Unglück

  • Tödliche Motorradunfälle

    Tödliche Motorradunfälle

    Das Osterwetter war an vielen Orten in Hessen und Rheinland-Pfalz frühlingshaft sonnig und schön, so wie man sich das wünscht. Und das bedeutete für viele auch: Ab aufs Motorrad. Wie gefährlich das allerdings alle Jahre wieder sein kann, zeigen zwei Unfälle in Rheinland-Pfalz, die gestern tödlich endeten. Einmal hier in Ochtendung im Landkreis Mayen-Koblenz. Ein 30-jähriger Motorradfahrer überholt in einer Linkskurve ein Auto, als ihm ein anderer PKW entgegenkommt. Der Biker zieht laut Polizei ruckartig nach rechts auf die eigene Spur und verliert so die Kontrolle über sein Motorrad. Dabei prallt er gegen ein Verkehrszeichen. Der Mann erliegt noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Auch in Isselbach im Rhein-Lahn-Kreis verliert eine 32-Jährige am gestrigen Ostermontag ihr Leben. Aus noch ungeklärten Gründen kann die Frau aus dem Westerwaldkreis  ihr Motorrad nicht mehr kontrollieren.  Dabei kommt sie von der Fahrbahn ab. Einen Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug gab es laut Polizei nicht. Die Rettungskräfte vor Ort können der Motorradfahrerin nicht mehr helfen.

  • Lastwagen mit Rindern im Westerwald verunglückt

    Lastwagen mit Rindern im Westerwald verunglückt

    Chaos auf der A3: In den frühen Morgenstunden ist heute im Westerwaldkreis ein Tiertransporter auf der Autobahn verunglückt. Dabei entstand nicht nur ein kilometerlanger Stau – auch die Feuerwehr stand vor einer komplizierten Rettung. Die A3 ist heute Morgen für Stunden vollgesperrt. Ein Tiertransporter aus Niedersachsen liegt auf der Seite. Warum er von der Fahrbahn abgekommen ist und wie es den Rindern im Inneren geht, kann zunächst niemand sagen. Ab zwei Uhr morgens sind die Einsatzkräfte in Aktion, um so viele Tiere wie möglich zu retten. Olaf Faller, Wehrleiter Feuerwehr Ransbach-Baumbach „Dort ist ein Tiertransport verunglückt. Der Anhänger lag dort im Seitenstreifen auf der rechten Seite, beladen mit 22 Jungbullen.“ Mit einer Seilwinde richten die Einsatzkräfte den  Transporter schließlich auf. Beim ersten Licht des Morgens kann er weiterfahren. Für eine erste Untersuchung der Tiere geht es ins nahegelegene Ransbach-Baumbach. Olaf Faller, Wehrleiter Feuerwehr Ransbach-Baumbach „Wir haben dann entschlossen den Lkw von der Autobahn runterzuziehen, befinden uns jetzt hier gerade im Industriegebiet in Ransbach-Baumbach, wo der LKW umgeladen wird unter Aufsicht des Veterinäramtes. Leider ist es so, dass nicht alle Tiere überlebt haben in diesem Anhänger. Die genaue Zahl weiß ich jetzt allerdings nicht und etliche Tiere jetzt hier vor Ort notgeschlachtet werden müssen“ Die überlebenden Tiere werden zu einem benachbarten Landwirt gebracht. Eine Teilsperrung der A3 dauerte heute noch bis in den Vormittag an. Warum der Transporter von der Straße abgekommen ist, untersucht jetzt die Polizei.

  • Zug kollidiert mit Autotransporter

    Zug kollidiert mit Autotransporter

    Ein Trümmerfeld von mehreren hundert Metern Ausmaß – so beschreibt die Polizei den Bahnübergang von Insheim in der Pfalz gestern Abend. Ein Regionalexpress kollidiert mit einem Autotransporter. Wie durch ein Wunder stirbt bei diesem Unfall niemand. Eine meterhohe Rauchwolke, kräftige Flammen. Die Polizei spricht von mehreren Explosionen. Gegen 19 Uhr gestern Abend geschieht das Zugunglück in Insheim im Landkreis Südliche Weinstraße. Diese Familie wohnt direkt an der Bahnstrecke. Michael, Anwohner „Ich habe es nur knallen hören. Und dann bin ich rüber, ans Badefenster. Dann habe ich gesehen, dass es da brennt. Und dann sind wir alle runter.“ Anwohnerin „Ich habe direkt einen Schock gehabt. Auch meine Tochter hat einen Schock gehabt. Es war schon Herzrasen. Ich habe direkt Panik gehabt und meine Tochter auch. Das war furchtbar. Ich habe in dem Moment nur noch meine Tochter vor mir gesehen und was ist, wenn sie in dem Zug gewesen wäre?“ So soll es passiert sein:  Der  unbeladene  Autotransporter kommt aufgrund von stockendem Verkehr auf den Bahngleisen zum Stehen. Als der  Regionalexpress durch Insheim in Richtung Landau fahren will, schließen sich die Schranken. Der LKW-Fahrer versucht noch, sein Fahrzeug von den Gleisen zu bekommen. Schafft es aber nicht rechtzeitig. Der Lokführer betätigt die Notbremse – aber auch das verhindert den Zusammenprall nicht. Jürgen Fink, Wehrleiter Verbandsgemeinde Herxheim „Beim Eintreffen war festzustellen, dass ein LKW mit einem Regionalzug kollidiert war. Der LKW war am Bahnübergang hier in Insheim in Vollbrand und der Zug in etwa in 300 Meter Entfernung zum Stehen gekommen.“ Der LKW-Fahrer rettet sich noch vor dem Zusammenstoß aus seinem Fahrzeug, wird aber von herumfliegenden Trümmerteilen schwer verletzt. Auch das Zugpersonal und die Fahrgäste können sich eigenständig aus dem Zug befreien. Von ihnen werden drei leicht verletzt. Jürgen Fink, Wehrleiter Verbandsgemeinde Herxheim „Als erste Maßnahme die Erstversorgung nachdem klar war, dass […]

  • Konflikt in Nahost: Erste gestrandete Reisende kommen wieder in Frankfurt an

    Konflikt in Nahost: Erste gestrandete Reisende kommen wieder in Frankfurt an

    Nach dem Angriff von Israel und den USA auf den Iran am Wochenende antwortet das Mullah-Regime mit Beschuss auch auf andere Staaten in der Golfregion. Dort warten geschätzt rund 30.000 deutsche Reisende darauf, in Sicherheit gebracht zu werden. Einige sind heute wohlbehalten am Frankfurter Flughafen angekommen, viele sitzen noch fest, etwa in Dubai. Diese Aufnahme vom Samstagabend aus Dubai zeigt, wie ein mutmaßlich iranischer Flugkörper direkt neben einem Hotel explodiert. Mehrere Menschen werden dabei verletzt. Am nächsten Tag gibt es einen Einschlag am Flughafen, der Luftraum bleibt zunächst gesperrt. Auch die 29-jährige Katja Panasyuk aus Bad Kreuznach sitzt in Dubai fest. Von ihrem Hotel aus konnte sie die Rauchsäule beobachten. Katja Panasyuk „Samstagnacht hat auch mein Handy geklingelt. Ich hab eine Benachrichtigung bekommen, dass Raketen fliegen und ich soll mir einen Bunker suchen, aber gibt es hier nicht wirklich. Ich war heute Morgen an der Rezeption. Die lassen Leute nach Zimmernummern raus. Vier Zimmer von unserem Hotel durften heute fliegen. Ich hab hier mit vielen Leuten geredet, ein paar waren sehr lange in der Warteschleife von den Emirates, haben dadurch einen Flug für morgen bekommen. Aber wir alle warten. Von den meisten Leuten ist das Gepäck immer noch am Flughafen, meins inklusive. Und wir bekommen auch keine Benachrichtigung, wann wir das Gepäck abholen können, wie es weitergeht.“ Nachdem der Flugbetrieb in Dubai teilweise wieder aufgenommen wird,  landet heute Nachmittag eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates  am Frankfurter Flughafen. An Bord viele erleichterte Reiserückkehrer, es spielen sich emotionale Szenen ab. Sascha Kuczewski, aus Dortmund „Ich hab’s erst geglaubt, als der Flieger abgehoben hat, muss ich gestehen. Also, da kann ja immer noch alles passieren. Dass man im Flugzeug sitzt, wieder raus muss. Es hat geklappt, ich bin hier, ich bin sehr froh.“ Robert, aus Köln „Es gibt so Momente, wo man einfach […]

  • Rettungsmedaille des Landes für Einsatzkräfte von eingestürztem Hotel in Kröv

    Rettungsmedaille des Landes für Einsatzkräfte von eingestürztem Hotel in Kröv

    Der tragische Hoteleinsturz in Kröv an der Mosel vor anderthalb Jahren hat zwei Menschen das Leben gekostet. Sieben Personen konnten aus den Trümmern gerettet werden – dank des Einsatzes von rund 250 Rettungskräften und Helfern. Darunter auch Mitarbeiter einer Wittlicher Baufirma. Ihr mutiges Handeln wurde nun mit der Rettungs-Medaille des Landes, der höchsten Auszeichnung für Rettungstaten, gewürdigt. Am späten Abend des 6. August 2024 stürzen Teile des Hotels Reichsschenke ein, an dem sich zuvor Risse gebildet hatten. Neun Menschen werden von den Trümmern verschüttet. Der Hotelbetreiber und ein weiblicher Gast kommen ums Leben. Sieben Personen, darunter eine Mutter und ihr Kleinkind, können aber lebend aus dem akut einsturzgefährdeten Haus geborgen werden. Entscheidend sind spezielle Kernbohrungen, um über Löcher Kontakt zu den Verschütteten herzustellen und sie mit Essen und Trinken zu versorgen. Als Bauunternehmer Roman Lange und seine erfahrenen Kollegen von der Feuerwehr um Hilfe gebeten werden, zögern sie keine Sekunde, die Arbeiten mit ihrem schweren Gerät gleich selbst durchzuführen. Roman Lange, Inhaber LRT-Baudienstleistungen Wittlich „Und konnten so unseren Beitrag leisten, dass wir die Frau finden konnten, die noch da eingeklemmt war. Und haben dann den Einsatz auch bis zum Schluss mitgemacht. Und sind dann auch nachher erschöpft wieder weg. Ich war ganz stolz auf meine Mitarbeiter.“ Ein stolzer Chef – und ein stolzer Ministerpräsident. Alexander Schweitzer verleiht Roman Lange, Martin Hagewald und Markus Moll für ihren Einsatz während der 24-stündigen Rettungsaktion die Rettungsmedaille des Landes Rheinland-Pfalz. Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP „Da haben Mitarbeiter einer Firma mehr getan, als sie eigentlich müssten. Sie haben eigentlich ihr eigenes Leben dafür aufs Spiel gesetzt, um das Leben anderer Menschen zu retten. Und das ist bemerkenswert. Das ist besonders und das ist aller Ehren wert.“ Eine Ehrung, die Roman Lange und seine Kollegen mit Demut entgegennehmen. Roman Lange, Inhaber LRT-Baudienstleistungen Wittlich „Doch, ist […]

  • Großbrand in Darmstädter Forschungszentrum

    Großbrand in Darmstädter Forschungszentrum

    Es ist schwerer Schlag für den Wissenschaftsstandort Hessen: Im GSI-Zentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt ist heute Morgen ein Großbrand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand – doch der Schaden am Forschungszentrum ist enorm. Eigentlich war für Dezember geplant, einen über 4 Milliarden Euro teuren Teilchenbeschleuniger in Betrieb zu nehmen – das fällt jetzt wohl ins Wasser. Vor allem Wissenschaftlern wird bei diesem Anblick das Herz bluten… Heute Morgen gegen 6:30 Uhr geht bei der Feuerwehr in Darmstadt ein Notruf ein: Nach einem technischen Störfall in einer elektrischen Versorgungseinrichtung ist in einer Industriehalle des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung im Darmstädter Stadtteil Wixhausen ein Feuer ausgebrochen. Schnell sind rund 160 Einsatzkräfte vor Ort. Mit Schaum und Unmengen an Löschwasser halten sie den Brand unter Kontrolle und verhindern so, dass die Flammen auf die Nachbargebäude übergreifen. Doch die Lage ist kompliziert. Christian Wagner, Einsatzleiter Feuerwehr Darmstadt „Um den Brand wirklich zu löschen, müssen wir an Gebäudestrukturen ran. Wir müssen Gebäudeteile wegnehmen, um eben dann an dieses Kunststoffe, die eben größtenteils betroffen sind, auch ranzukommen. Das dauert Zeit. Ist aufwändig. Materiell, personell. Und ist im Gebäudeinneren auch nicht ungefährlich, so dass wir nur ganz behutsam vorgehen können.“ Stundenlang steigt schwarzer Rauch über dem Forschungszentrum auf – die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. Bei der Feuerwehr in Darmstadt gehen unzählige Anrufe besorgter Anwohner ein. Hanno Benz (SPD), Oberbürgermeister Darmstadt „Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit Gefahr. Als Vorsichtsmaßnahme sind alle aufgefordert worden, Fenster und Türen zunächst geschlossen zu halten. Es ist aber derzeit ausgeschlossen, dass es noch zu einer weiteren Gefahrensituation kommt.“ Auch Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels eilt zum Brandort. Noch in diesem Jahr sollte hier, an einem der wichtigsten Forschungsstandorte Deutschlands, ein gigantischer Teilchenbeschleuniger in Betrieb gehen – dieser Termin wird sich laut Gremmels nun nicht mehr halten lassen. Timon Gremmels (SPD), Wissenschaftsminister Hessen „Welche […]

  • Zwei Tote - Schwerer Verkehrsunfall auf der B49 nahe Bausendorf

    Zwei Tote – Schwerer Verkehrsunfall auf der B49 nahe Bausendorf

    Ein schwerer Verkehrsunfall hat gestern Abend zwei junge Menschen das Leben gekostet. Auf der B49 im Kreis Bernkastel-Wittlich sind zwei Autos aus bislang ungeklärter Ursache frontal zusammengestoßen. Der 37-jährige Fahrer des unfallverursachenden Autos stirbt noch an der Unfallstelle. Ein 26-jähriger Mitfahrer wird beim Aufprall schwer verletzt und zunächst in ein Krankenhaus gebracht. Dort stirbt er im Laufe der Nacht an den Folgen seiner Verletzungen. Zwei weitere Insassen sowie der 26-jährige Fahrer des entgegenkommenden Transporters werden bei dem Unfall teils schwer verletzt. Jörg Teusch, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Kreis Bernkastel-Wittlich „Die Personen waren bei meinem Eintreffen schon aus dem Fahrzeug befreit, wurden medizinisch erstversorgt und mit den Rettungsmitteln in verschiedene Krankenhäuser gefahren. Bei solch schweren Unfällen, gerade mit Todesfolge, wird in der Regel von der Staatsanwaltschaft ein Gutachter beauftragt, der genau feststellt, wie der Unfall vonstattengegangen ist.“ Noch ist unklar, warum der Kombi auf die Gegenspur gerät, wo er mit dem Transporter zusammenprallt. Der Unfall ereignet sich auf der B49 zwischen Bausendorf und Wittlich in einer Kurve. Die Straße soll feucht gewesen sein, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Der Deutsche Wetterdienst hatte im Vorfeld vor möglicher Glätte gewarnt. Die B49 blieb bis in die späten Abendstunden voll gesperrt.

  • 450 Tiere sterben bei Brand in Schweinestall

    450 Tiere sterben bei Brand in Schweinestall

    In Riedstadt im Kreis Groß-Gerau wurde die Feuerwehr in der vergangenen Nacht zu einem brennenden Schweinemastbetrieb gerufen. Darin befanden sich rund 900 Tiere. Sofort wurden Löscharbeiten eingeleitet. Doch für etwa die Hälfte der Schweine kommt jede Hilfe vergebens. Als gegen 20 Uhr die ersten Einsatzkräfte eintreffen, steht der Dachstuhl bereits in Vollbrand. Der Kamin des Mastbetriebs hat Feuer gefangen. Die Flammen breiten sich unter der Dachhaut immer weiter aus. Marcus Schramm, Feuerwehr Riedstadt „Bei der Ankunft haben schon die Flammen aus dem Dach geschlagen. Daraufhin haben wir das Einsatzstichwort sofort erhöht um weitere Kräfte auf die Anfahrt zu bringen. Wir haben dann sofort einen Brandangriff von außen mit dem ersten Fahrzeug aufgeführt, damit die Brandbekämpfung sofort beginnen kann.“ Zusätzlich alarmieren die Einsatzkräfte das Veterinäramt. Gemeinsam schaffen sie die überlebenden Schweine nach draußen und versorgen sie. Doch circa 500 Tiere sterben vermutlich an den Rauchgasen. Bei den Löscharbeiten kommt die Feuerwehr nur langsam voran. Marcus Schramm, Feuerwehr Riedstadt „Die Schwierigkeit jetzt in dem Moment war, dass wir oben eine Photovoltaikanlage auf dem Dach haben. Das birgt nochmal eine Gefahr für die Einsatzkräfte. Wir sind momentan auf dem Dach um die Außenhaut zu öffnen, weil dort noch Nachlöscharbeiten bei Glutnestern durchgeführt werden müssen.“ Ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Wohngebäude kann so verhindert werden. Trotzdem beläuft sich der Schaden laut Polizei auf mehrere hunderttausend Euro. Die genaue Brandursache ist bislang unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

  • Sturmtief Elli sorgt für Chaos auf den Straßen

    Sturmtief Elli sorgt für Chaos auf den Straßen

    Tief Elli hat Rheinland-Pfalz und Hessen ganz schön durcheinandergewirbelt. Schnee, Regen und Wind haben einen riskanten Wetter-Mix im Gepäck und in manchen Regionen zum Verkehrschaos geführt. Wir machen mit Ihnen jetzt die Extremwetter-Tour und sind in Birkenfeld, Bad Hersfeld, bei Flieden – den Start macht Homberg/Efze. In Nordhessen. Ein Laster  kippt in den frühen Morgenstunden auf schneeglatter Fahrbahn um. Der Fahrer wird leicht verletzt. Hotspot für das Schnee- und Verkehrschaos sind die Autobahnen 4, 5 und 7 in Nord- und Osthessen. Immer wieder bleiben LKW liegen. Die Folge: kilometerlange Staus.   „360 Kilometer müsste ich jetzt noch fahren. Aber weil das mit der Schichtzeit jetzt nicht hinhaut, kommt ein Kollege mich hier abholen.“ „Ich stehe selber unter Zeitdruck. LKW-Fahrer ja immer. Ich muss nach Bottrop fahren. Ich müsste eigentlich noch laden. Und noch einen Kunden wegbringen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt noch schaffe.“ Auf einer Landstraße bei Freiensteinau im Vogelsbergkreis krachen zwei Fahrzeuge frontal ineinander. Drei Personen werden teils schwer verletzt. Daniel Oestreich, stellvertretender Gemeindebrandinspektor Freiensteinau „Die Schwierigkeit war einmal, dass das eine Fahrzeug eingeklemmt war zwischen dem zweiten verunfallten Fahrzeug und der Leitplanke. Und auch die Witterungsverhältnisse bei dem Eisregen, den wir zurzeit haben und die Straßenverhältnisse einfach schwierig waren.“ Im rheinland-pfälzischen Birkenfeld trifft es das Dach der alten TÜV-Prüfhalle: Schnee, Regen und Eis werden zu schwer. Das Gebäude ist zu dem Zeitpunkt leer. Björn Symanzik, Pressesprecher Feuerwehr Verbandsgemeinde Birkenfeld „Die Zulassungsstelle soll ja saniert werden. Von daher war sie auch teilweise schon entkernt. Und durch die Schneelast der letzten Tage verbunden jetzt mit dem Regen hat die Last dann schon sehr auf das Flachdach gedrückt. Und hat zu einem Teileinsturz geführt.“ Bis zum späten Vormittag hat sich der Verkehr auf den Straßen wieder normalisiert. Die Polizei rät aber weiterhin zur Vorsicht. Jonas Trabert, […]

  • Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz

    Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz

    Ein Großbrand bei Fulda endet tragisch. Bei einem Löscheinsatz gestern Abend im osthessischen Flieden ist ein junger Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Hohe Flammen schlagen am Dienstagnachmittag aus einer Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Betriebs in Flieden. Die alarmierten Einsatzkräfte sind schnell mit einem Großaufgebot vor Ort und kämpfen gegen die Flammen. Die Löscharbeiten gestalten sich als schwierig, denn die Werkstatthalle ist voller Gefahrenstoffe, unter anderem Gasflaschen, die den Brand weiter befeuern. Ein weiteres Problem: Die Wasserversorgung. Daniel Gutrung, Brandschutzaufsichtsdienst Landkreis Fulda „Logischerweise haben wir einmal das Hydrantennetz was eine gewisse Menge oder Sollmenge hier bietet. Zum anderen haben wir unten verschiedene offene Gewässer unterhalb der Bahnstrecke. Hier musste eine lange Wegstrecke aufgebaut werden. Durch die winterlichen Verhältnisse und die glatten Straßen war das natürlich etwas kompliziert.“ Außerdem überschattet ein tragischer Zwischenfall den Einsatz.  Laut  Polizei brach ein 27-jähriger Feuerwehrmann beim Aufbau der Wasserversorgung plötzlich zusammen. Der junge Mann wird noch vor Ort reanimiert und sofort in ein Krankenhaus gebracht. Dort wird er wenig später für tot erklärt. Laut Polizei habe der Tod des Mannes nichts mit dem Einsatz zu tun. Man gehe von einem medizinischen Notfall aus. Seine Kameraden  werden nach dem Vorfall für eine psychologische Notfallversorgung in das Feuerwehrhaus nach Rückers gebracht. Feuerwehrleute aus der Nachbarschaft setzen die Löscharbeiten fort. Auch am nächsten Tag sitzt der Schock noch tief. Selina Appel, Polizeipräsidium Osthessen „Für uns ist das auf jeden Fall ein Vorfall, der uns sehr betroffen macht. Man muss wissen, dass es für alle Einsatzkräfte immer die Möglichkeit gibt zum Beispiel die Polizeiseelsorge in Anspruch zu nehmen oder auch andere Hilfsangebote wahrzunehmen.“ Auch der hessische Innenminister Roman Poseck hat seine Anteilnahme ausgesprochen. Die  Ursache für den Brand ist bislang unklar. Die Ermittlungen werden aufgrund des hohen Ausmaßes des Brandes noch länger andauern. Nach derzeitigem Stand beläuft sich der Schaden auf eine […]

  • Erster Tag für mobile Arztpraxis in Dreis

    Erster Tag für mobile Arztpraxis in Dreis

    Gerade jetzt in der Erkältungszeit sind Hausärzte besonders gefragt. Doch gerade auf dem Land gibt es immer weniger. Und die, die da sind, sind völlig überfüllt. Ein kleiner Lichtblick ist die Mobile Arztpraxis. Sie kommt da hin, wo die Not besonders groß ist. Gestern gab es den ersten Einsatz in dem kleinen Ort Dreis bei Wittlich. Doch mit einem derartigen Ansturm hatte keiner gerechnet. Ob mit oder ohne Termin: Wer heute hierherkommt, muss Zeit mitbringen. Bis zu zweieinhalb Stunden warten die Patienten, um in der Mobilen Arztpraxis behandelt zu werden. Die meisten haben Verständnis. Diana Hares „Die Situation ist für uns hier auf jeden Fall angespannt. Da wir unseren Hausarzt verloren haben und dann nimmt man halt auch einiges in Kauf. Also das ist absolut in Ordnung. Also ich bin zurzeit auch nicht am Arbeiten, deswegen, Wartezeit ist mit eingeplant.“ Andreas Jerzen „Ich brauche meine Medikamente. Ich habe COPD. Und ohne meine Spritze geht es ganz schlecht. Und dass die heute hier sind, das ist praktisch.“ Marga Junk „Das ist eine Übergangslösung. Aber wir wollen hoffen, dass sich das besser einspielt. Und sie vielleicht zwei Mal pro Woche da wären. Das wäre schon eine Erleichterung.“ Die Mobile Arztpraxis kann alles, was ein niedergelassener Hausarzt auch kann. Rezepte und Krankschreibungen ausstellen. Blutdruck messen oder Symptome einordnen. Ortsbürgermeister Christoph Thieltges ist erleichtert, dass die fahrende Praxis jetzt hier ist. Im vergangenen Oktober hat es beim örtlichen Hausarzt gebrannt, die Praxis ist seitdem geschlossen. Christoph Thieltges (CDU), Ortsbürgermeister Dreis „Es ist eine Katastrophe für den Ort Dreis. Für die Patienten, die hier beim Doktor Patienten waren. Aber nicht nur für Dreis. Für die umliegenden Dörfer und für die Stadt Wittlich, die ja auch eine Arztpraxis jetzt weniger hat seit Januar. Es   ist eine Katastrophe, das muss man einfach so sagen.“ Zwei Mobile […]

  • Rüsselsheimer Feuerwehr übt Rettung auf dem Eis

    Rüsselsheimer Feuerwehr übt Rettung auf dem Eis

    So eine Winterlandschaft hat schon was Magisches an sich, oder? Und auch ein zugefrorener See strahlt eine richtige Faszination aus. Doch pünktlich mit dem Frost kommen auch jedes Jahr die eindringlichen Warnungen solche zugefrorenen Eisflächen nicht zu betreten, denn es besteht Lebensgefahr. Im südhessischen Rüsselsheim hat die Feuerwehr deshalb jetzt eine Eisrettung geübt. Einsatz auf dem Eis. Ein Mensch ist eingebrochen und kann sich nicht mehr alleine retten. Zum Glück nur eine Übung. Doch die ist wichtig. Denn zugefrorene Seen, Teiche und Flüsse können auf den ersten Blick trügerisch stabil erscheinen – vor allem, wenn sie verschneit sind. Fällt ein Mensch erst mal ins eiskalte Wasser, kann er sich in der Regel nicht mehr selbst herausziehen. Dann zählt jede Sekunde. Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Je länger man im Wasser liegt, umso schneller erschlaffen die Muskulatur. Die Atmung setzt aus, und die eingebrochene Person hat nach relativ kurzer Zeit nicht mehr genug Kraft sich selbst am Eisrand überhaupt noch festzuhalten.“ Bei der Übung am Rüsselsheimer Waldschwimmbad rücken die Eisretter mit spezieller Technik an. Neben Kälteschutzanzügen und Leinen kommt ein Boot zum Einsatz, um das Körpergewicht auf der fragilen Eisschicht zu verteilen. Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Es geht dabei immer darum, die Kraft möglichst auf eine große Fläche zu verteilen. D.h. wenn ich nur mit Schuhen auftrete, habe ich eine relativ kleine Fläche. Bewege ich mich liegend, verteile ich meine Kraft schon auf eine sehr große Fläche. Nutze ich dann noch so Gerätschaften, die wir mitbringen, wie Schlauchboote, vergrößere ich die Fläche noch einmal.“ Dünnes Eis – Besonders Kinder und Jugendliche unterschätzen die Gefahr. Genaue Zahlen zu Unfällen in zugefrorenen Gewässern gibt es nicht. Wer einen Eisunfall beobachtet solle folgendes tun: Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Sobald man feststellt jemand ist eingebrochen und man sieht das mit […]

  • Tödlicher Unfall auf der B 27

    Tödlicher Unfall auf der B 27

    Auf der B27 zwischen Bad Hersfeld und Bebra ist es heute Morgen zu einem schweren Verkehrsunfall gekommen. Ein LKW und ein Auto stoßen frontal zusammen. Eine Person stirbt. Die Überreste dieses Autos lassen erahnen, wie heftig der Aufprall gewesen sein muss. Großeinsatz an der Bundesstraße 27 heute Morgen gegen 6 Uhr. Zwischen der Abfahrt Blankenheim Richtung Ludwigsau stoßen ein Auto und der LKW eines Getränkeherstellers frontal zusammen. Das Auto gerät dabei erst unter den LKW und prallt von dort in den Graben am Straßenrand. Der LKW kippt bei dem Crash um, die Fahrerkabine ist stark verformt. Ein Großaufgebot von rund 60 Einsatz- und Rettungskräften ist im Einsatz. Mike Heckroth, Stadtbrandinspektor Feuerwehr Bebra „An der Einsatzstelle wurde dann erstmal ein Zugang zu dem LKW geschaffen, weil weitere Bäume im Einsatzbereich standen. Nachdem das geschehen war, konnte der Fahrer befreit werden. Die Fahrzeuge wurden an den Rettungsdienst übergeben. Bei dem PKW-Fahrer konnte leider nur noch der Tod festgestellt werden durch den Rettungsdienst, der die Einsatzstelle angefahren hat.“ Bis der Leichnam identifiziert ist, vergehen mehrere Stunden. Vier weitere Autos sind am Unfall beteiligt, insgesamt fünf Menschen werden verletzt. Die Unfallstelle ist bis zum Nachmittag gesperrt. Dadurch staut sich an der Stelle vorübergehend der Berufsverkehr.   Wie es zu dem tödlichen Zusammenstoß gekommen ist, können die Ermittler momentan noch nicht sagen.

  • Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 gab es zahlreiche Ereignisse, die die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt haben. Wir haben sie kurz und kompakt nochmal für Sie zusammengefasst. JULI Hitzerekord in Rheinland-Pfalz. Am 2. Juli werden in Andernach 39,3 Grad gemessen. Und im Mainzer Landtag wird an diesem Tag über ein heiß diskutiertes Gesetz abgestimmt. Das Landesklimaschutzgesetz. Das Ziel der Landesregierung: Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Also fünf Jahre früher als der Bund und zehn Jahre früher als die EU. Es hagelt Kritik von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Karsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP, am 23.6.2025 „Unternehmen mit mehreren Standorten werden verlagern. Das Klima hat keinen Vorteil, aber wir haben den Nachteil. Das Gesetz ist nicht durchdacht.“ Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, am 23.6.2025 „Diese Planungsunsicherheit ist Gift. Und es ist so unnötig wie ein Kropf dieses Gesetz.“ Jetzt ist es mit den Stimmen der Ampel-Koalition also beschlossen, auf Druck der Wirtschaft aber in leicht abgeschwächter Form. Trotzdem: EINES hat das Landesklimaschutzgesetz auf jeden Fall bewirkt: Das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Ob sich die Beziehung von Christina und Sascha schlagartig verschlechtert, wenn sie DIESE Bilder sehen, das können wir nicht sagen. Aber klar ist, ihrem gemeinsamen Liebesschloss am Eisernen Steg in Frankfurt geht es Ende Juli an den Kragen. Die Beleuchtung an der Brücke muss erneuert werden und da sind viele Schlösser eben einfach im Weg. Fazit: Alte Liebe rostet nicht, alte Liebesschlösser dagegen schon! AUGUST Ja, er ist es. Die DNA-Analyse bestätigt, bei der Leiche, die Anfang August in der Nähe von Weitefeld gefunden wird, handelt es sich um Alexander M. Er soll im April ein Ehepaar und deren 16-jährigen Sohn in ihrem Haus in Weitefeld ermordet haben. Vier Monate lang wurde nach Alexander M. gefahndet. Hunderte Polizisten durchforsteten immer wieder die Umgebung. Doch ohne […]

  • Linienbus rammt parkende Autos

    Linienbus rammt parkende Autos

    Heute Nacht ist es in Wiesbaden zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem Linienbus gekommen. Der Busfahrer verliert wegen eines medizinischen Notfalls die Kontrolle über sein Gefährt und knallt ungebremst in eine Reihe parkender Autos. Es folgt eine Kettenreaktion. Die Rathausstraße in Wiesbaden-Biebrich gleicht einem Trümmerfeld. Neun Fahrzeuge hat der Bus kurz vor Mitternacht ineinander und sogar übereinander geschoben. Der Busfahrer wird bei dem Aufprall verletzt und muss in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Wie durch ein Wunder bleiben die Fahrgäste, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls im Bus befanden, unverletzt. Anwohner berichten von den Momenten nach dem Crash. Davide, Augenzeuge: „Der Bus da hinten – ich weiß jetzt nicht ganz genau warum, aber der ist da einfach rein gebrettert. Hat einen Seitenspiegel verloren und dann hat er diese ganzen Autos mitgenommen.“ Ibrahim, Augenzeuge: „Ich war Zuhause und habe einen sehr lauten Knall gehört und bin dann hier rausgegangen und habe halt diesen ganzen Unfall hier gesehen. Ich bin immer noch unter Schock, ich zittere noch ein bisschen. Das war ein großer Schock, weil hier waren auch eine große Menschenmenge.“ Was für ein medizinischer Notfall genau dafür gesorgt hat, dass der 57-jährige Busfahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor, konnte die Polizei bislang nicht mitteilen – Augenzeugen zufolge soll der Bus aber zunächst an einer Haltestelle gestanden und dann unvermittelt mit starker Beschleunigung in die parkenden Autos gefahren sein. Den Sachschaden, der dabei an den PKWs und dem Bus entstanden ist, beziffert die Polizei auf rund 80.000 Euro. Die Rathausstraße war noch bis in den Morgen für die Aufräumarbeiten gesperrt.