Start der Keltersaison
Leuchtend grün oder knackig rot – so kommen sie in diesen Tagen in die Pressen der Keltereien. Wer selbst Apfelbäume besitzt, hat wahrscheinlich aktuell auch alle Hände voll zu tun – und so geht es auch den Apfelwinzern, die gerade fleißig ihre Tanks für den neuen Ebbelwoi füllen. Pünktlich zum Herbstanfang geht sie in Hessen los – die Keltersaison. Die Bäume hängen voll, der regenreiche Sommer hat für pralle Äpfel gesorgt. Nach zuletzt drei eher überschaubaren Jahren erwarten die hessischen Kelterer mit 10.000 bis 15.000 Tonnen Obst eine reiche Ernte. Martin Heil, Verband der Hessischen Apfelwein und Fruchtsaft-Keltereien „Mit jedem Sonnenstrahl wächst der Fruchtzuckergehalt. Und mit jedem bisschen Regen wächst der Apfel. Und von daher ist das einfach eine gute Kombination, dass wir jetzt schon Äpfel bekommen in den Keltereien, die viel Fruchtzucker haben ungewöhnlich viel für den frühen Zeitraum.“ Spritzig, herb-süß – so soll der Apfelweinjahrgang 2025 werden. Besser als vergangenes Jahr. Louis Walther, Kelterer in Bruchköbel „Wir hatten letztes Jahr einige Probleme damit, dass er recht hell war. Und der Säuregehalt ist dieses Jahr viel besser, weil die Sonne nicht so extrem war. Letztes Jahr zum Beispiel hatten wir sehr viel Sonne und sehr wenig Regen, d.h. wenig Obst und vor allem sehr süßes Obst“ Im Schnitt produzieren die hessischen Verbandskeltereien bis zum Saisonende Anfang November zusammen 33 Millionen Liter Apfelwein. Durch die gute Ernte sei der Anteil heimischer Äpfel dieses Jahr höher. Sorgen macht den Kelterern neben der Konkurrenz durch internationale Großkonzerne jedoch der Apfelnachschub. Martin Heil, Verband der Hessischen Apfelwein und Fruchtsaft-Keltereien „Wenn dann einer nach Feierabend keine Lust mehr hat, sich auf einer Obstwiese auszutoben, kann man das ein bisschen verstehen. Auf der anderen Seite geht man aber auch ins Fitnessstudio, naja gut, da kann ich auch auf die Obstwiese.“ Louis Walther, Kelterer in Bruchköbel […]


