Technik

  • Öl statt Gas für Mainzer Kraftwerk

    Öl statt Gas für Mainzer Kraftwerk

    Wie kommen wir durch diesen Winter? Russland liefert aktuell nur noch 20% der ursprünglichen Menge Gas nach Deutschland. Ob und wann der Hahn ganz zugedreht wird, kann niemand sagen. Klar ist aber: Für diesen Fall brauchen wir Alternativen. Eine steht in Mainz-Mombach. Gestatten: Kraftwerk 2 – 45 Jahre alt und vor allem sehr flexibel, denn um Strom zu erzeugen, können diese Brennöfen entweder Gas oder Öl verbrennen. Eigentlich hat Kraftwerk 2 ausgedient. Aktuell dient es nur noch als Reserve. Wenn zum Beispiel durch erneuerbare Energien nicht genug Strom ins Netz eingespeist wird, springt Kraftwerk 2 ein. Zurzeit noch mit Gas, aber: Dr. Oliver Malerius, Vorstandsvorsitzender KMW Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG „Wir wollen uns jetzt auf den Winter vorbereiten und wollen alternative Brennstoffe einsetzen, deswegen ist das Thema Öl hier im Gespräch. Die Hürden oder der Aufwand dabei, ist jetzt tatsächlich die Logistik des Brennstoffes. Wir müssen also Öl beschaffen, wir müssen Öl zwischenlagern in Tank und wir müssen natürlich auch die Verbrennung mit Öl gewährleisten, das ist aufwendiger, feuerungstechnisch aufwendiger. “ Hinzu kommt: Öl hat eine schlechtere Umweltbilanz. Im Vergleich zu Gas entstehen bei der Verbrennung von Öl 30% mehr CO2. Zusätzlich wird Stickstoff freigesetzt. Die KMW kann das Kraftwerk deshalb nicht ohne Sondergenehmigung betreiben. Die steht noch aus. Das Öl soll aus der sogenannten ARA-Region kommen – aus Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen. Dr. Oliver Malerius, Vorstandsvorsitzender KMW Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG „In der Tat sind die ganzen Rohstoffmärkte im Moment angespannt. Das heißt, der Preis ist hoch und es wird ein Aufschlag verlangt auch für den Transport hierher. Aber wir denken trotzdem, dass wir uns auf diese Situation vorbereiten müssen und im Zweifel, wenn die Gasverstromung eingestellt wird, hier Öl bereitstellen können.“ Auch technisch soll dem nichts im Wege stehen. Zwar ist das Kraftwerk zuletzt jahrzehntelang nur mit Gas betrieben worden, […]

  • Schwindelerregender Job – Windradwartung

    Schwindelerregender Job – Windradwartung

    Auf dem Land sieht man sie in fast jeder Himmelsrichtung. Windräder! Hochkomplex und wichtig für unsere Energieversorgung. Doch die Anlagen müssen regelmäßig gewartet werden. In schwindelerregenden Höhen arbeiten die Techniker, um unsere Windenergie zu gewährleisten. Wir haben uns diesen besonderen Beruf einmal genauer angeschaut. Für diesen Beruf muss man definitiv schwindelfrei sein. Adalbert Hejla und Stefan Schindler sind Serviceingenieure und warten täglich Windräder. Dazu gehört auch: Nur mit einem Seil gesichert auf dem Windrad zu arbeiten. Doch der Arbeitstag beginnt erstmal am Boden. Ankunft an der Windkraftanlage im Windpark im rheinland-pfälzischen Gau Bickelheim. In den nächsten Tagen ist das der Arbeitsplatz für die beiden. Adalbert Hejla, Serviceingenieur Juwi AG „Wir werden an dieser Anlage eine Zwölf-Monatswartung durchführen. Das ist eine relativ komplexe Wartung, wir werden drei oder vier Tage dafür brauchen und dabei werden wir die Anlage quasi auf links drehen. Wir werden bestimmte Komponenten schmieren, reinigen und die Drehmomente ziehen und den Generator ausrichten.“ Nachdem die Sicherheitsausrüstung angelegt und kontrolliert wurde, geht es hoch hinaus. 10 Minuten dauert die Fahrt mit dem Aufzug. Ganz hoch fährt er allerdings nicht. Die letzten sieben Meter müssen über eine Leiter erklommen werden. Ganz oben angekommen werden die Bemühungen mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Vom Dach des über 100 Meter hohen Windrades kann man über ganz Rheinhessen schauen. Adalbert Hejla, Serviceingenieur Juwi AG „Wenn man im Maschinenhaus ist, dann hat man ja keine Fenster. Man sieht nichts nach draußen und man guckt auch nicht immer raus. Aber wenn man mal rausguckt, dann genießt man es wirklich. Das ist schon nochmal… Es sieht ja auch immer anders aus. Man genießt es wirklich.“ Trotz der schönen Aussicht – der Job ist sehr gefährlich. Schon der kleinste Fehltritt kann Folgen haben. Adalbert Hejla, Serviceingenieur Juwi AG „Sicherheit steht wirklich an erster Stelle. Selbst wenn eine Kleinigkeit […]

  • Rebkrankheiten per App erkennen

    Rebkrankheiten per App erkennen

    Eine Reise ins Silicon Valley, nach San Francisco und L.A. ist der Preis für die Gewinner des Bundeswettbewerbs „Jugend gründet“. Dabei geht es um innovative Geschäftsideen. Zehn Schülerteams kamen ins Finale, durchsetzen konnten sich zwei Abiturienten vom Leibniz-Gymnasium in Neustadt an der Weinstraße. Ihre Idee: eine App, die Rebkrankheiten erkennen kann. Mit dem bloßen Auge nur sehr schwer zu erkennen. Diese Rebe ist krank. Sie leidet an Erysiphaceae, umgangssprachlich bekannt als echter Mehltau. Die App erkennt die Krankheit, wie viele andere, schon im frühen Stadium. Wichtig für Winzer; sie könnten so Pestizide gezielt und reduziert einsetzen. Erfunden und programmiert haben die App Maria Theresa Licka und Mario Schweikert aus Neustadt an der Weinstraße. Maria Theresa Licka, Preisträgerin „Jugend gründet“ „Unser Ziel war es auch, da wir die App am Ende im Weinberg nutzen wollen, das Modell so zu programmieren, dass es lokal auf dem Handy läuft, also ohne Internet-Verbindung möglich ist zu nutzen. Und für das Training der Künstlichen Intelligenz ist auch ganz wichtig, einen guten Datensatz zu erstellen und bei diesem Projekt konnten wir den Datensatz selbst erstellen.“ Das heißt: Tausende Fotos in den Weinbergen von Blättern machen, die irgendwie krank aussehen. Auf die App-Idee kamen die beiden 19-jährigen beim Wandern. Mario Schweikert, Preisträger „Jugend gründet“ „Wir haben die Blattkrankheiten bei Streifzügen in den Weinbergen gesehen und uns gefragt: ‚Was sind denn das für Krankheiten?‘. Es gibt ganz viele verschiedene Verfärbungen. Und deshalb sind wir einfach in den Austausch gegangen mit Winzern, mit den Experten von den Dienstleistungszentren und haben erfahren was für eine riesen Problematik in der Erkennung und in der Behandlung darstellt.“ Im rheinhessischen Bechtheim präsentieren die „Jugend gründet“-Preisträger ihre App dem Winzer Sebastian Erbeldinger und der deutschen Weinkönigin Sina Erdrich. Tipps von Weinbauexperten sind den Jungunternehmern wichtig. Sebastian Erbeldinger, Winzer „Wo es für mich interessant ist, […]

  • Droht der Strom-Blackout?

    Droht der Strom-Blackout?

    Als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine explodieren die Gaspreise auch hier in Deutschland. Nicht nur Kommunen überlegen, wie sie Energie einsparen können – auch viele Privatmenschen versuchen, vom teuren Gas wegzukommen. Die Lösung scheint einfach: Heizen mit Elektro-Heizgeräten. Doch so ungefährlich ist das nicht. Die Regale sind fast leer – die meisten Heizlüfter in diesem Baumarkt in Frankfurt Nieder-Eschbach sind schon verkauft. Wurden in den vergangenen Jahren noch Nudeln oder Klopapier gehamstert, sind es jetzt: Elektro-Heizgeräte. Bundesweit wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres schon 600.000 Stück gekauft. 35 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2021. Und auch hier in Frankfurt ist der Run auf die Heizlüfter groß: Benjamin Frankenberger, Marktleiter Hornbach Frankfurt Nieder-Eschbach „Also, bei verschiedenen Produkten hat sich die Nachfrage im Gegensatz zum letzten Jahr tatsächlich verdoppelt, gerade bei großen Heizlüftern, Radiatoren, Konvektoren haben wir immer wieder leere Regale. Die Märkte bekommen noch was, also wir bekommen Zuteilungen aus der Zentrale, aber letztendlich reicht es einfach nicht, um die aktuelle Nachfrage zu decken.“ Nicht nur Privatpersonen überlegen, wie sie Energie einsparen können. Auch die Kommunen setzen darauf, jetzt schon für den Winter zu sparen. Beispiel Koblenz: Hier werden unter anderem das Deutsche Eck und verschiedene Kirchen der Stadt nachts nicht mehr angestrahlt, die Wassertemperatur in den städtischen Hallenbädern ist abgesenkt und demnächst wird auch die Straßenbeleuchtung morgens früher aus- und abends später eingeschaltet. Viele kleine Maßnahmen, die insgesamt helfen sollen, aber vielleicht auch nur ein erster Schritt sein können. Ulrike Mohrs, CDU, Bürgermeisterin Koblenz: „Ja, wir denken natürlich auch darüber nach, müssen wir gegebenenfalls – je nach Lage – im Winter die Hallenbäder auch ganz schließen. Aber das sind alles für uns Worst-Case-Szenarien, die wir natürlich so lange wie möglich hinauszögern wollen. Denn wir haben ja auch gerade eine Pandemie hinter uns, beziehungsweise sind ja auch noch […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Fahndung nach Automatensprengern +++ Schnellerer Wiederaufbau gefordert +++ Mehr Erzieher gebraucht +++ Mainkai wieder autofrei Fahndung nach Automatensprengern: Unbekannte Täter haben heute Morgen gegen 3.50 Uhr im Mainzer Stadtteil Drais einen Geldautomaten gesprengt. Die Explosion war weithin zu hören. Die Sprengung richtete erheblichen Schaden an. Wie hoch  die  Beute ist, wollte die Polizei nicht mitteilen. Nach ihren Angaben seien die vermutlich drei Täter mit einem dunklen Audi geflüchtet.  Sie hätten  dabei mehrere geparkte Autos beschädigt, bis sie ihr Fluchtfahrzeug im Stadtteil Finthen verlassen hätten. Eine groß angelegte Fahndung war bislang erfolglos. Schnellerer Wiederaufbau gefordert: Knapp ein Jahr nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal sieht der rheinland-pfälzische CDU-Vorsitzende Christian Baldauf große Defizite bei der Behebung der Schäden. Die Landesregierung handle viel zu zögerlich. Obwohl der Wiederaufbaufonds ein Volumen von 15 Milliarden  Euro habe, sei bisher nur die Auszahlung von 500 Millionen Euro bewilligt worden. Die dafür zuständige Investitions- und Strukturbank brauche dringen mehr Personal. Zudem müssten die Abschlagszahlungen für die Baumaßnahmen von privaten Hausbesitzern umgehend  von 20 auf 40 Prozent erhöht werden. Mehr Erzieher gebraucht: In Hessen und Rheinland-Pfalz fehlen jeweils rund 5.000 Erzieher, um allen Grundschülern bis zum Ende des Jahrzehnts eine Ganztagsbetreuung anbieten zu können. Das geht aus einer Studie der Bertelsmann-Stiftung hervor. Derzeit würden in beiden Bundesländern rund 53 Prozent der Grundschulkinder ganztägig betreut. Um den künftigen Bedarf zu decken, sei eine langfristige Fachkräfte-Offensive notwendig. Bund und Länder hatten im vergangenen September beschlossen, dass bis 2030 alle Grundschüler einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung haben. Mainkai wieder autofrei: Der nördliche Mainkai in Frankfurt wird vom 11.  Juli bis zum 5. September erneut für den Verkehr gesperrt.  Nach Angaben von Verkehrsdezernent Stefan Majer werde der Verkehr weiträumig umgeleitet. Es werde dabei getrennte Routen für Autos und Lastwagen geben, die umfassend beschildert würden. Damit sollten Staus wie  bei der ersten einjährigen […]

  • Digitalbotschafter helfen Senioren ins Internet

    Digitalbotschafter helfen Senioren ins Internet

    Egal ob Online-Banking, Ticketkäufe oder Kommunikation – ohne Internet geht heutzutage so gut wie nichts mehr. (Für junge Menschen ist das praktisch, alles online erledigen zu können.) Für ältere Menschen ist das oft ein großes Problem. Rund die Hälfte der Über-80-Jährigen lebt komplett offline. Somit sind sie aus vielen Bereichen des Lebens ausgeschlossen. Jetzt während Corona hat sich das Problem noch verschärft. Mit einem 2018 ins Leben gerufenen Projekt will das rheinland-pfälzische Digitalministerium ältere Menschen an das Internet heranführen. Reporterin: „Sagt Ihnen der Begriff „scrollen“ etwas?“ Gertrud Schäfer, 81: „Nein. Grollen, grollen, wenn ich schlechte Laune hab und grolle, ja.“ Reporterin: „Wissen Sie, was eine App ist?“ Wolfgang Armin, 82: „Eine App… ist das ein Brief, den man bekommt im Computer?“ Reporterin: „Wissen Sie, was ein Download ist?“ Franz Mann, 86: „Nein. Nein, brauch ich nicht, hab ja hier alles und da brauch ich das nicht.“ Gertrud Schäfer, 81: „Ich hab überhaupt kein Dings, dass ich eine E-Mail schreiben könnte.“ Reporterin: „Kriegen Sie alles auch einfach offline hin oder denken Sie, ja, wär‘ ganz gut, wenn ich das mal lernen würde?“ Wolfgang Armin, 82: „In meinem Alter nimmer. Ich lern das nimmer.“ Zu alt für die digitale Welt? Das will das rheinland-pfälzische Digitalisierungsministerium ändern. Mehr als 400 ehrenamtliche Digitalbotschafter führen Senioren langsam an Computer und Smartphones heran. Sie sind im ganzen Bundesland vertreten, vor allem im ländlichen Raum. Egal ob im Seniorenheim oder Zuhause. Alexander Schweitzer, SPD, Digitalisierungsminister: „Es geht darum, dass ältere Menschen ins Netz kommen, sich dort wohl fühlen, die Chancen, aber auch die Gefahren kennen, sich souverän im Netz bewegen und ich will, dass das für alle Menschen in Rheinland-Pfalz möglich ist, für alle älteren Menschen möglich ist. Und da haben wir ein tolles Projekt, die Digitalbotschafterinnen, die Digitalbotschafter, die sind selber ältere Menschen, die anderen älteren […]

  • Verbrennungsmotor im Automobilbau adé?

    Verbrennungsmotor im Automobilbau adé?

    Um den Ausstoß von klimaschädlichem CO-2 zu verringern und den weltweiten Temperatur-Anstieg zu begrenzen, hat das EU-Parlament beschlossen, den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 zu verbieten. Das bedeutet, dass zum Beispiel bei Opel in Rüsselsheim spätestens dann keine Fahrzeuge mit Benzin- oder Dieselmotor mehr produziert werden. Die Zukunft soll ganz dem Elektroauto gehören. Doch gegen diese Entscheidung regt sich immer mehr Widerstand, auch von Wissenschaftlern. Eva Dieterle, Moderatorin: Einer von Ihnen ist Christian Rieck, Professor an der „Frankfurt University of Applied Sciences“. Guten Tag, Herr Rieck. Prof. Christian Rieck, Frankfurt University of Applied Sciences: Ja. Guten Tag, ich freue mich auf das Interview. Dieterle: Sie halten das Verbot für Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 für falsch. Warum? Rieck: Wenn man sich überlegt, wer ist die Richtige dafür vorherzusagen, welche Technologien am Ende gut sein werden, dann glaube ich nicht, dass die Parlamentarier da die richtigen gewesen wären. Also ich denke, man sollte es immer, wie man so schön sagt, ergebnisoffen lassen und es einfach dem Markt überlassen, was sich am Ende durchsetzt. Das ist jetzt ein bisschen so, wie wenn man die CD verboten hätte, damit sich Streaming durchsetzt. Und ich glaube, das ist kein guter Ansatz. Dieterle: Wie ließe sich denn der CO2-Ausstoß besser verringern? Rieck: Also fü meine Begriffe ist immer das Beste, wenn man den Markt wirklich arbeiten lässt. Und das ging in dem Fall für meine Begriffe am besten dadurch, dass man von oben her vorgibt, wie viel CO2 insgesamt ausgestoßen werden kann, diese Mengen beispielsweise auch im Laufe der Zeit reduziert und das dann handelbar macht.Das wäre viel eher die Möglichkeit, wie am Ende dann die ganze Kreativität auch von den Ingenieuren und so was freigesetzt wird, damit es eben sich in die richtige Richtung entwickelt. Dieterle: Als Argument für das Verbot wird angeführt, […]

  • Geld für neue Kläranlagen im Ahrtal

    Geld für neue Kläranlagen im Ahrtal

    Vor elf Monaten kam die Flut. Die Bilder aus Orten wie Dernau, Schuld, oder Kordel machten fassungslos. Noch immer kämpfen die Menschen vor Ort mit den Folgen der Flut. Ein Thema: Die Abwasser-Reinigung. Die Flut hat viele Kläranlagen und Kanalsysteme zerstört. Es wird noch lange dauern, bis alles repariert ist und das Wasser wieder überall normal fließt. Die Wassermassen kamen. Rissen Brücken weg. Und zerstörten die Kläranlagen. Auch heute fast ein Jahr danach ist noch immer nicht alles wieder im Fluss. Wie in Altenahr, im Kreis Ahrweiler. Hier wurde die alte Kläranlage von der Flut zerstört. Genau gegenüber wurde heute eine mobile Kläranlage eingeweiht. Georg Knieps (CDU), Erster Beigeordneter VG Altenahr: „Also diese neue Anlage ist für uns sehr wichtig. Sie wissen, dass also nach der Flut die gesamte Infrastruktur zusammengebrochen war und wir also den Wideraufbau vollzogen haben. Die Anlage istt also auch Flutopfer gewesen. Wir hatten also hier an der Ahr, die ganzen Anlagen sind überflutet worden und wir mussten jetzt dafür Sorge tragen, dass die Kläranlagen in irgendeiner Art und Weise in Betrieb genommen werden konnten.“ Und vorerst läuft der Betrieb eben über solche mobilen Kläranlagen. Damit das Abwasser nicht mehr ungereinigt in der Ahr landet. Katrin Eder (Bündnis 90/ Die Grünen), Klimaschutzministerin Rheinland-Pfalz: „Wir sind jetzt seit einem Jahr, seit der Flutkatastrophe dabei wirklich die Kläranlagen Stück für Stück wieder aufzubauen, damit die Ahr ein sauberer Fluss ist, die ja am Ende auch in den Rhein geht. Es wird ja auch Trinkwasser gewonnen und deswegen ist es so wichtig, dass die Abwasserversorgung ordentlich funktioniert. In Altenahr gibt es sechs solcher mobilen Kläranlagen. Diese werden vom Land gefördert. Heute gab es dafür von Ministerin Eder rund eine Million Euro. Ihr langfristiger Plan: Die zerstörten Kläranlagen auf den neuesten Stand zu bringen, um den Umweltschutz zu verbessern. OTON […]

  • Personalmangel in der Luftverkehrsbranche

    Personalmangel in der Luftverkehrsbranche

    Nach den Corona-Lockerungen zieht es uns wieder in ferne Länder: Endlich wieder mit dem Flieger in den Urlaub. Doch das stellt auch den Frankfurter Flughafen vor ein Problem. Während der Pandemie wurden tausende Stellen gestrichen – nun fehlt das Personal, um das wieder ansteigende Passagieraufkommen zu bewältigen. Lange Wartezeiten, genervte Fluggäste: Die bevorstehende Sommersaison droht, im Chaos zu versinken. Erste Anzeichen mehren sich in Stoßzeiten bereits jetzt. Egal ob bei den Passagierkontrollen oder vor allem auf dem Rollfeld bei der Flugzeugabfertigung: Überall fehlt es an Personal, mit weitreichenden Folgen. Thomas Richter, Vorstandsvorsitzender Arbeitgeberverband Bodenabfertigung: „Wir rechnen tatsächlich mit größeren Störungen. Sei es mit Flugausfällen, aber mit Sicherheit Verspätungen. Und teilweise kann es dazu führen, dass die eine oder andere Maschine ohne Koffer der Passagiere vom Flughafen geht.“ Nach dem Rekordjahr 2019 und dem Corona-Einbruch ist die Zahl der täglichen Passagiere am Frankfurter Flughafen inzwischen wieder auf über 150.000 in Spitzenzeiten angestiegen. Das Problem: In der Krise hat Flughafenbetreiber Fraport rund 4.000 Stellen abgebaut und konnte das bislang nicht ausgleichen. In Stoßzeiten fehlen rund 30 Prozent an Bodenpersonal. Dieter Hulick, Unternehmenssprecher Fraport AG: „Aktuell sucht unsere Tochter FraGround neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Gepäck- und Bodenabfertigung. In diesem Jahr wollen wir bis zu 1000 Beschäftigte neu einstellen.“ Doch selbst Fraport-Chef Stefan Schulte bezweifelt, dass auch nur annähernd so viele neue Mitarbeiter gefunden werden können. Denn der Personalmarkt ist nahezu leergefegt, viele ehemalige Flughafenmitarbeiter haben sich während der Corona-Pandemie einen neuen Job in einer anderen Branche gesucht. Jetzt auf Anhieb geschultes Personal einzustellen, ist auch wegen der hohen Sicherheitsanforderungen im Luftverkehr schwierig. Denn neue Angestellte müssen erst eine langwierige Zuverlässigkeitsprüfung durchlaufen.  Und das in Frankfurt verbliebene Personal stößt an seine Grenze, die Stimmung ist schlecht. Christoph Miemietz. Gewerkschaftssekretär ver.di: „Das führt natürlich zu einer hohen Belastung im Personal, das führt zu […]

  • Mit Hilfe aus Frankfurt: Erstes Bild des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße

    Mit Hilfe aus Frankfurt: Erstes Bild des Schwarzen Lochs im Zentrum der Milchstraße

    Denn schwarze Löcher galten lange Zeit als reine Theorie. Zurückzuführen auf Albert Einsteins „Allgemeine Relativitätstheorie“ von vor über 100 Jahren. Für die meisten von uns fast unvorstellbar. Dass die Menschheit nun schon den zweiten Bildbeweis dieser Art bestaunen darf, daran haben auch Forscher aus Frankfurt einen Anteil. So nah waren wir schwarzen Löchern noch nie. Denn die Reise führte die Forscher sozusagen ins hauseigene schwarze Loch unserer Galaxie – ins Zentrum der Milchstraße. So tief wurde keinem zuvor in den dunklen Rachen geschaut. Sagittarius A* heißt der Riese, Kampfgewicht 4 Millionen Mal unsere Sonne. Auf dem Foto erkennt man die gewaltigen Kräfte, die rund um das schwarze Loch herrschen. Selbst Licht wird so stark angezogen, dass es sich krümmt. Ein greller Ring, pure Energie, zeigt das letzte heiße Aufblitzen aller Materie, bevor sie in der Dunkelheit verschwindet. 300 Wissenschaftler aus 80 Ländern arbeiteten fünf Jahre lang an der Erstellung des Bildes. Auch an der Universität Frankfurt. Prof. Luciano Rezzolla, Theoretischer Astrophysiker Universität Frankfurt: „Natürlich hatten wir am Anfang Angst, dass wir das, was wir gesehen haben nicht mit unseren Theorien erklären können aber als wir gesehen haben, dass auch Sagittarius A* einen Ring hat, war das ein sehr gutes Gefühl.“ Auch mit einem Ring geschmückt und damit erstaunliche Ähnlichkeit zu Sagitarrius A* weist M87* auf, das 2019 als erstes schwarzes Loch fotografiert wurde. Erstaunlich, weil beide nicht in derselben Liga spielen. Prof. Luciano Rezzolla, Theoretischer Astrophysiker Universität Frankfurt: „Unser schwarzes Loch ist fast 4 Millionen Sonnenmassen groß und M87 ist fast 6 Milliarden Sonnenmassen groß. Und das bedeutet, dass sie wie eine Mikrobe und ein Elefant sind. Normalerweise denken wir, dass sie wahnsinnig verschiedene Objekte sind. Aber was wir gesehen haben, ist dass diese zwei Objekte fast vergleichbar sind.“ Einstein hatte also mal wieder recht – wie schon mit der […]

  • „Media:TOR“ in Speyer öffnet seine Pforten

    „Media:TOR“ in Speyer öffnet seine Pforten

    Heute hat es offiziell seine Türen geöffnet: Das „Media:TOR“ in Speyer. Der rheinland-pfalzweit erste kreative MakerSpace der Landes-Medienanstalt. Ab sofort soll er allen Bürgern als Ort der medialen Teilhabe zur Verfügung stehen. Hier können eigene Projekte umgesetzt und die persönliche Medien-Kompetenz gestärkt werden. Ob die Herstellung von Modellen mit dem 3D-Drucker. Ob grafisches Arbeiten. App-Anwendungen und Programmieren. Oder plotten, löten oder lasern. Im neuen Media:TOR lässt sich in Werkstattatmosphäre von Schmuck- und Textildesign bis hin zu digitalen Video- und Audioproduktionen so einiges kreativ umsetzen. Davon profitiert auch der Offene Kanal Speyer. Statt wie bisher verborgen in einem Schulkeller, wird hier nun ab sofort öffentliches Bürgerfernsehen gemacht. Thomas Schuster, Offener Kanal Speyer: „Wir haben also hier unheimlich schöne Möglichkeiten. Da wir jetzt einen großen multifunktionalen Raum haben. Der sehr gut mit Technik bestückt ist. Gleichzeitig direkt die Hauptstraße vor Ort. Das heißt, wir können direkt rausgehen, können Leute interviewen.“ Nicht nur der Offene Kanal hofft auf großen Zulauf. Das vielfältige Angebot des 200 Quadratmeter großen „Lernspielplatzes“ lädt alle Interessierten zum Entdecken und Mitmachen ein. Ob Jung oder Alt, ob einzeln oder in der Gruppe. Gut erreichbar mitten in der Speyerer Fußgängerzone. Albrecht Bähr, Versammlungsvorsitzender Medienanstalt RLP: „Hier kann man einfach kommen. Kann in den Keller gehen. Kann ausprobieren, was zu machen ist. Kann für sich selbst auch noch mal abwägen, ist das überhaupt was für mich. Wenn ja, dann bleib ich weiter dabei. Belege ich vielleicht ein paar Kurse. Und hier muss sich auch keiner schämen, dass er was nicht kann.“ Medienkompetenz fördern und Demokratie stärken. Das ist auch das Ziel der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Für Digitalminister Alexander Schweitzer ist die Eröffnung der öffentlichen Medienwerkstatt ein wichtiger Schritt hin zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe. Alexander Schweitzer (SPD), Digitalisierungsminister Rheinland-Pfalz: „Es gibt immer noch viele Menschen, die haben diese Angebote nicht. Und die haben […]

  • Neue Kamera überführt Handy-Sünder

    Neue Kamera überführt Handy-Sünder

    Seit 2017 sinkt die Anzahl der Unfalltoten in Rheinland-Pfalz kontinuierlich. Und dennoch: Jeder der insgesamt 117 Menschen, die im Jahr 2021 in Rheinland-Pfalz durch einen Verkehrsunfall ihr Leben verloren, ist ein Opfer zu viel. Häufig sorgt das Handy für Ablenkung im Straßenverkehr. Blickt man bei 100km/h für nur eine einzige Sekunde auf das Handy, fährt man etwa 30 Meter blind. Um Handysündern besser auf die Schliche kommen zu können, startet Rheinland-Pfalz jetzt ein Projekt mit hochauflösenden Kameras. Etwa 1000 Unfälle durch Ablenkung. So die rheinland-pfälzische Bilanz für das Jahr 2021. Eine der Hauptursachen: Handynutzung am Steuer. Um solche Verstöße in Zukunft effektiver ahnden zu können, startet das Land ab dem 1. Juni ein Pilotprojekt. Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz: „Ablenkung ist ein Thema, das für uns immer stärker klar wird, dass es zu schweren und schwersten Verkehrsunfällen führt. In der letzten Verkehrsunfallbilanz konnten wir (…) zwei Todesfälle diesem Phänomen Ablenkung zuordnen. Rund 50 Schwer- und Schwerstverletzte. Und allein das ist Motivation genug zu sagen: Auch dieses Feld wollen wir mit modernster Technik, die wir der rheinland-pfälzischen Polizei zur Verfügung stellen, angehen, bekämpfen und zurückdrängen.“ Dafür im Einsatz: Ein High-End-Kamerasystem, das dem menschlichen Auge um ein Vielfaches überlegen ist. Matthias Emmerich, Leiter Arbeitsgruppe MONOcam: „Das System besteht aus zwei Komponenten. Wir haben eine Kamera, die in der Regel auf einer erhöhten Position steht. Und auf der anderen Seite einen Hochleistungslaptop mit einer Software. Diese Software betrachtet den Verkehrsfluss in Echtzeit und bewertet den Fahrzeugführer, ob er ein Mobiltelefon in der Hand hält oder nicht. Ist das der Fall, wird ein Bild ausgelöst.“ Dieses Bild wird im Anschluss nach dem Vier-Augen-Prinzip von zwei geschulten Beamten bewertet. Ist der Verstoß eindeutig nachweisbar, wird ein Bußgeld fällig: 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Die Software für das Kamerasystem kommt aus den Niederlanden. Hier […]

  • Modernste Technik bekämpft die Blaualge

    Modernste Technik bekämpft die Blaualge

    Der Frühling ist da, die Sonne scheint, die Temperaturen klettern langsam nach oben. Schon bald könnte es für viele wieder heißen: Ab an den Badesee! In Offenbach besonders beliebt: Der idyllisch in einem Naturschutzgebiet gelegene Schultheis-Weiher. Doch immer wieder muss der See wegen Blaualgen gesperrt werden. Ein deutschlandweit einzigartiges Pilotprojekt soll die Blaualgenplage bekämpfen. Auf den ersten Blick sieht die Anlage aus wie ein ganz normaler Baucontainer. Doch ihre inneren Werte können sich sehen lassen: Mit modernster Technik werden hier im großen Stil Phosphate aus dem Wasser gefiltert. Gleichzeitig wird das Seewasser mit Sauerstoff angereichert. Und so funktioniert’s: Tobias Hoffmann, Projektleiter Verfahrenstechnik ALMAWATECH GmbH „Durch mengenproportionale Zugabe des Fällmittels wird das gelöste Phosphat in eine unlösliche Form überführt. Die ungelösten Phosphate treiben in der Filtration an die Oberfläche und werden mit einem Schlammräumer abgeschöpft. Das gereinigte Wasser verlässt die Anlage im freien Gefälle und fließt zurück in den See.“ Klingt kompliziert, ist aber im Prinzip ganz einfach: Mit einem Fällmittel, in diesem Fall Dialuminiumchloridpentahydroxid, werden die Phosphate aus dem Seewasser in einem chemischen Prozess gebunden. Wie Fett auf einer Suppe schwimmt die neue Verbindung dann nach oben – und kann schließlich wie mit einem großen Suppenlöffel einfach abgeschöpft werden. Aber wozu ist es überhaupt nötig, das Phosphat aus dem Wasser zu holen? Die Probleme beginnen damit, dass der Schultheis-Weiher keinen natürlichen Zu- oder Abfluss hat. Er speist sich ausschließlich über Regen und Grundwasser. Gleichzeitig fühlen sich hier besonders viele Wasservögel wie diese Enten wohl. Und die Sorgen mit ihren Ausscheidungen dafür, dass der Phosphatgehalt im See immer weiter ansteigt. Das ist wiederum der ideale Nährboden für Wasserpflanzen und Blaualgen: Sie vermehren sich so massiv, dass der Sauerstoffgehalt im Wasser immer weiter abnimmt und der See schließlich umkippt. Sabine Groß, Bündnis 90/Die Grünen, Bürgermeisterin Offenbach „Im Frühling ist es immer noch […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Frankfurter Polizei geht gegen Straßenblockierer vor — 5G-Netz in Rheinland-Pfalz soll ausgebaut werden — Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen nimmt zu Polizei geht gegen Blockierer vor In der Frankfurter Innenstadt hat die Polizei heute Morgen etwa 40 Teilnehmer der Initiative „Letzte Generation“ in Gewahrsam genommen. Die Polizei vermutet, dass sie an den heutigen Straßenblockaden teilnehmen wollten. Bereits am Montag und Dienstag hatten Mitglieder der Initiative wichtige Straßen in Frankfurt blockiert. Einige von ihnen klebten sich auf der Fahrbahn fest. Mehr als 50 Personen wurden gestern festgenommen. Um weitere Straftaten zu verhindern, kommen sechs von ihnen erst heute Abend wieder frei. Gegen die Teilnehmer an den Aktionen wurden Strafverfahren wegen des Verdachts der Nötigung eingeleitet. 5G-Netz soll ausgebaut werden Der Mobilfunkanbieter Vodafone will bis Ende 2023 rund 75 Prozent der Haushalte in Rheinland-Pfalz mit dem neuesten Mobilfunkstandard 5G+ versorgen. Bis Ende 2025 sollen es rund 90 Prozent sein. Eine entsprechende Absichtserklärung haben heute Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer und Vodafone unterzeichnet: Alexander Schweitzer, SPD, Digitalisierungsminister Rheinland-Pfalz „Die Menschen in Rheinland-Pfalz brauchen 5G+, die Beschäftigten brauchen es. Menschen, die kommunizieren wollen. Menschen, die ihrem Beruf nachgehen, Menschen, die sich vernetzen wollen. Die brauchen 5G+ als eines der modernsten Mobilfunknetze in Europa. Und darum bin ich sehr froh, dass wir eines der ersten Flächenländer sein werden in Deutschland, das in den Genuss dieses flächendeckenden Netzes kommen wird“. Mit 5G+ könnten Daten in Echtzeit ausgetauscht werden. Die Technik biete mehr Netzkapazität und verbrauche weniger Energie. Passagierverkehr nimmt zu Am Frankfurter Flughafen ist die Zahl der Fluggäste im März auf rund 2,9 Millionen gestiegen. Wie der Betreiber Fraport heute mitteilte, waren das gut 800.000 mehr als im Februar. Grund war, dass wieder mehr Menschen in Urlaub fliegen. Allerdings liegen die Zahlen noch immer deutlich unter dem Niveau vor der Corona-Pandemie. Das Frachtgeschäft sank im März gegenüber dem Vorjahr […]

  • Ganz reale Gefahren im virtuellen Raum

    Ganz reale Gefahren im virtuellen Raum

    Moderne Kriege spielen sich nicht mehr nur auf dem Schlachtfeld ab – vor allem Cyberattacken nehmen eine immer größere Rolle ein. Gegner sollen durch Hackerangriffe auf kritische Infrastruktur geschwächt werden. So gibt es aktuell zahlreiche Berichte über russische Versuche, wichtige Computersysteme in der Ukraine lahmzulegen. Und auch hierzulande warnen Experten immer eindringlicher vor der Gefahr staatlich gelenkter Cyberangriffe aus Russland. Das De-Cix in Frankfurt ist einer der wichtigsten Internetknoten der Welt. Sollten sich Hacker hier Zutritt verschaffen, könnte das fatale Folgen haben: Vom Verlust wichtiger Daten durch Sabotageakte gegen Firmen und Versorgungsbetriebe bis hin zum vorübergehenden Totalausfall des Internets für Millionen von Menschen. Da die De-Cix-Rechenzentren aber nicht nur von außen Hochsicherheitstrakten gleichen, sondern auch hervorragend gegen Angriffe aus dem Netz geschützt sind, ist ein Eindringen hier so gut wie ausgeschlossen. Ganz anders als in vielen anderen Bereichen der kritischen Infrastruktur. Denn die Attacken von Internetkriminellen zielen zunehmend auf kleinere Betriebe wie etwa örtliche Strom- oder Wasserversorger. Hier sind die Lücken in der Firewall oft deutlich größer. Der mögliche Schaden für die Bevölkerung kann also verheerend sein. Etwa, indem Hacker einen Stromausfall provozieren oder eine ganze Stadt von der Wasserversorgung abschneiden. Auch Krankenhäuser geraten immer häufiger ins Visier von Cyberkriminellen: Im schlimmsten Fall besteht Lebensgefahr für die Patienten. In der Regel geht es bei den Cyberangriffen um Geld: Die Hacker versprechen, die Systeme gegen Zahlung einer bestimmten Summe wieder freizugeben. Hinweise auf staatlich gelenkte Cyberangriffe aus Russland gibt es dagegen bislang noch nicht. Die Sicherheitsbehörden sind aber in erhöhter Alarmbereitschaft und fordern Firmen und Institution dazu auf, sich gegen Angriffe aus dem World Wide Web zu schützen. Und sie warnen die Bevölkerung vor Trittbrettfahrern: Denn seit Beginn des Krieges in der Ukraine steige die Zahl der Fälle, in denen gewöhnliche Internetkriminelle mit falschen Spendenaufrufen und Phishingmails versuchten, an Geld und […]