Hessen

  • 100-Jahr-Feier der Lufthansa

    100-Jahr-Feier der Lufthansa

    Der 100. Geburtstag der Lufthansa steht einfach unter keinem guten Stern. Erst streiken Piloten und Kabinenpersonal in der gesamten Jubiläumswoche – heute dann der nächste Paukenschlag. Deutschlands größte Airline teilt mit, dass ab Samstag 27 Maschinen der „Lufthansa CityLine“ nicht mehr abheben. Als Grund nannte das Unternehmen die gestiegenen Kerosinpreise sowie die aktuellen Streiks. Bisher war geplant, die CityLine erst 2028 stillzulegen. Die „aktuelle Krise“ zwinge den Lufthansa-Konzern jedoch, die Maßnahme „nun früher umzusetzen“. Rund 2000 Jobs stehen auf der Kippe. Schwere Zeiten also für das Unternehmen. Die insgesamt trübe Stimmung war gestern in Frankfurt nur ansatzweise zu spüren. Sektgläser, Bühnenprogramm und prominente Gäste. Die größte deutsche Fluggesellschaft feiert Geburtstag. 100 Jahre – geprägt von Erfolg aber auch von Krieg und Katastrophen.  Der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa Carsten Spohr schaut zurück auf eine Geschichte zwischen Höhenflug und Turbulenzen. Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender Lufthansa „Nach einem Jahrhundert voller Herausforderungen und Wandel ist es nun an uns, an unserer Generation, die Luftfahrt weiter als Brücke in die Welt zu erhalten.“ Gefeiert wird im neuen Besucherzentrum Hangar One. Dort im Blickpunkt:  zwei historische Flugzeuge. Eins davon die Super Star aus dem Jahr 1957. Wie es war, damit zu fliegen, daran erinnert sich der älteste Pilot der Lufthansa natürlich noch.. Hubertus Massmann, Pilot, 90 Jahre alt „Die hatte noch nicht mal ein Autopilot, das war schon alles richtig urig. Die Zeit, die wir erlebt haben, dieser Aufbau, das war schon die beste Zeit.“ Weiterer Ehrengast beim großen Festakt: Bundeskanzler Friedrich Merz. Er sieht die Lufthansa als Schlüsselunternehmen der deutschen Wirtschaft und will sie daher in aktuellen Krisenzeiten besonders unterstützen, etwa  mit der Senkung der Flugsicherungsgebühren. Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler „Dieses ganze Paket mit 500 Millionen Euro im Jahr entlastet ihre Branche. Ein starkes Signal, wie ich finde, für Stabilität und Planungssicherheit.“ Neben den globalen Herausforderungen steht […]

  • Streit um Schulfach "Digitale Welt"

    Streit um Schulfach „Digitale Welt“

    Deutschland hat beim Thema Digitalisierung noch Einiges aufzuholen, das ist bekannt. Damit junge Menschen gut gerüstet in die Arbeitswelt der Zukunft starten können, hatte die hessische Landesregierung das Schulfach „Digitale Welt“ ins Leben gerufen. Doch dem geplanten Fortschritt droht nun ein Rückschritt. Heute hat sich der kulturpolitische Ausschuss des Landtags mit dem Thema befasst. Das Schulfach „Digitale Welt“ in Hessen steht vor dem Aus – zumindest in seiner bisherigen Form. Dabei galt das Fach bislang als Vorzeigeprojekt: Seit dem Schuljahr 2022/23 wurde es an rund 80 Schulen in den Klassen 5 und 6 unterrichtet. Die Inhalte gingen dabei deutlich über klassischen Informatikunterricht hinaus. Es ging um den Umgang mit sozialen Medien, das Erkennen von Fake News, Datenschutz, erste Einblicke in Programmierung – und auch um die Funktionsweise von Künstlicher Intelligenz. Ziel ist es, allen Schülern früh grundlegende digitale Kompetenzen zu vermitteln. Ab dem Schuljahr 2026/27 soll das Fach aber nicht mehr fest im Stundenplan stehen, sondern nur noch als freiwilliges Ganztagsangebot unterrichtet werden. Armin Schwarz (CDU), Kultusminister Hessen „Mit der Überführung in den Ganztag ermöglichen wir zukünftig 600 Schulen ‚Digitale Welt‘ umzusetzen. Mit bewährten Konzepten, mit bewährten Materialien und mit bewährten Fortbildungen.“ Tatsächlich plant das Land, das Angebot flächendeckend auszuweiten. Kritiker bezweifeln jedoch, dass das in der Praxis funktioniert. Ohne feste Verankerung im Stundenplan drohe das Fach vielerorts schlicht wegzufallen – etwa, wenn Personal fehlt, denn zusätzliche Lehrstellen sind nicht vorgesehen. Auch die Opposition wirft der Regierung vor, ein wichtiges Zukunftsfach faktisch abzuschaffen. Moritz Promny (FDP), Abgeordneter Landtag Hessen „Das ist bildungspolitisch das falsche Signal der Landesregierung. Sie senden das Signal der Kürzungen und senden nicht das Signal, dass man digitale Skills ausbauen will. Ganz im Gegenteil, hier wird der Rotstift angesetzt und das ist falsch.“ Daniel May (Bündnis 90 / Die Grünen), Abgeordneter Landtag Hessen „Man stelle sich vor […]

  • Jubiläumsfeier der Lufthansa von Streiks überschattet

    Jubiläumsfeier der Lufthansa von Streiks überschattet

    Die Lufthansa kommt einfach nicht zur Ruhe. Auch heute wird deutschlandweit und auch am Frankfurter Flughafen wieder gestreikt. Es ist bereits der vierte Streiktag hintereinander. Heute ist das Bodenpersonal in den Ausstand getreten und wieder fallen unzählige Flugverbindungen aus. Für den Konzern kommt der Streik zur Unzeit, denn die Lufthansa feiert heute 100-jähriges Bestehen. Drinnen: Bundeskanzler, Gästeliste und Feierstimmung. Draußen: lautstarker Protest. Die Gewerkschaft Ufo, die das Kabinenpersonal vertritt, hat heute zum Streik am Flughafen Frankfurt aufgerufen – ausgerechnet am hundertsten Geburtstag der Airline. Harry Jäger, Gewerkschaft UFO „Es ist nicht als Schlag ins Gesicht gemeint. Wir stehen hier nicht mit einem Triumphgefühl und sagen jetzt zeigen wir es denen, sondern wir stehen hier, weil wir das Gefühl haben, dass wir, wenn wir uns nicht unüberhörbar machen, dann hört keiner zu. Das ist die bittere Erkenntnis der letzten Zeit.“ Das Kabinenpersonal fordert mehr Absicherung im Kündigungsfall und bessere Arbeitsbedingungen. Constanze Briesen, Flugbegleiterin seit 41 Jahren „Im Moment geht einfach sehr viel auf unserem Rücken, was an anderer Stelle Kosteneinsparungen hervorrufen soll, und dadurch entstehen Arbeitsbedingungen, die einfach körperlich so belastend sind, dass man das nicht weitermachen kann auf Dauer.“ Ein Schlichtungsangebot, dass die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit an die Lufthansa geschickt hatte, greife zu kurz, teilt das Unternehmen heute auf Anfrage mit. Man sei aber weiterhin „offen für eine weitreichende Schlichtung“, auch wenn die Streiks heute auf der Festbühne kein Thema waren. Der Ausstand des Bodenpersonals wird morgen fortgesetzt. Dann wollen auch die Piloten wieder in Streik treten – und das bis mindestens Freitag. In Summe also ein sechs Tage langer Dauerstreik und das ausgerechnet zum großen Jubiläum der traditionsreichen Kranich-Airline.

  • Schaltgespräch mit Ralph Beisel vom Flughafenverband

    Schaltgespräch mit Ralph Beisel vom Flughafenverband

    Die Streiks von Kabinenpersonal und Piloten sind nicht nur ein wirtschaftlicher Schaden, auch das Image der Airline leidet. Maike Dickahaus spricht darüber mit dem Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen. Maike Dickhaus, Moderatorin: Ausgerechnet am großen Festtag wird gestreikt, darüber spreche ich jetzt mit Ralph Beisel vom Flughafenverband ADV. Guten Abend. Ralph Beisel, Flughafenverband ADV: Schönen guten Abend vom Frankfurter Flughafen. Dickhaus: Herr Beisel, fünf Tage Streik hintereinander, kaum ein Flieger der Lufthansa hebt ab. Das ist doch ein enormer wirtschaftlicher Schaden, den die Airline und der Frankfurter Flughafen da zu verkraften haben. Kann man das irgendwie beziffern? Beisel: Ja, aus einem großen Freudentag ist ein betrüblicher Streiktag geworden. Wir blicken auf eine Streikeskalation von fünf Tagen. Und das tut nicht nur der Deutschen Lufthansa weh. Das tut den gesamten deutschen Flughäfen weh, tut der Wirtschaft, der Touristik weh. Alleine die Flughäfen haben pro Tag in Deutschland 100.000 Reisende weniger. Das kostet nur die Flughafenbetreiber roundabout 3 Millionen  € täglich. Ein unermesslicher Schaden, der hier entsteht und das ist über fünf Tage nicht mehr hinnehmbar. Dickhaus: Zudem erreichen tausende Fluggäste nicht ihr Ziel, viele sind mittlerweile genervt und sagen: „Lufthansa buche ich nicht mehr“. Wie groß ist da der Imageschaden für die Fluglinie? Beisel: Tatsächlich ist es nicht nur einen Imageschaden für die Airlines, für die Flughäfen. Es ist ein Imageschaden für die Bundesrepublik Deutschland. Das strahlt aus. Luftverkehr verbindet die Bundesrepublik mit der Welt und die Menschen draußen, außerhalb der deutschen Szenerie, die denken doch: “Was ist in Deutschland los? Das Land wächst nicht mehr, die Leute streiken, die Unternehmen zu Tode. Das kann doch nicht mehr wahr sein.“ Ein grotesker Imageschaden. Dickhaus: Jetzt haben Sie sich dafür ausgesprochen das Streikrecht zu beschränken – das ist doch aber verfassungsrechtlich geschützt. Wie kommen sie darauf? Beisel: Das Streikrecht steht in unserer […]

  • Rückblick auf 100 Jahre Lufthansa

    Rückblick auf 100 Jahre Lufthansa

    Anders als heute ist vor genau 100 Jahren ein Flieger der Lufthansa ganz planmäßig abgehoben. Im April 1926 geht es von Berlin nach Zürich. Es ist der erste Linienflug der gerade erst gegründeten Deutschen Luft Hansa. Seitdem hat sich das Unternehmen von einer kleinen Fluglinie zu einem globalen Konzern entwickelt, mit seinem wichtigsten Drehkreuz hier bei uns, am Frankfurter Flughafen. Doch die Geschichte von Deutschlands größter Fluglinie ist nicht nur positiv: Auch ihre Rolle während der NS-Zeit hat sie anlässlich des Jubiläums kritisch aufgearbeitet. Wir blicken auf ein Jahrhundert Lufthansa. Fliegen ist im Deutschland der 1920er-Jahre noch ein Abenteuer. Die beiden größten Fluggesellschaften Deutscher Aero Lloyd und Junkers Luftverkehr, sind unrentabel, erhalten staatliche Subventionen. Auf Druck des Reichsverkehrsministeriums fusionieren sie 1926 zur Deutsche Luft Hansa AG. Im April startet der Flugbetrieb. In den nächsten Jahren wird die Lufthansa zum Vorreiter. Ab 1928 serviert sie als eine der ersten Fluggesellschaften Essen und Getränke an Bord – eine Service-Sensation. Und auch die Verbindungen werden ausgeweitet. Anfangs geht es vor allem über die Alpen, bald schon hinaus in die ganze Welt. Zur Geschichte gehört aber auch ein dunkles Kapitel: Während des Nationalsozialismus wird die Lufthansa zum Staatsbetrieb und Teil des Systems. Sie beschäftigt Tausende Zwangsarbeiter und rückt als „heimliche Luftwaffe“ aus zu Einsätzen in den Zweiten Weltkrieg. Mit dem Kriegsende verbieten die Siegermächte deutsche Fluggesellschaften. 1955 genehmigen die Alliierten zunächst einzelne Inlandsflüge und eine neu gegründete Lufthansa hebt wieder ab, mit einem Erstflug von München nach Frankfurt. Ein Symbol für den Neuanfang der deutschen Luftfahrt. Fliegen ist in den Nachkriegsjahren eine exklusive Angelegenheit. Ein Flug von Frankfurt nach New York kostet ungefähr so viel wie ein neuer VW Käfer. In den folgenden Jahrzehnten wächst die Lufthansa schnell. Mit der Boeing 707 beginnt Ende der fünfziger Jahre das Düsen-Zeitalter. „Mit 95 Passagieren und zehn […]

  • Autozuliefer Erich Jaeger stellt Insolvenzantrag

    Autozuliefer Erich Jaeger stellt Insolvenzantrag

    Ihren 100. Geburtstag im nächsten Jahr wollten die Mitarbeiter des Automobilzulieferers Erich Jaeger aus Friedberg bestimmt auch groß feiern. Doch dazu wird es wohl nicht kommen. Denn wieder zeigt sich, wie tief die wichtigste deutsche Industriebranche – die Autoindustrie – in der Krise steckt. Es reiht sich Insolvenz an Insolvenz. Jetzt trifft es auch das hessische Traditionsunternehmen. Weltweit sind rund 1.000 Mitarbeiter von der Pleite betroffen, allein 200 hier bei uns in Deutschland. Der Hauptsitz von Erich Jaeger in Friedberg. Vor genau 99 Jahren in Bad Homburg gegründet, stellt die Firma mittlerweile Steckverbindungssysteme her – für Autos, Lastwagen und Traktoren. Zu den Kunden zählen Hersteller wie BMW und Mercedes, sowie der Rüstungskonzern Rheinmetall. Jetzt also die Insolvenz. Der Grund laut Muttergesellschaft Ad Capital: Die Umsätze sind stark eingebrochen – wegen geopolitischer Krisen und einer schwierigen Marktlage. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter ist bestellt. „Unser Fokus liegt zunächst auf der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und der Lieferfähigkeit. Parallel schaffen wir Transparenz über die wirtschaftliche Situation und prüfen Sanierungsoptionen.“ Jetzt heißt es: Investorensuche. Die Insolvenz von Erich Jaeger – sie reiht sich ein in eine lange Kette von Firmenpleiten. Im vergangenen Jahr gingen in der deutschen Automobilindustrie rund 50.000 Arbeitsplätze verloren. Die Gründe sind vielfältig. Das Hin und Her beim Thema Verbrenner-Aus, billige Konkurrenz aus China, zu hohe Produktionskosten in Deutschland. Auch bei uns in Hessen und Rheinland-Pfalz gibt es nahezu täglich neue Hiobsbotschaften. Ganz aktuell auch wieder in Rüsselsheim. Der Opel-Mutterkonzern Stellantis hat jetzt angekündigt, dort im Entwicklungszentrum erneut hunderte Stellen streichen zu wollen. Dazu kommen Stellenstreichungen beim Entwicklungsdienstleister Segula, genauso wie bei den Zulieferern Stabilus und ZF in Koblenz und bei BorgWarner in Darmstadt und Langen. Die Kunden seien verunsichert, sagt Automobilexperte Jürgen Pieper. Deshalb hielten sie sich in Sachen Autokauf zurück. Und das könnte auch erst mal so bleiben. Jürgen Pieper, Automobilexperte […]

  • Initiative "Motivation Handwerk" mit Ralf Moeller

    Initiative „Motivation Handwerk“ mit Ralf Moeller

    Im deutschen Handwerk fehlen rund 200.000 Fachkräfte – Nachwuchs ist rar. Viele Betriebe müssen deshalb kreativ werden, um junge Menschen zu erreichen. Wir haben eine Kampagne in Frankfurt begleitet – mit ganz besonderem Promi-Faktor. Die Bedachungsfirma Nolte gibt es seit über 30 Jahren. Mit 14 Mitarbeitern ist das Team im Rhein-Main-Gebiet unterwegs und macht alles, was mit dem Dach zu tun hat. Von Ziegeln über Dachrinnen bis zu Photovoltaikanlagen. Jens Schirmer-Arendt kommt 2019 als Studienabbrecher dazu – heute führt der 35-Jährige den Betrieb. Auch für ihn ist es nicht leicht, Auszubildende zu finden. Jens Schirmer-Arendt, Betriebsleiter „Es ist schwierig. Das Problem ist tatsächlich, dass die wenigsten Leute tatsächlich mal auf einen Dachdecker kommen oder wir haben auch Bewerbungen, wo ich dann frage was macht denn überhaupt ein Dachdecker, was stellst du dir denn darunter vor. Und dann bekomme ich meistens die Antwort ja der ist halt auf dem Dach. Aber es wird sich gar nicht mit beschäftigt bzw. die Leute wissen gar nicht was es für Möglichkeiten gibt.“ Als Arbeitgeber braucht es heute neue Wege, um Nachwuchs zu gewinnen – etwa über Messen, Kampagnen oder Social Media. Schauspieler Ralf Moeller ist deshalb heute im Betrieb und unterstützt eine Initiative fürs Handwerk. Seine Reichweite will er gezielt nutzen. Der Hollywood-Star hat einen ganz persönlichen Bezug zum Handwerk: Sein Vater war Schlosser und hat ihm seine erste Hantel gebaut. Ralf Moeller, Schauspieler „Zu den Bee Gees  weiß ich noch, 78/79, habe ich mich auf die erste Bodybuilding-Meisterschaft vorbereitet. Und habe mich dann irgendwo auf so ein Radio so eine Kommode draufgelegt und habe ich den Bizeps trainiert. Ich habe mir so eine 7/8 Kilo Hantel gebaut. Leider ist die abhandengekommen. Ich wünschte ich hätte die noch.“ In Hessen bleiben aktuell viele Stellen im Handwerk unbesetzt. Für den hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein ist […]

  • Trampeltier-Nachwuchs im Opel-Zoo

    Trampeltier-Nachwuchs im Opel-Zoo

    Gerade mal gut zwei Wochen ist er alt und meistens noch sehr müde. Chuck. Das kleine Trampeltier, das Ende März im Opel-Zoo in Kronberg auf die Welt kam. Bisher war Cuck noch ein wenig schüchtern, doch jetzt zeigt er sich auch immer öfter im Außengehege des Taunus-Zoos. Große braune Augen, die neugierig die Umgebung mustern. Mal kurz schnuppern und dann war es das schon an Action. Mit seinem kürzlich verstorbenen Namensvetter Chuck Norris hat Chuck das Trampeltier sonst wenig gemein. Ein taffer Hollywood Action-Held ist er nicht. Timo Schuldt, Tierpfleger im Opel-Zoo „Wie so ein Kleinkind halt, der macht seine Spielphasen, seine Ruhephasen, manchmal auch seine Tiefschlafphasen. Dem geht so weit gut. er sieht fit aus, der macht sich in der Gruppe super. Ist ein kleiner Frechdachs manchmal. Rennt hin und her. Ist fit und fidel.“ Aber meistens schläft Chuck. Seinen Namen haben ihm die Tierpfleger gegeben. Das Fohlen lebt mit vier weiteren Trampeltieren im Taunus. Am liebsten in der Nähe von Mama Emily. Trampeltiere haben zwei Höcker, in denen sie als Energiereserve Fett speichern. In ihren Heimatländern China und der Mongolei werden die Tiere gejagt und sind vorm Aussterben bedroht. Yannis König, Zoo-Pädagoge „Für den Artenschutz ist damit die Geburt von unserem Kleinen Chuck hier im Opel-Zoo natürlich eine ganz, ganz tolle Sache, weil wir eben außerhalb des natürlichen Lebensraums, wo es immer noch natürlich Bedrohungsgründe für sie gibt. Jagd, Klimawandel, in menschlicher Obhut nachzüchten können.“ Trampeltiere werden im Schnitt 30 bis 35 Jahre alt. Klein-Chuck soll später selbst für Nachwuchs sorgen. Aber nicht im Opel-Zoo. Sein noch sehr chilliger Papa Cooper, würde das überhaupt nicht nice finden. Yannis König, Zoo-Pädagoge „Das liegt eben daran, dass Trampeltiere sogenannte Harems bilden. Da gibt es dann immer nur ein männliches Tier in der Gruppe. Und weil sein Papa den Platz nicht […]

  • Lufthansa vor weiteren Streiks

    Lufthansa vor weiteren Streiks

    Morgen feiert die Lufthansa ihren 100. Geburtstag – sogar Bundeskanzler Friedrich Merz kommt nach Frankfurt. Einige Gäste aber werden wohl Schwierigkeiten haben zur Feier zu kommen – denn es wird mal wieder gestreikt bei der Lufthansa. Nach den Piloten wird ab morgen erneut das Kabinenpersonal streiken. Die Fronten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern sind so verhärtet wie lange nicht. Über 900 Flüge hat die Lufthansa heute – an Tag 2 des Pilotenstreiks – abgesagt. Morgen und übermorgen dürfte die Anzeigetafel am Frankfurter Flughafen ähnlich aussehen, dann legen erneut die Flugbegleiter ihre Arbeit nieder.  Aus Sicht der Gewerkschaft notwendig, da sich die Lufthansa nicht kompromissbereit zeige. Harry Jaeger, Verhandlungsführer Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO „Keinerlei Signale, keine Schritte gar nichts. Es gibt null Bewegung, im Gegenteil, man will die Arbeitsbedingungen bei der Hansa noch torpedieren. Man will sie verschlechtern. Es gibt kein zugehen auf uns, gar keins. Und was bleibt einem dann als Gewerkschaft irgendwann noch als möglicher Schritt, denn laut und unüberhörbar zu werden. Wir haben das Gefühl, wenn wir uns nicht unüberhörbar machen, dann werden wir nicht gehört.“ Laut Lufthansa sei der Gewerkschaft das Schicksal der Fluggäste und die Zukunft des Unternehmens völlig gleichgültig. UFO fordert für die und 18.000 Flugbegleiter bessere Arbeitsbedingungen. Anders beim Pilotenstreik gestern und heute – da geht es vor allem um eine deutliche Erhöhung der betrieblichen Altersversorgung. Michael Niggemann, Personalchef Lufthansa „Anstatt dass die beiden Sparten-Gewerkschaften, VC und UFO mit uns gemeinsam an Perspektiven arbeiten, streikt eine Vereinigung Cockpit jetzt für eine Verdopplung der Altersversorgung trotz heute schon exzellenter Rahmenbedingungen. Exzellent im internen Vergleich und exzellent auch im Vergleich mit unseren europäischen Wettbewerbern. Das ist verantwortungslos.“ Aber wie sieht die Altersversorgung wirklich aus? Wir haben die Zahlen recherchiert: Wenn ein Pilot 35 Jahre im Dienst ist, beläuft sich die betriebliche Rente auf durchschnittlich 5000 Euro. Zusammen mit der […]

  • Lehrer wegen sexueller Übergriffe angeklagt

    Lehrer wegen sexueller Übergriffe angeklagt

    Vor dem Landgericht Hanau muss sich seit heute ein 35-jähriger Deutscher verantworten. Dem Lehrer wird vorgeworfen, sich mehrmals an einer minderjährigen Schülerin sexuell vergangen zu haben. Hier soll alles passiert sein. Verena K., der Name ist geändert, soll in den Klassenzimmern dieser Schule zwischen April und Juni 2024 von ihrem Physik- und Mathematiklehrer mehrmals geküsst und im Intimbereich berührt worden sein. Zum damaligen Zeitpunkt ist das Mädchen 13 Jahre alt, der Angeklagte Marc S. ist da schon seit knapp drei Jahren ihr Lehrer. Iris Passek, Anwältin der Schülerin. „Wenn sie älter sind als 14, dann spielt es eine Rolle, ob sie zum Beispiel einverstanden waren oder nicht. Bei Personen, die dieses Alter noch nicht erreicht haben, ist es dann tatsächlich so, dass diese Einwilligung auch nicht fingiert werden kann. Dass man also auch nicht sagen kann, na ja sie wollte es ja selbst, sondern das bleibt völlig ohne Beachtung.“ Verena K. habe wiederholt nach Stundenende den Kontakt zu ihrem Lehrer gesucht, um über private Probleme zu sprechen. Auch habe sie ihn mehrmals in einem Chat angeschrieben. Marc S. habe, laut eigener Aussage, den Chat nach einigen Wochen in eine sexuelle Richtung gelenkt. Der derzeit freigestellte Lehrer legt heute ein umfassendes Geständnis ab. Antonia Leetz, Reporterin in Hanau „Marc S. sagt heute, er schäme sich zutiefst und sein Verhalten von damals widere ihn an. Er spricht davon, dass er zum Zeitpunkt der Taten unter einem hohen beruflichen und privaten Druck gestanden habe. Deshalb sei er auf der Suche nach Bestätigung gewesen. Während seines Geständnisses verspricht sich der Angeklagte heute wiederholt, er ist spürbar angespannt.“ Das besondere Verhältnis eines Lehrers zu seiner Schülerin kann zusätzlich strafverschärfend für den Angeklagten ausgelegt werden. Iris Passek, Anwältin der Schülerin „Weil die ältere Person, in dem Fall der Angeklagte, natürlich auch ein besonderes nicht Schutzbedürfnis hat, […]

  • Härtere Strafen für Vergewaltigungen?

    Härtere Strafen für Vergewaltigungen?

    Es sind alarmierende Zahlen. Deutschlandweit wurden 2025 deutlich mehr Vergewaltigungen registriert als in den Jahren zuvor. 2008 waren es noch rund 8.000 Fälle, 2025 stieg die Zahl dann auf fast 14.000. Auch in Rheinland-Pfalz und Hessen befinden sich die Zahlen auf neuen Höchstständen. Der Ruf nach härteren Strafen wird immer lauter. Die aktuelle Polizeiliche Kriminalstatistik des Landes Hessen. Sie zeigt: Seit fünf Jahren steigt die Gewaltkriminalität gegenüber Frauen kontinuierlich an. Besonders hoch sind die Zahlen bei Körperverletzungen und Sexualdelikten. 2021 wurden in Hessen noch rund 740  Vergewaltigungen registriert, 2025 dann rund 1.140. Für den hessischen Innenminister Roman Poseck hat das mehrere Ursachen: Positiv sei, dass immer mehr Frauen sich trauen, Anzeige zu erstatten. Zum anderen sieht der Innenminister aber auch eine wachsende Gewaltbereitschaft in der Gesellschaft. Bei Vergewaltigungen seien nicht-deutsche Tatverdächtige überrepräsentiert, das liege oft auch an einem falschen Rollenverständnis. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Die meisten Tatverdächtige sind Deutsche – wir haben ungefähr eine Verteilung. Zweidrittel der Tatverdächtigen sind Deutsche, ein Drittel sind Nichtdeutsche. Das entspricht aber nicht der Verteilung in der Bevölkerung. Ich will es auch deutlich sagen: Die allermeisten Menschen, die zu uns kommen, halten sich an Recht und Gesetz und respektieren selbstverständlich auch die Rechte von Frauen. Aber es gibt leider auch eine Minderheit, die sich anders verhält. Und da müssen wir auch mit aller Konsequenz gegen vorgehen.“ Auch in Rheinland-Pfalz ist die Zahl der registrierten Vergewaltigungen im vergangenen Jahr auf einen neuen Höchststand angestiegen. 2021 waren es hier noch rund 500 Vergewaltigungen, 2025 dann 685. Deutschlandweit gibt es jetzt eine Diskussion darüber, ob es höhere Strafen für Vergewaltiger geben müsse: Bundesjustizministerin Stefanie Hubig sagt: Ja! Stefanie Hubig (SPD), Bundesjustizministerin „Sexualisierte Gewalt gegen Frauen ist ein ernstes Problem in Deutschland. (…) Auf Vergewaltigung stehen zu Recht schon heute hohe Strafen. An einigen Stellen halte ich Verschärfungen […]

  • Hessischer Datenschutzbericht vorgestellt

    Hessischer Datenschutzbericht vorgestellt

    Mit der zunehmenden Digitalisierung werden immer mehr Daten über uns erhoben und verarbeitet. Informationen die wertvoll sind und schützenswert, die aber auch immer wieder missbraucht werden. Der hessische Datenschutzbeauftragte hat heute seinen Bericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Das Ergebnis: Es gibt so viel zu tun wie noch nie. Ein Mann wird vorübergehend festgenommen. In  der Zelle der Polizeistation beginnt er mit sexuellen Handlungen an sich selbst.  Drei Polizisten machen Fotos vom  Überwachungsvideo und verbreiten die Aufnahmen in privaten WhatsApp-Chats. Eine eindeutige Verletzung des Datenschutzes. Es sind Fälle wie dieser, um die sich der hessische Datenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel kümmert. Und immer mehr Menschen wenden sich an seine Behörde. So steigt die Zahl der Beschwerden im vergangenen Jahr auf ein Allzeithoch von über 6.000. Ein sprunghafter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr, der laut Roßnagel auch darauf zuzuführen ist, dass … Alexander Roßnagel, Hessischer Datenschutzbeauftragter „… viele KI-Bots nutzen, um ihre Beschwerde zu schreiben. Also sich nicht mehr mühsam hinsetzen müssen und sich überlegen müssen, wie melde ich diesen Fall der Datenschutzaufsicht. Sondern die lassen das von KI schreiben.“ Roßnagel geht davon aus, dass mit der weiter zunehmenden Digitalisierung die Zahl der Beschwerden noch weiter steigen wird. Alexander Roßnagel, Hessischer Datenschutzbeauftragter „Wenn die Steigerung der Fälle noch weitergeht, dann ist es ohne zusätzliches Personal nicht mehr möglich, die Aufgaben der Datenschutzaufsicht zu erfüllen.“ In den vergangenen vier Jahren habe sich das Arbeitsaufkommen seiner Behörde mehr als verdoppelt. Die Pläne der schwarz-roten Bundesregierung, den Datenschutz in einer zentralen Bundesbehörde zu bündeln, sieht Roßnagel jedoch kritisch. Alexander Roßnagel, Hessischer Datenschutzbeauftragter „Wenn man alles zusammenzählt, dann sind das etwa hunderttausend Beschwerden, die von den Landesdatenschutzbeauftragten im Jahr bearbeitet werden. Wollte man von denen einen sehr großen Teil auf die Bundesebene verlagern, hieße das, man müsste auf Bundesebene 500 neue Stellen schaffen. Das ist kein Beispiel […]

  • Mitmachexperimente im Curiosity Cube

    Mitmachexperimente im Curiosity Cube

    Der Curiosity Cube – ein Mitmachlabor des Chemieunternehmens Merck in Darmstadt -will Kindern die Welt der Wissenschaft leicht zugänglich näherbringen. Dieses Jahr dreht sich alles um das Thema „Synthetische Biologie“. Hier stehen sie, die Wissenschaftler von morgen. Die Drittklässler der Astrid-Lindgren-Schule aus Darmstadt-Arheilgen, erleben heute bei der Eröffnung des Curiosity Cubes von Merck Wissenschaft hautnah und machen fleißig Experimente. Wie sieht unser Erbgut aus? Mit Bausteinen können die Kinder unterschiedliche DNA-Stränge nachbauen. Es gilt: Einfach ausprobieren, auch wenn man vielleicht nicht direkt alles versteht. Leonie, 10 Jahre „Also ich versuche, dass es so leuchtet, aber keine Ahnung. Es soll die DNA darstellen, die zum Beispiel leuchtet, oder verschiedene Sachen macht.“ Matteo, 9 Jahre „Eigentlich witzig, wie das alles so geht, wie die Technik hier funktioniert.“ Und wie funktionieren eigentlich Enzyme in unserem Körper? Auch hier gilt es zu experimentieren,  bunte Magnete zusammenzusetzen. An den Bausteinen lernen die Kinder, dass Enzyme verschiedene Formen haben und diese darüber entscheiden, wie und wo sie im Körper wirken. Das sogenannte  Schlüssel-Schloss-Prinzip. Ilias, 9 Jahre „Wäre es gut ob alle Schlüssel in ein Schloss passen würden? Dann haben die gesagt ‚Nein‘, dann haben die gesagt ‚Warum‘?“ Hannah, 9 Jahre „Ich hab gelernt, dass man nicht mit jedem Schlüssel also dann die Tür öffnen kann, weil ich bin zum Beispiel laktoseintolerant und bei mir könnte jetzt nicht der Schlüssel passen, den jemand hat, der keine Laktoseintoleranz hat.“ Mit dem mobilen Wissenschaftslabor möchte Merck jungen Menschen den Zugang zu den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik erleichtern und sie für einen möglichen Beruf  begeistern. Denn auch hier  fehlt es an Fachkräften. Matthias Bürk, Standortleiter Merck „Das, was uns auszeichnet ist unser Erfindergeist und dazu gehören naturwissenschaftliche Fächer ganz ganz elementar dazu. Wir sind überzeugt, dass Technik, dass Wissenschaft ein Schlüssel ist, um Zusammenhänge zu verstehen und deswegen […]

  • goEast-Festival bringt Filme aus Osteuropa

    goEast-Festival bringt Filme aus Osteuropa

    Die 26. Ausgabe startet unter neuer Leitung und dem Motto „Revolution“. Was die Besucher in diesem Jahr erwartet, darauf haben die Festivalmacher heute einen Ausblick gegeben. „Better Go Mad In The Wild“ – ein Film so skurril wie seine Charaktere. Zwei Brüder führen ein eigenwilliges Leben auf einem abgeschiedenen Bauernhof im tschechischen Böhmerwald. Poesie und Ruhe der ländlichen Idylle treffen auf Abenteuerlust und politischen Aktivismus. In „A Goodnight Kiss“ erinnert sich die litauische Kulturschaffende und Holocaust-Überlebende Irena an ihre Jugend, geprägt von den Schrecken des Krieges, dem Verlust ihrer Mutter und einem Leben unter sowjetischer Besatzung – und erzählt, wie sie sich dennoch Optimismus, Mitgefühl und Menschlichkeit bewahrte. Nur zwei von insgesamt 76 Filmen aus 40 Ländern, darunter viele Dokus und Premieren, die beim diesjährigen goEast Festival gezeigt werden. Revolution ist DAS verbindende Thema. Rebecca Heiler, Leiterin goEast Filmfestival „Man denkt, ein Wandel ist möglich, man schafft es auch und was passiert dann eigentlich danach? Also, es gibt ja dann auch ein Machtvakuum, wer füllt das eigentlich? Gibt es wirklich einen Wandel? Es ist ja auch ein ambivalentes Thema und ich wollte das gar nicht so romantisch betrachten, sondern wirklich in seiner ganzen Widersprüchlichkeit.“ So will das Festival den Bogen spannen von historischen Revolutionen bis hin zu aktuellem Protest und Widerstand in Mittel- und Osteuropa und im Kaukaskus. In Ländern wie Georgien, wo die jüngsten Proteste gegen die russlandfreundliche Politik der Regierung von eben jener unterdrückt werden. Rebecca Heiler, Leiterin goEast Filmfestival „Das nationale Filmförderzentrum wurde gleichgeschaltet. Das heißt, die Filmschaffenden waren eigentlich die ersten, die das auch betroffen hat. Und die formieren sich halt dagegen. Die haben ein unabhängiges Filminstitut gegründet.“ „Filmische Strategien des Widerstands“ werden beim diesjährigen Symposium diskutiert. Mit über 100 Veranstaltungen und 120 erwarteten Gästen aus der Filmbranche gibt es viel Raum für Austausch und Vernetzung. […]

  • Reaktionen auf Entlastungspläne der Bundesregierung

    Reaktionen auf Entlastungspläne der Bundesregierung

    Kaum ein Thema hat die Menschen in Deutschland in den vergangenen Wochen so sehr beschäftigt, wie die hohen Energiepreise. Weil wegen des Krieges im Nahen und Mittleren Osten momentan eine wichtige Seeroute für Öltanker kaum befahren werden kann, sind die Preise vor allem an den Zapfsäulen explodiert. Die Bundesregierung hat heute einen neuen Vorstoß unternommen, der die Autofahrer entlasten soll. Inzwischen hat man sich daran gewöhnt. Um Punkt zwölf Uhr steigen die Preise an den Tankstellen. Viele Pendler ächzen unter der hohen Belastung. Roger Theis: „Für Leute, die jeden Tag vielleicht 100 Kilometer, 150 Auto fahren müssen, pendeln, dann ist das natürlich schon bitter.“ Anna Glos: „Das ist einfach schrecklich. Ich war letzte Woche in Spanien und da sind die Preise deutlich, deutlich unter unserem Niveau und es wurde damit erreicht, dass die Mehrwertsteuer auf die Spritpreise einfach abgeschafft wurde. Verstehe ich nicht, warum man das hier nicht machen kann.“ Nach einem Wochenende voller Verhandlungen tritt der Bundeskanzler heute vor die Presse. Die Koalition in Berlin hat sich auf eine Steuersenkung geeinigt. Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler: „Wir werden die Energiesteuer, das ist die Mineralölsteuer auf Diesel und Benzin, um circa 0,17€ pro Liter für 2 Monate senken. Damit werden wir sehr schnell die Lage für die Autofahrer und für die Betriebe im Land verbessern.“ Das Entlastungs-Paket hat ein Volumen von rund 1,6 Mrd. Euro. Zur Gegenfinanzierung soll unter anderem die Tabaksteuer erhöht werden. Außerdem sollen Arbeitgeber die Möglichkeit bekommen, die Arbeitnehmer mit 1000 Euro Steuer- und Abgabenfrei zu unterstützen. Kritik an den Maßnahmen kommt von den Grünen. Der Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag, Mathias Wagner hat die Sorge, dass die Steuererleichterung allein in der Tasche der Mineralölkonzerne landen könnte. Mathias Wagner (Bündnis 90 / Die Grünen), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Es gibt keine Garantie, dass die angekündigte Senkung der Energiesteuer auf Benzin […]