Natur

  • Dinosaurierfund in der Eifel

    Dinosaurierfund in der Eifel

    In der Eifel sind Forschende auf Knochen und Zähne der Sauriergattung Lophostropheus gestoßen. Die war bisher nur aus Funden in Nordfrankreich bekannt. Im Dinopark Teufelsschlucht in Ernzen ist die Aufregung deshalb groß. Vier Meter lang und rund 100 Kilo schwer – so hat er wohl ausgesehen: der Raubsaurier, der vor mehr als 200 Millionen Jahren durch die Eifel streifte. Doch wie hat er damals gelebt? Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wir wissen, dass hier vor 203 Millionen Jahren ein Küstenwald gestanden hat. Er hat wahrscheinlich im Küstenwald gelebt und an der Küste gejagt, hat Fleisch gefressen und war recht schnell. Also an die 50 Kilometer pro Stunde.“ Lea Numberger-Thuy ist Paläontologin im Dinopark. Sie hat den Fund untersucht und die Nachbildung entwickelt. Der Farbe des Kopfes – ein auffälliges Lila –  ist typisch für die Trias Zeit, aus der der Fund stammt. Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wissenschaftlich gesehen ist das wirklich eine große Sensation, weil die Trias, das ist der Übergang zum richtigen große Dinosaurier Zeitalter im Jura und in der Kreide nachher. Und da ist oft wenig zu finden weltweit und wir füllen da auch eine große Lücke wissenschaftlich gesehen.“ Entdeckt wurden die Fossilien bereits vor einem Jahr und zwar nur ein paar Kilometer vom Dinopark entfernt. Ein Hangrutsch an der Prüm legte rund  300 Kilogramm Fossilien frei.  Mit dabei:  Zähne, Fußkrallen und ein  Zehenknochen. Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Dieses Gefühl als der erste Zahn in die Hände gefallen ist und dann kam der Zweite, den mein Chef gefunden hat und dann noch ein Dritter. Das war schon was ganz Besonderes.“ Vor allem dieser Zahn machte die genaue Bestimmung möglich: Das Verhältnis zwischen Länge und Breite, sowie die Zahl der Sägekanten lieferten eindeutige Hinweise darauf, um welche Art von Dinosaurier es sich handelt.  Bisher sind  erst 20 […]

  • Massenflug der Maikäfer in Südhessen

    Massenflug der Maikäfer in Südhessen

    Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel: Alle vier Jahre bohren sich im hessischen Ried Hunderte Millionen Maikäfer aus dem Boden und steigen in den Abendhimmel auf. Was am Himmel faszinierend aussieht, hat am Boden allerdings drastische Auswirkungen.   Es summt, surrt und schwirrt derzeit gewaltig in Südhessen: Das große Krabbeln der Maikäfer hat wieder begonnen. In den vergangenen Tagen haben sich Millionen Tiere aus dem Boden gearbeitet. Allein im hessischen Ried sollen es rund 480 Millionen sein. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Hier sieht man schön die Löcher von den Maikäfern, die sich hier aus dem Erdreich ausgebohrt haben und dann hier gestartet sind, um ihren Reifungsfraß zu machen.“ Dieses Massenphänomen gibt es nur alle vier Jahre – immer zur Fußball Weltmeisterschaft. Denn solange verbringt der Maikäfer zunächst verborgen unter der Erde – entwickelt sich vom Ei über die Larve zum fertigen Käfer. In dieser Zeit richten die Larven, die sogenannten Engerlinge, im Boden teils erhebliche Schäden an. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Engerlingstadium ist so groß wie mein kleiner Finger. Also das sind richtig große Fraßmaschinen, wenn man es mal so bezeichnen will, weil die fressen alles, was sie an Wurzeln vor die Mundwerkzeuge kriegen.“ An vielen abgestorbenen Bäumen lassen sich die Bissspuren der Engerlinge noch erkennen. Vor allem die feinen Wurzeln – über die die Bäume Wasser und Nährstoffe aufnehmen – fressen die Maikäfer-Larven besonders gerne. Die Folge: Selbst alte Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und sterben ab. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Wenn die Population weiterhin so groß bleibt, wie sie aktuell ist, dann werden wir hier auf vielen Flächen große Teile unserer Baumvegetation verlieren.“ Dass Südhessen besonders betroffen ist, liegt an den günstigen Bedingungen: lockere, sandige Böden für die Eiablage, ausreichend Gras als Nahrung für die jungen Larven und ein trocken-warmes Klima. Der Klimawandel verstärkt diesen Effekt zusätzlich. […]

  • Fuldaer Daniel Berghold ist der „Baumflüsterer“

    Fuldaer Daniel Berghold ist der „Baumflüsterer“

    Gerade Obstbäume prägen die Landschaft in Rheinland-Pfalz und Hessen. Doch sie brauchen Pflege, wenn sie erhalten bleiben sollen. Ein Mann hat sich genau dieser Aufgabe verschrieben. Daniel Berghold ist Baumwart und Streuobstpädagoge – klingt kompliziert und darum nennt man ihn in Fulda nur „den Baumflüsterer“. Was für viele wie ein ganz normaler Apfelbaum aussieht, ist für Daniel Berghold ein kleines Wunder. Der 47-Jährige aus Fulda sieht in jedem dieser Bäume ein Stück Natur, das es zu bewahren gilt. Besonders jungen Bäumen widmet er dabei seine besondere Aufmerksamkeit. Daniel Berghold, Baumwart und Streuobstpädagoge „Also das Wichtigste bei der Obstbaumpflege, was ich auch immer meinen Kunden sage, ist das Beobachten. Das Schneiden ist am Ende dann das Ergebnis, aber wenn ich kein Gefühl für den Baum bekomme, in welchem Alter ist er, in welchem Zustand. Dann mache ich Sachen, die einfach nicht fachgerecht sind und ich vergleiche das immer gerne. Wenn die Menschen am Anfang des Jahres, fünf Jahre kein Sport gemacht, und dann wollen sie in fünf Tagen alles aufholen. Das funktioniert beim Obstbau auch nicht.“ Für Daniel Berghold  sind Bäume  lebendige, individuelle Wesen. Entsprechend richtet er seine Arbeit aus – und versteht sich dabei als eine Art Orthopäde. Daniel Berghold, Baumwart und Streuobstpädagoge „Die Äste sind immer weggeknickt, durch das Gewicht der Früchte und das hat viele Nachteile. Und ich habe mir quasi den stärksten Trieb über die Jahre rausgesucht und angeschnitten und man siehts oben festgebunden, sodass wir jetzt wieder eine schöne Wirbelsäule haben. Die Arme, die Äste des Baumes können sich jetzt wieder erneuern und da hat man tolles Fruchtholz und der Bau kommt in die Ruhe. Das war früher mal ein Struwwelpeter sag ich, das sieht heute ganz anders aus.“ Obwohl es so wirkt, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht, ist der zertifizierte Baumwart  noch […]

  • Unsere Reporterin beim Frühjahrsputz im Zoo Vivarium Darmstadt

    Unsere Reporterin beim Frühjahrsputz im Zoo Vivarium Darmstadt

    20 freiwillige Helfer haben im Vivarium klar Schiff gemacht – mittendrin unsere Reporterin. Tabea Laier, Reporterin „Robuste Schuhe hab ich schon an, die Arbeitshandschuhe auch, ich bin gerüstet, den Zoo auf Vordermann zu bringen. Zum Glück nicht alleine, denn hier überall verteilt sind die freiwilligen Helfer schon fleißig am Arbeiten. Mal schauen, wo ich heute anpacken kann.“ Heidrun Thinius leitet die Tierpflege hier schon seit 16 Jahren und weiß genau, was heute alles geschafft werden muss. Tabea Laier, Reporterin „Hallo Frau Thinius, es kann losgehen. Was haben wir denn heute alles zu tun und mit was fang ich am besten an?“ Heidrun Thinius, Leiterin der Tierpflege, Vivarium „Also wir werden bei den Stachelschweinen und Fuchsmangusten Erde reinbringen, also Sand, wir werden bei den Ziegen Felsenkies verteilen im Gehege und auf der Tapirerweiterungsanlage werden wir Bambus pflanzen.“ Die Schubkarre ist schon beladen, los geht’s. Ich schichte Sand, ich reche den Boden, ich schippe Kies, ich transportiere Steinchen, ich verteile den neuen Boden im Ziegengehege – kritisch beäugt von den Einwohnern. Zum Schluss pflanze ich einen ganzen Bambusstrauch. Und hier wird’s richtig anstrengend, denn der Boden ist nicht nur hart, sondern auch voll mit Wurzeln. Tabea Laier, Reporterin „Ich glaube, hier geht’s jetzt grad nicht mehr weiter mit dem Spaten, jetzt muss ich doch lieber mit der Spitzhacke ran.“ Noch ein bisschen Hacken und Schaufeln: Dann endlich ist das Loch tief genug für den Bambus. Die Pflanze steht. Tabea Laier, Reporterin „Den Bambus hier einzupflanzen war jetzt wirklich ein hartes Stück Arbeit. Warum machen wir das hier denn eigentlich?“ Heidrun Thinius, Leiterin der Tierpflege, Vivarium „Das ist die Erweiterungsfläche für die Tapire und Tapire sind ja Dschungelbewohner und bewegen sich im Dickicht und fühlen sich da auch sicher und wohl und deswegen wird das hier auch sehr eng gepflanzt, dass die da […]

  • Erdbeerernte gestartet

    Erdbeerernte gestartet

    Endlich ist wieder Erdbeerzeit! In unserer Region hat die Ernte begonnen – und die ersten roten Früchte landen frisch vom Feld direkt in den Körben. Wie gut die Saison läuft und worauf sie sich beim Erdbeerkauf einstellen müssen, haben wir uns vor Ort angeschaut. Sobald die Sonne endlich richtig rauskommt, darf sie nicht fehlen: Die Erdbeere läutet wie kaum eine andere Frucht in Deutschland den Beginn der warmen Jahreszeit ein. Hier in Eisenberg in der Pfalz läuft die Ernte seit einer Woche. Bauer Alexander Seiler ist mit dem Beginn der Saison zufrieden. Alexander Seiler, Erdbeerbauer „Die Qualität der Erdbeeren ist sehr gut. Wir haben hier schöne große Früchte, die gut gereift sind. Wir haben dieses Jahr relativ wenig Frostschäden und haben jetzt bei dem schönen Wetter auch relativ viel Sonne und einen sehr guten Erdbeergeschmack.“ Die roten Leckereien sind reich an Eisen und Vitamin C und gelten deshalb als einer der beliebtesten Snacks der Deutschen. Fast zwei Drittel der Erdbeeren von Alexander Seiler wachsen in Tunneln. Das bringt viele Vorteile mit sich. Alexander Seiler, Erdbeerbauer „Im Erdbeertunnel sind wir etwa drei Wochen früher als im Freiland. Wir haben hier einen geschützten Anbau. Das heißt, es regnet nicht auf die Früchte, wir brauchen deutlich weniger Pflanzenschutz – bis gar kein Pflanzenschutz – und haben quasi schöne Früchte, können immer pflücken mit unseren Mitarbeitern, auch wenn es regnet, und haben gleichbleibende Qualität.“ Vom Feld aus gehen die Erdbeeren direkt in die Verkaufsstände und anschließend über die Ladentheke. Hier müssen die Kunden momentan noch etwas tiefer in die Tasche greifen. Zur Hochsaison in ein paar Wochen sollte der Preis dann aber nochmal sinken. Doch hohe Personal – und Spritkosten machen auch dem Erdbeerbauern zu schaffen. Alexander Seiler, Erdbeerbauer „Wir sind Direktvermarkter. Wir fahren zu unseren Ständen und natürlich steigen die Transportkosten und auch […]

  • Naturfilmer portraitiert die Schönheit der Pfalz

    Naturfilmer portraitiert die Schönheit der Pfalz

    Wir zeigen Ihnen die Pfalz, wie Sie sie wahrscheinlich noch nie gesehen haben. Naturfilmer Christian Fernandez Gamios Leidenschaft ist es, die Region aus der Luft aufzunehmen – und so ihre atemberaubende Schönheit festzuhalten. Christian Fernandez Gamio „Für mich ist der Reiz der Pfalz die Vielseitigkeit. Ich kenne keine Region, wo du morgens am Altrhein Aufnahmen machen kannst, die aussehen wie Amazonas, über Felder, dann über die Weinberge an den Haardt-Rand kommst und dann in den Pfälzerwald reinkommst, wo du diese Vielzahl an Burgen, an Felsen hast, an schönen Ortschaften hast und dann quasi in Pirmasens die ganzen kleinen Wasserfälle hast.“ Und jede Jahreszeit hat ihren eigenen Zauber. Jetzt im Frühling sind es die intensiven Farben, die Christian Fernandez Gamios Fotografen-Herz höher schlagen lassen. Sei es der Raps, das beliebteste Fotomotiv der Pfalz – die Mandelblüte – oder der blühende Bärlauch, der den Wald wie im Märchen wirken lässt. Christian Fernandez Gamio, Videograph aus Annweiler „Irgendwann war mir klar, dass das nicht nur ein Foto, sondern ein Gefühl ist. Ein sehr starkes Gefühl. Der Pfälzer liebt seine Pfalz. Und ich bin schon viel rum gekommen und viele Leute lieben ihre Region, aber ich hab das Gefühl in Deutschland gibt’s wenige Regionen, wo die Einheimischen ihre Region so lieben, wie die Pfälzer die Pfalz lieben.“ Seit über 15 Jahren fotografiert und filmt der gebürtige Frankfurter seine Wahlheimat, die Pfalz – am liebsten aus der Luft mit seiner Drohne. Langweilig wird ihm die Landschaft nie. Besonders die Pfälzer Burgen haben es ihm angetan. Am schönsten findet er es hier zum Sonnenaufgang, wenn der Nebel noch im Tal hängt und die ersten Sonnenstrahlen seine Kameralinse treffen. Christian Fernandez Gamio,  Videograph aus Annweiler „Wenn das Licht sehr, sehr schräg ist und alles von der Seite anstrahlt, kriegt man zum Beispiel diese typischen Schattenwürfe und gerade […]

  • Zu Gast im Studio: Videograf Christian Fernandez Gamio

    Zu Gast im Studio: Videograf Christian Fernandez Gamio

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Liebe und Leidenschaft zu seine Filmen. Eva Dieterle, Moderatorin: Und jetzt ist er bei mir im Studio und Naturfilmer und Fotograf Christian Fernandez Gamio. Guten Abend. Schön, dass Sie hier sind. Christian Fernandez Gamio, Videograph aus Annweiler: Vielen Dank, dass ich hier sein darf. Dieterle: Ist denn der Frühling die Lieblingsjahreszeit oder kommt es am Ende doch immer auf die Stimmung an? Fernandez Gamio: Es kommt immer auf die Stimmung an und. Und natürlich ist der Herbst der König der Zeiten. Die Farben, die der Herbst zaubert, die sind nicht zu toppen. Der Frühling hat natürlich den Vorteil der Blüten, wie die Mandelblüte, die wunderschön ist und natürlich der Raps, der gelb blüht oder die Apfelbäume, die weiß sind. Aber der Herbst, der ist mit nichts zu toppen, der ist einfach der Schönste. Dieterle: Hinter diesen Filmen über die Heimat steckt wahnsinnig viel Aufwand. Wir sehen ja immer nur kurze Sequenzen, ein paar Sekunden. Aber das Making of ist ja sehr, sehr viel aufwendiger. Wir spielen jetzt noch mal ein paar Bilder aus dem Film ein. Beeindruckende Aufnahmen. Wie viele Stunden dauert es denn, bis so ein Film dann tatsächlich fertig ist und online gehen kann? Fernandez Gamio: Oh, also im Endeffekt fängt es ja mit der Planung an, man will ja, dass der Film ja nicht immer das Gleiche zeigt. Ich kann keine Stunde Burgen zeigen. Das heißt, es fängt damit an, dass ich mir gut überlege, so eine Art Timeline, Timesheet über die Jahreszeiten, dass ich auch wirklich diese Vielseitigkeit abdecken kann. Man hat immer die Tendenz, dass man die gleichen Sachen, weil es einfach wunderschön ist. Ich wohne in Annweiler, also für mich ist immer die Burg Trifels ein Motiv und die Leute sagen: “Hast du auch was anderes außer […]

  • Erste Freibäder geöffnet

    Erste Freibäder geöffnet

    Bis zu 20 Grad hat das Thermometer heute in weiten Teilen des Sendegebietes angezeigt. Perfektes Bedingungen fürs Freibad. Als eines der ersten hat das Bad im pfälzischen Winnweiler am Wochenende seine Pforten geöffnet. Wie der Andrang in den ersten Tagen ist, haben wir uns heute angeschaut. Eintauchen und erfrischen. Wobei, so richtig frisch ist das Wasser gar nicht. Lauschige 22 Grad laden zum entspannten Kraulen, Brust oder Rückenschwimmen ein. Die meisten sind Stammgäste, die schon sehnsüchtig darauf gewartet haben, hier in Winnweiler wieder ihre Bahnen ziehen zu können. Nina Schwarz „Paradies. Frische Luft, gute Wiese, gute Bäume. Einfach ein Tag Urlaub.“ Michael Brehm „Freibad ist immer das Beste. Und bei dem Wetter. Und die Temperatur ist genau richtig für mich. Im Winter gehe ich halt als mal ins Hallenbad.“ Cornelia Müller „Da geht es mir immer gut, wenn ich Freibadsaison habe. Das baut mich auf und Wasser ist einfach Leben für mich. Und ich finde es ganz toll, dass wir hier noch Freibäder haben.“ Hubert Schuler „Wir haben unsere Schwimmgruppe Nautilus und treffen uns dann nahezu täglich, nach dem Motto: Viel Spaß im Nass.“ Spaß im Nass für alle gibt es ab dem dritten Mai. Dann öffnen auch die Wasserrutsche und das Kinderbecken. Seit dem Saisonstart am Samstag waren bereits 500 Badegäste da. Damit das so weitergeht, hofft Betriebsleiter Dominik Reis auf einen sonnigen und warmen Sommer. Sollte das Wetter aber doch mal zu wünschen übriglassen, kann er reagieren. Dominik Reis, Betriebsleiter Freibad Winnweiler „Wir haben mehrere Wärmequellen, die wir nutzen können, tatsächlich. Aktuell rein die Sonnenenergie über die Solarabsorber-Anlage auf dem Hauptgebäude. Sollte das nicht ausreichen hätten wir noch unser Blockheizkraftwerk, mit dessen Abwärme wir die Beckenwassertemperatur hochfahren können.“ Aufwärmen lässt es sich dann auch auf der frisch hergerichteten Liegewiese. Ein guter Platz will dabei wohl überlegt sein. Nach […]

  • Start von "Kids an die Knolle"

    Start von „Kids an die Knolle“

    Um im Sommer leckere Kartoffeln zu ernten, müssen sie jetzt gepflanzt werden. Dafür bekommen die Erzeuger der Pfälzer Grumbeere dieses Jahr tatkräftige Unterstützung: Zum ersten Mal helfen Kids aus dem Kindergarten mit. Loch buddeln, Kartoffel rein und wieder zu buddeln. Unter dem Motto „Kids an die Knolle“ machen kleine Kinder beim Kartoffelplfanzen  mit. Das Ziel: Den Kindern die Landwirtschaft näherbringen und ihnen praktische Erfahrungen in der Natur ermöglichen. Ein echter Knochenjob. Hartmut Magin, Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere „Ja, es ist natürlich anstrengend mal mit den Händen ein bisschen zu hölen in der Erde drinnen aber ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Worauf gibt’s denn zu achten beim Pflanzen der Kartoffeln – oder wie man hier sagt, der Pfälzer Grumbeere? Hartmut Magin, Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere „Natürlich sollen sie tief drinnen sein, dass die Wurzel dann auch schön ins Feuchte kommen, dass sie schön wachsen. Man will ja beim Pflanzen hinterher ein schönes Knollennest. Das heißt die Kartoffel, die ja zuerst als Mutterknolle wächst hat dann mit den Wurzeln später die kleinen Tochterknollen und natürlich, dass sie schön in der Erde drinnen wachsen, schön gedeihen in einem lockeren Boden auch schön runde Kartoffeln ergeben, machen wir jetzt die Löcher mit den Kindern zusammen, wo sie zu graben und ich bin dann gespannt, was dann bei rauskommt.“ Seit 15 Jahren ist das Projekt fester Bestandteil an mittlerweile fast 200 rheinland-pfälzischen Schulen. Jetzt gibt’s aber eine Premiere: Zum ersten Mal machen Kindergärten mit. Den Kids von der Kita Gerolsheim gefällt’s: Reporter: „Macht’s heute Spaß?“ „Ja, weil wir Kartoffeln pflanzen.“ „Ich habe noch nie Kartoffeln eingepflanzt und jetzt macht es so viel Spaß gerade.“ „Die Erde ist voll matschig.“ Jede Saison erntet die Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere, zu denen 265 Landwirte gehören, bis zu 100.000 Tonnen an Frühkartoffeln. Die Prognose für die kommende Erntesaison fällt […]

  • Start der Salaternte

    Start der Salaternte

    Die Frühlingssonne gibt gerade alles, damit das Gemüse auf den Feldern in Hessen und Rheinland-Pfalz kräftig wachsen kann. So auch in Weingarten in der Pfalz. Da ist die Ernte von Radieschen und Salaten voll im Gang. Lollo rosso, lollo biondo – jede Menge „los“ hier auf den Feldern in der Pfalz. Seit einer Woche ist die Salaternte in vollem Gang. Landwirt Peter Steegmüller zeigt sich zufrieden. Peter Steegmüller, Landwirt „Es hat mal sehr vielversprechend angefangen. Also wir haben einen sehr guten Mengenstart, wir sind wirklich sehr gut in Bewegung, haben tolle Abverkaufszahlen momentan. Wenn’s so bleibt, dann wird es hoffentlich ein Gutes.“ Und für ein gutes Jahr braucht es jede Menge Sonne – die mag der Salat am liebsten. Der wird direkt nach der Ernte auf dem Feld gewaschen. Nicht nur wegen der Erde, sondern auch, damit die sogenannte Salatmilch abgeht. Peter Steegmüller, Landwirt „Der blutet wie ein Mensch auch, wenn er verletzt wird. Aber das vernarbt sehr schnell. Das ist die Salatmilch, in dem Fall duscht man ihn ab mit frischem Wasser, mit kaltem Wasser. Und dann bleibt der Anschnitt erst einmal ein paar Tage hell und wird dann langsam bräunlich.“ Während der Salat direkt auf dem Feld fertig für den Verkauf wird – ist das Radieschen deutlich anspruchsvoller. Die kleinen roten Köpfe werden ein paar hundert Meter weiter zu Sträußen gebunden. Im Betrieb gibt es dann ein Spa-Programm deluxe. In mehreren Waschvorgängen werden die Radieschen vom Lehm befreit – der Fachmann sagt gewhirpoolt. Und doch: Der Wasserverbrauch hält sich in Grenzen. Peter Steegmüller, Landwirt „Sehr wenig, weil das ist eigentlich Kreislaufwasser. Frischwasser nehmen wir nur für die letzten zwei Meter, wo die Radieschen praktisch noch einmal abgespült werden. Und das Wasser zuvor, um den groben Schmutz zu entfernen, das läuft im Kreis.“ Seit Mitte März wird das rote […]

  • Trampeltier-Nachwuchs im Opel-Zoo

    Trampeltier-Nachwuchs im Opel-Zoo

    Gerade mal gut zwei Wochen ist er alt und meistens noch sehr müde. Chuck. Das kleine Trampeltier, das Ende März im Opel-Zoo in Kronberg auf die Welt kam. Bisher war Cuck noch ein wenig schüchtern, doch jetzt zeigt er sich auch immer öfter im Außengehege des Taunus-Zoos. Große braune Augen, die neugierig die Umgebung mustern. Mal kurz schnuppern und dann war es das schon an Action. Mit seinem kürzlich verstorbenen Namensvetter Chuck Norris hat Chuck das Trampeltier sonst wenig gemein. Ein taffer Hollywood Action-Held ist er nicht. Timo Schuldt, Tierpfleger im Opel-Zoo „Wie so ein Kleinkind halt, der macht seine Spielphasen, seine Ruhephasen, manchmal auch seine Tiefschlafphasen. Dem geht so weit gut. er sieht fit aus, der macht sich in der Gruppe super. Ist ein kleiner Frechdachs manchmal. Rennt hin und her. Ist fit und fidel.“ Aber meistens schläft Chuck. Seinen Namen haben ihm die Tierpfleger gegeben. Das Fohlen lebt mit vier weiteren Trampeltieren im Taunus. Am liebsten in der Nähe von Mama Emily. Trampeltiere haben zwei Höcker, in denen sie als Energiereserve Fett speichern. In ihren Heimatländern China und der Mongolei werden die Tiere gejagt und sind vorm Aussterben bedroht. Yannis König, Zoo-Pädagoge „Für den Artenschutz ist damit die Geburt von unserem Kleinen Chuck hier im Opel-Zoo natürlich eine ganz, ganz tolle Sache, weil wir eben außerhalb des natürlichen Lebensraums, wo es immer noch natürlich Bedrohungsgründe für sie gibt. Jagd, Klimawandel, in menschlicher Obhut nachzüchten können.“ Trampeltiere werden im Schnitt 30 bis 35 Jahre alt. Klein-Chuck soll später selbst für Nachwuchs sorgen. Aber nicht im Opel-Zoo. Sein noch sehr chilliger Papa Cooper, würde das überhaupt nicht nice finden. Yannis König, Zoo-Pädagoge „Das liegt eben daran, dass Trampeltiere sogenannte Harems bilden. Da gibt es dann immer nur ein männliches Tier in der Gruppe. Und weil sein Papa den Platz nicht […]

  • Sonderausstellung zur Grube Messel

    Sonderausstellung zur Grube Messel

    Wie sah es rund um Darmstadt wohl vor hunderten Millionen von Jahren aus? Die Statt Wäldern und Feldern, Städten und Dörfern, ragten einst gewaltige Gebirge in die Höhe und es brodelten Vulkane. Die neue Sonderschau „30 plus“ im UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel lässt uns unsere Heimat mit einem vollkommen neuen Blick entdecken. Wir sind in Südhessen, genauer in Messel bei Darmstadt. Vor 48 Millionen Jahren bricht hier ein Vulkan aus und das ändert alles. Die Landschaft, das Klima, die Tierwelt. Ein neues bewegliches 3D-Modell zeigt die Entstehung der Grube Messel. Damals ein gigantischer Vulkansee. Philipe Havlik, Geschäftsführer Grube Messel „In diesem See wurde ein Ökosystem konserviert, das als weltweit einzigartiges Relikt der Paläontologie gilt. Wir haben ein Ökosystem aus der Zeit der frühen Evolution der Säugetiere, aus dem Eozän, dem Zeitalter der Morgenröte. Die Grube Messel vor 48 Millionen Jahren war ein tropisches Paradies. Es war superwarm, weit über 20 Grad im Jahresmittel. Es hatte aber auch die ganzen schlimme Anteile, die man dann erwartet. Große Schlangen, große Krokodile, und eine üppige Vegetation, eine üppige Vielfalt der Biodiversität, die wir hier erleben durften.“ Der Erhaltungszustand der Fossilien, die in der Grube gefunden werden, ist weltweit einzigartig. Aber auch 30 Kilometer rund um das Weltnaturerbe herum, gibt es sensationelle Funde. Sie werden in der Ausstellung Messel 30+ gezeigt. Es geht um einen Zeitraum von über 560 Millionen Jahren. Es gibt versteinerte Miniatursaurier aus Darmstadt und ein Nilpferdgebiss aus Eich. Die Nilpferde haben dort, am heutigen Rheinufer zusammen mit Wasserbüffeln gelebt. Und zwar in der Eiszeit. Das haben Wissenschaftler gerade erst herausgefunden. Philipe Havlik, Geschäftsführer Grube Messel „Seit letztem Jahr wissen wir, dass Wasserbüffel und Nilpferde zeitgleich mit Mammuts hier lebten, mitten in der Kaltzeit. Es war einfach kurz mal für ein paar hundert Jahre schön warm und da haben die sich […]

  • Mit dem Floß über die Mosel

    Mit dem Floß über die Mosel

    Am Moselufer in Koblenz hat heute nämlich etwas ganz Besonderes angelegt: ein selbstgebautes traditionelles Floß. Knapp eine Woche waren die Ehrenamtlichen der Schiltacher Flößer damit auf der Saar und der Mosel unterwegs und wollen so auf die historische Bedeutung von Holztransport auf deutschen Flüssen aufmerksam machen. Ablegen für die letzten acht von insgesamt 250 Kilometern. Dann ist die Tour auf Saar und Mosel geschafft. Die Flößer aus dem Schwarzwald waren zuvor schon auf Rhein, Donau, Neckar, Weser, und Elbe unterwegs. Was nach großem Abenteuer aussieht, hat einen tieferen Sinn: Die Männer wollen auf die Bedeutung des Flößer-Handwerks aufmerksam machen. Thomas Kipp, Schiltacher Flößer „Klar, es war vielleicht ein bisschen mehr Abenteuer und Romantik dabei. Aber ich glaube, früher ging es einfach auch um das harte Überleben. Um den wirtschaftlichen Faktor, ums Geld verdienen. Es war eine Dienstleistung so wie heute die LKW-Fahrer auf den Autobahnen fahren mit ihren LKW, so hatten die Flößer früher die Aufgabe, das Holz von A nach B zu bringen.“ Das Floß besteht aus 15 Holzstämmen. Mit viel Anstrengung bewegen sich die Männer fort. Ganz traditionell ist es allerdings nicht gebaut – wie die Motoren verraten, die regelmäßig aushelfen. Und: Thomas Kipp, Schiltacher Flößer „Früher waren die Flöße nur mit den sogenannten Wieden verbunden, also mit dem Naturmaterial. Heute müssen wir zwangsläufig auch Schrauben nehmen, um sichere, stabile Verbindungen nachweisen zu können. Das ist der Unterschied zu früher. Mit einem Floß von früher nach rein historischer Bauart dürften wir heute so ein Gewässer nicht mehr befahren.“ Probleme gibt es bei der Überfahrt von Rehlingen im Saarland bis nach Koblenz nicht. Auch die vielen Schleusen passieren die Profis problemlos. Und: Es hat sich schon herumgesprochen, dass die Schwarzwälder Flößer auf der Mosel schippern. Adele Rostkamp „Ich finde das eine ganz tolle Geste, dass die hier angelegt haben.“ […]

  • Hessische Spargel-Saison ist eröffnet

    Hessische Spargel-Saison ist eröffnet

    Und jetzt kommen wir zu einem echten Frühlings-Evergreen – wobei es ihn auch in weiß gibt. Die Rede ist vom Spargel – dem wichtigsten Freiland-Gemüse in Hessen. Heute war offizieller Startschuss in die Saison im südhessischen Darmstadt-Arheilgen – und da ging es heute ganz nach dem Motto zu: regional und royal. Royalen Glanz bringt natürlich – die Krönung der neuen Spargelkönigin Elena, der Ersten. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein setzt ihr das Krönchen auf. Und sticht dann – höchstpersönlich – die erste offizielle Stange der Saison. Seit einer guten Woche strecken die Spargel hier in Südhessen schon ihre Köpfchen aus dem Boden. Ein Kilo der ersten Güteklasse kostet derzeit um die 18 Euro. Schon ein teures kulinarisches Vergnügen, aber … Max Benz, Spargelbauer in Darmstadt-Arheilgen „Die Spargelpreise haben wir jetzt nicht steigen lassen, weil es steigen grad alle Kosten rundrum. Jeder sieht es an der Tankstelle. Wenn der Spargel jetzt noch teurer wird, wollen wir den Leuten nicht die Lust vergehen lassen. Die sollen Lust haben auf das frische Frühlingsgemüse Spargel. Und deswegen sollen sie den kaufen und wir haben die Preise von letztem Jahr gehalten.“ Trotz Inflation, gestiegener Düngemittel- und Spritpreise zeigen sich die Spargelbauern optimistisch, dass sie ihre Kunden bei der Stange halten können. Vielseitig und trendy – so bewerben die Landwirte heute ihr „weißes Gold“. Chantal Wendel, Vorsitzende Arbeitskreis Spargel Südhessen „Und ganz egal, ob er vegan oder vegetarisch gegessen wird, Spargel kann all das mit. Jeden Hype erfüllt Spargel. Und ganz TikTok, Instagram ist voll mit den leckersten und verrücktesten Rezepten.“ Auch Hessens Ministerpräsident schwingt als bekennender Spargelfan gern selbst den Kochlöffel. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Ich bereite den Spargel im Ofen zu und esse dazu am liebsten ausschließlich Kartoffeln, Kartoffeln und Spargel und mach eine Sauce Hollandaise selbst dazu. Pro 100 Milliliter Sahne nehme ich […]

  • Putziger Nachwuchs im Zoo Kaiserslautern

    Putziger Nachwuchs im Zoo Kaiserslautern

    Bei den Bennett-Kängurus und den Erdmännchen zeigen sich die Jungtiere zurzeit erstmals den Besuchern. Und in einem Gehege geht es dabei deutlich entspannter zu, als im anderen. Der Kopf und die Vorderbeine gucken schon häufiger raus. Sonst wird noch die meiste Zeit im Beutel enspannt. Wann genau das Jungtier auf die Welt gekommen ist, lässt sich nicht sagen. Denn: Marco Dyck, Auszubildender zum Tierpfleger „Die kommen auf die Welt, da sind sie ungefähr so groß wie ein Gummibärchen. Und grabbeln dann in den Beutel von der Mutter. Und da hat die Mutter zwei Zitzen und da saugen die sich fest. Und die haben ungefähr eine Tragzeit von 280 Tagen im Beutel.“ Das junge Kängurubaby döst mit dem Rest der Gruppe in der Mittagssonne. Und leckt an seinen Unterarmen, um sich abzukühlen. Und siehe da: Der ein oder andere kleine Ausflug wird schon gewagt. Während sich das Jungtier noch über die Milch der Mutter ernährt, genießen die Großen leckeren Bambus in der Sonne. Weil sie ein so empfindliches Zahnfleisch haben, steht   für die aus Tasmanien stammenden Beuteltiere hauptsächlich Grünes wie Bambus, Salate oder verschiedenes Gemüse auf dem Speiseplan. Deutlich bunter sieht der Teller bei den Erdmännchen aus. Aber der Hauptfokus liegt hier zurzeit sowieso auf den drei kleinen Jungtieren, die vor gerade mal zweieinhalb Wochen auf die Welt gekommen sind. Denn die zur Familie der Raubtiere zählenden Erdmännchen sind sehr soziale Tiere. Christina Longen, Tierpflegerin „Bei denen ist der Gruppenzusammenhalt einfachs sehr sehr groß. Und da wird auch ganz besonders bei den Jungtieren darauf geachtet, dass die immer beschützt werden. Dass immer ein Erdmännchen auf jeden Fall mit dabei ist und aufpasst.“ Damit das gelingt, wird immer Wache gehalten und sehr viel miteinander kommuniziert. Christina Longen, Tierpflegerin „Da ist auch einfach ganz wichtig, dass die für verschiedene Fressfeinde verschiedene Warnrufe […]