Wie geht Wiederbelebung?
Es kann jedem, zu jeder Sekunde passieren: Neben Ihnen fällt plötzlich jemand um und läuft blau an. Akuter Herzstillstand! Wüssten Sie jetzt genau, was zu tun ist? Das Deutsche Rote Kreuz hat heute mitten auf dem Gutenbergplatz in Mainz einen „Aktionstag Wiederbelebung“ veranstaltet. Motto: Helfen kann wirklich jeder – und man kann auch nichts falsch machen. „5-6 cm tief, 100-120 mal die Minute drücken. Ruhig tiefer und schneller. Tiefer und schneller! Schneller, schneller, genau. Immer schön entlasten.“ Das sieht doch schon mal ganz gut aus – und wird im Notfall ein Leben retten. Meistens sogar das eines Familienmitglieds, denn die allermeisten Herzstillstände passieren zu Hause. Um dann lebensbedrohlichen Sauerstoffmangel im Gehirn zu verhindern, muss man drei ganz einfache Regeln befolgen: Prof. Dr. Bernd Böttiger, Vorsitzender Deutscher Rat für Wiederbelebung „1.) Prüfen ganz einfach: ist jemand ansprechbar? Reagiert jemand? 2.) Sofort 112 rufen. 3.) Drücken! Je früher man drückt beim Kreislaufstillstand desto besser ist das Überleben. Je fester man drückt desto besser ist das Überleben. Weil man bringt das Blut wieder zum Fließen und so kann das Gehirn nicht sterben.“ Sofortige Herzdruckmassage rettet Leben – die heutige Botschaft des Deutschen Roten Kreuzes in Mainz. Doch – Hand aufs Herz – wer traut sich korrekte Wiederbelebung noch zu? „Ich habe gerade überlegt: ich glaube, ich muss noch mal gucken, ob ich’s noch mal probiere. Also ich wäre mir nicht sicher.“ „Ich kann’s nicht mehr. Gemacht habe ich das mal in ein oder zwei Kursen. Aber wenn Not am Mann ist, wird man’s machen, denke ich. Man kann ja nichts verkehrt machen. „Keiner kann wissen, wann und wo es passiert. Der der da ist, muss einfach ran. Man kann nicht warten, bis jemand anderes kommt.“ Und vor allem: Man kann am Körper des Bewusstlosen nichts entscheidendes kaputt machen. Prof. Dr. Bernd Böttiger, Bundesarzt […]


