Kultur

  • Neues Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden

    Neues Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden

    Ein ganz besonderes Geschenk hat der Unternehmer Reinhard Ernst seiner Stadt und vor allen den Menschen gemacht. Er möchte abstrakte Kunst allen zugänglich und verständlich machen.  Deshalb hat der Wiesbadener für rund 80 Millionen Euro ein Museum für seine Kunstsammlung bauen lassen. Am Sonntag ist die feierliche Eröffnung. Heute durften wir von der Presse einen Blick in den weißen Würfel-Bau werfen. Ein Mann und sein Museum. Zuckerwürfel wird es von den Wiesbadenern genannt; es ist die Herberge einer riesigen Sammlung abstrakter Kunst; es ist vollkommen privat finanziert. Nur das Grundstück hat Reinhard Ernst in Erbpacht von der Stadt bekommen. Für den Bau hat er Teile seines Unternehmens verkauft, mit seiner Frau eine Stiftung gegründet und so den 80 Millionen Euro teuren Kunsttempel finanziert. Reinhard Ernst, Unternehmer und Museumsgründer: Weil mir es Spaß macht, wir haben den gebaut für die Kunst, wir haben hier gebaut für Kinder, damit wir Kinder an abstrakte Kunst heranführen, dass wir die Kreativität von Kindern wecken und damit dem deutschen Land, wir haben zu wenig Kreative und wir hoffen, dazu etwas beigetragen zu haben, dass Kinder ihre Kreativität entdecken. Kinder und Jugendliche haben freien Eintritt. Vormittags ist der Bau des japanischen Stararchitekten Fumihiko Maki nur für Schulklassen geöffnet. Maki ist vor 2 Wochen im Alter von 95 Jahren gestorben. Ihm ist die erste Sonderausstellung gewidmet. Baustart ist 2019.  Manch ein Kunstwerk, wie diese riesige Skulptur von Tony Cragg, ist schon im Rohbau eingezogen. Das Museum Reinhard Ernst wird praktisch um die große Kunst herumgebaut. Oliver Kornhoff, Direktor Museum Reinhard Ernst: Was man hier sieht, sind farbgewaltige, wirklich farbgewaltige, zum Teil monumental große Gemälde, die uns zum Staunen verführen, das heißt, wir werden eingeladen, in die Kunst aus den USA, aus Zentraleuropa, Deutschland und Frankreich, vor allem und aus Japan buchstäblich einzutauchen. Dieses geografische Profil gibt es […]

  • Low-Budget-Filmproduktion „Irrtum“

    Low-Budget-Filmproduktion „Irrtum“

    Filme drehen…eigentlich ja eine kostspielige Angelegenheit. Aber ein Hobby-Filmemacher aus Hessen beweist: Mit jeder Menge Leidenschaft und der tatkräftigen Unterstützung von Filmverrückten aus ganz Hessen –  und sogar darüber hinaus –  lässt sich auch ohne das große Geld so einiges realisieren! Totenköpfe. Stacheldraht. Und jede Menge Gitterstäbe. Die bösen Jungs machen Eindruck. Erst wenn man die Tonangel sieht wird klar: Hier wird ein Film gedreht. Und er steckt dahinter. Frank Schraml, genannt Franky, dreht gerade Teil 2 seiner Low-Budget-Krimireihe „Irrtum“. Frank Schraml, Filmemacher: „Wenn du in der Zelle bist und die Tür ist zu und du weißt du kommst hier garnicht raus. Es sei denn es öffnet einer von draußen, dann ist das schon ein sehr komisches Gefühl. (…) Diese ganze Atmosphäre, dieses Drumherum, das ist schon was Besonderes. Und ich glaube da fällts einem auch recht leicht hier die eine oder andere Szene zu drehen.“ In diesem stillgelegten Trakt des Gefängnisses in Frankfurt-Preungesheim dreht Frank Schraml bereits zum zweiten Mal. Die Drehorte wählt der Regisseur, Drehbuch-Autor und Hauptdarsteller so aus, dass sie im Ideafall kostenfrei nutzbar und dennoch stimmungsvoll sind. (WHIP) So auch dieses Waldstück in seinem Heimatort Groß-Bieberau, in dem ein Leichenfund inszeniert wird. Gedreht wird fast immer Sonntags. Die Darsteller und Komparsen reisen teils hunderte von Kilometer an. Und opfern für das Abenteuer „Film“ ihre Freizeit, ganz ohne Gage. Sebastian Boncol, Kampfsport- und Personaltrainer aus Bruchsal: „Für mich ist das etwas Neues. Neue Wege zu gehen, in verschiedene Rollen, Charaktäre hereinzuschlüpfen. Aus sich herauszukommen, die Komfortzone zu verlassen.“ Hermann Wenzel, aus Groß-Umstadt: „Ich mach gerne Sachen, die andere nicht machen. (…) Da ist das eigentlich auch so ein bisschen was, wo ich sage: Das ist schon was geiles. Es macht nicht jeder. Es kann nicht jeder.“ Harmke Horst und Personenspurhündin Esra sind ausgebildet für den Ernstfall, waren […]

  • Pop-Art-Ausstellung in Kaiserslautern

    Pop-Art-Ausstellung in Kaiserslautern

    „Some like ist hot“, also manche mögen es heiß, ein Slogan, der nicht nur zum Sommer passt, es ist auch der Titel einer Pop-Art-Ausstellung, die bis zum 14. Juli im Museum Pfalzgalerie zu sehen ist. Wer der Sommerhitze entfliehen möchte, oder wer das Feeling der 60er und 70er Jahre spüren möchte, der sollte sich auf den Weg nach Kaiserslautern machen. Pop Art, das ist natürlich die Kunst von Andy Warhol. Seine Marilyn Monroe in den unterschiedlichsten Farben ist Kult, heute genauso wie vor fast 60 Jahren. Dr. Svenja Kriebel, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern  Mit knalligen bunten Farben, Lebenswelten, Bilder aus der Werbung zu transferieren in die Kunst, das ist eigentlich charakteristisch für die Pop Art. Dann, wenn man an Andy Warhol denkt und seine Factory, man hat das Siebdruckverfahren entdeckt. Wo man ganz viele Werke in unterschiedlichen Größen ohne technischen Aufwand eigentlich vervielfältigen konnte und man damit gegen den hehren Stand der Kunst opponiert hat. Love and Peace, Blumen, Partys, Popmusik.  Das sind die 60er und 70er Jahre, das ist die Zeit der Pop Art. Die aus den USA kommt und auch politisch kritisch sein kann. Themen der Zeit, wie das Attentat auf Präsident John F. Kennedy, das glamouröse Leben seiner Frau Jacky. Es gibt auch deutsche Pop Art, die kommt nicht ganz so grell und locker rüber. Dr. Svenja Kriebel, Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern Wenn wir auf die deutschen Pop-Art-Künstler schauen, also Beispielsweise Gerhard Richter, oder Rolf Vostell, dann ist da auch Kritik mit verbunden, also auch Kritik an den USA, also Beispielsweise an dem Vietnamkrieg, an der Art und Weise, wie eigene Geschichte verarbeitet wird, also der 2. Weltkrieg, da kommen sehr viel kritische Stimmen mit hoch, die man auch sofort sehen kann. Und wo es nicht so ist, wie bei der Pop Art, die erstmal bunt und lebensfroh daherkommt, […]

  • Fluthilfecamp für Denkmalschutz im Ahrtal

    Fluthilfecamp für Denkmalschutz im Ahrtal

    Und wir bleiben gleich beim Thema, denn nur allzu präsent ist auch noch die Flutkatastrophe im Ahrtal vor 3 Jahren. Noch immer sind nicht alle Gebäude wieder aufgebaut, die Bewohner immer noch auf Hilfe angewiesen. Bereits zum dritten Mal packen deshalb rund 300 Jugendliche aus ganz Deutschland freiwillig beim Wiederaufbau an denkmalgeschützter Häuser an. Jung trifft alt, sozusagen. Die Ahr bei Dernau im Landkreis Ahrweiler. Auf der einen Seite eine richtige Postkartenidylle, auf der andere Seite:  Baukräne, die zeigen, dass hier auch drei Jahre nach der Flutkatastrophe noch einiges getan werden muss. Viele historische Fachwerkhäuser werden im Juli 2021 fast vollständig zerstört.  Die ehrenamtlichen Mitglieder des Fluthilfecamps der Jugendbauhütten der Deutschen Stiftung Denkmalschutz sind wieder für zwei Wochen vor Ort und helfen beim authentischen Wiederaufbau. Hannah, FSJlerin aus Wismar Ich bin Hannah, ich mache gerade ein FSJ in Wismar, und ich bin jetzt hier, um diesen denkmalgeschützten Gebäuden zu helfen, aber vor allen Dingen, den Menschen zu helfen, die hier gewohnt haben, gelebt haben, oder auch hier gearbeitet haben, damit diese Sozialstruktur wieder aufgebaut wird. Luca Frank aus Aachen hat ihr Freiwilliges Soziales Jahr schon abgeschlossen, sie war bereits im vergangenen Jahr beim Fluthilfecamp mit dabei und ist jetzt wieder an die Ahr gekommen. Luca Frank, FSJlerin aus Aachen Ja, fand das ganz toll, dass wir jetzt wieder dieses Fluthilfecamp machen und dachte, ich muss unbedingt wieder kommen und ja die Baustellen sehen, wie die sich so in der Zeit entwickelt haben. Genau, und noch ein bisschen weiter helfen. Helfen, um die historische Straußwirtschaft „Im Burggarten“ wieder aufzubauen. Die Jugendlichen arbeiten an denkmalgeschützten Gebäuden. So sah die Gaststätte einmal aus. Das Fachwerk wird genauso saniert, wie es Handwerker vor Hunderten von Jahren errichtet haben. Dabei werden die freiwilligen Helfer von Profis, die sich mit historischen Gebäuden auskennen, unterstützt und angeleitet. […]

  • Zehntausende feiern bei Rock am Ring

    Zehntausende feiern bei Rock am Ring

    Drei Bühnen, über 70 Bandauftritte, 80 000 Besucher. Beim Festival Rock am Ring feierten Musikbegeisterte am Wochenende bei schönstem Wetter Topacts wie die Ärzte, Baby Metal und Queens of the Stone Age. Die Veranstaltung am Nürburgring ist das größte Rockfestival in Deutschland.     Green Day, Electric Callboy, Kraftklub. Die größten Rockbands versammelt an einem Ort. Die Rockikonen lassen zehntausende Besucher über drei Tage hinweg in einen musikalischen Rausch eintauchen. Aber auch Newcomer dürfen sich auf dem Festival ausprobieren. Wie die deutsche Band Indecent Behavior. Sie eröffnet am Freitag eine der drei Bühnen. Für die Jungs wird damit ein Traum wahr. Henrik Bergmann, Sänger Indecent Behavior: „Wir waren so aufgeregt vor der Show und als dann die Leute da gestanden haben und es richtig abging und die Leute alle mitgesungen haben. Hätten wir nicht erwartet. Und wir sind so so so glücklich über die Möglichkeit.“ Dass der Eintritt für das Festival immer teurer wird, schreckt die Besucher nicht ab. Knapp 250 Euro bezahlen sie für das Wochenende. Dazu kommen noch die Kosten für den Campingplatz. Dabei gibt es auch hier noch deutliche Unterschiede in Preis und Komfort. Für die Luxusvariante bezahlen die Fans ein Vielfaches nur für die Übernachtung. Jasmin und Frank: Rock am Ring ist für uns eine Herzenssache. Also ich denke, das kann man gar nicht so an einem bestimmten Betrag festmachen. Also ich denke mal, so lange es das Angebot gibt und das für uns auch einen gewissen Mehrwert hat, werden wir da auch durchaus noch mehr bezahlen. Philipp: Ich sag mal so. Wie es sich jetzt eingepegelt hat, finde ich es eigentlich noch ok. Viel höher, klar Inflation, etc. Aber man kriegt ja auch über 70 Bands geboten. [Schnitt] Aber so ist es noch ok. Ich kann den ein oder anderen verstehen, der so ein bisschen […]

  • Kabinettssitzung auf dem Hessentag in Fritzlar

    Kabinettssitzung auf dem Hessentag in Fritzlar

    Deutschlands größtes Landesfest: der Hessentag in Fritzlar. Wenn auch das Wetter mehr als durchwachsen ist – es sind schon über 250.000 Besucher gekommen. Noch bis einschließlich Sonntag gibt es in Fritzlar eine bunte Mischung aus Volksfest, Konzerten und politischen Programmpunkten. Zumindest heute hat das Wetter mitgespielt. Bei leicht bewölktem Himmel und Sonnenschein schmeckt die Bratwurst doch gleich viel besser. Und auch die Fahrt auf dem Riesenrad – ohne Regen direkt deutlich angenehmer. Petra Burkhard, betreibt Seniorenresidenz „Ich bin ein Mal mit meiner Enkeltochter schon Riesenrad gefahren, die ist begeistert! Und jetzt schauen wir mal, was es sonst noch hier zu sehen gibt.“ Stefan Burkhard, Heimleiter „Das Wetter, das hält sich ja. Und Temperaturen gehen ja auch. Ist schon schön hier!“ Sabine Heise „Fritzlar gefällt uns sowieso immer total gut!Kommen Sie nach Fritzlar, alle, die das jetzt sehen. Eine super tolle Stadt und Sie werden nicht enttäuscht sein.“ Neben der Unterhaltung und Verköstigung der Besucher stand heute auch wieder die traditionelle Kabinettsitzung des hessischen Landesregierung auf dem Plan. Mit auf der Tagesordnung: eine „Agenda für unser Land“ unter dem Motto: „Hessen – Heimat – Hightech“. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Da geht’s um Innovation und Identität, da geht’s um Bembel und Bitcoin und da geht’s auch um aale Worscht und AI. Also alles Themen, die wirklich sehr hessisch sind. Wir wollen mit der Agenda Brauchtum und Traditionen pflegen.“ Und auch das Nordhessenpaket der Landesregierung für die Hessentagsstadt Fritzlar und den Schwalm-Eder-Kreis standen heute auf dem Programm. Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschafts- und Verkehrsminister Hessen „Es geht eben darum, dafür zu sorgen, dass sich diese Region weiterhin gut entwickeln kann. Dass wir gleichwertige Lebensbedingungen haben. Da spielt natürlich eine wichtige Rolle, dass die verkehrliche Anbindung weiter verbessert wird. Deswegen stehen wir auch weiterhin zum Straßenbau. Es geht darum, dass die Unternehmen sich gut […]

  • Filmfestival „Nippon Connection“ in Frankfurt

    Filmfestival „Nippon Connection“ in Frankfurt

    Das weltweit größte Festival für japanische Kultur und Filmkunst außerhalb Japans ist die „Nippon Connection“ in Frankfurt. Diese Woche werden wieder Tausende Besucher erwartet, wenn sich ein Teil der Mainmetropole in „Little Tokyo“ verwandelt. Ob fernöstliche Leckereien, traditionelle Taiko-Trommeln oder rund 100 japanische Filme, von Fantasy bis zum japanischen Zeichentrick Anime. An acht Veranstaltungsorten, darunter auch das Deutsche Filmmuseum, heißt es jetzt wieder: „Nippon Connection.“ Viele japanische Künstler kann man persönlich antreffen. Ob Regisseure bei ihren Filmpremieren oder ausstellende Künstler, sie alle reisen gern nach Frankfurt. Kah Wai Lim, Regisseur „Das Festival ist ein toller Ort, um sich auszutauschen. Das Publikum zeigt großes Interesse und stellt viele Fragen. Das sind magische Momente.“ Michiyo Arakawa, Papierschnitt-Künstlerin „Ich war 2018 das erste Mal hier. Und ich war damals schon sehr überrascht, wie viele Menschen sich hierzulande für japanische Kultur interessieren.“ Takuya Taniguchi, Taiko-Trommler „Dem deutschen Publikum zu begegnen, finde ich sehr bewegend. Hier werden unsere Geschichten auch außerhalb Japans weitergetragen.“ Wie schon beim Publikumsrekord vergangenes Jahr werden erneut weit über 18.000 Besucher erwartet. Viele Veranstaltungen und Workshops sind bereits ausverkauft – Eintauchen in eine exotische Welt. Lea Pils „Wenn man hier in Deutschland sagt, dass man die japanische Kultur gut findet, kriegt man manchmal komische Seitenblicke. Weil es halt dort anders ist als hier. Aber ich fand es schon immer richtig cool.“ Patricia Büger „Also ich bin generell von Japan total begeistert, habe dort auch mal Urlaub gemacht, habe die Sprache gelernt und finde die Kultur, das Essen, alles drum herum super.“ Neben dem japanischen Generalkonsulat unterstützt auch die Hessische Filmförderung die Nippon Connection. Vor 24 Jahren von Studenten gegründet, wird das Festival bis heute überwiegend ehrenamtlich organisiert. Die rund 70 Helfer des gemeinnützigen Vereins holen jedes Jahr ein kleines Stück Japan nach Frankfurt. Florian Höhr, Organisationsleitung Nippon Connection „Wir wollen japanische […]

  • Fraktionssitzungen auf dem Hessentag

    Fraktionssitzungen auf dem Hessentag

    „Nah bei den Leuten“ – das ist so ein typischer Politikerspruch. Das ist das Ziel der Politik, wenn es auch nicht immer gelingen mag. Heute aber schon. Das hessische Parlament zeigt sich bürgernah auf dem Hessentag in Fritzlar. Denn es gehört inzwischen schon zur festen Tradition des größten Landesfestes, dass die im hessischen Landtag vertretenen Parteien dort eine Fraktionssitzung abhalten – und zwar vor Publikum. Heute Mittag in der Turnhalle der Ursulinen-Schule in Fritzlar: Die CDU-Fraktion aus dem hessischen Landtag tagt in voller Mannschaftsstärke. Und den Politikern hört tatsächlich auch mal jemand zu – rund 100 Besucher sind gekommen, um bei der Sitzung Mäuschen zu spielen. Ines Claus (CDU), Fraktionsvorsitzende Landtag Hessen „Das haben wir immer, wenn Hessentag ist. Weil es uns einfach viel bedeutet, dass wir als Fraktionen auch vor Ort sind. Ich meine, die Landeshauptstadt ist in dieser Woche jeweils in der Hessentagsstadt. Dieses Mal in Fritzlar – da sind wir gerne mit dabei. Und es macht eine große Freude, mit der ganzen Fraktion und vielen Gästen vor Ort zu tagen.“ Fritzlar als heimliche Landeshauptstadt? Das dürfte dem einen oder anderen Nordhessen sicherlich runtergehen wie Öl. Nur – wenn die Bürger den Politikern so wie heute in Fritzlar mal so richtig auf die Finger schauen dürfen, dann handelt es sich doch bestimmt eher um eine Art „Showveranstaltung“, oder? „Nein“, sagt der Ministerpräsident … alles echt: Hier wird heute handfeste Politik gemacht. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Ja, es ist so, dass die Fraktionsvorsitzende und der Ministerpräsident Berichte abgeben über das, was ansteht, über das, was gelaufen ist. Das wird dann diskutiert und bewertet. Und daraus werden dann möglicherweise auch politische Initiativen formuliert.“ Den Ministerpräsidenten mal bei der Arbeit zu beobachten und politische Entscheidungsprozesse hautnah mitzuerleben – für manch einen Hessentagsbesucher ist das spannender als eine Fahrt mit dem […]

  • Probenstart bei den Nibelungen-Festspielen in Worms

    Probenstart bei den Nibelungen-Festspielen in Worms

    In gut sechs Wochen ist es soweit, dann starten in Worms wieder die Nibelungenfestspiele vor dem weltberühmten Kaiserdom. Seit heute ist das Ensemble vor Ort. Probenstart für das neue Stück „Der Diplomat“. Aber noch nicht in Kostümen und draußen. Am Anfang wird im Wormser Theater erst mal nur gelesen. „Mach das Maul zu und kümmere dich um das Blut, Siegfried fehlt, 100.000 Hunnen stürmen bald unsere Feste und wir sind mittendrin im Krieg. Als ich heute früh von unseren Zinnen blickte, sah ich keine Hunnen.“ Am Anfang steht das Wort, könnte man sagen. Probenstart heißt zusammensitzen und lesen. Keine Aktion, sondern nur die Sprache des Stücks „Der Diplomat“ kennenlernen. Für Hagen Darsteller Thomas Loibl keineswegs langweilig. Thomas Loibl, spielt Hagen „Das Gegenteil ist der Fall, ich bin erst mal für viele lange Leseproben, dass man diese Referenz des Textes auch wirklich noch mal zum Klingen bringt. Weil natürlich durch die Körperlichkeiten, Kulisse, Kostüme und Trallalla da vieles dann erst mal wieder verdeckt würde. Die Texte sind so gut, dass man sich da ein bisschen länger mit beschäftigen darf.“ Er ist der Titelheld des Stücks: Franz Pätzold heute ganz leger, wird ab dem 12. Juli als Diplomat Dietrich von Bern so auf der Bühne stehen. Franz Pätzold, spielt Dietrich von Bern „Der Dietrich von Bern, was ist das für eine Figur? Das ist eine verlorene Seele, welche einen großen Verlust erfährt und deswegen seine politischen Ambitionen über Bord wirft und versucht, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen.“ Für das richtige Outfit ist Tina Kloempken zuständig. Die studierte Modedesignerin hat Erfahrung mit großen Inszenierungen. Sie hat bereits für die Salzburger Festspiele Kostüme entworfen. Tina Kloemken, Kostümbildnerin „Für mich ist die Herausforderung die Bühne. Wenn es regnet, dann regnet es. Natürlich achtet man darauf, dass die Kostüme jetzt den Temperaturen angepasst sind, dass […]

  • Streetart am Darmstädter Landesmuseum

    Streetart am Darmstädter Landesmuseum

    Kennen Sie MadC? Hinter dem Künstlernamen steckt Claudia Walde – eine der weltweit bekanntesten Grafitikünstlerinnen. In mehr als 35 Ländern hat sie bereits gesprayt. Jetzt gestaltet MadC die Fassade der Gemäldegalerie des Hessischen Landesmuseums Darmstadt – es wird bunt. In Darmstadt ist Claudia Walde auf jeden Fall eines: viel unterwegs. Die Fassade der Gemäldegalerie des Hessischen Landesmuseums zieht sich über mehrere Gebäude. Die Streetart-Künstlerin versucht, sich die Perspektive ihres Kunstwerkes genau vorzustellen, gibt Anweisungen an ihre zwei Assistenten Luke und Simon. Claudia Walde, Streetart-Künstlerin „Die Aufträge, die mich am meisten interessieren, sind die, die herausfordernd sind. Die etwas anderes sind, an Orten, die noch keiner bemalt hat, die ungewöhnlich sind, die mich in irgendeiner Weise fordern, und dieses Projekt fordert mich definitiv. Wir haben diese Perspektivenverschiebungen, wir haben mehrere Gebäude, die zusammenlaufen, den Fußboden, der integriert wird. Das sind schon Dinge, die nicht der Standard sind, die man sonst so macht.“ Und die 44-Jährige macht viel, seit über 25 Jahren. Damals entsteht auch das Pseudonym MadC, weil die Künstlerin aus dem sächsichen Bautzen den Namen cool findet. Heute ist MadC eine der weltweit bekanntesten Streetart-Künstlerinnen. Ob New York, London, die Dominikanische Republik, Florida oder Irland. Überall findet sich Graffitikunst von MadC. MadC, Streetart-Künstlerin „Ich habe als 16-Jährige tatsächlich klassisch mit Graffiti angefangen, wollte Teil dieser Jugendkultur sein, mich ein bisschen ausprobieren, war schon immer kreativ unterwegs, aber habe das natürlich niemals als Beruf angesehen.“ Doch dann studiert Claudia Walde Grafikdesign in Halle und London. Sie wird zur international renommierten Street-Art-Künstlerin. Seit über sechs Monaten plant sie das Darmstädter Großprojekt. Die Idee zur Gestaltung stammt aus einer Ausstellung im Landesmuseum. „Urknall der Kunst“ hat sich mit Graffitikunst aus der Steinzeit beschäftigt. Dr. Martin Faass, Direktor Hessisches Landesmuseum Darmstadt „Deshalb kann man sagen, dass Graffitikunst eine sehr, sehr lange Tradition hat und […]

  • Weltstar John Malkovich im Interview

    Weltstar John Malkovich im Interview

    Die Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden locken in jedem Jahr mit großen Namen ins Hessische Staatstheater. Ein Highlight dieses Jahr: der amerikanische Hollywood-Star John Malkovich. Meine Kollegin Nina Seeh hat ihn und eine Schauspielkollegin zu einem exklusiven Interview getroffen. Die meisten Menschen kennen Schauspieler John Malkovich aus Hollywoodfilmen wie „Gefährliche Liebschaften“, „Con Air“, oder „Per Anhalter durch die Galaxis“. Seine Leidenschaft aber gehört dem Theater. Besucher der Wiesbadener Maifestspiele konnten den Megastar jetzt in dem Stück „In the Solitude of Cotton Fields“ erleben. Das Stück handelt von einem dubiosen Warenaustausch. Der Zuschauer erfährt weder, um welche Ware es sich dabei handelt, noch ob der Handel am Ende zustande kommt. Bei unserem Treffen in einem Wiesbadener Hotel sprechen die beiden über die Handlung, die viel Interpretationsraum lässt. John Malkovich „In gewisser Weise geht es um Sehnsüchte, die Menschen haben, die verborgen bleiben müssen, Sehnsüchte, die in der Gesellschaft nicht akzeptiert werden. Auf der ein oder anderen Ebene hat wahrscheinlich jeder Mensch solche.“ Ingeborga Dapkunaite „Jede Person, mit der ich nach der Vorstellung spreche, hat manchmal widersprünchliche Meinungen, worum es ging. Und das bedeutet nicht, dass einer von ihnen falsch liegt.“ Die Reaktionen des Publikums – ein Grund, wieso beide das Theater lieben. Ein anderer ist das Austesten der eigenen Grenzen, gerade bei solch anspruchsvollen Rollen. John Malkovich „Für einen bestimmten Zeitraum, eine bestimmte Zeit am Abend, lebst du eine Erfahrung völlig außerhalb von dir selbst. Indem du Dinge fühlst, die du nicht fühlst, indem du Dinge tust, die du nicht tust, indem du Dinge sagst, die du nicht sagst. Ich würde sagen, dass es therapeutisch ist.“ Nina Seeh,Reporterin in Wiesbaden „Wie wichtig ist für diese Erfahrung der richtige Spielpartner?“ John Malkovich „Ingeborga und ich arbeiten schon eine sehr lange Zeit zusammen – seit über 30 Jahren. Und ich würde sie wirklich als […]

  • Harmonie Festival in Lindenholzhausen

    Harmonie Festival in Lindenholzhausen

    Es ist das weltweit größte ehrenamtlich organisierte Chor- und Folklore-Festival: das Harmonie Festival in Limburg. Alle sechs Jahre lädt der Männerchor „Harmonie Lindenholzhausen“ Sänger aus aller Welt ein. Jetzt am Himmelfahrtswochenende war es wieder soweit. Und wir haben uns da mal für Sie umgehört. Der Jugendchor „Tutarchela“ aus Georgien bei einem seiner sechs Auftritte an diesem Wochenende. Sie können Jazz, Rock und vor allem klassische, georgische Musik. Tamar Buadze, Dirigentin „Tutarchela Youth Choir“ Georgien „Manche Lieder kommen von vorchristlicher Zeit. Die haben eine richtig große Geschichte. Und jedes Lied hat seine eigene Bedeutung. Und die Folklorelieder, die sind so alt, wir kennen die Autoren nicht. Die sind unbekannt. Die Lieder kamen zu uns mündlich.“ 175 Chor- und Folkloregruppen aus 35 verschiedenen Ländern nehmen am Harmonie Festival teil. Für die Auswahl der Teilnehmer ist der künstlerische Leiter des Festivals, Jürgen Faßbender, zuständig. Jürgen Faßbender, Künstlerischer Leiter Harmonie Festival „Das Verhältnis ist sehr, sehr heterogen kann man sagen. Wirklich vom Spitzenchor bis zu, was sie angesprochen haben, Laienchor, der einfach für zum Spaß singt und die gar nicht so oft proben und vielleicht auch gar nicht so ernsthaft proben. Aber alle haben hier ihren Raum. Alle können an diesem Wettbewerb teilnehmen.“ Wie der Wettbewerb in der Kategorie Frauenchöre. Die Singsations Westerwald holen mit ihrer Darbietung den ersten Platz. Bewertet werden sie und alle anderen Chöre von einer international besetzten Jury. Dion Ritten, Jury-Mitglied aus den Niederlanden „Es gibt zwei Kriterien, die sind, zuerst im Allgemeinen gesagt, die technische Ausführung und die künstlerische Ausführung. Also die Musik, die gemacht wird. Bei technisch natürlich Intonation, Zusammensang, Chorklang und so weiter. Und künstlerisch ist wie gesagt Programmgestaltung, die Interpretation vor allem von der Musik.“ Seit 1981 gibt es das Chor- und Folklorefestival in Limburg. Für die Ehrenämtler beginnt die Planung schon drei Jahre im Voraus. […]

  • documenta erlegt sich Verhaltenskodex auf

    documenta erlegt sich Verhaltenskodex auf

    Die documenta in Kassel – sie ist die wohl weltweit bedeutendste Ausstellung für zeitgenössische Kunst. In letzter Zeit hat sie allerdings eher weniger mit herausragender Kunst, sondern mit Skandalen für Schlagzeilen gesorgt. Nachdem antisemitische Kunstwerke die letzte documenta in eine tiefe Krise gestürzt hatten, soll das nächste Mal alles besser werden. Doch auch um die aktuellen politischen Bemühungen, weiteren Skandalen vorzubeugen, gibt es viele Diskussionen. Judenfeindliche Kunst, prominent ausgestellt 2022 mitten in Kassel. Bilder wie diese will der Aufsichtsrat der Kunstveranstaltung um jeden Preis vermeiden und hat deshalb gestern beschlossen, der nächsten Veranstaltung in drei Jahren einen sogenannten „Code of Conduct“, einen Verhaltenscodex aufzuerlegen. Dieser soll aber nur für die Geschäftsführung der documenta und nicht für deren künstlerische Leitung gelten. Hessens Kulturminister Timon Gremmels sprach davon, mit dieser Vorgehensweise wolle man eine „Balance zwischen dem Schutz der Kunstfreiheit und der Wahrung der Menschenwürde […] finden“. Damit folgt der Aufsichtsrat den Empfehlungen einer eigens für die Aufarbeitung des Antisemitismus-Skandals engagierten Managementberatungsfirma nur teilweise. Denn die hatte ausdrücklich eine Einführung eines Verhaltenskodex für Geschäftsleitung UND die Kuratoren empfohlen. Ein Grund, warum die hessische AfD mit dem neuen Kompromiss gar nicht einverstanden ist. Robert Lambrou (AfD), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Der Verhaltenskodex sollte für die künstlerische Leitung gelten und die schwarz-rote Landesregierung muss das Thema ernst nehmen. Die schwarz-grüne Landesregierung hat es nicht ernst genommen, mit dem Ergebnis, dass 2022 wir keine documenta hatten, sondern eine Antisemita.“ Das neue Konzept sieht vor, dass die künstlerisch Leitung, sobald sie gefunden ist, eine Erklärung über ihren Umgang mit Menschrechten abgeben soll. So soll verhindert werden, dass sich die Ereignisse von 2022 wiederholen. Ein schlüssiges Konzept, sagen die hessischen Grünen. Hildegard Förster-Heldmann (Bündnis 90 / Grüne), Abgeordnete Landtag Hessen „Darum geht es doch, das zu vermeiden. Und deswegen finde ich es gut, dass es einerseits den Code […]

  • Proben für die „Dreigroschenoper“ in Bad Hersfeld

    Proben für die „Dreigroschenoper“ in Bad Hersfeld

    Vor bald hundert Jahren wurde in Berlin Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ uraufgeführt. Nach Startschwierigkeiten wurde sie zu einem Welterfolg. Die 73. Bad Hersfelder Festspiele haben die Dreigroschenoper als Eröffnungsstück gewählt. Wir waren heute beim Probenbeginn dabei. Es wird zugehauen. Es fliegen die Funken. Es kommt zu Rangeleien. Während es die Arbeiten am Bühnenbau in der Stiftsruine Bad Hersfeld schon in sich haben, steht wenige hundert Meter entfernt – bei der ersten Leseprobe für Brechts Dreigroschenoper – noch der Spaß im Vordergrund. Im Vordergrund des Theaterstücks, das ursprünglich in Londoner Stadtteil Soho verortet ist: Der Konkurrenz- und Existenzkampf zwischen Peachum, dem Kopf der Londoner Bettelmafia, und dem Gangster Mackie Messer. Der Konflikt eskaliert, als Mackie Messer Peachums Tochter Polly heiratet. Und von da an dominieren das Stück Themen wie Betrug, Gewalt, soziale Ungleichheit und krumme Deals. Joern Hinkel, Intendant „Uns interessieren vor allem die Menschen, die da sind. Die Beziehungen, die sie zueinander aufnehmen. Aber auch die Deals, die sie miteinander schließen. Und das war damals auch schon so; die Abhängigkeiten, die geschäftlichen Beziehungen.“ Michael Schachermaier, Regisseur „Alles, was jetzt dieses Schlagwort ‚Survival of the fittest‘ betrifft beispielsweise. Ja, oder um jetzt Donald Trump zu zitieren: ‚The art of the deal‘. Es geht in diesem Stück immer um Deals, um Vereinbarungen, um Geschäftsmodelle und um Geschäftemacherei. Und diese Verschränkung mit dem großen Aspekt einer, glaube ich, sehr menschlichen Not, nämlich der Gier, ist höchst interessant in diesem Stück.“ Aus Termingründen wurde die Rolle der Jenny zweifach und bewusst an ganz unterschiedliche Darstellerinnen vergeben: An Schauspielerin Anna Loos und Travestiekünstlerin Lilo Wanders. Beide freuen sich auf die Herausforderung „Freilichtbühne“. Anna Loos, spielt Jenny „Klar, also Freilichttheater hat immer etwas Herausforderndes, weil kann gut sein, beim Singen geht eine Mücke in den Mund, es kann regnen, es kann so viel passieren. Lilo Wanders, spielt […]

  • Schüler musizieren mit Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

    Schüler musizieren mit Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

    Die Klingbach-Grundschule im südpfälzischen Billigheim-Ingenheim hat den Musikus-Preis des Landes Rheinland-Pfalz gewonnen. Zum Preis gehört auch ein ganz besonderes Ereignis: Alle 180 Grundschüler dürfen mit einem ganz bedeutenden Profi-Orchester musizieren, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Das große Konzert für die Familien der Schüler findet heute Abend statt. Wir waren bei der Generalprobe mit dabei. Keziah bei ihrem Auftritt. Es ist die letzte Probe zusammen mit den 80 Profimusikern der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Keziah Manetchou, Grundschülerin „Also in der dritten Klasse, da war ich auch im Musiktheater, da habe ich einfach so gemerkt, es ist einfach so toll Kostüme anzuziehen, sehr viel zu singen und halt sehr viel Text auswendig zu lernen. Das ist einfach so mein Ding.“ Es ist auch das Ding von Jakob. Er probt seinen Einsatz als Zauberer. Zusammen mit einem berühmten Orchester aufzutreten, ist für ihn kein Problem. Jakob Dackler, Grundschüler „Meine Eltern sagen auch, ich wäre so eine richtige Rampensau. Es macht mir auch sehr viel Spaß dann, halt auf die Bühne zu gehen, aber den Text lernen ist halt auch sehr viel.“ Die Texte haben die Schüler zusammen mit den Lehrern geschrieben, die Lieder stammen von einem professionellen Arrangeur. Es gibt nur eine gemeinsame Probe mit dem Philharmonieorchester. Beat Fehlmann, Intendant Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz „Ein unglaubliches Gefühl, ich freue mich wahnsinnig, dass das alles möglich ist, und ich glaube, es gibt für uns alle einen Abend mit einem unvergesslichen Erlebnis.“ Alle 180 Grundschüler sind in der Turnhalle verteilt und singen mit. Lothar Seutter, Musiklehrer „Wir improvisieren ganz viel einfach hier, wir sind auch alle keine Profis.“ Die Klingbachschule ist mit dem MusikuSpreis ausgezeichnet worden, weil hier viel Zeit in die musikalische Früherziehung der Schüler investiert wird. Christine Gein, Schulleiterin Klingbachschule „Seit über zehn Jahren ist hier eine der beiden Musikstunden für die dritten und vierten Klassen geblockt. Das […]