Wirtschaft

  • Große Probleme durch Niedrigwasser im Rhein

    Große Probleme durch Niedrigwasser im Rhein

    Der Rhein ist mit seinen über 1.200 Kilometern Länge Europas wichtigste Wasserstraße. Drei Viertel aller Waren in Deutschland, die per Schiff transportiert werden, fahren über diesen Fluss. Doch Hitze und Niedrigwasser beeinträchtigen gerade den Schiffsverkehr auf dem Rhein. Das bringt nicht nur Probleme für Unternehmen, die ihre Waren mit dem Schiff transportieren – das Niedrigwasser könnte auch die Energieversorgung im Land gefährden. So ausgetrocknet war „Rheinhessens Badewanne“ schon lange nicht mehr. Normalerweise steht das Wasser im Eicher See bis zur Rasenfläche. Für das mittelständische Familienunternehmen Minthe hat das direkte Folgen. Sie liefern Kies und Sand per Schiff über den Rhein an ihre Kunden und können die Frachter nur noch zu 50 % beladen – sonst laufen sie auf Grund. Felix Minthe, Geschäftsführer F.+ J. Minthe GmbH & Co. KG „Die Lage ist natürlich kritisch, weil unsere Kunden einfach nicht mehr ausreichend Material kriegen, das sie brauchen. Wir sind auch betroffen, weil unsere Umsätze einfach zurückgehen, weil wir nicht mehr die Mengen verladen bekommen, die wir normalerweise verladen. Es ist angespannt.“ Die Konsequenz: Die Schiffe müssen öfter hin und her fahren, um die gleiche Menge abzuliefern. Die Transportkosten steigen. Niedrigwasser ist im Rhein nichts Ungewöhnliches. Doch in diesem Jahr sind die Pegel besonders früh abgesunken. Ein Umstand, der das Land zur Unzeit trifft. Wegen der Inflation müssen Unternehmen ohnehin tiefer in die Tasche greifen. Dazu kommt eine drohende Energieversorgungskrise. Um letzteres zu verhindern, kündigte Bundeskanzler Olaf Scholz an, Kohlekraftwerke wieder zu aktivieren, die man im Zuge der Energiewende bereits vom Netz genommen hatte. Olaf Scholz, SPD, Bundeskanzler, am 03.08.2022 „Das erste, das haben sie gerade gemeldet, ist jetzt wieder marktbereit und liefert Strom für das Netz. Und wir werden weitere sehen, die das auch tun. Das alles dient der Vorbereitung auf eine schwierige Zeit.“ Doch auch hier legt das Niedrigwasser Steine […]

  • Öl statt Gas für Mainzer Kraftwerk

    Öl statt Gas für Mainzer Kraftwerk

    Wie kommen wir durch diesen Winter? Russland liefert aktuell nur noch 20% der ursprünglichen Menge Gas nach Deutschland. Ob und wann der Hahn ganz zugedreht wird, kann niemand sagen. Klar ist aber: Für diesen Fall brauchen wir Alternativen. Eine steht in Mainz-Mombach. Gestatten: Kraftwerk 2 – 45 Jahre alt und vor allem sehr flexibel, denn um Strom zu erzeugen, können diese Brennöfen entweder Gas oder Öl verbrennen. Eigentlich hat Kraftwerk 2 ausgedient. Aktuell dient es nur noch als Reserve. Wenn zum Beispiel durch erneuerbare Energien nicht genug Strom ins Netz eingespeist wird, springt Kraftwerk 2 ein. Zurzeit noch mit Gas, aber: Dr. Oliver Malerius, Vorstandsvorsitzender KMW Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG „Wir wollen uns jetzt auf den Winter vorbereiten und wollen alternative Brennstoffe einsetzen, deswegen ist das Thema Öl hier im Gespräch. Die Hürden oder der Aufwand dabei, ist jetzt tatsächlich die Logistik des Brennstoffes. Wir müssen also Öl beschaffen, wir müssen Öl zwischenlagern in Tank und wir müssen natürlich auch die Verbrennung mit Öl gewährleisten, das ist aufwendiger, feuerungstechnisch aufwendiger. “ Hinzu kommt: Öl hat eine schlechtere Umweltbilanz. Im Vergleich zu Gas entstehen bei der Verbrennung von Öl 30% mehr CO2. Zusätzlich wird Stickstoff freigesetzt. Die KMW kann das Kraftwerk deshalb nicht ohne Sondergenehmigung betreiben. Die steht noch aus. Das Öl soll aus der sogenannten ARA-Region kommen – aus Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen. Dr. Oliver Malerius, Vorstandsvorsitzender KMW Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG „In der Tat sind die ganzen Rohstoffmärkte im Moment angespannt. Das heißt, der Preis ist hoch und es wird ein Aufschlag verlangt auch für den Transport hierher. Aber wir denken trotzdem, dass wir uns auf diese Situation vorbereiten müssen und im Zweifel, wenn die Gasverstromung eingestellt wird, hier Öl bereitstellen können.“ Auch technisch soll dem nichts im Wege stehen. Zwar ist das Kraftwerk zuletzt jahrzehntelang nur mit Gas betrieben worden, […]

  • Mit Atomkraft und Fracking aus der Krise?

    Mit Atomkraft und Fracking aus der Krise?

    Das war schon ein ungewöhnlicher Besuch: Bundeskanzler Olaf Scholz bei Siemens in Mülheim. Der Kanzler steht vor der großen Turbine, um Deutschland zu zeigen: Dieses Teil kann jederzeit nach Russland geliefert werden. Die Turbine funktioniert und könnte wieder mehr Gas durch die Pipeline Nord Stream 1 pumpen – so die Botschaft. Diese Bilder zeigen aber noch etwas: Es zeigt, wie stark wir immer noch abhängig sind von russischem Gas. Daher gewinnt die Diskussion über Atomenergie und Fracking-Gas an Schwung. Es ist die Atomkatastrophe von Fukushima 2011, die in Deutschland zu einer grundlegenden Wende in der Atompolitik führt. Elf Kraftwerke werden bis zum Jahr 2019 stillgelegt, darunter auch Biblis A und B. Ende vergangenen Jahres gehen dann weitere drei Atommeiler vom Netz. Aktuell sind in Deutschland nur noch drei Atomkraftwerke in Betrieb: Emsland in Niedersachsen, Neckarwestheim 2 in Baden-Württemberg und Isar 2 in Bayern – auch diese drei sollen Ende dieses Jahres vom Netz gehen. Eigentlich. Denn der russische Angriffskrieg auf die Ukraine hat einmal mehr gezeigt, wie abhängig Deutschland von russischem Gas ist. Über die Pipeline Nord Stream 1 schickt Präsident Putin weniger Gas als vertraglich vereinbart. Alternativen müssen her. Kohlekraftwerke dürfen wieder in Betrieb gehen und auch die Diskussion um Atomkraft ist in vollem Gange. Sollen die drei noch laufenden Atomkraftwerke länger als bis zum Jahresende am Netz bleiben? Eine Frage, in der die aktuelle Ampelregierung gespalten ist. Die FDP ist dafür, die Grünen sind dagegen und die SPD ist zumindest skeptisch. Doch der Widerstand wird schwächer – so signalisiert Bundeskanzler Olaf Scholz gestern bei seinem Auftritt in Mülheim, er sei offen für einen vorübergehenden Weiterbetrieb der Atomkraftwerke. Olaf Scholz (SPD), Bundeskanzler am 3.8.22 „Was die Energieversorgung in Deutschland betrifft, sind die letzten drei Atomkraftwerke, wie jeder weiß, ausschließlich relevant für die Stromproduktion und nur für einen kleinen Teil […]

  • Droht der Strom-Blackout?

    Droht der Strom-Blackout?

    Als Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine explodieren die Gaspreise auch hier in Deutschland. Nicht nur Kommunen überlegen, wie sie Energie einsparen können – auch viele Privatmenschen versuchen, vom teuren Gas wegzukommen. Die Lösung scheint einfach: Heizen mit Elektro-Heizgeräten. Doch so ungefährlich ist das nicht. Die Regale sind fast leer – die meisten Heizlüfter in diesem Baumarkt in Frankfurt Nieder-Eschbach sind schon verkauft. Wurden in den vergangenen Jahren noch Nudeln oder Klopapier gehamstert, sind es jetzt: Elektro-Heizgeräte. Bundesweit wurden im ersten Halbjahr dieses Jahres schon 600.000 Stück gekauft. 35 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2021. Und auch hier in Frankfurt ist der Run auf die Heizlüfter groß: Benjamin Frankenberger, Marktleiter Hornbach Frankfurt Nieder-Eschbach „Also, bei verschiedenen Produkten hat sich die Nachfrage im Gegensatz zum letzten Jahr tatsächlich verdoppelt, gerade bei großen Heizlüftern, Radiatoren, Konvektoren haben wir immer wieder leere Regale. Die Märkte bekommen noch was, also wir bekommen Zuteilungen aus der Zentrale, aber letztendlich reicht es einfach nicht, um die aktuelle Nachfrage zu decken.“ Nicht nur Privatpersonen überlegen, wie sie Energie einsparen können. Auch die Kommunen setzen darauf, jetzt schon für den Winter zu sparen. Beispiel Koblenz: Hier werden unter anderem das Deutsche Eck und verschiedene Kirchen der Stadt nachts nicht mehr angestrahlt, die Wassertemperatur in den städtischen Hallenbädern ist abgesenkt und demnächst wird auch die Straßenbeleuchtung morgens früher aus- und abends später eingeschaltet. Viele kleine Maßnahmen, die insgesamt helfen sollen, aber vielleicht auch nur ein erster Schritt sein können. Ulrike Mohrs, CDU, Bürgermeisterin Koblenz: „Ja, wir denken natürlich auch darüber nach, müssen wir gegebenenfalls – je nach Lage – im Winter die Hallenbäder auch ganz schließen. Aber das sind alles für uns Worst-Case-Szenarien, die wir natürlich so lange wie möglich hinauszögern wollen. Denn wir haben ja auch gerade eine Pandemie hinter uns, beziehungsweise sind ja auch noch […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Commerzbank verdient überraschend viel — Umdenken bei Corona-Impfungen — Riederwaldtunnel kostet deutlich mehr — Brandursache geklärt Commerzbank verdient überraschend viel Die Commerzbank in Frankfurt hat im zweiten Quartal dieses Jahres einen Gewinn von 470 Millionen Euro erzielt. Das war deutlich mehr als von Analysten erwartet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres stand unter dem Strich noch ein Verlust fast 530 Millionen Euro. Wie das Geldhaus heute mitteilte, komme der Konzernumbau gut voran. Außerdem habe die Bank von den steigenden Zinsen und dem starken Kundengeschäft profitiert. Umdenken bei Corona-Impfungen Nach Ansicht des Mainzer Virologen Bodo Plachter sind Auffrischungsimpfungen gegen das Corona-Virus im Abstand von drei Monaten keine Strategie für die Zukunft. Er halte es für besser, wie bei der Grippe vorzugehen und jährlich im Herbst zu impfen. Um eine Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, seien eine Maskenpflicht in bestimmten Bereichen, Abstandsregeln und Einschränkungen bei Veranstaltungen aus medizinischer Sicht sinnvoll. Letztlich müssten wir lernen, mit Corona zu leben. Riederwaldtunnel kostet deutlich mehr Der Lückenschluss zwischen der A66 und der A661 im Frankfurter Osten wird erheblich teurer als vorgesehen. Bis zur geplanten Fertigstellung 2031 könnten die Kosten auf mehr als eine Milliarde Euro steigen. Nach Angaben der Autobahn GmbH haben sich die Baukosten seit der Schätzung 2017 um rund 30 Prozent auf mehr als 600 Millionen Euro erhöht. Außerdem wurde das Projekt in der Zwischenzeit erweitert. Über die A66 soll noch eine Grünbrücke für Wildtiere gebaut werden. Brandursache geklärt Das überhitzte Lager eines Förderbandes hat Mitte Juli das Feuer in einem Sägewerk in Hermeskeil verursacht. Das hat die Polizei heute mitgeteilt. Durch den Großbrand sei ein geschätzter Schaden von 2 Millionen Euro entstanden. Sechs Menschen waren durch das Feuer verletzt worden. Bis zu 400 Einsatzkräfte aus dem Landkreis Trier-Saarburg und dem Saarland waren bei den Löscharbeiten vor Ort.

  • Stillstand an der Kaiserlei-Baustelle

    Stillstand an der Kaiserlei-Baustelle

    Jetzt sind wir bei einem Projekt, das im Rhein-Main Gebiet seinesgleichen sucht – eine der spektakulärsten Baustellen: Auf dem Vitopia Campus in Offenbach sollen fast 1.000 neue Wohnungen entstehen, dazu zahlreiche Büros, eine Kita und sogar ein Hallenbad. Soweit die vollmundigen Versprechen, denn seit Ende letzten Jahres stehen die Baukräne still. Steht das Mega-Projekt vor dem Aus? Hier tut sich nichts mehr. Die Baustelle am Kaiserlei ist seit Monaten verwaist, gleicht einer überwucherten Ruine. Ein Schandfleck, sagen viele Wie konnte es dazu kommen? Nachfrage beim Bauherrn, der Adler Group mit Sitz in Luxemburg. Statement ADLER Group „Beim Vitopia Campus in Offenbach-Kaiserlei streben wir einen Gesamtverkauf des Projekts an. Unser Ziel ist es unverändert, dass auf dem Gelände ein modernes urbanes Quartier entsteht, das neben Wohneinheiten auch Büroflächen und weitere Nutzflächen einschließt.“ Das Ziel also unverändert? Und trotzdem soll verkauft werden – mitten in der Bauphase. Was komisch klingt ist für die Stadt Offenbach alles andere als ein Scherz. Fabian El Cheikh, Pressesprecher Stadt Offenbach „Der Stillstand ist sehr, sehr bedauerlich, das merken auch die ganzen Anrainer am Kaiserlei, der sich ansonsten ja sehr positiv entwickelt. Es ist ein höchst attraktives Gelände ja dort, für Bauen, für Wohnen und Gewerbe, was da erlaubt ist, und da haben wir schon noch die Hoffnung, dass sich da etwas tut, dass sich da Kaufinteressenten finden. Es ist ansonsten für den Eingang der Stadt wirklich kein schönes Bild und wir wollen wirklich, dass es dort weitergeht.“ Nur wann es weitergeht, ist die spannende Frage. Denn es besteht der Verdacht, dass die Adler Group das Projekt von Anfang an gar nicht fertigstellen wollte. Experten vermuten, dass das Unternehmen mit Hintermännern Kaufverträge abgeschlossen hat, die gar nicht abgewickelt werden sollten, mit dem Ziel, die Werte der Immobilien künstlich in die Höhe zu treiben. Dr. Marc Liebscher, Vorstand […]

  • Bürokratie und Baustoffmangel bremsen Wohnungsbau aus

    Bürokratie und Baustoffmangel bremsen Wohnungsbau aus

    Im Kampf gegen den Wohnraummangel sollen in Deutschland Jahr für Jahr 400.000 neue Wohnungen entstehen – so hat es die Bundesregierung beschlossen. Doch die Realität ist eine völlig andere: Lieferengpässe, steigende Preise und vor allem jede Menge Bürokratie machen Unternehmern und Investoren das Bauen schwer. Darüber spricht Markus Appelmann mit Thomas Reimann vom Baugewerbeverband Hessen. Zunächst schauen wir, wo es wie hakt – und dafür sind wir auf einer Baustelle in Hanau. Das ehemaliges Casino der US-Armee im Pioneer Park in Hanau: Wo früher amerikanische Offiziere und Soldaten ein- und ausgingen, entstehen gerade bis zu 50 neue Wohnungen. Das Bauen im Bestand – in diesem Fall der Umbau eines früher militärisch genutzten Gebäudes in Wohnraum – ist eine vergleichsweise günstige Alternative zum Neubau: Denn die teure Schuttentsorgung entfällt, und auch der Keller ist bereits fertig ausgehoben. Eigentlich könnte hier schon fast alles fertig sein. Doch weil zunächst der Amtsschimmel heftig wieherte, verzögerte sich der Baubeginn bis zum März dieses Jahres. Marcus Strunz, Polier „Das sind Genehmigungsverfahren, die hier bis zu einem Jahr, oder knapp über ein Jahr gedauert haben. Das ist natürlich für so ein Projekt, das natürlich auch nach vorne gebracht werden soll, definitiv zu lange.“ Zwischenzeitlich drohte das Projekt sogar ganz zu scheitern, denn Anfang des Jahres stoppte die neue Bundesregierung mit sofortiger Wirkung und rückwirkend mehrere KfW-Förderprogramme zum Bau energieeffizienter Gebäude. Da hier Wohnungen in der besonders hohen Energieeffizienzklasse 55 entstehen sollen, hatten die Investoren Fördergelder in Millionenhöhe fest eingeplant. Nach einem Sturm der Entrüstung ruderte die Bundesregierung schließlich zurück – und die Investoren hielten an dem Projekt fest. Marcus Strunz, Polier „Man braucht an sich Investoren, die immer wieder das Ziel vor Augen haben, Wohnraum zu schaffen. Die gibt es wohl auch, das sieht man ja hier ganz deutlich an der Ecke, im Pioneer Park unter […]

  • Energiepreise steigen massiv

    Energiepreise steigen massiv

    Bislang haben wir über höhere Gas und Strompreise nur gesprochen – doch jetzt wird es real. Mehrere Energieversorger haben zum 1. August, also ab heute, ihre Preise kräftig erhöht. Einige Verbraucher zahlen für Gas künftig das Doppelte oder mehr. Der oft angekündigte Energieschock, jetzt ist er endgültig bei uns angekommen, so zum Beispiel auch in Koblenz. Michael Schütz „Ich hab eine Benachrichtigung bekommen von der EVM, ich bin da ja Kunde. Und … Anfang des Jahres hieß es ja noch, die Preise bleiben stabil, ne? Und EVM-Bestandskunden würden keine Probleme haben. Die haben erhöht, das Doppelte. Und joa, wenn man mal einen Betrag nennen darf, von 95 auf 184 Euro hochgegangen, Abschläge ab 1. September. Ganz schlimm hat‘s meine Mutter getroffen. Die wurde von 188 auf 349 gesetzt. Und eine Frau, die noch keine 800 Euro Rente hat…“ So wie Michael Schütz müssen viele Menschen in Koblenz und Umgebung künftig tiefer in die Tasche greifen für Strom und Gas. Denn bei der Energieversorgung Mittelrhein, dem größten kommunalen Versorger in Rheinland-Pfalz, gelten ab heute höhere Preise für rund ein Drittel der über 300.000 Kunden. Der Strompreis steigt von 30,25 Cent bisher auf 35,90 Cent pro Kilowattstunde. Der Preis für Erdgas erhöht sich von 8,10 Cent die Kilowattstunde auf 14,90 Cent. Macht im Schnitt bei einem Vier-Personen-Haushalt rund 112 Euro mehr pro Monat. Aus Sicht des Energieversorgers war der Schritt unausweichlich. Christian Schröder, Sprecher Energieversorgung Mittelrhein „Die aktuelle Entwicklung an den Rohstoffbeschaffungsmärkten, ganz egal, ob das jetzt Strom oder Gas ist, ist so, dass die Preise sich vervielfacht haben. Und dass auch hier die Preisentwicklung, wenn die sich nicht in einen negativen oder gegenteiligen Effekt umdreht, Konsequenzen haben wird, auch für alle Verträge, die es bei allen Versorgern in ganz Deutschland gibt.“ Die Telefone stehen kaum noch still, bis zu 4.000 Anrufe […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Lufthansa-Piloten stimmen für Streik – Anklage gegen Querdenker erhoben – Experten sollen documenta begleiten – Nibelungenfestspiele waren erfolgreich Lufthansa-Piloten stimmen für Streik Bei der Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich die Mitglieder mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf bei der Lufthansa und Lufthansa Cargo ausgesprochen. Nach Angaben der Gewerkschaft werde der Streik noch nicht ausgerufen. Das Votum sei zunächst ein Warnsignal an den Vorstand der Fluggesellschaft. Er müsse nun in den festgefahrenen Tarifverhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot für die rund 5.000 Piloten vorlegen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 5,5 Prozent mehr Gehalt. Anklage gegen Querdenker erhoben Der Erbacher Bürgermeister Peter Traub begrüßt, dass die Staatsanwaltschaft Darmstadt einen Mann aus der Querdenker-Szene angeklagt hat. Sie wirft dem Odenwälder Anstiftung zu einer rechtswidrigen Tat vor. Er soll in einem Telegram-Kanal dazu aufgefordert haben, Traub zuhause zu besuchen, damit seine Familie sich bedroht fühle. Auslöser für den Aufruf war die Schließung einer Bäckerei durch das Gesundheitsamt Ende vergangenen Jahres. Der Inhaber hatte in seinem Laden monatelang die Corona-Schutzmaßnahmen missachtet. Wegen der Schließung war Traub massiv aus der Querdenker-Szene angefeindet worden. Experten sollen documenta begleiten Wegen der Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen in Kassel sollen sieben Wissenschaftler verschiedener Disziplinen die Weltkunstschau in den kommenden Monaten beraten. Das haben heute das Land Hessen und die Stadt Kassel als Gesellschafter der documenta mitgeteilt. Die Experten sollen unter anderem Hinweisen auf mögliche antisemitische Bildsprache bei den Werken nachgehen. Kurz nach der Ausstellungseröffnung Mitte Juni war ein Banner mit judenfeindlichen Motiven entdeckt und abgebaut worden. Vergangene Woche wurden weitere Werke mit antisemitischen Bezügen entdeckt. Nibelungenfestspiele waren erfolgreich Nach dem Ende der Nibelungenfestspiele in Worms gestern Abend haben die Veranstalter eine positive Bilanz gezogen. Die diesjährigen Festspiele hätten seit der Premiere am 15. Juli mehr als 22.000 Zuschauer angelockt. Insgesamt seien knapp 95 Prozent der Eintrittskarten verkauft worden. Das […]

  • Boris Rhein besucht VW-Werk in Baunatal

    Boris Rhein besucht VW-Werk in Baunatal

    Wer momentan einen Neuwagen kaufen will, muss sich meist ganz schön gedulden, denn stockende Lieferketten und fehlende Chips sorgen für lange Wartezeiten. Das hat auch Nordhessens größtem Arbeitgeber zugesetzt, dem VW-Werk in Baunatal mit rund 16.000 Mitarbeitern. Wie verkraftet das Werk die Krise und wie stark trüben die steigenden Energiekosten den Blick in die Zukunft? Heute war Hessens Ministerpräsident Boris Rhein im Werk, um sich selbst ein Bild zu machen. Hier brummt’s. Die Arbeiter im VW-Werk Baunatal bei Kassel fertigen jeden Tag zigtausende Fahrzeugteile. Nach dem Stammwerk in Wolfsburg sind die Nordhessen die zweitgrößte Produktionsstätte von Deutschlands größtem Autobauer. Baunatal soll zum wichtigsten Lieferanten für die Elektrofahrzeuge des Konzerns werden. Olaf Korzinovski, Leiter Operations Volkswagen AG „Ganz konkret werden wir umstellen auf Elektromobilität von den klassischen Getrieben in E-Antriebe mit elektrischen Antrieben, Rotor Stator-In, bis hin zu Elektro-Schaltplatinen und der entsprechenden Software dazu.“ In den nächsten vier Jahren investiert VW 1,2 Milliarden Euro in die E-Transformation im Baunataler Werk, das irgendwann mal ein reines E-Werk werden soll. Zuletzt stockte die Produktion allerdings aufgrund der Halbleiterkrise. Weil E-Autos mehr Halbleiterchips brauchen als Kraftstoff-Fahrzeuge, traf der Mangel das Werk besonders. Knapp 600 Leiharbeiter mussten Anfang des Jahres gehen. Jörg Fenstermann, Leiter VW-Werk Baunatal „Es ist auf dem Weg der Besserung, so will ich es mal formulieren, wenn man von Patienten redet an der Stelle. Aber wir haben gelernt, mit Krisen zu leben. Wir müssen mit Krisen leben am Ende und letztendlich lernen wir das ja seit 2020.“ Doch die nächste Krise könnte angesichts der steigenden Energiekosten und der unsicheren Versorgungslage schon bevorstehen. Ein Gesprächsthema heute beim Besuch von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein im Werk. Droht im Winter ein Versorgungsstopp in Baunatal? Der Landeschef versucht zu beruhigen. Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen „Ich kann jedenfalls zusichern, dass es immer weitergehen wird und dass […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    AfD Hessen reicht Verfassungsklage ein — Lufthansa wieder im Normalbetrieb — Jugendherbergen gut besucht AfD reicht Verfassungsklage ein Die hessische AfD-Fraktion hat am Morgen beim Staatsgerichtshof Klage gegen den Einsatz von politischen Beamten beim Landeskriminalamt eingereicht. Ende letzten Jahres hatte der Landtag beschlossen, dass der LKA-Chef zukünftig ein politischer Beamter sein soll. Die AfD sieht darin einen verfassungswidrigen Einfluss auf die Polizei durch die Landesregierung, so Fraktionsvorsitzender Robert Lambrou heute in Wiesbaden. Laut Innenminister Peter Beuth müsse der oberste Verantwortliche für die Kriminalitätsbekämpfung im Land mit den politischen Zielen der Landesregierung übereinstimmen. Politische Beamte können jederzeit in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden. Lufthansa wieder im Normalbetrieb Nach dem Warnstreik des Bodenpersonals und massiven Flugausfällen gestern, könne der Flugbetrieb seit heute früh wieder regulär stattfinden. Nahezu alle Flüge fänden statt, teilte die Lufthansa heute in Frankfurt mit. Unterdessen läuft eine Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Cockpit über einen möglichen Streik. Sollten die Mitglieder bis Sonntag zustimmen, könnten auch die Lufthansa-Piloten demnächst streiken. Cockpit fordert für ihre Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn und einen automatischen Inflationsausgleich. Jugendherbergen gut besucht Die 36 Jugendherbergen in Rheinland-Pfalz haben für die Sommermonate eine gute Auslastung gemeldet. Einige Häuser registrierten im Juli sogar mehr Übernachtungsgäste als vor Corona. Ein Grund sei laut Landesverband, dass Schulen und Kindergärten nun Fahrten nachholten, die unter Corona nicht möglich waren. Nach Schulklassen seien Familien und Freizeitgruppen die häufigsten Gäste. Auch das 9-Euro-Ticket und das Chaos an den Flughäfen sorge für mehr Übernachtungen in den Jugendherbergen.

  • Streik des Lufthansa-Personals legt Frankfurter Flughafen lahm

    Streik des Lufthansa-Personals legt Frankfurter Flughafen lahm

    In den letzten Wochen haben wir immer wieder über den Frankfurter Flughafen berichtet – lange Schlangen bei der Sicherheits-überprüfung und ein regelechtes Koffer-Chaos. Heute nun geht fast gar nichts mehr an Deutschlands größtem Airport: das Bodenpersonal der Lufthansa streikt. Lufthansa hat daher allein in Frankfurt knapp 650 Flüge annulliert – und das mitten in der Ferienzeit. Heute Morgen am Frankfurter Flughafen: Nichts geht mehr bei der Lufthansa – fast alle Flüge fallen heute aus. Das ganz große Chaos bricht im Terminal aber trotzdem nicht aus. Die meisten Flugreisenden wurden rechtzeitig darüber informiert, dass sie gar nicht erst zum Flughafen kommen sollen. In der Abflughalle gestrandet sind vor allem Passagiere aus dem Ausland, deren Anschlussflüge annulliert wurden. Dan Petrescu (Flugreisender aus den USA): „Ich hatte einen Lufthansa-Flug für heute nach Rumänien gebucht. Der fällt wegen des Streiks aus. Das ist natürlich ärgerlich Jetzt stehen wir hier an für eine Umbuchung und hoffen, dass wir morgen Vormittag fliegen können.“ Monika Tomasovic (Flugreisende aus der Slowakei): „Unser Flug von Wien nach Frankfurt wurde gecancelled. Wir sind deshalb zehn Stunden lang mit dem Zug hergefahren. Das war eine ganze schöne Tortur. Jetzt hoffen wir, dass es wenigstens mit unserem Weiterflug nach Florida alles klappt.“ Zumindest heute wird es mit dem Weiterflug nach Florida wohl eher nichts werden. Denn die Schlange am Umbuchungs-Schalter ist lang. Und Flüge bei anderen Airlines sind jetzt in der Hauptreisezeit nicht leicht zu bekommen. Kein Wunder, dass sich das Verständnis für den Streik bei der Lufthansa bei den verhinderten Passagieren eher in Grenzen hält. Joachim Lodderstedt: „Das auf dem Rücken der Kunden zu machen, gucken Sie sich das Chaos an hier, ist für mich ehrlich gesagt nicht richtig. Klar, ich verstehe die Intention, dass sie natürlich versuchen mit dem Druck, dass die Lufthansa schneller reagiert. Aber ich finde es ein […]

  • Kommentar zum Streik des Bodenpersonals der Lufthansa

    Kommentar zum Streik des Bodenpersonals der Lufthansa

    Das Bodenpersonal der Lufthansa hat seine Arbeit am Frankfurter Flughafen niedergelegt – direkt zu Ferienbeginn. Dazu ein Kommentar vom stellvertretenden Chefredakteur von 17:30 SAT.1 LIVE, Philipp Stelzner. Viele tausend Urlauber sind wegen des Warnstreiks stocksauer – und das völlig zu Recht ! Natürlich hat das Bodenpersonal der Lufthansa eine harte Zeit hinter sich. Während der Corona-Krise wackelten ihre Jobs. Wegen der hohen Inflation fordert die Gewerkschaft ver.di für die 20.000 Beschäftigten jetzt 9,5 Prozent mehr Lohn. Dennoch ist der heutige Warnstreik völlig überzogen. Während der ersten zwei Tarifgespräche hat die Lufthansa ein Angebot vorgelegt, über das jetzt verhandelt werden könnte. Stattdessen zerstört die Gewerkschaft die Urlaubsträume vieler tausend Lufthansa-Kunden. Auch diese mussten in den vergangenen Monaten Corona, Existenzängste, Ukrainekrieg und Preisexplosion verkraften. Mehr als je zuvor haben sie sich jetzt auf unbeschwerte Ferien gefreut. Aber die Gewerkschaft ver.di macht ihnen das Leben mit dem Arbeitskampf noch schwerer. Sie verschlimmert das Chaos, das an den deutschen Flughäfen wegen des Personalmangels ohnehin schon herrscht. Das Bodenpersonal ramponiert das Image ihres Arbeitgebers Lufthansa, die gerade in einem beinharten Wettbewerb versucht, wieder Fuß zu fassen. Nein, dieser Warnstreik ist ein Arbeitskampf zur falschen Zeit am falschen Ort. Wobei bemerkenswert ist, dass sich Verdi-Chef Frank Werneke selbst bereits in den Urlaub verabschiedet hat. Bis zum 12. August ist er nicht zu sprechen. Man wünscht sich fast, Frank Werneke würde irgendwo in einer langen Schlange vor einem Check-In-Schalter stehen, um dort zu erfahren, dass sein Flug wegen eines Warnstreiks leider ausfällt.

  • Interview zum Gasnotstand mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt

    Interview zum Gasnotstand mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt

    Vor fünf Monaten hat Russland einen Krieg gegen die Ukraine begonnen. Es folgten Sanktionen und Gegensanktionen. Die Folge: Deutschland und andere europäische Staaten erhalten von Russland immer weniger Erdgas. Heute Morgen hat die russische Gazprom die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 auf 20 % der Kapazität reduziert. Die Energieminister der Europäischen Union haben deshalb einen Notfallplan beschlossen. Danach sollen die EU-Staaten ihren Gasverbrauch um 15 % senken. Aber viele Privathaushalte und Unternehmen wie die BASF in Ludwigshafen fürchten, dass Russland das Gas ganz abstellen könnte. Die Folge könnten Produktionsausfälle und kalte Wohnungen sein. Markus Appelmann, Moderator: Darüber wollen wir jetzt mit der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt sprechen. Guten Abend. Daniela Schmitt, FDP, Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz: Schönen guten Abend, Herr Appelmann. Appelmann: Viele Unternehmen befürchten, dass sie bald nicht mehr genug Erdgas bekommen. Was sagen Sie denen? Schmitt: Wir sind von Beginn an dieses brutalen Angriffskrieges Putins auf die Ukraine im ganz engmaschigen Dialog mit den betroffenen Unternehmen, aber auch den Kammern und Verbänden. Wir haben eine Spitzenrunde der Energiesicherheit der rheinland falschen Wirtschaft eingerichtet. Wir tagen ganz regelmäßig, und mir ist es wichtig, im Dialog zu schauen, was sind die Herausforderungen und vor allen Dingen: Wie gehen wir damit um? Denn die rheinland pfälzische Wirtschaft ist sehr energieintensiv und deswegen geht es gemeinsam darum, durch diese schwere Zeit zu kommen. Appelmann: Letzte Woche gab es einen Energiegipfel in der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei. 15 Prozent Gas will das Land einsparen. Was tun Land und Kommunen dafür? Schmitt: Wir haben uns darauf verständigt, als Landesregierung mit den Ministerien und den nachgelagerten Behörden, aber eben auch gemeinsam mit den Kommunen zu schauen, wo können wir Gas einsparen, wo können wir aber auch Strom einsparen. Und deswegen haben wir mit ganz konkreten Maßnahmen beispielsweise der Raumtemperatur, aber auch der Beleuchtung, der Wasserversorgung, konkrete Maßnahmen […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Lufthansa streicht fast alle Flüge +++ Bauern ziehen positive Bilanz +++ Gewinnsprung bei Wintershall Dea Lufthansa streicht fast alle Flüge: Deutschlands größte Fluggesellschaft Lufthansa hat wegen des Warnstreiks ihres Bodenpersonals am Mittwoch nahezu alle Flüge an ihren deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München abgesagt. Dies teilt das Unternehmen heute mit. In Frankfurt müssen fast 700 Flüge gestrichen werden, davon einige schon heute. Betroffen sind an Deutschlands größtem Flughafen voraussichtlich 92.000 Passagiere. Die Gewerkschaft Ver.di hat für morgen rund 20.000 Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Damit möchte sie Druck in den laufenden Gehaltsverhandlungen aufbauen. Bauern ziehen positive Bilanz: Gute Erträge, meist hohe Qualität – der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Nassau ist zufrieden mit der diesjährigen Ernte. Wie der Verband heute in der Eifelgemeinde Weinsheim mitteilt, konnten die Landwirte dank genügend Niederschlag im Winter und Frühjahr dieses Jahr mehr Getreide und Raps als in den Vorjahren ernten. Auch für die Obsternte erwartet der Verband dieses Jahr gute Erträge. Sorgen bereiten den Bauern die momentane Hitzewelle sowie gestiegene Preise für Energie und Dünger. Außerdem appelliert der Verband an die Politik, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln für Sonderkulturen zuzulassen, die in anderen EU-Staaten erlaubt sind. Gewinnsprung bei Wintershall Dea: Der Öl- und Gaskonzern Wintershall Dea hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Gestiegene Öl- und Gaspreise führten zu einem Gewinnanstieg von 168 auf 608 Millionen Euro, so das Unternehmen mit Sitz in Kassel. Bis zum Jahresende will das Unternehmen mehr Gas und Öl produzieren, 640.000 Barrel pro Tag statt zuletzt rund 620.000. Wintershall Dea gehört zu 70 Prozent dem Ludwigshafener Chemiekonzern BASF.