Hessen

  • Offensive für mehr Sicherheit in Innenstädten

    Offensive für mehr Sicherheit in Innenstädten

    „11+1 für Hessen“ – so heißt das neue Sofortprogramm der schwarz-roten Landesregierung. Gemeint ist damit ein spezielles Projekt pro Ministerium. Der Plan für das Innenministerium lautet: Hessens Innenstädte sollen sicherer werden. Doch wie weit ist man inzwischen damit? Dazu gab’s heute eine Zwischenbilanz. Auf Fußstreife in Limburg. Ein Teil von Hessens: „Innenstadtoffensive gegen Kriminalität“, an der zwölf Städte teilnehmen. Kontrolldruck und Polizeipräsenz, so der Schwerpunkt. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Und das ist etwas, was auch hier in Limburg geschieht. Seit dem Start des Programms sind 260 Personenkontrollen, 90 Durchsuchungen durchgeführt worden und dadurch konnten auch Straftaten entdeckt und zur Anzeige gebracht werden.“ Innenstadtoffensive heißt für die Stadt an der Lahn konkret: Statt bisher drei, sind in Limburg seit Anfang April vier Streifen unterwegs. Ein weiterer Baustein: polizeiliche und kommunale Zusammenarbeit verstärken, wie hier gemeinsame Kontrollen von Landes- und Stadtpolizei. Alexander Wunderlich, Polizeioberkommissar „Wir haben bestimmte Gegenden, Plätze, die schauen wir uns genauer an, ob da Personen, ich sage mal, rumhängen und dann gucken wir, die vielleicht einfach nur aus der Anonymität rauszuholen, zu sagen: ‚Die Polizei ist hier, wir gucken auf euch, wir haben euch im Blick.‘ Und sehr viele Personen kommen zu uns und sagen: ‚Das ist einfach schön‘, weil sie diese Präsenz von der Polizei in der Vergangenheit sehr vermisst haben und das wird auf jeden Fall positiv angenommen.“ Neben Streifen soll die bereits eingesetzte Videoüberwachung und eine noch geplante Waffenverbotszone das Sicherheitsgefühl der Bürger stärken. Susanne Stewen, Vizepräsidentin Polizeipräsidium Westhessen „Neben der Waffenverbotszone, die wir hier einrichten wollen aufgrund der sehr guten Erfahrungen und Evaluation in Wiesbaden, auch sonstige präventive Maßnahmen, wie z.B. ein Dialogforum mit den Bürgern.“ Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Es geht um Jugendarbeit, Bildung, manchmal auch darum, dass eine Stelle besser beleuchtet wird und das ist gerade auch im Frankfurter Bahnhofsviertel sehr […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Anklage nach Gefangenenbefreiung — Prozess „Vereinte Patrioten“: Angeklagte schrieb an Putin — Katastrophenschutz soll rasch neu geordnet werden Anmoderation: Ein Bergsteiger aus Thalhausen im Kreis Neuwied ist bei einem Unfall am Watzmann in den Berchtesgadener Alpen ums Leben gekommen. Die Polizei teilte mit, der 20-Jährige und seine beiden Begleiter seien über ein Schneefeld abgestiegen und dort ins Rutschen geraten. Dann seien die drei Rheinland-Pfälzer an einer steilen Felswand abgestürzt. Der 20-Jährige habe den Sturz nicht überlebt. Die beiden anderen Männer hätten sich leicht verletzt. Sie seien mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten: Anklage nach Gefangenenbefreiung Weil sie einem Häftling der Justizvollzugsanstalt Mannheim bei einem Arztbesuch in Ludwigshafen im vergangenen Dezember zur Flucht verholfen haben sollen, hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal zwei mutmaßlich Beteiligte angeklagt. Ein Komplize soll vor Ort gewartet, mit einer Schreckschusspistole in die Luft geschossen und mit dem Häftling auf einem Motorroller geflüchtet sein. Eine Mitarbeiterin der JVA soll ein Mobiltelefon ins Gefängnis eingeschleust haben, um dem Häftling bei der Planung seiner Flucht zu helfen. Angeklagte schrieb an Putin Im Prozess gegen die mutmaßliche Terrorgruppe „Vereinte Patrioten“ sind heute vor dem Oberlandesgericht Koblenz aufgezeichnete Telefonate abgespielt worden. Darin erklärte die 76jährige Angeklagte, dass sie einen dreiseitigen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin geschrieben habe. Laut Bundesanwaltschaft wollte die Gruppe bei Putin um Unterstützung werben. Die vier Männer und die Frau sollen einen Sturz der deutschen Regierung geplant haben. Dazu war laut Anklage ein großflächiger Stromausfall, die Entführung von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und die Einführung einer neuen Verfassung vorgesehen. Katastrophenschutz soll rasch neu geordnet werden Das rheinland-pfälzische Landesgesetz zum Katastrophenschutz soll noch in dieser Legislaturperiode überarbeitet werden. Das hat Innenminister Michael Ebling angekündigt. Dabei würden die Erkenntnisse aus der Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021 und die Forderungen aus dem Bericht […]

  • UFO-Meldestelle im Odenwald

    UFO-Meldestelle im Odenwald

    Über 700 Ufos entdecken Menschen im deutschsprachigen Raum pro Jahr – und wenden sich damit an Hansjürgen Köhler aus dem südhessichen Breitenbrunn. Der Hobby-Astronom findet fast immer eine Erklärung für die Sichtungen. Durch jahrelange Erfahrung und spezielle Methoden, klärt er innerhalb weniger Stunden auf, was wirklich hinter den vermeintlichen Außerirdischen steckt. Ist das ein Ufo? Sind es vielleicht sogar Außerirdische? Fragen, die sich ein Beobachter bei einem zufälligen Blick in den Nachthimmel stellt. Ein Fall für Hansjürgen Köhler und seine UFO-Meldestelle. Hansjürgen Köhler, Leiter der Ufo-Meldestelle „Ich brauche bei so einer Fallbearbeitung, brauche ich das Datum, ich brauche die Uhrzeit, ich brauch den Ort des Geschehens, ich brauche die Himmelsrichtung und wenn es Foto- oder Videomaterial gibt, sind sie herzlich willkommen, dann habe ich die fünf Hauptteile. Mit denen kann ich arbeiten.“ Hansjürgen Köhler macht sich an die Recherche. Er checkt die Sternenkonstellation zum besagten Datum und prüft, welche Flugzeuge und Satelliten unterwegs waren. Dafür kann er sogar auf Daten der Weltraumorganisation ESA zurückgreifen. Auch im Fall des tanzenden Ufos ist schnell klar: Es sind keine Außerirdischen, sondern der Saturn. Hansjürgen Köhler, Leiter der Ufo-Meldestelle „In der Nacht tut einfach die Wärme von der Erde, wo von der Sonne angestrahlt gewesen war, einfach aufsteigen. Ich vergleiche es als gerne mit diesem Flimmern, wo man auf der Autobahn beobachten kann, wenn sie am Horizont über der Straße dann das Flimmern haben. Und das haben wir auch in der Atmosphäre. Und dadurch wird das Licht gebrochen vom Saturn, wo er so lichtstark ist, und dann haben wir dieses Farbenspiel, wo man jetzt hier so schön sehen kann.“ Dass helle Planeten für Ufos gehalten werden, ist eines der häufigsten Phänomene in der Ufo-Meldestelle. Auch Folienballons und Drohnen werden von vielen mit fliegenden Untertassen verwechselt. In den 50 Jahren, in denen Hansjürgen Köhler die […]

  • 150 Jahre Zoo im Frankfurter Ostend

    150 Jahre Zoo im Frankfurter Ostend

    An diesen Anblick kann sich von uns niemand erinnern: Das ist das alte Elefantenhaus im Zoo Frankfurt. Der feiert jetzt seinen 150. Geburtstag an seinem Standort im Frankfurter Ostend – und ist damit der zweitälteste Zoo in Deutschland. Wir nehmen Sie mit auf eine kleine Zeitreise. Sie sind erst wenige Wochen alt. Lassen es sich in der Frühlingssonne gut gehen. Einfach mal chillen. Ziegen gehören zu den ersten Tieren im Frankfurter Zoo. Genau wie die Kamele. Ihr Zuhause hat 1874 aber noch anders ausgesehen als heute. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Damals hatte man tatsächlich Zelte aufgestellt, damit es so ein bisschen einen Beduinen-Look bekommen hat. Es war aber auch offen, man hatte also auch keine Bäume auf der Anlage und schon auch Sand, festgetrampelter Sand.“ Die Zelte sind 1883 verschwunden, die Kamele bis heute geblieben. Im Jahr 1858 wurde der Zoo von der Zoologischen Gesellschaft gegründet. Damals noch im Frankfurter Westen. 1874 – also vor 150 Jahren – ist er auf die Pfingstweide im Ostend gezogen. Während des Ersten Weltkriegs konnte die Zoologische Gesellschaft den Zoo aber nicht mehr halten. Zwei Drittel der Tiere sind verhungert. Die Gesellschaft hat den Zoo der Stadt übergeben. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Dann der zweite große Schicksalsschlag war natürlich der Zweite Weltkrieg. Da ist auch sehr, sehr viel zerstört worden. Auch viele Tiere sind umgekommen und wurden auch gegessen, weil sie waren ja auch Fleisch für die Bevölkerung.“ Das Raubvogelhaus 1872 – und heute. Der Bärenzwinger 1874. Damals noch mit burgenförmigen Türmen und Käfigen mit Gittern. Und das Ukumariland heute. Das Gehege ist angelehnt an die Anden – um dem natürlichen Lebensraum der Brillenbären nahe zu kommen. Caroline Liefke, Pressesprecherin Zoo Frankfurt „Es ist schon unser Ziel, Lebensräume darzustellen, die Tiere zusammenzuhalten. Und da wollen wir natürlich auch mit den anderen, schon […]

  • Keller-Duell 1. FSV Mainz 05 gegen SV Darmstadt 98

    Keller-Duell 1. FSV Mainz 05 gegen SV Darmstadt 98

    Mainz 05 und Darmstadt 98 kämpfen um den Verbleib in der ersten Bundesliga. Für beide wird es zum Ende der Saison richtig eng. Und am Samstag treffen nun die beiden Abstiegskandidaten aufeinander. Für beide Vereine geht es also um mehr als nur drei Punkte. Es geht ums Überleben in der ersten Liga. Mainz und Darmstadt wollen raus aus der Abstiegszone. Für die Lilien ist das Spiel so etwas wie die letzte Hoffnung. Seit Oktober haben sie kein Spiel mehr gewonnen. Das soll sich jetzt am Wochenende ändern. Fabian Holland, Kapitän SV Darmstadt 98 „Ja, es ist alles möglich. Klar sehen wir auch, dass uns da noch ein paar Pünktchen fehlen, aber wir wissen auch, dass wir noch die Spiele haben, um das zu holen und gerade in den nächsten Wochen sind das natürlich alles Spiele, wo wir uns schon was ausrechnen, und da wollen wir jetzt in Mainz auf jeden Fall anfangen mit dem Dreier.“ Punkte, die für die Hessen mit Blick auf die aktuelle Tabelle mehr als nötig sind. Rein rechnerisch ist für beide Mannschaften bei den sieben verbleibenden Spielen noch alles drin. Allerdings stehen die Chancen auf einen Ligaverbleib für Mainz, derzeit auf dem Relegationsplatz und 6 Punkte vor Schlusslicht Darmstadt, deutlich besser. Robin Zentner, Torwart 1. FSV Mainz 05 „Was wir beeinflussen können, beeinflussen wir die nächsten Wochen, und was dann passiert, das guckt man danach, aber da darf man jetzt keinen Gedanken dran verschwenden, weil der zieht nur Energie.“ Energie, die beide Mannschaften am Wochenende brauchen. Das Hinspiel im November endet mit einem torlosen Unentschieden. Für das Rückspiel haben beide Teams sich mehr vorgenommen. Fabian Holland, Kapitän SV Darmstadt 98 „Ich glaube, es wird viel Kampf. Ich denke da gerade in den ersten Minuten will, glaube ich, jeder zeigen, dass er voll da ist, jede Mannschaft. […]

  • EM-Pokal in Frankfurt

    EM-Pokal in Frankfurt

    Fünfmal wird bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankfurt gespielt: Etwa am 23. Juni, wenn Deutschland in der Vorrunde auf die Schweiz trifft. Wer am Ende des Turniers den silbernen Pokal in die Höhe strecken darf, weiß natürlich noch niemand. Doch wie es sich anfühlt, dem Objekt der Begierde mal ganz nah zu sein, dagegen schon: Gestern Abend hat der Original EM-Pokal auf der so genannten „Trophy Tour“ Station in Frankfurt gemacht. Da ist das Ding! Der EM-Pokal – das Objekt der Begierde! Hautnah erlebbar in einem Einkaufszentrum auf der Frankfurter Zeil. Für ein Selfie mit dem Pokal stellen sich die Fans geduldig in die Schlange. Denn sie wissen: So schnell wird sich diese einmalige Gelegenheit nicht mehr bieten. Silas „Ich finde das Erlebnis einfach toll, dass man den echten Pokal auch mal live sehen und auch Fotos damit machen kann.“ Julian „Das ist auf jeden Fall eine Sehenswürdigkeit sozusagen. Also als Fußballfan muss man das mal gesehen haben.“ Aber bitte nur gucken – denn Anfassen ist nicht. Zu groß die Gefahr, dass dem guten Stück so kurz vor der EM noch etwas zustößt. Zentimeterdickes Plexiglas und grimmig dreinblickendendes Sicherheitspersonal schützen die begehrte Trophäe vor allzu gierigen Fanfingern. Maximilian Geis, EURO 2024 GmbH „Wir gehen beim Pokal kein Risiko ein. Weil im Sommer soll es schließlich einen Europameister geben, der dieses schöne Stück dann auch mit nach Hause nehmen darf. Oder vielleicht bleibt es ja sogar in Deutschland.“ Momentan befindet sich die Henry-Delaunay-Trophäe, wie der EM-Pokal offiziell heißt, auf großer Trophy-Tour durch sämtliche EM-Spielorte. Ein echtes Highlight für jeden Fußballfreund – und doch nicht die einzige Attraktion des Tages. Vor allem für Eintracht-Fans. Lukas „Ich bin hier, um Alex Meier zu treffen eigentlich. Das ist toll, dass er hier ist. Signierstunde heute. Und der Pokal ist auch toll zu sehen.“ Wer braucht […]

  • 500-Kilo-Bombe in Wiesbaden

    500-Kilo-Bombe in Wiesbaden

    In der Nacht vom zweiten auf den dritten Februar 1945, erlebte Wiesbaden den schwersten Bombenangriff seiner Geschichte. Über 500 Menschen wurden damals getötet, Tausende wurden obdachlos. Überbleibsel der Luftangriffe aus dem Zweiten Weltkrieg schlummern heute noch im Erdreich vieler deutscher Städte. Nachdem gestern in Wiesbaden bei Bauarbeiten ein amerikanischer 500 Kilo-Blindgänger entdeckt wurde, mussten heute etwa 10.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Alle müssen raus. Seit dem frühen Morgen läuft die Evakuierung. Anwohner in einem Umkreis von einem Kilometer um die Fundstelle im Wiesbadener Stadtteil Biebrich müssen ihre Häuser verlassen. Im Verkehr kommt es dadurch zu massiven Einschränkungen. Unter anderem müssen zwei Autobahnen im Bereich um das Schiersteiner Kreuz voll gesperrt werden. Die Stadt stellt eine Notunterkunft bereit. Peter Scheld, Anwohner „Bin seit 9 Uhr hier, gibt Kaffee und Essen, alles wunderbar.“ Doch viele andere waren nicht so pünktlich oder hatten nichts von der Evakuierung mitbekommen und sprengten so den Zeitplan. Jörg Zabolitzki, Feuerwehr Wiesbaden „Neun Uhr war unser Plan, das Gelände evakuiert zu haben. Wir hatten Vorplanungen, was die Liegend- und Sitzendtransporte anging. Hatten mit 65 geplant, mittlerweile sind wir bei 130 Transporten, also die Zahl hat sich verdoppelt und auch um neun Uhr hat uns die Polizei gemeldet, dass erst drei Viertel der Bewohner den Bereich verlassen haben.“ Deshalb verspätet sich auch die ursprünglich für 12 Uhr geplante Entschärfung. Die Einsatzleitung muss den Zeitplan mehrfach nach hinten verschieben. Christiane Hinninger (Bündnis 90 / Die Grünen), Bürgermeisterin Wiesbaden „Das fragen wir uns auch immer, woran liegt das. Wir haben gestern mit der Kommunikation begonnen, sind durch die Straßen gefahren mit der Polizei und Lautsprecher, haben über alle Medien informiert, aber es gibt auch Menschen, die gehen früher zu Bett oder sagen: ‚Ich will davon nicht belästigt werden.‘ Erst wenn das Gebiet leergezogen ist, dann gibt unser Krisenstabsleiter dem Sprengmeister das […]

  • Cannabis-Legalisierung in Kraft

    Cannabis-Legalisierung in Kraft

    Kaum ein Thema ist so hoch umstritten – das Cannabisgesetz drohte auf den letzten Metern noch zu scheitern oder sich zumindest zu verzögern – jetzt ist es doch da. Seit gestern sind der Besitz und Anbau der Droge in begrenzter Menge in Deutschland erlaubt, ab Juli gehen sogenannte Cannabis-Clubs an den Start. In vielen Städten in Hessen und Rheinland-Pfalz sind gestern die ersten Kiffer ganz öffentlich zum gemeinsamen Rauchen zusammengekommen. Ankiffen vor dem hessischen Landtag gestern Abend. Vor kurzem noch ziemlich riskant, jetzt legal. Hier in der Fußgängerzone gilt das nach 20 Uhr. Mario kämpft schon lange für die Legalisierung, startete mehrere Petitionen. Für ihn bedeutet der Tag heute endlich ein Ende der Stigmatisierung. Mario B. „Auf jeden Fall ist es jetzt definitiv entkriminalisiert und das ist natürlich ein wichtiger Schritt, denn vorher war ja auch das Kiffen eigentlich erlaubt, aber zugleich durftest du nichts besitzen.“ Trotzdem wollen die meisten hier noch unerkannt bleiben. In der Öffentlichkeit dürfen Erwachsene ab 18 Jahren bis zu 25 Gramm Cannabis mit sich führen. Der Konsum ist nur mit einem Mindestabstand von 100 Metern zu Schulen, Kitas und Spielplätzen erlaubt. Für Jugendliche bleibt Cannabis verboten. Bis zur letzten Sekunde wollten die CDU-geführten Bundesländer das Cannabisgesetz verhindern und übten massive Kritik. Zwischen Beschluss im Bundestag und Inkrafttreten sei für die Behörden zu wenig Vorbereitungszeit gewesen. Nur ein Gegenargument von vielen, sagt heute auch Christian Baldauf von der rheinland-pfälzischen CDU. Christian Baldauf (CDU), Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz „Es ist ein Riesenfehler, es bringt enormen zusätzlichen Aufwand für Polizei und Justiz und ist im Übrigen auch gesundheitsschädlich, wie viele Mediziner dies sagen. Ein Gesetz, das wirklich kein Mensch verstehen kann.“ In Wiesbaden sind die Passanten geteilter Meinung. Peter Sander „Mich stört das nicht, ich finde das eigentlich gut, dass die Legalisierung jetzt da ist, nur die Umsetzung der Regelkontrollen, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Hessengeld soll ab Herbst kommen — Wieder Warnstreiks bei der Postbank — Weiter technische Probleme beim E-Rezept Anmoderation: Das Oberlandesgericht Frankfurt startet am 21. Mai einen Strafprozess gegen neun mutmaßliche Reichsbürger, die unter Führung von Heinrich dem 13. Prinz Reuß einen gewaltsamen Umsturz geplant haben sollen. Die Bundesanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, eine terroristsche Vereinigung gebildet zu haben. Dieser Vereinigung sollen noch 18 weitere Personen angehört haben. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten: Hessengeld soll ab Herbst kommen Die Hessische Landesregierung geht davon aus, dass jährlich mehr als 20.000 Bürger von der geplanten Prämie für die erste eigene Immobilie profitieren können. Das sogenannte Hessengeld soll die gestiegenen Zinsen und Baukosten abfedern und vor allem jungen Familien beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses helfen. Pro Käufer soll es 10.000 Euro und 5.000 Euro für jedes Kind geben. Laut Finanzminister Alexander Lorz könnte in diesem Herbst das erste Hessengeld ausgezahlt werden. Wieder Warnstreiks bei der Postbank Im Tarifkonflikt bei der Postbank hat die Gewerkschaft ver.di die Beschäftigten in mehreren großen Städten dazu aufgerufen, von heute an bis einschließlich Donnerstag die Arbeit niederzulegen. In Frankfurt sollen die Streiks morgen beginnen. Betroffen sind diesmal die Mitarbeiter, die für die Eröffnung von Girokonten oder Darlehensauszahlungen zuständig sind. Ver.di fordert für die rund 12.000 Beschäftigten der Deutschen Bank-Tochter deutlich mehr Lohn. Weiter technische Probleme beim E-Rezept Nach Einschätzung von Arzt- und Apothekenvertretern in Rheinland-Pfalz funktioniert das elektronische Rezept noch nicht reibungslos. Laut Landesärztekammer stürzt die digitale Technik immer wieder ab oder funktioniert zum Teil gar nicht. Ärzte müssten dann wieder Rezepte auf Papier ausstellen. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium wertet das E-Rezept dagegen als Erfolg. Das System als Ganzes funktioniere. Das elektronische Rezept wurde zum Jahresanfang eingeführt. Abmoderation: Das IT-Unternehmen Ionos im rheinland-pfälzischen Montbaur hat von der Bundesverwaltung einen Großauftrag erhalten. Das hat heute Vorstandschef […]

  • Cosima von Bonin in der Kunsthalle Schirn

    Cosima von Bonin in der Kunsthalle Schirn

    Ob das ‚Museum of Modern Art‘ in New York, die Biennale in Venedig oder die documenta in Kassel – wenn es um die wichtigsten und berühmtesten Vertreter von moderner Kunst geht, dann ist Cosima von Bonin mit dabei – oder besser gesagt: ihre Kunst. Denn die Kölnerin selbst ist sehr scheu, sie lässt ihre Installationen sprechen. So wie zurzeit in der Frankfurter Kunsthalle Schirn. Aber Vorsicht: Anfassen und Knuddeln ist nicht erlaubt! Süße, knuffige Kuscheltiere. Sie hängen erschöpft an einer langen Wäscheleine. Eine richtige Schweinerei! Makrelen im Straßenmusiker-Outfit. Die Ukulele hängt lässig um den geschuppten Fischhals. Auch sie wirken ziemlich übermüdet. Sebastian Bade, Direktor Kunsthalle Schirn Frankfurt „Cosima von Bonin zeigt uns hier in der Schirn ihr Werk in einer Ausstellung, die wirklich die Abgründe des Menschseins vorführt. Nämlich die Comicfiguren als Projektionsflächen in der Popkultur, die immer wieder Unfälle erleben, die wieder aufstehen und sowohl gute als auch schlechte Eigenschaften von Menschen verkörpern. Wie in Parabeln. Sie greift eigentlich auf alle Lebensbereiche zurück und bringt das in die Form ihrer Skulptur oder eben ihrer Bilder.“ Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Daffy Duck macht sich ganz klein, möchte am liebsten im Boden versinken. Ähnlich wie die Künstlerin selbst. Cosima von Bonin ist weltberühmt, aber vor der Öffentlichkeit versteckt sie sich. Katharina Dohm, Kuratorin der Ausstellung „Cosima von Bonin ist eine der bekanntesten zeitgenössischen Künstlerinnen in Deutschland. Sie war auf Venedig-Biennalen, documenta vertreten. Sie ist aber zugleich auch sehr scheu und zurückhaltend. Also, sie lässt ihr Werk sprechen und versteckt sich quasi dahinter. Und überlässt es dem Besucher, den Betrachterinnen sich dem zu nähern, ohne viel sich selber in den Vordergrund zu bringen.“ Im Vordergrund steht Pop Art. Mal bunt gehäkelt, mal niedlich plüschig. Feelings heißt die Ausstellung. Über 70 lustige Installationen von Cosima von Bonin sorgen für positive Gefühle. […]

  • Stellenabbau bei Continental

    Stellenabbau bei Continental

    Nur 0,1 Prozent Wachstum in diesem Jahr: Die Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose diese Woche erneut nach unten korrigiert. Nur 0,1 Prozent – diese Zahl hat Sprengkraft und zeigt, wie angeschlagen die deutsche Wirtschaft ist. Aktuellstes Beispiel: der Autozulieferer Continental. Er macht zwei Werke in Hessen dicht – über 1.000 Menschen verlieren in Wetzlar und Schwalbach ihren Job. Doch die Mitarbeiter wollen das nicht kampflos hinnehmen. Bei Jörg Seidler und Stefan Sachs sitzt der Schock noch tief. Gerade einmal zwei Tage ist es her, dass die Belegschaft von Continental in Wetzlar über das geplante Aus für ihren Standort informiert wurde. Obwohl der Betriebsratsvorsitzende und der IG-Metall-Bevollmächtigte für Mittelhessen schon seit längerem mit der Entscheidung gerechnet hatten, ist das Entsetzen bei den rund 430 Mitarbeitern groß. Jörg Seidler, Betriebsratsvorsitzender Continental Wetzlar „Erst mal Schock, Verzweiflung, Angst. Und am Ende auch ein bisschen Ernüchterung, weil es jetzt endlich raus ist. Aber dennoch Unverständnis, weil es einfach die falsche Entscheidung ist.“ Stefan Sachs, IG Metall Mittelhessen „Seit vier Monaten geistert es schon durch die Gazetten und jetzt ist die Katze aus dem Sack. Und der Stil des Umgangs hier mit den Beschäftigten kennzeichnet sich auch dadurch, dass der Standortleiter im Urlaub ist aktuell in so einer Situation. Und ich glaube, unabhängig vom Inhalt, der für uns auch desaströs und nicht akzeptabel ist, ist der Stil und der Umgang respektlos vom Unternehmen. Und das können wir uns nicht gefallen lassen.“ Die meisten Mitarbeiter am Standort Wetzlar arbeiten im Bereich Forschung und Entwicklung – etwa an Lösungen zum autonomen Fahren. Eigentlich ein Zukunftssegment, das nun nicht nur abgespeckt, sondern auch komplett nach Frankfurt und Babenhausen verlegt werden soll. Das sorgt auch bei der Stadt Wetzlar für Unverständnis. Andreas Viertelhausen (Freie Wähler), Bürgermeister Wetzlar „Das kam für uns völlig überraschend. Das ist auch eine traurige Entscheidung, denn […]

  • Schlichtung bei der Lufthansa erfolgreich

    Schlichtung bei der Lufthansa erfolgreich

    Nachdem die Deutsche Bahn ihren Tarifkonflikt mit der Lokführergewerkschaft GDL in dieser Woche beigelegt hat, stehen nun auch bei Lufthansa die Zeichen auf Entspannung. Der Tarifkonflikt zwischen der Lufthansa und ihrem Bodenpersonal ist geschlichtet. Die gute Nachricht für alle Urlauber: Die angedrohten Streiks in den Osterferien sind vom Tisch. Gestrichene Flüge, leere Abflughallen und genervte Reisende. Nach fünf Warnstreiks des Lufthansa-Bodenpersonals war der Flughafen in Frankfurt schon streik-erprobt. Doch ein sechster Streik über Ostern hätte den Kunden noch einmal so richtig die Laune verdorben. Das ist jetzt allerdings Geschichte. Die Lufthansa und ihr Bodenpersonal haben sich auf einen Tarifabschluss geeinigt. Das ist vor allem den beiden Schlichtern zu verdanken, dem thüringischen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow und dem ehemaligen Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise. Sie mussten erst einmal das Vertrauen der Verhandlungspartner gewinnen. Frank-Jürgen Weise, Schlichter „Und dann gehört es schon dazu, mit Gesprächen anzuleiten, zu sagen: ‚Hören Sie doch noch mal genau zu, was wurde wirklich gesagt, was ist davon verwendbar.‘ Und schöne Sprüche hat jeder schon gehört. Wenn man das authentisch macht, dann führt es dazu, dass dann in bestimmten Themen bestimmte Gruppen zusammenarbeiten.“ Die Vereinbarung sieht vor, dass die Gehälter der rund 25.000 Beschäftigten in zwei Schritten um bis zu 18 Prozent erhöht werden. Außerdem erhalten sie einen Inflationsausgleich von 3.000 Euro. Die Übernahmegarantie nach abgeschlossener Ausbildung wird bis Januar 2029 verlängert. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages soll 24 Monate betragen. Die Gewerkschaft ver.di spricht von einem historischen Verhandlungserfolg. Marvin Reschinsky, ver.di-Verhandlungsführer „Um diesen Kompromiss haben wir hart gerungen und wir können jetzt sehr damit zufrieden sein. Wir haben echte Reallohnzuwächse erzielt und werden damit das Minus der letzten Jahre ausgleichen.“ Die Lufthansa muss für diese Kompromiss tief in die Tasche greifen. Michael Niggemann, Personalvorstand Lufthansa „Wir haben erhebliche Investitionen vor uns in Treibstoffärmere Flugzeuge, in neue […]

  • Bundeswehr lädt ins Ostercamp

    Bundeswehr lädt ins Ostercamp

    Spätestens seit der Krieg in der Ukraine begonnen hat, wird über den Zustand der Bundeswehr heiß diskutiert. Neben einsatzfähiger Ausrüstung scheint der deutschen Armee vor allem eines zu fehlen: Nachwuchs. Das will die Bundeswehr mit Aktionen wie ihren Ostercamps ändern. Kriegseinsatz in Mittelhessen. Die Mission: Fünf Zivilisten müssen in Sicherheit gebracht werden. Alles natürlich nur eine Übung für den Ernstfall, beobachtet von knapp 50 Camp-Teilnehmern. Die 16- bis 19-Jährigen können in Stadtallendorf für vier Tage einiges selbst ausprobieren: Wie tarnt man sich in freier Natur? Wie kommt man dort an Trinkwasser? Und wie macht man ein Feuer? Auch einige junge Frauen sind mit dabei, darunter Lilly aus Gießen. Die 18-Jährige will beim Ostercamp sehen, ob ein freiwilliges Jahr bei der Bundeswehr etwas für sie ist. Lilly G., Gymnasiastin aus Gießen „Also bisher hat’s mir auf jeden Fall Spaß gemacht. Toller Eindruck, wo ich auch glaube, dass ich den sobald nicht wieder bekommen werde. Und natürlich allgemein alles, was wir hier bisher gesehen haben, auch heute, war wirklich sehr interessant und hat mir sehr gefallen.“ Auch Silas aus Rauschenberg bei Marburg hat sichtlich Spaß. Dem 19-Jährigen hat es vor allem die Division „Schnelle Kräfte“ angetan, er würde gerne selbst Fallschirmjäger werden. Auch wenn eine mögliche Bundeswehrkarriere in seinem Freundeskreis teils auf Kritik stößt. Silas R., Azubi aus Rauschenberg „Natürlich kommt da erst mal die direkte Frage: ‚Dann musst du ja in den Krieg, willst du das denn?‘ Aber ich glaube, dass das momentan in der Zeit gar nicht mehr so aktuell ist. Es geht ja mehr um den Landesschutz und den Bündnisschutz. Natürlich kann es auch zum Krieg kommen, aber meine Familie unterstützt mich trotzdem dabei.“ Seit der Aussetzung der Wehrpflicht 2011 wird immer wieder diskutiert, wie die Bundeswehr an Nachwuchs kommen kann. Die Zahl der Bewerber sinkt: Waren es vor […]

  • Nerobergbahn fährt wieder

    Nerobergbahn fährt wieder

    Das schrägste Wahrzeichen der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, die Nerobergbahn, startet in die Saison. Seit 1888  bringt die Drahtseilbahn ihre Gäste auf den Wiesbadener Hausberg. Und die Technik ist immer noch die gleiche. Bevor es morgen zum Karfreitag wieder losgeht, haben wir heute noch die letzte Probefahrt vor der Premiere gemacht. Letzte Handgriffe an der historischen Nerobergbahn. Nochmal gut ölen, die Fahnen angesteckt und die Scheiben ordentlich geputzt. Dann erstrahlt Deutschlands älteste Standseilbahn wieder in neuem Glanz. Seit 136 Jahren fährt die Bahn nur mit Wasserballast betrieben rauf und runter. Klaus Dutschka, stv. Betriebsleiter Nerobergbahn „Der obere Wagen – das sind zwei Wagen, die hängen an einem Seil. Der obere Wagen wird so viel mit Wasser gefüllt, damit er den unteren Wagen hoch zieht.“ Unten spuckt die Bahn das Wasser wieder aus – bis zu 7000 Liter. Mittels einer Pumpe wird es zurück auf den Berg transportiert. Ein völlig schadstofffreier Antrieb also. Und auch sonst funktioniert bei der Nerobergbahn alles durch Mechanik. Die Türen müssen vom Fahrer geschlossen und per Hand gesichert werden. Über Funk und Signalhupe verständigen sich die Fahrer am Berg und im Tal, dass sie abfahrbereit sind. „Und dann mach ich die Bremse auf, die Betriebsbremse auf. Geht ziemlich schwer. So, jetzt haben wir die Bremse auf und wären abfahrbereit.“ Wurden die Bremsen an beiden Wagen per Hand gelöst, setzt die Bahn sich durch das unterschiedliche Gewicht in Bewegung. „Ist halt ziemlich anstrengend, wenn man das 8 Stunden am Tag macht. Bremse auf, Bremse zu, Bremse auf. Die Schließanlage von den Türen, die Verriegelung auf uns zu. Also es ist schon ziemlich anstrengend ja.“ Belohnt werden Fahrer und Fahrgäste natürlich dann aber mit einer eindrucksvollen Fahrt hoch auf den Wiesbadener Neroberg. 3 ½ Minuten dauert das. Auf halber Strecke treffen sich die Wagen. Immer genau an derselben Stelle, […]

  • Streik im Einzelhandel

    Streik im Einzelhandel

    Schon fast ein Jahr dauert der Tarifkonflikt im Einzelhandel. Streitpunkt ist unter anderem die Forderung der Gewerkschaft nach mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde. Die Verhandlungen sind festgefahren. Um die Arbeitgeberseite wieder an den Verhandlungstisch zu bringen sind heute im hessischen Weiterstadt zahlreiche Beschäftigte auf die Straße gegangen. „Wir woll’n mehr Kohle sehn!“ Mehr Kohle; das heißt konkret 2,50 Euro mehr in der Stunde und zwar für jeden. Ob Verkäuferin, Warenverräumer oder Kassenkraft. Hunderte Mitarbeiter von Kaufland, Rewe, Zara und anderen Geschäften demonstrieren dafür heute in Weiterstadt. Holger Bitz, Betriebsrat Penny / Rewe „Ja, weil wir mehr Geld fordern vom Arbeitgeber, weil die sich die Taschen voll machen und den Mitarbeitern nichts geben.“ Maja Zimmermann, Warenbereichsleiterin Kaufland Rödermark „Wir streiken hier, um zumindest einen Reallohnausgleich zu erstreiten, denn die Inflation ist einfach viel zu hoch. Unsere Guthaben sind aufgebraucht. Die Leute können nicht noch mehr arbeiten. Wir haben super viele Teilzeitbeschäftige und arbeiten muss sich einfach auch lohnen.“ Maria Angeles Ruiz Martinez, Verkäuferin H&M „Also als Teilzeit kommt man, wenn man das so sieht, nicht wirklich zurecht. Also am Ende des Monats bleibt nix übrig, weil die Inflation zu groß ist. Wenn man eine Versicherung bezahlen muss fürs Auto, wenn man die Benzinpreise sieht, die Lebensmittel sind teurer geworden.“ Über 60 Verhandlungsrunden bundesweit hat es im Einzelhandel bereits gegeben. Immer noch ohne Einigung. Die Gewerkschaft ver.di und der Deutsche Handelsverband werfen sich gegenseitig eine Blockadehaltung vor. Die Arbeitgeberseite hat jetzt eine freiwillige Lohnerhöhung von 10 Prozent über zwei Jahre in Aussicht gestellt. Doch das reicht der Gewerkschaft nicht. Gerade die unteren Lohngruppen würden davon nicht genug profitieren. Horst Gobrecht, Verhandlungsführer ver.di in Hessen „Also 2,50 Euro bedeuten für die Verkäuferin eine Erhöhung von 14,4 Prozent, wenn wir uns durchsetzen würden. Und für die unteren Lohngruppen könnten das fast 20 Prozent […]