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  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Gegen Kürzungen bei Bildung — Pirmasens verklagt Land — Weitere Japankäfer entdeckt Anmoderation: Der Zoll hat in Staudt im Westerwald-Kreis eine illegale Zigaretten-Fabrik ausgehoben. Auf einem ehemaligen Industriegelände seien eine Produktionsanlage und mehr als 16 Tonnen Tabak beschlagnahmt worden. In weiteren Objekten in Nordrhein-Westfalen und Hessen seien fast 20 Millionen unversteuerte Zigaretten gefunden worden. Vier Tatverdächtige mit rumänischer und moldawischer Staatsangehörigkeit befinden sich in Untersuchungshaft. Die in der Fabrik eingesetzten Arbeiter waren offenbar über einen längeren Zeitraum unter fragwürdigen Lebensbedingungen eingeschlossen, um in der Nachbarschaft keine Aufmerksamkeit zu erregen. Und damit kommen wir jetzt zu weiteren kurzen Nachrichten von heute. Gegen Kürzungen bei Bildung Wie hier in Wiesbaden gab es heute in mehreren hessischen Städten Proteste gegen die Sparmaßnahmen der Landesregierung im Bildungsbereich. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte zu dem Aktionstag unter dem Motto „Mehr Geld für Bildung“ aufgerufen. Sie fordert unter anderem, die Stellenstreichungen an Brennpunktschulen und für die individuelle Förderung an Integrierten Gesamtschulen zurückzunehmen. Zudem müsse mehr in Bildung investiert werden. Das Kultusministerium betont, dass der Bildungsetat in diesem Jahr erstmals auf 6,2 Milliarden Euro gestiegen sei. Pirmasens verklagt Land Stellvertretend für alle Städte in Rheinland-Pfalz hat Pirmasens Klage vor dem Verwaltungsgericht Neustadt eingereicht. Sie richtet sich gegen den Finanzausgleich 2025. Die Kommunen häuften immer mehr Schulden an. Einmalige Zahlungen vom Land würden die Probleme nicht lösen. Notwendig sei eine grundlegende Reform des Finanzausgleichs. Das Land müsse die Städte finanziell so ausstatten, dass sie ihre Kosten decken könnten. Weitere Japankäfer entdeckt Nachdem In Südhessen erneut mehrere Exemplare der invasiven Art nachgewiesen wurden, hofft das zuständige Regierungspräsidium Gießen auf die Mithilfe der Bürger. Es sei sehr wichtig, die weitere Ausbreitung des Japankäfers zu verhindern. Die Käfer könnten enorme Schäden anrichten, weil sie die Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzenarten fressen. Die Behörde bittet darum, Funde […]

  • 30 Jahre Vulkanpark

    30 Jahre Vulkanpark

    Vulkanausbrüche werden wir höchst-wahrscheinlich nicht mehr erleben. Aber es gab sie, auch bei uns. In der Steinzeit ist bei Mendig in der Eifel der Wingertsbergvulkan ausgebrochen. Das sorgte vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert für einen florierenden Untertage-Bergbau. Die Region ist damals Weltmarktführer. Zurückgeblieben ist ein riesiger Lavakeller, der heute besichtigt werden kann. Er gehört zum Vulkanpark, der in diesem Jahr 30 Jahre alt wird. Die Reise zum nicht ganz Mittelpunkt der Erde. Es geht hinab in 32 Meter Tiefe, in den Lavakeller von Mendig. Ein riesiger Felsenkeller, etwa 3 Quadratkilometer groß. Vor 200 000 Jahren noch ein Vulkan. Aus dem erkalteten Lavastrom entstand Basalt. Ein sehr hartes und kompaktes Gestein. Ideal für die Herstellung von Mühlsteinen. Dr. Marcus Frings, Gästeführer Lavakeller Mendig „Das ist eben hier unsere Mühlsteinlava. Das war mal der größte Basaltkeller der Welt, also der größte Basaltabbau unter Tage, und ist heute immer noch ein sehr eindrucksvoller Raum.“ Mehr über die Erfolgsgeschichte des Basaltabbaus in Mendig gibt es über Tage zu erfahren. Das Vulkanmuseum ist nur ein paar Meter vom Lavakeller entfernt. Hier gibt es viele Hintergrundinformationen über die Mühlsteine aus der Eifel. Claudia Coyard, Leiterin Lava-Dome Mendig „Die waren besonders beliebt, weil die besonders toll waren, aufgrund der Oberfläche. Und die wurden von hier schon damals nach Andernach an den Hafen gebracht und dann in die Welt exportiert. Es war der Exportschlager aus Mendiger Sicht.“ Ein Exportschlager, entstanden durch einen Vulkanausbruch. Den letzten gab es in der Eifel vor rund 13.000 Jahren. Der mit Wasser vollgelaufene Vulkan-Krater ist der Laacher See. Auch er gehört zum Vulkanpark. Hier blubbern Gasblasen. Ein Zeichen für den anhaltenden Vulkanismus. Claudia Coyard, Leiterin Lava-Dome Mendig „Es ist jährlich auch so ein paar Millimeter in Bewegung. Diese Spezialität sorgt dafür, dass wir hier zwar im Moment schlafende Vulkanaktivität haben, aber dass […]

  • Zwei Jahre Schweinepest in Hessen

    Zwei Jahre Schweinepest in Hessen

    Vor zwei Jahren wurde das erste Schwein in Hessen positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet. Die Folgen sind gravierend: Mittlerweile sind weit über 2.000 Schweine an der Tierseuche gestorben, Bauern bangen um Ihre Existenz. und ein Ende der Afrikanischen Schweinepest ist in Hessen weiterhin nicht in Sicht. Es ist der 15. Juni 2024. Der Start für die Afrikanische Schweinepest in Hessen: Bei Rüsselsheim wird hier das erste Schwein auf die Tierseuche positiv getestet. Nur wenige Wochen später meldet ein Mastbetrieb in Stockstadt am Rhein weitere Fälle. Die Folgen gravierend: Über 1.000 Schweine müssen hier getötet werden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Weitere Maßnahmen folgen schnell: Über 400 Kilometer lange Zäune gegen die Ausweitung in Südhessen, das Schießen und Sperrzonen, die teils bis heute noch greifen: Von Rüsselsheim bis nach Mannheim, im sogenannten „Kerngebiet Alpha“ ist heute immer noch mit weiteren Fällen zu rechnen. Im Kreis Groß-Gerau geht die Zahl der Wildschweine um 67 Prozent zurück – innerhalb nur eines Jahres. Einige Bauern bangen um Ihre Existenz. Für die Tiere verläuft eine Erkrankung oft schmerzvoll. Sie leiden zum Beispiel an Fieber, Fressunlust und Atemproblemen. Eine Erkrankung führt – fast immer – schon innerhalb einer Woche zum Tod. Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Er kann das Virus allerdings weitertragen. Zum Beispiel über kontaminierte Lebensmittel oder Kleidung. Bisher wurden laut hessischem Umweltministerium fast 7.000 Kadaver gefunden, von denen mehr als 2.300  positiv getestet wurden. Ein Ende der Afrikanischen Schweinepest liegt nicht in Sicht: Zumal das Virus rund zwei Jahre lang überleben kann.

  • Schaltgespräch mit Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zur Schweinepest

    Schaltgespräch mit Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zur Schweinepest

    Vor zwei Jahren wurde in Hessen der erst Fall der Afrikanischen Schweinepest in Hessen bestätigt. Eva Dieterle spricht mit dem zuständigen Minister über den Stand der Dinge. Eva Dieterle, Moderatorin: Zwei Jahre ist der erst bestätigte Fall der Afrikanischen Schweinepest jetzt her. Ich bin deshalb jetzt verbunden mit dem hessischen Landwirtschafts- und Umweltminister – Ingmar Jung. Guten Tag. Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister Hessen: Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Sie haben immer gesagt, die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sei kein Sprint, sondern ein Marathon. Wo befinden wir uns denn gerade auf der Marathon-Strecke? Jung: Na ja, wir befinden uns schon noch mitten im Marathon drin. Es hat sich ja bestätigt, dass das alles kein Sprint ist. Aber wir können heute sagen, dass wir unser Geschehen eingedämmt haben, dass wir die Ausbreitung der Schweinepest insbesondere in Südhessen gestoppt haben, dass sie sich nicht nach Nordhessen ausgebreitet hat. Aber inzwischen wissen wir natürlich auch, dass wir ein weiteres Geschehen aus Nordrhein-Westfalen haben, das uns von Norden ein wenig bedroht. Und dort machen wir ähnliche Maßnahmen, wie sie es vor zwei Jahren in Südhessen begonnen haben, und hoffen natürlich, dass am Ende dort auch so ausgeht, dass wir das Schlimmste verhindern können. Dieterle: Ein großes Problem sind ja die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Betriebe in den Sperr-Zonen. Können Sie als Land das überhaupt ausgleichen? Jung: Der große Aufwand, den wir betreiben, hat ja vor allem den Hintergrund, dass wir wirtschaftliche Schäden so gering wie möglich halten wollen. Wir wollen Schweinehaltung in Hessen weiter ermöglichen. Was auch im Moment der Fall ist. Und wir versuchen natürlich dann, wenn wirtschaftliche Schäden entstehen, sie so gut wie möglich auszugleichen. Wir haben die Transportkosten zu den sogenannten „benannten Schlachthöfen“ unterstützt. Wir haben bei denen Betrieben, die es dann auch tatsächlich getroffen hat, unterstützt. Bei dem Auffangen der Schäden, […]

  • Saisonstart für die Pfälzer Grumbeere

    Saisonstart für die Pfälzer Grumbeere

    Die Pfalz gilt als der Gemüsegarten Deutschlands. Und jetzt graben wir den um und holen die ersten Kartoffeln aus dem Boden. Die Frühkartoffelernte in der Pfalz hat offiziell begonnen – die „Grumbeerernte“, wie es auf pfälzisch heißt. Das Motto in diesem Jahr: „Grumbeere essen und Xund bleiwe“. Eine Kartoffel nach der anderen rollt über das Förderband, ganz frisch aus der Erde geholt. Die Hofläden wurden schon seit ein paar Tagen mit der Pfälzer Grumbeere bestückt, jetzt geht’s in die Vollen – an Supermärkte in ganz Deutschland. Denn die Annabelle und Berber aus der Pfalz sind die ersten Kartoffeln deutschlandweit, Dieses Jahr sogar eine Woche früher als sonst. Hartmut Magin, Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere „Dieses Jahr wirklich, wir hatten im März, im April hatten wir schöne trockene Phasen, dann im Mai superschöne Sonnenscheinstunden. Die Pflanzen reiften gut, die Pflanzen haben sich gut entwickelt. Und das sind auch die Geschmacksstoffe, die man bei der Kartoffel beim Essen spürt.“ Knapp 100.000 Tonnen Frühkartoffeln auf 3.900 Hektar ernten die Pfälzer Kartoffelbauern im Jahr. Und stärken damit auch die Gesundheit der Menschen. Hartmut Magin, Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere „Eine Kartoffel zum Beispiel hat ja kein Fett. Hat sehr viel Wasser natürlich drin, sie hat aber sehr viele Inhaltsstoffe. Wenn man pro Kartoffel irgendwo rechnet, hat sie mehr Vitamin C als ne Zitrone drin. Also das sind Produkte, die man heute sagt, man hat vegan, also wir haben in der Kartoffel eigentlich alles. Wir haben kein Gluten drin. Jeder Allergologe kann auch ne Kartoffel essen. Und das beste ist, ich sag immer das vielseitigste Produkt.“ Ob Kartoffelsalat, Pellkartoffel oder im Fall von Markenbotschafter Steffen Boiselle: Steffen Boiselle, Cartoonist und Markenbotschafter Pfälzer Grumbeere „Seit Jahren und im Prinzip seit Kind Kartoffelbrei. Schmeckt zu allem und meine Frau macht’s gut.“ Der Pfälzer Cartoonist vertritt die Pfälzer Grumbeere in diesem Jahr […]

  • Rosenblüte in Zweibrücken

    Rosenblüte in Zweibrücken

    Mit 112 Jahre ist er der älteste Rosengarten Deutschlands. Er liegt in Zweibrücken und ist so schön, dass er vom Weltverband der Rosengesellschaft ausgezeichnet worden ist. Aus ganz Deutschland und dem nahegelegenen Frankreich kommen die Besucher in die Südwestpfalz, um sich von der Schönheit und dem Duft der Zweibrücker Rosen betören zu lassen. Der Juni ist der Rosenmonat! Es blühen so viele verschiedene Sorten, wie sonst in keinem Monat. Hier stehen natürlich frühblühende und spätblühende Züchtungen. Aber jetzt ist es im Zweibrücker Rosengarten besonders schön. Heiko Hübscher, gärtnerischer Leiter Rosengarten Zweibrücken „Der Rosengarten war eine Bürgerinitiative. Tatsächlich gab es das schon 1911. Da hatte das Bürgertum die Idee eine Rosenausstellung, eine dauerhafte in Zweibrücken zu etablieren. 1914 war er dann fertig. Der erste Rosengarten stand.“ Heute gehört Deutschlands ältester Rosengarten einer Tochtergesellschaft der Stadt Zweibrücken. Auf 5,5 Hektar blühen 1500 verschiedene Sorten. Mit teilweise skurrilen Namen, wie „Barbecue“. Andere versprechen einen perfekten Tag, „A perfekt Day“ oder werden nach Städten benannt. Eine gelungene Rosenzüchtung hat verschiedene Eigenschaften. Heiko Hübscher, gärtnerischer Leiter Rosengarten Zweibrücken „Eine tolle Rose. Punkt eins: Duft. Rosen ohne Duft sind ein leeres Versprechen. Weil, jeder nimmt an, die Rose muss doch duften. Aber es tun sie eben nicht alle. Auch nicht alle Wildrosen duften. Aber das ist schon wichtig. Dann ist es so, eine Farbe, die mich anspricht. Sie muss mich locken, sie muss mich hin rufen. Und dann kommt, wenn man näher dran ist, die Blütenform. Elegant ist immer noch am beliebtesten.“ Es gibt Edelrosen. Strauchrosen, Beetrosen, Duftrosen und historische Rosen. Der Garten wird seit 2011 biologisch geführt. Das heißt, die  Blumen blühen den ganzen Sommer über ohne den Einsatz von Pestiziden. Es sind rund 50 000 Rosenstöcke. Thomas, Rosengarten-Besucher „Es ist so schön bunt. Es ist Frühling, es ist Sommer, es ist alles gleichzeitig. Es […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Studie zur Daseinsvorsorge: Offenbach, Frankfurt und Eschborn gehören zu den am besten versorgten Gemeinden in Deutschland. Die Städte liegen auf Platz 2 bis 4 der bundesweiten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Dabei wurde in den rund 11.000 Gemeinden untersucht, wie gut die Versorgung mit Ärzten und Schulen, schnellem Internet, Nahverkehr sowie Freizeitangeboten ist. Die rheinland-pfälzischen Gemeinden schneiden in der Studie überwiegend schlecht ab. Das Land gehört zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern zu den Schusslichtern. Gewalt an Frauen: In Hessen sind von 2022 bis 2025 insgesamt 25 Frauen Opfer von Mord oder Totschlag durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner geworden worden. Außerdem wurden in diesem Zeitraum 71 weitere Fälle von versuchten Tötungsdelikten erfasst. Das geht aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im hessischen Landtag hervor. Geschlechtsspezifische Gewalt beziehungsweise Femizide würden in der polizeilichen Statistik derzeit nicht getrennt erfasst. Dafür müsse zuerst eine bundesweit einheitliche Definition von Femizid festgelegt werden. Japankäfer breitet sich aus: Nachdem vergangenen Jahres in Südhessen der erste Japankäfer entdeckt wurde, gibt es inzwischen immer mehr Nachweise der invasiven Art. Das teilt der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen mit. Japankäfer können enorme Schäden anrichten. Sie fressen die Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzen, darunter Weinreben und Obstbäume. Die Larven ernähren sich von Graswurzeln. Bekämpft wird der Japankäfer mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen. Unter anderem wird um jeden Fund eine Befallszone eingerichtet, in der die Flächen kontrolliert werden müssen.

  • Neue Gorillas im Frankfurter Zoo

    Neue Gorillas im Frankfurter Zoo

    Gorillas gehören im Zoo zu den beliebtesten Tieren bei den Besuchern. Sie sollen aber nicht nur bestaunt werden, sondern auch wichtige Botschafter für den Schutz des afrikanischen Regenwalds sein. Denn ihr natürlicher Lebensraum ist durch die Besiedelung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Im Frankfurter Zoo sind jetzt drei neue Gorillas ins Menschen-Affenhaus eingezogen. Ihr Blick: noch leicht skeptisch. Die 31-jährige Aya ist erst vor sieben Wochen aus den Niederlanden nach Frankfurt gezogen. Zusammen mit ihrem 4-jährigen Sohn Ayabu und der Teenager-Tochter Ayba. Die drei westafrikanischen Gorillas befinden sich in der Eingewöhnungsphase. Sie haben ihr bisheriges Leben zusammen im Rotterdamer Zoo verbracht. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Also, das ist auf Empfehlung des europäischen Zoo-Erhaltungsprogramms passiert. In Rotterdam musste einiges umgebaut werden und die sollen eine neue Gruppe bekommen, und deshalb waren diese drei Affen, ich sag’ mal so, in Anführungszeichen übrig, und weil wir hier in Frankfurt die Möglichkeit haben, mit zwei Innenanlagen und auch zwei Außenanlagen, können wir die Integration ganz behutsam und langsam gestalten. Integration mit ihm. Dem Silberrücken Viatu. Der relaxte Anführer der Gorillagruppe lebt mit seinen Kindern und seinen Frauen noch in einem anderen Gehege. Der kleine Ayabu wartet schon sehnsüchtig darauf, mit den anderen Gorilla-Jungs zu spielen. Doch bis die drei Neuankömmlinge umziehen dürfen, dauert es noch eine Weile. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Die erwachsene Tochter Ayba ist natürlich auch total interessiert, weil die langsam natürlich auch als erwachsene Tochter nicht unbedingt Lust hat, mit ihrer Mama und dem kleinen Bruder zusammen zu sein. Die möchte gerne jemanden neuen kennenlernen und hat auch schon ein Auge auf unseren Viatu, unseren Silberrücken, geworfen. Der faule Pascha Viatu und seine Familie sind Flachland-Gorillas. Sie sind vorm Aussterben bedroht, weil in ihrer afrikanischen Heimat ihr Lebensraum immer weiter schrumpft. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Und […]

  • Wie wird der Sommer?

    Wie wird der Sommer?

    Und zum Ende unserer Sendung schauen wir jetzt einmal ausgiebig aufs Wetter. Auch heute war es schon richtig sommerlich in Hessen und Rheinland-Pfalz Wie hier am Biebricher Schloss in Wiesbaden. Bei Temperaturen um die 28 Grad gibt es hier bereits die ersten Badegäste, während die Menschen ihre Abkühlung eher bei einem Spaziergang zwischen den alten Bäumen oder gleich bei einem schattigen Picknick suchen. Markus Appelmann: Und ob uns dieses Wetter über das Pfingstwochenende erhalten bleibt, das frage ich jetzt den Mainzer Meteorologen Dominik Jung. Hallo Herr Jung. Dominik Jung, Diplom-Meteorologe: Hallo. Einen schönen guten Abend. Markus Appelmann: Jetzt hat das Wetter ja extrem schnell gewechselt. Vor ein paar Tagen war es noch richtig kalt. Ist das normal? Und wie kommt es zu so einem heftigen Umschwung? Dominik Jung, Diplom-Meteorologe: Ja, das ist wohl schon ein krasser Wetterumschwung. Wir hatten an Christi Himmelfahrt nur zehn Grad und Regenschauer und jetzt haben wir fast 20 Grad mehr binnen nur 6 bis 7 Tagen. Das ist schon sehr extrem. Die Tiefs sind weitergezogen und die Strömung hat sich verändert. Schlagartig von Nordströmung auf Südwest Strömung. Die Luftmassen kommen jetzt aus Spanien, aus Nordafrika, bringen Saharastaub mit und eben sehr viel Wärme und eben auch diese Hitze. Und deswegen konnte sich das Wetter so schnell ändern. Das ist eigentlich schon sehr schnell gegangen und relativ ungewöhnlich, dass es so heftig wird binnen nur 6 bis 7 Tagen. Markus Appelmann: Wie lange hält das denn jetzt an? Bleibt es heiß oder schwingt das Wetter wieder um? Dominik Jung, Diplom-Meteorologe: Also momentan schaut es so aus, als würde es auch nach Pfingsten sonnig und trocken weitergehen. Ab Mittwoch, Donnerstag so ein paar Grad kühler, aber mit 25 bis 28 Grad können wir noch gut leben, denke ich mal, immer noch sehr sommerlich für Mai. Und das […]

  • Neues Wildtierhilfe-Zentrum in Neu-Isenburg

    Neues Wildtierhilfe-Zentrum in Neu-Isenburg

    Wir sind mitten im Frühling und da wird auch die Tierwelt wieder aktiver. Das merkt man im eigenen Garten, aber natürlich auch beim Spaziergang durch die Natur. Doch was tun, wenn man ein hilfsbedürftiges Tier findet? Im besten Falle wendet man sich dann an die Profis einer Wildtierhilfe. Wir waren in Neu-Isenburg, denn dort gibt es seit Kurzem eine neue zentrale Einrichtung für Wildtiere in Not. Sie haben gerade Hochsaison. Dieses Eichhörnchen-Junges hat eine Vollbremsung hingelegt – mit der Nase. Die Mutter hat ihr angeschlagenes Kind zurückgelassen, so  ist die Natur. Um das blutige, verkrustete Näschen  kümmert sich  nun  Vera Heck im neuen Wildtierhilfe-Zentrum Neu-Isenburg. Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Die Nasenbremse ist der Klassiker bei kleinen Eichhörnchen. Der Kopf ist relativ schwer, so wie bei einem Menschenkind ja auch, so ein Kopf und dann ein bisschen Körper drunter und wenn der runter knallt, kann der mit seinen Vorderbeinchen noch nicht den Sturz abfedern und dotzt dann eben so mit der Nase auf, so wie Kleinkinder eben auch und deswegen ist es die klassische Nasenbremse.“ Entkräftet und regungslos wurde dieser Igel aufgefunden. Glücklicherweise hat ihn noch kein Mähroboter erwischt. Wegen des  warmen  Frühjahrswetters ist die stachelige Schlafmütze zu früh aus dem Winterschlaf aufgewacht Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Was bedeutet, dass keine Insekten da sind. Es sind Insekten- und Fleischfresser und wenn wir keine Insekten haben und die wachen auf, dann haben die ein Problem und so haben wir sehr oft mittlerweile Igel jetzt schon im April oder März gefunden, die dann erst mal wieder aufs Gewicht gebracht werden müssen, bevor sie dann wieder ausgewildert werden können, wo sie herkommen.“ Die neue Einrichtung mitten in der Neu-Isenburger Fußgängerzone ist nach eigenen Angaben  bundesweit einzigartig und fast komplett spendenfinanziert. Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Wir sagen, wir nehmen sämtliche Wildtiere auf, […]

  • Ungewöhnliche Tierfreundschaft

    Ungewöhnliche Tierfreundschaft

    Hunde, die Tricks wie Pfötchen geben oder Männchen machen beherrschen, kennt wahrscheinlich jeder. Ute Weiß aus Dachsenhausen hingegen hat ein Schaf, das das ebenso macht. Und noch dazu wird gerne gekuschelt. Ihr Lamm Fine fühlt sich unter Artgenossen nicht wohl und verbringt deshalb ihre Zeit lieber mit ihrem besten Freund Paul. Wenn Cocker Spaniel Paul seine Freundin Fine an der Weide besucht, sind beide nicht mehr zu halten. Sie toben und spielen, als hätten sie sich Jahre nicht gesehen. Ute Weiß „Also ich habe noch nie ein Schaf gesehen, das mit einem Hund rumgetobt hat. Es ist jetzt nicht so, dass der Paul, der Cocker Spaniel, sie fangen will, sondern sie spielen richtig und toben richtig, wie ein Hund rum. Also das ist bei uns noch nie gewesen, wir hatten ja schon mehr Pflegeschafe oder Flaschenlämmer, also das ist das erste Mal, dass wir sowas erleben.“ Seit Februar lebt Fine bei Ute Weiß und ihrer Schafherde. Ein bekannter Schäfer bringt das junge Bergschaf vorbei. Eigentlich will Ute Weiß es erst gar nicht aufnehmen, aber als sie Fine sieht, ist es um sie geschehen. Seitdem kriegt Fine einmal am Tag ihr Fläschchen – mit liebevoller Unterstützung von Paul. Für ihre Artgenossen interessiert sich das schwarze Lamm nicht im Geringsten. Von Hund und Mensch kann sie gar nicht genug kriegen. Ute Weiß „Wenn wir jetzt grillen oder wenn wir Spazieren gehen, will sie mit. Und läuft auch hinterher und fühlt sich auch wohl. Sie lässt sich streicheln, also will auf den Schoß, wie ein Welpe, kann man sagen.“ Beim Gassi gehen hört Fine auf ihren Namen, sie gibt Pfötchen und wedelt mit dem Schwanz. Trotzdem will Ute Weiß das Schaf artgerecht halten. Deshalb wohnt Fine auf der Weide mit den anderen Schafen. Denn eigentlich soll sie sich ja integrieren. Ute Weiß „Ich […]

  • Dinosaurierfund in der Eifel

    Dinosaurierfund in der Eifel

    In der Eifel sind Forschende auf Knochen und Zähne der Sauriergattung Lophostropheus gestoßen. Die war bisher nur aus Funden in Nordfrankreich bekannt. Im Dinopark Teufelsschlucht in Ernzen ist die Aufregung deshalb groß. Vier Meter lang und rund 100 Kilo schwer – so hat er wohl ausgesehen: der Raubsaurier, der vor mehr als 200 Millionen Jahren durch die Eifel streifte. Doch wie hat er damals gelebt? Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wir wissen, dass hier vor 203 Millionen Jahren ein Küstenwald gestanden hat. Er hat wahrscheinlich im Küstenwald gelebt und an der Küste gejagt, hat Fleisch gefressen und war recht schnell. Also an die 50 Kilometer pro Stunde.“ Lea Numberger-Thuy ist Paläontologin im Dinopark. Sie hat den Fund untersucht und die Nachbildung entwickelt. Der Farbe des Kopfes – ein auffälliges Lila –  ist typisch für die Trias Zeit, aus der der Fund stammt. Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Wissenschaftlich gesehen ist das wirklich eine große Sensation, weil die Trias, das ist der Übergang zum richtigen große Dinosaurier Zeitalter im Jura und in der Kreide nachher. Und da ist oft wenig zu finden weltweit und wir füllen da auch eine große Lücke wissenschaftlich gesehen.“ Entdeckt wurden die Fossilien bereits vor einem Jahr und zwar nur ein paar Kilometer vom Dinopark entfernt. Ein Hangrutsch an der Prüm legte rund  300 Kilogramm Fossilien frei.  Mit dabei:  Zähne, Fußkrallen und ein  Zehenknochen. Lea Numberger-Thuy,  Paläontologin Dinopark Teufelsschlucht „Dieses Gefühl als der erste Zahn in die Hände gefallen ist und dann kam der Zweite, den mein Chef gefunden hat und dann noch ein Dritter. Das war schon was ganz Besonderes.“ Vor allem dieser Zahn machte die genaue Bestimmung möglich: Das Verhältnis zwischen Länge und Breite, sowie die Zahl der Sägekanten lieferten eindeutige Hinweise darauf, um welche Art von Dinosaurier es sich handelt.  Bisher sind  erst 20 […]

  • Massenflug der Maikäfer in Südhessen

    Massenflug der Maikäfer in Südhessen

    Es ist ein beeindruckendes Naturschauspiel: Alle vier Jahre bohren sich im hessischen Ried Hunderte Millionen Maikäfer aus dem Boden und steigen in den Abendhimmel auf. Was am Himmel faszinierend aussieht, hat am Boden allerdings drastische Auswirkungen.   Es summt, surrt und schwirrt derzeit gewaltig in Südhessen: Das große Krabbeln der Maikäfer hat wieder begonnen. In den vergangenen Tagen haben sich Millionen Tiere aus dem Boden gearbeitet. Allein im hessischen Ried sollen es rund 480 Millionen sein. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Hier sieht man schön die Löcher von den Maikäfern, die sich hier aus dem Erdreich ausgebohrt haben und dann hier gestartet sind, um ihren Reifungsfraß zu machen.“ Dieses Massenphänomen gibt es nur alle vier Jahre – immer zur Fußball Weltmeisterschaft. Denn solange verbringt der Maikäfer zunächst verborgen unter der Erde – entwickelt sich vom Ei über die Larve zum fertigen Käfer. In dieser Zeit richten die Larven, die sogenannten Engerlinge, im Boden teils erhebliche Schäden an. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Engerlingstadium ist so groß wie mein kleiner Finger. Also das sind richtig große Fraßmaschinen, wenn man es mal so bezeichnen will, weil die fressen alles, was sie an Wurzeln vor die Mundwerkzeuge kriegen.“ An vielen abgestorbenen Bäumen lassen sich die Bissspuren der Engerlinge noch erkennen. Vor allem die feinen Wurzeln – über die die Bäume Wasser und Nährstoffe aufnehmen – fressen die Maikäfer-Larven besonders gerne. Die Folge: Selbst alte Bäume verlieren ihre Standfestigkeit und sterben ab. Klaus Velbecker // Forstamtsleiter Groß-Gerau „Wenn die Population weiterhin so groß bleibt, wie sie aktuell ist, dann werden wir hier auf vielen Flächen große Teile unserer Baumvegetation verlieren.“ Dass Südhessen besonders betroffen ist, liegt an den günstigen Bedingungen: lockere, sandige Böden für die Eiablage, ausreichend Gras als Nahrung für die jungen Larven und ein trocken-warmes Klima. Der Klimawandel verstärkt diesen Effekt zusätzlich. […]

  • Fuldaer Daniel Berghold ist der „Baumflüsterer“

    Fuldaer Daniel Berghold ist der „Baumflüsterer“

    Gerade Obstbäume prägen die Landschaft in Rheinland-Pfalz und Hessen. Doch sie brauchen Pflege, wenn sie erhalten bleiben sollen. Ein Mann hat sich genau dieser Aufgabe verschrieben. Daniel Berghold ist Baumwart und Streuobstpädagoge – klingt kompliziert und darum nennt man ihn in Fulda nur „den Baumflüsterer“. Was für viele wie ein ganz normaler Apfelbaum aussieht, ist für Daniel Berghold ein kleines Wunder. Der 47-Jährige aus Fulda sieht in jedem dieser Bäume ein Stück Natur, das es zu bewahren gilt. Besonders jungen Bäumen widmet er dabei seine besondere Aufmerksamkeit. Daniel Berghold, Baumwart und Streuobstpädagoge „Also das Wichtigste bei der Obstbaumpflege, was ich auch immer meinen Kunden sage, ist das Beobachten. Das Schneiden ist am Ende dann das Ergebnis, aber wenn ich kein Gefühl für den Baum bekomme, in welchem Alter ist er, in welchem Zustand. Dann mache ich Sachen, die einfach nicht fachgerecht sind und ich vergleiche das immer gerne. Wenn die Menschen am Anfang des Jahres, fünf Jahre kein Sport gemacht, und dann wollen sie in fünf Tagen alles aufholen. Das funktioniert beim Obstbau auch nicht.“ Für Daniel Berghold  sind Bäume  lebendige, individuelle Wesen. Entsprechend richtet er seine Arbeit aus – und versteht sich dabei als eine Art Orthopäde. Daniel Berghold, Baumwart und Streuobstpädagoge „Die Äste sind immer weggeknickt, durch das Gewicht der Früchte und das hat viele Nachteile. Und ich habe mir quasi den stärksten Trieb über die Jahre rausgesucht und angeschnitten und man siehts oben festgebunden, sodass wir jetzt wieder eine schöne Wirbelsäule haben. Die Arme, die Äste des Baumes können sich jetzt wieder erneuern und da hat man tolles Fruchtholz und der Bau kommt in die Ruhe. Das war früher mal ein Struwwelpeter sag ich, das sieht heute ganz anders aus.“ Obwohl es so wirkt, als hätte er sein Leben lang nichts anderes gemacht, ist der zertifizierte Baumwart  noch […]

  • Unsere Reporterin beim Frühjahrsputz im Zoo Vivarium Darmstadt

    Unsere Reporterin beim Frühjahrsputz im Zoo Vivarium Darmstadt

    20 freiwillige Helfer haben im Vivarium klar Schiff gemacht – mittendrin unsere Reporterin. Tabea Laier, Reporterin „Robuste Schuhe hab ich schon an, die Arbeitshandschuhe auch, ich bin gerüstet, den Zoo auf Vordermann zu bringen. Zum Glück nicht alleine, denn hier überall verteilt sind die freiwilligen Helfer schon fleißig am Arbeiten. Mal schauen, wo ich heute anpacken kann.“ Heidrun Thinius leitet die Tierpflege hier schon seit 16 Jahren und weiß genau, was heute alles geschafft werden muss. Tabea Laier, Reporterin „Hallo Frau Thinius, es kann losgehen. Was haben wir denn heute alles zu tun und mit was fang ich am besten an?“ Heidrun Thinius, Leiterin der Tierpflege, Vivarium „Also wir werden bei den Stachelschweinen und Fuchsmangusten Erde reinbringen, also Sand, wir werden bei den Ziegen Felsenkies verteilen im Gehege und auf der Tapirerweiterungsanlage werden wir Bambus pflanzen.“ Die Schubkarre ist schon beladen, los geht’s. Ich schichte Sand, ich reche den Boden, ich schippe Kies, ich transportiere Steinchen, ich verteile den neuen Boden im Ziegengehege – kritisch beäugt von den Einwohnern. Zum Schluss pflanze ich einen ganzen Bambusstrauch. Und hier wird’s richtig anstrengend, denn der Boden ist nicht nur hart, sondern auch voll mit Wurzeln. Tabea Laier, Reporterin „Ich glaube, hier geht’s jetzt grad nicht mehr weiter mit dem Spaten, jetzt muss ich doch lieber mit der Spitzhacke ran.“ Noch ein bisschen Hacken und Schaufeln: Dann endlich ist das Loch tief genug für den Bambus. Die Pflanze steht. Tabea Laier, Reporterin „Den Bambus hier einzupflanzen war jetzt wirklich ein hartes Stück Arbeit. Warum machen wir das hier denn eigentlich?“ Heidrun Thinius, Leiterin der Tierpflege, Vivarium „Das ist die Erweiterungsfläche für die Tapire und Tapire sind ja Dschungelbewohner und bewegen sich im Dickicht und fühlen sich da auch sicher und wohl und deswegen wird das hier auch sehr eng gepflanzt, dass die da […]