Unglück

  • Stand des Wiederaufbaus - Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

    Stand des Wiederaufbaus – Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

    Knapp fünf Jahre ist sie schon her, doch die Folgen der zerstörerischen Flut sind im Ahrtal noch immer zu spüren. Der Wiederaufbau ist im vollen Gange. Besonders betroffen die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach Jahren der Planung stehen hier wichtige Meilensteine kurz vor dem Abschluss. Die Ahrtalflut vor fünf Jahren: die Schäden – verheerend. Noch heute gleicht Bad Neuenahr-Ahrweiler einer riesigen Baustelle. Rund 420 Baumaßnahmen finden gleichzeitig statt. Überall wird wieder aufgebaut. Zum Beispiel die Kita Sankt Pius. Herbert Wiemer, Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Ahrweiler „Also das Wasser hier an der Stelle, wo wir stehen, obwohl wir jetzt ungefähr 300 – 400 Meter von der Ahr weg sind, stand so ungefähr Bauchnabelhöhe. Ungefähr 1,20 Meter, 1,30 Meter. Und das ist das Hochwasser, was wir für die Zukunft auch kontrollieren möchten. Wir bauen also so, dass dieses Hochwasser, wenn es denn käme, schadlos an der Kita vorbeigeht.“ Das Erdgeschoss – deshalb erhöht gebaut. Kosten: knapp neun Millionen Euro. Im kommenden  Jahr soll die Kita für rund 150 Kinder wieder öffnen. Diese Baustelle ist schon fertig: direkt an der Ahr – eine neue Sportanlage für über 2 Millionen Euro. 250.000 allein für den  Kunstrasen neuester Generation, der sich so auch in Trainingszentren etwa beim FC Liverpool oder beim FC Arsenal findet. Für Freizeitsportler mehr als nur eine Bereicherung. Nadine Wenigmann, Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler „Die Anwohner, die die Flutnacht miterlebt haben, die sind in Teilen heute noch traumatisiert oder die Traumata kommen halt auch erst jetzt mit der Zeit raus. Natürlich gibt es da ganz viele negative Folgen, aber ich versuche halt persönlich immer den Fokus auf das Positive zu legen, weil man ja schon sieht … also mein persönliches Highlight war der erste Sportplatz im Apollinarisstadion, als da dann am Abend acht Mannschaften gleichzeitig trainiert haben, Kinder- und Jugendmannschaften, da hat man einfach nur noch […]

  • Munition explodiert bei Waldbrand

    Munition explodiert bei Waldbrand

    Seit Samstagnachmittag hält ein Waldbrand in einem Naturschutzgebiet im Kreis Bad Kreuznach die Menschen in Atem. Ein Mobilfunkmast und eine Starkstromleitung gerieten zwischenzeitlich in Gefahr und die Ortsgemeinde Traisen musste evakuiert werden. Aus einem gewöhnlichen Waldbrand wurde schnell ein Katastrophenfall, als die Einsatzkräfte plötzlich Knallgeräusche hören. Es sind Bilder wie aus der Hölle. Nach rund drei Tagen konnten die Einsatzkräfte das Feuer nur teilweise eindämmen. Der Regen vergangene Nacht und der Temperatursturz haben etwas geholfen. Bettina Dickes (CDU), Landrätin Kreis Bad Kreuznach „Eigentlich war man sehr zuversichtlich, dass der Brand sehr schnell gelöscht wird, bis dann irgendwann drei Explosionen kurz hintereinanderkamen und sich dann herausstellte, dass wir dort noch Sprengmittel aus dem zweiten Weltkrieg haben, die dort verstreut sind.“ Wegen Splittergefahr bei einer möglichen Explosion wurde ein Sicherheitsradius von 1000 Metern eingerichtet. Die Feuerwehrleute kommen nicht an die Flammen ran, auch ein Rettungshubschrauber darf nicht fliegen. Hilfe kommt aus Niedersachsen aus dem Landkreis Vechta mit dem sogenannten Superwolf, einem ferngesteuerten Löschroboter. Bettina Dickes (CDU), Landrätin Kreis Bad Kreuznach „Und damit hoffen wir, dass wir deutlich schneller den Brand auch löschen können, ohne dass Menschenleben gefährdet werden. Das ist eine neue Technik und wir sind total dankbar darum.“ Auch Ministerpräsident Gordon Schnieder schaute sich die Lage heute vor Ort an. Das Waldstück im Kreis Bad Kreuznach  ist ein wertvolles Naturschutzgebiet. Auch wenn man die Lage unter Kontrolle habe – der Brand im Wald ist noch nicht gelöscht. Die rund 650 Anwohner der Ortsgemeinde Traisen mussten vorsichtshalber ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Wann sie wieder zurück können, kann aktuell niemand sagen.

  • Verfolgungsjagd nach Polizeikontrolle

    Verfolgungsjagd nach Polizeikontrolle

    In den frühen Morgenstunden liefern sich mehrere Polizeiwagen eine Verfolgungsjagd mit einem flüchtenden Autofahrer. Selbst eine Nagelsperre stoppt ihn nicht – bis das Ganze in einem Unfall endet. Diese Straßenlaterne stoppt den weißen Wagen nach einer rund 20-minütigen Verfolgungsjagd. Die Polizei wollte den Fahrer auf der Autobahn bei Mörfelden-Walldorf kontrollieren, doch der flüchtet mit hoher Geschwindigkeit +ber die A5 und A661 bis Königstein im Taunus. Die Beamten wollen ihn mit einer ausgelegten Nagelsperre stoppen. Doch selbst mit platten Reifen gibt der Fahrer weiter Gas und kracht kurz darauf gegen den Laternenmast. Beide Insassen flüchten zu Fuß weiter. Der 29-jährige Beifahrer kann leicht verletzt gefasst werden, nach dem Fahrer wird weiter gefahndet. Im Auto finden die Polizeibeamten mehrere  alkoholische Getränke. Ob Alkoholkonsum der Grund für die Flucht war, müssen nun die Ermittlungen zeigen. Notiz am Rande: Auch einer der Polizeiwagen, der an der Verfolgungsjagd beteiligt war,  reißt sich die Reifen auf und muss heute Morgen abgeschleppt werden.

  • Zwei Jahre Schweinepest in Hessen

    Zwei Jahre Schweinepest in Hessen

    Vor zwei Jahren wurde das erste Schwein in Hessen positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet. Die Folgen sind gravierend: Mittlerweile sind weit über 2.000 Schweine an der Tierseuche gestorben, Bauern bangen um Ihre Existenz. und ein Ende der Afrikanischen Schweinepest ist in Hessen weiterhin nicht in Sicht. Es ist der 15. Juni 2024. Der Start für die Afrikanische Schweinepest in Hessen: Bei Rüsselsheim wird hier das erste Schwein auf die Tierseuche positiv getestet. Nur wenige Wochen später meldet ein Mastbetrieb in Stockstadt am Rhein weitere Fälle. Die Folgen gravierend: Über 1.000 Schweine müssen hier getötet werden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Weitere Maßnahmen folgen schnell: Über 400 Kilometer lange Zäune gegen die Ausweitung in Südhessen, das Schießen und Sperrzonen, die teils bis heute noch greifen: Von Rüsselsheim bis nach Mannheim, im sogenannten „Kerngebiet Alpha“ ist heute immer noch mit weiteren Fällen zu rechnen. Im Kreis Groß-Gerau geht die Zahl der Wildschweine um 67 Prozent zurück – innerhalb nur eines Jahres. Einige Bauern bangen um Ihre Existenz. Für die Tiere verläuft eine Erkrankung oft schmerzvoll. Sie leiden zum Beispiel an Fieber, Fressunlust und Atemproblemen. Eine Erkrankung führt – fast immer – schon innerhalb einer Woche zum Tod. Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Er kann das Virus allerdings weitertragen. Zum Beispiel über kontaminierte Lebensmittel oder Kleidung. Bisher wurden laut hessischem Umweltministerium fast 7.000 Kadaver gefunden, von denen mehr als 2.300  positiv getestet wurden. Ein Ende der Afrikanischen Schweinepest liegt nicht in Sicht: Zumal das Virus rund zwei Jahre lang überleben kann.

  • Schaltgespräch mit Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zur Schweinepest

    Schaltgespräch mit Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zur Schweinepest

    Vor zwei Jahren wurde in Hessen der erst Fall der Afrikanischen Schweinepest in Hessen bestätigt. Eva Dieterle spricht mit dem zuständigen Minister über den Stand der Dinge. Eva Dieterle, Moderatorin: Zwei Jahre ist der erst bestätigte Fall der Afrikanischen Schweinepest jetzt her. Ich bin deshalb jetzt verbunden mit dem hessischen Landwirtschafts- und Umweltminister – Ingmar Jung. Guten Tag. Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister Hessen: Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Sie haben immer gesagt, die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sei kein Sprint, sondern ein Marathon. Wo befinden wir uns denn gerade auf der Marathon-Strecke? Jung: Na ja, wir befinden uns schon noch mitten im Marathon drin. Es hat sich ja bestätigt, dass das alles kein Sprint ist. Aber wir können heute sagen, dass wir unser Geschehen eingedämmt haben, dass wir die Ausbreitung der Schweinepest insbesondere in Südhessen gestoppt haben, dass sie sich nicht nach Nordhessen ausgebreitet hat. Aber inzwischen wissen wir natürlich auch, dass wir ein weiteres Geschehen aus Nordrhein-Westfalen haben, das uns von Norden ein wenig bedroht. Und dort machen wir ähnliche Maßnahmen, wie sie es vor zwei Jahren in Südhessen begonnen haben, und hoffen natürlich, dass am Ende dort auch so ausgeht, dass wir das Schlimmste verhindern können. Dieterle: Ein großes Problem sind ja die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Betriebe in den Sperr-Zonen. Können Sie als Land das überhaupt ausgleichen? Jung: Der große Aufwand, den wir betreiben, hat ja vor allem den Hintergrund, dass wir wirtschaftliche Schäden so gering wie möglich halten wollen. Wir wollen Schweinehaltung in Hessen weiter ermöglichen. Was auch im Moment der Fall ist. Und wir versuchen natürlich dann, wenn wirtschaftliche Schäden entstehen, sie so gut wie möglich auszugleichen. Wir haben die Transportkosten zu den sogenannten „benannten Schlachthöfen“ unterstützt. Wir haben bei denen Betrieben, die es dann auch tatsächlich getroffen hat, unterstützt. Bei dem Auffangen der Schäden, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Wetzlar: Hoher Sachschaden nach Brand —  Bund lehnt UniCredit-Angebot ab — Ende der Grenzkontrollen gefordert Hoher Sachschaden nach Brand Nachdem in der Nacht ein Feuer das Gebäude einer Pizzeria in Wetzlar zerstört hat, hat die Kriminalpolizei jetzt die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand durch eine Explosion im Inneren des Restaurants ausgelöst wurde. Laut Polizei waren zu diesem Zeitpunkt keine Personen in dem Gebäude, sodass niemand verletzt wurde. Der Schaden beläuft sich nach ihrer aktuellen Schätzung auf etwa eine Million Euro. Bund lehnt UniCredit-Angebot ab Der deutsche Staat hat die Übernahmeofferte der italienischen Großbank Unicredit für die Commerzbank in Frankfurt abgelehnt. Der Bund unterstütze die Strategie der Commerzbank, eigenständig zu bleiben. Sie spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft. Außerdem sei die Bank als bedeutender Arbeitgeber zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Der Bund ist der zweitgrößte Aktionär der Commerzbank. Er hält 12 Prozent der Anteile. Damit kann er eine Übernahme durch die UniCredit  allerdings nicht verhindern. Ende der Grenzkontrollen gefordert: Mit dem Inkrafttreten der neuen verschärften EU-Asylregeln gibt es nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Michael Ebling keinen Grund mehr für die Grenzkontrollen in Rheinland-Pfalz. Sie sollten jetzt eingestellt werden, zumal sie zu wirtschaftlichen Einbußen bei den Betrieben in den Grenzregionen von Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Frankreich und Belgien führten. Das Bundesinnenministerium will die Kontrollen zunächst fortsetzen, bis klar ist, wie effektiv die strengeren EU-Regeln illegale Migration verhindern.

  • Ausbildung von Rettungshunden

    Ausbildung von Rettungshunden

    Wenn Menschen vermisst werden, kommen häufig Rettungshunde zum Einsatz. Mit ihren hochleistungsfähigen Nasen können sie riesige Areale in einem enormen Tempo absuchen, wenn es darauf ankommt. Doch bevor ein Hund so weit ist, dauert es Jahre – und die Ausbildung ist anspruchsvoll. Wir waren in Bad Soden dabei. „Wir bilden Hunde zur Flächen- und Trümmersuche aus, sogenannte Hochwindsucher, die eben ohne speziellen Geruchsstoff nach menschlichem Geruch suchen. In der Flächensuche, eben in offenen Gebieten, in Wäldern und in Trümmersituationen eben bei eingestürzten Gebäuden.“ Das simuliert die Einheit hier auf dem Wertstoffhof in Bad Soden. Feuerwehrmann Sven spielt einen Verschütteten, den Hund Marley finden muss. Für die Opfer im Einsatz geht es um Leben und Tod – für die Hunde ist das alles ein Spiel. Marlin Prauss, Rettungshundeeinheit Feuerwehr Bad Soden „Um in der Rettungshundeeinheit ausgebildet zu werden, muss man als Mensch erst einmal Motivation und, ehrlich gesagt, auch ein bisschen Zeit mitbringen, weil das ein durchaus zeitintensives Training ist. Man verbindet sich auch sehr gut mit seinem eigenen Hund. Man merkt einfach, wie viel Freude der eigene Hund daran hat und entwickelt dadurch auch selbst eine Freude daran.“ Die Ausbildung ist aufwendig, zweimal in der Woche trainiert die Staffel. Anica und ihr Hund Zorro sind erst seit zwei Monaten ein Team und trotzdem sucht Zorro schon wie ein großer. Die im Wald versteckten Helfer hat er im Handumdrehen aufgespürt. Seine erfahrene Hundeführerin ist schon länger bei Feuerwehr und Rettungsdienst aktiv und freut sich, dass sie die Hundearbeit mit ihrem Engagement verbinden kann. Anica Schmoll, mit Hund Zorro „Man hilft Personen und so diese Dankbarkeit, die man häufig entgegengebracht bekommt oder halt auch weiß: ‚Ich habe der Person gerade essenziell weitergeholfen‘, das ist einfach ein superschönes Gefühl, dass man sonst kaum bekommt.“ Während die erfahrenen Hunde knifflig versteckte Helfer aufspüren, ist […]

  • Brand vernichtet Bauernhof in Rüsselsheim

    Brand vernichtet Bauernhof in Rüsselsheim

    Bei einem Brand auf einem Bauernhof in Rüsselsheim sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Feuerwehr ist bis spät in die Nacht mit den Löscharbeiten beschäftigt. Erst heute morgen hieß es: „Feuer aus“. Um 17:30 Uhr geht bei der Feuerwehr ein Notruf ein. Das Stichwort „Feuer 3“ – ein landwirtschaftlicher Betrieb mit mehreren Gebäuden brennt. Michael Kämpfer, Feuerwehr Rüsselsheim „Bei Eintreffen hat sich herausgestellt, dass das Feuer übergegriffen ist auf weitere Gebäude. Jetzt ganz zum Schluss waren insgesamt vier verschiedene Gebäude betroffen, unter anderem Stallgebäude, landwirtschaftliche Anwesen, Fahrzeughallen und teilweise auch ein Wohngebäude.“ Insgesamt sind 140 Feuerwehrleute im Einsatz und versuchen die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Ein großes Problem: Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befinden sich noch 18 Rinder im Stall. Michael Kämpfer, Feuerwehr Rüsselsheim „Wir hatten Glück, dass auf unserem ersten landwirtschaftlichen Löschzug zwei landwirtschaftliche Kollegen dabei waren, die dann reingegangen sind und konnten mit Bolzenschneidern die Rinderketten auseinanderschneiden. Die Tiere waren natürlich sichtlich aufgeregt und nervös.“ Die Tiere werden aus dem brennenden Stall befreit und zunächst auf ein benachbartes Grundstück gebracht. Nach der Versorgung durch eine Tierrettungsgruppe zusammen mit einer Veterinärin kommen die Tiere auf nahegelegenen Höfen unter. Während des Einsatzes werden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Rauch breitet sich bis nach Mainz und Frankfurt aus. Der Hofbesitzer erleidet  bei der Rettung der Tiere eine Rauchgasvergiftung. Ein Feuerwehrmann kollabiert bei den Löscharbeiten wegen der körperlichen Anstrengungen, ein weiterer erleidet leichte Verletzungen. Alle drei werden ins Krankenhaus gebracht. Auch nach dem Löschen des Feuers bleibt die Lage vor Ort weiter angespannt. Michael Kämpfer, Feuerwehr Rüsselsheim „Es besteht akute Einsturzgefahr, Sie müssen sich vorstellen, ein alter historischer Ortskern, diese landwirtschaftlichen Anwesen alle mit Lehm und Ziegel Verbau und so weiter, das ist natürlich jetzt nicht mehr stabil. Wir sind zurzeit dran mit einem Fachberater des Technischen Hilfswerks […]

  • Brennende Autos in Idar-Oberstein

    Brennende Autos in Idar-Oberstein

    Wir starten in die Sendung mit einem Feuerdrama in Idar-Oberstein – ein Großeinsatz der Feuerwehr in der Nacht. Sieben Fahrzeuge stehen auf dem Hof eines Autohändlers in Flammen – darunter Luxuswagen im Wert von mehr als Hunderttausend Euro. Jetzt ermittelt die Kriminalpolizei.   Meterhohe Flammen schlagen in den Nachthimmel. Kurz nach ein Uhr wird die Feuerwehr wegen eines brennenden Autos gerufen. Vor Ort wird schnell klar: Der Einsatz gestaltet sich deutlich umfangreicher. Insgesamt sieben Fahrzeuge stehen auf dem Gelände des Autohändlers – einer ehemaligen Tankstelle – in Flammen. Das Feuer droht auf eine benachbarte Kfz-Werkstatt und ein Wohnhaus überzugreifen. Eine Frau und ihr Kind müssen aus dem Gebäude gerettet werden. 30 Feuerwehrleute kämpfen mit Löschschaum gegen die Flammen – und bekommen sie schließlich unter Kontrolle. Die angrenzende Bundesstraße bleibt wegen der Löscharbeiten und des starken Rauchs stundenlang gesperrt. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Denn: drei Autos brannten rund 30 Meter entfernt von den anderen vier – ein technischer Defekt sei deshalb nahezu ausgeschlossen, hieß es aus Ermittlerkreisen. Warum jemand die Fahrzeuge angezündet haben soll, ist noch unklar. Unter den ausgebrannten Autos sind mehrere Luxuskarosserien – unter anderem ein Maserati und ein Mercedes. Der Gesamtschaden: noch unklar, aber die Polizei geht von einem hohen fünfstelligen Betrag aus.

  • Feuer in Wohngruppe für Menschen mit Behinderung

    Feuer in Wohngruppe für Menschen mit Behinderung

    In Schwalmstadt hat es in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung gebrannt. Die Feuerwehr musste das Gebäude evakuieren. Mehrere Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zwar kann das Feuer gelöscht werden, doch der entstandene Schaden ist groß. Maskeneinsatz für die Brandbekämpfer: In einer Wohngruppe für Menschen mit Beeinträchtigung im Schwalmstädter Stadteil Treysa bricht am frühen Dienstagmorgen ein Feuer aus. Die Feuerwehr muss mit einem Großaufgebot anrücken. 184 Einsatzkräfte sind vor Ort.  Glück im Unglück: Die Rettungskräfte können die 20 Bewohner und zwei Betreuer evakuieren. Alle drei Etagen der Einrichtung müssen geräumt werden. Christian Rinnert, Kreisbrandmeister Schwalm-Eder „Die Evakuierung verlief ruhig und geordnet. Wenn man bedenkt, dass die Bewohner teilweise eingeschränkt sind.“ Ein Zimmer im Erdgeschoss der dreistöckigen Einrichtung brennt komplett aus. Rauch verbreitet sich im übrigen Haus, das nun erstmal unbewohnbar ist. Manche Bewohner können sich selbst retten, die meisten müssen von den Einsatzkräften hinausgetragen werden. Christian Rinnert, Kreisbrandmeister Schwalm-Eder „Die weiteren Maßnahmen sind natürlich, die restlichen Bewohner mit Hilfe von Krankentransportmitteln oder Kleinbussen in das Feuerwehrhaus Treysa zu transportieren. Dort wird ein Betreuungszug die Betreuungsstelle übernehmen und dort werden die Bewohner dann betreut.“ Bei fünf Menschen, darunter die beiden Betreuer des Wohnheims, stellt ein Notarzt leichte Rauchgasvergiftungen fest – sie kommen ins Krankenhaus. Die Brandursache ist noch unbekannt.  Nach den bisherigen Ermittlungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Deshalb ermittelt nun die Kriminalpolizei. Der enstandene  Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Das Haus bleibt vorerst gesperrt – für die Bewohner sollen nun alternative Wohnmöglichkeiten gefunden werden.

  • Aufwendige Pferderettung

    Aufwendige Pferderettung

    Ein Ausritt in Schwabenheim an der Selz endet gestern Abend mit einem Großeinsatz der Feuerwehr: Stute Nori rutscht auf einer Holzbrücke ab und stürzt in den Fluss. Erst nach mehreren Stunden gelingt Feuerwehr und Helfern die Rettung. Dramatische Szenen gestern Abend in Schwabenheim an der Selz. Stundenlang liegt Stute Nori im kalten Wasser, nachdem sie beim Ausritt gestürzt war. Um sich selbst zu befreien, ist das Tier zu schwach. Die Feuerwehr Gau-Algesheim muss anrücken, doch die ersten Befreiungsversuche scheitern. Sebastian Schenk, Feuerwehr Gau-Algesheim „Beim Eintreffen waren zwei Beine von dem Tier quasi schon von der Brücke abgerutscht. Das Tier hing quasi zwischen Brücke und Selz schon fest und hat sich dann im weiteren Verlauf Richtung Wasser bewegt.“ Dann die Rettung: Mit Hilfe eines Baggers werden Teile des Ufers weggegraben. Die Besitzerin des Baggers legt sich in die Schaufel und befestigt Gurte an Noris Hufen. Über die abgeflachte Böschung kann Nori schließlich ans Ufer gezogen werden und ist in Sicherheit. Sebastian Schenk, Feuerwehr Gau-Algesheim „In Verbindung mit hier ansässigen Pferdewirten, die sich da sehr gut auskennen, mit entsprechendem Hebematerial und einem durchaus großen Bagger, den wir hier vor Ort zur Verfügung gestellt bekommen haben, haben wir es dann über die vorher angelegte schräge Ebene nach oben bewegt.“ Kurz nach der Befreiung kann die Stute wieder auf eigenen Beinen stehen – hat sich beim Sturz aber an den Vorderhufen verletzt. Für Pferd und Besitzerin ein schockierendes Erlebnis, das am Ende dank vieler Helfer nochmal glimpflich ausgeht.

  • Messe RETTmobil in Fulda

    Messe RETTmobil in Fulda

    Für Rettungsdienste zählt jede Sekunde. Dafür braucht es zum einen gut ausgebildete Rettungskräfte und zum anderen modernste Technik. Und was es da aktuell an Ausrüstung rund um Drohnen, KI und Roboter gibt – das wird gerade wieder auf der RETTmobil in Fulda präsentiert. Der großen Leitmesse für das Rettungswesen. Ein schwerer Verkehrsunfall, ein Auto steckt unter einer Baggerschaufel fest. Drei Menschen sind eingeklemmt und teils lebensgefährlich verletzt. Die realitätsnahe Übung hat den Zweck, das Zusammenspiel zwischen fremden Einsatzkräften zu verbessern. Raymond Wolff, Freiwillige Feuerwehr Köngernheim „Das kannst du tagtäglich genauso erleben. Baumaschinen fahren, Autos passen nicht auf, einer fährt in die Kreuzung rein, der andere fährt drunter und dann hast du genau diese Situation. Und dann kann es auch passieren, dass aus unterschiedlichen Wehren vielleicht drei, vier Mann kommen und dann muss trotzdem alles Hand in Hand sitzen und das Schöne ist, das kannst du hier tatsächlich üben.“ Über 500 Aussteller aus fast 30 Nationen: Bei der RETTmobil strömt die gesamte Blaulicht-Fachwelt nach Osthessen. 9000 Besucher schon in den ersten zwei Stunden nach Eröffnung, darunter der hessische Innenminister. Unterdessen fordern die Feuerwehren und Hilfsorganisationen von der Landesregierung zur Stärkung knapp 150 Millionen Euro  aus dem hessischen Anteil des so genannten Sondervermögens Infrastruktur. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir haben auf der Ebene des Landes 50 Millionen Euro für den Katastrophenschutz aus dem Sondervermögen gesichert. Wir haben beispielsweise auch den Kommunen 4,7 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen zuerkannt, im deutschlandweiten Vergleich ein sehr, sehr hoher Anteil. Und dabei ist eine Zweckbestimmung auch die Feuerwehr, der Brand- und Katastrophenschutz.“ Auf diesem liegt, neben dem Rettungswesen, erneut der Schwerpunkt der RETTmobil. Neueste Technik und große rote Autos zum Anfassen. Die Hochschule Trier forscht zur Leitstelle der Zukunft und wer hier beim Wiederbeleben hilft, darf sich auch mal eine Erfrischung gönnen. Der Messechef ist […]

  • Brand bei Recyclingbetrieb in Worms

    Brand bei Recyclingbetrieb in Worms

    Wenn Sie in dem Gebiet rund um Worms wohnen, dann haben Sie sie gestern Abend wahrscheinlich gesehen: eine riesige Rauchsäule über der Stadt. Der Grund: Über 200 Tonnen Bauschutt, sowie Papier- und Holzabfälle stehen in Flammen. Die Rauchsäule ist schon von weitem aus zu sehen. Um kurz nach 19 Uhr im Hof eines Rohstoffhandels an der B9 in Worms: Ein riesiger Müllberg gerät in Brand. Es ist ein Großeinsatz für die Feuerwehr. Die Arbeiten ziehen sich bis in die Nacht. Den Rund 80 Feuerwehrleuten gelingt es den Brand zu löschen. Mit einem Radlader ziehen sie die Überreste des Sperrmüllhaufens auseinander und bedecken sie mit einem Schaumteppich. Die Anwohner werden wegen der Geruchsbelästigung aufgefordert, ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten Auch heute Vormittag sind noch mehrere Feuerwehrleute vor Ort, um die letzten Glutnester im Blick zu haben. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Schadens und die Brandursache sind noch nicht bekannt.

  • Drei Tote bei Arbeitsunfall in Runkel

    Drei Tote bei Arbeitsunfall in Runkel

    Gestern Nachmittag ist es zu einer Tragödie im mittelhessischen Runkel gekommen. Bei einem Arbeitsunfall in einer Gerberei sind drei Mitarbeiter gestorben. Zwei weitere Männer schweben aktuell noch in Lebensgefahr. Die Ursache des Unglücks ist unklar. Die Ermittler vermuten derzeit, dass sich die Arbeiter in einer Grube an Kohlenmonoxid vergiftet haben könnten. Gegen 16:40 Uhr geht gestern der Notruf ein: zwei bewusstlose Menschen auf dem Gelände einer Lederfabrik! Ein gefährlicher Einsatz für die Rettungskräfte, die in die – möglicherweise mit giftigen Gasen gefüllte – Grube hinabsteigen. René Schultheis, Kreisbrandmeister Limburg-Weilburg „Die Feuerwehr und der Rettungsdienst sind eingetroffen und haben dann statt zwei fünf Personen in der Grube gefunden, die bewusstlos waren und nicht auf Ansprache reagiert haben. Daraufhin wurden sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Personen wurden aus der Grube herausgeholt und wurden umgehend reanimiert.“ Für drei Arbeiter im Alter von 38, 58 und 59 Jahren kommt jede Hilfe vergebens.  Zwei weitere Personen werden mit Hubschraubern in Krankenhäuser gebracht – ihr Zustand soll weiterhin kritisch sein. Noch am späten Abend kommt der hessische Innenminister zum Unglücksort. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Ich habe in meiner Amtszeit noch kein Ereignis mit drei Toten erlebt, und ich bin heute hier, um meine Anteilnahme auch als Vertreter des Landes Hessen auszudrücken. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und bei den Schwerverletzten. Ich hoffe sehr, dass sie dieses schreckliche Ereignis so gut es geht überstehen und ich bin auch hier hingekommen, um den Einsatzkräften zu danken, die auch wirklich herausragendes leisten.“ Das Ministerium vermutet derzeit eine Kohlenmonoxidvergiftung als Todesursache. In dem Betrieb werden unterschiedliche Chemikalien zur Lederverarbeitung eingesetzt. Auch diese stehen nun im Fokus der Ermittlungen der Kriminalpolizei. Der Schock im Ort sitzt heute bei allen tief. Auch  bei der Bürgermeisterin, die seit gestern im Krisenmodus ist. Antje Hachmann (SPD), Bürgermeisterin Runkel „Bei den Verstorbenen, das sind alles Menschen […]

  • Tödliche Motorradunfälle

    Tödliche Motorradunfälle

    Das Osterwetter war an vielen Orten in Hessen und Rheinland-Pfalz frühlingshaft sonnig und schön, so wie man sich das wünscht. Und das bedeutete für viele auch: Ab aufs Motorrad. Wie gefährlich das allerdings alle Jahre wieder sein kann, zeigen zwei Unfälle in Rheinland-Pfalz, die gestern tödlich endeten. Einmal hier in Ochtendung im Landkreis Mayen-Koblenz. Ein 30-jähriger Motorradfahrer überholt in einer Linkskurve ein Auto, als ihm ein anderer PKW entgegenkommt. Der Biker zieht laut Polizei ruckartig nach rechts auf die eigene Spur und verliert so die Kontrolle über sein Motorrad. Dabei prallt er gegen ein Verkehrszeichen. Der Mann erliegt noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Auch in Isselbach im Rhein-Lahn-Kreis verliert eine 32-Jährige am gestrigen Ostermontag ihr Leben. Aus noch ungeklärten Gründen kann die Frau aus dem Westerwaldkreis  ihr Motorrad nicht mehr kontrollieren.  Dabei kommt sie von der Fahrbahn ab. Einen Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug gab es laut Polizei nicht. Die Rettungskräfte vor Ort können der Motorradfahrerin nicht mehr helfen.