Natur

  • Saisonstart für die Pfälzer Grumbeere

    Saisonstart für die Pfälzer Grumbeere

    Die Pfalz gilt als der Gemüsegarten Deutschlands. Und jetzt graben wir den um und holen die ersten Kartoffeln aus dem Boden. Die Frühkartoffelernte in der Pfalz hat offiziell begonnen – die „Grumbeerernte“, wie es auf pfälzisch heißt. Das Motto in diesem Jahr: „Grumbeere essen und Xund bleiwe“. Eine Kartoffel nach der anderen rollt über das Förderband, ganz frisch aus der Erde geholt. Die Hofläden wurden schon seit ein paar Tagen mit der Pfälzer Grumbeere bestückt, jetzt geht’s in die Vollen – an Supermärkte in ganz Deutschland. Denn die Annabelle und Berber aus der Pfalz sind die ersten Kartoffeln deutschlandweit, Dieses Jahr sogar eine Woche früher als sonst. Hartmut Magin, Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere „Dieses Jahr wirklich, wir hatten im März, im April hatten wir schöne trockene Phasen, dann im Mai superschöne Sonnenscheinstunden. Die Pflanzen reiften gut, die Pflanzen haben sich gut entwickelt. Und das sind auch die Geschmacksstoffe, die man bei der Kartoffel beim Essen spürt.“ Knapp 100.000 Tonnen Frühkartoffeln auf 3.900 Hektar ernten die Pfälzer Kartoffelbauern im Jahr. Und stärken damit auch die Gesundheit der Menschen. Hartmut Magin, Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere „Eine Kartoffel zum Beispiel hat ja kein Fett. Hat sehr viel Wasser natürlich drin, sie hat aber sehr viele Inhaltsstoffe. Wenn man pro Kartoffel irgendwo rechnet, hat sie mehr Vitamin C als ne Zitrone drin. Also das sind Produkte, die man heute sagt, man hat vegan, also wir haben in der Kartoffel eigentlich alles. Wir haben kein Gluten drin. Jeder Allergologe kann auch ne Kartoffel essen. Und das beste ist, ich sag immer das vielseitigste Produkt.“ Ob Kartoffelsalat, Pellkartoffel oder im Fall von Markenbotschafter Steffen Boiselle: Steffen Boiselle, Cartoonist und Markenbotschafter Pfälzer Grumbeere „Seit Jahren und im Prinzip seit Kind Kartoffelbrei. Schmeckt zu allem und meine Frau macht’s gut.“ Der Pfälzer Cartoonist vertritt die Pfälzer Grumbeere in diesem Jahr […]

  • Rosenblüte in Zweibrücken

    Rosenblüte in Zweibrücken

    Mit 112 Jahre ist er der älteste Rosengarten Deutschlands. Er liegt in Zweibrücken und ist so schön, dass er vom Weltverband der Rosengesellschaft ausgezeichnet worden ist. Aus ganz Deutschland und dem nahegelegenen Frankreich kommen die Besucher in die Südwestpfalz, um sich von der Schönheit und dem Duft der Zweibrücker Rosen betören zu lassen. Der Juni ist der Rosenmonat! Es blühen so viele verschiedene Sorten, wie sonst in keinem Monat. Hier stehen natürlich frühblühende und spätblühende Züchtungen. Aber jetzt ist es im Zweibrücker Rosengarten besonders schön. Heiko Hübscher, gärtnerischer Leiter Rosengarten Zweibrücken „Der Rosengarten war eine Bürgerinitiative. Tatsächlich gab es das schon 1911. Da hatte das Bürgertum die Idee eine Rosenausstellung, eine dauerhafte in Zweibrücken zu etablieren. 1914 war er dann fertig. Der erste Rosengarten stand.“ Heute gehört Deutschlands ältester Rosengarten einer Tochtergesellschaft der Stadt Zweibrücken. Auf 5,5 Hektar blühen 1500 verschiedene Sorten. Mit teilweise skurrilen Namen, wie „Barbecue“. Andere versprechen einen perfekten Tag, „A perfekt Day“ oder werden nach Städten benannt. Eine gelungene Rosenzüchtung hat verschiedene Eigenschaften. Heiko Hübscher, gärtnerischer Leiter Rosengarten Zweibrücken „Eine tolle Rose. Punkt eins: Duft. Rosen ohne Duft sind ein leeres Versprechen. Weil, jeder nimmt an, die Rose muss doch duften. Aber es tun sie eben nicht alle. Auch nicht alle Wildrosen duften. Aber das ist schon wichtig. Dann ist es so, eine Farbe, die mich anspricht. Sie muss mich locken, sie muss mich hin rufen. Und dann kommt, wenn man näher dran ist, die Blütenform. Elegant ist immer noch am beliebtesten.“ Es gibt Edelrosen. Strauchrosen, Beetrosen, Duftrosen und historische Rosen. Der Garten wird seit 2011 biologisch geführt. Das heißt, die  Blumen blühen den ganzen Sommer über ohne den Einsatz von Pestiziden. Es sind rund 50 000 Rosenstöcke. Thomas, Rosengarten-Besucher „Es ist so schön bunt. Es ist Frühling, es ist Sommer, es ist alles gleichzeitig. Es […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Studie zur Daseinsvorsorge: Offenbach, Frankfurt und Eschborn gehören zu den am besten versorgten Gemeinden in Deutschland. Die Städte liegen auf Platz 2 bis 4 der bundesweiten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Dabei wurde in den rund 11.000 Gemeinden untersucht, wie gut die Versorgung mit Ärzten und Schulen, schnellem Internet, Nahverkehr sowie Freizeitangeboten ist. Die rheinland-pfälzischen Gemeinden schneiden in der Studie überwiegend schlecht ab. Das Land gehört zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern zu den Schusslichtern. Gewalt an Frauen: In Hessen sind von 2022 bis 2025 insgesamt 25 Frauen Opfer von Mord oder Totschlag durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner geworden worden. Außerdem wurden in diesem Zeitraum 71 weitere Fälle von versuchten Tötungsdelikten erfasst. Das geht aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im hessischen Landtag hervor. Geschlechtsspezifische Gewalt beziehungsweise Femizide würden in der polizeilichen Statistik derzeit nicht getrennt erfasst. Dafür müsse zuerst eine bundesweit einheitliche Definition von Femizid festgelegt werden. Japankäfer breitet sich aus: Nachdem vergangenen Jahres in Südhessen der erste Japankäfer entdeckt wurde, gibt es inzwischen immer mehr Nachweise der invasiven Art. Das teilt der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen mit. Japankäfer können enorme Schäden anrichten. Sie fressen die Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzen, darunter Weinreben und Obstbäume. Die Larven ernähren sich von Graswurzeln. Bekämpft wird der Japankäfer mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen. Unter anderem wird um jeden Fund eine Befallszone eingerichtet, in der die Flächen kontrolliert werden müssen.

  • Neue Gorillas im Frankfurter Zoo

    Neue Gorillas im Frankfurter Zoo

    Gorillas gehören im Zoo zu den beliebtesten Tieren bei den Besuchern. Sie sollen aber nicht nur bestaunt werden, sondern auch wichtige Botschafter für den Schutz des afrikanischen Regenwalds sein. Denn ihr natürlicher Lebensraum ist durch die Besiedelung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Im Frankfurter Zoo sind jetzt drei neue Gorillas ins Menschen-Affenhaus eingezogen. Ihr Blick: noch leicht skeptisch. Die 31-jährige Aya ist erst vor sieben Wochen aus den Niederlanden nach Frankfurt gezogen. Zusammen mit ihrem 4-jährigen Sohn Ayabu und der Teenager-Tochter Ayba. Die drei westafrikanischen Gorillas befinden sich in der Eingewöhnungsphase. Sie haben ihr bisheriges Leben zusammen im Rotterdamer Zoo verbracht. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Also, das ist auf Empfehlung des europäischen Zoo-Erhaltungsprogramms passiert. In Rotterdam musste einiges umgebaut werden und die sollen eine neue Gruppe bekommen, und deshalb waren diese drei Affen, ich sag’ mal so, in Anführungszeichen übrig, und weil wir hier in Frankfurt die Möglichkeit haben, mit zwei Innenanlagen und auch zwei Außenanlagen, können wir die Integration ganz behutsam und langsam gestalten. Integration mit ihm. Dem Silberrücken Viatu. Der relaxte Anführer der Gorillagruppe lebt mit seinen Kindern und seinen Frauen noch in einem anderen Gehege. Der kleine Ayabu wartet schon sehnsüchtig darauf, mit den anderen Gorilla-Jungs zu spielen. Doch bis die drei Neuankömmlinge umziehen dürfen, dauert es noch eine Weile. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Die erwachsene Tochter Ayba ist natürlich auch total interessiert, weil die langsam natürlich auch als erwachsene Tochter nicht unbedingt Lust hat, mit ihrer Mama und dem kleinen Bruder zusammen zu sein. Die möchte gerne jemanden neuen kennenlernen und hat auch schon ein Auge auf unseren Viatu, unseren Silberrücken, geworfen. Der faule Pascha Viatu und seine Familie sind Flachland-Gorillas. Sie sind vorm Aussterben bedroht, weil in ihrer afrikanischen Heimat ihr Lebensraum immer weiter schrumpft. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Und […]

  • Wie wird der Sommer?

    Wie wird der Sommer?

    Und zum Ende unserer Sendung schauen wir jetzt einmal ausgiebig aufs Wetter. Auch heute war es schon richtig sommerlich in Hessen und Rheinland-Pfalz Wie hier am Biebricher Schloss in Wiesbaden. Bei Temperaturen um die 28 Grad gibt es hier bereits die ersten Badegäste, während die Menschen ihre Abkühlung eher bei einem Spaziergang zwischen den alten Bäumen oder gleich bei einem schattigen Picknick suchen. Markus Appelmann: Und ob uns dieses Wetter über das Pfingstwochenende erhalten bleibt, das frage ich jetzt den Mainzer Meteorologen Dominik Jung. Hallo Herr Jung. Dominik Jung, Diplom-Meteorologe: Hallo. Einen schönen guten Abend. Markus Appelmann: Jetzt hat das Wetter ja extrem schnell gewechselt. Vor ein paar Tagen war es noch richtig kalt. Ist das normal? Und wie kommt es zu so einem heftigen Umschwung? Dominik Jung, Diplom-Meteorologe: Ja, das ist wohl schon ein krasser Wetterumschwung. Wir hatten an Christi Himmelfahrt nur zehn Grad und Regenschauer und jetzt haben wir fast 20 Grad mehr binnen nur 6 bis 7 Tagen. Das ist schon sehr extrem. Die Tiefs sind weitergezogen und die Strömung hat sich verändert. Schlagartig von Nordströmung auf Südwest Strömung. Die Luftmassen kommen jetzt aus Spanien, aus Nordafrika, bringen Saharastaub mit und eben sehr viel Wärme und eben auch diese Hitze. Und deswegen konnte sich das Wetter so schnell ändern. Das ist eigentlich schon sehr schnell gegangen und relativ ungewöhnlich, dass es so heftig wird binnen nur 6 bis 7 Tagen. Markus Appelmann: Wie lange hält das denn jetzt an? Bleibt es heiß oder schwingt das Wetter wieder um? Dominik Jung, Diplom-Meteorologe: Also momentan schaut es so aus, als würde es auch nach Pfingsten sonnig und trocken weitergehen. Ab Mittwoch, Donnerstag so ein paar Grad kühler, aber mit 25 bis 28 Grad können wir noch gut leben, denke ich mal, immer noch sehr sommerlich für Mai. Und das […]

  • Neues Wildtierhilfe-Zentrum in Neu-Isenburg

    Neues Wildtierhilfe-Zentrum in Neu-Isenburg

    Wir sind mitten im Frühling und da wird auch die Tierwelt wieder aktiver. Das merkt man im eigenen Garten, aber natürlich auch beim Spaziergang durch die Natur. Doch was tun, wenn man ein hilfsbedürftiges Tier findet? Im besten Falle wendet man sich dann an die Profis einer Wildtierhilfe. Wir waren in Neu-Isenburg, denn dort gibt es seit Kurzem eine neue zentrale Einrichtung für Wildtiere in Not. Sie haben gerade Hochsaison. Dieses Eichhörnchen-Junges hat eine Vollbremsung hingelegt – mit der Nase. Die Mutter hat ihr angeschlagenes Kind zurückgelassen, so  ist die Natur. Um das blutige, verkrustete Näschen  kümmert sich  nun  Vera Heck im neuen Wildtierhilfe-Zentrum Neu-Isenburg. Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Die Nasenbremse ist der Klassiker bei kleinen Eichhörnchen. Der Kopf ist relativ schwer, so wie bei einem Menschenkind ja auch, so ein Kopf und dann ein bisschen Körper drunter und wenn der runter knallt, kann der mit seinen Vorderbeinchen noch nicht den Sturz abfedern und dotzt dann eben so mit der Nase auf, so wie Kleinkinder eben auch und deswegen ist es die klassische Nasenbremse.“ Entkräftet und regungslos wurde dieser Igel aufgefunden. Glücklicherweise hat ihn noch kein Mähroboter erwischt. Wegen des  warmen  Frühjahrswetters ist die stachelige Schlafmütze zu früh aus dem Winterschlaf aufgewacht Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Was bedeutet, dass keine Insekten da sind. Es sind Insekten- und Fleischfresser und wenn wir keine Insekten haben und die wachen auf, dann haben die ein Problem und so haben wir sehr oft mittlerweile Igel jetzt schon im April oder März gefunden, die dann erst mal wieder aufs Gewicht gebracht werden müssen, bevor sie dann wieder ausgewildert werden können, wo sie herkommen.“ Die neue Einrichtung mitten in der Neu-Isenburger Fußgängerzone ist nach eigenen Angaben  bundesweit einzigartig und fast komplett spendenfinanziert. Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Wir sagen, wir nehmen sämtliche Wildtiere auf, […]

  • Ungewöhnliche Tierfreundschaft

    Ungewöhnliche Tierfreundschaft

    Hunde, die Tricks wie Pfötchen geben oder Männchen machen beherrschen, kennt wahrscheinlich jeder. Ute Weiß aus Dachsenhausen hingegen hat ein Schaf, das das ebenso macht. Und noch dazu wird gerne gekuschelt. Ihr Lamm Fine fühlt sich unter Artgenossen nicht wohl und verbringt deshalb ihre Zeit lieber mit ihrem besten Freund Paul. Wenn Cocker Spaniel Paul seine Freundin Fine an der Weide besucht, sind beide nicht mehr zu halten. Sie toben und spielen, als hätten sie sich Jahre nicht gesehen. Ute Weiß „Also ich habe noch nie ein Schaf gesehen, das mit einem Hund rumgetobt hat. Es ist jetzt nicht so, dass der Paul, der Cocker Spaniel, sie fangen will, sondern sie spielen richtig und toben richtig, wie ein Hund rum. Also das ist bei uns noch nie gewesen, wir hatten ja schon mehr Pflegeschafe oder Flaschenlämmer, also das ist das erste Mal, dass wir sowas erleben.“ Seit Februar lebt Fine bei Ute Weiß und ihrer Schafherde. Ein bekannter Schäfer bringt das junge Bergschaf vorbei. Eigentlich will Ute Weiß es erst gar nicht aufnehmen, aber als sie Fine sieht, ist es um sie geschehen. Seitdem kriegt Fine einmal am Tag ihr Fläschchen – mit liebevoller Unterstützung von Paul. Für ihre Artgenossen interessiert sich das schwarze Lamm nicht im Geringsten. Von Hund und Mensch kann sie gar nicht genug kriegen. Ute Weiß „Wenn wir jetzt grillen oder wenn wir Spazieren gehen, will sie mit. Und läuft auch hinterher und fühlt sich auch wohl. Sie lässt sich streicheln, also will auf den Schoß, wie ein Welpe, kann man sagen.“ Beim Gassi gehen hört Fine auf ihren Namen, sie gibt Pfötchen und wedelt mit dem Schwanz. Trotzdem will Ute Weiß das Schaf artgerecht halten. Deshalb wohnt Fine auf der Weide mit den anderen Schafen. Denn eigentlich soll sie sich ja integrieren. Ute Weiß „Ich […]

  • Dinosaurierfund in der Eifel

    Dinosaurierfund in der Eifel

    In der Eifel sind Forschende auf Knochen und Zähne der Sauriergattung Lophostropheus gestoßen. Die war bisher nur aus Funden in Nordfrankreich bekannt. Im Dinopark Teufelsschlucht in Ernzen ist die Aufregung deshalb groß. Vier Meter lang und rund 100 Kilo schwer – so hat er wohl ausgesehen: der Raubsaurier, der vor mehr als 200 Millionen Jahren durch die Eifel streifte. Doch wie hat er damals gelebt? Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wir wissen, dass hier vor 203 Millionen Jahren ein Küstenwald gestanden hat. Er hat wahrscheinlich im Küstenwald gelebt und an der Küste gejagt, hat Fleisch gefressen und war recht schnell. Also an die 50 Kilometer pro Stunde.“ Lea Numberger-Thuy ist Paläontologin im Dinopark. Sie hat den Fund untersucht und die Nachbildung entwickelt. Der Farbe des Kopfes – ein auffälliges Lila –  ist typisch für die Trias Zeit, aus der der Fund stammt. Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wissenschaftlich gesehen ist das wirklich eine große Sensation, weil die Trias, das ist der Übergang zum richtigen große Dinosaurier Zeitalter im Jura und in der Kreide nachher. Und da ist oft wenig zu finden weltweit und wir füllen da auch eine große Lücke wissenschaftlich gesehen.“ Entdeckt wurden die Fossilien bereits vor einem Jahr und zwar nur ein paar Kilometer vom Dinopark entfernt. Ein Hangrutsch an der Prüm legte rund  300 Kilogramm Fossilien frei.  Mit dabei:  Zähne, Fußkrallen und ein  Zehenknochen. Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Dieses Gefühl als der erste Zahn in die Hände gefallen ist und dann kam der Zweite, den mein Chef gefunden hat und dann noch ein Dritter. Das war schon was ganz Besonderes.“ Vor allem dieser Zahn machte die genaue Bestimmung möglich: Das Verhältnis zwischen Länge und Breite, sowie die Zahl der Sägekanten lieferten eindeutige Hinweise darauf, um welche Art von Dinosaurier es sich handelt.  Bisher sind  erst 20 […]

  • Massenflug der Maikäfer in Südhessen

    Massenflug der Maikäfer in Südhessen

    Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel: Alle vier Jahre bohren sich im hessischen Ried Hunderte Millionen Maikäfer aus dem Boden und steigen in den Abendhimmel auf. Was am Himmel faszinierend aussieht, hat am Boden allerdings drastische Auswirkungen.   Es summt, surrt und schwirrt derzeit gewaltig in Südhessen: Das große Krabbeln der Maikäfer hat wieder begonnen. In den vergangenen Tagen haben sich Millionen Tiere aus dem Boden gearbeitet. Allein im hessischen Ried sollen es rund 480 Millionen sein. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Hier sieht man schön die Löcher von den Maikäfern, die sich hier aus dem Erdreich ausgebohrt haben und dann hier gestartet sind, um ihren Reifungsfraß zu machen.“ Dieses Massenphänomen gibt es nur alle vier Jahre – immer zur Fußball Weltmeisterschaft. Denn solange verbringt der Maikäfer zunächst verborgen unter der Erde – entwickelt sich vom Ei über die Larve zum fertigen Käfer. In dieser Zeit richten die Larven, die sogenannten Engerlinge, im Boden teils erhebliche Schäden an. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Engerlingstadium ist so groß wie mein kleiner Finger. Also das sind richtig große Fraßmaschinen, wenn man es mal so bezeichnen will, weil die fressen alles, was sie an Wurzeln vor die Mundwerkzeuge kriegen.“ An vielen abgestorbenen Bäumen lassen sich die Bissspuren der Engerlinge noch erkennen. Vor allem die feinen Wurzeln – über die die Bäume Wasser und Nährstoffe aufnehmen – fressen die Maikäfer-Larven besonders gerne. Die Folge: Selbst alte Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und sterben ab. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Wenn die Population weiterhin so groß bleibt, wie sie aktuell ist, dann werden wir hier auf vielen Flächen große Teile unserer Baumvegetation verlieren.“ Dass Südhessen besonders betroffen ist, liegt an den günstigen Bedingungen: lockere, sandige Böden für die Eiablage, ausreichend Gras als Nahrung für die jungen Larven und ein trocken-warmes Klima. Der Klimawandel verstärkt diesen Effekt zusätzlich. […]

  • Fuldaer Daniel Berghold ist der „Baumflüsterer“

    Fuldaer Daniel Berghold ist der „Baumflüsterer“

    Gerade Obstbäume prägen die Landschaft in Rheinland-Pfalz und Hessen. Doch sie brauchen Pflege, wenn sie erhalten bleiben sollen. Ein Mann hat sich genau dieser Aufgabe verschrieben. Daniel Berghold ist Baumwart und Streuobstpädagoge – klingt kompliziert und darum nennt man ihn in Fulda nur „den Baumflüsterer“. Was für viele wie ein ganz normaler Apfelbaum aussieht, ist für Daniel Berghold ein kleines Wunder. Der 47-Jährige aus Fulda sieht in jedem dieser Bäume ein Stück Natur, das es zu bewahren gilt. Besonders jungen Bäumen widmet er dabei seine besondere Aufmerksamkeit. Daniel Berghold, Baumwart und Streuobstpädagoge „Also das Wichtigste bei der Obstbaumpflege, was ich auch immer meinen Kunden sage, ist das Beobachten. Das Schneiden ist am Ende dann das Ergebnis, aber wenn ich kein Gefühl für den Baum bekomme, in welchem Alter ist er, in welchem Zustand. Dann mache ich Sachen, die einfach nicht fachgerecht sind und ich vergleiche das immer gerne. Wenn die Menschen am Anfang des Jahres, fünf Jahre kein Sport gemacht, und dann wollen sie in fünf Tagen alles aufholen. Das funktioniert beim Obstbau auch nicht.“ Für Daniel Berghold  sind Bäume  lebendige, individuelle Wesen. Entsprechend richtet er seine Arbeit aus – und versteht sich dabei als eine Art Orthopäde. Daniel Berghold, Baumwart und Streuobstpädagoge „Die Äste sind immer weggeknickt, durch das Gewicht der Früchte und das hat viele Nachteile. Und ich habe mir quasi den stärksten Trieb über die Jahre rausgesucht und angeschnitten und man siehts oben festgebunden, sodass wir jetzt wieder eine schöne Wirbelsäule haben. Die Arme, die Äste des Baumes können sich jetzt wieder erneuern und da hat man tolles Fruchtholz und der Bau kommt in die Ruhe. Das war früher mal ein Struwwelpeter sag ich, das sieht heute ganz anders aus.“ Obwohl es so wirkt, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht, ist der zertifizierte Baumwart  noch […]

  • Unsere Reporterin beim Frühjahrsputz im Zoo Vivarium Darmstadt

    Unsere Reporterin beim Frühjahrsputz im Zoo Vivarium Darmstadt

    20 freiwillige Helfer haben im Vivarium klar Schiff gemacht – mittendrin unsere Reporterin. Tabea Laier, Reporterin „Robuste Schuhe hab ich schon an, die Arbeitshandschuhe auch, ich bin gerüstet, den Zoo auf Vordermann zu bringen. Zum Glück nicht alleine, denn hier überall verteilt sind die freiwilligen Helfer schon fleißig am Arbeiten. Mal schauen, wo ich heute anpacken kann.“ Heidrun Thinius leitet die Tierpflege hier schon seit 16 Jahren und weiß genau, was heute alles geschafft werden muss. Tabea Laier, Reporterin „Hallo Frau Thinius, es kann losgehen. Was haben wir denn heute alles zu tun und mit was fang ich am besten an?“ Heidrun Thinius, Leiterin der Tierpflege, Vivarium „Also wir werden bei den Stachelschweinen und Fuchsmangusten Erde reinbringen, also Sand, wir werden bei den Ziegen Felsenkies verteilen im Gehege und auf der Tapirerweiterungsanlage werden wir Bambus pflanzen.“ Die Schubkarre ist schon beladen, los geht’s. Ich schichte Sand, ich reche den Boden, ich schippe Kies, ich transportiere Steinchen, ich verteile den neuen Boden im Ziegengehege – kritisch beäugt von den Einwohnern. Zum Schluss pflanze ich einen ganzen Bambusstrauch. Und hier wird’s richtig anstrengend, denn der Boden ist nicht nur hart, sondern auch voll mit Wurzeln. Tabea Laier, Reporterin „Ich glaube, hier geht’s jetzt grad nicht mehr weiter mit dem Spaten, jetzt muss ich doch lieber mit der Spitzhacke ran.“ Noch ein bisschen Hacken und Schaufeln: Dann endlich ist das Loch tief genug für den Bambus. Die Pflanze steht. Tabea Laier, Reporterin „Den Bambus hier einzupflanzen war jetzt wirklich ein hartes Stück Arbeit. Warum machen wir das hier denn eigentlich?“ Heidrun Thinius, Leiterin der Tierpflege, Vivarium „Das ist die Erweiterungsfläche für die Tapire und Tapire sind ja Dschungelbewohner und bewegen sich im Dickicht und fühlen sich da auch sicher und wohl und deswegen wird das hier auch sehr eng gepflanzt, dass die da […]

  • Erdbeerernte gestartet

    Erdbeerernte gestartet

    Endlich ist wieder Erdbeerzeit! In unserer Region hat die Ernte begonnen – und die ersten roten Früchte landen frisch vom Feld direkt in den Körben. Wie gut die Saison läuft und worauf sie sich beim Erdbeerkauf einstellen müssen, haben wir uns vor Ort angeschaut. Sobald die Sonne endlich richtig rauskommt, darf sie nicht fehlen: Die Erdbeere läutet wie kaum eine andere Frucht in Deutschland den Beginn der warmen Jahreszeit ein. Hier in Eisenberg in der Pfalz läuft die Ernte seit einer Woche. Bauer Alexander Seiler ist mit dem Beginn der Saison zufrieden. Alexander Seiler, Erdbeerbauer „Die Qualität der Erdbeeren ist sehr gut. Wir haben hier schöne große Früchte, die gut gereift sind. Wir haben dieses Jahr relativ wenig Frostschäden und haben jetzt bei dem schönen Wetter auch relativ viel Sonne und einen sehr guten Erdbeergeschmack.“ Die roten Leckereien sind reich an Eisen und Vitamin C und gelten deshalb als einer der beliebtesten Snacks der Deutschen. Fast zwei Drittel der Erdbeeren von Alexander Seiler wachsen in Tunneln. Das bringt viele Vorteile mit sich. Alexander Seiler, Erdbeerbauer „Im Erdbeertunnel sind wir etwa drei Wochen früher als im Freiland. Wir haben hier einen geschützten Anbau. Das heißt, es regnet nicht auf die Früchte, wir brauchen deutlich weniger Pflanzenschutz – bis gar kein Pflanzenschutz – und haben quasi schöne Früchte, können immer pflücken mit unseren Mitarbeitern, auch wenn es regnet, und haben gleichbleibende Qualität.“ Vom Feld aus gehen die Erdbeeren direkt in die Verkaufsstände und anschließend über die Ladentheke. Hier müssen die Kunden momentan noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Zur Hochsaison in ein paar Wochen sollte der Preis dann aber nochmal sinken. Doch hohe Personal – und Spritkosten machen auch dem Erdbeerbauern zu schaffen. Alexander Seiler, Erdbeerbauer „Wir sind Direktvermarkter. Wir fahren zu unseren Ständen und natürlich steigen die Transportkosten und auch […]

  • Naturfilmer portraitiert die Schönheit der Pfalz

    Naturfilmer portraitiert die Schönheit der Pfalz

    Wir zeigen Ihnen die Pfalz, wie Sie sie wahrscheinlich noch nie gesehen haben. Naturfilmer Christian Fernandez Gamios Leidenschaft ist es, die Region aus der Luft aufzunehmen – und so ihre atemberaubende Schönheit festzuhalten. Christian Fernandez Gamio „Für mich ist der Reiz der Pfalz die Vielseitigkeit. Ich kenne keine Region, wo du morgens am Altrhein Aufnahmen machen kannst, die aussehen wie Amazonas, über Felder, dann über die Weinberge an den Haardt-Rand kommst und dann in den Pfälzerwald reinkommst, wo du diese Vielzahl an Burgen, an Felsen hast, an schönen Ortschaften hast und dann quasi in Pirmasens die ganzen kleinen Wasserfälle hast.“ Und jede Jahreszeit hat ihren eigenen Zauber. Jetzt im Frühling sind es die intensiven Farben, die Christian Fernandez Gamios Fotografen-Herz höher schlagen lassen. Sei es der Raps, das beliebteste Fotomotiv der Pfalz – die Mandelblüte – oder der blühende Bärlauch, der den Wald wie im Märchen wirken lässt. Christian Fernandez Gamio, Videograph aus Annweiler „Irgendwann war mir klar, dass das nicht nur ein Foto, sondern ein Gefühl ist. Ein sehr starkes Gefühl. Der Pfälzer liebt seine Pfalz. Und ich bin schon viel rum gekommen und viele Leute lieben ihre Region, aber ich hab das Gefühl in Deutschland gibt’s wenige Regionen, wo die Einheimischen ihre Region so lieben, wie die Pfälzer die Pfalz lieben.“ Seit über 15 Jahren fotografiert und filmt der gebürtige Frankfurter seine Wahlheimat, die Pfalz – am liebsten aus der Luft mit seiner Drohne. Langweilig wird ihm die Landschaft nie. Besonders die Pfälzer Burgen haben es ihm angetan. Am schönsten findet er es hier zum Sonnenaufgang, wenn der Nebel noch im Tal hängt und die ersten Sonnenstrahlen seine Kameralinse treffen. Christian Fernandez Gamio,  Videograph aus Annweiler „Wenn das Licht sehr, sehr schräg ist und alles von der Seite anstrahlt, kriegt man zum Beispiel diese typischen Schattenwürfe und gerade […]

  • Zu Gast im Studio: Videograf Christian Fernandez Gamio

    Zu Gast im Studio: Videograf Christian Fernandez Gamio

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Liebe und Leidenschaft zu seine Filmen. Eva Dieterle, Moderatorin: Und jetzt ist er bei mir im Studio und Naturfilmer und Fotograf Christian Fernandez Gamio. Guten Abend. Schön, dass Sie hier sind. Christian Fernandez Gamio, Videograph aus Annweiler: Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Dieterle: Ist denn der Frühling die Lieblingsjahreszeit oder kommt es am Ende doch immer auf die Stimmung an? Fernandez Gamio: Es kommt immer auf die Stimmung an und. Und natürlich ist der Herbst der König der Zeiten. Die Farben, die der Herbst zaubert, die sind nicht zu toppen. Der Frühling hat natürlich den Vorteil der Blüten, wie die Mandelblüte, die wunderschön ist und natürlich der Raps, der gelb blüht oder die Apfelbäume, die weiß sind. Aber der Herbst, der ist mit nichts zu toppen, der ist einfach der Schönste. Dieterle: Hinter diesen Filmen über die Heimat steckt wahnsinnig viel Aufwand. Wir sehen ja immer nur kurze Sequenzen, ein paar Sekunden. Aber das Making of ist ja sehr, sehr viel aufwendiger. Wir spielen jetzt noch mal ein paar Bilder aus dem Film ein. Beeindruckende Aufnahmen. Wie viele Stunden dauert es denn, bis so ein Film dann tatsächlich fertig ist und online gehen kann? Fernandez Gamio: Oh, also im Endeffekt fängt es ja mit der Planung an, man will ja, dass der Film ja nicht immer das Gleiche zeigt. Ich kann keine Stunde Burgen zeigen. Das heißt, es fängt damit an, dass ich mir gut überlege, so eine Art Timeline, Timesheet über die Jahreszeiten, dass ich auch wirklich diese Vielseitigkeit abdecken kann. Man hat immer die Tendenz, dass man die gleichen Sachen, weil es einfach wunderschön ist. Ich wohne in Annweiler, also für mich ist immer die Burg Trifels ein Motiv und die Leute sagen: “Hast du auch was anderes außer […]

  • Erste Freibäder geöffnet

    Erste Freibäder geöffnet

    Bis zu 20 Grad hat das Thermometer heute in weiten Teilen des Sendegebietes angezeigt. Perfektes Bedingungen fürs Freibad. Als eines der ersten hat das Bad im pfälzischen Winnweiler am Wochenende seine Pforten geöffnet. Wie der Andrang in den ersten Tagen ist, haben wir uns heute angeschaut. Eintauchen und erfrischen. Wobei, so richtig frisch ist das Wasser gar nicht. Lauschige 22 Grad laden zum entspannten Kraulen, Brust oder Rückenschwimmen ein. Die meisten sind Stammgäste, die schon sehnsüchtig darauf gewartet haben, hier in Winnweiler wieder ihre Bahnen ziehen zu können. Nina Schwarz „Paradies. Frische Luft, gute Wiese, gute Bäume. Einfach ein Tag Urlaub.“ Michael Brehm „Freibad ist immer das Beste. Und bei dem Wetter. Und die Temperatur ist genau richtig für mich. Im Winter gehe ich halt als mal ins Hallenbad.“ Cornelia Müller „Da geht es mir immer gut, wenn ich Freibadsaison habe. Das baut mich auf und Wasser ist einfach Leben für mich. Und ich finde es ganz toll, dass wir hier noch Freibäder haben.“ Hubert Schuler „Wir haben unsere Schwimmgruppe Nautilus und treffen uns dann nahezu täglich, nach dem Motto: Viel Spaß im Nass.“ Spaß im Nass für alle gibt es ab dem dritten Mai. Dann öffnen auch die Wasserrutsche und das Kinderbecken. Seit dem Saisonstart am Samstag waren bereits 500 Badegäste da. Damit das so weitergeht, hofft Betriebsleiter Dominik Reis auf einen sonnigen und warmen Sommer. Sollte das Wetter aber doch mal zu wünschen übriglassen, kann er reagieren. Dominik Reis, Betriebsleiter Freibad Winnweiler „Wir haben mehrere Wärmequellen, die wir nutzen können, tatsächlich. Aktuell rein die Sonnenenergie über die Solarabsorber-Anlage auf dem Hauptgebäude. Sollte das nicht ausreichen hätten wir noch unser Blockheizkraftwerk, mit dessen Abwärme wir die Beckenwassertemperatur hochfahren können.“ Aufwärmen lässt es sich dann auch auf der frisch hergerichteten Liegewiese. Ein guter Platz will dabei wohl überlegt sein. Nach […]