Natur

  • Lizenz zum Rentierführen

    Lizenz zum Rentierführen

    Wer mit den Tieren arbeiten will, muss einiges beachten. Im Tierpark Sababurg kann man jetzt den Rentierführerschein machen. Richtig gehört! Wir haben unsere Kollegin Nina Seeh nach Nordhessen geschickt – sie macht jetzt den Lappland-Lappen. Nina Seeh, Reporterin „Fürs Autofahren braucht man einen Führerschein. Für Rentiere offenbar auch. Ich bin heute im Tierpark Sababurg und mache den wohl flauschigsten Führerschein, den es gibt. Den Rentierführerschein. Ob ich ab Ende bestehe, oder ob das Rentier doch eher mit mir spazieren geht, werden wir am Ende sehen. Vorher hol ich mir jetzt aber noch ein paar Tipps ab, bei jemandem, der sich wirklich auskennt.“ Uwe Kunze ist Rentier-Führer und hat mit seiner Familie selbst lange Zeit in Lappland gelebt. Bevor es losgeht, direkt ein paar wichtige Regeln. Denn obwohl  domestiziert, sind Rentiere dennoch Wildtiere. Uwe Kunze, Rentier-Führer „Am Anfang fasst man sie nicht an. Nie ans Geweih fassen. Du nimmst die Leine und das Rentier folgt dir. Du bist der Rentierführer, das Rentier ist kein Menschenführer. Kann bis 60 Stundenkilometer schnell werden und das schaffst du nicht. Du hast zwei-Bein-Bremse. Rentier hat vier-Bein-Antrieb.“ Also, kurz mit Leitkuh Sölvi vertraut machen und die Leine fest in beide Hände nehmen. Uwe Kunze: „Komm. Bua. Bua.“ Nina Seeh: „Was hast du gerade gesagt? Uwe Kunze: „Bua. Das heißt so ‚Komm‘. Das ist samisch.“ „Bua“ und los geht’s.  Sölvi hat heute anscheinend einen guten Tag folgt mir brav. Abgesehen von der Brunftzeit, haben in Rentierherden die Weibchen das Sagen. Uwe Kunze „Das ist auch das Gescheiteste. Die sind am vernünftigsten, die Jungs sind Spinner. Deshalb haben sie auch lange Geweihe, weil sie auch ihre Position verteidigen müssen.“ Vor den Geweihen muss man sich allerdings in Acht nehmen. Denn so prachtvoll sie auch aussehen, so schnell können sie auch Verletzungen verursachen. Das könnte im wahrsten Sinne des […]

  • Viele Sorgen bei Winzern

    Viele Sorgen bei Winzern

    Zölle auf Exporte, steigende Produktionskosten, sinkender Konsum – nur einige Gründe, warum die Weinbrache aktuell in der Krise steckt. Ein großes Thema auch bei Pfälzer Weinbautagen, die derzeit an der Weinstraße stattfindenden. Doch zunächst begleiten wir einen Winzer in Billigheim-Ingenheim. Kälte und Nieselregen – für Ingo Pfalzgraf  keine Gründe, die Arbeit im Weinberg warten zu lassen. Der Rebschnitt steht an. Der ist wichtig, damit hier bald wieder gute Trauben reifen können. Ingo Pfalzgraf ist Winzer in vierter Generation, baut mit seiner Familie auf 43 Hektar Wein an – 70 Prozent Weißwein und 30 Prozent Rotwein. Alkoholfreie Varianten produziert er noch nicht, obwohl die immer mehr im Trend liegen. Ingo Pfalzgraf, Winzer in Billigheim-Ingenheim „Im Moment ist noch die Problematik, dass man noch abwartet, bis gute Verfahren da sind. Die Entalkoholisierung vom Wein ist auch problematischer als beim Bier zum Beispiel, weil man ja den dreifachen Alkohol rausholen muss.“ Das ist nicht nur aufwendig, sondern auch teuer. Die Kosten müsste er an die Kunden weitergeben. Der Winzer merkt, dass viele Menschen bewusster und weniger Wein trinken. Im Weihnachtsgeschäft hat er fünf Prozent weniger Umsatz gemacht als in den vergangenen Jahren. Eine Entwicklung, die nicht nur Ingo Pfalzgraf zu schaffen macht. Bei den Pfälzer Weinbautagen in Neustadt an der Weinstraße beklagen die Winzer Strafzölle im wichtigen US-Markt und die hohe  Inflation in Deutschland. Günstiger produzierte Weine aus dem Ausland erhöhen den Druck. Klaus Schneider, Präsident Deutscher Weinbauverband „Natürlich wissen wir von Betrieben, die wirtschaftliche Probleme haben. Die zum Teil ihre Rechnungen nicht bezahlen können oder nur mit großen Anstrengungen bezahlen können. Keine Gewinne erwirtschaften oder sogar Minus machen.“ Auch die Politik sei gefordert. Zwei Drittel des deutschen Weins werden in Rheinland-Pfalz produziert, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor also für das Bundesland. Weinbauministerin Daniela Schmitt will die Bürokratie für Winzer abbauen, verweist aber auf die […]

  • Futter-Überraschung im Zoo Vivarium Darmstadt

    Futter-Überraschung im Zoo Vivarium Darmstadt

    So schnell vergeht die Zeit – vor drei Wochen war Heiligabend. Und deshalb schauen wir jetzt auf den Zoo „Vivarium“ in Darmstadt. Dort findet Weihnachten seit einigen Jahren nämlich verspätet statt. Und zwar dann, wenn die Weihnachtsbäume bei uns aus den Wohnzimmern fliegen. Anstatt sie wegzuschmeißen, können die Tannen dort abgegeben werden. Lieber fressen, oder lieber als Riesen-Kratzbürste nutzen? Die Vikunjas können sich noch nicht so recht entscheiden. Erstmal also beides ausprobieren. Den Karakulschafen im Gehege gegenüber fällt die Entscheidung leichter: Der Baum wird sofort als Mahlzeit erkannt. Aber ob zum Fressen oder zum Kratzen: Um die Wiederverwertung geht’s bei der Aktion. Kurz gesagt: Schenken anstatt Schreddern – Verfüttern anstatt Wegwerfen. Josefine, Tierpflegerin „Vivarium“ Darmstadt „Ich finde gerade heutzutage kann man es sich nicht mehr leisten, Dinge einfach zu kaufen und dann einfach wegzuwerfen, sondern wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Und da finde ich diese Aktion doch total gelungen. Der Baum steht, wir erfreuen uns daran, er wird deswegen extra gezüchtet, großgezogen. Und dann wird er auch noch verfüttert, als Deko in den Gehegen.“ Reges Treiben vor dem Eingang des Zoos: Abladen, aufladen und dann Abfahrt Richtung Gehege. Viele Darmstädter freuen sich, dass ihr Weihnachtsbaum hier sinnvoll wiederverwertet wird. Die einzige Voraussetzung: Der Baum muss pestizidfrei sein.  Ohne Bio-Nachweis keine Abgabe. Ursula Wickop „Ich habe extra darauf geachtet, dass ich einen Bio-Weihnachtsbaum kaufe. Also mit Zertifikat, damit ich ihn hier abgeben kann. Wir wohnen hier ganz in der Nähe, das heißt, ich kenne das Vivarium gut und mich freut’s einfach, wenn ich so einen Weihnachtsbaum dann einer sinnvollen Verwendung zuführen kann.“ Frank Burkhardt „Wir bestellen halt schon seit zig Jahren Bio-Weihnachtsbäume. Schon weil die anderen so mit Pestiziden verseucht sind und wir kleine Kinder, also die Enkel habe.“ Auch die Totenkopfäffchen nehmen das späte Weihnachtsgeschenk neugierig unter die Lupe. Eine […]

  • Behinderungen durch Schnee und Eis

    Behinderungen durch Schnee und Eis

    Schnee, Eis und Glätte haben jetzt auch den Südwesten Deutschlands erreicht und dominieren auch heute die Nachrichten. In weiten Teilen von Rheinland-Pfalz und Hessen war es heute morgen spiegelglatt. Die Folge: In vielen Landkreisen kam der Busverkehr zum Erliegen, Hunderte Schulen bleiben geschlossen. Dazu Unfälle auf Straßen – Züge die verspätet oder gar nicht fahren – und Flugausfälle. Mit diesen Szenarien mussten Reisende und Berufspendler heute morgen zurechtkommen. Der Winterdienst kommt mit seiner Arbeit heute kaum hinterher. Schneefälle und Eisregen sorgen hier auf der Autobahn 7 bei Kassel für rutschige Straßenbedingungen. Schwere Unfälle bleiben hier trotzdem aus. Anders auf der A661 bei Egelsbach. Hier überschlägt sich ein Fahrzeug auf glatter Fahrbahn und bleibt auf dem Dach liegen. Die Feuerwehr muss den Fahrer aus seinem Fahrzeug befreien; der bleibt aber unverletzt. Die Autobahn muss für die Aufräumarbeiten teilweise voll gesperrt werden. Doch auch abseits der Straßen sorgt das winterliche Wetter für jede Menge Chaos. Ob vollautomatisch oder per Hand, überall müssen Wege vom Schnee befreit werden. Und obwohl die nach und nach gestreut sind fallen sowohl in Rheinland-Pfalz, als auch in Hessen vielerorts die Schulen aus. Auch hier im Main-Taunus Kreis sorgt Tief Gunda dafür, dass der Unterricht nicht stattfindet. Und das ausgerechnet heute am eigentlich ersten Schultag nach den Weihnachtsferien. Chaos auch am Frankfurter Flughafen. Etwa 10 Prozent aller Flüge heute: gecancelt. Und auch Flugzeuge nach Frankfurt heben entweder gar nicht ab oder landen verspätet. Ruzica Pecic „Ich sollte um acht Uhr schon in Frankfurt sein und jetzt haben wir zweieinhalb Stunden später. In Kroatien haben wir auch Schnee, aber da ist alles sauber, alles gut, Wetter ist auch nicht schlimm. Die haben uns gesagt, wegen Frankfurt – wir hatten keine Erlaubnis in Frankfurt zu landen.“ Herr Methfessel „Heute Morgen die erste Nachricht, die ich bekommen habe auf dem Smartphone, […]

  • Wintersport am Hohen Meißner

    Wintersport am Hohen Meißner

    Der Winter hat uns fest in seiner Hand. Doch er hat auch seine schönen Seiten. Waren Sie schon Ski oder Schlitten fahren? In Nordhessen ist das in vielen Gegenden möglich. Ein echter Geheimtipp ist der Hohe Meißner. Viele nutzen die Pisten zum Skifahren, Langlauf oder Rodeln. Damit die Rettungskräfte im Notfall schnell vor Ort sind, gibt es seit Kurzem eine neue Behelfswache in Hausen. Wir haben die Retter dort einen Tag lang bei ihrer Arbeit begleitet. Es ist 13 Uhr – André und Luca sind gerade im Bereitschaftsdienst unterwegs und machen ihre Kontrollfahrt. Viel los ist nicht, der Wetterdienst warnt vor einem Sturmtief, deshalb bleiben viele Wintersportler daheim. Trotzdem checken die beiden die Zufahrtswege und verschaffen sich einen Überblick. All das ehrenamtlich. Andre Marczyk, Rettungssanitäter „Prinzipiell ist die Idee vom Roten Kreuz erstmal eine ganz tolle. Die Gemeinschaft ist einen super tolle. Die Zeit einfach, mit mittlerweile wirklich Freunden, zusammen zu verbringen, ist eine ganz tolle. Viele von uns kommen aus medizinischen Berufen, haben einen medizinischen Hintergrund. Sodass man dort das auch mit einbringen kann. Wenn ich ehrlich bin macht das fahren mit dem TRV natürlich auch ein bisschen Spaß.“ Das Deutsche Rote Kreuz sorgt auf dem Hohen Meißner jedes Jahr für die Winterrettung. Dieses Jahr gibt es zusätzlich einen Bereitschaftsdienst von 11 bis 17 Uhr. Dafür wurde am Montag spontan eine Behelfsrettungswache im Dorfgemeinschaftshaus in Hausen eingerichtet. So sind die Retter näher am Berg und können direkt zu Notfällen ausrücken. Das ist wichtig, um innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort zu sein, so wie das Gesetz es vorschreibt. Thomas Freiberg, Kreisbereitschaftsleiter DRK „Die Anfahrt ist natürlich ein riesen Vorteil. Das wir keine Anfahrt von 15 Minuten haben, sondern direkt hier sind. Jetzt ist es aber tatsächlich so, dass die Wetterlage nicht so winterlich war oder vielleicht nicht so schön […]

  • Sturmtief Elli sorgt für Chaos auf den Straßen

    Sturmtief Elli sorgt für Chaos auf den Straßen

    Tief Elli hat Rheinland-Pfalz und Hessen ganz schön durcheinandergewirbelt. Schnee, Regen und Wind haben einen riskanten Wetter-Mix im Gepäck und in manchen Regionen zum Verkehrschaos geführt. Wir machen mit Ihnen jetzt die Extremwetter-Tour und sind in Birkenfeld, Bad Hersfeld, bei Flieden – den Start macht Homberg/Efze. In Nordhessen. Ein Laster  kippt in den frühen Morgenstunden auf schneeglatter Fahrbahn um. Der Fahrer wird leicht verletzt. Hotspot für das Schnee- und Verkehrschaos sind die Autobahnen 4, 5 und 7 in Nord- und Osthessen. Immer wieder bleiben LKW liegen. Die Folge: kilometerlange Staus.   „360 Kilometer müsste ich jetzt noch fahren. Aber weil das mit der Schichtzeit jetzt nicht hinhaut, kommt ein Kollege mich hier abholen.“ „Ich stehe selber unter Zeitdruck. LKW-Fahrer ja immer. Ich muss nach Bottrop fahren. Ich müsste eigentlich noch laden. Und noch einen Kunden wegbringen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich das überhaupt noch schaffe.“ Auf einer Landstraße bei Freiensteinau im Vogelsbergkreis krachen zwei Fahrzeuge frontal ineinander. Drei Personen werden teils schwer verletzt. Daniel Oestreich, stellvertretender Gemeindebrandinspektor Freiensteinau „Die Schwierigkeit war einmal, dass das eine Fahrzeug eingeklemmt war zwischen dem zweiten verunfallten Fahrzeug und der Leitplanke. Und auch die Witterungsverhältnisse bei dem Eisregen, den wir zurzeit haben und die Straßenverhältnisse einfach schwierig waren.“ Im rheinland-pfälzischen Birkenfeld trifft es das Dach der alten TÜV-Prüfhalle: Schnee, Regen und Eis werden zu schwer. Das Gebäude ist zu dem Zeitpunkt leer. Björn Symanzik, Pressesprecher Feuerwehr Verbandsgemeinde Birkenfeld „Die Zulassungsstelle soll ja saniert werden. Von daher war sie auch teilweise schon entkernt. Und durch die Schneelast der letzten Tage verbunden jetzt mit dem Regen hat die Last dann schon sehr auf das Flachdach gedrückt. Und hat zu einem Teileinsturz geführt.“ Bis zum späten Vormittag hat sich der Verkehr auf den Straßen wieder normalisiert. Die Polizei rät aber weiterhin zur Vorsicht. Jonas Trabert, […]

  • Wiesbadener Winterdienst im Einsatz

    Wiesbadener Winterdienst im Einsatz

    Stillstand auf den Straßen, Unfälle und lange Staus. Das aktuelle Winterwetter bringt den Verkehr an seine Grenzen. Mitten im Wetterchaos ist der Winterdienst der Wiesbadener Stadtreinigung im Einsatz, um die Stadt am Laufen zu halten. Für die Fahrer bedeutet das: lange Schichten, hohe Verantwortung und permanente Einsatzbereitschaft. Wir haben einen Fahrer in der vergangenen Nacht bei seiner Arbeit begleitet. Während  andere noch schlafen, sind sie bereits unterwegs: In den Wintermonaten wird die Wiesbadener Stadtreinigung zum Winterdienst. Wegen unvorhersehbaren Wetterereignissen stehen die 45 Fahrer der Räumfahrzeuge in dieser Zeit  rund um die Uhr auf Rufbereitschaft. Tristan Liermann, ELW „Das planen wir so, dass wir uns auf die Meldungen des Deutschen Wetterdienstes verlassen aber dann natürlich auch situativ entscheiden müssen, was für eine Wetterlage wir gerade vorfinden und in der Nacht finden ständig Kontrollfahrten durch die Einsatzleitung statt.“ Die Wetterprognose in dieser Nacht: Schnee und Eis. Das heißt alle Fahrzeuge müssen ausrücken. Mario Danz hat heute Spätschicht. Bevor der Schneefall einsetzt muss der Räumwagen mit Streusalz und Sole beladen werden. Die flüssige Sole sorgt dafür, dass die Eisschicht auf der Straße direkt schmilzt. Das klassische Streusalz verhindert, dass sich neues Eis bildet.  Sobald die erste Flocke fällt, rückt Mario aus. Beladen mit fünf Tonnen Streusalz geht’s durch die verschneiten Straßen. Sein Ziel: ein möglichst reibungsloser Start in den Tag für Pendler, Busse und Einsatzkräfte. Mario Danz, Stadtreinigung Wiesbaden „In dem Moment bei Schnee und Eis sind wir die ersten, die vor Ort sind. Wenn wir nicht rausfahren würden, würde die Feuerwehr stehenbleiben. Es würde auf den Straßen also nichts mehr gehen, überhaupt nichts mehr.“ Der 36-Jährige arbeitet seit 15 Jahren bei der Stadtreinigung. Der Winterdienst bedeutet für ihn jedes Mal aufs Neue Abenteuer. Mario Danz, Stadtreinigung Wiesbaden „Gefährlich ist es immer, wenn man es jetzt mal so will. Wenn man mit dem […]

  • Förderung für MINT-Nachwuchs

    Förderung für MINT-Nachwuchs

    So kann es nicht weitergehen – sagen auch Wirtschaftsexperten. Denn es fehlt an Fachkräften in den Bereichen Digitalisierung, Infrastruktur, Verteidigung, Klimaschutz und und und. Es werden immer mehr MINT Fachkräfte gebraucht. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Der Chemieriese BASF in Ludwigshafen hat heute vorgestellt, wie er die Fachkräfte von morgen begeistern möchte. Wann platzt über Feuer ein Luftballon? Charlotte, 9 Jahre „Ich fand das sehr spannend, weil man könnte ja auch so Loopings machen. Fände ich spannend das auszuprobieren oder ob der einfach nur stehen bleiben würde. Jonah, 9 Jahre „Wir haben ausprobiert, ob eine Büroklammer auf Wasser schwimmt. Dann haben wir Spülmittel reingemacht und nach drei Sekunden ist sie untergegangen.“ Naturwissenschaften spielerisch vermitteln und Schüler für MINT-Themen begeistern. Das Ziel der heute beschlossenen stärkeren Zusammenarbeit zwischen Bildungsministerium und BASF, die in den nächsten drei Jahren Projekte an 300 rheinland-pfälzischen  Schulen  vorsieht.  Wichtig, denn bundesweit haben sich Schüler zuletzt in Mathe und Naturwissenschaften verschlechtert. Sven Teuber (SPD), Bildungsminister Rheinland-Pfalz „Durch ganz frühe Heranführung an MINT-Fragen ist es vielleicht so, dass wir einen Gap, der von zuhause nicht geschlossen werden kann schneller schließen können und deswegen dann auch ein hohes Interesse herstellen können, das unabhängig von Herkunft und Geschlecht ist, wie ich mit Mathe, Chemie, Physik umgehe und deshalb hilft uns das in allen Bereichen der Kompetenzentwicklung.“ Katja Scharpwinkel, Standortleiterin BASF Ludwigshafen „Ich glaube, das ist fast offensichtlich, dass für ein Chemieunternehmen Innovation und Wissen eine riesige Rolle spielt und dafür brauchen wir diese Nachwuchskräfte und wir versuchen eben bei möglichst vielen die Begeisterung für MINT-Fächer zu wecken, damit wir möglichst viele Nachwuchskräfte haben, auf die wir dann zurückgreifen können.“ Trotz  Stellenabbaus in deutschen Unternehmen fehlen noch immer knapp 150.000 Fachkräfte in MINT-Berufen. Diese Lücke könnten laut Experten insbesondere qualifizierte Zuwanderer schließen. Die, die bereits hier sind zu […]

  • Extremes Winterwetter in Rheinland-Pfalz und Hessen erwartet

    Extremes Winterwetter in Rheinland-Pfalz und Hessen erwartet

    Viel Neuschnee und Glatteis – ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu und das fegt auch über Hessen und Rheinland-Pfalz hinweg. Hier in Wiesbaden bereitet sich der Winterdienst schon auf eine lange Nacht vor. Die Räumfahrzeuge werden gerade mit Salz beladen, damit sie einsatzbereit sind, sobald die ersten Flocken vom Himmel fallen. Alle 180 Mitarbeiter sind in den Bereitschaftsdienst gerufen worden. Markus Appelmann, Moderator: Aber wie dramatisch wird die Lage wirklich? Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met ist uns jetzt aus Wiesbaden zugeschaltet. Guten Tag, Herr Jung. Dominik Jung, Diplom-Meteorologe in Wiesbaden: Hallo. Guten Tag. Appelmann: Was erwartet uns denn in den nächsten Stunden? Jung: Zunächst fällt heute Abend kräftiger Schnee von Rheinland-Pfalz bis nach Hessen. Da wird’s richtig weiß werden. Aber der Schnee geht in der zweiten Nachthälfte vermehrt in Regen und gefrieren Regen über, das heißt Glatteisgefahr. Nur in Hochlagen vom Hunsrück und Taunus schneit es noch. Und dort fallen zum Teil 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee. Morgen früh dann milde Temperaturen, so vier fünf Grad plus leichtes Tauwetter. Das verstärkt sich tagsüber. Es taut, es regt, es stürmt vor allen Dingen. Wir erwarten Sturmböen und das kann hier und da auch mal zu abgebrochenen Ästen führen, zu umgestürzten Bäumen. Und dann wird’s spannend: In der Nacht auf Samstag wieder Schnee bis in tiefe Lagen. Und dann am Samstagmorgen weiße Landschaften in Rheinland-Pfalz und Hessen mit Dauerschneefall. Appelmann: Das klingt alles nach einer turbulenten Wetterlage. Was heißt das denn für morgen? Für den Weg zur Arbeit zum Beispiel? Sollte man da besser das Auto stehen lassen? Jung: Also ich würde mal sagen, am morgigen Freitag, da sollte man das Auto vielleicht besser stehen lassen. Es kann hier und da glatt sein, vor allen Dingen oberhalb von 400 bis 500 Meter. In den tiefen Lagen ist es meist schon angetaut. Also […]

  • Dackel zieht Frischlinge in Wanfried groß

    Dackel zieht Frischlinge in Wanfried groß

    Wildschweine als Haustiere? Für die meisten unvorstellbar, für Familie Kalden aus dem nordhessischen Wanfried nichts Besonderes. Immer wieder zieht die Familie Wildtiere, die Hilfe brauchen, in ihrem Wohnzimmer auf. Zurzeit sind es fünf kleine Wildschweinbabys. Dackeldame Nala hat ordentlich zu tun. Wenn ihre fünf Adoptivkinder Freigang im Wohnzimmer haben, hat sie keine freie Sekunde. Denn die Frischlinge sind wild, wagemutig und ganz schön frech. Seit einigen Wochen versucht der Dackel von Familie Kalden die jungen Wildschweine zu erziehen und immer schön zusammenzuhalten – mit mäßigem Erfolg. Ernst-Wilhelm Kalden, Tierarzt „Wenn irgendein pflegebedürftiges Tier zu uns gebracht wird, dann geht sofort der Konkurrenzkampf zwischen den Dackeln los, wer welche Patenschaft übernehmen darf.“ Den Kampf hat Nala gewonnen und fühlt sich seitdem zuständig für die Kleinen. Seit Ende November wohnen die Fünf bei Familie Kalden. Ein befreundeter Jäger brachte sie nach Wanfried, nachdem er sie verwaist im Wald gefunden hatte. Was mit ihrer Mutter ist, weiß man nicht. Ernst-Wilhelm Kalden, Tierarzt „Die waren frisch geboren die Frischlinge. Die hatten alle noch die Nabelschnur dran und da geht es in erster Linie darum, denen Energie zuzuführen, damit sie überhaupt diesem Stress der Umstellung und die sind alle unterzuckert, wenn die zu uns kommen. Und brauchen die als allererstes erst mal ein Fläschchen.“ In den ersten Wochen musste nachts alle drei Stunden jemand aufstehen und die Frischlinge füttern. Auch tagsüber haben sie eigentlich immer Hunger. Und jeder will zuerst ans Fläschchen. Alle brav ins Körbchen – Dann kommt der tägliche Verdauungsspaziergang. In der Natur wären die Frischlinge jetzt eigentlich mit der Wildschweinbache, ihrer Mutter, unterwegs. Hier übernimmt das Ersatzmama Nala. Normalerweise werden Frischlinge erst im Februar geboren. Da sind die fünf Kleinen von den Temperaturen draußen aktuell gar nicht begeistert. Schön aneinanderkuscheln und sich gegenseitig wärmen. Für die anderen Wildtiere, die bei Familie Kalden […]

  • Rüsselsheimer Feuerwehr übt Rettung auf dem Eis

    Rüsselsheimer Feuerwehr übt Rettung auf dem Eis

    So eine Winterlandschaft hat schon was Magisches an sich, oder? Und auch ein zugefrorener See strahlt eine richtige Faszination aus. Doch pünktlich mit dem Frost kommen auch jedes Jahr die eindringlichen Warnungen solche zugefrorenen Eisflächen nicht zu betreten, denn es besteht Lebensgefahr. Im südhessischen Rüsselsheim hat die Feuerwehr deshalb jetzt eine Eisrettung geübt. Einsatz auf dem Eis. Ein Mensch ist eingebrochen und kann sich nicht mehr alleine retten. Zum Glück nur eine Übung. Doch die ist wichtig. Denn zugefrorene Seen, Teiche und Flüsse können auf den ersten Blick trügerisch stabil erscheinen – vor allem, wenn sie verschneit sind. Fällt ein Mensch erst mal ins eiskalte Wasser, kann er sich in der Regel nicht mehr selbst herausziehen. Dann zählt jede Sekunde. Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Je länger man im Wasser liegt, umso schneller erschlaffen die Muskulatur. Die Atmung setzt aus, und die eingebrochene Person hat nach relativ kurzer Zeit nicht mehr genug Kraft sich selbst am Eisrand überhaupt noch festzuhalten.“ Bei der Übung am Rüsselsheimer Waldschwimmbad rücken die Eisretter mit spezieller Technik an. Neben Kälteschutzanzügen und Leinen kommt ein Boot zum Einsatz, um das Körpergewicht auf der fragilen Eisschicht zu verteilen. Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Es geht dabei immer darum, die Kraft möglichst auf eine große Fläche zu verteilen. D.h. wenn ich nur mit Schuhen auftrete, habe ich eine relativ kleine Fläche. Bewege ich mich liegend, verteile ich meine Kraft schon auf eine sehr große Fläche. Nutze ich dann noch so Gerätschaften, die wir mitbringen, wie Schlauchboote, vergrößere ich die Fläche noch einmal.“ Dünnes Eis – Besonders Kinder und Jugendliche unterschätzen die Gefahr. Genaue Zahlen zu Unfällen in zugefrorenen Gewässern gibt es nicht. Wer einen Eisunfall beobachtet solle folgendes tun: Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Sobald man feststellt jemand ist eingebrochen und man sieht das mit […]

  • Winterspaß auf der Wasserkuppe

    Winterspaß auf der Wasserkuppe

    Das neue Jahr begrüßt uns direkt mit eisigen Temperaturen. Vielerorts in Hessen und Rheinland-Pfalz hat es das Thermometer heute nicht mal in den Plusbereich geschafft. Während die einen sich den Sommer zurück wünschen, freuen Wintersportfans sich jetzt erst so richtig. Und es müssen nicht immer gleich die Alpen sein, auch in unserem Sendegebiet kann man Rodeln und Ski fahren. Zum Beispiel auf dem höchsten Berg Hessens, der Wasserkuppe. Dort ist dieses Wochenende die Skisaison gestartet. Rein in die Skier und ab die wilde Fahrt. Frau Holle und Väterchen Frost haben für die entsprechende Kulisse gesorgt. Ein herrlicher Ausblick ins Tal, weiß gepuderte Bäume und Eiskristalle, wohin man schaut. Auf den zwei geöffneten Pisten herrscht ordentlich Betrieb, ob Ski, Snowboard oder Schlitten. Andreas Hannappel, aus Hochheim „Es könnte auch in den Hochalpen gar nicht viel besser sein, die Pisten sind gut präpariert, es liegt überall Schnee, die Leute sind super nett, Essen und das Bier schmecken auch gut, also es macht einfach riesig viel Spaß. Wir gehen raus, rodeln den ganzen Tag.“ Klaus Friedrich, aus der Nähe von Würzburg „Als wir hier her gefahren sind und man hat die gefrorenen Bäume gesehen oben und den Schnee, der da auf den Tannen liegt, so stellt man sich das vor.“ Lilli Stephan, aus Partenstein „Es ist schon sehr kalt, ich glaub wir hatten vorhin minus 7 Grad, ich glaube es ist sogar gefühlt noch kälter, also die Füße spüren wir schon gar nicht mehr, aber der Tee hilft.“ Leonie Alsheimer, aus Frammersbach „Ich wollte eigentlich in den Skiurlaub fahren, das ging jetzt nicht und das war jetzt einfach perfekt, dass wir hier her fahren konnten.“ Justus „Schlitten fahren ist richtig cool, weil man halt Gas geben kann und so.“ Lia, 4 Jahre alt „Rodeln ist das beste überhaupt.“ Trotz Naturschnee – ganz ohne […]

  • Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 gab es zahlreiche Ereignisse, die die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt haben. Wir haben sie kurz und kompakt nochmal für Sie zusammengefasst. JULI Hitzerekord in Rheinland-Pfalz. Am 2. Juli werden in Andernach 39,3 Grad gemessen. Und im Mainzer Landtag wird an diesem Tag über ein heiß diskutiertes Gesetz abgestimmt. Das Landesklimaschutzgesetz. Das Ziel der Landesregierung: Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Also fünf Jahre früher als der Bund und zehn Jahre früher als die EU. Es hagelt Kritik von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Karsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP, am 23.6.2025 „Unternehmen mit mehreren Standorten werden verlagern. Das Klima hat keinen Vorteil, aber wir haben den Nachteil. Das Gesetz ist nicht durchdacht.“ Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, am 23.6.2025 „Diese Planungsunsicherheit ist Gift. Und es ist so unnötig wie ein Kropf dieses Gesetz.“ Jetzt ist es mit den Stimmen der Ampel-Koalition also beschlossen, auf Druck der Wirtschaft aber in leicht abgeschwächter Form. Trotzdem: EINES hat das Landesklimaschutzgesetz auf jeden Fall bewirkt: Das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Ob sich die Beziehung von Christina und Sascha schlagartig verschlechtert, wenn sie DIESE Bilder sehen, das können wir nicht sagen. Aber klar ist, ihrem gemeinsamen Liebesschloss am Eisernen Steg in Frankfurt geht es Ende Juli an den Kragen. Die Beleuchtung an der Brücke muss erneuert werden und da sind viele Schlösser eben einfach im Weg. Fazit: Alte Liebe rostet nicht, alte Liebesschlösser dagegen schon! AUGUST Ja, er ist es. Die DNA-Analyse bestätigt, bei der Leiche, die Anfang August in der Nähe von Weitefeld gefunden wird, handelt es sich um Alexander M. Er soll im April ein Ehepaar und deren 16-jährigen Sohn in ihrem Haus in Weitefeld ermordet haben. Vier Monate lang wurde nach Alexander M. gefahndet. Hunderte Polizisten durchforsteten immer wieder die Umgebung. Doch ohne […]

  • Weihnachts-Überraschung für Tiere im Landauer Zoo

    Weihnachts-Überraschung für Tiere im Landauer Zoo

    Noch genau eine Woche, dann ist Heiligabend und für die meisten heißt das auch: Bescherung. Im Zoo Landau hat der Weihnachtsmann schon diese Woche seine Fracht abgeliefert. Ob sich die Tiere wohl darüber freuen? Wir schauen mal. Nanu, was ist das denn? Den Waldhunden sind die bunt einpackten Kartons in ihrem Außengehege nicht ganz geheuer. Die Tiere stammen eigentlich aus Zentral- und Südamerika. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal Nachwuchs im Landauer Zoo. Nicht mal der Papa traut sich so recht dran. Tierpflegerin Michelle Hummel hat Fleischstücke in den Kartons versteckt. Michelle Hummel, Tierpflegerin „Die müssen jetzt herausfinden, wie sie am besten das Paket weiter öffnen können. Wir haben da zwar schon ein paar Löcher rein gemacht, dass die halt das auch vom Geruch her wahrnehmen und auch mal rein spitzeln können, also die wissen schon, dass was drin ist, aber die müssen das jetzt herausfinden, wie sie das Paket am besten aufreißen können oder halt umstoßen können.“ Die afrikanischen Zebramangusten hingegen sind ganz und gar nicht schüchtern. Die kleinen Raubtiere machen sich sofort über ihre Geschenke her. Unter dem Papier: Eierkartons, in denen leckere Mehlwürmer versteckt sind. Während die einen versuchen, den Snack mit ihren Pfoten aus den Löchern zu fischen, nehmen die anderen ihr Päckchen einfach komplett auseinander. Spielereien wie diese gibt’s nicht nur zur Weihnachtszeit. Christina Schubert, Biologin „Unsere Tiere leben im Zoo ja in einem ziemlichen Luxusleben, also die Gefahren des Freilands und die Aufgaben des Freilands, die sind ja eigentlich genommen, sie müssen sich ihr Futter nicht selber suchen, ihren Partner nicht, sie müssen sich vor Feinden nicht in Acht nehmen, das fällt im Zoo weg und von daher versuchen wir, täglich die Tiere mit kleinen Herausforderungen so ein bisschen zu fordern, damit ihnen auch nicht langweilig wird, damit sie ihr Gehirn benutzen, damit […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    In Hessen zeigt sich die Sonne morgen häufiger als in Rheinland-Pfalz. In der Nacht ziehen einige Wolkenfelder über uns hinweg. Gebietsweise bilden sich auch wieder dichte Nebelfelder. Es bleibt überall trocken.Die Temperaturen gehen auf plus 4 bis minus 1 Grad zurück. Örtlich besteht also Glättegefahr. Morgen setzt sich in Teilen Hessens die Sonne durch. Am schönsten wird es rund um Fulda. Weiter westlich ziehen auch dichtere Wolken durch und machen es der Sonne schwer. Die Temperaturen steigen auf 4 bis 10 Grad. Am wärmsten wird es im Westen von Rheinland-Pfalz. In den kommenden Tagen überwiegt zwar der Hochdruckeinfluss, allerdings halten sich dennoch viele Wolken. Örtlich bildet sich Nebel. Ab Donnerstag wird es dann regnerisch, bei milden 11 Grad.