Allgemein

  • Schnieder gibt erste Regierungserklärung ab

    Schnieder gibt erste Regierungserklärung ab

    Fast genau einen Monat ist es her, dass sich in Rheinland-Pfalz der neue Landtag konstituiert hat – und Gordon Schnieder zum neuen Ministerpräsidenten des Landes gewählt wurde. Heute hat der CDU-Politiker seine erste Regierungserklärung abgegeben. In einem rund 90-minütigen Rundumschlag hat Gordon Schnieder auf aktuelle Herausforderungen geblickt – und erläutert, welche Antworten die neue schwarz-rote Landesregierung darauf geben will. Das historische Mainzer Deutschhaus. 35 Jahre ist es her, dass hier im rheinland-pfälzischen Landtag eine Regierungserklärung von einem CDU-Politiker abgegeben  wurde. Stark, lebenswert und erfolgreich ist Rheinland-Pfalz in den Augen des neuen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder. Das liege vor allem an den Bürgern, ihrem Fleiß und Engagement. Und die Bürger… Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident RLP „… erwarten zu Recht einen Staat, der funktioniert. Einen Staat, der Orientierung gibt und“ Vertrauen in seine Handlungsfähigkeit schafft. Sie erwarten nicht, dass wir alle Probleme der Welt lösen, aber sie erwarten, dass wir unsere Aufgaben erfüllen.“ Dazu gehöre beispielsweise, Bürokratie ab- und Digitalisierung auszubauen. In der Verwaltung, der Wirtschaft und in den Schulen. Auch  die neue schwarz-rote  Landesregierung will, dass Rheinland-Pfalz bis 2040 klimaneutral  wird und damit fünf Jahre früher als der Bund. Ob dieses Ziel erreichbar ist, soll allerdings bereits 2028 überprüft werden. Nicht erst 2031, wie ursprünglich geplant. Fördern und fordern, sagt Gordon Schnieder mit Blick auf die rheinland-pfälzischen Kitas und Schulen. Eine Sprachstandserhebung für Kinder im Alter von viereinhalb Jahren soll ebenso verpflichtend werden wie das letzte Kitajahr. Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident RLP „Mein Anspruch ist es, jedes Kind mitzunehmen und bestmöglich auf seinen Lebensweg vorzubereiten. Leistung und Bildungsgerechtigkeit gehören für mich untrennbar zusammen.“ Rheinland-Pfalz solle der weltweit innovativste Chemie-, Pharma- und Biotechnologie-Standort werden. Schon heute sei das Land attraktiv für Unternehmen. Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident RLP „Erst in jüngster Zeit haben Ansiedlungen wie Lilly in Alzey gezeigt, wie gut die Standortbedingungen hier […]

  • Zwei Jahre Schweinepest in Hessen

    Zwei Jahre Schweinepest in Hessen

    Vor zwei Jahren wurde das erste Schwein in Hessen positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet. Die Folgen sind gravierend: Mittlerweile sind weit über 2.000 Schweine an der Tierseuche gestorben, Bauern bangen um Ihre Existenz. und ein Ende der Afrikanischen Schweinepest ist in Hessen weiterhin nicht in Sicht. Es ist der 15. Juni 2024. Der Start für die Afrikanische Schweinepest in Hessen: Bei Rüsselsheim wird hier das erste Schwein auf die Tierseuche positiv getestet. Nur wenige Wochen später meldet ein Mastbetrieb in Stockstadt am Rhein weitere Fälle. Die Folgen gravierend: Über 1.000 Schweine müssen hier getötet werden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Weitere Maßnahmen folgen schnell: Über 400 Kilometer lange Zäune gegen die Ausweitung in Südhessen, das Schießen und Sperrzonen, die teils bis heute noch greifen: Von Rüsselsheim bis nach Mannheim, im sogenannten „Kerngebiet Alpha“ ist heute immer noch mit weiteren Fällen zu rechnen. Im Kreis Groß-Gerau geht die Zahl der Wildschweine um 67 Prozent zurück – innerhalb nur eines Jahres. Einige Bauern bangen um Ihre Existenz. Für die Tiere verläuft eine Erkrankung oft schmerzvoll. Sie leiden zum Beispiel an Fieber, Fressunlust und Atemproblemen. Eine Erkrankung führt – fast immer – schon innerhalb einer Woche zum Tod. Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Er kann das Virus allerdings weitertragen. Zum Beispiel über kontaminierte Lebensmittel oder Kleidung. Bisher wurden laut hessischem Umweltministerium fast 7.000 Kadaver gefunden, von denen mehr als 2.300  positiv getestet wurden. Ein Ende der Afrikanischen Schweinepest liegt nicht in Sicht: Zumal das Virus rund zwei Jahre lang überleben kann.

  • Schaltgespräch mit Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zur Schweinepest

    Schaltgespräch mit Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zur Schweinepest

    Vor zwei Jahren wurde in Hessen der erst Fall der Afrikanischen Schweinepest in Hessen bestätigt. Eva Dieterle spricht mit dem zuständigen Minister über den Stand der Dinge. Eva Dieterle, Moderatorin: Zwei Jahre ist der erst bestätigte Fall der Afrikanischen Schweinepest jetzt her. Ich bin deshalb jetzt verbunden mit dem hessischen Landwirtschafts- und Umweltminister – Ingmar Jung. Guten Tag. Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister Hessen: Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Sie haben immer gesagt, die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sei kein Sprint, sondern ein Marathon. Wo befinden wir uns denn gerade auf der Marathon-Strecke? Jung: Na ja, wir befinden uns schon noch mitten im Marathon drin. Es hat sich ja bestätigt, dass das alles kein Sprint ist. Aber wir können heute sagen, dass wir unser Geschehen eingedämmt haben, dass wir die Ausbreitung der Schweinepest insbesondere in Südhessen gestoppt haben, dass sie sich nicht nach Nordhessen ausgebreitet hat. Aber inzwischen wissen wir natürlich auch, dass wir ein weiteres Geschehen aus Nordrhein-Westfalen haben, das uns von Norden ein wenig bedroht. Und dort machen wir ähnliche Maßnahmen, wie sie es vor zwei Jahren in Südhessen begonnen haben, und hoffen natürlich, dass am Ende dort auch so ausgeht, dass wir das Schlimmste verhindern können. Dieterle: Ein großes Problem sind ja die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Betriebe in den Sperr-Zonen. Können Sie als Land das überhaupt ausgleichen? Jung: Der große Aufwand, den wir betreiben, hat ja vor allem den Hintergrund, dass wir wirtschaftliche Schäden so gering wie möglich halten wollen. Wir wollen Schweinehaltung in Hessen weiter ermöglichen. Was auch im Moment der Fall ist. Und wir versuchen natürlich dann, wenn wirtschaftliche Schäden entstehen, sie so gut wie möglich auszugleichen. Wir haben die Transportkosten zu den sogenannten „benannten Schlachthöfen“ unterstützt. Wir haben bei denen Betrieben, die es dann auch tatsächlich getroffen hat, unterstützt. Bei dem Auffangen der Schäden, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Wetzlar: Hoher Sachschaden nach Brand —  Bund lehnt UniCredit-Angebot ab — Ende der Grenzkontrollen gefordert Hoher Sachschaden nach Brand Nachdem in der Nacht ein Feuer das Gebäude einer Pizzeria in Wetzlar zerstört hat, hat die Kriminalpolizei jetzt die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand durch eine Explosion im Inneren des Restaurants ausgelöst wurde. Laut Polizei waren zu diesem Zeitpunkt keine Personen in dem Gebäude, sodass niemand verletzt wurde. Der Schaden beläuft sich nach ihrer aktuellen Schätzung auf etwa eine Million Euro. Bund lehnt UniCredit-Angebot ab Der deutsche Staat hat die Übernahmeofferte der italienischen Großbank Unicredit für die Commerzbank in Frankfurt abgelehnt. Der Bund unterstütze die Strategie der Commerzbank, eigenständig zu bleiben. Sie spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft. Außerdem sei die Bank als bedeutender Arbeitgeber zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Der Bund ist der zweitgrößte Aktionär der Commerzbank. Er hält 12 Prozent der Anteile. Damit kann er eine Übernahme durch die UniCredit  allerdings nicht verhindern. Ende der Grenzkontrollen gefordert: Mit dem Inkrafttreten der neuen verschärften EU-Asylregeln gibt es nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Michael Ebling keinen Grund mehr für die Grenzkontrollen in Rheinland-Pfalz. Sie sollten jetzt eingestellt werden, zumal sie zu wirtschaftlichen Einbußen bei den Betrieben in den Grenzregionen von Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Frankreich und Belgien führten. Das Bundesinnenministerium will die Kontrollen zunächst fortsetzen, bis klar ist, wie effektiv die strengeren EU-Regeln illegale Migration verhindern.

  • Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Unterwegs mit der Wasserschutzpolizei

    Ein Glas Sekt oder ein kühles Bier an Bord – für viele gehört das zum Ausflug auf dem Wasser dazu. Problematisch wird es allerdings, wenn der verantwortliche Bootsführer nicht mehr nüchtern ist. Deshalb nimmt die Wasserschutzpolizei gerade in den Sommermonaten Sportboote verstärkt unter die Lupe. Unser Team hat die Beamten aus Ludwigshafen bei einer Kontrolle auf dem Rhein begleitet. Sommerliche 25 Grad, strahlender Sonnenschein und Wochenende – ideale Bedingungen für einen Ausflug aufs Wasser. Auf den Altrheinarmen sind zahlreiche Sportbootfahrer unterwegs und genießen die entspannte Atmosphäre. Damit die gute Stimmung nicht durch übermäßigen Alkoholkonsum getrübt wird, ist die Wasserschutzpolizei aus Ludwigshafen am Rhein im Einsatz. Auf dem Wasser gestalten sich die Kontrollen etwas schwieriger als im Straßenverkehr. Sabrina Scherrer, Wasserschutzpolizei Germersheim „In der Regel ist es ja ein geschlossener Kastenwagen, die Scheibe geht runter und ich krieg direkt ne Wolke in die Nase, wenn Alkohol getrunken wurde, man riecht es eigentlich direkt. Und es ist jetzt hier an der frischen Luft schwieriger. Also ich muss mir andere Dinge einfallen lassen um an mein Ziel zu kommen und dabei die Rechtmäßigkeit einzuhalten.“ Die Boote werden zufällig ausgewählt. Manchmal gibt es aber Indizien. „Der dreht jetzt nochmal schön, also man kann so ein bisschen reingucken. Da ist jetzt ein Becher mit Getränken. Kann sein, dass da Alkohol drin ist oder nicht. Schauen wir mal.“ Auf dem Wasser gelten die gleichen Vorschriften wie auf den Straßen – 0,5 Promille Grenzwert. „Vielleicht was getrunken auf der Fahrt hier her?“ „Einen halben Ableger wie immer.“ „Was heißt einen halben Ableger?“ „So ein Mini-Prosecco.“ Bei einer Überschreitung der Promillegrenze handelt es sich je nach gemessenem Wert um eine Ordnungswidrigkeit oder Straftat und kann mit Bußgeld oder Freiheitsstrafe enden. „Jawoll, vielen Dank. Aber ich riech’s auch schon jetzt ein bisschen. 0,22 Promille. Tatsächlich. Alles gut, ich würde […]

  • Ausbildung von Rettungshunden

    Ausbildung von Rettungshunden

    Wenn Menschen vermisst werden, kommen häufig Rettungshunde zum Einsatz. Mit ihren hochleistungsfähigen Nasen können sie riesige Areale in einem enormen Tempo absuchen, wenn es darauf ankommt. Doch bevor ein Hund so weit ist, dauert es Jahre – und die Ausbildung ist anspruchsvoll. Wir waren in Bad Soden dabei. „Wir bilden Hunde zur Flächen- und Trümmersuche aus, sogenannte Hochwindsucher, die eben ohne speziellen Geruchsstoff nach menschlichem Geruch suchen. In der Flächensuche, eben in offenen Gebieten, in Wäldern und in Trümmersituationen eben bei eingestürzten Gebäuden.“ Das simuliert die Einheit hier auf dem Wertstoffhof in Bad Soden. Feuerwehrmann Sven spielt einen Verschütteten, den Hund Marley finden muss. Für die Opfer im Einsatz geht es um Leben und Tod – für die Hunde ist das alles ein Spiel. Marlin Prauss, Rettungshundeeinheit Feuerwehr Bad Soden „Um in der Rettungshundeeinheit ausgebildet zu werden, muss man als Mensch erst einmal Motivation und, ehrlich gesagt, auch ein bisschen Zeit mitbringen, weil das ein durchaus zeitintensives Training ist. Man verbindet sich auch sehr gut mit seinem eigenen Hund. Man merkt einfach, wie viel Freude der eigene Hund daran hat und entwickelt dadurch auch selbst eine Freude daran.“ Die Ausbildung ist aufwendig, zweimal in der Woche trainiert die Staffel. Anica und ihr Hund Zorro sind erst seit zwei Monaten ein Team und trotzdem sucht Zorro schon wie ein großer. Die im Wald versteckten Helfer hat er im Handumdrehen aufgespürt. Seine erfahrene Hundeführerin ist schon länger bei Feuerwehr und Rettungsdienst aktiv und freut sich, dass sie die Hundearbeit mit ihrem Engagement verbinden kann. Anica Schmoll, mit Hund Zorro „Man hilft Personen und so diese Dankbarkeit, die man häufig entgegengebracht bekommt oder halt auch weiß: ‚Ich habe der Person gerade essenziell weitergeholfen‘, das ist einfach ein superschönes Gefühl, dass man sonst kaum bekommt.“ Während die erfahrenen Hunde knifflig versteckte Helfer aufspüren, ist […]

  • Hessentag in Fulda

    Hessentag in Fulda

    Wir nehmen Sie mit aufs größte und älteste Landesfest Deutschlands – den Hessentag. Hier lässt sich in ausgelassener Volksfestatmosphäre gerade zehn Tage lang die ganze Vielfalt Hessens erleben. Dieses Jahr lockt die Dom- und Barockstadt Fulda mit rund 1.200 Programmpunkten, darunter zahlreichen Ausstellungen, Veranstaltungen und Konzerten. Von rockig bis ruhig: Die österreichische Schlagersängerin Melissa Naschenweng sorgt gestern Abend mit Giovanni Zarrella auf dem Fuldaer Domplatz für ordentlich Stimmung – und geht auf Tuchfühlung mit ihren Fans. In den kommenden Tagen treten hier Stars wie Roxette, Sarah Connor, Montez und Peter Maffay auf. Hoch hinaus geht’s mit dem Riesenrad – und per Motorrad. Akrobatische Höhenflüge bieten die Geschwister Weisheit täglich in bis zu 62 Metern Höhe. Ein Drahtseilakt, der Können und Schwindelfreiheit erfordert. In sicherer Umgebung lässt sich am Boden etwa das Cockpit eines Bundeswehr-Hubschraubers entdecken, die Räumfahrzeuge von Hessen Mobil sowie Technik und Ausrüstung der gesamten Blaulicht-Familie. Den Besuchern gefällt‘s. Anke, aus Flieden „Den Hessentag macht besonders, dass man viel für die Kinder hat, dass man viele regionale Sachen hat.“ Lukas „Die Feuerwehr und die Polizei. Michael Humpf, aus Butzbach „Essen, Trinken, Spaß haben.“ Isolde Risse, aus Hünhan „Mir gefällt eben die ganze Vielfalt hier. Jeder stellt aus und bei jedem kann man mitmachen, wenn man das möchte oder sich informieren.“ Mitmach-Angebote gibt es quasi an jeder Ecke: Einen Bagger steuern, selbst erfahren, was es heißt, mit einem Rollstuhl im Alltag Hindernisse zu bewältigen oder Handwerkern wie diesen Dachdeckern bei ihrer Arbeit nacheifern. Auch das diesjährige Hessentagspaar und Fuldas Oberbürgermeister packen als Botschafter mit an. Brutzeln für den guten Zweck und für die gute Stimmung. Max und Vera Dudyka, Hessentagspaar „Den Stress merkt man gar nicht, der jetzt irgendwie von Termin zu Termin dann doch ein bisschen anstrengend wird. Aber es macht einfach unheimlich viel Spaß.“ – „Jeder freut sich […]

  • Graffiti-Festival "Meeting of Styles" in Wiesbaden

    Graffiti-Festival „Meeting of Styles“ in Wiesbaden

    Die hessische Landeshauptstadt ist wieder das Zentrum der internationalen Graffiti-Szene. Über 150 Künstler aus der ganzen Welt verwandeln bis Sonntag den Brückenkopf in Mainz-Kastell und den Wiesbadener Schlachthof in eine der größten Open-Air-Galerien Deutschlands. Das weltbekannte Festival „Meeting of Styles“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Togetherness“ – Zusammenhalt. Kunstwerke, die hier eigentlich niemand vermutet. Der Brückenkopf in Mainz-Kastel ist zurzeit eine riesige Open-Air-Galerie. Hier entstehen Wandbilder auf rund 3000 Quadratmetern. Das „Meeting of Styles“ ist der Treffpunkt für Graffiti-Künstler aus der ganzen Welt. Miles Pauo, Graffiti-Künstler aus Australien „Als Kinder haben wir immer nach Meetings gesucht und mit dem hier in Wiesbaden sind wir aufgewachsen.“ Auch Cameron ist Australier. Es gibt Sprayer aus Mexiko, Brasilien oder Indien. – Teilnehmer aus der ganzen Welt kommen in Wiesbaden zusammen. Passend zum Motto des diesjährigen Festivals: „Togetherness“.  Tessa aus den Niederlanden ist durch ihre „Dolls“ bekannt geworden. Sie kreiert Frauenköpfe, die an Puppen erinnern. Tessa, Graffiti-Künstlerin aus den Niederlanden „Das hier ist ein richtig großes Event. Es gibt die Meetings auf der ganzen Welt, aber in Wiesbaden hat alles angefangen. Vor 30 Jahren, glaube ich. Das macht es so besonders.“ Genau vor 29 Jahren fand in Wiesbaden das erste „Meeting of Styles“ statt. Für die Besucher: Kostenloser Kunstgenuss am Rheinufer. Jörg „Wir sind jedes Jahr da, weil es so eine faszinierende Atmosphäre ist, immer neue Motive. Von daher: sehr, sehr gut, auf jeden Fall.“ Klaus „Ich frage mich: Hat er das Bild im Kopf, wie macht er das? Sieht er das im Innern? „ Gemeint ist „Redt“. Ein deutscher Graffiti-Künstler, der ganz ohne Vorlagen sprayt. „Redt“, Graffiti-Künstler aus Deutschland „Also, ich hatte bis vor zehn Minuten keine Ahnung, welche Farben ich für die Buchstaben mache, ich hatte keine Ahnung, welche Farbe ich für die Haare mache, und ich glaube, das ist es, […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Die Hitzewelle ist im Anmarsch. Die kommende Nacht verläuft ruhig. Bei wenigen Wolken bilden sich stellenweise Nebelfelder. Mit Tiefstwerten von 15 bis 11 Grad wird es angenehm kühl. Morgen ziehen kompakte Wolken durch, die im Hessischen Bergland kurze Schauer bringen. Im Westen überwiegt der Sonnenschein. Uns erwarten Tageshöchstwerte von 24 bis 30 Grad. Mit dem Donnerstag startet eine Hitzewelle, die uns bis über das Wochenende hinaus eine große Schwülebelastung und schwere Gewitter bringt.

  • Spatenstich für Rechenzentrum in Rosbach

    Spatenstich für Rechenzentrum in Rosbach

    Jede Frage, die wir der KI stellen und jedes Bild, dass wir in der Cloud speichern, braucht Rechen-Kapazität. Und dafür braucht es riesige Serverparks. Im hessischen Rosbach hat heute der Bau eines neuen Rechenzentrums begonnen. Ende 2027 soll es in Betrieb gehen, doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Glückliche Gesichter heute beim Spatenstich in Rosbach. 250 Millionen Euro investiert hier das Frankfurter Unternehmen firstcolo. Auf einer Fläche so groß wie 16 Fußballfelder entsteht Infrastruktur für Hochleistungsrechner, die firstcolo an KI- und Cloudanbieter vermieten will. Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen „Dieses Projekt ist nicht nur die Stärkung des europäischen Rechenzentrums-Standorts, sondern es ist auch ein Stück weiterer Investition in die digitale Souveränität.“ Digitale Souveränität heißt: Weniger Abhängigkeit von Tech-Konzernen in den USA und China. Doch das Problem: Der Strom in Deutschland gehört zu den  teuersten weltweit. Für Rechenzentren, die so viel Energie wie eine Kleinstadt verbrauchen, ein entscheidender Nachteil. Und: Die Stromnetze sind überlastet. Eigentlich wollte firstcolo in Frankfurt bauen. Ausreichend Strom wäre dort aber frühestens 2035 verfügbar gewesen. Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer firstcolo „Grundstücke für Rechenzentren zu finden ist enorm schwierig geworden. Strom ist im Prinzip Mangelware und es gibt aktuell fast keine Flächen mehr, die über genügend Strom verfügen. Wir müssen so schnell wie möglich so viel wie möglich digitale Infrastruktur ausbauen und da brauchen wir natürlich auch Unterstützung von der Politik und von den Kommunen vor Ort.“ Doch für die Kommunen sind Rechenzentren oft unattraktiv. Sie bringen wenig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, verbrauchen viel Fläche und Strom. In Groß-Gerau war der Bau eines Rechenzentrums für 2,5 Milliarden Euro unter anderem deswegen gescheitert. Das Land Hessen will die Kommunen besser unterstützen. Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen „Indem wir beispielsweise ein Rechenzentrumsbüro eingerichtet haben, was hier hilft vor Ort zu unterstützen.“ In Rosbach bekommt die Stadt von […]

  • Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Seit letzter Woche ist klar: Die Produktion des Opel Astra bleibt im Stammwerk in Rüsselsheim. Ein positives Signal in schwierigen Zeiten – denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Automobilproduktion in Deutschland haben Opel stark zugesetzt. Es geht weiter bei Opel in Rüsselsheim. Denn auch die nächste Generation des Opel Astra soll im Stammwerk des Autoherstellers produziert werden. Die Entwicklung und Fertigung der künftigen  Modelle soll 1350 Arbeitsplätzen in der Produktion sichern. Gute Nachrichten – beim Autobauer aus Hessen zuletzt Mangelware. Denn erst im April verkündet der Opel-Mutterkonzern Stellantis, dass von den insgesamt 1650 Ingenieursstellen im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim 650 Stellen abgebaut werden. Wenige Meter von dort entfernt will  sich das Unternehmen mit seinem neuen, gerade noch im Bau befindlichen Firmensitz – dem „Green Campus“ – für die Zukunft aufstellen. Rund um den Campus will die Stadt Rüsselsheim einen neuen Industriepark bauen und so gleich mitprofitieren. Patrick Burghardt (CDU), Oberbürgermeister Rüsselsheim „Die Entscheidung jetzt, dass die Produktion mit dem neuen Astra hier stattfindet ist für uns eine sehr sehr gute Entscheidung. Es ist eine sehr wichtige Entscheidung gewesen. Man hat auch das Aufatmen richtig gespürt in der Stadt. Nichtsdestotrotz geht der Wandel weiter. Opel schrumpft auch in den Flächen. Das wird ja weitergehen. Ist für uns aber eine ganz, ganz große Chance. Und wir als Stadt sind natürlich auch als Automobilstadt im Wandel, wie jede anderen Kommune auch, die eine Automobilstandort ist. Von daher aber bin ich sehr optimistisch, dass wir jetzt gute Entscheidungen treffen werden uns diverser aufzustellen. Das ist natürlich auch eine große Chance für uns und die werden wir nutzen.“ Insgesamt plant Opel in Deutschland bis 2030 Investitionen von rund einer Milliarde Euro, darunter in den Standort Rüsselsheim.  

  • Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Lage von Opel in Rüsselsheim und Kaiserslautern. Eva Dieterle: Über all das spreche ich jetzt mit Opel-Geschäftsführer Florian Huettl. Guten Abend. Herr Huettl, viele Hersteller haben sich ja entschieden dazu, Produktion ins Ausland zu verlagern, weil die Rahmenbedingungen hier in Deutschland eben doch durchaus anspruchsvoll sind. Trotzdem haben Sie gesagt, die neue Generation des Astra, die entsteht am Standort in Rüsselsheim. Wie schwer ist diese Entscheidung gefallen angesichts der Herausforderungen? Florian Huettl, Geschäftsführer Opel Ja, Sie haben recht. Autos zu produzieren am Standort Deutschland ist mit gewissen Herausforderungen verbunden. Wir reden über im internationalen Vergleich sehr hohe Energiepreise. Wir reden über hohe Lohnkosten, wir reden über einen vergleichsweise hohen administrativen Aufwand. Das heißt, hier in Deutschland zu produzieren, muss man auch ein gewisses in gewissem Maß kompensieren durch die Vorteile, die wir hier finden. Und auch da gibt es einige. Wir haben ein hohes Maß an Qualifikation, gute Schulausbildung, eine hohe Automobilkultur. Wir sind in der Lage, beste Qualität zu produzieren. Und wir haben auch zusammen mit unseren Sozialpartnern es immer geschafft, ein Produktionssystem aufzubauen, das auch flexibel mit den Herausforderungen unserer Industrie umgehen kann. Ja, und insofern sind wir auch sehr froh, dass es uns gelungen ist, aus all diesen Rahmenbedingungen und diesen Herausforderungen, ja, ein Paket im Grunde zu bauen in unserem Stammwerk in Rüsselsheim, das es uns am Ende erlaubt hat zu sagen, dass wir hier produzieren, dass auch der nächste Astra hier bei uns in unserem Stammwerk angesiedelt sein wird. Darüber freuen wir uns. Und auf das Auto freuen wir uns auch. Dieterle: Das ist wirtschaftlich nicht immer alles ganz berechenbar ist, zeigt ja auch, dass Sie mal ausgerufen hatten, bis 2028 vollelektrisch zu werden. Das Ganze wurde im Prinzip wieder kassiert, denn inzwischen ist klar: Die Verbraucher wollen […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus — Poseck fordert: Mehr Abschiebungen ermöglichen — Flughafen Frankfurt: SkyLine-Bahn fährt wieder Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus Der Konzern will künftig noch mehr Fahrzeuge für militärische Zwecke anbieten. Sie werden hauptsächlich in seinem größten Werk im rheinland-pfälzischen Wörth produziert. Das Team an dem Standort soll um 100 neue Mitarbeiter erweitert werden. Bis 2028 will der Konzern im Rüstungsbereich einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielen. Mehr Abschiebungen ermöglichen Der hessische Innenminister Roman Poseck besteht darauf, Handyortungen vor Abschiebungen künftig zu erlauben. Hessen werde bei der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz eine entsprechende gesetzliche Regelung fordern. Viele Abschiebungen scheiterten, weil ausreisepflichtige Flüchtlinge untergetaucht sind. SkyLine-Bahn fährt wieder Nach diversen technischen Anpassungen hat die neue SkyLine-Bahn am Frankfurter Flughafen heute ihren Betrieb mit zunächst reduzierter Geschwindigkeit wieder aufgenommen. Ende Mai mussten die Fahrten wegen technischer Schwierigkeiten zunächst eingestellt werden. Die fahrerlosen Züge verbinden das neue Terminal 3 mit den übrigen Bereichen des Flughafens.

  • Bürokratie im Krankenhaus

    Bürokratie im Krankenhaus

    Der Ruf nach weniger Vorschriften und Formularen kommt inzwischen aus nahezu allen politischen Lagern. Doch vielen geht der Abbau viel zu langsam. Die Kritik an ausufernder Bürokratie wächst – auch im Gesundheitssystem. Wir haben am Krankenhaus in Neuwied nachgefragt. „Das kommt ein bisschen auf die Wunde an. Ich habe heute den Verband noch nicht gemacht. Also sobald ich da drunter geguckt habe, kann ich das genauer sagen. Aber ich rufe einfach gleich nochmal zurück.“ Assistenzärztin Victoria Wünsche sitzt am Schreibtisch und dokumentiert ihre Arbeit. Der Verbandswechsel muss warten. Keine Ausnahme, im Gegenteil. Das Dokumentieren der Behandlungen nimmt oft mehr Zeit in Anspruch als die Behandlung selbst. Dr. Victoria Wünsche, Assistenzärztin „Es gibt eben viel Anteil, wie eben diese ganzen Reha-Anträge, Kurzzeitpflegeanträge, die jetzt nicht unbedingt ärztlich sind. Wenn die wegfallen würden, hätten wir einfach mehr Zeit am Patienten, mehr Zeit im OP, mehr Zeit uns auf wirklich ärztliche Tätigkeit zu konzentrieren.“ Laut einer Studie des deutschen Krankenhausinstituts verbringen Ärzte und Pflegekräfte mehr als ein Drittel ihrer Tagesarbeitszeit mit Dokumentationsaufgaben. Prof. Dr. Christoph Wölfl, Chefarzt am Marienhaus Klinikum Neuwied „Das sind sicherlich Dokumentationen für den medizinischen Dienst der Krankenkasse, Stellungnahmen, die wir schreiben müssen, ob unser medizinisches Behandlungsregime das Richtige war. Unendliche Schriftverkehre wegen ein oder zwei Behandlungstagen mehr, die entstehen.“ Wichtig ist den Ärzten und Pflegekräften dabei: Nicht die Dokumentation der Behandlungen selbst ist das Problem:. Die gehört zum Alltag dazu und kann nur von Ärzten erledigt werden. Die weiteren Verwaltungsaufgaben könnten aber auch von anderen Fachkräften erledigt werden. Prof. Dr. Christoph Wölfl, Chefarzt am Marienhaus Klinikum Neuwied „Dokumentationsassistenten, Study Nurses – das gibt es ja auch zum Teil schon. Aber da gibt es natürlich das Problem: Personal kostet. Und wenn Sie mehr in diese Personalgruppe shiften, haben Sie weniger Budget für ärztliche Mitarbeitende. Die brauchen sie aber, um die […]

  • Mann ohne Identität bekommt Personalausweis

    Mann ohne Identität bekommt Personalausweis

    Hartmut Gottlebe aus Kassel hat keinen Personalausweis, seit der ihm vor über 20 Jahren beim Leben auf der Straße gestohlen wurde. Aufgrund fehlender Nachweise weigerten sich die Behörden jahrelang, dem 69-Jährigen einen neuen Ausweis auszustellen – offiziell existierte Hartmut Gottlebe also nicht. Wohnung, Bankkonto oder andere Verträge waren so für ihn unerreichbar. Jetzt hat sich endlich etwas getan. Der Gang aufs Bürgeramt. Für die meisten ganz normal. Für Hartmut Gottlebe jedoch das Ende eines langen Kampfs. Er blickt in ein neues Leben. Rückblick: Vor über 20 Jahren landet Gottlebe auf der Straße, wo ihm zu allem Überfluss auch noch sein Geldbeutel gestohlen wird. Hartmut Gottlebe „Da knieten drei, vier Leute auf mir, haben meinen Rucksack leergemacht, Portemonnaie raus. Personalausweis, Führerschein – alles war weg.“ Inzwischen lebt er in einem Wohnprojekt der Heilsarmee, gerne würde er wieder ein normales Leben führen. Doch ohne Ausweis praktisch unmöglich. Obwohl der 69-jährige sogar seine Geburtsurkunde vorlegen kann, beißt er sich am Amtsschimmel der Stadt Kassel die Zähne aus. Denn das Gesetz verlangt ein offizielles Dokument mit aktuellem Lichtbild, um die Identität zweifelsfrei festzustellen. Pech für Gottlebe. Doch diese Regeln hätten laut dem Kasseler OB einen guten Grund. Sven Schoeller (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Oberbürgermeister Stadt Kassel „Denn wir haben natürlich als Staat, als Behörden, ein großes Interesse daran zu vermeiden, dass Missbrauch mit falschen Identitätsnachweisen geführt werden kann. Und deshalb ist das so ganz streng formalisiert. Und das ist das Problem in diesem Fall gewesen. Es gab keine Urkundenlage, die es erlaubt hat, auf dieser Grundlage dieser Verordnungen ein Ausweispapier auszustellen.“ Erst eine Ausnahmeentscheidung des hessischen Innenministeriums bringt die entscheidende Wende. Norbert Wett (CDU), Dezernent für Bürgerangelegenheiten „Beim Amtsgericht haben wir nachgefragt, bei der AOK Hessen, beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (…) sogar bei der Stasi-Unterlagenbehörde, weil er ja aus der ehemaligen DDR stammt. […]