Rheinland-Pfalz

  • Mainzer Choreograph gewinnt wichtigen Kunstpreis

    Mainzer Choreograph gewinnt wichtigen Kunstpreis

    Der Chanel Next ist einer der wichtigsten und höchstdotierten internationalen Kunstpreise. Alle zwei Jahre wird er verliehen. Zehn Preisträger aus den Bereichen Tanz, Film, Malerei und Musik sind in diesem Jahr ausgezeichnet worden. Einer der Preisträger ist der portugiesische Choreograph Marco da Silva Ferreira, der gerade in Mainz ein neues Stück inszeniert. Er ist einer der angesagten Choreografen der Welt. Marco da Silva Ferreira probt „Sugar Rush“ am Mainzer Staatstheater. Mit 40 Jahren hat der Portugiese schon verschiedene Karrieren hinter sich. Er ist ausgebildeter Physiotherapeut und wollte eigentlich Leistungsschwimmer werden. Die Liebe zum Tanz hat er erst spät entdeckt. Marco da Silva Ferreira, preisgekrönter Choreograf „Ja, ich habe als Teenager mit dem Tanzen angefangen. Ich hatte den Wunsch, mich auf eine sensible Art und Weise auszudrücken und ich wollte mich selbst finden. Ich habe dann das Schwimmtraining durch das Tanzen ersetzt. Ich war auf der Suche nach meiner Kreativität und auch irgendwie nach dem Kind, das noch in mir steckte.“ Marco da Silva Ferreira ist einer von zehn Preisträgern des „Chanel Next“. Ein Preis, den Künstler erhalten, die neue Impulse setzten. 100 000 Euro erhält der Choreograf für eigene Projekte. Für „tanzmainz“ arbeitet da Silva Ferreira jetzt zum zweiten Mal als freier Choreograf. Honne Dohrmann, Direktor „tanzmainz“ „Wir haben uns gefreut, dass Marco den Chanel Next gewonnen hat, einen der größten Preise für zeitgenössische Kunst, hochdotiert, Und die nächste Produktion, nachdem er diesen Preis bekommen hat, ist die Produktion mit uns, mit ‚tanzmainz‘ und natürlich freuen wir uns hier, einen Künstler zu haben, der gerade eine so riesige Internationale Aufmerksamkeit erfährt.“ Ein Choreograf, der in Portugal selbst künstlerischer Leiter einer Gruppe für zeitgenössischen Tanz ist, der für das bedeutendste Tanzfestival in Lyon gearbeitet hat und gerne nach Mainz kommt. Marco da Silva Ferreira, preisgekrönter Choreograf „Es ist eine so großartige […]

  • Chemie-Unternehmen leiden unter Iran-Krieg

    Chemie-Unternehmen leiden unter Iran-Krieg

    Hohe Spritpreise, steigende Energiekosten, explodierende Düngerpreise – fast täglich gibt es derzeit neue Hiobsbotschaften. Die ohnehin krisengeplagte Wirtschaft muss nun zusätzlich auch die Folgen des Irankriegs verkraften. Vor allem viele mittelständische Unternehmen kämpfen darum, ihre Verluste zu begrenzen. So auch der Chemiekonzern „Gechem“ in der Pfalz. Sulfaminsäure: Als Rohstoff unverzichtbarer Bestandteil von WC- und Spülmaschinen-Tabs. Für deren Herstellung muss der pfälzische Chemiekonzern „Gechem“ Sulfaminsäure aus Asien importieren – europäische Hersteller gibt es nicht. Weil man für die Herstellung der Säure Erdöl braucht, sei der Preis laut „Gechem“-Chefin Martina Nighswonger innerhalb kürzester Zeit um 30 Prozent gestiegen. Nur ein Beispiel von vielen. Martina Nighswonger, Gechem-Chefin „Es wird von Woche zu Woche schlimmer. Der Anfang war eigentlich okay, die Frachten werden teurer, Benzin, Diesel, Energie wird teurer. Aber mittlerweile ist es so, dass Rohstoffe betroffen sind. Und jetzt seit neuestem auch Packmittel. Also insbesondere Packmittel, in denen Kunststoff zum Einsatz kommt.“ Dass die angekündigte Waffenruhe im Iran die Situation schnell entspannen wird, bezweifelt Nighswonger. Ihr Unternehmen sei schon lange vor dem Irankrieg unter Druck gewesen. Martina Nighswonger, Gechem-Chefin „Seit Corona hat die Wirtschaft in irgendeiner Weise gelitten und hat sich nicht wieder richtig berappelt. Jetzt hätten wir gerade den Irankrieg, aber davor hatten wir den Überfall auf Israel, der sich auch ausgewirkt hat. Also die geopolitische Lage die greift jetzt…eigentlich seit 2019 gibt’s keine Ruhe.“ Umso entschiedenere Schritte wünscht sich Nighswonger deshalb schon seit langem beim Thema Bürokratieabbau. Martina Nighswonger, Gechem-Chefin „Ich komme mir vor, wie eine Langspielplatte, die hängt. Weil wir seit Jahren über das Thema Bürokratieabbau sprechen. Gefühlt wird es immer mehr. Deutschland braucht mal einen Plan. Einen Plan, wie die Wirtschaft wieder anspringt. Mit zusätzlicher Bürokratie springt die nicht an und der Mittelstand auch nicht. Der Mittelstand geht langsam vor die Hunde.“ Einen Teil der gestiegenen Kosten kann Nighswonger […]

  • Der Bundesliga-Talk mit Julian Beimel

    Der Bundesliga-Talk mit Julian Beimel

    Beim bisher größten Spiel der Vereinsgeschichte hatte Mainz 05 gestern Abend den französischen Erstligisten Racing Straßburg zu Gast – zum Viertelfinal-Hinspiel der Conference League. Der Sieg gibt Rückenwind für das bevorstehende Bundesliga-Wochenende. Eva Dieterle, Moderatorin: Und darüber spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Julian Beimel. Hallo Julian. Wo ordnest Du diesen 2:0-Sieg ein? Julian Beimel, Sportreporter : Dieser Sieg passt voll ins Bild und zum Aufwind, der bei den Mainzern unter Urs Fischer herrscht. Vor jetzt fast 2 Monaten haben sie das letzte Mal überhaupt ein Pflichtspiel verloren und genau so sind sie gestern auch aufgetreten. Ein historischer Sieg und ein Riesenerlebnis für die Fans, das konnte man gestern kurz nach Anpfiff raushören. Luis „Die Conference-League-Spiele sind immer nochmal was Besonderes. Auch von der Stimmung, immer geile Choreos. Auch heute wieder.“ Lisa „Es war so geil. Alle haben gesungen. Alle haben sich so sehr gefreut. Es war einfach sehr emotional.“ Joshua „Ich denke, das ist das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Und ich bin unfassbar stolz da miterleben zu dürfen.“ Marlon „Ich habe mich schon lange auf das Spiel vorbereitet und gefreut. Heimsieg, besser geht’s nicht.“ Nils „Erst mal der Heimsieg und jetzt nach Straßburg. Läuft!“ Beimel: Ja, läuft! Das kann man so sagen. Aber Trainer Urs Fischer natürlich, wie wir ihn kennen, mit einer eher sachlichen Analyse nach Abpfiff. Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Es war wichtig, dass wir das Spiel mit zwei zu null gewinnen konnten. Aber es ist erst Halbzeit. Ich glaube, die Ausgangslage für das Rückspiel nicht schlecht. Aber es ist noch nichts gewonnen.“ Beimel: In der Bundesliga geht es für die Mainzer am Sonntagabend ja direkt zuhause weiter. Gegen den SC Freiburg, ein direkter Tabellennachbar. Denn die 05er mittlerweile ja auf Rang 9 geklettert. 10 Dieterle: Eintracht Frankfurt muss am Samstag auswärts beim VfL […]

  • In Mayen aufgewachsen - Schauspieler Mario Adorf ist tot

    In Mayen aufgewachsen – Schauspieler Mario Adorf ist tot

    Wir nehmen Abschied von einem der bedeutendsten Schauspieler Deutschlands und einem der berühmtesten Söhne des Landes Rheinland-Pfalz: Mario Adorf ist gestern im Alter von 95 Jahren in seiner Pariser Wohnung verstorben. Mario Adorf – Schauspieler, Autor, Weltstar. Und Rheinland-Pfälzer, das hat er immer wieder betont. Mario Adorf, am 07.08.2017 in Speyer „Ich werde oft gefragt: ‚Was ist ihre Heimat?‘. Und ich sage: Rheinland-Pfalz. Im genaueren Sinne die Eifel, die auch noch dazu gehört, nicht. Ja, aber wie gesagt, da ist kein Zweifel.“ Gerade mal drei Monate war Mario Adorf alt, als seine Mutter mit ihm von Zürich in die Eifel zog. Nach Mayen, wo Adorf aufwuchs und zur Schule ging. Studiert hat er unter anderem in Mainz. An der Johannes-Gutenberg-Universität, an der ihm 2010 die Ehrendoktorwürde verliehen wurde. Mario Adorf, am 19.11.2010 in Mainz „Immer wenn ich gehört oder gelesen habe, dass einem erfolgreichen Zeitgenossen die Ehrendoktorwürde verliehen wurde, konnte ich mich des leichten Verdachts nicht erwehren, dass es bei diesem so Ausgezeichneten zu einem regelrechten Doktortitel nicht ganz gereicht hat.“ Mario Adorf hat in seiner langen Karriere viele Preise erhalten und sich zeitlebens für Kultur engagiert. So ist er beispielsweise Mitbegründer der Wormser Nibelungenfestspiele. Das Land Rheinland-Pfalz wird einen seiner berühmtesten und treuesten Söhne nie vergessen, sagt Ministerpräsident Alexander Schweitzer heute. Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP „Er war eine charismatische Persönlichkeit, man kann es nicht anders sagen. Eine europäische Persönlichkeit, aber immer auch ein Rheinland-Pfälzer gewesen. Deshalb ist es ein Tag der Trauer, aber auch des Stolzes darauf, dass eine Persönlichkeit wie Mario Adorf mit Rheinland-Pfalz verbunden ist.“ Mario Adorf hat Theater, Film und Fernsehen geprägt. Vielen wird er in guter Erinnerung bleiben. Nicht nur, aber vor allem in Rheinland-Pfalz.

  • Mehr Tote und Verletzte auf rheinland-pfälzischen Straßen

    Mehr Tote und Verletzte auf rheinland-pfälzischen Straßen

    Von sehr ernüchternden Zahlen spricht der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling heute, als er die Verkehrsbilanz für das Jahr 2025 vorstellt. Zwar sei die Zahl der Verkehrsunfälle generell leicht zurückgegangen – gleichzeitig gibt es aber mehr Verletzte und Tote. 158 Menschen haben im vergangenen Jahr auf den rheinland-pfälzischen Straßen ihr Leben verloren. Das sind 28 mehr als im Jahr 2024. Woran das liegt? Für Innenminister Michael Ebling heute schwer zu beantworten. Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Tatsächlich gibt es keine einfache Ursache zu erklären, um auf den Punkt zu weisen, warum mehr Menschen im Straßenverkehr zu Tode gekommen sind. Die Unfälle sind unterschiedlich gelagert gewesen. Aber es geht uns schon darum, dass wir insgesamt wollen, dass Verkehrssicherheit hochgehalten wird. Das bedeutet, präventive Maßnahmen auch weiter zu verstärken. Gerade in den gefährdeten Gruppen der jüngeren Fahrenden. Aber genauso auch darauf zu achten, dass Seniorinnen und Senioren sich regelmäßig beteiligen bei Präventionsangeboten.“ Nach wie vor sind vor allem sehr junge Fahrer überproportional oft an einem Unfall beteiligt. Was im vergangenen Jahr aber auffällig war: Michael Ebling (SPD), Innenminister RLP „Tatsächlich ist die Zahl der gestiegenen Verkehrstoten auch darauf zurückzuführen, dass bei den Unfällen bei einem Fahrzeug mehrere Beteiligte involviert oder mehrere Beteiligte gleichzeitig zu Tode kamen. Das ist etwas a-typisch.“ Typisch wiederum bleiben die Ursachen für einen Unfall mit Verletzten und Toten: Ganz oben steht zu schnelles Fahren, gefolgt von zu wenig Sicherheitsabstand und Fahren unter Einfluss von Alkohol oder Drogen. Gleichzeitig geht die Polizei davon aus, dass mittlerweile zu viele Autofahrer abgelenkt sind. Das allerdings ist meist schwer zu erfassen. Friedel Durben, Inspekteur der Polizei „Aber ich bin zutiefst überzeugt, dass wir derzeit ein hohes Dunkelfeld haben. Weil es nicht mehr nur das Telefonieren mit dem Handy ist, sondern mittlerweile, wenn man rechts und links in die Seitenscheiben schaut, ist es eher […]

  • Mainz 05 vor dem Spiel gegen Straßburg

    Mainz 05 vor dem Spiel gegen Straßburg

    In der UEFA Conference League treffen heute Abend der 1. FSV Mainz 05 und Racing Straßburg aufeinander. Das Hinspiel findet für die Mainzer vor heimischer Kulisse statt. Und fest steht: Es wird historisch – ganz egal wie es ausgeht. Das größte Spiel in der Geschichte von Mainz 05: Noch nie sind die Mainzer in einem europäischen Wettbewerb so weit gekommen: Viertelfinale in der Conference League – der Gegner heißt  Racing Straßburg. Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Ein spezielles Spiel, ein historisches Spiel für den Klub. Viertelfinale Conference League das erlebt man nicht alle Tage.“ Stefan Posch, Innenverteidiger 1. FSV Mainz 05 „Viertelfinale spielt man nicht alle Jahre. Wenn’s da nicht knistert, weiß ich nicht, wann es knistert. Die Mannschaft ist gut drauf. Ich glaube die Jungs fühlen sich alle gut. Die Vorfreude ist da und wir haben das schon beim Achtelfinale gesehen was hier für eine Stimmung war und genauso erwarten wir es morgen wieder und wir freuen wir uns drauf.“ Eine gute Nachricht gibt’s schon vor dem Spiel: Nach seiner langwierigen Verletzung trainiert Leistungsträger Nadiem Amiri gestern wieder mit der Mannschaft. Ob er heute zum Einsatz kommt, will Trainer Urs Fischer nicht verraten. Er erwartet ein Top-Team aus Straßburg. Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Sehr direkt zum Tor. Haben ein gutes Umschaltspiel aber finden auch – wie soll ich sagen – die Mischung auch mal einen Ball zu halten auch mal ein bisschen zu zocken, den Gegner zu locken. Das ist eine Mannschaft mit wirklich mit einer enormen spielerischen Qualität.“ Die Mainzer haben sich in der Bundesliga aus der Abstiegszone befreit. Dank Doppel-Packer Phillip Tietz gewinnen sie zuletzt gegen die TSG Hoffenheim und stehen jetzt stabil auf dem neunten Platz der Bundesliga-Tabelle. Für das historische Spiel heute Abend drücken selbst Fans aus Mexiko den Mainzern […]

  • CDU und SPD einigen sich auf Koalitionsverhandlungen

    CDU und SPD einigen sich auf Koalitionsverhandlungen

    Zweieinhalb Wochen nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz haben sich CDU und SPD darauf geeinigt, Verhandlungen über eine Regierungskoalition aufzunehmen. Heute haben die beiden Parteien ihre Sondierungsergebnisse präsentiert und dabei von einem guten Miteinander gesprochen. So schnell hatte kaum jemand damit gerechnet. Der noch amtierende – und der voraussichtlich künftige Ministerpräsident treten heute gemeinsam vor die Presse, um ihre „Leitplanken“ für die erste schwarz-rote Koalition in Rheinland-Pfalz vorzustellen. Gordon Schnieder (CDU), Verhandlungsführer „Und wir haben zusammen ein Fundament gefunden. In einem gemeinsamen Sondierungspapier, auf dem wir jetzt aufbauen können. Aber es ist noch kein Koalitionsvertrag. Sondern es sind die großen Leitlinien, an denen wir dann in den nächsten Tagen und Wochen weiter miteinander verhandeln werden. Wir haben uns darum gekümmert, Gleichheiten zu finden in den wichtigen Themen.“ Alexander Schweitzer (SPD), Verhandlungsführer „Das Sondierungspapier ist die Tür, durch die wir gehen in die Koalitionsverhandlungen, es ist noch nicht der Koalitionsvertrag. D.h. wir haben auch einige Themen noch nicht in einen Konsens gebracht oder auch einige Themen noch gar nicht abschließend besprochen.“ Das Papier werde von den Gremien und Fraktionen der beiden Parteien einstimmig unterstützt. Es benennt acht Kernthemen. Neben Staatsmodernisierung, Migration und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind das: Bildung, Wirtschaft & Arbeit, Sicherheit, Gesundheit und Stärkung der Kommunen Die Grünen, voraussichtlich bald nicht mehr in der Regierung, lassen erwartungsgemäß kein gutes Haar an den Sondierungsergebnissen. Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), designierte Fraktionsvorsitzende „Ja, das ist ein Papier voller blumiger Allgemeinplätze. Wenn man das liest, hat man so das Gefühl es ist eine Vision von ein bisschen weiter so und ganz blumig und keine konkreten Vorschläge. Insofern kommt jetzt schon im Sondierungspapier das, was wir vermutet haben, das Klima und der Schutz unserer Lebensgrundlagen und die Unabhängigkeit der Energieversorgung hier keine Rolle spielen werden.“ Kein Wort heute zur künftigen Besetzung der Ministerien. Das […]

  • Bombe auf dem Wasser entschärft

    Bombe auf dem Wasser entschärft

    Bis 08.30 Uhr hieß es für die Anwohner des Koblenzer Stadtteils Lay: Raus aus den Häusern. Denn am vergangenen Donnerstag wurde bei Bauarbeiten an der Pfaffendorfer Brücke eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Heute dann die Entschärfung. Und somit verlief auch der Urlaubstag für einige Camper anders, als geplant. Schnell noch das Wichtigste für den Tag eingepackt, bevor es für die knapp 600 Camper heißt: Raus hier. Es ist schon das zweite Mal in einem Jahr, dass der Campingplatz Gülser Moselbogen in Koblenz aufgrund einer Bombenentschärfung geräumt werden muss. Betreiberin Carina Fitzcharles sieht das Ganze gelassen. Carina Fitzcharles, Betreiberin Campingplatz Gülser Moselbogen „An dem Tag selber ist ja gar nicht mal so viel Arbeit für mich. Ich muss nur gucken, dass das Personal nicht zur Arbeit kommt. Aber das ist relativ einfach. Schwieriger war halt, jeden zu erreichen vorher unserer Gäste. Denn wir sind mitten in den Osterferien, wir haben einen vollen Platz. Da muss man schauen, dass man mit jedem auch persönlich Kontakt aufnehmen kann.“ Insgesamt wird  ein Radius von etwa einem Kilometer evakuiert. Dadurch bleibt heute eine Kita geschlossen und 1.100 Einwohner müssen am Morgen ihre Häuser verlassen. Während einige Camper ihren Urlaub verkürzen und früher abreisen, macht sich der Großteil einen schönen Tag in der Umgebung. Peter Wagener „Man macht das Beste draus. Fahrrad fahren wollten wir sowieso, also eine Fahrradtour. Ein bisschen früher halt jetzt.“ Alfred Trump „Wir fahren jetzt in aller Ruhe frühstücken. Und dann werden wir Mülheim-Kärlich aufsuchen, einen kleinen Bummel machen.“ Daniel Karsten „Wir wollten mal zur Burg Eltz fahren und nach Cochem. Jo, und dann ist es ja wahrscheinlich schon wieder rum.“ Und genau so ist es auch. Die Entschärfung der 500 Kilogramm schweren Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg dauert rund 20 Minuten. Zuvor war klar, dass nur einer der beiden […]

  • "Farm-Influencerin" begeistert für Landwirtschaft

    „Farm-Influencerin“ begeistert für Landwirtschaft

    Landwirtschaft ist auf Social Media eine echte Nische – und genau dort wird Lena Bauer zum Star. Die 16-Jährige aus Thaleischweiler-Fröschen wird mit ihrem Content auf dem Traktor bekannt und begeistert Hunderttausende Menschen im Internet. Wir haben Lena nicht nur virtuell – sondern auch live zuhause auf dem Lenspacher-Hof besucht. Koordination und ein gutes Gespür für Maschinen braucht es beim Traktorfahren. Für Lena ein Kinderspiel. Schon als kleines Mädchen saß sie neben ihrem Vater auf dem Traktor, mittlerweile sitzt sie selbst am Steuer. Lena Bauer, Influencerin „Immer wenn ich auf dem Traktor bin, schalte ich einfach den Kopf aus. Für mich ist das nach der Schule total befreiend. Ich kann abschalten, und es macht richtig Spaß, so eine riesige Maschine zu fahren. Auch wenn man an Leuten vorbeifährt und sie schauen, ist das cool, weil sie erstaunt sind, dass so ein kleines Mädchen so einen riesigen Traktor fährt.“ Seit Lena 11 Jahre ist, hilft sie täglich auf dem Hof – auch nach der Schule. Und das nicht, weil sie muss, sondern weil es ihr Spaß macht. Vor drei Jahren kam ihr dann die Idee, Menschen online an ihrem Alltag teilhaben zu lassen. Lena Bauer, Influencerin „Ich habe schon immer gerne die Maschinen und so gefilmt. Und irgendwann habe ich angefangen, mich selber beim Fahren zu filmen. Und dann habe ich was zusammengeschnitten und dann habe ich es hochgeladen und irgendwie wurde es dann immer mehr und mehr, weil es mir Spaß gemacht hat.“ Und das kommt an: Mittlerweile folgen ihr rund 160.000 Menschen auf Instagram und 180.000 auf TikTok – das Feedback durchweg positiv. Lena Bauer, Influencerin „Ich möchte jüngeren Menschen zeigen oder eher gesagt auch Frauen, dass sie auch in der Landwirtschaft tätig sein können und nicht nur die Männer, weil es Frauen genauso gut können. Und das vielleicht […]

  • Putziger Nachwuchs im Zoo Kaiserslautern

    Putziger Nachwuchs im Zoo Kaiserslautern

    Bei den Bennett-Kängurus und den Erdmännchen zeigen sich die Jungtiere zurzeit erstmals den Besuchern. Und in einem Gehege geht es dabei deutlich entspannter zu, als im anderen. Der Kopf und die Vorderbeine gucken schon häufiger raus. Sonst wird noch die meiste Zeit im Beutel enspannt. Wann genau das Jungtier auf die Welt gekommen ist, lässt sich nicht sagen. Denn: Marco Dyck, Auszubildender zum Tierpfleger „Die kommen auf die Welt, da sind sie ungefähr so groß wie ein Gummibärchen. Und grabbeln dann in den Beutel von der Mutter. Und da hat die Mutter zwei Zitzen und da saugen die sich fest. Und die haben ungefähr eine Tragzeit von 280 Tagen im Beutel.“ Das junge Kängurubaby döst mit dem Rest der Gruppe in der Mittagssonne. Und leckt an seinen Unterarmen, um sich abzukühlen. Und siehe da: Der ein oder andere kleine Ausflug wird schon gewagt. Während sich das Jungtier noch über die Milch der Mutter ernährt, genießen die Großen leckeren Bambus in der Sonne. Weil sie ein so empfindliches Zahnfleisch haben, steht   für die aus Tasmanien stammenden Beuteltiere hauptsächlich Grünes wie Bambus, Salate oder verschiedenes Gemüse auf dem Speiseplan. Deutlich bunter sieht der Teller bei den Erdmännchen aus. Aber der Hauptfokus liegt hier zurzeit sowieso auf den drei kleinen Jungtieren, die vor gerade mal zweieinhalb Wochen auf die Welt gekommen sind. Denn die zur Familie der Raubtiere zählenden Erdmännchen sind sehr soziale Tiere. Christina Longen, Tierpflegerin „Bei denen ist der Gruppenzusammenhalt einfachs sehr sehr groß. Und da wird auch ganz besonders bei den Jungtieren darauf geachtet, dass die immer beschützt werden. Dass immer ein Erdmännchen auf jeden Fall mit dabei ist und aufpasst.“ Damit das gelingt, wird immer Wache gehalten und sehr viel miteinander kommuniziert. Christina Longen, Tierpflegerin „Da ist auch einfach ganz wichtig, dass die für verschiedene Fressfeinde verschiedene Warnrufe […]

  • Start ins Sommersemester

    Start ins Sommersemester

    In diesen Minuten findet an der größten Hochschule in Rheinland-Pfalz – der Johannes Gutenberg-Universität Mainz – die offizielle Begrüßung der neuen Studierenden statt. Mit dem Start des Sommer-Semesters kommen Tausende Erstsemester nach Mainz. Für viele bedeutet das nicht nur ein neues Studium, sondern auch eine neue Stadt, neue Menschen und ganz neue Herausforderungen. Marika Heusohn, 1. Semester Medizin „Also noch bisschen überwältigt. Aber gerade weil das Wetter heute auch so schön ist, freu ich mich total hier auch alles kennenzulernen.“ Maja Broeker, 1. Semester Wirtschaftspädagogik „Die ist groß. Also der Campus ist riesig. Es ist schon eine kleine Stadt hier.“ Selim Yigitce, 1. Semester Medizin „Ich bin schon nervös gewesen so. Vor allem es sind so neue Leute. Es ist ne neue Uni, es ist ne neue Stadt, man ist allein hier. Aber ich freu mich und ich hoffe ich pack das Studium.“ Mark Reiter, 1. Semester Medizin „Die neuen Leute kennenzulernen. Einfach neue Freundschaften zu knüpfen. Ja bisschen feiern so und dann halt aber auch aufs Studium. Also ich hab wirklich Lust halt zu lernen.“ Insgesamt rechnet die JGU in diesem Sommersemester mit rund 28.500 Studierende. Damit hätten sich die Zahlen nach einem Rückgang in den vergangenen Jahren stabilisiert. Die Zahl der Ersteinschreibungen ist gegenüber dem Vorjahr aber zurückgegangen. Ein altbekanntes Problem für die Studierenden: Bezahlbaren Wohnraum zu finden. Nora Dietrich, 1. Semester Medizin „Es war schon ein bisschen Aufwand, also so zehn bis zwanzig Bewerbungen, Anschreiben so, musste ich schon rausschicken.“ Vera Lauer, 1. Semester Medizin „Wohnungssuche in Mainz, muss ich sagen, ist sehr, sehr schwer. Es ist sehr teuer, man braucht viel Geduld, bis man eine Wohnung gefunden hat und man braucht auch das entsprechende Budget.“ Till Hartmann, Vorsitzender AStA Uni Mainz „Wir haben auch 4.000 Wohnheimsplätze, aber wir sind 30.000 Studierende. Das heißt die Studierenden müssen […]

  • Kommt das Handwerks-Pflichtpraktikum?

    Kommt das Handwerks-Pflichtpraktikum?

    Wie soll meine Zukunft aussehen? Das fragen sich viele junge Menschen. Mehr als die Hälfte eines Jahrgangs entscheiden sich mittlerweile für ein Studium an einer Hochschule, das haben wir gerade gesehen. Gleichzeitig suchen viele Handwerksbetriebe vergeblich nach Nachwuchs. Um das zu ändern, will die rheinland-pfälzische CDU jetzt in den Gesprächen über eine Koalition mit der SPD vorschlagen, dass alle Schüler zwei Pflicht-Praktika in Handwerksbetrieben absolvieren müssen. Die Handwerkskammer Koblenz hat heute klar gestellt, dass ohne solche Pflicht-Praktika viele der Handwerksbetriebe um ihre Existenz fürchten müssten. Wer hier arbeitet sollte schwindelfrei sein. Dachdecker – ein Beruf mit Aussicht. Aber auch ein Handwerk, das in Not gerät. Die Fachkräfte fehlen. So auch bei Jan Winnen aus Koblenz. Der selbstständige Dachdeckermeister war für eine Zeit lang trotz voller Auftragsbücher ganz allein im Betrieb. Jan Winnen, Inhaber Dachdeckerbetrieb „Wir brauchen junge Leute. Wir brauchen dynamische Leute, die Lust auf Handwerk haben. Denn dann können wir viel mehr gemeinsam erreichen. Alleine geht es nicht. Kein Unternehmer in Deutschland kann alleine dauerhaft einen Betrieb führen ohne den Spaß zu verlieren.“ Vor zwei Jahren kam Ryan als Praktikant zu ihm. Weil es passte, machte der Firmenchef  Nägel mit Köpfen. Ryan Höpfinger, Dachdecker Auszubildender „Ich hatte den ersten Tag hier, wir sind zu einer Baustelle gefahren und im Auto hat der Chef noch gesagt: ‚Wie sieht’s aus? Willst du eine Ausbildung hier machen? Wenn ja, kannst du jetzt sitzen bleiben, wenn nein, kannst du wieder heimgehen.‘ Ja, dann habe ich gesagt, mache ich die Ausbildung halt hier.“ Eigentlich wollte Ryan Mechatroniker werden. Vom Beruf als Dachdecker wusste er vorher wenig. Erst das Praktikum hat ihn überzeugt. Ryan Höpfinger, Dachdecker Auszubildender „Mir ging’s nicht um die Arbeit, die ich tue, sondern wie das Miteinander ist im Betrieb. Wie verstehe ich mich mit meinen Arbeitskollegen, mit meinem Chef, ist mein […]

  • Tödliche Motorradunfälle

    Tödliche Motorradunfälle

    Das Osterwetter war an vielen Orten in Hessen und Rheinland-Pfalz frühlingshaft sonnig und schön, so wie man sich das wünscht. Und das bedeutete für viele auch: Ab aufs Motorrad. Wie gefährlich das allerdings alle Jahre wieder sein kann, zeigen zwei Unfälle in Rheinland-Pfalz, die gestern tödlich endeten. Einmal hier in Ochtendung im Landkreis Mayen-Koblenz. Ein 30-jähriger Motorradfahrer überholt in einer Linkskurve ein Auto, als ihm ein anderer PKW entgegenkommt. Der Biker zieht laut Polizei ruckartig nach rechts auf die eigene Spur und verliert so die Kontrolle über sein Motorrad. Dabei prallt er gegen ein Verkehrszeichen. Der Mann erliegt noch an der Unfallstelle seinen Verletzungen. Auch in Isselbach im Rhein-Lahn-Kreis verliert eine 32-Jährige am gestrigen Ostermontag ihr Leben. Aus noch ungeklärten Gründen kann die Frau aus dem Westerwaldkreis  ihr Motorrad nicht mehr kontrollieren.  Dabei kommt sie von der Fahrbahn ab. Einen Zusammenstoß mit einem anderen Fahrzeug gab es laut Polizei nicht. Die Rettungskräfte vor Ort können der Motorradfahrerin nicht mehr helfen.

  • Küken schlüpfen im Naturhistorischen Museum Mainz

    Küken schlüpfen im Naturhistorischen Museum Mainz

    Mit etwas Glück können Sie jetzt den Küken beim Schlüpfen zusehen. Seit fast 50 Jahren gehören die Osterküken zum Naturhistorischen Museum in Mainz dazu – eine wahre Tradition. Dem Museum geht es vor allem darum, den Besuchern die Verbindung zwischen lebendigen Tieren und unserem Frühstücksei auf den Tisch näherzubringen. Wenn das Küken die Schale einmal angepickt hat, dann geht es relativ schnell, bis es aus dem Ei geschlüpft ist. Die Küken im Naturhistorischen Museum liegen im warmen Brutkasten und bleiben rund 10 Tage in ihrem Gehege, bis sie zurück zu einem privaten Mainzer Züchter gebracht werden. Wer hier die jungen Hühner beobachtet, der lernt auch viel darüber, wie sie auf die Welt kommen. Das Kükenschlüpfen ist besonders bei Grundschülern beliebt. Luisa, Schülerin aus Bingen „Also, dass ein Ei befruchtet wird und da das Küken drin entsteht.“ Alina, Schülerin aus Bingen „Dass sie zum Schlüpfen 21 Tage brauchen, also drei Wochen.“ Emily, Schülerin aus Bingen „Und wenn die schlüpfen, dann haben die so einen kleinen Zahn, mit dem sie sich durch die Eierschale picken.“ Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Grundschule am Entenbach erfahren nicht nur, wie so ein Küken aus einem Ei schlüpft. Ziel der Museumspädagogen ist es, dass die Kids die Verbindung zwischen lebendigem Tier und unserer Nahrung herstellen können. Die 9 bis 10-Jährigen erfahren auch, woran sie erkennen, wo unsere Frühstückseier herkommen und wie die Hühner gehalten werden. Nicole Fischer, Vize-Direktorin Naturhistorisches Museum Mainz „Haltungsformen thematisieren wir, das ist uns ganz wichtig. Eben auch was zum Thema Mensch und Huhn zu sagen, das Huhn als Nutztier und nicht nur als niedliches Küken. Sondern eben auch diesen Aspekt zu beleuchten und ein Bewusstsein bei unseren Gästen dadurch zu schaffen.“ Dazu gibt es noch viele Modelle von den wilden Verwandten des Huhns. Exotische Vögel und einheimische. Arten die […]

  • Oster-Ausflugstipp: Die Gartenschau Kaiserslautern

    Oster-Ausflugstipp: Die Gartenschau Kaiserslautern

    Natürlich gibt es über die Osterfeiertage auch viele Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. Freizeitparks und Gartenanlagen starten jetzt in die Saison. Ein Highlight für die ganze Familie ist die Gartenschau in Kaiserslautern. Jetzt vor Ostern  blühen sie besonders prächtig. Blumen nutzen das volle Sonnenlicht, um farbenfroh ins Frühjahr zu starten.  Den ganzen Winter über haben sie unter der Erde in ihren Zwiebeln  Energie gesammelt, und die sorgt jetzt für leuchtende Blüten. Über 35 000 Blumenzwiebeln haben die Mitarbeiter der Gartenschau in Kaiserlautern im Herbst in den Boden gesetzt. Melanie Groß, Gartenschau Kaiserslautern „Traubenhyazinthen, Tulpen, Narzissen. Genau. Ganz bunt gemischt und natürlich auch ganz andere Frühlingsblüher, wie Goldlack, oder Stiefmütterchen, Gänseblümchen und Kaiserkronen. Das mischen wir bunt und das blüht jetzt sehr schön.“ Auf dem Gelände blüht es aber nicht nur, hier stehen auch über 70, zum Teil lebensgroße Dinosaurier. Eine der größten Freiluft-Saurier-Ausstellungen Europas. Ganz neu in dieser Saison ist ein Mammut. In dessen Inneren sich eine Rutsche befindet. Ann „Ich habe vier Kinder, verschiedenen Alters, und es ist eigentlich für jeden was dabei. Es ist sehr sauber und gepflegt. Ich finde das sehr angenehm hier.“ Moritz „Die Rutsche vom Mammut, gefällt mir ganz gut. Die ist schön und schnell und das mag ich einfach.“ Anja „Wir gehen eigentlich immer durch in der Mittagspause. Eine Runde laufen. Das packen wir gerade in einer halben Stunde.“ Insgesamt ist der Park so groß wie 30 Fußballfelder.  Er ist ein gemeinnütziges Inklusionsprojekt. Das Team bereitet alles für den Ansturm der Osterbesucher.  Neben den Urzeittieren kommt dann  auch ein Tier mit langen Löffeln vorbeigehoppelt. Melanie Groß, Gartenschau Kaiserslautern „Für die Kinder kommt der Osterhase zwischen 11 und 14 Uhr vorbei. Und hat bestimmt was Nettes im Rucksack.“ Wer die  Blumenpracht in Kaiserslautern genießen möchte – die Gartenschau ist  jeden Tag zwischen 9 und 19.00 Uhr für […]