Kriminalität

  • Bestohlener Hotelier macht Staatsanwaltschaft Vorwürfe

    Bestohlener Hotelier macht Staatsanwaltschaft Vorwürfe

    Erst beraubt, dann selbst unter Verdacht und nun wieder Kläger: Anfang 2021 werden aus einem der renommiertesten Weinkeller Deutschlands Flaschen im Wert von fast einer Viertel Millionen Euro gestohlen. Doch plötzlich ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft gegen die Betreiber des Kronenschlösschens. Der Vorwurf: Sie sollen den Einbruch fingiert haben. Inzwischen wurden die Ermittlungen eingestellt, die Betreiber erheben nun selbst schwere Vorwürfe. Die Nacht auf den 14. Januar 2021. Im Gourmetrestaurant und Hotel Kronenschlösschen im hessischen Eltville werden über 200 Flaschen teuerste Weine gestohlen. Doch plötzlich durchsucht die Polizei das Nobelhotel und beschuldigt die Betreiber des Versicherungsbetrugs. Die Ermittlungen werden nach über 20 Monaten eingestellt, Erleichterung will sich beim Inhaber und seiner Tochter aber nicht wirklich einstellen. Hans B. Ullrich, Inhaber Kronenschlösschen „Wenn man in der Öffentlichkeit beschuldigt wird, ein Verbrechen begangen zu haben, so nach diesem Motto: Wo Rauch ist, ist auch Feuer. Leute, die uns nicht kennen, kommen dann schon ganz schnell zu dem Ergebnis: Naja, irgendwas wird ja wohl schon dran sein.“ Johanna Ullrich, Geschäftsführerin Kronenschlösschen „Ich sage mal so: Der Gang zum Supermarkt war schon ab und zu ein Spießrutenlauf mit Getuschel und so weiter. Eine Achterbahnfahrt, muss man wirklich sagen.“ Als die Ullrichs den Schaden bei der Gothaer Versicherung einreichen, will die den vermeintlichen Schaden nicht ersetzen und kontert mit einer Strafanzeige wegen Betrugsverdachts. Zunächst sieht auch die Staatsanwaltschaft Ungereimtheiten. Staatsanwaltschaft Wiesbaden „Grund hierfür war u.a. auch die unvollständig geführte Waren- und Inventarregistratur des Hotelbetriebes, aus der die Bestände vor und nach dem vermeintlichen Diebstahl nicht klar hervorgingen.“ Das Problem: Mehrere Flaschen etwa dieses über tausend Euro teuren Masseto aus der Toscana hatten die Betreiber als gestohlen gemeldet, das Inventar bis zur Polizei-Razzia vier Monate später aber wieder aufgefüllt. Die Ermittler sollen davon ausgegangen sein, die Flaschen seien genau dieselben. Johanna Ullrich, Geschäftsführerin Kronenschlösschen „Was dabei natürlich […]

  • Ex-Jugendtrainer wegen sexuellem Missbrauch angeklagt

    Ex-Jugendtrainer wegen sexuellem Missbrauch angeklagt

    Die Taten sind kaum in Worte zu fassen: Ein ehemaliger Jugendtrainer von Wehen Wiesbaden steht wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch seit heute vor dem Landgericht Frankfurt. Der 35-Jährige aus dem Main-Taunus-Kreis sitzt seit letztem Jahr in Untersuchungshaft. Die vielen Anklagepunkte machen sprachlos.   Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, sexueller Missbrauch und die Herstellung von Aufnahmen der Taten – so lauten die schwerwiegenden Vorwürfe gegen den Angeklagten Sven B., ehemaliger Jugendtrainer des Fußballvereins SV Wehen Wiesbaden. Die Opfer: Zehn Jungen im Alter zwischen zehn und 17 Jahren, an denen sich der mutmaßliche Täter im Zeitraum von 2014 bis Oktober vergangenen Jahres vergangen haben soll. Die Anwältin einer Nebenklage kommentiert die Taten mit der Aussage: „Was hier gelaufen ist, ist einfach nur böse.“ Barbara Sauer-Kopic Rechtsanwältin Nebenklage     „Was hier wirklich aus dem Rahmen fällt ist dieses perfide Vorbereiten. Und die Art und Weise wie die Jugendlichen das unter Druck gesetzt wurden.“ Das mutmaßliche Vorgehen des Angeklagten: Er bedrohte die Jugendlichen über mehrere Messenger-Dienste anonym und bot ihnen anschließend mit seiner echten/wahren Identität Hilfe an. So habe er die Jugendlichen in seine Abhängigkeit gebracht und ihr Vertrauen missbraucht. Dominik Dertscheny Staatsanwaltschaft Frankfurt: „In mehreren Fällen soll er die Geschädigten hierbei zuvor mittels Schlafmittel und Alkohol zunächst betäubt haben und die sexuellen Handlungen sodann gefilmt haben.“ Die meisten Übergriffe durch den heute 35-Jährigen hätten in dessen Wohnung stattgefunden, sagt die Staatsanwaltschaft. Ein 16-Jähriger soll seit 2016 allein 50 Mal von Sven B. vergewaltigt worden sein. Der Angeklagt selbst schweigt zu den Vorwürfen. Keines der mutmaßlichen 10 Opfer war beim heutigen Prozessauftakt anwesend. Julian Beimel, Reporter: „Der Angeklagte beobachtet den Prozessbeginn ruhig und aufmerksam. Nur ab und zu senkt er den Blick, um die Anklagepunkte mitzulesen. Zwei Elternpaare von betroffenen Opfern sind heute bei der Verhandlung anwesend. Sie würdigen den Angeklagten keines Blickes. In einer Pause […]

  • Hunde in Frankfurter Park vergiftet

    Hunde in Frankfurter Park vergiftet

    Eine schreckliche Tat in Frankfurt: Bis zu 30 Hunde sollen in einem Park vergiftet worden sein, mindestens sieben sind tot. Die Polizei sucht nach dem Täter. Wir haben mit Betroffenen und Anwohnern gesprochen. Trauer im Bonifatiuspark im Frankfurter Stadtteil Riedberg. Viele Hundebesitzer und Anwohner können die entsetzliche Tat noch immer nicht begreifen. So wie Olaf Peukert. Er war am Freitagmorgen mit seinem Hund Blacky Gassi. Kurz darauf bricht der schwarze Mischling zusammen und ringt mit dem Tod. Olaf Peukert, verlor seinen Hund Blacky „Er hat mich mit großen Augen angeschaut, ja so: ‚Irgendetwas stimmt nicht mit mir, hilf mir!‘ Und dieses Gefühl dieser Ohnmacht. Ich habe ihn mir dann gleich gepackt, ins Auto und bin in die Klinik gefahren. Aber dieser hilfesuchende Blick, den kriege ich auch nicht mehr aus dem Kopf.“ Nach vier Stunden hat Blacky den Todeskampf verloren, er wird nur elf Monate alt. Auch viele andere Hundebesitzer sind an diesem Morgen im Park unterwegs, unter ihnen Beate Matzollek. Plötzlich entdeckt sie unter mehreren Parkbänken eigenartige Köder. Schnell ist ihr klar: Es könnte Gift sein. Sie sammelt so viele Köder wie möglich ein und bringt sie sofort zu einem Tierarzt. Beate Matzollek, Hundebesitzerin „Als ich in der Praxis ankam, saß da auch schon eine Familie, die ich kenne, wo der Hund dann auch ums Leben gekämpft hat. Dann habe ich das dem Doktor erzählt, habe ihm auch die Bilder gezeigt, die ich gemacht habe. Daraufhin hat er gemeint, ich soll ihm das Tütchen bringen, er will eine Schnellanalyse machen.“ Das Ergebnis des Schnelltests: ein Giftcocktail aus Heroin und Amphetamin. Beate Matzollek bringt die Köder zur Polizei, doch für viele Hunde kommt ihr Einsatz zu spät. Bei der Polizei werden sieben Todesfälle gemeldet, es könnten aber noch mehr sein. Die abschließende Giftanalyse der Polizei steht noch aus, die Fahndung […]

  • Toter bei Messerstecherei

    Toter bei Messerstecherei

    Am Abend rufen Bewohner im Frankfurter Gallusviertel die Polizei: Sie hören einen lauten Streit auf der Straße, kurz darauf stirbt ein Mann an den Folgen seiner Wunden. Er soll niedergestochen worden sein. Nach Angaben der Polizei ging alles sehr schnell. Der 44-jähriger Mann sitzt auf seinem Roller an der Idsteiner Straße und redet mit einer Frau. Das soll der 42 Jahre alte Lebensgefährte der Frau gesehen haben. Daraufhin soll der Tatverdächtige den Mann vom Roller zu Boden gerissen und mit einem Messer mehrfach auf das Opfer eingestochen haben. Die Frau soll nach Angaben der Polizei noch versucht haben dazwischenzugehen, wurde dabei aber an der Hand schwer verletzt. Manfred Füllhardt, Pressesprecher Polizeipräsidium Frankfurt „Wir hatten die ersten Anrufe schon als dieser Streit begann beim Notruf hier und das ging dann auch weiter, als die Messerstecherei begonnen hat. Aber wie gesagt, dass muss man sich als sehr schnell entwickelnd vorstellen.“ Der 44-Jährige stirbt noch im Krankenwagen vor Ort. Rettungskräfte haben vergeblich versucht ihn zu reanimieren. Warum der Tatverdächtige das Opfer niedergestochen haben soll, ist noch unklar. Fest steht, der Tatverdächtige ist der Lebensgefährte der Frau. Eine Beziehungstat kann nicht ausgeschlossen werden: Manfred Füllhardt, Pressesprecher Polizeipräsidium Frankfurt „Die Frage ist natürlich jetzt: Hat das damit was zu tun oder gibt es irgendwelche Dinge im Hintergrund, die wir nicht kennen und als Motiv dort hineinspielen.“ Nach dem Angriff ist der Tatverdächtige nicht geflohen, sondern am Tatort geblieben. Die Polizei konnte ihn ohne Widerstand festnehmen. Jetzt werden Zeugen befragt und Beweise gesammelt.

  • Mutmaßliche Schockanrufer vor Gericht

    Mutmaßliche Schockanrufer vor Gericht

    Würden Sie jemandem an der Tür einfach mal Tausende Euro geben, weil sie am Telefon dazu aufgefordert wurden? „Auf gar keinen Fall“, denken sich die meisten – und doch passiert es immer wieder: der Enkeltrick oder Schockanrufe. Kriminelle spielen meistens älteren Menschen am Telefon eine Notsituation vor, um an ihr Geld zu gelangen. Die Täter entkommen meistens. Im Mai konnte die Polizei in Konz zwei Trickbetrüger fassen, die eine 67-Jährige um 40.000 Euro erleichtern wollten. Heute wurde ihnen vor dem Amtsgericht Trier der Prozess gemacht. Zwei Jahre und neun Monate Haft wegen versuchtem gewerbsmäßigen und bandenmäßigen Betrugs – dazu hat das Amtsgericht Trier heute Janusz und Emil L. verurteilt. Die beiden polnischen Staatsbürger gestehen heute, am geplanten Betrug an einer 67-Jährigen in Konz beteiligt gewesen zu sein, um 25.000 Euro zu erbeuten. Janusz und Emil L. waren Fahrer und sollten das Geld bei der Frau abholen. Wolfgang Spieß, Staatsanwaltschaft Trier „Soweit das Gericht der rechtlichen Einschätzung der Staatsanwaltschaft gefolgt ist, sind wir natürlich zufrieden, dass unsere Ansicht bestätigt wurde. Die Angeklagten wurden für ihre Tat schuldangemessen bestraft.“ Der geplanten Geldübergabe an der Haustür ging ein sogenannter Schockanruf voraus: Diese Anrufe treffen meist ältere Menschen. Am Morgen des 17. Mai klingelt es bei der 67-Jährigen. Daniele Castello, Reporter „Mit lautem Weinen und Geschrei habe eine weibliche Stimme gesagt ‚Mama, Mama, etwas ganz Schlimmes ist passiert, ich habe einen Radfahrer totgefahren.‘ Die 67-jährige Frau reagiert sofort. Sie hat ausgerechnet ein paar Tage zuvor im Fernsehen einen Bericht über Schockanrufe gesehen und sich dabei gedacht: ‚Hoffentlich rufen die Mal bei mir an‘. Ein weitere Tatsache hilft ihr bei der Enttarnung de Betrugs: Sie hat nämlich gar keine Tochter.“ Ein vermeintlicher Polizeibeamter erklärt am Telefon in fließendem Deutsch, dass die Mutter nun 40.000 Euro zahlen müsse, sonst drohe der Tochter Untersuchungshaft. Doch das Opfer […]

  • Krawalle bei Eintracht-Spiel in Marseille

    Krawalle bei Eintracht-Spiel in Marseille

    Es sollte ein toller Fußballabend werden – gestern Abend in Marseille: Die Eintracht zum ersten Mal auswärts in der Champions League. Doch die Freude über den 1:0-Sieg ist heute mehr als getrübt, denn im Stadion in Frankreich kam es zu schlimmen Szenen. Die beiden Fanlager lieferten sich eine regelrechte Pyro-Schlacht. Fackeln und Raketen flogen durch die Luft. Eintracht-Coach Oliver Glasner verurteilte die Ausschreitungen nach dem Spiel deutlich. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich denke, da gibt es auch keinen von uns, der eine andere Meinung hat, dass das einfach nicht geht. Aber ich sehe das nicht als Problem des Fußballs, sondern ich sehe, dass da ein paar Chaoten hier den Fußball einfach als Bühne missbrauchen, um ihre Gewaltaggressionen auszuleben. Und da habe ich natürlich – wie wir alle, denke ich – null Verständnis dafür.“ ——————————— Markus Appelmann, Moderator: Und vor Ort in Marseille, vor dem Stade Velodrome, spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold, der das Spiel gestern Abend live im Stadion verfolgt hat. Thorsten, wie hast du diese unschönen Vorkommnisse erlebt? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, das hatte sich den ganzen Tag über gestern schon so hochgeschaukelt. Es herrschte in der Stadt wirklich eine sehr aggressive Stimmung, die Polizei war quasi dauerhaft im Großeinsatz und konnte an vielen Orten so das Schlimmste verhindern. Aber abends dann eben hier hinter mir im Stadion, da kam es zur totalen Eskalation, wenn man es mal so ausdrücken will. Da flogen also dutzendfach Leuchtraketen vom Marseille-Block Richtung Eintracht und umgekehrt. Und das war wirklich schrecklich mit anzuschauen, weil ich ja mit eigenen Augen gesehen habe, dass da eben gezielt Leuchtraketen auf Menschengruppen abgefeuert wurden. Ja, und einen Eintracht Fan, den hat es wohl ganz schlimm erwischt. Aus Friedrichsdorf kommt er, war mit seiner Lebensgefährtin hier ganz friedlich im Block gestanden, und den hat […]

  • Mutmaßliche Betreiber von Kinderpornonetzwerk vor Gericht

    Mutmaßliche Betreiber von Kinderpornonetzwerk vor Gericht

    Mit mehr als 400.000 Mitgliedern war die Darknet-Plattform „Boystown“ das weltweit größte Forum für den Austausch von Kinderpornografie. Seit heute müssen sich nun vier Männer im Alter zwischen 41 und 65 Jahren vor dem Frankfurter Landgericht verantworten. Sie sollen nicht nur die Plattform betrieben haben, sondern zum Teil auch selbst kleine Kinder jahrelang schwer sexuell missbraucht haben. Sexueller Missbrauch von Kindern, Herstellen von Kinderpornografie, bandenmäßige Verbreitung kinder- und jugendpornographischer Inhalte: Die Vorwürfe gegen die Angeklagten im Boystown-Prozess wiegen schwer. Bei ihren Ermittlungen war die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft in dem Darknet-Forum auf mehr als eine Million Fotos und Videos gestoßen, die vor allem schwersten sexuellen Missbrauch von Jungen im Alter von zwei bis vierzehn Jahren zeigen. Sebastian Zwiebel, Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt „Es ist von unserer Zentralstelle einer der größten Prozesse, die wir je angestrengt haben. Das merken Sie alleine an der Anklageschrift, die alleine 400 Seiten hat.“ Rund sechseinhalb Stunden dauert es heute, bis die Anklageschrift fertig verlesen ist. Dies geschieht teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit, um die Persönlichkeitsrechte der Opfer zu schützen. Etwa die eines Jugendlichen, der im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren von einem der Angeklagten schwer missbraucht worden sein soll. Walter Schäfers, Anwalt Nebenklage „Meinem Mandanten geht es auch heute noch schlecht. Er hat ausdrücklich den Wunsch geäußert, dass er nicht an der Verhandlung teilnehmen muss, weil ihn das wirklich noch einmal aufwühlen würde.“ Die Darknet-Plattform Boystown sollen die vier Männer aus verschiedenen Bundesländern äußerst professionell betrieben haben. Laut Anklage gab es Chatbereiche in verschiedenen Sprachen. Die Inhalte waren akribisch nach Themen geordnet. Das Vorgehen der Angeklagten: arbeitsteilig. Sebastian Zwiebel, Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt „Das war so, dass die Angeklagten ganz unterschiedliche Beiträge, ganz unterschiedliche Funktionen in dieser Gruppierung hatten. Der eine hat sich um die Administration gekümmert. Es gab den anderen, der die Kommunikation mit den Mitgliedern geführt hat. Also […]

  • Lebenslange Haft nach tödlichen Schüssen wegen Maskenpflicht

    Lebenslange Haft nach tödlichen Schüssen wegen Maskenpflicht

    Es ist ein Streit um die coronabedingte Maskenpflicht, die Alex W. das Leben kostet. Weil der junge Mitarbeiter einer Tankstelle in Idar-Oberstein einen Kunden auffordert eine Maske zu tragen, wird er im September des letzten Jahres bei der Arbeit erschossen. Der mutmaßliche Täter Mario N. musste sich deshalb vor dem Landgericht in Bad Kreuznach verantworten. Heute haben die Richter ihr Urteil gefällt. Eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. So lautet das Urteil gegen den 50-jährigen Angeklagten Mario N. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass er heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt hatte, als er Alex W. erschoss. Äußerlich ungerührt nimmt der Angeklagte das Urteil entgegen. Die Vorsitzende Richterin erläutert, dass Mario N. aus politischen Motiven gehandelt habe. Er sei staatsfeindlich eingestellt und trage rechtsradikales Gedankengut in sich. Daniel Wahn, Sprecher Landgericht Bad Kreuznach „Er soll sich schon seit Jahren radikalisiert haben und auch den Coronabeschränkungen sehr kritisch gegenüber gestanden haben. Der 20-jährige Tankstellenmitarbeiter soll im konkreten Fall lediglich ein stellvertretendes Opfer für die Politiker gewesen sein, an die der Angeklagte selbst nicht herankam.“ Er habe Gewalt als das einzige Mittel gesehen, ein Zeichen gegen die Corona-Einschränkungen zu setzen. Das sei besonders verwerflich und daher das Mordmerkmal der niedrigen Beweggründe erfüllt, so die Kammer. Eine besondere Schwere der Schuld stellte das Gericht allerdings nicht fest. Das bedeutet, dass der Angeklagte nach 15 Jahren die Möglichkeit auf eine Haftentlassung hat. Für die Mutter von Alex ist der heutige Tag besonders schwer. Sie hatte den Prozess als Nebenklägerin verfolgt. Meist sehr gefasst, brechen sich heute ihre Emotionen Bahn. Michaela Rech, Mutter von Alex W. „15 Jahre für ein Menschenleben. Egal wie das Urteil ausgegangen wäre, es hätte ja nichts daran geändert, was passiert ist und welcher Mensch verloren gegangen ist. Es bringt ja nie wieder mein Kind zurück. Von daher: Eigentlich ist […]

  • Aussage im IS-Prozess

    Aussage im IS-Prozess

    Vor knapp einem halben Jahr haben Polizisten die Syrien-Rückkehrerin Sahra M. am Frankfurter Flughafen festgenommen. Der Vorwurf: Sie soll zwischen 2014 und 2019 der Terrorgruppe Islamischer Staat angehört haben. Deshalb steht die 27-Jährige aus Idar Oberstein seit letzter Woche in Koblenz vor Gericht. Heute hat sie ausgesagt. Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. So lautet die Anklage gegen Sahra M. Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz wirft der Angeklagten vor, 2014 nach Syrien gereist zu sein und sich dann dort dem sogenannten Islamischen Staat angeschlossen zu haben. Dort soll sie drei IS Kämpfer geheiratet und sich um den gemeinsamen Haushalt gekümmert haben. Dadurch habe sie ihren Männern ermöglicht, für den IS zu kämpfen, so die Anklageschrift. Zwei von ihnen seien im Gefecht gestorben, von dem Dritten habe sie sich scheiden lassen. Heute berichtet die Angeklagte vor dem Oberlandesgericht Koblenz aus ihrer Kindheit. Christopher Schulte-Holtey, Reporter „Wie schon zu Beginn des Prozesses wirkt Sahra M. heute sehr unsicher. Sie liest ihre handgeschriebene Aussage nur sehr leise und mit langen Pausen vor. Dabei berichtet sie von einer eigentlich glücklichen Kindheit, die aber durch den frühen Tod ihrer Mutter erschüttert worden sei. Danach habe sie sich immer weiter zurückgezogen und im Islam Halt gesucht. Dabei habe sie sich mit radikalen Predigern beschäftigt und auch bei ihrem Bruder Sadek einen Gleichgesinnten gefunden. Dieser habe sie dann noch mehr radikalisiert bis sie dann 2014 gemeinsam nach Syrien ausgewandert seien.“ Dort soll sie sich dann der Terrororganisation angeschlossen haben. Für die Verteidigung der Angeklagten könnte das noch wichtig werden, da noch unklar ist, ob in dem Prozess das Jugendstrafrecht angewendet wird, denn bei der Ausreise war Sarah M. erst 19. Michael Sertsöz, Verteidiger von Sahra M. „Das sind wichtige Punkte, weil wir als Verteidigung davon ausgehen, dass die Wurzel des Übels in der Jugendzeit liegt und da muss man […]

  • Ein Toter bei Schießerei in Offenbach

    Ein Toter bei Schießerei in Offenbach

    In einer Bar in der Offenbacher Innenstadt ist am Sonntagabend ein Mann getötet worden. Eine weitere Person hat schwere Verletzungen erlitten. Der Täter ist immer noch flüchtig. Um kurz nach 20 Uhr kommt es in dieser Bar in Offenbach zu der tödlichen Schussabgabe. Mehrere Notrufe gehen daraufhin bei der Polizei ein. Doch für einen 48 Jahre alten Mann kommt jede Hilfe zu spät. Er stirbt noch am Tatort. Ein 45-Jähriger wird schwer verletzt und muss in ein Krankenhaus gebracht werden. Er kann noch nicht vernommen werden. Neben den beiden Opfern und dem Schützen sollen keine weiteren Menschen beteiligt gewesen sein und das obwohl in der Bar reger Betrieb herrschte. Das Lokal war erst vor zehn Tagen von einem bosnischen Pärchen eröffnet worden. Christopher Leidner, Sprecher Polizei Offenbach „Derzeit wissen wir, dass der Mann um Viertel nach Acht circa die Bar betreten hat, offenbar gezielt auf die Personengruppe geschossen haben soll und auch direkt im Anschluss wieder die Bar verlassen hat.“ Wie viele Schüsse gefallen sind wird noch ermittelt. Anwohner aus dem Mathildenviertel berichten von ihren Beobachtungen. Halil, Gözcem & Michael, Anwohner aus Offenbach „Ich kam nach dem Training, habe sechs Schüsse gehört. Hab mir nichts dabei gedacht. Ich dachte das wären so kleine Kiddies, die halt mit Schreckschusswaffe schießen. Und dann ging es schnell. Polizei kam, hin und her. Aber hab nix viel gesehen. Hab nich viel gesehen. Dann hab ich ein, zwei Kollegen kurz angerufen. Und das war’s. Nix besonderes.“ Nach Angaben der Polizei ist der Schütze seit der Tat auf der Flucht. Am Abend wird sofort eine Großfahndung eingeleitet. Zahlreiche Ermittler durchkämmen die Straßen, ein Polizeihubschrauber kreist über der Stadt, Zeugen werden befragt. Jedoch ohne Erfolg – der Täter bleibt verschwunden. Christopher Leidner, Sprecher Polizei Offenbach „Wir fahnden derzeit nach einem 30- bis 40-jährigen Mann. Der soll eine […]

  • Tankstellenmord: Plädoyer der Verteidigung

    Tankstellenmord: Plädoyer der Verteidigung

    Im September letzten Jahres wurde der junge Tankstellenmitarbeiter Alex W. in Idar-Oberstein erschossen. Dem mutmaßlichen Täter Mario N. wird vorgeworfen, den 20-Jährigen getötet zu haben, weil der ihn dazu aufgefordert hatte einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Im Prozess vor dem Landgericht in Bad Kreuznach haben heute die Verteidiger des Angeklagten ihre Plädoyers gehalten. Mario N. habe weder heimtückisch noch aus niedrigen Beweggründen gehandelt, als er Alex W. erschoss. Zu diesem Schluss kommt heute die Verteidigung des Angeklagten. Sie forderte deshalb nur eine erhebliche Freiheitsstrafe wegen Totschlags. Rund zwei Stunden lang begründet Verteidiger Alexander Klein, dass die Tat von Mario N. nicht in besonderem Maße verwerflich sei und deshalb auch kein Mordmerkmal vorliegen würde. Alexander Klein, Verteidiger von Mario N. „Wir wissen hier, dass der Angeklagte besonders unter den Corona-Maßnahmen gelitten hatte. Dass er seinen Vater durch eine Selbsttötung verloren hatte, seine Mutter schwer krank war, er finanziell in einer schwierigen Situation war. Er war seelisch enorm belastet zum Tatzeitpunkt. Und deswegen war die Äußerung des – dieser Disput, den es ja gab mit dem Opfer für ihn so besonders demütigend.“ Zwar hatte der Angeklagte gestanden, den jungen Tankstellenmitarbeiter erschossen zu haben, gab aber an, erheblich alkoholisiert gewesen zu sein. Er habe sich durch den Hinweis auf die Maskenpflicht provoziert gefühlt. Die Corona-Schutzmaßnahmen habe er für Unsinn gehalten. Die Verteidigung will nicht ausschließen, dass Mario N. aufgrund seiner psychischen Verfassung oder seiner Alkoholisierung vermindert schuldfähig ist. Die Staatsanwaltschaft hatte das verneint. Eine besondere Schwere der Schuld, die eine vorzeitige Haftentlassung nach wenigstens 15 Jahren nahezu ausschließt, sieht die Verteidigung jedenfalls nicht gegeben. Alexander Klein, Verteidiger von Mario N. „Angesichts der psychischen Verfassung des Angeklagten, seiner bisherigen Unbestraftheit und der ganzen Tatausführung, die nicht von besonderer Brutalität oder Tötungslust gekennzeichnet war, passt das hier überhaupt nicht auf den Angeklagten.“ Zum Abschluss des Prozesses […]

  • Urteil gegen „Cophunter“

    Urteil gegen „Cophunter“

    Urteil im sogenannten “Cophunter-Prozess“: Weil er nach den Polizistenmorden von Kusel im Internet zur Tötung weiterer Polizisten aufgerufen hat, ist ein 56-Jähriger heute vom Amtsgericht in Idar-Oberstein zu einem Jahr und acht Monaten Haft verurteilt worden. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass der Angeklagte zwei selbstgedrehte Videos ins Internet stellte, in denen er zur Jagd auf Polizeibeamte aufruft. Darin enthalten auch das Angebot, Polizisten gegen eine Gebühr auf einen Feldweg zu locken, wo sie dann per Kopfschuss getötet werden könnten. Eine E-Mail an die Polizeiinspektion Idar-Oberstein, in der der Absender die Beamten beleidigt und den mutmaßlichen Mord an zwei jungen Polizisten in der Nähe von Kusel gutheißt, stamme ebenfalls eindeutig von dem Angeklagten. Das hat der 56-Jährige im Prozess auch zugegeben – das Ganze sei allerdings nur ein Spaß gewesen. Wahis Afschar, Generalstaatsanwaltschaft Koblenz „Nach den rechtlichen Voraussetzungen bei diesem Tatbestand ist es nicht notwendig, dass er selber das tatsächlich ernst gemeint hat, sondern dass es eben einen ernsten Eindruck macht. Wobei aber aus Sicht der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz insbesondere aus der E-Mail, die er am Tag zuvor an die LPI Idar-Oberstein ersichtlich ist, dass dieser Hass echt ist und dieses Morden und eine Mordlust schon in dem Angeklagten drin ist.“ Zuvor hatte eine psychiatrische Gutachterin Volker S. für voll schuldfähig erklärt. Der Angeklagte habe zwar einen Drang zum Lügen und sich selbst zu überhöhen, eine paranoide Schizophrenie oder eine andere psychische Erkrankung sei bei ihm aber nicht zu erkennen. Er lebe durchaus in der Realität und könne die Folgen seines Handelns abschätzen. Die Verteidigung hatte auf eine Bewährungsstrafe plädiert: Schließlich habe der Angeklagte die Taten gestanden und sich mehrfach dafür entschuldigt. Zudem seien die Drohungen nicht ernst gemeint gewesen. Martin Nitschmann, Verteidiger „Ich werde das auf jeden Fall rechtlich klären lassen, ob das hier eine Aufforderung zum Mord […]

  • Prozess gegen IS-Rückkehrerin startet

    Prozess gegen IS-Rückkehrerin startet

    Es ist der 30. März dieses Jahres, als Sahra M. am Frankfurter Flughafen festgenommen wird. Von dort soll sie sich im Jahr 2014 auf den Weg gemacht haben, um sich der Terrororganisation Islamischer Staat anzuschließen. Heute beginnt am Oberlandesgericht Koblenz der Prozess gegen die 27-Jährige aus Idar-Oberstein. „Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung“ – so lautet die Anklage gegen Sahra M. Zwischen 2014 und 2019 soll sie Mitglied beim sogenannten „Islamischen Staat“ gewesen sein. Vor acht Jahren habe sie sich mit ihrem Bruder und dessen nach islamischen Recht verheirateten Frau auf den Weg nach Syrien gemacht, um sich der Terrororganisation anzuschließen. Dort soll sie dann drei IS-Kämpfer geheiratet und sich um den gemeinsamen Haushalt gekümmert haben. Dadurch habe sie ihren Männern ermöglicht, für den IS zu kämpfen. Zwei von ihnen sind im Gefecht gestorben, von dem anderen ließ sie sich scheiden, so die Anklageschrift. Christopher do Paco Quesado, Oberstaatsanwal „Frauen kamen im Rahmen der Struktur des Islamischen Staates eine ganz wesentliche Rolle zu, weil sie den Rückhalt für die Männer, die Kämpfen sollten, bilden sollten. Und sie sollten zugleich auch Kinder auf die Welt bringen, diese im Sinne des Islamischen Staates und der Ideologie, die diese Organisation vertritt, erziehen, um damit quasi den Nachwuchs für die terroristische Vereinigung zu organisieren.“ So habe Sahra M. in Syrien zwei Kinder bekommen, eins sei kurz nach der Geburt gestorben. Des Weiteren soll sie noch Propaganda für den IS betrieben haben. Sahra M ist die Schwägerin von Lisa R., die vor dem Oberlandesgericht Koblenz bereits wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden ist. Die beiden sind laut Anklage gemeinsam nach Syrien gereist und hätten auch zusammen gewohnt. Heute kündigt Sahra M. an, sich am nächsten Prozesstag zu den Vorwürfen äußern zu wollen. Michael Sertsöz, Verteidiger Sahra M. „Die Angeklagte wird […]

  • Plädoyer im Tankstellenmord-Prozess

    Plädoyer im Tankstellenmord-Prozess

    Im September des letzten Jahres wurde der junge Tankstellenmitarbeiter Alex W. in Idar-Oberstein erschossen. Dem mutmaßlichen Täter Mario N. wird vorgeworfen, den 20-Jährigen getötet zu haben, weil der ihn mehrfach auf die Corona-Maskenpflicht hingewiesen habe. Der Prozess gegen Mario N. vor dem Landgericht in Bad Kreuznach neigt sich nun dem Ende zu. Heute haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage ihre Plädoyers gehalten. Mario N. habe den Mord heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen begangen. Zu diesem Schluss kommt heute Staatsanwältin Nicole Frohn. In ihrem rund zweistündigen Plädoyer begründet sie, dass es keinen Zweifel an der Täterschaft von Mario N. gebe. Drei Zeugen hätten beobachtet, wie er Alex W. erschoss, darüber hinaus sei die Tat auf Video aufgezeichnet worden. Nicole Frohn, Staatsanwältin „Wenn man die Tat allein nur von außen betrachtet, dann wurde hier ein Mensch getötet, weil er nichts anderes getan hat, als einen Kunden in der Tankstelle aufzufordern, die gesetzlich vorgeschriebene Maskenpflicht einzuhalten. Das steht vollkommen außer Verhältnis. Der vermeintliche Anlass und die Tat – diesen jungen Mann zu erschießen.“ Die Staatsanwältin fordert deshalb eine lebenslange Haftstrafe, sowie die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Eine vorzeitige Haftentlassung nach frühestens 15 Jahren ist damit nahezu ausgeschlossen. Der Angeklagte Mario N. hatte im Prozess gestanden, den jungen Tankstellenmitarbeiter erschossen zu haben. Er habe sich provoziert gefühlt, weil ihn der Mitarbeiter mehrmals darauf hingewiesen habe, dass er eine Maske tragen müsse. Die Einschränkungen der Corona-Schutzmaßnahmen hätten ihn zermürbt. Den Tankstellenmitarbeiter habe er als mitverantwortlich für diese Maßnahmen gesehen. Mit dem Mord habe er ein Zeichen setzen wollen, dass nun eine Grenze erreicht sei. Mario N. hatte angegeben, vor der Tat mehr als fünf Liter Bier getrunken zu haben. Eine verminderte Schuldfähigkeit sieht die Staatsanwaltschaft deshalb aber nicht. Nicole Frohn, Staatsanwältin „Wir haben von dem Angeklagten mitgeteilt bekommen, welche Entscheidungsprozesse in ihm stattgefunden haben, die […]

  • Polizist wegen Verbreitung von Nazi-Symbolen vor Gericht

    Polizist wegen Verbreitung von Nazi-Symbolen vor Gericht

    Frankfurter Polizisten sollen in Chat-Gruppen über Jahre hinweg rassistische und volksverhetzende Inhalte geteilt haben. Nachdem die erste Gruppe Ende 2018 entdeckt worden war, wurde das Frankfurter Spezialeinsatzkommando aufgelöst, die Polizisten entlassen und angeklagt. Heute musste sich ein Polizeibeamter aus einer der Chat-Gruppen vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten. Und nach dem ersten Verhandlungstag ist das Urteil schon gesprochen. Das Gericht verurteilt den Angeklagten Polizisten Timo S. zu einer Geldstrafe von 6.300 Euro wegen der Verbreitung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen in fünf Fällen und wegen Volksverhetzung in drei Fällen. Die Richterin sieht es als erwiesen an, dass der 31-Jährige zwischen 2014 und 2016 in einer Chatgruppe Hitler-Bilder und Nazi-Symbole geteilt hat. Dies wertet sie als öffentliche Verbreitung, da er in der Gruppe mit 57 Mitgliedern die Kontrolle über die Bilder verliere. Als Polizist habe er zudem eine Vorbildfunktion und müsse so etwas eigentlich zur Anzeige bringen. Der Angeklagte beteuert heute, dass die Bilder nur niveauloser Spaß gewesen sein und dass er kein Rechtsextremist sei. Jan Löber, Staatsanwalt „Für den Angeklagten hat im vorliegenden heute insbesondere gesprochen, dass die Taten relativ lange zurückliegen. Die Tatzeiträume waren zwischen 2014 und Mitte 2016, insofern liegen die Taten einige Jahre zurück. Darüber hinaus sprach für ihn, dass er sich glaubhaft reuig gezeigt hat, dass ihm die Taten leidtaten und dass er sich auch relativ offenkundig dafür geschämt hat.“ So drohen dem Polizisten auch keine Konsequenzen für seinen Beruf. Sein Verteidiger plädiert heute auf Freispruch, da Timo S. die Bilder in einer privaten Gruppe geteilt hat. Ob er nach dem Urteil in Revision geht, ist noch unklar. Begonnen hat alles mit Drohbriefen an die Anwältin Seda Basar-Yildiz, die Opferfamilien im Münchener NSU-Prozess vertreten hatte. Eine Spur führt zu dem 1. Polizeirevier in Frankfurt. Im Zuge der Ermittlungen tauchte die erste Chatgruppe auf, in der Polizisten rechtsextreme Bilder […]