Rheinland-Pfalz

  • Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Rheinland-Pfalz hinkt bei Glasfaserausbau hinterher

    Haben Sie schnelles Internet zu Hause? Laut Bundesnetzagentur ist Hessen im Ländervergleich auf Platz 11, Rheinland-Pfalz auf dem vorletzten Platz. Mitten im Pirmasenser Vorort Fehrbach: Eine eingeschneite Glasfaser-Baustelle. In fünf Stadtteilen und Ortsbezirken stehen die Arbeiten am schnellen Internet nun still. Zwar wurde seit Frühjahr über 20 Kilometer Glasfaserkabel verlegt, angeschlossen an die Haushalte wird es aber erst mal nicht. Zu unrentabel sagt das Unternehmen „Deutsche Glasfaser“. In Pirmasens ist man genervt. Michael Maas (CDU), Bürgermeister der Stadt Pirmasens „Nachdem diese Ausbauversprechen gebrochen wurden, bin ich natürlich der erste Ansprechpartner für meine Bürgerschaft, um zu sagen: Wie geht’s denn jetzt weiter? Sag uns,  wie’s weitergeht. Und diese Antworten heute zu geben, ist recht komplex und sehr schwierig. Vor allem, wenn dieses Geschäftsumfeld mit den Kommunikationsanbietern so unzuverlässig ist, wie es sich in der letzten Vergangenheit dargestellt hat.“ Das schnelle Internet, es kommt nur langsam. Nur  25 Prozent der rheinland-pfälzischen Haushalte haben Zugang zu Glasfaser, damit belegt das Bundesland im Ländervergleich den vorletzten Platz. Der Bundesschnitt ist mit über 50 Prozent doppelt so hoch. In Rheinland-Pfalz liegt der Kreis Kusel mit 70 Prozent Anbindung an der Spitze, Pirmasens belegt mit geschätzten 38 Prozent einen Mittelfeldplatz. Schlusslicht ist Worms mit 6 Prozent. (Grafik) Als vor zwei Jahren der damalige Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer die sogenannte Gigabit-Charta vorstellt, verspricht er: Bis 2030 sollen alle rheinland-pfälzischen Regionen mit Glasfaser versorgt sein. Davon ist man noch weit entfernt, kritisiert auch der Gemeinde- und Städtebund. Moritz Petry, Geschäftsführer Gemeinde- und Städtebund RLP „Ich glaube, wir haben uns zu viel vorgenommen. Dass zu viel gleichzeitig passieren muss. Dann werden die Ressourcen knapp, dann verabschiedet sich das eine oder andere Unternehmen vom Glasfaserausbau und lässt die Gemeinde stehen.“ In Pirmasens argumentiert die Deutsche Glasfaser, die Baukosten hätten sich durch gestiegene Materialpreise von ursprünglich kalkulierten 11 Millionen Euro auf 22 […]

  • Digitalisierungsministerin Schall: Kommunen helfen, in denen der Glasfaserausbau noch hakt

    Digitalisierungsministerin Schall: Kommunen helfen, in denen der Glasfaserausbau noch hakt

    Der Glasfaserausbau in Pirmasens ist ins Stocken geraten – wie insgesamt im Land. Darüber spricht Markus Appelmann mit der Frau, die das beschleunigen kann, Markus Appelmann, Moderator: Guten Abend. Dörte Schall (SPD), Digitalisierungministerin RLP: Guten Abend, Herr Appelmann. Appelmann: Frau Schall, wir haben eben in unserem Beitrag gesehen, wie schlecht der Glasfaser-Ausbau in Pirmasens läuft. Warum hinkt der Ausbau in vielen Regionen des Landes hinterher? Schall: Wir haben sehr unterschiedliche Ausbaugeschwindigkeiten beim Thema Glasfaser, gerade in Rheinland-Pfalz. Und uns geht es darum, die besten Möglichkeiten herauszufiltern, wie es gut gelingen kann. Deswegen haben wir in unserer Strategie aufgelegt, wie es gut funktioniert und nehmen die positiven Beispiele, um den Kommunen und Städten zu helfen, die noch nicht so weit sind. Appelmann: Zur Gigabit-Strategie 2030 kommen wir gleich noch, schauen wir erst mal auf die Daten des Breitbandatlas, die die Bundesnetzagentur erhoben hat. Diese Daten sprechen eine andere Sprache: da landet Rheinland-Pfalz nämlich im Ländervergleich nur auf dem vorletzten Platz! Das läuft doch alles andere als gut? Schall: Die Zahl, die Sie herausgegriffen haben, ist die Zahl der angeschlossenen Häuser, wo wirklich die Menschen zu Hause das Glasfaser haben. Das ist tatsächlich sehr herausfordernd, weil die Eigentümer nicht immer bereit sind, Glasfaser zu legen. Bei dem Legen von Glasfaser in der Kommune in der Straße sind wir allerdings besser aufgestellt. Da sind wir auf Platz 6 bis 7, je nach Berechnung der Bundesländer. Appelmann: Aber auch bei der Position ist noch Luft nach oben. Mit der Gigabit-Strategie, die sie als Landesregierung ausgerufen haben, wollen Sie erreichen, dass in vier Jahren alle rheinland-pfälzischen Haushalte und Unternehmen Zugang zu Glasfaser erhalten sollen. Welche Maßnahmen wollen Sie als Landesregierung ergreifen, damit der Glasfaserausbau beschleunigt wird? Schall: Wir haben uns da sehr viel vorgenommen. Aber wer sich nicht viel vornimmt, der kann auch nicht viel […]

  • Wie steht es um die Informationsfreiheit in Rheinland-Pfalz?

    Wie steht es um die Informationsfreiheit in Rheinland-Pfalz?

    Ganz oft wird von Behörden auf den Datenschutz verwiesen, wenn der Bürger eine Frage stellt. Das geht so gar nicht – viel auskunftsfreudiger sollten die öffentlichen Stellen sein: das fordert der Mann, der sich ganz offiziell in Rheinland-Pfalz darum kümmert, dass Sie an Ihre Informationen kommen. Er hat heute in Mainz einige interessante Fälle vorgestellt. Die Ahrtal-Flut vor viereinhalb Jahren hat verheerende Schäden angerichtet und trotz aller Bemühungen von Polizei- und Rettungskräften 135 Menschen das Leben gekostet. Bei einer Fachtagung im vergangenen Jahr stellt der Koblenzer Polizeipräsident die Einsatztaktik vor – deren Herausgabe wird einem Bürger auf Anfrage jedoch verweigert. Dieter Kugelmann, Landesbeauftragter für Informationsfreiheit RLP „Was wir nicht verstanden haben, weil es war eine öffentliche Veranstaltung. Also, auch online. Und was er auf einer öffentlichen Veranstaltung dann kundtut, das kann ja sinnhafterweise nicht so furchtbar geheim sein. Deshalb haben wir uns dann, nachdem wir eingeschaltet wurden, noch mal drum bemüht und gebeten, es noch mal zu prüfen. Und letztlich kam das Polizeipräsidium auch zu dem Schluss: Ja, okay, die Präsentation kann man rausgeben. „ Nicht immer hat der Bürger Erfolg. So lehnt die Polizei etwa  ab, Angaben zu Geburts- und Sterbedatum sowie Fundort von  Opfern der Ahrflut  herauszugeben.  Hier kann  auch Dieter Kugelmann nicht unterstützen, der Persönlichkeitsschutz überwiege. Kritisch sieht er dagegen die fragwürdige Taktik des  Behördenmikados, wie das Beispiel eines Bürgers aus der Südwestpfalz zeigt, der Informationen zu einem Verkehrsschild verlangte. Uli Mack, Referent für Informationsfreiheit „Der Bürger stand jetzt vor dem Problem, dass er zwei Stellen hat, die jeweils auf die andere gezeigt haben und gesagt haben, nicht ich bin zuständig, sondern die andere Behörde. An der Stelle ist das Gesetz für ihn allerdings von Vorteil: Es kommt hier nicht auf die Zuständigkeit an, es kommt nur darauf an, liegt die Information bei der Behörde vor, die […]

  • Erster Tag für mobile Arztpraxis in Dreis

    Erster Tag für mobile Arztpraxis in Dreis

    Gerade jetzt in der Erkältungszeit sind Hausärzte besonders gefragt. Doch gerade auf dem Land gibt es immer weniger. Und die, die da sind, sind völlig überfüllt. Ein kleiner Lichtblick ist die Mobile Arztpraxis. Sie kommt da hin, wo die Not besonders groß ist. Gestern gab es den ersten Einsatz in dem kleinen Ort Dreis bei Wittlich. Doch mit einem derartigen Ansturm hatte keiner gerechnet. Ob mit oder ohne Termin: Wer heute hierherkommt, muss Zeit mitbringen. Bis zu zweieinhalb Stunden warten die Patienten, um in der Mobilen Arztpraxis behandelt zu werden. Die meisten haben Verständnis. Diana Hares „Die Situation ist für uns hier auf jeden Fall angespannt. Da wir unseren Hausarzt verloren haben und dann nimmt man halt auch einiges in Kauf. Also das ist absolut in Ordnung. Also ich bin zurzeit auch nicht am Arbeiten, deswegen, Wartezeit ist mit eingeplant.“ Andreas Jerzen „Ich brauche meine Medikamente. Ich habe COPD. Und ohne meine Spritze geht es ganz schlecht. Und dass die heute hier sind, das ist praktisch.“ Marga Junk „Das ist eine Übergangslösung. Aber wir wollen hoffen, dass sich das besser einspielt. Und sie vielleicht zwei Mal pro Woche da wären. Das wäre schon eine Erleichterung.“ Die Mobile Arztpraxis kann alles, was ein niedergelassener Hausarzt auch kann. Rezepte und Krankschreibungen ausstellen. Blutdruck messen oder Symptome einordnen. Ortsbürgermeister Christoph Thieltges ist erleichtert, dass die fahrende Praxis jetzt hier ist. Im vergangenen Oktober hat es beim örtlichen Hausarzt gebrannt, die Praxis ist seitdem geschlossen. Christoph Thieltges (CDU), Ortsbürgermeister Dreis „Es ist eine Katastrophe für den Ort Dreis. Für die Patienten, die hier beim Doktor Patienten waren. Aber nicht nur für Dreis. Für die umliegenden Dörfer und für die Stadt Wittlich, die ja auch eine Arztpraxis jetzt weniger hat seit Januar. Es   ist eine Katastrophe, das muss man einfach so sagen.“ Zwei Mobile […]

  • Neujahrsbrezel für den Ministerpräsidenten

    Neujahrsbrezel für den Ministerpräsidenten

    Ganz viele sind ins neue Jahr gestartet mit dem Vorsatz weniger süß zu essen. Sollte sich der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz auch einen solchen Vorsatz gefasst haben, dann musste er heute damit bereits brechen. Denn traditionell bringt die Bäckerinnung zum Jahresstart eine XXL-Brezel vorbei. Sie soll dem Regierungschef Glück bringen. Nach drei Stunden Teigzubereitung und einer Stunde im Ofen ist sie fertig. Die glorreiche Neujahrsbrezel von Bäckermeister Alfred Wenz. Alfred Wenz, Bäcker-Obermeister aus Budenbach „Das ist jetzt die 27. Brezel und ich bin von Anfang an dabei und habe sie halt heute Morgen gebackt. Die ist jetzt noch lauwarm, die kam um 09:15 Uhr aus dem Ofen. Frischer geht’s nicht.“ Und damit zwei Stunden vor der  traditionellen Übergabe an den Ministerpräsidenten. Doch die Füllung ist diesmal anders: Marzipan, Nuss, Zimt und Rosinen sind drinnen, statt – wie üblich – Mohn. Alfred Wenz, Bäcker-Obermeister „Weil kein Mohn zu Hause war. Da haben wir dann kurzfristig etwas improvisiert. (…) Das ist ein bisschen Handarbeit, richtiges deutsches Bäckerhandwerk, so wie wir das leben mit Leib und Seele. Bäckerhandwerk ist einfach ein tolles Handwerk und man kann das nicht nur riechen, sondern auch schmecken.“ Der Geschmackstest findet allerdings  ohne  den Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer  statt.  Für ihn gibt’s  einen veganen Kuchen dazu. Denn er ernährt sich ohne tierische Produkte. Doch ob mit oder ohne Butter – beide Meisterwerke der Backkunst sollen Glück bringen. Mit Blick auf die Landtagswahl im März ein willkommenes Geschenk, zumal die CDU nach Umfragewerten vor der SPD liegt. Alexander Schweitzer (SPD), Ministerpräsident RLP „Ich bin sehr gelassen, ich bin sehr zuversichtlich. Es ist bundesweit durchaus so, dass die CDU bei aller Schwäche, die sie zurzeit hat, noch vor der SPD liegt. In Rheinland-Pfalz ist der Abstand deutlich geringer und die Werte für die Spitzenkandidaten – und darum geht’s ja auch bei der […]

  • Studie zu den Gefahren von E-Zigaretten

    Studie zu den Gefahren von E-Zigaretten

    Na, haben Sie auch gute Vorsätze gefasst? Mehr Sport, weniger Essen oder mit dem Rauchen aufhören etwa? Wäre auf jeden Fall gut für die Gesundheit, sagt Thomas Münzel. Er ist Mediziner und hat an einer Studie zu vermeintlich sicherem Nikotin mitgeschrieben. Der Mainzer Forscher warnt eindringlich vor den gesundheitlichen Gefahren von E-Zigarette & Co – und vor einer der größten Nikotinsuchtwellen seit den 1950er Jahren. Süßer Geschmack, buntes Design – so kommen viele E-Zigaretten daher. Während der Konsum von Tabak seit Jahren rückläufig ist, nimmt der von E-Zigaretten stetig zu. Schätzungen gehen von mittlerweile über vier Millionen Konsumenten deutschlandweit aus, etwa jeder vierte Jugendliche ist schon damit in Berührung gekommen. Das Problem: Auch beim Verdampfen werden giftige Stoffe wie Nikotin freigesetzt. Prof. Thomas Münzel, Kardiologe Universitätsmedizin Mainz „Wir wissen, dass zum Beispiel E-Zigaretten Bluthochdruck machen. Dass die Entzündungsmarker im Blut hochgehen. Dass die Gefäße steifer werden. Was im Endeffekt auch erklärt, warum wir Blutdrucksteigerungen sehen. Und diese Entwicklung ist unserer Meinung nach eine Art Zeitbombe.“ Auch Alternativen wie Tabakerhitzer und Nikotinbeutel könnten bereits bei einmaligem Gebrauch Gefäßschäden verursachen. Langfristig steige das Risiko für Gefäßverkalkungen, Herzerkrankungen und Zellschädigungen im Gehirn. Das alles führen Thomas Münzel und seine Studienkollegen auf das Nervengift Nikotin zurück, das zudem stark süchtig mache. Prof. Thomas Münzel, Kardiologe Universitätsmedizin Mainz „Das Suchtpotenzial von Nikotin wird verglichen mit Heroin und Kokain. Also, wir haben hier ein Produkt, was extrem süchtig macht. Und das Interessante ist ja: Die E-Zigarette zum Beispiel wurde entwickelt, damit die Raucher auf E-Zigaretten umsteigen und dann mit dem Rauchen aufhören. Und das schaffen die Raucher nur in ungefähr zehn Prozent.“ Vielmehr würden E-Zigaretten, die oft mehr Nikotin enthalten als Tabakzigaretten, zusätzlich konsumiert und seien insbesondere für Jugendliche eine zunehmend beliebte Einstiegsdroge. Prof. Thomas Münzel, Kardiologe Universitätsmedizin Mainz „Das ist jetzt eine Entwicklung, die meiner […]

  • Vorschau auf das politische Jahr in Rheinland-Pfalz

    Vorschau auf das politische Jahr in Rheinland-Pfalz

    Das neue Jahr hat begonnen und auch wenn Prognosen immer eine schwierige Sache sind – es wird ein spannendes politisches Jahr. Nicht zuletzt in Rheinland-Pfalz: Hier blickt alles auf den 22. März. Glaubt man den jüngsten Umfragen, dürfte Rheinland-Pfalz ein Regierungswechsel bevorstehen. Denn die bisherige Landesregierung aus SPD, Grünen und FDP scheint weit weg von einer erneuten Mehrheit zu sein. Das Modell „Ampel“ – auch im Bund gescheitert – könnte damit vor dem Aus stehen. Vor allem für die SPD steht viel auf dem Spiel. Nachdem sie 35 Jahren unangefochten den Regierungschef in Mainz gestellt hat, könnte für sie nur noch die Position des Juniorpartners bleiben. Für Ministerpräsident Alexander Schweitzer wäre das eine klare Niederlage, auch wenn sie sich in den allgemeinen Abwärtstrend der SPD einfügen würde. Sollte das Ergebnis allerdings besser werden als erwartet, dürfte das auch sein bundespolitisches Gewicht stärken. Die CDU dagegen kann sich gute Chancen ausrechnen, wieder in die Staatskanzlei einzuziehen. Spitzenkandidat Gordon Schnieder weiß aber, dass seine Partei schon mehrfach kurz vor einem Wahlsieg stand – und dann auf den letzten Metern verstolperte. Ein Sieg am 22. März ist daher Pflicht – will Gordon Schnieder seine Partei nicht in eine handfeste Krise stürzen. Dabei helfen dürfte ihm, dass nicht nur die SPD, sondern auch ihre Koalitionspartner in schwerem Fahrwasser sind. Die Grünen sind zwar in Umfragen noch relativ stabil, tun sich aber schwer, ihre Kernthemen in den aktuellen Krisen zu platzieren. Die FDP muss sogar damit rechnen, aus dem Landtag zu fliegen. Und das dürfte die existenzielle Not der Partei verstärken, die seit dem vergangenen Jahr auch nicht mehr in Bundestag vertreten ist. Am Gelassensten kann noch die AfD auf den Wahltag blicken. Ihr sagen die Demoskopen deutliche Zugewinne voraus. Damit rechnen, in die Regierungsverantwortung zu kommen, muss sie allerdings nicht. Doch als stärkste Oppositionspartei […]

  • Morbacher Bürgermeister begeistert auf social media

    Morbacher Bürgermeister begeistert auf social media

    Seit letztem Jahr hat die rheinland-pfälzische Gemeinde Morbach einen neuen Bürgermeister, der nicht nur im Ort, sondern auch im Netz für Aufsehen sorgt. Arianit Besiri wurde im Kosovo geboren, flüchtete und wuchs in Trier auf. Als er 31 Jahre alt ist, wird er in das Hunsrücker Rathaus gewählt. Eine echte Überraschung. Was ihn so beliebt macht, haben wir uns bei einem Ortsbesuch in Morbach angeschaut. Dieser Bürgermeister hat mehr Follower als seine Stadt Einwohner. In Morbach nennt man ihn den „coolsten Bürgermeister Deutschlands“. Seit März vergangenen Jahres  ist Arianit Besiri im Amt und erreicht seine  Bürger sowohl vor Ort als auch in den sozialen Netzwerken. Arianit Besiri (SPD), Bürgermeister Morbach „Letztendlich ist moderne Social-Media-Arbeit wie Bürgerdialog auf der Straße und das müssen auch Politikerinnen und Politiker erkennen. Gleichzeitig ist es natürlich immer wieder vereinzelt auch mal mit Reaktionen, die da Unverständnis äußern.“ Die Gemeinde Morbach zählt rund 10.500 Einwohner. Während einige davon seine Online-Präsenz als Zeitverschwendung kritisieren, sind andere regelrechte Besiri-Fans. Sonja Kummerer „Er ist so authentisch. Also er hat alles mitgemacht, was das Faschingsprogramm angeht. Er ist einfach so nahbar.“ Manuela Fritsch „Ob er jetzt bei TikTok ist, bei Insta oder Youtube, er macht sich dadurch bekannt und ja, ich denke mal, viele werden damit auch ihren Spaß haben.“ Marita Fritsch „Was ihn vielleicht schon ausmacht, sind seine weißen Sneaker, die er ja immer zu seinem schicken Anzug trägt. Ich denke das macht schon was aus für einen coolen Bürgermeister, hat man ja nicht so oft.“ Neben den weißen Sneakern ist dem 32-Jährigen vor allem eines wichtig: Offenheit. Für den in Trier aufgewachsenen Besiri  bedeutet das, mit allen ins Gespräch zu kommen. Arianit Besiri (SPD), Bürgermeister Morbach „In einer heutigen Zeit in der wir überflutet werden von Nachrichten, in der wir aber auch immer das Gefühl haben, dass das […]

  • Wohngemeinschaft für Demenz-Kranke

    Wohngemeinschaft für Demenz-Kranke

    Die meisten sind im Alter auf Hilfe angewiesen – gerade bei Demenzkranken führt oft kein Weg an einem Altenheim vorbei. Die Rheinhessen-Fachklinik in Alzey geht andere Wege: mit einer WG für Demenzkranke. Johanna Strack ist die Älteste der zwölf Mitbewohner. Mit ihren 98 Jahren lebt sie  am längsten hier in der WG. Bei der täglichen Morgengymnastik kann sie trotz ihrer fortschreitenden Demenz gut mithalten. Bevor Johanna Strack vor sieben Jahren in die Wohn-Pflege-Gemeinschaft eingezogen ist, hat sie alleine gewohnt. Johanna Strack, 98 Jahre „Da bin ich ganz froh drum, dass ich nimmer alleine bin. Man kann sich unterhalten, daheim hat man da alleine gesessen und hat keine Abwechslung. Und hier ist immer ein bisschen, wir tun mal kegeln, wir machen Gymnastik, wir machen mal, es kommt das Museum hierher. Und es ist immer ein bisschen was geboten hier.“ Freizeitaktivitäten gibt es in der WG viele. Darum  müssen sich auch  die Angehörigen der Bewohner kümmern, die hier generell viel eingebunden sind. Im Gegensatz zu vollstationären Pflegeheimen stehe in der Demenz-WG  die Selbstbestimmung der Mitbewohner im Vordergrund, sagt Bettina Koch, die die WG koordiniert. Bettina Koch, Koordinatorin Wohn-Pflege-Gemeinschaft „Wir richten uns nach dem Lebensrhythmus der Bewohner. Der eine steht gern um sieben Uhr auf, möchte eine Tasse Kaffee und ein Marmeladenbrot. Der nächste kommt um halb neun. Der möchte vielleicht noch was anderes. Es gibt ne grobe Struktur, aber wir passen uns so den individuellen Gewohnheiten der Bewohner an.“ So entscheiden immer alle gemeinsam, was es zu Essen gibt. Und auch beim Kochen dürfen sich die WG-Bewohner einbringen – müssen es aber nicht. So wie Margot Lehrbach, die stattdessen lieber an der frischen Luft ist. Margot Lehrbach, 86 Jahre „Ich kann weggehen, wenn ich will. Also ich bin nicht gezwungen, an Zeiten festzuhalten. Das ist mir sehr wichtig. Damit ich frei mich […]

  • Inklusive Kita Unkel ist "Kita des Jahres"

    Inklusive Kita Unkel ist „Kita des Jahres“

    Einmal im Jahr wird der Deutsche-Kita-Preis verliehen. Die Gewinner 2025: Die inklusive Kindertagesstätte Unkel aus dem Landkreis Neuwied in Rheinland-Pfalz. Vor allem überzeugt die Jury, dass Kinder mit Behinderung optimal integriert werden. Wir haben die glücklichen Gewinner besucht. Die Freude ist riesengroß. Die Inklusive Kita Unkel hat sich gegen insgesamt rund 600 Kitas  aus ganz Deutschland durchgesetzt. Ihr Konzept. Nicht das Kind soll sich der Kita anpassen, sondern die Kita dem Kind. Claudia Gries, Leiterin Kita Unkel „Wir nehmen einfach das Kind so an und gucken welchen Rucksack bringt es mit, was braucht das Kind gerade du ja wir handeln dementsprechend. Und ich glaube der große Unterschied ist, dass wir immer bereit sind auch unseren Alltag oder unsere Strukturen hier in der Kita für das jeweilige Kind zu überdenken.“ In der städtischen  Kita gibt es keine festen Gruppen. Die Kinder können sich frei in der Einrichtung bewegen und das machen, was ihnen am meisten Spaß macht. Egal ob kreativ arbeiten in der Mal- und Bastelwerkstatt oder Toben im Bewegungs- oder im Rollenspielraum. Natürlich gibt es auch Rückzugsmöglichkeiten, wenn man müde vom ganzen Spielen ist. Sarah „Es gibt so viele Möglichkeiten, die Spiele ausprobieren.“ Lilly „Weil wir uns hier einfach frei bewegen können und so.“ Elias „Sehr viele Räume und man kann hier spielen.“ Immer mittendrin, Karl, ein speziell ausgebildeter Therapiehund. Er hilft bei der Betreuung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen. Claudia Gries, Leiterin Kita Unkel „Tiere haben einfach nochmal eine ganz andere Basis um auf ein Kind zuzugehen. Die Kinder öffnen sich den Tieren ganz anders wie uns Erwachsenen. Tiere schenken Vertrauen, aber die Kinder wissen, dass wir den Tieren gegenüber eine Verantwortung haben.“ Denn neben Karl gibt es noch weitere Vierbeiner. Fünf Zwergziegen sind ebenfalls Teil der Kita und wollen auch versorgt werden. Dazu gehören jeden Tag Stalldienste und […]

  • Song für Fastnachtskampagne gesucht

    Song für Fastnachtskampagne gesucht

    Noch gut fünf Wochen sind es, bis zum Beginn der Mainzer Straßenfastnacht – doch eins fehlt noch: der Fastnachtssong 2026. Deshalb sind am Samstag 14 Künstler und Musikgruppen aus den verschiedenen Stadtteilen mit ihren Songs gegeneinander angetreten. Stimmung natürlich garantiert. Die Titelverteidiger Handkäs und sei Mussig oder die dreimaligen Gewinner und Lokalmatadoren „Dobbelbock“. Sie alle wollen ihn – den „Steher“ und damit den Titel des besten Fastnachtssongs 2026. Circa 300 Menschen haben sich in ihre besten Kostüme geworfen und  feiern vor Ort ausgelassen mit. Denn den Meenzern  ist ihre Fastnacht heilig. Silke Marik und Petra Landau „Auf jeden Fall sehr; sehr gut; ja. Fantastisch. Spektakulär.“ Anne Gasteyer „Ich war letztes Jahr nicht hier, ich war tatsächlich nur online da und ich muss sagen, es ist schon wirklich cooler, wenn man hier ist.“ Jens Grützner „Ich bin das erste Mal heute da und finde das einfach ne neue Sache für mich jetzt. Mit Votings und unterschiedlichen Liedern.“ Die Veranstaltung wird seit fünf Jahren vom Gonsenheimer Carneval Verein organisiert. Als eine der wenigen Frauen, ist sie seit Beginn dabei – Laura Heinz. Laura Heinz, Sängerin „Das Besondere an dem Event ist die Vielfalt, die die Mainzer Musikszene mittlerweile zu bieten hat, die verschiedenen Genre, die verschiedenen Konstellationen, die verschiedenen Bühnen-Performances. Man supportet sich gegenseitig, man hat miteinander Spaß, man freut sich auch für die anderen und es ist einfach mega schön und ein wundervoller Auftakt in die Kampagne.“ Eine Neuheit dieses Jahr: eine Jury, die die Auftritte bewertet. Ihre Entscheidung macht 25% des Gesamtergebnisses aus. Die Bewertungskriterien sind unterschiedlich. Anja Heylmann, Content-Creatorin „frustrierte.alte“ „Für mich persönlich war es ganz wichtig, dass man das auch fünf Tage am Stück durchhören kann, ohne, dass es einem auf die Nerven geht.“ Philipp Bommersheim, Co-Host „Kaiser-Talk“ „Entertainment, Qualität und geile Produktion.“ Den Rest entscheiden die Zuschauer […]

  • Jahreswechsel 2025/26 - Einsatzreiche Nacht für Rettungskräfte

    Jahreswechsel 2025/26 – Einsatzreiche Nacht für Rettungskräfte

    Überwiegend ruhig und friedlich – so bilanzieren die Innenministerien in Hessen und Rheinland-Pfalz die Silvesternacht. Und trotzdem: Feuerwehr und Polizei hatten alle Hände voll zu tun. Von diversen Bränden, über Festnahmen wegen Körperverletzung oder dem Abfeuern illegaler Böller, bis hin zu Angriffen mit Feuerwerk auf Polizisten. Jahreswechsel vor der Porta Nigra in Trier. Rund 1.000 Menschen feiern hier die Silvesternacht. Ein schöner Anblick, und ein nicht ganz ungefährlicher. Die Feuerwerkskörper werden teils direkt in der Menschenmenge gezündet. Und auch in Frankfurt schien die Vernunft gegen den Übermut durch Alkohol und Partylaune keine Chance gehabt zu haben. Während die einen das Feuerwerk vor der Skyline bewundern, schießen die anderen Raketen in die Menschenmenge. Polizeikräfte, die auf der Alten Brücke für Sicherheit sorgen sollen, werden selbst mit Feuerwerk beworfen. Allein in Frankfurt wurden 11 Polizisten während ihres Einsatzes verletzt. Auch an das Böllerverbot auf der Zeil haben sich nicht alle gehalten. Insgesamt wurden in Hessen 120 Menschen festgenommen, in Rheinland-Pfalz waren es 14. Die Zahl der Straftaten und Ordnungswidrigkeiten zu Silvester habe sich im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt, so das rheinland-pfälzische Innenministerium. Unter Raketenzischen und Böllerknallen waren auch vielerorts Sirenen von Einsatzfahrzeugen zu hören. Denn neben Körperverletzungen verursachte das Feuerwerk jede Menge Brände. Doch darauf sei man eingestellt gewesen, so die Feuerwehr Trier. Thorsten Marx, Einsatzleiter Berufsfeuerwehr Trier „Wir hatten vier freiwillige Feuerwehren in der Bereitschaft in ihrem Gerätehaus, die haben uns die kleineren Einsätze wie Müllbehälterbrände schön abgearbeitet, ansonsten kam es nur noch zu einem Brand auf einem Balkon, der wurde aber von den Bewohnern vor Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht.“ In Schweich im Kreis Trier-Saarburg hat sich ein Brand von einer Garage aus bis unters Dach ausgebreitet. Alexander Loskyll, Einsatzleiter Feuerwehr Schweich „Bei Eintreffen an der Einsatzstelle wurden von uns noch drei Erwachsene und drei Kinder von einem Flachdach im […]

  • Busfahren wird teurer - Rhein-Main-Verkehrsverbund erhöht Ticketpreise

    Busfahren wird teurer – Rhein-Main-Verkehrsverbund erhöht Ticketpreise

    Mit dem Jahreswechsel kommen bekanntlich auch Änderungen, die man im Portemonnaie spüren wird. So wird beispielsweise das Deutschland-Ticket um 5 Euro teurer. Fahrgäste bezahlen jetzt 63 Euro monatlich. Und auch der RMV, der größte Verkehrsbetrieb in Hessen, hebt seine Preise deutlich an – und streicht einzelne Angebote wie die 9-Uhr-Monatskarte. Heute Morgen geht es noch gemütlich zu in der Frankfurter Innenstadt. Seit dem Jahreswechsel gelten auch in der Mainmetropole höhere Ticketpreise für Busse und Bahnen. Der ein oder andere hat die Veränderung gleich gespürt. Alexander Seitz „Ich habe mich gerade gewundert, dass es teurer geworden ist. Bei dem Personalmangel, den die gerade haben, fällt ja fast jeder zweite Bus aus.“ Saskia R. „Ich würde vermutlich mehr Rad fahren. Also ich fahre sowieso schon viel Rad. Ja, ich würde dann wirklich nur noch mit dem Rad durch Frankfurt fahren und mir überlegen, ob ich jetzt mit dem RE nach Wiesbaden zur Arbeit fahre oder ob ich mehr Auto fahre, was natürlich auch nicht so gut ist für die Umwelt.“ Der Rhein-Main-Verkehrsverbund koordiniert den regionalen Bus- und Bahnverkehr in großen Teilen Hessens. Im Jahr 2024 zählt der RMV 825 Millionen Fahrgäste. Und die werden jährlich mehr. Doch viele greifen mittlerweile auf das Deutschlandticket zurück. Joshua Keller „Es ist eine kostengünstigere Alternative als wenn ich jeden Tag eine Tageskarte hole, die, glaube ich, 7,80€ kostet. Sind wir bei zehn Tagen schon, da brauchen wir eigentlich gar nicht mehr rechnen. Entsprechend ist das Deutschlandticket einfach günstiger in dem Punkt.“ Bedeutet: Sinkende Einnahmen für die Verkehrsbetriebe. Das Deutschlandticket ist aber nicht die einzige Ursache, warum der RMV seine Preise erhöht. Sprecher Rhein-Main-Verkehrsverbund „Grund dafür sind die zunehmenden Kosten für Löhne, Gleisnutzung und Energie bei gleichzeitig sinkenden Fahrkarten-Einnahmen. Die RMV-Ticketpreise steigen daher um durchschnittlich 4,75 Prozent. Die Preisanpassungen dienen unmittelbar der Sicherung der Finanzierung des Bus- […]

  • Mehrwertsteuer in der Gastronomie sinkt auf 7 Prozent

    Mehrwertsteuer in der Gastronomie sinkt auf 7 Prozent

    Das neue Jahr bringt für Gastronomen eine lang erwartete Entlastung. Die Mehrwertsteuer auf Speisen ist jetzt dauerhaft gesenkt – von 19 auf 7 Prozent. Laut dem Deutschen Hotel- und Gaststätten-Verband, kurz DEHOGA, ein längst überfälliger Schritt. Kritiker stellen jedoch die langfristige Wirkung in Frage. Was bedeutet die Senkung der Mehrwertsteuer konkret für Restaurants und was merkt der Gast davon? Ein Blick in die Speisekarte zeigt: fast alles beim alten. Im Brauwerk Bad Kreuznach haben sich die Preise trotz der Senkung der Mehrwertsteuer nur bei einigen  Suppen und Salaten verringert. Inhaber Andreas Röth kann die Einsparung der Steuer nicht komplett an seine Kunden weitergeben. Andreas Röth, Inhaber „Ich gebe nur ein kleines Beispiel: Heute Morgen hat unsere Putzfirma schon angerufen und hat gesagt, dass der Mindestlohn erhöht ist. Die gehen schon mal hoch mit dem Preis. Der Bäcker ist mit dem Preis hochgegangen, der Metzger hat fünf Prozent erhöht. Also es ist irgendwo ein Kreislauf. Wahrscheinlich wären wir auch im Januar teurer geworden. So gehen wir etwas mit Sachen runter.“ Nur durch die Senkung der Mehrwertsteuer muss er die Preise im neuen Jahr nicht anheben. Durch die weiterhin steigenden Lebensmittelpreise kann er die meisten Hauptgerichte nicht günstiger anbieten. Nur bei wenigen Speisen sinken die Preise um etwa fünf Prozent. Für Getränke gilt die Mehrwertsteuersenkung nicht. Noch immer haben die Gastronomen mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Auch Andreas Röth muss noch einen Kredit zurückzahlen. Dazu machen vor allem die gestiegenen Energiekosten günstigere Speisen unmöglich. Die Gäste zeigen sich verständnisvoll. Im Brauwerk bleiben die Kunden nicht aus. Birgit Röhrig „Ich denke das kann man woanders ein bisschen einsparen. Man möchte sich ja auch was gönnen und wir gehen nach wie vor essen.“ Helga Könings „Es ist schon alles viel teurer geworden. Vor ein paar Jahren konnte man noch für die Hälfte […]

  • Gesunkene Mehrwertsteuer - Im Gespräch mit DEHOGA-Präsident Gereon Haumann

    Gesunkene Mehrwertsteuer – Im Gespräch mit DEHOGA-Präsident Gereon Haumann

    Hat die Senkung eine Auswirkung auf den Preis? Dazu der Vertreter des Hotel- und Gaststättenverbandes bei Eva Dieterle. Eva Dieterle, Moderatorin: Ein Thema, das natürlich auch den DEHOGA-Präsidenten beschäftigt. Den begrüße ich jetzt bei mir im Studio. Gereon Haumann – schön, dass Sie da sind. Guten Abend. Gereon Haumann, Präsident DEHOGA RLP: Guten Abend. Dieterle: Wir haben es gerade gehört, Sie haben lange dafür gekämpft, für die Senkung der Mehrwertsteuer. Jetzt ist sie da. Was macht das bei Ihnen? Aufatmen? Haumann: Vor allen Dingen Erleichterung, weil wir in den vergangenen beiden Jahren jeweils 500 Betriebe in Rheinland-Pfalz im Gastgewerbe verloren haben. Oder 15.000 Arbeitsstellen. Und die Senkung, die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer führt jetzt dazu, dass wir wirklich durchatmen können. Dass wir uns einen Neuanfang, einen Neustart erlauben können, dass wir vernünftig kalkulieren, um genau das zu erreichen, was einer der Gäste eben gesagt hat: ein gutes Preis-Leistungsverhältnis mit guter Qualität aus Küche, Keller und Service. Dieterle: Sie haben die Gäste gerade angesprochen. Natürlich haben die Menschen, die ins Restaurant gehen, jetzt auch die Erwartung ja, dass das wieder günstiger wird. Wir haben es gerade im Beitrag schon gehört, so richtig die Hoffnung darauf können Sie nicht machen. Warum ist das so? Haumann: Ja, weil ganz, ganz viele Kosten in den letzten Jahren und auch zu Beginn dieses Jahres in die Höhe geschnellt sind. Wenn Sie an die Energiekosten denken, wenn Sie an die Lebensmittelhaltungskosten denken, wenn Sie an den Mindestlohn denken, der um 10 % gestiegen ist. Aber die Gäste profitieren trotzdem, denn das Lokal bleibt erhalten als wichtige Begegnungsstätte, als Treffpunkt für ein soziales Miteinander. Ich glaube das ganz, ganz wichtig. Lebendige Innenstädte und eine attraktive ländlich Region brauchen Gastronomie wie Menschen die Luft zum Atmen. Und das bleibt erhalten als ein ganz, ganz wichtiger Beitrag, den die Bundespolitik […]