Rheinland-Pfalz

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    In den Mittelgebirgen bleibt es winterlich, ansonsten es wird es windig und regnerisch. Heute Nacht breiten sich erneut Schnee und Regenwolken von Nordwesten in Richtung Süden aus und begleiten uns bis in den frühen Morgen. In den Mittelgebirgen wird es glatt. Die Temperaturen sinken auf +3 bis -1 Grad in den Hochlagen der Mittelgebirge. Tagsüber entstehen neue Schneeschauer, die besonders in den östlichen Mittelgebirgen heftiger ausfallen. In den tiefen Lagen mischt sich auch Regen darunter. Es weht ein kräftiger Nordwestwind. Während es in den Hochlagen der Mittelgebirge winterlich kalt ist, steigt im Rhein-Main-Gebiet die Temperatur auf 6 Grad. In den Aussichten verabschiedet sich der Schnee wieder. Zwar schneit es am Freitag in den Mittelgebirgen noch ein wenig, aber es wird überall milder. Chancen auf Sonnenschein gibt es allerdings kaum.

  • Corona-Spaziergänge – im Studio Innenminister Roger Lewentz

    Corona-Spaziergänge – im Studio Innenminister Roger Lewentz

    Montag für Montag gehen sie spazieren. Sie wollen damit sagen: Wir sind gegen die Corona-Schutzmaßnahmen und wir sind gegen eine mögliche Impfpflicht. Über 25.000 Menschen in unserem Sendegebiet sind auch gestern wieder auf die Straße gegangen, um ihren Unmut kundzutun. Darüber sprechen wir gleich mit dem rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz. Warum tritt die Politik nicht mehr in den Dialog mit den Bürgern, die demonstrieren? Die Stadt Worms am Wochenende: Etwa 150 Menschen gehen hier „spazieren“, wie sie sagen. Ihre Protestaktion ist rechtlich zulässig. Die Polizei begleitet den Aufzug quer durch die Stadt. Die meisten dieser Spaziergänger wollen ein Zeichen gegen die Impfpflicht setzen. Spaziergänger: „Ich möchte zeigen, dass ich für die Freiheit bin und für die Menschenrechte, dass die bleiben in der ganzen Welt und dass die Menschen frei über ihre eigene Gesundheit entscheiden können.“ „Ich sehe meine Freiheit stark eingeschränkt und die gesellschaftliche Freiheit auch sehr bedroht.“ „Und ich denke, das wollen alle, die an so einem Spaziergang teilnehmen. Die wollen einfach ihr Leben zurück.“ „Ich finde dieses Gegeneinander furchtbar. Und dass jeder immer sagt: ‚Das sind die Rechten‘. Das ist Quatsch.“ Laut Deutscher Polizeigewerkschaft seien vereinzelt auch Rechtsextreme und Reichsbürger auf den Spaziergängen anzutreffen. Eine Unterwanderung durch diese Gruppierungen sehen sie allerdings nicht. Patrick Müller, Deutsche Polizeigewerlschaft Rheinland-Pfalz „Der Großteil, unserer Einschätzung nach, sind normale Bürgerinnen und Bürger, die irgendwelche Sorgen haben. Sei es Angst vor der Impfung, sei es Existenzangst, weil ihre Arbeit bedroht ist. Das sind ganz verschiedene Leute drunter. Teilweise würde ich auch sagen, wo man eher denkt, die sind ins linke Lager einzuordnen, so Esoteriker, die mehr so ans Ökologische glauben. Auch die sind teilweise darunter.“ Bei der Protestaktion gelten die Maskenpflicht und das Abstandsgebot. Sechs Ordnungswidrigkeiten registriert die Polizei an diesem Tag, ansonsten bleibt es friedlich. Mancherorts kommt es hingegen zur direkten Auseinandersetzung […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Erste Hinweise auf Identität der Toten  — Ver.di kündigt Warnstreik an — Daimler Truck steigert Absatz — Bundeswehr übt Nachtflüge Erste Hinweise auf Identität der Toten Nach dem Feuer gestern auf der Raststätte an der A45 bei Hammersbach in Hessen gibt es Erkenntnisse zu den beiden Toten. Das hat die Staatsanwaltschaft Hanau heute mitgeteilt. Sie gehe davon aus, dass der Tote im Auto ein 61-jähriger Mann aus dem Landkreis Offenbach sei. Er habe seinen Mercedes offenbar absichtlich in eine der Zapfsäulen gesteuert, um sich das Leben zu nehmen. Der zweite Tote neben dem ausgebrannten Auto sei vermutlich ein 47-jähriger LKW-Fahrer aus Kirgistan, der von Trümmerteilen erschlagen worden sei. Wieder Warnstreiks angekündigt Weil die Tarifverhandlungen bei den Privatbanken gestern abgebrochen wurden, laufen bei der Gewerkschaft ver.di die Streikvorbereitungen. Wie sie heute in Frankfurt mitteilte, könne es die ersten Arbeitsniederlegungen in der kommenden Woche geben. Die Gewerkschaft wirft den Arbeitgebern vor, nicht ernsthaft verhandeln zu wollen. Der Arbeitgeberverband kritisierte dagegen, die Forderungen von ver.di seien völlig unrealistisch. Wegen der stockenden Verhandlungen hatte die Gewerkschaft schon zuvor mehrfach zu Warnstreiks aufgerufen. Absatz deutlich gesteigert Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck mit seinem Werk im südpfälzischen Wörth hat im vergangenen Jahr weltweit fast 460.000 LKW und Busse verkauft. Das waren rund 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Angaben des Unternehmens hätte der Umsatzanstieg noch höher ausfallen können. Die Versorgungsengpässe bei wichtigen Bauteilen hätten die Produktion aber gebremst. Bundeswehr übt Nachtflüge Weil die Piloten des Kampfhubschrauber-Regiments 36 in Fritzlar für den Ernstfall proben, kann es in Teilen von Nord-, Ost- und Mittelhessen nachts laut werden. Das hat die Bundeswehr mitgeteilt. Die nächtlichen Übungsflüge mit dem Kampfhubschrauber Tiger würden voraussichtlich bis Donnerstag dauern. Sie seien notwendig, um die Einsatzbereitschaft der Piloten zu sichern.

  • Omikron hat Kitas fest im Griff

    Omikron hat Kitas fest im Griff

    Die Corona-Infektionszahlen in Schulen und Kitas steigen aktuell massiv an. In der ersten Woche nach den Weihnachtsferien gab es an Hessens Schulen dreimal so viele Corona-Fälle wie in der Woche vor den Ferien. Und auch in Kitas schlägt die Omikron-Variante voll zu. Spiel, Spaß und Nähe und das trotz Pandemie so sicher wie möglich – für Sabine Vongerichten und ihr Team von der Kita Faustina in Rheinzabern ist das derzeit eine tägliche Herausforderung. Die Kindertagesstätten sollen nach dem Wunsch der Landesregierung wie die Schulen geöffnet bleiben. Sabine Vongerichten, Leiterin Kita Faustina Rheinzabern „Für mich ist das auch ganz wichtig. Ich finde, die Kinder brauchen die Kita. Aber wir sollten das trotzdem mit gesundem Menschenverstand machen. Das Geschehen wäre nicht so diffus, wenn es kontrolliert wäre. Weil man würde das Kind sofort erkennen, das eventuell einen positiven Fall mit sich bringt.“ Das rheinland-pfälzische Bildungsministerium hält heute auf Anfrage aber weiter daran fest, eine Testpflicht für Kita-Kinder auszuschließen. Und das obwohl sich die Lage an rheinland-pfälzischen Kitas nun dramatisch verschärft. Nach Angaben des Bildungsministeriums ist die Zahl der Corona-Infektionen bei Kindern von 91 auf 590 und beim Kitapersonal von 60 auf 291 angestiegen. Eine solche Dynamik gefährde aus Sicht des Kita-Fachkräfteverbands eine verlässliche Kinderbetreuung in den nächsten Wochen. Claudia Theobald, Vorsitzende Kitafachkräfteverband Rheinland-Pfalz „Man könnte etwas tun, dass es nicht ganz so schlimm kommt, aber wenn diese Linie weiter gefahren wird, dann rauschen wir halt ohne Schutz in und durch diese Omikron-Welle.“ Neben verpflichtenden Tests fordert Claudia Theobald Luftfilter und Kontaktreduzierung durch kleinere Gruppen, auch wenn das verkürzte Öffnungszeiten bedeutet. Claudia Theobald, Vorsitzende Kitafachkräfteverband Rheinland-Pfalz „Es wäre vielleicht das kleinere Übel, wie dann überhaupt keine verlässlichen Betreuungszeiten mehr zu haben, weil Kinder und Erzieher in Quarantäne oder erkrankt sind.“ Sabine Vongerichten und ihr Team rüsten sich für Personalengpässe so gut es geht. […]

  • Der 17:30-Corona-Ticker

    Der 17:30-Corona-Ticker

    Novavax-Anmeldung in Rheinland-Pfalz startet — Krankschreibungen weiter per Telefon — Hessische Hotels unzufrieden mit Corona-Regeln Novavax-Anmeldung in Rheinland-Pfalz startet Nachdem Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in der vergangenen Woche angekündigt hatte, dass die erste Lieferung des neuen Corona-Impfstoffs des Herstellers Novavax wohl am 21. Februar eintreffen werde, können sich Interessierte in Rheinland-Pfalz bereits ab Montag für eine solche Impfung anmelden. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium teilte heute mit, man könne sich ab der kommenden Woche über das Impfportal des Landes registrieren. Besonders für Menschen, die einer Impfung mit den bisher zugelassenen Impfstoffen skeptisch gegenüberstehen, könnte das neue Vakzin eine Alternative darstellen, da es auf eine andere Wirkweise als die etablierten Stoffe setzt. Krankschreibungen weiter per Telefon Die Gesundheitsminister der Länder haben in einer Videoschalte das Bundesgesundheitsministerium dazu aufgefordert, die Möglichkeit für telefonische Krankschreibungen zu verlängern. Das sei nötig, um die Praxen in der Omikron-Welle zu entlasten. Auch Videosprechstunden von Ärzten und Psychotherapeuten sollten weiterhin möglich gemacht werden, um unnötige Kontakte zu vermeiden. Zudem fordern die Gesundheitsminister einen Rettungsschirm für Praxen, die durch Personalausfall oder aufgrund verschobener Behandlungen in Not geraten. Hessische Hotels unzufrieden mit Corona-Regeln Der Hessische Hotel- und Gastronomieverband Dehoga hat die Corona-Regeln für Hotels im Land kritisiert. Die aktuellen Regelungen seien „zu kompliziert und nicht praxistauglich“, so DEHOGA-Chef Julius Wagner. Hotels müssten ständig überprüfen, ob für ihre Gäste nun die 3G-, 2G- oder die 2G+-Regel gelte. Entscheidend dafür ist, ob der Gast touristisch oder als Geschäftsreisender übernachtet. Einheitliche Regeln gibt es in Hessen nur in Kommunen, die als Hotspot eingestuft sind. Dann gilt flächendeckend 2G+.

  • CDU: Hilfen für Flutopfer fließen zu langsam

    CDU: Hilfen für Flutopfer fließen zu langsam

    Ziemlich genau ein halbes Jahr ist das verheerende Hochwasser im Ahrtal und anderen Teilen des Landes her. Eine Naturkatastrophe, die viele Menschen das Leben gekostet und Sachschäden in Milliardenhöhe verursacht hat. Letzte Woche schon hat die Landesregierung sich die Situation vor Ort angeschaut und auf die vielen kleinen Erfolge hingewiesen. Heute zieht die CDU-Opposition Bilanz. Sie vermisst das Gesamtkonzept für den Aufbau an der Ahr. Es fließt wieder Gas. Die Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren. Die Ahrtalbahn fährt wieder – zumindest auf einem kleinen Streckenabschnitt. Es tut sich was im Ahrtal. Allerdings zu wenig, findet die rheinland-pfälzische CDU. Christian Baldauf, CDU, Fraktionsvorsitzender Landtag Rheinland-Pfalz „Es gibt viele Dinge, die erledigt werden, ja, es gibt viel Unterstützung. Das Problem ist, es sind jetzt sechs Monate und man merkt, es ist nicht alles umgesetzt, was umgesetzt werden müsste. Zum Beispiel gibt es einen Spendentopf von viereinhalb Millionen Euro für die Winzer, der nicht einfach ausgezahlt werden kann.“ Das geltende Spendenrecht sei schuld daran – und die Landesregierung, die zu wenig dafür tue, dass die Gelder die Menschen vor Ort erreichen. Dasselbe gelte für die Auszahlung von Wirtschaftshilfen und die Erteilung von Baugenehmigungen. Vieles gehe zu langsam, viele Fragen seien nach wie vor offen. Das bestätigt auch Hotelier Michael Lentz aus Bad Neuenahr, der heute digital zugeschaltet ist. Nicht nur Keller und Erdgeschoss seines Hotels hat die Flut unter Wasser gesetzt, das gesamte Inventar sei hin. Rechnungen und Unterlagen hätten die Wassermassen mitgerissen. Michel Lentz, Inhaber Hotel Central Bad Neuenahr „Wer ersetzt uns das? Wie wird das angesetzt? Der Steuerberater auch: Ich kann mich jetzt hinsetzen und sagen, schau mal bei eBay nach, du weißt ja, ich habe achtzig Stühle gehabt, ich habe fünfzig Tische gehabt, schau mal nach, was die heute noch wert sind und gib mir darüber ein Gutachten. Da stehen wir […]

  • Mainz im DFB-Pokal gegen Bochum

    Mainz im DFB-Pokal gegen Bochum

    Eigentlich läuft es rund bei Mainz 05. Am Wochenende wurden wichtige drei Punkte gegen Bochum eingefahren und heute Abend geht es im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den gleichen Gegner, aber dieses Mal auswärts in Bochum. Dem Mainzer Trainer Bo Svensson bereitet dabei eine Schwäche seines Teams Sorgen. Bo Svensson ist genervt von der Auswärtsschwäche der 05er. Die letzten vier Auftritte in der Fremde gingen alle verloren. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Klar, wir haben einfach besser zuhause gespielt. Das ist kein Geheimnis.“ Klar, die Mainzer hatten ihre guten Phasen auswärts, sagt Svensson. Die Gründe für die Pleiten waren unterschiedlich. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Einen Grund jetzt da zu nennen, das wär einfach auch zu oberflächlich.“ Genauso dürfte den Coach nerven, dass vorne im Sturm die Personallage angespannt ist. Denn Adam Szalai kann nach seiner Kopfoperation weiterhin nur Teile des Trainings absolvieren. Und Marcus Ingvartsen fällt verletzt ganz aus. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Wir haben bei beiden ein offenes Fragezeichen, wann wir die wieder zur Verfügung haben. Das heißt, wir haben vier nominelle Stürmer. Und zwei davon sind im Moment nicht einsatzfähig.“ Dazu kommt: Sturm-Talent Jonny Burkardt hat seit fünf Spielen Ladehemmung. So lange wartet das Mainzer Eigengewächs schon auf einen eigenen Treffer. Das Transfer-Fenster ist offen. Kommt noch ein neuer Stürmer? Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Wir machen keinen Aktionismus. Plötzlich einen Spieler holen, weil das müssen wir jetzt und fällt einer in unseren Schoß und dann nimmt man den. Es muss alles zusammenpassen.“ Immerhin: Hinten in der Abwehr passt vieles. Erst letzten Samstag: Überraschend steht Jeremiah St. Juste in der Start-Elf – nach drei Monaten Verletzungspause. Und prompt erzielt der Innenverteidiger den 1:0-Siegtreffer gegen den heutigen Gegner Bochum. Ein wichtiger Erfolg. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Weil in einer […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wolken und Nebel trüben die Tage, bevor eine Kaltfront durchzieht. In der kommenden Nacht bildet sich besonders in den Niederungen und Tälern wieder teils dichter Nebel, nur einige Gipfel der Mittelgebirge schauen oben aus der Nebeldecke heraus. Die Luft kühlt auf Tiefstwert zwischen +1 Grad bei Kassel und -4 Grad in der Eifel ab. Morgen bleibt es oft stark bewölkt bis bedeckt oder neblig trüb. Ab und zu fallen auch ein paar Tropfen, in den höheren Lagen auch als Schneegriesel. Die Sonne hat es sehr schwer, sich durchzusetzen. Die Höchstwerte liegen tagsüber bei 0 Grad in der Eifel und bei etwa 4 Grad an Rhein, Main und Fulda. Am Donnerstag zieht eine Kaltfront durch und es gibt Schnee oder Schneeregen. Später lockert es dann auf, aber es sind noch weitere Schauer möglich. Bis Samstag bleibt es weiter wechselhaft.

  • Mutmaßlicher Brandanschlag auf das Gesundheitsamt in Germersheim

    Mutmaßlicher Brandanschlag auf das Gesundheitsamt in Germersheim

    In der Nacht von Freitag auf Samstag hat es einen mutmaßlichen Brandanschlag auf das Gesundheitsamt in Germersheim gegeben. Verletzt wurde niemand. Allerdings wurde bei dem Schwelbrand die Hofeingangstür beschädigt. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere Tausend Euro. Thorsten Mischler, Sprecher Polizeipräsidium Rheinpfalz „Aufgrund der Umstände vor Ort gehen wir derzeit davon aus, dass der Brand vorsätzlich gelegt wurde. Und deshalb hat auch die zentrale Kriminalinspektion Ludwigshafen die Ermittlungen übernommen. Also, wir ermitteln konkret wegen vorsätzlicher Brandstiftung.“ Hinweise und Zeugenaussagen nimmt die Kriminalpolizei in Ludwigshafen entgegen.

  • Ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe

    Ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe

    Heute vor sechs Monaten kam die Flut. Die Wassermassen waren nicht aufzuhalten. Brücken wurden weggerissen, Häuser weggeschwemmt. Mehr als 180 Menschen verloren ihr Leben. Das Ahrtal im Norden von Rheinland-Pfalz traf es besonders hart. Orte wie Schuld, Mayschoß oder Rech erlangten traurige Bekanntheit. Wie geht es den Menschen im Ahrtal ein halbes Jahr später? Eine Reportage aus dem Katastrophengebiet. Das Ahrtal – immer noch eine Baustelle. Rech an der Ahr. Hier hat es die berühmte Nepomuk-Brücke weggerissen. Hier standen mal Sportanlagen. Die Bewohner rühren Beton an. Peter Schatz hängt dauernd am Telefon. Er arbeitet 13, 14 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, um seine Gaststätte wieder auf Vordermann zu bringen. Peter Schatz, Gaststättenbetreiber aus Rech „Handwerker koordinieren, Material besorgen, gucken, dass die Lieferungen rechtzeitig klar kommen, an Land kommen, weil das momentan schon ein Riesenproblem ist. Materialverknappung auch schon vor der Flut hier ein allseits bekanntes Thema und jetzt wird es nochmal ein bisschen dramatischer.“ So sah es vor einem halben Jahr hier aus. Draußen Verwüstung, drinnen Zerstörung. In der Flutnacht wurde das Haus von den Wassermassen umspült. Peter Schatz und seine Familie konnten sich ins Obergeschoss retten. Peter Schatz, Gaststättenbetreiber aus Rech am 21.07.2021 „War die schlimmste Nacht meines Lebens. Das würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen. Also, das war…wir sind froh, dass wir hier stehen. Haben zwar die komplette Lebensgrundlage verloren,a aber wir gucken nach vorne und versuchen es irgendwie wieder aufzubauen.“ Dazu warten Peter Schatz und viele andere im Ahrtal weiterhin auf die angekündigten Hilfen vom Staat. Schnell und unbürokratisch sollten sie fließen. Aber: Die seitenlangen Anträge sind kompliziert, die Bearbeitung zieht sich hin. Peter Schatz, Gaststättenbetreiber aus Rech „Ist schon schwierig. Aber wir haben ja die Erfahrung mit den Corona-Hilfen schon gemacht. Das war auch schnell und unbürokratisch angekündigt, und relativ lange drauf gewartet. […]

  • Im Interview: Andreas Geron, Bürgermeister von Sinzig

    Im Interview: Andreas Geron, Bürgermeister von Sinzig

    Eva Dieterle spricht mit einem, der selbst unmittelbar betroffen war, über das Horrorszenario und die Folgen. Eva Dieterle, Moderatorin: Guten Tag. Andreas Geron, parteilos, Bürgermeister Sinzig: Guten Tag. Dieterle: Herr Geron, Sie haben engen Kontakt zu vielen anderen Betroffenen. Wie traumatisiert ist Ihre Stadt ein halbes Jahr danach? Geron: Ja, also eine Frage, auf die man schwer pauschal und generell eine Antwort geben kann. Die Menschen, viele Menschen waren stark in den ersten Tagen, Wochen und Monaten, haben sich quasi in einem Hamsterrad befunden, haben gearbeitet, die Flut Folgen beseitigt, und jetzt, im Laufe der dunkleren Monate, merkt man, wie sehr es die Menschen in unserer Region betroffen hat. Ich merke das auch an mir selbst. Wir haben in den vergangenen Wochen praktisch jeden Tag auch privat über die Folgen der Flut gesprochen und die Zerstörung ist einfach einfach gigantisch. Wenn man vor Ort ist. Man wird immer wieder erinnert an das, was geschehen ist. Die persönliche Verarbeitung ist noch lange nicht abgeschlossen. Dieterle: Versetzen wir uns zeitlich nochmal zurück. Es hat Warnungen vor dem Hochwasser gegeben, auch eine Krisensitzung in Sinzig in der Nacht davor. Wie konnte diese Katastrophe in diesem Ausmaß trotzdem passieren? Stellen Sie sich diese quälende Frage auch heute noch? Geron: Ja, auf jeden Fall, und es gibt ja dann auch die entsprechenden Gremien auf Landesebene, die die Ereignisse der Nacht aufarbeiten. Ich muss Ihnen sagen, wir hatten kaum Informationen im Ort, das Handynetz ist dann zusammengebrochen, es gab keinen Strom, kein Internet. Wir wussten nicht, was flussaufwärts passiert. Und es sei auch mal klar gesagt: Es gab auch keine Modellberechnungen, was bedeuten sechs, sieben Meter Pegel ahraufwärts für Sinzig, wo das Tal wieder breiter wird? Welche Regionen werden dann überflutet? Da gab es keine Erfahrungswerte. Hinzu kommt dann, dass das Szenario mit den Brücken, den […]

  • Verkürzte Quarantäne und Isolation

    Verkürzte Quarantäne und Isolation

    Erstmals überschreitet die Zahl der Corona-Neuinfektionen heute die Marke von 90.000. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreicht einen Höchststand von 470,6. Experten rechnen damit, dass es in den nächsten Wochen immer neue Rekorde geben wird. Verantwortlich dafür ist die aktuelle Omikron-Welle. Damit es in der Folge nicht bald zu massiven Personalausfällen in der Wirtschaft kommt, hat der Bundesrat heute unter anderem neue Quarantäne- und Isolations-Regeln beschlossen. In Rheinland-Pfalz sind sie bereits heute in Kraft getreten. Yara Koboldt, Corona-Stabstelle Kreis Bad Kreuznach „Ich erkläre Ihnen jetzt noch kurz, wie lange Sie in Quarantäne müssen, die Regeln haben sich ja geändert.“ Fragen über Fragen, erreichen Yara Kobolt in der Corona-Stabstelle des Landkreises Bad Kreuznach, denn ab heute gelten in Rheinland-Pfalz neue Quarantäne- und Isolationsregeln. Ron Budschat, Leiter Corona-Stabstelle Kreis Bad Kreuznach „Der große Anstrum war gestern schon, der war heute auch. Klar, die Leute haben Fragen, wollen informiert werden und daher stehen wir zur Verfügung.“ Menschen, die geboostert oder innerhalb der letzten drei Monate frisch geimpft oder genesen sind, müssen als Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne. Für alle anderen verkürzen sich Isolation und Quarantäne auf zehn Tage. Bereits nach sieben Tagen besteht aber die Möglichkeit, sich durch einen PCR- oder zertifizierten Schnelltest freizutesten. Schüler können das bereits nach fünf Tagen. Diese Regeln gelten ab sofort für alle. Auch für diejenigen, die aktuell in Isolation oder Quarantäne sind. Ron Budschat, Leiter Corona-Stabstelle Kreis Bad Kreuznach „Es bedarf kein Anruf mehr von uns. Sie können sich im Grunde auf eine geltende Absonderungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz berufen und damit automatisch selbstständig ihre Quarantäne beenden.“ Die neuen Quarantäne- und Isolationsvorschriften sollen helfen, massive Personalengpässe zu vermeiden, die vor allem Betriebe der Kritischen Infrastruktur empfindlich treffen würden. Die Einrichtungen haben deshalb strenge Hygienekonzepte und Notfallpläne. Der Darmstädter Energieversorger entega ist beispielsweise darauf vorbereitet, Mitarbeiter im Notfall im Betrieb übernachten […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Der Ball rollt wieder im neuen Fußballjahr und nachdem vergangenes Wochenende schon die erste Liga in die Rückrunde gestartet ist, greift nun auch die zweite Liga wieder voll ins Geschehen ein. Darüber spricht Eva Dieterle mit Thorsten Arnold aus der Sportredaktion Eva Dieterle, Moderatorin: Thorsten, für unsere beiden Erstligisten Frankfurt und Mainz war das ja kein so gelungener Start in das neue Jahr. Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, genau so muss man es formulieren. Beide Teams mit Niederlagen und vor allem für die Mainzer ist ja sehr unglücklich, in Leipzig dieses frühe Handspiel, Rote Karte, Elfmeter, dann der Rückstand – also da war dann kaum noch was zu retten. Aber Trainer Bo Svensson sagt, das haken wir mal ganz schnell ab, jetzt geht’s erst richtig los, dann morgen das erste Heimspiel, dann gegen den VfL Bochum. Und da gibt es ja aus dem Hinspiel auch eine Menge gutzumachen. Bo Svensson, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Wir brauchen eine bessere Leistung als damals, das ist klar. Und das fängt an mit unserem Spiel. Wir wissen, für was Bochum steht und wenn wir nicht an unser Limit kommen, wird es für uns schwer, wie in jedem Bundesligaspiel, auch am Samstag. Und das müssen wir ändern, weil wir damals vor 17 Spieltagen nicht an unser Limit gekommen sind.“ Arnold: Ja, mal gespannt, wie es diesmal läuft. 1.000 Fans dürfen sich es angucken, live im Stadion, das gibt zumindest die rheinland-pfälzische Corona-Verordnung derzeit her. Mal gucken., vielleicht kommt ja tatsächlich so ein bisschen so was wie Stimmung auf. Dieterle: Große Aufregung gab es heute bei unserem anderen Erstligisten, bei Eintracht Frankfurt. Was war da los? Arnold: Ja, da wurde heute früh in den sozialen Netzwerken gestreut – muss man sagen: sind ja nur Gerüchte, dass zwei Leistungsträger der Eintracht, also Filip Kostic und Torwart Kevin Trapp, […]

  • Illegale LUCA-App-Abfrage beschäftigt Landtag

    Illegale LUCA-App-Abfrage beschäftigt Landtag

    Nach einem tödlichen Unfall vor einer Mainzer Kneipe haben Polizei und Staatsanwaltschaft kürzlich auf LUCA-Kontaktdaten von Gästen zugegriffen, um Zeugen ausfindig zu machen. Zu Unrecht, denn nach dem Infektionsschutz-Gesetz dürfen unsere persönlichen Daten nur zur Kontakt-Nachverfolgung in Bezug auf Corona-Infektionen verwendet werden. So dachte man zumindest. Der Rechtsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags hat sich heute mit dem Fall befasst. Dabei stellte sich heraus: Es gibt Fälle, in denen Behörden Kontaktdaten nutzen dürfen. Wer in Rheinland-Pfalz zum Beispiel ein Restaurant, den Friseur oder wie wir heute den Landtag besucht, muss im Rahmen der Corona-Schutzmaßnahmen seine Kontaktdaten angeben. Zum Beispiel mit der Luca-App. Ein Blick ins Infektionsschutzgesetz Paragraph 28a, Absatz 4 zeigt, „eine Weiterverwendung (…) zu anderen Zwecken als der Kontaktnachverfolgung ist ausgeschlossen.“ Eine Formulierung, die die rheinland-pfälzischen Generalstaatsanwaltschaften in Koblenz und Zweibrücken als nicht eindeutig empfinden, wie Justizminister Herbert Mertin heute im Rechtsausschuss darlegt. Herbert Mertin, FDP, Justizminister Rheinland-Pfalz: „Man muss sehen, auf Bundesebene gibt es eine Vorschrift im Bundesmautgesetz, das ist ausdrücklich festgelegt, dass eine Beschlagnahmung durch Staatsanwaltschaft nicht erfolgen darf. Und eine solche präzise Regelung fehlt gerade im Infektionsschutzgesetz. Und deswegen sagen wir, nur ganz Ausnahmsweise, wenn es um Kapitalverbrechen und Terror geht und ansonsten greifen wir nicht zu.“ Weil es das Infektionsschutzgesetz also nicht explizit verbietet, dürfen rheinland-pfälzische Ermittlungsbehörden Kontaktdaten in Einzelfällen und mit richterlichem Beschluss beschlagnahmen. Erschütternd aus Sicht der Freien Wähler. Stephan Wefelscheid, FW, Landtagsabgeordneter Rheinland-Pfalz: „Wenn man jetzt durch die Hintertür den Strafverfolgungsbehörden Ermittlungsmöglichkeiten eröffnet, dann hat man sozusagen den Zweck des Gesetzes missbraucht. Diese Scheibchenmethodik, man führt etwas ein und führt dann einen anderen Zweck dem zu, führt dazu, dass das Misstrauen, dass die Bürger ja von Beginn an hatten, ja dann auch bestätigt wird.“ Stefan Wefelscheid befürchtet, dass die Akzeptanz der Luca-App jetzt deutlich abnehmen wird. Eine Sorge, die Herbert Mertin versteht. Er sieht […]

  • Run auf PCR-Tests

    Run auf PCR-Tests

    Wieder einmal gibt es einen Rekord bei der Zahl der Corona-Neu-Infektionen. Mehr als 81.000 neue Fälle wurden dem Robert-Koch-Institut gestern gemeldet. Heute stimmt der Bundestag über neue Corona-Regeln ab. Danach soll künftig in allen Restaurants und Cafés eine 2G-Plus-Regel gelten, das heißt es werden nur noch Geimpfte oder Genesene eingelassen, die einen negativen Corona-Test oder eine Auffrischungs-Impfung nachweisen können. Durch die angepsannte Corona-Lage sind aber schon jetzt viele Testlabore an der Belastungs-Grenze. Eine Probe nach der anderen wird hier, im größten medizinischen Labor von Rheinland-Pfalz genauestens untersucht. Corona-positiv oder nicht, darum geht es bei Bioscentia in Ingelheim. Rund um die Uhr werten Mitarbeiter und Maschinen PCR-Tests aus. Am Tag sind bis zu 12.000 Stück. Und die Nachfrage wächst. Denn mit der Zahl der Neuinfektionen steigt auch die Zahl der PCR-Tests, und die können eben nur solche Labore auswerten. Dr. Oliver Harzer, Geschäftsführer Bioscentia: „Wir sind auch schon wieder gut ausgelastet in unseren Laboren in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen. Aber wir sind noch nicht da, wo wir mal waren, als wir in diesen ganz großen Peak-Wochen waren, als die Delta-Variante uns nach den Herbstferien so gequält hat. Wenn jetzt die Super-Welle kommt und wir kriegen nochmal doppelt so viel wie mit Delta, dann wird’s einfach sehr lange dauern.“ Denn irgendwann sei die Kapazitätsgrenze auch erreicht. Ob es dazu kommen wird, dazu wagt der Bioscentia-Chef keine Prognose. Bei über 80 Prozent der Corona-Viren, die in Ingelheim untersucht werden, handelt es sich um die Omikron-Variante. Nach mehreren internationalen Studien führt diese zu deutlich weniger schweren Erkrankungen als die Delta-Variante. Das bestätigt jetzt auch eine neue Studie aus den USA. Danach kommen von 100.000 Menschen, die sich mit der Delta-Variante infiziert haben, kommen demnach 1310 in ein Krankenhaus. 82 Patienten sterben. Von 100.000 Omikron-Patienten kommen laut den US-Wissenschaftlern nur 450 in ein […]