Ministerpräsident Schweitzer besucht Chemiekonzern BASF
In der Wirtschaft geht EINE große Angst um: Dass Deutschland Schritt für Schritt in die De-Industrialisierung rutscht. Dass es sich also bei uns nicht mehr lohnt, gewisse Produkte herzustellen. Auch wenn das ifo-Institut heute von einem Wirtschaftswachstum in Rheinland-Pfalz von 0,1 Prozent spricht – die Unsicherheit ist auch im dritten Jahr der Wirtschaftskrise groß. Das liegt vor allem an den hohen Energiekosten im Land. Um die kleiner zu bekommen, produziert das energieintensive Unternehmen schlechthin in Rheinland-Pfalz, die BASF in Ludwigshafen, seit einem halben Jahr grünen Wasserstoff. Wie genau und mit welchem Benefit – das haben wir uns heute auf dem Werk des Chemieriesen angeschaut. Hinter diesen Stäben leisten kleine Protonen große Arbeit. Denn: Hier wird sauberes Trinkwasser mithilfe von Elektrizität in Wasserstoff umgewandelt. Protonenaustausch-Membran-Elektrolyse. Ein komplizierter Name für ein kompliziertes Verfahren. Der Vorteil daran: Der eigens gewonnene Wasserstoff fließt zum Großteil direkt in die Produktion bei der BASF. Volker Ehret, Produktionsmanager: „Der große Trick am Gase produzieren ist letztendlich, so zu produzieren wie abgenommen wird. Weil man nur mit einem nennenswerten Effizienzverlust speichern kann. Man muss entweder auf sehr hohe Drücke gehen oder eben verflüssigen, was beides zu einem Wirkungsgradverlust führt, den man nicht haben will. Also wir produzieren so wie abgenommen wird.“ (00:25 für 10s) Und: Wie Strom zur Verfügung steht. Denn damit der Wasserstoff auch grün ist, muss die dafür benötigte Elektrizität aus erneuerbaren Energien stammen. Und da schwanken die Preise stark. Stichwort: Volker Ehret, Produktionsmanager: „Wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Dass Strom nicht zu jeder Zeit, zu jedem Zeitpunkt gleich viel kostet. Und wir dann eben auf strombasierte Produktion zurückgreifen, wenn es besonders attraktiv ist.“ Das erfordert Flexibilität. Läuft aber alles, wird hier eine Tonne Wasserstoff in der Stunde erzeugt. Bis zum Jahr 2050 will der Chemiekonzern CO2-neutral produzieren. Katja Scharpwinkel, Vorstand BASF SE: „Wir pilotieren hier am Standort verschiedene […]


