Rheinland-Pfalz

  • Kurzarbeit bei Opel in Kaiserslautern

    Kurzarbeit bei Opel in Kaiserslautern

    Jetzt also doch. Als vergangene Woche das Thüringer Opelwerk Eisenach wegen des weltweiten Mangels an Computer-Chips dicht machen musste, sprach der Autobauer noch davon, dass das Werk in Kaiserslautern von der Krise nicht betroffen sei. Doch jetzt müssen auch in Rheinland-Pfalz rund 1000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die Chip-Krise ist in Kaiserslautern angekommen, zumindest indirekt. Denn weil Opelwerke in Frankreich, die direkt aus Kaiserslautern mit Teilen beliefert werden, nicht genügend Computerchips bekommen, muss auch in Rheinland-Pfalz die Produktion heruntergefahren werden. Deshalb schickt der Autobauer hier rund 1000 der insgesamt 1.500 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die betroffenen Mitarbeiter aus Produktion und Logistik arbeiten laut dem Opel-Betriebsratschef Thorsten Zangerle nur noch an drei oder vier Tagen in der Woche. Azubis und Verwaltungsmitarbeiter seien hingegen nicht betroffen. Opel hat die Kurzarbeit zunächst bis zum Jahresende angemeldet, wie es danach weitergeht ist noch unklar. Der Mangel an Computerchips, sogenannten Halbleitern, betrifft nicht nur Opel, sondern bremst auch die Produktion anderer Hersteller. Laut einer Hochrechnung könnte der Teilemangel dazu führen, dass dieses Jahr weltweit bis zu elf Millionen Autos weniger gebaut und verkauft werden als letztes Jahr. Jürgen Pieper, Autoanalyst Bankhaus Metzler „Wir reden im Endeffekt ja wahrscheinlich von eineinhalb Jahren diese Engpässe, bis Sommer, Herbst nächsten Jahres. Das ist schon sehr ungewöhnlich. Ich glaube der wesentliche Grund ist hier, dass man nach Corona viel zu vorsichtig geplant hat seitens der Halbleiterhersteller, dass man mit diesem Aufschwung nicht gerechnet hat und dass jetzt plötzlich alle Industrien – Stichwort Digitalisierung – plötzlich Halbleiter haben wollen in viel größeren Mengen als vor Corona.“ Zum Opel-Stammwerk in Rüsselsheim mit seinen 2.400 Mitarbeitern in der Produktion gibt es noch keine konkreten Informationen. Dort hieß es heute, es sei zum Thema Kurzarbeit „noch keine Entscheidung gefallen“.

  • Der rheinland-pfälzische Ministerrat trifft sich zur Klausur in Bad Kreuznach

    Der rheinland-pfälzische Ministerrat trifft sich zur Klausur in Bad Kreuznach

    Das rheinland-pfälzische Kabinett hat heute bei einer Klausurtagung in Bad Kreuznach über die Umsetzung des Koalitionsvertrages beraten. Danach stellten die Vertreter von SPD, Grünen und FDP klar, dass es ein Regierungsschwerpunkt bleibe, Rheinland-Pfalz klimaneutral zu machen. Ebenso wichtig sei aber eine leistungsfähige Wirtschaft. Außerdem wolle die Landesregierung Rheinland-Pfalz zu einem führenden Standort für die Biotechnologie machen. Im Hinblick auf die Sondierungsgespräche über eine neue Bundesregierung sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die dem Sondierungs-Team der SPD angehört, dass die Ampelkoalition in Rheinland-Pfalz ein Vorbild für den Bund sein könne. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Sie waren aus meiner Sicht auch sehr konstruktiv und man wird jetzt in den nächsten Tagen sehen, ob es dann zu Sondierungsgesprächen kommt. Ich glaube, man kann in Rheinland-Pfalz schon sehen, dass eine Ampel sehr gut funktionieren kann und dass man mit sehr viel Empathie, aber auch ganz viel Gestaltungskraft auch ein modernes Land gestalten kann. Und deshalb glaube ich, wollen wir auch immer wieder sagen: Das ist schon auch einen Blick wert nach Rheinland-Pfalz.“

  • Trier setzt auf Poller gegen Amokfahrer

    Trier setzt auf Poller gegen Amokfahrer

    Nach der Amokfahrt im letzten Dezember hat Trier nun damit begonnen, die Stadt ein Stück sicherer zu machen. Heute haben die Arbeiten für den Bau der ersten Hochsicherheitspoller am Platz vor dem Trierer Dom begonnen. Es ist ein Nachmittag, den die Trierer wohl nie vergessen werden: Um 13:46 Uhr rast der mutmaßliche Täter mit einem Geländewagen durch die Trierer Innenstadt und tötet fünf Menschen, unter den Opfern ist auch ein Baby. 25 Menschen werden zum Teil schwer verletzt. Damit sich so etwas nicht wiederholt, soll die Innenstadt mit Pollern gesichert werden. Das Konzept hatte der Stadtrat im April beschlossen. Heute starten die Bauarbeiten am Domfreihof. Wolfram Leibe, SPD, Oberbürgermeister Trier „Mehr Sicherheit für die 10.000 Menschen, die in der Innenstadt wohnen und für die zigtausend, die hier arbeiten. Aber wir haben ja, auch außerhalb Corona, bis zu 4,5 Millionen Touristen, die hier unterwegs sind. Und die haben Anspruch auf mehr Sicherheit.“ Im Sicherheitskonzept wurde die Stadt in zehn Zonen unterteilt. Nach und nach sollen dort 48 Poller errichtet werden, die teilweise versenkbar, demontierbar oder fest sind. Von 11 Uhr bis zum nächsten Morgen um 6 Uhr riegeln sie die Zonen ab. Ein Fahrzeug, wie es der Amokfahrer benutzt hatte, soll gegen die Poller keine Chance haben, sagt der Hersteller. Martin Burgdorf, ZABAG Security Engineering „Alle Poller sind getestet mit einem LKW, zwölf Tonnen Gewicht, 80 km/h. Das ist über die Norm hinaus, normalerweise werden die nach IWA mit einem 7,2-Tonnen-Fahrzeug getestet, bei uns mit zwölf Tonnen ,und haben diesen Test mit Bravour bestanden.“ Aber fühlen sich die Trierer wirklich sicherer mit den Pollern? Wir haben nachgefragt. Mike Müller, Gebäudeplaner „Ich würde nicht dieses Sicherheitskonzept durchsetzen, weil ich glaube, dass das eher ein Einzelfall war und man muss nicht mir so umfangreichen Maßnahmen gleich reagieren.“ Roswitha Jäckels „Ich finde das schon […]

  • Synodaler Weg – wohin will die katholische Kirche gehen?

    Synodaler Weg – wohin will die katholische Kirche gehen?

    Spätestens nach dem Missbrauchsskandal steht fest: In der katholischen Kirche muss es dringend Reformen geben! Darum soll sich der sogenannte „Synodale Weg“ kümmern, in dessen Gremium Geistliche und Laien gemeinsam beraten, wie die Kirche wieder Vertrauen bei den Gläubigen gewinnen kann. Am Samstag ging in Frankfurt eine dreitägige Versammlung zu Ende – und zwar mit einer Blamage. Weil unter anderem mehrere Bischöfe vorzeitig abgereist sind, fand die zweite Synodalversammlung ein abruptes Ende. Das Gremium war nicht mehr beschlussfähig. Und trotzdem ziehen die Organisatoren eine positive Bilanz. Man habe in den vergangenen Tagen einen deutlichen Willen zur Veränderung gespürt. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken „Hier stehen sich nicht eine Gruppe von konservativen Bischöfen und aufmüpfigen Laien gegenüber – oder wie immer man das konstruieren wollen sollte -, sondern hier gibt es eine ganz, ganz große Mehrheit von Persönlichkeiten, Frauen, Männern, Junge, Alte, geweiht, ungeweiht, die Veränderungen in dieser Kirche wollen, um den Betroffenen gerecht zu werden und Glaubwürdigkeit zu finden.“ Georg Bätzing, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz „Ich hätte nicht gehofft, was wir hier erleben können, dass uns das gelingt in der zweiten Synodalversammlung. Es ist kein Text abgelehnt worden, im Gegenteil hatten wir zu allen Texten eine sehr hohe Akzeptanz, wenn es in die Schlussabstimmungen gegangen ist.“ Bei der Versammlung ging es unter anderem um die Sexualmoral der katholischen Kirche und mehr Demokratie – zum Beispiel durch ein Mitspracherecht von Gläubigen bei der Ernennung von Bischöfen. Doch endgültig beschlossen ist noch nichts – bei dem Treffen gab es lediglich Vorabstimmungen. Kritiker innerhalb der Kirche fordern bereits seit Jahren Reformen. Seit Bekanntwerden des Missbrauchsskandals umso lauter. Dazu gehört auch Andrea Keber von der Initiative Maria 2.0. Für sie ist die Synodalversammlung ein Schritt in die richtige Richtung, wenn er auch viel zu spät kommt. Andrea Keber, Maria 2.0 Nieder-Olm […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Empfehlung für Booster-Impfung Die Europäische Arzneimittelbehörde hat heute empfohlen, dass Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem nach der Impfung mit dem Vakzin von BioNTech oder Moderna eine dritte Impfung erhalten. Dadurch erhöhe sich die Chance, dass sie Antikörper gegen das Coronavirus entwickelten. Schlechten Nachrichten erhielten die Gründer von BioNTech dagegen aus Stockholm. Mit dem Nobelpreis für Medizin werden in diesem Jahr nicht sie, sondern zwei US-amerikanische Molekularforscher ausgezeichnet. Zentrale Auswertung der „Pandora Papers“ angeboten Der hessische Finanzminister Michael Boddenberg hat heute vorgeschlagen, die umfangreichen Dokumente zu versteckten Geldern in Briefkastenfirmen von Experten des Landes auswerten zu lassen. Sollten sich Hinweise auf Steuerkriminalität ergeben, würden diese konsequent verfolgt. Die hessische Steuerverwaltung sei sehr erfahren. Sie habe zusammen mit dem Bundeskriminalamt bereits die „Panama Papers“ mit Informationen über Finanzgeschäfte in Steueroasen federführend für die Steuerbehörden in Deutschland untersucht. Lufthansa fordert Impfpflicht Die größte deutsche Fluggesellschaft will weiterhin eine verpflichtende Corona-Impfung für ihre Piloten und Flugbegleiter durchsetzen. Darüber hinaus brauche sie eine Möglichkeit, die Impfdaten der Mitarbeiter zu erfassen. Sie arbeite bereits mit den Personalvertretungen an entsprechenden Vereinbarungen. Nur mit einer geimpften Besatzung sei ein stabiler weltweiter Flugbetrieb möglich. Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss hat bereits eine Impfpflicht für ihre Besatzungen eingeführt. Bis zum 1. Dezember müssen alle vollständig geimpft sein, sonst drohen Entlassungen.

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen. Heute Nacht fällt mit jedem Kilometer Richtung Osten öfter und auch längere Zeit Regen. Nach Westen ist der Himmel entweder aufgeklart oder es bildet sich in den Morgenstunden Nebel aus. Am Dienstag zieht der Regen ab. Dann zeigt sich kurz die Sonne, bevor es wieder regnet. Die Temperaturen steigen auf maximal 17 Grad. Am Mittwoch beschäftigt uns nochmal ein Tief mit Wolken und Regen. Zum Donnerstag wird es schon freundlicher, bevor zum Freitag oftmals die Sonne scheint, nachdem sich der morgendliche Nebel aufgelöst hat.

  • Fast alle Häuser können im Ahrtal wieder aufgebaut werden

    Fast alle Häuser können im Ahrtal wieder aufgebaut werden

    Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal Mitte Juli fand dort gestern Abend die zweite Zukunftskonferenz statt. In Grafschaft-Ringen kamen Landesregierung, Behörden und der Kreis Ahrweiler mit Bürgervertretern zusammen, um über Fragen des Wiederaufbaus zu informieren und zu diskutieren. Viele Betroffene wollen endlich wissen, wie es für sie nun weitergehen kann. So auch Peter Schnitzler aus Dernau. Wo jetzt nur noch ein Trümmerfeld zu sehen ist, stand bis vor Kurzem noch das Hotel und Restaurant „Kölner Hof“. Peter Schnitzler leitete den Familienbetrieb in fünfter Generation über 20 Jahre lang. Doch die Flutschäden waren immens, der Abriss unvermeidbar. Jetzt möchte der 55-Jährige so schnell wie möglich an Ort und Stelle wieder aufbauen. Doch von Politik und Behörden fühlt er sich ausgebremst. Peter Schnitzler, Gastronom & Hotelier aus Dernau „Die sollen einfach klipp und klar sagen: Ihr könnt wieder ab dann und dann – und so müsst ihr’s machen. Ganz einfach, eigentlich. Dann braucht man kein Hintertürchen. Und darauf warten wir. Auf dieses ‚Okay‘ von denen. Damit wir sagen können: Jetzt können wir auch anfangen. Dann können wir auch die Planung machen, wie wir das Haus wieder machen können.“ Für Peter Schnitzler sind also noch viele Fragen offen. Antworten erhofft er sich gestern Abend von der Zukunftskonferenz, die er im Livestream verfolgt. Vor Ort herrscht dichtes Gedränge. Das Interesse und die Erwartungen sind groß. Neben den seit Montag bestehenden Wiederaufbauhilfen und möglichen Hochwasserschutzmaßnahmen besonders im Fokus: Das neu ausgewiesene Überschwemmungsgebiet. Die gute Nachricht: Fast alle Häuser sollen an Ort und Stelle wieder aufgebaut werden dürfen. Abgesehen von 34 Häusern, die in besonderen Gefahrenbereichen direkt am Ufer der Ahr liegen. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Mit denjenigen, die wir heute schon absehbar sagen können, dass ihr Haus zerstört ist und dass sie in der besonderen Gefahrenzone liegen, wurden schon bereits Gespräche geführt.Und wir würden […]

  • Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur wird langwierig und teuer

    Wiederaufbau der Verkehrsinfrastruktur wird langwierig und teuer

    Die Flutkatastrophe im Ahrtal hat vor allem auch die Verkehrsinfrastruktur stark beschädigt. Das Wasser hat Brücken weggerissen, Bahntrassen beschädigt, Straßen einfach weggespült. Fest steht, der Wiederaufbau wird teuer und langwierig. Hier in Bad Neuenahr fließt der Verkehr über die Ahr seit Kurzem wieder etwas flüssiger. Dank dieser Behelfsbrücke, die das technische Hilfswerk innerhalb von sieben Tagen aufgebaut hat.  Die Brücke, die einst hier stand, ist eines der vielen Bauwerke, die den Fluten zum Opfer gefallen sind. Arno Trauden, Geschäftsführer Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz „Nach der Flut waren gerade hier im Ahrtal etwa 100 Bauwerke, 100 Querungen zu untersuchen: Sind die noch standsicher, kann man den Verkehr noch drüber leiten? Also 100 Bauwerke insgesamt. 1/3 von diesen Bauwerken ist beschädigt, entweder gar nicht mehr vorhanden oder nicht verkehrssicher.“ Allein am Straßennetz ist ein Gesamtschaden in Höhe von 250 Millionen Euro entstanden, der aber zu 100% aus dem 15 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds von Bund und Ländern bezahlt wird. Aber wo fängt man an? Daniela Schmitt, FDP, Verkehrsministerin Rheinland-Pfalz „Uns ist wichtig, dass wir in der Priorisierung schauen, dass Ortschaften erreichbar sind, dass Unternehmen erreichbar sind, dass aber auch Schulen erreichbar sind. Das ist das Grundbedürfnis der Bürgerinnen und Bürger, dass sie ihren Arbeitsplatz erreichen, dass die Kinder in die Schule kommen, dass man Erledigungen des täglichen Bedarfs vor Ort machen kann und das hat für uns oberste Priorität.“ Dafür hat das Land ein eigenes Projektteam eingerichtet, dass den Wiederaufbau ab heute von Sinzig aus koordiniert. Arno Trauden, Geschäftsführer Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz „Wir haben aber auch andere Aufgaben als nur schnell und möglichst einfach und in Beton. Sondern es ist auch Aufgabe von uns und unser Ziel, diesen Flair, den das Ahrtal hatte. teilweise diese historischen Bauwerke – können wir die auch wieder so in Bruchstein und in so schöner Qualität wiederherstellen?“ So […]

  • Untersuchungsausschuss zur Katastrophe im Ahrtal nimmt Arbeit auf

    Untersuchungsausschuss zur Katastrophe im Ahrtal nimmt Arbeit auf

    Im rheinland-pfälzischen Landtag hat sich heute zum ersten Mal der Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe getroffen. Der Ausschuss soll die Geschehnisse vor, während und nach der Flut aufarbeiten und klären, ob auf politischer Ebene Fehler gemacht wurden. Die CDU hatte den entsprechenden Antrag gestellt und Zustimmung von AfD und Freien Wählern bekommen. In der heutigen Sitzung wurden erst einmal Formalitäten geklärt, zum Beispiel welche und wie viele Akten herangezogen werden sollen. O-Ton Martin Haller, SPD, Vorsitzender Untersuchungsausschuss „Ohne jetzt da zu sehr ins Detail zu gehen: Physische Akten, alles was in einem Ordner quasi auf Papier ist. Dann, Sie wissen, die E-Akte ist in vielen Landesbehörden, bzw. von der Landesregierung eingeführt. Und dann natürlich digitale Kommunikation, was auch klar ist Handy-Kommunikation etc. dann mit einschließt.“ Von allen Stellen und Behörden, die zur Aufklärung beitragen könnten, sollen jetzt bis spätestens Mitte November Akten angefordert werden. Wann der Ausschuss erste Zeugen vernehmen will, das ist noch nicht bekannt.

  • Der Sporttalk mit David Rischke

    Der Sporttalk mit David Rischke

    Mit Europa-League-Rückblick und Bundesliga-Ausblick gibt es viel mit unserem Sportreporter zu besprechen. Eva Dieterle, Moderatorin: Es war ein spannender Fußball-Abend gestern. Eintracht Frankfurt konnte den ersten Saison-Sieg feiern. In der Europa League bei Royal Antwerpen. Bei mir ist David Rischke aus unserer Sportredaktion. Was ist dieser Sieg wert für die Eintracht? David Rischke, Sportreporter: Das war der Brustöffner für die Saison, denn alle drei Wettbewerbe zusammengenommen, war das im neuen Pflichtspiel erst der allererste Erfolg. Ja, und die Freude hat man gestern wirklich allen Beteiligten angemerkt. Allen voran Goncalo Pacoencia. Der portugiesische Stürmer hat nämlich in der 90. Minute Verantwortung übernommen und den entscheidenden Elfmeter zum knappen 1:0-Sieg verwandelt. Und anschließend, nach dem Spiel in Pressekonferenz, war der Trainer Oliver Glasner auch dementsprechend voll des Lobes für seinen Spieler. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Weil die beiden Elfmeter-Schützen – Eins war Rafael Borré, Zwei war Sam Lammers – waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr am Platz, und ich wusste nicht, wer jetzt schießt und habe die Entscheidung der Mannschaft überlassen. Und dass Concalo dann die Verantwortung übernimmt und den so trocken verwertet, nötigt mir ganz großen Respekt ab.“ Rischke: Wobei man dazu sagen muss, es ist noch nicht alles Gold was glänzt bei der Eintracht. Das sagt Oliver Glasner auch selbst. Denn spielerisch ist da noch ordentlich Luft nach oben. Das war noch nicht so ganz das Gelbe vom Ei. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Wir werden keinen Sonntagsausflug machen für Kaffee und Kuchen in München bei spätsommerlichen Temperaturen, wie ich mitbekommen habe, sondern wir werden dort den Bayern einen richtigen Fight liefern. Was mich jetzt auch diesbezüglich positiv stimmt, wir haben in den letzten sieben Spielen, auch wenn dann sechs Unentschieden dabei sind, fünf Gegentore bekommen. Also in der Defensive machen wir viel schon gut.“ Rischke: Fast ein klassischer […]

  • Street-Art Künstler Banksy in Mainzer Pop-Up Store

    Street-Art Künstler Banksy in Mainzer Pop-Up Store

    Banksy ist nicht nur der wohl berühmteste Street-Art Künstler der Welt, er ist auch der mysteriöseste. Seine Identität hält der wahrscheinlich 45-jährige Brite seit Jahrzehnten erfolgreich geheim. Im Mainzer Lulu ist jetzt eine Ausstellung über einen der teuersten Künstler der Gegenwart zu sehen! Schimpansen sprayt er am liebsten, genauso wie Ratten. – Was sie so alles in seinen Bildern und Graffitis machen, das tun auch wir Menschen. Banksy: Ein Mann, eine Frau, oder ein ganzes Künstler-Kollektiv? Virginia Jean, Kuratorin der Banksy-Ausstellung „Wir alle sind irgendwo Banksy, denn Banksy spricht Themen an, die wir alle kennen, die uns alle betreffen und an denen wir alle beteiligt sind. Genau deswegen ist es auch so wichtig, dass seine Kunst sichtbar gemacht wird und dass man das Ganze in die Öffentlichkeit bringt, ohne die relevanten Kunstwerke zu klauen – und genau das tun wir hier.“ Echt ist hier nichts. Alles sehr gut gemachte Reproduktionen. Originale Graffitis auszustellen, das geht allerdings auch kaum. In seiner Kunst kehrt Banksy nichts unter den Teppich. Ob Schönheitswahn oder Flüchtlingskrise. Der Brite ist sozial engagiert – sein Flüchtlingskind mit Fackel: weltberühmt. Banksy kritisiert die Kommerzialisierung der Kunst. Das „Girl with Balloon“ ist eines seiner Lieblingsmotive. Einen Siebdruck lässt er 2018 bei einer Auktion per Knopfdruck zerschreddern. Genau in dem Moment, als er für 860.000 Pfund ersteigert wird. Virginia Jean, Kuratorin der Banksy-Ausstellung „Und wird jetzt im Oktober erneut bei Sotheby`s versteigert. Und ich bin gespannt, ob Banksy noch mal den Schredder aktiviert. Und wenn nicht, oder auch selbst wenn, was für eine Summe bei diesem Bild zusammen kommt. Denn ich glaube, dass wird nochmal alle Rekorde brechen.“ Der bisherige Verkaufsrekord: etwa 11 Millionen Euro für diese Darstellung des britischen Parlaments. – Kennt Banksy eigentlich die Mainzer Ausstellung über sein Werk? Edgar Braune, Produzent der Banksy-Ausstellung „Ja, wir haben vielfach […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen.

  • Die meisten Impfzentren machen dicht

    Die meisten Impfzentren machen dicht

    Es ist der 30. September, also Stichtag: Die meisten Impfzentren in Hessen und Rheinland-Pfalz schließen heute Abend ihre Pforten. Wer sich ab morgen gegen Covid impfen lassen möchte, kann das vor allem beim Hausarzt. Die Impfzentren waren von Anfang an nur als Übergangslösung geplant. Und trotzdem herrscht am letzten Tag fast so was wie Wehmut, zum Beispiel in Alzey. Tanja Domes nimmt sich die letzten Arme vor. Die Krankenschwester war im Alzeyer Impfzentrum in ihrer Freizeit nebenberuflich mit Herz und Seele dabei. Die Arbeit wird ihr fehlen – wie so vielen anderen Kollegen hier, weiß Impfzentrums-Koordinatorin Johanna Mohr. Johanna Mohr, Koordinatorin Impfzentrum Alzey-Worms „Heute Morgen sind schon ein paar Tränchen geflossen. Ab morgen wird ja dann aufgeräumt und abgebaut und wir glauben eigentlich, das richtige Tief wird erst ab nächster Woche kommen, wenn wir es richtig realisiert haben.“ Die Impfzentren waren von Anfang an nur als Übergangslösung geplant und haben Land und Bund 121 Millionen Euro gekostet. 2,6 Millionen Rheinland-Pfälzer haben sich hier ihren Pieks abgeholt, einige noch heute im letzten Moment. Für die Zweitimpfung heißt es dann: ab zum Hausarzt oder Impfbus. Aber sind denn zuletzt noch viele gekommen? Johanna Mohr, Koordinatorin Impfzentrum Alzey-Worms „Es hat sich auf jeden Fall noch rentiert, gerade weil auch der 11.Oktober näher rückt, die Tests werden kostenpflichtig. Es sind einige, die jetzt noch zu uns gekommen sind auf den letzten Drücker, sich doch noch impfen lassen, die die ganze Zeit skeptisch waren oder sich gar nicht impfen lassen wollten.“ In Rheinland-Pfalz schließen heute 23 der 32 Impfzentren. Neun Impfzentren bleiben aber noch einige Monate einsatzbereit. Die Einrichtungen in Germersheim, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Mainz und im Rhein-Lahn-Kreis bleiben bis Jahresende erhalten, die Impfzentren in Mainz-Bingen, Koblenz, Neustadt und Trier sogar bis zum 30. April 2022. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Die Ausrüstung ist vorhanden, auch die […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tarifabschluss im Einzelhandel Die Beschäftigten im hessischen Einzel- und Versandhandel erhalten rückwirkend zum 1. August drei Prozent mehr Lohn. Das sieht ein Tarifvertrag vor, auf den sich die Gewerkschaft Ver.di mit den Arbeitgebern geeinigt hat. Am 1. April 2022 werden die Gehälter dann um weitere 1,7 Prozent angehoben. Der Tarifvertrag läuft bis Ende März 2023. Land Hessen zahlt für Fluglärm Städte und Gemeinden im Umfeld des Frankfurter Flughafens sollen auch künftig 4,5 Millionen Euro jährlich zum Ausgleich der Fluglärmbelastung erhalten. Das sieht der neue Haushaltsentwurf des Landes Hessen vor. 21 Kommunen können Geld beantragen, das beispielsweise in die Kinderbetreuung und Freizeiteinrichtungen fließen soll. Welche Summe die Kommunen erhalten, orientiert sich an der jeweiligen Fluglärmbelastung und der Zahl der betroffenen Einwohner. Arbeitsmarkt erholt sich In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im September gesunken. Am Ende des Monats suchten 168.295 Männer und Frauen in Hessen eine Stelle. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 4,9 Prozent. Auch in Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen. Hier waren 104.200 Menschen ohne Job. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,6 Prozent. Bundesweit sank die Quote auf 5,6 Prozent. MINT-Tag für weiterführende Schulen Lehrkräfte weiterführender Schulen haben sich heute in Mainz bei Workshops und Vorträgen über die neuesten Ideen und Trends für einen praxisbezogenen Unterricht informiert. Beim MINT-Tag, veranstaltet von der rheinland-pfälzischen Landesvereinigung Unternehmerverbände, erhielten sie Inspirationen für die eigene Unterrichtsgestaltung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ziel der Veranstaltung ist es, den Lehrern praxisnahe Inhalte zu vermitteln, damit sie ihre Schüler besser für einen Einstieg in einen MINT-Beruf vorbereiten können.

  • 300 Jahre Fährbetrieb an der Nahe

    300 Jahre Fährbetrieb an der Nahe

    Direkt an der Nahe-Promenade im Kurpark von Bad Münster am Stein befindet sich die wohl einzige handgezogene Fähre Süddeutschlands. Von Ostern bis Anfang November kann hier übergesetzt werden zum Rheingrafenstein und wieder zurück. In diesem Jahr feiert die Fähre ihren 300. Geburtstag. Joachim Gellweiler, Fährman: „Sie müssen sich vorstellen, ich bin das ganze Jahr über hier und beobachte natürlich zwangsläufig diesen Flussabschnitt ganz intensiv. Das ist schon für mich großartig. Zuerst habe ich das als eine interessante Aufgabe angesehen, aber mit den Jahren bedeutet es mir viel mehr. Mittlerweile, durch die 300 Jahre und so, ist es ja ein Kulturdenkmal, was es zu erhalten gilt. Ich bin sehr stolz, dass ich daran teilhaben kann.“ Müsste Joachim Gellweiler eine typische Handbewegung machen, sie sähe so aus. Seit eöf Jahren ist er Fährmann an der Nahe. Ein Job der den 64-jährigen fit hält. Joachim Gellweiler, Fährmann „Es ist anstrengend aber ich merke es tut mir gut. Ich fühle mich wohl damit.“ 13 Touristen auf einmal ziehen, dass ist besonders anstrengend. Gerade beim Start ist viel Muskelkraft gefragt. Dieses Fährboot ist natürlich nicht 300 Jahre alt, aber es hat auch schon seit 50 Jahren Wasser unterm Kiel. Die Verbindung über die Nahe existiert seit 1721. Und das macht sie zur ältesten handgezogenen Fähre in Süddeutschland, zumindest zur ältesten offiziellen Fähre. Joachim Gellweiler, Fährmann „Früher, in den ersten Jahrhunderten muss man sagen, also in den ersten beiden Jahrhunderten, da wurde die Fähre mit langen Holzstangen betrieben. So ähnlich, wie man das von Venedig kennt. Erst etwa vor gut 100 Jahren wurde dann ein Seil gespannt und das machte die Sache sichtlich leichter.“ Die Fähre ist und war eine Attraktion im Nahetal. Eine reine Ausflugsverbindung für Wanderer und alle, die sich mal kurz die andere Flussseite ansehen wollen. Es gibt auch Fans der handgezogenen Fähre, […]