Rheinland-Pfalz

  • Reaktionen auf die neuen Corona-Beschlüsse

    Reaktionen auf die neuen Corona-Beschlüsse

    Ein düsteres Bild der Corona-Lage hat heute Lothar Wieler gezeichnet. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts erwartet erst rund um Weihnachten den traurigen Höhepunkt der vierten Corona-Welle auf den Intensivstationen. Bund und Länder haben deshalb eine Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Sie bedeuten quasi einen Lockdown für Ungeimpfte. Die Maßnahmen belasten aber nicht nur Bürger, sondern zum Beispiel auch Gastronomen und Einzelhändler. Das Modehaus Charlott in Speyer – seit 70 Jahren eine Institution für Damenmode. Die verkauft Thomas Armbrust in zweiter Generation seit 30 Jahren. Nun bangt der Einzelhändler um sein Geschäft. Denn für den Einzelhandel, aber auch für Kultur- und Freizeiteinrichtungen gilt künftig die 2G-Regel – Zutritt also nur noch für nachweislich Geimpfte und Genesene. Nach einem umsatzschwachen November befürchtet Thomas Armbrust, nun auf seiner Winterware sitzen zu bleiben. Thomas Armbrust, Inhaber Modehaus Charlott Speyer „Ich schätze jetzt mal, dass 70% unserer Kunden geimpft sind. Bleiben immer noch 30%, die nicht geimpft sind und die den Laden hier gar nicht mehr betreten dürfen. Das heißt, es ist mit Sicherheit noch mal ein Umsatzrückgang von 30%, weil diese Leute ja gar nicht mehr kommen dürfen.“ Keine guten Aussichten – mitten im Weihnachtsgeschäft. Seine Öffnungszeiten wird Thomas Armbrust einschränken, die fünf Mitarbeiter wieder in Kurzarbeit schicken. Ähnlich sieht es in der Gastronomie aus. Denn auch hier gilt 2G. In Rheinland-Pfalz sogar 2G+. Hier müssen Geimpfte und Genesene, die noch keine Booster-Impfung erhalten haben, also zusätzlich einen negativen Corona-Test vorweisen. Doch der ist dieser Tage gar nicht so leicht zu bekommen. Wie hier in Mainz bilden sich lange Schlangen. Schnelltests sind ausverkauft. Und so verbucht die Gastronomie eine Stornierungswelle. Besonders hart trifft es Clubs und Diskotheken, die ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 350 schließen müssen. Das ist in Mainz zwar noch nicht der Fall, Wieland Wittmeier hat den Betrieb seines Rockclubs nach zwei Monaten trotzdem wieder […]

  • Unterwegs mit der Corona-Streife

    Unterwegs mit der Corona-Streife

    Maskenpflicht, Kontaktnachverfolgung, Zugangsbeschränkungen für Ungeimpfte – die Corona-Schutzmaßnahmen sind vielfältig. Aber sie müssen auch eingehalten werden. Daher gab es gestern in Rheinland-Pfalz einen landesweiten Kontrolltag. Wir waren in Koblenz. Cüneyt Yilmaz, Ordnungsamt Stadt Koblenz „Die Angst vor einer Strafe, also einer Geldstrafe sollte nicht primär sein, sondern eher, dass man wirklich die Pandemie unter Kontrolle bekommt.“ Kontrollieren, aber vor allem aufklären und sensibilisieren, das ist heute im Forum Mittelrhein in Koblenz die Aufgabe von Cüneyt Yilmaz und Alexander Loh. Wer hier zum Essen Platz nehmen will, muss genesen oder geimpft sein. Cüneyt Yilmaz, Ordnungsamt Stadt Koblenz „Guten Tag, wir sind vom Ordnungsamt und machen eine Corona-Kontrolle. Könnten Sie die Impfnachweise oder Genesenen-Nachweise vorzeigen, am besten direkt mit Ausweis, damit wir die Daten abgleichen können.“ Alles in Ordnung. Aber nur eine hat sich mit der Luca-App eingecheckt, die der Kontaktverfolgung dient. Cüneyt Yilmaz, Ordnungsamt Stadt Koblenz „Also immer, wenn ein Haushalt, ist es kein Problem. Aber wenn es verschiedene Haushalte sind, selbst wenn es eine Familie ist, dann immer alle.“ Natalie Hock, Besucherin Forum Mittelrhein „Also, ich finde das an sich ganz gut, weil ich persönlich ja auch geimpft bin und alles rechtmäßig mache, außer jetzt mit der Luca-App. Deswegen … ich finde es eigentlich sehr gut.“ Wie Natalie Hock sind viele Kunden hier entspannt, lassen sich bereitwillig kontrollieren. Impf- und Genesenen-Nachweise haben alle, nur dass man sich per Luca-App einchecken muss, wissen einige nicht. Alexander Loh, Ordnungsamt Stadt Koblenz „In erster Linie ist der Gastronom dafür verantwortlich, die Kontaktregeln einzuhalten.“ Alexander Loh und Cüneyt Yilmaz sprechen deshalb einen Standbetreiber an. Raten ihm, sich von den Kunden immer erst den Eintrag in der App zeigen zu lassen, bevor er Essen ausgibt. Ein Bußgeld gibt es aber nicht. Alexander Loh, Ordnungsamt Stadt Koblenz „Wir hoffen natürlich jetzt, dass es eingehalten wird, und […]

  • Weihnachtsmarkt in Landau macht zu

    Weihnachtsmarkt in Landau macht zu

    Immer mehr Weihnachtsmärkte werden wegen der Corona-Lage geschlossen. Der Weihnachtsmarkt in Neustadt hat bereits wieder zugemacht, am Sonntag folgen Kaiserslautern und Landau. In der Pfalz weihnachtet es nicht mehr sehr. Frohe Weihnachten – für die Schausteller hier in Landau wohl eher nicht. Seit Mittwoch gelten verschärfte Maskenpflicht und verkürzte Öffnungszeiten bis 19.00 Uhr. Zehn Tage nach der Eröffnung ist dann ab Sonntag der Winterzauber schon wieder vorbei. Ingo Schneider, Schausteller „Das bedeutet immer mehr Existenzangst. Es ist jetzt schon das zweite Jahr. Jetzt haben wir gehofft auf die Weihnachtsmärkte. Jetzt schließen wir mal wieder.“ Ingo Schneiders Kartoffelpuffer sind beliebt. Seine Fans warten auch in der Kälte gerne auf eine Portion Pfälzer „Grumbeer Pannekuche“. Susanne Franz „Es ist einfach schade. Weil es auch um die Menschen geht. Es hängen Existenzen, ich habe jetzt gerade mit einer Bekannten gesprochen, es hängen Existenzen daran.“ Robert Stegleis Familie ist seit 100 Jahren auf dem Landauer Weihnachtmarkt. Immer – außer im vergangenen Jahr. Da fand der Thomas-Nast-Nikolausmarkt wegen Corona überhaupt nicht statt. Doch viel besser als gar nicht, sind zehn Tage Glühweinverkauf für den Schausteller auch nicht. Robert Steglei, Schausteller „Vor sechs, acht Wochen wurden ganz andere Signale von der Politik gesendet. Da mussten wir ja Ware kaufen, wir mussten Vorbereitungen treffen, wir haben Ware angekauft. Wir haben Personal angestellt, wir haben Wohnungen angemietet. Das wurde im letzten Jahr nicht so dargestellt, also ist die Situation komplett anders.“ Robert Steglei ist heute viel unterwegs. Als Vorsitzender des Schaustellerverbands Landau-Neustadt, kümmert er sich um seine Kollegen. Was sollen alle mit den übriggebliebenen Lebensmitteln machen? Robert Steglei, Vorsitzender Schaustellerverband Landau-Neustadt „Was wir bis morgen Abend 19.00 Uhr verkaufen, müssen wir jetzt mal schauen. Auch meine Kollegen mit dem Imbiss oder mit Süßwaren. Das ist noch vollkommen offen, was wir jetzt damit machen.“ Eine Standgebühr mussten die Schausteller […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Grünen-Politiker vor neuen Aufgaben — Hessen investiert in Quantencomputer — „Wellenbrecher“ ist Wort des Jahre Grünen-Politiker vor neuen Aufgaben Der rheinland-pfälzische Grünen-Politiker Tobias Lindner aus Wörth soll neuer Staatsminister im Auswärtigen Amt werden. Das hat die designierte Außenministerin Annalena Baerbock entschieden. Lindner sitzt seit 2011 im Deutschen Bundestag und war zuletzt Sprecher für Sicherheitspolitik bei der Bundestagsfraktion der Grünen. In Hessen will sich der Grünen-Politiker Omid Nouripour aus Frankfurt um den Vorsitz der Bundespartei bewerben. Er ist seit 2006 Mitglied des Bundestags und Experte für Außenpolitik. Hessen investiert in Quantencomputer Die hessische Landesregierung plant, das Fraunhofer Institut in Darmstadt mit rund 3 Millionen Euro zu unterstützen. Das Institut erforscht, wie Quantencomputer in Zukunft sinnvoll in Wissenschaft und Industrie eingesetzt werden können. Quantencomputer sind eine neue Generation von Großrechnern. Sie werden dort eingesetzt, wo die Leistungen von Super-Computern nicht mehr ausreichen. „Wellenbrecher“ ist Wort des Jahres Die Gesellschaft für deutsche Sprache In Wiesbaden hat heute „Wellenbrecher“ zum Wort des Jahres gewählt. Es habe das politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland sprachlich in besonderer Weise bestimmt. Das Wort stamme aus dem Küstenschutz und werde mittlerweile auch für Schutzmaßnahmen verwendet, die eine Corona-Welle brechen sollen.

  • Sporttalk zur Fußball-Bundesliga

    Sporttalk zur Fußball-Bundesliga

    Unser Sportreporter mit Erinnerungen an den Fußballweltmeister Horst Eckel und einem Ausblick auf das Fußballwochenende. Markus Appelmann, Moderator: Am Anfang der Sendung haben wir darüber berichtet. Mit Horst Eckel ist der letzte Fußballweltmeister der 1954er Helden-Mannschaft heute gestorben. Ganz Kaiserslautern, ganz Rheinland-Pfalz, ja, ganz Fußball-Deutschland trauert. Wir sprechen darüber jetzt mit Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Thorsten, wie hast du hast Eckel erlebt? Was hat ihn ausgezeichnet? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, mit Horst Eckel., das waren wirklich immer sehr besondere Momente. Er war ein sehr bodenständiger, bescheidener, auch sehr höflicher Mensch. Wir durften ihn ja noch ganz oft treffen nach seiner aktiven Zeit. Ob das jetzt bei der Kartoffelernte in der Pfalz war, da sehen wir es., oder bei der Zugtaufe oder bei Benefizspielen, wo er selber noch gern gegen das runde Leder getreten hat und es dem einen oder anderen Jungen noch gezeigt hat. Oder hier bei den FCK Aufstiegsfeiern, da war er immer mittendrin. Also, wir verneigen uns wirklich vor einem der größten Sportidole, die die Region hervorgebracht hat. Und auf den Fußballspielen an diesem Wochenende wird ganz sicher der Sportlegende Horst Eckel gedacht. Appelmann: Und auf den Fußballspielen an diesem Wochenende wird ganz sicher der Sportlegende Horst Eckel gedacht. Lass uns natürlich auch über die Bundesliga sprechen. Mainz 05 spielt gegen den VfL Wolfsburg am Wochenende. Arnold: Ja, vor 10.000 Zuschauern. Das ist ja seit gestern klar. Die Corona-Verordnung gibt es ja so vor. Und die Wolfsburger, die bringen einen alten Bekannten mit, also quasi einen „Meenzer Bub“: Ridle Baku. Da sehen wir es. Der hat ja sämtliche Jugendmannschaften der Mainzer durchlaufen, ist auch in der Stadt geboren und jetzt? Da präsentiert er sich als stolzer Champions-League-Torschütze. Und jetzt kehrt er zurück nach Mainz für einen Tag. Und Trainer Bo Svensson, der kennt ihn ja noch aus […]

  • Gottesdienst für Gehörlose

    Gottesdienst für Gehörlose

    Für unser heutiges Adventskalender-Türchen waren wir zu Besuch in Deutschlands einziger Gehörlosenpfarrei in Trier und haben einen ungewöhnlichen katholischen Gottesdienst besucht – mit wenig Lautstärke, aber ganz viel Herz.

  • Bund und Länder verschärfen Corona-Regeln

    Bund und Länder verschärfen Corona-Regeln

    Heute haben die Ministerpräsidenten der Länder zusammen mit Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem voraussichtlich kommenden Bundeskanzler Olaf Scholz eine weitere Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen beschlossen. Das Kuriose daran: Die meisten Maßnahmen haben der hessische Regierungschef Volker Bouffier und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer bereits vor Tagen angekündigt. Gemütlich durch die Geschäfte schlendern und nach Weihnachtsgeschenken stöbern – das ist künftig nur noch für Menschen möglich, die gegen Corona geimpft oder von der Krankheit genesen sind. Darauf haben sich die Ministerpräsidenten der Länder heute mit Noch-Kanzlerin Merkel und dem künftigen Kanzler Scholz geeinigt. Volker Bouffier, CDU, Ministerpräsident Hessen „Im Ergebnis, halte ich das, was wir vereinbart haben, für gut – es ist wie immer ein Kompromiss. Was mir besonders wichtig ist zum Einstieg: Wir haben ja jetzt wieder Situationen, wo wir durchaus bestimmten Bereichen sehr viel zumuten. Ich weiß, dass das im Einzelhandel natürlich eine Belastung ist. Es muss kontrolliert werden, vielleicht bleiben auch Kunden weg, das führt zu Einbußen, das ist wirklich nicht unbeachtlich.“ Nach Cafés und Restaurants ist jetzt also auch der Einzelhandel für Ungeimpfte tabu. Einzige Ausnahmen: Supermärkte und Apotheken. Uwe Diersmann, Kaufmännischer Angestellter „Das finde ich absolut in Ordnung, weil es genug Angebote gab, sich impfen zu lassen. Und wer das noch nicht getan hat, sollte dann auch vielleicht mit den Konsequenzen leben können.“ Peter Blasius, Buchhändler „Besser, als wenn jetzt wieder alles zu ist. Natürlich für alle, die jetzt irgendwo in der Wirtschaft oder jetzt hier ihre Stände haben, ist das ja eine unmögliche Situation, dass die gar nicht wissen, ob sie jetzt nächste Woche noch auf haben.“ Ellen Eichelhardt, Rentnerin: „Es tut mir zwar leid für die anderen, die nicht geimpft sind, aber vielleicht kommt dann bei denen doch mal die Einsicht, sich doch impfen zu lassen.“ Und genau das ist das Ziel der Politik: Mehr […]

  • Zahl der Impfungen soll stark steigen

    Zahl der Impfungen soll stark steigen

    Anspruch und Wirklichkeit: Während Politiker beim Impfen auf maximales Tempo drängen, knirscht es an vielen Ecken und Enden. Der feste Plan von Bund und Ländern, der heute bekräftigt wurde: das Impftempo massiv zu steigern. Bis Weihnachten sollen bis zu 30 Millionen Impfungen ermöglicht werden. Problem nur: Vielerorts bleibt der Nachschub aus. Ist das gesteckte Ziel überhaupt zu schaffen? Wir haben uns die Situation in Rheinland-Pfalz angeschaut. Die Praxis von Hausarzt Thomas Mengen in Vallendar bei Koblenz. Hier gibt’s alle Hände voll zu tun. Viele Patienten holen sich derzeit ihre Booster-Impfung ab. Doch längst nicht alle bekommen hier einen Termin, denn die Praxis hat zu wenig Corona-Impfstoff. So geht es gerade vielen Ärzten im Land, die vorrangig den Impfstoff von BioNTech bestellt hatten. Weil das Bundesgesundheitsministerium die Dosen des Vakzins aber gerade rationiert, müssen Impftermine abgesagt oder auf das Vakzin von Moderna umdisponiert werden. Werner Leibig, Vorstand Hausärzteverband Rheinland-Pfalz „Wir müssen die Leute nochmal anrufen, was ja ein riesiger logistischer Aufwand ist, und denen sagen: ‚Es gibt nicht Impfstoff BioNTech, sondern Moderna‘ – zumindest bei der einen Hälfte der Patienten, die Termine haben. Und das ist eine enorme Herausforderung für die Mitarbeiter:innen. Die müssen das ja im Tagesgeschäft machen. Wir machen ja nicht die Praxen zu und sagen: ‚Alle anderen Krankheiten haben heute Urlaub‘. Wir werden tun, was wir können, aber es scheitert daran, wenn wir keine Pfeile im Köcher haben, also nicht genügend Impfstoff haben, um zu impfen.“ Um die Marke von 30 Millionen Impfungen bis Weihnachten zu schaffen, wären in Rheinland-Pfalz rund 400.000 Impfungen pro Woche notwendig. Rund die Hälfte kann in den Praxen gestemmt werden, hinzu kommen Impfzentren und Busse. Und auch Apotheker und Zahnärzte sollen künftig bei der Impfung mithelfen, das hat der Bund heute beschlossen. Um die rechtlichen Voraussetzungen dafür zu klären, hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin […]

  • Mainzer Arzt impft im Akkord

    Mainzer Arzt impft im Akkord

    Ganz viele Menschen wollen sich boostern lassen und genau deshalb ist es auch gut, dass es Ärzte wie Mathias Umlauf aus Mainz gibt. Er hat derzeit noch genügend Impfstoff zur Verfügung und impft daher im Rekord. In Mainz hat er ein kleines, eigenes Impfzentrum aufgebaut. Birgit aus Mainz holt sich ihre Booster-Impfung ab. Die Rentnerin hat in der Zeitung gelesen, dass es hier eine neue Impfmöglichkeit gibt und heute Vormittag um kurz vor 11.00 Uhr ist alles schon vorbei! Birgit „Vorgestern habe ich mich angemeldet, gestern konnte ich nicht und heute habe ich dann gleich einen Termin bekommen.“ Wir sind im Gewerbegebiet von Mainz-Hechtsheim. Keine langen Schlangen, keine langen Wartezeiten. Einchecken, einen Corona-Schnelltest machen, bei negativem Ergebnis geht es nach sechs Minuten rein in die Impfstraße. 20 Mitarbeiter arbeiten im Schichtdienst, jeden Tag von 9.00 Uhr bis 22.00 Uhr. Dr. Mathias Umlauf hat hier seine Praxis. Kunden des Arbeitsmediziners haben ihn auf die Idee des sozusagen kleinen Impfzentrums gebracht. Dr. Mathias Umlauf, Arbeitsmediziner „Wir kriegen keine 30 Millionen Impfungen bis Ende des Jahres hin. Aber wir sind bemüht, unseren Beitrag zu leisten. Ich denke schon, dass man das hinbekommt, wenn man Unterstützung von staatlicher Stelle bekommt. Wir haben Unterstützung bekommen. Allerdings immer nur auf Nachfrage. Also, man muss immer proaktiv, dann kommt Unterstützung von der Stadt, vom Land. Aber man muss es aktiv letztendlich immer nachfragen. Da wird wenig proaktiv gemacht.“ Unterstützung bedeutet ganz banal: Hilfe von der Stadt Mainz, wenn mal die Impfaufkleber ausgehen. Oder auch Hilfe vom Land Rheinland-Pfalz bei der Impfstoffbeschaffung, falls der nicht ausreicht. Noch gibt es genügend Vakzin von Moderna. Gestern sind über 800 Menschen geimpft worden, heute sollen es 1.000 Impfungen werden. Fast alle kommen zum Boostern. So wie EIisabeth Kümmel. Elisabeth Kümmel „Der Ablauf ist super, wir sind in einer Viertelstunde durch gewesen.“ […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Geld aus Opferfonds jetzt verfügbar — Konsequenzen aus Flutkatastrophe — Rheinland-Pfalz muss Beihilfen zurückfordern — Mehr Angriffe mit Erpressersoftwäre befürchtet Geld aus Opferfonds jetzt verfügbar Ab sofort können Opfer von Terroranschlägen und schweren Gewalttaten wie dem Attentat in Hanau Geld aus dem hessischen Opferfonds beantragen. Voraussetzung ist, dass die Taten nach dem 1. Januar 2019 in Hessen begangen wurden. Die Höhe der Summe beträgt in der Regel 10.000 Euro. In besonderen Härtefällen wie bei Todesopfern nach Attentaten können die Angehörigen der Opfer bis zu 100.000 Euro bekommen. Über die Anträge für die einmalige Unterstützung entscheidet der Opferbeirat des hessischen Landtags. Der Fonds umfasst 2 Millionen Euro pro Jahr. Konsequenzen aus Flutkatastrophe Nach dem verheerenden Hochwasser im Ahrtal lässt das Bundesforschungsministeriums jetzt untersuchen, wie die Warnungen und Hilfen in Katastrophengebieten verbessert werden können. Das Ministerium stellt dafür 1,5 Millionen Euro bereit. Mit dem Geld sollten unter anderem Hochschulen Konzepte für genauere Risikovorhersagen erarbeiten. Außerdem sollten sie die Alarmsysteme überprüfen und Strategien für eine effektivere Kommunikation zwischen den Rettungskräften entwickeln. Land muss Beihilfen zurückfordern Der Europäische Gerichtshof in Luxemburg hat den Eilantrag des Landes Rheinland-Pfalz gegen ein Urteil des Gerichts der Europäischen Union abgelehnt, das die staatlichen Betriebsbeihilfen für den Flughafen Hahn im Mai für unzulässig erklärt hatte. Das Land hatte den Hunsrück-Airport in den Jahren 2017 und 2018 mit insgesamt 10 Millionen Euro unterstützt. Diese Beihilfen muss es nun vom Flughafen Hahn zurückfordern, der inzwischen Insolvenz angemeldet hat. Mehr Angriffe mit Erpressersoftware befürchtet Das Bundeskriminalamt in Wiesbaden warnt davor, dass für Unternehmen und Organisationen während der kommenden Weihnachtsfeiertage ein erhöhtes Risiko für Cyberangriffe besteht. Wie die Behörde heute mitteilte, werbe die kriminelle Szene, die sich auf Erpressersoftware spezialisiert habe, derzeit verstärkt um Mittäter. Das BKA gehe davon aus, dass bald in großem Umfang Spam-Mails verschickt würden, die mit einer gefährlichen Schadsoftware […]

  • Ländern ziehen die Stellschrauben bei der Corona-Bekämpfung weiter an

    Ländern ziehen die Stellschrauben bei der Corona-Bekämpfung weiter an

    „Wir sehen uns am Donnerstag“ – mit diesen Worten haben sich die Ministerpräsidenten der Länder gestern von Noch-Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bald-Bundeskanzler Olaf Scholz verabschiedet. Konkrete Beschlüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie sind nicht zustande gekommen. Noch nicht. Das soll nun morgen auf der Ministerpräsidenten-Konferenz nachgeholt werden. Und so haben die Bundesländer schon mal eigenverantwortlich verschärft. Mit der Folge, dass überall andere Regeln gelten. Niemand blickt mehr durch, was gilt, was nicht. Hoffnungsvoll war Jochen Ruths ins diesjährige Weihnachtsgeschäft gestartet. Doch jetzt steht fest, ab Sonntag dürfen in seinem Modehaus in Friedberg nur noch Geimpfte und Genesene einkaufen. Jochen Ruths, Inhaber Mode Ruths „Das war die große Hoffnung, dass wir jetzt ein einigermaßen normales Weihnachtsgeschäft machen, vielleicht auch ein bisschen was aus dem letzten Jahr nachholen. Ja, diese Hoffnung ist im Grunde genommen jetzt zerschlagen, weil es jetzt einfach nur noch gilt, da irgendwie durchzukommen.“ 2G kommt in Hessen im gesamten Einzelhandel mit Ausnahme der Grundversorgung, wie zum Beispiel Lebensmittelgeschäften. Jochen Ruths will das Beste draus machen, damit werben, dass Shoppen jetzt noch sicherer ist. Er fordert aber auch weitere Wirtschaftshilfen, die vor allem unbürokratisch fließen sollen. Jochen Ruths, Präsident Hessischer Handelsverband „Weil wir im Grunde genommen jetzt auch ein Stück weit das wieder ausbaden, was Politik nicht geschafft hat, nämlich die Impfquote nach oben zu treiben.“ Im rheinland-pfälzischen Einzelhandel hingegen bleibt alles wie gehabt. Zutritt haben weiterhin auch nicht-Immunisierte Kunden. Denn: Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Wir sehen auch die Herausforderung der Abgrenzung, wo gilt dann 2G und wo gilt nur die Maske wie im Lebensmitteleinzelhandel. Die Diskussion hatten wir alle schon mal und deswegen haben wir für uns gesagt: Wir brauchen hier keine Schärfung, würden aber bundeseinheitlich einer gemeinsamen Linie folgen, weil wir sonst auch wieder Ungleichbehandlungen zu anderen Ländern haben.“ Doch bereits jetzt sind die ab dem Wochenende […]

  • Ärzte beklagen Impfstoffmangel

    Ärzte beklagen Impfstoffmangel

    Die zukünftige Bundesregierung und die EU haben ambitionierte Pläne zum Thema „Impfen“. Wenn man die Lage in vielen Arztpraxen betrachtet, erscheinen diese Ziele wie ein Widerspruch. Denn während die Politik bis Jahresende neue Impfrekorde erreichen will, geht vielen Ärzten derzeit der Impfstoff aus. Noch ist genug da. Doch bei Hausarzt Thomas Mengen aus Vallendar bei Koblenz werden die Impfstoff-Vorräte immer kleiner. Weil der Bund das Vakzin von BioNTech künftig nur noch begrenzt abgeben will, wird Mengen in den nächsten Wochen wohl weniger Impfdosen geliefert bekommen, als er benötigt. Dr. Thomas Mengen, Hausarzt in Vallendar „Die Differenz wird darin liegen, dass wir ungefähr 30 Impfdosen pro Woche bekommen und wir impfen zurzeit zwischen 50 und 70 Patienten am Tag. Da kann man sich ausrechnen, wie schnell wir da am Limit sind. Es wird nicht reichen.“ Mengens Praxis ist kein Einzelfall. Sieben Millionen Impfdosen von BioNTech wurden vergangene Woche beim Bundesgesundheitsministerium angefordert, ausgeliefert wurden bis jetzt nur drei Millionen. Viele Praxen mussten deshalb schon ihre Termine verschieben. Aus Sicht von Thomas Mengen ist das aktuelle Bestellsystem zu unflexibel. Dr. Thomas Mengen, Hausarzt in Vallendar „Das muss individualisiert durch unsere Verbände angefordert werden. Und ich denke, es ist dringend an der Zeit, dass sich unsere Gesundheitsminister der Länder darüber ihre Gedanken machen und schnellstmöglich diese Impfstoffe zur Verfügung stellen, denn ich bin sicher, dass diese Impfstoffe da sind. Nur sie sind an den falschen Stellen.“ Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister sieht seinen Amtskollegen im Bund Jens Spahn als Hauptschuldigen für das Impfchaos. Allerdings sehe es so aus, als würde sich die Lage nun wieder entspannen. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz, am 30.11.2021 „Diese Woche kam ausreichend Impfstoff. Wir haben heute bei einzelnen Impfaktionen auch gesehen, dass mehr als genug Impfstoff da war. Und deswegen bin ich sehr zuversichtlich, dass in den kommenden Tagen der Impfmotor […]

  • Jahres-Gedenken an die Opfer der Amokfahrt Trier

    Jahres-Gedenken an die Opfer der Amokfahrt Trier

    Genau ein Jahr ist es her, als ein Mann mit 80 Stundenkilometern durch die Trierer Fußgängerzone gerast ist und für unsägliches Leid sorgte. Es sterben sechs Menschen, Dutzende werden verletzt. Unter den Todesopfern ist auch ein Baby. Heute steht in Trier das Gedenken im Vordergrund. Ein gemeinsames Gedenken an die Opfer einer Tragödie, die sich niemand hätte vorstellen können. Es sind viereinhalb Minuten, in denen ganz Trier heute inne hält. Denn es waren viereinhalb Minuten die die Stadt für immer verändert haben. Heute ist die Erinnerung an den Tag wieder ganz präsent. Hildegard Düro-Johannes „Es ist jeden Tag da, es betrifft mich jeden Tag. Und ich denke jeden Tag an die Opfer und an die Angehörigen. Und das wird sicher noch ganz ganz lange bleiben.“ Fabio Krieglstein „Man wird irgendwie unterbewusst viel vorsichtiger. Und das ist gar nicht mehr … Es wirkt gar nicht mehr so unwahrscheinlich, dass so etwas passieren kann. Man rechnet viel eher mit sowas, wenn man weiß: Okay, es ist hier auch passiert.“ Roger Döring „Abschließen kann man nicht so, weil es ist halt … ich war live dabei und das ist halt Scheiße dann auf Deutsch gesagt.“ Zentraler Gedenkort ist heute der Trierer Dom. Opfer, Hinterbliebene, Vertreter der Einsatzkräfte und Politiker kommen um 13:46 zu einem ökumenischen Gottesdienst zusammen, der Zeitpunkt an dem die Tragödie begann. Sie wollen gemeinsam erinnern, das Leid teilen und zusammenhalten. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Es ist natürlich ein großer Trost, dass die Menschen hier sofort hilfsbereit waren und solidarisch Zusammengehalten haben. Auch jetzt in der Folge der schrecklichen Amokfahrt. Und trotzdem, wenn man sich an die Bilder erinnert, ist es einfach erschütternd bis zum heutigen Tag.“ Eine Erschütterung, die auch durch Tonfiguren von Saarburger Schülern ausgedrückt wird. Sie sollen an einen Gedenkort im Trierer Dom stehen. An der Porta […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Anmeldung für Corona-Kinderimpfungen — Lewentz fordert Waffenamnestie — Daimler Truck jetzt eigenständig Anmeldung für Kinderimpfungen Ab heute können Eltern in Rheinland-Pfalz ihre Kinder zwischen fünf und elf Jahren für einen Termin zu einer Corona-Schutzimpfung in einem Impfzentrum anmelden. Möglich ist das über das landesweite Portal impftermin.rlp.de. Die Landesregierung rechnet damit, dass die Impfungen noch vor Weihnachten beginnen können. Das Mainzer Pharmaunternehmen BionNTech und sein US-Partner Pfizer wollen den niedriger dosierten Impfstoff für Kinder bereits am 13. Dezember ausliefern, eine Woche früher als geplant. Außerdem können sich ab heute auch Menschen, deren Zweitimpfung erst vier Monate zurückliegt, für eine Auffrischungsimpfung registrieren. Waffenamnestie gefordert Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewenz will sich bei der Innenministerkonferenz für eine bundesweite Waffenamnestie einsetzen. Es seien nach wie vor viele nicht registrierte Waffen im Umlauf. Das hätten die zwei früheren Amnestien in Rheinland-Pfalz gezeigt. Allein in dem Bundesland seien dabei insgesamt rund 15.000 illegale Waffen straffrei zurückgegeben worden. Jede einzelne Waffe, die aus dem Verkehr gezogen werde, schaffe zusätzliche Sicherheit. Die Innenminister treffen sich von heute bis Freitag in Stuttgart. Daimler Truck jetzt eigenständig Der Daimler-Konzern hat heute die Trennung von LKW- und PKW-Geschäft vollzogen. Die beiden Bereiche sind jetzt selbstständig und können unabhängig voneinander arbeiten. Der Börsengang von Daimler Truck ist für den 10. Dezember geplant. Für die Mitarbeiter bleiben die bisherigen Konditionen bestehen. Das gilt auch für das LKW-Werk in Wörth. Hier sollen bis mindestens Ende 2029 neben Diesel- auch Elektro- und Brennstoff-Lastwagen produziert werden. Die Zahl der Beschäftigten soll mit rund 10.000 stabil bleiben.

  • „Es war doch nur Regen!?“ – ein Buch über die Flutkatastrophe

    „Es war doch nur Regen!?“ – ein Buch über die Flutkatastrophe

    „Es war doch nur Regen!?“ hat es in die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat. Die fünfte Auflage ist vergriffen, eine sechste erscheint jetzt. Ein Taschenbuch über die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal vor gut vier Monaten, geschrieben von einem BKA-Beamten, der mittendrin war in der Katastrophe, deren Folgen die rund 100.000 Bewohner des Ahrtals noch Jahrzehnte beschäftigen wird. Das Ahrtal kurz nach der Flut. Eine Zerstörung, deren Ausmaß immer noch unfassbar ist. Die Nacht zum 15. Juli 2021 macht Tausende Obdachlos. 134 Menschen sterben, mehr als die Hälfte stammen aus Bad-Neuenahr-Ahrweiler. Andy Neumann, BKA-Beamter „Am Morgen nach der Flut war das ein totales Chaos. Das kann man sich ganz gut vorstellen. Da waren knapp zweo Meter oder über zwei Meter Wasser und da schwamm alles Mögliche drin. Das lag am nächsten Morgen überall – auf der Straße, auf den Gehwegen, alles war voller Schlamm. Die Straßenlaternen lagen auf der Straße und waren im Weg. Das war schon Kriegsszenario Andy Neumann lebt in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Irgendwo im Stadtteil Ahrweiler. Wo genau sein Haus steht, sollen wir nicht verraten. Der BKA-Beamte war viele Jahre als Ermittler im Terrorismusbereich tätig. Als Mitte Juli das Wasser kommt, ist er mit seiner Frau und seinen Kindern im ersten Stock. Alle überleben. Andy Neumann, Buchautor „Ich habe das Buch ja nicht schreiben wollen, sondern wollte Protokolle auf Facebook schreiben. Also, um mich selbst damit ein Stück weit zu therapieren und um das, was ich erlebt hatte, einfach niederzuschreiben. Das haben sehr viele Menschen gelesen. Und dann kam mir die Idee, ich könnte ein Buch draus machen. Das habe ich meinem Verlag dann vorgeschlagen, und der Verlag ist sofort mitgegangen, auch bei meiner Idee daraus ein karitatives Projekt zu machen. Und dann habe ich mir die Zeit einfach genommen, um das zu schreiben.“ Aus einem Protokoll auf Facebook wird ein Buch. […]