Natur

  • Pferdemediator Timo Ameruoso – Fohlen brauchen Väter

    Pferdemediator Timo Ameruoso – Fohlen brauchen Väter

    Timo Ameruoso macht vieles anders, als es in der Pferdewelt so üblich ist. Der Pferdemediator aus Stockstadt am Rhein bei Darmstadt hat selbst eine aktive Springreiter-Karriere hinter sich. Doch seit einem schweren Unfall sitzt er im Rollstuhl. Und da begann auch das Umdenken. Heute lehrt er einen wertschätzenden Umgang mit Pferden – und zeigt auch in Zucht und Haltung neue Wege auf. Neue Wege, die eigentlich alt sind, zumindest, wenn man die ursprünglichen Herden betrachtet, denn in der freien Wildbahn leben Pferdefamilien ganz selbstverständlich zusammen. Inklusive Hengste. Die kleine Paolina ist hier zur Welt gekommen und jetzt sieben Monate alt. Sie lebt mit Mutter und Vater. Und die Bindung zu ihrem Papa Paolo ist enorm. In der Pferdezucht werden die Fohlen in der Regeln streng von ihren Vätern getrennt. Angeblich gehe von den Hengsten eine Gefahr für den Nachwuchs aus. Timo Ameruoso hält das für falsch. Deshalb zeigt er mit seiner Pferdefamilie in Stockstadt am Rhein, dass es von der Natur anders vorgesehen ist und auch anders geht. Timo Ameruoso, Pferdemediator und Trainer „Man sieht es ja hier, Paolo will weder die Stute decken, noch will er sein Stutfohlen decken oder geschweige denn dem Stutfohlen was machen. Mir geht da immer total das Herz auf, wenn ich erstens die drei zusammen sehe, aber wenn ich vor allem Paolina mit ihrem Papa zusammen fressen sehe, es gibt nicht Schöneres.“ Denn auch die Hengste haben – wenn man sie denn lässt – eine ganz wichtige Aufgabe bei der Fohlen-Aufzucht – und zwar die Erziehung. Im Familienverbund lernen Fohlen unter anderem auch, welche Pflanzen giftig sind und wo weitere Gefahren lauern. Auf reinen Fohlenweiden, auf der nur junge Tiere zusammen stehen, bleibt dieser Effekt oftmals aus. Timo Ameruoso wünscht sich generell ein Umdenken. Viele Methoden sind aus seiner Sicht völlig veraltet. Auch wenn […]

  • Affenstudie im Frankfurter Zoo

    Affenstudie im Frankfurter Zoo

    Wenn wir Menschen uns im Spiegel anschauen, wissen wir sofort: Das bin ich. Diese Fähigkeit ist im Tierreich sehr selten. Dass manche Menschenaffen sie besitzen, habe einige Beobachtungen vermuten lassen. Eine groß angelegte Studie des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie sammelt nun Daten und will unter anderem im Zoo Frankfurt herausfinden, ob sich das auf alle Menschenaffen-Arten übertragen lässt. Bonobos, Orang-Utans, Gorillas – können sie es, oder können sie es nicht? Sie können! Das beweisen diese Bilder, die bei der Spiegel-Studie des Max-Planck-Instituts entstanden sind. Sabrina Linn, Kuratorin Zoo Frankfurt „Tiere, die sich erkennen, zeigen ganz typische Verhaltensweisen. Beispielsweise, dass sie ihren Mund, ihre Mundpartie untersuchen, das hat man auch hier bei unseren Affen festgestellt. Und außerdem wird den Affen in einem zweiten Schritt ein Eis mit Lebensmittelfarbe verabreicht, also ihre Zunge färbt sich dann blau und dann kann man natürlich untersuchen, ob die Affen feststellen, dass sich in ihrem Gesicht was verändert.“ Acht Tage lang haben die Forscher aus Leipzig die Frankfurter Menschenaffen beobachtet. Dafür haben sie sowohl kleine Handspiegel im Gehege verteilt als auch große Spiegel an die Scheibe geklebt. Kameras zeichnen alles genau auf. Dieser Gorilla platziert sich selbstbewusst vor dem Ganzkörperspiegel. Besonders interessiert scheint er aber nicht. Es ist wie mit uns Menschen, manche könnten sich stundenlang im Spiegel betrachten und manche interessieren sich eher für andere Dinge. Vor allem die quirligen Bonobos sind neugierig, man könnte gar sagen eitel. Sabrina Linn, Kuratorin Zoo Frankfurt „Also unsere 70 Jahre alte Bonobo-Frau hat das relativ schnell herausgefunden, die hat dann durchaus angefangen sich die Haare zu frisieren.“ „Hey, das bin ja ich“ haben sich auch die kleineren Gorillas gedacht und ihr Gesicht gründlich studiert. Auch die Orang-Utans zeigten Anzeichen, dass sie sich selbst erkennen können. Aktuell sind 14 Zoos in Deutschland und Europa an der Studie beteiligt. Bis […]

  • Zu wenig Unterstützung vom Land: Nationalpark-Chef tritt zurück

    Zu wenig Unterstützung vom Land: Nationalpark-Chef tritt zurück

    Da hat es ordentlich gerumst, bei der kommunalen Nationalpark-Versammlung im Hunsrück. Der bisherige Vorsitzende Bernhard Alscher hat sein Amt niedergelegt. Zu groß ist der Ärger über die schleppende Entwicklung in der Region. Die Schuld dafür sehen er und seine Kollegen bei der Landesregierung. Statt Prestige bringe der Park in seiner jetzigen Form der Region nur wenige Touristen und Müll. Unberührte Natur, Artenvielfalt, gut gelaunte Wanderer und Touristen, die auch Geld in die Region bringen… all das verbindet man wohl mit einem Nationalpark. Diesen Titel trägt auch die Region Hunsrück-Hochwald, die sich insgesamt über drei Landkreise erstreckt. Doch genau dort rumort es seit längerem gewaltig. Unter anderem bei Bernhard Alscher. Von Anfang an hat er sich für den Nationalpark eingesetzt. Jetzt aber reicht es ihm! Nach fünf Jahren ist er nun als Vorsitzender der kommunalen Versammlung des Nationalparks zurückgetreten. Der Grund stagnierende Entwicklung des Parks und der Region. Ihm und seinen Kollegen sei im Zuge des Großprojektes Nationalpark Hunsrück-Hochwald seitens der Landesregierung vor sieben Jahren wesentlich mehr versprochen worden. Geschehen sei bislang so gut wie nichts. Bernhard Alscher (Freie Wähler), Bürgermeister VG Birkenfeld „Ich sehe im Moment eigentlich nur eine Stagnation und ich muss wirklich sagen, wenn ich mich außerhalb von Rheinland-Pfalz bewege, sehe andere Nationalparks, habe viele Gäste hier, die Enttäuschung ist groß und ich schäme mich für das Land Rheinland-Pfalz, wie sie mit dem Thema Nationalpark grundsätzlich umgehen.“ Seit 2013 gibt es das Projekt. Und seither auch viele Gespräche und Konzepte. In die Umsetzung gebracht wurde viel zu wenig, so Alscher. Seit geraumer Zeit seien nun sogar auch die Gespräche zwischen den Verantwortlichen verebbt. Beispielweise platzt der Umwelt-Campus, die grünste Hochschule Deutschlands, aus allen Nähten. Seit drei Jahren sollen entsprechende Konzepte für den Ausbau vorliegen. Die Wiese um die es geht, liegt aber weiterhin brach. O-Ton Bernhard Alscher (Freie […]

  • Neue Weinsorten immun gegen Pilzbefall

    Neue Weinsorten immun gegen Pilzbefall

    Der Sommer 2022 war einer der trockensten seit Aufzeichnungsbeginn. Monate hat es kaum geregnet, in den letzten Wochen jedoch ganz viel. Das nasse Wetter ist gerade bei der aktuell laufenden Weinlese problematisch, da die reifen Trauben schnell faulen können. Es gibt jedoch ein paar Winzer, die haben gar kein Problem damit, denn sie pflanzen neue Rebsorten an und könnten damit den Weinanbau revolutionieren. Aus der Ferne sieht der Weinberg von Eva Vollmer aus wie ein ganz normaler Wingert. Doch seit sechs Jahren baut sie hier am Mainzer Stadtrand keinen herkömmlichen Wein mehr an, sondern pilzwiderstandsfähige Reben – sogenannte Piwis. Statt Sauvignon Blanc wächst hier Souvignier Gris. Der Vorteil: Piwis müssen 80 Prozent weniger gespritzt werden. Das ist gut für die Natur, spart Arbeit, CO2 und Energie. Dazu faulen die Trauben der Biowinzerin nicht mehr. Eva Vollmer, Winzerin in Mainz „Die Reben oder die Trauben sind mir auch kaputtgegangen, hier in dem einen oder anderen Weinberg und das war schon ärgerlich. Und dann auch dieses Pflanzenschützen. Die Bios spritzen auch, mit halt seichten Mitteln, aber sie müssen spritzen. Und aus dieser Not heraus, aus diesen auch schlechten Erfahrungen und schlechtem Gewissen dieser vielen Traktorfahrten heraus, bin ich einfach zu der Überzeugung gekommen. Ich pflanze jetzt Zukunftsreben und basta und das mein Winzerinnenleben lang.“ Am Weincampus in Neustadt an der Weinstraße forscht Ulrich Fischer zu den eigentlich gar nicht so neuen Rebsorten. Denn Piwis gibt es schon seit 40 Jahren in Deutschland. Ulrich Fischer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum „Die Piwis sind Kreuzungen von Rebsorten aus Amerika und den europäischen Ertragsrebsorten, sodass wir die Resistenzgene der amerikanischen Rebsorten einkreuzen ohne aber die Qualität eines Rieslings eines Chardonnays zu verlieren.“ Trotzdem waren Piwi-Weine bei Winzern lange unbeliebt. Doch so langsam tragen Forschung und Überzeugungsarbeit ihre Früchte. Deutschlandweit sind schon drei Prozent der Weinanbauflächen mit Piwis […]

  • Wald bei Münster erholt sich nach dem Brand

    Wald bei Münster erholt sich nach dem Brand

    Immer wieder haben wir in den Sommermonaten Bilder von lodernden Flammen und verkohlten Bäumen gezeigt, immer wieder hat es in den Wäldern von Hessen und Rheinland-Pfalz gebrannt. In den letzten fünf Jahren hat sich die Anzahl der Waldbrände in beiden Bundesländern etwa verfünffacht. Es sind die hohen Temperaturen und die langen regenfreien Perioden, die das Feuer begünstigen. Wie auch im hessischen Münster vor rund einem Monat. Hier haben 34 Hektar Wald in Flammen gestanden, also etwa 48 Fußballfelder. Und wie geht es dort weiter, wenn die Flammen erloschen sind? Wir haben es uns angeschaut. So oder so ähnlich muss es wohl auf dem Mond aussehen. Aus dem gesunden, grünen Mischwald ist eine karge Landschaft geworden. Mitte August hat es hier mehr als eine Woche lang gebrannt. Rund 4.500 Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen zu bekämpfen und die Glutnester zu löschen. Sebastian Vocilka, Forstamtsleiter Dieburg „Die Folgen sind natürlich zunächst einmal eine enorme Hitzeentwicklung. Das heißt, die Rinde wird geschädigt, die ja den Baum so ein bisschen schützt, auch die Gewebe darunter werden geschädigt. Und das ist eine enorme Belastung und das bringt Bäume natürlich reihenweise zum Absterben.“ Was bleibt, sind Blätter und Nadeln, die von den toten Bäumen fallen, und verkohlte Baumreste. Das Bild vermittelt den Eindruck, das Feuer habe dem Wald das Leben genommen. Doch der erste Blick täuscht. Sebastian Vocilka, Forstamtsleiter Dieburg „Tiere sieht man auch hier, wenn man über die Fläche geht. Ob das Insekten sind oder Amphibien – die kommen relativ schnell wieder zurück. Das erste Grün hat noch nicht mal gewartet bis die Feuerwehr die Schläuche aufgeräumt hatte. Also während die Beregner noch liefen, um Glutnester auszumachen und ein bisschen die Bodentemperatur zu kühlen, da kamen auch schon die ersten Gräser. Und wir sehen sogar hier und da, dass sogar manche Bäume es […]

  • Bilanz der Weinlese

    Bilanz der Weinlese

    Der Weinjahrgang 2022 geht in den Schlussspurt. Und das im wahrsten Sinne des Wortes, denn nach dem extrem trockenen Sommer, kam im September der große Regen. Die Winzer müssen sich beeilen, damit die Trauben nicht faul werden. Und das bedeutet: früh aufstehen. Seit halb sechs am Morgen ist der Vollernter unterwegs. Die Winzer haben bei der Ernte den Turbo eingeschaltet. Auch hier im rheinhessischen Zornheim werden die Trauben im Akkord von den Reben geschüttelt. 45 Hektar Rebfläche bewirtschaften Julia Schittler und ihre Familie. Seit dem 2. September dreht sich hier alles um die Weinlese. Julia Schittler, Winzerin „Es lief auch wirklich die letzten zehn – 14 Tage sehr gut. Nur dann kam auf einmal der Regen, wir mussten dann auch eine Lesepause machen und somit haben wir gemerkt, dass es doch jetzt nicht so einfach der Jahrgang ist.“ Trotz extremer Trockenheit, Regen und sogar Hagel: Hier am Zornheimer Berg sehen die Chardonnay-Trauben sehr gut aus. Und auch der Zuckergehalt stimmt. Julia Schittler, Winzerin „Oh, Wahnsinn, 95 Grad Oechsle!“ Noch süßer sollten die Trauben nicht werden, deshalb wird jetzt schnell gelesen. Auch ein paar Weinberge weiter sind die Erntehelfer bei der Chardonnay-Ernte. Hier allerdings mit der Hand. Diesen Reben hat das Wetter mehr zu schaffen gemacht. Es muss selektiert werden. Julia Schittler, Winzerin „Da sieht man schon, dass die Träubchen sich langsam durch den Regen die letzte Zeit abdrücken und Fäulnis bekommen. Deshalb sind wir heute hier am Chardonnay-Weinberg am rauslesen mit der Hand und gucken halt wirklich, das zu 100 Prozent nur gesundes Lesegut nachhause kommt. Deswegen schneiden wir jetzt alle faulen Träubchen raus.“ Die kühlen Nächte in dieser Woche bremsen die Fäulnis. Mehr als 60 Prozent der Weinberge sind hier in Zornheim abgeerntet. Nicht nur in Rheinhessen, auch in den anderen Weinbaugebieten, ist die Ernte schon weit fortgeschritten. Ernst […]

  • Möglicher Tornado deckt Dächer ab

    Möglicher Tornado deckt Dächer ab

    Sonne, Regen, Sturm. Es ist Mitte September, doch draußen herrscht eher typisches Aprilwetter. Mancherorts kommt es sogar zu Extremwetterereignissen, wie gestern Abend im rheinland-pfälzischen Büchenbeuren. Nach starkem Regen fängt es dort heftig zu stürmen an. Mehrere Anwohner berichten sogar von einem Tornado. Dimitri Conrad, Anwohner „Es war eigentlich ein friedlicher Abend und dann habe ich nur gemerkt, dass es stärker angefangen hat zu regnen. In dem Moment, als wir die Fenster zugemacht haben, ist vor unseren Augen der Tornado durchgefegt. Ich habe nur gesehen, dass das Dach vom Gartenhäuschen weggeflogen ist und alles vor meinen Augen. Ich habe auch die Dachziegel runterfliegen gesehen.“ Mit Hilfe einer Drehleiter verschafft sich die Feuerwehr einen Überblick über den Schaden am Wohnhaus. Hier hat der Sturm ein großes Loch in das Dach gerissen und die Ziegel quer um das Gebäude verteilt. Es ist etwa 18 Uhr, als die Anwohner von dem Unwetter überrascht werden. Die heftigen Sturmböen knicken mehrere Bäume um und schleudern Äste umher, Heuballen auf dem Feld werden auseinandergerissen. Ein besonders großer Schaden entsteht an einer Scheune. Glücklicherweise sind die Anwohner während des Sturms im Haus, sodass hier niemand verletzt wird. Helmut Krämer, Anwohner „Also, das Auto ist mal halb kaputt, wie man ja sehen kann. Das Dach ist halb kaputt und da das Dach. Und hinten ist auch noch Zeug hingeflogen auf die andere Seite. Das hat eine Minute gedauert oder zwanzig Sekunden, dann war es wieder rum.“ Bis in die Nacht hinein sind die Einsatzkräfte damit beschäftigt, die Schäden des Unwetters zu beseitigen. Ob es tatsächlich ein Tornado war, der sich seinen Weg durch Büchenbeuren im Rhein-Hunsrück-Kreis gebahnt hat, konnte offiziell zwar noch nicht bestätigt werden. Eins ist jedoch klar: Die Anwohner des kleinen Örtchens haben eine äußerst stürmische Nacht hinter sich.

  • Intelligentes Giessen in Mainz

    Intelligentes Giessen in Mainz

    Auch wenn die ganz große Trockenheit vorbei ist, die Folgen sind immer noch zu spüren. Bestimmt haben auch Sie schon überall vertrocknetes Laub entdeckt. Das hat nicht nur damit zu tun, dass der Herbst anklopft, sondern auch, weil es den Bäumen diesen Sommer schlichtweg zu heiß war. Ein Pilot-Projekt aus Mainz testet deshalb, wie man mithilfe von Sensoren Bäume intelligenter gießen kann. Na dann, Wasser marsch! Durstlöscher für Laub- und Nadel-Riesen. Wann welcher Baum Wasser benötigt, messen in Mainz nun diese Sensoren an zehn Jungbäumen. Denn gerade diese müssen häufig gegossen werden, weil ihre Wurzeln noch nicht so tief im Boden stecken. Daniel Stölzle, Innovationsmanager Mainzer Stadtwerke „Der Sensor misst kontinuierlich die Werte, sodass am Ende des Tages eine Kurve auch entsteht. Und das ist ganz wichtig, weil, wenn der Baum schon durstig ist und man dann zwei Tage später erst kommt, um zu gießen, dann ist es meistens zu spät. Das heißt, die Kunst hintendran ist, kontinuierlich zu messen, und an der kontinuierlich entstehenden Kurve rechtzeitig zu identifizieren, wann der Baum gegossen werden muss.“ Dafür werden Schrauben wenige Millimeter in die Rinde bis zu den sogenannten wasserführenden Schichten gebohrt. Denn hier fließt das Wasser von den Wurzeln hoch in die Baumkrone. Die Schrauben messen den Widerstand in den Schichten. Ist viel Wasser drin, ist auch der Widerstand gering. Wird der Widerstand höher, wird der Baum langsam durstig. Ein Baum kann da Indikator für viele sein. Daniel Stölzle, Innovationsmanager Mainzer Stadtwerke „Wenn dieser Baum mehrfach an einer Stelle vorkommt und die klimatischen Bedingungen ähnlich sind, dann kann man mit einem Sensor auch zehn, fünfzehn Bäume eben sensieren. Und dann muss man nicht für jeden Baum einen einzelnen Sensor ausbringen.“ In Mainz kooperieren dafür die Stadtwerke mit der Wohnungsbaugesellschaft, auf deren Gelände die Test-Bäume stehen. Die Idee und Technik dahinter stellt […]

  • Hochwasservorsorge wird neu aufgestellt

    Hochwasservorsorge wird neu aufgestellt

    135 Menschen sind bei der Jahrhundertflut in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen, dutzende Orte wurden von den Wassermassen zerstört. Um Katastrophen in diesem Ausmaß in Zukunft zu vermeiden, will die rheinland-pfälzische Landesregierung ihr Krisenmanagement überarbeiten. Fast vierzehn Monate ist die Flutkatastrophe im Ahrtal und in der Eifel her. Unzählige Helfer haben damals über Wochen hinweg geholfen, Menschenleben zu retten, Keller leer zu pumpen, Schutt wegzuschaffen. Um ihnen zu danken, haben Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Roger Lewentz einigen von ihnen heute die rheinland-pfälzische Fluthilfemedaille übergeben – stellvertretend für die rund 50.000 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Rettungsdiensten und anderen Hilfsorganisationen aus der Blaulichtfamilie. 135 Menschen sind bei der Jahrhundertflut in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen, dutzende Orte wurden von den Wassermassen zerstört. Um Katastrophen in diesem Ausmaß in Zukunft zu vermeiden, will die rheinland-pfälzische Landesregierung ihr Krisenmanagement überarbeiten. Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021. Das Wasser bahnt sich seinen Weg durch die Straßen, Anwohner versuchen, sich in letzter Sekunde in Sicherheit zu bringen. Keiner hier hat auch nur im Ansatz erahnt, was da auf ihn zukommt. „Wenn man nicht irgendwie über Facebook oder Instagram aktiv war, was ja auch nicht alle Leute haben, dann hatte man gar keine Information.“ „Es wäre halt schön gewesen – ob die Regierung das ist oder irgendwelche Organisationen – dass die gesagt hätten, hier, wir müssen euch vorwarnen, packt eure Sachen, verschwindet!“ Und genau das soll sich ändern. Um die Risikokommunikation zu optimieren, soll für die Bürger ein verbessertes digitales Informationsangebot geschaffen und zusätzliche Frühwarnstufen erarbeitet werden. Gemeinsam mit Experten will der Hochwassermeldedienst neue, unmissverständliche Warntexte entwerfen. Außerdem soll die Zusammenarbeit zwischen Deutschem Wetterdienst und der Hochwasservorhersagezentrale intensiviert werden. Die Optimierung der Risikokommunikation ist Teil des Plans zur Verbesserung der Hochwasservorsorge, den die rheinland-pfälzische Umweltministerin heute vorgestellt hat. Genau wie die Weiterentwicklung der […]

  • Mysteriöse Zeichen auf Romroder Wiese

    Mysteriöse Zeichen auf Romroder Wiese

    Seltsame Zeichen auf dem Boden, die wie aus dem Nichts aufgetaucht sind. Eine Wiese bei Romrod im Vogelsberg ist aktuell Anziehungspunkt für Hobbyforscher und Mystiker. Die rechtwinkligen Linien sorgen vor allem aus der Vogelperspektive für einiges Staunen. Was dahintersteckt? Wir sind der Sache – im wahrsten Sinne des Wortes – auf den Grund gegangen. Eine versunkene Stadt? Umrandungen antiker Spielfelder? Oder gar Landemarkierungen für Außerirdische? Was ist hier los, im Jägertal bei Romrod im Vogelsberg? Idyllisch liegt es zwischen Buchenwäldern und klaren Bächen. Die Wiese hier gehört Landwirtschaftsmeister Julian Rühl. Und der begibt sich für uns auf Spurensuche – im Untergrund. Tief kann er die Eisenstange nicht in den Boden treiben, denn Julian Rühl stößt auf alte Stein-Fundamente. Julian Rühl, Landwirtschaftsmeister „Auf den Fundamenten – wir haben es ja eben durch das Klopfen schon gesehen – haben wir maximal zwischen 20 und 25 cm Erdauflage. Und gerade durch die Trockenheit geht das Wasser dann weg, das verschwindet. Und das Gras kann nicht wachsen, dem fehlt’s Wasser. Durch die geringe Erdauflage schimmern die Fundamente von unten durch, weil’s Gras oben drauf vertrocknet. Die Deutlichkeit, wie sie jetzt zum Vorschein kommen, das ist auch für uns neu.“ Die lang anhaltende Trockenheit in den vergangenen Wochen sorgt also für dieses außergewöhnliche Phänomen. Doch was standen hier für Gebäude? Weiterhelfen kann Heimatforscher Gerhard Bing. Gerhard Bing, Heimatforscher „Also ich sehe das auch hier in dieser Dimension das erste Mal richtig. Das war das ehemalige Jagdlager des Landgrafen Ludwig VIII., der es auf Drängen seines Vaters Ernst-Ludwig hat bauen lassen in den Jahren 1721/22.“ Wer genau hinschaut, kann jedes Gebäude auf der historischen Zeichnung den wieder aufgetauchten Grundrissen zuordnen. Die kleine Brücke rechts im Vordergrund – sie existiert noch heute. Als das Geld Ende des 18. Jahrhunderts immer knapper wird, folgt die Auflösung des Jagdlagers. […]

  • Unwetter geht über Rüsselsheim nieder

    Unwetter geht über Rüsselsheim nieder

    Das Wetter macht uns diesen Sommer extrem zu schaffen. Lange Zeit ist es heiß und viel zu trocken, und wenn es dann regnet, dann schlagartig viel zu viel. So wie in Rüsselsheim gestern Nacht: Dort war die Feuerwehr bei einem Unwetter die ganze Nacht im Dauereinsatz. Gestern Abend im südhessischen Rüsselsheim: Autos kommen kaum noch durch die überfluteten Straßen. Mehr als 70 Keller laufen voll, auch Geschäfte werden überschwemmt. Mehrere Unterführungen müssen gesperrt werden. Über 50 Einsatzkräfte sind bis spät in die Nacht im Einsatz, um die vollgelaufenen Keller auszupumpen und sich vor dort lauernden Gefahren zu schützen. Florian Kämpfer, Einsatzleitdienst Feuerwehr Rüsselsheim „Sind zum Beispiel Keller vollgelaufen, hat das Wasser irgendwie Berührung bekommen mit irgendwelchen spannungsführenden Teilen? Kann ich dort erstmal sicher tätig werden, bevor ich anfange, meine Einsatzkräfte loszuschicken?“ Verletzt wird zum Glück niemand. Bis zu 30 Liter kommen pro Quadratmeter runter, obendrein verschlimmert Hagel die Situation: Hagelkörner verstopfen Gullys und bringen das Wasser zum Überlaufen. Für viele Anwohner ein Schock. Erwin Fleischmann, Anwohner „Das ist wie ein Sturzbach in den Keller rein, durch die Tür. Ich musste schleunigst raus. Kühlschrank, Waschmaschine, alle ist umgefallen und hochgeschwommen. Es ist alles kaputt und steht alles unter Wasser.“ Während der entstandene Sachschaden noch nicht abgeschätzt werden kann, gibt es bereits die nächsten Unwetterwarnungen. Die Rüsselsheimer Feuerwehr sieht sich aber gewappnet. Florian Kämpfer, Einsatzleitdienst Feuerwehr Rüsselsheim „Also, wir sind da sehr gut vorbereitet, wir haben Zugriff auf die Daten des Deutschen Wetterdienstes. Wir gehen im Vorfeld dazu über, dass wir irgendwann sagen: Okay, wir wissen jetzt, es kommt ein Unwetter. Wir stellen dann unsere Feuerwehreinsatzzentrale dahingehend um, dass wir den Unwettermodus fahren. Das heißt, die Einsatzzentrale wird personell verstärkt.“ In Rüsselsheim wären dann mehr als 50 Feuerwehrleute permanent in Alarmbereitschaft. Am Tag nach der Katastrophennacht können die Autos wieder ungehindert durch […]

  • Kleine Flüsse leiden unter Trockenheit

    Kleine Flüsse leiden unter Trockenheit

    Der Sommer 2022 – er geht in die Geschichte ein als der sonnenreichste Sommer seit der Wetteraufzeichnung. Wir hatten 40 Prozent weniger Regen als im Durchschnittssommer. Die Auswirkungen können wir alle sehen. Durch die anhaltende Dürre ist die Schifffahrt im Rhein schon seit Wochen nur noch eingeschränkt möglich, aber auch kleinere Flüsse und Bäche sind von der Dürre betroffen. Wir sind heute in der Region Trier, wo Bäche nur noch Rinnsale sind – mit weitreichenden Folgen für die Natur. Die Enz. Eigentlich ein lebendiger, kleiner Fluss in der Nähe von Bitburg. Doch seit zwei Monaten fließt hier kaum noch Wasser. Monika Kauth wohnt seit 36 Jahren direkt am Fluss. Niedrigwasser kennt sie zwar, doch so eine lange Dürreperiode hat sie noch nie erlebt. Monika Kauth, wohnt an der Enz: „Das kann man sich nicht vorstellen, dass da jetzt so ein bisschen Rinnsal nur ist. Aber es ist schon traurig das zu sehen, weil es ist ja schön, an so einem Bach und einem Fluss zu leben. Das vermissen wir schon.“ Vor allem die Artenvielfalt geht durch das Niedrigwasser verloren. Fische, die sie früher angeln konnte, sind jetzt verschwunden. Monika Kauth, wohnt an der Enz: „Da waren vor allen Dingen Äschen, das ist ein sehr wertvoller Fisch, der nur in gesunden, kühlen und richtigem Wasser sich aufhalten kann. Dann hatten wir hier Aale, wir hatten sogar Neunaugen.“ Jetzt sind nur noch ganz kleine Fische in der Enz. Ein paar Meter Flussaufwärts macht sich Agnes Tillmann-Steinbuß vom Bund für Umwelt und Naturschutz Rheinland-Pfalz regelmäßig ein Bild von dem Fluss. Der Wasserstand sei nochmal niedriger als vor zwei Wochen. Mit weitreichenden Folgen. Agnes Tillmann-Steinbuß, BUND Rheinland-Pfalz „Insgesamt gesehen ist das eine Katastrophe für die Artenvielfalt, die sich hier ja über lange Zeit hinweg behutsam entwickelt hat, wo das eine Lebewesen auf das andere […]

  • Apfelernte unter Solardach

    Apfelernte unter Solardach

    Zurzeit ist die Apfelernte in vollem Gang. Auch hier haben die Landwirte mit der Trockenheit, der Hitze, aber auch mit Hagel und Starkregen zu kämpfen – also mit dem Klimawandel. Ein Forschungsprojekt vom Land Rheinland-Pfalz und der Bundesregierung soll helfen, mit den Folgen des Klimawandels fertigzuwerden und dabei auch noch Strom erzeugen. So eine Anlage ist deutschlandweit einmalig. Es ist heiß und sonnig in Gelsdorf im Landkreis Ahrweiler. Für Obstbauern ist der Sommer 2022 mittlerweile ein Graus, doch hier auf der Agri-Photovoltaik. kurz Agri-PV-Anlage, beklagt sich darüber niemand. Auf Deutschlands erster Apfelplantage unter einem Solardach werden gerade Äpfel der Sorte Delba geerntet. Jürgen Zimmer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz „Eine Agri-PV-Anlage geht im Unterschied zu einer Freiflächen-PV-Anlage das Land nicht landwirtschaftlich verloren, sondern hat eine Aufständerung und kann oben Strom erzeugen und unten können wir noch eine ganz normale landwirtschaftliche Produktion betreiben.“ Ganz normal läuft die Ernte allerdings nicht. Die Mitarbeiter des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum zählen die Äpfel, die geerntet werden, und wiegen sie. Hier wird seit zwei Jahren für die Landwirtschaft der Zukunft geforscht. Die Menge und das Gewicht werden später mit den Ernteergebnissen von Äpfeln, die nicht unter einem Solardach wachsen, verglichen. „212.“ Andere Mitarbeiter des Forschungsprojekts messen die Höhe der Apfelbäume. Alle Daten sind wichtig, denn die Wissenschaftler wollen herausfinden, ob es Ertragseinbußen gibt, wenn die Apfelbäume von oben geschützt wachsen. Jürgen Zimmer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz „Um zu sehen, ob wir durch die Agri-PV höhere Lichteinbußen haben, weil das macht sich bemerkbar in einem stärkeren Baumwachstum.“ Wenn der Baum höher wächst, könnte der Ertrag geringer sein. Das muss jetzt herausgefunden werden. Die Forscher vergleichen Apfelbäume, die unter Solarzellen wachsen, mit Bäumen die unter Folie und unter Hagelnetzen stehen. Jürgen Zimmer, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz „Hagelschutz oder Kulturschutz ist in der Landwirtschaft, gerade im Gartenbau und im Obstbau, […]

  • Spinne nach David Bowie benannt

    Spinne nach David Bowie benannt

    „Spinnen“ – bei diesem Thema scheiden sich ja die Geister. Viele Menschen gruseln sich, andere haben regelrecht Angst. Und dann gibt es auch die Menschen, die von den Tieren mit den acht Beinen hellauf begeistert sind. Peter Jäger gehört definitiv dazu. Seit rund 20 Jahren forscht er in diesem Bereich am Frankfurter Senckenberg-Institut. Peter Jäger ist aber auch großer David-Bowie-Fan und hat jetzt sogar eine ganze Spinnengattung nach seinem Musik-Idol benannt – zu Ehren seines 75. Geburtstags. „She’ll come, she’ll go, she’ll lay belief on you“ Hier krabbelt keine Bowie-, sondern eine Vogelspinne. Die „Heteropoda davidbowie“ sitzt im Terrarium daneben und ist weniger kooperativ – und wenn sie will auch deutlich schneller. Diese Riesenkrabbenspinne hat Arachnologe Peter Jäger bereits im Jahr 2008 entdeckt und nach seinem persönlichen Superstar benannt, der auch an seinem Arbeitsplatz allgegenwärtig ist: David Bowie. Einen Teil seiner Arbeit verbringt Peter Jäger auch in Höhlen oder im Dschungel. Als er kürzlich in Thailand eine ganz neue Gattung der nicht allzu großen grau-braunen Kammspinnen entdeckt hat, wusste er, da schlummert rund um die Musiklegende noch reichlich Namenspotential. Dr. Peter Jäger, Leiter Arachnologie Senckenberg Forschungsinstitut „Da es so viele neue Arten waren, habe ich die Chance genutzt und gesagt: ‚Okay, ich werde die Gattung Bowie nennen – also nach David Bowie natürlich – und dann vom Himalaya bis Papua-Neuguinea die ganzen neuen Arten nach seinem Werk zu beschreiben sozusagen‘- Also es fängt im Himalaya an mit den alten Sachen wie ‚Major Tom‘, ‚Ziggy Stardust‘, ‚Lady Stardust‘, geht dann über, ja, ‚Heroes‘, ‚Let’s Dance‘ und so weiter in Indonesien und Malaysia bis hin zu Papua-Neuguinea, wo ich so seine letzten Werke wie ‚Blackstar‘ und ‚Lazarus‘, ‚The Next Day‘ letztendlich verwendet habe.“ Peter Jäger hat schon viele Spinnen entdeckt und getauft. Außerdem ist er Herr über eine der größten Spinnentier-Sammlungen der […]

  • Weinlese an der Ahr beginnt

    Weinlese an der Ahr beginnt

    Gute Qualität, aber eine überschaubare Menge – so kann man den Weinjahrgang 2022 ganz gut auf den Punkt bringen. Jetzt hat die Hauptlese an der Ahr begonnen – im Jahr eins nach der Flut. Für die Winzer ein Zeichen der Solidarität für die von der Flutkatastrophe heimgesuchte Region. „Super lecker.“ Heike Günther schmecken die Ahr-Trauben. Sie macht zusammen mit Ehemann Bernd praktisch Helfer-Urlaub. Eine Woche bleibt das Paar aus Heidelberg im Ahrtal und hilft bei der Ernte. Heike Günther, Erntehelferin „Weil ich das sinnvoll finde. Wir haben das letztes Jahr in der Ficht gemacht, Urlaub gespendet, habe da auch einen Fluteinsatz in Stollberg gemacht, in Zweifall beim Bäcker und jetzt haben wir gesagt, dieses Jahr gehen wir in die Weinberge.“ In die Steillagen hoch über der Ahr, in diesem Jahr wieder mit einem wundervollen Panoramablick. Anders als im vergangenen Jahr. Damals war Winzer Philip Nelles froh, dass er nicht schon Ende August in den Weinberg musste. Philip Nelles, Winzer aus Heimersheim „Auch bei uns stand der komplette Betrieb im Wasser und gerade was die Gewölbekeller angeht, wo wir die ganzen Barrique-Fässer lagern, haben wir die Hälfte der Ernte verloren. Mit der Ernte waren wir, denke ich, letztes Jahr nochmal drei bis vier Wochen später dran, von daher hatten wir zum Glück noch etwas Zeit uns darauf vorzubereiten.“ Das Weingut ist wieder aufgebaut. Der Gebäudeschaden: rund 1,5 Millionen Euro. In diesem Jahr will der Winzer neu durchstarten und hofft auf einen guten Jahrgang, trotz Hitze, trotz Trockenheit. Philipp Nelles, Winzer aus Heimersheim „Ich denke, wir haben hier einen Jahrgang draußen im Weinberg hängen, der von seiner Qualität sehr gut dasteht. Top Trauben, wie man sich sie wünscht. Das einzige: Die Trauben haben wenig Flüssigkeit aufgenommen, weil der Regen etwas gefehlt hatte, von daher wird es, denke ich, ein schöner Jahrgang für […]