Wie steht es um die Digitalisierung auf dem Land?
Neben allen Nachteilen, mit denen die Wirtschaft gerade zu kämpfen hat, gibt es auch etwas, von dem die Unternehmen profitieren können – und das ist die immer weiter voranschreitende Digitalisierung. Diese Botschaft sendet zumindest das hessische Digitalisierungsministerium immer wieder und hat deshalb jetzt im nordhessischen Eschwege ein Beratungszentrum eingerichtet. Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen sollen dort lernen, welche Prozesse sie in ihren Betrieben automatisieren können und wie sie dadurch effizienter und attraktiver für Fachkräfte werden. Thomas Werning soll in Nordhessen das Gesicht der Digitalisierung werden. Ansprechbar sein für Unternehmer. Persönlich, digital oder direkt vor Ort im Betrieb. Seit Anfang des Jahres leitet er das Kompetenzzentrum für Digitalisierung im ländlichen Raum, kurz KDLR, in Eschwege. Wir waren die ersten Gespräche? Thomas Werning, Leiter Kompetenzzentrum Eschwege „Man merkt teilweise – gerade in der älteren Generation – die haben noch so ein bisschen Angst davor. KI ist gefährlich und Digitalisierung nein, ich hab das 30 Jahre lang so gemacht und ich mach es die letzten zehn Jahre auch noch so. Und das ist eigentlich, finde ich, der verkehrte Weg. Man muss da auch ein bisschen Mut haben.“ Welche Prozesse lassen sich in meinem Betrieb automatisieren? Was kann künstliche Intelligenz erledigen und wo sind ihre Grenzen. Solche Fragen werden künftig nicht nur in persönlichen Beratungen geklärt. Thomas Werning plant auch Workshops, Webinare und Netzwerktreffen hier vor Ort in Eschwege. Bei den Teilnehmern der feierlichen Eröffnung des KDLR diese Woche kommt das an. Jan Breede, IT-Leiter eines Agrarzulieferers „Wir haben einen relativ frisch ausgelernten Auszubildenden jetzt bei uns in der IT. Der soll sich um Cyber-Security und KI und so weiter kümmern überwiegend. Und wenn der hier vor Ort was hat, ist es natürlich wesentlich besser, als wenn er da sonst wo durch die Gegend fahren muss.“ Regina Otto, Optikermeisterin in Eschwege „Gerade bei […]


