Hessen

  • Low-Budget-Filmproduktion „Irrtum“

    Low-Budget-Filmproduktion „Irrtum“

    Filme drehen…eigentlich ja eine kostspielige Angelegenheit. Aber ein Hobby-Filmemacher aus Hessen beweist: Mit jeder Menge Leidenschaft und der tatkräftigen Unterstützung von Filmverrückten aus ganz Hessen –  und sogar darüber hinaus –  lässt sich auch ohne das große Geld so einiges realisieren! Totenköpfe. Stacheldraht. Und jede Menge Gitterstäbe. Die bösen Jungs machen Eindruck. Erst wenn man die Tonangel sieht wird klar: Hier wird ein Film gedreht. Und er steckt dahinter. Frank Schraml, genannt Franky, dreht gerade Teil 2 seiner Low-Budget-Krimireihe „Irrtum“. Frank Schraml, Filmemacher: „Wenn du in der Zelle bist und die Tür ist zu und du weißt du kommst hier garnicht raus. Es sei denn es öffnet einer von draußen, dann ist das schon ein sehr komisches Gefühl. (…) Diese ganze Atmosphäre, dieses Drumherum, das ist schon was Besonderes. Und ich glaube da fällts einem auch recht leicht hier die eine oder andere Szene zu drehen.“ In diesem stillgelegten Trakt des Gefängnisses in Frankfurt-Preungesheim dreht Frank Schraml bereits zum zweiten Mal. Die Drehorte wählt der Regisseur, Drehbuch-Autor und Hauptdarsteller so aus, dass sie im Ideafall kostenfrei nutzbar und dennoch stimmungsvoll sind. (WHIP) So auch dieses Waldstück in seinem Heimatort Groß-Bieberau, in dem ein Leichenfund inszeniert wird. Gedreht wird fast immer Sonntags. Die Darsteller und Komparsen reisen teils hunderte von Kilometer an. Und opfern für das Abenteuer „Film“ ihre Freizeit, ganz ohne Gage. Sebastian Boncol, Kampfsport- und Personaltrainer aus Bruchsal: „Für mich ist das etwas Neues. Neue Wege zu gehen, in verschiedene Rollen, Charaktäre hereinzuschlüpfen. Aus sich herauszukommen, die Komfortzone zu verlassen.“ Hermann Wenzel, aus Groß-Umstadt: „Ich mach gerne Sachen, die andere nicht machen. (…) Da ist das eigentlich auch so ein bisschen was, wo ich sage: Das ist schon was geiles. Es macht nicht jeder. Es kann nicht jeder.“ Harmke Horst und Personenspurhündin Esra sind ausgebildet für den Ernstfall, waren […]

  • Beim ersten EM-Spiel in Frankfurt trifft Belgien auf die Slowakei

    Beim ersten EM-Spiel in Frankfurt trifft Belgien auf die Slowakei

    Starten wollen wir zunächst – wie könnte es anders sein – mit Fußball! Denn gleich um 18 Uhr steigt auch hier im Stadion in Frankfurt das erste Spiel dieser Europameisterschaft. 48.500 Zuschauer in der Arena verfolgen dann die Partie Belgien gegen die Slowakei. Zahlreiche Anhänger beider Mannschaften haben sich auf den Weg nach Frankfurt gemacht, auch an der großen Fanmeile am Mainufer freuen sich die Fußballfans auf den Anpfiff. Und genau dort steht jetzt unser Sportreporter Thorsten Arnold. Markus Applemann, Moderator: Thorsten, wie groß ist die EM-Stimmung denn in Frankfurt schon? Thorsten Arnold, Reporter: Ja, das EM-Feeling ist auch hier in Frankfurt angekommen. Das hat man ja schon vergangene Woche gespürt hier bei dieser schönen abendlichen Einweihung dieser Fanzone hinter mir. Und auch beim ersten Spiel der deutschen Mannschaft am Freitag, da war es hier auf der Fanmeile rappelvoll. Da mussten sogar die Ordnungskräfte dann dafür sorgen, dass die Zugänge gesperrt werden. Davon ist man heute, zugegebenermaßen, Zugegeben, weit entfernt. Also Belgien gegen die Slowakei – das ist jetzt nicht so Ober-Knaller, aber dennoch sportlich durchaus reizvoll: Mit dem deutschen Trainer Domenico Tedesco auf der belgischen Bank und ihrem Superstar Kevin de Bruyne. Den kennt man ja noch aus der Bundesliga – jetzt aktuell der Superstar beim englischen Meister Manchester City. Ja und eben die Slowakei – der krasse Außenseiter Aber ich habe einmal bei denen beim Training zugeschaut. Die sind ja in Mainz untergebracht, trainieren dort jeden Tag im Bruchweg-Stadion.  Und da konnte ich mit ein paar Spielern sprechen und die haben gesagt: Na klar, auch gegen die Großen rechnen wir uns etwas aus und wir wollen die Überraschungsmannschaft dieser EM werden. Markus Appelmann, Moderator: Großes Thema ist die Sicherheit an den EM-Spieltagen. Gestern gab es ja in Gelsenkirchen erste Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Anhängern. Wie ist die aktuelle Lage in Frankfurt? […]

  • Auswärtige Kabinettssitzung bei der U.S. Army

    Auswärtige Kabinettssitzung bei der U.S. Army

    Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein tagt heute gemeinsamen mit seinem Kabinett. Es geht um Sicherheit. In- und außerhalb Hessens. Mit dabei: Vertreter der Polizei und der Bundeswehr. Dafür trifft sich das Sicherheits-Kabinett am Stützpunkt der U.S. Army in Wiesbaden. Ein besonderer Ort, wenn es um das Thema Sicherheit geht… Dieser Militärstützpunkt in Wiesbaden wird immer wichtiger: Von hier aus koordiniert die U.S. Army Waffenlieferungen an die Ukrainer. Seit Freitag ist bekannt. Diesen Job soll bald auch eine neue NATO Einheit übernehmen. Der Militärstützpunkt wächst dadurch: Statt bisher 300, werden dann rund 700 internationale Soldaten in Wiesbaden sein.  O-Ton: Boris Rhein (CDU) – Ministerpräsident Hessen  „Und das bedeutet insbesondere, dass das für uns eine ganz herausragende Aufgabe ist. Und das wir natürlich auch eine besondere Verantwortung gemeinsam in den NATO -Verbänden spüren für die Ukraine. Und deshalb ist es aus meiner Sicht zunächst einmal eine sehr gute Nachricht, was hier in Wiesbaden stattfindet.“ Neben der Ukrainehilfe stehen auch innenpolitische Themen im Fokus: Das Kabinett beschließt heute eine „Sicherheitsoffensive für Hessen.“ Wesentliche Punkte des Papiers sind die Bekämpfung von Rechtsextremismus und Islamismus. Die Aufstockung der Polizei und die Abwehr hybrider Bedrohungen, wie Cyberangriffe.  O-Ton Roman Poseck (CDU) – Innenminister Hessen „Wir setzen insoweit gemeinsam ein Zeichen für unsere Sicherheit. Der Rechtsextremismus ist die größte Bedrohung für unsere Demokratie. aktuell. Deshalb setzen wir auf eine konsequente Strafverfolgung rechtsextremistisch motivierter Straftaten. Wir haben hierfür extra eine Einheit im Landeskriminalamt eingesetzt.“ Um Islamismus in Zukunft stärker zu bekämpfen, will die hessische Landesregierung verurteile schwere Straftäter und Gefährder – auch nach Afghanistan oder Syrien – konsequent abschieben. Außerdem sollen Möglichkeiten der Überwachung ausgeweitet werden, indem IP-Adressen gespeichert oder mehr Waffenverbotszonen eingerichtet werden. Das Sicherheitsversprechen sei die oberste Aufgabe des Staates, erklärt heute Ministerpräsident Boris Rhein:  O-Ton: Boris Rhein (CDU) – Ministerpräsident Hessen „Hier ist das Thema […]

  • 75 Jahre Berliner Luftbrücke

    75 Jahre Berliner Luftbrücke

    Und auch am Wochenende war in der Wiesbadener Clay-Kaserne am Flughafen in Erbenheim schon ne Menge los: Denn es gab etwas zu Feiern. Vor genau 75 Jahren endete die Berliner Luftbrücke. Nachdem die Sowjetunion die Stadt 1948 abgeriegelt hatte, versorgte die US-Armee die Menschen in West-Berlin monatelang aus der Luft. Viele der so genannten „Rosinenbomber“ starteten damals von Frankfurt oder eben von Wiesbaden-Erbenheim aus in Richtung geteilter Hauptstadt. Moment mal, das Geräusch kenne ich doch… werden sich ganz alte Wiesbadener am Wochenende vielleicht gedacht haben: Es ist das Brummen der US-Militärflugzeuge der Typen DC3 und C47, die kurz nach dem Krieg in Dauerschleife zwischen Wiesbaden und Berlin hin- und herflogen, um die Menschen in der eingeschlossenen Stadt mit dem Nötigsten zu versorgen. Neben hochrangigen Militärs bei den Feierlichkeiten in Erbenheim mit dabei: Lucius D. Clay der Dritte. Sein Großvater General Lucius D. Clay war nach dem Krieg Oberbefehlshaber der US-Armee in Europa – und Hauptinitiator der Berliner Luftbrücke. Lucius D. Clay III, Enkel von Lucius D. Clay: „Für ihn war Berlin von Anfang an ein Symbol für den amerikanischen Einsatz für Deutschland, für ein geeinigtes Deutschland. Und er war davon überzeugt, dass es extrem wichtig war, Berlin nicht aufzugeben. Auch aus strategischen Gründen für die kommenden Jahrzehnte. Und ich glaube, er hat damit recht behalten.“ Fest steht: Die Berliner Luftbrücke hat sich tief ins kollektive Gedächtnis der Deutschen gebrannt. Bis heute steht sie symbolisch für die deutsch-amerikanische Wiederannäherung nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei sticht ein US-Luftbrücken-Pilot besonders hervor: Gail Halvorsen, der so genannte „Candy Bomber“, von den Trümmerkindern in Berlin liebevoll „Onkel Wackelflügel“ genannt. Er kam auf die Idee, den Berliner Kindern eine Freude zu bereiten, indem er kleine Fallschirme mit Süßigkeiten über der Stadt abwarf. Vera Mitschrich, Zeitzeugin: „Wir hatten ganz wenig. Und das was war, kam von oben […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tierseuche ausgebrochen: In Hessen ist erstmals die Afrikanische Schweinepest bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Das infizierte Tier wurde im Landkreis Groß-Gerau bei Rüsselsheim gefunden. Die Behörden haben eine Restriktionszone im Radius von 15 Kilometern um den Fundort eingerichtet.  Dort gelten unter anderem ein Jagdverbot und strenge Regeln zur Schweinehaltung. Sie sollen verhindern, dass die Schweinepest sich ausbreitet und auf Hausschweine übergreift. Die Seuche ist nicht heilbar und verläuft bei Wild- und Hausschweinen fast immer tödlich. Für Menschen ist sie ungefährlich. Viele Straftaten wegen Gaza-Krieg: Bis Ende April haben die Staatsanwaltschaften in Hessen mehr als 300 Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Überfall der Hamas auf Israel im vergangenen Oktober und dem Krieg in Gaza eingeleitet. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt heute mitteilte, gehe es dabei unter anderem um die Verwendung von Kennzeichen terroristischer Organisationen, Volksverhetzung und die Billigung von Straftaten. Bei den meisten Verfahren seien die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Mehr Schutz vor Wetterextremen gefordert: Mit Blick auf die Flut im Ahrtal vor rund drei Jahren hat der Gesamtverband der Versicherer heute in Bad Neuenahr-Ahrweiler einen Forderungskatalog für einen umfassenden Schutz vor Naturkatastrophen vorgelegt.  Die geplante Versicherungspflicht gegen Elementarschäden löse das Problem nicht. Die Maßnahmen zum Hochwasserschutz müssten viel schneller umgesetzt werden. In Überschwemmungsgebieten solle nicht neu gebaut werden dürfen. Zudem müssten Flächen entsiegelt werden.

  • Das Warten hat ein Ende: Auftakt zur Heim-EM

    Das Warten hat ein Ende: Auftakt zur Heim-EM

    Heute startet sie: Die Fußball-Europameisterschaft 2024! Und auch in Rheinland-Pfalz und Hessen stecken die Vorbereitungen fürs Public Viewing in den letzten Zügen. Und während deutschlandweit wieder Wangen mit den Deutschlandfarben bemalt werden, ist eine Familie aus Rheinland-Pfalz noch einen Schritt weiter gegangen. Fußballfieber bei Familie Feuerpeil und Co.! Ihr Haus in Mülheim-Kärlich erstrahlt in Schwarz. Rot. Gold. Und das fast auf den Monat genau seit 10 Jahren. Guido Feuerpeil: „Also das kam 2014 bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Da haben wir hier in einer geselligen Runde gestanden. Und dann habe ich gesagt: Falls wir die WM gewinnen, dann streichen wir das Haus schwarz-rot-gold. Ja, gesagt, getan!“ Und so wurde das Haus kurzerhand, nur einen Tag nach dem Finaltriumph der Deutschen Nationalelf gegen Argentinien gestrichen. 3 Eimer Farbe und 8 Stunden später war das Deutschland-Haus – inklusive der Sterne – fertig. Wenige Kilometer weiter finden im Biergarten am Deutschen Eck die letzten Handgriffe für das anstehende Public Viewing statt. 4500 Personen finden hier Platz und die ersten legen schon zur Mittagszeit los! Geht es nach dem tierischen Orakel und Pinselohrschwein Abby aus dem Zoo Frankfurt, wird die Deusche Nationalmannschaft beim Auftaktspiel der Heim-EM gegen Schottland heute Abend einen Sieg einfahren. Aber wie sieht man das in Koblenz? 36   Uschi Valbert, aus Gummersbach: „Es geht gut aus für Deutschland. 2 zu 1 gegen Schottland.“ Peter Blaas, aus Wetzlar: „Die letzten zwei Spiele waren eigentlich nicht unbedingt so, dass man sagt wir sind fähig Europameister zu werden. Warten wir mal ab.“ Janett Niedecker, aus Waldbröl: „Ich glaub 1 zu 1. Würde mir natürlich für Deutschland einen Sieg wünschen, aber ich glaube eher 1 zu 1.“ Felix R., aus Münster: „Ich tippe auf ein optimistisches, solides 2 zu 0 für Deutschland. (…) Sommermärchen 2.0. Ich bin optimistisch. Das wird.“ Wie in Koblenz sind auch die […]

  • Rotes Kreuz ist bereit für die EM

    Rotes Kreuz ist bereit für die EM

    Natürlich wünschen sich alle eine fröhliche EM ohne größere Zwischenfälle. Bei derart großen Menschenmassen etwa im Stadion oder auf der Fan-Meile am Frankfurter Mainufer, kommt es natürlich immer wieder mal zu medizinischen Notfällen. Genau darauf hat sich das Team des Deutschen Roten Kreuzes in den vergangenen Monaten intensiv vorbereitet. Für Zehra Harizanova kann die Fußball-Europameisterschaft jetzt gerne losgehen: Eigentlich ist sie zahnmedizinische Fachangestellte. Setzt sich aber ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz ein. Vor allem bei Großevents wie Konzerten oder Fußballspielen – und nun eben bei der EM. Zehra Harizanova, ehrenamtliche Mitarbeiterin DRK: „Ich möchte mich engagieren. Beziehungsweise der Gesellschaft etwas Gutes tun. Und ich weiß ganz genau, dass viele Veranstaltungen ohne das Ehrenamt nicht funktionieren.“ Zehra Harizanova ist eine von insgesamt rund 1000 hessischen DRK-Kräften, die in den kommenden Wochen in den Stadien in Frankfurt und Dortmund sowie an den Fanmeilen zum Einsatz kommen. Marco Schmitz ist für die Koordinierung der Hilfskräfte im Frankfurter Stadion zuständig. Marco Schmitz, Kreisbereitschaftsleiter DRK Frankfurt: „Das Stadion ist sehr engmaschig mit Sanitätern besetzt. Das heißt, im besten Fall sieht eigentlich jeder Besucher irgendwo einen Sanitäter stehen. Innerhalb von zwei Minuten maximal ist ein Notarzt da. Also, ein UEFA-Delegate hat mal gesagt: Wenn man krank wird, dann bitte in diesem Stadion. Weil da sind alle schnell vor Ort.“ Schwerere Verletzungen oder gar lebensbedrohliche Situationen wie Herzinfarkte seien aber zum Glück eher die Ausnahme – meistens kämen die Sanitäter bei kleinerer Blessuren wie Schnittverletzungen, Kreislaufproblemen oder bei zu viel Alkohol zum Einsatz. Doch sie machen es gerne – gerade bei einem so besonderen Event wie der Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land. Zehra Harizanova, ehrenamtliche Mitarbeiterin DRK: „Ich bin zwar noch jung und hoffe, dass ich das nochmal erleben darf. Aber man freut sich auf jeden Fall darauf.“ Vielleicht auch, weil das Rote Kreuz bei der Fußball-Europameisterschaft […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick.   Rhein fordert Verhandlungen mit Taliban: Nach der tödlichen Messerattacke eines Afghanen auf einen Polizisten vor rund zwei Wochen in Mannheim fordert der hessische Ministerpräsident Boris Rhein, dass Schwerstkriminelle künftig nach Afghanistan abgeschoben werden können. Wer die Werte des Rechtsstaats verletze, müsse Deutschland verlassen. Rhein forderte Bundeskanzler Olaf Scholz auf,  Verhandlungen mit den in Afghanistan herrschenden Taliban aufzunehmen. Sie müssten zusagen, dass sie ihre Bürger zurücknehmen.  Damit ein Rückführungsabkommen zustande kommt, müsse auch Geld an die Taliban gezahlt werden. Organspende neu regeln: Acht Bundesländer, darunter Hessen und Rheinland-Pfalz, haben heute eine gemeinsame Initiative zur Änderung des Transplantationsgesetzes in den Bundesrat eingebracht. Künftig soll jeder Bürger automatisch als Organspender gelten,  wenn er nicht zu Lebzeiten ausdrücklich widersprochen hat. Die Zahl der Organspenden stagniere seit mehr als zehn Jahren auf niedrigem Niveau. Ziel des Gesetzantrages sei es, dass mehr kranke Menschen die für sie lebenswichtigen Organe bekommen. Der Bundesrat hat den Antrag zur Beratung an den Gesundheitsausschuss überwiesen. Streit über Cannabis-Kontrollen: Nach dem Willen der rheinland-pfälzischen Landesregierung sollen die Kommunen die Einhaltung der Cannabis-Regeln kontrollieren. Die Landesverordnung soll spätestens zum 1. Juli erlassen werden. Der rheinland-pfälzische Städtetag kritisiert, dass die Regeln zu komplex und nicht praktikabel seien. Es sei zum Bespiel schwer zu kontrollieren, ob Cannabis-Konsumenten den vorgeschrieben Abstand zu Schulen, Sportstätten und Kitas einhalten würden. Außerdem würden den Kommunen durch die Kontrollen deutlich mehr Kosten entstehen.

  • Walter Wagner ist der älteste Regattaruderer der Welt

    Walter Wagner ist der älteste Regattaruderer der Welt

    Wenn man in seiner Sportart keine Gegner mehr hat, dann kann es dafür zwei Gründe geben: Entweder man hat schon alle besiegt hat oder man ist der einzige in seiner Altersklasse. So geht es Walter Wagner – mit  97 Jahren ist der Frankfurter der älteste Regattaruderer der Welt. Acht Meter lang und stromlinienförmig – ein Balanceakt für Walter Wagner. Der Regattaruderer trägt sein Ruderboot ganz alleine aus dem Bootshaus des Griesheimer Ruderclubs. Schließlich wird er es auch gleich alleine rudern – mit 97 Jahren. Drei bis vier Mal trainiert Walter Wagner pro Woche auf dem Main. Walter Wagner, Regattaruderer: „Das Rudern, man ist alleine auf dem Wasser. Im Einer. Man kann tun und vor allem, wenn man die Technik beherrscht, ist das schon was Schönes. Das Boot läuft unter einem weg, wenn man zieht. Es ist wunderschön. Also das war für mich immer eine Erholung.“ Seit 80 Jahren rudert Walter Wagner. Beim Fußballspielen als Jugendlicher hat er den Ruderclub zufällig entdeckt und sich in den Sport verliebt. Seitdem gewinnt er einen Titel nach dem anderen, auch die ganz großen. Walter Wagner, Regattaruderer: „Die meisten Medaillen habe ich natürlich bei Weltmeisterschaften geholt, weil ich nachher gar nicht mehr so wild war, woanders mitzufahren. Ich war in der deutschen Mannschaft drin und ich bin Einer gefahren, bin Zweier gefahren, also Doppelzweier, Riemenzweier, Doppelvierer, Riemenvierer, Achter gefahren. Ich bin überall drin gewesen.“ Und das gilt für den Ruderer auch heute noch. Denn an Wettkämpfen nimmt er immer noch teil. Im Juli steht die Euro Masters Regatta in München an. Dafür trainiert der 97-Jährige gerade. Walter Wagner, Regattaruderer: „Chancen, also im Einer, ich habe keine Gegner im Einer. Ja, das muss ich sagen. Ich muss also gegen wesentlich Jüngere fahren. Und selbst da gewinne ich. Also ich werde immer älter, aber die anderen, die […]

  • Wolfsnachwuchs im Hanauer Wildpark

    Wolfsnachwuchs im Hanauer Wildpark

    Es gibt Nachwuchs im Hanauer Wildpark Alte Fasanerie: Acht kleine Wölfe! Bereits zum dritten Mal hat Wölfin Leyla Babys bekommen, jedes Mal ungeplant und diesmal ist auch völlig unklar, wer der Papa ist. Acht auf einen Streich. Es ist viel los im Hanauer Wolfsgehege. Zuckersüßer Baby-Alarm. Ende April hat Leyla die kleinen Wölfe auf die Welt gebracht, vollkommen unbeobachtet, vollkommen ungeplant und auch vollkommen unerklärlich! Marion Ebel, Wildparkbiologin: „Geplant war nichts, aber trotzdem ist es schön, dass sie da sind. Wir wollten eigentlich schon letztes Jahr keinen Nachwuchs. Der Rüde wurde sterilisiert und trotzdem gab es Nachwuchs, dann wurde der Rüde nochmal schlafen gelegt und es wurde noch mal geguckt, ob alles in Ordnung ist, es waren auch andere Tierärzte, die da geguckt haben und die haben auch gesagt, es ist alles in Ordnung. Trotzdem gab es Nachwuchs. Es war eine riesengroße Überraschung in diesem Jahr.“ Wer ist ihr Papa? Infrage käme der doppelt sterilisierte Romulus, vielleicht ein unerklärlich potenter Prachtbursche, oder auch die Schwerstern Cleo und Hilde, wenn da etwas bei der Geschlechtsbestimmung schiefgelaufen ist und auch Käthe käme infrage, sie oder er lebt seit Ende Februar in einem anderen Tierpark. Außer einem Wunder gibt es sonst eigentlich keine anderen Vaterschafts-Möglichkeiten. Marion Ebel, Wildparkbiologin: „Von daher kann ich Ihnen einfach nicht sagen, wo bei uns der Fehler liegt. Aber es ist so, dass es Nachwuchs gab und der ist auch kerngesund. Egal, wer jetzt der Papa war und wir werden auf alle Fälle in diesem Jahr noch ein größeres Augenmerk darauf legen, dass wir das Geschlecht richtig bestimmen, bei allen Achten.“ Das Mysterium um Vater Wolf. Es wird sich nicht mehr aufklären lassen. Die acht Welpen bleiben erst mal im Hanauer Wolfsrudel. Alle werden sterilisiert. Der weibliche Nachwuchs darf im Wildpark bleiben, der männliche wird wohl an andere interessierte […]

  • Poseck zu Konsequenzen aus Hanau-Anschlag

    Poseck zu Konsequenzen aus Hanau-Anschlag

    Wir beginnen die Sendung mit einer Tat, die auch über vier Jahre danach immer noch fassungslos macht. Am 19. Februar 2020 erschießt der mutmaßlich rassistische Tobias R. in Hanau neun Menschen mit Migrationshintergrund, anschließend seine Mutter und sich selbst. Damit sich so etwas Schreckliches nicht wiederholt, hat die hessische Landesregierung Schutzmaßnahmen ergriffen. Bei deren Vorstellung heute in Wiesbaden entschuldigte sich Innenminister Roman Poseck auch für Fehler, die in der Vergangenheit gemacht wurden.     Ein psychisch kranker Täter mit mutmaßlich rassistischer Gesinnung, der legal Waffen besitzen und ungehindert Menschen ermorden kann. Eine versperrte Notausgangstür an einem der Tatorte, eine überlastete Notrufzentrale der Polizei, eine mangelhafte Betreuung von Hinterbliebenen – Angehörige der Opfer sprechen bis heute von Behörden- und Staatsversagen. In 42 Sitzungen versucht ein Untersuchungsausschuss daher, Fehler aufzuarbeiten und Lehren zu ziehen. Ergebnis: Ein 750 Seiten umfassender Abschlussbericht mit 60 Handlungsempfehlungen. Ein halbes Jahr später sind einige davon erfolgreich umgesetzt, wie der zuständige hessische Innenminister Roman Poseck heute in Wiesbaden erklärt. So erhalte der Verfassungsschutz ein Amokpräventionszentrum, um Informationsaustausch und Gefahrenabwehr zu verbessern. Notrufe gingen mittlerweile zentralisiert beim Polizeipräsidium und nicht mehr auf dem Revier ein. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen Trotzdem kann natürlich eine Situation eintreten, dass so viele Notrufe eingehen, dass auch eine Einsatzstelle zum Beispiel beim Polizeipräsidium in Offenbach überlastet ist. Dann wird ein Button gedrückt, dann werden die Notrufe auf ganz Hessen verteilt. Das heißt, sie gehen dann bei allen sieben Präsidien gleichzeitig ein. Und das gewährleistet, dass noch viel viel mehr Notrufe zeitnah bearbeitet werden können. Das ist wichtig, damit Notrufe nicht ins Leere gehen. Außerdem seien Bearbeitungszeiten für Hassmeldungen verkürzt, die Betreuung von Opfern und Angehörigen durch die Polizei verbessert worden. Ein „Respektpaket“ soll für mehr Schutz von Einsatzkräften sorgen. Antirassismustrainings sollen stärker in die Ausbildung integriert werden. Für all das gibt es von […]

  • Psychosomatische Klinik Weilmünster

    Psychosomatische Klinik Weilmünster

    Wer einen Ausschlag hat, dem kann der Hautarzt helfen. Bei Kopfschmerzen vielleicht ein Neurologe. Aber nicht immer muss die Ursache für eine Krankheit rein körperlich sein. Manchmal liegen seelische Schmerzen so tief, dass sie der Auslöser sind. Auf diese Patienten ist die Psychosomatische Klinik im hessischen Weilmünster spezialisiert. Wir von 17:30 haben dort einen Tag hinter die Kulissen geblickt und eine Patientin mit einer sehr besonderen Geschichte kennengelernt.   Ursula Gall, ehem. Patientin Psychosomatische Klinik Weilmünster: „Ich habe mein Haus verkauft. Ich wollte jetzt im Mai mein Auto verkaufen. Ich habe nichts mehr zustande gebracht. Ich konnte auch weder reden richtig, noch riechen, oder schmecken. Es war, als wenn von Jahr zu Jahr immer von mir eingeschlafen wäre.“ Alles beginnt mit einem geplatzten Aneurysma im Gehirn. Es folgen Operationen, Reha, Ursula Gall kämpft sich zurück ins Leben. Aber durch eine Krankheit an der Wirbelsäule hat sie ständig Rückenschmerzen. Sie wird wieder operiert und muss starke Opiate nehmen. Doch die Schmerzen gehen nicht weg. Irgendwann schlägt es ihr auf die Stimme: Die ehemalige Leistungsschwimmerin verschluckt sich ständig beim Sprechen, weil ihr Mund zu viel Spucke produziert. Die Ärzte wissen nicht weiter. Sie wird zum Pflegefall. Ursula Gall, ehem. Patientin Psychosomatische Klinik Weilmünster: „Krank ist krank, das kann man nicht wegmachen. Aber wenn du die Gründe erfährst, dass man auch Schicksalsschläge hatte und das mit der Krankheit eigentlich zusammen kam. Das ist dann auch psychisch, das ist nicht nur körperlich.“ Schicksalsschläge, die bei der heute 71-Jährigen weit zurückliegen. Und doch Auslöser sind. Das lernt sie in der Vitos Klinik für Psychosomatik. Wer hier behandelt wird, leidet in aller Regel unter Stressfolgeerkrankungen oder chronischen Schmerzen. Und hat eine lange Krankenakte dabei. Dr. Doris Klinger, Leiterin Vitos Klinik für Psychosomatik Weilmünster: „Wir fordern die Befunde an, auch die körperlichen Befunde. Und versuchen das zu […]

  • Ukrainische Mannschaft trainiert in Wiesbaden

    Ukrainische Mannschaft trainiert in Wiesbaden

    Die Europameisterschaft beginnt am Freitag. Sie hat in Taunusstein ihr EM-Quartier aufgeschlagen und sich heute in Wiesbaden bei einem öffentlichen Training den Fans präsentiert.   Ein Polizeihubschrauber sichert die Wiesbadener BRITA-Arena von oben. Trotz der strengen Sicherheitskontrollen sind fast 5000 Menschen gekommen, um ihre Mannschaft beim Training anzufeuern. In Zeiten des Krieges ist es vielen hier ein besonderes Anliegen, ihre Fußball-Helden in Wiesbaden zu unterstützen. Michael, 18 Jahre alt: „Das bedeutet mit sehr viel weil das hier auch mein Wohnort ist und ich war sehr überrascht, als die zum Beispiel hier hin gegangen sind wegen dem Trainingslager. “ Aleks, 13 Jahre alt: „Das macht, dass man die Augen zumacht, dass Krieg ist in meinem Land. So mit Fußball fühle ich mich wohl jetzt hier. Ich spiele auch hier jetzt bei Wehen Wiesbaden, genau in diesem Verein und ich fühle mich gut und Fußball hilft dabei.“ Auch Mariana Pyrizhok ist gekommen um die Mannschaft zu unterstützen. Sie ist vor 2 Jahren vor dem Krieg nach Hessen geflohen und vermisst ihre Heimat sehr. Bei Gelegenheiten wie dieser, fühlt sie sich fast wie Zuhause. Mariana Pyrizhok, musste vor 2 Jahren vor dem Krieg fliehen: „Das berührt etwas in meinem Herz und meiner Seele, weil es mein Team ist, mein ukrainisches Nationalteam. Besonders in diesen schweren Zeiten für mein Land, möchte ich sie mit allem unterstützen, was ich geben kann: Mit meiner Präsenz, mit meinen Gefühlen, mit meinen Emotionen und meinen Wünschen. Ich will einfach nur mein Team unterstützen.“ Schon gestern hatte der Hessische Bildungsminister Armin Schwarz die Mannschaft zusammen mit zwei ukrainischen Jugendlichen am Flughafen Frankfurt in Empfang genommen. Stellvertretend für die rund 20.000 ukrainischen Kinder, die in Hessen Zuflucht gefunden haben, übergaben sie der Mannschaft einen Brief. Weitere Unterstützung kommt heute dann vor dem Trainingsbeginn von Ministerpräsident Boris Rhein. Er freut sich, […]

  • Lichtshow zur Eröffnung der Frankfurter Fanmeile

    Lichtshow zur Eröffnung der Frankfurter Fanmeile

    Morgen geht’s endlich los mit der Fußball-Europameisterschaft hier bei uns in Deutschland. Auch Frankfurt ist eine der EM-Städte und begleitet seine Spiele mit einem riesigen Rahmenprogramm für die Fans. Startschuss war bereits gestern Abend – mit einer großen Lichtshow auf dem Main und dazu natürlich den passenden Fußballhymnen.   Der Fußballsong schlechthin, „You’ll Never Walk Alone“. Neu interpretiert von der Frankfurter Sängerin Julie Kuhl. Gerade mal einen Tag nach ihrem 19. Geburtstag ist die Newcomerin so richtig stolz, den EM-Reigen in ihrer Heimatstadt eröffnen zu dürfen. Julie Kuhl, Sängerin aus Frankfurt „Klar, das ist eine riesige Möglichkeit, eine riesige Chance. Ich bin sehr geehrt, dass hier an mich gedacht wurde. Und ich hoffe, dass ich die Leute glücklich machen werden mit meiner Performance.“ Tausende Menschen drängen sich am Mainufer, um ihren Auftritt und die Eröffnung der Frankfurter Fanmeile zu sehen. Eine gigantische Lichtshow auf der Flößerbrücke stellt in bunten Farben alle teilnehmenden Nationalteams vor. Mit mehr als 140 Scheinwerfern und fast 100 Lautsprechern will die Stadt Frankfurt die Vorfreude auf die EM anheizen. Denn eine gute Stimmung bei den Fans kann sich wiederum positiv auf die deutsche Nationalelf auswirken. Thomas Feda, Geschäftsführer Tourismus und Congress GmbH „Die merken das schon. Wenn die Begeisterung hier dann da ist – und die wird da sein, wenn sie erfolgreich sind – dann kriegen die das ja mit, in den Medien. Und wenn sie dann hier bei uns spielen, Deutschland gegen Schweiz, dann wird die Stadt beben!“ In zehn Tagen laufen die Bundeskicker in der Mainmetropole auf, bis dahin können die Fans in der riesigen Frankfurter Fanmeile mitfiebern. 30.000 passen beim Public Viewing ans Mainufer. Auf Fußballfeldern zu Wasser oder hoch über der Skyline kann man sich warmkicken. Die Vorfreude bei den Fans wächst. Daniel Thoma „Ich erwarte schon so ein zweites Sommermärchen, dass […]

  • Tödlicher Unfall bei Wächtersbach

    Tödlicher Unfall bei Wächtersbach

    Ein dramatischer Autounfall in der vergangenen Nacht schockt den Main-Kinzig-Kreis: Bei einem Frontal-Crash auf der B276 bei Wächtersbach stirbt ein Mann. Ein Weiterer liegt jetzt schwer verletzt im Krankenhaus. Die Bundesstraße ist stundenlang voll gesperrt. Neben über 35 Einsatzkräften sind auch Notfallseelsorger vor Ort.     Es ist gegen 23 Uhr gestern Nacht, als es zum Unfall kommt: Ein 29 Jähriger Mann ist mit seinem hochmotorisierten BMW auf der B276 unterwegs, verliert die Kontrolle und gerät in den Gegenverkehr. Hier stoßt der PKW mit einen VW frontal zusammen. Durch die enorme Wucht des Aufpralls wird der BMW Fahrer aus dem Auto geschleudert. Er stirbt noch am Unfallort. Die Trümmerteile verteilen sich über den rund 300 Meter langen Streckenabschnitt. Der Fahrer des anderen PKW wird eingeklemmt und schwer verletzt. Die Rettungskräfte können den 31 Jährigen nur mit speziellen Geräten aus dem Auto befreien.   Carsten Ullrich – Feuerwehr Main-Kinzig-Kreis „Parallel zur Rettung des Verunfallten haben wir die Umgebung weiträumig abgesucht nach weiteren Personen, die eventuell aus den Fahrzeugen geschleudert wurden und hatten eben nochmal einen Hubschrauber der Polizei da, die mit der Wärmebildkamera die Umgebung abgesucht hat.“ Durch den Hubschraubereinsatz und Zeugenaussagen kann die Polizei ausschließen, dass weitere Personen in den Autos saßen. Aufgrund der enorm deformierten Fahrzeuge geht die Polizei von einer erhöhten Geschwindigkeit des BMW Fahrers aus. Ein Gutachter soll jetzt den genauen Unfallhergang rekonstruieren. Die Bundesstraße war bis 4 Uhr morgens gesperrt, ist jetzt jedoch wieder für den Verkehr freigegeben.