Gesellschaft

  • Rettungsschwimmer trainieren den Ernstfall

    Rettungsschwimmer trainieren den Ernstfall

    Immer weniger Menschen können schwimmen. Bei Kindern ist es besonders drastisch: Über die Hälfte aller Zehn-Jährigen sind keine sicheren Schwimmer, sagt die Wasserrettungsorganisation DLRG. Erst vor einigen Wochen ist ein Kind im Freibad in Nieder-Olm ertrunken. Rettungsschwimmer werden dementsprechend immer häufiger gebraucht. Wir haben uns bei einem Kurs in Nieder-Olm angeschaut, was man dafür lernen muss. Victoria übt hier für den Ernstfall. Sie ist gerade 18 geworden und startet jetzt in den Schulferien ihre erste Saison als Rettungsschwimmerin. Im Training ist es nur eine Puppe, im Arbeitsalltag jedoch ein Mensch. Vergangene Woche erst musste Victoria im Freibad in Nieder-Olm aktiv eingreifen: Victoria Andreev, Rettungsschwimmerin „Das Becken war voll mit Kindern, mit Eltern und dann war da ein kleiner Junge, vielleicht 6, 7 nicht älter, ohne Schwimmflügel, ohne Schwimmweste – stand unten in Nichtschwimmerbecken, Kopf in den Nacken gestreckt, auf Zehenspitzen, hat sich gerade so über Wasser gehalten und ist dann immer tiefer, tiefer ins Wasser gegangen und stand dann letzten Endes Mitten im Becken, Niemand war in der Nähe, kein Elternteil, keine Aufsichtsperson, niemand, war kurz davor abzusaufen. Dann bin ich halt ins Wasser und habe es rausgeholt.“ Gelernt hat das Victoria bei Übungsleiter Malte Senska. Er trainiert die Rettungsschwimmer ehrenamtlich zwei Mal in der Woche. Malte Senska, DLRG Übungsleiter „Das große Problem, das wir in den letzten zwei Jahren hatten, obendrauf auf die sowieso schon prekäre Lage, ist, dass ganz viele Kinder, Jugendliche und zunehmend auch Erwachsene nicht in der Lage sind, sicher zu schwimmen.“ Sicher schwimmen, darunter versteht die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft ausdauernd schwimmen. Entsprechend dem Jugendschwimmabzeichen Bronze heißt das: 400 Meter in 15 Minuten schaffen und zwei Meter tief tauchen. Rettungsschwimmer müssen dabei auch noch jemanden aus dem Wasser ziehen können. Matthias, Rettungsschwimmer „Man müsste es als Erwachsener eigentlich können, aber man merkt, wie viel man vergisst im […]

  • Aufnahmestopp – Tafeln am Limit

    Aufnahmestopp – Tafeln am Limit

    Der Krieg in der Ukraine wirkt sich nicht nur auf die Energiepreise aus. Auch Lebensmittel werden immer teurer. Dadurch kommen insbesondere einkommensschwache Familien in Bedrängnis. Die Folge: Es gibt einen regelrechten Ansturm auf die Tafeln, die Lebensmittel kostenlos oder für kleines Geld ausgeben. Viele Tafeln können die große Nachfrage nicht mehr bewältigen und müssen Bedürftige abweisen. So zum Beispiel die Tafel in Kaiserslautern. Anstehen an der Tafel in Kaiserslautern – es herrscht reger Betrieb, doch nicht so viel wie am Ende eines Monats, wenn vielen Menschen das Geld ausgeht. Dann sei in der Straße kein Durchkommen mehr, wird uns hier erzählt. Petra Alemdar kommt seit gut zehn Jahren hierhin und merkt, dass sie nicht mehr so viele Lebensmittel bekommt wie früher. Petra Alemdar „Jetzt reicht’s für zwei, drei Tage. Früher hat’s manchmal für die ganze Woche gereicht.“ Nach dem Beginn des Kriegs in der Ukraine schossen die Anfragen bei den Tafeln in die Höhe, die Kaiserslauterer Tafel musste plötzlich 40 Prozent mehr Menschen bedienen. Ein Ansturm, den die Helfer nicht mehr bewältigen konnten, seit April herrscht deshalb ein Aufnahmestopp. Stefan Opitz, stellvertretender Vorsitzender Tafel Kaiserslautern „Man hätte das so weitermachen können, dann wären die Portionen immer kleiner geworden. Und am Ende vom Abend hätte jeder eine Orange und zwei Radieschen gekriegt und damit ist ja auch keinem geholfen. Und ich denke mal auch, das wird sich so schnell nicht ändern.“ Ein weiteres Problem: Weil viele Lebensmittel knapp sind und die Preise steigen, bestellen viele Supermärkte nur noch das, was sie garantiert verkaufen können. Das bringt die Tafeln, die vor allem übriggebliebene Produkte ausgeben, zusätzlich in Bedrängnis. Kaiserslautern ist kein Einzelfall: Jede dritte Tafel in Rheinland-Pfalz nimmt derzeit keine neuen Gäste mehr auf – auch weil es vielerorts an ehrenamtlichen Helfern mangelt, die den Ansturm bewältigen können. Sabine Altmeyer-Baumann, Vorsitzende Tafel […]

  • Vor-Tour der Hoffnung radelt durch Rheinland-Pfalz

    Vor-Tour der Hoffnung radelt durch Rheinland-Pfalz

    Wieder einmal waren über 100 Prominente aus Politik, Wirtschaft, Sport und Fernsehen auf der Vor-Tour der Hoffnung kreuz und quer durch Rheinland-Pfalz unterwegs. In gut zwei Stunden endet die diesjährige Benefiz-Tour in Koblenz. Gesammelt wird für hilfsbedürftige und krebskranke Kinder. Zum 25. Mal ist die Vor-Tour der Hoffnung schon unterwegs. Sie ist mittlerweile ein eigenständiges Spendenevent, das vor der eigentlichen Tour der Hoffnung stattfindet. In drei Tagen erstreckt sich die Vor-Tour über insgesamt 340 Kilometer. Dabei fahren die Teilnehmer auch durch das Ahrtal und machen in vielen Dörfern halt. Jürgen Grünwald, Organisator „Wir haben natürlich nicht nur tolles Wetter, sondern wir haben unheimlich viel Begeisterung in den Stopporten wo wir bislang waren. Und – was natürlich ganz wichtig ist – wir bekommen üppige Spenden und das ist unser Ziel. Das ist letztendlich auch unser Antrieb.“ Prominente aus verschiedensten Bereichen treten für den guten Zweck in die Pedale. Auch die Landrätin des Kreises Ahrweiler Cornelia Weigand entpuppt sich als passionierte Radlerin. Cornelia Weigand, parteilos, Landrätin Kreis Ahrweiler „Ich habe einfach bis 30 kein Auto gehabt. Da musste ich alles mit dem Fahrrad machen.“ Das Feld besteht zum größten Teil aus Hobby-Fahrradfahrern. Ganz ohne Training lässt sich die Strecke von Köln nach Koblenz für sie kaum bewältigen. Edgar Steinborn, ehemaliger FIFA-Schiedsrichter „Wir müssen uns vorbereiten, sonst haben wir am Fahrradfahren in den drei Tagen kein Spaß. Ja, ich bin Radfahrer, aber eigentlich komme ich vom Fußball und habe mehr das Laufen im Fokus gehabt.“ Fabian Kirsch, SPD, Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz „Ich würde gerne öfters Fahrradfahren. Ich komm leider nicht mehr so oft dazu. Deswegen sind die 135 km heute hier schon eine Herausforderung.“ Unter den vielen Teilnehmern befinden sich aber auch einige Profiradfahrer. Zum Beispiel der Deutsche Meister auf dem Mountainbike. Der ist von der Leistung des Fahrerfeldes beeindruckt. Peter Schermann, […]

  • Mit Atomkraft und Fracking aus der Krise?

    Mit Atomkraft und Fracking aus der Krise?

    Das war schon ein ungewöhnlicher Besuch: Bundeskanzler Olaf Scholz bei Siemens in Mülheim. Der Kanzler steht vor der großen Turbine, um Deutschland zu zeigen: Dieses Teil kann jederzeit nach Russland geliefert werden. Die Turbine funktioniert und könnte wieder mehr Gas durch die Pipeline Nord Stream 1 pumpen – so die Botschaft. Diese Bilder zeigen aber noch etwas: Es zeigt, wie stark wir immer noch abhängig sind von russischem Gas. Daher gewinnt die Diskussion über Atomenergie und Fracking-Gas an Schwung. Es ist die Atomkatastrophe von Fukushima 2011, die in Deutschland zu einer grundlegenden Wende in der Atompolitik führt. Elf Kraftwerke werden bis zum Jahr 2019 stillgelegt, darunter auch Biblis A und B. Ende vergangenen Jahres gehen dann weitere drei Atommeiler vom Netz. Aktuell sind in Deutschland nur noch drei Atomkraftwerke in Betrieb: Emsland in Niedersachsen, Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg und Isar 2 in Bayern – auch diese drei sollen Ende dieses Jahres vom Netz gehen. Eigentlich. Denn der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat einmal mehr gezeigt, wie abhängig Deutschland von russischem Gas ist. Über die Pipeline Nord Stream 1 schickt Präsident Putin weniger Gas als vertraglich vereinbart. Alternativen müssen her. Kohlekraftwerke dürfen wieder in Betrieb gehen und auch die Diskussion um Atomkraft ist in vollem Gange. Sollen die drei noch laufenden Atomkraftwerke länger als bis zum Jahresende am Netz bleiben? Eine Frage, in der die aktuelle Ampelregierung gespalten ist. Die FDP ist dafür, die Grünen sind dagegen und die SPD ist zumindest skeptisch. Doch der Widerstand wird schwächer – so signalisiert Bundeskanzler Olaf Scholz gestern bei seinem Auftritt in Mülheim, er sei offen für einen vorübergehenden Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Olaf Scholz (SPD), Bundeskanzler am 3.8.22 „Was die Energieversorgung in Deutschland betrifft, sind die letzten drei Atomkraftwerke, wie jeder weiß, ausschließlich relevant für die Stromproduktion und nur für einen kleinen Teil […]

  • Einer der letzten Fischer auf dem Main

    Einer der letzten Fischer auf dem Main

    Wie Flüsse die Landschaft prägen, so prägen sie auch die Menschen die an ihnen leben und arbeiten. Der Main zum Beispiel fließt 77 Kilometer durch Hessen und ist Naherholungsgebiet, Wirtschaftsweg und Lebensraum. Neben großen Binnenschiffen sind auch noch Fischerboote auf dem Main unterwegs. Aber leider immer weniger. Einer der letzten Mainfischer ist Olaf Adam. Ein weiterer Teil unserer Serie „Einflüsse. Leben und arbeiten auf dem Main“. Olaf Adam, Fischer „Neben der Familie ist der Main einfach Rückzugsort. Ein Ort der Erholung ein Ort der Entspannung ein Ort in dem ich mich einbringen kann. Das ist der Main für mich.“ Der Fischer und sein Fluss. Olaf Adam ist seit 53 Jahren auf dem Main unterwegs und fischt für sein Leben gern. Weißfisch, Barsch und am häufigsten Aale. Ein Handwerk, das ihm in die Wiege gelegt wurde und eins mit Tradition. Schon 600 Jahre darf die Fischerzunft Steinheim im Main fischen. Damals hat der Mainzer Bischof noch die Fischereirechte verteilt. Heute ist Olaf Adam zweiter Vorsitzender der Zunft und einer der letzten Nachkommen einer Fischerfamilie. Olaf Adam, Fischer „Es ist eine Leidenschaft, es ist eine Leidenschaft für die Natur, es ist eine Leidenschaft fürs Fischen. Ich bin zum ersten Mal aufs Wasser gefahren, da war ich drei Jahre alt, mit meinem Vater in so einem Fischernachen, da konnte ich noch nicht mal schwimmen und es hat damals nie einen interessiert. Und ich bin mit der Fischerei aufgewachsen. Es ist einfach ein Handwerk, ein altes Handwerk was leider gerade im Bereich der Binnenfischerei fast am Aussterben oder fast ausgestorben ist.“ Denn viel Geld verdienen Fischer schon lange nicht mehr. Olaf Adams Großvater war der letzte Berufsfischer in der Familie. Damals waren die Fischernetze noch gut gefüllt. Heute gibt es weniger und auch weniger Arten. Wasserkraftwerke, Schleusen und die Schifffahrt – alles Gründe warum […]

  • Ferien für einkommensschwache Familien

    Ferien für einkommensschwache Familien

    Ferienzeit ist Urlaubszeit – wenn man es sich denn leisten kann. Manche Familien können sich eben keinen Urlaub leisten. Für diese Fälle gibt es die Möglichkeit, dass ihnen der Staat unter die Arme greift. So bezahlt zum Beispiel das Land Rheinland-Pfalz für einkommensschwache Familien eine Woche Ferien. Wir haben uns dieses Projekt mal aus der Nähe angesehen – in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Katharina Bonometti ist froh. Die alleinerziehende Mutter mit vier Kindern kann endlich mal ausspannen. Katharina Bonometti, aus Ludwigshafen „Man erholt natürlich auch vom ganzen Alltag, von dem Stress, man kann das alles hinter sich lassen. Und auch von der Küche, dass man nicht jeden Tag Einkäufe schleppen muss. Kochen muss. Spülen muss. Das ist halt für eine Frau auch eine Riesenerholung.“ Bonomettis Urlaub wurde möglich, weil er unter anderem vom Land bezahlt wird. Das Familienministerium will mit seinem Programm eine Woche sorglosen Urlaub ermöglichen in schwierigen Zeiten. Katharina Binz, Bündnis 90 / Grüne, Familienministerin Rheinland-Pfalz „2,5 Jahre Corona-Pandemie, die eine starke Belastung waren für viele Familien. Zeiten des Homeschoolings, Zeiten von geschlossenen Kitas, wo man nicht viel erleben konnte, wo man sehr auf die eigene Wohnung beschränkt war. Und jetzt gehen wir in eine Zeit, wo es wirtschaftlich sehr unsicher ist für viele Familien. Wir haben die Inflation mit ansteigenden preisen, wir haben die steigenden Energiepreise, die jetzt im Winter sehr ansteigen und all das belastet.“ An dem Projekt nehmen 80 Familien aus ganz Rheinland-Pfalz teil. Aber: Man kann sich nicht aktiv bewerben. Die Familien werden ausgewählt. Sylvia Fink, Geschäftsführerin Liga der Freien Wohlfahrtspflege Rheinland-Pfalz „In der Regel haben wir es mit Familien in allen möglichen Angeboten der sozialen Arbeit zu tun. Von der Kita über die Beratungsarbeit bis hin zur Erwachsenenbildung. Und über diese Beziehungskontakte, die zum Teil seit vielen Jahren bestehen, werden diese Familien konkret angesprochen.“ Für […]

  • Soziales Verhalten lernen: Hund hilft kriminellen Jugendlichen

    Soziales Verhalten lernen: Hund hilft kriminellen Jugendlichen

    Und jetzt kommen wir auf den Hund – im wahrsten Sinne des Wortes. Der gilt ja als bester Freund des Menschen. Ein Hund im Büro zum Beispiel verbessert nachweislich das Arbeitsklima. Und Hunde können noch mehr. In Gelnhausen sollen sie nun dabei helfen, straffällig gewordene Jugendliche zurück auf den Pfad der Tugend zu bringen. Es kommt wohl nicht allzu oft vor, dass sich jemand so sehr auf einen Gefängnisaufenthalt freut wie Collin, Koda, Loui und Maluk: Für die vier Labradore von Hundetrainerin Angelika Simon ist die Arbeit mit den jugendlichen Straftätern in der Jugendarrestanstalt Gelnhausen das reinste Vergnügen. Und auch die Jugendlichen freuen sich, mit den Hunden zusammen sein zu dürfen. Die Trainerin ist überzeugt: Die Hunde bewegen etwas in den jungen Menschen – und sie helfen ihnen dabei, sich zu öffnen. Angelika Simon, Hundetrainerin „Die Hunde sind immer neutral. Die Hunde reden nicht. Die Hunde nehmen einen so, wie man ist, und geben einem auch das Gefühl, dass man toll ist. Und darum sind die relativ schnell aufgeschlossen. Man hat einen Zugang direkt zu den Jugendlichen.“ Der Jugendarrest ist eine Art Vorstufe zur Jugendstrafe. Ein Schuss vor den Bug für junge Straftäter, der ihnen klar machen soll: Ändere dich, oder du landest früher oder später im richtigen Gefängnis. Roman Poseck, CDU, Justizminister Hessen „Das wichtigste ist es, dass im Arrest eine Vorbereitung auf ein straffreies Leben stattfindet. Die Zeit im Arrest ist kurz. Maximal dauert der Arrest vier Wochen. Das ist auch der Unterschied zur Jugendstrafe. Und deshalb ist es wichtig, dass es Möglichkeiten gibt, in dieser kurzen Zeit auf junge Menschen einzuwirken. Und da hat sich das Projekt mit den Hunden als sehr erfolgreich herausgestellt.“ Gemeinsame Übungen, gegenseitiges Vertrauen – und auch mal eine kleine Kuscheleinheit: Das soll den jugendlichen Straftätern zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen. Und sie lernen […]

  • Bürokratie und Baustoffmangel bremsen Wohnungsbau aus

    Bürokratie und Baustoffmangel bremsen Wohnungsbau aus

    Im Kampf gegen den Wohnraummangel sollen in Deutschland Jahr für Jahr 400.000 neue Wohnungen entstehen – so hat es die Bundesregierung beschlossen. Doch die Realität ist eine völlig andere: Lieferengpässe, steigende Preise und vor allem jede Menge Bürokratie machen Unternehmern und Investoren das Bauen schwer. Darüber spricht Markus Appelmann mit Thomas Reimann vom Baugewerbeverband Hessen. Zunächst schauen wir, wo es wie hakt – und dafür sind wir auf einer Baustelle in Hanau. Das ehemaliges Casino der US-Armee im Pioneer Park in Hanau: Wo früher amerikanische Offiziere und Soldaten ein- und ausgingen, entstehen gerade bis zu 50 neue Wohnungen. Das Bauen im Bestand – in diesem Fall der Umbau eines früher militärisch genutzten Gebäudes in Wohnraum – ist eine vergleichsweise günstige Alternative zum Neubau: Denn die teure Schuttentsorgung entfällt, und auch der Keller ist bereits fertig ausgehoben. Eigentlich könnte hier schon fast alles fertig sein. Doch weil zunächst der Amtsschimmel heftig wieherte, verzögerte sich der Baubeginn bis zum März dieses Jahres. Marcus Strunz, Polier „Das sind Genehmigungsverfahren, die hier bis zu einem Jahr, oder knapp über ein Jahr gedauert haben. Das ist natürlich für so ein Projekt, das natürlich auch nach vorne gebracht werden soll, definitiv zu lange.“ Zwischenzeitlich drohte das Projekt sogar ganz zu scheitern, denn Anfang des Jahres stoppte die neue Bundesregierung mit sofortiger Wirkung und rückwirkend mehrere KfW-Förderprogramme zum Bau energieeffizienter Gebäude. Da hier Wohnungen in der besonders hohen Energieeffizienzklasse 55 entstehen sollen, hatten die Investoren Fördergelder in Millionenhöhe fest eingeplant. Nach einem Sturm der Entrüstung ruderte die Bundesregierung schließlich zurück – und die Investoren hielten an dem Projekt fest. Marcus Strunz, Polier „Man braucht an sich Investoren, die immer wieder das Ziel vor Augen haben, Wohnraum zu schaffen. Die gibt es wohl auch, das sieht man ja hier ganz deutlich an der Ecke, im Pioneer Park unter […]

  • Hanau sucht dringend ehrenamtliche Baumpaten

    Hanau sucht dringend ehrenamtliche Baumpaten

    Das Wetter bei uns bleibt heiß und trocken. Zu heiß und zu trocken für viele Bäume. Im hessischen Hanau etwa müssen dieses Jahr so viele abgestorbene Bäume gefällt werden, wie noch nie. Die Stadt sucht nun händeringend nach Bürgern, die beim Gießen helfen. Ausgetrockneter Stamm, Äste ohne Blätter und von einem Pilz befallen. Die anhaltende Hitze war für diese Birke am Hanauer Weihergraben schlichtweg zu viel. Sie ist abgestorben und muss nun gefällt werden. Nach mehreren trockenen Sommern hat es hier dieses Jahr schon seit Februar nicht mehr genug für die Bäume geregnet. Annerose Lösche, Hanau Infrastruktur Service „Klimakrise macht auch vor Hanau nicht Halt. Trockenheit mindestens das fünfte Jahr in Folge. Und zusehends – von Jahr zu Jahr werden es mehr – ausgewachsene Bäume, die vital sein sollten, aber nicht genug Grundwasser erhalten.“ Mussten in Hanau 2011 noch 20 Bäume im Jahr gefällt werden, sind es in diesem Sommer über 200. Die Stadt hat zwar bereits 100 neue Bäume gepflanzt, doch die benötigen jeweils rund 120 Liter Wasser pro Woche. Da die Stadt mit dem Bewässern nicht hinterher kommt, sucht sie Gießpaten wie Reinhold Schreiber. Im Stadtteil Kesselstadt kümmert er sich um zwei Bäume an seiner Straße. Reinhold Schreiber, Gießpate „Wenn man sich die Bäume hier anschaut: Seit Mitte Juli liegen da schon die Blätter, was sonst im Herbst, September, Oktober, der Fall war. Das macht einen schon ein bisschen nachdenklich. Also da ist auch schon ein bisserl bürgerschaftliches Engagement gefragt.“ Der Rentner will nun weitere potenzielle Gießpaten überzeugen, denn bislang haben sich in Hanau nur wenige Dutzend Freiwillige gemeldet. Um ihnen die Arbeit zu erleichtern, stellt die Stadt nicht nur Gießkannen, sondern auch sogenannte Gießsäcke. Die können einfach um den Stamm geschlungen und mit 85 Litern Wasser gefüllt werden. Dann bewässern sich die Bäume langsam und kontinuierlich selbst. […]

  • Hessischer Tierschutzpreis für die Kellerranch in Weiterstadt

    Hessischer Tierschutzpreis für die Kellerranch in Weiterstadt

    Jedes Jahr verleiht das Hessische Umweltministerium den Tierschutzpreis. Mit diesem wird das Engagement von Bürgern oder Organisationen gewürdigt, die sich für den Tierschutz einsetzen. Im wahrsten Sinne des Wortes preiswürdig ist die Kellerranch in Weiterstadt. Eine Raubkatze, die als Haustier gehalten wurde, ein Esel den niemand mehr wollte. Die Kellerranch in Weiterstadt ist eine in ganz Deutschland bekannte Aufnahmestation für Tiere, die von Privatleuten, oder auch von Zirkussen nicht artgerecht gehalten werden. Karl-Heinz Keller versucht so viele wie möglich auf seiner Ranch unter zu bringen. Karl-Heinz Keller, Leiter der Keller-Ranch „Wir haben immer so zwischen 300 und 350 Tiere. Ich mache es, weil man ein bisschen verrückt ist, muss man dazu sagen. Sonst wird man es nicht machen. Ich hatte einen sehr guten Job, ich habe gut Geld verdient, ich hatte zwei Häuser. Die haben wir alle verkauft, alles schon hier reingesteckt, den Job habe ich aufgehört, um hier das zu machen. Ein bisschen verrückt muss man schon sein, sonst kann man das nicht machen.“ Früher stand hier der Hof von Karl-Heinz Kellers Eltern. Seit 1995 leitet der Hundenarr die Ranch. Asyl gewährt er nicht nur eher exotischen Tieren, auch das Tierheim von Weiterstadt ist auf dem 10.000 Hektar großen Grundstück untergebracht. Gerade warten vier Hunde aus der Ukraine auf ein neues Herrchen oder Frauchen. Sebastian, Tierpfleger „Genau, die haben wir halt, sind ja Straßenhunde, die sind gefunden worden, die sind dann zu uns nach Deutschland gekommen, halt dann von Tierheim zu Tierheim weitergegeben worden.“ Manche Tiere verbringen hier ihren Lebensabend, andere sind beschlagnahmt worden. Die Kellerranch arbeitet eng mit den Behörden zusammen. Fünf Tierpfleger sind fest angestellt, es gibt Auszubildende und ehrenamtliche Mitarbeiter. Das Futter für die Tiere besteht hauptsächlich aus ausgemusterten Lebensmitteln von Supermärkten. Sigrun sortiert gerade Gemüse. Sie arbeitet ehrenamtlich, zweimal die Woche. Sigrun, ehrenamtliche Mitarbeiterin „Toilettenwagen […]

  • Energiepreise steigen massiv

    Energiepreise steigen massiv

    Bislang haben wir über höhere Gas und Strompreise nur gesprochen – doch jetzt wird es real. Mehrere Energieversorger haben zum 1. August, also ab heute, ihre Preise kräftig erhöht. Einige Verbraucher zahlen für Gas künftig das Doppelte oder mehr. Der oft angekündigte Energieschock, jetzt ist er endgültig bei uns angekommen, so zum Beispiel auch in Koblenz. Michael Schütz „Ich hab eine Benachrichtigung bekommen von der EVM, ich bin da ja Kunde. Und … Anfang des Jahres hieß es ja noch, die Preise bleiben stabil, ne? Und EVM-Bestandskunden würden keine Probleme haben. Die haben erhöht, das Doppelte. Und joa, wenn man mal einen Betrag nennen darf, von 95 auf 184 Euro hochgegangen, Abschläge ab 1. September. Ganz schlimm hat‘s meine Mutter getroffen. Die wurde von 188 auf 349 gesetzt. Und eine Frau, die noch keine 800 Euro Rente hat…“ So wie Michael Schütz müssen viele Menschen in Koblenz und Umgebung künftig tiefer in die Tasche greifen für Strom und Gas. Denn bei der Energieversorgung Mittelrhein, dem größten kommunalen Versorger in Rheinland-Pfalz, gelten ab heute höhere Preise für rund ein Drittel der über 300.000 Kunden. Der Strompreis steigt von 30,25 Cent bisher auf 35,90 Cent pro Kilowattstunde. Der Preis für Erdgas erhöht sich von 8,10 Cent die Kilowattstunde auf 14,90 Cent. Macht im Schnitt bei einem Vier-Personen-Haushalt rund 112 Euro mehr pro Monat. Aus Sicht des Energieversorgers war der Schritt unausweichlich. Christian Schröder, Sprecher Energieversorgung Mittelrhein „Die aktuelle Entwicklung an den Rohstoffbeschaffungsmärkten, ganz egal, ob das jetzt Strom oder Gas ist, ist so, dass die Preise sich vervielfacht haben. Und dass auch hier die Preisentwicklung, wenn die sich nicht in einen negativen oder gegenteiligen Effekt umdreht, Konsequenzen haben wird, auch für alle Verträge, die es bei allen Versorgern in ganz Deutschland gibt.“ Die Telefone stehen kaum noch still, bis zu 4.000 Anrufe […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Lufthansa-Piloten stimmen für Streik – Anklage gegen Querdenker erhoben – Experten sollen documenta begleiten – Nibelungenfestspiele waren erfolgreich Lufthansa-Piloten stimmen für Streik Bei der Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich die Mitglieder mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf bei der Lufthansa und Lufthansa Cargo ausgesprochen. Nach Angaben der Gewerkschaft werde der Streik noch nicht ausgerufen. Das Votum sei zunächst ein Warnsignal an den Vorstand der Fluggesellschaft. Er müsse nun in den festgefahrenen Tarifverhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot für die rund 5.000 Piloten vorlegen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 5,5 Prozent mehr Gehalt. Anklage gegen Querdenker erhoben Der Erbacher Bürgermeister Peter Traub begrüßt, dass die Staatsanwaltschaft Darmstadt einen Mann aus der Querdenker-Szene angeklagt hat. Sie wirft dem Odenwälder Anstiftung zu einer rechtswidrigen Tat vor. Er soll in einem Telegram-Kanal dazu aufgefordert haben, Traub zuhause zu besuchen, damit seine Familie sich bedroht fühle. Auslöser für den Aufruf war die Schließung einer Bäckerei durch das Gesundheitsamt Ende vergangenen Jahres. Der Inhaber hatte in seinem Laden monatelang die Corona-Schutzmaßnahmen missachtet. Wegen der Schließung war Traub massiv aus der Querdenker-Szene angefeindet worden. Experten sollen documenta begleiten Wegen der Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen in Kassel sollen sieben Wissenschaftler verschiedener Disziplinen die Weltkunstschau in den kommenden Monaten beraten. Das haben heute das Land Hessen und die Stadt Kassel als Gesellschafter der documenta mitgeteilt. Die Experten sollen unter anderem Hinweisen auf mögliche antisemitische Bildsprache bei den Werken nachgehen. Kurz nach der Ausstellungseröffnung Mitte Juni war ein Banner mit judenfeindlichen Motiven entdeckt und abgebaut worden. Vergangene Woche wurden weitere Werke mit antisemitischen Bezügen entdeckt. Nibelungenfestspiele waren erfolgreich Nach dem Ende der Nibelungenfestspiele in Worms gestern Abend haben die Veranstalter eine positive Bilanz gezogen. Die diesjährigen Festspiele hätten seit der Premiere am 15. Juli mehr als 22.000 Zuschauer angelockt. Insgesamt seien knapp 95 Prozent der Eintrittskarten verkauft worden. Das […]

  • UKMG Gießen setzt positiv getestete Mitarbeiter ein

    UKMG Gießen setzt positiv getestete Mitarbeiter ein

    Die Corona-Sommerwelle ist voll da. Zwar steigt die Belegung der Intensivbetten nur sehr langsam, die Personallage in den Kliniken ist aber teilweise dramatisch. Jetzt sorgt ein Corona-Erlass mal wieder für Wirbel: Klinikpersonal darf trotz Corona-Infektion arbeiten kommen. Nicht nur Patienten runzeln die Stirn. Trotz frischer Corona-Ansteckung einfach weiter in einem hochsensiblen Bereich wie einem Krankenhaus arbeiten? In den vergangenen zweieinhalb Pandemie-Jahren unvorstellbar, doch ein Erlass der hessischen Landesregierung macht genau das möglich, wenn an einer Klinik so viel Personal ausfällt, dass die Patientenversorgung gefährdet ist. Ohne diese Möglichkeit müssten bald ganze Krankenhausbereiche schließen, sagt der Klinikverbund Hessen. Reinhard Schaffert, Geschäftsführer Klinikverbund Hessen „Das kann Stationsschließungen betreffen oder Bettenschließung, dass bestimmte Leistungen nicht mehr erbracht werden können. Das kann auch die Notaufnahmen betreffen, dass sich Notaufnahmen häufiger abmelden von der Versorgung und dann Patienten weitertransportiert werden müssen, bis eine freie Notaufnahme gefunden wird.“ An der Uniklinik Gießen, an der zurzeit auch knapp 50 Corona-Patienten liegen, fallen bis zu 100 Mitarbeiter aus. Die kritische Versorgungslage ist erreicht. Nun will die Klinik ihre Angestellten weiterarbeiten lassen, selbst wenn sie positiv auf Corona getestet wurden. Prof. Dr. Werner Seeger,  Ärztlicher Geschäftsführer Uniklinikum Gießen „Unser Ziel ist es, mit Hilfe dieser Maßnahme die Patientenversorgung am Gießener Uniklinikum, welches zentrale Bedeutung für die gesamte mittelhessische Region besitzt,  bestmöglich aufrecht zu erhalten.“ Die betroffenen Mitarbeiter müssen dauerhaft eine FFP2-Maske tragen und sollen selbst einschätzen, ob sie symptomfrei sind. Laut einem internen Newsletter von heute sollen sie zudem erst mit einem negativen Test wieder Patientenkontakt haben. Die Belegschaft sieht diesen Schritt dennoch kritisch. Marcel Ewanyk, Betriebsrat Universitätsklinik Gießen „Was machen denn die Kollegen, die dann in dem Fall gezwungen wären, mit jemandem, der positiv ist, zusammenzuarbeiten? Auch die haben dazu eine Meinung. Die haben natürlich Angst davor. Seit zwei Jahren versucht man alles, um nicht positiv zu werden, […]

  • Fliegenmaden in Edel-Fleisch gefunden

    Fliegenmaden in Edel-Fleisch gefunden

    Ganze Rinderrücken voller Maden, Mäusebefall und unhygienische Zustände: Es sind Bilder, die selbst für gestandene Lebensmittelkontrolleure nicht alltäglich sind – Ungeziefer in Edel-Fleisch. Jetzt äußert sich der Inhaber einer Frankfurter Metzgerei zu den Vorwürfen. „Fliegenlarven im Edelrindfleisch“ „Ekel-Fund“ „Madenbefall bei Haxen Reichert“ Bittere Schlagzeilen für die Metzgerei in Frankfurt-Höchst. Bei einer Lebensmittelkontrolle hat das Frankfurter Ordnungsamt hier Fliegenmaden in teurem Dry-Aged-Beef gefunden. Die Proben „sind als ekelerregend und zum Verzehr ungeeignet einzustufen“, heißt es in dem entsprechenden Bericht. Die 38 betroffenen Rinderrücken mussten entsorgt werden – insgesamt rund 800 Kilogramm im Wert von 18.000 Euro. Wir haben bei Inhaber Thomas Reichert nachgefragt – wie konnte es dazu kommen? Thomas Reichert, Inhaber „Haxen Reichert“ „Wie das reingekommen ist, das kann mit letzter Gewissheit wahrscheinlich keiner sagen. Man muss halt auch nur wissen, es gibt hier im Rhein-Main-Gebiet keinen Schlachthof, das heißt, das Fleisch wird in aller Regel transportiert, ein-, zweimal umgeladen in aller Regel, bis es dann bei uns landet. Und das kann natürlich bedeuten, dass es immer wieder Punkte gibt, wo halt die Kühlkette ein Stück weit unterbrochen ist und dann halt solche Kontaminationen stattfinden können.“ Mängel bei der Lagerung vor Ort schließt Reichert aus. In seinem Kühlhaus herrsche durchgehend zwischen 0 und 5 Grad – zu kalt für Fliegeneier. Mit gesundheitsgefährdenden Keimen oder giftigen Stoffen sei sein Fleisch nicht belastet gewesen. Das haben drei Gutachten ergeben, die der Metzger in Auftrag gegeben hat. Thomas Reichert, Inhaber „Haxen Reichert“ „Wir machen natürlich eine Wareneingangskontrolle an der Stelle – nur, Sie müssen wissen, dass diese Mückenlarven oder die Mücken, wenn die die ablegen, die Eier halt in die Faszie rein drücken, das heißt, das sind Bereiche, die sind weiß. Und diese Eierchen sind halt einfach auch weiß und die sind schon, was das angeht, sehr, sehr geschickt und man sieht es […]

  • Deutschlands modernstes Blutspendenmobil ist „on the road“

    Deutschlands modernstes Blutspendenmobil ist „on the road“

    Wenn die Menschen nicht zur Blutspende gehen, kommt die Blutspende einfach zu den Menschen. So ungefähr ist die Idee des neuen Blutspendemobils. Täglich werden in Deutschland 15.000 Blutspenden benötigt – in der Urlaubszeit sogar mehr, denn gerade in der Freizeit passieren viele Unfälle. Blutspende-Tag in Nieder-Olm. Sabine Müller ist die erste, die heute an die Nadel kommt. Für Sie ist das Blutspenden Ehrensache. Sabine Müller, Bürokraft „Ja, man hört ja so viele Menschen, die Mangel haben oder Verletzungen, Unfälle passieren ja täglich, wo Blut gebraucht wird. Also mir ist es einfach daher wichtig. Wenn mir was passiert, wenn ich in so einer Situation bin, dann hilft mir hoffentlich auch jemand.“ Doch nur die wenigsten kommen so regelmäßig. In den letzten Zehn Jahren hat sich die Zahl der Spenden von fast 5 Millionen auf 3,7 Millionen Spenden jährlich reduziert. Gleichzeitig steigt in der alternden Bevölkerung der Bedarf an Blutkonserven. Die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuz müssen immer neue Wege finden, die Menschen zur Blutspende zu motivieren. Florian Ruwwe, DRK Blutspendedienst Rheinland-Pfalz „Gerade in den großen Städten ist es wichtig, die Bevölkerung zur Blutspende zu motivieren und zu begeistern. Ganz im Gegenteil: wir stellen sogar fest: je kleiner die Orte, in denen die Blutspende stattfinden, wie zum Beispiel in der ländlichen Region in der Eifel, im Westerwald, dort ist die Spendenbereitschaft deutlich höher als zum Beispiel in den Ballungszentren.“ Ein Mittel gegen die zunehmende Spendenmüdigkeit soll das neue Blutspendemobil sein, das heute in Neuwied eingeweiht wurde. Fast eine Millionen Euro hat es gekostet und bietet neben Klimaanlage und Fußbodenheizung Platz für sechs parallele Spenden. Jörg Backhaus, DRK Blutspendedienst Rheinland-Pfalz „Wichtig ist es, eben immer wieder auf die Blutspende aufmerksam zu machen. Deshalb werden wir eben dorthin gehen mit dem Fahrzeug, wo die Menschen sind, in die Städte. Als mobile, feste Entnahmestelle sozusagen […]