Wissenschaft

  • Förderung für MINT-Nachwuchs

    Förderung für MINT-Nachwuchs

    So kann es nicht weitergehen – sagen auch Wirtschaftsexperten. Denn es fehlt an Fachkräften in den Bereichen Digitalisierung, Infrastruktur, Verteidigung, Klimaschutz und und und. Es werden immer mehr MINT Fachkräfte gebraucht. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Der Chemieriese BASF in Ludwigshafen hat heute vorgestellt, wie er die Fachkräfte von morgen begeistern möchte. Wann platzt über Feuer ein Luftballon? Charlotte, 9 Jahre „Ich fand das sehr spannend, weil man könnte ja auch so Loopings machen. Fände ich spannend das auszuprobieren oder ob der einfach nur stehen bleiben würde. Jonah, 9 Jahre „Wir haben ausprobiert, ob eine Büroklammer auf Wasser schwimmt. Dann haben wir Spülmittel reingemacht und nach drei Sekunden ist sie untergegangen.“ Naturwissenschaften spielerisch vermitteln und Schüler für MINT-Themen begeistern. Das Ziel der heute beschlossenen stärkeren Zusammenarbeit zwischen Bildungsministerium und BASF, die in den nächsten drei Jahren Projekte an 300 rheinland-pfälzischen  Schulen  vorsieht.  Wichtig, denn bundesweit haben sich Schüler zuletzt in Mathe und Naturwissenschaften verschlechtert. Sven Teuber (SPD), Bildungsminister Rheinland-Pfalz „Durch ganz frühe Heranführung an MINT-Fragen ist es vielleicht so, dass wir einen Gap, der von zuhause nicht geschlossen werden kann schneller schließen können und deswegen dann auch ein hohes Interesse herstellen können, das unabhängig von Herkunft und Geschlecht ist, wie ich mit Mathe, Chemie, Physik umgehe und deshalb hilft uns das in allen Bereichen der Kompetenzentwicklung.“ Katja Scharpwinkel, Standortleiterin BASF Ludwigshafen „Ich glaube, das ist fast offensichtlich, dass für ein Chemieunternehmen Innovation und Wissen eine riesige Rolle spielt und dafür brauchen wir diese Nachwuchskräfte und wir versuchen eben bei möglichst vielen die Begeisterung für MINT-Fächer zu wecken, damit wir möglichst viele Nachwuchskräfte haben, auf die wir dann zurückgreifen können.“ Trotz  Stellenabbaus in deutschen Unternehmen fehlen noch immer knapp 150.000 Fachkräfte in MINT-Berufen. Diese Lücke könnten laut Experten insbesondere qualifizierte Zuwanderer schließen. Die, die bereits hier sind zu […]

  • Forscher aus Fulda wollen Gesundheitszustand per Fingernagel ermitteln

    Forscher aus Fulda wollen Gesundheitszustand per Fingernagel ermitteln

    Fingernägel sollen verraten, was man isst, was man trinkt und wie gesund man eigentlich lebt. Anhand von Fingernägeln will ein Forscherteam aus Fulda mehr über die Lebensgewohnheiten von Menschen herausfinden. Und die Ergebnisse einer ersten Studie sind vielversprechend. Fingernägel schneiden für die Wissenschaft – das ist das Motto an der Hochschule Fulda. Die Probanden möchten von ihren Fingernägeln wissen: Ernähre ich mich gesund? Wie sieht es aus mit den wichtigen Nährstoffen? Fragen, die auch Professor Marc Birringer und seinem Team unter den Nägeln brennen. Professor Marc Birringer, Hochschule Fulda „Gibt es einen Mangel in dem Spurenelement Selen? Oder wie sieht es mit dem Eisen aus? Oder mit dem Kalzium? Daher denken wir, dass wir hier eine gute Methode haben, um schnell, kostengünstig und nichtinvasiv Proben zu messen und erste Anhaltspunkte für eine nichtausgewogene Ernährung zu liefern.“ Und das geht so: Zunächst werden die Proben mit einer Säure vermischt und kommen dann in diese überdimensionale Mikrowelle. Die ist so kraftvoll, dass sie sogar Steine verflüssigen kann und so sehen die Fingernägel in kürzester Zeit auch aus. Zuletzt werden sie in einem Massenspektrometer bei 6000 Grad in ihre kleinsten Bestandteile aufgelöst. Auf einem Bildschirm können die Forscher dann die Konzentration von 17 Elementen wie Zink oder Kalzium ablesen, die der Proband in den letzten Wochen zu sich genommen hat. Aber: warum eigentlich das Ganze? Professor Marc Birringer, Hochschule Fulda „Viele Menschen glauben, dass sie sich schlecht ernähren, ohne es wirklich zu wissen und greifen dann zu Nahrungsergänzungsmitteln. Genau das wollen wir verhindern. Wir wollen schauen: ist das wirklich nötig? Muss ich jetzt irgendein Kalzium-Magnesium Präparat nehmen? Oder sagen meine Fingernägel: nein, du bist gut und ausreichend damit versorgt. Du musst da nicht zugreifen.“ Noch ist das Verfahren aufwändig, doch in der Zukunft soll schon ein Foto der Hand für die Diagnostik ausreichen. […]

  • Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 gab es zahlreiche Ereignisse, die die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt haben. Wir haben sie kurz und kompakt nochmal für Sie zusammengefasst. JULI Hitzerekord in Rheinland-Pfalz. Am 2. Juli werden in Andernach 39,3 Grad gemessen. Und im Mainzer Landtag wird an diesem Tag über ein heiß diskutiertes Gesetz abgestimmt. Das Landesklimaschutzgesetz. Das Ziel der Landesregierung: Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Also fünf Jahre früher als der Bund und zehn Jahre früher als die EU. Es hagelt Kritik von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Karsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP, am 23.6.2025 „Unternehmen mit mehreren Standorten werden verlagern. Das Klima hat keinen Vorteil, aber wir haben den Nachteil. Das Gesetz ist nicht durchdacht.“ Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, am 23.6.2025 „Diese Planungsunsicherheit ist Gift. Und es ist so unnötig wie ein Kropf dieses Gesetz.“ Jetzt ist es mit den Stimmen der Ampel-Koalition also beschlossen, auf Druck der Wirtschaft aber in leicht abgeschwächter Form. Trotzdem: EINES hat das Landesklimaschutzgesetz auf jeden Fall bewirkt: Das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Ob sich die Beziehung von Christina und Sascha schlagartig verschlechtert, wenn sie DIESE Bilder sehen, das können wir nicht sagen. Aber klar ist, ihrem gemeinsamen Liebesschloss am Eisernen Steg in Frankfurt geht es Ende Juli an den Kragen. Die Beleuchtung an der Brücke muss erneuert werden und da sind viele Schlösser eben einfach im Weg. Fazit: Alte Liebe rostet nicht, alte Liebesschlösser dagegen schon! AUGUST Ja, er ist es. Die DNA-Analyse bestätigt, bei der Leiche, die Anfang August in der Nähe von Weitefeld gefunden wird, handelt es sich um Alexander M. Er soll im April ein Ehepaar und deren 16-jährigen Sohn in ihrem Haus in Weitefeld ermordet haben. Vier Monate lang wurde nach Alexander M. gefahndet. Hunderte Polizisten durchforsteten immer wieder die Umgebung. Doch ohne […]

  • Weltneuheit bei Forschungsbetrieb Bioscientia in Ingelheim

    Weltneuheit bei Forschungsbetrieb Bioscientia in Ingelheim

    Das Land Rheinland-Pfalz präsentiert sich gerne als Biotechnologie und Pharmastandort: Unternehmen wie Biontech oder Boehringer Ingelheim haben hier ihren Sitz. Ein neues Gerät stellt ein Labor in Ingelheim jetzt an die Weltspitze: Mit der weltweit ersten vollautomatisierten Massenspektrometrie im Dauerbetrieb:   Zugegeben: Dieses Gerät sieht zwar unscheinbar aus, könnte aber Leben retten. Dieser sogenannte Massenspektrometer misst Proben in ihre kleinsten Bestandteile aus und liefert so wichtige Patientendaten.    Dr. Oliver Harzer, Geschäftsführer Bioscentia „Wenn Sie einen Patienten vor sich haben in einer Notfallsituation (…) und Sie wollen das richtige Medikament finden, die richtige Dosierung finden, dann brauchen Sie natürlich auch schnell ein Feedback. Weil da entscheiden ja wirklich Minuten und Stunden darüber – einer Therapieanpassung oder überhaupt einer Therapieeinleitung – ob Sie Leben retten können oder nicht.“ Der Vorteil: Jetzt kann die Massenspektrometrie rund um die Uhr betrieben werden. Das Gerät wertet die Proben vollautomatisiert, nahezu autonom aus. Ergebnisse sind jetzt zwölf bis 48 Stunden früher da. So können Medikamente individuell dosiert werden. Dr. Oliver Harzer, Geschäftsführer Bioscentia „Bei bestimmten Medikamenten ist es so, dass die Dosis oder dass der Bereich, in dem ein Medikament hilft – der Dosisbereich ist relativ schmal. Wenn Sie zu niedrig sind wirkt’s nicht, wenn Sie zu hoch sind, bringt nicht der Keim oder die Erkrankung den Menschen um, sondern das Medikament.“ Das Labor des Unternehmens Bioscentia – hier in Ingelheim – ist damit weltweit führend und gehört zu einem der größten Standorte in ganz Deutschland. Rund 25.000 Patienten werden hier mit Laborergebnissen versorgt. Über ein Drittel aller Proben kommen von Krankenhäusern, wie zum Beispiel der Uni Medizin Mainz. Für den rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister – Clemens Hoch – eine willkommene Investition. Clemens Hoch (SPD), Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Rheinland-Pfalz ist Biotechnologieland und Pharmaland, das sind auch unsere Schwerpunkte in der politik rund um Alexander Schweitzer als Ministerpräsident und […]

  • ESA-Satellit Sentinel-1D startet ins All

    ESA-Satellit Sentinel-1D startet ins All

    Das Tor zum Weltall steht in Hessen: Gemeint ist das Satellitenkontrollzentrum Darmstadt – da wurde es am späten Abend mal wieder spannend. Die ESA hat einen weiteren Erdbeobachtungssatelliten ins All geschickt, der uns wichtige Daten liefern soll. Doch trotz exakter Planungen bis ins kleinste Detail kann bei einem Raketenstart immer etwas schief gehen. Daher haben gestern in Darmstadt alle mitgefiebert – auf das entscheidende Signal nach dem Start. Weltraumbahnhof Kourou, Französisch-Guayana. Um 22:02 Uhr unserer Zeit macht sich Sentinel 1D auf den Weg ins All, um von dort aus Daten über die Erde zu sammeln. Dann der entscheidende Moment, der Satellit koppelt sich von der Rakete ab. Jetzt ist er auf sich alleine gestellt. „Wir haben ein Übernahme-Signal“ Rolf Densing, Leiter europäisches Raumfahrtkontrollzentrum ESOC „Wenn man das erste Signal hat, dann kann man sprechen mit dem Satelliten und jetzt können wir ihn manipulieren, jetzt werden wir als nächstes die Solarpaneele ausfalten.“ Sentinel 1D ist Teil des Erdüberwachungsprogramms Copernicus, ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der europäischen Kommission. Copernicus ist in 6 Missionen aufgeteilt, deren Satelliten unterschiedliche Technik an Bord haben. Ihre Aufgabe ist es, Daten über die Atmosphäre, Landflächen und die Meere zu sammeln. Sentinel 1 zum Beispiel kann Ölverschmutzung auf dem Meer, Überschwemmungen an Land oder Bodenbewegungen aufzeichnen. Daraus können wir Menschen dann Strategien zur Bewirtschaftung unserer Umwelt oder Reaktionen auf den Klimawandel ableiten. Für einen besseren Rundum-Blick besteht Sentinel 1 aus zwei identischen Satelliten, die im selben Orbit fliegen. Weil 1A langsam in die Jahre gekommen ist, soll 1D nun seinen Platz übernehmen. Obwohl mittlerweile mehr möglich wäre, hat der neue Satellit dieselbe Technik wie sein Vorgänger. Nicolaus Hanowski, Missionsmanagement Erdbeobachtungsprogramm „Die Technologie ist nach wie vor extrem gut, die hier zum Einsatz kommt, die Qualität der Daten ist extrem hoch und gleichzeitig wollen wir aber die Daten nicht […]

  • Immer weniger Maschinenbaustudenten

    Immer weniger Maschinenbaustudenten

    Maschinenbau – früher war das so etwas wie der König der Studiengänge. Wer Maschinenbau studieren wollte musste ein sehr gutes Abitur vorweisen und teilweise lange auf einen Studienplatz warten. Doch diese Zeiten sind vorbei. In den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl der Maschinenbaustudenten an Deutschlands Universitäten fast halbiert. Wir haben uns gefragt warum das so ist und haben uns an der Technischen Universität in Kaiserslautern mal auf die Suche nach Antworten begeben. Ein Seminar zum Jet-Loop-Reaktor. Inzwischen reicht hierfür ein relativ kleiner Raum, denn auch an der RPTU in Kaiserslautern hat die Zahl der Erstsemester im Maschinenbau stark abgenommen. Vor  zehn Jahren waren es noch  fast 300, zum Start des diesjährigen  Wintersemesters sind es gerade einmal 125 neue Gesichter. Prof. Werner Thiel, Vizepräsident Rheinland-Pfälzische Technische Universität „Das ist sehr schade, finde ich, denn Maschinenbau ist ein sehr wichtiges Fach. Wir werden unsere Zukunftsprobleme nicht ohne den Maschinenbau und die Expertinnen und Experten im Maschinenbau lösen können. Denken Sie an Nachhaltigkeit, denken Sie an die Energieproblematik, an Mobilität. Auch unsere Sicherheitsfragen. Und das werden wir nicht ohne unsere Expertinnen und Experten, die wir hier an der Uni ausbilden, lösen können.“ Und von denen wird es in den kommenden Jahren spürbar weniger geben. Ein Rückgang der Anmeldezahlen um mehr als die Hälfte  in nur zehn Jahren – auf die Frage nach dem Warum hat jeder Dozent seine eigene Theorie. Ferdinand Breit, Professor für Fluid-Verfahrenstechnik „Die Studierendenschaft hat sich diversifiziert aber auch das Angebot der Universitäten und Hochschulen hat sich diversifiziert. Also einfach viel, viel mehr Studiengänge und ich glaube, deswegen verteilt sich unter Umständen eine ähnliche Menge an Studierenden jetzt eben auf mehr Studiengänge und da findet eine gewisse Wanderschaft von Maschinenbau und Verfahrenstechnik zu anderen Studiengängen im Bereich der Informatik oder eben der Data-Science statt.“ Oliver Koch, Professor für […]

  • AI Week in Frankfurt: Eine der größten Plattformen für KI in Europa

    AI Week in Frankfurt: Eine der größten Plattformen für KI in Europa

    Experten sagen: Die Erfindung Künstlicher Intelligenz ist so wichtig, wie die Erfindung des Internets. Schon heute vertrauen Millionen Menschen in Deutschland einer KI. Allein den Dienst ChatGPT nutzen weltweit 800 Millionen Menschen täglich. Über die sich rasend schnell entwickelnde Technologie wird in dieser Woche in Frankfurt intensiv gesprochen – auf der AI Week. So kann der Einsatz von Künstlicher Intelligenz aussehen: Diese beiden Messebesucher posieren für ein Foto. Die KI nimmt das echte Bild und wandelt die beiden in Vampire um, passend zum heutigen Halloween. Die Technik dafür ist schon über zwei Jahre alt. Heute können – mit KI produzierte – Videos schon so aussehen. Diese Aufnahmen sind teils echt, teils fiktiv. Fürs bloße Auge, nicht mehr zu unterscheiden. Für Werbeagenturen Chance und Problem zugleich. Jan C. Portz, Werbeagentur  Shift Agency „Das sind Inhalte, wo man vielleicht im ersten Moment nicht sieht, dass sie durch AI generiert sind aber man merkt, dass die Inhalte künstlich generiert werden, weil die Geschichten, die dort drin erzählt werden, nicht unbedingt real sind. Und das ist auf einmal ein großes Thema, weil, wenn ich einen AI-Avatar habe, der ein Getränk vermarktet, der hat literally keinen Geschmack. Wie soll ich ihm vertrauen, dass dieses Produkt wirklich gut schmeckt?“ Statt auf reine KI-Inhalte, konzentriert sich diese Werbeagentur auf KI ergänzende Inhalte. Denn: Künstliche Intelligenz soll Menschen ergänzen, nicht komplett ersetzen. Das ist der Konsens hier auf der AI Week in Frankfurt. Die ganze Woche lang treffen sich mehr als 2.000 Unternehmen aus der Rhein-Main Region und der ganzen Welt. Für sie ist klar: Künstliche Intelligenz ist nicht nur die Zukunft, sondern schon die Gegenwart. Das sieht auch Bundesdigitalminister Karsten Wildberger so. Karsten Wildberger (CDU), Bundesdigitalminister „Nicht teilzunehmen bei KI, das nicht zu tun gefährdet viel mehr Arbeitsplätze als teilzunehmen. Mit KI können wir Wachstum kreieren, auch […]

  • Hessen schneidet bei Bildungsstudie schlecht ab

    Hessen schneidet bei Bildungsstudie schlecht ab

    In Berlin sind heute die Bildungsminister der Länder zusammengekommen, um den neuen Bildungstrend der Humboldt-Universität Berlin vorzustellen. Und so viel muss man an dieser Stelle schon mal sagen – es gibt schlechte Nachrichten von der Bildungsfront. Wieder mal! Insbesondere in Hessen. Es ist ein alarmierender Trend. Schüler schneiden in Tests immer schlechter ab, sind lustloser und abgelenkter als je zuvor. Immer mehr verfehlen die Mindestanforderungen in den Fächern Mathe, Bio, Physik und Chemie, sagt die Studie. Konkret erreichen 9 Prozent aller Neuntklässler in Mathematik nicht den Mindeststandard für einen Hauptschulabschluss. Und rund ein Drittel verfehlen die Anforderungen für die Mittlere Reife. Besonders schlecht sieht es in Hessen aus. Hier bleiben die Schüler in allen Fächern noch unter dem Bundesschnitt zurück. In Rheinland-Pfalz hapert es vor allem in den Fächern Mathematik und Physik. Ein Grund könnten laut Forscher die Nachwirkungen der Corona-Jahre 2020 bis 2022 sein. Homeschooling, Unterrichtsausfall, fehlende Sozialkontakte und ein zunehmender Konsum von Sozialen Medien spielten bis heute eine Rolle bei den Schulproblemen. Ein weiterer Grund: Schüler, die als Geflüchtete nach Deutschland gekommen sind, haben insgesamt ein niedrigeres Kompetenzniveau als ihre Mitschüler ohne Zuwanderungsgeschichte. Das hessische Kultusministerium erklärt das schlechte Abschneiden unter anderem mit der besonders hohen Migrationsquote. Sie liege  höher als in anderen Bundesländern: Kultusministerium Hessen „In Hessen hat mittlerweile mehr als jeder zweite Neuntklässler einen Zuwanderungshintergrund, jeder sechste ist nicht in Deutschland geboren und jeder zwanzigste ist Geflüchteter, während parallel der Gebrauch von Deutsch als Familiensprache unabhängig vom Zuwanderungshintergrund deutlich zurückgeht.“ Hessen investiere deshalb vor allem auch in die Sprachförderung, so Bildungsminister Armin Schwarz. Insgesamt dürften die Ergebnisse der Studie aber kaum überraschen. Seit Jahren zeichnet sich das sinkende Bildungsniveau in Deutschland ab. Der Bildungstrend 2024 – ein weiteres Alarmsignal für die Schulpolitik der Länder.

  • Hessische Städte bieten Cannabis-Tests an

    Hessische Städte bieten Cannabis-Tests an

    „Wir müssen Drogen staatlich checken“ – das war eine der ersten Forderungen des neuen Drogenbeauftragten der Bundesregierung. Diese Maßnahme könne die Zahl von Drogentoten senken. In Frankfurt und Wiesbaden ist das tatsächlich schon möglich. Wirklich rechtssicher ist das „Drug checking“ aber nicht, eine einheitliche Verordnung lässt auch in Hessen weiter auf sich warten. Ein kleines Labor im Frankfurter Südosten. Hier kann man seine  Cannabis-Produkte anonym einschicken und testen lassen. Seit 30 Jahren bietet der hier ansässige Drogenhilfeverein Beratungen an, die Tests sind ein weiterer Schritt. Karsten Tögel-Lins, Drogenhilfeverein Basis „Besonders schädlich ist es, wenn ich eine Substanz kaufen oder konsumieren möchte und vielleicht eine ganz andere bekomme. Von der ich gar nicht weiß, dass sie das ist. Und das führt dann natürlich zu besonderen Gefährdungspotenzialen. Und da wollen wir ein bisschen entgegenwirken.“ Seit der Cannabis-Legalisierung kann man die Produkte beispielsweise in Hanf-Shops  und an Automaten kaufen. Das Problem: Immer öfter werden neue psychoaktive Substanzen beigemischt, von denen die Konsumenten ebenso wenig ahnen wie die Shop-Betreiber selbst. Im Labor können zweifelhafte Produkte einem genauen Test unterzogen werden. Henrik Schöfer, Chemiker „Die Person, die das in einem Laden gekauft hat, hat nach dem Konsum starke psychische Veränderungen erlebt. Und konnte sich die natürlich nicht erklären, da sie eigentlich ein Produkt kaufen wollte, das keine Wirkung hervorruft. Wir waren dann mit unseren Methoden in der Lage, diese synthetischen Cannabinoide, die tatsächlich hier zugesetzt sind, zu identifizieren.“ Noch bewegen sich die Tests allerdings in einer rechtlichen Grauzone. Zwar hat der Bund die Grundlage für Drogen-Check-Modellversuche geschaffen, die Länder konnten sich bislang aber nicht auf eine gemeinsame Verordnung einigen. Das hessische Gesundheitsministerium sagt auf Nachfrage nur, eine eigene Verordnung würde noch abgestimmt. Die Frankfurter Drogenhilfe warnt: Karsten Tögel-Lins, Drogenhilfeverein „Basis“ „Mit jedem Tag, wo diese Verordnung nicht erscheint, haben wir es damit zu tun, dass […]

  • Forschungszentrum Globaler Islam schließt

    Forschungszentrum Globaler Islam schließt

    Die Islamwissenschaftlerin Susanne Schröter polarisiert. Sie scheut sich nicht, öffentlich vor Gefahren wie ungesteuerter Migration, zunehmender islamistischer Radikalisierung und dem Einfluss erzkonservativer Religionsgemeinschaften hierzulande zu warnen. An der Uni Frankfurt hat sie über zehn Jahre lang das Forschungszentrum Globaler Islam aufgebaut und geleitet. Jetzt wirft sie das Handtuch. Susanne Schröters Bücherregal ist gut gefüllt – mit Publikationen, auch eigenen, zu den Veränderungen in der islamischen Welt, zwischen liberalen und extremistischen Strömungen. Seit 2008 war sie hier an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt als Professorin für Ethnologie tätig. 2014 hat sie das Forschungszentrum Globaler Islam gegründet. Nun heißt es für sie: Kisten packen, Büro räumen. In wenigen Tagen endet ihre Forschungsprofessur – und damit auch ihr Forschungszentrum. Susanne Schröter, Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam „Natürlich hängt viel Herzblut dran. Und ich habe hier viel gearbeitet, habe viele junge Menschen aus allen Ländern zur Promotion geführt, erfolgreich. Und wir haben hier tolle Forschung gemacht. Eine irrsinnig gute Außenwirkung erzielt. Aber mit der Zeit bin ich immer mehr unter den Beschuss von Personen, also, sowohl Kollegen, als auch Studenten, als auch Aktivisten gekommen, die aus dem, ich sage mal, woke-linken Spektrum kommen. Denen es nicht gefallen hat, dass ich über Islamismus arbeite, dass ich auch migrationskritisch bin.“ Es sind ihre wiederholt kritischen Äußerungen etwa zu den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht, zum Tragen des Kopftuchs, zur Migrationspolitik, die ihr den Vorwurf des Rassismus, Anfeindungen und regelrechte Rufmordkampagnen einbringen. Diesem Klima wolle sie weder sich selbst noch ihre Mitarbeiter länger aussetzen, zumal ihre Forschungsarbeit deutlich erschwert worden sei. Kritische Islamforschung, so ihr Eindruck, sei nicht länger gewünscht. Susanne Schröter, Frankfurter Forschungszentrum Globaler Islam „Wir haben Tabuthemen an Universitäten in Deutschland, haben wir auch in anderen europäischen Ländern, das hatten wir auch in den USA. Und das ist fatal. Das ist fatal, A, weil Wissenschaft die […]

  • Digitale Nase soll Weinqualität erschnüffeln

    Digitale Nase soll Weinqualität erschnüffeln

    Der Weinbau steckt in einer existenziellen Krise – da sind sich die Experten einig. Was aber muss jetzt passieren, damit es wieder aufwärts geht. Qualität ist EIN Schlüssel sagt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer. Auf seiner Sommertour hat er sich gestern wissenschaftlich mit dem Thema Wein beschäftigt. Auf dem Weincampus Neustadt beschäftigen sich Wissenschaftler mit den unterschiedlichsten Weinen. Das weiß auch Ministerpräsident Alexander Schweitzer zu schätzen. Denn er freut sich, wenn er einen Wein im Glas hat, den er noch nicht kennt. Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz „Ach, Ich bin total experimentierfreudig, was Weine angeht. Ich lege Wert darauf, dass es rheinland-pfälzischer Wein ist. Ich trinke inzwischen deutlich mehr Weißweine. Aber ich bin immer auch mal gespannt auf was Neues.“ Die Chancen, in seiner Heimat Weine von bester Qualität zu finden, könnten in Zukunft noch steigen. In Neustadt führen ihm die Forscher einen High–Tech-Koffer vor, der Trauben direkt im Weinberg untersuchen kann. Mit Infrarotstrahlen überprüft er bei der Frucht eine Vielzahl von Qualitätsmerkmalen. So kann er dem Winzer zum Beispiel signalisieren, wann der optimale Zeitpunkt für die Ernte ist  Ein paar Meter weiter präsentieren die Forscher eine sogenannte „künstliche Nase“. Sie sucht im Wein bestimmte Aromastoffe, die erfahrene Kellermeister vor drei Jahren bei aufwändigen Testverfahren bewertet haben. Bei den Verkostungen brachten sie der Künstlichen Intelligenz bei, wie bestimmte Aromen von Menschen empfunden werden. Aus  ihrem digital gespeicherten Wissen kann die Apparatur jetzt errechnen, ob es sich bei einem Traubensaft um einen Spitzenwein handelt – oder um eine Plörre, die die Gäste besser stehen lassen sollten. Diese künstliche Intelligenz – sagen die Forscher – soll künftig Weinbauern eine objektive Entscheidungshilfe geben. Die Gefahr, dass sie Winzer und Sommeliers bald arbeitslos mache, bestehe aber nicht. Prof. Dominik Durner, Weincampus Neustadt „Die Technik ist programmiert auf ganz bestimmte Aromastoffe und unsere Nase ist […]

  • Ministerpräsident Schweitzer besucht Chemiekonzern BASF

    Ministerpräsident Schweitzer besucht Chemiekonzern BASF

    In der Wirtschaft geht EINE große Angst um: Dass Deutschland Schritt für Schritt in die De-Industrialisierung rutscht. Dass es sich also bei uns nicht mehr lohnt, gewisse Produkte herzustellen. Auch wenn das ifo-Institut heute von einem Wirtschaftswachstum in Rheinland-Pfalz von 0,1 Prozent spricht – die Unsicherheit ist auch im dritten Jahr der Wirtschaftskrise groß. Das liegt vor allem an den hohen Energiekosten im Land. Um die kleiner zu bekommen, produziert das energieintensive Unternehmen schlechthin in Rheinland-Pfalz, die BASF in Ludwigshafen, seit einem halben Jahr grünen Wasserstoff. Wie genau und mit welchem Benefit – das haben wir uns heute auf dem Werk des Chemieriesen angeschaut. Hinter diesen Stäben leisten kleine Protonen große Arbeit. Denn: Hier wird sauberes Trinkwasser mithilfe von Elektrizität in Wasserstoff umgewandelt. Protonenaustausch-Membran-Elektrolyse. Ein komplizierter Name für ein kompliziertes Verfahren. Der Vorteil daran: Der eigens gewonnene Wasserstoff fließt zum Großteil direkt in die Produktion bei der BASF. Volker Ehret, Produktionsmanager: „Der große Trick am Gase produzieren ist letztendlich, so zu produzieren wie abgenommen wird. Weil man nur mit einem nennenswerten Effizienzverlust speichern kann. Man muss entweder auf sehr hohe Drücke gehen oder eben verflüssigen, was beides zu einem Wirkungsgradverlust führt, den man nicht haben will. Also wir produzieren so wie abgenommen wird.“ (00:25 für 10s) Und: Wie Strom zur Verfügung steht. Denn damit der Wasserstoff auch grün ist, muss die dafür benötigte Elektrizität aus erneuerbaren Energien stammen. Und da schwanken die Preise stark. Stichwort: Volker Ehret, Produktionsmanager: „Wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dass Strom nicht zu jeder Zeit, zu jedem Zeitpunkt gleich viel kostet. Und wir dann eben auf strombasierte Produktion zurückgreifen, wenn es besonders attraktiv ist.“ Das erfordert Flexibilität. Läuft aber alles, wird hier eine Tonne Wasserstoff in der Stunde erzeugt. Bis zum Jahr 2050 will der Chemiekonzern CO2-neutral produzieren. Katja Scharpwinkel, Vorstand BASF SE: „Wir pilotieren hier am Standort verschiedene […]

  • 50 Jahre ESA

    50 Jahre ESA

    Beim ESOC, dem Satelliten-Kontroll-Zentrum der Europäischen Weltraum-Organisation in Darmstadt. ist ordentlich was los. Es ist Tag der offenen Tür. Mehr als 4.000 Besucher sind gekommen. Sie können heute einen Blick auf die Arbeit der ESA werfen und zum Beispiel einen Mini Mars Rover selber steuern, einen simulierten Raketen-Start erleben oder einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des HauptKkontrollraums werfen. Das Ziel: Die Raumfahrt greifbar zu machen. Anlass ist der 50. Geburtstag der ESA. Darüber sprechen wir mit dem Leiter des Satelliten-Kontrollzentrums in Darmstadt, Rolf Densing. Eine Karte unserer Milchstraße. Ein Blick in mehrere Milliarden Lichtjahre Entfernung. Eine Reise zum Jupiter, auf der Suche nach Leben auf seinen Monden. Auf den Spuren von Eis und Wasser auf dem Mars. Oder die Landung auf einem Kometen. Doch die ESA erkundet nicht nur ferne Welten, sondern auch unsere eigene. Mit dem Copernicus-Programm beobachtet die Europäische Weltraumorganisation unseren Heimatplaneten und sammelt kontinuierlich Daten über Ozeane, Landflächen und die Atmosphäre.  Mit „Galileo“ hat Europa ein eigenes weltweites Satellitennavigations- und Ortungssystem. Das erste unter ziviler Kontrolle – im Gegensatz zum GPS der Amerikaner, das einen militärischen Hintergrund hat. Und genau darum geht es: Unabhängigkeit. Vor der Gründung der ESA konkurrierten die USA und die Sowjetunion miteinander im All. Um eigene Satelliten in den Orbit zu schießen, war Europa auf fremde Hilfe angewiesen. Das sollte sich ändern. Zehn europäische Staaten einigten sich darauf, gemeinsam eine eigene Trägerrakete zu entwickeln und gründeten am 30. Mai 1975 die „European Space Agency“, kurz ESA. Vier Jahre später startet die erste europäische Ariane-Rakete erfolgreich ins All. Seitdem gab es über 260 Starts der Ariane-Raketenfamilie, die mehr als 1.100 Satelliten ins All transportiert haben. Sie alle werden aus dem Kontrollzentrum ESOC in Darmstadt gesteuert, Europas Zugang zum All. Etwa die Hälfte aller ESA-Mitarbeiter ist hier beschäftigt. Auch wenn der Grundgedanke die Unabhängigkeit […]

  • Neues Rechenzentrum an Mainzer Universität

    Neues Rechenzentrum an Mainzer Universität

    Alle Welt spricht von Künstlicher Intelligenz. Dafür benötigen wir immer mehr Rechenleistung. In Mainz ist an der Johannes-Gutenberg-Universität ein neues Rechenzentrum eingeweiht worden. Ein wichtiges Signal, denn Wissenschaft braucht Supercomputer. Hier laufen sie seit heute alle zusammen – sämtliche IT-Systeme und Anwendungen der Universität. Dazu zählt aber nicht nur die digitale Grundversorgung – also die Webserver für die digitale Kommunikation, Bewerbungs- oder Prüfungsverfahren. Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident Johannes Gutenberg Universität: „Darüber hinaus, und das braucht die wirklich starken Rechner, sind das unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sogenannte Hochleistungsrechner brauchen. Die also komplexe Klimamodelle rechnen können. Oder die komplexe Materialien simulieren können, bevor man sie dann wirklich herstellt. Das ist heutzutage ‚state of the art‘ in der Wissenschaft. Und wenn man international konkurzenzfähig sein möchte, muss man da mitmachen.“ Das Land Rheinland-Pfalz hat den Bau finanziert und der Universität von Anfang an die Bauherrenfunktion übertragen. Die Kosten: Rund 31 Millionen Euro. Doris Ahnen (SPD), Finanzministerin Rheinland-Pfalz: „Wissenschaft und Forschung sind heute extrem wichtige Standortfaktoren. Nehmen Sie den gesamten Bereich der Digitalisierung. Nehmen Sie den Bereich der künstlichen Intelligenz. Nehmen Sie die wisschenschaftsbasierte Weiterentwicklung in vielen Branchen. Biotechnologie und anderes mehr. Und insofern ist eine solche Investition in die Wissenschaftsinfrastruktur natürlich auch entscheidend dafür, dass der Standort gestärkt wird.“ Der Neubau erfüllt die modernsten Anforderungen in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz.  Wissenschaftsminister Clemens Hoch von der SPD, bezeichnet das neue Rechenzentrum als ‚Meilenstein für die Forschung in diesem Land‘. Clemens Hoch (SPD), Wissenschaftsminister Rheinland-Pfalz: „Wir können sicher davon ausgehen, dass Rechenkapazität in den nächsten Jahren noch viel viel mehr gebraucht wird als heute. Sodass wir die Basisleistungen abbilden können, aber auch Forschungsinfrastruktur haben. Aber nicht nur für die Universität hier, sondern für alle Universitäten und Hochschulen des Landes, weil wir so zusätzliche Rechenkapazität auf einem Niveau schaffen, dass wir an den […]

  • Zähne eines Flugsauriers gefunden

    Zähne eines Flugsauriers gefunden

    Sie sind so klein, dass man sie überhaupt erst durch das Mikroskop erkennt. Kleine Zahnfragmente. Es sind ganz besondere Zähne. Sie sind zirka 210 Millionen Jahre alt und gehörten einem Flugsaurier. Gefunden wurden die Zähne passenderweise im Dinosaurier-Park Teufelsschlucht in der Eifel. Eine richtige Sensation, denn es sind Teile des ältesten Flugsauriers, der bisher in Deutschland gefunden wurde. Sie sorgen im gesamten Park bei den einen für leichten Grusel, andere sind einfach nur fasziniert von den Urzeittieren im Dinosaurierpark in der Südeifel. Doch neben den Attrappen haben die Forscher jetzt die Zähne eines Flugsauriers, eines Eudimorphodons, gefunden. Dr. Lea Numberger-Thuy, Paläontologin „Die Eudimorphodons haben scheinbar schon vor über 210 Millionen Jahren gelebt, wir haben ja den ältesten Fund jetzt gehabt, mit unseren Zähnen. Und das sind zwei verschiedene Großgruppen. Dinosaurier sind eine Großgruppe und Flugsaurier sind eine Großgruppe und sie haben auch gleichzeitig gelebt.“ Wo genau die Forscher die Zähne gefunden haben, dürfen wir nicht verraten. Dr. Lea Numberger-Thuy und ihr Team sind Spezialisten für Mikrofossilien. Das sind ganz kleine Teile, die Reste von Urzeittieren sein können. Dr. Lea Numberger-Thuy, Paläontologin „Wir haben da sogenannte Bonebeds gefunden, das sind Stellen, wo Fossilien und damals lebende Organismen an einer Stelle, meistens durch Wasser, zusammengeschwemmt wurden und die kleinen Teile, hauptsächlich Zähne, Knochenfragmente oder auch Schuppen, erhalten geblieben sind.“ Gefunden haben die Flugsaurierzähne dann eigentlich die Besucher des Dinosaurierparks. Denn die dürfen beim Wissenschaftsprojekt „Triassic Lab“ die zerkleinerten Gesteinsproben ganz genau unter die Lupe nehmen. Alles, was dunkel ist, könnten Kleinstüberreste von Urzeittieren sein. Dr. Lea Numberger-Thuy, Paläontologin „Wir sind ja eigentlich auch auf Dinosaurierjagd, könnte man sagen, Haben wir dann tatsächlich im Rahmen des Projekts, die Besucher in einer der Proben, die drei kleinen Zähnchen gefunden, und wir haben die dann hinterher zur Auswertung bekommen, haben sofort gesehen, dass das was […]