Landwirte klagen über Trockenheit – Hessischer Bauernverband zieht Erntebilanz
Die große Hitze Ende Juni und die anhaltende Trockenheit macht auch den hessischen Landwirten zu schaffen. In einigen Regionen fällt die Getreideernte in diesem Jahr deutlich geringer aus als sonst. Und auch die Qualität von Weizen und Gerste bleibt hinter den Erwartungen zurück. „Das wird nix Dolles dieses Jahr“ – so Hessens Bauernpräsident Karsten Schmal heute bei einer ersten Ernte-Bilanz. In Südhessen, so wie hier bei Groß-Bieberau im Kreis Darmstadt-Dieburg, ist die Ernte der Wintergerste für dieses Jahr schon so gut wie abgeschlossen. Eher selten für Anfang/Mitte Juli – doch Hitze und Trockenheit der vergangenen Wochen haben die Landwirte zu diesem außergewöhnlichen Schritt gezwungen. Karsten Schmal, Präsident Hessischer Bauernverband: „Die Entwicklung im Frühjahr der Bestände war zunächst gut. Und dann fehlte vor allem in Mittel- und Südhessen natürlich der Niederschlag. Das sieht in Nordhessen ein bisschen anders aus. Und die Hitzewelle hat dem Wachstum ein Ende bereitet. Gerade beim Getreide, den spät reif werdenden Getreiden, Weizen, werden wir doch erhebliche Ertragseinbußen haben.“ Mehr als 40 Grad und praktisch kein Niederschlag – das hat nicht nur Auswirkungen auf den Winterweizen. Auch Mais, Zuckerrüben und Kartoffeln zeigen bereits erste Hitzeschäden – können sich bei günstigen Witterungsbedingungen aber durchaus noch erholen. Neben Hitze und Trockenheit haben die Bauern in Hessen seit ein paar Jahren noch einen anderen Gegner: Die Schilf-Glasflügelzikade, die vor allem Kartoffeln und Rüben befällt und inzwischen auch nördlich der Alpen ganze Ernten zerstört. Karsten Schmal, Präsident Hessischer Bauernverband: „Die Schilf-Glasflügelzikade überträgt ein Virus, der dann dafür sorgt, dass die Pflanzen krank und nicht mehr lagerfähig sind. Und das ist ja erheblich. Bis zu 100 % Ertragsausfall. Also Totalschaden auf manchen Flächen. Das ist für die Landwirte auch ein hohes wirtschaftliches Risiko. Das muss man ganz klar sagen.“ Weiteres wirtschaftliches Risiko für hessische Landwirte: Die schwierige geopolitische Lage. So seien etwa die Preise […]


