Euro-Skulptur wird gereinigt
Am 9. Mai, also am kommenden Samstag, ist Europatag. Das ist der Tag, an dem sich die Europäische Union feiert und an den friedlichen Zusammenhalt der Länder Europas nach Ende des zweiten Weltkriegs erinnert. Grund genug, das wohl bekannteste Symbol der europäischen Einheit, die große Euro-Skulptur vor der Frankfurter Skyline, mal wieder auf Hochglanz zu polieren. Frühjahrsputz statt Taubenschmutz: 25 angehende Gebäudereiniger von der Philipp-Holzmann-Berufsschule Frankfurt haben sich für heute was Großes vorgenommen. Mit einer Hebebühne geht es hoch in luftige Höhen. Unter den strengen Augen von Fachlehrerin Aliye Aslandogdu dürfen sich die Auszubildenden an einer der bekanntesten Skulpturen der Welt ausprobieren. Eine besondere Herausforderung: Denn scharfe Reinigungsmittel sind hier absolut tabu. Aliye Aslandogdu, Philipp-Holzmann-Schule „Die Abdeckungen sind aus Plexiglas. Die sind sehr empfindlich. Kratzempfindlich. Deswegen haben wir jetzt hier Leinentücher, Baumwolltücher, mit denen wir sozusagen vorher abspülen im Hintergrund mit dem Hochdruckreiniger. Dass wir den ganzen Grobschmutz entfernen und dann ganz leicht nur mit Wasser abziehen.“ Seit fast 25 Jahren steht die 14 Meter hohe Euro-Skulptur des Sachsenhäuser Künstlers Ottmar Hörl nun schon im Frankfurter Bankenviertel – und hat sich seitdem zu einer echten Attraktion gemausert: Das blau-gelbe Kunstwerk aus Stahl und Akryl gilt inzwischen sogar als das meistfotografierte Motiv der gesamten Mainmetropole. Im Minutentakt bleiben Touristen aus aller Welt für ein Selfie stehen. Dass das Euro-Zeichen vor der Frankfurter Skyline mal dermaßen Karriere machen würde, hätte selbst der Künster nicht erwartet. Ottmar Hörl, Künstler „Also egal wo ich hinkomme auf der Welt, und ich stelle ja irgendwo weltweit aus, da muss ich sagen: Selbst, wenn mich niemand kennt, und ich hole mein Handy raus und zeige das, dann wissen alle: Der Typ muss bedeutend sein!“ Umso erstaunlicher, dass das berühmte Kunstwerk vor Kurzem beinahe für immer verschwunden wäre: Denn die Stadt war nicht mehr dazu bereit, die Unterhalts- […]


