Verkehr

  • Busfahrerstreik angekündigt

    Busfahrerstreik angekündigt

    Bahn, Flugzeug – nach den vielen Streiks der letzten Monate hatten viele Fahrgäste bereits aufgeatmet, doch zumindest in Rheinland-Pfalz war diese Hoffnung auf Normalität vergebens. Ab Montag werden die privaten Busse stillstehen – und das gleich für eine ganze Woche. Beide Seiten – Arbeitnehmer und Arbeitgeber – werfen sich gegenseitig vor unflexibel zu sein und Besserung scheint nicht in Sicht. Noch geht es geschäftig zu am Busbahnhof in Kaiserslautern, doch schon am Montag müssen sich die Menschen in Rheinland-Pfalz wieder auf massive Einschränkungen im Busverkehr einstellen. Die Tarifbeschäftigten der privaten Omnibusbetriebe fordern eine Lohnerhöhung von 500 Euro sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 3.000 Euro. Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung von 2,5%. Nach Monaten voller Einschränkungen ist das Verständnis in der Bevölkerung für die Streiks inzwischen überschaubar. „Das ist beschissen mit den Bussen. Ich komme von Hochspeyer und komme dann nicht rein. Und wenn dann die Züge noch streiken, dann ist es ganz aus. Also ich finde das unverschämt. Ich meine, ich verstehe das ja, dass die mehr Geld ver.dienen wollen, aber nicht immer auf Kosten der Bürger.“ „Abgesehen vom Bus, Flieger, Bahn, also das Verständnis das lässt nach.“ „Ich brauche manchmal zwei Stunden oder noch mehr, bis ich wieder Zuhause bin oder auf der Arbeit. Das ist ganz schwierig eigentlich, das ist problematisch.“ Dass der Streik noch abgewendet werden kann ist unwahrscheinlich, denn in den Verhandlungen zwischen ver.di und den Busbetreibern bewegt sich schon lange nichts mehr. Auf ein Ultimatum der Gewerkschaft, dass gestern um Mitternacht abgelaufen war, reagierten die Arbeitgeber mit einem Angebot, über das ver.di-Verhandlungsführer Marko Bärschneider nur lachen kann. Marko Bärschneider, ver.di Rheinland-Pfalz „Was von der Arbeitgeberseite kam, war das gleiche wie bisher. Sie verharren hinter ihren 2,5%. Das hat mit Kompromissbereitschaft und mit Entgegenkommen überhaupt nichts zu tun und deswegen hat die Arbeitgeberseite ganz alleine […]

  • U-Bahntunnel in Frankfurt wird modernisiert

    U-Bahntunnel in Frankfurt wird modernisiert

    Wer in Frankfurt unterwegs ist, braucht zurzeit noch etwas mehr Geduld als ohnehin schon. Denn wie so oft in Ferienzeiten werden dort gerade mal wieder wichtige Bahntunnel auf Vordermann gebracht. Diesmal betroffen: Die U-Bahn-Linien 4 und 5. Bis zum Ende der Osterferien – also bis Montag – werden dort nicht nur die Gleise saniert: Als erste U-Bahn-Strecken in ganz Europa werden die Tunnel gerade mit einem ultramodernen, digitalen Steuerungssystem ausgestattet. Ortstermin der etwas anderen Art an der U-Bahn-Station Dom / Römer mitten im Herzen der Mainmetropole: Auf diesem Steckenabschnitt zwischen Hauptbahnhof und Konstablerwache verlaufen die Strecken der U4 und der U5 parallel – hier lässt sich der Fortgang der umfangreichen Bau- und Sanierungsarbeiten am Genausten beobachten. Kernstück: Der Austausch sowie die Neuverlegung von Kabeln, insgesamt mehrere hundert Kilometer. Grundlage für ein neuartiges, digitales Zugsteuerungssystem, dessen Vorteile auch beim grünen Frankfurter Mobilitätsdezernenten für Entzücken sorgen. Wolfgang Siefert (Bündnis 90 / Die Grünen), Mobilitätsdezernent Frankfurt „Die Züge werden pünktlicher fahren. Wir werden dabei auch ungefähr 15 % weniger Energie verbrauchen, weil das System sozusagen die Züge automatisch bewegen kann und die absolut energieeffizient bewegt.“ Außerdem können nach den Bauarbeiten auch mehr Züge durch die Tunnel fahren: Statt bisher 24 Züge pro Stunde sind dann bis zu 30 Züge möglich – also satte 20 Prozent mehr. Und da die beiden Tunnel zurzeit ja ohnehin gesperrt sind, werden alle anderen regelmäßig anfallenden Arbeiten gerade noch miterledigt. Michael Schmidt, Bereichsleiter Technik VGF „Wir haben jetzt halt auch umfangreich Gleise erneuert. Wir haben Fehlstellen im Gleis beseitigt, was dann natürlich auch Auswirkungen hat auf den Fahrkomfort. Das heißt, wir haben weniger Erschütterungen. Wir haben weniger Lärmemissionen.“ Weiterer Vorteil der neuen digitalen Steuerung: Auf den sanierten Strecken werden die Züge künftig wesentlich sanfter Anfahren und Abbremsen. Michael Schmidt, Bereichsleiter Technik VGF „Natürlich ist man da ein bisschen […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Schlichtung hat begonnen — Polizei appelliert an Biker — Pfälzerwald hat sich erholt Anmoderation: Weil bei Bauarbeiten in Bitburg eine 125-Kilo-Bombe gefunden wurde, muss am Sonntag wegen der Entschärfung unter anderem ein Krankenhaus evakuiert werden. Wie die Stadt mitteilte, müssen alle Anwohner in einem Radius von 300 Metern um die Fundstelle bis elf Uhr ihre Wohnungen verlassen. Die Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist dann um 14 Uhr vorgesehen. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute: Schlichtung hat begonnen Im Tarifstreit zwischen den privaten Luftsicherheitskräften und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen soll ab heute ein Schlichter versuchen, eine Einigung herbeizuführen. Nach bislang sechs Verhandlungsrunden und mehreren Streikwellen an den Flughäfen sind alle Themen wie Gehaltserhöhungen oder Zulagen für Mehrarbeit nach Angaben der Gewerkschaft ver.di noch offen. Die Gespräche sollen zunächst bis Sonntag dauern. Bis zum Ende der Schlichtung sind Streiks der rund 25.000 Beschäftigten ausgeschlossen. Polizei appelliert an Biker Nachdem es in den vergangenen Wochen mehrere tödliche Motorradunfälle in Hessen gegeben hat, mahnt die Polizei die Fahrer zur Vorsicht. >Im Frühling sei das Unfallrisiko besonders hoch. Gründe dafür seien unter anderem mangelnde Fahrpraxis nach der Winterpause, zu hohe Geschwindigkeit und riskante Überholmanöver. Die Polizei werde verstärkt Geschwindigkeits- und Fahrzeugkontrollen bei den Motorradfahrern durchführen. Pfälzerwald hat sich erholt Wegen der vielen Niederschläge in den vergangenen Monaten geht es dem Pfälzerwald so gut wie lange nicht mehr. Das hat das zuständige Forstamt mitgeteilt. Weil es noch kein Blätterdach gegeben habe, sei Regenwasser direkt in den Boden eingedrungen. Damit sei die Ausgangslage für den Wald besser als in den Jahren zuvor. Allerdings bräuchten die Bäume in der Wachstumsphase noch einmal viel Wasser. Wenn jetzt ein trockenes und heißes Frühjahr komme, seien die Vorräte schnell wieder weg.

  • Verbilligtes Deutschland-Ticket für Studenten

    Verbilligtes Deutschland-Ticket für Studenten

    Für 49 Euro einen Monat lang mit Bus und Bahn durch ganz Deutschland fahren – das ist seit Einführung des Deutschlandtickets für jedermann möglich. Seit elf Monaten gibt es dieses Angebot, genauso lange kämpfen Studierende im ganzen Land für ein entsprechend vergünstigtes Ticket. Vor ein paar Monaten haben Bund und Länder den Weg dafür frei gemacht. Mit Beginn des Sommersemesters haben viele Hochschulen auf das D-Semester-Ticket umgestellt. Eine der ersten ist die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz. Ab sofort können die Studenten vergünstigt durch das gesamte Bundesgebiet fahren. Rund 30 Euro pro Monat zahlen sie dafür. Christian Schuler, Student Universität Mainz „Ich habe viele Freunde, die es in Anspruch nehmen, ich nehme es in Anspruch und irgendwie merkt man, dass man auch mit REs ganz gut durch Deutschland kommt teilweise.“ Luci, Studentin Universität Mainz „Ich find’s super, einfach weil ich komme auch aus Hessen, also dass ich dann auch gar nicht irgendwie gucken muss, wie lange ist meine Zone, bis wann kann ich dann fahren.“ Hamid Nassari, Student Universität Mainz „Als Student hat man dann die Möglichkeit ganz Deutschland zu bereisen, muss nicht immer Bahnticket kaufen, auch wenn man an einer anderen Uni studiert, die vielleicht weiter weg ist und man dann hin und her pendeln müsste.“ Bisher hat das Semesterticket der Uni Mainz knapp 40 Euro monatlich gekostet. Darin enthalten: Freie Fahrt im öffentlichen Personennahverkehr zwischen Idar-Oberstein und Fulda. Mit der Umstellung auf das neue Ticket vergrößert sich der Gültigkeitsbereich enorm, der Preis sinkt. Für diese Änderung haben Semih Cavlak und seine Kollegen im Allgemeinen Studierendenausschuss der Uni Mainz lange geackert. Semih Cavlak, AStA Universität Mainz „Für uns war die Umstellung keine Frage. Wir mussten das durchsetzen, einfach weil, nachdem das Deutschlandticket eingeführt worden ist, wir zu einer Situation gekommen sind, an der wir runtergerechnet ein monatliches Ticket haben, was nur […]

  • Bahn und Lokführer beenden Tarifstreit

    Bahn und Lokführer beenden Tarifstreit

    Die gute Nachricht für alle Pendler, die auf die Bahn angewiesen sind: Die Zeit der Streiks ist beendet. Die Gewerkschaft der Lokomotivführer und die Deutsche Bahn haben sich auf einen Tarifvertrag geeinigt – nach monatelangen Verhandlungen. Aufatmen auch in Frankfurt. Der Frankfurter Hauptbahnhof. Deutschlands zweitgrößter Fernbahnhof – ein wichtiger Knotenpunkt im deutschen und europäischen Zugverkehr. Rund 450.000 Reisende und Pendler nutzen den Hauptbahnhof – täglich. Dass es jetzt erst mal keine Streiks mehr geben wird, das sorgt heute Morgen hier für Erleichterung. Regina Klatt „Sehr, sehr. Das war nämlich schon ganz schön stressig.“ Selina Bulut „Also wir haben auch teilweise Sachen gebucht und uns dann gefragt, ob man das dann kurzfristig stornieren kann, falls dann doch was wäre.“ Steffen Jeschke: „Wir kommen aus Kiel und die Kinder wohnen hier. Das heißt, wir fahren häufiger und das ist eben jedes Mal ein kleines Abenteuer mit der Bahn.“ Begonnen hat der Tarifkonflikt im November. Seitdem hat die Lokführergewerkschaft GDL sechsmal gestreikt. Teils mehrere Tage lang, teils kurzfristig angekündigt. Die Folge: massive Beeinträchtigungen. Die Angebote der Bahn lehnte die Gewerkschaft ab. Die Fronten schienen so verhärtet wie nie zuvor. Vor rund einer Woche haben dann beide Seiten überraschend mitgeteilt, dass man wieder miteinander spreche – hinter verschlossenen Türen. Jetzt also die Einigung. Die Beschäftigten im Schichtdienst haben nun die Wahl, wie viel sie arbeiten wollen. Bis 2029 können sie ihre Arbeitszeit stufenweise von derzeit 38 auf bis zu 35 Stunden pro Woche reduzieren. Bei gleichem Gehalt. Oder sie erhöhen die Arbeitszeit auf bis zu 40 Stunden. Für jede Stunde, die sie mehr arbeiten, erhalten sie 2,7 Prozent mehr Geld. Außerdem wird das Gehalt in zwei Schritten um 420 Euro pro Monat erhöht. Und es gibt eine Inflationsausgleichsprämie von 2.850 Euro. GDL-Chef Claus Weselky sieht in dem Tarifabschluss einen Erfolg auf ganzer Linie. Claus […]

  • Unfälle auf eisglatter Straße

    Unfälle auf eisglatter Straße

    „Das kam überraschend“, dachten sich gestern Abend wohl einige Autofahrer, die auf einer Bundesstraße im hessischen Vogelsbergkreis unterwegs waren, denn eine Gewitterzelle hatte die Fahrbahn vereist. Die Folge: mehrere Unfälle. Die B275 zwischen Gedern und Grebenhain. Am Sonntagabend gerät ein 22-Jähriger mit seinem Seat Ibiza auf spiegelglatter Fahrbahn ins Schleudern, rutscht in den Graben und prallt gegen einen Baum. Der Fahrer wird bei dem Unfall leicht verletzt und kommt ins Krankenhaus. Doch dabei bleibt es nicht. Später am Abend bekommt ein 20-Jähriger Autofahrer Probleme. Er gerät – ebenfalls in einer lang gezogenen Linkskurve – ins Schlingern. Der Mann kommt mit seinem VW Polo von der Fahrbahn ab und landete im Straßengraben – ganz in der Nähe des ersten Unfalls. Die Ursache ist auch hier vermutlich Glätte. Auf derselben Strecke kracht es nur wenig später zum dritten Mal, allerdings in entgegengesetzter Fahrtrichtung. Ein 38-Jährige verliert in einer Kurve die Kontrolle über seinen 3er BMW und landet im Graben. Fast genau an der gleichen Stelle, wie der Fahrer des Seat. Die beiden Insassen des BMW bleiben allerdings unverletzt. Der Gesamtschaden an allen drei Fahrzeugen beläuft sich auf rund 10.000 Euro. Zur Beseitigung der Gefahr streut die Straßenmeisterei den Bereich. In allen drei Fällen ermittelt nun die Polizei, ob die Wetterbedingungen die alleinige Ursache für die Unfälle sind.

  • Streik im öffentlichen Nahverkehr

    Streik im öffentlichen Nahverkehr

    Es sind harte Zeiten für Pendler, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. Kaum ist der Streik bei der Deutschen Bahn vorbei, folgt der nächste: In Wiesbaden stehen die Busse still, in Frankfurt U- und Straßenbahnen. Und auch in Kassel sind die Straßenbahnen heute in den Depots geblieben. Drei Tage sollen die Warnstreiks dauern, zu denen die Gewerkschaft ver.di aufgerufen hat. In den größeren Städten Hessens wie hier in Kassel begann der Ausstand mit der Frühschicht heute Morgen. Die Gewerkschaft will damit im andauernden Tarifkonflikt ihren Forderungen Nachdruck verleihen. Dabei geht es weniger um prozentuale Lohnerhöhungen, sondern um die Verkürzung der Arbeitszeit auf 35-Stunden pro Woche und verbesserte Regelungen im Schichtbetrieb Olaf Schüssler, ver.di Bezirk Nordhessen „Wir haben – bespielhaft genommen – die Bus- und Bahnfahrer, die eine nächtliche Unterbrechung haben von zwei bis drei Stunden, ist kein anerkannter Schichtdienst. Das kann man eigentlich auch nicht nachvollziehen, das sollte auch so nicht sein. Weil dann ändert sich auch der monetäre Anreiz, nachts, an Feiertagen und abends zu arbeiten. Das sind halt alles Aufgaben, die im Manteltarifvertrag geregelt sind, wo wir die Regelung entsprechend jetzt als Forderung aufgemacht haben.“ Der Kommunale Arbeitgeberverband Hessen äußerte Unverständnis für den Streik. Man habe beim bislang letzten Verhandlungstermin ein umfassendes Angebot vorgelegt. Der Streik soll mit Beginn der Frühschicht am Samstag enden.

  • Käfer verzögert Bau des Riederwaldtunnels

    Käfer verzögert Bau des Riederwaldtunnels

    Es ist ein Dauerbrenner im Frankfurter Osten: Seit Jahren laufen die Vorarbeiten für den Riederwaldtunnel, der zwei Autobahnen miteinander verbinden soll. Doch durch Klagen und Waldbesetzungen hat sich der Tunnelbau immer wieder verzögert. Und jetzt der nächste Hammer: Geschützte Käfer könnten dem Tunnelbau endgültig einen Strich durch die Rechnung machen. Hier im Fechenheimer Wald soll der Tunnel beginnen, zugleich die Heimat von ihm: dem vom Aussterben bedrohten Heldbockkäfer. Der steht ebenso auf der roten Liste der zu schützenden Arten wie der Hirschkäfer. Ein Gutachten hat jüngst das Vorkommen beider Käfer in diesem Waldabschnitt bestätigt. Ein halber Hektar Brutbäume mitten auf der Baustelle mussten vorerst stehen bleiben. Ein weiterer Stolperstein auf dem Weg zum Tunnel. Sandro Vincenzi, Leiter Autobahn GmbH Frankfurt „Es kostet die einen oder anderen Nerven. Das ist natürlich bei einem langen Bau, einer langen Projektzeit immer wieder das, was einen zwar nicht bei null anfangen lässt, aber immer mal einen Schritt zurück macht. Man macht quasi zwei Schritte vor und einen zurück.“ Rückblick: Vor einem Jahr musste die Polizei den Fechenheimer Wald räumen, rund 100 Baumbesetzer wollten die Rodung verhindern. Der Riederwaldtunnel soll die A661 mit der A66 verbinden und damit den Frankfurter Stadtteil entlasten, durch den sich über 20.000 Fahrzeuge pro Tag drängen. Doch immer wieder klagen Anwohner etwa wegen des befürchteten Baulärms. Das nun am geplanten Tunneleingang auch noch geschützte Käferarten vorkommen, ist Wasser auf die Mühlen der Autobahngegner. Willi Loose, Aktionsbündnis Unmenschliche Autobahn „Jeder redet über Klimawandel. Aber letztendlich, wenn es darauf ankommt, dann auch zu handeln in entsprechender Weise – dann ist doch die Autobahnplanung wichtiger. Und das kann so nicht weitergehen.“ Derweil gehen die Arbeiten rund um die stehengelassenen Bäume weiter: Eine Baustraße ist bereits angelegt, als nächstes folgt eine Brücke über die benachbarte Autobahn. Doch jetzt ist ein weiteres Käfer-Gutachten nötig: Es […]

  • Neubau der Thalaubachtalbrücke der A7

    Neubau der Thalaubachtalbrücke der A7

    In Hessen sind zahlreiche Autobahnbrücken baufällig und müssen erneuert oder ertüchtigt werden. So auch in der Rhön. Dort hat im Dezember 2022 ein besonders großes Bauprojekt begonnen: An der A7 zwischen Fulda und Würzburg wird die Thalaubachtalbrücke erneuert. Ein Projekt, das nicht nur viel Geld, sondern auch jede Menge Geduld kostet. 312 Meter lang soll sie werden. Die neue Thalaubachtalbrücke an der A7 bei Fulda. Doch vorher heißt es in 38 Metern Höhe erstmal: Zentimeter für Zentimeter vorarbeiten. Und die neue Brücke Stück für Stück auf die bereits erichteten Pfeiler schieben. Und diese sogenannte Hub-Reibe-Anlage macht es möglich. Sie schiebt den bereits jetzt fast 6.000 Tonnen schweren Brückenneubau in Position. Bernhard Klöpfel, Autobahn GmbH „Die Brücke wird, wenn sie fertig ist, nahezu ein Eigengewicht von 12.000 Tonnen haben. Und im Vergleich: Der Eiffelturm zum Beispiel, der hat eine ähnliche Gewichtsklasse. Sodass Sie sich hier vorstellen können, dass man den Eiffelturm liegend vorwärts bewegt.“ Pro Stunde wird die neue Brücke fünf Meter vorgeschoben. Im ersten Quartal 2025 soll das erste Teilbauwerk in Fahrtrichtung Kassel fertiggestellt werden. Dann soll der gesamte Verkehr der Autobahn A7 von der alten auf die neu gebaute Brückenhälfte – mit zwei Fahrstreifen in beide Richtungen – umgeleitet werden. Die Autobahn führt von Handewitt in Schleswig-Holstein bis nach Füssen in Bayern und ist damit eine wichtige Verkehrsachse für Deutschland. Deshalb lautet für Oberbauleiter Gernot Rott die Devise: Verzögerungen vermeiden. Gernot Rott, Oberbauleiter KROPP Bau GmbH „Die geringste Abweichung von Milimetern führt schon eventuell dazu, dass es zum Stop kommen kann. Oder man muss Platten unterlegen, bisschen ausgleichen. Das kann dann schon passieren, das ist eben die Herausforderung. Die genau Arbeit. Milimeterarbeit eigentlich.“ Die alte Brücke aus dem Jahr 1968 ist der heutigen Verkehrsbelastung auf Dauer nicht mehr gewachsen. Bernhard Klöpfel, Autobahn GmbH „Das ist eine Stahlkonstruktion, die auf […]

  • Mehrere Streiks sorgen für große Einschränkungen

    Mehrere Streiks sorgen für große Einschränkungen

    Wer heute mit dem Flugzeug oder der Bahn unterwegs sein wollte, hatte schlechte Aussichten. Mal wieder wird gestreikt. Die Arbeitskämpfe bei Lufthansa und dem Airport-Sicherheitspersonal laufen und auch bei der Bahn hat man die Arbeit niedergelegt. „Schon wieder“ möchte man nachschieben. Eine leere Anzeigetafel und eine vergleichsweise leere Abflughalle sprechen Bände. Am Frankfurter Flughafen kann heute niemand von außen zusteigen. Nur wenige Fluggäste sind gekommen, weil sie umbuchen wollen oder schlicht nicht richtig informiert wurden. Hans-Peter Abt „Mein Sohn und seine Freundin, die wollten zu einem Konzert nach Wien. Und man hat ihnen mitgeteilt, dass wohl dieser Flug funktionieren würde. Tut er aber nicht.“ Iya Traoré „Das ist keine gute Situation für mich. Ich muss heute fliegen. Und ich wurde nicht vorab informiert. Es ist sehr schwierig. „ Weil das Sicherheitspersonal heute streikt, fallen Passagier- und Gepäckkontrollen und damit hunderte Flüge aus. Für die Lufthansa kommt es noch dicker. Sie muss rund 90 Prozent ihrer Flüge in Frankfurt streichen, das Bodenpersonal legt heute und morgen die Arbeit nieder. Es ist der dritte Warnstreik innerhalb eines Monats. Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 25.000 Bodenbeschäftigten der Lufthansa 12,5 Prozent mehr Geld und einen Inflationsausgleich bei einem Jahr Laufzeit. Marvin Reschinsky, ver.di Verhandlungsführer „Wir haben uns zuletzt schon sehr stark bewegt, auch Kompromissvorschläge gemacht. Lufthansa will aber, dass wir bei 35 Prozent dessen, was wir gefordert haben, einen Abschluss machen. Das ist für uns nicht machbar. Wenn sie auf dieser Position stehen bleibt, dann wird sicherlich auch das Thema Erzwingungsstreik, Urabstimmung für uns eins werden. Wir kommen immer näher an die Osterferien. Das ist absolut unverhältnismäßig, was die Lufthansa hier macht.“ Das sieht die Lufthansa ganz anders. „Unverhältnismäßig“ seien die Forderungen von Verdi und die andauernden Warnstreiks, die das Unternehmen bereits 100 Millionen Euro gekostet hätten. Michael Niggemann, Personalvorstand Lufthansa „Mir […]

  • Kommentar: „Bald sind die Lokführer unbeliebter als die Bahnvorstände“

    Kommentar: „Bald sind die Lokführer unbeliebter als die Bahnvorstände“

    Nichts geht mehr – der Bahnstreik und seine Auswirkungen dazu hat unser stellvetretender Chefredakteur Philipp Stelzner eine klare Meinung. Hier ist sein Kommentar. In dem Tarifkonflikt hat die Gewerkschaft der Lokführer einen ziemlich unbeliebten Gegner. Denn seit Jahren ärgern sich die Kunden bei der Bahn über abenteuerliche Verspätungen, geschlossene Bordbistros und wackelige Internetverbindungen. Doch bald könnten die Lokführer noch unbeliebter sein als die Bahnvorstände. Denn ihr Gewerkschaftsführer Claus Weselsky will auf Biegen und Brechen die 35-Stunde-Woche bei vollem Lohnausgleich durchzusetzen. Auch wenn die Fahrkarten dann noch teurer werden. Die Vertreter der Bahn diffamiert Weselsky regelmäßig als „Nieten in Nadelstreifen“. Auch zwei Schlichter sind an seiner Kompromisslosigkeit gescheitert. Jetzt droht er auch noch sogenannte Wellenstreiks an, die nicht mehr vorher angekündigt werden. Damit werden Zugreisen endgültig unberechenbar. Dass Weselsky damit den Ruf der Bahn noch stärker ramponiert, scheint ihm gleichgültig zu sein. Die großen Schäden in der Wirtschaft sind ihm egal. Die Probleme von Millionen Menschen, die auf die Bahn angewiesen sind, sind ihm schnuppe. Hier will sich offenbar ein Gewerkschaftsführer kurz vor dem Ruhestand ein Denkmal setzen – ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist der Punkt, an dem endlich die Politik eingreifen muss. Niemand will die Tarifautonomie abschaffen, aber das Streikrecht braucht neue Regeln. Es geht hier um die öffentliche Daseinsvorsorge und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Wenn die Politiker nichts ändern, werden noch mehr Pendler, Fernreisende und Unternehmer dauerhaft von der Bahn auf Pkw und Lkw umsteigen. Und das ist genau das Gegenteil von dem, was die Regierungsparteien und auch die Lokführer eigentlich wollen.

  • Lufthansa verdoppelt Gewinn

    Lufthansa verdoppelt Gewinn

    Während es durch die Arbeitskämpfe am Boden also ordentlich brodelt, erleben die Lufthansa-Umsätze einen wahren Höhenflug. Europas größte Fluglinie hat sich vom Corona-Tief weiter erholt. Die Reiselust ist groß, ebenso wie der Gewinn – den der Vorstand heute bei der Jahresbilanz stolz präsentiert hat. „Wollen Sie das Streikgesicht oder das Jahresergebnisgesicht?“ Sorgenfalten oder Siegerlächeln? Letzteres wäre wohl angebracht, angesichts des drittbesten Geschäftsjahres in der Lufthansa-Geschichte. Nach den tiefroten Zahlen während der Corona-Pandemie, die auch noch im Jahr 2022 ihre Spuren hinterlassen hat, kehrt die Lufthansa nun mit einem Gewinn von fast 1,7 Milliarden Euro zu alter Stärke zurück. Für den Vorstandschef nach vier schwierigen Jahren ein durchaus überraschendes Ergebnis. Grund dafür sind die Rückkehr der Reiselust sowie höhere Ticketpreise. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Lufthansa „Im vergangenen Jahr durften wir 123 Millionen Passagiere sicher an ihr Ziel bringen, 20 Prozent mehr als im Jahr 2022. Und mehr als 98 Prozent unserer Flüge konnten wieder wie geplant stattfinden.“ Das Passagiergeschäft steuerte, anders als noch 2022, wieder den Löwenanteil zum Gewinn bei. Die Lufthansa plant für das laufende Jahr Rekordinvestitionen in Höhe von viereinhalb Milliarden Euro. Währenddessen haben die laufenden Streiks die Lufthansa nach Angaben des scheidenden Finanzvorstands bisher rund 100 Millionen Euro gekostet. Eine weitere Baustelle ist die geplante Übernahme der italienischen Airline ITA, der die EU bislang noch nicht zugestimmt hat. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Lufthansa „Europa kann sich nicht mehr selbst verteidigen, nicht mehr selbst mit Energie versorgen, jetzt müssen wir wenigstens dafür sorgen, dass wir uns in Zukunft in Europa noch selbst vernetzen können mit den weltweiten Märkten. Dann wird immer mehr klar, dass wir in Europa eine funktionierende Airline-Branche brauchen, die auch weltweit mithalten kann.“ Grund zur Freude gibt es heute für die Aktionäre, sie dürfen nach mehreren Nullrunden wieder mit einer Dividende rechnen – 30 Cent je Aktie, so […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Streik: Kein Zustieg am Frankfurter Flughafen — Prozess Trier: Ermittler sagen aus — Weniger Baugenehmigungen in Hessen Anmoderation: Das Landgericht Frankfurt hat heute einen Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung, versuchtem Mord und Trunkenheit zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der 36-jährige Mann war mit Tempo 150 durch ein Frankfurter Wohnviertel gerast. Beim Aufprall auf ein geparktes Fahrzeug wurde sein Beifahrer so schwer verletzt, dass er noch im Auto starb. Die Polizei stellte beim Fahrer einen Blutalkoholwert von 2,1 Promille fest. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten von heute: Kein Zustieg am Frankfurter Flughafen Pendler und Reisende müssen sich in den nächsten beiden Tagen auf große Einschränkungen einstellen. Der Kontrollbereich am Frankfurter Flughafen wird am Donnerstag wegen des Streiks der Luftsicherheitskräfte komplett gesperrt. Der Flughafenbetreiber Fraport empfiehlt Fluggästen, Kontakt mit den Airlines aufzunehmen und auf keinen Fall zum Flughafen zu kommen. Auch das Bodenpersonal der Lufthansa legt morgen und am Freitag die Arbeit nieder. Zudem sorgt der angekündigte Streik der Lokführer in den kommenden beiden Tagen für Einschränkungen im Bahnverkehr. Die regionalen Verkehrsverbünde informieren auf ihren Webseiten, welche Linien von dem Ausstand betroffen sein können. Ermittler sagen aus Im Revisionsverfahren gegen den mutmaßlichen Amokfahrer von Trier haben heute mehrere Polizisten ausgesagt, die den Angeklagten direkt nach seiner Festnahme verhört hatten. Ein Beamter sagte aus, der Angeklagte habe sich nach seiner Festnahme überhaupt nicht mit seiner Tat auseinandergesetzt. Er habe ihm gesagt, dass er sich an die Tat nicht erinnere und nur noch wisse, dass er durch die Innenstadt gefahren sei. In dem neu aufgerollten Prozess soll es vor allem um die Schuldfähigkeit des Angeklagten gehen. Die Verhandlung wird morgen fortgeführt. Weniger Baugenehmigungen In Hessen ist die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 24,2 Prozent zurückgegangen. Das teilt das Statistische Landesamt in Wiesbaden mit. […]

  • Streit um Fahrrad-Piktogramme

    Streit um Fahrrad-Piktogramme

    Solche große weiße Fahrräder, mitten auf die Straße gemalt. So sieht es auf einigen Straßen in Mainz, Koblenz oder Trier aus. Die sogenannten Fahrrad-Piktogramme sollen sagen; Hier teilen sich Radfahrer und Autofahrer die Spur. Seit mehreren Jahren haben sie sich etabliert, doch nun sollen die die Piktogramme plötzlich weg. Normalerweise sind diese weißen Fahrradsymbole nur auf Radwegen zu sehen. In Mainz zieren sie aber auch die Fahrbahn. Die Fahrrad-Piktogramme zeigen Radfahrern an, dass sie auf der Straße willkommen sind, Autofahrer sollen sie auf den Radverkehr aufmerksam machen und so für mehr Sicherheit sorgen. Das stößt der Straßenbaubehörde in Rheinland-Pfalz jetzt bitter auf. Denn die Piktogramme seien nicht regelkonform, sagt Landesbetrieb Mobilität: Gerd Weisel, Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz „Der LBM sagt das, weil diese Piktogramme nicht so in der StVO vorgesehen sind. In der StVO gibt es diese Piktogramme, aber sie bezeichnen da andere Radwegeführungen, wie zum Beispiel nicht benutzungspflichtige Radwege oder Radschutzstreifen. Und wenn wir sie hier auf der Fahrbahn vorfinden – beziehungsweise der Verkehrsteilnehmer – denkt der Fahrradfahrer eventuell, er wäre hier auf so einer für ihn bevorrechtigten Route für den Radverkehr. Und das ist aus unserer Sicht eine sehr gefährliche Situation.“ Und die Verwirrung könnte noch weiter gehen: Autofahrer könnten denken, dass überall dort, wo es keine Piktogramme gibt, auch keine Radfahrer unterwegs sind. Verwirrung oder nicht? Wir fragen Auto- und Radfahrer in Mainz: „Fühlen Sie sich denn davon verwirrt?“ Dieter Reitz, Radfahrer: „Nein, ich fühle mich nicht verwirrt, aber ich find’s auch nicht hilfreich.“ „Ich find es an und für sich besser, wenn es grundsätzlich ausgeschriebene Fahrradwege geben würde, als dass man die Radfahrer auch noch auf der Straße hat.“ Klaus, Autofahrer: „Also mich verwirrt’s nicht. Mehr kann ich dazu nicht sagen.“ Gina Heinz, Radfahrerin: „Im Endeffekt ist es für uns ja nur ein Zeichen, dass wir da […]

  • Diskussion über Reaktivierung der Lumdatalbahn

    Diskussion über Reaktivierung der Lumdatalbahn

    Gerade in ländlichen Regionen ist Bahnfahren ein schwieriges Thema. Dabei liegen doch an einigen Stellen noch alte Bahngleise aus vergangenen Zeiten. Diese zu reaktivieren mag eine gute Idee sein – es ist aber ein langwieriger Prozess, wie ein Beispiel aus Mittelhessen zeigt. Schienen so weit das Auge reicht. 14 Kilometer liegen hier im Lumdatal, alt und fast verrottet. Manfred Lotz und Jochen Fink möchten das ändern. Nachdem die über hundert Jahre alte Strecke Anfang der achtziger Jahre stillgelegt worden ist, sollen hier in Zukunft wieder Züge rollen. Ziel ist, den ländlichen Raum zu stärken. Manfred Lotz, Vorsitzender Lumdatalbahn e.V. „Wir brauchen die Bahn für junge Leute, die zuziehen, die die Wirtschaft beleben, die Arbeitsplätze besetzen können, weil Arbeitsplätze müssen ja auch erreicht werden von außerhalb. Und junge Leute, die studieren, müssen nicht wegziehen, denn wenn sie einmal weggezogen sind, kommen sie nie wieder zurück.“ Die Lumdatalbahn soll von Londorf über Lollar nach Gießen führen. Von dort weiter ins Rhein-Main-Gebiet und Richtung Marburg. Pendler sollen mit der Bahn genauso schnell, wie mit dem Auto sein. Doch die Reaktivierung ist ein langer Prozess. Der dauert hier schon sieben Jahre. Lichtblick ist aktuell die Sanierung der ersten Teilstrecke zu einem großen Chemieunternehmen. Hier könnten in ein paar Monaten die ersten Züge rollen. Ob der Rest für den Personenverkehr dann überhaupt erneuert wird, ist aber noch immer unklar. Jochen Fink, Eisenbahnbetriebsleiter Hessische Landesbahn „Es muss natürlich erst mal erkannt werden, welchen Nutzen so eine Reaktivierung haben kann. Das muss mit Machbarkeitsstudien erst mal unterfüttert werden; die Machbarkeitsstudien sind dann ja auch vor drei, vier Jahre beauftragt worden. Das ist der Startschuss für die Reaktivierung. Ich gehe davon aus, dass wir tatsächlich 2028 / 2029 die Möglichkeit haben, die Strecke reaktiviert zu sehen.“ Neben der Lumdatalbahn könnten in Hessen 22 Strecken reaktiviert werden. Bei 16 […]