Verkehr

  • Gepimpte E-Bikes - Frankfurter Politiker fordert mehr Kontrollen

    Gepimpte E-Bikes – Frankfurter Politiker fordert mehr Kontrollen

    Neben E-Scootern gehören auch E-Bikes längst zum Alltag auf unseren Straßen, vor allem in den großen Städten. Laut der Verkehrsunfallstatistik der Polizei Frankfurt ist die Zahl der Unfälle mit E-Bike-Beteiligung im Stadtgebiet zuletzt deutlich gestiegen. Ein Grund: Immer mehr Menschen sind mit diesen Fahrzeugen unterwegs. Doch im Rathaus Römer wird auch ein anderer Aspekt diskutiert: das illegale Tuning von E-Bikes. An der Hauptwache in Frankfurt hat die Polizei Fahrräder auf solche technischen Veränderungen überprüft. „Hallo. Eine Verkehrskontrolle. Wir wollten hier mal das Fahrrad überprüfen, deswegen fahren sie mal kurz auf die andere Straßenseite. Es dauert auch nicht lange.“ Für diesen E-Bike Fahrer heißt es heute – Polizeikontrolle! Der Beamte  schaut nach, ob das Rad technisch verändert wurde. Julius Ohlig, Polizei Frankfurt „Also ich überprüfe gerade, ob das Fahrrad selbstständig fahren kann. Es darf eine Tretunterstützung haben, es darf aber nicht von sich aus fahren können.“ Das Ergebnis: Das Fahrrad ist regelkonform. Es wurde nicht manipuliert. Der Mann darf weiterfahren. Besonders Lieferdienste rücken immer wieder in den Fokus. Dem mobilitätspolitischen Sprecher der CDU im Frankfurter Römer, Frank Nagel, fällt auf: Einige dieser Fahrzeuge überschreiten die zulässigen technischen Grenzen. Frank Nagel (CDU), Stadtverordneter Frankfurt „Es gibt immer wieder Fahrzeuge, die deutlich schneller als 25 km unterwegs sind oder ohne überhaupt zu treten, fahren. Das bedeutet also, dass sie in einer ganz anderen Klassifikation sind. Versicherungsschutz wäre notwendig, es wäre ein Helm notwendig. Und man muss ganz klar sagen, dass die Fahrradfahrer dann in einem Tempo unterwegs sind, dass kein Fußgänger mit ihnen rechnet.“ Ein konkreter Zusammenhang zwischen illegalem Tuning  und mehr  E-Bike-Unfällen wurde  zwar bislang durch keine  Studie belegt, dennoch reichen Frank Nagel die bisherigen Maßnahmen nicht aus. Er fordert mehr Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt. Hier gehen heute allerdings keine manipulierten E-Bikes ins Netz. Die Polizei setzt trotzdem auf solche Einsätze, um […]

  • Grünes Licht vom Bund: Weiterer Ausbau der B10 in der Südwestpfalz

    Grünes Licht vom Bund: Weiterer Ausbau der B10 in der Südwestpfalz

    Nach vielen Verzögerungen kam diese Woche die gute Nachricht: Bei einem Teilstück der B10 ist nun klar, wie gebaut werden soll. Doch Baurecht gibt es noch nicht. Das jahrelange Warten hat ein Ende: Seit dieser Woche ist klar, wie es mit dem Ausbau der Bundesstraße 10 weitergeht. Auf dem Teilstück zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein hat das Bundesverkehrsministerium nun die Straßenführung festgelegt. Für den neuen Landesverkehrsminister ein Meilenstein: Achim Schwickert (CDU), Verkehrsminister RLP „Das bedeutet im Prinzip, dass wir an der B10 in dem Abschnitt um Hauenstein ein ganzes Stück vorangekommen sind. Indem der Bund eigentlich eine von uns vorgeschlagene Variante – wir hatten drei Varianten vorgeschlagen, das ist so vorgesehen im Verfahren – sich für die entschieden hat, die wir vorgeschlagen haben.“ Heißt: Ganze 8 Jahre hat es nun gedauert bis der Bund sich festgelegt hat, dass die dann vierspurige Straße genau dort entsteht, wo jetzt schon die B10 verläuft. Vor allem die naturschutzrechtlichen Gutachten haben den Prozess immer weiter in die Länge gezogen – rechnet die Bürgerinitiative zum vierspurigen Ausbau der B10 vor. Erich Weiß, Bürgerinitiative „B10 – vier Spuren jetzt“ „So ein Gutachten ist nicht einmal erstellt ewig gültig. Nach vier Jahren verliert es seine Rechtsgültigkeit. Und da hatten wir eben in diesem Streckenabschnitt zwei solche Durchläufe. Und das ist schon ermüdend, auch frustrierend, keine Frage, weil’s halt nicht vorwärts geht, sondern sich die Bürokratie selbst feiert.“ Allein in den letzten 10 Jahren mussten 66 Gutachten gemacht werden. Viele weitere werden folgen. Seit dieser Woche nun liegt der Ball wieder bei der Landesregierung, die einen Vorentwurf erarbeiten muss. Heißt: Die Planungen müssen nun konkreter werden. Und erst danach geht es um die Baugenehmigung. Dass dies noch ein weiter Weg ist, ahnt auch der neue Landesverkehrsminister. Er hat eine kurze und klare Antwort auf die Frage, ob Verkehrsprojekte in […]

  • Mehr Tempo bei Verkehrsprojekten: Im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

    Mehr Tempo bei Verkehrsprojekten: Im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

    Bis der jetzt genehmigte Verlauf der B10 abgenickt wurde, hat es acht Jahre gedauert. Ein neues Gesetz soll Genehmigungsverfahren bei Verkehrsprojekten beschleunigen. Kann das auch Auswirkungen auf den B10-Ausbau haben? Eva Dieterle, Moderatorin: Wir müssen also schneller werden. Darüber sprechen wir jetzt. Wir schalten jetzt zu einem Rheinland-Pfälzer in Berlin: Bundes-Verkehrsminister Patrick Schnieder. Guten Tag. Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister: Guten Tag, ich grüße Sie. Dieterle: Herr Schnieder, jetzt ist es also klar, wie es mit dem B10 Ausbau weitergeht. Sie sind erst seit gut einem Jahr Bundes-Verkehrsminister. Dennoch, die Menschen vor Ort in der Südwestpfalz fragen sich, warum es acht Jahre dauert, um zu schauen, wie der Straßen-Verlauf der B10 sein soll? Schnieder: Ja, in der Tat. Wir haben sehr komplizierte Verfahren in Planung und Genehmigung. Die Bautätigkeit selbst ist in den allermeisten Fällen gar nicht das Problem, sondern das, was vorher zu bewältigen ist. Und das sehen wir auch bei der B10. Wir haben jetzt für den Abschnitt Hinterweidenthal – Hauenstein eine Vorzugsbehandlung erstellt. Es kann jetzt weitergehen. Aber Sie sagen zu Recht, das dauert viel zu lange, und das wollen wir in Zukunft ändern. Dazu haben wir im Gesetzentwurf vorgelegt, damit wir in Zukunft schneller planen und genehmigen können. Dieterle: Lassen Sie uns über dieses Gesetz sprechen, das zu mehr Tempo bei Verkehrs-Projekten führen soll. Genehmigungs-Verfahren sollen so beschleunigt werden. Wird das auch Auswirkungen auf den Ausbau der B10 haben? Schnieder: Ja. Wir haben beschlossen, dass wir wichtige Infrastrukturvorhaben des Bundes ins überragende öffentliche Interesse stellen. Das heißt, diese Projekte haben einen Abwägungsvorrang vor anderen Projekten und vor anderen Abwägungsentscheidungen, weil sie eine besondere Bedeutung haben. Davon profitieren die Autobahnen., eine Reihe von Autobahnen, so zum Beispiel auch der Lückenschluss der A1. Für den ersten Abschnitt haben wir ja Baurecht schon erhalten. Dort wird weitergebaut. Für die anderen […]

  • Hessens Infrastruktur: Bei diesen Projekten drückt der Verkehrsminister aufs Gas

    Hessens Infrastruktur: Bei diesen Projekten drückt der Verkehrsminister aufs Gas

    Hessens Straßen sind marode und in die Jahre gekommen. Das das soll sich nun langfristig ändern. Der hessische Verkehrsminister Kaweh Mansoori hat heute in Wiesbaden das Sanierungsprogramm für die kommenden vier Jahre vorgestellt. Insgesamt 850 Millionen Euro sollen vor allem in Landesstraßen fließen, 140 Millionen kommen aus dem schulden-finanzierten Sondervermögen des Bundes. Rund 450 Kilometer Strecke sollen saniert werden, zahlreiche Brücken instand gesetzt und Orts-Durchfahrten gemeinsam mit den Kommunen sicherer gemacht werden. Kaweeh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Dass investrert werden muss, davon können sich ja viele im Land ein eigenes Bild machen. Das Landesstraßenbild ist tatsächlich besser geworden in den letzten Jahren. Trotzdem haben wir einen großen Sanierungsstau, den wollen wir jetzt  angehen mit diesem Programm, in das 850 Millionen Landesmittel fließen.“

  • Ludwigshafener Hochstraße Süd wiedereröffnet

    Ludwigshafener Hochstraße Süd wiedereröffnet

    Viele Menschen in der Rhein-Neckar-Region dürften jetzt erleichtert sein. Sieben Jahre lang haben sie auf diesen Moment gewartet: Jetzt ist die Hochstraße Süd in Ludwigshafen fertiggestellt. Die 150 Millionen Euro teure Baustelle hat zu einem Verkehrschaos und zu vielen Staus geführt. Doch heute wurde die eineinhalb Kilometer lange Strecke wieder offiziell eröffnet. Endlich: Auf diesen Moment haben viele lange gewartet. Die Hochstraße Süd hier in Ludwigshafen ist mit diesem Schnitt ab heute feierlich eröffnet. Für die Stadt ein großer Tag. Klaus Blettner (CDU), Oberbürgermeister Ludwigshafen „Ja das ist schon ein Meilenstein bei der Transformation der Mobilität in unsere Stadt. Da freut man sich. Sieben Jahre war das jetzt hier gesperrt. In Rekordbauzeit erneuert, auch wenn es sich meistens für die Bürgerinnen und Bürger lang angefühlt hat. Faktisch ist es für Deutschland wirklich eine gute Leistung in dieser kurzen Zeit das ganze wieder zu erneuern.“ Sieben Jahre lang sorgte dieser Abschnitt für eine Riesen-Baustelle mitten in der zweitgrößten Stadt Rheinland-Pfalz. Rückblick: 2019 der plötzliche Schock: Die Brücke ist einsturzgefährdet und wird von den einen auf den anderen Tag komplett gesperrt. Plötzlich fährt auf der Hochstraße Süd gar nichts mehr: Ein Verkehrschaos entsteht. Nicht nur Autos, sondern teils auch Straßenbahnen und Busse stehen deswegen still. Dabei galten die beiden Hochstraßen Nord und Süd als die wichtigsten Verkehrswege der Region – haben Ludwigshafen und Mannheim miteinander verbunden. Nach der Sperrung der Hochstraße Süd lief der gesamte Verkehr nur noch über der Hochstraße Nord. Der Abriss und Neubau verläuft im Rekordtempo – auch durch ein erneuertes Planbeschleunigungsgesetz des Bundes. Trotzdem: Für viel Stau und Stress haben die Bauarbeiten dennoch gesorgt. Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz „Eine Brücke, die in diesem Maße bisher genutzt worden ist und die auch gebraucht worden ist, wenn die nicht mehr da ist bedeutet das Umleitungen, bedeutet Stau, bedeutet eben auch […]

  • Große Bahn-Streckensanierung in den Startlöchern

    Große Bahn-Streckensanierung in den Startlöchern

    Die vielen Einschränkungen bei der Deutschen Bahn haben nicht nur Negatives. Denn: der Plan steht, die Deutsche Bahn soll zuverlässiger werden. Und deshalb bringt sie deutschlandweit ihr Streckennetz in Schuss. Die Strategie lautet: gebündelte Bauarbeiten statt Dauerbaustellen. Bald startet ein weiteres Projekt in unserer Region. Auf der rechten Rheinseite wird – von Nordrhein-Westfalen kommend – der Abschnitt bis Wiesbaden saniert. Noch rollen die Züge – aber entlang der rechten Rheinstrecke laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Baustellenflächen werden eingerichtet und die Logistik für eines der größten Bahnprojekte in der Region organisiert. Am 10 Juli starten dann die Bauarbeiten zwischen dem nordrhein-westfälischen Troisdorf und Wiesbaden. Frank Schmidt ist Projektleiter für den Abschnitt zwischen Unkel und Wiesbaden. Frank Schmidt, Projektleiter DB InfraGO „Die Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke ist eine Bündelung von Einzelmaßnahmen, die wir in den nächsten fünf Monaten auf dieser Strecke während einer Totalsperrung umsetzen. Dabei werden wir rund 80 Kilometer Gleise erneuern, über 120 Weichen erneuern, alle 36 Verkehrsstationen attraktivieren und auch die Leit- und Sicherungstechnik erneuern.“ Betroffen sind vor allem Güterverkehr und Regionalzüge – Fernverkehrszüge fahren regulär nicht über die rechte Rheinstrecke. Frank Schmidt, Projektleiter DB InfraGO „Die rechte Rheinstrecke ist eine der meistbefahrenen Güterverkehrsstrecken in ganz Europa und damit eben auch ein Nadelöhr auf dieser Tangente zwischen Rotterdam und Genua. Und hat die Besonderheit, dass sie eben in einem Tal liegt und das macht es besonders herausfordernd für uns, für die Baumaßnahme die Logistik hier auch sicherzustellen, weil Flächen links und rechts der Bahn sehr rar gesät sind.“ Insgesamt 320 Baustelleneinrichtungsflächen wie diese in Neuwied, hat die DB InfraGo entlang der rechten Rheinstrecke geschaffen. Hier sollen alte und neue Baumaterialien gelagert werden. Insgesamt investiert die Deutsche Bahn rund 1,4 Milliarden Euro in das Projekt – mit dem Ziel, die Strecke langfristig zuverlässiger und weniger störanfällig zu machen. Für […]

  • Pilotprojekt mit selbstfahrendem Auto

    Pilotprojekt mit selbstfahrendem Auto

    Der Öffentliche Personennahverkehr soll ausgebaut. Das zumindest hören wir tagein tagaus von der Politik. Und tatsächlich werden allein in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr eine Milliarde in Bus und Bahn gesteckt. Doch gerade in ländlichen Regionen bleibt alles beim Alten – das Auto ist unverzichtbar. Ein Pilotprojekt in der Eifel soll jetzt dabei helfen auch Menschen ohne eigenes Auto individuell von A nach B zu bringen. Dennis Hohenfeld macht eine Ausbildung zum Mechatroniker. Regelmäßig muss er deshalb nach Gerolstein in die Berufsschule.  Dazu nutzt er einen besonderen Fahrservice der Verbandsgemeinde Arzfeld. Dieses Auto fährt zwar fast von ganz allein – ein Fahrer muss aber weiterhin überwachen, dass das Fahrzeug keine Fehler macht. Dennis Hohenfeld, Auszubildender „Ich fahre morgens ca. 20 bis 30 Minuten zur Schule und wenn ich den Full Self Driving überwachten Service nutze, dann muss ich mich gar nicht anstrengen zur Schule zu kommen und kann dann auf dem Weg entspannen und das ist auf jeden Fall hilfreich für mich selbst.“ Fahrten mit dem selbstfahrenden Auto, aber auch den herkömmlichen Rufbussen, können per Anruf bei der Verbandsgemeinde gebucht werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Rentner und Schüler ohne eigenes Auto, die beispielsweise zum Arzt oder zur Schule müssen. Johannes Kuhl (CDU), Bürgermeister Verbandsgemeinde Arzfeld „Aus meiner Sicht ist vielleicht irgendwann dieses komplett autonome Fahren ein bisschen auch die Zukunft, um die Lücken zu schließen. Wir sind sehr auf Individualverkehr angewiesen, wir haben einen verbesserten ÖPNV, aber auch da arbeiten wir mit einem Rufbussystem: Thema Fachkräftemangel. Und ich denke das sind so diese Schnittstellen, die uns zukünftig einfach weiterhelfen.“ Die Autos stellt Tesla Automation aus Prüm für das Pilotprojekt zur Verfügung. Der Full-Self-Driving Mode – also der Selbstfahrmodus – arbeitet mit acht Kameras am Fahrzeug und ist im deutschen Straßenverkehr eigentlich noch gar nicht zugelassen.  Für das Projekt […]

  • Schwere Störung bei der Bahn

    Schwere Störung bei der Bahn

    Verspätungen und Ausfälle – wer regelmäßig mit dem Zug unterwegs ist, kennt die Probleme der Deutschen Bahn. Doch die haben gestern Abend eine neue Dimension erreicht: Bundesweit fuhr am späten Abend kein einziger Zug mehr. Der komplette Regional-, Fern- und Güterverkehr – lahmgelegt. Die Bahn hat für das Desaster um Entschuldigung gebeten – zahlreiche Stimmen fordern eine umfassende Aufarbeitung und rasche Konsequenzen aus dem Vorfall. Leidtragende waren wieder einmal die Bahnreisenden. Der Blick auf die Anzeigetafel – vergangene Nacht dürfte er selbst für leidgeprüfte Bahnpendler sehr frustrierend gewesen sein. Nichts geht mehr. Hier am Frankfurter Hauptbahnhof stehen die Züge stundenlang still. Die Bahnsteige sind verwaist – oder voller wartender Menschen. Vor den Schaltern der Deutschen Bahn bilden sich lange Schlangen. Viele hoffen auf Informationen darüber, wann und wie es weitergeht – oder darauf, einen Taxi- oder Hotelgutschein zu ergattern. So manch Gestrandeter hat eine kleine Odyssee hinter sich. Michael, Passagier aus Heidelberg „Wir kommen von Hamburg und in Frankfurt Süd blieb der Zug einfach stehen. Und dann hieß es: Wir haben ‘ne Funkstörung deutschlandweit. Wir können nicht mehr weiterfahren. Dann saßen wir noch ‘ne Stunde im Zug etwa. Und dann hieß es: Der Zug muss geräumt werden. Sie können mit der Straßenbahn über Ginnheim irgendwie an den Hauptbahnhof kommen. Dort wird Ihnen weitergeholfen. Wenn die nicht ein Taxi irgendwie finanzieren, kommen wir nicht mehr nach Heidelberg.“ Ursache für das nächtliche Bahnchaos soll ein fehlerhaftes Software-Update gewesen sein, das wohl zum Ausfall des digitalen Bahnfunks führte. Dieser gewährleistet die Kommunikation zwischen Zug und Leitstelle – und somit die Sicherheit im gesamten Bahnverkehr. Auch am Mainzer Hauptbahnhof müssen sich die wenigen verbliebenen Fahrgäste in Geduld üben, bis es gegen 00:30 Uhr endlich heißt: IT-Störung behoben. Dann rollt der Zugverkehr bundesweit langsam wieder an, doch auch heute kommt es noch zu Folgeverspätungen und […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Brand Pizzeria in Wetzlar: Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet — Gesundheitsminister Hoch sieht Gefahr für medizinische Versorgung — RMV-Fahrscheine werden nicht teurer Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet Die Polizei geht davon aus, dass das verheerende Feuer in einer Pizzeria in Wetzlar in der Nacht zu Dienstag absichtlich gelegt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen gab es in der Brandnacht im Innenraum der Pizzeria eine Explosion, die den Brand ausgelöst hat. Das Gebäude wurde völlig zerstört. Nach Schätzungen der Polizei entstand ein Sachschaden von rund einer Million Euro Hoch sieht Gefahr für medizinische Versorgung Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hält die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitsbereich für unausgewogen. Den größten Einsparbetrag müssten die Krankenhäuser leisten, obwohl viele rote Zahlen schreiben. Er befürchte, dass die Versorgung in den Krankenhäusern und im ambulanten Bereich zusammenbrechen könnte. Fahrscheine werden nicht teurer Der Rhein-Main-Verkehrsverbund wird seine Ticketpreise zum Jahreswechsel nicht erhöhen. Wie der RMV heute mitteilt, hat das der Aufsichtsrat beschlossen. Außerdem würden die unterschiedlichen Tarife und Zonen vereinfacht. Die Reform solle im Sommer 2027 umgesetzt werden. Die Details würden noch ausgearbeitet.

  • Verfolgungsjagd nach Polizeikontrolle

    Verfolgungsjagd nach Polizeikontrolle

    In den frühen Morgenstunden liefern sich mehrere Polizeiwagen eine Verfolgungsjagd mit einem flüchtenden Autofahrer. Selbst eine Nagelsperre stoppt ihn nicht – bis das Ganze in einem Unfall endet. Diese Straßenlaterne stoppt den weißen Wagen nach einer rund 20-minütigen Verfolgungsjagd. Die Polizei wollte den Fahrer auf der Autobahn bei Mörfelden-Walldorf kontrollieren, doch der flüchtet mit hoher Geschwindigkeit +ber die A5 und A661 bis Königstein im Taunus. Die Beamten wollen ihn mit einer ausgelegten Nagelsperre stoppen. Doch selbst mit platten Reifen gibt der Fahrer weiter Gas und kracht kurz darauf gegen den Laternenmast. Beide Insassen flüchten zu Fuß weiter. Der 29-jährige Beifahrer kann leicht verletzt gefasst werden, nach dem Fahrer wird weiter gefahndet. Im Auto finden die Polizeibeamten mehrere  alkoholische Getränke. Ob Alkoholkonsum der Grund für die Flucht war, müssen nun die Ermittlungen zeigen. Notiz am Rande: Auch einer der Polizeiwagen, der an der Verfolgungsjagd beteiligt war,  reißt sich die Reifen auf und muss heute Morgen abgeschleppt werden.

  • Abgehängtes Dorf Hirschthal

    Abgehängtes Dorf Hirschthal

    Wo gibt es genug Ärzte und Schulen, schnelles Internet, gute Verkehrsanbindung und Freizeitangebote? Das wollte eine aktuelle Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft – der sogenannte „Gemeindecheck“ – herausfinden und hat alle 10.817 Gemeinden in Deutschland unter die Lupe genommen. Auf dem bundesweit letzten Platz: das kleine Dörfchen Hirschthal in Rheinland-Pfalz. Grund genug, uns selbst einmal umzusehen in diesem Dorf am Ende der Welt. Vier Straßen, eine Brücke und knapp 80 Einwohner. Das ist Hirschthal im Südwestpfalzkreis, gleich an der französischen Grenze. Hier gibt es keinen Bäcker, keine Kneipe, keinen Arzt und der Bus kommt nur viermal am Tag. Aber: Ist es hier deswegen trostlos? Uwe Großmann (parteilos), Ortsbürgermeister Hirschthal „Diejenigen Leute, die hierherkommen, die wissen, warum sie hierherkommen. Und da ist diese Untersuchung oder dieses Gutachten absolut irrelevant.“ Von den untersuchten Kategorien hält Großmann wenig. Wer hier seine Freizeit verbringt, geht in die Natur, wer irgendwohin will, fährt mit dem Auto. Schulen, Kitas und Einkaufsmöglichkeiten gibt es in den Nachbarorten. Über den letzten Platz in der Untersuchung ärgert sich der Bürgermeister nicht – im Gegenteil. Uwe Großmann (parteilos), Ortsbürgermeister Hirschthal „Der Erste ist interessant und der letzte und insofern ist es auch eine Aufmerksamkeit, die man hier nutzen kann, einfach um einmal hier ganz direkt anzusprechen: Wir leben hier gerne, aber es gibt einen Punkt der hier wirklich Verbesserung bedarf. Nicht nur Verbesserung sondern absolut Nacharbeit und das ist eben die Sache mit den Ärzten.“ Allein in den vergangenen fünf Jahren sind in der Region vier Ärzte in Ruhestand gegangen – ohne Nachfolger. Der Ärztemangel auf dem Land ist allerdings ein strukturelles Problem. Simone Oech, lebt seit vier Jahren in Hirschthal „Ich muss 45 Minuten Auto fahren, um zum Arzt zu kommen. Überhaupt einen Arzt, Hausarzt. Alles andere ist noch weiter weg. Ich weiß, dass das ist ein systemisches […]

  • Einsatz auf dem Wasser - Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Einsatz auf dem Wasser – Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Sommer – Sonne – Wasserspaß! Auf dem Rhein sind derzeit wieder zahlreiche Sportboote unterwegs. Doch wo viele Menschen ihre Freizeit verbringen, wird auch kontrolliert. Für die Wasserschutzpolizei Ludwigshafen bedeutet das Hochsaison. Ein kurzer Blick auf die vorbeifahrenden Boote, dann steht die Entscheidung fest: Kontrolle. Routiniert sprechen die Beamten der Wasserschutzpolizei die Bootsführer an. Was zunächst wie eine gewöhnliche Verkehrskontrolle wirkt, umfasst auf dem Wasser deutlich mehr als nur die Frage nach dem Führerschein. Daniel Gaffron, Wasserschutzpolizei „Wir gucken  natürlich auch nach den Dokumenten, die beim Sportboot mitgeführt werden müssen. Je nach Motorisierung gibt es unterschiedliche Anforderungen. Wir haben Kontrollen nach Kleinfahrzeug-Kennzeichenverordnung und versicherungstechnische Fragen. Jetzt sind wir ja gerade im Naturschutzgebiet, Landschaftsschutzgebiet. Je nachdem, was es da für Sonderregeln noch gibt, wird auch das kontrolliert.“ Gerade seit den Corona-Jahren habe die Wasserschutzpolizei mehr zu tun, da in dieser Zeit sehr viele Menschen ihren Sportbootführerschein gemacht hätten, sagen die Beamten. „Keine Papiere dabei“? „Ich hab sie im Auto am Steg.“ „Das ist schlecht. Das ist ja eine Urkunde und letztendlich dient es ja dazu, dass wir nachvollziehen können, dass auch die Papiere nicht gefälscht sind und wo weiter und so fort. Ich weiß, dass die meisten Angst haben ihre Papiere zu verlieren, dass sie ins Wasser fallen oder sonst irgendwas. Wenn Sie möchten, dann machen Sie doch eine beglaubigte Kopie.“ Plötzlich muss es schnell gehen. Über Funk kommt die Nachricht, dass in der Nähe von Speyer eine Person im Rhein von der Strömung mitgerissen wurde und abtreibt. Auch wenn das Baden im Rhein nicht verboten ist, wird dringend davon abgeraten. Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei „Wir haben hier in verschiedenen Stellen im Rhein Regelungswerke, sogenannte Buhnenfelder, die beeinflussen das Strömungsverhältnis, die Strömungsstärke. Aber in diesen Feldern zwischen diesen Steinzungen befinden sich eigene Nährströmungen. Und es fahren Schiffe vorbei, Boote vorbei, dann wird diese […]

  • Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Ein Glas Sekt oder ein kühles Bier an Bord – für viele gehört das zum Ausflug auf dem Wasser dazu. Problematisch wird es allerdings, wenn der verantwortliche Bootsführer nicht mehr nüchtern ist. Deshalb nimmt die Wasserschutzpolizei gerade in den Sommermonaten Sportboote verstärkt unter die Lupe. Unser Team hat die Beamten aus Ludwigshafen bei einer Kontrolle auf dem Rhein begleitet. Sommerliche 25 Grad, strahlender Sonnenschein und Wochenende – ideale Bedingungen für einen Ausflug aufs Wasser. Auf den Altrheinarmen sind zahlreiche Sportbootfahrer unterwegs und genießen die entspannte Atmosphäre. Damit die gute Stimmung nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum getrübt wird, ist die Wasserschutzpolizei aus Ludwigshafen am Rhein im Einsatz. Auf dem Wasser gestalten sich die Kontrollen etwas schwieriger als im Straßenverkehr. Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei Germersheim „In der Regel ist es ja ein geschlossener Kastenwagen, die Scheibe geht runter und ich krieg direkt ne Wolke in die Nase, wenn Alkohol getrunken wurde, man riecht es eigentlich direkt. Und es ist jetzt hier an der frischen Luft schwieriger. Also ich muss mir andere Dinge einfallen lassen um an mein Ziel zu kommen und dabei die Rechtmäßigkeit einzuhalten.“ Die Boote werden zufällig ausgewählt. Manchmal gibt es aber Indizien. „Der dreht jetzt nochmal schön, also man kann so ein bisschen reingucken. Da ist jetzt ein Becher mit Getränken. Kann sein, dass da Alkohol drin ist oder nicht. Schauen wir mal.“ Auf dem Wasser gelten die gleichen Vorschriften wie auf den Straßen – 0,5 Promille Grenzwert. „Vielleicht was getrunken auf der Fahrt hier her?“ „Einen halben Ableger wie immer.“ „Was heißt einen halben Ableger?“ „So ein Mini-Prosecco.“ Bei einer Überschreitung der Promillegrenze handelt es sich je nach gemessenem Wert um eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat und kann mit Bußgeld oder Freiheitsstrafe enden. „Jawoll, vielen Dank. Aber ich riech’s auch schon jetzt ein bisschen. 0,22 Promille. Tatsächlich. Alles gut, ich würde […]

  • Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Seit letzter Woche ist klar: Die Produktion des Opel Astra bleibt im Stammwerk in Rüsselsheim. Ein positives Signal in schwierigen Zeiten – denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Automobilproduktion in Deutschland haben Opel stark zugesetzt. Es geht weiter bei Opel in Rüsselsheim. Denn auch die nächste Generation des Opel Astra soll im Stammwerk des Autoherstellers produziert werden. Die Entwicklung und Fertigung der künftigen  Modelle soll 1350 Arbeitsplätzen in der Produktion sichern. Gute Nachrichten – beim Autobauer aus Hessen zuletzt Mangelware. Denn erst im April verkündet der Opel-Mutterkonzern Stellantis, dass von den insgesamt 1650 Ingenieursstellen im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim 650 Stellen abgebaut werden. Wenige Meter von dort entfernt will  sich das Unternehmen mit seinem neuen, gerade noch im Bau befindlichen Firmensitz – dem „Green Campus“ – für die Zukunft aufstellen. Rund um den Campus will die Stadt Rüsselsheim einen neuen Industriepark bauen und so gleich mitprofitieren. Patrick Burghardt (CDU), Oberbürgermeister Rüsselsheim „Die Entscheidung jetzt, dass die Produktion mit dem neuen Astra hier stattfindet ist für uns eine sehr sehr gute Entscheidung. Es ist eine sehr wichtige Entscheidung gewesen. Man hat auch das Aufatmen richtig gespürt in der Stadt. Nichtsdestotrotz geht der Wandel weiter. Opel schrumpft auch in den Flächen. Das wird ja weitergehen. Ist für uns aber eine ganz, ganz große Chance. Und wir als Stadt sind natürlich auch als Automobilstadt im Wandel, wie jede anderen Kommune auch, die eine Automobilstandort ist. Von daher aber bin ich sehr optimistisch, dass wir jetzt gute Entscheidungen treffen werden uns diverser aufzustellen. Das ist natürlich auch eine große Chance für uns und die werden wir nutzen.“ Insgesamt plant Opel in Deutschland bis 2030 Investitionen von rund einer Milliarde Euro, darunter in den Standort Rüsselsheim.  

  • Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Lage von Opel in Rüsselsheim und Kaiserslautern. Eva Dieterle: Über all das spreche ich jetzt mit Opel-Geschäftsführer Florian Huettl. Guten Abend. Herr Huettl, viele Hersteller haben sich ja entschieden dazu, Produktion ins Ausland zu verlagern, weil die Rahmenbedingungen hier in Deutschland eben doch durchaus anspruchsvoll sind. Trotzdem haben Sie gesagt, die neue Generation des Astra, die entsteht am Standort in Rüsselsheim. Wie schwer ist diese Entscheidung gefallen angesichts der Herausforderungen? Florian Huettl, Geschäftsführer Opel Ja, Sie haben recht. Autos zu produzieren am Standort Deutschland ist mit gewissen Herausforderungen verbunden. Wir reden über im internationalen Vergleich sehr hohe Energiepreise. Wir reden über hohe Lohnkosten, wir reden über einen vergleichsweise hohen administrativen Aufwand. Das heißt, hier in Deutschland zu produzieren, muss man auch ein gewisses in gewissem Maß kompensieren durch die Vorteile, die wir hier finden. Und auch da gibt es einige. Wir haben ein hohes Maß an Qualifikation, gute Schulausbildung, eine hohe Automobilkultur. Wir sind in der Lage, beste Qualität zu produzieren. Und wir haben auch zusammen mit unseren Sozialpartnern es immer geschafft, ein Produktionssystem aufzubauen, das auch flexibel mit den Herausforderungen unserer Industrie umgehen kann. Ja, und insofern sind wir auch sehr froh, dass es uns gelungen ist, aus all diesen Rahmenbedingungen und diesen Herausforderungen, ja, ein Paket im Grunde zu bauen in unserem Stammwerk in Rüsselsheim, das es uns am Ende erlaubt hat zu sagen, dass wir hier produzieren, dass auch der nächste Astra hier bei uns in unserem Stammwerk angesiedelt sein wird. Darüber freuen wir uns. Und auf das Auto freuen wir uns auch. Dieterle: Das ist wirtschaftlich nicht immer alles ganz berechenbar ist, zeigt ja auch, dass Sie mal ausgerufen hatten, bis 2028 vollelektrisch zu werden. Das Ganze wurde im Prinzip wieder kassiert, denn inzwischen ist klar: Die Verbraucher wollen […]