Technik

  • Mehr Geld für Wasserversorgung gefordert

    Mehr Geld für Wasserversorgung gefordert

    Ob einsturzgefährdete Brücken oder kaputte Bahngleise – die teils marode Infrastruktur in Deutschland kennen wir alle. An einen sehr wichtigen Teil davon denken wir oft gar nicht, weil er unter der Erde verborgen ist: die Wasserversorgung. Auch hier ist der Investitionsbedarf hoch. In Hessen geht es sogar um Milliardenbeträge. Auch wenn es so aussieht: Das ist kein Tauchbecken, sondern ganz frisches Leitungswasser. Hier pumpt das Wasserwerk Allmendfeld, südlich von Darmstadt, Wasser aus dem Boden, filtert es und versorgt Menschen im Raum Frankfurt und Wiesbaden. Hubert Schreiber, Hessenwasser „Das Wasser aus dem hessischen Ried, aus dieser Anlage, plus anderen Gewinnungsanlagen, wird über die Riedleitung nach Frankfurt und nach Wiesbaden und in den Vordertaunus geschickt. Ungefähr 40% des Trinkwassers im Ballungsraum kommen aus dem hessischen Ried.“ Und was, wenn dieses Wasserwerk ausfallen würde? Hubert Schreiber, Hessenwasser „Wenn wir also im Ballungsraum 2,4 Millionen Leute versorgen, dann fehlt schlicht und ergreifend für 30% der Leute das Trinkwasser.“ Das Wasserwerk gehört zu den leistungsfähigsten in ganz Hessen und gilt als sehr modern. Das war hier noch vor zwei Jahren nicht so: Bis 2023 war dieses Wasserwerk für die Versorgung zuständig. 62 Jahre lang flossen hier bis zu 2.500 Kubikmeter pro Stunde. Die Anlage stammt aus den frühen 1960er Jahren. Viele Anlagen in Hessen sind ähnlich alt und wurden größtenteils in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg gebaut. Die Wasserwirtschaft in Hessen warnt deshalb: Die Wasserinfrastruktur muss erneuert werden. Karsten Jost, Stadtentwässerung Frankfurt am Main „Wir haben uns jahrelang zurückgelehnt. Also in den letzten Jahrzehnten ist der Sanierungsstau eher gewachsen. Und wie das ist beim Sanierungsstau. Das geht eine Zeit lang gut. Es ist wie beim Privathaus, wenn das neu gebaut ist, können Sie sich vielleicht zehn, fünfzehn Jahre zurücklehnen. Aber je länger Sie sich zurücklehnen, desto größer sind nachher die Maßnahmen, die Sie machen […]

  • Ausbau der Ultranet-Stromtrasse

    Ausbau der Ultranet-Stromtrasse

    Es war eines der zentralen Versprechen im Bundestagswahlkampf: Union und SPD wollten die Strompreise reduzieren. Heute hat die schwarz-rote Bundesregierung beschlossen, die Stromsteuer zu senken – allerdings nur für Unternehmen, nicht für Privathaushalte. Die Bürger  könnten allerdings durch die ebenfalls beschlossene Senkung der Netzentgelte profitieren. Diese sind durch den Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Stromnetze in den letzten Jahren stark angestiegen. Über die aktuelle Lage hat sich heute die rheinland-pfälzische Energieministerin in der Nähe von Koblenz informiert. Sie soll einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten: die Stromautobahn „Ultranet“, die auch 80 Kilometer durch Rheinland-Pfalz verläuft. Mit der insgesamt etwa 340 Kilometer langen Gleichstromverbindung zwischen Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg soll der  windstarke Norden mit dem  stromhungrigen Südwesten verbunden werden. Mit Gleichstrom lässt sich dabei mehr Energie transportieren, während beim aktuell noch vorherrschenden Wechselstrom über große Entfernungen viel Energie verloren geht. Hendrik Neumann, Mitglied der Geschäftsführung Amprion GmbH „Das Besondere an Ultranet ist, dass wir das in einer bestehenden Trasse machen. Also einer Trasse, die in der Vergangenheit für Wechselstromübertragung genutzt worden ist, nutzen wir in Zukunft für sowohl Wechselstrom als auch Gleichstrom auf dem gleichen Mast. Das ist tatsächlich weltweit einzigartig und ermöglicht es uns wirklich, eine Bestandstrasse zu nutzen und wir müssen keine zusätzliche Trasse hier errichten.“ In vielen betroffenen Kommunen entlang der neuen Trasse gab es im Vorfeld der Planungen Bedenken. Ist die Ultranet-Leitung womöglich schädlich für unsere Gesundheit? Hendrik Neumann, Mitglied der Geschäftsführung Amprion GmbH „Mitunter ein Grund, warum wir hier den Mast erhöhen, nämlich genau um die Beeinflussung, die hier unter der Leitung wirklich zu minimieren. Insofern können wir sicher sagen, dass wir die Grenzwerte hier alle einhalten.“ Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Energieministerin Rheinland-Pfalz „Die Landesregierung hat Studien auch in Auftrag gegeben und auch eruiert, was das Thema gesundheitliche Belastungen anbelangt. Die Bedenken konnten […]

  • Neues Rechenzentrum an Mainzer Universität

    Neues Rechenzentrum an Mainzer Universität

    Alle Welt spricht von Künstlicher Intelligenz. Dafür benötigen wir immer mehr Rechenleistung. In Mainz ist an der Johannes-Gutenberg-Universität ein neues Rechenzentrum eingeweiht worden. Ein wichtiges Signal, denn Wissenschaft braucht Supercomputer. Hier laufen sie seit heute alle zusammen – sämtliche IT-Systeme und Anwendungen der Universität. Dazu zählt aber nicht nur die digitale Grundversorgung – also die Webserver für die digitale Kommunikation, Bewerbungs- oder Prüfungsverfahren. Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident Johannes Gutenberg Universität: „Darüber hinaus, und das braucht die wirklich starken Rechner, sind das unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sogenannte Hochleistungsrechner brauchen. Die also komplexe Klimamodelle rechnen können. Oder die komplexe Materialien simulieren können, bevor man sie dann wirklich herstellt. Das ist heutzutage ‚state of the art‘ in der Wissenschaft. Und wenn man international konkurzenzfähig sein möchte, muss man da mitmachen.“ Das Land Rheinland-Pfalz hat den Bau finanziert und der Universität von Anfang an die Bauherrenfunktion übertragen. Die Kosten: Rund 31 Millionen Euro. Doris Ahnen (SPD), Finanzministerin Rheinland-Pfalz: „Wissenschaft und Forschung sind heute extrem wichtige Standortfaktoren. Nehmen Sie den gesamten Bereich der Digitalisierung. Nehmen Sie den Bereich der künstlichen Intelligenz. Nehmen Sie die wisschenschaftsbasierte Weiterentwicklung in vielen Branchen. Biotechnologie und anderes mehr. Und insofern ist eine solche Investition in die Wissenschaftsinfrastruktur natürlich auch entscheidend dafür, dass der Standort gestärkt wird.“ Der Neubau erfüllt die modernsten Anforderungen in den Bereichen Sicherheit und Umweltschutz.  Wissenschaftsminister Clemens Hoch von der SPD, bezeichnet das neue Rechenzentrum als ‚Meilenstein für die Forschung in diesem Land‘. Clemens Hoch (SPD), Wissenschaftsminister Rheinland-Pfalz: „Wir können sicher davon ausgehen, dass Rechenkapazität in den nächsten Jahren noch viel viel mehr gebraucht wird als heute. Sodass wir die Basisleistungen abbilden können, aber auch Forschungsinfrastruktur haben. Aber nicht nur für die Universität hier, sondern für alle Universitäten und Hochschulen des Landes, weil wir so zusätzliche Rechenkapazität auf einem Niveau schaffen, dass wir an den […]

  • Nürburgring-Achterbahn wird abgebaut

    Nürburgring-Achterbahn wird abgebaut

    Sie sollte die schnellste Achterbahn der Welt werden und viele Besucher an den Nürburgring locken. Doch aus dem Ring-Racer wurde keine Erfolgsgeschichte: Rund zehn Millionen Euro Steuergelder wurden hier verschwendet, damit die Achterbahn nur vier Tage lang fährt. Jetzt wird der Ring-Racer teilweise abgebaut.   Aufnahmen aus 2013: Die Achterbahn am Nürburgring geht an den Start. Endlich, denn nach dem Bau stand der Ring-Racer erstmal still. Vier Jahre lang. Erst haben technische Mängel Probleme gemacht, dann hat ein Evakuierungskonzept gefehlt. Als es dann doch endlich losgeht, sind die Erwartungen groß: Jens Lieser, Insolvenzverwalter Nürburgring (2013)  „Das ist ein Befreiungsschlag für die ganze Mannschaft hier am Nürburgring. Sie können sich das nicht vorstellen, die haben vier Jahre auf diesen Tag hingefiebert. Das ist für manche Mitarbeiter wichtiger als die Formel-1, dass jetzt der Racer fährt.“ Die Freude hält nicht lange: Genauer gesagt nur vier Tage. So kurz ist die Achterbahn im Betrieb, weil der Nürburgring Insolvenz anmeldet. Seitdem fährt die Achterbahn gar nicht mehr. Und jetzt zwölf Jahre später ist es ganz vorbei. Der Ring-Racer wird teilweise abgebaut – 300 Meter der Strecke müssen weichen. Damals sollte die Attraktion ein Besuchermagnet werden. Doch der Versuch aus dem Nürburgring einen Freizeitpark zu machen ist gescheitert. Alexander Gerhard, Nürburgring 1927 GmbH  „Natürlich war das damals ein Aushängeschild und natürlich wollte man mit dem Ringracer ein einmaliges Erlebnis schaffen. Es hat aber aus mehreren Gründen nicht geklappt. Das weiß man heute und die Realität war dann halt eine andere als die Planung und die Hoffnung. Von daher war ja die Vorfreude nichts Falsches aber es war halt offensichtlich nicht gut durchgerechnet und nicht gut gemacht.“ Die Achterbahn hat zehn Millionen Euro Steuergelder verschluckt. Der Bau der ganzen Erlebniswelt – zum Beispiel des Museums – weitaus mehr. Aus Sicht des „Bundes der Steuerzahler“ ein immenser […]

  • Zeller Brücke ist gesprengt

    Zeller Brücke ist gesprengt

    Die B45 ist die Hauptverkehrsader durch den Odenwald. Eine Verkehrsader, die seit Ende April unterbrochen ist. Denn sie führte über die Zeller Brücke, die wegen schwerer Risse nicht mehr befahrbar war – bis heute Vormittag. Gegen elf Uhr ertönte der Signalton zur Sprengung des maroden Bauwerks. Es dauert nur wenige Sekunden, dann liegt die fast 65 Jahre alte und 3000 Tonnen schwere Zeller Brücke am Boden. Minutenlang verhüllt von einer dicken Staubwolke. Erst danach zeigt sich: Alles nach Plan verlaufen. Zuvor haben Sprengmeister Eduard Reisch und sein Team die vier Brückenpfeiler mit Bohrlöchern und Sprengstoff vorbereitet. Eduard Reisch, Sprengmeister „In jedes Bohrloch kamen 500 Gramm, in Summe sind das 43,5 Kilo. Und das waren 80 Bohrlöcher. Das genügt, um diese Pfeiler zu zerstören. […] Und wir hatten natürlich auch noch mal entsprechende Vorschwächungen reingemacht, um sogenannte Sollbruchstellen herbeizuführen. Um auch noch mal hinsichtlich der Schutzziele entsprechende Geometrie in der Endlage der Brücke zu erreichen.“ Mit Schutzziele meint er den Fluss Mümling, unterirdische Stromkabel und Bahngleise. Eigens errichtete Erdwälle sorgen für den nötigen Puffer beim Einsturz der Brücke. Zuvor werden umliegende Straßen gesperrt, Häuser evakuiert. Und auch Vertreter von Presse, Politik und der zuständigen Verkehrsbehörde Hessen Mobil müssen 250 Meter Abstand halten. Hessen Mobil hat die 1961 errichtete Brücke schon länger im Blick und seit 15 Jahren immer wieder Instandsetzungsarbeiten vorgenommen. Kathrin Brückner, Vizepräsidentin Hessen Mobil „Aber trotzdem kann das Bauwerk an sich, es ist ein Spannbetonbauwerk, nicht verändert werden in seiner Konstruktion. Und der Stahl, der in dieser Konstruktion enthalten ist, der korrodierte. Und dann nennt man das Ganze Spannungsrisskorrosion, die da auftritt.“ Die Risse werden bei der jährlichen Sonderprüfung Ende April entdeckt, die Brücke sofort für den Verkehr gesperrt. Für die rund 15.000 Fahrzeuge täglich heißt das: Umleitung folgen. Die führt durch den benachbarten Ortsteil Zell, zwischen Bad König […]

  • Mobiler Container für den Katastrophenfall

    Mobiler Container für den Katastrophenfall

    Zugeklappt sieht er zunächst aus, wie ein unspektakulärer Container. Doch innen drin verbirgt sich etwas ganz Neues – eine Innovation im Bereich des Katastrophenschutzes. Ein rollendes Rettungs- und Gesundheitssystem. das ist die Erfindung eines Sanitäters aus der Eifel. Der Container ist also so etwas wie eine mobile Intensivstation. Er kommt auf einem Tieflader angefahren. Ein Container, in dem Leben gerettet werden kann. Das Ziel ist der Parkplatz des Bürgerhauses von Ettringen. In nur wenigen Minuten kann Heinz Werner Kleine-Natrop seine Erfindung aufbauen. Eine mobile Notaufnahme. Heinz Werner Kleine-Natrop, Erfinder aus Ettringen „Ich habe mir deutschlandweit und auch weltweit immer Katastrophenschutzsysteme angeguckt, und da habe ich dann halt gesehen, dass wir immer ein bisschen zu langsam sind. Wir brauchen viel zu viel Personal bei Großschadenslagen. Wir verschwenden ganz, ganz viel Zeit. Und die erste Stunde zählt. In der Katastrophenmedizin, in der Rettungsmedizin. Und das muss alles schneller gehen.“ Zusammen mit dem Katastrophenschutzinspektor des Kreises Mayen-Koblenz entlädt der Erfinder und Notfallsanitäter den Prototyp seiner Rettungsstation. Die ist so konzipiert, dass sie jeder aufbauen kann. Die Materialkästen haben verschiedene Farben. Alles, was mit der Stabilisierung des Kreislaufs zu tun hat, ist zum Beispiel rot. Heinz Werner Kleine-Natrop, Notfallsanitäter „Ja, getüftelt, die ersten Ideen kamen schon 2005, aber die finale Situation, die kam dann nach Berlin Breitscheidplatz, nachdem das Unglück passiert ist, habe ich gesagt: Jetzt muss was in der Katastrophenmedizin passieren.“ Der islamistische Terroranschlag mit 13 Toten und vielen Verletzten, als Auslöser für das Tüfteln an einer schnellen und umfassenden Vorortversorgung. 16 Patienten können parallel behandelt werden. Das Notfallsystem ist klimatisiert. Helfen können die Sanitär schon nach wenigen Minuten. Rainer Nell, Brand- und Katastrophenschutzinspektor Mayen-Koblenz „Weil wir das Personal, das wir dringend brauchen, um die Verletzten zu versorgen, direkt zu den Verletzten schicken können und hier nicht viel Personal genutzt wird, um Container […]

  • Vitiforst: Nachhaltige Anbaumethode im Wingert

    Vitiforst: Nachhaltige Anbaumethode im Wingert

    Das Weingut Gustavshof in Gau Heppenheim ist ein bio-dynamisches Weingut. Zum Beispiel werden hier statt chemischer Pflanzenschutzmittel und Dünger natürliche Stoffe verwendet. Das ist an sich nicht neu, doch Winzer Andreas Roll will jetzt einen Schritt weiter gehen. Er plant all seine Weinberge nach und nach auf eine sogenannte Vitiforst-Bewirtschaftung umstellen – und das verbirgt sich dahinter. Eigentlich sind das ganz normale Weintrauben. Nur wo sie wachsen, das wirkt etwas exotisch oder spleenig. Im Hof des Weinguts Gustavshof in Gau Heppenheim wächst der Wein an einem Baum. Winzer Andreas Roll beschäftigt sich mit der Geschichte des Weinbaus. Und ist dabei auf diese spezielle Form des Anbaus gestoßen.  Vitiforst  heißt, Bäume und Reben zusammen pflanzen. Vitis ist das lateinische Wort für Wein. Andreas Roll, Winzer „Wir versuchen hier so ein bisschen die Urform der Rebe dazustellen. Die Rebe kommt ja ursprünglich aus Auenwäldern, wächst da an Bäumen hoch und macht da über dem Baum ihr Dach auf und hier war die Idee mit einem Sämling das nachzubauen.“ In seinen rheinhessischen Weinbergen setzt Andreas Roll immer mehr auf eine andere Form von Vitiforst. Zwischen den Rebenreihen wachsen ganz unterschiedliche Blumen, Kräuter und auch Getreidearten. Gemäht wird hier nicht und auch auf den Rebschnitt verzichtet der Winzer weitgehend. Andreas Roll, Winzer „Wir lassen die Reben deutlich größer wachsen, dadurch entsteht eine waldähnliche Atmosphäre. Die Trauben bleiben viel kleiner als wir das normalerweise kennen und haben dadurch deutlich mehr Aroma und mehr Extrakt später auch im Wein dann.“ Andreas Roll ist ein biodynamischer Winzer. Er verzichtet auf Chemie im Weinberg, setzt auf Artenvielfalt, möchte weg von der Monokultur. Vielfalt im Weinberg, statt ein Boden ohne Wachstum. Andreas Roll, Winzer „Der Vorteil fängt an im Frühjahr schon, dass du quasi eine ganz frühe Beschattung vom Boden hast. Und das ist gerade in Zeiten vom Klimawandel […]

  • 100 Jahre Leica-Kameras

    100 Jahre Leica-Kameras

    Für unglaubliche 7,2 Millionen Euro ist in Wetzlar erst kürzlich ein Prototyp der Kleinbild-Kamera ‚Leica 1‘ versteigert worden. Die Auktion gehört zu den großen Feierlichkeiten zum 100-jährigen Geburtstag der Leica-Kamera. Durch sie sah die Welt 1925 ganz anders aus. Die Erfindung aus Wetzlar hat das Ende der gestellten Fotografie eingeleitet. Mit der ersten Leica waren Bilder vom wirklichen Leben möglich. Ein Gebäude, gebaut wie ein Fotoapparat. Rechts das Objektiv, links der Körper. Seit 2014 sitzt der Kamerahersteller Leica auf dem Gelände einer ehemaligen Panzerwaschanlage der US-Armee. Seit 100 Jahren wird hier in Wetzlar die berühmte Kleinbildkamera gefertigt. Auch heute noch: vieles in Handarbeit. Matthias Harsch, Vorstandsvorsitzender Leica Camera AG „Wir beschäftigen hier am Standort rund 1.000 Mitarbeiter. Weltweit sind wir heutzutage 2.400. Wir sind in den letzten zehn Jahren ganz kräftig gewachsen. Auch hier am Standort in Wetzlar, als auch weltweit. So würde ich sagen, dass Leica ein wichtiger Arbeitgeber ist im Großraum Wetzlar.“ 1925 wird die Leica  in Serie gefertigt. Die erste handliche Kamera für Profifotografen. Eine Erfindung made in Germany, die den Bildjournalismus, die Schnappschüsse überhaupt erst möglich macht. Hergestellt wird sie von den Mitarbeitern der Leitz-Werke in Wetzlar. Damals arbeiten 1700 Menschen bei dem Optikspezialisten. Heute liegt das Firmengelände am Rande der mittelhessischen Stadt. 100 Jahre nach der Erfindung der Kleinbildkamera steht das Unternehmen gut da. Der Umsatz der Leica Camera AG nähert sich der 600-Millionen-Euro Marke. Das Smartphone ist für Matthias Harsch keine Kamera-Konkurrenz. Matthias Harsch, Vorstandsvorsitzender Leica Camera AG „Im Gegenteil, wir sehen den Fakt, dass immer mehr Menschen sich mit Mobil-Phones sozusagen fotografieren, als eine Chance, interessierte Fotografen in den klassischen Kamerafotomarkt zu holen.“ Er ist einer der renommiertesten Fotografen der Welt. Joel Meyerowitz stammt aus der Bronx. Bekannt ist er vor allem durch seine New Yorker Straßenfotografien. Zum 100-jährigen Leica-Jubiläum werden 100 seiner […]

  • Follow-Me-Fahrer am Frankfurter Flughafen

    Follow-Me-Fahrer am Frankfurter Flughafen

    In diesem Sommer stellen wir Ihnen Menschen vor, die an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt dafür sorgen, dass alles ordnungsgemäß abläuft. Zum Beispiel, dass die tonnenschweren, riesigen Flugzeuge zentimetergenau in ihre Parkposition finden. Dafür sorgen die Fahrer von sogenannten Follow-Me-Fahrzeugen. Sie lotsen die Maschinen über die Rollfelder bis ans Ziel – und kümmern sich auch sonst um allerlei Dinge, damit der Flugbetrieb reibungslos abläuft. Ein weiterer Teil unserer Flughafen-Serie. Koblab „Jet“ Soi-Ngoen, Follow-Me-Fahrer: „So, die Rampe von Viktor Acht-Vier.“ Funk: „Victor Acht-Vier. Ja?“ Soi-Ngoen: „Hi. Ich bin jetzt vor dem Schlepp bei der Romeo-India. Dürfen wir vorziehen und dann umschalten?“ Funk: „Ja, das könnt ihr tun.“ Soi-Ngoen: „Gerne.“ Freie Fahrt für Koblab Soi-Ngoen. Spitzname „Jet“. Als Fahrer eines sogenannten Follow-Mes lotst er gerade den Schlepp eines Airbus A330neo der Condor zur Startposition. Im Gegensatz zum Schlepperfahrer darf Jet sich frei auf dem Vorfeld bewegen und voranfahren. Dafür hat er eine gesonderte Ausbildung, mitsamt Vorfeld-Führerschein. Nicht die einzige Voraussetzung für einen guten Follow-Me-Fahrer. Koblab „Jet“ Soi-Ngoen, Follow-Me-Fahrer „Wir müssen schauen auf dem Vorfeld, dass alles in Ordnung ist. Natürlich einen Rundumblick haben. Räumliches Sehen gerade beim Einwinken, falls irgendwelche Besonderheiten auftreten. Bei Drehpositionen, dass es auch mit dem Eindrehen von Luftfahrzeugen funktioniert.“ Ein „Luftfahrzeug“ wie diese A321. Jets nächste Aufgabe: Er soll die Maschine sicher zu ihrer Parkposition führen. Die Schwierigkeit: Sie muss am Flughafengebäude entlang 90 Grad drehen. Eine elektronische Einrollhilfe gibt es an dieser Position nicht. Daher muss Jet per Handzeichen einwinken. Routine für den 34-Jährigen und doch jedes Mal eine neue Herausforderung. Koblab „Jet“ Soi-Ngoen, Follow-Me-Fahrer „Das Knifflige dran ist einfach, dass der Pilot mitspielen muss und ich ihm natürlich die korrekten Einwinkzeichen geben muss, damit er korrekt stehen kann, damit die Fluggastbrücke drangehen kann oder das Luftfahrzeug auch ordentlich getankt werden kann.“ Auf dem Weg von einem […]

  • Foto-Inszenierung am Feldberg

    Foto-Inszenierung am Feldberg

    Der Mainzer Moritz Koch ist der Shooting-Star am Fotografen-Himmel – mit gerade mal 25 Jahren schon ein Meister der Inszenierung. Die Vorbereitung für seine Kunstwerke dauert mehrere Monate, das Shooting einen ganzen Tag. So wie gestern – auf dem großen Feldberg im Taunus – mit 150 Komparsen. Ein Riesen-Aufwand für ein einziges Foto. Moritz Koch „Goo, … Maximal 5 Minuten für ein Bild, weil am Ende wird das ja nur ein einziges Fotokunstwerk. All der Aufwand wirklich für dieses eine einzige Bild.“ Es ist bereits Nachmittag, als gestern das Shooting auf dem Feldberg startet. Die, die hier Dollarscheine einsammeln, sind am Vormittag eingetroffen. 150 Komparsen, dazu ein Produktionsteam von 30 ehrenamtlichen Mitarbeitern, die seit Monaten den großen Tag auf dem hohen Berg im Taunus vorbereiten. Moritz Koch, Fotograf „Na ja, weil das Ganze ein großes Projekt ist, das Menschen zusammenbringen soll. Die Kunst schreibt sich ja immer auf die Fahne, dass sie Menschen zusammenbringt, und hier passiert das wirklich, und das ist eben einer meiner Kernantriebe, Menschen eine tolle Erinnerung an so einen Tag zu ermöglichen und hier alle zusammenzubringen im Zeichen der Kunst. Wir alle machen hier im Team dieses eine Fotokunstwerk.“ Sie sind gekommen, um den ganzen Sonntag zu bleiben. Ganz ohne Bezahlung. Aber dafür mit viel Stehvermögen. Während das Team das Licht einrichtet, die Markierungen überprüft, immer mal wieder etwas ändert, oder auch neue Ideen hat, warten die Komparsen geduldig auf ihren Einsatz. Oder erhalten Regieanweisungen von den Aufnahmeleitern. „Ich greife das Geld aus der Bewegung nach rechts.“ Pascal, Komparse aus Rheinhessen „Ich fand, das ist eine coole Aktion, ich komme auch aus dem Raum Mainz, hab das in der Allgemeinen Zeitung gesehen und gedacht, ok, ich bewerbe mich, probiere es einfach mal, hab dann eine Zusage bekommen und jetzt stehe ich hier.“ Ali, Komparse aus Mainz […]

  • Informatik als Pflichtfach

    Informatik als Pflichtfach

    Wie funktioniert eigentlich mein Smartphone? Was sind Algorithmen? Wofür kann ich Künstliche Intelligenz einsetzen? Alles Fragen, die in Informatik beantwortet werden. Bislang gehörte Rheinland-Pfalz zu den sieben Bundesländern, in denen Informatik kein reguläres Schulfach war. Das ändert sich ab dem neuen Schuljahr Mitte August. Dann wird das Fach an 28 Pilotschulen verpflichtend. Die Klasse 6A der Rheingrafen Realschule plus in Wörrstadt lernt, wie sie mit diesem kleinen Computer – dem „Calliope mini“ – LEDs zum Blinken bringt und Töne abspielt. Ein für Schulen entwickelter Mini-Computer, mit dem sich ein Grundverständnis für technische Geräte und die Grundlagen des Programmierens spielerisch vermitteln lassen. Und das kommt bei den Schülern an. Mohammed Hasso, Klasse 6a „Ich finde es richtig gut. Weil für mich, es hilft mir ja auch im Alltag. Und seitdem ich das gehört habe, dass man das im Beruf auch mehr braucht, weil ich höre schon von älteren Freunden von mir, dass man das mehr im Beruf braucht, dann interessiere ich mich halt hier mehr.“ Merle Jung, Klasse 6a „Ich finde es cool, weil es mir auch echt viel Spaß macht. Ich glaube, es wird mir schon sehr helfen, dass es einfach vereinfacht wird.“ An insgesamt 28 Pilotschulen, darunter auch die Rheingrafenschule, gibt es ab dem kommenden Schuljahr zusätzlich eine Stunde Informatik-Unterricht pro Woche. Nicht nur um den Umgang mit Technik zu erlernen, sondern auch, um die Medienkompetenz der Schüler zu fördern. Wie schütze ich meine Daten? Und welche Gefahren lauern hinter Social Media Plattformen wie TikTok oder Instragram? Ilyas Elabdaoui, 9. Klasse „Das kann auf jeden Fall jedem Schüler im Alltag helfen, weil mittlerweile gibt es ja auch viel Cybermobbing, Cyberkriminalität. Wie kann ich mich selber schützen? Wo darf ich mein Passwort eingeben? Wo darf ich es nicht eingeben? Welche Seite ist denn jetzt sicher? Und ich finde, durch diese […]

  • Truck Grand Prix am Nürburgring

    Truck Grand Prix am Nürburgring

    An diesem Wochenende ist es wieder soweit! Nach Rock am Ring und dem 24-Stunden-Rennen gehört der ADAC Truck Grand Prix zu den Top-Veranstaltungen des Jahres auf dem Nürburgring. Zehntausende Truck-Fans pilgern in die Eifel, um sich an den Renn-Boliden zu erfreuen. Wir waren beim Qualifying am Streckenrand dabei. Geballte Power auf der Rennstrecke. Über 1000 PS haben sie unter der Haube – die Race Trucks, die um Punkte für die Europameisterschaft fahren. Einer der Profi-Piloten: Rene Reinert aus der Lausitz – der sich jedes Mal auf das spektakuläre Event hier am Nürburgring freut. Rene Reinert, Truck-Racer „Ja, im Truck-Racing ist der Nürburgring das größte Event. Enorm viele Zuschauer hier und das Programm drumherum. Macht einfach Riesenspaß so vor den vollen Kulissen zu fahren. Ist was ganz Besonderes.“ Die glühendsten Fans sind größtenteils schon gestern angereist. Natürlich mit dem eigenen LKW. Was von der letzten Fahrt auf der Autobahn noch an der Front klebt, wird fein säuberlich weggewienert. Auch hier gilt: Sehen und gesehen werden. Im Mittelpunkt steht natürlich das Gemeinschaftsgefühl. Die Trucker – alle eine große Familie. Christian Behrens, LKW-Fahrer „Ja, du freust dich einfach tierisch, weil du bist da mit deinen ganzen Arbeitskollegen, du bist mit guten Freunden hier. Schöne LKWs – da hast du natürlich Lust drauf.“ Tobias Gaspert, LKW-Fahrer „Viel Spaß, man sieht viele neue LKWs und was man sonst noch machen kann. Rennen kucken und alles – das ist schon sehr amüsant. Also der Reiz ist jedes Jahr da.“ Lena Mahlfeld, Spediteurin „Du siehst die Leute teilweise ein halbes Jahr nicht und dann siehst du ihn und es ist einfach so, als ob du ihn letzte Woche erst gesehen hast. Gehst ein Bierchen trinken oder gehst was Essen, quatschst eine Stunde.“ Oder man hört zusammen Musik. Die Bühne ist schon aufgebaut. Heute Abend tritt hier zum […]

  • Jugend forscht-Sieger aus Koblenz

    Jugend forscht-Sieger aus Koblenz

    Jetzt stellen wir Ihnen einen echten Technik-Nerd und Nachwuchsforscher vor: Jonathan Baschek hat Anfang des Monats beim Bundesentscheid von „Jugend forscht“ den ersten Platz im Bereich Technik nach Rheinland-Pfalz geholt. Der Koblenzer hat die Jury mit dieser Datenbrille überzeugt.   Quer durchs Esszimmer von Jonathan und seiner Familie fliegt unser SAT.1-Ball. Jedenfalls, wenn man die Datenbrille des 16-Jährigen auf hat. Was hier nur eine Spielerei ist, kann im Alltag echte Verbesserung bringen. Jonathan Baschek, Bundessieger „Jugend forscht“: „Was ich mir für mich zum Beispiel vorstellen könnte, wäre, wenn ich in der Werkstatt sitze und neue Brillen baue, dass ich dann da eine To–Do-Liste oder Infos eingespiegelt kriege. Oder sonst könnte ich mir zum Beispiel auch in der Navigation vorstellen, dass man dann die Pfeile mit den Richtungen angezeigt kriegt und zum Beispiel auf dem Lautsprecher vorgelesen bekommt, wo man jetzt abbiegen muss.“  Brillen, die einem Augmented Reality – also die Realität gemischt mit digitalen Elementen – anzeigen, gibt es schon länger. Das Besondere an Jonathans Modell: es ist günstig. Normalerweise muss man mehrere hundert bis tausend Euro für eine solche Brille bezahlen. Bei Jonathan belaufen sich die Kosten derzeit auf 120 Euro. Jonathan Baschek, Bundessieger „Jugend forscht“: „Mein Konzept besagt, um die Kosten günstig zu halten, dass ich keinen eignen Computer in die Brille einbaue, sondern man die in Kombination mit einem bereits bestehenden Gerät, also es kann ein Handy, es kann ein Laptop sein, nutzt. Weil ich glaube, jeder, der technisches Interesse hat, besitzt bereits so ein Gerät. Und damit kann man die sehr kostengünstig halten. Und der PC bereitet eben die Daten vor für die Brille und schickt die dann an die Brille.“  Wo in einer gewöhnlichen Brille also die Gläser mit Sehstärke sitzen, ist hier Plexiglas. Und genau da wird die Wirklichkeit mit der digitalen Realität vermischt.   Jonathan […]

  • Gefährdet weniger Wind die Energiegewinnung?

    Gefährdet weniger Wind die Energiegewinnung?

    Es klingt irgendwie zu schön, um wahr zu sein: Schon in wenigen Jahren könnte Deutschland seinen Strombedarf zu 100 % aus erneuerbaren Energien decken. Dazu muss lediglich der Ausbau von Solar-Anlagen und Windrädern vorangetrieben werden – den Rest erledigt dann schon die Natur. Sie ahnen es schon, ganz so einfach ist die Sache dann meistens doch nicht. Denn weder Wind noch Sonne sind verlässliche Größen. Vor allem länger anhaltende Windflauten könnten zum Problem werden. Alle Räder stehen still, wenn der liebe Gott das will: In den ersten Monaten dieses Jahres hat es in Deutschland so wenig Wind gegeben wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Besonders betroffen: Die Mitte Deutschlands – und somit auch Hessen und Rheinland-Pfalz. Frank Kaspar vom Deutschen Wetterdienst erklärt das seltene Phänomen, das auch die Meteorologen überrascht. Frank Kaspar, Deutscher Wetterdienst „Wir hatten sehr viele Hochdruckgebiete. Diese Hochdruckgebiete haben verschiedene Dinge mit sich gebracht: Es hat sehr wenig geregnet. Wir hatten überdurchschnittlich viel Sonnenschein. Aber eben auch diese unterdurchschnittlichen Windgeschwindigkeiten. Wir haben auch versucht, uns da eine sehr lange Datenreihe anzuschauen. Wir haben da also 70 Jahre auch zurückgeschaut. Wenn man jetzt das ganze erste Quartal zusammen nimmt, dann ist es im Vergleich tatsächlich so, dass wir eine ähnliche Situation zuletzt vor ca. 50 Jahren hatten.“ Heißt das, dass wir uns in Deutschland auch in Zukunft auf immer weniger Wind einstellen müssen? Das, so der Experte, lasse sich aus den vorliegenden Daten nicht ableiten: ein langfristiger Trend sei nicht zu erkennen. Und doch wirft die monatelange Windflaute zu Beginn des Jahres Fragen auf. Vor allem in Rheinland-Pfalz. Denn dort hat die Landesregierung kürzlich beschlossen, dass der im Land verbrauchte Strom schon im Jahr 2030 bilanziell vollständig aus erneuerbaren Energien stammen soll. Unter den heutigen Bedingungen und beim derzeitigen Ausbau-Tempo völlig unrealistisch, sagt Michael Bleidt vom Verband kommunaler Unternehmen […]

  • Mobilfunkmesswoche soll Funklöcher erfassen

    Mobilfunkmesswoche soll Funklöcher erfassen

    Die meisten werden es wohl kennen: Man telefoniert und plötzlich versteht man den anderen nicht mehr, es rauscht und dann bricht die Verbindung ab. Auch im Jahr 2025 noch immer keine Seltenheit. Um das zu ändern findet gerade die erste Bundesweite Mobilfunk-Messwoche statt. Die Suche nach Handynetz ist in Rheinland-Pfalz auch 2025 an einigen Orten noch ein großes Thema: Auf Landstraßen, Wiesen, Wald und sogar in einigen Dörfern, wie hier in Mörz bei Münstermaifeld. Im 200-Seelen-Dorf hat man so gut wie keinen Empfang. Martina betreibt eine kleine Töpferei auf ihrem Hof. Immer griffbereit: Ein Festnetztelefon, damit sie erreichbar ist. Kein Handynetz zu haben ist für sie und ihr Geschäft anstrengend. Martina, Töpferin: „Heute läuft alles digital über die Handys. Meine Kunden, die wollen manchmal ein Foto wegschicken oder mal schnell telefonieren, wenn es um meine Töpferwaren geht und dann stehen die hier im Funkloch und sind völlig überrascht, dass es sowas überhaupt noch gibt.“ Die Mörzer sind inzwischen daran gewöhnt. Die meisten behelfen sich mit den öffentlichen W-Lan Hotspots, die im Dorf verteilt sind. Ralph Ballhausen lebt hier und hat den Eindruck, das Netz habe sich in den letzten Jahren sogar noch verschlechtert. Ralph Ballhausen, wohnt in Mörz: „Telefonieren funktioniert manchmal, aber fast gar nicht. Internet braucht man eigentlich gar nicht probieren. Internetverbindung gibt’s hier unten, also mobile Internetverbindung gibt’s hier unten nicht. /Da drüben ist unser Dorfgemeinschaftshaus, da ist tot, da gibt’s gar nichts. Und wenn du da Sitzungen hast und mal im Internet was gucken willst, gibt’s gar nichts dort.“ Das betrifft 0,3 Prozent der Fläche in Rheinland-Pfalz. Dort gibt es gar keinen Handyempfang. Auf der Mobilfunk-Monitoring Karte der Bundesnetzagentur als weiße Flecken gekennzeichnet. Mit der Mobilfunk-Messwoche möchte Digitalisierungsministerin Dörte Schall das Problem beheben. Dörte Schall, Ministerin für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz: „Wir wollen genau diese […]