Hessen

  • Schaltgespräch mit Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zur Schweinepest

    Schaltgespräch mit Landwirtschaftsminister Ingmar Jung zur Schweinepest

    Vor zwei Jahren wurde in Hessen der erst Fall der Afrikanischen Schweinepest in Hessen bestätigt. Eva Dieterle spricht mit dem zuständigen Minister über den Stand der Dinge. Eva Dieterle, Moderatorin: Zwei Jahre ist der erst bestätigte Fall der Afrikanischen Schweinepest jetzt her. Ich bin deshalb jetzt verbunden mit dem hessischen Landwirtschafts- und Umweltminister – Ingmar Jung. Guten Tag. Ingmar Jung (CDU), Landwirtschaftsminister Hessen: Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Sie haben immer gesagt, die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest sei kein Sprint, sondern ein Marathon. Wo befinden wir uns denn gerade auf der Marathon-Strecke? Jung: Na ja, wir befinden uns schon noch mitten im Marathon drin. Es hat sich ja bestätigt, dass das alles kein Sprint ist. Aber wir können heute sagen, dass wir unser Geschehen eingedämmt haben, dass wir die Ausbreitung der Schweinepest insbesondere in Südhessen gestoppt haben, dass sie sich nicht nach Nordhessen ausgebreitet hat. Aber inzwischen wissen wir natürlich auch, dass wir ein weiteres Geschehen aus Nordrhein-Westfalen haben, das uns von Norden ein wenig bedroht. Und dort machen wir ähnliche Maßnahmen, wie sie es vor zwei Jahren in Südhessen begonnen haben, und hoffen natürlich, dass am Ende dort auch so ausgeht, dass wir das Schlimmste verhindern können. Dieterle: Ein großes Problem sind ja die wirtschaftlichen Auswirkungen für die Betriebe in den Sperr-Zonen. Können Sie als Land das überhaupt ausgleichen? Jung: Der große Aufwand, den wir betreiben, hat ja vor allem den Hintergrund, dass wir wirtschaftliche Schäden so gering wie möglich halten wollen. Wir wollen Schweinehaltung in Hessen weiter ermöglichen. Was auch im Moment der Fall ist. Und wir versuchen natürlich dann, wenn wirtschaftliche Schäden entstehen, sie so gut wie möglich auszugleichen. Wir haben die Transportkosten zu den sogenannten „benannten Schlachthöfen“ unterstützt. Wir haben bei denen Betrieben, die es dann auch tatsächlich getroffen hat, unterstützt. Bei dem Auffangen der Schäden, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Wetzlar: Hoher Sachschaden nach Brand —  Bund lehnt UniCredit-Angebot ab — Ende der Grenzkontrollen gefordert Hoher Sachschaden nach Brand Nachdem in der Nacht ein Feuer das Gebäude einer Pizzeria in Wetzlar zerstört hat, hat die Kriminalpolizei jetzt die Ermittlungen zur Ursache aufgenommen. Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand durch eine Explosion im Inneren des Restaurants ausgelöst wurde. Laut Polizei waren zu diesem Zeitpunkt keine Personen in dem Gebäude, sodass niemand verletzt wurde. Der Schaden beläuft sich nach ihrer aktuellen Schätzung auf etwa eine Million Euro. Bund lehnt UniCredit-Angebot ab Der deutsche Staat hat die Übernahmeofferte der italienischen Großbank Unicredit für die Commerzbank in Frankfurt abgelehnt. Der Bund unterstütze die Strategie der Commerzbank, eigenständig zu bleiben. Sie spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft. Außerdem sei die Bank als bedeutender Arbeitgeber zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Der Bund ist der zweitgrößte Aktionär der Commerzbank. Er hält 12 Prozent der Anteile. Damit kann er eine Übernahme durch die UniCredit  allerdings nicht verhindern. Ende der Grenzkontrollen gefordert: Mit dem Inkrafttreten der neuen verschärften EU-Asylregeln gibt es nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministers Michael Ebling keinen Grund mehr für die Grenzkontrollen in Rheinland-Pfalz. Sie sollten jetzt eingestellt werden, zumal sie zu wirtschaftlichen Einbußen bei den Betrieben in den Grenzregionen von Rheinland-Pfalz, Luxemburg, Frankreich und Belgien führten. Das Bundesinnenministerium will die Kontrollen zunächst fortsetzen, bis klar ist, wie effektiv die strengeren EU-Regeln illegale Migration verhindern.

  • Ausbildung von Rettungshunden

    Ausbildung von Rettungshunden

    Wenn Menschen vermisst werden, kommen häufig Rettungshunde zum Einsatz. Mit ihren hochleistungsfähigen Nasen können sie riesige Areale in einem enormen Tempo absuchen, wenn es darauf ankommt. Doch bevor ein Hund so weit ist, dauert es Jahre – und die Ausbildung ist anspruchsvoll. Wir waren in Bad Soden dabei. „Wir bilden Hunde zur Flächen- und Trümmersuche aus, sogenannte Hochwindsucher, die eben ohne speziellen Geruchsstoff nach menschlichem Geruch suchen. In der Flächensuche, eben in offenen Gebieten, in Wäldern und in Trümmersituationen eben bei eingestürzten Gebäuden.“ Das simuliert die Einheit hier auf dem Wertstoffhof in Bad Soden. Feuerwehrmann Sven spielt einen Verschütteten, den Hund Marley finden muss. Für die Opfer im Einsatz geht es um Leben und Tod – für die Hunde ist das alles ein Spiel. Marlin Prauss, Rettungshundeeinheit Feuerwehr Bad Soden „Um in der Rettungshundeeinheit ausgebildet zu werden, muss man als Mensch erst einmal Motivation und, ehrlich gesagt, auch ein bisschen Zeit mitbringen, weil das ein durchaus zeitintensives Training ist. Man verbindet sich auch sehr gut mit seinem eigenen Hund. Man merkt einfach, wie viel Freude der eigene Hund daran hat und entwickelt dadurch auch selbst eine Freude daran.“ Die Ausbildung ist aufwendig, zweimal in der Woche trainiert die Staffel. Anica und ihr Hund Zorro sind erst seit zwei Monaten ein Team und trotzdem sucht Zorro schon wie ein großer. Die im Wald versteckten Helfer hat er im Handumdrehen aufgespürt. Seine erfahrene Hundeführerin ist schon länger bei Feuerwehr und Rettungsdienst aktiv und freut sich, dass sie die Hundearbeit mit ihrem Engagement verbinden kann. Anica Schmoll, mit Hund Zorro „Man hilft Personen und so diese Dankbarkeit, die man häufig entgegengebracht bekommt oder halt auch weiß: ‚Ich habe der Person gerade essenziell weitergeholfen‘, das ist einfach ein superschönes Gefühl, dass man sonst kaum bekommt.“ Während die erfahrenen Hunde knifflig versteckte Helfer aufspüren, ist […]

  • Hessentag in Fulda

    Hessentag in Fulda

    Wir nehmen Sie mit aufs größte und älteste Landesfest Deutschlands – den Hessentag. Hier lässt sich in ausgelassener Volksfestatmosphäre gerade zehn Tage lang die ganze Vielfalt Hessens erleben. Dieses Jahr lockt die Dom- und Barockstadt Fulda mit rund 1.200 Programmpunkten, darunter zahlreichen Ausstellungen, Veranstaltungen und Konzerten. Von rockig bis ruhig: Die österreichische Schlagersängerin Melissa Naschenweng sorgt gestern Abend mit Giovanni Zarrella auf dem Fuldaer Domplatz für ordentlich Stimmung – und geht auf Tuchfühlung mit ihren Fans. In den kommenden Tagen treten hier Stars wie Roxette, Sarah Connor, Montez und Peter Maffay auf. Hoch hinaus geht’s mit dem Riesenrad – und per Motorrad. Akrobatische Höhenflüge bieten die Geschwister Weisheit täglich in bis zu 62 Metern Höhe. Ein Drahtseilakt, der Können und Schwindelfreiheit erfordert. In sicherer Umgebung lässt sich am Boden etwa das Cockpit eines Bundeswehr-Hubschraubers entdecken, die Räumfahrzeuge von Hessen Mobil sowie Technik und Ausrüstung der gesamten Blaulicht-Familie. Den Besuchern gefällt‘s. Anke, aus Flieden „Den Hessentag macht besonders, dass man viel für die Kinder hat, dass man viele regionale Sachen hat.“ Lukas „Die Feuerwehr und die Polizei. Michael Humpf, aus Butzbach „Essen, Trinken, Spaß haben.“ Isolde Risse, aus Hünhan „Mir gefällt eben die ganze Vielfalt hier. Jeder stellt aus und bei jedem kann man mitmachen, wenn man das möchte oder sich informieren.“ Mitmach-Angebote gibt es quasi an jeder Ecke: Einen Bagger steuern, selbst erfahren, was es heißt, mit einem Rollstuhl im Alltag Hindernisse zu bewältigen oder Handwerkern wie diesen Dachdeckern bei ihrer Arbeit nacheifern. Auch das diesjährige Hessentagspaar und Fuldas Oberbürgermeister packen als Botschafter mit an. Brutzeln für den guten Zweck und für die gute Stimmung. Max und Vera Dudyka, Hessentagspaar „Den Stress merkt man gar nicht, der jetzt irgendwie von Termin zu Termin dann doch ein bisschen anstrengend wird. Aber es macht einfach unheimlich viel Spaß.“ – „Jeder freut sich […]

  • Graffiti-Festival "Meeting of Styles" in Wiesbaden

    Graffiti-Festival „Meeting of Styles“ in Wiesbaden

    Die hessische Landeshauptstadt ist wieder das Zentrum der internationalen Graffiti-Szene. Über 150 Künstler aus der ganzen Welt verwandeln bis Sonntag den Brückenkopf in Mainz-Kastell und den Wiesbadener Schlachthof in eine der größten Open-Air-Galerien Deutschlands. Das weltbekannte Festival „Meeting of Styles“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Togetherness“ – Zusammenhalt. Kunstwerke, die hier eigentlich niemand vermutet. Der Brückenkopf in Mainz-Kastel ist zurzeit eine riesige Open-Air-Galerie. Hier entstehen Wandbilder auf rund 3000 Quadratmetern. Das „Meeting of Styles“ ist der Treffpunkt für Graffiti-Künstler aus der ganzen Welt. Miles Pauo, Graffiti-Künstler aus Australien „Als Kinder haben wir immer nach Meetings gesucht und mit dem hier in Wiesbaden sind wir aufgewachsen.“ Auch Cameron ist Australier. Es gibt Sprayer aus Mexiko, Brasilien oder Indien. – Teilnehmer aus der ganzen Welt kommen in Wiesbaden zusammen. Passend zum Motto des diesjährigen Festivals: „Togetherness“.  Tessa aus den Niederlanden ist durch ihre „Dolls“ bekannt geworden. Sie kreiert Frauenköpfe, die an Puppen erinnern. Tessa, Graffiti-Künstlerin aus den Niederlanden „Das hier ist ein richtig großes Event. Es gibt die Meetings auf der ganzen Welt, aber in Wiesbaden hat alles angefangen. Vor 30 Jahren, glaube ich. Das macht es so besonders.“ Genau vor 29 Jahren fand in Wiesbaden das erste „Meeting of Styles“ statt. Für die Besucher: Kostenloser Kunstgenuss am Rheinufer. Jörg „Wir sind jedes Jahr da, weil es so eine faszinierende Atmosphäre ist, immer neue Motive. Von daher: sehr, sehr gut, auf jeden Fall.“ Klaus „Ich frage mich: Hat er das Bild im Kopf, wie macht er das? Sieht er das im Innern? „ Gemeint ist „Redt“. Ein deutscher Graffiti-Künstler, der ganz ohne Vorlagen sprayt. „Redt“, Graffiti-Künstler aus Deutschland „Also, ich hatte bis vor zehn Minuten keine Ahnung, welche Farben ich für die Buchstaben mache, ich hatte keine Ahnung, welche Farbe ich für die Haare mache, und ich glaube, das ist es, […]

  • Spatenstich für Rechenzentrum in Rosbach

    Spatenstich für Rechenzentrum in Rosbach

    Jede Frage, die wir der KI stellen und jedes Bild, dass wir in der Cloud speichern, braucht Rechen-Kapazität. Und dafür braucht es riesige Serverparks. Im hessischen Rosbach hat heute der Bau eines neuen Rechenzentrums begonnen. Ende 2027 soll es in Betrieb gehen, doch der Weg dorthin war alles andere als einfach. Glückliche Gesichter heute beim Spatenstich in Rosbach. 250 Millionen Euro investiert hier das Frankfurter Unternehmen firstcolo. Auf einer Fläche so groß wie 16 Fußballfelder entsteht Infrastruktur für Hochleistungsrechner, die firstcolo an KI- und Cloudanbieter vermieten will. Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen „Dieses Projekt ist nicht nur die Stärkung des europäischen Rechenzentrums-Standorts, sondern es ist auch ein Stück weiterer Investition in die digitale Souveränität.“ Digitale Souveränität heißt: Weniger Abhängigkeit von Tech-Konzernen in den USA und China. Doch das Problem: Der Strom in Deutschland gehört zu den  teuersten weltweit. Für Rechenzentren, die so viel Energie wie eine Kleinstadt verbrauchen, ein entscheidender Nachteil. Und: Die Stromnetze sind überlastet. Eigentlich wollte firstcolo in Frankfurt bauen. Ausreichend Strom wäre dort aber frühestens 2035 verfügbar gewesen. Jerome Evans, Gründer und Geschäftsführer firstcolo „Grundstücke für Rechenzentren zu finden ist enorm schwierig geworden. Strom ist im Prinzip Mangelware und es gibt aktuell fast keine Flächen mehr, die über genügend Strom verfügen. Wir müssen so schnell wie möglich so viel wie möglich digitale Infrastruktur ausbauen und da brauchen wir natürlich auch Unterstützung von der Politik und von den Kommunen vor Ort.“ Doch für die Kommunen sind Rechenzentren oft unattraktiv. Sie bringen wenig Arbeitsplätze und Steuereinnahmen, verbrauchen viel Fläche und Strom. In Groß-Gerau war der Bau eines Rechenzentrums für 2,5 Milliarden Euro unter anderem deswegen gescheitert. Das Land Hessen will die Kommunen besser unterstützen. Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen „Indem wir beispielsweise ein Rechenzentrumsbüro eingerichtet haben, was hier hilft vor Ort zu unterstützen.“ In Rosbach bekommt die Stadt von […]

  • Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Produktion von Opel Astra bleibt in Rüsselsheim

    Seit letzter Woche ist klar: Die Produktion des Opel Astra bleibt im Stammwerk in Rüsselsheim. Ein positives Signal in schwierigen Zeiten – denn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Automobilproduktion in Deutschland haben Opel stark zugesetzt. Es geht weiter bei Opel in Rüsselsheim. Denn auch die nächste Generation des Opel Astra soll im Stammwerk des Autoherstellers produziert werden. Die Entwicklung und Fertigung der künftigen  Modelle soll 1350 Arbeitsplätzen in der Produktion sichern. Gute Nachrichten – beim Autobauer aus Hessen zuletzt Mangelware. Denn erst im April verkündet der Opel-Mutterkonzern Stellantis, dass von den insgesamt 1650 Ingenieursstellen im Entwicklungszentrum in Rüsselsheim 650 Stellen abgebaut werden. Wenige Meter von dort entfernt will  sich das Unternehmen mit seinem neuen, gerade noch im Bau befindlichen Firmensitz – dem „Green Campus“ – für die Zukunft aufstellen. Rund um den Campus will die Stadt Rüsselsheim einen neuen Industriepark bauen und so gleich mitprofitieren. Patrick Burghardt (CDU), Oberbürgermeister Rüsselsheim „Die Entscheidung jetzt, dass die Produktion mit dem neuen Astra hier stattfindet ist für uns eine sehr sehr gute Entscheidung. Es ist eine sehr wichtige Entscheidung gewesen. Man hat auch das Aufatmen richtig gespürt in der Stadt. Nichtsdestotrotz geht der Wandel weiter. Opel schrumpft auch in den Flächen. Das wird ja weitergehen. Ist für uns aber eine ganz, ganz große Chance. Und wir als Stadt sind natürlich auch als Automobilstadt im Wandel, wie jede anderen Kommune auch, die eine Automobilstandort ist. Von daher aber bin ich sehr optimistisch, dass wir jetzt gute Entscheidungen treffen werden uns diverser aufzustellen. Das ist natürlich auch eine große Chance für uns und die werden wir nutzen.“ Insgesamt plant Opel in Deutschland bis 2030 Investitionen von rund einer Milliarde Euro, darunter in den Standort Rüsselsheim.  

  • Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Studiogespäch mit Opel-Chef Florian Huettl

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Lage von Opel in Rüsselsheim und Kaiserslautern. Eva Dieterle: Über all das spreche ich jetzt mit Opel-Geschäftsführer Florian Huettl. Guten Abend. Herr Huettl, viele Hersteller haben sich ja entschieden dazu, Produktion ins Ausland zu verlagern, weil die Rahmenbedingungen hier in Deutschland eben doch durchaus anspruchsvoll sind. Trotzdem haben Sie gesagt, die neue Generation des Astra, die entsteht am Standort in Rüsselsheim. Wie schwer ist diese Entscheidung gefallen angesichts der Herausforderungen? Florian Huettl, Geschäftsführer Opel Ja, Sie haben recht. Autos zu produzieren am Standort Deutschland ist mit gewissen Herausforderungen verbunden. Wir reden über im internationalen Vergleich sehr hohe Energiepreise. Wir reden über hohe Lohnkosten, wir reden über einen vergleichsweise hohen administrativen Aufwand. Das heißt, hier in Deutschland zu produzieren, muss man auch ein gewisses in gewissem Maß kompensieren durch die Vorteile, die wir hier finden. Und auch da gibt es einige. Wir haben ein hohes Maß an Qualifikation, gute Schulausbildung, eine hohe Automobilkultur. Wir sind in der Lage, beste Qualität zu produzieren. Und wir haben auch zusammen mit unseren Sozialpartnern es immer geschafft, ein Produktionssystem aufzubauen, das auch flexibel mit den Herausforderungen unserer Industrie umgehen kann. Ja, und insofern sind wir auch sehr froh, dass es uns gelungen ist, aus all diesen Rahmenbedingungen und diesen Herausforderungen, ja, ein Paket im Grunde zu bauen in unserem Stammwerk in Rüsselsheim, das es uns am Ende erlaubt hat zu sagen, dass wir hier produzieren, dass auch der nächste Astra hier bei uns in unserem Stammwerk angesiedelt sein wird. Darüber freuen wir uns. Und auf das Auto freuen wir uns auch. Dieterle: Das ist wirtschaftlich nicht immer alles ganz berechenbar ist, zeigt ja auch, dass Sie mal ausgerufen hatten, bis 2028 vollelektrisch zu werden. Das Ganze wurde im Prinzip wieder kassiert, denn inzwischen ist klar: Die Verbraucher wollen […]

  • Mann ohne Identität bekommt Personalausweis

    Mann ohne Identität bekommt Personalausweis

    Hartmut Gottlebe aus Kassel hat keinen Personalausweis, seit der ihm vor über 20 Jahren beim Leben auf der Straße gestohlen wurde. Aufgrund fehlender Nachweise weigerten sich die Behörden jahrelang, dem 69-Jährigen einen neuen Ausweis auszustellen – offiziell existierte Hartmut Gottlebe also nicht. Wohnung, Bankkonto oder andere Verträge waren so für ihn unerreichbar. Jetzt hat sich endlich etwas getan. Der Gang aufs Bürgeramt. Für die meisten ganz normal. Für Hartmut Gottlebe jedoch das Ende eines langen Kampfs. Er blickt in ein neues Leben. Rückblick: Vor über 20 Jahren landet Gottlebe auf der Straße, wo ihm zu allem Überfluss auch noch sein Geldbeutel gestohlen wird. Hartmut Gottlebe „Da knieten drei, vier Leute auf mir, haben meinen Rucksack leergemacht, Portemonnaie raus. Personalausweis, Führerschein – alles war weg.“ Inzwischen lebt er in einem Wohnprojekt der Heilsarmee, gerne würde er wieder ein normales Leben führen. Doch ohne Ausweis praktisch unmöglich. Obwohl der 69-jährige sogar seine Geburtsurkunde vorlegen kann, beißt er sich am Amtsschimmel der Stadt Kassel die Zähne aus. Denn das Gesetz verlangt ein offizielles Dokument mit aktuellem Lichtbild, um die Identität zweifelsfrei festzustellen. Pech für Gottlebe. Doch diese Regeln hätten laut dem Kasseler OB einen guten Grund. Sven Schoeller (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Oberbürgermeister Stadt Kassel „Denn wir haben natürlich als Staat, als Behörden, ein großes Interesse daran zu vermeiden, dass Missbrauch mit falschen Identitätsnachweisen geführt werden kann. Und deshalb ist das so ganz streng formalisiert. Und das ist das Problem in diesem Fall gewesen. Es gab keine Urkundenlage, die es erlaubt hat, auf dieser Grundlage dieser Verordnungen ein Ausweispapier auszustellen.“ Erst eine Ausnahmeentscheidung des hessischen Innenministeriums bringt die entscheidende Wende. Norbert Wett (CDU), Dezernent für Bürgerangelegenheiten „Beim Amtsgericht haben wir nachgefragt, bei der AOK Hessen, beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (…) sogar bei der Stasi-Unterlagenbehörde, weil er ja aus der ehemaligen DDR stammt. […]

  • Brand vernichtet Bauernhof in Rüsselsheim

    Brand vernichtet Bauernhof in Rüsselsheim

    Bei einem Brand auf einem Bauernhof in Rüsselsheim sind mehrere Menschen verletzt worden. Die Feuerwehr ist bis spät in die Nacht mit den Löscharbeiten beschäftigt. Erst heute morgen hieß es: „Feuer aus“. Um 17:30 Uhr geht bei der Feuerwehr ein Notruf ein. Das Stichwort „Feuer 3“ – ein landwirtschaftlicher Betrieb mit mehreren Gebäuden brennt. Michael Kämpfer, Feuerwehr Rüsselsheim „Bei Eintreffen hat sich herausgestellt, dass das Feuer übergegriffen ist auf weitere Gebäude. Jetzt ganz zum Schluss waren insgesamt vier verschiedene Gebäude betroffen, unter anderem Stallgebäude, landwirtschaftliche Anwesen, Fahrzeughallen und teilweise auch ein Wohngebäude.“ Insgesamt sind 140 Feuerwehrleute im Einsatz und versuchen die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Ein großes Problem: Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befinden sich noch 18 Rinder im Stall. Michael Kämpfer, Feuerwehr Rüsselsheim „Wir hatten Glück, dass auf unserem ersten landwirtschaftlichen Löschzug zwei landwirtschaftliche Kollegen dabei waren, die dann reingegangen sind und konnten mit Bolzenschneidern die Rinderketten auseinanderschneiden. Die Tiere waren natürlich sichtlich aufgeregt und nervös.“ Die Tiere werden aus dem brennenden Stall befreit und zunächst auf ein benachbartes Grundstück gebracht. Nach der Versorgung durch eine Tierrettungsgruppe zusammen mit einer Veterinärin kommen die Tiere auf nahegelegenen Höfen unter. Während des Einsatzes werden Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Rauch breitet sich bis nach Mainz und Frankfurt aus. Der Hofbesitzer erleidet  bei der Rettung der Tiere eine Rauchgasvergiftung. Ein Feuerwehrmann kollabiert bei den Löscharbeiten wegen der körperlichen Anstrengungen, ein weiterer erleidet leichte Verletzungen. Alle drei werden ins Krankenhaus gebracht. Auch nach dem Löschen des Feuers bleibt die Lage vor Ort weiter angespannt. Michael Kämpfer, Feuerwehr Rüsselsheim „Es besteht akute Einsturzgefahr, Sie müssen sich vorstellen, ein alter historischer Ortskern, diese landwirtschaftlichen Anwesen alle mit Lehm und Ziegel Verbau und so weiter, das ist natürlich jetzt nicht mehr stabil. Wir sind zurzeit dran mit einem Fachberater des Technischen Hilfswerks […]

  • Sicherheitstraining für Zugbegleiter

    Sicherheitstraining für Zugbegleiter

    Vor vier Monaten erschüttert ein Angriff auf einen Zugbegleiter aus Ludwigshafen ganz Deutschland: Bei einer Fahrkartenkontrolle greift ein Fahrgast den 36-jährigen Serkan Calar so heftig an, dass er stirbt. Es sind Übergriffe wie dieser, weshalb die Deutsche Bahn jetzt reagiert und die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. „Schönen guten Tag, einmal die Fahrscheine bitte. Und einmal den Fuß runter.“ „Man nerv‘ mich nicht! Zieh Leine, Alter, und mach deinen scheiß Job, ey.“ „Füße runter.“ „Man, ich mache nichts runter. Nerv nicht, ich habe einen harten Tag gehabt. Zieh ab. Was willst du denn? Nerv mich nicht!“ Deeskalationstraining für das Personal der Deutschen Bahn.  Übergriffe wie dieser: Keine Seltenheit. Stefan Gerstner, Zugbegleiter DB Regio „Der hat dann versucht mich zu treten, zweimal. Einmal hat er daneben getreten und einmal hat er mein Diensthandy erwischt und das ist dann im hohen Bogen runter geflogen.“ Jennifer Grongold, Zugbegleiterin DB Regio „Er hat mir zwei Tritte in den unteren Rückenbereich verpasst. Das war nicht so einfach. Tat weh, ist nicht schön. Es ist natürlich belastend. Das macht viel mit einem.“ Die Region Mitte – wozu auch Hessen und Rheinland-Pfalz gehören – ist ein Hotspot für körperliche Übergriffe im Regionalverkehr. Entgegen dem Bundestrend gibt es hier einen Anstieg um 15 Prozent im vergangenen Jahr. Ralf Damde, Gesamtbetriebsratsvorsitzender DB Regio AG „Das Sicherheitsgefühl ist zwischenzeitlich so, dass die Kolleginnen und Kollegen mir morgens sagen ich habe Angst, wenn ich mich von meiner Frau verabschiede, dass ich abends wieder nach Hause komme.“ Getestet wird jetzt, dass Kundenbetreuer durch Sicherheitspersonal begleitet werden oder etwa eine Doppelbesetzung der Schichten. Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender DB Regio AG „Heute ist es noch die Ausnahme, es ist auch ein Pilot aber wir setzen darauf, dass das bald im größeren Maße stattfindet. Man braucht es ja auch nicht überall. Man braucht es dort, wo geografisch oder […]

  • Keltisches Fürstengrab entdeckt

    Keltisches Fürstengrab entdeckt

    Die A3 bei Bad Camberg ist eigentlich mehr für ihre zahlreichen Staus bekannt. Ab jetzt aber auch für einen Sensationsfund: das Grab eines Keltenfürsten. Ganz zufällig sind bei Bauarbeiten für einen Solarpark die etwa 2500 Jahre alten Kostbarkeiten entdeckt worden. Für Archäologen ein unglaublich spektakulärer Fund! Ein Halsring aus massivem Gold. Wunderbar erhalten. Das Schmuckstück stammt wohl aus dem 400  Jahre vor Christus. Ein Sensationsfund! Zusammen mit mehreren Goldringen und noch viel mehr, ist er ganz zufällig  bei Bauarbeiten  an der A3 bei Bad Camberg entdeckt worden. Grabbeigaben eines Keltenfürsten. Funde von unschätzbarem Wert. Dr. Axel G. Posluschny, Leiter Forschungszentrum Keltenwelt am Glauberg „Es ist halt einfach schlicht und einfach ein unglaublich herausragendes Grab. Was wir sagen können, ist, dass es die absolute Ausstattungselite eines Grabes ist. Es gibt wenige Gräber, die noch besser ausgestattet sind. Das kriegt man an maximal drei Händen abgezählt, was in Europa da von der gleichen Qualität da ist, wahrscheinlich sogar weniger.“ Auch eine Speerspitze aus Metall stammt aus dem Keltengrab im Taunus. Genauso wie ein weiteres Schmuckstück. Die Funde sind jetzt in Wiesbaden vorgestellt worden. Für die Experten sind sie genauso wichtig, wie die Entdeckung eines keltischen Grabhügels vor 30 Jahren in der Wetterau. Die Statue des „Keltenfürsten vom Glauberg“ ist weltberühmt. Hessen hat jetzt zwei archäologische „Schätze“ aus der Eisenzeit. Christoph Degen (SPD), Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Forschung Hessen „Einfach eine tolle Fundstelle. Es ist großartig hier, noch mehr Zeitzeugnisse einfach zu haben auf unserem hessischen Boden. Wir sind sehr gespannt. Es war sicherlich eine hochgestellte Persönlichkeit, mit tollen Funden, und wir sind gespannt, was sich da jetzt alles noch ergibt.“ Die Grabstätte ist in mehreren Erdblöcken geborgen worden. Dass sich in der Erde Sensationelles befindet, haben die Wissenschaftler durch Röntgen- und CT-Aufnahmen herausgefunden. Dafür konnten die Archäologen einen gigantischen Computertomografen […]

  • Sommerinterview mit Tobias Eckert (SPD)

    Sommerinterview mit Tobias Eckert (SPD)

    Sonne am Himmel, Umfragewerte im Keller. So sieht es momentan bei der SPD aus. Die Bundesregierung ist angezählt. Und was macht Hessen, wo ebenfalls wie im Bund CDU und SPD zusammen regieren? Darüber spricht Markus Appelmann mit dem Chef des hessischen SPD-Landtagsfraktion. Markus Appelmann, Moderator: Herzlich willkommen. Tobias Eckert (SPD), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen: Wunderschönen guten Tag. Appelmann: Herr Eckert, bevor wir ins politische Geschäft einsteigen, wird es erst mal persönlich bei uns. Sie haben uns Kinderbilder mitgebracht und jetzt tauchen wir ein in eine Kindheit in Mittelhessen. ———- Tobias Eckert denkt gerne an seine Kindheit zurück. Aufgewachsen ist er im kleinen Westerwalddorf Dillhausen – gut behütet und heimatverbunden. Dieses Foto stammt aus dem Winter 1983 – da ist Eckert drei Jahre alt und seine jüngere Schwester gerade geboren. Sie sitzt in einem Puppenwagen der bis heute im Familienbesitz ist. Tobias Eckert als stolzer Bruder daneben. Tobias Eckert (SPD), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Pure Freude sozusagen über den Nachwuchs im Hause Eckert. Ich glaube, wir hatten immer ein ganz ordentliches Verhältnis, ein sehr gutes Verhältnis in der Kindheit und Jugend. Ich durfte nachher dann – oder musste häufiger mal – länger auf die eine oder andere Disco gehen, damit die jüngere Schwester auch länger bleiben konnte.“ Familie – das wird im Hause Eckert großgeschrieben. Bis heute wohnt der SPD-Fraktionsvorsitzende in einem Mehrgenerationenhaus in Dillhausen. Familientraditionen werden schon immer hochgehalten. Tobias Eckert (SPD), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Nikolausabend war sozusagen bei uns immer die gesamte Verwandtschaft. Und dann gehörte das dazu, dass jeder und jede – meine Cousine war auch mit dabei – was aufsagen, vorspielen musste. Wenngleich ich kein allzu begnadeter Blockflötenspieler war. Das waren die sehr überschaubaren kleinen Fingerübungen für Weihnachten. Aber damit hat es dann auch sich bewenden lassen.“ Talentierter war Tobias Eckert wohl in anderen Bereichen. Als kleiner Knirps liest […]

  • Prozess um Tötung von Ex-Frau

    Prozess um Tötung von Ex-Frau

    In Deutschland sterben laut der Erfassung des Bundeskriminalamtes jährlich über 130 Frauen durch ihren aktuellen oder ihren Ex-Partner. Mehr als 900 versuchte Tötungen kommen jedes Jahr hinzu. Häufig handelt es sich dabei um Taten, bei denen Männer eine Trennung nicht akzeptieren wollen – so wie bei der grausamen Tat, die im vergangenen Jahr Heppenheim erschüttert hat. Der mutmaßliche Täter steht seit heute in Darmstadt vor Gericht. Achtmal sticht Mustapha H. laut Anklage am 31. August letzten Jahres in diesem Mehrfamilienhaus auf seine Ex-Frau ein. Ein Stich trifft sie mitten ins Herz. Die 34jährige Fatima A. stirbt im Rettungswagen. Mustapha H. wird noch am Tatort festgenommen. Bei ihm finden die Beamten vier Messer. Die Staatsanwaltschaft in Darmstadt wirft ihm vor, er habe die Scheidung von seiner Frau und den Umstand, dass sie sich mit anderen Männern traf, nicht akzeptiert und sie deswegen getötet. Robert Murmann, Reporter in Darmstadt „In seiner Aussage sagt Mustapha H. heute unter Tränen, er könne immer noch nicht begreifen, dass seine Frau wirklich tot sei. Er wisse nicht, warum er das getan hätte. Eifersucht sei ihm fremd. Er sagt aus, dass er sich an die eigentliche Tat nicht mehr erinnern könne. Allerdings behauptet er auch, dass Fatima A. ihn provoziert habe“ Staatsanwalt Simon Steiner sieht in den angeblichen Gedächtnislücken des Angeklagten eine reine Schutzbehauptung. Simon Steiner, Staatsanwalt „Für mich war seine Einlassung in vielen Teilen nicht nachvollziehbar, da er sich dahingehend eingelassen hat, sich an bestimmte Vorgänge des Tatgeschehens erinnern zu können, aber an andere dann nicht, was für mich meines Erachtens nicht nachvollziehbar ist.“ Mustapha H. sagt heute, er sei am Tattag nicht er selbst gewesen. Sein Verteidiger betont, dass sich sein Mandant im Vorfeld der Tat in einem psychischen Ausnahmezustand befunden hätte. Horst Beckerle, Verteidiger von Mustapha H.: „Dann hatte er sehr viel Haschisch konsumiert, […]

  • Streit um Rechenzentrum in Maintal

    Streit um Rechenzentrum in Maintal

    Streamen, Online-Shoppen, Künstliche Intelligenz – für all das brauchen wir immer mehr Rechenleistung – und das bedeutet auch: jede Menge Rechenzentren. Viele davon stehen im Rhein-Main-Gebiet. Doch wenn es um den Bau neuer Rechenzentren geht, positionieren sich Kommunen und auch die Menschen vor Ort immer häufiger dagegen – wie ein Fall aus dem hessischen Main-Kinzig-Kreis zeigt. Ordnerweise Infos haben Mark Behrend und Thomas Schadt zusammengetragen, die mögliche Luftbelastung berechnet und Informationsabende veranstaltet. Hier im Gewerbegebiet Maintal-Dörnigheim sollte dieses Jahr ein gewaltiges Rechenzentrum entstehen, eigenes Gaskraftwerk inklusive. Denn für die geplante Leistung von 120 Megawatt fehlt vor Ort schlichtweg der Strom. Der Haken: Das Gelände liegt nur wenige hundert Meter vom nächsten Wohngebiet entfernt. Die beiden Anwohner haben einen CO₂-Ausstoß von jährlich über 600.000 Tonnen berechnet. Deshalb sagen der frühere Kreuzerkapitän und der Flugverkehrsleiter: Rechenzentrum, ja, aber eigenes Kraftwerk – nein. Mark Behrend, Aktivist aus Maintal „Weil dieses Gaskraftwerk zusätzliche Emissionen und auch thermische Auswirkungen neben dem CO₂ erreicht, die unglaublich sind. Dieses Gaskraftwerk würde für zwei Prozent des hessischen CO₂-Ausstoßes stehen.“ Thomas Schadt, Aktivist aus Maintal „Eben nicht von vorneweg in dieser großen Auslegung, wie es zunächst geplant war. Wo eben klar war, soviel Energie gibt es hier nicht.“ Mit ihren Berechnungen haben sie Einspruch beim Regierungspräsidium Darmstadt eingelegt, das den Kraftwerksbau genehmigen muss. Nun scheint das Projekt erstmal auf Eis zu liegen. Der amerikanische Betreiber Edgeconnex äußert sich auf Nachfrage nicht. Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher bestätigt, der US-Konzern prüfe derzeit Alternativen. Maintal scheint ein neuer Hotspot für Rechenzentren zu werden: Bürgerinfo jüngst im Stadtteil Bischofsheim, wo der Onlineversand Amazon ein Rechenzentrum auf einem ehemaligen DHL-Gelände plant. Im südhessischen Groß-Gerau verhindert die Stadtverordnetenversammlung dieses Jahr den Bau eines solchen Zentrums. Schon jetzt gibt es in Hessen rund 100 Rechenzentren, viermal so viele wie in Rheinland-Pfalz. Doch immer öfter stoßen Kommunen […]