Woche der Plasma-Spende
Haben Sie schon mal Blut gespendet? Bestimmt. Und Blutplasma? Wohl eher nicht. Dabei kann genau diese Spende für andere über Leben und Tod entscheiden. Denn in Deutschland sind rund 20.000 Menschen dauerhaft auf Medikamente angewiesen, die nur aus Blutplasma hergestellt werden können. Genau darauf will die Aktionswoche aufmerksam machen. Hannah Malsey hat einen angeborenen Immundefekt. Das heißt: Ihr Körper bildet zu wenig Antikörper, um sich gegen Viren und Bakterien zu schützen. Dadurch wird sie schneller und heftiger krank und ist oft erschöpft. Hannah Malsey, Patientin mit Variablem Immundefektsyndrom „Ich habe lange gar kein wirkliches Privatleben gehabt, weil ich gar nicht wusste, wenn ich damals aus der Schule komme, habe ich überhaupt noch Energie zur Verfügung. Meistens war ich schon ab mittags zu nichts mehr in der Lage und habe mich durch die Schule gequält und war zuhause einfach nur noch schlapp.“ Mit 15 bekommt sie ihre Diagnose. Seitdem erhält die heute 30-Jährige Infusionen mit Antikörpern. Hergestellt werden die aus Blutplasma. Das ist der Teil des Blutes, der Nährstoffe, Vitamine und Antikörper transportiert. Blutplasma lässt sich nicht künstlich herstellen, es muss gespendet werden. Das Problem: Don Sears Debus, Plasmaspendezentrum Mainz „Dass der Bekanntheitsgrad der Plasmaspende sehr klein ist. Natürlich tun wir sehr viel dafür und versuchen überall Menschen anzusprechen und auf die Plasmaspende aufmerksam zu machen, weil nur so Patienten mit lebenswichtigen Medikamenten versorgt werden können.“ Blutplasma spenden kann im Prinzip Jeder. Der Prozess dauert circa eine Stunde und anders als bei der klassischen Blutspende, wird nur das Plasma entnommen, das restliche Blut fließt wieder zurück in den Körper. Deshalb kann man deutlich häufiger spenden: bis zu 60-mal im Jahr. Die Spender in Mainz kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen. Adam Krzak „Du verbringst hier mal dreißig, vierzig Minuten und am Ende des Tages weißt du einfach, dass du Menschen geholfen hast.“ Phil Winter […]


