Umwelt

  • Rhein-Pegel sinkt weiter

    Rhein-Pegel sinkt weiter

    Die Situation am Rhein wird immer dramatischer- Der Fluß knackt einen Niedrigwasserrekord nach dem anderen – und das wird zum Problem für die Schifffahrt. Damit trotzdem Güter an ihr Ziel kommen, gibt es jetzt eine Ausnahme. Das Sonntagsfahrverbot für Lastwagen ist vorübergehend aufgehoben – nach Rheinland-Pfalz hat nun heute auch Hessen nachgezogen. So soll der Transportverkehr vom Wasser auf die Straßen verlagert werden. Der Rhein-Pegel sinkt immer weiter. In Kaub beträgt er heute nur noch 14 Zentimeter. Der Fährbetrieb muss deshalb eingestellt werden. Die Wasserstraßenverwaltung geht davon aus, dass der Pegel in den nächsten Tagen sogar einstellig werden könnte. Dann wäre auf dem Rhein kein durchgehender Schiffsverkehr mehr möglich. Schiffe könnten Güter dann nur noch oberhalb oder unterhalb von Kaub über den Rhein transportieren. Schon jetzt müssen sie ihre Ladung immer weiter reduzieren, um nicht auf Grund zu laufen. Das Bundesverkehrsministerium hat vor kurzem mit Rheinland-Pfalz und weiteren Bundesländern vereinbart, das LKW-Fahrverbot für Sonn – und Feiertage vorübergehend aufzuheben. Was nicht mehr auf den Wasserstraßen transportiert werden kann, soll zumindest teilweise per Lastwagen ans Ziel kommen. Um ein Schiff mit 2.000 Tonnen Fracht zu ersetzen, braucht es allerdings rund 100 LKW. Markus Wolf (CDU), Staatssekretär Verkehrsministerium RLP „Am Schluss ist jeder Beitrag wichtig. Wir haben mehrere 100 Tonnen, die wir jeden Tag verlieren, die nicht auf dem Rhein transportiert werden können, und wenn wir einen Beitrag leisten können, damit wir das ein bisschen stärker durch die Woche auch aufteilen können – es geht ja auch um Leerfahrten -, damit man dann gleich montags starten kann, da müssen wir ein Stück weit entlasten. Und parallel dazu sind wir auch ganz intensiv mit dem Bund daran das Thema Vertiefung des Rheins in den Blick zu nehmen.“ Heute Nachmittag schließt sich auch Hessen der Vereinbarung an. Auch dort dürfen jetzt Lastwagen an Sonntagen und Feiertagen Güter transportieren. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Wir sind ja eines der […]

  • Schaltgespräch mit Dirk Engelhardt vom Verband Güterkraftverkehr über Aufhebung von Lkw-Fahrverbot am Sonntag

    Schaltgespräch mit Dirk Engelhardt vom Verband Güterkraftverkehr über Aufhebung von Lkw-Fahrverbot am Sonntag

    Was also bringt die Aufhebung des Sonn- und Feiertagsfahrverbots? Wie viele Güter können tatsächlich mehr über die Straße transportiert werden? Darüber spricht Markus Appelmann mit Dirk Engelhardt, dem Chef des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung mit Sitz in Frankfurt. Markus Appelmann: Guten Tag Herr Engelhardt! Dirk Engelhardt, dem Chef des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung: Guten Tag, Herr Appelmann. Appelmann: Direkt gefragt: die Lastwagen fahren jetzt also auch sonntags. Was halten Sie von der Entscheidung? Engelhardt: Grundsätzlich ist das eine richtige Entscheidung. Das hilft vielleicht partiell, einzelne Transporte wirklich durchführen zu können, was wichtig wäre für die Industrie., aber die alleinige Lösung des Problems des Niedrigwassers ist es auf keinen Fall. Appelmann: Was würde nun in dieser Situation helfen? Engelhardt: Na ja, die LKWs sind natürlich verplant. Wir haben in Deutschland einen massiven Fahrermangel. Das heißt, die Fahrzeuge sind von montags bis freitags fest für Kundenaufträge disponiert. Jetzt können die Fahrzeuge und die Fahrer natürlich nicht noch zusätzlich am Samstag und am Sonntag eingesetzt werden. Da geht es um Lenk- und Ruhezeitverordnung, Arbeitszeitverordnung. Nur die Aufhebung des Sonntagsfahrverbots alleine ist da nicht die Lösung. Appelmann: Das heißt konkret: Die Politik müsste an die bürokratische Hürden ran, damit das Sonntagsfahrverbot auch etwas bringt? Engelhardt: Das ist eine zentrale Forderung von BGL, vom Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung. Ohne eine Lockerung der Lenk- und Ruhezeiten und eine Flexibilisierung für einen begrenzten Zeitraum -nicht auf Dauer, sondern nur für die Phase des Niedrigwassers – ist unumgänglich, wenn man hier wirklich Transporte temporär verlagern will. Appelmann: Dass die LKW sonntags fahren ist ja nur das eine. Es müssen zum Beispiel auch die Logistikzentren dann sonntags öffnen. Wurde daran bislang überhaupt gedacht? Engelhardt: Wir hatten gestern Abend oder ich persönlich eine Schalte mit dem Verkehrsministerium und wir hatten vorgeschlagen, ein Kriseninterventionszentrum einzurichten, im Idealfall beim […]

  • Was sich im ausgetrockneten Rheinbett alles findet

    Was sich im ausgetrockneten Rheinbett alles findet

    Niedrigwasser – was für die Schifffahrt und die Tierwelt eine große Belastung ist, ist für andere ein Glücksfall. Denn an den ausgetrockneten Ufern kommen uralte Schätze zum ersten Mal seit Jahrhunderten wieder ans Licht. Christian Ganser wartet auf den richtigen Ton. Wenn der Metalldetektor anschlägt, kommt die Hacke ins Spiel und schließlich zieht er ein Stück Metall aus dem Schlamm, das fast 2000 Jahre lang hier geschlummert hat. Christian Ganser, Sondengänger „Das hier ist jetzt ein typischer gewickelter Netzsenker aus Blei. Das heißt, ein Bleiblech, das gewickelt wurde und dann am Rand eines Fischernetzes befestigt wurde, um das zu beschweren. Und diese Netzsenker, die sind typisch römisch. Also wir haben hier einen Fund, der wahrscheinlich 1.800 bis 2.000 Jahre alt ist.“ Meterweit hat sich der Rhein inzwischen zurückgezogen. Wo er genau sucht, will der erfahrene Sondengänger nicht verraten. Er fürchtet um sein ergiebiges Revier. Christian Ganser, Sondengänger „Der Rhein gilt ja als Lebensader, das ist ja so eine Weisheit, und die Menschen haben hier übergesetzt, die haben hier gehandelt, die haben hier gearbeitet, die haben hier auch gekämpft und genau diese Relikte findet man. Also hier war zum Beispiel auch ein Gefechtsfeld im Dreißigjährigen Krieg, hier haben die Römer übergesetzt, das ist auch bekannt, und die haben allerhand verloren.“ Und genau diese Relikte findet Christian Ganser hier immer wieder. Pfeilspitzen aus der Bronzezeit, Münzen, die römische Soldaten hier verloren haben. Und – ein Highlight in seiner Sammlung – eine Gewandschnalle, eine sogenannte Fibel, aus dem dritten Jahrhundert, gefertigt aus purem Silber. Darauf ist der Name des Besitzers geprägt: Sapricius. Christian Ganser, Sondengänger „Man fragt sich natürlich: Wie wurde die verloren? Die war auch mitten im Rheinbett, also auch in einer Phase, in der es sehr trocken war. Ist der Mantel mit der Fibel ins Wasser gefallen? Ist Sapricius selbst ins Wasser […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Immer weniger Wasser in Rhein und Mosel – Mehr Abschiebungen nach Afghanistan geplant – EZB plant neue Euro-Noten Anmoderation: Im Rahmen einer Kabinettsumbildung hat Bundeskanzler Friedrich Merz heute bekannt gegeben, dass der hessische Politiker Michael Meister sein Amt als Staatsminister für die Bund-Länder-Beziehungen an Philipp Amthor abgeben wird. Nach Medienberichten soll auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder aus Rheinland-Pfalz sein Amt verlieren. Dazu äußerte sich der Bundeskanzler heute aber nicht. Mehr News gibt’s jetzt in unserem Kurznachrichtenblock. Immer weniger Wasser in Rhein und Mosel Die Pegelstände der Flüsse in Rheinland-Pfalz sinken weiter. So liegt etwa der Rheinpegel bei Kaub nur noch bei 55 Zentimetern. Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung geht davon aus, dass der Wasserstand in den kommenden Tagen noch weiter sinken wird. Inzwischen ist auch die Mosel-Schifffahrt vom Niedrigwasser betroffen. Nach Angaben des Geschäftsführers des Trierer Hafens können Frachtschiffe derzeit nicht voll beladen werden. Damit steigen die Kosten für Transporte. Das Niedrigwasser komme in diesem Jahr ungewöhnlich früh – schon im Juli statt wie oft erst im Spätsommer. Mehr Abschiebungen nach Afghanistan geplant Rheinland-Pfalz will von den veränderten Vorgaben für Abschiebungen nach Afghanistan Gebrauch machen. Die kommunalen Ausländerbehörden seien gebeten worden, die vom Bund eröffneten erweiterten Möglichkeiten zur Vorbereitung von Rückführungen umzusetzen, teilt das Innenministerium heute in Mainz mit. Die gesetzliche Ausreisepflicht beschränke sich nicht mehr nur auf Straftäter und Gefährder. Sie gelte nun grundsätzlich für alle Personen aus Afghanistan, die nach Abschluss eines rechtsstaatlichen Verfahrens kein Bleiberecht besäßen und vollziehbar ausreisepflichtig seien. EZB plant neue Euro-Noten Ab sofort können rund 350 Millionen EU-Bürger mitentscheiden, wie die künftigen Euro-Banknoten aussehen sollen. Auf der Internetseite der Europäischen Zentralbank werden dazu mögliche Motivserien veröffentlicht. Wählen können Bürger dabei zwischen den Themen „Flüsse und Vögel“ oder „Europäische Kultur“. Diese hatten sich bereits zuvor in einer Online-Umfrage unter EU-Bürgern durchgesetzt.

  • Absurder Eidechsenzaun

    Absurder Eidechsenzaun

    Ein kleiner grüner Zaun sorgt in Reiskirchen im Landkreis Gießen für einen erstaunlich großen Streit. Rund um einen Zauneidechsen-Schutzzaun stehen inzwischen Metallzäune und sogar Stacheldraht. Alles videoüberwacht. Und wofür das Ganze? Die heiße Spur führt zu einem umstrittenen Straßenbauprojekt. Hohe Türme mit Überwachungskameras, kilometerlanger hoher Stacheldrahtzaun und die Patrouille eines Sicherheitsdienstes – 24 Stunden am Tag. Was nach Gefängnis aussieht, soll hier eigentlich nur eine Sache schützen – diesen unscheinbaren grünen Plastikzaun, der Zauneidechsen davon abhalten soll, auf eine Baustelle zu gelangen. Doch der unscheinbare Zaun wird immer wieder mutwillig zerstört. Die Folge: Eine erhöhte Sicherung. Für den Schutz eines Eidechsenzauns entsteht so ein Konzept, das die Gemeinde nach eigenen Angaben einen unteren sechsstelligen Betrag kostet. Tobias Breidenbach (CDU), Bürgermeister Reiskirchen „Wir sind mittlerweile bei fünf Mal Zaunzerstörung im Zeitraum von ich glaube mittlerweile sechs bis acht Wochen. Es ist erschreckend, dass quasi durch Vandalismus einiger weniger der Steuerzahler hier mit noch mehr Kosten, als er das ohnehin schon tun muss, dann konfrontiert wird.“ Hintergrund ist der Bau einer Umgehungsstraße. Sie soll den Durchgangsverkehr aus dem Ort holen und die Anwohner entlasten. Aber es wird noch kurioser. Tobias Breidenbach (CDU), Bürgermeister Reiskirchen „Wir haben jetzt drei verschiedene Zäune in drei verschiedenen Stufen, einen 24 Stunden sieben Tage die Woche Wachdienst, jetzt eine 24/7 Überwachung über Überwachungstürme für bisher keine gefundene Eidechse an dieser Stelle.“ Ein Zaun für einen Zaun, der einen Eidechsenzaun schützt – an einem Ort, an dem bislang offenbar gar keine Eidechsen gefunden wurden. Und wer denkt, dass es das schon war – Die Geschichte hat noch eine weitere Pointe: Die Umgehungsstraße, um die sich der ganze Streit dreht, wird nach Angaben von Anwohnern und Bürgermeister bereits seit mehr als 50 Jahren diskutiert. Viele bezweifeln inzwischen sogar, dass sie überhaupt noch gebraucht wird. Kirsten Elett, Anwohnerin „In der Zwischenzeit ist so viel […]

  • Bahn untersucht Fischbestände

    Bahn untersucht Fischbestände

    In Frankfurt wird gerade ein milliardenschweres Infrakstrukturprojekt umgesetzt. Die nordmainische S-Bahn soll die Mainmetropole an Hanau anbinden. Die riesige Baustelle wirkt sich auch auf die umgebende Natur aus. Die Deutsche Bahn untersucht deshalb den ökologischen Zustand eines Sees entlang der geplanten Strecke. Ein Motorboot schippert über den großen Weiher im Frankfurter Ostpark. Mit einem Köcher, um Fische für Untersuchungen einzufangen. Das Besondere: Der Köcher kann leicht unter Strom gesetzt werden – Elektrofischen nennt sich das. Klingt etwas martialisch, ist aber eine gängige Methode. Alexander Schmitt, Projektingenieur Deutsche Bahn „Sobald die Fische in Richtung Köcher kommen oder eben andersrum, werden die kurz betäubt. Und können dann mit dem Köcher aufgenommen werden. Diese Betäubung dauert in der Regel wirklich nur wenige Sekunden. Die tragen da keine Beeinträchtigung davon, die verkraften das ziemlich gut.“ Kurz darauf wuseln die Fische im Behälter auch schon wieder umher. Hintergrund des ganzen ist eine geplante Bahnstrecke in der Nähe: Mit der „nordmainischen S-Bahn“ soll die Verbindung zwischen Frankfurt und dem Hanauer Hauptbahnhof in den kommenden Jahren ausgebaut werden. Ein möglicher Knackpunkt: Vom Ostparkweiher 800 Meter entfernt liegt der ehemalige Ostbahnhof. Dort am Danziger Platz wird eine neue S-Bahn-Station gebaut. Damit in den Tiefbau kein Wasser eintritt, muss das Grundwasser abgesenkt werden. Das könnte sich auf den benachbarten Weiher auswirken. Sollte auch hier das Grundwasser sinken, könnte das abgepumpte Wasser von der Baustelle in den Weiher umgeleitet werden. Zuvor muss aber der ökologische Zustand des Gewässers untersucht werden. Alexander Schmitt, Projektingenieur Deutsche Bahn „Eine extrem wichtige Grundlage ist zu wissen: Was für Fische leben hier eigentlich, wie ist die Fischfauna in diesem Weiher aufgebaut? Sind das jetzt Arten, die wirklich hoch angepasst sind hier auf so einen Lebensraum? Oder sind das eher Arten, die überall einfach gut zurecht kommen.“ An diesem Vormittag gehen vor allem Karpfen ins Netz, nichts Ungewöhnliches. […]

  • Kampf gegen die Wasserpest in Wiesbaden

    Kampf gegen die Wasserpest in Wiesbaden

    Was erst mal wie eine Krankheit klingt, ist nichts anderes als eine Wasserpflanze. Und trotzdem heißt sie nicht ohne Grund so. Denn sie kann sich rasant ausbreiten, wie gerade im Schiersteiner Hafen in Wiesbaden. Dort legt sie aktuell sogar den Betrieb lahm. Jetzt reicht es den dort ansässigen Vereinen. Auf den ersten Blick sieht es nicht danach aus – Aber im Schiersteiner Hafen wird gerade im großen Stil gemäht. Nur eben unter Wasser. Denn was hier kiloweise aus dem Hafen geholt wird, wuchert in diesem Jahr so stark wie noch nie zuvor: Die kanadische Wasserpest, auch „Elodea“ genannt. Sie breitet sich so stark aus, dass an einen normalen Hafenbetrieb aktuell nicht zu denken ist. Andreas Kummer, Vorstandsmitglied Yachtclub Wiesbaden „So ein Segelboot hat ja ein sogenanntes Schwert unter seinem Kiel, was das Ganze stabilisiert. Jetzt stellt man sich vor, es ist richtig Wind und man möchte losfahren, die Segel sind gesetzt. Dann halten die Pflanzen einen richtig fest, also man kommt da gar nicht mehr durch. Und auf der anderen Seite, beim Motorboot, ist das Problem, da legt sich das Ganze um den Propeller drum. Dann hängt man auch fest, der kann sich nicht mehr drehen, obwohl da ein starker Motor drin ist.“ Zunächst mäht ein Boot die Pflanzen unter Wasser. Anschließend sammelt ein zweites die abgeschnittenen Reste ein. Schubkarre um Schubkarre der fadenartigen und vor allem stabilen Triebe landen im Müll. Dass die Pflanze sich so stark ausbreitet, hat mehrere Gründe. Andreas Kummer, Vorstandsmitglied Yachtclub Wiesbaden „Der Nährstoff-Eintrag aus dem sogenannten Lindenbach, das ist quasi hier der Bach, der bei uns in der Nähe zufließt. Der ist sehr stark, da wird einfach in dem Zulauf von ihm sehr stark gedüngt, da sind viele Nährstoffe mit drin. Das sorgt einfach dafür, dass die Pflanzen wachsen. Das ist das eine Thema. […]

  • Streit über den Abschuss von Wölfen

    Streit über den Abschuss von Wölfen

    150 Jahre lang galt der Wolf in Deutschland als ausgerottet. Erst vor gut 25 Jahren kehrten die ersten Rudel zurück. Für Naturschützer ein Erfolg, für viele Landwirte ein richtiges Problem: Denn Wolfsrudel reißen immer wieder Weidetiere. Jetzt hat Hessen reagiert. Im Lahn-Dill-Kreis sollten vier Jungwölfe geschossen werden. Umweltverbände liefen Sturm – und stoppten den Abschuss per Eilantrag. Landwirt Bernd Weyel kümmert sich leidenschaftlich um seine Tiere. Drei seiner Schafe hat er mit der Hand aufgezogen. Im März dann der Schock: Ein Wolfsrudel reißt vier Schafe und ein Kalb. Bernd Weyel, Landwirt aus Driedorf „Von den vier Schafen war eins völlig aufgefressen, das war eigentlich nur noch Skelett. Und die anderen waren entsprechend weniger von gefressen. Aber man konnte schon erkennen das war weit mehr als ein Tier in jedem Fall.“ Untersuchungen zeigen: Ein ganzes Rudel hat Weyels Tiere angegriffen – eines von drei Wolfsrudeln in Hessen. Immer wieder klagen Landwirte über die steigende Wolfspopulation. Ende Juni zog das Land Konsequenzen und stellte einen „Wolfsmanagementplan“ vor. Demnach dürfen künftig bis zu 40 Prozent der Jungwölfe geschossen werden. Tot aufgefundene Tiere – wie zuletzt zwei im Lahn-Dill-Kreis – werden auf die Abschussquote angerechnet. Dadurch könnten auch weniger Tiere erlegt werden. Sogenannte Problemwölfe, die Weidetiere reißen, können noch obendrauf kommen. Konkret heißt das für den Lahn-Dill-Kreis: Zu den zwei bereits tot aufgefundenen Jungwölfen sollen zwei weitere geschossen werden. Doch Naturschützer stoppten die Jagd nun durch einen Eilantrag am Verwaltungsgericht Kassel – aus Sorge, dass zu viele Abschüsse die Art gefährden. Thomas Norgall, BUND Hessen „Der hessische Umweltminister hat eigentlich einen Bekämpfungsplan vorgelegt und Nichts, um nur den Konflikt zwischen Wölfen und Weidetieren zu regeln. Er zielt darauf hab die Wölfe in Hessen stark zu dezimieren und wir haben schon ganz wenig Wölfe, da sind sie schnell ausgerottet.“ Laut Hessen-Forst leben aktuell 15 Wölfe in Hessen. Das Landwirtschaftsministerium hält trotz der […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Landesregierung will die hessischen Klimaziele lockern – Eigenanteile für Pflegeheimplätze steigen auf Rekordwerte – Hessischer Staatsgerichtshof stoppt Volksbegehren zur Verkehrswende Anmoderation: Zu den Nachrichten: In Rennerod im Westerwald hat es in der vergangenen Nacht eine heftige Explosion gegeben. Ein Wohnhaus wurde komplett zerstört. Die Rettungskräfte konnten den 39-jährigen Bewohner des Hauses schwerverletzt aus den Trümmern bergen. Auch zwei benachbarte Häuser wurden beschädigt. Die Ursache der Explosion ist noch nicht geklärt. Und damit zu weiteren Nachrichten von heute. Die Kurzzusammenfassung. Landesregierung will die hessischen Klimaziele lockern Die schwarz-rote Landesregierung in Hessen will das Klimagesetz ändern. Sie plant, das Ziel der Klima-Neutralität bis 2045 in eine unverbindliche „Soll“-Regelung umzuwandeln. Bei Sonderfällen sollen künftig Ausnahmen möglich sein. Scharfe Kritik an diesen Plänen kommt unter anderem von den Grünen und vom hessischen Städtetag. Die Wirtschaftsverbände des Landes begrüßen die Pläne hingegen. Nach der Sommerpause wird der Landtag über die künftigen Klimaziele debattieren. Eigenanteile für Pflegeheimplätze steigen auf Rekordwerte Ein neuer Ländervergleich des Ersatzkassen-Verbandes zeigt, dass die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige massiv angestiegen ist. Im ersten Heimjahr liegt der monatliche Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim in Rheinland-Pfalz inzwischen bei knapp 3.300 Euro. In Hessen ist es mit über 3.400 Euro noch teurer. Hauptgrund dafür sollen die gestiegenen Personalkosten sein. Der Kassenverband fordert eine Pflegereform und mehr staatliche Unterstützung. Staatsgerichtshof stoppt Volksbegehren zur Verkehrswende Das Volksbegehren „Verkehrswende in Hessen“ ist endgültig gescheitert. Der Hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden hat die Beschwerde der Initiative heute abgewiesen. Die Richter bestätigten damit eine Entscheidung, die im Jahr 2022 die damalige schwarz-grüne Landesregierung getroffen hatte. Sie habe zu Recht festgestellt, dass das von der Initiative geforderte Verkehrswende-Gesetz verfassungswidrig sei. Der Gesetzentwurf, der einen massiven Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege vorsah, sei zu unbestimmt formuliert gewesen und habe die Kompetenzen des Landes überschritten. Abmoderation: Und noch ein Meldung vom Rhein: Der niedrige Wasserstand macht der Schifffahrt […]

  • Die neue rheinland-pfälzischen Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider (CDU)

    Die neue rheinland-pfälzischen Landwirtschafts- und Umweltministerin Christine Schneider (CDU)

    Christine Schneider ist die neue Ministerin für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten. Mit Erfahrung, neuen Ideen und vielen Themen im Gepäck will sie dem Ministerium ihren Stempel aufdrücken. Fast 30 Jahre Landespolitik, sieben Jahre Europa-Parlament – jetzt ist Christine Schneider zurück in Rheinland-Pfalz. Die Entscheidung, das Amt der Landwirtschafts- und Umweltministerin anzunehmen, fiel ihr nicht leicht. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit sagt sie dann aber zu. Christine Schneider (CDU), Landwirtschafts- und Umweltministerin RLP „Es ist so, dass ich mir das erstmal gründlich überlegt habe. Zum einen, weil mir das Mandat in Europa ziemlich viel Freude bereitet hat und weil man da auch sehr viel für Landwirtschaft, Weinbau und für den Naturschutz erreichen kann. Und dann habe ich gedacht, es ist glaube ich Zeit wieder nach Hause zu kommen.“ Zuhause ist Christine Schneider in der Südpfalz, wo sie mit ihrer Familie lebt. Bevor sie in die Politik geht, lernt sie den Beruf der Tischlerin. Ihre politische Laufbahn beginnt als Stadträtin in Edenkoben. 1996 zieht die heute 54-Jährige für die CDU in den rheinland-pfälzischen Landtag ein. Fast 25 Jahre lang gestaltet sie dort die Landespolitik mit, unter anderem als Vorsitzende der Ausschüsse für Landwirtschaft und Weinbau und als stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU. 2019 wechselt Christine Schneider nach Brüssel und sitzt bis zu ihrem Wechsel ins Ministeramt im Europäischen Parlament. Ihre Nähe zu Weinbau und Landwirtschaft kommt nicht von ungefähr: Ihr Großvater, selbst Winzer, Metzger und Gastronom, prägt früh ihre Verbundenheit mit diesen Themen. Christine Schneider (CDU), Landwirtschafts- und Umweltministerin RLP „Und hab von ihm früh gelernt, was es bedeuten landwirtschaftliche Fläche zu pflegen. Und das nur funktioniert, wenn man das gemeinsam im Spiel mit der Natur betreibt. Und ich glaube da kam die Leidenschaft und wurde dann sicherlich noch verstärkt in der Zeit als Weinhoheit.“ Für Christine Schneider ist es ein Glücksfall, ihr […]

  • Landwirtschafts- und Umweltministerin Schneider äußert sich zu Landesjagdgesetz und Waldbränden

    Landwirtschafts- und Umweltministerin Schneider äußert sich zu Landesjagdgesetz und Waldbränden

    Christine Schneider zu Gast im Studio. Markus Appelmann, Moderator: Und jetzt ist sie bei uns, die neue Landwirtschafts- und Umweltministerin von Rheinland Pfalz, Christine Schneider. Christine Schneider (CDU), Umwelt- und Landwirtschaftsministerin RLP: Ich grüße Sie. Appelmann: Hallo Frau Schneider. Sie waren schon im Sondierungsteam nach der Wahl. Sie waren dann direkt bei den Koalitionsverhandlungen dabei. Haben Sie sich da ein Ministerium getischlert, was sozusagen ganz zu Ihren politischen Schwerpunkten passt? Schneider: Nein, das war nicht mein Ziel in den Koalitionsverhandlungen. Aber natürlich ist das Ministerium jetzt … sind meine Schwerpunktsetzung und das hat mir sicherlich die Entscheidung auch etwas leichter gemacht, zu sagen, ich komme von Brüssel zurück nach Hause. Appelmann: Sind Sie jetzt schon angekommen zu Hause? Schneider: Ja, definitiv. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich den letzten Winkel des Ministeriums kenne. Wir sind immer noch in den Runden, in den Abteilungen, wo wir versuchen, ein Gefühl für die Themen zu bekommen, für die Herausforderungen der nächsten fünf Jahre. Aber zurück auf jeden Fall in der Heimat und es fühlt sich gut an! Appelmann: Sie haben gerade eben gesagt, ein Gefühl für die Themen zu bekommen. Jetzt ist ein großes Thema für die Landwirte und Winzer das Thema Bürokratie, was ja ganz viel auch im fernen Brüssel auf europäischer Ebene spielt. Sie waren Mitglied des Europäischen Parlaments. Werden Sie gegen diese Regulierungswut vorgehen? Schneider: Ich möchte, glaube ich, ein Bild ein Stück weit klarstellen Wir sind hervorragend darin, in Deutschland europäische Regelungen falsch zu interpretieren oder Dinge reinzuinterpretieren, die gar nicht drinstehen. Und ich habe mir zum Ziel gesetzt, genau hinzuschauen Was hat denn das Europäische Parlament, was hat die Kommission, der Rat verabschiedet und dann zu schauen, wie wir in die Umsetzung gehen. Und ich glaube, dass wir da in der Vergangenheit das berühmte Goldplating auf allen […]

  • Dürre im Wald: Förster erproben Wasserrückhaltung im nordpfälzischen Meckenbach

    Dürre im Wald: Förster erproben Wasserrückhaltung im nordpfälzischen Meckenbach

    Die Hitze hat Folgen. Dürre und ausgetrocknete Böden zum Beispiel. Wasser hat da selbst bei Starkregen wenig Chancen, aufgenommen zu werden. Wie das Wasser in der Landschaft gehalten werden kann, wird auch in Rheinland-Pfalz immer wichtiger. Im Nordpfälzer Bergland setzt ein Projekt deshalb auf ganz praktische Maßnahmen im Wald – unterstützt von Wissenschaft, Forst und vielen Freiwilligen. Wasser aufnehmen, bevor es zum Problem wird – genau darum geht es hier im Wald bei Meckenbach. Wo Regen bisher den Hang runterlief und nicht nur einmal das Dorf überschwemmte, soll die Landschaft bald mehr Wasser aufnehmen und Geröllmassen zurückhalten. Mehr als 100 Freiwillige engagieren sich von Juni bis Oktober an verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz für sogenannte Wasserrückhalte-Projekte. Wälder funktionieren wie natürliche Speicher – sie bremsen Wasser, halten Feuchtigkeit länger im Boden und können helfen, Folgen von Starkregen und Trockenperioden abzumildern. Michael Schlarb (parteilos), Ortsbürgermeister Meckenbach „Wenn hier eine Gewitterzelle irgendwo anrückt, dann löst das natürlich schon Ängste aus. Denn die Bevölkerung hat natürlich ja mehrfach erlebt, was das Wasser hier anrichten kann und von daher ist da schon eine gewisse Angst da und die Leute treffen natürlich auch Vorsorge. Jeder hat irgendwo hier am Hang Sandsäcke liegen.“ In Meckenbach soll eine mit Holzkästen aus Eichenstämmen, Erosionsschutz und Wiederbewaldung mehr Wasser in der Fläche gehalten werden und der unterhalb liegende Ort  besser vor Schlamm und Hangrutschen geschützt werden. Getragen wird das Projekt von Landesforsten Rheinland-Pfalz, dem Bergwaldprojekt und jeder Menge ehrenamtlicher Helfer, die für die Projekte ihren Urlaub opfern. Bernd Junge, freiwilliger Helfer „Ich brauche das einfach als Abwechselung. Ich war früher Handwerker und mir fehlt dieses körperliche Kaputtsein abends, am Abend zu sehen, was man geschafft hat, das tue ich leider am Schreibtisch nicht, das sind immer nur Konzepte. Und hier ist es das schöne Gefühl, wenn man dann heim geht: Man […]

  • Alles kahl gefressen - Nutria-Plage bei Landwirt in der Westpfalz

    Alles kahl gefressen – Nutria-Plage bei Landwirt in der Westpfalz

    Zwei Dinge haben Waschbär, Nilgans und Nutria gemeinsam: Alle sind hierzulande immer häufiger zu sehen – doch sie gehören hier eigentlich nicht hin. Alle wurden irgendwann mal durch Menschenhand eingeschleppt. Als sogenannte ‚invasive Arten‘. Wegen der hohen Zahl der Nutrias sorgen sich Landwirte nun um ihre Erträge – zumindest, wenn es mit den Nagetieren vor Ort so weitergeht. Dieses niedliche Nagetier sieht harmlos aus, ist aber ein echter Futterdieb. Denn Nutrias fressen genau das, was Landwirt Tobias Zimmer im pfälzischen Matzenbach eigentlich für seine Milchkühe anbaut. Was für den Laien wie Wiese aussieht, heißt in der Landwirtschaft „Grünland“ und dient seinen Tieren als nährstoffreiches Hochleistungsfutter. Das Problem: Auch die Nutrias lieben es. Und weil es ihnen so gut schmeckt, erwirtschaftet Tobias Zimmer aktuell einen Hektar Grünland weniger pro Jahr. Tobias Zimmer, Landwirt in Matzenbach „Dadurch, dass es ein Vegetarier ist und sich halt auch von meinen Gras ernährt, ist halt für die Mädels, die hier stehen… könnte irgendwann das Futter knapp werden. (…). Wenn die sich halt aber in dem Tempo weitervermehren, wie sie sich jetzt in den letzten zehn Jahren etabliert haben, dann ist es irgendwann nicht ein Hektar, dann sind’s halt irgendwann 20 Hektar und dann sind das schon große finanzielle Schäden, die dann auf uns zukommen.“ Nutrias haben in Deutschland kaum natürliche Fressfeinde. Weil sie sich zusätzlich rasant vermehren, könnten sie in Deutschland bald zur Plage werden. Tobias Zimmer, Landwirt in Matzenbach „Wenn nichts unternommen wird und die sich weiter so vermehren, dann sehen wir irgendwann nicht mehr 20 bis 30 bei schönem Wetter auf der Wiese liegen, sondern 200 bis 300 und wo die sich dann tummeln, da wächst halt gar nichts mehr. Wenn dann halt irgendwann die Dimension sich so weiterentwickelt, oder die Population, dann werden die Schäden halt auch größer.“ Ab dem 1. April […]

  • Neue Jungfalken an der Greifenwarte Edersee

    Neue Jungfalken an der Greifenwarte Edersee

    Im Wildpark am Edersee wird Freiflug und Beutefang geübt. Denn die Greifenwarte hat Nachwuchs: Zwei junge Luggerfalken sind hier frisch angekommen. Shadow und Light – sie sind die neuen Stars der Greifvogelstation am Edersee. Oder sollen es zumindest noch werden. Gerade einmal 14 Wochen sind sie alt und schon ausgewachsen. In freier Wildbahn müssten sie längst selbst jagen, hier in der Greifvogelstation ist das anders. Jana Zulauf – Falknerin „Wir ziehen die per Hand groß. Das bedeutet die kriegen das Futter über die Pinzette jedes Mal in direktem Kontakt von uns Falknern.“ Und dieser direkte Kontakt ist wichtig: So bauen die Wildvögel Vertrauen auf, denn für sie ist das Falkner Ehepaar Jana und André Elternersatz. Und wie es sich für Kleinkinder gehört, machen Shadow und Light ordentlich Lärm. Jana Zulauf – Falknerin „Das ist der Kontaktlaut. Das kann man übersetzen, wie bei einem Kleinkind, was sagt: Mama, Papa, Mama, Papa. Per Hand großgezogen. Das lässt aber nach, je älter die werden.“ Mama und Papa sind aber nicht nur für die Fütterung zuständig. Sie wollen Shadow und Light auch trainieren, damit die zwei Falken am Flugprogramm des Wildparks teilnehmen können. Doch bevor trainiert wird, muss Jana die Jungfalken wiegen. So kontrolliert sie, ob die Vögel gesund sind. 740 Gramm – das passt. Jetzt dürfen Shadow und Light in den Freiflug starten. Jana Zulauf – Falknerin „Top. Fantastischer Start.“ Dann schnell hinterher: Bis zu 120 km/h schnell können Luggerfalken fliegen. Jana trainiert unterschiedliche Kommandos: Futter im freien Flug fangen, möglichst lange fliegen und landen auf dem Handschuh. Futter dient dabei als Anreiz und Belohnung. Die Falknerin ist zufrieden. Jana Zulauf – Falknerin „Weil die Vögel sich trotz der Wärme sehr viel bewegt haben. Beide, obwohl sie Jungvögel sind, sehr gut in der Luft gefangen haben, das ist ja etwas, was sie noch […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Gegen Kürzungen bei Bildung — Pirmasens verklagt Land — Weitere Japankäfer entdeckt Anmoderation: Der Zoll hat in Staudt im Westerwald-Kreis eine illegale Zigaretten-Fabrik ausgehoben. Auf einem ehemaligen Industriegelände seien eine Produktionsanlage und mehr als 16 Tonnen Tabak beschlagnahmt worden. In weiteren Objekten in Nordrhein-Westfalen und Hessen seien fast 20 Millionen unversteuerte Zigaretten gefunden worden. Vier Tatverdächtige mit rumänischer und moldawischer Staatsangehörigkeit befinden sich in Untersuchungshaft. Die in der Fabrik eingesetzten Arbeiter waren offenbar über einen längeren Zeitraum unter fragwürdigen Lebensbedingungen eingeschlossen, um in der Nachbarschaft keine Aufmerksamkeit zu erregen. Und damit kommen wir jetzt zu weiteren kurzen Nachrichten von heute. Gegen Kürzungen bei Bildung Wie hier in Wiesbaden gab es heute in mehreren hessischen Städten Proteste gegen die Sparmaßnahmen der Landesregierung im Bildungsbereich. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft hatte zu dem Aktionstag unter dem Motto „Mehr Geld für Bildung“ aufgerufen. Sie fordert unter anderem, die Stellenstreichungen an Brennpunktschulen und für die individuelle Förderung an Integrierten Gesamtschulen zurückzunehmen. Zudem müsse mehr in Bildung investiert werden. Das Kultusministerium betont, dass der Bildungsetat in diesem Jahr erstmals auf 6,2 Milliarden Euro gestiegen sei. Pirmasens verklagt Land Stellvertretend für alle Städte in Rheinland-Pfalz hat Pirmasens Klage vor dem Verwaltungsgericht Neustadt eingereicht. Sie richtet sich gegen den Finanzausgleich 2025. Die Kommunen häuften immer mehr Schulden an. Einmalige Zahlungen vom Land würden die Probleme nicht lösen. Notwendig sei eine grundlegende Reform des Finanzausgleichs. Das Land müsse die Städte finanziell so ausstatten, dass sie ihre Kosten decken könnten. Weitere Japankäfer entdeckt Nachdem In Südhessen erneut mehrere Exemplare der invasiven Art nachgewiesen wurden, hofft das zuständige Regierungspräsidium Gießen auf die Mithilfe der Bürger. Es sei sehr wichtig, die weitere Ausbreitung des Japankäfers zu verhindern. Die Käfer könnten enorme Schäden anrichten, weil sie die Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzenarten fressen. Die Behörde bittet darum, Funde […]