Dritter Jahrestag des Hamas-Massakers vom 07. Oktober
Heute der Angriff der islamistischen Terror-Organisation Hamas auf Israel drei Jahre her. Rund 1.200 Menschen wurden getötet. Hunderte als Geiseln verschleppt. Nach diesem Massaker der Hamas und der militärischen Antwort Israels im Gazastreifen sind auch Juden in Deutschland immer mehr Anfeindungen ausgesetzt. Auch hier bei uns in Rheinland-Pfalz und Hessen. Die Zahl der antisemitischen Straftaten ist dramatisch gestiegen. Was muss getan werden, damit sich Juden hier wieder sicher fühlen können? Wir treffen Daniel Wasner an der Synagoge in der Mainzer Innenstadt. Der 24-Jährige studiert Englisch und Geschichte auf Lehramt an der Mainzer Uni. Er sagt uns, sein Leben habe sich nach dem 7. Oktober 2023 merklich verändert. Auch sein Alltag als Student. Daniel Wasner, Student aus Mainz „Antisemitische Vorfälle gab es an der Uni von Schmierereien bis hin zu auch teilweise Übergriffen. Man fühlt sich eingeschränkter, man schaut sich um. Ich schaue mir teilweise an, was haben meine Kommilitonen an, ob sie irgendwelche Symbole tragen. Ich habe auch schon Kurse tatsächlich verlassen, weil ich mich unwohl gefühlt habe. Weil ich wusste, okay, ich bin hier nicht sicher, wenn die mitbekommen, dass ich Jude bin, dann könnte ich hier Probleme bekommen in diesem Kurs.“ Nicht nur an der Uni erlebt Daniel Wasner Antisemitismus. Hier im Goethepark wurde er schon gemeinsam mit anderen jüdischen Studenten von mehreren Jugendlichen verfolgt, beschimpft und beleidigt. Daniel Wasner, Student aus Mainz „Beängstigend. Weil auch viele Leute das einfach nur unkommentiert zugelassen haben, keiner sich da irgendwie eingemischt hat. Teilweise gab es auch, so wie ich das wahrgenommen habe, unterstützend Pfiffe. Deswegen ja, es war schon einschüchternd.“ Einschüchternd ist die Lage in Deutschland in diesen Zeiten für viele Juden. In Sachsen-Anhalt könnte es bald die erste AfD-geführte Landesregierung geben. In einem Bundesland, in dem die Partei als gesichert rechtsextrem eingestuft ist. Und in Berlin könnte bald die […]


