Natur

  • Geld für Opfer der Flutkatastrophe

    Geld für Opfer der Flutkatastrophe

    15 Milliarden Euro umfasst die Aufbauhilfe des Bundes für die vom Hochwasser betroffenen Regionen in Rheinland-Pfalz. Privatpersonen, Unternehmen und Kommunen sollen damit den Wiederaufbau stemmen. Welche Kriterien und Regeln dafür gelten hat das Land heute bekannt gegeben. Doch zuvor gucken wir uns die Situation vor Ort im Ahrtal an. Kein Stein liegt mehr auf dem anderen. Familie Schnitzler aus Dernau musste ihr Hotel Kölner Hof abreißen – die Flut vom 14. Juli hatte das Gebäude komplett zerstört. Peter Schnitzler führt den Betrieb seit 1999, stand für seine Gäste selbst hinterm Herd. Peter Schnitzler, Inhaber Kölner Hof in Dernau: „Es fühlt sich schrecklich an. Also da kommen auch immer wieder die Tränen, wenn du das hier siehst. Die ganze Familie hat da – das ist seit 1896 im Familienbesitz – Herzblut reingesteckt, immer wieder n bisschen drangebaut, immer wieder modernisiert, dass es auf dem neuesten Stand war. Wir hatten in den letzten Jahren noch viel hier gemacht, damit meine Tochter das dann in einem Top Zustand übernehmen kann. Und dann – leider in einer Nacht weg.“ Ein wirtschaftlicher Totalschaden. Mit dem milliardenschweren Wiederaufbaufond wollen Bund und Land die Betroffenen nun unterstützen. Heute hat die Landesregierung in Mainz verkündet, welche Regeln dafür gelten. Bei Privathäusern sollen demnach bis zu 80 Prozent des entstandenen Schadens abgedeckt werden. Das gilt sowohl für die Instandsetzung als auch für den Neubau von zerstörten Gebäuden. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin RLP: „Vom Grundsatz her ist es so, wenn mein Haus zerstört ist, dass der Fond es ermöglicht bis zu 80 Prozent des Wiederaufbaus zu finanzieren. Und das bedeutet eben nicht die Frage, wieviel war mein Haus vorher wert, sondern was kostet es es wieder aufzubauen nach den modernsten Standards. Die Standards, die gesetzlich eben vorgegeben sind.“ Entgangene Mieteinnahmen können ebenfalls kompensiert werden. Für Schäden am Hausrat soll es […]

  • Tauchen für den Naturschutz

    Tauchen für den Naturschutz

    Viele Seen sehen schön aus. Aber den Tieren und Pflanzen unter der Wasseroberfläche geht es nicht besonders gut. Deshalb hat es sich in Hessen eine Gruppe von Tauchern zur Aufgabe gemacht, die heimischen Gewässer zu untersuchen und gemeinsam mit den Eigentümern zu retten. Von außen wirkt er idyllisch, der Gombether See zwischen Marburg und Kassel. Doch wie geht es ihm und anderen Gewässern unter der Wasseroberfläche? Dieser Frage geht in Hessen eine bundesweit einmalige Gruppe aus Naturschützern, Anglern und Tauchern nach. Seit 2016 untersucht sie das Ökosystem der Seen. Rainer Stoodt, Naturschutztaucher „Insgesamt ist es so, dass wir wenig wissen, was unter Wasser passiert. Viele Seen werden zwar betaucht, aber es wird nicht geguckt, was ist denn da? Selbst in Naturschutzgebieten ist das so. Wir haben festgestellt, vielen Seen geht es nicht so gut. Klimawandel, Bewirtschaftung, Landwirtschaft, das spielt eine große Rolle. Deshalb ist es notwendig, da mal nachzuschauen.“ Unter Wasser prüfen die Taucher: Welche Tiere und Pflanzen leben im See? Die Armleuchteralge gilt zum Beispiel als Zeichen für eine gute Gewässerqualität. Während des Tauchgangs entnehmen die Forscher dem See Proben und untersuchen sie an Land. Das Fazit heute fällt negativ aus. Lorenz Seebauer, Naturschutztaucher „Die Ausbeute hier war ziemlich mager. Bisher haben wir nur eine Art an Armleuchteralge gefunden leider. Die können ja auch deutlich größer werden, aber das war jetzt hier leider nicht der Fall.“ Den Tauchern fällt heute vor allem eine Krebsart auf, die vermutlich viele der Unterwasserpflanzen auffrisst. Tendenziell seien viele Seen in schlechtem Zustand. Unter anderem die heißen Sommer der Vorjahre hätten der Ökologie der Seen geschadet, auch dem Gombether See. Rainer Stoodt, Naturschutztaucher „Da hat sich was verändert. Als wir das erste Mal 2018 hier drin waren, waren große Teile des Sees bis auf zwölf Meter mit sogenannten unterseeischen Wiesen bedeckt. Also Pflanzen, die […]

  • Zwei Tigerweibchen zu Gast im Frankfurter Zoo

    Zwei Tigerweibchen zu Gast im Frankfurter Zoo

    Es war eine traurige Nachricht für den Zoo Frankfurt. Vor zwei Monaten musste der Tiger-Kater Vanni eingeschläfert werden. Er war der letzte im Frankfurter Zoo. Doch seit kurzem können Besucher wieder gestreifte Raubkatzen entdecken. Mit einem guten Auge und ein bisschen Geduld. Gerade erkundet Tigerweibchen Zuma ihr neues Zuhause. Sie geht sozusagen auf Streife. Ihre Schwester Tipah hingegen lässt es etwas ruhiger angehen. Die Schwestern-WG scheint zu funktionieren. Dr. Christina Geiger, Tierärztin Zoo Frankfurt „Sie sind zwar schon im Weg aufs Erwachsenwerden und ungefähr zwei Jahre alt, aber bislang haben wir noch den Eindruck, dass es noch in Ordnung ist. Also, ab und zu zicken sie sich mal an, wie das halt so ist unter Mädchen.“ Die beiden Schwestern wohnen aber nur ein paar Monate in Frankfurt. Sie kommen eigentlich aus dem Zoo Rheine. Der muss aber sein Tiger-Gehege umbauen. Dr. Christina Geiger, Tierärztin Zoo Frankfurt „Rheine muss dringend Umbaumaßnahmen an seiner Tiger-Anlage vornehmen. Und die haben ja vier Tiger gehabt. Also, die haben noch die Eltern von den beiden, von Zuma und Tipah.“ Und zu viert war kein Platz mehr in Rheine. Die Kinder mussten ausziehen. Zuma und Tipah sind Sumatra-Tiger, eine stark gefährdete Art. Wer den Frankfurter Zoo besucht, kann sich dafür entscheiden, einen „Naturschutz-Euro“ zu bezahlen. Der hilft dabei, die Lebensräume von gefährdeten Arten zu erhalten. Dr. Christina Geiger, Tierärztin Zoo Frankfurt „Wir arbeiten hier im Frankfurter Zoo ganz eng mit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt zusammen. Das ist eine weltweit tätige Naturschutzorganisation. Und die engagieren sich eben unter vielem anderen auch stark im Bukit Tigapuluh Nationalpark auf Sumatra, wo noch ungefähr 10% der Naturpopulation dieser Tigerarten vorkommen.“ Zuma und Tipah freuen sich bestimmt über jeden Besuch. Bevor es in ein paar Monaten wieder zurück zu den Eltern geht.

  • Ein Dorf und seine Hühner

    Ein Dorf und seine Hühner

    Und damit zu einem Trend, der seit Corona noch größer geworden ist. Viele Menschen halten sich Hühner, ob im Garten oder nur für ein paar Wochen ausgeliehen. Problem: Nicht alle Hühner werden artgerecht gehalten. In Bleckhausen in der Eifel schon, und da ist eine ganze Hühnerhaltergemeinschaft für das Federvieh zuständig. Hier darf Hahn Hahn und Huhn Huhn sein. Was leckeres Gesundes gibt es auch zu picken. Wir sind im Hühnerparadies Bleckhausen bei Daun. Gut bewacht etwas außerhalb vom Ort leben die sogenannten Dorfhühner. Gleich eine ganze Gruppe Federviehliebhaber kümmert sich um die Hühnerschar. Gleichgesinnte, die sich auch alle gerne im eigenen Garten Hühner halten würden. Jochen Dostal, Gründungsmitglied der Hühnergruppe „Es hat aber nicht jeder den Platz und die Zeit, sich um Hühner zu kümmern, darum haben wir gedacht, wir rufen dieses Dorfhühnerprojekt ins Leben.  Damit jeder der Lust und Zeit hat, dann sich daran zu beteiligen. Wir sind jetzt gerade zehn Parteien, das heißt man ist dreimal im Monat dran, hat den sogenannten Hühnerdienst. Das heißt der Stall wird sauber gemacht und das täglich. Wir sorgen für Futter und für Hühner, entnehmen die Eier und bezahlen pro Ei dann auch noch 30 Cent. Damit trägt sich das ganze Unternehmen hier und so macht es einfach Spaß.“ Jedes Huhn muss beim Amt gemeldet und geimpft sein. Hühnerhaltung ist  eigentlich nur was für Enthusiasten, für Fans des Federviehs, das in Bleckhausen einen sehr abwechslungsreichen Speiseplan hat. Ein Hühnerhaus muss sein, damit sich Huhn auch mal zurückziehen kann und als Schutzraum. Karin Jaskowsky, Mitglied der Hühnergruppe „Ja, wir haben das selber zusammengebaut, mein Mann hat den Plan gemacht von dem Haus und zum Beispiel die Fenster hier, die sind von unserem Umbau übrig geblieben und die hat er dann mit eingebaut.“ Viel Platz und Abwechslung, ein Netz zum Schutz vor Füchsen und […]

  • Letzte Gelegenheit auf den Sprung ins kühle Nass in Eltville

    Letzte Gelegenheit auf den Sprung ins kühle Nass in Eltville

    Apropos Spaß, jetzt geht es um den Badespaß. Aber sie müssen schnell sein, wenn Sie noch ins Freibad wollen, denn in Eltville zum Beispiel ist an diesem Wochenende schon Schluss. Kleine Lücken lassen die Wolken dann doch hin und wieder mal frei für die Sonne. Und das sorgt für regen Besuch im Eltviller Rosenbad. Nochmal schwimmen zwischen den edlen Blüten – bis zum Sonntagabend ist das hier noch möglich. Schwimmbadbesucher: „Wunderbar, einfach wunderbar.“ „Gut, also ich brauche nicht unbedingt Sonne. Ich gehe bei jedem Wetter schwimmen.“ „Es ist herrlich. Vor allem dieses Schwimmbad ist so wunderschön mit den Rosen drumherum. Man muss das aufnehmen jetzt für den Herbst, auf jeden Fall.“ Bis zum Saisonende gelten hier die Corona-Regeln. Die Eintrittskarten müssen weiterhin zunächst online gebucht werden. Platz genug auf der Liegewiese ist auch. Kai-Dirk Engelbertz, Schwimmmeister, Rosenbad Eltville: „Dadurch, dass das Wetter aufgelockert ist, dass wir jetzt noch mal schönes Wetter bekommen. wäre es schön, wenn die Leute noch mal kommen würden, wir haben noch geöffnet bis am Sonntag.  Zwar haben wir morgen nur den halben Tag auf , weil wir abends ein Konzert haben mit drei großen Bands, die dann noch herkommen. Aber wir haben auf jeden Fall bis 14.30 Uhr auf. Und am Sonntag noch einmal ganz normal, wie gewohnt, bis 20 Uhr.“  Mit den dicken Kähnen auf dem Rhein um die Wette schwimmen – das geht nur hier. Sich vor dem Herbst nochmal richtig abkühlen und am Wochenende nochmal rein ins Becken! Vielleicht ja hier, im Rosenbad in Eltville.

  • CDU will Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe

    CDU will Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe

    Niemand dürfe mehr im Schlaf sterben, weil Warnsysteme nicht richtig funktioniert haben. Das sagte heute der rheinland-pfälzische CDU Fraktionschef Christian Baldauf. 134 Menschen hat die Flutkatastrophe vor acht Wochen allein in Rheinland-Pfalz das Leben gekostet. Nachdem zuerst die AfD-Fraktion einen Flut-Untersuchungsausschuss gefordert hatte, legten heute die Christdemokraten einen entsprechenden Antrag vor. Nach der Flut folgte das Aufräumen und nun die Aufarbeitung. Dafür zückt die CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag das schärfste Schwert, das die Opposition zur Verfügung hat: einen Untersuchungsausschuss. Dieser soll die Ereignisse und Entscheidungen vor, während und nach der Flutnacht klären. Christian Baldauf, CDU, Fraktionsvorsitzender Rheinland-Pfalz „Und das können Sie nur in einem Untersuchungsausschuss weil Sie dort die Akten beiziehen können, weil Sie dort Zeugen vernehmen können. Und die Bevölkerung, die Geschädigten, haben ein Recht darauf zu erfahren, was ist schiefgelaufen. Dafür ist der Untersuchungsausschuss da und deshalb beantragen wir ihn.“ Bereits Ende August hatte der Landtag einstimmig eine Enquetekommission beschlossen, die bis 2023 einen Bericht mit Empfehlungen, etwa zum Hochwasserschutz, vorlegen soll. Schon länger ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen den krankgeschriebenen Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, und ein weiteres Mitglied des Krisenstabes. Dabei geht es um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen. Der geplante Untersuchungsausschuss soll vor allem die politisch Verantwortlichen und deren mögliches Versagen in den Blick nehmen. Gordon Schnieder, CDU, stellvertretender Fraktionsvorsitzender Rheinland-Pfalz „War das wirklich einfach ein schicksalbehafteter Tag mit einem Hochwasser, wo man nichts dran hätte ändern können, oder sind vielleicht doch Fehlentscheidungen getroffen worden – wissentlich oder nicht wissentlich -, die begünstigt haben, dass an dem Tag eben Menschen zu Schaden gekommen sind an Leib und Leben. Und diese Fragen müssen wir aufklären. Das sind wir den Angehörigen der Toten und den vielen Verletzten schuldig.“ Christian Baldauf, CDU, Fraktionsvorsitzender Rheinland-Pfalz „Es ist ja auffällig: Ein Innenminister fährt ins […]

  • Hoffnungsfroher Start in die Weinlese

    Hoffnungsfroher Start in die Weinlese

    In den Weinanbaugebieten in Rheinland-Pfalz hat heute offiziell die Hauptweinlese begonnen. Wir haben deshalb bei einem Winzer in Essenheim bei Mainz vorbeigeschaut. Hier ist alles Handarbeit! In diesem Jahr schon etwas mehr als in den vergangenen trockenen Jahren. Es hat viel geregnet im Sommer 2021. Da kommt die ein oder andere matschige oder sogar faule Traube gar nicht erst in den Eimer. „Die guten ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen“, oder besser: Sie bleiben einfach liegen. Selektieren nennt das der Fachmann! Stefan Braunewell, Winzer aus Essenheim „Ja, das ist durch dieses feuchte Jahr so, dass man immer mal ein zwei Beerchen hat, die nicht ganz so toll sind, und die trennen wir von Hand einfach raus, dass wir nur gesunde Trauben in den Keller bekommen für ein möglichst feines und ganz fruchtiges Aroma.“ Wir sind in Rheinhessen, in Deutschlands größtem Weinanbaugebiet. 30 Hektar Rebfläche bewirtschaftet Familie Braunewell aus Essenheim. Zum Start der Lese wird ausgerechnet Spätburgunder geerntet. Man kann es sich denken – eine Sorte, die eigentlich spät gelesen wird und nicht ganz am Anfang der Saison. Stefan Braunewell, Winzer aus Essenheim „Wir haben jetzt nach diesen drei extrem heißen Jahren, mal wieder einen typischen Deutschweinjahrgang, also wenig Alkohol und eine richtig gute Säure. Wir werden viel Sekt machen. Die Spätburgunder haben jetzt die perfekte Reife für Sekt und deshalb fangen wir heute mit dem Spätburgunder an.“ Der hat jetzt so 80 Grad Oechsle, heißt später mal elf Volumen-Prozent Alkohol. Nicht nur in Rheinhessen startet heute die Weinlese, auch in vielen anderen deutschen Weinbauregionen. Ernst Büscher, Sprecher Deutsches Weininstitut „Auch im Rheingau hat man schon die ersten Frühburgundertrauben gelesen. Und es wird auch in dieser Woche mit Müller-Thurgau und Ortega losgehen. Also das sind so die Frühreifen Sorten, die jetzt schon gute Qualitäten haben.“ Hier in Essenheim werden 80 Prozent […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick vom 13.09.2021

    Weitere Nachrichten im Überblick vom 13.09.2021

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Flughafen im Aufwind Am Frankfurter Flughafen sind im August so viele Reisende abgeflogen und gelandet wie in keinem anderen Monat seit Beginn der Corona-Pandemie. Der Flughafenbetreiber Fraport zählte rund 3,4 Millionen Passagiere. Das ist ein Plus von 123 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat, aber noch immer rund 50 Prozent weniger als vor der Krise. Zur Erholung trug vor allem der Sommerreiseverkehr innerhalb Europas bei – Interkontinentalflüge blieben auf niedrigem Niveau. Neue Coronaregeln in Rheinland-Pfalz Seit Sonntag sind in Rheinland-Pfalz neue Corona-Regeln in Kraft. Sie orientieren sich nun nicht mehr allein an der Inzidenz. Als weitere Warnindikatoren kommen der Hospitalisierungsgrad sowie die Intensivbettenbelegung hinzu. Lockdowns sind in der neuen Verordnung prinzipiell nicht vorgesehen, je nach Warnstufe gelten aber deutlich mehr Einschränkungen für nicht immunisierte Personen. Sie dürfen an privaten Treffen oder an Veranstaltungen nur in begrenzter Anzahl teilnehmen. Alle Regeln zum Nachlesen finden Sie im Netz unter www.corona.rlp.de. Umwelthilfe verklagt Hessen Gemeinsam mit jungen Klimaaktivisten hat die Deutsche Umwelthilfe heute Klimaklagen gegen Hessen und vier weitere Bundesländer vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Die Umwelthilfe fordert darin die Verabschiedung von Klimaschutzgesetzen auf Landesebene, die sich am Pariser Klimaabkommen orientieren und dem Grundgesetz entsprechen. In Hessen fehle es beispielsweise an verbindlichen Jahreszielen zur Reduktion von CO2, so Umwelthilfe-Geschäftsführer Jürgen Resch.

  • Wiederaufbau nach der Flut – Innenminister Roger Lewentz konkretisiert die Planung

    Wiederaufbau nach der Flut – Innenminister Roger Lewentz konkretisiert die Planung

    Rund acht Wochen ist die Flutkatastrophe nun her und langsam richtet sich der Blick von Schutt und Schlamm nach vorne in die Zukunft. Wie soll es weitergehen und wie soll der Wiederaufbau von zerstörten Straßen, Brücken und Häusern möglichst schnell gelingen? Darüber hat heute das rheinland-pfälzische Innenministerium informiert. Aufgebaut von den Großeltern, zerstört von der Flut. Franz Köhls steht in Dernau vor der Trümmern seiner Existenz. Jetzt muss das Zweifamilienhaus, in dem der Winzer zusammen mit seiner Mutter und seiner Freundin lebte, abgerissen werden. Franz Köhls, Hausbesitzer „Ja schon schwer, aber nützt ja alles nichts. Ist alles unterspült gewesen, muss abgerissen werden, tja. Ist traurig, aber wahr.“ Die Lehmwände des Fachwerkhauses wurden von der Flut einfach ausgespült. Schnell war klar, das Gebäude ist einsturzgefährdet und nicht mehr zu retten. Marco Clausonet, der mit seinem Bagger schon mehrere Häuser abgerissen hat, lässt das nicht kalt. Marco Clausonet, Abbruchunternehmer „Es tut schon weh, wenn man die Leute hier so sieht. Man sieht ja alles in denen. Schmerz, Trauer Wut, Glück, Dankbarkeit. Das trifft auch uns.“ Fast 9000 Gebäude sind in Rheinland-Pfalz stark beschädigt worden, allein in der Verbandsgemeinde Altenahr entstanden Schäden über 1,4 Milliarden Euro. Für Hausbesitzer wie Franz Köhls stellt sich nun die Frage, woher er das Geld nehmen soll für den Wiederaufbau. Franz Köhls, Hausbesitzer „Da hört man immer 80 Prozent hier, 80 Prozent da, nur man weiß aktuell gar nicht, auf welchen Betrag. Also wovon kommen die 80 Prozent? Das ist das Problem. Darauf gab das rheinland-pfälzische Innenministerium heute folgende Antwort. Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz „In den Vorschriften, die der Bund mit den Ländern besprochen hat, heißt es: 80 Prozent der Wiederaufbaukosten. Nicht des Vermögensverlustes, sondern der notwendigen Wiederaufbaukosten. Und ich finde das eine sehr gute Regelung. Das ist eine nach vorne gewandte Regelung.“ 15 Milliarden Euro ist der […]

  • Eichhörnchen als Instagram-Stars

    Eichhörnchen als Instagram-Stars

    Wilde Tiere zu fotografieren, das ist nicht nur ein aufwändiges Hobby für echte Profis. Sowas geht auch auf der eigenen Terrasse, hat sich Michelangelo Stivala aus Frankfurt gedacht. Und so sind seine Fotos und Videos mittlerweile der Renner in den sozialen Medien. Seine Stars vor der Linse: Eichhörnchen! Mal auf großzügige Nüsschen-Shoppingtour gehen , sich es gemütlich auf der Picknick-Bank schmecken lassen, zwischendurch aber auch mal den Biomüll nach draußen bringen – an Motiven mangelt es Michelangelo Stivala und seinen putzigen Darstellern nie. Die Eichhörnchen, die den Frankfurter auf seiner Terrasse im Stadtteil Niederrad besuchen, freuen sich auf immer neues Inventar. Michelangelo Stivala, Eichhörnchen-Fan Baumaterial und Akkuschrauber hat der 47jährige immer griffbereit. Heute entsteht ein neues Häuschen für die Eichhörnchen. Durch die Nähe des Grundstücks zum Frankfurter Stadtwald lassen auch hier die ersten Neugierigen nicht lange auf sich warten. Bis zu einem halben Kilo leckerer Nüsse wird Michelangelo pro Tag los. Dass das so langsam ins Geld geht, stört den Medien- und Eventtechniker wenig. Solange ihm die Ideen nicht ausgehen, gibt’s auf Instagram unter „eichhoernchen.crew“ täglich neues Futter – von den tierischen Models mit dem buschigen Schwanz.

  • Dreyers Regierungserklärung zur Flutkatastrophe

    Dreyers Regierungserklärung zur Flutkatastrophe

    Der rheinland-pfälzische Landtag ist heute zu einer Sondersitzung zum verheerenden Hochwasser zusammengekommen. Nachdem die Sitzung wegen eines Feueralarms kurzzeitig unterbrochen werden musste, sprach Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Regierungserklärung darüber, was bislang geschafft wurde und vor welchen Herausforderungen das Land nun steht.

  • Schulanfang im Ahrtal

    Schulanfang im Ahrtal

    Nach den Sommerferien hat heute in Rheinland-Pfalz und Hessen wieder die Schule begonnen. Im Ahrtal sind die Herausforderungen für Schüler und Lehrer besonders groß. Denn nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe ist der Schulbetrieb hier nur eingeschränkt oder gar nicht möglich.

  • Nach der Flut – Experten sollen in einer Enquetekommission Vorsorgestrategien entwickeln

    Nach der Flut – Experten sollen in einer Enquetekommission Vorsorgestrategien entwickeln

    Über 130 Tote allein in Rheinland-Pfalz. Tausende haben ihre Häuser, Wohnungen und Arbeitsplätze verloren. Ein Starkregenereignis nie gekannten Ausmaßes brachte vor sechs Wochen Leid und Zerstörung über die Bewohner des Ahrtals. Die Landesregierung will jetzt eine Enquetekommission ins Leben rufen, die zum einen die Umstände der Katastrophe aufarbeitet, die aber vor allem dabei mithelfen soll, dass so ein Unglück nie wieder passiert.

  • Audi Nines – Spektakuläre Stunts im Steinbruch

    Audi Nines – Spektakuläre Stunts im Steinbruch

    Die Mountainbike-Weltelite ist zurück in Rheinland-Pfalz – im Kreis Birkenfeld, in einem stillgelegten Steinbruch. Der wurde innerhalb weniger Wochen in einen spektakulären Bikepark verwandelt. 36 internationale Profis sind am Start, darunter erstmals auch Frauen.

  • Erste Trauben für Federweißer gelesen

    Erste Trauben für Federweißer gelesen

    Bisher war es für die Winzer kein einfaches Jahr: Kühl und feucht im Frühjahr, richtig heiß im Juni und danach wieder verregnet und eher mäßig warm. Trotzdem hat jetzt in Rheinhessen und in der Pfalz die Ernte begonnen. Traditionell geht es los mit den Trauben für Federweißer.