Hessen

  • Inklusion im Einzelhandel

    Inklusion im Einzelhandel

    Unsere Gesellschaft wird immer älter. Das heißt: Es wird immer mehr Menschen mit gewissen Handicaps geben. Barrierefreiheit wird also immer wichtiger: In den eigenen vier Wänden, bei Behördengängen – nicht zuletzt aber auch beim Einkauf. Besonders vorbildlich zeigt sich das Forum Hanau: Als erstes Einkaufszentrum in ganz Deutschland ist es heute mit dem „Inklusionsfit-Siegel“ ausgezeichnet worden. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die für Menschen mit Behinderungen den großen Unterschied machen: Beim Forum Hanau beginnt das schon an der Eingangstür. Denn die öffnet sich auch für Rollstuhlfahrer ohne Murren – bei vielen automatischen Türen ist das nicht der Fall. Mirko Korder vom Wiesbadener Inklusionsfit-Institut hat das Forum in Hanau gemeinsam mit seinen Kollegen auf Herz und Nieren geprüft. Und dabei nur wenige Schwachstellen gefunden: Etwa die Tastenleiste im Aufzug, die bislang für Menschen mit Sehbehinderung zum Hindernis wurde. Das Forum hat sofort reagiert – und die Knöpfe ausgetauscht. Mirko Korder, Inklusionsfit Institut „Das Problem ist halt oft, dass man als Unternehmen denkt, das ist ein riesen Thema. Es kostet auch zu viel Geld. Aber darum geht es gar nicht: Oft sind es nur kleine Maßnahmen, die eine große Wirkung haben. Man muss sich halt einfach mal darauf einlassen und sich mit dem Thema beschäftigen.“ Auch die Kundeninformation wurde optimiert – bislang standen Rollstuhlfahrer hier praktisch vor einer Wand, weil es nur eine hohe Theke gab. Und das, obwohl das Forum Hanau bereits barrierefrei geplant und gebaut wurde. Problem erkannt, Problem gebannt – auch dafür wird das Forum heute ausgezeichnet. Diana Schreiber-Kleinhenz, Regionalleitung HBB Centermanagement „Das bedeutet für uns natürlich erstmal, dass wir uns mega freuen. Wir sind der Vorreiter als Shoppingcenter, so ein Audit durchgeführt zu haben. Und das ist nicht nur einfach schön – das ist für uns natürlich auch ein wirtschaftlicher Faktor, ganz klar. Wir wollen alle Menschengruppen bei […]

  • Roboter für Krebsdiagnosen

    Roboter für Krebsdiagnosen

    Lungenkrebs ist die Krebserkrankung, die in Deutschland am häufigsten zum Tode führt. Rund 45.000 Menschen sterben jedes Jahr – meist, weil die Krankheit erst entdeckt wird, wenn es schon zu spät ist. Eine neue Technologie ermöglicht eine Diagnose in einem viel früheren Stadium – und erhöht damit die Chancen geheilt zu werden. Wir haben uns das in der Helios Klink in Wiesbaden mal angeschaut. Hier passiert Außergewöhnliches: Aus dem äußersten Rand der Lunge wird eine Gewebeprobe entnommen. Der Arzt führt dazu einen Schlauch über den Mund des Patienten durch die Atemwege bis in die Lunge. Sich dabei in den vielen Verzweigungen zurechtzufinden, ist eigentlich schwierig – doch für Roboter „Ion“ kein Problem. Er berechnet den individuell sichersten Weg und stellt ihn wie bei einem Navigationsgerät als blaue Linie dar, der der Arzt jetzt nur noch folgen muss – eine Technologie, die es so bislang nicht gab. Prof. Tim Hirche, Pneumologe Helios HSK Wiesbaden „In die Lungenrandbereiche, wo sich die Frühstadien, die kleinen Tumore häufig bilden. Da ist man technisch bedingt nicht vorgekommen, weil die Katheter zu großvolumig waren. Aber eben auch weil man keine ausreichende Sicht hatte um dann in dem Labyrinth der Atemwege, die ja verzweigen wie so ein Baum mit Verästelungen, weil man da auch einfach keine Orientierung hatte.“ Um geeignete Gewebeproben von kleinen, ungünstig gelegenen Tumoren zu bekommen, musste man bislang von außen durch den Brustkorb stechen oder sogar operieren. Für die Patienten belastender und risikoreicher. Für die Ärzte ist es mit der herkömmlichen Methode außerdem schwieriger, eine präzise Gewebeprobe zu gewinnen. Prof. Tim Hirche, Pneumologe Helios HSK Wiesbaden „Der Auftrag des Lungenarzt ist es in der Situation, wenn ein Tumorverdacht besteht, eine Gewebeprobe zu sichern. Und das ist jetzt eben mit dem Roboter jetzt sehr reproduzierbar, sehr elegant möglich auf einem minimalst invasiven Weg Proben in […]

  • Eintracht Frankfurt in der Champions League gegen Qarabag Agdam

    Eintracht Frankfurt in der Champions League gegen Qarabag Agdam

    Geht die Champions-League-Reise von Eintracht Frankfurt weiter oder endet sie heute im tiefsten Kaukasus? In einer Stunde geht es für die Hessen bei der Mannschaft von Qarabag Agdam ums Weiterkommen. Aufgrund der unschönen Vorfälle – zuletzt in Barcelona – sind die Eintracht-Fans von diesem Auswärtsspiel ausgeschlossen. Im Stadion in Baku, der Hauptstadt von Aserbaidschan, liegt heute der Fokus auch wieder auf dem Geschehen neben dem Platz. Denn am Spielfeldrand übernimmt heute er. Der bisherige U-21-Cheftrainer Dennis Schmitt. Unterstützt von Eintracht-Idol Alex Meier, hier rechts im Bild. Und daneben Jan Fießer, der bereits zum Trainerstab von Dino Toppmöller zählte. Gemeinsam sollen sie der Mannschaft einen neuen Impuls geben. Dennis Schmitt, Interimstrainer Eintracht Frankfurt „Es gibt Dinge, die wir jetzt leider nicht mehr ändern können. Aber was wir ändern können, ist unsere Art und Weise, wie wir auf dem Platz auftreten. Dass wir geschlossen sind. Dass wir kompakt sind, dass wir aggresiv gegen den Ball arbeiten. Weil wir Eintracht Frankfurt sind und wir eine extrem große Qualität haben. Und wir werden nicht nach Baku fahren, um uns einschnüren zu lassen von Qarabag, passiv zu spielen. Sondern wir wollen aktiv spielen, wir wollen mutig spielen.“ Besonders im Defensivverbund, rund um Abwehrchef Robin Koch, will die Eintracht wieder stabiler stehen und weniger Gegentore zulassen. Gestern  hat sich der Kapitän nochmal bei seinem Ex-Trainer Dino Toppmöller für die zweieinhalb gemeinsamen Jahre bedankt. Einen speziellen Vorfall oder Probleme zwischen Trainer und Mannschaft habe es nicht gegeben. Robin Koch, Abwehrspieler Eintracht Frankfurt „Aber es hat sich dann auf dem Platz oft so angefühlt, dass wir zu viel allein unterwegs sind. Zu wenig als Team. Und wir müssen da geschlossen auftreten und kompakt sein. Und ich denke so werden wir auch die Sache mit den vielen Gegentoren in den Griff bekommen.“ Gewinnt die Eintracht bei  Qarabag, könnte  ein […]

  • Europameisterin der Rettungsschwimmer

    Europameisterin der Rettungsschwimmer

    Was machen Rettungsschwimmer im Winter? Da nehmen sie an Wettkämpfen teil. Wir haben eine Sportlerin der DLRG Wiesbaden zum Training begleitet – sie hat letztes Jahr bei der Europameisterschaft in Polen Gold geholt hat. Auf den Startblock, fertig, los. Für Yvonne Prehn heißt das Motto: Kilometer im Becken sammeln und mit aller Kraft den nächsten Medaillen entgegenschwimmen. Denn wie für jede Leistungssportlerin gilt auch für sie: Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf. Ein paar Monate zuvor: Gold in der Freiwasserdisziplin „Brandungsschwimmen“ und Bronze im Team. Große Hoffnungen macht sie sich vorher keine. Erst kurz vor’m Ziel merkt sie: Hier geht was. Yvonne Prehn, Rettungsschwimm-Athletin „Ich bin ins Wasser gerannt, bin im mein Leben geschwommen. Am Anfang waren wir ein sehr dichtes Feld von zehn Personen vorne. Dann kam das Ziel immer näher und näher und näher. Und ich bin immer weiter vor und vor und vor. Bei Rauslaufen, was normalerweise nicht so meine Spezialität ist, hab ich’s dann aber noch geholt und hab die anderen zwei abgehängt.“ Im Rettungssport gibt es über 20 Disziplinen. Ausgetragen werden sie im Pool und im Meer. Im Becken geht’s dabei unter anderem um das simulierte Retten einer Puppe. Dafür muss man nicht nur gut Schwimmen können, sondern auch Kraft haben. Ohne hartes Training keine Chance. Yvonne Prehn, Rettungsschwimm-Athletin „Also normal trainiere ich von Montag bis Samstag, unter der Woche immer zwei Wassereinheiten pro Tag. Am Samstag immer eine. Und Montags und Mittwochs gehe ich noch ins Krafttraining.“ Über 20 Stunden pro Woche verbringt die Wiesbadenerin im Wasser. Zusätzlich geht’s für sie aber bald raus aus der Halle und rein ins Kanu. Denn gerade in den Freiwasser-Disziplinen ist Vielseitigkeit gefragt. In einer Disziplin glänzen reicht nicht. Yvonne Prehn, Rettungsschwimm-Athletin „Zum Ocean muss man auch laufen können, man muss Kajak fahren können. Dann gibt’s so […]

  • Lizenz zum Rentierführen

    Lizenz zum Rentierführen

    Wer mit den Tieren arbeiten will, muss einiges beachten. Im Tierpark Sababurg kann man jetzt den Rentierführerschein machen. Richtig gehört! Wir haben unsere Kollegin Nina Seeh nach Nordhessen geschickt – sie macht jetzt den Lappland-Lappen. Nina Seeh, Reporterin „Fürs Autofahren braucht man einen Führerschein. Für Rentiere offenbar auch. Ich bin heute im Tierpark Sababurg und mache den wohl flauschigsten Führerschein, den es gibt. Den Rentierführerschein. Ob ich ab Ende bestehe, oder ob das Rentier doch eher mit mir spazieren geht, werden wir am Ende sehen. Vorher hol ich mir jetzt aber noch ein paar Tipps ab, bei jemandem, der sich wirklich auskennt.“ Uwe Kunze ist Rentier-Führer und hat mit seiner Familie selbst lange Zeit in Lappland gelebt. Bevor es losgeht, direkt ein paar wichtige Regeln. Denn obwohl  domestiziert, sind Rentiere dennoch Wildtiere. Uwe Kunze, Rentier-Führer „Am Anfang fasst man sie nicht an. Nie ans Geweih fassen. Du nimmst die Leine und das Rentier folgt dir. Du bist der Rentierführer, das Rentier ist kein Menschenführer. Kann bis 60 Stundenkilometer schnell werden und das schaffst du nicht. Du hast zwei-Bein-Bremse. Rentier hat vier-Bein-Antrieb.“ Also, kurz mit Leitkuh Sölvi vertraut machen und die Leine fest in beide Hände nehmen. Uwe Kunze: „Komm. Bua. Bua.“ Nina Seeh: „Was hast du gerade gesagt? Uwe Kunze: „Bua. Das heißt so ‚Komm‘. Das ist samisch.“ „Bua“ und los geht’s.  Sölvi hat heute anscheinend einen guten Tag folgt mir brav. Abgesehen von der Brunftzeit, haben in Rentierherden die Weibchen das Sagen. Uwe Kunze „Das ist auch das Gescheiteste. Die sind am vernünftigsten, die Jungs sind Spinner. Deshalb haben sie auch lange Geweihe, weil sie auch ihre Position verteidigen müssen.“ Vor den Geweihen muss man sich allerdings in Acht nehmen. Denn so prachtvoll sie auch aussehen, so schnell können sie auch Verletzungen verursachen. Das könnte im wahrsten Sinne des […]

  • Kommentar von 17:30-Chefredakteur Philipp Stelzner

    Kommentar von 17:30-Chefredakteur Philipp Stelzner

    Zum Thema Erbschaftssteuer hat sicherlich jeder eine Meinung – auch unser Chefredakteur. Das Bundesverfassungsgericht wird dieses Jahr über die Erbschaftssteuer urteilen. Da wäre es vernünftig, wenn sich die Regierungsparteien gedulden würden und dann aus der Entscheidung die richtigen Konsequenzen zögen. Doch solange will die SPD nicht warten. Um endlich aus ihrem Umfragetief zu kommen, fordert sie schon jetzt höhere Erbschaftssteuern. Doch ihre Argumentation steht auf wackligen Beinen. Denn erstens ist die Erbschaftssteuer nicht so selbstverständlich wie viele denken. Hier wird versteuertes Geld, für das Menschen hart gearbeitet haben, noch einmal versteuert. Das finde ich leistungsfeindlich und ungerecht. Zweitens haben Bund, Länder und Kommunen im vergangenen Jahr über 1000 Milliarden Euro eingenommen – mehr als je zuvor. Als Steuerzahler erwarte ich, dass die Regierungsparteien mit diesem Geld auskommen, statt ständig höhere Einnahmen zu fordern. Und drittens scheint es mir besonders unklug, höhere Steuern für Unternehmen zu verlangen, die vererbt werden. Denn dadurch werden sie in der längsten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik Deutschland noch stärker belastet. Die Unternehmen bezahlen Jahr für Jahr Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer und ihre Geschäftsführer Einkommenssteuer. Je mehr Steuern die Erben zahlen müssen, desto weniger Geld können sie in Forschung und Entwicklung investieren. Desto eher geraten Arbeitsplätze in Gefahr. Desto mehr mittelständische familiengeführte Unternehmen müssen dicht gemacht oder an Investoren verkauft werden, denen es nur um maximale Gewinne geht. Aus all diesen Gründen haben Österreich, Norwegen, Schweden und die Slowakei die Erbschaftssteuer abgeschafft. Estland und Lettland haben sie nie erhoben. Wenn deutsche Unternehmer jetzt dorthin ziehen, gehen auch in Hessen und Rheinland-Pfalz Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen verloren.

  • Viel Traffic am Frankfurter Internetknoten

    Viel Traffic am Frankfurter Internetknoten

    Wie oft hatten Sie heute schon Ihr Handy in der Hand? Im Durchschnitt schauen wir hundert Mal am Tag aufs Smartphone. Da werden natürlich jede Menge Daten produziert und viele davon laufen in Frankfurt zusammen. Hier sitzt nämlich Europas größter Internetknoten DE-CIX. Dort wurde heute eine Zahl der Superlative veröffentlicht. Ein etwas skurriler Ort: Deckenhohe Rechner, lautes Gebrumme. Und in aller Regel ist hier keine Menschenseele. Hinter dem Geblinke und Getöse versteckt sich aber all das, was Menschen tagtäglich digital zusammenbringt. Hier laufen die Daten von Videocalls zusammen, kurzen Textnachrichten oder großen Sportereignissen. Thomas King, Technikvorstand DE-CIX „Der höchste Wert, den wir gemessen haben, der war am 09. Dezember 2025. Wer sich erinnert, da war das Champions-League-Spiel von Eintracht Frankfurt gegen FC Barcelona. Eintracht Frankfurt hat ja in der ersten Halbzeit sogar 1:0 geführt. Dann leider doch 2:1 verloren. Und genau zu diesem Zeitpunkt haben wir den höchsten Wert gemessen, weil eben Livesport-Events für uns Treiber sind für den Datendurchsatz.“ 79 Exabyte, oder: 2,2 Millionen Jahre lang durchgehendes Streaming  einer  Serie.  So viel Datenverkehr gab es im vergangenen Jahr weltweit an den Internetknotenpunkten von DE-CIX. Ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine Infrastruktur, die unseren gesamten Alltag bestimmt – und ihn angreifbar macht. Thomas King, Technikvorstand DE-CIX „Neben der ganzen geopolitischen Veränderung, die wir wahrnehmen, ist Sicherheit grundsätzlich ein Thema. Und da wir Infrastrukturen betreiben, geht das auch immer darum, Redundanzen aufzubauen. Das heißt, wir wollen sicherstellen, dass wenn es irgendwo eine Störung gibt, also wenn das zum Beispiel auch nur eine Wartung ist, dass wir ein Gerät außer Betrieb nehmen müssen für eine Wartung, wollen wir sicher sein, dass die Aufgabe ein anderes Gerät übernehmen kann.“ Allein in Frankfurt betreibt DE-CIX 40 Standorte. Eine Branche der Superlative. Die aber auch super viel Strom benötigt. Da gerät […]

  • Hockeytrainerin mit 92

    Hockeytrainerin mit 92

    Die 92-jährige Rosi Blöcher ist beim Wiesbadener Tennis- und Hockeyclub seit fast 60 Jahren Hockeytrainerin – bis heute. Dafür wurde sie auch schon mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. „Also ihr lauft nur ein Stück, haltet den Ball an und dann schießt ihr aufs Tor aus dieser Haltung heraus. Nicht ausholen, sondern einen schönen Pass.“ Kaum zu glauben, aber Rosi Blöcher beweist wie kaum eine andere: Das Alter ist wirklich nur eine Zahl. Zweimal in der Woche steht die 92-Jährige in der Halle oder auf dem Platz, fährt mit den Kindern sogar noch ins Zeltlager. Rosi Blöcher, Hockeytrainerin „Wenn man anfängt sich hinzusetzen und sagt also ich bin jetzt alt und ich gehöre jetzt aufs Sofa, dann hat man schon verloren.“ Bücken, Übungen vor machen, die Bewegung und das Gewusel der Kinder halten sie fit. „Zack, anhalten, Torschuss, Ball holen und los, Nächster.// Hanna, los geht’s.// Rückhand nehmen Charlie.// Ah, super Liam.// Ne, ne, ne, Charlie, du hast überhaupt nicht aufgepasst.// Nicht im Weg rum laufen.// Anhalten… Charlie!“ Zuckerbrot und Peitsche ist ihr Motto. Von wegen klapprige alte Dame. Die Kinder lieben ihre Rosi. Johanna, 6 Jahre „Ich finde Rosi so cool, weil die immer mit uns so viele Turniere macht und uns immer nach dem Training Gummibärchen gibt.“ Philippa, 5 Jahre „Ich mag sie sehr gerne, weil sie auch sehr nett ist.“ Charlie, 6 Jahre „Also sie ist nicht streng. Also ich finde gut, dass die Rosi so bleibt, wie sie ist.“ Nils, 7 Jahre „Ich bin fröhlich, dass Rosi noch mit uns Hockey spielt, das macht nämlich so viel Spaß.“ Liam, 7 Jahre „Weil sie halt allen beibringt was Hockey halt ist und wie man die Schläger hält.“ Für viele ist Rosi mehr als nur die Hockeytrainerin. Rosi Blöcher, Hockeytrainerin „Die etwas älteren kommen auch schon mal mit Problemen zu […]

  • Eintracht Frankfurt entlässt Trainer Toppmöller

    Eintracht Frankfurt entlässt Trainer Toppmöller

    Und wir starten in die Sendung mit der Fußballmeldung, die alle Fans seit gestern beschäftigt: Dino Toppmöller ist nicht mehr Trainer des Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Nach erneuten drei Gegentoren beim Auswärtsspiel in Bremen zogen die Verantwortlichen um Sportvorstand Markus Krösche die Reißleine. Die Leichtigkeit ist abhandengekommen – Dino Toppmöller ist nicht mehr Trainer von Eintracht Frankfurt. Gestern fällt die Entscheidung, dass nach 2,5 Jahren „ein Neuer“ auf der Trainerbank Platz nehmen soll. Denn immer häufiger konnte der 45-Jährige nur noch zuschauen, immer seltener noch auf das Geschehen auf dem Platz einwirken. Nach zuletzt nur einem einzigen Sieg in den letzten neun Spielen ist für ihn also Schluss. Und daher lautet bei Eintracht Frankfurt jetzt die große Frage: Wer soll den Adler der Eintracht wieder abheben lassen – wer wird der Nachfolger von Dino Toppmöller?

  • Talk mit Julian Beimel zum Trainer-Aus bei der Eintracht

    Talk mit Julian Beimel zum Trainer-Aus bei der Eintracht

    Wer übernimmt jetzt den Trainerposten am Main? Markus Appelmann, Moderator: Und dieser Frage wollen wir jetzt gleich auf den Grund gehen, zusammen mit Julian Beimel aus der Sportredaktion. Hallo Julian. Julian Beimel, Sportreporter: Hallo Markus. Appelmann: Bevor wir uns gleich auf Nachfolgersuche begeben, sprechen wir erst mal über Dino Toppmöller. War für dich die Entlassung absehbar? Beimel: Na ja, wer dem Sportvorstand am Wochenende nach dem 3:3 der Eintracht in Bremen gelauscht hat, der konnte es schon kommen sehen. “So können wir nicht weitermachen”, waren seine Worte. Ja, die Hauptkritikpunkte neben der fehlenden Punkteausbeute: Das Spiel war zu instabil, nicht kompakt genug. Und dann vor allem die viel zu vielen Gegentore. Und auch heute auf der Pressekonferenz hat Krösche noch mal nicht von einer stagnierenden, sondern von einer sogar rückläufigen Entwicklung in den letzten Wochen gesprochen. Markus Krösche, Sportvorstand Eintracht Frankfurt Es ging einfach darum, dass wir das gefühlt haben oder hatten in dem Falle, dass sich auch manchmal Trainerteam und Mannschaft ein bisschen verkeilen, dass dann Entwicklungen einfach nicht mehr in eine positive Richtung gehen können. Das ist überhaupt kein Vorwurf. Das ist manchmal so. Dass einfach dann Überzeugung velleicht schwindet, eine gewisse Unsicherheit kommt, auch eine gewisse Unzufriedenheit. Und für uns war es einfach wichtig, dann abzuschätzen, wie kriegen wir diesen Turnaround? Schaffen wir das? Beimel: Und die Antwort lautete am Ende: Nein. Zu selten sei man in dieser Saison dem eigenen Anspruch gerecht geworden. Krösche spricht von einer sehr harten Entscheidung und dankt Toppmöller für dessen Leistungen. Zu Recht, wie ich finde. Denn mit ihm qualifizierte sich die Eintracht zweimal direkt für den Europapokal und dann in der Saison 24/25 Tabellenplatz drei und damit ja die beste Platzierung der Frankfurter Vereinsgeschichte. Beimel: Dennoch ist jetzt Schluss für ihn. Und wir hören mal, was die Eintrachtfans zum Aus […]

  • Proteste gegen iranisches Regime in Frankfurt

    Proteste gegen iranisches Regime in Frankfurt

    In mehreren deutschen Städten sind am Wochenende Tausende Menschen auf die Straße gegangen – für einen Führungswechsel im Iran haben sie demonstriert. Mindestens 5.000 Todesopfer soll es laut dortigem Regime bisher gegeben haben. Auch wenn die Protestwelle im Iran, wohl auch aufgrund der brutalen Gewalt durch Sicherheitskräfte, zunächst abgeebbt ist, bleiben die Forderungen nach Freiheit und einem Ende der Mullah-Diktatur bestehen. So auch bei den Solidaritätskundgebungen in Frankfurt. „Be fekretunam – ich denke an euch!“ Diese Nachricht kam nie an. So geht es hier vielen, die sich Sorgen um ihre Freunde und Angehörigen im Iran machen und seit Wochen auf ein Lebenszeichen warten. Mona Sanati, Verein „Frau Leben Freiheit“ Frankfurt/Mainz „Ich habe gar keinen Kontakt seit Tagen, seit Wochen zu denen. Ich höre durch Freunde, die dann eine Minute mal die Chance haben mit ihrer Familie zu telefonieren, die sagen ich weiß wie schlimm ihr euch das hier in Deutschland vorstellt aber es ist zehntausendmal schlimmer, es ist so viel schlimmer, die ganzen Straßen sind voll mit Blut, Leichen über Leichen, wir kommen nicht mehr voran, jetzt werden wir auch noch komplett unterdrückt. Wir sind hier, um die Stimmen weiter zu tragen.“ Im Iran hatte es in den vergangenen Wochen, zunächst ausgelöst durch eine schwere Wirtschaftskrise, landesweite Proteste gegen das Regime gegeben. Dieses reagierte mit brutaler Härte. Ein Regierungsvertreter spricht von 5000 Toten, eine britische Zeitung, gestützt auf Klinikdaten sogar von mindestens 16.000. Asal Farahani, Gruppe „Hamgerei“ „Wir wissen nicht, ob unsere Familien noch am Leben sind oder verhaftet worden oder noch was schlimmeres.“ Fabiana F., Jurastudentin aus Mainz „Meine Nichte wurde aus dem Auto gezerrt, während sie mit ihrem dreijährigen Kind einkaufen gehen wollte. Die dachten, sie möchten auf die Proteste und sie wurden aus dem Auto gezerrt. Das Baby wurde zum Glück im Auto gelassen, aber meine Nichte […]

  • Achtjähriger in Frankfurt vermisst

    Achtjähriger in Frankfurt vermisst

    Wo ist Noah? Seit Mittwochmorgen wird der 8-jährige Junge vermisst. Die Suche läuft auf Hochtouren. Unter anderem sind Polizeihubschrauber und Boote der Wasserschutzpolizei im Einsatz. Doch Noah wurde immer noch nicht gefunden. Die Polizei folgt einer heißen Spur. Hier wurde Noah zuletzt gesehen: An der Weißfrauenschule im Frankfurter Bahnhofsviertel. Ein Fahrdienst soll den 8-jährigen Jungen hier am Mittwoch gegen 08:00 Uhr morgens abgesetzt haben, seitdem ist er verschwunden. In der Schule soll er nie erschienen sein. Gestern ist ein Polizeihubschrauber im Einsatz, um zu prüfen, ob sich Noah in der Nähe der Schule aufhält. Boote der Wasserschutzpolizei suchen den Bereich rund um den Main ab. Rund 150 Polizisten sind im Einsatz, doch Noah kann nicht gefunden werden. Aber: Die Polizei findet Noahs Schulranzen, hier im Bahnhofviertel. Patrick Rüter, Polizeipräsidium Frankfurt „Der Schulranzen ist gestern aufgefunden worden. Die Kollegen sind auch hingefahren und haben ihn sichergestellt. Der wurde natürlich durch unsere Kollegen geprüft. Wir können ihn klar zuordnen. Das ist der Schulranzen des vermissten Jungen.“ Die Polizei bittet Zeugen um Hinweise: Noah R. ist rund 1,35 Meter groß und hat dunkle kurze Haare. Zuletzt trug er einen beigen Pullover, eine helle Hose, eine schwarze Daunenjacke und eine grün-gelb-blaue Pudelmütze. Auch Privatdetektive sind in der Nacht mit Spürhunden im Einsatz und übertragen ihre Suche live in den Sozialen Medien. Doch auch sie finden den 8-Jährigen  nicht. Heute wird öffentlich: Der vermisste Junge lebt seit Herbst nicht mehr bei seiner Familie und stand unter Obhut des Jugendamts. Die Mutter hat das Sorgerecht entzogen bekommen. Die Polizei verstärkt ihre Ermittlungen im familiären Umkreis. Patrick Rüter, Polizeipräsidium Frankfurt „Da ist der aktuelle Stand der Ermittlungen so, dass wir davon ausgehen, dass die Klärung des Aufenthaltsortes des Jungen im Bereich des familiären Umfeldes zu suchen ist.“ Vor wenigen Minuten gibt die Polizei bekannt: Sie gehe davon […]

  • Neujahrsempfang der hessischen FDP

    Neujahrsempfang der hessischen FDP

    Bei Wahlen müssen die Liberalen regelmäßig fürchten, an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern. Und so stehen die Zeichen aktuell auch vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. Parteichef Christian Dürr versucht deshalb nach Kräften, für neuen Optimismus zu sorgen. Zum Beispiel gestern Abend beim Neujahrsempfang der Landtagsfraktion der hessischen FDP im Kurhaus von Wiesbaden. Im Kurhaus befindet sich auch die Spielbank von Wiesbaden. Ob hier jemand gewinnt, hängt von Glück und Zufall ab. Doch auf so etwas will sich FDP im Festsaal gegenüber nicht verlassen. Wenige Wochen vor den Kommunalwahlen in Hessen, den Landtagswahlen in   Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schärft sie ihr Profil. So fordert Parteichef Christian Dürr, die Unternehmen in Deutschland endlich von Bürokratie und Regulierung zu befreien. Christian Dürr (FDP), Bundesvorsitzender „Die deutsche Politik, ihre Institutionen, der Staat, wir insgesamt, wir müssen lernen, wieder mehr Risiko zu wagen. Wir müssen lernen, wieder mehr wagen in Deutschland anstatt festzulegen.“ Die neue schwarz-rote Bundesregierung müsse mehr Reformwillen zeigen, die Energiepolitik ändern und die Sozialkosten senken. Stattdessen versuchten Union und SPD, den politischen Stillstand mit Schulden zu überdecken. Christian Dürr (FDP), Bundesvorsitzender „Also anstatt Reformen jetzt voranzubringen, greift man in die Schuldentasche. Und das ist grundfalsch. Ich glaube, diese Reformen bleiben auch deshalb aus, weil die Schulden faul machen.“ Ähnliche Fehler wirft die FDP auch der schwarz-roten Landesregierung in Hessen vor. Statt die Kommunen mit immer neuen Förderprogrammen zu unterstützen, sollten sie Städte und Gemeinden grundsätzlich finanziell besser ausstatten. Dann könnten die Kommunen über ihre Ausgaben selbst entscheiden. Stefan Naas (FDP), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Und deswegen sagen wir: Weniger ist mehr. Der goldene Zügel muss weg. Die Förderprogramme müssen reduziert werden. Und dann haben wir auch wieder echte kommunale Freiheit.“ Im Kurhaus von Wiesbaden sorgen die Führungskräfte der FDP für neuen Optimismus. Doch ob sie in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz genügend Wähler überzeugen können, […]

  • Letzter Kühlturm in Biblis wird abgerissen

    Letzter Kühlturm in Biblis wird abgerissen

    2017 hat der Rückbau des ehemaligen Atomkraftwerks in Biblis begonnen – und das ist ein langer Prozess. 2023 ist der erste der vier Kühltürme gefallen – heute Mittag der letzte. Vorab gab es Protest: Eine Petition mehrerer Naturschutzverbände mit über 10.000 Unterschriften wollte den Abriss des Turms stoppen. Mit einem lauten Krachen fällt der 80 Meter hohe Turm in sich zusammen. Siebeneinhalb Tonnen Beton. Statt einer Sprengung wurde dem Turm von innen heraus nach und nach die Stabilität genommen. Ralf Stüwe, Rückbau-Leiter „Letzten Endes endete es darin, dass unten einige Stützen weggenommen werden, in diesem Fall waren es knapp 5 und bei der 5. ist der Kühlturm dann in sich kollabiert. Der ganze Bereich ist abgesperrt, das ist weiträumig isoliert, da ist niemand vor Ort, da ist ein ferngesteuertes Gerät, ein ferngesteuerter Bagger, der diese Stützen demontiert.“ Dass der Turm nun Geschichte ist, gefällt nicht allen. Tierschützer bemängeln, dass sich unter den Kühltürmen Mehlschwalben angesiedelt hätten, die nun ihr Habitat verlieren. Aktuell sind die Zugvögel zum Überwintern in Afrika. Wenn sie im März zurückkommen, und ihre Nester nicht mehr finden, befürchtet der Verein Wildtierschutz Deutschland, wird die gesamte Population zusammen brechen. RWE weiß von den Vögeln und hat als Ausweichmöglichkeit bereits solche Schwalbentürme aufgestellt. Diese seien aber ungeeignet, so die Tierschützer. Florinde Stürmer, Wildtierschutz Deutschland e.V. „Sie sind positioniert in der Nähe von Bäumen und sie sind deutlich niedriger als das bisherige Habitat an dem 80 Meter hohen Kühlturm, deswegen sind wir hier und möchten gerne, dass RWE auch tatsächlich wirksame CEF-Maßnahmen für die Umsiedlung dieser Mehlschwalben vorstellt und umsetzt.“ RWE beruft sich darauf, dass man die vom Landkreis vorgeschriebenen Maßnahmen umgesetzt habe. Die Petition sei diese Woche dann zu spät gekommen – der Abriss sei bereits im Gange gewesen und nicht mehr zu unterbrechen. Im Gegensatz zu den vorherigen […]

  • Frankfurt / Rhein-Main ist World Design Capital

    Frankfurt / Rhein-Main ist World Design Capital

    Die Region Frankfurt Rhein-Main ist ‚World Design Capital 2026‘ und damit die erste Region Deutschlands, die diesen internationalen Titel trägt. – Dieser wird alle zwei Jahre von der ‚World Design Organisation‘ in Montreal verliehen und zeichnet Städte und Regionen aus, die Design als Motor für gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und ökologischen Wandel nutzen. Bis zu 2.000 Veranstaltungen formen das Programm in diesem Jahr. Darunter viele Kooperationen – wie zum Beispiel mit dem Staatstheater Darmstadt, das heute Teil der großen Eröffnung in Darmstadt ist. Von allein ändern sich die Dinge nicht. Ein selbstkomponiertes Lied zum Auftakt eines besonderen Jahres. Mit dieser Botschaft eröffnet der Kinder- und Jugendchor des Staatstheaters Darmstadt die World Design Capital 2026. Ina Hartwig (SPD), Kulturdezernentin Frankfurt „Zunächst einmal ist das eine Auszeichnung. Wir haben uns beworben und den Titel bekommen. Darüber freuen wir uns und sind stolz. Und jetzt geht es los und das finde ich auch besonders schön, denn seit anderthalb Jahren wird hart daran gearbeitet an diesem Programm. Jetzt entfaltet sich die Dynamik und ich bin sehr gespannt.“ „Design for Democracy: Atmospheres for a better life“ lautet das diesjährige Motto. Ziel ist es eine erlebenswerte, demokratische und wirtschaftlich nachhaltige Zukunft zu schaffen. Doch was hat das mit Design zu tun? Carolina Romahn, Geschäftsführerin WDC 2026 „Natürlich auch im Sinne von schöner Atmosphäre gestalten. Stühle gestalten, die wir brauchen, um gemeinsam an einem Tisch zu sitzen. Aber auch die Gespräche und Stimmungen herzustellen. Dafür ist Gestaltung ganz wichtig und ein wichtiges Werkzeug für mehr Demokratie.“ Rund 450 Projekte machen diesen Ansatz erlebbar: Ausstellungen, Workshops und konkrete Stadtprojekte laden Menschen innerhalb und außerhalb  der Region ein aktiv mitzuwirken. Finanziert wird das Programm überwiegend aus öffentlichen Mitteln. Rund 14 Millionen Euro kommen von der Stadt Frankfurt, dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain und dem Land Hessen. Benedikt Kuhn (CDU), Chef der Hessischen […]