Kultur

  • Geschichte im Südwesten: Der Schinderhannes

    Geschichte im Südwesten: Der Schinderhannes

    Haben Sie schon mal vom Schinderhannes gehört? Der trieb vor rund 200 Jahren sein Schindluder im Hunsrück. Bis heute ranken sich viele Mythen um den legendären Räuberbanden-Führer. Wir gehen ihnen auf den Grund – in einem Teil unserer Serie „Geschichte im Südwesten“. Klaus Händel, als Schinderhannes „Geld oder Leben! So hat der Schinderhannes hier in früheren Jahren im Hunsrück die Leute bedroht. Und jetzt werden Sie erfahren, wie er gelebt, gehaust und gemordet und geraubt hat.“ Sein bürgerlicher Name: Johannes Bückler, geboren 1777., bekannt als „Schinderhannes“. Beruf: Räuber und Bandenführer. Die Schmidtburg im Hunsrück. Für den Schinderhannes und seine Leute ein Unterschlupf von vielen. Von hier aus trieben sie ihr Unwesen. Klaus Händel, als Schinderhannes „Die Planungen sahen dann so aus, dass man vorher ausgekundschaftet hat, wo Mühlen oder einsame Gehöfte waren. Wo man gewusst hat, da gibt es Schweine, eine Kuh oder noch ein Pferd gab, was man mitnehmen konnte. Da hat man von hier aus das alles mal im Prinzip beobachtet und in dem Sinn geplant und gesagt: ‚Wir gehen von hier aus mal los. Und jetzt der Händler kommt hier durch und den kassieren wir auch noch‘.“ Lauern, stehlen und rauben. Ewig ging dieses Geschäftsmodell aber nicht gut. Der Schinderhannes wurde schließlich gefangen und landete hier: im Gefängnis von Simmern. Klaus Händel, als Schinderhannes „Durch dieses Loch wurde der Schinderhannes abgelassen in seiner ungewollten Heimstatt. Kalt, nass, dunkel, denn es gab keine Fenster hier, musste er ausharren. Wurde nur ab und zu mal tagsüber nach oben geholt, um was zu essen. Wasser und Brot.“ Kein Leben nach dem Geschmack des Schinderhannes. Hier wollte der damals noch rund 20 Jahre junge Räuber nicht alt werden. Klaus Händel, als Schinderhannes „Hat er gesagt: ‚Ich mach mich aus dem Staub‘ und hat dann versucht aus dem Fenster, so wird es […]

  • documenta-Skandal – Rücktritt der Leitung gefordert

    documenta-Skandal – Rücktritt der Leitung gefordert

    Die documenta – alle fünf Jahre verwandelt sie Kassel in eine einzige große Ausstellung voller Kunst aus der ganzen Welt. Doch dieses Jahr haben solche Bilder alle anderen überschattet: Sie zeigten offen antisemitische Klischees. Die Generaldirektorin der documenta fifteen, Sabine Schorrman, musste deshalb ihren Posten räumen. Nun fordert die jüdische Werteinitiative auch den Rücktritt ihres Nachfolgers. Eine documenta, die nicht zur Ruhe kommt. Ein Soldat mit Schweinsgesicht, mit Daviddstern auf dem Halstuch; ein Mann mit jüdischen Schläfenlocken, Vampirzähnen, auf dem Zylinder SS-Runen – die israelische Botschaft nennt das „Propaganda im Goebbels-Stil“ – mitten in Kassel, 2022. Diese Bilder sind Teil der bedeutendsten Ausstellungsreihe für zeitgenössische Kunst – die documenta. Dabei sollte dieses Mal vieles anders und noch besser werden: Mit der indonesischen Künstlergruppe Ruangrupa übernehmen zum ersten Mal Nicht-Europäer die künstlerische Leitung. Der Blick sollte auf den Perspektiven des globalen Südens liegen – fällt dann aber auf die dunkelsten Stunden deutscher Geschichte. Kurz nach der Eröffnung wird dieses Banner wegen antisemitischer Inhalte entfernt. Dabei hatte es schon im Vorfeld Kritik gegeben: Einige Künstler sind Sympathisanten der Israel-Boykott-Bewegung, die dem jüdischen Staat das Existenzrecht abspricht; Kritik die von den Verantwortlichen im Vorfeld nicht gehört wurde. Christian Geselle, SPD, Oberbürgermeister Kassel (17.6.2022) „Ich empfehle jedem, bevor er vorschnell Worte ergreift, bevor mit der Feder etwas schreibt, genau hinzusehen, genau zu betrachten, was tatsächlich geschehen ist, bevor man vorschnell urteilt und deshalb konnte es gar nicht anders sein, als hie rein klarer Signal für die künstlerische Freiheit zu erhalten.“ Kunstfreiheit auch für Antisemitismus, finanziert mit Millionen Steuergeldern? Mitte Juli tritt die Generaldirektorin der documenta fifteen, Sabine Schormann, zurück. Auch ihr Nachfolger Alexander Farenholtz ist umstritten – so will Farenholtz keine weitere Prüfung verbliebener, womöglich auch antisemitischer Kunstwerke. Ein neues wissenschaftliches Expertengremium, das die documenta begleiten soll, dürfe keine „Kontrollinstanz“ der Kunstfreiheit werden. Kritik […]

  • Keine Licht- und Wassershow wegen Wasserknappheit

    Keine Licht- und Wassershow wegen Wasserknappheit

    Schon zwei Mal wurde das für 2020 geplante Event „Elementaro“ coronabedingt verschoben. Und jetzt die erneute Absage der Licht- und Wassershow durch die Stadt Bad Nauheim. Als Gründe nennt der Bürgermeister die angespannte Situation auf dem Energiemarkt und die regionale Trinkwasserknappheit. So hätte sie aussehen sollen, die Licht- und Wassershow „Elementaro“, die vom 9. bis 11. September in Bad Nauheim stattfinden sollte. Dafür waren die Veranstalter Eric Friedrich und Eike Kuschmierz bereits seit drei Jahren mit der Stadt in Kontakt. Die beiden Jungunternehmer sprudelten nur so vor Ideen, wie man die Show möglichst energieeffizient über die Bühne bringen könnte. All das war nicht genug. Fünf Wochen vor Beginn hat die Stadt Bad Nauheim die Veranstaltung jetzt abgesagt. Klaus Kreß,parteilos, Bürgermeister Bad Nauheim „Die Show, das Konzept lebt von Energie und wir sind alle gemeinsam gefordert Maßnahmen zu ergreifen, die Energie einsparen helfen. Außerdem haben wir eine Wasserknappheit. Die Ressource Wasser ist sehr, sehr wertvoll. Es geht soweit, dass auch die Feuerwehren keine Löschübungen durchführen dürfen aufgrund dieser Wasserknappheit. Also Energiekrise und Wasserknappheit lässt eine Show in dieser Form zurzeit nicht zu.“ Für die beiden Geschäftsführer von Elementaro ist dieses Argument nicht nachvollziehbar. Sie sehen ihre Veranstaltung als Vorzeigeprojekt in Sachen Wasser- und Energiesparen. Eike Kuschmierz, Geschäftsführer Elementaro GmbH „Aus unserer Sicht ist es ein völlig falsches Zeichen in dieser Zeit eine Veranstaltung abzusagen, die sich bereits seit drei Jahren mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt. Wir haben eine Möglichkeit gefunden, Brauchwasser aus Schwimmbädern zu nutzen. Hier nehmen wir das Wasser aus dem umliegenden Schwimmbad, leihen es uns aus und nutzen es für unsere Show in einem Kreislauf, wie hinter mir zu sehen, in dem Brunnen und führen es hinterher wieder gereinigt in einen der Flüsse zurück.“ Zudem läge der Energieverbrauch von einer der insgesamt drei Vorführungen bei nur rund 350 Kilowattstunden […]

  • Kasseler Löwenburg öffnet wieder

    Kasseler Löwenburg öffnet wieder

    Sage und schreibe 13 Jahre lang ist die Löwenburg im Weltkulturerbe Kasseler Bergpark saniert worden. Zum ersten Mal kann man jetzt den 25 Meter hohen Hauptturm erklimmen, seit die Burg 1945 durch eine Fliegerbombe zerstört wurde. Immer hatte das Geld gefehlt, um die Burg so richtig zu erneuern, doch jetzt ist es geschafft: Die Löwenburg hat ihre Tore wieder geöffnet. Dr. Martin Eberle, Direktor Museumslandschaft Hessen Kassel „Wenn man sich die Löwenburg anguckt, diese mittelalterliche Burg, hoch oben auf einem Berg, dann erinnert einen das sofort an Neuschwanstein. Und insofern kann man bei der Löwenburg wirklich von einem hessischen Schwanstein sprechen. Allerdings ist die Löwenburg 70 Jahre älter als Neuschwanstein. Das müssen uns die bayerischen Kollegen erst mal nachmachen.“ Anno 1783 lässt Landgraf Wilhelm der 9. Hessens Schwanstein erbauen. Die Burg ist eine der ersten Europas, die so aussieht, als ob sie schon seit dem Mittelalter im Kasseler Bergpark steht. Aber alles nur Fake! Dr. Martin Eberle, Direktor Museumslandschaft Hessen Kassel „Bei der Löwenburg ging es darum, als man Ende des 18. Jahrhunderts den Plan hatte, diese Burg zu errichten, dass man wirkliche so eine Illusion schafft, als sei sie über Jahrhunderte gewachsen.“ Eine Burg, die von Anfang an eine Ruine werden sollte. So richtig zur Ruine wird sie im Zweiten Weltkrieg. Den Blick vom Hauptturm konnte 77 Jahre lang niemand genießen. Auch innerhalb des Turms ist alles frisch saniert. 30 Millionen Euro hat das Land Hessen dafür ausgegeben. Für goldene Tapeten, unglaublich aufwändige Stickereien – eben für höfischen Prunk! Dr. Martin Eberle, Direktor Museumslandschaft Hessen Kassel „Jetzt konnten wir die ganze Anlage wieder einrichten nach dem Inventar von 1816. Das ist sehr selten, dass man ein Schloss so komplett wieder einrichten kann, weil alle Möbel, die sie hier sehen, die standen hier auch ursprünglich. Die überdauerten den Krieg einfach […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Lufthansa-Piloten stimmen für Streik – Anklage gegen Querdenker erhoben – Experten sollen documenta begleiten – Nibelungenfestspiele waren erfolgreich Lufthansa-Piloten stimmen für Streik Bei der Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit haben sich die Mitglieder mit großer Mehrheit für einen Arbeitskampf bei der Lufthansa und Lufthansa Cargo ausgesprochen. Nach Angaben der Gewerkschaft werde der Streik noch nicht ausgerufen. Das Votum sei zunächst ein Warnsignal an den Vorstand der Fluggesellschaft. Er müsse nun in den festgefahrenen Tarifverhandlungen ein verhandlungsfähiges Angebot für die rund 5.000 Piloten vorlegen. Die Gewerkschaft fordert unter anderem 5,5 Prozent mehr Gehalt. Anklage gegen Querdenker erhoben Der Erbacher Bürgermeister Peter Traub begrüßt, dass die Staatsanwaltschaft Darmstadt einen Mann aus der Querdenker-Szene angeklagt hat. Sie wirft dem Odenwälder Anstiftung zu einer rechtswidrigen Tat vor. Er soll in einem Telegram-Kanal dazu aufgefordert haben, Traub zuhause zu besuchen, damit seine Familie sich bedroht fühle. Auslöser für den Aufruf war die Schließung einer Bäckerei durch das Gesundheitsamt Ende vergangenen Jahres. Der Inhaber hatte in seinem Laden monatelang die Corona-Schutzmaßnahmen missachtet. Wegen der Schließung war Traub massiv aus der Querdenker-Szene angefeindet worden. Experten sollen documenta begleiten Wegen der Antisemitismus-Vorwürfe gegen die documenta fifteen in Kassel sollen sieben Wissenschaftler verschiedener Disziplinen die Weltkunstschau in den kommenden Monaten beraten. Das haben heute das Land Hessen und die Stadt Kassel als Gesellschafter der documenta mitgeteilt. Die Experten sollen unter anderem Hinweisen auf mögliche antisemitische Bildsprache bei den Werken nachgehen. Kurz nach der Ausstellungseröffnung Mitte Juni war ein Banner mit judenfeindlichen Motiven entdeckt und abgebaut worden. Vergangene Woche wurden weitere Werke mit antisemitischen Bezügen entdeckt. Nibelungenfestspiele waren erfolgreich Nach dem Ende der Nibelungenfestspiele in Worms gestern Abend haben die Veranstalter eine positive Bilanz gezogen. Die diesjährigen Festspiele hätten seit der Premiere am 15. Juli mehr als 22.000 Zuschauer angelockt. Insgesamt seien knapp 95 Prozent der Eintrittskarten verkauft worden. Das […]

  • Städel-Museum zeigt Ottilie Roederstein

    Städel-Museum zeigt Ottilie Roederstein

    Jetzt drehen wir das Rad der Zeit zurück: Ende des 19. Jahrhunderts. Frauen waren an Kunstakademien nicht zugelassen. Umso bemerkenswerter, dass Ottilie Roederstein zu einer Berühmtheit wurde und heute in einem Atemzug mit den bekanntesten Malern ihrer Zeit genannt wird – wie zum Beispiel Max Beckmann. Das Frankfurter Städel Museum widmet der Malerin, die lange im Rhein-Main-Gebiet gelebt hat, jetzt eine Ausstellung. Eine junge Frau. Sie schaut verträumt, melancholisch. Warmherzig und glücklich wirkt diese Großmutter mit ihrem Enkelkind. Gefühlvolle, stimmungsvolle Bilder, die das Wesen der Portraitierten zeigen, alleine durch den richtigen Pinselstrich. Das ist die Kunst der 1859 in Zürich geborenen Ottilie Roederstein. Ihre große Liebe heißt Elisabeth Winterhalter. Mit ihr zusammen lebt die Malerin vor über 120 Jahren als freischaffende Künstlerin. Eva-Maria Höllerer, Kuratorin der Ausstellung „Sie musste den Umweg auch über Paris machen, wo aufgrund einer liberaleren Gesellschaft für Künstlerinnen eben mehr Möglichkeiten bestanden haben, sich ausbilden zu lassen. Und mit dieser guten Ausbildung konnte sie dann eben auch in Deutschland als bekannte erfolgreiche Malerin fußfassen.“ Ottilie Roederstein ist erfolgreich, – auch weil sie ein regelrechtes Netzwerk aufbaut. Sie malt berühmte Kollegen wie Alexej von Jawlensky, einflussreiche Mäzene und bekannte Wissenschaftler. Von Zürich aus zieht die Malerin 1891 nach Frankfurt. Dort arbeitet ihre Lebensgefährtin als Ärztin. Ottilie Roederstein stellt aus, verkauft viele Gemälde. Sie mietet sich Ateliers im Städelschen Kunstinstitut an, unterrichtet junge Malerinnen. Eine Frau die in einer von Männern dominierten Welt alles erreicht, so lebt wie sie leben will und sich selbst trotzdem immer recht grimmig inszeniert. Eva-Maria Höllerer, Kuratorin der Ausstellung „Sie war eigentlich eine sehr freundliche, eine sehr einnehmende Persönlichkeit. Das geht aus ihren Briefen, aus ihren zahlreichen Bekanntschaften mit Künstlerinnen und Künstlern oder anderen Persönlichkeiten der Gesellschaft hervor. Dass sie sich als Künstlerin ernst inszeniert hat, hat, glaube ich, damit zu tun, das […]

  • 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – Festjahr geht zu Ende

    1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland – Festjahr geht zu Ende

    1700 Jahre jüdischen Leben in Deutschland – in diesen Tagen endet das Festjahr, das zeigen sollte, wie vielfältig das jüdische Leben zum Beispiel hier in Rheinland-Pfalz ist. Und tatsächlich sind die drei Städte Worms, Mainz und Speyer ganz wichtig für die europäischen Juden. Die SchUM Städte sind vor einem Jahr von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt worden. „Hier spürt man, dass Juden ein Zuhause hatten, gleichberechtigt und willkommen waren.“ Ein ganz spontaner Ausspruch eines jüdischen Touristen beim Rundgang über den alten jüdischen Friedhof in Worms. Stella Schindler-Siegreich erzählt von den unterschiedlichen Reaktionen der Besucher, die sie durch die SchUM-Städte führt. Stella Schindler-Siegreich, SchUM-Stätten-Führerin „Die SchUM-Stätte besuchen jüdische Touristen gerne, weil sie hier einfach Orte haben die sie anfühlen können. Es sind hier Mauerreste, es sind hier viele Wundergeschichten, die über Jahrhunderte gesammelt werden. Hier entstehen Erinnerungsorte.“ Ein solcher Ort ist die Wormser Synagoge. Erbaut im Jahre 1034. In dieser Zeit sind Worms, Mainz und Speyer ein wichtiges Zentrum jüdischer Kultur- und Wissenschaft. Die rheinland-pfälzischen Städte gelten als Wiege des europäischen Judentums, als Jerusalem am Rhein. SchUM – ein Name, der sich aus den alten hebräischen Stadtnamen ableitet. Ganz bewusst besucht die Generalsekretärin des Vereins „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ zum Ende des Festjahres das UNESCO-Weltkulturerbe. Sylvia Löhrmann, Generalsekretärin „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ „Das Ziel des Festjahres war es zu zeigen, wie lang und reichhaltig das jüdische Leben ist. Angefangen mit dem Zeugnis, dass Juden in den Stadtrat von Köln gewählt wurden, und es ist natürlich toll, dass die SchUM-Städte im Festjahr Weltkulturerbe geworden sind. Und die zeigen auch beispielhaft, wie lang das Judentum zu Deutschland dazu gehört, dass das nichts Fremdes ist.“ Worms, Speyer und Mainz repräsentieren jüdisches Leben im Mittelalter. Und heute, wie sieht es aus mit dem jüdischen Leben der Gegenwart? Monika Fuhr, Beauftragte der […]

  • Neuer Antisemitismus-Skandal auf der Documenta

    Neuer Antisemitismus-Skandal auf der Documenta

    Die documenta in Kassel, die weltweit größte Schau für zeitgenössische Kunst, kommt einfach nicht zur Ruhe. Schon wieder gibt es Antisemitismusvorwürfe. Die hessische FDP fordert, die documenta zu unterbrechen. Nach dem ersten Vorfall ist die Generaldirektorin zurückgetreten – die Probleme sind damit offenbar nicht verschwunden. Um diese Zeichnungen geht es. Unbewaffnete Kinder, bedroht von israelischen Soldaten. Gekennzeichnet mit Davidstern und gefletschten Zähnen, mehr Roboter als Mensch. Hier tritt eine Frau einen israelischen Soldaten mit übergroßer Hakennase. Bilder, die in einer langen Tradition antisemitischer Karikaturen stehen. So sieht es die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen, eine Einrichtung der Philipps-Universität Marburg. Susanne Urban, Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen „Die Bilder sind 1988 schon entstanden – was sie jetzt aber nicht weniger schlimm macht. Wir kennen ja auch Bilder aus viel früheren Zeiten, die wir auch heute nicht sehen möchten. Und diese Bilder sind halt sehr, sehr stark an so einen israelbezogenen Antisemitismus geknüpft und damit auch eine Entmenschlichung des Staates Israel und damit eigentlich auch eine Negierung des Existenzrechts.“ Bilder, die dem Staat Israel das Existenzrecht absprechen, für jeden öffentlich zu sehen im Kasseler Fridericianum, in einer Ausstellung der Initiative „Archive der Frauenkämpfe in Algerien“. In Kassel haben die Menschen dafür wenig Verständnis. Karin Büchel „Sie irritieren mich. Sie irritieren mich schon. Und ich halte persönlich nichts davon.“ Sigrid Wallner „Das ist schwierig. Und manches ist wirklich auch aus dem Kontext herausgehalten. Es ist natürlich klar: Man darf niemanden verletzen. Der Respekt hat immer Vorrang, auch vor der Kunst.“ Dennis Janser „Für mich nicht verständlich, dass es ausgestellt wird. Dass es vorab nicht geprüft wird. Sollte nicht passieren – ist passiert. Ja, gibt es Verantwortliche, die sich dafür rechtfertigen müssen.“ Erst kürzlich musste dieses Banner mit antisemitischen Motiven auf großen öffentlichen Druck abgehängt werden. Auf den aktuellen Vorfall sei die documenta-Leitung bereits […]

  • Auszeichnung für König Cephas Bansah

    Auszeichnung für König Cephas Bansah

    „Goldener Winzer“ – so heißt der Ehrenpreis der Stadt Bad Dürkheim. Dieses Jahr bekommt König Bansah diese Auszeichnung. Und der Mann hat nicht mal eine weite Anreise, da er sein Volk in Ghana seit 30 Jahren aus Ludwigshafen regiert. König Bansah hat dort eine eigene KFZ-Werkstatt und hilft seinen rund 200.000 Untertanen mit verschiedensten humanitären Aktionen. Für dieses Engagement bekommt er nun den Orden verliehen. Wie es sich für einen echten König gehört, ist der Auftritt von Céphas Bansah besonders eines: Majestätisch. Und überhaupt wird bei der Preisverleihung des „Goldenen Winzers“ ganz groß aufgefahren. Vom Streichquartett bis hin zum Rokoko-Ballett: Alles zu Ehren des Königs. König Céphas Bansah: „Ich habe geweint vor Freude. Wie kann ein Volk… weil ich bin schwarz und Weiße machen so etwas für mich. Das kann ich kaum glauben.“ Der Karnevalsverein aus Bad Dürkheim zeichnet jedes Jahr Menschen aus die sich besonders engagieren. Reinhold Jäger, Vorsitzender Derkemer Grawler: „Wir würdigen mit der Verleihung dieses Ordens die Tätigkeit von König Bansah. Er unterstützt sein Volk in Ghana. Er sammelt unermüdlich Spenden. Und das Geld fließt 1 zu 1 in Hilfsprojekte in Ghana.“ Von Ludwigshafen aus organisiert König Bansah seine Hilfsprojekte. Früher per Fax. Doch der König geht mit der Zeit und so wird heute mit dem Handy regiert. In den letzten Jahren konnten so mehrere Brunnen für sauberes Trinkwasser in seinem Heimatland gebaut werden. Wegen der Pandemie konnte Céphas Bansah sein Volk in den letzten zwei Jahren nur selten persönlich besuchen. Nach über 50 Jahren in Deutschland fühlt er sich trotzdem sowohl in der Pfalz als auch in Ghana zu Hause. König Céphas Bansah: „Ich bin ein Chamäleon. Wenn ich nach Deutschland komme dann lebe ich wie die Deutschen leben und wenn ich nach Afrika komme, dann lebe ich wie ein Afrikaner lebt. Ich habe aber nie […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Neuer FDP-Spitzenkandidat +++ Massenweise Kundendaten veröffentlicht +++ Dieter Wedel ist tot Neuer FDP-Spitzenkandidat Die FDP in Hessen wird mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Naas als Spitzenkandidat in den Wahlkampf für die Landtagswahl im kommenden Jahr ziehen. Das hat der Landesverband heute in Wiesbaden mitgeteilt. Der 48jährige aus dem Taunus sei ein überzeugender Verfechter liberaler Politik. Naas löst den FDP-Fraktionsvorsitzenden René Rock als Spitzenkandidat ab. Mit Rock hatten die Liberalen bei der vergangenen Landtagswahl 7,5 Prozent der Wählerstimmen erreicht. Massenweise Kundendaten veröffentlicht Nach dem Hackerangriff auf den IT-Dienstleister des Darmstädter Energieversorgers Entega sind zahlreiche Daten von Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern der Entega im Darknet aufgetaucht. Wie das Unternehmen heute mitteilte, handele es sich dabei vor allem um Namen und Anschriften. In einigen Fällen seien aber auch Bankverbindungen betroffen. Noch ist unklar, wer hinter der Cyberattacke Mitte Juni steckt. Die Täter hatten für die Entschlüsselung der Daten Lösegeld verlangt. Laut Medienberichten forderten sie 15 Millionen Euro. Die Entega soll nicht gezahlt haben. Dieter Wedel ist tot Regisseur Dieter Wedel ist am 13. Juli nach langer schwerer Krankheit in Hamburg gestorben. Das hat das Landgericht München 1 heute mitgeteilt. Dort sollte ein Prozess gegen Wedel beginnen wegen des Vorwurfs einer Vergewaltigung im Jahr 1996. Das Verfahren wird nun eingestellt. Wedel wurde 82 Jahre alt. Bevor die Vorwürfe gegen ihn bekannt wurden, war der erfolgreiche Filmemacher Intendant der Bad Hersfelder Festspiele. Dort hatte er Zuschauer-Rekorde erzielt und viel Prominenz zu dem Theaterfestival gelockt.  

  • „Digitale Welt“ – neues Unterrichtsfach in Hessen

    „Digitale Welt“ – neues Unterrichtsfach in Hessen

    Das holprige Homeschooling während der Corona-Pandemie hat es uns vor Augen geführt: Beim Thema Digitalisierung ist Hessen nicht optimal aufgestellt. Nun will das Land mit einem neuen Schulfach durchstarten, zumindest testhalber. Es heißt: „Digitale Welt“. Informatikunterricht ab der neunten Klasse kennt man an Hessens Schulen. Mit einem neuen Fach ab der fünften Klasse will das Land nun vorangehen. Unter dem Titel „digitale Welt“ sollen die Schüler lernen, wie digitale Technologien etwa die Umwelt schützen und gleichzeitig Geld sparen können. Alexander Lorz, CDU, Kultusminister Hessen „Sie werden auf absehbare Zeit, auf Jahrzehnte hinaus ganz massiv mit der Digitalisierung zu tun haben. Mit ihren Möglichkeiten, aber natürlich auch mit den Gefahren, die sie bietet. Sie werden mit der Nachhaltigkeitsproblematik konfrontiert sein.“ Umwelt und moderne Arbeitswelt, aber auch Medienkompetenz und Datenschutz im Alltag – das neue Fach soll weit über herkömmlichen Informatikunterricht und bloßes Programmieren hinausgehen. An zwölf Schulen mit rund 70 Klassen der Jahrgangsstufe 5 und über 1.000 Schülern startet das Pilotprojekt nach den Sommerferien. Die Teilnahme an den zwei zusätzlichen Unterrichtsstunden pro Woche ist freiwillig, Noten gibt es noch keine. Die Lehrer werden diesen Sommer für das Kombifach fortgebildet, ein entsprechendes Studium gibt es noch nicht. Für Hessens Digitalministerin macht das Pilotprojekt aber nicht den zweiten Schritt vor dem ersten. Kristina Sinemus, CDU, Digitalministerin Hessen „Wir wollen jetzt mit etwas starten, was für uns wichtig ist, nämlich zukunftssichere Schule in Hessen. Dann wird sich das entwickeln und ob es oder wann es curricular wird oder auch zu einem Studienfach in der Lehrerausbildung – das wird dann der zweite Schritt sein nach dieser Pilotphase.“ Curricular, also dauerhaft fest in Hessens Stundenplänen – wie sinnig das ist, sollen die Frankfurter Johann-Wolfgang-von-Goethe-Universität und ein IT-Institut aus Potsdam im Laufe des Projekts analysieren. Prof. Dr. Christoph Meinel, Direktor Hasso-Plattner-Institut „Diesen ganzen Digitalkosmos beleuchten und besprechen. […]

  • „Geschichte im Südwesten“: Der Bogenbauer von der Nahe

    „Geschichte im Südwesten“: Der Bogenbauer von der Nahe

    Wir machen jetzt eine kleine Reise in die Vergangenheit. Eines der ältesten Werkzeuge des Menschen ist der Jagdbogen. Die ältesten Funde legen nahe, dass der Mensch schon vor mindestens rund 60.000 Jahren Bögen aus Holz herstellte. Wir haben uns gefragt: Wie funktioniert dieses Handwerk? Wir haben einen Bogenbauer besucht. Ein Teil unserer Serie „Geschichte im Südwesten“. Hier fallen die Späne. In der Werkstatt von Michel Bombardier. Er zeigt uns heute mal, wie ein mittelalterlicher Jagdbogen hergestellt wird. Michel Bombardier, Bogenbauer aus Boos an der Nahe „Hier habe ich Eibenholz. Das ist das Holz, was unsere Vorfahren seit Tausenden von Jahren benutzt haben, um Bögen herzustellen. Das Holz hat eine hohe Federkraft. Es ist leicht.“ Das erste Werkzeug: Die Axt. Michel Bombardier, Bogenbauer aus Boos an der Nahe „Ich versuche jetzt, den Bogen – das Holzstück kann man sagen, Bogen ist es ja noch nicht – schlanker zu machen, indem ich mir die Mühe mache, dass er einigermaßen parallel schmäler wird.“ Das dauert so ungefähr eine Stunde. Dann kommt die Zieh-Klinge zum Einsatz. Michel Bombardier, Bogenbauer aus Boos an der Nahe „Es muss natürlich noch die Rinde entfernt werden. Er muss schlanker gemacht werden, weil er jetzt noch ganz unbiegsam ist und viel zu stark. Ich muss zunächst mal hier die Oberfläche frei von der Rinde machen, um zu sehen, ob das Holz nicht schadhaft ist, ob keine Risse drin sind oder Knoten, Astlöcher, Verletzungen.“ Bombardier ist Bogen-Profi. Bestellungen kommen aus ganz Deutschland. Jeder Bogen ist ein Einzelstück. Handarbeit eben. Michel Bombardier, Bogenbauer aus Boos an der Nahe „Jetzt lege ich die Zieh-Klinge ab und suche mir ein feineres Werkzeug, um die Reste von der Rinde zu entfernen, und das möglichst ohne den unten liegenden Jahresring zu beschädigen.“ Die Werkzeuge werden feiner. Präzise Detail-Arbeit. Michel Bombardier, Bogenbauer aus Boos an der […]

  • Nibelungen-Festspiele: Schauspieler gehen baden

    Nibelungen-Festspiele: Schauspieler gehen baden

    Nachdem es im vergangenen Jahr vor dem Wormser Kaiserdom mal nicht um die Nibelungen, sondern um Luther ging, ist dieses Jahr wieder alles beim Alten. Am Freitag nächste Woche feiert die „hildensaga“ ihre Premiere. Und eines ist schon mal klar: Den Schauspielern wird das Wasser auf jeden Fall bis zum Hals stehen. Ab ins Wasser und abtauchen! Ein Traum bei dem Wetter. Knappe 30 Grad vor dem Wormser Kaiserdom, doch der Einzige, der sich erfrischen darf, ist Bühnenbildner Palle Steen Christensen. Der Däne hat den Platz vor der Nordseite des Doms in einen riesigen Swimmingpool verwandelt. Palle Steen Christensen, Bühnenbildner von „hildensaga.Ein Königinnendrama“: „Wir fanden es ist die beste Lösung für die drei Akte des Stückes. Es gibt uns etwas in jedem Akt. Es ist gut etwas zu haben, das magisch oder mystisch sein kann, oder ein ganz normales Bühnenbild, dass nichts magisches oder mystisches ausstrahlen soll.“ So in etwa soll es vor dem Dom ab dem 15. Juli aussehen. Mal Swimmingpool, mal mystischer Wald und immer viel Wasser. Richtig viel Wasser. 115 000 Liter in bester Schwimmbadqualität. Sebastian Bolz, Technischer Leiter der Nibelungenfestspiele: „Seit das Wasser drin ist, wird es mit so Schwimmbadtechnik die ganze Zeit gespült und umgewälzt. So dass das Wasser über eine Filteranlage läuft, klar bleibt, gechlort und wir arbeiten sozusagen mit diesen 115 000 Litern.“ Die Schauspieler, die hier noch im trockenen sitzen, müssen extra einen Schwimmkurs absolvieren. Neben dem riesigen Wasserbecken ist auch nicht mehr wirklich viel Platz auf der Bühne. Im trockenen scheinen die Schauspieler fast nie stehen zu können. Petra Simon, Betriebsdirektorin der Nibelungenfestspiele: „Sie spielen schon viel im Wasser nur das Wasser ist ja nicht, es hat verschiedene Ausprägungen. Ich will nicht zu viel verraten, aber es ist schon so, dass auch im Wasser gespielt wird. Tatsächlich ja.“ Kein Wasser aber […]

  • Start der Bad Hersfelder Festspiele

    Start der Bad Hersfelder Festspiele

    Nur noch wenige Minuten, dann startet eines der wichtigsten Theaterfestivals in Deutschland – die Bad Hersfelder Festspiele. Auf dem Programm bis Ende August steht diesmal ein Stück Weltliteratur: „Notre Dame“ von Victor Hugo – und wenn Sie jetzt an den Glöckner von Notre-Dame denken und sein tragisches Schicksal – genau das ist es. Gestern war die Generalprobe. So wurde die altehrwürdige Stiftsruine sicher noch nie in Szene gesetzt. Die Technik macht es möglich, dass in Bad Hersfeld die Kirche Notre-Dame entsteht. Um die herum entspinnt sich das Drama um den entstellten Glöckner Quasimodo und die schöne Zigeunerin Esmeralda. Als Spielfilm ein Welterfolg – doch an dem wollen die Schauspieler nicht gemessen werden. Cathrine Sophie Dumont, „Esmeralda“ „Das einzige, was man machen kann oder was auch die Freude daran ist, ist, die Dinge neu in sich zu entdecken und zu gucken: Wo sind denn – wo finde ich was, was ich von mir geben kann.“ Bekannte Fernsehstars stehen auch diesmal auf der Festspielbühne. So Richy Müller als diabolischer Geistlicher. Szene „Ich kann dich retten“ – „Geh weg, du Dämon, oder ich stell dich vor allen bloß“ – „Man würde dir nicht glauben. Willst du mich?“ Und Anouschka Renzi als abgehalfterte Bordell-Betreiberin: Szene „Jetzt bin ich eine arme alte Frau. Aber früher, früher da war ich ein hübsches Ding. Nicht wahr, meine Herren?“ Drei Stunden führt Intendant und Regisseur Joern Hinkel durch das Sittenbild des späten Mittelalters in Paris. In Victor Hugos Romanvorlage von 1831 geht es außer um tragische Liebe auch darum, wie die Gesellschaft mit Außenseitern umgeht. Joern Hinkel, Intendant Bad Hersfelder Festspiele „Sie werden einerseits begafft, beklatscht, als Sensation behandelt, wie auch Quasimodo. Andererseits – sobald sich die Stimmung dreht, werden sie natürlich auch bespuckt und getreten.“ So wie auch Quasimodo, dessen Darsteller ein Lanze für behinderte Menschen brechen […]

  • Der Untergang des römischen Reiches

    Der Untergang des römischen Reiches

    Eine besondere Ausstellung in Trier nimmt jetzt das Römische Reich in den Fokus. Bereits am Auftaktwochenende kamen viele Besucher nach Trier, in die Stadt, die damals im Römischen Reich eine große Rolle spielte. Wie stirbt ein Weltreich? Vor allem diese Frage stellt sich die Ausstellung im Rheinischen Landesmuseum Trier. Am Ende Roms stehen Flammen, Plünderung und Tod. Nur einhundert Jahre vorher ist Rom noch Inbegriff der Zivilisation. Und diese Stadt ist die größte römische Stadt nördlich der Alpen. Silva Bruder, Kuratorin „Trier ist Kaiserresidenz also einer der wichtigsten Städte im Römischen Reich, dafür ausgewählt, weil es in der Nähe der Grenze liegt und es als zentral betrachtet wird für diesen Zweck und es zeigt sich dadurch, dass hier enorme Bauprogramme veranstaltet werden, vor allem im 4. Jahrhundert, mit einigen Unterbrechungen, aber es werden die großen Kaiserbauten angelegt wie die Basilika, die auch heute noch zu sehen ist.“ In der Stadt florieren Handel und Wirtschaft: In Trier werden Luxusartikel hergestellt – etwa diese Trinkschalen aus Glas. Aus der Trierer Münzprägestätte stammen 60 Prozent des weströmischen Geldes. Doch in der Blütezeit Triers mehren sich die Anzeichen des Niedergangs: Denn Trier ist nur Kaiserresidenz, weil bereits mehrere Kaiser regieren – mehr Kaiser sollen Stabilität bringen, doch immer öfter flammen Bürgerkriege zwischen Kaisern auf. Die Ausstellung erzählt eine Abstiegsgeschichte – die Räume werden immer dunkler. Und sie brechen mit alten Gewissheiten: So seien keine ganzen Völker in das Reich gewandert. Rom engagiert lange viele germanische Stämme als Soldaten – Germanen sterben für Rom im Kampf, etwa gegen die einfallenden Hunnen. Doch immer öfter kann das finanziell ausgezehrte Rom diese Truppen nicht bezahlen. Erst dann dringen germanisch-römische Truppen in das Reichsinnere vor, plündern 410 sogar Rom. Marcus Reuter, Museumsdirektor „Das war ein Ereignis das die damaligen Zeitgenossen bis ins Mark erschüttert hat. Manche berichten von […]