Sport

  • Eintracht-Museum erhält Auszeichnung

    Eintracht-Museum erhält Auszeichnung

    Das Eintracht Frankfurt Museum kümmert sich seit Jahren um die Pflege der Vereinsgeschichte. Besonders die Zeit des Nationalsozialismus nimmt eine zentrale Rolle ein. Für diese wichtige Aufklärungsarbeit wurde das Museum jetzt mit dem Julius-Hirsch-Preis vom Deutschen-Fußball-Bundausgezeichnet. Ein berühmter Eintracht-Fan hat seinen eigenen Beitrag dazu geleistet: Helmut Sonneberg. Der heute 90-Jährige wurde als Kind von den Nazis verfolgt und ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Helmut Sonneberg, Holocaust-Überlebender „Mit dem Stern da auf der Brust wurden wir sehr angefeindet. Getreten. Geschlagen. Bespuckt. Das kann man ja net begreifen, wenn man in einem Alter ist, wo man sich quasi erst mal entwickelt und die Sprache richtig lernst und dann wirst du damit konfrontiert, dass du das nicht bist und das nicht kannst und das nicht darfst.“ Sonneberg, von allen „Sonny“ genannt, wird 1931 in Frankfurt geboren. Seine Eltern sind Juden. Sie leben getrennt. Sonnebergs Stiefvater ist Katholik und lässt Helmut taufen. Trotzdem gilt der Junge für die Nazis als Jude – wegen der Nürnberger Rassegesetze. Im Februar 1945 wird der 13-jährige Helmut nach Theresienstadt deportiert. Helmut Sonneberg, Holocaust-Überlebender „Es gab morgens Suppe, mittags Suppe, abends Suppe. Graupensuppe. Mal dick, mal dünn, mal süß, mal sauer. Und alle fünf Tage gab es eine Ration: 500 Gramm Brot, 50 Gramm Butter, 50 Gramm Zucker. Da kann man sich vorstellen, wie lange da gehalten hat. Eine halbe Stunde und dann war alles alle.“ Sonny erzählt seine Geschichte. Damit unterstützt er das Eintracht Frankfurt Museum. Mitarbeiter Axel Hoffmann beschäftigt sich ebenfalls damit, die NS-Vergangenheit des Klubs aufzuarbeiten. Ein Name ist da sehr prominent: Rudolf Gramlich. Der war nach dem Krieg Präsident der Eintracht und nach seinem Tod wurde Gramlich Ehrenpräsident. Aber: Es war bekannt, dass er Mitglied der Waffen-SS war. Axel Hoffmann, Mitarbeiter Eintracht Frankfurt Museum „Und daraufhin haben wir ein unabhängiges Institut, das Fritz-Bauer-Institut, mit einer Analyse […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Nach der Länderspielpause geht es für unsere heimischen Profi-Fußballvereine an diesem Wochenende weiter mit der Bundesliga. Aber natürlich wird auch der Sport vom Thema Corona überschattet. Thorsten Arnold bringt uns auf den neuesten Stand. Eva Dieterle, Moderatorin: Thorsten, es gab gestern schon einiges an Verwirrung, auch bei der Bundeskanzlerin. Ob denn jetzt ungeimpfte Profispieler aufs Feld dürfen oder nicht. Wie hast du das Ganze verfolgt? Thorsten Arnols, Sportreporter: Na ja, aktuell ist es ja so in ganz vielen Stadien 2G-Regelung für die Zuschauer. Aber unten auf dem Rasen, da dürfen auch ungeimpfte Spieler mitmachen. Und da haben viele Ministerpräsidenten gesagt: „Ja, das passt so nicht, das muss geändert werden. Das werden wir mal juristisch prüfen“. Aber da bin ich mal gespannt, denn aktuell ist die Rechtslage eigentlich sonnenklar: Die Zuschauer gehen da in ihrer Freizeit hin und die Profis, der Name sagt es ja schon, üben ihren Beruf aus. Und da ist es dann so wie in jeder ganz normalen Fabrik. Da gilt dann auch 3G. Also da bin ich mal gespannt, was da noch kommt. Aber natürlich, Corona hat auch dieses Wochenende schon Einfluss auf den Fußball. Örtliche Gesundheitsämter haben reagiert. Neben 2G oder 3G gibt es jetzt an jedem Platz im Stadion auch die Masken. Vielleicht in ganz vielen Stadien. Dieterle: Jetzt lass uns mal zum Sportlichen kommen. Mainz 05 wollte ja zuletzt Punkte im Akkord und das soll sich auch am Sonntag so fortsetzen, oder? Arnold: Das soll sich fortsetzen. Und die Mainzer, die sind jetzt im Aufschwung. Aber es gab einen Wermutstropfen. Anderson Lucoqui, der Außenverteidiger, hat sich verletzt im Training, am Innenband im Knie, und der fällt jetzt wohl vier bis fünf Wochen aus. Und trotzdem soll da dem Kölner Geißbock, dem sollen die Hörner langgezogen werden. Am Sonntag, da rechnet der Trainer mit einem […]

  • Weltmeister im Pole Dance

    Weltmeister im Pole Dance

    Früher verrufen, heute gefragt wie noch nie: Pole Dance ist mittlerweile zu einem ernstzunehmenden Sport aufgestiegen. Simon Koch aus Gießen hatte seine erste Trainingsstunde im Pole vor gerade mal fünf Jahren, und doch hat er in seiner vergleichsweise jungen Sportkarriere schon einiges abgeräumt. Und seit diesem Jahr führt er ganz offiziell die Weltspitze an. Kraft, Ausdauer, Eleganz: eine Kombination, die Simon Koch beherrscht, bis in den kleinen Zeh. Bei seiner ersten Weltmeisterschaft vor zwei Jahren holt er sich schon die Bronzemedaille, jetzt hat sich der vierfache Deutsche Meister seinen ganz großen Traum erfüllt: Pandemiebedingt fand die diesjährige WM online statt. Simon reicht die Kür seiner letzten Meisterschaft ein und holt sich gleich zweimal Edelmetall. In seiner Einzel-Performance wird er zum Vizeweltmeister gekürt, in der Doppelkür mit Partnerin sogar zum Weltmeister. Simon Koch, Pole-Weltmeister „Es war wirklich eine spannende Situation, weil es war ja sozusagen ein Livestream, der durchgespielt wurde. Alle Performances wurden gezeigt, dann kam die Punktevergabe Es war halt Sonntagvormittag, ich hatte mich da nicht irgendwie besonders zurecht gemacht und lag noch im Bett. Dann hab ich den Laptop aufgeklappt und gesehen, wie ich Weltmeister wurde. Das war schon irgendwie eine sehr besondere Situation.“ Ob Brass Monkey, Superman oder Allegra Split: Simon Koch lässt all diese Pole-Dance Figuren elegant aussehen. Dabei macht er den Sport seit gerade einmal fünf Jahren. Während seines Psychologiestudiums nimmt ihn eine Kommilitonin mit ins Training. Seitdem dreht sich für ihn alles um die Stange. Simon Koch, Pole-Weltmeister „Aber um da hinzukommen, wo ich jetzt bin, hat es schon wirklich viel, viel Arbeit gebraucht. Ich trainiere jede Woche mehrere Tage. Momentan bin ich eigentlich jeden Tag im Studio. Und man merkt auch, jetzt, wo ich dieses Stadium erreicht habe, dass wenn ich mal zwei Wochen nicht hingehe, verliere ich auch sofort wieder an Muskelmasse.“ Für […]

  • Markus Kauczinski – der neue Trainer bei Wehen Wiesbaden

    Markus Kauczinski – der neue Trainer bei Wehen Wiesbaden

    Markus Kauczinski ist seit einer Woche Trainer beim Dritt-Ligisten SV Wehen Wiesbaden. Kauczinski übernahm den Job vom überraschend entlassenen Rüdiger Rehm. Der hatte mehr als vier Jahre den SVWW trainiert – mit Erfolg. 2019 stieg Rehm mit der Mannschaft in die 2. Liga auf. Doch der Verein sah die sportlichen Ziele in dieser Saison gefährdet, deshalb musste Rehm seinen Platz an der Seitenlinie räumen. Und da steht jetzt er: Markus Kauczinski, 51 Jahre alt, ein erfahrener Trainer, der schon beim Karlsruher SC, St. Pauli und Dynamo Dresden gearbeitet hat. Jetzt also: Wehen Wiesbaden. Markus Kauczinski, Trainer SV Wehen Wiesbaden „Ich sehe eine Mannschaft, die sehr willig ist, die laufen kann, die kämpfen, und jetzt geht es darum, eine Struktur zu finden, besser zu kombinieren, auch mal eine Phase zu haben, wo man einen Ball halten kann.“ Markus Kauczinski steht für aktiven Fußball und hat seine eigenen Wunschvorstellungen. Aber: Er will seine Spielweise nicht um jeden Preis durchdrücken. Markus Kauczinski, Trainer SV Wehen Wiesbaden „Wichtig ist für mich aber, dass es zur Mannschaft passt. Weil was einer nicht leisten kann, das kann ich auch nicht einfordern. Sondern es geht dann, von dem, was man kann, Schritte zu gehen.“ Ein erster Schritt könnte sein: Torchancen nutzen. Denn das war letzte Woche das Problem. Da war Wehen Wiesbaden überraschend im Landespokal rausgeflogen. Gegen Türkgücü Friedberg einen Fünftligisten. Eine peinliche Pleite. Markus Kauczinski, Trainer SV Wehen Wiesbaden „Also, wir suchen da keine Ausreden. Wir haben genug Chancen gehabt, die Mannschaft hat Möglichkeiten gehabt, diese zu nutzen. Wir waren drückend un deutlich überlegen. So ein Spiel, egal ob ein Trainer drei Tage oder drei Jahre da ist, so ein Spiel darf nicht verloren gehen.“ Am kommenden Wochenende wartet aber ein anderes Kaliber. Dann steigt die Liga-Premiere für Markus Kauczinski. Ausgerechnet auswärts beim formstarken 1. FC […]

  • Sportpresseball in Frankfurt

    Sportpresseball in Frankfurt

    Und jetzt wird es bei 17:30 glamourös! Auf einen Ball mussten wir lange verzichten. Jetzt gab es erstmals wieder den Deutschen Sportpresseball in Frankfurt. Endlich wieder Starauflauf auf dem roten Teppich vor der Alten Oper, wenn auch unter Corona-Bedingungen. „Willkommen zurück“ – so das Motto beim 39. Sportpresseball. Erstmals nach zwei Jahren wieder Blitzlichtgewitter für die Persönlichkeiten aus Sport, Politik und Medien. Endlich wieder das Tanzbein schwingen und das Gala-Menü genießen – wegen Corona unter strikten 2G-Regeln. Nur geimpft und genesen, dafür aber ohne Abstand oder Maskenpflicht. Fabian Hambüchen, Reck-Olympiasieger 2016 „Echt cool. Ich meine, wir haben uns alle nur mal per Telefon gehört oder per Zoom bei Interviews gesehen. Aber jetzt mal wieder live und in Farbe, das macht richtig Spaß.“ Volker Bouffier, CDU, Ministerpräsident Hessen: „Wir müssen nach wie vor vorsichtig sein, deshalb läuft das hier unter 2G. Aber es ist doch schön, dass wir endlich mal wieder in Echt zusammen kommen. Ich freue mich vor allem auch für die vielen Künstlerinnen und Künstler. Die haben anderthalb Jahre eine bittere Zeit hinter sich und so ein Ball gibt viele Chancen.“ Malaika Mihambo, Weitsprung-Olympiasiegerin 2021 „Das ist natürlich schön, dass große Veranstaltungen wieder stattfinden können. Natürlich aber auch nur mit einem guten Hygienekonzept. Von daher ist das natürlich das Wichtigste, dass man Veranstaltungen nur in dem Rahmen macht, in dem die Pandemie das auch gerade zulässt.“ Weitsprung-Goldgewinnerin Malaika Mihambo erhält den Pegasus-Preis „Sportlerin mit Herz“. Die 27-Jährige ging während dem ersten Lockdown mit einem täglichen Sportprogramm für Kinder online, inzwischen ist aus der Aktion ein Förderverein hervorgegangen. Vor allem das Feedback hat die Leichtathletin berührt. Malaika Mihambo, Weitsprung-Olympiasiegerin 2021 „Auch von Familien, die alle zusammen Sport gemacht haben. Die in der Krise auch durch dieses kleine Sportprogramm alle verbunden wurden in ihren Wohnzimmern.“ Die Auszeichnung „Legende des Sports“ wird […]

  • EM 2024: Sasic und Lahm informieren Sportminister

    EM 2024: Sasic und Lahm informieren Sportminister

    Heute geht in Koblenz die Sportministerkonferenz zu Ende. Beim Treffen der für den Sport zuständigen Minister aller Bundesländer ging es unter anderem um die Fußball-Europameisterschaft 2024 der Herren, die in Deutschland stattfinden wird. Über den Stand der Planungen informierten heute Fußball-Weltmeister und Turnierdirektor Philipp Lahm, sowie die Euro-Botschafterin Celia Sasic aus Lahnstein. Beide warben für ein Fußballfest, an dem alle teilhaben können und das eine Brücke schlagen soll zwischen Profi- und Breitensport. Celia Sasic, Botschafterin UEFA EURO 2024 „Eben auch zu wissen, was für einen enormen Wert hat dieser Sport an der Basis für den Profifußball, aber eben auch für die Gesellschaft. Ich glaube, es ist ganz, ganz wichtig, dass man diese beiden Elemente wieder näher zusammenrückt und auch eine Verbindung zwischen denen schafft.“ Philipp Lahm, Turnierdirektor UEFA EURO 2024 „Ich glaube, der Fußball hat die Möglichkeit, gesellschaftlich auch etwas zu bewirken. Wenn ich zurückblicke auf 2006, hat das einiges mit unserem Land getan, so eine Heim-WM. Der Zusammenhalt in der Gemeinschaft ist größer geworden.“

  • Sportministerkonferenz in Koblenz

    Sportministerkonferenz in Koblenz

    Bei der Konferenz war nicht nur der Spitzensport war Thema, sondern auch der Amateur- und Breitensport, denn dort drückt nach den monatelangen Lockdowns der Schuh. Zwar wird wieder Sport getrieben, doch die Krise ist bei vielen Vereinen noch längst nicht überstanden, wie auch unser Beispiel aus Koblenz zeigt. Es ist wieder Schwung drin bei der Coblenzer Turngesellschaft. Wie hier bei der rhythmischen Sportgymnastik wird in allen Abteilungen des Vereins wieder trainiert. Doch der größte Koblenzer Sportverein, der Anfang 2020 noch rund 2.100 Mitglieder hatte, spürt die Folgen der Pandemie. Monika Sauer, Vorsitzende Coblenzer Turngesellschaft 1880 „Wir haben ungefähr 300 Mitglieder verloren in Zeiten der Pandemie. Wir haben gerade Anfang 2021 sehr viele Austritte im Kinder- und Jugendbereich gehabt, wie das viele große Vereine ganz besonders betroffen hat.“ Weniger Mitglieder bedeuten für die Vereine unter anderem weniger Beitragseinnahmen. Durch die Austritte fehlen der Coblenzer Turngesellschaft jährlich rund 40.000 Euro. In Rheinland-Pfalz sind seit Beginn der Pandemie bis zu 60.000 Mitglieder aus Sportvereinen ausgetreten, mehr als im Bundesschnitt. Vor allem beim Nachwuchs gibt es deutlich weniger Neuanmeldungen, sagt Sportwissenschaftler Lutz Thieme. Prof. Lutz Thieme, Sportwissenschaftler Hochschule Koblenz „Wir haben es im organisierten Sport damit zu tun, dass insbesondere Kinder bis zu zehn, elf, zwölf Jahren in die Sportvereine hineinstreben, und das war natürlich während Corona längst nicht der Fall. Und das ist dann auch die Lücke, die sich hoffentlich nicht fortsetzt.“ Corona und der Sport – es ist eines der Topthemen bei der heute zu Ende gegangenen Sportministerkonferenz in Koblenz. Der Vorsitzende und rheinland-pfälzische Sportminister Roger Lewentz sagt, während der Lockdown-Phasen sei es in seinem Land vor allem darum gegangen, Vereinsinsolvenzen zu verhindern. Roger Lewentz, SPD, Innen- und Sportminister Rheinland-Pfalz „Jetzt ist die Phase, wo Sport wieder möglich ist, wo wir dem rheinland-pfälzischen Sport mithelfen, dass es Werbemaßnahmen geben kann, dass man […]

  • Der Sporttalk mit David Rischke

    Der Sporttalk mit David Rischke

    Unser Sportreporter David Rischke bringt Sie auf den aktuellen Stand zum anstehenden Bundesliga-Wochenende und blickt zurück auf das Europa-League-Spiel der Eintracht. Markus Appelmann, Moderator: David, Eintracht Frankfurt hat in Piräus gewonnen in einem dramatischen Spiel. Wie oft hast du denn dieses Spiel in die aktuelle Lage der SGE ein? David Rischke, Sportreporter: Auf jeden Fall bedeutet der Sieg: Gruppenphase überstanden, K.-o.-Phase eingetütet. Ja, und hier sehen wir auch den Torschützen Jens Petter Hauge, in der Nachspielzeit getroffen – dramatisch, du hast es gesagt. Und so ein Sieg, der gibt natürlich Selbstvertrauen und er hat allen Beteiligten wirklich gut getan. Auf der anderen Seite muss man aber auch sagen: Spielerisch war das die meiste Zeit doch sehr dünn, was die Eintracht gespielt hat. Und da hat die Mannschaft aber auf der anderen Seite auch gezeigt: Sie hat Kampfgeist. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Was aber auch die Spieler auszeichnet, auch wenn nicht immer alles funktioniert, aber sie geben wirklich alles, was sie haben, bis zur letzten Sekunde. Wir haben jetzt gegen Leipzig mit dem Schlusspfiff den Ausgleich erzielt in einem ganz schwieriges Spiel für uns. Wir haben hier gestern den Rückstand gedreht und in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielt. Ja, das sind die Jungs, auf die kann man sich da verlassen, dass sie wirklich alles raushauen.“ Rischke: Und einer hat auf jeden Fall alles rausgehauen – das war der Torwart Kevin Trapp. Der hat mit seinen tollen Paraden die Mannschaft erst überhaupt im Spiel gehalten, dass sie am Ende gewinnen konnte. Und Trapp wird damit langsam zur Lebensversicherung der Eintracht. Wie schon gegen Leipzig letzte Woche oder auch beim Sieg in München vor ein paar Wochen. Ob das immer so reicht, dass ein Kevin Trapp die Eintracht rettet, das wage ich mal zu bezweifeln. Appelmann: Am Sonntag spielt die Eintracht auswärts […]

  • Eintracht Frankfurt auf Europareise zu Gast bei Olympiakos Piräus

    Eintracht Frankfurt auf Europareise zu Gast bei Olympiakos Piräus

    Die Fußball-Fans der Frankfurter Eintracht durchleben aktuell ein echtes Wellenbad der Gefühle. Erst ein Sieg in der Bundesliga – die Mannschaft ist in der Tabelle auf Platz 15 abgerutscht. Aber heute ist wieder alles anders! Heute ist Europa League! Auf großer internationaler Bühne zeigt die Eintracht stets ihr ganz anderes – ihr erfolgreiches Gesicht. Und heute Abend steht diese Bühne in Griechenland! Dargeboten wird das Gastspiel der Hessen bei der Mannschaft von Olympiakos Piräus. Hier geht die Eintracht heute also vor Anker: In Piräus – dem historischen Hafen der Hauptstadt Athen. Mittlerweile der grösste Passagierhafen Europas. Nur wenige Meter vom Wasser entfernt – das Karaiskakis-Stadion, die Heimat von Olympiakos Piräus. Hier auf dem grünen Rasen kann die Eintracht heute Abend mit einem Sieg im vierten Gruppenspiel ein grosses Ziel vorzeitig klar machen – das Überwintern in der Europa League: Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „Natürlich haben wir eine Idee, wie wir auf den Platz gehen wollen. Die werden wir jetzt nicht im Detail verraten, aber wir sehen uns gut vorbereitet und wir sehen uns in der Lage hier zu gewinnen, das geben wir der Mannschaft mit. Und ich bin auch wieder felsenfest davon überzeugt, dass die Spieler alles, was in ihnen steckt, geben werden, um dieses Auswärtssieg hier gegen Olympiakos einzufahren.“ Und diese Begegnung – sie findet auf historischem Boden statt. Das Stadion haben die Griechen ursprünglich als Radrennbahn für die Olympischen Spiele 1896 erschaffen. Erst gut 30 Jahre später rollt hier dann das runde Leder. Erster Gegner von Olympiakos war übrigens die Besatzung eines französischen Kriegsschiffs. Lange Zeit dienten die im Hafen anlegenden Matrosen aller Länder als Kontrahenten. Heute Abend heisst der Gegner also Eintracht Frankfurt. Dass die Hessen zuletzt mitunter so gespielt haben wie eine bessere Seemanns-Truppe, will die Mannschaft heute Abend vergessen machen: Erik Durm, Außenverteidiger Eintracht […]

  • Unser Sportreporter Thorsten Arnold aus Piräus zum Spiel

    Unser Sportreporter Thorsten Arnold aus Piräus zum Spiel

    Vor Anpfiff des UEFA Europa-League-Spiels der Frankfurter Eintracht steht Thorsten Arnold steht vor dem Karaiskakis Stadion, dem Stadion von Olympiakos Piräus. Markus Appelmann: Thorsten, nicht mehr lange bis zum Anpfiff. Wie ist die Stimmung vor Ort? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, die Stimmung, die war durchweg heiter, so muss man’s sagen, heute hier in Piräus. Es gab nochmal einen richtig schönen Tag, sommerlich, 25°. Da waren natürlich alle ganz friedlich, locker und entspannt. Ich habe ein paar Eintracht-Fans getroffen unten am Hafen, die saßen da quasi in Zivil, ohne Trikot, haben so gemütlich den Tag angehen lassen. Da haben sich einfach alle gehalten auch an die Vorgaben des Vereins und der Behörden, die da heißen: Also bitte nicht hier mit Fanschal grölend durch Athen laufen und schon gar nicht hier im Hafenviertel. Das soll sich heute Abend hier im Stadion allerdings grundlegend ändern. 1.200 Eintracht-Fans dürfen ja hier ihre Mannschaft anfeuern auf den Rängen. Da sind wir mal gespannt, wie’s gelingt. Appelmann: Kommen wir zum Sportlichen. Wie sieht es denn personell bei der Eintracht aus vor diesem Spiel? Arnold: Ja, die große Hiobsbotschaft, die gab’s ja schon gestern. Also Flügelflitzer Filip Kostić, der ist nicht dabei, der hat Probleme mit der Achillessehne. Und auch Ajdin Hrustic, der hat einen Schlag auf den Knöchel bekommen, auch der fehlt jetzt noch zusätzlich. Tja, und da ist es jetzt völlig offen, in welcher Formation Trainer Oliver Glasner das Ganze angeht. Also mit Viererkette oder mit Dreierkette im Defensivzentrum. Da muss man mal schauen, wie’s regeln. Und auch von der Ausrichtung her. Also, lieber erst mal hinten dicht machen oder Angriff nach Vorne, das hat ja super geklappt imn Hinspiel in Frankfurt gegen Piräus. Auch da lassen wir uns mal überraschen. Appelmann: Olympiakos Piräus ist für seine frenetischen Fans bekannt. Auf was muss sich denn […]

  • Leo Barreiro – 05er-Eigengewächs blüht auf

    Leo Barreiro – 05er-Eigengewächs blüht auf

    Im Mainzer Kader tummeln sich auffallend viele Spieler, die es aus der Mainzer Jugend zu den Profis geschafft haben. Auch Leandro Barreiro. Der heutige Luxemburger Nationalspieler kam als junger Teenager nach Mainz und hat in der vergangenen Saison seinen Durchbruch geschafft. Wir haben uns mal auf die Suche nach seinen Wurzeln gemacht. Leandro Barreiro – von allen „Leo“ gerufen. In Mainz ist er zum Bundesliga-Spieler gereift. Angefangen hat er ganz früh. Leandro „Leo“ Barreiro, Mittelfeld 1. FSV Mainz 05 „Ich erinnere mich an einen Strand, mit der Familie im Urlaub, da habe ich gegen den Ball getreten und von da an hatte ich die Lust und den Wunsch, Fußball zu spielen.“ Die Bundesliga sieht Leo als kleiner Junge im Fernsehen. Genauso wie sein Idol. Leandro „Leo“ Barreiro, Mittelfeld 1. FSV Mainz 05 „Also, meine erste WM habe ich geguckt, war 2006, und da war ich ein voller Ronaldo-Fan. Hab den halt sehr beobachtet, also gerne geguckt, die Nationalmannschaft Portugals. So allgemein den Fußball. Hat mich allgemein schon sehr mitgerissen.“ Von Mainz sind es zweieinhalb Stunden nach Luxemburg. Barreiros Heimatort „Erpeldingen“. Sein langjähriger Jugend-Trainer Romain Lucius erinnert sich. Leo zeigte früh sein Talent. Romain Lucius, Jugend-Trainer von Leandro Barreiro „Beim allerersten Training ist der Leo ganz einfach aufgefallen, weil er was mit dem Ball konnte. Er hat ja mit 3, 4 Jahren angefangen, ist hierhergekommen, angefangen und mit dem Ball hin und her, das hat keiner von den anderen gekonnt. Und er war immer ein Vorzeigekandidat, um anderen, was zu zeigen.“ An seine Zeit beim FC Erpeldingen, mit seinem Coach, hat Leo Barreiro nur positive Erinnerungen. Leandro „Leo“ Barreiro, Mittelfeld 1. FSV Mainz 05 „Für mich ist er sehr viel mehr als nur ein einfacher Trainer. Eine wichtige Figur in meinem Leben, so wie eine Vaterrolle. Viel mit ihm erlebt, bin […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Thorsten Arnold schaut auf das kommende Fußballwochenende bei Mainz 05, Eintracht Frankfurt und Darmstadt 98. Eva Dieterle, Moderatorin: Es ist Freitag und wie immer werfen wir einen Blick auf das Fußball Programm am Wochenende und dazu steht jetzt bei mir im Studio mein Kollege Torsten Arnold aus der Sportredaktion ist. Mensch, da haben wir ja in dieser Woche einige spektakuläre Spiele im DFB-Pokal erlebt. So kann es in der Bundesliga weitergehen, oder? Thorsten Arnold, Sportreporter: So kann es weitergehen. Tolle Spiele – ich sage nur Gladbach – Bayern -, tolle Strafraumszenen, Tore und die Mainzer, die haben’s besser gemacht als die Bayern, die sind nämlich weiter im Pokal, haben ja spät in der Verlängerung gegen Arminia Bielefeld dann noch mit 3:2 gewonnen. Gut, jetzt ist wieder Bundesliga und der Gegner morgen, der heißt – siehe da – schon wieder Arminia Bielefeld. Und das macht die Spielvorbereitung einfach für das Trainerteam. Da muss man sich jetzt nicht stundenlang durch Videokassetten wühlen. Man denkt einfach nur mal drei Tage zurück, wie das so war. Und für Bo Svensson, den Mainzer Trainer, da ist das Spiel noch sehr präsent. Bo Svensson, Trainer Mainz 05 „Wie die sich hier präsentiert haben am Dienstag, zeigt, wie schwierig die Aufgabe für uns dann morgen auch wird. Und das ist uns allen klar und darauf müssen wir uns vorbereiten. Weil hinzufahren und ein bisschen nur auf die leichte Schulter zu nehmen, da werden wir große Probleme bekommen.“ Arnold: Ja, ich denke, da hat er recht. Es wird wieder eine sehr enge Kiste, diesmal allerdings in Bielefeld auf der Alm. 400 Fans nur haben die Mainzer als Unterstützung. Mal gucken, ob die was zu jubeln haben, dann werden sich auch bemerkbar machen. Dieterle: Kommen wir zu unserem anderen Erstligisten, zur Frankfurter Eintracht. Und die legen ja gerade, was […]

  • DFB-Pokal: Mainz trifft auf Bielefeld

    DFB-Pokal: Mainz trifft auf Bielefeld

    Die Stimmung bei Mainz 05 könnte aktuell kaum besser sein. Der Sieg gegen Augsburg hat neuen Schwung gebracht und mit dem soll es heute Abend weitergehen. In der zweiten Runde des DFB-Pokals treffen die 05er auf Arminia Bielefeld. Das Ziel – ganz klar: Die miese Pokal-Bilanz der letzten Jahre aufpolieren. Bo Svensson wäre nicht Bo Svensson, wenn er nach dem Sieg gegen Augsburg in die Lobeshymnen der Medien einstimmen würde. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Reden viel über das Spiel gegen Augsburg, aber ich saß auch hier vor vier Tagen und musste beantworten, was passiert, wenn wir das Spiel verlieren. So schnell dreht sich das Ganze bei mir halt nicht.“ Svensson hat immer einen klaren Blick auf die Realität. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Jetzt wissen wir, wie gut wir spielen können. Und jetzt geht es darum, das abzurufen.“ In aller Munde nach dem Augsburg-Spiel: Doppel-Torschütze Jonny Burkardt. Der 21-Jährige war Spieler des Tages! Manche sehen ihn sogar schon im Notizblock des Bundestrainers. Svensson behält aber – richtig – einen klaren Blick: Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Meine ganz klare Meinung ist, dass er ein guter Spieler ist und ein gutes Spiel abgeliefert hat, aber ich beurteile ihn nicht nur anhand dieses Spiel, sondern anhand der Wochen und Monate, die er zuletzt gehabt hat.“ Fragen über Fragen zu Jonny Burkardt. Svensson wird der Hype zu viel. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Das ist jetzt nicht der Papa, der hier oben sitzt und versucht, seinen Jonny zu schützen. Es ist einfach sein Trainer, der für ihn was verlangt, weil er ein großes Talent ist. Aber Talent verpflichtet halt auch.“ Und dieses Talent gilt es auch heute Abend zu zeigen. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Keine Frage zu Bielefeld? Nur acht Fragen […]

  • Der Sporttalk mit David Rischke

    Der Sporttalk mit David Rischke

    Unser Sportreporter David Rischke bringt Sie auf den aktuellen Stand zum bevorstehenden Bundesliga-Wochenende. Maike Dickhaus, Moderatorin: Und damit sind wir beim Fußball. Bei mir ist unser Sportreporter David Rischke. David, wir müssen über gestern Abend sprechen. Eintracht Frankfurt hat ja gegen Piräus gewonnen und was noch wichtiger ist: auch noch gut gespielt. David Rischke, Sportreporter: Ganz genau. Das war spielerisch teilweise schon richtig schön anzusehen, was die Eintracht da gespielt hat. Ganz im Gegensatz zur Niederlage am letzten Wochenende gegen Hertha BSC Berlin in der Liga. Dafür gab es viel Kritik für das Team von Trainer Oliver Glasner und der Coach hat sich an die Jungs noch mal zur Seite genommen, ist auch mal laut geworden in der Kabine und hat offenbar die richtigen Worte gefunden, wenn man das Ergebnis sieht – das 3:1 gestern Abend. Da war der Trainer auf der PK nach dem Spiel auch voll des Lobes für seine Jungs. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Viel mehr Ruhe ausgestrahlt als gegen Hertha im eigenen Ballbesitz. Wir waren auch disziplinierter. War ein ganz ganz wichtiges Element, dass unsere Außen eben nicht als Links- und Rechtsaußen spielen, sondern immer die Dreierkette unterstützen und da waren die beiden heute sehr diszipliniert – und nicht nur die beiden, Erik Durm am Ende noch. Wir haben gesagt, wenn wir uns offensiv einschalten, dann müssen wir die beiden Sechser hinterm Ball haben. Auch die waren sehr diszipliniert. Sie haben dann immer so als Quarterbacks vor der Abwehr die Bälle verteilt. “ Rischke: Und am Sonntag geht es direkt weiter in der Liga, auswärts beim VfL Bochum, und da hilft es doch, wenn man den Schwung aus dem Europapokal mitnimmt und ein Team einfach nur mal lobt. Dickhaus: Und während die Eintracht also ganz entspannt in dieses Bundesliga-Wwochenende starten kann, sieht es beim Ligarivalen […]

  • Eintracht Frankfurt setzt voll auf Europa League

    Eintracht Frankfurt setzt voll auf Europa League

    Großer Europapokal-Abend heute in Frankfurt! Die Eintracht empfängt den Tabellenführer ihrer Europa-League-Gruppe Olympiakos Piräus aus Griechenland. Doch die Europapokal-Euphorie der Hessen war schon mal größer. Schuld ist der bisher eher durchwachsene Auftritt der Eintracht in dieser Saison, mit dem Tiefpunkt am vergangenen Wochenende – der Heimniederlage gegen Hertha BSC Berlin. Regelrecht spürbar ist der Druck, unter dem Eintracht-Trainer Oliver Glasner heute Abend steht. Die andauernde Kritik, das angebliche Fehlen einer Spielphilosophie, die ewige Diskussion um Vierer- oder Fünferkette. Nach der jüngsten Niederlage platzt es aus dem sonst so ruhigen Herrn Glasner heraus: Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt (am 16.10.2021) „Es ist scheißegal, in welchem System wir spielen, es ist scheißegal. Wenn die Sechser mit fünf Ballkontakten spielen im Zentrum, verlierst du den Ball in der Bundesliga. Punkt. Ob wir mit einem, mit zwei oder mit sechs Sechsern spielen ist scheißegal.“ Für den möglichen Ausweg aus der Misere setzt der Trainer auf eine unkonventionelle Variante: Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt (am 16.10.2021) „Vielleicht kipp‘ ich mir heute einen hinter die Binde. Dann bekomm‘ ich vielleicht eine Lösung.“ Doch nach viermal drüber schlafen sieht Oliver Glasner für die Partie heute Abend klarer. Und Alkohol war – natürlich – keine Lösung: Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Tut mir auch leid, dass ich das so gesagt habe. Wir haben uns also ganz nüchtern mit der Lösung beschäftigt, brauchen einen kühlen Kopf und das Vertrauen in unsere Stärke. Dann wird das ein Spiel – 90 Minuten auf Augenhöhe -, wo beide Mannschaften an ihre Leistungsgrenze gehen müssen, um das Spiel zu gewinnen.“ Der zuletzt angeschlagene Kapitän der Eintracht, Sebastian Rode, steht heute Abend erstmals wieder im Kader. In der Offensive drängen Daichi Kamada und Goncalo Paciéncia in die Startelf. Gegner Olympiakos Piräus, der auf das obligatorische Abschlusstraining am Vorabend im Stadion verzichtete, hat seine beiden […]