Gesundheit

  • Ärzte und Politiker befürchten steigende Patientenzahlen auf Covid-Stationen

    Ärzte und Politiker befürchten steigende Patientenzahlen auf Covid-Stationen

    In Hessen werden immer weniger Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz sank innerhalb einer Woche von 87 auf 66 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Auch die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 auf der Intensiv-Station behandelt werden müssen, ist in den vergangenen Tagen leicht zurück gegangen. Ist die vierte Corona-Welle also schon überstanden? Nein, sagt Hessens Gesundheitsminister Kai Klose. Er warnt vor allzu großem Leichtsinn im Umgang mit der Pandemie. Obwohl die Zahl der Corona-Intensivpatienten seit Tagen leicht sinkt, bleibt die Lage in Hessens Krankenhäusern weiterhin angespannt. Stand heute sind in Hessen 147 Intensivbetten mit Covid19-Patienten belegt, das bedeutet eine Hospitalisierungsrate von 1,88. Steigt dieser Wert über 8 oder müssen mehr als 200 Cornopatienten gleichzeitig intensivmedizinisch betreut werden, greift die erste Warnstufe im hessischen Corona-Plan. Gemeinsam mit Cihan Celik, dem Leiter der Covid19-Station am Klinikum Darmstadt, hat Hessens Gesundheitsminister Kai Klose heute noch einmal betont: Für eine Entwarnung sei es im Moment noch viel zu früh. Vor allem, weil noch immer viel zu viele Menschen nicht geimpft seien. Kai Klose (Bündnis 90 / Die Grünen), Gesundheitsminister Hessen: „Ich habe ja schon verschiedentlich darauf hingewiesen, dass der Impfstatus derjenigen, die im Moment wegen Covid19 auf hessischen Intensivstationen sind, zu 80 Prozent ungeimpft ist. Und dass die Tatsache, ungeimpft zu sein, das größte Risiko ist, schwer an Covid19 zu erkranken und dann möglicherweise auch auf einer Intensivstation versorgt werden zu müssen.“ Deshalb auch heute nochmal der Aufruf des Gesundheitsministers an die Bürger, sich unbedingt impfen zu lassen. Am besten noch vor den Herbstferien und bevor es draußen richtig kalt wird. Kai Klose (Bündnis 90 / Die Grünen), Gesundheitsminister Hessen: „Ich glaube, dass die Pandemie-Situation, die wir jetzt erleben, auch gar nicht so unterschiedlich ist zu der vom letzten Jahr. Wir hatten einen Anstieg der Welle auch insbesondere mit den Reiserückkehrer:Innen. Und wir haben jetzt einen […]

  • Im Interview: Dr. Cihan Çelik, Oberarzt und Leiter der COVID-Station am Klinikum Darmstadt

    Im Interview: Dr. Cihan Çelik, Oberarzt und Leiter der COVID-Station am Klinikum Darmstadt

    Der Darmstädter Lungenexperte Dr. Cihan Celik warnt: Er geht davon aus, dass es im Oktober wieder steigende Patientenzahlen geben wird. Wir sprechen mit Dr. Celik über die Situation auf der Covid-Stadion im Darmstädter Klinikum. Eva Dieterle, Moderatorin: Und das Thema vertiefen wir jetzt mit Dr. Cihan Celik, dem Oberarzt am Klinikum in Darmstadt. Guten Tag. Dr. Cihan Celik, Oberarzt Klinikum Darmstadt: Guten Tag. Eva Dieterle: In vielen Kliniken hat sich die Anzahl der Corona-Intensivpatienten in diesem Monat mehr als verdoppelt. Viele befürchten zum Herbst hin wieder eine starke Belastung der betreffenden Krankenstationen. Wie ist die Situation konkret auf Ihrer Station? Dr. Cihan Celik: Also, wir haben in den letzten drei, vier Wochen gesehen. Die ersten Ausläufer der Herbstwelle sind bei uns eingetroffen und mittlerweile hat sich die Situation seit dieser Woche auch etwas wieder entspannt. Aber die Patienten, die in den letzten Wochen zu uns gekommen sind und intensivpflichtig geworden sind, liegen zum Großteil immer noch auf der Intensivstation. Von daher war das für uns so etwas wie ein Vorgeschmack für das, was uns im Herbst erwarten könnte, wenn das Leben sich wieder auf die Innenräume zurückziehen wird und die Infektionen wieder steigen. Aktuell haben wir für den Moment den Peak dieser vierten Welle, dieses ersten Ausläufers überstanden. Eva Dieterle: Hospitalisierungsinzidenz und Intensivbettenbelegung sind nun die neuen Leitindikatoren zur Bestimmung der pandemischen Lage. Viele Ihrer Kollegen kritisieren, dass diese Indikatoren erst viel zu spät Alarm schlagen. Wie schätzen Sie das ein? Dr. Cihan Celik: Es gibt sicherlich gerechtfertigte Kritik an diesen Indikatoren und ich sehe das auch so. Ein ganzer Mix an Parametern wäre sicher die bessere Variante gewesen, aber wir dürfen ja nicht aus den Augen verlieren, was genau der Zweck dieses Indikators ist – und zwar Maßnahmen zu steuern. Und daher hat es schon Sinn gemacht, sich von […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tankstellen-Interessenverband kritisiert Politik: Nachdem am Samstag ein Mann in Idar-Oberstein einen Tankstellenkassierer vermutlich aus Ärger über die Maskenpflicht erschossen hat, wirft der Verband der Politik vor, die Tankstellen-Mitarbeiter bei der Durchsetzung von Corona-Maßnahmen allein zu lassen. Ordnungsämter würden mit Bußgeld drohen, wenn die Schutzmaßnahmen nicht eingehalten würden. Die Mitarbeiter stünden unter hohem Druck, die Regeln durchzusetzen, selbst wenn dies gefährlich sein könnte. Mögliches Motiv für Amokfahrt: Im Prozess wegen der tödlichen Amokfahrt durch die Trierer Fußgängerzone hat heute einer der Hauptermittler als Zeuge ausgesagt. In der ersten Vernehmung habe der 52jährige Angeklagte berichtet, dass er am Tag vor der Tat bei einem Notar  gewesen sei. Er habe eine hohe Erbschaft einfordern wollen, die ihm zustehe, sei aber erniedrigend behandelt worden. Deshalb sei er durch die Fußgängerzone gefahren. Der Angeklagte hat später alle Aussagen widerrufen. Vor dem Landgericht schweigt er bislang. Der Deutsche ist wegen fünffachen Mordes und 18-fachen versuchten Mordes angeklagt. Er war am 1. Dezember 2020 durch die Innenstadt gerast und soll gezielt Menschen überfahren haben. Wirtschaftshilfen in Milliardenhöhe: Seit März 2020 haben Hessen und der Bund Unternehmen und Solo-Selbstständige mit fast 15 Milliarden Euro unterstützt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sagte heute bei der Bilanz nach eineinhalb Jahren, dass die Hilfen tausende Betriebe und deren Arbeitsplätze gerettet hätten. Hessen werde auch weiterhin alle Firmen mit tragfähigem Geschäftsmodell unterstützen. Für Rheinland-Pfalz liegen die Zahlen noch nicht vor.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Diskussion über Quarantäne-Entschädigung: Die gestrige Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern zur Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Corona-Quarantäne stößt auf ein geteiltes Echo. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisierte, dass damit eine Impfpflicht durch die Hintertür eingeführt werde. Außerdem müssten die Beschäftigten dem Arbeitsgeber künftig ihren Impfstatus mitteilten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßte dagegen die Entscheidung der Gesundheitsminister. Es gebe keinen Grund, warum die Allgemeinheit  die Entschädigung für Verdienstausfälle zahlen sollte, wenn Menschen eine Impfung verweigerten. Rheinland-Pfalz wird die neue Regelung zum 1. Oktober einführen, Hessen zum 1. November. Schwerverletzte außer Lebensgefahr: Nach dem schweren Unfall mit vier Toten auf der A 5 bei Friedberg schweben die beiden schwerverletzten 19jährigen nicht mehr in Lebensgefahr. Das hat heute die Polizei mitgeteilt. Am frühen Sonntagmorgen war ein mutmaßlicher Falschfahrer frontal in entgegenkommendes Auto mit vier jungen Menschen gefahren. Zwei von ihnen starben, zwei wurden schwer verletzt. Ein weiterer Fahrer wurde beim Zusammenstoß mit den Autowracks getötet. Der mutmaßliche Geisterfahrer starb später in einer Klinik. Ursache für Schäden gefunden: Einer der Hauptgründe für die Einsturzgefahr der Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden war ein defektes Rollenlager. Wie die Autobahngesellschaft heute mitteilte, hätten dies vier unabhängige Gutachten ergeben. Die Hitze im Juni habe die Schäden an der Brücke noch verstärkt. Zwei Pfeiler seien abgesackt, der Überbau des südlichen Brückenteils habe sich verschoben. Die Sperrung der vielbefahrenen Brücke sorgt seit Monaten für massive Verkehrsbehinderungen. Sie soll voraussichtlich Ende Oktober oder Anfang November gesprengt und anschließend neu gebaut werden.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Neue Corona-Regel für Ungeimpfte Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, sollen spätestens ab dem 01. November keinen Anspruch mehr auf staatliche Entschädigung für Verdienstausfälle haben, wenn sie etwa als Kontaktperson eines Corona-Infizierten in Quarantäne müssen. Darauf haben sich heute die Gesundheitsminister von Bund und Ländern geeinigt. Inzwischen habe jeder ein Impfangebot bekommen, sodass Verdienstausfälle nicht mehr aus Steuergeldern gezahlt werden müssten. Rheinland-Pfalz hatte zuvor bereits entschieden, die Regelung zum 01. Oktober einzuführen. In Hessen gilt sie ab dem 01. November. Corona-Impfstoff für Flüchtlinge Das Land Rheinland-Pfalz stellt der US Air Force nach deren Anfrage insgesamt 6.000 Impfdosen von Johnson&Johnson zur Verfügung. Das hat Innenminister Roger Lewentz heute mitgeteilt. Mit dem Vakzin würden die Flüchtlinge aus Afghanistan geimpft, die derzeit vorübergehend auf der Airbase Ramstein und den Rhine Ordnance Barracks in Kaiserslautern untergebracht seien. Derzeit befinden sich noch etwa 9.000 Menschen auf den US-Stützpunkten in Rheinland-Pfalz. Sie warten auf ihren Weiterflug in die USA. Verbotene Insidergeschäfte eingeräumt Mit Geständnissen der beiden 45jährigen Angeklagten hat heute vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess um millionenschweren Insiderhandel begonnen. Der ehemalige Fondsmanager und der frühere Investmentbanker gaben zu, rechtswidrig firmeninterne Informationen genutzt und dadurch einen Gewinn von mehr als 11 Millionen Euro erzielt zu haben. Der Fall war durch die Finanzaufsicht Bafin ins Rollen gekommen. Sie hatte Anzeige wegen verdächtiger Finanztransaktionen gestellt.

  • Lage in den Intensivstationen entspannt

    Lage in den Intensivstationen entspannt

    Wenn es in den letzten eineinhalb Jahren der Corona-Pandemie um Entscheidungen wie Lockdown oder Lockerung ging, war die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz der prägende Wert. Nun sind aber über 60% der Bevölkerung vollständig geimpft. Das heißt, es könnte zwar weiterhin viele Infektionen geben, aber durch die Impfung ist die Wahrscheinlichkeit, schwer an Corona zu erkranken, gering. Daher soll nur noch die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken darüber entscheiden, wie politische Entscheidungen ausfallen. Wie die Lage gerade auf den Intensiv-Stationen ist, haben wir uns in Seeheim-Jugenheim bei Darmstadt angeschaut. In der Kreisklinik Jugenheim ist die Lage noch entspannt. Chefarzt Patrick Schmenger versorgt mit seinem Team auf der Intensivstation 16 Patienten. Fünf davon sind schwer an Corona erkrankt. Bei unserem letzten Besuch vor einem halben Jahr waren es fast drei Mal so viel. Der Impfeffekt ist hier deutlich zu spüren. Vier der fünf Corona-Patienten sind ungeimpft. Dr. Patrick Schmenger, Chefarzt Intensivstation Kreisklinik Jugenheim „Das sind häufig Leute aus prekären Lebensverhältnissen mit niedrigem sozio-ökonomischem Status. Häufig mit Sprachbarrieren. Das sieht man, wenn man sich die Etiketten anschaut. Wo ist denn die Wohnadresse – man kennt ja so seine Region ein bisschen. Und ich denke, da kann man noch einiges rausholen an Impfungen. Durch Aufklärung.“ Auch ein über 80jähriger Mann liegt hier trotz Impfung auf der Intensivstation. Das hinge oft mit dem Alter und Vorerkrankungen zusammen – so der Intensivmediziner. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in anderes hessischen Kliniken. Trotz einer landesweiten Inzidenz von 72 ist die Situation nicht besorgniserregend. Wie entspannt oder angespannt die Lage ist, zeigt der sogenannte Hospitalisierungswert. Er gibt an, wie viele Coronapatienten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind. Heute liegt der Wert in Hessen bei 2. Wenn er 8 erreicht, soll es in Hessen wieder Einschränkungen geben. Kai Klose, Bündnis 90 / Die […]

  • Ministerrat ändert Corona-Regeln

    Ministerrat ändert Corona-Regeln

    In Rheinland-Pfalz gefährdete Corona-Verordnung den Spielbetrieb im Jugendfußball. Der Ministerrat hat deshalb heute die Schutzmaßnahmen in diesem Bereich gelockert. Der Ball rollt ab heute wieder unbeschwert. Denn unabhängig davon, welche Farbe die Corona-Ampel in Rheinland-Pfalz gerade zeigt, für nicht immunisierte Kinder und Jugendliche gelten im Freizeitsport und im Musikunterricht künftig mildere Kontaktbeschränkungen. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Wir haben ja ausgebracht für Erwachsene, dass die Grenzen dann sind 25 Personen, 10 Personen, 5 Personen, dass wir den Anteil der Ungeimpften schrittweise reduzieren. Bei Kindern und Jugendlichen sehen wir aber, dass sie nicht so schwer erkranken und seltenst im Krankenhaus dann auch ein Bett benötigen und deswegen finden wir jetzt als Landesregierung, es ist eine gute Balance in der jetzigen epidemiologischen Lage zu sagen, wir können etwas mehr Freiheit bei Kindern und Jugendlichen auch zulassen.“ Unabhängig von der Warnstufe können deshalb jetzt 25 nicht immunisierte Kinder zusammen musizieren oder Sport machen. Hinzu kommen Geimpfte und Genesene. Ein Ziel, für dass sich auch der Fußballverband Rheinland eingesetzt hatte. Walter Desch, Präsident Fußballverband Rheinland „Die Kinder müssen sich wieder bewegen. Ich habe dem Gesundheitsministerium ja auch gesagt, es geht ja nicht nur ums Impfen, es geht auch darum, dass die Gesundheit von Kindern gefördert wird und das geschieht im Sport ja massiv. Mir haben Trainer berichtet, dass sie die Kinder, nachdem sie sie endlich nach Monaten wieder auf dem Platz hatten, dass die ein halbes Jahr zurückgeworfen waren, von ihrer körperlichen Beweglichkeit, von der Leistungsfähigkeit und von der Leistungsbereitschaft und da ist ein erheblicher Nachholbedarf.“ Das Land will außerdem die Impfkampagne bei Kindern und Jugendlichen ausweiten. Laut Gesundheitsminister haben bereits über 40% der zwischen 12 und 17-Jährigen ihre erste Impfung erhalten. Die Sportvereine wollen in Zukunft noch stärker mithelfen, dass die Impfquote steigt. Walter Desch, Präsident Fußballverband Rheinland „Wir haben eben viele Kinder […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Entsetzen über Tankstellen-Mord Nachdem am Samstag in Idar-Oberstein ein Mann vermutlich aus Ärger über die Maskenpflicht einen Tankstellen-Kassierer erschossen hat, zeigten sich heute viele Politiker tief bestürzt über die Tat. Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz „Wie die Menschen in Rheinland-Pfalz so sind wir auch sehr schockiert über diesen feigen Mord, man muss es so sagen. Und was uns natürlich im Moment innehalten lässt, ist das Gedenken an diesen jungen Mann, an die Familie, an die, die so viel Leid erfahren haben.“ Lewentz kritisierte die abscheuliche Instrumentalisierung der Tat durch Corona-Leugner in den sozialen Netzwerken. Nach Angaben der Ermittler hat der 49jährige Deutsche die Tat gestanden. Er sagte, dass ihn die Pandemie stark belaste und er die Corona-Maßnahmen ablehne. Inzwischen hat die Stadt Idar-Oberstein Trauerbeflaggung angeordnet. Zudem diskutiert die Stadtverwaltung über eine öffentliche Gedenkveranstaltung für das Opfer. Auszeichnung für BioNTech-Forscher Die Gründer des Mainzer Pharma-Unternehmens BioNTech, Özlem Türeci und Ugur Sahin, sowie die Biochemikerin Katalin Karikó werden mit dem Paul Ehrlich-Preis 2022 geehrt. Wie der Stiftungsrat heute in Frankfurt mitteilte, erhalten sie die Auszeichnung für die Erforschung und Entwicklung von messenger-RNA zu präventiven und therapeutischen Zwecken. Die schnelle Entwicklung eines Corona-Impfstoffs würdigte die Jury als herausragenden Erfolg. Der Paul-Ehrlich-Preis ist mit 120.000 Euro dotiert und gilt als eine der bedeutendsten Ehrungen in der Medizin. Hessen hat neue Großstadt Hanau ist nun die sechste und kleinste Großstadt des Landes. Wie die Stadtverwaltung heute mitteilte, lebten seit dem 9. September mehr als 100.000 Menschen in der Stadt. Für die Bürger werde sich wenig ändern. Hanau erhoffe sich von dem Status vor allem wirtschaftliche Vorteile als neuer Standort für Unternehmen. Zudem gebe es Einzelhandelsketten, die ausschließlich in Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern investierten.

  • Impfaktionswoche geht zu Ende

    Impfaktionswoche geht zu Ende

    #Hier wird geimpft: So das Motto der Impfaktionswoche, die in den letzten Tagen der schwächelnden Impfkampagne einen Schub geben sollte. Im Fußballverein, am Marktplatz, im Einkaufszentrum, schnell den Pieks abholen. Aber so neu sind die Impfbusse gar nicht und Kritiker sagen: Es ist mal wieder versäumt worden, zu informieren und zu fragen, warum sich so viele nicht impfen lassen wollen. Dieser Frage gehen wir nun nach und starten in der Nähe von Mainz: Tag 5 der bundesweiten Impfaktionswoche: Mit mobilen Impfbussen wollen die Landesregierungen möglichst viele Unentschlossene für eine Impfung gewinnen. Günter Gersch nutzt heute die Gelegenheit, um sich in Ober-Olm seine zweite Impfdosis abzuholen. Lange hatte der Rentner gezögert. Günter Gersch, Rentner: „Ich musste er einmal wissen, wie das funktioniert. Wie verträglich das ist und so. Man hört ja viel. Ich hatte Bedenken wegen der Langzeitnebenwirkungen.“ Günter Gersch ist nicht der Einzige, der Bedenken hatte. Aber es gibt noch viele andere Gründe, warum die Menschen bisher mit der Impfung gewartet haben. Lothar Jung, Besucher im Impfbus in Mainz: „Ich war die ganze Zeit im Ausland und hatte erst jetzt die Möglichkeit, mich impfen zu lassen.“ Eva, Besucherin im Impfbus in Mainz: „Also ich habe mich impfen lassen, damit ich meinen Opa wiedersehen kann. Weil, für den ist es halt ein Risiko.“ Waldtraut Schlartan, Besucherin im Impfbus in Mainz: „Wir wollten eigentlich nur einkaufen gehen. Und da habe ich sie hier stehen sehen und da dachte ich, ich frage mal, wann die dritte Impfung losgeht. Und da hat es geheißen: Ja, Sie können geimpft werden.“ Bei der Impfquote zeigt sich: sie sinkt mit dem Alter. Bei den über 60 Jährigen sind etwa 84 Prozent doppelt geimpft. Bei den 18- bis 59-Jährigen sind es 68 Prozent. In der jüngsten Altersklasse, den 12- bis 17-Jährigen haben 28 Prozent einen doppelten Impfschutz. Ein […]

  • 2G-Regel geht in Hessen an den Start

    2G-Regel geht in Hessen an den Start

    Für Geimpfte und Genesene werden die Regeln gelockert, Ungeimpfte könnten vor mancher geschlossener Tür stehen, so kann man die neuen Corona-Regeln für Hessen zusammenfassen. Geschäftsleute und Gastronomen können seit heute die 2G-Regel anwenden. Das stellt sie jetzt vor schwierige Entscheidungen. Nathalie Henrich hat nicht lange überlegt. Für ihr Lokal in der Wiesbadener Innenstadt gilt ab heute die 2-G-Regel. Wer nicht geimpft oder genesen ist, darf nicht in den Innenbereich des Restaurants. Nathalie Henrich, Gastronomin aus Wiesbaden „Ich möchte aber auch ein Zeichen setzen, dass 2G wichtig ist, dass die Gäste sich zusammensetzen und angespornt werden, sich auch mal impfen zu lassen. Dass wir alle mal eine Normalität erreichen, zusammen Freizeit zu machen. Ein bisschen Strenge bringt vielleicht die Motivation auch rein, um sich impfen zu lassen.“ Die Gäste akzeptierten das nicht nur, sie finden die 2G-Regel sogar gut. Petra Böhnke, Bibliothekarin „Ich fühle mich sicherer, weil ich weiß, alle im Raum sind geimpft. Wenn jemand hustet, weiß ich, es kann für mich nichts Schlimmes rauskommen.“ Thomas Schmidt Offizier a.D. „Das hat schon so ein bisschen was, wie es vor Corona war. Und ich denke, das sollte sich jeder überlegen, ob er sich nicht impfen lässt.“ Auch Friseure können sich entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene einlassen, oder ob sie das 3G-Modell wählen, also auch Getestete ins Geschäft dürfen. Aber nur beim 2G-Modell können Beschränkungen wie die Maskenpflicht und Abstandsregeln aufgehoben werden. Gerade für Clubs und Diskotheken ist das eine reizvolle Option. Der Hotel- und Gaststättenverband ist mit der Regelung daher zufrieden. Robert Mangold, Hotel- und Gaststättenverband Hessen „Die Wirtschaftlichkeit ist besser, denn beim 2G-Modell können wir an die Kapazitätsgrenze gehen. Der Club, der 1.500 Gäste reinlassen kann, der kann 1.500 Gäste reinlassen. Er muss nur die Nachverfolgung gewährleisten, aber das ist mit dem elektronischen Ticketing kein Problem.“ Aber: Die […]

  • Gesundheitsämter wieder am Limit

    Gesundheitsämter wieder am Limit

    Seit dieser Woche gibt es in Hessen neue Corona-Regeln, seit letzter Woche schon in Rheinland-Pfalz. Events mit mehreren Tausend Menschen sind wieder möglich. Der Landrat des Kreises Bernkastel-Wittlich warnt: Die Kontaktnachverfolgung macht keinen Sinn mehr. Sein Gesundheitsamt sei wieder am Limit. Die Tanzflächen in Rheinland Pfalz dürften sich am Wochenende wieder füllen. Möglich machen das die Lockerungen, die seit Sonntag gelten. Aber egal ob geimpft oder genesen, noch immer wird jeder seine Kontaktdaten hinterlegen müssen. Was seit anderthalb Jahren Pandemie gut eingeübt ist, hält der Landrat des Kreises Bernkastel-Wittlich für nicht mehr zeitgemäß. Gregor Eibes, CDU, Landrat Landkreis Bernkastel-Wittlich „Einzelverfolgung ist eine Strategie in einer Phase der Pandemie, wo Lockdown vorherrscht, wo die Kontakte weitestgehend eingeschränkt sind, aber in Zeiten der zunehmenden Freiheiten passt das nicht mehr. Und da muss man auch konsequent sein und sagen: Nein, wir wechseln jetzt in die sogenannte Schutzphase / Protektionsphase, wo nur noch überwiegend die vulnerablen Gruppen geschützt werden, eigentlich wie am Anfang der Pandemie. Dass man die schützt, die besonders gefährdet sind, und die, die sich nicht impfen lassen wollen müssen halt mit der Gefahr leben, in die sie sich dann auch letztlich freiwillig begeben“ Der Kreis hat dem Land mitgeteilt, die Kontaktnachverfolgung nicht mehr garantieren zu können. Im Gesundheitsamt in Wittlich läuft man den Lockerungen und damit den steigenden privaten Kontakten hinterher. Dr. Hans-Christoph Schlichting, Gesundheitsamt Kreis Bernkastel-Wittlich „Da hat ein einzelner Fall jetzt in der vierten Welle ein ganz anderes Bearbeitungsvolumen als noch vor einigen Monaten im Lockdown. Ich will den Lockdown auf keinen Fall wieder haben, aber für uns war damals der Ermittlungsaufwand um einiges geringer.“ Infektionen treten momentan vor allem in Schulen und Kitas auf, belasten damit auch die wenigen Testkapazitäten. Laut Gesundheitsamt seien diese Altersgruppen nun aber vernachlässigbar, der Fokus sollte stattdessen nur noch auf Kranken oder Alten, […]

  • Hessen setzt jetzt auf 2G-Modell

    Hessen setzt jetzt auf 2G-Modell

    In Rheinland-Pfalz kamen die neuen Corona-Regeln letzte Woche schon. Heute zieht Hessen nach. Hier wird nun auch eine 2G Regel möglich sein. Private Anbieter wie zum Beispiel Gastronomen oder Veranstalter haben künftig die Möglichkeit, nur noch Geimpfte und Genesene reinzulassen und dürfen dafür weitgehend auf Corona-Beschränkungen verzichten. Statt 3G künftig 2G? Für Thomas Klüber ist das keine Option. Der Gastronom betreibt mehrere Lokale in Frankfurt und will auch künftig negativ Getestete hereinlassen und niemanden ausschließen. Thomas Klüber, Gastronom in Frankfurt „Ich habe vom Säugling bis zu älteren Herrschaften, vom Manager bis zur Mutter mit Kindern ein ganz breit aufgestelltes Publikum. Ich würde zu viele Leute, wenn sie mit Test kommen und ich sie nicht reinlasse, verlieren. Und mein sozialer Ansatz ist auch: Leute zusammenführen als Gastronom – und nicht trennen.“ 30 Prozent seiner Gäste kommen momentan mit negativem Test, sagt Klüber. Nach den Lockdowns sei seine Kundschaft schon spürbar geschrumpft und er befürchtet, dass mit der Einführung von 2G nochmal weniger kommen. Doch unter seinen Gästen gibt es auch Befürworter des Modells. Michael Bielicki, Arzt „Ich halte viel davon. Ich bin der Meinung, dass es sehr darauf ankommt, dass sich alle impfen lassen.“ Thomas Gebauer, Rentner „Ja, ich find’s okay. Für mich trifft’s zu, ich bin genesen und einmal geimpft. Und ich sag mal: wir brauchen noch eine Regel, weil von alleine geht’s nicht weg.“ Auch unter Friseuren und im Handel regte sich zuletzt Widerstand. Wie umstritten das 2G-Modell in der Gastronomie ist, zeigt eine aktuelle Umfrage des DEHOGA Hessen: Von 600 befragten Betrieben bevorzugen nur 23,7 Prozent 2G gegenüber 3G. Immerhin rund 40 Prozent sagen aber, 2G käme für sie in Frage, wenn dafür die Masken- und Abstandspflicht wegfällt. Neben der 2G-Regel stellt Ministerpräsident Volker Bouffier heute eine zweite große Änderung vor. Die Inzidenz spielt in Hessen künftig bei […]

  • Schüler und Lehrer fordern einen Plan B für sicheren Unterricht

    Schüler und Lehrer fordern einen Plan B für sicheren Unterricht

    Vieles ist noch unklar, obwohl wir schon dem zweiten Corona-Herbst entgegensteuern. Werfen wir mal einen Blick auf die Schulen. Seit zwei Wochen sind in Hessen die Sommerferien vorbei. Und an vielen hessischen Schulen sieht es nach den Sommerferien 2021 so aus, wie vorher. Konfliktpotential ist programmiert, wie ein Vorfall an einer Schule in Lich zeigt.

  • Impfaktionswoche hat begonnen

    Impfaktionswoche hat begonnen

    In Hessen und Rheinland-Pfalz hat eine Impfaktionswoche begonnen, die den Kampf gegen Corona voranbringen soll. Der rheinland-pfälzische Impfkoordinator Daniel Stich warb vor Ort für den kleinen Pieks.   „Hier wird geimpft!“ so lautet das Motto der Impf-Aktionswoche, die heute bundesweit gestartet ist. Dabei soll es auch in Rheinland-Pfalz neben den bekannten Impfbussen eine Woche lang weitere bürgernahe Impfangebote geben – einfach „kommen und ohne Termin impfen lassen“ wie heute im Mainzer Stadtteil Drais. Der Gedanke hinter den unkomplizierten Impfungen sei, nicht mehr darauf zu warten, dass die Leute zum Impfstoff kämen, sondern mit dem Impfstoff zu den Leuten zu kommen, so der Landesimpfkoordinator Daniel Stich, der sich heute ein Bild von der Aktion vor Ort gemacht hat. Daniel Stich, SPD, Impfkoordinator Rheinland-Pfalz „Das Angebot richtet sich prinzipiell an alle Bürgerinnen und Bürger. Aber wir sehen schon, dass es beispielsweise bei den Warteschlangen an den Bussen, an den Discountern auch Menschen gibt, die vielleicht bislang etwas Probleme hatten, sich zu informieren, die auch vielleicht von der Logistik her etwas überfordert waren, dass wir denen einen niedrigschwelliges Angebot machen. Und es gibt aber auch andere, die sehr lange gewartet haben, die unsicher waren, die erst überzeugt werden mussten, die nach den Monaten Vertrauen für sich und Selbstsicherheit gewonnen haben, dass sie nach ihrer Abwägung dann jetzt auch zur Impfung schreiten wollen. Also von daher sind die Hintergründe vielfältig.

  • Wie gut ist die Risikogruppe vor Corona geschützt?

    Wie gut ist die Risikogruppe vor Corona geschützt?

    Während der Corona-Pandemie hat die Politik viel getan, um die besonders gefährdete Gruppe der Senioren so gut wie möglich zu schützen. Doch wie ist die Lage in den Seniorenheimen jetzt zu Beginn der vierten Corona-Welle? Wir haben eine Einrichtung im rheinland-pfälzischen Kell am See besucht.   Ostermontag 2020: Es ist der Tag, an dem die ersten Mitarbeiter und Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet werden. Von 14 infizierten Senioren sterben fünf mit dem Virus. Drei Mitarbeiter kämpfen noch lange mit Spätfolgen. Nach der ersten Welle ist die Einrichtung von weiteren Infektionen verschont geblieben. Auch der Alltag ist für die Senioren fast zurückgekehrt. Angst vor Corona haben sie hier, vor allem seit der Impfung, eigentlich nicht mehr: Josefine Zender „Ja, ich fühle mich sicher. Ich denke nicht, das wir noch Corona kriegen.“ Horst Weddeling „Bedenken? Ach wissen Sie, ich werde 86 Jahre alt. Mir kann nicht mehr viel passieren.“ Die Senioren müssen seit Längerem keine Masken mehr tragen. Auch Besuche können sie empfangen, dafür gilt die 3-G-Regel. Jeder Gast muss also nachweisen, dass er entweder geimpft, genesen oder getestet ist. Für die Pfleger ist die Belastung nach wie vor hoch, sagt der Heimleiter, auch nach eineinhalb Jahren Pandemie. Von der Politik fühlen sie sich teilweise im Stich gelassen, sagt er. Michael Pauken, Einrichtungsleiter „Wir haben Pflegekräfte, die körperlich und psychisch am Rande sind und die brauchen Unterstützung. Ich wünsche mir, dass die Politik da die Pflegekräfte noch mal mehr in den Blick nimmt. Nur mal ein Beispiel: Die Pflegekräfte arbeiten seit anderthalb Jahren nur noch mit Mundschutz. Viele haben auch dadurch schon gesundheitliche Probleme. Personal bräuchte auch mal eine Pause, braucht keinen Applaus, freut sich über Geldzuwendungen, aber allein schon die Umsetzung von zusätzlichem Personal, allein schon die Frage: wer macht denn die Kontrollen?“ Gemeint ist die 3-G-Regel, für deren Kontrolle […]