Kriminalität

  • Lehrer wegen sexueller Übergriffe angeklagt

    Lehrer wegen sexueller Übergriffe angeklagt

    Vor dem Landgericht Hanau muss sich seit heute ein 35-jähriger Deutscher verantworten. Dem Lehrer wird vorgeworfen, sich mehrmals an einer minderjährigen Schülerin sexuell vergangen zu haben. Hier soll alles passiert sein. Verena K., der Name ist geändert, soll in den Klassenzimmern dieser Schule zwischen April und Juni 2024 von ihrem Physik- und Mathematiklehrer mehrmals geküsst und im Intimbereich berührt worden sein. Zum damaligen Zeitpunkt ist das Mädchen 13 Jahre alt, der Angeklagte Marc S. ist da schon seit knapp drei Jahren ihr Lehrer. Iris Passek, Anwältin der Schülerin. „Wenn sie älter sind als 14, dann spielt es eine Rolle, ob sie zum Beispiel einverstanden waren oder nicht. Bei Personen, die dieses Alter noch nicht erreicht haben, ist es dann tatsächlich so, dass diese Einwilligung auch nicht fingiert werden kann. Dass man also auch nicht sagen kann, na ja sie wollte es ja selbst, sondern das bleibt völlig ohne Beachtung.“ Verena K. habe wiederholt nach Stundenende den Kontakt zu ihrem Lehrer gesucht, um über private Probleme zu sprechen. Auch habe sie ihn mehrmals in einem Chat angeschrieben. Marc S. habe, laut eigener Aussage, den Chat nach einigen Wochen in eine sexuelle Richtung gelenkt. Der derzeit freigestellte Lehrer legt heute ein umfassendes Geständnis ab. Antonia Leetz, Reporterin in Hanau „Marc S. sagt heute, er schäme sich zutiefst und sein Verhalten von damals widere ihn an. Er spricht davon, dass er zum Zeitpunkt der Taten unter einem hohen beruflichen und privaten Druck gestanden habe. Deshalb sei er auf der Suche nach Bestätigung gewesen. Während seines Geständnisses verspricht sich der Angeklagte heute wiederholt, er ist spürbar angespannt.“ Das besondere Verhältnis eines Lehrers zu seiner Schülerin kann zusätzlich strafverschärfend für den Angeklagten ausgelegt werden. Iris Passek, Anwältin der Schülerin „Weil die ältere Person, in dem Fall der Angeklagte, natürlich auch ein besonderes nicht Schutzbedürfnis hat, […]

  • Bilanz: Zwei Jahre Cannabisgesetz

    Bilanz: Zwei Jahre Cannabisgesetz

    Vor zwei Jahren trat die Teillegalisierung von Cannabis in Kraft. Wir ziehen mit einem Cannabis-Club in Butzbach und dem hessischen Innenminister Bilanz. Cannabis-Anbau unter Laborbedingungen – mit Lizenz in Deutschland seit zwei Jahren legal. Club-Mitglieder bauen gemeinsam an und profitieren von der Ernte. Klingt einfach, kommt aber trotzdem nicht so recht in Schwung. Phillip Deiters hat den Club „Utopia“ mitgegründet. Wegen großer bürokratischer Hürden sei das nicht einfach gewesen. Hinzu kommen strenge Regelungen wie ein Verbot von Außenwerbung am Club-Haus. Deiters hätte sich gewünscht, dass… Phillip Deiters, Gründer Cannabis-Club „Utopia“ „… die Behörden eine einzige Behörde für ganz Deutschland ist. Und dementsprechend die Auslegung von den Behörden nicht strikter oder weniger strikt ausfallen. Als Beispiel Bayern, kein einziger Club baut dort an. Hessen war jetzt auch nicht grade einfach, eine Lizenz zu bekommen, wir haben acht Monate gebraucht, um eine Lizenz zu bekommen.“ Nur etwa 70 Mitglieder zählt der Club aktuell. Zu wenige, um die laufenden Kosten zu decken. Das Werbeverbot macht es zudem schwer, Interessierte zu erreichen. Viele, die von dem Club wissen, schrecken vor einer festen Mitgliedschaft zurück. Die Folge: Viele Gelegenheitskonsumenten kaufen sich ihr Gras nach wie vor beim Dealer. Dabei war eines der zentralen Ziele des Gesetzes, den Schwarzmarkt einzudämmen. „Gescheitert“, sagt Hessens Innenminister Roman Poseck. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Der Konsum kann nicht über legale Wege abgedeckt werden. Der Konsum ist angestiegen, weil das Signal gesendet wurde, dass Cannabis-Konsum jetzt legal ist. Die Anbauvereinigungen, die es gibt, aber auch die Möglichkeit, zuhause anzubauen reichen bei Weitem nicht aus, um den Markt abzudecken.“ Eine Einschätzung, die auch Phillip Deiters teilt. Ihm geht das Gesetz deshalb nicht weit genug. Wenn Legalisieren, dann richtig. Phillip Deiters, Gründer Cannabis-Club „Utopia“ „Um einen Schwarzmarkt richtig austrocknen zu können braucht es legale Geschäfte, wo die Leute unproblematisch reingehen können, ihr […]

  • Prozess: Escortdame vergewaltigt und mit Machete verletzt

    Prozess: Escortdame vergewaltigt und mit Machete verletzt

    Ein Mann will Sex mit einer Escort-Dame haben. Doch statt sie zu bezahlen, zwingt er sie dazu unter Androhung von Waffengewalt. So soll es im April 2021 in einer Kleingartenanlage in Altrip bei Ludwigshafen geschehen sein. Jetzt fünf Jahre später wird der Fall vor dem Gericht verhandelt. Gheorghe M., ein 53 Jahre alter Rumäne, der seit 13 Jahren in Ludwigshafen wohnt, muss sich heute in Frankenthal vor Gericht verantworten. In dieser Schrebergartenanlage soll er eine Escort-Dame vergewaltigt haben. Die Frau habe mehrfach gesagt, dass er für sexuelle Dienstleistungen bezahlen müsse. Laut Anklage sei der Mann daraufhin sauer geworden und habe eine Machete aus seinem Gartenhaus geholt. Erst habe er die Frau damit geschlagen. Unter Androhung von Waffengewalt habe er sie schließlich zum Sex gezwungen. Es sind Anschuldigungen, die schwer wiegen. Gheorghe M. droht eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren wegen besonders schwerer Vergewaltigung. Maike Dickhaus, Reporterin am Landgericht Frankenthal „Auf der Anklagebank sitzt heute ein Durchschnittsmann, so möchte man es einordnen. Der 53-jährige Rumäne ist in stabilen familiären Verhältnissen aufgewachsen. Er ist verheiratet und hat drei Töchter. Laut eigener Aussage nimmt er weder Drogen, noch trinkt er übermäßig viel Alkohol. Auch vorbestraft ist der Mann nicht. Vor Gericht wirkt er heute nervös und überfordert. Als die vorsitzende Richterin ihn fragt, wie es damals für ihn gewesen sei, in U-Haft genommen zu werden, sagte er: ‚Es sei ein Schock. Er könne nicht fassen, was ihm passiert sei.‘“ Zur Tat äußert sich der Angeklagte heute nicht. Sein Verteidiger erklärt aber, dass er die Vorwürfe bestreite. Das Opfer Elena U. kann vorerst nichts zur Aufklärung des Falles beitragen. Seit mehreren Jahre ist sie verschwunden und auch heute erscheint sie – trotz Vorladung – nicht vor Gericht. Gert Heuer, Verteidiger des Angeklagten „Für mich persönlich bedeutet das erst mal genau als Tatsache, dass die […]

  • Superman & Co als Präventionsbotschafter

    Superman & Co als Präventionsbotschafter

    Welches Kind wollte nicht schon immer mal Spiderman, Thor oder Captain Marvel treffen? Für fünf Grundschulklassen wurde dieser Erlebnis jetzt wahr. Sie konnten die Superhelden gestern an der Schillerschule im rheinland-pfälzischen Lahnstein erleben. Denn das Polizeipräsidium Koblenz hat dort ein Präventionsprojekt gegen Kinder-Kriminalität veranstaltet. Beeindruckend nah steht Batman vor den Schülern der Schillergrundschule, der Freiherr-vom-Stein-Schule und der Grundschule Friedrichssegen. Und er kommt nicht allein. Denn auch Thor, Spiderman, Captain Marvel und Scarlet Witch sind heute angereist. Und zwischen den Superhelden die Alltagshelden der Polizei Koblenz. Gemeinsam wollen sie den Schülern heute zeigen, wie man zum Helden wird. Anne Begen-Meeß alias Captain Marvel „Captain Marvel ist ja schon sehr, sehr, sehr selbständig. Also eine sehr selbständige Frau, die sagt, was sie denkt, sagt, was sie fühlt, nicht viel mit sich machen lässt. Was ihr nicht gefällt. Oder gar nichts mit sich machen lässt, was ihr nicht gefällt und das ist einfach wichtig, dass die Kinder das auch mitbekommen, dass die wissen, hier meine Gefühle sind wichtig, es ist wichtig, was ich denke, es ist wichtig, wie es mir geht, wie ich mich fühle und dass ich auch nein sagen darf.“ Sascha Stranz alias Thor „Thor steht für Werte wie Stolz, ehre, Familie, Zusammenhalt und ich hab heute zusammen mit dem Norbert Heck das Thema soziale Medien, Datenschutz und grad allgemein Internet gehabt und wir haben versucht, das ganze, genau diese Werte auch mit in das Thema reinzubringen.“ Ein wichtiger Punkt: Dinge im Internet kritisch hinterfragen und Hilfe holen. In Workshops reden die Superhelden und Polizisten mit den Schülern über Cybermobbing, Cybergrooming, Zivilcourage und bringen ihnen bei, ihre Aggressionen zurückzuhalten. Denn ob im persönlichen Umgang oder im Digitalen: die Kriminalität von Kindern nehme zu, sagt Polizeihauptkommissar Norbert Heck. Norbert Heck, Polizeipräsidium Koblenz „Wir stehen dafür, dass die Welt ein bisschen besser wird. […]

  • Maßnahmen gegen sexualisierte Deepfakes

    Maßnahmen gegen sexualisierte Deepfakes

    Mit 30 Männern aus der Filmbranche habe Collien Fernandes teils über Jahre eine Online-Affäre gehabt – ohne dass sie es wusste. Von Fernandes wurden sexualisierte Deepfakes erstellt, also Videos und Bilder, die sie in pornografischen Posen oder während des Geschlechtsverkehrs zeigen – das Ganze generiert mit Künstlicher Intelligenz. „Die Person telefonierte mit den Männern (mit KI generierter Stimme von mir) irgendwann ging es über in Telefonsex.“ Die 44-Jährige zeigt ihren Exmann, den Schauspieler Christian Ulmen in Spanien an. Dort lebte das Paar zuletzt. In Deutschland ist die Rechtslage für Opfer von sexualisierten Deepfakes nicht eindeutig. Christian Heinz (CDU), Justizminister Hessen „Es gibt eine Vielzahl von Vorschriften, die bei Deepfakes schon greifen können. Alle Straftaten gegen die persönliche Ehre, Beleidigungen, aber auch Belästigungen, andere Delikte. Aber es besteht halt sehr viel Unklarheit. Denn Staatsanwälte können am Ende nur tätig werden und auch Delikte zur Anklage bringen, wenn es eine hinreichende Wahrscheinlichkeit für eine Verurteilung gibt. Und bei einer unklaren Rechtslage werden im Zweifel Delikte eher eingestellt.“ Ein Rechtslage, die nur der Bundestag ändern kann. Aber die dazu führt, dass Betroffene – in aller Regel Frauen – die Delikte nicht anzeigen. Was zur Folge hat, dass Täter ungestraft bleiben. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir haben hier ein bisschen noch einen weißen Fleck. Das liegt aber auch daran, dass es eben nicht eine Strafvorschrift gibt, sondern dass möglicherweise bereits vorhandene Strafvorschriften ein Verhalten auch abdecken. Möglicherweise aber auch nicht. Und deshalb gibt es kein Lagebild zum Thema Deepfakes und auch nicht zum Thema sexualisierte Deepfakes.“ Deshalb will Innenminister Roman Poseck die hessische Polizei hier stärken: Ein Analyse-Tool soll her, um Deepfakes  zu finden und zu entlarven. Außerdem sollen alle Beamte besser im Umgang mit Opfern von sexualisierten Deepfakes geschult werden. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir haben im Moment eine sehr dynamische […]

  • 55-Jährige getötet - Urteil gegen Vermieter-Paar

    55-Jährige getötet – Urteil gegen Vermieter-Paar

    Im Juli 2024 macht die Polizei im Keller eines Hauses in Lauterbach-Wernges einen grausigen Fund: Leichenteile, die zu einer 55-jährigen Frau mit Down-Syndrom gehören. Das Vermieter-Ehepaar wird angeklagt, die Frau erst monatelang misshandelt und schließlich getötet zu haben. Die beiden Angeklagten bestreiten die Tat. Heute ist vor dem Landgericht Gießen das Urteil gefallen. Lebenslange Freiheitsstrafen für Stefan P. und Katja H. wegen Mordes in Tateinheit mit Körperverletzung mit Todesfolge. Zudem wurde eine besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit ist eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen. Thomas Hauburger, Staatsanwaltschaft Gießen „Das Besondere an dem Fall ist sicherlich diese besondere Bösartigkeit und Menschenverachtung, die der Tatdieses ganz besondere Gepräge gibt. Und das war sowohl aus Sicht der Staatsanwaltschaft, als auch aus Sicht der Kammer der Grund dafür, warum man hier auch die besondere Schwere der Schuld angenommen hat.“ Anfang Januar 2024 verschwindet die Frau aus dem Vogelsbergkreis spurlos. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei findet daraufhin im Keller des Hauses die sterblichen Überreste der Frau. Pauline Gaul, Reporterin in Gießen „Die Richterin beschreibt die letzten zwei Monate im Leben der Verstorbenen als ein regelrechtes Martyrium. Nach Überzeugung des Gerichts gaben die Angeklagten ihr kaum etwas zu essen, demütigten sie sie und misshandelten sie immer wieder – unter anderem mit Hammerschlägen auf den Kopf. Laut Zeugenaussage konnte die Geschädigte am Ende kaum noch laufen.“ Später sollen die Angeklagten der Frau eine hohe Dosierung an Beruhigungsmitteln verabreicht haben, woraufhin sie bewusstlos wird. Dem Paar wird vorgeworfen keine ärztliche Hilfe geholt zu haben, um so die vorangegangenen Straftaten zu verdecken. Sie zerteilen sie die Leiche und verstecken sie in ein Fass im Keller. Den Kopf und die Extremitäten finden Ermittler in einem nahegelegenen Waldstück. Die Verteidigung hat hingegen auf eine unterlassene Hilfeleistung mit Todesfolge plädiert. Frederike Vilmar, Verteidigung „Was ist beweisbar? Was ist etwas was wir […]

  • Lebensgefahr nach Messerstecherei in Hanau

    Lebensgefahr nach Messerstecherei in Hanau

    Gestern Abend in Hanau: In einem Stadtbus der Linie 4 geraten zwei junge Männer aneinander. Plötzlich zückt ein 17-Jähriger ein Messer und sticht auf seinen 25 Jahre alten Kontrahenten ein. Das Opfer wird dabei lebensgefährlich verletzt. Die Fahrt der Linie 4 endet gestern gegen 18:30 Uhr außerplanmäßig am Hanauer Freiheitsplatz, nachdem kurz zuvor offenbar ein Streit im Bus eskaliert war: Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge gerät ein 17-Jähriger zunächst verbal mit einem 25jährigen und dessen Begleiter aneinander. Es kommt zu einem Gerangel, in dessen Verlauf der 17jährige schließlich ein Messer zieht und auf sein Opfer einsticht. Der 25-Jährige wird dabei so schwer verletzt, dass die Ärzte auch heute noch um sein Leben kämpfen. Der Tatverdächtige flüchtet zunächst, wird aber schon kurz nach dem Vorfall und der eingeleiteten Fahndung von der Polizei in Gewahrsam genommen. Am Tatort führen die Einsatzkräfte bis in die Nacht umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durch. Polizei und Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Sie gehen inzwischen davon aus, dass sich Täter und Opfer schon länger kannten und es bereits im Vorfeld mehrfach zu Streitigkeiten gekommen war. Deshalb könne derzeit auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich der 17-Jährige selbst nur gegen einen Angriff gewehrt habe. Zur Nationalität von Täter und Opfer gibt es bislang keine Angaben. Mögliche Zeugen des Vorfalls werden gebeten, sich bei der Polizei in Hanau oder einer anderen Polizeidienststelle zu melden.

  • Kriminalstatistik für Rheinland-Pfalz vorgestellt

    Kriminalstatistik für Rheinland-Pfalz vorgestellt

    Rheinland-Pfalz wird immer sicherer. So zumindest das Ergebnis der polizeilichen Kriminal-Statistik für das Jahr 2025, die Innenminister Michael Ebling heute in Mainz vorgestellt hat. Demnach ging nicht nur die Gesamtzahl der Straftaten deutlich zurück, es gab auch weniger Tötungsdelikte und Körperverletzungen. Weniger gut sehen die Zahlen dagegen bei häuslicher Gewalt aus. Wer in Rheinland-Pfalz lebt, muss sich aus Sicht von Innenminister Michael Ebling vergleichsweise wenig Sorgen machen, Opfer einer Straftat zu werden: Auf 100000 Einwohner kamen hier im Jahr 2025 statistisch gesehen 5240 strafrechtlich relevante Vergehen – ein Rückgang um 5,4 Prozent.im Vergleich zum Vorjahr. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Wir sehen in dem Vergleich der Jahre zuvor, dass die Kriminalitätsbelastung sinkt, dass also insgesamt Straftaten zurück gehen. Und zwar deutlich. Und gleichzeitig stellen wir auch fest, dass die Aufklärungsquote steigt. Das ist eine sehr sehr gute Entwicklung. Gepaart mit der Tatsache, dass wir mehr Polizistinnen und Polizisten haben als je zuvor. Insofern setzen wir da glaube ich die Schwerpunkte an der richtigen Stelle.“ Bei einem Großteil der registrierten Straftaten handelt es sich um eher kleinere Vergehen: Etwa um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Kreditkartenbetrug oder Schwarzfahren. In all diesen Bereichen sind die Zahlen rückläufig – ebenso bei schwerer Kriminalität wie Mord oder Totschlag. Am meisten Sorgen bereitet dem Innenminister eine weitere Zunahme der häuslichen Gewalt: Vor allem für Frauen sei die Gefahr, Opfer einer schweren Straftat zu werden, nirgendwo so groß wie in den eigenen vier Wänden. Und noch eine Zahl fällt auf: Obwohl der Ausländeranteil in Rheinland-Pfalz nur bei etwa 14 Prozent liegt, werden rund 32 Prozent aller Straftaten von nichtdeutschen Tätern begangen. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Ich verbräme nicht, dass die Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger überproportional hoch ist im Verhältnis zur Bevölkerung. Wir führen das im Wesentlichen darauf zurück, dass das junge Menschen sind. Oder präziser gesagt: Junge […]

  • Mann mit Messer randaliert in Polizeistation

    Mann mit Messer randaliert in Polizeistation

    Erst am vergangenen Wochenende hat in Kaiserslautern ein tödlicher Messerangriff für Schrecken und Fassungslosigkeit gesorgt: Ein 18 Jahre alter Syrer stach einem jungen Mann von hinten in den Rücken, so dass dieser später im Krankenhaus verstarb. Der Begleiter des Opfers erlitt schwere Stichverletzungen im Brustbereich und schwebt weiter in akuter Lebensgefahr. Nun gab es heute Nacht die nächste Messerattacke – wieder in Rheinland-Pfalz, diesmal in Bitburg. Dabei wollte der bewaffnete Angreifer sogar auf Polizisten losgehen. Die Beamten eines Spezialeinsatzkommandos mussten ihre Kollegen retten. Die Spuren der Randale: Ein 25-jähriger Mann betritt gestern Abend mit einem Messer bewaffnet die Bitburger Polizeidienststelle und sorgt dort für Verwüstungen. Den Polizisten gelingt es, ihn im  Schleusenbereich  festzusetzen, um ein Eindringen  in die Diensträume zu verhindern. Spezialeinsatzkräfte nehmen den Angreifer fest, er wird dabei leicht verletzt. Trauer in Kaiserslautern: Der tödliche Messerangriff vom vergangenen Wochenende beschäftigt die Menschen noch immer. Drei junge Syrer waren in Streit geraten, der Tatverdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Innenminister und Polizeipräsident besuchen heute die Innenstadt. Hans Kästner, Leiter Polizeipräsidium Westpfalz „Wir haben hier weder in der Mall noch in der Innenstadt, keine Kriminalitätsbrennpunkte. Wir werden die Stadt diesem Klientel nicht letztendlich überlassen.“ Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Die Innenstädte in Rheinland-Pfalz sind sichere Orte, das Ereignis vom vergangenen Wochenende ist natürlich geeignet, das infrage zu stellen, deshalb ist es wichtig zu betonen: Die Polizei hat hier schon erfolgreiches geleistet und sie lässt hier auch nicht nach, sie hätte auch nicht nachgelassen. Sondern Sie wird mit einem hohen Kontrolldruck jetzt auch noch mal zusätzlich verstärkt.“ Zusätzlich kündigt Ebling eine Waffenverbotszone für Kaiserslautern an. Diese ermöglicht der Polizei anlasslose Kontrollen. Manfred Schulz (CDU) Bürgermeister Kaiserslautern „Die hätten wir uns auch schon früher gewünscht, ob es diese Tat natürlich verhindert hätte, das ist natürlich eine offene Frage. Generell ist es so, dass ich mir […]

  • Jugendlicher erstochen - Urteil in Landau

    Jugendlicher erstochen – Urteil in Landau

    Eine Schülerparty bei einer Grillhütte in Weingarten endet in einer Tragödie. Ein 17-Jähriger verblutet auf einem Feldweg, erstochen von einem heute 23-Jährigen. Zum zweiten Mal wurde am Landgericht Landau heute das Urteil gesprochen. Der heute 23-jährige Angeklagte wird freigesprochen – zum zweiten Mal. Nach dem ersten Prozess vor zwei Jahren erklärt die Kammer den Angeklagten heute erneut für nicht schuldig. Der junge Mann habe die Tat zwar begangen,  jedoch aus Notwehr gehandelt. Alexander Klein, Verteidiger „Die Kammer hat festgestellt, dass die Verteidigung auch erforderlich war in der Situation für den Angeklagten, nachdem er unmittelbar zuvor den Schlag erhalten hat und deshalb freigesprochen. Notwehr ist ein starkes Recht und das Recht muss dem Unrecht weichen. Das hat die Kammer nochmal ganz klar unter Darlegung der Rechtsprechung ausgeführt und insofern zutreffend den Freispruch erkannt.“ Für das Urteil sei es wichtig, die gesamte Tatnacht zu betrachten, nicht nur den Vorfall auf dem Feldweg. Bei der Feier an der Grillhütte sei es zuvor schon zu Schlägereien gekommen, bei denen der getötete Arthur L. extrem aggressiv aufgetreten war. Dabei habe der Angeklagte sein Handy verloren.  Als er sein Smartphone zuhause nicht finden konnte, sei er deshalb nochmal mit dem Auto zur Grillhütte zurückgekehrt. Dort sei er auf einem Feldweg  erneut auf  den 17-Jährigen Arthur und dessen Freunde getroffen. Mit einem Messer in der Hand sei er aus dem Auto gestiegen. Arthur habe ihm ins Gesicht geschlagen, woraufhin der Angeklagte seine Brille verlor. Durch seine Sehschwäche eingeschränkt stach dieser seinem Kontrahenten mit dem Messer in die Brust. Kurz darauf starb der 17-Jährige am Tatort. Den Messerstich beurteilt die Kammer als Notwehr. Rechtsanwalt Wolfram Schädler vertritt die Mutter des Toten und kritisiert das Urteil sehr. Wolfram Schädler, Rechtsanwalt Nebenklage „Ich bin, ehrlich gesagt, schon sehr überrascht von dem Urteil. Weil ich meine, dass das, was der Bundesgerichtshof […]

  • Hessen ist sicherer geworden: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vorgestellt

    Hessen ist sicherer geworden: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vorgestellt

    Der hessische Innenminister Roman Poseck hat heute die polizeiliche Kriminalstatistik vorgestellt und spricht von Licht und Schatten. Insgesamt ist die Zahl der angezeigten Straftaten in Hessen im vergangenen Jahr erneut gesunken. Politisch motivierte Kriminalität hat aber zugenommen – vor allem von links. Hessen sei 2025 noch sicherer geworden – so Innenminister Roman Poseck heute. Knapp 377.000 Straftaten hat die Polizei im vergangenen Jahr bearbeitet, 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Hessen liege damit im Ländervergleich auf dem vierten Platz. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir haben nämlich in Hessen viele Maßnahmen für mehr Sicherheit ergriffen. Wir sehen konkrete Auswirkungen unserer Innenstadtoffensive. Straßenkriminalität geht beispielsweise auch deutlich zurück, insbesondere in den großen Städten. Sehr erfreulich ist auch der starke Rückgang bei der Jugendkriminalität, dort haben wir inzwischen das niedrigste Niveau dieses Jahrhunderts erreicht.“ Erfolgreich auch der Kampf gegen Geldautomatensprengungen, ein Rückgang um 90 Prozent gegenüber 2023. Auch die Ausländerkriminalität geht zurück, anders als in den beiden Vorjahren stellen deutsche Staatsbürger wieder die Mehrheit der Tatverdächtigen. Schlechte Nachrichten dagegen bei der politisch motivierten Kriminalität, (Grafik exakte Zahlen) die um 25 Prozent zunimmt. Besonders der Linksextremismus werde in jeder Hinsicht gefährlicher, dort sieht die Polizei einen Zuwachs von fast 180 Prozent. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir haben mehr Taten, wir haben mehr Täter und wir haben auch gefährlichere Taten. Wir dürfen aber die Extremismusphänomene nicht gegeneinander ausspielen. Der Rechtsextremismus bleibt die größte Gefahr für unsere Demokratie und unsere Sicherheit. Wir werden aber in Hessen den Linksextremismus genauso konsequent bekämpfen und die Bekämpfungsstrategien, beispielsweise im Landeskriminalamt auch intensivieren.“ Wichtig zur Einordnung: Die Statistik ist ein Arbeitsbericht der Polizei und kein exaktes Abbild der Kriminalitätswirklichkeit. Felix Paschek, Polizeipräsident Hessen „Das Thema häusliche Gewalt, da gibt es eine aktuelle Studie, die geht von einem Dunkelfeld von über 90 % aus. Da ist die Aussagekraft natürlich […]

  • Entsetzen in Grebenhain: Kita-Erzieher soll sechs Kinder missbraucht haben

    Entsetzen in Grebenhain: Kita-Erzieher soll sechs Kinder missbraucht haben

    Im Vogelsbergkreis hat die Polizei einen 34 Jahre alten Mann festgenommen. Die Vorwürfe gegen ihn sind schwerwiegend. Es besteht der dringende Verdacht des sexuellen Missbrauchs von schutzbefohlenen Kindern und des Herstellens kinderpornografischer Inhalte. Der Erzieher soll in einer Kindertagesstätte in Grebenhain in mehreren Fällen Jungen missbraucht haben. Wie die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Osthessen heute mitteilten, befindet sich der 34 Jahre alte Mann in Untersuchungshaft. Der Festnahme seien Ermittlungen auf Portalen im Darknet vorausgegangen. In der gut 4000-Einwohner-Gemeinde sitzt der Schock tief. Simon Seibert (parteilos), Bürgermeister Grebenhain „Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sind genauso schockiert und betroffen. Keiner hat das erwartet und es hat einfach niemand gesehen. Wir haben einen Schutzkonzept, wir haben das alles und die Regeln werden befolgt und trotzdem ist es passiert also… Ich glaube, man muss jetzt einfach sagen, wir haben eine gute Kindertagesstätte, und das soll auch so weitergehen, da kann keiner was für. Es gibt hier keinen Schuldigen, außer der, der im Knast sitzt.“

  • Verdacht auf Straftat: Leiche neben Mülltonne in Heusenstamm gefunden

    Verdacht auf Straftat: Leiche neben Mülltonne in Heusenstamm gefunden

    In Heusenstamm im Kreis Offenbach ist eine Leiche gefunden worden. Noch ist unklar, wer die tote Person ist – und wie sie ums Leben kam. Die Ermittler gehen von einer Gewalttat aus. Schockierender Fund in einem Gewerbegebiet im südhessischen Heusenstamm: Ein Mann, der hier in der Nähe arbeitet, findet in der Ottostraße gestern neben einigen Mülltonnen eine Leiche. Er informiert die Polizei. Heute geben die Ermittler Details zum Fall bekannt. Der Tote sei demnach ein Mann mittleren Alters. Seine Identität sei noch nicht offiziell bestätigt, aber es gebe erste Hinweise. Die Behörden prüfen, ob es einen Zusammenhang mit einem Vermisstenfall aus Hessen gibt. Spuren am Körper der Leiche deuten auf Gewalt hin. Sebastian Knell, Staatsanwaltschaft Darmstadt „Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln aufgrund des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Es gab Gewalteinwirkungen. Ob diese jedoch todesursächlich waren, das wird abgeklärt. Hierzu wurde eine Obduktion angeordnet, die im Laufe des Tages durchgeführt wird.“ Bis tief in die Nacht sperren Spurensicherer gestern das Gebiet rund um den Fundort der Leiche ab. Auch heute bleibt es abgesperrt, weitere Untersuchungen laufen. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden. Wer gestern etwas Verdächtiges beobachtet hat, soll sich bei den Ermittlern melden.

  • Cold Case von 1994 gelöst? Festnahme im Koblenzer Mordfall Amy Lopez

    Cold Case von 1994 gelöst? Festnahme im Koblenzer Mordfall Amy Lopez

    32 Jahre ist es her, dass eine amerikanische Touristin in Koblenz brutal ermordet wurde. Im September 1994 fanden Passanten die Leiche von Amy Lopez unterhalb der Festung Ehrenbreitstein. Die damals 24-Jährige war vergewaltigt, stranguliert und dann mit Messerstichen getötet worden. Nach Jahren der erfolglosen Ermittlungen galt der Fall inzwischen als „Cold Case“ – bis es am Montag plötzlich eine Festnahme gab. Heute sind die Ermittler vor die Presse getreten. Der Medienraum im Polizeipräsidium Koblenz platzt aus allen Nähten. Das Interesse ist riesig. Wie haben die Ermittler es geschafft, fast 32 Jahre nach der Tat noch einen mutmaßlichen Täter zu ermitteln? Mario Mannweiler, Leiter Staatsanwaltschaft Koblenz, „Die eindeutige Spur, mit der eindeutigen Übereinstimmung stammt vom Hosenbund der Jeanshose des Opfers. Und zwar von der Innenseite. Und diese DANN-Spur konnte damals 1994 mit den damals zur Verfügung stehenden Mitteln noch nicht entdeckt werden.“ Hier, an einem Aufgang zur Festung Ehrenbreitstein hatten Passanten am 26.September 1994 die Leiche von Amy Lopez gefunden. Sie lag in einem abgetrennten Vorbau der Festung, dem sogenannten General-Aster-Zimmer, das heute mit einem Gitter verschlossen ist. Die Festnahme des Tatverdächtigen erfolgte gestern in einem Seniorenheim, nur wenige Kilometer vom Tatort entfernt. Mario Mannweiler, Leiter Staatsanwaltschaft Koblenz, „Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 81jährigen Deutschen, der unweit von Koblenz lebte, wo er auch festgenommen wurde. Auch zur Tatzeit lebte er in der Region um Koblenz. Er ist nicht in der Region hier geboren, aber er hat einen Großteil seines Lebens in der Region verbracht.“ Der Verdächtige ist der Polizei bereits seit Jahrzehnten bekannt und hat mehrere Jahre im Gefängnis verbracht, unter anderem wegen der versuchten Vergewaltigung einer 16jährigen Ende der 90er Jahre. Eine DNA-Probe des Mannes von damals war inzwischen allerdings fristgerecht gelöscht worden. Durch einen Reihentest konnten sich die Ermittler im vergangenen Jahr allerdings eine neue Speichelprobe […]

  • Grenzkontrollen verlängert - So ist die Lage an den Binnengrenzen in Rheinland-Pfalz

    Grenzkontrollen verlängert – So ist die Lage an den Binnengrenzen in Rheinland-Pfalz

    Eigentlich sollten Kontrollen an den deutschen Außengrenzen Mitte März planmäßig enden – jetzt werden sie doch verlängert. Die Kontrollen laufen seit September 2024, seit Mai vergangenen Jahres werden auch Asylsuchende an den Grenzen zurückgewiesen. Bundes-Innenminister Alexander Dobrindt hat jetzt angekündigt, sie für weitere sechs Monate zu verlängern. Sie seien weiter notwendig, als ein wichtiges Element, um die illegale Migration zu bekämpfen. – Viel Arbeit also weiterhin für die Bundespolizisten an der Grenze auch an den Grenzen von Rheinland-Pfalz. Wir sind im Westen von Rheinland-Pfalz. Auf der A64 zwischen Luxemburg und Trier. Die stationäre Grenzkontrolle ist rund um die Uhr besetzt. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Hier wird stichprobenartig kontrolliert. Und seit Mai vergangenen Jahres werden auch Menschen zurückgewiesen, wenn sie um Asyl bitten. Mit dieser Anordnung hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt eines der großen Wahlkampfversprechen der Union umgesetzt. Ausgenommen sind Schwangere, Schwerkranke und Kinder. An den Grenzen zu Luxemburg, Frankreich und Belgien wurden zwischen September 2024 und Dezember 2025 insgesamt rund 4.200 Menschen zurückgewiesen. Außerdem wurden rund 180 mutmaßliche Schleuser festgenommen und rund 710 Menschen gefasst, gegen die ein Haftbefehl vorlag. Zahlen, die nach Ansicht des Bundesinnenministers belegen, dass die verschärften Grenzkontrollen wirksam sind.