Hessen

  • Kochroboter in Frankfurter Restaurant

    Kochroboter in Frankfurter Restaurant

    Schwere Töpfe schleppen, dauerhafte Rührbewegungen, die Arbeit eines Kochs ist ein echter Knochenjob. Den will ein Restaurant in Frankfurt mit maschineller Hilfe erleichtern. Ein vietnamesisches Restaurant in Frankfurt hat sich einen Kochroboter angeschafft. In bis zu acht Töpfen gleichzeitig kann hier gekocht werden. Gesteuert vom Kochroboter, der sich mit einem Arm um die Gerichte auf den Herdplatten kümmert und mit einem anderen Arm Töpfe spült und das Essen ausgibt. Pausen braucht er nicht, Erschöpfung kennt er nicht. Thu Dinh, Vipho Frankfurt: Das ist eine absolute Arbeitserleichterung für alle Köche. Und wir hoffen durch diese Erleichterung der Arbeit mehr Nachwuchs, die sich für diesen Beruf als Koch interessieren und erlernen möchten, damit wir irgendwann das Problem mit dem Fachkraftmangel in Deutschland mit der Zeit beseitigen können.  Keine schweren Töpfe mehr schleppen, kein spritzendes Fett. Seit Januar hat das Vipho den Roboter in Betrieb. Als die Essensbestellungen immer mehr werden, beschließen Thu Dinh und ihr Mann, eine zweite Filiale zusätzlich zu ihrem normalen Restaurant zu eröffnen, extra nur für Lieferessen, ausgestattet mit dem Kochroboter. Die Köche müssen am Roboter programmieren, wie was gekocht werden muss und die Zutaten hineinfüllen. Die holt sich dann der Roboter selbstständig zur richtigen Zeit und kocht sie in den Töpfen. 200 mal am Tag. Die Inhaber wissen aber auch: Thu Dinh, Vipho Frankfurt: Es ist immer noch ein Gerät. Ein Gerät kann auch immer zum Ausfall kommen. So wie Menschen können auch mal erkrankt sein und nicht zur Arbeit erscheinen. Deshalb haben wir auch eine kleine Backup-Küche, damit wir immer noch das Essen, falls es dann zu größeren technischen Problemen kommt, dass die Köche das immernoch das Essen selber kochen und wir somit den Gästen das Essen liefern können.  Von Hand gekocht wird auch im Hauptrestaurant noch. Und das sei auch gut so, meint Thu Dinh, denn […]

  • Frauen von Eintracht Frankfurt kämpfen um die Champions League-Teilnahme

    Frauen von Eintracht Frankfurt kämpfen um die Champions League-Teilnahme

    Auch für die Eintracht Frauen geht es am letzten Spieltag um alles. Gegen Union Berlin können die Frankfurterinnen den Platz drei in der Bundesliga festmachen. Und für gleich vier Spielerinnen ist das ihr letztes Spiel für die Hessen.   Endspiel Atmosphäre in Frankfurt: Das alles entscheidende Spiel um Platz drei in der Bundesliga: Die Eintracht hat es gegen den 1. FC Union Berlin selbst in der Hand: Sieg oder Unentschieden reicht schon um in die Qualifikationsrunde der Champions League zu kommen. Laura Freigang, Kapitänin Eintracht Frankfurt „Wir wollen zu diesen Spielen. Wir wollen diesen internationalen Wettbewerb. Ich glaube wir gehören da auch hin von der Qualität, die wir im Kader haben. Von dem Fußball, den wir spielen können. Deswegen gibt’s da für mich keine zwei Meinungen.“ Das letzte Spiel der Saison: Für die Eintracht nicht nur ein Endspiel, sondern auch ein Abschiedsspiel: Gleich vier Leistungsträgerinnen verlassen den Verein: Elisa Senß per Ausstiegsklausel. Durch auslaufende Verträge: Nadine Riesen, Géraldine Reuteler und Nicole Anyomi. Einen Tag vor Verkündung ihres Abgangs reagiert die 26-jährige Schweizerin Nadine Riesen in unserem Exklusiv-Interview noch so: Reporter: „Sehen wir dich noch lange bei der Eintracht?“ Nadine Riesen, Außenverteidigerin Eintracht Frankfurt   „Ja, das werdet ihr sehen.“ Für die Außenverteidigerin endet ihre dreijährige Ära am Main. Hier hat sie sich bis zur Stammspielerin hochgekämpft. Sie blickt zurück: Nadine Riesen, Außenverteidigerin Eintracht Frankfurt „Eintracht, ich glaube der Verein spricht schon viel für sich selbst. Was das für ein unglaublicher Verein ist. So groß auch und natürlich ganz viel stolz den Adler auf der Brust tragen zu dürfen und ja dieser Weg hat mir persönlich und fußballerisch sehr weitergeholfen und ich nehme alles mit, was ich hier lernen kann.“ Ungewiss ist die Situation bei Stammspielerin Lisanne Gräwe: Zwar ist es nicht offiziell bestätigt, Gerüchten zufolge wechselt die Abwehrspielerin aber zu Union […]

  • Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Letzter Spieltag in der Fußball-Bundesliga – deshalb steht er zum Saisonabschluss noch mal hier, unser Sportreporter Thorsten Arnold. Eva Dieterle: Thorsten, morgen finden alle Spiele zeitgleich statt und ganz viele Blicke richten sich nach Frankfurt, denn da steht gleich ein doppelter „Kampf um Europa“ an! Thorsten Arnold: Ja klar, Gegner VfB Stuttgart kämpft um den Einzug in die Champions League und auch die Eintracht kann ja noch mit einem Sieg – und wenn Freiburg sein Spiel nicht gewinnt – den Sprung in den Europapokal schaffen. Aber heute war Eintracht-Trainer Albert Riera nochmal großes Thema. Er war sehr erzürnt darüber, dass Mannschafts–Internas aus Sitzungen nach außen an die Presse gedrungen sind. Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt „Wissen Sie auch, was ich heute Morgen zum Frühstück hatte? Haben Sie auch diese Information? Wir lachen, aber das ist ein Riesenproblem in einem Club! Interne Strafen müssen unter uns bleiben! So wie es in jeder Firma stattfindet. Wir sagen immer: Die Familie muss zusammenhalten, die Dinge werden im Haus besprochen. Es ist einfach unglaublich!“ Thorsten Arnold: Ja also ich glaube, das wird nichts mehr mit Riera und der Eintracht. Das wars wohl endgültig. Aber die Eintracht hat noch ein Problem, wenn Internas nach außen dringen, dann ist nicht nur der Trainer schuld. Und um seine Zukunft mache er sich keine Sorgen, er werde einen schönen Sommer haben auf Mallorca.  Mod: Wir schauen zu unserem anderen Erstligisten, zum FSV Mainz 05. Der hat ja den Klassenerhalt schon sicher – trotzdem sind die Mainzer noch mal gefordert. Thorsten Arnold: Ja sie spielen nochmal eine entscheidende Rolle im Abstiegskampf, treten an in Heidenheim – und die können tatsächlich noch nach dem letzten Strohhalm greifen, müssen gewinnen. Die Mainzer zuletzt mit einem ziemlichen Spannungsabfall im letzten Spiel gegen Union Berlin. Und da sendet Trainer Urs Fischer ein deutliches Versprechen an […]

  • Schlaglochsuche mit Müllautos

    Schlaglochsuche mit Müllautos

    Wir alle ärgern uns beim Autofahren über Schlaglöcher. Doch um alleraßen durchgängig in gutem Zustand zu halten, fehlt den Kommunen schlicht das Geld. Der hessische Landkreis Bergstraße hat sich nun überlegt, wie seine Gemeinden Straßenreparaturen besser planen und damit Geld sparen können. Das funktioniert mit Hilfe von Müllautos und Künstlicher Intelligenz. Dieses Müllauto tut mehr, als nur den Müll der Bürstädter einzusammeln. Bei seinen Fahrten überprüft es die Straßen aufs genauste. Kein Schlagloch oder Riss ist vor ihm sicher. Vor dem Müllauto und vor allem vor der Videoaufzeichnung, die hinter der Windschutzscheibe die ganze Zeit läuft. Ausgedacht hat sich das Konzept Landrat Christian Engelhardt. Christian Engelhardt  (CDU), Landrat Kreis Bergstraße „Müllfahrzeuge fahren auf jeder Straße. Wir haben Kreisstraßen, Bundesstraßen, Landstraßen, das meiste sind Gemeindestraßen und wir haben einen Weg gesucht, regelmäßig alle Straßen abzufahren. Da sind Müllfahrzeuge prädestiniert.“ Die Mitarbeiter der Abfallwirtschaft montieren das Smartphone zu Beginn ihrer Fahrt. Der Rest des Monitorings passiert im Landratsamt in Heppenheim. Nämlich auf dieser Plattform. Hier werden die Videos hochgeladen und von einer Künstlichen Intelligenz ausgewertet. Corinna Simeth, Grundsatz- und Kreisentwicklung Bergstraße „Die KI erfasst Querneigungen, Längsrisse und Aufbrüche. Und kann aufgrund dieser Daten die Straßenkategorie einstufen und das wird farblich hinterlegt in dem System und dadurch sehe ich auf einen Blick, wo haben wir einen hohen Handlungsbedarf.“ Von grün bis rot können die Kommunen im System sehen, wie der Zustand ihrer Straßen ist und wo es am meisten brennt. Und wenn eine Straße dann saniert wurde, kann man den Unterschied ebenfalls im System sehen. Wie bei der Nahestraße in Bensheim, die vor zwei Jahren noch deutliche Schäden hatte und inzwischen einen hundertprozentigen Zustand aufweist. 1400 Kilometer Straße erfasst die neue Technik. Diese Strecke musste früher von Fachtrupps untersucht werden. Christian Engelhardt  (CDU), Landrat Kreis Bergstraße „Oftmals ist das in einer Kommune so, dass […]

  • Streit um Sonntagsöffnung von Keramikstudios

    Streit um Sonntagsöffnung von Keramikstudios

    Bislang ist es in Hessen möglich, in Keramikstudios auch an Sonn- und Feiertagen eine gute Zeit zu verbringen – egal, ob für Workshops, als Ausflug mit Freunden, zum Geburtstag oder beim Junggesellinnenabschied. Doch genau das könnte bald vorbei sein. In Hessen wird über strengere Regeln für die Sonn- und Feiertagstagsöffnung diskutiert. Für viele Betreiber stehen damit wichtigte Tage auf dem Spiel. Von Tassen über Schüsseln bis hin zu Zitronenpressen – in diesem Frankfurter Keramikstudio wird fast alles bemalt. Edda Kather betreibt den Laden seit über sechs Jahren. Anfang März bekommt sie einen Brief vom Ordnungsamt Frankfurt. Sonntags darf sie künftig nicht mehr öffnen. Edda Kather, Keramikstudio-Inhaberin „Also ich bin schon verärgerten, etwas irritiert über dieses Schreiben, weil seit sechs anderthalb Jahren haben wir sonntags auf und unsere Kunden sind daran gewöhnt. Es macht für mich keinen Sinn, dass wir plötzlich schließen sollen.“ Der Grund: Keramikstudios gelten seit kurzem nicht mehr als Freizeitangebot, sondern als Gewerbe. Sonntags müssen sie deshalb schließen. Für die Inhaberin eine fatale Entscheidung, denn sie sieht ihren Laden als Kreativangebot. Edda Kather, Keramikstudio-Inhaberin „Der Laden lebt davon, dass die Kunden hier bei uns kreativ werden. Also hier bei uns bemalen in Gesellschaft mit Freunden, als Geburtstagsfeier, als JGA. Unsere Techniken hier vor Ort benutzen und die Atmosphäre genießen, auch die Unterstützung vom Personal haben und auch die komplette Farb- und Technikauswahl beim Bemalen.“ In Frankfurt dürfen Keramikstudios noch bis Ende September  sonntags öffnen. In Wiesbaden ist bereits  jetzt Schluss. Doch der Sonntag ist ein sehr starker Tag – entsprechend groß sind die Umsatzverluste. Für Edda Kather wären das rund 10.000 Euro weniger im Jahr. Zwar nicht existenzbedrohend, aber deutlich spürbar: volle  Samstage  und früher ausgebuchte Termine. Viele Kunden sehen die drohende Schließung kritisch. „Ich finde es schade, dass es sonntags geschlossen wäre, weil Samstag haben alle Geschäfte […]

  • Trendsport Drohnenrennen

    Trendsport Drohnenrennen

    Am häufigsten hört man von Drohnen im Zusammenhang mit Spionage, moderner Kriegsführung oder, wenn es Störfälle an deutschen Flughäfen gibt. Was viele nicht wissen: Es gibt mittlerweile auch Drohnensport. Seit einigen Jahren werden nationale und internationale Wettkämpfe abgehalten – vor allem in China ist das Interesse groß. Wir haben einen Drohnenpiloten aus Hessen getroffen. Man hört sie schon, bevor man sie sieht.Und dann geht’s los. Mit bis zu 200 km/h lenkt Nicholas Proulx hier in Weilmünster seine FPV-Renndrohne durch den abgesteckten Parcours. FPV – Das steht für „First Person View“, was auf Deutsch so viel bedeutet wie „Ich-Perspektive“. Heißt: Nicholas steuert seine Drohne im Sitzen, auf seiner Brille sieht er, was die Drohne sieht. Etwa eineinhalb Minuten reicht der kleine Akku für die knapp 5 PS starke Drohne. Ihn reizt… Nicholas Proulx „… das Tempo extrem. Also das Adrenalin, wenn du jetzt im Turnier bist. Du fliegst da mit sechs Leuten parallel. Du bist da wirklich am fighten, das ist so ein bisschen wie die kleine Formel1 durch die Luft sage ich mal. (…). Und dann ist es einfach dieses Gefühl, wenn du die Brille aufsetzt, tauchst du in diese andere Welt ein und bist dann halt für diese eineinhalb Minuten wie der Akku lange hält, komplett focused, „locked in“ sage ich immer.“ Ein Videospiel im echten Leben – So beschreibt Nicholas Proulx das Gefühl, FPV-Drohne zu fliegen. Wie beim Gaming kommt es auf Fingerfertigkeit und Reaktionsschnelligkeit an. Nicholas Proulx „Im Turnierbereich besonders sind die meisten Leute zwischen 14 und 18 tatsächlich. Also sehr jung, schnelles junges Hirn. Der größte Unterschied zum Zocken ist: Wenn du was kaputt machst, kannst du nicht einfach auf einen Knopf drücken und du bist wieder am Leben oder ‚respawnt‘. Sondern es ist einfach kaputt und du musst es wieder reparieren.“ Genau das liebt der […]

  • Frankfurt wildert Hamster aus

    Frankfurt wildert Hamster aus

    Der Feldhamster steht in der Kategorie eins der roten Liste gefährdeter Tierarten in Deutschland. Auch in Hessen kämpft er ums Überleben. Noch vor wenigen Jahren galt die Tierart in Frankfurt als nahezu verschwunden: 2022 wurde nur noch ein einziger Hamster-Bau entdeckt. Doch jetzt gibt es Hoffnung. Flummi, Gouda, Wilhelmine. So heißen drei der 24 Feldhamster, die heute ihr neues Leben in Freiheit starten.   Die etwa einjährigen Nager wurden von der Arbeitsgemeinschaft Feldhamsterschutz gezüchtet, um ihre stark gefährdete Population zu stärken. Heute werden sie im Frankfurter Stadtteil Bergen-Enkheim ausgesetzt. Julia Heinze, Leiterin der Feldhamsterzuchtstation der AGF „Das dauerhafte Ziel hier in Bergen-Enkheim ist die Main-Kinzig Population, das ist unsere große hessische Feldhamsterpopulation, dass wir die stützen.“ Früher war der Feldhamster in Hessen weit verbreitet, heute gibt es nur noch wenige größere Populationen. Aus einer zusammenhängenden Population ist ein fragmentiertes Insel-System geworden. Ein Grund dafür:es wird viel gebaut. Nach langem Warten geht es für die Tiere hinaus aufs Feld. Dafür wurden spezielle Schutzflächen vorbereitet – vorgebohrte Löcher in der Erde ausgestattet mit einem Lunchpaket. Denn der Feldhamster braucht mehr als nur ein freies Feld: Er braucht Überlebenschancen. Julia Heinze,  Leiterin der Feldhamsterzuchtstation der AGF „Die Überlebenschancen für die Hamster, die jetzt ausgewildert werden sind leider nicht ganz so gut. Vor allem die Männchen haben ein relativ hohes Risiko von Beutegreifen eben auch gefasst zu werden. Das ist aber einfach einkalkuliert. Also es geht darum, dass letztendlich die Nachkommen dieser ausgewilderten Hamster möglichst viel reproduzieren. Und diese Nachkommen haben eben deutlich bessere Überlebenschancen.“ In den vergangenen Jahren wurden hier bereits 58 Tiere ausgewildert. Seit 2024 lässt sich erstmals eine Ausbreitung in die Umgebung nachweisen. Die Stadt Frankfurt unterstützt das Artenschutzprojekt jährlich mit 50.000 Euro. Tina Zapf-Rodriguez (Bündnis 90 / Die Grünen), Klima- und Umweltdezernentin Frankfurt am Main „Zum einen lockert der Feldhamster […]

  • Feuer in Wohngruppe für Menschen mit Behinderung

    Feuer in Wohngruppe für Menschen mit Behinderung

    In Schwalmstadt hat es in einer Einrichtung für Menschen mit geistiger und körperlicher Beeinträchtigung gebrannt. Die Feuerwehr musste das Gebäude evakuieren. Mehrere Menschen mussten im Krankenhaus behandelt werden. Zwar kann das Feuer gelöscht werden, doch der entstandene Schaden ist groß. Maskeneinsatz für die Brandbekämpfer: In einer Wohngruppe für Menschen mit Beeinträchtigung im Schwalmstädter Stadteil Treysa bricht am frühen Dienstagmorgen ein Feuer aus. Die Feuerwehr muss mit einem Großaufgebot anrücken. 184 Einsatzkräfte sind vor Ort.  Glück im Unglück: Die Rettungskräfte können die 20 Bewohner und zwei Betreuer evakuieren. Alle drei Etagen der Einrichtung müssen geräumt werden. Christian Rinnert, Kreisbrandmeister Schwalm-Eder „Die Evakuierung verlief ruhig und geordnet. Wenn man bedenkt, dass die Bewohner teilweise eingeschränkt sind.“ Ein Zimmer im Erdgeschoss der dreistöckigen Einrichtung brennt komplett aus. Rauch verbreitet sich im übrigen Haus, das nun erstmal unbewohnbar ist. Manche Bewohner können sich selbst retten, die meisten müssen von den Einsatzkräften hinausgetragen werden. Christian Rinnert, Kreisbrandmeister Schwalm-Eder „Die weiteren Maßnahmen sind natürlich, die restlichen Bewohner mit Hilfe von Krankentransportmitteln oder Kleinbussen in das Feuerwehrhaus Treysa zu transportieren. Dort wird ein Betreuungszug die Betreuungsstelle übernehmen und dort werden die Bewohner dann betreut.“ Bei fünf Menschen, darunter die beiden Betreuer des Wohnheims, stellt ein Notarzt leichte Rauchgasvergiftungen fest – sie kommen ins Krankenhaus. Die Brandursache ist noch unbekannt.  Nach den bisherigen Ermittlungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Feuer absichtlich gelegt wurde. Deshalb ermittelt nun die Kriminalpolizei. Der enstandene  Sachschaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt. Das Haus bleibt vorerst gesperrt – für die Bewohner sollen nun alternative Wohnmöglichkeiten gefunden werden.

  • Gesundheitsministerin Warken besucht Gemeindepflege

    Gesundheitsministerin Warken besucht Gemeindepflege

    Mehr als 86 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Hessen, werden zuhause gepflegt. Für die Angehörigen eine sehr zeit- und kraft-intensive Aufgabe. Heute – am internationalen Tag der Pflege – wird vielerorts in Hessen darauf hingewiesen, wie wichtig diese Arbeit in einer immer älter werdenden Gesellschaft ist. Doch wer hilft, wenn die Pflegenden selbst irgendwann nicht mehr können? Hans Fettel hat Demenz. Seit Jahren schon wird er von seiner Frau Brigitte zuhause im hessischen Bürstadt gepflegt. Sie sagt, ihm geht es gut. Er ist hier ruhig und zufrieden. Doch als es zuletzt mit ihrer eigenen Gesundheit bergab geht, hat Brigitte Fettel Angst, dass ihr Mann in ein Altenheim muss. Ohne die ehrenamtliche Hilfe von Alaa Alshamy wäre es wahrscheinlich längst so weit gekommen. Brigitte Fettel, pflegt ihren dementen Mann „Wo es mir nicht so gut ging, wo ich also wirklich nichts machen konnte, da ist der Alaa gekommen und hat eingekauft, der hat die Wäsche gemacht. Ich konnte ja nicht mal mehr meinen eigenen Abfall rausbringen. Das hat alles der Alaa gemacht. Und wenn man dann da liegt und nicht mehr weiß, wie es weitergehen soll, ist das eine sehr große Hilfe.“ Den Kontakt zu Alaa hat damals Christine Adler-Schäfer hergestellt. Sie ist eine „psychosoziale Fachkraft auf dem Land“, kurz PauLa und unterstützt pflegende Angehörige vor allem im Kreis Bergstraße. Christine Adler-Schäfer, Psychosoziale Fachkraft auf dem Land (PauLa) „Pflegende Angehörige stehen unter einem enormen Druck und unter einer sehr hohen Die soziale Teilhabe, wie hat der Kontakte, wie ist er eingebunden in soziale Strukturen? Das sind ja auch Punkte, die für die Gesundheitserhaltung total wichtig sind. Und diese Aspekte berücksichtigt die Arbeit der psychosozialen Fachkraft auf dem Land.“ Die Idee für die PauLas kam von der Hessischen Gesundheitsministerin Diana Stolz, die das Konzept 2018 damals noch als stellvertretende Landrätin zunächst an […]

  • Hauptversammlung der Fraport

    Hauptversammlung der Fraport

    Dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geht es auf den ersten Blick wirtschaftlich gut. Im Geschäftsjahr 2025 hat die Fraport AG an ihrem Heimat-Standort Frankfurt ein deutliches Plus an Passagieren verzeichnet – rund 63 Millionen Fluggäste wurden dort abgefertigt. Das war zwar eine Verbesserung zum Vorjahr, aber immer noch etwa 10 Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Fraport AG kämpft mit den großen Herausforderungen der Zeit, was auch auf der heutigen Aktionärshauptversammlung in Frankfurt deutlich wurde. Es ist das größte privatfinanzierte Infrastruktur-Projekt Europas: Terminal 3 am Frankfurter Flughafen ist vor gut 3 Wochen an den Start gegangen. Alles hat reibungslos funktioniert. Zwar ein Highlight für den Standort Frankfurt – 40 Prozent ihres Umsatzes tätigt die Fraport AG mittlerweile allerdings mit Flughäfen im Ausland. Deutschland müsse bei den Passagierzahlen im internationalen Vergleich wieder deutlich aufholen. Das machte Fraport-Chef Stefan Schulte auf der heutigen Aktionärs-Hauptversammlung in Frankfurt nochmal deutlich. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG „Wir liegen hier in Deutschland ganz klar abgeschlagen vom restlichen Europa. Da kann Frankfurt, da kann Fraport noch glücklich sein. Wir sind hier in Frankfurt bei etwa 90 Prozent, das ist von großen Flughäfen ein sehr, sehr guter Wert. Aber es ist eben nicht das, was international üblich ist. Wo man heute bereits bei 115 Prozent des Vorkrisenniveaus wieder angekommen ist, je nach Struktur des jeweiligen Flughafens.“ Herausforderungen für die Fraport  und damit auch für den neuen Aufsichtsratsvorsitzenden. Traditionell ist das der hessische Finanzminister, denn das Land ist  mit über 31 Prozent der größte Anteilseigner des Konzerns. Die Amtszeit des ehemaligen Finanzministers Michael Boddenberg endet mit der heutigen Hauptversammlung. Zu seinem Nachfolger wird heute  der amtierende Finanzminister Alexander Lorz gewählt. Von ihm erhofft sich der Fraport-Vorstand die nötige Unterstützung, damit der Flughafen Frankfurt seinen Status als großes internationales Drehkreuz sichern und ausbauen kann. Ganz nach dem Motto: An Hessen führt kein […]

  • Schaltgespräch mit Fraport-Aufsichtsratschef Alexander Lorz

    Schaltgespräch mit Fraport-Aufsichtsratschef Alexander Lorz

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Herausforderungen, der sich die Fraport stellen muss. Eva Dieterle, Moderatorin: Und jetzt ist mir der hessische Finanzminister und neue Aufsichtsratsvorsitzende der Fraport AG Alexander Lorz zugeschaltet. Guten Tag. Alexander Lorz (CDU). Finanzminister Hessen / Aufsichtsratsvorsitzender Fraport AG: Schönen guten Tag, Frau Dieterle. Dieterle: Herr Lorz, angesichts vieler geopolitischer Herausforderungen stagnieren momentan die Fluggastzahlen am Flughafen Frankfurt. Wioe wollen Sie es schaffen, die Wettbewerbs-Fähigkeit des Airports wieder zu steigern? Lorz: Also zunächst einmal müssen wir uns anschauen, was für Sonderbelastungen haben wir in Frankfurt bzw. ganz generell in Deutschland? Da hoffen wir jetzt mindestens mal auf die Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrssteuer. Das ist auch ein ganz wichtiger Schritt. Dem müssen weitere folgen, weil andere Flughäfen haben einfach weniger Belastung und sind damit natürlich auch attraktiver für die Airlines. Das ist ein wesentlicher Punkt. Aber natürlich muss Frankfurt auch insgesamt ein attraktiver Flughafen bleiben. Wir arbeiten an der Optimierung des Reiseerlebnisses. Das neue Terminal 3 ist ein ganz wesentlicher Schritt auf diesem Wege. Und so müssen wir den Flughafen auch weiter gestalten und ausbauen. Dieterle: Apropos Expansion: Lufthansa baut gerade zusammen mit dem Flughafen München das dortige Terminal 2 aus. Müssen Sie in Frankfurt nicht befürchten, dass der Flughafen München immer mehr Tor zur Welt wird und Frankfurt nach und nach den Rang abläuft? Lorz: Also da mache ich mir keine Sorgen. Aber trotzdem ist natürlich richtig, die in München unternehmen auch große Anstrengungen – das ist ja auch vollkommen in Ordnung so – und wir müssen uns auch weiter anstrengen. Wer nicht weiter vorwärts kommt, der fällt zurück. So ist das in vielen Bereichen des Lebens. Und das gilt natürlich auch für einen Flughafen. Aber wir sind mit dem neuen Terminal 3 da sehr gut aufgestellt, auf einem sehr guten Weg. Wir werden […]

  • Neues Wildtierhilfe-Zentrum in Neu-Isenburg

    Neues Wildtierhilfe-Zentrum in Neu-Isenburg

    Wir sind mitten im Frühling und da wird auch die Tierwelt wieder aktiver. Das merkt man im eigenen Garten, aber natürlich auch beim Spaziergang durch die Natur. Doch was tun, wenn man ein hilfsbedürftiges Tier findet? Im besten Falle wendet man sich dann an die Profis einer Wildtierhilfe. Wir waren in Neu-Isenburg, denn dort gibt es seit Kurzem eine neue zentrale Einrichtung für Wildtiere in Not. Sie haben gerade Hochsaison. Dieses Eichhörnchen-Junges hat eine Vollbremsung hingelegt – mit der Nase. Die Mutter hat ihr angeschlagenes Kind zurückgelassen, so  ist die Natur. Um das blutige, verkrustete Näschen  kümmert sich  nun  Vera Heck im neuen Wildtierhilfe-Zentrum Neu-Isenburg. Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Die Nasenbremse ist der Klassiker bei kleinen Eichhörnchen. Der Kopf ist relativ schwer, so wie bei einem Menschenkind ja auch, so ein Kopf und dann ein bisschen Körper drunter und wenn der runter knallt, kann der mit seinen Vorderbeinchen noch nicht den Sturz abfedern und dotzt dann eben so mit der Nase auf, so wie Kleinkinder eben auch und deswegen ist es die klassische Nasenbremse.“ Entkräftet und regungslos wurde dieser Igel aufgefunden. Glücklicherweise hat ihn noch kein Mähroboter erwischt. Wegen des  warmen  Frühjahrswetters ist die stachelige Schlafmütze zu früh aus dem Winterschlaf aufgewacht Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Was bedeutet, dass keine Insekten da sind. Es sind Insekten- und Fleischfresser und wenn wir keine Insekten haben und die wachen auf, dann haben die ein Problem und so haben wir sehr oft mittlerweile Igel jetzt schon im April oder März gefunden, die dann erst mal wieder aufs Gewicht gebracht werden müssen, bevor sie dann wieder ausgewildert werden können, wo sie herkommen.“ Die neue Einrichtung mitten in der Neu-Isenburger Fußgängerzone ist nach eigenen Angaben  bundesweit einzigartig und fast komplett spendenfinanziert. Vera Heck, Bundesverband der Wildtierhilfen „Wir sagen, wir nehmen sämtliche Wildtiere auf, […]

  • Poseck stellt Unfallbilanz vor

    Poseck stellt Unfallbilanz vor

    Fast 200 Menschen kamen im vergangenen Jahr in Hessen bei Verkehrsunfällen ums Leben. Über 3.000 Personen erlitten schwere Verletzungen. Das ist immer noch deutlich zu viel, sagt die hessische Polizei und will gegensteuern. Zum einen durch Prävention, aber auch durch intensivere Kontrollen im Straßenverkehr. Und so gab es heute am Polizeipräsidium Frankfurt – neben lauter Zahlen – auch ordentlich was auf die Ohren. Da staunt auch der hessische Innenminister nicht schlecht: Bei diesem kürzlich aus dem fließenden Verkehr gezogenen Fahrzeug wurde massiv an der Auspuffanlage manipuliert. Die speziellen Kontrollgruppen der Polizei, die die Augen und vor allem auch die Ohren nach getuneten Fahrzeugen offen halten, werden immer häufiger fündig. Ermittler „Weiter hier hinten auch noch ein Schalldämpfer, der hier in diesem Bereich gesessen hat. Und die Endschalldämpfer wurden auf der Oberseite auch geöffnet. Die Fehlzündungen sind noch zusätzlich durch Veränderungen des Motorsteuergeräts hinzuprogrammiert worden. Dass eben wenn man Gas weg nimmt, Benzin eingespritzt wird bei offenen Ventilen, damit es richtig hinten raus knallt.“ Nicht selten knallt es erst aus dem Auspuff – und dann auf der Straße. Alle dreieinhalb Minuten ereignet sich statistisch gesehen in Hessen ein Unfall im Straßenverkehr. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Der Straßenverkehr ist nicht der Ort, wo man das eigene Ego ausleben kann, sondern er ist ein Ort sozialer Gemeinschaft, in dem das eigene Schicksal auch vor allem vom Verhalten anderer abhängig ist. Und deshalb ist es so wichtig, dass alle Verkehrsteilnehmer auch eine gemeinsame Verantwortung zeigen.“ Besorgiserregend sei zudem der starke Anstieg von Unfällen mit E-Scootern. Mehr als 1500 waren es im vergangenen Jahr – 40 Prozent mehr als 2024. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Diese Unfälle haben deutlich zugenommen, weil E-Scooter heutzutage auch viel häufiger genutzt werden. Besonders betroffen sind junge Menschen, die oft ohne die notwendige Vorsicht mit E-Scootern unterwegs sind, die […]

  • Schüler experimentieren im Chemikum Marburg

    Schüler experimentieren im Chemikum Marburg

    In Deutschland fehlen derzeit rund 134.000 Fachkräfte im MINT-Bereich – also in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik. Umso wichtiger ist es, Kinder und Jugendliche früh dafür zu begeistern. Genau hier setzen außerschulische Bildungseinrichtungen an – wie zum Beispiel das Chemikum Marburg. Es wird von einem gemeinnützigen Verein betrieben, der experimentelles Lernen außerhalb der Schule ermöglicht. Wussten Sie, dass aus Trockeneis und stillem Wasser Sprudelwasser entsteht? Oder dass Trockeneis Metall zum Schwingen bringen kann? Wenn nicht, dann geht es Ihnen wie der 9. Klasse des Gymnasiums  Schloss Wittgenstein. Hier wird aber nicht nur zugeschaut – die Schüler experimentieren selbst und bekommen Einblicke, die im Schulalltag oft zu kurz kommen. Sina „Es ist schon ein bisschen spannender, weil wir können hier die Sachen machen und die ausprobieren.“ Justus „Also in der Schule muss man sagen macht man auch viel theoretisch, also man arbeitet jetzt nicht so ganz viel mit den Mikroskopen oder so. Aber das hier mal zu sehen und richtig zu erleben ist schon sehr cool.“ Janna „Hier ist das nochmal so ganz anders, weil hier macht man so krassere Experimente. Und auch bei den Mikroskopen sieht man halt so echte Lebewesen.“ Im Labor beginnt der chemische Teil: Die Schüler lernen durch eigene Experimente die unterschiedlichen Eigenschaften des Wassers kennen. Zum Beispiel erhitzen sie eine mit Wasser gefüllte Plastikdose und kühlen sie anschließend wieder ab – die Dose zieht sich dabei zusammen. Der Grund: Wasserdampf benötigt mehr Volumen als flüssiges Wasser. Nebenan folgt der biologische Teil: Die Schüler mikroskopieren und füttern kleine Lebewesen und erfahren, wie wichtig Wasserqualität für das Leben im Wasser ist. Zwei Experimente gefallen den 9.-Klässlern besonders gut. Ida „Ich fand das am besten tatsächlich mit den Tierchen, wie man so sehen konnte wie die zum Beispiel so andere Tierchen gegessen haben.“ Sina „Tatsächlich das mit dem Trockeneis, was […]

  • Große Rembrandt-Ausstellung in Kassel

    Große Rembrandt-Ausstellung in Kassel

    Hier dreht sich jetzt allerdings alles nur um ein einziges Jahr im Lebens des berühmten Malers. Die Gemäldegalerie im Kasseler Schloss Wilhelmshöhe zeigt die Ausstellung „Rembrandt 1632 – Entstehung einer Marke“. Rund 50 hochkarätige Leihgaben – unter anderem aus London, Mailand und Japan – beleuchten den Moment, in dem aus dem jungen niederländischen Künstler plötzlich ein Name wird, den heute jeder kennt. 1632 zieht der damals 26-jährige Rembrandt Harmenszoon van Rijn nach Amsterdam. Die Stadt boomt, wohlhabende Bürger wollen sich porträtieren lassen — und Rembrandt nutzt genau diese Chance. Indem er vor allem sich selbst malt. Nicht aus Selbstverliebtheit, sondern aus Strategie Justus Lange, Kurator „Rembrandt 1632 – Entstehung einer Marke“ „Wie er sich als wohlhabender Amsterdamer Bürger zeigt, mit Hut, weißem Kragen und schwarzer Tracht. Miniaturhaft zeigt er hier, so könnten auch sie aussehen, wenn sie bei mir ein Porträt in Auftrag geben.“ Doch um den Durchbruch zu schaffen, muss der Müllerssohn auf dem Amsterdamer Kunstmarkt irgendwie herausstechen und experimentierfreudig sein. Marina Heß, Kuratorin „Rembrandt 1632 – Entstehung einer Marke“ „Und das macht er, indem er unglaublich innovativ arbeitet. Das kann man besonders schön, bei der Auferweckung des Lazarus sehen. Nie wurde Christus von hinten gezeigt, das ist was vollkommen Neues, was man so überhaupt nicht kannte. Und offensichtlich ist er damit unglaublich erfolgreich, die Menschen finden das ganz fantastisch.“ Neben seinem Talent hat er auch ein Gespür fürs Marketing. Angelehnt an großen Meistern wie Michelangelo, signiert er seine Bilder ab 1632 fast schon frech nur noch mit Vornamen: die Marke „Rembrandt“ ist geboren. Die fasziniert damals wie heute auf die gleiche Art: Alles wirkt lebendig. Justus Lange, Kurator „Rembrandt 1632 – Entstehung einer Marke „Die Personen stehen nicht einfach da wie Zinnsoldaten oder ganz starr, sondern eine kleine Bewegung wird angedeutet. Bei dem Mann, der die Feder schneidet […]