Technik

  • Jugendcamp der hessischen Medienanstalt

    Jugendcamp der hessischen Medienanstalt

    Sarah Gumz, Medienanstalt Hessen „Die haben sich jetzt in den Herbstferien die Zeit genommen und haben vielleicht schon eine gewisse Affinität. Oder wollten auch einfach mal was ausprobieren. Und ja, „Irgendwas mit Medien“ ist ja so der Berufswunsch glaub ich von vielen Jugendlichen. Und hier wird’s einfach mal ganz konkret, dass man wirklich mal ausprobieren kann und auch ne Vorstellung von dem kriegt, was so einen Medienberuf ausmacht. Wie anstrengend das vielleicht auch ist, bis das Video perfekt aussieht. Und wieviel Stunden Zeit da hineingehen. Und dass das gewissermaßen auch eine Inszenierung ist und damit auch viel Arbeit bedeutet.“

  • Kasseler Elisabethkirche bekommt neues Dach

    Kasseler Elisabethkirche bekommt neues Dach

    Vor knapp drei Jahren ist Kassel nur knapp einer Katastrophe entgangen. Am hellichten Tag stürzt mitten in der Innenstadt das Dach der Elisabethkirche in sich zusammen. Verletzt wird zum Glück niemand. Warum das Dach einstürzte, hat ein Gutachten mittlerweile geklärt. Die geklebte Dachkonstruktion hielt nicht mehr. Jetzt beginnen die Arbeiten für das neue Dach. Mit größter Präzision hebt der Kran das ein Tonnen schwere Bauteil an. Insgesamt 16 dieser Holzbalken bilden die neue Dachkonstruktion der Kasseler Elisabethkirche. Ein großer Moment für die Gemeinde. Und auch ein Neuanfang. Marcus Leitschuh, Pfarrei Sankt Elisabeth „Dieser Ort hat gefehlt, die Architektur hat gefehlt, diese Höhe der Kirche, diese Weite der Kirche. Diese Kirche mitten in der Innenstadt. Dass man danach ins Theater gehen konnte oder ins Kino. Also dieser Ort hat den Menschen gefehlt. Auch in der Ausprägung was hier war. Diese Öffnung in die Gesellschaft, die Mischung aus Liturgie und Kultur. Und es waren ja sehr unterschiedliche Gottesdienstformen auch in dieser Kirche möglich. Das fehlt den Leuten.“ Im November 2023 bricht das Dach der Kirche überraschend ein. Verletzt wird niemand. Doch der Schock sitzt tief. Die Planungen über die Zukunft der Kirche dauern lange. Jetzt endlich ist der Wiederaufbau im Endspurt. Dominik Dönicke, Bauleiter „Wir mussten natürlich zuerst das eingestürzte Dach bergen. Beim Einsturz selbst kam es zu Beschädigungen am Gebäude und die mussten behoben werden. Wir mussten Klarheit darüber haben was die Schadensursache war, damit wir bei einer zukünftigen Planung dieses Wissen eben einbringen können.“ Der Grund für den Einsturz des Daches konnte mittlerweile ermittelt werden. Der Kleber in der etwa 60 Jahre alten Dachkonstruktion hatte dem Gewicht nicht mehr standgehalten. Bei dem neuen Kirchendach soll das nicht mehr passieren. Das Bistum Fulda hat bisher eine Million Euro in die Arbeiten investiert. Laut Planung ist das Gebäude bis Ende des Jahres wieder […]

  • KI unterstützt Ausländerbehörde

    KI unterstützt Ausländerbehörde

    Die Ausländerbehörden in Deutschland sind vielerorts überlastet. Hohe Flüchtlingszahlen, aber vor allem auch ständig wechselnde bürokratische Regeln und fehlende Digitalisierung machen den Beschäftigten die Arbeit schwer. Die Folge: lange Schlangen und Bearbeitungs-Zeiten. Ein Start-up aus Darmstadt will dieses Problem nun lösen. 2014 zieht Gustavo Campa von Mexiko nach Darmstadt, um hier zu studieren. Dafür braucht er einen Aufenthaltstitel und muss den regelmäßig bei der Ausländerbehörde verlängern. Doch die ist überlastet: Immer wieder stellt Gustavo sich schon nachts an, um am nächsten Tag überhaupt einen Termin zu bekommen. Gustavo Campa, Migrant aus Mexiko „Da habe ich mir gedacht: Okay es sind so viele Menschen in der Schlange, das Problem erlebe nicht nur ich, sondern das gibt es auch in anderen Bundesländern und anderen Städten. Und deshalb habe ich mir gedacht: Das muss anders gehen. Es muss eine digitale Lösung dafür gebaut werden.“ Und die entwickelt er gleich selbst: die Plattform OptiMigration. Hier kann man seine Anträge hochladen, eine KI prüft, ob Dokumente fehlen, die Angaben korrekt sind und was korrigiert werden muss. Gustavo Campa, Gründer von OptiMigration „Somit bekommen die Ausländerbehörden oder auch Unternehmen nur vollständige und korrekte Anträge, sodass die nicht mehr manuell korrigiert werden müssen oder es auch keine Kommunikation zwischen den Parteien mehr braucht. Das reduziert die Bearbeitungszeit um 70 Prozent pro Antrag.“ Ein erstes Pilotprojekt mit der Darmstädter Ausländerbehörde gab es bereits. Jetzt entwickelt das Team die Plattform weiter, unter anderem für Firmen, die ausländische Pflegekräfte vermitteln. Gustavo Campa, Gründer von OptiMigration „Meiner Meinung nach hat Deutschland kein Fachkräftemangel, sondern ein Verfahrensproblem, weil alle Anträge manuell bearbeitet werden und es eigentlich gar keine Ressourcen gibt diese Anträge zu bearbeiten.“ Mit OptiMigration sollen Prozesse für Migranten und die Behörden einfacher werden. Programmiert wird die Plattform von Sushmitha und Akarsh. Beide kommen aus Indien und haben in Deutschland studiert. […]

  • Rechenzentrumsbranche trifft sich in Bad Vilbel

    Rechenzentrumsbranche trifft sich in Bad Vilbel

    Wir nutzen sie jeden Tag – beim Streamen, beim Online-Shoppen oder wenn wir Fotos in die Cloud laden. Doch wo landen eigentlich all diese Daten? In riesigen Rechenzentren. Jetzt hat sich die Branche in Bad Vilbel getroffen – beim größten Treffen in Deutschland ging es vor allem um den Bau neuer Rechenzentren. Denn – das sehen wir auch im Rhein-Main-Gebiet – Bauanträge für Rechenzentren stoßen immer häufiger auf Widerstand. Die Stadt Maintal, 14 Kilometer östlich von Frankfurt. Hier will die Firma EdgeConneX ein neues Rechenzentrum bauen. Ein eigenes Gaskraftwerk soll die notwendige Energie liefern. Doch das Milliarden-Projekt stößt bei Anwohnern auf Widerstand. Die Umweltbelastung sei zu hoch, der Datencenter schaffe kaum Arbeitsplätze und bringe nur wenig Gewerbesteuern. Das will der Deutsche Rechenzentrumsverband, die German Datacenter Association, so nicht stehen lassen. In Frankfurt befinde sich der größte Internetknotenpunkt der Welt. Deshalb sei das Rhein-Main-Gebiet für Rechenzentren ein sehr attraktiver Standort. Martin Kohoutek, German Datacenter Association „Das Internet wohnt in Rechenzentren. Alles was wir tun, jede Anwendung, jede Applikation, jede E-Mail, jeder Netflix-Stream, jede Datenverarbeitung in der Industrie, alles, was mit dem Internet verbunden ist, funktioniert nur mit Rechenzentren. Und wenn wir uns als Gesellschaft, als Verwaltung und als Wirtschaftsnation entwickelt und digitalisieren wollen, dann geht das nur, indem wir digitale Infrastruktur ausbauen.“ Anwohner machten sich oft zu große Sorgen. Alle Rechenzentren hielten die strengen deutschen Umweltgesetze ein. Ihre Abwärme könne für die Heizung angrenzender Häuser genutzt werden. Und sie würden viel mehr Arbeitsplätze schaffen, als die Zahl der Angestellten vermuten lasse. Martin Kohoutek, German Datacenter Association „Ein Rechenzentrum muss geplant werden, es muss gebaut werden, es muss gewartet werden. Es braucht Zulieferer. Es braucht jeden Tag viele Menschen, die ein- und ausgehen im Rechenzentrum, weil Server gewartet werden, weil es neue Server braucht, weil die Kunden im Rechenzentrum ein- und ausgehen. […]

  • Forum der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Rheinland-Pfalz

    Forum der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Rheinland-Pfalz

    Über 100 Milliarden Euro investiert Deutschland im kommenden Jahr in die Rüstung. Viel Geld, von dem auch die Industrie profitieren will. Viele Mittelständler sehen – gerade in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten – im Rüstungsmarkt ein neues Geschäftsmodell. In Mainz treffen sich heute Unternehmen und Militärs, um über Kooperationen zu beraten. Mit Sprengstoff bestückte Drohnen, die ein mit Rüstungsgütern für die Ukraine beladenes Flugzeug angreifen sollten. Der Vorfall am Leipziger Flughafen zeigt, wie real die Bedrohung längst ist, sagt heute der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling. Die Bundesregierung reagiert mit Aufrüstung. Im kommenden Jahr wird so viel in die Verteidigung investiert wie noch nie zuvor. Von diesen Investitionen will auch Rheinland-Pfalz profitieren. Michael Ebling (SPD), Wirtschaftsminister RLP „Es ist eine Chance für unsere Unternehmen in Rheinland-Pfalz, darüber nachzudenken, welche Produkte, die es schon gibt, sind im Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie gut einsetzbar. Wir wollen aber auch Hürden senken. Sich im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu engagieren, stellt gegebenenfalls neue Fragen in Richtung Geheimhaltungspflichten oder Zuverlässigkeit.“ Die zentrale Frage für viele Firmen: Wie komme ich überhaupt an einen Rüstungsauftrag? Mit dabei heute in Mainz: eines der führenden Rüstungsunternehmen Europas, MBDA, die auch einen Standort in Hermeskeil haben. Sie stellen unter anderem die Taurus-Marschflugkörper her, wachsen schnell und suchen neue Zulieferfirmen. Guido Brendler, Vorstandsmitglied der MBDA Deutschland „Wir suchen den deutschen Mittelstand. Wir wissen, dass der deutsche Mittelstand sehr leistungsfähig ist. Er ist nicht nur innovativ, sondern auch sehr leistungsfähig. Wir suchen also Technologien, aber auch Produktionskapazitäten.“ Kapazitäten, die beispielsweise in der kriselnden Autoindustrie frei werden. Für MBDA ein Glücksfall. Guido Brendler, Vorstandsmitglied der MBDA Deutschland „Die Ingenieure, die sehr gut ausgebildet sind, können bei uns hervorragende Beiträge leisten, mitzuarbeiten, in der Massenproduktion. Aber auch in den Fertigungsprozessen, die die Automobilindustrie hat. Der Bedarf ist in der Rüstungsindustrie erheblich gestiegen.“ Verhandelt wurde heute […]

  • Schulstunde gegen Cybermobbing

    Schulstunde gegen Cybermobbing

    Die bundesweit größte Online-Schulstunde hat heute stattgefunden – 65.000 Schüler haben daran teilgenommen und haben damit ein Zeichen gegen Cybermobbing gesetzt. „Online gemobbt. Real verletzt“ – so das Motto, das die Medienanstalt Rheinland-Pfalz ausgegeben hat. Eine Nachricht im Chat, ein hochgeladenes Foto oder gezielte Ausgrenzung. Cybermobbing kann unterschiedlich aussehen und auch unterschiedliche Auswirkungen haben. Denn im Internet ist nichts privat. Deborah Woldemichael, Leiterin klicksafe und Medienpädagogin „Was im Kleinen analog beginnt zum Beispiel in der Klasse in der Schule setzt sich dann digital fort und das kann online sehr schnell an Dynamik und Reichweite gewinnen und ja der Unterschied ist auch, dass es nicht aufhört, also es ist nicht, dass man dann einfach das Handy weglegt, sondern es erreicht einen zuhause in seinem privaten Umfeld und man kann gar nicht mehr so richtig abschalten.“ Bei der heutigen Schulstunde von klicksafe wird das Thema aus drei Perspektiven betrachtet: Täter, Betroffene und Zuschauer. Oft werden die Probleme aus Scham, fehlenden Bezugspersonen oder Angst vor Konsequenzen nicht gemeldet. Die anwesenden Schüler haben unterschiedliche Erfahrung mit Mobbing gemacht. Leandro, 8. Klasse IGS Speyer „Ich hab es jetzt noch nie beobachtet und hab auch keinen in meiner Freundesgruppe, der es gemacht hat oder betroffen wurde.“ Svea: 8. Klasse IGS Speyer „Mir wurde schonmal erzählt, das auf einer alten Schule jemand dort bisschen gemobbt wurde, die hat dann glaub ich auch die Schule deswegen gewechselt.“ Thoren, 8. Klasse IGS Speyer „Ich wurde früher auch sehr viel gemobbt. Ich hatte zwischendurch mal keinen Bock mehr, in die Schule zu gehen. Es war schon seit der Grundschule so, es hat sich halt niemand drum gekümmert. Ich hab jetzt zwischendrin dann letztes Jahr die Schule gewechselt.“ Und das Thema Cybermobbing ist nicht nur in Ludwigshafen im Fokus. Heute hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Straßburg den „Kids Act“, […]

  • Automechanika-Messe in Frankfurt

    Automechanika-Messe in Frankfurt

    Die Automobilbranche hierzulande steckt in der tiefsten Krise – in den letzten Jahren sind über 100.000 Jobs in dieser Schlüsselbranche weggefallen und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht. Mit neuen Ideen und Impulsen will die Automechanika Frankfurt, die internationale Leitmesse für Ersatzteile und Zubehör, dem Trend entgegenwirken. Auch der hessische Ministerpräsident Boris Rhein hat sich heute vor Ort angesehen, was die Branche zu bieten hat. Eine High-Tech-Innovation, made in Frankfurt: Zahlreiche Sensoren, verbaut in Lenkrad und Sitz eines VW, auch eine Wärmebildkamera ist an Bord. Gesundheitsdaten wie Herz- und Atemfrequenz, Gewicht und Körpertemperatur sowie Fahrweise werden erfasst und aufgezeichnet. So weiß das Auto stets, wie es dem Fahrer geht. Dr. Axel Glanz, Geschäftsführer Innovationen Institut Frankfurt „Die Daten sind hier bei uns in Europa sehr sicher, die Daten gehören dem Fahrer. Das ist entscheidend. Und mit den Daten kann er was anfangen. Er kann nämlich zum Beispiel Langfrist-Untersuchungen unterstützen, die sich dann anschauen, wie er vor einem Jahr gefahren ist, wie seine Gesundheit damals war, und wie es heute ist. Wir wollen eigentlich den Massenmarkt hier bedienen. Weil da hat man wirklich große Effekte, wenn man nämlich weniger Unfälle macht im Straßenverkehr und wir auch weniger gesundheitliche Probleme haben mit Fahrern, dann ist das natürlich toll, für die Gesellschaft.“ Rund 4.400 Aussteller aus mehr als 80 Ländern zeigen die ganze Bandbreite von Autoteilen. Im Fokus stehen aktuelle Entwicklungen rund um Künstliche Intelligenz, Elektromobilität, Digitalisierung und autonomes Fahren. Ein Markt, der nach Angaben der Messe trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weltweit wächst. Rund fünf Prozent mehr Aussteller als vor zwei Jahren sind gekommen, ein breites Rahmenprogramm bietet über 500 Events. Wie sich die kriselnde Auto-Industrie hierzulande ankurbeln lässt, darüber informiert sich der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein heute vor Ort. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, […]

  • Bundesweiter Probe-Warntag

    Bundesweiter Probe-Warntag

    Was passiert, wenn in Rheinland-Pfalz und Hessen plötzlich der Ernstfall eintritt? Wie reagieren, wenn Terroristen das Stromnetz angreifen oder eine Flutkatastrophe wie im Ahrtal droht? Solche Szenarien sind auch angesichts der vielen Krisen weltweit nicht unwahrscheinlich. Und eines ist im Notfall entscheidend: Vorbereitet zu sein. In der sogenannten Resilienzwoche will die hessische Landesregierung dafür sensibilisieren, wie wir uns auf Krisen vorbereiten können. Und das startet gleich mal damit – überhaupt mitzubekommen, dass eine Gefahr bevorsteht. Ein schriller Ton, ein Vibrieren in der Hosentasche – und bei denen, die nichts vom bundesweiten Warntag wussten, ein großer Schreck. Das Signal, das heute um 11 Uhr auf die Handys gesendet wird, ist aber nur ein Probealarm. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Der Warntag ist ganz wichtig, er findet ja regelmäßig statt. Wir testen damit auch, ob unsere Warninfrastruktur intakt ist. Und darüber hinaus geht es aber auch darum, ein Zeichen in die Bevölkerung zu setzen.“ Das Zeichen: Krisenereignisse werden wahrscheinlicher – und können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir haben eine angespannte Sicherheitslage, das hängt auch mit der geopolitischen Lage zusammen, aber auch Extremisten im Inland versuchen die kritische Infrastruktur anzugreifen. Das kann auch beispielsweise ein Waldbrandereignis sein. Ich war im europäischen Ausland in diesem Sommer und habe dort auch auf meinem Handy einen Warnhinweis bekommen.“ Extremistische Anschläge und Drohnenangriffe zu verhindern, ist Aufgabe des Staates. Aber auch die Bevölkerung kann sich vorbereiten und einen Notvorrat anlegen. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Es geht nicht darum, Panik zu schüren. Aber wir müssen vorbereitet sein auf unterschiedliche Situationen. Und da ist es erforderlich, dass auch jeder einzelne mitmacht.“ Dass der in Anbetracht prall gefüllter Supermarktregale nötig sein könnte – für viele eher eine theoretische Überlegung. Barbara Voß „Also Notvorrat in dem Sinne, dass ich Wasservorräte anlege. Aber größere Vorräte, das machen ich und […]

  • Tag des offenen Denkmals in Speyer

    Tag des offenen Denkmals in Speyer

    Am Sonntag ist „Tag des offenen Denkmals“. Tausende historische Bauwerke, die normalerweise nicht für Besucher zugänglich sind, öffnen dann ihre Pforten. Zum größten Kulturevent Deutschlands brechen jedes Jahr mehrere Millionen Besucher zu Streifzügen durch die Vergangenheit auf. zum Beispiel zur alten Baumwollspinnerei in Speyer. Sie thront imposant über der Stadt Speyer. Sie ist ein Denkmal und ein Zeugnis für die Bedeutung der Textilindustrie in der Pfalz. Die alte Baumwollspinnerei wird 1889 erbaut. Hier wird bis in die 1960er Jahre Baumwolle verarbeitet. Heute lagern in den Hallen über eine Million Objekte des Historischen Museums der Pfalz und der Rheinland-Pfälzischen Landesarchäologie. Simone Heimann, Direktorin Historisches Museum der Pfalz „Wir haben ein separates Depot nur für die Schwerlast, für die Steine. Wir haben ein ungefähr 4000 Quadratmeter großes Depot nur für archäologische Funde. Wir haben ein kulturhistorisches Depot, ein Textildepot, ein Glaslager, ein Grafikdepot, ein Gemäldedepot, ein Fahnendepot. All diese Objekte werden hier verwahrt.“ Für die Besucher zu sehen sind am Sonntag alte Skelette und mystische, seltsam aussehende Skulpturen aus der Keltenzeit. Neben antiken Sammlungsgegenständen wird auch Kurioses aus der Neuzeit vorgestellt. Wie zum Beispiel ein Pop Art-Burgdrache. Außerdem gibt es Informationen zur Geschichte der alten Baumwollspinnerei. Ein Industriedenkmal, das Anfang des 20. Jahrhunderts abbrennt und danach sofort wieder aufgebaut wird. Bettina Hünefauth, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz „Wir haben keinen Ablaufplan. Weil wir eine Auswahl treffen müssen: Hier lagern so viele Objekte, dass wir gar nicht alle vorstellen können. Sodass wir eben entsprechend die Highlights aus allen Epochen herausgezogen haben und darüber berichten werden.“ Zu sehen ist auch dieser Miniatur-Wohnwagen. Er stammt aus dem sogenannten „Liliputaner-Dorf“ des Holiday Parks in Haßloch. Bis Mitte der 1990er Jahre leben dort 15 kleinwüchsige Menschen und werden wie Märchenfiguren ausgestellt. Vor 30 Jahren noch Realität, heute kaum fassbar. Der Wohnwagen wird am Sonntag zum ersten Mal in Speyer […]

  • Darmstädter Forscher wollen Städte im Krisenfall mit Strom versorgen

    Darmstädter Forscher wollen Städte im Krisenfall mit Strom versorgen

    Mehrere mutmaßliche Sabotageakte bundesweit auf die Stromversorgung haben jüngst auch bei uns die Angst vor einem Blackout geschürt. Ein stundenlanger Stromausfall. Die Technische Universität in Darmstadt forscht schon seit längerem an einem Projekt, um Häuser im Notfall unabhängig vom Stromnetz zu machen. Doch es gibt auch Haken. Was tun, wenn im Krisenfall flächendeckend der Strom ausfällt? An der TU Darmstadt sieht man die Lösung in diesem Modelhaus auf dem Unicampus, das sich im Ernstfall selbst mit Strom versorgen kann. Ein Projekt, das auch für Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus gerade nach den jüngsten Sabotageakten umso wichtiger ist. Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen „Dass nämlich Krisen nicht irgendwie ein theoretisches Gebilde sind, sondern dass das Thema Blackout tatsächlich auch real stattfinden kann. Wir müssen resilienter werden, wir müssen widerstandsfähiger werden. Wir haben die Techniken, wir zeigen das mit diesem Projekt.“ Das vom Land Hessen mit vier Millionen Euro geförderte Projekt hat Solaranlagen direkt in die Außenwände verbaut und erzeugt damit seinen eigenen Strom. Im Falle eines Stromausfalls könnte das Haus auch weitere Gebäude auf dem Campus versorgen. Bis diese Idee aber auch an anderen Orten Schule macht, scheint es noch ein langer Weg zu sein. Prof. Florian Steinke, TU Darmstadt „Diese Zusammenschaltung verschiedener kleiner Inseln zu einer größeren Insel, die dann auch mehr Personen und Lasten versorgen kann, ist neu. Und bis wir das in der Breite sehen können, braucht es vor allem auf der organisatorischen Ebene noch mehr Anstrengungen.“ Das Problem: Nicht jedes mit Photovoltaik ausgestattete Haus kann seinen überschüssigen Strom ins Netz einspeisen. Oder seine Anlage würde sich aus Sicherheitsgründen abschalten, sobald es vom Stromnetz getrennt ist. Vielen Hausbesitzern mit Solaranlagen wären die technischen Möglichkeiten gar nicht bewusst, sagt die Digitalministerin und sieht den Bund in der Pflicht. Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen „Ich werden nicht müde, das auch auf […]

  • Foto-Künstler Moritz Koch schafft es nach New York

    Foto-Künstler Moritz Koch schafft es nach New York

    Ein Mainzer in New York. Moritz Koch kommt gerade von der ältesten und renommiertesten Foto-Kunst-Messe der Welt. Es läuft derzeit richtig gut für den 26-Jährigen. Auch in Berlin wird seine Kunst zurzeit ausgestellt. Wir haben den Fotografen daheim in seiner Heimat getroffen. Auf der Laubenheimer Höhe. Dort kann er in Ruhe über neue Projekte nachdenken. „Also das ganz Besondere hier ist für mich, dass man einfach den Gedanken freien Lauf lassen kann und so einen Ruhepol hat, mitten in der Natur steht, aber doch noch relativ zentral in Mainz ist, und das ist für meine Arbeit, für mich selbst sehr wichtig. Dass man diesen Ort hat, an dem man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann, um auch diese großen Projekte eben zu planen, sich auszudenken.“ Von der Laubenheimer Höhe aus, kann Moritz Koch auf den Feldberg im Taunus blicken. Dort hat er im vergangenen Sommer, nach monatelanger Vorbereitung einen ganzen Tag lang ein einziges Foto inszeniert. Mit 150 Komparsen und einem Team von rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Moritz Koch, Foto-Künstler „Und dann dieses eine Filmstill nur zu haben. Nicht wie im Film eben, eine Geschichte anhand von 25 oder 30 Bildern pro Sekunde zu erzählen, sondern wirklich nur an einem einzigen Frame, das hat für mich immer was unheimlich Faszinierendes ausgelöst. Irgendwie habe ich nach einem universellen Ausdrucksmedium gesucht, das nicht an der Sprache scheitert, und habe das dann in der inszenierten Fotografie, in der groß inszenierten Fotografie gefunden.“ Moritz Koch ist Autodidakt. Als Kind hat er angefangen zu fotografieren. Mit einer normalen kleinen Kamera. Für seine gigantischen Fotoproduktionen, wie hier auf dem Mainzer Hauptfriedhof, stellen das Equipment Sponsoren und Freiwillige helfen vor und hinter der Kamera. Als einer der jüngsten Künstler überhaupt bekommt der 26-Jährige vergangenen Herbst eine Einzelausstellung im Mainzer Landesmuseum mit Besucherrekord. In diesem Frühjahr dann die Reise […]

  • Kontrolle von Stromleitungen aus dem Hubschrauber

    Kontrolle von Stromleitungen aus dem Hubschrauber

    Damit der Strom bei Ihnen zu Hause sicher aus der Steckdose kommt, müssen jährlich tausende Kilometer Hochspannungsleitungen kontrolliert werden. Denn die sind draußen Wind und Wetter ausgesetzt und können auch mal Schaden nehmen. Wir haben einen der größten deutschen Netzbetreiber bei einer solchen Kontrolle im Westerwald begleitet – und die geschieht per Helikopter. Abflug für das Team der Stromleitungskontrolle, hier an der Umspannanlage Dauersberg bei Betzdorf im Kreis Altenkirchen. An Bord des Helikopters: Neben dem Piloten auch zwei Mitarbeiter des Netzbetreibers Amprion. Ihre Aufgabe: Beim Überflug bestimmte Bauteile genau in Augenschein nehmen und Auffälligkeiten mit der Kamera dokumentieren. Lucian Grümer, Projektsprecher Amprion „Unsere Leitungen sind dauerhaft der Witterung ausgesetzt und über Jahrzehnte hinweg kann es da zu Abnutzungserscheinungen kommen. Das ist ganz normal, das ist typisch auch für so Freileitungen. Von daher kann es zu Schäden an den Isolatoren kommen, zu Schäden an den Bündelabstandshaltern oder eben auch zu Seilschäden. Und genau die Schäden müssen wir eben identifizieren und dann ausbessern.“ Identifiziert werden mögliche Materialschäden oder gelockerte Abstandshalter bereits während des Fluges. Oder erst danach, bei der Auswertung der hochaufgelösten Fotos. Dazu muss der Pilot den Helikopter möglichst nah an die kritischen Stellen heran fliegen. Gutes Wetter, langjährige Erfahrung und eingespielte Abläufe – darauf kommt es auch im weiteren Verlauf an, wenn Monteure in luftiger Höhe die notwendigen Reparaturen durchführen. Oberstes Gebot: Die Sicherheit im laufenden Betrieb. Lucian Grümer, Projektsprecher Amprion „Wir arbeiten nur im spannungsfreien Zustand. Das bedeutet, dass die Stromleitung freigeschaltet wird. Also, dass kein Strom über die Leitung fließt. Und dann kann man an der Leitung arbeiten. Der Strom fließt in der Zwischenzeit über eine andere Leitung. Und die Stromversorgung ist zu jeder Zeit auch dann sichergestellt.“ Regelmäßig kontrolliert wird auch vom Boden aus. Vor allem Masten und Fundamente. Mittlerweile kommen längst auch Drohnen zum Einsatz. Mit dem Hubschrauber geht’s aber deutlich […]

  • Bahn untersucht Fischbestände

    Bahn untersucht Fischbestände

    In Frankfurt wird gerade ein milliardenschweres Infrakstrukturprojekt umgesetzt. Die nordmainische S-Bahn soll die Mainmetropole an Hanau anbinden. Die riesige Baustelle wirkt sich auch auf die umgebende Natur aus. Die Deutsche Bahn untersucht deshalb den ökologischen Zustand eines Sees entlang der geplanten Strecke. Ein Motorboot schippert über den großen Weiher im Frankfurter Ostpark. Mit einem Köcher, um Fische für Untersuchungen einzufangen. Das Besondere: Der Köcher kann leicht unter Strom gesetzt werden – Elektrofischen nennt sich das. Klingt etwas martialisch, ist aber eine gängige Methode. Alexander Schmitt, Projektingenieur Deutsche Bahn „Sobald die Fische in Richtung Köcher kommen oder eben andersrum, werden die kurz betäubt. Und können dann mit dem Köcher aufgenommen werden. Diese Betäubung dauert in der Regel wirklich nur wenige Sekunden. Die tragen da keine Beeinträchtigung davon, die verkraften das ziemlich gut.“ Kurz darauf wuseln die Fische im Behälter auch schon wieder umher. Hintergrund des ganzen ist eine geplante Bahnstrecke in der Nähe: Mit der „nordmainischen S-Bahn“ soll die Verbindung zwischen Frankfurt und dem Hanauer Hauptbahnhof in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Ein möglicher Knackpunkt: Vom Ostparkweiher 800 Meter entfernt liegt der ehemalige Ostbahnhof. Dort am Danziger Platz wird eine neue S-Bahn-Station gebaut. Damit in den Tiefbau kein Wasser eintritt, muss das Grundwasser abgesenkt werden. Das könnte sich auf den benachbarten Weiher auswirken. Sollte auch hier das Grundwasser sinken, könnte das abgepumpte Wasser von der Baustelle in den Weiher umgeleitet werden. Zuvor muss aber der ökologische Zustand des Gewässers untersucht werden. Alexander Schmitt, Projektingenieur Deutsche Bahn „Eine extrem wichtige Grundlage ist zu wissen: Was für Fische leben hier eigentlich, wie ist die Fischfauna in diesem Weiher aufgebaut? Sind das jetzt Arten, die wirklich hoch angepasst sind hier auf so einen Lebensraum? Oder sind das eher Arten, die überall einfach gut zurecht kommen.“ An diesem Vormittag gehen vor allem Karpfen ins Netz, nichts Ungewöhnliches. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Kelkheim: Polizei sucht Videos der Tat – Bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen – Verkehrssünder zahlen Millionen in Landeskasse Anmoderation: Nur wenige Tage nach dem gewaltsamen Tod eines 22-jährigen Studenten in Trier, ist dort jetzt eine 29-jährige Studentin tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei deuten ihre Verletzungen auf ein Tötungsdelikt hin. Weitere Details nannte sie nicht. Die Universität Trier hat für Donnerstag eine Gedenkveranstaltung geplant. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Meldungen an diesem Dienstag. Kelkheim: Polizei sucht Videos der Tat Nach der Gewalttat in Kelkheim in der vergangen Woche hat die Polizei ein Hinweisportal eingerichtet. Die Ermittler bitten darum, über dieses Portal Videos oder Fotos hochzuladen, die der Polizei dabei helfen könnten, den Ablauf der Tat zu rekonstruieren. Zeugen, die Aufnahmen oder andere Hinweise übermitteln, müssen dabei keine Nachteile oder eigene Strafverfolgung befürchten. Am Dienstag vergangener Woche soll ein 60 Jahre alter Mann in Kelkheim in der Frankfurter Straße seine 58 alte Ehefrau mit mindestens 30 Messerstichen getötet haben. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft. Bundesweites Alkoholverbot an Bahnhöfen Die deutsche Bahn plant ein Alkoholverbot an allen deutschen Bahnhöfen. Bis zum 15.Oktober soll die Maßnahme umgesetzt sein. Im Frankfurter Hauptbahnhof gilt ein Verbot bereits seit dem 01. Mai. Die Einhaltung werde von den DB-Sicherheitskräften und der Bundespolizei überwacht. Wer bei illegalem Alkoholkonsum erwischt werde, müsse mit einem sofortigen Platzverweis rechnen. Ein generelles Alkoholverbot in allen DB-Zügen gibt es weiterhin nicht. Die Deutsche Bahn verspricht sich von einem Alkoholverbot mehr Sicherheit und weniger Streitigkeiten unter Alkoholeinfluss Verkehrssünder zahlen Millionen in Landeskasse Rheinland-Pfalz hat im vergangenen Jahr rund 120 Millionen Euro durch Bußgelder eingenommen, die wegen Verkehrsverstö0en verhängt wurden. Das waren rund 10 Millionen Euro mehr als 2024. Das hat heute das Innenministerium in Mainz mitgeteilt. Die Zahl der Bußgeldverfahren stieg im vergangenen Jahr auf 2,6 Millionen. In mehr als 90 Prozent der […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Krise in der Chemiebranche verschärft sich – AOK verzeichnet Höchststand bei Betrugshinweisen – Große Spanne bei Elektroauto-Neuzulassungen Krise in der Chemiebranche verschärft sich Der Verband der Chemischen Industrie mit Sitz in Frankfurt hat heute seine Halbjahres-Bilanz veröffentlicht. Im ersten Halbjahr sank die Produktion um drei Prozent, der Umsatz fiel auf 106 Milliarden Euro. Besonders alarmierend sei, dass die Investitionen im dritten Jahr in Folge rückläufig seien. Auch beim weltweit größten Chemie-Konzern BASF in Ludwigshafen bleibt die Lage wegen hoher Kosten und schwacher Exporte angespannt. Der Verband fordert dringende Reformen für den Industriestandort. (34) AOK verzeichnet Höchststand bei Betrugshinweisen Die Krankenkasse AOK Hessen meldet mit über 1.200 Hinweisen auf Abrechnungs-Betrug in den Jahren 2024 und 25 einen historischen Höchststand. Besonders auffällig sind Fälle im Bereich der häuslichen Kranken- und Pflegeversicherung. Als Reaktion auf diesen massiven Betrug – von gefälschten Rezepten bis zu nicht erbrachten Leistungen – hat die AOK Hessen inzwischen rund 200 Strafanzeigen erstattet und Beträge in Höhe von 4,8 Millionen Euro zurückgefordert. (35) Große Spanne bei Elektroauto-Neuzulassungen Im ersten Halbjahr waren rund 30 Prozent der neu zugelassenen Autos in Rheinland-Pfalz reine Elektrofahrzeuge. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Kraftfahrt-Bundesamtes. Mit diesem Rekordwert führt Rheinland-Pfalz aktuell das bundesweite Ranking an. Hessen liegt mit nur 21 Prozent deutlich dahinter und bleibt unter dem Bundesdurchschnitt von knapp 25 Prozent..Im gesamten Vorjahr hatte der Anteil der reinen Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen noch unter 20 Prozent gelegen.