Rheinland-Pfalz

  • Festival Grenzenlos in Mainz

    Festival Grenzenlos in Mainz

    In knapp zwei Stunden startet am Mainzer Staatstheater das Festival „Grenzenlos Kultur“. Bereits zum 28. Mal gibt es in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt inklusives Theater. Das Festival mit behinderten und nicht behinderten Künstlern ist das älteste Festival seiner Art. Gezeigt werden nationale und internationale Produktionen. Bobbi Byrne und Soso Ní Cheallaigh proben für ihren Auftritt morgen Abend im Mainzer Staatstheater. Eine Uraufführung. Die Iren bringen eine Tanz-Performance auf die Bühne. In „Variationen für zwei behinderte Menschen“ geht es darum, nicht der Norm zu entsprechen, und um Freundschaft, denn die beiden Künstlerinnen sind auch beste Freunde. Bobbi Byrne, Künstlerin mit Beeinträchtigung Seit zwei, nein, drei Jahren. Wir haben uns auf einem inklusiven Tanzkurs in Cork kennengelernt. Wir haben es einfach sehr genossen, zusammen Zeit im Studio zu verbringen. Dann haben wir uns eine Wohnung geteilt. Dabei ging es auch darum, die Unterschiede, also die Symmetrie und Asymmetrie unserer Körper, kennenzulernen. Daraus ist das Stück entstanden. Soso Ní Cheallaig schreibt auch Gedichte. In der Zusammenarbeit mit der transfemininen Künstlerin Bobbi Byrne geht es auch um Sprache. Soso Ní Cheallaig, Künstlerin Die Aufführung ist auch ein bisschen Sprechtheater. Mit viel Text und Gebärdensprache, um allen den Tanz näherzubringen. Auf dem inklusiven Festival werden insgesamt 18 Produktionen aufgeführt. Mal wird’s akrobatisch. Mal machen sich die Künstler selbst über ihre Beeinträchtigung lustig.  Bitte alle aufstehen, zu Ehren der Frau. Nein, Leute, bleibt sitzen. Auch draußen vor dem Mainzer Staatstheater wird gespielt. 11 Tage lang Theater für alle, denn die verschiedenen Spielstätten sind barrierefrei zugänglich und es gibt Gebärdensprachdolmetscher. Die Schwestern Elisabeth und Christina Schelhas leiten das Festival zum ersten Mal. Christina Schelhas, Festivalleiterin Es ist einfach eine besondere Atmosphäre hier im Haus, wenn so viele tolle Gruppen hier einziehen. Und das Publikum auch mit einem Theater konfrontieren, was Dinge hinterfragt, neue Perspektiven aufstellt, etwas Neues anregt. Das […]

  • Auf römischen Spuren von Bingen nach Trier

    Auf römischen Spuren von Bingen nach Trier

    Mainz, Bingen, Koblenz und Trier: So unterschiedlich die Städte in Rheinland-Pfalz auch sind, eines verbindet sie: Ihre römische Geschichte. Besonders eindrucksvoll zeigt sie sich in Trier mit der „Porta Nigra“. Genau dieses Stadttor aus dem Jahr 180 n. Chr. hat sich Conrad Lunar aus Neuwied als Ziel einer ganz besonderen Wanderung ausgesucht. Er will es diese Woche auf dem Ausonius-Weg zu Fuß von Bingen bis nach Trier schaffen – Und zwar nicht in modernen Wanderklamotten, sondern in der traditionellen Kleidung eines römischen Soldaten. Wir haben ihn auf seiner historischen Wanderung begleitet.   Etwa 25 Kilo Gepäck, ein Schwert und historische, mit Nägeln beschlagene Schuhe aus Ziegenleder. Vor allem die machen den sechstägigen Marsch zu einer Herausforderung.             Conrad Lunar: „Die wiegen alle beide über ein Kilo, das heißt man muss den ganzen Tag an jedem Fuß ein Kilo hochheben. Und wir haben heute über 20 Kilometer, das macht es anstrengend. Ich habe eine lange Hose an, eine Tunika und bei der Hitze macht das natürlich wenig Spaß.“  Ein Rom-Enthusiast, so würde sich Conrad Lunar am ehesten bezeichnen. Durch den 120 Kilometer langen Marsch auf dem Ausoniusweg wollen er und sein Weggefährte auf die römische Geschichte aufmerksam machen, die in Rheinland-Pfalz besonders präsent ist.             Conrad Lunar: „Viele der rheinland-pfälzischen Städte haben römische Wurzeln: Koblenz, Confluentes. Moguntiacum, Mainz. Rigomagus, Remagen. Bodobrica, Boppart. Es gibt so viele Orte am Rhein, aber auch an der Mosel, wie Augusta Treverorum, Trier. Diese Kultur und Geschichte zu vermitteln, die auch bis heute hier in unsere Region hineinreicht, der Weinbau sei da angesprochen, das ist so die Idee.“  Der Name Ausoniusweg geht auf den römischen Dichter und Beamten Magnus Ausonius zurück. Sein Gedicht ‚Mosella‘ aus den Jahr 371 n. Chr. ist der erste antike Reisebericht über die Mosel..       Von Bingen geht es über Rheinböllen […]

  • Militärflugzeug in Spangdahlem abgestürzt

    Militärflugzeug in Spangdahlem abgestürzt

    Wir starten aber mit folgender Meldung in die heutige Sendung: Im Bereich des US-Luftwaffen-Stützpunktes Spangdahlem in Rheinland-Pfalz ist offenbar ein Militär-Kampf-Flugzeug abgestürzt. Das hat ein Sprecher vor einer halben Stunden bestätigt. Bei dem Absturz ist ein Mensch verletzt worden. Augenzeugen berichten, das Flugzeug sei auf oder nahe der Startbahn abgestürzt. Inzwischen hat sich auch die US-Luftwaffe zu dem Vorfall geäußert: Der Pilot des F16-Kampfjets habe sich mit dem Schleudersitz retten können. Er werde medizinisch behandelt. An der US-Airbase in Spangdahlem ist eine Staffel von F-16-Kampfjets stationiert. Seit Monaten starten und landen dort außerdem zahlreiche Transport-Flugzeuge. Zahlreiche Kräfte des Brand- und Katastrophenschutzes seien im Einsatz gewesen. An dem Standort sind rund 5000 zivile und militärische Mitarbeiter beschäftigt. 

  • Patienten und Therapeuten in Sorge wegen Kürzungen bei Psychotherapien

    Patienten und Therapeuten in Sorge wegen Kürzungen bei Psychotherapien

    Psychische Erkrankungen nehmen in Deutschland deutlich zu – besonders bei jungen Menschen. Doch wer Hilfe sucht, muss oft monatelang warten. Und diese Wartezeit könnte noch länger werden: Die Bundesregierung plant Einsparungen bei der Psychotherapie, um das Defizit der Krankenkassen auszugleichen. Patienten und Therapeuten warnen vor den Folgen.   Giulia Santangelo hat ADHS. Ihren Alltag zu organisieren, fällt ihr schwer. In der Uni kommt sie immer schlechter mit. Aus Scham bleibt sie zuhause – ein halbes Jahr lang verlässt sie kaum ihr Bett. Die heute 23-Jährige sucht professionelle Hilfe und trägt sich auf Wartelisten ein. Doch bis sie in Mainz einen Therapieplatz findet, dauert es neun Monate. Giulia Santangelo „Ich habe mich ein bisschen so gefühlt, als würde es mir nicht schon schlecht genug gehen, dass ich Hilfe in Anspruch nehmen kann. Ich habe oft darüber fantasiert, wie ich Hilfe bekomme, dass ich wirklich gedacht habe: Ich tue mir jetzt etwas an und dann muss jemand schauen.“ Wie Giulia geht es vielen Menschen in Deutschland. Fünf Monate muss man hier im Schnitt auf einen Therapieplatz warten. Und in Zukunft könnte es noch länger dauern, befürchten Psychotherapeuten. Grafik – GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz & Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen Denn die Reform der gesetzlichen Krankenkassen bedeutet auch Einsparungen bei der Psychotherapie. Jeder Psychotherapeut, der gesetzlich Versicherte behandeln will, braucht einen sogenannten Kassensitz. Der legt fest, wie viele Therapiestunden er bei den Krankenkassen abrechnen darf. Weil der Bedarf so hoch ist, durften Psychotherapeuten bislang zusätzliche Therapiestunden anbieten und abrechnen. Das soll sich ab 2027 ändern. Meike Eisele führt eine Praxis in Wiesbaden. Schon jetzt nimmt sie kaum noch neue Patienten auf. Meike Eisele – Psychotherapeutin aus Wiesbaden „Die Situation ist jetzt schon wahnsinnig angespannt. Wir haben Wartelisten, die bei weiten Teilen der Kollegen geschlossen sind. Die Budgetierung wird dazu führen, dass die Wartelisten weiter länger werden, dass Kollegen […]

  • Reaktionen auf die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

    Reaktionen auf die Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern

    In Mecklenburg-Vorpommern triumphiert die AfD, in Berlin die Linkspartei. Die Wahlen vom Sonntag haben gezeigt, dass Wähler sich aktuell von der Mitte ab- und den extremen Rändern zuneigen. Besonders hart hat es jetzt die CDU getroffen. In Berlin verliert sie fast 10 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern fliegt sie mit 4,9 Prozent das erste Mal überhaupt in Deutschland aus einem Landtag.   Gordon Schnieder, Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz reagiert nach der Wahlklatsche für die CDU, noch in der Nacht mit einem Statement. „Es ist unsere fundamentale Aufgabe, die Menschen wieder zusammenzubringen. Für mich steht fest: Wir brauchen für die notwendigen Veränderungen Vertrauen und Mut.“ Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident RheinlandPfalz Fraglich ist, ob viele in der CDU noch daran glauben, dass Bundeskanzler Friedrich Merz diesen Mut aufbringen kann. Noch am gestrigen Wahlabend gab es ein vertrauliches Treffen fast aller CDU-Ministerpräsidenten in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin.Keiner der Anwesenden wollte sich zu dem Treffen äußern. Vor die Presse getreten ist heute der Bundeskanzler: er sieht in den Ergebnissen einen schweren Schlag – über seine Person will er  heute aber nicht. Friedrich Merz (CDU) Bundeskanzler „Ich weiß, dass bei diesen Landtagswahlen, sowohl vor zwei Wochen in Sachsen-Anhalt als auch bei den gestrigen Wahlen, die Bundespolitik eine große Rolle gespielt hat und auch meine Person. Die Wahlergebnisse und die Gründe für diese Wahlergebnisse reichen aber weit über meine Person hinaus. Wir haben, um das offen zu sagen, auf zu viele Fragen keine zufriedenstellenden Antworten mehr und das werden wir und das müssen wir ändern.“ Der große Gewinner in Mecklenburg-Vorpommern heißt AfD. Eine echte Machtoption hat sie dort aber nicht, denn alle anderen Parteien haben bereits jetzt eine Zusammenarbeit mit ihr ausgeschlossen. Robert Lambrou (AfD) Landesvorsitzender AfD Hessen „Wichtig ist, dass die AfD Kurs hält, dass wir aber auch auf dem Boden bleiben, und dass wir mit guter Oppositionspolitik […]

  • Aktionstag Auto der IG Metall

    Aktionstag Auto der IG Metall

    Alarm in der Autobranche! Die IG Metall hat heute zum großen Kampftag gerufen. „Stellenabbau – nicht mit uns“ so die Botschaft. Während die IG Metall also vor allem die Autobosse in den Fokus nimmt, macht die Arbeitgeberseite heute klar: Für viele Punkte ist auch die Politik verantwortlich. Deutschland als Industriestandort sei zu teuer, zu bürokratisch und zu unflexibel. Wir lassen beide Seiten zu Wort kommen und starten bei dem Arbeitnehmern.   „Zukunft statt Kahlschlag – Zusammenhalt ist unsere stärkste Marke“: Unter diesem Motto haben sich heute 800 Beschäftigte von Daimler Truck in Wörth zu einer Kundgebung versammelt. Sie wehren sich unter anderem gegen die Aufweichung der 35-Stunden-Woche und kritisieren den Abbau sozialer Leistungen. Ayman Akcakoca „Die wollen, dass wir länger arbeiten und gleich bezahlt werden. Das heißt quasi, dass sie unseren Lohn wegnehmen.“ Ulli Edelmann, Betriebsratsmitglied „Mich macht es sauer, dass 46 Jahre hier arbeiten und fast keinen Tag krank nicht ausreicht für eine Rente zu haben, für ein gutes Betriebsergebnis. Und dann sage ich da stimmt was nicht im ganzen Staat und bei den Managern. Das ist ein Affront gegen jeden, der arbeiten geht.“ Sebastian Flierl „Ich hoffe das war ein Zeichen. Das war ein Zeichen von unserer Seite, von den Vertrauensleuten hier in Wörth bei Daimler Truck. Und ich hoffe, dass sich das einige zum Beispiel nehmen und auch raus auf die Straße gehen, damit wir der Politik endlich ein Zeichen setzen.“ Das Zeichen geht nicht nur an Politik, sondern auch an die Unternehmen selbst. Sie dürfen sich nicht aus der Verantwortung ziehen, so der IG Metall-Bezirksleiter Mitte, Jörg Köhlinger. O-Ton Jörg Köhlinger, IG Metall-Bezirksleiter Mitte „Wir fordern die Einhaltung der Tarifverträge. Wir fordern vor allem Investitionen und Innovationen in die Standorte. Das ist die Voraussetzung, um auch zukünftig Industriepolitik und Industriebetriebe am Laufen zu halten. Das sind […]

  • Polizei kontrolliert E-Scooter

    Polizei kontrolliert E-Scooter

    Vor knapp einem Jahr sterben zwei Brüder bei einem E-Scooter-Unfall in Frankfurt, ein junger Mann wird schwerstverletzt. Nur einer von insgesamt 16.496 EScooter-Unfällen mit Personenschaden aus dem Jahr 2025. Es gibt immer mehr E-Scooter im Straßenverkehr und damit auch immer mehr Unfälle – Im Vergleich zum Jahr davor ist die Zahl der Unfälle drastisch gestiegen – um 38 Prozent. Um vor allem junge Fahrer für die Regeln zu sensibilisieren und über die Gefahren aufzuklären, führt die Polizei in Speyer gerade vermehrt Kontrollen durch. „Hallo! Ihr beide wisst schon, warum wir euch anhalten, oder?“ – „Ja!“ – „Warum?“ – „Aja, wir sind zu zweit gefahren.“ – „Genau.“ Zu zweit auf einem E-Scooter – der Klassiker. Aber verboten! Polizeikommissar Thiele und sein Kollege Kevin Götz kontrollieren in Speyer zwei junge Frauen, 16 und 17 Jahre alt. Freistehend: „Das Ganze kostet 10 €. Ist ein Verwarnungsgeld, das ihr im Prinzip vielleicht was daraus lernen könnt.“ Im Vordergrund der Kontrollen steht nämlich nicht die Strafe, sondern die Aufklärung. Auch bei diesen beiden jungen Männern aus Griechenland, die ebenfalls zu zweit auf einem Roller unterwegs sind. Freistehend Englisch [untertitelt]: „Es ist sehr gefährlich, wenn Sie einen Unfall haben. Zum Beispiel mit einem Auto. Wenn sie ein Auto anfährt und Sie sind mit einer anderen Person auf dem Escooter, dann ist es noch gefährlicher.“ Auch diese Beiden müssen 10 Euro zahlen – ein Denkzettel.   Kevin Götz, Polizeiinspektion Speyer: „Zum einen wird die Kontrolle, weil es auch ein bisschen länger gedauert hat und auch der Eindruck von Medien und Presse mit dabei war, im Gedächtnis bleiben. Und da bin ich mir sicher, auch zusätzlich mit dem Verwarngeld, was sie bekommen haben, werden sie das so schnell nicht mehr vergessen und zukünftig auch besser machen.“ Die Polizisten kontrollieren an diesem Tag außerdem, ob alle E-Scooter das vorgeschriebene Versicherungskennzeichen […]

  • Kids an die Knolle

    Kids an die Knolle

    2008 war das Jahr der Kartoffel und das Gründungsjahr des bundesweiten Schulgartenprojekts „Kids an die Knolle“. In Rheinland-Pfalz haben sich im Laufe der Jahre bereits über 1000 Schulklassen und Kitas beteiligt und ihre eigenen Kartoffeln gepflanzt. Jetzt ist Erntezeit, auch im Garten der Grundschule in Essenheim bei Mainz. Die Kids, die in Essenheim an die Knolle wollen, sind zwischen 9 und 10 Jahre alt und gehen in die vierte Klasse. Sie sind Mitglieder der Schulgarten AG. Draußen in der Erde mit den Händen die Kartoffeln herausbuddeln ist der praktische Unterrichtsteil. Es gibt aber auch noch Theorie-Unterricht, deshalb wissen die Nachwuchsgärtner, auch so einiges über die Erdäpfel. Johanna, Mitglied der Schulgarten AG Wir haben sie im April eingepflanzt. Und wir haben auch ziemlich viel gegossen.  Julie, Mitglied der Schulgarten AG Wir haben gelernt, dass, wenn man Kartoffelpflanzen pflanzt, dann 10 bis 15 Kartoffeln nachkommen. Der Abstand sollte so um die 30 Zentimeter sein. Die 16 Gemüsegärtner aus Rheinhessen ernten stellvertretend für über 270 Schulen in Rheinland-Pfalz. Alle machen mit beim bundesweiten Schulgartenprojekt. Die Saatkartoffeln und das Pflanz–Know–how steuern die Mitglieder der Pfälzischen Kartoffelerzeugergemeinschaft bei. Hartmut Magin, Vorsitzender Erzeugergemeinschaft „Pfälzer Grumbeere“ Um die Kids ans Nahrungsmittel ran zubringen, um sie natürlich auch spielerisch an eine Produktion zu bekommen. Wir freuen uns immer, das Schulen da sind, die auch einen praktischen Schulgarten haben, dass die Kinder selbst Hand anlegen können. Wir sagen immer, was man mit den Händen erlebt haben, das vergisst man nicht so schnell. Die Mitglieder der Schulgarten AG bauen nicht nur erfolgreich Grumbeeren an. Sie kennen sich auch mit Erdbeeren, Kürbissen, Tomaten und Feigen aus. Möglichst viel über die Natur zu lernen, gehört zum Konzept der Schule. Benedikt Strupp, Schulleiter Grundschule Essenheim  Er ist sehr vielfältig. Ich glaube, es gibt keine Gemüse- oder Obstsorte, die hier nicht wächst, wir sind […]

  • Spritpreise gehen durch die Decke

    Spritpreise gehen durch die Decke

    Nach Benzin ist jetzt auch Diesel so teuer wie nie zuvor. Die hohen Spritpreise setzen Autofahrer weiter unter Druck. Bundeskanzler Friedrich Merz hat diese Woche eine rasche Entlastung angekündigt – doch noch ist nicht ganz klar, wie. Während die SPD weiter von einer Übergewinnsteuer träumt, will die Union eher die Mehrwertsteuer senken. Heute Mittag um 12 Uhr an einer Mainzer Tankstelle: Der Liter Diesel 2,59, E10 2,43 und Super 2,49 Euro. Um die 20 Cent steigen hier die Spritpreise vom einen auf den nächsten Tag. Für die Mainzer Bürger unverständlich. Maria Silvestra „Fast unverschämt. Sagen wir mal so: Wir haben ein Auto. Das ist im Hof zugedeckt. Wir versuchen zu laufen oder mit dem Fahrrad so gut es geht. Was in Mainz im Moment immer noch nicht so ist, weil ich bin Rentnerin, mein Mann ist Rentner und das ist…Wenn man einmal tankt …“ Alvin Sachse „Wenn ich sehe, was die Konzerne da dran verdienen und was an Steuer pro Liter an den Staat geht, ist für mich unverständlich.“ Felix Tamm „Gerade ist ja kein Ende in Sicht. Das wird ja tendenziell immer nur teurer. Grade jetzt mit dem Fahrdienst muss man drauf achten, dass man nicht zu teuer tankt und es ist halt eigentlich immer nur steigend aktuell.“ Tobias Vogt „Warum kriegen wir erzählt, dass es an dem Krieg liegt, wenn es an den Steuern liegt?“ Eine Steuersenkung, eine Übergewinnsteuer oder ein Spritpreisdeckel. Vorschläge, die auf Bundesebene diskutiert werden. Wann genau was passiert, ist jedoch unklar. Der aktuelle Rohölpreis und der Euro-Dollar-Wechselkurs – zwei Faktoren, die die Spritpreise maßgeblich beeinflussen- könnten die aktuellen Preise jedenfalls nicht rechtfertigen, sagt Oliver Reidegeld vom ADAC. Oliver Reidegeld, ADAC Hessen: „Gerade wenn man sich die aktuellen Rohölpreise anguckt, die sind noch davon entfernt, ein Allzeithoch zu erreichen. Aber wir sind mittlerweile bei dem […]

  • Gespräch mit Tankstellenbetreiber aus Idar-Oberstein

    Gespräch mit Tankstellenbetreiber aus Idar-Oberstein

    Markus Appelmann spricht mit Sascha Spindler über die Spritpreise. Markus Appelmann, Moderator: Noch ist von Entlastung nichts zu spüren. Die Spritpreise sind auf einem Allzeithoch. Wir sprechen jetzt mit einem Rheinland-Pfälzer, der 17 Tankstellen betreibt. Sascha Spindler ist mir jetzt aus Ida Oberstein zugeschaltet. Guten Abend, Herr Spindler. Sascha Spindler, Tankstellenbetreiber: Einen wunderschönen guten Abend. Appelmann: Jetzt hört man aus der Politik, dass es zeitnah eine Entlastung geben soll. Die Union spricht von einer Senkung der Mehrwertsteuer., die SPD fordert eine Übergewinnsteuer. Was wäre aus Ihrer Sicht ein passendes Instrument, damit die Spritpreise endlich wieder runtergehen? Spindler: Also weder die Senkung der Mehrwertsteuer noch diese Übergewinnsteuer, denke ich, können dazu beitragen, dass das dauerhaft nach unten geht. Die Übergewinnsteuer halte ich für einen riesigen Unsinn, weil vom Bohrloch bis zur Zapfsäule haben die großen Mineralölgesellschaften die komplette Wertschöpfungskette. Und Sie glauben doch nicht, wenn das durch mehrere Länder geht, durch mehrere Gesellschaften, dass dann die Gewinnsteuer das Ganze so darstellt, dass in Deutschland da noch etwas übrig bleibt. Das werden die großen Konzerne schon wissen, wie sie das anders handhaben können. Die Konsequenz aus meiner Sicht wäre, dass in Deutschland, wenn die Übergewinnsteuer käme, dauerhaft die Kraftstoffpreise höher wären, um eventuellen anderen Dingen das Ganze auszugleichen, wenn dann ein Krieg kommt oder wenn irgendwelche Engpässe kämen, und das würde sich zusätzlich nachteilig für den deutschen Verbraucher auswirken. Die Senkung der Mehrwertsteuer, das ist eine andere Sache. Kann man für eine Zeit mal einführen, aber würde mehr durcheinanderbringen, wie das Ganze bewegen würde. Appelmann: Das ist also Ihre Position zur Mehrwertsteuersenkung und Übergewinnsteuer. Es gibt ja noch ein weiteres Rädchen, die CO2-Steuer. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat schon oft darüber gesprochen, den CO2-Preis auszusetzen. Was sagen Sie dazu? Spindler: Das halte ich für die absolut richtige Maßnahme. Die CO2-Besteuerung ist etwa […]

  • Große Müllsammelwoche in Neuwied

    Große Müllsammelwoche in Neuwied

    Am Sonntag ist World Cleanup Day – also der Welttag des Saubermachens. Im rheinland-pfälzischen Neuwied macht man daraus gleich eine ganze Aktionswoche. Dort sind rund 1.200 Einwohner unterwegs um aufzuräumen. Bewaffnet mit Handschuhen und Zange machen sich heute um die zwanzig Personen ans Müllsammeln. Bewohner der Flüchtlingsunterkunft, des Friedensdienstes EIRENE und des Migrationsbeirats. Rund um die Flüchtlingsunterkunft in Neuwied-Block wird sauber gemacht. Volker Schölzel, Cleanup Neuwied „Es sieht einfach nicht in Ordnung aus. Es liegt hier Verpackungsmüll. Es liegen Altreifen in der Gegend, es liegt Sperrmüll am Glascontainer.“ Osama Altawil, Syrischer Geflüchteter „Ich bin hier weil es ist wichtig für die Umwelt. Und auch ich finde, das ist sehr wichtig, um sauber zu halten unsere Neuwied Stadt. Und auch gemeinsam zu helfen.“ Gemeinsam anpacken – darum geht es. Egal, ob Schulklasse, Verein oder Freundeskreis – jeder kann sich beteiligen. Organisiert wird die Aktion von der Bürgerinitiative Cleanup Neuwied. Mit der Aufräum-Woche will man mehr Aufmerksamkeit erzeugen. Volker Schölzel, Cleanup Neuwied „Ich glaube in vielen Fällen handelt der ein oder andere, sage ich mal, unbewusst. Er ist sich vielleicht nicht bewusst, was er damit antut, wenn er seine Zigarette einfach wegschnippt. Da gehen dann gerade mal 7000 Chemikalien ins Land oder ins Grundwasser. Das hat vielleicht sicherlich der eine oder andere nicht im Blick.“ Manches wird aber wohl auch ganz bewusst einfach irgendwo abgeladen – Hauptsache weg. So wie etwa dieser Kinderschminktisch, den die Gruppe im Gebüsch findet. Locker 20 Kubikmeter Müll kommen innerhalb der Aktionswoche zusammen, so viel wie 200 Badewannen. Willi Luttenberger, Mitglied Migrationsbeirat Neuwied „Also, das meiste, was wir gefunden haben, waren Plastikmüll, Plastiktüten.“ Mansor Hakimi, Afghanischer Geflüchteter „Es gibt viele kleine Sachen auf dem Boden, wie Zigaretten, Plastikdosen, die wir finden.“ Mahmoud Edriss, Sudanesischer Geflüchteter „Ich hab eine Jacke gefunden. Und verschiedene Sachen, zum Beispiel Toilettenpapier und so.“ […]

  • Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Unser Sportreporter wirft einen Blick auf das kommende Bundesliga-Wochenende. Markus Appelmann, Moderator: Gestern hat Bundestrainer Jürgen Klopp in Frankfurt seinen XXL-Nationalmannschaftskader vorgestellt für die anstehenden Länderspiele in den kommenden zwei Wochen. Vorher ist aber noch mal Bundesliga und darüber spreche ich jetzt mit unserem Sportreporter Thorsten Arnold. Ja Thorsten, das Rhein-Main Duell zwischen Mainz und Frankfurt am vergangenen Wochenende hatte die Eintracht ja am Ende klar für sich entschieden. Wie sehr hat das den Nullfünfern einen Dämpfer versetzt? Thorsten Arnold, Sportreporter: Na ja, gut, ganz chancenlos waren sie ja nicht. Wenn Nadiem Amiri seinen Elfmeter rein schießt, dann kann’s auch ganz anders ausgehen. Von daher musste vor dem Spiel in Gladbach Trainer Urs Fischer seine Mannschaft nicht wieder groß aufrichten. Zumal er noch ne ganz einfache Erklärung für die Niederlage parat hatte. Urs Fischer, Trainer FSV Mainz 05 „Du hattest das Gefühl, jeder Ball springt denen vor die Füße und nicht uns. Aber sich das zu erklären? Das macht doch keiner absichtlich. Es war nicht unsere Herangehensweise, dass wir die erste Hälfte mal ein bisschen zuschauen. Wir haben es einfach nicht auf den Platz bekommen. Das muss man akzeptieren und es versuchen, beim nächsten Mal besser zu machen.“ Arnold: Ja, das nächste Mal ist morgen um 15:30 Uhr bei Borussia Mönchengladbach. Die ja ihren Trainer Eugen Polanski rausgeschmissen haben, der war ja mal Spieler in Mainz. Und der aktuelle Interimstrainer Jan-Moritz Lichte, auch de musste in dieser Funktion bei den Nullfünfern mal einspringen – da sehen wir ihn, im Mainzer Trainingsanzug. Also da gibt’s noch etliche alte Verbindungen. Appelmann: Schauen wir zur Frankfurter Eintracht, die haben jetzt natürlich Rückenwind. Arnold: Na klar, und der ist auch nötig. Morgen kommt der aktuelle Tabellenführer, der SC Freiburg. Für den Trainer Adi Hütter voll des Lobes ist. Adi Hütter, Trainer Eintracht Frankfurt „Sie […]

  • Forum der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Rheinland-Pfalz

    Forum der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie Rheinland-Pfalz

    Über 100 Milliarden Euro investiert Deutschland im kommenden Jahr in die Rüstung. Viel Geld, von dem auch die Industrie profitieren will. Viele Mittelständler sehen – gerade in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten – im Rüstungsmarkt ein neues Geschäftsmodell. In Mainz treffen sich heute Unternehmen und Militärs, um über Kooperationen zu beraten. Mit Sprengstoff bestückte Drohnen, die ein mit Rüstungsgütern für die Ukraine beladenes Flugzeug angreifen sollten. Der Vorfall am Leipziger Flughafen zeigt, wie real die Bedrohung längst ist, sagt heute der rheinland-pfälzische Wirtschaftsminister Michael Ebling. Die Bundesregierung reagiert mit Aufrüstung. Im kommenden Jahr wird so viel in die Verteidigung investiert wie noch nie zuvor. Von diesen Investitionen will auch Rheinland-Pfalz profitieren. Michael Ebling (SPD), Wirtschaftsminister RLP „Es ist eine Chance für unsere Unternehmen in Rheinland-Pfalz, darüber nachzudenken, welche Produkte, die es schon gibt, sind im Bereich der Verteidigungs- und Sicherheitsindustrie gut einsetzbar. Wir wollen aber auch Hürden senken. Sich im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie zu engagieren, stellt gegebenenfalls neue Fragen in Richtung Geheimhaltungspflichten oder Zuverlässigkeit.“ Die zentrale Frage für viele Firmen: Wie komme ich überhaupt an einen Rüstungsauftrag? Mit dabei heute in Mainz: eines der führenden Rüstungsunternehmen Europas, MBDA, die auch einen Standort in Hermeskeil haben. Sie stellen unter anderem die Taurus-Marschflugkörper her, wachsen schnell und suchen neue Zulieferfirmen. Guido Brendler, Vorstandsmitglied der MBDA Deutschland „Wir suchen den deutschen Mittelstand. Wir wissen, dass der deutsche Mittelstand sehr leistungsfähig ist. Er ist nicht nur innovativ, sondern auch sehr leistungsfähig. Wir suchen also Technologien, aber auch Produktionskapazitäten.“ Kapazitäten, die beispielsweise in der kriselnden Autoindustrie frei werden. Für MBDA ein Glücksfall. Guido Brendler, Vorstandsmitglied der MBDA Deutschland „Die Ingenieure, die sehr gut ausgebildet sind, können bei uns hervorragende Beiträge leisten, mitzuarbeiten, in der Massenproduktion. Aber auch in den Fertigungsprozessen, die die Automobilindustrie hat. Der Bedarf ist in der Rüstungsindustrie erheblich gestiegen.“ Verhandelt wurde heute […]

  • Sozialkürzungen im Bund Thema im Rheinland-Pfälzischen Landtag

    Sozialkürzungen im Bund Thema im Rheinland-Pfälzischen Landtag

    Jeder zweite Euro im Bundeshaushalt fließt in die Sozialausgaben. Das ist mehr als überall sonst in Europa – hat das Institut der deutschen Wirtschaft errechnet. Das können wir uns in dieser Form nicht mehr leisten – sagt die aktuelle Bundesregierung und tritt auf die Sparbremse. Wir zeigen Ihnen, wo konkret gespart werden soll und wie munter darüber heute im rheinland-pfälzischen Landtag debattiert wurde. Deutlich weniger Wohngeld, allein das könnte in Rheinland-Pfalz fast 20.000 Haushalte mit Kindern treffen. Die Grünen fordern von der Landesregierung, hier gegenzusteuern und gehen heute mit den Kürzungsplänen des Bundes hart ins Gericht. Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Fraktionsvorsitzende Landtag RLP „Und das, obwohl Pisa erneut gezeigt hat: In keinem anderen Land hängt Bildung so sehr vom Einkommen des Elternhauses ab. Und was ist die Antwort? Ach dann können wir genau da kürzen!“ Konkret will die Bundesregierung das Wohngeldbudget kommendes Jahr um 600 Millionen Euro kürzen. Die Bezugsdauer des Elterngelds soll von 14 auf 12 Monate sinken. Der Unterhaltsvorschuss soll ab dem 16. Lebensjahr des Kindes entfallen, davon wären in Rheinland-Pfalz fast 6.000 Unter-18-Jährige betroffen. Der monatliche Zuschlag für Kinder von Bürgergeldempfängern soll ganz wegfallen. Die schwarz-rote Landesregierung erwidert, noch sei nichts in Stein gemeißelt, und sieht die Pläne des Bundes ebenfalls kritisch. Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Sozialministerin RLP „Für uns ist klar: Eine Reform muss die Lebenswirklichkeit der betroffenen Familien berücksichtigen. Und diese Haltung haben wir als Landesregierung auch gegenüber dem Bund deutlich gemacht.“ Michael König (CDU), Abgeordneter Landtag RLP „Wir sollten diese Debatte nicht nach dem einfachen Muster führen: Der Bund kürzt, Rheinland-Pfalz muss jetzt auffangen. So einfach ist es nicht. Wir sollten stattdessen fragen: Was ist tatsächlich beschlossen und was können wir in Rheinland-Pfalz selbst gestalten?“ Zudem verweist die Landesregierung etwa auf die rheinland-pfälzische Familienkarte für kostenfreie Angebote, das ist den Grünen aber […]

  • Schulstunde gegen Cybermobbing

    Schulstunde gegen Cybermobbing

    Die bundesweit größte Online-Schulstunde hat heute stattgefunden – 65.000 Schüler haben daran teilgenommen und haben damit ein Zeichen gegen Cybermobbing gesetzt. „Online gemobbt. Real verletzt“ – so das Motto, das die Medienanstalt Rheinland-Pfalz ausgegeben hat. Eine Nachricht im Chat, ein hochgeladenes Foto oder gezielte Ausgrenzung. Cybermobbing kann unterschiedlich aussehen und auch unterschiedliche Auswirkungen haben. Denn im Internet ist nichts privat. Deborah Woldemichael, Leiterin klicksafe und Medienpädagogin „Was im Kleinen analog beginnt zum Beispiel in der Klasse in der Schule setzt sich dann digital fort und das kann online sehr schnell an Dynamik und Reichweite gewinnen und ja der Unterschied ist auch, dass es nicht aufhört, also es ist nicht, dass man dann einfach das Handy weglegt, sondern es erreicht einen zuhause in seinem privaten Umfeld und man kann gar nicht mehr so richtig abschalten.“ Bei der heutigen Schulstunde von klicksafe wird das Thema aus drei Perspektiven betrachtet: Täter, Betroffene und Zuschauer. Oft werden die Probleme aus Scham, fehlenden Bezugspersonen oder Angst vor Konsequenzen nicht gemeldet. Die anwesenden Schüler haben unterschiedliche Erfahrung mit Mobbing gemacht. Leandro, 8. Klasse IGS Speyer „Ich hab es jetzt noch nie beobachtet und hab auch keinen in meiner Freundesgruppe, der es gemacht hat oder betroffen wurde.“ Svea: 8. Klasse IGS Speyer „Mir wurde schonmal erzählt, das auf einer alten Schule jemand dort bisschen gemobbt wurde, die hat dann glaub ich auch die Schule deswegen gewechselt.“ Thoren, 8. Klasse IGS Speyer „Ich wurde früher auch sehr viel gemobbt. Ich hatte zwischendurch mal keinen Bock mehr, in die Schule zu gehen. Es war schon seit der Grundschule so, es hat sich halt niemand drum gekümmert. Ich hab jetzt zwischendrin dann letztes Jahr die Schule gewechselt.“ Und das Thema Cybermobbing ist nicht nur in Ludwigshafen im Fokus. Heute hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Straßburg den „Kids Act“, […]