Unglück

  • Symbolischer Treppenlauf im Betzenbergstadion zum 11. September

    Symbolischer Treppenlauf im Betzenbergstadion zum 11. September

    Der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York ist heute 25 Jahre her. Fast 3.000 Menschen – darunter auch viele Einsatzkräfte der Feuerwehr – verloren ihr Leben. Um all diesen Opfern zu gedenken und sie zu ehren, sind heute in den gesamten Vereinigten Staaten Feuerwehrleute zum symbolischen Treppenläufen angetreten. Und auch hierzulande wurde gelaufen. So zum Beispiel auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Mit jeder Stufe einen Schritt näher. An den insgesamt 2.071 Stufen, die die Einsatzkräfte heute vor 25 Jahren für die 110 Stockwerke des World Trade Centers bewältigen mussten, um Menschen aus den Twin Towers zu retten, in die zwei der insgesamt vier entführten Passagierflugzeuge gesteuert wurden. Genau diese Distanz laufen heute auch Feuerwehrleute, Soldaten und Militärpolizisten der Air Base Ramstein und der Kaserne in Sembach. Jesus Fransisco Licon, Feuerwehrmann Ramstein Air Base „Ich habe einfach all diese Tapferkeit gesehen. All diesen Mut, der an diesem Tag aufgebracht wurde. Nicht nur von Feuerwehrleuten, Polizisten und Ersthelfern. Auch Zivilisten, die mitgeholfen haben, als sie so dringend gebraucht wurden. Man sagt uns in der Ausbildung: Ihr seid da, um Menschen am schlimmsten Tag ihres Lebens zu helfen. Es geht um absolute Hingabe und ich sehe hier hunderte Menschen, die denjenigen die Ehre erweisen, die ihr Leben dafür gegeben haben, um anderen Menschen in dieser großen Not zu retten.“ Der Weg ist das Ziel. Heißt: Es geht 30 mal diese rund 70 Stufen im Fritz-Walter-Stadion des 1.FC Kaiserslautern hinauf und nur die Stufen nach oben werden gezählt. Auch deutsche Feuerwehrleute beteiligen sich heute am Lauf. Christian Schuff, Feuerwehr Ramstein Air Base „Der Zusammenhalt ist eigentlich sehr groß. Gerade hier auch in der Region zwischen Amerikanern und Deutschen. Wir arbeiten auch, sind gemischt auf der Wache. Deutsche, amerikanische Kollegen und dadurch sind auch schon sehr viele Freundschaften entstanden.“ Anerkennung, die auf […]

  • Urteil wegen Raserfahrt mit drei Toten

    Urteil wegen Raserfahrt mit drei Toten

    Ein Mann fährt mit 145 Kilometern pro Stunde durch die Offenbacher Innenstadt. Doch dann verliert er die Kontrolle über seinen Wagen und stößt mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn zusammen. Die drei Insassinnen kommen ums Leben. Heute ist in Darmstadt das Urteil gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher gefallen. Der 31.November vergangenen Jahres. Die Mühlheimer Straße in Offenbach gleicht einem Trümmerfeld. Mit hoher Geschwindigkeit war der schwarze VW in den Gegenverkehr geraten und mit immer noch über 100 Stundenkilometern mit diesem Audi zusammengestoßen. Dessen Insassinnen, zwei Frauen im Alter von 66 und 88 Jahren sowie ein neunjähriges Mädchen, erliegen ihren schweren Verletzungen. Damals am Steuer des VW: Edin D. Gegen den 32-jährigen Serben ergeht heute das Urteil: sieben Jahre Haft wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Verurteilung wegen Mordes gefordert, weil sie sagt, der Angeklagte habe mit seinem Verhalten den Tod anderer billigend in Kauf genommen. Carolin Abahuni, Staatsanwaltschaft Darmstadt „Die Straße war gut befahren. Die Sichtverhältnisse für den Angeklagten waren nicht einsehbar, nicht überschaubar. Es hätte jeden Moment ein Fußgänger oder ein Auto aus den Seitenstraßen herauskommen können und da hätte es zu einer Kollision kommen können.“ Die Richter betonen in ihrer Urteilsbegründung, einen Vorsatz habe man nicht feststellen können. Außerdem hätte der Angeklagte noch versucht, mit einem Ausweichmanöver die Kollision zu verhindern. Damit folgt das Gericht in weiten Teilen dem Plädoyer des Verteidigers. Christian Heinemann, Verteidiger von Edin. D. „Im ersten Moment ist man natürlich zufrieden. Man ist den Mord los, so muss man es ganz platt sagen. Mord war angeklagt, man wird nicht verurteilt wegen Mord. Klar, das Ergebnis an der Stelle stimmt. Es ist die Frage: kann man mit den sieben Jahren leben, ist das in Ordnung oder eben nicht in Ordnung? Muss man es dem BGH vorlegen? Überprüfen lassen?“ […]

  • Flugzeugabsturz in Viernheim

    Flugzeugabsturz in Viernheim

    Was als ausgelassenes Fest begann, endete gestern am späten Nachmittag in einer Tragödie. Im südhessischen Viernheim sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs zwei Männer gestorben. Das Unglück ereignete sich am Rande eines Sommerfestes auf einem Flugplatz im nahegelegenen Weinheim. Zwei weitere Insassen wurden schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Nach dem Absturz ist nicht mehr viel übrig von der Propellermaschine. Ein 67 Jahre alter Mann, der mutmaßliche Pilot, sowie ein 76-jähriger Passagier sterben bei dem Unglück. Ebenfalls an Bord waren eine 40-jährige Frau und ein dreijähriges Kind, die mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die beiden schweben nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt nicht in Lebensgefahr. Außer dem Piloten seien die drei Menschen im Flugzeug verwandt gewesen. Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte die Maschine im Anflug auf einen Flugplatz im baden-württembergischen Weinheim ab. Dort fand das Sommerfest des örtlichen Luftsportvereins statt, das sofort abgebrochen wurde. Zahlreiche Einsatzkräfte sowie 17 Seelsorger waren vor Ort. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben die Ermittlungen aufgenommen. Bis die ersten Ergebnisse vorliegen, könnten jedoch Monate vergehen.

  • Pkw gerät unter Sattelzug

    Pkw gerät unter Sattelzug

    Horrorcrash auf der A7 bei Fulda. Ein PKW fährt unter das Heck eines Lastwagens und wird mitgeschleift. Angesichts der Bilder grenzt es nahezu an ein Wunder, dass der Fahrer des Autos so glimpflich davongekommen ist. Mit nur leichten Verletzungen kommt der Fahrer des PKW heute Morgen ins Krankenhaus. Sein Auto dagegen: ein Wrack. Kurz vor dem Autobahndreieck Fulda auf der A 7 in Richtung Würzburg fährt ein Autofahrer gegen 6.30 Uhr unter das Heck eines vorausfahrenden Sattelzugs. Der Wagen wird unter dem Auflieger eingeklemmt und vom LKW noch über 100 Meter mitgezogen. Der LKW Fahrer bekommt vom Unfall zunächst gar nichts mit, wird dann aber von anderen Verkehrsteilnehmern darauf aufmerksam gemacht und hält auf dem Pannenstreifen an. Die Feuerwehr kann den Autofahrer nur mit schwerem Gerät befreien. Matthias König, Wehrführer Feuerwehr Petersberg Mitte „Es war eine schwierige Rettung aufgrund der Tatsache, dass das Fahrzeug an sich, der PKW, einen sogenannten Überrollkäfig hatte. Aber mit modernen Techniken konnten wir die Lage im Fahrzeug und im Käfig soweit eruieren und die richtigen Maßnahmen einleiten.“ Mit einem hydraulischen Rettungsgerät kann die Feuerwehr den Fahrer schließlich aus seinem Auto befreien, der die ganze Zeit über ansprechbar ist. Schließlich kann er sogar auf eigenen Beinen zum Rettungswagen gehen. Der Fahrer des LKW bleibt unverletzt. Wegen der Rettungsarbeiten musste die Autobahn in Richtung Süden zeitweise voll gesperrt werden. Zur Unfallursache wird ermittelt.

  • Bilanz zum Brandsommer - Im Gespräch mit Kreisbrandinspektor Christian Rossel

    Bilanz zum Brandsommer – Im Gespräch mit Kreisbrandinspektor Christian Rossel

    Mindestens 160 Waldbrände gab es in Hessen bereits in diesem Jahr. Viele davon lagen in den letzten vierzehn Tagen, in denen die Trockenheit und Hitze ihren Höhepunkt erreicht haben. Die Feuerwehren waren fast im Dauereinsatz – die Helfer mussten bei Temperaturen von 35 Grad und mehr oft an ihre Grenzen gehen. Eva Dieterle, Moderatorin: Jetzt wo es wieder etwas Regen gibt, und die meisten Feuer gelöscht sind, wollen wir die Gelegenheit nutzen und eine erste Bilanz dieses außergewöhnlichen Sommers ziehen. Und das mache ich jetzt mit dem Kreisbrand-Inspektor des Rheingau-Taunus-Kreises Christian Rossel. Christian Rossel, Kreisbrandinspektor Rheingau-Taunus-Kreis Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Herr Rossel wie fällt denn ihre Bilanz dieses Brand-Sommers aus? Rossel: Ja, wir haben aufregende Tage und jetzt auch fast schon Wochen hinter uns. Ich will das auch vielleicht kurz in Zahlen fassen. Zum Thema Wald und Vegetationsbrand sind bei uns im Rheingau-Taunus-Kreis im letzten Jahr, also 2025, 33 Mal die Feuerwehren alarmiert worden. Und in diesem Jahr sind wir bereits jetzt schon, obwohl das Jahr danach noch läuft, bei 140 Alarmierungen und davon allein in den letzten 14 Tagen 63. Also Sie sehen, das war ein deutlich anspruchsvolleres Jahr für uns in diesem Bereich und auch die letzten Tage und Wochen haben uns hier deutlich gefordert. Dieterle: Hatten Sie denn das Gefühl, dass die Feuerwehren im Kreis gut genug ausgerüstet sind, für Waldbrände in dieser Häufigkeit? Man muss ja davon ausgehen, dass die Intensität auch in den nächsten Jahren hoch bleibt. Rossel: Wir haben uns schon vor fast fünf Jahren bei diesem Thema auf den Weg gemacht, Planungen aufgestellt, die Ausbildung daran ausgerichtet und auch Material beschafft, weil wir wussten, es wird mehr in diesem Bereich werden, was die Feuerwehren und die Einsatzkräfte fordern wird. Allerdings haben uns die Einsätze von diesem Jahr gezeigt, dass die Planungen nicht […]

  • Heftige Unwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz - Tornado deckt Häuser ab

    Heftige Unwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz – Tornado deckt Häuser ab

    Das war eine ganz schön heftige Nacht in Rheinland-Pfalz und Hessen. Bäume wurden entwurzelt, Straßen und Bahnstrecken zeitweise lahmgelegt, ganze Dächer von Häusern gerissen. Im rheinland-pfälzischen Waldorf bei Bad Breisig wurde eine Spaziergängerin von einem Baum erschlagen, eine weitere schwer verletzt. In Hessen zog ein Tornado durch Solms und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Ein beeindruckendes Naturschauspiel mit zerstörerischer Kraft. Das Unwetter, das mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h über den Norden von Rheinland-Pfalz hinwegfegt, hat vielerorts schwere Schäden hinterlassen. Besonders heftig trifft es den Westerwaldkreis. Im 10.000-Einwohner-Ort Höhr-Grenzhausen wird die Fassade eines Mehrfamilienhauses abgerissen. Wie durch ein Wunder wird niemand verletzt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz, die Aufräumarbeiten dauern an. Auch in Hessen hinterlässt das Unwetter schwere Schäden . Im mittelhessischen Solms zieht ein Tornado durch die Stadt, reisst Ziegel von den Dächern und wirbelt Äste durch die Luft. „Scheiße, scheiße, scheiße! Was machen wir denn jetzt, Niklas?“ Heute, am Tag danach, zeigt sich das ganze Ausmaß der Verwüstung. Eine Großschadenslage, so die Bürgermeisterin. „Ich bin heilfroh und das muss über allem stehen, dass hier niemand verletzt worden ist und dass keine Person zu Schaden gekommen ist, weil der Sachschaden, der ist immens.“ Eine, die gerade noch mit einem Schrecken davongekommen ist, ist Christa Gottschlich. Vom ihrem Balkon aus beobachtet sie, wie sich das Unwetter zusammenbraut. Gerade noch rechtzeitig geht sie zurück ins Wohnzimmer. Christa Gottschlich „Bin ich reingegangen, hab gedacht, ich muss noch eine Kleinigkeit essen und noch meine Tabletten nehmen. Dann denke ich ‚Was war das denn jetzt hier?‘. Dann bin ich ins Bad, hab das Fenster aufgemacht und dann lag mein ganzes Dach da. Da lag mein ganzes Dach auf der Gass. Ich war verzweifelt, bin da rumgerannt, aber wusste ja gar nicht, was da überhaupt Sache war.“ Innerhalb weniger Minuten entlädt sich die Gewalt des Tornados. Baglan […]

  • Großübung der Mainzer Feuerwehr: Was passiert, wenn radioaktive Stoffe austreten?

    Großübung der Mainzer Feuerwehr: Was passiert, wenn radioaktive Stoffe austreten?

    Wen ruft man bei einem Brand an? Klar, die Feuerwehr. Aber die ist nicht nur für das Löschen von Flammen zuständig. Auch bei Unfällen mit radioaktivem Material kommt sie zum Einsatz.  Genau für diesen Ernstfall trainieren heute Feuerwehrleute auf dem Gelände der Uni Mainz. Einsatz für die Feuerwehr in Mainz. Jetzt zählt jede Sekunde: Rund 30 Einsatzkräfte simulieren einen Unfall mit radioaktivem Material. Übungsszenario: Der Fahrer ist unter die Räder gekommen – muss jetzt befreit werden. Die radioaktive Lieferung liegt offen auf der Strecke. Gefährlich für Mensch und Umwelt. Die Prioritäten für die Feuerwehr: Ganz klar. Michael Ehresmann, Feuerwehr Mainz „Das Oberste ist immer die Menschenrettung für uns. Da gehen wir auch mit geringerer Schutzkleidung, die ausreichend ist aber durchaus einen höheren Schaden verursachen kann vor. Dass der Mensch erst mal gerettet wird. Für die Sicherung jetzt gehen wir mit Grenzwerten und auch mit einer besseren Schutzkleidung vor – die vor allem wenn sie kontaminiert ist – einfach entsorgt werden kann ohne hohe Kosten zu erzeugen.“ So ein Transport mit radioaktivem Material findet in Mainz jeden Tag statt, zum Beispiel für Arzneimittel. Ein Unfall passiert aber äußerst selten. Michael Ehresmann, Feuerwehr Mainz „Dass wir wirklich mit Einsätzen mit radioaktiver Strahlung in Kontakt kommen ist zum Glück die absolute Ausnahme. Es ist über 15 Jahre her, dass wir den letzten Strahlungsschutzeinsatz haben. Genau deswegen ist es wichtig, dass wir das auch üben können, weil wir zum Glück nicht die Einsatzroutine darin haben.“ Zwar ist der Einsatz simuliert – die Strahlung ist aber echt. Das radioaktive Material stellt die Uni Mainz zur Verfügung. Denn hier steht der einzige Forschungsreaktor Deutschlands. Die Strahlung ist hier aber ungefährlich. Mittlerweile haben die Feuerwehrleute auch das radioaktive Gefahrengut sichergestellt – die Übung ist vorbei. Und wie war’s? Daniel Müller, Feuerwehrmann Mainz „Anstrengend ja. Adrenalin ist natürlich […]

  • Fünf Jahre nach der Flut: Rheinland-pfälzischer Ministerrat tagt im Ahrtal

    Fünf Jahre nach der Flut: Rheinland-pfälzischer Ministerrat tagt im Ahrtal

    Vor gut einem Monat hat sich die Flutkatastrophe im Ahrtal zum fünften Mal gejährt. Viele Vertreter der rheinland-pfälzischen Landesregierung waren vor Ort und haben dem Ahrtal weiter die Unterstützung zugesagt. Heute war die schwarz-rote Regierung erstmals komplett im Ahrtal – der Ministerrat hat sich ein Bild der Lage gemacht. Fünf Jahre nach der Katastrophe erfindet sich das Ahrtal immer noch neu. Ein wichtiges Ziel: Es sollen wieder mehr Touristen in die Region gelockt werden. Zum Beispiel mit einer „Wein-Entdecker-Tour“, einem neuen Wanderangebot, bei dem die Besucher nicht nur die schöne Landschaft bewundern, sondern auch hier und da auf ein Gläschen Ahrtalwein einkehren können. Heute schauen sich Ministerpräsident Gordon Schnieder und sein Kabinett den neuen Wanderweg an – sehr zur Freude von Landrätin Cornelia Weigand. Denn der Besuch ist für sie auch eine Bestätigung, dass die Region weiterhin mit Unterstützung aus Mainz rechnen kann. Cornelia Weigand (parteilos), Landrätin Kreis Ahrweiler „Jetzt haben wir eine neue Landesregierung. Und wir merken, dass die Vernetzung und die Zusammenarbeit auch mit den neuen handelnden Akteuren oder mit den bekannten Akteuren in neuen Positionen sehr gut und sehr etabliert schon in den Themen sind und dass wir auch tatsächlich weiter im Fokus der Landesregierung stehen. Dafür sind wir sehr dankbar. Es ist ein deutliches Zeichen, dass wieder das komplette Kabinett, alle Staatsministerinnen und alle Staatsminister, aber auch weitere hochrangige Führungskräfte aus dem Land, die mit dem Aufbau befasst sind, hier vor Ort im gemeinsamen Austausch sind.“ Wir alle gemeinsam – das ist die Botschaft, die vom Besuch der Landesregierung im Ahrtal ausgehen soll. Bei einer gemeinsamen Sitzung tauschen sich Regional- und Landespolitik über die dringendsten Probleme vor Ort aus. Pascal Rowald (CDU), Bürgermeister Bad Neuenahr-Ahrweiler „Es ist schon viel bewegt worden. An dieser Stelle spreche ich persönlich auch immer ein Stück weit von Halbzeit. Wir haben schon viel geschafft – vor […]

  • Mysteriöse Unfälle - Trierer Crash-Profiler klären Verkehrsunfälle auf

    Mysteriöse Unfälle – Trierer Crash-Profiler klären Verkehrsunfälle auf

    In der Nähe von Trier stirbt ein Radfahrer bei einem Verkehrsunfall – er kollidiert mit einem abbiegenden Lastwagen auf einer Landstraße. Wie genau ist es dazu gekommen, und wer trägt die Schuld? Bei der Polizei Trier klärt das jetzt eine neue Spezialeinheit: die Crash-Profiler. Wenn dieses Team ausrückt, geht es immer um einen schweren Unfall – meist mit Todesfolge. Wie eine Mordkommission übernehmen sie dann die Ermittlungen: die Crash-Profiler der Polizei Trier. Marco Pientak, Verkehrsunfallaufnahmeteam Polizei Trier „Im Laufe der Jahre sind die Fahrzeuge immer digitaler, im Grunde zu einem fahrenden Computer geworden und das Auslesen und der Umgang mit diesen Daten wurde immer komplexer. Sodass der normale polizeiliche Einzeldienst bei einer normalen Unfallaufnahme das so gar nicht mehr hinbekommt.“ Deshalb gründete das Innenministerium vor einem Jahr das Verkehrsunfallaufnahmeteam. In Koblenz gibt es bereits eine ähnliche Spezialeinheit, in Mainz soll im Oktober die nächste folgen. Am Unfallort selbst beginnt die Spurensicherung aber ganz klassisch. „Das A und O, das tatsächlich als erstes bei uns zum Einsatz kommt, ist unsere sogenannte Sprühkreide.“ Damit markieren Pientak und sein Team alles, was am Unfallort relevant ist. Danach werden Fahrzeuge und Unfallort gescannt und zu einem 3D-Modell zusammengesetzt. Die eigentliche Detektivarbeit beginnt aber erst auf dem Revier: Riesige Datenmengen aus der Spurensicherung am Unfallort und der Blackbox des Autos werden analysiert, um den Unfallhergang zu rekonstruieren. Dazu nutzen Pientak und sein Team auch Methoden der Kriminalpolizei. Marco Pientak, Verkehrsunfallaufnahmeteam Polizei Trier „Aus der Kleidung kann man unglaublich viel ablesen, man muss tatsächlich dann sehr ins Detail reingehen. Wenn ich Kratzspuren auf der Lederkombi eines Motorradfahrers habe, kann ich beispielsweise daraus erkennen, wie er über die Fahrbahn gerutscht ist. Ich kann aber auch an den Fasern teilweise kleinste Lackpartikel finden und dann feststellen, wie ist die Person von dem Fahrzeug angefahren worden.“ Eine akribische Arbeit, […]

  • Mordprozess nach tödlichem Raserunfall

    Mordprozess nach tödlichem Raserunfall

    Ein Mann fährt mit bis zu 145 Kilometer pro Stunde durch die Darmstädter Innenstadt. Doch dann verliert er die Kontrolle über seinen Wagen und kollidiert mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn. Die drei Insassen kommen durch den Unfall ums Leben. Dem mutmaßlichen Unfallverursacher wird ab heute in Darmstadt der Prozess gemacht. Der 31.November vergangenen Jahres. Die Mühlheimer Straße in Offenbach gleicht einem Trümmerfeld. Mit hoher Geschwindigkeit war der schwarze VW in den Gegenverkehr geraten und mit immer noch über 100 Stundenkilometern mit diesem Audi zusammengestoßen. Dessen Insassen, zwei Frauen im Alter von 66 und 88 Jahren sowie ein neunjähriges Mädchen, erliegen ihren schweren Verletzungen. Damals am Steuer des VW: Edin D. Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt wirft dem 32-jährigen Serben unter anderem Mord vor. Philip Ries, Staatsanwalt „Weil wir wegen der immensen Geschwindigkeitsüberschreitung um das 2,9fache im innerörtlichen Bereich – also bei erlaubten 50 km/h reden wir hier von 145 km/h in der Spitze – von bedingtem Tötungsvorsatz mit Wahrscheinlichkeit ausgehen. Und die Mordmerkmale haben wir hier mit dem gemeingefährlichen Mittel und der Heimtücke.“ Bei illegalen Straßenrennen können Richter einen Fahrer wegen Mordes verurteilen, wenn er sich nicht nur darüber bewusst ist, dass sein Verhalten andere Menschen schädigen kann, sondern das sogar billigend in Kauf nimmt. Im Fall von Edin D. will die Staatsanwaltschaft genau das beweisen. Der Offenbacher, so der Staatsanwalt, habe die Straße „zu seiner privaten Rennstrecke gemacht.“ Carsten Praeg, Reporter „Ein Raunen geht durch die Zuschauerreihen, als das Video einer Überwachungskamera den Moment des Unfalls zeigt. Der mutmaßliche Verursacher kracht so hefting in den anderen Wagen, dass der sich im die eigene Achse dreht. Beide Fahrzeuge werden so starkt eingedrückt, dass man sich wundert, dass der Angeklagte mit vergleichsweise leichten Verletzungen davonkommt. Er blickt heute strikt geradeaus, vermeidet jeden Blickkontakt mit den Hinterbliebenen.“ Edin D. schweigt heute vor […]

  • Drei Tote bei schwerem Verkehrsunfall im Westerwald

    Drei Tote bei schwerem Verkehrsunfall im Westerwald

    Ein Frontalzusammenstoß fordert Menschenleben. Von dem Polo ist so gut wie nichts mehr übriggeblieben. Die Trümmer lassen erahnen: wer hier drinsaß, hat nicht überlebt. Zwei 19-jährige und ein 16-Jähriger verlieren vergangene Nacht ihr Leben. Gegen 20 vor 10 gestern Abend sind die drei auf der Landstraße zwischen Linkenbach und Dürrholz im Kreis Neuwied unterwegs. Dann kommt der Wagen rechts von der Fahrbahn ab. Der 19 Jahre alte Fahrer verliert die Kontrolle und gerät mit seinem Polo auf die Gegenfahrbahn – und kracht frontal in einen Ford Focus. Der Polo wird nach dem Zusammenprall auf die Wiese geschleudert. Alle drei Insassen werden so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle sterben. Auch den zweiten Wagen erwischt es heftig. Darin: zwei Erwachsene im Alter von 30 und 28 Jahren und ein siebenjähriges Kind. Sie werden schwer verletzt, die Rettungskräfte bringen sie in umliegende Krankenhäuser. Ein Gutachter soll nun klären, wie es zu dem Unfall kommen konnte, der so schlimme Folgen hatte.

  • Millionenschaden nach Brand in Lauterbacher Altstadt

    Millionenschaden nach Brand in Lauterbacher Altstadt

    Großalarm gestern Abend für die Feuerwehren der Region. In der historischen Altstadt von Lauterbach bricht in einem Restaurant ein Feuer aus, das schnell auf die umstehenden Häuser in der engen Bebauung übergreift. Ein schwieriger Einsatz für die Feuerwehr. Der Schaden geht wohl in die Millionen. Es brennt lichterloh gestern Abend in Lauterbach. Flammen schlagen aus mehreren historischen Fachwerkhäusern. Der Kampf gegen das Feuer verlangt den Rettungskräften alles ab. Weil schnell mehrere Dachstühle einbrechen, kann die Feuerwehr den Brand nur von außen bekämpfen. Jürgen Eifert, Stadtbrandinspektor Lauterbach „Die größte Herausforderung für uns war die topografische Lage hier. Der Marktplatz ist ungefähr 15 Meter höher als der obere Graben und das war jeweils Vorder- und Rückseite der Gebäude, dazwischen ist noch die Stadtmauer, das hat uns vor besondere Herausforderung gestellt, so dass wir so groß auch alarmieren mussten. Mittlerweile waren dann, in den Abendstunden, bis zu 300 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Rettungsdienst PSNV und verschiedenen Verwaltungseinheiten hier vor Ort.“ Über Stunden ringen die Retter mit dem Feuer, dass immer wieder aufflammt. Die Hitze setzt den Einsatzkräften zu, so dass sie immer wieder ausgetauscht werden müssen. Auch Bürgermeister und Landrat sind schnell vor Ort, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Jens Mischak (CDU, Landrat Vogelsbergkreis „Es ist eine enge Bebauung, es ist eine Bebauung, wo viel Holz eben auch verbaut ist. Es sind zum Teil auch wieder neuere Elemente mit drin und ich glaube, das macht es auch so schwierig für die Einsatzkräfte und auch für die die anwesende Bauberater abzuschätzen, an welchen Stellen droht jetzt sozusagen noch was zu brennen und wo droht was möglicherweise auch einzustürzen und deswegen ist es auch noch nach wie vor eine gefährliche Situation.“ Fünf Menschen erleiden eine Rauchgasvergiftung, darunter zwei Feuerwehrmänner. Rund 30 Bewohner, deren Häuser jetzt unbewohnbar sind, werden noch in […]

  • Großeinsatz bei Ackerbrand

    Großeinsatz bei Ackerbrand

    In Südeuropa kämpfen Einsatzkräfte seit Tagen gegen lodernde Flammen – und auch hier bei uns kommt es fast täglich zu Bränden, die die Feuerwehr bislang zum Glück schnell eindämmen konnte. Erst gestern Abend hat in Osthessen ein brennendes  landwirtschaftliches Gerät für einen Großeinsatz gesorgt. Die Flammen schlugen nämlich vom staubtrockenen Acker gefährlich auf den angrenzenden Wald über. Aufsteigende Rauchwolken über Großenlüder-Eichenau. Hier brennen Büsche und Bäume auf einem 300 Quadratmeter großen Stoppelacker. Rund 70 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei sind im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Um 17:13 Uhr schlägt die Leitstelle Fulda Alarm. Doch schon kurz nach dem Eintreffen der ersten Kräfte wird klar: Das Feuer ist deutlich größer als zunächst vermutet. Besonders die abgelegene Lage macht die Löscharbeiten schwierig. Wasser muss über mehrere Kilometer herangeschafft werden. Dabei erhalten die Einsatzkräfte Unterstützung aus der Landwirtschaft. Mehrere Landwirte rücken mit Wasser- und Güllefässern an und helfen dabei, zusätzliches Löschwasser zur Brandstelle zu liefern. Nach etwa einer Stunde gelingt es den Einsatzkräften, die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Besonders erleichternd: Das Feuer kann kurz vor einer kleinen Stallung mit Rebhühnern gestoppt werden. Die Tiere bleiben unverletzt.

  • Ballenpresse brennt - Feuerwehr-Großeinsatz bei Ebersburg

    Ballenpresse brennt – Feuerwehr-Großeinsatz bei Ebersburg

    Eine Ballenpresse fängt bei der Ernte Feuer. Schnell brennt das Feld und auch ein Waldstück gerät in Brand. 83 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen, auch Kräfte aus Bayern unterstützen die Löscharbeiten. Bevor sich die Feuerwehr um die Erntemaschine kümmert, versucht sie, den Waldbrand einzudämmen. Es gelingt ihr schließlich, eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Erst dann wird die Ballenpresse selbst gelöscht. Hohe Temperaturen, Rauch und Staub erschweren die Arbeit. David Hasenauer, stellvertretender Kreisbrandinspektor Landkreis Fulda „Das ist eine belastende Situation für die eingesetzten Kräfte. Der starke Wind hat Brandrauch und Staub von dem Ackerfeld aufgeweht. Die Einsatzkräfte mussten mit FFP2-Schutzmasken vorgehen, teilweise mit Atemschutz. Und natürlich durch die Temperaturen um die 30 Grad ist der kräftezehrende Einsatz, der verlangt alles den Einsatzkräften ab.“ Eine Feuerwehrfrau wird bei den Löscharbeiten verletzt. Nach mehreren Stunden ist das Feuer unter Kontrolle. Im Landkreis Fulda herrscht derzeit die zweithöchste Waldbrandstufe. Die anhaltende Trockenheit fordert die Feuerwehren im Kreis stark. Und die Situation dürfte sich noch verschärfen: Auch in den nächsten Tagen ist kein Regen in Sicht.

  • Gedenkveranstaltung für tote Studentin in Trier

    Gedenkveranstaltung für tote Studentin in Trier

    Mitarbeiter und Studenten der Universität Trier sind erschüttert: Nur wenige Tage nachdem der 22-jährige Student Marius Dick in der Nähe des Campus erstochen wurde, ist eine 29-jährige Studentin tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden – und wieder sieht es nach einem Verbrechen aus. Für sie fand heute an der Uni eine Gedenkveranstaltung statt. Trauer an der Universität Trier. Für die getötete 29-jährige Studentin liegen Kondolenzbücher aus, in denen jeder seine Anteilnahme ausdrücken kann. Eva Eckkrammer, Präsidentin Universität Trier „Heute gedenken wir gemeinsam unser getöteten Kommilitonin. Mit ihrem Tod haben ihre Familie, ihre Freundinnen und Freunde einen geliebten Menschen verloren.“ Erst vergangenen Mittwoch wird der Student Marius Dick von einem ihm Unbekannten auf offener Straße erstochen. Der mutmaßliche Täter, ein 22-jähriger Afghane, hat die Tat gestanden. Er befindet sich aktuell in einer geschlossenen Psychiatrie. Am Sonntag findet dann die Polizei die kurz zuvor von ihrer Mutter als vermisst gemeldete 29-jährige tot in ihrer Wohnung. Wegen ihrer Verletzungen vermutet die Polizei ein Gewaltverbrechen und bittet um Zeugenhinweise. Michael Notzon, Polizeipräsidium Trier „Also Hinweise von verdächtigen Personen irgendwo im Bereich der Nordallee zwischen ungefähr Freitagnachmittag und Sonntagmittag. Bekannte, Freunde die Hinweise können geben, vielleicht auch zum Bekanntenkreis Besonderheiten irgendwelche persönlichen Gesprächen, die in der Vergangenheit gelaufen sind wo vielleicht irgendjemand einen Hinweis hat, von denen wir noch gar nichts wisse,“ Simon Korn, Student Universität Trier „Man denkt sich schon irgendwie, hätte auch mich treffen können oder: Hört es jetzt auf geht es jetzt weiter? Was ist jetzt hier eigentlich los? Ist das eigentlich nur ein Traum oder wann hat das alles ein Ende?“ Lara Mühlhausen, Studentin in Trier „Es ist Sommer, man freut sich eigentlich auf die Semesterferien, aber dann erschüttern halt solche Ereignisse Trier und die Universitätsgemeinschaft und es löst einfach sehr viel Schock und sehr viel Unsicherheit aus.“ Beide Todesfälle haben nichts miteinander zu […]