Natur

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tierseuche ausgebrochen: In Hessen ist erstmals die Afrikanische Schweinepest bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Das infizierte Tier wurde im Landkreis Groß-Gerau bei Rüsselsheim gefunden. Die Behörden haben eine Restriktionszone im Radius von 15 Kilometern um den Fundort eingerichtet.  Dort gelten unter anderem ein Jagdverbot und strenge Regeln zur Schweinehaltung. Sie sollen verhindern, dass die Schweinepest sich ausbreitet und auf Hausschweine übergreift. Die Seuche ist nicht heilbar und verläuft bei Wild- und Hausschweinen fast immer tödlich. Für Menschen ist sie ungefährlich. Viele Straftaten wegen Gaza-Krieg: Bis Ende April haben die Staatsanwaltschaften in Hessen mehr als 300 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Überfall der Hamas auf Israel im vergangenen Oktober und dem Krieg in Gaza eingeleitet. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt heute mitteilte, gehe es dabei unter anderem um die Verwendung von Kennzeichen terroristischer Organisationen, Volksverhetzung und die Billigung von Straftaten. Bei den meisten Verfahren seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Mehr Schutz vor Wetterextremen gefordert: Mit Blick auf die Flut im Ahrtal vor rund drei Jahren hat der Gesamtverband der Versicherer heute in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Forderungskatalog für einen umfassenden Schutz vor Naturkatastrophen vorgelegt.  Die geplante Versicherungspflicht gegen Elementarschäden löse das Problem nicht. Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz müssten viel schneller umgesetzt werden. In Überschwemmungsgebieten solle nicht neu gebaut werden dürfen. Zudem müssten Flächen entsiegelt werden.

  • „Kalte Nahwärme“ in Bad Nauheim

    „Kalte Nahwärme“ in Bad Nauheim

    In Neubauten löst die Wärmepumpe Gas- und Öl-Heizungen immer mehr ab. Auch Energiekonzepte wie die Fernwärme sind im Kommen. Bisher noch nicht weit verbreitet ist ein Modell, auf das die Stadt Bad Nauheim für ihre Neubaugebiete setzt: Die „kalte Nahwärme“. Ob Winter oder Sommer, Hausschuhe braucht Familie Michael das ganze Jahr nicht. Beim Bau ihres Hauses im Neubaugebiet Bad Nauheim Süd entschied sie sich für das Energiekonzept „kalte Nahwärme“. Erzeugt wird die nur wenige hundert Meter entfernt. Im Boden unter den Erdbeeren liegt eine Art überdimensionierte Fußbodenheizung, insgesamt 22.000 Quadratmeter Fläche auf zwei Schichten verteilt. Die Rohre sind mit Sole, also einer Salzlösung gefüllt, die die natürliche Wärme des Bodens aufnimmt und in die Häuser leitet. Insgesamt 400 Wohneinheiten werden so versorgt. Das Energiekonzept mit dem etwas widersprüchlichen Namen ist ein Pilotprojekt der Stadtwerke Bad Nauheim. Sebastian Böck, Stadtwerke Bad Nauheim: „Kalte Nahwärme ist erst mal ein Widerspruch, das stimmt. Es soll aber so ein bisschen verglichen werden mit der klassischen Fernwärme. Wir transportieren hier keine erzeugte Wärme durch den Boden, sondern die Umgebungstemperatur aus dem Erdreich, haben somit keinerlei Wärmeverluste, im Gegenteil, hier haben wir Wärmegewinne, was das ganze so effizient macht.“ Und so funktioniert‘s: Die Sole in den Rohren erwärmt sich durch die Bodentemperatur – im Jahresdurchschnitt – auf etwa 10 Grad. Deshalb spricht man von kalter Nahwärme. Weil das nicht warm genug ist zum Heizen, ist jedes Haus mit einer Wärmepumpe ausgestattet. Diese nutzt nicht wie viele andere die Außenluft und erwärmt sie, sondern komprimiert die in der Sole enthaltene Wärme. Das ist vor allem im Winter energieeffizienter. Denn der Boden, der die Sole erwärmt, kühlt nicht so stark ab wie die Luft. Für Familie Michael heißt das: warmes Wasser zum Händewaschen und eine angenehme Raumtemperatur über die Fußbodenheizung. Für die Anschaffung der Wärmepumpe gab es einen […]

  • Wolfsnachwuchs im Hanauer Wildpark

    Wolfsnachwuchs im Hanauer Wildpark

    Es gibt Nachwuchs im Hanauer Wildpark Alte Fasanerie: Acht kleine Wölfe! Bereits zum dritten Mal hat Wölfin Leyla Babys bekommen, jedes Mal ungeplant und diesmal ist auch völlig unklar, wer der Papa ist. Acht auf einen Streich. Es ist viel los im Hanauer Wolfsgehege. Zuckersüßer Baby-Alarm. Ende April hat Leyla die kleinen Wölfe auf die Welt gebracht, vollkommen unbeobachtet, vollkommen ungeplant und auch vollkommen unerklärlich! Marion Ebel, Wildparkbiologin: „Geplant war nichts, aber trotzdem ist es schön, dass sie da sind. Wir wollten eigentlich schon letztes Jahr keinen Nachwuchs. Der Rüde wurde sterilisiert und trotzdem gab es Nachwuchs, dann wurde der Rüde nochmal schlafen gelegt und es wurde noch mal geguckt, ob alles in Ordnung ist, es waren auch andere Tierärzte, die da geguckt haben und die haben auch gesagt, es ist alles in Ordnung. Trotzdem gab es Nachwuchs. Es war eine riesengroße Überraschung in diesem Jahr.“ Wer ist ihr Papa? Infrage käme der doppelt sterilisierte Romulus, vielleicht ein unerklärlich potenter Prachtbursche, oder auch die Schwerstern Cleo und Hilde, wenn da etwas bei der Geschlechtsbestimmung schiefgelaufen ist und auch Käthe käme infrage, sie oder er lebt seit Ende Februar in einem anderen Tierpark. Außer einem Wunder gibt es sonst eigentlich keine anderen Vaterschafts-Möglichkeiten. Marion Ebel, Wildparkbiologin: „Von daher kann ich Ihnen einfach nicht sagen, wo bei uns der Fehler liegt. Aber es ist so, dass es Nachwuchs gab und der ist auch kerngesund. Egal, wer jetzt der Papa war und wir werden auf alle Fälle in diesem Jahr noch ein größeres Augenmerk darauf legen, dass wir das Geschlecht richtig bestimmen, bei allen Achten.“ Das Mysterium um Vater Wolf. Es wird sich nicht mehr aufklären lassen. Die acht Welpen bleiben erst mal im Hanauer Wolfsrudel. Alle werden sterilisiert. Der weibliche Nachwuchs darf im Wildpark bleiben, der männliche wird wohl an andere interessierte […]

  • Erntestart für die Pfälzer Grumbeere

    Erntestart für die Pfälzer Grumbeere

    Das Wetter macht es den Landwirten dieses Jahr nicht wirklich leicht.  Zu viel Regen! Heute Vormittag ist die Kartoffelernte in Bobenheim-Roxheim in die Saison gestartet. Grumbeere heißt sie auf pfälzisch. Jedes Jahr zum Erntestart wird auch der neue Markenbotschafter der Pfälzer Grumbeere bekannt gegeben. Diesmal ist es ein echter Pfälzer Meister. Sogar ein zweifacher Meister, allerdings waren dabei mehr seine Füße und nicht seine Hände mit im Spiel. Zweimal wird Axel Roos mit dem 1. FC Kaiserslautern Deutscher Fußballmeister. Das mit dem Runden ins Eckige hat gut geklappt, bei der Frühkartoffelernte befindet sich der 59-Jährige auf ungewohntem Terrain. Axel Roos, Markenbotschafter Pfälzer Grumbeere Ich kann mir schon vorstellen, dass es anstrengend ist, den ganzen Tag hier zu arbeiten. Fast 200 000 Tonnen Kartoffeln werden jährlich hier geerntet. 265 Betriebe sind Mitglieder der Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere.  Der Name bedeutet auf Hochdeutsch Grundbirne. Grund, weil die Kartoffel im Boden wächst und Birne, weil ihre Form an eine Birne erinnert. Die Grundbirne oder der Erdapfel oder einfach die Früh-Kartoffel scheint Regen resistent zu sein. Die Ernte verläuft gut, heute sogar bei ein wenig Sonnenschein. Hartmut Magin, Vorsitzender Erzeugergemeinschaft Pfälzer Grumbeere Also wir sind froh, wenn die Sonne scheint, da kann man anders arbeiten auf dem Feld, die Kartoffeln kommen super raus aus dem Boden, wir haben beste Qualität. Wir ernten die Früh-Kartoffel bis zum 10. August, dann ernten wir natürlich die Kartoffel weiter, sie heißen dann einfach nur Speisekartoffel, können in der Spitze jetzt fast sogar 3000 Tonnen Kartoffeln täglich ernten, also wir sind fast die Versorger für ganz Deutschland. Wenn wir schon mal bei Deutschland sind, da muss die Frage an den Fußballexperten gestellt werden: Wie sieht es denn aus mit dem Titelgewinn bei der Heim-EM? Axel Roos, erfolgreichster Spieler des FCK Ich hoffe doch das Deutschland ganz weit kommt, natürlich im […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Klimaprotest vor Europawahl — Beschäftigte leiden unter Hitze — Ungetrübter Badespaß Klimaprotest vor Europawahl Wie hier in Frankfurt haben heute Anhänger der Klimabewegung „Fridays for Future“ in vielen Großstädten für Klimaschutz und Demokratie demonstriert. Kurz vor der Europawahl will die Bewegung ein Zeichen gegen den Aufschwung rechter Parteien setzen. Ein Rechtsruck auf EU-Ebene könne den Klimaschutz gefährden. Fridays for Future fordert den EU-weiten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas bis 2035. Außerdem sollen die Investitionen in erneuerbare Energien und klimaneutrale Energie verdoppelt werden. Das neue EU-Parlament müsse sich klar für Klimaschutz und Demokratie entscheiden. Beschäftigte leiden unter Hitze Der Klimawandel hat nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK deutliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt. In Hessen fühlen sich 17 Prozent der Beschäftigen im Job durch Hitzewellen stark belastet, in Rheinland-Pfalz sind es sogar 22 Prozent. Zudem zeigt sich laut DAK, dass es bei steigenden Temperaturen mehr Krankschreibungen unter anderem wegen Herz-Kreislauf-Problemen gibt. Die DAK fordert die Betriebe auf, die Arbeitsabläufe an die Hitzeperioden anzupassen und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter zu ergreifen. Ungetrübter Badespaß Mit einer Ausnahme ist die Wasserqualität in den 66 Badeseen in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Wie das Umweltministerium heute mitteilte, hätten das regelmäßige Überprüfungen durch die Gesundheitsämter und das Landesamt für Umwelt ergeben. Auch die Hessen können sich ohne Bedenken in ihren Badeseen vergnügen. Hier erhaben 57 der 61 Gewässer die Bestnote bekommen. Die Qualität der Badeseen wird auch während der Schwimmsaison regelmäßig überprüft.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Terrorprozess Frankfurt: Lebensgefährtin sagt aus — Viel Arbeit für Schnakenjäger — Timo Boll verabschiedet sich Lebensgefährtin sagt aus Im Frankfurter Terrorprozess gegen die mutmaßlichen Mitglieder der «Reichsbürger»-Gruppe um Heinrich XIII. Prinz Reuß hat dessen Lebensgefährtin heute Angaben zur Beziehung gemacht. Aus einer anfänglichen Bekanntschaft habe sich ein Liebesverhältnis entwickelt. Zudem habe sie seine Kunstsammlung betreut. Die 40jährige Russin steht als Unterstützerin der Gruppe vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft wirft Prinz Reuß vor, mit ihrer Hilfe Kontakt zur russischen Regierung gesucht zu haben, um Unterstützung zu erhalten. Laut Anklage soll die Gruppe einen gewaltsamen Umsturz geplant haben. Prinz Reuß soll dabei der Rädelsführer gewesen sein. Viel Arbeit für Schnakenjäger Die jüngsten Überschwemmungen entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse sorgen für Großeinsätze bei der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage KABS. Wie sie heute in Speyer mitteilt, sei der Larvenbestand entlang der Überflutungsgebiete in Hessen und Rheinland-Pfalz stark gestiegen. Um eine Schnakenplage zu verhindern, müssten die Experten in den betroffenen Gebieten sehr zeitnah den biologischen Wirkstoff ausbringen, mit dem die Larven getötet werden. Timo Boll verabschiedet sich Rekord-Europameister Timo Boll aus dem hessischen Erbach hat angekündigt, seine internationale Tischtennis-Karriere nach den Olympischen Spielen in Paris im Sommer zu beenden. Danach werde er noch eine Saison in der Tischtennis-Bundesliga spielen und dann endgültig aufhören. Der 43jährige sagte, er habe die Entscheidung lange vor sich hergeschoben. Aber mit zunehmenden Alter sei es ihm immer schwerer gefallen, sich nach Verletzungen wieder zurückkämpfen. Boll hielt sich 25Jahre lang an der Weltspitze. Viermal stand er auf Platz 1der Weltrangliste.

  • Gewitter und Starkregen in Rheinland-Pfalz

    Gewitter und Starkregen in Rheinland-Pfalz

    Und wir starten in die Sendung mit dem Unwetter, das heute besonders die Menschen im Westen und Süden von Rheinland-Pfalz zu spüren bekommen haben. Mit 50 bis 100 Litern pro Quadratmeter kam teilweise so viel Regen runter, wie sonst in einem Monat. Bäche und Flüsse traten über die Ufer. So wie hier im Kreis Trier-Saarburg. Viele Straßen sind überflutet. Keller und Wohnungen sind voll Wasser gelaufen. Polizei und Feuerwehr befinden sich im Dauereinsatz. Die Rettungskräfte versuchen durch immer neue Sandsack-Barrieren, die Fluten aufzuhalten. Aber die Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor Starkregen und Gewittern gilt für weite Teile des Landes bis in die Nacht hinein – es bestehe Lebensgefahr. Meteorologe Dominik Jung gibt folgenden Ausblick: Dominik Jung, Diplom-Meteorologe Diese ganzen Wassermassen, die schieben sich in den nächsten Stunden weiter Richtung Rheinland-Pfalz. Und das werden auch die Menschen merken, die ein bisschen weg wohnen von dem Starkregengebiet. Plötzlich steigen die Bach- und Flusspegel merklich an. Das gilt besonders für Nahe und Glan bei uns in Rheinland-Pfalz. Da muss man aufpassen. Da sind Campingplätze in der Nähe. Wer seinen Wohnwagen noch nicht weggebracht hat, sollte das schnell noch tun. Denn da besteht Hochwassergefahr. Aber bis morgen Früh dürften die Pegel dann langsam wieder fallen und die Lage entspannt sich.

  • Feldhamster werden ausgewildert

    Feldhamster werden ausgewildert

    Früher gejagt – heute geschützt. Jetzt geht’s bei uns um Feldhamster. Die Hessische Gesellschaft für Naturschutz ist jetzt einen ganz neuen Weg gegangen mit einer eigenen Aufzucht von Feldhamstern. Erstmals wurden nun die Tiere im hessischen Grüningen in ein natürliches Zuhause entlassen. Ein großer Tag für Michael. Der Europäische Feldhamster wird heute mit sieben anderen Artgenossen ausgewildert. Ein besonderer Moment auch für seine Pfleger, denn die Hamster stammen aus eigener Aufzucht. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Wir konnten den ganzen Tieren, die wir jetzt heute raussetzen beim Großwerden zugucken und es ist ein bisschen Trennungsschmerz mit dabei, aber die Vorfreude überwiegt auf jeden Fall, weil man weiß: Okay jetzt kann der Hamster wirklich in Freiheit leben und möglichst viele Nachkommen züchten. Das ist ja das, was wir eigentlich wollen.“ Das Hauptziel der Zuchtstation ist eine genetische Auffrischung der bestehenden Populationen. Durch die Ausbreitung des Menschen und dem Wandel der Landwirtschaft werden Bestände voneinander getrennt. Die Folge – Inzucht, Krankheiten und weniger Jungtiere. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Wir nehmen Männchen aus der einen Population und Weibchen aus der anderen Population, verpaaren die gezielt bei uns in der Zucht und dann werden die Tiere hier wieder rausgesetzt, um die Genetik der nächsten Population hier mit reinbringen zu können.“ Die Naturschützer bohren für die Auswilderung tiefe Löcher in den Boden und legen Futter dazu. Ein zusätzlicher Käfig soll die Tiere während ihrer ersten Eingewöhnung im neuen Zuhause vor Greifvögeln schützen. Für den Erhalt der Hamster spielt auch die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft eine zentrale Rolle, denn es braucht den aktiven Schutz im Feld. Valentina Baumtrog, AG Feldhamsterschutz „Es reicht nicht nur eine Fläche zu schaffen, die gut für den Feldhamster ist, sondern eben auch die Umgebung drumherum. Und da gibt es so eine Art Ernteverzichtmaßnahmen, nennen wir das Ganze. Also der Hamster mag Getreide […]

  • Schwere Unwetter sorgen für Schäden

    Schwere Unwetter sorgen für Schäden

    Starkregen, Hagel, Blitz und Donner – über Hessen und Rheinland-Pfalz sind gestern Abend teils heftige Gewitter und Unwetter hinweggezogen. Allein in Frankfurt musste die Feuerwehr in der Nacht mehr als 600 Mal ausrücken. Unter anderem war die A661 überschwemmt und musste zwischenzeitlich in beiden Richtungen gesperrt werden. Aus gleich drei Krankenhäusern musste die Feuerwehr Wasser pumpen. Die Patienten-Versorgung war aber nicht gefährdet. Auch sonst fällt das Fazit der Einsatzkräfte heute positiv aus. Trotz weggeschwemmter Fahrzeuge, Unfällen und überfluteter Keller seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Das Rhein-Main-Gebiet hat das Unwetter also ordentlich getroffen. Außerdem blickten viele besorgt auf die Wassermassen im Ahrtal im Norden von Rheinland-Pfalz. Die haben bei vielen böse Erinnerungen wachgerufen. Wassermassen strömen gestern Abend in Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Straße. Bilder, wie es sie hier zuletzt während der verheerenden Flutkatastrophe vor fast drei Jahren gab. Die Sandsäcke hat Kai Malik-Buchholz damals aufgehoben. Trotzdem hat das Wasser aus der Kanalisation den Keller der Familie überflutet und damit die Wunden der Vergangenheit wieder aufgerissen. Kai Malik-Buchholz, Anwohner Bad Neuenahr-Ahrweiler „Natürlich meine Frau, die hat natürlich noch das Trauma vom letzten Mal und da ist es natürlich gleich, wie soll ich sagen, es hat so ein bisschen höher geschlagen. Der Schwiegervater oben, der hat ja alles mitbekommen. Das war halt, wie soll ich sagen, ein Déjà-vu vom letzten Mal aber nicht ganz so schlimm, weil wir wussten, dass es nicht so schlimm kommen kann.“ Denn die Pegelstände bleiben dieses Mal deutlich unter dem Rekordstand von 2021. Dennoch führt der Dauerregen auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler dazu, dass Gullys überlaufen und Straßen unterspült werden. Schon früh rückt die Feuerwehr aus, pumpt Keller leer und sorgt dafür, dass Straßen und Wege möglichst befahrbar bleiben. Zwischenzeitlich gibt der Landkreis die zweithöchste Warnstufe aus und koordiniert die Einsatzkräfte aus der Technischen Einsatzleitung. Für genau solche […]

  • Kids an die Knolle

    Kids an die Knolle

    Die Pfalz ist – neben dem Weinbau – auch für Ihre Kartoffeln berühmt. Die „Pfälzer Grumbeere“. Doch wie wachsen Kartoffeln eigentlich, was brauchen sie und wie kommen sie letztendlich zu uns auf den Teller? Das können Kinder beim Projekt „Kids an die Knolle“ herausfinden. „Kids an die Knolle!“ Gesagt, getan. Schön in Reih und Glied setzen die Kinder der Grundschule Maikammer die Kartoffeln ins Hochbeet ihres Schulgartens. Marie, 9 Jahre alt „Man muss eine Rille erst mal machen und dann legt man die Kartoffeln tief rein. Dann macht man die Rille zu und gießt sie.“ Etwa eine Hand tief sollte die Rille sein. Worauf die 3. – und 4.-Klässler sonst noch achten müssen, erklärt Kartoffelbauer Hartmut Magin. Die Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ veranstaltet das Projekt „Kids an die Knolle“. Rund 200 Grund- und Sekundarschulen machen dieses Jahr mit. Hartmut Magin, Vorstand „Pfälzer Grumbeere“ „Also wir Bauern sind immer dran interessiert, dass auch Bürger sehen, wie das Lebensmittel produziert wird, vor allem die Kartoffeln in unserem Fall, weil man damit dann auch jetzt bei Kindern zum Beispiel sehen wir immer den Aspekt sehr gut, was man von klein an lernt, vergisst man eigentlich nicht. Und Kinder sollen auch begreifen lernen, sollen die Natur verstehen, sollen auch die Produktion lernen.“ Vom Auspflanzen über die Pflege und anschließende Ernte bis zur Verarbeitung in der Küche, das alles lernen die Kinder hier – praktisch am Beet und auch theoretisch im Klassenzimmer. Die Lernmaterialien stellt die Kartoffel-Erzeugergemeinschaft zur Verfügung. Die heutige Theorie-Lektion: Woher kommt der Name „Grumbeere“? Philipp, 10 Jahre alt „Weil vom Columbus sie nach Deutschland kam und weil das aussah wie eine Birne, manche, und dann hat man gesagt das ist die Grund-Birne und die Pfälzer haben dann halt anstatt Grund-Birne Grumbeere gesagt.“ Der erste Schritt zur schuleigenen Grumbeer-Ernte ist schon mal geschafft. Und […]

  • Feldhasen-Forschung im Pfälzerwald

    Feldhasen-Forschung im Pfälzerwald

    Meistens lebt der Feldhase auf freien Flächen, findet seine Nahrung auf Feldern und Wiesen. Aber es gibt auch Feldhasen, die im Wald leben, zum Beispiel im Pfälzerwald. Wie sie dort leben und wie die Hasen den Wald beeinflussen, das erforschen jetzt Wissenschaftler. „Dann hat man diesen Piepton dazwischen, das ist das Signal von dem Hasen. Jetzt versuche ich herauszufinden, wo es am lautesten ist, also sie ist auf jeden Fall irgendwo in diesem Gebiet, wo genau kann ich noch nicht sagen, aber wir würden dann einfach weiterfahren und gucken, ob wir irgendwo ein besseres Signal hereinbekommen.“ Mit einer Antenne und einem GPS-Empfänger fährt Stefanie Czaja durch den Pfälzerwald. Die Biologin ist auf der Such nach einer Häsin. Stefanie Czaja, Biologin „Wir finden sie schon recht regelmäßig, der erste Anlaufpunkt ist immer ein hohes Gebiet. Hier zum Beispiel sind wir recht hoch, wir haben einen guten Blick in die Täler, da hat man dann einfach ein besseres Signal, als wenn man vom Tal nach oben guckt.“ Zu Fuß geht die Suche nach der Häsin weiter. „Vielleicht da hinter der Kuppe. Mal gucken.“ Insgesamt vier Hasen sind von den Mitarbeitern der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft mit einem Sender ausgestattet worden. Hier hoppelt einer an einer Wildkamera vorbei. Stefanie Czaja, Biologin „Wir fangen die Hasen mit einem Netz, das an einer Drohne hängt, und die kriegen dann so ein Halsband um, einfach einen Silikonschlauch und daran hängt ein GPS-Sender mit einer kleinen Batterie.“ Die Forscher versuchen herauszufinden, was die Hasen im Wald machen, welche Kräuter und Blätter sie fressen und ob sie sich im Pfälzerwald überhaupt vermehren können. Stefanie Czaja, Biologin „Wir wissen auch nicht, wie der Feldhase auf den Wald wirkt. Jedes Tier, das im Wald lebt, hat einen Einfluss auf den Wald, wie der sich entwickelt. Darüber weiß man eben […]

  • Sturm richtet Schäden an

    Sturm richtet Schäden an

    Vor allem in Hessen hat der Frühjahrssturm seine Spuren hinterlassen. Bei Alsfeld verletzen sich zwei Autoinsassen, als sie in einen umgestürzten Baum krachen. Am Frankfurter Hauptbahnhof ging zeitweise nichts mehr. Und das Unwetter hat weitere Schäden angerichtet. Es sind Bilder der Verwüstung: Im südhessischen Ober-Ramstadt wird das Dach eines Mehrfamilienhauses fast komplett abgerissen. Die Feuerwehr und das technische Hilfswerk müssen die Überreste sichern, damit keine Teile auf eine benachbarte Schule stürzen. Verletzt wird zum Glück niemand. Frank Nitzsche, Stadtbrandinspektor Ober-Ramstadt „Die Lage auf Anfahrt war, dass wir gesehen haben, dass das Dach sich im Prinzip nach oben geklappt hatte, große Teile der Dachisolierung bereits auf der Straße gelegen haben und Bewohner das Gebäude bereits verlassen hatten.“ Glück auch für die Menschen in Schwalbach am Taunus, als zeitgleich eine Tennishalle teilweise einstürzt. Der Sturm reißt einen Teil des Daches und eine Außenwand heraus. Auf den Tennisplätzen befanden sich just in diesem Moment keine Spieler, da gerade eine kurze Pause zwischen zwei Matches war. Joachim Benner, Zugführer Feuerwehr Schwalbach „Die Personen, die in der Halle waren, haben geistesgegenwärtig die Halle verlassen, waren zum Glück schon außerhalb des Gebäudes. Es hatte hier diese Verkleidungsteile aus der Halle durch den Wind herausgedrückt.“ Die Tennishalle darf bis auf Weiteres nicht betreten werden. In Ober-Ramstadt konnten die Bewohner des Mehrfamilienhauses übergangsweise bei Bekannten und in einer Pension untergebracht werden. Wann sie ihr Zuhause wieder beziehen können, ist noch nicht klar.

  • Künstliche Intelligenz erkennt Vogelstimmen

    Künstliche Intelligenz erkennt Vogelstimmen

    Die Künstliche Intelligenz – sie kann uns Menschen in vielen Bereichen unterstützen, sei es in der Medizin, in der Verwaltung oder der Forschung. Und zum Beispiel auch beim Bestimmen von Vogelarten. Eigentlich eine mühsame Angelegenheit. Doch zwei Darmstädter wollen das mit Hilfe von KI ändern. Der Wald bei Darmstadt ist voller Geräusche und Leben. Die Heimat vom Rotkehlchen oder dem Buchfink. Nisse Kremser und Marc Neumann sind unterwegs, um Vögel zu beobachten. Die Taube können sie entdecken, andere nur hören. Marc Neumann, Student TU-Darmstadt „Ich habe selber ab und zu bei Zählungen mitgemacht, auch beim NABU, und hatte dann das Gefühl, das ist erstaunlich schwierig. Also ich fand es immer sehr schwierig auch aus dem Geräusch her die Vögel auseinanderzuhalten. Und als ich dann eben angefangen habe zu studieren, Computational engineering hier an der TU-Darmstadt, ist mir dann aufgefallen, das könnten wir doch mittlerweile vielleicht auch über KI lösen.“ Die Idee ist, einen kleinen Kasten, den „Bird-Mapper“, in den Baum zu hängen, der stundenlang die Vogelgesänge aufzeichnet. Die Künstliche Intelligenz identifiziert die verschiedenen Arten und zählt sie. Daraus können die beiden Hobby-Ornithologen dann eine Karte erstellen. Gerade durch das Artensterben gewinnen diese immer mehr an Bedeutung, denn schon einige Spezien wie die Schleiereule sterben aus. Da die vor Allem nachtaktiv sind, fallen sie beim Vogelzählen meist durchs Raster. Die Technik ist für die beiden aber auch ökonomisch sinnvoll. Nisse Kremser, Mitgründer „Bird-Mapper“ „Weil Menschen kosten sehr viel Geld und Menschen sind auch oft nicht so genau. Und so können wir dieses Gerät sowohl in den Westerwald hinhängen als auch irgendwo in Schleswig-Holstein. Und das hat genau die gleiche Datengrundlage und wir können die Daten dadurch besser vergleichen.“ Die Entwicklung gestaltet sich jedoch schwierig, denn die künstliche Intelligenz muss Marc Neumann selbst bauen und sie mit möglichst vielen Vogelgesängen füttern. Marc […]

  • Gerettete Feuersalamander im Frankfurter Zoo

    Gerettete Feuersalamander im Frankfurter Zoo

    Anfang März beschlagnahmte die Frankfurter Stadtpolizei an einem Busbahnhof eine Plastiktüte mit ziemlich ungewöhnlichem Inhalt: 49 Feuersalamander. Die Tiere drohten zu ersticken, wurden schnell aus dem Beutel befreit und in den Frankfurter Zoo gebracht, wo sie nun aufgepäppelt werden. Unter den Ästen, zwischen Laub und Moos haben sie es sich gemütlich gemacht. Nach ihrer Ankunft im Zoo mussten die Feuersalamander erst mal in eine sterile Quarantäne, damit sie keine Infektionskrankheiten einschleppen. Wochen, nachdem sie aus dem Plastikbeutel befreit wurden, ist endlich wieder klettern angesagt. Simon Rohner, Zoo Frankfurt „Mit Sicherheit waren die Tiere hochgradig gestresst. Das heißt, bei uns wurde erst mal wert drauf gelegt, dass die Tiere Ruhe haben, die wurden natürlich auch durchgecheckt und entwurmt zum Beispiel.“ Was die Tiere in der Tüte zu suchen hatten, ist noch unklar. Die Stadtpolizei geht von unerlaubter Einfuhr aus und hat Anzeige erstattet. Vermutlich stammen die Feuersalamander aus Osteuropa. Dort könnte sie jemand in der Natur eingesammelt haben, um sie hier zu verkaufen. Simon Rohner, Wildtierforscher „Das kann natürlich sein, das wäre dann Wilderei, es ist eine geschützte Tierart, die man eigentlich aus der Natur nicht entnehmen darf.“ Auch hier in Deutschland sind die Tiere heimisch, zum Beispiel im Taunus, und gelten als gefährdet. Kurz nach ihrer Ankunft zeigte sich: Einige Weibchen waren trächtig. Jetzt kümmert sich der Zoo um 49 erwachsene Tiere und 14 Larven. Der Nachwuchs ist separat untergebracht, in diesen Wasserbehältern. Denn er ist noch in der sogenannten aquatischen Phase, braucht kaltes und fließendes Wasser. Simon Rohner, Zoo Frankfurt „Die Larven füttern wir mit Daphnien, das sind Wasserflöhe, die wir morgens immer frisch aus dem Kamelgraben im Zoo fischen, bestes Futter aus der Eigenproduktion. Dann nach einigen Wochen bis Monaten wandern die Tiere aktiv an Land, das heißt in dem Fall werden wir dann Wurzeln rein legen zum […]

  • 20 Jahre Nationalpark Kellerwald-Edersee

    20 Jahre Nationalpark Kellerwald-Edersee

    Der Nationalpark Kellerwald-Edersee: Ein Urwald auf fast 8000 Hektar, in dem die Natur sich selbst überlassen wird und damit Lebensraum für ganz seltene Tier und Pflanzenarten bietet. Gestern hat der Nationalpark seinen 20. Geburtstag gefeiert, doch der Weg bis zum heutigen Erfolgsprojekt war anfangs ganz schön steinig. Knorrige uralte Bäume, wilde Bachläufe oder Wurzeln die sich an karge Felshänge klammern … so kann die Natur aussehen, wenn man sie einfach machen lässt. Das Prinzip im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Ein ausgedehntes Meer aus Rotbuchen, für Mitteleuropa in dieser Form einmalig. Achim Frede, Nationalpark Kellerwald-Edersee „Hinter mir sehen sie eins der wertvollsten, großen Altbuchenwaldgebiete, die wir in Deutschland und sogar ganz Mitteleuropa haben. Und die sind quasi am Ende dieser Wert. Sowas gibt’s sonst kaum woanders, das ist unzerschnitten von Straßen. Mitteleuropa ist ja früh besiedelt, die Wälder früh gerodet worden und hier ist mal etwas übrig geblieben, was eigentlich Ur-Natur in Europa wäre und in Deutschland.“ Achim Frede hat das Projekt Nationalpark vor 20 Jahren mit aufgebaut. Anfangs gab es viel Gegenwind. Und Ängste in der Bevölkerung. Achim Frede, Nationalpark Kellerwald-Edersee „Viele Fakenews würde man heute sagen. ‚Ihr dürft nicht mehr in den Wald, auf dem Edersee fahren keine Schiffe mehr‘, solche unwahren Geschichten. Und dann mussten wir gegen ankämpfen, erklären. warum man ein großes Waldgebiet aus der forst- und landwirtschaftlichen Nutzung nimmt und was das für die regionale Entwicklung und das Naturerleben eigentlich bedeuten kann.“ Für die Naturvielfalt bedeutet der Nationalpark, dass sich fast 12.000, teils seltene und gefährdete Arten ungestört entfalten können. Darunter Eiszeit- und Urwaldrelikte. Nur sieben Jahre nach der Gründung folgt der Ritterschlag: Die Aufnahme ins UNESCO Weltnaturerbe. 2020 dann sogar auf Wunsch der Anwohner die Nationalparkerweiterung um fast 2000 Hektar. Zum 20. Geburtstag gratuliert auch Forstminister Ingmar Jung und würdigt die Entwicklung von Hessens einzigem Nationalpark. Ingmar […]