Rheinland-Pfalz

  • Mobilität durch Wasserstoff

    Mobilität durch Wasserstoff

    15 Millionen Elektroautos bis 2030, 1 Million Ladesäulen – diese konkreten Ziele stehen für das Jahr 2030 im neuen Koalitionsvertrag der Ampelregierung. Während Autos mit Hochspannung produziert werden, ist Elektro im Nutzfahrzeug-Bereich noch keine Option. Die Reichweite der Batterien sind einfach zu gering, um Tonnen zu bewegen. Im rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministerium hat man deswegen eine neue Antriebstechnik ins Visier genommen. Hinter dem Buchstabe „H“ im Periodensystem versteckt sich das chemische Element Wasserstoff. Wasserstoff steckt in nahezu jeder organischen Verbindung und gilt deshalb als unglaublich vielseitiges Element. Auch für die Mobilität der Zukunft könnte Wasserstoff als CO2-freier Treibstoff eine echte Alternative sein, vor allem bei Nutzfahrzeugen. Doch bislang steckt diese Antriebstechnik noch in den Kinderschuhen. Hier bei KST Motorenversuch in Bad Dürkheim hoffen sie genau das zu ändern und arbeiten schon seit zwei Jahren an Verbrennungsmotoren, die mit Wasserstoff betrieben werden. Nicolas Weyland, Projektleiter Wasserstoff KST-Motorenversuch „Wir benutzen Wasserstoff und Luft, Sauerstoff, und verwenden das in den Motor und versuchen die bessere Leistung im Motor oder in der Brennstoffzelle zu bekommen und testen wirklich die Lebensdauer vom Motor.“ Bei der Technik sei man auf einem guten Weg, sagt auch der Chef von KST. Doch beim Thema Infrastruktur müsse noch einiges getan werden. Gerhard Reiff, Vorsitzender Geschäftsführer KST-Motorenversuch „Wir brauchen politische Rahmenbedingungen, den Willen, dass wir den grünen Wasserstoff auch herstellen wollen. Dazu brauch wir wieder Netzte letztendlich, um die alternativen Energien, regenerativen Energien von der Nordsee beispielsweise hierher zu bringen. Und wir brauchen die gebündelte Kraft der Industrie, das auch in die Wege zu leiten. Das geht denke ich nicht als Einzelunternehmen, das müssen wir zusammenfassen und gemeinsam angehen.“ Keine Einzelmeinung. 30 Unternehmen in Rheinland-Pfalz, die im Wasserstoff eine Zukunft sehen, haben sich deshalb jetzt zusammengeschlossen, um künftig noch enger bei diesem Thema zusammenzuarbeiten. Auch wenn andere Bundeländer, wie Bayern oder Baden-Württemberg […]

  • Friseure halten 2G-Regel für unangemessen

    Friseure halten 2G-Regel für unangemessen

    Ab heute müssen auch die Fahrgäste in Zügen, Bussen und Bahnen geimpft, genesen oder getestet sein. Diese neue 3G-Regel hat heute zu großem Andrang an den Teststationen geführt. Doch auch mit einem Coronatest ist den Ungeimpften in Rheinland-Pfalz ab heute der Zugang zu Restaurants, Hotels, Friseuren, Freizeit- und Kultureinrichtungen versperrt. Denn dort werden nur noch Geimpfte und Genesene hineingelassen. „Bitte bleiben Sie draußen“, muss Bernd Kiefer ab heute zu seinen ungeimpften Kunden sagen. Bedient wird im Salon Struwwelpeter im rheinhessischen Flörsheim-Dalsheim nur noch, wer geimpft oder genesen ist. Bernd Kiefer, Inhaber Friseursalon Struwwelpeter „Uns geht potentieller Umsatz verloren und den müssen wir versuchen auszugleichen, was nicht möglich sein wird.“ Denn rund 30% der Rheinland-Pfälzer sind nicht geimpft. Das heißt 30% weniger potentielle Kunden für Bernd Kiefer. Der Friseurmeister ist aber sicher, Nicht-Immunisierte werden sich künftig trotzdem irgendwo die Haare schneiden lassen. Bernd Kiefer, Vorstand Landesverbandes Friseure & Kosmetik Rheinland „Das wird irgendwo im Hinterhof, das wird irgendwo in der Küche sein, wo keine Hygieneverordnung ist, wo keine Maßnahmen eingehalten werden, also Angst habe ich da nicht. Es ist einfach so, das ist die Wahrheit, das wird kommen.“ 2G gilt ab heute flächendeckend in Rheinland-Pfalz. Zu Restaurants, Sportstätten Kinos, Theatern und sonstigen Kultur-und Freizeiteinrichtungen haben jetzt nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt. Lediglich der Einzelhandel bleibt für alle geöffnet, mit Maskenpflicht und Abstandsregeln. Wer sich nun doch noch für den Piks entscheidet oder seinen Impfschutz auffrischen lassen will, kann das jetzt auch wieder im Impfzentrum. Acht der ehemals 32 Landesimpfzentren sind ab heute wieder in Betrieb: Und zwar sind das die Impfzentren in Wörth, Kaiserslautern, Ludwigshafen, Neustadt an der Weinstraße, Lahnstein, Koblenz, Trier und Ingelheim. Das Impfzentrum in Mainz wird ab dem 01. Dezember wieder seine Tore öffnen. In Ingelheim war der Start heute ein Erfolg. Die meisten, die hierher kommen, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Investorensuche für den Flughafen Hahn gestartet — Millionenförderung für Schott — Wechsel an der Spitze der GVK Investorensuche gestartet Der vorläufige Insolvenzverwalter des Flughafens Hahn, Jan Markus Plathner, hat eine Düsseldorfer Beratungsfirma beauftragt, einen oder mehrere Investoren für den Hunsrück-Airport zu suchen. Dabei können interessierte Käufer aus dem In-und Ausland auch Gebote für einzelne Grundstücke oder Gebäude abgeben. Die Ausschreibung läuft bis zum 20. Dezember. Millionenförderung für Schott Der Mainzer Spezialglashersteller Schott erhält 4,5 Millionen Euro vom Bund, um klimafreundliche Glasschmelzprozesse zu entwickeln. Die extrem hohen Temperaturen, die für die Schmelze gebraucht werden, sollen künftig nicht mehr mit Erdgas sondern mit Strom aus erneuerbarer Energie erzeugt werden. Dadurch will Schott CO2-Emissionen weitgehend vermeiden. Das Mainzer Unternehmen will bis 2030 klimaneutral werden. Wechsel an der Spitze Die Gremienvorsitzenden-Konferenz der Landesmedienanstalten GVK hat Albrecht Bähr zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Bähr, der seit 10 Jahren Vorsitzender der Versammlung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz ist, wird den Vorsitz ab dem 1. Januar 2022 übernehmen. Nach seiner Wahl sagte Bähr, die GVK werde auch weiterhin das Recht auf freie Meinungsäußerung schützen und die Medienvielfalt sicherstellen. Die Landesmedienanstalten sind für die Aufsicht über die privaten Rundfunkprogramme zuständig.

  • Sanierte Salierbrücke wieder für den Verkehr frei

    Sanierte Salierbrücke wieder für den Verkehr frei

    Wenn es in den letzten Jahren in Hessen und Rheinland-Pfalz zu einem längeren Verkehrschaos gekommen ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass eine marode Brücke mit im Spiel ist. Gerade erst musste in Wiesbaden die Salzbachtalbrücke gesprengt werden und die Schiersteiner Brücke ist eine Dauerbaustelle. Andere Region, gleiches Problem. Die Salierbrücke in Speyer wurde über Jahre saniert. Jetzt endlich ist die wichtigste Verkehrsachse zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg wieder freigegeben. Und so rollen am späten Nachmittag wieder Autos über die Salierbrücke. Zwei Jahre und zehn Monate lang durften hier nur Fußgänger, öffentlicher Nahverkehr und Rettungsdienste von Speyer nach Hockenheim und zurück fahren. Vor allem für die Speyerer Bürger geht so eine lange Leidenszeit endlich vorbei. Joachim Fischer, Rentner „Es ist natürlich wieder ein Zurück zu alten Gewohnheiten. Und es ist ganz klar eine Verbesserung. Ein Gewinn. Aber es hat halt einfach vielm viel zu lange gedauert.“ Karl Bellinghausen, Standbetreiber Weihnachtsmarkt „Es kommen sehr viele Kunden von der anderen Rheinseite aus Baden Württemberg und die müssen sonst so 30 Kilometer Umweg fahren. Und auch in den vergangenen zwei – drei Jahren wo die Brücke zu war, hat der Einzelhandel das hier massiv gespürt.“ Auch Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler ist erleichtert. Denn die 600 Meter lange Brücke ist einer der wichtigsten Verkehrsadern der Region. Stefanie Seiler, SPD, Oberbürgermeisterin Speyer „Also, sie ist für unsere Stadt essenziell wichtig, weil wir viele Pendlerinnen und Pendler haben, also interkommunal sehr, sehr stark zusammenarbeiten. Ob das die Wirtschaftszweige sind wie Gastronomie und Handel, aber eben auch im Gesundheitswesen, wir haben Schülerinnen und Schüler in unserer Stadt. Also von großer Bedeutung.“ Grund für die Sanierung war die hohe Belastung durch den Verkehr. Denn für 25.000 Autos pro Tag war die 1956 eröffnete Brücke nicht ausgelegt. Ursprünglich sollten nur die Pfeiler mit Eisen verstärkt werden. Doch der Plan ging nicht […]

  • Kabinett in Rheinland-Pfalz stellt Haushaltsentwurf vor

    Kabinett in Rheinland-Pfalz stellt Haushaltsentwurf vor

    Wenn sich zur Coronakrise noch eine Flutkatastrophe gesellt – dann kann man sich vorstellen, dass dies ganz schöne Herausforderungen sind für einen Haushalt eines Landes wie Rheinland-Pfalz. Die Finanzministerin hat heute Zahlen auf den Tisch gelegt und auch positive Nachrichten im Gepäck gehabt. Sie ist die Frau für die Zahlen in Rheinland-Pfalz. Doris Ahnen jongliert mit Summen, die die Vorstellungskraft vieler weit übersteigt. So auch in diesem Jahr. Doris Ahnen, SPD, Finanzministerin Rheinland-Pfalz „Dieser Haushalt ist einerseits von der Krisenbewältigung geprägt, das heißt vor allen Dingen was die Folgen der Corona-Pandemie angeht und die Eingrenzung der Pandemie. Und natürlich wollen wir auch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass den von der Flut besonders betroffenen Regionen nochmal zusätzlich geholfen werden kann.“ Doch egal wie Doris Ahnen die Zahlen auch dreht und wendet, zaubern kann auch sie nicht. Heißt: ohne neue Schulden geht es auch im kommenden Jahr nicht. Im Finanzministerium plant man mit Ausgaben in Höhe von 20,6 Milliarden Euro. Bei den Einnahmen rechnet man hingegen lediglich mit 19,7 Millionen Euro. So bleibt unterm Strich ein Loch in der Kasse von rund 900 Millionen Euro. Dieses Minus soll mit Krediten ausgeglichen werden. Für ein Grinsen im Gesicht der Ministerin sorgen die hohen Steuerzuwächse in diesem Jahr. Einen großen Anteil daran hat auch der Erfolg des Mainzer Biotechnologie Unternehmens BioNTech, der ordentlich Geld in die Kassen des Landes spült. Doris Ahnen, SPD, Finanzministerin Rheinland-Pfalz „Der Haushalt beruht auf der Steuerschätzung vom November und die war erfreulich, weil sie insgesamt in der Bundesrepublik Deutschland eine schnellere wirtschaftliche Erholung aufzeigt. In Rheinland-Pfalz kamen sehr positive Sondereffekte durch die wirtschaftliche Entwicklung hinzu. Das bedeutet, dass Rheinland-Pfalz wahrscheinlich im Ländervergleich finanzstark wird. Das heißt, dass es auch bestimmte Zuweisungen aus dem Länderfinanzausgleich nicht mehr erhält, aber insgesamt ist das eine sehr, sehr erfreuliche Entwicklung.“ Der Opposition kritisiert […]

  • Neue Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

    Neue Corona-Regeln in Rheinland-Pfalz

    Ab heute gelten in Rheinland-Pfalz schärfere Corona-Regeln. Bei Veranstaltungen wird der Zugang für Ungeimpfte weiter beschränkt, an weiterführenden Schulen müssen auch im Unterricht wieder Masken getragen werden. Doch viel Zeit, um sich an die neuen Regeln zu gewöhnen, werden Sie nicht haben, denn bereits ab Mittwoch wird wieder alles neu sein. Die Politik fährt eben immer noch auf Sicht! Welche Maßnahmen ab übermorgen gelten, hat der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister heute in Mainz vorgestellt. Über eine Stunde steht Clemens Hoch Rede und Antwort. Die Fragen sind vielseitig, die Hauptbotschaft deutlich: Für Ungeimpfte kommt der Quasi-Lockdown. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Die, die jetzt nicht geimpft sind, haben quasi kaum noch Möglichkeiten gesellschaftlicher Teilhabe – zumindest nicht in Innenräumen – und wir werden das auch konsequent überwachen, weil das im Moment unsere einzige Möglichkeit ist, um zu reagieren auf die steigenden Infektionszahlen und trotzdem den Geimpften – also denen, die alles getan haben, um sich und andere – zu schützen.“ Ab Mittwoch gilt in Rheinland-Pfalz flächendeckend 2G. Das heißt, Zutritt zu Restaurants, Hotels, Theatern, Kinos, Friseuren und Sporthallen haben nur noch Geimpfte und Genesene. Kinder unter zwölf Jahre sind davon ausgenommen. Für Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren gilt in diesen Einrichtungen 3G, das heißt ohne Impfung müssen sie einen negativen Coronatest vorlegen. Grund dafür ist die hohe Hospitalisierungsinzidenz, die angibt, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Sie wird landesweit erhoben. Auf regionale Unterschiede im Infektionsgeschehen nehmen die Corona-Schutzmaßnahmen deshalb künftig keine Rücksicht mehr. Warum? Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Weil je schwieriger es wird, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass Patienten von dem einen Gebiet dann in ein anderes Gebiet dann ins Krankenhaus verlegt werden. Und wir wollen auch keine Verdrängungseffekte. Zum Beispiel, wenn es in Germersheim schwieriger ist, sehr viel schwieriger […]

  • Klinikum in Neustadt startet Impfungen

    Klinikum in Neustadt startet Impfungen

    Rheinland-Pfalz weitet aktuell seine Impfkampagne aus. Dort kann man jetzt sogar schon fünf Monate nach der zweiten Impfung eine Auffrischungsimpfung erhalten. Acht Impfzentren im Land werden wieder geöffnet. Die Zahl der Impfbusse wurde verdoppelt. Zusätzlich sollen mehr als zwanzig Krankenhäuser das Impfangebot ergänzen. Die Klinik in Neustadt macht heute den Anfang. Endlich eine Booster-Impfung für Sabine Haas. Vor viereinhalb Monaten hat sie den ersten Piks bekommen, damals mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson. Jetzt hat sie den vollen Schutz. Sabine Haas „Bei den Hausärzten wartet man ewig und ich finde es wichtig, dass die Impfzentren jetzt auch wieder aufmachen. Weil es heißt immer, man soll sich impfen lassen, impfen lassen, impfen lassen und bekommt keine Termine.“ Wie sie, holen sich die meisten hier heute ihre Booster-Impfung ab. Die Klinik in Neustadt an der Weinstraße ist eines von 21 Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz, die neben ihren eigentlichen Aufgaben jetzt auch Coronaschutzimpfungen anbieten. Dr. Mathias Wenk, Chefarzt Hetzelstift Neustadt / Weinstraße „Es ist auf jeden Fall eine sehr große Herausforderung, wenn Sie alleine bedenken, dass wir über das Impftelefon, die Nummer, die wir quasi angegeben haben, um sich anzumelden, und den E-Mail-Verkehr Tausende von Nachfragen bereits gehabt haben. Es gehört sehr viel Idealismus dazu, aber auch einfach der Wille zu helfen, einfach vor dem Hintergrund, dass wir auch sehen, wir müssen impfen, denn das Impfen ist die einzige Möglichkeit, mit einer hohen Impfquote, sich gegen die Pandemie zu wehren.“ An zwei Nachmittagen pro Woche gibt es die Möglichkeit sich erstimpfen oder boostern zu lassen – mit dem Impfstoff BioNTech / Pfizer. Der könnte laut Bundesgesundheitsminister Spahn bald zur Rarität werden. Durch die stark gestiegene Nachfrage in den vergangenen Wochen leere sich das BioNTech-Lager. Das sei aber kein Grund zur Sorge, denn der Moderna-Impfstoff biete eine gute Alternative. Und davon sei mehr als […]

  • Schärfere Corona-Regeln auch in Hessen und Rheinland-Pfalz

    Schärfere Corona-Regeln auch in Hessen und Rheinland-Pfalz

    „Ganz Deutschland ist ein einziger großer Ausbruch !“ So hat heute Lothar Wieler, der Präsident des Robert-Koch-Instituts, die derzeitige Corona-Lage beschrieben. Auch die Länderchefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel sprachen gestern auf der Ministerpräsidentenkonferenz von einer dramatischen Situation. Nach dem Bundestag hat deshalb heute auch der Bundesrat einem neuen Infektionsschutzgesetz und verschärften Corona-Schutzmaßnahmen zugestimmt. Die vierte Welle trifft auch Hessen und Rheinland-Pfalz mit voller Wucht. Die Krankenhäuser füllen sich, vielerorts arbeiten Ärzte und Pflegekräfte wieder mal an ihrer Belastungsgrenze und darüber hinaus. Die Hospitalisierungsinzidenz ist deshalb jetzt das neue Maß der Dinge. Sie gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner innerhalb von siebenben Tagen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden. Liegt die Hospitalisierungsinzidenz über 3, gilt 2G. Das heißt, Restaurants und andere Einrichtungen dürfen nur noch Geimpfte und Genesene betreten. Überschreitet die Inzidenz den Wert 6, müssen Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Coronatest vorlegen. Ab einem Wert von 9 soll es zudem Kontaktbeschränkungen geben. Volker Bouffier, CDU, Ministerpräsident Hessen „Wenn ich gesagt habe: ‚Gestern war kein guter Tag für Deutschland‘, dann deshalb, weil wir gestern den absoluten Höchststand der Inzidenzen in Deutschland hatten seitdem die Corona-Pandemie dieses Land plagt und – wie Sie es zitiert haben – nur in einer gemeinsamen nationalen Kraftanstrengung wir dieser Herausforderung begegnen können.“ In Hessen liegt die Hospitalisierungsinzidenz bei 4,8 und Rheinland-Pfalz bei 4. Ab kommender Woche haben also auch hier bei uns nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt zu Restaurants, Hotels, Theatern, Kinos und Sporthallen. Ausgenommen sind Kinder und Jugendliche. Aus Sicht des Hotel- und Gaststättenverbandes ist das auch genau richtig. Dass sich Geimpfte und Genesene aber in Stufe 2 zusätzlich testen müssen, dürfe nicht sein. Gereon Haumann, Präsident Dehoga Rheinland-Pfalz „Ich halte das für eine fatale Fehlentscheidung der Politik, weil hier die Konsequenz die völlig Falschen trifft. Die Verursacher der vieren Welle […]

  • Welche Weihnachtsmärkte finden statt?

    Welche Weihnachtsmärkte finden statt?

    Weihnachtsmärkte ohne coronabedingte Einschränkungen, das war die Ankündigung vieler Städte in Hessen und Rheinland-Pfalz vor wenigen Wochen. Seitdem hat sich die Gesundheitslage in Deutschland aber drastisch verschlechtert. Heißt das, es gibt ein weiteres Weihnachten ohne Weihnachtsmärkte? Nicht ganz. Wir haben uns einen Überblick verschafft, wie einzelne Kreise und Kommunen mit der Situation umgehen. Endlich wieder über den Weihnachtsmarkt schlendern, Glühwein schlürfen und sich zu den Klängen von Jingle Bells und Co auf die besinnliche Adventszeit einstimmen. Das ist in Trier ab heute wieder möglich. Allerdings nur für Menschen, die sich gegen Covid-19 haben impfen lassen oder von dem Virus genesen sind. Helga Meyer „Die Maßnahmen finde ich absolut in Ordnung. Also, wenn es anders wäre, wenn jetzt alles offen wäre, dass jeder reinkäme, wüsste ich jetzt nicht, ob ich unbedingt hier wäre.“ Eric Böhlert „Wir wurden ja nach dem Impfpass und alles gefragt. Die Maske müssen wir jetzt hier nicht tragen. Wir sind ja auch beide geimpft, also… Es ist nicht so viel los, also sicher fühlt man sich da schon.“ Ulrike Becker „Kontrolle war in Ordnung, die Weite gefällt mir, dass es abgezäunt ist gefällt mir auch. Also ich werde hier auch mit Kindern hingehen, gar kein Thema.“ Auch Weihnachtsmarktchefin Angela Bruch ist froh, den Markt endlich eröffnen zu dürfen. Und trotzdem: Die Angst, dass hier noch irgendetwas schiefgehen könnte, schwingt in diesen Zeiten immer mit. Angela Bruch, Veranstalterin Trierer Weihnachtsmarkt „Das hat mich jetzt schon die ganze Zeit beim Aufbau begleitet und kaum noch schlafen lassen. Und ich denke mal, das wird mich jetzt auch noch ei ganze Weile begleiten, wahrscheinlich bis zum Ende, hoffentlich einem erfolgreichen Ende am 22. Dezember. Weil das zerrt wirklich an den Nerven, dass man hier jeden Tag irgendwelche Entscheidungen abwarten muss, die man selber nicht beeinflussen kann.“ In Darmstadt werden weihnachtliche Leckereien […]

  • Schwerer Verkehrsunfall bei Windhagen

    Schwerer Verkehrsunfall bei Windhagen

    Zu einem schweren Unfall ist es gestern an einer Landstraße in Windhagen im Kreis Neuwied gekommen. Der Fahrer konnte von der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden. Es sind heftige Bilder, auf denen man deutlich erkennen kann, mit welcher Wucht das Auto gegen die Bäume geprallt sein muss. Gegen 22 Uhr gestern Abend überholt ein 42-jähriger Mann auf der L272 bei Windhagen einen anderen PKW. Dabei kommt er von der Fahrbahn ab und kollidiert mit mehreren Bäumen am Fahrbahnrand. Sein Auto landet im Graben. Die Feuerwehr wird alarmiert. Tim Wessel, Sprecher Feuerwehr Verbandsgemeinde Asbach „Grundsätzlich ein Stichwort ‚PKW-Unfall mit eingeklemmter Person‘ – da geht der Puls erst mal höher, weil da geht es letztendlich auch um Leben und Tod in diesem Moment. Das heißt, da sind die Einsatzkräfte sehr angespannt. Als wir dann hier vor Ort waren und vom Rettungsdienst schon die Meldung bekommen haben, dass der Fahrer eben verstorben, da kann man etwas entschleunigen, aber die Anspannung ist natürlich immer da.“ Die Feuerwehr kann den toten Mann nur noch aus dem völlig zerstörten Fahrzeug bergen. Warum der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hat, ist im Moment noch unklar – die Ermittlungen laufen.

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Nach der Länderspielpause geht es für unsere heimischen Profi-Fußballvereine an diesem Wochenende weiter mit der Bundesliga. Aber natürlich wird auch der Sport vom Thema Corona überschattet. Thorsten Arnold bringt uns auf den neuesten Stand. Eva Dieterle, Moderatorin: Thorsten, es gab gestern schon einiges an Verwirrung, auch bei der Bundeskanzlerin. Ob denn jetzt ungeimpfte Profispieler aufs Feld dürfen oder nicht. Wie hast du das Ganze verfolgt? Thorsten Arnols, Sportreporter: Na ja, aktuell ist es ja so in ganz vielen Stadien 2G-Regelung für die Zuschauer. Aber unten auf dem Rasen, da dürfen auch ungeimpfte Spieler mitmachen. Und da haben viele Ministerpräsidenten gesagt: „Ja, das passt so nicht, das muss geändert werden. Das werden wir mal juristisch prüfen“. Aber da bin ich mal gespannt, denn aktuell ist die Rechtslage eigentlich sonnenklar: Die Zuschauer gehen da in ihrer Freizeit hin und die Profis, der Name sagt es ja schon, üben ihren Beruf aus. Und da ist es dann so wie in jeder ganz normalen Fabrik. Da gilt dann auch 3G. Also da bin ich mal gespannt, was da noch kommt. Aber natürlich, Corona hat auch dieses Wochenende schon Einfluss auf den Fußball. Örtliche Gesundheitsämter haben reagiert. Neben 2G oder 3G gibt es jetzt an jedem Platz im Stadion auch die Masken. Vielleicht in ganz vielen Stadien. Dieterle: Jetzt lass uns mal zum Sportlichen kommen. Mainz 05 wollte ja zuletzt Punkte im Akkord und das soll sich auch am Sonntag so fortsetzen, oder? Arnold: Das soll sich fortsetzen. Und die Mainzer, die sind jetzt im Aufschwung. Aber es gab einen Wermutstropfen. Anderson Lucoqui, der Außenverteidiger, hat sich verletzt im Training, am Innenband im Knie, und der fällt jetzt wohl vier bis fünf Wochen aus. Und trotzdem soll da dem Kölner Geißbock, dem sollen die Hörner langgezogen werden. Am Sonntag, da rechnet der Trainer mit einem […]

  • Corona-Schutzmaßnahmen werden verschärft

    Corona-Schutzmaßnahmen werden verschärft

    Die Corona-Lage spitzt sich immer weiter zu. Zum ersten Mal seit Beginn der Pandemie hat das Robert-Koch-Institut heute über 65.000 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet. In Rheinland-Pfalz ist die Sieben-Tage-Inzidenz über 190 gestiegen, in Hessen über 200. Doch die Politiker in Bund und Länder streiten darüber, wie stark die Corona-Schutzmaßnahmen jetzt verschärft werden sollen. Nach einer hitzigen Debatte haben heute im Bundestag die Fraktionen von SPD, Grünen und FDP, die künftig eine Regierungskoalition bilden wollen, ein neues Infektionsschutzgesetz beschlossen. Danach erhalten künftig nur noch Geimpfte, Genesene und Getestete Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln und zu ihrem Arbeitsplatz. In Kliniken und Pflegeheimen wird für Beschäftigte und Besucher eine Testpflicht eingeführt. Die Länder können den Besuch von Restaurants, Theatern und Sporthallen auf Geimpfte und Genesene begrenzen. Und was denken die Bürger darüber? Die meisten, mit denen wir heute in Frankfurt gesprochen haben, sind mit diesen Verschärfungen einverstanden. Jessica Heisel, Öffentlicher Dienst „Ich befürchte einfach, wenn eben keine Verschärfung eintritt, dass dann die dauerhaften Einschränkungen für alle einfach enorm sein werden, für die Wirtschaft auch. Dass das ganze kulturelle Leben ja nicht immer so beibehalten werden kann.“ Erdmuthe Gravenhorst, Hebamme „Also, wenn, dann 2G-plus. Also getestet oder nur mit Maske. Ich finde es schwierig, dass man, nur weil man geimpft ist oder genesen, ohne Maske dicht auf dicht hockt. Das halte ich für problematisch. Also, dass immer noch übertragen und sich infiziert werden kann, das ist ja inzwischen gemeinhin bekannt.“ Frank Hinzmann, Informationstechniker „Wir alle müssen mehr geschützt werden und eine kleine Minderheit verursacht im Augenblick, dass die ganze Bevölkerung nicht so richtig wieder zur normalen Situation kommt. Und es ist ja nicht nur so, dass Leute geschützt werden, sondern auch, dass man versucht zu verhindern, dass es neue Varianten gibt. Also aus meiner Sicht müssen wir langsam die Pandemie hinter uns bringen, notfalls […]

  • Der 17:30-Corona-Ticker

    Der 17:30-Corona-Ticker

    Booster-Impfung ab 18 Jahren empfohlen — Rheinland-Pfalz: Terminvergabe in Impfzentren gestartet — Impfbus: Wohnortbindung bleibt bestehen — BioNTech-Gründer erhalten Zukunftspreis Booster-Impfung ab 18 Jahren empfohlen Die Ständige Impfkommission weitet ihre Empfehlung zur Auffrischungsimpfung weiter aus. Sie empfiehlt allen Bürgern ab 18 Jahren sich ein drittes Mal impfen zu lassen, wenn die Zweitimpfung länger als sechs Monate zurückliegt. In Einzelfällen könne der Impfabstand auch auf fünf Monate verkürzt werden. Trotz genereller Empfehlung, sollen laut Gremium besonders gefährdete Menschen bei der Booster-Impfung bevorzugt werden. Terminvergabe in Impfzentren gestartet In Rheinland-Pfalz ist es ab heute wieder möglich, sich in Impfzentren für eine Corona-Impfung anzumelden, unabhängig davon, ob es sich um eine Erst-, Zweit- oder Drittimpfung handelt. Acht der ehemals 31 Impfzentren des Landes werden dafür ab dem 24. November wieder geöffnet. Auch in Hessen werden die Impfzentren allmählich wieder hochgefahren. Alle Impfangebote finden sie auf der Internetseite der jeweiligen Gesundheitsministerien. Wohnortbindung bleibt bestehen In den Impfzentren und mobilen Impfbussen können sich in Hessen und Rheinland-Pfalz weiterhin nur Bürger impfen lassen, die in dem jeweiligen Bundesland wohnen. Touristen und Urlauber aus anderen Regionen bleiben vom Angebot ausgeschlossen. Die meisten Bundesländer hatten die Wohnortbindung beim Impfen kurz vor der Urlaubssaison aufgehoben. BioNTech-Gründer erhalten Zukunftspreis Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte die Auszeichnung gestern Abend in Berlin an die Entwickler des ersten Corona-Impfstoffes, das Gründerpaar Ugur Sahin und Özlem Türeci aus Mainz. Um den Preis zu erhalten, muss ein Produkt nicht nur innovativ sein, sondern auch auf den Markt gebracht werden. Der Deutsche Zukunftspreis ist mit 250.000 Euro dotiert und gehört zu den bedeutendsten Wissenschaftspreisen in Deutschland.

  • Pop-Up Stores im Ahrtal

    Pop-Up Stores im Ahrtal

    Erst setzten monatelange Corona-Lockdowns dem Einzelhandel im Bad Neuenahr-Ahrweiler zu, dann kam die Flutkatastrophe im Juli mit katastrophalen wirtschaftlichen Folgen. Viele Läden wurden vollkommen zerstört. Einfach einkaufen war plötzlich gar nicht mehr so einfach. Nun kehrt endlich wieder etwas Normalität zurück in den Einzelhandel der Stadt, wenn auch in Containern und Zelten. Die Flut im Ahrtal hat Volker Danko nie in Lebensgefahr gebracht – aber sie hat einen Teil seines Lebens hat zerstört. Hier hatte er seine wirtschaftliche Existenz, hier war sein Weinladen. Bilder aus besseren Zeiten. Die Wassermassen rissen alles fort. Volker Danko, Einzelhändler „Und hier sieht man auch, wo das Weinregal stand, auf dieser Seite sieht man auch, wie hoch das Wasser war, ungefähr 2,5 Meter hoch.“ Volker Danko ist nur einer von vielen. Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer sind mehr als 800 Betriebe im Ahrtal betroffen. Gastronomie, Einzelhandel, Dienstleister, der Tourismusbereich. Aus Schlamm und Dreck kämpfen sich jetzt viele Händler zurück: Zwei Pop-Up-Malls machen das möglich – provisorisch in Containern und Zelten. In anderen Städten dienen sie Start-Ups, um ihre Geschäftsideen zu testen – in Ahrweiler um nach der Flut ein Stück Normalität zurückzubringen. Heute wurde dort die zweite Pop-Up-Mall eröffnet. Kevin Hengsberg, City-Manager „Wir haben an beiden Standorten klassische Textileinzelhändler, wir haben Gastronomen, wir haben Dienstleister. Also, wir haben tatsächlich, Gott sei Dank, von allem ein bisschen, sozusagen das typische Innenstadtangebot finden wir hier an ungewohntem Ort.“ Rund 50 Geschäfte bieten hier ihre Waren und Dienstleistungen an; die meisten in einem doppelstöckigen Einkaufszentrum aus Containern. Hier verkauft auch Volker Danko wieder – auf 35 Quadratmeter betreibt er seinen Wein- und Feinkostladen. Volker Danko, Einzelhändler „ Es macht wieder Freude mit Kunden Kontakt zu haben, mal ein kleines Schwätzchen zu halten, da ist auch das Bedürfnis bei den Kunden auch groß, aber auch bei uns, einfach […]

  • Wie steht die CDU-Basis zu den Kandidaten für den Parteivorsitz?

    Wie steht die CDU-Basis zu den Kandidaten für den Parteivorsitz?

    Bei der CDU lief gestern Abend um Punkt 18 Uhr die Bewerbungsfrist für die Kandidaten ab, die den Parteivorsitzenden Armin Laschet beerben möchten. Kurz nach der Bundestagswahl-Schlappe bekräftigte man in Berlin, dass sich die CDU nun erneuern wolle – jünger und weiblicher solle sie werden, hieß es damals noch. Doch jetzt stehen drei altgediente Herren zur Auswahl. Friedrich Merz? Norbert Röttgen? Oder doch Helge Braun? Das Personal-Karussell in der CDU, es dreht sich. Der eine versucht bereits zum dritten Mal Vorsitzender seiner Partei zu werden. Der andere auch schon zum zweiten Mal. Und der dritte im Bunde ist auch nicht wirklich neu auf der politischen Bühne. Und dennoch wollen die drei Herren alle für den Neuanfang der CDU stehen. Nun entscheiden die Mitglieder. Rudolf Jacob vom Kreisverband Donnersberg ist zufrieden mit der Auswahl der Kandidaten. Rudolf Jacob, CDU, Vorsitzender Kreisverband Donnersberg „Für mich steht eigentlich die Personenfrage gar nicht so im Vordergrund, für mich sind eigentlich die Inhalte deutlich wichtiger und perspektivisch auch wichtiger. Ich bin eben der Auffassung, es ist wichtig, dass sich die CDU im besten Fall bürgerlich-konservativ positioniert, für entsprechende Werte und Inhalte steht, und das ist aus meiner Sicht mit Friedrich Merz am ehesten gewährleistet.“ So sehen es auch die meisten Mitglieder in seinem Kreisverband, sagt er. Die Junge Union Rheinland-Pfalz erwartet ein Kopf an Kopf-Rennen zwischen Friedrich Merz und Norbert Röttgen. Jens Münster, CDU, Vorsitzender Junge Union Rheinland-Pfalz „Ich glaube, dass Friedrich Merz für viele jemand ist, der einen klaren Wirtschaftskurs fährt. Der geradlinig seine Gedanken ausdrückt und der für eine sehr präzise inhaltliche Auseinandersetzung steht. Und Norbert Röttgen ist jemand, der es schafft, auch die jüngeren, aber auch die Frauen anzusprechen für die CDU. Und deshalb haben beide sehr unterschiedliche Schwerpunkte und unterschiedliche Stärken, aber auch unterschiedliche Unterstützer.“ Die Frauen Union Hessen bedauert zwar, […]