Hessen

  • Ärzte und Politiker befürchten steigende Patientenzahlen auf Covid-Stationen

    Ärzte und Politiker befürchten steigende Patientenzahlen auf Covid-Stationen

    In Hessen werden immer weniger Corona-Fälle gemeldet. Die 7-Tage-Inzidenz sank innerhalb einer Woche von 87 auf 66 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Auch die Zahl der Menschen, die wegen Covid-19 auf der Intensiv-Station behandelt werden müssen, ist in den vergangenen Tagen leicht zurück gegangen. Ist die vierte Corona-Welle also schon überstanden? Nein, sagt Hessens Gesundheitsminister Kai Klose. Er warnt vor allzu großem Leichtsinn im Umgang mit der Pandemie. Obwohl die Zahl der Corona-Intensivpatienten seit Tagen leicht sinkt, bleibt die Lage in Hessens Krankenhäusern weiterhin angespannt. Stand heute sind in Hessen 147 Intensivbetten mit Covid19-Patienten belegt, das bedeutet eine Hospitalisierungsrate von 1,88. Steigt dieser Wert über 8 oder müssen mehr als 200 Cornopatienten gleichzeitig intensivmedizinisch betreut werden, greift die erste Warnstufe im hessischen Corona-Plan. Gemeinsam mit Cihan Celik, dem Leiter der Covid19-Station am Klinikum Darmstadt, hat Hessens Gesundheitsminister Kai Klose heute noch einmal betont: Für eine Entwarnung sei es im Moment noch viel zu früh. Vor allem, weil noch immer viel zu viele Menschen nicht geimpft seien. Kai Klose (Bündnis 90 / Die Grünen), Gesundheitsminister Hessen: „Ich habe ja schon verschiedentlich darauf hingewiesen, dass der Impfstatus derjenigen, die im Moment wegen Covid19 auf hessischen Intensivstationen sind, zu 80 Prozent ungeimpft ist. Und dass die Tatsache, ungeimpft zu sein, das größte Risiko ist, schwer an Covid19 zu erkranken und dann möglicherweise auch auf einer Intensivstation versorgt werden zu müssen.“ Deshalb auch heute nochmal der Aufruf des Gesundheitsministers an die Bürger, sich unbedingt impfen zu lassen. Am besten noch vor den Herbstferien und bevor es draußen richtig kalt wird. Kai Klose (Bündnis 90 / Die Grünen), Gesundheitsminister Hessen: „Ich glaube, dass die Pandemie-Situation, die wir jetzt erleben, auch gar nicht so unterschiedlich ist zu der vom letzten Jahr. Wir hatten einen Anstieg der Welle auch insbesondere mit den Reiserückkehrer:Innen. Und wir haben jetzt einen […]

  • Im Interview: Dr. Cihan Çelik, Oberarzt und Leiter der COVID-Station am Klinikum Darmstadt

    Im Interview: Dr. Cihan Çelik, Oberarzt und Leiter der COVID-Station am Klinikum Darmstadt

    Der Darmstädter Lungenexperte Dr. Cihan Celik warnt: Er geht davon aus, dass es im Oktober wieder steigende Patientenzahlen geben wird. Wir sprechen mit Dr. Celik über die Situation auf der Covid-Stadion im Darmstädter Klinikum. Eva Dieterle, Moderatorin: Und das Thema vertiefen wir jetzt mit Dr. Cihan Celik, dem Oberarzt am Klinikum in Darmstadt. Guten Tag. Dr. Cihan Celik, Oberarzt Klinikum Darmstadt: Guten Tag. Eva Dieterle: In vielen Kliniken hat sich die Anzahl der Corona-Intensivpatienten in diesem Monat mehr als verdoppelt. Viele befürchten zum Herbst hin wieder eine starke Belastung der betreffenden Krankenstationen. Wie ist die Situation konkret auf Ihrer Station? Dr. Cihan Celik: Also, wir haben in den letzten drei, vier Wochen gesehen. Die ersten Ausläufer der Herbstwelle sind bei uns eingetroffen und mittlerweile hat sich die Situation seit dieser Woche auch etwas wieder entspannt. Aber die Patienten, die in den letzten Wochen zu uns gekommen sind und intensivpflichtig geworden sind, liegen zum Großteil immer noch auf der Intensivstation. Von daher war das für uns so etwas wie ein Vorgeschmack für das, was uns im Herbst erwarten könnte, wenn das Leben sich wieder auf die Innenräume zurückziehen wird und die Infektionen wieder steigen. Aktuell haben wir für den Moment den Peak dieser vierten Welle, dieses ersten Ausläufers überstanden. Eva Dieterle: Hospitalisierungsinzidenz und Intensivbettenbelegung sind nun die neuen Leitindikatoren zur Bestimmung der pandemischen Lage. Viele Ihrer Kollegen kritisieren, dass diese Indikatoren erst viel zu spät Alarm schlagen. Wie schätzen Sie das ein? Dr. Cihan Celik: Es gibt sicherlich gerechtfertigte Kritik an diesen Indikatoren und ich sehe das auch so. Ein ganzer Mix an Parametern wäre sicher die bessere Variante gewesen, aber wir dürfen ja nicht aus den Augen verlieren, was genau der Zweck dieses Indikators ist – und zwar Maßnahmen zu steuern. Und daher hat es schon Sinn gemacht, sich von […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tankstellen-Interessenverband kritisiert Politik: Nachdem am Samstag ein Mann in Idar-Oberstein einen Tankstellenkassierer vermutlich aus Ärger über die Maskenpflicht erschossen hat, wirft der Verband der Politik vor, die Tankstellen-Mitarbeiter bei der Durchsetzung von Corona-Maßnahmen allein zu lassen. Ordnungsämter würden mit Bußgeld drohen, wenn die Schutzmaßnahmen nicht eingehalten würden. Die Mitarbeiter stünden unter hohem Druck, die Regeln durchzusetzen, selbst wenn dies gefährlich sein könnte. Mögliches Motiv für Amokfahrt: Im Prozess wegen der tödlichen Amokfahrt durch die Trierer Fußgängerzone hat heute einer der Hauptermittler als Zeuge ausgesagt. In der ersten Vernehmung habe der 52jährige Angeklagte berichtet, dass er am Tag vor der Tat bei einem Notar  gewesen sei. Er habe eine hohe Erbschaft einfordern wollen, die ihm zustehe, sei aber erniedrigend behandelt worden. Deshalb sei er durch die Fußgängerzone gefahren. Der Angeklagte hat später alle Aussagen widerrufen. Vor dem Landgericht schweigt er bislang. Der Deutsche ist wegen fünffachen Mordes und 18-fachen versuchten Mordes angeklagt. Er war am 1. Dezember 2020 durch die Innenstadt gerast und soll gezielt Menschen überfahren haben. Wirtschaftshilfen in Milliardenhöhe: Seit März 2020 haben Hessen und der Bund Unternehmen und Solo-Selbstständige mit fast 15 Milliarden Euro unterstützt, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir sagte heute bei der Bilanz nach eineinhalb Jahren, dass die Hilfen tausende Betriebe und deren Arbeitsplätze gerettet hätten. Hessen werde auch weiterhin alle Firmen mit tragfähigem Geschäftsmodell unterstützen. Für Rheinland-Pfalz liegen die Zahlen noch nicht vor.

  • Im Porträt: „Kleine Parteien“ im Bundestagswahlkampf

    Im Porträt: „Kleine Parteien“ im Bundestagswahlkampf

    Am Sonntag ist Bundestagswahl und die Auswahl für die Wähler ist so bunt wie selten. Insgesamt bewerben sich 53 Parteien um den Einzug ins Parlament. Darunter viele kleine Parteien, die bei Wahlergebnissen zu den sogenannten „Sonstigen“ zusammengefasst werden. Wir stellen fünf davon mal kurz und knackig vor. Ein bunter Dschungel aus politischen Angeboten. Darunter: Die Tierschutz-Partei. Ein zentraler Programmpunkt: Die industrielle Massentierhaltung abschaffen. Damit will die Tierschutzpartei den Klimawandel bekämpfen. Bernd Kriebel, Spitzenkandidat Rheinland-Pfalz (Tierschutzpartei): „Mit der Abschaffung der industriellen Massentierhaltung haben wir schon 50 Prozent CO2-Einsparung und damit schon einen großen Schritt gegen den Klimawandel erreicht. Ferner werden täglich in Deutschland 2 Millionen Tiere geschlachtet, wovon 40% direkt vom Kühlschrank auf der Mülldeponie landen.“ Auch die pan-europäische Partei Volt will den Klimawandel bekämpfen. Ihrer Meinung nach brauchen grenzüberschreitende Probleme auch grenzüberschreitende Lösungen. Das Thema Klimawandel werde nicht weit genug gedacht. Alexandra Barsuhn, Spitzenkandidatin Rheinland-Pfalz (Volt): „Zum Beispiel ich komme selbst von einem 700 Einwohner Dorf und da ist es unmöglich einfach so mal aufs Auto zu verzichten. Und da müssen wir erstmal Alternativen schaffen, um den Menschen eine klimaneutrale Lebensweise zu ermöglichen.“ Die ökologisch-demokratische Partei will weg von einer Politik des grenzenlosen Wachstums. Die ÖDP möchte eine Wirtschaft, die schonend mit den endlichen Ressourcen umgeht. Ihr Ziel: Wohlstand ohne Wachstums-Zwang. Eric Hofmann, Spitzenkandidat Rheinland-Pfalz (ÖDP): „Also wir verstehen darunter, dass wir nicht unbedingt dem Wachstum nachfolgen müssen. Wir können durchaus wachsen in bestimmten Wirtschaftsteilen, manche schrumpfen. Aber in der Gesamtmenge müssen wir nicht versuchen immer weiter zu wachsen.“ Aus Sicht der Piraten-Partei wächst die Überwachung der Menschen durch den Staat. Die Piraten haben den so genannten Staats-Trojanern den Kampf angesagt. Denn dieser erlaubt den Behörden heimlich auf Smartphones und Computer von Menschen zuzugreifen. Bodo Noeske, Spitzenkandidat Rheinland-Pfalz (Piraten): „Das ist erstens für mich von der Haltung des Staates für […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold sprechen wir über das kommende Bundesliga-Wochenende. Eva Dieterle, Moderatorin: Der sechste Spieltag in der Fußball-Bundesliga steht an diesem Wochenende an. Und unterschiedlicher könnten die Ausgangslagen unserer heimischen Klubs derzeit nicht sein. Wie immer freitags sprechen wir über die Spiele unserer Bundesligisten mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold. Thorsten, lass uns mal mit Eintracht Frankfurt beginnen, denn die haben ja von den bisherigen Spielen kein einziges gewonnen. Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, so ist es. Also insgesamt sieben Spiele ohne Sieg, wenn man jetzt mal DFB-Pokal und Europa League mitrechnet. Ja und wer jetzt auf die Siegesserie der Eintracht wartet als Eintracht-Fan, so langsam könnte sie mal beginnen. Vielleicht ja morgen gegen den 1. FC Köln. Das ist schon so eine Art Pflichtaufgabe, da endlich mal drei Punkte einzufahren. Ein bisschen steigt der Druck auf Trainer Oliver Glasner. Der muss jetzt mal Ergebnisse abliefern. Aber der Trainer sagt, aber zu verkrampft und dann zu sehr zu wollen, das ist auch nicht der richtige Weg für seine Mannschaft. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „In diesem unbedingten Wollen passieren halt dann Ungenauigkeiten, falsche Entscheidungen, Fehleinschätzungen. Und da ist ganz, ganz wichtig und das kennen wir ja alle aus dem Leben, wenn du so, wenn es dir gut geht, wenn du locker drauf bist, dann flutscht so alles aus der Hand oder bei uns Fußballern aus den Beinen. Und diese Lockerheit haben wir nicht. Auch klar ist das unseren Ergebnissen geschuldet. Aber umso wichtiger ist es, dass wir da jetzt nicht verkrampfen und jetzt nicht sagen, wir müssen.“ Thorsten Arnold: Okay, wollen wir mal sehen, wie es seinen Spielern morgen – was hat er gesagt – aus den Beinen flutscht. Zwei Spieler, die bereiten diese Woche ein bisschen Sorgen. Der eine ist Martin Hinteregger, den zwickt es immer noch in der […]

  • Kinderporno-Razzia in Hessen

    Kinderporno-Razzia in Hessen

    Wir starten mit Ermittlungen der General-Staatsanwaltschaft Frankfurt, der Zentralstelle zur Bekämpfung von Internetkriminalität. Fast 300 Ermittler der hessischen Polizei haben in den vergangenen drei Tagen hessenweit zahlreiche Objekte durchsucht. Die Maßnahmen richteten sich gegen 35 Männer im Alter von 17 bis 60 Jahren. Sie sollen sich fast zwei Jahre lang im Internet Daten besorgt haben, die schwerste sexuelle Missbrauchshandlungen zeigen. Julia Bussweiler, Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt „Auffällig bei den Maßnahmen und bei den Verfahren insgesamt waren die Aufnahmen – dass es insbesondere um Säuglinge und um Kleinkinder ging, das ist schon etwas, das man nicht alltäglich sieht. Und eine weitere Auffälligkeit – das kann man so deutlich sagen – war das Alter der Beschuldigten. Wir haben sehr viele junge Tatverdächtige unter den Beschuldigten und das ist auch eine Beobachtung, die wir seit einigen Jahren machen, die wir auch mit Sorge machen, dass immer mehr junge Leute kinderpornografische Inhalte teilen oder abrufen.“

  • Volker Wissing beim Wahlkampfendspurt der Liberalen

    Volker Wissing beim Wahlkampfendspurt der Liberalen

    Countdown bis zur Bundestagswahl. Jetzt sind es noch drei Tage und es gibt eine aktuelle Umfrage. Die sieht die SPD bei 25 Prozent. Die Union liegt vier Prozentpunkte dahinter bei 21 Prozent.  Die Grünen erreichen 14, die AfD 12 und die FDP 11 Prozent. Die Partei „Die Linke“ landet bei 7 Prozent. So viel zum aktuellen Stimmungsbild. Jetzt kommen wir zum Wahlkampf, denn der biegt nun endgültig auf die Zielgerade ein. Bis zuletzt versuchen die Parteien, weitere Wählerstimmen für sich zu gewinnen. So wie die FDP heute bei einer Kundgebung auf dem Frankfurter Römerberg. Was geht da noch im Wahlkampf-Endspurt? FDP-Generalsekretär Volker Wissing, Europa-Politikerin Nicola Beer und die hessische Parteivorsitzende und Spitzenkandidatin Bettina Stark-Watzinger auf Stimmenfang am Frankfurt Römer. Besonders voll ist es nicht – vielleicht auch, weil Gallionsfigur Christian Lindner heute nur als Poster-Boy mit dabei ist. Doch auch ohne ihn wird deutlich: Die FDP, die in den Umfragen seit Wochen stabil bei etwa 11 bis 12 Prozent liegt, strotzt nur so vor Selbstbewusstsein. Und: Sie will raus aus der Opposition. Volker Wissing, FDP, Generalsekretär: „Deutschland braucht jetzt Veränderung. Wir haben jetzt lange genug die Dinge ausdiskutiert. Jeder weiß, wer welchen Vorschlag macht. Jeder weiß, wofür die FDP steht. Und am Sonntag wollen wir natürlich jetzt ein starkes Votum haben für unsere Politik. Und dann anfangen, wir wollen regieren, das Land modernisieren, damit es nach vorne geht.“ Nicola Beer, FDP, Stellvertretende Bundesvorsitzende, Vizepräsidentin Europäisches Parlament: „Wir wollen so stark werden, und werben auch bei der Bevölkerung dafür, uns so stark zu machen, dass Rot-rot-grün nicht möglich ist. Und so stark, dass wir eben den Ausschlag geben können in die richtige Richtung. Für Innovation, für die Entfesselung unserer Gesellschaft. Für mehr Investition in die Bildung. Darauf kommt es jetzt an.“ Dabei haben sich die Liberalen vor allem eines auf die […]

  • Bischofskonferenz in Fulda

    Bischofskonferenz in Fulda

    „Die Menschen sollen merken können, dass sich Wesentliches verändert.“ Mit diesen Worten hatte der Limburger Bischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, die Herbst-Vollversammlung in Fulda eröffnet. Es geht um den Reform-Prozess der katholischen Kirche, der ganz oben auf der Agenda stehen sollte. Heute wurden die Ergebnisse der Beratungen vorgestellt. Missbrauchsfälle, die Rolle der Frauen in der Kirche und die kirchliche Sexualmoral: Es sind heikle Themen, über die die katholischen Bischöfe Deutschlands seit Montag diskutieren. Am Ende der viertägigen Beratungen gibt sich Georg Bätzing zuversichtlich. Georg Bätzing, Vorsitzender Deutsche Bischofskonferenz: „Die Bereitschaft ist bei allen zu erkennen, wirklich alles zu tun, dass Menschen uns wieder neu auch Vertrauen schenken. Und dass wir das Vertrauen derer, die zu uns gehören nicht weiter enttäuschen.“ Zu Beginn der Beratungen war vor allem Kritik am Anerkennungssystem für Missbrauchsfälle laut geworden. Die Bearbeitungszeit der Fälle sei viel zu lang, das System nicht transparent und kompliziert, beklagte der Betroffenenbeirat der Bischofskonferenz. Doch die Bischöfe wollen an dem Verfahren festhalten. Seit Anfang des Jahres seien mehrere Maßnahmen ergriffen worden, um die Bearbeitungsdauer zu verkürzen, sagte Bätzig. Er kündigte jedoch an, die Führung von Personalakten standardisieren zu wollen. Georg Bätzing, Vorsitzender Deutsche Bischofskonferenz: „Es hat sich eben gezeigt bei den Aufarbeitungen von Missbrauch, dass es hier nicht selten eine sehr mangelhafte Praxis der Personalaktenführung gab, dass verschiedene Dinge überhaupt nicht auffindbar waren, dass Akten verstreut und an verschiedenen Orten geführt wurden. Da gab es einen erheblichen Nachholbedarf.“ Die neue Ordnung soll am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Außerdem wolle man von der Kirche unabhängige Anlaufstellen für Missbrauchsopfer schaffen. Viele Reforminitiativen hatten sich deutlich mehr von der Herbstvollversammlung versprochen. Unter dem Motto „Wir bleiben laut“ versammeln sie sich am Abend in Fulda, um zu demonstrieren. Hoffnungsvoll schauen sie auf das Treffen der Synodalversammlung nächste Woche in Frankfurt. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Diskussion über Quarantäne-Entschädigung: Die gestrige Entscheidung der Gesundheitsminister von Bund und Ländern zur Streichung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Corona-Quarantäne stößt auf ein geteiltes Echo. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisierte, dass damit eine Impfpflicht durch die Hintertür eingeführt werde. Außerdem müssten die Beschäftigten dem Arbeitsgeber künftig ihren Impfstatus mitteilten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßte dagegen die Entscheidung der Gesundheitsminister. Es gebe keinen Grund, warum die Allgemeinheit  die Entschädigung für Verdienstausfälle zahlen sollte, wenn Menschen eine Impfung verweigerten. Rheinland-Pfalz wird die neue Regelung zum 1. Oktober einführen, Hessen zum 1. November. Schwerverletzte außer Lebensgefahr: Nach dem schweren Unfall mit vier Toten auf der A 5 bei Friedberg schweben die beiden schwerverletzten 19jährigen nicht mehr in Lebensgefahr. Das hat heute die Polizei mitgeteilt. Am frühen Sonntagmorgen war ein mutmaßlicher Falschfahrer frontal in entgegenkommendes Auto mit vier jungen Menschen gefahren. Zwei von ihnen starben, zwei wurden schwer verletzt. Ein weiterer Fahrer wurde beim Zusammenstoß mit den Autowracks getötet. Der mutmaßliche Geisterfahrer starb später in einer Klinik. Ursache für Schäden gefunden: Einer der Hauptgründe für die Einsturzgefahr der Salzbachtalbrücke bei Wiesbaden war ein defektes Rollenlager. Wie die Autobahngesellschaft heute mitteilte, hätten dies vier unabhängige Gutachten ergeben. Die Hitze im Juni habe die Schäden an der Brücke noch verstärkt. Zwei Pfeiler seien abgesackt, der Überbau des südlichen Brückenteils habe sich verschoben. Die Sperrung der vielbefahrenen Brücke sorgt seit Monaten für massive Verkehrsbehinderungen. Sie soll voraussichtlich Ende Oktober oder Anfang November gesprengt und anschließend neu gebaut werden.

  • Frankfurt Skyliners wollen wieder angreifen

    Frankfurt Skyliners wollen wieder angreifen

    Saisonstart für die Frankfurt Skyliners in der Basketball-Bundesliga: Nach drei Spielzeiten im Tabellen-Mittelfeld will der frühere deutsche Meister nun wieder angreifen. Eine wichtige Rolle kommt dabei auch dem neuen Sport-Manager zu – dem Sohn der Fußball-Legende Rudi Völler.   Marco Völler – vergangene Saison selbst noch für die Skyliners am Ball und jetzt hinter der Bande aktiv. Der Sohn des früheren Fußball-Weltmeisters und Bundestrainers Rudi Völler soll den Umbruch bei den Frankfurter Basketballer voranbringen. So wie hier beim knappen Testspielsieg gegen Zweitligisten Karlsruhe juckt es den 32-Jährigen aber manchmal doch noch selbst in den Fingern. Marco Völler, neuer Sportmanager Frankfurt Skyliners: „Als es nicht so gut lief, habe ich gedacht: Wie gerne würde ich jetzt mal da runter, auch ein bisschen was versuchen. Das hatte ich die letzten Wochen aber nicht so wirklich. Die ersten zwei Monate im neuen Job hatte ich genug zu tun.“ Vier Spielzeiten ging der gebürtige Offenbacher für die Skyliners in der Bundesliga auf Korbjagd. Nun holt er von seinem Büro aus neue Spieler an Bord und arbeitet dem Trainerteam um den neuen Coach zu. Diego Ocampo soll das deutlich verjüngte Team weiterentwickeln und die Skyliners wieder an die Playoff-Plätze heranführen. Zuletzt war er Trainer in Spaniens starker ersten Liga und ist bekannt für seine Kommunikation mit den Spielern. Diego Ocampo, neuer Trainer Frankfurt Skyliners: „Sie wissen hier, dass es zwar sehr wichtig ist, konkurrenzfähig zu sein. Dass es aber auch darum geht, Spieler zu fördern, deutsche Spieler. Um den Club zu verbessern, Stück für Stück auf einen besseren Platz im deutschen Basketball.“ Gleich mehrere Frankfurter Eigengewächse spielen nun bei den Profis, hinzukommen sind bislang fünf Neuzugänge. Darunter auch der deutsche Nationalspieler Lukas Wank – zuletzt bei Olympia – nun soll der 24-Jährige in Frankfurt zum Führungsspieler reifen. Lukas Wank, Neuzugang Frankfurt Skyliners: „Zum ersten Mal […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Neue Corona-Regel für Ungeimpfte Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, sollen spätestens ab dem 01. November keinen Anspruch mehr auf staatliche Entschädigung für Verdienstausfälle haben, wenn sie etwa als Kontaktperson eines Corona-Infizierten in Quarantäne müssen. Darauf haben sich heute die Gesundheitsminister von Bund und Ländern geeinigt. Inzwischen habe jeder ein Impfangebot bekommen, sodass Verdienstausfälle nicht mehr aus Steuergeldern gezahlt werden müssten. Rheinland-Pfalz hatte zuvor bereits entschieden, die Regelung zum 01. Oktober einzuführen. In Hessen gilt sie ab dem 01. November. Corona-Impfstoff für Flüchtlinge Das Land Rheinland-Pfalz stellt der US Air Force nach deren Anfrage insgesamt 6.000 Impfdosen von Johnson&Johnson zur Verfügung. Das hat Innenminister Roger Lewentz heute mitgeteilt. Mit dem Vakzin würden die Flüchtlinge aus Afghanistan geimpft, die derzeit vorübergehend auf der Airbase Ramstein und den Rhine Ordnance Barracks in Kaiserslautern untergebracht seien. Derzeit befinden sich noch etwa 9.000 Menschen auf den US-Stützpunkten in Rheinland-Pfalz. Sie warten auf ihren Weiterflug in die USA. Verbotene Insidergeschäfte eingeräumt Mit Geständnissen der beiden 45jährigen Angeklagten hat heute vor dem Landgericht Frankfurt der Prozess um millionenschweren Insiderhandel begonnen. Der ehemalige Fondsmanager und der frühere Investmentbanker gaben zu, rechtswidrig firmeninterne Informationen genutzt und dadurch einen Gewinn von mehr als 11 Millionen Euro erzielt zu haben. Der Fall war durch die Finanzaufsicht Bafin ins Rollen gekommen. Sie hatte Anzeige wegen verdächtiger Finanztransaktionen gestellt.

  • Lage in den Intensivstationen entspannt

    Lage in den Intensivstationen entspannt

    Wenn es in den letzten eineinhalb Jahren der Corona-Pandemie um Entscheidungen wie Lockdown oder Lockerung ging, war die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz der prägende Wert. Nun sind aber über 60% der Bevölkerung vollständig geimpft. Das heißt, es könnte zwar weiterhin viele Infektionen geben, aber durch die Impfung ist die Wahrscheinlichkeit, schwer an Corona zu erkranken, gering. Daher soll nur noch die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken darüber entscheiden, wie politische Entscheidungen ausfallen. Wie die Lage gerade auf den Intensiv-Stationen ist, haben wir uns in Seeheim-Jugenheim bei Darmstadt angeschaut. In der Kreisklinik Jugenheim ist die Lage noch entspannt. Chefarzt Patrick Schmenger versorgt mit seinem Team auf der Intensivstation 16 Patienten. Fünf davon sind schwer an Corona erkrankt. Bei unserem letzten Besuch vor einem halben Jahr waren es fast drei Mal so viel. Der Impfeffekt ist hier deutlich zu spüren. Vier der fünf Corona-Patienten sind ungeimpft. Dr. Patrick Schmenger, Chefarzt Intensivstation Kreisklinik Jugenheim „Das sind häufig Leute aus prekären Lebensverhältnissen mit niedrigem sozio-ökonomischem Status. Häufig mit Sprachbarrieren. Das sieht man, wenn man sich die Etiketten anschaut. Wo ist denn die Wohnadresse – man kennt ja so seine Region ein bisschen. Und ich denke, da kann man noch einiges rausholen an Impfungen. Durch Aufklärung.“ Auch ein über 80jähriger Mann liegt hier trotz Impfung auf der Intensivstation. Das hinge oft mit dem Alter und Vorerkrankungen zusammen – so der Intensivmediziner. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in anderes hessischen Kliniken. Trotz einer landesweiten Inzidenz von 72 ist die Situation nicht besorgniserregend. Wie entspannt oder angespannt die Lage ist, zeigt der sogenannte Hospitalisierungswert. Er gibt an, wie viele Coronapatienten pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen ins Krankenhaus gekommen sind. Heute liegt der Wert in Hessen bei 2. Wenn er 8 erreicht, soll es in Hessen wieder Einschränkungen geben. Kai Klose, Bündnis 90 / Die […]

  • Briefwahl boomt

    Briefwahl boomt

    Die Spannung steigt: Nur noch 4 Tage sind’s bis zur Bundestagswahl am kommenden Sonntag. Bei uns in Hessen und Rheinland-Pfalz sind insgesamt über 7 Millionen Menschen wahlberechtigt. Während der politische Sieger am Sonntag erst noch ausgezählt werden muss, steht ein Gewinner schon fest: Es ist die Briefwahl. Briefwahl boomt. Das zeigt sich auch hier, im Keller des Gießener Rathauses. Die Stadt musste zusätzlichen Platz schaffen, um die zurückgesendeten Wahlbriefe bis Sonntag sicher lagern zu können. Für die Bearbeitung der Briefwahlanträge brauchen die Wahlämter mehr Personal als sonst und letztlich auch bei der Auszählung am Wahltag mehr Helfer. Tabea Heipel-Krug, Wahlamt Stadt Gießen „Briefwahl ist ein erheblicher Mehraufwand auf jeden Fall. Weil natürlich die Anträge müssen bearbeitet werden, die Auszählung ist aufwendiger, weil man ja erst jeden einzelnen Wahlschein zulassen muss und das ist dann einfach in der Auszählung dauert es länger als bei der regulärer oder bei der normalen Auszählung im Wahllokal.“ So manche Wahlurne jetzt schon rappelvoll mit Wahlbriefen. In Gießen hat man bislang über 23.000 Briefwahlanträge bearbeitet, 14.000 waren es bei der letzten Bundestagwahl. Rekordzahlen beim Gang zum Briefkasten statt zur Urne, egal wo man in Hessen oder Rheinland-Pfalz nachfragt. Doch warum ist das so? Nathalie Allgeyer Weil das jetzt in der Coronazeit für mich die bessere Möglichkeit war zu wählen. Das war jetzt einfach mit den Risiken die es gibt, einfach zuhause, muss nicht ins Wahllokal gehen. Moritz Großelege Einfach angenehmen, früh die Unterlagen zu haben, sich Gedanken zu machen und sich dann zuhause zu überlegen, wo setz ich mein Kreuz, werfs einfach in den Briefkasten, angenehm. Johanna Becker War noch hin und hergerissen, wollte mich in Ruhe zuhause mit auseinandersetzen. Milena Nauhardt Doch ist einfach einfacher. Auch wenn man mal wo anders ist, kann man es vorher schon erledigen. Auch bei der Post ist man vorbereitet, […]

  • Frankfurt Galaxy vor dem Finale

    Frankfurt Galaxy vor dem Finale

    Am Sonntag steigt für Frankfurt Galaxy das große Finale. In der ersten Saison der European League of Football haben die Frankfurter die Liga dominiert. Von elf Spielen konnten zehn gewonnen werden. Nur das allererste bei den Hamburg Sea Devils ging verloren. Und gegen diesen Gegner muss Galaxy jetzt im Finale antreten. Frankfurt im Galaxy-Fieber. Nur noch ein Spiel. Alles oder nichts. Jakeb Sullivan, Quarterback Frankfurt Galaxy „Ich bin aufgeregt. Wirklich sehr aufgeregt.“ Auf dem Spielfeld hat man davon bisher nix gesehen. Jakeb Sullivan und Frankfurt Galaxy haben die beste Offense der Liga. Jakeb Sullivan, Quarterback Frankfurt Galaxy „Jetzt geht‘s darum, die Zeit mit diesem tollen Team zu genießen, das die Trainer auf die Beine gestellt haben. Und wenn ich im Team stehe, werden wir hoffentlich die Aufgabe bestehen.“ Und die Aufgabe heißt: Hamburg Sea Devils. Ausgerechnet das Team, das Galaxy die einzige Niederlage der Saison beibrachte. Im ersten Saisonspiel. Das Rückspiel gegen Hamburg konnte Galaxy dann für sich entscheiden. Thomas Kösling, Headcoach Frankfurt Galaxy „Dieser kleine Stachel, den wir hatten, ich glaube, den hatten wir im zweiten Spiel rausgezogen und haben gezeigt: Hey wir sind auf dem gleichen Level wie Hamburg. Jetzt geht es ums Finale und jetzt ist egal, was vorher war, sondern wer das Spiel gewinnt ist der Meister, und alle anderen können dem Meister gratulieren oder müssen still sein.“ Doch bis es soweit ist stehen die härtesten 60 Minuten der Saison an. Greift der Coach ganz tief in die Trick-Kiste, um das Finale zu gewinnen? Thomas Kösling, Headcoach Frankfurt Galaxy „Wir haben jetzt über die ganze Saison glaube ich ganz überzeugend Football gespielt. Da werden wir daran nichts ändern. Und jetzt müssen wir auch nicht auf irgendeinen magischen Punkt oder so was warten. Wir müssen einfach abliefern. Wenn wir ein gutes Spiel machen, ist die Chance, dass […]

  • Bundestagswahlkampf von Kanzlerkandidat Armin Laschet in Gießen

    Bundestagswahlkampf von Kanzlerkandidat Armin Laschet in Gießen

    Fünf Tage vor der Bundestagswahl liegen CDU und CSU in Umfragen nur noch 3 Prozentpunkte hinter der SPD. heute versuchte der Kanzlerkandidat der Union in Gießen, den Rückstand weiter zu verkürzen. Im bisherigen Wahlkampf war Armin Laschet nicht gerade für seine Pünktlichkeit bekannt, und dieser Linie bleibt der Christdemokrat auch auf der Zielgeraden treu. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier muss sich heute eine Dreiviertelstunde gedulden, ehe der Kanzlerkandidat in der Gießener Innenstadt auftaucht. Dafür kommt Laschet gleich zur Sache und fordert von SPD-Konkurrenten Olaf Scholz eine klare Absage an eine Koalition mit der Linken. Armin Laschet, CDU, Bundeskanzler-Kandidat „Man muss doch sagen: Auf keinen Fall mit einer Partei, die die Sicherheit Deutschlands gefährdet. Und ich erwarte von ihm, dass er bis Sonntag den Wählern sagt, koaliert er mit denen oder nicht. Und wenn er es nicht sagt, dann dürfen wir ihn nicht wählen. Das muss die Botschaft sein.“ Die FDP warnt Armin Laschet heute zudem vor einer Ampelkoalition mit SPD und Grünen. Parteifreund Volker Bouffier springt seinem Kanzlerkandidaten in Gießen zur Seite und bemüht ebenfalls Rot-Rot-Grün. Volker Bouffier, CDU, Ministerpräsident Hessen „Nicht die Spalter werden die Zukunft bestimmen, sondern diejenigen, die vernünftig sind, die beieinander bleiben und die vor allen Dingen den politisch Extremen sagen: Ihr dürft in einem freien Land natürlich Eure Position haben, aber ihr dürft dieses Land politisch nicht in die Hand kriegen.“ In Gießen erfährt Armin Laschet aber nicht nur Zustimmung. Unter die rund 800 Besucher mischen sich auch einige Gegendemonstranten. Demonstranten und Besucher: „Wir meinen, dass die CDU keine richtige Klimapolitik macht. Die CDU macht eher eine Klimaschutz-Verhinderungspolitik.“ „Wie er also jetzt gegenüber dem Scholz aufgetreten ist, es gibt nur eine Dreier-Möglichkeit, das weiß er auch ganz genau. Und in dem Moment sind auch die Linken unter Umständen gefordert.“ „Ich glaube, dass die Leute möchten, dass […]