Verkehr

  • Bad Arolsen unter Schock

    Bad Arolsen unter Schock

    Am Tag nach der mutmaßlichen Amokfahrt in Berlin herrscht  besonders im hessischen Bad Arolsen große Trauer. Eine Lehrerin, die dort lebte, wurde getötet. Insgesamt wurden mindestens 31 Personen verletzt, darunter weitere Schüler und ein Lehrer. Zentraler Ort des Gedenkens war heute die Haupt- und Realschule in der hessischen Kleinstadt. Trauer an der Kaulbachschule in Bad Arolsen. Eine Lehrerin stirbt, nachdem gestern in Berlin ein Auto in eine Menschengruppe gerast war. Die 51-jährige Frau war mit einer zehnten Klasse auf einem Ausflug in der Hauptstadt. Der Bürgermeister berichtet heute vom Mitgefühl der Menschen in Bad Arolsen. Marko Lambion (parteilos), Bürgermeister Bad Arolsen: „Eine Stadt von 16.000 Einwohnern, das sind wir in Bad Arolsen. Wo man sich jeder eben jeden noch kennt. Wo die Betroffenheit tatsächlich sehr groß ist. Aber wie wir eben auch erfahren haben, das Mitgefühl ist sehr groß und auch die Bereitschaft, die Solidarität.“ Die Schule hat heute geöffnet. Psychologen sind vor Ort, um Schüler und Lehrer zu betreuen, sie werden von Polizei und Ordnungsamt abgeschirmt. Noch gestern Abend sind alle unverletzten Schüler wieder in die Heimat zurückgekehrt. Mehrere verletzte Schüler und ein Lehrer befinden sich noch in Berliner Krankenhäusern. Jürgen van der Horst (parteilos), Landrat Kreis Waldeck-Frankenberg: „Wir können aus dem Kontakt vor Ort bestätigen, dass alle Kinder ganz hervorragend in Berlin betreut worden sind. Und das hat eine… uns Mut gemacht, dass tatsächlich auch die Situation jetzt auch in den nächsten Tagen gut wird gelöst werden können.“ Gegen Mittag besuchen Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Kultusminister Alexander Lorz die Schule. Sie sagen den Betroffenen finanzielle Unterstützung aus dem Opferfonds des Landes und darüber hinaus jede erdenkliche Hilfe zu. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen: „Das ist für uns ein ganz schwerer Tag und wir haben wirklich ganz schwere Herzen. Wenn Sie in die Gesichter der Kolleginnen und Kollegen […]

  • Mutmaßlicher Amokfahrer tötet Lehrerin und verletzt Schüler aus Nordhessen

    Mutmaßlicher Amokfahrer tötet Lehrerin und verletzt Schüler aus Nordhessen

    Heute Vormittag ist in der Nähe des Berliner Breitscheid-Platzes ein mutmaßlicher Amok-Fahrer in eine Menschenmenge gerast. Dabei wurde eine Frau getötet. Viele weitere Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Bei der getöteten Frau handelt es sich um eine Lehrerin aus dem nordhessischen Bad Arolsen. Sie sei mit einer zehnten Klasse aus Nordhessen in Berlin gewesen. Auch viele Schüler der Klasse und ein weiterer Lehrer wurden verletzt.   Der Fahrer des Wagens, der 29jährige Deutsch-Armenier Gor H. aus Berlin, wurde von Passanten festgehalten und dann von der Polizei festgenommen. Im Auto sollen die Beamten Hinweise darauf gefunden haben, dass es sich bei dem Ereignis um eine vorsätzliche Tat gehandelt hat. Am Nachmittag meldete sich auch der hessische Ministerpräsident Boris Rhein zu Wort. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen: „Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, die voller Freude auf einer Klassenfahrt in der Hauptstadt waren. Den Hinterbliebenen der verstorbenen Lehrerin spreche ich mein tief empfundenes Beileid aus. Ich hoffe inständig, dass alle Verletzten vollständig genesen.“ Hessen habe der Stadt Berlin jedwede Unterstützung angeboten, so Rhein. Auf dem Berliner Breitscheid-Platz war bereits 2016 ein islamistischer Attentäter mit einem LKW in einen Weihnachtsmarkt gefahren und hatte 12 Menschen getötet.

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    LKW stürzt Böschung hinab +++ Schnellerer Schutz vor Hochwasser +++ Viele Handy-Sünder aufgefallen   LKW stürzt Böschung hinab: Bei einem Unfall auf der B 51 ist heute Morgen ein LKW-Fahrer schwer verletzt worden. Er  war bei Welschbillig im Landkreis Trier-Saarburg von der Fahrbahn abgekommen. Der LKW durchbrach die Leitplanke und stürzte neben einer Brücke einen Hang hinunter. Rettungskräfte befreiten den Fahrer, er kam in ein Krankenhaus. Die B 51 war während der Bergungsarbeiten stundenlang gesperrt. Die Unfallursache ist noch unklar. Schnellerer Schutz vor Hochwasser: Der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler fordert, dass die Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser entlang der Ahr schneller umgesetzt werden.  11 Monate nach der verheerenden Flut zeichne sich ab, dass es noch Jahre dauern werde, bis etwas geschehe. Um die Arbeiten zu beschleunigen,  wolle die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler die Hochwasser-Dämme und Überflutungsflächen im Stadtgebiet ab jetzt selbst planen und bauen. Die Kosten dafür sollten Bund und Land übernehmen. Dazu sei jetzt ein Gespräch mit dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium geplant. Viele Handy-Sünder aufgefallen: Die Polizei in Trier hat an drei Kontrolltagen 41 Fahrer mit dem Handy am Steuer erwischt. Möglich war das durch den Einsatz einer speziellen Kamera, die derzeit in einem Pilotprojekt getestet wird. Die sogenannte Monocam macht automatisch ein Foto, wenn ein Fahrer gegen das Handy-Verbot verstößt. Speziell geschulte Polizisten werten die Bilder aus. Die betroffenen Fahrer müssen jetzt mit einem Punkt in Flensburg und einem Bußgeld von 100 Euro rechnen.

  • Personalmangel in der Luftverkehrsbranche

    Personalmangel in der Luftverkehrsbranche

    Nach den Corona-Lockerungen zieht es uns wieder in ferne Länder: Endlich wieder mit dem Flieger in den Urlaub. Doch das stellt auch den Frankfurter Flughafen vor ein Problem. Während der Pandemie wurden tausende Stellen gestrichen – nun fehlt das Personal, um das wieder ansteigende Passagieraufkommen zu bewältigen. Lange Wartezeiten, genervte Fluggäste: Die bevorstehende Sommersaison droht, im Chaos zu versinken. Erste Anzeichen mehren sich in Stoßzeiten bereits jetzt. Egal ob bei den Passagierkontrollen oder vor allem auf dem Rollfeld bei der Flugzeugabfertigung: Überall fehlt es an Personal, mit weitreichenden Folgen. Thomas Richter, Vorstandsvorsitzender Arbeitgeberverband Bodenabfertigung: „Wir rechnen tatsächlich mit größeren Störungen. Sei es mit Flugausfällen, aber mit Sicherheit Verspätungen. Und teilweise kann es dazu führen, dass die eine oder andere Maschine ohne Koffer der Passagiere vom Flughafen geht.“ Nach dem Rekordjahr 2019 und dem Corona-Einbruch ist die Zahl der täglichen Passagiere am Frankfurter Flughafen inzwischen wieder auf über 150.000 in Spitzenzeiten angestiegen. Das Problem: In der Krise hat Flughafenbetreiber Fraport rund 4.000 Stellen abgebaut und konnte das bislang nicht ausgleichen. In Stoßzeiten fehlen rund 30 Prozent an Bodenpersonal. Dieter Hulick, Unternehmenssprecher Fraport AG: „Aktuell sucht unsere Tochter FraGround neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Gepäck- und Bodenabfertigung. In diesem Jahr wollen wir bis zu 1000 Beschäftigte neu einstellen.“ Doch selbst Fraport-Chef Stefan Schulte bezweifelt, dass auch nur annähernd so viele neue Mitarbeiter gefunden werden können. Denn der Personalmarkt ist nahezu leergefegt, viele ehemalige Flughafenmitarbeiter haben sich während der Corona-Pandemie einen neuen Job in einer anderen Branche gesucht. Jetzt auf Anhieb geschultes Personal einzustellen, ist auch wegen der hohen Sicherheitsanforderungen im Luftverkehr schwierig. Denn neue Angestellte müssen erst eine langwierige Zuverlässigkeitsprüfung durchlaufen.  Und das in Frankfurt verbliebene Personal stößt an seine Grenze, die Stimmung ist schlecht. Christoph Miemietz. Gewerkschaftssekretär ver.di: „Das führt natürlich zu einer hohen Belastung im Personal, das führt zu […]

  • 9-Euro-Ticket gilt ab heute

    9-Euro-Ticket gilt ab heute

    Einmal 9 Euro zahlen, einen Monat lang Busse und Bahnen im Nahverkehr nutzen – seit heute ist das in ganz Deutschland möglich. Das 9-Euro-Ticket ist Teil des Entlastungspakets, mit dem die Bundesregierung die finanziellen Folgen der rasant steigenden Energiekosten für die Bürger zumindest etwas abmildern will. Gleichzeitig geht es darum, den Menschen den öffentlichen Personen-Nahverkehr schmackhaft zu machen – als Probier-Angebot sozusagen. Der Andrang auf das 9-Euro-Ticket ist schon seit Verkaufsbeginn vergangene Woche groß. Der Andrang auf Busse und Bahnen hielt sich heute aber –  zumindest im Rhein-Main-Gebiet – erstmal in Grenzen. Heute Morgen am Frankfurter Hauptbahnhof: Viel los wie immer zur Rush Hour – spürbar mehr Andrang als sonst herrscht hier aber nicht. Keine langen Schlangen an den Fahrkartenautomaten – alles weitgehend normal an Tag 1 des 9-Euro-Tickets. Auch am Bahnhof in Maintal-Dörnigheim warten nur die üblichen Pendler auf den Regionalzug von Aschaffenburg nach Frankfurt. In den Abteilen bleiben die meisten Sitze leer. Ein 9-Euro-Ticket hat hier trotzdem fast jeder. Claudia Bödel, Augenoptiker-Meisterin „Grundsätzlich freue ich mich sehr, dass die Öffis günstiger werden, weil ich auch aus Umweltgründen gerne mit den Öffentlichen fahre. Und als Pendlerin ist es jetzt natürlich auch ne Kostenersparnis.“ Daan Loendersloot, Vertriebler „Ich komme aus Wörth am Main. Und mit 9 Euro ist das einfach besser. Und günstiger für mich.“ Lars Löffler, Azubi „Ohne das 9-Euro-Ticket wäre ich gar nicht hier in dem Zug. Weil der Zug kommt ja aus Bayern. Und es gibt keinen Verbundstarif zwischen Bayern und Hessen. Mein Schülerticket gilt nur in Hessen. Jetzt dank dem 9-Euro-Ticket kann ich endlich von zu Hause aus zur Arbeit fahren – und kann das Auto stehen lassen.“ Gerade bei Fahrten zwischen mehreren Bundesländern können die Fahrgäste mit dem 9-Euro-Ticket viel Geld sparen. So kostet die Fahrt vom bayerischen Aschaffenburg ins hessische Frankfurt und zurück normalerweise […]

  • Tankrabatt für Autofahrer

    Tankrabatt für Autofahrer

    Ab heute tritt die Senkung der Energiesteuer in Kraft, die Bürger beim Autofahren entlasten soll. Kritiker hatten im Vorfeld bezweifelt, dass die Spritpreise dadurch abrupt sinken. Doch das war heute tatsächlich der Fall. Spritpreise unter 2 Euro, das gab es schon seit Wochen nicht mehr. 35 Cent weniger Steuern für Benzin, knapp 17 weniger für Diesel – bei einigen Tankstellen kommt das mit Preisen unter 1,90 sogar fast schon 1:1 beim Verbraucher an. Manche Autofahrer würden sich zwar eine noch günstigere Tankfüllung wünschen, aber schon mal besser als nichts. Murat Asaki, Küchenmonteur „Gestern, vorgestern war’s bei 2,23 Euro. Heute sind es weniger als 2 Euro. Das ist besser für mein Portemonnaie, oder?“ Francesco Lunesu, Barkeeper „Ja gut, es könnte wieder eher so wie früher sein, würde ich sagen. So wie es vor zwei Jahren war. Aber es ist schon mal ein Anfang. Der Rabatt ist schon etwas besser auch für die Taschen.“ Uwe Jung, Flughafenmitarbeiter „Ich lasse das Auto auch ganz oft stehen und versuche, anderweitig umzusteigen. Denn ich finde knapp 2 Euro ehrlich gesagt immer noch ziemlich happig für einen Liter. Wenn man das Auto immer braucht und darauf angewiesen ist, um zum Dienst zu kommen – nicht gut!“ Der ganz große Ansturm bleibt heute vielerorts aus, die meisten Autofahrer haben ihren Tank vorsorglich nicht bis zum Stichtag leergefahren. Dass die Spritpreise derart fallen, hatten viele Kritiker im Vorfeld nicht erwartet. Denn das bis heute angelieferte und jetzt vorrätige Benzin war für die Tankstellen noch mit dem höheren Steuersatz belastet. Dass an den meisten Zapfsäulen dennoch bereits die Preise runtergehen, dürfte am starken öffentlichen Fokus und Wettbewerbsdruck liegen. Für den Automobil-Club ADAC gibt es aber noch deutlich Luft nach unten. Oliver Reidegeld, Sprecher ADAC „Also, die volle Senkung der Energiesteuer ist noch nicht beim Verbraucher angekommen. Da werden wir […]

  • Ab morgen gibt’s den Tankrabatt – was Autofahrer jetzt wissen müssen

    Ab morgen gibt’s den Tankrabatt – was Autofahrer jetzt wissen müssen

    In den vergangenen Monaten sind die Energiepreise drastisch gestiegen, unter anderem durch den russischen Anrgiff auf die Ukraine und die Sanktionen gegen Russland. Um die Bundesbürger zu entlasten, sollen Benzin, Diesel und Erdgas an den Tankstellen ab Morgen für drei Monate billiger werden. Die Bundesregierung hat die Steuern auf den Treibstoff so stark herabgesetzt, dass der Preis rein rechnerisch für einen Liter Benzin um 35,2 Cent und für einen Liter Diesel um 16,7 Cent sinken müsste. Doch wie viel von der Steuerentlastung wird wirklich bei den Autofahrern ankommen? Eva Dieterle, Moderatorin: Das wollen wir von Herbert Rabl wissen, er ist Pressesprecher des Tankstellen-Interessen-Verbandes mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße. Herr Rabl, wird denn ein Liter Benzin ab Morgen sofort 35 Cent billiger? Herbert Rabl, Sprecher Tankstellen-Interessenverband: Das müssen Sie im Prinzip die Mineralölgesellschaften fragen, weil die haben letzten Endes den Finger auf dem Knopf und können das entscheiden. Der Druck ist groß. Die Politik will das, alle Leute erwarten das, wir erwarten das, ehrlich gesagt, auch aber man muss dazu sagen, die müssen das nicht tun. Sie haben nach wie vor in den Erdtanks unter den Tankstellen Sprit, der teurer versteuert ist, und sie können sich auf den Standpunkt stellen: Wir verkaufen den erst ab und dann geben wir den Rabatt weiter. Das müssen letzten Endes die Mineralölgesellschaften entscheiden. Dieterle: Was erwarten Sie denn morgen an den Tankstellen? Ist mit langen Schlangen und Engpässen zu rechnen? Rabl: Also, mit langen Schlangen rechnen wir auf jeden Fall. Wir sind in Deutschland, da wird sogar Klopapier gekauft, um sich einzudecken. Und wenn es um Sprit geht – Deutschlands liebstes Kind ist das Auto -, dann wird man sicherlich einen Ansturm zu verzeichnen haben. Die Schlangen werden an der Tankstelle sein und sie werden an der Kasse sein. Wir glauben nicht, dass […]

  • Lufthansa setzt Maskenpflicht nicht mehr durch

    Lufthansa setzt Maskenpflicht nicht mehr durch

    In vielen Bereichen des öffentlichen Lebens ist die gesetzliche Maskenpflicht mittlerweile abgeschafft: zum Beispiel beim Einkaufen, an Schulen oder in Restaurants. In Bus und Bahn sowie im Flugzeug muss die Maske hierzulande aber weiterhin aufgesetzt werden. Doch immer weniger halten sich daran und einige reagieren offenbar sogar aggressiv, wenn sie darauf angesprochen werden. Deutschlands größte Airline Lufthansa hat jetzt die Reißleine gezogen und lockert die Regeln auf eigene Faust. Rein in den Flieger, rauf mit der Maske. Das gilt auf allen Flügen von und nach Deutschland. Startet oder landet eine Maschine in einem Land, das die Maskenpflicht anordnet, muss die Maske, außer beim Essen und Trinken, während des gesamten Fluges getragen werden. Wie die Lufthansa mitteilt, geht wegen dieser Regel mittlerweile so mancher Passagier buchstäblich in die Luft. In einem Statement heißt es: „Die Durchsetzung der Maskentragepflicht an Bord durch die Crews hat allerdings, auch aufgrund der der breiten Lockerungen und dem Wegfall der Maskenpflicht im Luftverkehr in allen Nachbarstaaten Deutschlands, zu einer Zunahme der Konflikte auf unseren Flügen geführt. Da Sicherheit höchste Priorität für Lufthansa hat, passt das Unternehmen seine Prozesse an.“ Bedeutet: Die Maskenpflicht wird nicht mehr mit allen Mitteln durchgesetzt. Vor zwei Wochen hat die EU-Luftsicherheitsagentur die generelle Maskenpflicht aufgehoben. Seitdem gilt sie noch in etwa der Hälfte aller EU-Staaten, in der anderen Hälfte nicht mehr. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO kritisiert, dass dadurch ein Flickenteppich entstanden sei, der den Crews die Arbeit erschwere. Daniel Kassa Mbambu, Vorsitzender Gewerkschaft UFO „Einfach, weil man den Gästen erklären muss, warum sie auf dem einen Flug international keine Maske tragen müssen und dann bei uns in Deutschland, eine Maske tragen müssen. Eine Einheitlichkeit wäre natürlich wünschenswert, weil wir dann einfach weniger Konflikte an Bord hätten.“ Am Flughafen selbst muss, wie hier in Frankfurt, seit Anfang April keine Maske mehr getragen werden. Die […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Neuer LVU-Präsident gewählt +++ Hahn fliegt weiter +++ Mordurteil gekippt +++ Wieder Züge von Darmstadt nach Dieburg Neuer LVU-Präsident gewählt: Die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz hat heute Johannes Heger zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Heger ist Nachfolger von Gerhard Braun, der 20 Jahre lang an der Spitze des Verbandes stand. Die LVU vertritt 30 Branchen mit insgesamt rund 97.000 Unternehmen. Johannes Heger ist Geschäftsführender Gesellschafter der Heger-Gruppe, einem Gießerei-Unternehmen mit Hauptsitz in Enkenbach-Alsenborn und einem Jahresumsatz von 70 Millionen Euro. Hahn fliegt weiter: Der insolvente Flughafen Hahn im Hunsrück kann den Flugbetrieb auch im Juni fortführen. Das hat der Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner mitgeteilt. Das Passagier-  und Frachtgeschäft habe sich positiv entwickelt. Die Verhandlungen mit möglichen Investoren seien noch nicht abgeschlossen. Der Hunsrück-Airport hatte im Oktober vergangenen Jahres Insolvenz angemeldet. Mordurteil gekippt: Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat das Urteil gegen eine mutmaßliche Sektenchefin aus Hanau aufgehoben. Das Hanauer Landgericht hatte sie im Herbst 2020 wegen Mordes an einem vierjährigen Jungen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Nach Ansicht der Richter hatte die Frau im August 1988 das in einen Leinensack eingeschnürte Kind sich selbst überlassen. Der Junge erstickte an seinem Erbrochenen. Die Karlsruher Richter bemängelten unter anderem,  dass aus dem damaligen Urteil nicht hervorgehe, ob die mutmaßliche Sektenführerin das Kind aktiv tötete oder durch Unterlassung. Nun muss das Landgericht Frankfurt über den Fall neu verhandeln. Wieder Züge von Darmstadt nach Dieburg: Nach dem tödlichen Unfall mit zwei Güterzügen bei Münster in Südhessen wird die Hessische Landesbahn den Regionalverkehr auf der Teilstrecke von Darmstadt nach Dieburg ab morgen wieder aufnehmen. Nach Angaben der Deutschen Bahn wird die ganze Strecke voraussichtlich erst Mitte Juni wieder befahrbar sein. Die Schäden an den Oberleitungen und Schienen seien immens. Am vergangenen Donnerstagmorgen war ein Güterzug auf einen weiteren Güterzug aufgefahren. Die Lok und mehrere Waggons entgleisten. Ein […]

  • Verkaufsstart für 9-Euro-Monatsticket

    Verkaufsstart für 9-Euro-Monatsticket

    Die Politik will die Folgen der hohen Energiepreise mildern: Ein Baustein das 9 Euro Ticket für Bus und Bahn, mit dem die Bürger einen Monat lang den gesamten öffentlichen Nahverkehr in Deutschland nutzen können. Heute herrschte reger Andrang, als die ersten Verkehrsverbünde den Startschuss gaben. Teilweise war ganz schön viel Geduld gefragt. Kundin: „Hallo. Ich hätte gerne das 9-Euro-Ticket für alle drei Monate.“ Hier in der Verkaufsstelle des Verkehrsverbunds Rhein-Mosel kommen gleich heute Morgen viele Menschen um das 9-Euro Ticket zu kaufen. Und auch an den Reisecentern wie hier in Koblenz bilden sich lange Schlangen. Die Ticketseite der Deutschen Bahn bricht heute Morgen wegen des Andrangs sogar ganz zusammen. Das 9-Euro-Ticket scheint bereits zum Start ein Verkaufsschlager zu werden. Walter Schlappa, Rentner: „Wir sind also ne größere Wandergruppe und für uns bietet sich natürlich dieses 9-Euro-Ticket jetzt wunderbar an. Wir haben hier die Möglichkeit Rheinsteig, Moselsteig, Lahnsteig gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Haben wir bisher nie so genützt, oder nicht immer gemacht, weil halt eben ganz klar die Kosten zu teuer waren.“ Regina Rockenfeller, Rentnerin: „Ich fahr öfters Bus aber nicht so viel, dass sich eine Wochenkarte oder Monatskarte lohnt. Joa. Und dann ist das optimal.“ Für umgerechnet 30 Cent pro Tag durch ganz Deutschland – und das 3 Monate lang. Für den Verkehrsverbund Rhein-Mosel ein echter Anreiz die Menschen aus dem Auto in den Bus zu locken. Stephan Pauly, Geschäftsführer Verkehrsverbund Rhein-Mosel: „Bei den Bussen ist es tatsächlich so, dass wir in sehr unterschiedlichen ländlichen Räumen hier im Verkehrverbund Rhein-Mosel unterwegs sind. Und da ist es tatsächlich so, dass wir in Teilbereichen Zuwachsmöglichkeiten außerhalb der Schülerverkehre von 80, 70, 80 Prozent haben. Also da bin ich wirklich guter Dinge, dass wir keine Engpässe erleben werden.“ In Regionalbahnen und den Bussen in Ballungsgebieten, so wie hier in Darmstadt, […]

  • Neue Kamera überführt Handy-Sünder

    Neue Kamera überführt Handy-Sünder

    Seit 2017 sinkt die Anzahl der Unfalltoten in Rheinland-Pfalz kontinuierlich. Und dennoch: Jeder der insgesamt 117 Menschen, die im Jahr 2021 in Rheinland-Pfalz durch einen Verkehrsunfall ihr Leben verloren, ist ein Opfer zu viel. Häufig sorgt das Handy für Ablenkung im Straßenverkehr. Blickt man bei 100km/h für nur eine einzige Sekunde auf das Handy, fährt man etwa 30 Meter blind. Um Handysündern besser auf die Schliche kommen zu können, startet Rheinland-Pfalz jetzt ein Projekt mit hochauflösenden Kameras. Etwa 1000 Unfälle durch Ablenkung. So die rheinland-pfälzische Bilanz für das Jahr 2021. Eine der Hauptursachen: Handynutzung am Steuer. Um solche Verstöße in Zukunft effektiver ahnden zu können, startet das Land ab dem 1. Juni ein Pilotprojekt. Roger Lewentz, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz: „Ablenkung ist ein Thema, das für uns immer stärker klar wird, dass es zu schweren und schwersten Verkehrsunfällen führt. In der letzten Verkehrsunfallbilanz konnten wir (…) zwei Todesfälle diesem Phänomen Ablenkung zuordnen. Rund 50 Schwer- und Schwerstverletzte. Und allein das ist Motivation genug zu sagen: Auch dieses Feld wollen wir mit modernster Technik, die wir der rheinland-pfälzischen Polizei zur Verfügung stellen, angehen, bekämpfen und zurückdrängen.“ Dafür im Einsatz: Ein High-End-Kamerasystem, das dem menschlichen Auge um ein Vielfaches überlegen ist. Matthias Emmerich, Leiter Arbeitsgruppe MONOcam: „Das System besteht aus zwei Komponenten. Wir haben eine Kamera, die in der Regel auf einer erhöhten Position steht. Und auf der anderen Seite einen Hochleistungslaptop mit einer Software. Diese Software betrachtet den Verkehrsfluss in Echtzeit und bewertet den Fahrzeugführer, ob er ein Mobiltelefon in der Hand hält oder nicht. Ist das der Fall, wird ein Bild ausgelöst.“ Dieses Bild wird im Anschluss nach dem Vier-Augen-Prinzip von zwei geschulten Beamten bewertet. Ist der Verstoß eindeutig nachweisbar, wird ein Bußgeld fällig: 100 Euro und ein Punkt in Flensburg. Die Software für das Kamerasystem kommt aus den Niederlanden. Hier […]

  • Spatenstich für die Regionaltangente West

    Spatenstich für die Regionaltangente West

    Dreißig Jahre lang wurde geredet, geplant und gestritten. Und zwar so sehr, dass viele gar nicht mehr daran glaubten, dass die Regionaltangente West wirklich gebaut wird. Diese Bahnstrecke soll die Städte nördlich von Frankfurt direkt mit dem Industriepark Höchst und dem Flughafen verbinden. Doch heute war es soweit: Der erste Spatenstich des Megaprojekts. Es ist nur ein Symbol, aber der erste Spatenstich für die Regionaltangente West bedeutet nichts weniger als ein Umdenken in der Verkehrsplanung des Rhein-Main-Gebiets. In ein paar Jahren soll die neue Strecke ganz neue Verbindungen ermöglichen. Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/ GRÜNE), Verkehrsminister Hessen: „Das bietet mehr Möglichkeiten für die Schiene, das bietet mehr Möglichkeiten für Menschen umzusteigen vom Auto auf den umweltfreundlichen öffentlichen Personennahverkehr. Es bietet mehr Kapazität, aber es bietet auch mehr Attraktivität für die Region, weil der Flughafen angebunden wird, weil der Industriepark Höchst angebunden wird.“ Die Strecke beginnt in Bad Homburg nördlich von Frankfurt und führt dann westlich um die Metropole herum. Sie endet im Süden in Neu-Isenburg und Dreieich, zwei Gemeinden, die nahe am Flughafen liegen, aber bislang keine direkte Schienenverbindung dahin hatten. Nach jahrzehntelanger Diskussion beginnt damit ein Bauprojekt, das eigentlich die Wiedergutmachung eines Planungsfehlers ist. Stefan Majer (Bündnis 90/ GRÜNE), Dezernent für Mobilität Frankfurt: „Das war die alte Denke in Frankfurt: In Frankfurt muss alles immer durchs Zentrum durch. Ich glaube, wir können hier nur wirklich die verkehrlichen Herausforderungen gestalten, gemeinsam mit der Region. Und das ist die neue Denke auch, für die dieses Projekt steht.“ Der S-Bahn-Tunnel unter der Innenstadt ist inzwischen an seiner Kapazitätsgrenze angelangt. Dass in Zukunft nicht mehr jeder, der von Norden nach Süden will durch die Stadt fahren oder umsteigen muss, dürfte auch dieses Nadelöhr entlasten. Aber bis dahin ist bei den Reisen Geduld angesagt. Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund: „Wenn viel gebaut wird, ich sag immer, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Kriegsflüchtlinge gerecht verteilen +++ Zensus 2022 gestartet +++ Moselschleusen gesperrt Kriegsflüchtlinge gerecht verteilen: Rheinland-Pfalz hat bisher insgesamt rund 35.000 Menschen aufgenommen, die vor dem Krieg in der Ukraine geflohen sind. Wie Integrationsministerin Katharina Binz heute mitteilte, seien das fast 9.000 Flüchtlinge mehr, als nach dem Verteilschlüssel der Bundesländer vorgesehen sei. Deshalb würden dem Land derzeit keine neuen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine zugeteilt. Geplant sei, die Menschen möglichst gleichmäßig auf die Bundesländer und Kommunen zu verteilen. Seit Anfang Mai hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein neues System eingeführt, das die Aufnahme von Kriegsflüchtlingen erfasst und die Verteilung erleichtern soll. Zensus 2022 gestartet: Die erste umfassende Zählung von Einwohnern, Gebäuden und Wohnungen seit elf Jahren hat auch in Hessen und Rheinland-Pfalz begonnen. Alle Eigentümer und Verwalter müssen Angaben etwa zu Größe und Alter ihrer Immobilien machen. Außerdem werden stichprobenartig auch rund 830.000 Menschen in Hessen und rund 390.000 in Rheinland-Pfalz unter anderem zu Bildung, Alter und Staatsangehörigkeit befragt. Die Daten der Erhebung laufen beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden zusammen. Ziel ist es, verlässliche Informationen für politische und wirtschaftliche Entscheidungen zu erhalten. Moselschleusen gesperrt: Auf der Mosel ist von heute bis zum 25. Mai kein durchgehender Schiffsverkehr möglich. In dieser Zeit werden die Schleusen gewartet und repariert. Die Arbeiten werden jährlich zeitgleich an allen Moselschleusen durchgeführt, damit der Schifffahrtsverkehr im restlichen Jahr nicht beeinträchtigt wird. In diesem Jahr werden sieben Schleusen komplett trockengelegt. Bei den restlichen Kammern werden die Arbeiten oberhalb der Wasserlinie durchgeführt.

  • Lufthansa hindert jüdische Passagiere an Weiterflug

    Lufthansa hindert jüdische Passagiere an Weiterflug

    Es ist ein Aufschrei in den sozialen Medien. Wie jetzt bekannt wurde, hat die deutsche Lufthansa einer Gruppe orthodoxer Juden den Weiterflug von Frankfurt nach Budapest verweigert. Der Grund: Einige wenige aus der Reisegruppe hatten sich auf dem Flug geweigert, Masken zu tragen. Die Lufthansa sieht sich deshalb mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert. Und das war geschehen: Nach Passagierberichten waren am 04. Mai über 100 orthodoxe Juden auf dem Weg von New York nach Budapest. Bei einem Zwischenstopp am Frankfurter Flughafen seien 127 erkennbar jüdisch aussehende Passagiere am Boarding der Lufthansamaschine gehindert worden. Video: „Aus betrieblichen Gründen auf dem Flug von New York, müssen wir allen Passagieren hier den Weiterflug streichen. Sie wissen, warum.“ – „Wir wissen es nicht!“ Hintergrund seien Vorfälle auf dem Flug von New York nach Frankfurt gewesen. Passagiere hätten sich geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Nach den Worten mehrerer Passagiere waren dies aber Einzelfälle und betraf nicht alle Juden auf dem Flug. Trotzdem seien diese kollektiv an der Weiterreise gehindert worden. Rund 30 nicht jüdisch aussehende Personen hätten dagegen den Flug antreten dürfen. Passagiervideos am Gate zeigen die Situation vor Ort. Video: „Es waren jüdische Personen, die das Chaos und die Probleme gemacht haben.“ – „Es waren also Juden, die Probleme gemacht haben, deshalb wird allen Juden der Weiterflug verboten?“ – „Nur für diesen Flug.“ Lufthansa hat den Vorfall am Frankfurter Flughafen inzwischen bestätigt und sich gestern Abend auf Twitter geäußert. Sprecherin Lufthansa „Wir entschuldigen uns bei allen Gästen nicht nur dafür, dass sie nicht reisen konnten, sondern auch dafür, dass ihre persönlichen Gefühle verletzt wurden. […] Wir werden mit den betroffenen Fluggästen in Kontakt treten, um uns zu entschuldigen und offen zu diskutieren, wie wir unsere Abläufe in solchen Situationen verbessern können.“ Ein Statement, das eine Welle der Empörung bei den Twitter-Nutzern hervorruft: „Kollektivbestrafung ist so ein […]

  • Neuer Flugsteig bleibt erst noch einmal geschlossen

    Neuer Flugsteig bleibt erst noch einmal geschlossen

    Im Süden des Frankfurter Flughafens entsteht gerade ein drittes Terminal. Während in Berlin die Eröffnung des neuen Flughafens erst mit jahrelanger Verspätung erfolgt ist, hat der Frankfurter Flughafen gewissermaßen ein umgekehrtes Problem – denn der Flughafenbetreiber Fraport hat heute, genau im Zeitplan, den ersten fertigen Flugsteig präsentiert. Bis es sich aber lohnt, dass von dort auch Passagiere abheben, wird es noch einige Jahre dauern. Sichtbar stolz steht Flughafen-Chef Stefan Schulte in der Check-In-Halle des Flugsteigs G. Weniger als drei Jahre sind vom Baustart bis zur Fertigstellung vergangen, doch in den nächsten Jahren werden hier erst mal nur Probe-Gepäckstücke eingecheckt. Denn nach dem Passagiereinbruch im Zuge der Corona-Pandemie ist der neue Flugsteig genau genommen zu früh fertig geworden. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport „Wir werden noch mehrere Jahre brauchen bis der gesamte Luftverkehr Corona überwunden hat. Und das hat dazu geführt, dass wir hier in Terminal 3 zwei Jahre die Inbetriebnahme verschoben haben auf Anfang 2026, damit sehr geordnete Prozesse haben, aber gleichzeitig im Einkauf alles haben weiter laufen lassen, die Projekte haben weiter laufen lassen und deswegen ja auch den ganzen Stahl etc. schon haben.“ Weil ein Großteil der Bauvergaben schon vor Corona erfolgt sei, ist der Flughafenbetreiber zuversichtlich, dass die geplanten Kosten von vier Milliarden Euro für den Terminal-Neubau eingehalten werden können. Ursprünglich war der neue Flugsteig G vor allem für Billig-Airlines geplant, die Fraport zur schnellen Fertigstellung gedrängt hatten. Doch mittlerweile fehlen nicht nur die Passagiere, mit Ryanair hat sich auch eine prominente Airline vom Frankfurter Flughafen verabschiedet. Für Stefan Schulte kein Grund zur Sorge. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport „Pier G ist für alle Arten von Airlines ausgelegt. Das kann low-cost sein, das kann ganz normaler Urlaubsverkehr sein, das kann ganz normaler point-to-point-Verkehr sein. Also auch auf andere große europäische Städte, Hubs und so weiter. Aber da ist die […]