Gesellschaft

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Ebola-Patient in Frankfurt gelandet — Abschiebeflüge nach Syrien — Weniger Fluggäste am Flughafen Frankfurt Ebola-Patient gelandet Ein mit dem lebensgefährlichen und hoch-ansteckenden Ebola-Virus infizierter US-Bürger ist in der vergangenen Nacht nach Frankfurt geflogen worden. Er wird auf einer hochspezialisierten Isolierstation der Universitäts-Klinik Frankfurt versorgt. Laut dem Bundes-Gesundheitsministerium besteht für die Bevölkerung keinerlei Infektionsgefahr. Der Patient wurde isoliert aus der Demokratischen Republik Kongo ausgeflogen. Bei ihm wurde ein seltener Stamm des Ebola-Virus entdeckt, gegen den es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Erst im Juni wurde ein erster infizierter US-Arzt erfolgreich in Berlin therapiert. Abschiebeflüge nach Syrien Hessens Innenminister Roman Poseck hat sich für regelmäßige Abschiebeflüge nach Syrien ausgesprochen. Wichtig sei ihm dabei zu differenzieren. Straftäter und Gefährder müssten zuerst abgeschoben werden. Doch auch für integrierte syrische Flüchtlingen, die kein dauerhaftes Aufenthaltsrecht haben und Sozialleistungen in Anspruch nehmen, seien Abschiebungen angesichts der Belastung hiesiger Sozialsysteme unvermeidbar, so Poseck. Gut integrierte Syrer – wie etwa Ärzte oder Pflegekräfte – könnten bleiben – vor allem dann, wenn sie auch schon einen deutschen Pass hätten. Weniger Fluggäste Im ersten Halbjahr haben 28,9 Millionen Passagiere den Flughafen Frankfurt genutzt. Das waren 0,8 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Grund für den Rückgang sind nach Auskunft des Flughafenbetreibers Fraport die Streiks bei der Lufthansa gewesen. Außerdem seien wegen des Kriegs im Iran viele Flüge in den Nahen Osten ausgefallen. Zulegen konnte der Flughafen hingegen beim Frachtverkehr. Dort stieg das Volumen um 1 Prozent auf rund 1 Millionen Tonnen.

  • Weltrekord im Lok-Ziehen

    Weltrekord im Lok-Ziehen

    Zeit für einen außergewöhnlichen Weltrekordversuch. Seit vielen Jahren gehört das traditionell zum Speyerer Brezelfest. Nach einem Tanzweltrekord wurde es an diesem Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes gewichtiger. Auf dem Gelände des Speyerer Technik Museums hieß es: „Anpacken!“ Im Mittelpunkt: eine ganz besondere Zahl. Eine Lok mit 111 Tonnen Gewicht. 111 Menschen. Und genau 111 Meter bis zum Weltrekord. Insgesamt haben sich 19 Teams für den Kraftakt angemeldet. Mit dabei sind Sport- und Freizeitvereine, Unternehmen und Freundesgruppen. Die Motivation ist groß. „Auf geht’s AC, MAINZAAA MAINZAAA, Brezel HU Brezel HU, Altportelhupser immer voll dabei!“ Seit 116 Jahren richtet der Verkehrsverein Speyer das Brezelfest aus. Mit der Aktion startet er bereits den vierten Anlauf auf einen Weltrekord. Uwe Wöhlert, Vorsitzender Verkehrsverein Speyer „Zum einen glaube ich geht’s nicht um schiere Kraft, sondern es geht zunächst mal um einen gleichförmigen Rhythmus zu finden, Technik ist ganz wichtig, wir haben jemand, der sich professionell mit dem Tauziehen beschäftigt hat, der auch die Kommandos gibt von „Hebt an“ und dann das ‚Ziehen‘ und das muss gut und gleichförmig funktionieren, dass nicht nur Physik, sondern auch dieser Gemeinschaftsgeist ein tolles Ergebnis erreichen kann.“ Doch wie bereitet man sich auf so einen Kraftakt vor? „Wir haben die S-Bahn gezogen, von Limburger Hof bis Mannheim.“ „Ganz viel Strategie, Kopf, Visualisierung, das muss reichen für heute.“ „Hartes Training, Weinschorle, und gestern auf dem Brezelfest natürlich.“ Damit bei der Aktion nichts schiefgeht, wurde die Sicherheit monatelang vorbereitet. Statik, Seile und Befestigungen – alles ist genau geplant und geprüft. Einmal kurz aufwärmen und dehnen, dann gibt’s das Startkommando. Der Zug rollt los, überraschenderweise ganz ohne große Mühe – die Weinschorle scheint also geholfen zu haben. Mit vereinten Kräften ziehen die Mannschaften die Lok vor den Zuschauern über die Gleise. Und dann geht alles ganz schnell. Nach nicht einmal zwei Minuten […]

  • Steinfurther Rosenfest - Farbenfrohes Schauspiel mit 100.000 Rosen

    Steinfurther Rosenfest – Farbenfrohes Schauspiel mit 100.000 Rosen

    Sie ist ein Zeichen der Romantik und Liebe: Die Rose. Heute startet eines der beliebtesten Rosenfeste Deutschlands, im bundesweit ältesten Rosendorf – mitten hier bei uns in Hessen.   Der Duft der Rose schwebt über ganz Steinfurth: Schon vor über 150 Jahren wurden die dornigen Blumen hier bei Bad Nauheim angebaut. Ob in der prallen Sonne – oder im kühlen Schatten: Beim Steinfurther Rosenfest gibt es jetzt über 100.000 Rosen zu entdecken. Ein großes Highlight: Die Rosenausstellung. Eine Reise durch die Geschichte der  Dornenpflanze – konzipiert von Manuela Dräger – ehrenamtlich und mit viel Leidenschaft. Manuela Dräger, Gestalterin Rosenaustellung Steinfurther Rosenfest: „Vielleicht merken Sie es, wenn Sie hier rausgehen. Das berührt die Seele, das berührt die Sinne. Es ist der Duft, eigentlich die Vielfalt der Rose. Die verschiedenen Farben, die Blütenformen, die Wuchscharaktere. Es ist einfach die Vielfalt der Rose, die sie ausmacht. Es ist nichtmal nur die Schönheit, es ist alles in sich zu vereinen, das ist das Besondere an der Rose und deswegen ist sie auch schließlich die Königin der Blumen.“ Die Rose in den 70er Jahren: Besonders für ihre bunten Farben geliebt und geschätzt. Manuela Dräger, Gestalterin Rosenaustellung Steinfurther Rosenfest: „Man hat sie in langen Rabatten gepflanzt, man hat sie ohne Begleit gepflanzt also wirklich nur 30, 40 von einer Sorte eben, weil sie toll leuchten. Einfach Freude und Glück ausdrücken.“ Dann, in den 80er Jahren wird die Rose zur Perfektion getrieben: Der Trend geht zur Edelrose. Manuela Dräger, Gestalterin Rosenaustellung Steinfurther Rosenfest: „Die Gärten wurden ein bisschen ordentlicher, es war ein anderer Zeitgeist, die Menschen haben sich nach Ordnung gesehnt. (…) Also auch die Blütenform, die Blütenblätter, alles musste ganz ordentlich aussehen, wie gemalt im Prinzip und es sah schon fast ein bisschen künstlich aus.“ Manuela Dräger ist sich sicher: Trotz des Klimawandels wird es ihre Lieblingsblume auch in Zukunft […]

  • Rotes Kreuz schlägt Alarm - Dramatischer Mangel an Blutspenden wegen Hitze

    Rotes Kreuz schlägt Alarm – Dramatischer Mangel an Blutspenden wegen Hitze

    Blutspenden retten Leben! Jeden Tag! Umso alarmierender ist jetzt der Appell der Blutspende-Dienste in Hessen und Rheinland-Pfalz. Angesichts der sommerlichen Hitze werden die Blutkonserven knapp und das sorgt unweigerlich für Engpässe in den Krankenhäusern. Die Situation ist kritisch. Ein kleiner Pieks für den Blutspender, ein großer Schritt für die Blutversorgung. Aktuell sind es aber eher kleine Schritte: Wo die Kühlregale der Blutspendedienste sonst gut gefüllt sind, sieht die traurige Realität derzeit eher so aus. Dabei kann eine Blutspende bis zu drei Menschen helfen, etwa nach Unfällen oder bei Operationen. Leonie Hain, Blutspendedienst Deutsches Rotes Kreuz „Aktuell ist die Versorgungslage leider relativ kritisch. Dann kann es schon dazu kommen, dass es in Krankenhäusern oder Arztpraxen zu Versorgungsengpässen kommen kann. Das heißt, es müssen geplante Operationen unter Umständen verschoben werden.“ In Hessen werden täglich 1.000 Blutspenden benötigt, in Rheinland-Pfalz rund 800. Der aktuelle Vorrat würde in beiden Ländern nur noch für 2 Tage reichen, sonst sind es bis zu fünf Tage. Vor allem seltene Blutgruppen wie „0 negativ“, die jeder Patient empfangen kann  weil sie keine allergische Reaktion auslösen, sind auf einem bedrohlich niedrigen Stand. Bei zuletzt heißem Sommerwetter scheinen viele potenzielle Spender andere Prioritäten zu setzen. Leonie Hain, Blutspendedienst Deutsches Rotes Kreuz „Natürlich sind’s die Temperaturen und jetzt aktuell die extreme Hitze. Aber es sind natürlich auch andere Freizeitaktivitäten, so etwas wie: Man geht lieber ins Schwimmbad, man geht lieber an den See.“ Dabei dauert ein Termin nicht lang: Zunächst wird die eigene Blutgruppe bestimmt, dann die Temperatur gemessen und noch kurz der Blutdruck überprüft. Die Blutentnahme selbst dauert dann nur fünf bis zehn Minuten. Michael Simon hat die seltene Blutgruppe „Null negativ“. Deshalb ist der 49 Jahre alte Ingenieur  hier natürlich ein  überaus gern gesehener Gast.  Er wohnt zwar in Würzburg, pendelt aber jeden Tag beruflich nach Frankfurt. Und geht […]

  • Immer mehr Nachfrage nach alkoholfreiem Bier - insgesamt weniger Konsum

    Immer mehr Nachfrage nach alkoholfreiem Bier – insgesamt weniger Konsum

    Alkoholfreies Bier liegt im Trend. Nach Pils und Hellem ist alkoholfreies Bier mittlerweile auf Platz 3 der Beliebtheitsskala. Während die Produktionsmenge von Bier mit Alkohol gesunken ist, ist die von alkoholfreiem gestiegen. Franziska Marquardt, Reporterin „So ein kühles Bier ist bei dem Wetter doch einfach genau das Richtige. Für mich darf’s auch gerne alkoholfrei sein, ist nämlich viel gesünder und mir schwirrt der Kopf dann nicht so. Und damit bin ich nicht alleine.“ Laut dem Deutschen Brauerbund haben deutsche Brauereien im vergangenen Jahr rund 7,6 Prozent mehr alkoholfreies Bier produziert als noch 2024. Die Inhaber der Mainzer Eulchen Brauerei spüren den alkoholfrei-Trend schon seit Jahren. Vor allem im Sommer. Leonidas Lazaridis, Co-Inhaber Eulchen Brauerei Mainz „Zeitweise, jetzt eben natürlich auch bedingt durch die Temperaturen, ist bei uns das alkoholfreie auf Platz 1 im Brauereiausschank und der Trend vom alkoholfreien ist eigentlich schon seit Jahren ungebrochen. Also es wächst und wächst jedes Jahr.“ Zwar wird hierzulande noch immer viel mehr Bier mit Alkohol als ohne produziert, doch mittlerweile macht alkoholfreies Bier 11 Prozent des gesamten Bierkonsums aus. „Wofür haben Sie sich denn entschieden, alkoholfrei oder mit Alkohol und warum?“ Horst: „Die Entscheidung war bei mir schon 2007. Ich hatte eine Erkrankung und da hatten die Ärzte mir gesagt, ich soll den Alkohol erst mal lassen und da hab ich mich schnell dran gewöhnt.“ Johannes: „Ich hab mich für ein Bier mit Alkohol entschieden heute, weil es mir einfach sehr gut schmeckt.“ Jenni: „tatsächlich trinke ich eher mit Alkohol das Bier, das ist in der Gesellschaft ganz angenehm, man kommt so ein bisschen in Stimmung, in Fahrt und deshalb eher mit Alkohol.“ Peter: „Ich bin leidenschaftlicher Biertrinker, ich trinke allerdings nur Bier ohne Alkohol, vorzugsweise Weizenbier, weil ich mittlerweile ein bisschen angefangen habe zu Laufen, zu Joggen.“ Die Produktionsmenge von Biermischgetränken wie […]

  • Traumjob Taunuswunderland - Schüler arbeiten in Sommerferien

    Traumjob Taunuswunderland – Schüler arbeiten in Sommerferien

    Es sind aktuell Sommerferien – für viele Jugendliche heißt das nicht nur faulenzen, sondern auch Arbeiten und Geld verdienen. Sommer – Sonne – Ferienjob also. Für viele Schüler ist das der erste Kontakt mit dem Arbeitsmarkt. Doch welche Regeln gelten beim Arbeiten in den Ferien? Worauf muss man achten? Das haben wir uns angeschaut und eine Schülerin aus dem Taunus bei ihrem Ferienjob in einem hessischen Freizeitpark begleitet. Abfahrt ins Berufsleben! Bei Selina sitzen die Handgriffe. Seit drei Jahren jobbt die Zwölftklässlerin in ihren Ferien hier im Taunus-Wunderland. Für die Siebzehnjährige ist es der erste Kontakt mit Kunden, einem Chef und selbstverdientem Geld. Der Ferienjob, nicht nur was fürs Portemonnaie. Selina (17), Ferienjobberin im Taunus Wunderland „Das Gehalt ist natürlich sage ich mal wichtig und wahrscheinlich der erste Anreiz für Leute überhaupt ein Ferienjob zu machen. Aber im Endeffekt hab ich bei mir zumindest gemerkt, dass ich mich über die Jahre weiter entwickelt habe. Ich bin viel offener geworden auch generell freundlicher würde ich sagen auch meine Kommunikation mit Menschen hat sich deutlich verbessert und da freue ich mich einfach auch für mich selbst für meine Weiterentwicklung.“ Den Schritt ins Erwachsenenleben beobachtet auch Selinas Chef, Wiesbadens Ex-OB Sven Gerich. Sven Gerich, Vertriebsleiter Taunus Wunderland „Ja, man merkt das schon. Manchmal kommen sie, wenn sie 16 Jahre alt sind, noch mit einem kleinen Mimimi von zu Hause. Aber wenn man sie dann über die Saison begleitet, lernen sie ja ganz viel und sie gehen nach der ersten Saison einfach deutlich erwachsener und deutlich selbstbewusster heraus, weil sie ganz ganz viel im Umgang mit Menschen, mit dem Freizeitpark hier bei uns gelernt haben.“ Gewerkschaften geben Tipps, worauf Jugendliche beim Ferienjob achten sollen: Ein Arbeitsvertrag sollte demnach Pflicht sein. Aufgaben, Arbeitszeiten und Bezahlung müssen klar drinstehen. Jugendliche dürfen höchstens acht Stunden am Tag und 40 Stunden […]

  • Girls Walking & Talking: Zwei Jahre Spaziergänge gegen Einsamkeit in Mainz

    Girls Walking & Talking: Zwei Jahre Spaziergänge gegen Einsamkeit in Mainz

    Wir versetzen uns jetzt mal in die Lage, wie es ist, in einer neuen Stadt anzukommen, in der man vielleicht noch gar niemanden kennt. Kontakte knüpfen, Freundschaften schließen. Vielen fällt das auf Anhieb gar nicht so leicht. Doch in Mainz wird das jetzt – gerade jungen Frauen – leicht gemacht. Und zwar quasi – im Vorbeigehen. Die Mädels vom Mainzer „Girls Walk Club.“ Der Name ist Programm. Sie gehen spazieren. Mit jeder, die mitlaufen will. Denn dafür haben Jana, Estelle und Lea die Gruppe gegründet. Regelmäßig treffen sich hier Frauen allen Alters, um Kontakte zu knüpfen. Beim Spazierengehen! Jana Schreck, Gründerin Girls Walking Club „Das erste, was ich beobachte, ist, dass die sehr viel Angst haben. Wir haben extrem viele Leute, die sagen, dass sie irgendwie schon seit nem halben Jahr zu uns kommen wollten und sich nicht getraut haben. Wo ich auch immer appellier so, kommt und traut euch, weil am Ende, jede, die kommt, hat dasselbe Problem. Also jede kommt alleine und wir sind immer da. Ihr könnt uns ansprechen, ihr könnt uns vorher schreiben. Ihr könnt immer auf uns zukommen, weil wir wissen, dass es voll die Hürde ist, zu kommen.“ Heute haben sich rund 20 Frauen zusammengefunden.  Nach der ersten Aufwärmrunde kommen alle schnell ins Gespräch. Mimi, 25 Jahre „Bisher habe ich nur geredet mit Leuten, aber sind alle sehr nett. Es macht Spaß, es gibt ja auch regelmäßig diese Spaziertreffen und dann kann man ja auch nochmal hingehen oder sich auch unabhängig davon treffen, also läuft gut.“ Svetlana, 26 Jahre „Ich war schon einmal beim Walk, weil ich seit Ende Dezember in Mainz wohne und ich wollte ein bisschen Leute kennenlernen. Und heute hat mich ein Mädchen, das ich beim letzten Treffen kennengelernt habe, angeschrieben und gefragt, ob ich spontan mitkommen möchte.“ Theresa, 32 Jahre „Ich […]

  • Stand des Wiederaufbaus - Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

    Stand des Wiederaufbaus – Fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Ahrtal

    Knapp fünf Jahre ist sie schon her, doch die Folgen der zerstörerischen Flut sind im Ahrtal noch immer zu spüren. Der Wiederaufbau ist im vollen Gange. Besonders betroffen die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach Jahren der Planung stehen hier wichtige Meilensteine kurz vor dem Abschluss. Die Ahrtalflut vor fünf Jahren: die Schäden – verheerend. Noch heute gleicht Bad Neuenahr-Ahrweiler einer riesigen Baustelle. Rund 420 Baumaßnahmen finden gleichzeitig statt. Überall wird wieder aufgebaut. Zum Beispiel die Kita Sankt Pius. Herbert Wiemer, Aufbau- und Entwicklungsgesellschaft Ahrweiler „Also das Wasser hier an der Stelle, wo wir stehen, obwohl wir jetzt ungefähr 300 – 400 Meter von der Ahr weg sind, stand so ungefähr Bauchnabelhöhe. Ungefähr 1,20 Meter, 1,30 Meter. Und das ist das Hochwasser, was wir für die Zukunft auch kontrollieren möchten. Wir bauen also so, dass dieses Hochwasser, wenn es denn käme, schadlos an der Kita vorbeigeht.“ Das Erdgeschoss – deshalb erhöht gebaut. Kosten: knapp neun Millionen Euro. Im kommenden  Jahr soll die Kita für rund 150 Kinder wieder öffnen. Diese Baustelle ist schon fertig: direkt an der Ahr – eine neue Sportanlage für über 2 Millionen Euro. 250.000 allein für den  Kunstrasen neuester Generation, der sich so auch in Trainingszentren etwa beim FC Liverpool oder beim FC Arsenal findet. Für Freizeitsportler mehr als nur eine Bereicherung. Nadine Wenigmann, Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler „Die Anwohner, die die Flutnacht miterlebt haben, die sind in Teilen heute noch traumatisiert oder die Traumata kommen halt auch erst jetzt mit der Zeit raus. Natürlich gibt es da ganz viele negative Folgen, aber ich versuche halt persönlich immer den Fokus auf das Positive zu legen, weil man ja schon sieht … also mein persönliches Highlight war der erste Sportplatz im Apollinarisstadion, als da dann am Abend acht Mannschaften gleichzeitig trainiert haben, Kinder- und Jugendmannschaften, da hat man einfach nur noch […]

  • Deutlich mehr Hitzetote in Wiesbaden - Krematorien überlastet

    Deutlich mehr Hitzetote in Wiesbaden – Krematorien überlastet

    Rekordhitze und tropische Nächte – die heißen Temperaturen der letzten Wochen haben auch in Hessen vermehrt Todesopfer gefordert und dabei Rettungsdienste und Krankenhäuser an ihre Grenzen gebracht. Die Stadt Wiesbaden richtet sich deshalb mit einer Informationsoffensive an alle Bürger, um künftigen Hitzewellen besser Herr zu werden. Der hessische Hitzerekord von 41,3 Grad und gleich mehrere tropische Nächte, die an der 30-Grad-Marke gekratzt haben. Am Hitzewochenende Ende Juni sind die Rettungsdiensteinsätze der hessischen Landeshauptstadt – im Vergleich zu einem normalen Wochenende  – um 42 Prozent angestiegen. So viel Hitze, nicht nur für den Menschen zu viel, sondern sogar für Rettungsfahrzeuge. Norbert Hagner, Rettungsdienst Feuerwehr „Die Klimaanlagen in den Fahrzeugen sind nach einer gewissen Zeit letztendlich ausgestiegen, weil sie für so eine Dauerlast von über zehn Stunden teilweise Hitze gar nicht ausgelegt waren. Und die zweite Ebene, das ist die wichtigere Ebene noch, unser Personal. Es wurde keine Pause mehr möglich. Die Fahrzeuge sind, nachdem die Besatzung die Patienten in der Klinik abgegeben haben, sofort wieder zum nächsten Einsatz gefahren.“ Neben der hitzebedingten Mehrbelastung für Alten- und Pflegeheime, Kitas und Krankenhäuser, mussten in Hessen teilweise sogar Krematorien die Anzahl der täglichen Einäscherungen erhöhen, da deren Kühlkapazitäten ihr Limit erreicht hatten. Um das gesamte System künftig besser zu entlasten, richtet sich die Stadt Wiesbaden mit einem Appell an seine Bürger. Gert-Uwe Mende (SPD), Oberbürgermeister Wiesbaden „Hier ist auch jeder Einzelne gefordert. Sich kundig zu machen. Zu sehen, welche Angebote es gibt. Kühle Räume aufzusuchen. Sich genug mit Wasser oder isotonischen Getränken zu versorgen. Die Medikamente richtig einzunehmen und vor allem auf die Nachbarschaft zu achten. Ist da irgendetwas, was da möglicherweise auffällig ist?“ Die Stadt richtet ein Hitzetelefon ein, verschickt Info-Broschüren per Post  und bietet hier – im Rathaus – klimatisierte Räume für Tage an, an denen es 30 Grad oder heißer wird. […]

  • Inklusiver Hochseilgarten: Klettern für Menschen mit Behinderung in Marburg

    Inklusiver Hochseilgarten: Klettern für Menschen mit Behinderung in Marburg

    Bei gutem Wetter im Hochseilgarten zwischen den Bäumen klettern – das findet fast jeder toll. Außer vielleicht Menschen mit Höhenangst. Und Menschen, die aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen dazu nicht in der Lage sind. In Marburg gibt es jetzt einen inklusiven Hochseilgarten, in dem sogar Menschen, die im Rollstuhl sitzen, klettern können. Sechs Meter Höhe, vier wackelige Bretter und ein Rollstuhl, der hier rüber soll. Wenn die Kinder unten nicht mit der genau passenden Kraft an den Seilen ziehen, hat Sascha keine Chance. Das geht nur mit  Mut und Zusammenhalt. Die ersten zwei Bretter sind geschafft, doch dann kommt die Lücke rüber zur zweiten Etappe. Sascha kämpft mit sich, alles ist total  instabil und der Boden liegt weit unter ihm. Und Sascha will. Er traut sich. Am Ende klappt das Zusammenspiel noch nicht gut genug. Sascha ist trotzdem froh, dass er es versucht hat. Sascha, 11 Jahre „Selbst, wenn ich Angst habe, ich probiere es erst mal. Weil vielleicht klappts ja. Vielleicht verpasse ich in den Moment eine richtig tolle Lebenserfahrung. Und wenns dann schiefgeht, dann ist es ein Schock, aber das war auch eine richtig wichtige Erfahrung da. Also wenn ich falle, ich bin dann sicher.“ Lars Kietz und sein Team vom Hochseilgarten Marburg, möchten es jedem ermöglichen hier zu klettern. Je nach Beeinträchtigung überlegen sie sich individuelle Lösungen. Für Rollstühle gibt es Rampen und Sicherungsanlagen. Für Menschen, die den Aufstieg nicht aus eigener Kraft schaffen, hat der Hochseilgarten Gewichtsreduktionsanlagen. Lars Kietz, pädagogische Leitung Freizeitgelände Stadtwald Marburg „Wir wollen vielen Menschen eben in außeralltäglichen Erfahrungssituation neue Erfahrungen ermöglichen. Fußgänger, vermeintlich gesunde Menschen als auch Menschen irgendwie, die als beeinträchtigt gelten können gemeinsam neue Erfahrungen sammeln, weil es eben im Alltag ja nicht ne übliche Fortbewegungsform ist.“ Und wenn mal was nicht klappt, sollen die Kinder an den Situationen wachsen. […]

  • Burgherr und Hausmeister: Jörg Wronka hat Traumjob auf Burg Cochem gefunden

    Burgherr und Hausmeister: Jörg Wronka hat Traumjob auf Burg Cochem gefunden

    Dicke Mauern, prunkvolle Säle und der Blick von oben über die ganze Stadt – wer hat als Kind nicht davon geträumt, einmal in einer Burg oder einem Schloss zu wohnen? Für Jörg Wronka hat sich dieser Traum erfüllt. Er ist nämlich der heimliche „Burgherr“ von Cochem. Jörg Wronka, Hausmeister Burg Cochem „Willkommen auf der Reichsburg. Bitte folgen Sie mir.“ Die Reichsburg Cochem: Vor 1500 Jahren erbaut, thront sie auf dem Gipfel über der Stadt. Und seit 10 Jahren ist sie das Zuhause von Jörg Wronka. Der Hausmeister der Burg wohnt auch dort. Bevor die Besucher kommen, hat er die Burg ganz für sich. Jörg Wronka, Hausmeister Burg Cochem „Wenn ich dann so morgens ganz allein meine Runde gemacht habe, dann steht man dann da unten, wo die Kanone ist, und guckt so über Cochem hinweg. Das ist schon ein erhebendes Gefühl.“ Für den gebürtigen Cochemer mehr als nur ein Job. In der Burg fühlt er sich zuhause, kennt jeden Winkel und repariert was zu reparieren ist: Sorgt für Licht im Speisesaal und dafür, dass im abgelegenen Burgturm immer die richtige Uhrzeit schlägt. Bevor er Hausmeister wurde, war Wronka Schmiedemeister auf der Burg. Verewigte sich mit kunstvollen Geländern, verziert mit Ritterfiguren und Drachenköpfen. Jörg Wronka, Hausmeister Burg Cochem „Das ist natürlich was ganz Besonderes, wenn man weiß, die Dinge, die man baut, werden einen lange überleben. Und meine Arbeit ist immer ein Teil der Burg und somit bin auch ich immer ein Teil der Burg. Also, wenn das kein tolles Gefühl ist.“ Der 62-Jährige verbindet viel mit der Burg. Ist seit 40 Jahren im Heimatverein und verdankt ihr eine folgenschwere Begegnung. Während Corona feiert Wronka seinen Geburtstag allein auf der Dachterrasse. Eine alte Freundin aus seiner Jugendzeit entdeckt ihn und prostet ihm aus ihrem Dachfenster zu – und aus dem Zuprosten […]

  • DFB: Nagelsmann zurückgetreten - kommt Klopp?

    DFB: Nagelsmann zurückgetreten – kommt Klopp?

    Die Meldung des Tages erreicht uns heute direkt aus der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt: Julian Nagelsmann ist nicht länger Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft! Nachdem ihm gestern die DFB-Spitze nach einer langen Sitzung den Rücktritt nahegelegt hatte, war es dann heute soweit. Um den Posten des Bundestrainers neu zu besetzen, will der DFB nun mit Jürgen Klopp Gespräche führen und ihn aus seinem laufenden Vertrag als weltweiter Fußball-Chef von Red Bull herauskaufen. Jener Jürgen Klopp also, der hier in Mainz erst als Spieler von Mainz 05 die Knochen hinhielt und dann als Trainer Weltkarriere machte. Und – der hier bei uns in der Sportredaktion von 17:30 SAT.1 LIVE tatsächlich als Praktikant seine ersten Gehversuche im Fernsehen startete. Er und wir erinnern uns noch gerne. Unser Kloppo –  möglicher Bundestrainer. Wir haben heute die Mainzer gefragt, wie sich das für ihre Ohren anhört. Max Truppe: „Ja, es ist auf jeden Fall Bombe. So als Mainzer, gutes Gefühl.“ Iga Rakowski: „Vor allem bringt er glaube ich auch sehr viel Erfahrung mit sich. Und dann ist ist auf jeden Fall ein guter Kandidat dafür. Und als Mainzer ist es natürlich schon echt cool.“ Jürgen Wehming: „Es ist eine Bürde. Und Zutrauen? Ja, klar, trau ichs ihm zu.“ Mustafa Lala: „Er kennt ja einige dieser Spieler. Er hat sie ja auch sehr persönlich trainiert. Jürgen Klopp das ist der beste Trainer eigentlich für mich und kann die deutsche Nationalmannschaft nur nach vorne bringen.“ Johanna Mattu: „Also ich hab wirklich keine Ahnung. Aber das, was ich hab, finde ich, ist es doch egal, ob es ein Nagelsmann oder Klopp ist. Warum ist der jetzt wieder der Beste auf einmal? Der kann sowieso nichts mehr retten. Was will der retten? Das ist vorbei. Fertig! Müssen wir uns mit abfinden!“ Anna Weyer: „Mainz kennt er, Mainz liebt er. Mainz hat er gut vorangebracht.“ – „Und meinen Sie, dann gibt […]

  • Sie war die erste Schutzpolizistin in Rheinland-Pfalz

    Sie war die erste Schutzpolizistin in Rheinland-Pfalz

    Heute gehören Polizistinnen ganz selbstverständlich zum Straßenbild. Als Claudia Müller in den 1980er-Jahren ihre Uniform anzieht, ist das noch längst keine Selbstverständlichkeit. Sie gilt als eine der Pionierinnen der Polizei in Rheinland-Pfalz. Jetzt verabschiedet sie sich nach 40 Dienstjahren in den Ruhestand. Gleich ist Claudia Müller bei uns im Studio und blickt auf eine Karriere zurück, in der sich für Frauen bei der Polizei vieles verändert hat. Ein Schwelgen in Erinnerungen. Und davon gibt es einige. Denn in 40 Dienstjahren hat Claudia Müller nicht nur unzählige Einsätze erlebt, sondern auch den Wandel der Polizei mitgeprägt. Polizistin zu sein war schon immer ihr Traum. Weil Frauen in Rheinland-Pfalz damals noch nicht ausgebildet werden, beginnt sie ihre Laufbahn zunächst in Hessen. 1987 kehrt sie schließlich in ihre Heimat zurück. Claudia Müller: „Da ist beispielsweise dieses eine Foto, das ist das erste Foto, das von mir gemacht wurde, seinerzeit, als ich am 01.08. 1987 nach Rheinland-Pfalz gewechselt bin. Du in diesem Zusammenhang find ich halt hier das nächste Bild auch besonders beeindruckend. Das ist ein Foto, da wurden die ersten Frauen bei der Polizei eingestellt. Das war dann der Tag, an dem alle da waren. Alle Männer und die ersten 30 Frauen.“  Als erste rheinland-pfälzische Polizistin in Uniform betritt sie Neuland. Während sie von ihren Kollegen schnell akzeptiert wird, reagieren viele Bürger erstmal skeptisch. Claudia Müller: „.Da war Frau in Uniform, das gab es nur als Politesse. Du da waren die schon etwas überrascht als sie dann sahen ich trug auch eine Waffe, da fragten sie dann ‚Was ist das? Ist das eine echte Waffe oder ist das eine Spielzeugpistole? Sind Sie eine Polizistin?‘  Seit 1996 gibt es in Rheinland-Pfalz bei der Polizei eine Gleichstellungsbeauftragte. Auch Claudia Müller arbeitet fünf Jahre in der Position. Seit zehn Jahren kümmert sich Judith Pacholeck um die Anliegen. […]

  • Zu Gast im Studio: Claudia Müller, erste RLP-Schutzpolizistin

    Zu Gast im Studio: Claudia Müller, erste RLP-Schutzpolizistin

    Im Studiogespräch mit Markus Appelmann spricht Claudia Müller über mehr als 40 Jahre im Dienst der Polizei und wie es sich anfühlt, dass in zwei Tagen ihr letzter Diensttag ist.

  • Wie man sich gegen Telefon-Abzocke wehren kann

    Wie man sich gegen Telefon-Abzocke wehren kann

    Virtuelle Assistenten, die mit Ihnen telefonieren, vielleicht sogar Verträge andrehen, irreführende Angebote – die Liste ist noch viel länger. Im letzten Jahr sind bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz rund 20 Prozent mehr Beschwerden eingegangen als im Vorjahr – und damit so viele wie nie zuvor. Wie schwer es ist, sich gerade im Netz vor Betrug zu schützen, zeigt dieses Beispiel aus Dirmstein in der Pfalz. Alles beginnt mit einer Zeitschrift im Briefkasten von Manfred Staub. Insgesamt drei Ausgaben erhält der 80-jährige Rentner – ohne das kostenpflichtige Abo je abgeschlossen zu haben. Genau das wird im Schreiben eines Dienstleisters für Pressevertrieb aber später behauptet, ein angeblich aufgezeichnetes Telefonat soll das belegen. Ein Telefonat, das nie stattgefunden hat – es wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz  generiert. Manfred Staub, Betrugsopfer „Erschrocken ist gar kein Ausdruck. Ich kann Ihnen die Gesichtsausdrücke von mir und meiner Frau überhaupt nicht erklären, wie wir da an dem Abend… Und das geht dann ein paar Tage. Was ist da, die wollen das Geld, die wollen das, da kommt ein Inkassobüro… In meinem Alter sind Sie da gleich nebendran.“ Doch Manfred Staub lässt nicht locker. Er schickt die Zeitschrift zurück, widerspricht dem Bezug mehrfach schriftlich. Schließlich erstattet er Anzeige und schaltet die Verbraucherzentrale ein – mit Erfolg, das Abo wird eingestellt. Kein Einzelfall, wie die Zahlen der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz belegen. Die hat im vergangenen Jahr insgesamt 130.000 Anfragen, davon gut 25.000 Beschwerden erhalten. In mehr als der Hälfte der Fälle ging es um Online-Einkäufe und digitale Dienste. Heike Troue, Vorständin Verbraucherzentrale RLP „Dazu gehören im letzten Jahr wieder sehr stark untergeschobene Abo-Verträge, Zeitschriften, Schwierigkeiten beim Kauf von Haushaltsgegenständen, Möbeln und so weiter. Da geht’s dann auch oft darum, wenn die Sachen nicht passen und zurückgeschickt werden, dass man sein Geld zurückbekommt.“ KI-Chatbots statt Kundenservice – daran scheiterten zunehmend Versuche von […]