Sport

  • Canicross – Geländelauf mit Mensch und Hund

    Canicross – Geländelauf mit Mensch und Hund

    Dort, wo es richtig kalt ist und viel Schnee liegt, ist auch heute noch der Hundeschlitten im Einsatz. Doch auch hier bei uns gibt es diverse Sportarten, bei denen die starke Zugkraft mancher Hunderassen zum Einsatz kommt. Eine davon ist das sogenannte Canicross – und das amtierende Weltmeister-Duo dieser Disziplin kommt sogar aus Hessen, genauer gesagt aus Lautertal im Odenwald. „3, 2, 1… und los!“ An der Leine ziehen erwünscht! Bis zu 25 km/h schnell können Renzo Cappello und sein Hund Gringo zusammen laufen. Der belgische Schäferhund zieht sein Herrchen und verlängert dadurch dessen Schrittlänge – von normalerweise rund 1,2 auf bis zu 3 Meter. Teamwork ist hier das A und O. Renzo Cappello, Canicross-Sportler „Also beim Canicross kommt es hauptsächlich darauf an, dass man eine gute Hund-Mensch-Bindung hat, weil es letztlich so ist, dass der Hund vorne blind vorne raus rennt. Klar, wir sind eingespannt, im Geschirr, an der Zugleine und er muss auch ein Wahnsinnsvertrauen haben, dass ich ihn dann auch richtig durch den Parcours führe.“ Schon als Welpe hat Renzo Cappello seinen Hund auf den Sport vorbereitet. Neben perfektem Gehorsam musste Gringo auch einen festen Stand beim Zug lernen. Drei bis vier Mal pro Woche üben die beiden – das Lauftraining fünf Mal pro Woche kommt noch obendrauf. Denn nicht nur der Hund, auch das Herrchen muss topfit sein. Renzo Cappello, Turnierhunde-Sportler „Der Laufstil verändert sich ein bisschen, weil es halt so ist, wenn der Hund eben zieht, hat man halt eine längere Flugphase. Und wenn ich jetzt einen Hund habe, der eine hohe Frequenz hat beim Laufen, dann muss ich entsprechend auch schauen, dass ich diese Frequenz eben mitgehe und das muss halt trainiert werden.“ Bei Wettkämpfen laufen Renzo und Gringo eine Distanz von rund sechs Kilometern in unter 17 Minuten. Um die Hunde zu schonen, […]

  • Immer mehr Zuschauer bei den Eintracht-Frauen

    Immer mehr Zuschauer bei den Eintracht-Frauen

    Es tut sich was im Frauenfußball. Zuerst die erfolgreiche Europameisterschaft im Sommer, dazu die breiten Diskussionen um Equal Pay, also gleich hohe Prämien für die Nationalmannschaft, und jetzt erlebt auch die Bundesliga einen Zuschauerboom. An den ersten sieben Spieltagen kamen bereits mehr Fans in die Stadien, als in der gesamten vergangenen Saison. Dazu gibt es einen neuen TV-Rechte-Vertrag, der viel mehr Geld verteilt. Und auch bei den Bundesliga-Teams tut sich was. Gute Laune bei den Frauen von Eintracht Frankfurt. Direkt vorm Deutsche Bank Park wird trainiert. Ab jetzt dauerhaft. Hier, wo sonst die Männer schwitzen. Tanja Pawollek, Kapitänin Eintracht Frankfurt „Wir haben uns riesig darüber gefreut, dass wir hier jetzt am Deutsche Bank Park trainieren dürfen, wie die Männer. Sind natürlich ganz andere Trainingsbedingungen, die Plätze sind viel besser. Man fühlt sich auch so ein bisschen heimischer. So ein bisschen: Okay, man spielt wirklich bei der Eintracht.“ Die SGE-Frauen sind also in ihrem Zuhause angekommen. Außerdem ist die Eintracht ein Zuschauer-Magnet: Zu den Heimspielen kommen im Schnitt 7.500 Zuschauer. In der vergangenen Saison waren es nur 1.500. Das muss er wohl sein, der oft zitierte EM-Effekt. Niko Arnautis, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich glaube schon, dass da eine gewisse Euphorie rübergeschwappt ist in die Bundesliga. Und nicht nur in Frankfurt, sondern in anderen Stadien zeigt man, dass man guten Fußball präsentiert und die Menschen nehmen das immer mehr an und von daher sind wir auf einem tollen Weg.“ Es gibt also bessere Bedingungen. Und die Bundesliga-Vereine dürfen sich über mehr Geld freuen, denn der Deutsche-Fußball-Bund hat einen neuen TV-Rechte-Vertrag abgeschlossen. Der garantiert mehr als fünf Millionen Euro pro Saison. Das sind 16-Mal höhere Einnahmen als im aktuellen Vertrag. Ein großer Sprung nach vorne. Dazu gibt es neue Anstoßzeiten. Zum Beispiel ein Spiel am Montagabend. Ein Alleinstellungsmerkmal für die Frauen-Bundesliga. Sabine Mammitzsch, […]

  • Baustelle Deutsche Bank Park

    Baustelle Deutsche Bank Park

    Während bei der Weltmeisterschaft in Katar der Ball rollt und unsere Mannschaft heute Nachmittag gegen Japan die erste Niederlage einstecken musste, rollen am Stadion in Frankfurt die Bagger. Die lange Bundesliga-Winterpause nutzt die Mainmetropole, um für die Frankfurter Eintracht das Stadion zu vergrößern. Allerdings wird das teurer als gedacht. Das erste große Betonteil wird auf die Tribüne gehievt. Mehrere Tonnen als Stützpfeiler für mehr Zuschauer auf der Nordwestkurve. Alles unter prüfendem Blick des Frankfurter Sport- und Planungsdezernenten Mike Josef. Er denkt beim Stadionausbau nicht nur an den Fußball. Mike Josef, SPD, Sportdezernent Frankfurt „Wir gehören ja, glaube ich, bundesweit zu der Stadt und dem Stadion, das wirklich einzigartig ist bei den Events, die hier neben dem Fußball stattfinden. Das bringt natürlich auch Menschen zusammen. Das ist auch Werbung für unsere Stadt.“ Der Oberrang über der Stehkurve wird einfach ein ordentliches Stück nach unten verlängert. Dadurch soll die Stadionkapazität von derzeit 51.500 auf 60.000 steigen. Die Eintracht hätte nach dem Umbau die zweitgrößte Fankurve der Bundesliga nach Borussia Dortmund. Durch permanent steigende Baukosten dürfte der Ausbau aber deutlich teurer werden. Ursprünglich waren 10 Millionen Euro geplant, die Mainmetropole hat der städtischen Stadion-GmbH nun vorsichtshalber weitere 12 Millionen überwiesen. Ob das gesamte Geld in den Ausbau fließt, ist noch nicht klar. Als Eigentümer liegt das Risiko bei der Stadt, Betreiber Eintracht Frankfurt soll an den Mehrkosten nicht beteiligt werden. Axel Hellmann, Vorstand Eintracht Frankfurt „Alle Investitionen, die die Struktur und den Beton berühren, also quasi das Handfeste in dem Stadion kann nur bei der Stadt liegen. Da dürfen wir gar nicht als Mieter eingreifen.“ Dafür übernimmt die Eintracht etwa die Aufrüstung der digitalen Infrastruktur. Deshalb denkt die Stadt Frankfurt auch nicht an eine Mieterhöhung, obwohl sie der Eintracht bereits während der Corona-Krise finanziell unter die Arme gegriffen hatte. Mike Josef, SPD, Sportdezernent […]

  • Wie halten Sie’s mit der Katar-WM?

    Wie halten Sie’s mit der Katar-WM?

    Übermorgen startet die Fußballweltmeisterschaft in Katar. Jetzt mal Hand aufs Herz: Sind Sie schon in WM-Laune? Die wenigsten werden begeistert „ja“ sagen. Aber wenn der Ball rollt, dann werden sicher viele zuschauen. Bei einigen bleibt bei dieser WM der Fernseher aber aus. Gründe gibt’s einige: Die Verletzung der Menschenrechte, der Vorwurf Katar habe die WM gekauft und und und. Erst am Wochenende äußerten Fußball-Fans in ganz Deutschland – wiederholt – ihren Unmut. Wie hier in Mainz zum Beispiel am Sonntag vor dem Bundesligaspiel Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt. Deutliche Botschaft: „Boycott Qatar“. Diese Botschaft unterstützen auch Fußballvereine aus der Region. Zum Beispiel der Regionalligist Hessen Kassel. Der Verein hat beschlossen: Wir boykottieren die WM in Katar. Im Clubheim werden keine WM-Spiele übertragen. Daniel Bettermann, Pressesprecher KSV Hessen Kassel „Wir haben halt ganz klar gesagt: Wir wollen Haltung zeigen. Im Sinne unserer Werte, die auch in unserer Satzung verankert sind. Dass wir eben für Menschenrechte und demokratische Grundrechte einstehen. Und auch gegen Ausgrenzung jedweder Art.“ Die Fan-Szene in Kassel steht der WM sehr kritisch gegenüber. Der Verein selbst organisiert während der WM eigene Veranstaltungen. Dennis Pfeiffer, Leitung Fanprojekt Kassel „Ja, bei uns ist ein Alternativprogramm, was dann auch so ausgebaut ist, dass es bewusst deutsche Spiele trifft oder besondere Spiele. Während des Eröffnungsspiels zum Beispiel eröffnen wir eine Ausstellung ‚Fußball, Flucht und Migration‘, die sich mit dem Hintergrund von Fußballern, die geflüchtet sind, befasst.“ Und auch viele Fans kommen bei der WM in Katar ins Grübeln. Eine aktuelle Umfrage von infratest-dimap zeigt: 56 Prozent der Bundesbürger wollen dieses Mal gar keine WM-Spiele gucken. Reihenweise Public Viewings wurden schon abgesagt. Es gibt auch Kneipen und Gaststätten die keine WM Spiele zeigen. Aber für viele ein zweischneidiges Schwert. Wie das Beispiel der Kneipe „Sixties“ in Mainz zeigt. Hier wird die WM in Katar […]

  • Durchwachsene Bilanz für Mainz 05

    Durchwachsene Bilanz für Mainz 05

    Drei Tage noch, dann beginnt am Sonntag die Fußball-WM in Katar. Daher pausiert die Bundesliga jetzt schon – es ist die längste Winterpause aller Zeiten. Wir blicken kurz vor der WM auf die Hinrunde der Mainzer zurück. Die Mainzer spielen bis jetzt eine durchwachsene Saison. Auswärts: Champions-League-reif, Vierter in der Auswärtstabelle. Dafür aber nur 16. Platz in der Heimtabelle. Das würde bedeuten: Abstiegskampf Der Sportvorstand Christian Heidel sieht das aber nicht als Alarmsignal. Christian Heidel, Sportvorstand FSV Mainz 05 „Das ist bei Mainz 05 Business as usual. Wir wechseln nur ab und zu. Ab und zu ist es daheim besser und auswärts schlechter und jetzt ist es einfach umgekehrt. Aber das ist eben der Grund, warum wir da stehen, wo wir stehen.“ Auf Platz zehn in der Gesamttabelle – mit 19 Punkten. Irgendwo im Mittelfeld der Bundesliga. Christian Heidel, Sportvorstand FSV Mainz 05 „Das ist die verdiente Platzierung mit Abstand nach oben und mit Abstand nach hinten. Aber ich bin insgesamt nicht unzufrieden mit der Saison. Wir hatten auch viele Probleme mit Verletzungen etc. Deswegen ist das eigentlich okay.“ Verletzungen plagen vor allem die Defensive der Mainzer. Zu Beginn der Saison haben die Leistungsträger Moussa Niakhaté und Jeremiah St. Juste den Verein verlassen. Auffangen sollte das unter anderem Neuzugang Maxim Leitsch. Aber auch er ist seit Oktober außer Gefecht. Auch vorne im Sturm läuft’s nicht so, wie noch letzte Saison. Stürmer Johnny Burkardt hat in der vergangene Spielzeit elf Tore in der Bundesliga geschossen. Diese Saison hat er erst jetzt zum ersten Mal jubeln können – im Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Es fehlt an Konstanz, sagt auch Trainer Bo Svensson. Bo Svensson, Trainer FSV Mainz 05 „Am Ende müssen wir sagen, wir stehen mit 19 Punkten nach 15 Spielen da. Wir hätten gerne ein paar mehr gehabt, aber die Konstanz […]

  • Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Letzter Bundesliga-Spieltag 2022 und ein Rhein-Main-Duell – damit beschäftigt sich heute unser Sportreporter. Eva Dieterle, Moderatorin: Und wir kommen zum Fußball, wo heute tatsächlich schon der letzte Bundesliga-Spieltag in diesem Jahr ansteht, denn Ende nächster Woche startet ja die Weltmeisterschaft in Katar. Und bei mir im Studio ist deshalb jetzt mein Kollege Thorsten Arnold. Ja, Thorsten, für diesen letzten Spieltag, da hat der Spielplan ja noch ein ganz besonderes Schmankerl vorgesehen. Thorsten Arnold, Sportreporter. Ja, klar. Also das große Rhein-Main-Duell steht an – Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt am Sonntagnachmittag. Ausgerechnet jetzt, möchte man meinen, wo ja die Eintracht in so überragender Form ist. Also da müssen sich die Mainzer schon ganz schön warm anziehen. Und da hören wir direkt mal rein, heute Nachmittag, Bo Svensson, wie er sich da geäußert hat, was für eine Mannschaft er erwartet. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Da kommt eine Menge auf uns zu, das wissen wir auch. Sie sind im Achtelfinale der Champions League, spielen die letzten Spiele sehr überzeugend, sind die zweitbeste Offensive nach meiner Meinung in der ganzen Liga und haben Qualität in allen Mannschaftsteilen.“ Arnold: Tja, richtig beobachtet. Also wenn die Frankfurter die Mainzer zeitweise so auseinander spielen wie die Hoffenheimer zuletzt, dann wird es wirklich kein schöner Jahresabschluss für die 05er. Und klar, Eintracht Trainer Oliver Glasner, der macht zurzeit alles richtig und der freut sich auch auf ein schönes Rhein-Main-Duell. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ist nicht sehr weit zu fahren, ist auch mal angenehm. Und natürlich wollen wir jetzt unsere sehr positiven Auftritte der letzten Wochen noch mal auf den Platz bekommen. Wir wollen an die Leistungen, die wir gezeigt haben, noch mal anschließen, am besten noch mal eins drauf packen und fahren nach Mainz, um natürlich auch dort wieder zu gewinnen.“ Arnold: Tja, also […]

  • Bundestrainer Flick gibt in Frankfurt WM-Kader bekannt

    Bundestrainer Flick gibt in Frankfurt WM-Kader bekannt

    Die deutschen Fußball-Fans haben heute gespannt nach Frankfurt geblickt! Die große Frage am Campus des Deutschen Fußballbundes lautete: Wer fährt mit nach Katar zur Wüsten-WM und wer bleibt zuhause? 26 Spieler haben es am Ende ins Team geschafft – darunter auch ein alter Bekannter mit großer DFB-Vergangenheit. Zwei Adler der Frankfurter Eintracht sind dabei! Kevin Trapp hatten die meisten auf dem Zettel, er geht als einer von drei Torhütern ins Turnier. Hinter Mittelfeld-Ass Mario Götze stand aber noch ein großes Fragezeichen. Daraus wurde jetzt ein Ausrufezeichen! Nach seinen guten Leistungen der vergangenen Monate, will Bundestrainer Hansi Flick nicht auf ihn verzichten. Hansi Flick, Bundestrainer „Wir alles wissen, dass Mario auch einfach ein genialer Fußballer ist, der wirklich auch Gedankenblitze hat, die er einfach intuitiv macht. Wenn man sieht, gerade die letzten Spiele, die wir beobachtet haben, war er schon auf einem ganz ganz hohen Niveau. Er ist topfit und kann 90 Minuten auch drei Mal die Woche gehen und das ist natürlich schon eine gute Voraussetzung.“ Und so ist er zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder dabei, der WM-Siegtorschütze von 2014 in Brasilien. Und das ganz zur Freude der Eintracht. Markus Krösche, Sportvorstand Eintracht Frankfurt „Wir freuen uns für Mario Götze. Seine Nominierung ist nach den Leistungen in den vergangenen Monaten folgerichtig und wir sind uns sicher, dass er der Nationalmannschaft guttun wird. Die Entwicklung zeigt auch, dass beide Seiten im Sommer die richtige Entscheidung getroffen haben. Wir sind sehr froh, Mario bei Eintracht Frankfurt zu haben.“ Auf der heutigen Pressekonferenz betont der Bundestrainer: Der Fokus müsse zwar auf dem Sport liegen, dennoch dürfe man die Menschenrechtssituation in Katar nicht außer Acht lassen. Hansi Flick, Bundestrainer „Ich glaube, jeder von uns, der hier im Raum ist, hat die Dinge mitbekommen, was in Katar oder von Katar-Seite aus dann passiert […]

  • Englische Woche für Mainz 05 und Eintracht Frankfurt

    Englische Woche für Mainz 05 und Eintracht Frankfurt

    In elf Tagen rollt der Ball im Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft in Katar. Wegen des engen Zeitplans steht für die Vereine in der Bundesliga in dieser Woche noch mal eine Doppelschicht auf dem Programm. Vor dem letzten Wochenend-Spieltag in diesem Jahr, müssen auch die Eintracht und Mainz 05 bereits heute schon ran. So manchem Besucher dürfte es schon aufgefallen sein: In Frankfurt steht rund ums Stadion das Thema Fitness ganz hoch im Kurs. Abmühen für den Erfolg. Für die Eintracht-Profis, die regelmäßig vom nahegelegenen Profi-Camp mit dem Fahrrad zum Trainingsplatz fahren, ein echtes Credo. 24 Pflichtspiele in gut drei Monaten – ein echtes Hammer-Programm für das Team von Trainer Oliver Glasner, der nur zu gut einschätzen kann, wie groß die Belastung für seine Spieler ist. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich bin natürlich froh, wie wir bisher durch die Phase durchgekommen sind. Wie die Spieler mit der Situation und den unterschiedlichsten Herausforderungen umgegangen sind. Was mir jetzt große Freude bereitet, ist, dass ich den Eindruck habe, dass wir immer mehr den Fokus auf unser Spiel legen und viel weniger auf das Drumherum, auf die Situation, auf die Auswirkungen, sondern wirklich sehr konzentriert bei unserem eigentlichen Job sind.“ Und der Job heute Abend lautet: Bundesliga-Sieg gegen die TSG Hoffenheim! Fehlen wird allerdings Kapitän Sebastian Rode mit Wadenproblemen. Große Bühne dafür im Stadion nochmal für Eintracht-Idol Martin Hinteregger. Der Verteidiger, der mittlerweile lieber wieder in der 5. Liga für seinen österreichischen Heimatverein auf Torejagd geht, wird vor dem Anpfiff groß verabschiedet. Stichwort „verabschieden“. Falls Mainz 05 heute sein Spiel bei Schalke 04 verlieren sollte, war’s das erst mal mit Mainzer Ambitionen auf das obere Tabellendrittel. Schalke ist Tabellenletzter, doch davon will sich 05-Trainer Bo Svensson nicht blenden lassen. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Das ist trotz der Punktausbeute absolut keine tote […]

  • 40. Sportpresseball in Frankfurt

    40. Sportpresseball in Frankfurt

    In der Alten Oper in Frankfurt fand am Wochenende der Sportpresseball statt. Auf dem roten Teppich präsentierten sich wieder jede Menge Persönlichkeiten rund um den Sport. 50 Jahre nach den Olympischen Spielen von München wurden außerdem auch drei prägende Akteurinnen der Leichtathletik ausgezeichnet. Und das bei einer ganz besonderen Ausgabe der Veranstaltung. Jubiläum beim Sportpresseball in Frankfurt – bei der 40. Ausgabe der Preisverleihung kommen sie zusammen – Akteure aus Politik, Medien und natürlich dem Sport. Eine schöne Gelegenheit, um sich auszutauschen und auf die Erfolge des Jahres zurückzublicken. Ein Highlight: die European Championships im August in München. Gina Lückenkemper, Gold im 100-Meter-Lauf und der 4-mal-100-Meter-Staffel „Große Erfolge vor heimischem Publikum feiern und erleben zu dürfen, ist was super Besonderes. Ich habe ja Berlin 2018 schon sehr erfolgreich erlebt, aber Müchen 2022 war nochmal die Kirsche oben auf der Sahne. Niklas Kaul, Gold im Zehnkampf „Ja, das war der schönste Wettkampf, den ich jemals gemacht habe. Das muss man ganz klar so sagen.“ Carolin Schäfer, Siebenkämpferin Eintracht Frankfurt „Es war einfach unglaublich besonders für mich. Es war sehr, sehr schön, Familie und Freunde im Stadion haben zu können. Ja, und diese Kulisse und fünf Prozent mehr geben zu können und hinter einem zu haben.“ Erster Preisträger des Abends: der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier, der mit der Pegasos-Ehrung „Besondere Verdienste um unser Land“ ausgezeichnet wird. Anerkennung für seine Förderung des hessischen Sports. Volker Bouffier, CDU, erster Preisträger des Abends „Von der hessischen Sportstiftung, über das Programm für Beruf und Sport und vieles andere mehr. Aber wissen Sie, das ist ein langes Sammelsurium und das umfasst 40 Jahre öffentliche Arbeit. Und am Ende freut es mich, wenn die Arbeit Früchte getragen hat. Nicht für mich, sondern für die Sportler.“ Ein Ex-Leichtathletinnen-Trio wird mit dem Preis „Legenden des Sports“ ausgezeichnet. Heide Ecker-Rosendahl, Ulrike […]

  • Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Ausblick unseres Sportreporters auf das Bundesliga-Wochenende Maike Dickhaus, Moderatorin: Es ist wieder Freitag und das heißt, wir blicken auf den kommenden Spieltag in der Fußball-Bundesliga. Und dazu ist jetzt bei mir mein Kollege aus der Sportredaktion, Thorsten Arnold. Ja, Thorsten, Eintracht Frankfurt muss auch wieder ran nach dem historischen Erfolg in Lissabon, in der Champions League unter der Woche. Und morgen geht es ja schon wieder gegen den FC Augsburg. Wie schaffen die Spieler das denn eigentlich, seit Wochen alle drei Tage Vollgas zu geben? Thorsten Anrold, Sportreporter: Ja, das fragt sich Trainer Oliver Glasner auch. Und deswegen hat er der ganzen Kompanie gestern mal freigegeben. Die sollen einfach mal durchpusten, entspannen, ein paar Stunden mit der Familie verbringen und vielleicht wollte er auch einfach nur den Kraftraum im Profikader am Stadion für sich allein haben. Da war er nämlich. Und wen sieht er da? Zwei seiner Spieler. Wir hören mal, was er zu denen gesagt hat. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „’Hier, Jungs, aber nicht so viel! Weil wir haben erst gespielt und wir spielen gleich wieder. ‘ – ‚Ja Trainer, nur ein bisschen, so 15 oder 20 Minuten.‘ Also die Jungs sind hochprofessionell. Es gibt mir ein sehr gutes Gefühl, dass ich sie in dieser Phase sogar bremsen muss, als dass wir sie in Hintern treten und sagen: ‚Kommt, jetzt lasst euch mal pflegen, lasst euch mal behandeln und macht mal was. ‘ Sondern es ist der umgekehrte Fall. Die Spieler machen den Eindruck, immer noch hungrig zu sein, obwohl sie zuletzt sehr viel essen bekommen haben.“ Arnold: Hat er schön ausgedrückt. Also quasi nach der internationalen Delikatesse in Lissabon, jetzt in Augsburg, im bayrischen Schwaben wieder Hausmannskost. Die soll dann auch schmecken. Aber klar, diese Ochsentour, die zehrt natürlich. Und einen hat es jetzt erwischt, den […]

  • Sportvereine bangen wegen Energiekosten um Existenz

    Sportvereine bangen wegen Energiekosten um Existenz

    Die Energiekrise trifft so ziemlich alle Lebensbereiche. Und Institutionen, die ohnehin schon knapp bei Kasse waren, haben es jetzt besonders schwer – zum Beispiel Sportvereine. Viele haben von ihnen haben schon das Warmwasser in den Kabinen abgestellt oder die Heizung runtergedreht. Doch die Sparmaßnahmen reichen nicht. Ein harter Schlag für die Sportgemeinde Weiterstadt. Erst Corona, jetzt Energiekrise. Bisher hatte der Verein rund 95.000 Euro Energiekosten im Jahr. Für 2023 rechnet er mit über 300.000 Euro – also mehr als dreimal so viel. Um zumindest einen Teil davon zu decken, musste der Verein die Mitgliedsbeiträge erhöhen. Auch die Miete für die Tennisplätze ist 20 Prozent teurer geworden. Trotzdem steht die SGW noch immer vor einem Finanzloch von rund 120.000 Euro. Wo soll dieses Geld her kommen? Michael Gießelbach, 1. Vorsitzender Sportgemeinde Weiterstadt „Wir können natürlich nochmal Gebühren erhöhen und nochmal Beiträge erhöhen, aber je mehr wir das machen, desto mehr Leute werden nicht mehr zu uns kommen und es geht ja nicht nur drum, dass wir überleben, sondern es geht auch drum, dass die Leute eine Möglichkeit haben, zum Sport zu gehen. Wir wissen jetzt schon, dass aufgrund der allgemeinen Situation, nicht nur wegen unserer Erhöhungen, Leute aus dem Verein austreten, weil wir immer fragen, warum. Und die treten aus, weil die allgemeine finanzielle Belastung zu hoch wird. Das heißt, wenn wir noch höher gehen, werden mehr Leute austreten.“ 10 bis 15 Prozent Einsparpotenzial beim Gas, mehr sei nicht drin. Vor allem im Seniorensport könne der Verein die Heizung nur begrenzt runter drehen. Bei zu niedrigen Temperaturen würden außerdem Schäden an den Gebäuden entstehen. Das Sportangebot einschränken sei auch keine Lösung. Michael Gießelbach, 1. Vorsitzender Sportgemeinde Weiterstadt „Die Infrastruktur, die wir haben, vor allen Dingen die Gebäude müssen weiter geheizt und beleuchtet werden. Selbst, wenn ich darin jetzt keinen Kurs mache […]

  • Eintracht steht im Champions-League-Achtelfinale

    Eintracht steht im Champions-League-Achtelfinale

    Das ist historisch: Eintracht Frankfurt gehen die Superlative aus. Der Verein zieht ins Achtelfinale der Champions League ein. Das Team schreibt eifrig an der eigenen Vereinslegende weiter und gewinnt gegen Sporting Lissabon mit 2:1. Der Jubel der der Eintracht-Anhänger kannte keine Grenzen! Da jubeln sie, die Fans von Eintracht Frankfurt. Die Gruppenphase ist überstanden – seit gestern steht fest: Eintracht Frankfurt zieht ins Achtelfinale der Champions League ein. Dabei sah es erstmal nicht nach einem Sieg gegen Sporting Lissabon aus: In der ersten Halbzeit lag die Eintracht 0:1 zurück. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „In der Halbzeit waren die Köpfe unten und dann habe ich zu denen gesagt: ‚Jungs, spielt mit Überzeugung, in allem was wir machen. Ganz oder gar nicht! Wenn wir attackieren, dann ganz oder gar nicht. Aber nicht so halbherzig und im Ballbesitz das gleiche und jetzt zeigen wir, dass wir das besser können und die Köpfe hoch!‘. Ja, und die Jungs gehen raus und setzen das um. Also, das ist unglaublich für mich, wie sie sich da wieder hochziehen.“ Die Halbzeitansprache vom Trainer Oliver Glasner hat gewirkt: Eintracht Frankfurt dreht das Spiel und gewinnt gegen Sporting Lissabon 2:1. Möglich ist das durch den verwandelten Elfmeter von Daichi Kamada und den Siegtreffer von Kolo Muani. Spieler des Spiels wurde trotzdem jemand anderes: Kapitän Sebastian Rode, obwohl er erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt wurde. Mit den am meisten geführten Zweikämpfen hat er der Eintracht zu einem historischer Abend verholfen, denn noch nie Stand Eintracht Frankfurt im Achtelfinale der Champions League. Grund genug auch im heimischen Stadion zu jubeln. ——————- Markus Appelmann, Moderator: Und vor dem Stadion von Sporting Lissabon steht jetzt unser Sportreporter Thorsten Arnold. Thorsten, du hast diese magische Nacht von Lissabon live auf der Tribüne miterlebt. Erzähl. Wie war es? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, so kennt […]

  • Eintracht vor dem entscheidenden Champions League Spiel

    Eintracht vor dem entscheidenden Champions League Spiel

    Allesentscheidendes Champions League Spiel heute Abend für die Frankfurter Eintracht! In Portugal, bei Sporting Lissabon haben die Hessen in ihrem letzten Gruppenspiel die Chance, erstmals in ihrer Vereinsgeschichte in die K.O.-Runde der Königsklasse einzuziehen. Die jetzt schon legendäre Europapokal-Tour der Eintracht – sie könnte also tatsächlich noch ein bisschen weitergehen. Voraussetzung: Ein Sieg muss her – in einer weiteren denkwürdigen Fußball-Nacht, die für die Eintracht als magische Nacht von Lissabon in die Geschichte eingehen soll. Weiter nach Europas Fußball-Sternen greifen! Ausgerechnet hier, in der ‚Stadt des Lichts’, wie Lissabon genannt wird, soll der Eintracht das gelingen. Champions League Achtelfinale,das wäre auch für Eintracht Torhüter Kevin Trapp ein weiterer Meilenstein in seiner Karriere. Kevin Trapp, Torwart Eintracht Frankfurt: „Wieder was historisches, was wir schaffen können, mit dem Einzug ins Achtelfinale. Das ist aber etwas, was wir uns in den letzten Spielen in der Champions League auch hart erarbeitet haben, dass wir jetzt vor dem Spiel die Möglichkeit haben, aus eigener Kraft ins Achtelfinale einzuziehen. Das ist was unheimlich Schönes, das macht auch viel Freude.“ Hier im Estadio José Alvalade, muss die Eintracht heute Abend gewinnen, um in die K.O. Runde einzuziehen. Rund 50.000 Plätze fasst das Stadion , längst nicht alle Tickets seien verkauft, so hört man. Grund genug für viele kartenlose Eintracht Fans, sich heute Morgen noch mal am Kassenhäuschen anzustellen. Lange Schlangen am Ticketschalter – doch dann die Enttäuschung :Karten nur an Vereinsmitglieder von Sporting, nicht für Eintracht Fans. Die weit gereisten Anhänger dennoch siegesgewiss: Eintracht-Fans: „Weil wir definitiv Endspiele können, weil wir definitiv auf diesen Punkt genau abgestimmt haben und deswegen haben wir unsere Chancen am Samstag gegen Dortmund ausgelassen. Weil, heute nehmen wir sie und heute holen wir sie.“ „Europapokal Sieger, die SGE! Wir gewinnen das Ding!“ Zuversicht bei den Fans, weiter im europäischen Konzert der Großen […]

  • Neuer Klettersteig in der Eifel

    Neuer Klettersteig in der Eifel

    Und jetzt haben wir Alpenfeeling in der Eifel für Sie. Die Vulkaneifel ist bekannt bei Wanderern und Mountainbikern – bald wohl auch bei Kletter-Fans. Denn nun gibt es auch einen Klettersteig und eine 60 Meter lange Hängeseilbrücke – da sollte man lieber keine Höhenangst haben. Daher haben wir unsere Reporterin Jana Stark nach Manderscheid geschickt – DIE hat starke Nerven.     Jana Stark, Reporterin: „Das hier sind heute meine ständigen Begleiter: Ein Klettergurt, ein Helm und ein paar Handschuhe. Die Ausrüstung ist hier am Klettersteig nämlich Pflicht. Bisher kenne ich das Ganze nur aus der Halle, heute probieren wir es mal am Fels aus. Und ich würde sagen, los geht’s.“ Allerdings mache ich das nicht alleine, sondern gemeinsam mit Georg Fox. Er hatte die Idee für den Klettersteig und steht mir heute mit Rat und Tat zur Seite. „Ich denke, wir stürzen in das Abenteuer, wenn wir uns angezogen haben.“ Die Kletterausrüstung kann man entweder selbst mitbringen oder bei der Kurverwaltung in Manderscheid für zwanzig Euro ausleihen. Wichtig: Alle Schlaufen gut festziehen. Denn mit einem Schwierigkeitsgrad von abschnittsweise C bis D und einer Gesamtlänge von vier Kilometern hat es der Parcours wirklich in sich. „Das findet man normalerweise nur in den Alpen. Das ist auch hier der beste außeralpine Klettersteig Deutschlands, der hat’s schon in sich.“ „Dann haben wir heute ja was vor.“ Weil ich schon ein paar Vorkenntnisse mitbringe, wagen wir uns gleich auf den schwierigen Teil – die „schwarze Piste“, wie Georg sagt. „Jetzt wird’s schwer für die Arme, aber geht noch.“ „Geht noch, ja. Aber diese Ösen sind gut, um ein bisschen Orientierung zu haben auch. Das mit dem Wasser drunter ist schon gut.“ „Die Piranhas warten.“ Die kriegen uns heute zum Glück nicht. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase klappt es dann schon ganz gut. „Hier ist […]

  • Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Unsere Bundesliga-Vereine haben es an diesem Wochenende mit starken Gegnern zu tun. Maike Dickhaus, Moderatorin: Ganze vier Bundesliga-Spieltage sind es noch bis zum Start der WM am 20. November. Und unsere heimischen Erstligisten, die haben an diesem Wochenende Gegner vor der Brust, die schwerer wohl kaum sein dürften. Und darüber spreche ich jetzt mit meinem Kollegen aus der Sportredaktion, Thorsten Arnold. Hallo! Thorsten Arnold: Hallo Maike. Dickhaus: Thorsten, Mainz 05 dürfte ja wohl einer der schwierigsten Aufgaben bevorstehen, oder? Arnold: Ja, klar. Also das ist, wie wenn man einmal pro Jahr zum Zahnarzt muss, nach München müssen sie alle irgendwann, und das ist der Rekordmeister, der große FC Bayern, der aktuell nicht Tabellenführer ist. Das ist ein bisschen überraschend nach dem elften Spieltag. Aber klar, die Kurve geht wieder steil bergauf. Und einer, der tut sich ja gerade ganz besonders hervor im Sturm, der schießt Tore, wie er will. Eric Maxim Choupo-Moting hat ja drei Jahre lang das Mainzer Trikot getragen. Der Mainzer Trainer Bo Svensson, der hat ihn natürlich genau beobachtet. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Er hat nicht das gleiche Tempo wie früher, er ist mehr über den Flügel gekommen. Jetzt ist er mehr Strafraum-Stürmer. Aber man sieht jetzt: Seine Torabschlüsse, seine Bewegungen im Strafraum sind echt gut. Ich glaube, jede Bundesliga-Mannschaft würde sich freuen und hätte sich auch vor dieser Saison gefreut, den Choupo im Kader zu haben.“ Arnold: Ja, und beide haben ja selbst noch zusammen in einer Mannschaft gespielt und trainiert, Zweikämpfe bestritten im Training. Also vielleicht hat der Bo Svensson doch noch einen Tipp an seine Mannschaft, wie’s zu regeln ist. Dickhaus: Schauen wir noch schnell auf unseren anderen Erstligisten, auf Eintracht Frankfurt. Auch denen steht morgen eine denkbar schwierige Aufgabe bevor. Arnold: Ja, auch ein ganz tolles Spiel, Borussia Dortmund kommt […]