Dinosaurierfund in der Eifel
In der Eifel sind Forschende auf Knochen und Zähne der Sauriergattung Lophostropheus gestoßen. Die war bisher nur aus Funden in Nordfrankreich bekannt. Im Dinopark Teufelsschlucht in Ernzen ist die Aufregung deshalb groß. Vier Meter lang und rund 100 Kilo schwer – so hat er wohl ausgesehen: der Raubsaurier, der vor mehr als 200 Millionen Jahren durch die Eifel streifte. Doch wie hat er damals gelebt? Lea Numberger-Thuy, Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wir wissen, dass hier vor 203 Millionen Jahren ein Küstenwald gestanden hat. Er hat wahrscheinlich im Küstenwald gelebt und an der Küste gejagt, hat Fleisch gefressen und war recht schnell. Also an die 50 Kilometer pro Stunde.“ Lea Numberger-Thuy ist Paläontologin im Dinopark. Sie hat den Fund untersucht und die Nachbildung entwickelt. Der Farbe des Kopfes – ein auffälliges Lila – ist typisch für die Trias Zeit, aus der der Fund stammt. Lea Numberger-Thuy, Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wissenschaftlich gesehen ist das wirklich eine große Sensation, weil die Trias, das ist der Übergang zum richtigen große Dinosaurier Zeitalter im Jura und in der Kreide nachher. Und da ist oft wenig zu finden weltweit und wir füllen da auch eine große Lücke wissenschaftlich gesehen.“ Entdeckt wurden die Fossilien bereits vor einem Jahr und zwar nur ein paar Kilometer vom Dinopark entfernt. Ein Hangrutsch an der Prüm legte rund 300 Kilogramm Fossilien frei. Mit dabei: Zähne, Fußkrallen und ein Zehenknochen. Lea Numberger-Thuy, Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Dieses Gefühl als der erste Zahn in die Hände gefallen ist und dann kam der Zweite, den mein Chef gefunden hat und dann noch ein Dritter. Das war schon was ganz Besonderes.“ Vor allem dieser Zahn machte die genaue Bestimmung möglich: Das Verhältnis zwischen Länge und Breite, sowie die Zahl der Sägekanten lieferten eindeutige Hinweise darauf, um welche Art von Dinosaurier es sich handelt. Bisher sind erst 20 […]


