Lehrer wegen sexueller Übergriffe angeklagt
Vor dem Landgericht Hanau muss sich seit heute ein 35-jähriger Deutscher verantworten. Dem Lehrer wird vorgeworfen, sich mehrmals an einer minderjährigen Schülerin sexuell vergangen zu haben. Hier soll alles passiert sein. Verena K., der Name ist geändert, soll in den Klassenzimmern dieser Schule zwischen April und Juni 2024 von ihrem Physik- und Mathematiklehrer mehrmals geküsst und im Intimbereich berührt worden sein. Zum damaligen Zeitpunkt ist das Mädchen 13 Jahre alt, der Angeklagte Marc S. ist da schon seit knapp drei Jahren ihr Lehrer. Iris Passek, Anwältin der Schülerin. „Wenn sie älter sind als 14, dann spielt es eine Rolle, ob sie zum Beispiel einverstanden waren oder nicht. Bei Personen, die dieses Alter noch nicht erreicht haben, ist es dann tatsächlich so, dass diese Einwilligung auch nicht fingiert werden kann. Dass man also auch nicht sagen kann, na ja sie wollte es ja selbst, sondern das bleibt völlig ohne Beachtung.“ Verena K. habe wiederholt nach Stundenende den Kontakt zu ihrem Lehrer gesucht, um über private Probleme zu sprechen. Auch habe sie ihn mehrmals in einem Chat angeschrieben. Marc S. habe, laut eigener Aussage, den Chat nach einigen Wochen in eine sexuelle Richtung gelenkt. Der derzeit freigestellte Lehrer legt heute ein umfassendes Geständnis ab. Antonia Leetz, Reporterin in Hanau „Marc S. sagt heute, er schäme sich zutiefst und sein Verhalten von damals widere ihn an. Er spricht davon, dass er zum Zeitpunkt der Taten unter einem hohen beruflichen und privaten Druck gestanden habe. Deshalb sei er auf der Suche nach Bestätigung gewesen. Während seines Geständnisses verspricht sich der Angeklagte heute wiederholt, er ist spürbar angespannt.“ Das besondere Verhältnis eines Lehrers zu seiner Schülerin kann zusätzlich strafverschärfend für den Angeklagten ausgelegt werden. Iris Passek, Anwältin der Schülerin „Weil die ältere Person, in dem Fall der Angeklagte, natürlich auch ein besonderes nicht Schutzbedürfnis hat, […]


