Verkehr

  • In Frankfurt fehlen Busfahrer

    In Frankfurt fehlen Busfahrer

    Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einen Bus angewiesen, doch der kommt nicht. Eine ärgerliche Situation. Leider kann das in Zukunft immer häufiger passieren, denn immer weniger junge Menschen in Hessen wollen als Busfahrer arbeiten. Die Folge: Es fehlt der Nachwuchs. Vlado Santic hat vor elf Jahren seinen Führerschein zum Busfahrer gemacht. Vlado Santic, Busfahrer in Frankfurt „Bei mir war es eigentlich immer klar, dass ich halt im Verkehr unterwegs sein will. Früher habe ich LKW gefahren und dann bin ich umgestiegen auf Bus. Weil da hat man mehr Menschenkontakt.“ Heute wollen aber immer weniger Menschen die Ausbildung zum Busfahrer machen. Vlado Santic, Busfahrer in Frankfurt „Die Bildung hat sich einfach verändert im Gegensatz zu früher. Also viele Menschen wollen jetzt studieren und schöne Jobs im Büro haben und das ist halt die heutige Zeit.“ Mittlerweile fehlen rund 800 Busfahrer in Hessen. Das bedeutet für Vlado Santic auch weniger Kollegen, mehr Überstunden, mehr spontanes Einspringen – mehr Arbeit. Deswegen schlägt Stephanie Schramm von der In-der-City-Bus-GmbH, die 50 Prozent der Busverbindungen in Frankfurt stellt, jetzt Alarm: Stephanie Schramm, Geschäftsführerin In-der-City-Bus GmbH „Im Prinzip ist das so, dass wir das versuchen abzufedern. Und der Bürger merkt das nicht, weil, wenn die 75 in Fünf-Minuten-Rhythmus fährt, dann fällt einmal ein Bus aus und der nächste Bus kommt dann in zehn Minuten.“ Momentan sei die Personallage auf Kante genäht. Nachwuchs komme nur schleppend, das liegt auch an der teuren Ausbildung zum Busfahrer: Stephanie Schramm, Geschäftsführerin In-der-City-Bus GmbH „Tja, wenn Sie bei uns beginnen wollen, müssen Sie in der Tat einen Führerschein mitbringen, der Sie 10.000 Euro kostet. Hier in Deutschland sind rund 300 Fahrstunden erforderlich, um diesen Führerschein zu erlangen.“ Deswegen fordert der Landesverband Hessischer Omnibusunternehmen: Die Kosten und Pflichtstunden für einen Bus-Führerschein müssen runter. Volker Tuchan sieht aber noch ein anders Problem: […]

  • Polizei sucht illegale Autoteile

    Polizei sucht illegale Autoteile

    Noch ist es ein bisschen hin bis Weihnachten, doch diese beiden Autos sind bereits jetzt schon in Stimmung – besser gesagt, ihre Besitzer. Das Problem daran: Solche Leuchten sind leider nicht erlaubt. Die Polizei findet an Autos immer wieder illegale Teile – deswegen gab’s jetzt in Speyer eine große Polizeikontrolle. Can Cevikgezen, Polizeikommissar: „Fahren Sie mal hier neben den Bus bitte. Okay. Guten Tag! Polizei Speyer, Cevikgezen mein Name. Verkehrskontrolle. Einmal den Führerschein und Fahrzeugschein bitte. Wir begleiten Polizist Can Cevikgezen bei einer Verkehrskontrolle in Speyer. Dieser Autofahrer sagt ihm, er könne die angeforderten Papiere nicht finden. Can Cevikgezen, Polizeikommissar: „Das wäre jetzt nicht so gut. Aber auch das kriegen wir dann hin. Gucken Sie mal bis Sie sicher sind, dass Sie sich nicht haben.“ Autofahrer: „Hab’s nicht.“ Can Cevikgezen, Polizeikommissar: „Haben Sie nicht dabei? Okay.“ Autofahrer „Ich habe die in meiner anderen Jacke normalerweise immer drin, das ist ja meine Arbeitsjacke. Ich hab’s einfach vergessen.“ Die Konsequenz: Der Führerschein muss der Polizei in den nächsten Tagen vorgelegt werden. Statt zehn Euro Bußgeld gibt es diesmal nur eine mündlichen Verwarnung. Can Cevikgezen, Polizeikommissar: „Dann wünsche ich Ihnen eine gute Weiterfahrt und schönen Tag noch. Danke, Tschüss!“ Dieses Auto hat die Polizei aus dem Verkehr gezogen, weil es auffällig aussieht: O-Ton Can Cevikgezen, Polizeikommissar „Die Felgen sind tatsächlich relativ markant. Die erkennt man, wenn man sich ein bisschen mit den Fahrzeugen auskennt, dass das keine standardmäßigen Felgen auf dem Fahrzeug sind. Tatsächlich ist aber auch der Golf ein sehr beliebtes Auto bei Tunern, bzw. Leuten, die ein Fabel für Fahrzeugveränderungen haben. In dem Fall war jetzt wie gesagt alles einwandfrei. Und da sind wir natürlich froh, wenn wir so eine Kontrolle haben, wenn es nichts zu großartig zu beanstanden gibt.“ Zu beanstanden gibt’s aber etwas beim nächsten Fall: Die Rückleuchten sind […]

  • Autonomer Shuttlebus in Frankfurt

    Autonomer Shuttlebus in Frankfurt

    Autonomes Fahren – was lange nach Zukunftsmusik klang, wird so langsam doch Realität. Im Frankfurter Osten kommt nun erstmals ein Bus zum Einsatz, der selbstständig durch den öffentlichen Stadtverkehr lenken kann. Doch an der einen oder anderen Stelle hakt es noch. Das hier ist „Easy“. Mit bis zu 20 Stundenkilometern kann der Kleinbus durch den Stadtteil Riederwald fahren. Elektrisch und ohne Fahrplan. Per Telefon oder Handy-App kann man den Shuttlebus ganz individuell bestellen. Und sogar mit Easy selbst kann man kommunizieren. „Hier ist deine nächstmögliche Verbindung: Die U-Bahn U7 von Frankfurt Main, Schäfflestraße …“ Das Mitfahren ist kostenlos, sechs Passagiere können Platz nehmen. Die Stadt Frankfurt ist von dem Projekt allein schon aus praktischen Gründen begeistert. Stefan Majer, Bündnis ’90 / Die Grünen, Dezernent Mobilität Frankfurt „Ich habe einen kleinen Bus, der hier durch diese engen Straßen fährt. Ich habe keinen Fahrer dabei – so ist es im Endeffekt gedacht – und ich kann dann trotzdem hier so ein richtig dichtes Netz anbieten.“ Aber vollkommen selbstständig kann Easy dann doch noch nicht fahren. Ein sogenannter „Operator“ muss immer an Bord sein und der muss öfter eingreifen, als ihm lieb ist. Glauben die Sensoren, ein Hindernis zu erkennen, bleibt Easy vorsichtshalber stehen und wird so auch schon mal selbst zum Verkehrshindernis. Auch spezielle Situationen wie Zebrastreifen machen dem vermeintlich autonomen Bus noch zu schaffen. Die Passagiere sind trotzdem zufrieden. Thomas Boom „Ich meine, er ist etwas langsam. Aber das kann ich verstehen, sie testen ihn ja noch. Aber es ist wirklich cool, so was tatsächlich auf der Straße zu sehen.“ Laura Müller „Auf jeden Fall sehr gut. Es geht noch recht langsam voran, würde ich sagen. Aber man fühlt sich auf jeden Fall sehr sicher.“ Bereits seit vier Jahren testet der Rhein-Main-Verkehrsverbund autonome Busse. Zunächst noch ohne öffentlichen Verkehr, wie hier […]

  • Platzt der Hahn-Verkauf?

    Platzt der Hahn-Verkauf?

    Am Hunsrück-Flughafen Hahn sind die Verantwortlichen gestern wohl länger im Büro geblieben, denn mit Spannung war erwartet worden, ob der Investor des insolventen Flughafens die Zahlungsfrist einhält. SWIFT Conjoy aus Frankfurt, der potentielle Käufer, sollte bis Mitternacht überweisen. Doch alles Warten nützte offenbar nichts. Das Geld ist immer noch nicht da und es stellt sich abermals die Frage, wie es nun mit dem größten rheinland-pfälzischen Flughafen weitergeht. Die Hängepartie um den Hahn – sie geht weiter. Erneut hat der Käufer des insolventen Flughafens, die SWIFT Conjoy GmbH, die Zahlungsfrist verstreichen lassen. Das teilt der Insolvenzverwalter des Flughafens, Jan Markus Plathner heute schriftlich mit. „Der Vollzug des Kaufvertrags verzögert sich leider nochmals. Ich stehe weiterhin mit der Käuferin in Kontakt, um den Vollzug zu realisieren. Gleichzeitig prüfe ich aber weitere Maßnahmen, um schnell Klarheit für den Flughafen Frankfurt-Hahn zu schaffen. Der Flughafenbetrieb wird in vollem Umfang weitergeführt.“ Ende Juni gab Plathner bekannt, dass SWIFT Conjoy den Flughafen kaufen wolle. Doch der Kauf wird erst dann abgewickelt, wenn die vereinbarte, der Öffentlichkeit nicht bekannte Kaufsumme auch überwiesen ist. Erst dann erteilt der Landesbetrieb Mobilität dem Käufer eine Betriebserlaubnis. Dass SWIFT noch immer nicht gezahlt hat, sorgt für Unmut. So auch beim Betriebsratsanwalt der Flughafen-Gesellschaft. Geplatzt sei der Deal mit dem heutigen Tag aber noch nicht. Georg Wohlleben, Betriebsratsanwalt Flughafen Frankfurt-Hahn „Es besteht immer noch die Möglichkeit, dass der Insolvenzverwalter den Kauf noch zu Ende bringt mit dem Käufer, setzt aber natürlich voraus, dass der Käufer überhaupt in der Lage ist, den Kaufpreis zu zahlen und willens ist, das Geschäft überhaupt noch durchzuführen und daran habe ich eben meine erheblichen Zweifel.“ Nachfrage Reporterin: „Warum haben Sie die?“ Wohlleben: „Die habe ich einfach deswegen, weil nach dem Kaufvertragsschluss Ende Juni diesen Jahres nach außen hin keine wesentlichen Tätigkeiten aus meiner Sicht mehr feststellbar waren […]

  • Einzelhändler blicken skeptisch auf Radwegeausbau

    Einzelhändler blicken skeptisch auf Radwegeausbau

    Die Innenstädte sollen grüner werden. In immer mehr großen Städten bei uns gewinnt man den Eindruck, das Auto in der City ist für die Politik ein Auslaufmodell. Viele Frankfurter Einzelhändler machen sich daher Sorgen um ihre Zukunft. Zur Inflation, Energiekrise und zur Flaute im Handel gesellt sich nun noch ein weiteres Problem für sie: die Umbaupläne der Stadt. Denn Frankfurt soll deutlich fahrradfreundlicher werden. Wir schwingen uns erst mal aufs Rad und hören uns die Argumente der Fahrradfahrer an.

  • Mit Wasserstoff durch das Rhein-Main-Gebiet

    Mit Wasserstoff durch das Rhein-Main-Gebiet

    Bald soll die weltweit größte Flotte von emissionsfreien Wasserstoffzügen durch Hessen rollen – so steht es in der Pressemeldung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Was groß klingt, ist zunächst aber noch ein überschaubares Projekt, das zeigt, dass wir nur in Trippelschritten vorankommen. Per Knopfdruck ins Wasserstoff-Zeitalter – so schnell geht es dann doch nicht. Aber immerhin erfolgt heute in Frankfurt ein kleiner Schritt in diese Richtung. Dieser Wasserstoffzug der Firma Alstom ist einer von 27 Zügen, die ab Dezember auf mehreren Strecken in der Region fahren werden. Damit sei ein wichtiger Anfang gemacht, sagt Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Volker Wissing, FDP, Bundesverkehrsminister „Die Transformation hin zur klimaneutraler Mobilität wird jetzt Realität in Deutschland. Hier entsteht die größte Flotte an Wasserstoffzügen weltweit. Das ist wichtig, wir brauchen solche Pionier-Projekte, um ganz schnell unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Deshalb fördere ich das mit 24 Millionen Euro und wir hoffen, dass es ganz schnell viele Nachahmer gibt.“ Der Zug wird von einer Brennstoffzelle angetrieben: In ihr reagiert Wasserstoff kontrolliert mit Sauerstoff – dadurch entsteht elektrische Energie, die den Zug bis auf 140 Stundenkilometer beschleunigen kann – ohne CO2-Emmissionen, der Zug gibt an die Umwelt nur Wasserdampf ab. In Hessen fahren bereits 75% der Züge elektrisch – wenn der gesamte Strom aus erneuerbaren Energien stammen würde, würden sie klimaneutral fahren. Aber viele Strecken können nicht elektrifiziert werden. Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) „Aber wo es sich wirtschaftlich nicht lohnt, eine neuen Oberleitung zu bauen, weil sie Bauwerke haben wie Tunnel etc., dort ist für uns der Wasserstoff die Alternative.“ Und hier kommt er her, der Wasserstoff: aus einer Tankstelle im Industriepark-Höchst. Dieser Wasserstoff ist aber nur sogenannter grauer Wasserstoff. Das bedeutet, dass für seine Produktion fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdgas genutzt werden. Nur wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien hergestellt würde, würde er als grüner Wasserstoff gelten – […]

  • Scheitert der Verkauf des Flughafens Hahn?

    Scheitert der Verkauf des Flughafens Hahn?

    Ende Juni hieß es Aufatmen für die Mitarbeiter des Flughafens Frankfurt Hahn im Hunsrück. Das Frankfurter Unternehmen SWIFT Conjoy wollte den insolventen Flughafen übernehmen. Doch seitdem ist der Kaufprozess zum Stillstand gekommen und die Befürchtungen werden groß, dass der Deal doch noch platzen könnte. Die Stimmung ist angespannt. Eigentlich sollte der Verkauf des Flughafen Hahn schon längst abgeschlossen sein. Doch der Betriebsratsanwalt der Gesellschaft glaubt jetzt, dass ein Verkauf an den Investor SWIFT Conjoy gar nicht erst zustande kommt. Georg Wohlleben, Betriebsratsanwalt Frankfurt Hahn „Vorgesehen war ein Betriebsübergang zum 01.09, nachdem der Kaufvertrag Ende Juni geschlossen wurde. Und dieser Betriebsübergangszeitpunkt wurde sukzessive immer weiter verschoben und zuletzt wurde gesagt: Der 01.11 wird es sein. Und er ist es wieder nicht geworden. Und gleichzeitig äußert sich der Käufer nicht und nimmt auch keinen Kontakt zum Beispiel mit dem Betriebsrat auf.“ Der neue Investor hat das Geld für den Kauf des Flughafens bisher immer noch nicht bezahlt. Erst wenn das geschehen ist, kann der Landesbetrieb Mobilität die Betriebsgenehmigung an den Käufer überschreiben. Nur mit dieser Genehmigung kann der Flugverkehr unter dem neuen Investor fortgeführt werden. Die Zahlungsfrist soll laut Medienberichten am Dienstag auslaufen. Sollte SWIFT Conjoy bis dahin nicht gezahlt haben, hätte das schwerwiegende Folgen. Georg Wohlleben, Betriebsratsanwalt Frankfurt Hahn „Dann würde der Insolvenzverwalter dazu übergehen, den Kaufvertrag im Ergebnis rückabzuwickeln – aufzulösen. Natürlich muss es mit dem Flughafen weitergehen. Er läuft ja profitabel. Das dürfen wir nicht vergessen. In der Insolvenz läuft er profitabel. Richtigerweise würde der Insolvenzverwalter dann in der Bieterreihe von Juni an den nächsten Bieter gehen und ihn fragen, ob er noch Interesse hat zu diesen Konditionen einzusteigen.“ Es ist nicht das erste Mal, dass der Mutterkonzern der SWIFT Conjoy, SWIFT Holding negativ auffällt. Der Frankfurter Unternehmer Daniel Korn war Teil eines Immobilienprojekts, bei dem auch die SWIFT […]

  • Polizeikontrolle in Koblenzer Fahrradstraße

    Polizeikontrolle in Koblenzer Fahrradstraße

    Seit Juni heißt es in der Casinostraße in Koblenz: freie Fahrt für Fahrradfahrer. Denn dort dürfen nur unmotorisierte Zweiräder verkehren. Eigentlich – denn in der Praxis hält sich kaum ein Autofahrer an das Durchfahrtsverbot. Die Polizei in Koblenz hat deshalb eine Kontrollaktion gestartet und jede Menge Verstöße in der Fahrradstraße festgestellt. Polizist: „Wir führen eine Verkehrskontrolle durch. Ich hätte gerne einmal ihren Führerschein und ihren Fahrzeugschein.“ Autofahrer: „Gerne.“ Polizist: „Der Grund für die Kontrolle ist: Sie sind in eine Fahrradstraße eingefahren.“ Autofahrer: „Wat bin ich?“ Polizist: „In eine Fahrradstraße eingefahren.“ Autofahrer: „Ja, ich kann doch da hinten gar net anders.“ Polizist: „Von wo kommen Sie denn?“ Autofahrer: „Ja, von der Luisenstraße.“ Polizist: „Ja, Sie dürfen aber die Fahrradstraße nicht befahren.“ Polizist: „Ja danke schön. Das stellt leider eine Ordnungswidrigkeit dar. Die Ordnungswidrigkeit ist mit 15 Euro Verwarngeld geahndet. Sie haben die Möglichkeit das vor Ort mit EC-Karte zu bezahlen.“ Nicht gewusst, nicht gesehen, einfach ignoriert. Dieser Autofahrer aus Koblenz wird heute um 15 Euro ärmer. Wilhelm Fleuter, aus Koblenz „Grundsätzlich für so’n Mist tut jeder Euro weh. Ist doch klar. Man hat ja nichts davon.“ Zwar bleibt der Mann freundlich – aber Einsicht? Fehlanzeige! Dass das eine reine Fahrradstraße sei, habe er eben nicht gewusst. Wilhelm Fleuter, aus Koblenz „Ja, gut, dass ab und zu mal eine Kontrolle gemacht wird, ist okay, ne. Aber warum ich jetzt eine Verwarnung kriege, wenn ich keine andere Möglichkeit habe als hierher zu fahren, ist mir unverständlich.“ Max Witt, Polizeikommissar aus Koblenz „Ja diese Aussage höre ich tatsächlich relativ oft. Es gibt eigentlich immer eine Möglichkeit, nicht in eine Straße zu fahren, in die man nicht rein darf. Ich habe dem Herrn auch gesagt, wo die Möglichkeit bestanden hätte. Dann folgen meistens weitere Ausreden. ‚Nee, das wäre dann nicht gegangen‘ oder ‚Das wäre dann […]

  • Frankfurter Flughafen mit positiver Neun-Monats-Bilanz

    Frankfurter Flughafen mit positiver Neun-Monats-Bilanz

    Am Frankfurter Flughafen blickt man heute zufrieden auf die ersten neun Monate des laufenden Jahres zurück. 35,9 Millionen Passagiere zählte der Flughafenbetreiber Fraport – und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Das wirkt sich auch positiv auf die Unternehmensbilanz aus. Wenngleich das Vor-Corona-Niveau noch in der Ferne liegt. So sieht ein zufriedener Flughafenchef aus. Stefan Schulte macht sich locker für die heutige Bilanzpressekonferenz der Fraport. Nach einem verhaltenen Jahresstart durch die Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus geht es ab März steil bergauf mit den Passagierzahlen. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport „Wir haben ein sehr starkes Verkehrswachstum gesehen, gerade im Sommer, was aber auch weit in den Herbst hinein gegangen ist. Insbesondere auch an den internationalen, touristischen Flughäfen. Und das hat sich natürlich dann in den Zahlen übersetzt. Jetzt mit einem EBITDA, also einem operativen Ergebnis von 830 Millionen Euro. Das ist schon wieder sehr gut.“ Ein operatives Ergebnis, das in der Sommerreisezeit nur vier Prozent unter dem Niveau von 2019 liegt. Trotzdem bleibt das Konzernergebnis mit 98 Millionen Euro in neun Monaten deutlich hinter dem Vorjahreszeitraum zurück. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport „Einerseits durch die Vollabschreibung, die wir auf das Russlandgeschäft vorgenommen haben, aus reinen Vorsichtsgründen. Und andererseits aus Vorjahreseffekten, weil wir dort positive Sondereffekte hatten, durch Kompensationszahlungen wegen Corona, die in diesem Jahr nicht mehr aufgetreten sind.“ Auch das Cargo-Aufkommen am Frankfurter Flughafen sank um rund 13 Prozent. Wegen der weltweit angespannten Wirtschaftslage und des eingeschränkten Luftraums, etwa durch den Ukraine-Krieg. Positiv stimmt die Fraport dagegen der aktuell auf 90 Prozent des Vorkrisenniveaus liegende Winterflugplan. Und die Übernahme der Sicherheitskontrollen von der Bundespolizei zum Jahreswechsel. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport „Wir können dann die Sicherheitskontrollen selbst öffnen, schließen, neue zuschalten. Und vor allem, wir können in eigenes Equipment investieren. Also auch in ein Equipment, wo Sie den Computer oder […]

  • „DadiLiner“ – die Alternative zu Bus und Bahn

    „DadiLiner“ – die Alternative zu Bus und Bahn

    Flexibel unterwegs sein und das ohne eigenes Auto – so wünschen sich viele den Verkehr der Zukunft. Im Kreis Darmstadt-Dieburg soll genau das in einem Pilotprojekt erprobt werden. Dazu rollt ab dem kommenden Wochenende der DaDi-Liner durch die Straßen, eine Art Sammeltaxi, das den klassischen Schienen- und Busverkehr ergänzen soll. Der Fahrgast startet die App, bucht eine Fahrt und wird im Idealfall zur gewünschten Zeit an einem Abholpunkt in seiner Nähe eingesammelt. So zumindest die Theorie. In der Praxis ist man aber auch von anderen Nutzern des DadiLiners abhängig. Denn: Die Software der App bündelt verschiedene Fahrgastwünsche. Dr. André Kavai, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH „Allerdings ist das Netz der virtuellen Haltestellen so wahnsinnig ausgeweitet, dass eigentlich fast niemand eine längere Distanz bis zu seiner nächsten Haltestelle zurücklegen muss. Das ist das eine. Und zum Zweiten, dass sozusagen auch in Richtung von Verkehrsströmen natürlich ein größeres Angebot auch zu erwarten ist.“ Möglich sind: Fahrten von A nach B oder Zubringerfahrten zum regulären Bahn- und Busverkehr. Dafür sind ab Samstag ingesamt 8 DadiLiner unterwegs – in Erzhausen, Weiterstadt, Griesheim, Pfungstadt und Babenhausen. Dominik Stadler, Bürgermeister Babenhausen „Es geht hier um das Angebot den ÖPNV zu ergänzen. Und insbesondere, weil wir sehr viele Stadtteile haben, die weit auseinander liegen, dass ich denke, dass es genau hier für die Zielgruppen möglich ist, am Wochenende in den Randzeiten, diese Personen sicher von A nach B befördern zu lassen.“ Unter der Woche von 5 bis 1 Uhr, am Wochenende von 5 bis 3 Uhr: Als On-Demand-Shuttle fährt DaDiLiner, sobald eine Fahrt gebucht wurde – ganz ohne festen Fahrplan oder Linienweg. Das Ziel: Autofahrten und somit Individualverkehr ersetzen und Neukunden für den ÖPNV gewinnen. Pro Fahrt zahlt man pauschal bis zu 3,50 Euro, hinzu kommen 30 Cent je gefahrenem Kilometer. Und da der DadiLiner als Erweiterung des ÖPNV […]

  • Lufthansa mit Milliardengewinn im dritten Quartal

    Lufthansa mit Milliardengewinn im dritten Quartal

    Flugausfälle, lange Warteschlangen, Koffer-Chaos – die Luftfahrtbranche produzierte im Sommer viele negative Schlagzeilen. Umso erfreulicher ist die Bilanz, die die Lufthansa heute in Frankfurt für die ersten neun Monate vorlegt. Die Reiselust der Deutschen ist zurückgekehrt. Die Lufthansa ist endlich wieder im Aufwind. Während der Corona-Pandemie wäre der größte deutsche Luftfahrtkonzern ohne staatliche Finanzhilfen pleite gegangen. In diesem Jahr musste er erneut mehrere tausend Flüge streichen, weil am Boden und in den Flugzeugen Personal fehlte. Doch jetzt, sagt Vorstandschef Carsten Spohr, habe der Lufthansa Konzern die Pandemie wirtschaftlich hinter sich gelassen und blicke optimistisch nach vorne. Denn die Nachfrage nach Flugtickets nehme wieder kontinuierlich zu. Dabei gönnten sich Geschäfts-reisende und Urlauber häufiger teurere Buchungsklassen als früher. Besonders erfreulich: Die Hauptmarke Lufthansa ist zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise wieder profitabel. Ihre neuen Direktflüge nach Rio de Janerio, Bangkok und San Diego werden gut gebucht.  Die Entscheidung der Billigtochter Eurowings, auch Südafrika, Tansania und Mauritius anzufliegen, hat sich als richtig erwiesen. Insgesamt schreiben alle Fluglinien des Konzerns wieder schwarze Zahlen. Weil auch die Frachtsparte Lufthansa Cargo und die Wartungssparte Lufthansa Technik dieses Jahr mit Rekordergebnissen rechnen, ist Carsten Spohr sicher: Bis Ende 2022 wird die Lufthansa AG alle staatlichen Finanzhilfen zurückzahlen können. Derzeit stellt der Konzern jeden Monat rund 1000 neue Mitarbeiter ein. Bis zum Jahr 2030 will er 180 neue Maschinen kaufen. Kein Wunder, dass an der Frankfurter Börse heute auch die Lufthansa-Aktie zu einem Höhenflug ansetzten: Zeitweise lag ihr Kurs über 2,6 % im Plus.          

  • Film-Oldtimer aus Hessen

    Film-Oldtimer aus Hessen

    Wenn Sie in Spielfilmen alte deutsche Polizeiautos sehen, dann kommen die höchstwahrscheinlich aus Marburg. Denn der Polizei-Motorsport-Club Marburg hat eine Sammlung von über 100 historischen Polizeifahrzeugen, die sie regelmäßig an nationale und internationale Filmproduktionen verleihen. Wir haben uns diese einmalige Sammlung für sie angeschaut. Dieses Polizeiauto ist schon seit Jahren nicht mehr im Einsatz. Zumindest nicht im aktiven Polizeidienst. Der BMW 501 ist nur eines von vielen Fahrzeugen in der Sammlung des Marburger Polizei-Motorsport-Clubs. In mehreren Hallen stehen hier Schätze aus den letzten sechs Jahrzehnten. Eberhard Dersch, Vorsitzender PMC Marburg e.V. „Die Fahrzeuge sind halt eigentlich mobiles Kulturgut. Wir sind zum einen bei Oldtimer-Veranstaltungen im Einsatz, bei größeren Veranstaltungen, und so kamen wir auch immer mehr und mehr zu Filmeinsätzen. Es fing vor über 20 Jahren an und da kamen nach und nach immer mehr Filmanfragen.“ Seitdem waren die Polizeiautos in zahlreichen deutschen Filmen, wie zum Beispiel dem Drama „Der Baader Meinhof Komplex“, zu sehen. Aber auch in internationalen Produktionen wie dem Hollywood-Film „Spencer“, sind Fahrzeuge aus Marburg zum Einsatz gekommen. Bei den Filmaufnahmen werden die Autos meistens von den Mitgliedern des Clubs gefahren. In einigen Fällen müssen aber auch die Schauspieler ans Steuer der Oldtimer. Eberhard Dersch, Vorsitzender PMC Marburg e.V. „Hier haben wir ein ganz besonderes Fahrzeug. Einen VW T1. Baujahr 1964. Der war auch schon mehrfach im Filmeinsatz gewesen. Wie zum Beispiel im Werner-Film ‚Werner: Eiskalt‘. Da war der VW T1 im Einsatz. Da hat ihn der Brösel auch selbst gefahren. Und das war nicht so ohne, wie der gefahren ist. Da hatten wir uns schon Gedanken gemacht, dass irgendwas kaputtgeht. Aber es ist glücklicherweise nicht geschehen.“ Sollte doch einmal etwas kaputtgehen, kann sich der Club selbst um die Reparaturen kümmern. Die Mitglieder des PMC sind entweder ehemalige Polizisten oder KFZ-Mechaniker. Die Autos in der Sammlung wurden […]

  • Drei Verletzte bei Unfall auf der A 67

    Drei Verletzte bei Unfall auf der A 67

    Auf der Autobahn 67 bei Pfungstadt hat sich gestern Abend ein schwerer Unfall ereignet. Insgesamt drei Personen werden verletzt.   Es passiert gegen 23:15 Uhr zwischen dem Darmstädter Kreuz und der Anschlussstelle Pfungstadt. Ein 30-jähriger Däne ist gerade dabei einen LKW zu überholen als sich ein 36-jähriger Gernsheimer mit hoher Geschwindigkeit nähert. Er fährt dem Überholenden ungebremst ins Heck. Durch die Wucht des Aufpralls überschlägt sich der PKW mit zwei dänischen Radsportlern mehrfach, rammt ein Ausfahrtsschild und bleibt einige Meter weiter auf dem Grünstreifen liegen. Das Fahrzeug wird durch den Unfall massiv verformt. Doch wie durch ein Wunder können sich die Insassen selbst aus dem Wrack befreien. Sie werden schwer verletzt und genauso wie der Gernsheimer in ein Krankenhaus gebracht. Wie sich durch eine Blutentnahme herausstellt ist der Unfallverursacher alkoholisiert. Ihm wird noch vor Ort der Führerschein entzogen. An den Fahrzeugen entsteht ein Sachschaden von 65.000 Euro. Der Ausfahrtsbereich sowie die rechte Fahrspur der Autobahn waren aufgrund der Bergungsarbeiten und wegen herumliegender Trümmerteile und Glassplitter in der Nacht für mehrere Stunden voll gesperrt. Die genaue Unfallursache soll nun ein Gutachter klären.

  • Schlechte Noten für hessische Rastplätze

    Schlechte Noten für hessische Rastplätze

    Auf langen Autofahrten sollen sie ein Ort zum Verweilen sein. Doch oft sind Autobahn-Rastplätze schmutzig und nicht gerade einladend. Der ADAC hat jetzt bundesweit Rastplätze unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Die am schlechtesten bewerteten Rastplätze Deutschlands befinden sich in Hessen. Wir haben bei den zwei schlechtesten eine Rast eingelegt.   Der Rastplatz „Stadtwald“ an der A3 bei Frankfurt. Die Toiletten dreckig, die Picknick-Ecke vermüllt, die Parkplätze überfüllt. Er steht im Ranking des ADAC auf dem letzten Platz. In dem bundesweiten Test wurden insgesamt vier hessische Rastplätze geprüft. Alle fallen durch und werden nur mit mangelhaft und sehr mangelhaft bewertet. Wolfgang Herda (ADAC Hessen-Thüringen e.V.): „Offensichtlich ist es so, dass hier viele Rastanlagen noch nicht modernisiert worden sind. Das sieht man auch. Im Prinzip hat die Autobahn GmbH in den letzten zwei Jahren bundesweit 27 unbewirtschaftete Rastanlagen mit Toilettenanlagen renoviert. Das ist nicht viel bei 1500 unbewirtschafteten Anlagen. Und das gilt dann eben auch für Hessen.“ Bei den Tests auf den Rastplätzen wurden vor allem die sanitären Anlagen geprüft. In Hessen waren sie in einem erschreckenden Zustand. Von hygienischen Bedingungen keine Spur. Lange Rasten möchte hier niemand. Martin Hemmings: „Es ist nicht das Beste der Welt, sagen wir mal so. Auch nicht das Sauberste. Aber auch nicht das Schlimmste.“ Uwe Teuschel: „Sehr unsauber. Die Toiletten an sich sind eigentlich eine Zumutung aber besser als wenn man hier überhaupt keine hätte, sag ich mal.“ Marion Teuschel: „Da riecht es auch nicht gerade so angenehm, sag ich jetzt mal. Und manchmal kann man froh sein dass Wasser läuft zum Händewaschen.“ Bewertet wurde auch die Verteilung der Stellplätze für PKW und LKW, aber auch die persönliche Sicherheit. Wolfgang Herda: „Wir haben zum einen geschaut wie sieht das mit der Beleuchtung auf den unbewirtschafteten Rastplätzen aus. Und wir haben eben dabei auch festgestellt, dass […]

  • Darmstadt streicht Straßenbahn-Linie wegen Ukraine-Krieg

    Darmstadt streicht Straßenbahn-Linie wegen Ukraine-Krieg

    Der russische Angriff auf die Ukraine hat nicht nur Folgen für die Energieversorgung. Auch manche Ersatzteile sind immer schwieriger zu bekommen, zum Beispiel für Straßenbahnen. In Darmstadt macht sich das nun bemerkbar: Es fallen derzeit so viele Bahnen aus, dass eine komplette Linie gestrichen werden muss. Lenkstangen oder große Federn – sind diese Teile defekt, legt das eine ganze Straßenbahn lahm. In Darmstadt stehen derzeit 14 Bahnen defekt in der Werkstatt, fast ein Drittel der gesamten Flotte. Wann die Straßenbahnen wieder repariert sind – ungewiss. Denn durch den Krieg in der Ukraine kommt der Darmstädter Verkehrsbetrieb HEAG mobilo einfach nicht an Ersatzteile. Lennart Sauerwald, Pressesprecher HEAG mobilo „Weil die teilweise in der Ukraine produziert werden. Dort gibt es derzeit nachvollziehbarerweise Lieferprobleme. Deswegen bekommen wir die nicht und können die hier nicht einbauen, um unsere Straßenbahnen zu reparieren.“ Auch Ersatzteile aus China sind wegen den dortigen Corona-Lockdowns derzeit nur schwer zu bekommen. Wegen der lahmgelegten Bahnen kommt es in Darmstadt immer wieder zu Verspätungen und Fahrtausfällen. Ab Ende Oktober wird nun eine gesamte Straßenbahnlinie im Norden der Stadt gestrichen. Stattdessen sollen Ersatzbusse fahren. Doch einigen Fahrgästen graut es jetzt schon vor der Fahrt im Bus Barbara Becker, aus Darmstadt-Arheilgen „Die fahren wie die Henker, die Busse. Ich fahre sonntags immer mit dem H-Bus zu meiner Mutter. Und da fliege ich mit dem Ding komplett durch den Bus durch. In der Straßenbahn ist es schon besser für mich.“ Alexander Reinhardt, studiert in Darmstadt „Morgens sind die Busse aufgrund der Schülerinnen und Schüler immer sehr überfüllt. Rappelvoll, so dass man da press an press steht. Und aufgrund der Corona-Pandemie ist es – denke ich – vorteilhafter, mit der Bahn zu fahren.“ Zudem brauchen die Busse gerade in Stoßzeiten deutlich länger durch die vollen Straßen, dafür sollen sie öfter fahren. Bis Ende September 2023 […]