Immer mehr trockene Stellen im Rhein
Im Rhein fließt so wenig Wasser wie fast noch nie. An mehreren Pegeln wurden gestern Rekord-Tiefststände erreicht – und auch heute sind die Pegel nur minimal gestiegen. Schiffe können kaum noch Fracht beladen, stattdessen müssen Güter über die Straße oder Schiene transportiert werden. Und nicht nur in der Wirtschaft sind die Auswirkungen des Niedrigwassers deutlich spürbar. Trockener Boden statt kühles Nass. Der Eicher See, direkt am Rhein zwischen Mainz und Worms gelegen. Normalerweise verbringen hier viele ihre Freizeit, fahren mit dem Boot raus. Doch statt auf Wasser treffen die Propeller hier nur auf Sand. Es sei der niedrigste Wasserstand aller Zeiten. Stefan Schaaf, Vorstand Eicher See Gemeinschaft „Ein Freizeitgebet ist ja dafür da, um letztendlich seine Freizeit zu verbringen, das ist natürlich nur eingeschränkt möglich, aber das kann man noch verschmerzen. Das größere Problem sind tatsächlich die Schäden, die wir haben an den Steg-Anlagen, weil die nicht dafür gemacht sind, dass die auf dem Boden aufliegen, das Eigengewicht teilweise nicht tragen, in den Schlick, in den Schlamm einsinken.“ Auch den Booten schadet das Liegen auf Dauer. Der Eicher See ist direkt mit dem Rhein verbunden. Und der enthält praktisch nur noch in der Fahrrinne Wasser. Stefan Schaaf, Vorstand Eicher See Gemeinschaft „Wir hatten 2024 im Juni hier ein massives Hochwasser mit größenordnungsmäßig einem Pegel 7 Meter, jetzt haben wir einen Pegel von Minus 2, zwei Jahre später, das ist schon eine deutliche Differenz, das sind Wetterextreme.“ Im Laufe des Tages ist der Rheinpegel in Worms wieder auf 8 cm gestiegen. Im Stadtteil Rheindürkheim hat das Niedrigwasser die sogenannten Hungersteine freigelegt. Wenn Schiffe nicht mehr fahren konnten, hatte das früher oft eine schlechte Versorgung und Hunger zur Folge. Seit 1857 werden immer wieder neue Steine dazu gelegt, wenn der Rheinpegel erneut so weit absinkt. Volker Schleep „Es ist bekannt ja, dass das Auftauchen […]


