Wirtschaft

  • Spargel wird zum Ladenhüter

    Spargel wird zum Ladenhüter

    Wir haben Mitte Mai und normalerweise läuft die Spargel-Saison gerade auf Hochtouren. Und die Voraussetzungen sind eigentlich gut: Die Spargel-Bauern sind zufrieden mit der Menge und der Qualität. Aber: Zu oft bleibt der Spargel liegen. Es wird zu wenig verkauft und das bringt die Landwirte in die Bedrängnis. Die Gründe für die Absatz-Krise beim Spargel sind vielfältig. Tim Ballreich. Spargelbauer in der Vorderpfalz. Die aktuelle Lage beschreibt er als „äußerst bescheiden“. Viel Arbeit aber zu wenig Geld.  Tim Ballreich, Spargelbauer aus Dudenhofen „Wir haben Leute bestellt, Mitarbeiter organisiert, die sind für drei Monate gekommen. Wir haben uns außerhalb und nach der Spargelzeit viel Arbeit gemacht, mit den Anlagen, wir haben investiert, wir haben Pflanzen gekauft, Folie gekauft, haben sie ausgelegt, wir gehen immer ein Jahr im Voraus, mit unserer Investition, mit unserem Arbeitsaufwand für die Erntesaison. Der Erntesaison geht ein ganzes Jahr voraus. Das haben wir vorausgestreckt und das kommt jetzt nicht zurück. Normalerweise müsste ich aufhören.“ Das Problem: Die Kunden kaufen zu wenig Spargel. Das führt zu einem Minus in der Kasse bei den Landwirten. Die gestiegenen Preise in allen Lebensbereichen führen dazu, dass Kunden häufig günstigeren Spargel aus dem Ausland kaufen. Tim Ballreich, Spargelbauer aus Dudenhofen „Verstehe ich alles. Wenn ich im Supermarkt vor zwei Sorten Spargel stehe, vor griechischem für die Hälfte vom Preis wie beim Deutschen, und ich habe nächste Woche noch meine Ölrechnung zu bezahlen, wo greife ich dann hin? Ist doch ganz logisch.“ Die Kritik der Spargelbauer richtet sich an den Lebensmittel-Handel und die Verbraucher. Simon Schumacher, Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer „Unsere Kritik ist gerichtet vor allem an das Gebahren des Handels, dass der Importe ganz lange im Jahr beibehält, dabei haben wir hier saisonal und regional gut produzierte Produkte. Und auch an den Verbraucher, dass er hier alles Geld spart für seinen […]

  • Schwimmmeister dringend gesucht!

    Schwimmmeister dringend gesucht!

    Ab ins Schwimmbad, bei den Temperaturen doch immer eine gute Idee. Mittlerweile haben auch die meisten Freibäder bei uns in Hessen und Rheinland-Pfalz geöffnet. Doch so unbeschwert wie einst ist die Lage für die Bäderbetreiber nicht, denn sie kämpfen mit massivem Personalmangel. Werner Federhenn hat alles im Blick, und das bereits seit über 40 Jahren. Werner Federhenn, Schwimmmeister: „In jungen Jahren hatte ich die einmalige Gelegenheit, dass mein Papa auch schon Schwimmmeister ist und da lag das natürlich nahe, dass man auch die Kindheit mehr oder weniger im Schwimmbar verbringt und es hat sich dann so ergeben, dass man den Beruf dann ergreifen möchte.“ Bademeister sein umfasst weit mehr als nur am Beckenrand zu stehen. Werner Federhenn, Schwimmmeister: „Man muss immer auf dem Sprung sein. Wir haben Millionenschwere Technik im Keller stehen, die natürlich auch gepflegt, gewartet und beaufsichtigt werden muss und wir haben Umgang mit Menschen, wir sind an der frischen Luft und was mir immer ganz besonders – auch jetzt noch – Spaß macht ist, Kindern das Schwimmen beizubringen.“ Werner Federhenn ist Schwimmmeister aus Leidenschaft, und als solcher quasi ein aussterbendes Exemplar. Denn immer weniger junge Leute entscheiden sich dafür, Fachangestellte für Bäderbetriebe – wie der Ausbildungsberuf genau genommen heißt – zu werden. Rheinland-Pfalz und das Saarland zusammen bekommen jährlich gerade mal eine Berufsschulklasse mit im besten Fall 25 Auszubildenden zusammen. Ein Mangel, der für die Bäderbetreiber deutlich spürbar ist. Dirk Osterhoff, Geschäftsführer Regionalbad Bingen-Ingelheim GmbH: „Für unsere drei Bäder, das Freizeitbad Rheinwelle, das Naturbad Bingen und hier im Freibad Ingelheim betreiben wir diese drei Bäder, haben momentan zwei Vollzeit-Planstellen unbesetzt. Und wenn dann noch Krankheitsausfälle dazukommen, – wir sprechen immer noch über Corona, das kann auch sehr kurzfristig sein, – muss man schon sagen, dass wir teilweise mit dem Rücken an der Wand stehen, aber noch gelingt […]

  • Mainz und die Biontech-Millionen

    Mainz und die Biontech-Millionen

    Eine Stadt, die sich fühlt als hätte sie im Lotto gewonnen. So geht es wohl Mainz, seit der Corona-Impfstoff von Biontech von dort aus um die Welt ging. Die Gewerbesteuer hat die Stadt schon gesenkt, bis Ende des Jahres will Mainz komplett schuldenfrei sein. Heute wurde bekannt gegeben, was man sonst noch mit dem Geldsegen vorhat. Ideen gibt es jedenfalls genug Anna P., Studentin „Mein Wunsch auf jeden Fall mehr für die Gemeinschaft, für soziale Zwecke. Ich verstehe dass der Pharmazie-Standort gestärkt werden soll aber primär würde mir es darum gehen, dass die Menschen vor Ort was davon haben.“ Margret Boden, Rentnerin „Dass die Straßen mal besser gemacht werden für Fahrradfahrer. Abends kann man auf der Straße kein Fahrrad mehr fahren. Ziemlich duster und auf einmal so ein Loch.“ Astrid Lentes, Rentnerin „Bisschen günstigere Wohneinheiten bauen, weil die Mieten sind ja kaum noch zu bezahlen in der Stadt. Das wäre so mein Wunsch. Diese Wünsche der Mainzer Bürger wurden heute natürlich nicht alle erfüllt und doch wollte die Stadt wie es heute heißt etwas an sie zurückgeben. Erstmal sollen rund 650 Millionen Euro Schulden getilgt werden, bis Ende des Jahres will die Landeshauptstadt komplett schuldenfrei sein. Michael Ebling (SPD), Oberbürgermeister Mainz „Aber wir wollen natürlich auch den Bürgern zeigen, dass es für sie von Vorteil ist wenn die Stadt finanzstark ist. Deshalb investieren wir jetzt allein für dieses Jahr nochmal 50 Millionen. Schule, Kultur aber klar mit dem Fokus auf Klimaschutz und einer nachhaltigen Mobilität.“   Mehr als 20 Millionen Euro fließen in den ÖPNV, unter anderem für neue Elektrobusse und die Einführung eines 365-Euro-Tickets für Schüler und Auszubildende. Für dieses Jahr rechnet man in Mainz mit einem Haushaltsüberschuss von 490 Mio. Euro, im vergangenen Jahr waren es 650 Millionen. Der Bund der Steuerzahler hat heute sogar Lob für die […]

  • Wie sicher ist unsere Energieversorgung, Herr Al-Wazir?

    Wie sicher ist unsere Energieversorgung, Herr Al-Wazir?

    Am 24. Februar hat Russland den Krieg gegen die Ukraine begonnen. Seitdem sind viele tausend Menschen gestorben, Millionen sind geflüchtet. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz sind die Folgen des Krieges deutlich spürbar. Benzin, Erdgas, Lebensmittel. Fast alles ist in den vergangenen Wochen deutlich teurer geworden. Was die Politik jetzt tun kann, darüber sprechen wir gleich hier im Studio mit dem hessischen Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir. Doch zunächst blicken wir auf die aktuelle Lage. Der Blick auf die Zapfsäule lässt viele Menschen gerade verzweifeln. Auch in Mainz ist der Preis für einen Liter Benzin deutlich über zwei Euro gestiegen. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, dass Kraftstoffe im März fast 50% teurer waren als vor einem Jahr. Diese hohe Belastung will die Bundesregierung mit dem Entlastungspaket abfedern. So hat der Bundestag letzte Woche beschlossen: Ab Juni soll das Benzin billiger werden und es soll ein Neun-Euro-Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr geben. Drei Monate sollen die Bürger unterstützt werden. Wie lange die Energiepreise wegen des Ukraine-Kriegs so hoch bleiben, ist aber unklar. Das größte Problem: Deutschland ist von russischer Energie abhängig. Der Anteil russischer Gaslieferungen nach Deutschland liegt bei über einem Drittel. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hofft, diesen Anteil in den nächsten zwei Jahren auf 10% senken zu können. Bei Öl aus Russland sieht es besser aus. Die Importe sind in den letzten Wochen stark gesunken. Die EU plant sogar ein Öl-Embargo. Dass Deutschland von russischem Gas und Öl  unabhängig wird, liegt aber noch in weiter Ferne. So ruft Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck heute zum Energiesparen auf. Denn was passiert, wenn Russland den Gashahn irgendwann einfach zudreht? Dann würden die Privathaushalte grundsätzlich bevorzugt. Das hat heute der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, klargestellt. Bei einem Lieferstopp würde die Gasversorgung der Unternehmen nach bestimmten Kriterien nach und nach abgeschaltet. Auch wenn dann zum Beispiel beim […]

  • Trainieren für die Tram-EM!

    Trainieren für die Tram-EM!

    Nächste Woche findet in Leipzig eine besondere Europameisterschaft statt: Dann werden Straßenbahnfahrer aus insgesamt 19 Nationen gegeneinander antreten: Im Kampf um den Titel „Bestes Tram-Team Europas“. Einen der heißbegehrten Startplätze hat sich das Team der Verkehrsgesellschaft Frankfurt gesichert. Bei dieser EM heißt es nicht „höher, weiter, schneller“, sondern eher „sicherer, vorausschauender und kontrollierter“. Auf die Gleise, fertig, los! Manuela Siering beim Training für die Tram-Europameisterschaft 2022. Seit gerade mal 2,5 Jahren fährt sie Straßenbahn. Und trotzdem hat sie sich Anfang April mit ihrem Kollegen Christoph Ditterich in einem internen Vorentscheid gegen 7 andere Teams durchgesetzt. Seitdem wird fleißig trainiert. Am meisten Respekt hat die 35-jährige Tram-Fahrerin vor der Disziplin „Punktgenaues Bremsen“. Manuela Siering, Schienenbahnfahrerin VGF: „Das sind halt so viele Faktoren, die da auf einmal auf einen zukommen. (…) Weil man verschiedene Sachen abschätzen muss. Einmal, dass man rechtzeitig bremst, nicht zu früh bremst. Man muss die richtige Geschwindigkeit haben und man will natürlich auf der Platte stehen bleiben.“ Weitere Disziplinen: Eine vorgegebene Geschwindigkeit halten, obwohl der Tacho abgeklebt ist. Oder mit der Tür möglichst nah am Zielbereich stoppen. 2018 war die Tram-EM das letzte Mal in Deutschland. In diesem Jahr, am 21. Mai, geht es nach Leipzig. Dort kommen dann 25 Teams aus insgesamt 19 Nationen zusammen. Michael Rüffer, VGF-Geschäftsführer Technik und Betrieb: „Wir leben davon, dass wir uns untereinander kennen, wir Trambahn-Betriebe. Sei es national aber auch international. Wir haben zum Beispiel mit Leipzig total enge Verbindungen, haben uns gegenseitig schon geholfen. Hier sind schon mal Leipziger Fahrer bei uns gefahren. Wenn sonst irgendwas ist, wir tauschen uns innerhalb der Betriebe aus.“ Auch wenn hier der Spaß an erster Stelle steht; Manuela Siering sammelt bei den Übungen auch Erfahrungen für ihren beruflichen Alltag. Denn auch da muss sie Tag für Tag ein gutes Gespür für die bis zu […]

  • Lufthansa hindert jüdische Passagiere an Weiterflug

    Lufthansa hindert jüdische Passagiere an Weiterflug

    Es ist ein Aufschrei in den sozialen Medien. Wie jetzt bekannt wurde, hat die deutsche Lufthansa einer Gruppe orthodoxer Juden den Weiterflug von Frankfurt nach Budapest verweigert. Der Grund: Einige wenige aus der Reisegruppe hatten sich auf dem Flug geweigert, Masken zu tragen. Die Lufthansa sieht sich deshalb mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert. Und das war geschehen: Nach Passagierberichten waren am 04. Mai über 100 orthodoxe Juden auf dem Weg von New York nach Budapest. Bei einem Zwischenstopp am Frankfurter Flughafen seien 127 erkennbar jüdisch aussehende Passagiere am Boarding der Lufthansamaschine gehindert worden. Video: „Aus betrieblichen Gründen auf dem Flug von New York, müssen wir allen Passagieren hier den Weiterflug streichen. Sie wissen, warum.“ – „Wir wissen es nicht!“ Hintergrund seien Vorfälle auf dem Flug von New York nach Frankfurt gewesen. Passagiere hätten sich geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Nach den Worten mehrerer Passagiere waren dies aber Einzelfälle und betraf nicht alle Juden auf dem Flug. Trotzdem seien diese kollektiv an der Weiterreise gehindert worden. Rund 30 nicht jüdisch aussehende Personen hätten dagegen den Flug antreten dürfen. Passagiervideos am Gate zeigen die Situation vor Ort. Video: „Es waren jüdische Personen, die das Chaos und die Probleme gemacht haben.“ – „Es waren also Juden, die Probleme gemacht haben, deshalb wird allen Juden der Weiterflug verboten?“ – „Nur für diesen Flug.“ Lufthansa hat den Vorfall am Frankfurter Flughafen inzwischen bestätigt und sich gestern Abend auf Twitter geäußert. Sprecherin Lufthansa „Wir entschuldigen uns bei allen Gästen nicht nur dafür, dass sie nicht reisen konnten, sondern auch dafür, dass ihre persönlichen Gefühle verletzt wurden. […] Wir werden mit den betroffenen Fluggästen in Kontakt treten, um uns zu entschuldigen und offen zu diskutieren, wie wir unsere Abläufe in solchen Situationen verbessern können.“ Ein Statement, das eine Welle der Empörung bei den Twitter-Nutzern hervorruft: „Kollektivbestrafung ist so ein […]

  • Im Interview: Wolf Matthias Mang, der Vorstandsvorsitzende von Hessenmetall

    Im Interview: Wolf Matthias Mang, der Vorstandsvorsitzende von Hessenmetall

    In einem Wirtschaftszweig ist richtig viel im Umbruch: bei der Metall- und Elektroindustrie in Hessen. Herausforderungen: Zum Beispiel die Lieferkettenproblematik oder der Wandel in der Autobranche, wo immer mehr Elektro-PKW produziert werden. Das Hessenforum in Frankfurt, das vor wenigen Minuten gestartet ist, spricht genau die Themen an – es geht um neue Geschäftsmodelle und um Kooperationen mit IT-Unternehmen, um die Arbeit von morgen neu zu organisieren. Die Arbeit der rund 130.000 Beschäftigten in der Metall-, Elektro- und IT-Industrie in Hessen. Markus Appelmann, Moderator:: Darüber spreche ich jetzt mit Wolf Matthias Mang, selbst Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens in Hessen und Vorstandsvorsitzender von HESSENMETALL. Guten Tag. Wolf Matthias Mang, Präsident der hessischen Unternehmerverbände: Ja, grüß Gott. Appelmann: Herr Mang, Elektroautos sind viel einfacher zu produzieren als Autos mit Verbrennungsmotor. Wie verändert sich die Arbeitswelt? Und was passiert mit den Tausenden Menschen bei uns, die aufgrund des Wandels ihren Job verlieren? Mang: Also zunächst mal die gute Nachricht: Es wird nicht darum gehen, dass Tausende von Menschen ihren Job verlieren werden. Es wird sich für Tausende Menschen der Job verändern. Aber das, was Sie sagen, das besprechen wir heute hier mit 250 Gästen, mit vier Präsidenten von Hochschulen und mit Unternehmern, sei es von Opel, sei es von RÖMheld, sei es von Siemens und eine Vielzahl weiterer unserer Mitgliedsunternehmen. Da wollen wir gemeinsam vorankommen, da wollen wir gemeinsam Lösungssätze erarbeiten und da sind wir auch sehr zuversichtlich. Appelmann: Ein großes Thema auf Ihrem Forum ist auch die Lieferketten-Problematik. Unsere Zuschauer bemerken in allen Bereichen, dass die Produkte längere Lieferzeit haben und teurer werden. Was tun Sie gegen dieses Problem? Mang: Auch da wollen wir mit den Hochschulen heute intensiv ins Gespräch kommen und mit den Unternehmensvertretern auch hören, welche Best-Practice-Beispiele es schon gibt. Aber zum Beispiel, der US Präsident hat gerade eine großartige […]

  • Hohe Energiekosten belasten das Handwerk

    Hohe Energiekosten belasten das Handwerk

    Der Blick auf die nächste Nebenkostenabrechnung dürfte für viele wohl ein Schock werden: Denn seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine klettern die Energiepreise in nie geahnte Höhen. Tendenz: Weiter steigend. Nicht nur Privathaushalte, sondern auch Unternehmen sind von dieser Entwicklung betroffen. Vor allem solche mit einem hohen Energiebedarf wie etwa Bäcker. Für die Kunden bedeutet das wiederum, dass sie für Brot und andere Backwaren wohl schon bald deutlich tiefer in die Tasche greifen müssen. Die Großbäckerei Eifler in Frankfurt-Fechenheim: Rund 160 Mitarbeiter produzieren hier Tag für Tag viele Tausend Brote, Brötchen und Kuchen. Seniorchef Gerhard Eifler ist seit über 50 Jahren im Geschäft. In dieser Zeit hat er das über 100 Jahre alte Familienunternehmen in ein kleines Back-Imperium mit insgesamt 78 Filialen im ganzen Rheinmaingebiet verwandelt. Doch so eine Situation wie jetzt hat er all den Jahren noch nie erlebt. Gerhard Eifler, Bäckerei Eifler: „Wir haben letztes Jahr im Januar 2021 für Strom 31500 Euro bezahlt. Und dieses Jahr im Januar 83000 Euro. Und für Gas ist es noch extremer. Da haben wir im Januar 2021 11500 Euro bezahlt. Und dieses Jahr im Januar 57000 Euro. Also das ist ums Zigfache gestiegen. Bei Gas rund ums Fünffache.“ Und das – wohlgemerkt – noch vor dem Ukraine-Krieg. Seitdem sind die Preise für Strom und Gas weiter gestiegen. Dazu kommt die Sorge, dass Gas in den kommenden Monaten auch noch knapp werden könnte. Gerhard Eifler, Bäckerei Eifler: „Da wir alle Öfen mit Gas beheizen, wäre das für uns der Ober-GAU. Wir könnten also überhaupt nicht mehr backen und könnten damit nicht mehr liefern. Wir müssten also den Betrieb schließen.“ Eine berechtigte Sorge – wie auf einer Podiumsdiskussion von Wirtschaftsverbänden und Energieversorgern gestern Abend in Frankfurt deutlich wird. Dr. Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende ENTEGA AG, Präsidentin Bundesverband Energie- und Wasserwirtschaft: „Das kann passieren. […]

  • Neuer Flugsteig bleibt erst noch einmal geschlossen

    Neuer Flugsteig bleibt erst noch einmal geschlossen

    Im Süden des Frankfurter Flughafens entsteht gerade ein drittes Terminal. Während in Berlin die Eröffnung des neuen Flughafens erst mit jahrelanger Verspätung erfolgt ist, hat der Frankfurter Flughafen gewissermaßen ein umgekehrtes Problem – denn der Flughafenbetreiber Fraport hat heute, genau im Zeitplan, den ersten fertigen Flugsteig präsentiert. Bis es sich aber lohnt, dass von dort auch Passagiere abheben, wird es noch einige Jahre dauern. Sichtbar stolz steht Flughafen-Chef Stefan Schulte in der Check-In-Halle des Flugsteigs G. Weniger als drei Jahre sind vom Baustart bis zur Fertigstellung vergangen, doch in den nächsten Jahren werden hier erst mal nur Probe-Gepäckstücke eingecheckt. Denn nach dem Passagiereinbruch im Zuge der Corona-Pandemie ist der neue Flugsteig genau genommen zu früh fertig geworden. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport „Wir werden noch mehrere Jahre brauchen bis der gesamte Luftverkehr Corona überwunden hat. Und das hat dazu geführt, dass wir hier in Terminal 3 zwei Jahre die Inbetriebnahme verschoben haben auf Anfang 2026, damit sehr geordnete Prozesse haben, aber gleichzeitig im Einkauf alles haben weiter laufen lassen, die Projekte haben weiter laufen lassen und deswegen ja auch den ganzen Stahl etc. schon haben.“ Weil ein Großteil der Bauvergaben schon vor Corona erfolgt sei, ist der Flughafenbetreiber zuversichtlich, dass die geplanten Kosten von vier Milliarden Euro für den Terminal-Neubau eingehalten werden können. Ursprünglich war der neue Flugsteig G vor allem für Billig-Airlines geplant, die Fraport zur schnellen Fertigstellung gedrängt hatten. Doch mittlerweile fehlen nicht nur die Passagiere, mit Ryanair hat sich auch eine prominente Airline vom Frankfurter Flughafen verabschiedet. Für Stefan Schulte kein Grund zur Sorge. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport „Pier G ist für alle Arten von Airlines ausgelegt. Das kann low-cost sein, das kann ganz normaler Urlaubsverkehr sein, das kann ganz normaler point-to-point-Verkehr sein. Also auch auf andere große europäische Städte, Hubs und so weiter. Aber da ist die […]

  • Ministerrat trifft sich mit Unternehmensleitung Boehringer Ingelheim

    Ministerrat trifft sich mit Unternehmensleitung Boehringer Ingelheim

    Der Ukraine-Krieg hat auch Auswirkungen auf Industrie und Unternehmen hier bei uns. Viele sind durch die Corona-Pandemie ohnehin bereits gebeutelt und auch der Fachkräftemangel wird von Jahr zu Jahr dramatischer. Um sich über die aktuelle Situation auszutauschen und sich ein Bild vor Ort zu machen, hat sich der rheinland-pfälzische Ministerrat heute bei einem der größten Unternehmen im Land getroffen. Bis zum Ende nächsten Jahres soll hier auf dem Gelände von Boehringer Ingelheim ein nagelneues Biomassekraftwerk entstehen. Dadurch will das Pharmaunternehmen seinen CO2-Ausstoß verringern und den Energiebedarf weitgehend selbst decken. Eine weise Entscheidung, die da vor über einem Jahr getroffen worden ist, blickt man auf die aktuellen energiewirtschaftlichen Herausforderungen. Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz: „Die Wirtschaft war auf Erholungskurs nach der Corona-Pandemie und durch den Angriffskrieg von Putin auf die Ukraine sind die Unternehmen im Moment extrem gefordert. Das sind einmal gestörte Lieferketten, aber natürlich auch die Herausforderungen bei der Energieversorgung und bei den dramatisch steigenden Energiepreisen.“ Themen, die beim heutigen Aufeinandertreffen der Minister mit Vertretern von Boehringer Ingelheim intensiv diskutiert worden sind. Aber auch Zukunftsthemen wie die Entwicklung des Arbeitsmarkts und Digitalisierung standen auf der Agenda. Sabine Nikolaus, Landesleiterin Deutschland Boehringer Ingelheim: „Ein Dialog ist in dieser jetzigen Lage zwischen Industrie und der Politik für beide Seiten ganz besonders wichtig, weil es einfach auch ein gewisses gegenseitiges Verständnis schafft. Und wir brauchen in der jetzigen Lage mehr denn je eine Politik, die nicht nur die Notwendigkeit zur Innovation bejaht und unterstützt, sondern auch mit einer kohärenten Politik die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie tatsächlich auch stärkt.“ Ein wesentlicher Aspekt ist die Gewinnung von Fachkräften. Das Unternehmen wird stetig größer. Es braucht also auch mehr Mitarbeiter. Das Problem: In bestimmten Berufen ist der Markt leergefegt. Christjan Knudsen, Arbeitsdirektor Deutschland Boehringer Ingelheim: „Deswegen müssen wir hier unsere eigenen Ausbildungszahlen erhöhen, damit wir in den […]

  • Glashersteller Schott experimentiert mit Wasserstoff

    Glashersteller Schott experimentiert mit Wasserstoff

    In seinen Schmelzanlagen produziert das Mainzer Unternehmen Schott jeden Tag hunderte Tonnen Glas. Dafür ist jede Menge Energie nötig. Nach Angaben des Unternehmens entsteht dabei jährlich mehr CO2 als in allen Mainzer Haushalten zusammen. Zeit, etwas zu ändern, denkt sich der Konzern nun, und testet in einem großen Pilotprojekt jetzt, ob zur Glasherstellung auch Wasserstoff verwendet werden kann. Die Herstellung von Glas ist eine heiße Angelegenheit. Rund um die Uhr sind die Schmelzwannen von Schott in Betrieb und erreichen dabei Temperaturen von bis zu 1.700 Grad. Beheizt werden die Wannen vor allem mit Erdgas. Künftig möchte Schott klimafreundlicher produzieren und testet deshalb in einem Pilotprojekt gemeinsam mit den Mainzer Stadtwerken erstmals die Beimischung von Wasserstoff. Jens Schulte, Finanzvorstand Schott „Wir erwarten, dadurch dass Glas ein sehr sensibles Material ist, Veränderungen möglicherweise zum Beispiel in der Produktqualität. Vielleicht bilden sich bestimmte Muster anders. Das muss man sehr sorgsam analysieren. Wir haben viele tausend Sensoren an unseren Wannen, die das dann im Einzelnen aufzeichnen.“ Ab August wird in einer der Schmelzwannen nach und nach bis zu 35 Prozent Wasserstoff eingesetzt. Mehr als 700.000 Euro kostet das Pilotprojekt, knapp die Hälfte davon übernimmt das rheinland-pfälzische Umweltministerium durch EU-Fördermittel. Die Landesregierung hält besonders in energieintensiven Branchen den Einsatz von Wasserstoff für sinnvoll. Katrin Eder, Bündnis 90 / Die Grünen, Umweltministerin Rheinland-Pfalz „Er ist relativ teuer. Er ist selten. Und deswegen müssen wir uns ganz genau überlegen, wofür wir so einen wichtigen Stoff wie Wasserstoff am Ende einsetzen. Man sollte ihn nicht verschwenden in Autos. Die können gut batterieelektrisch betrieben werden. Sondern die großen Nutzfahrzeuge, die schweren Maschinen oder eben industrielle Prozesse, dafür ist der Wasserstoff gut geeignet.“ Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind die Preise für Wasserstoff nochmal stark gestiegen. Momentan wäre der Einsatz in großen Mengen für ein Unternehmen wie Schott […]

  • Krebsforschung in Mainz

    Krebsforschung in Mainz

    „Rheinland-Pfalz soll zum führenden Standort für Biotechnologie werden.“ – So steht es im Koalitionsvertrag der rheinland-pfälzischen Ampel-Regierung. Durch die erfolgreiche Entwicklung eines Impfstoffs zum Schutz gegen das Coronavirus durch das Mainzer Unternehmen BioNTech ist dieses Ziel deutlich näher gerückt. Und auch in der Krebsforschung ist Rheinland-Pfalz ganz vorne mit dabei. BioNTech in der Mainzer Oberstadt – es ist das Flaggschiff der Biotechnologie-Branche in Rheinland-Pfalz. Direkt nebenan: das Forschungsinstitut TRON. Hier arbeiten knapp 150 Wissenschaftler daran, die Lücke zwischen der medizinischen Grundlagenforschung und der Gesundheitsversorgung am Patienten zu schließen, vor allem im Bereich der Krebsforschung. Vor zwölf Jahren ist das Unternehmen als Ausgründung der Universitätsmedizin Mainz entstanden. Prof. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender Universitätsmedizin Mainz „Keine Wunde heilt ohne das Immunsystem. Kein Krebs wird besiegt, ohne dass nicht das Immunsystem dort mitmacht. Und es geht jetzt darum, genau dieses zu stärken. Und ich sehe tatsächlich als Ergebnis, als gar nicht unrealistisches Ergebnis, dass wir eine neue Phase der Medizin einläuten, in dem der einzelne Kranke viel mehr in das Spiel kommt, personalisiert für ihn eine Therapie gefertigt wird, und sein Immunsystem ihm hilft, gesund zu werden.“ Und genau das will TRON ausbauen. Bald sollen am Standort mehrere Hundert Mitarbeiter an der individualisierten Immuntherapie forschen, erzählt TRON-Mitbegründer Uğur Şahin. Ein neues Gebäude auf dem Gelände der Universitätsmedizin solle das ermöglichen. Uğur Şahin, Mitbegründer und Gesellschafter TRON gGmbH „Dieses neue Gebäude ist angedacht als Kooperationsplattform für Forscher hier aus Mainz, der Universität, der Universitätsmedizin. Wir wollen vor allem auch klinische Forscher an die Universitätsmedizin attrahieren, die helfen, neue Fragestellungen zum Patienten zu bringen.“ Mit dieser Ausweitung möchte TRON nicht nur renommierte Spitzenforscher in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt holen, sondern auch ein Ausbildungszentrum für junge Talente schaffen. Das Land, genau wie die übrigen Gesellschafter, wollen dafür ihre Anteile vollständig reinvestieren. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Der früheren […]

  • Neuer Streiktag in Rheinland-Pfalz: Busse stehen still und Kitas bleiben zu

    Neuer Streiktag in Rheinland-Pfalz: Busse stehen still und Kitas bleiben zu

    Seit gestern Nacht läuft der Busfahrer-Streik im privaten Bus-Gewerbe – mit einer enormen Beteiligung. Heute haben sich die Busfahrer gemeinsam mit den ebenfalls streikenden Erziehern zu einer Kundgebung in Mainz getroffen. Sie fordern mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.   Die Busfahrer blasen zum Streik. Lautstark und mit ordentlich Wut im Bauch machen sich heute Morgen etwa 1000 Busfahrer auf den Weg durch Mainz. Unterstützt werden sie von etwa 500 Erzieherinnen und Erziehern. Obwohl man sich auf einen Manteltarifvertrag geeinigt hat, fehlt die Unterschrift des Arbeitgeberverbandes. Marko Bärschneider, Verhandlungsführer Ver.di: „Die Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer, dass dieser Tarifvertrag immernoch nicht in Kraft gesetzt wurde durch die Unterschrift und sie werden solange immer wieder Streikmaßnahmen aufrufen, bis entsprechend der Tarifvertrag auch unterschrieben ist und gilt.“ Der Arbeitgeberverband weigert sich aktuell den ausgehandelten Vertrag zu unterschreiben. Der Grund: Man könne sich mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Mobilität noch nicht einigen zu welchen Teilen der Lohnanstieg vom Land bezahlt wird. Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V.: „Den Manteltarifvertrag werden und können wir erst unterschreiben, wenn wir verbindlich wissen, welche Änderungen hieraus in welcher Höhe auf welcher Grundlage refinanziert werden.“ Der Arbeitgeberverband sieht den Ball nun bei der Politik liegen. Beim Ministerium für Mobilität zeigt man sich verständnisvoll. Man könne den Unmut der Busfahrer verstehen und arbeite an einer Lösung. Michael Hauer (Bündnis 90 / Die Grünen), Staatssekretär Ministerium für Mobilität: „An dieser Stelle ist es uns auch noch einmal wichtig zu zeigen, das ist nicht alleine Aufgabe der Kommunen und des Landes. Da muss der Bund auch seinen Beitrag zu leisten. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass Regionalisierungsmittel entsprechend schon dieses Jahr fließen sollen, dass die angehoben werden sollen um auch Leistungsausweitungen zu ermöglichen. Das ist nach aktuellem Stand noch nicht passiert.“ Während die Politik den Ball von den Kommunen […]

  • Gewinneinbruch bei der BASF

    Gewinneinbruch bei der BASF

    Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind die Energie-Preise nahezu explodiert. Das trifft nicht nur die Verbraucher, sondern auch die Firmen im Land, die viel Energie brauchen. Wie zum Beispiel den größten Chemiekonzern der Welt – die BASF mit Sitz in Ludwigshafen. Bei der heutigen virtuellen Hauptversammlung ging es deshalb weniger um die zuletzt auch in der Krise guten Geschäftszahlen, sondern eher um die Frage: Wie sehr beeinträchtigt der Krieg das Geschäft des Chemiekonzerns? Noch läuft bei der BASF alles relativ normal, doch wie lange noch? Vorstands-Chef Martin Brudermüller warnt heute vor den Folgen eines russischen Erdgas-Embargos. Zwar wolle sein Konzern die Abhängigkeit von russischem Gas verringern, allerdings: Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender BASF: „Das alles geht nicht auf Knopfdruck. Wenn über Nacht die Erdgaslieferungen aus Russland wegfallen, würde das zu einer irreversiblen Schädigung der Volkswirtschaft führen. Im Extremfall müssten wir die Produktion in Ludwigshafen einstellen.“ Der Konzern beziehe sein Gas zwar nicht direkt aus Russland, dafür aber einige Lieferanten. Bis spätestens Anfang Juli plant die BASF, ihre Geschäfte in Russland und Belarus einzustellen – außer der Nahrungsmittelproduktion. Wegen des Kriegs rechnet man in Ludwigshafen 2022 mit einem Umsatzrückgang. Im ersten Quartal war der Gewinn rund 30 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.. Ein Grund: das vorläufige Ende von Nordstream 2. Die BASF-Tochter Wintershall DEA hatte die Gaspipeline mitfinanziert. In der gesamten Chemiebranche herrsche derzeit eine große Unsicherheit, so Brudermüller. Martin Brudermüller, Vorstandsvorsitzender BASF: „Es ist nicht auszuschließen, dass die sehr hohen Energie- und Rohstoffpreise vor allem in Europa das Wachstum der Weltwirtschaft, der Industrie und der Produktion belasten. Es ist auch offen, wie sich die Pandemie und die Wirtschaft in China weiterentwickeln werden.“ Immerhin: Trotz eines stark gesunkenen Aktienkurses bleibt die Dividende bei BASF hoch, Aktionäre erhalten 3 Euro 40 je Aktie, 10 Cent mehr als im Vorjahr. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Ukraine-Krieg führt zu Milliardenverlust +++ Landesweite Bus- und Kitastreiks +++ Aufnahme von Flüchtlingen wird schwieriger   Ukraine-Krieg führt zu Milliardenverlust: Der Kasseler Öl- und Gaskonzern Wintershall DEA hat für das erste Quartal einen Nettoverlust von 1 Milliarde Euro gemeldet. Hauptgrund ist, dass der Konzern seine Beteiligung an Nordstream 2 abschreiben musste. Die Gas-Pipeline hatte wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine keine Genehmigung erhalten. Vorstandschef Mario Mehren stellte heute klar, dass Wintershall DEA keine neuen Energieprojekte mit Russland beginnen werde. Mario Mehren, Hauptgeschäftsführer Wintershall Dea: „Wintershall Dea ist jetzt seit über 30 Jahren in Russland aktiv. Aber auch für langjährige wirtschaftliche Partnerschaften gibt es rote Linien. Russland hat die rote Linie mit diesem Angriffskrieg überschritten.“ Der Konzern, der zu 70 Prozent der BASF in Ludwigshafen gehört, werde sich aber nicht vollständig vom russischen Markt zurückziehen. Sonst bestehe die Gefahr, dass Vermögenswerte in Milliardenhöhe an den russischen Staat fallen. Landesweite Bus- und Kitastreiks: Wegen eines Streiks im privaten Busgewerbe haben heute viele Berufspendler und Schüler in Rheinland-Pfalz vergeblich auf einen Bus gewartet. Mit der Arbeitsniederlegung will die Gewerkschaft verdi in den festgefahrenen Tarifverhandlungen höhere Löhne durchsetzen. Der Streik soll morgen fortgesetzt werden. Dann soll es auch eine Demonstration vor dem Ministerium für Umwelt und Mobilität in Mainz geben. Darüber hinaus bleiben heute und morgen auch viele kommunale Kitas dicht. Auch hier fordert die Gewerkschaft verdi höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. Aufnahme von Flüchtlingen wird schwieriger: Nach Ansicht des Gemeinden-und Städtebundes Rheinland-Pfalz wird es zunehmend schwieriger, Flüchtlinge unterzubringen. Zwar komme ein Großteil der Geflüchteten aus der Ukraine zurzeit vor allem bei Privatpersonen unter, das sei aber keine langfristige Lösung. Neben Ukrainern suchten weiterhin auch Flüchtlinge aus anderen Ländern wie Syrien nach Wohnungen. Der Kommunalverband sieht bei der Aufnahme von Flüchtlingen aktuell vor allem die Städte stark belastet und fordert deshalb finanzielle Unterstützungen […]