Wirtschaft

  • Gute und schlechte Nachrichten: Jahrespressekonferenz der Deutschen Bank in Frankfurt

    Gute und schlechte Nachrichten: Jahrespressekonferenz der Deutschen Bank in Frankfurt

    Deutschen Bank hat heute in Frankfurt starke Zahlen präsentiert. 2025 stieg der Gewinn bei Deutschlands größtem Geldhaus im Vergleich zum Vorjahr massiv an. Getrübt wird dieser Erfolg allerdings durch die Vorkommnisse von gestern. BKA-Ermittler untersuchten Gebäude der Bank wegen des Verdachts der Geldwäsche. Ein Thema, an dem auch Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing heute bei der Bilanzpressekonferenz nicht vorbeikam. Den unangenehmsten Teil seiner Rede räumt der Deutsche-Bank-Chef heute gleich zu Beginn ab. Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank „Wie Sie wissen, hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt gestern eine Ermittlungsmaßnahme bei uns durchgeführt. Nach den Informationen, die uns vorliegen, geht es um Transaktionen aus den Jahren 2013 bis 2018. Ausgangspunkt ist eine vorgeblich zu spät abgegene Geldwäscheverdachtsanzeige. Und auf dieser Basis prüft die Staatsanwaltschaft, ob es Anhaltspunkte für mögliche Geldwäsche gibt.“ Man unterstütze die Behörden bei der Aufklärung. Mehr will Christian Sewing heute nicht zur Razzia vom Vortag sagen. Viel lieber spricht er über die guten Zahlen seiner Bank: Mit 7,1 Milliarden Euro erzielt sie 2025 den zweitgrößten Gewinn nach Steuern der Unternehmensgeschichte. Die Kosten sind gesunken, der Aktienkurs hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt und auch die Dividende steigt deutlich. Auf 1 Euro je Aktie. Die Deutsche Bank soll zu einer globalen Hausbank werden und endlich wieder eine Führungsrolle übernehmen, so Sewing. Christian Sewing, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bank „Wir wollen der europäische Champion sein. Das ist die Vision, die uns antreibt. Jeden Tag. Europäischer Champion zu sein heißt: Marktführerschaft in den wichtigsten Segmenten. Mit einer breiten Präsenz. Einem starken und insbesondere in dieser Welt globalen Netzwerk. Und einem erstklassigen Produkt und Beratungsmodell.“ Vorantreiben will die Bank den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Im Wettbewerb mit anderen Banken plane man mit modernsten Plattformen und den weltweit höchsten Renditen. Große Töne von Deutschlands größter Bank. Daran ändern auch die schlechten Nachrichten von gestern nichts.

  • Berechtigt oder Schnapsidee? Landtag RLP diskutiert über Teilzeit-Verbot

    Berechtigt oder Schnapsidee? Landtag RLP diskutiert über Teilzeit-Verbot

    Wir starten mit einem aktuell viel diskutierten Thema: Dem Vorstoß des CDU-Wirtschaftsflügels, das Recht auf Teilzeit einzuschränken, um die Wirtschaftskraft zu stärken. Rund 40% der Erwerbstätigen haben laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung im Jahr 2025 in Teilzeit gearbeitet. Das ist die höchste Quote in der EU. Doch der Vorschlag ist stark umstritten – auch innerhalb der Union. Heute war das Thema auf der Agenda im rheinland-pfälzischen Landtag. Diffamierung der Beschäftigten, Schnapsidee, Einschränkung der Freiheit. Die Abgeordneten im rheinland-pfälzischen Landtag sind sich einig: Der Vorschlag des CDU-Wirtschaftsflügels, das Recht auf Teilzeit einzuschränken, sei kein guter. Vor allem aber sei es kein Landesthema, kritisiert die CDU. Helmut Martin (CDU), Abgeordneter Landtag RLP „Der Antrag behandelt eine Idee, die nur in der Gesetzgebungskompetenz des Bundes überhaupt umgesetzt werden könnte und der nicht einmalig zustimmungspflichtig wäre im Bundesrat.“ Außerdem habe der Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Gordon Schnieder, den Vorschlag direkt als Schnapsidee bezeichnet. Der in der Dabatte heute aber schweigt. Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Fraktionsvorsitzende Landtag RLP „Das hätten Sie hier klarstellen können. Aber ja, stattdessen schicken Sie hier den armen Dr. Martin in die Bütt, der versucht abzulenken.“ Viele Menschen könnten wegen unzureichender Rahmenbedingungen nicht Vollzeit arbeiten, sagt die FDP. Und: Steven Wink (FDP), Fraktionsvorsitzender Landtag RLP „Arbeit muss sich lohnen. Und da reden wir über Steuern und Abgaben runter. Da reden wir über Nettoanreize, zum Beispiel, dass wenn ich mehr Arbeite, ich aber weniger Geld haben, weil ich in die andere Progressionsstufe reinkomme.“ Die Grünen sprechen von einem katastrophalen Signal an die Bürger. Ebenso die AfD. Jan Bollinger (AfD), Fraktionsvorsitzender Landtag RLP „Solche Vorwürfe, meine Damen und Herren, sind eine Ohrfeige für jeden Arbeitnehmer, der tagtäglich aufsteht, sich über marode Straßen durch den Stau quält oder mit einem dysfunktionaler ÖPNV zur Arbeit fährt, um seine Arbeitsleistung zu erbringen.“ Daniel […]

  • Vor Landtagswahl in RLP: Wirtschafts-Wahlgipfel der Parteien

    Vor Landtagswahl in RLP: Wirtschafts-Wahlgipfel der Parteien

    Noch knapp zwei Monate bis zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Gestern Abend haben sich sämtliche Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien bei der Industrie- und Handelskammer in Mainz erstmals gemeinsam auf einer Bühne präsentiert. Hauptthema: Natürlich die Wirtschaft. – Wir waren bei der Elefantenrunde mit dabei – und haben uns vorher schon mal bei einem Logistikunternehmer aus Bingen erkundigt, wo unserer heimischen Wirtschaft zurzeit am meisten der Schuh drückt. Daniel Hensel führt die Firma „Hensel Logistik“ bereits in 6. Generation. Gerade erst ist er mit seinem Unternehmen und den rund 120 Mitarbeitern von Mainz nach Bingen auf die grüne Wiese gezogen. Eigentlich, so sagt er, gehe es seiner Firma gar nicht schlecht – der Blick in die Zukunft bereite ihm aber schon Sorgen. Daniel Hensel, Geschäftsführer Hensel Logistik „Was die Rahmenbedingungen angeht, wird es immer schwieriger. Mit Blick auf unsere Infrastruktur, die uns große Sorgen bereitet, sehen wir da leider etwas düster in die Zukunft. Die Logistik, die Transportwirtschaft, das ist der Blutkreislauf unserer Wirtschaft. Ohne einen Kreislauf gibt es einen Herzinfarkt. Und da steht unsere Wirtschaft gerade davor.“ Von der Politik erwartet Hensel vor allem eines: Ein glasklares Bekenntnis zur Wirtschaft und dem Standort Rheinland-Pfalz. Größtes Problem der Logistik-Branche sei derzeit der Fachkräftemangel. Wie der zu beheben sei – genau das will Daniel Hensel von den Landespolitikern wissen. In der Elefantenrunde bei der IHK – moderiert von „17:30 Sat,1 live“-Moderator Markus Appelmann  – stellen die Spitzenkandidaten aller im Landtag vertreten Parteien aber erstmal ihre Vision einer erfolgreichen Wirtschaftspolitik vor. Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz „Wirtschaftspolitik nach meiner Auffassung ist nichts, was ich in der Staatskanzlei entwickle und dann über das Land werfe, sondern was ich im Dialog mit den Akteuren der Wirtschaft mache. Zuhören, agieren, immer wieder auch handeln. Und ich biete Ihnen an, dass wir diese Vision gemeinsam erfüllen.“ […]

  • Jahresausblick der Wohnungswirtschaft

    Jahresausblick der Wohnungswirtschaft

    Es ist ein Dauerthema: der Wohnungsbau steckt in einer Krise – in Hessen fehlen laut einer aktuellen Studie derzeit 86.000 Wohnungen, in Rheinland-Pfalz sogar 133.000. Das liegt vor allem daran, dass die Baukosten seit Jahren kräftig steigen. Die Situation ist besorgniserregend, sagt der Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft. Wunsch und Realität, sie klaffen beim Wohnungsbau immer weiter auseinander. Um den Bedarf zu decken, müssten in Hessen bis 2030 jährlich etwa 27.000 Wohnungen gebaut werden. Doch 2024 waren es lediglich 18.000, rund 16 Prozent weniger als im Vorjahr. Für 2025 rechnet der VdW südwest mit einem weiteren deutlichen Rückgang. Axel Tausendpfund, Vorstand VdW südwest „Die Baupreise sind viel stärker gestiegen als die Mieten oder auch als die allgemeine Inflationsrate. Und das bedeutet, dass wenn heute gebaut wird, Mieten von bis zu 20 oder sogar 22 Euro pro Quadratmeter verlangt werden müssen, die sich natürlich die allerwenigsten Menschen leisten können. Das Produkt Bauen ist also viel zu teuer geworden.“ Und zwar hessenweit 37 Prozent teurer in den vergangenen fünf Jahren. Das liege an Lieferengpässen, gestiegenen Zinsen und Materialkosten, aber auch an hohen Auflagen. Der Verband begrüßt daher die jüngst vom Landtag novellierte Bauordnung. Die sieht gelockerte Auflagen etwa bei Auto-Stellplätzen vor, Dächer aufzustocken und auszubauen soll künftig leichter werden. Dennoch brauche es dringend ein zweites Baupaket mit niedrigeren Standards für Neubauten. Axel Tausendpfund, Vorstand VdW südwest „Das können Komfortstandards sein, das können Schallschutzstandards sein. Das können aber auch Standards beim Brandschutz zum Beispiel sein, auch bei der Barrierefreiheit, auch bei der Energetik. Denn diese Standards sind mittlerweile so hoch, dass es einfach gar nicht mehr möglich ist, günstig zu bauen.“ Damit der Bau-Turbo zündet, der seit Ende Oktober bundesweit beschleunigte Bauverfahren ermöglichen soll, müssten Kommunen nun ihre Spielräume nutzen. In Hessen fehle es vor allem an Sozialwohnungen, wie Zahlen aus dem vergangenen Jahr […]

  • Start-ups präsentieren sich

    Start-ups präsentieren sich

    Wie kommt man vom Geistesblitz, über die Geschäftsidee – am Ende dazu, ein Unternehmen zu gründen? Gar nicht so einfach. Genau hier will ein Studentenverband im Rhein-Main-Gebiet helfen und die Chance bieten, die eigene Idee zu ‚demonstrieren‘. „Demo Day“ hieß es in Mainz. Ob ein KI-gestütztes Pflegerufsystem, modernste Dämmungsplatten oder Produktionsroboter. Beim „Demo Day“ im rheinland-pfälzischen Landtag haben ein dutzend Start-ups die Chance, ihr Produkt einer Jury vorzustellen. Und das bitte knackig in vier Minuten! Mit dabei drei Darmstädter Studenten, die mit künstlicher Intelligenz Pflegekräfte in Krankenhäusern entlasten wollen. Profitiert haben sie bereits im Vorfeld vom Austausch mit den anderen Teilnehmern. Rostislav Iskandirov, Start-up „Mediem“ „Man hat da so ein Gemeinschaftsgefühl und mehr Motivation, zu arbeiten. Aber es gab bei ‚Launch‘ auch viele persönliche Coachings. Man konnte Coaches anfragen, die haben uns dann super geholfen bei Problemen, die wir gerade hatten.“ „Launch“ – das ist der  Dachverband der Uni-Netzwerke im Rhein-Main-Gebiet. Vor zwei Jahren gegründet, um gezielt Start-ups von Studenten zu unterstützen. Jan Fabig, Präsident „Launch Rhein-Main“ e. V. „Gerade am Anfang sind vor allem Wissensaustausch und Erfahrung Themen, von denen jedes Start-up zehren kann. Egal, wie hoch man hinaus will. Am Anfang ist es immer wichtig, dass einem Leute beiseite stehen, die in der jeweiligen Branche oder in dem jeweiligen Thema, wo man gerade eine Frage hat, unterstützen.“ Beim „Demo Day“ kündigt Ministerpräsident Alexander Schweitzer an, Bürokratie weiter abzubauen, um junge Start-ups zu unterstützen. Den ersten Platz belegt am Ende eine Gruppe der TU Darmstadt, die mit ihrem KI-Sprachassistent „Tooliip“ Parkinson-Patienten im Alltag unterstützen will. „Du hast mir heute Morgen um 8 Uhr deine letzte Medikamenteneinnahme mitgeteilt. Wie fühlst du dich gerade?“ Das Preisgeld: 10.000 Euro, die die Studenten gleich weiter investieren wollen. Max Gudzent, Start-up „Tooliip“ „Uns hilft das enorm. Wir sind gerade in den Zügen, wo wir […]

  • Schott legt Jahreszahlen vor

    Schott legt Jahreszahlen vor

    Der Spezialglashersteller Schott, der in Mainz rund 3.000 Mitarbeiter beschäftigt, hat zu kämpfen: mit hohen Energiepreisen, geringer Kauflaune und US-Zöllen, die jetzt nochmal steigen. Das alles trübt auch die Bilanz des letzten Geschäftsjahres. Trotzdem ist der Ausblick der Verantwortlichen positiv – und das ist durchaus wörtlich zu nehmen. Der Blick in die Zukunft – so könnte er aussehen. Diese Augmented-Reality-Brille hat ein eingebautes Computer-Display im Glas. Auf diesem kann sich der Brillenträger zum Beispiel Texte in fremder Sprache übersetzen lassen. Schott produziert die Gläser dieser Brillen – über ein Dutzend Arbeitsschritte sind dafür nötig. Der Konzernchef erwartet dank dieser Innovation eine Revolution unseres Alltags. Torsten Derr, Vorstandsvorsitzender Schott AG „In Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz bieten diese Augmented-Reality- oder Display-Brillen ungeahnte Möglichkeiten. Und viele unserer Kunden sagen: Diese Brillen werden in ca. zehn Jahren das Handy disruptieren, also ersetzen.“ Die Nachfrage nach den Brillen sei enorm, deshalb will Schott die Produktion in diesem Jahr verdoppeln. So viel Zukunftsmusik kann die triste Gegenwart jedoch nur zum Teil überlagern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stagnierte der Umsatz des Konzerns. Der Gewinn brach  fast um die Hälfte ein, auf 165 Millionen Euro. Zu altbekannten Problemen wie dem Fachkräftemangel und hohen Energiekosten in Deutschland gesellen sich immer mehr globale Krisen – wie zuletzt die Ankündigung noch höherer Zölle durch US-Präsident Donald Trump. Torsten Derr, Vorstandsvorsitzender Schott AG „Sollte es zu einer weiteren Erhöhung kommen, um 10 Prozent oder um 25 Prozent: Da ist kein Fett mehr am Knochen, was wir da noch opfern können. Das wäre ne Katastrophe. Nicht nur für Schott, sondern für viele deutsche Unternehmen. Und das würde nicht nur deutsche Unternehmen, sondern europäische Unternehmen oder amerikanische Unternehmen stark schädigen.“ Um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten, setzt Schott auf Innovationen, zum Beispiel in der Halbleiter-Industrie oder der Raumfahrt. Traditionelle Geschäftsfelder wie Haushaltsgeräte spielen aktuell eine untergeordnete […]

  • Viel Traffic am Frankfurter Internetknoten

    Viel Traffic am Frankfurter Internetknoten

    Wie oft hatten Sie heute schon Ihr Handy in der Hand? Im Durchschnitt schauen wir hundert Mal am Tag aufs Smartphone. Da werden natürlich jede Menge Daten produziert und viele davon laufen in Frankfurt zusammen. Hier sitzt nämlich Europas größter Internetknoten DE-CIX. Dort wurde heute eine Zahl der Superlative veröffentlicht. Ein etwas skurriler Ort: Deckenhohe Rechner, lautes Gebrumme. Und in aller Regel ist hier keine Menschenseele. Hinter dem Geblinke und Getöse versteckt sich aber all das, was Menschen tagtäglich digital zusammenbringt. Hier laufen die Daten von Videocalls zusammen, kurzen Textnachrichten oder großen Sportereignissen. Thomas King, Technikvorstand DE-CIX „Der höchste Wert, den wir gemessen haben, der war am 09. Dezember 2025. Wer sich erinnert, da war das Champions-League-Spiel von Eintracht Frankfurt gegen FC Barcelona. Eintracht Frankfurt hat ja in der ersten Halbzeit sogar 1:0 geführt. Dann leider doch 2:1 verloren. Und genau zu diesem Zeitpunkt haben wir den höchsten Wert gemessen, weil eben Livesport-Events für uns Treiber sind für den Datendurchsatz.“ 79 Exabyte, oder: 2,2 Millionen Jahre lang durchgehendes Streaming  einer  Serie.  So viel Datenverkehr gab es im vergangenen Jahr weltweit an den Internetknotenpunkten von DE-CIX. Ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine Infrastruktur, die unseren gesamten Alltag bestimmt – und ihn angreifbar macht. Thomas King, Technikvorstand DE-CIX „Neben der ganzen geopolitischen Veränderung, die wir wahrnehmen, ist Sicherheit grundsätzlich ein Thema. Und da wir Infrastrukturen betreiben, geht das auch immer darum, Redundanzen aufzubauen. Das heißt, wir wollen sicherstellen, dass wenn es irgendwo eine Störung gibt, also wenn das zum Beispiel auch nur eine Wartung ist, dass wir ein Gerät außer Betrieb nehmen müssen für eine Wartung, wollen wir sicher sein, dass die Aufgabe ein anderes Gerät übernehmen kann.“ Allein in Frankfurt betreibt DE-CIX 40 Standorte. Eine Branche der Superlative. Die aber auch super viel Strom benötigt. Da gerät […]

  • Zollstreit mit den USA

    Zollstreit mit den USA

    Es sind keine guten Nachrichten für die Unternehmen hier bei uns in Hessen und Rheinland-Pfalz. Im Streit um Grönland will Donald Trump die EU mit neuen Zöllen zum Einlenken bewegen. Am Wochenende hat der amerikanische Präsident angekündigt, Deutschland und sieben weitere Staaten ab Februar mit neuen Zöllen zu belegen. Damit liegt auch das eigentlich mit den USA vereinbarte Zoll-Abkommen auf Eis. Und das heißt: Die Hängepartie geht weiter. Auch für die Unternehmen hier bei uns. Die USA sind für Hessen der wichtigste Exportpartner – weit vor Frankreich und Polen. Von Januar bis Oktober 2025 wurden Waren im Wert von rund 9,5 Milliarden Euro von Hessen aus in die USA exportiert. Und auch für die rheinland-pfälzischen Unternehmen spielen die USA eine große Rolle. Die Vereinigten Staaten sind der zweitgrößte Exportpartner von Rheinland-Pfalz – knapp hinter Frankreich. Die Unternehmen hier exportierten in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres Waren im Wert von rund 4,1 Milliarden Euro in die USA.

  • Wirtschaftsministerin Schmitt zum Zollstreit

    Wirtschaftsministerin Schmitt zum Zollstreit

    Die USA sind der wichtigste außereuropäische Handelspartner für Rheinland-Pfalz. Über die neuen US-Zollpläne spricht Markus Appelmann mit der Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt. Markus Appelmann, Moderator: Hallo. Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin RLP: Hallo Herr Appelmann. Appelmann: Frau Schmitt, der Außenhandel ist Ihr Thema im Ministerium. Wenn diese Strafzölle nun kommen, wie sehr würde das die rheinland-pfälzischen Unternehmen treffen? Schmitt: Das trifft unsere rheinland-pfälzische Wirtschaft ganz besonders. Wir sind ein exportstarkes Bundesland. Unsere Unternehmen, egal ob Maschinenbau, ob die chemische, die pharmazeutische Industrie, viele Mittelständler liefern in die USA. Und wenn diese Zölle jetzt erneut kommen zu dem Zollsatz, der sowieso schon im Raum steht, trifft es die Wirtschaft enorm in einer Zeit, wo wir in einer Rezession sind und der Außenhandel von enormer Bedeutung. Appelmann: Noch ist vieles unklar. Was aber klar ist: Die Unternehmer in Rheinland-Pfalz sind verunsichert. Was raten Sie ihnen? Schmitt: Zunächst mal glaube ich, dass es Teil der Trumps Politik ist, die Unternehmer weiter zu verunsichern, zu zermürben. Und deswegen ist es wichtig, dass wir jetzt mit den Unternehmen schauen: Wie kann man sich darauf einstellen? Mein Appell ist, sich möglichst breit aufzustellen, sowohl bei den Absatzmärkten als auch im Einkauf zu schauen, möglichst viele Länder in den Blick zu nehmen. Und genau hier unterstützen wir die rheinland-pfälzischen Unternehmen ganz konkret mit unserem Außenwirtschaftsprogramm. Appelmann: Die Europäische Union will sich nun mit Gegenzöllen wehren. Das ist gerade Thema in Brüssel. Droht da nicht der Handelsstreit zu eskalieren? Schmitt: Zölle und Gegenzölle schaden allen. Und vor allen Dingen beobachten wir, wenn politische Themen mit wirtschaftlichem Druck scheinbar beantwortet werden sollen, dass die Wirtschaft, die Unternehmen und letztendlich die Verbraucher darunter leiden. Und deswegen muss jetzt Frau von der Leyen klar verhandeln. Sie muss klar auch zeigen, was wir zu bieten haben, und Donald Trump hier die Stirn bieten. Appelmann: […]

  • Letzter Kühlturm in Biblis wird abgerissen

    Letzter Kühlturm in Biblis wird abgerissen

    2017 hat der Rückbau des ehemaligen Atomkraftwerks in Biblis begonnen – und das ist ein langer Prozess. 2023 ist der erste der vier Kühltürme gefallen – heute Mittag der letzte. Vorab gab es Protest: Eine Petition mehrerer Naturschutzverbände mit über 10.000 Unterschriften wollte den Abriss des Turms stoppen. Mit einem lauten Krachen fällt der 80 Meter hohe Turm in sich zusammen. Siebeneinhalb Tonnen Beton. Statt einer Sprengung wurde dem Turm von innen heraus nach und nach die Stabilität genommen. Ralf Stüwe, Rückbau-Leiter „Letzten Endes endete es darin, dass unten einige Stützen weggenommen werden, in diesem Fall waren es knapp 5 und bei der 5. ist der Kühlturm dann in sich kollabiert. Der ganze Bereich ist abgesperrt, das ist weiträumig isoliert, da ist niemand vor Ort, da ist ein ferngesteuertes Gerät, ein ferngesteuerter Bagger, der diese Stützen demontiert.“ Dass der Turm nun Geschichte ist, gefällt nicht allen. Tierschützer bemängeln, dass sich unter den Kühltürmen Mehlschwalben angesiedelt hätten, die nun ihr Habitat verlieren. Aktuell sind die Zugvögel zum Überwintern in Afrika. Wenn sie im März zurückkommen, und ihre Nester nicht mehr finden, befürchtet der Verein Wildtierschutz Deutschland, wird die gesamte Population zusammen brechen. RWE weiß von den Vögeln und hat als Ausweichmöglichkeit bereits solche Schwalbentürme aufgestellt. Diese seien aber ungeeignet, so die Tierschützer. Florinde Stürmer, Wildtierschutz Deutschland e.V. „Sie sind positioniert in der Nähe von Bäumen und sie sind deutlich niedriger als das bisherige Habitat an dem 80 Meter hohen Kühlturm, deswegen sind wir hier und möchten gerne, dass RWE auch tatsächlich wirksame CEF-Maßnahmen für die Umsiedlung dieser Mehlschwalben vorstellt und umsetzt.“ RWE beruft sich darauf, dass man die vom Landkreis vorgeschriebenen Maßnahmen umgesetzt habe. Die Petition sei diese Woche dann zu spät gekommen – der Abriss sei bereits im Gange gewesen und nicht mehr zu unterbrechen. Im Gegensatz zu den vorherigen […]

  • Was bewirkt der neue Industriestrompreis?

    Was bewirkt der neue Industriestrompreis?

    Viele Unternehmen ächzen unter dem Druck hoher Energiekosten. Vor allem der Strompreis für die Industrie ist in Deutschland deutlich höher als in vielen anderen Ländern. Das soll sich ändern: Die Bundesregierung plant, den Industriestrom-Preis auf 5 Cent zu drücken. Was erst mal gut klingt, birgt jedoch viele Einschränkungen und Auflagen. Wir haben zwei Unternehmen besucht, die sagen: Wirkliche Entlastung sieht anders aus. In der Eisengießerei DIHAG Gienanth im pfälzischen Eisenberg laufen die Öfen. Damit das Eisen schmilzt, muss es auf etwa 1500 Grad erhitzt werden. Dafür ist viel Energie nötig, der Stromverbrauch des Unternehmens liegt bei 160 Gigawattstunden pro Jahr, was dem von rund 50.000 Haushalten entspricht. Die Kosten dafür machen mehr als ein Drittel der Produktionskosten aus. Ein klarer Wettbewerbsnachteil. Faruk Akar, Werksleiter Eisengießerei DIHAG Gienanth Eisenberg „International sehr schwierig. Wenn man mal überlegt, dass China mit 30 Prozent oder Türkei, die ja quasi vor der Haustür Europas steht, sehr kurze Wege zu uns hat, auch nur 30 Prozent der Industriestromkosten hat, was wir hier in Deutschland haben. Auch gegenüber anderen EU-Ländern stehen wir in Deutschland schon extrem unter Druck.“ Aktuelle Zahlen belegen: Im Jahr 2024 war der Strompreis für deutsche Unternehmen mit rund 17 Cent pro Kilowattstunde deutlich höher als bei den europäischen Nachbarn und mehr als doppelt so hoch wie in den USA und China. Das liegt vor allem an höheren staatlichen Abgaben und Netzkosten. Entlastung soll ein neuer Industriestrompreis bringen, mit 5 Cent pro Kilowattstunde – der allerdings nur für die Hälfte des Verbrauchs gilt. Befristet auf drei Jahre, außerdem muss die Hälfte der Fördersumme in umweltfreundliche Technologien reinvestiert werden. Eine komplette Umstellung von Kohle- auf solche Elektroöfen würde die Eisengießerei allerdings hohe Millionensummen kosten. Faruk Akar, Werksleiter Eisengießerei DIHAG Gienanth Eisenberg „Da brauchen wir einfach wegweisende Impulse von der Regierung, von der Politik, die uns […]

  • Schaltgespräch mit Arne Rössel von der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz

    Schaltgespräch mit Arne Rössel von der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz

    Viel Verwirrung um den Industriestrompreis. Eva Dieterle, Moderatorin: Darüber spreche ich jetzt mit Arne Rössel, er ist der Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz. Guten Tag, Herr Rössel. Arne Rössel, Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft RLP: Guten Tag aus Koblenz. Dieterle: Der Industriestrompreis startete ja Anfang des Jahres und doch wissen die Unternehmen noch recht wenig Konkretes. Können Sie Licht ins Dunkel bringen? Rössel: Es ist eine Förderung, die ich als Unternehmen in Anspruch nehmen kann. Unter gewissen Bedingungen. Ich kriege das aber nur für die Hälfte des Strombedarfs. Es sind dann wahrscheinlich 5 Cent, die ich pro Kilowatt nur noch bezahlen muss. Das ist halbwegs wettbewerbsfähig. Ich kaufe mir dann aber auch noch aufgrund der 13-seitigen Förderrichtlinie Bedingungen ein, die ich mir gut überlegen sollte. Weil der Staat greift in mein unternehmerisches Handeln ein und schreibt mir Dinge vor, die ich freiwillig wahrscheinlich nicht tun würden. Dieterle: Eine Auflage für den Industriestrompreis lautet ja: „Investitionen in umweltfreundliche Technologien“. Was sagen Sie dazu? Haben Sie die Befürchtung, dass das am Ende wieder Mehr Bürokratie bedeutet, statt weniger? Rössel: Also dieser Industriestrompreis ist ein klassisches Beispiel aus IHK-Sicht, wie man es nicht machen soll. Er betrifft nur knapp 10  % der Industriebetriebe, in Rheinland-Pfalz reden wir vielleicht über 100, und er hat einen riesigen bürokratischen Rattenschwanz, den er mit sich zieht, wenn ich dort einsteige. Und der Staat sollte sich aus den Investitionsvorhaben und Abwägung der Unternehmen bitte tunlichst raushalten. Dieterle: Sie haben es gesagt: Der Industriestrompreis gilt nur für energieintensive Unternehmen. Das bedeutet also, dass diese Entlastung an den meisten Betrieben – den kleinen Firmen, den Mittelständlern und den Handwerksbetrieben – vorbeigeht? Rössel: Rheinland-Pfalz hat halt eine eigene Wirtschaftsstruktur mit einigen Großunternehmen in sehr problematischen energieintensiven Branchen, die sehr stark unter dieser Strukturkrise leiden. Es sind auch die Automobilzulieferer, die jetzt Beschäftigung abbauen und […]

  • Viele Sorgen bei Winzern

    Viele Sorgen bei Winzern

    Zölle auf Exporte, steigende Produktionskosten, sinkender Konsum – nur einige Gründe, warum die Weinbrache aktuell in der Krise steckt. Ein großes Thema auch bei Pfälzer Weinbautagen, die derzeit an der Weinstraße stattfindenden. Doch zunächst begleiten wir einen Winzer in Billigheim-Ingenheim. Kälte und Nieselregen – für Ingo Pfalzgraf  keine Gründe, die Arbeit im Weinberg warten zu lassen. Der Rebschnitt steht an. Der ist wichtig, damit hier bald wieder gute Trauben reifen können. Ingo Pfalzgraf ist Winzer in vierter Generation, baut mit seiner Familie auf 43 Hektar Wein an – 70 Prozent Weißwein und 30 Prozent Rotwein. Alkoholfreie Varianten produziert er noch nicht, obwohl die immer mehr im Trend liegen. Ingo Pfalzgraf, Winzer in Billigheim-Ingenheim „Im Moment ist noch die Problematik, dass man noch abwartet, bis gute Verfahren da sind. Die Entalkoholisierung vom Wein ist auch problematischer als beim Bier zum Beispiel, weil man ja den dreifachen Alkohol rausholen muss.“ Das ist nicht nur aufwendig, sondern auch teuer. Die Kosten müsste er an die Kunden weitergeben. Der Winzer merkt, dass viele Menschen bewusster und weniger Wein trinken. Im Weihnachtsgeschäft hat er fünf Prozent weniger Umsatz gemacht als in den vergangenen Jahren. Eine Entwicklung, die nicht nur Ingo Pfalzgraf zu schaffen macht. Bei den Pfälzer Weinbautagen in Neustadt an der Weinstraße beklagen die Winzer Strafzölle im wichtigen US-Markt und die hohe  Inflation in Deutschland. Günstiger produzierte Weine aus dem Ausland erhöhen den Druck. Klaus Schneider, Präsident Deutscher Weinbauverband „Natürlich wissen wir von Betrieben, die wirtschaftliche Probleme haben. Die zum Teil ihre Rechnungen nicht bezahlen können oder nur mit großen Anstrengungen bezahlen können. Keine Gewinne erwirtschaften oder sogar Minus machen.“ Auch die Politik sei gefordert. Zwei Drittel des deutschen Weins werden in Rheinland-Pfalz produziert, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor also für das Bundesland. Weinbauministerin Daniela Schmitt will die Bürokratie für Winzer abbauen, verweist aber auf die […]

  • Hessische Kommunen stecken auch 2026 in Finanznöten

    Hessische Kommunen stecken auch 2026 in Finanznöten

    2026 geht es genauso weiter wie im letzten Jahr – das drängendste Problem der Kommunen: es fehlt an Geld. 2024 war das Defizit aller Kommunen bei 24 Milliarden, 2025 laut vorläufigen Zahlen sogar bei 32 Milliarden. Das Problem: Die Aufgaben wachsen, das Geld nicht. Und daran werden die schuldenfinanzierten Milliarden für die Infrastruktur nichts ändern. Der hessische Städtetag hat heute noch einmal den Finger in die Wunde gelegt. Vier von fünf Krankenhäuser bundesweit – und damit auch in Hessen – schreiben rote Zahlen. Oft müssen Städte oder Landkreise finanziell aushelfen. Und das bei ohnehin schon knappen Kassen, beklagt der Hessische Städtetag. Heiko Wingenfeld (CDU), Vizepräsident Hessischer Städtetag „Der Grundsatz der Krankenhausfinanzierung, der ist in der Theorie ganz klar. Der Bund ist für den laufenden Betrieb zuständig über das gesetzliche System der Krankenkassen und die Länder für die Investitionen. Die Kommunen sind an sich nicht für die Finanzierung zuständig, nur die Realität ist eine ganz andere. Kommunen tragen vielfach die Lasten der medizinischen Versorgung.“ Die Krankenhausreform wird sehnlichst erwartet – doch noch herrscht viel Unsicherheit, was diese konkret bedeuten wird. Der Hessische Städtetag macht klar: Die Kommunen wollen nicht länger den Kopf für finanzielle Fehlplanung von Land und Bund hinhalten. Bauchschmerzen bereitet den Städten und Gemeinden dieses Jahr auch der in Kraft tretende Anspruch auf Ganztagsbetreuung. Er gilt ab August für alle Erstklässler. Die Umsetzung liegt aber nicht bei den Schulen und die Kosten somit beim Land, sondern bei der Jugendhilfe und die ist Aufgabe der Kommunen. Gerda Weigel-Greilich (Bündnis 90 / Die Grünen), Vizepräsidentin Hessischer Städtetag „Das Land Nordrhein-Westfalen klagt jetzt dagegen und wir prüfen hier in Hessen, inwieweit wir uns gegebenenfalls dieser Klage anschließen.“ Auch bei der Dauerbaustelle Bürokratie wünscht sich der Hessische Städtetag Entlastung. Gert-Uwe Mende (SPD), Präsident des Hessischen Städtetags „Wir haben relativ hohe bürokratische Anforderungen, wenn […]

  • Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Haben Sie schnelles Internet zu Hause? Laut Bundesnetzagentur ist Hessen im Ländervergleich auf Platz 11, Rheinland-Pfalz auf dem vorletzten Platz. Mitten im Pirmasenser Vorort Fehrbach: Eine eingeschneite Glasfaser-Baustelle. In fünf Stadtteilen und Ortsbezirken stehen die Arbeiten am schnellen Internet nun still. Zwar wurde seit Frühjahr über 20 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, angeschlossen an die Haushalte wird es aber erst mal nicht. Zu unrentabel sagt das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“. In Pirmasens ist man genervt. Michael Maas (CDU), Bürgermeister der Stadt Pirmasens „Nachdem diese Ausbauversprechen gebrochen wurden, bin ich natürlich der erste Ansprechpartner für meine Bürgerschaft, um zu sagen: Wie geht’s denn jetzt weiter? Sag uns,  wie’s weitergeht. Und diese Antworten heute zu geben, ist recht komplex und sehr schwierig. Vor allem, wenn dieses Geschäftsumfeld mit den Kommunikationsanbietern so unzuverlässig ist, wie es sich in der letzten Vergangenheit dargestellt hat.“ Das schnelle Internet, es kommt nur langsam. Nur  25 Prozent der rheinland-pfälzischen Haushalte haben Zugang zu Glasfaser, damit belegt das Bundesland im Ländervergleich den vorletzten Platz. Der Bundesschnitt ist mit über 50 Prozent doppelt so hoch. In Rheinland-Pfalz liegt der Kreis Kusel mit 70 Prozent Anbindung an der Spitze, Pirmasens belegt mit geschätzten 38 Prozent einen Mittelfeldplatz. Schlusslicht ist Worms mit 6 Prozent. (Grafik) Als vor zwei Jahren der damalige Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer die sogenannte Gigabit-Charta vorstellt, verspricht er: Bis 2030 sollen alle rheinland-pfälzischen Regionen mit Glasfaser versorgt sein. Davon ist man noch weit entfernt, kritisiert auch der Gemeinde- und Städtebund. Moritz Petry, Geschäftsführer Gemeinde- und Städtebund RLP „Ich glaube, wir haben uns zu viel vorgenommen. Dass zu viel gleichzeitig passieren muss. Dann werden die Ressourcen knapp, dann verabschiedet sich das eine oder andere Unternehmen vom Glasfaserausbau und lässt die Gemeinde stehen.“ In Pirmasens argumentiert die Deutsche Glasfaser, die Baukosten hätten sich durch gestiegene Materialpreise von ursprünglich kalkulierten 11 Millionen Euro auf 22 […]