Hessen

  • Streik im Öffentlichen Nahverkehr: Genervte Pendler in Wiesbaden

    Streik im Öffentlichen Nahverkehr: Genervte Pendler in Wiesbaden

    In ganz Deutschland steht der öffentliche Nahverkehr still – oder fährt nur eingeschränkt. Grund ist mal wieder ein bundesweiter Warnstreik im ÖPNV. Auch in Hessen bleiben Busse und Bahnen in vielen Städten in den Depots. Die Busspur bleibt in Wiesbaden heute größtenteils ungenutzt. Und auch für morgen hat ver.di zum Warnstreik aufgerufen. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den kommunalen Arbeitgebern ziehen sich hin. Die Arbeitnehmer fordern unter anderem höhere Zulagen für beispielsweise Nachtschichten. Es ist bereits der zweite bundesweite Streik bei diesen Verhandlungen. Nach Ansicht der Gewerkschaft ver.di ist dieser mehr als gerechtfertigt. Mathias Venema, ver.di Hessen „Wir sind insgesamt in den Tarifverhandlungen in mehreren Bundesländern. Es hat nirgendswo auch in Hessen, wo wir hier jetzt verhandeln, auch nur irgendwas – wir haben Null Rückmeldung zu unseren Forderungen bekommen nach Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Und deswegen müssen wir in den Streik gehen. Zusätzlich für Hessen kam halt auch noch hinzu, dass die Arbeitgeber auch noch Sachen absenken wollten.“ Ein ganz anderes Bild von den bisherigen Verhandlungen hat die Arbeitgeberseite. Marion Hebding, Kommunaler Arbeitgeberverband Hessen „Leider wird gestreikt obwohl wir am Mittwoch zusammen mit ver.di einen sehr guten Verhandlungstermin zur Entgeltordnung hatten. Wir sind aus unserer Sicht komplett durchgekommen. Also aus Sicht des Arbeitgeberverbandes gibt es keinerlei Gründe zum Streik.“ Der belaste am Ende nämlich nur die Menschen die auf Bus und Bahn angewiesen seien. Die Passanten auf der Straße nehmen den Streik trotzdem gelassen. Ecevit Topal „Da sind wir halt gezwungenermaßen betroffen. Aber müssen wir durch. Ich denke, gerechte Entlohnung ist okay wenn sie dafür kämpfen.“ Diana Storozhok „Ich wusste das Gott sei Dank seit gestern. Deshalb konnte ich mich organisieren. Aber es hat schon ein bisschen Stress gemacht. Weil ich musste dann mit Freunden besprechen, wie wir da hinfahren.“ Luca Kappner „Ja, also es ist schon mit Aufwand verbunden. […]

  • Nachrichten vom 27.02.2026

    Nachrichten vom 27.02.2026

    Condor zieht ins Terminal 3 — Kaum Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt — Weinmarkt bleibt angespannt Condor zieht ins Terminal 3 Die Fluggesellschaft Condor mit Sitz in Kelsterbach zieht im Sommer 2027 ins neue Terminal 3 am Frankfurter Flughafen. Das gaben die Airline und der Flughafenbetreiber Fraport heute bekannt. Condor will seinen Passagieren in Terminal 3 mehr Flüge und Services wie einen eigenen Lounge-Bereich anbieten. Die Fluggesellschaft ist hinter ihrem ehemaligen Partner Lufthansa der zweitgrößte Kunde am Frankfurter Flughafen. Bislang waren beide Fluglinien in Terminal 1 beheimatet. Das rund vier Milliarden Euro teure Terminal 3 soll in diesem April eröffnet werden. Kaum Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt In Hessen und Rheinland-Pfalz hat sich die Zahl der Arbeitslosen im März nur leicht verringert. Die saisonale Erholung fiel diesmal schwächer aus als üblich. In Hessen suchten am Ende des Monats rund 216.000 Menschen einen Job. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 6,1 Prozent. In Rheinland-Pfalz waren rund 133.000 Männer und Frauen ohne Stelle. Hier lag die Arbeitslosenquote wie im Vormonat bei 5,8 Prozent. Bundesweit sank die Quote geringfügig auf 6,5 Prozent. Weinmarkt bleibt angespannt Die Verbraucher in Deutschland haben im vergangenen Jahr weniger Wein gekauft. Wie das Deutsche Weininstitut im rheinland-pfälzischen Bodenheim heute mitteilte, gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um rund sieben Prozent zurück. Das liege an der weiterhin getrübten Konsumlaune. Positiv sei dagegen, dass die deutschen Weine ihren Marktanteil leicht auf rund 43 Prozent steigern konnten.

  • Lehrkräftepreis: Roland Struwe aus Kelkheim ist einer der besten Lehrer Hessens

    Lehrkräftepreis: Roland Struwe aus Kelkheim ist einer der besten Lehrer Hessens

    Das haben wir uns in der Schule bestimmt alle gefragt: Was hilft mir dieser Unterricht für mein späteres Leben? An der Eichendorff-Schule in Kelkheim im Main-Taunus-Kreis lautet die Antwort schon lange: sehr viel! Denn hier wird jedes Jahr aufs Neue eine Schüler-Firma gegründet. Und das unter Anleitung von Geschichts- und Politik-Lehrer Roland Struwe. Für sein Engagement hat er jetzt den Deutschen Lehrkräftepreis bekommen. Roland Struwe kommt 2012 als Lehrer an die Eichendorffschule und führt kurz danach das Projekt Schülerfirma ein. Seitdem gründen seine Schüler jedes Jahr aufs Neue ein real existierendes Unternehmen, samt eigener Produktidee, Marketingstrategie und Finanzplanung. Am Ende soll das Produkt auch produziert und verkauft werden. In diesem Jahr, ein Brettspiel … Roland Struwe „…in dem man als Spieler in die Rolle eines Landes schlüpft, das versuchen muss seine Standortfaktoren schrittweise zu verbessern, um Unternehmen anzulocken. In jeder Runde wird ein Unternehmen aufgedeckt. Und derjenige, der die Anforderungen des Unternehmens am besten erfüllt, der bekommt dieses Unternehmen und gewinnt somit Steuereinnahmen, beziehungsweise Punkte.“ Mindestens eine Doppelstunde pro Woche kommen diese Elftklässler in der AG zusammen und lernen so Schlüsselkompetenzen, die im regulären Unterricht zu kurz kommen. Roland Struwe „Zeitmanagment ist ein ganz wichtiger Punkt. Kommunikationsfähigkeit. Die Schüler müssen plötzlich mit Leuten in Interaktion treten, die für sie fremd sind. Müssen telefonieren, förmliche E-Mails schreiben. Das ist alles ganz neu für die Schüler.“ Bei der Arbeit im Team müssten die Schüler zudem lernen Kompromisse einzugehen und im Sinne der Firma zu handeln. Dass sie bereits in der Schule auf ihr Berufsleben vorbereitet werden, kommt bei den Schülern an. Liam Weick „Ich glaube, das bringt uns schon sehr viel weiter, dass wir wissen wie man mit Finanzen umgeht. Pitch Decks macht, mit Leuten redet, Interviews führt und alles. Also das ist schon sehr praktisch.“ Lena El-Khouae „Sehr interaktiv. Also jede […]

  • Nachfahre von Brentano vermacht Brentanohaus in Oestrich-Winkel historische Sammlung

    Nachfahre von Brentano vermacht Brentanohaus in Oestrich-Winkel historische Sammlung

    Das Brentanohaus gilt als einzigartiger Erinnerungsort der Rhein-Romantik und war Treffpunkt der Freundschaftskreise jener Zeit. Zu den zahlreichen Gästen aus Politik und Kultur zählen Johann Wolfgang von Goethe und die Brüder Grimm. Nun wurde die Sammlung durch eine private Schenkung eines direkten Nachfahrens der Familie Brentano erweitert. 432 Objekte, darunter etliche Möbel, Gemälde, Porzellan und Silber. All das stammt nachweislich aus dem historischen Bestand des Brentanohauses. Dank Burkhard Michaeli, dem Ur-Großenkel von Marga von Brentano kehren die Objekte  wieder an ihren Ursprungsort zurück. Dr. Burkhard Michaeli, Brentano-Nachfahre „Wenn man ein Erbe bekommt hat man auch Verantwortung damit umzugehen. Und für mich war die Frage ‚Was kann ich damit anstellen, was auch anderen Leuten dann zugute kommt‘? Ich selbst bin darin groß geworden, ich bin quasi in einem Museum aufgewachsen und für mich war es ein Anliegen, dass auch andere Leute in einem Museum sich dann diese Gegenstände anschauen können, die bei uns zum Leben dazugehörten.“ Alle Objekte sind in einem sehr guten Zustand, denn sie wurden aufwendig restauriert. Mit den einzelnen Stücken verbindet Burkhard Michaeli Erinnerungen an seine Kindheit und die Besuche im Brentanohaus. Dr. Burkhard Michaeli, Brentano-Nachfahre „Die silberne Kuh, eine Milchkuh, die wir beim Kindergeburtstag benutzt haben , um eben Milch in die Tassen zu bekommen. Sehr verbunden war ich auch mit der Porzellanuhr, die etwas schwierig ist aufzuziehen, aber, wenn ich im Haus war ist die Uhr gelaufen und wenn ich dann weg war hieß es: ‚Ah, der Burkhard ist nicht mehr da, jetzt ist die Uhr stehen geblieben‘.“ Das Haus war über 200 Jahre im Besitz der Familie Brentano bevor das Land Hessen es 2014 kauft. Seitdem wurde es vom Träger Staatliche Schlösser und Gärten Hessen schrittweise saniert und restauriert. Die wohl bekanntesten Zimmer des Hauses sind die beiden Goethe-Zimmer, in denen sich der Dichter bei […]

  • Emotionales Heimspiel in Lautern - Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Emotionales Heimspiel in Lautern – Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Nach dem couragierten Auftritt der Frankfurter Eintracht am vergangenen Wochenende beim FC Bayern steht an diesem Wochenende für die Hessen das nächste Heimspiel an. Darüber – und  über die Aufgaben unserer anderen Mannschaften hier aus der Region – spricht Eva Dieterle mit unserem Sportreporter. Eva Dieterle, Moderatorin Thorsten, zu Hause hat Eintracht-Trainer Albert Riera ja bislang eine  makellose Bilanz. Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, ein Spiel –  ein Sieg. Und am Sonntag soll direkt der nächste Heimsieg folgen, gegen den SC Freiburg. Dann kann Albert Riera weiter so selbstbewusst auftreten wie bisher, mit markigen Sprüchen. Auch heute gab’s wieder einen. Auf die Frage, wie er denn entscheidet, welche Spieler er aufstellt. Bitte sehr! Albert Riera, Trainer Eintracht Frankfurt „Ich schaue mir nicht nur an, wie sie trainieren. Ich rieche sie förmlich. Wie ein Parfüm. Ich kann das wahrnehmen. In ihren Augen. Wenn ich sie anschaue. Ich weiß genau, was sie brauchen, wie sie sich fühlen. Und deswegen entscheide ich nicht nur fachlich taktisch. Es hängt auch von der gegenseitigen Verständigun ab.“ Arnold: Ja, die berühmte Chemie in der Mannschaft, das ist jetzt auch nix Neues. Jedenfalls ein richtungsweisendes Spiel, wenn die Eintracht nochmal Richtung Europa schielen will. Dieterle: Thorsten, wir schauen direkt zu unserem anderen Erstligisten, zu Mainz 05. Die sammeln Pünktchen um Pünktchen gegen den Abstieg. Arnold: Wird aber schwer morgen auswärts bei Bayer Leverkusen, die sind sehr spielstark, haben richtige Zocker mit drin. Also da werden die Mainzer nicht oft den Ball haben und damit rechnet  auch Trainer Urs Fischer. Urs Fischer, Trainer 1.  FSV Mainz 05 „Ich gehe mal davon aus, dass du effizient sein musst. Dass du nicht allzu viele Möglichkeiten bekommst. Das was du kriegst, da muss was rausschauen.“ Arnold: Und dann  haben wir noch was Interessantes gesehen im Training. Mittlerweile werden ja die Torhüter bei […]

  • Verdacht auf Straftat: Leiche neben Mülltonne in Heusenstamm gefunden

    Verdacht auf Straftat: Leiche neben Mülltonne in Heusenstamm gefunden

    In Heusenstamm im Kreis Offenbach ist eine Leiche gefunden worden. Noch ist unklar, wer die tote Person ist – und wie sie ums Leben kam. Die Ermittler gehen von einer Gewalttat aus. Schockierender Fund in einem Gewerbegebiet im südhessischen Heusenstamm: Ein Mann, der hier in der Nähe arbeitet, findet in der Ottostraße gestern neben einigen Mülltonnen eine Leiche. Er informiert die Polizei. Heute geben die Ermittler Details zum Fall bekannt. Der Tote sei demnach ein Mann mittleren Alters. Seine Identität sei noch nicht offiziell bestätigt, aber es gebe erste Hinweise. Die Behörden prüfen, ob es einen Zusammenhang mit einem Vermisstenfall aus Hessen gibt. Spuren am Körper der Leiche deuten auf Gewalt hin. Sebastian Knell, Staatsanwaltschaft Darmstadt „Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln aufgrund des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Es gab Gewalteinwirkungen. Ob diese jedoch todesursächlich waren, das wird abgeklärt. Hierzu wurde eine Obduktion angeordnet, die im Laufe des Tages durchgeführt wird.“ Bis tief in die Nacht sperren Spurensicherer gestern das Gebiet rund um den Fundort der Leiche ab. Auch heute bleibt es abgesperrt, weitere Untersuchungen laufen. Die Polizei bittet mögliche Zeugen, sich zu melden. Wer gestern etwas Verdächtiges beobachtet hat, soll sich bei den Ermittlern melden.

  • Starttermin für Neubau der Zeller Brücke im Odenwald steht

    Starttermin für Neubau der Zeller Brücke im Odenwald steht

    Im Odenwald wurde im vergangenen Jahr die marode und von Rissen durchzogene Zeller Brücke gesprengt. Über sie verläuft normalerweise die wichtige Bundesstraße B45, die den Odenwald und das Rhein-Main-Gebiet verbindet. Der Verkehr muss seitdem umgeleitet werden. Der Neubau der Brücke soll deshalb so schnell es geht umgesetzt werden. Heute wurde der Plan vorgestellt. Mit großem Knall stürzt die 3000 Tonnen schwere Zeller Brücke in sich zusammen. 44 Kilo Sprengstoff bringen das Bauwerk am 30. Juli 2025 in nur wenigen Sekunden zu Boden. Seit heute ist klar: Ende April ist Spatenstich und im Juni 2027 soll der Verkehr wieder über die Brücke rollen. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Die Zusammenarbeit der Beteiligten, der der Unternehmen, Bahn, Vias auch der Behörden: Die ist hier wirklich vorbildlich. Wir haben ja sofort nach der Sperrung hier eine Taskforce eingerichtet, wo die unterschiedlichen Akteure, das sind durchaus mal 40 Leute in einem Konferensaal, regelmäßig zusammenkommen. Und zwar nicht erst dann, wenn Probleme auftauchen, sondern sehr vorausschauen miteinander sprechen: Wer hat eigentlich welche Hausaufgaben.“ Die Kosten für den Neubau in Höhe von rund elf Millionen Euro übernimmt der Bund. Auch beim Genehmigungsverfahren wird unbürokratisch aufs Gas gedrückt. Bedeutet: Das Bauprojekt darf ausgeschrieben und vergeben werden, obwohl der abschließende Plan noch nicht steht. Markus Schmitt, Dezernent Planung und Bau Hessen Mobil „Das ist eine beschleunigte Vorgehensweise, die man eigentlich nur bei Katastrophenfällen anwendet. Aber es ist ja auch eine Katastrophe hier für den Odenwaldkreis, dass diese Bundesstraße zurzeit nicht zur Verfügung steht. Alleine diese Prozessbeschleunigung hat uns sicherlich anderthalb Jahre eingespart.“ Circa 16.000 Fahrzeuge fahren normalerweise täglich über die Brücke. Seit Ende April 2025 muss der Verkehr umgeleitet werden. Betroffen sind auch viele Unternehmen, die auf die Bundesstraße angewiesen sind. Christian Jöst, Präsident IHK Darmstadt Rhein Main Neckar „Also wir haben Unternehmen gehabt, die haben uns angegeben, […]

  • Turbo-Frühling bringt Sonnenschein und bis zu 20 Grad

    Turbo-Frühling bringt Sonnenschein und bis zu 20 Grad

    Waren Sie heute auch das erste Mal in diesem Jahr ohne Jacke vor der Tür? In weiten Teilen von Hessen und Rheinland-Pfalz war das dank der milden frühlingshaften Temperaturen möglich. Ein richtiger Turbo-Frühling. Aber woher kommt das warme Wetter eigentlich und noch wichtiger: Bleibt es uns noch ein bisschen erhalten? Das erste Eis des Jahres schmeckt besonders gut. Das gilt auch heute bei 16 Grad im hssischen Bensheim. Alexander Ritzert „Man hat wieder die Motivation rauszugehen, die Sonne zu genießen, Kaffee zu trinken. Das ist das, was ich normalerweise in der Mittagspause mache.“ Shima „Gigantisch! Es war so deprimierend und kalt und ätzend und dann steigert man sich so rein in schlechte Neuigkeiten und doomscrollt die ganze Zeit, weil man kann ja nicht rausgehen und jetzt endlich wieder draußen ist die Welt endlich wieder in Ordnung.“ Mehriban Mugan, Eisdielenbesitzerin „Ich freue mich als Eisdielenbesitzerin, dass so früh schon gutes Wetter ist. Das klingelt natürlich in der Kasse. Ich freue mich und ich freue mich auch auf den Sommer.“ Bei den aktuell frühlingshaften Temperaturen kommt selbst der Meteorologe heute im T-Shirt zu unserem Interview und erklärt: Thore Hansen, Deutscher Wetterdienst „Wir haben es mit einer großräumige Südwestströmung zu tun. Einem Hochdruckgebiet über Osteuropa und einem Tiefdruckgebiet über dem Nord Westen Europas und wir dazwischen liegen in einer südwestlichen Strömung. Und mit der kommt die Luft von den Azoren, von Madeira, von den Kanaren, von sehr weit weg. Und dort ist es deutlich milder als bei uns und wir Profitieren jetzt von diesen milden Luftmassen.“ Anders als in der Eisdiele freuen sich die Menschen, dass es hier kein Eis mehr gibt. Im Staatspark Fürstenlager an der Bergstraße genießt man die wärmenden Strahlen und auch die Tiere haben gegen ein bisschen Sonne ganz und gar nichts einzuwenden. Aber: Muss man jetzt schnell ein […]

  • Nachrichten vom 25.02.2026

    Nachrichten vom 25.02.2026

    Tarifverhandlungen für Nahverkehr gehen weiter — Gutachter kritisieren Volkszählung — Fresenius steigert Umsatz und Gewinn Anmoderation: Zwei Männer sind am frühen Morgen bei Arbeiten für den Windpark Fischborn im Main-Kinzig-Kreis ums Leben gekommen. Wie die Polizei mitteilte, sei ein Arbeitskorb, der sich im oberen Bereich des Turms befand, aus noch unbekannten Gründen abgestürzt. Die beiden 32 Jahre alten Männer waren offenbar sofort tot. Ein Gutachter soll nun den genauen Hergang ermitteln. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten an diesem Mittwoch. Tarifverhandlungen für Nahverkehr gehen weiter Einen Tag nach den Warnstreiks im Nahverkehr mehrerer hessischer Städte haben heute die Gewerkschaft ver.di und der Kommunale Arbeitgeberverband Hessen ihre Tarifverhandlungen in Frankfurt fortgesetzt. Die Gewerkschaft fordert bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, wie etwa höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. Die Arbeitgebervertreter verweisen auf die schwierige finanzielle Situation der kommunalen Nahverkehrsbetriebe. Für Freitag und Samstag hat ver.di erneut zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. In Hessen sind vor allem Frankfurt, Kassel und Wiesbaden betroffen. Ein Abschluss der Verhandlungen für das Land wird für den 16. März angestrebt. Gutachter kritisieren Volkszählung Im Streit über die Einwohnerzahlen der hessischen Kommunen hat ein Gutachten im Auftrag von rund 280 Städten und Gemeinden erhebliche Mängel bei der Durchführung und Transparenz des Zensus 2022 festgestellt. Das hat die Stadt Hanau mitgeteilt. Sie sieht sich in ihrer Klage gegen die Ergebnisse des Zensus bestätigt. Das Statistische Landesamt hat im Rahmen der Volkszählung für Hanau eine deutlich geringere Einwohnerzahl festgestellt als das Melderegister ausweist. Die Stadt befürchtet deshalb einen jährlichen Verlust von knapp 10 Millionen Euro. Wieviel Geld die Kommunen von Land bekommen, hängt auch von der Einwohnerzahl ab. Auch viele weitere Kommunen haben aus den gleichen Gründen Klagen eingereicht. Fresenius steigert Umsatz und Gewinn Der Bad Homburger Krankenhaus- und Arzneimittelkonzern Fresenius hat das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich abgeschlossen. Dank guter Geschäfte bei […]

  • DFB-Frauen bereiten sich in Frankfurt auf WM-Qualifikation vor

    DFB-Frauen bereiten sich in Frankfurt auf WM-Qualifikation vor

    Auf dem DFB-Campus nach Frankfurt trainiert seit gestern die deutsche Frauen-Nationalmannschaft, um sich auf die anstehenden Qualifikations-Spiele für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr vorzubereiten. Die gute Nachricht: Der Kader ist nahezu in Bestbesetzung – so gut wie alle Leistungsträgerinnen sind mit an Bord. Ann-Katrin Berger. Torhüterin und sicherer Rückhalt der Mannschaft. Giulia Gwinn. Kapitänin, die vorangeht und Verantwortung übernimmt. Und Klara Bühl. Die offensive Kreativspielerin im Team. Bundestrainer Christian Wück hat all seine Schlüsselspielerinnen zur Verfügung und schenkt dem Kader das Vertrauen, der jetzt schon längere Zeit mit Leistung überzeugt. Christian Wück, Bundestrainer Frauenfußball-Nationalmannschaft „Ich denke, es ist ein Punkt, den wir den Spielerinnen auch geben wollen. Dass wir dieses Vertrauen weitergeben wollen. Wir haben glaube ich eine ganz ganz gute Grundlage gefunden im letzten Jahr. Und anhand dieser Kadersituation wollen wir jetzt weitergehen.“ So, wie der DFB auch den Weg mit Christian Wück weitergehen will. Ende Januar: Seine Vertragsverlängerung bis 2029. Christian Wück, Bundestrainer Frauenfußball-Nationalmannschaft „Wir wollen das festigen, was wir angefangen haben. Wir wollen die nächsten Schritte gehen. Wir wollen diese Gap, die wir noch haben, zu Spanien oder anderen Top-Nationen weiterhin schließen.“ Um im Sommer 2027 für Großes bereit zu sein. Denn dann heißt es: Weltmeisterschaft in Brasilien. Die erfolgreiche Qualifikation, auch für die Ex-Nationalspielerin und aktuelle Co-Trainerin, Saskia Bartusiak, der klare Anspruch für das DFB-Team. Saskia Bartusiak, Co-Trainerin Frauenfußball-Nationalmannschaft „Unser Ziel ist es natürlich, uns über die Qualifikationsspiele, die wir bis zum Juni haben, uns für die WM in Brasilien zu qualifizieren. Das ist unser ganz ganz großes Ziel. Das haben wir vor Augen. Und da müssen wir natürlich Schritt für Schritt von Spiel zu Spiel denken. Aber natürlich wissen wir, wo wir hinwollen. Und das ist ganz klar, dann in Brasilien mit dabei zu sein.“ Der Austragungsort, für die DFB-Frauen ein gutes Omen. Denn in […]

  • Nachrichten vom 24.02.2026

    Nachrichten vom 24.02.2026

    Weitere Warnstreiks im Nahverkehr — Bopparder Krankenhaus kann erhalten bleiben — Bischofskonferenz hat neuen Vorsitzenden Anmoderation: Fast 32 Jahre nach dem Mord an einer US-amerikanischen Touristin in Koblenz hat die Polizei einen Tatverdächtigen ermittelt. Der mittlerweile 81 Jahre alte Deutsche ist gestern in seiner Wohnung in der Nähe von Koblenz festgenommen worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz heute mit. Der Mann steht unter dem dringenden Verdacht, die damals 24-Jährige missbraucht und getötet zu haben. Weitere Informationen zu diesem Cold Case, der jetzt aufgeklärt werden könnte, gibt es morgen auf einer Pressekonferenz. Wir werden berichten. Und damit jetzt zu weiteren Meldungen des Tages. Weitere Warnstreiks im Nahverkehr Im Tarifstreit der kommunalen Verkehrsbetriebe hat die Gewerkschaft ver.di für Freitag und Samstag erneut zu Arbeitsniederlegungen in Hessen und Rheinland-Pfalz aufgerufen. Davon betroffen sind in Rheinland-Pfalz unter anderem Mainz, Trier und Kaiserslautern. In Hessen wird es vor allem wieder Frankfurt, Wiesbaden und Kassel treffen. In den drei Städten gibt es bereits wegen des heutigen Warnstreiks erhebliche Einschränkungen im Nahverkehr. In Frankfurt stehen zum Beispiel die U- und Straßenbahnen still, in Wiesbaden fallen die meisten Buslinien aus. Die Gewerkschaft fordert in erster Linie bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten. Krankenhaus kann erhalten bleiben Die Stadt Boppard will das finanziell angeschlagene örtliche Krankenhaus in den kommenden beiden Jahren mit bis zu zwei Millionen Euro unterstützen. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. Das Krankenhaus Heilig Geist gehört zum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein. Dessen Gesellschafterversammlung hatte bereits entschieden, den Standort Boppard wegen seiner Verluste zu schließen, wenn bis Anfang März keine Lösung vorliegt. Der Landkreis Mayen-Koblenz und die Stadt Koblenz müssen der Millionenhilfe noch zustimmen. Bischofskonferenz hat neuen Vorsitzenden Die katholische Deutsche Bischofskonferenz hat heute in Würzburg den Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Er tritt die Nachfolge von Georg Bätzing an. Der Limburger Bischof hatte Mitte Januar […]

  • Nach jahrelangem Hin und Her - Granitabbau in Heppenheim nun genehmigt

    Nach jahrelangem Hin und Her – Granitabbau in Heppenheim nun genehmigt

    Zahnpastatuben, Kochplatten und Straßenbelag – sie alle haben eines gemeinsam: In allen ist Granit enthalten. Der Bedarf an diesem Rohstoff wird immer größer. Gleichzeitig wird regional aber immer weniger davon abgebaut. Viele Betriebe klagen über bürokratische Hürden und strenge Umweltauflagen. Im hessischen Heppenheim musste ein Betrieb ganze elf Jahre auf die Genehmigung warten, seinen Steinbruch erweitern zu dürfen. 140 Meter hohe Steilwände ragen in Heppenheim in die Höhe. Riesige Kipplaster transportieren zuvor aus der Erde gesprengtes und anschließend zerkleinertes Gestein. Seit über 60 Jahren wird hier Granit abgebaut. Doch: so langsam ist der Steinbruch erschöpft. Bereits 2014 stößt Geschäftsführer Marco Röhrig deshalb ein Genehmigungsverfahren an, um seinen Steinbruch zu erweitern. Das Verfahren zieht sich über 11 Jahre. Währenddessen wächst der Druck auf das Unternehmen. Marco Röhrig, Geschäftsführer Röhrig Granitabbau „Nur noch ein paar Jahre hätten wir davon leben können und dann hätte man den Betrieb tatsächlich runterfahren müssen. Also das kann man tatsächlich keinem wünschen, was das mit einem macht. Das ist natürlich eine enorme psychische Belastung, wenn man mit dem Rücken an der Wand steht, nicht vernünftig planen kann und es um die Existenz deines Unternehmens geht.“ Ein Grund, warum die Genehmigung so lange dauert: Das Abbaugebiet ist umgeben von Wald. Ein Teil soll für die Erweiterung gerodet werden. Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald klagt dagegen. Wolfram Grüneklee, Vorstandsmitglied Schutzgemeinschaft Deutscher Wald „Wir sehen es so, dass wenn noch weiter ausgebaut wird, der gesamte Wald hier oben gefährdet wird. Dieser Wald, den wir hier auf dem Hang haben, dem vorderen Odenwald, dem kommt eine immense Bedeutung für die Kaltluftzufuhr für die Ebene zu. Wenn wir diesen Wald hier verlieren, dann hat das natürlich erhebliche Auswirkungen.“ Außergerichtlich einigt man sich  schließlich auf einen Kompromiss: Von der ursprünglich geplanten Erweiterung um  6,2 Hektar wird nun  ein kleiner aber wichtiger Teil des Waldes […]

  • Bonobo-Äffchen im Frankfurter Zoo geboren

    Bonobo-Äffchen im Frankfurter Zoo geboren

    Im Frankfurter Zoo ist im Dezember ein kleiner Bonobo auf die Welt gekommen. Eine große Freude, denn die kleinste Art der Menschenaffen ist stark gefährdet. Trinken, schlafen und ganz viel kuscheln. Während die anderen Jungtiere im Gehege herumtollen, bleibt der kleine Faro ganz eng bei Mama Mixi. Bis er ein Jahr alt ist, wird er den Bauch seiner Mama nicht verlassen. Lena Kämmerer, Tierpflegerin Zoo Frankfurt „Das heißt da ist 24 Stunden Körperkontakt und das braucht, also allein durch die Wärme, aber tatsächlich auch für das Geborgenheitsgefühl. Die Fellpflege ist auch ein ganz wichtiger Teil für die Bindung. Also die Mutter ist sehr viel damit beschäftigt das Fell zu pflegen, kleine Schuppen vielleicht zu entfernen oder Pickel auszudrücken. Das trägt ein ganz ganz großen Teil zur Bindung bei.“ Faro ist schon das vierte Baby von Mixi  und die erfahrene Mama kümmert sich bestens.  Bonobos sind sehr sozial. In der Natur kommen sie in Gruppen von bis zu 100 Tieren vor, die sich immer mal wieder in kleinere Einzelgruppen auftrennen, beispielsweise zur Nahrungssuche, und dann wieder zusammenkommen. Lena Kämmerer, Tierpflegerin Zoo Frankfurt „Das versuchen wir hier auch so gut es geht zu simulieren. Wir haben zwei getrennte Gruppen, insgesamt 17 Bonobos, nein 18 Bonobos jetzt mit Faro. Und wir versuchen immer mal wieder Individuen auszutauschen innerhalb der Gruppen, einfach um die Sozialstruktur zu stärken. Natürlich versteht sich nicht jeder mit jedem, das ist ganz normal, das ist ja bei uns Menschen genauso.“ Toben, schlafen, kuscheln, spielen. Es gibt viel zu sehen bei den Bonobos. Und das ein oder andere Verhalten ist manchmal gar nicht so fremd. Ella (7) „Wie meine Schwester. Die Affen sind so süß, aber auch irgendwie lustig.“ Johanna (9) „Irgendwie wie sie sich verhalten, sie sind ja sehr menschlich, aber dann irgendwie verhalten sie sich ganz anders. Ich […]

  • Nach Parteitag: Neue CDU-Bundesvorsitzende Ines Claus zu Gast im Studio

    Nach Parteitag: Neue CDU-Bundesvorsitzende Ines Claus zu Gast im Studio

    Eva Dieterle spricht mit ihr über ihre Wahl und die Signale, die vom Bundesparteitag ausgehen sollen. Eva Dieterle, Moderatorin Und jetzt begrüße ich Sie hier bei mir im Studio. Ines Claus, guten Abend. Frau Claus, Sie sind zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt worden – allerdings, das muss man sagen, mit einem relativ schwachen Ergebnis. Wie erklären Sie sich das? Ines Claus (CDU), stellv. Bundesvorsitzende: Ich freue mich erst mal riesig, dass Friedrich Merz ein so großartiges Ergebnis bekommen hat, das ist ein Zeichen von Geschlossenheit für die Partei und jetzt auch wichtig in diesen Zeiten. Und ansonsten – das sei mir gestattet – ich freue mich riesig, jetzt stellvertretende Bundesvorsitzende sein zu dürfen. Ich habe mir das, als ich damals eingetreten bin in die CDU, nicht vorstellen können, dass mich mein Landesverband mal nominiert. Das sein zu dürfen und dann gewählt worden zu sein, ist was ganz Besonderes. Ich freue mich damit jetzt in eine Riege von Ministerpräsidenten und Bundesministern zu sein. Insoweit: Ich freue mich, dass ich gewählt bin. Und ich freue mich, jetzt in dem Team mitzuarbeiten. Das heißt, ich nehme das Ergebnis und die Arbeit mit Dankbarkeit und Demut an. Dieterle: Also bei Ihnen überwiegt die Freude. Ich möchte trotzdem noch mal ganz kurz auf das Ergebnis zu sprechen kommen, denn es gibt andere Spekulationen, dass sich einige Delegierte daran gestört haben könnten, dass zuvor eine Frauenquote für die Stellvertreterposten festgelegt worden ist. Und deutlich ist ja auch, dass alle drei Frauen ein deutlich schlechteres Ergebnis erzielt haben als die Männer. Wir haben Sie gerade im Beitrag gehört. Sie haben die Frauen und die Stärke der Frauen angesprochen. Was ist das für ein Signal auch an Sie, Frau Claus? Hat die CDU immer noch ein Problem mit Frauen? Claus: Die CDU hat kein Problem mit Frauen. Wir sind […]

  • Nachrichten vom 23.02.2026

    Nachrichten vom 23.02.2026

    Wieder Streik im Nahverkehr — Afrikanische Schweinepest vorerst gestoppt — Pollenflug nimmt zu Wieder Streik im Nahverkehr In fünf hessischen Städten stehen am Dienstag erneut Busse und Bahnen still, darunter Frankfurt, Kassel und Wiesbaden. Pendler müssen ab dem frühen Morgen bis Betriebsschluss mit großen Einschränkungen rechnen. Die Gewerkschaft ver.di will mit dem Warnstreik den Druck in den Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband erhöhen. Am Mittwoch sollen die nächsten Gespräche stattfinden. Die bisherigen Verhandlungsrunden waren gescheitert, zuletzt hatten die Arbeitgeber Kürzungen bei den Zulagen gefordert. Der Ausstand morgen ist bereits der fünfte Streiktag im Februar, vor allem in Frankfurt war es zuletzt zu massiven Ausfällen  im Nahverkehr gekommen. Afrikanische Schweinepest vorerst gestoppt In Südhessen wurde im Landkreis Groß-Gerau seit sieben Monaten kein neuer Fall der Afrikanischen Schweinepest gemeldet. Im Hotspot-Kreis Bergstraße gab es seit sechs Wochen keinen positiven Fund der für Tiere hochansteckenden Virusinfektion. Zur Eindämmung der Tierseuche wurden in Hessen über 100 Kilometer Elektrozäune aufgebaut. Auch im weniger betroffenen Rheinland-Pfalz wurde zuletzt kein neuer Fall gemeldet. Pollenflug nimmt zu In den kommenden Tagen müssen sich Allergiker auf eine deutlich höhere Pollenbelastung einstellen. Laut Deutschem Wetterdienst fliegen an den kommenden, wärmeren Tagen vor allem Hasel- und Erlenpollen. Durch den ungewöhnlich langen, nasskalten Winter war es zuletzt zu teils niedrigeren Pollenkonzentrationen gekommen als in den vorigen Jahren. Während in Rheinland-Pfalz die Erle schon länger blüht, zieht der Pollenflug in Nordhessen jetzt an.