Kultur

  • Nach 2 Jahren Corona-Pause: Rock am Ring ist zurück in der Eifel

    Nach 2 Jahren Corona-Pause: Rock am Ring ist zurück in der Eifel

    Nach 2 Jahren Pause ist es wieder so weit. Am Nürburgring startet ab heute wieder Rock am Ring. Zehntausende Fans sind bereits seit Mittwoch auf dem Festival-Gelände, insgesamt werden 90tausend Besucher erwartet.   Eva Dieterle, Moderatorin: „napp 70 Bands sollen den Besuchern bis zum Pfingstsonntag einheizen. Und einer davon ist mein Kollege Patrick Lorenz, er ist für uns am Nürburgring. Patrick, wichtigste Frage: Wie ist die Stimmung?“ Patrick Lorenz, Reporter: „Ja Eva, natürlich super. Alle sind froh, dass sie nach zwei Jahren Pause endlich wieder feiern können, am Nürburgring. Wo man hinschaut: Glückliche Menschen. Und da hören wir jetzt mal an:“ „Du siehst ja hier keinen, der nicht Bock hat. Normalerweise hast du immer diese Rohrkrepierer, die so ein bisschen rumfallen. Aber hier geht ja wirklich jeder steil.“ „Ich will mal sagen, nach zwei Jahren Pause: Einfach das Leben genießen.“ „Ey, ohne scheiß, es war sowas von nötig jetzt mittlerweile mal wieder.“ „Man musste die letzten zwei Jahre asozial im Garten campen und endlich können wir wieder nach hier.“ „Man kann es gar nicht beschreiben eigentlich. So viele Leute. Es ist schon geil.“ „Mittwochmorgen waren wir um vier Uhr hier und seitdem ist: Feuer, Vollgas.“ „Mama, mir geht’s gut.“ „Es macht so Spaß, alle Leute hier wieder zu sehen. Es ist genial. Alle haben richtig Bock.“ „Ja, mega. Wir haben Bock ne? Jaaaaaa!“ „Rock am Ring!!“ Patrick Lorenz, Reporter: „Ja, da verwundert es natürlich nicht, dass der Veranstalter mit über 90.000 verkauften Tickets einen neuem Rekord vermeldet hat. Man darf ja auch nicht vergessen: Rock am Ring, das ist eine Institution. Seit über 30 Jahren pilgern hier die Rockfans hin. Und wenn man sich hier so umhört, dann heißt es eben auch: Ein Sommer ohne Festivals, ohne Rock am Ring, das ist eigentlich auch gar kein richtiger Sommer. Die ersten […]

  • Chris de Burgh in Fulda: Der Weltstar aus Irland präsentiert sein erstes Musical

    Chris de Burgh in Fulda: Der Weltstar aus Irland präsentiert sein erstes Musical

    „Lady in Red“ und „Don’t pay the ferryman“ sind Pop-Klassiker, die wohl jeder mitsingen kann. Der Mann der sie geschrieben hat – Chris de Burgh – ist zurzeit in Osthessen, denn in Fulda erlebt sein Musical „Robin Hood“ morgen Abend seine Welt-Uraufführung. Wir konnten heute kurz vor der Premiere mit dem Weltstar sprechen.   Was lockt einen Weltstar ins beschauliche Fulda? Chris de Burgh gibt darauf eine ziemlich klare Antwort: Es gefällt ihm hier: Chris de Burgh, Popsänger: „Ich kann sagen, dass ich wahrscheinlich in mehr Orten in Deutschland war als manche deutsche. Was ich an Fulda mag ist die Altstadt, man kann in spazieren, in Restaurants gehen, das ist Geschichte hier. Ich bin auch gerne in der Rhön.“ Vielleicht auch deshalb hat sich Chris de Burgh für die Weltpremiere des Musicals „Robin Hood“ die Domstadt ausgesucht. Morgen Abend wird seine Version der Legende der mittelalterlichen Sage über Liebe, Intrigen, Ritterlichkeit und Gerechtigkeit präsentiert. Dass er Songs schreiben kann, das muss Chris de Burgh niemandem mehr beweisen. Am Robin Hood-Stoff hat ihn besonders ein Aspekt fasziniert: Chris de Burgh: „Er war ein normaler Mann, aber dann wird er aufgefordert, etwas Außergewöhnliches zu machen, nämlich für die Rechte der Armen zu kämpfen und gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Ich frage mich, wenn wir in der Situation wären, was würden wir machen?“ Fulda hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Musical-Hochburg gemausert. Nach der Corona-Zwangs-Pause gibt es in diesem Sommer im Schlosstheater wieder Gefühle und Musik satt. Das freut auch den Oberbürgermeister, bei dem sich der berühmte Gast heute ins Goldene Buch der Stadt einträgt. Heiko Wingenfeld (CDU), Oberbürgermeister Fulda: „Es ist wirklich etwas Besonderes weil Chris de Burgh seit über 25 Jahren einen engen Bezug zu Fulda hat und weil die Macher des Musicals gemeinsam mit ihm, die kommen hier aus […]

  • Nibelungen-Festspiele: Probenstart in Worms

    Nibelungen-Festspiele: Probenstart in Worms

    Die Nibelungensage – da denken viele an den Helden Siegfried oder an seinen Feind Hagen, der ihn heimtückisch ermordet. Die Heldensage bietet immer wieder Stoff für die Nibelungenfestspiele in Worms. Die feiern dieses Jahr 20-jähriges Jubiläum – und zeigen: Auch ein mittelalterliches Epos kann modern interpretiert werden. Eine Leseprobe der Schauspieler hat heute ein Vorgeschmack darauf gegeben. Genija Rykova (Brünhild) „An einen Leibeigenen hat man dich – Kriemhild das Königskind – vermählt. Den Schönsten zwar, das gebe ich zu, doch nichtsdestoweniger ein Mann von niederem Stand. Mit einem solchen Bild eines Dienstmannes hat unsereiner Gefallen für eine Nacht, mehr nicht.“ Genija Rykova spricht als Brünhild zu Kriemhild – sie stehen heute bei der Leseprobe im Fokus, nicht Siegfried oder Hagen. Denn Autor Ferdinand Schmalz ist bei seinen Recherchen aufgefallen, wie stark die Frauen in der Nibelungensage die Handlung antreiben. Ferdinand Schmalz, Autor „hildensaga“ „Das habe ich dann vorgeschlagen, dass wir die Frauen ins Zentrum stellen und die Geschichte aus der Perspektive von Kriemhild und Brünhild erzählen.“ In der alten Nibelungensage sind Kriemhild und Brünhild Rivalinnen: Ferdinand Schmalz und Regisseur Roger Vontobel wollten ganz bewusst, in die alte Handlung eingreifen und herausfinden. Roger Vontobel, Regisseur „Was passiert, wenn man da in das Schicksal eingreift, wenn es plötzlich eine Verbrüderung – eine Verschwesterung – geben würde und man dann, wie würde sich das dann weiter entspinnen.“ Autor und Regisseur haben sich bei der Arbeit eine Frage gestellt, die durch den russischen Angriff auf die Ukraine noch aktueller geworden ist: Wäre eine von Frauen gelenkte Welt besser? Gina Haller, spielt Kriemhild „Vielleicht schon, weil Frauen pazifistischer sind, ist meine Behauptung. Aber vielleicht auch nicht. Es ist durchaus sehr ambivalent, auch die Frauen werden ambivalent dargestellt. Zum Beispiel die Figur der Kriemhild ist auch korrupt.“ Kriemhild ist in der alten Sage alles andere als […]

  • Unterwegs mit dem Kuckucksbähnel

    Unterwegs mit dem Kuckucksbähnel

    Der Pfälzer Wald ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wer statt einer Wandertour mal was anderes erleben will, für den gibt es das Kuckucksbähnel. Eine alte Museumsbahn mit echter Dampflok, die ganz gemächlich durch den Wald fährt. Wo der Name Kuckucksbähnel her kommt, ist nicht belegt. Sie hieß einfach schon immer so und kann jetzt nach zwei Jahren Pause wieder ganz ohne Corona-Einschränkungen Gäste mit auf die Reise nehmen. Achtung, jetzt kommt eine alte Dampflok! Und auch die Waggons die hinten dranhängen sind richtig antik. Alle so um die einhundert Jahre alt. Markus Walle und Thomas Kayser haben beide einen ziemlich schweißtreibenden Arbeitsplatz. Sie halten die Lok in Fahrt. Damit der alten Dame nicht die Puste ausgeht, schippt Markus Walle fleißig Kohlen in den Kessel. Er ist heute der Heizer. Markus Walle, Heizer des Kuckucksbähnel „Für heute brauchen wir ca. zwei Tonnen Kohle. Kostenpunkt 1.100 Euro für heute.“ Das Kuckucksbähnel ist eine Museumsbahn und wird vom Eisenbahnmuseum Neustadt an der Weinstraße betrieben. Von Mai bis August fährt der Zug jeden Sonntag durch den Pfälzerwald. Hier ist alles wie früher. 14 Euro kostet ein Erwachsenenticket für die Rundfahrt. Alle Einnahmen fließen in den Erhalt des nostalgischen Reisegefährts. Die Dampflok aus dem Jahre 1927 ist erst zum zweiten Mal auf der Strecke. Ein Neuerwerb, der Preis wird nicht verraten. Viele solcher Antiquitäten findet man nicht mehr Thomas Kayser, Lokführer des Kuckucksbähnel „Ja, das ist eine schwierige Sache. Weil es auch so ist, dass wir für diese Strecke spezielle Lokomotiven nur verwenden können, also wir können keine schwere Güterzuglokomotive verwenden, das gibt die Strecke nicht her. Es gibt das relativ weniger Loks noch und die haben wir jetzt beschafft in Kandathal, das ist in der Nähe von der Schweiz.“ Die Strecke des Kuckucksbähnel war früher mal eine richtige Bahnlinie. 1909 wird sie eingeweiht, 1954 wird […]

  • Hilfe für Haustiere von Kriegsflüchtlingen

    Hilfe für Haustiere von Kriegsflüchtlingen

    Viele Tausend Flüchtlinge aus der Ukraine haben sich bisher in Hessen und Rheinland-Pfalz registriert. Und viele sind nicht alleine gekommen, sondern haben auf der Flucht vor dem Krieg auch ihre Tiere mitgenommen, die jetzt hier natürlich auch medizinisch versorgt werden müssen. Eine ehrenamtliche Tierambulanz der Universität Gießen kümmert sich nun um die Hunde und Katzen der Kriegsflüchtlinge. Anfang März sind Lina und Olena mit ihren Kindern aus Kiew nach Deutschland geflohen. Mit im Gepäck: ihre Hunde Cora und Teddy. Lina, aus Kiew geflohen „Wir haben uns entschieden die Tiere mitzunehmen. Wir hätten uns nicht vorstellen können, ohne sie wegzufahren. Die Hunde sind doch Familienmitglieder.“ Olena, aus Kiew geflohen „Es war ein langer Weg und natürlich viel Stress für die Hunde. Aber wir haben es geschafft und jetzt ist alles wieder gut.“ Lina und Olena wohnen bei Nicole Büchner. Die Flüchtlingshilfe hat sie und die Frauen vermittelt. Das Haus von Nicoles Vaters steht zurzeit leer, genug Platz also für die Familien und Tiere. Heute müssen Teddy und Cora zum Tierarzt. Die Veterinärmedizin der Universität Gießen bietet eine kostenlose Sprechstunde für Flüchtlinge in der Erstaufnahmeeinrichtung an. Michael Lierz, Tierarzt „Also, das häufigste, was wir eigentlich machen, ist erst mal die Allgemeinuntersuchung, um zu schauen, ob das Tier in Ordnung ist und dann ist das häufigste, dass wir impfen, weil die Tiere müssen in der EU Tollwut geimpft sein und viele der Tiere können das nicht nachweisen oder sind sogar gar nicht geimpft, aber die meisten können es nicht nachweisen, deswegen müssen wir das auffrischen.“ Da muss auch Golden Retriever Cora heute durch. Das lief schon mal gut. Dann untersucht Professor Lierz noch einen Hautausschlag an ihrem Bauch. Michael Lierz, Tierarzt „Ich persönlich glaube, dass es erst mal nichts Schlimmes ist, aber ich weiß es nicht. Müssen Sie ihr auch so übersetzen. Da […]

  • Mythos 24 Stunden-Rennen: Motorsport-Fans pilgern an den Nürburgring

    Mythos 24 Stunden-Rennen: Motorsport-Fans pilgern an den Nürburgring

    Rennfahrer auf der ganzen Welt schwärmen von der Nürburgring-Nordschleife. Ob „Fuchsröhre“, „Schwedenkreuz“ oder „Hohe Acht“ – die markanten Streckenpunkte der „Grünen Hölle“ lassen nicht nur bei eingefleischten Motorsport-Fans die Herzen höher schlagen. Einmal im Jahr erwacht sie so richtig zum Leben: bis zu 200.000 Zuschauer belagern die legendäre Rennstrecke beim 24-Stunden-Rennen , das in diesem Jahr Jubiläum feiert! Zum 50. Mal geht es bergauf und –ab, quer durch den Eifel-Wald. Das Highlight des Jahres, vor allem für die Fans, die zum Teil schon seit Tagen an der Strecke campieren. Lars und seine Motorsport-Kumpels sind überglücklich! Nach wzei Jahren Corona-Einschränkungen endlich wieder Feiern, bei dröhnenden Motoren in der Grünen Hölle! Seit Tagen sind sie schon hier, haben sich die besten Plätze direkt an der Strecke gesichert. Die 24 Stunden vom Nürburgring, über die legendäre Nordschleife. Motorsport-Herz, was willst du mehr? Lars, Motorsport-Fan „Einfach das zusammen feiern, Spaß haben und natürlich auch das Rennen selbst, wenn die Autos hier vorbei knallen, das ist halt das Feeling, das macht es aus.“ Die familiäre Atmosphäre, das nimmermüde Werkeln in der Boxengasse – Markenzeichen des 24-Stunden-Rennens in der Eifel. Heute Vormittag drehen in einer Sonderwertung bereits die Youngtimer ein paar Rennrunden. Ältere Kisten, mittlerweile weit entfernt vom aktuellen Stand der Technik. Da gehört der ein oder andere Extra-Schnörkel fast schon zum Standard. Die Veranstalter sind froh, dass nach zwei Jahren Corona das Spektakel wieder wie früher über die Bühne gehen kann: Michael Kramp, 24-Stunden-Rennen Nürburgring „Es sind einfach Zuschauer da, das ist der Riesenunterschied. Wir haben ja zwei Jahre Veranstaltung gehabt, also es gab das 24-Stunden-Rennen, aber ohne Zuschauer. Das ist nicht mal die Hälfte wert und das merken wir als Organisation beim ADAC, aber das merkt jeder Fahrer, jedes Team. Die haben einfach alle wieder Lust und schön, dass die Fans wieder da sind.“ […]

  • „Hellhörig“ – Benefizkonzerte für die Ukraine

    „Hellhörig“ – Benefizkonzerte für die Ukraine

    Wer in Frankfurt wohnt oder arbeitet, der hat im Mai jeden Dienstag die Gelegenheit in der Mittagspause ein Konzert zu hören. Hellhörig heißt die Konzertreihe. Live mitten in der City, in der Katharinenkirche an der Hauptwache. Mittags um 13.15 Uhr. 45 Minuten klassische Musik.   Normalerweise spielt das Frankfurter  Museumsorchester in der Oper oder in der Alten Oper. In der Katharinenkirche spielen die Musiker für einen guten Zweck. Sie sammeln, um neu angekommene Kinder aus der Ukraine zu unterstützen. Der Eintritt für die „Hellhörig“-Konzerte ist frei. Jeder kann so viel Geld ins Körbchen legen, wie er mag. Peter Josiger, Kontrabassist Museumsorchester Frankfurt: „Wir haben das Gefühl, dass ich Jahr 2022 ein Orchester einfach mehr tun muss, als nur Konzerte und Opernvorstellungen zu spielen. Wir haben auch einen gesellschaftlichen Auftrag. Wir sind öffentlich finanziert und wir möchten einfach was zurückgeben in die ganze Gesellschaft. Deswegen haben wir gesagt, wir machen die Konzerte und sammeln für einen guten Zweck.“ Das nächste Hellhörig Konzert findet kommenden Dienstag statt. Das Frankfurter Museumsorchester will jetzt immer im Frühling und im Herbst in der Katharinenkirche für einen guten Zweck spielen.

  • „Hinauf, hinauf zum Schloss“ – Dauerausstellung im Hambacher Schloss

    „Hinauf, hinauf zum Schloss“ – Dauerausstellung im Hambacher Schloss

    Eigentlich wäre ja erst am Freitag der optimale Tag der Wiedereröffnung der Dauerausstellung im Hambacher Schloss in Neustadt an der Weinstraße. Denn am 27.5. startete 1832 das Hambacher Fest. – Bis zum 1. Juni wurde gefeiert, debattiert und politisiert. Das Hambacher Schloss gilt als Wiege der Demokratie. Warum das so ist, erklärt die neugestaltete Dauerausstellung, die seit heute besucht werden kann. Es ist viel los am 27. Mai 1832. Rund 30 000 Menschen aus ganz Deutschland, aus Frankreich und aus Polen versammeln sich auf dem Hambacher Schloss. Es sind liberale Bürger. Sie fordern Presse-, Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Das Hambacher Fest gilt als Geburtsstunde der Demokratie. Dr. Kristian Buchna, Stiftung Hambacher Schloss Sie sind eingetreten für politische Forderungen, für die deutsche Einheit. Für politische Grundrechte, für Freiheitsrechte und für ein solidarisches Europa. Und all das haben sie getan unter der schwarz/rot/goldenen Fahne, die sie damals als auch ein obrigkeitskritisches Symbol genutzt haben. Insofern geht alleine dieses Symbol unserer freiheitlichen Demokratie auf das Hambacher Fest zurück. Alles über das Hambacher Fest gibt es ab heute im Schloss in einer neugestalteten Dauerausstellung zusehen. Eine Preview-Führung gab es gestern Abend für Demokraten von heute. – Hüte, die Geschichten über demokratische Grundsätze erzählen. Und die Frage: Was sind wichtige Ziele für dich. – Eine Ausstellung, die auch zum Nachdenken und Mitmachen anregen soll. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz Gefällt mir sehr gut, weil ich glaube, wenn man mal so einen Blick wirft, beispielsweise jetzt mitten in Europa haben wir gerade Krieg, es ist schrecklich in der Ukraine. Umso wichtiger ist es, dass wir gerade für junge Leute von Anfang an Geschichte vermitteln. Aber nicht nur mit Blick nach hinten, sondern mit Blick nach vorne. Zu begreifen, dass Demokratie ein Geschenk ist. Demokratie und Patriotismus schließen sich nicht aus. Man kann ruhig stolz auf die Verfassung […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick vom 23.05.2022

    Weitere Nachrichten im Überblick vom 23.05.2022

    +++ Hessen unterstützt Sinti und Roma +++ Wissler will wieder antreten +++ Ziele beim Wohnungsbau in Gefahr +++ Keine umfassenden Chat-Kontrollen +++ Hessen unterstützt Sinti und Roma: Das Land Hessen hat heute den Staatsvertrag mit dem hessischen Landesverband Deutscher Sinti und Roma um weitere 10 Jahre verlängert. Der Vertrag hat große Bedeutung für die Anerkennung der nationalen Minderheit: Volker Bouffier (CDU), Ministerpräsident Hessen: „Noch heute erleben sie Ausgrenzung, Ablehnung, ja zuweilen auch Hass. Deshalb ist es notwendig, dass sie ihre Kultur pflegen können, dass wir Begegnungsstätten haben. Es wird in Darmstadt ein Museum dazu geben. Und diese Arbeit erfordert natürlich eine Unterstützung. Und die garantieren wir durch unseren Staatsvertrag.“ Dieser sieht unter anderem vor, dass die jährliche Förderung des Landesverbandes ab 2025  von derzeit 300.00 Euro auf 500.000 Euro erhöht wird. Wissler will wieder antreten: Die hessische Politikerin Janine Wissler will Bundesvorsitzende der Linken bleiben. Sie wolle ihren Beitrag dazu leisten, dass die Partei Vertrauen zurückgewinne und wieder erfolgreich werde. Deshalb werde sie sich auf dem Bundesparteitag in Erfurt erneut zur Wahl stellen. Wissler führt die Partei derzeit alleine, nachdem ihre Co-Vorsitzende Susanne Hennig-Wellsow im April zurückgetreten war. Ziele beim Wohnungsbau in Gefahr: Die IG Bauen Agrar Umwelt hat heute von Bund und Ländern einen Sonderpakt für den sozialen Wohnungsbau gefordert. Eine Senkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent würde die Baukosten deutlich verringern. Außerdem könnten Millionen neuer Wohnungen entstehen, wenn unter anderem nicht genutzte Büroflächen im Wohnraum umgewandelt würden.  Anlass für die Forderungen waren die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden. Demnach wurden im vergangenen Jahr nur rund 290.000 Wohnungen neu gebaut. Ziel der Bundesregierung sind jährlich 400.000 neue Wohnungen. Keine umfassenden Chat-Kontrollen: Der rheinland-pfälzische Justizminister Herbert Mertin hat den Vorschlag der EU-Kommission für Chat-Kontrollen im Kampf gegen Kindesmissbrauch kritisiert. Es sei sinnlos, Unmengen an Daten […]

  • Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz

    Rheinland-Pfalz-Tag in Mainz

    Fröhlich und fastnachtig – mit diesen zwei Worten könnte man den Rheinland-Pfalz-Tag am Wochenende in Mainz ganz gut auf den Punkt bringen. Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause haben die Rheinland-Pfälzer das Feiern nicht verlernt. Zum 75. Geburtstag des Landes gab es ein buntes Programm, fast durchweg schönes Wetter und eine gehörige Portion Rheinland-Pfalz. Eine große Show auf dem Rhein. Spezialkräfte der Polizei und Feuerwehr zeigen ihr Können. Eines der Highlights des 36. Rheinland-Pfalz-Tages, der in den vergangenen drei Tagen mehr als 300.000 Besucher nach Mainz lockte. Zudem fiel das Fest mit dem 75. Geburtstag von Rheinland-Pfalz zusammen. Für viele Besucher war da Mainz als Landeshauptstadt genau der richtige Gastgeber. Nadja Salameh: „Mainz ist toll. Mainz hat Geschichte und tolle tolle Menschen.“ Michael Rau: „Ich bin gebürtiger Mainzer. Wohne aber jetzt am schönen Bodensee und bin extra für den Rheinland-Pfalz-Tag hergekommen und besuche meinen ehemaligen Kollegen, mit dem ich zusammen gelernt habe.“ Lisa Frey: „Es gibt immer irgendwie was zu feiern in Mainz. Ob es Fastnacht ist oder jetzt der Rheinland-Pfalz-Tag. Ja, Mainz ist halt einfach eine schöne Stadt und das muss man halt feiern.“                Sport, Kultur, Wirtschaft und Soziales: Insgesamt 330 Stände sorgten für ein vielfältiges Angebot. Darunter auch die Medienanstalt Rheinland-Pfalz mit Informationen zu den Themen Hatespeech im Internet und Jugendmedienschutz. Auf insgesamt fünf Bühnen wurde für musikalische Unterhaltung gesorgt. Wie hier, von der Mainzer Band Chic Times. Dieses Fest zeigt: Die Menschen haben das Feiern nicht verlernt. Auch nicht nach zwei Jahren Coronapause. Richard Schreiber: „Es ist wunderbar, dass man wieder ein bisschen raus kann. Dass alles wieder ein bisschen offener ist.“ Elena Klein und Lina Dammel: „Endlich mal wieder! Also es fühlt sich richtig gut an mal wieder rauszukommen und was zu unternehmen. Ich finde man braucht so einen Moment um wieder reinzukommen. Und wenn man dann […]

  • Meinungsfreiheit in Krisenzeiten – Interview mit LPR-Direktor Joachim Becker

    Meinungsfreiheit in Krisenzeiten – Interview mit LPR-Direktor Joachim Becker

    Die Welt von gestern – sie scheint nicht mehr zu existieren: Wohin man blickt, welche Nachrichten man schaut: Überall herrscht Krisenstimmung. Was macht das mit uns – und wie müssen freie Gesellschaften darauf reagieren? Darüber spreche ich gleich mit Joachim Becker, dem Direktor der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Doch wir starten mit einem Blick auf die Lage. Massive Krisen reißen Deutschland spätestens seit 2015 mit dem Aufkommen der gewaltigen Flüchtlingsbewegung aus seinem Dornröschenschlaf.  2020 startete das Coronavirus seinen Lauf um die Welt – die Pandemie stellte das gewohnte Leben von uns allen auf den Kopf. Die Maske war das sichtbare Zeichen dieser Virusherrschaft – doch viel massiver wirkten die gewaltigen Lockdowns mit Schulschließungen und scharfen Ausgangssperren. Corona legt wie stets im Frühling eine kleine Pause ein – doch zum Atemholen kommen die westlichen Gesellschaften nicht: Am 24. Februar startet Putins Russland die Invasion in die Ukraine – mit unbeschreiblichem Terror und lange nicht mehr gekannter Gewalt. Ob sie das Zeug zum dritten Weltkrieg hat – wer weiß. Und der gefürchtete Klimawandel ist medial wie tatsächlich weiterhin präsent und bedroht alte Modelle, wie wir leben und wirtschaften. Fest steht: Die geballte Ansammlung von Krisen kann unübersehbare Folgen haben. In ihrem Gefolge drohen Demokratien instabil zu werden. Denn: Krisen bringen verengte Weltbilder hervor. Meinungen werden radikaler und lassen Gegenmeinungen nicht mehr zu. Hier kommen vor allem auf die Medien wichtige Aufgaben zu, wie ein Forum der LPR unlängst in Frankfurt konstatierte. Prof. Viktor Mayer-Schönberger, Internet Governance and Regulation, University of Oxford: „Als Journalist oder als Journalistin kann ich den anderen die Bühne geben für ihre Meinungen. Für ihre Informationen. Aber das erlaubt mir auch, danach zu sagen, was ich davon halte.“ Auch Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann, CDU,  ist es sehr wichtig, dass die Presse vor allem in der […]

  • Probenauftakt bei den Bad Hersfelder Festspielen

    Probenauftakt bei den Bad Hersfelder Festspielen

    Und nun gehen wir nach Osthessen, genauer gesagt nach Bad Hersfeld. Ein Name, bei dem das Herz von Theaterfans höher schlägt. Zum 71. Mal finden dort die berühmten Festspiele statt. Heute war Probenbeginn und wieder einmal hat der Intendant bekannte Gesichter in sein Ensemble geholt. Und er bringt wieder einmal ein Stück Weltliteratur auf die Bühne. Die Stimmung ist gut beim Probenauftakt in Bad Hersfeld. Wohl auch deshalb, weil nach zwei Jahren Corona-Einschränkungen endlich wieder normale Festspiele erwartet werden. Intendant Joern Hinkel wird die Stiftsruine zur Kathedrale machen. Er inszeniert Victor Hugos Roman „Der Glöckner von Notre Dame“. Joern Hinkel, Intendant Bad Hersfelder Festspiele: „Es ist vor allem ein Plädoyer gegen jede Art von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Und es ist eine sehr, sehr große Liebesgeschichte. Viele Menschen kennen nur den Film, kennen vielleicht auch eine Theaterfassung, aber der Roman hat viel, viel mehr zu bieten, ist sehr viel vielschichtiger. Deshalb haben wir bestimmt auch an die siebzig Rollen auf der Bühne.“ Die siebzig Rollen werden von gut einem Dutzend Schauspielern dargestellt. Eine der Hauptrollen übernimmt Richy Müller. Er spielt den frommen Geistlichen Claude Frollo, der aus Liebe wahnsinnig wird und eine Kette von Unglücken auslöst. Richy Müller, „Claude Frollo“: Meine Aufgabe ist es eben, ihn nicht nur finster dastehen z lassen. Sondern, dass man auch etwas in ihm erkennt, dass er auch Mensch ist und nicht nur wie so’n Dämon durch’s Stück läuft. Er wird wahrscheinlich die finstere Figur sein, aber ich hoffe mir gelingt es, dass man auch den Mensch dahinter sieht.“ Erstmals ist Fernsehstar Walter Plathe in Bad Hersfeld mit dabei. Wer sechzehn Jahre lang im Fernsehen einen immer freundlichen Landarzt gespielt hat, freut sich auch mal über eine andere Rolle. Walter Plathe, „Ludwig XI.“: „Diese Rolle, also Ludwig der Elfte, ist ja ein kleines Mistvieh. Also, der […]

  • Schwertransport: Römerkopf zieht um

    Schwertransport: Römerkopf zieht um

    Einen spektakulären Transport gab es heute Vormittag im Mainzer Landesmuseum. Es geht um diesen 360 Kilo schweren Römerkopf. Noch steht er auf einem Schwerlast-Regal in der Steinhalle des Museums. Per extra angemietetem Spezialkran wird der Steinkoloss aus einer Höhe von zirka 3 Metern 50 heruntergehoben. Der bärtige Mann der Antike kommt unversehrt auf dem Boden an. Zum Glück, denn der dargestellte Römer ist wohl ein echter Promi. Ein Neffe Konstantin des Großen, der im Jahre 357 die Germanen aus Mainz vertrieben hat. Dr. Birgit Heide, Direktorin Landesmuseum Mainz: „Wir vermuten auf Grund der Darstellung, dass es ein Kaiserportrait ist und aufgrund des Bartes und der Haardarstellungen, gibt es gute Vergleiche zu Kaiser Julian. So dass wir davon ausgehen, dass er hier wahrscheinlich auch dargestellt worden ist.“ Roger Lewentz (SPD), Innenminister Rheinland-Pfalz: „Der Kopf geht in eine Ausstellung, die am 10. Juni hier im Landesmuseum eröffnet wird, die sich mit der Spätantike in Mainz und in Köln beschäftigt. Eine Epoche, von der man nicht viel Überreste an denen man dokumentieren Könnte, deshalb ist es immer sehr intensiv die Aufarbeitung zu betreiben.“ Die Ausstellung Mainz und Köln zwischen Antike und Mittelalter ist bis Ende Januar 2023 im Mainzer Landesmuseum zu sehen.  

  • Zeitzeugen des Holocaust sprechen mit Schülern

    Zeitzeugen des Holocaust sprechen mit Schülern

    „Fragt uns, wir sind die letzten“ – unter diesem Motto sprechen Schüler aus Rheinland-Pfalz diese Woche mit Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts. Die zentrale Frage dabei ist: Wie geht es weiter mit der Erinnerungskultur in Deutschland und dem Gedenken an die NS-Vergangenheit, wenn keine Zeitzeugen mehr am Leben sind?   Alodia Witaszek-Napierala: „Als der Zweite Weltkrieg angefangen hat, habe ich in unserem Haus gewohnt mit meiner Mama, mit meinem Vater und meinen zwei Geschwistern.“   Die Deutschen ermorden den Vater und deportieren die Mutter nach Auschwitz. Alodia Witaszek und ihre Schwester aber werden verschleppt – wegen ihrer blonden Haare und blauen Augen. Dann … Alodia Witaszek-Napierala: „… haben Sie gesagt, dass wir beide Kinder der arischen Rasse sind.“   Alodia soll wegen ihrer „arischen Rasse“ in ein sogenanntes „Lebensborn“-Heim: In diesen Heimen erzieht die SS hunderttausende Kinder zu Deutschen um  – damit Familien aus dem Reich sie adoptieren. Aus Alodia Witaszek wird Alice Wittke. Als einer der wenigen Lebensborn-Kinder kehrt sie später wieder zurück zu ihrer Familie – denn ihre Mutter überlebt Auschwitz. Das Interesse der Schüler ist groß. Schülerin: „Ich wollte fragen, ob sie sich mehr ihrer deutschen oder ihrer polnischen Familie zugehörig fühlen.“ Schülerin: „Sie haben ja gesagt, dass Sie nach Hause gekommen sind und ihre polnische Mutter nicht mehr erkannt haben. Wie haben Sie sich dabei gefühlt?“ Noch können Überlebende Fragen beantworten. Überlebende wie auch Henriette Kretz. Der Regisseur Edmund Bohr hat einen Film über sie gedreht. Für die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig eine Möglichkeit, für Zeitzeugenarbeit nach den Zeitzeugen. Stefanie Hubig (SPD), Bildungsministerin Rheinland-Pfalz: „Zeitzeuginnen und Zeitzeugen bei uns werden älter und sind schon sehr betagte Leute und wir müssen gucken, dass wir ihre Aussagen konservieren, dass wir sie behalten können und deshalb gibt es diese Filme, damit auch spätere Generationen unmittelbar hören und […]

  • Freibäder öffnen früher als geplant

    Freibäder öffnen früher als geplant

    „Pankraz, Servaz und Bonifaz machen erst dem Sommer Platz“ – das ist eine Bauernregel über die Eisheiligen, die dieses Jahr so gar nicht stimmt. Denn heute zum Start der Eisheiligen haben wir Temperaturen um die 30 Grad gemessen. Da ließ es sich auch manches Freibad nicht nehmen, die Badesaison etwas früher als sonst zu eröffnen. Wie zum Beispiel in Frankfurt. Heute Morgen um 9 Uhr: Das Silobad in Frankfurt-Höchst öffnet seine Pforten. Karmen Crecelius ist die erste an der Kasse. Die 72-Jährige will sich gleich den besten Platz sichern. Schnell rein in die Badeklamotten und dann ab ins Wasser – die erste Bahn der neuen Badesaison schwimmen. Karmen Crecelius, Rentnerin „Jch gehe normalerweise früher und ich hab eigentlich noch ein bisschen was vor heute. Deswegen musste ich schon sehen, dass ich auch gleich zu Anfang reinkomme.“ Dann wollen wir die aktive Rentnerin mal nicht länger aufhalten. Ab morgen öffnet das Silobad dann auch schon um sieben. Normalerweise beginnt die Saison im Stadtteil Höchst frühestens eine Woche später, doch in diesem Jahr ging alles ganz schnell. Boris Zielinski, Geschäftsführer Bäderbetriebe Frankfurt „Aufgrund der Wettervorhersagen von 30 Grad und vor allem auch aufgrund der vielen Nachfragen, die wir haben – wann wir denn die nächsten Freibäder öffnen? -, deshalb haben wir uns entschieden und gesagt: Wir kriegen’s hin. Ab heute hat auch das Silobad im Frankfurter Westen auf.“ Während auf der Liegewiese nebenan noch die letzten Bretter festgezogen werden, füllt sich das Freibad langsam. Die Beweggründe, gleich am ersten Tag in der Frühe herzukommen, sind ganz unterschiedlich. Svenja Ulrich „Ich war als Kind sehr oft hier mit meiner Familie. Und jetzt mit meiner besten Freundin heute mal hergekommen. Wir haben gesagt, wir wollen heute ins Freibad, den ersten Tag schönes Wetter genießen. Und da haben wir uns das hier ausgesucht, so ein […]