Geheimnis Gehirn im Senckenberg-Museum
Was geht in so einem Fußballerkopf eigentlich vor? Genau das können sie ab morgen im Senckenberg Museum in Frankfurt erfahren. Denn dann startet die neue Dauerausstellung „Gehirne“. Und die gibt Einblick in das Gehirn der Eintracht-Legende Charly Körbel. Ein Blick hinter die Fassade – mitten ins Zentrum des Menschen. Genauer: Charly Körbel. Bundesliga-Rekordspieler und Legende von Eintracht Frankfurt. Vor neun Jahren wählten die Bürger Frankfurts ihn aus, um sein Gehirn für die Ausstellung scannen zu lassen. Damals setzte er sich sogar gegen Albert Einstein durch. Fußball ist Kopfsache. Vor allem für den ehemaligen Profi. Karl-Heinz „Charly“ Körbel, Eintracht Frankfurt Legende „Ich konnte mich viel besser auf die Leute einstellen und auf meinen Gegenspieler. Habe mich immer damit beschäftigt auch im Voraus schon, was macht der, wie funktioniert das. Und mein ganzes Bundesligaleben hat das auch begleitet. Das merke ich ja heute noch auf der Tribüne, auch wenn ich im Stadion bin merke ich sofort, bevor der Schiedsrichter pfeift, weiß ich, ist es Abseits oder ist es Foul.“ Eine Maximalleistung des Gehirns, präzise Bewegungen, Emotionen und die Geräuschkulisse im Stadion zu verarbeiten. Die Ausstellung zeigt, was während des Fußballspiels im Gehirn passiert und wie viele verschiedene Teile dafür zusammenarbeiten. Ein hochkomplexes System aus 86 Milliarden Neuronen, das die Kreativität, Träume und Gedächtnis des Menschen formt. Über Smartphones können Besucher zum Beispiel Charly Körbels Erinnerungen entdecken. Ziel war es, ein so komplexes Thema wie das Gehirn möglichst bunt und kreativ darzustellen. Keine einfache Aufgabe für den Künstler Tim Berresheim. Tim Berresheim, Künstler „Letztendlich das emotionale Setting, also dass an einem Raumgefühl gearbeitet worden ist. Dass man sich hier gerne aufhält, dass es neugierig macht, dass es wohlfühling letztendlich ist und nicht irgendwie erschreckend in Angesicht von so viel Wissen.“ Auch die Gehirne von Tieren spielen eine Rolle in der Ausstellung. Die Kuratoren […]


