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  • World Games Sieger im Rock’n’Roll

    World Games Sieger im Rock’n’Roll

    „World Games Sieger im Rock’n‘Roll“ – so dürfen sich Michelle Uhl und Tobias Bludau aus Speyer seit Kurzem nennen. Für viele ist allein schon die Teilnahme eine große Ehre, denn die World Games sind wie die Olympischen Spiele, nur eben für nicht-olympische Sportarten. Alle vier Jahre haben die Sportler die Möglichkeit, ihre Karriere zu krönen – wie es auch diese beiden Rheinland-Pfälzer gemacht haben. Diesen Tanz haben Michelle Uhl und Tobias Bludau vermutlich für immer verinnerlicht. Diese Schritte, Sprünge, Würfe – alle im für den Rock’n’Roll typischen 4/4-Takt. Sie haben überzeugt: Gold bei den World Games. Michelle Uhl, World Games Siegerin 2022 im Rock’n‘Roll „So der erlösende Moment war dann schon der absolute Hammer für uns. Wir sind in Tränen ausgebrochen, glaube alle. Inklusive unserer Trainer, inklusive der ganzen Zuschauer zu Hause, die uns kennen. Weil da jeder sehr drauf gehofft und mitgefiebert hat.“ Ein Moment, auf den sie lange hingearbeitet haben. Seit zwanzig Jahren tanzen Michelle Uhl und Tobias Bludau beim Rock’n’Roll-Club Speyer. Erst war er ihr Trainer, vor acht Jahren wurden sie dann selbst ein Tanzpaar. Für die beiden ist es die Abwechslung, die den Rock’n’Roll so einzigartig macht. Tobias Bludau, World Games Sieger 2022 im Rock’n‘Roll „Der Sport ist sehr facettenreich. Es ist viel Kraftsport, es ist Trampolin, es ist Tanzsport, es ist Entertainment. Es ist eben ein sehr facettenreicher Sport, der eben auch hohe Anforderungen an den Körper und an den mentalen Bereich von einem Sportler hat und das Gesamte macht es eben so unglaublich besonders.“ Besonders ist auch das Vertrauen, das sich die beiden Tänzer entgegenbringen müssen. Kopfüberwürfe aus sechs Metern Höhe und Salti – präzise ausgeführt. Das gibt die meisten Punkte bei Wettkämpfen. Dort wird jeder kleine Taktfehler bestraft. Ein Jahr lang haben sie für den Tanz geprobt, mit dem sie bei den World […]

  • Daniela Bleymehl: Ironman-Siegerin aus Darmstadt

    Daniela Bleymehl: Ironman-Siegerin aus Darmstadt

    3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und dann auch noch ein Marathon: Was der menschliche Körper bei einem Iron Man leistet, ist unglaublich. Es ist die absolute Königsdisziplin. Einmal im Leben einen Iron Man bewältigen – für viele Sportler ist das ein großer Traum. Daniela Bleymehl aus Darmstadt hat das geschafft – und zwar bereits etliche Male. Beim diesjährigen Iron Man in Frankfurt erreichte sie den 1. Platz, nicht mal ein Jahr nach der Geburt ihrer kleinen Tochter. „Unsere erste Frau im Ziel: Daniela Bleymehl!“ 9 Stunden, 2 Minuten und 55 Sekunden Dauerbelastung liegen gerade hinter ihr. Trotz einiger Schwierigkeiten unterwegs – im Juni geht Daniela Bleymehl beim Frankfurter Iron Man als erste Frau durchs Ziel. Es ist ihr zweiter Sieg dieses Jahr. Auch in Südafrika erreicht sie im April Platz 1. Erfolge, die sie ihrer eisernen Disziplin zu verdanken hat. Bis zu 25 Stunden Training pro Woche – für Daniela Alltag. Daniela Bleymehl, mehrfache Iron Man-Gewinnerin „Ja, Iron Man ist eigentlich so an die Grenze Gehen, immer das Beste aus der Situation zu machen, es läuft nie nur geradeaus, nie nur bergauf. Ich finde das ein riesen Privileg, das machen zu können und klar, der Wettkampf ist dann so ein bisschen die Belohnung für das tägliche Training.“ Immer an ihrer Seite: die Familie. Neben ihrer Profisport-Karriere ist Daniela auch noch Mutter von zwei Kindern. Vor gut einem Jahr kam Tochter Alicia auf die Welt – eine Karrierebremse? Fehlanzeige! Nach nur zwei Monaten ging es mit dem Training wieder los. Neben seinem Job als Arzt unterstützt Ehemann Moritz seine Frau so gut es geht. Moritz Bleymehl, Ehemann von Daniela „Man hat schon relativ früh gemerkt, dass einfach ihr Herz dafür schlägt und dementsprechend sie dann auch als Ziel formuliert hat, dass sie da noch mal hin möchte, wo sie vorher […]

  • Sporttalk mit David Rischke

    Sporttalk mit David Rischke

    Unser Ausblick auf das Fußballwochenende Maike Dickhaus, Moderatorin: Ja, David bei der Frankfurter Eintracht ist der große Rummel ums Real-Madrid-Spiel schon wieder vorbei und morgen wartet die harte Bundesliga-Realität, oder? David Rischke, Sportreporter: Genau, und die wartet in Person, möchte man sagen, von Hertha BSC Berlin. Da spielen die Frankfurter morgen Nachmittag. Die große Frage ist aber: Wer ersetzt Filip Kostic? Der Serbe ist jetzt ja zu Juventus Turin gewechselt. Der Transfer wurde heute Nachmittag vom Verein bestätigt. Und es steht offenbar auch schon ein Neuzugang bereit. Luca Pellegrini soll von Juventus Turin zu Frankfurt wechseln. Dieser Transfer ist aber noch nicht bestätigt. Das heißt im Umkehrschluss: Morgen wird Chris Lenz wieder in der Startaufstellung der Eintracht stehen, wie schon gegen Real Madrid am Mittwoch Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Bis jetzt finde ich, dass Chris Lenz das sehr gut gemacht hat gegen Real Madrid. Man muss auch sehen, dass er sehr lang keine 90 Minuten mehr gespielt hat und war ich sehr zufrieden mit seinem Auftreten. Und deswegen wird, so viel kann ich schon mal verraten, wenn er sich gut fühlt, Chris wieder spielen auf dieser Position.“ Dickhaus: Ja, bei den Mainzern hingegen hätte der Start nicht besser laufen können. Gleich im ersten Auswärtsspiel holen die 05er den ersten Sieg. Rischke: Und das ist erstaunlich, denn wenn man an die letzte Saison denkt, wir erinnern uns da, waren die Auswärtsspiele der Mainzer die große Achillesferse der 05er. Und deswegen ist das jetzt schon mal ein richtiges Statement. Und am Sonntag kommt dann Union Berlin zum ersten Heimspiel in der Saison, da können die Mainzer da den Start vergolden. Und gute Nachrichten für den Coach Bo Svensson: Er hat fast den ganzen Kader zur Verfügung. Nur zwei Spieler fehlen, darunter der Stürmer Johnny Burkardt. Er ist immer noch nicht fit […]

  • Nach 50 Jahren: Olympiarallye wird wiederholt

    Nach 50 Jahren: Olympiarallye wird wiederholt

    Und jetzt können alle Freunde des Motorsports noch mal so richtig in Nostalgie schwelgen: Vor genau 50 Jahren fand sie statt, die legendäre Olympia-Rallye – anlässlich der Olympischen Spiele 1972. Damals ging‘s über 3.300 Kilometer von Kiel nach München. Und nach einem halben Jahrhundert lebt diese Rallye nochmal auf. Bei dem Streckenabschnitt, der durch die Pfalz führt, waren wir dabei – außerdem mit von der Partie: Viele alte Kisten und ein Rallye-Pilot, der vor 50 Jahren noch gänzlich unbekannt war und später zur Legende wurde. Auf ihn haben alle gewartet. Deutschlands Rallye-Legende Walter Röhrl legt mit seinem Opel Ascona 400 einen kurzen Zwischenstopp ein. Mitten auf dem Stiftsplatz im Herzen von Kaiserslautern. Vor Autogrammwünschen kann sich der mehrfache Weltmeister kaum retten: Alte Magazine, Lenkräder – alles halten sie dem heute 75-Jährigen zum Unterschreiben hin. Die Olympia-Rallye von 1972 – Walter Röhrl führte sie damals als Amateur lange an. Walter Röhrl, Deutschlands Rallye-Legende „Das Entscheidende war, dass ich während der Rallye gemerkt habe, dass es einfach ist, schneller zu fahren wie die schnellsten Leute auf der Welt. Ich habe dann gesagt: Jetzt will ich wissen, ob ich der Beste bin. Und dann hat sich mein Leben geändert und das war, glaube ich, die richtige Entscheidung.“ Der Rest ist Geschichte. Allein vier Siege bei der Rallye Monte Carlo – mit vier unterschiedlichen Automarken. Walter Röhrl – nach wie vor der einzige Deutsche Rallye-Weltmeister. Vor 50 Jahren auch mit dabei war Werner Rehles aus Idar-Oberstein. Mit einen Renault R4 als Service-Fahrzeug, ausgestattet mit Ersatzreifen und Werkzeug. An die Strapazen erinnert er sich noch heute lebhaft. Werner Rehles, Sportfahrerteam Hunsrück „Dass ich auf der Fahrt auf der Autobahn jede Raststätte angefahren bin und den Kopf unters Wasser gehalten habe, damit ich noch einigermaßen fit war.“ Mit Erfolg. Das von ihm betreute Team, die Brüder […]

  • Rettungsschwimmer trainieren den Ernstfall

    Rettungsschwimmer trainieren den Ernstfall

    Immer weniger Menschen können schwimmen. Bei Kindern ist es besonders drastisch: Über die Hälfte aller Zehn-Jährigen sind keine sicheren Schwimmer, sagt die Wasserrettungsorganisation DLRG. Erst vor einigen Wochen ist ein Kind im Freibad in Nieder-Olm ertrunken. Rettungsschwimmer werden dementsprechend immer häufiger gebraucht. Wir haben uns bei einem Kurs in Nieder-Olm angeschaut, was man dafür lernen muss. Victoria übt hier für den Ernstfall. Sie ist gerade 18 geworden und startet jetzt in den Schulferien ihre erste Saison als Rettungsschwimmerin. Im Training ist es nur eine Puppe, im Arbeitsalltag jedoch ein Mensch. Vergangene Woche erst musste Victoria im Freibad in Nieder-Olm aktiv eingreifen: Victoria Andreev, Rettungsschwimmerin „Das Becken war voll mit Kindern, mit Eltern und dann war da ein kleiner Junge, vielleicht 6, 7 nicht älter, ohne Schwimmflügel, ohne Schwimmweste – stand unten in Nichtschwimmerbecken, Kopf in den Nacken gestreckt, auf Zehenspitzen, hat sich gerade so über Wasser gehalten und ist dann immer tiefer, tiefer ins Wasser gegangen und stand dann letzten Endes Mitten im Becken, Niemand war in der Nähe, kein Elternteil, keine Aufsichtsperson, niemand, war kurz davor abzusaufen. Dann bin ich halt ins Wasser und habe es rausgeholt.“ Gelernt hat das Victoria bei Übungsleiter Malte Senska. Er trainiert die Rettungsschwimmer ehrenamtlich zwei Mal in der Woche. Malte Senska, DLRG Übungsleiter „Das große Problem, das wir in den letzten zwei Jahren hatten, obendrauf auf die sowieso schon prekäre Lage, ist, dass ganz viele Kinder, Jugendliche und zunehmend auch Erwachsene nicht in der Lage sind, sicher zu schwimmen.“ Sicher schwimmen, darunter versteht die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft ausdauernd schwimmen. Entsprechend dem Jugendschwimmabzeichen Bronze heißt das: 400 Meter in 15 Minuten schaffen und zwei Meter tief tauchen. Rettungsschwimmer müssen dabei auch noch jemanden aus dem Wasser ziehen können. Matthias, Rettungsschwimmer „Man müsste es als Erwachsener eigentlich können, aber man merkt, wie viel man vergisst im […]

  • Eintracht will den Supercup

    Eintracht will den Supercup

    Droht der Frankfurter Eintracht die nächste herbe Schlappe zu Saisonbeginn? Nach dem 1:6 zum Bundesliga-Auftakt gegen Bayern München haben es die Hessen heute Abend mit einem nicht minder großen Kaliber zu tun: Im Spiel um den UEFA Supercup trifft der amtierende Europa League-Gewinner auf den aktuellen Champions League-Sieger Real Madrid! Hammer-Aufgabe für die Eintracht, zumal ihr bester Spieler die Reise in den Endspiel-Ort Helsinki erst gar nicht angetreten hat. Filip Kostic – das war es nun für ihn bei Eintracht Frankfurt. Der Flügelflitzer – von der UEFA noch als bester Spieler der Europa League geehrt – wechselt zu Juventus Turin. Das Trainingsgelände verlässt er still über den Seitenausgang, einmal quer über den Nebenplatz. Äußern mag sich der Serbe zu seinem Wechsel nicht – dafür spricht am Abend der Trainer: Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich hab zu ihm gesagt: ‚Filip, wenn du mal Eintracht Frankfurt verlässt, dann sollst du uns als Held verlassen‘. Und jetzt verlässt er als Europapokalsieger die Eintracht als Held, der das mitgeprägt hat, auch Player of the Year in der Europa League, was er sich auch verdient hat. Und das gönne ich ihm vom Herzen. Aber natürlich: aus sportlicher Sicht ist es schade.“ Schade – auch weil die Eintracht im Gegensatz zu Real Madrid heute Abend nicht mit der original Finalsieger-Mannschaft auf dem Feld stehen kann. Er war beim Endspiel in Sevilla dabei und hatte maßgeblichen Anteil am Titelgewinn: Torhüter Kevin Trapp. Muss er heute Abend wieder mehr Bälle aus dem Netz holen, als ihm lieb ist? Kevin Trapp, Torwart Eintracht Frankfurt: „Natürlich hat Real Madrid unfassbar viel Qualität, aber das haben wir auch, das haben wir schon bewiesen. Wir wissen, was wir gut machen müssen und sehr gut machen müssen. Und wissen auch, was wir für Qualitäten haben in unserem Spiel. Von daher freuen wir […]

  • Frauenfußball im Aufwind – TSV Schott Mainz vor dem Saisonstart

    Frauenfußball im Aufwind – TSV Schott Mainz vor dem Saisonstart

    Bundeskanzler Olaf Scholz hat heute den Deutschen Fußball-Bund in Frankfurt besucht. Dabei wiederholte er seine Forderung, dass die Frauen-Nationalmannschaft bei Turnieren die gleichen Erfolgsprämien erhalten sollten wie die DFB-Elf der Männer. Verbandspräsident Bernd Neuendorf kündigte an, mit den Gremien darüber zu reden, ob das über Jahrzehnte gewachsene Prämiensystem noch zeitgemäß sei. Neuendorf stellte aber klar, dass trotz gleicher Tätigkeit die Märkte immer noch sehr unterschiedlich seien. Auch DFB-Geschäftsführer Oliver Bierhoff hatte mehrfach darauf verwiesen, dass der Männerfußball viel höhere Einnahmen erziele als der Frauen-Fußball. Doch unabhängig von den Erfolgsprämien, gibt es Frauenfußball noch viel zu tun, wie wir wir bei einem Besuch des TSV-Schott Mainz erfahren haben. Die Kickerinnen vom TSV Schott Mainz. Hier spürt man schon einen positiven Effekt durch die sehr erfolgreiche Europameisterschaft. Nadine Kreß, Abteilungsleiterin Frauen-Fußball TSV Schott Mainz „Tatsächlich haben wir die eine oder andere Anfrage von Juniorinnen schon bekommen. Mädels, die die EM geschaut haben und begeistert sind und jetzt auch anfangen wollen.“ Weitere gute News für die Schott-Frauen: Im April kündigte Mainz 05 an: Wir gründen eine Frauenfußballmannschaft. Genauer: Eine Kooperation mit dem TSV Schott. Christian Heidel, Vorstand Sport 1. FSV Mainz 05 am 01.04.2022 „Mainz 05 steigt jetzt in den Frauenfußball ein. Wir wurden ja schon des Öfteren kritisiert, dass wir das bislang noch nicht getan haben.“ Die Kooperation mit Mainz 05 zeigt jetzt schon Wirkung. Spielerinnen wechseln aus höheren Ligen zu Schott, um künftig für Mainz 05 spielen zu können. Wie Ebru Uzungüney. Sie kam vom Erstligisten Eintracht Frankfurt zurück zu ihrem früheren Verein. Ebru Uzungüney, Spielerin TSV Schott Mainz „Mainz 05 ist ein Riesenverein. Kann man sich ähnlich vorstellen, wenn man so in die Umgebung schaut, Eintracht Frankfurt. Mainz 05 mega mega, das zieht natürlich an.“ Aktuell spielt der TSV Schott in der Regionalliga. Sie trainieren wie Profis, sind aber Amateure. […]

  • Deutschland-Achter mit neuer Besatzung zur EM

    Deutschland-Achter mit neuer Besatzung zur EM

    Am Donnerstag starten die Ruder-Europameisterschaften in München. Eine große Medaillenhoffnung des deutschen Teams ist traditionell der Achter, dieses Jahr mit neuem Steuermann: Jonas Wiesen aus Brieden an der Mosel. Angefangen hat er in der Ruder-AG in der sechsten Klasse – jetzt hat er das Kommando im Deutschland-Achter, dem Flaggschiff des deutschen Ruderverbands. Mit 23 Kilometern pro Stunde fegt der Ruder-Achter über den Kanal. Der Motor: Acht Ruderer – der Kopf: ein Steuermann. Seit dem Frühjahr steht fest: Jonas Wiesen übernimmt diese wichtige Position. Der 26-Jährige startet für den Ruderverein Treis-Karden und ist im Deutschland-Achter dafür zuständig, das Boot in die richtige Richtung zu lenken. Jonas Wiesen, Steuermann im Deutschland-Achter „Das ist mein Platz, hier sitze ich, da habe ich die Füße und mein wichtigstes Instrument ist die Cox-Box, die hier steht. Das ist mein Lautsprecher, mit dem ich mit dem Boot reden kann, das heißt, ich habe hier ein Mikrofon und wenn ich dadurch rede hört man’s, da sind Lautsprecher im Boot verbaut und so kann ich mit der Mannschaft kommunizieren. Und da geht’s darum zu sagen, okay, jetzt im Rennen den Spurt anzusagen oder auch über das Renngeschehen zu informieren. Wie wollen wir jetzt nochmal technisch reagieren, was für einen Akzent setzen wir, um jetzt über den Spurt nochmal ein bisschen schneller zu sein. Ja, ganz verschiedene Aufgaben, die da kommen. Aber die Kommandos kommen von meinem Platz und die Jungs konzentrieren sich voll und ganz aufs Rudern.“ Siebzehneinhalb Meter misst das Boot – und wiegt gerade mal 96 Kilo. Ähnlich viel wie ein Ruderer. Nur beim Steuermann ist das anders. Jonas Wiesen, Steuermann im Deutschland-Achter „Die Jungs müssen so viel ziehen, wie sie irgendwie können, und je mehr Gewicht mitgeschleppt wird, desto anstrengender ist das natürlich und desto langsamer ist man über die Zwei-Kilometer-Strecke. Und wir als Steuerleute […]

  • Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Frankfurter Europa-League-Sieger gegen den Münchner Rekordmeister. Ein Knaller zum Start der Bundesliga. Mehr dazu mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold. Markus Appelmann, Moderator: Endlich ist es wieder soweit. Die Fußball-Bundesliga startet in die neue Saison und das mit einem richtigen Kracher. Bei mir im Studio ist Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Thorsten, heute Abend das feierliche Eröffnungsspiel 20:30 Uhr ausgerechnet Eintracht Frankfurt gegen den Rekordmeister FC Bayern München. Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, da freuen sich wirklich alle hier in der Region und der amtierende deutsche Meister, der bestreitet ja immer das Eröffnungsspiel, also die Bayern. Und da dachten die Spielplanmacher diesmal: „Ja, dann nehmen wir einfach den amtierenden Europa-League-Sieger mal dazu, Eintracht Frankfurt“. Toller Knalleffekt zum Starten. Das ehrt natürlich noch mal Trainer Oliver Glasner und sein Team. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Dass wir hier dieses Heimspiel bekommen haben, das, denke ich, ist auch eine Auszeichnung für das letzte Jahr. Und dem wollen wir natürlich dann auch gerecht werden. Freitagabend, Prime Time, gegen den amtierenden Deutschen Meister. Fußball-Herz, was willst du mehr? Arnold: Und er sagt’s: Prime Time. Das Spiel wird live übertragen bei uns in Sat.1. Also es muss eigentlich keiner mehr umschalten. Halb neun ist Anpfiff, ab 19:00 schon die Vorberichterstattung und ich denke, es wird auch ein riesen Spiel. Da können sich alle Fans in Frankfurt freuen. Appelmann: Ich kenne noch ein paar Fans, die sich freuen, nämlich die von Mainz 05, das erste Auswärtsspiel der Bundesligasaison und zwar „tief im Westen“. Arnold: Genau, beim VfL Bochum. Ich weiß nicht, ob Herbert Grönemeyer wieder mit dem Mikro vor der Kurve steht und einheizt. Das war ja mal so und da dachte jeder: „Was ist jetzt los?“. Aber klar, die Bochumer Atmosphäre auch einzigartig. Und da macht sich auch Mainz Trainer Bo Svensson so seine Gedanken. Bo […]

  • 12-jähriger Moritz mischt Kart-Szene auf

    12-jähriger Moritz mischt Kart-Szene auf

    Vielleicht haben wir jetzt einen zweiten Sebastian Vettel? Moritz Fischer aus Eich bei Worms hat sich mit seinen 12 Jahren schon einen Namen im Kart-Sport gemacht – ist gerade vom ADAC als Förderpilot aufgenommen worden. Wir haben Moritz beim Training besucht. Mit 110 km/h in die Kurve. Für Kartfahrer Moritz Fischer kein Problem. Im Training auf seiner Lieblingsstrecke in Kerpen, heizt er den anderen Fahrern ordentlich ein. Der 12-jährige sitzt seit 4 Jahren am Steuer und weiß genau wie er mit dem Boliden umgehen muss. Seitdem ist er vom Rennsport begeistert. Moritz Fischer, Kartfahrer „Das Besondere für mich beim Kartfahren ist das Adrenalin, das man spürt, und auch die ganze Geschwindigkeit, die Kräfte, denen man ausgesetzt ist. Das ist halt einfach was Besonderes für mich.“ 28 PS haben die Fahrzeuge. Bei gerade einmal 145 Kilogramm inklusive Fahrer, beschleunigen die Karts in kürzester Zeit. Dabei die Kontrolle zu behalten – eine echte Herausforderung. Konzentration ist das A und O. Deshalb ist Moritz jedes Mal wenn er auf die Strecke fährt voll fokussiert. Moritz Fischer, Kartfahrer „Ich gehe alles nochmal durch, ob alles am Kart passt, ich gehe den Start nochmal durch – also simuliere ihn in meinem Kopf – und dann gehe ich nochmal die Runde durch, dass auch ja alles passt.“ Und wenn dann alles passt heißt es: Gas geben, Ideallinie suchen und Überholen. Das Alles liegt Moritz im Blut. Denn sein Großvater war ebenfalls Rennfahrer. Team-Mechaniker und Papa Hans-Peter erinnert sich noch gut an Moritz großes Interesse an Opas Rennwagen. Hans-Peter Fischer, Vater von Moritz „Bei jeder Gelegenheit hat er in der Garage im Fahrzeug gesessen und hat da quasi am Lenkrad gedreht. Die Füße haben natürlich in keinster Weise an die Pedale gepasst. Und von daher hat er das von Kindesbeinen aus in die Wiege gelegt bekommen.“ Da […]

  • Team-Check: Eintracht Frankfurt vor dem Bundesligastart

    Team-Check: Eintracht Frankfurt vor dem Bundesligastart

    Nur noch zwei Mal schlafen, dann geht sie endlich wieder los! Die neue Fußball-Bundesliga-Saison! Und reizvoller könnte ein Eröffnungsspiel nicht sein: Europapokal-Sieger Eintracht Frankfurt empfängt am Freitagabend den Deutschen Meister Bayern München. Haben die Hessen das Zeug, in diesem Jahr mit den ganz Großen mitzuhalten? Die Eintracht im 17:30–Teamcheck. Da ist das Ding! Die Eintracht-Fans immer noch selig. Der Europapokal-Sieg in Sevilla lässt die Hessen mit einer Riesen-Euphorie in die aktuelle Bundesliga-Saison starten. Und zu den Euro-Helden haben sich namhafte Kicker hinzugesellt. Transfers Er war ohne Zweifel der Überraschungs-Coup in der Sommerpause: Weltmeister Mario Götze. Beim überzeugenden Sieg der Eintracht in dieser Woche im DFB-Pokal in Magdeburg war der prominente Neuzugang gleich auf den Punkt da, leitete mit klugen Pässen mehrere Treffer ein. Klares Spiel und klarer Kopf: Mario Götze, Mittelfeldspieler Eintracht Frankfurt „Ich glaube, dass meine Stärken dann irgendwo auch im letzten Drittel sind, in engen Räumen, gegen tief stehende Gegner, um Lücken zu finden, Lücken zu reißen und da der Mannschaft zu helfen. Einfach das Puzzleteil zu sein, was ich sein kann für die Mannschaft.“ Auch im Sturm hat die Eintracht mit dem Ex-Leverkusener Lucas Alario einen Angreifer verpflichtet, der dem Verein sofort weiterhelfen kann. Und auch auf die Kopfballstärke des französischen Neuzugangs Randal Kolo Muani können die Frankfurter setzen. Trainer Oliver Glasner – der Vater des historischen Europapokal-Triumphs. Die Eintracht und Glasner – das passt! Der Österreicher führte in Frankfurt einen neuen Rhythmus im Training ein, unterbricht ganz oft, macht vor, korrigiert und erklärt. Glasner war und ist ein echter Glücksgriff für die Eintracht und sitzt bei den Hessen so fest im Sattel, wie kaum ein anderer aktueller Bundesliga-Trainer bei seinem Club. Prognose Es könnte ein weiteres großartiges Jahr für die Eintracht werden. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte werden hier im Deutsche Bank Park die feierlichen […]

  • Team-Check: Mainz 05 vor dem Start in die neue Saison

    Team-Check: Mainz 05 vor dem Start in die neue Saison

    Der Start ist für die Fußballer von Mainz 05 schon mal geglückt. Am Sonntag gab es einen ungefährdeten 3:0 Sieg in der ersten DFB-Pokal-Runde. Und am Wochenende fällt dann die neue Bundesliga-Saison los. Wir nehmen den FSV Mainz 05 vorm Startschuss mal genauer unter die Lupe – in unserem Team-Check. Mainz 05 befindet sich in ruhigem Fahrwasser. Die letzte Bundesliga-Saison beendeten die Rheinhessen auf einem soliden achten Platz. Das Team ist im Kern zusammen geblieben. Aus der Stammelf der letzten Saison gab es drei Abgänge. Am schwersten wiegt der Abschied des Kapitäns Moussa Niakhaté. Dessen Lücke in der Verteidigung soll er schließen: Neuzugang Maxim Leitsch. Neben weiteren Neuzugängen macht aber besonders ein gefühlter Neuzugang von sich reden: Delano Burgzorg. Im letzten Testspiel der Vorbereitung wirbelte er den Gegner ordentlich durcheinander. Burgzorg war im vergangenen Winter nach Mainz gekommen, doch kurz darauf fiel der Niederländer bis Saisonende aus: Wegen Corona und anschließender Herzmuskelentzündung. Jetzt ist Burgzorg topfit am Start. Bo Svensson geht in seine zweite volle Saison als Bundesliga-Trainer. Letzte Saison wurde er für seine Wechselentscheidungen kritisiert: Svensson wechsle nicht genug durch – oder einfach zu spät im Spiel. Der Däne würde bei den Startaufstellungen immer am gleichen Personal festhalten. Vor allem im Sturm bekamen Karim Onisiwo und Jonny Burkardt kaum Pausen – und im Saisonendspurt ging ihnen die Puste aus. Svensson muss auch mal anderen Spielern eine Chance geben, um das Team frisch zu halten. Der Abwehr-Umbau wird sich bemerkbar machen. Letzte Saison stellten die Mainzer die viertbeste Defensive der Liga. Da dürfte es jetzt mehr knirschen. Vor allem im Spielaufbau ist Qualität verloren gegangen. Wenn aber die Neuzugänge schnell funktionieren, sollten die 05er zumindest mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben. Und wenn Svensson es schafft, seine Jungs weiterzuentwickeln, dann ist auch ein einstelliger Tabellenplatz wieder möglich.

  • Frauenfußball-Nationalmannschaft feiert Vizeeuropameisterschaft in Frankfurt

    Frauenfußball-Nationalmannschaft feiert Vizeeuropameisterschaft in Frankfurt

    Das war knapp. Mit einem 2:1 in der Verlängerung verlieren die Frauen der deutschen Fußballnationalmannschaft das EM-Finale gegen England. Nach einem überragenden Turnier und einem dramatischen Endspiel ist Rekord-Europameister Deutschland leider nur auf Platz zwei gelandet. Die Fußball-Frauen sind Vize-Europameister. Den Frust sieht man den Spielerinnen förmlich an. Nach einer kurzen Nacht ging es dann direkt zurück. Der Flieger landete am frühen Nachmittag am Frankfurter Flughafen. Und dann ab zum Römer. Klar war schon vorher, dass es auch eine Party geben würde, wenn die Fußball-Frauen als Vize nach Hause kommen. Und bei der Stimmung am Nachmittag wurde klar: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist Sieger der Herzen. Melissa Printz „Die haben echt ein Mega-Turnier gespielt, absolut. Die haben Deutschland begeistert, das hat man auch im Internet, ja im Internet auf den sozialen Medien gesehen.“ Ohne Namensnennung „Es ist wichtig, jetzt Flagge zu zeigen und hinter der Mannschaft zu stehen, gekämpft haben sie bis zum Schluss.“ Martina Roth „Wie es dann in die Verlängerung ging, also man fiebert da so mit. Ja, also ich fand es richtig schade – es hat mir sehr, sehr leid getan.“ Helge Kunzemann „Das muss der große Schub sein. Ich habe selber als Mädels-Trainer gearbeitet und weiß, wie schwer das ist, überhaupt im Verein selber Mädels zu repräsentieren. Die laufen einfach so nebenher. Den Männern ist das scheißegal, was die Mädels machen, das muss sich verändern.“ Roswitha Heldmann „Die hätten es verdient gehabt ja. Aber einer muss verlieren.“ Mareike Michaelis „Das ganze Team hat es einfach mehr als verdient, dass wir sie feiern. Und dass sie das für ihre Saison mitnehmen werden. Ob jetzt bei sich in der Mannschaft, für die Nationalelf oder Euro-Champions-League. Haben sie mehr als verdient.“   Markus Appelmann, Moderator: Ein gebührender Empfang der Vize-Europameisterinnen. Und da schalten wir hin. Auf dem Frankfurter Römerberg steht […]

  • DFB-Pokal mit Frankfurt und Darmstadt

    DFB-Pokal mit Frankfurt und Darmstadt

    Sieg und Niederlage für unsere rheinland-pfälzischen Profiteams am DFB-Pokal-Wochenende: Mainz 05 gab sich im Erzgebirge keine Blöße und gewann bei Drittligist Aue mit 3:0. Ausgeschieden ist hingegen der 1.FC Kaiserslautern – 1:2 nach Verlängerung hieß es am Ende gegen den SC Freiburg. Heute nun sind unsere hessischen Profiteams dran: Die Frankfurter Eintracht muss in Magdeburg antreten, Darmstadt 98 spielt in Ingolstadt. Die Eintracht-Vorbereitung nach der Sommerpause – getreu dem Motto: Stars zum Anfassen. Mit dem Bus ging’s über Land. Die aktuelle Form in Testspielen checken, so wie hier vergangene Woche in Walldorf. Tuchfühlung mit dem Europa-League-Sieger. Doch die Wohlfühl-Kuscheleinheiten – heute Abend sind sie vorbei! Denn dann erwartet die Eintracht das hier: Das erste Pflichtspiel – gleich in einem Hexenkessel. Auswärts beim Zweitliga-Aufsteiger Magdeburg. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Coole Mannschaft, muss ich sagen. Also sie haben eine ganz klare Idee, wie Sie Fußball spielen wollen, die sie auch mit knapp 14 Punkten Vorsprung in der dritten Liga zum Meister werden haben lassen. Versuchen, vieles fußballerisch zu lösen, haben quasi mit dem Torwart einen elften Feldspieler, der sich immer wieder sogar bis 40 Meter vor dem Tor mit in den Spielaufbau integriert, haben in der Offensive viele schnelle, quirlige Spieler.“ Einige Arbeit also für die Eintracht-Defensive. In der Trainer Oliver Glasner wohl wieder auf Evan N’Dicka zurückgreifen kann. Zuletzt klagte der Abwehrspieler noch über Probleme in der Wade. Und auch Torwart Kevin Trapp dürfte heute Abend in Kasten stehen, hat seine leichte Erkältung auskuriert. Und der Neuzugang des Sommers – Mario Götze? – jedenfalls ein heißer Kandidat für die Start-Elf. Die Eintracht also: ready to start – Anpfiff heute ist um Viertel vor neun. Bei Darmstadt 98 hat man das Pokal-Los „Auswärts in Ingolstadt“ mit gemischten Gefühlen aufgenommen. Ein unangenehmer Gegner, der wenig Fehler verzeiht. Trotzdem: Es ist DFB-Pokal! Und […]

  • Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Unser Sportreporter Thorsten Arnold bringt Sie auf den aktuellen Stand zum anstehenden DFB-Pokal Wochenende. Markus Appelmann, Moderator: Und jetzt kommen wir zum Fußball, wo die Euphorie von Tag zu Tag steigt. Nicht nur wegen der tollen Leistung unserer Frauen-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in England, sondern auch, weil die Männer-Bundesliga endlich wieder startet und am Wochenende vorher traditionell der DFB-Pokal. Endlich wieder im Studio ist Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Hallo Thorsten. Thorsten Arnold, Sportreporter: Hallo Markus. Appelmann: Lass uns bei Mainz 05 starten, die im Erzgebirge am Sonntag ran müssen. Arnold: Ja, und im DFB-Pokal in der ersten Runde, der heißt es ja immer traditionell „klein gegen groß“ und von den Kleinen haben die Mainzer leider wohl den unangenehmsten mit erwischt. Erzgebirge Aue sind zwar aus der zweiten Liga abgestiegen, aber jetzt mit Wut im Bauch wollen sie es trotzdem natürlich wissen. Und da sage ich: Achtung, Mainz 05, Stolpergefahr! Das haben sie ja schon mal erlebt in der ersten Runde, da war es fast aus und das sieht auch Trainer Bo Svensson so . Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Man soll auf alles vorbereitet sein und als Trainer gehe ich in das Spiel mit dem Wissen, dass wir die Favoriten sind. Aber wenn wir ein bisschen nicht unsere Tagesform erreichen, dann wird es schon sehr schwer.“ Arnold: Ja, da hat er recht. Und es gibt eine Neuigkeit: Trainer Bo Svensson hat heute den Mannschaftskapitän verkündet. Er wird’s sein: Silvan Widmer, der Schweizer Nationalspieler, wird also in dieser Saison die Binde tragen. Appelmann: Und wir schauen aufs nächste Spiel und blicken in die Pfalz. Der 1. FC Kaiserslautern gegen den SC Freiburg am Sonntag. Arnold: Zweite Liga gegen erste Liga. Die Freiburger bärenstark, die waren ja im letzten Jahr sogar im Pokalfinale. Also das wird ein ganz schwerer […]