Hessen

  • Hessen schließt Haushaltsjahr ohne neue Schulden ab

    Hessen schließt Haushaltsjahr ohne neue Schulden ab

    Das Land Hessen ist im vergangenen Jahr erneut ohne neue Schulden ausgekommen. Und das, obwohl das Land so viel Geld investiert hat, wie noch nie zuvor. Bei der Präsentation des Haushaltsabschlusses für 2023 fand Hessens neuer Finanzminister Alexander Lorz heute – mit Blick in die Zukunft – aber auch mahnende Worte: Die goldenen Jahre seien vorerst vorbei. Es ist die erste Pressekonferenz des neuen Finanzministers – und Alexander Lorz muss dabei Zahlen präsentieren, für deren Zustandekommen er selbst nur wenig Verantwortung trägt. Denn es ist der letzte Haushalt, den die bisherige schwarz-grüne Landesregierung auf die Beine gestellt und abgesegnet hat. Einnahmen in Höhe von rund 33 Milliarden Euro stehen Ausgaben in Höhe von rund 35 Milliarden Euro gegenüber. Die schwarze Null: nur hauchdünn verfehlt. Alexander Lorz (CDU), Finanzminister Hessen „Das Ergebnis ist gut. Wir können uns vor allen Dingen freuen, dass wir auf eine Nettokreditaufnahme 2023 verzichten konnten. Man muss aber ehrlicherweise dazu sagen: Wir haben ganz erhebliche Steuermindereinnahmen, die wir nur durch einen Griff in die Konjunkturausgleichsrücklage auffangen können. Dafür ist sie auch da, und das ist auch gut so. Aber damit ist sie auch weitgehend weg.“ Wegen der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und der allgemein schwächelnden Wirtschaft hat das Land Hessen im vergangenen Jahr fast eine Milliarde Euro weniger an Steuern eingenommen als ursprünglich eingeplant. Dass der Finanzminister zum Ausgleich nun einfach in die Rücklagenkiste greift, kommt bei der Opposition gar nicht gut an. Roman Bausch (AfD), Abgeordneter Landtag Hessen „In Summe sind wir bei einem Defizit von rund 2 Milliarden Euro. Dieses Defizit wurde jetzt in großen Teilen durch eine größere Entnahme aus der Konjunkturausgleichsrücklage gedeckt. Das ist alles andere als solide.“ Den Freien Demokraten im Hessischen Landtag wird vor allem beim Blick in die Zukunft Angst und Bange. Denn laut Finanzminister Alexander Lorz werde der hessische Haushalt […]

  • Gasleck in Hadamar immer noch nicht geschlossen

    Gasleck in Hadamar immer noch nicht geschlossen

    Noch immer herrscht in Hadamar im Kreis Limburg-Weilburg der Ausnahmezustand. Ein Leck in einem Gastank hatte am Montagvormittag dafür gesorgt, dass 740 Anwohner ihre Häuser verlassen mussten. Die Explosionsgefahr in dem Bereich rund um die Firma, wo das Leck aufgetreten war, ist nach wie vor hoch, das Gebiet weiterhin gesperrt. Für die Menschen, die dort leben, eine schwierige Situation. Seit zweieinhalb Tagen waren Diana Beger und ihre Kinder nicht mehr in ihrem Zuhause. Sie leben im Hadamarer Stadtteil Niederzeuzheim in unmittelbarer Nähe des Firmengeländes, auf dem der defekte Gastank steht. Am Montagmorgen hatten sie noch ganz normal das Haus verlassen – nachmittags konnten sie nicht mehr zurück. Diana Beger, Anwohnerin „Wir hatten gar nichts bei uns. Also wir hatten wirklich nur das, was wir anhatten an Klamotten und waren dann erst mal in den umliegenden Geschäften einkaufen.“ Vorübergehend wohnen sie jetzt in einem Hotel. Wann sie zurück nach Hause können, kann ihnen aktuell niemand sagen. Diana Beger, Anwohnerin „Sehr merkwürdig. So eine Ungewissheit halt einfach. Gerade nach der Situation, die dann gestern noch passiert ist, was man aus den Medien erfahren hat, mit dem Haus …“ Damit meint sie das Wohnhaus, das in der Nacht von Montag auf Dienstag nach einer Gasverpuffung eingestürzt war. Der Mann, der sich entgegen den Anweisungen der Sicherheitskräfte in dem Haus befunden hatte, wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Damit so etwas nicht wieder passiert, ruft die Stadt heute noch einmal dazu auf, den Anweisungen der Einsatzkräfte strikt zu folgen. Für Fragen hat sie ein Bürgertelefon eingerichtet. Die meisten Betroffenen zeigen Verständnis für die diffuse Lage, erzählt der Bürgermeister. Michael Ruoff (CDU), Bürgermeister Hadamar „Ich bekomme aber natürlich auch, gerade über die sozialen Medien, wo Leute nicht nur ungeduldig sind, sondern auch Unwahrheiten verbreiten. Und das finde ich schon ein starkes Stück, gemessen an […]

  • Kampf gegen Kinderpornographie

    Kampf gegen Kinderpornographie

    Dieses Thema ist – leider – immer aktuell, denn es geht um sexuellen Missbrauch im Internet – genauer gesagt um Kinderpornographie. Jeden einzelnen Tag werden weltweit riesige Datenmengen ausgetauscht. In anonymen Foren im Darknet oder auch per Direktnachricht auf Plattformen wie Instagram und Co. – Und in Frankfurt sitzt eine spezielle Staatsanwaltschaft, die genau diesen Verbrechen den Kampf angesagt hat: die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität, kurz ZIT. Wir konnten uns ein Bild von der Arbeit der Ermittler machen. Eine Meldung auf dem Rechner von Oberstaatsanwalt Benjamin Krause: Verdacht auf kinderpornografisches Material. Meldungen, die hier zum Alltag gehören. Ebenso wie die damit verbundenen – oft schrecklichen Bilder und Videos. Und hinter jedem einzelnen steckt das Schicksal eines Kindes. Benjamin Krause, Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität „Kinderpornographie ist ein gesetzlicher Begriff, deswegen verwenden wir den auch so, er steht im Strafgesetzbuch, aber es gibt auch viel Kritik an diesem Begriff, weil gerade Kinder und Pornographie vielleicht so ein bißchen abgeschwächt wird, dass es nicht so schlimm sei … Pornographie … letztlich reden wir über Abbildungen des sexuellen Kindesmissbrauchs und das fängt eben von ganz einfachen Fällen an bis zu schwerstem sexuellen Missbrauch.“ In Frankfurt konzentrieren sich die Ermittler auf die besonders schweren und umfangreichen Fälle – in enger Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden. Benjamin Krause, Oberstaatsanwalt „Insbesondere, wenn es um solche großen Darknet-Plattformen geht, bei denen erst mal unklar ist, wo kommen denn die Täter überhaupt her. Da fangen wir erst mal an zu ermitteln, unabhängig davon, ob wir schon wissen, dass da ein Täter aus Hessen da vielleicht dahintersteckt, sondern wir nehmen eine Funktion quasi für ganz Deutschland wahr mit dem Bundeskriminalamt zusammen, um eben diese Plattformen aufzuklären.“ Isabelle Schad ist eine von rund 20 Staatsanwälten, die in der ZIT arbeiten. Ihr Spezialgebiet sind Ermittlungen rund um das Thema […]

  • Preisgekrönte Cartoonistin Ruth Hebler

    Preisgekrönte Cartoonistin Ruth Hebler

    „Wir sind die Punks unter den Zeichnern“, so beschreibt Cartoonistin Ruth Hebler sich und ihre Kollegen. Beim Deutschen Cartoon-Preis hat die Wittlicherin den dritten Platz erreicht und sich dabei gegen über 3.000 andere Cartoons durchgesetzt. Wir haben sie beim Besuch der Loriot-Ausstellung im Frankfurter Caricatura-Museum getroffen. Hier ein Strich, dort ein Strich und innerhalb weniger Sekunden ist die Kamera fertig. Cartoons, wie der hier über unsere Drehsituation, zeichnet Ruth Hebler aus dem Stegreif. Die Cartoonistin hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Jetzt hat sie schon zum zweiten Mal das Treppchen beim Deutschen Cartoonpreis erreicht – einer der wichtigsten Zeichenpreise in Deutschland. 20 Cartoons hat sie eingeschickt, einer davon hat es auf Platz drei geschafft. Cartoonbeschreibung: „Warum bist du eigentlich noch Single?“ – „Fachkräftemangel …“ Ruth Hebler, Drittplatzierte beim Deutschen Cartoonpreis „Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, das war eine riesen, riesen, riesen Überraschung, dass ich den Preis dann nochmal gewonnen habe, weil ich ja vor zwei Jahren schonmal da einen Preis gewonnen habe. Das ist natürlich, also ich habe mich riesig gefreut. Super Sache, toller Preis. Man fühlt sich dann vielleicht mit der komischen Kunst auch ein bisschen ernster genommen.“ Das merkt sie auch in ihrem privaten Umfeld. Die Diplompädagogin zeichnet schon ihr Leben lang, inzwischen verdient sie damit Geld. Ruth Hebler, Cartoonistin „Ich habe schon in der Grundschule gezeichnet, immer gerne als Kind und hatte auch schon Comics in der Schülerzeitung. Und hab dann wieder angefangen zu zeichnen, als mein zweites Kind geboren wurde. Wenn der Mittagsschlaf gehalten hat, dann hab ich mich hingesetzt und habe meine ersten Cartoons gezeichnet. Cartoons fand ich schon immer toll und irgendwann hatte ich dann immer mehr Bilder im Kopf, die dann irgendwann auch raus wollten.“ Ruth Hebler zeichnet entweder auf Papier oder mit dem Tablet. Meist braucht sie nur wenige Stunden – […]

  • Gasaustritt in Hadamar

    Gasaustritt in Hadamar

    In Hadamar im Landkreis Limburg-Weilburg ist es heute Nacht zu einer Gasexplosion gekommen. Dabei ist ein Wohnhaus eingestürzt. Ein Mann wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Dem voraus gegangen war ein Gasaustritt auf einem nahegelegenen Firmengelände. Noch immer ist die Gefahr nicht gebannt. Man kann dem Gas regelrecht dabei zusehen, wie es in die Luft strömt. Gestern Vormittag war in einer Firma im Hadamarer Stadtteil Niederzeuzheim ein Leck an einem Gastank gemeldet worden. Daraufhin haben die Sicherheitskräfte das Gebiet rund um die Firma, die unter anderem Gasflaschen für Haushalte abfüllt, weiträumig abgesperrt. Mittlerweile wurde der Evakuierungsradius von 300 auf 400 Meter erhöht. Mehrere hundert Bewohner mussten ihre Häuser verlassen, eine Grundschule und ein Kindergarten geräumt werden. Entgegen dieser Anweisungen war in der Nacht ein Mann in den Sperrbereich zurückgekehrt. Aus bislang ungeklärter Ursache kommt es zu einer Gasverpuffung. Das Einfamilienhaus, in dem er sich zu dem Zeitpunkt befindet, stürzt vollständig ein. Der Mann kann sich selbst aus den Trümmern befreien, erleidet aber schwere Verletzungen. Währenddessen sind alle Versuche das Leck abzudichten fehlgeschlagen. Der Grund: Frederik Stahl, Kreisbrandinspektor Landkreis Limburg-Weilburg „Der einzige Zugang zu dem Tank ist stark vereist und minus vierzig Grad hat das austretende Gas, sodass unsere Einsatzkräfte da vor Ort handwerklich nichts tun können. Wir haben alle Möglichkeiten versucht, wir haben Fachberater zu Rate gezogen aus der chemischen Industrie, aus dem Flüssiggasbereich, aber für dieses Problem hat bisher leider keiner eine Lösung, außer das Abströmen.“ Das heißt: Warten bis der Tank leer ist und sich das Propangas in der Umgebungsluft ausreichend verdünnt hat, sodass es nicht mehr gefährlich ist. So lange dürfen die Anwohner nicht zurück in ihre Häuser. Wie lange das noch dauert, kann zum aktuellen Zeitpunkt niemand sagen, im schlimmsten Fall mehrere Tage.

  • Warnstreik im öffentlichen Dienst in Hessen

    Warnstreik im öffentlichen Dienst in Hessen

    Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst erhöht der Beamtenbund dbb den Druck. Hessenweit sind heute Landesbedienstete zum Warnstreik aufgerufen. In Fulda beteiligten sich Hunderte Demonstranten an einer Kundgebung, um ihren Forderungen und ihrer Unzufriedenheit mit den bisherigen Tarifverhandlungen Gehör zu verschaffen. „10,5“ – so lautet heute erneut die Kernforderung in Fulda. 10,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 500 Euro mehr pro Monat, für Auszubildende 260 Euro. Viele hier sind enttäuscht, dass ihr Arbeitgeber – also das Land Hessen – den Forderungen für die rund 50.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst bislang nicht nachgekommen ist. Michael Volz, Vorsitzender Deutsche Steuer-Gewerkschaft Hessen „Da ist nie der richtige Zeitpunkt, um Geld auszugeben für den öffentlichen Dienst, aber jetzt ist es sozusagen Bedingung. Wir merken es bei der Nachwuchskräftegewinnung, alle Berufszweige, auch bei uns in der Steuer, wir haben erhebliche Probleme.“ Katja Geweniger, Gewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten Hessen „Leere Kassen können nicht das Argument dafür sein, dass die Leute tagtäglich trotzdem mit Würde und Stolz ihre Arbeit verrichten, das muss auch mal ausgeglichen werden.“ Björn Werminghaus, Vorsitzender Deutsche Polizeigewerkschaft Hessen „Für alles ist Geld da, aber wenn es an die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst geht, dann ist auf einmal kein Geld mehr da. Das geht nicht.“ Dem Beamtenbund dbb und weiteren Gewerkschaften geht es daher auch um ein dreizehntes Monatsgehalt und spezielle Zulagen, mehr unbefristete Anstellungen und die Aufnahme studentischer Hilfskräfte in den Tarifvertrag. So sollen Geringverdiener entlastet und das Land Hessen als Arbeitgeber attraktiver werden. Heini Schmitt, Landesvorsitzender dbb Hessen „Die Leute wandern in andere Geschäftsbereiche ab, sie wandern insbesondere in die Privatwirtschaft ab, nachdem sie bei uns teure Ausbildungen durchlaufen haben. Und diesem Trend müssen wir entgegenwirken.“ Vom hessischen Innenminister Roman Poseck, der die Verhandlungen für das Land führt, gibt es heute keine Stellungnahme. Er hielt die Forderungen zuletzt für nicht finanzierbar. Am […]

  • Tödliche Fallen aus der Römerzeit

    Tödliche Fallen aus der Römerzeit

    Im ersten Jahrhundert nach Christus haben die Römer bei Bad Ems zwei Militärlager errichtet. Und die haben sie gut abgesichert, mit tödlichen Holzfallen. Es ist eine Sensation, dass einige Teile dieser Fallen bis heute erhalten sind. Nach ihrer Restaurierung sind sie jetzt im Mainzer ‚Leibniz-Zentrum für Archäologie‘ vorgestellt worden. Sie sind spitz, römisch und aus Holz. Eine Art Waffe. Rund 2000 Jahre alt. Nahezu unbeschadet erhalten. Holzpfähle, die die Römer aufstellten, um Feinde zu vertreiben. Ein Sensationsfund. So stellen sich die Forscher die antike Holzfalle vor. Zum ersten Mal überhaupt werden echte Teile dieser tödlichen Verteidigungsanlage öffentlich gezeigt. Dr. Peter Henrich, Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz „Wir haben hier sozusagen eine Art römischer Stacheldraht aus dem ersten Jahrhundert nach Christus. Und die Wahrscheinlichkeit sowas zu finden, ist noch unwahrscheinlicher als ein Sechser im Lotto, denn hier mussten viele Faktoren mitspielen. Feuchtigkeit, Luftabschluss und natürlich erst mal, dass die Sachen überhaupt im Boden waren. Wir haben die superseltene Möglichkeit, nach mehr als 400 Jahren archäologischer Forschung weltweit zum ersten Mal solche Objekte zu präsentieren.“ Objekte, die Archäologen der Frankfurter Goethe-Universität zwischen 2017 und 2019 ausgraben. In Bad Ems. Ein Landwirt hat die Archäologen durch römische Funde auf die Spur von zwei Militäranlagen gebracht. Um das Jahr 47 nach Christus waren hier ungefähr 3000 Soldaten in Zelten untergebracht. Mit den Holzpflöcken sicherten die Römer ihre Lager ab. Prof. Dr. Markus Scholz, Archäologe, Goethe-Universität Frankfurt „Also egal, wie man in den Graben hineingerutscht wäre, als potenzieller Angreifer, man hätte sich unweigerlich aufgespießt. Dieser besondere Schutz dieser Anlage erklärt sich dadurch, dass die Römer versucht haben, dort Silbererz zu schürfen und zu gewinnen. Die Ausbeute war offensichtlich geringer als erwartet. Aber natürlich, wo es um Edelmetalle geht, gibt es natürlich Neider und potenzielle Räuber.“ Die tödlichen Holzfallen konnten die Archäologen so gut erhalten ausgraben, weil […]

  • Solidaritätskundgebung für die Ukraine

    Solidaritätskundgebung für die Ukraine

    Am Samstag hat sich der Angriff Russlands auf die Ukraine zum zweiten Mal gejährt. Bundeskanzler Olaf Scholz ist deshalb heute in Paris bei einer internationalen Unterstützerkonferenz. Dort wird unter anderem über neue Waffenlieferungen an die Ukraine beraten. Um den Menschen im Kriegsgebiet zu zeigen, dass die Solidarität in Europa nicht nachlässt, hat es am Wochenende in Hessen und Rheinland-Pfalz mehrere Kundgebungen gegeben. Eine der größten fand in Frankfurt statt. Mehr als sechs Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer sind 2022 vor dem Krieg aus ihrem Land geflohen. Mehr als eine Million ist in Deutschland untergekommen. Viele glaubten damals, dass sie in ein paar Monaten zurückkehren könnten, doch der Krieg ist weiterhin bittere Realität. Inzwischen spricht die Ukraine von 31.000 getöteten Soldaten und mehr als 10.000 zivilen Opfern. Anlässlich des zweiten Jahrestags des Einmarschs der russischen Truppen gab es am Samstag auch in Frankfurt eine Kundgebung für den Frieden. Als die ukrainische Nationalhymne erklingt, fließen bei vielen Teilnehmern der Kundgebung die Tränen. Viele sind selbst vor dem Krieg geflohen und fürchten jeden Tag um ihre Liebsten in der Heimat. „Ich bin heute hier, weil ich möchte das Leute nicht vergessen und dass Leute uns weiter unterstützen.“ „Ich möchte hier klarmachen, dass die Ukraine jeden Tag bombardiert wird, dass sie jeden Tag Krieg hat und dass jeden Tag ganz viele Menschen sterben.“ „Ich bitte die deutsche Regierung: Unterstützt die Ukraine und Taurus, das brauchen wir jetzt an der Front.“ Auch Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef und der ukrainische Generalkonsul Vadym Kostiuk nahmen an der Kundgebung teil. Für die Friedensaktivisten, die parallel zu der Veranstaltung auf dem Römerberg auf einer Demonstration das sofortige Ende aller Kampfhandlungen forderten, fand Josef deutliche Worte. Mike Josef (SPD), Oberbürgermeister Frankfurt „Wenn die Ukraine die Waffen niederlegt, gibt es die Ukraine nicht mehr. Wenn Putin die Waffen niederlegt, dann ist der […]

  • Zu Gast im Studio: Der Generalkonsul der Ukraine Vadym Kostiuk

    Zu Gast im Studio: Der Generalkonsul der Ukraine Vadym Kostiuk

    Eva Dieterle spricht mit dem ukrainischen Generalkonsul, dessen Aufgaben und Leben dieser Krieg auch verändert hat. Eva Dieterle, Moderatorin: Guten Abend. Schön, dass Sie hier sind. Vadym Kostiuk, Generalkonsul der Ukraine in Frankfurt: Guten Abend. Dieterle: Herr Kostiuk, wie erleben Sie gerade Ihre Heimat und die Menschen in der Ukraine? Wie ist die aktuelle Verfassung? Kostiuk: Die Ukrainer sind darauf ausgerichtet, unseren Krieg so schnell wie möglich zu beenden, damit unser Land befreit wird, damit der Aggressor Russland unser Land verlässt. Ukrainer sind sehr konzentriert und sehr organisationsfähig und die machen alles mögliche, um so schnell wie möglich der gerechte Frieden kommt. Dieterle: Ständig diese Angst, diese Sirenen, das kann man sich hier bei uns gar nicht vorstellen, ständig dieser Kampf, das macht natürlich was mit den Menschen. Aber Sie sagen: “Kriegsmüdigkeit, das gibt es nicht, das kennen wir nicht.” Kostiuk: Nein, in der Ukraine gibt es keine Kriegsmüdigkeit. Im Gegenteil. Je länger der Krieg dauert, desto mehr strengen wir uns an, damit wir unser Land befreien und weiter in der europäischen Familie gemeinsam leben können. Dieterle: Jetzt ist es ja keinesfalls so, dass sich die Lage in der Ukraine gerade in irgendeiner Weise entspannen würde. Das heißt, Sie sind weiter auf Hilfen angewiesen von den Vereinigten Staaten, aber auch von Europa. Wie zuversichtlich blicken Sie in die Zukunft, dass das auch so weitergehen wird? Kostiuk: Wir sind guter Hoffnung, dass diese Hilfen weitergehen, dass die demokratischen Völker aller Welt werden sich zusammentun und sich bereit erklären, uns weiter zu unterstützen. Das hatten wir schon anhand von vielen unterzeichneten Sicherheitsabkommen mit verschiedenen Länder, auch mit Frankreich, mit Deutschland, mit vielen NATO- und G7-Ländern unterzeichnet. Da hoffen wir, dass diese Unterstützung weiter vorangetrieben wird und dass alle Länder verstehen, dass wir letztendlich nicht nur für unser Land kämpfen, sondern auch für […]

  • Kleine Welt – Miniaturfotografin Anja Schinnen

    Kleine Welt – Miniaturfotografin Anja Schinnen

    Bei uns wirds jetzt ganz klein. Mini-klein sogar! Wir haben in Hochheim in Südhessen eine Fotografin besucht, die winzige Figuren in Szene setzt – und so die Größenverhältnisse auf den Kopf stellt. Heraus kommen dabei amüsante Fotografien. Anja Schinnen arbeitet normalerweise als Buchhalterin. Ihr kleines Hobby hat sie im ersten Corona-Lockdown für sich entdeckt. Anja Schinnen, Miniaturfotografin „Da sitzt du halt viel zuhause rum. Du konntest nirgendwo hin. Dann durchforstest du das Internet und stolperst irgendwann über ähnliche Bilder. So, und dann war der Anfang gemacht. Dann hab ich mir die ersten Figuren gekauft, gebraucht. Und wenn du damit einmal angefangen hast, kommst du aus der Nummer nicht mehr raus, weil es gibt so unendlich viele Möglichkeiten.“ Heraus kommen die witzigen Fotos, die auch auf ihrem Instagram-Kanal schinnis_minis hunderte Menschen begeistern. Hier muss beim Missgeschick die Putzkolonne anrücken – da arbeitet sich der Bergarbeiter durch die Luftpolsterfolie. Wie lange es dauert um ein Motiv aufzubauen und zu shooten ist unterschiedlich. Manchmal sind es nur zehn Minuten, manchmal aber auch eine Stunde. Dann ist Geduld gefragt. „So komm. Schon wieder Absturz …da dauert’s halt manchmal bisschen länger.“ Anja Schinnen, Miniaturfotografin „Wenn du mehrere Personen oder Figuren aufbaust, kann es dir passieren, dass die ersten drei stehen und bis du die letzten drei aufgestellt hast, die dann schon wieder umgefallen sind, weil das sehr filigran ist, weil der Tisch mal wackelt oder oder. Also das ist wirklich ein bisschen Gefummel.“ Die Figuren sind ungefähr so groß wie ein Fingernagel, Maßstab 1:87. Erst durch sie werden die Größenunterschiede auf den Fotos erkennbar. Lebensmittel oder andere banale Alltagsgegenstände betrachtet Anja Schinnen jetzt mit ganz anderen Augen. Da wird der Schaumkuss zur Kletterwand, Tackernadeln bilden die Frankfurter Skyline und Eierschalen werden zum Brennofen umfunktioniert. Anja Schinnen, Miniaturfotografin „Du kannst dich so austoben. Du kannst verrückte […]

  • Europäische Anti-Geldwäschebehörde kommt nach Frankfurt

    Europäische Anti-Geldwäschebehörde kommt nach Frankfurt

    100 Milliarden Euro. So viel Geld wird laut Experten schätzungsweise jedes Jahr alleine in Deutschland gewaschen. Dabei gehen dem Staat gigantische Steuereinnahmen verloren. Die Europäische Union hat deshalb eine Anti-Geldwäschebehörde gegründet, die das verhindern soll. Nach einem monatelangen Bewerbungsverfahren steht nun fest: Frankfurt hat den Zuschlag bekommen. Die Freude ist groß bei Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef. Man spricht von einer Entscheidung historischen Ausmaßes. Die Ansiedlung der Anti-Geldwäschebehörde AMLA unterstreiche noch einmal die Stärke des Finanzplatzes Frankfurt. Denn mit der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank haben bereits einige der wichtigsten Finanzbehörden ihren Sitz am Main. Mike Josef (SPD), Oberbürgermeister Frankfurt „Es stärkt vor allem Frankfurt als europäische Hauptstadt der europäischen Institutionen. Wir liegen da weit voraus. Gleichwohl man ja sagen muss: Wir sind keine Hauptstadt wie viele andere Städte mit denen wir konkurrieren mussten. Aber wir sind eben Europastadt und die Entscheidung, dass die AMLA nach Frankfurt kommt, etabliert das weiterhin.“ Die Vertreter der EU-Staaten und des Europäischen Parlaments zogen die Mainmetropole der Konkurrenz aus Paris, Madrid oder Dublin vor. Die gute Infrastruktur und die Nähe zur EZB haben am Ende den entscheidenden Vorteil verschafft. Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein macht vor allem den politischen Zusammenhalt für den Erfolg verantwortlich. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Ja, nach meiner festen Überzeugung, und das habe ich auch in vielen Gesprächen erlebt, ist das was besonders überzeugend war, dass hier der Bund, Bundeskanzler und Bundesfinanzminister, die Stadt Frankfurt, der Oberbürgermeister und wir als Land Hessen gemeinsam wirklich Hand in Hand hier gestanden haben. Über alle politischen Unterschiede hinweg. Und das hat durchaus Eindruck hinterlassen in der Europäischen Union.“ 400 bis 500 Arbeitsplätze sollen mit der Ansiedlung der AMLA in Frankfurt geschaffen werden. Hessens Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori hofft, dass nach der neuen Behörde auch große Unternehmen nach Frankfurt ziehen. Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschaftsminister Hessen „Das […]

  • Hessische Landesregierung stellt erste Projekte vor

    Hessische Landesregierung stellt erste Projekte vor

    „11 plus 1“ heißt die Rechnung des heutigen Tages. Dahinter verbergen sich die elf hessischen Ministerien plus die Staatskanzlei, die alle im Rahmen eines Sofortprogramms je ein wichtiges Projekt übernehmen sollen. Aus Sicht der hessischen Landesregierung ein großer Wurf, aus Sicht der Opposition bloße Absichtsbekundungen. Angesichts der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen in Hessen will die neue Landesregierung nach einem Monat im Amt zeigen: Wir krempeln die Ärmel hoch. Große Worte wie „eine für alle“ machen heute die Runde, gemeint ist je eine Aufgabe für jedes Ministerium und die Staatskanzlei. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Was ist das, was Hessen voranbringt? Und was ist das, was die Bürger am nötigsten brauchen in Hessen? Und am Ende ist dann so dieses 11plus1-Programm entstanden.“ Die heutigen Ankündigungen der schwarz-roten Landesregierung klingen vollmundig: Bereits in den kommenden Wochen soll eine Polizeioffensive in Kriminalitätsschwerpunkten wie dem Frankfurter Bahnhofsviertel starten. Junge Familien sollen beim Kauf eines Eigenheims gefördert werden, die Kosten für eine Meisterausbildung soll künftig das Land übernehmen. Insgesamt 25 Millionen Euro will die Landesregierung für das Sofortprogramm bereitstellen und dafür bis zum Sommer einen Nachtragshaushalt verabschieden. Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschaftsminister Hessen „Das Sofortprogramm der Landesregierung zeigt: Das ist unser gemeinsamer Plan, um jetzt sofort auch deutlich zu machen, wir wollen die Alltagsprobleme der Menschen lösen. Wir wollen sie jetzt sofort anpacken. Und alle Ministerinnen und Minister haben dazu eigene Vorschläge eingereicht.“ Zudem soll es flächendeckend an Grundschulen eine zusätzliche Deutschstunde geben. Wie das angesichts des herrschenden Lehrermangels umgesetzt werden soll oder wie die jetzt schon an ihre Grenzen stoßende Polizei eine Offensive starten soll – das verraten der Ministerpräsident und sein Vize heut nicht. Und stoßen damit prompt auf die Kritik der Opposition. Die AfD spricht von einem „Auszug aus dem Koalitionsvertrag“, die FDP von einem „aufgebügelten Wahlprogramm“. Auch den Bündnisgrünen ist das heute […]

  • Ärger über Fernwärme-Kosten in Hanau

    Ärger über Fernwärme-Kosten in Hanau

    Als Sie Ihre letzte Heizungsabrechnung in der Hand hatten – haben Sie da auch erst mal geschluckt? Vor allem bei der Fernwärme sind die Preise Anfang des Jahres geradezu explodiert. Dabei galt diese Wärmequelle eigentlich als günstige und klimafreundliche Alternative. Doch warum sind die Preise derart in die Höhe geschossen? Wir haben uns einen Fall in Hanau angeschaut. Als Luisa Kretschmer zum Jahreswechsel ihre Abschlagszahlung im Briefkasten hatte, war das für sie erst mal ein Schock. Die Kosten haben sich für die Hanauerin fast verdoppelt auf über 400 Euro im Monat. Bei manchen Nachbarn in der Siedlung Argonner Park habe sich die Rechnung sogar verdreifacht. Luisa Kretschmer, wohnt in Hanau „Also meine erste Reaktion war: Schaffe ich das? Schaffe ich das langfristig, jeden Monat über 400 Euro allein nur für Wärme zu bezahlen. Das ging mir als erstes durch den Kopf.“ Dass die Wärme aus Rohrleitungen so teuer geworden ist, hat mehrere Gründe: Zum einen ist zu Jahresbeginn die staatliche Energiepreisbremse weggefallen, zum anderen schlagen nun verzögert die gestiegenen Energiepreise der Vorjahre voll durch. Spontan auf eine günstigere Wärmequelle umzusteigen ist nicht möglich: Bei Fernwärme gibt es meist nur einen einzigen Anbieter vor Ort, die Verträge laufen zudem über mindestens zehn Jahre. In der Hanauer Siedlung Argonner Park hat sich inzwischen eine Interessengemeinschaft gebildet mit über 200 Mitgliedern. Ihr Anwalt Thomas Eichhorn kritisiert, dass die Fernwärmekosten in benachbarten Kommunen deutlich niedriger lägen, da diese den Preis mehrmals im Jahr anpassen würden. Die Stadtwerke Hanau hingegen nur einmal im Frühsommer. Das würde zu extremen Fällen führen. Thomas Eichhorn, Rechtsanwalt „Eine älter Dame, eine Rentnerin, deren Tochter mir mitgeteilt hat, dass der Fernwärmepreis, so wie er momentan gilt, höher ist als ihre eigene Rente ist. Also wir haben Leute, die haben 800 bis 900 Euro im Monat zu bezahlen, das sprengt ja […]

  • Der Sporttalk mit Julian Beimel

    Der Sporttalk mit Julian Beimel

    Die Eintracht nach der Conference-League-Pleite, die Mainzer vor dem Spiel gegen den Tabellenführer, Torsten Lieberknecht hat Innenraumverbot und Friedhelm Funkel kehrt zum ersten Mal als Trainer an den Betzenberg zurück — genug Stoff für unseren Sportreporter. Markus Appelmann, Moderator: Und jetzt wird’s sportlich bei uns. Wir schauen gleich auf den 23. Spieltag in der Fußball-Bundesliga. Vorher aber geht es um internationalen Fußball. Julian Beimel aus der Sportredaktion ist bei mir. Hallo Julian. Julian Beimel, Sportreporter: Hallo. Appelmann: Ja, bei Eintracht Frankfurt hieß es gestern zu Hause beim Conference League Play off Rückspiel gegen Royal Union Saint-Gilloise Alles oder Nichts. Beimel: Absolut. Nach dem 2:2 im Hinspiel musste die Eintracht ja liefern. Aber das hat mal so gar nicht funktioniert. Eintracht verliert mit 1:2 und das auch verdient zu Hause. Der Auftritt offensiv total uninspiriert und hinten drin dann wie so oft zuletzt mit zu vielen Fehlern. Und die Enttäuschung im Verein, die ist jetzt riesengroß. Denn die Reise durch Europa, die ist für die Frankfurter jetzt vorbei. Dino Toppmöller, Trainer Eintracht Frankfurt „Wir wussten um die Bedeutung des Spiels, haben es aber nicht auf den Platz bekommen. Aber es geht weiter. Wie Steppi schon gesagt hat: Lebbe geht weider. Wir müssen jetzt dann einfach am Sonntag eine Reaktion zeigen und wollen halt dann über die Bundesliga uns dann wieder Europapokal-Nächte für in der kommenden Saison besorgen.“ Beimel: Ja, “Lebbe geht weider”. Dieses Zitat von Eintracht Trainer-Ikone Dragoslav Stepanovic, das gilt derzeit auch noch für Trainer Dino Toppmöller. Denn gestern Abend zu später Stunde, da gab es Rückendeckung für den Trainer von Markus Krösche, Sportvorstand der Eintracht. Ja, und so geht man in dieses Heimspiel gegen Wolfsburg weiter mit demselben Trainer und sagt: Der kann die Mannschaft weiterentwickeln, die ist im Umbruch. Appelmann: Eine ganz andere Lage. Ja, bei Mainz 05, […]

  • Ausstellung beschäftigt sich mit dem Sammeln

    Ausstellung beschäftigt sich mit dem Sammeln

    Das Frankfurter Museum Angewandte Kunst hat mehr als 50 Designer aus dem Rhein-Main-Gebiet gefragt: Was sammelt ihr denn? Jetzt gibt eine Ausstellung Antwort. Spülschwämme der unterschiedlichsten Art, Bananenaufkleber, Pilzmodelle oder auch weiße Porzellanvasen. Die Designer aus dem Rhein-Main-Gebiet sammeln alles Mögliche. Volker Albus steht auf Plakatives, Leuchtendes. Der Frankfurter sammelt Leuchtreklame. Immer, wenn in Deutschland Schilder abgebaut und angeboten werden, ist er zur Stelle. Volker Albus, Sammler von Leuchtreklame „Ich bin ein Kind dieser Bundesrepublik. 75 Jahre alt, genau wie die Republik. Und dann wächst man auch damit. Also, ich identifiziere mich. Also, es ist auch ein Prozess der Identifikation. Und ja, so ist das gekommen, mehr oder weniger. Ich versammle das sozusagen um mich herum. Wie andere Leute sich einrichten, so richte ich mich mit Designmöbeln oder eben diesen Werbezeichen.“ Manche Sammelleidenschaften sind durchaus nachvollziehbar. Mountainbikes oder Hocker. Andere wirken doch sehr skurril. Ob Schälchen aller Art oder Fotografien der Rückseite von Schildern. Für die Macher der Ausstellung, war es nicht immer einfach, herauszufinden, ob der angefragte Designer ein Sammler ist. David Beikirch, Kurator der Ausstellung „Aber dieses ‚Ich sammle eigentlich nicht‘, fand ich viel interessanter, um der Frage näherzukommen, was Sammeln bedeutet. Wann sagen wir, da ist was außer Kontrolle geraten, da hebt jemand alles auf. Oder wo sagen wir, das ist total spannend, dass jemand sammelt, oder ist es gut, dass jemand sammelt, etwas aufbewahrt und vielleicht auch davor schützt, dass es diese Dinge sonst gar nicht mehr irgendwann gäbe.“ So wie diese alten, aber doch wunderschönen Staubsauger. Zu jeder Sammlung gibt es eine schriftliche Erklärung des Besitzers, warum ihn gerade diese Dinge faszinieren. Zum Beispiel aus Leidenschaft für Pilze. Volker Albus, hat sich sehr darüber gefreut, dass er angefragt wurde und seine Leuchtschilder präsentieren kann. Volker Albus, Sammler von Leuchtreklame „Es hat mir sehr viel Freude […]