Hessen

  • Wehen Wiesbaden will Abstieg verhindern

    Wehen Wiesbaden will Abstieg verhindern

    Hochspannung heute in Wiesbaden: Der SV Wehen Wiesbaden und Jahn Regensburg kämpfen um einen Platz in der Zweiten Fußball-Bundesliga. Beim Relegationsrückspiel vor heimischer Kulisse haben die Wiesbadener den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Wer schnappt sich also das Ticket für die 2. Liga? Spannender kann die Relegation kaum sein. Nach einem frühen Rückstand drehen die Hessen in der zweiten Halbzeit das Spiel. Dank eines späten Ausgleichstreffers dürfen aber auch die Regensburger noch hoffen. Das Spiel endet mit einem 2:2 Unentschieden. Für Wehen-Trainer Nils Döring war das Spiel nicht nur wegen des Verlaufs besonders nervenaufreibend. Wegen einer roten Karte im letzten Ligaspiel wurde er vom DFB gesperrt und konnte die Partie nicht wie gewohnt von der Seitenlinie aus verfolgen. Nils Döring, Trainer SV Wehen Wiesbaden „Ja, also das war für mich am Freitagabend schon ein Wechselbad der Gefühle oben auf der Tribüne. Es ist keine schöne Situation wenn man nicht einwirken darf und freu mich natürlich jetzt umso mehr, am Dienstag beim Heimspiel hier die Mannschaft direkt an der Seitenlinie dann auch wieder zu unterstützen und auch mitwirken zu dürfen, aktiv.“ Neben Dörings Rückkehr auf die Trainerbank dürfen sich die Wehener Spieler auch auf ein ausverkauftes Stadion freuen. Über 11.000 Zuschauer kommen in die BRITA-Arena. Für die Wehen-Wiesbaden-Fans gibt es nur einen möglichen Spielausgang. Janne Schütze „Ja, ich bin da ganz zuversichtlich, wir sind hier auch schon in unserer Fangemeinschaft alle dabei am Mitfiebern, aber ich glaube, das wird ganz gut.“ Tim Geisel „Ja, ich erwarte, dass Wiesbaden schon seine Erwartungen von dieser Saison, die sie mitgebracht haben mit reinnehmen ins Spiel, und dass sie nicht absteigen. Würde ich mir wünschen für die.“ Nico Bachofner „Ich denke, die Fans werden Wehen antreiben ohne Ende, damit sie sich das Ding holen können. Und ich freue mich auch einfach echt, im Stadion dabei […]

  • Fraktionssitzungen auf dem Hessentag

    Fraktionssitzungen auf dem Hessentag

    „Nah bei den Leuten“ – das ist so ein typischer Politikerspruch. Das ist das Ziel der Politik, wenn es auch nicht immer gelingen mag. Heute aber schon. Das hessische Parlament zeigt sich bürgernah auf dem Hessentag in Fritzlar. Denn es gehört inzwischen schon zur festen Tradition des größten Landesfestes, dass die im hessischen Landtag vertretenen Parteien dort eine Fraktionssitzung abhalten – und zwar vor Publikum. Heute Mittag in der Turnhalle der Ursulinen-Schule in Fritzlar: Die CDU-Fraktion aus dem hessischen Landtag tagt in voller Mannschaftsstärke. Und den Politikern hört tatsächlich auch mal jemand zu – rund 100 Besucher sind gekommen, um bei der Sitzung Mäuschen zu spielen. Ines Claus (CDU), Fraktionsvorsitzende Landtag Hessen „Das haben wir immer, wenn Hessentag ist. Weil es uns einfach viel bedeutet, dass wir als Fraktionen auch vor Ort sind. Ich meine, die Landeshauptstadt ist in dieser Woche jeweils in der Hessentagsstadt. Dieses Mal in Fritzlar – da sind wir gerne mit dabei. Und es macht eine große Freude, mit der ganzen Fraktion und vielen Gästen vor Ort zu tagen.“ Fritzlar als heimliche Landeshauptstadt? Das dürfte dem einen oder anderen Nordhessen sicherlich runtergehen wie Öl. Nur – wenn die Bürger den Politikern so wie heute in Fritzlar mal so richtig auf die Finger schauen dürfen, dann handelt es sich doch bestimmt eher um eine Art „Showveranstaltung“, oder? „Nein“, sagt der Ministerpräsident … alles echt: Hier wird heute handfeste Politik gemacht. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Ja, es ist so, dass die Fraktionsvorsitzende und der Ministerpräsident Berichte abgeben über das, was ansteht, über das, was gelaufen ist. Das wird dann diskutiert und bewertet. Und daraus werden dann möglicherweise auch politische Initiativen formuliert.“ Den Ministerpräsidenten mal bei der Arbeit zu beobachten und politische Entscheidungsprozesse hautnah mitzuerleben – für manch einen Hessentagsbesucher ist das spannender als eine Fahrt mit dem […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Terrorprozess Frankfurt: Lebensgefährtin sagt aus — Viel Arbeit für Schnakenjäger — Timo Boll verabschiedet sich Lebensgefährtin sagt aus Im Frankfurter Terrorprozess gegen die mutmaßlichen Mitglieder der «Reichsbürger»-Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß hat dessen Lebensgefährtin heute Angaben zur Beziehung gemacht. Aus einer anfänglichen Bekanntschaft habe sich ein Liebesverhältnis entwickelt. Zudem habe sie seine Kunstsammlung betreut. Die 40jährige Russin steht als Unterstützerin der Gruppe vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft Prinz Reuß vor, mit ihrer Hilfe Kontakt zur russischen Regierung gesucht zu haben, um Unterstützung zu erhalten. Laut Anklage soll die Gruppe einen gewaltsamen Umsturz geplant haben. Prinz Reuß soll dabei der Rädelsführer gewesen sein. Viel Arbeit für Schnakenjäger Die jüngsten Überschwemmungen entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse sorgen für Großeinsätze bei der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage KABS. Wie sie heute in Speyer mitteilt, sei der Larvenbestand entlang der Überflutungsgebiete in Hessen und Rheinland-Pfalz stark gestiegen. Um eine Schnakenplage zu verhindern, müssten die Experten in den betroffenen Gebieten sehr zeitnah den biologischen Wirkstoff ausbringen, mit dem die Larven getötet werden. Timo Boll verabschiedet sich Rekord-Europameister Timo Boll aus dem hessischen Erbach hat angekündigt, seine internationale Tischtennis-Karriere nach den Olympischen Spielen in Paris im Sommer zu beenden. Danach werde er noch eine Saison in der Tischtennis-Bundesliga spielen und dann endgültig aufhören. Der 43jährige sagte, er habe die Entscheidung lange vor sich hergeschoben. Aber mit zunehmenden Alter sei es ihm immer schwerer gefallen, sich nach Verletzungen wieder zurückkämpfen. Boll hielt sich 25Jahre lang an der Weltspitze. Viermal stand er auf Platz 1der Weltrangliste.

  • Paar aus dem Lahn-Dill-Kreis zieht Pflegekinder auf

    Paar aus dem Lahn-Dill-Kreis zieht Pflegekinder auf

    Kinder haben ein Recht auf ein sicheres Zuhause. Wenn dies nicht gewährleistet ist, dann entscheidet das Jugendamt, die Kinder bei einer Pflegefamilie unterzubringen. Rund 90.000 Kinder in Deutschland leben so – und der Bedarf ist hoch, denn Pflegefamilien werden dringend gesucht. Wie wichtig eine liebevolle Pflegefamilie ist, zeigt unser Beispiel aus dem Lahn-Dill-Kreis. Die Pflegeeltern sagen: Unsere Pflegekinder sind das Beste, was uns passieren konnte. Daniel Seibert „Ich fühle mich jetzt nicht nur als Pflegevater, sondern tatsächlich auch als Vater der drei Mädels. Unsere jüngste Pflegetochter kam mit acht Wochen zu uns, das ist … wir haben alles durch, glaube ich, was man mit einem leiblichen Kind auch durchmacht.“ Julia Seibert „Ich habe die drei in mein Herz geschlossen, wie wenn es meine leiblichen Kinder wären, ich denke oft, wenn die bei mir im Bauch gewesen wären, könnte ich sie nicht mehr lieben. Der Plan war: Zwei leibliche Kinder und zwei Pflegekinder, also vier Kinder sollten hier wohnen und das mit den leiblichen Kindern hat sich einfach nicht eingestellt und ich war sehr, sehr dankbar, dass ich aber direkt wusste, dass wir Kinder aufnehmen werden.“ 2013 ist das erste Pflegekind bei Julia und Daniel Seibert eingezogen, kurz darauf auch die ein Jahr ältere Schwester des Mädchens. Zum Schutz der Kinder zeigen wir ihre Gesichter nicht. Die leiblichen Eltern waren überfordert, konnten sich nicht ausreichend kümmern. Anfangs fiel es ihnen schwer zu akzeptieren, dass ihre Töchter in einer anderen Familie aufwachsen sollen. Heute haben Pflege- und leibliche Eltern ein gutes Verhältnis. Einmal im Monat treffen sie und die Kinder sich für zwei Stunden. Zu den Eltern der jüngsten Tochter hat Familie Seibert keinen Kontakt. Der St. Elisabeth-Verein in Marburg hat den Pflegeeltern die Kinder vermittelt. Er betreut mehr als 200 Pflegekinder in ganz Hessen und darüber hinaus. Rahma Ataie leitet den […]

  • Sommerinterview mit Tobias Eckert (SPD)

    Sommerinterview mit Tobias Eckert (SPD)

    Der Vorsitzende der hessischen SPD-Landtagsfraktion ist heute bei uns zu Gast. Eva Dieterle: Herzlich willkommen zu 17 30 Sat eins live an diesem verregneten Freitag. Und das ist auch genau der Grund, warum unser heutiges Sommerinterview nicht auf der Dachterrasse stattfinden kann, sondern hier bei uns im Studio. Das ist definitiv gemütlicher. Wir reden heute über die hessische Landespolitik, denn da hat sich seit der Landtagswahl im vergangenen Oktober einiges getan. Hessen hat eine neue Landesregierung, die CDU hat einen neuen Koalitionspartner, und deshalb haben wir hier heute auch einen neuen Studiogast. Und das ist der neue Fraktionsvorsitzende der SPD im Hessischen Landtag, Tobias Eckert. Herzlich willkommen zu Ihrer Premiere hier bei uns Herr Eckert. Wir reden über Politik, doch vorher wollen wir sie ein kleines bisschen besser kennenlernen. Und das geht natürlich ganz prima an einem Ort, der Ihnen sehr am Herzen liegt. Und da haben sie uns mit hineingenommen. Das schauen wir uns jetzt an. Das Schloss Mengerskirchen, der Lieblingsort von Tobias Eckert, Das Schloss in der kleinen Gemeinde im hessischen Landkreis Limburg-Weilburg, ist mittlerweile der Sitz des Rathauses und der Verwaltung. Hier hat Tobias Eckert seine ersten politischen Versuche gemacht und heute geht Tobias Eckert mit uns durch die historischen Räumlichkeiten. 2001, da ist Eckert 21 Jahre alt, wird er Mitglied der Gemeindevertretung in Mengerskirchen. Er möchte in seinem Ort etwas bewegen. Tobias Eckert: Ich mache unglaublich gerne Kommunalpolitik. Damit hat alles angefangen. Vor über 20 Jahren. Ich mache das weiterhin. Ich bin sehr oft deswegen hier und daher ist das für mich ein ganz wichtiger Ort. Ohne diesen Schritt in die Kommunalpolitik wäre ich vielleicht heute auch nicht im Hessischen Landtag. Denn Eckert kommt nicht aus der klassischen Politiker-Familie. Zuerst macht er eine Ausbildung zum Verwaltungsfachmann, wird, bevor er den Weg in die Politik einschlägt. Seiner […]

  • Sommerinterview mit Wiebke Knell (FDP)

    Sommerinterview mit Wiebke Knell (FDP)

    Die Vorsitzende der hessischen FDP-Landtagsfraktion ist heute zu Gast auf unserer Dachterrasse. Markus Appelmann, Moderator: Die Sonne ist schon da. Herzlich willkommen von der Dachterrasse auf dem Mainzer Lerchenberg. Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der 1730 Sat1 live Sommerinterviews. Bei der letzten hessischen Landtagswahl mussten die Liberalen lange zittern. Am Ende hat es geklappt. Mit 5,0 sind sie ganz knapp in den hessischen Landtag eingezogen. Jetzt, bei der Europawahl im Juni, gibt es keine Fünf-Prozent-Hürde. Die Umfrageergebnisse mit 3 oder 4 % können die Liberalen aber nicht zufriedenstimmen. Es gibt also viel zu besprechen jetzt mit Wiebke Knell. Sie ist die Fraktionsvorsitzende der Liberalen im Hessischen Landtag. Herzlich willkommen! Wiebke Knell (FDP), Fraktionsvorsitzende Landtag Hessen: Vielen Dank für die Einladung. Appelmann: Frau Knell, zu Beginn wollen wir die Politiker immer so ein bisschen näher kennenlernen, persönlicher, und deswegen begleiten wir sie an ihren Lieblingsort. Und der ist in der Heimat von Wiebke Knell. ———- Der Steinwald bei Neukirchen in der Schwalm – der Lieblingsort von Wiebke Knell. Hier ist die Nordhessin aufgewachsen und seit jeher fest verwurzelt. Ihre freien Tage nutzt Wiebke Knell oft dazu mit ihrer Familie und den beiden Hunden durch den Wald in ihrer Heimat zu spazieren – ohne Handyempfang. Wiebke Knell (FDP), Lieblingsort: Wald Neukirchen „Ja zum einen haben wir einen wunderbaren Blick auf meine Heimatstadt Neukirchen und zum anderen ist der Wald – egal wo, so’n bisschen Ruhepol für mich. Da gehe ich hin, wenn ich mich entspannen möchte. Aber ich find’s immer eine sehr schöne Abwechslung. Also in Wiesbaden der ganze politische Trubel und hier komme ich nach Hause und bin, ja, die normale Wiebke Knell.“ Als echtes Naturmädel bezeichnet sich die Politikerin selbst. Eigentlich ist sie fast immer draußen unterwegs, ob zum Spazieren oder Fotografieren. Und eine besondere Leidenschaft übt Wiebke Knell auch […]

  • Reichsbürger-Prozess in Frankfurt beginnt

    Reichsbürger-Prozess in Frankfurt beginnt

    Vor dem Frankfurter Oberlandegericht ist der große Reichsbürger-Prozess um Prinz Reuß gestartet. Er soll der Kopf der mutmaßlichen Terrorgruppe gewesen sein: Heinrich XIII. Prinz Reuß, heute erstmals im Gerichtssaal. Ebenso wie die frühere AfD-Bundestagsabgeordnete Birgit Malsack-Winkemann. Nachdem die neun Angeklagten mit einer knappen Stunde Verspätung eingetroffen sind, beginnt die Verhandlung holprig. Carsten Praeg, Reporter „Die Befürchtung von Experten, der Prozess könne sich ziemlich in die Länge ziehen, scheint sich bereits am ersten Prozesstag zu bestätigen. Noch bevor die Anklageschrift überhaupt verlesen werden kann, stellen die Anwälte verschiedene Anträge und sorgen damit von Anfang für Verzögerungen.“ Der Vorwurf der Bundesanwaltschaft: ein geplanter Umsturz mit Waffengewalt. Im Dezember 2022 nimmt die Polizei bei einer Großrazzia in mehreren Bundesländern insgesamt 25 Verdächtige fest, beschlagnahmt fast 400 Schusswaffen und 150.000 Schuss Munition. Während sich in Frankfurt die mutmaßlichen Rädelsführer der Reichsbürger-Gruppe verantworten müssen, steht in Stuttgart seit April der mutmaßlich militärische Arm vor Gericht. Im Juni wird in München ein weiterer Prozess beginnen. Die Verteidiger in Frankfurt fordern deshalb, die Verfahren in Ton und Bild aufzuzeichnen. Roman von Alvensleben, Verteidiger von Prinz Reuß „Wenn die nicht voneinander wissen, was da verhandelt wird, wie will man denn da gerechte Urteile fällen? Wieso ist die Zusammensetzung so, wie sie ist? Warum sitzen hier die Angeklagten und dort sitzen die Angeklagten und in München ganz andere.“ Die Prozesse wurden aufgrund ihres Umfangs aufgeteilt, allein in Frankfurt umfasst die Anklage über 600 Seiten, 260 Zeugen sind geladen. Eine Aufzeichnung lehnt das Oberlandesgericht letztlich ab. Am Nachmittag kann endlich die Anklage verlesen werden. Ob die knapp 50 angesetzten Prozesstage ausreichen werden, darf nach diesem Auftakt zumindest bezweifelt werden.

  • Messe für Rettungskräfte

    Messe für Rettungskräfte

    Wie sind unsere Rettungskräfte für die Zukunft aufgestellt? Auf Europas größter Leitmessen, der „Rettmobil“ in Fulda, tauschen sich Lebensretter aus aller Welt über modernste Technik und digitale Möglichkeiten raus. Am Rande des Blaulicht-Mekkas diskutieren sie aber auch über aktuelle Probleme.   Hubschraubereinsatz für die Luftrettung der Johanniter. Bei Wind und Wetter muss ein Unfallopfer geborgen werden, ohne Landemöglichkeit für den Helikopter. Zum Glück nur eine Übung für die Messebesucher. Im Ernstfall könnte der alarmierte Arzt aber mitsamt dem Geborgenen ins nächste Krankenhaus geflogen werden. Die Übungspuppe hat es geschafft. Neugierige Blicke der Messegäste in die derzeit modernste fliegende Intensivstation: Ausgestattet mit Beatmungsgeräten, Patientenmonitoren, Nachtsichtgeräten und einem Autopiloten. Frank Zabell, Geschäftsführer Johanniter Luftrettung „Auch den Start kann er mittlerweile autonom durchführen und das gibt mir ein unheimliches Sicherheitsplus in der Luft. Dadurch sind wir in der Lage, eben auch 24 Stunden am Tag zu fliegen. Und das bei fast jeder Wetterlage.“ 30.000 Besucher aus 50 Ländern kommen nach Fulda, um sich die neuesten Entwicklungen anzusehen. Darunter auch eine Arztpraxis auf vier Rädern, ausgestattet mit allem benötigten Equipment. Ein Arzt kann damit selbst zu den Patienten kommen oder moderne Telemedizin nutzen, während ein Arzthelfer mit der mobilen Praxis unterwegs ist. Mario Volklandt, Hersteller von mobilen Sanitätsstationen „Eine gute Arzthelferin, die kann durchaus die Patienten versorgen, ohne dass der Arzt direkt vor Ort ist. Und er wird zugeschaltet für den Fall, wenn die Werte nicht stimmen oder Abweichungen da sind und kann dann dort eingreifen.“ Eine mögliche Alternative gerade für ländliche Regionen, in denen immer mehr Arztpraxen schließen. Das wird auch für Rettungssanitäter zunehmend zum Belastungsproblem: Wer keinen Hausarzt erreicht, ruft oft einfach den Rettungsdienst – ohne dass ein wirklicher Notfall vorliegt. Simon Little, Vizepräsident Johanniter-Unfall-Hilfe „Wo es aber eben nicht um Minuten geht und um den schweren körperlichen Schaden, den es abzuwenden […]

  • Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Das große Finale steht an – letzter Spieltag in der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende. Alle Spiele zeitgleich, Samstag um 15:30. Und da geht es für einige unserer heimischen Teams noch um alles. Darüber sprechen wir mit Thorsten Arnold aus unserer Sportredaktion. Markus Appelmann, Moderator: Thorsten, ganz spannend wird’s im Tabellenkeller. Thorsten Arnold, Sportreporter: Na klar, Mainz 05 kann aus eigener Kraft – wer hätte das vor ein paar Wochen geglaubt – den direkten Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Am allerletzten Spieltag. Das ist wieder so typisch Mainz 05, Drama ganz zum Schluss. Und die Ausgangsposition ist sowas von klar, da müssen wir gar keine Tabelle mehr einblenden: Wenn die Mainzer auswärts in Wolfsburg nicht verlieren, dann haben sie es geschafft: Auch im nächsten Jahr Liga Eins! Ja und im Falle eine Niederlage, da kommt es auf das Ergebnis von Verfolger Union Berlin an, dass die eben nicht gewinnen. Da schielt man doch immer mal mit einem Auge auf das Ergebnis in Berlin. Oder, Bo Henriksen? Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Ich will überhaupt nix wissen! Ich hab auch meinem Trainerteam gesagt, dass ich nichts wissen will. Das Ding für uns ist doch: Rausgehen und unsere Sache erledigen! Wir brauchen Punkte. Vom ersten Tag, als ich herkam. 12 Spiele lang. Und es ist immer noch so. Das ist die Hauptsache, dem gilt die volle Konzentration. Es interessiert mich nicht, was irgendjemand anderes macht!“ Arnold: Entscheidend könnte auch die Kulisse in Wolfsburg sein: Gefühlt fährt halb Mainz dort hin, will das Stadion in Rot einfärben. Und sollte es klappen, da kann die Stadt Mainz schon mal gucken, wo sie das Trainer-Denkmal für den „Retter“ Bo Henriksen hinstellt. Appelmann: Vom Denkmal-Status ist Eintracht-Trainer Dino Topmöller gefühlt noch weit entfernt. Seine Einstands-Saison verlief doch ziemlich durchwachsen. Aber kurioserweise könnten die Frankfurter […]

  • Hitzige Debatte zu Corona-Untersuchungsausschuss

    Hitzige Debatte zu Corona-Untersuchungsausschuss

    Lockdown, Testpflicht, Maske auch zum Beispiel in der Fußgängerzone – die Liste der Corona-Schutzmaßnahmen war lang. Zu lang aus Sicht der hessischen AfD. Bundes- und Landesregierungen hätten eine „Politik der Angst“ betrieben und die Freiheit der Bürger unverhältnismäßig stark eingeschränkt. Jetzt will die größte Oppositionspartei im hessischen Landtag einen Untersuchungsausschuss. Gestern Abend wurde der entsprechende Antrag im Plenum hitzig diskutiert. Zwischenrufe der Abgeordneten „Ist das peinlich!“ – „Wir sind genauso Demokraten wie Sie!“ Zwischenrufe, Fingerzeige, gegenseitige Beschuldigungen. Es geht hoch her im Hessischen Landtag. Immer wieder interveniert Landtagsvizepräsident Frank Lorz. Frank Lorz (CDU), Vizepräsident Landtag Hessen „Ich weiß nicht, wer es war. ‚Heim ins Reich‘ und solche Zitate, das geht hier nicht in diesem Haus. Wer es gesagt hat, der wird gerügt von mir, der soll sich’s merken fürs nächste Mal. Ich bitte jetzt wirklich, konzentriert und diszipliniert diese Debatte zu führen.“ Debattiert wird der Antrag der AfD-Fraktion, die Corona-Maßnahmen in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss aufzuarbeiten. Volker Richter (AfD), Abgeordneter Landtag Hessen „Als hessische Landtagsabgeordnete sind wir eine solche Aufarbeitung all jenen schuldig, die hessenweit unter den Corona-Maßnahmen gelitten haben und es tatsächlich wagten, gegen diese Politik von Ihnen aufzubegehren.“ Vieles von dem, was die AfD untersuchen will, gehe deutlich über die Zuständigkeit des Landes Hessen hinaus, kritisieren die Regierungsfraktionen CDU und SPD. Denn der Ausschuss-Antrag umfasse: Ingo Schon (CDU), Abgeordneter Landtag Hessen „… also alles, was getan und unterlassen worden ist. Alles, was irgendwo geschrieben worden ist von allen möglichen Akteuren, also Kommunen, Europäische Arzneimittelbehörde, Pfizer, also letztendlich von BioNtech bis zum Ortsbeirat. Es ist schon gleich am Anfang unklar, wer alles und was alles.“ Der Antrag verstoße gegen die Verfassung, sagt Ingo Schon. Der Hessische Landtag dürfe nicht die Arbeit nicht-hessischer Institutionen wie der Ministerpräsidentenkonferenz oder dem Robert-Koch-Institut untersuchen. Das haben sich CDU und SPD in einem Rechtsgutachten bestätigen […]

  • Feldhamster werden ausgewildert

    Feldhamster werden ausgewildert

    Früher gejagt – heute geschützt. Jetzt geht’s bei uns um Feldhamster. Die Hessische Gesellschaft für Naturschutz ist jetzt einen ganz neuen Weg gegangen mit einer eigenen Aufzucht von Feldhamstern. Erstmals wurden nun die Tiere im hessischen Grüningen in ein natürliches Zuhause entlassen. Ein großer Tag für Michael. Der Europäische Feldhamster wird heute mit sieben anderen Artgenossen ausgewildert. Ein besonderer Moment auch für seine Pfleger, denn die Hamster stammen aus eigener Aufzucht. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Wir konnten den ganzen Tieren, die wir jetzt heute raussetzen beim Großwerden zugucken und es ist ein bisschen Trennungsschmerz mit dabei, aber die Vorfreude überwiegt auf jeden Fall, weil man weiß: Okay jetzt kann der Hamster wirklich in Freiheit leben und möglichst viele Nachkommen züchten. Das ist ja das, was wir eigentlich wollen.“ Das Hauptziel der Zuchtstation ist eine genetische Auffrischung der bestehenden Populationen. Durch die Ausbreitung des Menschen und dem Wandel der Landwirtschaft werden Bestände voneinander getrennt. Die Folge – Inzucht, Krankheiten und weniger Jungtiere. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Wir nehmen Männchen aus der einen Population und Weibchen aus der anderen Population, verpaaren die gezielt bei uns in der Zucht und dann werden die Tiere hier wieder rausgesetzt, um die Genetik der nächsten Population hier mit reinbringen zu können.“ Die Naturschützer bohren für die Auswilderung tiefe Löcher in den Boden und legen Futter dazu. Ein zusätzlicher Käfig soll die Tiere während ihrer ersten Eingewöhnung im neuen Zuhause vor Greifvögeln schützen. Für den Erhalt der Hamster spielt auch die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft eine zentrale Rolle, denn es braucht den aktiven Schutz im Feld. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Es reicht nicht nur eine Fläche zu schaffen, die gut für den Feldhamster ist, sondern eben auch die Umgebung drumherum. Und da gibt es so eine Art Ernteverzichtmaßnahmen, nennen wir das Ganze. Also der Hamster mag Getreide […]

  • Mainz und Wiesbaden im Abstiegskampf

    Mainz und Wiesbaden im Abstiegskampf

    Mainz und Wiesbaden – so unterschiedlich sie auch sind, die beiden verbindet doch so einiges. Beide sind Landeshauptstädte, beide liegen am Rhein und nun teilen beide ein ähnliches sportliches Schicksal: Sowohl Mainz 05 als auch der SV Wehen Wiesbaden kämpfen darum, in der Bundesliga zu bleiben. Mainz in der ersten, Wiesbaden in der zweiten. Für beide ist der letzte Spieltag der Saison am Wochenende entscheidend für die sportliche Zukunft. „Niemals aufgeben“ – das ist das Motto von Mainz 05 im Kampf gegen den Abstieg. Den Rückhalt der Fans sieht man überall in der Stadt. Ganz Mainz steht hinter seiner Mannschaft. Dass ihr Verein in der ersten Liga bleibt, da sind die Fans … Theresa „Sehr optimistisch. Ich glaube, das wird was. Die Motivation ist, glaube ich, sehr hoch. Ja.“ Roswitha „Ja, total optimistisch. Natürlich, wir schaffen das.“ Rainer „Ja, sehr optimistisch mittlerweile. Weil die Leistung stimmt und ich sehe keinen Grund, da pessimistisch zu sein.“ Rebekka „Also ich hoffe sehr. Ich glaube, es wird gut mit dem 15. Platz noch enden. Sodass sie nicht ins Relegationsspiel müssen.“ Die Zuversicht der Fans motiviert auch auf die Mainzer Spieler. Dominik Kohr, Mittelfeldspieler 1.FSV Mainz 05 „Beim Aufwärmen hatte man Gänsehaut gehabt und im Spiel wie die Fans hinter uns standen auch bei Rückschlägen. Die haben uns immer nach vorne gepuscht. Und das gibt uns nochmal zusätzliche Energie. Da wollen wir natürlich jetzt am Wochenende in Wolfsburg einfach den Fans auch nochmal was zurückgeben, weil für sie wars auch keine leichte Saison wie für uns. Und ja, ich glaube, wenn wir am Wochenende das Ding über die Ziellinie bringen, dann können wir alle zusammen feiern.“ Die 05er sind im Aufschwung, seit über zwei Monaten ungeschlagen. Zuletzt haben sie 3:0 gegen Champions-League-Finalist Dortmund gewonnen. Diese Serie wollen die Mainzer zum Saisonabschluss beim VFL Wolfsburg […]

  • Streetart am Darmstädter Landesmuseum

    Streetart am Darmstädter Landesmuseum

    Kennen Sie MadC? Hinter dem Künstlernamen steckt Claudia Walde – eine der weltweit bekanntesten Grafitikünstlerinnen. In mehr als 35 Ländern hat sie bereits gesprayt. Jetzt gestaltet MadC die Fassade der Gemäldegalerie des Hessischen Landesmuseums Darmstadt – es wird bunt. In Darmstadt ist Claudia Walde auf jeden Fall eines: viel unterwegs. Die Fassade der Gemäldegalerie des Hessischen Landesmuseums zieht sich über mehrere Gebäude. Die Streetart-Künstlerin versucht, sich die Perspektive ihres Kunstwerkes genau vorzustellen, gibt Anweisungen an ihre zwei Assistenten Luke und Simon. Claudia Walde, Streetart-Künstlerin „Die Aufträge, die mich am meisten interessieren, sind die, die herausfordernd sind. Die etwas anderes sind, an Orten, die noch keiner bemalt hat, die ungewöhnlich sind, die mich in irgendeiner Weise fordern, und dieses Projekt fordert mich definitiv. Wir haben diese Perspektivenverschiebungen, wir haben mehrere Gebäude, die zusammenlaufen, den Fußboden, der integriert wird. Das sind schon Dinge, die nicht der Standard sind, die man sonst so macht.“ Und die 44-Jährige macht viel, seit über 25 Jahren. Damals entsteht auch das Pseudonym MadC, weil die Künstlerin aus dem sächsichen Bautzen den Namen cool findet. Heute ist MadC eine der weltweit bekanntesten Streetart-Künstlerinnen. Ob New York, London, die Dominikanische Republik, Florida oder Irland. Überall findet sich Graffitikunst von MadC. MadC, Streetart-Künstlerin „Ich habe als 16-Jährige tatsächlich klassisch mit Graffiti angefangen, wollte Teil dieser Jugendkultur sein, mich ein bisschen ausprobieren, war schon immer kreativ unterwegs, aber habe das natürlich niemals als Beruf angesehen.“ Doch dann studiert Claudia Walde Grafikdesign in Halle und London. Sie wird zur international renommierten Street-Art-Künstlerin. Seit über sechs Monaten plant sie das Darmstädter Großprojekt. Die Idee zur Gestaltung stammt aus einer Ausstellung im Landesmuseum. „Urknall der Kunst“ hat sich mit Graffitikunst aus der Steinzeit beschäftigt. Dr. Martin Faass, Direktor Hessisches Landesmuseum Darmstadt „Deshalb kann man sagen, dass Graffitikunst eine sehr, sehr lange Tradition hat und […]

  • Prozess wegen geplanten Umsturzes wird vorbereitet

    Prozess wegen geplanten Umsturzes wird vorbereitet

  • Landtag debattiert geplantes Hessengeld

    Landtag debattiert geplantes Hessengeld