Gesellschaft

  • Kosten für Tierarztbehandlung steigen

    Kosten für Tierarztbehandlung steigen

    Und jetzt geht es um was, auf das sich wohl kein Tier und kein Tierhalter freut – und zwar auf den Tierarztbesuch, egal ob Zahnreinigung, Impfung oder ein verdorbener Magen. Doch wer sein Haustier zum Doktor bringt, muss sich jetzt auf höhere Kosten einstellen. Seit Dienstag gilt die neue Gebührenordnung für Tierärzte. Wie Ärzte und Tierhalter darauf reagieren, haben wir uns in Mayen angeschaut. Gerry ist im Stress. Der Kater muss zum Tierarzt und weiß, dass es hier häufiger unangenehm piksen und drücken kann. Bevor er gleich Zahnstein entfernt bekommt, untersucht ihn Tierärztin Marion Zimmer-Püsch noch genau. Da so eine allgemeine Untersuchung statt 9 Euro jetzt 24 Euro kostet, ist auch sein Frauchen gestresst. Jenna Becker, Frauchen von Gary „Man muss heute wirklich gucken, wo man auch selbst bleibt. Und jetzt dann das Doppelte oder Dreifache direkt aufzuschlagen ist natürlich schon sehr viel. Aber ich denke immer noch, es muss ein Tierarzt geben, die müssen natürlich auch auf ihren Nenner kommen. Und wenn ich ein Tier habe, ist mir bewusst, dass Kosten auf mich zukommen.“ Doch nicht jede Behandlung wird durch die neue Gebührenordnung teurer. Die Kastration einer Hündin kostet statt 160 nur knapp 130 Euro. Insgesamt steigen die Preise durchschnittlich aber um 20 Prozent. Die erste Änderung der Gebührenordnung seit 1999. Seitdem habe sich die Behandlung deutlich verbessert, so die Tierärztin. Auch neue Methoden wie eine Computertomographie oder Röntgen seien dazugekommen. Ohne die steigenden Preise, könnte sie die Praxis kaum wirtschaftlich betreiben. Dr. Marion Zimmer-Püsch, Tierärztin in Mayen „Der Preise für Verbrauchsmaterialien sind explodiert seit Corona. Masken zum Teil ums zehnfache gestiegen, Handschuhe auch viel teurer, das ganze Verbrauchsmaterial deutlich teurer geworden auch bei Medikamenten, das wird alles ständig teurer, da kommt man gar nicht mehr mit.“ Auch die Landestierärztekammer Rheinland-Pfalz begrüßt die Veränderungen durch die Bundesregierung. Es sei […]

  • Landtag debattiert über Flüchtlingsunterbringung

    Landtag debattiert über Flüchtlingsunterbringung

    Es sind Zahlen, die es seit 2015 nicht mehr gegeben hat. 54.000 Menschen sind seit Jahresbeginn nach Rheinland-Pfalz gekommen, geflüchtet aus ihren Herkunftsländern. Die meisten von ihnen stammen aus der Ukraine. Eine enorme Herausforderung für das Land und die Kommunen, denn irgendwo müssen die Menschen ja schließlich unterkommen. Heute wurde im Mainzer Landtag nach Lösungen gesucht. Raus aus dem Krieg in der Heimat, rein in eine ungewisse Zukunft in einem fremden Land. Allein in Rheinland-Pfalz ist das seit Februar für mehr als 43.000 ukrainische Kriegsflüchtlinge Wirklichkeit geworden. Einige werden privat von Gastfamilien aufgenommen, andere kommen in staatlichen Aufnahmeeinrichtungen für Asylbegehrende, kurz AfAs, unter. Das alles sind aber eher kurzfristige Lösungen. Auf lange Sicht braucht es bezahlbare Wohnungen – und davon gibt es zu wenige. Um die Situation vorübergehend zu entspannen, hat das Land die Kapazitäten der Erstaufnahmeeinrichtungen jetzt mehr als verdoppelt. Katharina Binz, B’90 / Die Grünen, Integrationsministerin Rheinland-Pfalz „Wir verteilen weniger Menschen aus den AfAs in die Kommunen als ankommen in den AfAs. Denn durch den Ausbau der Kapazitäten ist es uns möglich, diese verlässliche Verteilung mit den Kommunen zu vereinbaren und so den Kommunen ganz wichtige Zeit zu verschaffen, um sich darauf vorzubereiten, in ihrer kommunalen Zuständigkeit Unterkünfte zu schaffen.“ Das aber gehe nicht schnell genug, findet die CDU. Dennis Junk, CDU, Abgeordneter Landtag Rheinland-Pfalz „Mir ist schon klar, dass das nicht in 14 Tagen geht, aber man muss irgendwann damit anfangen. Und wenn wir jetzt sehen, dass wir nächstes Jahr auch möglicherweise in eine Finanz-Wohnungsbau-Krise starten, dann kann natürlich das Land hingehen und kann verstärkt mit den Kommunen gemeinsam eben auch in der Fläche Programme auferlegen, um da gezielt auch in der Fläche sozialen Wohnungsbau zu fördern. Und dass da an der einen oder andere Stelle was gemacht worden ist, das will ich gar nicht verhehlen, aber […]

  • Menschen im Ahrtal verärgert nach Auftauchen neuer Flutvideos

    Menschen im Ahrtal verärgert nach Auftauchen neuer Flutvideos

    Seit über einem Jahr kommt der Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe im rheinland-pfälzischen Landtag regelmäßig zusammen. Doch immer wieder taucht Material auf, das dem Ausschuss noch nicht vorlag. Zunächst hatte das Innenministerium Videos aus der Flutnacht zu spät weitergeleitet, kürzlich dann die die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion. Heute hat das Innenministerium dann mitgeteilt, dem Ausschuss 900 Mails des polizeilichen Lagezentrums nachgeliefert zu haben. Wie das im Ahrtal ankommt? Wir waren in Sinzig. Noch immer führen nicht wieder alle Wege nach Sinzig. Auch fast eineinhalb Jahre nach der Flutkatastrophe sind ihre Spuren noch deutlich sichtbar. Bei den Sinzigern hat sie Narben hinterlassen. Andreas Geron, parteilos, Bürgermeister von Sinzig „Ich muss Ihnen sagen, man ist nach der Flut ein anderer Mensch. Es geht einem oft nicht gut. Aber das ist kein Einzelschicksal in meiner Person, das geht ganz vielen so.“ Andreas Geron ist seit 2017 Bürgermeister der Stadt Sinzig im Kreis Ahrweiler. Die Flut hat auch sein Haus nicht verschont. Die Zerstörung in seiner Stadt war gewaltig, 14 Menschen hat die Flut das Leben gekostet. Darunter zwölf Bewohner einer Lebenshilfe-Einrichtung, die sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Im letzten Winter ist diese Tiny-House-Siedlung entstanden, finanziert durch Spenden. Seit fast einem Jahr wohnen Menschen nun hier, in der Übergangslösung. Denn noch immer sind viele Häuser unbewohnbar, es fehlt an Handwerkern und für einige Menschen sind die Anträge auf finanzielle Hilfen zu kompliziert, erzählen die Sinziger. Yilmaz Köse „Viele warten auch wirklich noch auf Hilfe. Ich sag mal so, die haben schon versagt, sage ich ganz ehrlich, so wie es ist.“ Ulrich Neuenhöfer „Es wird noch Jahre dauern, bis alles mal wieder in etwa so ist, dass man sagen kann, es ist einfach schön hier. Und das ist zurzeit nicht der Fall.“ Helmut Trampes „Wenn ich dann sehe diese Leute in diesen kleinen Häuschen, in […]

  • Mainzer Weihnachtsmarkt eröffnet

    Mainzer Weihnachtsmarkt eröffnet

    Nachdem sie in Wiesbaden und Frankfurt bereits gestartet sind, wurde gerade eben auch der Weihnachtsmarkt in Mainz eröffnet. Den Weihnachtsmarkt am Dom gibt es schon seit 1788 und wurde damals noch „Nikolose Markt“ genannt. Heute, mehr als 230 Jahre später, ist unser Reporter Julian Beimel vor Ort. Eva Dieterle, Moderatorin: Julian – das Timing zur Eröffnung wurde in Mainz doch gut gewählt, oder? Julian Beimel, Reporter Ja, genau. Denn heute, genau einen Monat vor Heiligabend, geht es hier los. Der traditionsreiche Mainzer Weihnachtsmarkt ist eröffnet und das erste Mal seit zwei Jahren so ganz ohne Beschränkungen. Und wir haben uns schon mal umgeschaut. Allein hier um den Dom herum gibt es an insgesamt 92 Ständen neben selbstgemachten Schmuck und Kunst natürlich auch gebrannte Mandeln und Glühwein. Das heißt, ein Kalorien wird hier wie so üblich nicht gespart. Anders aber bei der Energie. Bei der Energie wird gespart. Sie sehen hier hinter mir den Lichterhimmel, der wird immer erst um 17 Uhr eingeschaltet. Und auch in Sachen Musik ist in diesem Jahr etwas anders. Denn hier wird nicht wie sonst die Lautsprecher angemacht, hier dröhnen nicht die Weihnachtsklassiker aus den Lautsprechern, sondern in diesem Jahr gibt es hier in Mainz nur analoge Musik. Das heißt, wie Sie im Hintergrund hören, hier spielen die Orchester oder auch der klassische Drehorgelspieler macht die Musik. Der Weihnachtsspaß geht hier bis zum 23. Dezember, montags bis sonntags, immer von 11 Uhr bis etwa 20:30. Und zu guter Letzt kommen wir jetzt noch zu einem kleinen Jubiläum. Sie sehen es hier auf der Seite – die Mainzer Weihnachtspyramide. Die feiert in diesem Jahr ihr 20-jähriges. Und die Pyramide ist mit so allerhand Persönlichkeiten aus Mainz ausgestattet, darunter Johannes Gutenberg und viele andere. Heißt: waschechte Meenzer werden die Pyramide wahrscheinlich schon kennen, aber wenn irgendjemand noch nie […]

  • „Küche für alle“ hilft Bedürftigen

    „Küche für alle“ hilft Bedürftigen

    Was das Land in sozialen Bereichen nicht abfangen kann, wird dankenswerterweise oft von Ehrenamtlichen übernommen. Ein Beispiel ist die „Küche für Alle“ in Koblenz. Studierende, Berufstätige und Auszubildende haben sich zusammengetan, um aus Lebensmittelspenden einmal im Monat was Leckeres für Bedürftige zu zaubern. Gemüseeintopf, Glasnudeln mit Falafel und Gemüse und zum Nachtisch Bananenbrot. In der „Küche für alle“ in Koblenz wird fleißig vorbereitet. Das gekochte Essen – alles wird später kostenlos verteilt. Julia Kämpf, Mitorganisatorin „Einfach so einen Ort zu bieten, an dem man noch einmal zusammenkommt. Gerade zu der Energiekrise wird alles immer teurer. Und auch Essen wird immer teurer. Und klar kann eine Mahlzeit im Monat das nicht ausgleichen, aber es bietet eben auch noch einmal einen Ort, an dem man sich austauschen kann, vernetzen kann.“ 25 Ehrenamtliche schnippeln, braten und backen für den guten Zweck. Die gespendeten Lebensmittel kommen von der Tafel und dem foodsharing-Netzwerk. Gekocht wird in einem Jugendzentrum. Im Anschluss wird alles auf dem Koblenzer Löhrrondell ausgegeben – an alle, die Hunger haben. Letitia Frohn, Mitorganisatorin „Dass man die Menschen halt nicht alleine lässt und sagt: ‚Ey von der Politik kommt vielleicht nichts oder von der Stadt, aber wir haben auch Zeit, wir können das auch machen. Kommt her und wir essen alle zusammen. Und hier habt hier was Kostenfreies, auch wenn es nur der eine Tag ist‘. Für Menschen, die es halt wirklich brauchen und die mittlerweile von Monat zu Monat leben. Und die gerade bei Lebensmitteln, was ein Grundbedarf ist, Abstriche machen müssen.“ Dabei sind die Gründe, warum die Koblenzer zu dem kostenlosen Essen kommen, ganz unterschiedlich. Stefanie Auer „Affengeil hat es hier geschmeckt. Kann ich nur für Obdachlose empfehlen. Auch für die, die nicht so viel Geld haben.“ Ute Scharnagel „Davon im Monat für 100 Euro Lebensmittel einkaufen, ist nicht gerade sehr […]

  • Frankfurter Weihnachtsmarkt eröffnet

    Frankfurter Weihnachtsmarkt eröffnet

    Gerade eben gingen auf dem Römerberg die Lichter an. Und Weihnachtsbaum „Manni“ strahlt in festlichem Glanz. Eva Dieterle, Moderatorin: Bis zum 22. Dezember heißt es jetzt: schlemmen, Weihnachtseinkäufe erledigen, und vielleicht ja auch den einen oder anderen Glühwein trinken. Auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt steht jetzt mein Kollegen Michael Heide. Michael, ist denn schon weihnachtliche Stimmung zu spüren? Michael Heide, Reporter: Ja, Eva, ich geb ehrlich zu, also Mitte / Ende November ist bei mir die Stimmung meistens noch nicht so richtig weihnachtlich. Aber der Markt ist eröffnet, die Lampen am Baum brennen – kann also nur besser werden. Ja, und es ist ja auch schon ordentlich was los, muss man ja auch sagen, dafür, dass es gerade erst losgeht. Und ich werde jetzt einfach deine Frage noch mal weitergeben. Und zwar komme ich mal hier rüber. Hallo? Wie ist die Stimmung für euch? Besucherin: Ja, sehr gut. Alkoholpegel steigt und die Weihnachtsstimmung auch. Besucherin: Uns geht’s toll, der Glühwein schmeckt gut. Heide: Vielleicht sollten wir in ungefähr zwei, drei Stunden noch mal fragen, dann ist die Stimmung sogar noch besser. Was ich allerdings nicht empfehlen würde, ist, hier an allen Buden einen Glühwein zu trinken. Denn in diesem Jahr gibt es rund 200 davon hier auf dem Römerberg und drüben auf dem Paulsplatz und dann auch noch rund um die Hauptwache an der Zeil. Nach dem pandemiebedingten Ausfall 2020 und der abgespeckten Version 2021 mit Hygienekonzept ist es in diesem Jahr so, dass wieder 2 Millionen Besucher erwartet werden, also doppelt so viel wie letztes Jahr. Und da ist auch die Stimmung eigentlich schon sozusagen angesagt. Und was noch anders ist in diesem Jahr: Es muss ja überall Strom gespart werden. Deshalb sind die Buden in diesem Jahr nicht ganz so hell wie sonst. Ja, und wer genau hinschaut, der […]

  • Neues Mediengesetz in Hessen

    Neues Mediengesetz in Hessen

    Genau wie sich die Medien stetig ändern, müssen auch die Mediengesetze immer aktualisiert werden. Dies war gestern Thema im hessischen Landtag – das neue Mediengesetz wurde verabschiedet. Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Was habe ich damit zu tun? Viel, denn in Zeiten von Social Media und Co. wird der richtige Umgang mit Medien immer wichtiger. Der schnelle Zugriff auf Medien aller Art gehört längst zu unserem Alltag. Ein reflektierter Umgang damit leider noch nicht immer. Doch gerade der ist für alle Teile unserer Gesellschaft wichtig – vor allem für Kinder und Jugendliche. Medienkompetenz ist hier das Stichwort. Professor Murad Erdemir, der designierte Direktor der Medienanstalt Hessen begrüßt die Modernisierung des Mediengesetzes. O-Ton Prof. Murad Erdemir, designierter Direktor der Medienanstalt Hessen „Das Gesetz weist der Medienanstalt Hessen die Förderung der Medienkompetenz ausdrücklich als Aufgabe zu. Das ist neu, das hatten wir so vorher nicht. Zugleich erhalten wir die Möglichkeit, auch Medienbildungszentren einzurichten. Damit, denke ich, können wir insgesamt zuversichtlich in die Zukunft schauen und vor allen Dingen, was viel wichtiger ist, wir können alle Altersgruppen der Bevölkerung ansprechen.“ Einen wichtigen Beitrag dazu leisten schon jetzt die Medienprojektzentren. Wie hier unter anderem im Rhein-Main-Gebiet. Ihre Angebote an die Bürger sind vielfältig. Medienbildung zum Anfassen – so lassen sich die zahlreichen Projekte für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Pädagogen am besten beschreiben. Dabei geht es nicht nur um die Vermittlung von technischem Knowhow, sondern auch um den Inhalt. Gefahren erkennen, sorgsam mit den eigenen Daten im Netz umgehen und Falschinformationen aussortieren. Das wichtigste Ziel des neuen Mediengesetzes ist es, die Meinungsvielfalt in Hessen zu sichern. Es wird deutlich, dass der private Rundfunk – zu dem unter anderem unsere Sendung zählt – neben dem öffentlich-rechtlichen eine ganz entscheidende Rolle spielt. O-Ton Prof. Murad Erdemir, designierter Direktor der Medienanstalt Hessen „Regionalfenster sind ein bewährtes Instrument der […]

  • Spannende Geschichten beim Vorlesetag

    Spannende Geschichten beim Vorlesetag

    Gemeinsam mit Mama oder Papa in fremde Welten eintauchen – in 40 Prozent der Familien wird das laut einer Studie nur selten oder nie gemacht. Daher gibt es den Vorlesetag, der zeigen soll, wie wichtig Lesen für die Entwicklung von Kids ist. Und das macht richtig Spaß, wie wir heute im hessischen Wöllstadt erlebt haben. Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen liest vor: „‘Heiliger Hasenpups, ich bin ja so aufgeregt‘, ruft Hase Hibiskus und läuft hektisch durchs Haus. Denn heute ist ein ganz besonderer Tag. Hase Hibiskus möchte nämlich einen Ausflug ans Meer unternehmen. Mit dabei sind seine besten Freunde Tom Bär und Maxi Maus.“ Der Hase Hibiskus ist heute das Buch der Wahl in der Kita Wichtelburg. Vorgelesen vom hessischen Ministerpräsidenten, dem das sichtlich Spaß macht. Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen „Ich lese auch meinen Kindern selbst vor, weil es mir auch selbst Spaß macht, mit denen dann aber auch über das Buch hinaus ins Gespräch zu kommen. Auch das ist immer eine schöne Gelegenheit.“ Eine Gelegenheit, die Boris Rhein auch in Wöllstadt nutzt. Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen: „Kennt ihr das auch, wenn ihr in den Urlaub fahrt, irgendwas sucht man immer. Man sucht immer irgendwas.“ Kita-Kind: „Ich habe noch nie was gesucht.“ Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen: „Also bei euch ist offensichtlich aufgeräumter als bei uns zuhause.“ Mit den Kindern ins Gespräch kommen, zeigen, erklären, vorlesen – das fördert die Sprachentwicklung. Gerade bei den Kleinen, die selbst noch gar nicht lesen können. Maria Geiß, Kitaleiterin „Auch wenn es nur ein Bilderbuch ist, wo einzelne Bilder drauf sind mit einem Korb oder einem Auto, dass man immer die ganze Sprache dazunimmt, also ‚“Was siehst du? – Ich sehe ein Auto‘. Also einen ganzen Satz immer sprechen, das ist für die Kinder ganz wichtig.“ Studien der Stiftung Lesen, die den […]

  • Internationaler Medienkongress in Mainz

    Internationaler Medienkongress in Mainz

    Fake News, falschen Nachrichten, sind immer mehr im Umlauf. Insbesondere seit den Corona-Zeiten gibt es immer mehr falsche Informationen und Verschwörungsmythen. Wie begegnet man diesem Thema? Unter anderem darüber haben heute hochkarätige Journalisten in Mainz debattiert. Auch die Politik ist gefragt – und hat sich bei der Medienmesse Content Convention eingebracht. Lügen, Fake News, Hate Speech – das Internet ist voll davon. Wie wird man ihner Herr und wie kann seriöser Journalismus ihnen beikommen? Über diese und weitere Themen diskutieren heute in Mainz rund 800 Teilnehmer auf der Content Convention, einer Medienmesse mit praxisnahem Konzept. Gersi Gega, Veranstalter Content Convention „Ich habe nicht nicht nur die Möglichkeit, über Inhalte zu sprechen, was sehr wertvoll und sehr wichtig ist, sondern alle Inhalte, die in der Show Area, auf der Bühne stattfinden, haben wir die Möglichkeit, tatsächlich genau diese Dinge auf der Convention Area auch zu erleben. Das heißt, spreche ich über diverse Produkte und spreche ich über diverse Dienstleistungen, die ein Unternehmen anbietet, habe ich die Möglichkeit, genau diese Sachen hier in der Convention Area – das ist hinter mir – wirklich live zu erleben.“ Besonders gefährdet durch falsche oder nicht altersgemäße Inhalte sind Minderjährige. Um sie besser zu schützen, wirbt die rheinland-pfälzische Landesmedienanstalt auf der Content Convention dafür, Software zur Alterseinschätzung im Internet häufiger zu nutzen. Marc Jan Eumann, Direktor Medienanstalt Rheinland-Pfalz „Alterseinschätzung ist, dass tatsächlich ein Algorithmus erkennt, ob die Person vor der Kamera 18 oder 28 ist und das ist natürlich für den Kinder- und Jugendmedienschutz, wenn es darum geht, dass Kinder bestimmte Inhalte nicht konsumieren, ein sehr viel wirksameres Mittel als das, was wir von früher kennen, nämlich die Sendezeitbegrenzung, dass man bestimmte Filme erst ab 20 Uhr oder erst ab 23 Uhr zeigen kann. Das funktioniert im Internet nicht so gut. Und weil es nicht gut […]

  • Hotel wird zur Flüchtlingsunterkunft

    Hotel wird zur Flüchtlingsunterkunft

    Fast neun Monate tobt in der Ukraine bereits der russische Angriffskrieg und seitdem flüchten Ukrainer nach Deutschland. Sie sind auf der Flucht vor Gewalt, vor Hunger und jetzt im Herbst auch vor der Kälte. 44.000 Flüchtlinge aus der Ukraine hat Rheinland-Pfalz bislang aufgenommen und viele Gemeinden sagen: Mehr geht nicht. Und so muss ständig neuer Wohnraum her – wie zum Beispiel in Bernkastel-Kues. Ein paar herbstliche Sonnenstrahlen bescheinen heute das leerstehende Hotel Moselpark in Bernkastel-Kues. Wo vor ein paar Jahren noch Übernachtungsgäste im Vier-Sterne-Hotel den Blick auf den Kurpark genossen, wohnen ab heute 30 Geflüchtete aus der Ukraine. Das Hotel kann mit bis zu rund 350 Menschen belegt werden. Mit der angeschlossenen Tennishalle steigt die Kapazität auf rund 1.000 Bewohner. Im Ort allerdings regt sich Widerstand, denn einige Bürger befürchten, dass Bernkastel-Kues eine so gewaltige Zahl von Geflüchteten nicht verkraften kann. Eine Petition, die eine Begrenzung auf 400 Menschen in dem alten Hotel fordert, ist bis heute mehr als 500 Mal unterschrieben worden. Viele Anwohner befürchten, dass der Ort bei einer Maximalbelegung, die rund 1.000 Geflüchteten nicht integrieren könne. Außerdem sehen sie die Gefahr einer „größeren Beeinträchtigung des Kurbetriebs“, der nebenan von zwei Kliniken angeboten wird. Frank Hoffmann, Unterstützt die Petition „Wir glauben, es ist zu viel. Und darüber hinaus ist die Unterbringung in der Tennishalle auch unserer Ansicht nach menschenunwürdig. 600 Menschen in eine Halle gepfercht – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Mit Duschcontainer und Toilettencontainern auf dem Gelände. Ich glaube, das sollte man auch den Flüchtlingen nicht zumuten.“ Ein Argument, dass David Profit, Staatsekretär im Rheinland-Pfälzischen Integrationsministerium, nicht nachvollziehen kann. Es sei nicht absehbar, ob es überhaupt zu einer Belegung der Tennishalle kommen werde. David Profit, B’90 / Grüne, Staatssekretär Integrationsministerium Rheinland-Pfalz „Ich persönlich wünsche mir nicht, dass die Tennishalle belegt wird. Die […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Frankfurt: Bahnstrecke der U7 noch länger gesperrt — Rückkauf des Uniklinikums Gießen Marburg gefordert — Sorgen ums Weihnachtsgeschäft Bahnstrecke noch länger gesperrt Wegen umfangreicher Reparaturarbeiten nach einem Unfall ist eine Teilstrecke der U-Bahn-Linie 7 in Frankfurt in beide Richtungen noch bis in die Nacht nicht befahrbar. Betroffen sind die Stationen von der Eissporthalle / Festplatz bis Enkheim. Gestern Abend gegen 23.00 Uhr hatte ein Autofahrer eine oberirdisch fahrende U-Bahn übersehen und war mit ihr zusammengestoßen. Zwei Männer wurden verletzt, der Fahrer der U-Bahn erlitt einen Schock. An dem Auto entstand Totalschaden. Rückkauf gefordert Der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies will dem Land Hessen 100 Millionen Euro für den Rückkauf des Uniklinikums Gießen Marburg zur Verfügung stellen. Die Privatisierung des Uniklinikums sei falsch gewesen. Es müsse wieder zurück zum Land. Die Belastungen seien für die Mitarbeiter schwer erträglich. Die Verhandlungen über eine neue Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Hessen und der Rhön-Klinikum AG als Eigentümerin hätte noch immer kein Ergebnis gebracht. Der geltende Zukunftsvertrag läuft im Dezember aus. Sorgen ums Weihnachtsgeschäft Trotz des Wegfalls der Corona-Beschränkungen läuft das Weihnachtsgeschäft für das rheinland-pfälzische Gastgewerbe in diesem Jahr bis jetzt schlechter als erwartet. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes Dehoga hervor. Mehr als 60 Prozent der Betriebe bezeichneten den Stand der Buchungen und Reservierungen für Weihnachtsfeiern als schlecht oder sehr schlecht. Grund für die bislang geringe Nachfrage sei unter anderem die Inflation. Das Gastgewerbe hoffe jetzt auf Spätentschlossene. In unsicheren Zeiten werde oft kurzfristig gebucht.

  • Bürgerhilfe in Wörrstadt

    Bürgerhilfe in Wörrstadt

    Der Strom: doppelt so teuer, die Heizung: bei vielen dreimal so teuer, und auch die Lebensmittelpreise sind heftig angestiegen. Die Frage, die sich immer mehr Menschen stellen: Wer soll das bezahlen? Das Geld reicht vorne und hinten nicht mehr. Im rheinhessischen Wörrstadt hilft man sich jetzt gegenseitig. Achim ist heute einer der ersten Kunden im Laden der Wörrstädter Bürgerhilfe. Konrad Lackenig kontrolliert, ob der Hartz IV-Empfänger diese Woche schon einmal da war, denn jeder darf hier nur einmal pro Woche kostenlos einkaufen. Achim, Hartz IV-Empfänger aus Wörrstadt „Das Geld fehlt, das ist eine gute Hilfe.“ Selbst bedienen darf sich Achim nicht, aber er kann sich zehn Artikel plus Obst und Gemüse aussuchen. Die Wörrstädter Bürgerhilfe ist eine private, ehrenamtliche Einrichtung. Achim, Hartz IV-Empfänger aus Wörrstadt „Es ist halt alles schief gelaufen in meinem Leben, jetzt ist man halt auf Hartz IV.“ Einkaufen für alle, die in Not geraten sind, ist die Devise der Wörrstädter Bürgerhilfe. Gegründet vor knapp einem Monat, gibt es mittlerweile 13 Mitglieder. Sabine Stengel ist eine der Gründerinnen. Sabine Stengel, Organisatorin der Wörrstädter Bürgerhilfe „Weil es viele Mitbürger gibt, bei denen das Geld einfach nicht mehr reicht, durch die erhöhten Kosten, Strom, Gas, Wasser etc. Alles ist hoch. Die Lebensmittel sind hoch. Wenn jemand alleinerziehend ist und muss noch Schulbücher bezahlen oder die Kleidung für die Kinder – es ist also fast unmöglich, mit seinem Geld über die Runden zu kommen.“ Die nächste Tafel ist in Alzey, knappe 20 Kilometer entfernt, ohne PKW schwierig zu erreichen. Viele die hier kostenlos einkaufen sind Flüchtlinge aus der Ukraine. So wie Tatiana Bakwicz. Tatiana Bakwicz „Wir Flüchtlinge aus der Ukraine bedanken uns für die Hilfe.“ Die Lebensmittel werden in örtlichen Geschäften eingekauft, finanziert durch Spenden. Alle, die hier arbeiten, machen das ehrenamtlich. Christine Bergner, ehrenamtliche Mitarbeiterin „Ja, genau, weil es […]

  • Wie sich Koblenz auf einen Blackout vorbereitet

    Wie sich Koblenz auf einen Blackout vorbereitet

    Falls im Winter das Gas so knapp wird, dass viele Menschen ihre elektrischen Heizlüfter anwerfen, könnte das Stromnetz in die Knie gehen. Das Blackout-Szenario ist so real, dass sich immer mehr Regionen ernsthaft darauf vorbereiten. Was, wenn der Strom ausfällt – und das gleich für mehrere Tage und in einer ganzen Region? Koblenz gibt erste Antworten auf die Frage. 96 Stunden ohne Strom überstehen – das ist das Ziel der Stadt Koblenz. Ein spezieller Alarm- und Einsatzplan regelt hier, wer bei einem Blackout was zu tun hat. Die Planungen dazu liefen bereits seit vielen Jahren, nun hat man noch mal aufs Gaspedal getreten. Ulrike Mohrs, CDU, Bürgermeisterin Koblenz „Und dann haben wir halt angefangen dafür zu sorgen, dass unser Sirenensystem bis zum Ende des Jahres flächendeckend in der Stadt steht, dass sicher ist, dass unsere Trinkwasserversorgung funktioniert, dass unsere Krankenhäuser in der Lage sind zu arbeiten mit Notstromaggregaten, dass wir also die Kernleistungen erbringen können, die der Bürger auf jeden Fall braucht. Dafür wurden Notstromaggregate angeschafft.“ Die stehen hier, im Lager der Feuerwehr. 200.000 Euro hat die Stadt in die Geräte investiert. Eine Halle weiter: Feldbetten. Insgesamt 600 Menschen können darauf in Notunterkünften einen Platz finden. Solche mobilen Ölheizungsanlagen würden dann Turnhallen zu so genannten „Wärmeinseln“ machen. Koblenz bunkert auch große Mengen Treibstoff, um die Notstromaggregate, beispielsweise im Wasserwerk, zu betreiben. Die fünf Koblenzer Kliniken besitzen eigene Dieselaggregate, die im Notfall anspringen. In der Zentrale der Berufsfeuerwehr laufen bei einem Blackout alle Fäden zusammen. Hier sitzt der Krisenstab. Die wichtigsten Ansprechpartner haben Satellitentelefone. Kommunikation sei ein kritischer Faktor, wie Olaf Becker bei einem Stromausfall im Westerwald gelernt hat. Olaf Becker, Leiter Bevölkerungsschutz Feuerwehr Koblenz „Es war eine Unsicherheit da, weil heute jeder gewohnt ist sofort über Handy zu erfahren, warum haben wir einen Stromausfall, was ist passiert und wie lange […]

  • Rechtsausschuss berät über rechte Chats von Polizisten

    Rechtsausschuss berät über rechte Chats von Polizisten

    Hakenkreuze, rassistische und behindertenfeindliche Posts: Letzte Woche haben wir darüber berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Koblenz auch gegen vier Polizisten aus Rheinland-Pfalz ermittelt. Inzwischen ist auch ein fünfter Beamter ins Visier von Ermittlungen geraten. Das hat Innenminister Michael Ebling heute dem Innenausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags mitgeteilt. Gegen einen Beamten wurde kurz nach dem Bekanntwerden des Chatverlaufs eine Suspendierung ausgesprochen, zwei weitere wurden von ihrem Dienst entbunden. Michael Ebling, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz „Was wir aus allen Erkenntnissen heraus jetzt inzwischen wissen, ist: Das ist keine Nazi-Chatgruppe, das ist keine Verabredung zu irgendeinem strukturellen oder institutionellen politischen Thema. Aber damit will ich nicht verharmlosen, dass es nicht tolerierbar ist und vor allem, dass es abstoßend ist und auch mit aller Härte des Strafrechts und des Disziplinarrechts verfolgt wird, wenn Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sich in Chatgruppen aufhalten, wo menschenverachtende Symbole gezeigt werden.“

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Mutmaßlicher Mörder wieder in Haft — Milliarden für Kommunen — Tafeln brauchen finanzielle Hilfe Mutmaßlicher Mörder wieder in Haft Im Oktober hatte das Oberlandesgericht Zweibrücken einen mutmaßlichen Sexualmörder wegen zu langer Prozessdauer aus der Untersuchungshaft entlassen. Jetzt sitzt der 19jährige Tatverdächtige wieder hinter Gittern. Das hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal heute mitgeteilt. Es bestehe die Gefahr, dass der Mann wieder eine ähnliche Tat begehen könnte. Er soll im März 2020 eine 17-Jährige an einem Weiher in Ludwigshafen vergewaltigt und ermordet haben. Seitdem saß er in Untersuchungshaft. Im August hatte das Landgericht Frankenthal ihn zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren Haft verurteilt. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Freilassung des Mannes war auf breite Kritik gestoßen. Milliarden für Kommunen Der kommunale Finanzausgleich in Hessen erreicht ein neues Rekordniveau. Das hat Finanzminister Michael Boddenberg heute bei Veröffentlichung der Planungsdaten mitgeteilt. 2023 werde das Gesamtvolumen auf knapp 6,9 Milliarden Euro steigen. Das seien 435 Millionen Euro mehr als in diesem Jahr. Bei 28 Städten und Gemeinden liege die Steuerkraft weit über dem Landesdurchschnitt. Sie zahlen seit 2016 eine Solidarumlage an die ärmeren Kommunen. Tafeln brauchen finanzielle Hilfe Die Tafeln in Rheinland-Pfalz fordern mehr Unterstützung vom Land. Die steigenden Preise für Energie und Benzin würden hohe Mehrkosten für sie verursachen. Anfang Oktober hätten sie deshalb das Sozialministerium um finanzielle Hilfe gebeten. Eine Reaktion sei bislang ausgeblieben. Die 55 Tafeln im Land hätten noch nie so vielen bedürftigen Menschen geholfen wie derzeit. Sie trügen damit dazu bei, den sozialen Frieden im Land zu wahren.