Fototour durchs Frankfurter Bahnhofsviertel
Was fällt Ihnen zum Frankfurter Bahnhofsviertel ein? Drogenprobleme, Kriminalität, Bettler. Doch das ist zu kurz gesprungen – sagt der Fotograf und Autor Ulrich Mattner. Das Bahnhofsviertel sei so viel mehr. Ihn hat die Faszination bereits seit Jahren gepackt – und diese gibt er weiter in seinen nächtlichen Touren durch „seinen Kiez“ wie er sagt. Startpunkt Hauptbahnhof Frankfurt. 20.00 Uhr, Blaulicht im Hintergrund. Das entspricht dem Klischee. Drogen, Kriminalität, Prostitution. Klar, gibt es hier alles. Doch noch viel mehr. Ulrich Mattner lebt seit über 20 Jahren mitten im Kiez und liebt sein Viertel. Ulrich Mattner, Autor und Fotograf „Das Bahnhofsviertel ist so verrufen. Auf der anderen Seite, muss man mal eine Lanze brechen für dieses Viertel. Weil, es sind hier halt nicht nur Drogen und Müll. Ich finde, eigentlich ist es das tollste Viertel überhaupt hier in Deutschland, weil es so spannend ist.“ Das ist heute eine der bekanntesten Latinodiscos weltweit. Seit 25 Jahren öffnet Ferdinand Hartmann bis 6 Uhr morgens seine Türen. Früher war es hier sehr viel zünftiger. Ferdinand Hartmann, Discotheken-Besitzer „Hier, wo ich bin, war früher das Maiers Gustl’s. Tischtelefone, Humba-Täterä-Musik. Überall haben die Leute aus Amerika, aus China kamen die busseweise hierher. Und es war auch eine tolle Zeit.“ Im Keller hat der Frankfurter ein kleines Maiers-Gustl’s-Museum eingerichtet. Vom Bahnhofsviertel aus alten Zeiten, geht es wieder in das reale Frankfurt. Über versteckte Hinterhöfe, hinein in Geschäfte, die niemals schließen. Ein Stadtteil der Gegensätze. Milieu-Kneipen für hartgesottene Kiezgänger liegen hier neben angesagten Bars der Hipster-Szene. Heike, Tour-Teilnehmerin aus Stuttgart „Es ist total interessant, wie der Ulrich das rüberbringt, und abwechslungsreich, weil die Kontraste so stark sind.“ Susanne, Tour-Teilnehmerin aus Schöneck „Also, ich kenne das Bahnhofsviertel. Ich habe hier auch früher gearbeitet. Aber in solche Häuser, in die wir jetzt gehen, bin ich nie hereingekommen. Insofern ist es interessant.“ […]


