Kriminalität

  • Frau ermordet und einbetoniert?

    Frau ermordet und einbetoniert?

    Anna K. aus Bad Neuenahr-Ahrweiler verschwindet im Juli 2025 spurlos. Zwei Tage suchen ihre Freunde nach der Frau. Kurz darauf wird ihr Noch-Ehemann, mit dem sie einen vierjährigen Sohn hat, verhaftet. Der Verdacht: Er hat die Frau getötet. Der 32-jährige Deutsche steht seit heute in Koblenz vor Gericht. Und dabei sind auch weitere schockierende Details der Tat ans Licht gekommen. Matthias K. wirkt heute ausgesprochen gefasst, als er mit Aktenordnern beladen den Saal des Koblenzer Landgerichts betritt. Dabei liest sich die Anklageschrift wie ein Krimi. Am 17. Juli 2025 soll der Angeklagte seine getrennt von ihm lebende Ehefrau Anna K. unter einem Vorwand in sein Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler gelockt haben. Im Flur soll er sie angegriffen und mit mehreren Messerstichen in Hals, Kopf und Körper getötet haben. Anna K. wird nur 31 Jahre alt. Maike Dickhaus, Reporterin am Koblenzer Landgericht „Nach dem Mord soll Matthias K. versucht haben, die Leiche von Anna zu zerstückeln. Das sei ihm aber nicht gelungen. Er habe dann ihre Leiche in eine Grube gelegt, die er zuvor in seinem Haus ausgehoben haben soll. Matthias K. soll die Grube dann mit Schnellbeton verschlossen und im Beisein seines kleinen Sohnes fachgerecht verfliest haben. Er wollte, dass die Leiche von Anna niemals gefunden wird. Was mich heute als Prozessbeobachter überrascht hat, ist, dass Matthias K. während der Verlesung der Anklage komplett emotionslos ist.“ Es soll eine von langer Hand geplante Tat gewesen sein. Gleich drei Mordmerkmale sieht die Anklage verwirklicht: Heimtücke, Habgier und niedrige Beweggründe. Anna K. war erst einige Monate zuvor aus dem gemeinsamen Haus im Ortsteil Gimmigen ausgezogen. Die Scheidung lief, doch es soll Streit ums Geld und die Umgangsregelung für den gemeinsamen vierjährigen Sohn gegeben haben. Obwohl Matthias K. bereits eine neue Freundin hatte, soll er Anna immer wieder kontaktiert und der Beziehung nachgetrauert […]

  • BGH verhandelt über Urteil gegen Kronberger Narkosearzt

    BGH verhandelt über Urteil gegen Kronberger Narkosearzt

    Ein vierjähriges Mädchen stirbt nach einer Narkose auf dem Stuhl einer Zahnarztpraxis im hessischen Kronberg. Dieser Fall aus dem September 2021 hatte für Fassungslosigkeit gesorgt. Der zuständige Narkosearzt war wegen Totschlags verurteilt worden. Doch das reichte der Staatsanwaltschaft nicht. Sie ging in Revision und so wurde der Fall heute am Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhandelt. Es war Mord. Das meint die Frankfurter Staatsanwaltschaft. Der Arzt Gerald W. hatte 4 Kindern während einer Zahnbehandlung verunreinigtes Narkosemittel gespritzt sowie weitere eklatante Hygienefehler begangen. Die Kinder erlitten eine Blutvergiftung. Zwei überleben nur knapp, die vierjährige Emilia stirbt jedoch noch auf dem Zahnarztstuhl in einer Praxis in Kronberg. Das Landgericht Frankfurt verurteilt den Narkosearzt dafür im November 2024 wegen Totschlags und versuchten Totschlags zu zehneinhalb Jahren Haft. Den Tod der Kinder habe der Angeklagte zwar nicht beabsichtigt, jedoch billigend in Kauf genommen, erklärte die Vorsitzende Richterin bei der Urteilsverkündung. Dieses Urteil nimmt heute der Bundesgerichtshof nochmal unter die Lupe und prüft, ob statt einer Verurteilung wegen Totschlags nicht vielmehr ein Mord aus Verdeckungsabsicht in Betracht kommt. Der Mediziner aus Bensheim hatte trotz des kritischen Zustands der Kinder nicht schnell genug einen Notarzt alarmiert. So habe er verhindern wollen, dass sein schlampiger Umgang mit den Narkosemitteln auffliegt, sagt die Frankfurter Staatsanwaltschaft. Der Bundesgerichtshof stimmt dem heute zu: Eva Menges, Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof „Ich verkünde im Namen des Volkes folgendes Urteil: Erstens, auf die Revision der Staatsanwaltschaft wird das Urteil des Landgerichts Frankfurt am Main vom 1. November 2024 aufgehoben.“ Die Vorsitzenden Richterin am BGH sieht Fehler im Frankfurter Urteil. Das Landgericht habe nicht genau genug geprüft, ob der Arzt seine Behandlungsfehler habe vertuschen wollen. Eva Menges, Vorsitzende Richterin am Bundesgerichtshof „In keinem Fall leitete der Angeklagte, der die Symptome eines kritischen Schockzustands erkannte Rettungsmaßnahmen ein. Eine Krankenhauseinweisung hätte aus Sicht des Angeklagten bedeutet, dass weitere […]

  • Tod auf dem Rastplatz - Prozessauftakt in Trier

    Tod auf dem Rastplatz – Prozessauftakt in Trier

    Vor dem Landgericht Trier hat heute ein Mordprozess gegen einen 35-jährigen Mann begonnen. Er soll eine junge Frau aus Hermeskeil getötet haben, mit der er eine Affäre hatte. Es ist der 5. Juni vergangenen Jahres. In den frühen Morgenstunden entdeckt ein Autofahrer eine leblose Frau auf einem Wanderparkplatz zwischen Hermeskeil und Nonnweiler. Zu diesem Zeitpunkt ist sie bereits seit Stunden tot. Die Obduktion ergibt: Die Frau starb durch Schüsse – einer in den Bauch und einer in den Kopf. In der darauffolgenden Nacht nimmt die Polizei einen damals 34-jährigen Mann aus Wadern im Saarland fest. Er soll sie zuvor unter einem Vorwand zu dem Parkplatz gelockt haben. Eric Samel, Oberstaatswanwalt „Dem Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft Mord vor, mit dem Mordmerkmal der Heimtücke. Wir werfen ihm konkret vor, dass er seine ehemalige Geliebte an diesem Tatabend getötet hat und zwar ganz konkret, indem er sie erschossen hat.“ Dennis M. ist verheiratet, hat ein Kind. Mit dem Opfer habe er nur einmal Sex gehabt, ein Ausrutscher, erzählt er heute vor Gericht. Er habe keine Liebesbeziehung mit der 28-jährigen gewollt. Sie jedoch hätte sich verliebt, nicht locker gelassen, gedroht, seiner Ehefrau von dem Seitensprung zu erzählen und 20.000 Euro Schweigegeld gefordert. Tabea Laier, Reporterin „Eine Freundin des Opfers ist heute als Zeugin im Gerichtssaal. Sie habe ein anderes Bild der Beziehung gehabt: Es sei keine einmalige Sache gewesen, die beiden hätten öfter Sex gehabt und er habe ihr Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft gemacht. Dennis M. habe der Getöteten versprochen, seiner Frau alles zu beichten, sich zu trennen und dann stattdessen mit ihr zusammen ziehen zu wollen.“ Die Familie des Opfers tritt als Nebenklage im Prozess auf. Ihr sei die Affäre laut Dennis M. ein Dorn im Auge gewesen. Sie habe ihn bedroht und ihm gesagt, er solle die 28-Jährige „wegschaffen“ – so […]

  • Prozessauftakt - Ehemann der Ex-Lebensgefährtin erschossen?

    Prozessauftakt – Ehemann der Ex-Lebensgefährtin erschossen?

    Vor einem Jahr wird im Wiesbadener Stadtteil Schierstein ein 42-Jähriger in seiner Wohnung erschossen. Heute steht der mutmaßliche Täter vor dem Landgericht. Die Anklage gegen den türkischen Staatsbürger lautet: heimtückischer Mord. Die Vorwürfe wiegen schwer: Dem 51-jährigen Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft heimtückischen Mord vor. Hier im Wiesbadener Stadtteil Schierstein soll es passiert sein: Im Februar 2025 soll Cüneyt E. an der Wohnungstür seiner ehemaligen Lebensgefährtin in Wiesbaden geklopft haben. Ihr gemeinsamer Sohn soll dem Ex-Freund die Tür aufgemacht haben, woraufhin der Angeklagte dem 10-Jährigen mit einem Finger auf dem Mund signalisiert haben soll, leise zu sein. In der Wohnung soll der Angeklagte den Ehemann seiner Ex-Freundin erst beschimpft und dann mit einer Pistole erschossen haben. Das Opfer stirbt noch am Tatort. Sabine Kolbschlotter, Staatsanwaltschaft „Letztendlich gehen wir von Heimtücke aus, weil der Geschädigte nicht damit gerechnet hat in dieser Art und Weise attackiert zu werden. Letztendlich dürfte Eifersucht auch eine Rolle spielen.“ Für die Angehörigen des Opfers ist heute ein schwerer Tag. Drei Brüder des erschossenen 42-Jährigen sind Nebenkläger und treffen heute im Gerichtssaal auf den mutmaßlichen Täter. Die Ex-Freundin des Angeklagten und Ehefrau des Opfers erscheint heute nicht. Juliane Wagner, Nebenklage „Meine Mandantin ist durch die Tat schwer traumatisiert. Sie ist in psychiatrischer und psychologischer Behandlung. Besonders belastend ist natürlich, dass die beiden Söhne bei der Tat mitanwesend waren, wobei der jüngste Sohn zehn Jahre alt ist, der ebenfalls massiv unter den Taten leidet und der noch bei meiner Mandantin wohnt, um den sie sich natürlich noch kümmern muss.“ Doch um den Fall an sich geht‘s heute im Gerichtssaal wenig. Erst verschiebt sich der Prozessauftakt um rund drei Stunden, weil ein Schöffe nicht erscheint – dann stellt der Verteidiger die vorsitzende Richterin in Frage: Für ihn besteht Grund zur Annahme, dass sie befangen sein könnte. So wirft die Verteidigung […]

  • Prozess wegen versuchten Totschlags

    Prozess wegen versuchten Totschlags

    Vor dem Landgericht Marburg startet heute ein Prozess wegen versuchten Totschlags. Ein 20-Jähriger soll im Sommer einen jungen Mann bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt und dabei in Kauf genommen haben ihn tödlich zu verletzen. Für die Familienangehörigen des Opfers ein emotional sehr belastender Prozess. Die engste Familie des verletzten Schülers Marc-Aurel  ist heute zu Gericht gekommen: Oma, Schwester, Vater. Für sie ist es heute ein emotional harter Tag. Sie treffen im Gerichtssaal auf den mutmaßlichen Täter. Der 21-jährige Deutsche darf heute nicht gefilmt werden, da er zum Tatzeitpunkt  als Heranwachsender gilt. Die Staatsanwaltschaft wirft Calvin G. vor im hessischen Schwalmstadt auf einen ebenfalls deutschen 21-Jährigen mehrfach eingeschlagen und getreten zu haben, insbesondere gegen den Kopf. Dabei soll er billigend in Kauf genommen haben, dass der Schüler stirbt. Die Anklage: Versuchter Totschlag. Das Opfer, Marc-Aurel, überlebt schwer verletzt. Erleidet unter anderem ein Schädelhirntrauma, Hirnblutungen und Frakturen im Halswirbel. Sascha Reisinger, Vater von Marc-Aurel „Er sitzt im Rollstuhl, kann die Beine und Hände nicht richtig bewegen wird auch noch länger auf den Rollstuhl angewiesen sein. Emotionale Achterbahn, also ich habe ihn schon lange nicht mehr lachen sehen.“ Der Angeklagte gesteht die Tat heute. Bei seiner Aussage spricht  er nüchtern von Aggressionsproblemen. Er habe seinen  Job verloren und Geldprobleme gehabt. Seinen Frust habe er dann  willkürlich  am Geschädigten ausgelassen. Zudem habe er eine halbe Flasche harten Alkohol getrunken. Timo Ide, Staatsanwaltschaft Marburg „Dem Angeklagten könnte eine Jugendstrafe aber auch eine normale Strafe drohen. Der Angeklagte war zum Tatzeitpunkt heranwachsender sprich 20 Jahre alt, sodass zunächst einmal am Ende der Beweisaufnahme zu entscheiden sein wird, ob auf ihn Jugendstrafrecht oder allgemeines Strafrecht anwendbar sein wird. Das kann im Moment noch nicht prognostiziert werden.“ Sollte der Angeklagte nach Jugendstrafrecht verurteilt werden,  drohen  ihm 10 Jahre Haft. Beim  Erwachsenenstrafrecht  liegt die Höchststrafe bei 11 Jahren und drei […]

  • Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 gab es zahlreiche Ereignisse, die die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt haben. Wir haben sie kurz und kompakt nochmal für Sie zusammengefasst. JULI Hitzerekord in Rheinland-Pfalz. Am 2. Juli werden in Andernach 39,3 Grad gemessen. Und im Mainzer Landtag wird an diesem Tag über ein heiß diskutiertes Gesetz abgestimmt. Das Landesklimaschutzgesetz. Das Ziel der Landesregierung: Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Also fünf Jahre früher als der Bund und zehn Jahre früher als die EU. Es hagelt Kritik von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Karsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP, am 23.6.2025 „Unternehmen mit mehreren Standorten werden verlagern. Das Klima hat keinen Vorteil, aber wir haben den Nachteil. Das Gesetz ist nicht durchdacht.“ Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, am 23.6.2025 „Diese Planungsunsicherheit ist Gift. Und es ist so unnötig wie ein Kropf dieses Gesetz.“ Jetzt ist es mit den Stimmen der Ampel-Koalition also beschlossen, auf Druck der Wirtschaft aber in leicht abgeschwächter Form. Trotzdem: EINES hat das Landesklimaschutzgesetz auf jeden Fall bewirkt: Das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Ob sich die Beziehung von Christina und Sascha schlagartig verschlechtert, wenn sie DIESE Bilder sehen, das können wir nicht sagen. Aber klar ist, ihrem gemeinsamen Liebesschloss am Eisernen Steg in Frankfurt geht es Ende Juli an den Kragen. Die Beleuchtung an der Brücke muss erneuert werden und da sind viele Schlösser eben einfach im Weg. Fazit: Alte Liebe rostet nicht, alte Liebesschlösser dagegen schon! AUGUST Ja, er ist es. Die DNA-Analyse bestätigt, bei der Leiche, die Anfang August in der Nähe von Weitefeld gefunden wird, handelt es sich um Alexander M. Er soll im April ein Ehepaar und deren 16-jährigen Sohn in ihrem Haus in Weitefeld ermordet haben. Vier Monate lang wurde nach Alexander M. gefahndet. Hunderte Polizisten durchforsteten immer wieder die Umgebung. Doch ohne […]

  • Mann soll Partnerin mit heißem Öl übergossen haben

    Mann soll Partnerin mit heißem Öl übergossen haben

    Wir starten mit einer grausamen Tat. Ein Mann hat seine Partnerin schwer verletzt, weil er ihr – nach eigenen Angaben – einen Denkzettel für eine vermutete Affäre verpassen wollte. Er übergoss sie mit heißem Öl. Geschehen ist das im März diesen Jahres. Heute ist vor dem Landgericht Frankfurt das Urteil gegen den 51 jährigen Mann gefallen. Das Gericht verhängt eine mehrjährige Freiheitsstrafe.   Siegfried K. muss für 4 Jahre und 10 Monate ins Gefängnis. Zudem muss er 50.000 Euro Schmerzensgeld und knapp 11.000 Euro Schadenersatz zahlen. Für die gefährliche Körperverletzung an seiner Partnerin, in den frühen Morgenstunden des 5. März 2025.   Julian Becker, Reporter: „Der Angeklagte hatte behauptet, dass er sich an die Tat selbst nicht erinnern könne, da er zuvor viel Alkohol getrunken hatte. Bei der Verküdnung des Urteils schildert die Richterin, dass sie davon ausgeht, dass Siegfried K. Olivenöl in einer Pfanne erhitzte und es anschließend über Gesicht und Oberkörper des schlafenden Opfers schüttete. Zuvor hat er im Schlafzimmer das Licht angemacht, um genau sehen zu können was passiert. Anschließend rief er den Notruf.“  Die Frau erlitt Verbrennungen auf 18 Prozent ihrer Körperoberfläche und eine Verletzung des Trommelfells. Sie kam nach dem Angriff auf die Intensivstation und musste zweimal operiert werden. Zum Tatzeitpunkt waren der Künstler und die Musikerin 14 Jahre ein Paar. Während er selbst Beziehungen zu gleich mehreren Frauen pflegte, habe er – laut Richterin – hingegen die Affäre seiner Partnerin als „tief narzisstische Kränkung“ empfunden und sich anschließend in ein „paranoides Erleben“ hineingesteigert.   Die Verteidigung geht davon aus, dass der Angeklagte die Tat bereut. Sie habe ihn als sensible Person wahrgenommen, die, auch laut Zeugenaussagen, in keiner Weise gegen anderen Menschen gewalttätig gewesen sei.  Olivia Ulbrich, Verteidigerin: „Aber ich denke es braucht, wenn sich jemand über einen solche langen Zeitraum wie er zurückzieht und […]

  • Lebenslange Haft nach Armbrust-Mord in Bad Zwesten

    Lebenslange Haft nach Armbrust-Mord in Bad Zwesten

    Urteil im Prozess um den tödlichen Schuss mit einer Armbrust in Nordhessen: Weil er  in einem Krankenhaus in Bad Zwesten eine Mitarbeiterin der Klinik mit einem Pfeil getötet hat, muss ein 59 Jahre alter Mann aus Bayern lebenslang ins Gefängnis. Das Gericht stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest. Auch am letzten Prozesstag schweigt der Angeklagte Jörg H. – das tatsächliche Motiv für seine Tat bleibt also weiterhin im Dunkeln. Das Gericht sieht es jedoch als erwiesen an, dass der 59jährige sein neun Jahre jüngeres Opfer Anfang Dezember vergangenen Jahres auf einem Krankenhausflur in Bad Zwesten heimtückisch ermordet hat. Bewaffnet mit einer Armbrust war er demnach auf das Klinikgelände vorgedrungen und hatte die 50jährige Krankenhausangestellte mit einem gezielten Schuss in die Brust getötet. Laut Zeugenaussagen soll er die Klinik nach dem tödlichen Angriff seelenruhig lächelnd verlassen und anderen Mitarbeitern noch den Mittelfinger gezeigt haben. Christopher Posch, Anwalt der Nebenklage: „Das sind Dinge, die man wohl nie wird verstehen können. Entscheidend ist doch, was von diesem Verfahren ausgeht – nämlich ein Schuldspruch. Und zwar so, wie es die Staatsanwaltschaft beantragt hat. Und es ist für uns auch ganz wichtig, für meinen Mandanten auch ganz wichtig, ein gewisses Maß an Sicherheit, das dann von diesem Urteil auch ausgehen soll. Für meinen Mandanten, aber auch für dessen Familie.“ Als Tatmotiv vermutet die Staatsanwaltschaft Erbstreitigkeiten zwischen Jörg H. und dem Bruder des Opfers. Dieser hatte eine Beziehung mit der Mutter von Jörg H. Er hatte von ihr offenbar ein Haus übertragen bekommen. Es folgte ein jahrelanger Streit, in dem der Jörg H. den Bruder des Opfers sowie dessen Familie mehrfach bedrohte. Eine forensische Gutachterin attestierte dem 59-Jährigen volle Schuldfähigkeit. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig. Die Verteidigung will Revision einlegen. Sie ist insbesondere nicht mit der Feststellung der besonderen Schwere der Schuld einverstanden, […]

  • Neue Waffe und Drohnentechnik für rheinland-pfälzische Polizei

    Neue Waffe und Drohnentechnik für rheinland-pfälzische Polizei

    Drohnen werden für uns immer gefährlicher. Es ist kein Geheimnis, dass die russische Regierung uns damit ausspionieren will. Aus diesem Grund geht auch Rheinland-Pfalz jetzt gegen diese Bedrohung vor. Ortstermin heute bei einer Übung in Ingelheim. Hier herrscht absolutes Flugverbot für Drohnen. Jetzt muss die Polizei schnell sein. Die Gefahrensituation einschätzen und dann bleibt hier nur eines: Schuss. Unerlaubte Drohnenflüge haben in den letzten Monaten auch in Rheinland-Pfalz deutlich zugenommen. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Mit einem klaren Schwerpunkt bei militärischen Liegenschaften. Das sind Nadelstiche einer inzwischen hybriden Kriegsführung Russlands, um zu provozieren. Auch Unsicherheit zu erzeugen. Aber es gibt auch eine zivile Seite. Eine Technik der Drohnen, die so fortgeschritten ist, kann natürlich gegebenenfalls auch eingesetzt werden, um beispielsweise Großveranstaltungen zu stören.“ Und deshalb rüstet das Land auf. 2,6 Millionen Euro hat es bisher in die Drohnenabwehr investiert. Bis zu 7 Millionen Euro will die Landesregierung insgesamt für neue Systeme ausgeben: Dazu gehören unter anderem Gewehre, die Funksignale blockieren und KI-Systeme, um Drohnen abzuschießen. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Das sind solche schnellen Innovationszyklen, dass wir davon ausgehen, dass wir immer wieder auch neue Technik brauchen, um entsprechende Fähigkeiten bei der Polizei zu halten. Und umso wichtiger ist dann das, was zum Glück jetzt auch passiert. Nämlich dass Bund und Länger gemeinsam Drohnenabwehr sowohl zentralisieren als auch koordinieren.“ Denn Drohnenpiloten handeln nicht entlang von Landesgrenzen. Doch nicht immer können die ausfindig gemacht werden. Christian Deutsch, Abteilung Spezialeinheiten Polizei RLP „Wenn wir einen Piloten haben, der irgendwo steht und ein Gerät bedient, um eine Drohne zu steuern, dann geht das ja über Signale. Und diese Signale können wir auffangen und das können wir zu 99 Prozent tun. Wenn wir aber eine programmierte Drohne haben, die gar nicht mehr von einem Steurerer im Vorfeld gesteuert wird, sondern die einprogrammiert ist, bestimmte […]

  • Prozess in Darmstadt: Totes Neugeborenes lag im Wäschekorb

    Prozess in Darmstadt: Totes Neugeborenes lag im Wäschekorb

    Ein schockierender Fall wird vor der Jugendkammer des Landgerichts Darmstadt verhandelt. Es geht um die Tötung eines Säuglings – geschehen im vergangenen Dezember. Angeklagt ist die Mutter, die ihr Baby heimlich im Badezimmer zur Welt gebracht und anschließend getötet haben soll. Ebenfalls angeklagt ist der Vater des Kindes. Heute ist im Prozess vor dem Landgericht in Darmstadt das Urteil gefallen. Vier Jahre und zehn Monate Jugendstrafe wegen Totschlags lautet das Urteil gegen die Angeklagte Laura G. Die Kammer geht davon aus, dass die zum Tatzeitpunkt 20-jährige Frau ihr neugeborenes Baby zuerst ersticken wollte  und es anschließend mit 36 Stichen mit einer Nagelschere in Brust, Hals, Gesicht und Schädel tötete. Das Motiv der Angeklagten: Sie habe  den Wunsch verspürt, dass ihr Leben wieder so wird wie vor der Geburt und aus Überforderung gehandelt. Am Ende entscheidet die Kammer auf Totschlag und nicht auf Mord. Marcel Becker, Staatsanwaltschaft Darmstadt „Das ist eine Gesamtbetrachtung. Und im Endeffekt hat es nicht ausgereicht um ein Mordmerkmal anzunehmen der niederen Beweggründe, da hier letztendlich die krasse Eigensucht, die dafür notwendig gewesen wäre in diesem konkreten Fall nicht nachgewiesen werden konnte.“ Nach der Tötung des Säuglings soll die Angeklagte ihn in Handtücher gewickelt und in eine Plastiktüte gepackt haben. Gefunden wird das kleine Mädchen aber in einem Wäschekorb. Deshalb rückt auch Alessandro F., der Vater des Kindes in den Fokus der Ermittlungen und wird angeklagt. Während des Prozesses wendet sich für ihn aber das Blatt. Nina Seeh, Reporterin in Darmstadt „Eine Frage, die die Kammer beschäftigte und Herr F. belastete: Wie kam das getötete Kind in den Wäschekorb? Erst in der Hauptverhandlung bricht die Mutter der Angeklagten ihr Schweigen: Sie fand mittags nach ihrer Arbeit im Bad eine Plastiktüte mit blutbefleckten Handtüchern – ohne zu wissen, dass darin ein toter Säugling eingewickelt war. Sie lud die Handtücher […]

  • Drei mutmaßliche russische Spione auf der Anklagebank

    Drei mutmaßliche russische Spione auf der Anklagebank

    In Frankfurt stehen ab heute drei mutmaßliche Russlandspione vor Gericht. Laut Generalbundesanwaltschaft sollen sie einen früheren ukrainischen Offizier in Hessen ausspioniert haben – mit dem Ziel ihn zu töten. Der hochbrisante Prozess beginnt heute unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen. Früh morgens heute in Frankfurt: Ein Spezialeinsatzkommando fährt die drei Angeklagten zum Oberlandesgericht. Es ist ein Hochsicherheitsprozess. Drinnen scheint es weniger aufgeregt zur Sache zu gehen: Die Angeklagten zeigen Daumen nach oben, lächeln. Doch die Stimmung im Gerichtsaal wird schnell ernst: Laut Generalbundesanwaltschaft sollen die drei Männer in einem besonders schweren Fall für einen russischen Geheimdienst tätig gewesen sein. Ines Peterson, Generalbundesanwaltschaft „Konkret geht es dabei um den Vorwurf, dass sie das Opfer zu einem fingierten Treffen in einem Café in Frankfurt lotsen sollten, um dort die Identität des Mannes zu bestätigen und auch weitere Informationen über ihn zu sammeln. Ein mögliches Motiv könnte gewesen sein vorzubereiten auf weitere Geheimdienstliche Operationen bis hin zu Mordanschlägen auf das Opfer.“ Zu einem Treffen zwischen den mutmaßlichen Spionen und der Zielperson sei es nicht gekommen. Der Georgier habe sich an die Polizei gewandt, wodurch die Angeklagten kurz darauf festgenommen wurden. Die Zielperson der Spionageaktion soll ein ehemaliger ukrainischer Offizier gewesen sein. Er soll  zu Beginn des russischen Überfalls auf die Ukraine an der Tötung gefangener russischer Soldaten mitgewirkt haben soll. Laut Bundesanwaltschaft sei das der Grund, weshalb russische Geheimdienste den Mann ausspionieren wollen. Die Verteidiger weisen die Vorwürfe zurück. Die Beweisführung sei lückenhaft. Tobias Groscurth, Verteidiger „Soweit wir wissen und soweit wir die Aktenerkenntisse bewerten können gibt es keinerlei Beziehung zwischen den Angeklagten und russischen Nachrichtendiensten oder der russischen Föderation. Und es ist auch völlig unklar, ob die Zielperson tatsächlich im Interesse solcher Nachrichtendienste stehen konnte.“ Wolfgang Heer, Verteidiger „Mein Mandant hat keinerlei Verbindungen zu einen russischen Geheimdienst und wird am Ende dieser Hauptverhandlung freizusprechen sein.“ […]

  • Weniger Geldautomatensprengungen

    Weniger Geldautomatensprengungen

    In den vergangenen Jahren war es fast eine traurige Tradition in der dunklen Jahreszeit: Kaum eine Nacht ohne einen gesprengten Geldautomaten. Die Täter, meist organisierte Banden wurden immer gerissener, ihre Taten immer explosiver. Aber die Banken haben aufgerüstet und das zeigt nun Wirkung. In diesem Jahr ist die Zahl der Geldautomatensprengungen in Hessen und Rheinland-Pfalz massiv gesunken. Vergangenen Freitag im rheinhessischen Ingelheim. Gegen 1:15 Uhr knallt es im Vorraum eines Einkaufsmarktes. Bislang unbekannte Täter haben dort einen Geldautomaten gesprengt. Es ist eine von aktuell zwölf Sprengungen im laufenden Jahr. Ein Tiefststand in Rheinland-Pfalz. Drei Jahre zuvor hatte es noch 56 Taten  gegeben.   Auch in Hessen fliegen in diesem Jahr deutlich weniger Geldautomaten in die Luft als noch in den Vorjahren.  Lediglich 6 Fälle im laufenden Jahr, ein Rückgang von über 90 Prozent im Vergleich zum Jahr 2023. Das liege laut den Ermittlern daran, dass die Banken ihre Geräte inzwischen besser schützen und an gebündelter Präventionsarbeit. Virginie Wegner, Landeskriminalamt Hessen „Wir haben den Schulterschluss geschafft zwischen Politik, Polizei und auch der Banken und Kreditwirtschaft, das heißt wir haben die Banken individuell beraten, zu Sicherheitsmaßnahmen, die dankend angenommen und umgesetzt worden sind. Wir sprechen hier von Nachtverschluss, Einsatz von Videotechnik und aber auch Nebel- und Einfärbetechnik.“ Diese Maßnahmen sieht auch der rheinland-pfälzische Innenminister als Schlüssel zum Erfolg. Denn eingefärbte Geldscheine seien für Täter wertlos. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP “Rückblickend waren natürlich Maßnahmen auch schon früher angezeigt und möglich gewesen und trotzdem ich bin froh, dass wir typisch rheinland-pfälzisch im Sinne eines runden Tisches uns vereinbaren konnten mit der Kreditwirtschaft und mit den Sparkassen und die Bereitschaft dann selbst in die Hand zu nehmen, um das Vermögen der Kundinnen und Kunden zu schützen war dann auch groß.“ Denn groß waren auch die Schadenssummen. Neben Lebensgefahr für die Bewohner sorgten die Sprengungen […]

  • Gedenken an die Amokfahrt von Trier

    Gedenken an die Amokfahrt von Trier

    Heute jährt sich zum fünften Mal ein Ereignis, das eine Stadt nachhaltig verändert hat. Am 1. Dezember 2020 rast ein Mann mit seinem Geländewagen durch die Trierer Fußgängerzone – fährt gezielt Menschen an. Insgesamt sieben kommen durch die Amokfahrt ums Leben. Dazu kommen etliche Verletzte und Traumatisierte. Bei der Porta Nigra kamen heute hunderte Trierer zusammen um gemeinsam den Opfern zu gedenken. Vier Minuten lang läutet die große Domglocke heute. Genau so lange hat die Amokfahrt in Trier angedauert. Auch fünf Jahre nach der Tat sind die Trierer von den Ereignissen tief ergriffen. Gudrun Zimmermann „Ich habe mega Bauchweh, wenn ich die Kerzen hier heute sehe und dran denke, wie das war, als dieser Verrückte hier durch die Straße gefahren ist. Und wenn ich an all die Opfer denke und an all den Schmerz, den das hinterlassen hat, krieg ich Bauchweh.“ Bernhard Niesstenberner „Es kommt einem gar nicht vor, dass es schon so lange her ist – fünf Jahre. Eine Schande, was eine Person so angerichtet hat, mit den Leuten hier, die sich einfach einen schönen Tag machen wollten und dabei totgefahren worden sind.“ Lioba Brück „Meine Kinder waren halt in der Stadt und das hat mir schon sehr zu schaffen gemacht. Meine Töchter waren nicht direkt am Ort, aber Freundinnen waren zum Beispiel Ersthelfer gewesen. Das war schlimm.“ Am 1. Dezember 2020 um 13:46 Uhr startet der Täter seine Todesfahrt. Von der Konstantinstraße aus biegt er in die zentrale Fußgängerzone ein und rast bis zur Porta Nigra. Dabei überfährt er gezielt Menschen. Darunter ein erst neun Wochen altes Baby und dessen Vater. Beide sterben. Die Fahrt fordert noch drei weitere Todesopfer. Zwei weitere Menschen versterben 2021 und 2024 an ihren schweren Verletzungen. Kurz nach der Tat wird der Amokfahrer von der Polizei festgenommen. Der Oberbürgermeister von Trier Wolfram Leibe […]

  • Notwehr oder Totschlag? Landgericht urteilt nach Messerstichen in Mainzer Park

    Notwehr oder Totschlag? Landgericht urteilt nach Messerstichen in Mainzer Park

    Am Ostersonntag eskaliert im Mainzer Hartenbergpark ein Streit zwischen zwei Gruppen – am Ende stirbt ein Mann. Der Richter spricht von 37 Stichverletzungen. Ein Mann muss sich deshalb wegen Totschlags verantworten. Doch heute wird er vom Mainzer Landgericht freigesprochen. Er habe aus Notwehr gehandelt, so das Urteil des Mainzer Landgerichts heute Morgen. Angeklagt wird der Ukrainer von der Staatsanwaltschaft wegen Totschlags, sie fordert achteinhalb Jahre Haft. Doch die Strafkammer gibt der Verteidigung Recht, die auf Freispruch plädiert. Reinhold Koch, Verteidiger „Zu erwarten war das nicht. Das war ein Verfahren, was streitig verhandelt wurde. Die Anträge Verteidigung und Staatsanwaltschaft waren völlig konträr. Ich gehe davon aus, dass der Mandant sehr erleichtert ist und auch eine sehr unruhige Nacht hinter sich gehabt hat für heute.“ Am Ostersonntag hätten sich die Gruppe um den 29-jährigen Ukrainer und die Gruppe um den Geschädigten im Mainzer Hartenbergpark getroffen. Dort sei es zum Streit und einer Prügelei gekommen, die vom späteren Opfer ausgegangen sei. So stellt es das Gericht heute dar. Zunächst  hätten sich die Gruppen wieder getrennt, bis der Geschädigte zurück gekommen sei, um seinen Bruder zu rächen. Er soll den Angeklagten aus dem Dunkeln heraus überraschend mit einem Aluminium-Rohr angegriffen haben. Dieser habe zur Verteidigung nach seinem Klappmesser gegriffen und im Kampf schnell und ungezielt zugestochen Katharina Will, Pressesprecherin Landgericht Mainz „In dem hier gelagerten Fall war die Besonderheit, dass er ein Messer eingesetzt hat, um sich zu verteidigen und es zu insgesamt 37 Stichverletzungen kam. Und sich dann natürlich die Frage stellt, ist eben genau der Einsatz von 37 Stichverletzungen erforderlich, um sich zu verteidigen. Und in dem Fall, kam die Kammer zum Ergebnis, dass es erforderlich war.“ Die Dynamik des Kampfes machte es dem Angeklagten nicht möglich, zurückhaltender zu stechen, da er sonst stark selbst gefährdet gewesen wäre, so der Richter. Während […]

  • Familie findet Leiche beim Entrümpeln

    Familie findet Leiche beim Entrümpeln

    Beim Ausräumen einer Garage findet Familie Gröling aus Kassel eine Leiche. Zunächst war nicht klar, was passiert ist, doch nun steht fest: Die Person wurde ermordet. Die Staatsanwaltschaft bittet deshalb um Hinweise. Zunächst aber der Ablauf der Entdeckung. Die Freude bei Michelle Gröling ist groß als sie ihre neu gemietete Garage in Kassel betritt. „Schön. Schön. Meine erste eigene Garage.“ Allerdings währt diese Freude nur kurz. Michelle Gröling, Pächterin der Garage „Mich trifft sofort der Schlag, weil mir ein Geruch in die Nase gekommen ist, wo ich mir dachte irgendwas ist hier gewesen, passiert. Es roch einfach nur widerlich.“ Ihr Auto lässt Michelle deshalb zunächst draußen stehen. Wochen später entrümpelt ihre Mutter Nicole die Garage am Franzgraben. Nicole Gröling, Mutter von Michelle „Ja, hier waren halt Säcke, ein Heizlüfter und halt dieser große Schrank. Das war halt so ein Besenschrank, so weiß ich nicht, halt so vier bis fünf Meter. Dann habe ich dann irgendwie Tage, dann den Schrank, dann rausgeholt, weil ich ja wollte, dass sie die Garage dann halt nimmt für ihr Auto. Ja, hab den Schrank dann rausgetragen und dann irgendwann, wie gesagt, war es ja regnerisch. Dann ist die Rückenwand von dem Schrank auseinandergebrochen und es hat der Kopp da rausgekullert.“ Zum Vorschein kommt eine verweste männliche Leiche. Ein Schock. Nicole Gröling, fand die Leiche „Das war grausam. Das so zu erleben. Man sieht es eigentlich nur im Fernsehen. Aber das vor der eigenen Haustür zu haben ist einfach nur schrecklich.“ Der grausame Fund ist nun ein Jahr her. Jetzt haben Polizei und Staatsanwaltschaft den Toten identifiziert. Es ist der damals 57-jährige Jürgen H. aus Kassel. Andreas Thöne, Staatsanwaltschaft Kassel „Der Getötete wurde zuletzt am 25. Mai 2020 gesehen, und zwar im Bereich einer Kleingartenanlage, in der Südstadt in Kassel.“ Vier Jahre lang könnte die Leiche […]