Unglück

  • Schwerer Unfall auf der A 1

    Schwerer Unfall auf der A 1

    Glück im Unglück hat ein Autofahrer heute auf der A1 zwischen Wittlich und Trier: Nachdem er offenbar aus Unachtsamkeit in einen vor ihn fahrenden LKW kracht, gehen beide Fahrzeuge in Flammen auf. Ernsthaft verletzt wird bei dem Unfall aber niemand.   Auf den ersten Blick wirkt das ausgebrannte Auto-Wrack nicht so, als ob hier jemand lebend rausgekommen ist: Und doch wird der Fahrer bei dem Unfall nur leicht verletzt. Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei muss ein Kleinlaster an der Einfahrt in eine Baustelle verkehrsbedingt abbremsen. Das bemerkt der Fahrer dieses Wagens offenbar zu spät und kracht mit hoher Geschwindigkeit in das Heck des Lasters. Durch den heftigen Aufprall wird der LKW auf zwei vor ihm stehende PKW geschoben. Sowohl das Fahrzeug des Unfallverursachers als auch der Kleinlaster geraten bei dem Unfall in Brand. Alle Beteiligten können sich aber rechtzeitig aus ihren Fahrzeugen retten. Insgesamt werden bei den Unfall drei Menschen leicht verletzt. Sie werden in umliegenden Krankenhäusern versorgt. Während der Lösch- und Aufräumarbeiten bleibt die A1 in Richtung Trier stundenlang gesperrt. Es bildet sich ein kilometerlanger Stau. Wie genau es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Ein Sachverständiger hat die Untersuchung übernommen.    

  • Weltkriegsbombe am Niederwalddenkmal

    Weltkriegsbombe am Niederwalddenkmal

    Gestern wurde am Niederwald-Denkmal bei Rüdesheim eine amerikanische Fliegerbombe entdeckt. Da sie der Kampfmittelräumdienst nicht entschärfen konnte, musste sie heute gesprengt werden. Es ist eine Explosion, die man gegenüber in Bingen nicht übersehen konnte. Der Kampfmittelräumdienst sprengt die 125 Kilogramm schwere Bombe sicher und kontrolliert. Von ihr ist später nur noch ein großer Krater sichtbar. Die Einsatzkräfte sind zufrieden. Michael Ehresmann, Kreisbrandmeister Rheingau-Taunus-Kreis „Kurz nach 14 Uhr, 14:14 Uhr, konnte die Bombe vom Kampfmittelräumdienst erfolgreich gesprengt werden und auch die Schäden in der Umgebung haben sich im sehr engen Radius gehalten, so wie es geplant war.“ Um die Sicherheit zu gewährleisten, haben Einsatzkräfte ab 13 Uhr eine Sperrzone in einem Radius von 1.000 Metern um den Blindgänger eingerichtet. Bis über den Rhein nach Bingen. So mussten für mehrere Stunden die Bundesstraße 42, die Rheinschifffahrt und die rechtsrheinische Bahnstrecke gesperrt werden. Für die Einsatzkräfte eine Herausforderung. Aber mit Bomben haben sie hier im Niederwald viel Erfahrung. Bereits vergangenes Jahr mussten sechs Blindgänger entschärft werden. Sandro Zehner (CDU), Landrat Rheingau-Taunus-Kreis „Ja, das waren sozusagen Vor- und Nach-Bomben auf den Bahnhof Bingen, beziehungsweise Rüdesheim und viele der Alliierten Bomber haben auch auf dem Rückflug nochmal, um Ballast loszuwerden, Restbestände abgeworfen. Das ist viel hier im Wald passiert. Der Boden ist sandig. Das führte dazu, dass einige dieser Bomben, so wie die heutige, nicht explodiert sind, sondern in zwei Metern Tiefe liegen.“ Da der Kampfmittelräumdienst einen Zünder der Bombe nicht entschärfen konnte, muss sie gesprengt werden. Mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen. Michael Ehresmann, Kreisbrandmeister Rheingau-Taunus-Kreis „Um die Detonationskraft zu reduzieren, wurden 20 Tonnen Sand und nochmal 20.000 Liter Wasser in einer Wasserblase auf die Bombe gelegt, um eben die Sprengkraft zu reduzieren oder zu absorbieren, damit sich die Schäden möglichst in Grenzen halten.“ Kurz vor der Sprengung sucht die Feuerwehr die Sperrzone noch mit einem Hubschrauber […]

  • Mutter und Kinder aus brennendem Haus gerettet

    Mutter und Kinder aus brennendem Haus gerettet

    Glück im Unglück für die Bewohner eines Hauses im südhessischen Groß-Gerau. Eine Wohnung ist voll ausgebrannt, das Haus unbewohnbar. Die Bewohner konnten aber alle von der Feuerwehr gerettet werden. 01.30 Uhr heute Morgen im südhessischen Büttelborn. Im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses steht eine Wohnung voll in Flammen, ebenso der Balkon. Das Feuer droht sich auszuweiten. Und es sind noch Menschen in den Wohnungen. Markus Herdt, Gemeindebrandinspektor Büttelborn „Die Bewohner aus der Dachgeschosswohnung konnten mittels Fluchthauben durchs Treppenhaus gerettet werden. Weitere Bewohner konnten ebenfalls das Haus durchs Treppenhaus verlassen.“ Eine Mutter mit ihren elf und 14 Jahre alten Kindern wird von den Einsatzkräften über eine Drehleiter aus dem Dachgeschoss gerettet. Schwer verletzt wird niemand. Sechs Bewohner werden vor Ort vom Rettungsdienst wegen leichten Rauchgasvergiftungen behandelt, müssen aber nicht ins Krankenhaus. Erleichterung auch bei der Einsatzleitung. Markus Herdt, Gemeindebrandinspektor Büttelborn „Wir hatten am Anfang recht dramatische Situationen, wo wir auch schon angefangen hatten, einen Sprungretter aufzubauen und gegebenfalls schnell übers Dach zu evakuieren.“ Über 70 Einsatzkräfte sind am Morgen im Einsatz. Unterstützt wird die Feuerwehr in Büttelborn dabei von den Kollegen aus Klein-Gerau, Worfelden und Groß-Gerau. Sie können den Brand vollständig löschen. Das Mehrfamilienhaus ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Menschen kommen vorerst bei Verwandten unter. Auf welche Summe sich der entstandene Sachschaden beläuft, ist noch unklar. Auch zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Aktuell laufen die Ermittlungen.

  • Gutachten zum Einsturz von Kirchendach in Kassel

    Gutachten zum Einsturz von Kirchendach in Kassel

    So sah es aus, am 6. November vergangenen Jahres, als das Dach der Kasseler Elisabethkirche plötzlich am Boden lag. Von einem Tag auf den anderen eingestürzt. Wie durch ein Wunder wird niemand verletzt. Noch immer ist die Kirche eine Baustelle aber langsam richtet sich der Blick nach vorne. Gestern haben die Verantwortlichen ein mit Spannung erwartetes Gutachten präsentiert, das erklärt, wie es zum Einsturz gekommen ist. Ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren habe laut Gutachten zu dem Dacheinsturz geführt. Einer sei für die Ingenieure aber zentral. Lars Eisenhut, Gutachter Ingenieurbüro HAZ „Der Hauptgrund für den Einsturz ist eine schlechte Klebeverbindung im First der Holzträger in der Elisabethkirche. Und maßgebend dafür sind zu dicke Klebefugen in dieser Keilzinkenverbindung / Es ist nicht davon auszugehen, dass dieser Schaden in einem kurzen Zeitraum entstanden ist, sondern über die Standzeit des Gebäudes hinweg.“ Nach und nach, wie ein Reißverschluss seien die Träger so letztlich bis zum Kollaps geschädigt worden. Hinzu kamen witterungs- und konstruktionsbedingte Zusatz-Spannungen. Auch ein nachträglicher Dachaufbau habe zu einer Lasterhöhung geführt. Heute würde man nicht mehr auf diese Art bauen, sagen die Gutachter, die auch mit einem heute 90-jährigen, damals beteiligten Bauarbeiter sprechen konnten. Der berichtet von der Materialknappheit der 50er Jahre und dass man sich schon damals der Risikobauweise bewusst gewesen sei. Eine Chance den Einsturz vorherzusehen, gab es laut Gutachten aber trotzdem nicht. Martin Matl, Diözesanbaumeister Bistum Fulda „Wir konnten ja auch Bildmaterial auswerten. Unmittelbar vor dem Einsturz gab es eine große Durchbiegung im Dach. In den Bestandsfotos einige Jahre vorher gab‘s diese nicht. Das bedeutet, wir hatten keine Anzeichen darauf, dass das passieren könnte.“ Damit es nicht wieder passiert, prüft das Bistum nun seinen Baubestand. Bei 31 Gebäuden habe man Überprüfungsbedarf festgestellt, 2 wurden zwischenzeitlich gesperrt. Welche genau, wurde nicht gesagt. Mit anderen Bistümern und Landeskirchen sei man im […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Schnieder soll CDU-Chef werden — Mini-Supermärkte dürfen sonntags öffnen — Schweinepest erreicht Rheinland-Pfalz Schnieder soll CDU-Chef werden Der Vorstand der rheinland-pfälzischen CDU hat sich für Gordon Schnieder als neuen Landesvorsitzenden ausgesprochen. Damit folgt das Gremium dem Vorschlag des bisherigen Chefs Christian Baldauf. Der 49-jährige Eifeler soll auf einem Parteitag Mitte September in Frankenthal gewählt werden. Dann wird auch über den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026 entschieden. Auch dafür soll, laut Landesvorstand, Gordon Schnieder kandidieren. Mini-Supermärkte dürfen sonntags öffnen Der hessische Landtag hat eine Reform des Ladenöffnungsgesetzes beschlossen. Demnach dürfen Mini-Supermärkte, die ohne Personal auskommen, nun auch sonntags aufmachen. Anfang des Jahres hatte der Verwaltungsgerichtshof noch die Sonntagsöffnung verboten. Da die Märkte jedoch wichtig für die Versorgung auf dem Land seien, hat der Landtag nun mit den Stimmen aller Fraktionen das Gesetz geändert. Schweinepest erreicht Rheinland-Pfalz Der Erreger der Afrikanischen Schweinepest ist nun auch im Kreis Alzey-Worms nachgewiesen worden. Das hat das rheinland-pfälzische Umweltministerium bekanntgegeben, nachdem mehrere tote Wildschweine am Wochenende bei Gimbsheim gefunden worden sind. Zwei Verdachtsfälle gibt es noch in den Kreisen Mainz-Bingen und Alzey-Worms. In Hessen sind bereits mehrere Fälle der Afrikanischen Schweinepest bei Wild- und Hausschweinen bestätigt. Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Für Schweine verläuft sie tödlich. Abmoderation: Wegen der Ermordung einer jungen Frau ist heute ein 18-jähriger vom Frankfurter Landgericht zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er die Frau mit einer Hand erwürgt und mit der anderen Hand die Tat gefilmt hat. In dem Urteil hat sich die Jugendstrafkammer eine spätere Sicherungsverwahrung vorbehalten.

  • Letzte Kabinettssitzung mit Malu Dreyer

    Letzte Kabinettssitzung mit Malu Dreyer

    Heute ist der letzte volle Arbeitstag von Malu Dreyer als rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin. Und an dem ging es für die scheidende Regierungschefin und ihre Minister nochmal an den Ort der schlimmsten Katastrophe ihrer Amtszeit: ins Ahrtal, wo sich diese Woche die Flutkatastrophe zum dritten Mal jährt. 135 Menschen sind dort ums Leben gekommen. Der Wiederaufbau der Region läuft seitdem. Und wer sich im Ahrtal umsieht, der weiß, dass dieses Thema auch den neuen Regierungschef noch lange Zeit begleiten wird. Das Hotel „Villa Aurora“ in Bad Neuenahr. Die Flut hat große Teile des Jugendstil-Gebäudes zerstört. Mittlerweile ist es kernsaniert. Rezeption, Lobby und Restaurant sind erneuert. Vieles ist geschafft, doch noch immer gibt es im Hotel Baustellen. Inhaber Christian Lindner blickt mit gemischten Gefühlen auf die Zeit nach der Flut zurück. Christian Lindner, Inhaber Hotel „Villa Aurora“ Bad Neuenahr „Es war schon eine schwere Zeit. Oder ist es jetzt auch noch eine schwere Zeit. Oder auch gerade im letzten Jahr, was sehr anstrengend war, weil wir immer noch nicht fertig sind, weil es sich immer wieder verzögert durch unterschiedliche Problematiken. Weil die Kosten natürlich auch nach oben gehen überall. Also, das ist schon ein Kräfte zehrender Prozess, den wir hier vollführen.“ So wie bei der Villa Aurora sind viele Bauprojekte im Ahrtal noch nicht abgeschlossen. An nahezu allen Straßen der betroffenen Orte stehen noch immer Gerüste und Kräne. Obwohl sich augenscheinlich schon viel getan hat, geht vielen hier der Wiederaufbau nicht schnell genug voran. Sabine Tanck „Wie Sie sehen, stehen noch viele Immobilien leer in der Stadt. Und es müsste auch mal wieder die ganze Infrastruktur, sprich die ganzen Brücken, die Straße nach Heimersheim, die Umgehungsstraße müsste auch mal wieder gemacht werden.“ Udo Förtsch „Wenn wir nicht zwei Enkel gehabt hätten, die irgendwann mal kamen und uns geholfen haben, ständen wir im Regen. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Schwerer Unfall auf der A5 — Weniger Steuereinnahmen für Hessen — Schlechte Honigernte im Frühjahr Schwerer Unfall auf der A5 Bei Grünberg ist am frühen Morgen ein LKW auf einen vorausfahrenden Laster aufgefahren. Laut Polizei musste die A5 voll gesperrt werden. Der Fahrer des hinteren LKW wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von Einsatzkräften befreit werden. Ein Hubschrauber hat den Schwerverletzten ins Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht für ihn nicht. Der Fahrer des anderen LKW blieb unverletzt. Wegen Fahrbahnverunreinigungen und der komplizierten Bergung konnte die A5 erst am Nachmittag teilweise wieder freigegeben werden. Die Unfallursache muss die Polizei noch ermitteln. Weniger Steuereinnahmen für Hessen Nach den Ergebnissen des Zensus 2022 rechnet das Finanzministerium in Wiesbaden mit einem Minus im unteren dreistelligen Millionenbereich. Grund für die Steuermindereinnahmen ist die Bevölkerungszahl in Hessen. Laut Zensus leben in Hessen 6,21 Millionen Menschen. 160.000 weniger als vorher angenommen. So kommen für die vergangenen zwei Jahre noch Nachzahlungen beim Länderfinanzausgleich auf Hessen zu. Die Mindereinnahmen werden sich laut Finanzministerium auch auf den Landeshaushalt auswirken. Schlechte Honigernte im Frühjahr Die Imker in Rheinland-Pfalz rechnen im ersten Halbjahr mit weniger Honig als in den Vorjahren. Die Ernte ist im Land jedoch sehr unterschiedlich ausgefallen. Besonders hart hat es die Region Trier getroffen. In anderen Teilen des Landes sind die Imker zufrieden. Gründe dafür sind laut Imkerverband der lange Kälteeinbruch im Mai, der viele Blüten zerstört hat und der viele Regen. Einige Bienen konnten daher nicht ausfliegen. In Hessen sind die Prognosen etwas besser.

  • Brand zerstört Möbelhaus

    Brand zerstört Möbelhaus

    Nachdem in Bad Hersfeld bereits Ende Februar ein Möbelhaus in Brand geraten war, hieß es in der Kurstadt heute morgen schon wieder: Großeinsatz für die Feuerwehr! Erneut brennt ein Möbelhaus. Während der Ausstellungsraum völlig zerstört wird, kann ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Mittlerweile ist der Brand unter Kontrolle. Meterhohe Flammen, beim Brand eines Möbelhauses im Bad Hersfelder Stadtteil Hohe Luft. Das Feuer wird heute Morgen gegen 6 Uhr gemeldet und löst einen Großeinsatz mit etwa 220 Einsatzkräften der verschiedenen Hilfsorganisationen aus. Neben einer Drohnenstaffel kommen gleich vier Drehleitern zum Einsatz. Dafür braucht es enorm viel Löschwasser, das unter anderem aus dem Fluss Haune gepumpt wird. Marco Kauffunger, Kreisbrandinspektor Hersfeld-Rotenburg: „Wir haben derzeit noch Probleme mit der Wasserversorgung. Aufgrund der vielen Drehleitern brauchen wir einen enorme Wassermenge. Wir bauen gerade noch eine Wasserversorgung auf zu diesem Objekt. Und wir versuchen natürlich, wie eben beschrieben, die Bereiche, die noch nicht betroffen sind, zu halten.“ Da die Wasserschläuche der Feuerwehr quer zur B27 gelegt werden müssen, kommt es auf der Strecke ohne Umfahrungsmöglichkeit zu Verkehrsbehinderungen. Brandursache und Schadenshöhe sind noch unklar, verletzt wurde niemand. Wegen der starken Rauchentwicklung werden Anwohner aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Löscharbeiten sollen bis zum Abend andauern. Anschließend wird die Feuerwehr die Brandstelle noch mehrere Tage überwachen müssen.

  • Flucht vor Polizeikontrolle – Tödlicher Unfall bei Maintal

    Flucht vor Polizeikontrolle – Tödlicher Unfall bei Maintal

    Tödliches Ende einer Verfolgungsjagd: Auf der Flucht vor der Polizei rast ein 39 Jahre alter Autofahrer in Maintal bei Frankfurt in eine Leitplanke. Der Fahrer kommt dabei ums Leben. Mehrere weitere Personen im Fahrzeug werden bei dem Unfall verletzt. Hier am Ortsrand von Maintal-Bischofsheim endet die Flucht eines BMW-Fahrers vor der Polizei gestern Abend tödlich: An der Abzweigung Richtung Niederdorfelden verliert der 39-Jährige offenbar die Kontrolle über sein Auto und schleudert unter die Leitplanke. Dabei wird der Fahrer im Fahrzeug eingeklemmt und erliegt noch am Unfallort seinen Verletzungen. Ein 19 Jahre alter Beifahrer sowie zwei weitere Insassinnen werden mit zum Teil schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Wegen eines Verkehrsverstoßes war der verunglückte Wagen kurz zuvor in Niederdorfelden einer Polizeistreife aufgefallen. Bei dem Versuch, den BMW anzuhalten, habe der Fahrer jedoch plötzlich Gas gegeben und sei in Richtung Bischofsheim davongerast. Auf seiner Flucht habe der Fahrer mehrere andere Verkehrsteilnehmer gefährdet sowie eine rote Ampel überfahren. Warum der Mann vor der Streife flüchtete, ist noch unklar – die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Ein Gutachter soll zudem den genauen Unfallhergang rekonstruieren.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Nothilfe für Landwirte: Das Land Hessen wird bis zu 2 Millionen Euro für Landwirte zur Verfügung stellen, die vom Hochwasser Anfang Juni betroffen sind. Das hat Landwirtschaftsminister Ingmar Jung mitgeteilt. Das Hochwasser habe dramatische Schäden angerichtet. Bei Getreide, Speisekartoffeln und weiterem Gemüse drohten den Bauern hohe Verluste. Viele der gefluteten Felder könnten in diesem Jahr nicht mehr bewirtschaftet werden. Der hessische Bauernverband bezifferte den Schaden im Ried auf rund 5 Millionen Euro. Strenge Maßnahmen gegen Tierseuche: Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest bei einem Wildschwein in Hessen wird jetzt ein 7.000 Volt starker Elektrozaun um den Fundort des Tieres bei Rüsselsheim aufgebaut. Er soll die Ausbreitung der Seuche Richtung Süden verhindern. In der Restriktionszone darf nicht gejagt und mit Maschinen geerntet werden, um keine Wildschweine aufzuschrecken. Für Halter von Hausschweinen gelten strenge Hygieneregeln. Die Stadt Mainz und der Landkreis Mainz-Bingen sind nicht mehr Teil der Zone. Die Strömung des Rheins ist derzeit zu stark für Wildschweine. Die Tierseuche verläuft für Schweine fast immer tödlich. Für Menschen ist sie ungefährlich. Mehr Keuchhusten-Fälle: In Rheinland-Pfalz steigt die Zahl der Erkrankungen mit Keuchhusten. Nach Angaben des Landesuntersuchungsamtes wurden bis zum 8. Juni 250 Fälle gemeldet. Im vergangenen Jahr seien es im selben Zeitraum 72 Fälle gewesen. Keuchhusten wird durch Bakterien ausgelöst. Die Krankheit wird durch Tröpfcheninfektion übertragen und löst krampfartige Hustenanfälle aus. Besonders für Säuglinge ist sie gefährlich. Die Stiko empfiehlt eine Impfung gegen Keuchhusten.    

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tierseuche ausgebrochen: In Hessen ist erstmals die Afrikanische Schweinepest bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Das infizierte Tier wurde im Landkreis Groß-Gerau bei Rüsselsheim gefunden. Die Behörden haben eine Restriktionszone im Radius von 15 Kilometern um den Fundort eingerichtet.  Dort gelten unter anderem ein Jagdverbot und strenge Regeln zur Schweinehaltung. Sie sollen verhindern, dass die Schweinepest sich ausbreitet und auf Hausschweine übergreift. Die Seuche ist nicht heilbar und verläuft bei Wild- und Hausschweinen fast immer tödlich. Für Menschen ist sie ungefährlich. Viele Straftaten wegen Gaza-Krieg: Bis Ende April haben die Staatsanwaltschaften in Hessen mehr als 300 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Überfall der Hamas auf Israel im vergangenen Oktober und dem Krieg in Gaza eingeleitet. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt heute mitteilte, gehe es dabei unter anderem um die Verwendung von Kennzeichen terroristischer Organisationen, Volksverhetzung und die Billigung von Straftaten. Bei den meisten Verfahren seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Mehr Schutz vor Wetterextremen gefordert: Mit Blick auf die Flut im Ahrtal vor rund drei Jahren hat der Gesamtverband der Versicherer heute in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Forderungskatalog für einen umfassenden Schutz vor Naturkatastrophen vorgelegt.  Die geplante Versicherungspflicht gegen Elementarschäden löse das Problem nicht. Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz müssten viel schneller umgesetzt werden. In Überschwemmungsgebieten solle nicht neu gebaut werden dürfen. Zudem müssten Flächen entsiegelt werden.

  • Tödlicher Unfall bei Wächtersbach

    Tödlicher Unfall bei Wächtersbach

    Ein dramatischer Autounfall in der vergangenen Nacht schockt den Main-Kinzig-Kreis: Bei einem Frontal-Crash auf der B276 bei Wächtersbach stirbt ein Mann. Ein Weiterer liegt jetzt schwer verletzt im Krankenhaus. Die Bundesstraße ist stundenlang voll gesperrt. Neben über 35 Einsatzkräften sind auch Notfallseelsorger vor Ort.     Es ist gegen 23 Uhr gestern Nacht, als es zum Unfall kommt: Ein 29 Jähriger Mann ist mit seinem hochmotorisierten BMW auf der B276 unterwegs, verliert die Kontrolle und gerät in den Gegenverkehr. Hier stoßt der PKW mit einen VW frontal zusammen. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wird der BMW Fahrer aus dem Auto geschleudert. Er stirbt noch am Unfallort. Die Trümmerteile verteilen sich über den rund 300 Meter langen Streckenabschnitt. Der Fahrer des anderen PKW wird eingeklemmt und schwer verletzt. Die Rettungskräfte können den 31 Jährigen nur mit speziellen Geräten aus dem Auto befreien.   Carsten Ullrich – Feuerwehr Main-Kinzig-Kreis „Parallel zur Rettung des Verunfallten haben wir die Umgebung weiträumig abgesucht nach weiteren Personen, die eventuell aus den Fahrzeugen geschleudert wurden und hatten eben nochmal einen Hubschrauber der Polizei da, die mit der Wärmebildkamera die Umgebung abgesucht hat.“ Durch den Hubschraubereinsatz und Zeugenaussagen kann die Polizei ausschließen, dass weitere Personen in den Autos saßen. Aufgrund der enorm deformierten Fahrzeuge geht die Polizei von einer erhöhten Geschwindigkeit des BMW Fahrers aus. Ein Gutachter soll jetzt den genauen Unfallhergang rekonstruieren. Die Bundesstraße war bis 4 Uhr morgens gesperrt, ist jetzt jedoch wieder für den Verkehr freigegeben.

  • Eine Tote bei Brand in Seniorenheim

    Eine Tote bei Brand in Seniorenheim

    Es ist ein schreckliches Unglück, die sich gestern Abend in einem Seniorenheim im nordhessischen Bad Sooden-Allendorf ereignet. Bei einem Brand kann sich eine Bewohnerin nicht mehr aus den Flammen retten und kommt ums Leben. Und das Tragische: Die Polizei schließt fahrlässige Brandstiftung nicht aus.   Ein Großaufgebot von 170 Einsatzkräften muss bis in den späten Montagabend vor dem Seniorenzentrum Nettling anrücken. Im Zimmer einer 84-Jährigen ist ein Feuer ausgebrochen und greift schnell um sich. Das Zimmer im Erdgeschoss brennt vollkommen aus, Menschen in zwei Stockwerken geraten in Gefahr. Christian Sasse, Kreisbrandinspektor „Durch den Brand ist leider Brandgas, also Rauch ausgetreten und hat zwei Flurbereiche völlig verqualmt. So dass wir insgesamt 27 Bewohner aus dem verqualmten Bereich retten mussten.“ Elf Bewohner und Pflegekräfte müssen wegen möglicher Rauchgasvergiftungen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Für die 84-Jährige, in deren Zimmer das Feuer ausbrach, kommt jede Hilfe zu spät. Ein Großteil der über 100 Bewohner muss aus dem betroffenen Gebäudetrakt evakuiert werden. Für die Rettungskräfte aus dem gesamten Werra-Meißner-Kreis und angrenzenden Landkreisen eine Mammutaufgabe. Christian Sasse, Kreisbrandinspektor „Besonderheit ist natürlich die hohe Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner aus diesem Seniorenzentrum. Die natürlich auch nicht alle mobil waren, so dass es auch viele mobilitätseingeschränkte Personen gab. So dass eine Vielzahl der Personen durch die Feuerwehrkräfte nicht nur bekleidet, sondern tatsächlich auch gerettet werden musste.“ Erst nach drei Stunden kann der Brand gelöscht werden. Die Kriminalpolizei aus Eschwege schließt nach ersten Ermittlungen eine vorsätzliche Brandstiftung aus. Der Verdacht: Fahrlässigkeit, aber auch ein technischer Defekt kommt als Brandursache in Frage. Der betroffene Gebäudetrakt ist vorerst nicht bewohnbar. Einige Senioren können in andere Zimmer des Altenzentrums umverlegt werden, andere müssen vorrübergehend von ihren Familienangehörigen in Obhut genommen werden. Den entstandenen Sachschaden schätzen die Ermittler auf mehrere hunderttausend Euro.

  • Ein Toter bei schwerem Verkehrsunfall

    Ein Toter bei schwerem Verkehrsunfall

    Ein schwerer Unfall hat sich am Vormittag auf einer Bundesstraße im Kreis Trier-Saarburg ereignet. Die Kollision eines Autos mit einem Lastwagen endete für den Fahrer des Pkw tödlich. Es ist kurz nach zehn UIhr heute Morgen als es zu dem folgenschweren Unfall kommt. Auf der B268 bei Pellingen stoßen ein Pkw und ein Lkw frontal zusammen. Die Wucht des Aufpralls am Ortsausgang ist so groß, dass der Lastwagen in den Straßengraben gedrückt wird. Das Auto wird auf die gegenüberliegende Straßenseite in die Böschung geschleudert. Dabei wird der komplette Motorblock herausgerissen. Der Lkw-Fahrer wird in seinem Führerhaus eingeklemmt und muss mit der Rettungsschere befreit werden. Er kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Für den Fahrer des Pkw kommt dagegen jede Hilfe zu spät. Er wird bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte verstirbt. Die Rettung und Bergung der beiden Fahrer dauert bis in den Nachmittag hinein. An der Unfallstelle sind neben Feuerwehr und Rettungsdienst auch Notfallseelsorger vor Ort. Die Straße zwischen Trier und Zerf bleibt mehrere Stunden gesperrt.

  • Amokfahrer von Trier erneut verurteilt

    Amokfahrer von Trier erneut verurteilt

    Vor dreieinhalb Jahren hat die Amokfahrt von Trier bundesweit für Entsetzen gesorgt. Ein Mann ist mit seinem Geländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hat dabei sechs Menschen getötet und viele weitere verletzt. Für diese Amokfahrt wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Allerdings hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf. Der Grund: Das Landgericht Trier habe die Schuldfähigkeit des nachweislich psychisch kranken Täters nicht richtig geprüft. Im Winter wurde der Prozess neu aufgerollt, heute ist das Urteil gefallen. Es bleibt dabei: lebenslange Haft für Bernd W. Dazu haben die Richter die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit folgen sie den Forderungen der Staatsanwaltschaft und bestätigen das erste Urteil gegen den Amokfahrer von Trier. Auch der Ort, an dem der Mann seine Strafe absitzen muss, bleibt gleich: eine forensische Psychiatrie. Eric Samel, Oberstaatsanwalt Trier „Das ist im Prinzip eine psychiatrische Einrichtung für Straftäter. Sie müssen sich das vorstellen letztlich wie ein Gefängnis, aber mit medizinischer Behandlung. Auch da sind hohe Mauern, Zäune, geschlossene Räume, also auch da ist er letztlich im Vollzug.“ Bernd W. ist an paranoider Schizophrenie erkrankt, das steht außer Frage. Wie aber war sein psychischer Zustand in der konkreten Tatsituation? Ist er vermindert schuldfähig oder gar nicht schuldfähig? Das habe das Gericht im ersten Prozess nicht ausreichend geprüft, bemängelt der Bundesgerichtshof als er Urteil Nummer eins teilweise aufhebt. Nach erneuter Prüfung durch eine andere Kammer, kommt man heute aber zum nahezu selben Ergebnis. Zwar sei Bernd W. durch seine Erkrankung vermindert schuldfähig, die Tat sei aber so gravierend, dass das Gericht von einer Strafmilderung absieht. Peter Frank, Strafverteidiger von Bernd W. „Allerdings sieht die Verteidigung das mit der Strafrahmenverschiebung bei verminderter Schuldfähigkeit, die man vornehmen kann, aber nicht muss, anders wie das Gericht – auch nicht haltbar, so wie das Gericht das wohl begründet hat. Und deswegen werden wir nochmal […]