Wirtschaft

  • Bauernverband zum Ernteauftakt

    Bauernverband zum Ernteauftakt

    Regen, Regen – und noch mehr Regen. Ja, das Wetter zeigt sich in diesem Sommer bislang sehr durchwachsen. Auch Herbst und Frühjahr waren von Nässe geprägt. Das stellt die Landwirtschaft vor Herausforderungen, wie heute auf der Pressekonferenz des Deutschen und Hessischen Bauernverbands bei Frankfurt deutlich wurde. So wird die Ernte in diesem Jahr wohl geringer ausfallen als im Vorjahr. Dieser Mähdrescher kommt heute nicht wie geplant zum Einsatz, wegen anhaltender Nässe. Die erste Fuhre Wintergerste – bereits letzte Woche ins Trockene gebracht, rechtzeitig vor dem Unwetter am Wochenende. Immer flexibel bleiben, heißt es für Landwirt Matthias Mehl aus Frankfurt-Nieder-Erlenbach. Bereits im vergangenen Herbst haben die vielen Niederschläge die Zuckerrübenernte und Aussaat von Wintergetreide erschwert, sodass mehr auf das Frühjahr und Sommergetreide ausgewichen werden musste. Matthias Mehl, Landwirt aus Nieder-Erlenbach „Ganz schwierig ist für uns, dass sich die Wetterfenster immer mehr verkleinern. Das heißt, die Zeit, wo wir vernünftig auf den Acker kommen, das wird irgendwie weniger. Wir sind eigentlich ne Region mit ner Frühsommertrockenheit. Und wenn es halt warm ist und nicht regnet, dann kann man immer auf den Feldern fahren. Aber wenn es halt so viel regnet wie in diesem Jahr, dann werden eigentlich die Feldarbeitszeiten, die werden immer geringer.“ So wird die Bewirtschaftung von 200 Hektar Getreide und 100 Hektar Zuckerrüben zunehmend zur Herausforderung. Das Risiko für Fäulnis und Pilzkrankheiten und damit Ernteausfälle steigt. Die Bauernverbände rechnen daher mit einer durchschnittlichen Getreideernte, mit 42 Millionen Tonnen bundesweit etwas unter dem Vorjahresniveau. Erschwerend hinzu kämen gekürzte Agrardieselsubventionen und gestiegene Produktionskosten bei gleichzeitig gesunkenen Getreidepreisen, weil Russland mit seinen Exporten Preisdumping betreibe. Der Hessische Bauernverband fordert von der Bundesregierung daher mehr finanzielle Unterstützung – eine sogenannte Risikoausgleichsrücklage. Karsten Schmal, Präsident Hessischer Bauernverband „Wir erleben ja im Moment, dass auch bei unseren Betrieben die Gewinne durchaus volatiler werden. Dass man in […]

  • IHK lädt zum Sommerabend der Wirtschaft

    IHK lädt zum Sommerabend der Wirtschaft

    Rheinland-Pfalz ist Schlusslicht. Denn in keinem anderen Bundesland ist die Wirtschaftsleistung zuletzt so stark gesunken. Kein Wunder, dass die Stimmung bei den Unternehmen derzeit nicht die Beste ist. Gerade deshalb ist es wichtig, miteinander im Gespräch zu bleiben. Gelegenheit dazu bietet der jährliche Sommerabend der Wirtschaft in Mainz. Die Industrie- und Handelskammer für Rheinhessen, das Medienunternehmen Verlagsgruppe Rhein-Main und die Handwerkskammer Rheinhessen hatten in Mainz zum Austausch geladen. Unüberhörbar waren trotz musikalischer Untermalung die Sorgen der Wirtschaft. Der Präsident der Industrie- und Handelskammer wünscht sich verlässliche Rahmenbedingungen etwa im Energiebereich, stimmt jedoch auch positive Klänge an. Marcus Walden, Präsident IHK Rheinhessen „Heute Abend ist die Stimmung schon besser, als allgemein in der Wirtschaft. Wir sehen eine zunehmende Anzahl an Gründungen auch in der letzten Zeit, sehr schön und positiv, mit so die höchsten Quoten seit den letzten zehn Jahren auch im Gastgewerbe. Ich denke, so den ein oder anderen Silberstreif kann man schon erkennen, wenn man genau mal nachschaut.“ Neben versöhnlichen Abschiedsworten macht auch die scheidende Ministerpräsidentin nochmal Hoffnung, was das Dauerbrennerthema Bürokratieabbau angeht. Hier sei viel auf den Weg gebracht. Auch die Wirtschaftsministerin gibt sich angesichts schwacher Konjunktur lösungsorientiert. Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz „Wir werden in Kürze mit einem Entlastungspaket auch an die Öffentlichkeit gehen, wo wir wirklich in der Bürokratie schauen: Wo können wir auf Dinge verzichten? Wo können wir auch den Unternehmen eine Hilfe geben, dass Dinge nur noch einmal erfasst werden müssen? Es sind viele Punkte, die im Moment im Fluss sind. Und deswegen bin ich zuversichtlich, dass wir mit einer starken, resilienten Wirtschaft auch in die Zukunft gehen werden“ Doch bei den Handwerkern überwiegt die Skepsis. Hans-Jörg Friese, Präsident Handwerkskammer Rheinhessen „Seit 15 Jahren hat sich nach meinem Empfinden nichts verändert. Es hat sich sogar noch verschärft. Uns da rumschlagen mit irgendwelchen Behördenauflagen mit […]

  • Streik – Apotheken bleiben zu

    Streik – Apotheken bleiben zu

    Wenn Sie heute in Hessen oder Rheinland-Pfalz zur Apotheke wollten, standen Sie dort wahrscheinlich vor verschlossenen Türen: Aus Protest gegen die Reformpläne der Bundesregierung blieben die meisten Apotheken heute zu. Vor allem der Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach, künftig auch sogenannte „Apotheken light“ zuzulassen, in denen kein Apotheker mehr anwesend sein muss, sorgt bei den Pharmazeuten für heftigen Widerstand. Holger Seyfarth ist nicht nur Apotheker, sondern auch Vorsitzender des Hessischen Apothekerverbands. Wie alle seine Berufskollegen hat er Pharmazie studiert – er weiß genau, welche Wirkstoffe in welchen Medikamenten enthalten sind und wie sie korrekt angewendet werden. Dass es nach den Reformplänen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach künftig auch Apotheken ohne Apotheker geben soll, die dann allerdings beispielsweise keine Betäubungsmittel mehr an die Patienten herausgeben dürfen, hält Seyfarth, gelinde gesagt, für keine gute Idee. Holger Seyfarth, Apotheker in Frankfurt „Die Patientinnen und Patienten müssten schauen, in welche Apotheke sie gehen, wo sie welche Leistungen noch bekommen. Und das kann ja nicht das Ziel von so einer Reform sein. Wir haben ein gut funktionierendes System. Die Regierung ist aufgefordert, das zu erhalten und weiterzuentwickeln und nicht zu zerstören.“ Heute und morgen bleibt die Eichwald-Apotheke jedenfalls aus Protest geschlossen – so wie Tausende weitere Apotheken in Hessen und Rheinland-Pfalz. Auf dem Opernplatz in Frankfurt treffen sich die Apotheker zur zentralen Protestkundgebung. Sollte der Apothekerberuf tatsächlich derart abgewertet werden wie geplant, käme das einem Todesstoß für die ganze Branche gleich, so die einhellige Meinung. Dr. Katrin Rackelmann-Silber, Apothekerin in Obertshausen „Arzneimittel sind keine Konsumgüter. Es ist die wundervolle Kunst, mit kleinen Molekülen im Körper Krankheiten gerade zu richten. Das braucht Expertise.“ Frank Anhäuser, Apotheker in Hungen „Es geht um Beratung. Es geht um das Basiswissen, um Wechselwirkungen. Und das muss auch pharmazeutisches Personal vor Ort haben. Und da braucht’s auch unbedingt Apotheker.“ Nach den Plänen […]

  • Rheinland-Pfälzischer Unternehmertag

    Rheinland-Pfälzischer Unternehmertag

    Heute in zwei Wochen wird Malu Dreyer das Amt der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz nach elf Jahren abgeben. Ihr Nachfolger soll Arbeitsminister Alexander Schweitzer werden. Es ist eine kurze Abschiedstour, die die Regierungs-Chefin bestreitet. Gestern sagte sie der rheinland-pfälzischen Wirtschaft beim Unternehmertag offiziell „Goodbye“. Und obwohl die Wirtschaftsleistung im Land zuletzt so stark gesunken ist, wie in keinem anderen Bundesland, war es ein warmer Abschied. Ein bunter Strauß. So ließe sich wohl auch die Vielzahl an Themen zusammenfassen, mit denen es Malu Dreyer und die rheinland-pfälzische Wirtschaft in den vergangenen Jahren zu tun hatten. Die Noch-Ministerpräsidentin blickt gestern Abend zurück. Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Es gibt ganz unterschiedliche Phasen in diesen elf Jahren. Wir sind sehr erfolgreich gewesen zu Beginn. Dann kam die große Pandemie. Das war natürlich ein Einbruch. Gleichzeitig hat sich ein ganz neues Feld für uns entwickelt in der Pandemie. Sehr, sehr erfolgreich, dadurch, dass der Impfstoff hier hergestellt worden ist, und wir danach eben auch die Chance ergreifen konnten, auch mit ganz ganz viel Ehrgeiz, den Biotechnologie-Standort wirklich weiterzuentwickeln, sodass wir hohe, hohe Investitionen in diesem Bereich erleben dürfen.“ Doch zuletzt war die Stimmung in der Wirtschaft düster, sagt die Landesvereinigung Unternehmerverbände, kurz LVU bei ihrem Unternehmertag. Rheinland-Pfalz war im Vorjahr Schlusslicht bei der Wirtschaftsleistung, minus 4,9 Prozent. Allerdings: LVU-Chef Johannes Heger sieht in einigen Industrien eine Trendwende. Johannes Heger, Präsident Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz „Wir sehen jetzt gerade eine Differenzierung zwischen den Branchen. Im Maschinenbau, im Fahrzeugbau sehen wir Aufwärtstendenzen, in der chemischen Industrie allerdings immer noch einen Rückgang. Und ob sie eben groß oder klein sind, da werden Sie eben in der Branche dann doch betroffen sein.“ Standortprobleme und überbordende Bürokratie würden die Unternehmen belasten. Hier müsse die Politik nachbessern. Und zum Beispiel die Nutzfahrzeugbranche stärker fördern, so die LVU. Bei Landesthemen wird künftig nicht […]

  • Flüchtling wird Bademeister

    Flüchtling wird Bademeister

    Die Freibadsaison in vollem Gange und birgt leider alljährlich auch Risiken. Gestern Abend trieb ein sechsjähriger Junge im Freibad in Landau für kurze Zeit leblos an der Wasseroberfläche. Badegäste und die Badeaufsicht haben schnell reagiert, der Junge wurde wiederbelebt und kam wieder zu Bewusstsein. Der Sechsjährige kam ins Krankenhaus, ist aber außer Lebensgefahr. Vorfälle wie dieser zeigen, wie wichtig der Job der Badeaufsicht ist. Doch vielen Städten und Gemeinden mangelt es an geeignetem Personal. In Frankfurt gehen die Bäderbetriebe deshalb unter anderem im Brentanobad jetzt einen außergewöhnlichen Weg: Sie suchen gezielt in Flüchtlingsunterkünften nach potentiellen Bademeistern und Rettungsschwimmern. Mohammadsadegh Nasiri ist vor dem Mullah-Regime aus dem Iran geflohen. Seit Anfang 2020 lebt er in Deutschland. Zurzeit in einer Flüchtlingsunterkunft des Deutschen Roten Kreuzes in Frankfurt. Als er dort hört, dass die Frankfurter Bäderbetriebe neue Mitarbeiter suchen, ist er sofort Feuer und Flamme. Mohammadsadegh Nasiri, Flüchtling aus dem Iran „Im Iran habe ich auch vier Jahre lang an der Universität Sportmanagement und Sportwissenschaft gelernt. Deswegen gefällt mir sehr. Auch drei Jahre lang als Bademeister gearbeitet.“ Mohammadsadegh Nasiri ist einer von insgesamt 55 neuen Mitarbeitern, die schon bald in Freibädern in ganz Frankfurt zum Einsatz kommen sollen. Als Bademeister, als Rettungsschwimmer, als Kassierer oder als Reinigungskraft – je nach Neigung und persönlichen Fähigkeiten. Zehn von ihnen hat die Stadt Frankfurt nun gemeinsam mit den Bäderbetrieben erstmals direkt in einer Flüchtlingsunterkunft rekrutiert. Boris Zielinski, Geschäftsführer Frankfurter Bäderbetriebe (BBF) „Das ist vor allem für uns erstmal wichtig, weil wir tolle neue Menschen gefunden haben, die in unserem Team arbeiten. Aber es heißt natürlich auch einfach viel mehr, über kurze Wege unbürokratisch Leute zu finden, die Lust haben, bei Ihnen zu arbeiten. Das tut uns gut, und freue ich mich unheimlich drüber.“ Auch Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef zeigt sich höchst erfreut und spricht von einer […]

  • Jahrespressekonferenz der Unternehmerverbände

    Jahrespressekonferenz der Unternehmerverbände

    Bei der Jahres-Presseponferenz der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz forderte Präsident Johannes Heger heute – trotz positiver Konjunktuprognosen – eine entschlossenere Unterstützung des Wirtschaftsstandorts. Zwar sei Rheinland-Pfalz ein ausgesprägter, exportstarker Industriestandort sowie der Austausch mit der Ampelregierung im Land grundsätzlich gut, dennoch solle man die positiveren Prognosen einiger Umfrage-Institute nicht überbewerten. Johannes Heger, Präsident Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP „Wir haben strukturelle Probleme. Wir stehen in Pfützen wie zum Beispiel immer noch zu hohe Energiepreise, Fachkräftemangel, überbordende Bürokratie. Und auch wenn der Regen jetzt aufhört, an diesen strukturellen Problemen müssen wir jetzt arbeiten. Und das versuchen wir zu adressieren und erwarten uns von der Politik hier tatkräftige Unterstützung das für den Standort zu verbessern. Damit wir Unternehmen haben, die wieder innovativ werden und an ihren Standort glauben und deswegen auch hier investieren wollen.“

  • Fraport-Chef Stefan Schulte zu Gast im Studio

    Fraport-Chef Stefan Schulte zu Gast im Studio

    Der Frankfurter Flughafen gilt als Hessens Tor zur Welt. Im Sommer dieses Jahres feiert der Flughafenbetreiber seinen 100. Geburtstag. Zum Auftakt des Jubiläumsjahres erinnern sich Verantwortliche und Weggefährten daran, wie der Flughafen seine heutige Dimension als wichtiges Drehkreuz in der Welt erreichen konnte – und wie auch zahlreiche Krisen und Rückschläge daran nichts ändern konnten. Deutschlands größter Flughafen – er steht in Frankfurt. Ein Rekord, mit dem vor 100 Jahren nicht unbedingt zu rechnen war. Hier fing alles an. Auf dem Frankfurter Rebstockgelände starten Anfang des 20. Jahrhunderts die ersten Propellermaschinen aus Frankfurt. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs gründet sich 1924 der Vorgänger des heutigen Flughafenbetreibers. Der Frankfurter Magistrat beschließt 1930 einen Flughafen-Neubau im Westen der Stadt. Die Eröffnung fällt in die Zeit des Nationalsozialismus. Die Nazis nutzen den Flughafen für ihre Propaganda. Von Frankfurt aus fliegen Kampfbomber Richtung Frankreich. Nach dem Krieg baut die US-Armee den Flughafen wieder auf und erweitert ihn um eine zweite Start- und Landebahn. 1972 eröffnet das Terminal Mitte, ein Teil des heutigen Terminal 1. In den 80ern sorgt ein weiterer Ausbau für Proteste. Für den Bau der neuen Startbahn West sollen Teile des Stadtwalds weichen. Bei einer Demonstration 1987 eskaliert die Lage, zwei Polizisten werden erschossen. Trotzdem beschließen die Verantwortlichen in den Jahren danach weitere Ausbauten. Der ehemalige hessische Ministerpräsident und frühere Fraport-Aufsichtsratschef Roland Koch erinnert sich. Roland Koch (CDU), Ministerpräsident Hessen 1999 – 2010 „Man sah, dass international es notwendig ist, sich weiterzuentwickeln, sonst gehen die Flugzeuge nach Amsterdam, vielleicht auch nach München, aber jedenfalls nicht mehr nach Frankfurt, mit allen Folgen für die Wirtschaft. Aber das Risiko in Kauf zu nehmen, so eine politisch streitige Entscheidung zu treffen, war nicht selbstverständlich.“ Die stadtnahe Lage ist ungewöhnlich für einen Flughafen dieser Größe und für Fraport Fluch und Segen zugleich. Passagiere schätzen die […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Apotheker streiken erneut: Am Donnerstag und Freitag werden viele Apotheken in Hessen geschlossen bleiben. Der Hessische Apothekerverband hat zu dem zweitätigen Streik aufgerufen, um gegen die Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach zu protestieren. Der Verband bezeichnete sie als – so wörtlich – Todesstoß für den Berufsstand. Unter anderem wolle Lauterbach Pseudo-Apotheken schaffen, in denen keine Apotheker mehr zur Beratung in Präsenz bereitstünden. Das schränke die Versorgung der Bürger ein und gehe zu Lasten der Arzneimittelsicherheit. Notdienstapotheken seien an den beiden Streiktagen geöffnet. Mehr Anträge auf Einbürgerung erwartet: Hessen und Rheinland-Pfalz rechnen damit, dass die Zahl der Anträge zur Einbürgerung durch das neue Gesetz zur Staatsangehörigkeit in die Höhe schnellen wird. Ab Donnerstag besteht bereits nach fünf Jahren ein Anspruch auf Einbürgerung, bisher waren es acht Jahre. Außerdem sind grundsätzlich zwei oder mehr Staatsangehörigkeiten zugelassen. In Hessen wurden im vergangenen Jahr rund 15.100 Menschen eingebürgert, in Rheinland-Pfalz waren es rund 10.800. Spargelsaison endet: Zum traditionellen Ende der Spargelsaison haben die Landwirte in Hessen und Rheinland-Pfalz heute eine durchwachsene Bilanz gezogen. Nach Angaben des Hessischen Bauernverbandes  lagen der Ertrag und der Verkauf wegen des regnerischen Wetters etwas unter dem langjährigen Durchschnitt. Die Witterung hat auch den Spargelbauern in Rheinland-Pfalz eine geringere Ernte beschert. Wie der Bauern- und Winzerverband des Landes mitteilte, seien die Verkaufszahlen aber stabil geblieben.

  • Robotik-Aktionstag mit Astronaut Alexander Gerst

    Robotik-Aktionstag mit Astronaut Alexander Gerst

    Was wollten Sie mal werden, als sie noch ein Kind waren? Polizist, Tierarzt oder Astronaut? Es bleibt einer der Klassiker unter den frühen Berufswünschen, der zum träumen anregt wie kaum ein anderer.        Seinen Träumen folgen, mit diesem Aufruf hat heute Astronaut Alexander Gerst Hunderten Schülern in Limburg Einblicke in sein Berufsbild gegeben. Robotik-Aktionstag heißt die Veranstaltung der IHK Limburg, die junge Menschen auf technische Berufe aufmerksam machen soll.    O Ton  Alexander Gerst, ESA-Astronaut  „Deutschland ist ein Hochtechnologieland, unser wichtigstes Kapital sind die Ingenieurinnen Ingenieure die Techniker Wissenschafterin Astronauten von morgen und denen muss man eine Perspektive geben sonst wandern vielleicht viele in andere Länder ab und denken, da gibt es bessere Chancen und ich bin hier, um ihn zu zeigen, nein, es lohnt sich an, seine Träume zu glauben, ich selbst hatte den Traum und war selbst erstaunt, als der in Erfüllung ging. Und ja, auch in diesem Land kann man eben solche Träume erfüllen“

  • Alternativer Kraftstoff aus Frittenfett

    Alternativer Kraftstoff aus Frittenfett

    Mit Frittenfett tanken, dem Klima etwas Gutes tun, ohne dabei dem Geldbeutel sehr wehzutun: Das geht jetzt mit dem Dieselkraftstoff HVO 100 an mehreren Tankstellen in Hessen. Der Öko-Diesel senkt den CO2-Ausstoß um bis zu 90%. Ist das die klimaschonende und kostengünstige Lösung für alle, die kein E-Auto besitzen? Wir haben uns die neuen Tankstellen mal angeschaut.  Freie Fahrt mit Frittenfett: Das ist jetzt ROTH-Energie-Tankstelle in Gießen möglich. Seit letzter Woche verkauft sie den synthetischen Diesel HVO100, der aus Abfallstoffen hergestellt wird – ein Tankfüllung aus der Friteuse? Kim Dennis Backhaus, Marketing-Leiter ROTH Energie: „Es ist tatsächlich so, dass einer der Hauptrohstoffe aus denen HVO hergestellt werden kann, gebrauchte Speiseöle und Speisefette sind (…) Und momentan ist es, dass man bis zu 90% CO2 im Vergleich zum herkömmlichen Diesel mit dem synthetischen Diesel einsparen kann.“ (15 Sekunden) HVO kommt von hydrotreated vegetable oils, auf Deutsch: hydrierte Pflanzenöle. Und so sieht der gesamte Entstehungsprozess aus – vom Rohstoff bis zum Kraftstoff.  (Grafik) Pflanzen benötigen zum Wachsen CO2 und speichern es per Photosynthese aus der Luft. Aus Pflanzen, wie beispielsweise Raps, werden Öle hergestellt – etwa das Frittierfett. In herkömmlichen Öl-Raffinerien oder speziellen Bioraffinerien werden die Speiseöle oder andere Reste chemisch bearbeitet. Der Prozess heißt Hydrierung: Dabei wird unter anderem Wasserstoff zu den Fetten hinzugefügt. Aber: Nur wenn der Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien stammt, ist der Kraftstoff zu 90% klimaneutral. Bei der Verbrennung von HVO100 im Diesel-Motor entsteht aber nicht mehr CO2, als die Pflanzen gebunden haben. (38 Sekunden) Laut Kim Backhaus hat der Fritten-Diesel dieselbe Reichweite wie ein Diesel aus Erdöl und sei dabei sogar Motor-schonender.   Tanken könnten den Kraftstoff Besitzer von Diesel-Autos, deren Motoren nicht als zehn Jahre ist. Doch längst nicht jeder traut sich. Zeydan, Fahrlehrer: „Naja, ich hab noch nie davon gehört, ich bin nicht vertraut damit […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz: Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Ministerpräsidenten der Länder zugesagt, bis Dezember zu prüfen, ob Asylverfahren in Drittstaaten außerhalb der EU verlagert werden können. Bei der geplanten Bezahlkarte für Asylbewerber sprach sich die Mehrheit der Regierungschefs dafür aus, die Auszahlung von Bargeld auf 50 Euro pro Monat zu begrenzen. Keine Einigung gab es beim Thema Pflichtversicherung gegen Überschwemmungen. Der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz, der hessische Regierungschef Boris Rhein, hält eine solche Versicherung aber weiterhin für erforderlich. Sonst müssten immer wieder alle Steuerzahler für Flut- und Hochwasserschäden aufkommen. Sanierungsstau befürchtet: Die Hessische Bauindustrie sieht noch großen Nachholbedarf bei der energetischen Sanierung älterer Gebäude, damit die Klimaziele erreicht werden können. Zurzeit herrsche große Unsicherheit, weil die Förderprogramme unübersichtlich und mit zu wenige Geld ausgestattet seien. Hier müsse die Politik verlässliche Rahmenbedingungen schafften. Erschwert werde die Lage zudem durch den Fachkräftemangel. Laut einer Studie könne unter den derzeitigen Bedingungen das Ziel der Bundesregierung nicht erreicht werden, im Gebäudesektor bis 2045 klimaneutral zu sein. Pilzbefall bei Kartoffeln: Die Kartoffelbauern in Hessen sorgen sich um ihre Ernte. Seit Mai breitet sich die sogenannte Kraut- und Knollenfäule auf den Äckern rasant aus. Nach Angaben des Bauernverbandes zerstört der Pilz die Krautblätter und befällt die Knollen. Kartoffelbauern müssten mit geringeren Erträgen bis hin zum Ernteausfall rechnen. Besonders hart trifft es die Biobauern, weil sie die herkömmlichen Pflanzenschutzmittel gegen den Pilzbefall nicht einsetzen dürfen.

  • Mangold-Ernte in Dudenhofen

    Mangold-Ernte in Dudenhofen

    Die Pfalz wird als Gemüsegarten Deutschlands bezeichnet.  Und es gibt einige Landwirte, die bauen auch mal etwas an, was in Deutschland eigentlich nicht so verbreitet ist, zum Beispiel Mangold. Die Heimat des Spinat-ähnlichen Gemüses ist das Mittelmeergebiet und Vorderasien und seit sechs Jahren auch Dudenhofen in der Pfalz. Mangold ist bunt! Ob knallrot, strahlend gelb, Rhabarber-Farben oder ganz klassisch grün. Die grüne Sorte ist die bekannteste. Thomas Reeb aus Dudenhofen baut 5 verschiedene Sorten an. Es ist ein richtiges Mangold-Jahr! Der regnerische Mai hat dem Gemüse gutgetan. Thomas Reeb, Gemüsebauer aus Dudenhofen (noch nicht taufen) Alles Handarbeit, komplette Handarbeit ist das. Maschinen gibt es keine dafür, es ist alles Handarbeit. Handarbeit auf  insgesamt 2 Hektar Anbaufläche. Seit Anfang Juni wird auf den Feldern von Thomas Reeb geerntet. Er ist einer der wenigen Landwirte in Deutschland, die Mangold anbauen. Eigentlich ein ganz altes Gemüse, dass lange in Vergessenheit geraten ist. Die Römer haben es aus Italien zu uns gebracht. Bis ins 17. Jahrhundert ein Trend-Gemüse, doch dann kommt der Spinat und verdrängt die auch als Krautspiel bekannte Pflanze. Thomas Reeb, Gemüsebauer aus Dudenhofen Mangold ist ein Gemüse. Das ist praktisch eine Verwandtschaft zwischen Rote Beete, Spinat, Zuckerrübe, Futterrübe, da ist es so eine raus gezüchtete Art. Ein Superfood mit viel Vitamin E, A und C. Geschmacklich eine Mischung aus Spargel und Spinat. Ob Stängel oder Blätter, alles kann gegessen werden. Roh, gekocht oder auch gebraten. Thomas Reeb, Gemüsebauer aus Dudenhofen Die Mangoldsaison fängt in etwas so Anfang Juni, je nach Frühjahr, an und geht dann so bis in den Oktober, November, circa so geht die Saison, bis zum ersten kräftigen Frost. Im vergangenen Jahr hat Thomas Reeb seinen Mangold sogar noch im Dezember geerntet. Ob Regen oder Trockenheit, die Pflanzen sind nicht besonders anspruchsvoll. Seit sechs Jahren wächst hier in der […]

  • Johannisnacht in Mainz

    Johannisnacht in Mainz

    Zuckerwatte, Riesenrad und Kunsthandwerk – in Mainz startet heute die Johannisnacht, zu Ehren von Johannes Gutenberg. Beim größten Volksfest von Mainz verwandelt sich die Innenstadt zur Partymeile. Nicht nur Essensbuden und Fahrgeschäfte sind vom Rhein bis zum Dom aufgebaut, sondern auch ein Künstlermarkt. Am Montagabend endet das Fest dann mit einem Feuerwerk. Eigentlich ist hier alles bereit für das größte Mainzer Volksfest. Nur das Wetter weiß noch nicht so recht, was es will. Am Vormittag müssen hier die Buden noch vom Regen befreit werden. Stefan Balzer, Budenbetreiber: Wir fangen jetzt mit ein bisschen Regen an, aber wir sind gerüstet und wir warten auf die Kundschaft und bestimmt wird das Wetter besser und dann kommen auch die Kunden. Die wollen ja auf das Fest gehen und wollen was erleben. Also ich bin zuversichtlich. (12) Auch die Schausteller haben keine Angst davor, dass ihnen ihr Geschäft mit Karussell, Riesenrad und Co ins Wasser fallen könnte. Sascha Barth, Schaustellerverband Mainz: Ich sag es immer so, gegen Regen kann man was machen, kann man eine Regenjacke mitnehmen oder einen Schirm. Und bei Hitze kannst du halt nichts machen. Also ich finds wirklich perfektes Wetter. Perfektes Johannisfestwetter. (10) Dass viele Menschen die Mainzer Innenstadt besuchen, ist für die Schausteller vor allem an diesem Wochenende wichtig. Marco Sottile, Schausteller aus Mainz: Das Johannisfest ist schon für uns Schausteller eine wichtige Veranstaltung. Das sind so Highlights im Jahr, die man auch braucht. Durch die gestiegenen Kosten und und und, dann braucht man halt schon so umsatzstarke Veranstaltungen, wie das Johannisfest. Das gehört dazu, dass man die Betriebe aufrechterhalten kann. (15) Das Johannisfest findet traditionell zum Sommeranfang statt, eigentlich prädestiniert für Sonnenschein und Hitze. Doch in diesem Jahr ist von sommerlichen Temperaturen bisher wenig zu spüren. Wir fragen nach bei Wetterexperte Dominik Jung. Dominik Jung, Meteorologe: Die letzten […]

  • Erklärung der energieintensiven Unternehmen

    Erklärung der energieintensiven Unternehmen

    Das Papier liest sich wie ein Hilferuf der Wirtschaft! Rheinland-Pfalz hat besonders viele energieintensive Unternehmen. Und die haben es mit den derzeitigen Rahmenbedingungen in Deutschland besonders schwer. Bevor noch mehr Arbeitsplätze ins Ausland verlagert werden, haben sich die Unternehmen zusammengetan und heute gemeinsam mit Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt ein 10 Punkte Programm unterschrieben – Auch ein Mittelständler aus dem Donnersbergkreis hat seine Unterschrift gegeben – hier bereiten die Energiekosten Sorgen. Hier bei Adient Components werden Stahlteile für Autositze gefertigt. Für Opel und andere namhafte Autobauer weltweit. Hochautomatisierte Maschinen formen und härten die Teile unter enormem Druck und bei Temperaturen um die 1000 Grad. Die Produktion ist mit einem Jahresverbrauch von 42 Mio. Kilowattstunden ein wahrer Energiefresser. Sorgen bereiten dem Unternehmen daher vor allem die aktuell hohen Energiepreise. Franz-Josef Kasper, Manager Kontinuierliche Verbesserung (Continuous Improvement) und Nachhaltigkeit Adient Components Rockenhausen (18s.) Die letzten Jahre haben halt gezeigt, dass diese Energiepreise extrem stark schwanken. Von vielen Faktoren abhängig, die uns natürlich massiv beeinträchtigen. Und hier ist es halt so, dass wir einfach eine mittel- bis langfristige Planung brauchen, damit wir auch uns entsprechend aufstellen können. Durch Energiesparmaßnahmen konnte Adient Components den Gas- und Stromverbrauch in den letzten fünf Jahren halbieren. Doch der Druck durch Konkurrenten aus den USA und China sei enorm. Dennoch wolle das Unternehmen die Energieversorgung von Gas auf grünen Strom umstellen. Franz-Josef Kasper, Manager Kontinuierliche Verbesserung (Continuous Improvement) und Nachhaltigkeit Adient Components Rockenhausen (11s.) Hierbei ist es allerdings notwendig, dass wir einen Strom in ausreichender Menge zur Verfügung gestellt bekommen und das über stabile und ausfallsichere Netze. Bessere Verfügbarkeit von Erneuerbaren Energien, ein schnellerer Netzausbau, weniger Bürokratie und mehr finanzielle Mittel für den Umbau von Industrieanlagen – Forderungen, die sich in dem 10-Punkte-Programm widerfinden, das heute die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt vorstellte. Unterschrieben wurde die „Rheinland-pfälzische Erklärung der energieintensiven Unternehmen“ […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tarifeinigung im Gastgewerbe: Die rund  90.000 Beschäftigten in Hotels und Gaststätten in Hessen bekommen mehr Geld.  Wie der Arbeitgeberverband Dehoga heute mitteilte, habe er nach zweimonatigen Verhandlungen  mit der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten eine Vereinbarung erzielt. Demnach steigen die Löhne ab Juli um 5,7 Prozent, ab März 2025 gibt es weitere 6,4 Prozent mehr für alle Tarifgruppen. Der Dehoga erklärte, der Abschluss sei ein Signal der Wertschätzung für die Mitarbeiter. Zugleich stelle er aber auch eine Herausforderung für die Betriebe dar. Kaufpreise für Immobilien gesunken: In Rheinland-Pfalz sind die Kaufpreise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in den Städten und auf dem Land im vergangenen Jahr um bis zu 10 Prozent zurückgegangen. Das geht aus dem aktuellen Preisspiegel des Immobilienverbands Deutschland West hervor. Es sei der erste Rückgang seit mehr als 10 Jahren. Die hohen Bauzinsen und die Diskussion um das Gebäudeenergiegesetz schreckten viele potenzielle Käufer ab. Weil sich weniger Mieter Wohneigentum zulegten, seien die Wohnungsmieten vor allem in den Städten leicht gestiegen. Darmstädter Woog gesperrt: Der Naturbadesee Woog in Darmstadt bleibt wegen möglicher Gesundheitsgefahren bis auf weiteres für Besucher geschlossen. Das hat die Wasserschutzbehörde des Landkreises entschieden. Nach Angaben der Stadt Darmstadt ist bei Mäharbeiten der Unterwasserpflanzen Hydrauliköl ins Wasser geraten. Menschen, die gestern oder vorgestern im Woog geschwommen sind und jetzt über Haut- oder Augenreizungen klagen, sollten einen Arzt aufsuchen.