Pfefferspray im ICE versprüht
Großeinsatz gestern Abend am Bahnhof in Fulda: In einem ICE-Zug klagen plötzlich rund 15 Menschen über Atembeschwerden. Rettungskräfte und Bundespolizei rücken an, der Zug muss stoppen. Zeitweise steht sogar ein sogenannter Massenanfall an Verletzten im Raum. Gegen 22.15 Uhr geht bei der Rettungsleitstelle der Alarm los. In einem ICE klagen mehrere Personen über Atembeschwerden und Augenreizungen. Der Zug legt einen Halt in Fulda ein. Wagen 7 wird sofort evakuiert. Für die medizinische Versorgung rücken mehrere Rettungswagen sowie ein Notarzt an. Eine Person muss wegen Augenreizungen vor Ort behandelt werden, unter anderem mit einer Augenspülung. Die Einsatzkräfte gehen an Bord, um die Ursache zu ermitteln. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei der reizenden Substanz um Pfefferspray handelt. Dieses soll sich im Rucksack eines Mitarbeiters eines privaten Sicherheitsdienstes befunden haben. Die Sprühdose ist wohl defekt, Reizgas entweicht und löst die Beschwerden bei den Reisenden aus. Abgesehen von den Augenreizungen wird kein Passagier ernsthaft verletzt. Die Bundespolizei ermittelt nun die genauen Umstände des Vorfalls. Das Mitführen von Pfefferspray ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, sofern es als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Nachdem der betroffene Wagen ausreichend gelüftet wurde, konnte der ICE seine Fahrt Richtung Nürnberg gegen 23 Uhr fortsetzen.


