Rheinland-Pfalz

  • Ein Toter bei schwerem Verkehrsunfall

    Ein Toter bei schwerem Verkehrsunfall

    Ein schwerer Unfall hat sich am Vormittag auf einer Bundesstraße im Kreis Trier-Saarburg ereignet. Die Kollision eines Autos mit einem Lastwagen endete für den Fahrer des Pkw tödlich. Es ist kurz nach zehn UIhr heute Morgen als es zu dem folgenschweren Unfall kommt. Auf der B268 bei Pellingen stoßen ein Pkw und ein Lkw frontal zusammen. Die Wucht des Aufpralls am Ortsausgang ist so groß, dass der Lastwagen in den Straßengraben gedrückt wird. Das Auto wird auf die gegenüberliegende Straßenseite in die Böschung geschleudert. Dabei wird der komplette Motorblock herausgerissen. Der Lkw-Fahrer wird in seinem Führerhaus eingeklemmt und muss mit der Rettungsschere befreit werden. Er kommt schwer verletzt ins Krankenhaus. Für den Fahrer des Pkw kommt dagegen jede Hilfe zu spät. Er wird bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte verstirbt. Die Rettung und Bergung der beiden Fahrer dauert bis in den Nachmittag hinein. An der Unfallstelle sind neben Feuerwehr und Rettungsdienst auch Notfallseelsorger vor Ort. Die Straße zwischen Trier und Zerf bleibt mehrere Stunden gesperrt.

  • Planung für das Stromnetz der Zukunft

    Planung für das Stromnetz der Zukunft

    Bis 2045 will Deutschland klimaneutral werden. Zum Beispiel sollen wir dann mit der Wärmepumpe heizen oder mit dem Elektroauto unterwegs sein. Doch genau für diesen Plan benötigen wir immer mehr Strom, damit wir nicht irgendwann vor dem Blackout stehen. Also müssen die Weichen jetzt gestellt werden. Daher hat die rheinland-pfälzische Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder heute verschiedene Akteure an einen Tisch geholt. Sie stehen still. Nicht etwa, weil kein Wind weht – im Gegenteil, es weht zu viel Wind und der würde zu viel Strom für das Netz erzeugen. Was den Ausbau des Stromnetzes in Rheinland-Pfalz angeht, ist in den vergangenen Jahren zu wenig passiert, gibt Energieministerin Katrin Eder heute zu. Katrin Eder (Bündnis 90 / Grüne), Energieministerin Rheinland-Pfalz „Wir haben die Situation auch in Rheinland-Pfalz, dass wir Regionen haben, die stark sind im Bereich der Energiewende, die heute schon sich darüber beklagen, dass die Netze nicht ausreichen, um die Energie dort weg zu bringen oder Kommunen auch gesagt bekommen, sie dürfen kein weiteres Windrad oder erst mal keine weitere Freiflächenphotovoltaikanlage aufstellen, weil das Netz eben nicht ausreicht.“ Die Stromnetz-Infrastruktur muss deutlich ausgebaut werden, wenn der Umstieg auf erneuerbare Energien gelingen soll. Doch dafür ist wichtig zu wissen, wo genau was gebraucht wird. Dazu hat die Ministerin Betreiber von Verteilnetzen, Vertreter der Industrie und Stadtwerke zur „Datenwerkstatt Rheinland-Pfalz“ eingeladen. Das Ziel: Die Daten und Planungen der einzelnen Akteure miteinander abgleichen, um die Versorgung in Zukunft sicherzustellen und Fehlinvestitionen zu vermeiden. Hendrik Neumann, Übertragungsnetzbetreiber Amprion GmbH „Wenn beispielsweise eine Kommune davon ausgeht, dass sie ihren Wärmebedarf in Zukunft aus einem Fernwärmenetz bereitstellen kann, wir aber in der Planung eher annehmen, dass es über Wärmepumpen passiert und Wärmepumpen ja eher eine elektrische Nachfrage generieren, dann merken wir, wenn es diese zwei Planungen gäbe, würden wir aneinander vorbei planen und das gilt es […]

  • Diskussion um Reaktivierung der Hunsrückquerbahn

    Diskussion um Reaktivierung der Hunsrückquerbahn

    Der Schienenverkehr muss weiter ausgebaut werden, denn nur ein attraktiver öffentlicher Personennahverkehr ist eine Alternative zum Auto – das weiß die Politik. Im Hunsrück gibt es seit Jahren das Anliegen der rheinland-pfälzischen Landesregierung die Hunsrückquerbahn wieder zu reaktivieren. Keine schlechte Sache sollte man meinen. Doch in den Gemeinden entlang der Strecke regt sich Widerstand. Sie verband den Hunsrück mit dem Rhein-Main Gebiet. Doch der letzte Personenzug rollte hier im Jahr 1984. Seitdem liegt die Hunsrückquerbahn brach. Schon seit Jahren diskutiert die Landespolitik eine Reaktivierung. Doch die Gemeinden entlang der Strecke sind dagegen. Der Bürgermeister von Langenlonsheim spricht von klimapolitischer Alibipolitik. Bernhard Wolf ( parteilos), Bürgermeister Langenlonsheim „Für viele ist dieser Wunsch diese Bahn zu reaktivieren – auch ein ganz böses Wort – so ein Stück ‚Sozialromantik‘. Das war früher immer cool. Die Bahn. Man konnte da zum Hunsrück fahren. Wäre doch schön wenn es wieder so wäre. Aber ich glaube, sobald man anfängt kaufmännisch zu rechnen, muss man sagen: Das ist Unfug.“ Denn in den letzten Jahrzehnten sind Strecke und Infrastruktur immer mehr verwahrlost. Eine Sanierung könnte mehrere Hundertmillionen kosten. Zumal die Strecke nicht elektrifiziert ist und nur von Dieselloks befahren werden kann. Auch in Stromberg zweifelt man den Nutzen einer Reaktivierung an. Zu schlecht sei die Anbindung der Hunsrückquerbahn. Claus-Werner Dapper (parteilos), Bürgermeister Stromberg „Was nützt es mir, wenn ich jetzt mit einer Diesellok über irgendwelche Umsteigpunkte Ewigkeiten später in Wiesbaden oder Frankfurt ankomme. Und dann greifen dann eben doch viele zum Auto, setzen sich in ein PKW und nutzen die Autobahnanbindung, die ja hier perfekt ist.“ Ein Schweizer Unternehmen, das auf der Strecke Holz transportieren wollte, verklagte die Deutsche Bahn und setzte eine Sanierung die Strecke durch. Seitdem wurden zumindest die Bahnübergänge repariert. Das Schweizer Unternehmen ist mittlerweile insolvent. Die Streckensanierung geht trotzdem weiter – wenn auch sehr […]

  • Abschluss des Deutschen Ärztetages

    Abschluss des Deutschen Ärztetages

    Es ist DAS Gesundheitsthema schlechthin: die Krankenhausreform. Weniger Kliniken soll es geben – das ist klar – wie aber die Grundversorgung der Patienten gewährleistet werden soll, das ist noch unklar. Und da wird Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach auch nicht konkreter. Aber nicht nur die Krankenhausreform war dieser Tage Thema auf dem bundesweiten Ärztetag in Mainz. Vier Tage lang ging es rund um das gesamte Gesundheitssystem – denn es fehlt an allen Ecken und Enden.

  • Der 17:30-Sporttalk mit Julian Beimel

    Der 17:30-Sporttalk mit Julian Beimel

    Noch zwei Spieltage sind es in Liga 1 und 2. Und damit noch zwei Spieltage bis klar ist: Wer bleibt drin, wer steigt ab und wer muss in die Relegation? Darüber spricht Markus Appelmann im Sporttalk mit 17:30-Sportreporter Julian Beimel.

  • Im Studio: die SPD-Spitzenkandidatin zur Europawahl Katarina Barley

    Im Studio: die SPD-Spitzenkandidatin zur Europawahl Katarina Barley

    In viereinhalb Wochen ist es soweit, dann wählt Europa ein neues Parlament. Durch die Wahl entscheiden die Bürger aller Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, wer sie künftig auf EU-Ebene vertritt. Jede größere Partei stellt dafür einen nationalen Spitzenkandidaten auf. Bei der SPD ist das die Rheinland-Pfälzerin Katarina Barley. Wo man auch hinblickt – sie lächelt einem gerade überall entgegen. Katarina Barley ist die Frau, die den Sozialdemokraten in Deutschland zu möglichst vielen Stimmen verhelfen soll. Diese Rolle ist ihr nicht neu. Schon vor fünf Jahren geht sie als nationale Spitzenkandidatin ins Rennen, kann mit ihrer Partei aber nur ein schwaches Ergebnis einfahren. Das soll dieses Jahr anders laufen. Um für ihre politischen Werte zu werben, reist die SPD-Politikerin durch ganz Deutschland, besucht verschiedene Institutionen und trifft Menschen jeder Altersgruppe. Wie hier an einer Schule in Oppenheim, wo sie sich heute Vormittag mit Jungwählern austauscht. Sich selbst bezeichnet Katarina Barley als Europäerin durch und durch. Kein Wunder also, dass es sie vor mehr als zwanzig Jahren nach Trier verschlägt – in eine Region mitten im Herzen Europas, wie sie selbst sagt. Viele Jahre arbeitet sie als Rechtsanwältin und Richterin und ist in der Kommunalpolitik aktiv. 2013 zieht sie in den Bundestag ein, wird Generalsekretärin ihrer Partei und später Justizministerin. Diese Position gibt sie 2019 auf, um in Brüssel ihren politischen Weg weiterzugehen. Sie wird Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und setzt sich vor allem für ihre Schwerpunktthemen Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ein. Werte, die längst nicht mehr für jeden selbstverständlich sind. Jüngstes Beispiel ist der brutale Angriff auf Barleys Parteigenossen Matthias Ecke am Wochenende in Dresden. Der 41-jährige Europaabgeordnete tritt für die SPD in Sachsen an und wurde beim Plakatieren durch mehrere Unbekannte krankenhausreif geschlagen. Ein Ereignis, das den Wahlkampf verändert. ———- Eva Dieterle; Moderatorin: Und jetzt begrüße ich Katarina Barley bei mir im […]

  • Landesfinale von „Jugend debattiert“

    Landesfinale von „Jugend debattiert“

    Demokratie – das bedeutet auch: friedlicher Streit in Diskussionen; rhetorisches Ringen um das beste Argument. Beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ üben Schüler genau das. Sie arbeiten sich in politische Themen ein, müssen dann ihre Positionen verteidigen oder ihre Kontrahenten in der Debatte attackieren. Beim Landesfinale Rheinland-Pfalz haben sich gestern vier Schüler für das großeFinale in Berlin qualifiziert – der Ort hätte kaum passender sein können. Beim Landesfinale Rheinland-Pfalz haben sich vier Schüler für das große Finale in Berlin qualifiziert – der Ort hätte kaum passender sein können. Tamisha Otieno, Kurfürst-Ruprecht Gymnasium Neustadt/Weinstraße „Wölfe haben 2019 über 4000 Nutztiere angegriffen.“ Lena Schmalebach, Schönstätter Marienschule Valendar „Wir sprechen hier von einer Existenzbedrohung der Kleinbauern in Deutschland.“ Christoph Müller, Gutenberg Gymnasium Mainz „Die generelle Jagd auf den Wolf ist ein Irrweg. Zu diesem Schluss kommt Thomas Norgal vom BUND “ Soll man den Wolf jagen, oder schützen: Darüber debattieren Schüler, wo sich normalerweise Regierung und Opposition gegenüber stehen; im rheinland-pfälzischen Landtag. Wie bei einer echten Debatte gibt es eine Redezeit … „Ich bin der Meinung, der Wolf muss ins Jagdrecht ….“ / Glocke klingelt Wer überzieht, kriegt Punktabzug von der Jury. Die bewertet auch die Argumente, die Sachkenntnis und die Überzeugungskraft der Debattierenden. Für den Landtagspräsidenten ist der Wettbewerb der Jungen Lebenselixier der Demokratie und Vorbild für die Erwachsenen. Hendrik Hering (SPD), Landtagspräsident Rheinland-Pfalz „Der eine oder andere Abgeordnete würde es nicht schaden, zuzuhören wie hier debattiert wird. Man könnte von der Sachlichkeit, von der Ausgewogenheit etwas lernen. Auf die Argumente des Anderen einzugehen und zu respektieren, das kann man von den SchülerInnen zum Teil lernen.“ Ein weitere Schwierigkeit, die Politiker wohl nicht haben: Die Schüler vertreten nicht unbedingt ihre eigene Meinung. Ob sie die Pro oder Contra-Position übernehmen müssen, erfahren sie kurz vor der Debatte. Einer der Schüler ist Christoph Müller – er […]

  • Deutscher Ärztetag beginnt in Mainz

    Deutscher Ärztetag beginnt in Mainz

    Zu wenig Personal, kaum Nachwuchs, zu viel Bürokratie und überall fehlt es an Geld – nur ein paar Baustellen des deutschen Gesundheitssystems, die heute zum Start des Deutschen Ärztetages in Mainz zur Sprache kamen. Bei der Veranstaltung geht es unter anderem um den länderübergreifenden Austausch der Ärzte untereinander, aber auch mit der Politik. Auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist dafür in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt gekommen. Proteste vor dem Start des Deutschen Ärztetages in Mainz. Fachärzte, Hausärzte, Medizinische Fachangestellte – sie sehen die flächendeckende Gesundheitsversorgung in Deutschland in Gefahr. Eine eigene Praxis sei finanziell kaum noch zu stemmen, es gebe immer mehr Schließungen und keinen Nachwuchs. Alexander Koop, Hausarzt aus Butzbach „Wir haben auf der einen Seite mit sehr stark steigenden Kosten zu tun, während auf der anderen Seite die Einnahmen der Praxen in den letzten Jahren nicht mehr gestiegen sind.“ May Ziller, Gynäkologin aus Marburg „Dass wir nicht die Patienten versorgen können, die wir gerne versorgen würden, weil wir einfach volle Sprechstunden haben, überfüllte Praxen haben, lange Wartezeiten haben.“ Konstanze Schmitt, Unfallchirurgin aus Marburg „Wir können auch dem Patienten nicht mehr gerecht werden, weil auch die Zeit dann am Schluss fehlt durch die ganze Bürokratisierung. Man sitzt, wirklich … wir sind sieben Tage die Woche in der Praxis, also es ist nicht damit getan, dass wir 35 bis 38 oder 40 Stunden arbeiten. Wir sind am Wochenende drin, arbeiten den ganzen Papierkram auf.“ Bei der Eröffnung des Deutschen Ärztetages betont Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach heute: Er höre die Probleme die Ärzte. Karl Lauterbach (SPD), Bundesgesundheitsminister „Schon jetzt sind 5.000 Hausarztsitze nicht besetzt, es kann nicht so bleiben und die Entbudgetierung, auch die Entbürokratisierung der Hausarztpraxen sind wichtige Ziele, die wir in diesem Gesetz verfolgen.“ Bereits in der Vergangenheit kündigte Lauterbach an, das Gesundheitssystem mit zahlreichen neuen Gesetzen reformieren zu wollen und spricht […]

  • Ehrenamtliche Bürgermeister überlastet

    Ehrenamtliche Bürgermeister überlastet

    In den Kommunen in Rheinland-Pfalz rumort es seit längerem. Klamme Kassen auf der einen – viele Aufgaben und Kosten auf der anderen Seite. Die Ortsbürgermeister der 2.260 ehrenamtlich geführten Gemeinden im Land fühlen sich überlastet – darüber sprechen wir gleich mit dem Geschäftsführer des Gemeinde- und Städtebundes, mit Moritz Petry. Vorher ein Beispiel aus Bacharach. Zu Bacharach am Rheine wohnt seit über 200 Jahren eine Zauberin. Ein Bürgermeister hat hier dagegen jahrelang gefehlt, bis sich Philipp Rahn der Aufgabe 2022 annimmt. Er ist damals zweitjüngster Bürgermeister Deutschlands. Zur kommenden Kommunalwahl will der heute 25-Jährige nicht erneut antreten und sein Amt aufgeben. Damit ist er nicht der einzige. Bei den ehrenamtlichen Bürgermeistern in Rheinland-Pfalz herrscht Frust. Philipp Rahn (SPD), Stadtbürgermeister Bacharach „Bürgermeister zu sein macht wahnsinnig viel Spaß, das Ehrenamtliche macht überhaupt keinen Spaß. Wenn das ein Hauptamt wäre, dann hätte ich das mit viel Freude weitergemacht und würde das auch gerne weitermachen, aber ich kann das einfach nicht mehr mit mir und meinem Zeitplan vereinbaren, weil es ist ein tolles Amt, es macht Spaß Sachen gestalten und vorangehen zu können aber das im Ehrenamt ist einfach nicht möglich.“ Stadtoberhaupt im Ehrenamt. 30- 60 Arbeitsstunden in der Woche kommen da zusammen. Personalgespräche und Mitarbeiterführung – ob in Bauhof oder Kita, daneben viel Papierkram – denn ohne Fördergelder und die damit verbundenen Anträge geht nichts, weil das eigene Geld nicht reicht. Rahn klagt über zu viel Bürokratie und hohen Druck, der von Land und Kreis nach unten weitergegeben werde. Von den Ehrenamtlichen werde erwartet sofort zu „springen, sobald etwas ist“. Den schlimmsten Moment beschreibt er so. Philipp Rahn (SPD), Stadtbürgermeister Bacharach „Freitagmittag kam die Entscheidung der Kreisverwaltung, die Kita ist bis auf Weiteres geschlossen und dann war auch niemand mehr für mich zu erreichen, weil es war ja Freitagmittag. Und eigentlich war […]

  • Schüler musizieren mit Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

    Schüler musizieren mit Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

    Die Klingbach-Grundschule im südpfälzischen Billigheim-Ingenheim hat den Musikus-Preis des Landes Rheinland-Pfalz gewonnen. Zum Preis gehört auch ein ganz besonderes Ereignis: Alle 180 Grundschüler dürfen mit einem ganz bedeutenden Profi-Orchester musizieren, der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Das große Konzert für die Familien der Schüler findet heute Abend statt. Wir waren bei der Generalprobe mit dabei. Keziah bei ihrem Auftritt. Es ist die letzte Probe zusammen mit den 80 Profimusikern der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Keziah Manetchou, Grundschülerin „Also in der dritten Klasse, da war ich auch im Musiktheater, da habe ich einfach so gemerkt, es ist einfach so toll Kostüme anzuziehen, sehr viel zu singen und halt sehr viel Text auswendig zu lernen. Das ist einfach so mein Ding.“ Es ist auch das Ding von Jakob. Er probt seinen Einsatz als Zauberer. Zusammen mit einem berühmten Orchester aufzutreten, ist für ihn kein Problem. Jakob Dackler, Grundschüler „Meine Eltern sagen auch, ich wäre so eine richtige Rampensau. Es macht mir auch sehr viel Spaß dann, halt auf die Bühne zu gehen, aber den Text lernen ist halt auch sehr viel.“ Die Texte haben die Schüler zusammen mit den Lehrern geschrieben, die Lieder stammen von einem professionellen Arrangeur. Es gibt nur eine gemeinsame Probe mit dem Philharmonieorchester. Beat Fehlmann, Intendant Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz „Ein unglaubliches Gefühl, ich freue mich wahnsinnig, dass das alles möglich ist, und ich glaube, es gibt für uns alle einen Abend mit einem unvergesslichen Erlebnis.“ Alle 180 Grundschüler sind in der Turnhalle verteilt und singen mit. Lothar Seutter, Musiklehrer „Wir improvisieren ganz viel einfach hier, wir sind auch alle keine Profis.“ Die Klingbachschule ist mit dem MusikuSpreis ausgezeichnet worden, weil hier viel Zeit in die musikalische Früherziehung der Schüler investiert wird. Christine Gein, Schulleiterin Klingbachschule „Seit über zehn Jahren ist hier eine der beiden Musikstunden für die dritten und vierten Klassen geblockt. Das […]

  • Amokfahrer von Trier erneut verurteilt

    Amokfahrer von Trier erneut verurteilt

    Vor dreieinhalb Jahren hat die Amokfahrt von Trier bundesweit für Entsetzen gesorgt. Ein Mann ist mit seinem Geländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hat dabei sechs Menschen getötet und viele weitere verletzt. Für diese Amokfahrt wurde er zu lebenslanger Haft verurteilt. Allerdings hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf. Der Grund: Das Landgericht Trier habe die Schuldfähigkeit des nachweislich psychisch kranken Täters nicht richtig geprüft. Im Winter wurde der Prozess neu aufgerollt, heute ist das Urteil gefallen. Es bleibt dabei: lebenslange Haft für Bernd W. Dazu haben die Richter die besondere Schwere der Schuld festgestellt. Damit folgen sie den Forderungen der Staatsanwaltschaft und bestätigen das erste Urteil gegen den Amokfahrer von Trier. Auch der Ort, an dem der Mann seine Strafe absitzen muss, bleibt gleich: eine forensische Psychiatrie. Eric Samel, Oberstaatsanwalt Trier „Das ist im Prinzip eine psychiatrische Einrichtung für Straftäter. Sie müssen sich das vorstellen letztlich wie ein Gefängnis, aber mit medizinischer Behandlung. Auch da sind hohe Mauern, Zäune, geschlossene Räume, also auch da ist er letztlich im Vollzug.“ Bernd W. ist an paranoider Schizophrenie erkrankt, das steht außer Frage. Wie aber war sein psychischer Zustand in der konkreten Tatsituation? Ist er vermindert schuldfähig oder gar nicht schuldfähig? Das habe das Gericht im ersten Prozess nicht ausreichend geprüft, bemängelt der Bundesgerichtshof als er Urteil Nummer eins teilweise aufhebt. Nach erneuter Prüfung durch eine andere Kammer, kommt man heute aber zum nahezu selben Ergebnis. Zwar sei Bernd W. durch seine Erkrankung vermindert schuldfähig, die Tat sei aber so gravierend, dass das Gericht von einer Strafmilderung absieht. Peter Frank, Strafverteidiger von Bernd W. „Allerdings sieht die Verteidigung das mit der Strafrahmenverschiebung bei verminderter Schuldfähigkeit, die man vornehmen kann, aber nicht muss, anders wie das Gericht – auch nicht haltbar, so wie das Gericht das wohl begründet hat. Und deswegen werden wir nochmal […]

  • Forschungsinitiative fördert Hochschulen

    Forschungsinitiative fördert Hochschulen

    Ob in der Physik, in Sprachen oder in der Politik – in der Wissenschaft ist für den Fortschritt eines besonders essentiell – die Forschung. Seit 16 Jahren gibt es dafür in Rheinland-Pfalz die Forschungsinitiative, um Institutionen wie Hochschulen und Universitäten genau dabei zu unterstützen. Heute wurde in Mainz ein weiterer Grundstein für die Zukunft gelegt. Eine schnelle Unterschrift und schon ist sie besiegelt. Die neue Forschungsinitiative des Landes soll auch in den kommenden vier Jahren Forschenden bei ihren Projekten eine Hilfe sein. Clemens Hoch (SPD), Wissenschaftsminister Rheinland-Pfalz „Es geht um Grundlagenforschung, es geht aber auch um angewandte Forschung in die Gesellschaft rein und da ist die Forschungslandschaft frei und breit. Und diese Möglichkeit finanziell auch eine Masse zu haben mit der man selbst Schwerpunkte setzen kann, die geben wir heute den Hochschulen.“ Die 20 Millionen Euro jährlich werden auf alle Standorte des Landes, also vier staatliche Universitäten und sieben staatliche Hochschulen verteilt. Mit der Unterstützung soll den Institutionen ermöglicht werden, sich im nationalen und internationalen Wettbewerb weiter erfolgreich zu behaupten. Ein Schwerpunkt liegt auf Robotik und Künstlicher Intelligenz. Prof. Klaus Teltenkötter, Forschungsbereich KI und Robotik Hochschule Mainz „Mit dem Geld legen wir die Grundlage für weitere Forschungsprojekte, auch die Entwicklung von Anträgen. Aber auch für den laufenden Betrieb. Das heißt, wir haben natürlich laufende Kosten, die nicht immer abgedeckt werden von Forschungsprojekten, und das können wir damit sehr gut abdecken.“ Dr. Davina Höll, Literaturwissenschaftlerin, Johannes Gutenberg-Universität Mainz „Unsere Forschung ist international, wir müssen und dürfen reisen. Wir müssen uns vernetzen, dürfen uns vernetzen. Menschen einladen zu können, die neue Perspektiven uns eröffnen. Und natürlich auch eine Auswirkung zu haben. Also unsere Forschung nach außen transportieren zu dürfen, unter dem Banner eines so tollen Profilbereichs. Also es ist essentiell für das Vorankommen.“ Die Institutionen entscheiden selbst, für welche Projekte das Geld […]

  • Hilfe für Brennpunktschulen

    Hilfe für Brennpunktschulen

    Die Schulaufsicht in Rheinland-Pfalz soll sicherstellen, dass an den Schulen im Land alles glatt läuft. Gar keine so leichte Aufgabe, denn die Herausforderungen sind groß: die Integration von Flüchtlingskindern, die Inklusion von Kindern mit Behinderung und vieles mehr. Ein neues Förderprogramm des Landes zielt nun auch auf die Stärkung der Schulaufsicht ab. Jeremias Thiel weiß, was es heißt, unter schwierigen Bedingungen ins Leben zu starten. Der Vater depressiv, die Mutter spielsüchtig; er selbst spricht von Verwahrlosung und dem Scham, weil oft Geld fehlte. Mit elf bittet er das Jugendamt: Holt mich aus meiner Familie. Heute setzt sich der Student gegen Kinderarmut ein, fordert … Jeremias Thiel, Aktivist „…dass, wenn wir über neue Vorgehensweisen im Bildungssektor nachdenken, wir auch mehr Beziehungsarbeit leisten müssen, mehr Hausbesuche könnten helfen, junge Kinder zwischen drei und vier in ihrer frühkindlichen Entwicklung zu helfen, um etwaige Defizite auszuloten und zu verbessern, also dass man einfach früh präventiv ansetzt.“ Denn besonders für Kinder aus bildungsfernen Familien sei der Bildungsweg verbaut, bevor er beginnt. Heute spricht Thiel vor Referenten der Schulaufsicht. Die berät unter anderem die Schulleitungen, prüft auch die Ergebnisse schulischer Arbeit. Nun gibt es in Rheinland-Pfalz das deutschlandweit erste Qualifizierungsprogramm, beispielsweise für Coachings im schulpsychologischen Bereich. Profitieren sollen vor allem Brennpunktschulen. Stefanie Hubig (SPD), Bildungsministerin Rheinland-Pfalz „Jeder Euro, den wir in Bildung investieren, der spart uns hinterher Hunderte Euros von Krankenversorgung, Arbeitslosengeld und deshalb ist es richtig, dass wir in Rheinland-Pfalz viel Geld in die Bildung investieren.“ Für das Programm gibt es sogar Lob von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft. Aber: Zuvor seien bei der Schulaufsicht zu viele Stellen abgebaut worden. Klaus-Peter Hammer, GEW Rheinland-Pfalz „Bei allen positiven Perspektiven des Programmes, was ich ausdrücklich nochmal sagen möchte, muss man auch dran arbeiten, dass sich die Schulaufsicht die Aufgaben auch noch leisten kann. Das heißt, wir […]

  • Ausstellung „Home Sweet Home“ in Ingelheim

    Ausstellung „Home Sweet Home“ in Ingelheim

    In Rheinhessen ist bis Ende Juni ist wieder ganz große Kunst zu Gast. Die Ausstellung der „Internationalen Tage Ingelheim“ hat diesmal unser Zuhause als Thema. „Home Sweet Home“ im Kunstforum Ingelheim befasst sich mit allem, was wir zu Hause tun, erleben und erfahren. Der Tag zu Hause beginnt im Badezimmer. Morgenroutine, die manch einer lieber auf später verschiebt und einfach noch ein bisschen länger im Bett bleibt. Zu Hause, das heißt auch ungeliebte gemeinsame Mittagessen oder „Homeoffice“ im gemütlichen Outfit – für Pablo Picasso nicht erst seit Corona, sondern bereits 1955 ein Thema. Für andere ist die Arbeit zu Hause Alltagsroutine. „Home Sweet Home“ ist nicht immer nur schön. Dr. Katharina Henkel, Kuratorin „Home Sweet Home“ „Das empfindet ja auch jeder unterschiedlich, warum ein Zuhause ein schöner Ort oder ein weniger schöner Ort ist. Und das hängt natürlich mit dem zusammen, was wir dort tun und was wir erleben. Aber auch wie wir unser Zuhause gestalten und wie wir unsere Zeit zu Hause gestalten. Und das ist extrem subjektiv.“ Das Familienleben zuhause hat grausame Seiten. Häusliche Gewalt. Missbrauch. Das eigene Kind wird zum Opfer. Das Zuhause als Ort der Zerstörung. Wohnen in Sarajevo, 1995. Krieg führt auch zum Verlassen der eigenen vier Wände. Zum Leben im Flüchtlingsheim. Die Ausstellung „Home sweet Home“ hat viele verschiedene Aspekte. Dr. Katharina Henkel, Kuratorin „Home Sweet Home“ „Die Ausstellung gliedert sich in fünf Themenräume. Und zwar zu Hause als Ort der Privatsphäre, Familie, der Bedrohung, der Freizeit und des Müßiggangs, und zuletzt der Arbeit. Und ich zeige in dieser Ausstellung einen breiten Bogen, was die Gattung betrifft; das heißt, wir haben fast alle künstlerischen Techniken.“ Gar nicht zum Gähnen sind auch die großen Künstler, deren Werke bis zum 30. Juni gezeigt werden. Max Beckmann, Marc Chagall, Franz Nölken, Edward Munch und Pablo Picasso. Auch […]

  • Schwere Unwetter sorgen für Schäden

    Schwere Unwetter sorgen für Schäden

    Starkregen, Hagel, Blitz und Donner – über Hessen und Rheinland-Pfalz sind gestern Abend teils heftige Gewitter und Unwetter hinweggezogen. Allein in Frankfurt musste die Feuerwehr in der Nacht mehr als 600 Mal ausrücken. Unter anderem war die A661 überschwemmt und musste zwischenzeitlich in beiden Richtungen gesperrt werden. Aus gleich drei Krankenhäusern musste die Feuerwehr Wasser pumpen. Die Patienten-Versorgung war aber nicht gefährdet. Auch sonst fällt das Fazit der Einsatzkräfte heute positiv aus. Trotz weggeschwemmter Fahrzeuge, Unfällen und überfluteter Keller seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Das Rhein-Main-Gebiet hat das Unwetter also ordentlich getroffen. Außerdem blickten viele besorgt auf die Wassermassen im Ahrtal im Norden von Rheinland-Pfalz. Die haben bei vielen böse Erinnerungen wachgerufen. Wassermassen strömen gestern Abend in Bad Neuenahr-Ahrweiler über die Straße. Bilder, wie es sie hier zuletzt während der verheerenden Flutkatastrophe vor fast drei Jahren gab. Die Sandsäcke hat Kai Malik-Buchholz damals aufgehoben. Trotzdem hat das Wasser aus der Kanalisation den Keller der Familie überflutet und damit die Wunden der Vergangenheit wieder aufgerissen. Kai Malik-Buchholz, Anwohner Bad Neuenahr-Ahrweiler „Natürlich meine Frau, die hat natürlich noch das Trauma vom letzten Mal und da ist es natürlich gleich, wie soll ich sagen, es hat so ein bisschen höher geschlagen. Der Schwiegervater oben, der hat ja alles mitbekommen. Das war halt, wie soll ich sagen, ein Déjà-vu vom letzten Mal aber nicht ganz so schlimm, weil wir wussten, dass es nicht so schlimm kommen kann.“ Denn die Pegelstände bleiben dieses Mal deutlich unter dem Rekordstand von 2021. Dennoch führt der Dauerregen auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler dazu, dass Gullys überlaufen und Straßen unterspült werden. Schon früh rückt die Feuerwehr aus, pumpt Keller leer und sorgt dafür, dass Straßen und Wege möglichst befahrbar bleiben. Zwischenzeitlich gibt der Landkreis die zweithöchste Warnstufe aus und koordiniert die Einsatzkräfte aus der Technischen Einsatzleitung. Für genau solche […]