Unglück

  • Pfefferspray im ICE versprüht

    Pfefferspray im ICE versprüht

    Großeinsatz gestern Abend am Bahnhof in Fulda: In einem ICE-Zug klagen plötzlich rund 15 Menschen über Atembeschwerden. Rettungskräfte und Bundespolizei rücken an, der Zug muss stoppen. Zeitweise steht sogar ein sogenannter Massenanfall an Verletzten im Raum. Gegen 22.15 Uhr geht bei der Rettungsleitstelle der Alarm los. In einem ICE klagen mehrere Personen über Atembeschwerden und Augenreizungen. Der Zug legt einen Halt in Fulda ein. Wagen 7 wird sofort evakuiert. Für die medizinische Versorgung rücken mehrere Rettungswagen sowie ein Notarzt an. Eine Person muss wegen Augenreizungen vor Ort behandelt werden, unter anderem mit einer Augenspülung. Die Einsatzkräfte gehen an Bord, um die Ursache zu ermitteln. Schnell stellt sich heraus, dass es sich bei der reizenden Substanz um Pfefferspray handelt. Dieses soll sich im Rucksack eines Mitarbeiters eines privaten Sicherheitsdienstes befunden haben. Die Sprühdose ist wohl defekt, Reizgas entweicht und löst die Beschwerden bei den Reisenden aus. Abgesehen von den Augenreizungen wird kein Passagier ernsthaft verletzt. Die Bundespolizei ermittelt nun die genauen Umstände des Vorfalls. Das Mitführen von Pfefferspray ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, sofern es als Tierabwehrspray gekennzeichnet ist. Nachdem der betroffene Wagen ausreichend gelüftet wurde, konnte der ICE seine Fahrt Richtung Nürnberg gegen 23 Uhr fortsetzen.

  • Kasseler Elisabethkirche bekommt neues Dach

    Kasseler Elisabethkirche bekommt neues Dach

    Vor knapp drei Jahren ist Kassel nur knapp einer Katastrophe entgangen. Am hellichten Tag stürzt mitten in der Innenstadt das Dach der Elisabethkirche in sich zusammen. Verletzt wird zum Glück niemand. Warum das Dach einstürzte, hat ein Gutachten mittlerweile geklärt. Die geklebte Dachkonstruktion hielt nicht mehr. Jetzt beginnen die Arbeiten für das neue Dach. Mit größter Präzision hebt der Kran das ein Tonnen schwere Bauteil an. Insgesamt 16 dieser Holzbalken bilden die neue Dachkonstruktion der Kasseler Elisabethkirche. Ein großer Moment für die Gemeinde. Und auch ein Neuanfang. Marcus Leitschuh, Pfarrei Sankt Elisabeth „Dieser Ort hat gefehlt, die Architektur hat gefehlt, diese Höhe der Kirche, diese Weite der Kirche. Diese Kirche mitten in der Innenstadt. Dass man danach ins Theater gehen konnte oder ins Kino. Also dieser Ort hat den Menschen gefehlt. Auch in der Ausprägung was hier war. Diese Öffnung in die Gesellschaft, die Mischung aus Liturgie und Kultur. Und es waren ja sehr unterschiedliche Gottesdienstformen auch in dieser Kirche möglich. Das fehlt den Leuten.“ Im November 2023 bricht das Dach der Kirche überraschend ein. Verletzt wird niemand. Doch der Schock sitzt tief. Die Planungen über die Zukunft der Kirche dauern lange. Jetzt endlich ist der Wiederaufbau im Endspurt. Dominik Dönicke, Bauleiter „Wir mussten natürlich zuerst das eingestürzte Dach bergen. Beim Einsturz selbst kam es zu Beschädigungen am Gebäude und die mussten behoben werden. Wir mussten Klarheit darüber haben was die Schadensursache war, damit wir bei einer zukünftigen Planung dieses Wissen eben einbringen können.“ Der Grund für den Einsturz des Daches konnte mittlerweile ermittelt werden. Der Kleber in der etwa 60 Jahre alten Dachkonstruktion hatte dem Gewicht nicht mehr standgehalten. Bei dem neuen Kirchendach soll das nicht mehr passieren. Das Bistum Fulda hat bisher eine Million Euro in die Arbeiten investiert. Laut Planung ist das Gebäude bis Ende des Jahres wieder […]

  • Tödlicher Unfall auf der A67

    Tödlicher Unfall auf der A67

    Viele Pendler im Rhein-Main-Gebiet mussten heute Morgen Geduld beweisen. Ein schwerer Unfall sorgte auf der A67 bei Rüsselsheim für erhebliche Verkehrs-Behinderungen. Ein LKW prallte gegen eine Schilderbrücke – dabei wurde die Ladung auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Es ist ein Bild der Zerstörung: Gegen 2:35 Uhr in der Nacht kommt der LKW auf der A67 zwischen dem Mönchhof-Dreieck und Rüsselsheim-Ost von der Fahrbahn ab und kracht frontal gegen den Pfeiler einer Schilderbrücke. Der 58- jährige Fahrer wird im Führerhaus eingeklemmt – er verstirbt noch an der Unfallstelle. Der Sattelzug hat Stahlrohre geladen. Durch die Wucht des Aufpralls rollen diese auch auf die Gegenfahrbahn. Ein Transporter kann einem der Rohre nicht mehr ausweichen. Die beiden Insassen bleiben zum Glück unverletzt. Warum der LKW von der Fahrbahn abgekommen ist, ist bisher noch nicht geklärt. Die Bergungsarbeiten dauern auch am Nachmittag noch an. Die A67 ist in beide Richtungen gesperrt. Für Autofahrer heißt es, geduldig sein. Mittlerweile wurde die Gegenspur wieder für den Verkehr freigegeben. Die Bergungsarbeiten auf der anderen Spur laufen hingegen immer noch. Der Gesamtschaden wird auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.

  • Katastrophenübung in Stadtallendorf

    Katastrophenübung in Stadtallendorf

    Es ist ein Szenario, das hoffentlich nie Realität wird: Zwei Militärhubschrauber kollidieren, zahlreiche Menschen werden verletzt. Für die Einsatzkräfte beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Genau für solche Extremlagen haben rund 350 Kräfte in Stadtallendorf im Rahmen der Übung „Starke Sicherung“ den Ernstfall geprobt – gemeinsam mit der Bundeswehr und den Reservisten. Feuer, Rauch und Chaos. Zwei Militärhubschrauber sind über dem Gelände der Herrenwaldkaserne in Stadtallendorf kollidiert und abgestürzt. Jetzt heißt es schnell reagieren, denn das Leben von 150 Menschen steht auf dem Spiel. Einen der Verwundeten spielt Till. Der Rechtsanwalt ist seit fast einem Jahr als Reservist im Heimatschutz tätig. Till, Hauptgefreiter Heimatschutzregiment 5 „Für mich war der Triggerpunkt der Überfall Russlands auf die Ukraine und ich hab mich dann entschieden was zu tun. Die Kameradschaft ist sehr sehr gut, sehr ausgeprägt, sehr positiv und das ist auch was mich wirklich fasziniert an dieser Tätigkeit und eben ja einen Beitrag zu leisten, dass wir als Land verteidigungsfähig sind.“ Jeder Reservist übernimmt eine bestimmte Rolle innerhalb des Szenarios. Einige stellen sich den Einsatzkräften entgegen, andere sind traumatisiert und desorientiert. Die Übung soll vor allem die Zusammenarbeit zwischen Stadt, Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst mit der Bundeswehr in einer komplexen Gefahrenlage stärken. Ulrich Ott, Brigadegeneral „Sie müssen wissen, wenn wir mal irgendwann als Soldaten ausrücken, irgendwohin, dann ist diese Kaserne leer, die muss geschützt werden. Es ist militärische kritische Infrastruktur würd ich sagen. Und deshalb brauchen wir die Heimatschützer und die machen wirklich einen tollen Job hier.“ Die Übung „Starke Sicherung“ findet jährlich statt. Sowohl auf die interne als auch auf die externe Kommunikation wird hier besonderes Augenmerk gelegt. Ulrich Ott, Brigadegeneral „Wir haben dann auch mal Kräfte von außerhalb, die versuchen in die Kaserne einzudringen, wir haben dann mal Innentäter, dass wir die finden und jetzt haben wir halt eben diese MASCAL-Lage, ‚Mass […]

  • Radfahrerin nachts auf Autobahn mehrfach überrollt

    Radfahrerin nachts auf Autobahn mehrfach überrollt

    Ein tragischer Morgen auf der A66: Zwischen Wiesbaden und Frankfurt ist eine Frau bei einem schweren Unfall ums Leben gekommen. Besonders erschütternd: Sie war offenbar mit ihrem Fahrrad auf die Autobahn geraten. Wie es dazu kommen konnte und was bislang über den Unfall bekannt ist, wird derzeit ermittelt. Kilometerlanger Stau heute Nacht auf der A66 bei Hofheim am Taunus. Der Fahrer dieses Wagens erfasst gegen halb ein Uhr morgens eine Fahrradfahrerin, die offenbar auf der linken Spur fährt. Die Frau und ihr Fahrrad werden anschließend noch von mindestens 13 weiteren Fahrzeugen überrollt. Die Radfahrerin verstirbt noch an der Unfallstelle. Warum die 39-Jährige mit dem Fahrrad auf der Autobahn unterwegs war, ist bislang unbekannt. Die Polizei sperrt die A66 insgesamt neun Stunden lang für Aufräumarbeiten und Beweissicherung. Ein Gutachter soll jetzt ermitteln, wie es zu dem Unfall gekommen ist. Mit dem Ergebnis des Berichts rechnet die Polizei in der kommenden Woche.

  • Großbrand im Feuerwehrgerätehaus

    Großbrand im Feuerwehrgerätehaus

    Ausgerechnet dort, wo sonst die Feuerwehr ausrückt, um Brände zu löschen, kämpfen Einsatzkräfte diesmal selbst gegen die Flammen. In Offenbach an der Queich – bei Landau – wird das Feuerwehrgerätehaus in der Nacht zum Einsatzort. Der Schaden: mehrere Millionen Euro. Gegen 1 Uhr morgens brennt die Fahrzeughalle des Feuerwehrgerätehauses in Offenbach an der Queich lichterloh. Mehrere Feuerwehrleute aus Offenbach waren als erste vor Ort. Als weitere Einsatzkräfte eintreffen, geht es zunächst vor allem darum, ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Bereiche zu verhindern. Jens Thile, Brand- und Katastrophenschutzinspekteur „Wir sind hier mit über 100 Einsatzkräften im Einsatz. Die Fahrzeughalle stand beim ersten Eintreffen der Einsatzkräfte leider in Vollbrand. Der Schaden geht mit Sicherheit in einen sieben stelligen Bereich, näheres können wir momentan noch nicht sagen.“ Der Brand zerstört laut Feuerwehr insgesamt sieben Einsatzfahrzeuge, vier weitere können gerettet werden. Allein der Verlust der Fahrzeuge beläuft sich nach Feuerwehrangaben bei 5 Millionen Euro. Gegen 5 Uhr morgens ist der Brand schließlich gelöscht. Nach ersten Erkenntnissen wird bei dem Feuer niemand verletzt. Die Kriminalpolizei ermittelt aktuell zur Brandursache.

  • Militärflugzeug in Spangdahlem abgestürzt

    Militärflugzeug in Spangdahlem abgestürzt

    Wir starten aber mit folgender Meldung in die heutige Sendung: Im Bereich des US-Luftwaffen-Stützpunktes Spangdahlem in Rheinland-Pfalz ist offenbar ein Militär-Kampf-Flugzeug abgestürzt. Das hat ein Sprecher vor einer halben Stunden bestätigt. Bei dem Absturz ist ein Mensch verletzt worden. Augenzeugen berichten, das Flugzeug sei auf oder nahe der Startbahn abgestürzt. Inzwischen hat sich auch die US-Luftwaffe zu dem Vorfall geäußert: Der Pilot des F16-Kampfjets habe sich mit dem Schleudersitz retten können. Er werde medizinisch behandelt. An der US-Airbase in Spangdahlem ist eine Staffel von F-16-Kampfjets stationiert. Seit Monaten starten und landen dort außerdem zahlreiche Transport-Flugzeuge. Zahlreiche Kräfte des Brand- und Katastrophenschutzes seien im Einsatz gewesen. An dem Standort sind rund 5000 zivile und militärische Mitarbeiter beschäftigt. 

  • Lkw stürzt Böschung hinab

    Lkw stürzt Böschung hinab

    Ein schwerer Verkehrsunfall hat gestern Abend einem Mann das Leben gekostet. Auf der A45 in der Wetterau bei Altenstadt hat der LKW-Fahrer aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und ist anschließend von der Fahrbahn abgekommen.   Die Bilder zeigen, welche Kräfte bei diesem Unfall gewirkt haben müssen. Die Leitplanken auf der A45 Richtung Hanau – für den 40 Tonnen schweren LKW kein Hindernis, als der 38-jährige Fahrer gestern plötzlich mit seinem Fahrzeug rechts von der Spur abkommt. Der mit Zementsäcken beladene Sattelzug stürzt die Böschung hinunter. Zugmaschine und Auflieger überschlagen sich und bleiben kopfüber im abschüssigen Gelände liegen. In dieser Position gelingt es den Rettungskräften zunächst nicht zum Fahrer vorzudringen. Die Feuerwehr kann das Wrack nur leicht anzuheben. Erst mit der Hilfe eines zusätzlich angeforderten Autokrans kann der Fahrer erreicht und geborgen werden. Laut Polizei sind da bereits zwei Stunden seit der Meldung des Unfalls vergangen. Für den 38-Jährigen kommt die Hilfe zu spät. Der Notarzt kann nur noch den Tod des Mannes feststellen. Wie es zu dem Unfall genau gekommen ist, ist bislang unklar. Ein Gutachter soll nun gemeinsam mit der Polizei den Unfallhergang rekonstruieren. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Der entstandene Sachschaden wird laut Polizei auf rund 250.000 Euro geschätzt.

  • Urteil zu E-Scooter-Unfall in Frankfurt mit zwei Toten

    Urteil zu E-Scooter-Unfall in Frankfurt mit zwei Toten

    Im Juli vergangenen Jahres endet eine nächtliche Fahrt auf der Mainzer Landstraße in Frankfurt in einer Katastrophe: Ein Auto gerät auf die Fahrradspur und erfasst mehrere E-Scooter-Fahrer. Zwei junge Männer sterben noch in derselben Nacht, ein weiterer wird schwer verletzt. Heute fällt am Frankfurter Landgericht das Urteil gegen einen 24-Jährigen aus Bad Kreuznach. Es ist eine Nacht, die für drei Familien alles verändert. Im Juli vergangenen Jahres fährt ein junger Mann mit überhöhter Geschwindigkeit durch die Frankfurter Innenstadt. Auf der Mainzer Landstraße gerät sein Auto auf einen Fahrradweg und erfasst mehrere E-Scooter-Fahrer. Zwei 23-jährige Zwillingsbrüder sterben noch in derselben Nacht. Ein weiterer 27-jähriger Mann wird lebensgefährlich verletzt und verliert später ein Bein. Doch der Fahrer hält nicht an. Er fährt fast vier Kilometer weiter, stellt sein Auto ab und kehrt erst rund zwei Stunden später zurück, um sich der Polizei zu stellen. Am Steuer: der damals 23-jährige Mohammad S. Vor der Todesfahrt soll der staatenlose gebürtige Syrer Lachgas konsumiert haben. Das Landgericht Frankfurt verurteilt ihn heute zu 3 Jahren Haft. Im Fall der Zwillinge wegen fahrlässiger Tötung und im Fall des schwer verletzten Mannes wegen versuchten Mordes durch Unterlassen, weil er nach dem Unfall weitergefahren ist, anstatt Hilfe zu leisten. Tabea Laier, Reporterin in Frankfurt „Das Urteil fällt so milde aus, weil das Gericht davon überzeugt ist, dass entscheidend für den Unfall nicht der Drogenkonsum war, dafür war er zu lange her, sondern lediglich ein Fahrfehler. Ein emotionaler Prozess ist heute zu Ende gegangen, bei dem zum ersten Mal das dritte, noch lebende Unfallopfer gesprochen hat. Im Rollstuhl wird er in den Raum geschoben, fängt immer wieder an zu weinen und ist kaum in der Lage zu sprechen. Den Angeklagten möchte er nicht sehen. Noch heute leide er stark unter Schmerzen seines amputierten Beines und seiner Kopfverletzung. Noch schlimmer sei aber der Schmerz über die toten […]

  • Symbolischer Treppenlauf im Betzenbergstadion zum 11. September

    Symbolischer Treppenlauf im Betzenbergstadion zum 11. September

    Der Terroranschlag auf das World Trade Center in New York ist heute 25 Jahre her. Fast 3.000 Menschen – darunter auch viele Einsatzkräfte der Feuerwehr – verloren ihr Leben. Um all diesen Opfern zu gedenken und sie zu ehren, sind heute in den gesamten Vereinigten Staaten Feuerwehrleute zum symbolischen Treppenläufen angetreten. Und auch hierzulande wurde gelaufen. So zum Beispiel auf dem Betzenberg in Kaiserslautern. Mit jeder Stufe einen Schritt näher. An den insgesamt 2.071 Stufen, die die Einsatzkräfte heute vor 25 Jahren für die 110 Stockwerke des World Trade Centers bewältigen mussten, um Menschen aus den Twin Towers zu retten, in die zwei der insgesamt vier entführten Passagierflugzeuge gesteuert wurden. Genau diese Distanz laufen heute auch Feuerwehrleute, Soldaten und Militärpolizisten der Air Base Ramstein und der Kaserne in Sembach. Jesus Fransisco Licon, Feuerwehrmann Ramstein Air Base „Ich habe einfach all diese Tapferkeit gesehen. All diesen Mut, der an diesem Tag aufgebracht wurde. Nicht nur von Feuerwehrleuten, Polizisten und Ersthelfern. Auch Zivilisten, die mitgeholfen haben, als sie so dringend gebraucht wurden. Man sagt uns in der Ausbildung: Ihr seid da, um Menschen am schlimmsten Tag ihres Lebens zu helfen. Es geht um absolute Hingabe und ich sehe hier hunderte Menschen, die denjenigen die Ehre erweisen, die ihr Leben dafür gegeben haben, um anderen Menschen in dieser großen Not zu retten.“ Der Weg ist das Ziel. Heißt: Es geht 30 mal diese rund 70 Stufen im Fritz-Walter-Stadion des 1.FC Kaiserslautern hinauf und nur die Stufen nach oben werden gezählt. Auch deutsche Feuerwehrleute beteiligen sich heute am Lauf. Christian Schuff, Feuerwehr Ramstein Air Base „Der Zusammenhalt ist eigentlich sehr groß. Gerade hier auch in der Region zwischen Amerikanern und Deutschen. Wir arbeiten auch, sind gemischt auf der Wache. Deutsche, amerikanische Kollegen und dadurch sind auch schon sehr viele Freundschaften entstanden.“ Anerkennung, die auf […]

  • Urteil wegen Raserfahrt mit drei Toten

    Urteil wegen Raserfahrt mit drei Toten

    Ein Mann fährt mit 145 Kilometern pro Stunde durch die Offenbacher Innenstadt. Doch dann verliert er die Kontrolle über seinen Wagen und stößt mit einem Auto auf der Gegenfahrbahn zusammen. Die drei Insassinnen kommen ums Leben. Heute ist in Darmstadt das Urteil gegen den mutmaßlichen Unfallverursacher gefallen. Der 31.November vergangenen Jahres. Die Mühlheimer Straße in Offenbach gleicht einem Trümmerfeld. Mit hoher Geschwindigkeit war der schwarze VW in den Gegenverkehr geraten und mit immer noch über 100 Stundenkilometern mit diesem Audi zusammengestoßen. Dessen Insassinnen, zwei Frauen im Alter von 66 und 88 Jahren sowie ein neunjähriges Mädchen, erliegen ihren schweren Verletzungen. Damals am Steuer des VW: Edin D. Gegen den 32-jährigen Serben ergeht heute das Urteil: sieben Jahre Haft wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs. Die Staatsanwaltschaft hatte zuvor eine Verurteilung wegen Mordes gefordert, weil sie sagt, der Angeklagte habe mit seinem Verhalten den Tod anderer billigend in Kauf genommen. Carolin Abahuni, Staatsanwaltschaft Darmstadt „Die Straße war gut befahren. Die Sichtverhältnisse für den Angeklagten waren nicht einsehbar, nicht überschaubar. Es hätte jeden Moment ein Fußgänger oder ein Auto aus den Seitenstraßen herauskommen können und da hätte es zu einer Kollision kommen können.“ Die Richter betonen in ihrer Urteilsbegründung, einen Vorsatz habe man nicht feststellen können. Außerdem hätte der Angeklagte noch versucht, mit einem Ausweichmanöver die Kollision zu verhindern. Damit folgt das Gericht in weiten Teilen dem Plädoyer des Verteidigers. Christian Heinemann, Verteidiger von Edin. D. „Im ersten Moment ist man natürlich zufrieden. Man ist den Mord los, so muss man es ganz platt sagen. Mord war angeklagt, man wird nicht verurteilt wegen Mord. Klar, das Ergebnis an der Stelle stimmt. Es ist die Frage: kann man mit den sieben Jahren leben, ist das in Ordnung oder eben nicht in Ordnung? Muss man es dem BGH vorlegen? Überprüfen lassen?“ […]

  • Flugzeugabsturz in Viernheim

    Flugzeugabsturz in Viernheim

    Was als ausgelassenes Fest begann, endete gestern am späten Nachmittag in einer Tragödie. Im südhessischen Viernheim sind beim Absturz eines Kleinflugzeugs zwei Männer gestorben. Das Unglück ereignete sich am Rande eines Sommerfestes auf einem Flugplatz im nahegelegenen Weinheim. Zwei weitere Insassen wurden schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Nach dem Absturz ist nicht mehr viel übrig von der Propellermaschine. Ein 67 Jahre alter Mann, der mutmaßliche Pilot, sowie ein 76-jähriger Passagier sterben bei dem Unglück. Ebenfalls an Bord waren eine 40-jährige Frau und ein dreijähriges Kind, die mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die beiden schweben nach Angaben der Staatsanwaltschaft Darmstadt nicht in Lebensgefahr. Außer dem Piloten seien die drei Menschen im Flugzeug verwandt gewesen. Aus bislang ungeklärter Ursache stürzte die Maschine im Anflug auf einen Flugplatz im baden-württembergischen Weinheim ab. Dort fand das Sommerfest des örtlichen Luftsportvereins statt, das sofort abgebrochen wurde. Zahlreiche Einsatzkräfte sowie 17 Seelsorger waren vor Ort. Die Kriminalpolizei und die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung haben die Ermittlungen aufgenommen. Bis die ersten Ergebnisse vorliegen, könnten jedoch Monate vergehen.

  • Pkw gerät unter Sattelzug

    Pkw gerät unter Sattelzug

    Horrorcrash auf der A7 bei Fulda. Ein PKW fährt unter das Heck eines Lastwagens und wird mitgeschleift. Angesichts der Bilder grenzt es nahezu an ein Wunder, dass der Fahrer des Autos so glimpflich davongekommen ist. Mit nur leichten Verletzungen kommt der Fahrer des PKW heute Morgen ins Krankenhaus. Sein Auto dagegen: ein Wrack. Kurz vor dem Autobahndreieck Fulda auf der A 7 in Richtung Würzburg fährt ein Autofahrer gegen 6.30 Uhr unter das Heck eines vorausfahrenden Sattelzugs. Der Wagen wird unter dem Auflieger eingeklemmt und vom LKW noch über 100 Meter mitgezogen. Der LKW Fahrer bekommt vom Unfall zunächst gar nichts mit, wird dann aber von anderen Verkehrsteilnehmern darauf aufmerksam gemacht und hält auf dem Pannenstreifen an. Die Feuerwehr kann den Autofahrer nur mit schwerem Gerät befreien. Matthias König, Wehrführer Feuerwehr Petersberg Mitte „Es war eine schwierige Rettung aufgrund der Tatsache, dass das Fahrzeug an sich, der PKW, einen sogenannten Überrollkäfig hatte. Aber mit modernen Techniken konnten wir die Lage im Fahrzeug und im Käfig soweit eruieren und die richtigen Maßnahmen einleiten.“ Mit einem hydraulischen Rettungsgerät kann die Feuerwehr den Fahrer schließlich aus seinem Auto befreien, der die ganze Zeit über ansprechbar ist. Schließlich kann er sogar auf eigenen Beinen zum Rettungswagen gehen. Der Fahrer des LKW bleibt unverletzt. Wegen der Rettungsarbeiten musste die Autobahn in Richtung Süden zeitweise voll gesperrt werden. Zur Unfallursache wird ermittelt.

  • Bilanz zum Brandsommer - Im Gespräch mit Kreisbrandinspektor Christian Rossel

    Bilanz zum Brandsommer – Im Gespräch mit Kreisbrandinspektor Christian Rossel

    Mindestens 160 Waldbrände gab es in Hessen bereits in diesem Jahr. Viele davon lagen in den letzten vierzehn Tagen, in denen die Trockenheit und Hitze ihren Höhepunkt erreicht haben. Die Feuerwehren waren fast im Dauereinsatz – die Helfer mussten bei Temperaturen von 35 Grad und mehr oft an ihre Grenzen gehen. Eva Dieterle, Moderatorin: Jetzt wo es wieder etwas Regen gibt, und die meisten Feuer gelöscht sind, wollen wir die Gelegenheit nutzen und eine erste Bilanz dieses außergewöhnlichen Sommers ziehen. Und das mache ich jetzt mit dem Kreisbrand-Inspektor des Rheingau-Taunus-Kreises Christian Rossel. Christian Rossel, Kreisbrandinspektor Rheingau-Taunus-Kreis Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Herr Rossel wie fällt denn ihre Bilanz dieses Brand-Sommers aus? Rossel: Ja, wir haben aufregende Tage und jetzt auch fast schon Wochen hinter uns. Ich will das auch vielleicht kurz in Zahlen fassen. Zum Thema Wald und Vegetationsbrand sind bei uns im Rheingau-Taunus-Kreis im letzten Jahr, also 2025, 33 Mal die Feuerwehren alarmiert worden. Und in diesem Jahr sind wir bereits jetzt schon, obwohl das Jahr danach noch läuft, bei 140 Alarmierungen und davon allein in den letzten 14 Tagen 63. Also Sie sehen, das war ein deutlich anspruchsvolleres Jahr für uns in diesem Bereich und auch die letzten Tage und Wochen haben uns hier deutlich gefordert. Dieterle: Hatten Sie denn das Gefühl, dass die Feuerwehren im Kreis gut genug ausgerüstet sind, für Waldbrände in dieser Häufigkeit? Man muss ja davon ausgehen, dass die Intensität auch in den nächsten Jahren hoch bleibt. Rossel: Wir haben uns schon vor fast fünf Jahren bei diesem Thema auf den Weg gemacht, Planungen aufgestellt, die Ausbildung daran ausgerichtet und auch Material beschafft, weil wir wussten, es wird mehr in diesem Bereich werden, was die Feuerwehren und die Einsatzkräfte fordern wird. Allerdings haben uns die Einsätze von diesem Jahr gezeigt, dass die Planungen nicht […]

  • Heftige Unwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz - Tornado deckt Häuser ab

    Heftige Unwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz – Tornado deckt Häuser ab

    Das war eine ganz schön heftige Nacht in Rheinland-Pfalz und Hessen. Bäume wurden entwurzelt, Straßen und Bahnstrecken zeitweise lahmgelegt, ganze Dächer von Häusern gerissen. Im rheinland-pfälzischen Waldorf bei Bad Breisig wurde eine Spaziergängerin von einem Baum erschlagen, eine weitere schwer verletzt. In Hessen zog ein Tornado durch Solms und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Ein beeindruckendes Naturschauspiel mit zerstörerischer Kraft. Das Unwetter, das mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h über den Norden von Rheinland-Pfalz hinwegfegt, hat vielerorts schwere Schäden hinterlassen. Besonders heftig trifft es den Westerwaldkreis. Im 10.000-Einwohner-Ort Höhr-Grenzhausen wird die Fassade eines Mehrfamilienhauses abgerissen. Wie durch ein Wunder wird niemand verletzt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz, die Aufräumarbeiten dauern an. Auch in Hessen hinterlässt das Unwetter schwere Schäden . Im mittelhessischen Solms zieht ein Tornado durch die Stadt, reisst Ziegel von den Dächern und wirbelt Äste durch die Luft. „Scheiße, scheiße, scheiße! Was machen wir denn jetzt, Niklas?“ Heute, am Tag danach, zeigt sich das ganze Ausmaß der Verwüstung. Eine Großschadenslage, so die Bürgermeisterin. „Ich bin heilfroh und das muss über allem stehen, dass hier niemand verletzt worden ist und dass keine Person zu Schaden gekommen ist, weil der Sachschaden, der ist immens.“ Eine, die gerade noch mit einem Schrecken davongekommen ist, ist Christa Gottschlich. Vom ihrem Balkon aus beobachtet sie, wie sich das Unwetter zusammenbraut. Gerade noch rechtzeitig geht sie zurück ins Wohnzimmer. Christa Gottschlich „Bin ich reingegangen, hab gedacht, ich muss noch eine Kleinigkeit essen und noch meine Tabletten nehmen. Dann denke ich ‚Was war das denn jetzt hier?‘. Dann bin ich ins Bad, hab das Fenster aufgemacht und dann lag mein ganzes Dach da. Da lag mein ganzes Dach auf der Gass. Ich war verzweifelt, bin da rumgerannt, aber wusste ja gar nicht, was da überhaupt Sache war.“ Innerhalb weniger Minuten entlädt sich die Gewalt des Tornados. Baglan […]