Rheinland-Pfalz

  • Immer mehr Lkw-Ladungen geklaut

    Immer mehr Lkw-Ladungen geklaut

    Es sind schwere Zeiten für Logistikunternehmer: Immer häufiger kommt es vor, dass komplette LKW-Ladungen geklaut werden. Bei den Dieben handelt es sich um sogenannte Phantomfrachtführer: angebliche Subunternehmer, die Transportfahrten für Logistikunternehmen durchführen. Sie holen die Ware zwar ab, doch die kommt nie am Ziel an.   Bis zu 100 LKW fahren täglich zum Ein- und Ausladen über den Hof bei Intertrans in Bobenheim–Roxheim. Das Speditionsunternehmen organisiert Transporte aller möglicher Waren innerhalb von Deutschland und ins Ausland. Die Fahrten selbst führt das Unternehmen von Michael Peters nicht aus. Das machen Transportfirmen. Zu etwa 90 Prozent arbeitet er dafür mit festen Partnern zusammen. Die restlichen Fahrten stellt er in einer Frachtenbörse online. Transporteure können dort Telefonnummer und E-Mail-Adresse abgreifen und sich melden, wenn sie einen Auftrag übernehmen wollen. Doch in letzter Zeit sind darunter immer öfter Fakeunternehmer, die darauf aus sind, die Ware zu klauen. Michael Peters, Speditionsunternehmer: „Wir haben eine Ladung von Mannheim nach Hamburg und dann laden die die direkt in Mannheim bei unserem Kunden, fahren sie angeblich dann zu dessen Kunden in Hamburg, aber dort tauchen sie halt nie auf. Und dann am nächsten Tag erst meldet sich der Empfänger und sagt ‚wo bleibt der LKW, ich warte auf die Ware.‘“ Vor einigen Jahren ist Michael Peters selbst auf einen Phantomfrachtführer hereingefallen. Damals waren solche Fälle eher selten. Mittlerweile bemerken seine Disponenten mehrmals pro Monat Betrugsversuche. Die Scammer klauen die Identität echter Transportunternehmer. Um den Fake zu bemerken, muss man schon ganz genau hinschauen. Oft sind es nur minimale Änderungen in der E-Mail-Adresse. Papiere wie Fahrerlizenz und Versicherungsgenehmigung sind entweder geklaute Originale oder täuschend echt aussehende Fälschungen. Michael Peters, Geschäftsführer Intertrans GmbH: „Das Problem ist, Fälschungen an Papieren heutzutage durch die Digitalisierung sind nicht mehr erkennbar. Und es kommt auf die winzigen Details drauf an, die die Disponenten prüfen müssen.“ Laut […]

  • Schnieder zum Ministerpräsidenten gewählt

    Schnieder zum Ministerpräsidenten gewählt

    Es ist der Tag, den die rheinland-pfälzischen Christdemokraten seit langem herbeisehnten. Nach 35 Jahren Opposition zieht die CDU wieder in die Staatskanzlei ein. Gordon Schnieder ist heute zum Ministerpräsidenten gewählt worden – damit ist der Machtwechsel in Rheinland-Pfalz vollzogen. CDU und SPD stellen künftig die Landesregierung.  „Ich schwöre bei Gott dem Allmächtigen und Allwissenden, dass ich mein Amt unparteiisch.“  Das nimmt ihm keiner mehr: Gordon Schnieder ist der zehnte Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz. Der CDU-Politiker ist 50 Jahre alt, dreifacher Familienvater aus der Eifel und sagt heute: Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz: „Das ist ein ganz großartiger Tag. Das ist ein Tag der Freude. Ich muss zugeben, heute war ich auch zum ersten Mal ein wenig nervös. Aber das hat sich jetzt alles gelegt. Und jetzt freue ich mich, dass es gemeinsam ans Arbeiten geht.“  Seit 2016 ist Schnieder Landtagsabgeordneter, seit 2023 CDU-Fraktionsvorsitzender. Ein Jahr später wird er zum rheinland-pfälzischen Landesvorsitzenden gewählt. Heute also die Wahl zum Ministerpräsidenten: Schnieder erhält 63 Stimmen – 8 Stimmen weniger, als CDU und SPD Abgeordnete haben. Ein kleiner Dämpfer, der die Freude der Familie aber nicht schmälert.  Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister: „Na ich habe mich erst einmal riesig gefreut, dass mein Bruder das geschafft hat, dass er heute auch überzeugend gewählt worden ist. Es war ein bewegender Moment, ich bin sehr stolz auf ihn. Und ab heute geht’s los. Also da ist sicherlich große Freude. Es ist auch ein Anlass zu feiern. Aber ich glaube, da wird auch die Verantwortung jetzt in den Mittelpunkt rücken.“  Deshalb betont Gordon Schnieder heute, dass er keine einfachen Antworten auf die derzeitigen Herausforderungen geben kann. Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz: „Ich verspreche Ihnen jedoch etwas anderes. Ich werde dieses Amt mit ganzer Kraft ausüben. Mit Respekt vor den Menschen, mit Ernsthaftigkeit gegenüber den Herausforderungen. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, dass Rheinland-Pfalz ein Land […]

  • Portrait des neuen Ministerpräsidenten

    Portrait des neuen Ministerpräsidenten

    Jetzt ist er Ministerpräsident. Gordon Schnieder, aus Birresborn in der Eifel. In seiner Heimat ist er tief verwurzelt und bezeichnet das 1.000 Einwohnerdorf als seinen Rückzugsort und Anker. Wir blicken jetzt in den Ort, in dem der neue Landeschef zuhause ist.   CDU 31, SPD 26. Fast das exakte Endergebnis der rheinland-pfälzischen Landtagswahl. Handschriftlich verewigt, auf einem Kellnerblock im Restaurant des Hotels zur Krone im Eifelörtchen Birresborn. Inhaber Roland Göres ist ein Kindheitsfreund von Gordon Schnieder. Wenn mal Zeit ist, spielen sie zusammen Karten. Kurz vor der Landtagswahl am 22. März spekulieren die beiden über deren Ausgang. Gordon Schnieder will seinen Tipp aufschreiben. Roland Göres, Hotel Krone Birresborn : „Sonntags nach seinem Wahlgang als er gewählt hat, kam er mit der Familie zum Essen. Da habe ich ihm ein Couvert gegeben und einen Zettel und Kugelschreiber. Er hat auf den Zettel notiert, zugeklebt und mir gegeben. Ich durfte es Sonntagsabends um 20 Uhr aufmachen. Und dann stand da halt 31 CDU, 26 SPD, fast ne Punktlandung. Da hab ich ein schönes frisches Bier gezapft, den Zettel dazugelegt und ihm geschickt und herzlichen Glückwunsch gewunschen.“ Verlässlich, ehrlich, pragmatisch. So beschreibt Roland Göres seinen Freund. Wenn Gordon Schnieder über seine Heimat spricht, leuchten seine Augen. Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz: „Jeder kennt jeden. Wir sprechen die gleiche Sprache, das Eifeler Platt. Da kann man sich auch nicht verstellen, weil alle einen kennen und zwar von klein auf. Da gilt eben noch das Wort, da zählt auch noch der Handschlag und das prägt einen. Ich bin in einem Mehrgenerationenhaus großgeworden, unsere Großmutter hat mit uns da gelebt. Wir sind vier Geschwister, da war immer was los zuhause. Auch das sind alles prägende Dinge.“ In Birresborn ist Gordon Schnieder viele Jahre Vorsitzender des Musikvereins und übernimmt kommunalpolitisch Verantwortung, ist von 2014-2019 Ortsbürgermeister. Christiane Stahl tritt […]

  • Neue Minister vereidigt

    Neue Minister vereidigt

    Mit der Wahl des Ministerpräsidenten endet dieser Tag – der Verfassungstag in Rheinland-Pfalz – noch lange nicht. Denn Gordon Schnieders erste Amtshandlung war, die Minister zu ernennen. Ein bisschen männlicher und ein bisschen älter ist es, das neue Kabinett. Fünf altbekannte und fünf neue Gesichter für die rheinland-pfälzische Landesregierung. Und eines davon ist wirklich besonders neu: Die frisch gebackene Bildungsministerin Ute Eiling–Hütig verlässt für ihr neues Amt den bayrischen Landtag. Und neu ist sie auch in der CDU: erst seit Freitag ist die CSU-Politikerin Mitglied beider Schwesterparteien. Ute Eiling–Hütig (CDU), Bildungsministerin: „Für mich gilt: entweder ganz oder gar nicht.“ Und wie gefällts, das neue Bundesland? Ute Eiling–Hütig (CDU), Bildungsministerin: „Sehr gut. Ich war ja letzte Woche Montag das erste mal hier, bin durch die Pfalz gefahren, über Speyer und das war einfach schon toll und seit gestern wissen wir auch, wo wir hinziehen.“ Ebenfalls neu in der rheinland-pfälzischen Landespolitik ist Innenminister Achim Schwickert. Er war seit 2009 Landrat des Westerwaldkreises. Achim Schwickert (CDU), Innenminister: „Viele Dinge, die hier in Mainz in der Regierung und auch im Plenum beschlossen werden, müssen ja umgesetzt werden und das geschieht in der Regel zu 90 Prozent in den Kommunen. Also bisher war ich auf der ausführenden Seite. Ich kann vielleicht den ein oder anderen Rat geben, was dann passiert im Maschinenraum, wenn man Vorschriften ändert oder neue Dinge einführen will.“ Das Gegenteil von neu, das kann man von Doris Ahnen behaupten. „Liebe Frau Ahnen, bevor wir zur Ernennung kommen, darf ich aber auch hier in der Öffentlichkeit nochmal herzlich gratulieren. Am 18. Mai 2001 wurden sie zum ersten Mal Ministerin ernannt, das sind 25 Jahre.“ Zunächst Bildungsministerin, seit 2014 dann Finanzministerin – dieses Amt wird Doris Ahnen nun weiterführen. Auch für Sabine Bätzing–Lichtenthäler, die neue stellvertretende Ministerpräsidentin, ist ihr Ministerium nicht neu. Sie war […]

  • Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Letzter Spieltag in der Fußball-Bundesliga – deshalb steht er zum Saisonabschluss noch mal hier, unser Sportreporter Thorsten Arnold. Eva Dieterle: Thorsten, morgen finden alle Spiele zeitgleich statt und ganz viele Blicke richten sich nach Frankfurt, denn da steht gleich ein doppelter „Kampf um Europa“ an! Thorsten Arnold: Ja klar, Gegner VfB Stuttgart kämpft um den Einzug in die Champions League und auch die Eintracht kann ja noch mit einem Sieg – und wenn Freiburg sein Spiel nicht gewinnt – den Sprung in den Europapokal schaffen. Aber heute war Eintracht-Trainer Albert Riera nochmal großes Thema. Er war sehr erzürnt darüber, dass Mannschafts–Internas aus Sitzungen nach außen an die Presse gedrungen sind. Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt „Wissen Sie auch, was ich heute Morgen zum Frühstück hatte? Haben Sie auch diese Information? Wir lachen, aber das ist ein Riesenproblem in einem Club! Interne Strafen müssen unter uns bleiben! So wie es in jeder Firma stattfindet. Wir sagen immer: Die Familie muss zusammenhalten, die Dinge werden im Haus besprochen. Es ist einfach unglaublich!“ Thorsten Arnold: Ja also ich glaube, das wird nichts mehr mit Riera und der Eintracht. Das wars wohl endgültig. Aber die Eintracht hat noch ein Problem, wenn Internas nach außen dringen, dann ist nicht nur der Trainer schuld. Und um seine Zukunft mache er sich keine Sorgen, er werde einen schönen Sommer haben auf Mallorca.  Mod: Wir schauen zu unserem anderen Erstligisten, zum FSV Mainz 05. Der hat ja den Klassenerhalt schon sicher – trotzdem sind die Mainzer noch mal gefordert. Thorsten Arnold: Ja sie spielen nochmal eine entscheidende Rolle im Abstiegskampf, treten an in Heidenheim – und die können tatsächlich noch nach dem letzten Strohhalm greifen, müssen gewinnen. Die Mainzer zuletzt mit einem ziemlichen Spannungsabfall im letzten Spiel gegen Union Berlin. Und da sendet Trainer Urs Fischer ein deutliches Versprechen an […]

  • Weinuferfest in Mainz

    Weinuferfest in Mainz

    Das Wetter interessiert natürlich auch die Menschen, die am Wochenende draußen feiern wollen – zum Beispiel auf dem Weinufer-Fest in Mainz. Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt liegt im Herzen von Rheinhessen, dem größten Weinanbau-Gebiet Deutschlands – und genau darum geht es auch auf dem Fest – um die Weine aus der Region. Und die will auch unsere Reporterin Pauline Gaul probieren. Eva Dieterle: Und Pauline, wie ist es da? Das Wetter ist ja wechselhaft. Pauline Gaul: Auf dem Mainzer Rheinufer ist schon richtig was los. Es sind zwar Wolken am Himmel, aber selbst falls es regnen sollte, gibt es ja einige Unterstellmöglichkeiten. Und am Wochenende soll es sogar gar nicht regnen. Also es sind ja schon mal keine schlechten Bedingungen. Und die Mainzer? Die lassen sich ihren Spaß sowieso nicht nehmen. Die nutzen jede Gelegenheit für einen guten Wein in Gesellschaft. Eva Dieterle: Was wird denn alles geboten? Was kann man erleben? Pauline Gaul: Ja, das Mainzer Rheinufer hat richtig was zu bieten, vor allem die regionalen Weine hier von 25 Weingütern. Es gibt aber auch Essensstände und Livemusik gleich auf zwei Bühnen. Sehr beliebt ist der Weinuferweg. Da kann man sich vorne am Infostand so ein Ticket hier kaufen. Und neun ausgewählte Weine an verschiedenen Weinständen probieren. Am Sonntag wird’s dann familienfreundlich mit Aktionen für Kinder wie zum Beispiel vergünstigte Karussellfahrten. Und ein weiteres Highlight am Sonntag wird der sogenannte Pink Sunday. Da wird das gesamte Weinufer pink leuchten, mitDrinks wie dem Frozen Rose oder einem Sarti Spritz. Also es gibt einiges zu erleben hier. Heute und morgen geht es jeweils noch bis Mitternacht. Ich sammel jetztnoch mal ein paar Stempel für mein Kärtchen und genieße den Feierabend.

  • Gensch neuer CDU-Fraktionschef

    Gensch neuer CDU-Fraktionschef

    Am kommenden Montag wird im Mainzer Regierungsviertel der schwarz-rote Machtwechsel endgültig besiegelt, wenn am 18. Mai der neue Landtag zusammenkommt. CDU und SPD haben ihre künftigen Minister für die neue Landesregierung bereits vorgestellt. Heute hat dann auch die zukünftig 39-köpfige CDU-Fraktion ihr neues Führungspersonal gewählt. Christoph Gensch bleibt heute zunächst ein Platz am Rand. Zukünftig wird er aber in der ersten Reihe seiner Fraktion sitzen – als deren neuer Vorsitzender und damit Nachfolger von Gordon Schnieder, der am kommenden Montag zum Ministerpräsidenten gewählt werden soll. Der 47-jährige Arzt aus Zweibrücken sitzt seit 2016 im Landtag. Christoph Gensch (CDU), Fraktionsvorsitzender Landtag RLP „Wir werden als Fraktion ein sehr verlässlicher, tragender Partner die Landesregierung sein. Aber auch durchaus auch als ein Korrektiv, dass als selbstbewusste Fraktion auch eigene inhaltliche Akzente setzen wird.“ Angesprochen auf schwarz-rote Streitigkeiten im Bund erwarte er hier eine gute Zusammenarbeit. Christoph Gensch (CDU), Fraktionsvorsitzender Landtag RLP „Das ist immer, kann auch ein Spannungsfeld sein, so eine Koalition, aber ich habe bisher die Zusammenarbeit als sehr partnerschaftlich und als sehr lösungsorientiert erlebt. Da unterscheiden wir uns auch von anderen Konstellationen.“ Gensch erhält 36 Ja- und zwei Nein-Stimmen. Ebenso wie Dennis Junk, der zum neuen parlamentarischen Geschäftsführer gewählt wird. Die größte Fraktion stellt traditionell auch den Landtagspräsidenten. Dafür sei der bisherige Vize Matthias Lammert einstimmig nominiert worden. Matthias Lammert (CDU), designierter Landtagspräsident RLP „Ich bin bei meiner Sitzungsleitung glaube ich dafür bekannt, dass ich nicht bei jedem kleinen Zwischenruf und kleinen Unruhen sofort dagegen gehe, aber es gibt rote Linien. Sobald es gegen irgendwelche Verfassungsorgane geht, sobald es ins absolute persönliche geht, sobald Dinge in die Welt gesetzt werden, die definitiv völlig an der Welt oder der Richtigkeit vorbei gehen, da muss man dann entsprechend auch sofort eingreifen, das werde ich dann auch tun.“ Wie rau der Ton im neuen […]

  • Bilanz des Hausarztprojekts HÄPPI

    Bilanz des Hausarztprojekts HÄPPI

    Ein neues Pilotprojekt in Rheinland-Pfalz soll Hausarztpraxen stärken. „HÄPPI“ heißt es, entlastet Ärzte und gestaltet den Praxisbetrieb durch digitale Hilfe effizienter. Dadurch soll die Versorgung vor allem auf dem Land sichergestellt werden. Hier sind heute wirklich alle happy. Denn das Pilotprojekt „Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung interprofessionell“ kurz „HÄPPI“, ist laut Hausärzteverband Rheinland-Pfalz ein voller Erfolg. Sieben Pilotpraxen gibt es, eine davon:  Die Hausarztpraxis von Dr. Verena Gall in Mommenheim. Durch das neue Projekt konnte die Praxis ganze 250 zusätzliche Patienten aufnehmen. Der Schlüssel: Arbeitsteilung. Dr. Verena Gall, Hausärztin „Der Patient der merkt, er sieht nicht jedes Mal den Arzt, sondern er sieht eben auch das ein oder andere mal – solange es unproblematisch ist –  eine akademische nicht-ärztliche Gesundheitsfachkraft. Also der Patient mit Bluthochdruck, der gut eingestellt ist und zur Kontrolle kommt, muss ja nicht unbedingt den Arzt sehen.“ In der Praxis von Verena Gall haben sich mehrere Mitarbeiter zu solchen qualifizierten Fachkräften weiterbilden lassen. Ein KI-gestützter Assistent übernimmt jetzt den Telefondienst. Weiterbildungen für Fachkräfte hat das Gesundheitsministerium während des Pilotprojektes mit 280.000 Euro gefördert. Clemens Hoch (SPD),Gesundheitsminister RLP „Jetzt das Projekt hat gezeigt. Es kann wirklich funktionieren, wenn wir auf mehr KI setzen, wenn wir auf multiprofessionelle Teams setzen, wenn wir die Patientinnen und Patienten wieder in den Mittelpunkt rücken in ihrer Ansprache. Es muss nicht immer alles ein Arzt machen. Dann ist das eine gute Bandbreite wie wir medizinische Versorgung bei einer älter werdenden Bevölkerung sicherstellen.“ Damit das Projekt auch nach der Testphase von anderen Praxen übernommen werden kann, müssen die Krankenkassen mitspielen. Denn aktuell gibt es nur Geld, wenn Patienten von einem Arzt untersucht werden. In Zukunft dürfe man aber nicht mehr vom Arzt, sondern von der Praxis sprechen. Barbara Römer, Hausärztinnen- und Hausärzteverband RLP „Das soll für alle ein Startpunkt sein damit wir jetzt gerade im ländlichen […]

  • Schauspielerin mimt Patientin an Uniklinik

    Schauspielerin mimt Patientin an Uniklinik

    Zu Gunsten der Medizin schlüpfen Schauspieler manchmal auch in eher ungewöhnliche Rollen. Abseits von Theater, Film oder Werbung spielen einige von ihnen in der sogenannten Lernklinik der Unimedizin Mainz Patient. So helfen sie beispielsweise angehenden Zahnärzten, echte Behandlungssituationen zu üben. Wir haben Patientendarstellerin Julia Himmelsbach einen Tag lang bei ihrem Schauspieljob der anderen Art begleitet. Paula Hell hat heute einen Zahnarzttermin. Sie hat eine Zahnfleischentzündung und wird über die folgenden Behandlungen von ihrer Zahnärztin aufgeklärt. Doch der Termin ist nicht echt – Paula Hell ist nur eine Rolle. Gespielt wird sie von Julia Himmelsbach. Die 35-jährige Schauspielerin stellt heute eine ängstliche Patientin dar. Julia Himmelsbach, Patientendarstellerin „Es ist natürlich schon was ganz anderes, weil es natürlich immer live ist und immer anders. Natürlich habe ich ein Skript und ich weiß ungefähr, was das für eine Person ist. Ich kenne die Eckdaten, Beruf und natürlich das Krankheitsbild. Aber dadurch, dass es halt Gespräche sind ist es immer auch ein großer Teil Improvisation.“ Seit sechs Jahren ist Julia Himmelsbach Patientendarstellerin. Durch einen Kollegen wird sie damals auf den Job aufmerksam. Die Ingelheimerin steht auch im Theater auf der Bühne und für Filme vor der Kamera. Vor allem die Interaktion mit den Studierenden begeistert sie an dieser Rolle. Julia Himmelsbach, Patiendarstellerin „Ich finde die echt toll, weil ich tatsächlich in dem Bereich hier das Gefühl habe, dass ich wirklich was zurückgeben kann, also dass ich wirklich jemanden helfen kann. Ich habe auch schon häufig mitbekommen, dass die Studierenden da sehr froh und dankbar drüber waren, dass sie so schwierige Situationen mal üben konnten.“ Im siebten Semester behandeln Zahnmedizinstudenten erstmals echte Patienten. Zuvor trainieren sie in einer Simulation mit unterschiedlichen Patiententypen – vom redseligen Rentner bis zum stillen Informatiker. Eine Simulation dauert zehn Minuten, danach gibt es Feedback von Kommilitonen, Dozenten und Patientendarstellern. Für […]

  • Schnieder stellt zukünftige Minister der CDU vor

    Schnieder stellt zukünftige Minister der CDU vor

    Nachdem die SPD gestern vorgelegt hat, hat heute auch die rheinland-pfälzische CDU ihre Minister für die neue Landesregierung vorgestellt. Das sind sie also – die Gesichter, die für den politischen Machtwechsel im rheinland-pfälzischen Landtag stehen. Mit großer Spannung wurde erwartet, wer das Bildungsministerium übernimmt. Und da gab es heute eine handfeste Überraschung. Sie wird die neue Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz. Ute Eiling-Hütig. Seit 2013 für die CSU im bayrischen Landtag, besonders in den Bereichen Bildung und Soziales unterwegs. Und jetzt – der überraschende Wechsel nach Rheinland-Pfalz. Für den designierten rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Gordon Schnieder ist sie dennoch genau die richtige Wahl. Gordon Schnieder (CDU), designierter Ministerpräsident RLP „Ich habe auch im Bildungsministerium nach den besten Köpfen geschaut. Und Bayern ist exzellentes Land der Bildung, wo viele Dinge schon umgesetzt sind. Das, was wir im Wahlprogramm hatten. Das, was wir auch im Koalitionsvertrag ausgehandelt haben. Und ich bin sehr froh und dankbar mit Frau Doktor Eiling-Hütig eine so kompetente Frau gewinnen zu können, dieses Ressort zu führen.“ Derzeit ist die 58-Jährige Vorsitzende des Bildungsausschusses im bayrischen Landtag. Im Bildungsministerium in Mainz, das die CDU  unbedingt für sich gewinnen wollte, steht sie vor einer  Reihe von Herausforderungen. Lehrermangel. Frühkindliche  Bildung. Ausbau der Ganztagsschulen. Ute Eiling-Hütig (CSU), designierte Bildungsministerin RLP „Das kann man nicht an einer Stelle reparieren. Da gibt es verschiedene Aspekte, die man bedenken muss. Und es betrifft alle. Und zwar die gesamte Schulfamilie. Insofern möchte ich mich darum kümmern, dass es auf der einen Seite Kindern und Jugendlichen gerecht wird. Dass es den Eltern gerecht wird. Und dass es vor allen Dingen auch denjenigen, die diesen Rohstoff ‚Geist‘ bearbeiten, nämlich den Lehrkräften gut geht.“ Bildungspolitik sei in einem Punkt überall gleich. Und der laute: ‚Das Beste für unsere Kinder und Jugendlichen.‘ Auf die Frage, ob sie Mitglied bei der CSU bleibe oder […]

  • Pflegerin des Jahres kommt aus Ludwigshafen

    Pflegerin des Jahres kommt aus Ludwigshafen

    Bei schweren Verletzungen, zum Beispiel nach Autounfällen, sind Patienten auch auf stationäre Pflege angewiesen. Manja Bergmann aus Ludwigshafen betreut genau solche Menschen – und wurde jetzt zur Pflegerin des Jahres gekürt. Das Querschnittszentrum der BG Klinik in Ludwigshafen. Für Pflegerin Manja Bergmann ist heute der zehnte Tag in Folge Frühdienst: Das heißt Arbeitsbeginn um 06:00 Uhr morgens. Manja Bergmann, Pflegerin „Kommst du mal schnell in meine Arme. Hast ja einen so anstrengenden Vormittag gehabt.“ Die 48-Jährige pflegt hier Menschen, deren  Leben sich von einen auf den anderen Tag schlagartig geändert hat. Patient Chris hatte im November einen Mountainbikeunfall, seitdem ist er querschnittsgelähmt. Er schätzt die Arbeit seiner Pflegerin sehr. Chris, Patient „Immer gute Laune, egal wie, wenn es draußen regnet immer gute Laune. Wenn man halt wie in unserem Fall Querschnitt ist, ist gute Laune die beste Medizin eigentlich. Dann vergisst man schon mal, dass man eingeschränkt ist.“ Und schon geht’s weiter zum nächsten Patienten. Berthold Sczesniok hatte einen Autounfall, liegt  seit Februar wegen einer schwerwiegenden Rückenmarksverletzung hier. Für ihn ist Manja Bergmann nicht nur eine Pflegerin, sondern auch eine Lebensretterin. Denn die Schmerzen waren für ihn kaum auszuhalten. Berthold Sczesniok, Patient Querschnittszentrum BG Klinik „Ich habe für mich entschieden, dass ich am 13.03. sterben will. Und habe mich am 13.02. mich von meinen Bekannten verabschiedet. Dann habe ich aus dem Handy die Nummern genommen und habe die Manja angerufen, mich bei ihr verabschiedet. Und Manja meinte, sei doch nicht blöd, komm zu uns.“ Für ihre Arbeit wählt  sie die Initiative Herz & Mut zur Pflegerin des Jahres 2026. Die Oggersheimerin setzt sich im bundesweiten Pflege-Preis gegen 1.000 Pflegekräfte durch. Berthold Sczesniok, Patient Querschnittszentrum BG Klinik „Sie kommt rein und als wenn die Sonne aufgeht. Und wenn sie keine Zeit hat, kommt sie nur kurz rein und sagt hallo. Und […]

  • SPD stellt Minister vor

    SPD stellt Minister vor

    Heute hat die rheinland-pfälzische SPD ihre Minister für die neue Landesregierung vorgestellt. In der vergangenen Woche hatte die Landesvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler von einem Neuanfang gesprochen. Doch heute gab es keine Überraschungen. Neue Regierung, alte Besetzung: Sie werden in den kommenden fünf Jahren die SPD-Ministerien in Rheinland-Pfalz führen. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Familien, Frauen und Jugend übernimmt Sabine Bätzing-Lichtenthäler, bisher Partei- und Fraktionsvorsitzende. Bätzing-Lichtenthäler war von 2014 bis 2021 schon einmal Arbeitsministerin. Finanzministerin ist und bleibt Doris Ahnen, bereits seit dem Jahr 2014 ist sie als rheinland-pfälzische Finanzministerin im Amt. Das neue Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur übernimmt Sven Teuber, stellvertretender SPD-Parteivorsitzender und bisher rheinland-pfälzischer Bildungsminister. Das Ministerium für Wirtschaft, Klima und Energie übernimmt Michael Ebling, zuvor rheinland-pfälzischer Innenminister. Minister für Gesundheit und Wissenschaft ist und bleibt Clemens Hoch. Hoch trat das Amt bereits im Kabinett Dreyer an und führte es im Kabinett Schweitzer fort. Der SPD-Verhandlungsführer ist zufrieden: Alexander Schweitzer (SPD), Verhandlungsführer Koalitionsverhandlungen „Weil es eine gute Kombination ist aus Erfahrung, aus neuen Gesichtern und viel Rheinland-Pfalz-Kompetenz. Und ich glaube, das ist genau das, was ein starkes Kabinett jetzt braucht.“ Ein Kabinett, das zum ersten Mal seit 35 Jahren in Rheinland-Pfalz nicht von einem Ministerpräsidenten der SPD geführt. Die Sozialdemokraten verlieren bei der Landtagswahl fast 10 Prozentpunkte. Und dennoch werden die Köpfe auf Minister-Ebene nicht ausgetauscht. Alexander Schweitzer (SPD), Verhandlungsführer Koalitionsverhandlungen „Es ist ein Team mit viel Regierungserfahrung. Und ich finde, der Blick nach Berlin zeigt, wenn eine Bundesregierung mit ganz neuen Gesichtern loslegt, dass es dann manchmal auch hapert. Politik ist auch Handwerk und Handwerk hat was mit Übung, mit Routine zu tun. Und das kann die SPD mit anbieten.“ Von der Basis kommt heute aber ein weiteres Mal der klare Appell, dass es jetzt wichtig ist, die Wahlniederlage ordentlich aufzuarbeiten. Steffen Jung (SPD), Bürgermeister Alzey […]

  • Nach der Landtagswahl: Grüne wählen neue Parteispitze

    Nach der Landtagswahl: Grüne wählen neue Parteispitze

    Die rheinland-pfälzischen Grünen sind nach 15 Jahren Regierungsbeteiligung nun in der Opposition. Bei der Landesdelegiertenversammlung in Idar-Oberstein hat sich die Partei am Wochenende neu aufgestellt – auch personell. Zuvor war allerdings Abschied nehmen angesagt. Es ist der emotionale Höhepunkt des Parteitags: Die Verabschiedung der bisherigen Landesvorsitzenden Natalie Cramme-Hill, die gemeinsam mit Paul Bunjes seit 2022 den Landesverband geführt hat. Der Abschied verläuft dann nicht ganz tränenfrei. Natalie Cramme-Hill (Bündnis 90 / Die Grünen), ehem. Landesvorsitzende RLP „Und wenn ihr da heult, wird das für mich auch schlimm. Vier Jahre, in denen dieser Landesverband für mich nicht einfach ein Amt war, sondern ein Teil meines Lebens.“ Beide gehören künftig als Abgeordnete der Landtagsfraktion an. Da die Grünen Mandat und Parteiamt strikt trennen, müssen neue Landesvorsitzende her. In Idar-Oberstein wählen die Landesdelegierten mehrheitlich erstmals eine weibliche Doppelspitze: Carolin Cloos, stellvertretende Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Worms,  mit 72 Prozent der Stimmen.  Und mit 63  Prozent bei einem Gegenkandidaten Christin Sauer aus Mainz, dort Ortsvorsteherin und Umweltsprecherin im Stadtrat. Können Lokalpolitikerinnen denn auch ebenso Landesvorstand? Carolin Cloos (Bündnis 90 / Die Grünen), neue Landesvorsitzende RLP „Ja, ich war ja auch schon Mitglied im erweiterten Landesvorstand und hab da also auch schon mitbekommen, wie die Strukturen in unserem Landesverband sind. Hatte auch schon Kontakt zur Landesebene dadurch und bin deswegen gut vorbereitet auf diese Aufgabe.“ Die neue Doppelspitze übernimmt in schwierigen Zeiten: Statt in der rheinland-pfälzischen Regierung sitzen die Grünen im Landtag künftig in der Opposition. Für den Landesverband bedeutet das auch finanzielle Einbußen in fünfstelliger Höhe. Das wollen die Grünen mit Beiträgen neuer Mitglieder kompensieren, aber reicht das? Christin Sauer (Bündnis 90 / Die Grünen), neue Landesvorsitzende RLP „Das ist nicht die einzige Taktik. Ich glaube, wir sind nicht allein mit der Sorge vor dem Rechtsextremismus in Rheinland-Pfalz. Deshalb sind auch Spenden natürlich ein großes […]

  • Nach der Landtagswahl: FDP hat neuen Vorsitzenden

    Nach der Landtagswahl: FDP hat neuen Vorsitzenden

    Die rheinland-pfälzische FDP hat sich am Wochenende getroffen, um die Landtagswahl aufzuarbeiten und sich personell neu aufzustellen. Nach zehn Jahren in der Ampelregierung sind die Liberalen mit 2,1 Prozent krachend aus dem Landtag geflogen. Spitzenkandidatin Daniela Schmitt hat Verantwortung für das bislang schlechteste Ergebnis ihrer Partei in Rheinland-Pfalz übernommen und den Weg frei gemacht für ein neues Gesicht an der Spitze. Er will die FDP wieder aufrichten. Stefan Thoma, 37 Jahre alt, Lehrer aus der Eifel. Unprätentiös und mit klarem Fokus. Stefan Thoma (FDP), neuer Landesvorsitzender RLP „Ich bin ehrlich gesagt gerne Lehrer, ich bin auch froh, das zu machen. Und mein Ziel ist es nicht, die große politische Karriere zu machen, sondern eigentlich diese Partei voranzubringen. Und wie weit dieser Weg führt und was er macht, das werden wir sehen. “ Mit 53 Prozent der Delegiertenstimmen setzt sich Stefan Thoma am Samstag in Bad Kreuznach gegen zwei Mitbewerber durch. Bekanntere  Gesichter  wie Noch-Fraktionschef Steven Wink oder Noch-Justizminister Philipp Fernis hatten ihren Hut nicht in den Ring geworfen. Die Basis will eine komplette personelle Neuausrichtung des Landesvorstandes, das wird in der Aussprache deutlich. Und: Ulrich van Bebber (FDP), Kreisvorsitzender Ahrweiler „Den absoluten Tiefpunkt hatten wir leider erreicht, als unsere Landesvorsitzende von den eigenen Leuten öffentlich attackiert, diffamiert und diskreditiert wurde. Wenn uns die Presse dann als, ich zitiere, ‚Freie Dilettanten-Gruppe‘ verspottet und von einem miserablen Schmierentheater schreibt, dann ist das vernichtend.“ Bianca Hofmann (FDP), Kreisvorsitzende Speyer „Die Bürger sehen uns nicht mehr als Problemlöser. Manchmal glaube ich, gerade durch die Diskussionen, die auch intern und auch im Bund geführt worden sind, sind wir vielleicht auch bei den Bürgern als das kleine Problem auch manifestiert worden.“ Maximilian Krolo (FDP), Kreisvorstand Südwestpfalz „Wir haben die meisten Wähler an diejenigen verloren, die zumindest vermeintlich versprachen, den Zugriff des Staates zu begrenzen. Sei es […]

  • Ungewöhnliche Tierfreundschaft

    Ungewöhnliche Tierfreundschaft

    Hunde, die Tricks wie Pfötchen geben oder Männchen machen beherrschen, kennt wahrscheinlich jeder. Ute Weiß aus Dachsenhausen hingegen hat ein Schaf, das das ebenso macht. Und noch dazu wird gerne gekuschelt. Ihr Lamm Fine fühlt sich unter Artgenossen nicht wohl und verbringt deshalb ihre Zeit lieber mit ihrem besten Freund Paul. Wenn Cocker Spaniel Paul seine Freundin Fine an der Weide besucht, sind beide nicht mehr zu halten. Sie toben und spielen, als hätten sie sich Jahre nicht gesehen. Ute Weiß „Also ich habe noch nie ein Schaf gesehen, das mit einem Hund rumgetobt hat. Es ist jetzt nicht so, dass der Paul, der Cocker Spaniel, sie fangen will, sondern sie spielen richtig und toben richtig, wie ein Hund rum. Also das ist bei uns noch nie gewesen, wir hatten ja schon mehr Pflegeschafe oder Flaschenlämmer, also das ist das erste Mal, dass wir sowas erleben.“ Seit Februar lebt Fine bei Ute Weiß und ihrer Schafherde. Ein bekannter Schäfer bringt das junge Bergschaf vorbei. Eigentlich will Ute Weiß es erst gar nicht aufnehmen, aber als sie Fine sieht, ist es um sie geschehen. Seitdem kriegt Fine einmal am Tag ihr Fläschchen – mit liebevoller Unterstützung von Paul. Für ihre Artgenossen interessiert sich das schwarze Lamm nicht im Geringsten. Von Hund und Mensch kann sie gar nicht genug kriegen. Ute Weiß „Wenn wir jetzt grillen oder wenn wir Spazieren gehen, will sie mit. Und läuft auch hinterher und fühlt sich auch wohl. Sie lässt sich streicheln, also will auf den Schoß, wie ein Welpe, kann man sagen.“ Beim Gassi gehen hört Fine auf ihren Namen, sie gibt Pfötchen und wedelt mit dem Schwanz. Trotzdem will Ute Weiß das Schaf artgerecht halten. Deshalb wohnt Fine auf der Weide mit den anderen Schafen. Denn eigentlich soll sie sich ja integrieren. Ute Weiß „Ich […]