Hessen

  • Corona-Tests sind ab heute kostenpflichtig

    Corona-Tests sind ab heute kostenpflichtig

    Gegen Corona hieß es erst: testen, testen, testen. Dann impfen, impfen, impfen. Die Kosten für die Bürgertests hatte bislang der Bund übernommen, doch damit ist seit heute Schluss. Den Preis für einen Test legen nun die Testcenter fest. Wie die neue Regelung zum kostenpflichtigen Testen ankommt? Wir haben uns in Wiesbaden umgehört. Testen für ein Bier, testen, um Essen zu gehen; testen, um shoppen zu gehen: So sah der Alltag von vielen Menschen im Frühling und Sommer aus. Doch auf das Bier, das Essen oder den Einkauf könnte für Ungeimpfte bald ein unangenehmer Aufpreis hinzukommen – denn seit heute müssen viele Ungeimpfte die Coronatests selbst bezahlen. Auf einem Parkplatz neben einem Möbelhaus in Wiesbaden-Biebrich kosten sie beispielsweise 14,90 Euro. Doch der Betreiber ist nicht sicher, ob das zu mehr Corona-Impfungen führt. Peter Krausgrill, Covimedical „ Ja, ich sag mal so, natürlich hat nicht jeder das Geld dafür. Es wird sicherlich einen kleinen Ruck Richtung Impfung geben, aber generell ist es natürlich so, dass der normale Bürger erwartet, dass der Staat ihn da weiter unterstützt, was die Kostenübernahme betrifft. Und es bleibt spannend, wie sich das Ganze entwickelt.“ Einen Ruck in Richtung Impfung spürt heute Morgen in Wiesbaden aber jedenfalls niemand. Das Ende der kostenlosen Bürgertests findet hier keine Anhänger. Leif Schaaf, Maler und Lackierer „Ich lass mich doch vor allem vom Staat nicht zwingen, oder von irgendjemandem, was ich machen muss. Ich bin nicht wirklich ein Konsummensch, da bin ich ganz ehrlich, dann lass ich es bleiben. Aber zwingen lass ich mich nicht von Regierung oder irgendjemandem, und ganz ehrlich, dass jetzt zu machen, dass ist für mich auch eine Abzocke und mich kriegt damit gar keiner.“ Evangelos Pipsos, Ingenieur „Ich kann das nicht begrüßen. Ich bin geimpft, mein Sohn noch nicht. Der ist 12 Jahre alt, der kommt gerade […]

  • Verliert Opel an Eigenständigkeit?

    Verliert Opel an Eigenständigkeit?

    Wieder einmal geht bei den Opel-Mitarbeitern im hessischen Rüsselsheim die Angst um. Was sich da die Autobosse jetzt ausgedacht haben, könnte Opel weiter schrumpfen lassen. Der Mutterkonzern Stellantis erwägt, seiner deutschen Tochter Opel die Verantwortung über das Hauptwerk in Rüsselsheim zu entziehen. Das könnte Folgen für die Arbeitnehmer und ihre Arbeitsplätze bei uns in Rüsselsheim haben. Der Schriftzug des niederländischen Mutterkonzerns prangt schon jetzt in großen Lettern am Werk in Rüsselsheim. Bald könnte dort nur noch Stellantis anstelle von Opel stehen. Der Konzern bestätigt auf Anfrage von 1730 Sat.1 Live, zumindest zu prüfen, die Produktionsstätte aus dem Opel-Verbund herauszulösen und in eine eigenständige Gesellschaft des Mutterkonzerns umzuwandeln: Zitat Opel / Stellantis Germany: „So soll auch sichergestellt werden, dass alle Stellantis-Produktionsstandorte für alle Stellantis-Marken produzieren können.“ Soll heißen: In Rüsselsheim könnten bald Alfa Romeo- oder Peugeot-Modelle vom Band laufen. Bereits heute baut Rüsselsheim allerdings eine Citroen-Limousine, ohne dass das Werk aus dem Opel-Verbund herausgelöst wurde. Ein möglicher weiterer Grund: Bis Jahresende will Opel in Rüsselsheim über 2.000 Stellen mit Vorruhestand oder Abfindungen abbauen. 500 Freiwillige fehlen aber noch. Nun geht die Angst um, Stellantis könnte bald ernst machen: Mit Kündigungen und Zwangsversetzungen. Zudem wäre bei künftigen Verhandlungen der Rüsselsheimer Betriebsrat in einem Einzelwerk eindeutig schwächer als in einem Betriebsrat der gesamten Opel-Gruppe. Für Branchenkenner könnten aber noch weitere Ziele hinter den Stellantis-Plänen stecken. Jürgen Pieper, Autoanalyst Bankhaus Metzler „Es ist ungewöhnlich, dass solche Werke herausgelöst werden, muss man ganz klar sagen. Das kommt jetzt nicht jeden Tag vor. Es könnte sein, dass man sich letzten Endes für Optionen präpariert wie einen Verkauf, wenn es mal überhaupt nicht mehr laufen sollte.“ Zumal Stellantis die gleichen Pläne auch für das Opel-Werk im thüringischen Eisenach prüft und dort den Betrieb wegen Chipmangels bis Ende des Jahres eingestellt hat. Der Betriebsrat in Rüsselsheim spricht von […]

  • Viele verletzte Kinder bei Busunfall in Frankfurt

    Viele verletzte Kinder bei Busunfall in Frankfurt

    Auf einer Bundesstraße bei Frankfurt hat es am späten Vormittag einen schweren Unfall gegeben. Ein mit Vorschulkindern besetzter Bus ist bei Bergen-Enkheim offenbar an einer Kreuzung auf einen Lkw aufgefahren, der wiederum durch den Aufprall auf zwei Autos vor ihm geschoben wurde. Der Busfahrer wurde eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Von den 34 Kindern im Bus wurden 19 verletzt, glücklicherweise nur leicht. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist noch unklar. Thomas Hollerbach, Polizeipräsidium Frankfurt „Es sind Hinweise, die wir bekommen haben durch Zeugen, es könnte sein, dass die Bremsanlage des Busses nicht ordnungsgemäß funktioniert hat. Dem gehen wir natürlich nach, indem wir den Bus jetzt sicherstellen und in der Folge dann technisch untersuchen lassen, um das halt auszuschließen oder eben dann zu bestätigen.“ Im Berufsverkehr kam es rund um Frankfurt zu stundenlangen Behinderungen.

  • Diskussion über Impfpflicht bei Lufthansa

    Diskussion über Impfpflicht bei Lufthansa

    Die Deutsche Lufthansa hat in dieser Woche mit dieser Aussage für Furore gesorgt: Wir wollen eine Impfpflicht für unsere Crews. Kurz zuvor hatte die Lufthansa-Tochter Swiss verlauten lassen, dass ihre Mitarbeiter bis zum 1. Dezember geimpft sein müssen, andernfalls drohe die Entlassung. Die Frage ist also – kommt die Impfpflicht auch bei Lufthansa? Qantas hat sie, Wizz Air hat sie, American Airlines hat sie auch: Eine Corona-Impfpflicht für Flugbeleiter und Piloten. United Airlines will fast 600 Beschäftigte entlassen weil die eine Impfung verweigern – und auch bei der Lufthansatochter Swiss mit Sitz in der Schweiz geht es den Ungeimpften an den Kragen oder besser gesagt an den Job. Völlig zu Recht, meint nun auch die deutsche Fluglinie Lufthansa und schreibt: „Ein internationaler Flugbetrieb ist ohne Corona-Impfung für Flugzeugbesatzungen künftig nicht darstellbar, da Staaten den Impfnachweis auch von Pilot:innen und Flugbegleiter:innen verlangen.“ Zur Begründung verweist der Konzern darauf, dass mit Hongkong das erste internationale Flugziel eine Impfung für fliegendes Personal vorschreibe. Die Lufthansa geht davon aus, dass weitere Länder folgen. Eine Impflicht bei einer Deutschen Fluggesellschaft? Wir fragen den Frankfurter Arbeitsrechtsexperten Peter Wedde. ob das Bestand haben könnte. Prof. Peter Wedde, Frankfurt University of Applied Sciences „Für eine Impfpflicht, über die die Lufthansa nachdenkt für fliegendes Personal, gibt’s in Deutschland keine rechtliche Grundlage. Es gibt keine Impfpflicht, es gibt dringende Empfehlungen, denen man auch nachkommen sollte. Und da wo der Gesetzgeber eine Impfpflicht – oder eine Nachweispflicht, darum geht’s ja – des Geimpftseins für notwendig hält, hat er das auch gesetzlich vorgegeben.“ Die Lufthansa darf ihre Mitarbeiter nicht nach ihrem Impfstatus fragen. Stattdessen füllt die Crew vor Abflug eine Erklärung aus, dass sie die Einreisebestimmungen erfüllt – dazu gehört gegebenenfalls auch die Corona-Impfung. Außerdem sei die Bereitschaft unter den Mitarbeiter ihren Impfstatus freiwillig offenzulegen durchaus gegeben, sagt die Flugbegleitergewerkschaft UFO. Stefan […]

  • Schlossführung in Bad Homburg: Wie wohnte Kaiser Wilhelm II.?

    Schlossführung in Bad Homburg: Wie wohnte Kaiser Wilhelm II.?

    Und jetzt spulen wir viele Jahre zurück: Wie hat der letzte deutsche Kaiser Wilhelm der II. eigentlich gewohnt? Das können sich Besucher des Schloss Bad Homburg jetzt live anschauen. Weil es einige Schäden gab, ist die Wohnung nun aufwändig saniert und restauriert worden. Das hat zehn Jahre Zeit und elf Millionen Euro gekostet. Jetzt ist der Bauschutt wieder kaiserlichem Glanz gewichen – so lebte der letzte deutsche Kaiser. Hier ging Kaiser Wilhelm der II. aufs Klo, hier badete er mit fließend Warm-Wasser, hier drückte er drauf, um Tee zu bestellen – es ist kaiserlicher Komfort im Schloss Bad Homburg. Denn mit seiner Frau – Kaiserin Auguste Victoria – reiste der Hohenzollern-Herrscher oft in die hessische Stadt. Kirsten Worms, Staatliche Schlösser und Gärten Hessen: „Ja, der Kaiser war ja ein Reisekaiser, der war ja überall gern und das waren rund 80 Schlösser. Das einzige erhaltene in Deutschland ist eben hier das Schloss Bad Homburg. Hier war er sehr gerne, weil er auch in seiner Jugend viel hier war. Und ja, vielleicht es ihm gefallen, dass etwas einfachere Leben hier.“ Seit 2011 war der Königsflügel geschlossen. Darunter etwa der einstige Empfangssaal von Kaiserin und Kaiser. Die Schlösserverwaltung restaurierte seitdem 1000 Objekte – Vasen, Uhren bis hin zu den Stuhlbezügen. Es sind diese Gegenstände, die alltägliche Geschichten erzählen: Wie diese seltsam anmutende Gabel im Speisezimmer. Sie verrät etwas über die höchst menschlichen Makel eines Kaisers, der sich selbst als gottgesandt sah. Ulrich Haroska, Staatliche Schlösser und Gärten Hessen: „Kaiser Wilhelm hatte ja einen verkrüppelten Arm und hat aufgrund dieser Situation sich ein spezielles Essbesteck anfertigen lassen. (…) Es war eine spezielle Gabel, die sogenannte Kaisergabel, mit der man Dinge schneiden konnte und das Objekt auch als Gabel verwenden konnte.“ (18 Sekunden) Auch diese Waage erzählt Geschichte: Darüber wie die Kaiserin ihrem Kaiser gefallen […]

  • SPD, Grüne und FDP wollen gemeinsame Sondierungsgespräche starten – im Talk: Philipp Stelzner

    SPD, Grüne und FDP wollen gemeinsame Sondierungsgespräche starten – im Talk: Philipp Stelzner

    In der echten Partnersuche nennt man es „Speed-Dating“. Mehrere Menschen sitzen in einem Raum und wechseln alle paar Minuten den Tisch, um binnen kürzester Zeit möglichst viele potentielle Partner kennenzulernen. In der Politik heißt das „Vorsondierungs-gespräche“. Und nachdem sich nun Union, SPD, Grüne und FDP in den letzten Tagen beschnuppert haben, gab es heute eine erste Vorentscheidung: Die Ampel rückt näher. Und damit schaut das politische Berlin nun nach Rheinland-Pfalz. Hier regieren seit 2016 SPD, Grüne und FDP zusammen in einer Ampel-Regierung – ohne nennenswerte Probleme. Und jetzt sondieren die drei Parteien also auch auf Bundesebene. Es ist kurz nach zehn als sich die Grünen heute Vormittag als erste aus der Deckung wagen und die Zeichen im Bund klar auf Ampel stellen. Annalena Baerbock, Bündnis 90 / Die Grünen, Bundesvorsitzende „Nach diesen Gesprächen haben wir uns beraten und sind zu dem Schluss gekommen, dass es sinnvoll ist, jetzt vertieft – gerade auch mit Blick auf die Gemeinsamkeiten, die wir auch in diesen bilateralen Gesprächen feststellen konnten – jetzt mit FDP und SPD weiter zu sprechen und das schlagen wir der FDP vor.“ Kurze darauf meldet sich auch die FDP zu Wort. Christian Lindner, FDP, Bundesvorsitzender „Wir haben den Vorschlag eines Gespräches mit der SPD angenommen, um Gemeinsamkeiten zu prüfen, die unser Land nach vorne bringen.“ Bereits morgen soll es erste Gespräche zu dritt geben. Eine Jamaika-Koalition mit der Union sei aber auch weiterhin eine Option, sagt FDP-Chef Lindner heute. Bei der SPD freut man sich über die Entscheidung von FDP und Grünen. In Rheinland-Pfalz sieht man sich als Vorreiter einer Ampel auf Bundesebene. Zitat Roger Lewentz, SPD, Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz „Wir haben in dieser Konstellation gute Erfahrungen in Rheinland-Pfalz gemacht – mit einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Die nächsten Schritte im Bund sind jetzt vertrauensvolle Gespräche auf Augenhöhe.“ Die Reaktionen bei der Union […]

  • Vater des Hanau-Attentäters steht vor Gericht

    Vater des Hanau-Attentäters steht vor Gericht

    Die Hinterbliebenen der Opfer des Anschlags von Hanau sollten das Maul halten und sich dem Deutschen Volk unterordnen. Diese Worte hat der Vater des Attentäters in einer Anzeige an die Staatsanwaltschaft geschrieben. Nun muss er sich für diese Formulierungen und Beleidigungen vor Gericht verantworten – anderthalb Jahre nach der Nacht in Hanau. Es ist der 19. Februar 2020, als Tobias R. neun Menschen aus mutmaßlich rassistischen Motiven tötet. Anschließend erschießt er seine Mutter und sich selbst. Vor allem die Opferangehörigen warten bis heute auf Antworten, inwiefern der Vater seinen Sohn mit Verschwörungstheorien beeinflusst haben könnte. Zum heutigen Prozessauftakt aber erscheint Hans-Gerd R. nicht, die Polizei muss ihn zuhause abholen. Dominik Mies, Staatsanwaltschaft Hanau „Nach meinen Erkenntnissen hat der Angeklagte die Tür nicht geöffnet. Dementsprechend mussten die Beamten dem Angeklagten anders habhaft werden. Allerdings hat er keinen Widerstand geleistet.“ Mit zwei Stunden Verspätung wird Hans-Gerd R. in Handschellen vorgeführt. Er soll Opferhinterbliebene bei einer Mahnwache in der Nähe seines Hauses als wilde Fremde beschimpft haben. Die SEK-Beamten, die in der Tatnacht sein Haus durchsuchten, soll er als Terrorkommando bezeichnet und der Stadt Hanau Volksverhetzung vorgeworfen haben. Seinen Pflichtverteidiger lehnt er heute ab und hält das Gericht für befangen. Carsten Praeg, Reporter „Der Angeklagte unterbricht während der Sitzung mehrfach Richterin und Staatsanwalt, will den Verhandlungsablauf bestimmen und den Gerichtssaal anscheinend als Plattform nutzen. In seinem verlesenen Schreiben ist immer wieder von der deutschen Rasse die Rede. Er bestreitet, dass sein Sohn zehn Menschen und sich selbst erschossen hat und fordert, dessen Waffen an ihn zurückzugeben.“ Der Prozess läuft zur Stunde noch. Neben zwei Zeugen ist ein forensischer Sachverständiger geladen. Hans-Gerd R. droht bis zu einem Jahr Haft.

  • Termin steht fest: Salzbachtalbrücke wird am 6. November gesprengt

    Termin steht fest: Salzbachtalbrücke wird am 6. November gesprengt

    Mitte Juni ist die abrissreife Brücke, die die vielbefahrene Autobahn A66 über das Salzbachtal in Wiesbaden führt, überraschend abgesackt. Die Folge waren Vollsperrungen der Autobahn sowie der unter der Brücke verlaufenden Bahntrasse und der Bundesstraße. Schnell war klar: Die Brücke muss gesprengt werden. Und seit heute steht der Termin fest: Den großen Knall gibt es am 6. November.   Nun steht der Zeitplan also: Genau einen Monat ist es noch bis zur Sprengung der Salzbachtalbrücke. Viel musste vorbereitet werden, zum Schluss steht noch die Suche nach Blindgängern an. Viel Arbeit für die Verantwortlichen von Autobahn GmbH und Stadt Wiesbaden. Ulrich Neuroth, Autobahn GmbH: „Es ist eine Sache, der stellen wir uns. Genauso wie den Fragen zur Sicherung der Gebäude im Umfeld. Die Gebäude selbst können wir nicht aktiv sichern, aber wir können im Bereich der Sprengung alle möglichen Schutzmaßnahmen vornehmen und da laufen auch alle Optimierungen auf Hochtouren.“ Die Sprengung – kein leichtes Unterfangen. 220 Kilo Sprengstoff sollen dafür sorgen, dass zunächst am südlichen Teil der Brücke die Pfeiler einknicken und das Bauwerk senkrecht in sich zusammensackt. Exakt zwei Sekunden später sollen die Sprengladungen an der Nordbrücke zünden und diese auf die liegenden Trümmer kippen lassen. 140 Anwohner rund um die Brücke müssen zur Sprengung ihre Häuser verlassen. Hier im Stadtteil Biebrich sieht man dem großen Knall mit gewisser Sorge entgegen: Denise Lupi, Anwohnerin: „Unser Haus ist auch sehr alt, wir haben teilweise keine Rollläden. Was ist, wenn die Fenster springen? Wir müssen ja auch die Häuser verlassen, im Radius von 200 Meter. Also wir machen uns da schon Sorgen.“ Elise Blaschke, Anwohnerin: „Wir sind hier ja ganz nah dran.“ Helmut Habrich, Anwohner: „Die sind ja alle jetzt schon 40-60 Jahre alt die Häuser. In der damaligen einfachen Stampfbeton-Fundamentbauweise. Da kann schon was entstehen, durch so einen Rumms.“ Aktuell sieht […]

  • Max Liebermann: Ausstellung im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt

    Max Liebermann: Ausstellung im Hessischen Landesmuseum in Darmstadt

    Max Liebermann ist einer der bekanntesten deutschen Maler. Seine Werke erreichen bei Versteigerungen nicht selten Rekordpreise von über zwei Millionen Euro. Er hat die moderne Malerei, den Impressionismus nach Deutschland geholt. Jetzt hat das Hessische Landesmuseum Liebermann-Gemälde aus der ganzen Welt nach Darmstadt geholt. Morgen wird dort eine Ausstellung über den großen Künstler eröffnet. Wir zeigen ihnen jetzt mal, wie so eine Ausstellung vorbereitet wird. Wunderschöne Blumen, ganz klar: Impressionismus. Eines von 107 Gemälden. Leihgaben aus der ganzen Welt. Gut verpackt angereist, warten sie auf einen Platz an der Bilderwand. Martin Faass, Kurator der Liebermann-Ausstellung „Die Ausstellung ‚Ich Max Liebermann‘, die wir hier im Hessischen Landesmuseum Darmstadt zeigen, ist in der Tat eine kleine Sensation. Weil wir viele Bilder zusammengeholt haben, die noch nie zusammen ausgestellt waren. Wir können das ganze Schaffen von Max Liebermann vom Beginn bis zu den späten Gartenbildern hier komplett zeigen.“ Damit jedes Gemälde an den richtigen Platz kommt, hängt schon mal ein Foto der Kostbarkeit an der Wand. Ein ganz besonderer Liebermann versteckt sich hier drin. Olivia Levental, Leiterin der Restaurierung für Gemälde „Wir haben jetzt diese Klimakiste bekommen. Die wird heute geöffnet, nachdem diese Kiste 24 Stunden akklimatisiert wurde. Sie muss sich an die klimatischen Bedingungen dieses Raumes akklimatisieren. Nach 24 Stunden können wir die Kiste öffnen. Das machen wir heute. Dann werde ich den Zustand des Gemäldes protokolieren, um sicher zu stellen, dass kein Schaden während des Transports entstanden ist und dann wird es gehängt.“ Während hier noch ein Bilderrahmen aufgehübscht wird, kann die Klimakiste geöffnet werden. Innendrinn schlummert „Der Papageienmann“. Eine von vielen ausgesprochen wertvollen Leihgaben. Wie viele Millionen Euro hier bald hängen werden, darüber herrscht Schweigen. Martin Faass, Direktor Hessisches Landesmuseum Darmstadt „Es gehört da schon auch die nötige Reputation, dass ihnen die Kollegen und Kolleginnen dann auch vertrauen, dass das […]

  • Prozess gegen Ex-Polizist in Alsfeld

    Prozess gegen Ex-Polizist in Alsfeld

    Er soll ein Foto von Adolf Hitler in einem Chat verbreitet und Dienstgeheimnisse verraten haben. Ein ehemaliger Polizist aus dem Vogelsbergkreis musste sich heute vor dem Amtsgericht Alsfeld verantworten. Die Vorwürfe wiegen schwer, nicht zuletzt nach der Diskussion um rechtsextremistische Chatgruppen unter Polizisten. Der Angeklagte heute kam aber mit einem blauen Auge davon. Am Ende wird es eine Geldstrafe in Höhe von 7.000 Euro für Fabian G.. Verurteilt wird er wegen unerlaubtem Waffenbesitz und dem Verrat von Dienstgeheimnissen. Vom Vorwurf der Verbreitung von Kennzeichen des Nationalsozialismus wird er freigesprochen. Sein Verteidiger hatte zuvor erklärt, dass sein Mandant ein Bild von Adolf Hitler verbreitet habe, sei ein Witz gewesen. Artak Gaspar, Verteidiger „Er möchte sich ausdrücklich distanzieren davon, dass er irgendeine rechte Gesinnung hat oder dass er diesem Spektrum zuzuordnen ist. Er hält nichts davon, es ist nicht seine politische Gesinnung und er verurteilt das auf das Schlimmste. Er hat in den letzten drei Jahren extrem gelitten, dass er immer in das rechte Spektrum hineingedrückt wurde.“ Schwer wiegt für das Gericht, dass der ehemalige Polizist ohne dienstlichen Grund Informationen über Personen abgefragt und weitergegeben hat. Dabei habe er zwar keinen großen Schaden angerichtet, weil er lediglich verraten habe, dass gegen die Betroffenen Personen nichts vorliege – doch so etwas ist verboten. Alexander Klein, Staatsanwaltschaft Frankfurt „Es soll natürlich von dieser Strafnorm das Vertrauen der Bevölkerung, von Ihnen allen in die Integrität, in die Funktionsfähigkeit der Strafrechtspflege und der Polizei geschützt werden. Und deshalb sind Auskünfte aus diesem System, die natürlich nur dienstintern verwendet werden dürfen, verwerflich. Dem Angeklagten kommt zugute, dass er das Hitler-Bild nicht in einem großen Kreis gepostet hat und mit den in jüngster Zeit bei der Polizei aufgeflogenen Chatgruppen mit rechtsextremen Inhalten nichts zu tun hat. Michael Otto, Reporter „Der Richter macht deutlich, dass Äußerungen in einem privaten […]

  • Kurzarbeit bei Opel in Kaiserslautern

    Kurzarbeit bei Opel in Kaiserslautern

    Jetzt also doch. Als vergangene Woche das Thüringer Opelwerk Eisenach wegen des weltweiten Mangels an Computer-Chips dicht machen musste, sprach der Autobauer noch davon, dass das Werk in Kaiserslautern von der Krise nicht betroffen sei. Doch jetzt müssen auch in Rheinland-Pfalz rund 1000 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die Chip-Krise ist in Kaiserslautern angekommen, zumindest indirekt. Denn weil Opelwerke in Frankreich, die direkt aus Kaiserslautern mit Teilen beliefert werden, nicht genügend Computerchips bekommen, muss auch in Rheinland-Pfalz die Produktion heruntergefahren werden. Deshalb schickt der Autobauer hier rund 1000 der insgesamt 1.500 Mitarbeiter in Kurzarbeit. Die betroffenen Mitarbeiter aus Produktion und Logistik arbeiten laut dem Opel-Betriebsratschef Thorsten Zangerle nur noch an drei oder vier Tagen in der Woche. Azubis und Verwaltungsmitarbeiter seien hingegen nicht betroffen. Opel hat die Kurzarbeit zunächst bis zum Jahresende angemeldet, wie es danach weitergeht ist noch unklar. Der Mangel an Computerchips, sogenannten Halbleitern, betrifft nicht nur Opel, sondern bremst auch die Produktion anderer Hersteller. Laut einer Hochrechnung könnte der Teilemangel dazu führen, dass dieses Jahr weltweit bis zu elf Millionen Autos weniger gebaut und verkauft werden als letztes Jahr. Jürgen Pieper, Autoanalyst Bankhaus Metzler „Wir reden im Endeffekt ja wahrscheinlich von eineinhalb Jahren diese Engpässe, bis Sommer, Herbst nächsten Jahres. Das ist schon sehr ungewöhnlich. Ich glaube der wesentliche Grund ist hier, dass man nach Corona viel zu vorsichtig geplant hat seitens der Halbleiterhersteller, dass man mit diesem Aufschwung nicht gerechnet hat und dass jetzt plötzlich alle Industrien – Stichwort Digitalisierung – plötzlich Halbleiter haben wollen in viel größeren Mengen als vor Corona.“ Zum Opel-Stammwerk in Rüsselsheim mit seinen 2.400 Mitarbeitern in der Produktion gibt es noch keine konkreten Informationen. Dort hieß es heute, es sei zum Thema Kurzarbeit „noch keine Entscheidung gefallen“.

  • Im Interview: Stefan Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG

    Im Interview: Stefan Schulte, der Vorstandsvorsitzende der Fraport AG

    Der Frankfurter Flughafen war eigentlich immer geprägt durch ein ziemlich buntes Treiben, durch An- und Abflüge im Minutentakt, durch ständig neue Passagierrekorde – und dann kam Corona und mit der Pandemie nahezu der Stillstand. In den vergangenen Monaten hat sich die Situation an Deutschlands größtem Airport wieder entspannt, doch der Flughafenchef Stefan Schulte warnt vor einem „schwierigen Winter“. Er ist bei uns zu Gast im Studio. Beitrag „Lage Flugverkehr“ März 2020: Deutschlands größte Arbeitsstätte gleicht einer Geisterstadt. Die Corona-Krise raubt den über 80.000 Beschäftigten am Frankfurter Flughafen ihre Arbeitsgrundlage. Stefan Schulte, Chef des Flughafenbetreibers Fraport, muss weite Teile seiner Belegschaft in Kurzarbeit schicken. Viele bis heute. Oktober 2021: Mehr als anderthalb Jahre nach Beginn der Krise. Am Flughafen geht es seit ein paar Monaten wieder aufwärts. Im Sommer waren einige Reiseziele fast so gefragt wie früher. Ab November sind sogar Reisen in die USA endlich wieder möglich. Doch der Aufwind ist, verglichen mit dem Vor-Corona-Niveau, noch ein laues Lüftchen. Ein Blick auf die Verkehrszahlen zeigt: Rund 3,3 Millionen Fluggäste hatte der Flughafen im August dieses Jahres. Das waren zwar doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres, aber nur halb so viele wie vor zwei Jahren. Und im Herbst rechnet man am Flughafen wieder mit sinkenden Passagierzahlen. Es wird Jahre dauern, um die Rekordergebnisse aus Vor-Pandemie-Zeiten zu erreichen, sagt Flughafen-Chef Stefan Schulte. Doch selbst falls es so kommt, wird Corona Narben hinterlassen: Bis Ende des Jahres plant Fraport den Abbau von 4.000 der ehemals rund 22.000 Stellen. Eva Dieterle, Moderatorin: Und jetzt begrüße ich den Fraport-Chef live bei mir im Studio. Stefan Schulte, schön, dass Sie hier sind. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG: Gerne. Dieterle: Herr Schulte, wenn Sie diese Bilder von damals sehen, was geht Ihnen da durch den Kopf? Das sind wahrscheinlich Szenen, mit denen Sie auch […]

  • Eintracht Frankfurt feiert den Sieg gegen die Bayern

    Eintracht Frankfurt feiert den Sieg gegen die Bayern

    Was war das für ein verrücktes Spiel am Sonntagabend! Ausgerechnet beim aktuell unbezwingbar scheinenden FC Bayern München fuhr Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt seinen ersten Saisonsieg ein. 2:1 hieß es am Ende für die Hessen, die gestern von ihrem Trainer Oliver Glasner zur Belohnung einen zusätzlichen Ruhetag bekommen hatten. Heute aber standen die Eintracht-Helden von München wieder in Frankfurt auf dem Trainingsplatz. Zwar längst nicht alle, aber immerhin: acht Feldspieler und drei Torhüter begrüßt Trainer Oliver Glasner heute zum entspannten Kick auf dem grünen Rasen. Der Rest läuft Runden, befindet sich bereits auf Länderspielreise oder lässt sich in den Katakomben wegen kleinerer Wehwehchen pflegen. Eintracht-Fans sind heute am Trainingsplatz leider nicht zugelassen. Schade – eine gehörige Portion Extra-Applaus wäre den Profis sicher gewesen. Und einem scheint aktuell alles zu gelingen: Eintracht-Torhüter Kevin Trapp – der Matchwinner von München – glänzt auch heute mit starken Paraden und präsentiert sich schier unüberwindbar. Gesprächsthema des Tages ist auch nach dem Training natürlich der sensationelle 2:1-Sieg von München: Almamy Touré, Abwehrspieler Eintracht Frankfurt „Das war wirklich echtes Teamwork, so wie man es sich wünscht. Alle zusammen haben einfach alles gegeben. Nur so können wir gute Ergebnisse einfahren. Das müssen wir auch in den nächsten Spielen so machen.“ Ob es in der Kabine in München bei dem einen Kasten Bier für die siegreiche Eintracht-Mannschaft geblieben ist – ungewiss. Heute im Training gibt’s jedenfalls wieder ausschließlich Sportgetränke. Almamy Touré, Abwehrspieler Eintracht Frankfurt „Na, wir haben in der Kabine ordentlich gefeiert. Aber es ist nur EIN Sieg, für den es auch nur drei Punkte gibt. Jetzt müssen wir unseren Erfolg bestätigen.“ Und einer schafft es heute dann doch noch, Kevin Trapp einen reinzuschießen: Trainer Oliver Glasner höchstpersönlich. Seht her, ihr Bayern! Ist doch alles gar nicht so schwer.

  • Einlass nur für Geimpfte und Genesene

    Einlass nur für Geimpfte und Genesene

    Seit gut zwei Wochen haben Gastwirte und Club-Betreiber, aber auch Friseure in Hessen die Wahl zwischen 2G und 3G. Das heißt: Sie können selbst entscheiden, ob sie nur Geimpfte und Genesene reinlassen – oder auch Gäste und Kunden mit einem negativen Coronatest. Anders ist das im Einzelhandel: Hier darf jeder rein – mit Maske und Abstand. Ein Einzelhändler aus Gründau, der in seinem Geschäft ebenfalls die 2G-Regel einführen wollte, hat dagegen geklagt – und Recht bekommen. Einlasskontrolle beim Grillfachgeschäft „Grillfürst“ in Gründau-Lieblos: Wer nicht nachweisen kann, dass er geimpft oder genesen ist, kommt hier nicht mehr rein. Damit ist der kleine Fachhandel der erste Einzelhändler in Hessen, der sein Geschäft nach der 2G-Regel öffnen darf. Sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter ein enormer Vorteil, findet der Filialleiter. Kevin Kromm, Filialleiter Grillfürst Gründau „Wir wollten das einführen, um unseren Kunden einfach eine gewisse Normalität wieder zurückzugeben. Dass man hier auch einkaufen kann, ohne eine Maske zu tragen. Wir müssen dann zum Glück auch keine mehr tragen. Darum ging’s uns.“ Die Kunden seien mit dem 2G-Konzept bislang sehr zufrieden. Zwar sei es in den sozialen Medien vereinzelt zu Beschwerden und Beschimpfungen durch Impfgegner gekommen. Das Feedback vor Ort – dagegen durchweg positiv. Roland Claus, Rentner „Mit der 2G-Regelung, find ich schon ganz gut. Weil es gibt ja auch Leute, die haben gar nix, sind nicht geimpft, und meinen, die müssten dann hier einkaufen. Und das finde ich nicht in Ordnung.“ Florian Claus, Orthopädie-Techniker „Ich finde es eigentlich nicht verkehrt, dass man hier ein bisschen lockerer ist und auch Gesichter sieht, mit denen man dann spricht. Das macht das Ganze ein bisschen, man könnte sagen, familiärer.“ Bislang war die 2G-Regel in Hessen Gaststätten, Hotels, Clubs, Kulturbetrieben, Vereinen und körpernahen Dienstleistern vorbehalten. Das Frankfurter Verwaltungsgericht sah darin eine „Ungleichbehandlung des Einzelhandels“ […]

  • Hochhausbrand in Frankfurt-Niederursel

    Hochhausbrand in Frankfurt-Niederursel

    Alarm für die Feuerwehr gestern Abend in Frankfurt: In einer Wohnung eines Hochhauses im Stadtteil Niederursel bricht ein Brand aus. Feuerwehr und Rettungsdienste müssen mit großem Aufgebot ausrücken – denn das Feuer droht auf weitere Wohnungen im Hochhaus überzugreifen. Im Gerhart-Hauptmann-Ring schlagen meterhohe Flammen aus dem Fenster einer Wohnung. 50 Einsatzkräfte der Feuerwehr sind wenige Minuten später vor Ort – sie dringen mit Atemschutzmasken zum 10. Stock vor und können verhindern, dass die Flammen auf die darüber liegende Wohnung übergreifen. Fünf Stockwerke werden evakuiert. Viele Anwohner sind geschockt – denn am Gerhard-Hauptmann-Ring brennt es nicht das erste Mal. Heiko Weise, Augenzeuge “Ja, hätte ja wieder uns treffen können. Bei mir in der Etage im gegenüberliegenden Haus hat es ja letzten Dezember gebrannt, da war der ganze Gang vernebelt, aber so stark, dass man gar nicht die Wohnung verlassen konnte im ersten Augenblick.“ Die Polizei hat bereits mehrfach wegen Brandstiftung in den Wohnhäusern in dieser Straße ermittelt. Dieselbe Wohnung wie gestern Abend brannte bereits im Mai des vergangenen Jahres. Die Ermittler gehen beim aktuellen Fall von Brandstiftung als Ursache aus. Die Höhe des Schadens kann derzeit nicht beziffert werden. Fest steht: Sechs Personen wurden verletzt und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Die meisten Bewohner konnten nach Ende des Einsatzes zurück in ihre Wohnungen. Die Wohnungen im 10. Stock sind aber durch den Brand zurzeit unbewohnbar – genauso wie Wohnung, die direkt über dem Brandherd liegt.