Taxi-Branche ächzt unter den hohen Spritpreisen
Drei Wochen ist es jetzt her, dass der Tankrabatt der Bundesregierung ausgelaufen ist. Seitdem haben die Preise an der Zapfsäule wieder ordentlich angezogen. Denn der Krieg im Iran ist nicht beendet, die Straße von Hormus weiter dicht. Die hohen Spritpreise sind nicht nur eine große Belastung für die Pendler, sondern auch für das Taxigewerbe. Kassel hat deshalb bereits im Juni die Fahrpreise von Taxis erhöht. Für viele andere Städte ist das aber keine Option. Birer Kücükgöl – Spitzname: Pitt – ist Taxifahrer aus Frankfurt. Seit über 20 Jahren fährt er seine Fahrgäste durch die Rhein-Main Region. 2015 hat er sich selbstständig gemacht. Die hohen Spritpreise für den 56-Jährigen: Jetzt eine enorme Belastung. Birer Kücükgöl, Taxifahrer in Frankfurt „Also volltanken ist nicht mehr drinnen. Das tut weh. Und mit der Hoffnung, dass es in ein paar Tagen besser wird, da tankt man für 60, 80 Euro und es ist nicht schön nein. Das fehlt dann am Monatsende, das ist ja reines Netto, was wegfällt. Das merkt man schon. Weniger Geld.“ Der Griff zur Zapfsäule tut weh. Besonders durch den Ablauf des Tankrabatts vor drei Wochen spürt er die gestiegenen Spritpreise wieder sehr. Auch die Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main klagt über zu hohe Kosten. Svemir Islamčević, Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main „Es geht wieder alles nach oben. Wir sind jetzt fast wieder 35 Cent teurer als vor 14 Tagen und das aufzufangen ist schwierig, weil an den Tarifen was zu ändern das geht nicht von heute auf morgen, dass man das an die Leute gleich weitergibt.“ Für die Festlegung der Taxipreise sind die Städte und Landkreise verantwortlich, nicht die Fahrer. Die Stadt Kassel erhöht jetzt die Preise um 30 Prozent. Wer hier Taxi fährt, muss jetzt 2,80 Euro statt 2,10 Euro pro Kilometer zahlen. Während Kassel lange Zeit als eine der günstigsten Taxi-Städte in Hessen galt, sind die Fahrten jetzt teurer als zum […]


