Wissenschaft

  • Weltneuheit bei Bioscientia in Ingelheim: DNA kann in nur vier Stunden entschlüsselt werden

    Weltneuheit bei Bioscientia in Ingelheim: DNA kann in nur vier Stunden entschlüsselt werden

    Was wir Ihnen jetzt zeigen, setzt neue Maßstäbe in der Entschlüsselung menschlicher Gene und dürfte vor allem Krebskranken und Patienten mit unklaren oder seltenen Krankheitsbildern, die bislang teils viele Jahre auf eine Diagnose warten mussten, Hoffnung schenken. Als weltweit erstes Facharztlabor hat Bioscientia am Standort Ingelheim eine Technologie aus der Forschung in die Praxis überführt. Der Schleier wird gelüftet, bei der offiziellen Vorstellung von Axelios. Das hochmoderne High–Tech-Gerät analysiert die vollständige menschliche Erbsubstanz in gerade einmal vier Stunden. Klingt erstmal langsam, ist aber angesichts Billionen genetischer Informationen unglaublich schnell. Damit können Genveränderungen so schnell und präzise erkannt werden, wie weltweit noch nie zuvor. Dr. Oliver Harzer, CEO Bioscientia Healthcare: „Das ist natürlich dann, wenn wir kritisch kranke Patienten oder wenn wir in der Neonatologie, also in der Neugeborenenheilkunde, schnelle Ergebnisse brauchen, um zu wissen, was kann man denn da machen, da kann man sehr schnell eben Ergebnisse produzieren. Oder auch wenn es drum geht, frühzeitig oder schnell eine Entscheidung für Tumortherapie zu treffen, bei kritisch kranken Patienten. Da hat das in der Vergangenheit häufig lange gedauert, teilweise bis zu mehrere Wochen, bis man ein Ergebnis hatte.“ Gerade Krebspatienten gewinnen so wertvolle Zeit, denn je schneller die Diagnose, desto besser die Therapieergebnisse. Auch Stoffwechselerkrankungen lassen sich dann gezielter behandeln. Als „Quantensprung“ lobt der rheinland-pfälzische Ministerpräsident diese „Zukunftstechnologie“. Gerade sei es notwendig,  Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz: „…den Pharmastandort zu stärken. Und da geht’s darum, dass wir Standortfaktoren auch zugunsten der Pharmaunternehmen berücksichtigen, was in der Frage der Gesundheitsreform auf dem Tisch liegt. Nämlich, dass die, die hier forschen, dass die, die hier im Land investieren, davon auch etwas haben.“ Worte, die hier großen Anklang finden. Angesichts der Einschnitte durch die aktuelle Gesundheitsreform, die auch die Vergütung von Leistungen im Fachbereich Humangenetik betrifft, ist die Unsicherheit in der Branche groß. Die Anschaffungskosten von Axelios – ein Betriebsgeheimnis. Die Anwendungspalette – schier grenzenlos. […]

  • Dürre im Wald: Förster erproben Wasserrückhaltung im nordpfälzischen Meckenbach

    Dürre im Wald: Förster erproben Wasserrückhaltung im nordpfälzischen Meckenbach

    Die Hitze hat Folgen. Dürre und ausgetrocknete Böden zum Beispiel. Wasser hat da selbst bei Starkregen wenig Chancen, aufgenommen zu werden. Wie das Wasser in der Landschaft gehalten werden kann, wird auch in Rheinland-Pfalz immer wichtiger. Im Nordpfälzer Bergland setzt ein Projekt deshalb auf ganz praktische Maßnahmen im Wald – unterstützt von Wissenschaft, Forst und vielen Freiwilligen. Wasser aufnehmen, bevor es zum Problem wird – genau darum geht es hier im Wald bei Meckenbach. Wo Regen bisher den Hang runterlief und nicht nur einmal das Dorf überschwemmte, soll die Landschaft bald mehr Wasser aufnehmen und Geröllmassen zurückhalten. Mehr als 100 Freiwillige engagieren sich von Juni bis Oktober an verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz für sogenannte Wasserrückhalte-Projekte. Wälder funktionieren wie natürliche Speicher – sie bremsen Wasser, halten Feuchtigkeit länger im Boden und können helfen, Folgen von Starkregen und Trockenperioden abzumildern. Michael Schlarb (parteilos), Ortsbürgermeister Meckenbach „Wenn hier eine Gewitterzelle irgendwo anrückt, dann löst das natürlich schon Ängste aus. Denn die Bevölkerung hat natürlich ja mehrfach erlebt, was das Wasser hier anrichten kann und von daher ist da schon eine gewisse Angst da und die Leute treffen natürlich auch Vorsorge. Jeder hat irgendwo hier am Hang Sandsäcke liegen.“ In Meckenbach soll eine mit Holzkästen aus Eichenstämmen, Erosionsschutz und Wiederbewaldung mehr Wasser in der Fläche gehalten werden und der unterhalb liegende Ort  besser vor Schlamm und Hangrutschen geschützt werden. Getragen wird das Projekt von Landesforsten Rheinland-Pfalz, dem Bergwaldprojekt und jeder Menge ehrenamtlicher Helfer, die für die Projekte ihren Urlaub opfern. Bernd Junge, freiwilliger Helfer „Ich brauche das einfach als Abwechselung. Ich war früher Handwerker und mir fehlt dieses körperliche Kaputtsein abends, am Abend zu sehen, was man geschafft hat, das tue ich leider am Schreibtisch nicht, das sind immer nur Konzepte. Und hier ist es das schöne Gefühl, wenn man dann heim geht: Man […]

  • KI-Konferenz der TU Darmstadt

    KI-Konferenz der TU Darmstadt

    Die Künstliche Intelligenz ist weiter auf dem Vormarsch und soll uns helfen, die unterschiedlichsten Aufgaben zu lösen. Auch Flugdrohnen werden immer intelligenter und besser – zu sehen bei uns in der Region an der TU Darmstadt. Dieser kleine Flattermann ist ein völlig neuer Typ Drohne. Mit Flügeln wie bei einem Schmetterling statt Propellern wie bei seinen herkömmlichen Kollegen. Damit kann diese Drohne auch näher an Menschen heranfliegen. Im Schwarm sollen die neuen Fluggeräte zudem lernen, ähnlich wie Insekten oder Vögel Probleme gemeinsam zu lösen. Sie kommunizieren per WLan miteinander und könnten künftig etwa in der Landwirtschaft und in Gewächshäusern eingesetzt werden. Guido de Croon, Professor für KI „Ich kann in Gewächshäuser fliegen und dann sehen, ob es den Pflanzen gut geht oder sie krank sind. Und die Fläche kann er mit anderen Drohnen verteilen. Dann müssen sie kommunizieren, kommunizieren.“ Und per künstlicher Intelligenz selbständig entscheiden, wer welche Aufgabe übernimmt. Kollektive Schwarmintelligenz, das ist auch das große Thema bei einer internationalen Konferenz der Technischen Universität Darmstadt. Hier gibt es weit mehr zu sehen als Schmetterlingsdrohnen: Ein schwebender Roboter, der künftig in Weltraumstationen zum Einsatz kommen könnte. Neue Möglichkeiten für Mangnetschwebebahnen. Oder hunderte von Mini-Robotern, die nicht nur das Schwarmverhalten erkunden, sondern sich gegenseitig mit Kondensatoren aufladen. Viele Ideen, die auch die TU Darmstadt weiter voranbringen sollen. Prof. Roderich Groß, Leiter Cyber-Physik TU Darmstadt „Die TU Darmstadt ist eine der weltweit führenden Universitäten der KI-basierten Robotik, das heißt Roboter, die lernen können, die die Umgebung verstehen.“ Und so vielleicht auch verstehen, wie man künftig nicht mehr im Verkehrsstau stehen könnte. Zurück zu den Drohnen: Die könnten uns künftig immer häufiger unterstützen. Prof. Roderich Groß, Leiter Cyber-Physik TU Darmstadt „Vielleicht auch in Katastrophenszenarien, wenn viele Systeme ausfallen. Die Handysysteme, der Strom, wie man es z.B. aus dem Ahrtal kennt, bei dieser Flut. Und […]

  • 30 Jahre Vulkanpark

    30 Jahre Vulkanpark

    Vulkanausbrüche werden wir höchst-wahrscheinlich nicht mehr erleben. Aber es gab sie, auch bei uns. In der Steinzeit ist bei Mendig in der Eifel der Wingertsbergvulkan ausgebrochen. Das sorgte vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert für einen florierenden Untertage-Bergbau. Die Region ist damals Weltmarktführer. Zurückgeblieben ist ein riesiger Lavakeller, der heute besichtigt werden kann. Er gehört zum Vulkanpark, der in diesem Jahr 30 Jahre alt wird. Die Reise zum nicht ganz Mittelpunkt der Erde. Es geht hinab in 32 Meter Tiefe, in den Lavakeller von Mendig. Ein riesiger Felsenkeller, etwa 3 Quadratkilometer groß. Vor 200 000 Jahren noch ein Vulkan. Aus dem erkalteten Lavastrom entstand Basalt. Ein sehr hartes und kompaktes Gestein. Ideal für die Herstellung von Mühlsteinen. Dr. Marcus Frings, Gästeführer Lavakeller Mendig „Das ist eben hier unsere Mühlsteinlava. Das war mal der größte Basaltkeller der Welt, also der größte Basaltabbau unter Tage, und ist heute immer noch ein sehr eindrucksvoller Raum.“ Mehr über die Erfolgsgeschichte des Basaltabbaus in Mendig gibt es über Tage zu erfahren. Das Vulkanmuseum ist nur ein paar Meter vom Lavakeller entfernt. Hier gibt es viele Hintergrundinformationen über die Mühlsteine aus der Eifel. Claudia Coyard, Leiterin Lava-Dome Mendig „Die waren besonders beliebt, weil die besonders toll waren, aufgrund der Oberfläche. Und die wurden von hier schon damals nach Andernach an den Hafen gebracht und dann in die Welt exportiert. Es war der Exportschlager aus Mendiger Sicht.“ Ein Exportschlager, entstanden durch einen Vulkanausbruch. Den letzten gab es in der Eifel vor rund 13.000 Jahren. Der mit Wasser vollgelaufene Vulkan-Krater ist der Laacher See. Auch er gehört zum Vulkanpark. Hier blubbern Gasblasen. Ein Zeichen für den anhaltenden Vulkanismus. Claudia Coyard, Leiterin Lava-Dome Mendig „Es ist jährlich auch so ein paar Millimeter in Bewegung. Diese Spezialität sorgt dafür, dass wir hier zwar im Moment schlafende Vulkanaktivität haben, aber dass […]

  • Unternehmen will Kernfusion ermöglichen

    Unternehmen will Kernfusion ermöglichen

    Sie – die Sonne – ist das Vorbild für die Energieversorgung der Zukunft, wenn es nach der Hoffnung der hessischen Landesregierung und Forschern aus Darmstadt geht: Durch Kernfusion soll am Standort des ehemaligen Atomkraftwerks Biblis in 11 Jahren Strom erzeugt werden. So der Plan des Unternehmens „Focused Energy„. Das südhessische Start-up hat auf diesem Weg nun einen Riesenschritt nach vorne gemacht und 240 Millionen US-Dollar an Investorengeld gesammelt.   In unserer Sonne verschmelzen Wasserstoffatome zu Helium. Dabei werden gigantische Mengen Energie frei – die unten auf der Erde in Form von Licht und Wärme ankommt. In diesem Raum sollen die Laser stehen mit denen Darmstädter Forscher das Prinzip der Sonne nachbauen wollen. Markus Roth, Professor für Plasma- und Laserphysik „Wir schießen zehn Mal pro Sekunde ein pfefferkorngroßes Plastikkügelchen in unseren Reaktor. In dem Plastikkügelchen befindet sich der Brennstoff, der Wasserstoff. Dann feuern die Lasersysteme von allen Seiten auf dieses Kügelchen. Die Außenhülle explodiert, die Innenhülle implodiert und dabei entstehen im Zentrum Bedingungen, die noch stärker sind als im Zentrum der Sonne. Die Fusion zündet und wir bekommen mehr Energie raus als wir reingesteckt haben. Das ist das Prinzip der Laserfusion. Ein viel zu ferner und überteuerter Zukunftstraum, der im wahrsten Sinne des Wortes noch in den Sternen steht, während die Klimaprobleme jetzt gelöst werden müssten, sagen Kritiker. Markus Roth, Mitgründer Focused Energy „Natürlich hilft das das jetzt nicht und deswegen sagen wir auch an jeder Ecke: Die Kernfusion soll jetzt nicht als Ausrede dienen, jetzt nicht in die Erneuerbaren zu investieren, die brauchen wir jetzt. Wir werden aber mittel– und langfristig mit den Erneuerbaren allein den Industriestandort Deutschland nicht halten. Strom muss 24/7 irgendwo herkommen. Und da denken wir nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit hat die Fusion eine Riesenchance, nicht nur Energieversorgung bereit zu stellen, sondern auch als Exportmodell für die deutsche Wirtschaft zu fungieren.“ An […]

  • Neue ESA-Mission gestartet

    Neue ESA-Mission gestartet

    Um 5:52 unserer Zeit ist heute Morgen eine Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof gestartet. An Bord: Die Raumsonde Smile. Ausgestattet mit vier Messinstrumenten will Smile Sonnenwinde und das Magnetfeld unserer Erde genaustens erforschen. Eine gemeinsame Mission von Europa und China. Aurora Borealis, Polarlichter. Für die meisten: einfach nur wunderschön anzusehen. Für Wissenschaftler: eine Demonstration, wie effektiv unsere Erde uns vor den Gefahren im All schützt. Denn das farbige Leuchten entsteht, wenn gefährliche Teilchen aus dem Weltall auf das Magnetfeld der Erde treffen und so von uns weggelenkt werden. Ein großer Teil dieser Strahlung kommt von der Sonne, Astrophysiker sprechen von Sonnenwind. Doch wie genau funktioniert unser Schutzschild, ohne den auf der Erde kein Leben möglich wäre? Das wollen die chinesische Akademie der Wissenschaften und die Europäische Weltraumorganisation ESA mit ihrer gemeinsamen Mission Smile herausfinden. Marcus Kirsch, Astrophysiker: „Smile schaut sich die Interaktion vom Sonnenwind und dem Magnetfeld an. Das hat man vorher bei anderen Missionen auch schon so grob gesehen, aber im Prinzip nur als Randeffekt und Smile ist jetzt im Prinzip geboren dafür, diesen Effekt genau zu messen. Also was macht der Sonnenwind, die Teilchen, die von der Sonne ausgesandt werden mit dem Magnetfeld der Erde.“ Zieht sich das Magnetfeld bei einem Sonnensturm zusammen oder dehnt es sich aus? Wie verteilen sich die Teilchen darin? Vier Messinstrumente an Bord sollen diese Fragen klären. Marcus Kirsch, Astrophysiker: „Wenn der Satellit so fliegt, dann schaut der runter auf die Erde, misst was dort passiert, gleichzeitig misst er aber auch in dem Punkt, wo er gerade ist, den Sonnenwind. Und dann weiß er also genau, was kommt an und was macht das kurze Zeit später mit der Erde.“ Gesteuert wird die Mission diesmal nicht hier im Kontrollzentrum des ESOC in Darmstatt, dafür ist China zuständig. Trotzdem gibt es für Marcus Kirsch und sein […]

  • Heilstollen-Kur soll Schlafstörungen lindern

    Heilstollen-Kur soll Schlafstörungen lindern

    Hilft eine Therapie im Heilstollen gegen Schlafstörungen und Stress? Viele Menschen leiden darunter, dass sie schlecht schlafen. In sieben zertifizierten Heilstollen in Deutschland und Österreich wird jetzt eine Studie durchgeführt, die wissenschaftlich belegen soll, dass eine Therapie helfen kann. Mit dabei ist auch die Grube Bindweide bei Altenkirchen. Hier ist früher Eisenerz abgebaut worden.   Sie sollen zur Ruhe kommen. Studienteilnehmer, die unter starkem Stress und Schlafstörungen leiden. Es ist vollkommen still. 50 Meter unter der Erde, bei konstanten 10 Grad und rund 90 % Luftfeuchtigkeit. Die Feinstaubbelastung ist gering. Die „gute Luft“ hat der Deutsche Wetterdienst bestätigt. Bisher fahren hier Asthmatiker und Allergiker ein, die jetzt besser atmen können.  Hans, Asthmatiker Nach einer Woche kann ich schon sagen, ja es bringt etwas Ute, Allergikerin   Ich finde es total spannend, wie gut man da Luft bekommt. Die Teilnehmer der Schlafstörungsstudie fahren drei Wochen lang, jeden Abend in die Pulverkammer des Besucherbergwerks. Vor einem Monat ist ihnen ein Haarbüschel abgeschnitten worden. Drei Monate nach der Therapie, wird das wieder passieren. Joachim Schwarz will so herausfinden, ob sich der Gehalt des Stresshormons Cortisol in den Haaren verändert. Dr. Joachim Schwarz, Präsident des Deutschen Heilstollenverbands Wir haben immer wieder die Erfahrungen gemacht, dass selbst, wenn die Leute einmal drin waren, in der nächsten Nacht, besser geschlafen haben. Und wenn sie länger drin waren, längerfristig auch besser geschlafen haben. Und da haben wir gedacht, dass müssen wir mal wissenschaftlich untersuchen, was da dran ist und wie das wirkt. Wird in den nachgewachsenen, nach der Therapie abgeschnittenen Haaren, weniger Cortisol gemessen, würde das eine geringere Stressreaktion bedeuten. Für die Studienteilnehmer im Westerwald ist es der siebte Abend im Heilstollen. Er startet mit Atem- und Entspannungsübungen. Martina aus Altenkirchen leidet schon lange unter Schlafstörungen. Martina, Teilnehmerin der Schlafstudie  Vor 15 Jahren hatte ich einen Dienstunfall und […]

  • Mitmachexperimente im Curiosity Cube

    Mitmachexperimente im Curiosity Cube

    Der Curiosity Cube – ein Mitmachlabor des Chemieunternehmens Merck in Darmstadt -will Kindern die Welt der Wissenschaft leicht zugänglich näherbringen. Dieses Jahr dreht sich alles um das Thema „Synthetische Biologie“. Hier stehen sie, die Wissenschaftler von morgen. Die Drittklässler der Astrid-Lindgren-Schule aus Darmstadt-Arheilgen, erleben heute bei der Eröffnung des Curiosity Cubes von Merck Wissenschaft hautnah und machen fleißig Experimente. Wie sieht unser Erbgut aus? Mit Bausteinen können die Kinder unterschiedliche DNA-Stränge nachbauen. Es gilt: Einfach ausprobieren, auch wenn man vielleicht nicht direkt alles versteht. Leonie, 10 Jahre „Also ich versuche, dass es so leuchtet, aber keine Ahnung. Es soll die DNA darstellen, die zum Beispiel leuchtet, oder verschiedene Sachen macht.“ Matteo, 9 Jahre „Eigentlich witzig, wie das alles so geht, wie die Technik hier funktioniert.“ Und wie funktionieren eigentlich Enzyme in unserem Körper? Auch hier gilt es zu experimentieren,  bunte Magnete zusammenzusetzen. An den Bausteinen lernen die Kinder, dass Enzyme verschiedene Formen haben und diese darüber entscheiden, wie und wo sie im Körper wirken. Das sogenannte  Schlüssel-Schloss-Prinzip. Ilias, 9 Jahre „Wäre es gut ob alle Schlüssel in ein Schloss passen würden? Dann haben die gesagt ‚Nein‘, dann haben die gesagt ‚Warum‘?“ Hannah, 9 Jahre „Ich hab gelernt, dass man nicht mit jedem Schlüssel also dann die Tür öffnen kann, weil ich bin zum Beispiel laktoseintolerant und bei mir könnte jetzt nicht der Schlüssel passen, den jemand hat, der keine Laktoseintoleranz hat.“ Mit dem mobilen Wissenschaftslabor möchte Merck jungen Menschen den Zugang zu den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erleichtern und sie für einen möglichen Beruf  begeistern. Denn auch hier  fehlt es an Fachkräften. Matthias Bürk, Standortleiter Merck „Das, was uns auszeichnet ist unser Erfindergeist und dazu gehören naturwissenschaftliche Fächer ganz ganz elementar dazu. Wir sind überzeugt, dass Technik, dass Wissenschaft ein Schlüssel ist, um Zusammenhänge zu verstehen und deswegen […]

  • Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Sauberes Wasser ist in Krisenregionen eines der größten Themen. Für solche Fälle gibt es Notfall-Kläranlagen. Problem nur: die verbrauchen viel Strom und der ist oft im Katastrophengebiet nicht vorhanden. Forscher aus Mittelhessen haben nun mit Partnern aus der Industrie eine Kläranlage entwickelt, die mit Solarstrom läuft. Dieses Wasser hat nichts in einem Fluss zu suchen. Es ist verschmutzt und voller Fäkalien. Hier leben insgesamt 1,1 Millionen Menschen – das Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch ist das größte der Welt. Diese Notfall-Kläranlage, eine von mehreren, ist schnell aufgebaut und reinigt das Abwasser von rund 4.000 Menschen. Eigentlich bräuchte es mehr davon, doch der Betrieb ist teuer und das Geld vor Ort knapp, weiß Christoph Stein. Sein Unternehmen hat die Anlage für eine Hilfsorganisation vor Ort bereitgestellt. Björn Christoph Stein, Gründer Sygin & Stein Engineering „Tagsüber läuft die Anlage auf Solarstrom, was sehr kostengünstig ist, nachts sind wir noch in der Verlegenheit, dass wir Strom vor Ort lokal mit Diesel herstellen müssen und das ist leider teuer.“ Gemeinsam haben er und ein Team der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen ein neues System entwickelt, das tagsüber mit Solarstrom läuft und nachts, wenn die Sonne nicht scheint, auch ohne Strom auskommt. Entscheidend sind diese von einem Industriepartner entwickelten Schaumstoffwürfel. In ihnen leben die Mikroorganismen, die das Wasser reinigen – wie in einer normalen Kläranlage auch. Markus Röhricht, Professor für Umweltingenieurwesen THM Gießen „Normalerweise, wenn eine Anlage längere Zeit keinen Zufluss hat, also kein Futter für die Bakterien hat, dann würden die irgendwann absterben und da wir jetzt aber die Bakterien in diesen Würfeln haben, sind sie geschützt, sterben nicht so schnell ab und können eben diese 12 Stunden problemlos überbrücken.“ In der Kläranlage Lollar testen die Forscher ihren Prototypen im größeren Maßstab – in den Laborräumen der THM arbeitet Masterstudent Nicolas Jost noch an den Feinheiten. […]

  • KI-Avatare in der Verwaltung

    KI-Avatare in der Verwaltung

    Es ist die Schlüsseltechnologie – da legen sich viele Experten fest: Künstliche Intelligenz. Immer öfter werden wir im Alltag auf KI treffen. Zum Beispiel in der Verwaltung, wo inzwischen die ersten Kommunen auf Video-Avatare setzen. Während etwa der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit einem künstlichen Video-Nachrichtenformat experimentiert, beantwortet in Büttelborn bereits ein künstlicher Zwilling des Bürgermeisters die Fragen der Bürger – und das auch gleich noch in 28 Sprachen. Wie hoch ist in Büttelborn die Hundesteuer? Wo gibt es noch freie Kita-Plätze? Und wann hat eigentlich der Wertstoffhof geöffnet? Bürger fragen – der Bürgermeister antwortet: Gerne auch auf Polnisch oder Türkisch… Marcus Merkels künstlicher Zwilling ist eine echte Premiere: Er ist der erste Bürgermeister-Avatar Deutschlands. Ein großer Mehrwert, wie er findet: Nicht nur für ratsuchende Bürger, sondern auch für den Büttelborner Verwaltungsapparat, der dank KI künftig deutlich entlastet werden könne. Und um seinen Job müsse sich auch niemand Sorgen machen. Marcus Merkel (SPD), Bürgermeister Büttelborn „Zum Beispiel unsere Dame am Empfang war ein bisschen skeptisch, dass jetzt ein KI-Avatar alle gängigen Fragen beantwortet. Aber der Vorteil ist natürlich: Sie hat ne 40-Stunden-Woche, aber der KI-Avatar ist 24/7, 365 Tage im Jahr erreichbar.“ Den Avatar entwickelt hat IT-Fachmann Stefan Klink. Das Besondere: Die Gefahr, dass der KI-Zwilling von Bürgermeister Marcus Merkel Unsinn erzählt, besteht nicht. Denn sämtliche Informationen stammen aus einer eigens für diesen Zweck angelegten Datenbank. Stefan Klink, TÜV-zertifiziereter AI Consultant „Die KI greift nicht auf das allgemeine Wissen des Internets oder der KI oder das trainierte Wissen der KI zu, oder noch werden die Antworten genutzt, um die KI wieder zu trainieren. Sondern wir haben einen festen Datenstamm, der hinterlegt ist. Und dort wird die Antwort geguckt.“ Auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg schickt seit vergangenem Jahr einen Avatar ins Rennen – und zwar das Ebenbild von Jan Prößdorf. Hier beim Trainieren der […]

  • Pilze gegen Eschensterben

    Pilze gegen Eschensterben

    Die Esche, einst Hoffnungsträger gegen den Klimawandel, kämpft ums Überleben. Schuld daran ist ein Pilz aus Ostasien, der die Bäume befällt. Ein Forschungsteam der Uni Kassel hat nun einen Weg gefunden, der die Eschen retten könnte. Ein Kampf zwischen gutem Pilz und bösem Pilz. Mit dem bloßen Auge ist es leicht zu übersehen, für die Eschen ist es tödlich. Das Falsche Weiße Stengelbecherchen. Ein Pilz, der in die Eschen hineinwächst und die Leitungsbahnen verstopft. Die Bäume sterben ab. Fast alle Eschen in Deutschland sind von dem Parasiten befallen. Nicht nur für den Wald ein Problem. Ewald Langer, Fachgebiet Ökologie Universität Kassel „Tatsächlich ist es so, dass wir Eschenholz dringend brauchen. Zum Beispiel für Werkzeuge. Alle Stiele von Gartenwerkzeuge sind aus Esche, Hammerstiele, Turngeräte sind aus Eschenholz, Fußböden sind aus Eschenholz. Also das ist ein wirtschaftlich sehr wichtiges Holz.“ Professor Ewald Langer und Studentin Jana Binder forschen deshalb und haben bereits erste  Erkenntnisse gewonnen. So gibt es  Pilze, die sich gegen das Falsche Weiße Stengelbecherchen, in der Fachsprache Hymenoscyphus fraxineus, durchsetzen können. Jana Binder, Masterstudentin Biologie „Ich habe 32 verschiedene Arten von Pilzen getestet gegen Hymenoscyphus fraxineus und dabei sind vier verschiedene Interaktionsformen aufgetreten.“ Manchmal grenzen sich die Pilze voneinander ab, manchmal gewinnt der schädliche  Pilz und manchmal überwächst der gute Pilz den bösen.  So wie hier. Der schädliche Pilz links ist fast vollständig von seinem Gegner bedeckt. So kann das Falsche Weiße Stengelbecherchen sich nicht weiter ausbreiten. Vier Pilzarten scheinen dazu geeignet, die Eschen gegen den Parasiten zu verteidigen. Normale Hutpilze  schaffen es, in Pflanzenwurzeln hineinwachsen und fördern dann ihr Wachstum.  In diesen Gläsern testet Professor  Langer, wie gut die vier helfenden Pilze tatsächlich in die kleinen Eschenklone einwachsen und ob sie auch in der Praxis helfen. Ewald Langer, Fachgebiet Ökologie Universität Kassel „Das kann man sich so vorstellen, wie […]

  • Schüler informieren sich am Safer Internet Day über KI

    Schüler informieren sich am Safer Internet Day über KI

    Chatbots und Künstlicher Intelligenz – gerade für einsame Menschen ist das etwas, das schnell auch gefährlich werden kann, wenn die Technologie menschliche Beziehungen komplett ersetzt. Wie also geht man damit sensibel um? Darum ging es heute auf dem globalen ‚Safer Internet Day‘ – organisiert von der Europäischen Kommission. Und warum deshalb eine Schulstunde in Ludwigshafen in die ganze Welt übertragen wird, sehen Sie jetzt. Über 50.000 Schülerinnen und Schüler schauen gerade dieser digitalen Schulstunde in Ludwigshafen zu. Der Livestream wird direkt in Schulklassen in Deutschland aber auch nach Spanien, Belgien und Italien übertragen. Es geht um die Nutzung von Künstlicher Intelligenz durch Schüler. Paul, Schüler 11. Klasse „Ich nutze KI eigentlich nur als Werkzeug, um Sachen zu recherchieren oder um mal Sachen für die Schule schneller zu machen, als wenn ich das alles selber machen würde.“ Kim Zimpelmann, Schülerin 9. Klasse „Also ich benutze KI, wenn ich irgendwie Hilfe bei Hausaufgaben brauche oder alltägliche Fragen habe. Zu irgendwelchen Sachen, Wäsche waschen, Rezepte. Manchmal weiß ich halt Sachen nicht und dann ist es halt einfach schneller in ChatGPT gefragt, als kurz auf die Mutter warten, bis sie runterkommt oder irgendwas anderes.“ Künstliche Intelligenz ist beliebt: 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren nutzen alleine den Dienst ChatGPT. Die Soziologin Paula Ebner forscht zu Künstlicher Intelligenz und beobachtet, dass die Technologie zum Teil Freundschaften ersetzt. Paula Ebner, Soziologin „Die sind super verständnisvoll also das hört man total häufig, dass der Chatbot einen nicht verurteilt, sondern sagt ja, ich verstehe warum du dich so fühlst und das ist okay, dass du dich so fühlst und ich verstehe warum du so gehandelt hast. Und die sind natürlich auch immer da. Das heißt, wenn man irgendwie einen Moment hat, dass einem sehr schlecht geht, dann kann man sich an den Chatbot wenden.“ Problematisch […]

  • Gießener Forscher züchten ozonresistenten Reis

    Gießener Forscher züchten ozonresistenten Reis

    Wir werden immer mehr Menschen auf der Welt. Sie alle zu ernähren ist eine große Herausforderung. Klimawandel, Nährstoffmangel in den Böden und Umwelteinflüsse verursachen immer wieder Ertragseinbußen. Reis zum Beispiel leidet unter einer hohen Ozonbelastung in der Luft. In Bodennähe schadet es Menschen und Pflanzen. Das ist vor allem in dicht bevölkerten Ländern in Asien ein Problem. Forschern der Justus-Liebig-Universität in Gießen ist es nun gelungen, eine Reissorte zu züchten, der Ozon nichts ausmacht. Bangladesch: etwa halb so groß wie Deutschland, aber doppelt so viele Einwohner. Reis ist hier das wichtigste Grundnahrungsmittel. Doch viele Menschen auf engem Raum heißt viele Abgase und eine hohe Ozonbelastung. Circa zwei Millionen Tonnen Reisernte pro Jahr gehen wegen des Ozons verloren. Michael Frei von der Gießener Justus Liebig Universität beschäftigt sich bereits seit 25 Jahren mit der Stressanpassung von Reis – und unter anderem den Schäden, die durch Ozon entstehen. Michael Frei, Professor für Pflanzenbau und Ertragsphysiologie „Es entsteht aus Vorläufergasen, wie zum Beispiel Stickoxiden, die bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen entstehen, also zum Beispiel im Straßenverkehr. Wenn ich jetzt hohe Einstrahlung hab und hohe Temperaturen, dann reagieren diese Gase zu Ozon. Ozon wird dann in die Pflanzen aufgenommen und schädigt dort das Gewebe. Es entsteht ein sogenannter oxidativer Stress.“ Die Folge: braune Flecken, die Pflanzen betreiben weniger Photosynthese, der Ertrag schrumpft. Michael Frei und sein Team haben es sich zur Aufgabe gemacht, eine Reissorte zu züchten, die mit Ozon zurechtkommt. Dafür haben die Forscher hunderte verschiedene Reissorten unter Ozonstress gesetzt und getestet, wie sie reagieren. Michael Frei, Professor für Pflanzenbau und Ertragsphysiologie „Wir haben dann eine Sorte gefunden, die das kann, die also sehr tolerant ist gegen Ozonstress. Leider war es eine alte Landsorte, die viele Eigenschaften aufweist, die in der modernen Landwirtschaft nicht erwünscht sind.“ Eine neue Züchtung musste also her. […]

  • Ersatz für Palmöl gesucht

    Ersatz für Palmöl gesucht

    Wissen Sie, was Waschmittel, Kosmetik und Schokolade gemeinsam haben? Sie enthalten oft Palmöl. Das ist vielseitig und günstig in der Produktion, doch umwelttechnisch ein großes Problem: Für die riesigen Palmöl-Plantagen werden Regenwälder gerodet und Lebensräume gefährdeter Tierarten zerstört. Einen künstlich hergestellten Ersatz gibt es bislang nicht. Bis jetzt. Forscher der Frankfurter Goethe Universität haben einen Ansatz entwickelt, mit dem Palmöl bald Geschichte sein könnte. Die Ölpalme. Sie wird vor allem in Südostasien angebaut. Die Palmfrüchte bestehen rund zur Hälfte aus Fett und enthalten ein großes Spektrum an verschiedenen Fettsäuren, die für die Industrie interessant sind. Chemisch betrachtet bestehen Fettsäuren aus langen Kohlenstoffketten. Während die Natur, wie im Fall der Ölpalme, verschiedene Kettenlängen herstellen kann, ist das biotechnologisch bislang nicht möglich gewesen. Das gut erforschte Enzym namens Fettsäuresynthase kann normalerweise nur eine Fettsäure mit einer Länge von 16 Kohlenstoffatomen herstellen, die Palmitinsäure. Nun ist es Forschern an der Frankfurter Goethe Universität gelungen, das Enzym genetisch so zu verändern, dass es auch andere Fettsäuren herstellen kann. Martin Grininger, Chemiker „Ein Enzym ist nichts anderes als eine Maschine und diese Maschine fügt einen Baustein nach dem anderen aneinander. Irgendwann hört diese Maschine auf und dann ist die Fettsäure mit der richtigen Kettenlänge erreicht. Und wir haben uns damit beschäftigt wie das funktioniert, wie die richtige Kettenlänge erreicht wird, aber auch wie ich diesen Prozess früher stoppen kann, sodass am Ende die Kettenlänge, die synthetisiert wird, kürzer ist.“ Der nächste Schritt: Die Ergebnisse für die Industrie nutzbar machen. Dafür haben die Frankfurter mit Forschern aus China zusammen gearbeitet. Sie haben eine Hefe entwickelt, die das genveränderte Enzym herstellen kann. Damian Ludig, Doktorand „Hefen sind insofern einfach praktisch, weil das ist ein Organismus, den die Menschheit seit Jahrtausenden kennt und biotechnologisch nutzt, also Thema Bierbrauen oder Brot backen und der unbedenklich ist auch insofern. Und […]

  • Großbrand in Darmstädter Forschungszentrum

    Großbrand in Darmstädter Forschungszentrum

    Es ist schwerer Schlag für den Wissenschaftsstandort Hessen: Im GSI-Zentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt ist heute Morgen ein Großbrand ausgebrochen. Verletzt wurde niemand – doch der Schaden am Forschungszentrum ist enorm. Eigentlich war für Dezember geplant, einen über 4 Milliarden Euro teuren Teilchenbeschleuniger in Betrieb zu nehmen – das fällt jetzt wohl ins Wasser. Vor allem Wissenschaftlern wird bei diesem Anblick das Herz bluten… Heute Morgen gegen 6:30 Uhr geht bei der Feuerwehr in Darmstadt ein Notruf ein: Nach einem technischen Störfall in einer elektrischen Versorgungseinrichtung ist in einer Industriehalle des GSI Helmholtzzentrums für Schwerionenforschung im Darmstädter Stadtteil Wixhausen ein Feuer ausgebrochen. Schnell sind rund 160 Einsatzkräfte vor Ort. Mit Schaum und Unmengen an Löschwasser halten sie den Brand unter Kontrolle und verhindern so, dass die Flammen auf die Nachbargebäude übergreifen. Doch die Lage ist kompliziert. Christian Wagner, Einsatzleiter Feuerwehr Darmstadt „Um den Brand wirklich zu löschen, müssen wir an Gebäudestrukturen ran. Wir müssen Gebäudeteile wegnehmen, um eben dann an dieses Kunststoffe, die eben größtenteils betroffen sind, auch ranzukommen. Das dauert Zeit. Ist aufwändig. Materiell, personell. Und ist im Gebäudeinneren auch nicht ungefährlich, so dass wir nur ganz behutsam vorgehen können.“ Stundenlang steigt schwarzer Rauch über dem Forschungszentrum auf – die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen. Bei der Feuerwehr in Darmstadt gehen unzählige Anrufe besorgter Anwohner ein. Hanno Benz (SPD), Oberbürgermeister Darmstadt „Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit Gefahr. Als Vorsichtsmaßnahme sind alle aufgefordert worden, Fenster und Türen zunächst geschlossen zu halten. Es ist aber derzeit ausgeschlossen, dass es noch zu einer weiteren Gefahrensituation kommt.“ Auch Hessens Wissenschaftsminister Timon Gremmels eilt zum Brandort. Noch in diesem Jahr sollte hier, an einem der wichtigsten Forschungsstandorte Deutschlands, ein gigantischer Teilchenbeschleuniger in Betrieb gehen – dieser Termin wird sich laut Gremmels nun nicht mehr halten lassen. Timon Gremmels (SPD), Wissenschaftsminister Hessen „Welche […]