Sport

  • Krawalle bei Eintracht-Spiel in Marseille

    Krawalle bei Eintracht-Spiel in Marseille

    Es sollte ein toller Fußballabend werden – gestern Abend in Marseille: Die Eintracht zum ersten Mal auswärts in der Champions League. Doch die Freude über den 1:0-Sieg ist heute mehr als getrübt, denn im Stadion in Frankreich kam es zu schlimmen Szenen. Die beiden Fanlager lieferten sich eine regelrechte Pyro-Schlacht. Fackeln und Raketen flogen durch die Luft. Eintracht-Coach Oliver Glasner verurteilte die Ausschreitungen nach dem Spiel deutlich. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich denke, da gibt es auch keinen von uns, der eine andere Meinung hat, dass das einfach nicht geht. Aber ich sehe das nicht als Problem des Fußballs, sondern ich sehe, dass da ein paar Chaoten hier den Fußball einfach als Bühne missbrauchen, um ihre Gewaltaggressionen auszuleben. Und da habe ich natürlich – wie wir alle, denke ich – null Verständnis dafür.“ ——————————— Markus Appelmann, Moderator: Und vor Ort in Marseille, vor dem Stade Velodrome, spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold, der das Spiel gestern Abend live im Stadion verfolgt hat. Thorsten, wie hast du diese unschönen Vorkommnisse erlebt? Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, das hatte sich den ganzen Tag über gestern schon so hochgeschaukelt. Es herrschte in der Stadt wirklich eine sehr aggressive Stimmung, die Polizei war quasi dauerhaft im Großeinsatz und konnte an vielen Orten so das Schlimmste verhindern. Aber abends dann eben hier hinter mir im Stadion, da kam es zur totalen Eskalation, wenn man es mal so ausdrücken will. Da flogen also dutzendfach Leuchtraketen vom Marseille-Block Richtung Eintracht und umgekehrt. Und das war wirklich schrecklich mit anzuschauen, weil ich ja mit eigenen Augen gesehen habe, dass da eben gezielt Leuchtraketen auf Menschengruppen abgefeuert wurden. Ja, und einen Eintracht Fan, den hat es wohl ganz schlimm erwischt. Aus Friedrichsdorf kommt er, war mit seiner Lebensgefährtin hier ganz friedlich im Block gestanden, und den hat […]

  • Löwen Frankfurt vor Saisonauftakt

    Löwen Frankfurt vor Saisonauftakt

    Die Eishockey-Cracks vom Main, die Löwen Frankfurt, sind zurück. Nach über zehn Jahren spielt der frühere deutsche Meister endlich wieder dort, wo er hingehört: in der ersten Deutschen Eishockey Liga. Übermorgen startet die neue Saison, doch was können wir vom Aufsteiger und Zweitliga-Meister erwarten? Unser Teamcheck. Das Löwen-Rudel ist heiß, endlich wieder Erstliga-Eishockey in Frankfurt. Durch die Aufstiegsrunde ist der Zweitliga-Meister ohne eine einzige Niederlage mit zwölf Siegen in Serie marschiert. Das gab es noch nie, die Erwartungen sind groß. Mannschaft: Vom Aufstiegsteam ist nur die Basis geblieben: elf Spielerabgängen stehen zehn Neuzugänge gegenüber. Darunter auch Stürmer Dominik Bokk, ausgeliehen von den Carolina Hurricanes. Vergangene Saison konnte der 22-Jährige mit den Eisbären Berlin die Deutsche Meisterschaft feiern, sein neues Team fiebert dem Saisonstart entgegen. Dominik Bokk, Neuzugang Löwen Frankfurt „Wir sind sehr heiß. Wie jeder andere in den anderen Teams. Für ein paar Jungs ist es etwas Neues, in der DEL zu sein. Für andere vielleicht nicht, aber wir freuen uns schon sehr.“ In der Vorbereitung hat das Team ausschließlich gegen Erstliga-Konkurrenten getestet, wie hier gegen Mannheim. Zwar unterlagen die Löwen dem früheren Erzrivalen, spielten aber jederzeit auf Augenhöhe. Trainer: Neuer Trainer ist der Kanadier Gerry Fleming, der vorletzte Saison als Co-Trainer bei Berlin die Deutsche Meisterschaft gewann. Der frühere NHL-Profi soll nun eine Mannschaft aufbauen, die in der ersten Liga dauerhaft eine gute Rolle spielt. Franz-David Fritzmeier, Sportdirektor Löwen Frankfurt „Wir sind endlich in dieser Liga zurück und wir wollen in dieser Liga bleiben. Und ja, wir haben einen neuen Trainer, wir haben einige Spielerverstärkungen. Wir haben einen Spirit in der Truppe behalten. Und jetzt wollen wir in der Liga natürlich das Bestmögliche erreichen.“ Prognose: Die Vorfreude ist riesig. Über 2.000 Dauerkarten wurden bereits verkauft, so viel wie noch nie. Doch die Eissporthalle ist ein Problem, denn die ist […]

  • Champions League: Eintracht Frankfurt in Marseille

    Champions League: Eintracht Frankfurt in Marseille

    Nach der 0:3-Heimniederlage im ersten Champions-League-Spiel gegen Sporting Lissabon, steht für Eintracht Frankfurt heute Abend der zweite Auftritt in der Königsklasse an. Diesmal will es die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner besser machen. Die Hessen müssen auswärts ran, beim französischen Traditions-Club Olympique Marseille. Hier geht die Eintracht heute zu ihrem ersten Champions-League-Auswärtsspiel vor Anker: in Marseille, an der französischen Mittelmeerküste. Es riecht nach Fisch, Salz und Meer. Hier im „Vieux Port“, im „Alten Hafen“, schlägt der Puls der Stadt.  Normalerweise. Doch feiernde und sich mit lauten Gesängen aufs Spiel einstimmende Eintracht Fans sucht man bei dieser Auswärtsreise vergebens. Die zuständigen Behörden haben das aus Sorge vor Randale durch entsprechende Verordnungen unterbunden. Auch Eintracht-Trainer Oliver Glasner ruft am Vorabend der Partie noch mal beide Fanlager zur Besonnenheit auf. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich denke, wir alle wollen morgen hier ein Fußballfest feiern. In einem tollen Stadion, mit zwei tollen Mannschaften, mit zwei großen Traditions-Clubs in Europa. Natürlich soll das stimmungsvoll abgehen, aber ganz klar friedlich. Und das ist die Nachricht und der Appell an alle, die im Stadion sind.“ Das Stadion, das ist das Stade Vélodrome. Futuristisch mutet es an, in einer Stadt, die so viele Gesichter zu bieten hat. Die Leidenschaft für Olympique Marseille – an jeder Ecke zu greifen. 67.000 Zuschauer werden hier heute Abend für eine prachtvolle Kulisse sorgen. Champions League eben! Auch für den französischen Eintracht-Stürmer Randal Kolo Muani etwas ganz besonderes. Randal Kolo Muani, Stürmer Eintracht Frankfurt „Das ist eine Riesenfreude, in der Champions League zu spielen. Jeder Fußballer will das. Sich mit den besten zu messen, alles zu geben und auch zu gewinnen – das ist doch das, was uns antreibt.“ Es ist alles angerichtet im Stade Vélodrome. Olympique Marseille gegen Eintracht Frankfurt – Anpfiff ist heute um 21:00 Uhr. ————— Markus Appelmann, Moderator: […]

  • Der Sporttalk mit David Rischke

    Der Sporttalk mit David Rischke

    Die Eintracht analysiert das verlorene Champions-League-Spiel, Mainz 05 hat sich den neuen Hoffenheim-Trainer genauer angeschaut und Darmstadt und Kaiserslautern treffen aufeinander – und damit auch die jeweiligen Trainer auf ihre Ex-Vereine. Eva Dieterle, Moderatorin: Wir kommen zum Fußball und deswegen begrüße ich jetzt bei mir im Studio meinen Kollegen David Rischke aus der Sportredaktion. David, für Eintracht Frankfurt geht es jetzt nach der Champions-League-Premiere weiter mit der Bundesliga, weiter mit dem Alltag. David Rischke, Sportreporter: Und der Alltag heißt Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass es schnell wieder weitergeht. Denn im Fußballspielen ist es ja so ein bisschen so wie mit dem Fahrradfahren lernen, wenn man runterfällt, ganz schnell wieder rauf in den Sattel und weitermachen. Das gilt besonders jetzt auch für dieses vom Ergebnis her sehr ärgerliche 0:3 gegen Sporting Lissabon, denn eigentlich hat die Eintracht ja ein gutes Spiel gemacht, und das hat auch der Trainer Oliver Glasner in der Pressekonferenz analysiert gestern. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Das Positive daraus ist, dass wir uns diese Niederlage gestern selbst zuzuschreiben haben. Dass wir bei allen drei Gegentoren nicht das gemacht haben, was wir knapp 70 Minuten sehr gut gemacht haben, sondern, dass wir da ein bisschen Intensität und Passivität an den Tag gelegt haben, die der Gegner eiskalt ausgenutzt hat. Und dass wir aus den fünf klaren Abschluss-Situationen, die wir im Strafraum von Sporting hatten kein Tor gemacht haben.“ Dieterle: Ja, ein Problem von dem Ligakonkurrent Mainz 05 in dieser Saison ein Lied singen kann, morgen vor dem Auswärtsspiel in Hoffenheim. Rischke: Die Mainzer haben bisher in dieser Saison ein großes Problem. Sie tun sich sehr schwer damit, aus dem laufenden Spiel heraus sich gute Torchancen zu erspielen. Die letzten beiden Siege in Augsburg und Gladbach, die wurden ja durch Standardsituationen […]

  • Wieder Mainz Null Komma Fünf

    Wieder Mainz Null Komma Fünf

    Die Fußballer von Mainz 05 geben ihren Fans Rätsel auf. Das Team spielt entweder hopp oder top! Läuft die erste Hälfte top, sind die zweiten 45 Minuten dann eher hopp. Mal wird eine gute Hinrunde gespielt, die Rückrunde ist dann eher mäßig. Mal sind die Mainzer zuhause eine Macht. Auswärts aber erfolglos. Für Mainz 05 ist das Glas regelmäßig halb voll und halb leer zugleich. Auch in dieser Saison. Rätsel Auswärts-Spiele: Letzte Saison lagen die Rheinhessen in der Auswärtstabelle noch auf einem Abstiegsplatz. Plötzlich sind die Mainzer in der Fremde eine Macht: Alle drei Ligaspiele und das Pokalspiel in Aue wurden gewonnen. Kurios. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Der Grund? Weiß ich nicht. Vielleicht haben die Spieler eine bessere Antwort darauf. Es ist auch, wenn man die Spiele anguckt wie in Gladbach – es ist so ein Spiel, das hätten wir sicher verloren letztes Jahr auswärts. Und jetzt haben wir ein bisschen Spielglück.“ Doch zuhause fehlte das Spielglück bisher. Aus den beiden Heimspielen gab es nur einen mickrigen Punkt. Hier zeigt sich wieder Mainz Null Komma Fünf. Es läuft eben immer nur halb gut. Besonders das Spiel mit eigenem Ballbesitz bereitet dem Team noch Probleme. Silvan Widmer, Kapitän 1. FSV Mainz 05 „Der Aufbau, Spiel mit dem Ball, Lösungen kreieren gegen Gegner, die vielleicht mal tief stehen, auch Lösungen herausspielen, wenn der Gegner uns früh angreift. Aber wir müssen auch gegen den Ball weitere Fortschritte erzielen. Ich denke, wir können noch intensiver ins Pressing gehen, den Gegner zu Fehlern zwingen. Das hat uns letztes Jahr ausgezeichnet und sollte auch dieses Jahr wieder eine Stärke von uns werden.“ Am Wochenende spielen die Mainzer wieder auswärts – in Hoffenheim. Eigentlich gute News. Aber der Verein hat eine Aktion gestartet: „Heimspiel in Hoffenheim“. Die Tickets wurden vom Verein gesponsert. Fans bekommen […]

  • Weltklasse im Rettungsschwimmen

    Weltklasse im Rettungsschwimmen

    Rettungsschwimmer – da denken viele erst einmal an Aufpasser an Badeseen und Freibädern. Es gibt sie aber auch bei internationalen Wettkämpfen. Rettungsschwimmen ist nämlich auch eine Sportart. Die Wiesbadenerin Kerstin Lange hat bei den World Games ordentlich abgeräumt. Das sind sozusagen die olympischen Spiele für nicht-olympische Sportarten. Und sie hat – mit der Staffel im Rettungssport – auch einen neuen Weltrekord aufgestellt. Hinter jedem Zug steckt Kraft und Willensstärke. Zug um Zug hat sie sich so bei den World Games in Alabama an die Medaillen herangekämpft: Zwei Mal Staffel-Gold und einmal Einzel-Bronze für Kerstin Lange. Kerstin Lange, Gold bei den World Games im Rettungsschwimmen „Unser Ziel war schon, zu gewinnen. Aber wir wollten auch ganz gerne den Weltrekord angreifen. Ja, war wunderbar. Also, wir haben uns super gefreut, lagen uns in den Armen, ja, waren glücklich.“ Den Weltrekord angreifen und auch knacken: Das hat die Wiesbadenerin mit ihren Mannschaftskolleginnen in der Disziplin „Vier mal 50 Meter Gurtretterstaffel“ geschafft. Fast zwei Sekunden schneller als der bisherige Rekord – ein Wahnsinns-Erfolg. Kerstin Lange, Siegerin bei den World Games im Rettungsschwimmen „Meine Lieblingsdisziplin sind eigentlich die Staffeln. Da macht’s immer am meisten Spaß, wenn man dann noch zu viert ist. Und eine Staffel ist zum Beispiel die vier mal 50 Meter Gurtretterstaffel. Da schwimmt die erste Person 50 Meter kraulen, die zweite Person taucht 50 Meter mit Flossen. Die dritte Person schwimmt 50 Meter mit dem Gurtretter und die vierte Person zieht dann die dritte Person mit dem Gurtretter mit Flossen ins Ziel.“ Schon mit fünf Jahren schwimmt Kerstin Lange in ihrem ersten Verein. Wenige Jahre später entdeckt sie ihre Leidenschaft für den Rettungssport bei der DLRG. Kerstin Lange, Gold bei den World Games im Rettungsschwimmen „Das Rettungsschwimmen ist vielseitiger. Also, wir haben ganz viele verschiedene Disziplinen, sei es jetzt im Pool oder […]

  • Eintracht vor Champions League-Premiere

    Eintracht vor Champions League-Premiere

    Heute ist wahrlich ein historischer Abend für Eintracht Frankfurt! Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte spielen die Hessen mit in der Fußball Champions League! Einmal dabei sein im Konzert der ganz Großen, wie dem FC Liverpool, Real Madrid oder Paris St. Germain. Der Gegner heute im ersten Gruppenspiel ist noch nicht die ganz große Nummer: Sporting Lissabon gilt durchaus als schlagbar und ein Sieg heute Abend wäre ein glänzender Auftakt für echte „Frankfurter Festspiele“. Die Frankfurter Eintracht – tatsächlich in der Champions League! Der Ball mit den Sternen hält Einzug in den Deutsche Bank Park – deshalb: Willkommen zu den „Frankfurter Sternstunden“! Die Eintracht-Spieler haben sie sich durch den Gewinn der Europa League redlich verdient, die ganz große Fußballbühne. Djibril Sow, Mittelfeldspieler Eintracht Frankfurt „Wo wir ins Stadion gelaufen sind, war das schon ein Gänsehautmoment, dieses Champions League-Logo hier in Frankfurt zu sehen. Ich glaube, das ist was Einmaliges für alle, die sich mit der Eintracht verbunden fühlen. Und wir wollen diese Energie, die jetzt schon ein paar Wochen da ist, einfach auch ins Spiel mitnehmen und den Fans Freude bereiten.“ Apropos Fans: Die planen heute im gesamten Stadion wieder eine gigantische Choreografie. Von der ersten Minute an eins werden mit der Mannschaft. Gestern beim Eintracht-Abschlusstraining blieben die Fans noch außen vor. Noch einmal ganz abgeschirmt fokussieren, in Ruhe vorbereiten auf den ganz großen Moment. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Die Freude natürlich überwiegt jetzt, hier das erste Mal die Champions League-Hymne zu hören im Deutsche Bank Park. Und wir wollen natürlich auch an unsere aufsteigende Form der letzten Spiele anknüpfen und wieder einen absolut tollen Abend für unsere Fans und für uns abliefern.“ Definitiv nicht mit dabei sein wird Mittelfeld-Renner Sebastian Rode, der im letzten Spiel mit einer Muskelverletzung ausgefallen ist. Für ihn dürfte Neuzugang Junior Dina Ebimbe in […]

  • Empfang für EM-Helden Kaul und Weber

    Empfang für EM-Helden Kaul und Weber

    Zum „König der Athleten“ hat sich Niklas Kaul gekrönt, als er vor drei Jahren überraschend Weltmeister im Zehnkampf geworden ist. Vor drei Wochen dann sein zweiter großer internationaler Erfolg: der Sieg bei den Europameisterschaften in München. Gestern Abend wurde er, gemeinsam mit Speerwerfer Julian Weber, in seiner Heimatstadt Mainz geehrt. Zweimal Gold – das ist die erfolgreiche Bilanz der Leichtathleten vom USC Mainz bei den Europameisterschaften in München. Niklas Kaul triumphiert im Zehnkampf, Julian Weber holt den Titel im Speerwurf. Julian Weber, Speerwurf-Europameister „Es war unbeschreiblich. Es war so ein Gänsehautmoment einfach auch in diesem Stadion zu stehen und endlich die Medaille zu bekommen, zu wissen, man hat einfach gewonnen, und das bei einer internationalen Meisterschaft. Mir ist einfach auch ein riesen Stein vom Herzen gefallen, dass ich wusste, okay, ich habe es endlich geschafft. Mein Ziel, wofür ich schon seit so vielen Jahren kämpfe, so hart trainiere, das endlich erreicht zu haben, das war einfach Hammer.“ Schon mehrfach ist der gebürtige Mainzer bei internationalen Großereignissen knapp an einer Medaille vorbeigeschrammt. Jetzt steht er zum ersten Mal auf dem Treppchen – und gleich ganz oben. Sein Vereinskollege Niklas Kaul kennt das Gefühl, allerdings ist so eine Heim-EM auch für ihn eine neue Erfahrung. Niklas Kaul, Zehnkampf-Europameister „Ja, es war zu Hause. Und das ist einfach was, was ganz, ganz anders ist als bei dem WM-Titel vor drei Jahren. Diesmal durften wir in München im Olympiastadion einfach eine wahnsinnige Stimmung erleben. Und ich habe von ganz vielen gehört, die im Stadion waren, die es zu Hauser verfolgt haben. Und das macht diesen Titel einfach zu was ganz Besonderem. Und deswegen, gerade emotional, würde ich ihn auch höher einsortieren als den WM-Titel.“ Egal ob WM- oder EM-Titel – die Mainzer sind stolz auf ihre Leichtathletik-Helden und das ist auch beim Empfang des […]

  • Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Blick auf das Fußballwochenende Markus Appelmann, Moderator: Und damit kommen wir zum Fußball. Seit gestern Abend ist es geschlossen, das Spieler-Transferfenster, nichts geht mehr, keine Zu- und keine Abgänge mehr. Darüber spreche ich jetzt mit Thorsten Arnold, unserem Stammspieler hier in 17 30. Grüß dich. Thorsten Arnold, Sportreporter: Hallo Markus, Appelmann: Thorsten, der ganz große Hammer aus regionaler Sicht ist ja ausgeblieben, auch bei Eintracht Frankfurt. Haben die auf den letzten Metern noch mal die Fühler ausgestreckt? Arnold: Ja, man hört so, die hätten schon noch gern einen Rechtsverteidiger verpflichtet. Aber jetzt ist es nun mal so. Jetzt geht es mit dem vorhandenen Kader in die nächsten Wochen. Bundesliga, Champions League, da kommt ja viel auf die Mannschaft zu. Und direkt morgen der erste dicke Brocken RB Leipzig zu Hause. Und die Abwehr? Die wurde zuletzt ein bisschen kritisiert. Aber Trainer Oliver Glasner sagt: „Nee, die steht eigentlich so, wie ich sie haben will und die hat auch eine ganz klare Marschroute“. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Dass wir halt die Räume eng machen, den Gegner in Zonen lenken, die wir vorher besprechen, um eben unser Pressing zu starten. Und dann gilt es abzuwägen: Gehen wir auf risikoscheu und machen den Laden dicht oder spielen wir wilde Sau wie in Bremen?“ Appelmann: Thorsten, an welche Variante glaubst du? Arnold: Gegen Leipzig? Lieber dichtmachen. Wenn ich da sehe, was da an Tempo im Sturm bei den Leipzigern aufs Tor zu rennt, da kann die wilde Sau auch ganz schnell erlegt sein dann. Appelmann: Ganz schnell geschlagen war auch Mainz 05 am letzten Wochenende gegen Bayer Leverkusen zu Hause. Jetzt heißt es am Sonntag in Gladbach. Meinst du, diese Niederlage ist verdaut? Arnold: Ja, also angezählt wurden die beiden schon hinten in der letzten Kette, die die Fehler, gemacht haben, Leitsch […]

  • MT Melsungen vor dem Saisonstart

    MT Melsungen vor dem Saisonstart

    Während die Fußball-Bundesliga schon seit vier Wochen wieder läuft, starten die Handballer erst heute in die neue Saison. Zwei hessische Vereine sind dabei. Die HSG Wetzlar spielt gleich beim HC Erlangen, die MT Melsungen ist erst am Samstag dran, zu Gast bei den Rhein-Neckar Löwen in Mannheim. Wir haben die Nordhessen bei ihrem letzten Testspiel begleitet. Unser Teamcheck. 16 Nationalspieler aus zehn Ländern stehen diese Saison für die MT Melsungen auf dem Feld. Das Trainerteam kann also aus dem Vollen schöpfen. TRAINER Seit einem Jahr leitet der Spanier Roberto García Parrondo das Starensemble an. Unterstützt wird er von einem bekannten Gesicht. Carsten Lichtlein hat 17 Jahre lang in der deutschen Nationalmannschaft das Tor gehütet und so oft in der Bundesliga gespielt wie kein anderer. Mit 41 Jahren wechselt er jetzt auf die Trainerbank und gibt seine Erfahrung weiter an die Melsunger Torhüter. Carsten Lichtlein, Torwarttrainer MT Melsungen „Ich kann ja nicht ins Spiel eingreifen. Aber die Torhüter zu pushen und sie nach der Parade auch anzufeuern und auch das Signal zu geben: ‚Genauso ist es, genauso ist richtig und du hältst die Bälle weiter so’… Und so war ich als Spieler und so bin ich jetzt als Trainer auch. Das ist halt emotional und ich glaube, das kann man nicht so einfach abstellen.“ Und das sollte er wohl auch nicht, denn die Emotionen scheinen sich positiv auf seine Spieler auszuwirken. MANNSCHAFT Mehr als die Hälfte aller Würfe auf sein Tor hält Adam Morawski im Test gegen den Bundesligakonkurrenten aus Gummersbach. Zum Vergleich: Ein Top-Torhüter erreicht im Schnitt eine Quote von 30 Prozent gehaltener Bälle. Der Pole ist einer von acht Neuen im Team und normalerweise ein eher ruhiger Typ. Adam Morawski, Neuzugang MT Melsungen „Aber wenn ich im Tor stehe, ändert sich alles und ich reagiere so emotional. Ich freue […]

  • EM-Heldinnen trainieren in Frankfurt

    EM-Heldinnen trainieren in Frankfurt

    Nach der Europameisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft. Das gilt aktuell für die Kickerinnen der deutschen Nationalmannschaft. Wir alle haben noch die Bilder vom prall gefüllten Römer in Frankfurt vor Augen. Die Ankunft als Vize-Europameisterinnen wirkte wie ein Triumphzug – nur der Pokal fehlte. Das soll sich bei der WM nächstes Jahr ändern. Gerade bereitet sich das DFB-Team in Frankfurt auf die letzten Qualifikationsspiele vor. An Unterstützung der Fans mangelt es jedenfalls nicht. Heimspiel-Atmosphäre – und das beim Training. Mehr als 1.000 Fans wollen es sich nicht nehmen lassen. Alina Düringer aus Laubach „Weil ich ein riesen Fan bin von den Frauen. Spätestens seit der EM, wo die ja wirklich alles gegeben haben und dann so unglücklich im Finale verloren haben!“ Jürgen Lemke aus Flörsheim „Weil ich finde, dass die Frauen einen höheren Stellenwert verdient haben, als wie bisher und deswegen bin ich heute hier, weil ich es auch gelesen habe, und ich hätte auch Eintritt bezahlt, wenn es so gewesen wäre, aber ich finde es klasse hier zu sein.“ Jonali „Ich habe das erste Spiel gesehen als ich ganz klein war. Und seitdem schaue ich eigentlich jedes Spiel. Und dann wollte ich auch mal das Training in echt sehen.“ Da sind sie. In echt: Die EM-Heldinnen. Die Euphorie der Fans zeigt sich aber nicht nur hier beim Training. Lina Magull, Mittelfeld „So oft wie in den letzten vier Wochen wurde ich aber noch nie erkannt. Egal wo man ist, im Zug, am Flughafen, in der Stadt, in Österreich, in München, in Dortmund. Man wird viel erkannt und es fühlt sich auch sehr schön an.“ Martina Voss-Tecklenburg, Bundestrainerin „Es macht mir insofern Freude, dass das, was wir wollten, jetzt vier Wochen nach der EM gesehen haben. Ein Stück Nachhaltigkeit. Die Menschen sind da. Die sind immer noch irgendwie in dieser EM […]

  • HSG Wetzlar im Teamcheck

    HSG Wetzlar im Teamcheck

    Am Donnerstag ist es soweit, dann startet die Handball-Bundesliga in die neue Saison. Mit dabei ist die HSG Wetzlar – zum 25. Mal in Folge. Die Nachwuchsarbeit wird hier traditionell großgeschrieben und das spiegelt sich auch in der aktuellen Mannschaft wider. Mit dem jüngsten Team der Liga geht die HSG Wetzlar in ihre Jubiläumssaison. 22,8 Jahre alt sind die Spieler im Schnitt und nach anderthalb Monaten Vorbereitung bereit für das, was kommt. MANNSCHAFT Die Mannschaft ist mitten im Umbruch. Acht Neue stehen beim letzten Testspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen auf dem Feld. So viele Änderungen im Team hat es in Wetzlar schon seit Jahren nicht mehr gegeben. Erik Schmidt ist einer von ihnen. Zwei Meter Vier misst der gebürtige Mainzer und bringt mit seinen 29 Jahren viel Erfahrung mit an die Lahn. Für die HSG hat er sich entschieden … Erik Schmidt, Neuzugang HSG Wetzlar „… weil Wetzlar ein toller Verein ist, ein ganz spannendes Projekt hier entsteht, mit einer jungen und ambitionierten Mannschaft und ich die Chance bekomme, hier eine Rolle einzunehmen. Und die möchte ich annehmen und ein Teil davon sein.“ Mehr als zehn Jahre Profilaufbahn und 38 Länderspiele hat er schon hinter sich, und soll in Wetzlar als Abwehrchef vor allem die Defensivarbeit koordinieren. Ben Matschke, Trainer HSG Wetzlar „Er hat schon viel erlebt, hat bei Top-Mannschaften gespielt. Und das erwarte ich von ihm, dass er da jetzt einfach den jungen Spielern was mitgibt, dass er vorangeht, dass er Kommunikator auf dem Feld ist.“ TRAINER Seit einem Jahr steht Ben Matschke in Wetzlar an der Seitenlinie. Mit 40 Jahren gehört er zu den jüngeren Trainern in der Bundesliga und das zeigt sich auch in seinem Umgang mit den Spielern. Erik Schmidt, Neuzugang HSG Wetzlar „Ben ist ein sehr emotionaler Trainer. Der passt hier wie die Faust aufs […]

  • Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Die Bundesliga läuft ja schon wieder auf vollen Touren und demnächst startet der Europapokal. Markus Appelmann, Moderator: Zu diesem Thema bei mir im Studio ist Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Hallo Thorsten. Thorsten Arnold, Sportreporter: Hallo Markus. Appelmann: Und Thorsten, heute habe ich dir was Musikalisches mitgebracht. Achtung, hör mal zu. [Musikeinspieler] Arnold: Die Champions-League-Hymne. Appelmann: Exakt. Arnold: „Sie sind die Besten“ heißt es an dieser Stelle und tatsächlich bei den Besten dabei in diesem Jahr: Eintracht Frankfurt in der Champions League. Und gestern Abend war ja Auslosung und komm, da gucken wir direkt mal, wo die Eintracht in diesem Jahr jeweils antreten muss. Und unter anderem geht es wieder nach London. Da heißt der Gegner diesmal Tottenham Hotspur. Ja, die Spurs waren im letzten Jahr Vierter geworden in der englischen Premier League, das ist ja die stärkste Fußballliga der Welt. Die sind schon klarer Favorit Aber auch hier, guck mal, es geht weiter. Weitere Gruppengegner Olympique Marseille aus der französischen Liga. Da hat die Eintracht ja schon mal gewonnen bei der vorletzten Europa-League-Tour. Damals war es allerdings ein Geisterspiel, diesmal mit Fans. Und dann hier, schau mal, Sporting Lissabon. Es geht wieder nach Portugal. Also auch da werden die Fans wieder in Strömen hinreisen. Und das Schöne eigentlich ist: Die Stadien sind groß genug. Also 50.000 Plätze Minimum jeweils. Da kommen wieder ganz viele Eintracht-Fans mit. Appelmann: Thorsten, lass uns das Ganze mal sportlich bewerten. In dieser Gruppe kann die Eintracht bestehen? Kann sie weiterkommen? Arnold: Auf jeden Fall. Also, ich denke mal, da ja die ersten zwei der Gruppe weiterkommen, zumindest um diesen Platz zwei gibt es zwischen der Eintracht, Lissabon und Marseille wirklich ein ganz enges Rennen. Und vorhin hat sich Eintracht-Trainer Oliver Glasner geäußert, der sieht es ganz ähnlich. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich denke: […]

  • Verlässt Trapp die Eintracht?

    Verlässt Trapp die Eintracht?

    Die Fußballfans im Land sind aufgeschreckt. Besonders die Anhänger von Eintracht Frankfurt zittern, denn Kevin Trapp, einer der Helden des Europapokal-Triumphes, steht vielleicht vor seinem Abschied aus Frankfurt. Offenbar hat der englische Verein Manchester United eine Auge auf Kevin Trapp geworfen. Markus Appelmann, Moderator: Wir schalten vors Stadion in Frankfurt zu unserem Reporter David Rischke. David, wie ist der aktuelle Stand, was einen Transfer von Kevin Trapp angeht? David Rischke, Sportreporter: Der Stand ist: Seit gestern ist das Gerücht in der Welt, Manchester United möchte Kevin Trapp verpflichten. Angeblich bietet der Verein Kevin Trapp einen Vier-Jahres-Vertrag und angeblich ist Trapp selbst auch interessiert. Dann muss ja eigentlich nur noch Eintracht Frankfurt dem Transfer zustimmen. Aber es geht wie so oft ums Geld, genauer die Ablösesumme Und da bietet Manchester United offenbar eine Ablösesumme im hohen einstelligen Millionenbereich. Das wirkt noch ein bisschen wenig, und ich wäre sehr verwundert, wenn die Eintracht auf dieses Angebot schon eingehen würde. Also der Transfer-Poker läuft. Dazu kommt noch ein anderer Punkt: Das Transferfenster ist nur noch neun Tage geöffnet. Das heißt, sollte Trapp gehen, dann hat die Eintracht nur noch wenige Tage Zeit, um darauf zu reagieren und einen Ersatz zu verpflichten. Also der Transfer-Poker um Kevin Trapp, der läuft richtig heiß. Appelmann: Über den möglichen Wechsel wird heute den ganzen Tag über heiß diskutiert. Dabei gibt es viele Argumente, die dafür und dagegen sprechen. Welche Argumente werden da genannt? Rischke: Zum einen natürlich die sportliche Perspektive. Denn mit Eintracht Frankfurt könnte Kevin Trapp in der Champions League spielen. Das könnte er in Manchester United nicht, denn die haben sich gar nicht für diesen Wettbewerb qualifiziert. Dazu möchte Kevin Trapp ja auch im Winter bei der WM in Katar dabei sein mit der Nationalmannschaft. Das schafft er aber nur, wenn er regelmäßig spielt. In […]

  • Drachenbootregatta in Nassau

    Drachenbootregatta in Nassau

    Es war das erste Mal seit der Corona-Pause und es war eine Riesen-Gaudi: 400 Hobbysportler in drei Klassen ruderten am Wochenende bei der Drachenboot-Regatta in Nassau um die Wette. Auf der Lahn sind die Drachen los! Die Trommeln geben den Takt vor. Boot gegen Boot. Jeweils 20 Frauen und Männer kämpfen um den Einzug in die nächste Runde. Im Zweikampf kommt es auf drei Dinge an: Kraft, Ausdauer und Synchronität. Die Judo Dragons beherrschen das alles und sind deshalb auch die amtierenden Titelverteidiger. Für den Judo-Verein ist das Drachenbootrennen eine Abwechslung zum Kampfsport. Thomas Gebenroth, Judo Dragons „Wir sind eine Wettkampfabteilung und dann haben wir auch hier den Anspruch vorne mitfahren zu wollen. Aber wir verlieren nicht den Spaß dabei und wenn uns einer besiegt, dann war er besser und dann ist das so. Dann sind wir sportlich und gratulieren und dann ist das auch in Ordnung.“ Auch bei der heutigen Regatta läuft es für die Judo Dragons gut. Nach Schwierigkeiten im ersten Rennen fahren die Judoka einen Sieg nach dem anderen ein. Bereits im Viertelfinale werfen sie ihren größten Konkurrenten, die 21 pirat.es auf die Matte. Die 15. Drachenbootregatta in Nassau ist in der Region ein Riesenevent. In den letzten beiden Jahren musste der Wettkampf wegen der Pandemie ausfallen. Umso glücklicher ist der Veranstalter jetzt, dass die Drachenboote endlich wieder fahren. Kalli Wiemann, Veranstalter „Als der erste Startschuss heute fiel und das erste Rennen lief, hat der Vereinschef ein paar Tränen in den Augen verdrückt. So viel Emotionen und Herzblut steckt hier drin. Es sind unzählige Stunden. Wir beginnen im Februar mit den Vorbereitungen – da laden wir die Teams schon ein.“ Die Teams bestehen ausschließlich aus Freizeitsportlern. Ob Sportverein oder Arbeitskollegen. Die Teilnehmer haben Spaß an der Veranstaltung. Doch im Boot packt dann jeden den Ehrgeiz. Kalli Wiemann, […]