Natur

  • Artenvielfalt in unseren Bächen geht zurück

    Artenvielfalt in unseren Bächen geht zurück

    Neben dem Klimawandel gehört das Artensterben zu den größten Bedrohungen unseres Planeten. Daher arbeiten Wissenschaftler unentwegt daran, mehr darüber zu erfahren und so viele Arten wie möglich zu erforschen. So ist gerade eine europaweite Studie zur „Entwicklung der Biodiversität in Bächen“ erschienen. Dabei haben die Forscher auch Gewässer in Rheinland-Pfalz untersucht. Mit überraschenden Ergebnissen. Stefan Stoll und Wolfram Remmers sind am Steinaubach bei Birkenfeld unterwegs. Schon seit sechs Jahren kommen sie immer wieder hierher, um ihn nach Lebewesen zu untersuchen. Eine schwierige Aufgabe, denn mit bloßem Auge ist kaum ein Tier zu erkennen. Doch in jedem Quadratmeter befinden sich bis zu 10.000 Tiere. Eine wichtige Grundlage für ein gesundes Ökosystem. Prof. Stefan Stoll, Gewässerökologe Umweltcampus Birkenfeld „Wenn jetzt diese Gewässerorganismen reichhaltig vorkommen, dann zeigt das an, dass da genügend Nährstoffe für Fische zur Verfügung stehen. Dann haben wir auch Forellen und sonstige Arten in so einem Bach mit drin. Die Insekten schlüpfen. Dann gibt es eben auch erwachsene Insekten, die hier im Sommer durch die Luft fliegen. Das ist ganz wichtig für Vögel, für Spinnen und andere Organismen um den Bach drum herum. Ohne diese Gewässerorganismen gäbe es das alles nicht.“ Mit ihren Untersuchungen haben die Forscher an einer Studie zur Artenvielfalt in Bächen teilgenommen. Sie ist mit 22 mitwirkenden Ländern die größte jemals in Europa. Die Ergebnisse zeigen, dass die Biodiversität in den letzten 30 Jahren zugenommen hat. Prof. Stefan Stoll, Gewässerökologe Umweltcampus Birkenfeld „Der kommt allerdings daher, dass wir in den 80er Jahren auf einem ganz geringen Niveau der Artenvielfalt angefangen haben. Die Gewässer waren sehr stark belastet. Vor allem stoffliche Belastung. Kläranlagen gab es kaum. Und die wurden dann gebaut. Die ersten Renaturierungen wurden gebaut. Das war alles sehr erfolgreich.“ Doch die Daten zeigen auch, seit fünf Jahren gibt es wieder weniger Arten. Der Erfolg verpufft. Grund […]

  • Kunst aus Kürbissen in Kaiserslautern

    Kunst aus Kürbissen in Kaiserslautern

    Herbstzeit bedeutet immer auch Kürbiszeit. Und das nicht nur auf dem Teller sondern auch fürs Auge. Die Gartenschau in Kaiserslautern fährt dafür jedes Jahr ordentlich auf – mit einer großen Kürbisausstellung. Kürbisse so weit das Auge reicht. Von Shokichi Blue über Mandarin orange bis hin zum klassischen Halloweenkürbis. Über 35.000 Stück haben die Mitarbeiter des Parks dieses Jahr in der Kürbisausstellung arrangiert. Das Motto: Unterwasserwelt. Und so wird es am Parkeingang auch gleich gefährlich. Ein riesiger Hai reißt sein Maul auf. Doch einige todesmutige Besucher trauen sich sogar ganz dicht an die spitzen Zähne. Richtig zauberhaft wird’s ein paar Meter weiter. Dort hat sich eine wunderschöne Meerjungfrau niedergelassen, die die Besucher mit großen Augen anblickt. Insgesamt zwölf Figuren sorgen bei den Besuchern für Begeisterung. Elias Braun „Alle find ich einfach toll. Weil die nur aus Kürbissen bestehen und Draht. Das ist einfach toll. Cool sieht das aus.“ Ingeborg Woll-Lichtenberg „Erstens mal bin ich das erste Mal hier und ich find das fantastisch. Ein Lob an Kaiserslautern.“ Elisabeth Schuck & Angelika Roch „Wir sind von der Lebenshilfe hier und es macht echt Spaß mit den Leuten. Und die Leut ham vor allem Spaß und das ist des Wichtigste.“ – „Hier gefällt’s uns sehr gut und die Tiere hier alle.“ Ludwig Mayer „Und ich bewundere die viele Arbeit, wo sich da jemand gemacht hat. Nee, das ist faszinierend.“ Aaron Braun „Sehr gut. Und vor allem weil hier so viele Kürbisse sind.“ 5.000 Kürbisse bilden allein diesen farbenfrohen Regenbogenfisch. Die Sorten Pink Sophie und Black Little glitzern in der Sonne. Die Ausstellung ist zwar eigentlich nur etwas fürs Auge – diesen frechen Nutrias ist das aber egal. Sie lassen sich die Kürbisse lieber durch den Magen gehen. Und noch etwas sorgt in diesem Jahr für Kürbisschwund: Mathias Goldhammer, Teamleiter Park Gartenschau Kaiserslautern „Dieses […]

  • Tragödie bei den Alpakas im Tierpark Klosterwald

    Tragödie bei den Alpakas im Tierpark Klosterwald

    „Tiere bitte nicht füttern!“ Sie kennen die Schilder. Weil Besucher wohl genau das ignoriert haben, ist es vor kurzem in einem Tierpark in Lich in der Nähe von Gießen zu einer Tragödie gekommen. Mehrere Alpakas fressen Gemüsereste, die jemand ins Gehege geworfen haben muss. Zwei Stuten und ein Jungtier sterben, zwei weitere überleben nur knapp. Für Lydia Ebert sind die Alpakas wie ihre Kinder. Rund um die Uhr ist sie im Tierpark, übernachtet manchmal sogar in einem Häuschen am Gehege. Die kleine Frieda hat sie eigenhändig mit der Flasche aufgezogen. Eines Abends bemerkt sie, dass es einem Alpaka nicht gut geht. Sie ruft den Tierarzt. Doch in der Nacht verstirbt die Stute. Das tragische: Sie hatte erst im August Nachwuchs bekommen – den kleinen Heinrich. Lydia Ebert, Tierpark Klosterwald „Der Heinrich hatte darunter besonders gelitten, der ist über zwei, drei Stunden noch bei seiner toten Mama stehen geblieben und wollte einfach nicht weg und wie wir sie dann weg holen mussten und raus tragen mussten, ist er hinterher und hat Töne gemacht, das hat einem tief das Herz berührt. Das war ein richtiger Alptraum.“ Alpakas dürfen nur Gras, Heu und ein spezielles Müsli fressen. Doch Besucher hatten offenbar Gemüsereste ins Gehege geworfen, darunter Kohl. Er löst bei Alpakas eine Kolik aus, ein qualvoller Tod. Lydia Ebert, Tierpark Klosterwald „Ich habe Kohlräbchen in Scheiben geschnitten hier raus geholt, ich habe Pfirsiche raus geholt, Paprika, Gurken, alles was hier nicht rein gehört, wo ich vorher schon so Zettel hier hatte, dass ausdrücklich nur unser Futter verfüttert werden darf und trotzdem haben hier das Besucher gefüttert.“ Wenige Stunden später stirbt eine zweite Stute, auch sie war frisch Mama geworden. Die Alpaka-Kinder Heinrich und Maria sind noch auf Muttermilch angewiesen. Sie und ein weiteres krankes Tier kommen in die Klinik. Die Flasche nehmen die […]

  • Bilanz der Landesgartenschau

    Bilanz der Landesgartenschau

    Nach rund fünf Monaten ist die Landesgartenschau in Fulda zu Ende gegangen. Und das überaus erfolgreich. Nicht nur, dass viele Hunderttausende Besucher nach Osthessen kamen, auch ein Großteil der Anlagen wird erhalten bleiben. Für Fulda bedeutet das: bessere Verkehrswege und mehr Grün. Die Erfolgsgeschichte von Fulda. Mit 42 Hektar Fläche und vier Arealen die bislang größte Landesgartenschau in Hessen. Ob im Wassergarten, Kulturgarten, Sonnengarten oder dem Genussgarten mit fast 2.000 Veranstaltungen – in Fulda gab es jede Menge zu entdecken. Eine halbe Million Besucher wurden ursprünglich erwartet, mit knapp 600.000 wurde dieses Ziel sogar übertroffen. Und die Besucher waren mehr als zufrieden. Corinna Brock „Es ist super schön. Ich hätte nicht erwartet, dass hier tatsächlich noch so viele bunte Blumen blühen. Ich hatte vermutet, dass vielleicht schon etwas verblüht sein könnte. Aber es ist super schön bunt.“ Raina Burner „Ich habe das erste Mal in meinem Leben Hirse gesehen. (lacht) Deswegen fand ich es sehr vielseitig.“ Renate Homann „Sehr schön, die Blumen blühen. Sie haben sich sehr angestrengt, damit sie bei der Witterung das alles noch so in den Griff bekommen haben.“ Während nun die große Bühne im Genussgarten und die Stände wieder abgebaut werden, bleibt den Fuldaern vieles erhalten. Allein sechs Hektar an Parkanlagen, die sich nun wie ein grüner Zug durch die Stadt ziehen. In Fulda soll das für mehr Lebensqualität sorgen. Marcus Schlag, Geschäftsführer Landesgartenschau „Eines unserer Leitmotive ist ja Nachhaltigkeit, das stand von Anfang an im Vordergrund. Das ist natürlich ganz entscheidend für die Bürgerinnen und Bürger nach der Gartenschau, weil das alles natürlich bleibt.“ Neben den Spielplätzen bleibt auch eines der Restaurants erhalten. Die Veranstaltungszäune werden abgebaut, die Flächen sind künftig für jedermann begehbar. Der Tiergarten gleich nebenan wird zwar zunächst geschlossen, soll Ende Oktober aber wieder öffnen. Weiterbestehen soll auch der Beratungsgarten, in dem […]

  • Weinlese an der Mosel

    Weinlese an der Mosel

    So langsam wird es Herbst und das heißt für viele Winzer in Hessen und Rheinland-Pfalz: Die Lese beginnt. Eine aufregende und stressige Zeit für die Winzer, denn ob es ein gutes oder schlechtes Weinjahr wird, ist bis zuletzt ungewiss. Daher ist unser Reporter Christopher Schulte-Holtey an die Mosel gefahren, um schauen wie es um den Jahrgang steht und um bei der Lese zu helfen.   Christopher Schulte-Holtey, Reporter: Also ich finde die Trauben hier in den Weinbergen von Winningen schon sehr schön aus. Und schmecken tun sie auch schon super. Aber ob die jetzt schon wirklich für die Lese geeignet sind oder nicht das weiß ich nicht. Deswegen frage ich jetzt mal den Winzer Oben auf den Mosel-Terassen treffe ich Thomas Richter. Er ist schon seit fast 40 Jahren Winzer und aufgeregt, denn heute beginnt die Lese. Der wichtigste Teil des Weinanbaus.  Als neue Aushilfskraft bekomme ich eine Scheer, der Rest ist Kopfsache. Im Winninger Domgarten starten wir mit Spätburgunder. Christopher Schulte-Holtey, Reporter: Wie erkenne ich denn jetzt an den Trauben, welche sind gut, welche sind schlecht? Thomas Richter, Winzer in Winningen: Ja man sieht es schon so ein bisschen an der Farbe. Die dunkelrot gefärbten sind in Ordnung. Aber hier sind so helle drin, die entsprechend von der Kirschessigfliege angepiekst worden sind. Und wenn man dran riecht dann ist das nicht so schön. Und davon möchte ich auch kein Wein machen. Dementsprechend müssen wir die Beeren hier alle aussortieren. Müssen sie hier rausholen, dass das dann hinterher nicht mit im Most und späteren Wein landet. Christopher Schulte-Holtey, Reporter: Okay die hellen Trauben, die so ein bisschen angepiekst sind aussortieren. Versuchen wir es mal. Und los geht die Schnibbelei. Alle schlechten Trauben auszusortieren ist gar nicht so einfach. Zum Glück hat Thomas Richter aber ein wachsames Auge auf mich. Trockenheit […]

  • Hundeschwimmen im Mainzer Taubertsbergbad

    Hundeschwimmen im Mainzer Taubertsbergbad

    Ganz viele Hundehalter hat es gestern nach Mainz gezogen zum alljährlichen Hundeschwimmen. Zum Abschluss der Freibadsaison dürfen sich die Vierbeiner im Mainzer Taubertsbergbad ordentlich austoben. Am Sonntag war es wieder soweit, zum sechsten Mal. Hündin Sally kriegt nicht genug vom kühlen Nass. Immer wieder wird mit Vollkaracho reingehüpft. Der Sprung vom Beckenrand ist heute ausdrücklich erlaubt. Bei den einen sieht das aus als würden sie im Weitsprung gewinnen wollen. Bei den anderen … naja … etwas unbeholfen. Es ist das perfekte Freibadwetter in Mainz – Sonnenschein und 26 Grad. Da hüpfen auch Herrchen und Frauchen gerne mit ins Becken und gehen sozusagen mit gutem Beispiel voran. Schwimmen ist ja schließlich gesund. Nicht nur für den Menschen, sondern auch für seinen tierischen Freund. Ein gutes Muskeltraining. Diese beiden schwimmen um die Wette. Wer wohl als erstes das Spielzeug erreicht? Doch längst nicht jedem Hund ist der große Pool geheuer. Am liebsten würde man ja … aber … ach nee, lieber doch nicht. Danach sieht man auch noch aus wie ein begossener Pudel. Hier und da gibt’s also Anlaufschwierigkeiten. Dann ist Starthilfe vonnöten. Gibt‘s denn nen Trick? Markus Golob „Ja, das versuchen wir grad rauszufinden. Ist das erste Mal. Wenn ich’s weiß, dann sag ich Ihnen Bescheid.“ Domi Pombeiro „Wir haben’s erst mal mit Leckerlis probiert und jetzt mit dem Ball. Mit dem Ball klappt’s besser. Jetzt springt sie langsam auch rein.“ Laura Eckert „Ihn so lange anstacheln, bis er irgendwann mal reingeht und es kapiert.“ Brigitte Friedrich „Rein heben. Helfen. Weil sie traut sich nicht, weil sie nicht weiß wie tief es ist.“ Nadine Golob „Und sie hat eine Schwimmweste an, damit sie sich nicht ganz so unsicher fühlt.“ Patrick Brieske „Den Ball reinwerfen, das langt.“ Claudia Kreuzer „Leckerli, über die Treppe, selbst ins Wasser gegangen. Hat aber nicht geholfen, nee.“ […]

  • Bakterien gegen Schlamm

    Bakterien gegen Schlamm

    Ein Spaziergang am Wasser – was gibt es Schöneres in diesen sonnigen Spätsommertagen? Dumm nur, wenn es unangenehm riecht. Schuld daran ist oft eine dicke Schlammschicht am Gewässergrund, die sich durch die Zersetzung von Laub und abgestorbenen Algen bildet. Deshalb müssen nicht nur Gartenteiche, sondern auch größere Gewässer regelmäßig gereinigt werden. Die Stadt Rüsselsheim hat sich dabei für eine neue Methode entschieden. Was aussieht wie eine stinkende Brühe, ist in Wirklichkeit dafür da, um genau das zu bekämpfen. Dirk Adam und Uwe Nimmrichter verteilen die Flüssigkeit mit verschiedenen Bakterien und Enzymen im Rüsselsheimer Horlachgraben. Die Mischung soll den Schlamm auflösen, der durch das Laub der herumliegenden Bäume entstanden ist. Dirk Adam, Abteilungsleiter Wasserbau Rüsselsheim „Über die Jahre baut sich dann hier eine Schlammdicke auf und die Wasserschicht wird immer etwas kleiner. Und das kann natürlich dazu führen, dass der Sauerstoffgehalt in diesem Gewässer weniger wird und dass das Gewässer irgendwann umkippt.“ Der Horlachgraben ist an dieser Stelle im Schnitt drei Meter tief. Fast die Hälfte davon ist mit Schlamm gefüllt, für das Wasser bleibt also nicht mehr viel Platz. Zwanzig Zentimeter wollte die Stadt mithilfe der Bakterien abtragen. Dieses Ziel haben die Männer bereits erreicht. Heute sind sie zum dritten Mal auf dem Wasser unterwegs und verteilen 2.000 Liter des Bakteriengemischs entlang des Grabens. Die Aktion ist ein Pilotprojekt, das die Stadt in Auftrag gegeben hat, um aufwendige Baggerarbeiten zu vermeiden. Eine Premiere in Hessen, denn das Verfahren ist in Deutschland noch ganz neu. Dirk Adam, Abteilungsleiter Wasserbau Rüsselsheim „Es ist wesentlich umweltschonender als konventionelle Verfahren, die wir mit Baggertechniken hier bisher durchgeführt haben. Zum anderen ist es natürlich auch ein wirtschaftlicher Aspekt. Diese Methode mit dem Einbringen dieser Bakterien ist natürlich wesentlich kostengünstiger als die konventionellen Methoden.“ Das Pilotprojekt kostet die Stadt insgesamt 50.000 Euro. Bei einer mechanischen Entschlammung […]

  • Pilze sammeln im Frankfurter Stadtwald

    Pilze sammeln im Frankfurter Stadtwald

    Im Herbst heißt es für viele: Ab in die Pilze! Obwohl es sehr heiß war in diesem Sommer, hat es ja auch ziemlich viel geregnet. Gut für die Pilze. Nur welche sind genießbar und welche sollte man lieber stehen lassen? Wir waren mit einem Pilzberater im Frankfurter Stadtwald unterwegs auf der Suche nach den Leckereien aus dem Wald. Dieser Waldbewohner passt zum Trendbegriff „Waldbaden“, wie der Fisch ins Wasser. Ein Pilz, der aussieht wie ein Tintenfisch oder ein Seestern. Dietmar Krüger; Pilzsachverständiger „Der Tintenfischpilz ist ein Einwanderer aus Tasmanien und Australien und der breitet sich wirklich aus bei uns und der schlüpft auch aus solchen Eiern raus – das ist ein junger hier unten – und sieht dann aus, wie so ein Seestern. Jetzt sitze ich genau so, dass ich gerade hier den Duft von dem abbekomme. Und der stinkt halt widerlich. Weil der riecht aasartig.“ Von einem stinkigen, ungenießbaren Pilz, geht es direkt weiter zum nächsten. Dietmar Krüger, Pilzsachverständiger „Jetzt krieg ich wieder diesen Duft ab.“ Eine Stinkmorchel, ungenießbar, genauso wie dieser nach Fensterleder aussehende Pilz. Doch jetzt endlich stoßen wir auf Essbares. Dietmar Krüger, Pilzsachverständiger „Einen Rotfußröhrling. Der schmeckt so ein bisschen säuerlich, also eine ganze Pfanne würde ich nicht davon essen. Mischgericht super.“ Dietmar Krüger ist heute mit Freunden auf Pilzexkursion. Der Offenbacher arbeitet auch als Pilzsachverständiger und ist geprüfter Pilzberater. Dietmar Krüger, Pilzberater „Das ist ein Schwefelporling. Und wenn der gut zu schneiden ist, dann kann man den sehr gut essen. Natürlich nicht roh, der wird gegart.“ Ob Rübling oder chinesische Morchel – die Pilzvielfalt im Frankfurter Stadtwald ist groß. Es ist ein gutes Pilzjahr. Dietmar Krüger, Pilzberater „Und der heißt Schuppiger Porling. Ein super Speisepilz.“ Dietmar Krüger ist schon als Kind mit seinen Eltern in die Pilze gegangen. Dietmar Krüger, Pilzberater „Ach, das war einfach […]

  • Bundeswehrübung im Vogelsbergkreis

    Bundeswehrübung im Vogelsbergkreis

    Die Älteren unter Ihnen werde sich vielleicht noch erinnern – früher waren sie ein gewohntes Bild: Bundeswehrkolonnen auf unseren Straßen. Heute zählen große Militärübungen in der Öffentlichkeit zu den eher seltenen Ereignissen. So auch in den letzten Tagen im hessischen Vogelsbergkreis. Seit Anfang der Woche läuft dort im Schlitzer Land eine große Bundeswehrübung. Mit über 230 Soldaten und schwerem Gerät. “Brückenschlag über die Fulda”, so lautet das heutige Manöver. Um den an dieser Stelle 30 Meter breiten Fluss zu überqueren, bauen die Soldaten eine sogenannte Faltfestbrücke auf. Die kann jedes der teils über 100 Tonnen schweren Bundeswehrfahrzeuge tragen. Major Rommelfanger, Panzerpionierbataillon 1 Holzminden „Und jetzt haben wir Anmarschweg und auch den Abmarschweg mit einer Faltstraße befestigt, damit die Fahrzeige sich nicht in den Boden eingraben und dann eben vor der Brücke stehenbleiben.“ Wenig später rollen die gepanzerten Transportfahrzeuge über die Aushilfsbrücke. Rund 230 Soldaten nehmen mit über 70 Fahrzeugen an der Übung teil. Sie dient der Vorbereitung für einen über 1.000 Kilometer langen Marsch im kommenden Jahr. Major Mühling, Jägerbataillon 1 Schwarzenborn „Wir werden nächstes Jahr an eine großen NATO-Übung teilnehmen, genannt ‚Saber Strike‘ und werden dazu über Deutschland, Polen nach Litauen marschieren, was eine sehr große Marschleistung für uns bedeutet und das muss heute mal geübt werden.“ Wichtig bei solchen Manövern ist auch immer die Kommunikation mit den betroffenen Gemeinden wie Schlitz. Heiko Simon (CDU), Bürgermeister Schlitz „Deswegen wurde das alles im Vorfeld sehr gut abgestimmt. Wir haben teilweise Liegenschaften für die Kfz-Wartung zur Verfügung gestellt, auch Übernachtungsmöglichkeiten auf einem Campingplatz, und ich bin selbst Oberleutnant der Reserve, von daher war es mir auch ein Anliegen das alles möglich zu machen.“ Die Bundeswehrübung ist seit Tagen das Ereignis hier im Schlitzer Land. Daher auch großes Interesse an den großen Geräten. Daniela Weigert, Anwohnerin „Ist doch interessant, das mal zu […]

  • In Irrel entsteht neue Hängeseilbrücke

    In Irrel entsteht neue Hängeseilbrücke

    Die verheerende Flut vor zwei Jahren hat in Rheinland-Pfalz viele Wunden hinterlassen. Familien haben ihre Angehörigen verloren, Menschen ihr Heim, Unternehmer ihre Lebensgrundlage und der kleine Ort Irrel an der Prüm hat sein Wahrzeichen, die alte Brücke, verloren. Doch während der Wiederaufbau an manchen Stellen noch schleppend verläuft, konnte zumindest diese Wunde jetzt geheilt werden. Herbert Theis (parteilos), Ortsbürgermeister von Irrel „Es war ein ganz komisches Gefühl, nachdem wir gesehen haben, was im Ort passiert war und dass dann das Gerücht rumging: Die Brücke ist weg. Die alte Brücke haben wir etwa zwei Kilometer unterhalb der Wasserfälle auf einer Wiese gefunden. Sie war komplett wie zusammengefaltet. Lediglich das Dach, das hat gefehlt. Das haben wir auch nirgendwo mehr gefunden, auch nicht in den Orten unterhalb von Irrel.“ Mehr als 60 Jahre lang hat die alte Holzbrücke die Stromschnellen der Prüm überspannt, war das Wahrzeichen der Stadt und ein Magnet für Besucher. Jetzt, zwei Jahre nach der Flut, spannt sich, kaum 100 Meter vom alten Standort entfernt, ein neuer Übergang über das Tal. Eine ganz besondere Hängebrücke. Daniela Torgau, Geschäftsführerin Zweckverband Naturpark Südeifel „Es ist eine Hängebrücke, die man als aufgehängte Brücke bezeichnet. Das heißt, sie hat eine Überhöhung. Und diese Brücke ist 110 Meter lang, ist an mehr als 10 Meter hohen Pylonen aufgehangen. Sie ist vielleicht nicht die längste Brücke, auch mit 17 Metern nicht die höchste aber sie verbindet Hängebrücke mit Aussichtspunkt.“ Zudem kommt die aufgehängte Brücke ohne einen Mittelpfeiler aus, der bei einer neuerlichen Flut Hauptangriffspunkt wäre. Dass jetzt bereits eine neue Brücke hier die beiden Talseiten verbindet, liegt auch daran, dass das knapp 1,2 Millionen teure Bauwerk zu 100 Prozent aus dem sogenannten Sondervermögen der Landesregierung zum Wiederaufbau finanziert werden konnte. Ein Umstand, über den sich auch der Verbandsbürgermeister freut. Moritz Petry (CDU), Bürgermeister Verbandsgemeinde Südeifel […]

  • Großeinsatz nach Fischsterben im Werratalsee

    Großeinsatz nach Fischsterben im Werratalsee

    Es ist ein unheimliches Bild, das der nordhessische Werratalsee in den letzten Tagen abgibt. Immer wieder schwimmen tote Fische auf der Oberfläche oder werden angeschwemmt. Der örtliche Angelsportverein schlug darauf hin Alarm, denn die Lage im See verschlechtert sich rapide. Inzwischen kämpft das Technische Hilfswerk um das Leben der Tiere. Mit schwerem Gerät versuchen die Helfer des Technischen Hilfswerks die Fische zu retten. Vom Ufer aus sollen diese gigantischen Pumpen dem See Sauerstoff zuführen, denn die Fische scheinen im Wasser regelrecht erstickt zu sein. Max Mölkner, Technisches Hilfswerk „Wir haben hier gegenwärtig drei Großpumpen stehen mit unterschiedlicher Pumpleistung. In Summe kommen wir auf mehrere tausend Liter die Minute, die wir mit diesen Pumpen fördern können. Dort wird dann jeweils Wasser dem See entnommen und dann direkt wieder eingespeist und jeweils dann so eingespeist, dass es dann Umgebungsluft mit reinzieht um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen.“ Aufmerksam geworden auf die kritische Situation sind die Mitglieder des ansässigen Angelsportvereins. Sie haben begonnen, die toten Fische vom See zu keschern. Inzwischen sind sie hier fast schon im Dauereinsatz. Alex Tschirlich, Angelsportverein Eschwege „Mittlerweile fahren wir zwei- bis dreimal täglich raus und haben insgesamt ca. 150 Kilo tote Fische eingesammelt. Natürlich ist die Dunkelziffer deutlich höher, schätzen wir. Das ist, wie gesagt, nur eine Schätzung aber wir haben natürlich ausgebildete Gewässerwarte, die sich natürlich auch noch mit dem Verband unterhalten und sich da Infos einholen, was Erfahrungswerte sind. Deswegen schätzen wir, ungefähr drei Tonnen tote Fische.“ Für das Ökosystem des Sees ist das ein schwerer Schlag, denn auch die meisten Insekten und Amphibien sind vom fehlenden Sauerstoff betroffen. Experten gehen davon aus, dass es zwei bis drei Jahre dauern wird, bis sich der Werratalsee erholt. Schuld an der Katastrophe ist wohl eine rasante Vermehrung der Blaualge. Stirbt sie ab, werden bei ihrem Abbau große Mengen […]

  • Landwirte formulieren Forderungen an Landespolitik

    Landwirte formulieren Forderungen an Landespolitik

    In knapp einem Monat ist in Hessen Landtagswahl. Das heißt, die Parteien sind schon mitten im heißen Wahlkampf. Wer das Land zukünftig regiert, ist aktuell noch völlig unklar, aber schon jetzt organisieren sich hessische Verbände gemeinsam, um ihren Forderungen an die zukünftige Landesregierung Ausdruck zu verleihen. Heute zum Beispiel die „grünen Verbände“ in Wiesbaden. Essenszeit auf dem Wirtshäuser Hof in Hünfelden. Die Schweine freuen sich über das leckere Stroh und fressen fleißig. Ein Bild, das es in Hessen immer seltener gibt, denn Schweinehalter gibt es hier kaum noch. Für Marc Hepp liegt der Grund auf der Hand: wenig Chancen auf dem Markt, mangelnde Unterstützung aus der Politik und immer mehr Vorschriften. In zwei Jahren muss er seinen Stall umbauen und viel Geld in die Hand nehmen. Da würde er noch mitziehen. Marc Hepp, Landwirt in Hünfelden „In zwölf Jahren gibt es einen wesentlich größeren Schritt zu tun, was die Schweinehaltungsverordnung angeht. Und ob ich diesen Umbau noch mitmache und dieses viele Geld in die Hand nehme, das hängt auch stark davon ab, ob es mir noch so erscheint, dass das, was ich tue, noch gewollt ist. Noch gesellschaftlich gewollt ist, aber auch politisch gewollt ist.“ Dazu weiß er gar nicht, ob er danach nicht noch mal Umbauen muss, weil es eine neue Verordnung gibt. So fordert der Hessische Bauernverband von der zukünftigen Landesregierung mehr Weitsicht und Unterstützung für die Schweinehalter. Karsten Schmal, Präsident Hessischer Bauernverband „Man legt sich ja im Bereich der Landwirtschaft, wenn man zum Beispiel einen neuen Stall baut, auf sehr lange Zeiträume fest. 20 Jahre. Und da muss man auch die Gewissheit haben, dass die dieser Stall, egal wie er gebaut ist, der mehr Tierwohl beinhaltet, dass das dann auch in 20 Jahren noch Bestand hat.“ Dazu fordern der Bauernverband zusammen mit dem Verband Hessischer Waldbesitzer und […]

  • Mountainbiker sorgen für Ärger

    Mountainbiker sorgen für Ärger

    Mit dem Mountainbike querfeldein durch den dichten Wald heizen, abseits von offiziellen Wegen – das ist vor allem für eingefleischte Mountainbike-Fans sehr verlockend. Doch es ist verboten! Trotzdem gibt es im hessischen Hoch-Taunus-Kreis solche illegalen Mountainbike-Strecken zunehmend – inklusive selbstgebauter Parcours. Sehr zum Ärger von Förstern und Waldbesitzern. Mit dem Zweirad über Stock und Stein, steil bergab. Abseits offizieller Strecken zerstört das die Natur und schreckt Wildtiere auf. Im Wald bei Friedrichsdorf im Hochtaunus muss Förster Marco Nebel immer öfter selbstgebaute Rampen und hinterlassenen Müll beseitigen. Heimlich werden dort mit Spitzhacke und Schaufel illegale Routen angelegt. Doch selbst wenn er die Verursacher auf frischer Tat ertappt, sind ihm die Hände gebunden. Marco Nebel, Forstwirt Stadt Friedrichsdorf „Wir können da gar nichts tun, außer die Polizei zu informieren oder das Ordnungsamt. Man darf keinen anhalten, Personalien aufnehmen oder fotografieren -ist uns alles nicht gestattet.“ Nur selten gelingt es, die Adrenalinjunkies dingfest zu machen. Im benachbarten Oberursel mussten zuletzt drei junge Männer je 200 Euro Strafe wegen Sachbeschädigung zahlen. Verschärft hat sich das Problem auch durch E-Mountainbikes, denn mit den Elektro-Rädern können immer extremere Strecken zurückgelegt werden. Zudem veröffentlichen die Bauer illegaler Strecken ihre Routen in sozialen Netzwerken, was noch mehr Mountainbiker anzieht. Dabei können sie sich selbst in Gefahr bringen, etwa wenn gerade ein Jäger auf der Lauer liegt. Neben den Förstern sind auch die Waldbesitzer zunehmend genervt von den Unverbesserlichen. Christian Raupach, Hessischer Waldbesitzerverband „Die sich auch von niemanden irgendetwas sagen lassen. Die glauben, der Wald gehöre allen und meinen, ihre Freiheit dort unbegrenzt ausleben zu können. Es ist eine kleine Minderheit, die allergrößte Probleme verursacht.“ Eine Lösung könnte ein größeres offizielles Streckenangebot sein. Im Friedrichsdorfer Wald will der Mountainbike-Verein „Trailwerk“ eine Route anlegen. Knapp zwei Kilometer lang soll der sogenannte Trail werden, in Absprache mit der Stadt und im […]

  • Kleines Wildschwein sucht neues Zuhause

    Kleines Wildschwein sucht neues Zuhause

    Stellen Sie sich vor, Sie schauen aus dem Fenster und sehen im eigenen Garten plötzlich ein kleines Wildschwein. Genau das ist einem Hofbesitzer im nordhessischen Bad Arolsen passiert. Er überlegt nicht lange und nimmt den kränkelnden Frischling bei sich auf. Eine bis hierhin herzerweichende Geschichte. Aber wird sie auch ein Happy End haben? Das ist Rudi. Höchstens drei Monate alt, spielt leidenschaftlich gern im Stroh und ist total verkuschelt. Andreas Karl Böttcher findet den Kleinen, als er vor rund zwei Wochen vom örtlichen Viehmarkt heimkommt. Seine Hühner sind in heller Aufregung, der Grund: Der kleine Frischling streunt umher und poltert gegen die Gitter. Er ist nicht nur unterkühlt und stark erkältet, sondern auch orientierungslos. Andreas Karl Böttcher, Hofbesitzer aus Bad Arolsen „Die Augen waren sehr verschleimt von der Grippe, auf gut Deutsch gesagt, waren die zu. Er wusste nicht, wo er hinlaufen soll. Er rannte bei mir gegen den Wachtelstall auf der einen Seite, auf der anderen Seite dann vor einen Kompostkasten.“ Andreas Böttcher fängt das kleine Wildschwein ein, tauft es Rudi und baut ihm einen Käfig in seiner Garage. Wie ein Tierarzt leider feststellt, ist der Baby-Keiler auf einem Auge blind. Seitdem päppelt der Hobby-Hühnerzüchter ihn mit Augensalbe und Antibiotika wieder auf. Schnell haben auch die Kinder aus der Nachbarschaft einen Narren an Rudi gefressen. Jeden Tag kommen sie vorbei, um ihn zu füttern. Jakob, 10 Jahre alt „Das Besondere daran ist, das nicht jeder jetzt ein Wildschwein hat. Weil so eine Katze oder einen Hund trifft man schon öfter.“ Finn, 11 Jahre alt „Der springt dann immer hier dran, dann können wir ihn streicheln, das sieht lustig aus. Und dann wälzt er sich immer im Stroh rum.“ Niklas, 10 Jahre alt „Wie er es trotzdem überlebt hat, auch mit Augenverletzung – das kann ein Wunder sein, dass Rudi […]

  • Federweißer-Lese an der Mosel hat begonnen

    Federweißer-Lese an der Mosel hat begonnen

    Er gilt als Vorbote des Herbstes und trägt wohlklingende Namen wie „Rauscher“, „Sauser“ oder „Sturm“. Besser bekannt ist er jedoch als „Federweißer“. Fans des süßen, gärenden Traubenmosts dürfen sich freuen: In Neustadt an der Weinstraße in der Pfalz hat die Lese bereits letzte Woche Montag begonnen. An der Mosel ist heute der Startschuss gefallen. Hier sind vier Vollernter im Dauereinsatz. In den Weinbergen des Familienweinguts Meierer in Osann-Monzel an der Mosel. Die Trauben werden maschinell von den Reben abgeschüttelt, die Blätter abgesaugt. Wo die Hänge zu steil oder die Reben jung und empfindlich sind, wird aber auch noch traditionell von Hand geerntet. Der Ertrag von fünf Hektar der gut doppelt so großen Rebfläche geht dann in die Federweißerproduktion. Matthias Poss, Weinbautechniker Weingut Meierer „Wir haben heute Morgen begonnen mit der Rebsorte Solaris, das ist eine sehr frühreife Rebsorte. Und bis jetzt sind wir sehr zufrieden, sowohl mit der Menge als auch mit der Qualität von unserem Lesegut.“ Was hier im Erntewagen und anschließend in der Kelterei landet, kann sich also schon mal sehen – und bald auch schmecken lassen. Bis zu 50.000 Liter Federweißer werden hier jedes Jahr abgefüllt, beim größten Federweißer-Produzent an der Mosel. Zufrieden ist man hier auch mit dem Verlauf des Sommers, der den Winzern dichtes, grünes Blattwerk und vor allem gesunde Trauben beschert hat. Matthias Poss, Weinbautechniker Weingut Meierer „Wir hatten jetzt im Nachhinein noch den Niederschlag, den die Reben noch gebraucht haben. Und würden uns jetzt im weiteren Verlauf über trocken-kühle Witterung freuen. Wir sind generell etwas früher dran, mit der Lese.“ Und zwar gut zwei Wochen früher als gewöhnlich. Dem Verkauf des Federweißen sollte nun nichts mehr im Wege stehen. Ab 1. September, also heute in einer Woche, kann sich dann jeder selbst von der Qualität des diesjährigen Federweißen überzeugen.