Sport

  • Sporttalk zur Fußball-Bundesliga

    Sporttalk zur Fußball-Bundesliga

    Unser Sportreporter mit Erinnerungen an den Fußballweltmeister Horst Eckel und einem Ausblick auf das Fußballwochenende. Markus Appelmann, Moderator: Am Anfang der Sendung haben wir darüber berichtet. Mit Horst Eckel ist der letzte Fußballweltmeister der 1954er Helden-Mannschaft heute gestorben. Ganz Kaiserslautern, ganz Rheinland-Pfalz, ja, ganz Fußball-Deutschland trauert. Wir sprechen darüber jetzt mit Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Thorsten, wie hast du hast Eckel erlebt? Was hat ihn ausgezeichnet? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, mit Horst Eckel., das waren wirklich immer sehr besondere Momente. Er war ein sehr bodenständiger, bescheidener, auch sehr höflicher Mensch. Wir durften ihn ja noch ganz oft treffen nach seiner aktiven Zeit. Ob das jetzt bei der Kartoffelernte in der Pfalz war, da sehen wir es., oder bei der Zugtaufe oder bei Benefizspielen, wo er selber noch gern gegen das runde Leder getreten hat und es dem einen oder anderen Jungen noch gezeigt hat. Oder hier bei den FCK Aufstiegsfeiern, da war er immer mittendrin. Also, wir verneigen uns wirklich vor einem der größten Sportidole, die die Region hervorgebracht hat. Und auf den Fußballspielen an diesem Wochenende wird ganz sicher der Sportlegende Horst Eckel gedacht. Appelmann: Und auf den Fußballspielen an diesem Wochenende wird ganz sicher der Sportlegende Horst Eckel gedacht. Lass uns natürlich auch über die Bundesliga sprechen. Mainz 05 spielt gegen den VfL Wolfsburg am Wochenende. Arnold: Ja, vor 10.000 Zuschauern. Das ist ja seit gestern klar. Die Corona-Verordnung gibt es ja so vor. Und die Wolfsburger, die bringen einen alten Bekannten mit, also quasi einen „Meenzer Bub“: Ridle Baku. Da sehen wir es. Der hat ja sämtliche Jugendmannschaften der Mainzer durchlaufen, ist auch in der Stadt geboren und jetzt? Da präsentiert er sich als stolzer Champions-League-Torschütze. Und jetzt kehrt er zurück nach Mainz für einen Tag. Und Trainer Bo Svensson, der kennt ihn ja noch aus […]

  • Aufschlag für Tennislegende Boris Becker in Hofheim

    Aufschlag für Tennislegende Boris Becker in Hofheim

    Um die Planung der nach Boris Becker benannten Akademie im hessischen Hofheim war es lange Zeit still. Vor zwei Jahren stellte die Tennislegende gemeinsam mit einem Investor die Pläne des 20-Millionen-Euro-Projekts vor, seitdem gab es wenig Neues vom selbsternannten „größten und wichtigsten Tennisprojekt Europas“ – bis heute. Becker hat sich ein Bild von der ersten fertigen Halle gemacht. Aufschlag in Hofheim! Einer der größten, die es im Tennis je gab, zu Besuch in der bald größten Tennishalle der Welt. Dieser Rekord soll an der „Boris Becker International Tennis Academy“ in der zweiten Bauphase erreicht werden. Doch nicht nur von außen, sondern auch am Netz soll die Handschrift des dreimaligen Wimbledon-Siegers erkennbar sein. Boris Becker, ehemaliger Tennis-Profi „Jetzt muss man auch mal ins Gespräch gehen: Wie ist denn der Lehrgang an sich? Also das Tennis-Lehrbuch von Boris Becker. Da muss ich mich mit den Trainern unterhalten. Das muss jetzt alles passieren in den nächsten Monaten.“ Acht Plätze sind auf dem ehemaligen Tetra-Pak-Gelände im Taunus bislang bespielbar. In rund zwei Jahren soll die nach eigenen Angaben „modernste Tennishalle der Welt“ fertig sein – mitsamt riesigem Areal, Außenplätzen, Restaurant, Hotel, Büros sowie eine Schule und Wohnungen für den Nachwuchs. Stolze 50.000 Euro kostet ein Jahr an der Akademie. Die Nachfrage ist enorm, sagt der Investor. Khaled Ezzedine, Gründer „Boris Becker International Tennis Academy“ „Wir haben eine Warteliste von 340 Familien und die sagen: ‚Sobald euer Internat steht, sind wir da mit unseren Kindern.‘ Und die Warteliste ist zwar keine, ich sage mal, 100% verbindliche, aber wir sind schon kleine Vorverträge mit diesen Familien eingegangen und das ist sensationell.“ Ursprünglich war die Eröffnung schon in diesem Jahr geplant. Doch unter anderem wegen Corona und einem Wechsel des Architekturbüros habe es Verzögerungen gegeben. Boris Becker wirbt für das Projekt übrigens nur mit seinem Namen. Tipps […]

  • Rallycross-Premiere auf dem Nürburgring

    Rallycross-Premiere auf dem Nürburgring

    Am Wochenende kam es auf dem Nürburgring zum Showdown. Gleich zwei Rennen der Rallycross-Weltmeisterschaft wurden in der Eifel ausgetragen und am Ende sollte dann der Weltmeister feststehen. Eigentlich hätten die Rennen schon letztes Jahr am Nürburgring Premiere feiern sollen – doch wegen der Pandemie ging die Rennserie jetzt erst an den Start. Spektakuläre Manöver, hohe Geschwindigkeiten, volles Risiko! Beim Rallycross geht es oft rau zu. Rempler und Dreher gehören hier einfach dazu. Arne Dirks, Geschäftsführer FIA World Rallycross „Das Besondere ist, dass es Rallysport auf einer Rundstrecke ist und sowohl hier auf Asphalt, aber auch auf Schotter fahren. Sehr kurze Rennen, sehr kurzweilig, drei – vier Minuten. Also sehr viel Action, viele Überholmanöver und normalerweise, auch in nicht-Covid-Zeiten, gute Unterhaltung hier vor Ort für die Zuschauer.“ Dem typischen Eifelwetter zum Trotz sind an den beiden Tagen jeweils knapp 4.000 Zuschauer an der Strecke. Die Fanszene von Rallycross in Deutschland ist groß. Mit der Premiere am Nürburgring erhofft man sich weitere Fans in der Eifelregion. Arne Dirks, Geschäftsführer FIA World Rallycross „Das ist natürlich toll für uns – es ist eine historische Strecke – hier am Nürburgring sein zu können. Es war nun lange in Planung. Es ist auch ausgefallen letztes Jahr. Dass es nun endlich hier startet und wir dabei sein können, ist super. Wir sind froh, dass es jetzt noch stattfindet und dass wir hier am Nürburgring dann auch den Weltmeister küren können.“ Nach neun Rennen in ganz Europa kommt die Saison in der grünen Hölle zum finalen Höhepunkt. Höllisch sind auch die Autos, die nach jedem Rennen auf der Strecke von den Mechanikern repariert werden müssen. Die Rennwagen beschleunigen von 0 auf 100 km/h in gerade einmal 1,8 Sekunden. Zum Vergleich: Ein Formel-1-Wagen braucht dafür 2,6 Sekunden. Diese Power kommt bei den Fans gut an. Sascha Wolf aus […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Die angespannte Corona-Lage beeinflusst auch das Bundesliga-Wochenende. Darüber sprechen wir mit unserem Sportreporter David Rischke. Eva Dieterle, Moderatorin: David, die aktuelle Corona Situation beeinflusst auch das anstehende Fußball-Wochenende oder? David Rischke, Sportreporter: So ist es. Wie in den anderen Bereichen der Gesellschaft auch, ist der Fußball davon betroffen und die Sorgen wachsen tatsächlich unter Fans im ganzen Umfeld. Ich persönlich zum Beispiel habe mich entschieden privat nicht mehr ins Stadion zu gehen, weil man sich einfach nicht so wohl fühlt. Zum Beispiel steht man ja auf einer vollgepackten Tribüne und das hat nichts mehr mit einem unbeschwerten Fußball-Erlebnis zu tun. Und manche Fans entscheiden sich mittlerweile auch dafür, trotz Impfung, freiwillig sich vor einem Spiel zu testen oder vor und danach, einfach um sich sicherer zu fühlen. Aber für mich persönlich hat das zum Beispiel nichts mehr mit einem unbeschwerten Erlebnis zu tun. Eva Dieterle: Aber die Regeln für den Stadionbesuch, die sind ja noch mal verschärft worden. Heute kam zum Beispiel ganz aktuell die Meldung bei Mainz 05 gilt ab dem Heimspiel kommende Woche die 2G-Regel im ganzen Stadion und die Maskenpflicht. David Rischke: Genauso ist es. Die Regeln wurden verschärft und dazu hat man ja auch die Stadionkapazität um 25% reduziert und Fans, die ein Ticket gekauft haben und nicht geimpft oder genesen sind, die können ihr volles Geld zurückerstattet bekommen. Und damit handelt Mainz 05 auch übrigens nach der aktuellen Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz. Also die Regeln wurden verschärft, ja, aber meine Einschätzung ist selbst unter diesen verschärften Regeln werden die Vereine die volle Kapazität nicht voll kriegen. Und man sieht auch die Mannschaft und auch das Trainerteam, die beschäftigt das Ganze natürlich auch unter der Woche. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05: „Wir lesen natürlich auch die Nachrichten und es gibt immer wieder neue Personen […]

  • Eintracht Frankfurt empfängt Royal Antwerpen

    Eintracht Frankfurt empfängt Royal Antwerpen

    Letztes Gruppenheimspiel in der Europa League für die Frankfurter Eintracht heute zuhause. Gegner ist die Mannschaft von Royal Antwerpen aus Belgien. Das Hinspiel hatte die Eintracht auswärts durch ein Elfmeter-Tor in der Nachspielzeit denkbar knapp mit 1:0 gewonnen. Heute will man die Frankfurter Fans aber nicht so lange zittern lassen. Und dabei mithelfen soll auch der angeschlagene Kapitän der Hessen. Sebastian Rode – ein Einsatz über die volle Spielzeit kommt auch heute für ihn nicht in Frage. Es wird wegen seiner Knieprobleme wieder nur für ein paar Spielminuten reichen. Sebastian Rode, Mittelfeldspieler Eintracht Frankfurt „Mich nervt diese Situation am meisten. Ich würde gerne auch mehr auf dem Platz stehen, das ist aber halt leider nicht möglich. Da bin ich im engen Austausch mit dem Trainer, wie wir das alles steuern und wie wir das langfristig dann auch hinbekommen. Ich will wie immer versuchen, so schnell wie möglich wieder topfit zu sein, um der Mannschaft zu helfen und alles andere wird man sehen. Da braucht sich keiner Sorgen um mich machen.“ Sorgenfrei kann derzeit auch Eintracht-Trainer Oliver Glasner etwas durchatmen. Zwei Auswärtssiege in Folge scheinen in der Bundesliga die erfolgreiche Wende eingeleitet zu haben. In der Europa League präsentiert sich die Eintracht ohnehin stabiler. Auch heute Abend, wenn hier um 21 Uhr der Anpfiff ertönt, soll das wieder so sein. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich freue mich darauf, so wie wir alle, wieder eine richtig coole Europapokal-Nacht hier in Frankfurt zu feiern mit unseren Fans. Ich freue mich riesig darauf, weil wir einfach in einer guten Verfassung sind. Wir werden wie in jedem einzelnen Spiel alles dafür geben, als Sieger vom Platz zu gehen, und dann wäre es eine richtig coole Geschichte.“ Cool auch, dass Abwehrspieler Christopher Lenz nach seiner langwierigen Oberschenkelverletzung endlich wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. Vergebens suchten […]

  • Festung Böllenfalltor

    Festung Böllenfalltor

    Eine Mannschaft rockt die zweite Liga: der SV Darmstadt 98. 26 Punkte haben die Lilien bis jetzt eingesammelt und stehen auf Tabellenplatz 2 – das ist schon beachtlich. Besonders stark sind die Lilien in dieser Saison in ihrem eigenen Stadion am Böllenfalltor. Woran liegt’s? Das Stadion am Böllenfalltor. Es ist ein Ort der Tradition, der Geschichte, der ausgelassenen Stimmung. Hier feuern die Lilien gerade ein Feuerwerk nach dem anderen ab. Zuletzt ein 4:0 gegen den Tabellenführer aus Sankt Pauli. Zwei der Tore gehen auf das Konto von Luca Pfeiffer, Darmstadts neuem Stürmerstar. Luca Pfeiffer, Stürmer SV Darmstadt 98 „Das ist ein unglaublich schönes Gefühl. Vor allem, wenn man dann auch mit den Toren der Mannschaft hilft. Man sieht auch immer, wir jubeln immer alle zusammen. Das ging aber schon beim 1:0 los, das ist einfach ein geiles Gefühl, wenn man hier zu Hause in Führung geht oder zu Hause ein Tor schießt.“ Und Tore in Heimspielen gab es in dieser Saison schon viele. 20 Mal haben Pfeiffer und Co. zu Hause getroffen, bei gerade mal drei Gegentoren. Eine unglaubliche Bilanz, die das „Bölle“, wie die Darmstädter ihr Stadion nennen, zur Hölle für jeden Gegner macht. 13.000 Fans passen rein, die Haupttribüne wird gerade neugebaut. Verglichen mit anderen Spielstätten sind die Zuschauerkapazitäten eher gering, was der Stimmung aber ganz und gar nicht schadet. Luca Pfeiffer, Stürmer SV Darmstadt 98 „Ich freue mich extrem auf jedes Heimspiel, ich hab da auch keine Angst, egal welcher Gegner kommt. Man steht früh mit einem guten Gefühl auf, man weiß, die Mannschaft funktioniert aktuell. Man weiß, man ist in der Lage, jeden zu schlagen. Und ja, ich glaube, es ist besonders, hier am Böllenfalltor zu spielen. Man kommt hier immer mit einem guten Gefühl aufs Feld, dann geben die Fans auch nochmal alles. Ich glaube, […]

  • Eintracht-Museum erhält Auszeichnung

    Eintracht-Museum erhält Auszeichnung

    Das Eintracht Frankfurt Museum kümmert sich seit Jahren um die Pflege der Vereinsgeschichte. Besonders die Zeit des Nationalsozialismus nimmt eine zentrale Rolle ein. Für diese wichtige Aufklärungsarbeit wurde das Museum jetzt mit dem Julius-Hirsch-Preis vom Deutschen-Fußball-Bundausgezeichnet. Ein berühmter Eintracht-Fan hat seinen eigenen Beitrag dazu geleistet: Helmut Sonneberg. Der heute 90-Jährige wurde als Kind von den Nazis verfolgt und ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Helmut Sonneberg, Holocaust-Überlebender „Mit dem Stern da auf der Brust wurden wir sehr angefeindet. Getreten. Geschlagen. Bespuckt. Das kann man ja net begreifen, wenn man in einem Alter ist, wo man sich quasi erst mal entwickelt und die Sprache richtig lernst und dann wirst du damit konfrontiert, dass du das nicht bist und das nicht kannst und das nicht darfst.“ Sonneberg, von allen „Sonny“ genannt, wird 1931 in Frankfurt geboren. Seine Eltern sind Juden. Sie leben getrennt. Sonnebergs Stiefvater ist Katholik und lässt Helmut taufen. Trotzdem gilt der Junge für die Nazis als Jude – wegen der Nürnberger Rassegesetze. Im Februar 1945 wird der 13-jährige Helmut nach Theresienstadt deportiert. Helmut Sonneberg, Holocaust-Überlebender „Es gab morgens Suppe, mittags Suppe, abends Suppe. Graupensuppe. Mal dick, mal dünn, mal süß, mal sauer. Und alle fünf Tage gab es eine Ration: 500 Gramm Brot, 50 Gramm Butter, 50 Gramm Zucker. Da kann man sich vorstellen, wie lange da gehalten hat. Eine halbe Stunde und dann war alles alle.“ Sonny erzählt seine Geschichte. Damit unterstützt er das Eintracht Frankfurt Museum. Mitarbeiter Axel Hoffmann beschäftigt sich ebenfalls damit, die NS-Vergangenheit des Klubs aufzuarbeiten. Ein Name ist da sehr prominent: Rudolf Gramlich. Der war nach dem Krieg Präsident der Eintracht und nach seinem Tod wurde Gramlich Ehrenpräsident. Aber: Es war bekannt, dass er Mitglied der Waffen-SS war. Axel Hoffmann, Mitarbeiter Eintracht Frankfurt Museum „Und daraufhin haben wir ein unabhängiges Institut, das Fritz-Bauer-Institut, mit einer Analyse […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Nach der Länderspielpause geht es für unsere heimischen Profi-Fußballvereine an diesem Wochenende weiter mit der Bundesliga. Aber natürlich wird auch der Sport vom Thema Corona überschattet. Thorsten Arnold bringt uns auf den neuesten Stand. Eva Dieterle, Moderatorin: Thorsten, es gab gestern schon einiges an Verwirrung, auch bei der Bundeskanzlerin. Ob denn jetzt ungeimpfte Profispieler aufs Feld dürfen oder nicht. Wie hast du das Ganze verfolgt? Thorsten Arnols, Sportreporter: Na ja, aktuell ist es ja so in ganz vielen Stadien 2G-Regelung für die Zuschauer. Aber unten auf dem Rasen, da dürfen auch ungeimpfte Spieler mitmachen. Und da haben viele Ministerpräsidenten gesagt: „Ja, das passt so nicht, das muss geändert werden. Das werden wir mal juristisch prüfen“. Aber da bin ich mal gespannt, denn aktuell ist die Rechtslage eigentlich sonnenklar: Die Zuschauer gehen da in ihrer Freizeit hin und die Profis, der Name sagt es ja schon, üben ihren Beruf aus. Und da ist es dann so wie in jeder ganz normalen Fabrik. Da gilt dann auch 3G. Also da bin ich mal gespannt, was da noch kommt. Aber natürlich, Corona hat auch dieses Wochenende schon Einfluss auf den Fußball. Örtliche Gesundheitsämter haben reagiert. Neben 2G oder 3G gibt es jetzt an jedem Platz im Stadion auch die Masken. Vielleicht in ganz vielen Stadien. Dieterle: Jetzt lass uns mal zum Sportlichen kommen. Mainz 05 wollte ja zuletzt Punkte im Akkord und das soll sich auch am Sonntag so fortsetzen, oder? Arnold: Das soll sich fortsetzen. Und die Mainzer, die sind jetzt im Aufschwung. Aber es gab einen Wermutstropfen. Anderson Lucoqui, der Außenverteidiger, hat sich verletzt im Training, am Innenband im Knie, und der fällt jetzt wohl vier bis fünf Wochen aus. Und trotzdem soll da dem Kölner Geißbock, dem sollen die Hörner langgezogen werden. Am Sonntag, da rechnet der Trainer mit einem […]

  • Weltmeister im Pole Dance

    Weltmeister im Pole Dance

    Früher verrufen, heute gefragt wie noch nie: Pole Dance ist mittlerweile zu einem ernstzunehmenden Sport aufgestiegen. Simon Koch aus Gießen hatte seine erste Trainingsstunde im Pole vor gerade mal fünf Jahren, und doch hat er in seiner vergleichsweise jungen Sportkarriere schon einiges abgeräumt. Und seit diesem Jahr führt er ganz offiziell die Weltspitze an. Kraft, Ausdauer, Eleganz: eine Kombination, die Simon Koch beherrscht, bis in den kleinen Zeh. Bei seiner ersten Weltmeisterschaft vor zwei Jahren holt er sich schon die Bronzemedaille, jetzt hat sich der vierfache Deutsche Meister seinen ganz großen Traum erfüllt: Pandemiebedingt fand die diesjährige WM online statt. Simon reicht die Kür seiner letzten Meisterschaft ein und holt sich gleich zweimal Edelmetall. In seiner Einzel-Performance wird er zum Vizeweltmeister gekürt, in der Doppelkür mit Partnerin sogar zum Weltmeister. Simon Koch, Pole-Weltmeister „Es war wirklich eine spannende Situation, weil es war ja sozusagen ein Livestream, der durchgespielt wurde. Alle Performances wurden gezeigt, dann kam die Punktevergabe Es war halt Sonntagvormittag, ich hatte mich da nicht irgendwie besonders zurecht gemacht und lag noch im Bett. Dann hab ich den Laptop aufgeklappt und gesehen, wie ich Weltmeister wurde. Das war schon irgendwie eine sehr besondere Situation.“ Ob Brass Monkey, Superman oder Allegra Split: Simon Koch lässt all diese Pole-Dance Figuren elegant aussehen. Dabei macht er den Sport seit gerade einmal fünf Jahren. Während seines Psychologiestudiums nimmt ihn eine Kommilitonin mit ins Training. Seitdem dreht sich für ihn alles um die Stange. Simon Koch, Pole-Weltmeister „Aber um da hinzukommen, wo ich jetzt bin, hat es schon wirklich viel, viel Arbeit gebraucht. Ich trainiere jede Woche mehrere Tage. Momentan bin ich eigentlich jeden Tag im Studio. Und man merkt auch, jetzt, wo ich dieses Stadium erreicht habe, dass wenn ich mal zwei Wochen nicht hingehe, verliere ich auch sofort wieder an Muskelmasse.“ Für […]

  • Markus Kauczinski – der neue Trainer bei Wehen Wiesbaden

    Markus Kauczinski – der neue Trainer bei Wehen Wiesbaden

    Markus Kauczinski ist seit einer Woche Trainer beim Dritt-Ligisten SV Wehen Wiesbaden. Kauczinski übernahm den Job vom überraschend entlassenen Rüdiger Rehm. Der hatte mehr als vier Jahre den SVWW trainiert – mit Erfolg. 2019 stieg Rehm mit der Mannschaft in die 2. Liga auf. Doch der Verein sah die sportlichen Ziele in dieser Saison gefährdet, deshalb musste Rehm seinen Platz an der Seitenlinie räumen. Und da steht jetzt er: Markus Kauczinski, 51 Jahre alt, ein erfahrener Trainer, der schon beim Karlsruher SC, St. Pauli und Dynamo Dresden gearbeitet hat. Jetzt also: Wehen Wiesbaden. Markus Kauczinski, Trainer SV Wehen Wiesbaden „Ich sehe eine Mannschaft, die sehr willig ist, die laufen kann, die kämpfen, und jetzt geht es darum, eine Struktur zu finden, besser zu kombinieren, auch mal eine Phase zu haben, wo man einen Ball halten kann.“ Markus Kauczinski steht für aktiven Fußball und hat seine eigenen Wunschvorstellungen. Aber: Er will seine Spielweise nicht um jeden Preis durchdrücken. Markus Kauczinski, Trainer SV Wehen Wiesbaden „Wichtig ist für mich aber, dass es zur Mannschaft passt. Weil was einer nicht leisten kann, das kann ich auch nicht einfordern. Sondern es geht dann, von dem, was man kann, Schritte zu gehen.“ Ein erster Schritt könnte sein: Torchancen nutzen. Denn das war letzte Woche das Problem. Da war Wehen Wiesbaden überraschend im Landespokal rausgeflogen. Gegen Türkgücü Friedberg einen Fünftligisten. Eine peinliche Pleite. Markus Kauczinski, Trainer SV Wehen Wiesbaden „Also, wir suchen da keine Ausreden. Wir haben genug Chancen gehabt, die Mannschaft hat Möglichkeiten gehabt, diese zu nutzen. Wir waren drückend un deutlich überlegen. So ein Spiel, egal ob ein Trainer drei Tage oder drei Jahre da ist, so ein Spiel darf nicht verloren gehen.“ Am kommenden Wochenende wartet aber ein anderes Kaliber. Dann steigt die Liga-Premiere für Markus Kauczinski. Ausgerechnet auswärts beim formstarken 1. FC […]

  • Sportpresseball in Frankfurt

    Sportpresseball in Frankfurt

    Und jetzt wird es bei 17:30 glamourös! Auf einen Ball mussten wir lange verzichten. Jetzt gab es erstmals wieder den Deutschen Sportpresseball in Frankfurt. Endlich wieder Starauflauf auf dem roten Teppich vor der Alten Oper, wenn auch unter Corona-Bedingungen. „Willkommen zurück“ – so das Motto beim 39. Sportpresseball. Erstmals nach zwei Jahren wieder Blitzlichtgewitter für die Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Medien. Endlich wieder das Tanzbein schwingen und das Gala-Menü genießen – wegen Corona unter strikten 2G-Regeln. Nur geimpft und genesen, dafür aber ohne Abstand oder Maskenpflicht. Fabian Hambüchen, Reck-Olympiasieger 2016 „Echt cool. Ich meine, wir haben uns alle nur mal per Telefon gehört oder per Zoom bei Interviews gesehen. Aber jetzt mal wieder live und in Farbe, das macht richtig Spaß.“ Volker Bouffier, CDU, Ministerpräsident Hessen: „Wir müssen nach wie vor vorsichtig sein, deshalb läuft das hier unter 2G. Aber es ist doch schön, dass wir endlich mal wieder in Echt zusammen kommen. Ich freue mich vor allem auch für die vielen Künstlerinnen und Künstler. Die haben anderthalb Jahre eine bittere Zeit hinter sich und so ein Ball gibt viele Chancen.“ Malaika Mihambo, Weitsprung-Olympiasiegerin 2021 „Das ist natürlich schön, dass große Veranstaltungen wieder stattfinden können. Natürlich aber auch nur mit einem guten Hygienekonzept. Von daher ist das natürlich das Wichtigste, dass man Veranstaltungen nur in dem Rahmen macht, in dem die Pandemie das auch gerade zulässt.“ Weitsprung-Goldgewinnerin Malaika Mihambo erhält den Pegasus-Preis „Sportlerin mit Herz“. Die 27-Jährige ging während dem ersten Lockdown mit einem täglichen Sportprogramm für Kinder online, inzwischen ist aus der Aktion ein Förderverein hervorgegangen. Vor allem das Feedback hat die Leichtathletin berührt. Malaika Mihambo, Weitsprung-Olympiasiegerin 2021 „Auch von Familien, die alle zusammen Sport gemacht haben. Die in der Krise auch durch dieses kleine Sportprogramm alle verbunden wurden in ihren Wohnzimmern.“ Die Auszeichnung „Legende des Sports“ wird […]

  • EM 2024: Sasic und Lahm informieren Sportminister

    EM 2024: Sasic und Lahm informieren Sportminister

    Heute geht in Koblenz die Sportministerkonferenz zu Ende. Beim Treffen der für den Sport zuständigen Minister aller Bundesländer ging es unter anderem um die Fußball-Europameisterschaft 2024 der Herren, die in Deutschland stattfinden wird. Über den Stand der Planungen informierten heute Fußball-Weltmeister und Turnierdirektor Philipp Lahm, sowie die Euro-Botschafterin Celia Sasic aus Lahnstein. Beide warben für ein Fußballfest, an dem alle teilhaben können und das eine Brücke schlagen soll zwischen Profi- und Breitensport. Celia Sasic, Botschafterin UEFA EURO 2024 „Eben auch zu wissen, was für einen enormen Wert hat dieser Sport an der Basis für den Profifußball, aber eben auch für die Gesellschaft. Ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig, dass man diese beiden Elemente wieder näher zusammenrückt und auch eine Verbindung zwischen denen schafft.“ Philipp Lahm, Turnierdirektor UEFA EURO 2024 „Ich glaube, der Fußball hat die Möglichkeit, gesellschaftlich auch etwas zu bewirken. Wenn ich zurückblicke auf 2006, hat das einiges mit unserem Land getan, so eine Heim-WM. Der Zusammenhalt in der Gemeinschaft ist größer geworden.“

  • Sportministerkonferenz in Koblenz

    Sportministerkonferenz in Koblenz

    Bei der Konferenz war nicht nur der Spitzensport war Thema, sondern auch der Amateur- und Breitensport, denn dort drückt nach den monatelangen Lockdowns der Schuh. Zwar wird wieder Sport getrieben, doch die Krise ist bei vielen Vereinen noch längst nicht überstanden, wie auch unser Beispiel aus Koblenz zeigt. Es ist wieder Schwung drin bei der Coblenzer Turngesellschaft. Wie hier bei der rhythmischen Sportgymnastik wird in allen Abteilungen des Vereins wieder trainiert. Doch der größte Koblenzer Sportverein, der Anfang 2020 noch rund 2.100 Mitglieder hatte, spürt die Folgen der Pandemie. Monika Sauer, Vorsitzende Coblenzer Turngesellschaft 1880 „Wir haben ungefähr 300 Mitglieder verloren in Zeiten der Pandemie. Wir haben gerade Anfang 2021 sehr viele Austritte im Kinder- und Jugendbereich gehabt, wie das viele große Vereine ganz besonders betroffen hat.“ Weniger Mitglieder bedeuten für die Vereine unter anderem weniger Beitragseinnahmen. Durch die Austritte fehlen der Coblenzer Turngesellschaft jährlich rund 40.000 Euro. In Rheinland-Pfalz sind seit Beginn der Pandemie bis zu 60.000 Mitglieder aus Sportvereinen ausgetreten, mehr als im Bundesschnitt. Vor allem beim Nachwuchs gibt es deutlich weniger Neuanmeldungen, sagt Sportwissenschaftler Lutz Thieme. Prof. Lutz Thieme, Sportwissenschaftler Hochschule Koblenz „Wir haben es im organisierten Sport damit zu tun, dass insbesondere Kinder bis zu zehn, elf, zwölf Jahren in die Sportvereine hineinstreben, und das war natürlich während Corona längst nicht der Fall. Und das ist dann auch die Lücke, die sich hoffentlich nicht fortsetzt.“ Corona und der Sport – es ist eines der Topthemen bei der heute zu Ende gegangenen Sportministerkonferenz in Koblenz. Der Vorsitzende und rheinland-pfälzische Sportminister Roger Lewentz sagt, während der Lockdown-Phasen sei es in seinem Land vor allem darum gegangen, Vereinsinsolvenzen zu verhindern. Roger Lewentz, SPD, Innen- und Sportminister Rheinland-Pfalz „Jetzt ist die Phase, wo Sport wieder möglich ist, wo wir dem rheinland-pfälzischen Sport mithelfen, dass es Werbemaßnahmen geben kann, dass man […]

  • Der Sporttalk mit David Rischke

    Der Sporttalk mit David Rischke

    Unser Sportreporter David Rischke bringt Sie auf den aktuellen Stand zum anstehenden Bundesliga-Wochenende und blickt zurück auf das Europa-League-Spiel der Eintracht. Markus Appelmann, Moderator: David, Eintracht Frankfurt hat in Piräus gewonnen in einem dramatischen Spiel. Wie oft hast du denn dieses Spiel in die aktuelle Lage der SGE ein? David Rischke, Sportreporter: Auf jeden Fall bedeutet der Sieg: Gruppenphase überstanden, K.-o.-Phase eingetütet. Ja, und hier sehen wir auch den Torschützen Jens Petter Hauge, in der Nachspielzeit getroffen – dramatisch, du hast es gesagt. Und so ein Sieg, der gibt natürlich Selbstvertrauen und er hat allen Beteiligten wirklich gut getan. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen: Spielerisch war das die meiste Zeit doch sehr dünn, was die Eintracht gespielt hat. Und da hat die Mannschaft aber auf der anderen Seite auch gezeigt: Sie hat Kampfgeist. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Was aber auch die Spieler auszeichnet, auch wenn nicht immer alles funktioniert, aber sie geben wirklich alles, was sie haben, bis zur letzten Sekunde. Wir haben jetzt gegen Leipzig mit dem Schlusspfiff den Ausgleich erzielt in einem ganz schwieriges Spiel für uns. Wir haben hier gestern den Rückstand gedreht und in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt. Ja, das sind die Jungs, auf die kann man sich da verlassen, dass sie wirklich alles raushauen.“ Rischke: Und einer hat auf jeden Fall alles rausgehauen – das war der Torwart Kevin Trapp. Der hat mit seinen tollen Paraden die Mannschaft erst überhaupt im Spiel gehalten, dass sie am Ende gewinnen konnte. Und Trapp wird damit langsam zur Lebensversicherung der Eintracht. Wie schon gegen Leipzig letzte Woche oder auch beim Sieg in München vor ein paar Wochen. Ob das immer so reicht, dass ein Kevin Trapp die Eintracht rettet, das wage ich mal zu bezweifeln. Appelmann: Am Sonntag spielt die Eintracht auswärts […]

  • Eintracht Frankfurt auf Europareise zu Gast bei Olympiakos Piräus

    Eintracht Frankfurt auf Europareise zu Gast bei Olympiakos Piräus

    Die Fußball-Fans der Frankfurter Eintracht durchleben aktuell ein echtes Wellenbad der Gefühle. Erst ein Sieg in der Bundesliga – die Mannschaft ist in der Tabelle auf Platz 15 abgerutscht. Aber heute ist wieder alles anders! Heute ist Europa League! Auf großer internationaler Bühne zeigt die Eintracht stets ihr ganz anderes – ihr erfolgreiches Gesicht. Und heute Abend steht diese Bühne in Griechenland! Dargeboten wird das Gastspiel der Hessen bei der Mannschaft von Olympiakos Piräus. Hier geht die Eintracht heute also vor Anker: In Piräus – dem historischen Hafen der Hauptstadt Athen. Mittlerweile der grösste Passagierhafen Europas. Nur wenige Meter vom Wasser entfernt – das Karaiskakis-Stadion, die Heimat von Olympiakos Piräus. Hier auf dem grünen Rasen kann die Eintracht heute Abend mit einem Sieg im vierten Gruppenspiel ein grosses Ziel vorzeitig klar machen – das Überwintern in der Europa League: Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „Natürlich haben wir eine Idee, wie wir auf den Platz gehen wollen. Die werden wir jetzt nicht im Detail verraten, aber wir sehen uns gut vorbereitet und wir sehen uns in der Lage hier zu gewinnen, das geben wir der Mannschaft mit. Und ich bin auch wieder felsenfest davon überzeugt, dass die Spieler alles, was in ihnen steckt, geben werden, um dieses Auswärtssieg hier gegen Olympiakos einzufahren.“ Und diese Begegnung – sie findet auf historischem Boden statt. Das Stadion haben die Griechen ursprünglich als Radrennbahn für die Olympischen Spiele 1896 erschaffen. Erst gut 30 Jahre später rollt hier dann das runde Leder. Erster Gegner von Olympiakos war übrigens die Besatzung eines französischen Kriegsschiffs. Lange Zeit dienten die im Hafen anlegenden Matrosen aller Länder als Kontrahenten. Heute Abend heisst der Gegner also Eintracht Frankfurt. Dass die Hessen zuletzt mitunter so gespielt haben wie eine bessere Seemanns-Truppe, will die Mannschaft heute Abend vergessen machen: Erik Durm, Außenverteidiger Eintracht […]