Technik

  • Weltrekord im Lok-Ziehen

    Weltrekord im Lok-Ziehen

    Zeit für einen außergewöhnlichen Weltrekordversuch. Seit vielen Jahren gehört das traditionell zum Speyerer Brezelfest. Nach einem Tanzweltrekord wurde es an diesem Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes gewichtiger. Auf dem Gelände des Speyerer Technik Museums hieß es: „Anpacken!“ Im Mittelpunkt: eine ganz besondere Zahl. Eine Lok mit 111 Tonnen Gewicht. 111 Menschen. Und genau 111 Meter bis zum Weltrekord. Insgesamt haben sich 19 Teams für den Kraftakt angemeldet. Mit dabei sind Sport- und Freizeitvereine, Unternehmen und Freundesgruppen. Die Motivation ist groß. „Auf geht’s AC, MAINZAAA MAINZAAA, Brezel HU Brezel HU, Altportelhupser immer voll dabei!“ Seit 116 Jahren richtet der Verkehrsverein Speyer das Brezelfest aus. Mit der Aktion startet er bereits den vierten Anlauf auf einen Weltrekord. Uwe Wöhlert, Vorsitzender Verkehrsverein Speyer „Zum einen glaube ich geht’s nicht um schiere Kraft, sondern es geht zunächst mal um einen gleichförmigen Rhythmus zu finden, Technik ist ganz wichtig, wir haben jemand, der sich professionell mit dem Tauziehen beschäftigt hat, der auch die Kommandos gibt von „Hebt an“ und dann das ‚Ziehen‘ und das muss gut und gleichförmig funktionieren, dass nicht nur Physik, sondern auch dieser Gemeinschaftsgeist ein tolles Ergebnis erreichen kann.“ Doch wie bereitet man sich auf so einen Kraftakt vor? „Wir haben die S-Bahn gezogen, von Limburger Hof bis Mannheim.“ „Ganz viel Strategie, Kopf, Visualisierung, das muss reichen für heute.“ „Hartes Training, Weinschorle, und gestern auf dem Brezelfest natürlich.“ Damit bei der Aktion nichts schiefgeht, wurde die Sicherheit monatelang vorbereitet. Statik, Seile und Befestigungen – alles ist genau geplant und geprüft. Einmal kurz aufwärmen und dehnen, dann gibt’s das Startkommando. Der Zug rollt los, überraschenderweise ganz ohne große Mühe – die Weinschorle scheint also geholfen zu haben. Mit vereinten Kräften ziehen die Mannschaften die Lok vor den Zuschauern über die Gleise. Und dann geht alles ganz schnell. Nach nicht einmal zwei Minuten […]

  • Kraftwerk leidet unter zu warmem Rheinwasser

    Kraftwerk leidet unter zu warmem Rheinwasser

    Unsere Flüsse heizen sich auf – mit schwerwiegenden Folgen. Heute hat Rheinland-Pfalz die Warnstufe 2 ausgerufen. Was das für Mensch und Natur bedeutet – das haben wir uns heute angeschaut. Dauerhaft über 27 Grad im Rhein, das sagen diese Messinstrumente an der Theodor-Heuss-Brücke. Hier bei Mainz werden die Temperaturen von der Rheinwasser-Untersuchungsstation ganz genau im Blick behalten. Denn mit steigenden Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt, das ökologische Gleichgewicht wird gestört. Das bedeutet vor allem für die Fische: mehr Stress. Dr. Jochen Fischer, Leiter Gewässerschutz RLP „Die Fische können nicht schwitzen wie wir Menschen, die sind voll und ganz auf die Umgebungstemperatur angewiesen. Eine Temperaturerhöhung um 10 Grand verdoppelt bis verdreifacht den Energiebedarf dieser Tiere. Und damit auch den Sauerstoffbedarf. Und da beginnt der Teufelskreislauf.“ Ein paar Kilometer flussabwärts: Das Mainzer Kraftwerk zieht pro Stunde bis zu 80.000 Kubikmeter Wasser aus dem Rhein, um seine Turbinen zu kühlen. Das Wasser wird dann erwärmt wieder zurück in den Fluss gepumpt. Genau diese Temperaturen muss das Kraftwerk bei Warnstufe 2 nun ganz genau kontrollieren und alternative Kühlmöglichkeiten prüfen. Ab dauerhaften 28 Grad im Rhein droht die nächste Warnstufe: Dann könnte das Werk sogar ganz abschalten müssen, soweit kam es bisher aber noch nie. Thomas Schipper, Techniker Kraftwerke Mainz „Also ich hab’s bisher noch nie erlebt, bisher haben wir immer Glück gehabt. Aber es war immer schon mal knapp davor gewesen.“ Eine Abschaltung würde aber nicht bedeuten, dass in Mainz kein Strom mehr produziert werden kann. Im Notfall könnte der Betrieb auf dieses Blockheizkraftwerk gleich nebenan zurückgreifen. Das muss nicht mit Wasser gekühlt werden. Marcus Langer, Geschäftsführer Technik Kraftwerke Mainz „Das ist ein Gasmotorenkraftwerk, das können wir unabhängig von der Rheinwassertemperatur immer mit 100 Megawatt elektrisch betreiben. Am Ende gibt es Regularien, an die wir uns halten, Gesetzmäßigkeiten. Und wenn wir dann tatsächlich abstellen müssten, […]

  • Schulfach Digitale Bildung

    Schulfach Digitale Bildung

    Ob Geld überweisen, den Sommerurlaub buchen oder sich zum Abendessen verabreden – vieles lässt sich schon lange selbstverständlich online erledigen. Immer mehr Bereiche unseres Alltags verlagern sich ins Digitale und gerade Kinder und Jugendliche verbringen mehrere Stunden täglich im Internet. Um sie auf die Chancen und Herausforderungen vorzubereiten, haben einige kirchliche Schulen in Hessen das Unterrichtsfach „Digitale Bildung“ eingeführt. „Heute machen wir das Thema ‚Alles Google, oder was?‘. Wir wollen uns heute ein bisschen mit der Internetrecherche beschäftigen. Und dafür habe ich euch einen Arbeitsauftrag mitgebracht.“ DiBi-Unterricht bei Frau Frech in der 5a. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren auf ihren iPads nach ihrem Lieblingstier und nehmen die Suchergebnisse kritisch unter die Lupe. Welche Webseiten eignen sich als Quelle für ein Biologie-Referat – und welche eher nicht? Unter anderem solche Recherchekompetenzen sollen im Fach „Digitale Bildung“ vermittelt werden. Janina Frech, Lehrerin Digitale Bildung „Das eine ist das digitale Handwerkszeug, also wirklich so ganz banal die Hardware und wie sie zu bedienen ist. Dann haben wir das ‚Digitale Ich‘, also welche Daten gebe ich von mir in den Kosmos des Internets. Dann haben den großen Block ‚Rechte‘. Und zwar meine ganz persönlichen Rechte, aber auch die der anderen, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht. Und das Vierte, was uns hier auch an der christlichen Privatschule ganz wichtig ist, ist die ethische Komponente: das Miteinander im Digitalen Raum.“ An der privaten Bischof-Neumann-Schule in Königstein ist „Digitale Bildung“ fest im Stundenplan verankert. Möglich macht das der katholische Träger. Für Schüler der staatlichen Schulen in Hessen ist das vergleichbare Fach „Digitale Welt“ ab dem kommenden Schuljahr dagegen nicht mehr verpflichtend. Dabei sollte Digital-Unterricht für Frau Frech an modernen Schulen eigentlich selbstverständlich  sein. Janina Frech, Lehrerin Digitale Bildung „Unser Leben wird global, im Allgemeinen immer digitaler. Und es ist ganz, ganz wichtig, sich damit auch in der Schule auseinanderzusetzen. Wir […]

  • KI-Konferenz der TU Darmstadt

    KI-Konferenz der TU Darmstadt

    Die Künstliche Intelligenz ist weiter auf dem Vormarsch und soll uns helfen, die unterschiedlichsten Aufgaben zu lösen. Auch Flugdrohnen werden immer intelligenter und besser – zu sehen bei uns in der Region an der TU Darmstadt. Dieser kleine Flattermann ist ein völlig neuer Typ Drohne. Mit Flügeln wie bei einem Schmetterling statt Propellern wie bei seinen herkömmlichen Kollegen. Damit kann diese Drohne auch näher an Menschen heranfliegen. Im Schwarm sollen die neuen Fluggeräte zudem lernen, ähnlich wie Insekten oder Vögel Probleme gemeinsam zu lösen. Sie kommunizieren per WLan miteinander und könnten künftig etwa in der Landwirtschaft und in Gewächshäusern eingesetzt werden. Guido de Croon, Professor für KI „Ich kann in Gewächshäuser fliegen und dann sehen, ob es den Pflanzen gut geht oder sie krank sind. Und die Fläche kann er mit anderen Drohnen verteilen. Dann müssen sie kommunizieren, kommunizieren.“ Und per künstlicher Intelligenz selbständig entscheiden, wer welche Aufgabe übernimmt. Kollektive Schwarmintelligenz, das ist auch das große Thema bei einer internationalen Konferenz der Technischen Universität Darmstadt. Hier gibt es weit mehr zu sehen als Schmetterlingsdrohnen: Ein schwebender Roboter, der künftig in Weltraumstationen zum Einsatz kommen könnte. Neue Möglichkeiten für Mangnetschwebebahnen. Oder hunderte von Mini-Robotern, die nicht nur das Schwarmverhalten erkunden, sondern sich gegenseitig mit Kondensatoren aufladen. Viele Ideen, die auch die TU Darmstadt weiter voranbringen sollen. Prof. Roderich Groß, Leiter Cyber-Physik TU Darmstadt „Die TU Darmstadt ist eine der weltweit führenden Universitäten der KI-basierten Robotik, das heißt Roboter, die lernen können, die die Umgebung verstehen.“ Und so vielleicht auch verstehen, wie man künftig nicht mehr im Verkehrsstau stehen könnte. Zurück zu den Drohnen: Die könnten uns künftig immer häufiger unterstützen. Prof. Roderich Groß, Leiter Cyber-Physik TU Darmstadt „Vielleicht auch in Katastrophenszenarien, wenn viele Systeme ausfallen. Die Handysysteme, der Strom, wie man es z.B. aus dem Ahrtal kennt, bei dieser Flut. Und […]

  • Messungen der Tiefenwärme

    Messungen der Tiefenwärme

    Wärme aus der Tiefe statt Öl und Gas – Darum geht es bei der sogenannten Geothermie. Ihre Nutzung könnte ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung der Zukunft sein. Um zu erforschen, wo im hessischen Oberrheingraben Tiefenwärme gewonnen werden kann, läuft derzeit eine groß angelegte Messkampagne aus der Luft. Ein speziell ausgestattetes Flugzeug startet vom Flughafen Speyer und sammelt Daten über den Untergrund.   Wie kann die klimaneutrale Wärmeversorgung der Zukunft aussehen? Eine mögliche Antwort lautet: Geothermie. Dabei wird heißes Wasser gefördert, das tief im Untergrund gespeichert ist. Um herauszufinden, wo sich geeignete Reservoirs befinden, müssen umfangreiche Daten über den Untergrund gesammelt werden – und genau das geschieht derzeit aus der Luft.  Dr. Kristian Bär, Geowissenschaftler Vulcan Energy: „Das Flugzeug hat drei verschiedene Messwerkzeuge an Bord. Das heißt zum einen wird das Schwerefeld der Erde gemessen. Zum anderen Abweichungen beim Erdmagnetikfeld. Da sehen wir dann je nach Gesteinsart deutliche Unterschiede. Und können aus den Daten dann, wenn die flächenhaft erhoben werden, ein 3D-Modell des Untergrundes aufbauen.“  Was von außen fast historisch wirkt, ist im Inneren mit moderner Messtechnik ausgestattet. Gravitation und Magnetfeld der Erde können Auskunft über die Beschaffenheit des Untergrundes geben. Dr. Kristian Bär, Geowissenschaftler Vulcan Energy: „Wir brauchen Gesteine, die Hohlräume, das heißt die wie ein Schwamm natürliche Poren haben, in denen Wasser gespeichert werden kann. Und in denen das Wasser vor allem auch fließen kann, wenn wir’s dann mit unseren Bohrungen rausholen wollen. (…). Und am besten geeignet sind im Oberrheingraben, Graben sagt’s in dem Fall, es ist quasi ein Bruchsystem, in denen das Gestein an vielen Stellen gebrochen ist. Und diese Brüche sind quasi zusätzliche Wasserwegsamkeiten, das heißt Strukturen, in denen das Wasser fließen kann.“   Das Wasser, das in Poren und Brüchen zirkuliert, kann je nach Tiefe Temperaturen von bis zu 220 Grad Celsius erreichen. An der Oberfläche kann diese Hitze dann […]

  • Kochroboter in Frankfurter Restaurant

    Kochroboter in Frankfurter Restaurant

    Schwere Töpfe schleppen, dauerhafte Rührbewegungen, die Arbeit eines Kochs ist ein echter Knochenjob. Den will ein Restaurant in Frankfurt mit maschineller Hilfe erleichtern. Ein vietnamesisches Restaurant in Frankfurt hat sich einen Kochroboter angeschafft. In bis zu acht Töpfen gleichzeitig kann hier gekocht werden. Gesteuert vom Kochroboter, der sich mit einem Arm um die Gerichte auf den Herdplatten kümmert und mit einem anderen Arm Töpfe spült und das Essen ausgibt. Pausen braucht er nicht, Erschöpfung kennt er nicht. Thu Dinh, Vipho Frankfurt: Das ist eine absolute Arbeitserleichterung für alle Köche. Und wir hoffen durch diese Erleichterung der Arbeit mehr Nachwuchs, die sich für diesen Beruf als Koch interessieren und erlernen möchten, damit wir irgendwann das Problem mit dem Fachkraftmangel in Deutschland mit der Zeit beseitigen können.  Keine schweren Töpfe mehr schleppen, kein spritzendes Fett. Seit Januar hat das Vipho den Roboter in Betrieb. Als die Essensbestellungen immer mehr werden, beschließen Thu Dinh und ihr Mann, eine zweite Filiale zusätzlich zu ihrem normalen Restaurant zu eröffnen, extra nur für Lieferessen, ausgestattet mit dem Kochroboter. Die Köche müssen am Roboter programmieren, wie was gekocht werden muss und die Zutaten hineinfüllen. Die holt sich dann der Roboter selbstständig zur richtigen Zeit und kocht sie in den Töpfen. 200 mal am Tag. Die Inhaber wissen aber auch: Thu Dinh, Vipho Frankfurt: Es ist immer noch ein Gerät. Ein Gerät kann auch immer zum Ausfall kommen. So wie Menschen können auch mal erkrankt sein und nicht zur Arbeit erscheinen. Deshalb haben wir auch eine kleine Backup-Küche, damit wir immer noch das Essen, falls es dann zu größeren technischen Problemen kommt, dass die Köche das immernoch das Essen selber kochen und wir somit den Gästen das Essen liefern können.  Von Hand gekocht wird auch im Hauptrestaurant noch. Und das sei auch gut so, meint Thu Dinh, denn […]

  • Digitaltechnik für Bahnbaustellen

    Digitaltechnik für Bahnbaustellen

    Ab Mitte Juli wird die Deutsche Bahn die Schienenstrecke sanieren, die entlang des rechten Rheinufers von Wiesbaden über Rheinland-Pfalz bis nach Nordrhein-Westfalen führt. Auf diesem Abschnitt fahren vor allem viele Güterzüge. Damit die Einschränkungen durch die Bauarbeiten möglichst gering sind, setzt die Bahn bei der vorbereitenden Vermessung auf moderne digitale Technologien. Und die haben wir uns mal aus nächster Nähe angeschaut. Einsatz für die Kamera-Drohne am Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein. Aus der Luft vermisst sie Oberleitungen, Masten, Bahnsteige. Die hochauflösende Optik sorgt für Daten, die in kurzer Zeit in ein 3D-Modell übertragen werden. Die herkömmlichen Vermessungsinstrumente wie Dreibein oder Messrad haben Pause. Frank Schmidt, Gesamtprojektleiter DB Korridorsanierung Rechter Rhein „Das Besondere an dieser neuen Technik ist eben, dass wir anhand dieser Aufnahmen mit der Drohne und mit den Kameras deutlich schneller sind in der Vermessung der Strecke. Und das eben unter laufendem Betrieb auch machen können, wofür wir sonst die Sperrungen im Gleis gebraucht und den Betrieb deutlich beeinflusst hätten.“ Von den oberirdischen Anlagen geht es im virtuellen Raum direkt unter die Erde. Hier wird geprüft: Sind die Fahrkartenautomaten an der richtigen Stelle geplant? Sind die Aufgänge zu den Bahnsteigen breit genug veranschlagt? Die Daten dazu liefert diese 360-Grad-Kamera, wie man sie von Online-Kartendienstleistern kennt. Der Vermesser trägt diesen Rucksack-Scanner, der seine Umgebung rundum erfasst. Und auch unter die Erde können die Spezialisten blicken: Dieses sogenannte Georadar spürt verborgene Strukturen im Boden auf – bis zu einer Tiefe von vier Metern. André Winkler, Regionalleiter DB Engineering & Consulting „Wir können damit Kabel und Leitungen erkunden, was ein ganz wichtiges Thema ist. Denn oft liegen Kabel nicht da, wo sie nach Plan liegen sollten. Und wenn dann just an der Stelle, wo wir zum Beispiel einen Verbau für eine große Baugrube rammen wollen, sich ein Kabel befindet, dann ist das ungünstig. Das kann […]

  • Medienanstalt Hessen verleiht „Media Surfer“

    Medienanstalt Hessen verleiht „Media Surfer“

    Ein Leitfaden für einen bewussteren Umgang mit den sozialen Medien. Ein Musikvideo gegen Mobbing. Oder auch ein flammendes Plädoyer für die Anschaffung bequemerer Sitzmöbel im eigenen Klassenraum: Wenn die Medienanstalt Hessen einmal im Jahr den großen Medienkompetenzpreis „Media Surfer“ verleiht, kann sie sich vor kreativen Ideen hessischer Schülerinnen und Schüler kaum retten. Vielleicht auch, weil der „Media Surfer“ mit insgesamt 18000 Euro Preisgeld dotiert ist…   Erdkunde mal anders: Ein Eisbär begibt sich auf eine spannende Reise durch die deutschen Bundesländer und erlebt dabei allerhand Abenteuer. Mit diesem in mühevoller Kleinarbeit im Trick-Stopp-Verfahren erstellten Film holen sich die Schüler der Grundschule in Kassel-Waldau den ersten Preis in der Kategorie „bis 10 Jahre“ – inklusive Preisgeld in Höhe von 2000 Euro. Daniel (11 Jahre), Grundschule Waldau: „Also es war viel Arbeit. Es war leicht. Aber es hat viel Spaß gemacht.“ Ein bisschen Oskar-Feeling bei der großen Preisverleihung im Kasseler Filmpalast gibt’s obendrauf: Was für eine Erfahrung für die Schüler. Insgesamt 22 Filme aus vier Kategorien – von der Kita bis zur Oberstufe – haben es beim diesjährigen „Media Surfer“ der Medienanstalt Hessen in die Endauswahl geschafft. Platz zwei bei den Großen geht in diesem Jahr an die Erich-Kästner-Schule Maintal für ihr Projekt: „Wo Teilhabe beginnt, kommt Farbe ins Leben.“ Anas El Daoudi (16 Jahre), Erich-Kästner-Schule Maintal: „Wir wollten mit unserem Film ausdrücken, dass wir nicht wegschauen dürfen. Also, es ist ja ganz klar: Dass Leute im Rollstuhl sitzen, ist ja was ganz Normales. Und das merkt man halt im Alltag, dass die halt ein bisschen benachteiligt werden.“ Großer Sieger in der Kategorie „bis 18 Jahre“: Die Anne-Frank-Schule aus Frankfurt mit diesem künstlerisch gestalteten Kurzfilm, der nicht nur die schlechte Ausstattung der Schulen, sondern auch gleich noch das gesamte Schulsystem anprangert. Romeo (14 Jahre), Anne-Frank-Schule Frankfurt: „Ich finde, es ist wichtig, dass […]

  • Messe TechTextil in Frankfurt

    Messe TechTextil in Frankfurt

    Die weltweit größte Messe für technische Textilien, die ‚TechTextil‘, steigt diese Woche wieder in Frankfurt. Hier treffen Autobauer auf Medizintechniker oder Fashionistas auf Hersteller hochfunktionaler Schutzkleidung. Vier Tage lang dreht sich alles um innovative Stoffe und Materialien. So könnte sie aussehen, die Hausfassade der Zukunft. Mit anpassungsfähigen Beschattungselementen, die sich elastisch verformen und so die Sonneneinstrahlung und die Temperatur im Innenraum regeln. Über zehn Jahre hat das Institut  für Fasertechnologien geforscht und eine KI mit Gebäudesimulationen gefüttert. Damit soll der Energieverbrauch von Gebäuden künftig minimiert werden. Matthias Ridder, Institut für Fasertechnologien „Der Gebäudesektor und das Wärmen und Kühlen ist einer der größten Emittenten von CO2 in der Welt, ein Drittel der benötigten Energie wird für Heizen und Kühlen von Gebäuden genutzt. Und da wollten wir eine Lösung finden, wie man mit möglichst wenig Energie einen Raum so klimatisieren kann, dass man nicht heizen und kühlen muss.“ Da die Gelenke nur geringen Druck benötigen, verbraucht ihr Antrieb ebenfalls wenig Energie. Eine von vielen Neuheiten, die 1.700 Aussteller aus über 50 Ländern bei der TechTextil in Frankfurt präsentieren. Beim größten rheinland-pfälzischen Arbeitgeber BASF gibt es einen innovativen Fahrradrucksack. Für den wird gemeinsam mit einem Bekleidungshersteller ein Kunststoff verwendet, dessen CO2-Fußabdruck bei Null liegen soll. Frank Reil, Leiter Nachhaltigkeit BASF „Wir nehmen hier Bio-Naphtha, basierend auf Frittenfett, wenn man so will. Also auf Speiseöl-Abfall und genauso Biomethan, das auch aus Bio-Abfall gewonnen wird. Und damit ersetzen wir fossile Ressourcen.“ So kann ein klimaneutraler synthetischer Kunststoff entstehen. Auf dem Markt ist der neue Rucksack aber noch nicht, trotz sichtbarem Interesse. Neue Stoffe könnten die Zukunft in der Textilbranche sein. René Bethmann, Innovationsmanager Vaude „Ohne dass man Abstriche machen muss in der Qualität oder in der Performance. Denn wir haben hier genau die gleiche Performance, Leistungsfähigkeit wie bei einem konventionellen Material.“ Zurück zu Uni-Forscher Matthias Ridder, […]

  • Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Sauberes Wasser ist in Krisenregionen eines der größten Themen. Für solche Fälle gibt es Notfall-Kläranlagen. Problem nur: die verbrauchen viel Strom und der ist oft im Katastrophengebiet nicht vorhanden. Forscher aus Mittelhessen haben nun mit Partnern aus der Industrie eine Kläranlage entwickelt, die mit Solarstrom läuft. Dieses Wasser hat nichts in einem Fluss zu suchen. Es ist verschmutzt und voller Fäkalien. Hier leben insgesamt 1,1 Millionen Menschen – das Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch ist das größte der Welt. Diese Notfall-Kläranlage, eine von mehreren, ist schnell aufgebaut und reinigt das Abwasser von rund 4.000 Menschen. Eigentlich bräuchte es mehr davon, doch der Betrieb ist teuer und das Geld vor Ort knapp, weiß Christoph Stein. Sein Unternehmen hat die Anlage für eine Hilfsorganisation vor Ort bereitgestellt. Björn Christoph Stein, Gründer Sygin & Stein Engineering „Tagsüber läuft die Anlage auf Solarstrom, was sehr kostengünstig ist, nachts sind wir noch in der Verlegenheit, dass wir Strom vor Ort lokal mit Diesel herstellen müssen und das ist leider teuer.“ Gemeinsam haben er und ein Team der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen ein neues System entwickelt, das tagsüber mit Solarstrom läuft und nachts, wenn die Sonne nicht scheint, auch ohne Strom auskommt. Entscheidend sind diese von einem Industriepartner entwickelten Schaumstoffwürfel. In ihnen leben die Mikroorganismen, die das Wasser reinigen – wie in einer normalen Kläranlage auch. Markus Röhricht, Professor für Umweltingenieurwesen THM Gießen „Normalerweise, wenn eine Anlage längere Zeit keinen Zufluss hat, also kein Futter für die Bakterien hat, dann würden die irgendwann absterben und da wir jetzt aber die Bakterien in diesen Würfeln haben, sind sie geschützt, sterben nicht so schnell ab und können eben diese 12 Stunden problemlos überbrücken.“ In der Kläranlage Lollar testen die Forscher ihren Prototypen im größeren Maßstab – in den Laborräumen der THM arbeitet Masterstudent Nicolas Jost noch an den Feinheiten. […]

  • Frühjahrsputz im Technikmuseum

    Frühjahrsputz im Technikmuseum

    Mit den ersten warmen Tagen kommt für viele auch eine eher ungeliebte Aufgabe zurück: der Frühjahrsputz steht an! Im Technik Museum Speyer wird der allerdings zur echten Herausforderung – denn dort wird nicht am Boden gewischt, sondern auch in luftiger Höhe geschrubbt. Die Mitarbeiter müssen ran – und wir haben sie dabei begleitet. Wer hier arbeitet, muss schwindelfrei sein. Für die Boeing 747 im Technik Museum Speyer steht der Frühjahrsputz an. Und der hat es in sich. Denn der ohnehin schon riesige Jumbo-Jet thront auf Pfeilern. Für die Mitarbeiter bedeutet das Arbeiten in 30 bis 40 Metern Höhe. Ohne Hebebühne geht da gar nichts. Und auch sonst ist der Aufwand enorm. Dawid Mail, Mitarbeiter Technik Museum Speyer „Also der Zeitaufwand ist bei dem Flugzeug natürlich groß. Da gehen wir von fünf bis sechs Wochen aus. Dazu stehen uns zur Verfügung: zwei große Hebebühnen – die eine mit 33, die andere mit 48 Metern –, zwei Dampfstrahler und mindestens drei Mann.“ Dawid Mail ist eigentlich Schlosser in der Werkstatt des Museums. Während der Reinigungsarbeiten ändert sich sein Arbeitsgerät. Hochdruckreiniger statt Schweißgerät. Dawid Mail, Mitarbeiter Technik Museum Speyer „Das ist natürlich Abwechslung. Meiner Meinung nach ist das gar keine so schlechte Sache. Wenn ich tagelang oder wochenlang am Schweißtisch verbringe und darf irgendwann raus an das Flugzeug, dann macht das schon Freude.“ Auf Dach und Tragflächen des knapp 70 Meter langen Flugzeugs finden die Mitarbeiter alles, was so durch die Luft wirbelt – von gewöhnlichem Schmutz bis hin zu Saharastaub. Ein Flugzeug dieser Größe reinigen – Gibt es da einen Geheimtipp? Dawid Mail, Mitarbeiter Technik Museum Speyer „Nix anderes als Fensterputzen zuhause: von oben nach unten. Mehr gibt’s da nicht. Es gibt Stellen, wo man länger braucht, wo mehr Dreck rauskommt – aber sonst einfach von oben nach unten.“ Alle zwei Jahre […]

  • Streit um Rechenzentren in Südhessen

    Streit um Rechenzentren in Südhessen

    Einer der größten Internetknotenpunkte der Welt ist Frankfurt. In der Rhein-Main Region gibt es schon jede Menge Server-Zentren – aber das reicht nicht, um die riesigen Datenmengen zu bewältigen, die wir tagtäglich durchs Internet schicken. Nun sollte ein weiteres Rechenzentrum in Groß-Gerau entstehen. Doch jetzt schmettert der Stadtrat das 2,5 Milliarden Euro Projekt ab: SPD, Grüne, FDP, Freie Wähler und Linke haben vereint dagegen gestimmt. Die Grünen jubeln und sagen: „Milliardendeal glücklich geplatzt“. Die CDU im Stadtrat hat für das Projekt gestimmt und spricht davon, dass nun Zukunft verhindert wird. Ein Fall zum Kopf schütteln und doch kein Einzelfall. Auch in Maintal bäumt man sich gegen den Bau eines Rechenzentrums auf. Hier allerdings gibt’s andere Gründe. Hier im Gewerbegebiet Dörnigheim könnte es bald so aussehen: Ein riesiges Rechenzentrum, eigenes Gaskraftwerk inklusive. Denn der digitale Komplex  soll mit einer Leistung von bis zu 120 Megawatt zu einem der größten im Rhein-Main-Gebiet werden, doch dafür fehlt im kleinen Maintal einfach der Strom. Also will der US-amerikanische Betreiber Edgeconnex auf den  100.000 Quadratmetern ein eigenes Gaskraftwerk mit Dieselersatzmotoren bauen. Das hat im Maintaler Stadtparlament schon für große Diskussionen gesorgt, die Stadtverordneten verlangen mehr Informationen zu dem Vorhaben.  Zu den ausgemachten Kritikern gehört Götz Winter, er sorgt sich vor allem wegen der großen  Dimension des Kraftwerks. Götz Winter (CDU), Stadtverordneter Maintal „Wir haben CO2-Emissionen, Giftstoffe, die aus dem Schornstein rauskommen können. Wir befinden uns hier in unmittelbarer Nähe zu einem Wohngebiet. Und tatsächlich soll ein Kraftwerk hierhin gestellt werden, das ungefähr die Größenordnung hat, um ganz Frankfurt mit Energie zu versorgen.“ Die Kritiker rechnen mit einem Ausstoß von 600.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Im Gegenzug  erwartet Götz Winter nur geringe Gewerbesteuereinnahmen, da Rechenzentren mit wenig Personal auskommen. Ein Branchenverband schätzt die jährlichen Zusatzeinnahmen für Maintal auf 2,6 Millionen Euro. Dem Betrag wäre man im […]

  • Seilbahn in Koblenz steht still - Reparaturarbeiten notwendig

    Seilbahn in Koblenz steht still – Reparaturarbeiten notwendig

    In Koblenz kommt man aktuell nur zu Fuß oder mit dem Auto hoch zur Festung Ehrenbreitstein. Der Seilbahnbetrieb steht nämlich seit Wochen still, weil das Zugseil der Bahn ausgetauscht werden musste. Das ist jetzt geschafft und heute folgte der nächste Meilenstein: Die Gondeln konnten wieder eingehängt werden. Wir waren dabei. Tonnenschwere Maßarbeit. Per Kran geht es für die Gondeln erst in die Luft und dann Richtung Einfuhr-Schiene. Dort angekommen braucht es das gute Auge des Einweisers und das Fingerspitzengefühl des Kranfahrers. Zentimeter für Zentimeter wird die dreieinhalb Tonnen schwere Kabine herabgelassen, bis der Handwerker sein „Daumen hoch“ gibt. Stundenlange Millimeterarbeit und eine echte Geduldsfrage bei Temperaturen um die null Grad. Peter Magnus, Betriebsleiter Seilbahn Koblenz „Es gibt acht Rollen an den Laufwerken der Kabinen, die sind beweglich aufgehangen. Die müssen natürlich auf die Schiene passen. Um ein bis zwei Zentimeter genau muss das passieren, sonst würden sie neben der Schiene laufen, was natürlich nicht geht.“ In den vergangenen Wochen hatten die Gondeln der Koblenzer Seilbahn Winterpause. Normalerweise können täglich über siebentausend Menschen mit der Bahn befördert werden. Nach 15 Jahren Betrieb musste nun erstmals das Zugseil ausgetauscht werden. Gar nicht so einfach, wenn das Seil aus Stahl ist und über sechzehn  Tonnen wiegt. Peter Magnus, Betriebsleiter Seilbahn Koblenz „Es wird das neue Zugseil an das alte geknüpft, dann muss die Anlage eine Runde fahren. Das alte wird aufgewickelt, das Neue kommt in die Anlage. Dann wird es miteinander verspleißt, verflochten sozusagen.“ Was einfach klingt, ist in Wahrheit wochenlange Arbeit. Wie es sich für eine Seilbahn gehört finden viele die Arbeiten in der Luft statt – über dem Rhein und einer Bundesstraße. Damit nichts schiefgeht, kommt sogar ein Expertenteam aus der Schweiz zu Hilfe. Peter Magnus, Betriebsleiter Seilbahn Koblenz „Wir müssen uns entsprechend abstimmen. Die Kommunikation muss stimmen. Nicht immer ganz […]

  • Rheinland-pfälzische Polizei beschäftigt eigene Influencerin

    Rheinland-pfälzische Polizei beschäftigt eigene Influencerin

    Fast zwei Stunden pro Tag sind die Deutschen auf Social Media Plattformen unterwegs. Vor allem junge Menschen nutzen TikTok, Instagram und Co. als Hauptinformationsquelle. Auch deswegen hat fast jedes Unternehmen und jede Behörde einen Social Media Account. Auch die rheinland-pfälzische Polizei. Und seit kurzem auch eine Polizei-Influencerin. Laila Ziegler „Ich bin jetzt hier im Ministerium für die Pressekonferenz und die geht gleich los. Ich bin ein bisschen aufgeregt, aber ich freue mich auch und alles Weitere seht ihr dann im Verlauf des Videos.“ Laila Ziegler ist seit Oktober Studentin an der Hochschule der Polizei Rheinland-Pfalz. Ihren Ausbildungsalltag teilt sie mit ihren Followern auf TikTok. Laila Ziegler „…Der Tag hat bei uns heute mit zwei Stunden Strafrecht begonnen…“ Mit dem Account möchte die 19-Jährige vor allem junge Menschen erreichen und sie von dem Studium begeistern. Denn Social Media ist bei der Personalgewinnung mittlerweile wichtig. Laila Ziegler, Polizeikommissaranwärterin „Also es gab natürlich verschiedene Wege, wie viele von uns auf die Polizei gekommen sind. Viele auch durch Familie. Aber ich glaube Social Media spielt da schon eine große Rolle. Weil die Polizei zeigt sich da ja auch sehr präsent und dadurch hat man natürlich auch einen besseren Einblick in die Polizeiarbeit bekommen und mir hat es auf jeden Fall auch etwas dazu beigetragen, weil ich einfach verschiedene Bereiche gezeigt bekommen habe.“ Wie läuft das Auswahlverfahren bei der Polizei ab? Was gehört zur Uniform? Fragen wie diese beantwortet Laila auf TikTok. Der Account wird offiziell von der rheinland-pfälzischen Polizei betreut. Polizeiarbeit findet längst nicht mehr nur auf der Straße statt, sagt  Innenminister Michael Ebling. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Uns ist wichtig, dass Polizei präsent ist, dass man sie sieht weil sie dadurch auch wirkt und auch Sicherheit vermittelt. Und das gilt natürlich in der analogen Welt aber das gilt auch in der virtuellen […]

  • Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Haben Sie schnelles Internet zu Hause? Laut Bundesnetzagentur ist Hessen im Ländervergleich auf Platz 11, Rheinland-Pfalz auf dem vorletzten Platz. Mitten im Pirmasenser Vorort Fehrbach: Eine eingeschneite Glasfaser-Baustelle. In fünf Stadtteilen und Ortsbezirken stehen die Arbeiten am schnellen Internet nun still. Zwar wurde seit Frühjahr über 20 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, angeschlossen an die Haushalte wird es aber erst mal nicht. Zu unrentabel sagt das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“. In Pirmasens ist man genervt. Michael Maas (CDU), Bürgermeister der Stadt Pirmasens „Nachdem diese Ausbauversprechen gebrochen wurden, bin ich natürlich der erste Ansprechpartner für meine Bürgerschaft, um zu sagen: Wie geht’s denn jetzt weiter? Sag uns,  wie’s weitergeht. Und diese Antworten heute zu geben, ist recht komplex und sehr schwierig. Vor allem, wenn dieses Geschäftsumfeld mit den Kommunikationsanbietern so unzuverlässig ist, wie es sich in der letzten Vergangenheit dargestellt hat.“ Das schnelle Internet, es kommt nur langsam. Nur  25 Prozent der rheinland-pfälzischen Haushalte haben Zugang zu Glasfaser, damit belegt das Bundesland im Ländervergleich den vorletzten Platz. Der Bundesschnitt ist mit über 50 Prozent doppelt so hoch. In Rheinland-Pfalz liegt der Kreis Kusel mit 70 Prozent Anbindung an der Spitze, Pirmasens belegt mit geschätzten 38 Prozent einen Mittelfeldplatz. Schlusslicht ist Worms mit 6 Prozent. (Grafik) Als vor zwei Jahren der damalige Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer die sogenannte Gigabit-Charta vorstellt, verspricht er: Bis 2030 sollen alle rheinland-pfälzischen Regionen mit Glasfaser versorgt sein. Davon ist man noch weit entfernt, kritisiert auch der Gemeinde- und Städtebund. Moritz Petry, Geschäftsführer Gemeinde- und Städtebund RLP „Ich glaube, wir haben uns zu viel vorgenommen. Dass zu viel gleichzeitig passieren muss. Dann werden die Ressourcen knapp, dann verabschiedet sich das eine oder andere Unternehmen vom Glasfaserausbau und lässt die Gemeinde stehen.“ In Pirmasens argumentiert die Deutsche Glasfaser, die Baukosten hätten sich durch gestiegene Materialpreise von ursprünglich kalkulierten 11 Millionen Euro auf 22 […]