Kultur

  • Weltmeister im Kunstpfeifen begeistert bei Konzerten in Trier

    Weltmeister im Kunstpfeifen begeistert bei Konzerten in Trier

    Yusuke Matsmura ist Kunstpfeifer, hat die Weltmeisterschaft gewonnen und tritt aktuell in Trier auf. Wenn Pfeifen zur Kunst wird. Über drei Oktaven kommt er beim Pfeifen. Mit schnellen Tonabfolgen und genauer Intonation hat Kunstpfeifer Yusuke Matsumura kein Problem. Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer „Zuerst ist die Zungenposition wichtig. Also chhhh. Dieses Geräusch ist sehr wichtig. Ü üben Ü. Dann kann man so üben: chhhhüüüü. So kann man pfeifen.“ Wenn das Grundprinzip klappt, geht es um die Tonhöhe. Wichtig dabei: die Position der Zunge. Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer „Wenn man höher pfeifen möchte, dann ist die Zungenposition viel enger. Also nicht o, sondern ü. So muss man rutschen. Und wenn man tiefer pfeifen möchte, dann kann man tendenziell o aussprechen.“ Als Kind kann Yusuke  gar nicht pfeifen. Bis er anfängt, Tuba zu spielen. Er beginnt damit, sich das Kunstpfeifen selbst beizubringen. Und das mit Erfolg, auch beruflich. Im Musical „My Fair Lady“ am Theater Trier pfeift Yusuke ein ganzes Solo. Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer „Meine angenehme Tonlage ist mittelhoch. Nicht am höchsten, aber manche Pfeifer können noch höher als ich, aber vielleicht ziemlich hoch. aber meine Stimme ist, also ja, ich bin Basssänger. Also meine Stimme ist ganz tief. Also ich singe tief, aber ich pfeife hoch.“ Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren wird er erster. Seitdem ist er auf der Jagd nach noch mehr Preisen. Yusuke Matsumuras nächstes Ziel: Der Online-Wettbewerb Global Whistling Championship. Mit einem Video hat er sich beworben. Sein Lieblingsstück: das Trompetenkonzert von Joseph Haydn. Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer „Das ist so schwierig technisch. Und es ist nicht so einfach, es einmalig perfekt zu pfeifen. Ich habe es sehr viele Male aufgenommen und  ich habe selbst geforscht. Also wie ich meinen Körper fühlen kann oder wie ich wirklich musikalisch interpretieren möchte.“ Intonation, Dynamik und Präsentation. Darauf kommt es bei der Wertung an. […]

  • Nachfahre von Brentano vermacht Brentanohaus in Oestrich-Winkel historische Sammlung

    Nachfahre von Brentano vermacht Brentanohaus in Oestrich-Winkel historische Sammlung

    Das Brentanohaus gilt als einzigartiger Erinnerungsort der Rhein-Romantik und war Treffpunkt der Freundschaftskreise jener Zeit. Zu den zahlreichen Gästen aus Politik und Kultur zählen Johann Wolfgang von Goethe und die Brüder Grimm. Nun wurde die Sammlung durch eine private Schenkung eines direkten Nachfahrens der Familie Brentano erweitert. 432 Objekte, darunter etliche Möbel, Gemälde, Porzellan und Silber. All das stammt nachweislich aus dem historischen Bestand des Brentanohauses. Dank Burkhard Michaeli, dem Ur-Großenkel von Marga von Brentano kehren die Objekte  wieder an ihren Ursprungsort zurück. Dr. Burkhard Michaeli, Brentano-Nachfahre „Wenn man ein Erbe bekommt hat man auch Verantwortung damit umzugehen. Und für mich war die Frage ‚Was kann ich damit anstellen, was auch anderen Leuten dann zugute kommt‘? Ich selbst bin darin groß geworden, ich bin quasi in einem Museum aufgewachsen und für mich war es ein Anliegen, dass auch andere Leute in einem Museum sich dann diese Gegenstände anschauen können, die bei uns zum Leben dazugehörten.“ Alle Objekte sind in einem sehr guten Zustand, denn sie wurden aufwendig restauriert. Mit den einzelnen Stücken verbindet Burkhard Michaeli Erinnerungen an seine Kindheit und die Besuche im Brentanohaus. Dr. Burkhard Michaeli, Brentano-Nachfahre „Die silberne Kuh, eine Milchkuh, die wir beim Kindergeburtstag benutzt haben , um eben Milch in die Tassen zu bekommen. Sehr verbunden war ich auch mit der Porzellanuhr, die etwas schwierig ist aufzuziehen, aber, wenn ich im Haus war ist die Uhr gelaufen und wenn ich dann weg war hieß es: ‚Ah, der Burkhard ist nicht mehr da, jetzt ist die Uhr stehen geblieben‘.“ Das Haus war über 200 Jahre im Besitz der Familie Brentano bevor das Land Hessen es 2014 kauft. Seitdem wurde es vom Träger Staatliche Schlösser und Gärten Hessen schrittweise saniert und restauriert. Die wohl bekanntesten Zimmer des Hauses sind die beiden Goethe-Zimmer, in denen sich der Dichter bei […]

  • Amateur-Actionfilm soll Geld für Pirmasenser Tierheim einspielen

    Amateur-Actionfilm soll Geld für Pirmasenser Tierheim einspielen

    Giovanni Balistreri ist Pirmasenser mit italienischen Wurzeln. Hauptberuflich ist er Lagerist, nebenbei dreht er Filme. Seine neueste und größte Produktion „Scamacca“ hat morgen Abend im Pirmasenser Walhalla-Kino Premiere. Kein kommerzieller Film, der Erlös geht an das städtische Tierheim. „Moressini ist Anführer der Scamacca-Mafia aus Sizilien. Eine noch nicht so verbreitete Mafia, aber schon mit steigenden Anhängern, die ihre Tat mit einer Phantom-Maske ausführt. Das ist ihr Markenzeichen. „ Und das ist Giovanni Balistreri. Als eine Mischung aus „Der Pate“ und klassischen Jackie-Chan-Filmen beschreibt der Pirmasenser seinen Kinofilm. Eine reine Lokalproduktion. Der 39-Jährige hat sie mit Freunden und Sponsoren realisiert. Giovanni Balistreri, Regisseur und Hauptdarsteller „Früher habe ich immer so Kampfsportfilme gemacht. Und der vorherige Film war eher ein Actionfilm. Und das hier ist eher so ein Actionkrimi. Geht halt in Richtung Mafia. Und es macht halt Spaß, es ist ein Hobby und eine Leidenschaft von mir. Die Kamera habe ich selber gemacht, natürlich nicht, wenn ich vor der Kamera war, das hat dann meine Freundin gemacht. Den Schnitt habe ich gemacht, das Drehbuch habe ich geschrieben, Regie geführt, genau.“ Gedreht wurde immer am Wochenende. Alle Beteiligten haben ihre Freizeit für das Projekt geopfert. Aus Spaß. Niemand verdient etwas an dem Mafiafilm. Gezeigt wird er im Kino von Andreas Groß. Er unterstützt seinen Freund Giovanni Balistreri schon lange. Andreas Groß, Kino-Betreiber „Jetzt wurde das Ganze ein bisschen größer. Und für einen guten Zweck, fürs Tierheim hier in Pirmasens. Und da war es für uns klar, dass wir dann wieder mitmachen, das Ganze unterstützen, den Film auch hier zeigen.“ Die Premiere morgen Abend ist bereits ausverkauft. Selbst der Pirmasenser Oberbürgermeister Markus Zwick spielt mit. Der Regisseur hat auch seinen Hund eingebaut. Als großer Tierfreund unterstützt er, genauso wie alle, die an der Produktion beteiligt sind, mit dem Erlös das Pirmasenser Tierheim. Birgit […]

  • Uecker-Ausstellung "Verletzlichkeit der Welt" in Remagen

    Uecker-Ausstellung „Verletzlichkeit der Welt“ in Remagen

    Ein Nagel als Kunst – damit hat Günther Uecker Kunst-Geschichte geschrieben. Der international bedeutende Künstler der Nachkriegs-Zeit ist Mitte vergangenen Jahres gestorben. Im Arp Museum in Remagen läuft nun die letzte Ausstellung, an der Uecker selbst noch mitgewirkt hat. Ob lang oder kurz, dick oder dünn – Nägel bestimmen Günther Ueckers Kunst. Er schlägt sie nicht nur in Leinwände, sondern auch in Alltagsgegenstände. Was für andere Künstler der Pinsel ist, sind für Uecker die Nägel. Jacob Uecker, Sohn von Günther Uecker „In den frühen Arbeiten ging es darum diese zweidimensionale Bildoberfläche eher aufzubrechen, dass die Arbeit in den Raum übergeht, in dem der Betrachter ist. Das es einen Austausch gibt zwischen dem Betrachter und dem Werk. Später dann fungierte der Nagel, als etwas, was die Bildfläche ausbricht, auf eine verletzende Art dann auch. Und die Bildfläche als Körperfläche auch betrachtet.“ Jacob Uecker ist einer der Söhne von Günther Uecker, er hat die Ausstellung mit konzipiert. Neben den Nägeln spielt Bewegung eine zentrale Rolle in Ueckers Werken  –Maschinen lassen seine Kunstwerke per Knopfdruck lebendig werden. So wie die tanzende Nadel für Pina Bausch, eine berühmte  Tänzerin und Choreographin  .  Der Nähmaschinentisch stammt von der Schneiderin, die ihre Kostüme  damals angefertigt hat.  2019 entstanden, feiert das Werk jetzt Weltpremiere. Julia Wallner, Museumsdirektorin „Die Ausstellung ist tatsächlich die letzte an der Günther Uecker noch selber mitgewirkt hat und zugleich die erste nach seinem Tod. Für uns schließt sich damit in gewisser Weise auch ein Kreis, weil Günther Uecker wirklich von Beginn auch dem Künstlerbahnhof Rolandseck verbunden war. Also wirklich schon seit den 1960er Jahren auch mit Werken vertreten, die hier diese Zeit Rückspiegeln und damit ist es wirklich für uns auch ein ganz großes Herzensanliegen gewesen.“ 1964, lange bevor der Bahnhof ein Museum wurde, nagelte sich Günther Uecker über die Treppe bis in […]

  • "Die Nazis waren ja nicht einfach weg" - Ausstellung im Frankfurter Kommunikationsmuseum

    „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ – Ausstellung im Frankfurter Kommunikationsmuseum

    Im Zentrum steht die Frage: Wie sind die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit umgegangen? Kein einfaches Thema. „Da sie das zuständige Alter erreicht haben, haben sie sich im hiesigen Krematorium, Gang 9, Ofen 36, Klappe 5, zwecks Verbrennung ihres Körpers umgehend einzufinden.“ So beginnt ein Hassbrief, den Rolf Weinstock Ende der 1940er Jahre erhält. Er kämpft für das Erinnern. Ein Überlebender, dessen Familie in Auschwitz ermordet wird. „Schluss mit Entnazifizierung, Entrechtung, Entmündigung.“ 1949  ein Plakat zur Bundestagswahl von der FDP. Georg Heuser ist als SS-Hauptsturmführer für die Ermordung von mehr als zehntausend Juden verantwortlich. In den 1950er Jahren wird er Leiter des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz. Die Deutschen tun sich nach 1945 schwer, mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Dr. Mathias Rösch, Kurator der Ausstellung „Das wird ja durch die Veröffentlichung der Amerikaner, durch Filme über die KZs und alles Mögliche andere, wird es noch mal deutlicher, wie massiv diese Verbrechen sind, und angesichts dessen, schafft es die Mehrheit der Deutschen keinesfalls, offen dazu zu stehen. Das Verdrängen, das Verschweigen der persönlichen Verantwortung ist etwas absolut normales, in dem Zusammenhang. Und es ist eher ein großes Wunder, dass es trotzdem in dieser Zeit immer wieder Leute gibt, die umdenken, die in die andere Richtung gehen.“ Wie zum Beispiel Fritz Bauer. Als hessischer Generalstaatsanwalt setzt er sich für die Inhaftierung von NS-Verbrechern ein und eröffnet 1963 in Frankfurt den ersten Auschwitz-Prozess. In „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ geht es um das  Aufarbeiten und Auseinandersetzen mit einer unfassbaren Vergangenheit. Eine Ausstellung über 8 Jahrzehnte Erinnerungskultur. Dr. Annabelle Hornung, Direktorin Museum für Kommunikation Frankfurt „Die Perspektive ist auf junge Menschen ausgerichtet, deren Erinnerung in den unterschiedlichen Epochen. Das zeigen die acht Stationen der Ausstellung. Wir empfehlen aber trotzdem, für jeden, jeglichen Alters den Besuch.“ Bis zum 26. Juli erwartet die […]

  • Papageno Musiktheater in Frankfurt steht vor dem Aus

    Papageno Musiktheater in Frankfurt steht vor dem Aus

    Das Papageno Musiktheater ist seit 3 Jahrzehnten aus der Frankfurter Kulturszene nicht wegzudenken: Musicals, Theater, Opern, und Konzerte werden dort auf die Bühne gebracht. Doch jetzt steht das Theater aber vor einer finanziellen Mammutaufgabe. Das Dach ist kaputt und muss dringend saniert werden. Sonst könnte es bald heißen: Der Vorhang bleibt zu. Drinnen, bei den Proben für das Stück „Jim Knopf und die Wilde 13“ geht es um das Schicksal der kleinen Insel Lummerland – draußen, geht es um das Dach des Papageno Musiktheaters. Denn das weist gleich eine ganze Reihe von Schäden und geflickten Stellen auf. Hans-Dieter Maienschein, Leiter Papageno Musiktheater „Das muss immer regelmäßig gespannt werden. Und dadurch, dass die Spannkraft im Laufe der Jahre nachgelassen hat, könnte es passieren, dass es reißt, es dringt Feuchtigkeit ins Gebäude und damit ist die gesamte Elektrik und die gesamte Bühneninstallation in Gefahr.“ Um den Spielbetrieb nicht zu gefährden, muss die Außenhülle des 2003 errichteten Theaterbaus erneuert werden. Geschätzte Kosten: Bis zu 350.000. Euro. Eine Summe, die man aus eigener Kraft nicht aufbringen kann, so die Theaterleitung. Als freies Theater finanziert sich das Papageno Musiktheater zu 85 Prozent privat. 15 Prozent, das sind etwa 123.000 Euro pro Jahr, werden über die Kulturförderung des Stadt abgedeckt. Hans-Dieter Maienschein, Leiter Papageno Musiktheater „Das reicht natürlich längst nicht aus. Wir haben 40 Mitarbeiter, davon 13 Festangestellte. Und da kann man sich ja an der Hand ausrechnen, dass das hinten und vorne nicht reicht.“ Den Großteil der Einnahmen macht das Theater über die Eintrittgelder, die die etwa 280 Vorstellungen pro Jahr einbringen. Lars Bürger, Papageno Musiktheater „Natürlich müssen wir auch noch Stiftungen und private Spenden akquierieren, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Unsere Eintrittspreise versuchen wir möglichst moderat zu halten, damit sich das auch alle Familien leisten können und das eben keine Theater nur für […]

  • 17:30@night: KAMRAD

    17:30@night: KAMRAD

    Er saß nicht nur in der Jury bei der SAT.1 Castingshow „The Voice“, sondern ist selbst auch ein Star. Mit dem Hit „Be Mine“ ist Kamrad letztes Jahr so richtig durchgestartet. Jetzt ist er auf großer Tour – ein Stopp: Frankfurt. Bevor Kamrad bei seinem Konzert die Halle zum Beben bringt, hat ihn meine Kollegin Nina Seeh für 17:30@night getroffen. „Ich wünschte mehr Menschen wüssten über mich, dass ich Kamrad heiße und nicht Konrad. – Mein größtes Guilty Pleasure ist so 90er Jahre Trash-Mucke. Das würde ich mir jetzt nicht privat im Auto anhören, anmachen, aber wenn es läuft und ich bin auf ’ner Party, dann find ich das schon auch ein bisschen geil. – Ich fühle mich am meisten wie ich selbst. Wenn ich auf der Bühne stehe, oder wenn ich Musik machen kann.“ Dass sich Kamrad auf der Bühne wohl fühlt, sieht man ihm an. Zu seinem vierten Geburtstag bekommt er seine erste Gitarre geschenkt und probiert sich direkt an seiner Lieblingsband aus. KAMRAD „Ich hab nur englischsprachige Musik gehört. Ich hab die Beatles gehört. Ich hab versucht das irgendwie in so einem Fake-Englisch nachzusingen. Und hab dann auch angefangen meine ersten Songs so zu schreiben. Das heißt eigentlich ist meine Singstimme bei mir immer nur auf Englisch gewesen und ich kling auch anders, wenn ich auf Deutsch singe und ich mag es überhaupt nicht wenn ich auf Deutsch singe. Und dementsprechend ist Englisch irgendwie meine Muttersprache in der Musik, ich kann mich da auch besser ausdrücken.“ Seinen Nachnamen macht er zum Künstlernamen. Gerade bei Konzerten außerhalb des deutschsprachigen Raums muss der 28-Jährige seinen Stolz was die richtige Aussprache angeht auch mal beiseiteschieben. KAMRAD „Es ist tatsächlich so, dass ich im englischen Kamrad sage, weil es total komisch ist zu sagen ‚Hey guys, my name is KAMRAD‘. Für […]

  • Fastnachtsumzug "Klaa Paris"

    Fastnachtsumzug „Klaa Paris“

    Jetzt kommen ein letztes Mal die Fastnachtsfans auf ihre Kosten. Der Countdown läuft für die letzten närrischen Stunden – denn ab morgen ist die Fastnachts-Zeit schon wieder vorbei. Grund genug heute beim Frankfurter Kult-Fastnachtsumzug vorbeizuschauen: Klaa Paris in Frankfurt-Heddernheim. Und dort starten wir mit einem dreifach donnernden:    Helau! Helau! Helau! Die Narren stellen Frankfurt heute so richtig auf den Kopf. Es wird geschunkelt, es wird gefeiert. Denn: „Klaa Paris, es singt, es lacht – es bleibt die schönste Fassenacht!“, so das Motto in diesem Jahr. Und die Fastnachts-Fans wissen warum. Jasmin: „Es ist einfach der mit der besten Stimmung. Also wirklich egal hierher kommt, hat einfach eine mega Stimmung. Das ist einfach klasse.“  Birgit: „Es gibt ja auch manchmal ein Bier oder einen Äppler vom Wagen.“  Reiner: „Frankfurt muss feiern, Frankfurt soll leben. Deswegen stehe ich heute hier im Heddernheimer Karnevalsumzug und sag helau.“  Das wird hier schon seit 187 Jahren gerufen. Traditionell zieht der Klaa Paris Zug an Veilchen Dienstag durch Frankfurt-Heddernheim. Klaa Paris – also klein Paris – weil die Heddernheimer genauso gut feiern können wie die Pariser. Feiern, aber auch mit dem Finger drauf zeigen. Mit dabei sind zwei Wagen des Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly. Im vergangenen Jahr wurde der vom russischen Regime angezeigt. Weil er mit seinem Mottowagen immer wieder auch den russischen Präsidenten Putin aufs Korn nimmt. Ulrich Fergenbauer, Vorsitzender Zuggemeinschaft Klaa Paris e.V.: „Wir haben zwei Wagen von dem Wagenbauer aus Düsseldorf bei uns mit im Zug. Soll so ein bisschen die Unterstützung für ihn darstellen und mitbringen. Dass wir Fastnachter uns auch von größeren, also noch größeren Herrschern auf dieser Welt nicht klein kriegen lassen.“  Über 100.000 feierwütige Narren tanzen heute durch die engen Gassen. So eng, dass nicht jeder Wagen ohne weiteres durchkommt. Für die Fastnachter ist nach heute aber Schluss mit der fünften […]

  • Optische Illusionen im Mathematikum

    Optische Illusionen im Mathematikum

    Jetzt wieder zurück ins Jahr 2026. Wer Lust hat, sein eigenes Gehirn auszutricksen, sollte nach Gießen fahren. Im Museum „Mathematikum“ werden aktuell nämlich optische Täuschungen ausgestellt. Verschiedenste Tricks und Illusionen bringen unser Gehirn dazu, der eigenen Vorstellungskraft auf den Leim zu gehen. Ziemlich faszinierend – schauen Sie selbst. Von einer Katze in einer Seifenblase durch die Luft getragen werden. Ziemlich skurril, in der Ausstellung „Echt jetzt?“ im Mathematikum Gießen aber Realität. Zumindest so halb. Denn: Das Bild ist eine optische Täuschung. Der Perspektivwechsel zeigt: Blase und Podest sind aufgemalt. Eigentlich logisch. Der falsche Eindruck entsteht trotzdem.             Laila Samuel, Ausstellungskoordination: „Eigentlich ist es so, dass das Gehirn immer einen Blick in die Zukunft wirft. Das heißt, wir sehen etwas, es kommt etwas auf der Netzhaut an, dann im Gehirn. Und das Gehirn versucht aus den Informationen herauszufinden: ‚Was ist hier los‘. Und manchmal täuscht es sich einfach, verrechnet sich. Und das ist der Grund, weshalb wir Dinge dann manchmal anders sehen als Gedacht.“  Was gerade ist, wirkt schief und was nach links zeigt, zeigt nach rechts. Oder ist es andersrum? 26 verschiedene Experimente laden zum Ausprobieren und zum Sich-Selbst-Verwirren ein.               Laila Samuel, Ausstellungskoordination: „Also wir sehen hier zwei Mal den schiefen Turm. Und wie man sehen kann, wirkt der rechte deutlich schiefer als der linke, obwohl es das identische Bild ist. Das verrückte ist, wenn ich die beiden miteinander tausche, also den linken nach rechts nehme und den rechten nach links, wirkt wieder der rechte deutlich schiefer.“ Optische Täuschungen können uns auf verschiedene Weise austricksen. Beim schiefen Turm setzt unser Gehirn einen falschen Fluchtpunkt. Beim Kopf auf dem Tisch funktioniert der Trick anders.             Laila Samuel, Ausstellungskoordination: „Sie sehen jetzt vermutlich von mir einen Kopf im Rettungsring, der auf magische Weise aus einem Tisch rauszukommen scheint. Das ist […]

  • Thomas Bayrle-Ausstellung in der Schirn

    Thomas Bayrle-Ausstellung in der Schirn

    Er gilt als deutscher Andy Warhol und hat sich schon für digitale Bildgestaltung interessiert, als das noch gar nicht in Mode war: Jetzt ist dem Künstler Thomas Bayrle in der Frankfurter Schirn Kunsthalle eine große Ausstellung gewidmet. Was passiert, wenn sich Tausende Einzelteile zu einem großen Ganzen fügen? Thomas Bayrle macht aus Wiederholung ein künstlerisches Prinzip. Der in Frankfurt lebende Künstler gilt als Wegbereiter der sogenannten Superform. Großformatige Bilder, die aus vielen kleinen sich wiederholenden Elementen bestehen. Matthias Ullrich, Kurator der Ausstellung „Man sieht das ganz gut bei so einer Art Studie von Helke Bayrle, die am Eingang der Ausstellung zu sehen ist. Da hat man so unterschiedliche Raster wo dann klar wird, das Gesicht ist so gebaut. Und das wird dann gefüllt mit den einzelnen Kameras, bis es dann die gesamte Person ergibt.“ Helke, Bayrles Lebensgefährtin, begleitete ihn stets mit einer Videokamera. Nun werden diese persönlichen Aufnahmen erstmals öffentlich gezeigt. Sie zeigen den Künstler beim Unterrichten und der Arbeit an seinen Kunstwerken. Die drehen sich häufig um Themen wie Technik, Religion und Mobilität. Dabei werden Autos, Smartphones oder Lippenstifte zu Bildmotiven. Einblicke in Bayrles Denkweise. So auch der Titel der Ausstellung. „Fröhlich sein“ erinnert an Bayrles Zeit als Professor an der Städelschule und an den prägenden Einfluss, den er auf eine ganze Künstlergeneration hat. Matthias Ullrich, Kurator der Ausstellung „Das war oft so, wenn Studierende nicht weiterwussten. Wo er dann nicht kam, und hat irgendwelche Hilfe geleistet, sondern er hat Hilfe geleistet, indem er gesagt hat ‚Fröhlich sein!’“ In seinen Arbeiten spiegelt sich auch seine Biografie. Der ausgebildete Maschinenweber arbeitete später in der Druckgrafik und übernahm davon Ideen in seine Kunst. Heute spannt sich sein Werk von handwerklich gewebten Strukturen bis hin zu Drucken und digitalen Bildgestaltungen.  Mit über fünfzig Werken aus den vergangenen zwanzig Jahren widmet die Schirn […]

  • Altes Polizeipräsidium in Frankfurt ist "Lost Place"

    Altes Polizeipräsidium in Frankfurt ist „Lost Place“

    Es ist über 100 Jahre alt – das alte Frankfurter Polizeipräsidium. Ein paar Jahre lang diente das imposante Gebäude in der Nähe des Hauptbahnhofs noch als Diskothek. Mittlerweile ist es längst zum echten Lost Place geworden – und kann besichtigt werden. Regelmäßig bieten die Frankfurter Stadt-Events Führungen an – das haben wir uns nicht entgehen lassen! Es hat schon etwas Gruseliges. Eine perfekte Kulisse für einen Horrorfilm oder einen Krimi. Tatsächlich sind im alten Polizeipräsidium Frankfurt schon einige Filme gedreht worden. Der Fotograf Ulrich Mattner setzt das historische Gebäude regelmäßig mit Lichteffekten in Szene. Zusammen mit den Frankfurter Stadtevents bietet er Führungen durch den Lost Place an. Ulrich Mattner, Fotograf „Das alte Polizeipräsidium in Frankfurt, Baujahr 1911 bis 1914, das steht seit 20 Jahren leer. Es ist einfach einer der schönsten Lost Place Locations Deutschlands. Das ist einfach dieser Charme des Verfalls.“ Der Charme des Verfalls zieht besonders Hobbyfotografen an. Es gibt unzählige Spots für gespenstische Fotomotive. Gute 2 Stunden dauert die Tour durch die über 3000 Quadratmeter große Ruine. Das neobarocke Gebäude steht teilweise unter Denkmalschutz und darf nur mit einem Schutzhelm betreten werden. Christina „Lost Places finde ich spannend und ich fahre fast täglich hier außen an dem Haus vorbei, und da wird man natürlich neugierig: Was ist innen, wie sieht es innen nach so vielen Jahren des Stillstands aus?“ Karl Friedrich „Und ich fotografiere gerne und es ist eine tolle Kombination hier jetzt.“ Eva „Ich interessiere mich generell dafür, was Orte für eine Geschichte haben, was hier mal passiert ist, welche Menschen hier ein und ausgegangen sind, und ich finde, hier in den Gemäuern spürt man richtig, dass da ganz, ganz viel Leben passiert ist.“ 2002 haben die letzten Polizisten das Gebäude verlassen. Aufsehenerregende Kriminalfälle, wie der nie aufgeklärte Mord an der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt sind hier […]

  • Stumpfwaldhexen feiern Altweiber in Ramsen

    Stumpfwaldhexen feiern Altweiber in Ramsen

    Nicht nur in Mainz gehört der Tag heute den Frauen. Auch im pfälzischen Ramsen wird heute ausgelassen Weiberfastnacht gefeiert. Traditionell sind dort die Hexen los: Sie suchen alle Einrichtungen und Betriebe des Ortes heim – schenken Freude und sammeln Spenden für den guten Zweck. Sonia Schmitt, Reporterin „In Ramsen sind die Hexen los und das jetzt seit genau 40 Jahren. Grund genug für mich auf Spurensuche zu gehen und zu fragen: Was macht sie aus, diese besondere Magie der Stumpfwaldhexen?“ Gleich bei unserer ersten Station merke ich: Ausgelassenheit, Herzlichkeit und Rhythmusgefühl braucht sie, die Ramser Hex. Jede Hexe bekommt einen Namen, der sich auf den Beruf, ein Hobby oder ihren Wohnort bezieht, erklären mir die Gründerhexen. 1986 fing alles im örtlichen Sportverein an. Tusnelda Taubendellchen „Der Vorstand hat das vorgeschlagen, der hat das irgendwann gesehen und gesagt, das könnte man doch beibringen im Verein auch machen. Das waren die Turnerfrauen, die das gemacht haben.“ Kunigunde vom alten St. Nikolaus „Und dass es immer wieder weiter geht, das ist super.“ Andreas Rörig kann gar nicht mehr sagen, wie viele seiner Krawatten schon dran glauben mussten. Andreas Rörig, Inhaber Steinmetzbetrieb Ramsen „Die waren früher ja schon bei Vater. Und ich hab 2003 die Firma übernommen und seit dem kommen die eigentlich auch schon zu mir wieder.“ Traditionell sammeln die Hexen in Betrieben und auf der Gasse für den guten Zweck. In den letzten 40 Jahren sind so um die 100.000 Euro zusammen gekommen. Die Hexen sind bei Wind und Wetter unterwegs. Sonia Schmitt, Reporterin „Ich muss sagen, es ist doch ganz schön nass heute. Was ist denn eigentlich mit unserer Kollegin Wetterhexe? Können wir die irgendwie gnädig stimmen, habt ihr da was in petto?“ Philippa vom Rossacker „Ja, natürlich, also auch Regentropfen sind Sonnenstrahlen in flüssig. Das ist total schön, Ramsen Hex […]

  • Mainz feiert Weiberfastnacht

    Mainz feiert Weiberfastnacht

    Heute ist Weiberfastnacht – außerdem beginnt heute offiziell die Straßenfastnacht „uff de Gass“. In der Fastnachtshochburg Mainz war der offizielle Startschuss – wie könnte es auch anders sein – um 11.11 Uhr auf dem Schillerplatz rund um den Fastnachtsbrunnen. Nicht nur mit bester Laune und kreativen Kostümen, sondern auch mit ihren bunten Regenschirmen trotzen die Narren dem nassen Wetter. Und mitten drin vor Ort: unsere Reporterin Franziska Marquardt. Franziska Marquardt, Reporterin in Mainz „Ja, heute ist natürlich klar, dass hier eine Reporterin stehen muss, ich meine, Hallo, Weiberfastnacht, wir Frauen übernehmen heute symbolisch die Macht. Und ja hier hinter mir ist schon ganz schön was los, wir haben es eben gesehen, auch wenn das Wetter nicht gerade Open-Air-tauglich ist. Ein paar Mainzer haben sich trotzdem raus getraut, bisschen weniger als letztes Jahr, wo das Wetter etwas besser war. Aber die Stimmung ist trotzdem gut und meine Zuckerwatte und ich, wir haben uns vorhin schon mal ein bisschen umgehört.“ – „Habt ihr euch überlegt, es heute sausen zu lassen wegen dem Wetter oder war von vorne herein klar: Wir kommen?“ Michael Aschenbrenner, aus Gustavsburg „Auf gar keinen Fall, wenn Fastnacht ist, dann kommen wir her, egal bei was für einem Wetter. Das bisschen Nieselregen macht keinem echten Fastnachter was aus.“ Sabine Edinger, aus Kirchheimbolanden „Es gibt kein schlechtes Wetter für Fasching, gibt’s nicht. Du wirst von außen nass und von innen nass, also von daher alles gut.“ Lena Henning, aus Wiesbaden „Regenschirm und Alkohol ist eine gute Kombi glaub ich und trotzdem haben alle Spaß, also ich glaub das Wetter ist Nebensache heute.“ „Stand das Froschkostüm schon vorher fest oder habt ihr euch so verkleidet, weil es heute regnet?“ Claudia Steinbrenner, aus Mainz„Nein, das stand vorher schon fest, aber passend, ja. Wenn es bei uns in den Teich regnet, machts nichts.“ […]

  • Phantastics Wiesbaden: Vize-Weltmeister im Cheerleading

    Phantastics Wiesbaden: Vize-Weltmeister im Cheerleading

    ‚Phantastics Wiesbaden‘ – das ist das Cheerleading-Team der Football-Mannschaft ‚Wiesbaden Phantoms‘. An Heimspiel-Tagen unterstützen sie die Footballer mit ihren Choreografien. Gleichzeitig treten die Cheerleaderinnen aber auch selbst bei Wettkämpfen an – und haben kürzlich bei der Weltmeisterschaft in Japan die Riesen-Sensation geschafft: WM-Silber für die Phantastics. Körperspannung. Kraft. Kontrolle. Und doch sieht es so aus, als würden die Cheerleaderinnen der Phantastics Wiesbaden mühelos durch die Luft wirbeln. Das kann nur klappen, wenn man sich in- und auswendig kennt. Jula Tschirch, Cheerleaderin Phantastics Wiesbaden „Ich hatte vorher tanzen gemacht. Und das war einfach so cool, auch mit turnen. Und mit den ganzen Mädels. Ich habe hier ganz tolle Freunde kennengelernt. Und ich glaube, das hat sich dann auch einfach so gezogen bis jetzt. Ich hab hier meine besten Freunde.“ Die Grundaufstellung ist immer die gleiche: Vier Frauen auf dem Boden, eine – der Flyer – in der Luft. Oben braucht es Balance und Selbstbeherrschung. Unten: Muskelkraft. Aenne Thaugs, Cheerleaderin Phantastics Wiesbaden „Man versucht ja alles aus den Beinen zu heben. Also dass wirklich der Rücken am wenigsten belastet ist. Aber natürlich auch viel in der Hand, weil wenn der Fuß wackelt, muss ich halt dagegen drücken. Also es muss viel Muskelkraft in den Unterarmen sein. Oder eigentlich überall. Auch in den Armen, wenn man das oben halten muss. Also der ganze Körper wird beansprucht.“ Denn geht doch mal was schief, sind die Teamkolleginnen unten dafür verantwortlich, dass der Flyer nicht auf den Boden stürtzt. Gina Klinkhammer, Trainerin Phantastics Wiesbaden „Wichtig ist auf jeden Fall, dass man Leute dabei hat, die Erfahrung haben. Also wir haben viele im Team, die das schon seit Jahren machen. Und wenn wir neue Skills probieren, also neue Sachen ausprobieren, die die Mädels noch nicht gemacht haben, dass man den Mädels Sicherheit gibt, indem man das absichert. […]

  • Musiker Bernd Korz und sein Umgang mit dem Tourette-Syndrom

    Musiker Bernd Korz und sein Umgang mit dem Tourette-Syndrom

    In Deutschland leben rund 800.000 Menschen mit dem Tourette-Syndrom. Die Betroffenen leiden unter verschiedenen Ticks. Manche rufen plötzlich Beleidigungen, andere haben körperliche Zuckungen oder müssen sich ständigem Räuspern. So auch Bernd Korz aus Obrigheim in der Pfalz. Er hat einen ganz besonderen Weg gefunden mit seinen Ticks umzugehen. Wenn Bernd Korz auf dem Klavier spielt und singt, merkt man es ihm kaum an: Der 56-Jährige Pfälzer hat Tourette. Doch beim Musizieren sind seine Tics fast verschwunden. Sonst prägen sie seinen Alltag – vor allem körperliche Zuckungen. Mit fünf Jahren beginnen die ersten Tics.  Er ist unruhig, muss sich ständig räuspern. Seine Eltern wissen nicht damit umzugehen. Tourette ist in den 70er-Jahren noch kaum erforscht. Statt ihn zu unterstützen, reagiert Bernds  Umfeld mit Unverständnis: Bernd Korz, Tourette-Betroffener und Musiker „Mein Gott, ist der nervös, der Bangert. Hör doch mal auf. Bleib doch mal ruhig hocken du Zappelphillip. Ich batsch dir gleich eine, wenn du nicht aufhörst. So war das halt früher. Früher war halt Tourette, der ist einfach nervös der Depp.“ Seine Jugend und das frühe Erwachsenenalter sind geprägt durch Anfeindungen. Bernd Korz, Tourette-Betroffener und Musiker „Du wirst dann wirklich blöd angeschaut – auch im Erwachsenenalter. Leute machen einen wirklich an und sagen: bist du Behindert? Ja klar bin ich Behindert du Idiot, das ist doch offensichtlich.“ In seiner Musik verarbeitet Bernd  diese Erfahrungen und greift andere schmerzhafte Erinnerungen auf. Bernd Korz, Tourette-Betroffener und Musiker „Meine Mutter hat sich mit 49 Jahren das Leben genommen. Und als meine Frau und ich im Auto saßen und ich habe gesungen, da habe ich meine Frau gefragt: Würde meine Mama mitsingen?“ Seine Frau Meike ist seine Stütze im Alltag. Sie  schenkt  ihm vor fünf Jahren seine erste Gitarre.  Seit 32 Jahren sind beide verheiratet. Sein Tourette bemerkt sie anfangs gar nicht. Meike Korz, Bernds […]