Hessen

  • Synodaler Weg – wohin will die katholische Kirche gehen?

    Synodaler Weg – wohin will die katholische Kirche gehen?

    Spätestens nach dem Missbrauchsskandal steht fest: In der katholischen Kirche muss es dringend Reformen geben! Darum soll sich der sogenannte „Synodale Weg“ kümmern, in dessen Gremium Geistliche und Laien gemeinsam beraten, wie die Kirche wieder Vertrauen bei den Gläubigen gewinnen kann. Am Samstag ging in Frankfurt eine dreitägige Versammlung zu Ende – und zwar mit einer Blamage. Weil unter anderem mehrere Bischöfe vorzeitig abgereist sind, fand die zweite Synodalversammlung ein abruptes Ende. Das Gremium war nicht mehr beschlussfähig. Und trotzdem ziehen die Organisatoren eine positive Bilanz. Man habe in den vergangenen Tagen einen deutlichen Willen zur Veränderung gespürt. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken „Hier stehen sich nicht eine Gruppe von konservativen Bischöfen und aufmüpfigen Laien gegenüber – oder wie immer man das konstruieren wollen sollte -, sondern hier gibt es eine ganz, ganz große Mehrheit von Persönlichkeiten, Frauen, Männern, Junge, Alte, geweiht, ungeweiht, die Veränderungen in dieser Kirche wollen, um den Betroffenen gerecht zu werden und Glaubwürdigkeit zu finden.“ Georg Bätzing, Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz „Ich hätte nicht gehofft, was wir hier erleben können, dass uns das gelingt in der zweiten Synodalversammlung. Es ist kein Text abgelehnt worden, im Gegenteil hatten wir zu allen Texten eine sehr hohe Akzeptanz, wenn es in die Schlussabstimmungen gegangen ist.“ Bei der Versammlung ging es unter anderem um die Sexualmoral der katholischen Kirche und mehr Demokratie – zum Beispiel durch ein Mitspracherecht von Gläubigen bei der Ernennung von Bischöfen. Doch endgültig beschlossen ist noch nichts – bei dem Treffen gab es lediglich Vorabstimmungen. Kritiker innerhalb der Kirche fordern bereits seit Jahren Reformen. Seit Bekanntwerden des Missbrauchsskandals umso lauter. Dazu gehört auch Andrea Keber von der Initiative Maria 2.0. Für sie ist die Synodalversammlung ein Schritt in die richtige Richtung, wenn er auch viel zu spät kommt. Andrea Keber, Maria 2.0 Nieder-Olm […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Empfehlung für Booster-Impfung Die Europäische Arzneimittelbehörde hat heute empfohlen, dass Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem nach der Impfung mit dem Vakzin von BioNTech oder Moderna eine dritte Impfung erhalten. Dadurch erhöhe sich die Chance, dass sie Antikörper gegen das Coronavirus entwickelten. Schlechten Nachrichten erhielten die Gründer von BioNTech dagegen aus Stockholm. Mit dem Nobelpreis für Medizin werden in diesem Jahr nicht sie, sondern zwei US-amerikanische Molekularforscher ausgezeichnet. Zentrale Auswertung der „Pandora Papers“ angeboten Der hessische Finanzminister Michael Boddenberg hat heute vorgeschlagen, die umfangreichen Dokumente zu versteckten Geldern in Briefkastenfirmen von Experten des Landes auswerten zu lassen. Sollten sich Hinweise auf Steuerkriminalität ergeben, würden diese konsequent verfolgt. Die hessische Steuerverwaltung sei sehr erfahren. Sie habe zusammen mit dem Bundeskriminalamt bereits die „Panama Papers“ mit Informationen über Finanzgeschäfte in Steueroasen federführend für die Steuerbehörden in Deutschland untersucht. Lufthansa fordert Impfpflicht Die größte deutsche Fluggesellschaft will weiterhin eine verpflichtende Corona-Impfung für ihre Piloten und Flugbegleiter durchsetzen. Darüber hinaus brauche sie eine Möglichkeit, die Impfdaten der Mitarbeiter zu erfassen. Sie arbeite bereits mit den Personalvertretungen an entsprechenden Vereinbarungen. Nur mit einer geimpften Besatzung sei ein stabiler weltweiter Flugbetrieb möglich. Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss hat bereits eine Impfpflicht für ihre Besatzungen eingeführt. Bis zum 1. Dezember müssen alle vollständig geimpft sein, sonst drohen Entlassungen.

  • Navi-App berücksichtigt zeitaufwändige Parkplatzsuche

    Navi-App berücksichtigt zeitaufwändige Parkplatzsuche

    Wer kennt es nicht? Man ist eigentlich rechtzeitig zu seinem Termin losgefahren, muss dann aber lange nach einem Parkplatz suchen und kommt im Endeffekt doch zu spät. Ein Forscherteam aus Frankfurt will diese Problematik ein für allemal Herr werden und nebenbei noch die Mobilitätswende ankurbeln. Unser Kollege Robert Murmann hat sich das mal angeschaut. Ich bin auf dem Weg nach Frankfurt. Fünf Minuten noch, sagt das Navi. Einen Parkplatz muss ich ausnahmsweise nicht suchen, denn an der University of Applied Sciences gibt es zum Glück einen Besucherparkplatz. Hier treffe ich Professor Tobias Hagen. Er leitet das Forschungsprojekt „Start2Park“. Tobias Hagen, Direktor Research Lab for Urban Transport „In diesem Forschungsprojekt geht es darum, dass wir erstmals die Parksuchzeit wirklich genau erheben. Warum ist das relevant diese Fragestellung? Dafür dass wir, die Politik und die Verkehrsplanung eine Idee davon haben, wie groß das Problem der Parksuchzeit ist und, dass wird dann der nächste Schritt sein, dass unsere Navi-Apps, die wir alle verwenden, in der Lage sind, uns vorherzusagen ,wie lange wird wohl eine Fahrt – beispielsweise in die Frankfurter Innenstadt – dauern, plus der zu erwartenden Parksuchzeit.“ An der Untersuchung der Frankfurter Forscher kann jeder mitwirken; das Ganze funktioniert nämlich über eine kostenlose App. Auf der können freiwillige Testfahrer wie ich genau angeben, wann sie losfahren und wann sie die Suche nach einem Parkplatz starten. Nachdem ich den dann gefunden habe, bestätige ich auch dies per Knopfdruck. Zuletzt erfasst die App auch noch die Zeit, die ich zu Fuß von meinem Parkplatz bis zu meinem Ziel benötige. Die Fahrten können sich die Forscher dann angucken und auswerten, wo die Testfahrer wann wie lange nach einem Parkplatz gesucht haben. Das vom Bundesministerium für Verkehr geförderte Projekt läuft noch bis Mitte 2023. Dann wollen die Forscher die Parksuchzeit bei gängigen Navigationsanbietern an den Start […]

  • Lichtprojektion zum 75. Geburtstag des Landes Hessen

    Lichtprojektion zum 75. Geburtstag des Landes Hessen

    Das Land Hessen wird 75 Jahre alt und deshalb gibt es am hessischen Landtag jetzt eine ganz besonderen Aktion. Das Wiesbadener Stadtschloss – der Sitz des Landtages – wird zur Leinwand. 2.000 Quadratmeter für einen Film über das Land Hessen und vor allem über die Demokratie. Gestern Abend war Premiere. Ein Knopfdruck des Präsidenten und aus dem Landtagsgebäude wird die wohl größte Leinwand des Landes. Es beginnt mit Erinnerungen an die Zeit nach dem Krieg, als Deutschland in Trümmern lag und aus diesen Trümmern das zarte Pflänzchen Demokratie erwuchs. 75 Jahre, nachdem die Verfassung für das Land Hessen in Kraft getreten ist, will der Landtag daran erinnern, dass die Demokratie eine Sache von allen ist. Boris Rhein, CDU, Präsident Landtag Hessen „Man darf das nicht missverstehen, das ist nicht selbstverständlich und das ist schon gar nicht gewöhnlich. Demokratie ist was ganz Besonderes und Demokratie muss man jeden Tag wieder erkämpfen und man muss sich für diese Demokratie engagieren und das wollen wir natürlich damit auch ein bisschen zeigen: Kämpft für die Demokratie, kümmert euch um eure Rechte und nehmt es nicht einfach als selbstverständlich hin.“ Die 130 Meter breite und 15 Meter hohe Lichtershow ist eine Mischung aus Farbeffekten und realistischen Einblicken in das Herz der hessischen Volksvertretung. Gezeigt werden die feudale Vergangenheit des Hauses und die demokratische Gegenwart. Einschließlich einer überdimensionalen Projektion aller 137 Abgeordneter. Eine Mischung, die mehr sein soll als Unterhaltung. Und die trotz schlechten Wetters zahlreiche Besucher anlockt. Mia „Wir sind heute spontan hergekommen und haben auf einmal das gar nicht erwartet, dass jetzt sowas Tolles heute stattfindet. Und jetzt sind wir hier und wir haben uns sehr über die Überraschung gefreut.“ Laurens „Vom Ästhetischen her sehr ansprechend, die Lichter, wie die Facetten dekoriert wurden, fand ich sehr schön.“ Karl-Josef Müller-Herger „Dass man dann von diesem […]

  • Im Weltnaturerbe Grube Messel wird wieder gegraben

    Im Weltnaturerbe Grube Messel wird wieder gegraben

    Die Grube Messel bei Darmstadt steht seit 1995 auf der UNESCO-Welterbeliste. Sie war das erste deutsche Weltnaturerbe – und das hat einen ganz besonderen Grund. Hier ist zum Beispiel die 48 Millionen Jahre alte Affendame Ida gefunden worden, ein sensationell erhaltenes Fossil. Immer wieder machen die Forscher hier Funde, die sonst fast nirgendwo auf der Welt entdeckt werden. Der Blick geht nach unten, die Lupe ist immer parat. Ein Team des Frankfurter Senckenberg-Instituts für Naturforschung untersucht Schiefer. 48 Millionen Jahre alten Schiefer. Ob Insekt, Pflanze, oder Wirbeltier, das wird direkt vermerkt. Die meisten Funde sind sehr klein. Das Team hier in der Grube Messel: Präparatoren, Studenten, Forscher. Mehrmals im Jahr sind sie auf der Jagd nach versteinerten Tieren oder Pflanzen, – nach Fossilien. Dr. Sonja Wedmann, Grabungsleiterin Senckenberg Forschungsinstitut „Wie viele, das kann ich gar nicht sagen. Also, jetzt gerade heute ist ein sehr fundreicher Tag, also da werden ganz viele kleine tolle Funde gemacht.“ Ein echter Sensationsfund aus der Grube Messel ist das Urpferd. Wie das vor 48 Millionen Jahren aussah, konnten die Wissenschaftler mittlerweile sehr genau bestimmen. Das Weltnaturerbe bei Darmstadt ist ein Paradies für Forscher. Vor 48 Millionen Jahren war das hier ein See, der durch einen Vulkanausbruch entstanden ist. Dr. Sonja Wedmann, Grabungsleiterin Senckenberg Forschungsstation „Ja, man findet hier so tolle Funde, weil das ein ehemaliger Maarsee war und auf dem Grund des Maarsees waren ganz besondere Bedingungen, ganz besondere Fossilisationsbedingungen, die es ermöglichen, dass die Funde quasi ungestört überliefert werden und in ganz hervorragender Erhaltung.“ So wie dieses Blatt – oder ist es doch der Teil eines Insekts? Uneinigkeit im Grabungsteam. „Ist gerade schwierig zu erkennen. Aber ich würde sagen, eher eine Pflanze, ja, also von daher: Blatt.“ Ein versteinertes Blatt! Jetzt ist Schiefernachschub gefragt. Schon beim Herauslösen der Platten erkennen die Senckenberg-Forscher, ob in […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen. Heute Nacht fällt mit jedem Kilometer Richtung Osten öfter und auch längere Zeit Regen. Nach Westen ist der Himmel entweder aufgeklart oder es bildet sich in den Morgenstunden Nebel aus. Am Dienstag zieht der Regen ab. Dann zeigt sich kurz die Sonne, bevor es wieder regnet. Die Temperaturen steigen auf maximal 17 Grad. Am Mittwoch beschäftigt uns nochmal ein Tief mit Wolken und Regen. Zum Donnerstag wird es schon freundlicher, bevor zum Freitag oftmals die Sonne scheint, nachdem sich der morgendliche Nebel aufgelöst hat.

  • Kein Verdienstausfall mehr bei Corona-Quarantäne für Nichtgeimpfte

    Kein Verdienstausfall mehr bei Corona-Quarantäne für Nichtgeimpfte

    Nicht geimpft zu sein, das könnte für Arbeitnehmer in Rheinland-Pfalz ab heute im Quarantäne-Fall teuer werden. Das Land gleicht Ungeimpften ihre Verdienstausfälle ab heute nämlich nicht mehr aus. Ungeimpft und Corona-Kontaktperson? Das heißt: ab in Quarantäne. Bislang bekommt jeder Arbeitnehmer seinen Lohn dann ganz normal weitergezahlt; der Arbeitgeber kann sich die Kosten beim Land erstatten lassen. Ab heute ändert sich das in Rheinland-Pfalz. Ungeimpfte, die wegen einer Corona-Quarantäne nicht arbeiten gehen können, sollen nicht weiterbezahlt werden. Clemens Hoch, SPD, Gesundheitsminister Rheinland-Pfalz „Ich verstehe, dass das individuell schwierig ist, auf der anderen Seite hat jeder seit Monaten die Chance, sich impfen zu lassen, auch ohne Probleme, und Impfen hilft. Und der Staat ist dann nicht dafür da, die Ersatzansprüche zu leisten.“ Ausnahmen gibt es für Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können oder tatsächlich an Corona erkrankt sind. Auch Beamte sind ausgenommen. Sie erhalten im Gegensatz zu Angestellten weiterhin Geld. Ab dem 1. November soll die neue Regelung dann auch in Hessen gelten.

  • Im Interview: Prof. Steffen Augsberg

    Im Interview: Prof. Steffen Augsberg

    Das Land Rheinland-Pfalz gleicht Ungeimpften ihre Verdienstausfälle ab heute nicht mehr aus. Darüber sprechen wir mit Professor Steffen Augsberg, Rechtswissenschaftler an der Uni Gießen und Mitglied im Deutschen Ethikrat. Eva Dieterle, Moderatorin: Herr Professor Augsburg, guten Abend. Kein Lohnersatz mehr für Ungeimpfte in der Quarantäne. Wie ordnen sie das rechtlich, aber auch ethisch ein? Prof. Steffen Augsberg, Mitglied des Deutschen Ethikrates: Also es ist zum einen in rechtlicher Hinsicht sicherlich nicht verpflichtend, dass der Staat hier entsprechend für diese Ausfälle gewissermaßen eintritt und das übernimmt. Aber es ist auf der anderen Seite auch so, dass damit dann natürlich eine weitere Sanktion gesetzt wird. Das heißt, wir gehen dann einen weiteren Schritt in Richtung einer eigentlich ja von den politischen Verantwortungsträgern einmal abgelehnten Impfpflicht. Das ist eine gewisse Unehrlichkeit, die da zum Tragen kommt. Und die ist natürlich auch in ethischer Weise relevant, weil wir uns überlegen müssen, was wir damit eigentlich erreichen. Ob wir nicht die eigentlich bewundernswerte Solidarität der Bevölkerung, das Mitmachen, auf das wir so stark angewiesen sind, durch solche Maßnahmen gefährden. Dieterle: Nun ist es ja in den allermeisten Branchen so, dass der Arbeitgeber gar keine Kenntnis darüber hat, wer geimpft ist und wer nicht. Woher kann er denn überhaupt wissen, wem er dann was bezahlt und wem nicht? Augsberg: Ja, das ist in der Tat auch ein Problem. Da müssen wir natürlich genau schauen, was arbeitsrechtlich eigentlich erlaubt ist, was insoweit an Offenlegung verlangt werden kann. Aber das scheint mir auch ein mögliches Vollzugsproblem dieser neuen Regelung zu sein. Dieterle: Sehen Sie auch die Gefahr, dass Menschen dann eventuell gar nicht mehr angeben, wenn sie ein positives Testergebnis haben und sich dann auch gar nicht mehr in Quarantäne begeben? Augsberg: Ja, ich meine, wir setzen an dieser Stelle tatsächlich problematische Anreize. Wir haben bislang immer die […]

  • Mordprozess in Limburg – Frauen zum Selbstmord angestiftet

    Mordprozess in Limburg – Frauen zum Selbstmord angestiftet

    Nach fast einem Jahr Corona-bedingter Verhandlungspause ist heute vor dem Limburger Landgericht der Prozess gegen einen Mann fortgesetzt worden, der eine psychisch labile junge Frau in den Tod getrieben haben soll. Sein 24 Jahre altes Opfer soll er zuvor gezielt in einem Suizid-Forum im Internet gesucht haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deshalb Mord vor. Die Vorwürfe gegen Brunhold S. wiegen schwer: Um seine Machtphantasien auszuleben und seinen Sexualtrieb zu befriedigen, soll er eine junge Frau aus Bremen dazu gebracht haben, sich selbst zu töten. Kennengelernt hatte er die 24-jährige in einem Internetforum für Suizid-Gefährdete. Laut Anklage soll der 62-jährige so lange auf sie eingeredet und sie von der Ausweglosigkeit ihrer Situation überzeugt haben, bis sie sich schließlich erhängte. In mindestens zwei weiteren Fällen soll er vergeblich versucht haben, psychisch labile junge Frauen in den Tod zu treiben. Henrik Gemmer, Sprecher Landgericht Limburg „Konkret wird ihm ein Fall aus dem Jahr 2012 vorgeworfen, der sich hier im Raum Limburg abgespielt haben soll. Dort soll er eine Frau, die sich damals in Garmisch-Partenkirchen in einem psychiatrischen Krankenhaus befand, beeinflusst haben, dass sie nach Limburg reist. Und hat mir ihr verabredet, dass er sie zunächst mit Tabletten betäuben sollte und dann erhängen sollte. So der Vorwurf der Anklage.“ Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe nicht. Doch wie groß ist die Schuld des Mannes, den die Boulevard-Presse auch den „Todesflüsterer“ nennt? Für seine Verteidiger steht fest: Ein Mörder ist Brunhold S. jedenfalls nicht. Sie fordern Freispruch für ihren Mandanten. Ramazan Schmidt, Verteidiger von Brunhold S. „Das Problem an dem Verfahren ist, dass eben – einfach ausgedrückt – nicht alles, was moralisch, sittlich verwerflich ist und mit Sicherheit von der Mehrheit der Gesellschaft auch mit Abscheu betrachtet wird, auch strafbar sein muss.“ Juristisch ist der Fall äußerst kompliziert. Denn Anstiftung zum Selbstmord ist in Deutschland nicht […]

  • Der Sporttalk mit David Rischke

    Der Sporttalk mit David Rischke

    Mit Europa-League-Rückblick und Bundesliga-Ausblick gibt es viel mit unserem Sportreporter zu besprechen. Eva Dieterle, Moderatorin: Es war ein spannender Fußball-Abend gestern. Eintracht Frankfurt konnte den ersten Saison-Sieg feiern. In der Europa League bei Royal Antwerpen. Bei mir ist David Rischke aus unserer Sportredaktion. Was ist dieser Sieg wert für die Eintracht? David Rischke, Sportreporter: Das war der Brustöffner für die Saison, denn alle drei Wettbewerbe zusammengenommen, war das im neuen Pflichtspiel erst der allererste Erfolg. Ja, und die Freude hat man gestern wirklich allen Beteiligten angemerkt. Allen voran Goncalo Pacoencia. Der portugiesische Stürmer hat nämlich in der 90. Minute Verantwortung übernommen und den entscheidenden Elfmeter zum knappen 1:0-Sieg verwandelt. Und anschließend, nach dem Spiel in Pressekonferenz, war der Trainer Oliver Glasner auch dementsprechend voll des Lobes für seinen Spieler. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Weil die beiden Elfmeter-Schützen – Eins war Rafael Borré, Zwei war Sam Lammers – waren zu dem Zeitpunkt nicht mehr am Platz, und ich wusste nicht, wer jetzt schießt und habe die Entscheidung der Mannschaft überlassen. Und dass Concalo dann die Verantwortung übernimmt und den so trocken verwertet, nötigt mir ganz großen Respekt ab.“ Rischke: Wobei man dazu sagen muss, es ist noch nicht alles Gold was glänzt bei der Eintracht. Das sagt Oliver Glasner auch selbst. Denn spielerisch ist da noch ordentlich Luft nach oben. Das war noch nicht so ganz das Gelbe vom Ei. Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt „Wir werden keinen Sonntagsausflug machen für Kaffee und Kuchen in München bei spätsommerlichen Temperaturen, wie ich mitbekommen habe, sondern wir werden dort den Bayern einen richtigen Fight liefern. Was mich jetzt auch diesbezüglich positiv stimmt, wir haben in den letzten sieben Spielen, auch wenn dann sechs Unentschieden dabei sind, fünf Gegentore bekommen. Also in der Defensive machen wir viel schon gut.“ Rischke: Fast ein klassischer […]

  • Wenn Vierbeiner und Zweibeiner gemeinsam schwimmen gehen

    Wenn Vierbeiner und Zweibeiner gemeinsam schwimmen gehen

    Und jetzt geht’s bei uns ins kühle Nass – aber: Zweibeiner müssen draußen bleiben. Denn das Frankfurter Silo-Bad beendet die Freibadsaison traditionell mit dem Hundeschwimmen. Manche Hunde haben noch etwas Respekt, denn es ist keine alltägliche Situation für sie. Aber glücklicherweise geben Labradore, die ja als Wasserratten bekannt sind, gerne Nachhilfe beim Baden. Einige Hunde schauen lieber vom Rand aus zu, andere Vierbeiner nehmen hier die ersten Schwimmstunden in ihrem Leben. Das Hundeschwimmen gibt es bereits seit 2015 im Silo-Bad – und das Interesse ist groß. Petra Rüdiger „Also kennen tu ich niemanden hier, aber das sind ja alles nette Hunde und man kommt hier sehr schnell ins Gespräch. Ja, wie Hunde-Leute halt so sind. Meistens unkompliziert.“ Grit Buchholz „ Ich finde das so fantastisch von dem Freibad, dass die das anbieten. Weil man hat sonst hier im Rheingebiet kaum die Möglichkeit, mal mit dem Hund ausgiebig zu schwimmen. Die meisten Seen und Teiche sind ja verboten für Hunde.“ Bis einschließlich Sonntag können die besten Freunde des Menschen mit ihren Haltern zwischen 11 und 19 Uhr vorbeischauen.

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen.

  • Schwerer LKW-Unfall auf der A 66

    Schwerer LKW-Unfall auf der A 66

    Auf der A66 bei Fulda ist es in der Nacht zu einem folgenschweren Unfall gekommen. Mehrere LKW waren ineinander gekracht und hinterließen ein Trümmerfeld auf der Autobahn. Erst ein Brand, dann ein Crash. Die Rettungskräfte in Osthessen sind in der Nacht gleich mehrfach gefordert. Nach ersten Ermittlungen der Polizei ist am Abend ein LKW auf der A66 zwischen Neuhof und Fulda unterwegs. Plötzlich bemerkt der 45-jährige rumänische Fahrer Flammen im Motorraum und muss auf dem Standstreifen halten. Der Mann kann sich in Sicherheit bringen, der LKW samt geladenen Metallteilen brennt allerdings vollständig aus. Brandursache dürfte ein technischer Defekt gewesen sein. Etwa zwei Stunden später – während der Nachlöscharbeiten der Feuerwehr – kracht es an der Einsatzstelle. Gleich fünf Laster sind in eine Kollision am Stauende verwickelt. Sandra Hanke, Sprecherin Polizeipräsidium Osthessen „Nach uns vorliegenden Erkenntnissen, befuhr ein 50-jähriger Mann aus Polen, ein 52-jähriger Mann aus Bulgarien sowie ein 22-jähriger Mann aus Russland mit ihren Sattelzügen die A66 in Richtung Fulda. Aufgrund eines Stauendes bremsten die Fahrzeugführer ihre Sattelzüge verkehrsbedingt ab. Ein dahinter befindlicher 49-jähriger Mann aus Seligenstadt erkannte dies vermutlich zu spät und versuchte noch seinen LKW an dem vorausfahrenden Sattelzug vorbei zu lenken.“ Das aber gelingt dem Fahrer nicht. Er schiebt die drei vor ihm stehenden Lkw aufeinander. Ein weiterer 40-Tonner knallt ins Heck. Der Seligenstädter wird dabei eingeklemmt und schwer verletzt. Zwei weitere Fahrer werden leichtverletzt ins Krankenhaus gebracht. Wegen der Aufräumarbeiten und zur Erstellung des Unfallgutachtens wird die A66 in Richtung Fulda bis in den Nachmittag vollgesperrt. Rund um die Anschlussstellen kommt es zu kilometerlangen Staus. Die Polizei schätzt den Schaden durch Brand und Unfälle auf über eine Million Euro.

  • Auftakt des „Synodalen Weges“ von Protesten begleitet

    Auftakt des „Synodalen Weges“ von Protesten begleitet

    Die katholische Kirche in Deutschland steckt in der wohl tiefsten Krise ihrer jüngeren Geschichte. Der Missbrauchsskandal, die Debatte über Machtmissbrauch und die Frage, welche Rolle Frauen in der Kirche spielen sollen – um das alles aufzuarbeiten geht die Kirche in Deutschland den sogenannten „synodalen Weg“. Dabei diskutieren Bischöfe und Laien über die Zukunft der Kirche. Seit heute tagt die Synodalversammlung in Frankfurt. Das Programm für die zweite Synodalversammlung ist prall gefüllt. Das Ziel der 230 Delegierten ist nichts weniger als die Erneuerung der Kirche in wesentlichen Punkten. Der Limburger Bischof Georg Bätzing, der auch Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz ist, hofft auf einen großen Wurf. Georg Bätzing, Vorsitzender Deutsche Bischofskonferenz: „Alle Bischöfe sind in ihrer Verantwortung sich bewusst: Hier geht es um etwas. Der Synodale Weg will Beschlüsse fassen, die die Kirche, die Situation der Kirche in unseren Land und das Handeln der Kirche in unserem Land verändern.“ Der Synodalversammlung gehören die 69 deutschen Bischöfe an und 69 Vertreter des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, also der Laienorganisation der Kirche. Außerdem Vertreter katholischer Berufsgruppen. Auslöser für den sogenannten synodalen Weg war der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. Er habe deutlich gemacht, dass die Kirche ein Problem mit ihren Machtstrukturen habe, sagt die Reformbewegung „Wir sind Kirche“. Sie sieht aber optimistisch auf die kommenden Tage. Christian Weisner, „Wir sind Kirche“ „Ich habe den Eindruck, was man so hört, dass es eine große Mehrheit für Reformen gibt, für notwendige Reformen. Und die werden auch von den Bischöfen mitgetragen und das ist gut so. Ich warne nur jeden, der diesen Weg verlässt. Der ist nicht auf einem guten Weg.“ Unumstritten ist der synodale Weg nicht. Konservative Bischöfe kritisieren, die Synode entwerte die Bibel und instrumentalisiere die Missbrauchsfälle um die Kirche umzugestalten. Georg Bätzing, Vorsitzender Deutsche Bischofskonferenz: „Von Instrumentalisierung des Missbrauchs zu sprechen, wenn wir uns […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Tarifabschluss im Einzelhandel Die Beschäftigten im hessischen Einzel- und Versandhandel erhalten rückwirkend zum 1. August drei Prozent mehr Lohn. Das sieht ein Tarifvertrag vor, auf den sich die Gewerkschaft Ver.di mit den Arbeitgebern geeinigt hat. Am 1. April 2022 werden die Gehälter dann um weitere 1,7 Prozent angehoben. Der Tarifvertrag läuft bis Ende März 2023. Land Hessen zahlt für Fluglärm Städte und Gemeinden im Umfeld des Frankfurter Flughafens sollen auch künftig 4,5 Millionen Euro jährlich zum Ausgleich der Fluglärmbelastung erhalten. Das sieht der neue Haushaltsentwurf des Landes Hessen vor. 21 Kommunen können Geld beantragen, das beispielsweise in die Kinderbetreuung und Freizeiteinrichtungen fließen soll. Welche Summe die Kommunen erhalten, orientiert sich an der jeweiligen Fluglärmbelastung und der Zahl der betroffenen Einwohner. Arbeitsmarkt erholt sich In Hessen ist die Zahl der Arbeitslosen im September gesunken. Am Ende des Monats suchten 168.295 Männer und Frauen in Hessen eine Stelle. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 4,9 Prozent. Auch in Rheinland-Pfalz ist die Arbeitslosigkeit leicht zurückgegangen. Hier waren 104.200 Menschen ohne Job. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,6 Prozent. Bundesweit sank die Quote auf 5,6 Prozent. MINT-Tag für weiterführende Schulen Lehrkräfte weiterführender Schulen haben sich heute in Mainz bei Workshops und Vorträgen über die neuesten Ideen und Trends für einen praxisbezogenen Unterricht informiert. Beim MINT-Tag, veranstaltet von der rheinland-pfälzischen Landesvereinigung Unternehmerverbände, erhielten sie Inspirationen für die eigene Unterrichtsgestaltung im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Ziel der Veranstaltung ist es, den Lehrern praxisnahe Inhalte zu vermitteln, damit sie ihre Schüler besser für einen Einstieg in einen MINT-Beruf vorbereiten können.