein-Main-Verkehrsverbund erhöht Ticketpreise

    Busfahren wird teurer – Rhein-Main-Verkehrsverbund erhöht Ticketpreise

    Mit dem Jahreswechsel kommen bekanntlich auch Änderungen, die man im Portemonnaie spüren wird. So wird beispielsweise das Deutschland-Ticket um 5 Euro teurer. Fahrgäste bezahlen jetzt 63 Euro monatlich. Und auch der RMV, der größte Verkehrsbetrieb in Hessen, hebt seine Preise deutlich an – und streicht einzelne Angebote wie die 9-Uhr-Monatskarte. Heute Morgen geht es noch gemütlich zu in der Frankfurter Innenstadt. Seit dem Jahreswechsel gelten auch in der Mainmetropole höhere Ticketpreise für Busse und Bahnen. Der ein oder andere hat die Veränderung gleich gespürt. Alexander Seitz „Ich habe mich gerade gewundert, dass es teurer geworden ist. Bei dem Personalmangel, den die gerade haben, fällt ja fast jeder zweite Bus aus.“ Saskia R. „Ich würde vermutlich mehr Rad fahren. Also ich fahre sowieso schon viel Rad. Ja, ich würde dann wirklich nur noch mit dem Rad durch Frankfurt fahren und mir überlegen, ob ich jetzt mit dem RE nach Wiesbaden zur Arbeit fahre oder ob ich mehr Auto fahre, was natürlich auch nicht so gut ist für die Umwelt.“ Der Rhein-Main-Verkehrsverbund koordiniert den regionalen Bus- und Bahnverkehr in großen Teilen Hessens. Im Jahr 2024 zählt der RMV 825 Millionen Fahrgäste. Und die werden jährlich mehr. Doch viele greifen mittlerweile auf das Deutschlandticket zurück. Joshua Keller „Es ist eine kostengünstigere Alternative als wenn ich jeden Tag eine Tageskarte hole, die, glaube ich, 7,80€ kostet. Sind wir bei zehn Tagen schon, da brauchen wir eigentlich gar nicht mehr rechnen. Entsprechend ist das Deutschlandticket einfach günstiger in dem Punkt.“ Bedeutet: Sinkende Einnahmen für die Verkehrsbetriebe. Das Deutschlandticket ist aber nicht die einzige Ursache, warum der RMV seine Preise erhöht. Sprecher Rhein-Main-Verkehrsverbund „Grund dafür sind die zunehmenden Kosten für Löhne, Gleisnutzung und Energie bei gleichzeitig sinkenden Fahrkarten-Einnahmen. Die RMV-Ticketpreise steigen daher um durchschnittlich 4,75 Prozent. Die Preisanpassungen dienen unmittelbar der Sicherung der Finanzierung des Bus- […]

  • Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 gab es zahlreiche Ereignisse, die die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt haben. Wir haben sie kurz und kompakt nochmal für Sie zusammengefasst. JULI Hitzerekord in Rheinland-Pfalz. Am 2. Juli werden in Andernach 39,3 Grad gemessen. Und im Mainzer Landtag wird an diesem Tag über ein heiß diskutiertes Gesetz abgestimmt. Das Landesklimaschutzgesetz. Das Ziel der Landesregierung: Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Also fünf Jahre früher als der Bund und zehn Jahre früher als die EU. Es hagelt Kritik von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Karsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP, am 23.6.2025 „Unternehmen mit mehreren Standorten werden verlagern. Das Klima hat keinen Vorteil, aber wir haben den Nachteil. Das Gesetz ist nicht durchdacht.“ Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, am 23.6.2025 „Diese Planungsunsicherheit ist Gift. Und es ist so unnötig wie ein Kropf dieses Gesetz.“ Jetzt ist es mit den Stimmen der Ampel-Koalition also beschlossen, auf Druck der Wirtschaft aber in leicht abgeschwächter Form. Trotzdem: EINES hat das Landesklimaschutzgesetz auf jeden Fall bewirkt: Das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Ob sich die Beziehung von Christina und Sascha schlagartig verschlechtert, wenn sie DIESE Bilder sehen, das können wir nicht sagen. Aber klar ist, ihrem gemeinsamen Liebesschloss am Eisernen Steg in Frankfurt geht es Ende Juli an den Kragen. Die Beleuchtung an der Brücke muss erneuert werden und da sind viele Schlösser eben einfach im Weg. Fazit: Alte Liebe rostet nicht, alte Liebesschlösser dagegen schon! AUGUST Ja, er ist es. Die DNA-Analyse bestätigt, bei der Leiche, die Anfang August in der Nähe von Weitefeld gefunden wird, handelt es sich um Alexander M. Er soll im April ein Ehepaar und deren 16-jährigen Sohn in ihrem Haus in Weitefeld ermordet haben. Vier Monate lang wurde nach Alexander M. gefahndet. Hunderte Polizisten durchforsteten immer wieder die Umgebung. Doch ohne […]

  • Zwischenbilanz der rheinland-pfälzischen Digitalstrategie

    Zwischenbilanz der rheinland-pfälzischen Digitalstrategie

    Zwei Jahre ist es her: Da beschließt die Landesregierung ihre Digitalstrategie. Bis 2030 soll Rheinland-Pfalz digital umgekrempelt werden: KFZ-Onlinezulassung, Ausweitung des Mobilfunknetzes, Künstliche Intelligenz in der Schule. Vier Jahre bleiben noch, um all die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Jetzt zieht das Digitalministerium eine erste Zwischen-Bilanz.   Draußen unterwegs und plötzlich kein Netz. Zwar kommt das immer seltener vor – Rheinland-Pfalz versorgt mittlerweile rund 99 Prozent aller Haushalte mit Mobilfunk – doch dennoch: Zu einigen Funklöchern kommt es weiterhin. Daran wird gearbeitet – so die rheinland-pfälzische Digitalministerin Dörte Schall. Dörte Schall (SPD), Digitalministerin Rheinland-Pfalz „Wir haben noch mehr Herausforderungen im Bereich wo wir mehr Landschaft haben, wo wir Berge haben, wo wir Täler haben, da ist es schwierig. Gerade auch im Naturschutzgebiet. Die Frage: Wo setze ich einen Funkmast hin im Wald?“ Ein weiterer Schwerpunkt der Digitalstrategie für das kommende Jahr: Die digitale Teilhabe. Demnach sollen ältere Menschen durch Workshops unterstützt werden.   Dörte Schall (SPD), Digitalministerin Rheinland-Pfalz „Wir haben eine sehr, sehr schnelllebige Zeit. Das Smartphone ist erst 18 Jahre alt, also gerade erstmal volljährig geworden und wir erwarten aber von den Menschen, dass sie mit Apps bei der Sparkasse und mit Apps sich bei der Verwaltung oder jetzt beim Thema KFZ anmelden können (…) Das müssen wir unterstützen. Jemand, der jetzt 80 ist hat einfach als Jugendlicher nicht gelernt mit einem Smartphone umzugehen es gab noch gar kein Smartphone.“ Durch die wachsende Bedrohung von Hackerangriffen stellt die Cybersicherheit einen steigenden Anteil an der Digitalstrategie des Landes. Denn langfristig sei mit deutlich mehr Cyberangriffen zu rechnen. Das vermutet auch Peter Moskopp von der größten Oppositionspartei CDU. Rheinland-Pfalz hinke in Sachen Digitalisierung hinterher. Peter Moskopp (CDU), Landtag Rheinland-Pfalz „In Rheinland-Pfalz sind wir Schlusslicht und wenn wir da nichts tun und schnellstens was dran ändern, dann werden wir auch in den kommenden Jahren […]

  • Streit ums Verbrenner-Aus: Reaktionen aus unserer Region

    Streit ums Verbrenner-Aus: Reaktionen aus unserer Region

    Seit gestern Abend ist klar: Das EU-Verbrenner-Aus wird aufgeweicht. Also dürfen auch nach 2035 Autos mit Verbrennermotor in der Europäischen Union verkauft werden. Was die Europäische Kommission als großen Erfolg verkauft, sehen nicht nur die Automobilproduzenten äußerst kritisch. Die Geschäfte der deutschen Autobauer laufen so schlecht, wie seit der Weltwirtschaftskrise 2009 nicht mehr. Die Kunden sind zurückhaltend bei Autos mit Verbrennermotoren und zudem ist die Nachfrage nach deutschen E-Autos niedrig – die Kunden kaufen lieber preisgünstige Modelle aus Fernost. Nun hat die EU reagiert und das strikte Verbrenner-Aus für 2035 gekippt – zumindest ein Stück weit. Arne Rössel, der die Industrie- und Handelskammern in Rheinland-Pfalz vertritt, bemängelt das Hin-und-Her der Politik, das die Wirtschaft eher verunsichere, anstatt ihr Sicherheit zu geben. Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer IHK-Arbeitsgemeinschaft RLP „Auch das ist leider ein Beispiel dafür, wie es der Politik immer wieder gelingt, Planungsunsicherheit zu stärken als für Klarheit zu sorgen. Also hier glaube ich, wissen selbst Experten derzeit nicht, was in Brüssel wirklich gemeint und verhandelt wurde. Also kein starkes Zeichen für die Automobilindustrie. Keine Klarheit.“ Klar scheint nur, dass die neue Regelung Bürokratie auf- statt abbaut. Denn die EU-Kommission plant ein Kompensationsmodell für Auto-Emissionen. Stéphane Séjourné, RE, Vizepräsident Europäische Kommission: „Werfen wir die Klimaziele über Bord? Die Antwort ist nein. Wir wollen die Automobilindustrie bis 2035 klimaneutral bekommen, das ist klar, nur die Modalität der Berechnung ändert sich. Wir wollen mehr Flexibilität gewähren, aber die zusätzlichen Emissionen, die durch diese Flexibilität entstehen, müssen zu 100 Prozent ausgeglichen werden.“ Flexibilität bedeutet dabei, dass Autobauer ab 2035 die Emissionen ihrer Neufahrzeuge nicht wie geplant auf 0%, sondern nur auf 10% reduzieren müssen. Voraussetzung ist, dass der CO2-Ausstoß durch die Verwendung von umweltfreundlichem Stahl oder klimafreundlicheren Kraftstoffen ausgeglichen wird. Konkret bedeutet das, dass so Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor auch nach 2035 noch eine Zulassung erhalten […]

  • Kommentar zum "Verbrenner-Aus"

    Kommentar zum „Verbrenner-Aus“

    Zum Thema Verbrenner hat auch unser 17:30 Sat.1 live Chefredakteur Philipp Stelzner eine Meinung. Sein Kommentar. Ich verstehe, dass die EU-Kommission das angebliche Aus für das Verbrenner-Aus als großen Erfolg verkaufen will. Aber das Gegenteil ist der Fall. Es war und ist ein schwerer Fehler der Politik, mit ideologischem Starrsinn E-Autos in den Markt zu drücken, obwohl die Fahrzeuge zu teuer sind, eine geringe Reichweite haben und Ladesäulen fehlen. Durch diesen überhasteten Kurswechsel sind bei den deutschen Autoherstellern, bei den vielen Zulieferern in Hessen und Rheinland-Pfalz bereits zehntausende Arbeitsplätze verloren gegangen. Das jetzt geplante EU-Reförmchen wird diesen katastrophalen Fehler nicht korrigieren. Denn die deutschen Hersteller müssen den CO-2-Ausstoß aller Neufahrzeuge ab 2035 immer noch um 90 % senken. Dieses Ziel können sie nur erreichen, wenn sie sehr viele Elektroautos verkaufen. Sie werden deshalb immer weniger Geld in neue Verbrennungsmotoren investieren. Dieses Geschäft übernehmen dann die Konkurrenten in Asien und Nordamerika. Der Niedergang der deutschen Autoindustrie wird also weitergehen. Dieser europäische Alleingang im Umweltschutz vernichtet unser wirtschaftliches Fundament, ohne übrigens den weltweiten CO-2-Anstieg zu stoppen. Warum haben unsere Politiker nicht den Mut, das Verbrennerverbot ersatzlos zu streichen? Dann könnten die deutschen Hersteller Autos anbieten, die fossile oder synthetische Kraftstoffe verbrennen oder einen Elektromotor haben. Dann könnten die Kunden entscheiden, in welchem Tempo die Elektromobilität voranschreitet. Es wäre die Rückkehr zur Marktwirtschaft. Möglicherweise kann sich ja das eine oder andere Mitglied der Bundesregierung noch erinnern: Es war dieses System von Angebot und Nachfrage, dass einmal das deutsche Wirtschaftswunder möglich machte.

  • Vier Jahre nach der Flut: Ahrtalbahn fährt wieder

    Vier Jahre nach der Flut: Ahrtalbahn fährt wieder

    Es ist ein wichtiges Wochenende für die Menschen im Ahrtal. Nach viereinhalb Jahren fahren wieder Züge durch das Gebiet, das bei der Flutkatastrophe im Juli 2025 schlimm zerstört wurde. Die Bahn sprach damals davon, dass ihre Infrastruktur in „historischem Ausmaß“ getroffen wurde. Ab Sonntag rollen die Züge wieder über die für Pendler und Touristen so wichtige Strecke. Wir waren heute bei der Eröffnung dabei. Beitrag: Darauf haben hier so viele gewartet. Endlich fährt die Bahn wieder durch das gesamte Ahrtal. Viereinhalb Jahre ist es her, dass die Flut 135 Menschen das Leben kostet, Häuser, Existenzen und die gesamte Infrastruktur zerstört: Brücken stürzen ein, Gleise werden weggespült, Bahnhöfe verwüstet. Heute aber ist ein Tag der Hoffnung. Cornelia Weigand (Parteilos), Landrätin Kreis Ahrweiler: „Das gibt viel Kraft für unsere Region. Und die braucht einfach auch die Chance, wieder zu wachsen, wieder produzieren zu dürfen, wieder gesehen zu werden, wieder besucht zu werden.“ (00:24 für 09s) Die Ahrtalbahn führte bis zur Flut im Juli 2021 von Remagen bis nach Ahrbrück. Im Dezember 2021 konnte der Zugbetrieb zwischen Remagen und Walporzheim wieder eingleisig starten. Dieser Abschnitt wurde deutlich weniger von der Flut zerstört. Jetzt, vier Jahre später, fährt die Bahn auch wieder zwischen Walporzheim und Ahrbrück. [bis hier Grafik] Die Bauarbeiten dafür beginnen im September 2023. Ein Wiederaufbau der Superlative. 18 Kilometer Gleise werden neu verlegt. 15 Brücken neu gebaut und sieben weitere saniert. Außerdem fährt die Bahn hier jetzt elektrisch. Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz: „Das sind natürlich riesen Herausforderungen, wenn die Strecke über weite Teile hinweg komplett zerstört ist. Wir sie nicht reparieren, sondern neu wiederaufbauen müssen. Wenn Sie auch hochwasserresilient bauen. Wenn sie die komplette Elektrifizierung infrastrukturell vorbereiten müssen. Das heißt, auch mit Hochleitungen. Dann ist das eigentlich in vielen Teilen als würden Sie die Bahn zum ersten Mal hierher bauen.“ […]

  • Linienbus rammt parkende Autos

    Linienbus rammt parkende Autos

    Heute Nacht ist es in Wiesbaden zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Linienbus gekommen. Der Busfahrer verliert wegen eines medizinischen Notfalls die Kontrolle über sein Gefährt und knallt ungebremst in eine Reihe parkender Autos. Es folgt eine Kettenreaktion. Die Rathausstraße in Wiesbaden-Biebrich gleicht einem Trümmerfeld. Neun Fahrzeuge hat der Bus kurz vor Mitternacht ineinander und sogar übereinander geschoben. Der Busfahrer wird bei dem Aufprall verletzt und muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Wie durch ein Wunder bleiben die Fahrgäste, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Bus befanden, unverletzt. Anwohner berichten von den Momenten nach dem Crash. Davide, Augenzeuge: „Der Bus da hinten – ich weiß jetzt nicht ganz genau warum, aber der ist da einfach rein gebrettert. Hat einen Seitenspiegel verloren und dann hat er diese ganzen Autos mitgenommen.“ Ibrahim, Augenzeuge: „Ich war Zuhause und habe einen sehr lauten Knall gehört und bin dann hier rausgegangen und habe halt diesen ganzen Unfall hier gesehen. Ich bin immer noch unter Schock, ich zittere noch ein bisschen. Das war ein großer Schock, weil hier waren auch eine große Menschenmenge.“ Was für ein medizinischer Notfall genau dafür gesorgt hat, dass der 57-jährige Busfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, konnte die Polizei bislang nicht mitteilen – Augenzeugen zufolge soll der Bus aber zunächst an einer Haltestelle gestanden und dann unvermittelt mit starker Beschleunigung in die parkenden Autos gefahren sein. Den Sachschaden, der dabei an den PKWs und dem Bus entstanden ist, beziffert die Polizei auf rund 80.000 Euro. Die Rathausstraße war noch bis in den Morgen für die Aufräumarbeiten gesperrt.