Allgemein

  • „Kalifatsstaat“: Razzia gegen verbotene Vereinigung

    „Kalifatsstaat“: Razzia gegen verbotene Vereinigung

    Sie lehnen die Demokratie ab, einige Mitglieder verfolgen sogar das Ziel, einen islamistischen Gottesstaat zu errichten: Die Polizei ist heute gegen die verbotene Vereinigung „Kalifatsstaat“ vorgegangen – mit Razzien in 6 Bundesländern. Koordiniert wurde die Aktion vom rheinland-pfälzischen Landeskriminalamt. 13 Objekte wurden in Hessen durchsucht, elf in Rheinland-Pfalz. Dabei wurden drei Personen festgenommen. O-Ton Achim Füssel, Vizepräsident Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz „Wir haben insgesamt Gelder in sehr hohen Summen sichergestellt. Das geht in die Hundertausende, wie mir berichtet worden ist. Das Geld könnte zur Unterstützung der Finanzierung der verbotenen Vereinigung genutzt worden sein. Das werden die Ermittlungen ergeben. Es sind auch Waffen, Hieb-, Stoß- und Schusswaffen sichergestellt worden, die müssen allerdings noch kriminaltechnisch begutachtet werden.“ Zwei der drei festgenommenen Personen stammen laut den Ermittlern aus Bad Kreuznach. Sie sollen dort in einem Moschee-Verein tätig gewesen sein. Verdeckte Ermittlungen des Rheinland-Pfälzischen Verfassungsschutzes bei dem Verein hatten die heutige bundesweite Aktion ins Rollen gebracht. O-Ton Jürgen Brauer, Leiter Generalstaatsanwaltschaft Koblenz „Das ist ein Verein, der eine Moschee in Bad Kreuznach betreibt, der aber nach unseren Erkenntnissen zugleich den Kalifatsstaat oder dessen Ideologie verbreitet, die Strukturen aufrecht erhält, der Geld sammelt, der einen Laden betreibt, in dem Lebensmittel, in dem Fleisch angeboten wird. Und die Gewinne, die dort erzielt werden, werden nach unseren Erkenntnissen für die Aufrechterhaltung der Strukturen des Kalifatsstaates benutzt.“ Bei der Razzia, die noch bis vor wenigen Minuten andauerte, wurden auch Datenträger und weitere Beweismittel gesichert, nach deren Prüfung weitere Festnamen folgen könnten.

  • Schwimmbäder: Heizen trotz Gasknappheit?

    Schwimmbäder: Heizen trotz Gasknappheit?

    Die Energiekosten werden weiter nach oben schnellen. Das belastet auch die öffentliche Hand, also Behörden, Kommunen und auch Schwimmbäder. Wird der Sprung ins kühle Nass in Zukunft noch erfrischender? Neu-Isenburg sagt nein und will weiter das Freibad heizen, sobald die Wassertemperatur unter 22 Grad fällt. Passt das in eine Zeit, in der Energie auf unabsehbare Zeit knapp wird? Temperaturtest im Waldschwimmbad Neu-Isenburg. Das Wasser ist knapp 24 Grad warm, und das ganz natürlich nur durch Sonneneinstrahlung. Sollte es die Sonne an kälteren Tagen aber nicht schaffen, die Schwimmbecken auf über 22 Grad Celsius zu bringen, soll wieder die Heizung angeworfen werden. Obwohl Schwimmbäder angesichts der Gasknappheit angehalten sind, das Wasser auf maximal 20 Grad zu heizen. Dirk Gene Hagelstein, SPD, Bürgermeister Neu-Isenburg „Wir haben hier einen klassischen Zielkonflikt. Über zwei Jahre lang haben unsere Schülerinnen und Schüler keinen Schwimmunterricht gehabt. Wir haben auch unsere Schwimmvereine und dann haben wir noch unsere Seniorinnen und Senioren, die einfach, um fit zu bleiben, hier ins Schwimmbad gehen wollen. Und wir haben enorme Beschwerden bekommen, als wir hier die Temperaturabsenkung gemacht haben.“ 20 Grad seien gerade für Kinder zu kalt, um über längere Zeit das Schwimmen zu lernen. Angesichts der aktuell heißen Außentemperaturen steht die Heizanlage im Keller derzeit zwar still, soll an kühleren Tagen aber sofort wieder hochgefahren werden. Insgesamt verbraucht das Freibad inklusive Sauna und Hallenbad im Jahr so viel wie 130 Einfamilienhäuser. Für das Zuheizen im Sommer käme noch mal ordentlich was obendrauf. Kirk Reineke, Geschäftsführer Stadtwerke Neu-Isenburg: „Letztes Jahr hatten wir eine Schlechtwetterperiode im August, da haben wir circa 100.000 Kilowattstunden Gas zum Zuheizen verbraucht. Das ist der Verbrauch von drei bis vier Einfamilienhäuser.“ Während Familien Gas sparen sollen, mutet Schwimmbeckenheizen in den Sommermonaten fast schon surreal an. Dabei sind einige der bis zu 5.000 Badegäste pro Tag der Meinung, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Andreas S. sieht Notwehr — Verfassungsklage eingelegt — Börse zum Anfassen Andreas S. sieht Notwehr: Im Prozess um den mutmaßlichen Mord an zwei Polizisten im Januar bei Kusel hat heute der Hauptangeklagte Andreas S. vor dem Landgericht Kaiserslautern überraschend ausgesagt. Es war seine erste persönliche Erklärung. Er habe bei der nächtlichen Fahrzeugkontrolle zwar mit einem Gewehr drei Schüsse auf einen Polizisten abgeben, dieser habe aber zuerst geschossen. Sein Komplize und Mitangeklagter habe die Polizeibeamtin erschossen. Andreas S. steht wegen Mordes vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die beiden Polizisten erschossen zu haben, um Jagdwilderei zu verdecken. Sein Komplize Florian V. ist wegen versuchter Strafvereitelung angeklagt. Verfassungsklage eingelegt Die Fraktionen von SPD und FDP im hessischen Landtag klagen gegen die Organisation der Polizeiausbildung im Land. Sie halten das Gesetz der Landesregierung zur Gründung der hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit für verfassungsrechtlich unzulässig. Dort ist seit Ende vergangenen Jahres die Aus- und Fortbildung der Polizei gebündelt. Günter Rudolph, SPD, Fraktionsvorsitzender im hessischen Landtag „Eine Hochschule im Sinne des hessischen Hochschulgesetzes und eine Polizeibehörde zusammenzuführen, das ist aus unserer Sicht schon fast unmöglich. Denn das Dienstrecht der Polizei unterliegt anderen Anforderungen mit einer streng hierarchischen Organisation. Das ergibt sich schon aus der Aufgabenstellung. Mit der Freiheit der Wissenschaft und dem Selbstverwaltungsrecht der Hochschulen in Einklang zu bringen, ist eine schier unlösbare Aufgabe.“ Zudem habe das hessische Innenministerium einen zu großen Einfluss auf die Besetzung der Leitungsposten. Börse zum Anfassen Die Deutsche Börse in Frankfurt will mit einem neugestalteten Besucherzentrum attraktiver für die breite Öffentlichkeit werden. Mit 20 interaktiven Stationen soll das Geschehen an der Börse verständlich und erlebbar werden. Besucher können zum Beispiel lernen, wie ein Handelsgeschäft an der Börse abläuft und Aktienkäufe über historische Zeiträume simulieren. Das neue Besucherzentrum im Börsengebäude in der Innenstadt öffnet an diesem Freitag seine […]

  • Daimler Truck testet Flüssigwasserstoff

    Daimler Truck testet Flüssigwasserstoff

    Während die Politik bei Autos auf den Elektromotor setz, hat die Lastwagenbranche ganz andere Pläne. Im größten LKW-Werk der Welt in Wörth am Rhein hat Daimler seine neueste Innovation präsentiert: einen Brennstoffzellen-Truck, der mit flüssigem Wasserstoff betrieben wird. Mit dieser Technik soll emissionsfreier Gütertransport auch im Fernverkehr möglich sein. Wir haben bei der Präsentation der neuen Antriebstechnologie auf dem Beifahrersitz Platz genommen. Von innen ein ganz normaler Truck. Doch auf der Rückseite des Führerhauses sieht man den Unterschied. Dieser LKW wird nämlich durch eine Brennstoffzelle betrieben. Diese läuft erstmals mit flüssigem statt gasförmigem Wasserstoff. Das ermöglicht besonders hohe Reichweiten. Christof Weber, Leiter des Entwicklungszentrums, Daimler „Ein wasserstoffbetriebener LKW ist im Prinzip auch ein Elektro-LKW. In Ergänzung zu einem normalen batterieelektrischen LKW hat man eine Brennstoffzelle. Die Brennstoffzelle selber, die mit Wasserstoff betrieben wird, dient dazu, die Batterie mit aufzuladen. Das ist dann sozusagen ein Reichweitenverlängerer, der kontinuierlich die Batterie speist.“ Mit dieser Technologie sollen Reichweiten bis zu 1.000 Kilometern erreicht werden. Ein rein elektrischer LKW schafft nur 500 Kilometer. Auch lange Standzeiten um die Batterie elektrisch aufzuladen entfallen bei dem neuen Wasserstoff-LKW. Trotzdem plant man bei Daimler mit beiden Technologien. Christof Weber, Leiter des Entwicklungszentrums, Daimler „Wir fahren batterieelektrisch dort, wo wir im Tagesverteilerverkehr unterwegs sind, und die großen Langstreckenverkehre, die wollen wir mit Brennstoffzellen und flüssigem Wasserstoff bedienen.“ Im Zuge der „Woche des Wasserstoffs Süd“ machte sich die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt ein Bild von dem neuen LKW – und machte eine Probefahrt. Daniela Schmitt, FDP, Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz „Die Testfahrt war sehr, sehr spannend, weil es doch nochmal verdeutlicht hat, wie die Antriebstechnologie hier wirkt. Also, es war ein sehr leises Fahren, es war ein sehr gleitendes Fahren und das war schon sehr beeindruckend.“ Gemeinsam mit dem Bund will Rheinland Pfalz in Zukunft die Infrastruktur für wasserstoffbetriebene LKW ausbauen. […]

  • Organspenden: Unimedizin Mainz erhält Auszeichnung

    Organspenden: Unimedizin Mainz erhält Auszeichnung

    Das Thema Organspende ist in Deutschland eigentlich ein trauriges. Es gibt bei uns einfach viel zu wenige Organspender. – Aktuell warten 8.500 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. Deswegen ist der Einsatz für Organspende und Organtransplantation so wichtig. Jetzt wurde die Mainzer Universitätsmedizin von der Deutschen Stiftung Organtransplantation ausgezeichnet. Maria Höhn ist aus dem Westerwald angereist. Sie will dabei sein, wenn die Mainzer Universitätsmedizin für ihr Engagement in der Organspende ausgezeichnet wird. Die 67-jährige leidet an einer Autoimmunerkrankung – eine unheilbare Krankheit. Maria Höhn, lebt seit 31 Jahren mit einer Spender-Leber „Aber mit einer Transplantation kann man ganz gut leben. Und mittlerweile, ich bin 1991 transplantiert worden, jetzt sind es schon 31 Jahre. Früher hat man gesagt sieben bis zehn Jahre Lebenserwartung und jetzt sind es schon 31 Jahre.“ Seit ihrer Transplantation betreut Maria Höhn ehrenamtlich Menschen die ihr Schicksal teilen. Sie setzt sich für Organspende ein. Genauso wie die Mainzer Universitätsmedizin. Hier sind im vergangen Jahr 16 Organtransplantationen durchgeführt worden. So viele wie sonst nirgendwo in Deutschland. Für die Deutsche Stiftung Organtransplantation ist das auszeichnungswürdig. Dr. Ana Paula Barreriros, Deutsche Stiftung Organtransplantation „Weil sie wirklich ein außerordentliches Engagement zum Thema Organspende hat seit vielen Jahren und im letzten Jahr nun mit der Realisierung von 16 Organspenden. Und dadurch konnte fast 50 Menschen das Leben gerettet werden. Das liegt daran, dass wirklich hier eine Kultur der Organspenden mit Strukturen in Kliniken, bei den Pflegenden, bei den Ärzten, in der Seelsorge einfach an der Normalität stehen. Und dafür zeichnen wir sie aus.“ In Rheinland-Pfalz gab es im vergangenen Jahr 57 Organspender, in Hessen 66. Viel zu viele Menschen standen Ende 2021 auf der Warteliste für ein Organ. An der Mainzer Universitätsmedizin werden die Mitarbeiter speziell geschult: Eine hohe medizinische Kompetenz ist für eine Transplantation notwendig, aber auch Empathie im Umgang mit den […]

  • Saisonauftakt bei Eintracht Frankfurt

    Saisonauftakt bei Eintracht Frankfurt

    Der Weltmeister ist zurück in Deutschland. Mario Götze spielt jetzt für Eintracht Frankfurt und heute stand der Mittelfeld-Star das erste Mal auf dem Trainingsplatz. Doch wenn es um das beliebteste Foto-Motiv bei den Fans geht, muss sich sogar der Siegtorschütze aus dem WM-Finale 2014 in Brasilien hinten anstellen beim Auftakt heute. Mit ihm wollen alle ein Foto machen: dem Europa-League-Pokal. Nach 1980 gewann die Eintracht ihn zum zweiten Mal. Viele SGE-Fans schweben immer noch im siebten Fußball-Himmel, auch mehr als einen Monat nach dem erfolgreichen Finale von Sevilla. „Immer noch ein Traum. Noch nicht begriffen. Wir gucken ab und zu das Spiel noch mal oder das Elfmeterschießen oder die Kevin-Trapp-Parade. Aber so richtig angekommen ist es noch nicht, oder?“ „…und immer noch Gänsehaut!“ „Eigentlich echt unglaublich. Ich hab es eben hier gesagt, als ich hier langgelaufen bin, dass hier vor vier, fünf Wochen bin ich beim Public Viewing, wo ich leider nicht dabei sein konnte, bin ich hier langgelaufen. Völlig überwältigt, völlig mit Freudentränen.“ „So Gefühl das haben wir 1980, das haben wir schon mitgekriegt, da war ich elf Jahre, da war ich elf Jahre und das nochmal zu erleben, das ist ein Geschenk Gottes.“ Die Blicke der Fans richten sich sehnsüchtig auf den Königstransfer: Mario Götze. Seine ersten Ballkontakte mit dem Eintracht-Adler auf der Brust. Nach zwei Jahren bei der PSV Eindhoven ist WM-Held Götze also zurück in der Bundesliga. Druck verspürt er aber keinen. Mario Götze, Mittelfeld Eintracht Frankfurt „Ich will mir nur selber was beweisen. Das ist, glaube ich, das Wichtigste. Alles andere liegt nicht in meinen Händen, von daher ist es auch nicht so wichtig für mich. Und ich freue mich eigentlich auf das, was jetzt kommt, und dass ich spielen kann.“ Eintracht-Coach Oliver Glasner stellt klar: Für Mario Götze wird es keine Sonder-Behandlung geben. Oliver […]

  • Extremsportler Joseph Heß: Rekordversuch im Rhein

    Extremsportler Joseph Heß: Rekordversuch im Rhein

    Ihm ist es im Schwimmbad zu langweilig. Joseph Hess durchquert momentan den Rhein – von der Quelle bis zur Mündung. Das sind sagenhafte 1.232 Kilometer, die der Wirtschaftsingenieur in 24 Tagen bewältigen will. Und das wäre ein neuer Rekord. Neben der Bestzeit geht es bei diesem Projekt aber auch um die Wissenschaft. Wie sauber ist der Rhein? Und wie schafft ein Mensch eine solche extreme Herausforderung? Zwei Fragen, die auch noch beantwortet werden müssen. Momentan schwimmt der Extremsportler durch Rheinland-Pfalz. Immer schön im Fluss bleiben: Zug um Zug arbeitet sich Joseph Heß in Richtung Nordsee. Sein Tagespensum heute: 62 Kilometer von der Loreley bis nach Rheinbrohl. Kurzer Boxenstopp am Deutschen Eck in Koblenz für ein Interview. 24 Tage Dauerschwimmen – zehn bis zwölf Stunden am Tag – von der Quelle bis zur Mündung – kostet das nicht Überwindung? Joseph Heß, Extremsportler „Also, ich kann generell ganz gut lange Strecken schwimmen. Im Pool wird mir da schnell langweilig. Und dann hab ich angefangen mit der Straße von Gibraltar. Und hab dann aber gemerkt – ja, ok, man trainiert da anderthalb Jahre darauf hin, und ist dann so in vier, fünf Stunden fertig. Und da ist dann schnell die Idee von größeren Projekten geboren.“ Vor fünf Jahren stand deshalb zunächst der deutsche Teil der Elbe auf dem Programm. Nun wagt sich Joseph Heß an den fast doppelt so langen Rhein. Immer an seiner Seite: sein Freund Andreas Meier im Kanu und ein Team im Begleitboot. Denn überall im Rhein lauern Gefahren. Andreas Meier, Begleiter im Kanu „Er konzentriert sich darauf, die Arme nach vorne zu werfen, wie er es immer nennt, während ich eben gucke: Welche Oberfläche hat das Wasser? Wo sind Buhnen? Wo sind Bojen? Wo sind Schiffe? Wo sind Passanten, die winken? Weil – das ist auch ein Faktor, der […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Uns erwartet ein Mix aus feinstem Sommerwetter und Gewitter. In der Nacht nehmen die Wolken aus Südosten zu und besonders zwischen Pfälzer Wald und Rhön tauchen erste Schauer und Gewitter auf. Es wird nicht mehr ganz so kalt, die Temperaturen sinken auf 17 bis 14 Grad, im Bergland auf bis zu 12 Grad. Am Mittwoch erwarten uns in der Osthälfte des Sendegebietes viele Wolken garniert mit einzelnen Schauern und Gewittern. Ganz im Gegensatz dazu wird es vom Hunsrück bis hinein in den Westerwald oft sonnig. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 23 Grad in Nordhessen und 28 Grad bei Trier. Der Donnertag bringt uns Sonnenschein und Hitze und im Tagesverlauf erste Gewitter in Richtung Eifel. Deutlich kühler dann am Freitag, der Regen zieht aber rasch nach Osten ab. Am Samstag dafür wir uns wieder auf feines Sommerwetter freuen.

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Nach Regen kommt Sonne kommt Regen. Das Wochenende wird wechselhaft. In der Nacht ziehen letzte Schauer und Gewitter in der Rhön rasch nach Osten ab und die Wolken lockern aus Westen vermehrt auf. Die Temperaturen gehen auf 16 bis 13 Grad zurück und eignen sich somit gut für einen erholsamen Schlaf. Morgen Samstag wird es recht freundlich. Zwar wechseln sich Sonnenschein und kompaktere Wolken ab, Schauer bilden sich aber nur vereinzelt. Am ehesten noch in höheren Lagen. Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 24 Grad in der Eifel und 29 Grad in Frankfurt. Am Sonntag werden Schauer und Gewitter wieder häufiger und können besonders in Hessen kräftig ausfallen. Zu Wochenbeginn besteht dann generell Unwettergefahr, bevor am Dienstag ein ruhiger und feiner Sommertag folgt.

  • Hinteregger beendet Profikarriere

    Hinteregger beendet Profikarriere

    Ein Paukenschlag in der ersten Fußball-Bundesliga: Verteidiger Martin Hinteregger hat heute überraschend Eintracht Frankfurt darüber informiert, dass er seine Profikarriere sofort beenden will. Der 29-jährige Österreicher und die Vereinsführung einigten sich deshalb darauf, seinen bis Juni 2024 gültigen Vertrag mit sofortiger Wirkung aufzulösen. Hinteregger begründete seine Entscheidung in einer persönlichen Erklärung:

  • Schwimmer ertrinkt im Badesee

    Schwimmer ertrinkt im Badesee

    Das heiße Wetter zurzeit lockt viele Menschen ans Wasser für eine Abkühlung. Das kann gefährlich werden. Jedes Jahr werden zahlreiche Badeunfälle gemeldet, nicht selten mit tödlichem Ausgang, so auch am gestrigen Feiertag. In der Nähe von Bingen ist ein Mann in den Rhein gefallen und wegen der starken Strömung ertrunken. Im mittelhessischen Mengerskirchen ist ein 79-Jähriger in einem Badesee verschwunden und konnte bislang nicht gefunden werden. Und auch in Driedorf im Lahn-Dill-Kreis waren die Rettungskräfte im Einsatz. Ein junger Mann ist dort in der Nacht auf Donnerstag ertrunken. Stundenlang suchen Feuerwehr, Polizei, DLRG und das Technische Hilfswerk nach dem 22-Jährigen. Er hatte in der Nacht auf Donnerstag mit Freunden am Heisterberger Weiher gefeiert. Gegen 0 Uhr 45 sei er nochmal zum Schwimmen ins Wasser gegangen. In der Mitte des Sees sei er dann untergangen, berichten seine Freunde der Polizei. Ein Großaufgebot von Einsatzkräften hat sofort mit der Suche begonnen. Ein Hubschrauber, eine Drohne und ein Sonarboot waren im Einsatz – trotzdem vorerst ohne Erfolg. Gegen 4 Uhr morgens wurde die Suche unterbrochen. Am nächsten Tag gegen 13 Uhr entdeckten Rettungstaucher dann den leblosen jungen Mann. Der tragische Vorfall ist leider kein Einzelfall. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, kurz DLRG, warnt immer wieder vor Badeunfällen. Besonders tückisch: Flüsse und Baggerseen. Andreas Lerg, DLRG Oppenheim „Also die größten Gefahren in einem Fluss kommen durch die Strömung, die einen Schwimmer eben mitziehen kann. Selbst ein geübter Schwimmer wird sich auf Dauer nicht gegen die Strömung anstemmen können. Wir haben den Schiffsverkehr auf dem Rhein. Bei stehenden Gewässern, wie zum Beispiel Baggerseen, haben wir einmal eine Temperatursprungschicht, wo man eben schlagartig abkühlt, wenn man überhitzt ins Wasser geht; wir haben eine Abbruchkante, weil in den Baggerseen, die sind meistens sehr, sehr tief und werden auch sehr plötzlich tief; wir haben eventuell Bewuchs in diesen Baggerseen. Eine […]

  • Mutmaßlicher Mörder rast in Radfahrerin

    Mutmaßlicher Mörder rast in Radfahrerin

    Wir starten die Sendung mit einem tödlichen Drama gestern Abend im rheinland-pfälzischen Ellerstadt. Dort soll ein 36-jähriger Mann seinen Vater getötet haben. Auf der anschließenden Flucht mit dem Auto soll er dann in Mannheim in mehrere Radfahrer gerast sein. Eine 71-jährige Radfahrerin verstarb noch an der Unfallstelle. Es ist 18:30 Uhr als das Auto auf der Rhenaniastraße in Mannheim mit insgesamt vier Radfahrern kollidiert. Hierbei erleidet eine 71-Jährige tödliche Verletzungen und stirbt noch vor Ort. Drei weitere Fahrradfahrer werden mit schweren Verletzungen in umliegende Krankenhäuser gebracht, eine Person konnte heute entlassen werden. Der Fahrer des Autos flüchtet nach dem Zusammenstoß zu Fuß weiter und springt dann in den angrenzenden Rhein. Er wird kurze Zeit später von der Polizei festgenommen. Patrick Knapp, Sprecher Polizeipräsidium Mannheim „Nach derzeitigem Ermittlungsstand sieht’s so aus, dass er wirklich gezielt auf die Radfahrer zugefahren ist. Es war auch nicht eine Gruppe, sondern es waren drei Stellen in der Rhenaniastraße, wo er gezielt die Radfahrer angefahren hat.“ Bei dem Autofahrer soll es sich um den 36-jährigen Stefan G. aus dem rheinland-pfälzischen Ellerstadt handeln. Vor seiner Flucht soll er hier seinen 69-jährigen Vater getötet haben und noch vor dem Eintreffen der Polizei mit dem Auto seiner Mutter vom Tatort geflüchtet sein. Laut der Staatsanwaltschaft in Mannheim, soll sich der 36-jährige Tatverdächtige aufgrund einer psychischen Erkrankung in ärztlicher Behandlung befunden haben. Bis vor einer Woche sei er stationär in einer Klinik gewesen. Die Polizei geht davon aus, dass die Taten in einem psychischen Ausnahmezustand verübt wurden. Bislang sei der Mann nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Im 2.400-Seelen-Dorf Ellerstadt sind die Menschen heute schockiert. Mit so einer Tat hatten die Nachbarn nicht gerechnet. Sie beschreiben die Familie als: „Normale Bürger.“ „Wenn die vorbeifahren winken sie oder grüßen sie und mehr haben wir keinen Kontakt.“ „Ich muss wirklich sagen, es ist […]

  • Grüne Hessen bringen sich für die Landtagswahl in Stellung

    Grüne Hessen bringen sich für die Landtagswahl in Stellung

    Noch ein Jahr und wir stecken voll im hessischen Landtagswahlkampf. Während sich die CDU mit ihrem neuen Spitzenmann Boris Rhein bereits aufgestellt hat und die SPD noch nicht weiß, wer für sie im Kampf um die Staatskanzlei ins Rennen gehen soll, machen die Grünen klar: Wir wollen in die hessische Staatskanzlei und den Ministerpräsidenten stellen. Auf einem Parteitag am Samstag in Bad Hersfeld wurde dieser Machtanspruch deutlich. Dass für die Grünen eine Regierungsbeteiligung auch Gegenwind bedeutet, dürften einige bei der Anfahrt zum Parteitag gemerkt haben. Aktivisten seilen sich von einer Brücke ab, um gegen den Bau von Autobahnen zu protestieren. Die Grünen zeigen sich davon unbeeindruckt. Um was es geht, macht der Bundesvorsitzende gleich zu Beginn klar: Mit einem Blick in die Runde der Ministerpräsidenten. Omid Nouripour, Bündnis 90 / Die Grünen, Bundesvorsitzender „Einer von ihnen ist extrem einsam, das ist Winfried Kretschmann in dieser vermaledeiten MPK. Helft Winfried bitte, lasst uns zusammen daran mitwirken, dass Ende nächsten Jahres Winfried dort nicht mehr alleine sitzt, sondern jemand Grünes aus Hessen mit die Staatskanzlei anführt. Herzlichen Dank!“ Und auch wenn es keiner so ganz offen ausspricht: Es ist Tarek Al-Wazir, der Wirtschafts- und Verkehrsminister, auf den die hessischen Grünen setzen. Und der setzt auf Rückenwind durch die Grünen in der Bundesregierung. Tarek Al-Wazir, Bündnis 90 / Die Grünen Wirtschaftsminister Hessen „Weil viele Menschen einfach spüren, dass da eine Partei ist und dass da Vertreterinnen und Vertreter dieser Partei in der Regierung sind, die nach bestem Wissen und Gewissen Verantwortung für dieses Land übernehmen, die die Fehler von anderen ausbügeln, die vorher gemacht worden sind – Stichwort Energie-Abhängigkeit von Russland oder auch Zustand der Bundeswehr -, die aber nicht den ganzen Tag darüber klagen, dass die anderen blöd sind, sondern einfach ihre Verantwortung in dieser Situation jetzt wahrnehmen.“ Der Kampf um die […]

  • Mehr als 12.000 ukrainische Kinder an Hessens Schulen

    Mehr als 12.000 ukrainische Kinder an Hessens Schulen

    Immer mehr ukrainische Flüchtlinge suchen bei uns Schutz vor dem Krieg in ihrer Heimat, darunter viele Kinder und Jugendliche. Die sollen auch an Hessens Schulen mit Intensivklassen in Deutsch gefördert und integriert werden. Doch es herrscht Lehrermangel. Daher werden nun auch die Lehrer unter den geflüchteten Ukrainern engagiert. Sie sollen den Mangel an Deutsch-Lehrkräften auffangen. Maryna Chernova in ihrer Klasse an der Rossert-Grundschule in Kelkheim im Main-Taunus-Kreis. Mit Spiel und Spaß versucht die Ukrainerin, den ein dutzend Flüchtlingskindern die deutsche Sprache näherzubringen. Mit ersten Erfolgen. Daniel, 9 Jahre alt „Ich heiße Daniel, ich bin neun Jahre alt.“ – „Gefällt es dir in Deutschland?“ – „Ja!“ Über den Krieg spricht Maryna Chernova mit den Kindern nicht. Ihr selbst fällt es schwer, das Erlebte zu verarbeiten. Maryna Chernova, Lehrerin aus der Ukraine „Gerne möchte ich wieder zurück nach Hause. Weil… ich vermisse…“ Zu tief sitzt der Schmerz. Sie selbst nimmt das Wort „Krieg“ nicht in den Mund und möchte die Kinder nicht zusätzlich belasten. Auch das Lernen der deutschen Sprache ist für ihre Schüler eine Herausforderung. Allein die Buchstaben, denn ihre ukrainische Muttersprache benutzt das kyrillische Alphabet. Maryna Chernova, Lehrerin aus der Ukraine „Es gibt Probleme mit dem Lesen. Sie finden es auch schwierig, manche Wörter auszusprechen. Und auch mit der Grammatik müssen wir natürlich viel machen.“ Über 12.000 ukrainische Kinder wurden inzwischen an hessischen Schulen aufgenommen. Damit liegt Hessen im Bundesvergleich an fünfter Stelle, vor Rheinland-Pfalz auf Platz 7. Das Land Hessen geht von zusätzlichen Kosten von über 40 Millionen Euro aus. Rund 1.600 Intensivklassen gibt es inzwischen an Hessens Schulen, das Problem sind die fehlenden Lehrer. Alexander Lorz, CDU, Kultusminister Hessen: „Dafür stehen sozusagen jetzt keine Lehrkräfte in Reserve, die nur darauf gewartet hätten. Deswegen müssen wir nach allen Möglichkeiten suchen, um eben geeignetes Personal zu rekrutieren. Und wir sind […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick vom 13.06.2022

    Weitere Nachrichten im Überblick vom 13.06.2022

    Mainz: Angriff mit Schadsoftware — Kai Klose: Bald über Infektionsschutzgesetz beraten — Mehr Stellen für die hessische Justiz — Alltagshelfer in hessischen Kitas Angriff mit Schadsoftware Die Mainzer Stadtwerke und das Energieunternehmen Entega mit Sitz in Darmstadt sind Opfer eines kriminellen Hackerangriffs geworden. Auch der Frankfurter Entsorger FES ist betroffen. Laut hessischem Innenministerium wird ihr gemeinsamer IT-Dienstleister mit einem Lösegeldangriff erpresst. Nach Angaben der Energieversorger bestehe aber keine Gefahr von Versorgungsausfällen. Die Strom-, Gas- und Wassernetze seien gegen solche Angriffe gesondert geschützt. Nach derzeitigem Stand seien auch keine Kundendaten gestohlen worden. Allerdings seien die Internetseiten und die E-Mail-Systeme der betroffenen Unternehmen nicht erreichbar. Die Landeskriminalämter von Hessen und Rheinland-Pfalz ermitteln. Bald über Infektionsschutzgesetz beraten Der hessische Gesundheitsminister Kai Klose fordert zeitnahe Gespräche über das Bundesinfektionsschutzgesetz, das bis zum 23. September befristet ist. Man könne nicht noch wochenlang auf den Bericht des Expertenrats der Bundesregierung warten. Es sei definitiv zu spät, wenn die Beratungen erst im September beginnen würden. Deutschland müsse im Herbst auf eine mögliche Corona-Welle mit neuen Virusvarianten vorbereitet sein. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch fordert, das Infektionsschutzgesetz zügig anzupassen und den Ländern mehr Spielraum für Schutzmaßnahmen zu geben. Mehr Stellen für die Justiz Der neue hessische Justizminister Roman Poseck will sich dafür einsetzen, dass die Staatsanwaltschaften und Gerichte im Land mehr Personal bekommen. Der Rechtsstaat brauche eine leistungsfähige Justiz. Dazu gehöre auch die Digitalisierung. Die elektronische Akte müsse bis 2026 eingeführt sein. Im März hatte der hessische Rechnungshof in seinem jährlichen Bericht kritisiert, dass die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs sich um Jahre verzögere und die Kosten dafür explodiert seien. Als Grund nannte er Planungsmängel. Alltagshelfer für Kitas Um die Personalnot in hessischen Kitas zu verringern, sollten in den Einrichtungen künftig auch Mitarbeiter eingesetzt werden, die keine Fachkräfte sind. Das hat heute der hessische Städte- und Gemeindebund vorgeschlagen. Ein […]