Unglück

  • CDU will Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe

    CDU will Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe

    Niemand dürfe mehr im Schlaf sterben, weil Warnsysteme nicht richtig funktioniert haben. Das sagte heute der rheinland-pfälzische CDU Fraktionschef Christian Baldauf. 134 Menschen hat die Flutkatastrophe vor acht Wochen allein in Rheinland-Pfalz das Leben gekostet. Nachdem zuerst die AfD-Fraktion einen Flut-Untersuchungsausschuss gefordert hatte, legten heute die Christdemokraten einen entsprechenden Antrag vor. Nach der Flut folgte das Aufräumen und nun die Aufarbeitung. Dafür zückt die CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag das schärfste Schwert, das die Opposition zur Verfügung hat: einen Untersuchungsausschuss. Dieser soll die Ereignisse und Entscheidungen vor, während und nach der Flutnacht klären. Christian Baldauf, CDU, Fraktionsvorsitzender Rheinland-Pfalz „Und das können Sie nur in einem Untersuchungsausschuss weil Sie dort die Akten beiziehen können, weil Sie dort Zeugen vernehmen können. Und die Bevölkerung, die Geschädigten, haben ein Recht darauf zu erfahren, was ist schiefgelaufen. Dafür ist der Untersuchungsausschuss da und deshalb beantragen wir ihn.“ Bereits Ende August hatte der Landtag einstimmig eine Enquetekommission beschlossen, die bis 2023 einen Bericht mit Empfehlungen, etwa zum Hochwasserschutz, vorlegen soll. Schon länger ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz gegen den krankgeschriebenen Landrat des Kreises Ahrweiler, Jürgen Pföhler, und ein weiteres Mitglied des Krisenstabes. Dabei geht es um den Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung durch Unterlassen. Der geplante Untersuchungsausschuss soll vor allem die politisch Verantwortlichen und deren mögliches Versagen in den Blick nehmen. Gordon Schnieder, CDU, stellvertretender Fraktionsvorsitzender Rheinland-Pfalz „War das wirklich einfach ein schicksalbehafteter Tag mit einem Hochwasser, wo man nichts dran hätte ändern können, oder sind vielleicht doch Fehlentscheidungen getroffen worden – wissentlich oder nicht wissentlich -, die begünstigt haben, dass an dem Tag eben Menschen zu Schaden gekommen sind an Leib und Leben. Und diese Fragen müssen wir aufklären. Das sind wir den Angehörigen der Toten und den vielen Verletzten schuldig.“ Christian Baldauf, CDU, Fraktionsvorsitzender Rheinland-Pfalz „Es ist ja auffällig: Ein Innenminister fährt ins […]

  • Bakterien bekämpfen Bakterien

    Bakterien bekämpfen Bakterien

    Nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal haben sich viele Bakterien in den Hauswänden eingenistet, die unter anderem für üble Gerüche sorgen. Jetzt sollen sie durch andere Bakterien unschädlich gemacht werden. Thomas Schäffer und Ralf Abrolat sind Experten für EM. Das hat nichts mit Sport zu tun. Denn EM steht für „Effektive Mikroorganismen“. Und diese können zur Bekämpfung von Fäulnis eingesetzt werden. Thomas Schäffer, Kaufmann aus Neustadt an der Weinstraße „Letztendlich sind es Bakterien, die Hunger darauf haben, organisches Material in Angriff zu nehmen und zu zersetzen. Und das ist der Zweck warum wir es hier hinbringen “ Denn hier in Mayschoß hat die Flut alles mitgerissen, was ihr im Weg stand. So mischten sich unter anderem Heizöl und Fäkalien in das Ahrwasser. Dieses bakteriell belastete Wasser ist dann in Gebäudewände eingesickert. Die aufgetragene EM-Lösung soll die Wände auf natürliche Weise desinfizieren. Schon bei den Hochwassern an der Elbe und der Oder ist EM zum Einsatz gekommen. Thomas Schäffer, Kaufmann aus Neustadt an der Weinstraße „Dort wurde es genauso eingesetzt. In Gärten, in Häusern, in Wänden, vor allem in überfluteten Kellern. Und das Ergebnis war tatsächlich, dass innerhalb kürzester Zeit die Geruchsbelästigung weg war und dass man sicher sein konnte, wenn man Wände jetzt neu verputzt oder neu tapeziert oder streicht, man nicht die Fäulnis in der Wand einfach nur einschließt und den Geruch auf lange Sicht nicht loswird. Und dort war der Erfolg sehr groß. Und das hat uns dann auf die Idee gebracht, es auch hier zu versuchen.“ Gemeinsam beschließen die Pfälzer, EM an die Ahr zu bringen. Ralf Abrolat, Urologe aus Großfischlingen „Wir saßen zusammen und haben gedacht jeder von uns gibt einen gewissen Geldbetrag, sodass wir 1000 Liter kaufen können. Und haben gesagt: Naja 1000 Liter, das ist ein Tropfen auf den heißen Stein und dann bekommt man […]

  • Wiederaufbau nach der Flut – Innenminister Roger Lewentz konkretisiert die Planung

    Wiederaufbau nach der Flut – Innenminister Roger Lewentz konkretisiert die Planung

    Rund acht Wochen ist die Flutkatastrophe nun her und langsam richtet sich der Blick von Schutt und Schlamm nach vorne in die Zukunft. Wie soll es weitergehen und wie soll der Wiederaufbau von zerstörten Straßen, Brücken und Häusern möglichst schnell gelingen? Darüber hat heute das rheinland-pfälzische Innenministerium informiert. Aufgebaut von den Großeltern, zerstört von der Flut. Franz Köhls steht in Dernau vor der Trümmern seiner Existenz. Jetzt muss das Zweifamilienhaus, in dem der Winzer zusammen mit seiner Mutter und seiner Freundin lebte, abgerissen werden. Franz Köhls, Hausbesitzer „Ja schon schwer, aber nützt ja alles nichts. Ist alles unterspült gewesen, muss abgerissen werden, tja. Ist traurig, aber wahr.“ Die Lehmwände des Fachwerkhauses wurden von der Flut einfach ausgespült. Schnell war klar, das Gebäude ist einsturzgefährdet und nicht mehr zu retten. Marco Clausonet, der mit seinem Bagger schon mehrere Häuser abgerissen hat, lässt das nicht kalt. Marco Clausonet, Abbruchunternehmer „Es tut schon weh, wenn man die Leute hier so sieht. Man sieht ja alles in denen. Schmerz, Trauer Wut, Glück, Dankbarkeit. Das trifft auch uns.“ Fast 9000 Gebäude sind in Rheinland-Pfalz stark beschädigt worden, allein in der Verbandsgemeinde Altenahr entstanden Schäden über 1,4 Milliarden Euro. Für Hausbesitzer wie Franz Köhls stellt sich nun die Frage, woher er das Geld nehmen soll für den Wiederaufbau. Franz Köhls, Hausbesitzer „Da hört man immer 80 Prozent hier, 80 Prozent da, nur man weiß aktuell gar nicht, auf welchen Betrag. Also wovon kommen die 80 Prozent? Das ist das Problem. Darauf gab das rheinland-pfälzische Innenministerium heute folgende Antwort. Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz „In den Vorschriften, die der Bund mit den Ländern besprochen hat, heißt es: 80 Prozent der Wiederaufbaukosten. Nicht des Vermögensverlustes, sondern der notwendigen Wiederaufbaukosten. Und ich finde das eine sehr gute Regelung. Das ist eine nach vorne gewandte Regelung.“ 15 Milliarden Euro ist der […]

  • Dreyers Regierungserklärung zur Flutkatastrophe

    Dreyers Regierungserklärung zur Flutkatastrophe

    Der rheinland-pfälzische Landtag ist heute zu einer Sondersitzung zum verheerenden Hochwasser zusammengekommen. Nachdem die Sitzung wegen eines Feueralarms kurzzeitig unterbrochen werden musste, sprach Ministerpräsidentin Malu Dreyer in ihrer Regierungserklärung darüber, was bislang geschafft wurde und vor welchen Herausforderungen das Land nun steht.

  • Nach der Flut – Experten sollen in einer Enquetekommission Vorsorgestrategien entwickeln

    Nach der Flut – Experten sollen in einer Enquetekommission Vorsorgestrategien entwickeln

    Über 130 Tote allein in Rheinland-Pfalz. Tausende haben ihre Häuser, Wohnungen und Arbeitsplätze verloren. Ein Starkregenereignis nie gekannten Ausmaßes brachte vor sechs Wochen Leid und Zerstörung über die Bewohner des Ahrtals. Die Landesregierung will jetzt eine Enquetekommission ins Leben rufen, die zum einen die Umstände der Katastrophe aufarbeitet, die aber vor allem dabei mithelfen soll, dass so ein Unglück nie wieder passiert.

  • Dreyer äußert sich zu Hochwasserkatastrophe

    Dreyer äußert sich zu Hochwasserkatastrophe

    Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat heute im Bundestag gesprochen. Dabei schilderte sie die dramatischen Folgen der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick.

  • Blick auf den Rhein

    Blick auf den Rhein

    Der Rhein ist für seine romantische Landschaft bekannt. Aber er ist auch ein Fluss, der für Schwimmer gefährlich werden kann. Wir haben deshalb Mitglieder der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft zu einer Übung nach Andernach begleitet.

  • Viele Helfer im Ahrtal brauchen psychische Unterstützung – im Interview: Sebastian Schindler

    Viele Helfer im Ahrtal brauchen psychische Unterstützung – im Interview: Sebastian Schindler

    Die Jahrhundert-Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz: Erst kam die Flut – dann die Welle der Hilfsbereitschaft. Alle Helfer, die vor Ort waren sagen: Das kann man in Fernsehbildern gar nicht zeigen, wie schlimm die Lage wirklich ist. Und diese Bilder im Kopf nehmen die Helfer mit nach Hause. Darüber sprechen wir mit Sebastian Schindler – er ist ausgebildeter Rettungssanitäter beim Malteser Hilfsdienst in Frankfurt und Referent für Psychosoziale Notfallversorgung.

  • Umstrittener Landrat Pföhler beschäftigt Ahrweiler Kreistag

    Umstrittener Landrat Pföhler beschäftigt Ahrweiler Kreistag

    Bei der Sitzung des Kreistages Ahrweiler ging es um den Landrat Jürgen Pföhler. Alle im Kreistag vertretenden Fraktionen haben heute eine Resolution verabschiedet, in der der CDU-Politiker zum Rücktritt aufgefordert wird.

  • Solidarität – Winzer helfen Winzern an der Ahr

    Solidarität – Winzer helfen Winzern an der Ahr

    Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat enorme Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursacht, dass ist deutlich sichtbar. Nicht direkt sichtbar, aber ähnlich gravierend dürften die wirtschaftlichen Folgen sein. Die Region lebt vom Wein. Doch von den Weingütern ist nicht mehr viel übrig.

  • Ahrweiler Stadtmuseum von der Flut stark betroffen

    Ahrweiler Stadtmuseum von der Flut stark betroffen

    Die Flut hat auch vor dem Stadtmuseum in Ahrweiler keinen Halt gemacht. Das Museum hatte einige Exponate ausgerechnet in einer Tiefgarage gelagert. Die stand fünf Tage lang unter Wasser. Mehrere Museen, zum Beispiel in Trier und Mainz, helfen nun bei der Reinigung der Schätze.

  • Umstrittener Landrat Pföhler lässt Amt aus gesundheitlichen Gründen ruhen

    Umstrittener Landrat Pföhler lässt Amt aus gesundheitlichen Gründen ruhen

    Vor rund vier Wochen kam die Flut. Seitdem steht der Landrat Jürgen Pföhl unter Druck. Nun lässt er sein Amt ruhen. Aus gesundheitlichen Gründen heißt es. Zurücktreten will der Landrat des Kreises Ahrweiler aber nicht.

  • Schwerer Unfall auf der A 7

    Schwerer Unfall auf der A 7

    Auf der A 7 ist zwischen Kirchheim und Bad Hersfeld ein Schwertransport verunglückt und einen Hang heruntergefahren. Dabei stürzte seine Ladung auf die Fahrbahn, ein 50 Tonnen schwerer Kran.

  • Handwerker helfen Flutopfern

    Handwerker helfen Flutopfern

    Vier Wochen nach der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal werden dort weiterhin jede Menge Handwerker gebraucht. Rund 60 Schreiner, Elektriker und Maler haben deshalb dort ein Zeltlager erreichtet, von dem aus sie den Flutopfern kostenlos helfen.