Technik

  • Messungen der Tiefenwärme

    Messungen der Tiefenwärme

    Wärme aus der Tiefe statt Öl und Gas – Darum geht es bei der sogenannten Geothermie. Ihre Nutzung könnte ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung der Zukunft sein. Um zu erforschen, wo im hessischen Oberrheingraben Tiefenwärme gewonnen werden kann, läuft derzeit eine groß angelegte Messkampagne aus der Luft. Ein speziell ausgestattetes Flugzeug startet vom Flughafen Speyer und sammelt Daten über den Untergrund.   Wie kann die klimaneutrale Wärmeversorgung der Zukunft aussehen? Eine mögliche Antwort lautet: Geothermie. Dabei wird heißes Wasser gefördert, das tief im Untergrund gespeichert ist. Um herauszufinden, wo sich geeignete Reservoirs befinden, müssen umfangreiche Daten über den Untergrund gesammelt werden – und genau das geschieht derzeit aus der Luft.  Dr. Kristian Bär, Geowissenschaftler Vulcan Energy: „Das Flugzeug hat drei verschiedene Messwerkzeuge an Bord. Das heißt zum einen wird das Schwerefeld der Erde gemessen. Zum anderen Abweichungen beim Erdmagnetikfeld. Da sehen wir dann je nach Gesteinsart deutliche Unterschiede. Und können aus den Daten dann, wenn die flächenhaft erhoben werden, ein 3D-Modell des Untergrundes aufbauen.“  Was von außen fast historisch wirkt, ist im Inneren mit moderner Messtechnik ausgestattet. Gravitation und Magnetfeld der Erde können Auskunft über die Beschaffenheit des Untergrundes geben. Dr. Kristian Bär, Geowissenschaftler Vulcan Energy: „Wir brauchen Gesteine, die Hohlräume, das heißt die wie ein Schwamm natürliche Poren haben, in denen Wasser gespeichert werden kann. Und in denen das Wasser vor allem auch fließen kann, wenn wir’s dann mit unseren Bohrungen rausholen wollen. (…). Und am besten geeignet sind im Oberrheingraben, Graben sagt’s in dem Fall, es ist quasi ein Bruchsystem, in denen das Gestein an vielen Stellen gebrochen ist. Und diese Brüche sind quasi zusätzliche Wasserwegsamkeiten, das heißt Strukturen, in denen das Wasser fließen kann.“   Das Wasser, das in Poren und Brüchen zirkuliert, kann je nach Tiefe Temperaturen von bis zu 220 Grad Celsius erreichen. An der Oberfläche kann diese Hitze dann […]

  • Kochroboter in Frankfurter Restaurant

    Kochroboter in Frankfurter Restaurant

    Schwere Töpfe schleppen, dauerhafte Rührbewegungen, die Arbeit eines Kochs ist ein echter Knochenjob. Den will ein Restaurant in Frankfurt mit maschineller Hilfe erleichtern. Ein vietnamesisches Restaurant in Frankfurt hat sich einen Kochroboter angeschafft. In bis zu acht Töpfen gleichzeitig kann hier gekocht werden. Gesteuert vom Kochroboter, der sich mit einem Arm um die Gerichte auf den Herdplatten kümmert und mit einem anderen Arm Töpfe spült und das Essen ausgibt. Pausen braucht er nicht, Erschöpfung kennt er nicht. Thu Dinh, Vipho Frankfurt: Das ist eine absolute Arbeitserleichterung für alle Köche. Und wir hoffen durch diese Erleichterung der Arbeit mehr Nachwuchs, die sich für diesen Beruf als Koch interessieren und erlernen möchten, damit wir irgendwann das Problem mit dem Fachkraftmangel in Deutschland mit der Zeit beseitigen können.  Keine schweren Töpfe mehr schleppen, kein spritzendes Fett. Seit Januar hat das Vipho den Roboter in Betrieb. Als die Essensbestellungen immer mehr werden, beschließen Thu Dinh und ihr Mann, eine zweite Filiale zusätzlich zu ihrem normalen Restaurant zu eröffnen, extra nur für Lieferessen, ausgestattet mit dem Kochroboter. Die Köche müssen am Roboter programmieren, wie was gekocht werden muss und die Zutaten hineinfüllen. Die holt sich dann der Roboter selbstständig zur richtigen Zeit und kocht sie in den Töpfen. 200 mal am Tag. Die Inhaber wissen aber auch: Thu Dinh, Vipho Frankfurt: Es ist immer noch ein Gerät. Ein Gerät kann auch immer zum Ausfall kommen. So wie Menschen können auch mal erkrankt sein und nicht zur Arbeit erscheinen. Deshalb haben wir auch eine kleine Backup-Küche, damit wir immer noch das Essen, falls es dann zu größeren technischen Problemen kommt, dass die Köche das immernoch das Essen selber kochen und wir somit den Gästen das Essen liefern können.  Von Hand gekocht wird auch im Hauptrestaurant noch. Und das sei auch gut so, meint Thu Dinh, denn […]

  • Digitaltechnik für Bahnbaustellen

    Digitaltechnik für Bahnbaustellen

    Ab Mitte Juli wird die Deutsche Bahn die Schienenstrecke sanieren, die entlang des rechten Rheinufers von Wiesbaden über Rheinland-Pfalz bis nach Nordrhein-Westfalen führt. Auf diesem Abschnitt fahren vor allem viele Güterzüge. Damit die Einschränkungen durch die Bauarbeiten möglichst gering sind, setzt die Bahn bei der vorbereitenden Vermessung auf moderne digitale Technologien. Und die haben wir uns mal aus nächster Nähe angeschaut. Einsatz für die Kamera-Drohne am Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein. Aus der Luft vermisst sie Oberleitungen, Masten, Bahnsteige. Die hochauflösende Optik sorgt für Daten, die in kurzer Zeit in ein 3D-Modell übertragen werden. Die herkömmlichen Vermessungsinstrumente wie Dreibein oder Messrad haben Pause. Frank Schmidt, Gesamtprojektleiter DB Korridorsanierung Rechter Rhein „Das Besondere an dieser neuen Technik ist eben, dass wir anhand dieser Aufnahmen mit der Drohne und mit den Kameras deutlich schneller sind in der Vermessung der Strecke. Und das eben unter laufendem Betrieb auch machen können, wofür wir sonst die Sperrungen im Gleis gebraucht und den Betrieb deutlich beeinflusst hätten.“ Von den oberirdischen Anlagen geht es im virtuellen Raum direkt unter die Erde. Hier wird geprüft: Sind die Fahrkartenautomaten an der richtigen Stelle geplant? Sind die Aufgänge zu den Bahnsteigen breit genug veranschlagt? Die Daten dazu liefert diese 360-Grad-Kamera, wie man sie von Online-Kartendienstleistern kennt. Der Vermesser trägt diesen Rucksack-Scanner, der seine Umgebung rundum erfasst. Und auch unter die Erde können die Spezialisten blicken: Dieses sogenannte Georadar spürt verborgene Strukturen im Boden auf – bis zu einer Tiefe von vier Metern. André Winkler, Regionalleiter DB Engineering & Consulting „Wir können damit Kabel und Leitungen erkunden, was ein ganz wichtiges Thema ist. Denn oft liegen Kabel nicht da, wo sie nach Plan liegen sollten. Und wenn dann just an der Stelle, wo wir zum Beispiel einen Verbau für eine große Baugrube rammen wollen, sich ein Kabel befindet, dann ist das ungünstig. Das kann […]

  • Medienanstalt Hessen verleiht „Media Surfer“

    Medienanstalt Hessen verleiht „Media Surfer“

    Ein Leitfaden für einen bewussteren Umgang mit den sozialen Medien. Ein Musikvideo gegen Mobbing. Oder auch ein flammendes Plädoyer für die Anschaffung bequemerer Sitzmöbel im eigenen Klassenraum: Wenn die Medienanstalt Hessen einmal im Jahr den großen Medienkompetenzpreis „Media Surfer“ verleiht, kann sie sich vor kreativen Ideen hessischer Schülerinnen und Schüler kaum retten. Vielleicht auch, weil der „Media Surfer“ mit insgesamt 18000 Euro Preisgeld dotiert ist…   Erdkunde mal anders: Ein Eisbär begibt sich auf eine spannende Reise durch die deutschen Bundesländer und erlebt dabei allerhand Abenteuer. Mit diesem in mühevoller Kleinarbeit im Trick-Stopp-Verfahren erstellten Film holen sich die Schüler der Grundschule in Kassel-Waldau den ersten Preis in der Kategorie „bis 10 Jahre“ – inklusive Preisgeld in Höhe von 2000 Euro. Daniel (11 Jahre), Grundschule Waldau: „Also es war viel Arbeit. Es war leicht. Aber es hat viel Spaß gemacht.“ Ein bisschen Oskar-Feeling bei der großen Preisverleihung im Kasseler Filmpalast gibt’s obendrauf: Was für eine Erfahrung für die Schüler. Insgesamt 22 Filme aus vier Kategorien – von der Kita bis zur Oberstufe – haben es beim diesjährigen „Media Surfer“ der Medienanstalt Hessen in die Endauswahl geschafft. Platz zwei bei den Großen geht in diesem Jahr an die Erich-Kästner-Schule Maintal für ihr Projekt: „Wo Teilhabe beginnt, kommt Farbe ins Leben.“ Anas El Daoudi (16 Jahre), Erich-Kästner-Schule Maintal: „Wir wollten mit unserem Film ausdrücken, dass wir nicht wegschauen dürfen. Also, es ist ja ganz klar: Dass Leute im Rollstuhl sitzen, ist ja was ganz Normales. Und das merkt man halt im Alltag, dass die halt ein bisschen benachteiligt werden.“ Großer Sieger in der Kategorie „bis 18 Jahre“: Die Anne-Frank-Schule aus Frankfurt mit diesem künstlerisch gestalteten Kurzfilm, der nicht nur die schlechte Ausstattung der Schulen, sondern auch gleich noch das gesamte Schulsystem anprangert. Romeo (14 Jahre), Anne-Frank-Schule Frankfurt: „Ich finde, es ist wichtig, dass […]

  • Messe TechTextil in Frankfurt

    Messe TechTextil in Frankfurt

    Die weltweit größte Messe für technische Textilien, die ‚TechTextil‘, steigt diese Woche wieder in Frankfurt. Hier treffen Autobauer auf Medizintechniker oder Fashionistas auf Hersteller hochfunktionaler Schutzkleidung. Vier Tage lang dreht sich alles um innovative Stoffe und Materialien. So könnte sie aussehen, die Hausfassade der Zukunft. Mit anpassungsfähigen Beschattungselementen, die sich elastisch verformen und so die Sonneneinstrahlung und die Temperatur im Innenraum regeln. Über zehn Jahre hat das Institut  für Fasertechnologien geforscht und eine KI mit Gebäudesimulationen gefüttert. Damit soll der Energieverbrauch von Gebäuden künftig minimiert werden. Matthias Ridder, Institut für Fasertechnologien „Der Gebäudesektor und das Wärmen und Kühlen ist einer der größten Emittenten von CO2 in der Welt, ein Drittel der benötigten Energie wird für Heizen und Kühlen von Gebäuden genutzt. Und da wollten wir eine Lösung finden, wie man mit möglichst wenig Energie einen Raum so klimatisieren kann, dass man nicht heizen und kühlen muss.“ Da die Gelenke nur geringen Druck benötigen, verbraucht ihr Antrieb ebenfalls wenig Energie. Eine von vielen Neuheiten, die 1.700 Aussteller aus über 50 Ländern bei der TechTextil in Frankfurt präsentieren. Beim größten rheinland-pfälzischen Arbeitgeber BASF gibt es einen innovativen Fahrradrucksack. Für den wird gemeinsam mit einem Bekleidungshersteller ein Kunststoff verwendet, dessen CO2-Fußabdruck bei Null liegen soll. Frank Reil, Leiter Nachhaltigkeit BASF „Wir nehmen hier Bio-Naphtha, basierend auf Frittenfett, wenn man so will. Also auf Speiseöl-Abfall und genauso Biomethan, das auch aus Bio-Abfall gewonnen wird. Und damit ersetzen wir fossile Ressourcen.“ So kann ein klimaneutraler synthetischer Kunststoff entstehen. Auf dem Markt ist der neue Rucksack aber noch nicht, trotz sichtbarem Interesse. Neue Stoffe könnten die Zukunft in der Textilbranche sein. René Bethmann, Innovationsmanager Vaude „Ohne dass man Abstriche machen muss in der Qualität oder in der Performance. Denn wir haben hier genau die gleiche Performance, Leistungsfähigkeit wie bei einem konventionellen Material.“ Zurück zu Uni-Forscher Matthias Ridder, […]

  • Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Sauberes Wasser ist in Krisenregionen eines der größten Themen. Für solche Fälle gibt es Notfall-Kläranlagen. Problem nur: die verbrauchen viel Strom und der ist oft im Katastrophengebiet nicht vorhanden. Forscher aus Mittelhessen haben nun mit Partnern aus der Industrie eine Kläranlage entwickelt, die mit Solarstrom läuft. Dieses Wasser hat nichts in einem Fluss zu suchen. Es ist verschmutzt und voller Fäkalien. Hier leben insgesamt 1,1 Millionen Menschen – das Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch ist das größte der Welt. Diese Notfall-Kläranlage, eine von mehreren, ist schnell aufgebaut und reinigt das Abwasser von rund 4.000 Menschen. Eigentlich bräuchte es mehr davon, doch der Betrieb ist teuer und das Geld vor Ort knapp, weiß Christoph Stein. Sein Unternehmen hat die Anlage für eine Hilfsorganisation vor Ort bereitgestellt. Björn Christoph Stein, Gründer Sygin & Stein Engineering „Tagsüber läuft die Anlage auf Solarstrom, was sehr kostengünstig ist, nachts sind wir noch in der Verlegenheit, dass wir Strom vor Ort lokal mit Diesel herstellen müssen und das ist leider teuer.“ Gemeinsam haben er und ein Team der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen ein neues System entwickelt, das tagsüber mit Solarstrom läuft und nachts, wenn die Sonne nicht scheint, auch ohne Strom auskommt. Entscheidend sind diese von einem Industriepartner entwickelten Schaumstoffwürfel. In ihnen leben die Mikroorganismen, die das Wasser reinigen – wie in einer normalen Kläranlage auch. Markus Röhricht, Professor für Umweltingenieurwesen THM Gießen „Normalerweise, wenn eine Anlage längere Zeit keinen Zufluss hat, also kein Futter für die Bakterien hat, dann würden die irgendwann absterben und da wir jetzt aber die Bakterien in diesen Würfeln haben, sind sie geschützt, sterben nicht so schnell ab und können eben diese 12 Stunden problemlos überbrücken.“ In der Kläranlage Lollar testen die Forscher ihren Prototypen im größeren Maßstab – in den Laborräumen der THM arbeitet Masterstudent Nicolas Jost noch an den Feinheiten. […]

  • Frühjahrsputz im Technikmuseum

    Frühjahrsputz im Technikmuseum

    Mit den ersten warmen Tagen kommt für viele auch eine eher ungeliebte Aufgabe zurück: der Frühjahrsputz steht an! Im Technik Museum Speyer wird der allerdings zur echten Herausforderung – denn dort wird nicht am Boden gewischt, sondern auch in luftiger Höhe geschrubbt. Die Mitarbeiter müssen ran – und wir haben sie dabei begleitet. Wer hier arbeitet, muss schwindelfrei sein. Für die Boeing 747 im Technik Museum Speyer steht der Frühjahrsputz an. Und der hat es in sich. Denn der ohnehin schon riesige Jumbo-Jet thront auf Pfeilern. Für die Mitarbeiter bedeutet das Arbeiten in 30 bis 40 Metern Höhe. Ohne Hebebühne geht da gar nichts. Und auch sonst ist der Aufwand enorm. Dawid Mail, Mitarbeiter Technik Museum Speyer „Also der Zeitaufwand ist bei dem Flugzeug natürlich groß. Da gehen wir von fünf bis sechs Wochen aus. Dazu stehen uns zur Verfügung: zwei große Hebebühnen – die eine mit 33, die andere mit 48 Metern –, zwei Dampfstrahler und mindestens drei Mann.“ Dawid Mail ist eigentlich Schlosser in der Werkstatt des Museums. Während der Reinigungsarbeiten ändert sich sein Arbeitsgerät. Hochdruckreiniger statt Schweißgerät. Dawid Mail, Mitarbeiter Technik Museum Speyer „Das ist natürlich Abwechslung. Meiner Meinung nach ist das gar keine so schlechte Sache. Wenn ich tagelang oder wochenlang am Schweißtisch verbringe und darf irgendwann raus an das Flugzeug, dann macht das schon Freude.“ Auf Dach und Tragflächen des knapp 70 Meter langen Flugzeugs finden die Mitarbeiter alles, was so durch die Luft wirbelt – von gewöhnlichem Schmutz bis hin zu Saharastaub. Ein Flugzeug dieser Größe reinigen – Gibt es da einen Geheimtipp? Dawid Mail, Mitarbeiter Technik Museum Speyer „Nix anderes als Fensterputzen zuhause: von oben nach unten. Mehr gibt’s da nicht. Es gibt Stellen, wo man länger braucht, wo mehr Dreck rauskommt – aber sonst einfach von oben nach unten.“ Alle zwei Jahre […]

  • Streit um Rechenzentren in Südhessen

    Streit um Rechenzentren in Südhessen

    Einer der größten Internetknotenpunkte der Welt ist Frankfurt. In der Rhein-Main Region gibt es schon jede Menge Server-Zentren – aber das reicht nicht, um die riesigen Datenmengen zu bewältigen, die wir tagtäglich durchs Internet schicken. Nun sollte ein weiteres Rechenzentrum in Groß-Gerau entstehen. Doch jetzt schmettert der Stadtrat das 2,5 Milliarden Euro Projekt ab: SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler und Linke haben vereint dagegen gestimmt. Die Grünen jubeln und sagen: „Milliardendeal glücklich geplatzt“. Die CDU im Stadtrat hat für das Projekt gestimmt und spricht davon, dass nun Zukunft verhindert wird. Ein Fall zum Kopf schütteln und doch kein Einzelfall. Auch in Maintal bäumt man sich gegen den Bau eines Rechenzentrums auf. Hier allerdings gibt’s andere Gründe. Hier im Gewerbegebiet Dörnigheim könnte es bald so aussehen: Ein riesiges Rechenzentrum, eigenes Gaskraftwerk inklusive. Denn der digitale Komplex  soll mit einer Leistung von bis zu 120 Megawatt zu einem der größten im Rhein-Main-Gebiet werden, doch dafür fehlt im kleinen Maintal einfach der Strom. Also will der US-amerikanische Betreiber Edgeconnex auf den  100.000 Quadratmetern ein eigenes Gaskraftwerk mit Dieselersatzmotoren bauen. Das hat im Maintaler Stadtparlament schon für große Diskussionen gesorgt, die Stadtverordneten verlangen mehr Informationen zu dem Vorhaben.  Zu den ausgemachten Kritikern gehört Götz Winter, er sorgt sich vor allem wegen der großen  Dimension des Kraftwerks. Götz Winter (CDU), Stadtverordneter Maintal „Wir haben CO2-Emissionen, Giftstoffe, die aus dem Schornstein rauskommen können. Wir befinden uns hier in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet. Und tatsächlich soll ein Kraftwerk hierhin gestellt werden, das ungefähr die Größenordnung hat, um ganz Frankfurt mit Energie zu versorgen.“ Die Kritiker rechnen mit einem Ausstoß von 600.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Im Gegenzug  erwartet Götz Winter nur geringe Gewerbesteuereinnahmen, da Rechenzentren mit wenig Personal auskommen. Ein Branchenverband schätzt die jährlichen Zusatzeinnahmen für Maintal auf 2,6 Millionen Euro. Dem Betrag wäre man im […]

  • Seilbahn in Koblenz steht still - Reparaturarbeiten notwendig

    Seilbahn in Koblenz steht still – Reparaturarbeiten notwendig

    In Koblenz kommt man aktuell nur zu Fuß oder mit dem Auto hoch zur Festung Ehrenbreitstein. Der Seilbahnbetrieb steht nämlich seit Wochen still, weil das Zugseil der Bahn ausgetauscht werden musste. Das ist jetzt geschafft und heute folgte der nächste Meilenstein: Die Gondeln konnten wieder eingehängt werden. Wir waren dabei. Tonnenschwere Maßarbeit. Per Kran geht es für die Gondeln erst in die Luft und dann Richtung Einfuhr-Schiene. Dort angekommen braucht es das gute Auge des Einweisers und das Fingerspitzengefühl des Kranfahrers. Zentimeter für Zentimeter wird die dreieinhalb Tonnen schwere Kabine herabgelassen, bis der Handwerker sein „Daumen hoch“ gibt. Stundenlange Millimeterarbeit und eine echte Geduldsfrage bei Temperaturen um die null Grad. Peter Magnus, Betriebsleiter Seilbahn Koblenz „Es gibt acht Rollen an den Laufwerken der Kabinen, die sind beweglich aufgehangen. Die müssen natürlich auf die Schiene passen. Um ein bis zwei Zentimeter genau muss das passieren, sonst würden sie neben der Schiene laufen, was natürlich nicht geht.“ In den vergangenen Wochen hatten die Gondeln der Koblenzer Seilbahn Winterpause. Normalerweise können täglich über siebentausend Menschen mit der Bahn befördert werden. Nach 15 Jahren Betrieb musste nun erstmals das Zugseil ausgetauscht werden. Gar nicht so einfach, wenn das Seil aus Stahl ist und über sechzehn  Tonnen wiegt. Peter Magnus, Betriebsleiter Seilbahn Koblenz „Es wird das neue Zugseil an das alte geknüpft, dann muss die Anlage eine Runde fahren. Das alte wird aufgewickelt, das Neue kommt in die Anlage. Dann wird es miteinander verspleißt, verflochten sozusagen.“ Was einfach klingt, ist in Wahrheit wochenlange Arbeit. Wie es sich für eine Seilbahn gehört finden viele die Arbeiten in der Luft statt – über dem Rhein und einer Bundesstraße. Damit nichts schiefgeht, kommt sogar ein Expertenteam aus der Schweiz zu Hilfe. Peter Magnus, Betriebsleiter Seilbahn Koblenz „Wir müssen uns entsprechend abstimmen. Die Kommunikation muss stimmen. Nicht immer ganz […]

  • Rheinland-pfälzische Polizei beschäftigt eigene Influencerin

    Rheinland-pfälzische Polizei beschäftigt eigene Influencerin

    Fast zwei Stunden pro Tag sind die Deutschen auf Social Media Plattformen unterwegs. Vor allem junge Menschen nutzen TikTok, Instagram und Co. als Hauptinformationsquelle. Auch deswegen hat fast jedes Unternehmen und jede Behörde einen Social Media Account. Auch die rheinland-pfälzische Polizei. Und seit kurzem auch eine Polizei-Influencerin. Laila Ziegler „Ich bin jetzt hier im Ministerium für die Pressekonferenz und die geht gleich los. Ich bin ein bisschen aufgeregt, aber ich freue mich auch und alles Weitere seht ihr dann im Verlauf des Videos.“ Laila Ziegler ist seit Oktober Studentin an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz. Ihren Ausbildungsalltag teilt sie mit ihren Followern auf TikTok. Laila Ziegler „…Der Tag hat bei uns heute mit zwei Stunden Strafrecht begonnen…“ Mit dem Account möchte die 19-Jährige vor allem junge Menschen erreichen und sie von dem Studium begeistern. Denn Social Media ist bei der Personalgewinnung mittlerweile wichtig. Laila Ziegler, Polizeikommissaranwärterin „Also es gab natürlich verschiedene Wege, wie viele von uns auf die Polizei gekommen sind. Viele auch durch Familie. Aber ich glaube Social Media spielt da schon eine große Rolle. Weil die Polizei zeigt sich da ja auch sehr präsent und dadurch hat man natürlich auch einen besseren Einblick in die Polizeiarbeit bekommen und mir hat es auf jeden Fall auch etwas dazu beigetragen, weil ich einfach verschiedene Bereiche gezeigt bekommen habe.“ Wie läuft das Auswahlverfahren bei der Polizei ab? Was gehört zur Uniform? Fragen wie diese beantwortet Laila auf TikTok. Der Account wird offiziell von der rheinland-pfälzischen Polizei betreut. Polizeiarbeit findet längst nicht mehr nur auf der Straße statt, sagt  Innenminister Michael Ebling. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Uns ist wichtig, dass Polizei präsent ist, dass man sie sieht weil sie dadurch auch wirkt und auch Sicherheit vermittelt. Und das gilt natürlich in der analogen Welt aber das gilt auch in der virtuellen […]

  • Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Haben Sie schnelles Internet zu Hause? Laut Bundesnetzagentur ist Hessen im Ländervergleich auf Platz 11, Rheinland-Pfalz auf dem vorletzten Platz. Mitten im Pirmasenser Vorort Fehrbach: Eine eingeschneite Glasfaser-Baustelle. In fünf Stadtteilen und Ortsbezirken stehen die Arbeiten am schnellen Internet nun still. Zwar wurde seit Frühjahr über 20 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, angeschlossen an die Haushalte wird es aber erst mal nicht. Zu unrentabel sagt das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“. In Pirmasens ist man genervt. Michael Maas (CDU), Bürgermeister der Stadt Pirmasens „Nachdem diese Ausbauversprechen gebrochen wurden, bin ich natürlich der erste Ansprechpartner für meine Bürgerschaft, um zu sagen: Wie geht’s denn jetzt weiter? Sag uns,  wie’s weitergeht. Und diese Antworten heute zu geben, ist recht komplex und sehr schwierig. Vor allem, wenn dieses Geschäftsumfeld mit den Kommunikationsanbietern so unzuverlässig ist, wie es sich in der letzten Vergangenheit dargestellt hat.“ Das schnelle Internet, es kommt nur langsam. Nur  25 Prozent der rheinland-pfälzischen Haushalte haben Zugang zu Glasfaser, damit belegt das Bundesland im Ländervergleich den vorletzten Platz. Der Bundesschnitt ist mit über 50 Prozent doppelt so hoch. In Rheinland-Pfalz liegt der Kreis Kusel mit 70 Prozent Anbindung an der Spitze, Pirmasens belegt mit geschätzten 38 Prozent einen Mittelfeldplatz. Schlusslicht ist Worms mit 6 Prozent. (Grafik) Als vor zwei Jahren der damalige Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer die sogenannte Gigabit-Charta vorstellt, verspricht er: Bis 2030 sollen alle rheinland-pfälzischen Regionen mit Glasfaser versorgt sein. Davon ist man noch weit entfernt, kritisiert auch der Gemeinde- und Städtebund. Moritz Petry, Geschäftsführer Gemeinde- und Städtebund RLP „Ich glaube, wir haben uns zu viel vorgenommen. Dass zu viel gleichzeitig passieren muss. Dann werden die Ressourcen knapp, dann verabschiedet sich das eine oder andere Unternehmen vom Glasfaserausbau und lässt die Gemeinde stehen.“ In Pirmasens argumentiert die Deutsche Glasfaser, die Baukosten hätten sich durch gestiegene Materialpreise von ursprünglich kalkulierten 11 Millionen Euro auf 22 […]

  • Digitalisierungsministerin Schall: Kommunen helfen, in denen der Glasfaserausbau noch hakt

    Digitalisierungsministerin Schall: Kommunen helfen, in denen der Glasfaserausbau noch hakt

    Der Glasfaserausbau in Pirmasens ist ins Stocken geraten – wie insgesamt im Land. Darüber spricht Markus Appelmann mit der Frau, die das beschleunigen kann, Markus Appelmann, Moderator: Guten Abend. Dörte Schall (SPD), Digitalisierungministerin RLP: Guten Abend, Herr Appelmann. Appelmann: Frau Schall, wir haben eben in unserem Beitrag gesehen, wie schlecht der Glasfaser-Ausbau in Pirmasens läuft. Warum hinkt der Ausbau in vielen Regionen des Landes hinterher? Schall: Wir haben sehr unterschiedliche Ausbaugeschwindigkeiten beim Thema Glasfaser, gerade in Rheinland-Pfalz. Und uns geht es darum, die besten Möglichkeiten herauszufiltern, wie es gut gelingen kann. Deswegen haben wir in unserer Strategie aufgelegt, wie es gut funktioniert und nehmen die positiven Beispiele, um den Kommunen und Städten zu helfen, die noch nicht so weit sind. Appelmann: Zur Gigabit-Strategie 2030 kommen wir gleich noch, schauen wir erst mal auf die Daten des Breitbandatlas, die die Bundesnetzagentur erhoben hat. Diese Daten sprechen eine andere Sprache: da landet Rheinland-Pfalz nämlich im Ländervergleich nur auf dem vorletzten Platz! Das läuft doch alles andere als gut? Schall: Die Zahl, die Sie herausgegriffen haben, ist die Zahl der angeschlossenen Häuser, wo wirklich die Menschen zu Hause das Glasfaser haben. Das ist tatsächlich sehr herausfordernd, weil die Eigentümer nicht immer bereit sind, Glasfaser zu legen. Bei dem Legen von Glasfaser in der Kommune in der Straße sind wir allerdings besser aufgestellt. Da sind wir auf Platz 6 bis 7, je nach Berechnung der Bundesländer. Appelmann: Aber auch bei der Position ist noch Luft nach oben. Mit der Gigabit-Strategie, die sie als Landesregierung ausgerufen haben, wollen Sie erreichen, dass in vier Jahren alle rheinland-pfälzischen Haushalte und Unternehmen Zugang zu Glasfaser erhalten sollen. Welche Maßnahmen wollen Sie als Landesregierung ergreifen, damit der Glasfaserausbau beschleunigt wird? Schall: Wir haben uns da sehr viel vorgenommen. Aber wer sich nicht viel vornimmt, der kann auch nicht viel […]

  • Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 gab es zahlreiche Ereignisse, die die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt haben. Wir haben sie kurz und kompakt nochmal für Sie zusammengefasst. JULI Hitzerekord in Rheinland-Pfalz. Am 2. Juli werden in Andernach 39,3 Grad gemessen. Und im Mainzer Landtag wird an diesem Tag über ein heiß diskutiertes Gesetz abgestimmt. Das Landesklimaschutzgesetz. Das Ziel der Landesregierung: Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Also fünf Jahre früher als der Bund und zehn Jahre früher als die EU. Es hagelt Kritik von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Karsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP, am 23.6.2025 „Unternehmen mit mehreren Standorten werden verlagern. Das Klima hat keinen Vorteil, aber wir haben den Nachteil. Das Gesetz ist nicht durchdacht.“ Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, am 23.6.2025 „Diese Planungsunsicherheit ist Gift. Und es ist so unnötig wie ein Kropf dieses Gesetz.“ Jetzt ist es mit den Stimmen der Ampel-Koalition also beschlossen, auf Druck der Wirtschaft aber in leicht abgeschwächter Form. Trotzdem: EINES hat das Landesklimaschutzgesetz auf jeden Fall bewirkt: Das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Ob sich die Beziehung von Christina und Sascha schlagartig verschlechtert, wenn sie DIESE Bilder sehen, das können wir nicht sagen. Aber klar ist, ihrem gemeinsamen Liebesschloss am Eisernen Steg in Frankfurt geht es Ende Juli an den Kragen. Die Beleuchtung an der Brücke muss erneuert werden und da sind viele Schlösser eben einfach im Weg. Fazit: Alte Liebe rostet nicht, alte Liebesschlösser dagegen schon! AUGUST Ja, er ist es. Die DNA-Analyse bestätigt, bei der Leiche, die Anfang August in der Nähe von Weitefeld gefunden wird, handelt es sich um Alexander M. Er soll im April ein Ehepaar und deren 16-jährigen Sohn in ihrem Haus in Weitefeld ermordet haben. Vier Monate lang wurde nach Alexander M. gefahndet. Hunderte Polizisten durchforsteten immer wieder die Umgebung. Doch ohne […]

  • Zwischenbilanz der rheinland-pfälzischen Digitalstrategie

    Zwischenbilanz der rheinland-pfälzischen Digitalstrategie

    Zwei Jahre ist es her: Da beschließt die Landesregierung ihre Digitalstrategie. Bis 2030 soll Rheinland-Pfalz digital umgekrempelt werden: KFZ-Onlinezulassung, Ausweitung des Mobilfunknetzes, Künstliche Intelligenz in der Schule. Vier Jahre bleiben noch, um all die selbst gesteckten Ziele zu erreichen. Jetzt zieht das Digitalministerium eine erste Zwischen-Bilanz.   Draußen unterwegs und plötzlich kein Netz. Zwar kommt das immer seltener vor – Rheinland-Pfalz versorgt mittlerweile rund 99 Prozent aller Haushalte mit Mobilfunk – doch dennoch: Zu einigen Funklöchern kommt es weiterhin. Daran wird gearbeitet – so die rheinland-pfälzische Digitalministerin Dörte Schall. Dörte Schall (SPD), Digitalministerin Rheinland-Pfalz „Wir haben noch mehr Herausforderungen im Bereich wo wir mehr Landschaft haben, wo wir Berge haben, wo wir Täler haben, da ist es schwierig. Gerade auch im Naturschutzgebiet. Die Frage: Wo setze ich einen Funkmast hin im Wald?“ Ein weiterer Schwerpunkt der Digitalstrategie für das kommende Jahr: Die digitale Teilhabe. Demnach sollen ältere Menschen durch Workshops unterstützt werden.   Dörte Schall (SPD), Digitalministerin Rheinland-Pfalz „Wir haben eine sehr, sehr schnelllebige Zeit. Das Smartphone ist erst 18 Jahre alt, also gerade erstmal volljährig geworden und wir erwarten aber von den Menschen, dass sie mit Apps bei der Sparkasse und mit Apps sich bei der Verwaltung oder jetzt beim Thema KFZ anmelden können (…) Das müssen wir unterstützen. Jemand, der jetzt 80 ist hat einfach als Jugendlicher nicht gelernt mit einem Smartphone umzugehen es gab noch gar kein Smartphone.“ Durch die wachsende Bedrohung von Hackerangriffen stellt die Cybersicherheit einen steigenden Anteil an der Digitalstrategie des Landes. Denn langfristig sei mit deutlich mehr Cyberangriffen zu rechnen. Das vermutet auch Peter Moskopp von der größten Oppositionspartei CDU. Rheinland-Pfalz hinke in Sachen Digitalisierung hinterher. Peter Moskopp (CDU), Landtag Rheinland-Pfalz „In Rheinland-Pfalz sind wir Schlusslicht und wenn wir da nichts tun und schnellstens was dran ändern, dann werden wir auch in den kommenden Jahren […]

  • Neue Waffe und Drohnentechnik für rheinland-pfälzische Polizei

    Neue Waffe und Drohnentechnik für rheinland-pfälzische Polizei

    Drohnen werden für uns immer gefährlicher. Es ist kein Geheimnis, dass die russische Regierung uns damit ausspionieren will. Aus diesem Grund geht auch Rheinland-Pfalz jetzt gegen diese Bedrohung vor. Ortstermin heute bei einer Übung in Ingelheim. Hier herrscht absolutes Flugverbot für Drohnen. Jetzt muss die Polizei schnell sein. Die Gefahrensituation einschätzen und dann bleibt hier nur eines: Schuss. Unerlaubte Drohnenflüge haben in den letzten Monaten auch in Rheinland-Pfalz deutlich zugenommen. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Mit einem klaren Schwerpunkt bei militärischen Liegenschaften. Das sind Nadelstiche einer inzwischen hybriden Kriegsführung Russlands, um zu provozieren. Auch Unsicherheit zu erzeugen. Aber es gibt auch eine zivile Seite. Eine Technik der Drohnen, die so fortgeschritten ist, kann natürlich gegebenenfalls auch eingesetzt werden, um beispielsweise Großveranstaltungen zu stören.“ Und deshalb rüstet das Land auf. 2,6 Millionen Euro hat es bisher in die Drohnenabwehr investiert. Bis zu 7 Millionen Euro will die Landesregierung insgesamt für neue Systeme ausgeben: Dazu gehören unter anderem Gewehre, die Funksignale blockieren und KI-Systeme, um Drohnen abzuschießen. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Das sind solche schnellen Innovationszyklen, dass wir davon ausgehen, dass wir immer wieder auch neue Technik brauchen, um entsprechende Fähigkeiten bei der Polizei zu halten. Und umso wichtiger ist dann das, was zum Glück jetzt auch passiert. Nämlich dass Bund und Länger gemeinsam Drohnenabwehr sowohl zentralisieren als auch koordinieren.“ Denn Drohnenpiloten handeln nicht entlang von Landesgrenzen. Doch nicht immer können die ausfindig gemacht werden. Christian Deutsch, Abteilung Spezialeinheiten Polizei RLP „Wenn wir einen Piloten haben, der irgendwo steht und ein Gerät bedient, um eine Drohne zu steuern, dann geht das ja über Signale. Und diese Signale können wir auffangen und das können wir zu 99 Prozent tun. Wenn wir aber eine programmierte Drohne haben, die gar nicht mehr von einem Steurerer im Vorfeld gesteuert wird, sondern die einprogrammiert ist, bestimmte […]