Tanzen gegen die Parkinson-Erkrankung
Morgen ist Welt-Parkinson-Tag! Dieser Tag soll auf eine neurologische Krankheit aufmerksam machen, die vor allem zu Bewegungsstörungen führt. Dabei ist es für die Betroffenen besonders wichtig, sich ausreichend zu bewegen. Das können sie zum Beispiel in der Tanzgruppe „Connect“ in Frankfurt. Einmal pro Woche trifft sie sich im Museum für Kommunikation, um gegen die Krankheit anzutanzen. Wenn sie tanzt, dann fühlt sich Dorothea Warns-Ventulett frei, befreit von den Symptomen ihrer Krankheit. Seit sieben Jahren hat sie Parkinson. Dorothea Warns-Ventulett, Parkinson-Patientin „Es ist ein freies Tanzen, frei nach Intuition und eröffnet Bewegungsräume, die sich manchmal durch Parkinson verschließen. Finger einzeln kontrolliert öffnen und schließen, weiche Bewegungen, kontinuierliche Bewegungen. Oft ruckelt das oder sperrt oder es gibt so einen Rigor oder so spastische Elemente durch Parkinson.“ Tanzen in der Gruppe macht ihr Mut. Weil sich hier jeder genauso bewegen kann wie es eben noch geht. Ohne Druck in einem geschützten Raum. Christian Rietschel und Gerhild Frasch haben die Tanzgruppe „Connect“ vor etwa einem halben Jahr gegründet. Christian Rietschel hat selbst seit 20 Jahren Parkinson. In Zürich hat sich das Paar eine ähnliche Tanzgruppe angeschaut und beschlossen: So ein Projekt soll es auch in Frankfurt geben. Christian Rietschel, Gründer der Tanzgruppe „Tanzen ist neurologisch gesehen die beste Medizin für Parkinsonkranke. Weil sich die Synapsen, also die Verbindungen im Gehirn, dadurch wieder erneuern und weniger absterben. Von daher ist es ne Tätigkeit, die sehr heilsam ist.“ Jede Woche gibt es Livemusik von Musikern aus dem Opernorchester. Tanztherapeutinnen leiten die Gruppe an. Mitmachen kann jeder, der neurologisch erkrankt ist. Gerhild Frasch, Organisatorin „Connect“ „Manche können einfach noch ganz fantastisch frei tanzen, das haben Sie gesehen, springen sogar und andere sind doch mehr oder weniger am Stuhl gefesselt. Probieren aber aufzustehen mit der Lockerheit und bewegen sich dann eben mit dem Rollator oder wenn sie jemand […]


