ESA-Satellit Sentinel-1D startet ins All
Das Tor zum Weltall steht in Hessen: Gemeint ist das Satellitenkontrollzentrum Darmstadt – da wurde es am späten Abend mal wieder spannend. Die ESA hat einen weiteren Erdbeobachtungssatelliten ins All geschickt, der uns wichtige Daten liefern soll. Doch trotz exakter Planungen bis ins kleinste Detail kann bei einem Raketenstart immer etwas schief gehen. Daher haben gestern in Darmstadt alle mitgefiebert – auf das entscheidende Signal nach dem Start. Weltraumbahnhof Kourou, Französisch-Guayana. Um 22:02 Uhr unserer Zeit macht sich Sentinel 1D auf den Weg ins All, um von dort aus Daten über die Erde zu sammeln. Dann der entscheidende Moment, der Satellit koppelt sich von der Rakete ab. Jetzt ist er auf sich alleine gestellt. „Wir haben ein Übernahme-Signal“ Rolf Densing, Leiter europäisches Raumfahrtkontrollzentrum ESOC „Wenn man das erste Signal hat, dann kann man sprechen mit dem Satelliten und jetzt können wir ihn manipulieren, jetzt werden wir als nächstes die Solarpaneele ausfalten.“ Sentinel 1D ist Teil des Erdüberwachungsprogramms Copernicus, ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der europäischen Kommission. Copernicus ist in 6 Missionen aufgeteilt, deren Satelliten unterschiedliche Technik an Bord haben. Ihre Aufgabe ist es, Daten über die Atmosphäre, Landflächen und die Meere zu sammeln. Sentinel 1 zum Beispiel kann Ölverschmutzung auf dem Meer, Überschwemmungen an Land oder Bodenbewegungen aufzeichnen. Daraus können wir Menschen dann Strategien zur Bewirtschaftung unserer Umwelt oder Reaktionen auf den Klimawandel ableiten. Für einen besseren Rundum-Blick besteht Sentinel 1 aus zwei identischen Satelliten, die im selben Orbit fliegen. Weil 1A langsam in die Jahre gekommen ist, soll 1D nun seinen Platz übernehmen. Obwohl mittlerweile mehr möglich wäre, hat der neue Satellit dieselbe Technik wie sein Vorgänger. Nicolaus Hanowski, Missionsmanagement Erdbeobachtungsprogramm „Die Technologie ist nach wie vor extrem gut, die hier zum Einsatz kommt, die Qualität der Daten ist extrem hoch und gleichzeitig wollen wir aber die Daten nicht […]


