Wirtschaft

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus — Poseck fordert: Mehr Abschiebungen ermöglichen — Flughafen Frankfurt: SkyLine-Bahn fährt wieder Daimler Truck baut Rüstungsgeschäft aus Der Konzern will künftig noch mehr Fahrzeuge für militärische Zwecke anbieten. Sie werden hauptsächlich in seinem größten Werk im rheinland-pfälzischen Wörth produziert. Das Team an dem Standort soll um 100 neue Mitarbeiter erweitert werden. Bis 2028 will der Konzern im Rüstungsbereich einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielen. Mehr Abschiebungen ermöglichen Der hessische Innenminister Roman Poseck besteht darauf, Handyortungen vor Abschiebungen künftig zu erlauben. Hessen werde bei der am Mittwoch beginnenden Innenministerkonferenz eine entsprechende gesetzliche Regelung fordern. Viele Abschiebungen scheiterten, weil ausreisepflichtige Flüchtlinge untergetaucht sind. SkyLine-Bahn fährt wieder Nach diversen technischen Anpassungen hat die neue SkyLine-Bahn am Frankfurter Flughafen heute ihren Betrieb mit zunächst reduzierter Geschwindigkeit wieder aufgenommen. Ende Mai mussten die Fahrten wegen technischer Schwierigkeiten zunächst eingestellt werden. Die fahrerlosen Züge verbinden das neue Terminal 3 mit den übrigen Bereichen des Flughafens.

  • Bürokratie im Krankenhaus

    Bürokratie im Krankenhaus

    Der Ruf nach weniger Vorschriften und Formularen kommt inzwischen aus nahezu allen politischen Lagern. Doch vielen geht der Abbau viel zu langsam. Die Kritik an ausufernder Bürokratie wächst – auch im Gesundheitssystem. Wir haben am Krankenhaus in Neuwied nachgefragt. „Das kommt ein bisschen auf die Wunde an. Ich habe heute den Verband noch nicht gemacht. Also sobald ich da drunter geguckt habe, kann ich das genauer sagen. Aber ich rufe einfach gleich nochmal zurück.“ Assistenzärztin Victoria Wünsche sitzt am Schreibtisch und dokumentiert ihre Arbeit. Der Verbandswechsel muss warten. Keine Ausnahme, im Gegenteil. Das Dokumentieren der Behandlungen nimmt oft mehr Zeit in Anspruch als die Behandlung selbst. Dr. Victoria Wünsche, Assistenzärztin „Es gibt eben viel Anteil, wie eben diese ganzen Reha-Anträge, Kurzzeitpflegeanträge, die jetzt nicht unbedingt ärztlich sind. Wenn die wegfallen würden, hätten wir einfach mehr Zeit am Patienten, mehr Zeit im OP, mehr Zeit uns auf wirklich ärztliche Tätigkeit zu konzentrieren.“ Laut einer Studie des deutschen Krankenhausinstituts verbringen Ärzte und Pflegekräfte mehr als ein Drittel ihrer Tagesarbeitszeit mit Dokumentationsaufgaben. Prof. Dr. Christoph Wölfl, Chefarzt am Marienhaus Klinikum Neuwied „Das sind sicherlich Dokumentationen für den medizinischen Dienst der Krankenkasse, Stellungnahmen, die wir schreiben müssen, ob unser medizinisches Behandlungsregime das Richtige war. Unendliche Schriftverkehre wegen ein oder zwei Behandlungstagen mehr, die entstehen.“ Wichtig ist den Ärzten und Pflegekräften dabei: Nicht die Dokumentation der Behandlungen selbst ist das Problem:. Die gehört zum Alltag dazu und kann nur von Ärzten erledigt werden. Die weiteren Verwaltungsaufgaben könnten aber auch von anderen Fachkräften erledigt werden. Prof. Dr. Christoph Wölfl, Chefarzt am Marienhaus Klinikum Neuwied „Dokumentationsassistenten, Study Nurses – das gibt es ja auch zum Teil schon. Aber da gibt es natürlich das Problem: Personal kostet. Und wenn Sie mehr in diese Personalgruppe shiften, haben Sie weniger Budget für ärztliche Mitarbeitende. Die brauchen sie aber, um die […]

  • US-Pharmakonzern Lilly stoppt Investitionen

    US-Pharmakonzern Lilly stoppt Investitionen

    Es ist eine weitere Hiobsbotschaft für die neue schwarz-rote Landesregierung in Rheinland-Pfalz. Erst hat der Pharmakonzern Boehringer in Ingelheim angekündigt, seine geplanten Investitionen in Rheinland-Pfalz zu kürzen. Jetzt will das auch der US-Pharmakonzern Lilly in Alzey tun. Die Landesregierung muss bereits wenige Wochen nach ihrer Vereidigung die erste große Krise meistern. Mai 2025: Beste Laune auf der Baustelle des US-Pharmakonzerns Lilly in Alzey. Vorstandschef David Ricks zeigt sich begeistert, wie schnell und unbürokratisch der Bau der neuen Produktionsstätte vorangeht. Ein Jahr später ist die Freude darüber verflogen. Denn die geplante Reform der Gesetzlichen Krankenversicherung sieht unter anderem vor, dass Pharmakonzerne den Krankenkassen künftig höhere Rabatte gewähren müssen. Weil Lilly dann weniger Gewinn machen würde, will der Konzern seine Investitionen in Rheinland-Pfalz jetzt um fünfzig Prozent kürzen. Alexander Horn, Geschäftsführer Lilly „Die Problematik ist, dass wir im internationalen Wettbewerb stehen und in anderen Ländern bessere Rahmenbedingungen vorfinden als in Deutschland und da dann die Investitionen entsprechend hingeleitet werden.“ Die neue rheinland-pfälzische Landesregierung zeigt sich tief besorgt. Michael Ebling (SPD), Wirtschaftsminister RLP „Das ist eine sehr, sehr ernste Entscheidung und auch eine sehr ernste Situation für uns. Und das Unternehmen ergänzt ja, es führt diese Entscheidung darauf zurück, dass in Berlin, im Rahmen der Reform der gesetzlichen Krankenversicherung, Entscheidungen vorbereitet werden, die für den Investitions- und Wirtschaftsstandort schädlich sind.“ So soll das Hightech-Werk in Alzey einmal aussehen. Ursprünglich wollte Lilly hier 2,3 Milliarden Euro investieren und rund 1000 Arbeitsplätze schaffen. Im nächsten Jahr sollte die Produktion von drei Medikamenten beginnen. Doch jetzt will Lilly hier nur noch ein Medikament  herstellen. Das gesparte Geld will der Konzern lieber in Werke in den USA, in Kanada und Großbritannien investieren. Die Entscheidung könne sich aber noch ändern. Alexander Horn, Geschäftsführer Lilly „Also, wir bleiben gesprächsbereit. Allerdings wollen wir ganz klar sagen, dass die ein signifikantes […]

  • Streit um Rechenzentrum in Maintal

    Streit um Rechenzentrum in Maintal

    Streamen, Online-Shoppen, Künstliche Intelligenz – für all das brauchen wir immer mehr Rechenleistung – und das bedeutet auch: jede Menge Rechenzentren. Viele davon stehen im Rhein-Main-Gebiet. Doch wenn es um den Bau neuer Rechenzentren geht, positionieren sich Kommunen und auch die Menschen vor Ort immer häufiger dagegen – wie ein Fall aus dem hessischen Main-Kinzig-Kreis zeigt. Ordnerweise Infos haben Mark Behrend und Thomas Schadt zusammengetragen, die mögliche Luftbelastung berechnet und Informationsabende veranstaltet. Hier im Gewerbegebiet Maintal-Dörnigheim sollte dieses Jahr ein gewaltiges Rechenzentrum entstehen, eigenes Gaskraftwerk inklusive. Denn für die geplante Leistung von 120 Megawatt fehlt vor Ort schlichtweg der Strom. Der Haken: Das Gelände liegt nur wenige hundert Meter vom nächsten Wohngebiet entfernt. Die beiden Anwohner haben einen CO₂-Ausstoß von jährlich über 600.000 Tonnen berechnet. Deshalb sagen der frühere Kreuzerkapitän und der Flugverkehrsleiter: Rechenzentrum, ja, aber eigenes Kraftwerk – nein. Mark Behrend, Aktivist aus Maintal „Weil dieses Gaskraftwerk zusätzliche Emissionen und auch thermische Auswirkungen neben dem CO₂ erreicht, die unglaublich sind. Dieses Gaskraftwerk würde für zwei Prozent des hessischen CO₂-Ausstoßes stehen.“ Thomas Schadt, Aktivist aus Maintal „Eben nicht von vorneweg in dieser großen Auslegung, wie es zunächst geplant war. Wo eben klar war, soviel Energie gibt es hier nicht.“ Mit ihren Berechnungen haben sie Einspruch beim Regierungspräsidium Darmstadt eingelegt, das den Kraftwerksbau genehmigen muss. Nun scheint das Projekt erstmal auf Eis zu liegen. Der amerikanische Betreiber Edgeconnex äußert sich auf Nachfrage nicht. Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher bestätigt, der US-Konzern prüfe derzeit Alternativen. Maintal scheint ein neuer Hotspot für Rechenzentren zu werden: Bürgerinfo jüngst im Stadtteil Bischofsheim, wo der Onlineversand Amazon ein Rechenzentrum auf einem ehemaligen DHL-Gelände plant. Im südhessischen Groß-Gerau verhindert die Stadtverordnetenversammlung dieses Jahr den Bau eines solchen Zentrums. Schon jetzt gibt es in Hessen rund 100 Rechenzentren, viermal so viele wie in Rheinland-Pfalz. Doch immer öfter stoßen Kommunen […]

  • LVU-Unternehmertag in Mainz

    LVU-Unternehmertag in Mainz

    Gestern fand der traditionelle Unternehmertag der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz statt. Die LVU spricht für 150.000 Unternehmen, für über eine Million Beschäftigte. Die To–Do Liste ist lang, die Geduld ist kurz und im Zentrum steht die Frage: Woran werden die Unternehmen in Rheinland-Pfalz konkret merken, dass die neue Landesregierung aus CDU und SPD die Wettbewerbsfähigkeit stärkt? Mangelnde Infrastruktur, zu hohe Energiepreise und Fachkräftemangel – die Probleme, die Unternehmen in Rheinland-Pfalz belasten, sind längst bekannt. Auch der Politik. Und doch tut sich an vielen Stellen noch nicht genug, sagt der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, kurz LVU. Johannes Heger, Präsident LVU Rheinland-Pfalz: „Wenn uns eine Entbürokratisierung versprochen wird, fragen wir was fällt weg, welcher Bericht fällt weg. Wenn uns Fachkräftezuwachs versprochen wird, fragen wir, wann kommen wo die richtigen Menschen und wie werden wir sie ausbilden. Also dieses Nachfragen, das wird unsere Arbeit begleiten, wir sind die Stimme der Wirtschaft in Rheinland-Pfalz und wir werden klar sein und werden auffordern und werden nachfragen, so lange bis es passiert.“ Der neue Wirtschaftsminister Michael Ebling sieht einen konkreten Ansatz für Bürokratieabbau zum Beispiel in einer sogenannten Genehmigungsfiktion, die er einführen will. Michael Ebling (SPD), Wirtschaftsminister Rheinland-Pfalz: „Wenn eine Verwaltung innerhalb einer bestimmten Zeit nicht entscheidet, gilt es als genehmigt. Das sind Mechanismen, die wir einführen können, um am Ende zu schnelleren Entscheidungen zu kommen und damit die Planungssicherheit auch für die Unternehmen zu erhöhen.“ Johannes Heger erwartet von der neuen Landesregierung, dass bei allen Entscheidungen, die in Ministerien getroffen werden, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen berücksichtigt wird – zum Beispiel beim Klimaschutz oder sozialen Fragen. Im Koalitionsvertrag sieht der LVU-Präsident gute Ansätze. Johannes Heger, Präsident Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz: „Es haben sich in dieser großen Koalition die starken Kräfte in Rheinland-Pfalz zusammengetan, da kommt viel Regierungserfahrung durch die SPD mit rein und es kommen neue Ideen, neue […]

  • Umweltfreundliche Medizinprodukte

    Umweltfreundliche Medizinprodukte

    Wenn Medizinische Produkte, wie Spritzen, verwendet wurden, sind sie oft kontaminiert mit Blut oder Viren. In der Regel wird der Abfall deshalb verbrannt. Durch den hohen Plastikanteil für die Umwelt eine große Belastung. Mit Biovox haben drei junge Unternehmer ein Start-Up in Darmstadt gegründet, das dieses Problem lösen soll. Klein, rund und krümelig. Man möchte sich am liebsten hineinlegen. Doch dafür stellt Biovox sein Biokunststoffgranulat nicht her. Julian Lotz, Carmen Rommel und Vinzenz Nienhaus haben ihr Start-Up gegründet, damit Spritzen, Blister oder Schwangerschaftstests wie diese nachhaltig hergestellt werden können. Julian Lotz, Gründer Biovox: Wir haben ursprünglich mal Implantate für die Reparatur von Knochenbrüchen entwickelt und dann gesehen, wie viel Müll im Krankenhaus am Ende ja auch entsteht bei Operationen beispielsweise durch Einmalprodukte, Verpackungen etc. Und sind auch diverse Kunststoffe in Verwendung, die nicht so wahnsinnig gesund für die Patienten unbedingt sind. Das wollten die drei Unternehmer ändern. Indem sie nachhaltiges Material für Hersteller von Medizintechnik produzieren: das Granulat. Statt Erdöl, wie bei klassischem Kunststoff, nutzen sie biobasierte Polymer-Typen, also pflanzliche Kunststoffe, etwa aus Zucker oder Stärke. Daraus macht Biovox das Granulat, das für die Medizintechnik gebraucht wird. Hier kommt der Doppelschneckenextruder zum Einsatz. Vinzenz Nienhaus, Gründer Biovox: Damit kann man Kunststoffe untereinander mischen oder auch Additive einbringen. Zum Beispiel Farbe, man will ja, dass Farbe nicht nur an manchen Punkten ist, sondern schön gleichmäßig verteilt über den Kunststoff. Und das können wir hiermit erreichen. Das sind zwei Schnecken, die ganz nah aneinander laufen und dann eben die Sachen ineinander einkneten. Oben kommen die Biopolymere rein, gemischt mit den Substanzen, die passgenau für das jeweilige Medizinprodukt sind. Zum Beispiel Gleitmittel für Insulinspritzen. Die Zutaten schmelzen und werden miteinander verknetet. Vorne kommt die homogene Masse raus. Die langen Spaghetti werden abgekühlt, in kleine Stückchen gehackt und am Ende gesiebt. Julian Lotz, Gründer Biovox: Im Medizinbereich […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Studie zur Daseinsvorsorge: Offenbach, Frankfurt und Eschborn gehören zu den am besten versorgten Gemeinden in Deutschland. Die Städte liegen auf Platz 2 bis 4 der bundesweiten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft. Dabei wurde in den rund 11.000 Gemeinden untersucht, wie gut die Versorgung mit Ärzten und Schulen, schnellem Internet, Nahverkehr sowie Freizeitangeboten ist. Die rheinland-pfälzischen Gemeinden schneiden in der Studie überwiegend schlecht ab. Das Land gehört zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern zu den Schusslichtern. Gewalt an Frauen: In Hessen sind von 2022 bis 2025 insgesamt 25 Frauen Opfer von Mord oder Totschlag durch einen aktuellen oder ehemaligen Partner geworden worden. Außerdem wurden in diesem Zeitraum 71 weitere Fälle von versuchten Tötungsdelikten erfasst. Das geht aus der Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im hessischen Landtag hervor. Geschlechtsspezifische Gewalt beziehungsweise Femizide würden in der polizeilichen Statistik derzeit nicht getrennt erfasst. Dafür müsse zuerst eine bundesweit einheitliche Definition von Femizid festgelegt werden. Japankäfer breitet sich aus: Nachdem vergangenen Jahres in Südhessen der erste Japankäfer entdeckt wurde, gibt es inzwischen immer mehr Nachweise der invasiven Art. Das teilt der Pflanzenschutzdienst des Regierungspräsidiums Gießen mit. Japankäfer können enorme Schäden anrichten. Sie fressen die Blätter, Früchte und Blüten von mehr als 400 Pflanzen, darunter Weinreben und Obstbäume. Die Larven ernähren sich von Graswurzeln. Bekämpft wird der Japankäfer mit einem ganzen Bündel von Maßnahmen. Unter anderem wird um jeden Fund eine Befallszone eingerichtet, in der die Flächen kontrolliert werden müssen.

  • Neue Gorillas im Frankfurter Zoo

    Neue Gorillas im Frankfurter Zoo

    Gorillas gehören im Zoo zu den beliebtesten Tieren bei den Besuchern. Sie sollen aber nicht nur bestaunt werden, sondern auch wichtige Botschafter für den Schutz des afrikanischen Regenwalds sein. Denn ihr natürlicher Lebensraum ist durch die Besiedelung und Rodung der Urwälder stark bedroht. Im Frankfurter Zoo sind jetzt drei neue Gorillas ins Menschen-Affenhaus eingezogen. Ihr Blick: noch leicht skeptisch. Die 31-jährige Aya ist erst vor sieben Wochen aus den Niederlanden nach Frankfurt gezogen. Zusammen mit ihrem 4-jährigen Sohn Ayabu und der Teenager-Tochter Ayba. Die drei westafrikanischen Gorillas befinden sich in der Eingewöhnungsphase. Sie haben ihr bisheriges Leben zusammen im Rotterdamer Zoo verbracht. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Also, das ist auf Empfehlung des europäischen Zoo-Erhaltungsprogramms passiert. In Rotterdam musste einiges umgebaut werden und die sollen eine neue Gruppe bekommen, und deshalb waren diese drei Affen, ich sag’ mal so, in Anführungszeichen übrig, und weil wir hier in Frankfurt die Möglichkeit haben, mit zwei Innenanlagen und auch zwei Außenanlagen, können wir die Integration ganz behutsam und langsam gestalten. Integration mit ihm. Dem Silberrücken Viatu. Der relaxte Anführer der Gorillagruppe lebt mit seinen Kindern und seinen Frauen noch in einem anderen Gehege. Der kleine Ayabu wartet schon sehnsüchtig darauf, mit den anderen Gorilla-Jungs zu spielen. Doch bis die drei Neuankömmlinge umziehen dürfen, dauert es noch eine Weile. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Die erwachsene Tochter Ayba ist natürlich auch total interessiert, weil die langsam natürlich auch als erwachsene Tochter nicht unbedingt Lust hat, mit ihrer Mama und dem kleinen Bruder zusammen zu sein. Die möchte gerne jemanden neuen kennenlernen und hat auch schon ein Auge auf unseren Viatu, unseren Silberrücken, geworfen. Der faule Pascha Viatu und seine Familie sind Flachland-Gorillas. Sie sind vorm Aussterben bedroht, weil in ihrer afrikanischen Heimat ihr Lebensraum immer weiter schrumpft. Petra Pfeil, Revierleiterin im Menschenaffenhaus Borgori-Wald Und […]

  • Wirtschaft hofft auf Reformen

    Wirtschaft hofft auf Reformen

    Es sind deutliche Worte, die der ehemalige hessische Ministerpräsident Volker Bouffier für seinen Parteifreund Bundeskanzler Friedrich Merz findet: „Friedrich Merz ist Opfer seiner eigenen Ankündigungspolitik.“ Bereits kurz nach seiner Wahl vor einem Jahr einen „Herbst der Reformen“ auszurufen, sei laut Bouffier „zumindest fahrlässig“ gewesen. Fakt ist: Die großen Reformen der Bundesregierung sind ausgeblieben. Das zeigen auch aktuelle Zahlen von heute: Die EU-Kommission halbiert die Wachstumsprognose für Deutschland von 1,2 auf 0,6 Prozent in diesem Jahr. Eine Umfrage der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz macht ebenfalls deutlich, wie schlecht die Lage derzeit ist.   Die rheinland-pfälzische Wirtschaft verliert die Zuversicht. 38 Prozent der Unternehmen rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer Verschlechterung ihrer Geschäftslage. Im Februar waren es dagegen nur 26 Prozent. Als Hauptgründe nennen die befragten Unternehmer vor allem die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise und die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland. Dass sich die Lage verbessert, daran glaubt nur noch jedes zehnte Unternehmen. Im Februar war es immerhin noch rund jedes Fünfte.  

  • Schaltgespräch mit Wolf Matthias Mang, Unternehmerverbände Hessen

    Schaltgespräch mit Wolf Matthias Mang, Unternehmerverbände Hessen

    Wie die Lage in Hessen aussieht, darüber sprechen wir jetzt mit dem Präsidenten der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände, mit Wolf Matthias Mang. Markus Appelmann: Guten Abend. Wolf Matthias Mang, Präsident VhU: Guten Abend, Herr Appelmann. Markus Appelmann: Herr Mang, was sind die drängendsten Probleme, mit denen die Wirtschaft im Moment zu kämpfen hat? Wolf Matthias Mang, Präsident VhU: Die Lage für die hessische Wirtschaft ist sehr ernst. Wir haben zu kämpfen mit hohen Energiekosten. Wir haben zu kämpfen mit einer hohen Bürokratie, mit langen Genehmigungsverfahren. Wir haben zu kämpfe, mit einer hohen Steuerlast und mit hohen Sozialabgaben. Und es bedarf jetzt dringend Änderungen an den strukturellen Problemen. Wir haben kein konjunkturelles Problem. Wir haben ein strukturelles Problem in unserem Land, und wir haben es selber in der Hand, das zu ändern. Markus Appelmann: Die schwarz-rote Bundesregierung ist mittlerweile seit einem Jahr im Amt, die versprochene Wirtschaftswende ist ausgeblieben. Jetzt sollen bis Sommer wichtige Reformen auf den Weg gebracht werden. Glauben Sie noch daran, dass die Bundesregierung es schafft, in absehbarer Zeit für einen Aufschwung zu sorgen? Wolf Matthias Mang, Präsident VhU: Na ja, es ist ja wirklich schwer, daran zu glauben, wenn man daran denkt, was uns versprochen wurde. Uns wurde versprochen ein Herbst der Reformen. Es war der Herbst 2025.Jetzt sind wir bereits im Sommer 2026 und wir sehen wenig von den Reformen. Was wir aber nicht verlieren dürfen, ist ein Optimismus. Wir können uns einen Pessimismus nicht leisten. Warum nicht? Weil der Pessimist, der geht eher von Risiken aus. Der Pessimist tut sich für sich selber beschäftigen, aber er schaut nicht optimistisch nach vorne. Wir brauchen einen Optimismus. Und ja, deshalb müssen wir optimistisch bleiben, damit wir wieder ein Aufstiegsversprechen haben. Damit uns wieder klar wird, Leistung kann und wird sich lohnen. Nur dann, wenn wir diese Überzeugung […]

  • Hauptversammlung der Commerzbank

    Hauptversammlung der Commerzbank

    Bei der heutigen Hauptversammlung der Commerzbank AG geht es um mehr als Zahlen.  Denn die Aktionäre beschäftigt eine spannende Frage: Wie sollen sie auf die geplante Übernahme durch die italienische Großßbank Unicredit reagieren ?   Angespannte Stimmung und klarer Widerstand bei der Hauptversammlung der Commerzbank AG in Wiesbaden. Thema Nummer eins: Die Pläne der Unicredit, die Commerzbank zu übernehmen. Der Vorstand der zweitgrößten deutschen Privatbank rät den Aktionären ab, ihre Aktien an die Italiener zu verkaufen.  Bettina Orlopp, Vorstandsvositzende Commerzbank „Das Angebot reflektiert nicht den fundamentalen Wert der Commerzbank. Und bietet de facto keine Prämie für ihre Commerzbank Aktie. Zweitens der Plan, den die Unicredit vorgelegt hat, ist wage, birgt erhebliche Risiken und bietet kaum wertschöpfungspotential. Und drittens unsere Strategie Momentum 2030 schafft mehr Wert aus einer Kraft, bei geringeren Umsetzrisiko.“ Der Vorstand sei grundsätzlich gesprächsbereit – aber nur, wenn die Unicredit bereit sei, den Forderungen der Commerzbank entgegen zu kommen. Die italienische Großbank hält bereits knapp 30 Prozent der Commerzbank-Aktien und will den Konzern komplett übernehmen. Deshalb bietet sie den Aktionären für jede Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien zum Tausch an. Aktionärsschützer zeigen sich wenig beeindruckt:  Klaus Nieding, Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz „Das jetzige Angebot der Unicredit ist ja kein ernsthaftes und echtes Übernahmeangebot gewesen, es ist ja nur gemacht worden, um ein teureres gesetzliches Pflichtangebot zu vermeiden und um über die 30 Prozent Hürde zu kommen. Das hat man ganz geschickt gemacht, die Tür ist offen. Herr Orcel hat mittlerweile direkt und indirekt 40 Prozent im Zugriff, damit hat er automatisch schon hier eine Hauptversammlungsmehrheit nahezu erreicht. Ich gehe davon aus das im nächsten Jahr die Dinge hier erledigt sind.“ Die Commerzbank und ihre Aktionäre zeigen heute klare Kante. Das Vorhaben der Unicredit stößt auf Widerstand. Selbst wenn ihr die feindliche Übernahme gelingen sollte, wird sie deutlich länger dauern und viel teurer werden, als die Italiener gehofft haben.   

  • Im Weinkeller der BASF

    Im Weinkeller der BASF

    Es gibt Weltkonzerne, die haben neben ihrem eigentlichen Kern noch ganz ungewöhnliche und oft unbekannte Nebengeschäfte. Der Autobauer Vw hat seine eigene Currywurst. Und der Chemieriese BASF hat seinen eigenen Weinkeller. Der zählt zu den größten Deutschlands und beherbergt Weine aus 35 Nationen, die wiederum in die Welt exportiert werden oder in Ludwigshafen über den Tresen gehen. In diesem Jahr feiert die traditionsreiche Kellerei ihr 125-jähriges Jubiläum.    Hier lagern rund eine Million Flaschen tausender verschiedener Weine aus aller Welt. Er hat sie nach eigenen Angaben alle selbst probiert. Bernhard Wolff, Leiter BASF-Weinkeller „Wir haben etwa 3000 verschiedene Weine im Angebot. Aber unsere Teams verkosten jedes Jahr 5000 und da kommt dann im Laufe einer Karriere schon ein bisschen was zusammen und dann weiß man zu fast jeden Namen hier eine Geschichte.“ Die Geschichte der „Kellerei der Badischen Anilin und Sodafabrik“ beginnt im Jahr 1901. BASF-Gäste und Geschäftspartner werden hier im Gesellschaftshaus mit pfälzischen Weinen versorgt. Weil die Nachfrage explodiert, entsteht ein großer Weinhandel mit riesiger Kelleranlage. Die BASF beschäftigt neben Ingenieuren nun auch Sommeliers. Statt Reagenz– heißt es hier also ran ans Weinglas.  Bernhard Wolff, Seit 2014 Chef des BASF-Weinkellers „Also der Weinkeller wurde geschaffen, um erst mal beste Weine hier bereit zu halten für die Gäste, die Kunden der BASF. Aber ein anderer Grund sind genau die Mitarbeitenden, weil als man die hier nach Ludwigshafen locken wollte, zumindest aus der mittelbaren Umgebung, die hatten alle einen Weinberg hinterm Haus. Das geht freilich in Ludwigshafen nicht. Also hat man sichergestellt, dass es den Mitarbeitenden an nichts mangelt.“ Heute ist der Weinkeller wie auch die BASF in die ganze Welt expandiert. Das Unternehmen handelt neben chemischen Stoffen also auch längst im großen Stil mit Rebensaft, zählt zu den größten Fachhändlern Deutschlands, aktuell auszeichnet als Weinhändler des Jahres 2026. Zum Umsatz schweigt die BASF. Das […]

  • Warnstreiks bei Hotels und Gastronomie

    Warnstreiks bei Hotels und Gastronomie

    In Frankfurt ging heute nicht viel, die Mainmetropole war von gleich mehreren Streiks betroffen: Während die Taxifahrer mehrere Straßen blockieren, marschieren die Telekom-Mitarbeiter durch die Innenstadt. Und auch in vielen Hotels und Gastronomien in und rund um Frankfurt wurde heute gestreikt. „Gastro-Streik! Gastro-Streik!“ Gastro-Streik direkt vor der Messe. Gerade zu einer Zeit, in der dort eine internationale Leitmesse der Event-Branche stattfindet. Unter den Streikenden ist auch Carolin Walter, Oberkellnerin bei einer Hotelkette in Wiesbaden. Die alleinerziehende Mutter  klagt über zu viele Überstunden bei zu wenig Gehalt. Carolin Walter, Oberkellnerin in Wiesbaden „Meine letzte Gehaltserhöhung war mit meiner Beförderung, das ist aber schon etliche Jahre her. Und unsere aktuelle Chefin hat halt die Anweisung, dass keine finanzielle Möglichkeiten für irgendwelche Gehaltserhöhungen da sind.“ Nicht nur vor der Messe wird gestreikt, sondern auch am Frankfurter Flughafen und bei mehrere Hotelketten in Frankfurt, Wiesbaden und Bad Homburg. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten NGG fordert, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um 7,5 Prozent zu erhöhen. Die Arbeitgeber bieten ein Prozent an, ungelernte Arbeitskräfte ausgenommen. Sie verweisen auf die größte Pleitewelle in der Gastro-Branche seit 20 Jahren. Doch für die Gewerkschaft ist das kein Argument. Hendrik Hallier, Verhandlungsführer Gewerkschaft NGG „Das ist jetzt besonders merkbar, weil wir natürlich nach Corona einen gigantischen Anteil an Betrieben haben, die neu aufgemacht haben. So dass sich das jetzt alles bündelt. Ich würde sagen: Die haben jetzt gerade eine Mehrwertsteuersenkung auf die Speisen erhalten. Die schlägt natürlich voll durch.“ Dem widerspricht der Hotel- und Gastronomieverband Dehoga. Derzeit werde die gesamte Wirtschaft durch den Iran-Krieg belastet. Außerdem seien die Tariflöhne im hessischen Gastgewerbe in den vergangenen Jahren bereits um rund 27 Prozent gestiegen. Oliver Kasties, stv. Geschäftsführer Dehoga „Im Moment sind die Kostenbelastungen für die Betriebe enorm hoch durch steigende Energiekosten. Wir haben im Grunde das sechste Jahr in Folge eine Verlustzone, in der wir tatsächlich arbeiten. […]

  • Streit um Sonntagsöffnung von Keramikstudios

    Streit um Sonntagsöffnung von Keramikstudios

    Bislang ist es in Hessen möglich, in Keramikstudios auch an Sonn- und Feiertagen eine gute Zeit zu verbringen – egal, ob für Workshops, als Ausflug mit Freunden, zum Geburtstag oder beim Junggesellinnenabschied. Doch genau das könnte bald vorbei sein. In Hessen wird über strengere Regeln für die Sonn- und Feiertagstagsöffnung diskutiert. Für viele Betreiber stehen damit wichtigte Tage auf dem Spiel. Von Tassen über Schüsseln bis hin zu Zitronenpressen – in diesem Frankfurter Keramikstudio wird fast alles bemalt. Edda Kather betreibt den Laden seit über sechs Jahren. Anfang März bekommt sie einen Brief vom Ordnungsamt Frankfurt. Sonntags darf sie künftig nicht mehr öffnen. Edda Kather, Keramikstudio-Inhaberin „Also ich bin schon verärgerten, etwas irritiert über dieses Schreiben, weil seit sechs anderthalb Jahren haben wir sonntags auf und unsere Kunden sind daran gewöhnt. Es macht für mich keinen Sinn, dass wir plötzlich schließen sollen.“ Der Grund: Keramikstudios gelten seit kurzem nicht mehr als Freizeitangebot, sondern als Gewerbe. Sonntags müssen sie deshalb schließen. Für die Inhaberin eine fatale Entscheidung, denn sie sieht ihren Laden als Kreativangebot. Edda Kather, Keramikstudio-Inhaberin „Der Laden lebt davon, dass die Kunden hier bei uns kreativ werden. Also hier bei uns bemalen in Gesellschaft mit Freunden, als Geburtstagsfeier, als JGA. Unsere Techniken hier vor Ort benutzen und die Atmosphäre genießen, auch die Unterstützung vom Personal haben und auch die komplette Farb- und Technikauswahl beim Bemalen.“ In Frankfurt dürfen Keramikstudios noch bis Ende September  sonntags öffnen. In Wiesbaden ist bereits  jetzt Schluss. Doch der Sonntag ist ein sehr starker Tag – entsprechend groß sind die Umsatzverluste. Für Edda Kather wären das rund 10.000 Euro weniger im Jahr. Zwar nicht existenzbedrohend, aber deutlich spürbar: volle  Samstage  und früher ausgebuchte Termine. Viele Kunden sehen die drohende Schließung kritisch. „Ich finde es schade, dass es sonntags geschlossen wäre, weil Samstag haben alle Geschäfte […]

  • Schaltgespräch mit Fraport-Aufsichtsratschef Alexander Lorz

    Schaltgespräch mit Fraport-Aufsichtsratschef Alexander Lorz

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Herausforderungen, der sich die Fraport stellen muss. Eva Dieterle, Moderatorin: Und jetzt ist mir der hessische Finanzminister und neue Aufsichtsratsvorsitzende der Fraport AG Alexander Lorz zugeschaltet. Guten Tag. Alexander Lorz (CDU). Finanzminister Hessen / Aufsichtsratsvorsitzender Fraport AG: Schönen guten Tag, Frau Dieterle. Dieterle: Herr Lorz, angesichts vieler geopolitischer Herausforderungen stagnieren momentan die Fluggastzahlen am Flughafen Frankfurt. Wioe wollen Sie es schaffen, die Wettbewerbs-Fähigkeit des Airports wieder zu steigern? Lorz: Also zunächst einmal müssen wir uns anschauen, was für Sonderbelastungen haben wir in Frankfurt bzw. ganz generell in Deutschland? Da hoffen wir jetzt mindestens mal auf die Rücknahme der Erhöhung der Luftverkehrssteuer. Das ist auch ein ganz wichtiger Schritt. Dem müssen weitere folgen, weil andere Flughäfen haben einfach weniger Belastung und sind damit natürlich auch attraktiver für die Airlines. Das ist ein wesentlicher Punkt. Aber natürlich muss Frankfurt auch insgesamt ein attraktiver Flughafen bleiben. Wir arbeiten an der Optimierung des Reiseerlebnisses. Das neue Terminal 3 ist ein ganz wesentlicher Schritt auf diesem Wege. Und so müssen wir den Flughafen auch weiter gestalten und ausbauen. Dieterle: Apropos Expansion: Lufthansa baut gerade zusammen mit dem Flughafen München das dortige Terminal 2 aus. Müssen Sie in Frankfurt nicht befürchten, dass der Flughafen München immer mehr Tor zur Welt wird und Frankfurt nach und nach den Rang abläuft? Lorz: Also da mache ich mir keine Sorgen. Aber trotzdem ist natürlich richtig, die in München unternehmen auch große Anstrengungen – das ist ja auch vollkommen in Ordnung so – und wir müssen uns auch weiter anstrengen. Wer nicht weiter vorwärts kommt, der fällt zurück. So ist das in vielen Bereichen des Lebens. Und das gilt natürlich auch für einen Flughafen. Aber wir sind mit dem neuen Terminal 3 da sehr gut aufgestellt, auf einem sehr guten Weg. Wir werden […]