Rheinland-Pfalz

  • Gesundheitsminister suchen Plan für den Corona-Herbst

    Gesundheitsminister suchen Plan für den Corona-Herbst

    Lange Zeit war es in der Pandemie selbstverständlich – vor jeder Veranstaltung, jedem Familienbesuch: ein Coronatest. Doch damit soll jetzt endgültig Schluss sein. Ab Juli wird es keine flächendeckenden, anlasslosen Gratistests mehr geben. Das Gratisstäbchen für jedermann, es ist bald passé. Doch nicht jeder will darauf verzichten. Jürgen Stumpf: „Wenn ich auf Veranstaltungen gehe, wo mehrere Personen sind, mache ich immer einen Test, wenn’s geht. Auf jeden Fall. Also ab fünf Leute, immer Test.“ Leo „Also, wenn ich mich mit Kumpels treffe und einer von denen ist krank, dann sagt er mal, lasst euch lieber testen, ich fühle mich gerade nicht so gut. Ich habe mich letzte Woche auch nicht so gut gefühlt, habe es auch nochmal genutzt.“ Doch Ende Juni ist Schluss. So haben es die Gesundheitsminister der Länder heute bei ihrem Treffen mit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach in Magdeburg entschieden. Zum einen habe es viel Missbrauch gegeben. Es seien Tests abgerechnet worden, die gar nicht stattgefunden haben. Zum anderen: Karl Lauterbach, SPD, Bundesgesundheitsminister „Wo ein sehr geringes Risiko ist, dass jemand positiv ist, ist die Zahl der falsch positiven Befunde einfach zu hoch und daher ist das auch eine Maßnahme im Sinne der Qualitätsoptimierung der Tests.“ Künftig gibt es kostenfreie Coronatests nur noch für Menschen mit Symptomen, zur Präventivtestung in Pflegeheimen und Krankenhäusern, vor Großveranstaltungen und in Hotspots. Auch für Schwangere in den ersten drei Monaten und Geflüchtete aus der Ukraine sollen die Tests kostenlos bleiben. Alle anderen müssen Coronatests künftig aus eigener Tasche zahlen. Auf konkrete Schutzmaßnahmen für die kalte Jahreszeit konnten sich die Gesundheitsminister heute allerdings nicht einigen. Unverständlich aus Sicht der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz. Dr. Markus Mai, Präsident Landespflegekammer Rheinland-Pfalz „Ich finde, das sind immer diese unnötigen politischen Ränkespielchen, das ärgert mich daran. Im Prinzip haben wir die Erkenntnisse, wir wissen, dass wir was tun müssen. Wir […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Keine Zukunft für 9-Euro-Ticket — Impfstoffproduktion für Afrika — Ende des Immobilien-Preisbooms erwartet Keine Zukunft für 9-Euro-Ticket Bundesverkehrsminister Volker Wissing schließt aus, dass der öffentliche Nahverkehr dauerhaft für nur neun Euro im Monat genutzt werden könne. Wie der rheinland-pfälzische FDP-Politiker heute sagte, freue er sich über die positive Resonanz. Allerdings bleibe das günstige Angebot auf drei Monate begrenzt, denn es koste den Staat monatlich über eine Milliarde Euro zusätzlich. Er werde mit den Ländern darüber diskutieren, wie das Angebot von Bus und Bahn dauerhaft verbessert werden könne. Impfstoffproduktion in Afrika Das Mainzer Pharma-Unternehmen BioNTech hat heute in der ruandischen Hauptstadt Kigali mit dem Bau der ersten Produktionsstätte für seinen Corona-Impfstoff in Afrika begonnen. Das Unternehmen hat dafür schlüsselfertige Produktionsanlagen in Containern entwickelt. Die ersten Module sollen bis Ende des Jahres geliefert werden. Die Produktion soll etwa 12 bis 18 Monate nach der Installation beginnen. Weitere Anlagen sind im Senegal und in Südafrika geplant. BioNTech schätzt, dass anfänglich bis zu 50 Millionen Impfstoffdosen für Afrika produziert werden können. Ende des Preisbooms erwartet Der Immobilienverband IVD West erwartet für die nähere Zukunft keine großen Preissprünge mehr auf dem rheinland-pfälzischen Immobilienmarkt. Die zuletzt wieder anziehenden Zinsen für die Baufinanzierung würden zu einer Beruhigung der Kostenentwicklung führen. Im vergangenen Jahr seien die Preise für Einfamilienhäuser um fünf bis zehn Prozent gestiegen. Eigentumswohnungen hätten sich landesweit um rund 6 Prozent verteuert, die Mieten im Schnitt um rund 4 Prozent.

  • Mainzer Dom bekommt eine gigantische Orgel

    Mainzer Dom bekommt eine gigantische Orgel

    Im Mainzer Dom entsteht zurzeit eine der größten Orgeln Deutschlands. Schon seit den 1980er Jahren ist die Erneuerung der Orgelanlage in Planung, denn die Domorgel konnte klanglich nicht wirklich überzeugen. Doch etwas Neues in ein 1.000 Jahre altes, denkmalgeschütztes Gebäude einzubauen, ist ein komplizierter Vorgang. Besonders, wenn es sich um einen Kaiserdom handelt. Doch jetzt ist eine der insgesamt drei neuen Orgeln bereits eingebaut – und die zweite, die Haupt-Orgel, steht kurz vor der Vollendung. Es sind schon etwas gewöhnungsbedürftige Töne, die durch die alten Mauern des Mainzer Domes herausschallen. Sie kommen von ganz oben. Aus dem Ostchor der Kathedrale. Hier verleiht Stefan Niebler der neuen Hauptorgel sozusagen den letzten tonalen Schliff. Stefan Niebler, Intonateur Wenn wir Intonateure, ist unser spezieller Beruf im Orgelbau, dann fertig sind, dann ist die Orgel auch fertig. Wir sind die letzten, die an der Orgel sind. Vorher sind natürlich viele technische Arbeiten zu machen. Die Orgel wird ja zuerst in der Firma gezeichnet, geplant, dann zuhause aufgebaut. Genau nach Plan. Dann wird sie zuhause abgebaut und wird im Dom noch mal montiert. Dann werden die 8.000 Pfeifen sozusagen gestimmt. Alleine das dauert ein paar Monate. Insgesamt erhält der Mainzer Dom drei neue Orgeln. Eine ist bereits eingebaut. Domorganist Daniel Beckmann darf schon am Spieltisch des 1,5 Millionen Euro teuren Hightech-Instruments Platz nehmen. Seit zwei Jahren wird die neue Orgelanlage eingebaut. Es ist nicht nur der Klang, der den Organisten zum Schwärmen bringt, sondern auch die Architektur des Instruments. Daniel Beckmann, Domorganist „Das Besondere an dieser Orgel ist, dass sie auf einer sehr, sehr kleinen Grundfläche gebaut wurde, weil sich darunter der Hauptein- und Ausgang des Doms befindet, sie also an sechs Stahlstangen, die an einer Trägerkonstruktion im Gewölbe befestigt sind abgehängt ist, mit ihren zwanzig Tonnen Gewicht.“ Die dritte Orgel im Westchor ist noch […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen. Heute Nacht kommen von Südwesten her teils heftige Gewitter ostwärts bis etwa Frankfurt voran. In Nordhessen bleibt es bei wenigen Wolken trocken. Die Tiefstwerte liegen zwischen 19 Grad in Ludwigshafen und 15 Grad im Bergland. Morgen Freitag erfassen die Schauer und Gewitter bereits am Morgen Nordhessen. Tagsüber entstehen dann erneut Schauer und Gewitter mit Unwetterpotenzial. Zwischendurch gibt es auch mal ein bisschen Sonne. Die Temperaturen steigen auf 22 bis 27 Grad. Am wärmsten wird es am südlichen Rhein. Am Samstag kehrt vorübergehend etwas Ruhe ein, bevor am Sonntag Schauer und Gewitter erneut das Wetter bestimmen. Die neue Woche startet dann schwül und heiß, die Gewittergefahr nimmt weiter zu.

  • Hotels im Ahrtal haben noch immer große Probleme

    Hotels im Ahrtal haben noch immer große Probleme

    Erst die Pandemie, dann der Krieg in der Ukraine und jetzt die Inflation. Die Tourismusbranche steckt seit über zwei Jahren in mehreren Krisen gleichzeitig. In Rheinland-Pfalz kam sogar die Flut im Ahrtal noch dazu, die Gaststätten und Hotels zerstörte. Aktuell macht der bald anstehende Jahrestag der Flut vielen Hoteliers zu schaffen, denn er bedeutet gleichzeitig das Ablaufen von Fristen. Es wird fleißig gespachtelt im Hotel Rodderhof in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Insgesamt 30 Handwerker arbeiten fast jeden Tag, damit das Hotel in drei Wochen, zumindest zum Teil, wieder öffnen kann. 40 der 56 Zimmer sind schon startklar, das Restaurant und die Küche sollen bald folgen. Und zwar schnell. Da seine Versicherung ein Jahr nach der Flut nicht mehr zahlt, muss Direktor Daniel Hempen jetzt Geld verdienen. Daniel Hempen, Direktor Hotel Rodderhof „Wir sind sozusagen gezwungen, aufzumachen. Das heißt, wir arbeiten diesem Datum entgegen und sind da voller Vorfreunde auch im Namen der Mitarbeiter. Und es ist halt enormer Stress, der jetzt so in den nächsten oder schon seit zwei Wochen andauert oder auch die nächsten drei, vier Wochen noch andauern wird.“ Wenn er nicht öffnet, könnte er sein Personal nicht mehr bezahlen und die laufenden Kosten decken. Nun muss er Zimmer anbieten, obwohl das Hotel noch eine Großbaustelle ist. Mit dem Problem ist er nicht allein. 90% der Hotels im Ahrtal sind noch geschlossen. Bei fast allen zahlt die Versicherung nur ein Jahr nach der Flut, der Wiederaufbau dauert aber deutlich länger. Ahr-Tourismuschef Christian Lindner befürchtet, dass Hoteliers so in Not geraten könnten und fordert Überbrückungszuschüsse. Christian Lindner, Vorsitzender Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler „Vor allen Dingen muss das Land auch Druck auf den Bund machen, um da Lösungen zu finden, dass diese Notwendigkeit auch noch klarer gemacht wird. Hier ist noch lange nicht alles wieder gut und wir brauchen nach wie vor die […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    VhU gegen Aus für Verbrennungsmotoren —  Ver.di fordert fast 10% mehr Lohn für Lufthansa-Bodenpersonal — Morgen Warnstreik am Uniklinikum Gießen-Marburg Gegen Aus für Verbrennungsmotoren Die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände VhU unterstützt die Position von Bundesfinanzminister Christian Lindner. Dieser hatte sich gegen ein Verbot von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ausgesprochen. Nach einem Beschluss des EU-Parlaments sollen ab 2035 in der EU nur noch Fahrzeuge verkauft dürfen, die keine klimaschädlichen Treibhausgase ausstoßen. Klimaneutrale synthetische  Kraftstoffe sollen nicht berücksichtigt werden. Die VhU sieht dadurch die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie und ihren Zulieferern gefährdet. Der Verbrennungsmotor führe nur dann zu CO2-Emmissionen, wenn fossile Kraftstoffe genutzt würden. Die Bundesregierung müsse die Pläne des EU-Parlaments ablehnen. Lohn-Plus von fast 10 Prozent gefordert Die Gewerkschaft ver.di will einen deutlichen Gehaltssprung für das Bodenpersonal der Lufthansa erreichen. Die rund 20.000 Beschäftigten sollen 9,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 350 Euro im Monat mehr bekommen. Wie die Gewerkschaft heute mitteilte, habe das die Tarifkommission beschlossen. Die Mitarbeiter hätten drei Jahre lang auf einen Teil ihres Gehalts verzichtet, um die Lufthansa in der Corona-Krise zu stabilisieren. Die Fluggesellschaft kritisierte die Forderung. Sie müsse hohe Schulden abbauen. Zudem gebe es wirtschaftliche Risiken durch die steigenden Kerosinpreise und den Ukraine-Krieg. Die erste Verhandlungsrunde soll am 30. Juni in Frankfurt stattfinden. Warnstreik bei Uniklinikum Die Mitarbeiter des Uniklinikums Gießen-Marburg sollen morgen für einen Tag die Arbeit niederlegen. Eine Notfallversorgung ist gesichert. Die Gewerkschaft ver.di hat zu dem Warnstreik aufgerufen. Der Rhön-Konzern weigere sich, einen Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung abzuschließen. Sie sei seit 2017 durch eine Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Hessen und dem Eigentümer des Klinikums garantiert gewesen. Allerdings habe der Rhön-Konzern diese Vereinbarung jetzt gekündigt. Damit falle der Schutz für die Beschäftigten zum Ende des Jahres weg. Der Rhön-Konzern sagte dagegen, der Tarifvertrag sei nicht notwendig. Er verhandle noch mit dem Land über eine neue […]

  • Versteckte römische Spuren im heutigen Trier

    Versteckte römische Spuren im heutigen Trier

    In Rheinland-Pfalz haben gleich zwei Weltmächte ihre Spuren hinterlassen: Rheinland-Pfalz ist das amerikanischste Bundesland – und das römischste. Diese Spuren – in Form von alte Ruinen – liegen oft unsichtbar unter der Erde. Wie in Trier, das die Römer 17 vor Christus gründeten – heute die älteste Stadt Deutschlands. Solche Funde der Vergangenheit behindern heute oft Bauvorhaben. In einem landesweit einmaligen Pilotprojekt sollen jetzt antiken Spuren unter Trier in einem archäologischen Kataster zusammengefasst und sichtbar gemacht werden: Um kulturelles Erbe und moderne Städteplanung in Einklang zu bringen. In modernen Glasbauten – antike Gemäuer; in der Tiefgarage eines Hotels – eine alte römische Wasserleitung. In Trier keine Seltenheit, denn unter dem Trier von heute, schlummert noch das römische Trier. Ein Projekt soll ein Teil dieses alten Triers sichtbar machen. Das Innenministerium fördert das Projekt mit fast 700.000 Euro, denn… Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz „Heute weiß man um den Schatz, den man hier in der Hand hält, Kleinod in der Welt. Das ist nicht nur Weltkulturerbe an vier Weltkulturerbestätten. Und wenn man bislang bei jeder Baumaßnahme einzeln untersuchen musste, umständlich untersuchen musste, wie die Befunde denn sind, hat man das jetzt in einem Kataster zusammengefasst.“ Für dieses Kataster schauen Mitarbeiter des Amtes für Denkmalschutz eine Fläche von 55 Hektar an. Das ist in etwa ein Viertel des römischen Triers. Das heißt auch: viele Daten zusammentragen. Michael Drechsler, Stadtverwaltung Trier „Das ist sehr viel Detektivarbeit, die man leisten muss. Wir stützen uns hauptsächlich auf die Dokumentation von Bodeneingriffen, also das, was am Ende übrig bleibt von Gebäuden; die Bauakten, die Dokumentation archäologischer Grabungen. Die suchen wir und ziehen da Pläne raus, also alles, was uns Informationen gibt über Eingriffe in den Boden gibt“ Neben dieser Aktenarbeit setzt die Stadt auch auf modernen Methoden wie zum Beispiel Georadar, um sich ein Bild vom […]

  • 05er-Trainigsauftakt mit Fragezeichen beim Mannschaftskapitän

    05er-Trainigsauftakt mit Fragezeichen beim Mannschaftskapitän

    Die Fußballer von Mainz 05 bereiten sich seit gestern Abend auf die neue Bundesligasaison vor. Traditionell ist der Trainingsauftakt geprägt von der Vorstellung von Neuzugängen. Aber auch Diskussionen um mögliche Abgänge. Zahlreiche Spielerwechsel gehören zum Fußballgeschäft. Was die Mainzer Fans besonders beschäftigt: Wie geht es mit dem Kapitän der 05er, Moussa Niakhaté, weiter? Die Zeichen stehen eher auf Abschied.

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Das Wetter der zweiten Wochenhälfte hat Gewitter im Gepäck. Heute Nacht entladen sich vom Hunsrück bis Ludwigshafen einzelne Schauer und Gewitter. Sonst bleibt es gering bewölkt oder auch sternenklar. Die Temperaturen gehen in Mainz auf 17 Grad und in Kassel auf 11 Grad zurück. Morgen ziehen im Tagesverlauf aus Südwesten erneut Schauer und Gewitter auf, die kräftig sein können. Nördlich von Frankfurt bleibt es trocken und überwiegend sonnig. Die Temperaturen erreichen zwischen 26 Grad in der Eifel und 32 Grad in Frankfurt. Der Freitag bringt verbreitet kräftige Schauer und Gewitter, auch Unwetter sind möglich. Nach einer kurzen Wetterberuhigung am Samstag ziehen bereits am Sonntag die nächsten Gewitter zum Teil mit Unwetterpotential heran.

  • Mutmaßlicher Polizistenmörder vor Gericht

    Mutmaßlicher Polizistenmörder vor Gericht

    Auf diesen Prozess schaut heute ganz Deutschland. Es geht um eine Tat, die bundesweit für Entsetzen gesorgt hat. Ende Januar werden in der Nähe von Kusel zwei junge Polizisten bei einer Verkehrskontrolle kaltblütig erschossen. Nach einer groß angelegten Fahndung können die Beamten den mutmaßlichen Mörder Andreas S. noch am selben Tag festnehmen. Seit heute muss er sich mit seinem mutmaßlichen Komplizen Florian V. vor dem Landgericht Kaiserslautern verantworten. Er soll zwei Menschen getötet haben – zwei junge Polizisten, denen ein routinemäßiger Einsatz zum Verhängnis geworden ist. Laut Anklage geraten Andreas S. und der Mitangeklagte Florian V., nachdem sie illegal Wild gejagt hatten, am frühen Morgen des 31. Januar in eine Verkehrskontrolle. Nachdem die beiden Beamten, eine 24-jährige Polizeianwärterin und ihr 29-jähriger Kollege, das illegal erlegte Wild im Kofferraum des Kastenwagens der Männer entdecken, kommt es zu einer Schießerei, die die beiden Polizisten nicht überleben. Andreas S. soll sie mit mehreren Schüssen getötet haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Johannes Barot, Sprecher Landgericht Kaiserslautern „Aus Habgier, weil er seine Jagdbeute sichern wollte, und die Verdeckung der versuchten Tötung zum Nachteil der Polizeianwärterin.“ Denn das weibliche Opfer hatte den ersten Schuss schwerverletzt überlebt. Erst nachdem ihr Kollege getötet worden war, ist sie durch einen weiteren Kopfschuss verstorben. Für viele überraschend, lässt sich der Hauptangeklagte Andreas S. direkt im Anschluss an die Anklageverlesung ein, schriftlich durch seinen Anwalt. Darin gibt er die Wilderei zu. Und auch den Polizeikommissar habe er erschossen. Jana Stark, Reporterin „Allerdings sei das Notwehr gewesen. Nachdem er am Heck des Kastenwagens Schüsse gehört habe, wollte er nachsehen, was da los sei. Kurz darauf sei in der Dunkelheit auf ihn geschossen worden. ‚Damit das aufhört‘, so sagt Andreas S., habe er nach seinem Jagdgewehr gegriffen und zurückgeschossen. Erst als keine Schüsse mehr zurückgekommen seien und er seine Stirnlampe eingeschaltet habe, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Hessen fordert schärfere Corona-Maßnahmen  — CDU Rheinland-Pfalz plant Ideenwerkstätten — Hessen plant Pflegestudie — 9-Euro-Ticket kommt gut an Schärfere Corona-Maßnahmen gefordert Hessen und drei weitere Bundesländer drängen den Bund, noch vor der Sommerpause eine Änderung des Infektionsschutz-Gesetzes vorzulegen. In einem Beschlussentwurf für die Gesundheitsministerkonferenz fordern sie, schnell gesetzliche Voraussetzungen für schärfere Corona-Schutzmaßnahmen zu schaffen. Das sei nötig, um auf einen möglichen Anstieg der Infektionen im Herbst reagieren zu können. Dazu gehörten eine Maskenpflicht in Innenräumen, 3G bzw. 2G-Zugangsbeschränkungen, Testpflichten, Personenobergrenzen und Kontaktbeschränkungen. Die Gesundheitsministerkonferenz beginnt morgen in Magdeburg. CDU plant Ideenwerkstätten Die CDU in Rheinland-Pfalz will sich inhaltlich und strukturell neu aufstellen. Dabei setzt sie vor allem auf eine breite Beteiligung der Basis. Die Parteimitglieder sollen in 14 Ideenwerkstätten die Inhalte mitgestalten können: Christian Baldauf, CDU, Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz „Wir wollen unseren Mitgliedern die Möglichkeit geben, breit mitzudiskutieren. Sowohl zur Frage, wie bekommen wir mehr Frauen zu uns in die Partei. Wie werden wir da attraktiver? Wie bekommen wir mehr Nachwuchs mit einem Mentoring-Programm versehen. Aber es geht uns auch um die Inhalte, um die Fragen, die die Menschen in dieser Zeit beschäftigen, die wir aufnehmen wollen, mit den Mitgliedern diskutieren wollen, durch die Mitglieder auch überhaupt einmal erst erfahren wollen.“ Die Ideenwerkstätten sollen sich unter anderem mit den Themen Recht, Wirtschaft, Klimaschutz und Landwirtschaft beschäftigen. Die Ergebnisse sollen in das nächste Wahlprogramm aufgenommen werden. Pflegestudie geplant Das Land Hessen will noch in diesem Jahr eine Studie zur Situation in der Pflege starten. Das hat Sozialminister Kai Klose angekündigt. In den Landespflegebericht 2023 würden alle Angebote in der Pflege einfließen sowie die ergänzenden Hilfen wie Hausrufnotdienste. Differenziert werde dabei nach Landkreisen und kreisfreien Städten. Der Bericht solle nicht nur den Ist-Zustand dokumentieren. Er werde auch Vorschläge enthalten, wie die vorhandenen Angebote in der Pflege an künftige Entwicklungen angepasst werden könnten. 9-Euro-Ticket […]

  • Aktion Tagwerk – Schüler engagieren sich für Afrika

    Aktion Tagwerk – Schüler engagieren sich für Afrika

    „Dein Einsatz zeigt Wirkung!“ – Unter diesem Motto haben heute bundesweit 50.000 Kinder und Jugendliche ihre Schulbank gegen eine Werkbank getauscht. Der Erlös, den sie dabei erwirtschaften, wird gespendet. Es ist ein Tag im Zeichen der Solidarität, auch im Weingut Fleischer in Mainz-Hechtsheim. Etikettieren, sortieren und verpacken. Sara Hariri ist leidenschaftlich dabei. Die Elfjährige ist an ihrer Schule Jahrgangssprecherin und kandidiert für die Schülervertretung. Hier heute Engagement zu zeigen, für eine Selbstverständlichkeit. Sara Hariri, 5. Klasse Schlossgymnasium Mainz „Es ist etwas sehr besonderes, jemandem zu helfen, der wirklich Hilfe benötigt. Ich finde,jeder sollte eine Chance haben, eine gute Bildung zu haben, eine Chance dafür, genau. Mir ist es echt wichtig.“ Der Erlös, den die Schüler erwirtschaften, geht an Bildungs- und Landwirtschaftsprojekte in Ruanda und Uganda. Bundesweit nehmen 250 Schulen teil, allein 88 in Rheinland-Pfalz. Steve Elia, 9. Klasse Schlossgymnasium Mainz „Die anderen Leute haben es viel nötiger als ich und wenn ich hier einfach durch Flaschen saubermachen und einpacken Leuten helfen kann, Leuten Bildung geben kann, dann mache ich das natürlich.“ Sofia Yakovleva, 6. Klasse Schlossgymnasium Mainz „Es ist sehr wichtig und anderen zu helfen, macht auch Spaß.“ Arne Vollinger, 7. Klasse Schlossgymnasium Mainz „Ich wollte halt Leuten helfen und wenn ich es kann, dann tue ich es halt.“ Das Weingut Fleischer unterstützt regelmäßig den Aktionstag Tagwerk, der früher noch „Dein Tag für Afrika“ hieß. Stefan Fleischer, Inhaber Fleischer – Weingut der Stadt Mainz „Wir haben in jedem Jahr auch bei der Aktion Tagwerk Schüler auch, die zu uns ins Weingut kommen und einen Tag mitarbeiten. Auch viele Schülerpraktikanten. Es ist einfach wunderschön, jungen Menschen auch die Möglichkeit zu geben, in praktische Beruf auch hineinzuschnuppern. Und vielleicht ist ja heute auch jemand dabei gewesen, den wir damit für den Winzerberuf begeistern können.“ Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig packt heute auch […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Bei schwüler Hitze steigt die Gewittergefahr. Heute Nacht bleibt es Richtung Süden gering bewölkt. Von der Eifel bis zum Hessischen Bergland ziehen später immer mehr Wolken durch, die vereinzelt auch Regen bringen. Die Temperaturen sinken in Rheinhessen auf 16 Grad ab, sonst auf bis zu 10 Grad. Morgen scheint wieder verbreitet im gesamten Sendegebiet die Sonne. Ein paar hohe Wolken sind auch dabei. Rund um Trier und Ludwigshafen sowie im Pfälzer Wald bilden sich allerdings einzelne Schauer und und auch mal Gewitter. Das Thermometer zeigt dazu 25 bis 30 Grad, wobei es besonders im Rheinischen Tiefland drückend schwül wird. Am Donnerstag nimmt die Gewittergefahr bei weiterhin schwüler Hitze zu. Auch am Freitag und Samstag geht es unbeständig und teils gewittrig weiter. Immerhin bleibt es aber sommerlich warm.

  • Bundesweite Razzien gegen „Hate Speech“

    Bundesweite Razzien gegen „Hate Speech“

    Mit einer bundesweiten Razzia sind Ermittler heute gegen Verfasser von „Hate Speech“ im Internet vorgegangen. Alleine in Rheinland-Pfalz waren über 100 Beamte im Einsatz. Grund dafür waren Hass-Nachrichten, die Personen nach den Morden an zwei Polizisten in Rheinland-Pfalz im Januar verfasst hatten. In Mainz haben die Ermittler heute erste Ergebnisse vorgestellt. 75 Wohnungen wurden bundesweit durchsucht, so schildert es heute der Vizepräsident des Landeskriminalamtes in Mainz. In Rheinland-Pfalz gingen die Beamten heute gegen elf Personen vor, in Hessen gegen sehcs. Viereinhalb Monate lang hatte die Ermittlungsgruppe „Hate Speech“ über 1.700 gemeldete Hassnachrichten ausgewertet, von denen nach Ansicht der Staatsanwaltschaft 536 strafrechtlich relevant sind. Achim Füssel, Vizepräsident Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz „Die Ermittlungsgruppe ‚Hate Speech‘ hat die sozialen Netzwerke mit gewissen Schlagworten durchsucht und dabei die Hasskommentare oder auch die Likes festgestellt. Hinzu kamen aber auch Hinweise aus den Länderpolizeien und auch aus der Bevölkerung. Es war also eine Zusammenfügung von verschiedenen Quellen.“ Bei den Verdächtigen seien Datenträger sichergestellt worden, aber auch Waffen und NS-Devotionalien. Dieser gezielte Schlag gegen Hassrede ist bislang einzigartig und soll vor allem Nachahmer abschrecken, so der Generalstaatsanwalt Jürgen Brauer. Solche Verunglimpfungen müssten mit aller Schwere bestraft werden, weil sie im Internet ein großes Publikum erreichen. Jürgen Brauer, Generalstaatsanwalt Koblenz „Wenn beispielsweise in der Gaststätte gepöbelt wird oder der Nachbar über den Zaun geringfügig beleidigt wird, dann kann man jetzt nicht davon ausgehen, dass sich der Staat darum kümmert. Aber wenn eine große Öffentlichkeitswirksamkeit hergestellt wird und es üble Beleidigungen sind, dann werden wir diese, egal wer Opfer ist, verfolgen.“ Im Falle einer Verurteilung drohen den Verfassern von Hassnachrichten empfindliche Strafen. Ihnen werden die Billigung von Straftaten und die Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener vorgeworfen. Jürgen Brauer, Generalstaatsanwalt Koblenz „Hauptsächlich geht es um zwei Straftatbestände, die beide Freiheitsstrafe androhen, bis zu drei Jahren oder Geldstrafen. Was im Einzelnen dann derjenige […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Prozess Franco A.: Lange Haftstrafe gefordert — Hainburg: Serie von Brandstiftungen vermutet — Bundestagsabgeordnete gegen Bahnlärm im Mittelrheintal Lange Haftstrafe gefordert Vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt hat die Bundesanwaltschaft heute sechs Jahre und drei Monate Haft für den angeklagten Franco A. gefordert. Sie wirft dem freigestellten Bundeswehroffizier die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Franco A. habe aus rechtsextremer Gesinnung Anschläge auf Politiker geplant. Dazu habe er mehrere Schusswaffen sowie Munition und Sprengstoff aus Bundeswehrbeständen unterschlagen. Zudem habe Franco A. sich eine falsche Identität als syrischer Flüchtling zugelegt. Er habe damit den Verdacht nach einem Anschlag auf Flüchtlinge richten wollen. Serie von Brandstiftungen vermutet In der Nähe von Hainburg im Kreis Offenbach ist gestern zum wiederholten Mal innerhalb kurzer Zeit ein Waldbrand ausgebrochen. Eine Fläche von rund 5000 Quadratmetern stand in Flammen. Es war bereits der vierte Brand in diesem Gebiet seit Freitag. Die Polizei geht davon aus, dass die Feuer absichtlich gelegt wurden. Sie habe Gegenstände gefunden, mit denen Brände entfacht werden könnten. Wie hoch der Sachschaden ist, teilte die Polizei nicht mit. Sie bittet Zeugen, sich zu melden. Bundestagsabgeordnete gegen Bahnlärm Die Parlamentsgruppe Bahnlärm im Bundestag will den Lärm der Güterzüge im Mittelrheintal reduzieren. Sie will erreichen, dass der Bau der Alternativstrecke zum Mittelrheintal im Bundesverkehrswegeplan in die Kategorie „vordringlicher Bedarf“ hochgestuft wird. Die Mainzer Grünen-Abgeordnete Tabea Rößner, die zum Vorstand der Gruppe gehört, setzt dabei auch auf Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Als ehemaliger rheinland-pfälzischer Verkehrsminister wisse er, wie hoch die Belastungen der Anwohner durch den Lärm der Züge seien.