Gesundheit

  • Wie geht Wiederbelebung?

    Wie geht Wiederbelebung?

    Es kann jedem, zu jeder Sekunde passieren: Neben Ihnen fällt plötzlich jemand um und läuft blau an. Akuter Herzstillstand! Wüssten Sie jetzt genau, was zu tun ist? Das Deutsche Rote Kreuz hat heute mitten auf dem Gutenbergplatz in Mainz einen „Aktionstag Wiederbelebung“ veranstaltet. Motto: Helfen kann wirklich jeder – und man kann auch nichts falsch machen. „5-6 cm tief, 100-120 mal die Minute drücken. Ruhig tiefer und schneller. Tiefer und schneller! Schneller, schneller, genau. Immer schön entlasten.“ Das sieht doch schon mal ganz gut aus – und wird im Notfall ein Leben retten. Meistens sogar das eines Familienmitglieds, denn die allermeisten Herzstillstände passieren zu Hause. Um dann lebensbedrohlichen Sauerstoffmangel im Gehirn zu verhindern, muss man drei ganz einfache Regeln befolgen: Prof. Dr. Bernd Böttiger, Vorsitzender Deutscher Rat für Wiederbelebung „1.) Prüfen ganz einfach: ist jemand ansprechbar? Reagiert jemand? 2.) Sofort 112 rufen. 3.) Drücken! Je früher man drückt beim Kreislaufstillstand desto besser ist das Überleben. Je fester man drückt desto besser ist das Überleben. Weil man bringt das Blut wieder zum Fließen und so kann das Gehirn nicht sterben.“ Sofortige Herzdruckmassage rettet Leben – die heutige Botschaft des Deutschen Roten Kreuzes in Mainz. Doch – Hand aufs Herz – wer traut sich korrekte Wiederbelebung noch zu? „Ich habe gerade überlegt: ich glaube, ich muss noch mal gucken, ob ich’s noch mal probiere. Also ich wäre mir nicht sicher.“ „Ich kann’s nicht mehr. Gemacht habe ich das mal in ein oder zwei Kursen. Aber wenn Not am Mann ist, wird man’s machen, denke ich. Man kann ja nichts verkehrt machen. „Keiner kann wissen, wann und wo es passiert. Der der da ist, muss einfach ran. Man kann nicht warten, bis jemand anderes kommt.“ Und vor allem: Man kann am Körper des Bewusstlosen nichts entscheidendes kaputt machen. Prof. Dr. Bernd Böttiger, Bundesarzt […]

  • Expertennetzwerk für die Medizin der Zukunft

    Expertennetzwerk für die Medizin der Zukunft

    Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkte und Schlaganfälle zählen zu den häufigsten Todesursachen weltweit. Damit es dazu gar nicht erst kommt und UM die Lebensqualität von Patienten zu verbessern, sucht ein Expertennetzwerk aus der Rhein-Main-Pfalz-Region jetzt nach neuen medizinischen Lösungen – auch mit der Hilfe Künstlicher Intelligenz. Was kommt dabei heraus, wenn digitale Spieleentwickler und Ärzte Hand in Hand arbeiten? In diesem Fall eine App, die im Zusammenspiel mit einer Smart Watch Gesundheitsdaten wie den Puls von Patienten mit einer Herzschwäche erfasst. Prof. Dr. Daniel Dürr, Leiter Kinderherzchirurgie Universitätsmedizin Mainz „Was sich in der Patientenversorgung verbessern würde, wäre, dass die Patienten eben in Echtzeit wissen, wie’s ihnen geht und eben darauf reagieren können. Und eben zum Arzt gehen können, wenn der Bedarf da ist und nicht, wenn der Zeitpunkt im Kalender gekommen ist. Also, die Punktgenauigkeit der Behandlung, wenn die Krankheit fortschreitet.“ Dazu gibt’s von der App spielerische Ernährungstipps und Erinnerungen an regelmäßige Sporteinheiten und Medikamenteneinnahme, vom Arzt individuell an den Patienten angepasst. Intelligente Lösungen wie diese sollen im Rahmen des Netzwerks curATime entwickelt werden, das Experten aus den Bereichen medizinische Forschung, Künstliche Intelligenz und Industrie vereint. Prof. Dr. Wolfram Ruf, Wissenschaftlicher Direktor Centrum für Thrombose und Hämostase Universitätsmedizin Mainz „Die meisten Patienten werden behandelt, sehr gut heutzutage schon. Aber es gibt immer noch, trotz dieser guten Behandlung, immer wieder Herzinfarkte. Wir sind dran interessiert: Was, wenn wir mit dieser normalen Behandlung, den Patienten jetzt sehen, was fehlt denn da? Was kann man noch zusätzlich tun?“ Genau da, wo bisherige Therapien nicht verfangen, setzen Grundlagenforschung und KI-basierte Datenanalysen nun gemeinsam an. Prof. Dr. Andreas Dengel, Geschäftsführender Direktor Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz „Wir haben beispielsweise jetzt aus über tausend Quellen weltweit Daten zusammengebaut in einem großen Wissensgrafen, wo biologische Zusammenhänge zwischen Genen, zwischen RNA und DNA, zwischen Krankheiten und Medikamenten eben dargestellt werden. Und auf diesen […]

  • Neuer Pferde-OP in Gießen

    Neuer Pferde-OP in Gießen

    Wo werden Tierärzte fit gemacht? Eine von fünf Tierkliniken bundesweit ist bei uns – an der Uni Gießen. Neben Meerschweinchen und Co. werden hier auch Großtiere, zum Beispiel Pferde behandelt. Heute wurde das neugebaute Operations- und Diagnosezentrum der Pferdeklinik eingeweiht. Große Türen, hohe Decken, große OP-Liegen. Alles ist so ausgerichtet, dass die Patienten hier problemlos reinpassen und behandelt werden können. Auf rund 1000 Quadratmetern Neubau haben die Pferde und ihre Tierärzte Platz für Untersuchungen und Operationen. Prof. Michael Röcken, Pferdechirurg Uni Gießen „Wir haben jetzt eben Räumlichkeiten, die getrennt sind. Wo wir den modernen Standard der Medizin gewährleisten können. Das heißt wir haben drei OP-Räume, wo wir septische Bereiche von Aseptischen trennen können. Was natürlich die Qualität der Arbeit deutlich erhöht und die Infektionsraten reduziert und die Nachversorgung verbessert.“ 20 Millionen Euro hat das neue Operations- und Diagnosezentrum gekostet. Eine Investition, die hochrangige Tiermediziner nach Gießen locken soll. Die ehemalige Dressurreiterin Ann-Kathrin Linsenhoff hat selbst an der Justus Liebig Universität studiert und Geld für den Neubau gesammelt. Für die Pferdeliebhaberin ein Gebäude, das Gießen internationales Renomee verschaffen soll. Ann-Kathrin Linsenhoff, Olympiasiegerin im Dressurreiten „Das Pferd braucht natürlich auch das Drumherum, das die Exzellenz darstellt. Aber auch der Pferdehalter und die Pferdehalterin braucht natürlich auch die Sicherheit, dass es hier sehr sehr gut betreut ist. Und wir sind hier wieder der Leuchtturm. Und das waren wir früher. Und das sind wir jetzt in der Pferdemedizin wieder.“ Ein Leuchtturmprojekt für die Uni Gießen – und trotzdem besteht hier die Sorge um künftige Bau- und Sanierungsprojekte. Erst kürzlich hat die hessische Regierung verkündet, das Hochschulbauprogramm HEUREKA strecken zu müssen. Fördergelder müssen statt bis 2031 bis 2036 reichen. Timon Gremmels (SPD), Wissenschaftsminister Hessen „Insgesamt haben wir hier am Standort Gießen in den letzten Jahren über 400 Millionen Euro investiert. Das ist ein klares Bekenntnis des […]

  • Pflegeausbildung im mobilen Trainingscenter

    Pflegeausbildung im mobilen Trainingscenter

    Alte oder kranke Menschen pflegen. Wer sich für diesen Beruf entscheiden will, stellt sich nicht selten zunächst die Frage: Kann ich das überhaupt? Ängste und Hürden abbauen und die ersten Handgriffe gefahrlos üben. Die Martin Luther Stiftung in Hanau hat jetzt ein deutschlandweit einzigartiges Projekt vorgestellt: Ein Trainings-Center für Pflegekräfte – das hin zu den Menschen kommt. „Ich würde Ihnen gern mal den Blutdruck messen, weil Sie ja immer mal wieder Probleme haben mit Schwindel am Morgen. Ist das in Ordnung für Sie?“ „Ja, gerne.“ Pflegefachkraft Milena Hot kümmert sich um die ältere Dame, der es heute früh beim Aufstehen etwas schwummrig wurde. Puls fühlen, Blutdruck messen. Das Besondere: Die Dame ist gar nicht aus Fleisch und Blut, sondern von Kopf bis Fuß aus Kunststoff und voller Elektronik. Eine Simulations-Puppe der neuesten Generation, an der Pflegekräfte wichtige Handgriffe üben sollen. Ohne einem echten Menschen zu schaden. Milena Hot, Pflegeausbilderin Skills Lab „Da möchte man eine Injektion nicht dreimal testen oder einen Katheter das zweite Mal legen. Und umso öfter man hier in diesem geschützten Rahmen geübt hat, umso handlungsfähiger ist man dann. Man bekommt auch eine Rückmeldung, man kann sich selbst später nochmal beobachten: Was hab ich wann gemacht? An welchem Punkt habe ich vielleicht was vergessen?“ Für erfahrene Pflegekräfte können auch kritische Notfälle simuliert werden. Solche Trainingsräume gibt es schon viele. Das neue am Hanauer Modell: Das gesamte Übungslabor befindet sich auf einem großen PKW-Anhänger und kann überall hinfahren. Thorsten Hitzel, Martin Luther Stiftung Hanau „Wir haben einen maßgeschneiderten Anhänger gekauft, leer, ohne Ausbau. Das Innovations-Team der Stiftung – da sind IT-ler dabei, Elektriker, aber auch viele Menschen aus der Pflege – haben den Innenausbau komplett an den Bedürfnissen der Menschen in der Pflege erstellt und aufgebaut.“ Ansteuern soll das mobile Trainings-Center künftig Pflegeheime und Altenhilfeeinrichtungen. Jasmin Modis, Projektleiterin […]

  • Blinde fahren auf dem Tandem durchs Land

    Blinde fahren auf dem Tandem durchs Land

    Blind Fahrradfahren? Das geht auf dem Tandem, mit einem sehenden Piloten am Steuer und einem blinden Co-Piloten dahinter. 23 solcher Tandems fahren gerade quer durch Deutschland und wollen damit zeigen, was gemeinsam möglich ist. Wir haben sie auf einem Teil der Strecke begleitet. Mouna Nifer ist blind. Vor vier Jahren entdeckt sie den Radsport für sich, fängt an zu trainieren und gewinnt bei den deutschen Meisterschaften im Parabahnradsport Gold und Silber. Fahrradfahren bedeutet für die 27-jährige Freiheit. Nachgehen kann sie ihrer Leidenschaft nur im Tandem. Für sie kein Nachteil, denn im Team kann sie ihre Umwelt ganz anders wahrnehmen. Mouna Nifer, Radsportlerin „Wir reden darüber, wir sind vorhin in Bonn gewesen und sind an einer Gummibärchenfabrik vorbeigefahren, das hat man gerochen. Oder sind an einer Pommesbude vorbeigefahren. Oft wird auch hier in der Gruppe kommuniziert, das heißt man hört von den anderen was passiert, wenn der eigene Pilot das mal vergisst. Und so merkt man wie viele Kilometer man gemacht hat. Für mich ist das schon einfach ein sehr schönes Gefühl, weil ich es anders erlebe.“ Einen Tandem-Partner zu finden, ist oft nicht leicht. Michael Rathing begleitet seit fünf Jahren Sehbehinderte Sportler. Für die Tour hat er sich spontan eine Woche Urlaub genommen. Michael Rathing, Mounas Pilot „Das ist auch eine Befriedigung, jemanden dazu verhelfen zu können, seinen Sport zu machen. Das kommt einfach von Herzen. Wenn man dann zu zweit unterwegs ist, nicht nur beim Radfahren, sondern auch beim Laufen, dann hat man einfach ein gemeinsames Erlebnis. Und Freude, die man teilen kann, dass ist einfach doppelte Freude.“ Genau um diesen Teamgeist geht es bei der Euro-Tandem-Tour. 23 Tandems fahren in sieben Tagen 720 Kilometer gemeinsam quer durch Deutschland. Zum vierzehnten Mal findet die Aktion statt. Maren Schwerger, Organisatorin der Euro-Tandem-Tour „Mit diesem sportlichen Engagement wollen wir zeigen: es geht […]

  • Hessischer Corona-Untersuchungsausschuss hört erste Sachverständige

    Hessischer Corona-Untersuchungsausschuss hört erste Sachverständige

    Nach jahrelangem Stillstand, Streit über das Verfahren und einer Klage ging es heute los: Der Corona-Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag hat seine Arbeit aufgenommen. Fast drei Jahre nachdem die AfD den Ausschuss angekündigt hat, werden heute erstmals Fachleute zum Thema Lockdown befragt.   Waren Schulschließungen und Ausgangssperren wirklich nötig? Wie gefährlich war Corona zum Start – und hat Hessen schnell genug reagiert? Genau das soll  der Corona-Untersuchungsausschuss im hessischen Landtag klären. Im Fokus der ersten Befragungen: die ersten Monate der Pandemie. Vier Experten aus Recht, Medizin und Datenanalyse sagen aus. Für die AfD ein gelungener Start. Volker Richter (Afd), Landtagsabgeordneter „Wir haben die ersten Fragen unterbringen können. Ich glaube wir waren alle ein bisschen aufgeregt, weil es ein relativ großer Untersuchungsausschuss ist, der auch ein sehr komplexes Thema vorbereiten wird, ich glaube das wird sehr gut weitergehen.“ Der Weg hierhin war lang: Die AfD hatte den Untersuchungsausschuss schon 2023 angekündigt, ein Jahr später folgte der Antrag mit 43 Fragen. Doch viele davon waren zu weit gefasst oder betrafen Bundesbehörden und die EU. Deshalb wurden zunächst nur sieben Fragen zugelassen. Die AfD klagte dagegen vor dem Staatsgerichtshof. Erst im Oktober 2025 kam das Urteil – und machte den Weg für die weitere Aufarbeitung frei. Für die Regierungsfraktionen von CDU und SPD bleibt der Untersuchungsausschuss allerdings das falsche Instrument. Sie wollen sich der Aufarbeitung aber nicht verweigern. Jörg Müller (CDU), Landtagsabgeordneter „Ich habe Zweifel, ob der Untersuchungsausschuss noch einmal das richtige Mittel ist. Richtig wäre eine Enquetekommission, das hatten wir vorgeschlagen. Das wollten die Antragssteller nicht und jetzt geht es um die Frage, hat die Landesregierung Fehler begangen und dann werden wir reinschauen, werden wir durchschauen und wenn wir Fehler sehen oder identifizieren, dann wird man daraus Folgerungen schließen, aber letztlich hat die Landesregierung auch schon nach dem pandemiegeschehen überlegt, was machen wir […]

  • Nach Tötung von Trierer Student: Wie umgehen mit psychisch kranken Menschen?

    Nach Tötung von Trierer Student: Wie umgehen mit psychisch kranken Menschen?

    Wie umgehen mit psychisch-kranken Straftätern? Seit der Trierer Student Marius Dick vor rund einem Monat in Trier erstochen wurde, wird über diese Fragen wieder deutschlandweit diskutiert. Wie können solche Taten verhindern werden? Die CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz fordert jetzt einen besseren Austausch zwischen Medizinern und Sicherheitsbehörden. Auf dieser Straße in Trier wird Marius Dick erstochen. Es ist der Vormittag des 15. Juli. Marius ist gerade auf dem Rückweg vom Einkaufen, als ein Mann plötzlich aus einer Hecke hervorspringt und mit einem Küchenmesser auf ihn einsticht. Kurz darauf stirbt Marius im Krankenhaus. Seine Eltern, Elke und Thomas, sehen ihren Sohn erst wieder im Beerdigungsinstitut. Elke und Thomas Dick, Eltern von Marius, am 21.07.2026 „Keiner möchte das erleben, sein totes Kind im Sarg zu sehen. Es kann sich auch keiner vorstellen. Die Leute haben ja Mitleid mit einem, aber keiner wo es erlebt hat, wird sich je in die Situation reinversetzen können, wie das ist, in welches Gefühl, das einen versetzt. Wenn es jetzt ein Unfall ist oder natürlicher Tod, weil er einen Herzfehler hat, das kannst du dir noch irgendwie erklären, aber dass jemand abgestochen wird auf offener Straße, kannst du dir so nicht erklären.“ Blickt man in die rheinland-pfälzische Kriminalstatistik, sieht man: Die Zahl der Straftaten, bei denen ein Messer zum Einsatz kommt, steigt in den vergangenen Jahren an. 2025 waren es 561 Fälle. Zehn davon endeten tödlich. Insgesamt rund 48 Prozent der Tatverdächtigen waren keine deutschen Staatsbürger. Wie viele der Tatverdächtigen psychisch-krank waren, das wird in der Statistik nicht erfasst. Der mutmaßliche Mörder von Marius – er soll psychisch krank gewesen ein. Der 22-jährige war 2015 aus Afghanistan geflüchtet. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, die Behörden verfügten jedoch ein Abschiebeverbot. Er galt als gut integriert, hat hier seinen Schulabschluss und eine Ausbildung gemacht. 2023 erhielt er eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung. Laut Staatsanwaltschaft […]

  • Auffrischungskurs für Reanimation

    Auffrischungskurs für Reanimation

    Brustschmerzen, Atemnot, Schwindel – diese Symptome können ganz schnell zum plötzlichen Herztod führen. Mit 65.000 Fällen pro Jahr eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wie wichtig Erste Hilfe ist, weiß eigentlich jeder – doch wie? Genau hier setzt „Herzensangelegenheiten“ an – ein Projekt des Rheingau-Taunus-Kreises. Es kann jeden treffen. Egal ob jung oder alt, egal in welcher gesundheitlichen Verfassung. Ein plötzlicher Herzstillstand. Jetzt zählt jede Sekunde. Doch wie ging das nochmal mit der Beatmung und der Herzmassage? Wie verhalte ich mich als Ersthelfer? Sindy Kaulfuß, Deutsches Rotes Kreuz „Erstmal prüfen, ob eine Person noch eine Atmung hat, wenn er die nicht hat, dann natürlich die 112 sofort anrufen und die Reanimation starten. Also dreißigmal drücken, zwei Mal beatmen im besten Fall.“ Die Besucher im Freibad in Taunusstein bekommen heute die Möglichkeit ihr Wissen aufzufrischen und den Ernstfall an den Dummies zu üben. Carola Tetelbach „Und dann dachte ich, komm ich hab A Zeit und B lange nichts in der Richtung gemacht, Führerschein ist also 49 Jahre her, bisschen auffrischen könnte nicht schaden.“ Ingrid Stohr-Feil „Diese kurze Hemmung dann anzufangen und es auch zu tun, auch wenn mal was passieren könnte, dass man vielleicht mal falsch drückt, ist es immer noch besser als gar nicht.“ Stephan Emsermann „Mit der Zahl 30 das wusste ich jetzt auch nicht mehr auswendig, also wenn, hätte ich das wahrscheinlich nach Gefühl gemacht im Ernstfall.“ Michaela Fischer hat das Projekt „Herzensangelegenheiten“ vor zwei Jahren ins Leben gerufen. In den Schwimmbädern erreicht das Team Menschen aller Altersgruppen. Egal ob Kind oder Senior – jeder kann im Ernstfall zum Lebensretter werden. Michaela Fischer, Gesundheitsförderung Rheingau-Taunus „Zumal es auch ungefähr 60.000 Herzstillstände pro Jahr in Deutschland gibt und man könnte gut 10.000 retten, wenn die Leute einfach beherzt wären und würden zudrücken.“ Als Hilfe für den richtigen Rhythmus können […]

  • Lungenkrebsprävention: Bundesdrogenbeauftragter Streeck besucht Wiesbadener Klinik

    Lungenkrebsprävention: Bundesdrogenbeauftragter Streeck besucht Wiesbadener Klinik

    Fast 90 Prozent aller Lungenkrebs-Fälle sind durch das Rauchen verursacht. Oft wird der Krebs spät entdeckt, eine Heilung ist dann meist nicht mehr möglich. Hessens Familien- und Gesundheitsministerin Diana Stolz und der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck, setzen auf Prävention – heute in den Helios Dr. Horst Schmidt Kliniken in Wiesbaden. Bei diesem Patienten besteht der Verdacht: Lungenkrebs. Mit dem Bronchoskopie-Roboter ist es für die Ärzte relativ unkompliziert, durch die Äste der Bronchien zum Herd zu gelangen und dort Proben zu entnehmen. Doch bis es dazu kommen kann, muss der Lungenkrebs des Patienten überhaupt entdeckt werden. Das passiert meist erst sehr spät. Somit ist Lungenkrebs die häufigste tödliche Krebsart. Besonders gefährdet sind Raucher. Prof. Dr. Tim O. Hirche, Klinikdirektor der Pneumologie „Schädigend ist dann beim Rauchen natürlich der Verbrennungsprozess mit ganz ganz vielen Schadstoffen, die da verraucht werden. Das ist beim Vapen weniger ausgeprägt, aber wir haben gerade eben schon in Beiträgen gehört, dass auch das was man mit dem Vapen inhaliert, durchaus Chemikalien beinhaltet, von denen wir nicht sicher sagen können heutzutage, wie sicher sie sind.“ Seit April können aktive und ehemalige starke Raucher zur Früherkennung einmal im Jahr zum Lungenkrebsscreening ins niedrig dosierte CT. Von den Krankenkassen bezahlt. Prof. Dr. Tim O. Hirche, Klinikdirektor der Pneumologie „Im Lungenkrebs jetzt speziell ist es so, dass wir in der Frühphase heilend behandeln können und dann auch das Thema erledigt haben. Auch wenn’s um Kosten geht, dann entstehen in der Regel gar keine Kosten mehr. Wenn sie in der Spätphase behandeln, ist das eine langfristige Behandlung, nicht mehr heilend, eine Dauertherapie über viele Jahre mit Substanzen, die zwar sehr modern sind und sehr fortschrittlich, aber dann doch auch sehr hohe Kosten verursachen. Und die Abwägung ist dann relativ klar und das ist auch ein gesellschaftlich durchaus erwünschtes Thema, dass man […]

  • DLRG testet Rettungsroboter

    DLRG testet Rettungsroboter

    Dolphin 3 ist eine Art Mini-Schnellboot mit Haltegriffen – ein Rettungsroboter auf dem Wasser, der die Mitglieder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft bald tatkräftig unterstützen könnte. Die haben in diesem Sommer ohnehin viel zu tun. Die DLRG Ludwigshafen-Oggersheim unterzieht Dolphin 3 deshalb einem echten Härtetest. Eine Übung im Begütenweiher in Ludwigshafen. Annika Bühler ist ausgebildete Rettungsschwimmerin. Doch diesmal lässt SIE sich retten. Von Dolphin 3. Einem Roboter. In Rheinland-Pfalz sind im Juni vier Menschen beim Baden ertrunken. Doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. In Hessen sind es 6. Der Rettungsroboter könnte in Zukunft die Arbeit der DLRG erleichtern. Oliver Nagen-Schwab, Vorsitzender DLRG Ludwigshafen-Oggersheim „Es ist insbesondere geeignet, für den stationären Rettungsdienst, das heißt, wo die DLRG fest verankert ist, in der Badeaufsicht. Weil es einfach unheimlich schnell ist, das Gerät, deutlich schneller als ein Rettungsschwimmer, und auch mit dem Rettungsschwimmer immer noch die Kräfte vom Rettungsschwimmer gespart sind, sodass er sich nachher auch vernünftig um den Verunfallten kümmern kann.“ Alleine schafft Dolphin 30 Kilometer pro Stunde, mit Rettungsschwimmer sind es rund 7. Die ehrenamtlichen Mitglieder der DLRG Ludwigshafen-Oggersheim testen den Rettungsroboter den ganzen Sommer lang. 7000 Euro würde die Anschaffung kosten. Jonathan Gerlach, DLRG Ludwigshafen-Oggersheim „Tatsächlich ist er sehr einfach zu bedienen. Wir haben eine einfache Steuerung mit einem Joystick. Wir haben jetzt schon recht viel damit getestet, ich bin schon mehrfach mitgefahren. Deswegen: Steuerung ist durchaus intuitiv und einfach.“ Annika Bühler, Mitglied DLRG Ludwigshafen-Oggersheim „Es macht natürlich schon Spaß und ist natürlich auch einfach viel schneller. Also sehr zeiteffizient, ist auf jeden Fall eine Bereicherung.“ Diesmal fährt Dolphin 3 zusammen mit Annika Bühler aufs Wasser. Sie retten Badegast Andreas. Er hat sich freiwillig als „Ertrinkender“ zur Verfügung gestellt. Andreas, „geretteter“ Badegast „War eine tolle Erfahrung. Wenn es wirklich ein Notfall ist. Also, ist toll, bringt auf jeden Fall was, würde ich sagen.“ […]

  • Vortour der Hoffnung startet in Koblenz

    Vortour der Hoffnung startet in Koblenz

    Das größte Rad-Benefiz-Aktion in Rheinland-Pfalz,startet. Seit heute heißt es bereits zum 30. Mal: Ordentlich in die Pedale treten und fleißig Spenden sammeln für krebskranke Kinder. Diesmal rund um Koblenz. Stolze 174 Hoffnungsradler strampeln sich heute ab. Auf dem Rundkurs zwischen Koblenz und Ahrweiler gilt es 120 Kilometer und 1200 Höhenmeter zu überwinden. Da kann etwas göttlicher Beistand am Kloster Maria Laach nicht schaden. Maximilian Krenn, Pater Prior Benediktinerabtei Maria Laach „Ich wünsche ihnen das Beste, was wir haben, und das ist Gottes Segen. Und ich bin überzeugt, dass Gott uns führt und beschützt. Und deswegen habe ich ihnen das mitgegeben.“ Ein Augenblick der Besinnung, des Zusammenhalts und der Hoffnung – der zeigt, worum es bei dieser Tour geht: Menschen helfen Menschen. Dem haben sich zahlreiche Prominente aus Politik, Gesellschaft und Sport verschrieben. Markus Merk, dreimaliger Weltschiedsrichter „Nur gemeinsam sind wir stark. Und ich glaube in unserer heutigen Zeit ist es umso wichtiger. Die VOR-TOUR der Hoffnung lebt das vor, was positiv für unsere Gesellschaft sein kann.“ Kerstin Brachtendorf, Ex-Radsportprofi „Ja, ich bekomm schon wieder eine Gänsehaut. Weil, ja, es ist natürlich eine super Aktion, was da auch schon so viele Jahre betrieben wird.“ Christian Baldauf, Geschäftsführer Lotto Rheinland-Pfalz „Wir fahren für eine gute Sache und wir strengen uns an, dass auch viele Spenden reinkommen. Es gelingt ja auch sehr gut.“ Hendrik Hering (SPD), ehemaliger Landtagspräsident Rheinland-Pfalz „Wie viel Familien, Menschen hier geholfen wird, mit welcher Begeisterung. Da ist ein Netzwerk der Menschlichkeit in Rheinland-Pfalz entstanden und deswegen macht es jedes Jahr Freude, hier mitzufahren.“ Mit dem Reisesegen im Gepäck rollt das Fahrerfeld weiter, immer das Ziel vor Augen: Möglichst viele Spenden für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder und ihre Familien zu sammeln. Geld, das eins zu eins an über 50 Initiativen geht. Im vergangenen Jahr wurde ein Rekord aufgestellt: 777.000 Euro. Bernhard […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Krankenhäuser schlagen Alarm – Hessen bei Abschiebungen auf Spitzenplatz – Point-Alpha-Preis für US-General Anmoderation: Nach dem schweren Unfall durch eine Falschfahrerin auf der A45 am Wochenende ist eines ihrer drei lebensgefährlich verletzten Kinder gestorben. Bei dem Unfall in der Nähe von Florstadt war die 45-jährige Falschfahrerin ums Leben gekommen, ebenso wie der 70-jährige Autofahrer, mit dem sie frontal kollidierte. Ihr Ehemann und die beiden anderen Kinder befinden sich nach Angaben der Polizei immer noch in einem kritischen Zustand. Und damit zu weiteren Nachrichten des Tages. Krankenhäuser schlagen Alarm Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz warnen vor den Folgen der Sparpläne der Bundesregierung. Nach Angaben der Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz könnten landesweit bis zu 20 Kliniken schließen. Die Häuser hätten kaum noch Möglichkeiten zum Sparen. Dennoch zwinge das Gesetz zu weiteren Kürzungen, vor allem beim Personal. Das könne die Versorgung der Patienten verschlechtern. Die Krankenhausgesellschaft fordert deshalb ein Nothilfeprogramm des Landes. Hessen bei Abschiebungen auf Spitzenplatz Im ersten Halbjahr 2026 hat das Land Hessen insgesamt 921 ausreisepflichtige Personen abgeschoben. Das sind zwar rund 100 Personen weniger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr, aber mehr als in allen anderen Bundesländern mit Ausnahme des Saarlands. Laut Innenminister Roman Poseck sei das nicht zuletzt auf die Konzentration der Verfahren bei den Regierungspräsidien und in der Abschiebehaftanstalt in Darmstadt-Eberstadt zurückzuführen. Hessen werde ausreisepflichtige Personen weiterhin konsequent abschieben, auch wenn das oft mit menschlichen Härten verbunden sei. Point-Alpha-Preis für US-General Der frühere Oberbefehlshaber der US-Army in Europa, Ben Hodges, wird mit dem Point-Alpha-Preis ausgezeichnet. Er stehe wie kaum ein anderer US-Soldat für die konsequente Stärkung der transatlantischen Partnerschaft, hieß es in der Begründung. Von 2014 bis 2017 war Hodges Oberkommandierender der US-Landstreitkräfte in Europa und in Wiesbaden stationiert. Das Kuratorium Deutsche Einheit verleiht den Point-Alpha-Preis zusammen mit der Point-Alpha-Stiftung für Verdienste um die deutsche und europäische Einheit. Die Preisverleihung im thüringischen Geisa ist für […]

  • Hitzebus hilft Obdachlosen

    Hitzebus hilft Obdachlosen

    Wer der Sommerhitze entkommen will, geht ins Schwimmbad, springt in den Badesee oder setzt sich in ein wohl temperiertes Café. Für die meisten von uns ist das selbstverständlich. Wer jedoch wohnungslos ist und auf der Straße lebt, hat diese Möglichkeiten nicht. Wohnungslose sind den den hohen Temperaturen nahezu schutzlos ausgeliefert. Um genau diesen Menschen zu helfen, gibt es in Mainz seit dem vergangenem Jahr einen Hitzebus. Wir haben das Team bei einem Einsatz begleitet. Christine „Rotes Kreuz, können wir euch was Gutes tun? Was zu essen, was zu trinken? Hygieneartikel?“ Unterwegs mit dem Hitzebus in Mainz. Der Name ist Programm. Denn das ehrenamtliche Team des Deutschen Roten Kreuzes in Mainz ist genau dann in der Stadt unterwegs, wenn es besonders heiß ist. Auf ihrer Fahrt schauen sie nach wohnungslosen Menschen, die nicht vor der Hitze fliehen können. Im Gepäck: Spenden, die für Abkühlung sorgen oder den Alltag erleichtern. Christine „Bei den Temperaturen hauptsächlich gekühlte Getränke, Sonnenschutz, mit Kappen, mit Sonnencreme. Aber natürlich auch Sachen des täglichen Lebens, Hygieneartikel, Schlafsäcke, die werden nun mal auch bei Hitze gebraucht.“ Schätzungsweise 200 bis 300 wohnungslose Menschen leben in Mainz. An besonders heißen Tagen haben sie keine Möglichkeit, sich abzukühlen. Dehydrierung, Hitzschlag und Sonnenstich können die Folge sein. Christine „Es fehlt der Schutzraum …“ Wenn es notwendig ist, leistet das Team auch erste Hilfe. In ernsten Notfällen alarmieren sie die Kollegen des Rettungsdienstes. Am Nachmittag treffen sie auf Thomas. Er lebt seit eineinhalb Jahren auf der Straße. Gerade an heißen Tagen ist die Belastung für ihn besonders groß. Thomas, seit 1,5 Jahren auf der Straße „Andere Leute springen unter die kalte Dusche oder haben eine Klimaanlage daheim am Laufen, oder dies oder das. Haben ein Obdach und kommen unter. Für uns ist es halt – man erträgt es, man muss es ertragen. (…). Und dann […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Anklage wegen Hoteleinsturz in Kröv – Malaria-Infektionen am Frankfurter Flughafen – Gewerkschaft ruft zu Streiks im Einzelhandel auf Anklage wegen Hoteleinsturz in Kröv Nachdem vor zwei Jahren im rheinland-pfälzischen Kröv ein Hotel eingestürzt ist, hat die Staatsanwaltschaft Trier jetzt Anklage gegen einen Ingenieur der Baustatik erhoben. Sie wirft ihm fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung vor, weil bei dem Unglück zwei Menschen getötet und acht weitere zum Teil schwer verletzt wurden. Laut Staatanwaltschaft hatte der Hotelbetreiber den Ingenieur vorher wegen der Risse in einer Außenwand zu Rate gezogen. Doch dieser habe die falschen Maßnahmen angeordnet und nicht erkannt, dass das Hotel einsturzgefährdet war. Malaria-Infektionen am Frankfurter Flughafen Vier Mitarbeiter haben sich am Frankfurter Flughafen mit Malaria infiziert. Eine im Flieger mitgereiste Mücke soll die Tropenkrankheit übertragen haben. Die betroffenen Mitarbeiter hatten in der Gepäckabfertigung gearbeitet. Vermutlich infizierten Sie sich Anfang der Woche. Trotz Sicherheitsmaßnahmen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich Mücken etwa in der Fracht verstecken. Wenn Malaria nicht behandelt wird, kann die Krankheit lebensbedrohlich sein. Gewerkschaft ruft zu Streiks im Einzelhandel auf Im Tarifkonflikt im Einzel- und Versandhandel haben die Arbeitgeberverbände bundesweit alle bestehenden Verhandlungstermine bis Mitte August abgesagt. Die Gewerkschaft verdi wirft den Arbeitgebern deshalb eine Hinhaltetaktik vor, die weder angemessen noch wert-schätzend sei. Aus Protest hat sie Beschäftigte im Einzelhandel aufgefordert, am morgigen Samstag die Arbeit niederzulegen. Es seien Streikaktionen unter anderem in Frankfurt, Wiesbaden und Kassel geplant.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Landesregierung will die hessischen Klimaziele lockern – Eigenanteile für Pflegeheimplätze steigen auf Rekordwerte – Hessischer Staatsgerichtshof stoppt Volksbegehren zur Verkehrswende Anmoderation: Zu den Nachrichten: In Rennerod im Westerwald hat es in der vergangenen Nacht eine heftige Explosion gegeben. Ein Wohnhaus wurde komplett zerstört. Die Rettungskräfte konnten den 39-jährigen Bewohner des Hauses schwerverletzt aus den Trümmern bergen. Auch zwei benachbarte Häuser wurden beschädigt. Die Ursache der Explosion ist noch nicht geklärt. Und damit zu weiteren Nachrichten von heute. Die Kurzzusammenfassung. Landesregierung will die hessischen Klimaziele lockern Die schwarz-rote Landesregierung in Hessen will das Klimagesetz ändern. Sie plant, das Ziel der Klima-Neutralität bis 2045 in eine unverbindliche „Soll“-Regelung umzuwandeln. Bei Sonderfällen sollen künftig Ausnahmen möglich sein. Scharfe Kritik an diesen Plänen kommt unter anderem von den Grünen und vom hessischen Städtetag. Die Wirtschaftsverbände des Landes begrüßen die Pläne hingegen. Nach der Sommerpause wird der Landtag über die künftigen Klimaziele debattieren. Eigenanteile für Pflegeheimplätze steigen auf Rekordwerte Ein neuer Ländervergleich des Ersatzkassen-Verbandes zeigt, dass die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige massiv angestiegen ist. Im ersten Heimjahr liegt der monatliche Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim in Rheinland-Pfalz inzwischen bei knapp 3.300 Euro. In Hessen ist es mit über 3.400 Euro noch teurer. Hauptgrund dafür sollen die gestiegenen Personalkosten sein. Der Kassenverband fordert eine Pflegereform und mehr staatliche Unterstützung. Staatsgerichtshof stoppt Volksbegehren zur Verkehrswende Das Volksbegehren „Verkehrswende in Hessen“ ist endgültig gescheitert. Der Hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden hat die Beschwerde der Initiative heute abgewiesen. Die Richter bestätigten damit eine Entscheidung, die im Jahr 2022 die damalige schwarz-grüne Landesregierung getroffen hatte. Sie habe zu Recht festgestellt, dass das von der Initiative geforderte Verkehrswende-Gesetz verfassungswidrig sei. Der Gesetzentwurf, der einen massiven Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege vorsah, sei zu unbestimmt formuliert gewesen und habe die Kompetenzen des Landes überschritten. Abmoderation: Und noch ein Meldung vom Rhein: Der niedrige Wasserstand macht der Schifffahrt […]