Wirtschaft

  • Chemieunternehmen fürchten hohe Gaspreise

    Chemieunternehmen fürchten hohe Gaspreise

    Die Ministerpräsidentenkonferenz war heute auch bei der Tagung der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie in Mainz ein Thema. Denn viele Unternehmen blicken mit Sorge auf die aktuellen Energiepreise. Global Player wie der Chemieriese BASF in Ludwigshafen oder der Spezialglashersteller Schott in Mainz sind auf Gas angewiesen. Tausende Arbeitsplätze sind gefährdet, wenn kein Gas mehr strömt. Die Gaspreisbremse ist bei den Unternehmensvertretern in aller Munde. Man baut auf die Beschlüsse, die in Berlin erarbeitet werden. Denn ohne bezahlbares Gas, wäre die Industrie stark geschwächt. Francesco Grioli, Hauptvorstandsmitglied IGBCE „Wir sind ganz vorne mit der chemischen Industrie in der Wertschöpfungskette aller Industrien. Das heißt, wenn bei uns die Produktion gedrosselt wird, kann man die Uhr danach stellen, in wie vielen Betrieben es Tage und Wochen später eben auch zu Engpässen kommt. Und genau darüber wollen wir uns austauschen und das machen wir mit einer Reihe von Betrieben, die von Chemie, Papier, Glas, Keramik, alle heute hier sind.“ Bei dem Spezialglashersteller Schott in Mainz treffen sich deshalb über 100 Betriebsräte aus ganz Deutschland. Gemeinsam beraten sie darüber, wie die Industrie mit den hohen Energiepreisen umgehen soll. Der Schott AG zum Beispiel droht bei einem Ausbleiben der Gaslieferung ein großer Schaden. Die Glasschmelzanlagen müssen ständig auf Temperatur gehalten werden, denn sobald das flüssige Glas erkaltet, ist die Anlage zerstört. Die Forderungen des Vorstandes sind deshalb deutlich. Dr. Frank Heinricht, Vorstandvorsitzender Schott AG „Zum einen geht es natürlich um Energieversorgung, um Sicherheit. Das ist mal die Forderung Nummer eins. Und dann aber sofort gefolgt auch vom Thema ‚Bezahlbare Energie‘. Wir sind ja in einem internationalen Wettbewerb mit Amerikanern, chinesischen Unternehmen und so weiter. Und wenn wir hier nicht zu Preisen kommen, die wettbewerbsfähig sind, dann haben wir an der Stelle schon ein echtes Problem.“ Die Gaspreisbremse soll genau dieses Problem anpacken. Aktuell beraten Bund und Länder […]

  • Offene Stellen auf dem Ausbildungsmarkt

    Offene Stellen auf dem Ausbildungsmarkt

    Wir haben zu wenig Fachkräfte – das haben Sie sicher schon oft gehört. Das Problem beginnt aber schon damit, dass Auszubildende und Firmen irgendwie erst gar nicht mehr zusammenfinden oder es schlicht zu wenig Azubis gibt. Zum ersten Mal seit fünf Jahren gab es in Hessen im vergangenen Ausbildungsjahr mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Jakob Hess ist Azubi im zweiten Lehrjahr. Mit seiner Ausbildung zum Anlagemechaniker für Sanitär Heizung und Klima hat er sich einen wohnortnahen Job mit Zukunft ausgesucht. Jakob Heß, Auszubildender im 2. Lehrjahr „Mir liegt Handwerk, ich mag Handwerk. Ich habe schon immer schon gerne gebaut, gebastelt, sonst was gemacht. Und da dachte ich mir, ich probier’s mal aus. Ich schreibe mal ein paar Bewerbungen, durfte hier dann drei Tage ein Probepraktikum machen.“ Und kurze Zeit später kam die Zusage. Doch so reibungslos läuft es nicht immer. Denn der Bedarf hessischer Betriebe an Auszubildenden ist weiterhin hoch. Im vergangen Ausbildungsjahr wurden in Hessen im Vergleich zum Vorjahr zwar sechs Prozent mehr Ausbildungsstellen angeboten. Dafür sank die Zahl der Bewerber um etwa vier Prozent. Und damit gab es in Hessen zum ersten Mal seit fünf Jahren mehr Stellen als Bewerber. Tarek Al-Wazir, B’90/Die Grünen, Wirtschaftsminister Land Hessen „Der Markt hat sich gedreht. Früher suchten die Ausbildungssuchenden einen Ausbildungsplatz, jetzt suchen die Firmen Auszubildende. Und wir als Politik wollen natürlich alles dafür tun, um bekannt zu machen, dass es keine Sackgassen mehr gibt. Man muss nicht Abitur machen, um am Ende in die Hochschule gehen zu können. In Hessen gibt es keine Sackgassen mehr. Wer eine abgeschlossene berufliche Ausbildung hat, der kann auch später an die Hochschule, wenn er das denn noch will.“ Unter den 140 Mitarbeitern der Firma Walz Gebäudetechnik befinden sich insgesamt 25 Azubis. Für mindestens fünf weitere gäbe es Bedarf. Der Geschäftsführer Hans-Heinrich Walz ist überzeugt: Der […]

  • Galeria Karstadt Kaufhof will Filialen schließen

    Galeria Karstadt Kaufhof will Filialen schließen

    Es ist eine Krise ohne Ende: Die Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof ist mal wieder pleite. Es ist bereits das zweite Insolvenzverfahren seit 2020. Und wenn es auch unter einem Schutzschirm weitergeht, so wird es dennoch große Einschnitte geben. Davon könnten in unserer Region auch die Kaufhäuser in Frankfurt, Wiesbaden oder Mainz betroffen sein. Tausende Mitarbeiter sind von einer Kündigungswelle bedroht.   Aus „geöffnet“ könnte bald „geschlossen“ werden. Auch wenn es der Andrang in den beiden Galeria-Filialen in der Frankfurter Innenstadt nicht vermuten lässt – die letzte großen Warenhauskette hierzulande plagen wieder Geldsorgen. Deshalb soll nun jedes dritte Kaufhaus geschlossen werden, betriebsbedingte Kündigungen seien unvermeidbar. Rein rechnerisch könnte das ein Drittel der bundesweit 17.000 Mitarbeiter ihren Job kosten. Ein Schock für die Angestellten und Gewerkschafter. Marcel Schäuble, ver.di-Landesbezirk Hessen: „Große Enttäuschung darüber, dass wieder die Beschäftigten die Zeche zahlen müssen für anhaltendes Missmanagement. Sie liegen mittlerweile 15 Prozent unter dem Tariflohn, das gibt es auch nichts mehr groß, was sie hergeben könnten. Von daher dürften das schwierige Verhandlungen werden.“ Bislang sei der Konzern nicht auf das Gesprächsangebot der Gewerkschaft eingegangen. Galeria hatte im vergangenen Geschäftsjahr laut eigenen Angaben einen Verlust von über 620 Millionen Euro. Die hohe Inflation habe die Kette schwer getroffen, sie müsse allein für Energie in den kommenden beiden Jahren über 150 Millionen mehr aufbringen. Dabei hat der Konzern in den vergangenen beiden Jahren bereits Staatshilfen von 680 Millionen Euro aus Steuergeldern erhalten, tausende Stellen abgebaut und insgesamt 40 Filialen geschlossen. Allein in Hessen und Rheinlandpfalz sank die Zahl von einstmals 29 Kaufhäusern auf inzwischen 20. Das wirkt sich auch negativ auf die Innenstädte aus. Angela Stoehr, Galeria-Kundin: „Also ich find’s schon schade, weil das immer was anderes ist, ob man irgendwo anonym online bestellt oder ob man hier etwas Beratung bekommt. Und einfach mal durchgucken und ein […]

  • Hessen Champions gekürt

    Hessen Champions gekürt

    Hessen – das ist ein Land voller starker Unternehmen, die tolle Ideen haben und wichtige Jobs schaffen. Mit den „Hessen Champions“ werden heute in Wiesbaden auf dem Hessischen Unternehmertag die Besten von Ihnen gekürt. In der Kategorie „Jobmotor“ dieses Jahr ganz vorne mit dabei: eine Firma aus Niestetal. Wir haben nachgeschaut, was die so Besonders macht. Florian Kraß, Dualer Student: „Ich würd‘s tatsächlich als sehr einzigartig und toll beschreiben, wir haben ein familiäres herzliches Betriebsklima. Ein super Umgang miteinander, respektvoll offen und geben und auch gegenseitig eine gewisse Wertschätzung. Eigentlich wollte sich Florian Kraß nur als Aushilfe ein bisschen Geld für ein Auslandsjahr dazuverdienen, doch nun sieht er hier im Betrieb seine Zukunft. Die Firma Energiesysteme Groß in Niestetal plant und baut Solaranlagen – für Einfamilienhäuser wie für große Industrieflächen. Vor 6 Jahren gings mit 14 Mitarbeitern los, heute arbeiten hier 81 Fachkräfte. Was treibt den Jobmotor an? Florian Kraß, Dualer Student: „Wir bekommen alle zwei Wochen Obstkörbe, wir bekommen nach drei Jahren ein E-Bike, wenn wir möchten, als Firmenleasing. Ganz was Einzigartiges ist dieser sechswöchige Urlaub, den wir bekommen, nach fünf Jahren der Betriebszugehörigkeit. Davon drei Wochen eigener Urlaub und drei Wochen gibt’s in diesem Jahr geschenkt, dass man sechs Wochen Urlaub am Stück hat. Ich glaub sowas hat kein Arbeitgeber und ja, unser Chef gibt uns einfach unheimlich viel zurück. Firmenchef Björn Groß hat letztes Jahr 20 neue Mitarbeiter eingestellt. Und er sucht weitere, beispielsweise Elektriker. 130tausend solcher Module wird die Firma dieses Jahr aufbauen und damit fast 16tausend Haushalte mit Sonnenstrom versorgen. Björn Groß, Geschäftsführer Energiesysteme Groß: „Wir haben in den letzten Jahren ganz viel am Unternehmensprofil geschärft und haben uns einfach als guter Arbeitgeber platziert. Wir stehen ja in Konkurrenz zur Industrie in Nordhessen und da wollen wir als Mittelstand einfach ein paar besondere Benefits bieten, […]

  • Metaller streiken für mehr Lohn

    Metaller streiken für mehr Lohn

    Es sind unsichere Zeiten. Viele Arbeitnehmer blicken mit großer Sorge auf die kommende Energierechnung oder den Spritpreis. Da überrascht es nicht, wenn die aktuellen Tarifverhandlungen in der Elektro- und Metallindustrie an Schärfe gewinnen. Die letzte Verhandlungsrunde endete ohne Abschluss. Folge: Seit Samstag gibt es Warnstreiks. So wie heute in Rödermark im Landkreis Offenbach. Die Beschäftigen in der Elektro- und Metallbranche sind beunruhigt. Die steigenden Kosten setzen ihnen zu. Katja Koziol, IG Metall Offenbach „Viele haben schon die Abrechnung gekriegt, haben neue Abschläge zu zahlen, wissen gar nicht, wo sie das aller herholen sollen. Wir haben schon überlegt, ob wir uns einen zweiten Job suchen müssen, damit wir das überhaupt stemmen können. Hinzu kommt ja, dass wir Spielwaren für Kinder kaufen müssen, das ist auch nicht drin, da müssen wir dann überlegen: Was ist überhaupt dieses Jahr drin, an Weihnachten.“ Die Gewerkschaft IG Metall fordert: 8 Prozent mehr Gehalt im Monat. Matthias Ebenau, Bezirkssekretär IG Metall Mitte „Das ist angesichts der momentanen Inflationsraten natürlich überhaupt nicht viel. Manche sagen sogar: Es ist eine ziemlich moderate Forderung, die voll ausgeschöpft werden muss, um einen Beitrag zu leisten, die momentanen Belastungen abzumildern.“ Diese Forderung sei zu hoch. Sagt der Arbeitgeber-Verband Hessenmetall. Das Gegenangebot: eine Einmalzahlung von 3.000 Euro. Steuerfrei. Denn in der aktuellen Krisenlage, sei die Zukunft zu unsicher. Ohne Wirtschaftswachstum gebe es keinen Spielraum. Zitat Hessenmetall „Die IG Metall hat einen Abschluss gefordert, der bis September 2023 laufen soll. In diesem Zeitraum wird es jedoch kein Wachstum geben, das verteilt werden kann. Frühestens 2024 können wir wieder mit einem Wachstum rechnen. Dieser Situation muss auch die laufende Tarifrunde Rechnung tragen“ Vor der Kamera wollte sich heute kein Vertreter von Hessenmetall äußern. Der Tarifstreit spitzt sich zu. Die Gewerkschaft IG Metall sagt, das mickrige Angebot der Arbeitgeber habe die Beschäftigten empört. Nächste Woche […]

  • Lufthansa mit Milliardengewinn im dritten Quartal

    Lufthansa mit Milliardengewinn im dritten Quartal

    Flugausfälle, lange Warteschlangen, Koffer-Chaos – die Luftfahrtbranche produzierte im Sommer viele negative Schlagzeilen. Umso erfreulicher ist die Bilanz, die die Lufthansa heute in Frankfurt für die ersten neun Monate vorlegt. Die Reiselust der Deutschen ist zurückgekehrt. Die Lufthansa ist endlich wieder im Aufwind. Während der Corona-Pandemie wäre der größte deutsche Luftfahrtkonzern ohne staatliche Finanzhilfen pleite gegangen. In diesem Jahr musste er erneut mehrere tausend Flüge streichen, weil am Boden und in den Flugzeugen Personal fehlte. Doch jetzt, sagt Vorstandschef Carsten Spohr, habe der Lufthansa Konzern die Pandemie wirtschaftlich hinter sich gelassen und blicke optimistisch nach vorne. Denn die Nachfrage nach Flugtickets nehme wieder kontinuierlich zu. Dabei gönnten sich Geschäfts-reisende und Urlauber häufiger teurere Buchungsklassen als früher. Besonders erfreulich: Die Hauptmarke Lufthansa ist zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise wieder profitabel. Ihre neuen Direktflüge nach Rio de Janerio, Bangkok und San Diego werden gut gebucht.  Die Entscheidung der Billigtochter Eurowings, auch Südafrika, Tansania und Mauritius anzufliegen, hat sich als richtig erwiesen. Insgesamt schreiben alle Fluglinien des Konzerns wieder schwarze Zahlen. Weil auch die Frachtsparte Lufthansa Cargo und die Wartungssparte Lufthansa Technik dieses Jahr mit Rekordergebnissen rechnen, ist Carsten Spohr sicher: Bis Ende 2022 wird die Lufthansa AG alle staatlichen Finanzhilfen zurückzahlen können. Derzeit stellt der Konzern jeden Monat rund 1000 neue Mitarbeiter ein. Bis zum Jahr 2030 will er 180 neue Maschinen kaufen. Kein Wunder, dass an der Frankfurter Börse heute auch die Lufthansa-Aktie zu einem Höhenflug ansetzten: Zeitweise lag ihr Kurs über 2,6 % im Plus.          

  • Steigende Leitzinsen belasten Immobilienmarkt

    Steigende Leitzinsen belasten Immobilienmarkt

    Die Europäische Zentralbank in Frankfurt – ein Mysterium für viele Bürger. Denn die Geldpolitik wirkt oft kompliziert und weit weg vom Alltag. Die EZB kann Geld aus dem Nichts schaffen, bestimmt, wie günstig man sich Geld bei der Bank leihen kann – und sie soll durch den Leitzins die Inflation bekämpfen, die jetzt bei fast 10% liegt. Dazu hat sie heute erneut den Leitzins erhöht. Aber die straffere Geldpolitik der Zentralbank hat auch negative Folgen – beispielsweise für Häuslebauer und die Baubranche. Bezahlbares Wohnen – dazu muss man bauen, bauen, bauen. Aber hier wird gerade erstmal nicht gebaut. Auf diesem Grundstück in Bad Vilbel wollte Projektentwickler Joachim Pfeil ein Mehrfamilienhaus bauen, doch dann sind ihm alle Käufer der Wohnungen abgesprungen. Joachim Pfeil, Geschäftsführer Xway Invest „Bei allen Bauvorhaben ist es im Grunde genommen die gleiche Situation, dass das, was wir noch im letzten Jahr geplant hatten, kalkuliert hatten, von den Kosten her weggelaufen ist. Wir haben immense Steigerungen, wir reden hier von Kostensteigerungen von 20% in einem Jahr.“ Eine 100-Quadratmeter-Wohnung würde sich hier von rund 630.000 Euro auf 720.000 Euro verteuern – in einer Zeit, in der viele Menschen immer weniger Geld in der Tasche haben. Geplatzte Bauvorhaben seien kein Einzelfall, sagt uns der Vizepräsident vom Verband Baugewerblicher Unternehmer in Hessen, Thomas Reimann. Die Lage in der Baubranche sei … Thomas Reimann, Vizepräsident Verband Baugewerblicher Unternehmer Hessen „Ausgesprochen schwierig. Viele Bauvorhaben werden nicht angegangen, es bleibt vieles in der Schublade liegen. Somit kommen keine neuen Wohnungen an den Markt. Das liegt an den hohen Energiepreisen und der Verunsicherung aufgrund des Ukrainekrieges. Die Leute sind unsicher und wollen nicht investieren.“ Die Baubranche leidet schon seit letztem Jahr unter Lieferengpässen und steigenden Preisen für Baumaterialen. Ausgerechnet der Kampf gegen die Inflation könnte nun ein weiterer Hemmschuh für Häuslebauer werden, denn die Europäische […]

  • Weinstube gibt Kunden „Holz-Rabatt“

    Weinstube gibt Kunden „Holz-Rabatt“

    Hohe Energiekosten und hohe Preise durch die Inflation. Die Gastro-branche ist aktuell schwer gebeutelt. Schon wieder. Nach der Corona-Krise kommt jetzt die Energie-krise. Vielen Gastronomen bleibt da gar nichts anderes übrig als die Preise zu erhöhen damit sie nicht pleitegehen. Und das trifft nicht immer auf Gegenliebe beim Gast. Daher haben sich die Besitzer einer Weinstube im pfälzischen Flemlingen eine besondere Aktion ausgedacht. _ In der Weinstube Zechpeter knistert das Feuer schon eine ganze Weile. Denn draußen wird es langsam kalt und die Gäste sollen sich ja wohl fühlen. Damit das auch so bleibt, bringen die Gäste das Holz für den Kamin selbst mit. Eine Aktion, die ursprünglich als Spaß geplant war. Nadine Fahrner, Weinstube Zechpeter Flemlingen: Die Idee ist letztes Jahr entstanden, mit einem anderen Zusammenhang. Und zwar wollten wir, dass Gäste oder wir hatten die Idee, dass Gäste Holz mitbringen und dafür dann einen Schnaps bekommen oder irgendeine Kleinigkeit. Doch aus der Schnapsidee wird Ernst. Grund sind die hohen Energiepreise. Vor allem die großen Küchengeräte verbrauchen viel Strom und Gas. Daher musste sie in den letzten Monaten schon zwei Mal die Preise anpassen. Ein drittes Mal wollte sie das nicht. Um die Kosten auszugleichen zahlt jeder Gast jetzt entweder einen Euro als Energiepauschale oder er bringt ein Stück Holz für den Kamin mit. Trotz der höheren Preise sind die Gäste begeistert von der Idee. Andrea Beiner: Überall werden die Preise erhöht und Energiekosten werden überall draufgeschlagen, ob im Handwerk oder Anfahrtskosten. Das ist normal. Und das unterstützen wir gerne. Susi Heinze: Ich finde das auch eine super Idee. Besser wie alle anderen, die jetzt gleich mal kräftig die Preise erhöhen. Weil das geht ja dann auf alles. Und so sind wir mit einem Euro beziehungsweise wir haben Briketts mitgebracht. Aktion Energiepauschale. Axel und Susi machen mit. Finden wir […]

  • Einzelhandel leidet unter Energiepreisen

    Einzelhandel leidet unter Energiepreisen

    Verdoppelung, Verdreifachung, Verfünffachung – wer bietet mehr? Bei den Kosten für Gas und Strom ist alles mittlerweile möglich, die ersten Energieversorger haben schon satte Nachzahlungen angekündigt. Auch die Unternehmer trifft die Energiekrise hart. Vor allem der von der Corona-Krise bereits geschwächte Einzelhandel – manche Geschäfte überlegen schon, die Öffnungszeiten zu kürzen, um Energie zu sparen. Aber kann das funktionieren? Die Feinkost Metzgerei „Haxen-Reichert“ in Frankfurt-Höchst – auch sie trifft die Energiekrise. Der Strom hat sich hier monatlich von 8000 Euro auf 16.000 Euro verteuert, die Gas-Rechnung von 10.000 Euro auf 22.000 Euro. Inhaber Thomas Reichert greift jetzt zu einem drastischen Schritt – er nennt es Habeck-Tag. Thomas Reichert, Inhaber „Haxen-Reichert“ „Wir haben vom Herrn Habeck kürzlich gesagt bekommen, wir sollen doch einfach mal nichts machen. Nun ist es so, dass die Preise für Energie dermaßen in die Höhe geschossen sind, dass es sich tatsächlich lohnt.“ Ab kommenden Montag bleibt der Laden erstmals geschlossen und spart 20% Energie. Schließen, um nicht ganz schließen zu müssen. Wie finden das potentielle Kunden? Uwe Reinhardt „Versteh ich. Der hat immense Kosten für Strom, für Material, für vorbereitende Produkte. Ohne Frage: Das kostet ein Haufen Geld.“ Omer Muratovic, Projektentwickler „Man muss bedenken, die Leute arbeiten den ganzen Tag über, die arbeiten auch bis 18/19 Uhr, es wird schwierig einkaufen zu gehen.“ Rose B., Rentnerin „Ich bin Rentnerin, also mir ist das egal, ich kann einkaufen, wenn ich möchte. Für die Berufstätigen ist es natürlich schwieriger, wenn sie nicht mehr genug Zeit zum Einkaufen haben.“ Die reduzierten Öffnungszeiten hat der Handelsverband Hessen vorgeschlagen – als eine mögliche Maßnahme, um Energie zu sparen. Aber man müsse differenzieren. Sven Rohde, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Hesse „Jeder unserer Handelsunternehmen muss sich das genau anschauen und muss genau rechnen, ob es sich lohnt, was kann eingespart werden. Ganz wichtig ist, und das […]

  • Solarpark in der Südeifel

    Solarpark in der Südeifel

    Angesichts der aktuellen Energiekrise merken wir stärker denn je, dass wir in Sachen Strom unabhängiger werden müssen – am besten mit erneuerbaren Energien. Gerade in Sommern wie diesem zahlen sich Photovoltaik-Anlagen aus. Doch die brauchen auch Platz. In der Südeifel gibt es davon genug und so entsteht Nahe der luxemburgischen Grenze gerade der größte Solarpark in Rheinland-Pfalz mit einer Fläche von rund 300 Fußballfeldern. Hier im 30-Seelen Dorf Affler ist sie schon fertig und produziert fleißig Strom: Die erste von insgesamt 11 Photovoltaik-Anlagen, die zusammen den größten Solarpark von Rheinland-Pfalz bilden werden. Ein paar Kilometer weiter wird noch fleißig gewerkelt. Rund 380.000 Solarmodule müssen die Monteure für das Megaprojekt verschrauben. Strom für 60.000 Haushalte – mehr als genug für die gesamte Verbandsgemeinde Südeifel, sagt Bürgermeister Moritz Petry. Moritz Petry (CDU), Bürgermeister Verbandsgemeinde Südeifel: „Wir haben 20.000 Einwohner, dementsprechend circa 8.000 Haushalte, also das reicht satt und locker. Aber natürlich wollen wir auch die Region insgesamt unterstützen und auch Unternehmen in der Region, die viel Stromverbrauch haben, werden stark davon profitieren.“ Betreiber des Parks sind das Unternehmen Enovos Renewables aus Saarbrücken, eine Bürgergenossenschaft und die Stadtwerke Trier. Der Solarpark steht hauptsächlich auf landwirtschaftlichen Flächen mit niedrigem Ertragswert. Die Grundstückseigentümer bekommen eine Pacht bezahlt. So profitiert auch die Gemeinde finanziell. Rund 150 Millionen Euro kostet das Projekt. Die größte Herausforderung: Die Kabeltrasse. Hier in der Hauptader wird der Strom der insgesamt 11 Parks zusammen geführt und in ein Umspannwerk geleitet. Auf rund 30 Kilometern Länge muss der Boden aufgegraben werden. Ein enormer Aufwand, denn: Michael Göke, Geschäftsführer Enovos Renewables GmbH: „Beim Bau der Parks als auch bei der Trasse da haben wir sehr viele Auflagen, sehr viele Genehmigungen, die wir uns einholen müssen für den Tier- und Artenschutz, auch den Denkmalschutz. Wir müssen verschiedene Untersuchungen machen, Kampfmittelsondierung, dass keine Kampfmittel im Boden […]

  • Hessens Finanzminister legt Haushaltsentwurf vor

    Hessens Finanzminister legt Haushaltsentwurf vor

    Der hessische Finanzminister Michael Boddenberg hat heute im Landtag seine Haushaltsentwürfe für die kommenden zwei Jahre vorgestellt. Dabei sind keine neue Schulden vorgesehen. Dennoch werden die Entwürfe von der Opposition scharf kritisiert. Der hessische Finanzminister legte heute im Landtag Haushaltsentwürfe für die kommenden zwei Jahre vor. Darin seien keine neuen Schulden vorgesehen, dass könne sich angesichts der aktuellen Krisen aber noch ändern. Die größten Ausgaben plant die Landesregierung dabei in den Bereichen Bildung, Sicherheit und Klimaschutz, aber auch die Folgen der explodierenden Energiepreise will sie abfedern. Michael Boddenberg, CDU, Finanzminister Hessen „Um die Härten der Energieknappheit abzumildern, haben wir uns Ende September bereits auf dem Sozialgipfel gemeinsam mit den Verbänden auf zahlreiche Hilfen verständigt. Das Gesamtpaket soll bis zu 200 Millionen Euro umfassen.“ Für die Opposition ist das viel zu kurz gesprungen. Von beiden Seiten des politischen Spektrums hagelte es heute Kritik. Jan Schalauske, Die Linke, Fraktionsvorsitzender Hessen „Das wir mit 200 Millionen Euro nicht weit kommen werden mit Blick auf diese mannigfaltigen Herausforderungen in der Krise, das steht doch jetzt schon fest. 200 Millionen Euro – das ist kein hessischer Wumms, das ist nicht einmal ein hessisches Wümmschen.“ Bernd-Erich Vohl, AfD, Landtagsabgeordneter Hessen „Ja, es stimmt, dass die Länder noch mit dem Bund noch um die Kostenaufteilung ringen. Aber nichtsdestotrotz hätte zumindest für das dritte Entlastungspaket – und damit die einhergehenden Belastungen – im Haushaltsentwurf Vorsorge getroffen werden müssen.“ Die chronisch unterbesetzte hessische Justiz will die Landesregierung mit 500 neuen Stellen stärken und auch bei der Bildung eher klotzen statt zu kleckern. 4.000 neue Lehrer sollen eingestellt werden. Eine Ankündigung, die die SPD nicht ganz ernst zu nehmen vermag. Marius Weiß, SPD, Landtagsabgeordneter Hessen „Ihre angemeldeten Lehrerstellen in den Haushaltsplänen sind seit Jahren Luftnummern, Herr Lorz, und jetzt melden sie ernsthaft 4.000 Lehrerstellen an? Das nahezu zwanzigfache der Lehrerstellen, […]

  • Reaktionen auf Vorschlag zur Gaspreisbremse

    Reaktionen auf Vorschlag zur Gaspreisbremse

    Wegen der stark gestiegenen Energiekosten hat die Gaspreiskommission des Bundes gestern Vorschläge gemacht, wie private Verbraucher und Unternehmen entlastet werden können. Danach sollen unter anderem die Preise für Gas und Fernwärme begrenzt werden. Wie die Vorschläge in Hessen und Rheinland-Pfalz ankommen und ob die Bürger jetzt die nötige Klarheit haben, wie es weitergeht? Wir haben uns umgehört. Kerstin Wolff, Sachbearbeiterin „Eher sehr verwirrend, was im Moment so genau im Umlauf ist an Informationen. Ja, also, es ändert sich ja auch ständig. Schwierig da noch den Durchblick zu behalten.“ Arno Andreas, Rentner „Nein, ich hab das nicht verstanden.“ Nediljka Martinovic, Rentnerin „Also ich halte das alles für unmöglich, wie das abläuft.“ Viel Unmut und viele offene Fragen. Klar ist nur – es muss schnell etwas passieren. Doch die geplante Gaspreisbremse soll nicht sofort greifen. Geht es nach den Vorschlägen der Gaspreiskommission sollen Bürger im Dezember erst mal eine Einmalzahlung erhalten. Die Bundesregierung soll dazu die Kosten in Höhe der September-Abschlagszahlung bei Gas und Fernwärme übernehmen. Ab März oder April soll dann die Gaspreisbremse in Kraft treten. Kunden erhalten Erdgas dann zu einem Höchstpreis von 12 Cent pro Kilowattstunde. Dieser Preis gilt, bis 80% des Vorjahresverbrauchs erreicht sind. Alles darüber hinaus muss zum Marktpreis gekauft werden. Verbraucherschützer sprechen von spürbaren Entlastungen für die Bürger, hätten sich aber eine zielgenauere Unterstützung gewünscht. Philipp Wendt, Verbraucherzentrale Hessen „Na, die Gaspreisbremse hat den Nachteil, dass sie eben die Personen bevorteilt, die besonders hohe Verbrauche hatten und deshalb hätten wir uns als Verbraucherzentralen gewünscht, dass man das nach dem Einkommen staffelt, um wirklich diejenigen zu unterstützen, die die Hilfe wirklich am nötigsten brauchen. Die Kommission selber sagt ja leider: ‚Entschuldigung auf die Schnelle ging es nicht besser‘. “ Und selbst mit der Preisbremse auf Gas müssen Verbraucher mit höheren Kosten rechnen als bislang. Das sei auch […]

  • Boehringer Ingelheim kritisiert Gesetzesentwurf

    Boehringer Ingelheim kritisiert Gesetzesentwurf

    Boehringer Ingelheim, das nach eigenen Angaben weltweit größte forschende Pharma-Unternehmen in Familienbesitz, ist mit seinen rund 9.000 Mitarbeitern allein am Stammsitz in Ingelheim eine Stadt in der Stadt – und für das Land Rheinland-Pfalz von enormer Bedeutung. Der Pharma-Riese liegt trotz Corona-Pandemie und unterbrochener Lieferketten klar auf Wachstumskurs und will in den nächsten fünf Jahren 25 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung neuer Produkte ausgeben. Doch genau diesen medizinischen Fortschritt sieht man nun in Gefahr. Medikamente gegen Aids. Ihre schrittweise Verbesserung hat dafür gesorgt, dass die einst sicher tödlich verlaufende Krankheit viel von ihrem früheren Schrecken verloren hat. Verbesserungen die jedoch einen Preis haben. Den regelt in Deutschland seit 2011 das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz, kurz ANMOG. Das Prinzip: Neue, bessere Medikamente kosten etwas mehr als ihre Vorgänger. Doch dieses Prinzip soll nach einem neuen Gesetzesentwurf abgeschafft werden. Grund: in den gesetzlichen Krankenkassen muss ein 17-Milliarden-Euro-Loch gestopft werden. Das Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim warnt heute eindringlich vor dem neuen Gesetz. Sabine Nikolaus, Landesleiterin Deutschland Boehringer Ingelheim „Das wird letztendlich dazu führen, dass weniger innovative Arzneimittel für die Patienten in Deutschland zur Verfügung stehen und außerdem schadet das Gesetzesvorhaben nachhaltig dem Pharmastandort Deutschland , denn es wird weniger Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln geben.“ Aus Sicht des Unternehmens sind Arzneimittel nicht am Finanzierungsloch der gesetzlichen Krankenkassen schuld, da die Ausgaben seit Jahren stabil seien. Das Bundesgesundheitsministerium verweist auf den drohenden Anstieg der Krankenkassenbeiträge: Bundesgesundheitsministerium „Die finanziellen Lasten werden deshalb auf alle verteilt, die vom Solidarsystem profitieren: die Krankenkassen, den Bund, die Beitragszahlenden, Pharma und die Leistungserbringer. Arzneimittelhersteller profitieren von den günstigen Rahmenbedingungen in Deutschland und können hohe Preise für neue Arzneimittel realisieren. Forschende Pharmafirmen haben überdurchschnittlich von ihren Umsätzen mit den Gesetzlichen Krankenkassen profitiert.“ 4 Milliarden Euro investiert Boehringer Ingelheim jedes Jahr in die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente. Ziel des Unternehmens […]

  • Ausbildungsstart für Pflege-Azubis

    Ausbildungsstart für Pflege-Azubis

    Gerade ist das neue Ausbildungsjahr gestartet. Und erneut sind Tausende Lehrstellen in Rheinland-Pfalz noch unbesetzt. Wie schwierig es ist, junge Menschen für eine Ausbildung zu gewinnen, zeigt sich auch im DRK Krankenhaus Alzey. Immerhin: Der aktuelle Azubi-Jahrgang ist vollbesetzt. Auch dank Marie-Claire Schulz, die nun die ersten Tage ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau absolviert. Gespräch Marie-Claire Schulz und Frau Fieltsch „Hallo Frau Fieltsch! Ich bin die Marie-Claire, neue Auszubildende. “ „Schön.“ „Ich würde Ihnen gern mal den Blutdruck messen, wenn das okay ist. “ „Ja. Schöne Augen haben Sie.“ „Danke schön. Ich lege die Manschette mal an, gell.“ Komplimente für Marie-Claire aus Erbes-Büdesheim. Und mit dem Blutdruckmessen klappt es auch schon ganz gut. Heimvorteil, könnte man sagen. Denn vor ihrer Ausbildung hat die 19-Jährige hier bereits ein Schulpraktikum und ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert – während der Pandemie. Marie-Claire Schulz, Auszubildende Pflegefachfrau „Klar, das FSJ war auch stressig für uns FSJler, sag ich mal, in der Corona-Zeit. Aber ich finde, wir haben das Beste draus gemacht. Und man hat dadurch neue Leute kennengelernt. Der Umgang mit den Patienten … Die Patienten bedanken sich, für die Arbeit, die wir gemacht haben.“ Eben diese Dankbarkeit habe sie überzeugt, die dreijährige Ausbildung zur Pflegefachfrau zu beginnen. Trotz Schicht-, Wochenend- und Feiertagsdiensten. Auch für ihre ehemalige FSJ-Kollegin Laura Sollinger bietet die Ausbildung nun die Chance, mehr Verantwortung zu übernehmen und sich zu spezialisieren. In den ersten beiden Monaten stehen Theorie und Grundlagen im Vordergrund. Etwa das ordnungsgemäße Aufziehen einer Spritze und der richtige Umgang mit Patientenakten und Pflegeplänen. Im DRK Krankenhaus ist das Thema Nachwuchskräfte kein Selbstläufer. Gerade einmal vier von elf Ausbildungsplätzen waren im letzten Jahr besetzt. Eine Lücke, die in diesem Jahr nur geschlossen werden konnte, weil Zweidrittel der Azubis aus dem Ausland geholt wurden. Jonas Vironen, Pflegedirektor DRK Krankenhaus Alzey „Ich wäre […]

  • Herausforderungen für die Luftverkehrsbranche

    Herausforderungen für die Luftverkehrsbranche

    Krisenzeiten auch für die Luftfahrtbranche. Die vergangenen drei Jahre waren, gelinde gesagt, schwierig. Vor allem zu Beginn der Corona-Krise ging monatelang fast gar nichts mehr. Dazu immer wieder Streiks – und jetzt kommt auch noch die Energiekrise mit stark steigenden Kerosin-Preisen dazu. Seit diesem Frühjahr ist die Zahl der Flugpassagiere aber wieder sprunghaft gestiegen. Es geht also aufwärts. Und doch blickt die Branche nicht ohne Sorgen in die Zukunft. Sommer 2022: Die Krise der Luftfahrtbranche scheint überwunden. Am Frankfurter Flughafen ist in der Hauptreisezeit wieder so viel los, als hätte es Corona nie gegeben. Und doch läuft nicht alles rund: Weil die Passagierzahlen schneller wieder nach oben schießen als von den Airlines erwartet, kommt es zu teils langen Wartezeiten. Denn es fehlt an Personal – beim Check-Inn, beim Bordpersonal und vor allem an den Sicherheitskontrollen. Bis heute sind nicht nur bei Airlines wie Lufthansa oder Condor, sondern auch beim Flughafenbetreiber Fraport Tausende Stellen unbesetzt. Die Folge: Jedes dritte Flugzeug hebt inzwischen verspätet ab, jeder 50. Flug fällt ganz aus. Ab dem 1. Januar 2023 könnte sich die Lage nach Ansicht von Fraport aber entspannen, denn ab dann liegt die Verantwortung für die Sicherheitskontrollen nicht mehr bei der Bundespolizei, sondern beim Flughafenbetreiber selbst. Pierre Dominique Prümm, Vorstand Aviation und Infrastruktur Fraport „Wir werden dort sehr schnell in neue Kontrolltechnik investieren. Und zwar sind das Geräte, die mit Computertomografie dann das Handgepäck röntgen. Und das heißt ganz konkret: Der Passagier muss nichts mehr auspacken. Keine Elektronik, keine Flüssigkeiten.“ Auf Einladung der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände haben sich heute Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber und Politiker zum „Verkehrsforum Luftverkehrsstandort“ am Frankfurter Flughafen getroffen, um über Chancen und Herausforderungen der Branche zu diskutieren. Heiko Kasseckert, CDU, Landtagsabgeordneter Hessen „Die Menschen wollen reisen. Und das bedeutet eben auch für unseren Wirtschaftsstandort Hessen, Frankfurt, die Metropolregion, dass der Flughafen der […]