Hessen

  • Gepimpte E-Bikes - Frankfurter Politiker fordert mehr Kontrollen

    Gepimpte E-Bikes – Frankfurter Politiker fordert mehr Kontrollen

    Neben E-Scootern gehören auch E-Bikes längst zum Alltag auf unseren Straßen, vor allem in den großen Städten. Laut der Verkehrsunfallstatistik der Polizei Frankfurt ist die Zahl der Unfälle mit E-Bike-Beteiligung im Stadtgebiet zuletzt deutlich gestiegen. Ein Grund: Immer mehr Menschen sind mit diesen Fahrzeugen unterwegs. Doch im Rathaus Römer wird auch ein anderer Aspekt diskutiert: das illegale Tuning von E-Bikes. An der Hauptwache in Frankfurt hat die Polizei Fahrräder auf solche technischen Veränderungen überprüft. „Hallo. Eine Verkehrskontrolle. Wir wollten hier mal das Fahrrad überprüfen, deswegen fahren sie mal kurz auf die andere Straßenseite. Es dauert auch nicht lange.“ Für diesen E-Bike Fahrer heißt es heute – Polizeikontrolle! Der Beamte  schaut nach, ob das Rad technisch verändert wurde. Julius Ohlig, Polizei Frankfurt „Also ich überprüfe gerade, ob das Fahrrad selbstständig fahren kann. Es darf eine Tretunterstützung haben, es darf aber nicht von sich aus fahren können.“ Das Ergebnis: Das Fahrrad ist regelkonform. Es wurde nicht manipuliert. Der Mann darf weiterfahren. Besonders Lieferdienste rücken immer wieder in den Fokus. Dem mobilitätspolitischen Sprecher der CDU im Frankfurter Römer, Frank Nagel, fällt auf: Einige dieser Fahrzeuge überschreiten die zulässigen technischen Grenzen. Frank Nagel (CDU), Stadtverordneter Frankfurt „Es gibt immer wieder Fahrzeuge, die deutlich schneller als 25 km unterwegs sind oder ohne überhaupt zu treten, fahren. Das bedeutet also, dass sie in einer ganz anderen Klassifikation sind. Versicherungsschutz wäre notwendig, es wäre ein Helm notwendig. Und man muss ganz klar sagen, dass die Fahrradfahrer dann in einem Tempo unterwegs sind, dass kein Fußgänger mit ihnen rechnet.“ Ein konkreter Zusammenhang zwischen illegalem Tuning  und mehr  E-Bike-Unfällen wurde  zwar bislang durch keine  Studie belegt, dennoch reichen Frank Nagel die bisherigen Maßnahmen nicht aus. Er fordert mehr Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt. Hier gehen heute allerdings keine manipulierten E-Bikes ins Netz. Die Polizei setzt trotzdem auf solche Einsätze, um […]

  • Zwergschaf Erdbeere aus Marburg begeistert Millionen Menschen auf Social-Media

    Zwergschaf Erdbeere aus Marburg begeistert Millionen Menschen auf Social-Media

    Wie wird man eigentlich Social-Media-Star? Ganz einfach: Man muss einfach nur unglaublich niedlich sein. So wie Erdbeere. Erdbeere ist ein kleines, putzmunteres Zwergschaf aus Groß-Seelheim bei Marburg, das gerne mal hin- und herflitzt. Damit hat das Schäfchen einen regelrechten Internethype ausgelöst: Mit seinen TikTok-Auftritten hat Erdbeere das Herz von Millionen Menschen im Sturm erobert – und unseres natürlich auch. Ob Erdbeere ahnt, dass sie jetzt ein Star ist? Wovon so manch ein Möchtegern-Influencer sein Leben lang träumt, hat Zwergschaf Erdbeere ganz nebenbei geschafft. Und das quasi über Nacht: Mit Videos wie diesem ist Erdbeere von jetzt auf gleich viral gegangen. Mehrere Millionen Menschen aus aller Welt folgen dem kleinen Wollknäuel bei Tik Tok. Aber – warum nur? Birgit Lemmer, Pferdehof Lemmer „Ja, weil sie so unglaublich süß ist. Und klein. Und lustig.“ Erdbeere ist so klein, dass man sie auf den ersten Blick für ein Lämmchen halten könnte. Doch Pustekuchen: Erdbeere ist schon über ein Jahr alt und somit ausgewachsen. Sie ist ein „Ouessantschaf“ – auch bretonisches Zwergschaf genannt – die kleinste Schafrasse Europas. Das hindert Erdbeere aber nicht daran, ordentlich einen auf dicke Hose zu machen. Birgit Lemmer, Pferdehof Lemmer „Sie ist sehr selbstbewusst. Und macht eigentlich primär das, was sie möchte. Und kriegt halt gerne abends ihre dollen fünf Minuten. Und rennt dann hier durch’s Gehege. Ganz alleine. Und es läuft auch sonst keiner mit. Weil sie ja beschlossen hat, bei den Rentnern zu wohnen.“ Und das kam so: Von Anfang an schien sich Erdbeere bei ihren Zwergschaf-Kollegen auf dem Pferdehof ein bisschen zu langweilen. Und so flutschte sie immer wieder unter dem Zaun durch, um mit den großen, alten Schafen im Rentnergehege zu blöken. Wohl auch, weil die Senioren größere Portionen zu fressen kriegen, vermutet Birgit Lemmer: Denn Erdbeere frisst für ihr Leben gerne. Wenn sie nicht […]

  • Frustrierte Bäcker: Änderung der Sonntagsregeln sorgt für Diskussion in Backstuben

    Frustrierte Bäcker: Änderung der Sonntagsregeln sorgt für Diskussion in Backstuben

    Rund 94 Prozent der Bundesbürger essen jeden Tag Brot und Brötchen. Auch am Sonntag gehört das für uns also dazu. Kaufen können wir die Backwaren an Sonn- und Feiertagen aber nur ein paar Stunden. Die Bundesregierung hat in ihrem Reformpapier jetzt eine Verlängerung der Sonntagsöffnungszeiten und auch der Arbeitszeiten für Bäcker ins Spiel gebracht. Doch die Reaktionen auf diesen Vorschlag gehen in der Branche weit auseinander. Der Sonntag ist für Bäckereien einer der wichtigsten Verkaufstage. Trotzdem ist nach wenigen Stunden oft schon wieder geschlossen. Genau das will die Bundesregierung jetzt ändern. Künftig sollen die Öffnungszeiten für Bäckereien und Konditoreien an Sonntagen auf maximal acht Stunden verlängert werden. Die Bundesregierung erhofft sich einen Aufschwung fürs Handwerk. Bäckermeister Ralf Andrae aus Waldböckelheim sieht darin aber vor allem für ländliche Betriebe keinen Vorteil. Ralf  Andrae, Bäckermeister „Wir denken, dass wir dadurch nur eine Verlagerung der Öffnungszeiten und der Umsätze in der Zeit haben, mit einem weitaus höheren Personalaufwand. Wir haben sehr viele engagierte und motivierte Schüler und Studenten und natürlich auch unsere Fachkräfte, die wir aber die Woche schon über einsetzen müssen und haben immens Personalprobleme in allen Bereichen, sowohl Produktion als auch Verkauf und daher, denke ich, wäre eine Ausweitung für uns ein echtes Problem.“ Ein paar Dörfer weiter in Martinstein sieht Bäckermeister Jens Fickinger schon eher einen Nutzen. Er beliefert auch an Sonntagen Krankenhäuser und Altersheime in der Region. Durch eine Verlängerung der Arbeitszeit könne er so mit weniger Stress produzieren. Jens Fickinger, Bäckermeister „Ich bin halt der Meinung, der Markt wird es regeln und so sieht es wahrscheinlich auch die CDU- geführte Bundesregierung, dass es da mehr Freiheiten gibt. Ob das jetzt letztendlich für eine Bäckerei relevant ist, muss man. denke ich. nach Standort entscheiden und jeder Bäcker, jeder Unternehmer für sich.“ Bäckereien mit einem angeschlossenen Café wären von der neuen Regelung […]

  • Nachrichten vom 07.07.2026

    Nachrichten vom 07.07.2026

    Prozess um tödlichen Angriff auf Zugbegleiter: Hohe Haftstrafen gefordert — Gründungsboom bei Start-ups — Umwege beim Tanken zahlen sich aus Anmoderation: In Frankfurt haben Polizisten und Zollfahnder offenbar einen Auftragsmord verhindert. Das hat heute das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden mitgeteilt. Die Einsatzkräfte hätten am vergangenen Freitag fünf Männer festgenommen, die an diesem Tag einen Mord geplant hätten. Die Tatverdächtigen, die aus Deutschland, Polen, Bulgarien und Kroatien stammten, säßen jetzt in Untersuchungshaft. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten: der Überblick. Hohe Haftstrafen gefordert Im Prozess um den tödlichen Angriff auf den Zugbegleiter Serkan Calar bei einer Fahrscheinkontrolle haben heute Anklage und Verteidigung ihre Plädoyers vorgetragen. Die Staatsanwaltschaft fordert vor dem Landgericht Zweibrücken für den Angeklagten 12 Jahre Haft wegen Körperverletzung mit Todesfolge. Denn der 26jährige habe den Zugbegleiter nicht töten wollen. Die Nebenklage verlangt hingegen eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes. Die Verteidigung plädiert für eine Haftstrafe von nur wenigen Jahren, weil es sich bei der Tat um einen minderschweren Fall der Körperverletzung mit Todesfolge handele. Serkan Calar starb Anfang Februar zwei Tage nach den Schlägen an einer Hirnblutung. Gründungsboom bei Start-ups In Hessen ist die Zahl der Neugründungen rasant gestiegen. Nach einer aktuellen Studie entstanden in den ersten sechs Monaten des Jahres 270 neue Firmen. Das sind rund 80 Prozent mehr als in den sechs Monaten zuvor. Im Ländervergleich liegt Hessen damit auf dem vierten Platz. Rheinland-Pfalz liegt auf Platz 13. Umwege beim Tanken zahlen sich aus Autofahrer, die in Rheinland-Pfalz die Autobahn zum Tanken verlassen, können nach einer Untersuchung des ADAC viel Geld sparen. Im landesweit Schnitt seien es bis zu 42 Cent pro Liter Super E10 und 43 Cent je Liter Diesel. In keinem anderen Bundesland sei die Ersparnis so groß. In Hessen dagegen lohnt sich ein Tankstopp abseits der Autobahn weniger. Hier ist der Unterschied geringer als im […]

  • Deutlich mehr Hitzetote in Wiesbaden - Krematorien überlastet

    Deutlich mehr Hitzetote in Wiesbaden – Krematorien überlastet

    Rekordhitze und tropische Nächte – die heißen Temperaturen der letzten Wochen haben auch in Hessen vermehrt Todesopfer gefordert und dabei Rettungsdienste und Krankenhäuser an ihre Grenzen gebracht. Die Stadt Wiesbaden richtet sich deshalb mit einer Informationsoffensive an alle Bürger, um künftigen Hitzewellen besser Herr zu werden. Der hessische Hitzerekord von 41,3 Grad und gleich mehrere tropische Nächte, die an der 30-Grad-Marke gekratzt haben. Am Hitzewochenende Ende Juni sind die Rettungsdiensteinsätze der hessischen Landeshauptstadt – im Vergleich zu einem normalen Wochenende  – um 42 Prozent angestiegen. So viel Hitze, nicht nur für den Menschen zu viel, sondern sogar für Rettungsfahrzeuge. Norbert Hagner, Rettungsdienst Feuerwehr „Die Klimaanlagen in den Fahrzeugen sind nach einer gewissen Zeit letztendlich ausgestiegen, weil sie für so eine Dauerlast von über zehn Stunden teilweise Hitze gar nicht ausgelegt waren. Und die zweite Ebene, das ist die wichtigere Ebene noch, unser Personal. Es wurde keine Pause mehr möglich. Die Fahrzeuge sind, nachdem die Besatzung die Patienten in der Klinik abgegeben haben, sofort wieder zum nächsten Einsatz gefahren.“ Neben der hitzebedingten Mehrbelastung für Alten- und Pflegeheime, Kitas und Krankenhäuser, mussten in Hessen teilweise sogar Krematorien die Anzahl der täglichen Einäscherungen erhöhen, da deren Kühlkapazitäten ihr Limit erreicht hatten. Um das gesamte System künftig besser zu entlasten, richtet sich die Stadt Wiesbaden mit einem Appell an seine Bürger. Gert-Uwe Mende (SPD), Oberbürgermeister Wiesbaden „Hier ist auch jeder Einzelne gefordert. Sich kundig zu machen. Zu sehen, welche Angebote es gibt. Kühle Räume aufzusuchen. Sich genug mit Wasser oder isotonischen Getränken zu versorgen. Die Medikamente richtig einzunehmen und vor allem auf die Nachbarschaft zu achten. Ist da irgendetwas, was da möglicherweise auffällig ist?“ Die Stadt richtet ein Hitzetelefon ein, verschickt Info-Broschüren per Post  und bietet hier – im Rathaus – klimatisierte Räume für Tage an, an denen es 30 Grad oder heißer wird. […]

  • Inklusiver Hochseilgarten: Klettern für Menschen mit Behinderung in Marburg

    Inklusiver Hochseilgarten: Klettern für Menschen mit Behinderung in Marburg

    Bei gutem Wetter im Hochseilgarten zwischen den Bäumen klettern – das findet fast jeder toll. Außer vielleicht Menschen mit Höhenangst. Und Menschen, die aufgrund körperlicher oder geistiger Einschränkungen dazu nicht in der Lage sind. In Marburg gibt es jetzt einen inklusiven Hochseilgarten, in dem sogar Menschen, die im Rollstuhl sitzen, klettern können. Sechs Meter Höhe, vier wackelige Bretter und ein Rollstuhl, der hier rüber soll. Wenn die Kinder unten nicht mit der genau passenden Kraft an den Seilen ziehen, hat Sascha keine Chance. Das geht nur mit  Mut und Zusammenhalt. Die ersten zwei Bretter sind geschafft, doch dann kommt die Lücke rüber zur zweiten Etappe. Sascha kämpft mit sich, alles ist total  instabil und der Boden liegt weit unter ihm. Und Sascha will. Er traut sich. Am Ende klappt das Zusammenspiel noch nicht gut genug. Sascha ist trotzdem froh, dass er es versucht hat. Sascha, 11 Jahre „Selbst, wenn ich Angst habe, ich probiere es erst mal. Weil vielleicht klappts ja. Vielleicht verpasse ich in den Moment eine richtig tolle Lebenserfahrung. Und wenns dann schiefgeht, dann ist es ein Schock, aber das war auch eine richtig wichtige Erfahrung da. Also wenn ich falle, ich bin dann sicher.“ Lars Kietz und sein Team vom Hochseilgarten Marburg, möchten es jedem ermöglichen hier zu klettern. Je nach Beeinträchtigung überlegen sie sich individuelle Lösungen. Für Rollstühle gibt es Rampen und Sicherungsanlagen. Für Menschen, die den Aufstieg nicht aus eigener Kraft schaffen, hat der Hochseilgarten Gewichtsreduktionsanlagen. Lars Kietz, pädagogische Leitung Freizeitgelände Stadtwald Marburg „Wir wollen vielen Menschen eben in außeralltäglichen Erfahrungssituation neue Erfahrungen ermöglichen. Fußgänger, vermeintlich gesunde Menschen als auch Menschen irgendwie, die als beeinträchtigt gelten können gemeinsam neue Erfahrungen sammeln, weil es eben im Alltag ja nicht ne übliche Fortbewegungsform ist.“ Und wenn mal was nicht klappt, sollen die Kinder an den Situationen wachsen. […]

  • Sieben Jahre nach Ekelwurst-Sandal: Ehemalige Wilke-Chefs in Kassel vor Gericht

    Sieben Jahre nach Ekelwurst-Sandal: Ehemalige Wilke-Chefs in Kassel vor Gericht

    Es ist einer der schwersten Lebensmittelskandale Deutschlands, der vor knapp sieben Jahren ans Licht kommt. Verunreinigte und vergammelte Fleischwaren der Firma Wilke-Wurst aus dem nordhessischen Twistetal soll elf Menschen das Leben gekostet haben. Seit heute stehen nach langer und komplizierter Beweisführung nun mit den Wilke-Chefs drei mutmaßlich Verantwortliche in Kassel vor Gericht. Ihnen wird unter anderem fahrlässige Tötung vorgeworfen. Verschimmelte Wurst – ekelerregende Zustände. Diese Bilder haben Mitarbeiter vor der Schließung der Wilke-Wurstfabrik aufgenommen, sie tauchen nach Bekanntwerden des Skandals im Jahr 2019 auf. Elf Menschen sterben, Dutzende erkranken. Ex-Wilke-Mitarbeiterin „Ich habe teilweise in meinen Bereich Missstände gemeldet. Es hat keinen interessiert.“ Andreas Kampmann, Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten „Der Geschäftsführer hat den Betrieb geführt mit Schrecken und Angst. Hat die Mitarbeiter unter Druck gesetzt. Diejenigen, die mal was gesagt haben wurden entweder zusammengeschrien oder der Geschäftsführer ist weggelaufen.“ Der Ex-Geschäftsführer, seine Stellvertreterin und der Produktionsleiter sitzen seit heute auf der Anklagebank. Moritz Teschner, Staatsanwaltschaft Kassel „Den Angeklagten wird in mehreren Fällen fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung, die versuchte gefährliche Körperverletzung durch Unterlassen, gewerbsmäßiger Betrug sowie Straftaten gegen das Lebensmittelrecht vorgeworfen.“ Die Wilke-Chefs sollen von der Gesundheitsgefahr ihrer Ware gewusst haben. Sie sollen außerdem bereits verdorbene Wurst mit neuen Ablaufdaten etikettiert haben. Die Staatsanwaltschaft nennt wirtschaftliche Interessen als Motiv. Moritz Teschner, Staatsanwaltschaft Kassel „Die Angeklagten sollen verantwortlich dafür gewesen sein, dass im Betrieb schlechte hygienische Zustände geherrscht haben sollen, die die Vermehrung und Verbreitung von Listerien begünstigt haben sollen. Mit der weiteren Konsequenz, dass diese Listerien auch auf die Fleisch- und Wurstwaren übergegangen sein sollen.“ Selbst der Umstand, dass bei internen  Kontrollen  Salmonellen und Listerien  festgestellt wurden, hätte  die Angeklagten nicht gestoppt. Listerien sind Bakterien, die für ältere und geschwächte Menschen lebensgefährlich sein können. Viele der Betroffenen waren Patienten in Krankenhäusern oder Bewohner von Pflegeheimen, die von Wilke beliefert wurden. Der gewaltige Umfang des […]

  • Hessens Infrastruktur: Bei diesen Projekten drückt der Verkehrsminister aufs Gas

    Hessens Infrastruktur: Bei diesen Projekten drückt der Verkehrsminister aufs Gas

    Hessens Straßen sind marode und in die Jahre gekommen. Das das soll sich nun langfristig ändern. Der hessische Verkehrsminister Kaweh Mansoori hat heute in Wiesbaden das Sanierungsprogramm für die kommenden vier Jahre vorgestellt. Insgesamt 850 Millionen Euro sollen vor allem in Landesstraßen fließen, 140 Millionen kommen aus dem schulden-finanzierten Sondervermögen des Bundes. Rund 450 Kilometer Strecke sollen saniert werden, zahlreiche Brücken instand gesetzt und Orts-Durchfahrten gemeinsam mit den Kommunen sicherer gemacht werden. Kaweeh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Dass investrert werden muss, davon können sich ja viele im Land ein eigenes Bild machen. Das Landesstraßenbild ist tatsächlich besser geworden in den letzten Jahren. Trotzdem haben wir einen großen Sanierungsstau, den wollen wir jetzt  angehen mit diesem Programm, in das 850 Millionen Landesmittel fließen.“

  • Nachrichten vom 06.07.2026

    Nachrichten vom 06.07.2026

    Frankfurt: Lebenslange Haft wegen Mordes an früherer Ehefrau — Neue Regeln für Handys an Schulen in Rheinland-Pfalz — Verfrühte Getreideernte in der Pfalz Anmoderation: Zwei Haftbefehle, viele Anzeigen und sichergestellte Vermögenswerte von insgesamt rund 95.000 Euro – das ist die Bilanz der hessischen Aktionswoche gegen den Missbrauch staatlicher Leistungen. Insgesamt waren etwa 300 Mitarbeiter von Strafverfolgungs-Behörden, Gewerbe- und Ordnungsämtern, Steuerfahndung und Jobcentern landesweit zu Kontrollen ausgeschwärmt. Innenminister Roman Poseck mahnte: Wer sich Sozialleistungen erschleiche, der betrügt uns alle. Sozialkriminalität sei kein Kavaliersdelikt! Und jetzt schauen wir auf weitere Meldungen von heute. Lebenslange Haft wegen Mordes Das Landgericht Darmstadt hat heute einen 57jährigen Mann wegen Mordes an seiner früheren Ehefrau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Laut Gericht hatte der Mann Ende August vergangenen Jahres die 34jährige Frau in Heppenheim mit 12 Messerstichen tödlich verletzt.  Er wohnte noch mit ihr und den gemeinsamen Kindern zusammen, die Tat ereignete sich im Treppenhaus.  Zuvor hatte der 57jährige erfahren, dass die Frau einen anderen Mann kennengelernt hatte und sich um einen Platz in einem Frauenhaus bemühte. Neue Regeln für Handys an Schulen Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig plant, die private Nutzung von Handys während der Schulzeit mindestens bis zum Ende der 10. Klasse zu verbieten. Das schließe auch die Pausen und Wege auf dem Schulgelände ein. Ein allgemeines Handyverbot lehne sie ab. Mobiltelefone könnten aus Sicherheitsgründen für die Erreichbarkeit auf dem Schulweg und für die Nutzung des ÖPNV bei Verspätungen wichtig sein. Eiling-Hütig will die neuen Regelungen bis zum nächsten Schulhalbjahr vorlegen. Verfrühte Getreideernte In der Pfalz hat die Weizenernte zehn Tage früher als üblich begonnen. Wegen der extremen Hitze der vergangenen Wochen ist das Korn vorzeitig reif geworden. Die frühe Ernte soll den Schaden durch die sogenannte Notreife verringern. Sie kann die Qualität und die Erntemenge des Getreides stark beeinträchtigen. Die Pflanzen stellen ihr […]

  • DFB: Nagelsmann zurückgetreten - kommt Klopp?

    DFB: Nagelsmann zurückgetreten – kommt Klopp?

    Die Meldung des Tages erreicht uns heute direkt aus der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes in Frankfurt: Julian Nagelsmann ist nicht länger Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft! Nachdem ihm gestern die DFB-Spitze nach einer langen Sitzung den Rücktritt nahegelegt hatte, war es dann heute soweit. Um den Posten des Bundestrainers neu zu besetzen, will der DFB nun mit Jürgen Klopp Gespräche führen und ihn aus seinem laufenden Vertrag als weltweiter Fußball-Chef von Red Bull herauskaufen. Jener Jürgen Klopp also, der hier in Mainz erst als Spieler von Mainz 05 die Knochen hinhielt und dann als Trainer Weltkarriere machte. Und – der hier bei uns in der Sportredaktion von 17:30 SAT.1 LIVE tatsächlich als Praktikant seine ersten Gehversuche im Fernsehen startete. Er und wir erinnern uns noch gerne. Unser Kloppo –  möglicher Bundestrainer. Wir haben heute die Mainzer gefragt, wie sich das für ihre Ohren anhört. Max Truppe: „Ja, es ist auf jeden Fall Bombe. So als Mainzer, gutes Gefühl.“ Iga Rakowski: „Vor allem bringt er glaube ich auch sehr viel Erfahrung mit sich. Und dann ist ist auf jeden Fall ein guter Kandidat dafür. Und als Mainzer ist es natürlich schon echt cool.“ Jürgen Wehming: „Es ist eine Bürde. Und Zutrauen? Ja, klar, trau ichs ihm zu.“ Mustafa Lala: „Er kennt ja einige dieser Spieler. Er hat sie ja auch sehr persönlich trainiert. Jürgen Klopp das ist der beste Trainer eigentlich für mich und kann die deutsche Nationalmannschaft nur nach vorne bringen.“ Johanna Mattu: „Also ich hab wirklich keine Ahnung. Aber das, was ich hab, finde ich, ist es doch egal, ob es ein Nagelsmann oder Klopp ist. Warum ist der jetzt wieder der Beste auf einmal? Der kann sowieso nichts mehr retten. Was will der retten? Das ist vorbei. Fertig! Müssen wir uns mit abfinden!“ Anna Weyer: „Mainz kennt er, Mainz liebt er. Mainz hat er gut vorangebracht.“ – „Und meinen Sie, dann gibt […]

  • Kelkheimer Flag-Footballer sorgen für Furore

    Kelkheimer Flag-Footballer sorgen für Furore

    Von der Weltmeisterschaft jetzt zu Olympia – Flag Football steht vor dem größten Schritt seiner Geschichte. 2028 wird die Sportart in Los Angeles ihr olympisches Debüt feiern. Die Kelkheim Lizzards gehören dabei zu den erfolgreichsten Teams Deutschlands – und stellen gleich mehrere Nationalspieler. Schnelligkeit, Reaktionsfähigkeit und Explosivität – genau das braucht es beim Flag Football. Die kontaktlose Variante des American Football setzt auf Tempo statt harte Tackles. Philip Klein ist Quarterback und Teil der deutschen Nationalmannschaft. Philip Klein, Nationalspieler Flag Football „Faszinierend finde ich diese Kombination aus Athletik, man bewegt sich und dem Denksport auch so ein bisschen. Gerade für mich als Quarterback ist der Faktor Köpfchen doch auch sehr relevant.“ Gespielt wird beim Flag Football fünf gegen fünf, körperliche Kontakte sind tabu – wer den Ballträger stoppen will, muss ihm stattdessen eine der beiden Flaggen vom Gürtel ziehen. Trainiert wird gemeinsam, im Wettkampf spielen Frauen und Männer aber getrennt. Neun Spielerinnen und Spieler der Kelkheim Lizzards stehen im Kader der Nationalmannschaften. Eine von ihnen ist Hannah Bahn. Die kommende Heim-Weltmeisterschaft in Düsseldorf ist für sie etwas ganz Besonderes: Hannah Bahn, Nationalspielerin Flag Football „Dann eben diesen Adler auf der Brust zu tragen und zu sagen ich spiele für mein Land, ich dar mein Land jetzt hier vertreten, das ist für mich was ganz Besonderes. Und natürlich jetzt mit dem Augenmerk auf Olympia 2028, wir können uns jetzt bei der WM das erste Mal für Olympia qualifizieren, das ist dann natürlich nochmal eine andere Motivation.“ Im August findet die WM statt. Die beiden besten Teams lösen dort direkt das Ticket für die Olympischen Spiele 2028. Der Weg dahin war lang: Denn lange galt Flag Football als reine Amateursportart, inzwischen entwickelt sich der Sport jedoch rasant und wird zunehmend professioneller. Hannah Bahn, Nationalspielerin Flag Football „Wir haben vor paar Jahren mit […]

  • Reaktionen auf das Reformpaket der Bundesregierung

    Reaktionen auf das Reformpaket der Bundesregierung

    Endlich tut sich mal was – sagen die einen, von einer politischen Mogelpackung sprechen die anderen. Die Bundesregierung hat heute – nach monatelangem Stillstand – ein Reformpaket mit über 30 Maßnahmen auf den Tisch gelegt. Ob das nun der große Wurf ist? Wir schauen auf die wichtigsten Punkte, um die es geht. „Wir wollen Deutschland wieder flott kriegen. Jetzt ist klar, dass das möglich ist“, so sagt es Bundeskanzler Friedrich Merz heute in Berlin: Doch wie soll das gelingen? Die drei wichtigsten Punkte sind: Entlastung der Wirtschaft Verhinderung von Sozialleistungsmissbrauch Einkommenssteuerreform 1 Entlastung der Wirtschaft Unternehmen sollen durch die Abschaffung von Berichts- und Dokumentationspflichten entlastet werden. Der Datenschutz auf ein Mindestmaß gestutzt. Das kommt bei den Unternehmen in Rheinland-Pfalz gut an. Karsten Tacke, Hauptgeschaftsführer LVU Rheinland-Pfalz: „Also Bürokratie ist ein wesentlicher Belastungsfaktor, der uns auch bei der Wettbewerbsfähigkeit weit nach hinten wirft.     Wichtig ist erstmal, dass die Bundesregierung das erkannt hat. Natürlich sind die konkreten Umsetzungsmaßnahmen noch vage aber die Absichtserklärungen sind auf jeden Fall schon     sehr gehaltvoll. Ganz wichtig ist hier auch der Rückbau der Lieferkettenregulierung auf das europäische Maß. Das ist schon ein sehr deutlicher Schritt in die richtige Richtung.“ Zudem sollen Arbeitsverträge künftig doppelt so lange befristet werden dürfen. Vier statt bislang zwei Jahre. Reformen, die bei der rheinland-pfälzischen Arbeitnehmervertretung auf wenig Gegenliebe stoßen. Susanne Wingertszahn, Vorsitzende DGB Rheinland-Pfalz: „Ja, an der Stelle ist man falsch abgebogen, weil eine Verdopplung der Befristung bedeutet vier Jahre Unsicherheit vor allem     für junge Menschen. Und das bedeutet vier Jahre Unsicherheit bei der Lebensplanung. Vor allem aber noch mehr Schwierigkeiten auf dem Wohnungsmarkt, weil es mit einem     befristeten Vertrag noch noch viel schwieriger ist, eine Wohnung zu finden.“ 2 Verhinderung von Sozialleistungsmissbrauch Dazu zählt, dass es keine Sozialleistungen bei unrechtmäßigem Aufenthalt geben soll. Außerdem wird die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung abgeschafft. […]

  • Im Studio: 17:30 SAT.1 LIVE-Chefredakteur Philipp Stelzner

    Im Studio: 17:30 SAT.1 LIVE-Chefredakteur Philipp Stelzner

    Eingeordnet wird das Reformpaket der Bundesregierung von 17:30 SAT.1 LIVE-Chefredakteur Philipp Stelzner.

  • Neue Maßnahmen gegen Wohnungslosigkeit

    Neue Maßnahmen gegen Wohnungslosigkeit

    An heißen Tagen wird ein Tipp besonders großgeschrieben: Zuhause bleiben. Äußerst problematisch wird es aber dann, wenn es gar kein Zuhause gibt. Über 1.700 Menschen leben in Hessen auf der Straße, sind obdachlos. Zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit stellt das hessische Sozialministerium heute ein Maßnahmenpaket vor: Es sollen Millionen fließen. Frankfurt Anfang der Woche: Mit sofortiger Wirkung wird plötzlich die Schlafstelle für Obdachlose in der U-Bahn Station Eschenheimer Tor dicht gemacht. Der plötzliche Grund: Eine Neubewertung des Brandschutzes. Provisorische Zelte sollen jetzt aushelfen. Mindestens 34.000 Menschen sind in Hessen von Wohnungslosigkeit betroffen. Die meisten sind in Wohnunterkünften wie diesen untergebracht. Mindestens 1.700 leben jedoch auf der Straße. Für den Vorsitzenden der Hessen Caritas fehlt diesen Menschen ein grundlegender Baustein für ihr Leben. Jörg Klärner, Vorsitzender Hessen Caritas „Ich glaube es hat was mit Selbstwertgefühl zu tun, mit Sicherheit, mit Würde, mit Freunden, Begegnungen, Familien. Also all das wie gesagt ich glaube jeder Mensch braucht ein Zuhause und das ist glaube ich ein Dach über dem Kopf.“ Zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit stellt das hessische Sozialministerium heute 15 Modellprojekte vor. Darunter sechs zur Wohnraumsicherung, bei denen Menschen beraten werden, deren Mietverhältnis durch Kündigungen oder Streit mit dem Vermieter gefährdet ist. Nicht präventiv, sondern direkt sollen sechs weitere Projekte helfen: Nach dem „Housing-First-Ansatz“ Heike Hofmann (SPD), Sozialministerin Hessen „Housing-First sagt, erstmal bekommst du eine Wohnung und dann bist du geschützt. Du hast ein Dach über dem Kopf und wir begleiten dich und unterstützen dich darin, dass du diese Wohnung auch behalten kannst. Zum Beispiel durch Sozialarbeiter, durch Sozialpädagogen, durch Schuldnerberatung. Erstmal ein Dach über dem Kopf, dann sind wir an deiner Seite, damit du deine Wohnung auch behalten kannst.“ Zusätzlich fördert das Land Hessen einen geschützten Tagesaufenthalt für wohnungslose Frauen. Insgesamt investiert das Land jetzt über sechs Millionen Euro bis 2028. Die 15 Modellprojekte […]

  • Frankfurter Forscher entdecken neuartige Krebs-Therapie

    Frankfurter Forscher entdecken neuartige Krebs-Therapie

    Weltweit erhalten jedes Jahr etwa 20 Millionen Menschen die Diagnose Krebs. Eine sehr komplexe Krankheit, in der viele Faktoren und Körperfunktionen eine Rolle spielen. Deshalb ist es bislang auch nicht möglich, das eine Heilmittel zu finden. Besonders Immuntherapien müssen sehr individuell auf die Krebsart und den Patienten abgestimmt sein. Forscher der Goethe-Universität Frankfurt haben nun einen Therapieansatz entwickelt, der gleich mehreren Millionen Patienten auf einmal helfen könnte. Es soll der Schlüssel sein. P53, ein Protein in unseren Zellen, das uns vor Krebs schützt. Hier als Kristall gezüchtet, um es besser untersuchen zu können. Krebsforscher haben schon lange ein Auge auf diesen sogenannten Wächter des Genoms geworfen. Denn er spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Krebs – nämlich dann, wenn er seine Funktion nicht erfüllt. Rund die Hälfte aller Krebsfälle ist auf ein defektes p53 zurückzuführen. Andreas Joerger und Volker Dötsch von der Goethe Universität Frankfurt haben nun einen Weg gefunden, mutierte Genom-Wächter in Laborversuchen wieder zum Laufen zu bringen. Volker Dötsch, Krebsforscher Uni Frankfurt: „Es ist natürlich begeisternd, wenn man so etwas findet, weil man weiß, dass man damit wirklich Einfluss haben kann, dass man damit wirklich nicht nur die Neugier eines Wissenschaftlers befriedigen kann, sondern wirklich was für die Gesellschaft machen kann.“ Um zu verstehen, wie der neue Therapieansatz wirkt, müssen wir uns anschauen, wie Krebs entsteht. [Grafik:] Die Zellen in unserem Körper teilen sich kontinuierlich. Manchmal entstehen dabei Kopierfehler im Genom, also unserem Erbgut. Hier kommt p53 zum Einsatz: Das Protein erkennt, dass etwas nicht stimmt und versucht entweder den Schaden zu beheben oder meldet dem Immunsystem, dass es die kaputte Zelle töten soll. Ist p53 jedoch mutiert, kann es diese Aufgabe nicht mehr erfüllen. Die Zelle mit dem kaputten Erbgut kann sich also ungestört weiter teilen und den Schaden weitergeben. Es entsteht Krebs. Die Wurzel […]