Rheinland-Pfalz

  • Wie sich Koblenz auf einen Blackout vorbereitet

    Wie sich Koblenz auf einen Blackout vorbereitet

    Falls im Winter das Gas so knapp wird, dass viele Menschen ihre elektrischen Heizlüfter anwerfen, könnte das Stromnetz in die Knie gehen. Das Blackout-Szenario ist so real, dass sich immer mehr Regionen ernsthaft darauf vorbereiten. Was, wenn der Strom ausfällt – und das gleich für mehrere Tage und in einer ganzen Region? Koblenz gibt erste Antworten auf die Frage. 96 Stunden ohne Strom überstehen – das ist das Ziel der Stadt Koblenz. Ein spezieller Alarm- und Einsatzplan regelt hier, wer bei einem Blackout was zu tun hat. Die Planungen dazu liefen bereits seit vielen Jahren, nun hat man noch mal aufs Gaspedal getreten. Ulrike Mohrs, CDU, Bürgermeisterin Koblenz „Und dann haben wir halt angefangen dafür zu sorgen, dass unser Sirenensystem bis zum Ende des Jahres flächendeckend in der Stadt steht, dass sicher ist, dass unsere Trinkwasserversorgung funktioniert, dass unsere Krankenhäuser in der Lage sind zu arbeiten mit Notstromaggregaten, dass wir also die Kernleistungen erbringen können, die der Bürger auf jeden Fall braucht. Dafür wurden Notstromaggregate angeschafft.“ Die stehen hier, im Lager der Feuerwehr. 200.000 Euro hat die Stadt in die Geräte investiert. Eine Halle weiter: Feldbetten. Insgesamt 600 Menschen können darauf in Notunterkünften einen Platz finden. Solche mobilen Ölheizungsanlagen würden dann Turnhallen zu so genannten „Wärmeinseln“ machen. Koblenz bunkert auch große Mengen Treibstoff, um die Notstromaggregate, beispielsweise im Wasserwerk, zu betreiben. Die fünf Koblenzer Kliniken besitzen eigene Dieselaggregate, die im Notfall anspringen. In der Zentrale der Berufsfeuerwehr laufen bei einem Blackout alle Fäden zusammen. Hier sitzt der Krisenstab. Die wichtigsten Ansprechpartner haben Satellitentelefone. Kommunikation sei ein kritischer Faktor, wie Olaf Becker bei einem Stromausfall im Westerwald gelernt hat. Olaf Becker, Leiter Bevölkerungsschutz Feuerwehr Koblenz „Es war eine Unsicherheit da, weil heute jeder gewohnt ist sofort über Handy zu erfahren, warum haben wir einen Stromausfall, was ist passiert und wie lange […]

  • Rechtsausschuss berät über rechte Chats von Polizisten

    Rechtsausschuss berät über rechte Chats von Polizisten

    Hakenkreuze, rassistische und behindertenfeindliche Posts: Letzte Woche haben wir darüber berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Koblenz auch gegen vier Polizisten aus Rheinland-Pfalz ermittelt. Inzwischen ist auch ein fünfter Beamter ins Visier von Ermittlungen geraten. Das hat Innenminister Michael Ebling heute dem Innenausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags mitgeteilt. Gegen einen Beamten wurde kurz nach dem Bekanntwerden des Chatverlaufs eine Suspendierung ausgesprochen, zwei weitere wurden von ihrem Dienst entbunden. Michael Ebling, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz „Was wir aus allen Erkenntnissen heraus jetzt inzwischen wissen, ist: Das ist keine Nazi-Chatgruppe, das ist keine Verabredung zu irgendeinem strukturellen oder institutionellen politischen Thema. Aber damit will ich nicht verharmlosen, dass es nicht tolerierbar ist und vor allem, dass es abstoßend ist und auch mit aller Härte des Strafrechts und des Disziplinarrechts verfolgt wird, wenn Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sich in Chatgruppen aufhalten, wo menschenverachtende Symbole gezeigt werden.“

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Mutmaßlicher Mörder wieder in Haft — Milliarden für Kommunen — Tafeln brauchen finanzielle Hilfe Mutmaßlicher Mörder wieder in Haft Im Oktober hatte das Oberlandesgericht Zweibrücken einen mutmaßlichen Sexualmörder wegen zu langer Prozessdauer aus der Untersuchungshaft entlassen. Jetzt sitzt der 19jährige Tatverdächtige wieder hinter Gittern. Das hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal heute mitgeteilt. Es bestehe die Gefahr, dass der Mann wieder eine ähnliche Tat begehen könnte. Er soll im März 2020 eine 17-Jährige an einem Weiher in Ludwigshafen vergewaltigt und ermordet haben. Seitdem saß er in Untersuchungshaft. Im August hatte das Landgericht Frankenthal ihn zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren Haft verurteilt. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Freilassung des Mannes war auf breite Kritik gestoßen. Milliarden für Kommunen Der kommunale Finanzausgleich in Hessen erreicht ein neues Rekordniveau. Das hat Finanzminister Michael Boddenberg heute bei Veröffentlichung der Planungsdaten mitgeteilt. 2023 werde das Gesamtvolumen auf knapp 6,9 Milliarden Euro steigen. Das seien 435 Millionen Euro mehr als in diesem Jahr. Bei 28 Städten und Gemeinden liege die Steuerkraft weit über dem Landesdurchschnitt. Sie zahlen seit 2016 eine Solidarumlage an die ärmeren Kommunen. Tafeln brauchen finanzielle Hilfe Die Tafeln in Rheinland-Pfalz fordern mehr Unterstützung vom Land. Die steigenden Preise für Energie und Benzin würden hohe Mehrkosten für sie verursachen. Anfang Oktober hätten sie deshalb das Sozialministerium um finanzielle Hilfe gebeten. Eine Reaktion sei bislang ausgeblieben. Die 55 Tafeln im Land hätten noch nie so vielen bedürftigen Menschen geholfen wie derzeit. Sie trügen damit dazu bei, den sozialen Frieden im Land zu wahren.

  • Hilfe für Igel in Not

    Hilfe für Igel in Not

    So langsam wird es Zeit für diese kleinen Kerlchen sich ordentlich Winterspeck anzufressen. Denn es wird kalt und bald geht es für die Igel in den Winterschlaf. Doch nicht alle Tiere haben dafür genug Reserven, wie unser Besuch bei den Igelfreunden in Bobenheim-Roxheim zeigt. Hier rappelt’s in der Kiste. Zehn Igel haben gerade Unterschlupf im Keller der Igelfreunde gefunden. Jan und sein Vater Björn Wolfmüller kümmern sich neben Job und Studium um die kleinen Stacheltiere. Sauber machen, Spritzen geben und die entkräfteten Igel mit der Pipette füttern. Das nimmt täglich bis zu drei Stunden Zeit in Anspruch. Ein richtiges Igelkrankenhaus. Jan Wolfmüller, Igelfreunde Rhein-Pfalz „Ja, das ist unsere Lola. Wie man sieht noch ein sehr junger Igel. Und zwar hat sie hier einen Fuß verloren gehabt. Beinchen wurd aboperiert und genäht. Das muss täglich gereinigt werden. Und genau im Moment geht’s dann darum, dass sie auch laufen lernt mit diesen drei Beinen.“ Jetzt zum Winter hin werden besonders viele Igel gebracht, die unterernährt sind. Wer einen Igel entdeckt, sollte ihn also genau beobachten und auf den sogenannten Hungerknick achten. Jan Wolfmüller, Igelfreunde Rhein-Pfalz „Also wenn der Igel sich ausrollt und wenn er nach vorne schaut, kann man hier im Nacken beobachten, ob er genug Fett für den Winterschlaf gespeichert hat. Wenn das nicht der Fall ist, sieht man hier eben wie so eine kleine Ausbeulung. Also, hier über den Schultern im Nacken.“ Kleinere Igel im Zweifelsfall einfangen und wiegen. Ab etwa 550 Gramm schafft es der Igel in der Regel alleine. Bei Untergewicht unbedingt fachmännische Hilfe suchen – so wie bei den Igelfreunden Rhein-Pfalz. Anruf bei Jan Wolfmüller: „Ja, Sie müssen den wiegen. Das hilft uns auch so ein bisschen, die Situation besser einzuschätzen.“ Mehr als 160 Tiere haben die Wolfmüllers in diesem Jahr schon betreut. So wie den kleinen […]

  • Scheitert der Verkauf des Flughafens Hahn?

    Scheitert der Verkauf des Flughafens Hahn?

    Ende Juni hieß es Aufatmen für die Mitarbeiter des Flughafens Frankfurt Hahn im Hunsrück. Das Frankfurter Unternehmen SWIFT Conjoy wollte den insolventen Flughafen übernehmen. Doch seitdem ist der Kaufprozess zum Stillstand gekommen und die Befürchtungen werden groß, dass der Deal doch noch platzen könnte. Die Stimmung ist angespannt. Eigentlich sollte der Verkauf des Flughafen Hahn schon längst abgeschlossen sein. Doch der Betriebsratsanwalt der Gesellschaft glaubt jetzt, dass ein Verkauf an den Investor SWIFT Conjoy gar nicht erst zustande kommt. Georg Wohlleben, Betriebsratsanwalt Frankfurt Hahn „Vorgesehen war ein Betriebsübergang zum 01.09, nachdem der Kaufvertrag Ende Juni geschlossen wurde. Und dieser Betriebsübergangszeitpunkt wurde sukzessive immer weiter verschoben und zuletzt wurde gesagt: Der 01.11 wird es sein. Und er ist es wieder nicht geworden. Und gleichzeitig äußert sich der Käufer nicht und nimmt auch keinen Kontakt zum Beispiel mit dem Betriebsrat auf.“ Der neue Investor hat das Geld für den Kauf des Flughafens bisher immer noch nicht bezahlt. Erst wenn das geschehen ist, kann der Landesbetrieb Mobilität die Betriebsgenehmigung an den Käufer überschreiben. Nur mit dieser Genehmigung kann der Flugverkehr unter dem neuen Investor fortgeführt werden. Die Zahlungsfrist soll laut Medienberichten am Dienstag auslaufen. Sollte SWIFT Conjoy bis dahin nicht gezahlt haben, hätte das schwerwiegende Folgen. Georg Wohlleben, Betriebsratsanwalt Frankfurt Hahn „Dann würde der Insolvenzverwalter dazu übergehen, den Kaufvertrag im Ergebnis rückabzuwickeln – aufzulösen. Natürlich muss es mit dem Flughafen weitergehen. Er läuft ja profitabel. Das dürfen wir nicht vergessen. In der Insolvenz läuft er profitabel. Richtigerweise würde der Insolvenzverwalter dann in der Bieterreihe von Juni an den nächsten Bieter gehen und ihn fragen, ob er noch Interesse hat zu diesen Konditionen einzusteigen.“ Es ist nicht das erste Mal, dass der Mutterkonzern der SWIFT Conjoy, SWIFT Holding negativ auffällt. Der Frankfurter Unternehmer Daniel Korn war Teil eines Immobilienprojekts, bei dem auch die SWIFT […]

  • Mörder auf freiem Fuß beschäftigt Rechtsausschuss

    Mörder auf freiem Fuß beschäftigt Rechtsausschuss

    Verurteilt wegen Mordes, Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs – und dann wieder auf freien Fuß gesetzt, weil das Gerichtsverfahren zu lange dauerte. Was unfassbar klingt, ist vor gut einem Monat in Rheinland-Pfalz geschehen. Der Fall wirft viele Fragen auf, denen sich Justizminister Herbert Mertin heute im Rechtsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags stellten musste.

  • Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Letzter Bundesliga-Spieltag 2022 und ein Rhein-Main-Duell – damit beschäftigt sich heute unser Sportreporter. Eva Dieterle, Moderatorin: Und wir kommen zum Fußball, wo heute tatsächlich schon der letzte Bundesliga-Spieltag in diesem Jahr ansteht, denn Ende nächster Woche startet ja die Weltmeisterschaft in Katar. Und bei mir im Studio ist deshalb jetzt mein Kollege Thorsten Arnold. Ja, Thorsten, für diesen letzten Spieltag, da hat der Spielplan ja noch ein ganz besonderes Schmankerl vorgesehen. Thorsten Arnold, Sportreporter. Ja, klar. Also das große Rhein-Main-Duell steht an – Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt am Sonntagnachmittag. Ausgerechnet jetzt, möchte man meinen, wo ja die Eintracht in so überragender Form ist. Also da müssen sich die Mainzer schon ganz schön warm anziehen. Und da hören wir direkt mal rein, heute Nachmittag, Bo Svensson, wie er sich da geäußert hat, was für eine Mannschaft er erwartet. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Da kommt eine Menge auf uns zu, das wissen wir auch. Sie sind im Achtelfinale der Champions League, spielen die letzten Spiele sehr überzeugend, sind die zweitbeste Offensive nach meiner Meinung in der ganzen Liga und haben Qualität in allen Mannschaftsteilen.“ Arnold: Tja, richtig beobachtet. Also wenn die Frankfurter die Mainzer zeitweise so auseinander spielen wie die Hoffenheimer zuletzt, dann wird es wirklich kein schöner Jahresabschluss für die 05er. Und klar, Eintracht Trainer Oliver Glasner, der macht zurzeit alles richtig und der freut sich auch auf ein schönes Rhein-Main-Duell. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ist nicht sehr weit zu fahren, ist auch mal angenehm. Und natürlich wollen wir jetzt unsere sehr positiven Auftritte der letzten Wochen noch mal auf den Platz bekommen. Wir wollen an die Leistungen, die wir gezeigt haben, noch mal anschließen, am besten noch mal eins drauf packen und fahren nach Mainz, um natürlich auch dort wieder zu gewinnen.“ Arnold: Tja, also […]

  • 11 Uhr 11: Fastnachtauftakt in Mainz

    11 Uhr 11: Fastnachtauftakt in Mainz

    Helau aus Mainz, so heißt es heute nicht nur bei uns aus dem Studio, sondern so schallt es vor allem vom Mainzer Schillerplatz. Denn es ist der 11.11., der Tag, an dem die Narren traditionell die Fastnachtskampagne einläuten. Unsere Kollegin Sonia Schmitt war in Mainz dabei. Sonia Schmitt, Reporterin „Helau vom Schillerplatz aus Mainz. Endlich wieder Fastnacht und in diesem Jahr ganz ohne Corona-Schutzmaßnahmen mehr! Eintrittskarten, Testnachweise, Personenbegrenzungen, um all das müssen sich die Narren heute überhaupt keine Sorgen mehr machen. Und ich will doch jetzt mal sehen, wem ich noch die ein oder andere Sorge abluchsen kann.“ Dafür habe ich mich heute als Sorgenfresserin verkleidet. Die Idee: Eine Sorge in Worte fassen und sie dann loslassen. Das soll Erleichterung bringen. Sonia Schmitt, Reporterin „Mal gucken, wer jetzt ein paar Sorgen loswerden will.“ Klimawandel, Inflation, Hass und Hetze. Stichwortartig habe ich ein paar potentielle Sorgen auf Zettel geschrieben. Sonia Schmitt, Reporterin: „Und dann kann man sich einfach eine abpflücken und dann beherzt wegschmettern.“ Narr: „Ich muss erstmal alles lesen.“ Närrin: „Ich würde mir sehr wünschen, als Frau entspannter rausgehen zu können, gerade an Fastnacht.“ Sonia Schmitt, Reporterin: „Einfach zusammenknüllen und weg damit!“ Narr: „Heizkosten, jawoll, scheiß auf die! Weg damit!“ Sonia Schmitt, Reporterin: „Ist doch ein gutes Gefühl, oder?“ Der Beutel füllt sich, aber noch habe ich Sorgen, die es zu vernichten gilt. Sonia Schmitt, Reporterin „Ich hab noch ‚Spaltung‘, ‚Klimawandel‘, ‚Krieg in Europa‘. Das sind nicht so die Hauptsorgen offensichtlich, aber mal gucken, vielleicht finde ich noch jemanden.“ Und dann der große Moment, 11.11 Uhr. „Drei, zwei, eins, Helau!“ „In Mainz steht Fastnacht voll und ganz  für Frieden, Freiheit, Toleranz.“ So lautet das Motto für die Fastnachtskampagne 2023. Und sie steht für noch viel mehr. Hannsgeorg Schönig, Präsident Mainzer Carneval-Verein „Wir können als Fastnachtsvereine natürlich nicht die großen Probleme […]

  • Millionenschaden bei Brand im Sägewerk

    Millionenschaden bei Brand im Sägewerk

    In der Nacht ist in Rennerod im Westerwaldkreis in einem Sägewerk ein Großbrand ausgebrochen, bei dem ein Schaden in Millionenhöhe entstanden ist. Mehr als 160 Einsatzkräfte kämpften stundenlang mit dem Feuer. Meterhoch schlagen die Flammen in den Nachthimmel. Gegen 22 Uhr bricht der Brand in einer Lagerhalle auf dem Gelände eines Sägewerks aus. Die Station der örtlichen Feuerwehr befindet sich nur gut 100 Meter Luftlinie von dem Holzverarbeitungsbetrieb entfernt, sodass die Einsatzkräfte innerhalb von Minuten zur Stelle sind. Heinz-Werner Schütz, Wehrleiter Feuerwehr Rennerod: „Wir haben dann eine größere Halle versucht zu löschen, mussten die dann aber doch kontrolliert abbrennen lassen und dann ist der Brand noch übergegriffen auf ein anderes Gebäude, wo gefährliche Stoffe gelagert waren, dass wir aber dann noch schützen konnten, sodass für die Umwelt keine Gefahr bestand.“ Die Feuerwehr aus Rennerod sowie die Einsatzkräfte aus vielen umliegenden Gemeinden brauchen insgesamt fast fünf Stunden, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Bei dem Brand entsteht ein Schaden von knapp zwei Millionen Euro. Personen werden keine verletzt. Gerrit Müller, CDU, Bürgermeister Verbandsgemeinde Rennerod „Der Großbrand hier ist ein Schadensereignis, von der größten Dimension, wie wir es hier selten in der Region haben. Das ist ein ortsansässiges Unternehmen, die hier schon seit vielen Jahrzehnten vor Ort tätig sind, und da kann man nur hoffen, dass es hier alles auch mit der Wiederherstellung des Betriebes gut funktioniert und dass wir hier natürlich auch Aufbauarbeit leisten.“ Warum der Brand ausbrechen konnte ist noch nicht bekannt. Die Polizeidirektion Montabaur rechnet zum Ende der Woche mit ersten Ergebnissen ihrer Ermittlungen zur Brandursache.

  • Trauerfeier nach Messerattacke in Oggersheim

    Trauerfeier nach Messerattacke in Oggersheim

    Drei Wochen nach der tödlichen Messer-Attacke in Ludwigshafen-Oggersheim fand heute eine Trauerfeier für die beiden getöteten Männer auf dem Hauptfriedhof statt. Die Männer starben am 18. Oktober – mutmaßlich durch einen Messerangriff eines 25-jährigen Somaliers. Ein 27-Jähriger wurde schwer verletzt. Viele Menschen wollten heute ihre Anteilnahme ausdrücken und der beiden Männer gedenken. Auch etwa 100 Angehörige verfolgten die Trauerfeier in der Aussegnungshalle, unter ihnen der Vater von Jonas Sprengart, einem der Opfer. Kurt Sprengart, Vater des Opfers „Viele Freunde und Bekannte waren hier. Ich weiß nicht wie viele Leute hier waren – ein paar Hundert oder was. Jede Familie geht halt anders damit um. Unsere Familie Sprengart, wir mögen das halt, wenn viele Menschen um uns sind und uns hat es sehr gut getan, dass so viele Menschen Abschied nehmen.“

  • Zu wenig Ärzte für Schwangerschaftsabbrüche

    Zu wenig Ärzte für Schwangerschaftsabbrüche

    Seit 30 Jahren können ungewollt Schwangere bei pro familia Mainz nach einer Beratung einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Seit drei Wochen hat die medizinische Einrichtung aber geschlossen. Der Grund: Es fehlen schlichtweg Ärzte. Arzthelferin: „Pro familia Mainz, guten Tag.“ Einer von rund 35 Anrufen wöchentlich. Doch Termine können hier vorerst nicht vergeben werden. Arzthelferin: „Wird bei uns ein bisschen schwierig, weil es von der Schwangerschaftsdauer her es einfach schon zu weit ist und bei uns Ärzteausfall ist.“ Normalerweise werden in der medizinischen Einrichtung von pro familia in Mainz an zwei Tagen pro Woche Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Da beide Ärztinnen für längere Zeit ausfallen, musste die Einrichtung vorerst schließen. Für schwangere Frauen, die einen Abbruch vornehmen wollen, ein Problem. Gisela Hilgefort, Geschäftsführerin Beratungsstelle pro familia Mainz „Wenn die sich darauf eingestellt haben, dass das hier möglich ist, und sie müssen dann noch einmal woanders hin, dann ist das schon eine zusätzliche Belastung. Vor allen Dingen wenn sie dann auch noch weiter fahren müssen, weil sie hier in der Nähe vielleicht keinen Termin bekommen und schon unter Zeitdruck sind.“ Denn ein Abbruch darf in aller Regel nur in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft erfolgen. Die schwangere Frau muss sich zunächst professionell beraten lassen. Verfestigt sich der Wille, die Schwangerschaft zu beenden, müssen zwischen Beratung und Abbruch drei Tage vergehen. Gisela Hilgefort, Geschäftsführerin Beratungsstelle pro familia Mainz „Wenn sie darüber sprechen, dass sie sich sehr viele Gedanken darüber machen, dass das ja werdendes Leben ist. Und sich auch fragen: ‚Darf ich das? Wie wird’s mir damit hinterher gehen?‘. Also, es ist schon eine Entscheidung, die keine Frau leichtfertig trifft.“ Und manchmal doch treffen muss. In der Mainzer Einrichtung werden jährlich zwischen 700 und 800 Abtreibungen durchgeführt. Das sind ein Viertel aller Abbrüche in ganz Rheinland-Pfalz. Das Angebot ist laut Landesärztekammer Rheinland-Pfalz stark eingeschränkt. Dr. […]

  • „Night of Talents“ wirbt für Berufe in Hotels und Restaurants

    „Night of Talents“ wirbt für Berufe in Hotels und Restaurants

    Es gab mal Zeiten, da war es schwer einen Job oder Ausbildungsplatz zu finden. Das ist lange vorbei. Heute haben es eher die Arbeitgeber schwer, ihre Stellen zu besetzen. Besonders das Gastgewerbe sucht händeringend neues Personal. Um junge Leute für ihre Branche zu gewinnen, öffneten gestern Abend in ganz Rheinland-Pfalz Hotel- und Gastronomiebetriebe ihre Türen – zur „Night of Talents“. Mixen, schnippeln, rätseln – einige der Möglichkeiten die junge Interessierte gestern bei der Night of Talents hatten. Auch hier im Parkhotel Schillerhain in Kirchheimbolanden sucht man mit aller Kraft nach talentierten Bewerbern, den Fachkräften von Morgen. Daniela Wurster, Parkhotel Schillerhain Kirchheimbolanden „Ganz wichtig, dass wir mal unsere Türen öffnen für interessierte junge Menschen, die mal einen Einblick bekommen möchten, wie läuft‘s in einem Hotel ab, was für Ausbildungsberufe bieten wir an und einfach mal hinter die Kulissen schauen dürfen und können an so einem Abend.“ So auch Amelie und Sophia. Die beiden Schülerinnen machen gerade ihr Fachabi. Könnten Sie sich vorstellen nach dem Abschluss im Hotel zu arbeiten? Amelie, 16 Jahre „Das hat mich die ganze Zeit schon so interessiert, aber ich bräuchte auch einen Praktikumsplatz und vielleicht findet sich hier ja was und ich wollte auch gucken, was die Leute hier machen und das hat mich generell interessiert, dieses Hotelmanagement und alles.“ Sophia, 17 Jahre „Man arbeitet mit Menschen, das ist mir wichtig, weil ich bin sehr kontaktfreudig. Und jetzt war’s eigentlich meine Mutter, die gesagt hat: ‚Guck mal, hier ist was‘ und dann war ich so: ‚Ja, okay‘, jetzt bin ich hier.“ Mit dem heutigen Schnupperabend stemmt sich das Gastgewerbe gegen den Personalmangel. In Rheinland-Pfalz haben der Branche seit 2019 rund ein Drittel aller Fachkräfte den Rücken gekehrt. Direkte Gespräche zwischen Schülern und Betrieben waren in der Corona-Krise selten möglich. Die Night of Talents soll nicht nur Bewerber […]

  • Polizeikontrolle in Koblenzer Fahrradstraße

    Polizeikontrolle in Koblenzer Fahrradstraße

    Seit Juni heißt es in der Casinostraße in Koblenz: freie Fahrt für Fahrradfahrer. Denn dort dürfen nur unmotorisierte Zweiräder verkehren. Eigentlich – denn in der Praxis hält sich kaum ein Autofahrer an das Durchfahrtsverbot. Die Polizei in Koblenz hat deshalb eine Kontrollaktion gestartet und jede Menge Verstöße in der Fahrradstraße festgestellt. Polizist: „Wir führen eine Verkehrskontrolle durch. Ich hätte gerne einmal ihren Führerschein und ihren Fahrzeugschein.“ Autofahrer: „Gerne.“ Polizist: „Der Grund für die Kontrolle ist: Sie sind in eine Fahrradstraße eingefahren.“ Autofahrer: „Wat bin ich?“ Polizist: „In eine Fahrradstraße eingefahren.“ Autofahrer: „Ja, ich kann doch da hinten gar net anders.“ Polizist: „Von wo kommen Sie denn?“ Autofahrer: „Ja, von der Luisenstraße.“ Polizist: „Ja, Sie dürfen aber die Fahrradstraße nicht befahren.“ Polizist: „Ja danke schön. Das stellt leider eine Ordnungswidrigkeit dar. Die Ordnungswidrigkeit ist mit 15 Euro Verwarngeld geahndet. Sie haben die Möglichkeit das vor Ort mit EC-Karte zu bezahlen.“ Nicht gewusst, nicht gesehen, einfach ignoriert. Dieser Autofahrer aus Koblenz wird heute um 15 Euro ärmer. Wilhelm Fleuter, aus Koblenz „Grundsätzlich für so’n Mist tut jeder Euro weh. Ist doch klar. Man hat ja nichts davon.“ Zwar bleibt der Mann freundlich – aber Einsicht? Fehlanzeige! Dass das eine reine Fahrradstraße sei, habe er eben nicht gewusst. Wilhelm Fleuter, aus Koblenz „Ja, gut, dass ab und zu mal eine Kontrolle gemacht wird, ist okay, ne. Aber warum ich jetzt eine Verwarnung kriege, wenn ich keine andere Möglichkeit habe als hierher zu fahren, ist mir unverständlich.“ Max Witt, Polizeikommissar aus Koblenz „Ja diese Aussage höre ich tatsächlich relativ oft. Es gibt eigentlich immer eine Möglichkeit, nicht in eine Straße zu fahren, in die man nicht rein darf. Ich habe dem Herrn auch gesagt, wo die Möglichkeit bestanden hätte. Dann folgen meistens weitere Ausreden. ‚Nee, das wäre dann nicht gegangen‘ oder ‚Das wäre dann […]

  • Englische Woche für Mainz 05 und Eintracht Frankfurt

    Englische Woche für Mainz 05 und Eintracht Frankfurt

    In elf Tagen rollt der Ball im Eröffnungsspiel der Weltmeisterschaft in Katar. Wegen des engen Zeitplans steht für die Vereine in der Bundesliga in dieser Woche noch mal eine Doppelschicht auf dem Programm. Vor dem letzten Wochenend-Spieltag in diesem Jahr, müssen auch die Eintracht und Mainz 05 bereits heute schon ran. So manchem Besucher dürfte es schon aufgefallen sein: In Frankfurt steht rund ums Stadion das Thema Fitness ganz hoch im Kurs. Abmühen für den Erfolg. Für die Eintracht-Profis, die regelmäßig vom nahegelegenen Profi-Camp mit dem Fahrrad zum Trainingsplatz fahren, ein echtes Credo. 24 Pflichtspiele in gut drei Monaten – ein echtes Hammer-Programm für das Team von Trainer Oliver Glasner, der nur zu gut einschätzen kann, wie groß die Belastung für seine Spieler ist. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich bin natürlich froh, wie wir bisher durch die Phase durchgekommen sind. Wie die Spieler mit der Situation und den unterschiedlichsten Herausforderungen umgegangen sind. Was mir jetzt große Freude bereitet, ist, dass ich den Eindruck habe, dass wir immer mehr den Fokus auf unser Spiel legen und viel weniger auf das Drumherum, auf die Situation, auf die Auswirkungen, sondern wirklich sehr konzentriert bei unserem eigentlichen Job sind.“ Und der Job heute Abend lautet: Bundesliga-Sieg gegen die TSG Hoffenheim! Fehlen wird allerdings Kapitän Sebastian Rode mit Wadenproblemen. Große Bühne dafür im Stadion nochmal für Eintracht-Idol Martin Hinteregger. Der Verteidiger, der mittlerweile lieber wieder in der 5. Liga für seinen österreichischen Heimatverein auf Torejagd geht, wird vor dem Anpfiff groß verabschiedet. Stichwort „verabschieden“. Falls Mainz 05 heute sein Spiel bei Schalke 04 verlieren sollte, war’s das erst mal mit Mainzer Ambitionen auf das obere Tabellendrittel. Schalke ist Tabellenletzter, doch davon will sich 05-Trainer Bo Svensson nicht blenden lassen. Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Das ist trotz der Punktausbeute absolut keine tote […]

  • Mainzerin nach Giftanschlag vor Gericht

    Mainzerin nach Giftanschlag vor Gericht

    Offenbar fühlte sie sich verfolgt und bedroht – und wollte deshalb ihre vermeintlichen Stalker töten: Nach einem Giftanschlag mit sieben Verletzten an der Technischen Universität in Darmstadt, steht seit heute eine 33-jährige Frau aus Mainz vor Gericht. Die Richter müssen nicht nur viele Zeugen und Sachverständige anhören, sondern auch entscheiden, ob die mutmaßliche Täterin überhaupt schuldfähig ist.