Unglück

  • Tödlicher Unfall mit Regionalbahn

    Tödlicher Unfall mit Regionalbahn

    Im Norden von Frankfurt kam es gestern Abend zu einem schweren Unfall. Ein Mann wurde von einer Regionalbahn erfasst. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Die Unfallursache ist immer noch unklar. Es ist abends gegen 18 Uhr als das Unglück passiert. Am Bahnhof Eschersheim im Frankfurter Norden wird ein Mann von einer Regionalbahn erfasst. Als Feuerwehr und Rettungskräfte eintreffen, ist der Mann bereits tot. Die genauen Hintergründe des Unfalls sind bislang noch unklar. Nach Angaben der Bundespolizei in Koblenz deutet allerdings nichts auf einen Suizid hin. Bei dem Opfer soll es sich um einen Bahnmitarbeiter handeln. Der Unfall ereignet sich in einer Baustelle. Der Zug kann zwar noch eine Notbremsung einleiten, kommt aber nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Wegen der Bergungsarbeiten und der polizeilichen Ermittlungen muss die Bahnstrecke mehrere Stunden gesperrt werden. Die Strecke von Bad Vilbel nach Frankfurt wird von vielen Zügen des Nah-, Fern- und Güterverkehrs befahren. Bis in den späten Abend müssen die Züge umgeleitet werden. Es kommt zu zahlreichen Verspätungen.

  • Hotel wird zur Flüchtlingsunterkunft

    Hotel wird zur Flüchtlingsunterkunft

    Fast neun Monate tobt in der Ukraine bereits der russische Angriffskrieg und seitdem flüchten Ukrainer nach Deutschland. Sie sind auf der Flucht vor Gewalt, vor Hunger und jetzt im Herbst auch vor der Kälte. 44.000 Flüchtlinge aus der Ukraine hat Rheinland-Pfalz bislang aufgenommen und viele Gemeinden sagen: Mehr geht nicht. Und so muss ständig neuer Wohnraum her – wie zum Beispiel in Bernkastel-Kues. Ein paar herbstliche Sonnenstrahlen bescheinen heute das leerstehende Hotel Moselpark in Bernkastel-Kues. Wo vor ein paar Jahren noch Übernachtungsgäste im Vier-Sterne-Hotel den Blick auf den Kurpark genossen, wohnen ab heute 30 Geflüchtete aus der Ukraine. Das Hotel kann mit bis zu rund 350 Menschen belegt werden. Mit der angeschlossenen Tennishalle steigt die Kapazität auf rund 1.000 Bewohner. Im Ort allerdings regt sich Widerstand, denn einige Bürger befürchten, dass Bernkastel-Kues eine so gewaltige Zahl von Geflüchteten nicht verkraften kann. Eine Petition, die eine Begrenzung auf 400 Menschen in dem alten Hotel fordert, ist bis heute mehr als 500 Mal unterschrieben worden. Viele Anwohner befürchten, dass der Ort bei einer Maximalbelegung, die rund 1.000 Geflüchteten nicht integrieren könne. Außerdem sehen sie die Gefahr einer „größeren Beeinträchtigung des Kurbetriebs“, der nebenan von zwei Kliniken angeboten wird. Frank Hoffmann, Unterstützt die Petition „Wir glauben, es ist zu viel. Und darüber hinaus ist die Unterbringung in der Tennishalle auch unserer Ansicht nach menschenunwürdig. 600 Menschen in eine Halle gepfercht – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Mit Duschcontainer und Toilettencontainern auf dem Gelände. Ich glaube, das sollte man auch den Flüchtlingen nicht zumuten.“ Ein Argument, dass David Profit, Staatsekretär im Rheinland-Pfälzischen Integrationsministerium, nicht nachvollziehen kann. Es sei nicht absehbar, ob es überhaupt zu einer Belegung der Tennishalle kommen werde. David Profit, B’90 / Grüne, Staatssekretär Integrationsministerium Rheinland-Pfalz „Ich persönlich wünsche mir nicht, dass die Tennishalle belegt wird. Die […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Frankfurt: Bahnstrecke der U7 noch länger gesperrt — Rückkauf des Uniklinikums Gießen Marburg gefordert — Sorgen ums Weihnachtsgeschäft Bahnstrecke noch länger gesperrt Wegen umfangreicher Reparaturarbeiten nach einem Unfall ist eine Teilstrecke der U-Bahn-Linie 7 in Frankfurt in beide Richtungen noch bis in die Nacht nicht befahrbar. Betroffen sind die Stationen von der Eissporthalle / Festplatz bis Enkheim. Gestern Abend gegen 23.00 Uhr hatte ein Autofahrer eine oberirdisch fahrende U-Bahn übersehen und war mit ihr zusammengestoßen. Zwei Männer wurden verletzt, der Fahrer der U-Bahn erlitt einen Schock. An dem Auto entstand Totalschaden. Rückkauf gefordert Der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies will dem Land Hessen 100 Millionen Euro für den Rückkauf des Uniklinikums Gießen Marburg zur Verfügung stellen. Die Privatisierung des Uniklinikums sei falsch gewesen. Es müsse wieder zurück zum Land. Die Belastungen seien für die Mitarbeiter schwer erträglich. Die Verhandlungen über eine neue Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Hessen und der Rhön-Klinikum AG als Eigentümerin hätte noch immer kein Ergebnis gebracht. Der geltende Zukunftsvertrag läuft im Dezember aus. Sorgen ums Weihnachtsgeschäft Trotz des Wegfalls der Corona-Beschränkungen läuft das Weihnachtsgeschäft für das rheinland-pfälzische Gastgewerbe in diesem Jahr bis jetzt schlechter als erwartet. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes Dehoga hervor. Mehr als 60 Prozent der Betriebe bezeichneten den Stand der Buchungen und Reservierungen für Weihnachtsfeiern als schlecht oder sehr schlecht. Grund für die bislang geringe Nachfrage sei unter anderem die Inflation. Das Gastgewerbe hoffe jetzt auf Spätentschlossene. In unsicheren Zeiten werde oft kurzfristig gebucht.

  • Wie sich Koblenz auf einen Blackout vorbereitet

    Wie sich Koblenz auf einen Blackout vorbereitet

    Falls im Winter das Gas so knapp wird, dass viele Menschen ihre elektrischen Heizlüfter anwerfen, könnte das Stromnetz in die Knie gehen. Das Blackout-Szenario ist so real, dass sich immer mehr Regionen ernsthaft darauf vorbereiten. Was, wenn der Strom ausfällt – und das gleich für mehrere Tage und in einer ganzen Region? Koblenz gibt erste Antworten auf die Frage. 96 Stunden ohne Strom überstehen – das ist das Ziel der Stadt Koblenz. Ein spezieller Alarm- und Einsatzplan regelt hier, wer bei einem Blackout was zu tun hat. Die Planungen dazu liefen bereits seit vielen Jahren, nun hat man noch mal aufs Gaspedal getreten. Ulrike Mohrs, CDU, Bürgermeisterin Koblenz „Und dann haben wir halt angefangen dafür zu sorgen, dass unser Sirenensystem bis zum Ende des Jahres flächendeckend in der Stadt steht, dass sicher ist, dass unsere Trinkwasserversorgung funktioniert, dass unsere Krankenhäuser in der Lage sind zu arbeiten mit Notstromaggregaten, dass wir also die Kernleistungen erbringen können, die der Bürger auf jeden Fall braucht. Dafür wurden Notstromaggregate angeschafft.“ Die stehen hier, im Lager der Feuerwehr. 200.000 Euro hat die Stadt in die Geräte investiert. Eine Halle weiter: Feldbetten. Insgesamt 600 Menschen können darauf in Notunterkünften einen Platz finden. Solche mobilen Ölheizungsanlagen würden dann Turnhallen zu so genannten „Wärmeinseln“ machen. Koblenz bunkert auch große Mengen Treibstoff, um die Notstromaggregate, beispielsweise im Wasserwerk, zu betreiben. Die fünf Koblenzer Kliniken besitzen eigene Dieselaggregate, die im Notfall anspringen. In der Zentrale der Berufsfeuerwehr laufen bei einem Blackout alle Fäden zusammen. Hier sitzt der Krisenstab. Die wichtigsten Ansprechpartner haben Satellitentelefone. Kommunikation sei ein kritischer Faktor, wie Olaf Becker bei einem Stromausfall im Westerwald gelernt hat. Olaf Becker, Leiter Bevölkerungsschutz Feuerwehr Koblenz „Es war eine Unsicherheit da, weil heute jeder gewohnt ist sofort über Handy zu erfahren, warum haben wir einen Stromausfall, was ist passiert und wie lange […]

  • Rettungskräfte schlagen Alarm

    Rettungskräfte schlagen Alarm

    Die Rettungskräfte schlagen Alarm. Das Deutsche Rote Kreuz sieht seine Rettungswagen an der Überlastungsgrenze. 450 Einsätze allein in Frankfurt jeden Tag. Das Problem: immer mehr Notrufe, die eigentlich gar keine Notfälle sind. Wir haben zwei Rettungssanitäter bei ihrem täglichen Einsatz begleitet. Alarm in der Rettungswache Frankfurt Bergen-Enkheim. Für die Sanitäter Julian Heilmann und Katharina Huck beginnt der Einsatz. Mit dem Krankenwagen geht es zum gemeldeten Einsatzort, erste Details bekommen die beiden digital zugeschickt. Die zentrale Leitstelle gibt ihnen aber schon mit auf den Weg: Der Einsatz ist als „nicht dringlich“ eingestuft. Julian Heilmann, Notfallsanitäter „Okay, also: einmal Atemprobleme. Dann steht da beim Ehemann: mit Covid und bekanntem Asthma. Da bin ich mal gespannt.“ Patient „mit Covid“, das bedeutet für die beiden Notfallsanitäter: neben den FFP2-Masken auch Schutzfolien überziehen. Aus medizinischen Sicherheitsgründen muss unser Kamerateam draußen bleiben. Ein über 80-jähriger Corona-Infizierter klagt über Schwindel beim Treppensteigen, seine Frau hat aus Angst den Notruf gewählt. Doch schon nach wenigen Minuten Entwarnung: Kein Fieber, keine schwerwiegenden Symptome – Fehlalarm. Julian Heilmann, Notfallsanitäter „Aber er hat halt die typischen Sachen wie Erkältungs- und Grippesymptome und fühlt sich nicht so wohl. Er ist jetzt aber ansonsten stabil. Sie hätte theoretisch ihren Hausarzt kontaktieren können. Wir wissen alle, wie die Lage da ist. Die haben auch viel zu tun, die Wartezimmer sind voll. Aber prinzipiell ist das jetzt eine Behandlung, die ein Hausarzt durchführt.“ Für die beiden Sanitäter heißt es nun: Alle Geräte desinfizieren, ein erstes Protokoll schreiben und dem Patienten übergeben – nach einem letztlich unnötigen Einsatz. Dann geht es zurück zur Rettungswache. Bei der zentralen Einsatzstelle in Frankfurt gehen jährlich 130.000 Alarmmeldungen ein, Tendenz steigend. Diesen Sommer waren es 600 Einsätze pro Tag – neuer Rekord. Zu oft sind es keine wirklichen Notfälle, das Rote Kreuz stößt an seine Grenzen, um wirklich lebensbedrohliche Situationen […]

  • Hilfe für Igel in Not

    Hilfe für Igel in Not

    So langsam wird es Zeit für diese kleinen Kerlchen sich ordentlich Winterspeck anzufressen. Denn es wird kalt und bald geht es für die Igel in den Winterschlaf. Doch nicht alle Tiere haben dafür genug Reserven, wie unser Besuch bei den Igelfreunden in Bobenheim-Roxheim zeigt. Hier rappelt’s in der Kiste. Zehn Igel haben gerade Unterschlupf im Keller der Igelfreunde gefunden. Jan und sein Vater Björn Wolfmüller kümmern sich neben Job und Studium um die kleinen Stacheltiere. Sauber machen, Spritzen geben und die entkräfteten Igel mit der Pipette füttern. Das nimmt täglich bis zu drei Stunden Zeit in Anspruch. Ein richtiges Igelkrankenhaus. Jan Wolfmüller, Igelfreunde Rhein-Pfalz „Ja, das ist unsere Lola. Wie man sieht noch ein sehr junger Igel. Und zwar hat sie hier einen Fuß verloren gehabt. Beinchen wurd aboperiert und genäht. Das muss täglich gereinigt werden. Und genau im Moment geht’s dann darum, dass sie auch laufen lernt mit diesen drei Beinen.“ Jetzt zum Winter hin werden besonders viele Igel gebracht, die unterernährt sind. Wer einen Igel entdeckt, sollte ihn also genau beobachten und auf den sogenannten Hungerknick achten. Jan Wolfmüller, Igelfreunde Rhein-Pfalz „Also wenn der Igel sich ausrollt und wenn er nach vorne schaut, kann man hier im Nacken beobachten, ob er genug Fett für den Winterschlaf gespeichert hat. Wenn das nicht der Fall ist, sieht man hier eben wie so eine kleine Ausbeulung. Also, hier über den Schultern im Nacken.“ Kleinere Igel im Zweifelsfall einfangen und wiegen. Ab etwa 550 Gramm schafft es der Igel in der Regel alleine. Bei Untergewicht unbedingt fachmännische Hilfe suchen – so wie bei den Igelfreunden Rhein-Pfalz. Anruf bei Jan Wolfmüller: „Ja, Sie müssen den wiegen. Das hilft uns auch so ein bisschen, die Situation besser einzuschätzen.“ Mehr als 160 Tiere haben die Wolfmüllers in diesem Jahr schon betreut. So wie den kleinen […]

  • Millionenschaden bei Brand im Sägewerk

    Millionenschaden bei Brand im Sägewerk

    In der Nacht ist in Rennerod im Westerwaldkreis in einem Sägewerk ein Großbrand ausgebrochen, bei dem ein Schaden in Millionenhöhe entstanden ist. Mehr als 160 Einsatzkräfte kämpften stundenlang mit dem Feuer. Meterhoch schlagen die Flammen in den Nachthimmel. Gegen 22 Uhr bricht der Brand in einer Lagerhalle auf dem Gelände eines Sägewerks aus. Die Station der örtlichen Feuerwehr befindet sich nur gut 100 Meter Luftlinie von dem Holzverarbeitungsbetrieb entfernt, sodass die Einsatzkräfte innerhalb von Minuten zur Stelle sind. Heinz-Werner Schütz, Wehrleiter Feuerwehr Rennerod: „Wir haben dann eine größere Halle versucht zu löschen, mussten die dann aber doch kontrolliert abbrennen lassen und dann ist der Brand noch übergegriffen auf ein anderes Gebäude, wo gefährliche Stoffe gelagert waren, dass wir aber dann noch schützen konnten, sodass für die Umwelt keine Gefahr bestand.“ Die Feuerwehr aus Rennerod sowie die Einsatzkräfte aus vielen umliegenden Gemeinden brauchen insgesamt fast fünf Stunden, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Bei dem Brand entsteht ein Schaden von knapp zwei Millionen Euro. Personen werden keine verletzt. Gerrit Müller, CDU, Bürgermeister Verbandsgemeinde Rennerod „Der Großbrand hier ist ein Schadensereignis, von der größten Dimension, wie wir es hier selten in der Region haben. Das ist ein ortsansässiges Unternehmen, die hier schon seit vielen Jahrzehnten vor Ort tätig sind, und da kann man nur hoffen, dass es hier alles auch mit der Wiederherstellung des Betriebes gut funktioniert und dass wir hier natürlich auch Aufbauarbeit leisten.“ Warum der Brand ausbrechen konnte ist noch nicht bekannt. Die Polizeidirektion Montabaur rechnet zum Ende der Woche mit ersten Ergebnissen ihrer Ermittlungen zur Brandursache.

  • Luxusvilla im Hunsrück abgebrannt

    Luxusvilla im Hunsrück abgebrannt

    Großeinsatz der Feuerwehr in der vergangenen Nacht im Kreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Dort steht eine Luxusvilla komplett in Flammen. Und trotz aller Bemühungen kann die Feuerwehr das Gebäude nicht retten. Das Feuer ist weit über den Ort hinaus zu sehen. Meterhoch schlagen die Flammen aus der Luxusvilla in Altstrimmig im Hunsrück. Wie der Brand entstanden ist, ist nach wie vor unklar. Die Polizei vermutet, dass ein Kamin in dem Wohnhaus das verheerende Feuer ausgelöst haben könnte. Die Feuerwehr aus dem Umkreis ist über Stunden mit über 100 Kräften im Einsatz, bekommt den Brand wegen der schwierigen Lage vor Ort aber nicht unter Kontrolle. Den Einsatzkräften bleibt nichts anders übrig, als das Gebäude kontrolliert abbrennen zu lassen. Ein Übergreifen auf daneben liegende Häuser oder auf den Wald können die Feuerwehrleute verhindern. Eine Waldbrandgefahr bestehe nach Angaben der Polizei nicht. Ersten Schätzungen zufolge hat das Feuer einen Sachschaden in Millionenhöhe verursacht. Die Polizei bestätigte, dass bei dem Brand niemand verletzt wurde, es sei allerdings unklar, ob vor dem Ausbruch des Feuers überhaupt Menschen in dem Gebäude waren. Die genaue Brandursache muss jetzt die Kriminalpolizei klären.

  • Prozessbeginn nach Amokfahrt in Witzenhausen

    Prozessbeginn nach Amokfahrt in Witzenhausen

    Vor einem Jahr stand die nordhessische Gemeinde Witzenhausen unter Schock. Ein Mann fährt mit seinem Auto in eine Schülergruppe – offenbar mit Absicht. Ein Mädchen stirbt, zwei weitere Kinder werden schwer verletzt. Jetzt muss sich der Fahrer wegen Mordes vor Gericht verantworten. Imke wird nur acht Jahre alt. Eine ganze Gemeinde nimmt Anteil am Tod des kleinen Mädchens, das auf so tragische Weise sterben musste. Zwei weitere Mädchen, sieben und acht Jahre alt, werden schwer verletzt, als der Fahrer sein Auto am 29. Oktober vergangen Jahres hier im Stadtteil Gertenbach in die Gruppe von Schulkindern lenkt. Reiner, Anwohner „Wir sind immer noch alle sehr fassungslos. Weil das auch niemand verstanden hat.“ Günther, Anwohner „Kam er aus dem Dorf hoch, hier rein und ist in die Kindergruppe reingefahren. Warum? – Weiß kein Mensch, ne.“ Der Fahrer, ein 31-jähriger türkischer Staatsangehöriger, muss sich jetzt vor Gericht verantworten. Unter anderem wegen Mordes und versuchten Mordes. Stephan Schwirzer, Staatsanwaltschaft Kassel „Dem Beschuldigten wird vorsätzliches Handeln vorgeworfen. Der diesbezügliche Verdacht gründet sich auf die durchgeführten Ermittlungen, insbesondere Zeugenaussagen, ein Gutachten eines KfZ-Sachverständigen und ein rechtsmedizinisches Gutachten.“ Die Beweise wiegen schwer. Im Gerichtssaal sitzen heute auch die Eltern der Opfer – sie sind Nebenkläger. Als die Antragsschrift mit sämtlichen Details der Tat und den Verletzungen der Kinder verlesen wird, kommen Emotionen hoch, es fließen Tränen. Steffen Hörning, Anwalt von Imkes Eltern „Die Nebenkläger erhoffen sich natürlich Antworten auf die Fragen, die sie haben. Warum es konkret passiert ist, was den Angeklagten veranlasst hat die Tat zu begehen.“ Eine Gefängnisstrafe droht ihm trotz Mordverdachts nicht. Er soll schuldunfähig sein. Stephan Schwirzer, Staatsanwaltschaft Kassel „Aufgrund des Gutachtens ist nach derzeitigem Stand mit hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass er zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Tat an einer psychischen Erkrankung litt.“ Weil von ihm aber laut Gutachten eine Gefahr für […]

  • Feuerwehr übt für Einsatz bei radioaktiver Strahlung

    Feuerwehr übt für Einsatz bei radioaktiver Strahlung

    Zuletzt wurde in Deutschland intensiv über den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke und die Frage – neue Brennstäbe ja oder nein – diskutiert. Doch unabhängig davon sind und bleiben radioaktive Stoffe in unserem Leben allgegenwärtig, denn medizinische Einrichtungen, Chemie- und Pharmaunternehmen brauchen sie für ihre Arbeit. Doch auch dort kann mal etwas schiefgehen und gefährliche Strahlung austreten. Was in einem solchen Fall zu tun ist, haben nun Einsatzkräfte n Frankfurt geübt. 9 Uhr Rebstockgelände Frankfurt. Ein Spaziergänger findet verdächtige Fässer mit der Aufschrift „radioaktiv“. Der Mann könnte verstrahlt worden sein. Er hat Angst, wählt den Notruf. Kurz darauf rücken Feuerwehrkräfte an, sperren den Bereich großräumig ab. Bernhard Kuczewski, Innenministerium Hessen „Die Person, die sich im Gefahrenbereich befunden hat, ist nun aus dem Gefahrenbereich gebracht worden, an diese Grenze, wo die Feuerwehr nun die Möglichkeit aufbaut zur Dekontaminierung und die Feuerwehr wird jetzt mit Messtechnik vorgehen und wird dann feststellen, welche radioaktiven Stoffe hier wirklich vorhanden sind.“ Die Feuerwehr stellt fest: Der Passant ist kontaminiert, Teile des Mülls strahlen radioaktiv. Um welche Stoffe es sich genau handelt, ist noch unklar. Jetzt übernehmen Strahlenexperten vom Regierungspräsidium Darmstadt die Einsatzleitung. Stück für Stück werden die Teile gemessen und schließlich drei Quellen gefunden. Die stärkste: Caesium 137. Ein längerer Hautkontakt entspricht der Strahlendosis, die eine Person erhält, die dreimal nach New York und zurück fliegt. Nun wird auch der Spaziergänger genauer unter die Lupe genommen. Die Strahlenschützer müssen entscheiden wie groß die Gefahr für ihn ist. Michael Endres, Regierungspräsidium Darmstadt „Das heißt, wir sagen, wann jemand freigemessen ist, also wenn er nicht mehr kontaminiert ist. Wir gucken erst mal was für einen Stoff haben wir vorliegen und wie stark ist er, also dass man nicht zu nah ran geht. Und haben dann das Ergebnis gehabt, dass wir eine Caesium-Quelle, eine Barium-33-Quelle und Europium gefunden haben.“ Nur […]

  • Drei Verletzte bei Unfall auf der A 67

    Drei Verletzte bei Unfall auf der A 67

    Auf der Autobahn 67 bei Pfungstadt hat sich gestern Abend ein schwerer Unfall ereignet. Insgesamt drei Personen werden verletzt.   Es passiert gegen 23:15 Uhr zwischen dem Darmstädter Kreuz und der Anschlussstelle Pfungstadt. Ein 30-jähriger Däne ist gerade dabei einen LKW zu überholen als sich ein 36-jähriger Gernsheimer mit hoher Geschwindigkeit nähert. Er fährt dem Überholenden ungebremst ins Heck. Durch die Wucht des Aufpralls überschlägt sich der PKW mit zwei dänischen Radsportlern mehrfach, rammt ein Ausfahrtsschild und bleibt einige Meter weiter auf dem Grünstreifen liegen. Das Fahrzeug wird durch den Unfall massiv verformt. Doch wie durch ein Wunder können sich die Insassen selbst aus dem Wrack befreien. Sie werden schwer verletzt und genauso wie der Gernsheimer in ein Krankenhaus gebracht. Wie sich durch eine Blutentnahme herausstellt ist der Unfallverursacher alkoholisiert. Ihm wird noch vor Ort der Führerschein entzogen. An den Fahrzeugen entsteht ein Sachschaden von 65.000 Euro. Der Ausfahrtsbereich sowie die rechte Fahrspur der Autobahn waren aufgrund der Bergungsarbeiten und wegen herumliegender Trümmerteile und Glassplitter in der Nacht für mehrere Stunden voll gesperrt. Die genaue Unfallursache soll nun ein Gutachter klären.

  • Hubschrauberbesatzung sagt im Untersuchungsausschuss aus

    Hubschrauberbesatzung sagt im Untersuchungsausschuss aus

    Die Flutkatastrophe vom 14 und 15 Juli 2021. Ihre politische Aufarbeitung läuft noch immer, auch wenn mit dem Rücktritt des Innenministers vorgestern einiges an Dampf aus dem Kessel gewichen ist. Heute ging es im Flut-Untersuchungsausschusses erneut um die kürzlich veröffentlichen Luftaufnahmen aus der Flutnacht, denn es stand die Vernehmung der Polizisten der Hubschrauberstaffel an. Der Pilot von Sperber 2, dem Polizeihubschrauber, der in der Nacht der Flutkatastrophe dreimal über das Ahrtal flog, erzählt von einem schwierigen und belastenden Einsatz. In 35 Dienstjahren habe er so eine Situation noch nie erlebt. Es sei völlig dunkel gewesen, die Videos vermittelten da einen falschen Eindruck. Er habe aber nicht die technische Ausrüstung gehabt, um die Menschen zu retten, die mit ihren Taschenlampen um Hilfe flehten. Später sei er zum Abdrehen aufgefordert worden, um keine falschen Hoffnungen zu wecken. Sabrina Kunz, Landesvorsitzende Gewerkschaft der Polizei „Sie haben keine Möglichkeiten den Hubschrauber zu landen, Sie haben keine Seilwinde an Bord, Sie können im Grunde nichts machen außer zu entscheiden: Fliege ich jetzt weiter drüber oder fliege ich jetzt zurück? Dann ist das etwas, was das eigene Seelenleben auf lange Zeit beschäftigt. Und das ist halt heute auch nochmal der Fall, weil es gerade aufbereitet wird und das werden die Kollegen auch sicher noch lange mit nach Hause nehmen.“ Neben dem Piloten sitzt in der Flutnacht ein Techniker, der vom Hubschrauber aus filmt. Mit seinem Handy macht er Fotos, unter anderem von Altenburg, die er an das Lagezentrum des rheinland-pfälzischen Innenministeriums schickt. In einem Telefonat berichtet er nach dem ersten Flug von der wahrscheinlich schlimmsten Lage, die Rheinland-Pfalz in den letzten Jahren heimgesucht habe und fordert das Lagezentrum auf, alles was an Polizei verfügbar sei ins Ahrtal zu schicken. Für die Opposition sind die Schilderungen des Technikers ein Beweis dafür, dass die Mitarbeiter im Lagezentrum, anders […]

  • Staatsanwaltschaft ermittelt nach Tod von einjährigem Kind

    Staatsanwaltschaft ermittelt nach Tod von einjährigem Kind

    Hätte das schreckliche Unglück in einem Rüsselsheimer Park verhindert werden können? Nachdem in der vergangenen Woche ein einjähriges Kind in diesen Teich im Verna-Park gefallen und später im Krankenhaus gestorben ist, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft in Darmstadt. Zwei Betreuungskräfte eines Vereins sollten auf den Jungen aufpassen, während die Mutter des Kindes einen Sprachkurs besuchte. Sie waren gemeinsam mit anderen Kindern in den Park gegangen. Was dann genau passierte, ist noch unklar. Ansgar Martinsohn, Staatsanwaltschaft Darmstadt „Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet, weil abzuklären ist, ob den beiden Aufsichtspersonen, das handelt sich um zwei Frauen, Aufsichtspflichtverletzungen vorzuwerfen sind, die möglicherweise zum Tod des Jungen geführt haben.“

  • Hausexplosion in Lauterbach

    Hausexplosion in Lauterbach

    Eigentlich wurden die Einsatzkräfte vergangene Nacht nach Lauterbach im Vogelsbergkreis gerufen, um eine Tür zu öffnen. Doch als sie dort ankommen, steht ein Haus lichterloh in Flammen. Schnell wird klar: Das hier ist kein gewöhnlicher Brand. Am Ende gibt es zwei Verletzte, ein Mann wird immer noch vermisst. Schon von weitem sind die Stichflammen sichtbar, die in den Nachthimmel lodern. Es ist kurz nach halb 8, als die Einsatzkräfte alarmiert werden. Ein Routineeinsatz, wie sie glauben. Doch als sie in der Bertha-von-Suttner-Straße eintreffen, steht eine Doppelhaushälfte in Brand. Sven Holland, Kreisbrandinspektor Vogelsbergkreis „Das Ereignis steht wohl im Zusammenhang mit einer Explosion, die im Vorfeld stattgefunden hat. Das sieht man einfach an dem, wie der Schaden am Gebäude sich darstellt. Das heißt, von außen sind massive Bauwerksschäden zu sehen, Teile sind auch eingestürzt und man sieht eben auch viele Risse im Gebäude.“ Die Erschütterungen durch die Detonation waren selbst in den umliegenden Häusern spürbar. Maximilian Pollmer, Nachbar „Also, es war ein lauter Knall, es hat alles gewackelt in der Wohnung. Dann bin ich auf den Balkon, hab geschaut und hab das Feuer gesehen.“ Wie es zu der Explosion gekommen ist, ermittelt jetzt die Kriminalpolizei. Die Beamten gehen davon aus, dass die Detonation absichtlich ausgelöst wurde. Ein Streit zwischen den Bewohnern des Hauses, einem 57-jährigen Mann und einer 51-jährigen Frau, soll zuvor eskaliert sein. Dominik Möller, Polizei Osthessen „Anhand der bisher vorliegenden Erkenntnisse ist davon auszugehen, dass der 57-jährige Mann in suizidaler Absicht mittels Gas die Explosionen selbst auslöste und sich auch nach wie vor noch in den Trümmern befindet.“ Die Bewohnerin des Hauses kann sich gerade noch rechtzeitig retten, bevor das Gebäude explodiert. Sie und eine weitere Person werden noch am Abend mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Auch heute tasten sich die Einsatzkräfte erst mal langsam voran und löschen letzte […]

  • Videos aus der Katastrophennacht – Minister Lewentz zu Gast im Studio

    Videos aus der Katastrophennacht – Minister Lewentz zu Gast im Studio

    Am 14. Juli 2021 – vor mehr als 14 Monaten – sind bei einer Flukatastrophe im Ahrtal 134 Menschen gestorben. Häuser, Brücken und Straßen wurden zerstört. Doch erst jetzt hat der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags Videos erhalten, die ein Polizeihubschrauber in der Flutnacht aufgenommen hatte. Seitdem versuchen die Abgeordneten herauszufinden, warum die Polizeivideos solange unbeachtet im Archiv liegen blieben. Außerdem gehen sie der Frage nach, welche Informationen der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz in der Flutnacht hatte und warum er nicht die Einsatzleitung übernahm. Über diese Fragen spricht Eva Dieterle mit dem Innenminister, zumal das Thema Flutkatastrophe heute auch Thema im Rechtsausschuss des Landtages war. Es sind Bilder des Grauens: ganze Orte an der Ahr – verschwunden im Wasser. Inmitten der Wassermassen: Menschen, die mit Taschenlampen auf sich aufmerksam machen. Der Polizeihubschrauber hat keine Seilwinde, um Menschen zu retten, und muss abdrehen. Kurze Zeit später verwandelt sich das Hochwasser der Ahr in einen reißenden, tödlichen Strom. Doch diese Video-Aufnahmen erreichen das Innenministerium und Innenminister Roger Lewentz in dieser Nacht nicht. Er erhält nur vier einzelne Bilder, die der Pilot mit seinem Handy gemacht hatte. Die Videos schickt die Polizei erst nach mehreren Nachfragen des Untersuchungsausschusses nach Mainz – mehr als 14 Monate nach der Flut. Erst seit dieser Woche befragen die Ermittler der Staatsanwaltschaft Koblenz Mitglieder der Hubschrauberstaffel, wie etwa den Piloten – denn auch die Staatsanwaltschaft hat erst jetzt die Videos erhalten. Warum das erst jetzt passiert ist, wollen die Freien Wähler heute im Rechtsausschuss wissen. Lisa-Marie Jeckel, Freie Wähler, Landtagsabgeordnete Rheinland-Pfalz „In diesem Ausschuss, da werden wir dem genau auf den Grund gehen, was die Staatsanwaltschaft gewollt hat, was sie angefragt haben und wo es hing, wer die Videos hatte, wer von ihnen wusste, in welchem Ministerium sie waren und wie die Ministerien miteinander kommuniziert haben. Das sind Fragen, […]