Wirtschaft

  • Streit um Sonntagsöffnung von Keramikstudios

    Streit um Sonntagsöffnung von Keramikstudios

    Bislang ist es in Hessen möglich, in Keramikstudios auch an Sonn- und Feiertagen eine gute Zeit zu verbringen – egal, ob für Workshops, als Ausflug mit Freunden, zum Geburtstag oder beim Junggesellinnenabschied. Doch genau das könnte bald vorbei sein. In Hessen wird über strengere Regeln für die Sonn- und Feiertagstagsöffnung diskutiert. Für viele Betreiber stehen damit wichtigte Tage auf dem Spiel. Von Tassen über Schüsseln bis hin zu Zitronenpressen – in diesem Frankfurter Keramikstudio wird fast alles bemalt. Edda Kather betreibt den Laden seit über sechs Jahren. Anfang März bekommt sie einen Brief vom Ordnungsamt Frankfurt. Sonntags darf sie künftig nicht mehr öffnen. Edda Kather, Keramikstudio-Inhaberin „Also ich bin schon verärgerten, etwas irritiert über dieses Schreiben, weil seit sechs anderthalb Jahren haben wir sonntags auf und unsere Kunden sind daran gewöhnt. Es macht für mich keinen Sinn, dass wir plötzlich schließen sollen.“ Der Grund: Keramikstudios gelten seit kurzem nicht mehr als Freizeitangebot, sondern als Gewerbe. Sonntags müssen sie deshalb schließen. Für die Inhaberin eine fatale Entscheidung, denn sie sieht ihren Laden als Kreativangebot. Edda Kather, Keramikstudio-Inhaberin „Der Laden lebt davon, dass die Kunden hier bei uns kreativ werden. Also hier bei uns bemalen in Gesellschaft mit Freunden, als Geburtstagsfeier, als JGA. Unsere Techniken hier vor Ort benutzen und die Atmosphäre genießen, auch die Unterstützung vom Personal haben und auch die komplette Farb- und Technikauswahl beim Bemalen.“ In Frankfurt dürfen Keramikstudios noch bis Ende September  sonntags öffnen. In Wiesbaden ist bereits  jetzt Schluss. Doch der Sonntag ist ein sehr starker Tag – entsprechend groß sind die Umsatzverluste. Für Edda Kather wären das rund 10.000 Euro weniger im Jahr. Zwar nicht existenzbedrohend, aber deutlich spürbar: volle  Samstage  und früher ausgebuchte Termine. Viele Kunden sehen die drohende Schließung kritisch. „Ich finde es schade, dass es sonntags geschlossen wäre, weil Samstag haben alle Geschäfte […]

  • Schaltgespräch mit Fraport-Aufsichtsratschef Alexander Lorz

    Schaltgespräch mit Fraport-Aufsichtsratschef Alexander Lorz

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Herausforderungen, der sich die Fraport stellen muss. Eva Dieterle, Moderatorin: Und jetzt ist mir der hessische Finanzminister und neue Aufsichtsratsvorsitzende der Fraport AG Alexander Lorz zugeschaltet. Guten Tag. Alexander Lorz (CDU). Finanzminister Hessen / Aufsichtsratsvorsitzender Fraport AG: Schönen guten Tag, Frau Dieterle. Dieterle: Herr Lorz, angesichts vieler geopolitischer Herausforderungen stagnieren momentan die Fluggastzahlen am Flughafen Frankfurt. Wioe wollen Sie es schaffen, die Wettbewerbs-Fähigkeit des Airports wieder zu steigern? Lorz: Also zunächst einmal müssen wir uns anschauen, was für Sonderbelastungen haben wir in Frankfurt bzw. ganz generell in Deutschland? Da hoffen wir jetzt mindestens mal auf die Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrssteuer. Das ist auch ein ganz wichtiger Schritt. Dem müssen weitere folgen, weil andere Flughäfen haben einfach weniger Belastung und sind damit natürlich auch attraktiver für die Airlines. Das ist ein wesentlicher Punkt. Aber natürlich muss Frankfurt auch insgesamt ein attraktiver Flughafen bleiben. Wir arbeiten an der Optimierung des Reiseerlebnisses. Das neue Terminal 3 ist ein ganz wesentlicher Schritt auf diesem Wege. Und so müssen wir den Flughafen auch weiter gestalten und ausbauen. Dieterle: Apropos Expansion: Lufthansa baut gerade zusammen mit dem Flughafen München das dortige Terminal 2 aus. Müssen Sie in Frankfurt nicht befürchten, dass der Flughafen München immer mehr Tor zur Welt wird und Frankfurt nach und nach den Rang abläuft? Lorz: Also da mache ich mir keine Sorgen. Aber trotzdem ist natürlich richtig, die in München unternehmen auch große Anstrengungen – das ist ja auch vollkommen in Ordnung so – und wir müssen uns auch weiter anstrengen. Wer nicht weiter vorwärts kommt, der fällt zurück. So ist das in vielen Bereichen des Lebens. Und das gilt natürlich auch für einen Flughafen. Aber wir sind mit dem neuen Terminal 3 da sehr gut aufgestellt, auf einem sehr guten Weg. Wir werden […]

  • Molkereien besorgt über Milchpreisentwicklung

    Molkereien besorgt über Milchpreisentwicklung

    Wenn die Kühlschranktür aufgeht, dann ist es für die meisten Leute selbstverständlich, dass dort auch eine Packung Milch drin steht. Für die Erzeuger eigentlich ein Grund zur Freude, doch der Preis, den sie für ihre Milch bekommen ist in den vergangenen Monaten drastisch eingebrochen! Auf Ursachenforschung haben wir unter anderem eine Molkerei im südhessischen Bad Schwalbach besucht. Hier dreht sich alles um Milch – ob als Joghurt, Schmand oder Kefir. Und gerade gibt es davon viel zu viel: Die Milchbauern fluten den Markt mit Milch. Und sie liefern weiter, oft wegen fester Verträge mit den Molkereien – obwohl deren  Lager längst voll sind. Für die Molkereien wird genau das zum Problem. Günter Berz-List, Vorstand Schwälbchen Molkerei „Dann entsteht daraus das Dilemma für die Molkereien, dass sie im Moment an ihrer Kapazitätsgrenze produzieren müssen und das letzten Endes auch die Produkte nicht nur Frische Produkte, auch Käse, Butter, Milchpulver irgendwann auf den Absatzmarkt müssen. Man kann sie vorrübergehend einlagern, es gibt natürlich auch lagerfähige Erzeugnisse wie Milchpulver und Käse, aber irgendwann müssen auch diese Erzeugnisse mal auf den Markt. Und das erzeugt dann den Preisdruck, den wir gerade erleben.“ Der Preisdruck entsteht, weil mehr Milch produziert wird, als der Markt aufnehmen kann. Die Nachfrage bleibt zwar stabil, steigt aber nicht im gleichen Tempo wie die Menge. Dadurch  entsteht ein Überangebot – und die Preise sinken. Im Lauf des Jahres 2025 ist der Milchpreis deutlich gefallen: Von rund 53 Cent pro Liter im August auf etwa 43 Cent im Dezember. Aktuell erhalten Bauern rund 35 Cent für den Liter Milch. Gründe für die Überproduktion sind unter anderem besseres Futter, günstige Wetterbedingungen und die Erholung nach dem Ausbruch der Blauzungenkrankheit. Am stärksten trifft die Preisschwankung die Bauern: Sie bekommen weniger Geld für ihre Milch, während ihre Kosten weiter steigen – etwa für Energie, Futter oder […]

  • BioNTech will Werke schließen

    BioNTech will Werke schließen

    Das Biotechnologieuntenehmen BioNTech aus Mainz hat heute überraschend angekündigt, seine Stadtort in Idar-Oberstein, Marburg, Tübingen und Singapur zu schließen. Dadurch könnten fast 1.900 Stellen wegfallen. Das Unternehmen begründet seine Entscheidung damit, dass das Geschäft  mit Corona-Impfstoffen drastisch zurückgegangen sei. Maike Dickhaus, Moderatorin: Aus diesem Grund bin ich jetzt mit meinen Kollegen Marcel Gassan  vor dem BioNTech-Werk in Idar-Oberstein verbunden. Wie haben die Mitarbeiter dort die Entscheidung aufgenommen? Marcel Gassan, Reporter in Idar-Oberstein: Für die Angestellten hier ist es ein großer Schock, dass diese Handbremse jetzt gezogen wird. Betriebsräte sprechen von “verantwortungslosen Plänen”, und sie kündigen auch entschiedenen Widerstand an. Der Oberbürgermeister hier in Idar-Oberstein, für ihn kommt das übrigens auch sehr überraschend, denn viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind hierhergekommen eben im Glauben, dass sie einen sicheren Arbeitsplatz haben, bei einem Arbeitgeber, der Milliarden mit Impfstoffen verdient. Sie wissen aber auch, dass BioNTech zuletzt rote Zahlen schreibt. Erst für dieses erste Quartal steigt der Verlust auf über 500 Millionen  €. Tja, und das führt dann jetzt eben dazu, dass Standorte wie hier hinter mir in Idar-Oberstein geschlossen werden. Nur noch drei werden in Deutschland übrig bleiben. Das sind übrigens reine Bürostandorte, nämlich die in Mainz, in Berlin und in München. Dickhaus: Wie wird es denn jetzt mit  BioNTech weitergehen? Gassan: Das, was BioNTech so groß gemacht hat, also die Entwicklung und Produktion von Covid-Impfstoffen, das wird jetzt in Deutschland komplett auf Eis gelegt. Das wird komplett gestoppt. Stattdessen wird das der US-Partner Phizer jetzt übernehmen. Das heißt, man kann schon sagen, die klare Ausrichtung in Deutschland wird für BioNTech heißen: Weg von Corona, weg von Covid und hin zur Krebsmedizin. Darauf möchte sich das Unternehmen spezialisieren. Wie genau das aber aussehen wird, das steht noch ehrlicherweise in den Sternen. Bis 2030 sind noch einige Zulassungsanträge für Medikamente geplant, aber wie das […]

  • Wird die Commerzbank übernommen?

    Wird die Commerzbank übernommen?

    Seit Mitte März ist endgültig klar, dass die italienische Großbank UniCredit die in Frankfurt sitzende Commerzbank übernehmen will. Das Mailänder Geldinstitut hatte bekanntgegeben, im Mai ein offizielles Übernahmeangebot vorlegen zu wollen. Das Problem bei der Sache: Die Commerzbank will gar nicht übernommen werden. Das Übernahmeangebot kam trotzdem – und zwar heute. Ein feindliches Vorgehen – so betrachtet die Commerzbank mit Hauptsitz in Frankfurt  die Übernahmepläne der Mailänder Bank UniCredit. Die Commerzbank fürchtet um ihre Eigenständigkeit. Entsprechend schmallippig äußert sich die Bank heute in einem schriftlichen Statement. „Die Commerzbank AG nimmt die heute veröffentlichte Angebotsunterlage der UniCredit im Rahmen ihres unabgestimmten Übernahmeangebots zur Kenntnis. Das Angebot entspricht den am 16. März 2026 angekündigten Konditionen. (…). Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank werden die Angebotsunterlage sorgfältig prüfen und ihre begründete Stellungnahme (…) innerhalb der gesetzlichen Frist veröffentlichen.“ Was die UniCredit  mit der Commerzbank genau vorhat, ist aktuell unklar, sagen Aktionärsvertreter. Eine Strategie sei noch nicht erkennbar. Klaus Nieding, Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz „Nun im Augenblick ist es ja vor allem deswegen eine feindliche Übernahme, weil wir alle Schwierigkeiten haben, die industriell Logik hinter dieser Sache zu verstehen. Einfach nur Größe um der Größe willen, oder  Kostensenkungseffekte macht ja wenig Sinn.“ Die UniCredit legt ihr Angebot heute freiwillig vor – noch kurz bevor sie mehr als 30 Prozent der Commerzbank-Anteile gesammelt hat. Würde diese Schwelle überschritten, wäre UniCredit  nämlich gesetzlich verpflichtet, ein Angebot vorzulegen. Und das wäre teurer. Klaus Nieding, Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz „Das Übernahmeangebot, das wir heute sehen ist ein reines Angebot, was man aus taktischen Gründen macht, um günstig über die Hürde von 30 Prozent zu kommen. Das wird kein gutes Angebot sein. Das ist ein ganz normales taktisches Vorgehen, das hat mit einem echten Übernahmeangebot gar nichts zu tun.“ Bis zu 7.000 Arbeitsplätze könnten bei der Commerzbank durch die Übernahme […]

  • Hessenforum der Metall- und Elektroindustrie

    Hessenforum der Metall- und Elektroindustrie

    Knapp 200.000 Menschen arbeiten in Hessen in der Metall- und Elektroindustrie, die damit die größte Industrie im Land ist. Beim Branchentreffen Hessenforum, haben gestern Abend Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaft darüber diskutiert, wie die hessischen Metallunternehmen angesichts massiver Probleme fit für die Zukunft gemacht werden können. Wir haben eine Firma in Frankfurt besucht, die trotz des Strukturwandels nicht meckert, sondern momentan richtig was macht. Mit hohem Druck kennen sie sich bei Samson in Frankfurt aus. Ventile für den Weltmarkt – seit über 100 Jahren hier das Kerngeschäft, um Öle, Gase oder Dämpfe zu regeln. Weniger politische Regelwut wünscht sich der Samson-Chef. Andreas Widl, Vorstandsvorsitzender SAMSON AG Frankfurt „Weniger Restriktion, bedeutend weniger Berichterstattung. Wissen sie, wir verbrauchen relativ viel Ressourcen damit, dass wir dokumentieren, was wir tun. Damit schaffen wir keinen Mehrwert und gewinnen keinen neuen Kunden. Ich erwarte mir von der Politik, dass sie uns alle Freiheiten gibt unternehmerisch zu handeln und diese ganzen Fußketten der Administration und der Bürokratie abzubauen und dann kriegen wir das Land schon wieder auf die Reihe.“ Wie das trotz Kriegen und Krisen auf der Welt funktionieren kann, war gestern auch Thema beim Hessenforum der Metall- und Elektroindustrie. Wettbewerber aus Amerika oder Asien mit günstigerem Strom oder schnelleren Genehmigungen säßen den hessischen Unternehmen im Nacken, so Hessenmetall-Vorstand Wolf Matthias Mang, der ausbleibende Reformen der Bundesregierung kritisiert. Wolf Matthias Mang, Vorstandsvorsitzender HESSENMETALL „Zu Beginn der Coronakrise hatte ich immer die Hoffnung, dass wir eines Tages einen Impfstoff haben, wie wir aus dieser Krise herauskommen. Im Moment fehlt mir die Hoffnung, wie wir aus dieser Krise herauskommen. Weil ich sehe nicht, dass in Berlin an einem Impfstoff bildlich gesprochen gearbeitet wird. Und deshalb ist es wirklich schwierig im Moment Hoffnung zu haben.“ Hoffnung trotz Krise hat man beim Ventilhersteller Samson – der mit seinen 2000 Mitarbeitern […]

  • Posse um Glascontainer in Marburg

    Posse um Glascontainer in Marburg

    Im Marburger Stadtteil Ginseldorf gibt es gerade einen echten Aufreger. Denn dort droht der Abriss einer gerade erst neu gebauten Fläche und damit eine Steuergeldverschwendung von über 30.000 Euro. Und das alles bei den klammen Kassen der Kommunen. Ein Beitrag zum Glascontainer-Gau von Ginseldorf. Ein idyllischer Radweg in Marburg-Ginseldorf. Am Rand, oberhalb eines kleinen Baches; eine Fläche für den Altglas-Container, der vorher auf der Wiese stand. Kostenpunkt: Rund 20.000 Euro. So soll verhindert werden, dass beim Altglas entsorgen Scherben in den Bach fallen. Karl Pöltl, Anwohner: „Und wenn mal was kaputt geht, zusammengekehrt werden kann und die Fläche sauber gehalten werden kann. Also das ganze Dorf hat das als toll und gut empfunden.“ Doch hier ist wohl ziemlich viel Schotter in den Sand gesetzt worden. Denn die Stadt Marburg hat die Pflasterung beauftragt, ohne sich dafür eine Genehmigung von der Wasserbehörde zu holen. Der Landkreis sagt deshalb jetzt: Die Fläche muss weg! „Die Fläche wurde in einem Gewässerrandstreifen angelegt. Dort ist allerdings nach dem Hessischen Wassergesetz die Errichtung von baulichen Anlagen […], wozu auch eine gepflasterte Fläche gehört, grundsätzlich zunächst nicht zulässig.“ Sprecher Landkreis Marburg-Biedenkopf  Die versiegelte Fläche verhindere, dass im Fall eines Hochwassers Wasser versickern könne. Also soll für 11.000 Euro zurückgebaut – sprich abgerissen werden. Markus Schüßler, Anwohner: „Das kann ja nicht sein, das ist ja Wahnsinn!“ Karl Pöltl, Anwohner: „Was jetzt im Nachhinein passiert, dass es abgerissen werden soll, das ist ein Schildbürgerstreich.“ Markus Schüßler, Anwohner: „Ja, also es ist Steuergeldverschwendung und man hätte das sicher für Kindergärten, wie auch immer, nutzen können.“ Daniel Fischer, Anwohner: „Ja wenn das jetzt abgebaut wird und die Container trotzdem in den Rasen reingestellt werden. Also ich finde es totale Verschwendung.“ Walter, Radfahrer: „Nicht zu verstehen!“ Schuld am Versiegelungs-Fiasko sei ein „internes kommunikatives Missverständnis“ – so der Landkreis. Der Bagger für den […]

  • Regierungserklärung von Wirtschaftsminister Mansoori

    Regierungserklärung von Wirtschaftsminister Mansoori

    Bislang ist der hessische Wirtschaftsminister vor allem durch die Entlassung von Staatssekretären aufgefallen – das sagen Kritiker. Kaweh Mansoori hat sich heute im hessischen Landtag zu Wort gemeldet, um zu zeigen, wie ernst er es in Sachen Wirtschaft nimmt. Entbürokratisierung, neue Bauordnung, digitale Verfahren – all das hat er heute am späten Nachmittag in seine Regierungserklärung gepackt. Sein Plan: Hessen soll wieder wettbewerbsfähiger werden. Dabei helfen soll das neu entwickelte Industriepaket, dass das Land Hessen gemeinsam mit Vertretern von Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden sowie Gewerkschaften im Rahmen des Industrie-Trialogs beschlossen hat. Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschaftsminister Hessen: „Hessen ist ein Industrieland und wir wollen auch alles dafür tun, dass es so bleibt und deswegen ist es eine Botschaft an sich, dass die Arbeitgeber in der Chemie, die Arbeitgeber in der Metall, die Industrie- und Handelskammern und die Gewerkschaften mit uns gemeinsam an einer Agenda arbeiten, dass wir ein gemeinsames Paket auf den Weg gebracht haben. (19) Die AfD kritisiert die Richtung der Reformen und sieht darin eher eine Gefährdung der Wirtschaft als eine Modernisierung. Andreas Lichert, AfD: „Natürlich kann ein Industrietrialog gute Ideen produzieren, Bekenntnisse zum Standort Hessen ablegen. Aber kann er auch die Energiekosten herunter diskutieren? Kann ein hessisches Industriepaket wirklich Lohnstückkosten signifikant senken? Wir kennen die Antwort. Nein.“ (19) Eine positive Bilanz zieht der Minister auch beim HessenFonds, dem Förderprogramm des Landes, das Unternehmen bei Veränderungen wie Digitalisierung oder Energiewende finanziell unterstützt – vor allem durch günstige Kredite. Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschaftsminister Hessen: In der Zeit wo sie jeden Tag die Hiobsbotschaften in den Zeitungen lesen können, über irgendeinen Betrieb, der aufgrund schwerer Rahmenbedingungen zumacht, haben wir es gemeinsam geschafft 8200 Arbeitsplätze in Hessen zu sichern, 600 neue Arbeitsplätze zu schaffen, 220 Millionen an privaten Investitionen möglich zu machen.“ (22) Von den Zahlen zeigt sich die Opposition wenig beeindruckt. Mathias […]

  • Droht ein Kerosin-Mangel?

    Droht ein Kerosin-Mangel?

    Die Hoffnung auf ein wirtschaftliches Frühlingserwachen ist verflogen. Stattdessen ist die Energiekrise seit dem Beginn des Kriegs im Nahen Osten noch dramatischer. Nicht nur der Sprit an der Tankstelle ist extrem teuer, sondern auch Flugbenzin, Kerosin. Was heißt das zum Beispiel für Ihre geplante Urlaubsreise? Wird die jetzt teurer? Die gute Nachricht vorweg: Am Frankfurter Flughafen gibt es zurzeit noch reichlich Kerosin. Die Tanklager – so wie hier in Raunheim in unmittelbarer Nähe zur Nordwestlandebahn oder auch, etwas weiter entfernt in Ginsheim-Gustavsburg, sind gut gefüllt. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG „Bis auf Weiteres – und da muss man am Ende ja auch mit den Öllieferanten und Kerosinlieferanten reden – aber bis auf Weiteres, das sind die Informationen, die wir haben, werden wir genügend Kerosin haben. Und sollte man sich aus heutiger Sicht keine Gedanken um den Sommerurlaub machen müssen.“ Anders als Finanzminister Lars Klingbeil, der vor Kerosinmangel warnt und von einer „ernsten Lage“ spricht, gibt auch Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, hier bei der feierlichen Eröffnung des neuen Terminal 3 in der vergangenen Woche, erst mal Entwarnung. Zumindest teilweise. Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister „In Deutschland sehen wir im Moment keinen physischen Mangel an Kerosin. Die Preisdiskussion ist natürlich eine, die die Airlines und damit die Kunden letztlich auch trifft. In anderen Teilen der Welt sieht das anders aus. Und da der Luftverkehr ein internationales Geschäft ist, stellt uns das natürlich auch in Deutschland vor besondere Herausforderungen.“ Denn: Verschiedene Länder auf der Welt sind vom derzeit verknappten Kerosin-Angebot auf dem Weltmarkt unterschiedlich hart betroffen. Grundsätzlich gilt: Wenn die Nachfrage steigt, steigt auch der Preis. Rund 20 Prozent des weltweiten Rohöl-Bedarfs wird normalerweise durch die Straße von Hormus verschifft. Seit Beginn des Iran-Kriegs ist diese Route blockiert. In Sachen Kerosin sind die Auswirkungen auf Deutschland allerdings überschaubar. Karl-Rudolf Rupprecht, Luftfahrt-Experte „Wir haben zunächst erstmal […]

  • Schaltgespräch zur Konjunkturprognose

    Schaltgespräch zur Konjunkturprognose

    Schon wieder gibt es schlechte Nachrichten aus der Wirtschaft. Die Bundesregierung erwartet ein spürbar schwächeres Wachstum. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat heute die aktuelle Konjunktur-Prognose vorgestellt. Im Januar war man noch von 1 Prozent Wachstum ausgegangen, jetzt musste die Prognose  nach unten korrigiert werden – auf nur noch 0,5 Prozent. Eva Dieterle, Moderatorin: Mal wieder düstere Aussichten für die Wirtschaft und über die spreche ich jetzt mit dem Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz,mit Arne Rössel. Guten Abend. Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft RLP: Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Herr Rössel, die Bundeswirtschaftsministerin begründet den Negativtrend beim Wirtschaftswachstum heute auch mit dem Iran-Krieg. Teilen Sie diese Ansicht oder sehen Sie einen Teil der Verantwortung dafür schon auch bei der Bundesregierung selbst? Rössel: Also wir sehen den Hauptanteil bei der Bundesregierung selbst, die es bis heute nicht geschafft hat, Vertrauen in der Wirtschaft zu gewinnen. Die Wirtschaft wünscht sich wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, um diesen weltweiten Krisen besser trotzen zu können, sich besser behaupten zu können. Und auch in den letzten Monaten ist da nichts nach vorne gegangen. Es ist sehr viel hausgemacht und das 1 % Wachstumsprognose vom Frühjahr war schon sehr optimistisch und die 0,5 % sind es jetzt aus unserer Sicht auch noch zu optimistisch. Dieterle: Sie sind ja gerade dabei, ihre eigene rheinland-pfälzische Konjunkturumfrage auszuwerten. Die finalen Ergebnisse stellen Sie Anfang Mai vor – können Sie uns jetzt trotzdem schon mal einen Einblick geben: Wie ist die Lage in Rheinland-Pfalz? Erwarten Sie einen ähnlichen Trend wie im Bund? Rössel: Ja, also wir haben im Gegensatz zum Bund im Frühjahr zur Jahreswechsel-Umfrage schon gesagt: Kein Wachstum in Rheinland-Pfalz. Und wenn man von den ganzen Unternehmensgesprächen jetzt am aktuellen Rand ausgeht und mal leicht in die Vorauswertung der Umfrage reinschaut, kann man nur sagen: Es ist sehr, leider sehr, sehr düster. Wir sind wahrscheinlich in so einer Stimmungslage […]

  • Aus für Druckmaschinenhersteller Manroland in Offenbach

    Aus für Druckmaschinenhersteller Manroland in Offenbach

    Manroland Sheetfed wird sein Werk in Offenbach schließen. Dass der traditionsreiche Druckmaschinenhersteller insolvent ist, war schon länger bekannt. Bislang gab es Hoffnung auf einen Investor. Doch daraus wird nichts, hat das Unternehmen jetzt mitgeteilt. Schon zum ersten Juni werden die meisten Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Sie alle fragen sich, wie es weitergehen soll. Überrascht sind sie nicht. Aber enttäuscht und ratlos. Sefir Ülker, seit 37 Jahren im Betrieb „Meine letzte Bewerbung hab ich zum Beispiel vor 36 Jahren geschrieben. Ich weiß nicht mehr, was heute verlangt wird und was jetzt ist. Wir haben schon alles gemacht für die Firma. Samstags gearbeitet, wir haben unseren Lohn hergegeben, wir arbeiten für weniger Geld, wenn es sein muss. Dann haben wir auch unser Urlaubsgeld abgegeben, Weihnachtsgeld haben wir abgegeben.“ Jörg Müller, seit 39 Jahren im Betrieb „Keine Ahnung. Und dann werde ich mich halt arbeitssuchend melden und die Wahrscheinlichkeit, dass du halt als 58-Jähriger Kerl vergleichbar irgendetwas bekommst. Die Chance ist eigentlich schlecht.“ Das Unternehmen müsse seine rund 750 Mitarbeiter deshalb dabei unterstützen, sich weiterzubilden und neue Jobs zu finden, sagt der Betriebsratsvorsitzende. Stefan Vogler, Betriebsratsvorsitzender Manroland Sheetfed „Für sowas sind eben Übergangsgesellschaften zuständig. Die führen einen, die zeigen einem, was geht, helfen einem auch bei Bewerbungen. Die letzte Runde hieß es, wo wir das mal angesprochen hatten, es ist kein Geld da. Aber ich sag immer, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“ Manroland Sheetfed steht heute nicht für ein Interview zur Verfügung. Schriftlich teilt man uns mit, die Nachfrage nach Druckmaschinen sei seit Jahren rückläufig.  Und: „Der Gesellschafter von manroland sheetfed hat das Unternehmen in den letzten Jahren mit Investitionen und Garantien in erheblichem Umfang finanziell unterstützt. Eine nachhaltige Trendumkehr der externen Faktoren war allerdings weiterhin nicht zu erwarten.“ Die IG Metall sieht hingegen auch Versäumnisse des Unternehmens selbst. Manuel Schmidt, […]

  • Batterierecyclingfabrik eröffnet

    Batterierecyclingfabrik eröffnet

    Im südhessischen Ginsheim-Gustavsburg in Südhessen hat heute eine der modernsten Batterie-Recyling-Anlagen Europas eröffnet. Hochautomatisierte Aufbereitungs- und Sortiertechnologien ermöglichen es – unter Einsatz von KI- und Röntgenverfahren – wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Eisen, Zink und Aluminium aus alten Batterien zurückzugewinnen und industriell weiterzuverarbeiten. Möglich ist das für bis zu 100 Tonnen Haushaltsbatterien pro Tag. Die Eröffnung der mit Mitteln des Bundes und des Landes Hessen geförderten Anlage, fand im Beisein des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf und des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein statt. Für ihn steht die Unabhängigkeit von Rohstoffimporten im Vordergrund. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Recycling- und Kreislaufwirtschaft ist ein Markt der Zukunft. Und insbesondere machen uns diese Themen natürlich auch viel resilienter, viel unabhängiger. Und das ist in einer Zeit wie dieser ganz besonders wichtig. Das ist das, was wir auch aus Corona gelernt haben. Dass wir unsere Ketten hier, unsere Wertstoffketten hier auch haben müssen. Und wenn wir die Wertstoffe hier haben, wir sie auch wieder verarbeiten können. Deswegen ist das für einen großen Wirtschaftsstandort wie Hessen, wir sind die fünftgrößte Wirtschaft in Europa nach Bruttoinlandsprodukt, ein ganz besonders wichtiger Faktor.“

  • Weinbau in der Krise

    Weinbau in der Krise

    Sinkender Konsum, steigende Produktionskosten, Zölle auf Exporte – die Weinbrache steckt in der Krise. Das merken vor allem die Weinbauer in Rheinland-Pfalz, wo zwei Drittel des deutschen Weins produziert werden. Wir sprechen gleich mit dem Präsidenten des deutschen Weinbauverbands, zunächst begleiten wir aber einen Winzer in Nierstein. Konstantin Guntrum auf dem Weg zu seinen Weinhängen. Von den Trauben ist bislang noch nichts zu sehen, aber die Knospen sprießen schon eifrig. Das lässt den Winzer auf eine gute Ernte hoffen, denn die Krise im Weinbau hat auch er zu spüren bekommen. Angesichts steigender Kosten aber einfach die Preise für seine Weine anzuheben, sei derzeit keine Option. Dann würden die Kunden ein Genussmittel schlichtweg nicht mehr kaufen. Konstantin Guntrum, Winzer in Nierstein „Das sind die Güter, bei denen ein Konsument als erstes anfängt zu sparen, wenn ihm aus anderen Gründen das monatliche Einkommen knapp wird. Also wenn wir im Moment wesentlich mehr für Benzin und Diesel bezahlen, dann müssen wir irgendwo anders sparen.“ Der Umsatz ist inzwischen um rund zehn Prozent zurückgegangen. Schwarzsehen will der Niersteiner aber nicht, sein Weingut ist breit aufgestellt und exportiert auch in die USA. Die schwankenden Strafzölle von US-Präsident Donald Trump hätten sich letztlich nicht so stark ausgewirkt, wie befürchtet. Konstantin Guntrum stören eher die Rahmenbedingungen hierzulande, wie etwa die lange Diskussion über die zeitweise gestrichene Subvention für Agrardiesel. Konstantin Guntrum, Winzer in Nierstein „Da hat man sich überlegt: Oh super, wo können wir ein bisschen Geld hernehmen? Landwirtschaft wehrt sich nicht so furchtbar, dann streichen wir denen die Agrardiesel-Subvention. Und wir empfehlen ihnen noch, sie sollen doch bitte einen elektrobetriebenen Schlepper kaufen statt ihres Dieselschleppers. Wir brauchen keine Vorschriften, was wir zu tun haben!“ Inzwischen wurde die Subvention Anfang des Jahres wieder eingeführt, Elektrotraktoren haben sich indes nicht durchgesetzt. Ein weiteres Ärgernis: Der nur schleppend vorangehenden […]

  • Zu Gast im Studio: Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes

    Zu Gast im Studio: Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes

    So viel zur aktuellen Lage. Daran wollen wir jetzt anknüpfen. Und das mache ich gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Weinbauverbandes, mit Klaus Schneider. Eva Dieterle: Guten Abend. Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes Guten Abend. Eva Dieterle: Herr Schneider. Ganz aktuell gibt es jetzt Förderprogramme, die Winzern eine Prämie auszahlen sollen, wenn sie ihre Weinberge roden lassen. Das Ganze soll den doch sehr angespannten Weinmarkt entlasten. Das heißt, man akzeptiert langfristig dann, dass es doch deutlich weniger Rebfläche geben wird? Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes Wir werden das akzeptieren müssen, dass es weniger Rebfläche geben wird. Der Markt hat sich verändert, die Konsumgewohnheiten haben sich verändert. Die von Ihnen angesprochenen Förderprogramme gibt es derzeit zwei, die sogenannte Öko-Regelung eins a aus der Gemeinsamen Agrarpolitik mit Pflege der Fläche mit Einsaat einer Begrünung oder eben die neu beschlossene definitive Rodung, das heißt der Verlust der Pflanz- und Vermarktungsrechte und dauerhafte Aufgabe des Weinbaus. Und wir fordern darüber hinaus eine dritte Möglichkeit, die sogenannte Rotationsbrache, in der über einen längeren Zeitraum die Begrünung eingesät und gepflegt wird und damit die Kulturlandschaften erhalten bleiben können. Eva Dieterle: Das ist ihnen wichtig. Schwierige wirtschaftliche Lage, sinkender Absatzmarkt, höherer Mindestlohn das alles sind Parameter, die die Winzer doch immer wieder ins Schwitzen bringen. Wie viel Spielraum hat denn ein Winzer überhaupt noch, an irgendeiner Schraube zu drehen, um sich das zurückzuholen? Wir haben es im Beitrag gehört Preissteigerung. So einfach ist das mit den Kunden ja nicht zu machen. Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes: Preissteigerungen sind im Moment absolut nicht durchführbar. Zurückholen geht auch nicht. Es geht uns eher um Stabilisieren, das heißt versuchen, die Betriebe in eine Situation zu bringen, wo sie auskömmlich wirtschaften können. Das ist derzeit nicht der Fall. Die Betriebe machen alle Minus, und zwar in großem Maße. […]

  • Irankrieg belastet die Bauindustrie

    Irankrieg belastet die Bauindustrie

    Zu Jahresbeginn endlich mal wieder positive Signale aus der hessischen Bau-Branche – erstmals seit langem: Mit dem so genannten „Bau-Paket 1“ hat das Land einen Weg gefunden, Verfahren zu vereinfachen und Prozesse zu beschleunigen. Doch jetzt der Rückschlag: Vor allem durch die Krise im Nahen Osten und die dadurch gestörten Lieferketten, wird Bauen gerade wieder deutlich teurer. Mehr als zuvor pocht die Bau- und Immobilien-Branche deshalb darauf: In Deutschland muss sich jetzt schnell was tun, um den Wohnungsbau krisenfest und insgesamt attraktiver zu machen. Wird das zarte Pflänzchen Hoffnung am Bau durch den Iran-Krieg gerade schon wieder im Keim erstickt? In Deutschland gibt es immer noch rund 1,4 Millionen Wohnungen zu wenig. Vor allem in den Großstädten fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Doch das einstige Ziel der Bundesregierung, Jahr für Jahr 400000 neue Wohnungen zu bauen, rückt nicht zuletzt durch den Iran-Krieg gerade wieder in weite Ferne. Thomas Reimann, Bauunternehmer ALEA AG: „Der Iran-Krieg tut uns weh. Gerade bei Dämmstoffen merkt man das momentan. Das sind 18,4 Prozent, die da derzeit aufgeschlagen werden. Dämmstoff hat einen nicht unerheblichen Anteil, wenn wir Wohnungen neu bauen. Von daher wollen wir hoffen, dass das bald ein Ende nimmt. Denn alles, was irgendwie mit Öl zu tun hat, wird den Preis treiben.“  Dabei ist der deutschen Baubranche natürlich klar, dass sie auf die weltpolitische Lage nur wenig Einfluss hat: Umso wichtiger sei es deshalb, dass die Politik genau jetzt weitere Erleichterungen für Häuslebauer schaffe. Etwa durch den weiteren Abbau unnötiger Auflagen. Stefan Bürger von der GWH Immobilien Holding, die deutschlandweit rund 53000 Wohnungen verwaltet und gerne viel mehr neu bauen würde, verweist auf ein weiteres Problem: Wer bauen will, braucht zunächst mal einen Bauplatz. Stefan Bürger, Vorsitzender GWH Immobilien Holding GmbH: „Es hängt ganz stark an der Zurverfügungstellung von Grundstücken. Wir finden keine Grundstücke, […]