Verkehr

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    Krise in der Chemiebranche verschärft sich – AOK verzeichnet Höchststand bei Betrugshinweisen – Große Spanne bei Elektroauto-Neuzulassungen Krise in der Chemiebranche verschärft sich Der Verband der Chemischen Industrie mit Sitz in Frankfurt hat heute seine Halbjahres-Bilanz veröffentlicht. Im ersten Halbjahr sank die Produktion um drei Prozent, der Umsatz fiel auf 106 Milliarden Euro. Besonders alarmierend sei, dass die Investitionen im dritten Jahr in Folge rückläufig seien. Auch beim weltweit größten Chemie-Konzern BASF in Ludwigshafen bleibt die Lage wegen hoher Kosten und schwacher Exporte angespannt. Der Verband fordert dringende Reformen für den Industriestandort. (34) AOK verzeichnet Höchststand bei Betrugshinweisen Die Krankenkasse AOK Hessen meldet mit über 1.200 Hinweisen auf Abrechnungs-Betrug in den Jahren 2024 und 25 einen historischen Höchststand. Besonders auffällig sind Fälle im Bereich der häuslichen Kranken- und Pflegeversicherung. Als Reaktion auf diesen massiven Betrug – von gefälschten Rezepten bis zu nicht erbrachten Leistungen – hat die AOK Hessen inzwischen rund 200 Strafanzeigen erstattet und Beträge in Höhe von 4,8 Millionen Euro zurückgefordert. (35) Große Spanne bei Elektroauto-Neuzulassungen Im ersten Halbjahr waren rund 30 Prozent der neu zugelassenen Autos in Rheinland-Pfalz reine Elektrofahrzeuge. Das ist das Ergebnis einer Erhebung des Kraftfahrt-Bundesamtes. Mit diesem Rekordwert führt Rheinland-Pfalz aktuell das bundesweite Ranking an. Hessen liegt mit nur 21 Prozent deutlich dahinter und bleibt unter dem Bundesdurchschnitt von knapp 25 Prozent..Im gesamten Vorjahr hatte der Anteil der reinen Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen noch unter 20 Prozent gelegen.

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    Landesregierung will die hessischen Klimaziele lockern – Eigenanteile für Pflegeheimplätze steigen auf Rekordwerte – Hessischer Staatsgerichtshof stoppt Volksbegehren zur Verkehrswende Anmoderation: Zu den Nachrichten: In Rennerod im Westerwald hat es in der vergangenen Nacht eine heftige Explosion gegeben. Ein Wohnhaus wurde komplett zerstört. Die Rettungskräfte konnten den 39-jährigen Bewohner des Hauses schwerverletzt aus den Trümmern bergen. Auch zwei benachbarte Häuser wurden beschädigt. Die Ursache der Explosion ist noch nicht geklärt. Und damit zu weiteren Nachrichten von heute. Die Kurzzusammenfassung. Landesregierung will die hessischen Klimaziele lockern Die schwarz-rote Landesregierung in Hessen will das Klimagesetz ändern. Sie plant, das Ziel der Klima-Neutralität bis 2045 in eine unverbindliche „Soll“-Regelung umzuwandeln. Bei Sonderfällen sollen künftig Ausnahmen möglich sein. Scharfe Kritik an diesen Plänen kommt unter anderem von den Grünen und vom hessischen Städtetag. Die Wirtschaftsverbände des Landes begrüßen die Pläne hingegen. Nach der Sommerpause wird der Landtag über die künftigen Klimaziele debattieren. Eigenanteile für Pflegeheimplätze steigen auf Rekordwerte Ein neuer Ländervergleich des Ersatzkassen-Verbandes zeigt, dass die finanzielle Belastung für Pflegebedürftige massiv angestiegen ist. Im ersten Heimjahr liegt der monatliche Eigenanteil für einen Platz im Pflegeheim in Rheinland-Pfalz inzwischen bei knapp 3.300 Euro. In Hessen ist es mit über 3.400 Euro noch teurer. Hauptgrund dafür sollen die gestiegenen Personalkosten sein. Der Kassenverband fordert eine Pflegereform und mehr staatliche Unterstützung. Staatsgerichtshof stoppt Volksbegehren zur Verkehrswende Das Volksbegehren „Verkehrswende in Hessen“ ist endgültig gescheitert. Der Hessische Staatsgerichtshof in Wiesbaden hat die Beschwerde der Initiative heute abgewiesen. Die Richter bestätigten damit eine Entscheidung, die im Jahr 2022 die damalige schwarz-grüne Landesregierung getroffen hatte. Sie habe zu Recht festgestellt, dass das von der Initiative geforderte Verkehrswende-Gesetz verfassungswidrig sei. Der Gesetzentwurf, der einen massiven Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege vorsah, sei zu unbestimmt formuliert gewesen und habe die Kompetenzen des Landes überschritten. Abmoderation: Und noch ein Meldung vom Rhein: Der niedrige Wasserstand macht der Schifffahrt […]

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    Frankfurt: Plädoyers im Scooter-Wurf-Prozess verschoben – Autobahn-Rastplätze bleiben ein Problemfall — Störung in Kläranlage der BASF Plädoyers im Scooter-Wurf-Prozess verschoben Im Prozess um den lebensgefährlichen Wurf eines E-Scooters haben die Verteidiger heute mehr Zeit gefordert, um ihre Plädoyers auszuarbeiten. Die große Jugendstrafkammer des Frankfurter Landgerichts hatte die Beweisaufnahme erst gestern abgeschlossen. Die Richter haben die Plädoyers jetzt auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Angeklagten sollen in der Silvesternacht 2024 / 2025 einen E-Scooter von einer Brücke auf einen Polizeiwagen geworfen haben. Zwei von ihnen wird versuchter Mord, einem dritten schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen. Autobahn-Rastplätze bleiben ein Problemfall Das ist das Ergebnis des aktuellen ADAC-Tests 2026. Hessische Anlagen wie „Am Stadtwald“ an der A3 bei Frankfurt sind erneut wegen verdreckter Toiletten und einer insgesamt katastrophalen Sauberkeit durchgefallen. Die rheinland-pfälzischen Rastplätze schnitten insgesamt besser ab, doch auch hier erhielten zwei die Note mangelhaft. Bundesweit fielen fast 30 Prozent der Sanitäranlagen auf Rastplätzen sehr negativ auf, nur acht Prozent verbesserten sich in den vergangenen Jahren. Der ADAC fordert gründlichere Reinigungs-Intervalle und appelliert zudem an das Verhalten der Rastplatz-Nutzer. Störung in Kläranlage der BASF Wegen technischer Probleme in der Kläranlage der BASF in Frankenthal gelangt derzeit vermehrt Ammonium-Stickstoff in den Rhein. Laut dem Chemie-Konzern funktioniere ein wichtiger Reinigungsschritt nur eingeschränkt, ein Expertenteam arbeite an einer Problemlösung. Die Ursache ist noch unbekannt. Für Menschen sind die höheren Ammoniumwerte ungefährlich, besonders Jungfische können aber dadurch geschädigt werden.

  • Hagel in Calden

    Hagel in Calden

    Der Sommer sorgt aktuell wieder für Temperaturen über 30 Grad. Auf einen abkühlenden Regenschauer hat man in letzter Zeit vielerorts vergeblich gewartet. Doch in der vergangenen Nacht sorgte dann plötzlich ein Unwetter im nordhessischen Calden für Chaos. Der Caldener Ortsteil Obermeiser gleicht einer Winterlandschaft. Hier sind teilweise Hagelkörner so groß wie Tischtennisbälle vom Himmel gefallen. Die Feuerwehr muss in der Nacht zu rund 25 Einsätzen ausrücken. Gegen 2 Uhr morgens setzt im Kreis Kassel starker Regen ein. In einigen Regionen geht dieser in Hagel über, der die Straßen zentimeterhoch bedeckt. Dutzende Keller laufen voll und müssen leer gepumpt werden. Zum Teil starke Windböen behindern die Feuerwehrleute während der Einsätze, lassen Bäume umknicken und Äste herabstürzen. Anwohner berichten von zerstörten Fensterscheiben und verstopften Gullys: Ein solches Chaos habe man hier noch nie erlebt. Die Feuerwehr ist noch bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz. Glücklicherweise wurde aber niemand durch das Unwetter verletzt. Doch vergessen werden die Caldener diese Nacht trotzdem nicht so schnell.

  • Bahnstrecke auf rechter Rheinseite wird saniert

    Bahnstrecke auf rechter Rheinseite wird saniert

    Seit vergangenen Freitag ist eine der wichtigsten Bahnstrecken Deutschlands dicht. Von Wiesbaden über Koblenz bis nach Bonn. Auf den 160 Kilometern entlang der rechten Rheinseite fährt fünf Monate lang kein Zug, weil unter anderem Schienen und mehrere Bahnhöfe umfassend saniert werden. Für viele Pendler bedeutet dies Einschränkungen und längere Fahrzeiten. Heute hat die Bahn in Neuwied nach dem ersten Sperrungswochenende Bilanz gezogen. Bahnhof Eltville. Kein Zug nach nirgendwo. Wie auf der gesamten rechten Rheinstrecke für nun fünf Monate. Die Pendler nehmen es noch gelassen. Tobias Rüger, Verwaltungsbeamter „Als ich das gehört hab war ich erstmal erschrocken aber wenn man sich bisschen damit beschäftigt, so viel länger ist es ja nicht und der Bus fährt ja auch zügig hier durch, dass man sich da wahrscheinlich auch dran gewöhnt.“ Ralf Hagmann „Bis jetzt hat der Schienenersatzverkehr gut funktioniert, bis auf heute Morgen, da wollte meine Frau mit meinem mittleren Sohn nach Mainz um 5:55 Uhr, der Bus ist nicht gekommen. Musste sie halbe Stunde warten, um 6:25 der kam dann doch noch und die haben dann zum Glück ihren ICE in Mainz noch bekommen.“ Julia Monossowa, Arztsekretärin „War so gut wie pünktlich und der Fahrer war freundlich, also bin ich eingestiegen. Paar Minuten später ist der Bus losgefahren, die Anzeige am Bus war korrekt – 10E Rüdesheim – und im Bus konnte man auch die ganzen Haltestellen sehen, hat mich auch beruhigt.“ Maximilian Fauter, Schüler „Ich finde gut, dass irgendwas restauriert wird bei der Bahn. Du bekommst ja eh schon mit, dass vieles zu spät kommt bei der Bahn. Vielleicht können die Verspätungen dadurch minimiert werden.“ Genau das ist laut der Bahn auch das Ziel: zuverlässigere und pünktliche Züge. „Korridorsanierung“ nennt sie ihr 160 Kilometer langes Mammut-Projekt zwischen Troisdorf in Nordrhein-Westfalen und Wiesbaden. Für den Regionalverkehr fahren Ersatzbusse. Fern- und Güterzüge werden beispielsweise […]

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    Ebola-Patient in Frankfurt gelandet — Abschiebeflüge nach Syrien — Weniger Fluggäste am Flughafen Frankfurt Ebola-Patient gelandet Ein mit dem lebensgefährlichen und hoch-ansteckenden Ebola-Virus infizierter US-Bürger ist in der vergangenen Nacht nach Frankfurt geflogen worden. Er wird auf einer hochspezialisierten Isolierstation der Universitäts-Klinik Frankfurt versorgt. Laut dem Bundes-Gesundheitsministerium besteht für die Bevölkerung keinerlei Infektionsgefahr. Der Patient wurde isoliert aus der Demokratischen Republik Kongo ausgeflogen. Bei ihm wurde ein seltener Stamm des Ebola-Virus entdeckt, gegen den es noch keinen zugelassenen Impfstoff gibt. Erst im Juni wurde ein erster infizierter US-Arzt erfolgreich in Berlin therapiert. Abschiebeflüge nach Syrien Hessens Innenminister Roman Poseck hat sich für regelmäßige Abschiebeflüge nach Syrien ausgesprochen. Wichtig sei ihm dabei zu differenzieren. Straftäter und Gefährder müssten zuerst abgeschoben werden. Doch auch für integrierte syrische Flüchtlingen, die kein dauerhaftes Aufenthaltsrecht haben und Sozialleistungen in Anspruch nehmen, seien Abschiebungen angesichts der Belastung hiesiger Sozialsysteme unvermeidbar, so Poseck. Gut integrierte Syrer – wie etwa Ärzte oder Pflegekräfte – könnten bleiben – vor allem dann, wenn sie auch schon einen deutschen Pass hätten. Weniger Fluggäste Im ersten Halbjahr haben 28,9 Millionen Passagiere den Flughafen Frankfurt genutzt. Das waren 0,8 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein Grund für den Rückgang sind nach Auskunft des Flughafenbetreibers Fraport die Streiks bei der Lufthansa gewesen. Außerdem seien wegen des Kriegs im Iran viele Flüge in den Nahen Osten ausgefallen. Zulegen konnte der Flughafen hingegen beim Frachtverkehr. Dort stieg das Volumen um 1 Prozent auf rund 1 Millionen Tonnen.

  • Gepimpte E-Bikes - Frankfurter Politiker fordert mehr Kontrollen

    Gepimpte E-Bikes – Frankfurter Politiker fordert mehr Kontrollen

    Neben E-Scootern gehören auch E-Bikes längst zum Alltag auf unseren Straßen, vor allem in den großen Städten. Laut der Verkehrsunfallstatistik der Polizei Frankfurt ist die Zahl der Unfälle mit E-Bike-Beteiligung im Stadtgebiet zuletzt deutlich gestiegen. Ein Grund: Immer mehr Menschen sind mit diesen Fahrzeugen unterwegs. Doch im Rathaus Römer wird auch ein anderer Aspekt diskutiert: das illegale Tuning von E-Bikes. An der Hauptwache in Frankfurt hat die Polizei Fahrräder auf solche technischen Veränderungen überprüft. „Hallo. Eine Verkehrskontrolle. Wir wollten hier mal das Fahrrad überprüfen, deswegen fahren sie mal kurz auf die andere Straßenseite. Es dauert auch nicht lange.“ Für diesen E-Bike Fahrer heißt es heute – Polizeikontrolle! Der Beamte  schaut nach, ob das Rad technisch verändert wurde. Julius Ohlig, Polizei Frankfurt „Also ich überprüfe gerade, ob das Fahrrad selbstständig fahren kann. Es darf eine Tretunterstützung haben, es darf aber nicht von sich aus fahren können.“ Das Ergebnis: Das Fahrrad ist regelkonform. Es wurde nicht manipuliert. Der Mann darf weiterfahren. Besonders Lieferdienste rücken immer wieder in den Fokus. Dem mobilitätspolitischen Sprecher der CDU im Frankfurter Römer, Frank Nagel, fällt auf: Einige dieser Fahrzeuge überschreiten die zulässigen technischen Grenzen. Frank Nagel (CDU), Stadtverordneter Frankfurt „Es gibt immer wieder Fahrzeuge, die deutlich schneller als 25 km unterwegs sind oder ohne überhaupt zu treten, fahren. Das bedeutet also, dass sie in einer ganz anderen Klassifikation sind. Versicherungsschutz wäre notwendig, es wäre ein Helm notwendig. Und man muss ganz klar sagen, dass die Fahrradfahrer dann in einem Tempo unterwegs sind, dass kein Fußgänger mit ihnen rechnet.“ Ein konkreter Zusammenhang zwischen illegalem Tuning  und mehr  E-Bike-Unfällen wurde  zwar bislang durch keine  Studie belegt, dennoch reichen Frank Nagel die bisherigen Maßnahmen nicht aus. Er fordert mehr Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt. Hier gehen heute allerdings keine manipulierten E-Bikes ins Netz. Die Polizei setzt trotzdem auf solche Einsätze, um […]

  • Grünes Licht vom Bund: Weiterer Ausbau der B10 in der Südwestpfalz

    Grünes Licht vom Bund: Weiterer Ausbau der B10 in der Südwestpfalz

    Nach vielen Verzögerungen kam diese Woche die gute Nachricht: Bei einem Teilstück der B10 ist nun klar, wie gebaut werden soll. Doch Baurecht gibt es noch nicht. Das jahrelange Warten hat ein Ende: Seit dieser Woche ist klar, wie es mit dem Ausbau der Bundesstraße 10 weitergeht. Auf dem Teilstück zwischen Hinterweidenthal und Hauenstein hat das Bundesverkehrsministerium nun die Straßenführung festgelegt. Für den neuen Landesverkehrsminister ein Meilenstein: Achim Schwickert (CDU), Verkehrsminister RLP „Das bedeutet im Prinzip, dass wir an der B10 in dem Abschnitt um Hauenstein ein ganzes Stück vorangekommen sind. Indem der Bund eigentlich eine von uns vorgeschlagene Variante – wir hatten drei Varianten vorgeschlagen, das ist so vorgesehen im Verfahren – sich für die entschieden hat, die wir vorgeschlagen haben.“ Heißt: Ganze 8 Jahre hat es nun gedauert bis der Bund sich festgelegt hat, dass die dann vierspurige Straße genau dort entsteht, wo jetzt schon die B10 verläuft. Vor allem die naturschutzrechtlichen Gutachten haben den Prozess immer weiter in die Länge gezogen – rechnet die Bürgerinitiative zum vierspurigen Ausbau der B10 vor. Erich Weiß, Bürgerinitiative „B10 – vier Spuren jetzt“ „So ein Gutachten ist nicht einmal erstellt ewig gültig. Nach vier Jahren verliert es seine Rechtsgültigkeit. Und da hatten wir eben in diesem Streckenabschnitt zwei solche Durchläufe. Und das ist schon ermüdend, auch frustrierend, keine Frage, weil’s halt nicht vorwärts geht, sondern sich die Bürokratie selbst feiert.“ Allein in den letzten 10 Jahren mussten 66 Gutachten gemacht werden. Viele weitere werden folgen. Seit dieser Woche nun liegt der Ball wieder bei der Landesregierung, die einen Vorentwurf erarbeiten muss. Heißt: Die Planungen müssen nun konkreter werden. Und erst danach geht es um die Baugenehmigung. Dass dies noch ein weiter Weg ist, ahnt auch der neue Landesverkehrsminister. Er hat eine kurze und klare Antwort auf die Frage, ob Verkehrsprojekte in […]

  • Mehr Tempo bei Verkehrsprojekten: Im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

    Mehr Tempo bei Verkehrsprojekten: Im Gespräch mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder

    Bis der jetzt genehmigte Verlauf der B10 abgenickt wurde, hat es acht Jahre gedauert. Ein neues Gesetz soll Genehmigungsverfahren bei Verkehrsprojekten beschleunigen. Kann das auch Auswirkungen auf den B10-Ausbau haben? Eva Dieterle, Moderatorin: Wir müssen also schneller werden. Darüber sprechen wir jetzt. Wir schalten jetzt zu einem Rheinland-Pfälzer in Berlin: Bundes-Verkehrsminister Patrick Schnieder. Guten Tag. Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister: Guten Tag, ich grüße Sie. Dieterle: Herr Schnieder, jetzt ist es also klar, wie es mit dem B10 Ausbau weitergeht. Sie sind erst seit gut einem Jahr Bundes-Verkehrsminister. Dennoch, die Menschen vor Ort in der Südwestpfalz fragen sich, warum es acht Jahre dauert, um zu schauen, wie der Straßen-Verlauf der B10 sein soll? Schnieder: Ja, in der Tat. Wir haben sehr komplizierte Verfahren in Planung und Genehmigung. Die Bautätigkeit selbst ist in den allermeisten Fällen gar nicht das Problem, sondern das, was vorher zu bewältigen ist. Und das sehen wir auch bei der B10. Wir haben jetzt für den Abschnitt Hinterweidenthal – Hauenstein eine Vorzugsbehandlung erstellt. Es kann jetzt weitergehen. Aber Sie sagen zu Recht, das dauert viel zu lange, und das wollen wir in Zukunft ändern. Dazu haben wir im Gesetzentwurf vorgelegt, damit wir in Zukunft schneller planen und genehmigen können. Dieterle: Lassen Sie uns über dieses Gesetz sprechen, das zu mehr Tempo bei Verkehrs-Projekten führen soll. Genehmigungs-Verfahren sollen so beschleunigt werden. Wird das auch Auswirkungen auf den Ausbau der B10 haben? Schnieder: Ja. Wir haben beschlossen, dass wir wichtige Infrastrukturvorhaben des Bundes ins überragende öffentliche Interesse stellen. Das heißt, diese Projekte haben einen Abwägungsvorrang vor anderen Projekten und vor anderen Abwägungsentscheidungen, weil sie eine besondere Bedeutung haben. Davon profitieren die Autobahnen., eine Reihe von Autobahnen, so zum Beispiel auch der Lückenschluss der A1. Für den ersten Abschnitt haben wir ja Baurecht schon erhalten. Dort wird weitergebaut. Für die anderen […]

  • Hessens Infrastruktur: Bei diesen Projekten drückt der Verkehrsminister aufs Gas

    Hessens Infrastruktur: Bei diesen Projekten drückt der Verkehrsminister aufs Gas

    Hessens Straßen sind marode und in die Jahre gekommen. Das das soll sich nun langfristig ändern. Der hessische Verkehrsminister Kaweh Mansoori hat heute in Wiesbaden das Sanierungsprogramm für die kommenden vier Jahre vorgestellt. Insgesamt 850 Millionen Euro sollen vor allem in Landesstraßen fließen, 140 Millionen kommen aus dem schulden-finanzierten Sondervermögen des Bundes. Rund 450 Kilometer Strecke sollen saniert werden, zahlreiche Brücken instand gesetzt und Orts-Durchfahrten gemeinsam mit den Kommunen sicherer gemacht werden. Kaweeh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Dass investrert werden muss, davon können sich ja viele im Land ein eigenes Bild machen. Das Landesstraßenbild ist tatsächlich besser geworden in den letzten Jahren. Trotzdem haben wir einen großen Sanierungsstau, den wollen wir jetzt  angehen mit diesem Programm, in das 850 Millionen Landesmittel fließen.“

  • Ludwigshafener Hochstraße Süd wiedereröffnet

    Ludwigshafener Hochstraße Süd wiedereröffnet

    Viele Menschen in der Rhein-Neckar-Region dürften jetzt erleichtert sein. Sieben Jahre lang haben sie auf diesen Moment gewartet: Jetzt ist die Hochstraße Süd in Ludwigshafen fertiggestellt. Die 150 Millionen Euro teure Baustelle hat zu einem Verkehrschaos und zu vielen Staus geführt. Doch heute wurde die eineinhalb Kilometer lange Strecke wieder offiziell eröffnet. Endlich: Auf diesen Moment haben viele lange gewartet. Die Hochstraße Süd hier in Ludwigshafen ist mit diesem Schnitt ab heute feierlich eröffnet. Für die Stadt ein großer Tag. Klaus Blettner (CDU), Oberbürgermeister Ludwigshafen „Ja das ist schon ein Meilenstein bei der Transformation der Mobilität in unsere Stadt. Da freut man sich. Sieben Jahre war das jetzt hier gesperrt. In Rekordbauzeit erneuert, auch wenn es sich meistens für die Bürgerinnen und Bürger lang angefühlt hat. Faktisch ist es für Deutschland wirklich eine gute Leistung in dieser kurzen Zeit das ganze wieder zu erneuern.“ Sieben Jahre lang sorgte dieser Abschnitt für eine Riesen-Baustelle mitten in der zweitgrößten Stadt Rheinland-Pfalz. Rückblick: 2019 der plötzliche Schock: Die Brücke ist einsturzgefährdet und wird von den einen auf den anderen Tag komplett gesperrt. Plötzlich fährt auf der Hochstraße Süd gar nichts mehr: Ein Verkehrschaos entsteht. Nicht nur Autos, sondern teils auch Straßenbahnen und Busse stehen deswegen still. Dabei galten die beiden Hochstraßen Nord und Süd als die wichtigsten Verkehrswege der Region – haben Ludwigshafen und Mannheim miteinander verbunden. Nach der Sperrung der Hochstraße Süd lief der gesamte Verkehr nur noch über der Hochstraße Nord. Der Abriss und Neubau verläuft im Rekordtempo – auch durch ein erneuertes Planbeschleunigungsgesetz des Bundes. Trotzdem: Für viel Stau und Stress haben die Bauarbeiten dennoch gesorgt. Gordon Schnieder (CDU), Ministerpräsident Rheinland-Pfalz „Eine Brücke, die in diesem Maße bisher genutzt worden ist und die auch gebraucht worden ist, wenn die nicht mehr da ist bedeutet das Umleitungen, bedeutet Stau, bedeutet eben auch […]

  • Große Bahn-Streckensanierung in den Startlöchern

    Große Bahn-Streckensanierung in den Startlöchern

    Die vielen Einschränkungen bei der Deutschen Bahn haben nicht nur Negatives. Denn: der Plan steht, die Deutsche Bahn soll zuverlässiger werden. Und deshalb bringt sie deutschlandweit ihr Streckennetz in Schuss. Die Strategie lautet: gebündelte Bauarbeiten statt Dauerbaustellen. Bald startet ein weiteres Projekt in unserer Region. Auf der rechten Rheinseite wird – von Nordrhein-Westfalen kommend – der Abschnitt bis Wiesbaden saniert. Noch rollen die Züge – aber entlang der rechten Rheinstrecke laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Baustellenflächen werden eingerichtet und die Logistik für eines der größten Bahnprojekte in der Region organisiert. Am 10 Juli starten dann die Bauarbeiten zwischen dem nordrhein-westfälischen Troisdorf und Wiesbaden. Frank Schmidt ist Projektleiter für den Abschnitt zwischen Unkel und Wiesbaden. Frank Schmidt, Projektleiter DB InfraGO „Die Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke ist eine Bündelung von Einzelmaßnahmen, die wir in den nächsten fünf Monaten auf dieser Strecke während einer Totalsperrung umsetzen. Dabei werden wir rund 80 Kilometer Gleise erneuern, über 120 Weichen erneuern, alle 36 Verkehrsstationen attraktivieren und auch die Leit- und Sicherungstechnik erneuern.“ Betroffen sind vor allem Güterverkehr und Regionalzüge – Fernverkehrszüge fahren regulär nicht über die rechte Rheinstrecke. Frank Schmidt, Projektleiter DB InfraGO „Die rechte Rheinstrecke ist eine der meistbefahrenen Güterverkehrsstrecken in ganz Europa und damit eben auch ein Nadelöhr auf dieser Tangente zwischen Rotterdam und Genua. Und hat die Besonderheit, dass sie eben in einem Tal liegt und das macht es besonders herausfordernd für uns, für die Baumaßnahme die Logistik hier auch sicherzustellen, weil Flächen links und rechts der Bahn sehr rar gesät sind.“ Insgesamt 320 Baustelleneinrichtungsflächen wie diese in Neuwied, hat die DB InfraGo entlang der rechten Rheinstrecke geschaffen. Hier sollen alte und neue Baumaterialien gelagert werden. Insgesamt investiert die Deutsche Bahn rund 1,4 Milliarden Euro in das Projekt – mit dem Ziel, die Strecke langfristig zuverlässiger und weniger störanfällig zu machen. Für […]

  • Pilotprojekt mit selbstfahrendem Auto

    Pilotprojekt mit selbstfahrendem Auto

    Der Öffentliche Personennahverkehr soll ausgebaut. Das zumindest hören wir tagein tagaus von der Politik. Und tatsächlich werden allein in Rheinland-Pfalz in diesem Jahr eine Milliarde in Bus und Bahn gesteckt. Doch gerade in ländlichen Regionen bleibt alles beim Alten – das Auto ist unverzichtbar. Ein Pilotprojekt in der Eifel soll jetzt dabei helfen auch Menschen ohne eigenes Auto individuell von A nach B zu bringen. Dennis Hohenfeld macht eine Ausbildung zum Mechatroniker. Regelmäßig muss er deshalb nach Gerolstein in die Berufsschule.  Dazu nutzt er einen besonderen Fahrservice der Verbandsgemeinde Arzfeld. Dieses Auto fährt zwar fast von ganz allein – ein Fahrer muss aber weiterhin überwachen, dass das Fahrzeug keine Fehler macht. Dennis Hohenfeld, Auszubildender „Ich fahre morgens ca. 20 bis 30 Minuten zur Schule und wenn ich den Full Self Driving überwachten Service nutze, dann muss ich mich gar nicht anstrengen zur Schule zu kommen und kann dann auf dem Weg entspannen und das ist auf jeden Fall hilfreich für mich selbst.“ Fahrten mit dem selbstfahrenden Auto, aber auch den herkömmlichen Rufbussen, können per Anruf bei der Verbandsgemeinde gebucht werden. Das Angebot richtet sich vor allem an Rentner und Schüler ohne eigenes Auto, die beispielsweise zum Arzt oder zur Schule müssen. Johannes Kuhl (CDU), Bürgermeister Verbandsgemeinde Arzfeld „Aus meiner Sicht ist vielleicht irgendwann dieses komplett autonome Fahren ein bisschen auch die Zukunft, um die Lücken zu schließen. Wir sind sehr auf Individualverkehr angewiesen, wir haben einen verbesserten ÖPNV, aber auch da arbeiten wir mit einem Rufbussystem: Thema Fachkräftemangel. Und ich denke das sind so diese Schnittstellen, die uns zukünftig einfach weiterhelfen.“ Die Autos stellt Tesla Automation aus Prüm für das Pilotprojekt zur Verfügung. Der Full-Self-Driving Mode – also der Selbstfahrmodus – arbeitet mit acht Kameras am Fahrzeug und ist im deutschen Straßenverkehr eigentlich noch gar nicht zugelassen.  Für das Projekt […]

  • Schwere Störung bei der Bahn

    Schwere Störung bei der Bahn

    Verspätungen und Ausfälle – wer regelmäßig mit dem Zug unterwegs ist, kennt die Probleme der Deutschen Bahn. Doch die haben gestern Abend eine neue Dimension erreicht: Bundesweit fuhr am späten Abend kein einziger Zug mehr. Der komplette Regional-, Fern- und Güterverkehr – lahmgelegt. Die Bahn hat für das Desaster um Entschuldigung gebeten – zahlreiche Stimmen fordern eine umfassende Aufarbeitung und rasche Konsequenzen aus dem Vorfall. Leidtragende waren wieder einmal die Bahnreisenden. Der Blick auf die Anzeigetafel – vergangene Nacht dürfte er selbst für leidgeprüfte Bahnpendler sehr frustrierend gewesen sein. Nichts geht mehr. Hier am Frankfurter Hauptbahnhof stehen die Züge stundenlang still. Die Bahnsteige sind verwaist – oder voller wartender Menschen. Vor den Schaltern der Deutschen Bahn bilden sich lange Schlangen. Viele hoffen auf Informationen darüber, wann und wie es weitergeht – oder darauf, einen Taxi- oder Hotelgutschein zu ergattern. So manch Gestrandeter hat eine kleine Odyssee hinter sich. Michael, Passagier aus Heidelberg „Wir kommen von Hamburg und in Frankfurt Süd blieb der Zug einfach stehen. Und dann hieß es: Wir haben ‘ne Funkstörung deutschlandweit. Wir können nicht mehr weiterfahren. Dann saßen wir noch ‘ne Stunde im Zug etwa. Und dann hieß es: Der Zug muss geräumt werden. Sie können mit der Straßenbahn über Ginnheim irgendwie an den Hauptbahnhof kommen. Dort wird Ihnen weitergeholfen. Wenn die nicht ein Taxi irgendwie finanzieren, kommen wir nicht mehr nach Heidelberg.“ Ursache für das nächtliche Bahnchaos soll ein fehlerhaftes Software-Update gewesen sein, das wohl zum Ausfall des digitalen Bahnfunks führte. Dieser gewährleistet die Kommunikation zwischen Zug und Leitstelle – und somit die Sicherheit im gesamten Bahnverkehr. Auch am Mainzer Hauptbahnhof müssen sich die wenigen verbliebenen Fahrgäste in Geduld üben, bis es gegen 00:30 Uhr endlich heißt: IT-Störung behoben. Dann rollt der Zugverkehr bundesweit langsam wieder an, doch auch heute kommt es noch zu Folgeverspätungen und […]

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    Brand Pizzeria in Wetzlar: Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet — Gesundheitsminister Hoch sieht Gefahr für medizinische Versorgung — RMV-Fahrscheine werden nicht teurer Ermittlungen wegen Brandstiftung eingeleitet Die Polizei geht davon aus, dass das verheerende Feuer in einer Pizzeria in Wetzlar in der Nacht zu Dienstag absichtlich gelegt wurde. Nach bisherigen Erkenntnissen gab es in der Brandnacht im Innenraum der Pizzeria eine Explosion, die den Brand ausgelöst hat. Das Gebäude wurde völlig zerstört. Nach Schätzungen der Polizei entstand ein Sachschaden von rund einer Million Euro Hoch sieht Gefahr für medizinische Versorgung Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch hält die Sparpläne der Bundesregierung im Gesundheitsbereich für unausgewogen. Den größten Einsparbetrag müssten die Krankenhäuser leisten, obwohl viele rote Zahlen schreiben. Er befürchte, dass die Versorgung in den Krankenhäusern und im ambulanten Bereich zusammenbrechen könnte. Fahrscheine werden nicht teurer Der Rhein-Main-Verkehrsverbund wird seine Ticketpreise zum Jahreswechsel nicht erhöhen. Wie der RMV heute mitteilt, hat das der Aufsichtsrat beschlossen. Außerdem würden die unterschiedlichen Tarife und Zonen vereinfacht. Die Reform solle im Sommer 2027 umgesetzt werden. Die Details würden noch ausgearbeitet.