Wissenschaft

  • UFO-Meldestelle im Odenwald

    UFO-Meldestelle im Odenwald

    Über 700 Ufos entdecken Menschen im deutschsprachigen Raum pro Jahr – und wenden sich damit an Hansjürgen Köhler aus dem südhessichen Breitenbrunn. Der Hobby-Astronom findet fast immer eine Erklärung für die Sichtungen. Durch jahrelange Erfahrung und spezielle Methoden, klärt er innerhalb weniger Stunden auf, was wirklich hinter den vermeintlichen Außerirdischen steckt. Ist das ein Ufo? Sind es vielleicht sogar Außerirdische? Fragen, die sich ein Beobachter bei einem zufälligen Blick in den Nachthimmel stellt. Ein Fall für Hansjürgen Köhler und seine UFO-Meldestelle. Hansjürgen Köhler, Leiter der Ufo-Meldestelle „Ich brauche bei so einer Fallbearbeitung, brauche ich das Datum, ich brauche die Uhrzeit, ich brauch den Ort des Geschehens, ich brauche die Himmelsrichtung und wenn es Foto- oder Videomaterial gibt, sind sie herzlich willkommen, dann habe ich die fünf Hauptteile. Mit denen kann ich arbeiten.“ Hansjürgen Köhler macht sich an die Recherche. Er checkt die Sternenkonstellation zum besagten Datum und prüft, welche Flugzeuge und Satelliten unterwegs waren. Dafür kann er sogar auf Daten der Weltraumorganisation ESA zurückgreifen. Auch im Fall des tanzenden Ufos ist schnell klar: Es sind keine Außerirdischen, sondern der Saturn. Hansjürgen Köhler, Leiter der Ufo-Meldestelle „In der Nacht tut einfach die Wärme von der Erde, wo von der Sonne angestrahlt gewesen war, einfach aufsteigen. Ich vergleiche es als gerne mit diesem Flimmern, wo man auf der Autobahn beobachten kann, wenn sie am Horizont über der Straße dann das Flimmern haben. Und das haben wir auch in der Atmosphäre. Und dadurch wird das Licht gebrochen vom Saturn, wo er so lichtstark ist, und dann haben wir dieses Farbenspiel, wo man jetzt hier so schön sehen kann.“ Dass helle Planeten für Ufos gehalten werden, ist eines der häufigsten Phänomene in der Ufo-Meldestelle. Auch Folienballons und Drohnen werden von vielen mit fliegenden Untertassen verwechselt. In den 50 Jahren, in denen Hansjürgen Köhler die […]

  • Seife aus Insektenlarven

    Seife aus Insektenlarven

    Insekten gelten für viele mittlerweile als das Nahrungsmittel der Zukunft, denn sie sind einfach und platzsparend zu halten und eine hochwertige Proteinquelle. Bei uns Europäern stehen Insekten noch nicht auf dem täglichen Speiseplan, dafür sind sie aktuell als Tierfutter sehr interessant und können zum Beispiel Fischmehl oder Soja ersetzen. Und da ist noch lange nicht Schluss, sagt die Technische Hochschule Bingen und erforscht, wofür Larven sonst noch nützlich sein können. Sie schäumt gut, riecht nach Lavendel und pflegt die Haut. Student Lars Gandras hat eine ganz besondere Seife entwickelt. Denn sie besteht…hieraus, aus den Larven der schwarzen Soldatenfliege. An der Technischen Hochschule in Bingen erforscht man die Tiere und vor allem, was man aus ihnen alles machen kann. Lars Gandras, Forscher Technische Hochschule Bingen „Die Idee war ganz einfach, dass die Larven an sich halt auch sehr viel Fett enthalten und da der Hauptbestandteil von einer Seife halt auch Fett ist, war es naheliegend, dass wir daraus einfach eine Seife herstellen.“ Dafür werden die Larven getrocknet und anschließend in ihre Bestandteile getrennt: 50 Prozent Eiweiß und 30 Prozent Fett. Für die Seife wird das Fett geschmolzen. Dann kommen Farbpigmente für die Optik und Natronlauge dazu, anschließend noch ein Duftöl. Wenige Inhaltsstoffe, großes Potenzial. Lars Gandras, Forscher Technische Hochschule Bingen „Wir untersuchen aktuell die antimikrobielle Wirkung unserer Seife, konkret geht es um den Hauptbestandteil in dem Larvenfett, um die Laurinsäure, die ja erwiesenermaßen antimikrobiell ist, das heißt sie tötet Bakterien sehr gut ab und deswegen eignet sich auch dieses Fett insbesondere, um daraus Seife herzustellen, also grundsätzlich Kosmetikprodukte.“ Die Seife ist nur eine Möglichkeit, das Larvenfett zu nutzen. Auch Kettensägenöl oder zum Beispiel Bauschaum kann man daraus herstellen. Salma El Azem, Forscherin Technische Hochschule Bingen „Normalerweise wird Bauschaum Erdölbasiert hergestellt und hier wird diese fossile Ressource im Prinzip durch das Larvenfett […]

  • Landeswettbewerb Jugend forscht

    Landeswettbewerb Jugend forscht

    „Mach dir einen Kopf“ – so lautet das Motto des diesjährigen Jugend-forscht-Wettbewerbs in Rheinland-Pfalz. Damit wollen die Veranstalter die jungen Forscher dazu auffordern, bei den Problemen der Welt nicht wegzuschauen, sondern sich selbst Gedanken über Lösungen zu machen. Was dabei heraus gekommen ist, konnte man heute im großen Finale in Ludwigshafen bestaunen. Benedikt und Anna haben sich im letzten Jahr sehr viel mit Kupfer beschäftigt. Detailliert haben sie die Belastung des Bodens mit dem Schwermetall gemessen und seine Auswirkung auf das Wachstum von Pflanzen untersucht. Benedikt und Anna kommen aus dem Ahrtal, wo durch die Flut im Jahr 2021 große Mengen kupferhaltigen Düngers in die Umwelt gelangt sind. Benedikt Lamberty, 18 Jahre „Wir sind darauf gekommen, weil wir halt selber von der Flut betroffen sind, beziehungsweise unsere Schule betroffen ist, und es nach der Flut auch ziemlich viele Sorgen um das Thema Schadstoffbelastung gab.“ Anna Katharina Hinson, 18 Jahre „Also wir haben halt rausgefunden, dass quasi direkt nach der Flut hätte man nichts anbauen können, einfach weil die Kupferkonzentration so hoch war. Allerdings sind die Werte jetzt um 93 – 99 Prozent zurückgegangen und dadurch kann man da jetzt wieder was anbauen.“ Gute Nachrichten also für Landwirte und Gartenbesitzer im Ahrtal. Gute Nachrichten für die Medizinforschung hat Can Yildirim aus Mainz. Der 19-Jährige hat eine neue Art der Gen-Sequenzierung erfunden, die in der Zukunft dazu beitragen könnte, seltene Krankheiten besser zu verstehen. Seine Entdeckung hat er während eines Praktikums an der Universität gemacht. Can Hakan Yildirim, 19 Jahre „Ich studiere Medizin und Physik an der Uni Mainz. Der Grund, warum ich das alles gemacht habe, ist, dass ich später gerne in die Medizinforschung gehen würde und ich dachte mir, weil das im Studium mir etwas zu kurz kommt, dass ich über ein Praktikum vielleicht da etwas mitarbeiten darf in der […]

  • Marburger Wissenschaftler erforschen Strom als Antrieb für Zellen

    Marburger Wissenschaftler erforschen Strom als Antrieb für Zellen

    Das Leben ist ein sehr komplexer Prozess. Tausende Abläufe passieren in einer Zelle gleichzeitig, Stoffe werden umgewandelt, Energie gewonnen und dann wiederverwendet. Aber auch wenn das alles perfekt aufeinander abgestimmt ist, den einfachsten und schnellsten Weg hat die Natur nicht immer gefunden. Forscher aus Marburg haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese natürliche Prozesse effizienter zu gestalten. Ihr neuestes Projekt: Zellen mit Strom zu betreiben. Ein E-Antrieb fürs Leben, sozusagen. Alles Leben braucht Energie. Pflanzen nutzen Licht, um zu wachsen, wir Menschen nehmen Nahrung zu uns. Unser Körper zerlegt sie, wandelt sie um und gewinnt daraus Energie. Das nennt man Stoffwechsel. Doch gibt es auch einen anderen Weg? Tobias Erb und Shanshan Luo vom Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg haben Energiegewinnung in Zellen neu gedacht. Tobias Erb, Biologe „Wenn Sie sich zum Beispiel bewegen oder denken, brauchen wir ja Energie dazu und typischerweise müssen wir da Nahrung zu uns nehmen. Unsere Idee war jetzt, anstatt Nahrung etwas ganz Verrücktes zu nehmen, vielleicht Strom. Und praktisch die Elektrizität benutzen, um damit Zellen anzutreiben.“ Und tatsächlich, die Forscher zeigen: Es funktioniert. Für das Experiment haben die Biologen eine Pflanzenzelle genommen. Ihre Nahrung ist Licht. Die Zelle nimmt die Lichtenergie auf und stellt daraus ein Molekül namens Adenosintriphosphat her, kurz ATP. Das ATP ist sozusagen ein zellinterner Treibstoff. Mit ihm kann die Zelle Stoffwechsel betrieben und zum Beispiel aus CO2 Zucker und andere Moleküle herstellen. Die Forscher haben es geschafft, das Licht als Nahrung zu ersetzen – und zwar durch Strom. Nicht nur Licht, auch andere Nahrungsquellen wie Zucker lassen sich durch Strom ersetzen. Ein Bakterium zum Beispiel nutzt dann nicht die im Zucker enthaltene Energie, um ATP herzustellen, sondern die elektrische Energie, den Strom. Kurz gesagt: Die Forscher haben Zellen dazu gebracht mit Strom ATP herzustellen. Tobias Erb, Max-Planck-Institut Marburg „Das […]

  • Heilung mit der Gen-Schere

    Heilung mit der Gen-Schere

    Vor vier Jahren gab es den Nobelpreis für die Entdeckung der CRISPR/Cas 9 Genschere. Ein Werkzeug, das es ermöglicht, einfach und präzise Gene zu verändern, um damit auch bisher unheilbare Krankheiten heilen zu können.  Eine Komponente für diese Genschere wird in Frankfurt von dem Biotech-Unternehmen Biospring hergestellt. Sie sind zum Beispiel in PCR-Tests oder auch Vaterschaftstests zu finden. Oligonukleotide, das sind künstlich hergestellte Biomoleküle, D.N.A. Fragmente.  600 Mitarbeiter im Rhein-Main-Gebiet sind beim Unternehmen Biospring damit beschäftigt, diese Genschnipsel herzustellen. Dr. Hüseyin Aygün, Geschäftsführer BioSpring Es ist so, dass viele der Krankheiten, die heute existieren, auf genetische Ursachen zurückzuführen sind. Es gibt leider Gottes kaum Möglichkeiten, diese zu therapieren. Aber mit den Möglichkeiten des Genome-Editing eröffnet sich hier zum ersten Mal die Möglichkeit, solche Patienten zu behandeln und in Zukunft vielleicht sogar zu therapieren. Und so funktioniert das gentechnische Verfahren namens Crispr/Cas. Es ermöglicht es, das Erbgut von allen Lebewesen zu verändern. Das passierte mithilfe eines Enzyms, dem sogenannten Cas 9. Es dockt an einer bestimmten Stelle der D.N.A. an, die verändert werden soll. Das Enzym funktioniert dann wie eine Schere und schneidet den Gen-Strang genau an der gewünschten Stelle durch; anschließend kann ein anderes, „gesundes“ Stück D.N.A. eingebaut werden. Genome-Editing, die Medizin der Zukunft? In Frankfurt wird darüber gesprochen.  – Ein Treffen von Pharmazeuten, Wissenschaftlern, Unternehmern und Politikern. Bettina Stark-Watzinger (FDP), Bundesforschungsministerin Ja, die Entwicklung geht ja rasant, nach den Forschungsergebnissen der letzten 15 Jahre, und das ist gut so. Wir haben eine gut aufgestellte Forschungslandschaft, jetzt geht es aber darum, wirklich die Therapien zu entwickeln. Also das Wissen dann auch in die Medikamente, in die Therapien zu bringen und da unterstützen wir, indem wir genau diese Brücken bauen, zwischen Wissenschaft und den Unternehmen, die es umsetzen. In der Pflanzenzucht wird die Genschere bereits genutzt. Durch die Erbgutveränderung werden die […]

  • Studie ermittelt politische Einstellungen der Rheinland-Pfälzer

    Studie ermittelt politische Einstellungen der Rheinland-Pfälzer

    Wie steht es um die Demokratie? Wie ticken die Rheinland-Pfälzer politisch? Diese und weitere Fragen hat nun erstmals eine wissenschaftliche Studie erforscht: der Rheinland-Pfalz-Monitor. Eine Besuchergruppe im Herz der Rheinland-Pfälzischen Demokratie. Mehr als 30.000 Besucher hat der Landtag im vergangenen Jahr gezählt, die meisten davon Kinder und Jugendliche. Ein Teil der Demokratiebildung, die laut dem Landtagspräsidenten deutlich ausgebaut werden müsse. Hendrik Hering (SPD), Landtagspräsident Rheinland-Pfalz „Wir nehmen zur Kenntnis, dass Fremdenfeindlichkeit Populismus zunimmt und müssen darauf reagieren. Demokratie ist das Wichtigste, was wir haben, wir müssen mehr für Demokratie tun, da brauchen wir auch solide Daten.“ Die liefert der zum ersten Mal vorgestellte RLP-Monitor. Laut der repräsentativen Umfrage unter mehr als 1.200 Wahlberechtigten sehe eine große Mehrheit der Rheinland-Pfälzer die Demokratie als beste Staatsform an. Gleichzeitig wurden die Bürger nach den ihrer Meinung nach wichtigsten politischen Problemen gefragt. Prof. Uwe Jun, Politikwissenschaftler Universität Trier „Insgesamt sagen die Rheinland-Pfälzer das Thema Migration, Flüchtlinge ist das zentrale Thema, was auch zu wenig aus ihrer Sicht von der Politik bearbeitet wird. Schule, Ausbildung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und Mobilität, wobei wir auch hier wieder sehen, dass Mobilität eher in den ländlichen Regionen ein Problem ist und weniger in den Mittelstädten, wobei Migration stark in den Mittelstädten als Problem anerkannt wird.“ Gerade die Bürger in mittelgroßen Städte wie Kaiserslautern oder Worms heben sich in ihren Einstellungen stark vom Rest ab. Dort spürten die Menschen eine größere Zukunftsangst und politische Unzufriedenheit zum Beispiel mit der Landesregierung. Für zwei Drittel der Rheinland-Pfälzer ist die Welt so unübersichtlich geworden, dass sie nicht wissen, wie es weitergehen soll. Nicht wenige stimmen verschwörerischen Aussagen zu wie „ Mächtige handeln gegen die Interessen der einfachen Bevölkerung“ und „Geheime Organisationen kontrollieren politische Entwicklungen.“ Prof. Uwe Jun, Politikwissenschaftler Universität Trier „Ganz wichtig: Problemlösungen anbieten und was die Politik auch bieten muss […]

  • Erste Tankstelle für Flüssigwasserstoff in Wörth

    Erste Tankstelle für Flüssigwasserstoff in Wörth

    Seit heute gibt es die weltweit erste, öffentlich zugängliche Flüssigwasserstofftankstelle für Lastwagen. Und zwar bei uns in Rheinland-Pfalz, genauer gesagt in Wörth am Rhein. Was zunächst in die Testphase geht, soll künftig zum Industriestandard werden. Dafür haben sich mit Daimler und Linde zwei deutsche Industriegrößen zusammengetan. Tankstopp auf dem Gelände von Daimler Truck in Wörth am Rhein. Für diesen brennstoffzellenbetriebenen 40-Tonner heißt das: Flüssigwasserstoff statt Diesel. 80 Kilo im Tank reichen für über 1000 Kilometer. Der Tankvorgang dauert keine Viertelstunde. Das Besondere dabei ist, … Andreas Gorbach, Daimler Truck Technologievorstand „… dass mit dieser Technologie das Tanken von Wasserstoff so effizient, so einfach und auch so schnell geht wie mit Diesel. Dekarbonisierung von Güterverkehr ist wahrscheinlich die größte Aufgabe, die die Industrie je hatte. Da sind viele Schritte notwendig. Und das hier war tatsächlich ein ganz großer, relevanter in diese Richtung.“ Wasserstoff – bislang wird er flüssig angeliefert, dann verdampft und mit ordentlich Druck in den Tank gepumpt. Darauf wird hier verzichtet, der Wasserstoff direkt flüssig gezapft und so 95 Prozent Energie eingespart. Zwei hochisolierte Tanks sorgen dafür, dass der bei minus 253 Grad abgefüllte Wasserstoff kalt und somit flüssig bleibt. Die neue sogenannte sLH2-Technologie soll Aufbau und Betrieb von Wasserstofftankstellen deutlich günstiger machen. Abschrecken dürften viele Unternehmer aber die im Vergleich zum herkömmlichen Diesel hohen Anschaffungs- und Betriebskosten für einen wasserstoffbetriebenen LKW. Jürgen Nowicki, CEO Linde Engineering „Flüssiger Wasserstoff wird immer teurer sein als Diesel, wenn Sie das CO2 umsonst in die Luft blasen können. Ich glaube, da muss die Regulierung auch ein bisschen helfen und den Innovationsdruck erzeugen. Dass dann auch die Flottenbetreiber den Sinn einer Umstellung sehen. Weil jemand muss ja die Trucks kaufen.“ Die ersten fünf dieser Trucks sollen ab Mitte des Jahres von Logistikkunden erprobt werden, bis zur Serienreife wird es noch Jahre brauchen. Getankt […]

  • Neue Forschungsplattform an der Mainzer Uni

    Neue Forschungsplattform an der Mainzer Uni

    Egal ob Herzschrittmacher, Computertomografie oder mRNA-Impfstoffe – der wissenschaftliche Fortschritt war noch nie so schnell wie heutzutage. Und das soll auch so bleiben. Um verschiedene Fachbereichen besser miteinander zu vernetzen, ist heute an der Universität Mainz ein neues Institut an den Start gegangen. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Die gestiegene Lebenserwartung stellt dabei auch Wissenschaftler vor neue Herausforderungen. Biologie, Medizin, Chemie und Mathematik – Disziplinen, die deshalb zukünftig enger zusammenarbeiten sollen. Prof. Dr. Peter Baumann, Molekularbiologe Universität Mainz „Der historische Ansatz in der Medizin ist, jede Krankheit einzeln zu behandeln. Sie gehen zu vielen verschiedenen Experten, Spezialisten, um sich Medikamente für unterschiedliche Erkrankungen zu holen. Aber da ist eine gemeinsame Ursache von altersbedingten Erkrankungen und daran wird hier in Mainz interdisziplinär geforscht.“ Die Grenzen zwischen den einzelnen Wissenschaftsbereichen überwinden, um grundlegende Fragen zu beantworten: Wie können Menschen gesünder altern? Wie können Lebensmittel nachhaltiger produziert werden? Wie lassen sich die negativen Effekte des Klimawandels verringern? Prof. Dr. Peter Baumann, Molekularbiologe Universität Mainz „Wir haben historisch Ausbildung als Biologe, Chemiker, Mathematiker, Physiker, und das ist einfach nicht mehr zeitgemäß. Wir bringen eine Koalition zusammen von Mathematikern, Physikern, Chemikern, Informatikern, Computerwissenschaftlern und Biologen und Medizinern, um gemeinsam diese Probleme in Angriff zu nehmen.“ Das neue Institut für quantitative und computergestützte Biowissenschaften wird vom Land Rheinland-Pfalz mit knapp einer Million Euro gefördert. Biotechnologie und Medizin funktioniere heute nicht mehr ohne Computervisualisierung und künstliche Intelligenz, sagt der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister. Clemens Hoch (SPD), Wissenschaftsminister Rheinland-Pfalz „Das ermöglicht uns zum Beispiel festzustellen: Wie werden denn Proteine im menschlichen Körper gefaltet? Und um das vorszusagen, nehmen Sie mal eine der bedeutendsten Alterserkrankungen, zum Beispiel Parkinson oder Alzheimer, da gehen wir davon aus, dass die Proteine plötzlich im Kopf falsch herum gefaltet werden. Und wenn wir zukünftig sagen können, nicht nur wann das passiert, sondern auch warum, dann geht […]

  • Neue PISA-Studie: Erschreckende Ergebnisse

    Neue PISA-Studie: Erschreckende Ergebnisse

    Deutsche Schulen erhalten aktuell besonders schlechte Zeugnisse. Noch nie haben Schüler im internationalen Leistungsvergleich so schlecht abgeschnitten. Das zeigt die jüngste PISA-Studie aus dem Jahr 2022, die gestern vorgestellt wurde. Ein Thema, das Eva Dieterle mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig diskutiert. Lesekompetenz, Mathematik, Naturwissenschaften. War hier nach der ersten PISA-Studie im Jahr 2000 zunächst ein Aufwärtstrend erkennbar, geht es seit nunmehr zehn Jahren bergab mit den Leistungen deutscher Schüler. Vorläufiges Endergebnis: Die schlechtesten je gemessenen Werte in allen drei Bereichen. Deutlich schlechter als noch 2018. Nur noch internationaler Durchschnitt. Verschärft werden die ohnehin bestehenden Probleme durch Schulschließungen während der Corona-Pandemie und mehr Zuwanderung von Schülern mit besonderem Förderbedarf. Für die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, kurz GEW, sind die Ergebnisse der aktuellen PISA-Studie ernüchternd, aber nicht überraschend. Studien zufolge fehlen in Hessen bis zum Jahr 2030 fast 12.000 Lehrer, in Rheinland-Pfalz aktuell über 6.000. Vor allem an Grund-, Förder- und Schwerpunktschulen sowie an Schulen mit erhöhtem Förderbedarf. Hier brauche es außerdem mehr Sozialarbeiter. Klaus-Peter Hammer, Vorsitzender GEW Rheinland-Pfalz „Deswegen wären wir froh, wenn die Schulen, die strukturell benachteiligt sind, jetzt auch stärker mit Personal ausgestattet würden. Weil diese Schulen haben das dringend notwendig. Da sind die Schülerinnen und Schüler, die mit Migrationshintergrund sind. Da sind die Schülerinnen und Schüler, die aus ärmeren Haushalten kommen und die auch in der Studie erkennbar deutlich schlecht abgeschnitten haben.“ So hat knapp ein Drittel der 15-Jährigen in mindestens einem der drei getesteten Felder – Lesen, Rechnen und Naturwissenschaften – nur sehr geringe Kompetenzen. Etwa jeder Sechste hat sogar in allen drei Bereichen deutliche Defizite. Somit zeigt die aktuelle PISA-Studie: Die deutsche Bildungspolitik, sie hat wohl mehr Hausaufgaben als je zuvor. ———- Eva Dieterle, Moderatorin: Und dafür schalten wir jetzt ins rheinland-pfälzische Bildungsministerium nach Mainz zur Ministerin Stefanie Hubig. Guten Abend. Stefane Hubig (SPD), Bildungsministerin […]

  • Schulprojekt gegen Fachkräftemangel

    Schulprojekt gegen Fachkräftemangel

    Während der Fachkräftemangel weiter gravierend zunimmt, beginnen immer weniger Jugendliche nach ihrer Schulzeit eine Ausbildung. Ein Teufelskreis, dem eine Schule im hessischen Haiger nun ein Projekt entgegenstellt: Dort können Schüler langfristig in Ausbildungsbetriebe reinschnuppern. Luca Goldbach, 15 Jahre jung. Vormittags drückt er in Haiger die Schulbank, nachmittags geht‘s zu einem Maschinenhersteller. Löten, tüfteln, hier kann der Realschüler seine individuellen Stärken kennenlernen. Zwar nur einmal pro Woche für anderthalb Stunden, dennoch hat Luca in den vergangenen zwei Monaten schon einen besseren Eindruck gewonnen als etwa in seinem vorigen Schulpraktikum im IT-Bereich. Luca Goldbach, Realschüler „Es war ein sehr schönes Praktikum, aber ich habe gemerkt: IT, den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen, das ist nichts. Für mich ist etwas was, das mit Handwerk zu tun hat. Hier lernst du schon mehr als in einem Praktikum, weil du insgesamt auf viel mehr Stunden kommst.“ „Schule Plus“ nennt sich das Projekt der Johann-Textor-Gesamtschule. Die Idee hatte Stufenleiter Alexander Schüler: Er hatte die Schüler vorher gefragt, warum sie vor einer Ausbildung zurückschrecken. Die Antwort war fast immer die gleiche. Alexander Schüler, Stufenleiter Johann-Textor-Schule „Eine Berufsausbildung stellt etwas relativ Unbekanntes dar und ist dann so ein bisschen diffus in der Vorstellung der Schüler. Und die Erfahrung zeigt, seit wir das Projekt machen, kommen die Schüler in den Firmen an. Die verlieren die Angst und können dann sehr gut ihre Ausbildung antreten.“ Während das Projekt vor zwei Jahren noch mit zehn Schülern anfing, nehmen inzwischen über 130 teil, die in 60 Unternehmen rund um Haiger untergebracht sind. Teilnehmen dürfen nur Betriebe, die den Schülern nach ein bis zwei Jahren Reinschnuppern auch einen Ausbildungsvertrag anbieten können. Die Betriebe erhoffen sich mehr Zuwachs: Nach jüngsten Studien könnten in vier Jahren hessenweit über 200.000 Fachkräfte fehlen. Ausbildungsleiter Kevin Krüger merkt schon jetzt, dass die jungen Projektteilnehmer besser vorbereitet sind als […]

  • Forscher erproben nachhaltige Garnelenzucht

    Forscher erproben nachhaltige Garnelenzucht

    Garnelen werden hierzulande gerne gegessen, doch ihre Produktionsbedingungen sind alles andere als vorbildlich: Mangrovenwälder werden gerodet, um Garnelenfarmen zu errichten. Um diese Garnelen dann zu füttern, braucht es Fischmehl, wofür die Meere überfischt werden. Außerdem stehen die Garnelen selbst in diesen Farmen häufig unter Stress und sind dadruch krankheitsanfällig. Und dann legen sie aus den Farmen in Südostasien und Südamerika auch noch weite Wege bis zu uns zurück. Doch wie lässt sich die Garnelenproduktion nachhaltiger gestalten? Die Universität Gießen will das herausfinden. Sie müssen sich keine Sorgen machen, einmal auf einem Teller zu landen. Die Garnelen in der Justus-Liebig-Universität Gießen leben hier rein zu Forschungszwecken. Wie verhalten sich die Tiere? Welche Bedingungen brauchen sie, um gesund und zufrieden zu sein? Und was kann man daraus für eine artgerechtere und nachhaltigere Garnelenproduktion ableiten? Tom Wilke, Professor für Tierökologie „Viele Garnelen werden nicht artgerecht gehalten, das heißt, teilweise kommt es auch zum Einsatz von Antibiotika, von Wachstumshormonen, aber es kommt auch zur massiven Umweltzerstörung. Garnelen sind ja Tiere, die in Brackwasser, in Küstengebieten leben und hier ist es so, dass beispielsweise komplette Mangrovenwälder abgeholzt werden, um dort Garnelenteiche aufzubauen.“ Besser: eine lokale Produktion. Doch in welchen Tanks fühlen die Garnelen sich wohler? Um das herauszufinden setzen die Forscher Jungtiere sowohl in Plastik- als auch Holztanks und vergleichen dann Wachstum und Gesundheit der Tiere. Tom Wilke, Leiter der Forschungsgruppe „Es geht also um nachhaltige Materialien, es geht aber auch darum, dass diese Holztanks einen Vorteil für Garnelen bilden, weil sich in diesen Holztanks auf der Innenseite ein Biofilm entwickelt mit Bakterien, die als Probiotika funktionieren könnten und dann beispielsweise auch das Tierwohl der Garnelen erhöhen könnten.“ Hier im Aquarium sind die Lebensbedingungen in etwa wie in der Natur. Sand zum Eingraben, andere Tiere wie Seesterne und Korallen, Pflanzen, Steine zum hochkrabbeln. In Zuchttanks […]

  • Erste Bilder vom Weltraumteleskop Euclid

    Erste Bilder vom Weltraumteleskop Euclid

    Am 1. Juli ist die Mission „Euclid“ der europäischen Weltraumorganisation gestartet. Gesteuert wird sie aus dem Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt. Mittlerweile ist das Teleskop an seinem Zielpunkt 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt angekommen und hat damit begonnen, das Universum außerhalb der Milchstraße zu scannen und zu kartographieren. Die ersten Aufnahmen hat die ESA heute veröffentlicht. Selbst wenn wir alle Sterne und Galaxien des Weltalls auf ein Bild bekämen – würden wir doch nur rund 5 Prozent der gesamten Masse und Energie des Universums sehen. Denn das was wir bisher messen können, passt nicht mit den Berechnungen der Physiker zusammen. Um die Struktur des Alls zu erklären, fehlen zwei große Komponenten. Wissenschaftler sprechen von dunkler Materie und dunkler Energie. Die zu ergründen ist die Aufgabe von Euclid. Dafür scannt das Teleskop rund ein Drittel des gesamten Sternenhimmels und erstellt die bisher größte dreidimensionale Karte des messbaren Universums. Die ersten ultrahochauflösenden Aufnahmen von Euclid hat die ESA heute in Darmstadt veröffentlicht. Das Licht mancher Objekte war bis zu 10 Milliarden Jahre lang zu uns unterwegs. Simon Plum, Leiter Missionsbetrieb ESOC „Das ganz besondere ist, dass wir eine großflächige Aufnahme in einer ungeahnten Genauigkeit bekommen. Das heißt, wir gucken uns große Bereiche des Nachthimmels an und können diese extrem hoch auflösen. Wenn wir uns andere Teleskope angucken, die auch schon fliegen, zum Beispiel das James Webb von den Amerikanern, das kann weiter in die Vergangenheit gucken, aber nur auf einen sehr kleinen Punkt.“ Doch um die dunkle Materie zu untersuchen braucht es große, zusammenhängende Aufnahmen. Eine davon zeigt den sogenannten Perseushaufen mit seinen rund 1000 Galaxien. Er zählt zu den massereichsten bekannten Strukturen im Universum. Laut Berechnungen der Astronomen können sich solche Galaxienhaufen nur dank dunkler Materie gebildet haben. Im Bildhintergrund: rund 100.000 weitere Galaxien. Die Existenz mancher von ihnen bis dato […]

  • Frankfurter Universität stellt neues Forschungsgerät vor

    Frankfurter Universität stellt neues Forschungsgerät vor

    Mitten in der Herbstkrankheitswelle schauen wir mal, wie die Spitzenforschung Medikamente entwickelt. Das hier ist ein Kernresonanzspektrometer. Und damit schauen Forscher in das Innere von Molekülen, um so die verschiedensten Krankheiten zu entschlüsseln und dann passende Medikamente zu entwickeln. 15 Millionen Euro kostet ein solches High-Tech-Gerät, jetzt steht eins davon auch an der Goethe-Universität in Frankfurt. Ein riesiger Schwerlastkran war nötig, um das neue NMR-Spektrometer unversehrt in ein eigens dafür errichtetes Gebäude der Uni Frankfurt zu hieven. NMR – das steht für „nuclear magnetic resonance“. Heißt übersetzt: Das Spektrometer untersucht Atomkerne von Proteinen, die bei Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs eine Rolle spielen. Dazu erzeugt das Gerät ein Magnetfeld, fast 600.000 Mal stärker als das der Erde. Prof. Dr. Harald Schwalbe, Goethe-Universität Frankfurt „Das Magnetfeld ist fokussiert auf so einen kleinen Bereich, nicht mehr. Also dieses große Gerät hat ein fokussiertes Magnetfeld dieser Größe. Das ist eine Kunst an sich, solche Magnetfelder zu produzieren. Und kostet halt auch sau viel Geld, aber je stärker das Magnetfeld, desto genauer wird unsere Messung, desto empfindlicher wird unsere Messung. Das ist das Wesentliche. Also wir können schwierigere Sachen anschauen, die Lupe wird besser.“ Die Kosten für Gerät und Gebäude in Höhe von 30 Millionen Euro tragen Bund, Land sowie Universität gemeinsam. Spitzenforschung in Deutschland brauche attraktive und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen so die Bundesforschungsministerin. Bettina Stark-Watzinger (FDP), Bundesbildungsministerin „Wir sind ja Partner mit den Ländern, wenn es um die Forschungsbauten geht, das ist ja noch mal eine besondere Herausforderung. Weil in der Tat, dem Anwenden geht das Erkennen voraus, wir brauchen diese Grundlagenforschung und diese Forschungsbauten werden zu 50 % von Bund und Ländern finanziert, hier hat der Bund 12 Millionen Euro investiert, gut investiert.“ Bei der Untersuchung der Coronavirus-Proteine hat sich die NMR-Technologie bereits bewährt und entscheidende Hinweise für die Impfstoffentwicklung geliefert. Auch zukünftig […]

  • „Dirt-Torpedo“ soll Tunnelbau beschleunigen

    „Dirt-Torpedo“ soll Tunnelbau beschleunigen

    Vor zwei Jahren hat der US-amerikanische Milliardär Elon Musk einen Wettbewerb gestartet, um die schnellste Tunnelbohrmaschine der Welt zu finden. Am Finale in Nevada durften damals auch junge Techniker aus Fulda teilnehmen. Doch ihr sogenannter „Dirt-Torpedo“ kam nie zum Einsatz. Ein Sandsturm und willkürliche Sicherheitsvorschriften des Veranstalters verhinderten das. Die jungen Techniker haben allerdings nicht aufgegeben und jetzt die Presse wieder nach Fulda eingeladen. Wenn das die Zukunft des Tunnelbaus ist, dann liegt sie verborgen im osthessischen Untergrund: Nicht im Sand von Nevada soll der „Dirt-Topedo“ erstmals zum Einsatz kommen, sondern er soll sich in Fulda durch Beton und Erde bohren – hier auf dem Elternhof von Adrian Fleck, dem Projektentwickler. Zwei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Ersteinsatz gibt es nur ein Ziel: Adrian Fleck, Projektentwickler „Hier einfach die Technik zu feiern, das Projekt zu feiern, diesen ganzen Spirit um das Projekt. Von der Maschine selbst her ist der Plan, dass wir uns durch unsere erste Betonschicht bohren und im Sandstein rumkratzen, mal gucken.“ Vor zwei Jahren hat es der „Dirt-Topedo“ ins Finale von Elon Musks Tunnelbohr-Wettbewerb geschafft – das Ziel: 5 Meter Tunnel pro Stunde. Doch dann durfte die Maschine in Nevada nicht mal bohren; die Sponsoren schienen 500.000 Euro in den Sand gesetzt zu haben. Zurück in Deutschland entwickelte das Team die Maschine aber weiter – ein Container wurde zur Kommandozentrale. Doch auch beim ersten Bohrversuch in der vergangenen Woche ist alles andere als klar, ob der „Dirt-Topedo“ auch bohrt. Sekunden der Ungewissheit. Und dann bewegt er sich doch, der Kopf des Dirt-Topedos. Hörbar durch lautes Rauschen, sichtbar durch Betonteile, die eine Saugmaschine unmittelbar nach draußen befördert. Herkömmliche Tunnelbohr,maschinen bewegen sich nur rund 1,7 Meter pro Stunde – langsamer als eine Schnecke. Adrian Fleck und sein Team haben sich von einem anderen Tier inspirieren lassen und in die […]

  • Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin in Tokio und Osaka

    Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin in Tokio und Osaka

    Malu Dreyer, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin, und ihre Delegation sind momentan in Japan auf Visite. Bevor sie in den Westen des Landes aufbrechen, besuchen sie in Tokio einen Ort, der den Japanern sehr wichtig ist. Es ist der Meiji-Schrein, umgeben von 120.000 Bäumen. Ein Ort sprichwörtlich himmlischer Ruhe in dieser Megametropole. Für Tokio-Touristen ist der Besuch ein absolutes Muss, für die Japaner auch, wenn auch aus anderem Grund. Die Japaner suchen diesen Ort vor allem auf, um für sich und andere Glück und Zuversicht zu erbitten, indem sie ihre Wünsche auf Holztäfelchen schreiben und sie vor dem Schrein aufhängen. Auch die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat ihr Anliegen formuliert; sie wünscht den Menschen in ihrem Bundesland Glück und Wohlergehen. Hier vor dem Schrein, der der Seele des Meiji-Kaisers gewidmet ist Professor Andreas Regelsberger, Japanexperte Universität Trier „Der Kaiser Meiji ist 1912 gestorben, seine Frau zwei Jahre später. Dann wurde dieser Meiji-Schrein zwei Jahre später gebaut und viele Menschen sind hier aus spirituellen Gründen, denn shintoistisch ist es eines der wichtigsten Zentren in Japan. Aber es spielt auch darüber auch für den Alltag eine wichtige Rolle.“ Denn der Alltag der Menschen gerade hier in Shibuya, dem wohl vitalsten Teil Tokios, ist das krasse Gegenteil: Shibuya ist das angesagteste Viertel, wenn es um Mode, Restaurants und Unterhaltung geht – hier liegt das pulsierende Zentrum des modernen Japan. Wer in diesem Land schnell von A nach B kommen will, der nimmt den Shinkansen: superschnell und superpünktlich. Dreyer reist mit ihrer Delegation Richtung Westen, vorbei am höchsten Berg Japans, dem Fuji. Ziel ist Osaka und seine Metropolitan University. Hier wird an Künstlicher Intelligenz geforscht – gemeinsam mit dem Deutschen Forschungszentrum für KI aus Kaiserslautern. KI ist in Japan eines der großen Zukunftsthemen – die Rheinland-Pfälzer gelten als enger Partner. Effizientes Lernen durch den Einsatz von […]