Sport

  • Trainerwechsel bei Mainz 05

    Trainerwechsel bei Mainz 05

    Gestern Abend war es so weit: nach nur einem Sieg aus 12 Spielen und dem Abrutschen auf den letzten Platz der Bundesliga haben die Verantwortlichen von Mainz 05 die Reißleine gezogen. Bo Henriksen ist nicht länger Trainer des Bundesligisten. Schwierige Zeiten für Verein und Fans   Der Blick auf die Tabelle macht in Mainz momentan wenig Spaß. Die Nullfünfer stehen nach 12 Spieltagen auf dem letzten Platz – und jetzt auch ohne Cheftrainer da. Bo Henriksen war bis zuletzt nicht nur bei der Mannschaft äußerst beliebt. Auch die Fans mochten den Dänen wegen seiner stets positiven Art. Alois Becker: „Er war lustig und engagiert und er hat Power reingebracht. Am Anfang.“ Isabelle Schek: „Menschlich absolut schade. Bo Henriksen hat absolut die Fans wieder angezündet. Es ist eine richtige Euphorie entstanden. Super, super schade. Der ist am Spielfeld so ein ähnlicher Typ wie Kloppo. Immer voll dabei und das überträgt sich natürlich im Stadion.“ Thomas Schmitt: „Den Trainer trifft es immer zuerst. Es war ja abzusehen, weil die haben die letzten Spiele alles verloren und irgendwann ist es dann mal Schluss mit dem Trainer. So traurig es ist, er kann ja nichts dafür, wenn die Spieler das nicht umsetzen, was er ihnen vermittelt. Aber es ist halt so das Geschäft.“ Und genau dieses Geschäft soll jetzt erstmal ein anderer weiterführen: Der bisherige Coach der U23 Benjamin Hoffmann übernimmt  für das kommende Spiel den Trainerstuhl in Mainz. Doch bevor der neue heute zu Wort kommt, hat Sportvorstand Christian Heidel noch ein paar Worte zum alten Trainer zu sagen. Christian Heidel:  „Bo hat sich in einer Art und Weise von allen Mitarbeitern verabschiedet, verabschieden können, wie ich es selten erlebt habe. Ich glaube er hat 70 Menschen umarmt, da sind auch viele Tränen geflossen. Dann kam er nochmal zu mir und ich kann […]

  • Mainz 05 entlässt Trainer Bo Henriksen

    Mainz 05 entlässt Trainer Bo Henriksen

    Und wir beginnen die Sendung mit einer Meldung, die exakt vor 90 Minuten die Fußballfans erreicht hat.   Bo Henriksen ist nicht mehr Trainer von Mainz 05. Der Club hat sich mit dem Dänen auf ein sofortiges Ende der Zusammenarbeit verständigt. Henriksen hatte das Team im Februar 2024 auf einem Abstiegsplatz übernommen und dann mit einer Aufholjagd den Klassenerhalt geschafft. Nun steht Mainz in der Bundesligatabelle allerdings erneut ganz tief im Keller – deshalb gehen beide nun getrennte Wege. Das Mannschaftstraining der Nullfünfer übernimmt vorläufig der U-23 Coach Benjamin Hoffmann.

  • Darmstadt und Kaiserslautern im DFB-Pokal-Achtelfinale

    Darmstadt und Kaiserslautern im DFB-Pokal-Achtelfinale

    Heute Abend startet im DFB-Pokal das Achtelfinale. Zwei Teams aus unserer Region sind noch im Rennen: Der 1. FC Kaiserslautern muss heute Abend in Berlin gegen Hertha BSC ran, auf den SV Darmstadt 98 wartet der SC Freiburg. Die roten Teufel aus Kaiserslautern müssen auswärts ran, bei dem Team, gegen das sie zuhause  erst vor drei Wochen verloren haben. Im Fritz-Walter-Stadion gab es gegen die Berliner Hertha in der 2. Bundesliga eine 0:1-Niederlage. Ein Spiel, das FCK-Trainer Torsten Lieberknecht vor dem erneuten Aufeinandertreffen im Pokal durchaus in Erinnerung hat. Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern „Das war jetzt auch nochmal Teil unserer Analyse, die wir für uns als Trainerteam durchgeführt haben. Und dann haben wir allerdings auch gesehen, dass wir gegen eine Mannschaft gespielt haben, der wir auf Augenhöhe begegnet sind.“ Vor allem in der Defensive muss der FCK gegen den Ligakonkurrenten aber nachlegen. In 14 Ligaspielen haben die Pfälzer bislang 17 Gegentore kassiert. Nun hofft der Trainer im Pokal-Wettbewerb auf einen Neustart. Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern „Das ist jetzt der DFB-Pokal, wo wir eben eine Runde weiterkommen wollen. Gegen eine Mannschaft, die anfänglich – das hatten wir ja auch schon damals gesagt – Schwierigkeiten hatte. Und jetzt eine gute Stabilität hat.“ Nach einem durchwachsenen Saisonstart konnte Gegner Berlin neun der vergangenen zehn Spiele gewinnen, zuletzt sechs Siege in Folge ohne Gegentor. Doch genau diese Serie wollen die roten Teufel brechen, rund 5.000 Lauterer Fans fahren mit in die Bundeshauptstadt. Zweitligist Darmstadt 98 muss am Mittwoch ran, ebenfalls auswärts beim Bundesligisten Freiburg. Damit haben die Lilien das vermeintlich härtere Los gezogen. Trainer Florian Kohfeldt ist dennoch guter Dinge und outet sich wieder einmal als absoluter Fan des DFB-Pokals. Florian Kohfeldt, Trainer SV Darmstadt 98 „Für mich ist das der geilste Wettbewerb in Deutschland. Es gibt kein Danach. Entweder, […]

  • Kunstrad-Vizeweltmeister aus Mainz

    Kunstrad-Vizeweltmeister aus Mainz

    Die Kunstradfahrerinnen aus Ebersheim haben schon viele Titel nach Mainz geholt – jetzt gerade haben sie im Kunstrad-Vierer die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft gewonnen. Uns haben sie ihre Kür nochmal gezeigt. Das sind sie, die vier Medaillengewinnerinnen: Milena Schwarz, Tijem Karatas, Stella Rosenbach und Annika Rosenbach. Diese Kür kennen sie in und auswendig, denn damit sind sie bei der Weltmeisterschaft angetreten. Jede Bewegung muss perfekt aufeinander abgestimmt sein, dazu keinen Drehwurm kriegen, das Gleichgewicht halten und nie die Orientierung verlieren. Milena Schwarz, Kunstradfahrerin „Die Fläche ist ja immer gleich und man muss sich natürlich an der Fläche orientieren. Und die Mädels, wenn wir so auf superengem Raum fahren, man sieht sich so im Augenwinkel und man weiß auch genau, wie weit kann ich meinen Kopf drehen und man spürt sich einfach.“ Kein Wunder, denn die Mädels kennen sich seit sie klein sind. Mit ungefähr sechs Jahren haben sie mit dem Kunstradfahren angefangen, heute trainieren sie mindestens vier Mal in der Woche. Und wissen genau, warum Kunstrad für sie der perfekte Sport ist. Annika Rosenbach, Kunstradfahrerin „Das Streben nach Perfektionismus und der Nervenkitzel.“ Stella Rosenbach, Kunstradfahrerin „Die Abstimmung bis ins kleinste Detail.“ Milena Schwarz, Kunstradfahrerin „Die Gemeinschaft ist das Tolle am Kunstrad fahren.“ Tijem Karatas, Kunstradfahrerin „Dass wir gemeinsam als Team ein Ziel haben und das auch schon seit mehreren Jahren.“ Mit normalem Fahrradfahren hat der Kunstradsport auf diesem Niveau wenig zu tun. Die Kunsträder haben nämlich keine Bremse und keine Gangschaltung. Die Mädels fahren hauptsächlich auf den Hinterrädern und dann auch noch rückwärts. Eines der wichtigsten Elemente: Die Drehung. Die muss laut Reglement innerhalb eines Durchmessers von 50 cm stattfinden. Außerdem dürfen die Radkünstlerinnen  die orangenen Linien nicht überfahren, sonst kostet sie das jedes Mal einen halben Punkt. Milena Schwarz, Kunstradfahrerin „Die Balance braucht man auf jeden Fall und so […]

  • Deutschland vs. Spanien - Wer gewinnt das Nations League-Finale der Frauen?

    Deutschland vs. Spanien – Wer gewinnt das Nations League-Finale der Frauen?

    Die deutsche Frauen-Nationalelf muss heute Abend im Finale der Nations League gegen Spanien ran. Das Hinspiel steigt bei uns in der Region – in Kaiserslautern auf dem altehrwürdigen Betzenberg. Die DFB-Flaggen wehen schon am Stadion, der „Betze“ ist bereit für den großen Final-Auftakt. Für die deutsche Nationalspielerin Jule Brand von Olympique Lyon wird es ein Heimspiel: Die gebürtige Pfälzerin war bereits als Kind großer Fan des 1. FC Kaiserslautern, das liegt bei ihr in der Familie. Jule Brand, Nationalspielerin „Oma, Opa, aller waren Lautern-Fans. Auch mein Onkel, vor allem mit ihm bin ich meist auf den Betze gegangen. Woran ich mich erinnern kann. Es gibt auch ein paar Bilder, wo ich mit meinen Geschwistern, meiner Familie im Stadion sitze.“ Heute Abend kommt ihre ganze Familie ins Stadion, Oma inklusive. Und auch die fußballbegeisterten Lauterer freuen sich aufs erste Frauen-Länderspiel seit 30 Jahren in ihrer Stadt. Michael, aus Kaiserslautern „Es ist auch immer schön, wenn sowas ist. Stadion wird bestimmt voll sein, geh ich mal stark von aus. So 30.000 schätze ich doch mal.“ Tyke Howard, aus Kaiserslautern „Das ist eigentlich was Gutes für die Stadt, deswegen freut mich das jetzt auch. Wann war das letzte Mal ein Länderspiel, ob männlich oder weiblich, hier in Kaiserslautern?“ Mit 37.000 abgesetzten Karten ist der Betzenberg schon fast ausverkauft. Bei der Trainingsvorbereitung beim Deutschen Fußball Bund in Frankfurt hatten derweil vier Eintracht-Spielerinnen Heimvorteil: Darunter die 43-fache Nationalspielerin Laura Freigang und Stürmerin Nicole Anyomi. Auch wenn bei ihr der Trainingsdress noch nicht perfekt sitzt: Auf dem Platz läuft es für sie nach einer Verletzungspause richtig gut. Nicole Anyomi, Nationalspielerin „Woran das liegt, kann ich nicht so wirklich sagen. Ich habe einfach Spaß, fühle mich gut und nehme den Schwung aus Frankfurt mit.“ Beim vorigen Aufeinandertreffen mit Spanien im EM-Halbfinale im Sommer gab es knappes 0:1 […]

  • Blindensport Goalball - Unser Reporter macht den Test

    Blindensport Goalball – Unser Reporter macht den Test

    Goalball, ist die weltweit beliebteste Ballsportart für Menschen, die vollständig oder teilweise blind sind. Ziel des Spiels ist es, einen Ball so groß und schwer in etwa wie ein Medizinball in das gegnerische Tor zu werfen und die Würfe des Gegners zu parieren. Verlassen müssen sich die Spieler dabei ausschließlich auf ihr Gehör. Unser Reporter Moritz Huhn hat den Sport einmal für uns ausprobiert und sich dafür beim deutschen Rekordmeister, der SSG Blista Marburg ein paar Tipps abgeholt. Die Würfe rollen mit bis zu 80 km/h aufs Tor. Der Ball – dreimal so schwer, wie ein Fußball. Und die Spieler werfen sich blind in jeden Wurf. Goalball: Eine der wenigen Sportarten, die speziell für Menschen mit Behinderung konzipiert wurde. Hier in Marburg wird sie auf dem allerhöchsten Niveau gespielt. Elf deutsche Meistertitel, Champions League Teilnahme und der Trainer der SSG Blista Marburg ist zeitgleich auch der Deutsche Nationaltrainer. Von ihm will sich unser Reporter Moritz heute die Sportart zeigen lassen. Die größte Herausforderung beim Goalball für den Coach: Stefan Weil, Trainer SSG Blista Marburg „Du wirst so viel mit deinem räumlichen hören zu tun haben und überhaupt erstmal abschätzen zu lernen, wo kommt der Ball hin und von wo kommt er überhaupt. Du wirst merken, wie krass du dich auf diesen Sinn, der dir jetzt gleich genommen wird, verlässt.“ Orientierung geben eine Rassel im Inneren des Balles und abgeklebte Linien am Boden, die die Spieler ertasten können. Geworfen wird ähnlich, wie beim Bowling. Und verteidigt – mit vollem Körpereinsatz. Stefan Weil, Trainer SSG Blista Marburg „So, wie es Typen gibt, die Körperkontakt einfach mögen und deshalb gerne Rugby spielen oder American Football spielen oder beim Handball am Kreis geht es auch ordentlich zur Sache. So jemand muss man sein, wenn man Goalball spielt. Man muss es schon auch etwas feiern […]

  • Große Harmonie - Eintracht Frankfurt freut sich auf Champions League-Duell gegen Atalanta Bergamo

    Große Harmonie – Eintracht Frankfurt freut sich auf Champions League-Duell gegen Atalanta Bergamo

    Auf Eintracht Frankfurt wartet in der Champions League auch am fünften Spieltag der Ligaphase ein ganz besonderes Spiel! Denn es geht nicht nur um wichtige Punkte im Kampf um das Weiterkommen, sondern auch um eine außergewöhnliche Fanfreundschaft, die beide Vereine seit mehr als zwei Jahrzehnten verbindet. Es fühlt sich an, wie Besuch von guten Freunden! Bergamo- und Eintracht Fans stimmen sich gemeinsam auf das Spiel heute Abend ein. Paolo, Bergamo-Fan „Das ist fantastisch, wundervoll! Alle sind freundlich, die Leute sind alle in der Innenstadt – Deutsche und Italiener – alle zusammen!“ Stefan, Eintracht-Fan „Wo die Aulosung raus kam, wir haben Bergamo zugelost bekommen, also geiler geht’s nicht! Also wenn wir Champions League spielen, dann Atalanta zuhause. Sie reisen zu uns, wir reisen dort hin. Ich war letzes Jahr selbst Spiele gucken. Also das ist eine innige Freundschaft und jeder freut sich einfach aufs Spiel.“ Enrico, Bergamo-Fan „Es ist wie in einer Familie. Wie unter Freunden! Keine Probleme, keine Streitigkeiten, nichts! Einfach fantastisch!“ Auch wenn die Eintracht nach 4 Punkten aus vier Spielen jeden Zähler braucht, um den Traum von Europa weiterzuträumen. Dass die heutige Partie ein Knaller ist und für die Fans etwas ganz Besonderes, weiß auch Trainer Dino Toppmöller. Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt „Das ist da eine sehr enge Bindung auch mit den Fans von Atalanta. Deswegen erwarten wir schon dann auch wirklich eine atemberaubende Atmosphäre. Und durch die Unterstützung von unseren Zuschauern, wollen wir morgen schon dann auch hier eben genau so auftreten.“ Der Gegner Atalanta Bergamo – in der heimischen Liga im unteren Tabellenmittelfeld hinter den eigenen Ansprüchen und daher zuletzt mit zwei Trainer-Entlassungen in weniger als einem halben Jahr. Dino Toppmöller spricht dennoch von einem 50-50 Duell, das er ja vielleicht für die SGE entscheiden kann. Dauerbrenner der Eintracht und Mittelfeldmann Ristu Doan. Bei bisher […]

  • Der Sporttalk mit Julian Beimel

    Der Sporttalk mit Julian Beimel

    Die Länderspielpause ist vorbei und deshalb rollt in der 1. Fussballbundesliga endlich wieder der Ball. Über den anstehenden 11. Spieltag spreche ich deshalb jetzt mit meinem Kollegen Julian Beimel aus der Sportredaktion.  Julian, 20:30 Uhr eröffnet Mainz 05 diesen Spieltag, zuhause gegen Hoffenheim. Was erwartest Du für ein Spiel?  Julian Beimel, Sportreporter:  Ja, während Hoffenheim mit vier Liga-Siegen in Folge anreist, die bisherige Ausbeute der Mainzer mehr als mager. Tabellenvorletzter und nur ein einziger Sieg. Trainer Bo Henriksen spürt diesen Druck natürlich auch, glaubt aber fest an den Befreiungsschlag.  Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05: „Wir hoffen jedes Spiel, dass es der Wendepunkt ist. Das ist einfach. Ja natürlich, wir glauben! (…) Die Leistungen die letzten Wochen waren gut, jetzt müssen wir profitieren. Jetzt müssen wir dieses Erlebnis haben und auch in der Bundesliga gewinnen.“  Julian Beimel, Sportreporter:  Die Mainzer bislang im Schnitt mit fast zwei Gegentoren pro Spiel in der Liga und vorne fehlt die Durchschlagskraft. Das führt dazu, dass sie, anders als in der letzten Saison –  die knappen Dinger zurzeit verlieren. Und deshalb sagt der Trainer: Das sind jetzt nochmal „fünf Finalspiele“ für uns in der Liga vor der Winterpause.  Eva Dieterle:   Kommen wir zur Frankfurter Eintracht, die Samstagabend im Topspiel auswärts beim 1. FC Köln ran muss. Frankfurt gegen den Aufsteiger der Favorit, oder?  Julian Beimel, Sportreporter:  Ja, viele Spieler der Eintracht konnten in der Länderspielpause mal wieder ihre Akkus aufladen. Also fährt Frankfurt schon mit Selbstvertrauen und dem Ziel – 3 Punkte zu holen – nach Köln. Und trotzdem erwartet Trainer Dino Toppmöller einen guten Gegner.  Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt: „Wir wissen, dass es in Köln immer eine Aufgabe ist, die nicht ganz so einfach ist. Tolles Stadion, tolles Publikum. Auch jetzt in der Saison als Aufsteiger guten Fussball gespielt, mit einem spielerischen […]

  • 85-jährige Ursula Dinges läuft Ultra-Marathons

    85-jährige Ursula Dinges läuft Ultra-Marathons

    Für Ursula Dinges aus Frankfurt-Kalbach ist ihr Alter nur eine Zahl. Mit 85 Jahren läuft sie noch regelmäßig Ultramarathons, mit Strecken von deutlich mehr als 100 Kilometern. Ein Geheimrezept für ihre gute Fitness hat sie nicht, verrät sie. Sie ernährt sich aber größtenteils vegetarisch, hat nie geraucht und trinkt nur sehr selten Alkohol. Wir sagen: Läuft bei ihr! Ursula Dinges läuft für ihr Leben gern. Hier, auf ihrer Teststrecke, wenige Meter von ihrem Zuhause entfernt, bereitet sie sich die 85-Jährige auf ihre Langstreckenläufe vor und testet dabei, wie fit ihr Körper gerade ist. Ursula Dinges, Ultramarathon-Läuferin „Ich jogge dann unten bis hier hoch, den kleinen Hügel hoch. Und wenn ich dann nicht schnaufen muss und nichts zwickt, dann weiß ich genau, dann kann ich 100 Kilometer und mehr laufen. Und wenn dann irgendwo was zwickt oder ich muss schnaufen, dann muss ich überlegen, ob ich nochmal bisschen was trainiere.“ In ihrer Altersklasse bricht Ursula einen Rekord nach dem anderen – egal ob beim Marathon oder beim sogenannten 48-Stunden-Lauf, eine Form des Ultramarathons. Hier hält sie seit 2023 den Weltrekord von 197 Kilometern in 48 Stunden. Ihre Motivation: So viele Weltrekorde wie möglich sammeln und die oft angeberischen und meist jüngeren Männer auf der Laufstrecke abhängen. Ursula Dinges,  Ultramarathon-Läuferin „Meistens sind die dann sowas von sprachlos. Oder sie fangen zu schreien. Schreien: Nein, das gibt’s nicht! Und das macht mir dann am meisten Spaß.“ Das Wohnzimmer der Frankfurterin: Eine einzige Ansammlung von Pokalen und Medaillen. Mit ihrem Trainer und langjährigen Freund Thomas Eceterski blickt sie zurück. Denn bis zu ihrem 60. Lebensjahr bevorzugt sie das Wandern. Bis zum Jahr 2000. Da bringt sie ihr mittlerweile verstorbener Mann Ulrich, damals selbst leidenschaftlicher Läufer, zum Laufsport. 22 Ursula Dinges,  Ultramarathon-Läuferin „Ja, das war also schneller und flotter. Da war mehr Action drin als […]

  • Rudi Völler als "Legende des Sports" ausgezeichnet

    Rudi Völler als „Legende des Sports“ ausgezeichnet

    Wenn sich vor der Alten Oper in Frankfurt Promis in schicken Abendkleidern und Smokings auf dem roten Teppich tummeln, dann ist es wieder so weit: Der Sportpresseball findet statt – an diesem Wochenende zum 43. Mal. Ein schillernder Starauflauf mit legendären Preisträgern. Die Alte Oper in Frankfurt – einmal mehr ein Ort für Glanz und Prominenz. Für den Sportpresseball haben sich Promis aus Politik, Sport und  Medien bemerkenswert in Schale geworfen. Zugegeben: Manche fühlen sich so fein gekleidet wohler, andere weniger. Matthias Mester, Silbermedaillengewinner  Paralympische Spiele 2008 „Es gibt einmal im Jahr so einen besonderen Abend wie heute beim Sportpresseball, dass man sich so ein bisschen rausputzt, einen Smoking an hat.“ Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Naja, wenn ich ganz ehrlich bin, trage ich unglaublich ungerne diese Ballkleidung aber es gehört halt dazu.“ Niklas Kaul, jüngster Weltmeister im Zehnkampf „Es ist doch deutlich unbequemer als eine Jogginghose, das muss man ehrlich sagen. Aber es macht natürlich auch mal Spaß ein bisschen schicker sich zu kleiden.“ Über 2.200 Gäste sind zum traditionellen Ball gekommen. Und heute strahlt  ein Name über allen anderen: Rudi Völler. Die Jury zeichnet den Fußball-Weltmeister von 1990 als „Legende des Sports“ aus. Der gebürtige Hanauer gilt als einer der besten deutschen Fußballspieler aller Zeiten. Laura Wontorra, Moderatorin „Rudi Völler ist einer der ganz, ganz großen unseres Sports. (…) Ich glaube, er freut sich heute aber Rudi ist ja – man könnte fast sagen nordisch unterkühlt, was das angeht. Also ich bin mir ganz sicher, er wird das auf seine Art heute entgegennehmen und ganz demütig sein über diesen Preis.“ Und so passiert es auch – voller Demut nimmt Rudi Völler seinen Preis entgegen. Rudi Völler, Preisträger „Legende des Sports“ „Recht herzlichen Dank an alle, die sich für mich ausgesprochen haben mir diesen Preis zu verleihen. Das ist […]

  • Der Sporttalk mit Julian Beimel

    Der Sporttalk mit Julian Beimel

    Der 10. Spieltag in der 1. Fußball-Bundesliga steht an. Aber vorher schauen wir auf die internationalen Wettbewerbe, wo unsere Erstligisten – Eintracht Frankfurt und Mainz 05 – in dieser Woche beide auf einen Gegner aus Italien getroffen sind. Eva Dieterle, Moderatorin: Und darüber spreche ich jetzt mit meinem Kollegen Julian Beimel aus der Sportredaktion. Hallo! Julian, wie bewertest du die beiden Partien? Julian Beimel, Sportreporter: Die Mainzer gestern Abend gegen die AC Florenz mit dem umjubelten 2 zu 1 Siegtreffer in der 5. Minute der Nachspielzeit, bleiben in der Conference League also ungeschlagen und holen sich Selbstvertrauen für den schleppenden Liga-Alltag. Und die Eintracht ja bereits am Dienstag in der Champions League, auswärts in Neapel, nicht nur ohne Fans, sondern auch ohne Tore. Aber dennoch hat sich der Eintracht-Coach Dino Toppmöller durchaus zufrieden gezeigt, mit diesem null zu null in der Ferne. Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt: „Wir wissen, gegen wen wir gespielt haben. Gegen den italienischen Meister, die jetzt auch in dieser Saison schon wieder die Serie A anführen. Für meine junge Mannschaft sicherlich ein Punktgewinn. Wo du mit einem sehr positiven Gefühl aus diesem Spiel rausgehst, weil die Jungs sich auch selbst bewiesen haben, dass wir selbst gegen solche europäische Hochkaräter defensiv auch sehr solide sein können.“ Beimel: Ja, und wie könnte es besser sein? Die Eintracht und Mainz treffen am Sonntagabend in Frankfurt aufeinander. Und da gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten, denn Jonathan Burkardt ist ja nach knapp elf Jahren für Mainz 05 vom Rhein an den Main gewechselt.   Also ein besonderes Spiel, nicht nur für den Stürmer selbst, sondern auch für seinen Ex-Trainer. Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05: „Ich freu mich natürlich Johnny zu sehen. Er ist ein überragender Typ. Ein sehr sehr guter Mensch. Überragender guter Mensch. Wir lieben ihn. […]

  • Mainz 05 in der Conference League gegen AC Florenz

    Mainz 05 in der Conference League gegen AC Florenz

    Rund um das Mainzer Fußball-Stadion dürfte es momentan schon brodeln, denn in einer Stunde ist dort Anstoß zu einem der größten internationalen Duelle der Vereins-Geschichte. Der AC Florenz gastiert zum dritten Liga-Spiel der UEFA Conference League in Mainz. Und die beiden Vereine verbindet momentan mehr, als man denken würde. Der Herbst-Blues hat sich bei Mainz 05 eingeschlichen. Nach neun Spielen haben die Mainzer nur fünf Punkte in der Bundesliga gesammelt und stehen auf dem vorletzten Platz. Ganz anders sieht es in der Conference League aus. Hier haben die Rheinhessen nach zwei Spielen mit sechs Punkten die volle Ausbeute gemacht. International Hui – in der Liga Pfui – genau die gleiche Ausgangslage mit der der Gegner Florenz nach Mainz reist. Die Italiener sind in der heimischen Liga aktuell sogar letzter – in der Conference League hingegen führen sie die Tabelle an. Bo Henriksen, Trainer Mainz 05 „Wir haben beide sechs Punkte in der Conference League und das Wichtigste ist für uns natürlich zu gewinnen. Aber wir wissen auch, dass die Fiorentina mit allem kommen wird morgen. Wir sind vorbereitet für alles weil wir keine Ahnung haben, wer spielen wird. Aber das ist auch egal, die kommen zu hundert Prozent mit viel Power, viel Energie und dann müssen wir bereit sein.“ Bereit für alles – weil der Gegner vor der Partie den Trainer entlassen hat, ist ungewiss, wie die Italiener auflaufen werden. Mittelfeldstratege Nadiem Amiri will sich aber sowieso lieber auf die eigenen Stärken verlassen und verrät gestern bei der Pressekonferenz auch schon einmal ein erstes Detail zur Mainzer Startaufstellung. Nadiem Amiri, Mittelfeldspieler Mainz 05 „Das macht Spaß. Wir haben ein Jahr lang hart gearbeitet für diese Spiele und ich weiß nicht, ob ich es schon sagen darf, aber ich werde morgen spielen und ich freue mich extrem.“ Wenn nachher das Flutlicht […]

  • Die Walz aus der Pfalz: Hans-Peter Briegel stellt Biografie vor

    Die Walz aus der Pfalz: Hans-Peter Briegel stellt Biografie vor

    Er ist eine echte Pfälzer Fußball-Legende, die wohl bekannteste gleich nach dem großen Fritz Walter: Die Rede ist von der „Walz aus der Pfalz“, Hans-Peter Briegel. Der frühere Europameister hat gerade seine Biografie veröffentlicht und tourt damit durch die ganze Region. Reihenweise Autogramme schreiben, gemeinsame Fotos schießen und Fragen zu seinem Buch beantworten. Für Hans-Peter Briegel derzeit Alltag. Die wichtigste Frage gleich mal vorne weg: Wie war das eigentlich mit seinem ewigen Spitznamen und Titel seiner Biografie – wurde ihm „die Walz aus der Pfalz“ jemals gerecht? Hans-Peter Briegel, Europameister 1980 „Walz hört sich ein bisschen langsam an, das war ich mit Sicherheit nicht. Dass ich alle Gegner weggeräumt habe, links und rechts, das kann ich auch nicht so unbedingt sagen. Aber irgendeiner hat mir den Namen gegeben und seitdem habe ich ihn halt.“ Die Besucher seiner Buchvorstellung in Koblenz haben ganz unterschiedliche Erinnerungen an den heute 70-Jährigen. Dimo Wache, ehemaliger Torwart 1. FSV Mainz 05 „Er wusste schon, wo man hingehen musste aufm Feld und wo es weh tat beim Gegner. Aber wie er ja auch eindrucksvoll bewiesen hat, konnte er auch richtig Fußballspielen.“ Thomas Adam, Fan 1. FC Kaiserslautern „Er hat halt auch die Gegner in Grund und Boden gerammt. Er kam ja über die Körperlichkeit, ehemaliger Zehnkämpfer, Leichtathlet.“ Mit 16 wechselt Briegel von der Leichtathletik zum Fußball, von 1974 an ist er zehn Jahre Abwehrspieler beim 1. FC Kaiserslautern, wird später Meister und Pokalsieger in Italien. 72 Länderspiele, Europameister 1980, zweimal Vize-Weltmeister. Alles nun niedergeschrieben von seinem Bekannten, dem Sportjournalisten Wolfgang Stephan. Von der Idee einer Biographie über ihn war er zunächst nicht begeistert. Wolfgang Stephan, Buchautor „Und dann hat seine Frau gesagt, pass auf: Wenn der die nicht will, dann schreibst du über mich. „Mein Leben mit der Walz aus der Pfalz.“ Und das hat natürlich […]

  • Eintracht in Neapel ohne Fans

    Eintracht in Neapel ohne Fans

    Schwieriges Auswärtsspiel für Eintracht Frankfurt heute Abend in der Champions League. SSC Neapel heißt der Gegner, doch am Fuße des Vesuvs müssen die Hessen auf die sonst so lautstarke Unterstützung ihrer Fans verzichten. Aus Angst vor erneuter Randale hatten die örtlichen italienischen Behörden den Verkauf von Eintrittskarten für Gästefans verboten. Doch auch ohne Anfeuerung von der Tribüne will die Eintracht ihre Außenseiterchance nutzen. Hier im Stadio Diego Armando Maradona in Neapel will die Eintracht heute Abend in der Champions League zurück in die Erfolgsspur finden. Trainer Dino Toppmöller, gestern Mittag trotz Erkältung noch auf dem Trainingsplatz, hielt sich gestern Abend lieber von allem fern und ließ sich auf der Pressekonferenz von Co-Trainer Jan Fießer vertreten. Jan Fießer, Co-Trainer Eintracht Frankfurt „Was uns zuversichtlich macht ist einfach, dass wir an uns glauben, dass wir wissen, welche Stärke wir haben. Wir spielen auch zurecht in der Champions League. Auf der einen Seite sind wir hier zum Lernen. Aber wir sind auch hier, um zu gewinnen. Wir müssen einfach nach den letzten Spielen im Spiel gegen Ball etwas mehr Mut an den Tag legen, auch mal dem Gegner ein bisschen wehtun.“ Wehtun sollte das Stichwort sein, zum Beispiel für Verteidiger Arthur Theate. Vor allem der Abwehr kommt heute eine Schlüsselrolle zu, um im Hexenkessel in Neapel erfolgreich zu bestehen. Arthur Theate, Abwehrspieler Eintracht Frankfurt „Sicherlich ein schwieriges Spiel – gegen den italienischen Meister. Wir wissen, dass sie eine Menge Qualität haben. Sie haben auch eine gute Atmosphäre hier. Wir werden unser Bestes versuchen. Wir haben letzte Woche im Spiel gegen Dortmund gezeigt, dass wir sehr gut Fußball spielen können und ich hoffe, wir können das hier wiederholen und ein sehr gutes Spiel machen.“ Weil die Eintracht-Fans heute im Stadion fehlen, waren ihre  Banner einfach schon gestern zum  Abschlusstraining in Frankfurt zu sehen.  „Schwarz […]

  • Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Jubel und Enttäuschung nach der zweiten Runde im DFB-Pokal diese Woche: Darmstadt und Kaiserslautern haben es ins Achtelfinale geschafft – die Frankfurter Eintracht und Mainz 05 sind ausgeschieden. Doch die Vereine müssen sich jetzt – ramponiert oder gestärkt – wieder dem Bundesliga-Alltag widmen. Eva Dieterle, Moderatorin: Vor dem anstehenden Bundesliga-Wochenende spreche ich darüber jetzt mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold.  Tja, wächst sich die Negativ-Serie der Mainzer nun zu einer handfesten Krise aus, Thorsten? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja also dieser Auftritt da am Mittwochabend, bei der null zu zwei Niederlage gegen den VfB Stuttgart, der war schon recht ideenlos. Es fehlt vor allem die Torgefahr vorne, das ist so meine Einschätzung. Der Verkauf von Jonny Burkardt haut doch stärker rein bei den Nullfünfern 05 als zunächst befürchtet. Aber auch hinten und im Mittelfeld war‘s zu wenig. Und da kommt jetzt die Frage auf, vor dem Heimspiel morgen gegen Werder Bremen: sollte Bo Henriksen nicht irgendwas verändern, irgendwas mal anders machen? Und so hat er reagiert: Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Wenn ich probieren würde, etwas anderes zu machen, eine andere Person zu werden, dann würde das in der Katastrophe enden. Ich bin authentisch, ich bin ich, ich kann nichts ändern. Ich will nicht rumlaufen und sauer sein. Ich muss positiv sein, ich muss Energie haben und wenn wir das im nächsten Spiel machen, dann weiß ich dass wir gewinnen.“ Arnold: Jetzt darf er nach seiner Sperre im Pokal, wo er das ganze Geschehen von oben von der Tribüne erleiden musste, ja wieder am Spielfeldrand seine Energie aufs Feld übertragen. Mal sehen, ob’s hilft. Dieterle: Schauen wir direkt weiter zu unserem anderen Erstligisten, zur Frankfurter Eintracht. Auch die haben noch an dem bitteren DFB-Pokal-Aus gegen Dortmund zu knabbern, oder? Arnold: Ja aber da ist die Gefühlslage eine völlig andere. Also […]