Wirtschaft

  • Das neue Gesicht der Frankfurter Skyline

    Das neue Gesicht der Frankfurter Skyline

    Die Frankfurter Skyline ist bundesweit einmalig, bereits jetzt stehen dort die höchsten Wolkenkratzer Deutschlands. Doch damit soll noch lange nicht Schluss sein, ein Bauprojekt jagt das nächste. Die Mainmetropole will nun ihre eigenen Rekorde brechen. Über 280 Meter hoch und damit der höchste Wolkenkratzer Deutschlands. Außen eine in sich gedrehte Architektur und Pflanzen an der Fassade, im Inneren Büros, ein Hotel und eine öffentliche Aussichtsplattform – so soll der Millennium-Turm einmal aussehen. Bis 2030 soll der nächste Meilenstein der Frankfurter Skyline fertig sein. Mike Josef, SPD, Planungsdezernent Frankfurt „Unsere Skyline, die hat so einen hohen Wiedererkennungswert für unsere Stadt. Das ist wichtig, finde ich, dass man das auch annimmt und weiterentwickelt.“ Hier zwischen dem Europaviertel und dem Frankfurter Hauptbahnhof soll ab 2025 das neue Millennium Areal entstehen. Inklusive Restaurants, einer Kita sowie 500 Wohnungen in einem zweiten, kleineren Turm. Dadurch soll das Bankenviertel lebendiger und gemischter werden. Derzeit entstehen in der Innenstadt bereits vier Bürotürme, in die ebenso Wohnungen wie auch Geschäfte kommen sollen. Im Europaviertel nebenan wachsen bereits Pflanzen am neuen Wohnturm Eden Tower. Der Frankfurter Anspruch an neue Wolkenkratzer ist ebenso wie die Hochhäuser größer geworden. Mike Josef, SPD, Planungsdezernent Frankfurt „Für uns war tatsächlich auch der Schwerpunkt: Wir wollen Nutzungsmischung. Wir wollen Menschen – so wie letztlich auch unsere Stadt ist – aus unterschiedlichen Bereichen, die sich dort begegnen und Nachbarschaften entstehen.“ 17 der 18 deutschen Wolkenkratzer über 150 Meter stehen heute in der Mainmetropole. Dabei musste Frankfurt einst in Sachen Hochbauten erst gegenüber anderen deutschen Städten aufholen. Bis Ende der Sechzigerjahre schossen am Main noch keine Wolkenkratzer in die Höhe. Erst der Bankenboom war laut Philipp Sturm vom Deutschen Architekturmuseum der Startschuss für die heutige Skyline. Philipp Sturm, Freier Kurator Deutsches Architekturmuseum „Frankfurt begriff sich auch als die amerikanische Stadt in Deutschland. Es wuchs in die […]

  • Eine Währung feiert Geburtstag – der Euro wird 20

    Eine Währung feiert Geburtstag – der Euro wird 20

    Es war eine verrückte Silvesternacht. Nicht diese, sondern die vor 20 Jahren. Noch in der Nacht konnte man seine ersten Euros in einem sogenannten Starterkit erwerben. Die einheitliche Währung sollte den Handel innerhalb Europas erleichtern, für viele Menschen bedeutete es damals aber eine große Umstellung. Januar 2002 – für viele Hessen und Rheinland-Pfälzer ein aufregender Moment. Die Deutsche Mark wird durch den Euro ersetzt. Lange Schlangen an den Bankschaltern – wer dabei war, erinnert sich noch an diese Starterkits. Europa sollte weiter zusammenwachsen: Kein Geldumtauschen mehr vor dem Urlaub, kein Preisumrechnen mehr im Ausland. Doch wofür würden sich die Deutschen heute entscheiden, wenn sie 20 Jahre später die Wahl hätten: den Euro oder die gute alte D-Mark? Dominik Pfister, Krankenpfleger „Ich würde den Euro nehmen. Ich meine, die Mark finde ich zwar schöner vom Design her, aber ich würde den Euro nehmen.“ Faik Südfels, Bäckermeister „Ich bin ja Europäer, ich nehme den Euro. Ich habe mich sehr dran gewöhnt und es ist so einfach: Man reist in ein anderes europäisches Land, muss nicht wechseln, wird nicht abgezockt mit den Wechselkursen am Flughafen oder anderswo. Ich finde das eine sichere Sache.“ Rolf Schweisfurth, Rentner „Ich habe damals meine Rente in D-Mark berechnet. Und da muss ich sagen, da bin ich mit dem Euro nicht zufrieden. Bei der Situation auf D-Mark-Basis hatte ich eine gute Rente. Aber heute, naja.“ Nora Rachel, Französischlehrerin „Jetzt mit dem Euro müssen wir immer aufpassen, dass das Geld bis zum Ende des Monats reicht. Es ist alles teurer geworden.“ Schon kurze Zeit nach der Einführung machte das böse Wort vom „Teuro“ die Runde. Der gängige Eindruck: Viele Unternehmen hätten die Währungsumstellung genutzt, um die Preise deutlich zu erhöhen. Doch hat Euro wirklich alles teurer gemacht? Jein, heißt es an der „Frankfurt School of Finance & Management“: Prof. […]

  • Im Interview: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer

    Im Interview: Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer

    Die Zeit zwischen den Jahren ist wie gemacht, um mit etwas Abstand auf das Jahr zurückzublicken. Ein zweites Jahr, das durch die Corona Krise geprägt wurde. Die Welt ist aus dem Takt geraten. Was macht Politik da? Sie fährt auf Sicht. Aber wohin? Sicherlich ist diese Zeit für Politiker keine einfache. Unter anderem darüber sprechen wir mit Malu Dreyer, der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin. Markus Appelmann: Wir haben so kurz vor dem Jahreswechsel die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz heute zu Gast. Malu Dreyer. Herzlich willkommen! Schön, dass Sie da sind. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz: Ich grüße Sie, Herr Appelmann. Markus Appelmann: Frau Dreyer, bevor wir zu den Themen kommen, gab es ein Jahr in Ihrem politischen Leben, dass Sie mehr gefordert hat als dieses Jahr 2021. Malu Dreyer: Nein, das war mit Sicherheit das herausfordernde Jahr, was ich in der Politik erlebt habe. Und ich habe schon sehr, sehr viel erlebt, muss man sagen. Aber natürlich die Pandemie, die uns ja alle wirklich im Atem hält, dann die schreckliche Naturkatastrophe. Dann war es auch ein Jahr, wo wir dann natürlich auch zweimal im Wahlkampf waren. Also es war ein extrem anstrengendes Jahr, aber es war auch ein schweres Jahr. Markus Appelmann: Stimmen Sie zu, dass die Herausforderungen – Sie haben sie gerade eben genannt – wie Pandemien und Naturkatastrophen nicht durch Koalitionsverträge erfasst werden können. Dass also hier politische Führung mit den Aufgaben wächst oder scheitert. Malu Dreyer: Ja, das gilt sehr, sehr grundsätzlich. Man kann ja auch weiter zurückblicken, als die vielen Flüchtlinge zu uns kamen. Es gibt immer wieder Herausforderungen, die kann man nicht in einem Koalitionsvertrag festlegen, sondern sie sind einfach nicht vorhersehbar. Und deshalb ist es so wichtig, dass man vertrauensvoll miteinander zusammenarbeitet, um eben auch aktuelle Krisen gut miteinander bewältigen zu können. Neben den vielen Zielen, die […]

  • Im Interview: Wolf Matthias Mang, der Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände

    Im Interview: Wolf Matthias Mang, der Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände

    Die Zeit zwischen den Jahren ist immer eine Besondere. Eigentlich wie gemacht dafür, auf das Jahr zurückzublicken. Ein zweites Jahr, das durch Corona ganz anders verlaufen ist als gedacht. Stabilität in unsicheren Zeiten sucht die Wirtschaft. Und neben Corona muss sich die Wirtschaft noch auf eine ganz neue Bundesregierung einstellen. Energiepreise – die Ihnen Zuhause das Leben schwer machen – wir werfen einen Blick die aktuelle Lage. Die deutsche Wirtschaft steht vor einem gewaltigen Strukturwandel. In vielen Unternehmen verändert die Digitalisierung die Produktion. Gleichzeitig soll Deutschland bis 2045 klimaneutral werden. Doch bei dieser doppelten Transformation fallen Aufgaben und Arbeitsplätze weg. Es sind neue Qualifikationen gefragt. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil beschrieb vor Kurzem auf Twitter in einem Satz, wie er dieses Problem angehen will: Zitat Hubertus Heil: „Wir machen Deutschland zur Weiterbildungsrepublik.“ Doch die Unternehmen müssen nicht nur Fachkräfte weiterbilden. Sie müssen derzeit auch mit steigenden Preisen zurechtkommen, die zum Teil politisch gewollt sind. Denn die Energie aus fossilen Energieträgern soll durch steigende Abgaben teurer werden. Eine zusätzliche Belastung ist die Corona-Pandemie, durch unter anderem internationale Lieferketten gerissen sind. Wie geht’s der deutschen Wirtschaft nach zwei Jahren Pandemie? Das fragen wir Wolf Matthias Mang. Der 64-jährige Familienvater ist Geschäftsführer einer Firma für High-Tech-Schutzabdeckungen im  Maschinenbau in Obertshausen – und seit 2014 auch Präsident der Vereinigung der hessischen Unternehmer-verbände. Der Verband vertritt die Interessen von 85 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbänden mit 100.000 Mitgliedsunternehmen und 1,5 Millionen Beschäftigten in Hessen. Im Juli überreichte Ministerpräsident Volker Bouffier Mang das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. ——– Markus Appelmann: Und jetzt ist er bei uns im Studio, herzlich willkommen, Herr Wolf Matthias Mang. Wolf Matthias Mang, Präsident VHU: Ja, vielen Dank. Ich freue mich sehr, hier zu sein. Markus Appelmann: Wir haben gerade eben diese wichtige Frage gehört auf einer Skala von 1 bis 10, 1 ist schlecht, 10 ist […]

  • Der 17:30-Jahresrückblick: Das erste Halbjahr 2021 in Hessen und Rheinland-Pfalz

    Der 17:30-Jahresrückblick: Das erste Halbjahr 2021 in Hessen und Rheinland-Pfalz

    Auch das Jahr 2021 stand schicksalhaft im Zeichen der Corona-Pandemie. Wir blicken auf das fast vergangene Jahr zurück – heute auf die ersten sechs Monate in Hessen und Rheinland-Pfalz. JANUAR: Es wird das Jahr der zweiten, dritten und vierten Welle. Im Januar gehen die ersten Impfzentren an den Start. Zwischen Lockdown und Lockerungen keimt die Hoffnung, dass viele Millionen Impfungen die Lage retten. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin RLP (am 07.01.2021): „Wir sind sehr froh darüber, dass die Menschen in Rheinland-Pfalz tatsächlich die Impfungen oder die Impfbereitschaft sehr positiv aufnehmen.“ Der Andrang ist groß. Die eigens dafür eingerichtete Hotline ist schnell überlastet. Besser funktioniert die Online-Anmeldung, zumindest für die Menschen, die sich damit auskennen. Im Januar gibt es in Hessen und Rheinland-Pfalz außerdem noch zu wenig Impfstoff. Das sorgt dafür, dass es bei der Impfgeschwindigkeit hakt. Da IST das Riesending – heißt es am 27. Januar 2021. Mit seinen 120 Metern Spannweite reicht das Mittelteil der Schiersteiner Brücke nahezu fast komplett von Ufer zu Ufer. Der finale Schritt der Odyssee Schiersteiner Brücke. Die Gesamtkosten des Bauprojektes belaufen sich auf 216 Millionen Euro. Das Oberlandesgericht in Frankfurt verurteilt Stephan E. Ende Januar zu einer lebenslangen Haftstrafe für den Mord an dem Kassler Regierungspräsidenten Walter Lübcke. Lebenslang mit besonderer Schwere der Schuld. Das Gericht sieht es als erwiesen an, dass Stephan E. den CDU-Politiker Walter Lübcke im Sommer 2019 auf seiner Terrasse in Wolfhagen-Istha mit einem Kopfschuss getötet hat. Das Motiv: Fremdenhass. FEBRUAR: Ein Rosenmontag in Rheinland-Pfalz ohne Umzüge? Eigentlich undenkbar. Doch Corona macht es nötig. Wo sonst Hunderttausende Narren auf die Straße gehen, ist im Februar 2021 nur sehr wenig los. Doch die Meenzer lassen sich ihr dreifach donnerndes Helau trotzdem nicht nehmen. „Helau! Helau! Helau!“ Die Zahl der Corona-Neuinfektionen sinkt nicht. Schuld daran ist eine Mutante. Zuerst wird sie in Großbritannien […]

  • Gasanbieter kündigt 12.000 Haushalten in Hessen

    Gasanbieter kündigt 12.000 Haushalten in Hessen

    Einen günstigen Gasanbieter zu finden, ist in Zeiten rasant steigender Energiepreise alles andere als einfach. Was aber, wenn man bei der Suche nach einem günstigen Tarif Glück hatte – und dann am Ende doch mit leeren Händen dasteht? Genau das ist jetzt rund 12.000 Haushalten in Hessen passiert. Der Billiganbieter Gas.de hat sämtliche Verträge gekündigt – und die Erdgas-Lieferung ohne Vorwarnung einfach eingestellt. Für Myrella Dorn kam die Nachricht wie aus heiterem Himmel: Per E-Mail teilte der Energieversorger Gas.de der Frankfurterin am vergangenen Mittwoch mit, dass man den bestehenden Liefervertrag rückwirkend zum 2.12. gekündigt habe. Das Gas werde seitdem vom Grundversorger geliefert – in diesem Fall von der Mainova. Myrella Dorn, betroffene Kundin „Ich war sehr verwundert. Weil eine E-Mail überliest man ja auch mal schnell. Da wäre doch ein Anruf oder ein Brief der sinnvollere Weg gewesen, mir das mitzuteilen. Und ich bin jetzt natürlich schon ein bisschen verärgert, dass ich mich jetzt wieder um einen Gaslieferanten kümmern muss. Ich weiß auch nicht, wie viel ich bei der Mainova zahlen werde. Ich gehe auf jeden Fall, egal zu welchem Anbieter ich gehe, von erhöhten Kosten aus.“ Glück im Unglück: Weil der Grundversorger Mainova automatisch eingesprungen ist, kommt bei Myrella Dorn immer noch heißes Wasser aus dem Hahn. Und doch will die 32-Jährige die Kündigung durch den Anbieter Gas.de nicht so einfach hinnehmen, denn der begründet die Auflösung des Vertrages mit der „historisch einmaligen Preisentwicklung am Erdgasmarkt, die so nicht vorauszusehen gewesen sei.“ Tatsächlich sind die Preise für Erdgas an den internationalen Handelsplätzen innerhalb kürzester Zeit um bis zu 400% gestiegen. Für Verbraucherschützer Peter Lassek steht trotzdem fest: Vertrag ist Vertrag. Peter Lassek, Verbraucherzentrale Hessen „Wenn vor Ablauf der vereinbarten Laufzeiten gekündigt wurde, dann ist unseres Erachtens die Kündigung klar rechtswidrig. Das kann ich nicht als Anbieter. Ich kann nur […]

  • 2G im Einzelhandel lässt Umsätze einbrechen

    2G im Einzelhandel lässt Umsätze einbrechen

    Seit der vergangenen Woche gilt im Einzelhandel in Hessen und Rheinland-Pfalz eine 2G-Regel. Das heißt: Nur wer geimpft oder genesen ist und das auch nachweisen kann, darf in Bekleidungsgeschäften, Möbelhäusern oder Parfümerien einkaufen. Eine Regel, die viele Geschäfte hart trifft, wie unser Beispiel aus Fulda zeigt. Gähnende Leere im Bekleidungsgeschäft Catwalk in der Fuldaer Innenstadt. Seit der Einführung von 2G im Einzelhandel hat Inhaber Reginald Bukel kaum noch Kundschaft. Ungeimpfte dürfen erst gar nicht in den Laden, der Rest muss an der Tür warten und wird erst mal kontrolliert. Reginald Bukel, Inhaber Catwalk Fulda „Das Vorzeigen des jeweiligen Impfnachweises oder Genesenennachweises und auch die Kontrolle der Personalien, die wir ja durchführen müssen, das schreckt doch einige ab.“ Normalerweise macht Bukel im Vorweihnachtsgeschäft ein Viertel seines Jahresumsatzes. Doch jetzt hält ihn nur sein Onlineshop über Wasser. Statt in die Stadt zu gehen, ordern die Kunden lieber sicher von zuhause aus. Reginald Bukel, Inhaber Catwalk Fulda „Der Rückgang der Kunden ist doch immens. Also, wir spüren das ganz erheblich. Zwischen 60 und 40% weniger Kunden haben wir im Geschäft. Die, die kommen, kaufen auch gerne ein, akzeptieren auch die neuen Regelungen. Aber die Kundenzahl an sich ist deutlich zu wenig.“ Ein entspannter Einkaufsbummel in mehreren Läden, das sei mit 2G nicht möglich, meint Bukel, der auch das City Marketing in Fulda leitet. Vor jedem Geschäft kontrolliert zu werden sei vielen Kunden zu mühselig. Die Fuldaer Bürger sind geteilter Meinung. Reporterin „Dass Sie jetzt immer den Impfausweis vorzeigen müssen, den Personalausweis; nervt Sie das?“ Heidemarie Heilert „Das ja! Es gibt andere Städte, wo es Bändchen gibt. Das finde ich besser dann. Das würde ich besser finden, dass ich einmal irgendwo war und ein Bändchen bekomme und gehe dann den ganzen Tag damit rum.“ Martin Drageser „Es ist etwas lästig, aber ich würde nicht […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Hessen beschließt neues Grundsteuergesetz — Revision nach Cyberbunker-Urteil — Fraport erhöht Gebühren — Bischof Ackermann lehnt Rücktritt ab Neues Grundsteuergesetz beschlossen Der hessische Landtag hat eine Reform der Grundsteuer verabschiedet. Nach dem neuen Gesetz soll sich die Höhe der Steuer künftig nach der Größe der Häuser und Grundstücke sowie nach deren Lage und Nutzen richten. Die SPD-Opposition kritisierte das als ungerecht. Für eine Immobilie, die in einem innenstadtnahen sozialen Brennpunkt liege, müssten dann genauso hohe Steuern bezahlt werden wie für eine gleichgroße Villa in bester Stadtlage. Die Grundsteuer ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen. Sie trifft neben den Eigentümern der Grundstücke und Häuser über die Nebenkosten auch die Mieter. Revision nach Cyberbunker-Urteil Die Generalstaatsanwaltschaft Koblenz will das Urteil des Landgerichts Trier überprüfen lassen. Es hatte am Montag alle acht Angeklagten wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung zu Haftstrafen verurteilt. Nach Ansicht der Richter hatten sie jahrelang in einem alten Bunker an der Mosel ein Rechenzentrum betrieben, über dessen Server viele kriminelle Geschäfte liefen. Vom Vorwurf der Beihilfe zu den Straftaten wurden die Angeklagten freigesprochen. Das hält die Staatsanwaltschaft für einen Fehler. Fraport erhöht Gebühren Am Frankfurter Flughafen müssen die Fluggesellschaften ab dem kommenden Jahr höhere Gebühren für Starts und Landungen bezahlen. Sie steigen im Schnitt um 4,3 Prozent. Nachlässe gibt es für besonders leise und energieeffiziente Flugzeuge. Ziel sei es, so der hessische Verkehrsminister Tarek Al-Wazir, dass die Fluggesellschaften Frankfurt mit ihren leisesten Maschinen anfliegen. Ackermann lehnt Rücktritt ab Der Trierer Bischof Stephan Ackermann wird sein Amt als Missbrauchsbeauftragter der Katholischen Kirche nicht niederlegen. Die Vereinigung der Missbrauchsopfer im Bistum hatte seinen Rücktritt gefordert, weil die Kirche die Aufklärung der Fälle verschleppe. Ackermann wies das zurück. Der Missbrauch werde seit Jahren konsequent aufgearbeitet. Künftig solle es dafür aber nicht nur einen Missbrauchsbeauftragten geben, sondern ein Gremium aus mehreren Fachleuten.

  • Weihnachtsbäcker in Schnorbach

    Weihnachtsbäcker in Schnorbach

    Heute öffnen wir das 15. Türchen an unserem Adventskalender. Wir backen mit Ihnen Plätzchen, genauer: Der beste deutsche Jungkonditor rührt für Sie den Teig. Letzten Monat hat Johannes Dhein aus Schnorbach im Hunsrück den Titel geholt, er konnte sich gegen die besten Nachwuchskonditoren aus allen Bundesländern durchsetzen. Zimtsterne, Vanillekipferl, Butterstollen. Es wird gebacken, was das Zeug hält. Weihnachten heißt Stress für Zuckerbäcker! Doch der beste der Besten hat sich für uns Zeit genommen. Es gibt Hunsrücker Weihnachtsplätzchen! Johannes Dhein, 1730 SAT.1 live Weihnachtsbäcker „Ich habe mir ausgesucht einen ganz herkömmlichen Buttermürbeteig mit Ei. Den rollen wir aus und jeder hat natürlich zuhause einfach Ausstecher, da kann man nehmen nach Belieben. Ich hab jetzt hier einen Stern in der Mitte ausgesucht. Einfach ausstechen, nachher mit Johannisbeerkonfitüre füllen und mit Puderzucker abstreuen. Und dann haben wir ein schönes Weihnachtsplätzchen.“ Mehl, Butter, Zucker, Eier und Konfitüre. Mehr Zutaten braucht Johannes Dhein nicht. Alles wird zusammen geknetet. Aber bitte der Reihe nach! Johannes Dhein, 1730 SAT.1 live Weihnachtsbäcker „Ungefähr so drei Minuten. Die Butter und der Puderzucker, dann ca, vier Minuten etwas schneller noch mal mit dem Ei und dann wird das Mehl noch mal einfach unter gehoben.“ Das Kneten übernimmt die Maschine. Zeit für Deutschlands besten Jungkonditor, uns mal zu verraten, was man denn alles tun muss, um den Titel zu gewinnen. Johannes Dhein, bester deutscher Jungkonditor „Wir hatten insgesamt zehn Stunden Zeit, auf zwei Tage verteilt. Die ganze Produktpalette bestückte sich mit verschiedenen Pralinen, Desserts, zwei verschiedenen Torten, Marzipanfiguren und noch einem Schaustück, das konnte man aus Zucker herstellen, oder auch aus Schokolade.“ Der Teig ist inzwischen fertig. Ein riesen Batzen für viele Plätzchen! Noch heißt es abwarten! Johannes Dhein, 1730 SAT.1 live Weihnachtsbäcker „Müssen ihn dann erst noch in den Kühlschrank legen für ein paar Stunden. Besser ist es über Nacht, […]

  • Baukosten steigen weiter

    Baukosten steigen weiter

    Bauen, bauen und nochmals bauen: Diese Forderung aus der Politik und an die Politik ist inzwischen wohl schon so alt wie manch ein Altbau. Denn es fehlt an bezahlbarem Wohnraum – vor allem in den Städten. Auch die neue Bundesregierung hat Großes vor: 400.000 neue Wohnungen sollen künftig Jahr für Jahr gebaut werden – so steht es im Koalitionsvertrag. Doch in der Realität hat die Sache einen Haken: Denn nicht nur die Grundstückspreise, sondern auch die Baukosten schießen immer weiter in die Höhe. Es geht voran auf dieser Baustelle in Frankfurt-Sachsenhausen: Gerade mal vier Monate hat es gedauert vom ersten Stein bis zum fertigen Rohbau. Kosten: Rund 600.000 Euro. Glück gehabt, sagt Bauunternehmer Thomas Reimann, denn für den gleichen Auftrag hätte der Bauherr heute, nur wenige Monate später, rund 100.000 Euro mehr auf den Tisch legen müssen. Thomas Reimann, Bauunternehmer ALEA Hoch-und Industriebau AG „Bauen wird teurer. Gerade für den privaten Endverbraucher bedeutet das, dass er das Haus, die Wohnung, die er bauen, die er erwerben möchte, für einen deutlich höheren Preis bauen wird, als das vielleicht noch vor einem Jahr der Fall war. Ich persönlich erwarte Preissteigerungen innerhalb der nächsten zwölf Monate von mindestens 12%.“ Hauptgrund: Die galoppierende Inflation, die sich in der Baubranche noch viel stärker bemerkbar macht als in anderen Lebensbereichen – vor allem wegen der steigenden Materialkosten. Stahl, Holz, Dämmstoffe – all das ist aufgrund von Lieferengpässen im Zusammenhang mit der Corona-Krise zurzeit entweder gar nicht oder nur für viel Geld zu bekommen. Manchmal fehlt es selbst an den einfachsten Dingen. Wie etwa an solchen Plastikrohren, auf die ein Bauunternehmer bis zu sechs Monate warten muss. Und doch seien die steigenden Preise auf dem Weltmarkt nicht das einzige, was Häuslebauern zu schaffen mache, denn ein Großteil der Probleme sei letztlich hausgemacht. Sagt Bauunternehmer Reimann, der auch […]

  • Daimler Truck geht an die Börse

    Daimler Truck geht an die Börse

    Neues Schwergewicht am deutschen Aktien-Markt: Der Nutzfahrzeug-Hersteller ‚Daimler Truck‘ ist heute in Frankfurt an die Börse gegangen. Mit diesem Schritt hat sich die LKW-Sparte von Mercedes-Benz, deren Fahrzeuge zum größten Teil im rheinland-pfälzischen Wörth gebaut werden, endgültig vom Mutterkonzern Daimler abgespalten. Es ist der größte Börsengang des Jahres: Um kurz nach 9 läuten Mercedes-Chef Ola Källenius, Daimler Truck Vorstand Martin Daum und Börsenchef Theodor Weimer gemeinsam eine neue Ära ein. Seit 1896 waren Auto- und Lastwagenproduktion beim schwäbischen Fahrzeugbauer unter einem Dach vereint – nach 125 Jahren gehen beide Sparten jetzt erstmals getrennte Wege. Jochen Goetz, CFO Daimler Truck „Wir haben ewig darauf hingearbeitet. Ein enormer Berg an Aufgaben ist notwendig, um solch historische Firmen zu trennen. Und wenn man dann am Ende des langen, langen Marathons quasi die Ziellinie überschreitet, ist das wirklich ein Gefühl mit Gänsehaut.“ Erster Ausgabepreis der neuen Daimler-Truck-Aktie: 28 Euro. Damit wurde das Unternehmen mit insgesamt 23 Milliarden Euro bewertet. Analysten waren zuvor von rund 35 Milliarden Euro ausgegangen – erste Ernüchterung also. Wohl eine Frage des Timings, sagt Autoexperte Jürgen Pieper – schließlich sei die gesamte Autobranche zurzeit mächtig unter Druck. Der Gang an die Börse als eigenständiges Unternehmen sei aber generell der richtige Schritt. Jürgen Pieper, Autoexperte Bankhaus Metzler „Man hat, glaube ich, gerade am deutschen Markt viele positive Beispiele gesehen. Von Abspaltungen von Bayer, von Siemens. Das ist eigentlich alles für die Beteiligten, für die Unternehmen wie für die Investoren, sehr gut gelaufen. Jeder hat im Prinzip davon profitiert, und ich glaube, so wird es auch bei Daimler Truck laufen.“ Ziel des nun eigenständigen Unternehmens Daimler Truck: Der weltweite Spitzenplatz in Sachen emissionsfreies Fahren im Warenverkehr. Weg vom Diesel, hin zu Elektromotor und Brennstoffzelle. Zweigleisig also – je nach Bedarf. Jochen Goetz, Finanzvorstand Daimler Truck „Die einfache Regel ist: Je weniger Gewicht, […]

  • Kritik an 2G+: Hotels und Gaststätten in Rheinland-Pfalz klagen über Stornierungen

    Kritik an 2G+: Hotels und Gaststätten in Rheinland-Pfalz klagen über Stornierungen

    Die Gastronomen und Hoteliers in Rheinland-Pfalz kritisieren weiterhin die dort geltende 2G+-Regel. Danach müssen ihre Gäste geimpft oder genesen sein. Außerdem müssen sie einen aktuellen Coronatest vorlegen. Die Folge: Viele Reservierungen werden storniert. Wir schauen uns die Situation in Maikammer an. Die Ministerpräsidenten der Länder haben heute zum ersten Mal mit dem neuen Bundeskanzler Olaf Scholz über die weitere Bekämpfung der Corona-Pandemie beraten. Dabei ging es auch um die Fortsetzung der Impfkampagne. Die Ständige Impfkommission hat heute empfohlen, auch Kinder zwischen 5 und 11 Jahren zu impfen, wenn sie an einer chronischen Krankheit leiden. Die aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen haben die Regierungschefs aber nicht geändert. So kritisieren die Gastronomen und Hoteliers in Rheinland-Pfalz weiterhin die dort geltende 2G-Plus-Regel. Danach müssen ihre Gäste geimpft oder genesen sein. Außerdem müssen sie einen aktuellen Corona-Test vorlegen. Die Folge: Viele Reservierungen werden storniert. Darüber sprechen wir gleich mit Gereon Haumann, dem Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes in Rheinland-Pfalz. Vorher schauen wir uns die Situation in Maikammer an. „2G+ ist tödlich für uns“, sagt Marion Schwaab, Inhaberin des Restaurants „Dorfchronik“ in Maikammer. Seitdem am Wochenende nur noch Genesene und Geimpfte mit negativem Test oder geboosterte Gäste in ihr Restaurant dürfen verzeichnet sie eine Welle von Stornierungen. Marion Schwaab, Inhaberin Restaurant „Dorfchronik“ „Es sind Weihnachtsfeiern weggefallen. Die Firmen gehen gar nicht mehr. Auch unter Freunden treffen – der eine ist geimpft und geboostert, der andere nicht, dann sagen die, wir gehen nicht und dann kommen die anderen zwwi auch nicht – also sind es schon wieder vier weniger. Und so geht das weiter. Es waren halt viele verschreckt und haben dann erstmal storniert oder sind erst gar nicht aus dem Haus und die Verwirrung war also sehr groß.“ Die Folge – am Sonntag, dem eigentlich umsatzstärksten Tag der Woche musste Marion Schwaab die „Dorfchronik“ zulassen. Das erste Mal […]

  • Im Interview: Gereon Haumann, der Präsident des rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättenverbandes

    Im Interview: Gereon Haumann, der Präsident des rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättenverbandes

    Markus Appelmann spricht mit Gereon Haumann über die Auswirkungen der 2G+-Regel in der Gastronomie und die daraus folgende Stornierungswelle von Reservierungen. Markus Appelmann, Moderator: Das wollen wir vertiefen mit Gereon Haumann, dem Präsidenten des rheinland-pfälzischen Hotel- und Gaststättenverbandes. Herzlich willkommen! Gereon Haumann, Präsident DEHOGA Rheinland.-Pfalz: Guten Abend, Herr Appelmann. Appelmann: Herr Haumann, wir haben gerade gesehen 2G+, nur Geimpfte und Genesene dürfen in die Gastronomie – mit Test, Ausnahme sind Geboosterte. Was bedeutet das für die Branche? Haumann: Ja, das bedeutet tatsächlich eine Katastrophe, weil wir am ersten Wochenende schon sehr viel Ausfall hatten. Es versteht weder der Gastgeber noch der Gast und erst recht nicht die Geimpften. Appelmann: Jetzt haben wir die Geboosterten, die aber rein dürfen ohne Test. Macht sich das schon positiv bemerkbar.? Haumann: Ist sicherlich für diese Gruppe sehr, sehr wertvoll, aber es ist halt nur eine kleine Gruppe unserer Gäste. Wir brauchen dringend mehr Geboosterte und das Plus von 2G+ muss weg, weil unsere Betriebe kein Infektionsgeschehen aufweisen, auch unter 2G nicht. Appelmann: Der Dezember ist normalerweise ein richtig starker Monat in der Gastronomie. Haben Sie uns auch Zahlen mitgebracht? Können Sie sagen, was das am Ende für ein Minus bedeutet? Haumann: Normalerweise machen unsere Betriebe im Dezember 20 bis 25% ihres Jahresumsatzes und wir hatten am vergangenen Wochenende einen Ausfall zwischen 60 und 90% des Umsatzes Rheinland-Pfalz – flächendeckend. In den Betrieben Bistro, Gastro, Café sind die Ausfälle am höchsten. Am niedrigsten sind sie in der Hotellerie, aber auch da betragen sie 60%. Appelmann: Letztes Jahr um diese Zeit, wenn wir zurückspulen, da waren wir im Lockdown schon fünf Wochen drin. Jetzt, haben Sie uns gesagt, ist es schon wieder eingebremst, das Geschäft. Was bedeutet das für die Coronahilfen im letzten Jahr im Vergleich zu diesem Jahr? Haumann: Ja, unsere Betriebe sind deutlich schlechter […]

  • Erholt sich die Wirtschaft in Hessen?

    Erholt sich die Wirtschaft in Hessen?

    Kaum ist die neue Bundesregierung im Amt, hagelt es auch schon Kritik. So machte der Vorsitzende von Hessenmetall, Wolf Matthias Mang, heute in Frankfurt deutlich, dass er mit den Vereinbarungen von SPD, Grünen und FDP zur Rentenpolitik nicht einverstanden ist. Wolf-Matthias Mang, Vorsitzender Hessenmetall „Was ich mir im Rahmen der Generationsgerechtigkeit gewünscht hätte, wäre, dass die Regierung den Mut aufbringt, das generationsgerecht zu gestalten. Wir sollten die Lasten der heutigen Rentner nicht auf die zukünftige Generation verschieben. Was wir jetzt erleben, ist, dass wir das Rentenalter fix gesetzt haben. Das bedeutet, dass immer mehr Steuergeld in die Renten hineinfließen und dieses Steuergeld, was dort gebraucht wird, das fehlt uns für zukunftssichere Investitionen des Staates. Für die Infrastruktur – und damit meine ich Schiene, Straße, aber auch die Digitalisierung.“ Gleichzeitig teilte Mang mit, dass die hessiche Metall- und Elektroindustrie optimistisch ins neue Jahr gehe. In einer aktuellen Umfrage hätten 48% der Betriebe ihre wirtschaftliche Situation als gut bezeichnet und nur 18% als schlecht. Trotz Corona-Krise und gestörter Lieferketten erwarteten nur 9% der Betriebe, dass sich die Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten weiter verschlechtern werde.

  • Anne Spiegel – die neue Bundesfamilienministerin der Berliner Ampel

    Anne Spiegel – die neue Bundesfamilienministerin der Berliner Ampel

    Am Ende der Landtags-Sondersitzung wurde die rheinland-pfälzische Klimaschutzministerin Anne Spiegel verabschiedet. Sie war in der ersten Ampelregierung bis 2021 Familienministerin des Landes. Nun soll die Grünen-Politikerin Bundes-Familienministerin werden. Eva Dieterle hat sie am Rande des Plenums zu einem Interview getroffen. Eva Dieterle, Reporterin: Frau Spiegel, wann haben Sie davon erfahren, dass Sie so eine große Aufgabe übernehmen sollen und wie lange haben Sie überlegt? Anne Spiegel, Bündnis 90 / Die Grünen, designierte Bundesfamilienministerin: Also, das kam doch alles sehr, sehr überraschend und kurzfristig. Und tatsächlich hatte ich gar nicht viel Zeit zum Überlegen. Aber nach einem Gespräch mit meinem Mann war dann klar: Ich mach’s. Dieterle: Ist Deutschland denn familienfreundlich oder erwartet Sie da noch viel Arbeit? Spiegel: Also, ich glaube, es gibt schon noch Dinge, die man da dringend anpacken muss. Es geht darum, zunächst mal dafür zu sorgen, dass Familie vor allen Dingen Vielfalt ist. Und dem möchte ich auch gerecht werden, also für alle unterschiedlichen Formen von Familie auch wirklich rechtlich verbindliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Und natürlich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu stärken. Dieterle: Sind das die Punkte, die Ihnen besonders am Herzen liegen und die Sie jetzt auch als erstes angehen werden? Spiegel: Als erstes angehen werde ich alles, was der Kinderarmut den Kampf ansagt in Deutschland. Die Kindergrundsicherung steht im Koalitionsvertrag. Das ist ein großartiges Projekt, ein Paradigmenwechsel. Damit können wir Kinder aus der Armut holen. Das wird aber ein Weilchen dauern. Und damit sofort was passiert, wird es einen Sofortzuschlag geben. Der wird auf einen Schlag etwa 1,7 Millionen Kindern in Deutschland ein konkretes Plus im Geldbeutel verschaffen. Dieterle: Wir sind ja immer noch mitten in der Pandemie und gerade für Familien ist das eine ganz besondere Herausforderung. Wo muss die Politik da noch mehr unterstützen? Spiegel: Also, ich habe mir vorgenommen, […]