Rheinland-Pfalz

  • Corona-Tests sind ab heute kostenpflichtig

    Corona-Tests sind ab heute kostenpflichtig

    Gegen Corona hieß es erst: testen, testen, testen. Dann impfen, impfen, impfen. Die Kosten für die Bürgertests hatte bislang der Bund übernommen, doch damit ist seit heute Schluss. Den Preis für einen Test legen nun die Testcenter fest. Wie die neue Regelung zum kostenpflichtigen Testen ankommt? Wir haben uns in Wiesbaden umgehört. Testen für ein Bier, testen, um Essen zu gehen; testen, um shoppen zu gehen: So sah der Alltag von vielen Menschen im Frühling und Sommer aus. Doch auf das Bier, das Essen oder den Einkauf könnte für Ungeimpfte bald ein unangenehmer Aufpreis hinzukommen – denn seit heute müssen viele Ungeimpfte die Coronatests selbst bezahlen. Auf einem Parkplatz neben einem Möbelhaus in Wiesbaden-Biebrich kosten sie beispielsweise 14,90 Euro. Doch der Betreiber ist nicht sicher, ob das zu mehr Corona-Impfungen führt. Peter Krausgrill, Covimedical „ Ja, ich sag mal so, natürlich hat nicht jeder das Geld dafür. Es wird sicherlich einen kleinen Ruck Richtung Impfung geben, aber generell ist es natürlich so, dass der normale Bürger erwartet, dass der Staat ihn da weiter unterstützt, was die Kostenübernahme betrifft. Und es bleibt spannend, wie sich das Ganze entwickelt.“ Einen Ruck in Richtung Impfung spürt heute Morgen in Wiesbaden aber jedenfalls niemand. Das Ende der kostenlosen Bürgertests findet hier keine Anhänger. Leif Schaaf, Maler und Lackierer „Ich lass mich doch vor allem vom Staat nicht zwingen, oder von irgendjemandem, was ich machen muss. Ich bin nicht wirklich ein Konsummensch, da bin ich ganz ehrlich, dann lass ich es bleiben. Aber zwingen lass ich mich nicht von Regierung oder irgendjemandem, und ganz ehrlich, dass jetzt zu machen, dass ist für mich auch eine Abzocke und mich kriegt damit gar keiner.“ Evangelos Pipsos, Ingenieur „Ich kann das nicht begrüßen. Ich bin geimpft, mein Sohn noch nicht. Der ist 12 Jahre alt, der kommt gerade […]

  • Im Interview: Detlef Placzek, der Leiter der Teststrategie in Rheinland-Pfalz

    Im Interview: Detlef Placzek, der Leiter der Teststrategie in Rheinland-Pfalz

    Zum Ende der kostenlosen Coronatests stellen sich eine Menge Fragen. Wir klären sie. Maike Dickhaus, Moderatorin: Herr Placzek, kostenloses Testen für alle war dieses Jahr ein wichtiges Mittel gegen die Ausbreitung der Corona-Pandemie. Warum denn jetzt nicht mehr? Detlef Placzek, Präsident Landesamt für Soziales Rheinland-Pfalz: Na, erst mal einen wunderschönen guten Abend auch von mir. Es gibt ja noch eine große Gruppe, die weiterhin kostenlose Tests beanspruchen darf. Und wir haben nun mittlerweile eine deutlich erhöhte Impfquote gegenüber dem Start. Seinerzeit, im März… im März starteten wir mit einer Quote von 3,5 Prozent. Heute sind wir über 65 Prozent. Und das führt dazu, dass man auch überlegen muss, ob alle Leistungen weiterhin kostenlos zur Verfügung gestellt werden können und der Bürger über Steuergelder das finanziert. Dickhaus: Soll mit dieser Strategie der Druck auf die Ungeimpften erhöht werden, sich jetzt doch impfen zu lassen? Placzek: Es gibt ja weiterhin die Möglichkeit, sich testen zu lassen. Und wir in Rheinland-Pfalz haben ja sogar die Möglichkeit, dass der Betreiber von Veranstaltungen oder von Einrichtungen Selbsttests zur Verfügung stellt und diese dann beaufsichtigt und bescheinigt. Insoweit wird es auch weiterhin die Möglichkeit geben, sich testen zu lassen. Und ja, wir gehen davon aus, dass das nochmal einen Ruck bei der Impfquote geben wird. Aber das ist nicht der originäre Anlass. Dickhaus: Nun könnten kostenpflichtige Tests für Ungeimpfte zur Folge haben, dass sich einfach viel weniger Menschen testen lassen. Verlieren wir dann nicht den Überblick über die Ansteckungen? Placzek: Na ja, der Test ist ja häufig bei uns Voraussetzung dafür, dass Sie beispielsweise zu Veranstaltungen dazu kommen oder in die Gastronomie gehen. Und ich denke, das liegt im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, auch diese Tests oder natürlich an erster Stelle weiterhin die Impfung in Anspruch zu nehmen. Und insoweit glaube ich, bei einer Quote […]

  • Endlich wieder Präsenzveranstaltungen an der Mainzer Uni

    Endlich wieder Präsenzveranstaltungen an der Mainzer Uni

    Herbstferien! Ab heute haben die Schüler in Hessen und in Rheinland-Pfalz zwei Wochen lang frei. Für die Studierenden dagegen geht’s bald los mit dem neuen Semester. Ab heute starten die Einführungs-Veranstaltungen für die Erstis. Und das bedeutet an den Unis im Land – endlich wieder Lernen in Präsenz! So auch an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz. Leere Stühle, leere Hörsäle, leere Gänge. Drei Semester lang war es still in der Universität Mainz. Ab heute kehrt das Leben zurück auf den Campus. Bevor es in einer Woche für alle Studierenden wieder losgeht, gehört die Uni heute ganz den Erstsemestern. Die Einführungswoche steht auf dem Plan und als erster Jahrgang seit anderthalb Jahren können die Neuen von Anfang an das echte Campusleben kennenlernen. Prof. Stephan Jolie, Vizepräsident Johannes-Gutenberg-Universität Mainz „Wir können den Studierenden über 80 Prozent wirkliche Präsenzlehre anbieten an Veranstaltungen, wir werden einige hybride Veranstaltungen haben, also kleinere Gruppen, die gemischt – ein Teil online, ein Teil in Präsenz – stattfinden, und gute zehn Prozent dann vielleicht reine Onlineübertragungen, vor allem eben die großen Vorlesungen.“ Egal ob Student oder Dozent, wer an den Präsenzveranstaltungen teilnehmen will, muss geimpft, genesen oder negativ getestet sein. Ein externer Sicherheitsdienst wird die Einhaltung dieser Regel stichprobenartig überprüfen, den Nachweis muss jeder immer bei sich tragen. Wer ein Gebäude betritt, muss sich mit der neuen JGU-App einloggen und eine medizinische Maske tragen. All das sind Maßnahmen, um den Studierenden trotz anhaltender Pandemie das gemeinsame Lernen vor Ort zu ermöglichen. Azize, studiert Biologie „Finde ich auf jeden Fall besser, weil es mir sehr schwerfällt, daheim zu lernen, und weil ich denke, dass das irgendwie zum Uni-Leben dazugehört, dass man Leute kennenlernt, dass man mit anderen gemeinsam studiert.“ Ediz, studiert Molekularbiologie „Ich finde das eigentlich ganz gut, weil wir in der Uni eh wenig praktische Erfahrung haben und […]

  • Tag der Offenen Kanäle in Speyer

    Tag der Offenen Kanäle in Speyer

    Normalerweise stehen im Technik-Museum in Speyer Flugzeuge, Schiffe und Oldtimer im Mittelpunkt. Doch am Samstag drehte sich dort auf Einladung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz alles um den Tag der Offenen Kanäle. Unser 17:30-Kollege Markus Appelmann hat selbst vor über 30 Jahren beim Offenen Kanal in der Südwestpfalz angefangen und er hat auch in diesem Jahr die Moderation des Bürgermedien-Preises übernommen. Geehrt wurde unter anderem Torsten Groh aus Pirmasens für seine Hommage an einen Film-Klassiker. Filmausschnitt: Intro Jimmy Blond 707 Gestatten Jimmy Blond, Retter der Welt aus Pirmasens. Für den Film „Casino Spital“ schlüpfte Torsten Groh, eigentlich Pförtner im Städtischen Krankenhaus Pirmasens, in die Rolle des berühmten Geheimagenten. Filmausschnitt „Casino Spital“ „Was wissen Sie über Operation Casino Spital?“ – „Fahr zur Hölle“ – „ Ein hoffnungsloser Fall“. Torsten Groh, Produzent Jimmy Blond 70 „Ursprünglich war es geplant als Kurzfilm. Das habe ich schon öfters mal gemacht, mit Freunden und auch bei uns im Städtischen Krankenhaus in Pirmasens. Und ich habe dann mal Lust bekommen, eigentlich so eine James-Bond-Parodie – obwohl es ist ja eine James-Bond-Hommage eigentlich – zu schreiben. Und es ist dann einfach immer größer geworden. Während des Schreibens fiel mir da so viel ein und dann hatten wir ruckzuck aus 20 Minuten tatsächlich 85 Minuten das es zum Spielfilm wurde.“ Die Offenen Kanäle bieten kreativen Köpfen wie Torsten Groh eine Plattform. Sein Film „Jimmy Blond“ bekommt beim Tag der Offenen Kanäle in Speyer den Publikumspreis. Albrecht Bähr, Vorsitzender der Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz „Für uns sind die Offenen Kanäle Orte, an denen Menschen mit ihren Ideen, mit den örtlichen Geschichten, ein Stück Öffentlichkeit herstellen. Und für uns ist es ganz wichtig, dass Menschen wahrheitsgemäß informiert werden, dass sie teilhaben an den gesellschaftlichen Entwicklungen aber auch dass Themen, die durchaus problematisch sind, besprochen werden.“ Eine wichtige Aufgabe der Offenen Kanäle – […]

  • Die CDU sucht eine neue Führung

    Die CDU sucht eine neue Führung

    Nach dem Debakel bei der Bundestagswahl hat CDU-Chef Armin Laschet gestern Abend eine personelle Neuaufstellung vorgeschlagen. Jetzt wird in der Partei intensiv darüber diskutiert, wer künftig den Bundesvorsitz übernehmen soll. Außerdem fordern immer mehr Christdemokraten, dass an dieser Entscheidung alle Mitglieder beteiligt werden sollten. Ein möglicher Mitgliederentscheid ist jetzt aber plötzlich auch in Rheinland-Pfalz ein Thema, wo Julia Klöckner nicht erneut für den Landesvorsitz kandidieren will. Der Vorstand der CDU Rheinland-Pfalz hat deshalb jetzt den für November geplanten Parteitag auf nächstes Jahr verschoben. In Rheinland-Pfalz und im Bund heißt es also nun: Wie geht’s weiter in der CDU? Es ist noch kein Jahr her, als Armin Laschet zum CDU-Chef gekrönt wurde. Und doch hatten wohl die meisten erwartet, dass er nun seinen Rücktritt verkünden würde, als er gestern Abend vor die Presse trat. Ganz so deutlich wurde er jedoch nicht. Armin Laschet, CDU, Bundesvorsitzender „Die personelle Neuaufstellung der CDU – vom Vorsitzenden über Präsidium bis zum Bundesvorstand – werden wir zügig anpacken.“ Das Wort „Rücktritt“ nimmt der Kanzlerkandidat nicht in den Mund. Über die Neuaufstellung der CDU solle ein Sonderparteitag entscheiden – unter seiner Moderation, schlägt Armin Laschet vor. Unterstützung erhält er unter anderem aus Rheinland-Pfalz. Christian Baldauf, CDU, Fraktionsvorsitzender Rheinland-Pfalz „Dass wir nicht so weitermachen können, steht außer Frage. Dass wir aber auch nicht alles über den Haufen werfen können, dürfte auch klar sein. Es war ja nicht alles falsch. Aber dass es in der Personalsituation, mit der wir die Bundestagswahl durchgeführt haben, schlecht weitergehen wird, das hat er ja selbst gesagt.“ Die Junge Union Rheinland-Pfalz hingegen findet: Eine klare Ansage sähe anders aus. Maike Malzahn, Kreisvorsitzende Junge Union Mainz-Bingen „Ich hätte mir gestern deutlich klarere Worte gewünscht. Ich hätte mir gestern ein wenig mehr Demut vor dem Wahlergebnis, was wir nun mal eben so eingefahren haben, gewünscht und […]

  • Trauerfeier für Alex W.

    Trauerfeier für Alex W.

    Mit einer emotionalen Trauerfeier hat Idar-Oberstein gestern Abschied genommen von Alex W., dem Tankstellenkassierer, der im Streit um das Tragen einer Corona-Maske von einem Kunden erschossen wurde. Rund 500 Menschen nahmen gestern an der Gedenkfeier teil. In einer bewegenden Rede erinnerte Alex W.s Mutter an ihren getöteten Sohn und mahnte, die Familie des mutmaßlichen Täters nicht anzufeinden. Michaela, Mutter von Axel W. „Denn auch sie sind nur Opfer. Diese Menschen haben nicht den Abzug gedrückt. Hass bringt uns nicht weiter im Leben. Hass verbittert nur, die Liebe ist so viel mehr wert. Liebe war schon immer stärker als der Hass. Und daran glaube ich nach wie vor, mein Engel. Ich werde dich immer lieben und dein Name wird nie in Vergessenheit geraten. Sein Name war Alex und wir sind stolz auf ihn. In Liebe, deine Mama.“ Die zentrale Gedenkfeier in der Messe Idar-Oberstein fand auf Wunsch der Familie statt. Alex W. habe viele Freunde gehabt. Man habe möglichst vielen Menschen die Gelegenheit geben wollen, Abschied zu nehmen.

  • Stipendium für Gründer

    Stipendium für Gründer

    Im letzten Jahr sind die Existenzgründungen zurückgegangen. Der Grund natürlich auch hier: Corona. Wegen der Turbulenzen in der Wirtschaft haben weniger Menschen sich getraut, eine Firma zu gründen. Der Weg von einer Geschäftsidee zu einem erfolgreichen Unternehmen ist weit. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz möchte den Weg für Start-up-Unternehmen nun mit einem breiteren Förderprogramm erleichtern. Denn Ideen gibt es in Rheinland-Pfalz genug. Und im Mainzer „Gutenberg Digital Hub“ werden sie umgesetzt. Felix Buchmüller ist IT-Experte und arbeitet hier. Er und sein Team haben erst letzte Woche das Start-up Resolvio gegründet. Und sie haben viel vor. Mit ihrer Plattform wollen sie Prozesse in Unternehmen digitalisieren. Wenn zum Beispiel Unternehmensgründer Entscheidungen fällen, müssen diese rechtlich abgesichert sein und in einem Dokument festgehalten werden. Resolvio will diesen Prozess erleichtern. Felix Buchmüller, Gründer von Resolvio „Der Reiz daran ist, dass man ein Problem, das man vielleicht auch im Alltag gefunden hat, gerne lösen möchte, also nicht nur für sich selbst sondern für alle. Und dass man ja sich hinsetzt, überlegt, wie müsste es denn eigentlich laufen. Und da gibt es natürlich noch viele Baustellen. Insbesondere wenn man schaut, welche Prozesse man noch digitalisieren kann.“ Doch der Start ist nicht einfach. In das Marketing zum Beispiel, müssen die Gründer viel Geld investieren, das sie meist nicht haben. Zudem fehlen oft erfahrene Ansprechpartner. Sie haben sich für das „Gründungsstipendium Rheinland-Pfalz“ beworben. Darüber fördert die Landesregierung Start-ups wie Resolvio vor allem in der frühen Phase. Für ein Jahr bekommen die Gründer Geld und Beratung durch die Handelskammer. Daniela Schmitt, Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz „Wir wollen mit dem Stipendium, 1000 Euro im Monat, diejenigen unterstützen, die sich am Anfang noch ganz intensiv mit dem Vorhaben beschäftigen und einfach dann die Sicherheit haben, dass sie im ersten Jahr nicht die Sorge haben müssen, wie wird die Miete bezahlt, wie kann ich den Kühlschrank […]

  • Mainz 05 gegen den FCK: Benefizspiel für Flutopfer

    Mainz 05 gegen den FCK: Benefizspiel für Flutopfer

    Die große Flutkatastrophe ist fast drei Monate her. Am schwersten getroffen wurde das Ahrtal im Norden von Rheinland-Pfalz. Dort sind immer noch viele Menschen auf Hilfe angewiesen. Aber auch zum Beispiel Fußballvereine hat die Jahrhundertflut hart getroffen. Die Sportanlagen sind durch die Wassermassen völlig zerstört. Jetzt soll ein Benefizspiel helfen. Die beiden größten Vereine in der Region, Mainz 05 und der 1. FC Kaiserslautern, treffen morgen in Koblenz aufeinander. Die Einnahmen aus dem Spiel sollen den betroffenen Vereinen zu Gute kommen. Hilfe ist bitter nötig. Gerd Treffer läuft über den verwüsteten Sportplatz Gerd Treffer, Jugendleiter Ahrweiler BC „Das ist unser Rasenplatz hier. Hier liegt ja noch ein ganzer Teil Schlamm drauf. Man könnte meinen, das wär so gewollt. Nee, ist es nicht. Man sieht: Hier ist ein ganzer Haufen Schlamm drauf. Das ist alles andere als ein Rasenplatz.“ Auch die beiden Kunst-Rasenplätze: völlig zerstört. Hier liegt nur noch das Fundament. Der Verein ist heimatlos. Gerd Treffer, Jugendleiter Ahrweiler BC „Das ist eigentlich die Katastrophe nach der Katastrophe. Man kann sich das ja auch so vorstellen, dass eine mehrköpfige Familie jetzt in mehreren Häusern wohnen würde und die sehen sich gar nicht. Genauso ist das bei uns. Wir sind auf neun Spielstätten verteilt. Ich glaube auch, dass so ein Verein das nicht ewig durchhält.“ Stefan Bell versteht die Sorgen der kleinen Vereine. Der Innenverteidiger vom Bundesligisten Mainz 05 kommt selbst aus dem Eifelort Wehr. Nur wenige Kilometer vom Flutgebiet entfernt. Stefan Bell, Verteidiger 1. FSV Mainz 05 „Was ich so mitbekomme, scheitert es nicht an privaten Helfern. Da ist nach wie vor sehr viel an Unterstützung da. Es gibt unter der Woche Rentnergruppen, die helfen, und am Wochenende dann kommen Leute aus’m Ruhrgebiet, aus NRW, aus der Eifel, die dann immer noch in die Gebiete fahren. Das ist das, was ich […]

  • „Keschde“-Zeit in der Pfalz

    „Keschde“-Zeit in der Pfalz

    Herbstzeit ist Kastanienzeit! Wir haben uns heute aufgemacht in den südlichen Pfälzerwald, wo jetzt im Oktober ganz besonders viele der runden Früchte von den Bäumen fallen. Also: Auf in die Kastanien! Oder – wie der echte Pälzer sagt: „in die Keschde“. „Keschde“, wohin man schaut! Kastanien, die roh, gekocht oder gebacken nicht nur lecker schmecken, sondern Jahrhunderte lang den Pfälzern auch als Kartoffel- und Brotersatz dienten. Und wo es so viele „Keschde“ gibt, da gibt es sogar eine Keschde-Prinzessin! Gestatten: Leonie die I., die einzige Kastanienprinzessin Deutschlands. Leonie I., Kastanien-Prinzessin „Die Keschde-Frucht ist ziemlich vielfältig. Die meisten kennen es als Maronen auf Weihnachtsmärkten oder so, wo sie gegrillt werden. Man kann aber auch viele andere Sachen mit ihnen machen. Wenn man sie ganz einfach blanchiert und dann kocht, gibt’s typisches Keschde-Gemüse mit Kotelett. Man aber auch Keschde-Saumagen machen oder Keschde-Knödel, wo dann einfach in einem normalen Kartoffelknödel in der Mitte so eine Keschd versteckt wird.“ Auf einer kleinen Keschde-Wanderung mit der königlichen Hoheit erfahren wir: Schon die Legionäre der alten Römer erhielten eine Ration Kastanien als Proviant. Keschde gibt’s aber auch flüssig: Leonie I., Kastanien-Prinzessin „Es gibt auch die Möglichkeit, das Ganze in einem Likör zu verarbeiten. Verschiedenste Spezialitäten werden bei uns angeboten.“ Vor allem heute Abend im und vor dem Hohenstaufensaal in Annweiler am Trifels, wo am Nachmittag schon fleißig aufgebaut wurde. Beim traditionellen Keschde-Abend wird auch die neue Keschde-Prinzessin gekrönt. Um 18 Uhr geht’s los – und dann dreht sich hier natürlich alles um die „Keschde“.

  • Gedenkfeier für Alex W. in Idar-Oberstein

    Gedenkfeier für Alex W. in Idar-Oberstein

    Fast drei Wochen ist es her: Ein 49-Jähriger soll in Idar-Oberstein einen Tankstellen-Kassierer erschossen haben, nachdem dieser ihn auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. Die kaltblütige Tat sorgte bundesweit für Entsetzen. Vor der Tankstelle, an der das 20 Jahre alte Opfer Alex W. gearbeitet hatte, legten viele Menschen Blumen nieder, die Anteilnahme war groß – und sie ist es immer noch. Zur Stunde findet in Idar-Oberstein eine große zentrale Gedenkfeier mit rund 500 Besuchern statt. Markus Appelmann, Moderator: Da ist auch mein Kollege Marco Riehl, der mir jetzt live zugeschaltet ist. Marco, du warst zu Beginn noch drinnen bei der Gedenkfeier in der Messe Idar-Oberstein. Welche Eindrücke sind dir da hängen geblieben? Marco Riehl, Reporter: Genau, den Anfang habe ich noch miterlebt. Es war von Beginn an sehr bewegend. Zu Beginn hat der Oberbürgermeister der Stadt Idar-Oberstein, Frank Frühauf, das Wort ergriffen, und er hat auch noch mal einen Einblick gegeben, wie schwierig die letzten zweieinhalb Wochen für die Stadt, aber auch für die Einwohner hier in Idar-Oberstein waren. Erwartet wird auch noch, dass die Mutter des Opfers, die Mutter von Alex W., das Wort ergreift. Sie will von ihrem Sohn berichten und will berichten, wer er war. Es ist natürlich eine schwierige Situation auch heute für die Familie und für die Angehörigen. Da ist zum einen dieses Bedürfnis, endlich mal Abschied nehmen zu können und das Ganze auch zu verarbeiten. Zum anderen will man auch Alex gewissermaßen ein Andenken bewahren. Es ist ja so, man will einfach zeigen, dass er beliebt war, dass hunderte Menschen gekommen sind zu seiner Trauerfeier. Und es gab ja auch eine bundesweite Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Zum Beispiel ist auch heute die Bundesregierung, vertreten in Form von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner. Diese Anteilnahme, die spürt man auch heute. Hunderte Menschen sind gekommen, sind hinter mir in der Messe […]

  • Daimler in Wörth startet Serienanfertigung von E-LKW

    Daimler in Wörth startet Serienanfertigung von E-LKW

    Das Ende des Verbrennungsmotors – darüber wird sicher in den kommenden Wochen in den Sondierungs- und Koalitionsrunden in Berlin gesprochen werden. Doch wie lassen sich die Lastwagen mit Dieselmotor, die im vergangenen Jahr 3,6 Milliarden Tonnen Waren über Deutschlands Straßen transportiert haben, klimafreundlich ersetzen? Das Lkw-Werk im rheinland-pfälzischen Wörth hat heute eine mögliche Lösung präsentiert. Dort startete Mercedes-Benz die Serienproduktion seines ersten voll elektrischen Lastwagens. Hier laufen täglich mehr als 400 Fahrzeuge vom Band, heute zum ersten Mal ein voll elektrisches. Ab sofort wird hier serienmäßig der eActros gefertigt, ein Elektro-Lastwagen der, je nach Ausstattung, eine Reichweite von 300 bis 400 Kilometern hat. Zusammen mit der rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt eröffnete heute Karin Rådström aus dem Vorstand der Daimler Truck AG die Produktionslinie. Der eActros soll vor allem die CO2-Bilanz der LKW-Sparte verbessern. Karin Rådström, Vorstand Daimler Truck AG „Es ist ein ganz anderes Arbeitsumfeld für den Fahrer und auch in den Städten und Dörfern hat es Vorteile. Es ist einfach nicht mehr so eine Lärmbelästigung. Und natürlich hilft es uns auch, wegzukommen von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Wenn man es dann noch mit grünem Strom auflädt ist es ein emissionsfreies Fahrzeug. Es verbessert also unseren CO2-Fußabdruck.“ Ein Schritt in die richtige Richtung sollte man meinen, denn bei der Umweltverträglichkeit schneidet der Diesel-LKW vergleichsweise schlecht ab. Pro zurückgelegtem Kilometer bläst er mehr als dreimal so viele Treibhausgase in die Atmosphäre als zum Beispiel ein Binnenschiffer. Am wenigsten schädlich ist der Transport auf der Schiene. Doch Branchenexperten wollen in den Jubel über den ersten E-LKW von Mercedes-Benz trotzdem nicht so recht einstimmen. Jürgen Pieper, Autoanalyst für das Bankhaus Metzler „Auch weil die Preise so hoch sind für die Elektro-LKW wird das in den nächsten vier, fünf Jahren sicher kein richtiges Geschäft werden. Betriebswirtschaftlich macht es keinen Sinn, die echt in […]

  • Im Interview: Fabian Kirsch, der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei

    Im Interview: Fabian Kirsch, der Chef der rheinland-pfälzischen Staatskanzlei

    Fabian Kirsch ist als Staatssekretär der Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz. Der Mann, der von seinem Schreibtisch aus so ziemlich alles im Blick hat, was die Regierung von Malu Dreyer so auf den Weg bringt. Ein Mann also aus dem Inner-Circle der Macht – der heute unser Studiogast ist. Wir haben ihn heute bei seiner Arbeit begleitet. Antrittsbesuch des Chefs der Staatskanzlei beim wichtigen Branchenverband DEHOGA in Bad Kreuznach. Gereon Haumann: „Einen Espresso.“ Dame: „Einen doppelten?“ Fabian Kirsch: „Nee, einen ganz normalen.“ Dame: „Mit Zucker?“ Fabian Kirsch: „Ohne.“ Zeit für einen Kaffee muss sein, auch für einen vielbeschäftigten Mann wie Fabian Kirsch. Bei dem Treffen mit Vertretern des Hotel- und Gaststättenverbandes geht es unter anderem um die Zukunftsperspektiven der Gastrobranche. Ein Termin von vielen an diesem Tag. In seinem Büro in der Staatskanzlei wirkt der Chef des Hauses eher unbeachtet von der breiten Öffentlichkeit – für die Menschen ist in Rheinland-Pfalz Malu Dreyer die Chefin. Alle Scheinwerfer sind generell auf sie gerichtet, alle Mikrofone werden ihr hingehalten. Doch der Chef ihrer Staatskanzlei führt deswegen noch lange kein Schattendasein – im Gegenteil: Sein Amt hat Gewicht – und davon nicht zu wenig: Er leitet mit der Staatskanzlei eine mächtige Behörde, die der Ministerpräsidentin in der Erfüllung ihrer Aufgaben dient. Er nimmt an den Kabinettssitzungen teil, koordiniert die Arbeit der Ministerien und checkt, ob die Beschlüsse der Regierung auch ausgeführt werden. Denn Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Ein wichtiger Mann also für die Regierungschefin, die nur lobende Worte findet. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Herr Kirsch ist ein Mensch, der sehr akribisch arbeitet. Er ist aber auch jemand, der sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen lässt. Denn sie müssen mal bedenken, dass die Regierung sich ja gerade am Finden war und dann ist diese schreckliche Katastrophe im Ahrtal passiert und […]

  • Finanzielle Unterstützung für Krankenhäuser im Ahrtal

    Finanzielle Unterstützung für Krankenhäuser im Ahrtal

    Die Flutkatastrophe im rheinland-pfälzischen Ahrtal hat Mitte Juli auch mehrere Krankenhäuser und damit die medizinische Versorgung stark getroffen. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hat heute in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen ersten Bewilligungsbescheid zum Wiederaufbau der zerstörten Ehrenwall’schen Klinik übergeben. Sie ist die von der Flutkatastrophe am stärksten beschädigte Klinik im Ahrtal. Das Hauptgebäude aus dem späten 19. Jahrhundert muss kernsaniert, die Außengebäude neu errichtet werden. Der heute überreichte Förderbescheid soll die Kaltmiete für ein Ausweichquartier in Niederdürenbach mit zunächst 20 Betten decken, um die stationäre Behandlung wiederaufnehmen zu können. Die medizinische Versorgung im Kreis Ahrweiler sei sichergestellt aber noch weit entfernt von gut, so Gesundheitsminister Hoch. Er sprach heute von einem kleinen ersten Schritt. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Da geht es um 7.500 Euro etwa im Monat. Das ist zunächst befristet bis Mai, aber mit einer ausdrücklichen Verlängerungsoption. Es ist ein kleiner Schritt für die Versorgung der Menschen, aber es ist ein ganz großer emotionaler Schritt für die Mitarbeitenden hier, die sagen können: ‚Jetzt haben wir Hoffnung, jetzt geht es am Arbeitsplatz weiter und es geht wieder los, dass wir Menschen helfen können‘.“

  • SPD, Grüne und FDP wollen gemeinsame Sondierungsgespräche starten – im Talk: Philipp Stelzner

    SPD, Grüne und FDP wollen gemeinsame Sondierungsgespräche starten – im Talk: Philipp Stelzner

    In der echten Partnersuche nennt man es „Speed-Dating“. Mehrere Menschen sitzen in einem Raum und wechseln alle paar Minuten den Tisch, um binnen kürzester Zeit möglichst viele potentielle Partner kennenzulernen. In der Politik heißt das „Vorsondierungs-gespräche“. Und nachdem sich nun Union, SPD, Grüne und FDP in den letzten Tagen beschnuppert haben, gab es heute eine erste Vorentscheidung: Die Ampel rückt näher. Und damit schaut das politische Berlin nun nach Rheinland-Pfalz. Hier regieren seit 2016 SPD, Grüne und FDP zusammen in einer Ampel-Regierung – ohne nennenswerte Probleme. Und jetzt sondieren die drei Parteien also auch auf Bundesebene. Es ist kurz nach zehn als sich die Grünen heute Vormittag als erste aus der Deckung wagen und die Zeichen im Bund klar auf Ampel stellen. Annalena Baerbock, Bündnis 90 / Die Grünen, Bundesvorsitzende „Nach diesen Gesprächen haben wir uns beraten und sind zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoll ist, jetzt vertieft – gerade auch mit Blick auf die Gemeinsamkeiten, die wir auch in diesen bilateralen Gesprächen feststellen konnten – jetzt mit FDP und SPD weiter zu sprechen und das schlagen wir der FDP vor.“ Kurze darauf meldet sich auch die FDP zu Wort. Christian Lindner, FDP, Bundesvorsitzender „Wir haben den Vorschlag eines Gespräches mit der SPD angenommen, um Gemeinsamkeiten zu prüfen, die unser Land nach vorne bringen.“ Bereits morgen soll es erste Gespräche zu dritt geben. Eine Jamaika-Koalition mit der Union sei aber auch weiterhin eine Option, sagt FDP-Chef Lindner heute. Bei der SPD freut man sich über die Entscheidung von FDP und Grünen. In Rheinland-Pfalz sieht man sich als Vorreiter einer Ampel auf Bundesebene. Zitat Roger Lewentz, SPD, Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz „Wir haben in dieser Konstellation gute Erfahrungen in Rheinland-Pfalz gemacht – mit einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Die nächsten Schritte im Bund sind jetzt vertrauensvolle Gespräche auf Augenhöhe.“ Die Reaktionen bei der Union […]

  • FCK feiert drei Siege in Folge

    FCK feiert drei Siege in Folge

    Kaum zu glauben: Aber es herrscht Ruhe beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Die Roten Teufel haben drei Spiele hintereinander gewonnen, zuletzt das 6:0 in Havelse. Rekord-Sieg in der 3. Liga. Dabei stach besonders Daniel Hanslik heraus. Der Stürmer hatte zuvor Ladehemmung und noch nicht in der Liga getroffen. Doch am Wochenende platzte bei Hanslik endlich der Knoten. Gemütlicher Gang zum Training. Daniel Hanslik erzielte am Wochenende nicht nur ein Tor, sondern gleich zwei. Daniel Hanslik, Stürmer 1. FC Kaiserslautern „Für mich persönlich war das auch sehr wichtig. Auch, wenn es dann nur da fünfte und sechste Tor war.“ Von wegen „nur“! Hanslik wurde vom Fachmagazin „Kicker“ sogar zum Spieler des Spieltages gekürt. Daniel Hanslik, Stürmer 1. FC Kaiserslautern „Ich glaube, die letzten Spiele waren von der Leistung her alle sehr ordentlich. Und jetzt habe ich mich auch endlich belohnt.“ Der Trainer kann seinen Schützling nur zu gut verstehen. Als aktiver Spieler ging Marco Antwerpen auf Torejagd. Marco Antwerpen, Trainer 1. FC Kaiserslautern „Wenn man als Stürmer zwei Tore macht in einem Spiel, dann ist das immer gut. Das nimmt man immer fürs Selbstbewusstsein mit.“ Beim FCK ist mal Ruhe eingekehrt. Ein seltener Zustand für einen Verein, bei dem immer schnell die Emotionen hochkochen. Die Stimmung ist heiter, könnte kaum besser sein. Marco Antwerpen, Trainer 1. FC Kaiserslautern „Das tut nicht nur dem Trainer gut, ich glaube, das tut uns allen gut, den Spielern, dem Verein, dass wir jetzt alle mal Spiele hintereinander gewinnen. Wir hoffen natürlich, dass das so weitergeht.“ Vieles funktioniert. Der FCK hat die beste Abwehr der Liga. Und jetzt läuft es auch noch vorne im Angriff. Zehn Tore aus drei Spielen! Marco Antwerpen, Trainer 1. FC Kaiserslautern „Weil wir die Dinge auf dem Platz gut umsetzen, die wir besprochen haben. Ich glaube, wir sind als Mannschaft weiter […]