Hessen

  • Benzinpreise wegen des Iran-Krieges kräftig erhöht

    Benzinpreise wegen des Iran-Krieges kräftig erhöht

    Wenige Tage nach Beginn des Irankriegs sind die Folgen auch hier bei uns in Rheinland-Pfalz und Hessen zu spüren. Wegen des eingeschränkten Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus steigt der Rohölpreis. Und das macht sich jetzt schon an der Tanksäule bemerkbar. Die Preise für Benzin und Diesel sind massiv gestiegen. Super für 2,08 Euro, Diesel 2,02 Euro. Damit liegen die Kraftstoffpreise heute flächendeckend über der Zwei-Euro-Marke. Die spürbaren Folgen des Kriegs im Iran treffen auch die Autofahrer in Hessen. Agnes Rakoczy, Versicherungsangestellte „Beängstigend ist das natürlich schon. Vor allen Dingen vermute ich, dass die Preise noch höher steigen. Tanken muss ich. Ich muss zur Arbeit kommen, ich muss einkaufen fahren. Ich bin auf das Auto angewiesen.“ Christian Immel, Unternehmer „Der Diesel liegt wahrscheinlich hier schon länger im Keller und kommt nicht frisch erst. Deshalb finde ich das schon ein bisschen Verarsche. Aber gut, was will man machen.“ Sigrid Knippel, Rentnerin „Zum Teil kann ich es nachvollziehen, aber zum anderen Teil habe ich auch manchmal das Gefühl, dass gerade die Treibstoffindustrie gewisse Anlässe als Grund nimmt die Treibstoffpreise hochzutreiben.“ Ben Nasser, Catering Facharbeiter „Volltanken kostet bei mir mit diesem Preis 200€. Volltanken ist 100L Tank. Deswegen ist es voll teuer.“ Verbraucher könnten die Eskalation im Nahen Osten jedoch in nächster Zeit nicht nur beim Tanken oder beim Heizöl spüren. Vor allem die Blockade der wichtigen Meerenge von Hormus  könnte erhebliche gesamtwirtschaftliche Folgen haben, so die Einschätzung vom Chefvolkswirt der Commerzbank Jörg Krämer. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank „Das kann man kurzfristig aushalten, weil es viele Lagerbestände weltweit gibt. Aber wenn der Krieg wider  Erwarten  lange dauern würde, wenn  die Straße von Hormus zwei, drei, vier Monate dicht wäre, dann würde der Ölpreis weiter steigen und dann würde die Inflation nach oben gehen und dann wäre das eine deutliche Einbuße in der […]

  • KI-Avatare in der Verwaltung

    KI-Avatare in der Verwaltung

    Es ist die Schlüsseltechnologie – da legen sich viele Experten fest: Künstliche Intelligenz. Immer öfter werden wir im Alltag auf KI treffen. Zum Beispiel in der Verwaltung, wo inzwischen die ersten Kommunen auf Video-Avatare setzen. Während etwa der Landkreis Darmstadt-Dieburg mit einem künstlichen Video-Nachrichtenformat experimentiert, beantwortet in Büttelborn bereits ein künstlicher Zwilling des Bürgermeisters die Fragen der Bürger – und das auch gleich noch in 28 Sprachen. Wie hoch ist in Büttelborn die Hundesteuer? Wo gibt es noch freie Kita-Plätze? Und wann hat eigentlich der Wertstoffhof geöffnet? Bürger fragen – der Bürgermeister antwortet: Gerne auch auf Polnisch oder Türkisch… Marcus Merkels künstlicher Zwilling ist eine echte Premiere: Er ist der erste Bürgermeister-Avatar Deutschlands. Ein großer Mehrwert, wie er findet: Nicht nur für ratsuchende Bürger, sondern auch für den Büttelborner Verwaltungsapparat, der dank KI künftig deutlich entlastet werden könne. Und um seinen Job müsse sich auch niemand Sorgen machen. Marcus Merkel (SPD), Bürgermeister Büttelborn „Zum Beispiel unsere Dame am Empfang war ein bisschen skeptisch, dass jetzt ein KI-Avatar alle gängigen Fragen beantwortet. Aber der Vorteil ist natürlich: Sie hat ne 40-Stunden-Woche, aber der KI-Avatar ist 24/7, 365 Tage im Jahr erreichbar.“ Den Avatar entwickelt hat IT-Fachmann Stefan Klink. Das Besondere: Die Gefahr, dass der KI-Zwilling von Bürgermeister Marcus Merkel Unsinn erzählt, besteht nicht. Denn sämtliche Informationen stammen aus einer eigens für diesen Zweck angelegten Datenbank. Stefan Klink, TÜV-zertifiziereter AI Consultant „Die KI greift nicht auf das allgemeine Wissen des Internets oder der KI oder das trainierte Wissen der KI zu, oder noch werden die Antworten genutzt, um die KI wieder zu trainieren. Sondern wir haben einen festen Datenstamm, der hinterlegt ist. Und dort wird die Antwort geguckt.“ Auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg schickt seit vergangenem Jahr einen Avatar ins Rennen – und zwar das Ebenbild von Jan Prößdorf. Hier beim Trainieren der […]

  • Stadt Karben will Continental-Gelände kaufen

    Stadt Karben will Continental-Gelände kaufen

    Das Aus für das geplante Batteriezellwerk in Kaiserslautern ist ein Schock für die ganze Region. Noch immer diskutieren Politik und Beteiligte darüber, wie das Projekt vielleicht doch noch kommen kann. Wenn das nicht klappt, soll es in Kaiserslautern Turbo-Gewerbeflächen geben. Eine ähnliche Idee hat man in Hessen bereits umgesetzt: Nach dem Aus für das Continentalwerk in Karben will die Stadt das Gelände in Eigenregie vermarkten. Die Schranken bleiben nicht dauerhaft geschlossen auf dem Continental -Gelände in Karben, nur wenige Autominuten nördlich von Frankfurt. Einen zweistelligen Millionenbetrag legt die Stadt für die zwölf Hektar hin, über die genaue Summe  haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Ein durchaus gewagter Schritt. Für den Karbener Bürgermeister  aber genau der richtige. Guido Rahn (CDU), Bürgermeister Karben „Bevor ich einen Leerstand, eine Industrie-Brache habe und auf der anderen Seite auf dem grünen Acker im Prinzip neue Gewerbegebiete erschließen muss – dann kaufe ich doch lieber so was und kann aktiv gestalten. Ich kann den Branchenmix hier reinbringen. Ein bisschen Industrielastigkeit beseitigen, was wir bisher hatten. Und kann mitbestimmen, wer hier reinkommt.“ Vor sechs Jahren ging es heiß her in Karben: Über 1.000 Continental-Mitarbeiter demonstrieren gegen die damals angekündigte Schließung des Werks. Für die Stadt in der Wetterau ein Desaster -mitten in der Corona-Krise. Guido Rahn (CDU), Bürgermeister Karben, am 13. April 2021 „Es wäre ein schwerer Schlag für die Stadt Karben, weil zehn Prozent unserer Arbeitsplätze bei der Conti sind. Wobei nicht alle Arbeitnehmer aus Karben kommen. Aber für die Region ist es natürlich ganz wichtig, dass so ein Werk erhalten bleibt. Beziehungsweise eine Lösung gefunden wird dafür.“ Nach langen Verhandlungen gibt es einen Kompromiss: Die Continental-Tochter Aumovio bleibt mit 200 Mitarbeitern in Karben und behält knapp ein Drittel des Werkgeländes. Die restliche Fläche will die Stadt vermieten. Wo einst Autoschläuche hergestellt wurden, könnten nun Karbener Firmen […]

  • Neuartiger Notfallwagen in Gießen

    Neuartiger Notfallwagen in Gießen

    Wenn Sie schnelle medizinische Versorgung brauchen, rufen Sie selbstverständlich den Notarzt. Der fährt so schnell wie möglich an und kann in den meisten Fällen eine ausreichende Erstversorgung leisten. Doch nicht alle Krankenwagen sind für jeden Notfall ausgestattet. In Gießen gibt es jetzt ein neues Fahrzeug, das genau solche Versorgungslücken schließen soll. Wenn das Gießener „Medical Intervention Car“ ausrückt, geht es um besonders kritische Notfälle. Stationiert am Universitätsklinikum Gießen bringt das sogenannte MIC hochspezialisierte Notfallmedizin direkt zum Einsatzort. Jon Magnus, Notfallsanitäter „Das besondere an unserem Medical Intervention Car sind zum einen unsere Transfusionsbox, die Notfallblutkonserven mitführt. Das ist etwas was der normale Regelrettungsdienst nicht dabei hat. Des weiteren haben wir ein Kinderbeatmungsgerät dabei oder auch einen REBOA-Katheter, der Patienten die eine sehr schwere Verletzung erlitten haben das Leben retten kann.“ Dazu kommen noch jede Menge weiterer Gerätschaften, um unter anderem auch Notfälle bei kleinen Kindern behandeln zu können. Und auch die Besatzung des Fahrzeugs ist speziell. Dr. Alexander Schlier, Sektionsleiter Notfallmedizin „Bei uns werden nur Fachärzte auf dem Auto eingeteilt. Das sind alles Kollegen, die jahrelang in der Notfallmedizin tätig sind und auch spezielle Maßnahmen in der Klinik durchführen. Also das sind Kollegen, die dort im Schockraum arbeiten, dort die Maßnahmen erlernt haben und dann diese Maßnahmen auf der Straße durchführen.“ Medical Cars kommen eigentlich aus dem Motorsport. Im Zuge eines Pilotprojektes kommt es jetzt aber auch im Landkreis Gießen zum Einsatz. Zu welchen Einsätzen es ausrückt, bewertet die Leitstelle bei jedem Notruf neu. Anita Schneider (SPD), Landrätin Gießen „Es gibt ja eine standardisierte Abfrage in der Leitstelle und in diese Abfrage wurden eben auch nochmal Punkte übernommen, die dazu dienen können eine Entscheidung herbeizuführen das Medical Intervention Car einzusetzen.“ Das Johanniter-Fahrzeug kam im vergangenen Jahr über 50 mal zum Einsatz. In nicht wenigen Fällen konnten so Leben gerettet werden. Deshalb […]

  • "Ganz schön warm hier" im Senckenberg Museum

    „Ganz schön warm hier“ im Senckenberg Museum

    Was können wir von Tieren und Pflanzen lernen, die fast 50 Millionen Jahre alt sind? Es geht um das Weltnaturerbe Grube Messel bei Darmstadt und um eine neue Ausstellung im Frankfurter Senckenberg Naturmuseum. Weit offene gelbe Augen, ein ziemlich großer Schnabel. Imposant war auch der dazugehörige flugunfähige Laufvogel. Stolze 1,70 Meter groß. Das Modell des Diatryma im Senckenberg Naturmuseum ist ganz neu. Etwas furchteinflößender wirkt der pflanzenfressende Urvogel im Diorama, das die Grube Messel vor über 47 Millionen Jahren darstellt. Dort ist der Abdruck eines Knochens des riesigen Vogels gefunden worden. Maike Schlegel, Kuratorin der Ausstellung „Es ist ja immer ein Glücksfall, was man so entdeckt. Den Diatryma, den großen Laufvogel, den haben wir so als volles Skelett noch nicht finden können in Messel, aber es gibt quasi den Nachweis von einem Knochen, den wir da entdecken konnten, und wir wissen, von anderen Fundstellen, dass dieser Vogel zu der Zeit dort gelebt hat.“ Das Zeitalter heißt Eozän. Die Grube Messel: damals ein Vulkansee. Das Klima in Südhessen: subtropisch bis tropisch. Hier lebten besonders viele Vögel. Aber auch Schildkröten, die in der Ausstellung „Ganz schön warm hier“ bei der Paarung zu sehen sind. Vor über 47 Millionen Jahren sind sie dabei gestorben. Genauso wie diese versteinerte schwangere Kuh. Die Fossilien, die in der Grube Messel gefunden werden, sind so gut erhalten, weil es in den Tiefen des Vulkansees keinen Sauerstoff gab. Maike Schlegel, Kuratorin am Senckenberg Naturmuseum „Es gibt keine Bakterien, die für eine Zersetzung sorgen und so lagern sich die Fossilien ab, werden mit Sediment bedeckt und haben dieses erstaunlichen Erhaltungszustand.“ Dieser nahezu perfekte Erhaltungszustand, macht die Grube Messel zu einer weltweit einzigartigen Fossilien-Fundstätte. Mittlerweile können die Forscher ganz genau herausfinden, welches Tier von einem anderen gefressen wurde und auch, was das aufgefressene Tier vor seinem Tod verspeist hat. Hagen […]

  • Konflikt in Nahost: Erste gestrandete Reisende kommen wieder in Frankfurt an

    Konflikt in Nahost: Erste gestrandete Reisende kommen wieder in Frankfurt an

    Nach dem Angriff von Israel und den USA auf den Iran am Wochenende antwortet das Mullah-Regime mit Beschuss auch auf andere Staaten in der Golfregion. Dort warten geschätzt rund 30.000 deutsche Reisende darauf, in Sicherheit gebracht zu werden. Einige sind heute wohlbehalten am Frankfurter Flughafen angekommen, viele sitzen noch fest, etwa in Dubai. Diese Aufnahme vom Samstagabend aus Dubai zeigt, wie ein mutmaßlich iranischer Flugkörper direkt neben einem Hotel explodiert. Mehrere Menschen werden dabei verletzt. Am nächsten Tag gibt es einen Einschlag am Flughafen, der Luftraum bleibt zunächst gesperrt. Auch die 29-jährige Katja Panasyuk aus Bad Kreuznach sitzt in Dubai fest. Von ihrem Hotel aus konnte sie die Rauchsäule beobachten. Katja Panasyuk „Samstagnacht hat auch mein Handy geklingelt. Ich hab eine Benachrichtigung bekommen, dass Raketen fliegen und ich soll mir einen Bunker suchen, aber gibt es hier nicht wirklich. Ich war heute Morgen an der Rezeption. Die lassen Leute nach Zimmernummern raus. Vier Zimmer von unserem Hotel durften heute fliegen. Ich hab hier mit vielen Leuten geredet, ein paar waren sehr lange in der Warteschleife von den Emirates, haben dadurch einen Flug für morgen bekommen. Aber wir alle warten. Von den meisten Leuten ist das Gepäck immer noch am Flughafen, meins inklusive. Und wir bekommen auch keine Benachrichtigung, wann wir das Gepäck abholen können, wie es weitergeht.“ Nachdem der Flugbetrieb in Dubai teilweise wieder aufgenommen wird,  landet heute Nachmittag eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates  am Frankfurter Flughafen. An Bord viele erleichterte Reiserückkehrer, es spielen sich emotionale Szenen ab. Sascha Kuczewski, aus Dortmund „Ich hab’s erst geglaubt, als der Flieger abgehoben hat, muss ich gestehen. Also, da kann ja immer noch alles passieren. Dass man im Flugzeug sitzt, wieder raus muss. Es hat geklappt, ich bin hier, ich bin sehr froh.“ Robert, aus Köln „Es gibt so Momente, wo man einfach […]

  • Nachrichten vom 03.03.2026

    Nachrichten vom 03.03.2026

    Wiederaufbauhilfen im Ahrtal laufen aus — Hessen plant Crack-Studie — Zeckensaison hat begonnen Anmoderation: Zu den Nachrichten: Nach dem blutigen Messerangriff am Wochenende in Kaiserslautern ist nun einer der beiden attackierten Männer im Krankenhaus gestorben. Das andere Opfer befindet sich weiter in akuter Lebensgefahr. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, werde nun ein Verfahren gegen einen festgenommenen 18 Jahre alten Syrer wegen Totschlags geführt. Am Samstag Abend habe der Mann in der Innenstadt einem 22-Jährigen zunächst in den Rücken gestochen, ein 20-Jähriger erlitt Stichverletzungen im Brustbereich. Zeugen der Tat sollen sich nach wie vor bei der Polizei in Kaiserslautern melden. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute aus Hessen und Rheinland-Pfalz im Überblick. Wiederaufbauhilfen laufen aus Fast fünf Jahre nach der Flutkatastrophe im Sommer 2021 haben in der Eifel noch immer Menschen trotz ihrer Hochwasserschäden keine finanzielle Hilfe beantragt. Das hat die Caritas mitgeteilt. Sie geht von einer vierstelligen Zahl von Betroffenen aus, die sich aus Unwissenheit, Angst oder Scham nicht bei den Behörden gemeldet haben. Die Caritas will diese Menschen jetzt noch erreichen, denn der Erstantrag für Fluthilfe muss bis zum 30. Juni bei der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz gestellt werden. Die Fluthilfe der Caritas läuft zum Jahresende aus. Hessen plant Crack-Studie Das Land Hessen will bis zu zwei Millionen Euro für eine Studie bereitstellen, die zur Entwicklung eines Ersatzstoffs für die Droge Crack führen soll. Ministerpräsident Boris Rhein hat sich in einem Brief an das Universitätsklinikum Frankfurt gewandt. Dort gibt es bereits ein Konzept zur Substitutionsbehandlung von Abhängigen in der Mainmetropole. Rhein bezeichnete das geplante wissenschaftliche Vorhaben als innovatives Mittel, um die medizinische Versorgung der Crack-Abhängigen zu verbessern. Es könne auch dazu beitragen, die Situation im Bahnhofsviertel zu stabilisieren. Zeckensaison hat begonnen Wegen der milden Temperaturen sind die Zecken schon jetzt wieder aktiv. Deshalb hat die hessische Gesundheitsministerin […]

  • Seltenes Netzgiraffen-Baby "Mumbi" im Opelzoo geboren

    Seltenes Netzgiraffen-Baby „Mumbi“ im Opelzoo geboren

    Nach knapp 15 Monaten Tragzeit hat die Giraffe „Maja“ ihren ersten Nachwuchs auf die Welt gebracht. Die Tierpfleger tauften das zierliche Kalb in Anlehnung an seine afrikanische Herkunft auf den kenianischen Namen “Mumbi”. Mumbi – das bedeutet „Die Gründungsmutter“ oder die „Urmutter“. Ein ganz schön großer Name für ein kleines Baby. Wobei klein nicht so richtig stimmt, denn Mumbi misst schon stolze 1 Meter 73. Und die wollen heute viele Neugierige  sehen. Das ist dem kleinen Giraffenmädchen erst mal nicht so geheuer. Nach der Geburt geht es Mutter und Kalb zunächst gut, doch dann gibt es Probleme: Jörg Jebram,  Koordinator Europäisches Artenschutzprogramm für Giraffen „Wir haben dann eben festgestellt, dass trotz Bemühungen Mutter-Kind-Bindung anzuregen die Mutter sich zwar ansatzweise um das Kleine gekümmert hat, also mal abgeleckt hat und so weiter, aber eben es nicht trinken ließ.“ Die Tierpfleger müssen eingreifen. Jetzt wird Mumbi mit der Flasche aufgezogen. Der Kontakt zwischen Mensch und Tier wird dabei aber so gering wie möglich gehalten. Jörg Jebram, Koordinator Europäisches Artenschutzprogramm für Giraffen „Nur einmal kurz die Flasche geben und dann das Tier wieder zurück in die Gruppe kommt, wo sie dann eben auch gerade von Kimia, also die Kuh, die letztes Jahr geboren hat, abgeleckt wird und dann dort eben lernt, dass sie ne Giraffe ist.“ Netzgiraffen leben in Afrika und sind vom Aussterben bedroht. Das liegt zum einen daran, dass ihr Lebensraum durch wachsende Städte immer kleiner wird, zum anderen aber auch an der illegalen Jagd auf die Tiere. Jörg Jebram, Koordinator Europäisches Artenschutzprogramm für Giraffen „In den letzten 30 Jahren ist die Population der Netzgiraffe um 42 Prozent zurückgegangen. Das heißt wir brauchen in unseren Zoos Reservepopulationen, wo wir für den Fall der Fälle also Tiere noch haben und wenn dann irgendwann vielleicht mal die Bedrohungsfaktoren in Afrika in den Griff […]

  • Eskalation im Nahen Osten: Reaktionen aus Hessen

    Eskalation im Nahen Osten: Reaktionen aus Hessen

    Am Wochenende haben die USA und Israel den Iran angegriffen, um das dortige Terror-Regime zu stürzen und den Bau von Atomwaffen zu stoppen. Und das führt auch bei uns in Rheinland-Pfalz und Hessen zu einer angespannten Lage. Während Exil-Iraner in Frankfurt den Schlag gegen das Mullah-Regime feiern, erhöhen die Sicherheitsbehörden bei uns den Schutz sensibler Einrichtungen. Die Sorge vor möglichen Gegenreaktionen wächst. Freudentänze, Fahnen und Feiern: In Frankfurt versammeln sich am Samstag laut Polizei rund 2.000 Menschen zu einer Demonstration, unter ihnen viele Exil-Iraner. Es ist die größte von einem Dutzend Versammlungen in Hessen am vergangenen Wochenende. Die Teilnehmer bejubeln die Angriffe der USA und Israels auf iranische Militärziele. Für sie ist der Schlag gegen das Mullah-Regime in Teheran und der Tod des Staatsoberhaupts Ali Chamenei ein Zeichen der Hoffnung. Ali Parsa „Einer der größten Diktatoren der Welt ist gestorben. Und wir sind einfach sehr froh.“ Sarah Nikfar „Wir freuen uns und hoffen sehr auf ein freies Iran und auch alle anderen Länder.“ Behnoush Ardalan „Ich bekomme immer Tränen in den Augen, weil endlich mal mein Land, mein Volk, meine Menschen, die ich über alles liebe, frei werden können und wieder in Frieden leben können.“ Firouz Parnianfar „Nach 47 Jahren ist unser Traum wahr geworden. Und es fehlt nur noch ein Stück bis zur endgültigen Freiheit.“ Anousha Mosadegh „Wir haben die schlimmsten Tage hinter uns. Und jetzt geht es nur aufwärts.“ In die Euphorie mischt sich bei vielen aber auch die Sorge um Familienmitglieder in der Heimat. So wie bei Sahel Sotoodehnia aus Frankfurt. Ihre Eltern leben im Iran. Weil die Regierung das Internet gekappt hat, sucht sie regelmäßig in sozialen Netzwerken nach Menschen, die sich gerade im Iran aufhalten, und schreibt sie an. Sahel Sotoodehnia „Könnt ihr bitte unsere Eltern oder unsere Familien anrufen, damit wir irgendwie ein Lebenszeichen […]

  • Hessen ist sicherer geworden: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vorgestellt

    Hessen ist sicherer geworden: Polizeiliche Kriminalstatistik 2025 vorgestellt

    Der hessische Innenminister Roman Poseck hat heute die polizeiliche Kriminalstatistik vorgestellt und spricht von Licht und Schatten. Insgesamt ist die Zahl der angezeigten Straftaten in Hessen im vergangenen Jahr erneut gesunken. Politisch motivierte Kriminalität hat aber zugenommen – vor allem von links. Hessen sei 2025 noch sicherer geworden – so Innenminister Roman Poseck heute. Knapp 377.000 Straftaten hat die Polizei im vergangenen Jahr bearbeitet, 2,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Hessen liege damit im Ländervergleich auf dem vierten Platz. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir haben nämlich in Hessen viele Maßnahmen für mehr Sicherheit ergriffen. Wir sehen konkrete Auswirkungen unserer Innenstadtoffensive. Straßenkriminalität geht beispielsweise auch deutlich zurück, insbesondere in den großen Städten. Sehr erfreulich ist auch der starke Rückgang bei der Jugendkriminalität, dort haben wir inzwischen das niedrigste Niveau dieses Jahrhunderts erreicht.“ Erfolgreich auch der Kampf gegen Geldautomatensprengungen, ein Rückgang um 90 Prozent gegenüber 2023. Auch die Ausländerkriminalität geht zurück, anders als in den beiden Vorjahren stellen deutsche Staatsbürger wieder die Mehrheit der Tatverdächtigen. Schlechte Nachrichten dagegen bei der politisch motivierten Kriminalität, (Grafik exakte Zahlen) die um 25 Prozent zunimmt. Besonders der Linksextremismus werde in jeder Hinsicht gefährlicher, dort sieht die Polizei einen Zuwachs von fast 180 Prozent. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Wir haben mehr Taten, wir haben mehr Täter und wir haben auch gefährlichere Taten. Wir dürfen aber die Extremismusphänomene nicht gegeneinander ausspielen. Der Rechtsextremismus bleibt die größte Gefahr für unsere Demokratie und unsere Sicherheit. Wir werden aber in Hessen den Linksextremismus genauso konsequent bekämpfen und die Bekämpfungsstrategien, beispielsweise im Landeskriminalamt auch intensivieren.“ Wichtig zur Einordnung: Die Statistik ist ein Arbeitsbericht der Polizei und kein exaktes Abbild der Kriminalitätswirklichkeit. Felix Paschek, Polizeipräsident Hessen „Das Thema häusliche Gewalt, da gibt es eine aktuelle Studie, die geht von einem Dunkelfeld von über 90 % aus. Da ist die Aussagekraft natürlich […]

  • Social-Media-Verbot - Im Gespräch mit der Bundesvorsitzenden des Deutschen Philologenverbands

    Social-Media-Verbot – Im Gespräch mit der Bundesvorsitzenden des Deutschen Philologenverbands

    Die Diskussion um ein Social-Media-Verbot für Unter-16-Jährige nimmt Fahrt auf. Markus Appelmann, Moderator: Und darüber sprechen wir jetzt mit der Marburger Professorin Susanne Lin-Klitzing. Sie ist die Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes. Guten Abend, Frau Lin-Klitzing. Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes: Ich grüße Sie. Appelmann: Aus Ihrer Erfahrung als Lehrerin: Wie schädlich sind Soziale Medien? Lin-Klitzing: Es sind die Algorithmen in bestimmten Social-Media-Anwendungen wie TikTok. Die überemotionale und sensationslüsterne Inhalte versuchen uns und insbesondere die Kinder lange in der Plattform zu halten und sie abhängig zu machen. Das ist für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, für ihr Selbst und Weltbild schädlich. Appelmann: Wir haben es im Beitrag gesehen, sowohl CDU als auch SPD sind sich einig darüber, dass ein Verbot für unter 14-jährige kommen soll. Was sagen Sie: Ist das ein sinnvoller Vorstoß? Lin-Klitzing: Ich unterstütze den politischen Vorstoß eines solchen Social-Media-Verbots, aber es greift zu kurz. Wir brauchen viel mehr. Wir brauchen die Altersbegrenzung, die man aber auch umgehen kann. Wir brauchen auf jeden Fall eine harte Regulierung der Plattformen. Die harte Regulierung der Algorithmen. Und wir brauchen eine umfassende Medienerziehung, die zu Hause beginnt und in der Schule fortgeführt wird. Appelmann: Wäre das Social-Media-Verbot überhaupt machbar? Wäre es durchsetzbar? Lin-Klitzing: Das ist genau der Punkt. Die Juristen sagen, dass ein Social-Media-Verbot nur auf EU-Ebene umsetzbar wäre und die nationale Wirksamkeit begrenzt wäre. Und das heißt umso mehr, wir müssen für eine kluge Altersbeschränkung eintreten und die Kinder und Jugendlichen nicht außen vor lassen. Appelmann: Haben Sie das Gefühl, dass den Lehrern immer mehr aufgehalst wird? Mit anderen Worten: Haben Lehrer überhaupt genug Kompetenzen und vor allem Zeit, um ihre Schüler in Medienkompetenz zu unterrichten? Lin-Klitzing: Ja, wir müssen immer mehr machen. Wir haben das höchste Unterrichtsdeputat, die höchste Unterrichtsverpflichtung seit 100 Jahren, und wir müssen zusätzlich Gewaltprävention, […]

  • Nachrichten vom 02.03.2026

    Nachrichten vom 02.03.2026

    Änderungen im Gesundheitssystem gefordert — Teilstück der B279 bis April gesperrt — Mehr Aufträge am Bau Änderungen im Gesundheitssystem gefordert Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben die AOK und Techniker Krankenkasse ihre Forderungen an die zukünftige Landesregierung formuliert. Demnach müssten mehr Behandlungen ambulant durchgeführt werden. Integrierte Notfallzentren in Krankenhäusern sollten flächendeckend ausgebaut werden. Zudem sei es notwendig, mehr automatisierte Terminvergaben, Telemedizin und andere digitale Leistungen anzubieten. Alternative Wohn-Pflege-Angebote sollten weiterentwickelt werden. Teilstück der B279 bis April gesperrt Wegen der Vorbereitungen zur geplanten Sprengung von alten Teilen der A7-Talbrücke Thalaubach in Osthessen müssen sich Autofahrer in den nächsten Wochen auf Einschränkungen einstellen. Ein Teilstück der B 279, das unter der Brücke entlangführt, wird von heute bis voraussichtlich Anfang April in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Das hat die Autobahn GmbH mitgeteilt. Die Umleitungsstrecken sind ausgeschildert. Die Sprengung des alten  Brückenteils ist für den 15. März geplant. Mehr Aufträge am Bau Das hessische Baugewerbe hat im vergangenen Jahr Umsätze von insgesamt 6,2 Milliarden Euro erzielt. Das waren 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Wert der Auftragseingänge stieg auf 6,4 Milliarden Euro. Er lag damit fast sieben Prozent über dem Niveau des Jahres 2024. Vor allem der Tiefbau konnte deutlich mehr Aufträge verzeichnen. Die Zahl der Mitarbeiter im hessischen Baugewerbe erhöhte sich leicht auf knapp 33.000 Beschäftigte.

  • Künstliche Intelligenz soll Wettervorhersage präziser machen

    Künstliche Intelligenz soll Wettervorhersage präziser machen

    Wir blicken auf das immer frühlingshaftere Wetter. Besser gesagt: die Künstliche Intelligenz macht das und verhilft dem Deutschen Wetterdienst in Offenbach zu immer schnelleren und präziseren Vorhersagen. Wie gut es funktioniert, hat sich im kalten Winter gezeigt. Es ist erst wenige Wochen her, da hatte uns der Winter fest in der Hand. Hier hat sich bereits gezeigt, welches Potenzial in KI-gestützten Wettervorhersagen liegt, damit am Ende niemand kalt erwischt wird: Dr. Jan Keller, Leiter Entwicklung AICON Deutscher Wetterdienst Offenbach „Ein Beispiel, in dem es dann heftig geschneit hat, war, dass die Temperatur in der Vorhersage unseres klassischen Modells über null Grad lag. AICON hat Temperaturen unter dem Gefrierpunkt dargestellt. Was wir dadurch gesehen haben, ist, dass AICON da die Niederschläge als Schnee deutlich besser vorhergesagt hat. Und so Straßenmeistereien helfen konnte, sich besser vorzubereiten oder auch Leuten es ermöglicht hat, sich fürs Homeoffice rechtzeitig zu entscheiden.“ Einmal kurz gebuzzert – und AICON ist nach erfolgreicher sechsmonatiger Testphase offiziell in Betrieb. Dafür ist extra Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder angereist. Er spricht heute von einem Meilenstein. Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister „AICON wird Prognosen im 3-Stunden-Takt bieten. Das ist doppelt so viel, wie man das bisher gewohnt ist. Und das wird die Qualität natürlich noch mal enorm steigern. Das schafft aber auch Zeit für entsprechende Schutzmaßnahmen.“ Zeit, die gerade bei Extremereignissen über Leben und Tod entscheiden kann. Damit sich Einsatzkräfte besser vorbereiten können, soll die KI im laufenden Betrieb mit aktuellen Wetterdaten weiter trainiert werden. Dr. Jan Keller, Leiter Entwicklung AICON Deutscher Wetterdienst Offenbach „Wir werden weitergehen in der Entwicklung. Bisher ist es ein globales Modell. Es wird auch Modelle dann geben, die speziell für Deutschland trainiert werden. Die dann uns hoffentlich auch helfen, bei Gewittersituationen zum Beispiel, bessere Vorhersagen zu liefern, bessere Warnungen liefern.“ Weitere Unterstützung liefern künftig ein neuer Hochleistungsrechner sowie acht […]

  • Heiner-Rollis aus Darmstadt zum ersten Mal in Bundesliga für Rollstuhlhandball

    Heiner-Rollis aus Darmstadt zum ersten Mal in Bundesliga für Rollstuhlhandball

    Die Heiner-Rollis aus Darmstadt schreiben Sportgeschichte: Der inklusive Verein ist der Einzige im Umkreis von 220 Kilometern für Rollstuhlhandball. Vor zwei Jahren gegründet – haben sich die Darmstädter jetzt für die höchste deutsche Spielklasse qualifiziert: die Bundesliga. Wir haben die Heiner-Rollis bei einem Training besucht. Samstagfrüh, 08:30 Uhr. Während andere noch schlafen heißt es hier in Darmstadt: Training! Zwei Mal die Woche üben die Heiner Rollis ihre Spielzüge – als einziger Rollstuhlhandball-Verein in ganz Hessen. Martin Honcu, Spielertrainer Heiner-Rollis „Wir spielen auf einem ganz normalen Handballfeld, 20 mal 40 Meter. Da gibt’s keine Unterschiede. Wir tun auch normal Dribbeln, wie ein normaler Handballer. Aber wir dürfen auch den Ball auf den Schoß nehmen, um dann mit beiden Händen Schwung zu holen. Weil wenn man dribbelt und mit einer Hand Schwung holt, dann fährt man automatisch eine Kurve und dann fährt man nicht mehr geradeaus.“ Die Tore sind 30 Zentimeter niedriger  als sonst. Die Rollstühle: Sportgeräte der Spitzenklasse und ohne Bremsen, nicht für die Straße geeignet. Kostenpunkt rund 5.000,- Euro, finanziert durch Spenden. Spielertrainer Martin Honcu ist – seit 2024 – von Anfang an dabei. Martin Honcu, Spielertrainer Heiner-Rollis „Der Sport ist mir unheimlich wichtig, weil er bringt mir sehr viel auch mit meiner Krankheit. Ich habe MS, Multiple Sklerose. Bei mir sind die Spastiken überwiegend die Beine betroffen. Und durch den Sport konnte ich schon viele Medikamente absetzen. Also für mich hat der Sport nur Vorteile.“ Vorteile bringt der Sport auch für Außenspielerin Rita Klemens. Die 64-Jährige hatte vor drei Jahren einen schweren Motorradunfall. Rita Klemens, 64 Jahre alt „Vor allem Waden und Schienbein, die waren dermaßen zertrümmert, ja das war kurz vor der Amputation. Ich habe nicht mal gedacht, dass ich mit der rechten Hand schreiben kann, weil eigentlich alles kaputt war aber ja ich habe mich dann zurückgekämpft […]

  • Entsetzen in Grebenhain: Kita-Erzieher soll sechs Kinder missbraucht haben

    Entsetzen in Grebenhain: Kita-Erzieher soll sechs Kinder missbraucht haben

    Im Vogelsbergkreis hat die Polizei einen 34 Jahre alten Mann festgenommen. Die Vorwürfe gegen ihn sind schwerwiegend. Es besteht der dringende Verdacht des sexuellen Missbrauchs von schutzbefohlenen Kindern und des Herstellens kinderpornografischer Inhalte. Der Erzieher soll in einer Kindertagesstätte in Grebenhain in mehreren Fällen Jungen missbraucht haben. Wie die Staatsanwaltschaft Gießen und das Polizeipräsidium Osthessen heute mitteilten, befindet sich der 34 Jahre alte Mann in Untersuchungshaft. Der Festnahme seien Ermittlungen auf Portalen im Darknet vorausgegangen. In der gut 4000-Einwohner-Gemeinde sitzt der Schock tief. Simon Seibert (parteilos), Bürgermeister Grebenhain „Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sind genauso schockiert und betroffen. Keiner hat das erwartet und es hat einfach niemand gesehen. Wir haben einen Schutzkonzept, wir haben das alles und die Regeln werden befolgt und trotzdem ist es passiert also… Ich glaube, man muss jetzt einfach sagen, wir haben eine gute Kindertagesstätte, und das soll auch so weitergehen, da kann keiner was für. Es gibt hier keinen Schuldigen, außer der, der im Knast sitzt.“