Umwelt

  • Mainz zieht Bilanz des Luftreinhalteplans

    Mainz zieht Bilanz des Luftreinhalteplans

    Erinnern Sie sich noch an die Diskussionen um Dieselfahrverbote? Vor fünf Jahren war die Luft in Mainz so stark mit Abgasen belastet, dass ein solches Verbot von alten Dieselautos kurz bevorstand. Doch das konnte noch verhindert werden, weil die Stadt unter den gesetzlichen Richtwerten bleibt. Die sollen nach einem EU-Beschluss jetzt aber noch einmal drastisch verschärft werden – die aktuellen Maßnahmen zum Schutz der Luftqualität reichen dann wohl nicht mehr aus. Nach Daten der Europäischen Umweltagentur starben 2021 wegen der Luftverschmutzung mehr als 300.000 Menschen in der EU. Deshalb will die EU ihre Grenzwerte für viele schädliche Stoffe in der Luft jetzt verschärfen. So soll der Grenzwert für Feinstaub von aktuell 25 Mikrogramm per Kubikmeter auf nur noch 10 gesenkt werden. Beim Stickstoffdioxid soll sich der Wert im selben Zeitraum von 40 auf 20 Mikrogramm halbieren. Die Stadt Mainz hat heute ein Fazit zu ihrem aktuellen Luftreinhalteplan gezogen. Umweltdezernentin Janina Steinkrüger betont, dass die aktuellen Grenzwerte zuletzt stabil eingehalten werden konnten. Janina Steinkrüger (Bündnis 90 / Grüne), Umweltdezernentin Mainz „Wir haben letztes Jahr eine sehr gute Luftreinhaltelage für die Stadt Mainz bekommen. Ich nehme daraus aber mit, dass wir neue Hausaufgaben zu machen haben. Wir haben jetzt ja gerade erst auf EU Ebene gehört, dass die Richtwerte jetzt auch noch mal für NOx, also für Stickoxide, und auch für Feinstaub nochmal verschärft werden sollen. Das begrüße ich als Dezernentin, die sich natürlich auch um die Gesundheit ihrer Bürgerinnen und Bürger kümmert.“ Mit der flächendeckenden Umsetzung von Tempo 30 in der Innenstadt und einer modernisierten Busflotte hat die Stadt es in den letzten fünf Jahren geschafft, die Luftbelastung deutlich zu reduzieren. Um aber die neuen Grenzwerte bis 2030 einzuhalten, reicht das noch nicht. Janina Steinkrüger (Bündnis 90 / Grüne), Umweltdezernentin Mainz „Es wäre wünschenswert, wenn die Mainzerinnen öfter mal auf das […]

  • Streit um Windkraft in Eltville

    Streit um Windkraft in Eltville

    Am kommenden Sonntag haben die Menschen in Eltville die Wahl. In einem Bürgerentscheid sollen sie darüber abstimmen, ob hoch über den Weinbergen am Taunuskamm Windräder aufgestellt werden sollen oder nicht. Die Befürworter sagen: „Wir müssen weg von den fossilen Brennstoffen und wir können damit sogar Geld verdienen“ – die Gegner meinen, dass mit den Windrädern eine jahrtausendealte Kulturlandschaft zerstört werden könnte. Ortstermin am Ortsrand von Eltville: Mitarbeiter der Landesenergieagentur Hessen zeigen den Anwohnern mithilfe einer App, wie die geplanten Windräder am Taunuskamm einmal aussehen könnten. Ein tiefer Einschnitt ins Landschaftsbild, finden die einen – fällt doch kaum auf, sagen die anderen: Dazwischen gibt es nur wenig. Katrin Bruns, Anwohnerin „Wenn ich mich mit den Leuten unterhalte, die ja auch vor Ort wohnen, ist die Resonanz total positiv. Was dafür sorgt, dass ich ganz zuversichtlich bin, dass wir das auch umgesetzt bekommen. Wir müssen weg von fossilen Brennstoffen in erneuerbare Energien. Und der Blick da drauf ist auch nichts, was uns stört. Im Gegenteil.“ Renate Quermann, Stadtbild-Verein Eltville „Diese Kulturlandschaft hier im Rheingau ist in ihrem geschlossenen Ensemble einzigartig in Europa. Das finden Sie nicht noch einmal. Wenn Sie jetzt Windräder auf den Taunuskamm stellen, dann werden diese ganzen Kulturdenkmäler entwertet.“ Fest steht, dass sich das Waldgebiet am Taunuskamm hervorragend für Windkraftanlagen eignet. Wegen der exponierten Lage weht hier oft eine kräftige Brise. Deshalb hat das Land Hessen das Gebiet auch als Windkraft-Vorrangfläche ausgewiesen. Und größere Rodungsarbeiten wären hier auch nicht mehr nötig. Claus Driese, RheingauWind Bürgergesellschaft „Wenn man sich mal umguckt, dann sieht man: Es ist eine Fläche, bei der man nicht viel kaputt machen kann, weil schon viel kaputt gegangen ist durch den Klimawandel.“ Windräder im Wald über Eltville wären aus Sicht von Claus Driese und den Windkraft-Befürwortern nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz – sie würden auch […]

  • Hündin Fiona sammelt Müll

    Hündin Fiona sammelt Müll

    Wenn man beim Spazierengehen mal die Augen offen hält, ist es erschreckend, wie viel Plastikmüll in der Natur herum liegt. Bis der verrottet ist, dauert es teils mehrere hundert Jahre. Das schadet nicht nur Tieren und Pflanzen, sondern früher oder später auch uns Menschen. Ein Unding, findet Jasmin Josuneit aus Mainz und geht jeden Tag raus zum Müll sammeln. Und sie hat einen ganz besonderen Plastik-Detektor dabei. Fiona auf Mission. Da! Ein Stück Folie! Ab damit zu Frauchen in die Mülltüte. Zur Belohnung gibt’s ein Leckerli. „Gutes Mädchen, fein!“ Seit mittlerweile fast 10 Jahren gehen Jasmin Josuneit und Mischlingshündin Fiona gemeinsam Müll sammeln. Jeden Tag kommen rund 2 bis 3 Kilo Plastik zusammen. Auch heute finden die beiden wieder jede Menge Tüten, Flaschen und Verpackungen. „Die Tasche wird voll, ne“ Fiona ist 6 Monate alt, als Jasmin sie adoptiert. Die ehemalige Straßenhündin aus Spanien ist überraschend temperamentvoll und kaum zu bändigen. Ihren starken Jagdtrieb kann Hundetrainerin Jasmin in etwas Sinnvolles umwandeln. Jasmin Josuneit, Frauchen von Fiona/aus Mainz: „Ich achte einfach auf die Umwelt sehr, oder versuche mein Bestmögliches und vorher hab ich es halt alleine gemacht und dann hat sie es mitgemacht, zudem sie auch eine große Affinität dafür hatte, Plastikflaschen zu zerstören. // Ich hab einfach das genutzt, dass sie Plastik, mit dem zu spielen, sich damit auseinander zu setzen, gut fand und ich hab es einfach verstärkt, indem ich es gefeiert hab und gesagt hab hey, das was du da machst, finde ich super.“ Im Hunderucksack sammelt Fiona ihre Beute bis zum Ende der Gassirunde. Zu kleine Teile, an denen sie sich verschlucken könnte, lässt sie liegen. Jasmin Josuneit, Frauchen von Fiona: „Also die Fiona zeigt dieses Verhalten intrinsisch motiviert, das heißt eigenmotiviert. An Tagen, wo sie das eben auch nicht machen möchte oder vielleicht auch die Bezahlung […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Sechs Tage Streik im Bahnverkehr — Mainzer Kläranlage wird aufgerüstet — Falschparken in Frankfurt oft ungestraft — Bundeswehr in Fritzlar übt Nachtflüge Anmoderation: Staatsanwaltschaft und Zollfahndern ist bei Trier ein Schlag gegen die Drogenkriminalität gelungen. Bei der Durchsuchung eines Lastwagen aus Spanien fanden die Ermittler 500 Kilogramm Marihuana. Verdeckte Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Trier und der Zollfahnder aus Kaiserslautern haben zu dem großen Drogenfund geführt. Die heiße Ware befand sich, gelagert zwischen Textilien und Schuhen, in Kartons verpackt. Genauere Angaben wollen die Behörden zum jetzigen Zeitpunkt nicht machen. Der 52 Jahre alte Fahrer wurde vorläufig festgenommen. Damit kommen wir zu den weiteren Nachrichten des Tages. Sechs Tage Streik im Bahnverkehr Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Beschäftigten der Deutschen Bahn zum mittlerweile vierten und bislang längsten Ausstand im aktuellen Tarifkonflikt aufgerufen. Wie die GDL heute in Frankfurt mitteilte, soll im Güterverkehr ab Dienstagabend um 18.00 Uhr gestreikt werden, im Personenverkehr von Mittwochmorgen um 2.00 Uhr. Enden soll der Ausstand erst am kommenden Montag um 18.00 Uhr. Die Deutsche Bahn rechnet erneut mit massiven Einschränkungen im Fern-, Regional und Güterverkehr. Sie arbeitet an einem Notfallplan. Beide Tarifparteien streiten über ein neues Arbeitszeitmodell für Schichtarbeiter. Die Gewerkschaft lehnt die bisherigen Angebote der Bahn als unzureichend ab. Kläranlage wird aufgerüstet Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Modernisierung der Kläranlage in Mainz-Mombach mit 6,5 Millionen Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid zum Gewässerschutz hat Umweltministerin Katrin Eder heute überreicht. In der Anlage soll eine vierte Reinigungsstufe gebaut werden. Sie kann unter anderem einen Großteil von Arzneimittelrückständen und Haushaltschemikalien aus dem Abwasser filtern. Laut Eder wird die Kläranlage dadurch zu einer der bundesweit modernsten Anlagen. Falschparken oft ungestraft In Frankfurt werden Verkehrssünder wie Falschparker zu selten belangt. Die Beobachtungen von Ortsbeiräten hat der Magistrats jetzt bestätigt. In nahezu allen Stadtgebieten könne der Verkehr wegen des Personalmangels nicht ausreichend überwacht werden. […]

  • Renaturierung des Ahrtals

    Renaturierung des Ahrtals

    Einst war die Ahr aufgrund der Artenvielfalt ein Vorzeigegewässer. Doch bei der Flutkatastrophe im Sommer 2021 wurden nicht nur Menschen und Häuser geschädigt, auch die Uferzonen des Flusses wurden verwüstet, Biotope zerstört, Fauna und Flora wurden stark in Mitleidenschaft gezogen. Das alles soll jetzt wiederhergestellt werden, am besten mit einem Lerneffekt für die Zukunft. So sieht es aus, das ideale Flussbett. Hier am Kloster Kalvarienberg in Bad Neuenahr-Ahrweiler sind die Ufer nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen renaturiert worden. Kleine Nebenarme und Au-Flächen bieten Rückzugsorte für Tiere, die Lenkung des Wassers geschieht mit natürlichen Baustoffen und auch die Ufer wurden abgeflacht. Wolfgang Schäfer, Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord „Früher hat man die Flüsse kanalartig ausgebaut. Man sieht es ja oft noch in der Landschaft. Man geht jetzt hin und macht wieder – eine gewisse Fließdiversität baut man in diese Gewässer ein. Dadurch hat man eine Verbesserung der Ökologie, der Fließgeschwindigkeit und es ist die Möglichkeit, dass sich das Wasser ausbreiten kann.“ Doch so wie hier sieht es längst noch nicht überall an der Ahr aus, weswegen das Land Rheinland-Pfalz zusammen mit den Städten und Kommunen rund 1000 Maßnahmen geplant hat, um den Fluss nach der Katastrophe wiederherzustellen. Denn die Biodiversität am und im Fluss hat gelitten, wie Messungen des Landesamts für Umwelt ergeben haben. Die Artenvielfallt ist nach der Flut um 60 Prozent, der Fischbestand stellenweise sogar um 70 Prozent zurückgegangen und erholt sich nur langsam. Die geplanten Veränderungen am Fluss sollen dabei gleich zwei Effekte haben. Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen). Umweltministerin Rheinland-Pfalz „Die ökologische Wiederherstellung eines Gewässers sorgt immer auch für eine bessere Hochwasservorsorge. Wenn der Fluss den Raum hat, sich ausbreiten zu können, möglichst ohne viele Eingriffe. Das heißt, die Ufer entsprechend so zu modellieren, dass sich hier Auen bilden, die überschwemmt werden können.“ Damit auch andere von […]

  • Prozess gegen Baumbesetzerin

    Prozess gegen Baumbesetzerin

    Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass die Proteste im Fechenheimer Wald ihren Höhepunkt erreicht haben. Hunderte Demonstranten haben sich damals gegen den Ausbau der Autobahn 66 gestellt und im Zuge dessen das betroffene Stück de Frankfurter Stadtwalds besetzt. Die Polizei musste die Waldbesetzer-Camps räumen, damit die Rodung beginnen konnte. Dabei wurden mehrere Aktivisten festgenommen. Heute begann vor dem Frankfurter Amtsgericht der Prozess gegen eine von ihnen. Mit 30 Minuten Verzögerung beginnt die Gerichtsverhandlung gegen Karen S. Grund dafür: Die Angeklagte fühle sich nicht gut. Sie sei sehr nervös. Bei den Protesten rund um die Rodung des Fechenheimer Waldes soll sie beteiligt gewesen sein und erst von einem SEK-Beamten aus einem Baum zu Boden gebracht worden sein. Die Staatsanwaltschaft legt der 29-Jährigen jetzt Hausfriedensbruch und Widerstand gegen einen Vollzugsbeamten zur Last. Julian Becker, Reporter „Es ist ein unruhiger Prozess heute vor dem Frankfurter Amtsgericht. Immer wieder wird die Verhandlung von Zwischenrufen und Gelächter aus dem Zuschauerraum unterbrochen, in dem sich zahlreiche Aktivisten eingefunden haben. Die Richterin droht mehrmals an, die Öffentlichkeit von der Verhandlung auszuschließen. Man bekommt den Eindruck, dass sowohl die Angeklagte als auch die anwesenden Aktivisten das Gericht nicht ernst nehmen, sondern sich eher darüber lustig machen.“ Der Räumungsaktion im Fechenheimer Wald war ein Aufenthaltsverbot für Demonstranten vorausgegangen. Trotzdem hatten sich am Tag der Räumung bis zu 100 Waldbesetzer auf den Bäumen verschanzt. Mit Kränen müssen sie zunächst aus den Bäumen geholt und anschließend aus dem Wald getragen werden. Verletzte gibt es bei der zweitägigen Aktion keine. Karen S. soll – laut Anklage – mit Gewalt Widerstand geleistet haben. Bei den heutigen Zeugenvernehmungen von zwei Polizeibeamten wird dieser Vorwurf allerdings noch nicht bestätigt. Der betreffende SEK-Beamte war heute nicht anwesend. Die Angeklagte kündigt über ihren Anwalt an sich nicht zur Sache äußern zu wollen. Im Falle einer […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Hessische Wasserversorgung nachhaltig sichern — Finanzämter wahren Weihnachtsfrieden — Neuer Termin für Museumseröffnung in Wiesbaden Wasserversorgung nachhaltig sichern Die hessische Umweltministerin Priska Hinz hat heute an der Goethe-Universität in Frankfurt das Kompetenzzentrum Wasser Hessen eröffnet. Dort arbeiten Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Wasserwirtschaft zusammen. Sie sollen angesichts des Klimawandels praxisstaugliche neue Lösungen für die Wasserversorgung entwickeln. Ziel ist es, die Ressource Wasser und ihre biologische Vielfalt zu erhalten und gleichzeitig den Wasserbedarf der Bevölkerung und der Wirtschaft zu sichern. Finanzämter wahren Weihnachtsfrieden Auch in diesem Jahr werden die Finanzämter in Hessen und Rheinland-Pfalz zwischen den Jahren unter anderem keine Steuern und Abgaben anmahnen. Außerdem werden sie keine Zwangsgelder androhen und Steuerpflichtige nicht vorladen. In Hessen gilt der traditionelle Weihnachtsfrieden vom 20. bis 31. Dezember, in Rheinland-Pfalz vom 23. Dezember bis zum 1. Januar. Neuer Termin für Museumseröffnung Das Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2024 für die Besucher geöffnet. Grund für die Verschiebung des Termins sind Verzögerungen bei den Bauarbeiten wegen des Fachkräftemangels und der Lieferengpässen. Das Ausstellungsgebäude wird privat finanziert. Stifter ist der hessische Unternehmer Reinhard Ernst. In dem Museum soll seine umfangreiche hochkarätige Sammlung von Abstrakter Kunst ausgestellt werden.

  • Waldzustandsbericht vorgestellt

    Waldzustandsbericht vorgestellt

    Der heute veröffentlichte Waldzustandsbericht zeigt: Der Anteil der deutlich geschädigten Waldbäume ist auf dem höchsten Wert seit rund 40 Jahren. Wie sich diese dramatische Entwicklung vor Ort bemerkbar macht, haben wir uns in einem Waldstück im Rhein-Hunsrück-Kreis angesehen. Was sich von hier oben nur erahnen lässt, wird eine Etage tiefer deutlich sichtbar. Den Bäumen im Soonwald geht es schlecht. In diesem Waldabschnitt sorgt sich Förster Michael Veeck besonders um den Buchenbestand, der stark unter den Folgen des Klimawandels leidet Michael Veeck, Förster Soonwald „Um mal diesen einen Baum hier, diese Buche, die leider abgestorben ist, mal zu verinnerlichen. Wenn diese Buche leben würde würde die pro Stunde etwa 2 Kilogramm des schädlichen Gases aus der Atmosphäre ziehen und im Rahmen der Photosynthese umwandeln in Stoffe, die der Baum braucht, zum Beispiel Zucker, und würde gleichzeitig etwa 1,7 Liter Sauerstoff an die Atmosphäre abgeben. Das heißt, so ein Baum kann etwa 20 Menschen am Tag mit Sauerstoff versorgen, wenn er denn noch leben würde. Ich glaube, dass da die Dramatik deutlich wird, in der wir stecken.“ Einige Waldabschnitte sind hier so sehr geschädigt, dass sie selbst die Förster nicht mehr betreten. Zu groß die Gefahr von herabfallenden Ästen. Wie hier sieht es auch in anderen Wäldern in Rheinland-Pfalz aus. Im heute veröffentlichten Waldzustandsbericht heißt es: Nur knapp ein Zehntel der Buchen in Rheinland-Pfalz weisen keine Schadenmerkmale auf. Katrin Eder, Bündnis 90/Die Grünen, Umweltministerin Rheinland-Pfalz „Wir haben leider keine Gesundung der Wälder erleben können auch in diesem Waldzustandsbericht, sondern 85% der Bäume in den rheinland-pfälzischen gelten als geschädigt und insofern ist hier keine Entwarnung zu geben.“ Die Hauptursache für den immer schlechteren Zustand der Wälder: Längere Dürrephasen, Hitze und Luftschadstoffe lassen die Bäume anfälliger werden für Bakterien, Pilze und Schädlinge. Mit klimareselienteren Mischwäldern wird versucht den Schaden einzudämmen. Katrin Eder, Bündnis 90/Die […]

  • Spezialglashersteller Schott will klimaneutral werden

    Spezialglashersteller Schott will klimaneutral werden

    Der Mainzer Spezialglas-Hersteller Schott will bis 2030 klimaneutral werden. Um das zu erreichen, gibt es viele verschiedene Maßnahmen. Eine der wichtigsten: in der Produktion weg vom Gas – hin zu grünem Strom und Wasserstoff. Heute hat das Unternehmen ein Update dazu gegeben, wie es mit der Energie-Transformation läuft und was dabei die größten Hürden sind. 1.700 Grad sind nötig, um aus Glas alle möglichen Formen und Beschaffenheiten rauszuholen. In Schmelzwannen so groß wie Schwimmbecken wird das Glas erhitzt. Bislang mit Erdgas. Jetzt betritt der Mainzer Spezialglashersteller Schott absolutes Neuland. Jens Schulte, Vorstand Schott AG „Wir haben geplant, an unserem Standort in Mitterteich die erste Vollelektrische Schmelzwanne für Pharmarohrglas herzustellen. Das wäre die erste grüne Rohrglasmenge und das erste Mal, dass das in einem großindustriellen Maßstab gemacht wird.“ Alle Komponenten dazu sind bestellt. Anfang 2026 soll die Anlage dann in Betreib gehen. Um seinen CO2-Verbrauch tatsächlich zu senken, kauft Schott Strom aus erneuerbaren Energien. Dieses Experiment zeigt, Flüssigkeiten mittels Elektroden aufzuheizen ist viel effizienter als mit einem Gasbrenner. Warum schmilzt man Glas dann nicht immer schon mithilfe von Strom? Michael Hahn, Leiter Schmelzentwicklung Schott AG „Weil der elektrische Strom tatsächlich überproportional teuer ist im Vergleich zu der fossilen Energie. Und es war eine reine Wirtschaftlichkeitsfrage.“ Hinzu kommt – und auch das zeigt dieser Versuchsaufbau: Im Vergleich zu dem Gasbrenner berühren elektrische Heizstäbe das Glasgemisch und können dadurch zu Verunreinigungen des Produkts führen. Michael Hahn, Leiter Schmelzentwicklung Schott AG „Wir haben das halbe Periodensystem in unseren Glaskomponenten. Und diese Komponenten reagieren bei heißen Temperaturen elektrochemisch mit den Elektroden. Da kann man sehr viel falsch machen.“ Doch Schott hat betriebsintern viel geforscht und wagt es nun, seine Produktion stück für stück stärker zu elektrifizieren. Dadurch wird der Strombedarf steigen. Ein Problem bei dem aktuell international vergleichsweise hohen Strompreis in Deutschland. Von einem günstigeren […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Schwache Konjunktur belastet Arbeitsmarkt — Bessere Luft in Mainz — Schnellere Gepäckkontrollen an Frankfurter Flughafen Anmoderation: Das Landgericht Wiesbaden heute einen 41-jährigen Asylbewerber aus Ghana wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Er hatte in einer Asylunterkunft einen Mann erstochen und zwei Frauen schwer verletzt. Eine von ihnen verlor dadurch ihr ungeborenes Baby. Die Richter stellten bei dem Täter auch eine besondere Schwere der Schuld fest, was eine vorzeitige Haftentlassung erschwert. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten: Schwache Konjunktur belastet Arbeitsmarkt Anders als üblich ist die Zahl der Arbeitslosen im November in Hessen nur leicht zurückgegangen. Am Ende des Monats suchten rund 182.100 Männer und Frauen eine Stelle. Die Arbeitslosenquote sank auf 5,2 Prozent. In Rheinland-Pfalz stieg dagegen die Zahl der Jobsuchenden. Hier waren rund 111.500 Menschen ohne Arbeit. Die Arbeitslosenquote lag wie im Vormonat bei 4,9 Prozent. Nach Angaben der Arbeitsagenturen sind die Unternehmen immer weniger bereit, neue Mitarbeiter einzustellen. Bundesweit sank die Quote geringfügig auf 5,6 Prozent. Bessere Luft in Mainz In der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt ist die Schadstoffbelastung der Luft mittlerweile weit unter den gesetzlichen Grenzwert gesunken. Das geht aus Messungen des Landesamts für Umwelt hervor. Nach einer Klage der Deutschen Umwelthilfe wegen der anhaltend zu hohen Stickstoffdioxid-Belastung hatte die Stadt ihren Luftreinhalteplan überarbeitet. Unter anderem wurden Hauptverkehrsstraßen in der Innenstadt zu Tempo-30-Zonen umgewandelt, die Busflotte modernisiert und mehr Radwege gebaut. Laut Landesamt für Umwelt könnte Mainz in diesem Jahr die niedrigsten Schadstoffwerte seit dem Beginn der Messungen im Jahr 1978 erreichen. Schnellere Gepäckkontrollen Kurz vor dem Beginn der Weihnachtsreisezeit hat der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport heute drei weitere Kontrollstellen mit neuen CT-Scannern eröffnet. Sie durchleuchten das Gepäck mit der Technik der Computer-Tomographie, die aus der Medizin bekannt ist. Mit ihr können doppelt so viele Passagiere abgefertigt werden wie an einer herkömmlichen Kontrollspur, weil die Reisenden Flüssigkeiten und elektronische […]

  • Kommunaler Klimaschutz - erste KIPKI-Gelder fließen

    Kommunaler Klimaschutz – erste KIPKI-Gelder fließen

    Rheinland-Pfalz soll klimaneutral werden, bis spätestens 2040. Das ist ein großes Ziel der Landesregierung. Dafür soll in Sachen Windkraft und Photovoltaik der Turbo gezündet werden. Experten sagen aber schon jetzt: „Das wird nicht reichen.“ Deshalb setzt das Land zusätzlich auf die Kommunen, um vor Ort Klimaschutz umzusetzen. Heute ist in Wallmerod ganz offiziell der Startschuss für dieses Projekt gefallen. Die Energie der Sonne nutzen, um Strom zu erzeugen – das macht die Verbandsgemeinde Wallmerod im Westerwaldkreis schon seit vielen Jahren. Auf jeden Fall immer dann, wenn es das Wetter zulässt. Auf mehreren öffentlichen Gebäuden befinden sich Photovoltaikanlagen, wie auf dieser Schule. Das Problem: Die Gemeinde kann nur wenig der so erzeugten Energie selbst nutzen, denn bisher gibt es keinen Speicher. Klaus Lütkefedder (CDU), Bürgermeister Verbandsgemeinde Wallmerod „Wir werden in Speichermöglichkeiten investieren. Aktuell sind die Photovoltaikanlagen so ausgelegt, dass der komplette Strom ins Netz eingespeist wird. Und davon wollen wir einen gewissen Teil in den Speicher packen, um ihn selbst nutzen zu können für den Eigenverbrauch.“ Eine neue PV-Anlage soll auf dem Dach des örtlichen Freibads entstehen. Sie soll das schon bestehende Blockheizkraftwerk entlasten und somit den Gasverbrauch senken. Diese Projekte hat die Verbandsgemeinde aus einer Liste ausgewählt, die die Landesregierung im Rahmen des Kommunalen Investitionsprogramms Klimaschutz und Innovation, kurz KIPKI, festgelegt hat. Eine Liste von Klimaschutzmaßnahmen, die das Land mit insgesamt 180 Millionen Euro fördert. Die Summe verteilt sich auf die einzelnen Kommunen. Wer wie viel bekommt, errechnet sich nach der Einwohnerzahl. Die Verbandsgemeinde Wallmerod erhält für ihre Projekte rund 430.000 Euro. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Die Verbandsgemeinde Wallmerod macht das wirklich vor, die Bandbreite, was damit gemacht werden kann. Das zeigt einfach, was alles machbar ist, damit Bürger und Bürgerinnen erkennen, ach ja Klimawandel, wir können einen Beitrag leisten und wir haben etwas davon. Es ist also wirklich […]

  • Neues System zur Simulation von Extremwetter

    Neues System zur Simulation von Extremwetter

    Wir alle haben noch die furchtbaren Bilder der Jahrhundertflut im Ahrtal im Kopf: Fast zweieinhalb Jahre ist es inzwischen her, dass extreme Regenfälle in der Eifel zur Katastrophe führten. 134 Menschen verloren bei der Flut ihr Leben, fast 500 Häuser wurden vollständig zerstört, etwa 3.000 weitere erheblich beschädigt. In Mainz hat die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Katrin Eder heute ein neues Computersystem vorgestellt, das Hochwasserereignisse simulieren und berechnen kann. Das alleine hätte die Katastrophe von 2021 wohl auch nicht verhindern können – aber zumindest die Folgen abmildern – wenn es denn seinerzeit schon zur Verfügung gestanden hätte. Wie verhalten sich die Wassermassen bei einem Starkregen-Ereignis der Kategorie fünf, sieben oder zehn? Welche Uferbereiche sind besonders betroffen? Und wo sollten besser keine Häuser stehen? All das und noch viel mehr können Kommunen und auch Privatpersonen jetzt im Internet ermitteln – und zwar flächendeckend für jede einzelne Region in Rheinland-Pfalz. Unter der Adresse wasserportal.rlp-umwelt.de stellt das Land das animierte Kartenmaterial seit heute jedermann kostenlos zur Verfügung. Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Klimaschutzministerin Rheinland-Pfalz „Wenn die Kommunen jetzt unser Kartenmaterial in die Planungen mit einbeziehen, ist einmal das Thema natürlich Bauleitplanung. Wo baue ich neue Dinge hin? Wo muss ich beispielsweise eine Kanalisation neu anlegen, wenn ich ein Neubaugebiet baue?“ Zunächst sind nur zweidimensionale Karten online. In gut einem Jahr will das Umweltministerium aber schon die nächste Stufe zünden; dann sollen die Karten auch als 3D-Multifunktions-Animationen abrufbar sein. Hier wird nicht nur jedes einzelne Haus mitsamt möglicher Hochwasser-Schwachstellen abgebildet – auch Fließrichtung und Geschwindigkeit möglicher Wassermassen lassen sich bis ins Detail realistisch vorausberechnen. Entwickelt wurde das Computerprogramm ursprünglich in Österreich. Versuchsweise kommt es bereits in Großstädten wie Köln oder Hamburg zum Einsatz – nun also auch in Rheinland-Pfalz. Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Klimaschutzministerin Rheinland-Pfalz „So eine Rechenleistung zur Verfügung zu […]

  • Waldzustandsbericht vorgestellt

    Waldzustandsbericht vorgestellt

    Die vielen Wetterextreme in diesem Jahr haben dem Wald zu schaffen gemacht. Das sieht jeder Spaziergänger, wenn er durch die Wälder bei uns wandert. Im aktuellen Waldzustandsbericht, den die hessische Umweltministerin heute veröffentlicht hat, wird’s dann noch etwas detaillierter. Wie steht es um Hessens Wälder? Welche Faktoren machen ihnen zu schaffen? Und was braucht es, um die Wälder klimastabil zu machen? In einem Waldstück bei Eppstein gibt Umweltministerin Priska Hinz hierzu ein paar Anworten. Ihr Fazit: „Dem Wald geht es außergewöhnlich dramatisch schlecht“. Priska Hinz (Bündnis 90 / Die Grünen), Umweltministerin Hessen „Es war nicht damit zu rechnen, dass wir so viele warme Sommer, heiße und dann auch noch trockene Sommer hintereinander haben werden. Dann auch noch mit Wintern, wo nicht mal genügend Regen fällt, um den Grundwasserspiegel wieder aufzufüllen.“ Zudem habe es durch die vielen Sturm- und Insektenschäden überdürchschnittlich viele Kahlschläge gebraucht. Deshalb, so Hessens Umweltministerin, müssten auch in Zukunft viele Mittel in den Klimaschutz investiert werden. Priska Hinz (Bündnis 90 / Die Grünen), Umweltministerin Hessen „Denn der Wald wird weiter leiden, wenn wir es nicht schaffen den Klimawandel zu begrenzen.“ Ein Blick auf den Waldzustandsbericht zeigt: Der Anteil stark beschädigter Bäume ist in den vergangenen 20 Jahren von etwa 3% auf knapp 11% gestiegen. Erhoben werden diese Daten von der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt: Dr. Ulrike Talkner, Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt „Die Waldzustandserhebung ist eine Rastererhebung. Das kann man sich so vorstellen als würde so ein kariertes Papier über Deutschland gelegt werden. Das wird ja nicht nur in Hessen gemacht, sondern in ganz Deutschland nach einheitlichen Kriterien. Und immer wo es so einen Rastereckpunkt gibt, an dem Wald steht, wird der Kronenzustand und weitere Parameter aufgenommen.“ In den Monaten Juli und August wurden so rund 4.000 Bäume untersucht: auf Insekten- und Pilzbefall, Sturmschäden sowie Blattverlust der Baumkrone. Hessens Förster versuchen […]

  • "Förster des Jahres" kommt aus Rheinland-Pfalz

    „Förster des Jahres“ kommt aus Rheinland-Pfalz

    Hier geht es jetzt weiter mit dem Deutschen Wald-Preis, der jährlich verliehen wird. Ausgezeichnet werden Menschen, deren Herz für den Wald schlägt. In der Kategorie ‚Förster des Jahres‘ ist in diesem Jahr Martin Janner aus Oberwallmenach im Rhein-Lahn-Kreis ausgezeichnet worden. Wir haben ihn – na klar – im Wald getroffen. Martin Janner, „Förster des Jahres“ „Ich bin Förster geworden, weil ich als Kind schon immer mit ganz groß aufgesperrten Ohren meinen Onkels zugehört habe, die auch Förster waren. Es ist für mich ein ganz besonderer Genuss in diesem wunderbaren Umfeld zu arbeiten und diese Lebensgemeinschaft Wald zu betreuen, ein Teil dieser Lebensgemeinschaft zu sein und so ganz langsam den Wald zu begleiten, in eine möglichst positive Zukunft.“ Eichen gehören für Martin Janner zu dieser positiven Zukunft. Hier standen früher nur Fichten, doch die mussten gefällt werden, der Borkenkäfer und das immer trockenere Klima sind Gift für die Nadelbäume. Eichen kommen mit dem Klimawandel besser klar. Auf einer Fläche von rund 10 Hektar setzt der Förster des Jahres auf einen Wald mit ganz verschiedenen Baumarten. Martin Janner, Förster aus Oberwallmenach „Die haben sicherlich alle andere Ansprüche, aber das entscheidende wird nachher sein: Wie wird das Zusammenspiel der Baumarten sich darstellen? Und wie werden die verschiedenen Baumarten auf den Klimawandel reagieren? Die Eiche erscheint uns da als recht zuverlässiger Kandidat und wir wollen aber gucken, was da sonst noch so alles kommt. Auf der Fläche kommt noch Ahorn, es kommt noch Kirsche, und es kommt Lärche, Fichte, Kiefer und so weiter. Und das wird die Aufgabe der nächsten Jahre sein, diese neuen Wälder zu entwickeln, zu betreuen und ein bisschen lenkend einzugreifen.“ Das Revier des „Försters des Jahres“ ist insgesamt 1.500 Hektar groß. Auch ein Förster arbeitet heutzutage mit dem Tablet. Martin Janner markiert auf der Revierkarte einen kranken Baum, damit seine […]

  • Auswirkungen des Klimawandels auf den Straßenbau

    Auswirkungen des Klimawandels auf den Straßenbau

    „Extrem ist das neue normal“ – so sagen es die Meteorologen. Wenn wir nur auf diesen Sommer schauen: sturzbachartige Regenfälle, grollende Gewitter und sengende Hitze. Und das macht nicht nur uns Menschen zu schaffen, sondern zum Beispiel auch den Straßen und Brücken. Wie also sieht die Straße von morgen aus? Das beantworten wir gleich – zunächst aber blicken wir zurück auf eine Katastrophe, die zeigt, wie wichtig das Umdenken ist. Mittelhessen Anfang dieses Jahres: Nach Dauerregen verwandelt sich die Region um Gießen in eine Seenplatte, Landstraßen werden überschwemmt, für Autofahrer ist hier schnell Schluss. Künftig soll der Klimawandel und die damit einhergehenden Unwetter beim Straßen- und Brückenbau stärker berücksichtigt werden. Prof. Hans-Joachim Linke, Technische Universität Darmstadt „Einer der wichtigsten Punkte ist mit Sicherheit: Starkregenereignisse, mit denen wir in Zukunft zu tun haben werden. Das Wasser abzuleiten von der Straße, dass dort eben kein Rückstau entsteht. So dass solche Schäden, wie wir sie aus dem Ahrtal kennen, möglichst vermieden werden.“ Das hessische Verkehrsministerium und Hessen Mobil haben bei der Technischen Universität Darmstadt eine Studie in Auftrag gegeben, deren Ergebnisse nun in Bauplanungen einfließen. Konkretes Beispiel in Mittelhessen: Die Bundesstraße 62 führt zwischen Kombach und Biedenkopf durch Eckelshausen, ab kommenden Jahr soll eine Umgehung gebaut werden. Die wird an gleich zwei Stellen über die Lahn führen. Die Brücken sollen dort nicht nur höher gebaut werden, der Abstand zwischen den Pfeilern soll möglichst groß sein und keine Stütze mehr im Fluss stehen. Ihre Form soll spitz sein, so ist im Falle eines Hochwassers der Widerstand geringer. Aufgeschüttete Steine am Fuß der Pfeiler sollen zudem verhindern, dass die Stützen unterspült werden. Während in Mittelhessen eher Hochwasser zum Problem werden könnte, muss man sich im übrigen Hessen auf andere Wetterextreme einstellen. Kathrin Brückner, Vizepräsidentin Hessen Mobil „Beim Sturm ist es so, dass wir vor allem […]