Natur

  • Hamsterkäufe sorgen für verteuertes Rapsöl

    Hamsterkäufe sorgen für verteuertes Rapsöl

    Sind Sie auch schon an den leeren Supermarktregalen vorbeigegangen – zum Beispiel beim Mehl oder beim Öl. Rapsöl zum Beispiel ist momentan Mangelware. Der Grund: Hamsterkäufe, die wir schon seit dem ersten Lockdown kennen. Das müsste eigentlich gar nicht sein – hat uns heute der hessische Bauernverband gesagt. Zwar stammten bislang rund 10 bis 15 Prozent des Rapses in der EU aus der Ukraine – doch bei normaler Ernte können die deutschen Landwirte die Ausfälle aus der Ukraine problemlos ausgleichen Karsten Schmal, Präsident Hessischer Bauernverband „Also für das laufende Jahr 2022 sehe ich keine Versorgungsengpässe. Natürlich hat sich die Produktion deutlich verteuert, das ist ganz klar, das wird sich dann auch in den Speiseölpreisen, in den Lebensmittelpreisen im Regal auswirken. Für das Jahr 2023 bin ich im Moment nicht in der Lage irgendeine Prognose zu wagen, also das wird es ganz entscheidend darauf ankommen, wie sich auch das Kriegsgeschehen in der Ukraine entwickelt, wie sich die anderen Betriebsmittelkosten auf den landwirtschaftlichen Betrieben entwickeln.“ Ja, alles wird teurer. Das gilt auch hier. Bei der letzten Ernte lag der Rapspreis noch bei rund 400 Euro pro Tonne, momentan ist er fast doppelt so hoch. Das bedeutet: Das Rapsöl im Supermarkt bleibt wahrscheinlich erst einmal teuer.

  • Unterwegs mit Christina Geiger: Was will die neue Zoo-Direktorin in Frankfurt verändern?

    Unterwegs mit Christina Geiger: Was will die neue Zoo-Direktorin in Frankfurt verändern?

    Der Frankfurter Zoo gehört seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadt, vielleicht ist er sogar das beliebteste. Damit das auch so bleibt, soll der Tierpark nun runderneuert werden. Eine große Aufgabe für die neue Zoodirektorin Christina Geiger. Seit zwei Monaten ist sie im Amt und sie hat viel vor. Solche Begegnungen sind selten geworden. Seit Christina Geiger den Direktorenposten im Frankfurter Zoo übernommen hat, sieht sie ihre Tiere weniger als vorher. Für die 42-Jährige war schon immer klar: Ihr Beruf muss etwas mit Tieren zu tun haben. Christina Geiger, Direktorin Zoo Frankfurt „Mich haben schon immer die Tiere grundsätzlich fasziniert, Natur hat mich fasziniert. Ich komme aus einer sehr naturwissenschaftlich interessierten und orientierten Familie und ganz besonders haben mich auch die Exoten schon immer interessiert und da habe ich gedacht, wie könnte ich mir am ehesten die Arbeit mit Exoten vorstellen und das mit einem Beruf verknüpfen und da fiel mir dann eben Tiermedizin ein.“ Von der Zootierärztin ist sie auf den Chefsessel gewechselt und der bedeutet das Bohren dicker Bretter. Manch Tierhaus und manches Gehege ist in die Jahre gekommen, doch nicht nur optisch nagt der Zahn der Zeit. Dass Tierarten einzeln präsentiert werden, ist nicht mehr zeitgemäß, sagt Christina Geiger. In Zukunft soll es größere Gehege mit mehreren Tierarten geben, denn in der Natur leben die Tiere schließlich auch zusammen. Christina Geiger, Direktorin Zoo Frankfurt „Wie ist das, wenn Tiergemeinschaften zusammenleben, wie sieht das in der natürlichen Landschaft aus, wo hat jeder seine Nische? Die einen leben vielleicht erdbodennah, die anderen wohnen in der Baumkrone, jeder hat so seinen Bereich aber trägt einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des Ökosystems bei. Und ganz abgesehen davon ist natürlich, wenn wir Tiere in Gemeinschaften halten, ist immer was los, es ist viel interessanter, es ist für die Tiere immer ein […]

  • Die Zukunft der Landwirtschaft ist digital

    Die Zukunft der Landwirtschaft ist digital

    Satellitengesteuerte und digital vernetzte Traktoren – das wird für die Landwirte bei uns immer mehr Normalität. Doch noch gibt es gerade bei der digitalen Infrastruktur so manche Hürde zu nehmen. Wir haben uns im hessischen Taunus den Ackerbau 4.0 angesehen. Landwirt Torsten Reim ist einer der Pioniere der digitalen Landwirtschaft. Durch Sensoren und GPS-Daten bekommt er in seinem Hightech-Traktor punktgenau angezeigt, welche Stellen seines Ackers im Taunus von Unkraut oder Pilzen befallen sind und kann diese auf seiner einprogrammierten Route zielsicher anfahren. Seit über zehn Jahren nutzt Torsten Reim bereits digitale Technik und spart damit ein Viertel an Düngemittel ein. Das bedeutet für seinen Familienbetrieb mehr Ertrag und weniger Umweltbelastung. Torsten Reim, Landwirt aus Hohenstein „Also, wir haben zum Beispiel durch diesen Einsatz von der modernen Technik keinerlei Probleme mehr, Düngebilanzen einzuhalten, weil wir den Dünger einfach besser verteilen.“ Neben Dünger, der sich seit Kriegsbeginn in der Ukraine ebenfalls verteuert hat, kann Torsten Reim durch das zielgerichtete Verfahren auch Kraftstoff sparen. Die digitale Landwirtschaft könnte in Zeiten von Hamsterkäufen auch leeren Supermarktregalen vorbeugen – zumindest langfristig. Hans-Georg Paulus, Generalsekretär Bauernverband Hessen: „Wir erleben schon eine Zeitenwende, dass wir jetzt viel mehr über Ernährungssicherung sprechen. Da müssen auch wir alles dafür tun, dass wir hier produzieren, um einfach auch die Märkte in Ordnung zu behalten. Damit die Märkte nicht noch mehr verrücktspielen. Und das können wir natürlich mit Digitalisierung und besserer Produktion noch besser, völlig klar.“ Das hat auch das Land Hessen erkannt und will über 5 Millionen Euro in die Digitalisierung der Landwirtschaft investieren. Bei einer Probefahrt mit Torsten Reim muss Digitalministerin Kristina Sinemus eingestehen, dass der Ackerbau 4.0 für sie Neuland ist. Kristina Sinemus, CDU, Digitalministerin Hessen: „Ich bin beeindruckt, wie viel Technik und wie viel Möglichkeiten an Digitalem ich in so einen Traktor schaffen kann. Wobei man auch […]

  • Krimiwanderweg in Essenheim

    Krimiwanderweg in Essenheim

    Rheinhessen ist das Land der 1.000 Hügel. Die Hügel sind vor allem Weinberge, denn schließlich ist Rheinhessen Deutschlands größtes Weinanbaugebiet. Und in dem geht es jetzt mörderisch zu. Bei Essenheim gibt es einen neuen Krimiwanderweg – ein ca. acht Kilometer langer Tatort. „Sie schrie und merkte, das ihr Tränen der Angst über die Wangen liefen“ Die Idylle trügt. Hier bei Essenheim sind Verbrechen an der Tagesordnung. Jedenfalls in den Kriminalromanen von Andreas Wagner. Rheinhessen scheint eine dunkle Seite zu haben. Andreas Wagner, Krimiautor „Nee. Aber das ist ja genau das Spannungsmoment. In einer Region, in der eigentlich alles lieblich und schön ist und weinselig, auch mal das ein oder andere brutale Verbrechen zu legen. Also ein Krimi ohne Mord und Totschlag, das ist schon schwierig.“ „Dann drückte er ab. Schnell zog er sein Gewehr zurück und schloss die Klappe“ Andreas Wagner betreibt zusammen mit seiner Frau und seinen Brüdern ein Weingut. Alle Krimis die er schreibt, haben immer irgendetwas mit Wein und der Region zu tun. Jetzt gibt es einen neuen Tatort, oder besser eine ganze Tatort-Route. Andreas Wagner, Winzer und Krimiautor „Wir laufen hier durch den Teufelspfad, auf einer Strecke, wo man einiges über den Wein erfährt und auch den einen oder anderen Tatort aus meinen Kriminalromanen entdecken kann. Und dann am jeweiligen Tatort sich kurze knappe siebenminütige Lesungen anhören kann.“ Dazu braucht es nur ein Smartphone. QR-Code scannen und schon wird es kriminell! „Krimiwanderung von Tatort zu Tatort“ Auf der rund acht Kilometer langen Strecke gibt es insgesamt sechs Tatorte. Von diesem Hochsitz wird geschossen, nicht nur auf Rehe und Füchse. Andreas Wagner, Winzer und Krimiautor „Und dann kommt wirklich genau die Szene, die hier an dieser Stelle spielt, wo ein etwas rachsüchtiger Winzerkollege mit seiner Schrotflinte auf einen Kollegen anlegt.“ „Er bewegte den Lauf seines Jagdgewehres ein […]

  • Ausbau der erneuerbaren Energie

    Ausbau der erneuerbaren Energie

    Rasant steigende Energiepreise und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen – vor allem aus Russland – rücken die Energiewende aktuell wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. In Rheinland-Pfalz hält die Landesregierung an ihrem Ziel fest, den landesweiten Stromverbrauch bis 2030 vollständig aus Erneuerbaren Energien zu decken. Sie will deshalb jetzt mehr Flächen für Windräder schaffen und die Abstände zu Wohngebieten verringern. Windräder und Solarmodule – in Rheinland-Pfalz erzeugen sie zusammen mit Biomasse- und Wasserkraftanlagen aktuell mehr als 40 Prozent des gesamten Stroms. Um den Bedarf in acht Jahren zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien zu decken, soll die Energie aus Sonnenkraft verdreifacht und aus Wind verdoppelt werden. Mehr Anlagen erfordern mehr Flächen. Die will die Landesregierung nun zügig zur Verfügung stellen. Und bürokratische Hürden abbauen. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Wir werden einerseits die Genehmigungsverfahren beschleunigen, damit es einfach nicht mehr so lange dauert, indem wir sie stärker zentral organisieren. Zum anderen können wir auf der Grundlage des heutigen Landesentwicklungsplanes schon den Menschen sagen, die Windanlagen bauen wollen, oder den Kommunen, dass man jetzt auch schon, obwohl das Ganze noch in einem Verfahren ist, schon genehmigen lassen kann. Sodass die, die jetzt in den Startlöchern stehen, und das sind einige in Rheinland-Pfalz, dass die wirklich auch loslegen können.“ Weitere Flächen erhofft sich die Landesregierung auch dadurch, dass der Mindestabstand von Windenergieanlagen zu bewohnten Gebieten künftig nur noch 900 statt 1000 Meter beträgt. Beim Repowering, wenn also bestehende Anlagen erneuert werden, reicht sogar ein Abstand von 720 Metern. Katrin Eder, B’90 / Grüne, Klimaschutzministerin Rheinland-Pfalz „Durch die Verringerung der Abstände zu den Siedlungsflächen können wir die Fläche, die landesplanerisch zulässig ist, um 30 Prozent erhöhen. Wir haben bereits 288 Anlagen, die bereits beantragt oder genehmigt sind, die jetzt in den Ausbau kommen werden. Und das muss sukzessive, wird das auch erhöht werden.“ […]

  • Schnee, Regen, Sonne: Aprilwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz

    Schnee, Regen, Sonne: Aprilwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz

    „Frühling lässt sein blaues Band, wieder flattern durch die Lüfte.“ Diese Zeile aus dem Frühlingsgedicht des deutschen Lyrikers Eduard Mörike passt perfekt zum heutigen Wetter. In den letzten Tagen hatte der Turbofrühling allerdings erstmal die Bremse reingehauen. Typisches Aprilwetter eben. Maike Dickhaus hat versucht, sich darauf einen Reim zu machen. Hoch Reiner kommt, bringt Frühlingstage. Die Mainzer sind draußen, keine Frage. Bei schönem Wetter ist alles nice „Man kriegt einfach Lust auf alles, besonders auf leckeres Eis.“ Die einen sind fleißig, Fahrrad fahren und spazieren, die anderen ein Sonnenbad zelebrieren. Manche von der Ferne träumen, andere die Promenade säumen. Alles eitel Sonnenschein! „Es ist einfach wunderschön hier am Rhein.“ Die Schlange vor dem Eisgeschäft, auch nicht schlecht. Das Frühlingswetter erhellt das Gemüt „Und, dass wir vor allem sehen, dass alles so toll blüht.“ Doch nicht mal vier Tage ist es her, da dachten wir: Es weihnachtet sehr. Dicke Flocken im Hunsrück fielen, da war nichts mehr mit draußen spielen. Dieser Autofahrer dachte: Was für ein Scheiß „für uns war das ein Erlebnis, wir haben aus unserem Fenster geguckt und unsere Wiese war weiß.“ Fünfzehn Zentimeter sind es hier ganz fix. „Is halt der Frühling, da macht man nix.“ Auch jede Menge Regen hielt der April bereit, da ist selbst dichtes Gefieder nicht vor gefeit. In Wiesbaden zieht man die Köpfe ein oder geht im besten Fall schnell rein. Solch Schmuddelwetter ist nicht fein. „Brauch ich nicht unbedingt, nein, muss nicht sein.“ Und dann die Tage als der Wind über die Felder brauste … „Total furchtbar, da waren wir nur zuhause“. Ein wahrlich wechselhaftes Wetter, da ist die Sonne jetzt doch viel netter. Auf die ersten schönen Tage im April mussten wir lange warten. „Ich hoffe das ist jetzt alles erledigt und wir können jetzt in den Sommer starten.“ Ob das […]

  • Dreyer muss vor dem U-Ausschuss zur Flutkatastrophe aussagen

    Dreyer muss vor dem U-Ausschuss zur Flutkatastrophe aussagen

    Im Landtag von Rheinland-Pfalz hat der Untersuchungs-Ausschuss zur Flut-Katastrophe, bei der im Ahrtal 134 Menschen gestorben sind, heute weitere Zeugen geladen. Die CDU kritisiert aber, dass Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz erst heute Abend in den Ausschuss kommen sollen, der seit dem Morgen tagt.  Nach so vielen Stunden mache die nachlassende Konzentration eine Befragung schwierig.   Die Opposition will vor allem wissen, warum die Ministerpräsidentin über die Ereignisse in der Flutnacht nur unzureichend informiert gewesen sei und warum weder der Innenminister noch die damalige Umweltministerin Anne Spiegel nicht mehr gegen die tödliche Gefahr unternommen hätten. Stephan Wefelscheid (Freie Wähler), Abgeordneter Landtag Rheinland-Pfalz: „Zunächst mal, erstaunt mich doch sehr, dass in der Flutnacht kein Krisenzentrum, kein Krisenstab bei der Landesregierung eingerichtet wurde, denn Anne Spiegel wusste ja sehr früh über das Landesamt für Umwelt, das sich eine Katastrophe anbahnt.“ Dirk Herber (CDU), Abgeordneter Landtag Rheinland-Pfalz: „Ich glaube, was wir heute herausarbeiten können ist, dass zwischen den Häusern keine Kommunikation stattgefunden hat und was noch dramatischer ist, dass die Ministerpräsidentin das erkannt hat und nicht eingeschritten ist.“ Irgendwie stellt sich schon die Frage, warum diese wichtige Befragung unbedingt in den Abendstunden eines Freitags stattfinden muss; dann, wenn sich normalerweise auch Politiker auf ihr Wochenende freuen sollten. Monate nach der Katastrophe sollte es doch eigentlich keinen Grund geben, warum die Befragung dieser wichtigen Zeugen nicht an einem Vormittag stattfinden kann – dann, wenn Zeugen und Ausschussmitglieder ausgeruht und konzentriert sind. Doch wie spät es auch heute werden wird – wir bleiben für Sie konzentriert dabei.

  • Mit Eis gegen Erfrierungen

    Mit Eis gegen Erfrierungen

    Ein ganz schön frostiges Wochenende liegt hinter uns. Dabei war der Frühling doch schon so gut wie da. Temperaturen von über 20 Grad hatten wir schon. Letzte und vorletzte Nacht hatten wir -3 Grad. Zu frostig für die Obstbäume, die jetzt schon blühen. Und deshalb hat Obstbauer Jacob Schmitt aus Mainz-Laubenheim sie regelrecht eingefroren. Wunderschön und frostig. Ein Naturschauspiel könnte man meinen. Erzeugt durch die nächtlichen Minusgrade der vergangenen Tage. Doch die eisigen Blühten der Apfelbäume, die sind durch stundenlange Beregnung entstanden. Heute Morgen dreht Jacob Schmitt den Wasserhahn zu. Jacob Schmitt, Obstbauer aus Mainz-Laubenheim „Das lief jetzt von gestern Abend halb zehn bis heute Morgen um 8 Uhr. Aber das ist von Nacht zu Nacht unterschiedlich, je nach Temperaturlage.“ Ab -1 Grad werden die Apfelblühten nachts beregnet und dadurch vereist. Das machen die Obstbauern, damit die Blühten nicht erfrieren. Was sich seltsam anhört, ist reine Physik. Durch das gefrieren des Wassers wird Energie in Form von Wärme frei, sogenannte Erstarrungswärme. Jacob Schmitt, Obstbauer aus Mainz Laubenheim „Und diese Erstarrungswärme, das ist ein physikalischer Prozess, bei dem Wärme entsteht, der hält quasi die Blühte über null Grad. Und schützt sie dann so vor dem Erfrieren.“ Der Schutz hält aber nur, wenn die Blüten solange beregnet werden, wie der Frost anhält. Pro Hektar sind das rund 30.000 Liter Wasser, die hier pro Stunde verbraucht werden. Die Apfelplantage in Mainz-Laubenheim ist insgesamt sieben Hektar groß. Jacob Schmitt, Obstbauer aus Mainz Laubenheim „Ja, wir haben das Glück, dass der Rhein nur 500 Meter Luftlinie von uns entfernt ist, das heißt wir beregnen mit Wasser aus dem Rheinuferfiltrat, das ist für uns natürlich eine kostengünstige Lösung.“ Viele Obstbauern haben nicht so viel Glück und nehmen die Ernteausfälle durch den späten Frost in Kauf. Der ist jetzt erst mal wieder vorbei. Heute Nacht muss Jacob […]

  • Tanja Schäfer kümmert sich um Eichhörnchen-Pflegekinder

    Tanja Schäfer kümmert sich um Eichhörnchen-Pflegekinder

    Jetzt im Frühling gibt es bei vielen Wildtieren Nachwuchs. Doch immer wieder stößt den Elterntieren etwas zu oder die Mütter können sich nicht um alle Babys kümmern. Auf der Wildtier-Pflegestation von Tanja Schäfer aus Dreieich ist man mit viel Sachverstand für die kleinen Findelkinder da. Zurzeit werden vor allem kleine Eichhörnchen gebracht. Das ist Püppi. Sie ist gerade einmal drei Wochen alt. Das Eichhörnchebaby wurde unter einem Baum gefunden und kam mit mehreren Bissverletzungen zu Tanja Schäfer. Dank ihrer Pflege sind die Wunden nun alle verheilt. Tanja Schäfer, Wildtierhilfe Schäfer e. V. „Die Mama holt die unter diesen Umständen nicht mehr ab, also verletzte und ausgekühlte Tiere holt keine Mama wieder, und das war der Grund, warum die kleine Maus zu uns in die Station kam.“ Alle drei Stunden braucht das kleine Eichhörnchen seine Aufzuchtmilch – auch nachts. Ein Vollzeitjob für Tanja Schäfer. Alles, was normalerweise die Mutter macht, muss sie übernehmen. Tanja Schäfer, Wildtierhilfe Schäfer e. V. „Bei den kleinen Eichhörnchen ist es so, die müssen stimuliert werden nach der Fütterung, weil die noch nicht selbstständig Urin und Kot absetzen können, und das ist das, was auch die Mami machen würde.“ Püppi ist nur eins von insgesamt 13 Eichhörnchen auf der Wildtierpflegestation. Und die Saison geht gerade erst los. Jetzt ist Artem an der Reihe. Tanja Schäfer, Wildtierhilfe Schäfer e. V. „Unsere europäischen Eichhörnchen haben alle Farben. Schwarz, braun, rot, beige.“ Doch was tun, wenn man ein Eichhörnchen findet? Tanja Schäfer, Ersatz-Mama für kleine Eichhörnchen „Was ganz wichtig ist, wenn man ein Eichhörnchen findet, dass man sich einen kleinen Karton besorgt, ein Handtuch, da das Tier rein legt und unter das Handtuch eine Wärmequelle. Wärmequelle sollte immer 38 Grad haben, da das Eichhörnchen drauf legen und dann bitte gleich eine Wildtierstation anrufen.“ Wichtig: Nicht füttern, auch kein Wasser geben. […]

  • Bundesweiter Klimastreik

    Bundesweiter Klimastreik

    Es ist nicht nur ein Gefühl, sondern die neue Realität: Die Welt ist im Dauer-Krisenmodus. Ukrainekrieg, Corona-Pandemie, Energiekrise – und heute erinnern uns die bundesweiten Demonstrationen zum Beispiel in Mainz und Frankfurt mal wieder an die Klimakrise. Während der grüne Klimaschutzminister Robert Habeck eine Weltzour macht, um Öl und Gas einzukaufen – damit Deutschland unabhängiger wird von Russland – protestieren heute viele tausend Menschen gegen die aktuelle Klimapolitik. Sie wollen kein Öl, kein Gas, keine Kohle, auch keine Atomkraftwerke. Aber was wollen sie konkret? Wir haben „Fridays for Future“-Demonstrationen besucht. Der russische Angriff auf die Ukraine geht an Fridays for Future nicht spurlos vorüber. Auf rund dreihundert Kundgebungen wie hier in Mainz ist auch der Krieg ein Thema – für die Demonstranten ist er ein Zeichen dafür, dass die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ein Fehler ist. Maurice Conrad, Fridays for Future Mainz „Ein sofortiges Embargo der Gaslieferungen aus Russland ist politisch richtig, es ist auch klimapolitisch richtig und es würde vor allem dazu führen, dass vor allem der Krieg, der in der Ukraine läuft, über diese Gaslieferungen maßgeblich finanziert wird über diese Staatskonzerne Gazprom und Rosneft, dass dieser Krieg weniger finanzielle Mittel hat und dass auch die Ausweitung der Geldmenge vom Rubel nicht mehr so einfach passieren kann. Letztlich werden so Kriege finanziert.“ Demonstriert wird heute auch in Frankfurt. Nachdem die Corona-Pandemie die Klimabewegung zuletzt ausgebremst hat, soll jetzt wieder mehr Druck aufgebaut werden. Geld sei offensichtlich genug da, sagen die Aktivisten. Henry Ruff, Fridays for Future Frankfurt „Eine Maßnahme, die die Bundesregierung ja getroffen hatte in einem anderen Kontext, war ja zum Beispiel hundert Milliarden Euro in die Bundeswehr zu setzen. Man merkt, dass die Motivation – nicht nur durch Krieg, sondern auch schon in den letzten Jahren – dass man nicht gehört wurde und solche finanzielle Mittel für […]

  • Bundesweiter Klimastreik – der Kommentar von Richard Kremershof

    Bundesweiter Klimastreik – der Kommentar von Richard Kremershof

    „Wir müssen mal wieder über die Energiepolitik reden“, haben heute die Demonstranten in Mainz und Frankfurt gesagt. „Das machen wir gerne“, sagt bei uns der 17:30 SAT.1 LIVE Chefredakteur Richard Kremershof. Seine Meinung zu diesem Thema. Die Deutschen stehen massiv unter Schock: Nur noch 19 Prozent sind für die nächsten 12 Monate optimistisch gestimmt. So wenig wie noch nie seit dem zweiten Weltkrieg. Noch mehr als den nächsten Krieg fürchten sie den Zusammenbruch der  Energieversorgung – und damit ihres Wohlstandes. Denn der Mensch tickt ganz schlicht: Um die Gefahr, die vor der Tür steht – um die kümmert er sich zuerst! So bitter es klingt: Da muss sich die Rettung des Weltklimas, so berechtigt das Anliegen ist, noch gedulden. Der grüne Vizekanzler Robert Harbeck hat dies sofort verstanden: Versorgungssicherheit gehe jetzt vor Klimaschutz. Recht hat er: Wir müssen raus aus der Abhängigkeit von russischem Gas. In diese fatale Lage hat uns allen voran die deutsche Politik der letzten Jahre gebracht: Statt sich intensiv um unsere Interessen zu kümmern, wurde die Klimarettung durch Deutschland das Maß aller Dinge: Greta Thunberg konnte ihre Klima-Endzeitphantasien sogar im Kanzleramt darlegen; Angela  Merkel lauschte ergriffen. Heute sitzen wir in der Falle und bezahlen den Krieg der Russen. Und zwar mit jedem abgeschalteten Atomkraftwerk mehr. Friday for Future-Aktivistin Luisa Neubauer fordert auch heute wieder, jetzt endlich die Systemfrage zu stellen. Das zeigt deutlich, wohin die Reise gehen soll: In eine andere Republik. Eine Republik, in der unsere Freiheiten radikal  geopfert  werden sollen.

  • Agroforst – Nachhaltigkeit auf dem Acker

    Agroforst – Nachhaltigkeit auf dem Acker

    Lange Trockenperioden und starke Regenfälle – viele Experten sagen: Durch den Klimawandel werden solche extremen Wetterereignisse in Hessen und Rheinland-Pfalz häufiger vorkommen. Um darauf vorbereitet zu sein, wird jetzt in Nordhessen ausprobiert, wie sich Landwirtschaft und Forstwirtschaft besser kombinieren lassen. Ein Feld in der Nähe von Eschwege. Der Öko-Landwirt Christoph Meixner und Helferin Thilda pflanzen einen Maulbeerbaum. Einen von vielen. Ein ungewöhnliches Konzept, denn Bäume findet man auf einem Acker normalerweise nicht. Das will Christoph Meixner ändern. Weg von der Monokultur, hin zur Diversität. „Agroforst“ nennt sich das Konzept. Christoph Meixner, baut einen „Agroforst“ auf „Wir wollen die landwirtschaftliche Produktion – hier wird Hanf angebaut, Buchweizen, Getreide – kombinieren mit der Fruchtproduktion über Bäume. Wir wollen hier Bäume kombinieren mit der Landwirtschaft.“ Und so soll das ganze einmal aussehen: Für eine schnelle und einfache Ernte werden die Bäume in Reihen angeordnet. Dazwischen wächst ganz normal das Getreide. Die Diversität und die unterschiedlich tiefen Wurzeln sorgen für eine bessere Qualität des Bodens. Die großen Bäume spenden Weizen und Co. Schatten und schützen vor Wind. So bleibt der Acker auch bei Hitze länger feucht. Auch für die Hühner des Hofs ist auf der Fläche Platz. Sie fressen heruntergefallene Beeren und Schädlinge, ihr Kot wirkt als Dünger. Nur ein paar Vorteile des Agroforstes. Noch steht das Projekt ganz am Anfang. Jetzt im März werden erst einmal die Esskastanien, Maulbeeren und Maibeeren gepflanzt. Später sollen sie dann mit den verschiedensten Nussbäumen, Obstbäumen und Sträuchern kombiniert werden. Christoph Meixner, studierter Öko-Landwirt „Die braunen sind beispielsweise die Esskastanien, kombiniert mit der Feige. Das hier unten sind Walnüsse, kombiniert mit der Maibeere. Und so haben wir über 15 verschiedene Arten, kombiniert Bäume und Sträucher auf einem Acker.“ Das Konzept ist noch nicht weit verbreitet. Der Acker hier dient vor allem als Forschungsfläche. Christoph Meixner testet neben dem […]

  • Helfen und lernen im Ahrtal nach der Flut

    Helfen und lernen im Ahrtal nach der Flut

    Die Flutkatastrophe im vergangenen Juli hat die Menschen erschüttert. Besonders betroffen war das Ahrtal im Norden von Rheinland-Pfalz. Dort laufen die Aufbauarbeiten immer noch, und es wird noch lange dauern, bis die sichtbaren Spuren der Flut beseitigt sind. Immer noch sind freiwillige Helfer und Handwerker vor Ort und tun, was sie können. Die Landesregierung will dieses Engagement jetzt nutzen, um den Fachkräftemangel im Handwerk zu bekämpfen. Stefan Weck aus Bad Neuenahr-Ahrweiler ist selbständiger Elektroinstallateur. Seit der Flut ist mit seiner Firma im Dauereinsatz. Stefan Weck, Elektroinstallateur aus Bad Neuenahr-Ahrweiler „Ich bin ein Ahr-Junge und will natürlich auch, dass es hier wieder schön wird und dass die Leute gern wieder nach Hause kommen, die gerade noch in Notunterkünften untergebracht sind.“ Weck hat in seinem Betrieb sieben Mitarbeiter. Und er würde gerne selbst neue Kollegen ausbilden. Aber gute Bewerber zu finden, ist ein Problem. Hier will die Landesregierung helfen. Ein neues Projekt ermöglicht es jungen Menschen, etwas Berufserfahrung im Handwerk zu sammeln. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Zum Wiederaufbau des Ahrtals und zu einer guten Zukunft für das Ahrtal gehört es eben auch, dass man ganz viele junge Menschen gewinnt, und die sagen, ich möchte gerne im Ahrtal bleiben. Und dieses Projekt hilft jungen Menschen, sich im Handwerk zu orientieren. In der Hoffnung, dass sie dann auch im Ahrtal ihre Ausbildung machen.“ Teilnehmer können bis zu 27 Jahre alt sein. Das Land und die Handwerkskammer bezahlen die Unterkunft und zusätzlich 470 Euro im Monat. Ralf Hellrich, Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Koblenz „Der Aspekt: Da passiert etwas und im Ahrtal, man kann im Handwerk etwas machen, man kann sich ausprobieren, der wird dazu führen, dass junge Menschen einfach so auf Betriebe zugehen und einfach mal so 14 Tage Praktikum machen.“ Zu den ersten Teilnehmern gehört der 18-jährige Jan Wollenweber aus Bad Breisig. Jan Wollenweber, aus […]

  • Pflanzaktion zum Tag des Baumes

    Pflanzaktion zum Tag des Baumes

    Heute ist der Internationale Tag des Waldes. Doch den deutschen Wäldern geht es schlecht, nach einigen trockenen Sommern in Folge sind viele Bäume abgestorben. Nun sollen in Hessen Millionen junge Bäume gepflanzt werden. Viele Freiwillige packen mit an, auch die Jüngsten helfen mit. Sechs Jahre ist Louissan alt und schon eifrig bei der Sache. Gemeinsam mit ihrem Onkel und einem Dutzend freiwilliger Helfer pflanzt sie in der Nähe von Neu-Isenburg Traubeneichen an. Erst mit dem Spaten ein kleines Lochen graben und dann den Setzling einbuddeln. Die Sechsjährige weiß schon ganz genau, warum sie mithilft. Louissan, 6 Jahre alt „Ich will halt, dass wir auch gut atmen können. Weil die Bäume atmen die Luft, die wir ausatmen, wieder ein und machen dadurch ganz viel sauber Luft. Und ich möchte halt auch, dass die Tiere im Wald hier auch gut überleben.“ 5,5 Millionen Bäume will Hessenforst dieses Jahr neu pflanzen. Kostenpunkt, bis die Bäume ausgewachsen sind: über 25 Millionen Euro. Knapp 1.300 Freiwillige unterstützen heute in ganz Hessen die Förster, um auf den Zustand der Wälder aufmerksam zu machen. Christian Becker, arbeitssuchend „Um den Kindern zu zeigen, dass es halt doch mit Arbeit verbunden ist, die Natur zu schützen und zu pflegen. Und dass man halt auch in den Kontakt kommt mit der Natur.“ Anne Kronberger, Informatikerin „Um auch für unsere nachfolgende Generation einen Mehrwert zu schaffen. Es wird circa 80 Jahre dauern, bis daraus dann ein richtiger großer Baum entstanden ist.“ Die trockenen Sommer 2018 bis 2020 haben dem hessischen Wald schwer zugesetzt. Trockenheit und Borkenkäfer machen sich breit. Rund ein Drittel der Fichten und Buchen sind angeschlagen oder schon abgestorben. 30.000 Hektar sind betroffen, das entspricht fast einem Zehntel der gesamten Waldfläche in Hessen. Vier von fünf Baumkronen weisen Schäden auf. Melvin Mika, Forstamtsleiter Langen „Hier bei uns im Rhein-Main-Gebiet […]

  • Gute Laune … Sonnenschein

    Gute Laune … Sonnenschein

    Ist Ihnen gestern Nachmittag um 16 Uhr 33 etwas aufgefallen? Genau in dieser Minute begann nämlich der Frühling. Und das Wetter scheint sich diesmal an diese Berechnung auch zu halten. Natur und Menschen sind sich offenbar einig: Für dieses Jahr haben wir in Hessen und Rheinland-Pfalz den Winter überwunden. Es scheint, als hätte die Natur mit einem Mal den Schalter umgelegt. Am Frankfurter Mainufer ist der Frühling ausgebrochen – und das mit Macht. Da macht es auch langsam wieder richtig Spaß, etwas länger hier zu verweilen, ohne sofort durchgefroren zu sein. Nach dem langen Winter ist mit den kräftigeren Sonnenstrahlen auch wieder etwas Optimismus angesagt. Nina Rudorf „Super, das Wetter ist phantastisch, man kann wieder draußen sitzen. Es ist sehr schön. Ich wohne eigentlich in Berlin nicht in Frankfurt und da war das Wetter, glaub‘ ich, noch schlimmer als hier, sehr viel dunkel, sehr viel Wind, kalt, kaum draußen gewesen, war nicht schön.“ Romy Rudorf „Einfach viel draußen sein, mit den Hunden spazieren gehen, Sonne genießen.“ Bärbel Schumann „Ich hab schon gedacht, vielleicht mache ich mal eine Bootsfahrt mit ihnen hier, das ist mal was anderes. Aber sonst, große Pläne nicht, Spazierengehen, auf die Kinder aufpassen und einfach ein bisschen sich am Leben freuen.“ Lisa Lisandost „Einfach jeden Tag mit offenen Augen rausgehen, möglichst wenig aufs Handy schauen, sondern stattdessen in die Bäume. Ich liebe das, wenn die Knospen kommen, wenn man dann sieht, die Natur wacht wieder auf. Ich weiß nicht, wie oft ich in den letzten Wochen gesagt hab, ich kann das Braun nicht mehr sehen, ich kann das Grau nicht mehr sehen, weil ich gehe gern durch den Wald und alles sieht immer nur braun aus. Nun, das mit den Braun und Grau dürfte sich jetzt erledigt haben. Auch das Ausführen von Hund und Kind ist wieder […]