Zwei Jahre Schweinepest in Hessen
Vor zwei Jahren wurde das erste Schwein in Hessen positiv auf die Afrikanische Schweinepest getestet. Die Folgen sind gravierend: Mittlerweile sind weit über 2.000 Schweine an der Tierseuche gestorben, Bauern bangen um Ihre Existenz. und ein Ende der Afrikanischen Schweinepest ist in Hessen weiterhin nicht in Sicht. Es ist der 15. Juni 2024. Der Start für die Afrikanische Schweinepest in Hessen: Bei Rüsselsheim wird hier das erste Schwein auf die Tierseuche positiv getestet. Nur wenige Wochen später meldet ein Mastbetrieb in Stockstadt am Rhein weitere Fälle. Die Folgen gravierend: Über 1.000 Schweine müssen hier getötet werden, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Weitere Maßnahmen folgen schnell: Über 400 Kilometer lange Zäune gegen die Ausweitung in Südhessen, das Schießen und Sperrzonen, die teils bis heute noch greifen: Von Rüsselsheim bis nach Mannheim, im sogenannten „Kerngebiet Alpha“ ist heute immer noch mit weiteren Fällen zu rechnen. Im Kreis Groß-Gerau geht die Zahl der Wildschweine um 67 Prozent zurück – innerhalb nur eines Jahres. Einige Bauern bangen um Ihre Existenz. Für die Tiere verläuft eine Erkrankung oft schmerzvoll. Sie leiden zum Beispiel an Fieber, Fressunlust und Atemproblemen. Eine Erkrankung führt – fast immer – schon innerhalb einer Woche zum Tod. Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. Er kann das Virus allerdings weitertragen. Zum Beispiel über kontaminierte Lebensmittel oder Kleidung. Bisher wurden laut hessischem Umweltministerium fast 7.000 Kadaver gefunden, von denen mehr als 2.300 positiv getestet wurden. Ein Ende der Afrikanischen Schweinepest liegt nicht in Sicht: Zumal das Virus rund zwei Jahre lang überleben kann.


