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  • Foto-Künstler Moritz Koch schafft es nach New York

    Foto-Künstler Moritz Koch schafft es nach New York

    Ein Mainzer in New York. Moritz Koch kommt gerade von der ältesten und renommiertesten Foto-Kunst-Messe der Welt. Es läuft derzeit richtig gut für den 26-Jährigen. Auch in Berlin wird seine Kunst zurzeit ausgestellt. Wir haben den Fotografen daheim in seiner Heimat getroffen. Auf der Laubenheimer Höhe. Dort kann er in Ruhe über neue Projekte nachdenken. „Also das ganz Besondere hier ist für mich, dass man einfach den Gedanken freien Lauf lassen kann und so einen Ruhepol hat, mitten in der Natur steht, aber doch noch relativ zentral in Mainz ist, und das ist für meine Arbeit, für mich selbst sehr wichtig. Dass man diesen Ort hat, an dem man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann, um auch diese großen Projekte eben zu planen, sich auszudenken.“ Von der Laubenheimer Höhe aus, kann Moritz Koch auf den Feldberg im Taunus blicken. Dort hat er im vergangenen Sommer, nach monatelanger Vorbereitung einen ganzen Tag lang ein einziges Foto inszeniert. Mit 150 Komparsen und einem Team von rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Moritz Koch, Foto-Künstler „Und dann dieses eine Filmstill nur zu haben. Nicht wie im Film eben, eine Geschichte anhand von 25 oder 30 Bildern pro Sekunde zu erzählen, sondern wirklich nur an einem einzigen Frame, das hat für mich immer was unheimlich Faszinierendes ausgelöst. Irgendwie habe ich nach einem universellen Ausdrucksmedium gesucht, das nicht an der Sprache scheitert, und habe das dann in der inszenierten Fotografie, in der groß inszenierten Fotografie gefunden.“ Moritz Koch ist Autodidakt. Als Kind hat er angefangen zu fotografieren. Mit einer normalen kleinen Kamera. Für seine gigantischen Fotoproduktionen, wie hier auf dem Mainzer Hauptfriedhof, stellen das Equipment Sponsoren und Freiwillige helfen vor und hinter der Kamera. Als einer der jüngsten Künstler überhaupt bekommt der 26-Jährige vergangenen Herbst eine Einzelausstellung im Mainzer Landesmuseum mit Besucherrekord. In diesem Frühjahr dann die Reise […]

  • Kontrolle von Stromleitungen aus dem Hubschrauber

    Kontrolle von Stromleitungen aus dem Hubschrauber

    Damit der Strom bei Ihnen zu Hause sicher aus der Steckdose kommt, müssen jährlich tausende Kilometer Hochspannungsleitungen kontrolliert werden. Denn die sind draußen Wind und Wetter ausgesetzt und können auch mal Schaden nehmen. Wir haben einen der größten deutschen Netzbetreiber bei einer solchen Kontrolle im Westerwald begleitet – und die geschieht per Helikopter. Abflug für das Team der Stromleitungskontrolle, hier an der Umspannanlage Dauersberg bei Betzdorf im Kreis Altenkirchen. An Bord des Helikopters: Neben dem Piloten auch zwei Mitarbeiter des Netzbetreibers Amprion. Ihre Aufgabe: Beim Überflug bestimmte Bauteile genau in Augenschein nehmen und Auffälligkeiten mit der Kamera dokumentieren. Lucian Grümer, Projektsprecher Amprion „Unsere Leitungen sind dauerhaft der Witterung ausgesetzt und über Jahrzehnte hinweg kann es da zu Abnutzungserscheinungen kommen. Das ist ganz normal, das ist typisch auch für so Freileitungen. Von daher kann es zu Schäden an den Isolatoren kommen, zu Schäden an den Bündelabstandshaltern oder eben auch zu Seilschäden. Und genau die Schäden müssen wir eben identifizieren und dann ausbessern.“ Identifiziert werden mögliche Materialschäden oder gelockerte Abstandshalter bereits während des Fluges. Oder erst danach, bei der Auswertung der hochaufgelösten Fotos. Dazu muss der Pilot den Helikopter möglichst nah an die kritischen Stellen heran fliegen. Gutes Wetter, langjährige Erfahrung und eingespielte Abläufe – darauf kommt es auch im weiteren Verlauf an, wenn Monteure in luftiger Höhe die notwendigen Reparaturen durchführen. Oberstes Gebot: Die Sicherheit im laufenden Betrieb. Lucian Grümer, Projektsprecher Amprion „Wir arbeiten nur im spannungsfreien Zustand. Das bedeutet, dass die Stromleitung freigeschaltet wird. Also, dass kein Strom über die Leitung fließt. Und dann kann man an der Leitung arbeiten. Der Strom fließt in der Zwischenzeit über eine andere Leitung. Und die Stromversorgung ist zu jeder Zeit auch dann sichergestellt.“ Regelmäßig kontrolliert wird auch vom Boden aus. Vor allem Masten und Fundamente. Mittlerweile kommen längst auch Drohnen zum Einsatz. Mit dem Hubschrauber geht’s aber deutlich […]

  • Bahn untersucht Fischbestände

    Bahn untersucht Fischbestände

    In Frankfurt wird gerade ein milliardenschweres Infrakstrukturprojekt umgesetzt. Die nordmainische S-Bahn soll die Mainmetropole an Hanau anbinden. Die riesige Baustelle wirkt sich auch auf die umgebende Natur aus. Die Deutsche Bahn untersucht deshalb den ökologischen Zustand eines Sees entlang der geplanten Strecke. Ein Motorboot schippert über den großen Weiher im Frankfurter Ostpark. Mit einem Köcher, um Fische für Untersuchungen einzufangen. Das Besondere: Der Köcher kann leicht unter Strom gesetzt werden – Elektrofischen nennt sich das. Klingt etwas martialisch, ist aber eine gängige Methode. Alexander Schmitt, Projektingenieur Deutsche Bahn „Sobald die Fische in Richtung Köcher kommen oder eben andersrum, werden die kurz betäubt. Und können dann mit dem Köcher aufgenommen werden. Diese Betäubung dauert in der Regel wirklich nur wenige Sekunden. Die tragen da keine Beeinträchtigung davon, die verkraften das ziemlich gut.“ Kurz darauf wuseln die Fische im Behälter auch schon wieder umher. Hintergrund des ganzen ist eine geplante Bahnstrecke in der Nähe: Mit der „nordmainischen S-Bahn“ soll die Verbindung zwischen Frankfurt und dem Hanauer Hauptbahnhof in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Ein möglicher Knackpunkt: Vom Ostparkweiher 800 Meter entfernt liegt der ehemalige Ostbahnhof. Dort am Danziger Platz wird eine neue S-Bahn-Station gebaut. Damit in den Tiefbau kein Wasser eintritt, muss das Grundwasser abgesenkt werden. Das könnte sich auf den benachbarten Weiher auswirken. Sollte auch hier das Grundwasser sinken, könnte das abgepumpte Wasser von der Baustelle in den Weiher umgeleitet werden. Zuvor muss aber der ökologische Zustand des Gewässers untersucht werden. Alexander Schmitt, Projektingenieur Deutsche Bahn „Eine extrem wichtige Grundlage ist zu wissen: Was für Fische leben hier eigentlich, wie ist die Fischfauna in diesem Weiher aufgebaut? Sind das jetzt Arten, die wirklich hoch angepasst sind hier auf so einen Lebensraum? Oder sind das eher Arten, die überall einfach gut zurecht kommen.“ An diesem Vormittag gehen vor allem Karpfen ins Netz, nichts Ungewöhnliches. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Kelkheim: Polizei sucht Videos der Tat – Bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen – Verkehrssünder zahlen Millionen in Landeskasse Anmoderation: Nur wenige Tage nach dem gewaltsamen Tod eines 22-jährigen Studenten in Trier, ist dort jetzt eine 29-jährige Studentin tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei deuten ihre Verletzungen auf ein Tötungsdelikt hin. Weitere Details nannte sie nicht. Die Universität Trier hat für Donnerstag eine Gedenkveranstaltung geplant. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Meldungen an diesem Dienstag. Kelkheim: Polizei sucht Videos der Tat Nach der Gewalttat in Kelkheim in der vergangen Woche hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet. Die Ermittler bitten darum, über dieses Portal Videos oder Fotos hochzuladen, die der Polizei dabei helfen könnten, den Ablauf der Tat zu rekonstruieren. Zeugen, die Aufnahmen oder andere Hinweise übermitteln, müssen dabei keine Nachteile oder eigene Strafverfolgung befürchten. Am Dienstag vergangener Woche soll ein 60 Jahre alter Mann in Kelkheim in der Frankfurter Straße seine 58 alte Ehefrau mit mindestens 30 Messerstichen getötet haben. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen Die deutsche Bahn plant ein Alkoholverbot an allen deutschen Bahnhöfen. Bis zum 15.Oktober soll die Maßnahme umgesetzt sein. Im Frankfurter Hauptbahnhof gilt ein Verbot bereits seit dem 01. Mai. Die Einhaltung werde von den DB-Sicherheitskräften und der Bundespolizei überwacht. Wer bei illegalem Alkoholkonsum erwischt werde, müsse mit einem sofortigen Platzverweis rechnen. Ein generelles Alkoholverbot in allen DB-Zügen gibt es weiterhin nicht. Die Deutsche Bahn verspricht sich von einem Alkoholverbot mehr Sicherheit und weniger Streitigkeiten unter Alkoholeinfluss Verkehrssünder zahlen Millionen in Landeskasse Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Jahr rund 120 Millionen Euro durch Bußgelder eingenommen, die wegen Verkehrsverstö0en verhängt wurden. Das waren rund 10 Millionen Euro mehr als 2024. Das hat heute das Innenministerium in Mainz mitgeteilt. Die Zahl der Bußgeldverfahren stieg im vergangenen Jahr auf 2,6 Millionen. In mehr als 90 Prozent der […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Krise in der Chemiebranche verschärft sich – AOK verzeichnet Höchststand bei Betrugshinweisen – Große Spanne bei Elektroauto-Neuzulassungen Krise in der Chemiebranche verschärft sich Der Verband der Chemischen Industrie mit Sitz in Frankfurt hat heute seine Halbjahres-Bilanz veröffentlicht. Im ersten Halbjahr sank die Produktion um drei Prozent, der Umsatz fiel auf 106 Milliarden Euro. Besonders alarmierend sei, dass die Investitionen im dritten Jahr in Folge rückläufig seien. Auch beim weltweit größten Chemie-Konzern BASF in Ludwigshafen bleibt die Lage wegen hoher Kosten und schwacher Exporte angespannt. Der Verband fordert dringende Reformen für den Industriestandort. (34) AOK verzeichnet Höchststand bei Betrugshinweisen Die Krankenkasse AOK Hessen meldet mit über 1.200 Hinweisen auf Abrechnungs-Betrug in den Jahren 2024 und 25 einen historischen Höchststand. Besonders auffällig sind Fälle im Bereich der häuslichen Kranken- und Pflegeversicherung. Als Reaktion auf diesen massiven Betrug – von gefälschten Rezepten bis zu nicht erbrachten Leistungen – hat die AOK Hessen inzwischen rund 200 Strafanzeigen erstattet und Beträge in Höhe von 4,8 Millionen Euro zurückgefordert. (35) Große Spanne bei Elektroauto-Neuzulassungen Im ersten Halbjahr waren rund 30 Prozent der neu zugelassenen Autos in Rheinland-Pfalz reine Elektrofahrzeuge. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Kraftfahrt-Bundesamtes. Mit diesem Rekordwert führt Rheinland-Pfalz aktuell das bundesweite Ranking an. Hessen liegt mit nur 21 Prozent deutlich dahinter und bleibt unter dem Bundesdurchschnitt von knapp 25 Prozent..Im gesamten Vorjahr hatte der Anteil der reinen Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen noch unter 20 Prozent gelegen.

  • Weltrekord im Lok-Ziehen

    Weltrekord im Lok-Ziehen

    Zeit für einen außergewöhnlichen Weltrekordversuch. Seit vielen Jahren gehört das traditionell zum Speyerer Brezelfest. Nach einem Tanzweltrekord wurde es an diesem Wochenende im wahrsten Sinne des Wortes gewichtiger. Auf dem Gelände des Speyerer Technik Museums hieß es: „Anpacken!“ Im Mittelpunkt: eine ganz besondere Zahl. Eine Lok mit 111 Tonnen Gewicht. 111 Menschen. Und genau 111 Meter bis zum Weltrekord. Insgesamt haben sich 19 Teams für den Kraftakt angemeldet. Mit dabei sind Sport- und Freizeitvereine, Unternehmen und Freundesgruppen. Die Motivation ist groß. „Auf geht’s AC, MAINZAAA MAINZAAA, Brezel HU Brezel HU, Altportelhupser immer voll dabei!“ Seit 116 Jahren richtet der Verkehrsverein Speyer das Brezelfest aus. Mit der Aktion startet er bereits den vierten Anlauf auf einen Weltrekord. Uwe Wöhlert, Vorsitzender Verkehrsverein Speyer „Zum einen glaube ich geht’s nicht um schiere Kraft, sondern es geht zunächst mal um einen gleichförmigen Rhythmus zu finden, Technik ist ganz wichtig, wir haben jemand, der sich professionell mit dem Tauziehen beschäftigt hat, der auch die Kommandos gibt von „Hebt an“ und dann das ‚Ziehen‘ und das muss gut und gleichförmig funktionieren, dass nicht nur Physik, sondern auch dieser Gemeinschaftsgeist ein tolles Ergebnis erreichen kann.“ Doch wie bereitet man sich auf so einen Kraftakt vor? „Wir haben die S-Bahn gezogen, von Limburger Hof bis Mannheim.“ „Ganz viel Strategie, Kopf, Visualisierung, das muss reichen für heute.“ „Hartes Training, Weinschorle, und gestern auf dem Brezelfest natürlich.“ Damit bei der Aktion nichts schiefgeht, wurde die Sicherheit monatelang vorbereitet. Statik, Seile und Befestigungen – alles ist genau geplant und geprüft. Einmal kurz aufwärmen und dehnen, dann gibt’s das Startkommando. Der Zug rollt los, überraschenderweise ganz ohne große Mühe – die Weinschorle scheint also geholfen zu haben. Mit vereinten Kräften ziehen die Mannschaften die Lok vor den Zuschauern über die Gleise. Und dann geht alles ganz schnell. Nach nicht einmal zwei Minuten […]

  • Kraftwerk leidet unter zu warmem Rheinwasser

    Kraftwerk leidet unter zu warmem Rheinwasser

    Unsere Flüsse heizen sich auf – mit schwerwiegenden Folgen. Heute hat Rheinland-Pfalz die Warnstufe 2 ausgerufen. Was das für Mensch und Natur bedeutet – das haben wir uns heute angeschaut. Dauerhaft über 27 Grad im Rhein, das sagen diese Messinstrumente an der Theodor-Heuss-Brücke. Hier bei Mainz werden die Temperaturen von der Rheinwasser-Untersuchungsstation ganz genau im Blick behalten. Denn mit steigenden Wassertemperaturen sinkt der Sauerstoffgehalt, das ökologische Gleichgewicht wird gestört. Das bedeutet vor allem für die Fische: mehr Stress. Dr. Jochen Fischer, Leiter Gewässerschutz RLP „Die Fische können nicht schwitzen wie wir Menschen, die sind voll und ganz auf die Umgebungstemperatur angewiesen. Eine Temperaturerhöhung um 10 Grand verdoppelt bis verdreifacht den Energiebedarf dieser Tiere. Und damit auch den Sauerstoffbedarf. Und da beginnt der Teufelskreislauf.“ Ein paar Kilometer flussabwärts: Das Mainzer Kraftwerk zieht pro Stunde bis zu 80.000 Kubikmeter Wasser aus dem Rhein, um seine Turbinen zu kühlen. Das Wasser wird dann erwärmt wieder zurück in den Fluss gepumpt. Genau diese Temperaturen muss das Kraftwerk bei Warnstufe 2 nun ganz genau kontrollieren und alternative Kühlmöglichkeiten prüfen. Ab dauerhaften 28 Grad im Rhein droht die nächste Warnstufe: Dann könnte das Werk sogar ganz abschalten müssen, soweit kam es bisher aber noch nie. Thomas Schipper, Techniker Kraftwerke Mainz „Also ich hab’s bisher noch nie erlebt, bisher haben wir immer Glück gehabt. Aber es war immer schon mal knapp davor gewesen.“ Eine Abschaltung würde aber nicht bedeuten, dass in Mainz kein Strom mehr produziert werden kann. Im Notfall könnte der Betrieb auf dieses Blockheizkraftwerk gleich nebenan zurückgreifen. Das muss nicht mit Wasser gekühlt werden. Marcus Langer, Geschäftsführer Technik Kraftwerke Mainz „Das ist ein Gasmotorenkraftwerk, das können wir unabhängig von der Rheinwassertemperatur immer mit 100 Megawatt elektrisch betreiben. Am Ende gibt es Regularien, an die wir uns halten, Gesetzmäßigkeiten. Und wenn wir dann tatsächlich abstellen müssten, […]

  • Schulfach Digitale Bildung

    Schulfach Digitale Bildung

    Ob Geld überweisen, den Sommerurlaub buchen oder sich zum Abendessen verabreden – vieles lässt sich schon lange selbstverständlich online erledigen. Immer mehr Bereiche unseres Alltags verlagern sich ins Digitale und gerade Kinder und Jugendliche verbringen mehrere Stunden täglich im Internet. Um sie auf die Chancen und Herausforderungen vorzubereiten, haben einige kirchliche Schulen in Hessen das Unterrichtsfach „Digitale Bildung“ eingeführt. „Heute machen wir das Thema ‚Alles Google, oder was?‘. Wir wollen uns heute ein bisschen mit der Internetrecherche beschäftigen. Und dafür habe ich euch einen Arbeitsauftrag mitgebracht.“ DiBi-Unterricht bei Frau Frech in der 5a. Die Schülerinnen und Schüler recherchieren auf ihren iPads nach ihrem Lieblingstier und nehmen die Suchergebnisse kritisch unter die Lupe. Welche Webseiten eignen sich als Quelle für ein Biologie-Referat – und welche eher nicht? Unter anderem solche Recherchekompetenzen sollen im Fach „Digitale Bildung“ vermittelt werden. Janina Frech, Lehrerin Digitale Bildung „Das eine ist das digitale Handwerkszeug, also wirklich so ganz banal die Hardware und wie sie zu bedienen ist. Dann haben wir das ‚Digitale Ich‘, also welche Daten gebe ich von mir in den Kosmos des Internets. Dann haben den großen Block ‚Rechte‘. Und zwar meine ganz persönlichen Rechte, aber auch die der anderen, Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht. Und das Vierte, was uns hier auch an der christlichen Privatschule ganz wichtig ist, ist die ethische Komponente: das Miteinander im Digitalen Raum.“ An der privaten Bischof-Neumann-Schule in Königstein ist „Digitale Bildung“ fest im Stundenplan verankert. Möglich macht das der katholische Träger. Für Schüler der staatlichen Schulen in Hessen ist das vergleichbare Fach „Digitale Welt“ ab dem kommenden Schuljahr dagegen nicht mehr verpflichtend. Dabei sollte Digital-Unterricht für Frau Frech an modernen Schulen eigentlich selbstverständlich  sein. Janina Frech, Lehrerin Digitale Bildung „Unser Leben wird global, im Allgemeinen immer digitaler. Und es ist ganz, ganz wichtig, sich damit auch in der Schule auseinanderzusetzen. Wir […]

  • KI-Konferenz der TU Darmstadt

    KI-Konferenz der TU Darmstadt

    Die Künstliche Intelligenz ist weiter auf dem Vormarsch und soll uns helfen, die unterschiedlichsten Aufgaben zu lösen. Auch Flugdrohnen werden immer intelligenter und besser – zu sehen bei uns in der Region an der TU Darmstadt. Dieser kleine Flattermann ist ein völlig neuer Typ Drohne. Mit Flügeln wie bei einem Schmetterling statt Propellern wie bei seinen herkömmlichen Kollegen. Damit kann diese Drohne auch näher an Menschen heranfliegen. Im Schwarm sollen die neuen Fluggeräte zudem lernen, ähnlich wie Insekten oder Vögel Probleme gemeinsam zu lösen. Sie kommunizieren per WLan miteinander und könnten künftig etwa in der Landwirtschaft und in Gewächshäusern eingesetzt werden. Guido de Croon, Professor für KI „Ich kann in Gewächshäuser fliegen und dann sehen, ob es den Pflanzen gut geht oder sie krank sind. Und die Fläche kann er mit anderen Drohnen verteilen. Dann müssen sie kommunizieren, kommunizieren.“ Und per künstlicher Intelligenz selbständig entscheiden, wer welche Aufgabe übernimmt. Kollektive Schwarmintelligenz, das ist auch das große Thema bei einer internationalen Konferenz der Technischen Universität Darmstadt. Hier gibt es weit mehr zu sehen als Schmetterlingsdrohnen: Ein schwebender Roboter, der künftig in Weltraumstationen zum Einsatz kommen könnte. Neue Möglichkeiten für Mangnetschwebebahnen. Oder hunderte von Mini-Robotern, die nicht nur das Schwarmverhalten erkunden, sondern sich gegenseitig mit Kondensatoren aufladen. Viele Ideen, die auch die TU Darmstadt weiter voranbringen sollen. Prof. Roderich Groß, Leiter Cyber-Physik TU Darmstadt „Die TU Darmstadt ist eine der weltweit führenden Universitäten der KI-basierten Robotik, das heißt Roboter, die lernen können, die die Umgebung verstehen.“ Und so vielleicht auch verstehen, wie man künftig nicht mehr im Verkehrsstau stehen könnte. Zurück zu den Drohnen: Die könnten uns künftig immer häufiger unterstützen. Prof. Roderich Groß, Leiter Cyber-Physik TU Darmstadt „Vielleicht auch in Katastrophenszenarien, wenn viele Systeme ausfallen. Die Handysysteme, der Strom, wie man es z.B. aus dem Ahrtal kennt, bei dieser Flut. Und […]

  • Messungen der Tiefenwärme

    Messungen der Tiefenwärme

    Wärme aus der Tiefe statt Öl und Gas – Darum geht es bei der sogenannten Geothermie. Ihre Nutzung könnte ein wichtiger Baustein für die Energieversorgung der Zukunft sein. Um zu erforschen, wo im hessischen Oberrheingraben Tiefenwärme gewonnen werden kann, läuft derzeit eine groß angelegte Messkampagne aus der Luft. Ein speziell ausgestattetes Flugzeug startet vom Flughafen Speyer und sammelt Daten über den Untergrund.   Wie kann die klimaneutrale Wärmeversorgung der Zukunft aussehen? Eine mögliche Antwort lautet: Geothermie. Dabei wird heißes Wasser gefördert, das tief im Untergrund gespeichert ist. Um herauszufinden, wo sich geeignete Reservoirs befinden, müssen umfangreiche Daten über den Untergrund gesammelt werden – und genau das geschieht derzeit aus der Luft.  Dr. Kristian Bär, Geowissenschaftler Vulcan Energy: „Das Flugzeug hat drei verschiedene Messwerkzeuge an Bord. Das heißt zum einen wird das Schwerefeld der Erde gemessen. Zum anderen Abweichungen beim Erdmagnetikfeld. Da sehen wir dann je nach Gesteinsart deutliche Unterschiede. Und können aus den Daten dann, wenn die flächenhaft erhoben werden, ein 3D-Modell des Untergrundes aufbauen.“  Was von außen fast historisch wirkt, ist im Inneren mit moderner Messtechnik ausgestattet. Gravitation und Magnetfeld der Erde können Auskunft über die Beschaffenheit des Untergrundes geben. Dr. Kristian Bär, Geowissenschaftler Vulcan Energy: „Wir brauchen Gesteine, die Hohlräume, das heißt die wie ein Schwamm natürliche Poren haben, in denen Wasser gespeichert werden kann. Und in denen das Wasser vor allem auch fließen kann, wenn wir’s dann mit unseren Bohrungen rausholen wollen. (…). Und am besten geeignet sind im Oberrheingraben, Graben sagt’s in dem Fall, es ist quasi ein Bruchsystem, in denen das Gestein an vielen Stellen gebrochen ist. Und diese Brüche sind quasi zusätzliche Wasserwegsamkeiten, das heißt Strukturen, in denen das Wasser fließen kann.“   Das Wasser, das in Poren und Brüchen zirkuliert, kann je nach Tiefe Temperaturen von bis zu 220 Grad Celsius erreichen. An der Oberfläche kann diese Hitze dann […]

  • Kochroboter in Frankfurter Restaurant

    Kochroboter in Frankfurter Restaurant

    Schwere Töpfe schleppen, dauerhafte Rührbewegungen, die Arbeit eines Kochs ist ein echter Knochenjob. Den will ein Restaurant in Frankfurt mit maschineller Hilfe erleichtern. Ein vietnamesisches Restaurant in Frankfurt hat sich einen Kochroboter angeschafft. In bis zu acht Töpfen gleichzeitig kann hier gekocht werden. Gesteuert vom Kochroboter, der sich mit einem Arm um die Gerichte auf den Herdplatten kümmert und mit einem anderen Arm Töpfe spült und das Essen ausgibt. Pausen braucht er nicht, Erschöpfung kennt er nicht. Thu Dinh, Vipho Frankfurt: Das ist eine absolute Arbeitserleichterung für alle Köche. Und wir hoffen durch diese Erleichterung der Arbeit mehr Nachwuchs, die sich für diesen Beruf als Koch interessieren und erlernen möchten, damit wir irgendwann das Problem mit dem Fachkraftmangel in Deutschland mit der Zeit beseitigen können.  Keine schweren Töpfe mehr schleppen, kein spritzendes Fett. Seit Januar hat das Vipho den Roboter in Betrieb. Als die Essensbestellungen immer mehr werden, beschließen Thu Dinh und ihr Mann, eine zweite Filiale zusätzlich zu ihrem normalen Restaurant zu eröffnen, extra nur für Lieferessen, ausgestattet mit dem Kochroboter. Die Köche müssen am Roboter programmieren, wie was gekocht werden muss und die Zutaten hineinfüllen. Die holt sich dann der Roboter selbstständig zur richtigen Zeit und kocht sie in den Töpfen. 200 mal am Tag. Die Inhaber wissen aber auch: Thu Dinh, Vipho Frankfurt: Es ist immer noch ein Gerät. Ein Gerät kann auch immer zum Ausfall kommen. So wie Menschen können auch mal erkrankt sein und nicht zur Arbeit erscheinen. Deshalb haben wir auch eine kleine Backup-Küche, damit wir immer noch das Essen, falls es dann zu größeren technischen Problemen kommt, dass die Köche das immernoch das Essen selber kochen und wir somit den Gästen das Essen liefern können.  Von Hand gekocht wird auch im Hauptrestaurant noch. Und das sei auch gut so, meint Thu Dinh, denn […]

  • Digitaltechnik für Bahnbaustellen

    Digitaltechnik für Bahnbaustellen

    Ab Mitte Juli wird die Deutsche Bahn die Schienenstrecke sanieren, die entlang des rechten Rheinufers von Wiesbaden über Rheinland-Pfalz bis nach Nordrhein-Westfalen führt. Auf diesem Abschnitt fahren vor allem viele Güterzüge. Damit die Einschränkungen durch die Bauarbeiten möglichst gering sind, setzt die Bahn bei der vorbereitenden Vermessung auf moderne digitale Technologien. Und die haben wir uns mal aus nächster Nähe angeschaut. Einsatz für die Kamera-Drohne am Bahnhof Koblenz-Ehrenbreitstein. Aus der Luft vermisst sie Oberleitungen, Masten, Bahnsteige. Die hochauflösende Optik sorgt für Daten, die in kurzer Zeit in ein 3D-Modell übertragen werden. Die herkömmlichen Vermessungsinstrumente wie Dreibein oder Messrad haben Pause. Frank Schmidt, Gesamtprojektleiter DB Korridorsanierung Rechter Rhein „Das Besondere an dieser neuen Technik ist eben, dass wir anhand dieser Aufnahmen mit der Drohne und mit den Kameras deutlich schneller sind in der Vermessung der Strecke. Und das eben unter laufendem Betrieb auch machen können, wofür wir sonst die Sperrungen im Gleis gebraucht und den Betrieb deutlich beeinflusst hätten.“ Von den oberirdischen Anlagen geht es im virtuellen Raum direkt unter die Erde. Hier wird geprüft: Sind die Fahrkartenautomaten an der richtigen Stelle geplant? Sind die Aufgänge zu den Bahnsteigen breit genug veranschlagt? Die Daten dazu liefert diese 360-Grad-Kamera, wie man sie von Online-Kartendienstleistern kennt. Der Vermesser trägt diesen Rucksack-Scanner, der seine Umgebung rundum erfasst. Und auch unter die Erde können die Spezialisten blicken: Dieses sogenannte Georadar spürt verborgene Strukturen im Boden auf – bis zu einer Tiefe von vier Metern. André Winkler, Regionalleiter DB Engineering & Consulting „Wir können damit Kabel und Leitungen erkunden, was ein ganz wichtiges Thema ist. Denn oft liegen Kabel nicht da, wo sie nach Plan liegen sollten. Und wenn dann just an der Stelle, wo wir zum Beispiel einen Verbau für eine große Baugrube rammen wollen, sich ein Kabel befindet, dann ist das ungünstig. Das kann […]

  • Medienanstalt Hessen verleiht „Media Surfer“

    Medienanstalt Hessen verleiht „Media Surfer“

    Ein Leitfaden für einen bewussteren Umgang mit den sozialen Medien. Ein Musikvideo gegen Mobbing. Oder auch ein flammendes Plädoyer für die Anschaffung bequemerer Sitzmöbel im eigenen Klassenraum: Wenn die Medienanstalt Hessen einmal im Jahr den großen Medienkompetenzpreis „Media Surfer“ verleiht, kann sie sich vor kreativen Ideen hessischer Schülerinnen und Schüler kaum retten. Vielleicht auch, weil der „Media Surfer“ mit insgesamt 18000 Euro Preisgeld dotiert ist…   Erdkunde mal anders: Ein Eisbär begibt sich auf eine spannende Reise durch die deutschen Bundesländer und erlebt dabei allerhand Abenteuer. Mit diesem in mühevoller Kleinarbeit im Trick-Stopp-Verfahren erstellten Film holen sich die Schüler der Grundschule in Kassel-Waldau den ersten Preis in der Kategorie „bis 10 Jahre“ – inklusive Preisgeld in Höhe von 2000 Euro. Daniel (11 Jahre), Grundschule Waldau: „Also es war viel Arbeit. Es war leicht. Aber es hat viel Spaß gemacht.“ Ein bisschen Oskar-Feeling bei der großen Preisverleihung im Kasseler Filmpalast gibt’s obendrauf: Was für eine Erfahrung für die Schüler. Insgesamt 22 Filme aus vier Kategorien – von der Kita bis zur Oberstufe – haben es beim diesjährigen „Media Surfer“ der Medienanstalt Hessen in die Endauswahl geschafft. Platz zwei bei den Großen geht in diesem Jahr an die Erich-Kästner-Schule Maintal für ihr Projekt: „Wo Teilhabe beginnt, kommt Farbe ins Leben.“ Anas El Daoudi (16 Jahre), Erich-Kästner-Schule Maintal: „Wir wollten mit unserem Film ausdrücken, dass wir nicht wegschauen dürfen. Also, es ist ja ganz klar: Dass Leute im Rollstuhl sitzen, ist ja was ganz Normales. Und das merkt man halt im Alltag, dass die halt ein bisschen benachteiligt werden.“ Großer Sieger in der Kategorie „bis 18 Jahre“: Die Anne-Frank-Schule aus Frankfurt mit diesem künstlerisch gestalteten Kurzfilm, der nicht nur die schlechte Ausstattung der Schulen, sondern auch gleich noch das gesamte Schulsystem anprangert. Romeo (14 Jahre), Anne-Frank-Schule Frankfurt: „Ich finde, es ist wichtig, dass […]

  • Messe TechTextil in Frankfurt

    Messe TechTextil in Frankfurt

    Die weltweit größte Messe für technische Textilien, die ‚TechTextil‘, steigt diese Woche wieder in Frankfurt. Hier treffen Autobauer auf Medizintechniker oder Fashionistas auf Hersteller hochfunktionaler Schutzkleidung. Vier Tage lang dreht sich alles um innovative Stoffe und Materialien. So könnte sie aussehen, die Hausfassade der Zukunft. Mit anpassungsfähigen Beschattungselementen, die sich elastisch verformen und so die Sonneneinstrahlung und die Temperatur im Innenraum regeln. Über zehn Jahre hat das Institut  für Fasertechnologien geforscht und eine KI mit Gebäudesimulationen gefüttert. Damit soll der Energieverbrauch von Gebäuden künftig minimiert werden. Matthias Ridder, Institut für Fasertechnologien „Der Gebäudesektor und das Wärmen und Kühlen ist einer der größten Emittenten von CO2 in der Welt, ein Drittel der benötigten Energie wird für Heizen und Kühlen von Gebäuden genutzt. Und da wollten wir eine Lösung finden, wie man mit möglichst wenig Energie einen Raum so klimatisieren kann, dass man nicht heizen und kühlen muss.“ Da die Gelenke nur geringen Druck benötigen, verbraucht ihr Antrieb ebenfalls wenig Energie. Eine von vielen Neuheiten, die 1.700 Aussteller aus über 50 Ländern bei der TechTextil in Frankfurt präsentieren. Beim größten rheinland-pfälzischen Arbeitgeber BASF gibt es einen innovativen Fahrradrucksack. Für den wird gemeinsam mit einem Bekleidungshersteller ein Kunststoff verwendet, dessen CO2-Fußabdruck bei Null liegen soll. Frank Reil, Leiter Nachhaltigkeit BASF „Wir nehmen hier Bio-Naphtha, basierend auf Frittenfett, wenn man so will. Also auf Speiseöl-Abfall und genauso Biomethan, das auch aus Bio-Abfall gewonnen wird. Und damit ersetzen wir fossile Ressourcen.“ So kann ein klimaneutraler synthetischer Kunststoff entstehen. Auf dem Markt ist der neue Rucksack aber noch nicht, trotz sichtbarem Interesse. Neue Stoffe könnten die Zukunft in der Textilbranche sein. René Bethmann, Innovationsmanager Vaude „Ohne dass man Abstriche machen muss in der Qualität oder in der Performance. Denn wir haben hier genau die gleiche Performance, Leistungsfähigkeit wie bei einem konventionellen Material.“ Zurück zu Uni-Forscher Matthias Ridder, […]

  • Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Solarbetriebene Kläranlage soll in Krisengebieten zum Einsatz kommen

    Sauberes Wasser ist in Krisenregionen eines der größten Themen. Für solche Fälle gibt es Notfall-Kläranlagen. Problem nur: die verbrauchen viel Strom und der ist oft im Katastrophengebiet nicht vorhanden. Forscher aus Mittelhessen haben nun mit Partnern aus der Industrie eine Kläranlage entwickelt, die mit Solarstrom läuft. Dieses Wasser hat nichts in einem Fluss zu suchen. Es ist verschmutzt und voller Fäkalien. Hier leben insgesamt 1,1 Millionen Menschen – das Rohingya-Flüchtlingslager in Bangladesch ist das größte der Welt. Diese Notfall-Kläranlage, eine von mehreren, ist schnell aufgebaut und reinigt das Abwasser von rund 4.000 Menschen. Eigentlich bräuchte es mehr davon, doch der Betrieb ist teuer und das Geld vor Ort knapp, weiß Christoph Stein. Sein Unternehmen hat die Anlage für eine Hilfsorganisation vor Ort bereitgestellt. Björn Christoph Stein, Gründer Sygin & Stein Engineering „Tagsüber läuft die Anlage auf Solarstrom, was sehr kostengünstig ist, nachts sind wir noch in der Verlegenheit, dass wir Strom vor Ort lokal mit Diesel herstellen müssen und das ist leider teuer.“ Gemeinsam haben er und ein Team der Technischen Hochschule Mittelhessen in Gießen ein neues System entwickelt, das tagsüber mit Solarstrom läuft und nachts, wenn die Sonne nicht scheint, auch ohne Strom auskommt. Entscheidend sind diese von einem Industriepartner entwickelten Schaumstoffwürfel. In ihnen leben die Mikroorganismen, die das Wasser reinigen – wie in einer normalen Kläranlage auch. Markus Röhricht, Professor für Umweltingenieurwesen THM Gießen „Normalerweise, wenn eine Anlage längere Zeit keinen Zufluss hat, also kein Futter für die Bakterien hat, dann würden die irgendwann absterben und da wir jetzt aber die Bakterien in diesen Würfeln haben, sind sie geschützt, sterben nicht so schnell ab und können eben diese 12 Stunden problemlos überbrücken.“ In der Kläranlage Lollar testen die Forscher ihren Prototypen im größeren Maßstab – in den Laborräumen der THM arbeitet Masterstudent Nicolas Jost noch an den Feinheiten. […]