Unternehmen will Kernfusion ermöglichen
Sie – die Sonne – ist das Vorbild für die Energieversorgung der Zukunft, wenn es nach der Hoffnung der hessischen Landesregierung und Forschern aus Darmstadt geht: Durch Kernfusion soll am Standort des ehemaligen Atomkraftwerks Biblis in 11 Jahren Strom erzeugt werden. So der Plan des Unternehmens „Focused Energy„. Das südhessische Start-up hat auf diesem Weg nun einen Riesenschritt nach vorne gemacht und 240 Millionen US-Dollar an Investorengeld gesammelt. In unserer Sonne verschmelzen Wasserstoffatome zu Helium. Dabei werden gigantische Mengen Energie frei – die unten auf der Erde in Form von Licht und Wärme ankommt. In diesem Raum sollen die Laser stehen mit denen Darmstädter Forscher das Prinzip der Sonne nachbauen wollen. Markus Roth, Professor für Plasma- und Laserphysik „Wir schießen zehn Mal pro Sekunde ein pfefferkorngroßes Plastikkügelchen in unseren Reaktor. In dem Plastikkügelchen befindet sich der Brennstoff, der Wasserstoff. Dann feuern die Lasersysteme von allen Seiten auf dieses Kügelchen. Die Außenhülle explodiert, die Innenhülle implodiert und dabei entstehen im Zentrum Bedingungen, die noch stärker sind als im Zentrum der Sonne. Die Fusion zündet und wir bekommen mehr Energie raus als wir reingesteckt haben. Das ist das Prinzip der Laserfusion. Ein viel zu ferner und überteuerter Zukunftstraum, der im wahrsten Sinne des Wortes noch in den Sternen steht, während die Klimaprobleme jetzt gelöst werden müssten, sagen Kritiker. Markus Roth, Mitgründer Focused Energy „Natürlich hilft das das jetzt nicht und deswegen sagen wir auch an jeder Ecke: Die Kernfusion soll jetzt nicht als Ausrede dienen, jetzt nicht in die Erneuerbaren zu investieren, die brauchen wir jetzt. Wir werden aber mittel– und langfristig mit den Erneuerbaren allein den Industriestandort Deutschland nicht halten. Strom muss 24/7 irgendwo herkommen. Und da denken wir nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit hat die Fusion eine Riesenchance, nicht nur Energieversorgung bereit zu stellen, sondern auch als Exportmodell für die deutsche Wirtschaft zu fungieren.“ An […]


