Wissenschaft

  • Heilstollen-Kur soll Schlafstörungen lindern

    Heilstollen-Kur soll Schlafstörungen lindern

    Hilft eine Therapie im Heilstollen gegen Schlafstörungen und Stress? Viele Menschen leiden darunter, dass sie schlecht schlafen. In sieben zertifizierten Heilstollen in Deutschland und Österreich wird jetzt eine Studie durchgeführt, die wissenschaftlich belegen soll, dass eine Therapie helfen kann. Mit dabei ist auch die Grube Bindweide bei Altenkirchen. Hier ist früher Eisenerz abgebaut worden.   Sie sollen zur Ruhe kommen. Studienteilnehmer, die unter starkem Stress und Schlafstörungen leiden. Es ist vollkommen still. 50 Meter unter der Erde, bei konstanten 10 Grad und rund 90 % Luftfeuchtigkeit. Die Feinstaubbelastung ist gering. Die „gute Luft“ hat der Deutsche Wetterdienst bestätigt. Bisher fahren hier Asthmatiker und Allergiker ein, die jetzt besser atmen können.  Hans, Asthmatiker Nach einer Woche kann ich schon sagen, ja es bringt etwas Ute, Allergikerin   Ich finde es total spannend, wie gut man da Luft bekommt. Die Teilnehmer der Schlafstörungsstudie fahren drei Wochen lang, jeden Abend in die Pulverkammer des Besucherbergwerks. Vor einem Monat ist ihnen ein Haarbüschel abgeschnitten worden. Drei Monate nach der Therapie, wird das wieder passieren. Joachim Schwarz will so herausfinden, ob sich der Gehalt des Stresshormons Cortisol in den Haaren verändert. Dr. Joachim Schwarz, Präsident des Deutschen Heilstollenverbands Wir haben immer wieder die Erfahrungen gemacht, dass selbst, wenn die Leute einmal drin waren, in der nächsten Nacht, besser geschlafen haben. Und wenn sie länger drin waren, längerfristig auch besser geschlafen haben. Und da haben wir gedacht, dass müssen wir mal wissenschaftlich untersuchen, was da dran ist und wie das wirkt. Wird in den nachgewachsenen, nach der Therapie abgeschnittenen Haaren, weniger Cortisol gemessen, würde das eine geringere Stressreaktion bedeuten. Für die Studienteilnehmer im Westerwald ist es der siebte Abend im Heilstollen. Er startet mit Atem- und Entspannungsübungen. Martina aus Altenkirchen leidet schon lange unter Schlafstörungen. Martina, Teilnehmerin der Schlafstudie  Vor 15 Jahren hatte ich einen Dienstunfall und […]

  • Mitmachexperimente im Curiosity Cube

    Mitmachexperimente im Curiosity Cube

    Der Curiosity Cube – ein Mitmachlabor des Chemieunternehmens Merck in Darmstadt -will Kindern die Welt der Wissenschaft leicht zugänglich näherbringen. Dieses Jahr dreht sich alles um das Thema „Synthetische Biologie“. Hier stehen sie, die Wissenschaftler von morgen. Die Drittklässler der Astrid-Lindgren-Schule aus Darmstadt-Arheilgen, erleben heute bei der Eröffnung des Curiosity Cubes von Merck Wissenschaft hautnah und machen fleißig Experimente. Wie sieht unser Erbgut aus? Mit Bausteinen können die Kinder unterschiedliche DNA-Stränge nachbauen. Es gilt: Einfach ausprobieren, auch wenn man vielleicht nicht direkt alles versteht. Leonie, 10 Jahre „Also ich versuche, dass es so leuchtet, aber keine Ahnung. Es soll die DNA darstellen, die zum Beispiel leuchtet, oder verschiedene Sachen macht.“ Matteo, 9 Jahre „Eigentlich witzig, wie das alles so geht, wie die Technik hier funktioniert.“ Und wie funktionieren eigentlich Enzyme in unserem Körper? Auch hier gilt es zu experimentieren,  bunte Magnete zusammenzusetzen. An den Bausteinen lernen die Kinder, dass Enzyme verschiedene Formen haben und diese darüber entscheiden, wie und wo sie im Körper wirken. Das sogenannte  Schlüssel-Schloss-Prinzip. Ilias, 9 Jahre „Wäre es gut ob alle Schlüssel in ein Schloss passen würden? Dann haben die gesagt ‚Nein‘, dann haben die gesagt ‚Warum‘?“ Hannah, 9 Jahre „Ich hab gelernt, dass man nicht mit jedem Schlüssel also dann die Tür öffnen kann, weil ich bin zum Beispiel laktoseintolerant und bei mir könnte jetzt nicht der Schlüssel passen, den jemand hat, der keine Laktoseintoleranz hat.“ Mit dem mobilen Wissenschaftslabor möchte Merck jungen Menschen den Zugang zu den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erleichtern und sie für einen möglichen Beruf  begeistern. Denn auch hier  fehlt es an Fachkräften. Matthias Bürk, Standortleiter Merck „Das, was uns auszeichnet ist unser Erfindergeist und dazu gehören naturwissenschaftliche Fächer ganz ganz elementar dazu. Wir sind überzeugt, dass Technik, dass Wissenschaft ein Schlüssel ist, um Zusammenhänge zu verstehen und deswegen […]

  • Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Sauberes Wasser ist in Krisenregionen eines der größten Themen. Für solche Fälle gibt es Notfall-Kläranlagen. Problem nur: die verbrauchen viel Strom und der ist oft im Katastrophengebiet nicht vorhanden. Forscher aus Mittelhessen haben nun mit Partnern aus der Industrie eine Kläranlage entwickelt, die mit Solarstrom läuft. Dieses Wasser hat nichts in einem Fluss zu suchen. Es ist verschmutzt und voller Fäkalien. Hier leben insgesamt 1,1 Millionen Menschen – das Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch ist das größte der Welt. Diese Notfall-Kläranlage, eine von mehreren, ist schnell aufgebaut und reinigt das Abwasser von rund 4.000 Menschen. Eigentlich bräuchte es mehr davon, doch der Betrieb ist teuer und das Geld vor Ort knapp, weiß Christoph Stein. Sein Unternehmen hat die Anlage für eine Hilfsorganisation vor Ort bereitgestellt. Björn Christoph Stein, Gründer Sygin & Stein Engineering „Tagsüber läuft die Anlage auf Solarstrom, was sehr kostengünstig ist, nachts sind wir noch in der Verlegenheit, dass wir Strom vor Ort lokal mit Diesel herstellen müssen und das ist leider teuer.“ Gemeinsam haben er und ein Team der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen ein neues System entwickelt, das tagsüber mit Solarstrom läuft und nachts, wenn die Sonne nicht scheint, auch ohne Strom auskommt. Entscheidend sind diese von einem Industriepartner entwickelten Schaumstoffwürfel. In ihnen leben die Mikroorganismen, die das Wasser reinigen – wie in einer normalen Kläranlage auch. Markus Röhricht, Professor für Umweltingenieurwesen THM Gießen „Normalerweise, wenn eine Anlage längere Zeit keinen Zufluss hat, also kein Futter für die Bakterien hat, dann würden die irgendwann absterben und da wir jetzt aber die Bakterien in diesen Würfeln haben, sind sie geschützt, sterben nicht so schnell ab und können eben diese 12 Stunden problemlos überbrücken.“ In der Kläranlage Lollar testen die Forscher ihren Prototypen im größeren Maßstab – in den Laborräumen der THM arbeitet Masterstudent Nicolas Jost noch an den Feinheiten. […]

  • KI-Avatare in der Verwaltung

    KI-Avatare in der Verwaltung

    Es ist die Schlüsseltechnologie – da legen sich viele Experten fest: Künstliche Intelligenz. Immer öfter werden wir im Alltag auf KI treffen. Zum Beispiel in der Verwaltung, wo inzwischen die ersten Kommunen auf Video-Avatare setzen. Während etwa der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit einem künstlichen Video-Nachrichtenformat experimentiert, beantwortet in Büttelborn bereits ein künstlicher Zwilling des Bürgermeisters die Fragen der Bürger – und das auch gleich noch in 28 Sprachen. Wie hoch ist in Büttelborn die Hundesteuer? Wo gibt es noch freie Kita-Plätze? Und wann hat eigentlich der Wertstoffhof geöffnet? Bürger fragen – der Bürgermeister antwortet: Gerne auch auf Polnisch oder Türkisch… Marcus Merkels künstlicher Zwilling ist eine echte Premiere: Er ist der erste Bürgermeister-Avatar Deutschlands. Ein großer Mehrwert, wie er findet: Nicht nur für ratsuchende Bürger, sondern auch für den Büttelborner Verwaltungsapparat, der dank KI künftig deutlich entlastet werden könne. Und um seinen Job müsse sich auch niemand Sorgen machen. Marcus Merkel (SPD), Bürgermeister Büttelborn „Zum Beispiel unsere Dame am Empfang war ein bisschen skeptisch, dass jetzt ein KI-Avatar alle gängigen Fragen beantwortet. Aber der Vorteil ist natürlich: Sie hat ne 40-Stunden-Woche, aber der KI-Avatar ist 24/7, 365 Tage im Jahr erreichbar.“ Den Avatar entwickelt hat IT-Fachmann Stefan Klink. Das Besondere: Die Gefahr, dass der KI-Zwilling von Bürgermeister Marcus Merkel Unsinn erzählt, besteht nicht. Denn sämtliche Informationen stammen aus einer eigens für diesen Zweck angelegten Datenbank. Stefan Klink, TÜV-zertifiziereter AI Consultant „Die KI greift nicht auf das allgemeine Wissen des Internets oder der KI oder das trainierte Wissen der KI zu, oder noch werden die Antworten genutzt, um die KI wieder zu trainieren. Sondern wir haben einen festen Datenstamm, der hinterlegt ist. Und dort wird die Antwort geguckt.“ Auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg schickt seit vergangenem Jahr einen Avatar ins Rennen – und zwar das Ebenbild von Jan Prößdorf. Hier beim Trainieren der […]

  • Pilze gegen Eschensterben

    Pilze gegen Eschensterben

    Die Esche, einst Hoffnungsträger gegen den Klimawandel, kämpft ums Überleben. Schuld daran ist ein Pilz aus Ostasien, der die Bäume befällt. Ein Forschungsteam der Uni Kassel hat nun einen Weg gefunden, der die Eschen retten könnte. Ein Kampf zwischen gutem Pilz und bösem Pilz. Mit dem bloßen Auge ist es leicht zu übersehen, für die Eschen ist es tödlich. Das Falsche Weiße Stengelbecherchen. Ein Pilz, der in die Eschen hineinwächst und die Leitungsbahnen verstopft. Die Bäume sterben ab. Fast alle Eschen in Deutschland sind von dem Parasiten befallen. Nicht nur für den Wald ein Problem. Ewald Langer, Fachgebiet Ökologie Universität Kassel „Tatsächlich ist es so, dass wir Eschenholz dringend brauchen. Zum Beispiel für Werkzeuge. Alle Stiele von Gartenwerkzeuge sind aus Esche, Hammerstiele, Turngeräte sind aus Eschenholz, Fußböden sind aus Eschenholz. Also das ist ein wirtschaftlich sehr wichtiges Holz.“ Professor Ewald Langer und Studentin Jana Binder forschen deshalb und haben bereits erste  Erkenntnisse gewonnen. So gibt es  Pilze, die sich gegen das Falsche Weiße Stengelbecherchen, in der Fachsprache Hymenoscyphus fraxineus, durchsetzen können. Jana Binder, Masterstudentin Biologie „Ich habe 32 verschiedene Arten von Pilzen getestet gegen Hymenoscyphus fraxineus und dabei sind vier verschiedene Interaktionsformen aufgetreten.“ Manchmal grenzen sich die Pilze voneinander ab, manchmal gewinnt der schädliche  Pilz und manchmal überwächst der gute Pilz den bösen.  So wie hier. Der schädliche Pilz links ist fast vollständig von seinem Gegner bedeckt. So kann das Falsche Weiße Stengelbecherchen sich nicht weiter ausbreiten. Vier Pilzarten scheinen dazu geeignet, die Eschen gegen den Parasiten zu verteidigen. Normale Hutpilze  schaffen es, in Pflanzenwurzeln hineinwachsen und fördern dann ihr Wachstum.  In diesen Gläsern testet Professor  Langer, wie gut die vier helfenden Pilze tatsächlich in die kleinen Eschenklone einwachsen und ob sie auch in der Praxis helfen. Ewald Langer, Fachgebiet Ökologie Universität Kassel „Das kann man sich so vorstellen, wie […]

  • Schüler informieren sich am Safer Internet Day über KI

    Schüler informieren sich am Safer Internet Day über KI

    Chatbots und Künstlicher Intelligenz – gerade für einsame Menschen ist das etwas, das schnell auch gefährlich werden kann, wenn die Technologie menschliche Beziehungen komplett ersetzt. Wie also geht man damit sensibel um? Darum ging es heute auf dem globalen ‚Safer Internet Day‘ – organisiert von der Europäischen Kommission. Und warum deshalb eine Schulstunde in Ludwigshafen in die ganze Welt übertragen wird, sehen Sie jetzt. Über 50.000 Schülerinnen und Schüler schauen gerade dieser digitalen Schulstunde in Ludwigshafen zu. Der Livestream wird direkt in Schulklassen in Deutschland aber auch nach Spanien, Belgien und Italien übertragen. Es geht um die Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Schüler. Paul, Schüler 11. Klasse „Ich nutze KI eigentlich nur als Werkzeug, um Sachen zu recherchieren oder um mal Sachen für die Schule schneller zu machen, als wenn ich das alles selber machen würde.“ Kim Zimpelmann, Schülerin 9. Klasse „Also ich benutze KI, wenn ich irgendwie Hilfe bei Hausaufgaben brauche oder alltägliche Fragen habe. Zu irgendwelchen Sachen, Wäsche waschen, Rezepte. Manchmal weiß ich halt Sachen nicht und dann ist es halt einfach schneller in ChatGPT gefragt, als kurz auf die Mutter warten, bis sie runterkommt oder irgendwas anderes.“ Künstliche Intelligenz ist beliebt: 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren nutzen alleine den Dienst ChatGPT. Die Soziologin Paula Ebner forscht zu Künstlicher Intelligenz und beobachtet, dass die Technologie zum Teil Freundschaften ersetzt. Paula Ebner, Soziologin „Die sind super verständnisvoll also das hört man total häufig, dass der Chatbot einen nicht verurteilt, sondern sagt ja, ich verstehe warum du dich so fühlst und das ist okay, dass du dich so fühlst und ich verstehe warum du so gehandelt hast. Und die sind natürlich auch immer da. Das heißt, wenn man irgendwie einen Moment hat, dass einem sehr schlecht geht, dann kann man sich an den Chatbot wenden.“ Problematisch […]

  • Gießener Forscher züchten ozonresistenten Reis

    Gießener Forscher züchten ozonresistenten Reis

    Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt. Sie alle zu ernähren ist eine große Herausforderung. Klimawandel, Nährstoffmangel in den Böden und Umwelteinflüsse verursachen immer wieder Ertragseinbußen. Reis zum Beispiel leidet unter einer hohen Ozonbelastung in der Luft. In Bodennähe schadet es Menschen und Pflanzen. Das ist vor allem in dicht bevölkerten Ländern in Asien ein Problem. Forschern der Justus-Liebig-Universität in Gießen ist es nun gelungen, eine Reissorte zu züchten, der Ozon nichts ausmacht. Bangladesch: etwa halb so groß wie Deutschland, aber doppelt so viele Einwohner. Reis ist hier das wichtigste Grundnahrungsmittel. Doch viele Menschen auf engem Raum heißt viele Abgase und eine hohe Ozonbelastung. Circa zwei Millionen Tonnen Reisernte pro Jahr gehen wegen des Ozons verloren. Michael Frei von der Gießener Justus Liebig Universität beschäftigt sich bereits seit 25 Jahren mit der Stressanpassung von Reis – und unter anderem den Schäden, die durch Ozon entstehen. Michael Frei, Professor für Pflanzenbau und Ertragsphysiologie „Es entsteht aus Vorläufergasen, wie zum Beispiel Stickoxiden, die bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen, also zum Beispiel im Straßenverkehr. Wenn ich jetzt hohe Einstrahlung hab und hohe Temperaturen, dann reagieren diese Gase zu Ozon. Ozon wird dann in die Pflanzen aufgenommen und schädigt dort das Gewebe. Es entsteht ein sogenannter oxidativer Stress.“ Die Folge: braune Flecken, die Pflanzen betreiben weniger Photosynthese, der Ertrag schrumpft. Michael Frei und sein Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine Reissorte zu züchten, die mit Ozon zurechtkommt. Dafür haben die Forscher hunderte verschiedene Reissorten unter Ozonstress gesetzt und getestet, wie sie reagieren. Michael Frei, Professor für Pflanzenbau und Ertragsphysiologie „Wir haben dann eine Sorte gefunden, die das kann, die also sehr tolerant ist gegen Ozonstress. Leider war es eine alte Landsorte, die viele Eigenschaften aufweist, die in der modernen Landwirtschaft nicht erwünscht sind.“ Eine neue Züchtung musste also her. […]

  • Ersatz für Palmöl gesucht

    Ersatz für Palmöl gesucht

    Wissen Sie, was Waschmittel, Kosmetik und Schokolade gemeinsam haben? Sie enthalten oft Palmöl. Das ist vielseitig und günstig in der Produktion, doch umwelttechnisch ein großes Problem: Für die riesigen Palmöl-Plantagen werden Regenwälder gerodet und Lebensräume gefährdeter Tierarten zerstört. Einen künstlich hergestellten Ersatz gibt es bislang nicht. Bis jetzt. Forscher der Frankfurter Goethe Universität haben einen Ansatz entwickelt, mit dem Palmöl bald Geschichte sein könnte. Die Ölpalme. Sie wird vor allem in Südostasien angebaut. Die Palmfrüchte bestehen rund zur Hälfte aus Fett und enthalten ein großes Spektrum an verschiedenen Fettsäuren, die für die Industrie interessant sind. Chemisch betrachtet bestehen Fettsäuren aus langen Kohlenstoffketten. Während die Natur, wie im Fall der Ölpalme, verschiedene Kettenlängen herstellen kann, ist das biotechnologisch bislang nicht möglich gewesen. Das gut erforschte Enzym namens Fettsäuresynthase kann normalerweise nur eine Fettsäure mit einer Länge von 16 Kohlenstoffatomen herstellen, die Palmitinsäure. Nun ist es Forschern an der Frankfurter Goethe Universität gelungen, das Enzym genetisch so zu verändern, dass es auch andere Fettsäuren herstellen kann. Martin Grininger, Chemiker „Ein Enzym ist nichts anderes als eine Maschine und diese Maschine fügt einen Baustein nach dem anderen aneinander. Irgendwann hört diese Maschine auf und dann ist die Fettsäure mit der richtigen Kettenlänge erreicht. Und wir haben uns damit beschäftigt wie das funktioniert, wie die richtige Kettenlänge erreicht wird, aber auch wie ich diesen Prozess früher stoppen kann, sodass am Ende die Kettenlänge, die synthetisiert wird, kürzer ist.“ Der nächste Schritt: Die Ergebnisse für die Industrie nutzbar machen. Dafür haben die Frankfurter mit Forschern aus China zusammen gearbeitet. Sie haben eine Hefe entwickelt, die das genveränderte Enzym herstellen kann. Damian Ludig, Doktorand „Hefen sind insofern einfach praktisch, weil das ist ein Organismus, den die Menschheit seit Jahrtausenden kennt und biotechnologisch nutzt, also Thema Bierbrauen oder Brot backen und der unbedenklich ist auch insofern. Und […]

  • Großbrand in Darmstädter Forschungszentrum

    Großbrand in Darmstädter Forschungszentrum

    Es ist schwerer Schlag für den Wissenschaftsstandort Hessen: Im GSI-Zentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt ist heute Morgen ein Großbrand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand – doch der Schaden am Forschungszentrum ist enorm. Eigentlich war für Dezember geplant, einen über 4 Milliarden Euro teuren Teilchenbeschleuniger in Betrieb zu nehmen – das fällt jetzt wohl ins Wasser. Vor allem Wissenschaftlern wird bei diesem Anblick das Herz bluten… Heute Morgen gegen 6:30 Uhr geht bei der Feuerwehr in Darmstadt ein Notruf ein: Nach einem technischen Störfall in einer elektrischen Versorgungseinrichtung ist in einer Industriehalle des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung im Darmstädter Stadtteil Wixhausen ein Feuer ausgebrochen. Schnell sind rund 160 Einsatzkräfte vor Ort. Mit Schaum und Unmengen an Löschwasser halten sie den Brand unter Kontrolle und verhindern so, dass die Flammen auf die Nachbargebäude übergreifen. Doch die Lage ist kompliziert. Christian Wagner, Einsatzleiter Feuerwehr Darmstadt „Um den Brand wirklich zu löschen, müssen wir an Gebäudestrukturen ran. Wir müssen Gebäudeteile wegnehmen, um eben dann an dieses Kunststoffe, die eben größtenteils betroffen sind, auch ranzukommen. Das dauert Zeit. Ist aufwändig. Materiell, personell. Und ist im Gebäudeinneren auch nicht ungefährlich, so dass wir nur ganz behutsam vorgehen können.“ Stundenlang steigt schwarzer Rauch über dem Forschungszentrum auf – die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. Bei der Feuerwehr in Darmstadt gehen unzählige Anrufe besorgter Anwohner ein. Hanno Benz (SPD), Oberbürgermeister Darmstadt „Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit Gefahr. Als Vorsichtsmaßnahme sind alle aufgefordert worden, Fenster und Türen zunächst geschlossen zu halten. Es ist aber derzeit ausgeschlossen, dass es noch zu einer weiteren Gefahrensituation kommt.“ Auch Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels eilt zum Brandort. Noch in diesem Jahr sollte hier, an einem der wichtigsten Forschungsstandorte Deutschlands, ein gigantischer Teilchenbeschleuniger in Betrieb gehen – dieser Termin wird sich laut Gremmels nun nicht mehr halten lassen. Timon Gremmels (SPD), Wissenschaftsminister Hessen „Welche […]

  • Förderung für MINT-Nachwuchs

    Förderung für MINT-Nachwuchs

    So kann es nicht weitergehen – sagen auch Wirtschaftsexperten. Denn es fehlt an Fachkräften in den Bereichen Digitalisierung, Infrastruktur, Verteidigung, Klimaschutz und und und. Es werden immer mehr MINT Fachkräfte gebraucht. MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Der Chemieriese BASF in Ludwigshafen hat heute vorgestellt, wie er die Fachkräfte von morgen begeistern möchte. Wann platzt über Feuer ein Luftballon? Charlotte, 9 Jahre „Ich fand das sehr spannend, weil man könnte ja auch so Loopings machen. Fände ich spannend das auszuprobieren oder ob der einfach nur stehen bleiben würde. Jonah, 9 Jahre „Wir haben ausprobiert, ob eine Büroklammer auf Wasser schwimmt. Dann haben wir Spülmittel reingemacht und nach drei Sekunden ist sie untergegangen.“ Naturwissenschaften spielerisch vermitteln und Schüler für MINT-Themen begeistern. Das Ziel der heute beschlossenen stärkeren Zusammenarbeit zwischen Bildungsministerium und BASF, die in den nächsten drei Jahren Projekte an 300 rheinland-pfälzischen  Schulen  vorsieht.  Wichtig, denn bundesweit haben sich Schüler zuletzt in Mathe und Naturwissenschaften verschlechtert. Sven Teuber (SPD), Bildungsminister Rheinland-Pfalz „Durch ganz frühe Heranführung an MINT-Fragen ist es vielleicht so, dass wir einen Gap, der von zuhause nicht geschlossen werden kann schneller schließen können und deswegen dann auch ein hohes Interesse herstellen können, das unabhängig von Herkunft und Geschlecht ist, wie ich mit Mathe, Chemie, Physik umgehe und deshalb hilft uns das in allen Bereichen der Kompetenzentwicklung.“ Katja Scharpwinkel, Standortleiterin BASF Ludwigshafen „Ich glaube, das ist fast offensichtlich, dass für ein Chemieunternehmen Innovation und Wissen eine riesige Rolle spielt und dafür brauchen wir diese Nachwuchskräfte und wir versuchen eben bei möglichst vielen die Begeisterung für MINT-Fächer zu wecken, damit wir möglichst viele Nachwuchskräfte haben, auf die wir dann zurückgreifen können.“ Trotz  Stellenabbaus in deutschen Unternehmen fehlen noch immer knapp 150.000 Fachkräfte in MINT-Berufen. Diese Lücke könnten laut Experten insbesondere qualifizierte Zuwanderer schließen. Die, die bereits hier sind zu […]

  • Forscher aus Fulda wollen Gesundheitszustand per Fingernagel ermitteln

    Forscher aus Fulda wollen Gesundheitszustand per Fingernagel ermitteln

    Fingernägel sollen verraten, was man isst, was man trinkt und wie gesund man eigentlich lebt. Anhand von Fingernägeln will ein Forscherteam aus Fulda mehr über die Lebensgewohnheiten von Menschen herausfinden. Und die Ergebnisse einer ersten Studie sind vielversprechend. Fingernägel schneiden für die Wissenschaft – das ist das Motto an der Hochschule Fulda. Die Probanden möchten von ihren Fingernägeln wissen: Ernähre ich mich gesund? Wie sieht es aus mit den wichtigen Nährstoffen? Fragen, die auch Professor Marc Birringer und seinem Team unter den Nägeln brennen. Professor Marc Birringer, Hochschule Fulda „Gibt es einen Mangel in dem Spurenelement Selen? Oder wie sieht es mit dem Eisen aus? Oder mit dem Kalzium? Daher denken wir, dass wir hier eine gute Methode haben, um schnell, kostengünstig und nichtinvasiv Proben zu messen und erste Anhaltspunkte für eine nichtausgewogene Ernährung zu liefern.“ Und das geht so: Zunächst werden die Proben mit einer Säure vermischt und kommen dann in diese überdimensionale Mikrowelle. Die ist so kraftvoll, dass sie sogar Steine verflüssigen kann und so sehen die Fingernägel in kürzester Zeit auch aus. Zuletzt werden sie in einem Massenspektrometer bei 6000 Grad in ihre kleinsten Bestandteile aufgelöst. Auf einem Bildschirm können die Forscher dann die Konzentration von 17 Elementen wie Zink oder Kalzium ablesen, die der Proband in den letzten Wochen zu sich genommen hat. Aber: warum eigentlich das Ganze? Professor Marc Birringer, Hochschule Fulda „Viele Menschen glauben, dass sie sich schlecht ernähren, ohne es wirklich zu wissen und greifen dann zu Nahrungsergänzungsmitteln. Genau das wollen wir verhindern. Wir wollen schauen: ist das wirklich nötig? Muss ich jetzt irgendein Kalzium-Magnesium Präparat nehmen? Oder sagen meine Fingernägel: nein, du bist gut und ausreichend damit versorgt. Du musst da nicht zugreifen.“ Noch ist das Verfahren aufwändig, doch in der Zukunft soll schon ein Foto der Hand für die Diagnostik ausreichen. […]

  • Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 gab es zahlreiche Ereignisse, die die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt haben. Wir haben sie kurz und kompakt nochmal für Sie zusammengefasst. JULI Hitzerekord in Rheinland-Pfalz. Am 2. Juli werden in Andernach 39,3 Grad gemessen. Und im Mainzer Landtag wird an diesem Tag über ein heiß diskutiertes Gesetz abgestimmt. Das Landesklimaschutzgesetz. Das Ziel der Landesregierung: Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Also fünf Jahre früher als der Bund und zehn Jahre früher als die EU. Es hagelt Kritik von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Karsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP, am 23.6.2025 „Unternehmen mit mehreren Standorten werden verlagern. Das Klima hat keinen Vorteil, aber wir haben den Nachteil. Das Gesetz ist nicht durchdacht.“ Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, am 23.6.2025 „Diese Planungsunsicherheit ist Gift. Und es ist so unnötig wie ein Kropf dieses Gesetz.“ Jetzt ist es mit den Stimmen der Ampel-Koalition also beschlossen, auf Druck der Wirtschaft aber in leicht abgeschwächter Form. Trotzdem: EINES hat das Landesklimaschutzgesetz auf jeden Fall bewirkt: Das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Ob sich die Beziehung von Christina und Sascha schlagartig verschlechtert, wenn sie DIESE Bilder sehen, das können wir nicht sagen. Aber klar ist, ihrem gemeinsamen Liebesschloss am Eisernen Steg in Frankfurt geht es Ende Juli an den Kragen. Die Beleuchtung an der Brücke muss erneuert werden und da sind viele Schlösser eben einfach im Weg. Fazit: Alte Liebe rostet nicht, alte Liebesschlösser dagegen schon! AUGUST Ja, er ist es. Die DNA-Analyse bestätigt, bei der Leiche, die Anfang August in der Nähe von Weitefeld gefunden wird, handelt es sich um Alexander M. Er soll im April ein Ehepaar und deren 16-jährigen Sohn in ihrem Haus in Weitefeld ermordet haben. Vier Monate lang wurde nach Alexander M. gefahndet. Hunderte Polizisten durchforsteten immer wieder die Umgebung. Doch ohne […]

  • Weltneuheit bei Forschungsbetrieb Bioscientia in Ingelheim

    Weltneuheit bei Forschungsbetrieb Bioscientia in Ingelheim

    Das Land Rheinland-Pfalz präsentiert sich gerne als Biotechnologie und Pharmastandort: Unternehmen wie Biontech oder Boehringer Ingelheim haben hier ihren Sitz. Ein neues Gerät stellt ein Labor in Ingelheim jetzt an die Weltspitze: Mit der weltweit ersten vollautomatisierten Massenspektrometrie im Dauerbetrieb:   Zugegeben: Dieses Gerät sieht zwar unscheinbar aus, könnte aber Leben retten. Dieser sogenannte Massenspektrometer misst Proben in ihre kleinsten Bestandteile aus und liefert so wichtige Patientendaten.    Dr. Oliver Harzer, Geschäftsführer Bioscentia „Wenn Sie einen Patienten vor sich haben in einer Notfallsituation (…) und Sie wollen das richtige Medikament finden, die richtige Dosierung finden, dann brauchen Sie natürlich auch schnell ein Feedback. Weil da entscheiden ja wirklich Minuten und Stunden darüber – einer Therapieanpassung oder überhaupt einer Therapieeinleitung – ob Sie Leben retten können oder nicht.“ Der Vorteil: Jetzt kann die Massenspektrometrie rund um die Uhr betrieben werden. Das Gerät wertet die Proben vollautomatisiert, nahezu autonom aus. Ergebnisse sind jetzt zwölf bis 48 Stunden früher da. So können Medikamente individuell dosiert werden. Dr. Oliver Harzer, Geschäftsführer Bioscentia „Bei bestimmten Medikamenten ist es so, dass die Dosis oder dass der Bereich, in dem ein Medikament hilft – der Dosisbereich ist relativ schmal. Wenn Sie zu niedrig sind wirkt’s nicht, wenn Sie zu hoch sind, bringt nicht der Keim oder die Erkrankung den Menschen um, sondern das Medikament.“ Das Labor des Unternehmens Bioscentia – hier in Ingelheim – ist damit weltweit führend und gehört zu einem der größten Standorte in ganz Deutschland. Rund 25.000 Patienten werden hier mit Laborergebnissen versorgt. Über ein Drittel aller Proben kommen von Krankenhäusern, wie zum Beispiel der Uni Medizin Mainz. Für den rheinland-pfälzischen Gesundheitsminister – Clemens Hoch – eine willkommene Investition. Clemens Hoch (SPD), Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Rheinland-Pfalz ist Biotechnologieland und Pharmaland, das sind auch unsere Schwerpunkte in der politik rund um Alexander Schweitzer als Ministerpräsident und […]

  • ESA-Satellit Sentinel-1D startet ins All

    ESA-Satellit Sentinel-1D startet ins All

    Das Tor zum Weltall steht in Hessen: Gemeint ist das Satellitenkontrollzentrum Darmstadt – da wurde es am späten Abend mal wieder spannend. Die ESA hat einen weiteren Erdbeobachtungssatelliten ins All geschickt, der uns wichtige Daten liefern soll. Doch trotz exakter Planungen bis ins kleinste Detail kann bei einem Raketenstart immer etwas schief gehen. Daher haben gestern in Darmstadt alle mitgefiebert – auf das entscheidende Signal nach dem Start. Weltraumbahnhof Kourou, Französisch-Guayana. Um 22:02 Uhr unserer Zeit macht sich Sentinel 1D auf den Weg ins All, um von dort aus Daten über die Erde zu sammeln. Dann der entscheidende Moment, der Satellit koppelt sich von der Rakete ab. Jetzt ist er auf sich alleine gestellt. „Wir haben ein Übernahme-Signal“ Rolf Densing, Leiter europäisches Raumfahrtkontrollzentrum ESOC „Wenn man das erste Signal hat, dann kann man sprechen mit dem Satelliten und jetzt können wir ihn manipulieren, jetzt werden wir als nächstes die Solarpaneele ausfalten.“ Sentinel 1D ist Teil des Erdüberwachungsprogramms Copernicus, ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der europäischen Kommission. Copernicus ist in 6 Missionen aufgeteilt, deren Satelliten unterschiedliche Technik an Bord haben. Ihre Aufgabe ist es, Daten über die Atmosphäre, Landflächen und die Meere zu sammeln. Sentinel 1 zum Beispiel kann Ölverschmutzung auf dem Meer, Überschwemmungen an Land oder Bodenbewegungen aufzeichnen. Daraus können wir Menschen dann Strategien zur Bewirtschaftung unserer Umwelt oder Reaktionen auf den Klimawandel ableiten. Für einen besseren Rundum-Blick besteht Sentinel 1 aus zwei identischen Satelliten, die im selben Orbit fliegen. Weil 1A langsam in die Jahre gekommen ist, soll 1D nun seinen Platz übernehmen. Obwohl mittlerweile mehr möglich wäre, hat der neue Satellit dieselbe Technik wie sein Vorgänger. Nicolaus Hanowski, Missionsmanagement Erdbeobachtungsprogramm „Die Technologie ist nach wie vor extrem gut, die hier zum Einsatz kommt, die Qualität der Daten ist extrem hoch und gleichzeitig wollen wir aber die Daten nicht […]

  • Immer weniger Maschinenbaustudenten

    Immer weniger Maschinenbaustudenten

    Maschinenbau – früher war das so etwas wie der König der Studiengänge. Wer Maschinenbau studieren wollte musste ein sehr gutes Abitur vorweisen und teilweise lange auf einen Studienplatz warten. Doch diese Zeiten sind vorbei. In den letzten 10 Jahren hat sich die Zahl der Maschinenbaustudenten an Deutschlands Universitäten fast halbiert. Wir haben uns gefragt warum das so ist und haben uns an der Technischen Universität in Kaiserslautern mal auf die Suche nach Antworten begeben. Ein Seminar zum Jet-Loop-Reaktor. Inzwischen reicht hierfür ein relativ kleiner Raum, denn auch an der RPTU in Kaiserslautern hat die Zahl der Erstsemester im Maschinenbau stark abgenommen. Vor  zehn Jahren waren es noch  fast 300, zum Start des diesjährigen  Wintersemesters sind es gerade einmal 125 neue Gesichter. Prof. Werner Thiel, Vizepräsident Rheinland-Pfälzische Technische Universität „Das ist sehr schade, finde ich, denn Maschinenbau ist ein sehr wichtiges Fach. Wir werden unsere Zukunftsprobleme nicht ohne den Maschinenbau und die Expertinnen und Experten im Maschinenbau lösen können. Denken Sie an Nachhaltigkeit, denken Sie an die Energieproblematik, an Mobilität. Auch unsere Sicherheitsfragen. Und das werden wir nicht ohne unsere Expertinnen und Experten, die wir hier an der Uni ausbilden, lösen können.“ Und von denen wird es in den kommenden Jahren spürbar weniger geben. Ein Rückgang der Anmeldezahlen um mehr als die Hälfte  in nur zehn Jahren – auf die Frage nach dem Warum hat jeder Dozent seine eigene Theorie. Ferdinand Breit, Professor für Fluid-Verfahrenstechnik „Die Studierendenschaft hat sich diversifiziert aber auch das Angebot der Universitäten und Hochschulen hat sich diversifiziert. Also einfach viel, viel mehr Studiengänge und ich glaube, deswegen verteilt sich unter Umständen eine ähnliche Menge an Studierenden jetzt eben auf mehr Studiengänge und da findet eine gewisse Wanderschaft von Maschinenbau und Verfahrenstechnik zu anderen Studiengängen im Bereich der Informatik oder eben der Data-Science statt.“ Oliver Koch, Professor für […]