Rheinland-Pfalz

  • Was sagt sein Handy über den Angeklagten aus?

    Was sagt sein Handy über den Angeklagten aus?

    Im Prozess um den Mord an einem Tankstellenmitarbeiter in Idar-Oberstein im September letzten Jahres wurde heute das Handy des Angeklagten ausgewertet. Dem 50 Jahre alten Mario N. wird vorgeworfen, den jungen Kassierer wegen eines Streits um die Maskenpflicht erschossen zu haben. Es sind Videos, die fassungslos machen. Vor dem Landgericht in Bad Kreuznach werden heute die Aufnahmen gezeigt, die der Angeklagte Mario N. mit seinem Schwager in den USA ausgetauscht haben soll. Zu sehen ist darauf Mario N. in Alltagssituationen wie dem Grillen im Garten oder beim Gassigehen. Er filmt sich dabei selbst und erzählt seinem Schwager von seinen Problemen mit Covid-19. Maike Dickhaus, Reporterin „Immer wieder verharmlost der Angeklagte Covid-19 als Grippe. Er versucht seinen Schwager davon abzuhalten, sich impfen zu lassen. Nur durch die Impfung würden die Menschen sterben, nicht durch das Virus, erklärt Mario N. in ruhigem Ton. Bei den anwesenden Journalisten im Gerichtssaal entsteht der Eindruck, Mario N. ist ein überzeugender Redner. Subtil versucht er, seinen Schwager zu beeinflussen.“ Hoffentlich wäre er nächstes Jahr nicht pleite oder würde im Knast landen, weil er einen Polizisten umgebracht hat, der ihm irgendwelche Maßnahmen aufzwingen will, sagt er in den Videos, die nur wenige Tage vor der Tat aufgenommen worden sind. Auch am Tatabend schickt er ein Video an den Schwager. Darin die Ankündigung, dass er jetzt seine Waffe nehmen und den Tankstellenmitarbeiter erschießen werde. Der Schwager antwortet nicht – nur wenig später ist Alex W. tot. Es sind Aussagen, die die Anwesenden im Zuschauerraum des Bad Kreuznacher Landgerichts fassungslos machen. Alexander Klein, Verteidiger von Mario N. „Eine geplante Tat war es meines Erachtens nicht. Wir haben heute auch Nachrichten von ihm gehört, in denen er mitteilte, dass er immer dann Masken trägt, wenn er dort rein geht, um die Angestellten nicht zu provozieren, und auch hier war es […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Rheinland-Pfalz übernimmt Schulgebühren — Fresenius macht weniger Gewinn — Jochen Partsch tritt nicht mehr zu Darmstädter Oberbürgermeisterwahl an Land übernimmt Schulgebühren In Rheinland-Pfalz müssen die Auszubildenden in Gesundheitsfachberufen ab Juli kein Schulgeld mehr zahlen. Das hat Sozialminister Alexander Schweitzer heute in Mainz mitgeteilt. Das Land bezuschusst die Ausbildung an Privatschulen mit einer monatlichen Pauschale von 400 Euro pro Ausbildungsplatz. Dafür stehen im Haushalt bis Ende nächsten Jahres rund 6,7 Millionen Euro zur Verfügung. Alexander Schweitzer, SPD, Sozialminister Rheinland-Pfalz „Wir brauchen viele junge Menschen die sich für die Gesundheitsfachberufe entscheiden und in Deutschland gibt’s immer noch zu viele Ausbildungsgänge, da muss man Geld mitbringen, um den Beruf zu erlernen, das versteht eigentlich kaum einer. Darum haben wir gesagt, in Rheinland-Pfalz wollen wir das verändern, wir sorgen dafür, dass die jungen Menschen kostenlos in die Gesundheitsfachberufe, in die Schulen gehen können. Das baut eine wichtige Hürde ab und ermuntert noch mehr junge Menschen, in die Berufe zu gehen.“ Von der Schulgeldfreiheit profitieren unter anderem Auszubildende in der Ergotherapie, Logopädie und pharmazeutisch-technischen Assistenz. Fresenius macht weniger Gewinn Der Medizin und Krankenhauskonzern Fresenius aus Bad Homburg hat im ersten Quartal 2022 rund 5 Prozent weniger Gewinn gemacht als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das Plus lag in den ersten drei Monaten des Jahres bei 415 Millionen Euro. Gründe dafür waren neben der anhaltenden Corona-Pandemie, Kostensteigerungen durch Lieferengpässe sowie der Krieg in der Ukraine. Der DAX-Konzern hält an seinem Wachstumsziel für das laufende Jahr fest. Darmstädter OB tritt nicht erneut an Der Darmstädter Oberbürgermeister Jochen Partsch wird sich nächstes Jahr nicht zur Wiederwahl stellen. Hintergrund für den überraschenden Rückzug seien laut Grünen-Kreisverband private Gründe. Partsch hatte das Amt seit 2011 inne. Ein Nachfolgekandidat steht noch nicht fest. Die nächsten Oberbürgermeisterwahlen finden im kommenden März statt.

  • Nibelungen-Festspiele erschreckend aktuell

    Nibelungen-Festspiele erschreckend aktuell

    Nachdem es im vergangenen Jahr vor dem Wormser Kaiserdom mal nicht um die Nibelungen, sondern um Luther ging, ist dieses Jahr wieder alles beim Alten. Diesmal sind die Königinnen die Hauptfiguren. Premiere der Festspiele ist zwar erst am 15. Juli – heute gab es aber schon mal erste Details. Noch lässt sich der Wormser Kaiserdom trockenen Fußes erreichen. Bald wird es hier aber ziemlich nass werden! Eine riesige Wasserlandschaft soll vor dem Dom entstehen. Dazu viele Lichteffekte. Die Bühne: mal ziemlich großer Swimmingpool, mal verzauberter Wald mit Spiegeleffekt! Roger Vontobel, Regisseur von „hildensaga.“ „Diese beiden Aggregatszustände des Wassers, die haben uns sehr interessiert, weil es in dem Stück auch oft um Wahrnehmung, Wirklichkeit und die Sicht auf eine Wirklichkeit porträtiert wird und daraus sozusagen Handlungsaspekte entstehen.“ Roger Vontobel hat schon 2018 „Siegfrieds Erben“ inszeniert. Damals waren die Männer die Hauptakteure, diesmal geht es um die Königinnen. Autor Ferdinand Schmalz legt den Fokus auf die Frauen. Ferdinand Schmalz, Autor von „hildensaga.“ „Ja, ich hatte das Gefühl, das ist eigentlich das, was den Stoff von anderen mittelalterlichen Stoffen unterscheidet, dass die Frauen eben handlungsendscheidende Rollen haben. Diese Fokussiering auf die männlichen Helden, dass ist eher dann in den nationalistischen Lesweisen in den Vordergrund gekommen.“ Die Frauen sind Genija Rykova und Gina Haller. Als Brünhild und Kriemhild sollen sie die Frage beantworten, ob die Welt von Frauen gelenkt, eine bessere wäre. Genija Rykova, spielt Brünhild „Es ist mir schon bewusst, dass dieses Jahr das Augenmerk so auf die Frauen gelegt ist und uns da sehr viel Verantwortung übergeben wird, aber das ist die Verantwortung des gesamten Teams, auch der Männer, diese Geschichte neu zu erzählen.“ Einer dieser Männer wird von Werner Wölbern gespielt, Schauspieler und Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Er freut sich darauf, in diesem Jahr […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Die Woche geht mit einem Sonne-Regen-Mix weiter. Heute Nacht lassen die Schauer im Osten und Süden nach. Dann lockern die Wolken von Norden her auf, örtlich entsteht Nebel. Dabei sinken die Temperaturen auf 10 bis 6, im Bergland auf 3 bis 1 Grad, am Boden kann es leichten Frost geben. Morgen geht es erst einmal trocken und mit einem recht netten Mix aus Sonne und Wolken los. Im Laufe des Tages kommen aber aus Westen einige Schauer, vereinzelt auch Gewitter auf. Die Temperaturen erreichen angenehme 17 bis 20 Grad, im Bergland um 15 Grad. Am Freitag bleibt es abgesehen von letzten Schauern im Norden meist recht schön. Am Samstag überqueren uns aber wieder neue Niederschläge. Die Temperaturen steigen aber, am Sonntag dann mehr Sonne und 24 Grad.

  • Land spricht mit Kommunen über Kriegsflüchtlinge

    Land spricht mit Kommunen über Kriegsflüchtlinge

    Wie wird die Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen finanziert? Darüber wurde heute auch in Rheinland-Pfalz diskutiert. Die kommunalen Spitzenverbände und die rheinland-pfälzische Landesregierung verständigten sich darauf, wie die 96 Millionen Euro, die das Land vom Bund für die Flüchtlinge erhält, aufgeteilt werden. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Wir haben den Kommunen jetzt zugesagt, dass 2/3 an die Kommunen gehen, 1/3 im Land bleiben, um dann tatsächlich auch die Dinge gut leisten zu können. Ich glaube, es ist auch ein faires gutes Angebot und die meisten Flüchtlinge sind in den Kommunen. Ich glaube, dass die Aufteilung damit eine gute ist.“

  • Ministerrat trifft sich mit Unternehmensleitung Boehringer Ingelheim

    Ministerrat trifft sich mit Unternehmensleitung Boehringer Ingelheim

    Der Ukraine-Krieg hat auch Auswirkungen auf Industrie und Unternehmen hier bei uns. Viele sind durch die Corona-Pandemie ohnehin bereits gebeutelt und auch der Fachkräftemangel wird von Jahr zu Jahr dramatischer. Um sich über die aktuelle Situation auszutauschen und sich ein Bild vor Ort zu machen, hat sich der rheinland-pfälzische Ministerrat heute bei einem der größten Unternehmen im Land getroffen. Bis zum Ende nächsten Jahres soll hier auf dem Gelände von Boehringer Ingelheim ein nagelneues Biomassekraftwerk entstehen. Dadurch will das Pharmaunternehmen seinen CO2-Ausstoß verringern und den Energiebedarf weitgehend selbst decken. Eine weise Entscheidung, die da vor über einem Jahr getroffen worden ist, blickt man auf die aktuellen energiewirtschaftlichen Herausforderungen. Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz: „Die Wirtschaft war auf Erholungskurs nach der Corona-Pandemie und durch den Angriffskrieg von Putin auf die Ukraine sind die Unternehmen im Moment extrem gefordert. Das sind einmal gestörte Lieferketten, aber natürlich auch die Herausforderungen bei der Energieversorgung und bei den dramatisch steigenden Energiepreisen.“ Themen, die beim heutigen Aufeinandertreffen der Minister mit Vertretern von Boehringer Ingelheim intensiv diskutiert worden sind. Aber auch Zukunftsthemen wie die Entwicklung des Arbeitsmarkts und Digitalisierung standen auf der Agenda. Sabine Nikolaus, Landesleiterin Deutschland Boehringer Ingelheim: „Ein Dialog ist in dieser jetzigen Lage zwischen Industrie und der Politik für beide Seiten ganz besonders wichtig, weil es einfach auch ein gewisses gegenseitiges Verständnis schafft. Und wir brauchen in der jetzigen Lage mehr denn je eine Politik, die nicht nur die Notwendigkeit zur Innovation bejaht und unterstützt, sondern auch mit einer kohärenten Politik die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie tatsächlich auch stärkt.“ Ein wesentlicher Aspekt ist die Gewinnung von Fachkräften. Das Unternehmen wird stetig größer. Es braucht also auch mehr Mitarbeiter. Das Problem: In bestimmten Berufen ist der Markt leergefegt. Christjan Knudsen, Arbeitsdirektor Deutschland Boehringer Ingelheim: „Deswegen müssen wir hier unsere eigenen Ausbildungszahlen erhöhen, damit wir in den […]

  • Glashersteller Schott experimentiert mit Wasserstoff

    Glashersteller Schott experimentiert mit Wasserstoff

    In seinen Schmelzanlagen produziert das Mainzer Unternehmen Schott jeden Tag hunderte Tonnen Glas. Dafür ist jede Menge Energie nötig. Nach Angaben des Unternehmens entsteht dabei jährlich mehr CO2 als in allen Mainzer Haushalten zusammen. Zeit, etwas zu ändern, denkt sich der Konzern nun, und testet in einem großen Pilotprojekt jetzt, ob zur Glasherstellung auch Wasserstoff verwendet werden kann. Die Herstellung von Glas ist eine heiße Angelegenheit. Rund um die Uhr sind die Schmelzwannen von Schott in Betrieb und erreichen dabei Temperaturen von bis zu 1.700 Grad. Beheizt werden die Wannen vor allem mit Erdgas. Künftig möchte Schott klimafreundlicher produzieren und testet deshalb in einem Pilotprojekt gemeinsam mit den Mainzer Stadtwerken erstmals die Beimischung von Wasserstoff. Jens Schulte, Finanzvorstand Schott „Wir erwarten, dadurch dass Glas ein sehr sensibles Material ist, Veränderungen möglicherweise zum Beispiel in der Produktqualität. Vielleicht bilden sich bestimmte Muster anders. Das muss man sehr sorgsam analysieren. Wir haben viele tausend Sensoren an unseren Wannen, die das dann im Einzelnen aufzeichnen.“ Ab August wird in einer der Schmelzwannen nach und nach bis zu 35 Prozent Wasserstoff eingesetzt. Mehr als 700.000 Euro kostet das Pilotprojekt, knapp die Hälfte davon übernimmt das rheinland-pfälzische Umweltministerium durch EU-Fördermittel. Die Landesregierung hält besonders in energieintensiven Branchen den Einsatz von Wasserstoff für sinnvoll. Katrin Eder, Bündnis 90 / Die Grünen, Umweltministerin Rheinland-Pfalz „Er ist relativ teuer. Er ist selten. Und deswegen müssen wir uns ganz genau überlegen, wofür wir so einen wichtigen Stoff wie Wasserstoff am Ende einsetzen. Man sollte ihn nicht verschwenden in Autos. Die können gut batterieelektrisch betrieben werden. Sondern die großen Nutzfahrzeuge, die schweren Maschinen oder eben industrielle Prozesse, dafür ist der Wasserstoff gut geeignet.“ Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind die Preise für Wasserstoff nochmal stark gestiegen. Momentan wäre der Einsatz in großen Mengen für ein Unternehmen wie Schott […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weniger Arbeitslose — Gastronomen erhöhen Preise — Entwarnung bei Geflügelpest Weniger Arbeitslose Trotz der Corona-Pandemie und des Ukraine-Kriegs ist die Zahl der Arbeitslosen in Hessen und Rheinland-Pfalz im April weiter gesunken. In Hessen waren am Ende des Monats rund 156.200 Männer und Frauen ohne Job. Die Arbeitslosenquote sank auf 4,5 Prozent. In Rheinland-Pfalz suchten rund 97.700 Menschen eine Stelle. Hier sank die Arbeitslosenquote auf 4,3 Prozent. Bundesweit sank die Quote auf 5 Prozent. Gastronomen erhöhen Preise Wegen der steigenden Inflation heben Restaurantbesitzer und Gastronomen in Hessen die Preise an. Schuld am Preisanstieg sind laut einer Branchenumfrage des Hotel- und Gaststättenverbandes Hessen vor allem höhere Energie- und Lebensmittelkosten. Über die Hälfte der Befragten sah die größte Herausforderung in höheren Personalkosten. Auch die Umsatzverluste durch die Corona-Pandemie setzten den Gastronomen zu. Um die Gäste zu entlasten, soll jedoch nur ein Teil der Kosten an sie weitergegeben werden. Entwarnung bei Geflügelpest In der vergangenen Woche hat es in Hessen keinen Fall der Geflügelpest bei Wildvögeln mehr gegeben. Das hat das Veterinäramt im Main-Kinzig-Kreis mitgeteilt. Die Pflicht, Geflügel in der Region im Stall zu halten, wurde aufgehoben. Die Amtsleitung rief Geflügelhalter jedoch dazu auf, weiterhin jeglichen Kontakt zu Wildvögeln zu meiden. Wegen der Verbreitung des Erregers mussten die Tiere im Risikogebiet im Stall gehalten werden. In einigen hessischen Kreisen gilt diese Regel vorerst weiter.

  • Beauftragte für jüdisches Leben macht Antrittsbesuch in Koblenz

    Beauftragte für jüdisches Leben macht Antrittsbesuch in Koblenz

    Die frühere rheinland-pfälzische Regierungssprecherin Monika Fuhr hat heute in Koblenz ihren Antrittsbesuch als neue Beauftragte der Ministerpräsidentin für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen in Rheinland-Pfalz absolviert. Empfangen wurde sie von dem Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden von Rheinland-Pfalz. Monika Fuhr tritt die Nachfolge von Dieter Burgard an, der im März aus dem Amt ausgeschieden war. Monika Fuhr, SPD, Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen „Mir ist es ganz besonders wichtig, die bereits bestehende Zusammenarbeit und den Dialog, den vertrauensvollen Dialog mit den jüdischen Gemeinden in Rheinland Pfalz fortzusetzen, zu intensivieren. Ich werde ein Ohr für alle Jüdinnen und Juden in Rheinland Pfalz haben. Mir ist es auch ganz wichtig, das kulturelle Erbe, das wir hier in Rheinland Pfalz haben, dass die Kultur, die jüdische Kultur noch mehr zum Tragen zu prägen und noch mehr in den Vordergrund zu stellen.“ Avadislav Avadiev, Vorsitzender Verband Jüdischer Gemeinden Rheinland-Pfalz „Wir haben ja schon Städte, Weltkulturerbe. Das ist auch eine große Thema für uns, für alle. Und dann natürlich auch jüdisches Leben fördern, jüdisches Leben unterstützen, dass das jüdisches Leben hier auch präsent ist und dann überall sichtbar zu machen.“ Die ehrenamtliche Beauftragte ist nicht nur Ansprechpartnerin für Menschen jüdischen Glaubens für Kommunen, Verbände und Vereine, sondern auch für Bildungs-Einrichtungen und für den Landtag.

  • Internationale Tage in Ingelheim

    Internationale Tage in Ingelheim

    Jedes Jahr werden auf dem Internationale Tagen in Ingelheim Werke von herausragenden, weltberühmten Künstlern vorgestellt. In diesem Jahr geht es um dem Vorreiter der Moderne schlechthin. Bis zum 10. Juli sind Im Kunstforum Altes Rathaus Grafiken des norwegischen Malers Edvard Munch zu sehen. Ein Mensch der schreit. Ein Motiv das wohl wirklich fast jeder auf der Welt kennt. „Der Schrei“ – verewigt in vier Gemälden und einer Grafik. Der Beginn des Expressionismus. Dargestellt hat Edvard Munch sich selbst. Auf einem abendlichen Spaziergang erleidet der Maler eine Angstattacke. Dr. Ulrich Luckhardt, Leiter Internationale Tage Ingelheim „Die Bildkomposition ‚Der Schrei‘ ist die Ikone schlechthin von Edvard Munch. Wie kein anderes Motiv zeigt ‚Der Schrei‘ den menschlichen Seelenausdruck, den Ausbruch von Angst, von Schrecken, und es gib eigentlich kaum ein Bild der Kunstgeschichte in dem dieser Schrecken, diese Angst so deutlich für jedermann auch erkennbar dargestellt ist.“ Oft schauen die Menschen, die Edvard Munch darstellt, einen an, frontal, so als ob sie den Betrachter mit ihren Blicken verfolgen. Seine erste Ausstellung in Deutschland 1892: ein Skandal. Die Kunst sei eine Schweinerei, eine Gemeinheit. Edvard Munch war seiner Zeit voraus. Dr. Ulrich Luckhardt, Leiter Internationale Tage Ingelheim „In der Zeit, in der Munch seinen eigenen Stil entwickelt, wird auch in Europa die Psychoanalyse zum Beispiel entwickelt. Sigmund Freund spielt da die entscheidende Rolle. Und Munch hat in seiner Kunst, wie er es selber mal gesagt hat, das moderne Seelenleben wiedergespiegelt.“ Vor allem auch sein eigenes Seelenleben. Edvard Munchs Mutter und Schwester sterben früh. Nach einem Streit mit einer seiner Lebensgefährtinnen schießt er sich betrunken den halben Finger ab. Zur Erholung reist der Maler zur Kur, auch nach Wiesbaden. Dort entsteht 1920 diese Zeichnung eines Kurkonzerts. Dass der große Norweger in Ingelheim ausgestellt wird, war so nicht geplant. Ein anderes Thema – welches will Ulrich […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Morgen stehen die Zeichen auf Gewitter. In der Nacht fallen die Schauerwolken bei uns in sich zusammen und es lockert auf. Zum Morgen bildet sich dann in der feuchten Luft Nebel, aber es ist dann meist niederschlagsfrei. Die Luft kühlt auf 10 Grad im Rhein-Main Gebiet und auf 3 Grad in einigen Eifeltälern ab. Morgen scheint zunächst die Sonne bevor sich wieder dickere Quellwolken bilden und es dann kräftige Schauer und Gewitter gibt. Im Südwesten ist dann auch mal Starkregen und böiger Wind möglich. Die Höchstwerte liegen tagsüber dann zwischen 14 Grad in den höheren Lagen und 20 Grad an Rhein sowie Main. Am Donnerstag und Freitag beruhigt sich das Wetter wieder und das Schauerrisiko ist gering. Die Sonne zeigt sich zwischen den Wolken wieder häufiger und es wird über 20 Grad warm. Am Samstag zieht dann eine neue Front durch unser Sendegebiet.

  • Tankstellenmord – Rechtsmediziner, Zeugen und Sachverständige sagen im Prozess aus

    Tankstellenmord – Rechtsmediziner, Zeugen und Sachverständige sagen im Prozess aus

    Im Prozess um den jungen Tankstellenmitarbeiter Alex W., der im September wegen eines Streits um die Maskenpflicht in einer Tankstelle in Idar-Oberstein erschossen worden ist, ging es heute vor dem Bad Kreuznacher Landgericht wieder einmal um die Weltanschauung des Angeklagten Mario N. Für Mario N. habe es Corona nicht gegeben. So beschreibt es heute ein Zeuge, der mit dem Angeklagten des Öfteren mit den Hunden spazieren war. Der Angeklagte habe den Virus als Grippe abgetan und die Corona-Schutzmaßnahmen nicht umsetzen wollen. Maike Dickhaus, Reporterin „Mario N. habe ihm gesagt, dass er beim Einkaufen seine Maske nicht aufziehe, auch wenn ihn jemand darauf hinweise. Der Zeuge habe ihm dann geraten sich ein Attest zu besorgen, dass er aufgrund seiner Asthma-Erkrankung von der Maskenpflicht befreit sei. Das habe Mario N. aber wiederholt abgelehnt. Er sei nicht mit Argumenten zu überzeugen gewesen.“ Der Zeuge schildert, dass er selbst sich gegen Covid-19 hatte impfen lassen. Als der Angeklagte das erfuhr, habe er gesagt, dass man nun getrennte Wege gehen müsse, weil der Zeuge nun durch die Impfung verseucht sei. Mario N. wird vorgeworfen, im September des vergangenen Jahres den damals 20 Jahre alten Alex W. in einer Tankstelle in Idar-Oberstein erschossen zu haben, weil dieser den Angeklagten auf die Maskenpflicht hingewiesen hatte. Zu Beginn des Prozesses hatte Mario N. den Mord gestanden. Er habe sich von dem jungen Tankstellenmitarbeiter gedemütigt gefühlt und habe ein Zeichen setzen wollen. Maike Dickhaus, Reporterin „Auch über die Flüchtlingssituation tauschen sich Mario N. und sein Bekannter in einem Telegram-Chat aus. Dort fallen Aussagen wie – Zitat -: ‚Gleich die ganze Regierung in die Gaskammer stecken und das Kanackengesocks gleich mit‘. Irgendwann habe Corona aber die Flüchtlingsthematik abgelöst, sagt der Zeuge. Mario N. habe sich mit nichts anderem mehr beschäftigt.“ Außerdem sagte heute eine Rechtsmedizinerin aus, die die Leiche von […]

  • Krebsforschung in Mainz

    Krebsforschung in Mainz

    „Rheinland-Pfalz soll zum führenden Standort für Biotechnologie werden.“ – So steht es im Koalitionsvertrag der rheinland-pfälzischen Ampel-Regierung. Durch die erfolgreiche Entwicklung eines Impfstoffs zum Schutz gegen das Coronavirus durch das Mainzer Unternehmen BioNTech ist dieses Ziel deutlich näher gerückt. Und auch in der Krebsforschung ist Rheinland-Pfalz ganz vorne mit dabei. BioNTech in der Mainzer Oberstadt – es ist das Flaggschiff der Biotechnologie-Branche in Rheinland-Pfalz. Direkt nebenan: das Forschungsinstitut TRON. Hier arbeiten knapp 150 Wissenschaftler daran, die Lücke zwischen der medizinischen Grundlagenforschung und der Gesundheitsversorgung am Patienten zu schließen, vor allem im Bereich der Krebsforschung. Vor zwölf Jahren ist das Unternehmen als Ausgründung der Universitätsmedizin Mainz entstanden. Prof. Norbert Pfeiffer, Vorstandsvorsitzender Universitätsmedizin Mainz „Keine Wunde heilt ohne das Immunsystem. Kein Krebs wird besiegt, ohne dass nicht das Immunsystem dort mitmacht. Und es geht jetzt darum, genau dieses zu stärken. Und ich sehe tatsächlich als Ergebnis, als gar nicht unrealistisches Ergebnis, dass wir eine neue Phase der Medizin einläuten, in dem der einzelne Kranke viel mehr in das Spiel kommt, personalisiert für ihn eine Therapie gefertigt wird, und sein Immunsystem ihm hilft, gesund zu werden.“ Und genau das will TRON ausbauen. Bald sollen am Standort mehrere Hundert Mitarbeiter an der individualisierten Immuntherapie forschen, erzählt TRON-Mitbegründer Uğur Şahin. Ein neues Gebäude auf dem Gelände der Universitätsmedizin solle das ermöglichen. Uğur Şahin, Mitbegründer und Gesellschafter TRON gGmbH „Dieses neue Gebäude ist angedacht als Kooperationsplattform für Forscher hier aus Mainz, der Universität, der Universitätsmedizin. Wir wollen vor allem auch klinische Forscher an die Universitätsmedizin attrahieren, die helfen, neue Fragestellungen zum Patienten zu bringen.“ Mit dieser Ausweitung möchte TRON nicht nur renommierte Spitzenforscher in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt holen, sondern auch ein Ausbildungszentrum für junge Talente schaffen. Das Land, genau wie die übrigen Gesellschafter, wollen dafür ihre Anteile vollständig reinvestieren. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Der früheren […]

  • Forschung im Ahrtal: Mit Drohnen gegen Katastrophen

    Forschung im Ahrtal: Mit Drohnen gegen Katastrophen

    In der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 stürzte bei der schrecklichen Flutkatastrophe nicht nur Wasser durch das Ahrtal. Geröll, Bäume und Autos erhöhten die Wucht der Flutwelle noch deutlich. Insgesamt starben dabei damals 134 Menschen. Jetzt soll ein digitales Geländemodell dabei helfen, sogenannte Massenbewegungen vorherzusagen und letztlich zu verhindern. Die Rekonstruktion der Flutnacht und ihre geologischen Ursachen, aber auch die Vorhersage neuer Ereignisse: Diese Ziele verfolgt das Forschungsprojekt des Instituts für Geowissenschaften der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dabei besonders im Fokus: Sogenannte Massenbewegungen. Prof. Frieder Enzmann, Institut für Geowissenschaften Universität Mainz „Also nicht nur das Wasser ist für das Schadenspotential entscheidend, sondern was ist auch in dem Wasser drin oder was wird in dem Wasser bewegt. Das können Baumstämme, Autos – man hat es gesehen in den Aufnahmen, was da passiert ist – und auch der Boden, der von den Hängen mit rein reingespült wird in die Ahr, all das erhöht die Energie des Wassers und führt dann auch zu größeren Schäden. Vor allem an besonderen Stellen im Uferbereich, den sogenannten Prallhängen, kann es eben zu massiven Erosionen, Unterspülungen führen, die dann die Schäden deutlich erhöhen.“ Diese Vorgänge früher erkennen: Dabei hilft das vor drei Jahren gegründete Start-up-Unternehmen aeroDCS, das mit hochentwickelten Drohnen und Kamerasystemen arbeitet. Unter der Leitung von Hans-Peter Thamm, Geograph und Professor für Fernerkundung, hat das Unternehmen aus Koblenz mit 6.500 Einzelaufnahmen ein digitales Geländemodell von der besonders stark betroffenen Gemeinde Schuld erstellt. Hans-Peter Thamm, Technischer Leiter aeroDCS GmbH „Auf der einen Seite können wir die Topographie, also das Gelände, sehr genau 3D aufnehmen. Dann können wir die Hangneigung ableiten. Die Exposition, also ob es nach Süden / Norden, das ist auch für die Erosion nicht unwichtig. Und wir sehen halt auch die Kluftstrukturen. Also gerade das Ahrtal ist geologisch überprägt, also da gibt es sehr […]

  • Neuer Streiktag in Rheinland-Pfalz: Busse stehen still und Kitas bleiben zu

    Neuer Streiktag in Rheinland-Pfalz: Busse stehen still und Kitas bleiben zu

    Seit gestern Nacht läuft der Busfahrer-Streik im privaten Bus-Gewerbe – mit einer enormen Beteiligung. Heute haben sich die Busfahrer gemeinsam mit den ebenfalls streikenden Erziehern zu einer Kundgebung in Mainz getroffen. Sie fordern mehr Lohn und bessere Arbeitsbedingungen.   Die Busfahrer blasen zum Streik. Lautstark und mit ordentlich Wut im Bauch machen sich heute Morgen etwa 1000 Busfahrer auf den Weg durch Mainz. Unterstützt werden sie von etwa 500 Erzieherinnen und Erziehern. Obwohl man sich auf einen Manteltarifvertrag geeinigt hat, fehlt die Unterschrift des Arbeitgeberverbandes. Marko Bärschneider, Verhandlungsführer Ver.di: „Die Kolleginnen und Kollegen sind stinksauer, dass dieser Tarifvertrag immernoch nicht in Kraft gesetzt wurde durch die Unterschrift und sie werden solange immer wieder Streikmaßnahmen aufrufen, bis entsprechend der Tarifvertrag auch unterschrieben ist und gilt.“ Der Arbeitgeberverband weigert sich aktuell den ausgehandelten Vertrag zu unterschreiben. Der Grund: Man könne sich mit dem rheinland-pfälzischen Ministerium für Mobilität noch nicht einigen zu welchen Teilen der Lohnanstieg vom Land bezahlt wird. Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe Rheinland-Pfalz e.V.: „Den Manteltarifvertrag werden und können wir erst unterschreiben, wenn wir verbindlich wissen, welche Änderungen hieraus in welcher Höhe auf welcher Grundlage refinanziert werden.“ Der Arbeitgeberverband sieht den Ball nun bei der Politik liegen. Beim Ministerium für Mobilität zeigt man sich verständnisvoll. Man könne den Unmut der Busfahrer verstehen und arbeite an einer Lösung. Michael Hauer (Bündnis 90 / Die Grünen), Staatssekretär Ministerium für Mobilität: „An dieser Stelle ist es uns auch noch einmal wichtig zu zeigen, das ist nicht alleine Aufgabe der Kommunen und des Landes. Da muss der Bund auch seinen Beitrag zu leisten. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass Regionalisierungsmittel entsprechend schon dieses Jahr fließen sollen, dass die angehoben werden sollen um auch Leistungsausweitungen zu ermöglichen. Das ist nach aktuellem Stand noch nicht passiert.“ Während die Politik den Ball von den Kommunen […]