Wirtschaft

  • Fashion Week feiert in Frankfurt Premiere

    Fashion Week feiert in Frankfurt Premiere

    Eigentlich ist die Fashion Week bereits vor zwei Jahren von Berlin an den Main gezogen. Doch wegen Corona gab es bisher nur ganz abgespeckte Modewochen in Frankfurt. Das soll sich ab heute ändern. Eine Woche lang Fashion, Trends und Glamour. Zwar ist ein großer Messeveranstalter gar nicht mit von Berlin nach Hessen gezogen, der Modewoche soll das aber nicht anzumerken sein, so die Veranstalter. Statt rot ist der Teppich grün. Nicht, weil die Farbe in diesem Sommer das neue Schwarz ist, grün bedeutet Nachhaltigkeit. Ein wichtiges Thema auf der Frankfurt Fashion Week. Green –Couture ist das Zauberwort. Der nächste Winter kommt bestimmt, Fashion-Victims tragen dann zwar echte Pelze, aber ganz ohne schlechtes Gewissen. Hans Schwarz, Designer aus Frankfurt Bedeutet, wir nehmen nur Tiere, die als Fleischabfall ankommen, oder nicht in unsere Region passen, wie der Waschbär-. Heute zur Eröffnung der Fashion Lounge  ist das Karmeliterkloster der Treffpunkt der Modebranche. Im Kreuzgang zeigen dem geladenen ViP-Publikum auch Designerinnen aus der Ukraine ihre Kollektionen. Gestern gab es bereits einen Preview-Event mit Haute Couture eines Frankfurter Modeschöpfers an der Börse. Das passt, denn die Stadt investiert 750 00 Euro in ihre Modewoche. Anfang des Jahres stand sie noch kurz vor dem Aus, weil ein großer Modemessen-Veranstalter einfach in Berlin geblieben ist. Oliver Schwebel,  Geschäftsführer Wirtschaftsförderung Frankfurt Ich glaube, wir haben gezeigt, dass es uns jetzt nichts ausmacht. Im Gegenteil. Es hat total motiviert. Eigentlich müssten wir dankbar sein, weil es hat nochmal aktiviert, motiviert und alle zusammengebracht. Und man wollte diesen Sommer auch mal zeigen, wie breit auch das Angebot an Mode im Rhein-Main Gebiet, in Hessen, im gesamten Umfeld auch ist. Keine große Messe,  – die Frankfurt Fashion Week soll ein Aushängeschild für die Kreativen Köpfe der Region sein. Modemacher wie Wladimir Arutti. Er ist froh, dass Mode jetzt auch in seiner […]

  • Ernte der Frühkartoffeln in der Pfalz beginnt

    Ernte der Frühkartoffeln in der Pfalz beginnt

    Heute war es wieder soweit! Die Frühkartoffelernte im Südwesten hat offiziell begonnen! Ab nächster Woche landen dann die „Pfälzer Grumbeere“ wieder auf dem Teller. 100.000 Tonnen der Erdknolle werden die Bauern in der Pfalz und in Rheinhessen bis Mitte August ernten. Zum Auftakt gab’s heute eine kleine Feier. Mit einem Fest beginnt hier auf dem Lindenhof in Meckenheim bei Bad Dürkheim die Frühkartoffelernte. Wegen ihres besonderen Geschmacks und der zarten Schale gelten Frühkartoffeln aus der Pfalz und Rheinhessen als besondere Delikatesse. Die Ernte präsentiert sich diesmal auf die moderne Art: mit der großen Erntemaschine. Unten ausgebuddelt, kommen die Pfälzer Grumbeere oben auf dem Band an. Mischa Müller, Landwirt aus Meckenheim „Ja, das hat sich mit der Zeit gewandelt. Die Flächen wurden immer größer und irgendwann musste man auf die Maschine umsteigen. Deswegen nur noch mit Maschine. Entweder mit der Sackmaschine, wo wir direkt in die Säcke verpacken, oder mit losen und da gehen sie zum Verpacker hin und werden dann dort in kleinen Gebinden verpackt.“ Für die Bauern wird es immer teurer, zu produzieren. Dünger und Diesel ziehen stark im Preis an. Die Erzeugergemeinschaft schätzt den Kostenanstieg im Vergleich zum Vorjahr auf 25 bis 30 Prozent. Hartmut Magin, Erzeugergemeinschaft Pfälzische Kartoffeln „Es wird in den Produktionen immer intensiviert. Dass wir auch mit modernen Techniken arbeiten, dass die Produktion auch einfacher vonstattengeht. Es gibt Traktoren, die mit GPS gesteuert sind. Es gibt Düngerstreuer, die viel genauer die Mittel ausbringen. Die Maschinen werden immer leistungsfähiger, dass man mit weniger Personal auskommen kann. Das sind die kleinen Stellschrauben, die wir als Betriebe natürlich bewegen können.“ Die Lebensmittelpreise steigen, viele Verbraucher sind in Sorge, dass auch die Kartoffeln bald nicht mehr zum bisherigen Preis zu haben sind. Hartmut Magin, Erzeugergemeinschaft Pfälzische Kartoffeln „Wir haben einen sehr guten Einstieg dieses Jahr. Wir sind preisgleich. Wir […]

  • Schott investiert in neue Schmelzwanne in Mainz

    Schott investiert in neue Schmelzwanne in Mainz

    Mainz – der Name der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt wird vielen weltweit vor zwei Jahren kaum bekannt gewesen sein. Dann hat BioNTech den ersten Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelt und Mainz wurde zur Apotheke der Welt. Im Kampf gegen Krankheiten ist aber nicht nur Inhalt von Medikamenten entscheidend, sondern auch ihre Verpackung. Die  kommen oft von einem zweiten Mainzer Unternehmen: von Schott. Weil die Nachfrage derzeit weltweit so hoch ist, hat Schott gestern eine neue Schmelzwanne eingeweiht.

  • Weitere Nachrichten im Überblick vom 13.06.2022

    Weitere Nachrichten im Überblick vom 13.06.2022

    Mainz: Angriff mit Schadsoftware — Kai Klose: Bald über Infektionsschutzgesetz beraten — Mehr Stellen für die hessische Justiz — Alltagshelfer in hessischen Kitas Angriff mit Schadsoftware Die Mainzer Stadtwerke und das Energieunternehmen Entega mit Sitz in Darmstadt sind Opfer eines kriminellen Hackerangriffs geworden. Auch der Frankfurter Entsorger FES ist betroffen. Laut hessischem Innenministerium wird ihr gemeinsamer IT-Dienstleister mit einem Lösegeldangriff erpresst. Nach Angaben der Energieversorger bestehe aber keine Gefahr von Versorgungsausfällen. Die Strom-, Gas- und Wassernetze seien gegen solche Angriffe gesondert geschützt. Nach derzeitigem Stand seien auch keine Kundendaten gestohlen worden. Allerdings seien die Internetseiten und die E-Mail-Systeme der betroffenen Unternehmen nicht erreichbar. Die Landeskriminalämter von Hessen und Rheinland-Pfalz ermitteln. Bald über Infektionsschutzgesetz beraten Der hessische Gesundheitsminister Kai Klose fordert zeitnahe Gespräche über das Bundesinfektionsschutzgesetz, das bis zum 23. September befristet ist. Man könne nicht noch wochenlang auf den Bericht des Expertenrats der Bundesregierung warten. Es sei definitiv zu spät, wenn die Beratungen erst im September beginnen würden. Deutschland müsse im Herbst auf eine mögliche Corona-Welle mit neuen Virusvarianten vorbereitet sein. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch fordert, das Infektionsschutzgesetz zügig anzupassen und den Ländern mehr Spielraum für Schutzmaßnahmen zu geben. Mehr Stellen für die Justiz Der neue hessische Justizminister Roman Poseck will sich dafür einsetzen, dass die Staatsanwaltschaften und Gerichte im Land mehr Personal bekommen. Der Rechtsstaat brauche eine leistungsfähige Justiz. Dazu gehöre auch die Digitalisierung. Die elektronische Akte müsse bis 2026 eingeführt sein. Im März hatte der hessische Rechnungshof in seinem jährlichen Bericht kritisiert, dass die Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs sich um Jahre verzögere und die Kosten dafür explodiert seien. Als Grund nannte er Planungsmängel. Alltagshelfer für Kitas Um die Personalnot in hessischen Kitas zu verringern, sollten in den Einrichtungen künftig auch Mitarbeiter eingesetzt werden, die keine Fachkräfte sind. Das hat heute der hessische Städte- und Gemeindebund vorgeschlagen. Ein […]

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    Weitere Nachrichten im Überblick

    Deutlich mehr Lohn gefordert +++ RMV-Tickets werden teurer +++ Integration erleichtern Deutlich mehr Lohn gefordert: Die IG Metall wird bei den anstehenden Tarifverhandlungen mindestens 6 Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter in der Metall- und Elektroindustrie fordern. Das gilt auch für die rund 400.000 Beschäftigten im Bezirk Mitte, der unter anderem Hessen und Rheinland-Pfalz umfasst. Laut ihrem Bezirksleiter Jörg Köhlinger seien die Auftragsbücher der Unternehmen voll. Besonders die Automobilhersteller hätten Rekordgewinne eingefahren. Von dieser positiven Lage wollten auch die Beschäftigen profitieren. Der Vorstand der IG Metall wird am 11. Juli über die Forderungen entscheiden. RMV-Tickets werden teurer: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund RMV erhöht zum zweiten Mal in diesem Jahr die Fahrkarten-Preise. Das hat der Verkehrsverbund heute mitgeteilt. Ab Juli würden die Preise im Schnitt um 3,9 Prozent steigen. Sammelkarten und Abo-Tarife seien von dem Tarifwechsel ausgenommen, um Vielfahrer und Stammkunden nicht weiter zu belasten. Ab Januar 2023 werde es dann ein neues Rabattsystem geben. Damit könnten Fahrgäste bei Kurzstrecken-, Einzel- und Tagesfahrkarten 25 Prozent sparen. Integration erleichtern: Die hessische Landesschülervertretung fordert mehr Angebote neben dem Unterricht, um die Schüler aus der Ukraine besser zu integrieren. Landesschulsprecherin Jessica Pilz sagte heute, das könne Sport oder gemeinsames Musizieren sein. Wegen der Sprachbarrieren gelinge die Integration der Flüchtlinge an den Schulen nur stockend. Ihr Wille Deutsch zu lernen sei nicht sehr groß, weil sie so schnell wie möglich zurück in ihr Heimatland wollten. Zudem sei es ungünstig, dass die Sprachklassen für die ukrainischen Schüler oft räumlich getrennt von den übrigen Klassen seien. Das schaffe zusätzliche Distanz.

  • EZB will Leitzins anheben

    EZB will Leitzins anheben

    Weil die Inflation im Euro-Raum durch die Corona-Krise, die riesigen staatlichen Finanzhilfen und den Ukraine-Krieg auf über 8 % gestiegen ist, hat die Europäische Zentralbank heute beschlossen, den Leitzins zum ersten Mal seit elf Jahren zu erhöhen. Am 1. Juli soll er von 0 auf 0,25 % steigen. Außerdem will die EZB den milliardenschweren Ankauf von Staats- und Unternehmensanleihen beenden. Eva Dieterle, Moderatorin: „Und darüber spreche ich jetzt mit unserem Finanzexperten Philipp Stelzner. Philipp, wenn die Europäische Zentralbank die Leitzinsen erhöhen will, was bedeutet das dann für uns alle?“ Philipp Stelzner, Stellvertretender Chefredakteur: „ Also die Europäische Zentralbank hat heute beschlossen, im Juli den Leitzins zu erhöhen. Aber angedeutet hat sie das schon früher. Und deshalb spüren wir die Folgen schon jetzt. Die Bauzinsen zum Beispiel, die sind bereits deutlich nach oben gesprungen. Das heißt, die Hausfinanzierung ist schon teurer geworden. Und auch für andere Kredite werden wir künftig mehr Geld bezahlen müssen. Auf der anderen Seite können sich die Sparer freuen, dass sie bald endlich wieder ein bisschen Zinsen für ihre Sparguthaben erhalten. Auch Negativzinsen wird es bald nicht mehr geben. Also dass wir für sehr hohe Sparguthaben Geld bezahlen müssen. Aber die Sparzinsen werden die hohen Inflationsraten nicht ausgleichen können. Unter dem Strich machen die Sparer also weiter ein Minusgeschäft. Ihr Guthaben verliert weiter an Kaufkraft.“ Eva Dieterle: „Wird diese Leitzinserhöhung die Wirtschaft belasten?“ Philipp Stelzner, Stellvertretender Chefredakteur: „Ja, das ist die große Sorge der Europäischen Zentralbank, dass sie den Leitzins erhöht, um die Inflation einzudämmen, aber dadurch eine Wirtschaftskrise auslöst. Denn wenn Kredite teurer werden, dann nehmen sich Firmen und Privatleute weniger Kredite. Und dadurch wächst die Wirtschaft langsamer. Die Staaten in der Eurozone und auch die Bundesländer müssen nach einer Leitzinserhöhung für ihre Schulden wieder Zinsen bezahlen. Dann haben sie weniger Geld, um es zum Beispiel […]

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    Rhein für Bleiberecht +++ Gegen Aus für Verbrennungsmotor +++ Lufthansa streicht Flugplan zusammen   Rhein für Bleiberecht: Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein von der CDU unterstützt die Initiative  von Bundesinnenministerin Nancy Faeser. Die SPD-Politikerin will langjährig geduldeten und gut integrierten Flüchtlingen ein Bleiberecht in Deutschland geben. Die Bundes-CDU lehnt das vehement ab. Rhein widerspricht seinen Partei-Kollegen. Er sehe keine Notwendigkeit Menschen abzuschieben, wenn sie gut integriert seien, Deutsch könnten und sich zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen würden. Diese  Menschen sollten willkommen sein. Gegen Aus für Verbrennungsmotor: Der Verband Deutscher Maschinenbauer VDMA hat heute in Frankfurt die Entscheidung des EU-Parlaments kritisiert. Es hatte gestern dafür gestimmt,  den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotor ab 2035 zu verbieten. Damit würde die EU ihre Führungsrolle in dieser Technologie aufgeben und eine Option mit großem Potenzial nicht nutzen. Zudem sei die Fahrzeugindustrie bei der Elektromobilität auf die knappen Rohstoffe aus Russland und China angewiesen. Dadurch könnte der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor zu einem erheblichen Risiko für Europa werden. Über den Verkaufsstopp muss das EU-Parlament noch mit den Mitgliedsstaaten verhandeln. Lufthansa streicht Flugplan zusammen: Die Lufthansa hat im Ferienmonat Juli hunderte Flüge in Deutschland und Europa an ihren Drehkreuzen in Frankfurt und München gestrichen. Wie Deutschlands größte Fluggesellschaft in Frankfurt mitteilte, betreffe das 5 Prozent des ursprünglichen Flugplans an den Wochenenden. Auch bei ihrer Tochter Eurowings würden im Juli mehrere hundert Flüge entfallen. Grund dafür sei der Personalmangel. Engpässe gebe es bei der Passagierkontrolle, der Flugabfertigung und der Flugbegleitung. Passagiere würden wenn möglich umgebucht oder könnten in Deutschland mit der Bahn reisen.

  • Niedrigere Fahrrinne für den Rhein

    Niedrigere Fahrrinne für den Rhein

    Wenn Schiffe auf dem Rhein fahren, dann ist die sogenannte Fahrrinnentiefe entscheidend: Das ist der Abstand zwischen dem Grund des Flusses und dem Wasserspiegel. Liegt der zu niedrig, kann ein Schiff weniger Fracht laden – denn ansonsten könnte es auf Grund laufen. Um die Fahrinnentiefe zu verändern und mehr Platz für die Schiffe zu schaffen, wurde früher auch mit Sprengungen im Rhein gearbeitet. Heute soll das umweltschonend geschehen.   Der Rhein – für viele Menschen bedeutet er: Romantik. Der Rhein ist aber auch ein wichtiger Verkehrsweg für Frachtschiffe. Der Rhein: Mehr Autobahn, als Ausflugsziel. Doch in einigen Abschnitten des Mittelrheins wie hier in Oberwesel gibt es sogenannte Engstellen – der Fluss ist nicht tief genug für viele Schiffe. Sabine Kramer, Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Rhein: „Das heißt, dass wir zwischen Budenheim bei Mainz und St. Goar die Fahrrinne von 1.90 auf 2.10 Meter vertiefen möchten, damit wir der Schifffahrt mehr zur Verfügung stellen können.“   Über diesen rund 50 Kilometer langen Abschnitt des Rheins transportieren Jahr für Jahr zehntausende Schiffe Millionen Tonnen Ladung. Doch in regenarmen Sommer wie etwa 2018 sinkt der Pegel: Große Schiffe können dann nicht voll beladen werden. Damals musste die BASF in Ludwigshafen sogar ihre Produktion drosseln – weil Rohstoffe fehlten. Dieser Bagger auf einem Schiff könnte die Lösung für das Problem sein: Die Idee hat sie gehabt: Bauingenieurin Virginia Spauszus. Virginia Spauszus, Baubevollmächtigte: „Wir fräsen hier, bzw. wir haben einen Fräsversuch für das Projekt Ablade-Optimierung Mittelrhein. Wir schauen hier mit einem bestimmten Gerätekonzept, ob wir die Felssohle möglichst filigran und unter wirtschaftlichen Aspekten lösen können.“  Das soll so funktionieren: Von Schiff aus wird ein Bagger Bereiche im Gewässerbett mit einer Fräse bearbeiten und dabei Schiefergestein abtragen. Neu ist: Der Fräskopf befindet sich unter einer Haube, damit die Strömung das Material nicht sofort weiterspült. Eine Pumpe befördert […]

  • Debatte über gestiegene Energiepreise

    Debatte über gestiegene Energiepreise

    Ob Gas, Benzin, Strom oder Lebensmittel. Die Preise sind viel höher als noch vor einem Jahr. Mit dem Tankrabatt, Neun-Euro-Monatsticket oder der Energiepreispauschale versucht die Bundesregierung Bürger zu entlasten. Doch die Maßnahmen sorgen für Diskussionen. So auch im Landtag von Rheinland-Pfalz.   Eine Tankstelle, heute Morgen in Mainz. Der Preis für Diesel liegt wieder bei zwei Euro. Vor einer Woche lag er, nach einem online Preisvergleichsportal,  bei 1,90. Es scheint als würden die Mineralölkonzerne den Steuerrabatt nicht an die Kunden weitergeben. Im rheinland-pfälzischen Landtag fordert die SPD heute deshalb die Gewinne der Ölkonzerne zu begrenzen. Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD): Fraktionsvorsitzende Landtag RLP: „Die Profite der Kriegsgewinnler sprießen gerade wie Unkraut im Frühling. Wer aber in dieser Krisenzeit seine Profitgier auslebt, muss Gegenwehr erfahren. Wir müssen gegensteuern – entweder über das Kartellrecht oder über eine Übergewinnsteuer.“ Von der Übergewinnsteuer hält der Koalitionspartner von der FDP jedoch wenig. Philipp Fernis (FDP), Fraktionsvorsitzender Landtag RLP: „Da hilft uns doch auch keine Debatte, die daran anknüpft, wer  an welcher Stelle welche Gewinne einfährt. Und dann ist es doch Aufgabe der Kartellbehörden, am besten auf europäischer Ebene, weil wir das Problem in ganz Europa sehen, massiv einzuschreiten.“ Trotz der Probleme, bewertet die Ampel die bisherigen Entlastungspakete der Bundesregierung positiv. Auch die Energiepreispauschale. Danach sollen Bürger 300 Euro bekommen, um die hohen Energiekosten auszugleichen. Die CDU-Opposition hält die Maßnahmen jedoch für verfehlt. Christian Baldauf (CDU), Fraktionsvorsitzender Landtag RLP: „Rentner, Studierende, pflegende Angehörige gehen leer aus. Damit wir unsere öffentlichen Kassen nicht überstrapazieren müssen wir doch zielgerichtet entlasten. Und meine sehr geehrten Damen und Herren dieses Energiegeld ist unsozial. Es vergisst nämlich die Menschen, die es am dringendsten brauchen.“ Der Meinung ist auch der Sozialverband VDK und zieht Konsequenzen. Michael Finkenzeller, Sprecher Sozialverband VDK RLP: „Deswegen werden wir eine Musterklage gegen Ungleichbehandlung anstreben in der Hoffnung so viel […]

  • Interview mit dem medizinischen Leiter von Bioscientia über die Corona-Variante BA. 5

    Interview mit dem medizinischen Leiter von Bioscientia über die Corona-Variante BA. 5

    Wegen der Corona-Pandemie hat heute der Experten-Rat der Bundesregierung in Berlin seine Handlungs-Empfehlungen für den Herbst vorgestellt. Dabei stellte er klar, dass noch niemand seriös sagen könne, wie sich die Pandemie im Herbst entwickeln werde. In jedem Fall blieben vor allem Hygiene-Maßnahmen und Impfungen wirksam. Die Experten empfehlen zudem, etwaige Maßnahmen frühzeitig zu beschließen und sie einheitlich und leicht verständlich zu kommunizieren. Denn die Corona-Pandemie ist noch nicht durchgestanden. Vielmehr ist ein neuer Subtyp der Omikron-Variante auf dem Vormarsch. Bei immer mehr Corona-Tests, die in medizinischen Laboren, wie hier bei Bioscientia in Ingelheim ausgewertet werden, lässt sich BA.5 nachweisen. Und darüber sprechen wir mit dem medizinischen Leiter von Bioscientia in Ingelheim. Eva Dieterle, Moderatorin: „Dr. Oliver Harzer, schönen guten Abend.“ Dr. Oliver Harzer, Medizinischer Leiter Bioscientica Ingelheim: „Guten Abend, Frau Dieterle.“ Eva Dieterle: „Wie ist die Lage bei Ihnen? Wie häufig stoßen sie auf BA.5?“ Dr. Oliver Harzer: „Virus-Variante BA.4, BA.4 übernimmt hier in Rheinland Pfalz und Hessen im Moment ein bisschen stärker sogar als im Bundesgebiet, so zumindest mal nach dem, was wir an hier Sequenzier-Daten haben, tatsächlich die Führung. Also wir sehen jetzt schon so zwischen 5 und 8 Prozent Anteil bei den Neu-Infizierten, bei den Neu-Infektionen.“ Eva Dieterle: „Was wissen wir über den neuen Subtyp BA5, der – wie Sie sagen – bald dominant sein wird?“ Dr. Oliver Harzer: „Ja, es ist einfach eine weitere Variante aus dieser Omikron-Familie und das Virus steht ja  auch durch die Impfungen und durch die Infizierten, die auch schon Immunsystem haben, auch unter Immun-Druck sozusagen. Und das ist eine weitere Escape-Variante sozusagen. Also der Versuch dem Immunsystem auszuweichen und sich eben auch wieder weiter vermehren zu können. Und ja, es ist einfach eine offensichtlich wieder erfolgreiche Variante, die eine Re-Infektion ermöglicht und auch bei Geimpften eben eine Infektion ermöglicht. So wie […]

  • Gefahrenquelle Cyberkriminalität

    Gefahrenquelle Cyberkriminalität

    Mit Ausbruch der Pandemie sind auch massenhaft Daten erfasst worden, die es vorher noch nicht gab: Zum Beispiel durch die Kontaktnachverfolgung in Restaurants, die Organisation von Impf-Terminen oder Corona-Tests. Für diejenigen, die unsere Daten schützen wollen, war das eine große Herausforderung. Hessens Datenschutzbeauftragter stellte heute in Wiesbaden den Jahresbericht seiner Behörde vor. Eine Erkenntnis: Der Digitalisierungsschub seit Beginn der Pandemie bringt nicht nur Vorteile. Plötzlich ging nichts mehr. Vor gut einem Monat war die Internetseite der hessischen Polizei nicht mehr aufrufbar. Auslöser war eine Serie von Cyberangriffen auf deutsche Behörden und Ministerien. Dabei handle es sich um ein stark zunehmendes Phänomen, sagt der hessische Datenschutzbeauftragte Alexander Roßnagel heute. Insgesamt sei die Zahl der Cyberangriffe 2021 im Vergleich zum Vorjahr um fast die Hälfte gestiegen, auf insgesamt 2016 Fälle. Prof. Alexander Roßnagel, Datenschutzbeauftragter Hessen: „Viele Verantwortliche haben zu wenig intensive, zu wenig effektive Sicherungsmaßnahmen vorgesehen. Die Beschäftigten werden zu wenig darauf vorbereitet.“ 320 Seiten dick ist der heute vorgestellte Datenschutz-Bericht, der erste 1972 hatte gerade mal gut 50 Seiten. In immer mehr Situationen des täglichen Lebens komme es zu Datenschutzverstößen, so Roßnagel. Dazu habe auch die fortschreitende Digitalisierung während der Pandemie beigetragen. Bei Videokonferenzen im Home-Office würden oft Daten illegal in andere Länder übertragen. Aber auch Arbeitgeber würden versuchen, ihre Mitarbeiter zu überwachen. Prof. Alexander Roßnagel, Datenschutzbeauftragter Hessen: „Alles dies ist als generelle Maßnahme unzulässig. Es darf nicht präventiv eingesetzt werden, um irgendwelche Pausen, die unzulässig sein sollten, zu erkennen. Was möglich ist, ist wenn es auf Tatsachen beruhende Verdächtigungen gibt.“ Während der Erfassung von Daten seit Beginn der Pandemie sei es immer wieder zu Verstößen gekommen, auch wegen immer neuer Rechtsregelungen. Mittlerweile habe die Datenschutz-Behörde die Lage wieder im Griff. Ihr Vorsitzender hatte heute aber auch eine gute Nachricht: Schwerwiegende Verstöße habe es im vergangenen Jahr in Hessen keine gegeben.

  • Energiesparendes Passiv-Krankenhaus

    Energiesparendes Passiv-Krankenhaus

    Der Neubau des Klinikums in Frankfurt-Höchst ist zwar noch nicht in Betrieb. Und doch ist das achtstöckige Gebäude schon vor seiner Eröffnung ein Bauwerk der Superlative. Denn es handelt sich dabei um die weltweit erste Klinik in Passivhaus-Bauweise.   Der Neubau des Klinikums in Frankfurt-Höchst ist zwar noch nicht in Betrieb. Und doch ist das achtstöckige Gebäude schon vor seiner Eröffnung ein Bauwerk der Superlative. Denn es handelt sich dabei um die weltweit erste Klinik in Passivhaus-Bauweise. Von außen sieht der Neubau des Klinikums in Höchst aus wie ein ganz gewöhnliches Krankenhaus. Es sind die inneren Werte, die sich sehen lassen können: Keine andere Klinik auf der Welt ist derart energieeffizient. Neben einer besonders guten Gebäude-Dämmung sind alle Fenster des Neubaus dreifach verglast. Eine Wärmeausstauch-Anlage sorgt zusätzlich dafür, die Heizkosten auf ein Minimum senken. Insgesamt verbraucht  das Gebäude weniger als 30 % der Energie, die normalerweise für den Betrieb eines Krankenhauses benötigt werden. Dafür gab es heute das Passivhaus-Zertifikat für die Klinikleitung – überreicht von Hessens Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir. Tarek Al-Wazir (Bündnis 90 / Die Grünen), Wirtschaftsminister Hessen: „Krankenhäuser sind mit die größten Energieverbraucher, die es gibt unter den Gebäuden. Weil sie 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag wirklich im Betrieb sind mit ganz vielen Menschen, die dort arbeiten und auch betreut und behandelt werden. Und dementsprechend ist es so unglaublich wichtig, dass wir genau da zeigen, dass man auch das energieeffizient machen kann.“ Martin Menger, Geschäftsführer varisano Kliniken Frankfurt-Main-Taunus: „Ja, ein wunderschönes Gefühl. Wir freuen uns. Ich freue mich als Geschäftsführer, Geschäftsführer dieses Hauses zu sein. Ein hochmodernes Haus.“ Zusätzlich ist das Haus mit einer Brennstoffzelle ausgestattet, die für warmes Wasser sorgt und gleichzeitig Strom produziert. So wurde das hochgesteckte Energiespar-Ziel erreicht. Spätestens im Herbst soll der Klinik-Neubau mit Platz für […]

  • JP Morgan Firmenlauf in Frankfurt

    JP Morgan Firmenlauf in Frankfurt

    Und wir bleiben in Frankfurt an der Alten Oper, kommen aber von der Musik zum Sport: Erstmals seit Pandemie-Beginn kann wieder die „J.P. Morgan Corporate Challenge“ stattfinden, im Volksmund auch „Chase-Lauf“ genannt. Zum traditionellen Firmen-Lauf quer durch die Frankfurter Innenstadt haben sich diesmal knapp 24.000 Teilnehmer aus 1.000 Unternehmen angemeldet, vor Corona waren es regelmäßig über 60.000. Mit Verkehrsbehinderungen muss gerechnet werden. Start ist um 19 Uhr, aber schon jetzt sind die ersten Läufer vor der Alten Oper eingetroffen, trotz schlechtem Wetter ist die Stimmung bestens. Stefan Povaly, Geschäftsführer J.P. Morgan Deutschland: „Wir denken, dass so ein Lauf Leute zusammenbringt. Er spricht für Diversity, Inklusion, Gemeinschaftlichkeit und das ist ein tolles Event. Wieder alle zurückzubringen, eine Gemeinschaft zu haben, über 20.000 Läufer von über 1000 Firmen hier in Deutschland, das ist toll.“  

  • Personalmangel in der Luftverkehrsbranche

    Personalmangel in der Luftverkehrsbranche

    Nach den Corona-Lockerungen zieht es uns wieder in ferne Länder: Endlich wieder mit dem Flieger in den Urlaub. Doch das stellt auch den Frankfurter Flughafen vor ein Problem. Während der Pandemie wurden tausende Stellen gestrichen – nun fehlt das Personal, um das wieder ansteigende Passagieraufkommen zu bewältigen. Lange Wartezeiten, genervte Fluggäste: Die bevorstehende Sommersaison droht, im Chaos zu versinken. Erste Anzeichen mehren sich in Stoßzeiten bereits jetzt. Egal ob bei den Passagierkontrollen oder vor allem auf dem Rollfeld bei der Flugzeugabfertigung: Überall fehlt es an Personal, mit weitreichenden Folgen. Thomas Richter, Vorstandsvorsitzender Arbeitgeberverband Bodenabfertigung: „Wir rechnen tatsächlich mit größeren Störungen. Sei es mit Flugausfällen, aber mit Sicherheit Verspätungen. Und teilweise kann es dazu führen, dass die eine oder andere Maschine ohne Koffer der Passagiere vom Flughafen geht.“ Nach dem Rekordjahr 2019 und dem Corona-Einbruch ist die Zahl der täglichen Passagiere am Frankfurter Flughafen inzwischen wieder auf über 150.000 in Spitzenzeiten angestiegen. Das Problem: In der Krise hat Flughafenbetreiber Fraport rund 4.000 Stellen abgebaut und konnte das bislang nicht ausgleichen. In Stoßzeiten fehlen rund 30 Prozent an Bodenpersonal. Dieter Hulick, Unternehmenssprecher Fraport AG: „Aktuell sucht unsere Tochter FraGround neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Gepäck- und Bodenabfertigung. In diesem Jahr wollen wir bis zu 1000 Beschäftigte neu einstellen.“ Doch selbst Fraport-Chef Stefan Schulte bezweifelt, dass auch nur annähernd so viele neue Mitarbeiter gefunden werden können. Denn der Personalmarkt ist nahezu leergefegt, viele ehemalige Flughafenmitarbeiter haben sich während der Corona-Pandemie einen neuen Job in einer anderen Branche gesucht. Jetzt auf Anhieb geschultes Personal einzustellen, ist auch wegen der hohen Sicherheitsanforderungen im Luftverkehr schwierig. Denn neue Angestellte müssen erst eine langwierige Zuverlässigkeitsprüfung durchlaufen.  Und das in Frankfurt verbliebene Personal stößt an seine Grenze, die Stimmung ist schlecht. Christoph Miemietz. Gewerkschaftssekretär ver.di: „Das führt natürlich zu einer hohen Belastung im Personal, das führt zu […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Corona-Schutzmaßnahmen überprüfen +++ Zügiger Ausbau gefordert +++ Neustart von Rock am Ring gelungen   Corona-Schutzmaßnahmen überprüfen: Der Erfolg der Maßnahmen gegen Infektionen mit dem Corona-Virus sollte wissenschaftlich untersucht werden. Das schlägt der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamts Peter Tinnemann vor. Die kostenlosen Bürgertests zum Beispiel sehe er kritisch. Das Angebot koste viel Steuergeld. Daher sollte jetzt geprüft werden, was die Tests gebracht hätten. Er habe das Gefühl, dass damit nur ganz wenige Infektionsfälle entdeckt wurden. Aktuell sei das größte Problem die Digitalisierung der Gesundheitsämter. Sie seien nach wie vor nicht ausreichend ausgestattet. Das sei den Mitarbeitenden und der Bevölkerung nicht mehr vermittelbar. Zügiger Ausbau gefordert: Die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz hat heute von der Landesregierung mehr Geschwindigkeit beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gefordert. Nur so sei es möglich, von russischen Energieimporten unabhängig zu werden und mehr Klimaschutz zu erreichen. Der Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz drohe abgehängt zu werden, wenn die Planungsverfahren und die Umsetzung nicht endlich deutlich schneller vorangingen als bisher. Das Land riskiere, dass Unternehmen abwanderten und Arbeitsplätze verlorengingen. Neustart gelungen: Die erste Ausgabe des Musikfestivals Rock am Ring nach zwei Jahren Pause wegen der Corona-Pandemie war ein voller Erfolg. Rund 90.000 Besucher feierten drei Tage lang auf dem Nürburg-Ring in der Eifel. Laut Veranstalter war das ein neuer Rekord. Das Publikum sei begeistert gewesen. Besser habe der Neustart nicht laufen können. Auch die Polizei zog ein positives Fazit. Die meisten Festivalbesucher hätten sich vorbildlich verhalten. Die nächste Ausgabe von Rock am Ring soll im kommenden Jahr vom 02. bis 04. Juni stattfinden.