Kriminalität

  • Prozess um Tötung von Ex-Frau

    Prozess um Tötung von Ex-Frau

    In Deutschland sterben laut der Erfassung des Bundeskriminalamtes jährlich über 130 Frauen durch ihren aktuellen oder ihren Ex-Partner. Mehr als 900 versuchte Tötungen kommen jedes Jahr hinzu. Häufig handelt es sich dabei um Taten, bei denen Männer eine Trennung nicht akzeptieren wollen – so wie bei der grausamen Tat, die im vergangenen Jahr Heppenheim erschüttert hat. Der mutmaßliche Täter steht seit heute in Darmstadt vor Gericht. Achtmal sticht Mustapha H. laut Anklage am 31. August letzten Jahres in diesem Mehrfamilienhaus auf seine Ex-Frau ein. Ein Stich trifft sie mitten ins Herz. Die 34jährige Fatima A. stirbt im Rettungswagen. Mustapha H. wird noch am Tatort festgenommen. Bei ihm finden die Beamten vier Messer. Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt wirft ihm vor, er habe die Scheidung von seiner Frau und den Umstand, dass sie sich mit anderen Männern traf, nicht akzeptiert und sie deswegen getötet. Robert Murmann, Reporter in Darmstadt „In seiner Aussage sagt Mustapha H. heute unter Tränen, er könne immer noch nicht begreifen, dass seine Frau wirklich tot sei. Er wisse nicht, warum er das getan hätte. Eifersucht sei ihm fremd. Er sagt aus, dass er sich an die eigentliche Tat nicht mehr erinnern könne. Allerdings behauptet er auch, dass Fatima A. ihn provoziert habe“ Staatsanwalt Simon Steiner sieht in den angeblichen Gedächtnislücken des Angeklagten eine reine Schutzbehauptung. Simon Steiner, Staatsanwalt „Für mich war seine Einlassung in vielen Teilen nicht nachvollziehbar, da er sich dahingehend eingelassen hat, sich an bestimmte Vorgänge des Tatgeschehens erinnern zu können, aber an andere dann nicht, was für mich meines Erachtens nicht nachvollziehbar ist.“ Mustapha H. sagt heute, er sei am Tattag nicht er selbst gewesen. Sein Verteidiger betont, dass sich sein Mandant im Vorfeld der Tat in einem psychischen Ausnahmezustand befunden hätte. Horst Beckerle, Verteidiger von Mustapha H.: „Dann hatte er sehr viel Haschisch konsumiert, […]

  • War es Mord ?

    War es Mord ?

    Es klingt wie ein Albtraum: Eine Mutter fährt morgens zum Arzt und lässt ihren zweijährigen Sohn in der Obhut ihres neuen Partners. Doch als sie zurückkehrt, kämpft das Kind im Krankenhaus um sein Leben und die Polizei ermittelt gegen ihren neuen Lebensgefährten, denn das Kind ist geschüttelt und schwer misshandelt worden. Das Kind stirbt und gegen den Mann hat heute ein zweiter Prozess vor dem Landgericht in Trier begonnen. 6 Jahre und neun Monate Haft. So lautete das Urteil gegen Joshua W. im vergangenen Jahr. Das Gericht sah es, nach einem Geständnis des Angeklagten, als erwiesen an, dass Joshua W. das zweijährige Kind seiner damaligen Partnerin mehrfach mit der Faust auf Kopf und Oberkörper geschlagen und heftig geschüttelt hat. Anschließend wählte er selbst den Notruf – einer der Gründe, warum das Gericht ihn „nur“ wegen Totschlag verurteilt hatte. Das allerdings will der leibliche Vater des getöteten Kindes, der auch dem zweiten Prozess als Nebenkläger beiwohnt nicht hinnehmen. Volker Blindert, Oberstaatsanwalt Trier: „Seitens der Nebenklage wurde dann Revision eingereicht und das auch erfolgreich und der BGH hat gesagt man muss prüfen, ob hier nicht sogar ein Mord vorliegt. Das Urteil wurde also aufgehoben und jetzt wird praktisch die gesamte Hauptverhandlung wieder neu gemacht mit kompletter Beweisaufnahme.“ Und die beginnt heute nicht nur mit einem erneuten Geständnis des Angeklagten, sondern auch mit einer Aussage der Mutter des getöteten Zweijährigen. Robert Murmann, Reporter: „Sie beschreibt den Angeklagten, mit dem sie zum Tatzeitpunkt drei Wochen zusammengelebt hatte, als fürsorglich. Gewalt habe sie von ihm vorher weder gegen die Kinder, noch gegen sich erfahren . Sie erzählt, Joshua W. habe selbst angeboten, an diesem Tag auf das Kind aufzupassen, um die Mutter zu entlasten.“ Bevor am elften Juni ein Urteil fällt, muss das Gericht entscheiden, ob es den Angeklagten wegen Mordes verurteilt, oder ob es bei Totschlag bleibt. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Studie zur Daseinsvorsorge: Offenbach, Frankfurt und Eschborn gehören zu den am besten versorgten Gemeinden in Deutschland. Die Städte liegen auf Platz 2 bis 4 der bundesweiten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Dabei wurde in den rund 11.000 Gemeinden untersucht, wie gut die Versorgung mit Ärzten und Schulen, schnellem Internet, Nahverkehr sowie Freizeitangeboten ist. Die rheinland-pfälzischen Gemeinden schneiden in der Studie überwiegend schlecht ab. Das Land gehört zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern zu den Schusslichtern. Gewalt an Frauen: In Hessen sind von 2022 bis 2025 insgesamt 25 Frauen Opfer von Mord oder Totschlag durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner geworden worden. Außerdem wurden in diesem Zeitraum 71 weitere Fälle von versuchten Tötungsdelikten erfasst. Das geht aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im hessischen Landtag hervor. Geschlechtsspezifische Gewalt beziehungsweise Femizide würden in der polizeilichen Statistik derzeit nicht getrennt erfasst. Dafür müsse zuerst eine bundesweit einheitliche Definition von Femizid festgelegt werden. Japankäfer breitet sich aus: Nachdem vergangenen Jahres in Südhessen der erste Japankäfer entdeckt wurde, gibt es inzwischen immer mehr Nachweise der invasiven Art. Das teilt der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen mit. Japankäfer können enorme Schäden anrichten. Sie fressen die Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzen, darunter Weinreben und Obstbäume. Die Larven ernähren sich von Graswurzeln. Bekämpft wird der Japankäfer mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen. Unter anderem wird um jeden Fund eine Befallszone eingerichtet, in der die Flächen kontrolliert werden müssen.

  • Betrug durch vorgetäuschte Liebesbeziehung

    Betrug durch vorgetäuschte Liebesbeziehung

    Love-Scamming bezeichnet Betrug durch eine vorgetäuschte Liebesbeziehung im Internet. Nach Angaben des Landeskriminalamts Hessen wurden 2025 bislang 67 Fälle registriert. Experten gehen jedoch von einer hohen Dunkelziffer aus, weil viele Betroffene den Betrug aus Scham nicht anzeigen. Der Fall von Christian Löffler aus Riedstadt zeigt, wie schwerwiegend die Folgen eines solchen Betrugs sein können. Christian Löffler ist seit sieben Jahren Single. Anfang 2025 erleidet er eine Lungenembolie, danach wächst der Wunsch nach einer festen Beziehung. Über Tinder lernt er die Australierin Salomé kennen. Zunächst schreiben sie über die Dating-App, später über WhatsApp – teilweise drei bis vier Stunden täglich. Christian Löffler, Scamming-Opfer „Es wurde dann auch sehr alltäglich. Wir haben uns unterhalten über den Alltag, was wir gegessen haben. Haben uns Fotos geschickt, haben uns gegenseitig erinnert zu essen. Also es kamen dann von ihr sehr fürsorgliche Seiten mir gegenüber an.“ Über sechs Monate hinweg tauschen sie tausende Nachrichten aus. Christian fühlt sich verstanden und gebraucht. Christian Löffler, Scamming-Opfer „Es war seltsam muss ich sagen mich dann darauf einzulassen und zu sagen ups da sind ja Gefühle da. Dass dann auch zu kommunizieren und zu sagen aus Freundschaft könnte mehr werden. Und dann die Antwort zu kriegen ja sehe ich auch so hat mich dann natürlich auch gefreut. Gerade weil ich halt auch mit dem Selbstwert große Probleme hatte. Und dass dann so jemand an mir Interesse hatte, war dann natürlich was komplett anderes für mich.“ „My dear, I never had to judge you because from the beginning I saw your heart, your kindness and your strength. Being by your side and loving you is the most natural and precious thing for me. Nothing and no one can replace you in my heart.“ „Mein Lieber, von Anfang an habe ich dein Herz, deine Freundlichkeit und deine Stärke gesehen. An deiner Seite zu sein und dich zu lieben ist für mich das Natürlichste […]

  • Mordprozess begonnen – Ehefrau mit 43 Stichen getötet?

    Mordprozess begonnen – Ehefrau mit 43 Stichen getötet?

    Es ist ein grausamer Mord in Ludwigshafen, der im vergangenen Jahr für Entsetzen gesorgt hat. Aus Eifersucht und Wut soll ein Mann 43-mal auf seine Ehefrau eingestochen haben, weil er davon ausging, das sie ihm fremd geht. Die 37-jährige Dilan A. verblutet daraufhin. Die gemeinsamen Kinder liegen währenddessen nebenan im Bett. Seit heute steht der mutmaßliche Mörder vor dem Frankenthaler Landgericht. Wegen des großen Andrangs beginnt der Prozess verspätet. Als der Angeklagte Umut K. in den Saal geführt wird, zischen ihm von den Besucherplätzen Beleidigungen entgegen. Die Vorsitzende Richterin nutzt ihre ersten Worte für eine klare Ansage: auch wenn der Fall viele Menschen aufwühle, benötige das Gericht Ruhe und Respekt, um den Fall sauber zu verhandeln.   Doris Brehmeier-Metz, Staatsanwaltschaft Frankenthal „Nach dem Ergebnis der Ermittlungen geht die Staatsanwaltschaft davon aus, dass der Angeklagte seine Frau aus nicht nachvollziehbarer Wut und unbegründeter Eifersucht getötet hat. Die Staatsanwaltschaft sieht darin einen so genannten niedrigen Beweggrund im Sinne des Paragraphen 211 StGB und hat deshalb Anklage wegen Mordes erhoben.“ Der 40-jährige Türke wählt in der Tatnacht selbst den Notruf und lässt sich widerstandslos festnehmen. Polizisten wecken anschließend die noch schlafenden Kinder. Diese seien schwer traumatisiert. Katja Kosian, Anwältin der Familie von Dilan A.  „43 Messerstiche sagen schon einiges aus über die enorme Wut und Macht des Täters. Die Frau hatte ihn ja auch schon mehrfach angezeigt gehabt oder zumindest einmal richtig angezeigt gehabt da hat er ihr mit einer schweren Holzbox auf den Kopf geschlagen. Es gab also schon vorher häusliche Gewalt in dieser Beziehung und Scheidungsberatungsgespräche bei Anwälten.“ Sabine Wüstefeld, Anwältin der Kinder von Dilan A. „Er hat das Opfer zu einem Objekt degradiert. Er hat Wünsche und Vorstellungen gehabt, die er von ihr haben wollte und sie hat alles getan, was sie konnte. Gleichzeitig hat er aber nichts davon getan. Er war nicht arbeiten, hat die […]

  • Was wird aus dem abgebrannten Parkhaus in Bad Homburg?

    Was wird aus dem abgebrannten Parkhaus in Bad Homburg?

    Vor vier Wochen sorgt ein Brand in einem Parkhaus in Bad Homburg für einen Schaden in Millionenhöhe. Mehrere Autos brennen aus und auch das Gebäude wird durch die Flammen stark beschädigt. Aktuell laufen die Sanierungsarbeiten. Die große Frage: Wie gehts nun weiter?   Mit schwerem Gerät befreien die Arbeiter den Beton von einer dicken Rußschicht. Hier kommt ein spezielles Verfahren zum Einsatz, bei dem die Oberfläche mit Trockeneis beschossen wird. Das Feuer hat das Gebäude schwer beschädigt. Einsturzgefährdet ist es aber nicht mehr. Elmar Waldmann (Gebäudemanagement Bad Homburg): „Die Sanierungsarbeiten teilen sich ein Stück weit auf in Reinigungsarbeiten und eben Reparaturen beziehungsweise den Austausch von Stahlbetonteilen, die eben sehr betroffen sind, sehr angegriffen sind von dem Brandereignis. Die sehr hohe Hitzeentwicklung hat eben dazu geführt, dass die Stahlbetonteile angegriffen wurden. Da hat es Abplatzungen gegeben.“  Bei dem Brand wurden insgesamt 36 Autos beschädigt, 11 davon brannten vollständig aus. Ein mutmaßlicher Brandstifter wurde festgenommen. Die enorme Hitze sorgte dafür, dass verbrannte Materialien der Autos in die beschädigte Struktur des Stahlbetons eingedrungen sind. Der droht nun zu rosten. Das chemische Gutachten lag schnell vor. Nun können die Spezialisten mögliche Folgeschäden verhindern. Elmar Waldmann (Gebäudemanagement Bad Homburg): „Das war schon Lichtgeschwindigkeit in der hier vorgegangen wurde. Sowohl in Abstimmung mit Sachverständigen, Statikern, der Versicherungen und den hier vor Ort tätigen Sanierungsunternehmen. Es ist schon alles sehr ambitioniert was wir hier machen.“  58 Mitarbeiter sind vor Ort und sanieren zum Teil mit chemischen Mitteln aber auch von Hand. Der Stadt Bad Homburg liegt viel daran, dass das Parkhaus am Seedammbad möglichst schnell wieder genutzt werden kann. Elmar Waldmann (Gebäudemanagement Bad Homburg): „Es ist sehr wichtig insofern, dass wir unmittelbar angrenzend das Seedammbad haben und auf der anderen Straßenseite die Taunustherme. Diese beiden Bäder sind überregional bekannt und stark frequentiert durch auswärtige Menschen die hier zu Besuch […]

  • Tote Frau in Hanau gefunden

    Tote Frau in Hanau gefunden

    In Hanau hat ein grausamer Fund am frühen Morgen für große Aufregung gesorgt: Auf einem Parkplatz vor einem Mehrfamilienhaus wurde die blutüberströmte Leiche einer Frau entdeckt. Die Polizei ermittelt zu den Hintergründen des Vorfalls.   Gegen 5:40 Uhr geht bei der Polizei in Hanau ein Notruf ein. Als die Einsatzkräfte eintreffen, finden sie auf dem Parkplatz vor einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Lamboy eine blutüberströmte Frau. Die 52-Jährige ist bereits tot. Laut Staatsanwaltschaft weist der Leichnam „Anzeichen scharfer Gewalt“ auf, vermutlich Messerstiche. Die Polizei nimmt einen 23-jährigen Tatverdächtigen fest. Nach bisherigen Erkenntnissen kannten sich der Mann und die Frau. Er soll selbst den Notruf gewählt haben. Die Ermittlungen zu einem möglichen Motiv und weiteren Hintergründen laufen.

  • Immer mehr Lkw-Ladungen geklaut

    Immer mehr Lkw-Ladungen geklaut

    Es sind schwere Zeiten für Logistikunternehmer: Immer häufiger kommt es vor, dass komplette LKW-Ladungen geklaut werden. Bei den Dieben handelt es sich um sogenannte Phantomfrachtführer: angebliche Subunternehmer, die Transportfahrten für Logistikunternehmen durchführen. Sie holen die Ware zwar ab, doch die kommt nie am Ziel an.   Bis zu 100 LKW fahren täglich zum Ein- und Ausladen über den Hof bei Intertrans in Bobenheim–Roxheim. Das Speditionsunternehmen organisiert Transporte aller möglicher Waren innerhalb von Deutschland und ins Ausland. Die Fahrten selbst führt das Unternehmen von Michael Peters nicht aus. Das machen Transportfirmen. Zu etwa 90 Prozent arbeitet er dafür mit festen Partnern zusammen. Die restlichen Fahrten stellt er in einer Frachtenbörse online. Transporteure können dort Telefonnummer und E-Mail-Adresse abgreifen und sich melden, wenn sie einen Auftrag übernehmen wollen. Doch in letzter Zeit sind darunter immer öfter Fakeunternehmer, die darauf aus sind, die Ware zu klauen. Michael Peters, Speditionsunternehmer: „Wir haben eine Ladung von Mannheim nach Hamburg und dann laden die die direkt in Mannheim bei unserem Kunden, fahren sie angeblich dann zu dessen Kunden in Hamburg, aber dort tauchen sie halt nie auf. Und dann am nächsten Tag erst meldet sich der Empfänger und sagt ‚wo bleibt der LKW, ich warte auf die Ware.‘“ Vor einigen Jahren ist Michael Peters selbst auf einen Phantomfrachtführer hereingefallen. Damals waren solche Fälle eher selten. Mittlerweile bemerken seine Disponenten mehrmals pro Monat Betrugsversuche. Die Scammer klauen die Identität echter Transportunternehmer. Um den Fake zu bemerken, muss man schon ganz genau hinschauen. Oft sind es nur minimale Änderungen in der E-Mail-Adresse. Papiere wie Fahrerlizenz und Versicherungsgenehmigung sind entweder geklaute Originale oder täuschend echt aussehende Fälschungen. Michael Peters, Geschäftsführer Intertrans GmbH: „Das Problem ist, Fälschungen an Papieren heutzutage durch die Digitalisierung sind nicht mehr erkennbar. Und es kommt auf die winzigen Details drauf an, die die Disponenten prüfen müssen.“ Laut […]

  • Tote aus Main nach 25 Jahren identifiziert

    Tote aus Main nach 25 Jahren identifiziert

    Vor 25 Jahren entdecken Spaziergänger am Mainufer im Frankfurter Stadtteil Nied die Leiche eines 16 Jahre alten Mädchens. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass die Unbekannte jahrelang schwer misshandelt wurde. Jahrzehntelang bleibt der Fall ungelöst. Jetzt hat die Polizei den Namen des Mädchens ermittelt und den mittlerweile 67 Jahre alten Vater von Diana festgenommen. Der Deutsche mit pakistanischen Wurzeln, steht im Verdacht seine eigene Tochter misshandelt, getötet und sie anschließend in den Main geworfen zu haben. Ausschlaggebend für den Ermittlungserfolg war eine international angelegte Fahndungskampagne. Dominik Mies Staatsanwaltschaft Frankfurt: „So wurde im Oktober 2024 anlehnend an diese Kampagne hier nochmal aufgerufen nochmal Zeugenaussagen zu generieren und das hat gefruchtet. Es haben sich auf der Basis dieser Kampagne Zeugenaussagen ergeben, es haben sich Zeugen gemeldet, die etwas zu diesem Fall sagen konnten und so sind wir dem Tatverdächtigen auf die Spur gekommen.“  Warum die 16-Jährige Diana vor 25 Jahren nicht als vermisst gemeldet wurde oder die Misshandlungen niemandem aufgefallen waren, wird gerade ermittelt. Der Vater sitzt in Untersuchungshaft.

  • Großer Polizeieinsatz an Sinziger Bank

    Großer Polizeieinsatz an Sinziger Bank

    Große Aufregung heute morgen in Rheinland-Pfalz. Laut Polizei sollen sich mehrere Bankräuber mit Geiseln im Tresor einer Volksbankfiliale in Sinzig verschanzt haben. Eine Geiselnahme die Polizei und Spezialeinsatzkräfte über Stunden in Atem hält.Erst am Nachmittag kann der Einsatz beendet werden – mit einer überraschenden Wendung. Ausnahmezustand in Sinzig. Heute Morgen gegen 9 Uhr wird die Polizei über einen Vorfall in einer Volksbank alarmiert. Mit einem Großaufgebot rückt sie aus, Spezialkräfte sichern die Zugänge zur Bank ab, ein Hubschrauber kontrolliert den Einsatzort aus der Luft. Für mehrere Stunden wird die  Sinziger Innenstadt komplett abgesperrt. Die Polizei geht zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass sich mehrere Geiselnehmer in der Bank  befinden. Dann erfolgt der Zugriff. Doch dort die Überraschung. Die Polizei findet nur zwei Personen vor. Sie waren eingesperrt, sind aber unverletzt. Keine Spur hingegen von möglichen Tatverdächtigen. Jürgen Fachinger, Polizeipräsidium Koblenz „Wir gehen im Moment davon aus, dass es sich bei den Personen um die Opfer bzw. Geschädigten handelt. Weitere Tatverdächtige konnten in dem Objekt nicht gefunden werden. Wir sind froh, dass die Geiseln beziehungsweise die Personen entsprechend befreit wurden und der Einsatz hier vor Ort zunächst beendet ist.“ Ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt, ist jetzt Gegenstand der Ermittlungen. Jürgen Fachinger, Polizeipräsidium Koblenz „Das Anwesen ist komplett abgesucht worden, durchsucht worden. Insofern müssen wir davon ausgehen, dass der oder die Täter das Objekt zu einem Zeitpunkt verlassen haben, möglicherweise unmittelbar nach der Tat. Es war halt auch so, dass zu den mutmaßlichen Geiseln kein Kontakt stattgefunden hat, dass wir das auch nicht verifizieren konnten.“ Zu den nächsten Schritten will die Polizei keine genauen Angaben machen. Die Spurensicherung vor Ort dauert noch an. Auch die Personen, die in der Bank vorgefunden wurden, sollen noch befragt werden. Die Fahndung nach dem oder den Tätern läuft. Aber erstmal heißt es […]

  • Prozess um Mord an Arzt beginnt neu

    Prozess um Mord an Arzt beginnt neu

    Einen Tag vor Silvester 2022 geschieht im rheinland-pfälzischen Gerolstein ein grausames Verbrechen. Der Orthopäde Steffen B. wird vom 16-jährigen Sohn seiner Partnerin und dessen Halbbruder mit einem Baseballschläger brutal verprügelt und schließlich erwürgt. Die beiden Teenager werden 2024 wegen Mordes verurteilt. Heute hat in Trier ein weiterer Prozess zu diesem Verbrechen begonnen. Er soll die Rolle der Partnerin des Getöteten und Mutter eines der Täter an dem Verbrechen aufklären. Nach monatelanger Suche finden die Ermittler Mitte 2023 den Leichnam des (bis dahin) als vermisst gemeldeten Orthopäden Steffen B. in einem flachen Grab in einem Wald bei Gerolstein. Im Zuge der weiteren Ermittlungen werden dessen Partnerin, ihr Sohn und dessen Halbbruder verhaftet. Doch während die Jugendlichen wegen Mordes verurteilt werden, lautet das Urteil für  seine Partnerin Julia L. damals nur: unterlassene Hilfeleistung.  Aus Sicht des Bundesgerichtshofs war das allerdings ein Fehler. Das höchste deutsche Gericht sagt: die Schuld der ehemaligen Partnerin des Getöteten sei im ersten Urteil als zu gering eingeschätzt worden. Damit folgt  das Gericht einem Antrag auf Revision der Staatsanwaltschaft. Die Verteidiger von Julia L. haben ihr geraten, in diesem Prozess umfassend auszusagen. Michael Rehberger, Verteidiger von Julia L. „Um deutlich zu machen, was für eine Person meine Mandantin ist und auch deutlich zu machen, dass sie wirklich gute Erinnerungen an diesen Tattag hat und auch dieses Gefühl, dass sie hatte, dass sie in dieser Situation nicht wusste, was die richtige Entscheidung ist. Um das noch einmal deutlich zu machen, dass man auch gespürt hat, wie schwierig es in dieser Situation war, zu sagen: hier liegt mein toter Freund und hier steht mein Sohn und da muss ich jetzt entscheiden, wie es weiter geht. Und sie hat das ja auch heute deutlich gemacht, dass die Entscheidung, die sie damals getroffen hat, einfach falsch war.“ Die wichtigste Frage in diesem […]

  • Kampf gegen Deepfakes

    Kampf gegen Deepfakes

    Sexualisierte Deepfakes, das sind gefälschte Pornografien, die mithilfe von künstlicher Intelligenz erstellt werden. Dafür werden etwa die Gesichter von Frauen auf fremde Körper montiert – ohne deren Einverständnis. Besonders bekannt ist der Fall von Schauspielerin Collien Fernandes. Er hat deutschlandweit eine große Welle der Bestürzung und Unterstützung ausgelöst. Doch Deepfakes treffen auch etliche Frauen, die nicht so prominent sind wie Fernandes. Bei der Opferhilfe Weißer Ring können sie sich Unterstützung suchen. Wenn Dirk Schindowski hier sitzt, sind die Gespräche meist höchst vertraulich. Der 55-Jährige ist Mitarbeiter bei der Opferhilfe Weißer Ring im Westerwaldkreis sowie IT-Forensiker und privater Ermittler. Heißt: Im Umgang mit sexualisierten Deepfakes ist Schindowski Profi und weiß, was solche Bilder und Videos in den Betroffenen auslösen können. Dirk Schindowski, Weißer Ring RLP „Die Situation, wo das Bild aufgenommen worden ist, kann ja total unverfänglich sein. Es kann ja sogar ein Hochzeitsbild gewesen sein ursprünglich, was man dann genutzt hat und missbräuchlich in eine Situation hineingegeben hat. Aber trotzdem, man fühlt sich da immer dreckig in dem Moment, wenn man so etwas sieht, also benutzt. Und ist dann auch natürlich machtlos, man bricht so ein bisschen zusammen. Wie kann ich das greifen? Was ist da gemacht worden?“ Um das einzuordnen, können die Mitarbeiter des Weißen Rings helfen: Sie leisten Beistand oder begleiten die Betroffenen zur Polizei. Auch wenn es beim Thema sexualisierte Deepfakes noch ein großes Dunkelfeld gibt, ist klar: In aller Regel sind die Opfer Frauen, die Täter stehen meist in einem persönlichen Verhältnis zu ihnen. Gabi Jahnen, stellvertretende Landesvorsitzende Weißer Ring RLP „Da kommt dann jetzt auch wieder dieser Spruch ‚Die Scham muss die Seite wechseln‘. Ich habe nichts Falsches gemacht, sondern da ist ein anderer, der was Falsches gemacht hat. Und da ist bei vielen Betroffenen eine riesen Hemmschwelle, weil sie nicht sicher sind, bin ich […]

  • Zu Gast im Studio: Benjamin Krause, Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität

    Zu Gast im Studio: Benjamin Krause, Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität

    Maike Dickhaus spricht mit ihm über die Möglichkeiten der Ermittler bei Deepfakes und die neue Abteilung „Digitale Gewalt“. Maike Dickhaus, Moderatorin: Ein schwieriger Themenkomplex. Und einer, der sich damit bestens auskennt, ist jetzt bei mir zu Gast im Studio: Benjamin Krause. Er ist der Leiter der ZIT, der Zentralen Stelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Frankfurt. Guten Abend. Benjamin Krause, Leiter Zentrale Stelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität Hallo. Guten Abend. Dickhaus: Herr Krause, wir haben es eben im Beitrag gehört: Nur noch ein Mausklick ist notwendig, um per KI sexualisierte Deepfakes zu erstellen. Das bedeutet doch auch für Sie und für Ihre Ermittler zunehmend mehr Arbeit, oder? Krause: Ehrlich gesagt, noch nicht. Weil wir müssen feststellen, dass es ganz einfache Möglichkeiten gibt, um so was zu machen, solche Deepfakes, aber es gibt sehr wenige Strafanzeigen. Offensichtlich, wie wir es im Film gehört haben, gibt es Betroffene, die davor zurückschrecken, Strafanzeige zu erstatten. Vielleicht weil sie denken, Polizeibeamte oder Staatsanwälte sind dafür nicht sensibilisiert, nicht geschult. Ich glaube, da haben wir ein bisschen was aufzuholen als Strafverfolgungsbehörden, um zu zeigen: Nein, wir können damit umgehen, wir sind dafür sensibilisiert. Dickhaus: Sie bauen bei der ZIT ja auch gerade eine neue Abteilung auf, “Digitale Gewalt”, mit der dann ganz gezielt nach solchen Deepfakres gefahndet werden soll. Doch selbst wenn Sie solche Täter ausmachen können, die dann beispielsweise gefälschte Pornografie herstellen, dann ist das in Deutschland noch schwierig, diese Täter zu bestrafen. Warum? Krause: Ja, das ist sehr schwierig, weil es kein eindeutiges, klares Gesetz, kein Strafgesetz dagegen gibt. Es gibt verschiedene Tatbestände, die irgendwie passen könnten, zum Beispiel eine Beleidigung oder ein Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild oder so etwas wie eine digitale Urkundenfälschung. Und alles passt nicht so genau. Und in vielen Fällen ist es so, dass wir diese […]

  • Polizei geht mit Schlagerhit viral

    Polizei geht mit Schlagerhit viral

    Die Polizei Hessen investiert seit Jahren kräftig in ihre Social-Media-Arbeit: mit Influencern in Uniform, Livestreams auf Streife – und jetzt auch noch singend! Das Polizeipräsidium Westhessen beweist: Uniform und Unterhaltung sind kein Widerspruch – im Gegenteil: Mit einem ziemlich ungewöhnlichen Auftritt in den sozialen Medien treffen sie offenbar genau den richtigen Ton. „Mama, ich hab ’ne neue Nummer. Das Polizeipräsidium Westhessen mit ihrem mitreißenden Album ‚110 Gefühle – die Prävention im Herzen‘.“ Echte Schlagerstars in Uniform – die gibt’s beim Polizeipräsidium Westhessen in Wiesbaden. Ziel des Rollenwechsels: Mit Humor und Ohrwurmfaktor auf Betrugsmaschen wie den „Enkeltrick“ aufmerksam machen. Laura Ewald, Social-Media-Managerin Polizei Westhessen „Vielleicht sehen es nicht die Senioren, die wir mit der Präventionsbotschaft erreichen wollen. Aber vielleicht sehen es die Kinder und Enkelkinder und berichten eben Oma, Opa über diese Phänomene.“ Die Songs sind KI-generiert und typisch für Schlager: Playback performt. Auf Instagram gehen sie damit viral: Über eine Million Aufrufe, zehntausende Likes und Tausende Kommentare. „Wie cool seid ihr denn?“ „Da wird der Wendler sicher neidisch“ Selbst das Bundesjustizministerium feiert die Songs. „Schickt uns gerne zwei Exemplare nach Berlin.“ Ein echtes Album? Noch Zukunftsmusik. Aber die Fanpost wird gehört. Laura Ewald, Social-Media-Managerin Polizei Westhessen „Ich möchte nicht spoilern, aber Überlegungen dahingehend sind auf jeden Fall da.“ Erst mal werden aber neue Videos produziert. Dazu springen die Polizeibeamten immer wieder auf virale Trends auf. Peter Schulz, Leiter Digitale Kommunikation Polizei Westhessen „Es gibt halt leider immer noch viel zu viele Angriffe zum Beispiel auf Polizeibeamte, Rettungskräfte, Feuerwehrkräfte. Das hat leider auch ein damit zu tun, dass die Uniform ein stückweit anonymisiert. Wir wollen auch mal zeigen, hinter der Uniform steckt auch ein Mensch mit Gefühlen, der auch sympathisch ist, der auch lachen kann und Humor hat.“ Social Media für die Interessen der Polizei nutzen. Die Schlager-Cops aus Wiesbaden machen […]

  • Urteil in Doppelmord-Prozess

    Urteil in Doppelmord-Prozess

    Am Landgericht Frankfurt ist heute ein 82-jähriger Mann aus Oberursel wegen Mordes an seinem Sohn und Totschlags an seiner Ehefrau verurteilt worden. Nach kurz aufeinanderfolgenden Taten hatte der Mann noch mehrere Tage mit den Leichen in seinem Haus verbracht. Lebenslange Haft lautet die Gesamtfreiheitsstrafe für Roland M. Anfang März 2025 hatte der 82-jährige laut Urteil zuerst seine Ehefrau und drei Tage später dann seinen Sohn getötet. Carsten Praeg, Reporter in Frankfurt „Laut Anklage erstickt Roland M. seine Frau im gemeinsamen Zuhause und lässt sie dort zugedeckt. Anschließend holt er seinen schwerbehinderten Sohn in dessen Wohnung in Bad Vilbel ab. In Oberursel verbringen Vater und Sohn gemeinsam zwei Tage, während die tote Frau im Haus liegt. Als sich der 49-jährige Sohn zum Mittagsschlaf hinlegt, erstickt der Vater ihn mit einer Plastiktüte. Auch ihn lässt er dort liegen. Erst drei Tage später findet die Polizei die Toten.“ Die Frau litt an Brustkrebs. Seinen behinderten Sohn soll der 82-Jährige getötet haben, weil er das Leid nicht mehr sehen und die Last der Pflege von seinen anderen Kindern nehmen wollte. Nach der zweiten Tat versucht Roland M. sich das Leben zu nehmen. Für die Tötung der Ehefrau wird der 82-Jährige wegen Totschlags verurteilt. Weil der Sohn wegen Antidepressiva betäubt war, bewertet das Gericht die Tat als heimtückisch und somit als Mord. Die Staatsanwaltschaft hatte auf lebenslang plädiert, die Verteidigung auf Freispruch. Carsten Praeg, Reporter in Frankfurt „Roland M. nimmt das Urteil ruhig auf, streicht sich immer wieder durch den langen, weißen Bart. Trotz seines Auftretens betont das Gericht heute noch mal, dass es ihn nicht für dement oder unzurechnungsfähig hält. Das pikante: schon eine frühere Ehefrau von ihm kam unter bis heute ungeklärten Umständen ums Leben und lag tagelang tot neben ihm.“ Mit lebenslang spricht die Kammer eine hohe Gesamtfreiheitsstrafe aus. Es gebe keinen […]