Wirtschaft

  • Immobilienbranche in der Krise

    Immobilienbranche in der Krise

    Die Krise im Wohnungsbau spitzt sich immer weiter zu. Statt der von der Bundesregierung anvisierten 400.000 neuen Wohnungen im Jahr wird einer aktuellen Studie zufolge in diesem Jahr wohl weniger als die Hälfte auch wirklich gebaut – Tendenz weiter stark sinkend. In der Folge drohen nun sogar Massenentlassungen am Bau. Woran das liegt und wie sich der Negativtrend vielleicht noch aufhalten lässt – darum ging es bei einem Treffen von Baubranche und Politik in Bad Vilbel. Die Baubranche steckt in der tiefsten Krise seit Jahrzehnten. Allein im Februar ist die Zahl der Bauanträge noch einmal um satte 20 Prozent gegenüber dem Vormonat eingebrochen: Die Branche befindet sich im freien Fall. Dabei würde etwa die Vonovia, mit einem Bestand von rund 620.000 Wohnungen der Platzhirsch am deutschen Wohnungsmarkt, eigentlich gerne bauen, bauen und nochmals bauen: Doch das sei in Deutschland gerade ausgesprochen schwierig. Daniel Riedl, Vorstandsmitglied Vonovia „Wir brauchen günstigere Grundstückspreise. Wir brauchen niedrigere Baukosten. Wir brauchen Förderbedingungen, die tatsächlich stabil sind. Entweder die Zinsen für Investoren attraktiver machen oder Eigentum entsprechend fördern. Diese Rahmenbedingungen bräuchte es, damit wir tatsächlich mehr bauen können.“ Aus Sicht der Bauwirtschaft ist die Sache klar: Die Krise ist hausgemacht – und die Schuldigen sitzen in Berlin. Und so entwickelt sich Daniel Föst ganz nach dem Motto „Mitgehangen, mitgefangen“ zum Buhmann der Diskussionsrunde: Als baupolitscher Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion muss er für die Fehler der Ampelregierung den Kopf hinhalten – schiebt den schwarzen Peter aber lieber weiter. Daniel Föst (FDP`), Baupolitischer Sprecher Bundestagsfraktion „Ich will mich da jetzt nicht rausreden, aber der Bund redet mit beim Bauen, die Länder reden mit beim Bauen, die Kommune genehmigt das Bauen. Es müssen sich alle drei Ebenen des Staates am Riemen reißen. Wir versuchen auf Bundesebene möglich zu machen, was möglich ist.“ Sehr konkret wird er dabei allerdings nicht – […]

  • Busfahrer demonstrieren für mehr Gehalt

    Busfahrer demonstrieren für mehr Gehalt

    Außerdem ging es im Plenum heute noch um die Streiks im privaten Busgewerbe, die aktuell seit Montag in Rheinland-Pfalz wieder in vollem Gange sind. Die größte Oppositionspartei, die CDU, gibt der rheinland-pfälzischen Landesregierung die Schuld an immer neuen Streiks. Und auch die Busfahrer sind enttäuscht von der Regierung. Das wurde heute bei einer Demonstration vor dem Landtag deutlich.  „Auf Wiedersehen! Auf Wiedersehen!“ Die Vertreter der Ampelfraktionen – sie haben einen schweren Stand heute auf dem Mainzer Deutschhausplatz. Auch Sakar Kaya Askin ist gekommen. Seit 26 Jahren ist er Busfahrer. Jetzt denkt der 53-Jährige darüber nach, seinen Job zu wechseln. Sakar Kaya Askin, Busfahrer aus Speyer: „Alle, die ihre Rechte suchen bei anderen Branchen bekommen es. Nur wir Busfahrer, die für die Gesellschaft da sind, werden irgendwie ignoriert.“ Die Busfahrer wollen, dass ihre Löhne an die Inflation angepasst werden. Die Arbeitgeber argumentieren, dazu müsse ihnen das Land die Preissteigerungen beim Personal ausgleichen. In Hessen beispielsweise geschehe das bereits, sagt ver.di Verhandlungsführer Marko Bärschneider. Auch die hiesige Landesregierung habe eine solche Ausgleichszahlung, den sogenannten Rheinland-Pfalz Index, bereits 2020 zugesagt. Passiert sei noch nichts. Marko Bärschneider, Verhandlungsführer ver.di: „Bis heute ist dieser Index eben nicht da und deswegen können wir es nur außerordentlich begrüßen, dass dieses Thema jetzt auch nochmal im Landtag etwas Dynamik mit sich bringt.“ Die CDU hat das Thema heute in den Landtag eingebracht. Die Debatte wird live auf den Vorplatz übertragen. Im Anschluss stellen sich die Fraktionsvorsitzenden den Busfahrern. Philipp Fernis, FDP, Fraktionsvorsitzender Landtag Rheinland-Pfalz: „Das war heute heftig, das war deutlich und das gehört zur Demokratie dazu. Die Vertreter der Regierungsparteien verweisen immer wieder auf die Tarifautonomie. Das Land könne nicht für bessere Löhne sorgen, weil es nicht Arbeitgeber sei. Das will die CDU nicht so stehen lassen. Markus Wolf, CDU, Abgeordneter Landtag Rheinland-Pfalz: „In den vergangenen Jahren […]

  • Ministerpräsident Rhein besucht K+S

    Ministerpräsident Rhein besucht K+S

    Die K+S AG aus Kassel ist einer der weltweit größten Hersteller für Kalidünger und ein wichtiger Arbeitgeber in Nordhessen. Doch das Bergbauunternehmen steht bereits seit geraumer Zeit in der Kritik, weil bei der Aufbereitung Salzlösungen in großen Mengen in die Umwelt gelangen. Um ihren Einfluss auf die Umwelt zu verändern, nimmt das Unternehmen jetzt viel Geld in die Hand. Unter Hessen und Thüringen liegt eines der größten Kali-Abbaugebiete der Welt. 20 Millionen Tonnen Rohsalz verlassen hier jedes Jahr den Boden. Dafür arbeiten alleine hier am Standort Werra rund 4.700 Menschen, davon 300 Auszubildende. Ihre Arbeit soll in Zukunft vor allem klimafreundlicher werden. Burkhard Lohr, Vorstandsvorsitzender K+S AG „Wir haben uns vorgenommen diesen Standort, der fast 150 Jahre alt ist, noch einmal komplett neu zu erfinden. Wir werden unseren CO2-Fußabdruck halbieren, wir werden die Prozesswässer, die in der Vergangenheit immer ein großes Problem waren, mehr als halbieren und damit dieses Problem wirklich endgültig handelbar gemacht haben. Wir werden die Laufzeit um zehn Jahre verlängern und an diesem Standort 10 Millionen Tonnen Produkt produzieren, mit allen positiven Effekten auch für die anliegenden Gemeinden.“ 600 Millionen Euro investiert das Unternehmen dafür in den Standort, an dem sich heute auch Ministerpräsident Boris Rhein ein Bild von den Plänen von K+S machen konnte. Mit dem Geld soll die Aufbereitung des Rohsalzes so umgebaut werden, dass kein belastetes Wasser mehr anfällt. Außerdem sollen feste Rückstände künftig zurück in die Schächte transportiert werden, um einen weiteren Anwuchs der Halden zu vermeiden, die im Umfeld der Förderanlagen die Landschaft prägen. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Aus meiner Sicht ist das ein wichtiges Zukunftsprojekt, weil es A: das Unternehmen sichert für lange Jahre, B: natürlich auch die Arbeitsplätze sichert und damit natürlich auch die Wirtschaftskraft für lange Jahre sichert und ich sehe selbstverständlich auch das Land Hessen in der […]

  • Tarifverhandlungen in der Chemieindustrie beginnen

    Tarifverhandlungen in der Chemieindustrie beginnen

    In Rheinland-Pfalz haben heute die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie begonnen. Bis Ende April verhandeln die Gewerkschaften in den einzelnen Bundesländern regional mit den Arbeitgebern. Der Auftakt in Rheinland-Pfalz heute ist ein wichtiger Stimmungsmesser für alle Beteiligten. Lockere Atmosphäre, ein Handshake zum Start der Tarifverhandlungen heute im pfälzischen Frankenthal. Beide Parteien sprechen im Anschluss von fairen Gesprächen, die allerdings ergebnislos bleiben. Die IG BCE, also die Interessengemeinschaft Bergbau, Chemie, Energie, fordert für die über 75.000 Beschäftigten in der chemisch-pharmazeutischen Industrie im Land unter anderem 7% mehr Geld. Roland Strasser, Landesbezirksleiter IG BCE Rheinland-Pfalz / Saarland „Die Arbeitgeber haben auch nochmal angezweifelt, ob es wirklich Reallohnverluste bei den Beschäftigten gibt. Das halte ich schon für starken Tobak. Da braucht keiner irgendwie ein Wirtschaftsökonom zu sein, sondern man muss sich einfach nur am Ende des Monats seinen Kontoauszug anschauen und wird sehen, dass man doch deutlich weniger hat als in den Jahren zuvor. Also von daher, glaube ich, ist dieses Argument von den Arbeitgebern ganz an den Haaren herbeigezogen.“ Die Arbeitgeber sprechen von Krisenstimmung. Hohe Energiepreise und eine sinkende Auftragslage führten bei den Unternehmen zu einer angespannte Wirtschaftslage, sagt Arbeitgebervertreter Hendrik Müller. 7% mehr Lohn seien daher völlig überzogen. Hendrik Müller, Verhandlungsführer Chemieverbände  Rheinland-Pfalz „Die Branche Chemie als solches schätzt natürlich ihre Mitarbeiter und wir müssen auch ganz klar sagen, dass das Lohnniveau in der Chemie bereits das höchste in Deutschland ist. Wir liegen mit einem Durchschnittstarif, Lohn- und Gehaltsniveau von 70.000€ weit über dem Bundesdurchschnitt anderer Branchen und daher sehe ich durchaus weiter die Stellen in der Chemie als attraktiv an. Unabhängig davon, welcher Abschluss in diesem Jahr zustande kommt.“ Doch eine Nullrunde wird die IG BCE nicht hinnehmen. Die jüngsten Erfolge anderer Gewerkschaften wie der GDL und ver.di erhöhen zusätzlich den Druck, für die eigenen Mitglieder, eine kräftige […]

  • Bürokratieserie: Zahntechniker und die Dokumentationspflicht

    Bürokratieserie: Zahntechniker und die Dokumentationspflicht

    Die liebe Bürokratie: Kaum jemand, der in Deutschland nicht darüber klagt. Was im Privaten oft nur nervt, kostet Unternehmen richtig viel Geld. In unserer Serie „Bürokratie-Irrsinn“ gibt uns heute der Chef eines Dentallabors in Bingen unglaubliche Einblicke hinter die Kulissen. Statt Bürokratie-Abbau heißt es bei ihm Kisten-Aufbau. Kisten über Kisten stapeln sich auf dem Dachboden der Firma Bösing Dental. Darin enthalten: jede Menge Papierkram. Wenn Christoph Bösing hier oben alte Rechnungen sucht, dauert es. Zwar sind alle Kisten fein säuberlich beschriftet, die Menge an Unterlagen macht es aber schier unmöglich, hier etwas mal eben auf die Schnelle zu finden. Christoph Bösing, Inhaber Bösing Dental „In den Kisten sind praktisch einmal jede Rechnung, die wir für unsere Kunden geschrieben haben mit allem, was dazu gehört, also mit dem Auftragszettel, mit dem Materialnachweis, mit dem Lieferschein und welcher Techniker oder welche Techniker die Arbeit ausgeführt haben.“ Dazu kommen die gängigen Unterlagen für die Buchhaltung. Ganze zehn Jahre muss der Inhaber des Dentallabors die Papiere aufheben. Und das, obwohl längst alles auch in digitaler Form existiert. Jetzt muss er noch mehr Platz schaffen. Denn vor ein paar Jahren hat die Europäische Union infolge eines Medizinskandals, bei dem Brustimplantate mit Industriesilikon statt medizinischem Kunststoff gefüllt worden waren, eine neue Verordnung erlassen – die Medical Device Regulation. Demnach müssen alle Hersteller von Medizinprodukten jeden Bestandteil exakt dokumentieren. Das bedeutet: noch mehr Arbeitsaufwand, noch mehr Papier, noch mehr Kisten. Christoph Bösing, Inhaber Bösing Dental „Das Material, das wir verwenden, hat ja eine Zulassung für den Medizinmarkt, also für die Dentalprodukte. Und jetzt muss ich aber von jedem Pulver, von jedem Zahn, jede Chargennummer muss ich bei dem Patient dokumentieren.“ Das Argument, dass diese Vorgabe unerlässlich für den Gesundheitsschutz sei, lässt Bösing für seine Produkte nicht gelten. Zahnprothesen, Implantate, Schienen – ein Gesundheitsrisiko gebe es bei den […]

  • 25 Jahre Ryanair am Flughafen Hahn

    25 Jahre Ryanair am Flughafen Hahn

    Ob London, Marrakesch oder Mallorca, wer in Rheinland-Pfalz für wenig Geld in den Urlaub fliegen will, kommt am Hunsrück-Flughafen Hahn kaum vorbei. Untrennbar damit verbunden ist der Name einer Fluggesellschaft: Ryanair. Seit 25 Jahren starten und landen hier täglich mehrere Maschinen des irischen Billigfluganbieters. Eine Partnerschaft, verbunden mit vielen Vorteilen, aber auch einigen Abhängigkeiten. Wo auch immer man am Flughafen Hahn hinblickt – überall springt einem dieses Logo ins Auge. Ryanair ist einer der wichtigsten Kunden des Flughafens und lockt jedes Jahr Hunderttausende Passagiere ins Terminal. Seit 25 Jahren arbeiten Flughafen und Airline zusammen, das feiern die Verantwortlichen heute. Rüdiger Franke, TRIWO Standortleitung Hahn „Grundsätzlich ist das Modell Ryanair für einen Regionalflughafen deutlich geeigneter als für einen Großflughafen. Wir haben kurze Wege, wir haben günstige Preise, wir haben günstiges Parken.“ Dara Brady, Marketingchef Ryanair „Ich denke, dass das Engagement, fair zu bleiben und die Gebühren so niedrig wie möglich zu halten, Fluggesellschaften wie Ryanair dazu bewegt, hierher zu kommen.“ Es ist ein neues Kapitel in der deutschen Luftfahrtgeschichte, als hier im April 1999 die erste Ryanair-Maschine nach London abhebt. Für nur 99 Mark innerhalb kürzester Zeit in die britische Hauptstadt – ein absolutes Novum. Im Laufe der Jahre steuert die Airline vom Hahn aus mehr und mehr Ziele an, macht sich einen Namen als Schnäppchenflieger. Serviceleistungen wie Getränke, Sitzplatzreservierungen und Aufgabegepäck kosten extra. Und auch das Personal bekommt die Sparpolitik zu spüren. Die Airline übe enormen Druck auf die Mitarbeiter aus, berichten die Gewerkschaften immer wieder – von einer Angstkultur unter den Beschäftigten ist die Rede. Seit Jahren kämpft ver.di deshalb für eine Arbeitnehmervertretung innerhalb des Unternehmens. Marko Bärschneider, ver.di Rheinland-Pfalz „Wir müssen hier natürlich ganz deutlich kritisieren, dass Ryanair nach wie vor die Bildung von Betriebsräten versucht zu verhindern, indem sie argumentieren, sie hätten keine Standorte in Deutschland. Und […]

  • Neue Investoren für Galeria Karstadt Kaufhof

    Neue Investoren für Galeria Karstadt Kaufhof

    Es scheint ein Lichtblick bei Galeria Karstadt Kaufhof zu sein. Ein neuer Investor übernimmt die insolvente Warenhauskette. Was das nun für die Filialen in Hessen und Rheinland-Pfalz bedeuten könnte? Wir haben nachgehakt. Anfang des Jahres war Galeria Karstadt Kaufhof in die dritte Insolvenz geschlittert. Nun gibt es endlich gute Nachrichten. Ein Konsortium rund um den Mannheimer Unternehmer Bernd Beetz und den US-amerikanischen Immobilientycoon Richard Baker will die Warenhauskette übernehmen. Heute wurde der Käufer der Öffentlichkeit vorgestellt. Bernd Beetz, Käufer Galeria Karstadt Kaufhof „Ich glaube einfach, dass es sich wirklich lohnt für das deutsche Warenhaus sich ins Zeug zu legen. Es ist wirklich ein Teil der deutschen Kultur, ich glaube sie alle sind ja damit groß geworden. Ich möchte da meinen Beitrag leisten, dass diese Kultur weiter Bestand hat und Erfolg hat.“ Ein positives Signal sagt Wirtschaftswissenschaftler Martin Fassnacht. Prof. Martin Fassnacht, Wirtschaftswissenschaftler „Positiv ist auch zu werten, dass das Konsortium, hinter dem Herr Baker steht, Erfahrung im Warenhausbereich hat. Zwar in den Märkten wie den USA und Kanada – es sind andere Märkte als der deutsche Markt. Und er hat schon mal Erfahrung im deutschen Markt gesammelt von 2015 bis 2019, als er Eigentümer von Kaufhof war.“ Nach dem Kauf liefen die Geschäfte allerdings nicht rund, die Umsätze gingen zurück und Kaufhof schrieb rote Zahlen. Nun der zweite Anlauf. Damit bleibt Galeria vorerst am Leben – die Zukunft ist trotzdem ungewiss. Aktuell betreibt die Warenhauskette noch 92 Filialen in ganz Deutschland. Zehn in Hessen und fünf in Rheinland-Pfalz. Angekündigt ist, rund 70 Filialen zu erhalten. Klar ist damit aber auch – nicht alle Standorte werden überleben. Prof. Martin Fassnacht, Wirtschaftswissenschaftler in Frankfurt „Die Mietkosten, insbesondere bei denen, die zur Signa-Gruppe gehören, sind zu hoch. Wenn Sie 30 Prozent des Umsatzes in Mietkosten bezahlen, ist das einfach zu hoch. Mietkosten sollten […]

  • Spatenstich für Pharma-Werk von Lilly

    Spatenstich für Pharma-Werk von Lilly

    Es ist das wertvollste Pharmaunternehmen der Welt: Eli Lilly. Und der US-Konzern investiert jetzt eine Rekordsumme in Deutschland. Für 2,3 Milliarden Euro entsteht ein neues Werk im rheinhessischen Alzey. Vor wenigen Minuten war Spatenstich. Es ist der Startschuss für das neue Werk von Lilly. Schon 2027 will der Pharmariese die Produktion in Alzey aufnehmen. Ein Vorzeigeprojekt für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Gekommen ist neben dem Vorstand deshalb auch die deutsche Politprominenz. Ganz vorne mit dabei: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und Bundeskanzler Olaf Scholz. Olaf Scholz (SPD), Bundeskanzler „Gerade einmal 11 Monate ist es her seit Lilly und die Verantwortlichen aus Alzey Kontakt hatten. Nach nur sechs Monaten folgte dann bereits die Ankündigung dieser Milliardeninvestition. Und nun – gerade mal fünf Monate später – der Spatenstich. Eines möchte ich noch hinzufügen und deshalb bin ich heute hier her gekommen. Was immer wir als Bund tun können um den Pharmastandort weiter zu stärken, das werden wir tun.“ Nachdem es aus der Pharmabranche zuletzt Kritik am Standort Deutschland gab, wird jetzt kräftig investiert: 2,3 Milliarden Euro lässt sich Lilly die hochmoderne Produktionsanlage kosten. Subventionen erhält das Unternehmen nicht. In Alzey sollen dann vor allem Medikamente hergestellt werden, die gespritzt werden. Darunter auch die Abnehmspritze Mounjaro. Das Diätmedikament dürfte in Zukunft die wichtigste Einnahmequelle des Konzerns werden. Der Region bringt das neue Werk rund 1000 Arbeitsplätze. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Biotechnologie hat in Rheinland-Pfalz eine Heimat – ich will es wirklich so pathetisch nennen. Mit Hilfe der Biotechnologie können gerade bei Entwicklung von Medikamenten und Therapien eben ganz neue Durchbrüche erreicht werden. Das heißt, wir haben sehr viel Hoffnung für die Zukunft. Biotechnologie ist ein Wachstumsmarkt – ohne Frage. Und das bedeutet eben auch nicht nur wirtschaftliche Prosperität sondern sehr gute und qualifizierte Arbeitsplätze.“ Analysten schätzen, dass der Markt für Diätmedikamente weiter wachsen wird. Sollte […]

  • Spargelsaison eröffnet

    Spargelsaison eröffnet

    Vor allem für den Spargel sind die aktuellen Temperaturen einfach perfekt. Also genau der richtige Zeitpunkt, um die neue Saison in Hessen feierlich zu eröffnen. Er ist wieder da: der hessische Spargel. Schon seit ein paar Wochen lugt er schon aus der Erde und ist bereit für die Ernte. Mit der Krönung von Spargelkönigin Lena I. ist nun offiziell die Saison eröffnet. Eine besondere Rolle, denn für Hessen ist der Spargel das wichtigste Gemüse. Lena I., Hessische Spargelkönigin „Ja er ist sehr frisch und knackig und in Hessen produziert. Das ist nochmal besser für die Umwelt.“ Den traditionellen Anstich dürfen mit ihr der hessische Landwirtschaftsminister Ingmar Jung und Maddin Schneider erledigen. Für den hessischen Comedian eine Premiere. Martin „Maddin“ Schneider, Comedian „Das erste Mal Spargel gestochen. Natürlich schon oft Spargel gegessen aber heute das erste Mal richtig auf dem Spargelfeld. “ – „Und wie war es?“ – „Aufregend! Auch für den Minister ist es das erste Mal. Er möchte vor allem für den regionalen Spargel werben. Denn der hat es schwer gegen die Billigkonkurrenz aus dem Ausland. Trotz der mangelnden Erfahrung, kommt ein gut gefülltes Körbchen schnell zusammen. Mehr ist für den Landwirtschaftsminister aber nicht drin. Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister Hessen „Hat Spaß gemacht ehrlicherweise aber zugegeben, wenn man das den ganzen Tag macht ist das ziemliche Knochenarbeit und das Wetter ist jetzt nicht immer so wie jetzt gerade. Haben wir ein bisschen Glück gehabt heute.“ Und neben dem Wetter soll auch die Spargelsaison prächtig werden. Die längste Überhaupt. Denn das „weiße Gold“ wird schon seit Anfang März gestochen. Genug Zeit also, um ausreichend Gemüse für die deutschen Spargelweltmeister zu ernten. Und wie steht es um den Preis? Chantal Wendel, Vorsitzende Arbeitskreis Spargel Südhessen „Wir wollen auf jeden Fall das Niveau halten aber auf gar keinen Fall die Preise aktuell […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Schlichtung hat begonnen — Polizei appelliert an Biker — Pfälzerwald hat sich erholt Anmoderation: Weil bei Bauarbeiten in Bitburg eine 125-Kilo-Bombe gefunden wurde, muss am Sonntag wegen der Entschärfung unter anderem ein Krankenhaus evakuiert werden. Wie die Stadt mitteilte, müssen alle Anwohner in einem Radius von 300 Metern um die Fundstelle bis elf Uhr ihre Wohnungen verlassen. Die Entschärfung der amerikanischen Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist dann um 14 Uhr vorgesehen. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute: Schlichtung hat begonnen Im Tarifstreit zwischen den privaten Luftsicherheitskräften und dem Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen soll ab heute ein Schlichter versuchen, eine Einigung herbeizuführen. Nach bislang sechs Verhandlungsrunden und mehreren Streikwellen an den Flughäfen sind alle Themen wie Gehaltserhöhungen oder Zulagen für Mehrarbeit nach Angaben der Gewerkschaft ver.di noch offen. Die Gespräche sollen zunächst bis Sonntag dauern. Bis zum Ende der Schlichtung sind Streiks der rund 25.000 Beschäftigten ausgeschlossen. Polizei appelliert an Biker Nachdem es in den vergangenen Wochen mehrere tödliche Motorradunfälle in Hessen gegeben hat, mahnt die Polizei die Fahrer zur Vorsicht. >Im Frühling sei das Unfallrisiko besonders hoch. Gründe dafür seien unter anderem mangelnde Fahrpraxis nach der Winterpause, zu hohe Geschwindigkeit und riskante Überholmanöver. Die Polizei werde verstärkt Geschwindigkeits- und Fahrzeugkontrollen bei den Motorradfahrern durchführen. Pfälzerwald hat sich erholt Wegen der vielen Niederschläge in den vergangenen Monaten geht es dem Pfälzerwald so gut wie lange nicht mehr. Das hat das zuständige Forstamt mitgeteilt. Weil es noch kein Blätterdach gegeben habe, sei Regenwasser direkt in den Boden eingedrungen. Damit sei die Ausgangslage für den Wald besser als in den Jahren zuvor. Allerdings bräuchten die Bäume in der Wachstumsphase noch einmal viel Wasser. Wenn jetzt ein trockenes und heißes Frühjahr komme, seien die Vorräte schnell wieder weg.

  • Rheinfrühling in Mainz

    Rheinfrühling in Mainz

    Seit über 650 Jahren gibt es den Mainzer Rheinfrühling, damals noch „Meenzer Mess“ genannt. Der Rheinfrühling ist aber nicht nur eine der ältesten Veranstaltungen in Rheinland-Pfalz, sondern auch eines der ersten Volksfeste der Saison. Für die Schausteller ein wichtiger Stimmungsmesser. Der Rheinfrühling ist sein Leben, sagt er. Marco Sottile ist Schausteller in fünfter Generation. Auf einem solchen Karussell ist er praktisch aufgewachsen. Fast 90 Fahrgeschäfte und Buden stehen aktuell am Mainzer Rheinufer. Marco Sottile kennt sie alle. Marco Sottile, Schausteller aus Mainz „Die ganzen Schausteller sind ja eine große Familie. Man kennt sich in der ganzen Bundesrepublik. Ob jetzt einer aus Hamburg kommt oder aus München. Man sieht auch immer auf verschiedenen Volksfesten Leute, die sieht man nur einmal im Jahr. Das ist eine Freude. Und natürlich, wenn Sie so ein Kinderkarussell betreiben und sehen natürlich die leuchtenden Augen der Kinder, das macht natürlich schon Spaß.“ Weniger Spaß macht das wechselhafte Wetter der vergangenen Tage. Insgesamt sei den Besuchern aber die Lust auf den Frühling anzumerken. Die Schausteller sind zufrieden. Beim Rheinfrühling ist für jeden was dabei: Vom Kinderkarussell zu Deutschlands größtem mobilen Riesenrad mit über 60 Metern Höhe. Wer es weniger romantisch mag, kann in die Geisterbahn steigen. Oder sich in luftiger Höhe ordentlich durchwirbeln lassen. Levi, 11 Jahre alt „Das traue ich mich nicht. Also das ist viel zu groß und ich verstehe nicht, wie man sowas fahren kann.“ Theo, 11 Jahre alt „Also ich gehe jetzt noch zum Süßwarenladen und dann fahre ich noch das Riesenrad und dann angle ich vielleicht noch ein Kuscheltier, ja.“ Für jeden sieht er eben anders aus, der perfekte Tag auf dem Volksfest. Brechend voll ist es heute nicht. Die aktuellen Krisen machen sich im Geldbeutel der Menschen bemerkbar, weiß Marco Sottile. Marco Sottile, Schausteller aus Mainz „Das Vergnügen ist das letzte, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Anklage nach Gefangenenbefreiung — Prozess „Vereinte Patrioten“: Angeklagte schrieb an Putin — Katastrophenschutz soll rasch neu geordnet werden Anmoderation: Ein Bergsteiger aus Thalhausen im Kreis Neuwied ist bei einem Unfall am Watzmann in den Berchtesgadener Alpen ums Leben gekommen. Die Polizei teilte mit, der 20-Jährige und seine beiden Begleiter seien über ein Schneefeld abgestiegen und dort ins Rutschen geraten. Dann seien die drei Rheinland-Pfälzer an einer steilen Felswand abgestürzt. Der 20-Jährige habe den Sturz nicht überlebt. Die beiden anderen Männer hätten sich leicht verletzt. Sie seien mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten: Anklage nach Gefangenenbefreiung Weil sie einem Häftling der Justizvollzugsanstalt Mannheim bei einem Arztbesuch in Ludwigshafen im vergangenen Dezember zur Flucht verholfen haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal zwei mutmaßlich Beteiligte angeklagt. Ein Komplize soll vor Ort gewartet, mit einer Schreckschusspistole in die Luft geschossen und mit dem Häftling auf einem Motorroller geflüchtet sein. Eine Mitarbeiterin der JVA soll ein Mobiltelefon ins Gefängnis eingeschleust haben, um dem Häftling bei der Planung seiner Flucht zu helfen. Angeklagte schrieb an Putin Im Prozess gegen die mutmaßliche Terrorgruppe „Vereinte Patrioten“ sind heute vor dem Oberlandesgericht Koblenz aufgezeichnete Telefonate abgespielt worden. Darin erklärte die 76jährige Angeklagte, dass sie einen dreiseitigen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschrieben habe. Laut Bundesanwaltschaft wollte die Gruppe bei Putin um Unterstützung werben. Die vier Männer und die Frau sollen einen Sturz der deutschen Regierung geplant haben. Dazu war laut Anklage ein großflächiger Stromausfall, die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und die Einführung einer neuen Verfassung vorgesehen. Katastrophenschutz soll rasch neu geordnet werden Das rheinland-pfälzische Landesgesetz zum Katastrophenschutz soll noch in dieser Legislaturperiode überarbeitet werden. Das hat Innenminister Michael Ebling angekündigt. Dabei würden die Erkenntnisse aus der Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 und die Forderungen aus dem Bericht […]

  • 150 Jahre Zoo im Frankfurter Ostend

    150 Jahre Zoo im Frankfurter Ostend

    An diesen Anblick kann sich von uns niemand erinnern: Das ist das alte Elefantenhaus im Zoo Frankfurt. Der feiert jetzt seinen 150. Geburtstag an seinem Standort im Frankfurter Ostend – und ist damit der zweitälteste Zoo in Deutschland. Wir nehmen Sie mit auf eine kleine Zeitreise. Sie sind erst wenige Wochen alt. Lassen es sich in der Frühlingssonne gut gehen. Einfach mal chillen. Ziegen gehören zu den ersten Tieren im Frankfurter Zoo. Genau wie die Kamele. Ihr Zuhause hat 1874 aber noch anders ausgesehen als heute. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Damals hatte man tatsächlich Zelte aufgestellt, damit es so ein bisschen einen Beduinen-Look bekommen hat. Es war aber auch offen, man hatte also auch keine Bäume auf der Anlage und schon auch Sand, festgetrampelter Sand.“ Die Zelte sind 1883 verschwunden, die Kamele bis heute geblieben. Im Jahr 1858 wurde der Zoo von der Zoologischen Gesellschaft gegründet. Damals noch im Frankfurter Westen. 1874 – also vor 150 Jahren – ist er auf die Pfingstweide im Ostend gezogen. Während des Ersten Weltkriegs konnte die Zoologische Gesellschaft den Zoo aber nicht mehr halten. Zwei Drittel der Tiere sind verhungert. Die Gesellschaft hat den Zoo der Stadt übergeben. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Dann der zweite große Schicksalsschlag war natürlich der Zweite Weltkrieg. Da ist auch sehr, sehr viel zerstört worden. Auch viele Tiere sind umgekommen und wurden auch gegessen, weil sie waren ja auch Fleisch für die Bevölkerung.“ Das Raubvogelhaus 1872 – und heute. Der Bärenzwinger 1874. Damals noch mit burgenförmigen Türmen und Käfigen mit Gittern. Und das Ukumariland heute. Das Gehege ist angelehnt an die Anden – um dem natürlichen Lebensraum der Brillenbären nahe zu kommen. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Es ist schon unser Ziel, Lebensräume darzustellen, die Tiere zusammenzuhalten. Und da wollen wir natürlich auch mit den anderen, schon […]

  • Delegationsreise der Ministerpräsidentin nach Ruanda

    Delegationsreise der Ministerpräsidentin nach Ruanda

    Am kommenden Sonntag ist es 30 Jahre her, dass es in Ruanda zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen zwei Volksgruppen kam – binnen drei Monaten wurden 800.000 Menschen auf furchtbare Weise ermordet. Jetzt zum Jahrestag werden die Erinnerungen mit aller Macht zurückkehren. Die Ruanda in enger Partnerschaft verbundenen Rheinland-Pfälzer sind mit einer Delegation von Ministerpräsidentin Malu Dreyer angereist, um Ruanda auch in den bitteren Tagen des Gedenkens zur Seite zu stehen. Jugendliche in Ruandas Hauptstadt Kigali: Sie genießen die milden Temperaturen dieses Abends im April. Sorglos und ausgelassen. Sie gehören der ersten Generation an, die den Völkermord nicht selbst erlebt hat. Und doch sind auch sie von den furchtbaren Erlebnissen und schweren Traumata ihrer Großeltern und Eltern betroffen. Malu Dreyer betont, wie wichtig und richtig es ist, das Partnerland beim Blick zurück, aber auch nach vorn, nicht im Stich zu lassen. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Ich finde, die Partnerschaft, die 42 Jahre jetzt währt, da ist es schön, auch richtig, dass jetzt auch in diesen Zeiten, wo es auch schwer ist, aber wir auch gemeinsam blicken können auf das, wasRuanda geschaffen hat – das macht uns sehr stolz und viele Rheinland-Pfälzer und -Pfälzerinnen haben mitgewirkt – insofern ist es wichtig, dass wir mit dieser Reise heute hier sind.“ Wir besuchen die Universität von Ruanda. Seit 25 Jahren gibt es hier das Forschungsinstitut für Konfliktforschung. Denn Ruanda beschäftigt seit dem Genozid immer wieder die Frage: Wie kann vermieden werden, dass dies alles noch einmal passiert – und hätte es damals vielleicht verhindert werden können? Gibt es denn überhaupt eine Gesellschaft, die frei von Konflikten besteht? Gregor Walter-Drop, Geschäftsführer Friedensakademie Rheinland-Pfalz „Also eine Existenz ohne Konflikte kann ich mir tatsächlich nicht vorstellen. Die entscheidende Frage ist, wie wir mit diesen Konflikten umgehen. Und da legen die Ruander tatsächlich großen Wert auf die Frage, […]

  • Gradierwerk in Bad Kreuznach

    Gradierwerk in Bad Kreuznach

    In Bad Kreuznach steht Europas größte Gradierwerkanlage. Rund 1,3 Kilometer ist sie lang und macht Sole noch salziger. Sole ist ein wässriges Salzgemisch. Und jetzt an Ostern wurde die Gradieranlage für den kommenden Frühling und Sommer ganz offiziell angeschmissen. Wir waren bei den letzten Vorbereitungen dabei. Mühevoll arrangieren Nico Dauksch und seine Kollegen Bündel um Bündel auf dem neun Meter hohen Gestell. Rund 11.000 Stück brauchen sie für diesen Abschnitt. Das Gradierwerk muss mit neuer Schwarzdornhecke bestückt werden. Nico Dauksch, Gradierer „Es wächst schnell und gut. Das gibt es in rauen Mengen. Es lässt sich schön schnell schlagen. Und ist halt einfach das beste Material, was es dafür so gibt.“ Deswegen heißt es: Dornen reinlegen, runterpressen, Holzbalken festnageln. Das Ganze hält zehn bis fünfzehn Jahre. Doch bei den neun Gradierwerken in und um Bad Kreuznach gibt es jedes Jahr Stellen zum Ausbessern. Michael Vesper, Geschäftsführer Tourismus Bad Kreuznach „Die Kosten steigen immer mehr. Die Dornen kriegen wir alle aus Polen. Hier kann man sie nicht mehr bewirtschaften. Früher kamen die alle aus Brachen hier in Deutschland. Wir haben also Kosten in so einem Zyklus von 12 Millionen Euro nur für die Erneuerung der Dornwände. Und das ist natürlich eine erhebliche Belastung, das geht alles aus Steuermitteln.“ Die Gradierwerke hier gibt es seit 1732. Die Sole wird aus einer Salzquelle hochgepumpt und rieselt dann die Dornwände hinab. Auf dem Weg hinunter zerperlt jeder Tropfen unzählige Male. Dadurch vergrößert sich die Oberfläche und das Wasser kann besser verdunsten. So erhöht sich dann der Salzgehalt. Unten angekommen, wird die Sole wieder hochgepumpt und der Vorgang beginnt von vorne. Nach einer Woche hat sich der Salzgehalt um etwa 20 Prozent erhöht. Michael Vesper, Geschäftsführer Tourismus Bad Kreuznach „Da dienten die nur der Salzgewinnung. Nichts anderem. Und das war ja weißes Gold, das war schwer […]