Rheinland-Pfalz

  • Innenminister informiert über Sicherheit während der Fußball-Europameisterschaft

    Innenminister informiert über Sicherheit während der Fußball-Europameisterschaft

    Noch genau 17 Tage sind es bis zur Heim-Europameisterschaft. Und obwohl in Rheinland-Pfalz keine Spiele stattfinden, bereitet sich das Land auf das Fußballfest vor. Innenminister Michael Ebling hat heute das Sicherheitskonzept vorgestellt. Die slowakische Nationalmannschaft wird ihr Quartier in Mainz aufschlagen und im Bruchwegstadion trainieren. Hier ist die rheinland-pfälzische Polizei im Einsatz. Und auch bei Public-Viewing-Veranstaltungen werden Beamte präsent sein. Sechs rheinland-pfälzische Polizisten werden das internationale Team in der Polizei-Leitstelle unterstützen. Insgesamt sieht man sich für die EM gut aufgestellt Michael Ebling (SPD), Innenminister Rheinland-Pfalz „Es gehört zur Wahrheit dazu, die Weltlage hat sich geändert. Insofern gibt es schon auch nach wie vor eine abstrakt hohe Gefahr, die einfach mit Themen zu tun haben, die auch in so eine Europameisterschaft hineinspielen können. Das kann der Nahostkonflikt sein, das kann zum Beispiel auch Terrorgefahr sein, wie sie sich zuletzt auch in Russland realisiert hat. Das alles im Blick zu behalten, entsprechend zu steuern, aber auch auf solche Lagen gegebenenfalls vorbereitet zu sein, gehört mit dazu, gute Rahmenbedingungen für eine friedlichen EM zu gewährleisten.“

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Terrorprozess Frankfurt: Lebensgefährtin sagt aus — Viel Arbeit für Schnakenjäger — Timo Boll verabschiedet sich Lebensgefährtin sagt aus Im Frankfurter Terrorprozess gegen die mutmaßlichen Mitglieder der «Reichsbürger»-Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß hat dessen Lebensgefährtin heute Angaben zur Beziehung gemacht. Aus einer anfänglichen Bekanntschaft habe sich ein Liebesverhältnis entwickelt. Zudem habe sie seine Kunstsammlung betreut. Die 40jährige Russin steht als Unterstützerin der Gruppe vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft Prinz Reuß vor, mit ihrer Hilfe Kontakt zur russischen Regierung gesucht zu haben, um Unterstützung zu erhalten. Laut Anklage soll die Gruppe einen gewaltsamen Umsturz geplant haben. Prinz Reuß soll dabei der Rädelsführer gewesen sein. Viel Arbeit für Schnakenjäger Die jüngsten Überschwemmungen entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse sorgen für Großeinsätze bei der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage KABS. Wie sie heute in Speyer mitteilt, sei der Larvenbestand entlang der Überflutungsgebiete in Hessen und Rheinland-Pfalz stark gestiegen. Um eine Schnakenplage zu verhindern, müssten die Experten in den betroffenen Gebieten sehr zeitnah den biologischen Wirkstoff ausbringen, mit dem die Larven getötet werden. Timo Boll verabschiedet sich Rekord-Europameister Timo Boll aus dem hessischen Erbach hat angekündigt, seine internationale Tischtennis-Karriere nach den Olympischen Spielen in Paris im Sommer zu beenden. Danach werde er noch eine Saison in der Tischtennis-Bundesliga spielen und dann endgültig aufhören. Der 43jährige sagte, er habe die Entscheidung lange vor sich hergeschoben. Aber mit zunehmenden Alter sei es ihm immer schwerer gefallen, sich nach Verletzungen wieder zurückkämpfen. Boll hielt sich 25Jahre lang an der Weltspitze. Viermal stand er auf Platz 1der Weltrangliste.

  • In Nierstein entsteht riesiges Rechenzentrum

    In Nierstein entsteht riesiges Rechenzentrum

    Nierstein am Rhein. Bekannt für ausgezeichnete Weinlagen und malerische Aussichten. Und bald auch für das größte Rechenzentrum Deutschlands? Entstehen soll das im Rhein-Selz-Park, einem ehemaligen Kasernengelände. Das Areal hatte zuletzt immer wieder für negative Schlagzeilen gesorgt: Mal waren Schweineställe geplant, dann wieder ein Wohnpark. Beim neuen Projekt Rechenzentrum will man dieses Mal keine Fehler machen. Hier in Nierstein soll Großes entstehen. Der rheinhessische Weinort wird Schauplatz eines echten Mega-Projekts. Bald steht hier Deutschlands größtes Rechenzentrum. Jochen Schmitt (FWG), Bürgermeister Stadt Nierstein „Es hat Strahlkraft, dieses Rechenzentrum. Es soll eins der größten Europas werden und da freuen wir uns halt wirklich drauf. Weil, das gibt auch für die Region was Besonders und es gibt einen Schub insgesamt. Wir rechnen auch mit Zusatztechnologien rund um Nierstein, aber auch in Mainz und sonst irgendwie. Also ich glaube, es wird Bewegung insgesamt in Rheinhessen in Lauf kommen.“ Hier auf dem Gelände des Rhein-Selz-Parks will ein japanischer Großkonzern ein Rechenzentrum bauen und dafür über 5 Milliarden Euro in die Hand nehmen. Um welches Unternehmen es sich handelt, verrät Bürgermeister Jochen Schmitt noch nicht. Das habe man dem Konzern zugesagt. Medienberichten zufolge handelt es sich aber um eine Tochter des Tokioer Telekommunikationskonzerns NTT Group. Aus Sicht von Wirtschaftsinformatiker Franz Rothlauf ist die Ansiedlung des Rechenzentrums in Nierstein eine Sensation. Allein schon wegen seiner Kapazität. Prof. Franz Rothlauf, Wirtschaftsinformatiker Universität Mainz „Zur Einordnung vielleicht: Wir an der Uni Mainz betreiben im akademisches Umfeld ein großes Rechenzentrum, was 3 Megawatt Leistung hat. Das, was normale Unternehmen bauen oder Datencenter-Anbieter, sind vielleicht 50 Megawatt und dieses Rechenzentrum mit 500 Megawatt ist dann nochmal Faktor zehn größer als das was normalerweise so gebaut wird.“ Ein Rechenzentrum mit rekordverdächtiger Kapazität ist also der Plan. Für Nierstein zweifelsfrei ein Aushängeschild. Doch braucht es so viel Rechenleistung? Oder ist das eher größenwahnsinnig? Prof. […]

  • Neuer Studiengang Physician Assistant in Kaiserslautern

    Neuer Studiengang Physician Assistant in Kaiserslautern

    In den USA gibt es sie schon: Physician Assistants – kurz PAs. Ein Beruf an der Schnittstelle zwischen Arzt, Pflegekraft und Patient. Dieser Job soll helfen den zunehmenden Ärztemangel – gerade auf dem Land – in den Griff zu bekommen. An der Hochschule in Zweibrücken startet deshalb ab dem kommenden Wintersemester der erste Studiengang dieser Art in Rheinland-Pfalz. Sie sollen Ärzte nicht ersetzen, dafür aber ergänzen und unterstützen. Die PAs – in Deutsch wohl am besten mit „ärztliche Assistenten“ übersetzt – können eigenständig medizinische Tätigkeiten bis in den OP-Saal übernehmen – unter ärztlicher Anleitung und Verantwortung. Sie sind etwa bei Diagnosen mit eingebunden und betreuen chronisch kranke Patienten. Medizinpersonal für höhere Aufgaben weiterbilden – ein Grund für den neuen Studiengang. Clemens Hoch (SPD), Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Zum Zweiten sehen wir, dass sich das Berufsbild in einer Arztpraxis wandelt. Wir haben multiprofessionelle Teams, wir haben Herausforderungen in der Ärzteschaft auch was die Betreuung der Patienten angeht, und da ist es gut, wenn wir delegieren können und Aufgaben auch auf andere Mitarbeiter übertragen können und so qualifizieren wir die hier für das ganze Land.“ Denn wer Rheinland-Pfalz bisher für den Studiengang Physician Assistant verlassen musste, kam als Absolvent oft nicht mehr zurück. Krankenhäuser hoffen nun auf mehr Nachwuchs. Die Barmherzigen Brüder Trier sind einer von bisher drei Kooperationspartnern des berufsbegleitenden Studiums. Jérôme Korn-Fourcade, Regionalleiter Barmherzige Brüder Trier „Bei uns in der stationären Einrichtung ist es tatsächlich so, dass wir die PAs vorrangig einsetzen im Bereich der Stationsorganisation, also Dinge, die man früher aus grauer Zeit vielleicht mit Assistenz- und Stationsärzten besetzt hat, die wir heute in der Hülle und Fülle nicht mehr haben und die wir an anderer Stelle brauchen. Umgekehrt, nah am Patienten selber dran, haben wir z.B. in der Gefäßchirurgie zwei Gefäßassistenten, die u.a. über das, was OP-Pflegekräfte normalerweise machen hinaus, […]

  • Probenstart bei den Nibelungen-Festspielen in Worms

    Probenstart bei den Nibelungen-Festspielen in Worms

    In gut sechs Wochen ist es soweit, dann starten in Worms wieder die Nibelungenfestspiele vor dem weltberühmten Kaiserdom. Seit heute ist das Ensemble vor Ort. Probenstart für das neue Stück „Der Diplomat“. Aber noch nicht in Kostümen und draußen. Am Anfang wird im Wormser Theater erst mal nur gelesen. „Mach das Maul zu und kümmere dich um das Blut, Siegfried fehlt, 100.000 Hunnen stürmen bald unsere Feste und wir sind mittendrin im Krieg. Als ich heute früh von unseren Zinnen blickte, sah ich keine Hunnen.“ Am Anfang steht das Wort, könnte man sagen. Probenstart heißt zusammensitzen und lesen. Keine Aktion, sondern nur die Sprache des Stücks „Der Diplomat“ kennenlernen. Für Hagen Darsteller Thomas Loibl keineswegs langweilig. Thomas Loibl, spielt Hagen „Das Gegenteil ist der Fall, ich bin erst mal für viele lange Leseproben, dass man diese Referenz des Textes auch wirklich noch mal zum Klingen bringt. Weil natürlich durch die Körperlichkeiten, Kulisse, Kostüme und Trallalla da vieles dann erst mal wieder verdeckt würde. Die Texte sind so gut, dass man sich da ein bisschen länger mit beschäftigen darf.“ Er ist der Titelheld des Stücks: Franz Pätzold heute ganz leger, wird ab dem 12. Juli als Diplomat Dietrich von Bern so auf der Bühne stehen. Franz Pätzold, spielt Dietrich von Bern „Der Dietrich von Bern, was ist das für eine Figur? Das ist eine verlorene Seele, welche einen großen Verlust erfährt und deswegen seine politischen Ambitionen über Bord wirft und versucht, den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen.“ Für das richtige Outfit ist Tina Kloempken zuständig. Die studierte Modedesignerin hat Erfahrung mit großen Inszenierungen. Sie hat bereits für die Salzburger Festspiele Kostüme entworfen. Tina Kloemken, Kostümbildnerin „Für mich ist die Herausforderung die Bühne. Wenn es regnet, dann regnet es. Natürlich achtet man darauf, dass die Kostüme jetzt den Temperaturen angepasst sind, dass […]

  • 1. FC Kaiserslautern vor dem Pokalfinale

    1. FC Kaiserslautern vor dem Pokalfinale

    Und wir kommen jetzt zum Fußball: Denn morgen ist es soweit! Der 1.FC Kaiserslautern steht tatsächlich im Finale um den DFB-Pokal. Gegner im Olympiastadion in Berlin ist der Deutsche Meister Bayer Leverkusen. Und ob mit oder ohne Eintrittskarte fürs Endspiel – mehrere 10.000 Anhänger der Roten Teufel haben sich aus der Pfalz auf den Weg in die Bundeshauptstadt gemacht. Für den 1.FC Kaiserslautern ist es das größte Spiel der vergangenen 20 Jahre: Finale um den deutschen Fußballpokal. Für die FCK-Fans ist die Reise nach Berlin schon jetzt ein ganz besonderes Erlebnis. Yannick Pfaff, FCK-Fan aus Saarbrücken „Ich glaub net, dass wir die Chance so schnell noch mal bekommen werden. Deswegen sind wir früh angereist und genießen das ganze jetzt. Ist egal wie es ausgeht. Das passiert uns nur einmal wahrscheinlich.“ Bernd Eichberger, FCK-Fan aus Rheinzabern  „Hamburg, Berlin, München – egal wohin. Wir sind unserem Verein treu.“ Stefan Wagner, FCK-Fan aus Neustadt an der Weinstraße „Und wir werden das Ding auf jeden Fall hier rocken! Egal, wie es ausgeht. Berlin, wir sind da! Berlin, Berlin, die Lauterer die sind da!“   2003 spielten die roten Teufel hier zuletzt ein Finale. „Ajo! Lautre is schun widder do!“ – hier an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Der Breitscheidplatz – heute und morgen fest in Pfälzer Hand. Hier im Olympiastadion ist schon alles angerichtet für das große Finale. Auf dem grünen Rasen ist es morgen rein sportlich wahrlich kein Duell auf Augenhöhe. Thorsten Arnold, Sportreporter in Berlin „Das DFB-Pokalfinale hier in Berlin, es ist das alte Duell David gegen Goliath. Mit dem 1. FC Kaiserslautern als David, der erst spät in der Saison den Zweitliga-Klassenerhalt sicherte. Gegen den Riesen Bayer Leverkusen, souveräner Deutscher Meister, der aber am Mittwochabend im Finale der Europa League nach langer Zeit mal wieder eine Niederlage hinnehmen musste. Genau das könnte dem FCK […]

  • Sommerinterview mit Pia Schellhammer (Bündnis 90 / Die Grünen)

    Sommerinterview mit Pia Schellhammer (Bündnis 90 / Die Grünen)

    Die Fraktionsvorsitzende der rheinland-pfälzischen Grünen nimmt auf unserer Dachterrasse Platz. Eva Dieterle, Moderatorin: Es ist Sommerinterview-Zeit hier bei 17:30 Sat.1 live. Herzlich willkommen! Ja, wir sind in diesem Jahr früher dran, denn es gibt viele wichtige Termine – Stichwort Europawahl, Stichwort Europameisterschaft – und deswegen ist das Wetter heute leider auch nicht besonders sommerlich. Es erinnert eher an den April. Wir haben trotzdem gesagt, wir ziehen das heute auf der Dachterrasse durch. Wir sprechen über Politik in Rheinland Pfalz, im Bund und in Europa. Und das mache ich gemeinsam mit meinem heutigen Gast, mit der Fraktionsvorsitzenden der rheinland-pfälzischen Grünen, mit Pia Schellhammer. Schön, dass Sie hier sind. Herzlich willkommen! Pia Schellhammer (Bündnis 90 / Die Grünen), Fraktionsvorsitzende Landtag Rheinland-Pfalz: Ich grüße Sie! Dieterle: Frau Schellhammer, bevor wir gleich in die politische Debatte starten, schauen wir uns erst nochmal einen ganz besonderen Ort an, zu dem Sie uns entführt haben. Hier kommt der Beitrag. ———- Die Burgruine Landskron in Oppenheim – der Lieblingsort von Pia Schellhammer. Vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts als Reichsburg erbaut, stehen jetzt nur noch die Ruinen als Zeugen der Geschichte. Auch Pia Schellhammers Geschichte ist damit verwoben, denn Oppenheim ist ihr Zuhause. Im beschaulichen Weinort ist sie aufgewachsen und war seit ihrer Kindheit auch immer wieder an ihrem Lieblingsort, der Burgruine. Pia Schellhammer (Bündnis 90 / Die Grünen), Lieblingsort: Burgruine Oppenheim „ Tatsächlich ist es ganz viel Heimat. Hier sind tolle Kulturveranstaltungen, Open-Air Kino aber auch manchmal Weinstände. Hier kann man eine Weinschorle trinken, kann spazieren gehen, einfach es sich gut gehen lassen und den Ausblick genießen.“ Denn von der Burgruine hat man einen fantastischen Weitblick über Oppenheim, die Bergstraße und den Odenwald. Bis nach Ludwigshafen mit dem Industriegebiet der BASF kann man schauen. Und auch zum Atomkraftwerk im südhessischen Biblis mit seinen prägnanten Kühltürmen. Pia Schellhammer […]

  • Sommerinterview mit Joachim Streit (Freie Wähler)

    Sommerinterview mit Joachim Streit (Freie Wähler)

    Markus Appelmann begrüßt den Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler und rheinland-pfälzischen Spitzenkandidaten für die Europawahl auf unserer Dachterrasse. Markus Appelmann, Moderator: Ich freue mich, dass Sie da sind. Herzlich willkommen, Joachim Streit. Joachim Streit (Freie Wähler), Fraktionsvorsitzender Landtag Rheinland-Pfalz: Herr Appelmann, ich freue mich auch. Appelmann: Herr Streit, zu Beginn möchten wir unsere Politiker ein bisschen persönlicher kennenlernen und deswegen begleiten wir Sie an den Lieblingsort. Und der liegt bei Ihnen in Beilingen, also in der Eifel, irgendwo zwischen Mainz und Brüssel. Schauen wir mal. ———- Die Lourdesgrotte im kleinen Eifeldorf Beilingen – der Lieblingsort von Joachim Streit. 1909 wurde die Lourdesgrotte nach dem berühmten Vorbild im französischen Lourdes gebaut und wird bis heute von vielen Gläubigen und Pilgern besucht. Ein kleiner Wallfahrtsort mitten im Grünen an dem wir heute Joachim Streit treffen. Joachim Streit „Das ist ein Ort meiner Kindheit, zu dem ich dann ging, wenn es mir nicht gut ging. Also, man ist hier alleine und kann in seinen Gedanken sich verlieren und überlegen: Was hast du denn gemacht? Und als Kind hat man ja so manches angestellt.“ In 400-Einwohnerdorf Beilingen hat der Politiker die ersten Jahre seines Lebens verbracht, ist hier auch eingeschult worden – in eine sogenannte Zwergschule. Joachim Streit „Das war schon etwas Besonderes, denn wir waren mit den ersten vier Klassen in einem Raum. Das heißt, sowohl das erste, zweite, dritte, vierte Schuljahr wurde gemeinsam unterrichtet. Und wir hatten auch nur eine Lehrerin, Fräulein Gotthart. Und so hat man auch alle Dorfkinder besser kennengelernt.“ Nach der ersten Klasse verlässt Joachim Streit Beilingen. Mittlerweile lebt er mit Frau und Kindern in Bitburg, kommt aber immer wieder gern zurück. Vor allem an die Lourdesgrotte mit seiner Madonnenfigur und den Danksagungen der Gläubigen. Joachim Streit „Als Kind wäre auch ein Berufsziel Priester gewesen. Aber als ich dann in […]

  • Gewitter und Starkregen in Rheinland-Pfalz

    Gewitter und Starkregen in Rheinland-Pfalz

    Und wir starten in die Sendung mit dem Unwetter, das heute besonders die Menschen im Westen und Süden von Rheinland-Pfalz zu spüren bekommen haben. Mit 50 bis 100 Litern pro Quadratmeter kam teilweise so viel Regen runter, wie sonst in einem Monat. Bäche und Flüsse traten über die Ufer. So wie hier im Kreis Trier-Saarburg. Viele Straßen sind überflutet. Keller und Wohnungen sind voll Wasser gelaufen. Polizei und Feuerwehr befinden sich im Dauereinsatz. Die Rettungskräfte versuchen durch immer neue Sandsack-Barrieren, die Fluten aufzuhalten. Aber die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor Starkregen und Gewittern gilt für weite Teile des Landes bis in die Nacht hinein – es bestehe Lebensgefahr. Meteorologe Dominik Jung gibt folgenden Ausblick: Dominik Jung, Diplom-Meteorologe Diese ganzen Wassermassen, die schieben sich in den nächsten Stunden weiter Richtung Rheinland-Pfalz. Und das werden auch die Menschen merken, die ein bisschen weg wohnen von dem Starkregengebiet. Plötzlich steigen die Bach- und Flusspegel merklich an. Das gilt besonders für Nahe und Glan bei uns in Rheinland-Pfalz. Da muss man aufpassen. Da sind Campingplätze in der Nähe. Wer seinen Wohnwagen noch nicht weggebracht hat, sollte das schnell noch tun. Denn da besteht Hochwassergefahr. Aber bis morgen Früh dürften die Pegel dann langsam wieder fallen und die Lage entspannt sich.

  • Europawahl: 16-jährige erstmals wahlberechtigt

    Europawahl: 16-jährige erstmals wahlberechtigt

    In drei Wochen ist es so weit: Die Europawahl steht vor der Tür. Eine Neuerung: Zum ersten Mal dürfen auch 16 und 17 Jährige mitwählen. In Rheinland-Pfalz sind das knapp 70.000 Jugendliche. Für sie ist das ihre erste Wahl überhaupt. Um einen Überblick über die Parteien zu bekommen, finden in diesen Tagen an vielen Schulen Informationsveranstaltungen statt. So wie zum Beispiel an der IGS Auguste Cornelius in Mainz:   Da wird einem fast schon schwindelig: 34 Parteien auf einem Stimmzettel. Für einige Erstwähler auf den ersten Blick herausfordernd: Amaru Werner – 16 Jahre alt „Ich bin aufgeregt, ja. Das ist das erste Mal, dass ich wähle und ich versuche natürlich alles richtig zu machen.“ Schohbib Zahid – 16 Jahre alt „Das fühlt sich wie eine krasse Herausforderung an, finde ich. Weil ich möchte nichts Falsches wählen (…) Ein Teil meiner Familie sind halt Ausländer und ich habe halt ein bisschen Angst darum, dass sie abgeschoben werden. Ich habe zwar den deutschen Pass und bin hier geboren aber ich habe dennoch Angst um meine Familie, deswegen das kümmert mich sehr, was hier passiert.“ Nicht nur Themen wie Migration stehen heute im Fokus, sondern auch Basiswissen in Sachen Europäische Union. Den Schülern sollen Fragen beantwortet werden wie: Warum gibt es überhaupt die EU? Andre Reuß – 12. Klasse „Die EU ist dafür da den Frieden in Europa zu sichern, zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten.“ Und wie fülle ich einen Wahlzettel richtig aus? Andre Reuß – 12. Klasse „Damit der Stimmzettel gültig ist, macht ihr nur da ein Kreuz rein. Ihr macht auch nur ein Kreuz. Ihr dürft nichts draufschreiben, draufzeichnen, draufmalen oder mehrere Kreuze machen. Damit wird der Stimmzettel ungültig.“ Organisiert hat das unter anderem Andre Reuß von der Schülervertretung. Eine Veranstaltung also von Schülern für Schüler.   Andre Reuß – Schülervertretung IGS […]

  • Die Weine der Zukunft

    Die Weine der Zukunft

     Über die vielen Massen an Regen haben wir heute schon gesprochen. Kniffelig für Winzer wird es, wenn es dann in den nächsten Tagen wieder warm wird. Denn Feuchtigkeit und Wärme sind ein super Nährboden für Pilze – und die will in den Weinbergen keiner haben. Pilzwiderstandsfähige Rebsorten – sogenannte Piwis – sind da besser gewappnet als traditionelle Weinpflanzen. Eine Initiative an der Mosel will jetzt mehr Aufmerksamkeit schaffen für Piwis.     Hier im Weinberg von Ulrike Boor wächst Sauvitage. Klingt wie Sauvignon, hat aber andere Vorteile als die traditionelle Pflanze. Denn er ist eine pilzwiderstandsfähige Rebsorte – kurz Piwi. Und die sind, wie der Name sagt, besser gewappnet gegen Pilze. Dadurch müssen Winzer deutlich weniger Pflanzenschutzmittel spritzen. Ulrike Boor, Winzerin aus Traben-Trarbach: „Das Robuste ist aber nicht nur die Pilzwiderstandsfähigkeit, sondern eben auch mit der vielen Sonne. Wir haben ja jetzt so heiße Jahre und so lange Trockenheiten und unsere Reben sind eben für die starke Sonneneinstrahlung nicht gemacht. Wir mögen zwar alle gerne Sonne, aber zu viel ist manchmal zu viel. Und dann haben wir Verbrennungen an den Trauben und haben wirklich Ernteverlust.“ Boor und ihr Mann bauen neun Piwi-Sorten an. Für sie sind die Züchtungen eine Antwort auf den Klimawandel und ein Weg, sich geschmacklich immer neu auszuprobieren. Auch deswegen haben sie sich der Initiative „Vision Mosel“ angeschlossen. Rund 30 Winzer von Luxemburg bis kurz vor Koblenz sind dabei. Entstanden ist „Vision Mosel“ bei einem Event, in einem Gespräch so nebenbei. Jan Matthias Klein, Winzer aus Kröv: „Wir hatten kurz vorher schon einmal drüber geredet ‚Das wäre ja eigentlich ganz gut mal was mit Piwis, als eine Initiative zu starten, weil das ja immer ein größeres Thema wird‘. Und dann haben wir gesagt ‚Ah ja gut, dann treffen wir uns mal und dann schreibt mal jeder auf, […]

  • Polizei wirbt um Nachwuchskräfte

    Polizei wirbt um Nachwuchskräfte

    Die Polizei zählt bei Schülerinnen und Schülern schon seit Jahren zu den attraktivsten Arbeitgebern. Um den Jugendlichen den Beruf des Polizisten näher zu bringen, hat in der Polizeiinspektion Frankenthal heute ein interaktives Planspiel stattgefunden. Sozusagen: Polizist sein für einen Tag.   An der Leitstelle meldet eine Zeugin einen Unfall mit Fahrerflucht. Die Schüler müssen jetzt anhand der Hinweise das Fahrzeug und den Fahrzeughalter ermitteln. Die interaktive Veranstaltung findet heute zum ersten Mal in Frankenthal statt. Teresa Frey (Polizeioberkommissarin): „Jeder Betrieb sucht ja aktuell die besten und die klügsten Köpfe und so möchten natürlich auch wir bei der Polizei Rheinland-Pfalz eine Bestenauslese gewährleisten und die eben bei uns ins Team holen.“ Nach einer Halterabfrage können die Schüler das Fahrzeug ausfindig machen. Jetzt müssen Simon und Florian die Spuren sichern. Im Rahmen eines Praktikumstages ihrer Schule nehmen die beiden an dem Planspiel teil. Das Interesse an dem Beruf ist groß. Florian Planck (17 Jahre): „Mir gefällt es heute sehr gut, weil es ist halt sehr viel Praktisches dabei. Wir kriegen jetzt einen tiefen Einblick. Es macht wirklich viel Spaß.“ Simon Klaka (16 Jahre): „Ich habe auch schon oft darüber nachgedacht ob ich nicht den Beruf machen möchte. Aber auch durch die Einblicke die ich bekommen habe, hab ich jetzt noch mehr Lust bekommen den Beruf auszuüben.“ Mithilfe einer DNA Analyse und Fingerabdrücken kann der mutmaßliche Täter ermittelt werden. Diese Arbeiten dürfen die Schüler unter Aufsicht eigenständig erledigen. Ziel der Veranstaltung ist es, dass die Schüler direkt in der Praxis erfahren welche Anforderungen für den Polizeidienst notwendig sind. Teresa Frey (Polizeioberkommissarin): „Sind das junge, motivierte Leute die vielleicht auch ein Stück weit an einem aktiven Lebensstil interessiert sind, die an einem Beruf im Team interessiert sind? Logischerweise gerade bei der Polizei ist das ja wichtig. Man ist ja immer zu zweit im Streifenwagen […]

  • Kinder beraten Hachenburger Stadtrat

    Kinder beraten Hachenburger Stadtrat

    Spielplätze, Fahrradwege und spaßige Aktivitäten: Die Interessen von Kindern kommen in unseren Städten oft zu kurz. In Hachenburg im Westerwald will man das ändern und den Themen der Kinder im Rathaus mehr Gehör verschafften. Und wer wäre dafür besser geeignet, als die Kinder selbst? Schule aus, ab nach Haus? Nicht für diese Drittklässler. Denn Bürgermeister Stefan Leukel wartet schon auf die Kinderstadtdirektoren. Einmal im Monat kommen sie hier im Rathaus zusammen, um die Interessen der Kinder in Hachenburg zu vertreten. Heute auf der Tagesordnung: „Kinderfest in der Stadt. Das Thema des Festes denken sich die Kinderstadtdirektoren aus.“ Dafür geht die 9-jährige Mila mal eben Verstärkung holen: City-Managerin Timea Zimmer. Mit ihr gemeinsam sammeln die Kinder Ideen. „Dass wir so eine Wasserschlacht-Arena machen.“ Wasserbomben, Wasserpistolen, Sprenkler und ein Wasserlabyrinth, an Ideen mangelt es nicht. „Dass da so eine Zwei-Meter-Rutsche ist und da runter rutscht, und dass die nass ist, die Rutsche…“ Die City-Managerin sammelt die Ideen und schaut, was davon technisch umsetzbar ist und ins Budget passt. Die Kinderstadtdirektoren wurden für ein Jahr von den Kindern der städtischen Grundschule gewählt. Über den Briefkasten am Rathaus können sie Vorschläge und Wünsche bei ihren Vertretern einreichen. Sahra, 9 Jahre, Kinderstadtdirektorin: „Es ist schön, weil ich für die Kinder da sein kann, die denken, och, nur die Erwachsenen bekommen irgendwas auf den Festen oder sowas und wir Kinder werden gar nicht beachtet. Da dachte ich, ich will für Gerechtigkeit für die Kinder sorgen.“ Til, 9 Jahre, Kinderstadtdirektor: „Ja, die Erwachsenen denken halt so an die Sachen, die die schön finden, zum Beispiel große Feste, wo man rum läuft, mit Freunden redet und Bier trinkt. Ja, und für die Kinder gibt’s dann halt nichts anderes außer Essen holen. Deshalb würde ich mir wünschen, ein paar mehr Feste auch für Kinder zu haben oder ein paar […]

  • Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Das große Finale steht an – letzter Spieltag in der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende. Alle Spiele zeitgleich, Samstag um 15:30. Und da geht es für einige unserer heimischen Teams noch um alles. Darüber sprechen wir mit Thorsten Arnold aus unserer Sportredaktion. Markus Appelmann, Moderator: Thorsten, ganz spannend wird’s im Tabellenkeller. Thorsten Arnold, Sportreporter: Na klar, Mainz 05 kann aus eigener Kraft – wer hätte das vor ein paar Wochen geglaubt – den direkten Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Am allerletzten Spieltag. Das ist wieder so typisch Mainz 05, Drama ganz zum Schluss. Und die Ausgangsposition ist sowas von klar, da müssen wir gar keine Tabelle mehr einblenden: Wenn die Mainzer auswärts in Wolfsburg nicht verlieren, dann haben sie es geschafft: Auch im nächsten Jahr Liga Eins! Ja und im Falle eine Niederlage, da kommt es auf das Ergebnis von Verfolger Union Berlin an, dass die eben nicht gewinnen. Da schielt man doch immer mal mit einem Auge auf das Ergebnis in Berlin. Oder, Bo Henriksen? Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Ich will überhaupt nix wissen! Ich hab auch meinem Trainerteam gesagt, dass ich nichts wissen will. Das Ding für uns ist doch: Rausgehen und unsere Sache erledigen! Wir brauchen Punkte. Vom ersten Tag, als ich herkam. 12 Spiele lang. Und es ist immer noch so. Das ist die Hauptsache, dem gilt die volle Konzentration. Es interessiert mich nicht, was irgendjemand anderes macht!“ Arnold: Entscheidend könnte auch die Kulisse in Wolfsburg sein: Gefühlt fährt halb Mainz dort hin, will das Stadion in Rot einfärben. Und sollte es klappen, da kann die Stadt Mainz schon mal gucken, wo sie das Trainer-Denkmal für den „Retter“ Bo Henriksen hinstellt. Appelmann: Vom Denkmal-Status ist Eintracht-Trainer Dino Topmöller gefühlt noch weit entfernt. Seine Einstands-Saison verlief doch ziemlich durchwachsen. Aber kurioserweise könnten die Frankfurter […]

  • Abschlussbericht zu Ahrtal-Ermittlungen wird nicht veröffentlicht

    Abschlussbericht zu Ahrtal-Ermittlungen wird nicht veröffentlicht

    Die Flutkatastrophe im Ahrtal ist bald drei Jahre her – doch ihr juristisches Nachspiel dauert bis heute an. Es zeigt sich immer mehr: Verantwortliche aus der Flutnacht werden sich wohl nicht in einem Gerichtsprozess für ihr Handeln verantworten müssen. Für die Angehörigen der Flutopfer gab es nun noch einen weiteren Tiefschlag. Es war eine herbe Enttäuschung für viele Angehörige der Opfer der Ahrtalkatastrophe. Im vergangenen Monat verkündet die Staatsanwaltschaft Koblenz auf einer Pressekonferenz: Die Ermittlungen gegen den ehemaligen Landrat des Kreises Ahrweiler Jürgen Pföhler werden eingestellt. Gegen ihn wurde wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung durch Unterlassen ermittelt. Gestern dann teilt die Staatsanwaltschaft mit: Auch der Abschlussbericht über ihre Ermittlungen wird nicht veröffentlicht. Denn eine Veröffentlichung könne womöglich Dienstgeheimnisse von Verantwortlichen verletzen. Für Stephan Wefelscheid, den Obmann der Freien Wähler im Flut-Untersuchungsausschuss, ist das unverständlich. Stephan Wefelscheid (Freie Wähler), Abgeordneter Landtag Rheinland-Pfalz „Es ist ein bisschen aus meiner Sicht unschlüssig, dass man einerseits zu einer Pressekonferenz einlädt, dann auf wesentliche Teile rekurriert, die in dem Abschlussbericht drinnen stehen, dann aber den Abschlussbericht selber nicht veröffentlicht. Weil die Menschen wahnsinniges Interesse haben, auch die Details nachzulesen, wie Entscheider zu ihren Entscheidungen gekommen sind.“ Menschen wie die Eltern von Johanna Orth, die in der Flutnacht ihr Leben verloren hat. Menschen, die sich fragen, warum die Staatsanwaltschaft ihr Verfahren gegen Verantwortliche wie Pföhler eingestellt hat. Auch der Anwalt der Familie hat kein Verständnis für die Entscheidung der Staatsanwaltschaft. Christian Hecken, Anwalt der Familie Orth „Die Hinterbliebenen sind natürlich enttäuscht, entsetzt, wie man überhaupt zu dieser Auffassung kommen kann, dass man die notwendige Transparenz verweigert. Es ist aus meiner Sicht möglich gewesen, das zu veröffentlichen.“ Laut Christian Hecken und Stephan Wefelscheid hätte die Staatsanwaltschaft personenbezogene Daten im Bericht schwärzen können, um bei einer Veröffentlichung keine Privatgeheimnisse zu verletzten. Auch der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin […]