Hessen

  • Schweinepest – 1000 Tiere müssen getötet werden

    Schweinepest – 1000 Tiere müssen getötet werden

    In Hessen breitet sich die Schweinepest aus: Im Kreis Groß-Gerau müssen über 1.000 Mastschweine getötet werden. Es ist bereits der zweite Fall in Hessen binnen zwei Wochen, die Sicherheitsmaßnahmen laufen an.   Heute Morgen in Stockstadt am Rhein: Aus diesem Mastbetrieb transportieren LKW reihenweise getötete Schweine ab. Rund dreiviertel der über 1.000 heute, der Rest soll morgen folgen. Trotz strenger Schutzvorkehrungen musste der Betrieb vor zwei Tagen mehrere Fälle der afrikanischen Schweinepest melden. Landrat Thomas Will macht sich ein Bild vor Ort und ist sichtlich mitgenommen. Thomas Will (SPD), Landrat Kreis Groß-Gerau „Also es ist ein Bild, das man so eigentlich nicht sehen möchte. Das einem schon die Gänsehaut auf die Arme treibt. Da geht es um tausend Lebewesen, das lässt keinen einfach nur so, das bleibt in den Kleidern stecken.“ Rund um den Mastbetrieb wird eine Schutzzone von 15 Kilometern eingerichtet. Strenge Auflagen für die Schweinehaltung, Waldwege dürfen dort nicht verlassen werden, Hunde müssen an der Leine geführt werden. Auch in weiteren südhessischen Landkreisen entstehen Sperrzonen ebenso wie in Rheinland-Pfalz. Für Menschen ist die Schweinepest nicht gefährlich, für Schweine aber fast immer tödlich. Im hessischen Landwirtschaftsministerium koordiniert ein Krisenstab die eingehenden Meldungen, bald soll die nächste Phase anlaufen. Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister Hessen „Dass wir dann auch Pufferzonen bilden und dann versuchen, eine Eingrenzung vorzunehmen. Aber wir sind, wie uns die Experten aus der EU gesagt haben, am Beginn eines Marathons. Und können nicht davon ausgehen, dass es in ein paar Wochen erledigt ist.“ Experten gehen davon aus, dass die Schweinepest den Kreis Groß-Gerau nun bis zu zwei Jahre beschäftigen wird. Der Mastbetrieb in Stockstadt erhält für seine verlorenen Schweine eine Entschädigung. Wie hoch die ausfällt, ist aber noch nicht bekannt. Für den Betrieb könnte die jetzige Situation existenzbedrohend sein. Kommende Woche will Landrat Thomas Will klären, ob weitere […]

  • Diskussion um Ehegattensplitting

    Diskussion um Ehegattensplitting

    Ein weiteres großes Thema dieser Woche ist das sogenannte Ehegatten-Splitting. Nach einem Vorstoß von Bundes-Familienministerin Lisa Paus, die das Modell als veraltet bezeichnet hat, sind Diskussionen entbrannt – auch in Rheinland-Pfalz und Hessen. Wie zeitgemäß ist das Ehegatten-Splitting noch? Sollte man es abschaffen oder daran festhalten? Es gibt viele Argumente dafür, aber auch dagegen – und die haben wir uns in Hessen angehört.   Die Ehe. Für viele ein Zeichen für eine lebenslange Partnerschaft und die Liebe. Doch sie bringt auch wirtschaftliche Vorteile mit sich. Einer ist das Ehegattensplitting über die Lohnsteuer. Das Ehegattensplitting lohnt sich vor allem, wenn die Gehaltsunterschiede zwischen den Ehepartnern groß sind. Verdient der eine Partner zum Beispiel 45.000 Euro pro Jahr und der andere lediglich 15.000 Euro, zahlen sie ohne das Splitting eine Einkommenssteuer von insgesamt 10.200 Euro. Beim Ehegattensplitting werden die Einkommen zusammengerechnet und die Steuerlast gleichmäßig auf beide Ehepartner verteilt. Dadurch sinkt sie um 850 Euro pro Jahr. Mit dem Entwurf des Jahressteuergesetzes möchte die Bundesregierung die entsprechenden Steuerklassen reformieren. Bundesfamilienministerin Lisa Paus sieht darin den Anfang vom Ende des Ehegattensplittings. Die Grünen Politikerin möchte es langfristig abschaffen, denn es würde allein die klassische Ehe begünstigen und Frauen benachteiligen. Lisa Paus (Bündnis 90/Die Grünen): „Es setzt falsche Erwerbsanreize für Frauen, führt zu einer hohen Teilzeitbeschäftigung mit Folgen wie geringere Lohnersatzleistungen bei Kurzarbeitergeld oder Erwerbslosigkeit und auch zu geringen Rentenansprüchen und mehr Altersarmut bei Frauen.“ Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hält den Vorschlag für falsch. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen: Denn die Ehe steht ja aus gutem Grund unter dem Schutz des Grundgesetzes. Und der Steuervorteil des Ehegattensplittings soll Familien die Möglichkeit geben zu wählen, frei zu wählen. Und dieser Vorschlag zeigt einmal mehr, dass die Grünen Politik gegen die breite Mitte der Gesellschaft machen. Aus meiner Sicht ist das ein Frontalangriff auf die Ehe. […]

  • Grüne kritisieren Aus für Wald-Öko-Siegel

    Grüne kritisieren Aus für Wald-Öko-Siegel

    Das FSC-Siegel ist weltweit bekannt. Ein Waldgütesiegel das sicherstellen soll, dass Produkte, die wir täglich verwenden, aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Wäldern stammen. Damit das Siegel vergeben wird sind bestimmte ökologische und soziale Standards gefordert. Das Land Hessen steigt nun aus dieser FSC-Zertifizierung aus – die Grünen befürchten verheerende Auswirkungen für den Klimaschutz.   Hessen ist eines der waldreichsten Bundesländer. 42 Prozent der Landesfläche besteht aus Wald. Der größte Waldbesitzer ist dabei das Land, ihm gehört rund 40 Prozent der gesamten Waldfläche – also über 340.000 Hektar. Diese Staatswälder sind bislang FSC zertifiziert, haben also eine Art Öko-TÜV-Plakette. Die wird nur vergeben, wenn bestimmte Standards bei Umwelt- und Klimaschutz eingehalten werden. Doch die hessische Landesregierung hat die FSC-Zertifizierung nun abgeschafft um den Förstern mehr Freiheiten zu geben. Ingmar Jung, CDU, Forstminister Hessen: „Wir haben große Kalamitätsflächen, die wiederbewaldet werden müssen. Da empfehlen uns Wissenschaftler klimafest Mischbewaldung zu machen, unter Beimischung von Baumarten wie zum Beispiel Douglasie und Roteiche. Das lässt FSC nur in einem ganz kleinen Teil zu. Und das behindert dann die Praxis ein Stück weit vor Ort auch das umzusetzen, was Wissenschaftler vor dem Hintergrund der Klimastabilität empfehlen.“ Ohne das Ökosiegel können außerdem mehr schwere Maschinen zur Waldbewirtschaftung eingesetzt werden, was den Waldboden verdichtet. Außerdem dürfen Pflanzenschutzmittel ausgebracht und generell mehr Holz geschlagen werden. Ein schwarzer Tag für den hessischen Wald sei das, meinen die hessischen Grünen. Mathias Wagner, B90/Grüne, Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen: „Ja, die CDU vor allem und leider auch die SPD will die ökonomische Bedeutung des Waldes wieder stärken. Sie will mehr einschlagen in den Wald. Und wir Grüne sagen, dass ist die falsche Entscheidung. Der Wald ist wichtig als Erlebnisraum, als Naturraum, für die Menschen. Er ist aber nicht ein Sägewerk für die Landesregierung.“ Genauso empört reagieren die Naturschutzverbände. So sprich der BUND von einem Rückschritt in […]

  • Rosenfest in Steinfurth

    Rosenfest in Steinfurth

    Viel los ist ab heute auch in Steinfurth in der Nähe von Bad Nauheim. Es ist das älteste Rosendorf Deutschlands. Und das wird an diesem Wochenende groß gefeiert! EIN Highlight ist der Rosenumzug am Sonntag mit Rosenkönigin und Wagen, die mit Einhunderttausend Blüten verziert sind. Doch auch heute gab es schon viele Rosen zu bewundern.   Die Rose gilt als die Königin der Blumen – und das Rosendorf Steinfurth quasi als ihr Palast: Eine so große Dichte an Rosenzüchtern auf so kleinem Raum gibt es nirgendwo sonst in Deutschland. Zu Hochzeiten in den 70er Jahren gab es hier mehr als 200 Rosen-Anbau-Betriebe. Heute sind es immerhin noch rund 40 – und das bei gerade einmal 3000 Einwohnern. Kein Wunder also, dass die Rose in Steinfurth tüchtig gefeiert wird. Etwa im einzigen Rosenmuseum Europas. Hier können die Besucher des Rosenfestes in den kommenden drei Tagen bei der großen Rosenschau in ein einziges Blütenmeer eintauchen. Manuela Dräger, Organisationsteam Rosenfest Steinfurth: „Rosen sind Leidenschaft. Rosen sind einfach Begeisterung. Und es macht was mit den Menschen. Es berührt die Seele. Und in einer Zeit, wo so vieles schwierig ist, ist das einfach was Besonderes. Das stelle ich immer wieder fest, dass Besucher und Gäste einfach überwältigt sind von der Schönheit – und eben von dieser Emotion Rose.“ Dieses Jahr voll im Trend: Rosen wie diese mit einem dunklen Zentrum, die besonders viele Insekten anlocken. Und dann wartet morgen auch noch ein spezielles Highlight auf die Besucher des Rosenfestes. Manuela Dräger, Organisationsteam Rosenfest Steinfurth: „Wir haben natürlich auch eine ganz besondere Rose, die am Samstagnachmittag getauft wird. Die praktisch hier zum ersten Mal in den Markt eingeführt wird.“ Welche Rose das ist – wie sie aussieht – und wie ihr Name lautet, ist noch streng geheim und wird erst morgen Nachmittag feierlich bekannt gegeben. So […]

  • Prügelei in Flüchtlingsunterkunft

    Prügelei in Flüchtlingsunterkunft

    Bei einem Streit in einer Flüchtlings-Unterkunft in Schlitz im Vogelsberg sind gestern Abend sechs Menschen verletzt worden. Zwei von ihnen schwer. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Lage zu beruhigen.   Was genau sich gestern Abend hier in dieser Flüchtlingsunterkunft im Schlitzer Ortsteil Willofs zugetragen hat, ist noch unklar. Fest steht bislang: Gegen 22 Uhr geraten mindestens 6 Männer im Alter zwischen 17 und 40 Jahren in Streit. Im Hof des Gebäudes gehen sie zunächst mit Fäusten aufeinander los. Dann kommen auch Knüppel und Messer zum Einsatz. Als die Polizei am Tatort eintrifft, herrscht Chaos: Sechs Bewohner des Hauses sind zum Teil so schwer verletzt, dass sie mit dem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht werden müssen. Dominik Möller, Polizeipräsidium Osthessen: „Die genauen Hintergründe und Umstände der Auseinandersetzung sind derzeit noch nicht bekannt und Bestandteil der polizeilichen Ermittlungen. Nach derzeitigem Erkenntnisstand dürften diese aber jedoch im privaten Umfeld zu suchen sein.“ Die Polizei ist schnell mit einem Großaufgebot vor Ort. Gleichzeitig eilen zehn Rettungswagen und zwei Notärzte herbei. Die Feuerwehr leuchtet den Tatort aus. Kriminalbeamte sichern Spuren. Die durch den Ort führende Landstraße L3140 bleibt bis in die frühen Morgenstunden voll gesperrt. Die Polizei ermittelt wegen schwerer Körperverletzung. Sie bittet mögliche Zeugen der Auseinandersetzung, sich bei der Polizei in Schlitz, in Lauterbach oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.    

  • Demonstrationen gegen Kürzungen an Unis

    Demonstrationen gegen Kürzungen an Unis

    Rund 34 Millionen Euro weniger für die hessischen Hochschulen im laufenden Jahr. Diese Kürzung – eines der Ergebnisse des Nachtragshaushalts 2024, der vor genau einer Woche im hessischen Landtag verabschiedet wurde. Seitdem hagelt es Kritik von Beschäftigten und Studierenden, die sich vor allem um die Zukunft der Hochschulne sorgen und heute deshalb landesweit in mehreren Städten zum Protest aufgerufen haben.     Sie wollen sich nicht beerdigen lassen – mit klaren Botschaften an die Landesregierung protestieren die Studenten und Beschäftigten der Technischen Universität Darmstadt heute lautstark gegen den um 34 Millionen Euro gekürzten Etat für die Hochschulen in Hessen. Die Sorgen: Ein drohender Stellenabbau, steigende Studiengebühren und ein reduziertes Studienangebot. Olga Zitzelsberger, Fachbereich Humanwissenschaften TU Darmstadt: „Heftig, ich bin total stinksauer. (…) Wir haben keine Rücklagen. Unsere Beschäftigten im wissenschaftlichen Mittelbau können nicht verlängert werden, wenn Kürzungen anstehen. (…) Deswegen bin ich entsetzt, dass die hessische Landesregierung denkt genau in der Wissenschaft sparen zu können.“ Arian Kramer, Student aus Darmstadt: „Man wird sowieso schon sehr alleine gelassen. Und wenn man dann auch noch das Gefühl hat es werden Stellen gekürzt, die gebraucht werden könnten, dann ist das auch natürlich unfair für die Studierende, die halt einfach ein Problem haben und die ein bisschen mehr Betreuung gebrauchen könnten.“ Gabriel Drexler, Student aus Darmstadt: „Wenn jemand geht, bleibt die Stelle einfach offen. Dadurch gibt’s weniger Auswahl in den Lehrangeboten und ganze Forschungszweige brachen halt weg.“ Unterstützt werden die Proteste von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Gewerkschaft ver.di. Letztere bezeichnet die geplanten Kürzungen als „fatales Signal“. Gabriel Nyč, ver.di Hessen: „Jeder Euro, der in Hochschulen investiert werden wird, ist ein Euro in die Zukunft. (…) Weil hier junge Menschen ausgebildet werden, die später eben einen integeren Part unser Gesellschaft ausmachen. Und es ist das komplett falsche Zeichen genau da den Rotstift […]

  • Boris Rhein besucht Pharmaunternehmen Lilly

    Boris Rhein besucht Pharmaunternehmen Lilly

    Das Pharmaunternehmen Lilly zählt zu den weltweit größten Produzenten für Diabetesmedikamente. Zuletzt machten einige dieser Präparate als Abnehmspritze die Runde. Seit 1971 hat das US-Unternehmen auch einen Standort in Deutschland, genauer gesagt in Bad Homburg. Hier wird nicht nur produziert, sondern auch viel geforscht. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat sich davon heute im Rahmen seiner Sommertour ein Bild gemacht. Knapp eine Milliarde Euro Umsatz hat der Pharmariese Eli Lilly vergangenes Jahr in Deutschland gemacht. Neben dem Hauptsitz im hessischen Bad Homburg entsteht im rheinland-pfälzischen Alzey gerade ein zweiter Standort – der US-Konzern investiert dafür 2,3 Milliarden Euro. Nicht nur die Produktion will das Pharmaunternehmen in Deutschland ausbauen, sondern auch neue Medikamente entwickeln und die Behandlung von Krankheiten verbessern. Zusammen mit der Uniklinik Erlangen hat das Unternehmen ein Virtual-Reality-E-Learning für Rheuma entwickelt, das der hessische Ministerpräsident Boris Rhein bei seinem Besuch heute in Bad Homburg direkt mal selbst ausprobieren will. Lilly sei eine Innovationsschmiede, die für den Chemie- und Pharmastandort Hessen eine große Rolle spiele. Doch um den Wirtschaftsstandort langfristig attraktiv zu halten, müsse noch viel mehr getan werden. Boris Rhein, CDU, Ministerpräsident Hessen: „Wir müssen runter bei den Steuern, das sind beispielsweise müssen wir runter vom Soli bei Unternehmen, das sind natürlich die Energiepreise, die runter müssen, das heißt wir müssen setzen auf den Ausbau der erneuerbaren Energien aber beispielsweise auch auf neue Energiegewinnung, das ist der Punkt, dass wir gerne in Hessen der Leitstandort für laserbasierte Kernfusion werden wollen und insbesondere müssen wir natürlich runter von der starken Bürokratie, die wir haben.“ Lilly Deutschland-Chef Alexander Horn betont heute, planbare Rahmenbedingungen seien für die Unternehmen das A und O. Gleichzeitig gibt er auch von seiner Seite heute ein Versprechen. Alexander Horn, Geschäftsführer Lilly Deutschland: „Unsere Lilly Deutschland Zentrale wird hier bleiben, wir fühlen uns hier sehr wohl und wir sehen […]

  • Gegen Stromtrasse – Winzer fürchten um ihre Weinberge

    Gegen Stromtrasse – Winzer fürchten um ihre Weinberge

    Es ist ein Milliardenprojekt, mit dem die Energiewende in Deutschland vorangetrieben werden soll. Der Rhein-Main-Link, eine Hunderte Kilometer lange, unterirdische Stromtrasse, die aus Windenergie erzeugtem Strom von Norddeutschland bis nach Südhessen transportieren soll. Doch der Verlauf dieser Trasse führt in Hochheim am Main zu Protesten. Denn die Stromkabel sollen unter der Erde entlang der Hochheimer Weinberge verlegt werden und bedrohen aus Sicht der dortigen Winzer den Weinbau einer gesamten Region.   Die Hochheimer Weinberge. Seit über 2.000 Jahren sind sie bekannt für Spitzenweine aus dem Rheingau. Doch damit könnte in ein paar Jahren Schluss sein, sagt Winzer Gunter Künstler. Dann nämlich, wenn die rund 40 Meter breite Stromtrasse Rhein-Main-Link wie geplant entlang der Weinberge gebaut würde. Denn laut Gesetz dürfen tief wurzelnde Pflanzen wie Weinreben dann nicht mehr hier wachsen. Gunter Künstler, Winzer in Hochheim: „Es würden hier vielleicht 15 Meter übrig bleiben. Und oben würden nochmal 15 Meter übrig bleiben. Das heißt der ganze Weinberg, wäre da eigentlich unsinnig, den noch zu bewirtschaften, weil das nur noch Fragmente eines Weinbergs sind. Das ist existenzbedrohend, ganz einfach. Weil es ist ja nicht nur dieser Weinberg hier betroffen, sondern die ganze Trasse im worst case, hat ja 65 Hektar.“ (Grafik) Die Stromtrasse Rhein-Main-Link ist ein Netzausbauprojekt der Bundesregierung. Kostenpunkt: rund 13 Milliarden Euro. Die Trasse soll Windenergie aus dem Norden Deutschlands nach Südhessen transportieren. Bis 2033 soll sie fertiggebaut sein und dann rund acht Millionen Menschen im Rhein-Main-Gebiet mit Strom beliefern. Doch weil in Hochheim beide vorgeschlagenen Trassenverläufe durch die Weinberge gehen, schlagen die Winzer Alarm. (/Grafik) Mehr als ein Viertel der Weinanbaufläche müsste dann den Stromkabeln weichen. Martin Mitter, Vorstand Rheingauer Weinbauverband Hochheim: „Wir möchten einfach, dass die Bundesregierung einsieht, dass eine Trasse durch unsere Gemarkung hier in diesem schmalen Korridor purer Wahnsinn ist. Diese weltbekannte Ansicht der Peter- und […]

  • Deutsche Meister im Jazz- und Modern Dance

    Deutsche Meister im Jazz- und Modern Dance

    Die beste Mannschaft in ihrer Disziplin und Altersgruppe in ganz Deutschland zu sein. Das hat die Kindertanzgruppe Kidscompany aus Biblis vor einigen Wochen geschafft. Im Jazz und Modern Dance haben sie den deutschen Meistertitel geholt. Und nicht nur das: Damit haben sie sich auch für die anstehende WM im Herbst qualifiziert und werden dort gegen die besten Mannschaften der Welt antreten.   Mit dieser Choreographie haben sie es geschafft. Mit ihrem Tanz als Köchinnen hat die Kidscompany die Jury überzeugt und ist Deutscher Meister im Jazz und Modern Dance geworden. Gegen 15 andere Teams aus ganz Deutschland haben sich die acht bis zwölfjährigen Mädchen durchgesetzt. Lara-Sophie Kühn, 11 Jahre: Es war toll, dass wir da auf der Fläche stehen konnten und dass wir so auf dem ersten Platz waren, das war toll. Weil es sind ja auch die besten Mannschaften Deutschlands. Und das war mega. Flora Försch, 9 Jahre: Von den vielen Gegnern die ersten zu sein, war halt echt toll. Carlotta Patzina, 12 Jahre: Man ist da mit den besten deutschen Mannschaften in einem Wettkampf und guckt sich dann die anderen Tänze an und merkt dann, dass andere auch richtig gut sind. Und dann will man auch unbedingt sich selber beweisen. Pia Meiswinkel, 10 Jahre: Es passiert ja nicht jedes Mal, dass wir jetzt erster werden und das war schon ein cooler Moment. Ein cooler Moment war es auch für Trainerin Lisa Herrmann. Denn dass eine Kinderformation aus Hessen den deutschen Meistertitel geholt hat, ist schon zehn Jahre her. Lisa Herrmann, Trainerin und Choreografin: Wir haben natürlich gehofft, dass das irgendwie dieses Jahr auch gut läuft, weil wir auch während der Turniere gemerkt haben, dass die Mädels auf einem super Niveau sind, die Choreographie gut ankommt. Und ja von daher war ein Stück Hoffnung dabei, dass wir weiter nach […]

  • Die Stadt der Fotografinnen

    Die Stadt der Fotografinnen

    Es mag daran liegen, dass es in Frankfurt große Zeitungsverlage gibt, ganz klar ist es allerdings nicht, warum es in der Mainmetropole seit Beginn der Fotografie viele Fotografinnen gab und gibt. Ob Architektur und Porträtfotografie oder Bildjournalismus, Frankfurt ist „Die Stadt der Fotografinnen“, und so heißt auch eine Ausstellung im Historischen Museum. Das Historische Museum Frankfurt heute, die gleiche Ansicht aufgenommen kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Ursula Edelmann heißt die Fotografin. Sie besitzt schon damals ihr eigenes Atelier, genauso wie Nini und Carry Hess bereits 30 Jahre früher. Werke von 40 Frauen werden in der Ausstellung gezeigt. Dorothee Linnemann, Kuratorin der Ausstellung Wir haben bei manchen Glück gehabt und konnten noch viele Informationen recherchieren und finden und dann auch Lebensdaten, Lebensumstände. Eine Fotografin kam mit ihren Schwestern nach Frankfurt, weil die Schauspielerinnen waren und hier am Schauspiel dann Karriere machten und sie konnte im Schauspiel fotografieren. Aber bei manch anderen konnten wir leider nicht mehr herausfinden als die Atelierdaten und vielleicht über die gefundenen wenigen Fotos, auch wen sie so fotografiert haben. Bereits 1844 gibt es erste Fotoateliers in Frauenhand. Weltberühmte Fotokünstlerinnen wie Ilse Bing oder Ella Bergmann prägen das Frankfurt der Weimarer Republik.  Mit Arbeiten für Zeitungen und Zeitschriften verdienen sie ihr Geld, sie machen Kunst und drehen Dokumentarfilme, sind genauso etabliert wie ihre männlichen Kollegen. Bis zum Nationalsozialismus. Viele Fotografinnen verlassen Deutschland freiwillig oder weil sie Jüdinnen sind, wie Jeanne Mandello. Dorothee Linnemann, Kuratorin der Ausstellung Jeanne Mandello konnte wie viele Fotografinnen dieser Zeit von ihrer Fotografie leben, aber sie konnte nicht immer von ihrer Kunstfotografie leben. Sie hat immer Kunst gemacht und ausgestellt, aber zum Beispiel im Exil in Südamerika, in Argentinien und Uruguay, dann hat sie hauptsächlich durch Tourismus und Landschaftsfotografie die harte Zeit überstanden. Aber sie war so gut, dass sie auch da viele gute […]

  • Weltkriegsbombe am Niederwalddenkmal

    Weltkriegsbombe am Niederwalddenkmal

    Gestern wurde am Niederwald-Denkmal bei Rüdesheim eine amerikanische Fliegerbombe entdeckt. Da sie der Kampfmittelräumdienst nicht entschärfen konnte, musste sie heute gesprengt werden. Es ist eine Explosion, die man gegenüber in Bingen nicht übersehen konnte. Der Kampfmittelräumdienst sprengt die 125 Kilogramm schwere Bombe sicher und kontrolliert. Von ihr ist später nur noch ein großer Krater sichtbar. Die Einsatzkräfte sind zufrieden. Michael Ehresmann, Kreisbrandmeister Rheingau-Taunus-Kreis „Kurz nach 14 Uhr, 14:14 Uhr, konnte die Bombe vom Kampfmittelräumdienst erfolgreich gesprengt werden und auch die Schäden in der Umgebung haben sich im sehr engen Radius gehalten, so wie es geplant war.“ Um die Sicherheit zu gewährleisten, haben Einsatzkräfte ab 13 Uhr eine Sperrzone in einem Radius von 1.000 Metern um den Blindgänger eingerichtet. Bis über den Rhein nach Bingen. So mussten für mehrere Stunden die Bundesstraße 42, die Rheinschifffahrt und die rechtsrheinische Bahnstrecke gesperrt werden. Für die Einsatzkräfte eine Herausforderung. Aber mit Bomben haben sie hier im Niederwald viel Erfahrung. Bereits vergangenes Jahr mussten sechs Blindgänger entschärft werden. Sandro Zehner (CDU), Landrat Rheingau-Taunus-Kreis „Ja, das waren sozusagen Vor- und Nach-Bomben auf den Bahnhof Bingen, beziehungsweise Rüdesheim und viele der Alliierten Bomber haben auch auf dem Rückflug nochmal, um Ballast loszuwerden, Restbestände abgeworfen. Das ist viel hier im Wald passiert. Der Boden ist sandig. Das führte dazu, dass einige dieser Bomben, so wie die heutige, nicht explodiert sind, sondern in zwei Metern Tiefe liegen.“ Da der Kampfmittelräumdienst einen Zünder der Bombe nicht entschärfen konnte, muss sie gesprengt werden. Mit erhöhten Vorsichtsmaßnahmen. Michael Ehresmann, Kreisbrandmeister Rheingau-Taunus-Kreis „Um die Detonationskraft zu reduzieren, wurden 20 Tonnen Sand und nochmal 20.000 Liter Wasser in einer Wasserblase auf die Bombe gelegt, um eben die Sprengkraft zu reduzieren oder zu absorbieren, damit sich die Schäden möglichst in Grenzen halten.“ Kurz vor der Sprengung sucht die Feuerwehr die Sperrzone noch mit einem Hubschrauber […]

  • Erster Tag der Riedbahnsperrung

    Erster Tag der Riedbahnsperrung

    Für die Deutsche Bahn hat die größte Baumaßnahme aller Zeiten begonnen: Bundesweit wird es umfangreiche Sanierungsarbeiten geben. Die Riedbahn-Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim wird ab heute saniert und ist damit für fast ein halbes Jahr nicht befahrbar. Tausende Reisende müssen auf Ersatzbusse umsteigen und befürchten ein großes Chaos. Heute Morgen in Frankfurt: Am Hauptbahnhof fahren reihenweise diese purpurfarbenen Busse ab. Für fünf Monate ersetzen sie die Regionalbahnen Richtung Mannheim. Jeden Tag sind 16.000 Reisende betroffen. Sogenannte „Reisendelenker“ lotsen die Fahrgäste zum richtigen Bus, Schilder weisen den Weg, neue Bildschirme zeigen die nächste Abfahrt an. Und trotzdem auch immer wieder Verwirrung bei der Bussuche, nicht alle Fahrgäste sind zufrieden. Claudia Bayreuther, aus Riedstadt „Kompliziert. Also ich muss in den Nachbarort fahren, damit ich diesen Regiobus schaffe, der keinen Halt hat. Da brauch ich jetzt 50 Minuten statt 30.“ Mohamed Bouhmidi, aus Frankfurt „Willkommen bei der Bahn. Wenn sie was garantieren, dann ist es Verspätung. Also Chaos, kann ich eher sagen. Nach Walldorf, da fährt leider kein Bus hin. Ich müsste jetzt nach Mörfelden und von dort aus gucken, wie ich nach Walldorf komme. Also Chaos.“ Dabei organisiert die Bahn ihren bislang größten Ersatzverkehr mit 150 zusätzlichen Bussen. 400 Busfahrer aus 14 Ländern wurden eigens engagiert, um die Bahnnutzer nicht zu vergraulen. Felix Thielmann, Projektleiter Neuer Ersatzverkehr „Erster und wichtigster Erfolg für uns, die Reisenden im System Bahn, im System ÖPNV zu halten. Das ist unser alleroberstes Ziel. Um zu vermeiden, dass die Reisenden dauernd aufs Auto umsteigen.“ Der ICE-Verkehr zwischen Frankfurt und Mannheim wird während der Sanierung umgeleitet. Hier müssen täglich 60.000 Fahrgäste mit großen Verspätungen rechnen. Die 74 Kilometer gehören zu den am stärksten befahrenen Strecken Deutschlands und sind somit besonders störanfällig. Fünf Monaten lang werden Weichen, Gleisbette, Oberleitungen und Bahnhöfe generalsaniert. Gestern Abend großer Auftakt mit Bundesverkehrsminister Volker Wissing […]

  • Neuzugänge bei Eintracht Frankfurt

    Neuzugänge bei Eintracht Frankfurt

    Die neue Bundesliga-Saison ist nicht mehr fern und auch Eintracht Frankfurt steckt längst mitten in der Vorbereitung. Dabei richten sich die Blicke der Fans natürlich vor allem auf die Neuzugänge im Kader. Schließlich sollen die mit neuen Impulsen dabei helfen, die kommende Saison noch erfolgreicher zu gestalten als die vergangene. So ganz neu ist Igor Matanovic eigentlich nicht, schließlich ist er auf dem Papier bereits seit fast drei Jahren Spieler von Eintracht Frankfurt. Ein Pflichtspiel für die Adlerträger hat er allerdings noch nicht absolviert, schließlich war er bislang stets verliehen: erst zum FC. St. Pauli und in der letzten Saison nach Karlsruhe. Dort hat der Stürmer in der vergangenen Zweitliga-Saison 14 Tore erzielt und ist durch die regelmäßigen Einsätze gereift. Igor Matanovic, Stürmer Eintracht Frankfurt „Beim KSC habe ich 32 Spiele gemacht und das tut einem schon gut, wenn du dann auch mal 90 Minuten durchgehend spielst, das ist für junge Spieler immens wichtig, und das habe ich sehr genossen und auch sehr wertgeschätzt beim KSC.“ In Frankfurt will der 1,94 m Hüne im Sturmzentrum den Konkurrenzkampf mit Hugo Etikité und Omar Marmoush annehmen. Aber auch die Arbeit in einer Doppelspitze kann sich Matanovic vorstellen, der sich selbst als Vollblut-Fußballer beschreibt. Igor Matanovic, Stürmer Eintracht Frankfurt „Wenn ich überlege, mit vier, fünf habe ich schon die Vasen in unserer Wohnung kaputt geschossen und bis jetzt hat sich die Liebe zum Fußball gar nicht geändert. Dass ich einfach meine Körperlichkeit mit rein bringe, dass ich meine Wucht vorne mit rein bringe und einfach auch ein bisschen die Balkan-Mentalität. Das hat ja hier auch schon einiges durchgemacht und die versuche ich einfach wieder mit reinzubringen.“ Matanovic ist 21 Jahre alt und auch die anderen Neuzugänge lassen eine klare Transferstrategie der Eintracht erkennen: Can Uzun, 18 Jahre, Kristian Listzes, 19 Jahre und auch […]

  • Anakonda und Wasserschwein wieder im Senckenberg-Museum

    Anakonda und Wasserschwein wieder im Senckenberg-Museum

    Der Louvre in Paris hat die „Mona Lisa“ – das Senckenberg Museum in Frankfurt hat die „Anakonda mit Wasserschwein“. Seit Generationen der Publikumsliebling. Doch die Zeit im Rampenlicht hat ihre Spuren hinterlassen – und so blieb das Kult-Exponat seit Februar vergangenen Jahres wegen Restaurationsarbeiten verborgen. Heute sind Anakonda und Wasserschwein endlich frisch aufgehübscht ins Museum zurückgekehrt. Der Moment, auf den alle gewartet haben, wenn eine Schlange und ein Schwein aus dem Wellnessurlaub zurückkehren. Der war nach knapp 100 Jahren auch bitter nötig. Schmutz, Schäden und Flickschusterei machten die Restaurierung kompliziert. Kathrin Sündermann, Restauratorin „Das Schwierigste war tatsächlich der Anfang, also wirklich den Beginn zu finden, an welcher Stelle sind wir uns sicher genug über das, was wir da haben. An welcher Stelle fangen wir jetzt wirklich an zu arbeiten. Also wir haben lange diskutiert, ob wir anfangen freizulegen, um zu gucken, was drunter ist, oder ob wir erst die Festigung vornehmen. Man muss erst mal so ein Startpunkt finden, loszulegen und dann ist es nur noch Arbeit.“ Eine Fleißarbeit. Jedes Wasserschweinhaar, einzeln per Hand aufgeklebt. Schicht für Schicht wurde die Farbe auf der Schlangenhaut neu koloriert. Ein ungewöhnliches Expertenteam aus den Bereichen Malerei und Ledertechnik half mit, der Zoo stellte ein Röntgengerät bereit. Der alte Anakonda-Charme ist erhalten geblieben, strahlt aber in neuem Glanz. Kathrin Sündermann, Restauratorin „Es hat sich wahnsinnig viel verändert. Das Wasserschwein ist jetzt behaart, das war es vorher nicht. Es gab ganz viele Risse, ganz viele abrechnende Bereiche, die man deutlich gesehen hat, die alle nicht mehr vorhanden sind. Und vor allen Dingen hat sich die Farbigkeit deutlich verändert. Wir hatten vorher zwei hauptsächliche Farben, die auf dem Schlangenkörper sichtbar waren, und jetzt hat man einen nuancierten Übergang.“ Auch für die Museumsdirektorin ist die Rückkehr der tierischen Senckenberg-„Mona Lisa“ etwas Besonderes. Prof. Dr. Brigitte Franzen, Direktorin […]

  • Mutter und Kinder aus brennendem Haus gerettet

    Mutter und Kinder aus brennendem Haus gerettet

    Glück im Unglück für die Bewohner eines Hauses im südhessischen Groß-Gerau. Eine Wohnung ist voll ausgebrannt, das Haus unbewohnbar. Die Bewohner konnten aber alle von der Feuerwehr gerettet werden. 01.30 Uhr heute Morgen im südhessischen Büttelborn. Im ersten Stock eines Mehrfamilienhauses steht eine Wohnung voll in Flammen, ebenso der Balkon. Das Feuer droht sich auszuweiten. Und es sind noch Menschen in den Wohnungen. Markus Herdt, Gemeindebrandinspektor Büttelborn „Die Bewohner aus der Dachgeschosswohnung konnten mittels Fluchthauben durchs Treppenhaus gerettet werden. Weitere Bewohner konnten ebenfalls das Haus durchs Treppenhaus verlassen.“ Eine Mutter mit ihren elf und 14 Jahre alten Kindern wird von den Einsatzkräften über eine Drehleiter aus dem Dachgeschoss gerettet. Schwer verletzt wird niemand. Sechs Bewohner werden vor Ort vom Rettungsdienst wegen leichten Rauchgasvergiftungen behandelt, müssen aber nicht ins Krankenhaus. Erleichterung auch bei der Einsatzleitung. Markus Herdt, Gemeindebrandinspektor Büttelborn „Wir hatten am Anfang recht dramatische Situationen, wo wir auch schon angefangen hatten, einen Sprungretter aufzubauen und gegebenfalls schnell übers Dach zu evakuieren.“ Über 70 Einsatzkräfte sind am Morgen im Einsatz. Unterstützt wird die Feuerwehr in Büttelborn dabei von den Kollegen aus Klein-Gerau, Worfelden und Groß-Gerau. Sie können den Brand vollständig löschen. Das Mehrfamilienhaus ist bis auf weiteres unbewohnbar. Die Menschen kommen vorerst bei Verwandten unter. Auf welche Summe sich der entstandene Sachschaden beläuft, ist noch unklar. Auch zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse. Aktuell laufen die Ermittlungen.