30 Jahre Rheingütestation
Der Rhein ist die meistbefahrene Wasserstraße Europas. Aber er versorgt auch viele Dörfer entlang des Flusses mit Trinkwasser. Deshalb muss ganz genau auf die Wasserqualität des Rheins geachtet werden. Eine dieser Rheingütestationen ist in Worms. Und das schon seit genau 30 Jahren. Ein Unfall in einem Schweizer Chemiewerk sorgt 1986 dafür, dass große Mengen Pestizide in den Rhein fließen. Das Wasser darf nicht mehr als Trinkwasser aufbereitet werden. Die Katastrophe ist auch der Auslöser dafür, dass neun Jahre später die Rheingütestation in Worms eröffnet wird. Hier entnehmen und untersuchen Forscher seitdem täglich mehrere Wasserproben aus dem Rhein. Andreas Schiwy (Stationsleiter): „Früher war das relativ klar, dass man über Verfärbungen und Schaumberge erkennen konnte, dass der Rhein in keinem guten Zustand ist. Jetzt ist es so, dass sich die Menge an Stoffen die in den Rhein fließen exponentiell vergrößert. Die Substanzen die neu entwickelt werden in Chemielaboren, werden in kleinen Mengen produziert und kommen dann doch am Ende ins Wasser.“ Zum dreißigsten Geburtstag haben sich gleich drei politische Gäste aus drei Bundesländern angekündigt. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Katrin Eder, der hessische Umweltstaatssekretär Michael Ruhl und Thekla Walker, Umweltministerin aus Baden-Württemberg. Denn die Wormser Station am Dreiländereck ist ein Gemeinschaftsprojekt.. Katrin Eder, Die Grünen (Umweltministerin RLP): „Draußen an der Brücke hängen unterschiedliche Messzeiger. Das eine misst den Strom aus dem Neckar, das andere ist im hessischen Bereich, das andere misst den rheinland-pfälzischen Bereich und insofern ist das ganz wichtig: Der Rhein der macht nicht an Landesgrenzen halt und deswegen ist es auch wichtig, dass – die Bundesländer aber auch international – wir zum Schutz des Rheins zusammenarbeiten.“ Noch immer gelangen regelmäßig große Mengen Chemikalien in den Rhein. Diese werden im Labor bestimmt: Daraufhin kann die Station wenn nötig weitere Maßnahmen anfordern. Schwerwiegende Störfälle gab es aber schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Michael […]


