Gesellschaft

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Wetzlar: Hoher Sachschaden nach Brand —  Bund lehnt UniCredit-Angebot ab — Ende der Grenzkontrollen gefordert Hoher Sachschaden nach Brand Nachdem in der Nacht ein Feuer das Gebäude einer Pizzeria in Wetzlar zerstört hat, hat die Kriminalpolizei jetzt die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand durch eine Explosion im Inneren des Restaurants ausgelöst wurde. Laut Polizei waren zu diesem Zeitpunkt keine Personen in dem Gebäude, sodass niemand verletzt wurde. Der Schaden beläuft sich nach ihrer aktuellen Schätzung auf etwa eine Million Euro. Bund lehnt UniCredit-Angebot ab Der deutsche Staat hat die Übernahmeofferte der italienischen Großbank Unicredit für die Commerzbank in Frankfurt abgelehnt. Der Bund unterstütze die Strategie der Commerzbank, eigenständig zu bleiben. Sie spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft. Außerdem sei die Bank als bedeutender Arbeitgeber zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Der Bund ist der zweitgrößte Aktionär der Commerzbank. Er hält 12 Prozent der Anteile. Damit kann er eine Übernahme durch die UniCredit  allerdings nicht verhindern. Ende der Grenzkontrollen gefordert: Mit dem Inkrafttreten der neuen verschärften EU-Asylregeln gibt es nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Michael Ebling keinen Grund mehr für die Grenzkontrollen in Rheinland-Pfalz. Sie sollten jetzt eingestellt werden, zumal sie zu wirtschaftlichen Einbußen bei den Betrieben in den Grenzregionen von Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Frankreich und Belgien führten. Das Bundesinnenministerium will die Kontrollen zunächst fortsetzen, bis klar ist, wie effektiv die strengeren EU-Regeln illegale Migration verhindern.

  • Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Ein Glas Sekt oder ein kühles Bier an Bord – für viele gehört das zum Ausflug auf dem Wasser dazu. Problematisch wird es allerdings, wenn der verantwortliche Bootsführer nicht mehr nüchtern ist. Deshalb nimmt die Wasserschutzpolizei gerade in den Sommermonaten Sportboote verstärkt unter die Lupe. Unser Team hat die Beamten aus Ludwigshafen bei einer Kontrolle auf dem Rhein begleitet. Sommerliche 25 Grad, strahlender Sonnenschein und Wochenende – ideale Bedingungen für einen Ausflug aufs Wasser. Auf den Altrheinarmen sind zahlreiche Sportbootfahrer unterwegs und genießen die entspannte Atmosphäre. Damit die gute Stimmung nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum getrübt wird, ist die Wasserschutzpolizei aus Ludwigshafen am Rhein im Einsatz. Auf dem Wasser gestalten sich die Kontrollen etwas schwieriger als im Straßenverkehr. Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei Germersheim „In der Regel ist es ja ein geschlossener Kastenwagen, die Scheibe geht runter und ich krieg direkt ne Wolke in die Nase, wenn Alkohol getrunken wurde, man riecht es eigentlich direkt. Und es ist jetzt hier an der frischen Luft schwieriger. Also ich muss mir andere Dinge einfallen lassen um an mein Ziel zu kommen und dabei die Rechtmäßigkeit einzuhalten.“ Die Boote werden zufällig ausgewählt. Manchmal gibt es aber Indizien. „Der dreht jetzt nochmal schön, also man kann so ein bisschen reingucken. Da ist jetzt ein Becher mit Getränken. Kann sein, dass da Alkohol drin ist oder nicht. Schauen wir mal.“ Auf dem Wasser gelten die gleichen Vorschriften wie auf den Straßen – 0,5 Promille Grenzwert. „Vielleicht was getrunken auf der Fahrt hier her?“ „Einen halben Ableger wie immer.“ „Was heißt einen halben Ableger?“ „So ein Mini-Prosecco.“ Bei einer Überschreitung der Promillegrenze handelt es sich je nach gemessenem Wert um eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat und kann mit Bußgeld oder Freiheitsstrafe enden. „Jawoll, vielen Dank. Aber ich riech’s auch schon jetzt ein bisschen. 0,22 Promille. Tatsächlich. Alles gut, ich würde […]

  • Ausbildung von Rettungshunden

    Ausbildung von Rettungshunden

    Wenn Menschen vermisst werden, kommen häufig Rettungshunde zum Einsatz. Mit ihren hochleistungsfähigen Nasen können sie riesige Areale in einem enormen Tempo absuchen, wenn es darauf ankommt. Doch bevor ein Hund so weit ist, dauert es Jahre – und die Ausbildung ist anspruchsvoll. Wir waren in Bad Soden dabei. „Wir bilden Hunde zur Flächen- und Trümmersuche aus, sogenannte Hochwindsucher, die eben ohne speziellen Geruchsstoff nach menschlichem Geruch suchen. In der Flächensuche, eben in offenen Gebieten, in Wäldern und in Trümmersituationen eben bei eingestürzten Gebäuden.“ Das simuliert die Einheit hier auf dem Wertstoffhof in Bad Soden. Feuerwehrmann Sven spielt einen Verschütteten, den Hund Marley finden muss. Für die Opfer im Einsatz geht es um Leben und Tod – für die Hunde ist das alles ein Spiel. Marlin Prauss, Rettungshundeeinheit Feuerwehr Bad Soden „Um in der Rettungshundeeinheit ausgebildet zu werden, muss man als Mensch erst einmal Motivation und, ehrlich gesagt, auch ein bisschen Zeit mitbringen, weil das ein durchaus zeitintensives Training ist. Man verbindet sich auch sehr gut mit seinem eigenen Hund. Man merkt einfach, wie viel Freude der eigene Hund daran hat und entwickelt dadurch auch selbst eine Freude daran.“ Die Ausbildung ist aufwendig, zweimal in der Woche trainiert die Staffel. Anica und ihr Hund Zorro sind erst seit zwei Monaten ein Team und trotzdem sucht Zorro schon wie ein großer. Die im Wald versteckten Helfer hat er im Handumdrehen aufgespürt. Seine erfahrene Hundeführerin ist schon länger bei Feuerwehr und Rettungsdienst aktiv und freut sich, dass sie die Hundearbeit mit ihrem Engagement verbinden kann. Anica Schmoll, mit Hund Zorro „Man hilft Personen und so diese Dankbarkeit, die man häufig entgegengebracht bekommt oder halt auch weiß: ‚Ich habe der Person gerade essenziell weitergeholfen‘, das ist einfach ein superschönes Gefühl, dass man sonst kaum bekommt.“ Während die erfahrenen Hunde knifflig versteckte Helfer aufspüren, ist […]

  • Hessentag in Fulda

    Hessentag in Fulda

    Wir nehmen Sie mit aufs größte und älteste Landesfest Deutschlands – den Hessentag. Hier lässt sich in ausgelassener Volksfestatmosphäre gerade zehn Tage lang die ganze Vielfalt Hessens erleben. Dieses Jahr lockt die Dom- und Barockstadt Fulda mit rund 1.200 Programmpunkten, darunter zahlreichen Ausstellungen, Veranstaltungen und Konzerten. Von rockig bis ruhig: Die österreichische Schlagersängerin Melissa Naschenweng sorgt gestern Abend mit Giovanni Zarrella auf dem Fuldaer Domplatz für ordentlich Stimmung – und geht auf Tuchfühlung mit ihren Fans. In den kommenden Tagen treten hier Stars wie Roxette, Sarah Connor, Montez und Peter Maffay auf. Hoch hinaus geht’s mit dem Riesenrad – und per Motorrad. Akrobatische Höhenflüge bieten die Geschwister Weisheit täglich in bis zu 62 Metern Höhe. Ein Drahtseilakt, der Können und Schwindelfreiheit erfordert. In sicherer Umgebung lässt sich am Boden etwa das Cockpit eines Bundeswehr-Hubschraubers entdecken, die Räumfahrzeuge von Hessen Mobil sowie Technik und Ausrüstung der gesamten Blaulicht-Familie. Den Besuchern gefällt‘s. Anke, aus Flieden „Den Hessentag macht besonders, dass man viel für die Kinder hat, dass man viele regionale Sachen hat.“ Lukas „Die Feuerwehr und die Polizei. Michael Humpf, aus Butzbach „Essen, Trinken, Spaß haben.“ Isolde Risse, aus Hünhan „Mir gefällt eben die ganze Vielfalt hier. Jeder stellt aus und bei jedem kann man mitmachen, wenn man das möchte oder sich informieren.“ Mitmach-Angebote gibt es quasi an jeder Ecke: Einen Bagger steuern, selbst erfahren, was es heißt, mit einem Rollstuhl im Alltag Hindernisse zu bewältigen oder Handwerkern wie diesen Dachdeckern bei ihrer Arbeit nacheifern. Auch das diesjährige Hessentagspaar und Fuldas Oberbürgermeister packen als Botschafter mit an. Brutzeln für den guten Zweck und für die gute Stimmung. Max und Vera Dudyka, Hessentagspaar „Den Stress merkt man gar nicht, der jetzt irgendwie von Termin zu Termin dann doch ein bisschen anstrengend wird. Aber es macht einfach unheimlich viel Spaß.“ – „Jeder freut sich […]

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    Weitere Nachrichten im Überblick

    Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus — Poseck fordert: Mehr Abschiebungen ermöglichen — Flughafen Frankfurt: SkyLine-Bahn fährt wieder Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus Der Konzern will künftig noch mehr Fahrzeuge für militärische Zwecke anbieten. Sie werden hauptsächlich in seinem größten Werk im rheinland-pfälzischen Wörth produziert. Das Team an dem Standort soll um 100 neue Mitarbeiter erweitert werden. Bis 2028 will der Konzern im Rüstungsbereich einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielen. Mehr Abschiebungen ermöglichen Der hessische Innenminister Roman Poseck besteht darauf, Handyortungen vor Abschiebungen künftig zu erlauben. Hessen werde bei der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz eine entsprechende gesetzliche Regelung fordern. Viele Abschiebungen scheiterten, weil ausreisepflichtige Flüchtlinge untergetaucht sind. SkyLine-Bahn fährt wieder Nach diversen technischen Anpassungen hat die neue SkyLine-Bahn am Frankfurter Flughafen heute ihren Betrieb mit zunächst reduzierter Geschwindigkeit wieder aufgenommen. Ende Mai mussten die Fahrten wegen technischer Schwierigkeiten zunächst eingestellt werden. Die fahrerlosen Züge verbinden das neue Terminal 3 mit den übrigen Bereichen des Flughafens.

  • Mann ohne Identität bekommt Personalausweis

    Mann ohne Identität bekommt Personalausweis

    Hartmut Gottlebe aus Kassel hat keinen Personalausweis, seit der ihm vor über 20 Jahren beim Leben auf der Straße gestohlen wurde. Aufgrund fehlender Nachweise weigerten sich die Behörden jahrelang, dem 69-Jährigen einen neuen Ausweis auszustellen – offiziell existierte Hartmut Gottlebe also nicht. Wohnung, Bankkonto oder andere Verträge waren so für ihn unerreichbar. Jetzt hat sich endlich etwas getan. Der Gang aufs Bürgeramt. Für die meisten ganz normal. Für Hartmut Gottlebe jedoch das Ende eines langen Kampfs. Er blickt in ein neues Leben. Rückblick: Vor über 20 Jahren landet Gottlebe auf der Straße, wo ihm zu allem Überfluss auch noch sein Geldbeutel gestohlen wird. Hartmut Gottlebe „Da knieten drei, vier Leute auf mir, haben meinen Rucksack leergemacht, Portemonnaie raus. Personalausweis, Führerschein – alles war weg.“ Inzwischen lebt er in einem Wohnprojekt der Heilsarmee, gerne würde er wieder ein normales Leben führen. Doch ohne Ausweis praktisch unmöglich. Obwohl der 69-jährige sogar seine Geburtsurkunde vorlegen kann, beißt er sich am Amtsschimmel der Stadt Kassel die Zähne aus. Denn das Gesetz verlangt ein offizielles Dokument mit aktuellem Lichtbild, um die Identität zweifelsfrei festzustellen. Pech für Gottlebe. Doch diese Regeln hätten laut dem Kasseler OB einen guten Grund. Sven Schoeller (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Oberbürgermeister Stadt Kassel „Denn wir haben natürlich als Staat, als Behörden, ein großes Interesse daran zu vermeiden, dass Missbrauch mit falschen Identitätsnachweisen geführt werden kann. Und deshalb ist das so ganz streng formalisiert. Und das ist das Problem in diesem Fall gewesen. Es gab keine Urkundenlage, die es erlaubt hat, auf dieser Grundlage dieser Verordnungen ein Ausweispapier auszustellen.“ Erst eine Ausnahmeentscheidung des hessischen Innenministeriums bringt die entscheidende Wende. Norbert Wett (CDU), Dezernent für Bürgerangelegenheiten „Beim Amtsgericht haben wir nachgefragt, bei der AOK Hessen, beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (…) sogar bei der Stasi-Unterlagenbehörde, weil er ja aus der ehemaligen DDR stammt. […]

  • Sicherheitstraining für Zugbegleiter

    Sicherheitstraining für Zugbegleiter

    Vor vier Monaten erschüttert ein Angriff auf einen Zugbegleiter aus Ludwigshafen ganz Deutschland: Bei einer Fahrkartenkontrolle greift ein Fahrgast den 36-jährigen Serkan Calar so heftig an, dass er stirbt. Es sind Übergriffe wie dieser, weshalb die Deutsche Bahn jetzt reagiert und die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. „Schönen guten Tag, einmal die Fahrscheine bitte. Und einmal den Fuß runter.“ „Man nerv‘ mich nicht! Zieh Leine, Alter, und mach deinen scheiß Job, ey.“ „Füße runter.“ „Man, ich mache nichts runter. Nerv nicht, ich habe einen harten Tag gehabt. Zieh ab. Was willst du denn? Nerv mich nicht!“ Deeskalationstraining für das Personal der Deutschen Bahn.  Übergriffe wie dieser: Keine Seltenheit. Stefan Gerstner, Zugbegleiter DB Regio „Der hat dann versucht mich zu treten, zweimal. Einmal hat er daneben getreten und einmal hat er mein Diensthandy erwischt und das ist dann im hohen Bogen runter geflogen.“ Jennifer Grongold, Zugbegleiterin DB Regio „Er hat mir zwei Tritte in den unteren Rückenbereich verpasst. Das war nicht so einfach. Tat weh, ist nicht schön. Es ist natürlich belastend. Das macht viel mit einem.“ Die Region Mitte – wozu auch Hessen und Rheinland-Pfalz gehören – ist ein Hotspot für körperliche Übergriffe im Regionalverkehr. Entgegen dem Bundestrend gibt es hier einen Anstieg um 15 Prozent im vergangenen Jahr. Ralf Damde, Gesamtbetriebsratsvorsitzender DB Regio AG „Das Sicherheitsgefühl ist zwischenzeitlich so, dass die Kolleginnen und Kollegen mir morgens sagen ich habe Angst, wenn ich mich von meiner Frau verabschiede, dass ich abends wieder nach Hause komme.“ Getestet wird jetzt, dass Kundenbetreuer durch Sicherheitspersonal begleitet werden oder etwa eine Doppelbesetzung der Schichten. Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender DB Regio AG „Heute ist es noch die Ausnahme, es ist auch ein Pilot aber wir setzen darauf, dass das bald im größeren Maße stattfindet. Man braucht es ja auch nicht überall. Man braucht es dort, wo geografisch oder […]

  • Woche der Medienkompetenz

    Woche der Medienkompetenz

    Sind Bilder echt oder von der Künstlichen Intelligenz erstellt? Stimmen die Nachrichten oder sind sie fake? Genau darum geht’s bei der Woche der Medienkompetenz, die mit einer großen Auftaktveranstaltung bei der Mediananstalt Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen gestartet ist. Das Motto – passend zum Start der Fußballweltmeisterschaft. „1 : 0 für Vielfalt und Respekt“ – für mehr Medienkompetenz im Netz. Denn genau da sind auch Kinder und Jugendliche mittlerweile mehrere Stunden täglich unterwegs. Und sind dabei Gefahren wie Falschnachrichten,  Cybermobbing, Verschwörungstheorien und nicht altersgerechten Inhalten ausgesetzt. Albrecht Bähr, Vorsitzender Versammlung Medienanstalt RLP „Wir werden durch die digitalen Welten in neue Sphären katapultiert. Da geht es sehr um Wahrheit und Manipulation. Wir können nicht früh genug anfangen bei den Kleinsten, sie zu sensibilisieren für die Themen. Aber wir müssen aber auch die älteren dahingehend schulen, dass sie nicht irgendwelchen Menschen auf den Leim gehen, die versuchen die Unwissenheit der alten zu nutzen, um Profit zu machen. Also jede Generation braucht es, weil es zur Grundkompetenz einer Demokratie gehört.“ Sieben Tage lang setzt sich die Medienanstalt Rheinland-Pfalz mit mehr als 170 Aktionen im ganzen Land für mehr Medienkompetenz ein. Und schlägt dabei die Brücke zwischen analoger und digitaler Welt. Denn egal ob Kinder, Eltern, Lehrer oder Senioren – sie alle sollten in der Lage sein mit digitalen Technologien umzugehen und vor allem Inhalte auch kritisch einzuordnen. Dr. Marc Jan Eumann, Direktor Medienanstalt RLP „Medienkompetenz ist so wichtig wie das kleine Einmaleins und das ABC. Wir kommen an digitalen Instrumenten gar nicht drum herum. Sie machen unser Leben vielfach einfacher. Aber es brauch eben auch die Kompetenz, um beispielsweise beim Thema Fake News zu erkennen: Ist die Nachricht echt? Kann ich der vertrauen? Und da gibt es ein paar Tricks. Die muss man einfach lernen, wie man das kleine Einmaleins gelernt hat.“ Ein großes Thema […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Studie zur Daseinsvorsorge: Offenbach, Frankfurt und Eschborn gehören zu den am besten versorgten Gemeinden in Deutschland. Die Städte liegen auf Platz 2 bis 4 der bundesweiten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Dabei wurde in den rund 11.000 Gemeinden untersucht, wie gut die Versorgung mit Ärzten und Schulen, schnellem Internet, Nahverkehr sowie Freizeitangeboten ist. Die rheinland-pfälzischen Gemeinden schneiden in der Studie überwiegend schlecht ab. Das Land gehört zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern zu den Schusslichtern. Gewalt an Frauen: In Hessen sind von 2022 bis 2025 insgesamt 25 Frauen Opfer von Mord oder Totschlag durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner geworden worden. Außerdem wurden in diesem Zeitraum 71 weitere Fälle von versuchten Tötungsdelikten erfasst. Das geht aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im hessischen Landtag hervor. Geschlechtsspezifische Gewalt beziehungsweise Femizide würden in der polizeilichen Statistik derzeit nicht getrennt erfasst. Dafür müsse zuerst eine bundesweit einheitliche Definition von Femizid festgelegt werden. Japankäfer breitet sich aus: Nachdem vergangenen Jahres in Südhessen der erste Japankäfer entdeckt wurde, gibt es inzwischen immer mehr Nachweise der invasiven Art. Das teilt der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen mit. Japankäfer können enorme Schäden anrichten. Sie fressen die Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzen, darunter Weinreben und Obstbäume. Die Larven ernähren sich von Graswurzeln. Bekämpft wird der Japankäfer mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen. Unter anderem wird um jeden Fund eine Befallszone eingerichtet, in der die Flächen kontrolliert werden müssen.

  • Betrug durch vorgetäuschte Liebesbeziehung

    Betrug durch vorgetäuschte Liebesbeziehung

    Love-Scamming bezeichnet Betrug durch eine vorgetäuschte Liebesbeziehung im Internet. Nach Angaben des Landeskriminalamts Hessen wurden 2025 bislang 67 Fälle registriert. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, weil viele Betroffene den Betrug aus Scham nicht anzeigen. Der Fall von Christian Löffler aus Riedstadt zeigt, wie schwerwiegend die Folgen eines solchen Betrugs sein können. Christian Löffler ist seit sieben Jahren Single. Anfang 2025 erleidet er eine Lungenembolie, danach wächst der Wunsch nach einer festen Beziehung. Über Tinder lernt er die Australierin Salomé kennen. Zunächst schreiben sie über die Dating-App, später über WhatsApp – teilweise drei bis vier Stunden täglich. Christian Löffler, Scamming-Opfer „Es wurde dann auch sehr alltäglich. Wir haben uns unterhalten über den Alltag, was wir gegessen haben. Haben uns Fotos geschickt, haben uns gegenseitig erinnert zu essen. Also es kamen dann von ihr sehr fürsorgliche Seiten mir gegenüber an.“ Über sechs Monate hinweg tauschen sie tausende Nachrichten aus. Christian fühlt sich verstanden und gebraucht. Christian Löffler, Scamming-Opfer „Es war seltsam muss ich sagen mich dann darauf einzulassen und zu sagen ups da sind ja Gefühle da. Dass dann auch zu kommunizieren und zu sagen aus Freundschaft könnte mehr werden. Und dann die Antwort zu kriegen ja sehe ich auch so hat mich dann natürlich auch gefreut. Gerade weil ich halt auch mit dem Selbstwert große Probleme hatte. Und dass dann so jemand an mir Interesse hatte, war dann natürlich was komplett anderes für mich.“ „My dear, I never had to judge you because from the beginning I saw your heart, your kindness and your strength. Being by your side and loving you is the most natural and precious thing for me. Nothing and no one can replace you in my heart.“ „Mein Lieber, von Anfang an habe ich dein Herz, deine Freundlichkeit und deine Stärke gesehen. An deiner Seite zu sein und dich zu lieben ist für mich das Natürlichste […]

  • Schule kämpft für mentale Gesundheit

    Schule kämpft für mentale Gesundheit

    Pubertät, Liebeskummer, schlechte Noten, Stress im Freundeskreis oder der Familie. Probleme, die erstmal klein gedacht werden, aber am Ende für Einzelpersonen direkte Auswirkungen auf das Leben haben können. Laut dem DAK Kinder- und Jugendreport nehmen Angststörungen und Depressionen weiter zu. Die Fallzahlen für Hessen liegen sogar über dem Bundesdurchschnitt. Die Rackow-Schule in Frankfurt hat sich dem Thema angenommen. Seit 2023 wird hier von der fünften bis zur 12. Klasse „Life Skills“ unterrichtet. Ein neuartiges Schulfach, dass psychische und mentale Gesundheit in den Fokus rückt. Hier stehen nicht Arbeitsblätter im Mittelpunkt, sondern Gefühle! In „Life Skills“ geht es ums Zuhören und um gegenseitiges Verständnis. Jede Stunde beginnt mit einem Check-In. Wie geht es uns heute? Welche Emotionen fühlen wir? Die Kinder tauschen sich offen aus und stellen einander Fragen. Emir Ali: „Es ist ein tolles Fach, man lernt auch sehr viel über mentale Sachen. Lais: „Also wenn man halt seine Gefühle anspricht, es fühlt sich halt gut an. Wenn jetzt zum Beispiel die ganze Zeit was im Herzen hat und es nicht sagen kann und es dann sagt, dann öffnet sich so ein Schloss in deinem Herzen.“  Mehmet Ali: „Vielleicht wird man so gemobbt oder so und dann geht’s halt einem nicht so gut. Und dann will man halt da so frei drüber reden, anstatt alleine in seinem Zimmer so, dann ist man halt so traurig.“  Die Idee zu Life Skills stammt von Schulleiter Michael Damm und Lehrer Marius Dinnes. Sie wollen, entgegen den Erfahrungen aus ihrer Schulzeit, einen geschützten Raum schaffen, in dem persönliche Themen und individuelle Entwicklung Platz haben. Wichtig dabei: „Life Skills“ soll keine bloße Projektwoche bleiben, sondern fest im Stundenplan verankert werden. Michael Damm, Schulleiter Rackow-Schule Frankfurt: „Schule hat ja generell erstmal die Verantwortung junge Menschen aufs Leben vorzubereiten und eben nicht nur fachlich und sachlich aufs Leben vorzubereiten, sondern vor […]

  • Wäller Wichtel erfüllen Herzenswünsche

    Wäller Wichtel erfüllen Herzenswünsche

    So sieht er aus der Wäller Wunsch-Wichtel. Also der Wunschwichtel aus dem Westerwald. Die Initiative „Wäller helfen“ hat es sich zum Ziel gesetzt, dass Wünsche von Seniorenheimbewohnern und Waisenkindern aus der Region erfüllt werden. Große und eher Bescheidene.  Gestern wurde für eine 90-Jährige Bewohnerin des Seniorenheims in Montabaur IHR Wunsch wahr. Helga Schmidt ist überglücklich – seit Jahren ist es das erste Mal, dass sie einen Hund streichelt. Doch von vorne. Alles beginnt mit diesem Wunsch, den die Bewohnerin des Seniorenheims in Montabaur aufschreibt und in die Wunschbox schmeißt: Eis essen gehen mit jemandem, der einen Hund hat. Denn die 90-Jährige hatte früher selbst Hunde. „Ich hatt die immer aus dem Tierheim geholt. Weil die mir leid taten. Die wurden ausgesetzt und keiner wollt sie haben, weil sie nicht die Norm hatten.“ – „Aber das waren egal welche Hunde? Querbeet?“ – „Ja, alle Hunde mag ich gerne.“ Das passt perfekt, denkt sich Janine Otto aus Wahlrod als sie von dem Wunsch der Seniorin erfährt. Denn ihr Hund Milo ist superlieb und war schon oft im Altenheim. Also beschließt sie: ich werde Wunscherfüllerin. Janine Otto, Wunscherfüllerin aus Wahlrod: „Wenn von außenstehend Jemand mit nem kleinen Wunsch ne große Freude machen kann, dann mach ich das sehr gerne. Nächstenliebe und den Egoismus bisschen runterschrauben.“ Genau das ist das Konzept des Wäller Wunsch-Wichtels. In 10 Einrichtungen für Behinderte, Senioren- und Kinderheimen steht eine Wunschbox, die die Bewohner befüllen können. Die Wünsche werden dann auf eine Internetseite gestellt und können dort von jedem eingesehen und erfüllt werden. Initiator ist der Verein „Wäller Helfen – gemeinsam statt einsam“. Björn Flick, Geschäftsführer Wäller helfen e.V.: „Wir haben angefangen als Nachbarschaftshilfeverein. Und genau das ist eigentlich auch unser Thema. Und wir bringen einfach die Menschen zusammen, die Unterstützung oder Hilfe brauchen, mit denen, die bereit sind freiwillig […]

  • Neues Lernsystem für Mathematik-Unterricht

    Neues Lernsystem für Mathematik-Unterricht

    Wie gut waren Sie im Schulfach Mathematik? Aktuelle Studienergebnisse sind alarmierend. So erreichen einer UNICEF-Studie zufolge 40 Prozent der 15-Jährigen in Deutschland nicht die Mindestkompetenz im Rechnen. Und hessische Schüler schneiden laut jüngstem IQB-Bildungstrend noch einmal schlechter ab als der Bundesschnitt. Es gibt also Handlungsbedarf. Die hessische Landesregierung will nun mit einem neuen intelligenten Online-Lernsystem gegensteuern. Mathe-Unterricht an der Sophie-Opel-Schule in Rüsselsheim. Aufgabe: Der rote E-Scooter überholt den blauen. Die Realschüler der achten Klasse sollen anhand der Funktionen berechnen, an welchem Punkt im Koordinatensystem sich beide treffen. Aufgaben wie diese lösen sie seit vier Wochen mit „bettermarks“. Hanna  Ich hab Mathe noch nie so richtig verstanden. Aber mit der App finde ich es halt viel besser und verständlicher. Und die Lösungen, also die Aufgaben werden halt besser erklärt und ich find das halt echt cool. Olta  Man kann viele Aufgaben machen. Also, wenn du auch was nicht verstehst, kannst du auch nach der Lösung gucken. Also, da ist auch eine Erklärung dabei. Andrej  Was du falsch gemacht hast. Und es zeigt dir auch ein bisschen Hilfe, wenn du zum Beispiel ein falsches Vorzeichen hast. Dann sagt es: Achte auf die Vorzeichen. Individuelles Feedback und an die Schüler angepasste Aufgaben helfen ihnen, Wissenslücken aufzuarbeiten. Lehrerin Büsra Tasci wiederum kann erkennen, wo die Klasse Probleme hat. Büsra Tasci, Lehrerin  Man kann sich zu jeder Aufgabe, oder auch zu jeder To–Do, eine Auswertung runterladen. Und dann sieht man, welches Kind hat bei welcher Aufgabe Probleme gehabt. Und dementsprechend kann ich sagen: Ja schau mal, das kannst du auf jeden Fall nochmal wiederholen. Oder hey, guck mal, das klappt super, mach doch bitte noch mal hier an der Aufgabe weiter. So kann sie den Unterricht an den Lernfortschritt der Klasse anpassen und einzelne Schüler gezielt fördern. Bildungsminister Armin Schwarz überzeugt sich heute selbst vom […]

  • Leben in der Campus-WG

    Leben in der Campus-WG

    Die Wohnungssuche ist bei Studierende fast immer ein leidiges Thema. Vier Marburger Studenten haben Glück. Sie wohnen in ihrer WG  – kostenlos. Auf Social Media teilen sie ihr Studentenleben. Ein Angebot der Philipps-Universität Marburg, um mehr Studierende anzuwerben. Das sind Ali, Hannes, Toni und Litti. Zu viert wohnen sie hier in der Marburg WG – ohne einen Cent zu bezahlen. Ein ganzes Haus auf dem Uni-Gelände stellt die Philipps-Universität den Studierenden zur Verfügung. Ihre Gegenleistung: Content auf Social Media. Hannes, 22, Politikwissenschaft: Im Großen und Ganzen machen wir eigentlich, worauf wir Bock haben. Also wir sollen natürlich gucken, dass wir unser Studienleben ein bisschen zeigen oder wie das hier in Marburg alles abläuft, was es hier vielleicht für Sachen gibt. Wir haben da schon relativ freie Hand und wir gucken halt einfach, worauf wir Bock haben. Etliche Beiträge pro Woche müssen die vier produzieren. Das ist die einzige Vorgabe der Uni Marburg, die mit den anderen Unis um die immer weniger werdenden Studierenden im Wettbewerb steht. Gabriele Neumann, Universität Marburg: Wir haben uns überlegt, dass wir Studieninteressierte und Studierende ansprechen möchten mit Inhalten, die aus der Community kommen. Also von Studierenden, weil Studierende selbst über ihren Alltag besser berichten können, besser Leute erreichen können, als wir das können. In einem Auswahlverfahren wurde geschaut, welche Studierenden dafür in Frage kommen und zusammenpassen. Ali, 20, Biologie und Sport: Das war auf jeden Fall ein lukratives Angebot, also mietfrei in der Oberstadt wohnen. Also Lage perfekt, du bezahlst nichts und du hast noch die Chance, dich mit dem Videoschneiden und so auseinanderzusetzen, was halt auch sehr interessant für mich war, so als Hobby neu zu entwickeln. Während Ali gerade seine ersten Erfahrungen als Content Creator sammelt, produziert Toni schon seit einiger Zeit Reels für seine Band.   Toni, 22, Jura: Ich hab schon ein bisschen vielleicht diese […]

  • Queeres Pflegeheim in Frankfurt

    Queeres Pflegeheim in Frankfurt

    Der Reichstag in Berlin gestern. Als Zeichen für den Kampf gegen Diskriminierung weht die Regenbogenflagge am Bundestag. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner aus Bad Kreuznach sprach sich klar FÜR die Akzeptanz unterschiedlicher Lebensweisen aus. Ein lebendiges Beispiel dafür ist die Regenbogenpflege in Frankfurt, eine Altenpflegeeinrichtung für alle Menschen, gleich welcher Herkunft, Religion oder sexuellen Orientierung. Burlesque Tanzen im Altersheim – nichts was klassischen Vorstellungen von einer Seniorenresidenz entspricht. Und trotzdem nichts, was die Bewohner des Julie-Roger-Hauses überrascht. Denn hier wird Queerness offen gelebt. Martina Büttner, Angehörige: Meine Frau ist hier im Haus als Bewohnerin seit drei Jahren. Das Roger-Haus feiert wunderbare Feste, das ist für sie gut, das ist für mich gut, das ist für meine Lebensgefährtin gut. Das macht einfach Spaß, hier zu sein.  Brigitte Händel, Bewohnerin: Es ist schön, es ist unterhaltsam für alt und für jung. Es gibt viele alte Leute, die freuen sich genauso.  Michael Gratenau, Bewohner: Das ist ja hier ein Motto des Hauses, dass man hier besonders tolerant zu den queeren Personen sein will und das akzeptier ich so.  Seit 2014 lässt sich das Pflegeheim als erstes in Deutschland mit dem Regenbogenschlüssel zertifizieren. Das bedeutet nicht, dass hier alle Bewohner queer sind, sondern die Toleranz steht im Vordergrund. Armin Blum, Hausleitung:  Wir haben immer noch die Generation, die heute in Pflegeheimen ist, die verfolgt wurden, die Familien gegründet haben, einfach weil es sich so gehört hat. Und wir haben hier im Haus mehrere Outings erlebt von Menschen, die 70, 80 und noch älter waren. Die plötzlich aufatmen konnten.  Der Unterschied zu anderen Altenheimen: Die 50er-Jahre Einrichtung, Lesungen und Ausstellungen, die queere Themen ansprechen oder Tanzabende wie diese, die oft Auslöser für Outings bei den Senioren sind. Die Mitarbeiter werden für solche Fälle geschult. So wie Empathiebeauftragter Thomas Kämmer. Thomas Kämmer, Empathiebeauftragter: Ich finde es toll, dass […]