Kultur

  • Zerbrechliche Kunstwerke

    Zerbrechliche Kunstwerke

    Wenn man einen Weihnachtsbaum aufstellt, dann will der natürlich auch geschmückt werden. Viele verwenden dafür gerne Christbaumkugeln. Heutzutage werden die Kugeln meistens maschinell und in Massen hergestellt. Ganz anders als früher, da wurden Sie noch per Hand gefertigt oder – besser gesagt – mit dem Mund. Wir sind in Willingen eingetaucht in die Kunst des Glasblasens. Jedes Stück ein Unikat. Mit viel Gefühl bläst Tadashi Torii in die Glasmasse. Dabei wichtig: Das Material muss immer in Bewegung bleiben und darf nicht zu kalt werden. Seit über 25 Jahren ist der gebürtige Japaner bereits Glasmacher. Tadashi Torii, Glasmacher „Wenn das Timing zu schnell oder zu langsam ist, kann ich nicht das perfekte Stück machen. Man muss immer wissen, wie heiß das Glas ist. Aber das kommt mit der Länge der Erfahrung. Bei etwa 1.200 Grad Celsius wird das Glas geschmolzen. Erst dann ist es flüssig genug, um verarbeitet zu werden. Das heiße Material wird in farbigem Glasmehl gewälzt und noch einmal erhitzt. Dann wird es mit einem Holzlöffel in Form gebracht und schließlich aufgeblasen. Zwischendurch muss das Glas immer wieder erhitzt werden. Solange bis die Kugel die perfekte Rundung hat. Nach dem Abschlagen muss der Christbaumschmuck vollständig auskühlen. Tadashi Torii, Glasmacher „Die Temparatur ist jetzt bei 500 Grad. Die fertige Kugel muss in dem Kühlofen langsam abkühlen. Das dauert ungefähr 13 Stunden. Wenn das Glas zu schnell abkühlt, geht es kaputt.“ Die Spannung in dem Glas ist so hoch, dass es bei zu großen Temperaturunterschieden einfach reißen würde. Dieses Problem hat Sebastian Hartmann nicht. Seine Kugeln sind sehr viel dünner. Dadurch kühlen sie schneller ab. Sebastian ist im Gegensatz zu Tadashi kein Glasmacher, der mit geschmolzenem Glas arbeitet, sondern Glasbläser. Sebastian Hartmann, Glasbläser „Der Glasbläser teilt sich in sehr viele Arbeitsschritte oder Berufsgruppen auf. Und er verarbeitet nur fertiges Glas; also […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Hessen beschließt neues Grundsteuergesetz — Revision nach Cyberbunker-Urteil — Fraport erhöht Gebühren — Bischof Ackermann lehnt Rücktritt ab Neues Grundsteuergesetz beschlossen Der hessische Landtag hat eine Reform der Grundsteuer verabschiedet. Nach dem neuen Gesetz soll sich die Höhe der Steuer künftig nach der Größe der Häuser und Grundstücke sowie nach deren Lage und Nutzen richten. Die SPD-Opposition kritisierte das als ungerecht. Für eine Immobilie, die in einem innenstadtnahen sozialen Brennpunkt liege, müssten dann genauso hohe Steuern bezahlt werden wie für eine gleichgroße Villa in bester Stadtlage. Die Grundsteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen. Sie trifft neben den Eigentümern der Grundstücke und Häuser über die Nebenkosten auch die Mieter. Revision nach Cyberbunker-Urteil Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz will das Urteil des Landgerichts Trier überprüfen lassen. Es hatte am Montag alle acht Angeklagten wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu Haftstrafen verurteilt. Nach Ansicht der Richter hatten sie jahrelang in einem alten Bunker an der Mosel ein Rechenzentrum betrieben, über dessen Server viele kriminelle Geschäfte liefen. Vom Vorwurf der Beihilfe zu den Straftaten wurden die Angeklagten freigesprochen. Das hält die Staatsanwaltschaft für einen Fehler. Fraport erhöht Gebühren Am Frankfurter Flughafen müssen die Fluggesellschaften ab dem kommenden Jahr höhere Gebühren für Starts und Landungen bezahlen. Sie steigen im Schnitt um 4,3 Prozent. Nachlässe gibt es für besonders leise und energieeffiziente Flugzeuge. Ziel sei es, so der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, dass die Fluggesellschaften Frankfurt mit ihren leisesten Maschinen anfliegen. Ackermann lehnt Rücktritt ab Der Trierer Bischof Stephan Ackermann wird sein Amt als Missbrauchsbeauftragter der Katholischen Kirche nicht niederlegen. Die Vereinigung der Missbrauchsopfer im Bistum hatte seinen Rücktritt gefordert, weil die Kirche die Aufklärung der Fälle verschleppe. Ackermann wies das zurück. Der Missbrauch werde seit Jahren konsequent aufgearbeitet. Künftig solle es dafür aber nicht nur einen Missbrauchsbeauftragten geben, sondern ein Gremium aus mehreren Fachleuten.

  • Weihnachtsbäcker in Schnorbach

    Weihnachtsbäcker in Schnorbach

    Heute öffnen wir das 15. Türchen an unserem Adventskalender. Wir backen mit Ihnen Plätzchen, genauer: Der beste deutsche Jungkonditor rührt für Sie den Teig. Letzten Monat hat Johannes Dhein aus Schnorbach im Hunsrück den Titel geholt, er konnte sich gegen die besten Nachwuchskonditoren aus allen Bundesländern durchsetzen. Zimtsterne, Vanillekipferl, Butterstollen. Es wird gebacken, was das Zeug hält. Weihnachten heißt Stress für Zuckerbäcker! Doch der beste der Besten hat sich für uns Zeit genommen. Es gibt Hunsrücker Weihnachtsplätzchen! Johannes Dhein, 1730 SAT.1 live Weihnachtsbäcker „Ich habe mir ausgesucht einen ganz herkömmlichen Buttermürbeteig mit Ei. Den rollen wir aus und jeder hat natürlich zuhause einfach Ausstecher, da kann man nehmen nach Belieben. Ich hab jetzt hier einen Stern in der Mitte ausgesucht. Einfach ausstechen, nachher mit Johannisbeerkonfitüre füllen und mit Puderzucker abstreuen. Und dann haben wir ein schönes Weihnachtsplätzchen.“ Mehl, Butter, Zucker, Eier und Konfitüre. Mehr Zutaten braucht Johannes Dhein nicht. Alles wird zusammen geknetet. Aber bitte der Reihe nach! Johannes Dhein, 1730 SAT.1 live Weihnachtsbäcker „Ungefähr so drei Minuten. Die Butter und der Puderzucker, dann ca, vier Minuten etwas schneller noch mal mit dem Ei und dann wird das Mehl noch mal einfach unter gehoben.“ Das Kneten übernimmt die Maschine. Zeit für Deutschlands besten Jungkonditor, uns mal zu verraten, was man denn alles tun muss, um den Titel zu gewinnen. Johannes Dhein, bester deutscher Jungkonditor „Wir hatten insgesamt zehn Stunden Zeit, auf zwei Tage verteilt. Die ganze Produktpalette bestückte sich mit verschiedenen Pralinen, Desserts, zwei verschiedenen Torten, Marzipanfiguren und noch einem Schaustück, das konnte man aus Zucker herstellen, oder auch aus Schokolade.“ Der Teig ist inzwischen fertig. Ein riesen Batzen für viele Plätzchen! Noch heißt es abwarten! Johannes Dhein, 1730 SAT.1 live Weihnachtsbäcker „Müssen ihn dann erst noch in den Kühlschrank legen für ein paar Stunden. Besser ist es über Nacht, […]

  • Weihnachtsbaum selbst schlagen

    Weihnachtsbaum selbst schlagen

    Wie steht es eigentlich um Ihren Weihnachtsbaum in diesem Jahr? Falls Sie noch auf der Suche sind: Wie wäre es denn damit, ihn einfach selbst zu schlagen? Vielerorts ist das ganz legal möglich. Der Countdown läuft – denn bis Heiligabend sind es nur noch zehn Tage. Alle Jahre wieder ist er der Star im Wohnzimmer von Millionen Deutschen: der Weihnachtsbaum. Tannengrün und Lichterglanz machen das Fest zur runden Sache und haben einfach Tradition. So auch für Familie Heidebrecht aus Hüttenberg bei Wetzlar. Doch mit einer Tradition wollen sie in diesem Jahr brechen – und den Weihnachtsbaum nicht wie sonst beim Händler um die Ecke holen. Eva Heidebrecht, Mediengestalterin aus Hüttenberg „Ja, das ist natürlich schon jetzt irgendwie so neie Aktion, gemeinsam als Familie. Man macht sich bereit, geht in den Wald und, genau, sägt den Baum. Das ist natürlich schon so ein Naturerlebnis auch irgendwie. – Definitiv, ja.“ Zusammen mit ihren Töchtern Alma und Ida begeben sich Jonas und Eva Heidebrecht auf die Suche nach ihrem ganz persönlichen Weihnachtsbaum. Unterstützung bekommen Sie von Karl-Wilhelm Fladerer, der hier nördlich von Wetzlar auf über einem halben Hektar rund 2.000 Bäume anbaut. Darunter heimische Fichten, Kiefern und Tannen. Sein Geheimtipp: die Korktanne. Karl-Wilhelm Fladerer, Weihnachtsbaumanbauer aus Haiger „Die Korktanne ist immer ein schmaler Baum, wie man das hier sehen kann. Aber sie ist ein dichter Baum. Sie hat einen starken Harzüberzug auf den Nadeln und verliert damit sehr wenig Wasser. Behält im Weihnachtszimmer Farbe und Form und verliert keine Nadeln.“ Doch Familie Heidebrecht kommt es auch auf andere Werte an. Und so fällt die Entscheidung am Ende auf diese sechs Jahre alte Nordmanntanne. Jonas Heidebrecht, evangelischer Jugendreferent aus Hüttenberg „Der ist uns direkt ins Auge gesprungen. Er hat eine gute Größe, so 1,60 ungefähr. Passt perfekt rein, perfekt auf das kleine Tischchen. Nicht […]

  • Der 17:30-Adventskalender: Wer baut das schönste Lebkuchenhaus?

    Der 17:30-Adventskalender: Wer baut das schönste Lebkuchenhaus?

    Haben Sie auch schon mal ein Lebkuchenhaus gebaut? Dazu müssen Sie eigentlich nur Lebkuchen mit Zuckerguss zusammenkleben und schön verzieren. Doch für die Teilnehmer des Lebkuchenbau-Wettbewerbs, den das Zentrum Baukultur in Mainz veranstaltet, soll es in diesem Jahr hoch hinausgehen. Wir haben eine Teilnehmerin beim Bau begleitet. Türchen auf für die Lebkuchen-Baustelle im „17.30 Sat.1 live Adventskalender“. Lebkuchenteig, Spaghetti und ein kreativer Kopf – das sind die Zutaten für ein Lebkuchenhaus à la Anna Effenberger. Anna Effenberger, Studierende Innenarchitektur „Ich bin neugierig und ich mag das auch gerne, so ein bisschen rumzuprobieren und zu experimentieren. Ich bin gespannt, was bei rauskommt.“ Anna nimmt am diesjährigen Lebkuchenbau-Wettbewerb mit dem Motto „Vertikales. Hoch hinaus!“ teil. Gleichzeitig wird ihr Bauwerk als Prüfungsleistung im Rahmen ihres Innenarchitekturstudiums gewertet. Mal was ganz anderes als die üblichen Modellarbeiten im Studium. Anna Effenberger, Studierende Innenarchitektur „Ich hab‘ noch nie Lebkuchen gebacken, hab‘ noch nie damit modelliert und versuch‘ das jetzt einfach mal als Experiment anzunehmen.“ Ein Experiment mit gewissem Druck, denn Anna hat nur einen Tag Zeit für ihr Lebkuchenhochhaus und gebaut werden darf ausschließlich mit Lebensmitteln. Plan A: Ein Turm aus Lebkuchenringen verstärkt durch Spaghetti. Anna Effenberger, Studierende Innenarchitektur „Ich glaub‘, ich mach‘ die Spaghetti am Ende, das scheint jetzt irgendwie nicht so zu funktionieren.“ Es will einfach nicht klappen. Die Spaghetti sind zu zerbrechlich, um sie in den Teig zu fädeln. Und ohne Stützte kippt der Turm nach innen zusammen. Ein neuer Plan muss her, denn aufgeben kommt für Anna nicht in Frage. Anna Effenberger, Studierende Innenarchitektur „Aber gleichzeitig ist halt auch der Druck da, dass jetzt irgendwas schon entstehen sollte, was mich bestehen lässt. Und deswegen hoffe ich natürlich, dass jetzt irgendwann auch mal was klappt. Das wäre schön.“ Plan B funktioniert auf Anhieb besser. Anna hat sich für einen Turm aus Lebkuchenleitern entschieden, […]

  • David Schwezoff – der erste Landesrabbiner von Rheinland-Pfalz

    David Schwezoff – der erste Landesrabbiner von Rheinland-Pfalz

    Schon oft haben wir hier in der Sendung über die Schum-Städte gesprochen: Mainz, Worms und Speyer – im Mittelalter die führenden religiösen Zentren des Judentums in Europa, jetzt UNESCO-Welterbe-Stätte. Seit heute nun hat Rheinland-Pfalz einen Landesrabbiner. Mehr jetzt zu der ungewöhnlichen Personalie. Er ist der neue Landesrabbiner in Rheinland-Pfalz. Genauer gesagt, der erste, den es jemals gab – David Schwezoff. Geboren und aufgewachsen ist er in Ungarn. Seine Familie stammt teils aus Russland, teils aus Deutschland. Studiert hat er unter anderem in Israel und den USA. Und jetzt also Rheinland-Pfalz. David Schwezoff, Landesrabbiner RLP „Ich interessiere mich schon lange für das jüdische Leben und das bedeutende Erbe dieser Gegend. Dies ist die Heimat und das Herz des europäischen Judentums. Es ist mir eine große Ehre, einen Beitrag für die jüdischen Gemeinden und die gesamte Gesellschaft in Rheinland-Pfalz zu leisten.“ Für die neue Aufgabe ist der 42-Jährige extra nach Deutschland, genauer gesagt nach Koblenz gekommen. Seine Aufgaben sind vielfältig. Von Hochzeiten und Beerdigungen bis zum Dialog mit Politik und Gesellschaft ist alles dabei. David Schwezoff, Landesrabbiner RLP „Werde mich weiter um bessere Beziehungen zu allen Menschen in Rheinland-Pfalz bemühen und unser Land in seiner Aufgabe dabei unterstützen, dass unsere Gesellschaft als eine glückliche und fröhliche Gesellschaft erhalten bleibt und unser Alltag auf gegenseitigem Respekt und Liebe basiert.“ Eine seiner Hauptaufgabe wird die Pflege der rund 400 jüdischen Friedhöfe im Land sein. Nur noch etwa zehn davon werden aktiv Betrieben. David Schwezoff, Landesrabbiner RLP „Wir müssen dafür sorgen, dass die Friedhöfe richtig gepflegt werden, die Gräber in gutem Zustand sind. Es ist schwierig, denn es leben keine Familien der hier Begrabenen mehr. Aber die Gräber und Friedhöfe müssen laut Tora für immer erhalten bleiben.“ Vor allem beim Landesverband der jüdischen Gemeinden Rheinland-Pfalz setzt man viel Hoffnung in den neuen Landesrabbiner. Avadislav Avadiev, […]

  • Der 17:30-Adventskalender: Promis in Frankfurt servieren Weihnachtsdinner für Obdachlose

    Der 17:30-Adventskalender: Promis in Frankfurt servieren Weihnachtsdinner für Obdachlose

    In der Vorweihnachtszeit öffnet der Römer für einen Abend seine Pforten für Obdachlose. Dann gibt es für die Bedürftigen Weihnachtsgans, serviert von Promis. Unser heutiges Türchen im „17:30 Sat.1 Live Adventskalender“. Wenigstens für einen Abend etwas Wärme und ein Weihnachtsessen genießen. Rund 500 Obdachlose und bedürftige Menschen strömen in den Ratskeller des Frankfurter Römers zu Gänsekeulen mit Klößen und Rotkraut. 30 Prominente aus Politik, Sport und Showbusiness packen mit an und geben den Menschen etwas, das sie sich sonst nicht leisten können. Peter Feldmann, SPD, Oberbürgermeister Frankfurt „Es kann jeden treffen und deshalb glaube ich, es ist wichtig, dass so ein Rathaus als zentraler Ankerpunkt für alle da ist. Und dass wir in unserer Stadt Armut eben nicht verstecken.“ Reiner Calmund, Fußball-Manager-Legende „Das ist wichtig, dass wir diese Menschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, unterstützen. Mit Essen, mit Geschenken, aber auch mit Herz, mit Einstellung.“ Tobias Künzel, Sänger „Die Prinzen“ „Es bewegt mich sehr, muss ich sagen. Die glücklichen Menschen zu sehen, zum Teil auch sehr traurige Gesichter und die strahlenden Augen. Das ist schon wirklich eine sehr bewegende Geschichte.“ Ein wenig Besinnlichkeit und Ablenkung für die Bedürftigen mit kleinen Geschenken und dem einen oder anderen Autogramm. Nachdem das Essen vor einem Jahr coronabedingt ausfallen musste, gilt dieses Mal 2G im Ratskeller. Für nicht Geimpfte oder Genesene gibt es aber draußen im Hof die Weihnachtsgans. Zumindest einmal im Jahr stehen die Obdachlosen im Mittelpunkt. Sven Bender, obdachlos „Also, das Essen war super. Ich bin selber seit zwei Jahren arbeitslos und obdachlos. Und so ein Essen habe ich noch nie gehabt.“ Gerhard Wächter, obdachlos „Ich freue mich das ganze Jahr über auf dieses Treffen.“ – „Warum?“ – „Ich bin unter Menschen.“ Bereits zum neunten Mal wird das Essen von Medienmanager Bernd Reisig und seiner Stiftung „helfen helfen“ veranstaltet. […]

  • Der Mann im Turm

    Der Mann im Turm

    Diesen Turm kennen viele – das Wahrzeichen von Worms: der Nibelungenturm. Wussten Sie aber auch, dass man darin wohnen kann? Henrik Arlt aus Aachen ist für ein Jahr der Turmherr. Das ist zwar schön, aber auch ganz schön anstrengend. Die erste feste Brücke über den Rhein in Worms gibt es seit über 120 Jahren. Am 26.03.1900 ist sie eingeweiht worden. Heute verbindet die Ernst-Ludwig-Brücke Hessen mit Rheinland-Pfalz. Einer von ursprünglich zwei Brückentürmen steht noch: Der Wormser Nibelungenturm. Hier macht Henrik Arlt sein Freiwilliges Soziales Jahr. Gut zu Fuß muss der 18-Jährige sein, denn einen Aufzug gibt es nicht. Henrik Arlt, absolviert sein FSJ im Wormser Nibelungenturm „Man gewöhnt sich auf jeden Fall an die Stufen. Es ist so, dass man am Anfang noch sehr oft schnaufend oben ankommt, aber das ist eine Sache der Übung. Das passiert innerhalb von wenigen Wochen, dass man so oft hoch geht, dass man oben nicht mehr aus der Puste ist. Und bis zum vierten Stock sind es tatsächlich fast 200 Stufen und bis zum 5. Stock also unserem höchsten Stock sind es 225 Stufen.“ Der Treppensteige-Profi ist Pfadfinder. Sein Freiwilliges Soziales Jahr macht er beim christlichen Verband der Pfadfinder. Irgendwie haben es die Verbandsmitglieder geschafft, in den fünften Turmstock ein Klavier hochzubekommen. Henrik Arlt, absolviert sein FSJ im Wormser Nibelungenturm „1975 gab es einen Pachtvertrag und da wurden die Innenräume des Turms an die Pfadfinder damals weitergegeben. Und die Pfadfinder haben daraufhin den Turm ausgebaut, zu Schulungsräumen und einer Jugendherberge.“ Henrik Arlt ist sozusagen der Herbergsvater. Er hält den Nibelungenturm in Schuss, bereitet Veranstaltungen vor, schaut nach, ob alles in Ordnung ist. Dazu gehört auch, das Nachzählen des Besteckbestandes. Der 18-Jährige hat dieses Jahr sein Abitur gemacht. Henrik Arlt, absolviert sein FSJ im Wormser Nibelungenturm „Ich wollte etwas sehr Vielfältiges haben und ich bin […]

  • Uferlichter zaubern Weihnachtsstimmung ins Ahrtal

    Uferlichter zaubern Weihnachtsstimmung ins Ahrtal

    Die Uferlichter – seit Jahren leuchten sie immer in der Weihnachtszeit rund um Bad Neuenahr. Skulpturen in allen Formen, umrankt von Lichterketten, beleuchten dann den Kurpark und die Ahr. Doch der Fluss trat im Juli über seine Ufer. Auch fünf Monate nach der Flut sind die Schäden noch deutlich zu erkennen, hier am Ufer der Ahr. Eine geschmückte und beleuchtete Kurgartenbrücke gibt es dieses Jahr zwar nicht – das Wasser hat sie fortgerissen -, aber der Katastrophe zum Trotz leuchten die Uferlichter in diesem Jahr. Geschmückt wurde auch eine Behelfsbrücke. Christian Lersch, Verein Uferlichter Kultur „Es hat dann zwei Tage gedauert, bis ich hier an die Ahr gekommen bin und erstmal verstanden habe, dass die Kurgartenbrücke weg war und ja – dass so ein Bauwerk einfach verschwinden kann, das war für mich schon irgendwie ein Zusammenbruch. Und mir wurde schnell klar, dass ich gedacht habe, irgendwas müssen wir diesen Winter mit Uferlichtern machen.“ Christian Lersch und sein Kollege Frank Mies sind die Köpfe hinter den Uferlichtern. Zu tun gab es dieses Jahr viel. Denn die Gerüste, Kabel und die geflochtenen Konstruktionen sind dem Wasser zum Opfer gefallen. Rund 100 ehrenamtliche Helfer machten sich an die Arbeit. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Lichter seit dem zweiten Advent wieder leuchten. Dazu gehört auch ein kleiner Weihnachtsmarkt. Handwerker verkaufen ihre Schnitzereien, an den Ständen können Besucher essen – und natürlich Glühwein trinken. Auch Kinder haben ihren Spaß – etwa beim Schlittschaulaufen auf der Eisbahn. Mit dem Start der Uferlichter ist Lersch sehr zufrieden. Christian Lersch, Verein Uferlichter Kultur „Gerade in diesem Jahr ist es einfach ein unglaubliches Gefühl, man ist sehr glücklich, das man so was realisiert bekommen hat, gerade weil man dachte, wir werden dieses Jahr gar nichts haben und dann hat man sowas geschaffen.“ Begeistert sind auch die Besucher […]

  • Riding Santas – Harte Jungs mit ganz weichen Herzen

    Riding Santas – Harte Jungs mit ganz weichen Herzen

    In der Pfalz kommt nicht nur ein, sondern gleich 38 Nikoläuse. Die „Riding Santas“ heizen seit sechs Jahren immer am Nikolaustag durch die Weinberge und stimmen die ganze Region auf die Weihnachtszeit ein. Hier ist unser Adventskalendertürchen Nummer 7. Die Kinder an der Grundschule in Hördt staunen nicht schlecht, als 25 Santa-Mobile auf zwei Rädern ihren Schulhof kurzerhand in eine Weihnachtswelt verwandeln. Ein Weihnachts-Rap von den Viertklässlern mit Tanzeinlage, ein Gedicht von den Erstklässlern und dann sind die Nikoläuse dran. Lisa, Vierte Klasse „Ich fand’s richtig cool, wie die hier reingefahren sind und richtig spannend.“ Sophia, Erste Klasse „Die Motorräder, die sind schon gut geschmückt geworden.“ Maximilian, Vierte Klasse „Ich fand’s echt sau cool, wie sie das alles gemacht haben. Und diesen letzten Song, den fand ich besonders gut.“ Zum Abschluss gibt’s noch einen Sack mit kleinen Geschenken und dann geht’s schon weiter. Rund 160 Kilometer touren die Santas durchs südliche Rheinland-Pfalz, immer mit dem Ziel, den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Winnie, Santa Bikerin „Es ist einfach schön, wenn man die Leute am Straßenrand sieht, wenn man winken kann. Ich habe heute schon mehrere Tränen vergossen.“ Gernot, Santa Biker „Für mich ist es das erste Mal. Ich habe Gänsehaut von unten bis oben, die ganze Zeit. Also es gibt nichts Schöneres.“ Vor allem weil es um den guten Zweck geht. Denn die Biker wollen nicht nur gute Laune verbreiten, sondern sammeln auch Spenden für das Kinderhospiz Sterntaler in Dudenhofen. Bisher sind mehr als 22.000 Euro zusammengekommen, die Spendenaktion läuft aber noch bis Anfang Januar. Außerdem gehe es darum, einfach mal Danke zu sagen, an Lehrer, Erzieher, Pfleger und alle anderen, die in unserem Alltag so wichtig sind. Patrick Kuntz, Ober-Nikolaus „Heute ein kleines Sahnebonbon ist: Die Polizeidirektion in Neustadt will uns als Gäste empfangen bei sich. Das […]

  • Weihnachtspakete für das Ahrtal

    Weihnachtspakete für das Ahrtal

    Weihnachten, das ist die Zeit für Besinnlichkeit, Frieden und Gemeinschaft. Doch für einige Menschen ist es auch eine besonders schwere Zeit – zeigt unser „17:30 SAT.1 LIVE Adventskalender“ heute. Wir sind bei den Betroffenen der Flutkatastrophe im Ahrtal. Dank vieler engagierter Helfer müssen sie trotzdem nicht auf Weihnachtsstimmung verzichten. Der Nikolaus ist da! Für den Weihnachtsmarkt in Mayschoß haben seine Helfer Geschenke im Gepäck. Rund 1.000 gespendete Präsente sind zusammengekommen, gesammelt von mehreren Hilfsorganisationen. Eine davon ist die Obdachlosenhilfe von Markus Machens aus Gießen. Markus Machens, „Markus und seine Freunde auf der Straße“ „Ich stehe hier mit Kulleraugen, aber die Menschen, die brauchen alle Kraft. Viele haben alles verloren und sind mit 70, 80 total nervlich am Ende, die haben keine Kinder mehr, es gibt ältere Menschen, die haben ihre Frau verloren oder ihren Mann verloren. Die brauchen jetzt zu Weihnachten hier die geile Dekoration oder brauchen mal wieder eine Freude, dass es wieder aufwärts geht.“ Die Hilfsorganisation „Wir Hessen helfen“ hat den Weihnachtsmarkt aufgebaut. Ina Lotz, Hilfsorganisation „Wir Hessen helfen“: „Es ist schon so teilweise so, dass viele, ja, sich vielleicht sich noch so ein bisschen schämen, also die Hilfe auch nicht so annehmen. Sie zögern immer noch so ein bisschen, aber die nimmt man dann an die Hand, ja, oder die Nachbarn sind halt auch da und sagen: Komm, wir gehen wir mal da hin, ja, trinken mal einen Glühwein und dann ist alles schön.“ Vergangenen Freitag in Gießen. Hier betreibt Markus Machens ein Möbelgeschäft. Das Büro quillt vor Geschenken fast über. Und noch immer kommen Lieferungen. Zwei Grundschullehrerinnen haben mit ihren Klassen über 80 Päckchen gepackt. Franziska Caysa und Rosa Maria Garcia Garcia, Grundschule Annerod in Fernwald „Wir haben das auch in der Klasse natürlich besprochen, dass es auch Leute gibt, denen es an Weihnachten nicht ganz […]

  • Gottesdienst für Gehörlose

    Gottesdienst für Gehörlose

    Hier der Link zum Beitrag mit Untertitel Für unser heutiges Adventskalender-Türchen waren wir zu Besuch in Deutschlands einziger Gehörlosenpfarrei in Trier und haben einen ungewöhnlichen katholischen Gottesdienst besucht – mit wenig Lautstärke, aber ganz viel Herz. Letzte Vorbereitungen, letzte Absprachen, dann geht es los. In der Herz-Jesu-Kirche in Trier ist Gehörlosengottesdienst. Pfarrer Ralf Schmitz begrüßt die Kirchgänger. „ Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Amen. Der Herr sei mit euch. Ja, hier an diesem Nachmittag in der Herz-Jesu-Kirche, herzlich willkommen.“ Schmitz spricht simultan mit seiner Stimme und seinen Händen und die Gemeinde antwortet, ohne ein Geräusch. Sie gehören zu einer besonderen Kirchengemeinde: Der einzigen selbstorganisierten Pfarrei für gehörlose Menschen in Deutschland. Ralf Schmitz, Pfarrer „Das hier war, als ich hier hingekommen bin im Jahr 2003 ein sterbender Ort. Der hatte sicher mal eine große Vergangenheit, aber davon war nichts mehr übrig, und als die Gehörlosengemeinde kam und ihre Lebendigkeit mitgebracht hat, ihre Gebärden, ihre Farben – bei uns gibt es ganz viel Visuelles -, da haben die Übriggebliebenen aus der alten Gemeinde gesagt: Das ist wirklich schön bei denen, da gehen wir gerne wieder hin.“ Und so gibt es mehrmals im Monat Gebärdensprachen-Messen, aber auch inklusive Gottesdienste, bei denen Hörende und Gehörlose gemeinsam singen und beten. Besonders während den Phasen der Pandemie, in denen lautes Singen untersagt war, haben viele Hörende in seiner Kirche Freude am Ausdruck mit Gebärden gefunden, erzählt Pfarrer Schmitz. Ralf Schmitz, Pfarrer „Der entscheidende Begriff ist für mich Inklusion. Und zwar Inklusion nicht in irgendeinem, ich sag mal, sozialarbeiterischen Sinn, sondern mehr Inklusion als der Tanz der Kulturen. Also als das Miteinander von Menschen mit ganz unterschiedlichen Begabungen, Möglichkeiten, Grenzen, Charismen. Wenn die zusammenkommen, dann entsteht etwas ganz Neues, was jeder Einzelne für sich niemals erlebt hätte. Und das finde ich ist […]

  • Korbach probt für das Christkindwiegen

    Korbach probt für das Christkindwiegen

    Weihnachten ist ja ein Fest mit vielen Traditionen. In Korbach gibt es den Brauch des „Christkindchenwiegens“. Immer an Heiligabend warten die Korbacher am Turm der Kilianskirche darauf, dass die Lichter dem Christkind den Weg weisen. Mann betritt Kirche und grüßt Kollegen: „Frohe Weihnachten, Frohe Weihnachten, Hallo frohe Weihnachten….“ Nein, heute ist noch nicht Weihnachten. Aber: Die Vereinigung der Weihnachtsfreunde aus Korbach trifft sich zur Generalprobe für das Christkindwiegen, das an Heiligabend auf dem Kirchturm stattfinden wird. Und da soll alles so sein, wie am 24. Dezember. Für diese Tradition braucht es vor allem: starke Beine und eine kräftige Lunge. Denn erst mal geht es 90 Meter den Turm der Kilian-Kirche hoch. Dann gibt es eine Gesangsprobe. Probe: „Dies ist der Tag den Gott gemacht, sein wird in aller Welt gedacht.“ Den Korbacher Brauch gibt es seit 1534. Damals wütete eine Seuche – vermutlich die Pest – in der Stadt, die Kirche war voller Kranker, eine christliche Weihnachtsfeier unmöglich. Stephan Rückert, Dirigent „Und um der gläubigen Bevölkerung eine Alternative zu bieten, sind Jungs und Männer auf die Kirche gegangen und die Legende besagt, dass nach diesem besagten Abend die Stadt nur Genesene gesehen hat.“ Und deshalb haben die Korbacher die Tradition am Leben gehalten. Auch letztes Jahr gab es das Christkindwiegen, auch wenn eine andere Seuche Einschränkungen mit sich brachte. Thomas Kuhnhenn, Sprecher „Weihnachtsfreunde „Da haben wir natürlich alle Möglichkeiten überlegt mit dem Gesundheitsamt, mit der Kirche. Jeder hat seine Ideen eingebracht und hinterher konnten wir dann mit drei Weihnachtsfreunden hier oben und ungefähr 60 Weihnachtsfreunden das Christkindwiegen auch feiern.“ Dieses Jahr sollen es wieder deutlich mehr Teilnehmer sein. Wie bei der Probe, werden die Weihnachtsfreunde dann singen, ihre Laternen schwenken und das in jeder Himmelsrichtung wiederholen. Die wiegenden Laternen sollen das Christkind symbolisieren. Probe Die Anwohner sind von der Gesangsprobe […]

  • 17:30-Adventskalender: Das Lichterhaus im Westerwald

    17:30-Adventskalender: Das Lichterhaus im Westerwald

    Haben Sie heute schon ihr erstes Türchen am Adventskalender geöffnet? Wenn nicht, tun wir das jetzt für Sie – mit unserem „17:30 SAT1 Live Adventskalender“. Und der hält heute einen begeisterten Weihnachtsfan für Sie bereit, der sein Haus jedes Jahr in das „Dach der 1.000 Lichter verwandelt“. Weihnachtsstimmung: an! Das Haus von Andy Heeß in Nordhofen, eingetaucht in ein Lichtermeer. Eine Weihnachtswelt im Westerwald. Unzählige Lämpchen, aufblasbare Weihnachtsmänner und Rentiere auf dem Dach – Hauptsache, es funkelt. Andreas Heeß, Herr der Lichter „Es ist mein Hobby, es ist das einzige Hobby was ich habe. Während andere in die Kneipe gehen oder ins Stadion, so dekoriere ich das Haus halt. Das ganze Jahr über wird schon geplant und gemacht. Weil ich das Licht in der Dunkelheit einfach so schön finde. Wenn alles, wenn das Haus angeht, alles erstrahlt, wenn es wieder hell ist, einfach diese Gemütlichkeit, die das Licht auch hervorruft.“ Und was sagt die Nachbarschaft dazu? Kinder „Schön!“ Bei den Kindern kommt vor allem der antike Holzschlitten gut an. Jeder in der Nachbarschaft kennt Andy und sein Weihnachtshaus. Hier trifft man sich zum Quatschen, Spielen und Staunen. William „Also, ich finde das irgendwie total verrückt, dass man so viele Lichter alle an ein Haus kriegt.“ Daniela Gasser „Es wurde ja jedes Jahr etwas mehr und mittlerweile weiß man gar nicht mehr, wie man das noch toppen soll.“ Noel: „Also, ich treffe hier auch ganz oft meine Freunde, wenn hier zum ersten Mal das Anleuchten ist.“ Jörg und Monika Linz „Wir können also vom Schlafzimmerfenster aus direkt auf das Weihnachtshaus schauen und das ist eine tolle weihnachtliche Atmosphäre, das, was man eigentlich die letzten beiden Jahre ja vermisst hat, bedingt durch die Situation, die hier entstanden ist durch Corona.“ Damit das Kunstwerk jedes Jahr pünktlich zum ersten Advent fertig ist, beginnt […]

  • Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

    Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

    Momentan tagt die Herbstsynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Und es stehen wichtige Themen und Entscheidungen auf der Tagesordnung. Die Synode wählte zum Beispiel die Offenbacher Pfarrerin Henriette Crüwell an die Spitze der Gebiete in Rheinland-Pfalz. Doch vor allem wird über die Zukunft diskutiert. Denn die evangelische Kirche befindet sich mitten in einem Reformprozess. So wie die Gemeinde im rheinhessischen Partenheim. Hier ist Pfarrer Harald Esders-Winterberg auf dem Weg von der Kirche ins Gemeindehaus. Doch der Weg ist weit. Fast einen halben Kilometer trennen Kirche und das alte Gemeindehaus. Das ist schon seit längerem sanierungsbedürftig. Ein Sinnbild für die Situation der evangelischen Kirche. Harald Esders-Winterberg, Pfarrer Evangelische Kirchengemeinde Partenheim „Über die Jahre hat sich das einfach so entwickelt, dass dieses Haus eher eine Barriere zum Kontakt bildet als eine Hilfe. Das hat etwas mit den räumlichen Dingen zu tun, mit den baulichen Dingen – habe ich ja gesagt, mit Schwellen und Stufen. Hat aber auch was damit zu tun, dass sich das einfach verändert hat mit den Menschen. Wir hatten am Anfang der Jahre, die wir hier waren, fast nur persönlichen Kontakt etwa bei Trauerfällen. Das hat sich komplett gewandelt.“ In den letzten 20 Jahren ist die evangelische Gemeinde in Partenheim um 30% geschrumpft. Denn es ist schwer, jüngere Menschen für die Kirche zu begeistern. Dazu kommen hohe Kosten durch große, alte Gebäude wie das Gemeindehaus. Partenheim ist aber kein Einzelfall. Die Probleme treten flächendeckend auf. Die Synode der Evangelischen Kirche Hessen Nassau rechnet daher bis 2030 mit mehr Kirchenaustritten und somit weniger Geld. Daher sollen die Ausgaben bis dahin um 30% gesenkt werden. Ein Reformprozess, der verhandelt werden muss. Wegen der Corona-Pandemie per Videokonferenz. Volker Jung, Präsident Evangelische Kirche Hessen Nassau „Wir stellen uns darauf ein, dass wir reduzieren müssen. Wir werden weniger Pfarrerinnen und Pfarrer haben, […]