Natur

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Terrorprozess Frankfurt: Lebensgefährtin sagt aus — Viel Arbeit für Schnakenjäger — Timo Boll verabschiedet sich Lebensgefährtin sagt aus Im Frankfurter Terrorprozess gegen die mutmaßlichen Mitglieder der «Reichsbürger»-Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß hat dessen Lebensgefährtin heute Angaben zur Beziehung gemacht. Aus einer anfänglichen Bekanntschaft habe sich ein Liebesverhältnis entwickelt. Zudem habe sie seine Kunstsammlung betreut. Die 40jährige Russin steht als Unterstützerin der Gruppe vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft Prinz Reuß vor, mit ihrer Hilfe Kontakt zur russischen Regierung gesucht zu haben, um Unterstützung zu erhalten. Laut Anklage soll die Gruppe einen gewaltsamen Umsturz geplant haben. Prinz Reuß soll dabei der Rädelsführer gewesen sein. Viel Arbeit für Schnakenjäger Die jüngsten Überschwemmungen entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse sorgen für Großeinsätze bei der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage KABS. Wie sie heute in Speyer mitteilt, sei der Larvenbestand entlang der Überflutungsgebiete in Hessen und Rheinland-Pfalz stark gestiegen. Um eine Schnakenplage zu verhindern, müssten die Experten in den betroffenen Gebieten sehr zeitnah den biologischen Wirkstoff ausbringen, mit dem die Larven getötet werden. Timo Boll verabschiedet sich Rekord-Europameister Timo Boll aus dem hessischen Erbach hat angekündigt, seine internationale Tischtennis-Karriere nach den Olympischen Spielen in Paris im Sommer zu beenden. Danach werde er noch eine Saison in der Tischtennis-Bundesliga spielen und dann endgültig aufhören. Der 43jährige sagte, er habe die Entscheidung lange vor sich hergeschoben. Aber mit zunehmenden Alter sei es ihm immer schwerer gefallen, sich nach Verletzungen wieder zurückkämpfen. Boll hielt sich 25Jahre lang an der Weltspitze. Viermal stand er auf Platz 1der Weltrangliste.

  • Gewitter und Starkregen in Rheinland-Pfalz

    Gewitter und Starkregen in Rheinland-Pfalz

    Und wir starten in die Sendung mit dem Unwetter, das heute besonders die Menschen im Westen und Süden von Rheinland-Pfalz zu spüren bekommen haben. Mit 50 bis 100 Litern pro Quadratmeter kam teilweise so viel Regen runter, wie sonst in einem Monat. Bäche und Flüsse traten über die Ufer. So wie hier im Kreis Trier-Saarburg. Viele Straßen sind überflutet. Keller und Wohnungen sind voll Wasser gelaufen. Polizei und Feuerwehr befinden sich im Dauereinsatz. Die Rettungskräfte versuchen durch immer neue Sandsack-Barrieren, die Fluten aufzuhalten. Aber die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor Starkregen und Gewittern gilt für weite Teile des Landes bis in die Nacht hinein – es bestehe Lebensgefahr. Meteorologe Dominik Jung gibt folgenden Ausblick: Dominik Jung, Diplom-Meteorologe Diese ganzen Wassermassen, die schieben sich in den nächsten Stunden weiter Richtung Rheinland-Pfalz. Und das werden auch die Menschen merken, die ein bisschen weg wohnen von dem Starkregengebiet. Plötzlich steigen die Bach- und Flusspegel merklich an. Das gilt besonders für Nahe und Glan bei uns in Rheinland-Pfalz. Da muss man aufpassen. Da sind Campingplätze in der Nähe. Wer seinen Wohnwagen noch nicht weggebracht hat, sollte das schnell noch tun. Denn da besteht Hochwassergefahr. Aber bis morgen Früh dürften die Pegel dann langsam wieder fallen und die Lage entspannt sich.

  • Feldhamster werden ausgewildert

    Feldhamster werden ausgewildert

    Früher gejagt – heute geschützt. Jetzt geht’s bei uns um Feldhamster. Die Hessische Gesellschaft für Naturschutz ist jetzt einen ganz neuen Weg gegangen mit einer eigenen Aufzucht von Feldhamstern. Erstmals wurden nun die Tiere im hessischen Grüningen in ein natürliches Zuhause entlassen. Ein großer Tag für Michael. Der Europäische Feldhamster wird heute mit sieben anderen Artgenossen ausgewildert. Ein besonderer Moment auch für seine Pfleger, denn die Hamster stammen aus eigener Aufzucht. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Wir konnten den ganzen Tieren, die wir jetzt heute raussetzen beim Großwerden zugucken und es ist ein bisschen Trennungsschmerz mit dabei, aber die Vorfreude überwiegt auf jeden Fall, weil man weiß: Okay jetzt kann der Hamster wirklich in Freiheit leben und möglichst viele Nachkommen züchten. Das ist ja das, was wir eigentlich wollen.“ Das Hauptziel der Zuchtstation ist eine genetische Auffrischung der bestehenden Populationen. Durch die Ausbreitung des Menschen und dem Wandel der Landwirtschaft werden Bestände voneinander getrennt. Die Folge – Inzucht, Krankheiten und weniger Jungtiere. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Wir nehmen Männchen aus der einen Population und Weibchen aus der anderen Population, verpaaren die gezielt bei uns in der Zucht und dann werden die Tiere hier wieder rausgesetzt, um die Genetik der nächsten Population hier mit reinbringen zu können.“ Die Naturschützer bohren für die Auswilderung tiefe Löcher in den Boden und legen Futter dazu. Ein zusätzlicher Käfig soll die Tiere während ihrer ersten Eingewöhnung im neuen Zuhause vor Greifvögeln schützen. Für den Erhalt der Hamster spielt auch die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft eine zentrale Rolle, denn es braucht den aktiven Schutz im Feld. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Es reicht nicht nur eine Fläche zu schaffen, die gut für den Feldhamster ist, sondern eben auch die Umgebung drumherum. Und da gibt es so eine Art Ernteverzichtmaßnahmen, nennen wir das Ganze. Also der Hamster mag Getreide […]

  • Schwere Unwetter sorgen für Schäden

    Schwere Unwetter sorgen für Schäden

    Starkregen, Hagel, Blitz und Donner – über Hessen und Rheinland-Pfalz sind gestern Abend teils heftige Gewitter und Unwetter hinweggezogen. Allein in Frankfurt musste die Feuerwehr in der Nacht mehr als 600 Mal ausrücken. Unter anderem war die A661 überschwemmt und musste zwischenzeitlich in beiden Richtungen gesperrt werden. Aus gleich drei Krankenhäusern musste die Feuerwehr Wasser pumpen. Die Patienten-Versorgung war aber nicht gefährdet. Auch sonst fällt das Fazit der Einsatzkräfte heute positiv aus. Trotz weggeschwemmter Fahrzeuge, Unfällen und überfluteter Keller seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Das Rhein-Main-Gebiet hat das Unwetter also ordentlich getroffen. Außerdem blickten viele besorgt auf die Wassermassen im Ahrtal im Norden von Rheinland-Pfalz. Die haben bei vielen böse Erinnerungen wachgerufen. Wassermassen strömen gestern Abend in Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Straße. Bilder, wie es sie hier zuletzt während der verheerenden Flutkatastrophe vor fast drei Jahren gab. Die Sandsäcke hat Kai Malik-Buchholz damals aufgehoben. Trotzdem hat das Wasser aus der Kanalisation den Keller der Familie überflutet und damit die Wunden der Vergangenheit wieder aufgerissen. Kai Malik-Buchholz, Anwohner Bad Neuenahr-Ahrweiler „Natürlich meine Frau, die hat natürlich noch das Trauma vom letzten Mal und da ist es natürlich gleich, wie soll ich sagen, es hat so ein bisschen höher geschlagen. Der Schwiegervater oben, der hat ja alles mitbekommen. Das war halt, wie soll ich sagen, ein Déjà-vu vom letzten Mal aber nicht ganz so schlimm, weil wir wussten, dass es nicht so schlimm kommen kann.“ Denn die Pegelstände bleiben dieses Mal deutlich unter dem Rekordstand von 2021. Dennoch führt der Dauerregen auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler dazu, dass Gullys überlaufen und Straßen unterspült werden. Schon früh rückt die Feuerwehr aus, pumpt Keller leer und sorgt dafür, dass Straßen und Wege möglichst befahrbar bleiben. Zwischenzeitlich gibt der Landkreis die zweithöchste Warnstufe aus und koordiniert die Einsatzkräfte aus der Technischen Einsatzleitung. Für genau solche […]

  • Kids an die Knolle

    Kids an die Knolle

    Die Pfalz ist – neben dem Weinbau – auch für Ihre Kartoffeln berühmt. Die „Pfälzer Grumbeere“. Doch wie wachsen Kartoffeln eigentlich, was brauchen sie und wie kommen sie letztendlich zu uns auf den Teller? Das können Kinder beim Projekt „Kids an die Knolle“ herausfinden. „Kids an die Knolle!“ Gesagt, getan. Schön in Reih und Glied setzen die Kinder der Grundschule Maikammer die Kartoffeln ins Hochbeet ihres Schulgartens. Marie, 9 Jahre alt „Man muss eine Rille erst mal machen und dann legt man die Kartoffeln tief rein. Dann macht man die Rille zu und gießt sie.“ Etwa eine Hand tief sollte die Rille sein. Worauf die 3. – und 4.-Klässler sonst noch achten müssen, erklärt Kartoffelbauer Hartmut Magin. Die Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ veranstaltet das Projekt „Kids an die Knolle“. Rund 200 Grund- und Sekundarschulen machen dieses Jahr mit. Hartmut Magin, Vorstand „Pfälzer Grumbeere“ „Also wir Bauern sind immer dran interessiert, dass auch Bürger sehen, wie das Lebensmittel produziert wird, vor allem die Kartoffeln in unserem Fall, weil man damit dann auch jetzt bei Kindern zum Beispiel sehen wir immer den Aspekt sehr gut, was man von klein an lernt, vergisst man eigentlich nicht. Und Kinder sollen auch begreifen lernen, sollen die Natur verstehen, sollen auch die Produktion lernen.“ Vom Auspflanzen über die Pflege und anschließende Ernte bis zur Verarbeitung in der Küche, das alles lernen die Kinder hier – praktisch am Beet und auch theoretisch im Klassenzimmer. Die Lernmaterialien stellt die Kartoffel-Erzeugergemeinschaft zur Verfügung. Die heutige Theorie-Lektion: Woher kommt der Name „Grumbeere“? Philipp, 10 Jahre alt „Weil vom Columbus sie nach Deutschland kam und weil das aussah wie eine Birne, manche, und dann hat man gesagt das ist die Grund-Birne und die Pfälzer haben dann halt anstatt Grund-Birne Grumbeere gesagt.“ Der erste Schritt zur schuleigenen Grumbeer-Ernte ist schon mal geschafft. Und […]

  • Feldhasen-Forschung im Pfälzerwald

    Feldhasen-Forschung im Pfälzerwald

    Meistens lebt der Feldhase auf freien Flächen, findet seine Nahrung auf Feldern und Wiesen. Aber es gibt auch Feldhasen, die im Wald leben, zum Beispiel im Pfälzerwald. Wie sie dort leben und wie die Hasen den Wald beeinflussen, das erforschen jetzt Wissenschaftler. „Dann hat man diesen Piepton dazwischen, das ist das Signal von dem Hasen. Jetzt versuche ich herauszufinden, wo es am lautesten ist, also sie ist auf jeden Fall irgendwo in diesem Gebiet, wo genau kann ich noch nicht sagen, aber wir würden dann einfach weiterfahren und gucken, ob wir irgendwo ein besseres Signal hereinbekommen.“ Mit einer Antenne und einem GPS-Empfänger fährt Stefanie Czaja durch den Pfälzerwald. Die Biologin ist auf der Such nach einer Häsin. Stefanie Czaja, Biologin „Wir finden sie schon recht regelmäßig, der erste Anlaufpunkt ist immer ein hohes Gebiet. Hier zum Beispiel sind wir recht hoch, wir haben einen guten Blick in die Täler, da hat man dann einfach ein besseres Signal, als wenn man vom Tal nach oben guckt.“ Zu Fuß geht die Suche nach der Häsin weiter. „Vielleicht da hinter der Kuppe. Mal gucken.“ Insgesamt vier Hasen sind von den Mitarbeitern der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft mit einem Sender ausgestattet worden. Hier hoppelt einer an einer Wildkamera vorbei. Stefanie Czaja, Biologin „Wir fangen die Hasen mit einem Netz, das an einer Drohne hängt, und die kriegen dann so ein Halsband um, einfach einen Silikonschlauch und daran hängt ein GPS-Sender mit einer kleinen Batterie.“ Die Forscher versuchen herauszufinden, was die Hasen im Wald machen, welche Kräuter und Blätter sie fressen und ob sie sich im Pfälzerwald überhaupt vermehren können. Stefanie Czaja, Biologin „Wir wissen auch nicht, wie der Feldhase auf den Wald wirkt. Jedes Tier, das im Wald lebt, hat einen Einfluss auf den Wald, wie der sich entwickelt. Darüber weiß man eben […]

  • Sturm richtet Schäden an

    Sturm richtet Schäden an

    Vor allem in Hessen hat der Frühjahrssturm seine Spuren hinterlassen. Bei Alsfeld verletzen sich zwei Autoinsassen, als sie in einen umgestürzten Baum krachen. Am Frankfurter Hauptbahnhof ging zeitweise nichts mehr. Und das Unwetter hat weitere Schäden angerichtet. Es sind Bilder der Verwüstung: Im südhessischen Ober-Ramstadt wird das Dach eines Mehrfamilienhauses fast komplett abgerissen. Die Feuerwehr und das technische Hilfswerk müssen die Überreste sichern, damit keine Teile auf eine benachbarte Schule stürzen. Verletzt wird zum Glück niemand. Frank Nitzsche, Stadtbrandinspektor Ober-Ramstadt „Die Lage auf Anfahrt war, dass wir gesehen haben, dass das Dach sich im Prinzip nach oben geklappt hatte, große Teile der Dachisolierung bereits auf der Straße gelegen haben und Bewohner das Gebäude bereits verlassen hatten.“ Glück auch für die Menschen in Schwalbach am Taunus, als zeitgleich eine Tennishalle teilweise einstürzt. Der Sturm reißt einen Teil des Daches und eine Außenwand heraus. Auf den Tennisplätzen befanden sich just in diesem Moment keine Spieler, da gerade eine kurze Pause zwischen zwei Matches war. Joachim Benner, Zugführer Feuerwehr Schwalbach „Die Personen, die in der Halle waren, haben geistesgegenwärtig die Halle verlassen, waren zum Glück schon außerhalb des Gebäudes. Es hatte hier diese Verkleidungsteile aus der Halle durch den Wind herausgedrückt.“ Die Tennishalle darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. In Ober-Ramstadt konnten die Bewohner des Mehrfamilienhauses übergangsweise bei Bekannten und in einer Pension untergebracht werden. Wann sie ihr Zuhause wieder beziehen können, ist noch nicht klar.

  • Künstliche Intelligenz erkennt Vogelstimmen

    Künstliche Intelligenz erkennt Vogelstimmen

    Die Künstliche Intelligenz – sie kann uns Menschen in vielen Bereichen unterstützen, sei es in der Medizin, in der Verwaltung oder der Forschung. Und zum Beispiel auch beim Bestimmen von Vogelarten. Eigentlich eine mühsame Angelegenheit. Doch zwei Darmstädter wollen das mit Hilfe von KI ändern. Der Wald bei Darmstadt ist voller Geräusche und Leben. Die Heimat vom Rotkehlchen oder dem Buchfink. Nisse Kremser und Marc Neumann sind unterwegs, um Vögel zu beobachten. Die Taube können sie entdecken, andere nur hören. Marc Neumann, Student TU-Darmstadt „Ich habe selber ab und zu bei Zählungen mitgemacht, auch beim NABU, und hatte dann das Gefühl, das ist erstaunlich schwierig. Also ich fand es immer sehr schwierig auch aus dem Geräusch her die Vögel auseinanderzuhalten. Und als ich dann eben angefangen habe zu studieren, Computational engineering hier an der TU-Darmstadt, ist mir dann aufgefallen, das könnten wir doch mittlerweile vielleicht auch über KI lösen.“ Die Idee ist, einen kleinen Kasten, den „Bird-Mapper“, in den Baum zu hängen, der stundenlang die Vogelgesänge aufzeichnet. Die Künstliche Intelligenz identifiziert die verschiedenen Arten und zählt sie. Daraus können die beiden Hobby-Ornithologen dann eine Karte erstellen. Gerade durch das Artensterben gewinnen diese immer mehr an Bedeutung, denn schon einige Spezien wie die Schleiereule sterben aus. Da die vor Allem nachtaktiv sind, fallen sie beim Vogelzählen meist durchs Raster. Die Technik ist für die beiden aber auch ökonomisch sinnvoll. Nisse Kremser, Mitgründer „Bird-Mapper“ „Weil Menschen kosten sehr viel Geld und Menschen sind auch oft nicht so genau. Und so können wir dieses Gerät sowohl in den Westerwald hinhängen als auch irgendwo in Schleswig-Holstein. Und das hat genau die gleiche Datengrundlage und wir können die Daten dadurch besser vergleichen.“ Die Entwicklung gestaltet sich jedoch schwierig, denn die künstliche Intelligenz muss Marc Neumann selbst bauen und sie mit möglichst vielen Vogelgesängen füttern. Marc […]

  • Gerettete Feuersalamander im Frankfurter Zoo

    Gerettete Feuersalamander im Frankfurter Zoo

    Anfang März beschlagnahmte die Frankfurter Stadtpolizei an einem Busbahnhof eine Plastiktüte mit ziemlich ungewöhnlichem Inhalt: 49 Feuersalamander. Die Tiere drohten zu ersticken, wurden schnell aus dem Beutel befreit und in den Frankfurter Zoo gebracht, wo sie nun aufgepäppelt werden. Unter den Ästen, zwischen Laub und Moos haben sie es sich gemütlich gemacht. Nach ihrer Ankunft im Zoo mussten die Feuersalamander erst mal in eine sterile Quarantäne, damit sie keine Infektionskrankheiten einschleppen. Wochen, nachdem sie aus dem Plastikbeutel befreit wurden, ist endlich wieder klettern angesagt. Simon Rohner, Zoo Frankfurt „Mit Sicherheit waren die Tiere hochgradig gestresst. Das heißt, bei uns wurde erst mal wert drauf gelegt, dass die Tiere Ruhe haben, die wurden natürlich auch durchgecheckt und entwurmt zum Beispiel.“ Was die Tiere in der Tüte zu suchen hatten, ist noch unklar. Die Stadtpolizei geht von unerlaubter Einfuhr aus und hat Anzeige erstattet. Vermutlich stammen die Feuersalamander aus Osteuropa. Dort könnte sie jemand in der Natur eingesammelt haben, um sie hier zu verkaufen. Simon Rohner, Wildtierforscher „Das kann natürlich sein, das wäre dann Wilderei, es ist eine geschützte Tierart, die man eigentlich aus der Natur nicht entnehmen darf.“ Auch hier in Deutschland sind die Tiere heimisch, zum Beispiel im Taunus, und gelten als gefährdet. Kurz nach ihrer Ankunft zeigte sich: Einige Weibchen waren trächtig. Jetzt kümmert sich der Zoo um 49 erwachsene Tiere und 14 Larven. Der Nachwuchs ist separat untergebracht, in diesen Wasserbehältern. Denn er ist noch in der sogenannten aquatischen Phase, braucht kaltes und fließendes Wasser. Simon Rohner, Zoo Frankfurt „Die Larven füttern wir mit Daphnien, das sind Wasserflöhe, die wir morgens immer frisch aus dem Kamelgraben im Zoo fischen, bestes Futter aus der Eigenproduktion. Dann nach einigen Wochen bis Monaten wandern die Tiere aktiv an Land, das heißt in dem Fall werden wir dann Wurzeln rein legen zum […]

  • 20 Jahre Nationalpark Kellerwald-Edersee

    20 Jahre Nationalpark Kellerwald-Edersee

    Der Nationalpark Kellerwald-Edersee: Ein Urwald auf fast 8000 Hektar, in dem die Natur sich selbst überlassen wird und damit Lebensraum für ganz seltene Tier und Pflanzenarten bietet. Gestern hat der Nationalpark seinen 20. Geburtstag gefeiert, doch der Weg bis zum heutigen Erfolgsprojekt war anfangs ganz schön steinig. Knorrige uralte Bäume, wilde Bachläufe oder Wurzeln die sich an karge Felshänge klammern … so kann die Natur aussehen, wenn man sie einfach machen lässt. Das Prinzip im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Ein ausgedehntes Meer aus Rotbuchen, für Mitteleuropa in dieser Form einmalig. Achim Frede, Nationalpark Kellerwald-Edersee „Hinter mir sehen sie eins der wertvollsten, großen Altbuchenwaldgebiete, die wir in Deutschland und sogar ganz Mitteleuropa haben. Und die sind quasi am Ende dieser Wert. Sowas gibt’s sonst kaum woanders, das ist unzerschnitten von Straßen. Mitteleuropa ist ja früh besiedelt, die Wälder früh gerodet worden und hier ist mal etwas übrig geblieben, was eigentlich Ur-Natur in Europa wäre und in Deutschland.“ Achim Frede hat das Projekt Nationalpark vor 20 Jahren mit aufgebaut. Anfangs gab es viel Gegenwind. Und Ängste in der Bevölkerung. Achim Frede, Nationalpark Kellerwald-Edersee „Viele Fakenews würde man heute sagen. ‚Ihr dürft nicht mehr in den Wald, auf dem Edersee fahren keine Schiffe mehr‘, solche unwahren Geschichten. Und dann mussten wir gegen ankämpfen, erklären. warum man ein großes Waldgebiet aus der forst- und landwirtschaftlichen Nutzung nimmt und was das für die regionale Entwicklung und das Naturerleben eigentlich bedeuten kann.“ Für die Naturvielfalt bedeutet der Nationalpark, dass sich fast 12.000, teils seltene und gefährdete Arten ungestört entfalten können. Darunter Eiszeit- und Urwaldrelikte. Nur sieben Jahre nach der Gründung folgt der Ritterschlag: Die Aufnahme ins UNESCO Weltnaturerbe. 2020 dann sogar auf Wunsch der Anwohner die Nationalparkerweiterung um fast 2000 Hektar. Zum 20. Geburtstag gratuliert auch Forstminister Ingmar Jung und würdigt die Entwicklung von Hessens einzigem Nationalpark. Ingmar […]

  • Kirschblütenpracht in Ockstadt

    Kirschblütenpracht in Ockstadt

    Am Wochenende soll das Wetter ja wieder so richtig toll werden und da lohnt es sich, einen Termin schon mal vorzumerken: Am Sonntag ab 10 Uhr findet im Friedberger Stadtteil Ockstadt eine Kirschwanderung statt. Denn so viele Kirschbäume wie in der Wetterau findet man sonst selten. Und sie blühen jetzt alle. Eine weiße Pracht! Es sind 42.000 Kirschbäume. Eine geschätzte Zahl. Keine Zierkirschen. Alle Bäume sollen später einmal prächtige Früchte tragen. Deshalb schneidet Obstbauer Jörg Gröninger seine Bäume kräftig zurück. Denn gute Kirschen brauchen: Jörg Gröninger, Obstbauer aus der Wetterau „Licht, Licht, Licht. Licht ist der entscheidende Einfluss auf Geschmack und Qualität. So fertig.“ Manche Bäume tragen jetzt schon Früchte. Das sind extrem frühe Sorten. Jörg Gröninger baut ganz unterschiedliche Sorten an, damit er von Ende Mai bis in den August ernten kann. Es gibt mehrere Gründe, warum es in Ockstadt so viele Kirschbäume gibt. Jörg Gröninger, Obstbauer aus der Wetterau „Weil es hier schon seit Jahrhunderten Kirschen gibt, wir haben absolut super Klima. Wenig Niederschlag. Das Entscheidende ist ein sehr, sehr guter Boden. Und das zusammen ergibt, dass wir einfach absolute Top-Kirschen produzieren können.“ Alles Süßkirschen, die später direkt im Hofladen verkauft werden. Jörg Gröninger ist hauptberuflich Obstbauer. Die meisten Ockstädter bauen ihre Kirschen im Nebenerwerb an. 42.000 Bäume, rund 500 Eigentümer. Alle sind vom Wetter abhängig. Jörg Gröninger Kirschbauer „Bis jetzt ist das Wetter okay. Nicht zu warm, nicht zu kalt. Wir müssen natürlich abwarten, was nächste Woche passieren wird. Es darf auf keinen Fall Nachtfrost geben. Bei 0,5 – minus 1 Grad verfriert die Kirsche.“ Die Blüte dauert nur ein paar Wochen. Mitte Mai ist es mit der weißen Pracht in der Wetterau vorbei. Jetzt ist Hauptblütezeit. Wir empfehlen deshalb am Sonntag einen Ausflug nach Friedberg-Ockstadt. Zur Wanderung unter unglaublich vielen Kirschbäumen.

  • Lämmer-Vierlinge im Westerwald

    Lämmer-Vierlinge im Westerwald

    Ein kleines nachträgliches Osterwunder: In Rüscheid im Westerwald hat ein Schaf Anfang März Vierlinge zur Welt gebracht. Eine echte Seltenheit. Es ist ganz schön was los auf dem Selbstversorgerhof von Jutta und Hartmut Döring im Westerwald. Insgesamt zehn Lämmer sind hier vor Ostern auf die Welt gekommen. Alle putzmunter. „Schwer sind sie geworden.“ Bei Schaf Alexa waren es gleich vier auf einmal. Das ist eine echte Seltenheit. Dass alle vier auch gesund sind und überlebt haben, umso mehr. Jutta und Hartmut Döring staunten nicht schlecht, als ein Lämmchen nach dem anderen kam. Jutta Döring „Mit dreien haben wir gerechnet, weil sie schon mal Drillinge hatte, aber mit vier, da waren wir selber überrascht. Und vor allem, dass sie auch… die waren zwar kleiner als die anderen, aber sie waren kräftig und sie haben sich auch gut von uns ans Euter bringen lassen, weil so ein kleines Lamm kann auch schon mal stur sein.“ Der Platz an Mamas Euter ist hart umkämpft. Gerade bei Drillingen und Vierlingen ist es nicht selbstverständlich, dass die Lämmer in den ersten Tagen ihres Lebens auch alle genug Milch abbekommen. Hartmut Döring „Die ersten ein, zwei Tage hatten wir schon auch ein bisschen Sorge. Und wie es dann klappte, wie wir gesehen haben okay, die trinken alle, dann gings uns natürlich besser.“ Mittlerweile fressen die Kleinen auch anderes Futter wie Gras und Heu. Milch brauchen sie trotzdem noch, bis sie circa vier bis fünf Monate alt sind. Jutta Döring „Die können am Tag bis zu 5-600 Gramm zunehmen. Aber das ist bei uns nicht nötig, die werden nicht gemästet, sondern die Leben nur von dem Gras und der Milch der Alten.“ Neben den Vierlingen haben auch Drillinge, Zwillinge und ein Einzelkind im März das Licht der Welt erblickt. Eng wird es hier aber nicht. Auf insgesamt […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Schlichtung hat begonnen — Polizei appelliert an Biker — Pfälzerwald hat sich erholt Anmoderation: Weil bei Bauarbeiten in Bitburg eine 125-Kilo-Bombe gefunden wurde, muss am Sonntag wegen der Entschärfung unter anderem ein Krankenhaus evakuiert werden. Wie die Stadt mitteilte, müssen alle Anwohner in einem Radius von 300 Metern um die Fundstelle bis elf Uhr ihre Wohnungen verlassen. Die Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist dann um 14 Uhr vorgesehen. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute: Schlichtung hat begonnen Im Tarifstreit zwischen den privaten Luftsicherheitskräften und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen soll ab heute ein Schlichter versuchen, eine Einigung herbeizuführen. Nach bislang sechs Verhandlungsrunden und mehreren Streikwellen an den Flughäfen sind alle Themen wie Gehaltserhöhungen oder Zulagen für Mehrarbeit nach Angaben der Gewerkschaft ver.di noch offen. Die Gespräche sollen zunächst bis Sonntag dauern. Bis zum Ende der Schlichtung sind Streiks der rund 25.000 Beschäftigten ausgeschlossen. Polizei appelliert an Biker Nachdem es in den vergangenen Wochen mehrere tödliche Motorradunfälle in Hessen gegeben hat, mahnt die Polizei die Fahrer zur Vorsicht. >Im Frühling sei das Unfallrisiko besonders hoch. Gründe dafür seien unter anderem mangelnde Fahrpraxis nach der Winterpause, zu hohe Geschwindigkeit und riskante Überholmanöver. Die Polizei werde verstärkt Geschwindigkeits- und Fahrzeugkontrollen bei den Motorradfahrern durchführen. Pfälzerwald hat sich erholt Wegen der vielen Niederschläge in den vergangenen Monaten geht es dem Pfälzerwald so gut wie lange nicht mehr. Das hat das zuständige Forstamt mitgeteilt. Weil es noch kein Blätterdach gegeben habe, sei Regenwasser direkt in den Boden eingedrungen. Damit sei die Ausgangslage für den Wald besser als in den Jahren zuvor. Allerdings bräuchten die Bäume in der Wachstumsphase noch einmal viel Wasser. Wenn jetzt ein trockenes und heißes Frühjahr komme, seien die Vorräte schnell wieder weg.

  • 150 Jahre Zoo im Frankfurter Ostend

    150 Jahre Zoo im Frankfurter Ostend

    An diesen Anblick kann sich von uns niemand erinnern: Das ist das alte Elefantenhaus im Zoo Frankfurt. Der feiert jetzt seinen 150. Geburtstag an seinem Standort im Frankfurter Ostend – und ist damit der zweitälteste Zoo in Deutschland. Wir nehmen Sie mit auf eine kleine Zeitreise. Sie sind erst wenige Wochen alt. Lassen es sich in der Frühlingssonne gut gehen. Einfach mal chillen. Ziegen gehören zu den ersten Tieren im Frankfurter Zoo. Genau wie die Kamele. Ihr Zuhause hat 1874 aber noch anders ausgesehen als heute. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Damals hatte man tatsächlich Zelte aufgestellt, damit es so ein bisschen einen Beduinen-Look bekommen hat. Es war aber auch offen, man hatte also auch keine Bäume auf der Anlage und schon auch Sand, festgetrampelter Sand.“ Die Zelte sind 1883 verschwunden, die Kamele bis heute geblieben. Im Jahr 1858 wurde der Zoo von der Zoologischen Gesellschaft gegründet. Damals noch im Frankfurter Westen. 1874 – also vor 150 Jahren – ist er auf die Pfingstweide im Ostend gezogen. Während des Ersten Weltkriegs konnte die Zoologische Gesellschaft den Zoo aber nicht mehr halten. Zwei Drittel der Tiere sind verhungert. Die Gesellschaft hat den Zoo der Stadt übergeben. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Dann der zweite große Schicksalsschlag war natürlich der Zweite Weltkrieg. Da ist auch sehr, sehr viel zerstört worden. Auch viele Tiere sind umgekommen und wurden auch gegessen, weil sie waren ja auch Fleisch für die Bevölkerung.“ Das Raubvogelhaus 1872 – und heute. Der Bärenzwinger 1874. Damals noch mit burgenförmigen Türmen und Käfigen mit Gittern. Und das Ukumariland heute. Das Gehege ist angelehnt an die Anden – um dem natürlichen Lebensraum der Brillenbären nahe zu kommen. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Es ist schon unser Ziel, Lebensräume darzustellen, die Tiere zusammenzuhalten. Und da wollen wir natürlich auch mit den anderen, schon […]

  • Einzigartige Bilder aus der Pfalz

    Einzigartige Bilder aus der Pfalz

    Fotograf und Naturfilmer Christian Fernandez Gamio hält mit Kamera und Drohne ganz besondere Momente fest und schafft so atemberaubend schöne Bilder von seiner Heimat – der Pfalz. Bevor Markus Appelmann mit ihm spricht, zeigen wir Ihnen sein neuestes Projekt. „Die Pfalz von oben“ – der neueste Film von Christian Fernández Gamio. Es sind diese Bilder, in die er seine ganze Leidenschaft steckt. Bilder, für die ihm keine Uhrzeit zu früh und kein Weg zu steil ist. Mit seiner Drohne liefert er Perspektiven, die den ganz besonderen Zauber seiner Heimat zeigen. Christian Fernández Gamio, Fotograf „Also was mich wirklich fasziniert, sind bestimmte Wetterlagen, die glücklicherweise bei uns sehr einzigartig sind. Im Idealfall ist es natürlich die Kombination aus einem tollen Motiv, eine Burg, ein Felsen, der berühmte Nebel, den ich über alles liebe… fotografisch und ein toller Himmel mit Struktur mit Farben. Wenn das alles zusammenkommt, dann sind die Momente, wo ich einfach mir einfach nur denke ich lebe im Paradies.“ Eines seiner beliebtesten Motive: die Burgen rund um seinen Heimatort Annweiler im Pfälzerwald prägt. In seiner Familie mit argentinischen Wurzeln gibt es eine über 100-jährige Fotografentradition. Seine ersten richtigen Aufnahmen machte Christian Fernández Gamio mit 15, mit der Kamera seines Vaters. Für ihn ist fotografieren und filmen so viel mehr, als einfach „nur“ auf Aufnahme zu drücken. Christian Fernández Gamio, Fotograf „Ich sehe das oft bei bei vielen, die heute fotografieren, die gehen in Insta und gucken sich Motiv an und sagen: ‚Oh das Motiv will ich auch machen‘, gehen an die Stelle – hier zum Beispiel – und machen dann das Bild nach. Das ist keine Motivation für mich. Für mich ist interessant, mir vorzustellen, wie könnte ich welches Motiv auf welche Art und Weise machen und dann versuchen es wirklich umzusetzen und oft, wie gesagt, brauche ich auch […]