Hessen

  • Engelsfackel des Kinder-Lebens-Laufs übergeben

    Engelsfackel des Kinder-Lebens-Laufs übergeben

    Stellen Sie sich vor, ihr Kind wird schwer krank geboren. So schwer krank, dass die Ärzte sich weigern, das Kind zu operieren und ihm nur wenige Monate zu leben geben. Bei Jens Jenning war das der Fall: Doch er ist schon neun, strotzt vor Energie und er ist einer der Botschafter beim Kinder-Lebens-Lauf – ein Lauf durch ganz Deutschland, der auf die Arbeit von Kinderhospiz-Diensten aufmerksam machen soll. Eine Arbeit, die viel weniger mit Sterben zu tun hat, als mit Leben: Das hat Jens gestern gezeigt.     Applaus auf der Feuerwache in Mainz-Kastel für einen tapferen Jungen: Jens Jenning. Jens kam mehr als zwei Monate zu früh auf die Welt – die Folge: Blutungen im noch nicht ausgereiften Gehirn. Bis heute bilden sich immer wieder Zysten in seinem Gehirn, die sein Leben bedrohen können. Doch es ist ein Leben voller Humor und Freude. Jens Jenning, Starterkind Kinder-Lebens-Lauf: „Danke für Einladung Leute!“ Die Feuerwehren aus Mainz und Wiesbaden unterstützen den Kinder-Lebens-Lauf: Bei dem Lauf reichen Kinder wie Jens die sogenannte  Engels-Fackel von Hospiz-Einrichtung zu Hospiz-Einrichtung weiter. Als offizielles Starterkind hat Jens die Fackel in Berlin im April den Anfang gemacht: Jens Jenning, Starterkind Kinder-Lebens-Lauf: „Ich finde, das ist Stolz. Ich habe Stolz, ein Starterkind zu sein. Auf jeden Fall: Ich möchte allen zeigen, wie toll die Arbeit im Kinderhospiz ist und dass klappt.“ Der Bundesverband Kinderhospiz veranstaltet den Lauf alle zwei Jahre, um auf die Arbeit von Kinderhospiz-Diensten aufmerksam zu machen. Eine Arbeit wie vom Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden, das die Familie Jenning unterstützt. Die Familie findet dort Entlastung; Jens und seine Geschwister vor allem Spaß, Krankheit hin oder her. Nataliya Jenning, Mutter von Jens: „Trotz allem möchte er am Leben teilhaben mit seinen Geschwistern und fröhlich sein und Spaß am Leben haben und solange er das kann, machen wir […]

  • Jugend klettert für Olympia

    Jugend klettert für Olympia

    In sechs Wochen beginnen die Olympischen Spiele in Paros. Um Nachwuchs-Sportler ausfindig zu machen und Schüler zum Sport zu motivieren, findet in Gießen ein Schüler-Wettbewerb statt. Der heißt: „Jugend trainiert für Olympia“. Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren probieremsich hier beim Klettern aus. manche von ihnen sogar zum ersten Mal. Andere wiederum wollen schom im frühen Alter ganz hoch hinaus. Stück für Stück weiter nach oben. Florian Hassenklüver trainiert dreimal die Woche für seinen großen Traum. Klettern ist seine Leidenschaft. Ob ganz schnell oder sehr präzise jeder Griff muss sitzen. Florian Hassenklüver, 15 Jahre alt: „Ich find’s super cool, wenn man oben ankommt nach einer anstrengenden Kletterroutet und dann oben anzukommen, das macht mir einfach Spaß“ Wie schwer es ist, den Griff zu halten, zeigt ein Moment der Unaufmerksamkeit. Gut, dass die Jugendlichen hier gesichert sind. 28 Teams treten gegeneinander an. Darunter sind jetzt zum Ersten Mal auch fünf Teams von Förderschulen. Dabei ist auch Tom Lodig. Tom Lodig, Schüler Sophie-Schioll-Schule Gießen: AIch hab eigentlich keine Angst. Ich bin bis zur 14 geklettert. Ich hatte keine Angst“ Für ihn reicht es heute für den fünften Platz. Aber hier geht es nicht um Medaillen. Die Schüler sollen dazu motiviert werden, sich zu bewegen, Sport zu treiben, neue Sportarten auszuprobieren. Das Besondere beim Klettern. Der kooperative Charakter. Oft müssen die Schüler zusammen die beste Route finden. Das wird vor allem beim Bouldern wichtig. Marvin Amaze, Schüler Ricarda-Huch-Schule Gießen: „Natürlich boulder ich ja nur alleine, aber es ist ganz oft so, dass wenn man am Klettern ist, man nicht unbedingt einen Stein sieht, nicht weiß wo man hinsoll oder so. und das ist gut, wenn dann andre Leute von außen nochmal gucken, ob man auch wirklich alles benutzt was man benutzen kann oder ein paar Tricks verrät oder eine Idee äußert, wenn man […]

  • Ergebnisse und Analysen zur Europawahl

    Ergebnisse und Analysen zur Europawahl

    Wir starten die Sendung heute mit DEM Thema vom Wochenende: der Europawahl. Das Interesse an der Wahl war hoch, die Wahlbeteiligung war mit fast 65 Prozent die zweithöchste, die es jemals bei einer Europawahl in Deutschland gab. Und das ist das vorläufige amtliche Endergebnis: CDU und CSU kommen zusammen auf 30,0 Prozent und werden damit deutlich stärkste Kraft. . Die AfD landet auf Platz zwei mit 15,9 Prozent.  Die SPD erreicht mit 13,9 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis bei einer bundesweiten Wahl. Die Grünen landen bei 11,9 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht kommt aus dem Stand auf 6,2 Prozent. Die FDP erreicht 5,2 Prozent. Dahinter erreichen Die Linke, die Freien Wähler und Volt jeweils drei Sitze im Europaparlament. Stärkste Kraft ist, wie schon bei der letzten Europawahl, die Union. Genau 30 Prozent der Stimmen erreichen CDU und CSU gemeinsam, etwas mehr als vor fünf Jahren. Christian Baldauf (CDU), Landesvorsitzender RLP: „Das ist eine Bestätigung unserer richtigen Politik. Wir haben es geschafft, Vertrauen zurückzugewinnen, mit klaren Botschaften, und deshalb ist das heute ein Sieg der Union.“ (9s) Christine Schneider (CDU), Rheinland-pfälzische Spitzenkandidatin Europawahl: „Unabhängig davon, ob ich in der Landwirtschaft, bei unseren mittelständischen Betrieben war, die alle gesagt haben: Nehmt uns die Fußfesseln und macht nicht noch immer mehr Verordnungen, mehr Dokumentationen, mehr Bürokratie… Und ich glaube, das war wichtig, dass wir darauf gesetzt haben, dass wir gesagt haben, wir haben das Asyl- und Migrationspaket geschient und verabschiedet – dank der EVP – und dass wir uns auf diese Themen auch konzentriert haben, die aktuell die Menschen in unserer Gesellschaft bewegen.“ (25s) Auch wenn die CDU mit Abstand das stärkste Ergebnis holt – als wahrer Wahlsieger feiert sich eine andere Partei. Die AfD gewinnt bundesweit rund fünf Prozentpunkte dazu und wird damit zweitstärkste Kraft. Während einige Vertreter das Ergebnis in Mainz feiern, […]

  • Kommentar von 17:30-Chefredakteur Richard Kremershof

    Kommentar von 17:30-Chefredakteur Richard Kremershof

    Kommentar zur Europawahl von 17:30-Chefredakteur Richard Kremershof Das Ergebnis der Europawahl hatte weniger mit Europa zu tun als vielmehr mit Deutschland selbst: Denn es ist eine nahezu brutale Abrechnung mit der Politik der Ampel. In Scharen ziehen die Wähler zu den extremen Rändern, vor allem zur AfD, aber auch zu Sarah Wagenknecht. Aber nicht, weil die Menschen selbst extreme Ansichten hätten – nein, die haben die allermeisten nicht. Es ist die Vorherrschaft einer grünen Klimapolitik, gegen die sich die politische Stimmung massiv wendet. Weil sie den Menschen teure Wärmepumpen und E-Autos aufzwingt. Und weil die grüne Industriepolitik systematisch eine Branche nach der anderen abzuwickeln droht. Und es ist eine völlig aus dem Ruder gelaufene Migrationspolitik. Menschen sind nicht rassistisch, wenn sie sich gegen illegale und unkontrollierte Einwanderung wenden. Nein, sie wollen, dass der Staat dafür sorgt, dass Recht und Gesetz gelten und die Sicherheit der Bevölkerung wieder an erster Stelle steht. Heißt: wer eine noch stärkere AfD verhindern will, der muss dieser Partei endlich die Themen, die sie groß machen, aus der Hand nehmen.  Sonst gibt es schon nach der nächsten Bundestagswahl ein böses Erwachen!

  • Sicherheitskonzept zur Fußball-EM vorgestellt

    Sicherheitskonzept zur Fußball-EM vorgestellt

    Am Freitag geht sie los – die Fußball-EM in Deutschland. Auch bei uns in Frankfurt wird gespielt. Insgesamt fünf Mal – doch nicht nur zu den Spielen selbst, auch auf der großen Fan-Zone am Mainufer und an weiteren Hot-Spots erwarten Stadt und Veranstalter Hunderttausende Fans. Bunt und fröhlich soll die Europameisterschaft werden. Aber natürlich auch friedlich und sicher. Dafür zuständig: Die Frankfurter Polizei. Die hat heute ihr Einsatzkonzept für die EM vorgestellt – inklusive Verhaltensregeln für die Fans.   Wenn alles nach Plan läuft, werden wir von der Fußball-Europameisterschaft in Frankfurt nur solche Bilder sehen: Fröhliche Fans, die ausgelassen, aber friedlich feiern. Sich bei Siegen ihrer Mannschaft jubelnd in den Armen liegen – oder auch mal ein kleines Tränchen verdrücken, wenn es für Ihr Team am Ende doch nicht reicht. Damit auch wirklich alles so friedlich bleibt, bereitet sich die Frankfurter Polizei auf ihren größten Einsatz seit Jahren vor. Bis zu 2500 Beamte werden während der Spiele gleichzeitig im Einsatz sein. Am Stadion, auf den Fan-Meilen sowie an weiteren Hot-Spots – etwa im Bahnhofsviertel oder in Sachsenhausen. Stefan Müller, Präsident Polizei Frankfurt: „Ich glaube insbesondere zu vorgerückter Stunde, wenn es in die Vergnügungsviertel geht, dann wird es ernst. Wenn Alkohol dazu kommt. Aber das kennen wir von jedem Wochenende. Dafür sind wir gerüstet, und dafür sind wir da.“ Insgesamt rechnet die Polizei aber mit einem friedlichen Turnierverlauf: Fußball-Länderspiele seien in der Regel keine Hochrisikospiele, sondern bunte Veranstaltungen in familiärer Atmosphäre. Gleichzeitig fährt die Polizei eine Null-Toleranz-Strategie: Rassismus, Antisemitismus und Homophobie werden nicht geduldet – hier will die Polizei besonders hart durchgreifen. Und was ist mit möglichen Terror-Anschlägen? Roman Poseck, CDU, Innenminister Hessen: „Diese Fußball-Europameisterschaft findet in einer angespannten Sicherheitslage statt. Das müssen wir so zur Kenntnis nehmen. Und darauf müssen wir uns vor allem aber auch einstellen. Angespannte Sicherheitslage heißt, […]

  • Sommerinterview mit Robert Lambrou (AfD)

    Sommerinterview mit Robert Lambrou (AfD)

    Der hessische Fraktionsvorsitzende stellt sich auf unserer Dachterrasse den Fragen von Eva Dieterle. Eva Dieterle, Moderatorin: Herzlich willkommen zu 17:30 Sat.1 live. Ich begrüße Sie heute wieder von unserer Dachterrasse. Das heißt, es ist wieder Zeit für unsere Sommerinterviews. Zeit für Politik. Heute geht es bei uns um die Politik der AfD, die gerade für viele Schlagzeilen sorgt. Und da gefallen sicherlich nicht alle unserem heutigen Gast. Es ist der Fraktionsvorsitzende der AfD im Hessischen Landtag. Wir sprechen gleich mit ihm darüber. Aber da wir kurz vor der Europawahl stehen, geht es heute natürlich auch um das Europawahlprogramm der AfD. Jetzt im Gespräch mit Robert Lambrou. Herzlich willkommen hier auf dem Mainzer Lerchenberg. Robert Lambrou (AfD), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen: Hallo, Frau Dieterle. Vielen Dank für die Einladung. Dieterle: Herr Lambrou, bevor wir gleich politisch loslegen, wollen wir ja immer gerne noch mal einen persönlicheren Eindruck gewinnen. Und deshalb sind wir mit Ihnen zu Ihrem Lieblingsort gereist und es hat uns nicht überrascht, dass der uns ans Wasser geführt hat. ———- Das Rheinufer im Wiesbadener Stadtteil Schierstein – der Lieblingsort von Robert Lambrou. Hier geht der Politiker oft spazieren, lässt seine Gedanken schweifen und sucht nach Erholung – gerade dann, wenn es in den Diskussionen im Landtag mal wieder hitzig zuging. Robert Lambrou (AfD), Lieblingsort: Rheinufer Schierstein „Jede Nähe zum Wasser beruhigt mich. Ob ich in der Badewanne sitze, ob ich schwimme oder ob ich hier spazieren gehe. Und das ist ein Stück des Rheins, wo sie kaum Spaziergänger haben. Hier können sie wirklich eintauchen in die Natur und komplett zur Ruhe finden.“ Gerne schaut Lambrou dabei dem regen Treiben auf dem Rhein zu oder genießt bei einem Tee den Ausblick auf den Schiersteiner Hafen. Hier tankt er Kraft und lädt die Batterien wieder auf. Wiesbaden ist seit über zehn Jahren […]

  • Kabinettssitzung auf dem Hessentag in Fritzlar

    Kabinettssitzung auf dem Hessentag in Fritzlar

    Deutschlands größtes Landesfest: der Hessentag in Fritzlar. Wenn auch das Wetter mehr als durchwachsen ist – es sind schon über 250.000 Besucher gekommen. Noch bis einschließlich Sonntag gibt es in Fritzlar eine bunte Mischung aus Volksfest, Konzerten und politischen Programmpunkten. Zumindest heute hat das Wetter mitgespielt. Bei leicht bewölktem Himmel und Sonnenschein schmeckt die Bratwurst doch gleich viel besser. Und auch die Fahrt auf dem Riesenrad – ohne Regen direkt deutlich angenehmer. Petra Burkhard, betreibt Seniorenresidenz „Ich bin ein Mal mit meiner Enkeltochter schon Riesenrad gefahren, die ist begeistert! Und jetzt schauen wir mal, was es sonst noch hier zu sehen gibt.“ Stefan Burkhard, Heimleiter „Das Wetter, das hält sich ja. Und Temperaturen gehen ja auch. Ist schon schön hier!“ Sabine Heise „Fritzlar gefällt uns sowieso immer total gut!Kommen Sie nach Fritzlar, alle, die das jetzt sehen. Eine super tolle Stadt und Sie werden nicht enttäuscht sein.“ Neben der Unterhaltung und Verköstigung der Besucher stand heute auch wieder die traditionelle Kabinettsitzung des hessischen Landesregierung auf dem Plan. Mit auf der Tagesordnung: eine „Agenda für unser Land“ unter dem Motto: „Hessen – Heimat – Hightech“. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Da geht’s um Innovation und Identität, da geht’s um Bembel und Bitcoin und da geht’s auch um aale Worscht und AI. Also alles Themen, die wirklich sehr hessisch sind. Wir wollen mit der Agenda Brauchtum und Traditionen pflegen.“ Und auch das Nordhessenpaket der Landesregierung für die Hessentagsstadt Fritzlar und den Schwalm-Eder-Kreis standen heute auf dem Programm. Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschafts- und Verkehrsminister Hessen „Es geht eben darum, dafür zu sorgen, dass sich diese Region weiterhin gut entwickeln kann. Dass wir gleichwertige Lebensbedingungen haben. Da spielt natürlich eine wichtige Rolle, dass die verkehrliche Anbindung weiter verbessert wird. Deswegen stehen wir auch weiterhin zum Straßenbau. Es geht darum, dass die Unternehmen sich gut […]

  • Europawahlkampf auf dem Bauernhof

    Europawahlkampf auf dem Bauernhof

    Am Sonntag in einer Woche ist Europawahl. Für die Landwirte in Hessen und Rheinland-Pfalz ein sehr wichtiger Termin, denn sie bekommen von der Europäischen Union viel Geld und gleichzeitig jede Menge bürokratische Vorschriften. Die Freien Wähler in Hessen haben heute Wahlkampf auf einem Bauernhof gemacht – mit prominenter Unterstützung aus Bayern. In Sachen Landwirtschaft macht Hubert Aiwanger so schnell niemand was vor: Der bayerische Wirtschaftsminister und Bundesvorsitzende der Freien Wähler ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. Während Andreas Klein vom Hof Birkenhöhe bei Wiesbaden-Nordenstadt vor allem Erdbeeren, Äpfeln und Kartoffeln anbaut, hat Aiwanger vor allem Erfahrung mit Milchkühen und Mastschweinen. Und doch ist sein Besuch auf dem Hof Birkenhöhe heute in gewisser Weise ein Heimspiel. Geduldig lässt er sich vom Hausherrn erklären, wo die hessischen Obstbauern der Schuh drückt. Andreas Klein, Landwirt „Diese Bürokratie-Geschichte ist für uns Landwirte das größte Problem glaube ich momentan. Und dass ich auch als Landwirt, dass selbst wenn ich alle Kulturen in einem Top-Zustand habe, ich durch den Klimawandel das Problem habe, dass auch mal eine Ernte komplett ins Wasser fallen kann, ohne dass ich was dafür kann. Im Prinzip: Die Schadensereignisse häufen sich. Es werden immer mehr Starkregenereignisse -Sturm, Wind, Hagel, die leider in Deutschland nicht versicherbar sind.“ Den Klimawandel wird auch Hubert Aiwanger nicht aufhalten können. Wenn es aber um den Abbau unsinniger bürokratischer Hürden geht, möchten die Freien Wähler schon ein Wörtchen mitreden. Sie wollen sich dafür einsetzen, dass die deutsche Landwirtschaft im internationalen Vergleich konkurrenzfähig bleibt. Hubert Aiwanger (Freie Wähler), Bundesvorsitzender „Auf alle Fälle ist das Grundproblem, dass die heimische Landwirtschaft häufig mit Dingen konfrontiert ist, wo unsere Mitbewerber da nicht mit konfrontiert sind. Höhere Löhne, höhere Steuern, mehr Bürokratie. Vorschriften bei der Düngung. Wir müssen mehr auf die Regionalität setzen und den heimischen Produzenten dieselben Wettbewerbsregeln geben wie unseren Mitbewerbern. Nicht […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Klimaprotest vor Europawahl — Beschäftigte leiden unter Hitze — Ungetrübter Badespaß Klimaprotest vor Europawahl Wie hier in Frankfurt haben heute Anhänger der Klimabewegung „Fridays for Future“ in vielen Großstädten für Klimaschutz und Demokratie demonstriert. Kurz vor der Europawahl will die Bewegung ein Zeichen gegen den Aufschwung rechter Parteien setzen. Ein Rechtsruck auf EU-Ebene könne den Klimaschutz gefährden. Fridays for Future fordert den EU-weiten Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas bis 2035. Außerdem sollen die Investitionen in erneuerbare Energien und klimaneutrale Energie verdoppelt werden. Das neue EU-Parlament müsse sich klar für Klimaschutz und Demokratie entscheiden. Beschäftigte leiden unter Hitze Der Klimawandel hat nach einer Auswertung der Krankenkasse DAK deutliche Auswirkungen auf die Arbeitswelt. In Hessen fühlen sich 17 Prozent der Beschäftigen im Job durch Hitzewellen stark belastet, in Rheinland-Pfalz sind es sogar 22 Prozent. Zudem zeigt sich laut DAK, dass es bei steigenden Temperaturen mehr Krankschreibungen unter anderem wegen Herz-Kreislauf-Problemen gibt. Die DAK fordert die Betriebe auf, die Arbeitsabläufe an die Hitzeperioden anzupassen und Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter zu ergreifen. Ungetrübter Badespaß Mit einer Ausnahme ist die Wasserqualität in den 66 Badeseen in Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Wie das Umweltministerium heute mitteilte, hätten das regelmäßige Überprüfungen durch die Gesundheitsämter und das Landesamt für Umwelt ergeben. Auch die Hessen können sich ohne Bedenken in ihren Badeseen vergnügen. Hier erhaben 57 der 61 Gewässer die Bestnote bekommen. Die Qualität der Badeseen wird auch während der Schwimmsaison regelmäßig überprüft.

  • Vorbereitungen für Sanierung der Riedbahn

    Vorbereitungen für Sanierung der Riedbahn

    Ab dem 15. Juli – ein Tag nach dem Finale der Fußball-Europameisterschaft – wird es für Bahnpendler zwischen Frankfurt und Mannheim ernst. Denn dann beginnt die Generalsanierung der maroden Riedbahn und das bedeutet bis Ende des Jahres Vollsperrung. Weil kein Zug mehr fährt, müssen stattdessen Busse her und die Pendler müssen viel Geduld mitbringen. Heute wurde in Darmstadt gezeigt, um welche Dimensionen es sich handelt. 150 Busse in Purpur für über 1.000 Fahrten am Tag. Sie sollen die Regional- und S-Bahnen vollständig ersetzen, wenn die Riedbahn von Mitte Juli bis Dezember generalsaniert wird. Evelyn Palla, Vorständin Regionalverkehr Deutsche Bahn AG „Die Busse haben wir neu gekauft, also 150 nigelnagelneue Busse und auch komplett ausgestattet; jeder Bus ist barrierefrei, jeder Bus ist mit WLAN ausgestattet, jeder Bus hat auch eine Gepäckablage und einige der Busse haben sogar ein WC.“ Die Riedbahn verläuft von Frankfurt über Groß-Gerau, Biblis, bis nach Mannheim. Sie ist eine der meist befahrenen Strecken in Deutschland. Zwischen den beiden Metropolregionen pendeln täglich rund 15.000 Menschen. Menschen, besser gesagt 400 Busfahrer, sind auch für den geplanten Ersatzverkehr nötig. Die angesichts des Fachkräftemangels zu finden, sei eine Herkulesaufgabe gewesen. Evelyn Palla, Vorständin Regionalverkehr Deutsche Bahn AG „Wichtig ist, dass wir zusätzliche Busfahrerinnen und Busfahrer für die Branche rekrutieren wollten und nicht aus der Branche rekrutieren wollten; das heißt, wir haben hier auch einen Beitrag für die Branche geleistet. Wir haben überwiegend in Deutschland rekrutiert. Es war aber nicht möglich in Deutschland die gesamte Menge an 400 Busfahrerinnen und Busfahrern zu rekrutieren, deswegen haben wir auch in 14 europäischen Ländern rekrutiert.“ Die Bahn unterstütze die neuen Fahrer bei der Integration. Dazu gehörten auch Deutschkurse und bei Bedarf kostenfreie Wohnungen. Anfang Juli folge ein Probebetrieb, damit alle die Ersatzstrecke kennenlernen. Genau da hatte es im Januar, während der ersten Sperrphase noch gehakt. […]

  • Tanzender Pfarrer begeistert auf TikTok

    Tanzender Pfarrer begeistert auf TikTok

    Wenn die Kirche in den Nachrichten vorkommt, dann geht es häufig um Skandale und Austritte. Anders ist das bei evangelischen Kreuzkirche in Fulda und ihrem Pfarrer Stefan Bürger. Gegen den allgemeinen Abwärtstrend ist seine Kirchengemeinde in den letzten Jahren gewachsen. Durch Aktionen wie Themengottesdienste und sein soziales Engagement schafft er es, die Menschen in die Kirche zu locken. Um auch die junge Generation zu begeistern, verlässt er auch mal seine Komfortzone. Gottesdienste halten, Konfiunterricht vorbereiten, sich um die Kirche kümmern. Typische Tätigkeiten, denen Pfarrer Stefan Bürger Tag für Tag nachgeht. Aber das ist nicht alles. Der Pfarrer tanzt. Er tanzt für Videos im Sozialen Netzwerk TikTok. Er tanzt, um Jugendlichen über seine Videos eine Zugang zu Gott zu schaffen. Stefan Bürger, Pfarrer Kreuzkirche Fulda: „Ich bin wirklich nicht der Tänzer und habe auch nie eine Tanzschule besucht und habe mich dann einfach ein bisschen anstecken lassen. Und struggle da auch ziemlich rum, dass ich das einigermaßen hinbekomme, aber vielleicht wird es dadurch auch ein bisschen peppiger, dass ich das nicht perfekt mache. Und zeigt eben auch den Jugendlichen, sie können was besser als ich, zum Beispiel tanzen. Deshalb sind es auch die Jugendlichen, die heute das Kommando haben. Die Choreographie haben sie sich von anderen Videos abgeschaut. Jetzt geht es darum, sie dem Pfarrer beizubringen. offen: Also, du musst die Arme strecken und im Takt. Du machst so. Und vielleicht bisschen mehr mit dem Kopf dann auch. Nicht so, sondern so. Ich muss richtig nach oben oder was? Da sind mehrere Anläufe nötig, bis die Jugendlichen ihr Go für das Video geben. Kurzer Check hinterher: Alle Beteiligten sind mit dem Ergebnis zufrieden. Josephine, 12 Jahre: Ich finde das super, weil also das denkt man ja nicht so von Kirche. Und man denkt, also manche Leute denken auch, dass Kirche nicht […]

  • Filmfestival „Nippon Connection“ in Frankfurt

    Filmfestival „Nippon Connection“ in Frankfurt

    Das weltweit größte Festival für japanische Kultur und Filmkunst außerhalb Japans ist die „Nippon Connection“ in Frankfurt. Diese Woche werden wieder Tausende Besucher erwartet, wenn sich ein Teil der Mainmetropole in „Little Tokyo“ verwandelt. Ob fernöstliche Leckereien, traditionelle Taiko-Trommeln oder rund 100 japanische Filme, von Fantasy bis zum japanischen Zeichentrick Anime. An acht Veranstaltungsorten, darunter auch das Deutsche Filmmuseum, heißt es jetzt wieder: „Nippon Connection.“ Viele japanische Künstler kann man persönlich antreffen. Ob Regisseure bei ihren Filmpremieren oder ausstellende Künstler, sie alle reisen gern nach Frankfurt. Kah Wai Lim, Regisseur „Das Festival ist ein toller Ort, um sich auszutauschen. Das Publikum zeigt großes Interesse und stellt viele Fragen. Das sind magische Momente.“ Michiyo Arakawa, Papierschnitt-Künstlerin „Ich war 2018 das erste Mal hier. Und ich war damals schon sehr überrascht, wie viele Menschen sich hierzulande für japanische Kultur interessieren.“ Takuya Taniguchi, Taiko-Trommler „Dem deutschen Publikum zu begegnen, finde ich sehr bewegend. Hier werden unsere Geschichten auch außerhalb Japans weitergetragen.“ Wie schon beim Publikumsrekord vergangenes Jahr werden erneut weit über 18.000 Besucher erwartet. Viele Veranstaltungen und Workshops sind bereits ausverkauft – Eintauchen in eine exotische Welt. Lea Pils „Wenn man hier in Deutschland sagt, dass man die japanische Kultur gut findet, kriegt man manchmal komische Seitenblicke. Weil es halt dort anders ist als hier. Aber ich fand es schon immer richtig cool.“ Patricia Büger „Also ich bin generell von Japan total begeistert, habe dort auch mal Urlaub gemacht, habe die Sprache gelernt und finde die Kultur, das Essen, alles drum herum super.“ Neben dem japanischen Generalkonsulat unterstützt auch die Hessische Filmförderung die Nippon Connection. Vor 24 Jahren von Studenten gegründet, wird das Festival bis heute überwiegend ehrenamtlich organisiert. Die rund 70 Helfer des gemeinnützigen Vereins holen jedes Jahr ein kleines Stück Japan nach Frankfurt. Florian Höhr, Organisationsleitung Nippon Connection „Wir wollen japanische […]

  • Sommerinterview mit dem hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein

    Sommerinterview mit dem hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein

    Boris Rhein stellt sich den Fragen von Eva Dieterle. Eva Dieterle, Moderatorin: Ihre Mittwochsausgabe von 17:30 Sat.1 live hält ein weiteres Sommerinterview für Sie bereit. Wir sind unten im Studio wegen des wechselhaften Wetters, aber das soll dem Inhalt überhaupt keinen Abbruch tun. Denn wir nutzen die Jahresmitte immer so ein bisschen, um auf das große Ganze zu schauen, denn wir befinden uns auch in diesem Jahr wieder in einem politisch sehr spannenden Jahr. Wir sind auf der Zielgeraden zur Europawahl und die gilt für viele ja auch so ein bisschen als Stimmungsbarometer für das, was uns im kommenden Jahr bei der Bundestagswahl erwarten wird. Und das findet mit Sicherheit auch mein heutiger Gast spannend. Es ist der hessische Ministerpräsident der CDU, Boris Rhein. Herzlich willkommen! Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen: Ja, danke, Frau Dieterle. Guten Tag. Dieterle: Herr Rhein, wir machen zu Beginn der Staffel in diesem Jahr immer einen kleinen Abstecher zu einem Ort, der unseren Gästen ganz besonders am Herzen liegt. Und wir schauen jetzt mal, welcher Ort das für Sie war. ———- Die Felder rund um Nieder-Eschbach im Norden Frankfurts – sie sind der Lieblingsort von Boris Rhein. Ein Stück ländliche Idylle mitten in der sonst so trubeligen Metropolregion. Immer im Blick: die Frankfurter Skyline mit ihren prägnanten Gebäuden. Immer wieder hatte es Bestrebungen gegeben hier einen neuen Stadtteil zu errichten, doch noch dürfen Saatkrähen und Co. hier ungestört leben. Boris Rhein (CDU), Lieblingsort: Felder Nieder-Eschbach „Es ist ein toller landwirtschaftlicher Raum. Er wird ja von den Bauern auch entsprechend kultiviert. Und es werden natürlich auch Nahrungsmittel dort gewonnen. Und da kommt sehr vieles dort zusammen. Und man kann die Freizeit dort verbringen und man kann sich einfach wohlfühlen dort.“ Zwischen Gemüse, Raps und Streuobstwiesen geht der Ministerpräsident mit seinem Hund spazieren, fährt Fahrrad oder lässt […]

  • Wehen Wiesbaden will Abstieg verhindern

    Wehen Wiesbaden will Abstieg verhindern

    Hochspannung heute in Wiesbaden: Der SV Wehen Wiesbaden und Jahn Regensburg kämpfen um einen Platz in der Zweiten Fußball-Bundesliga. Beim Relegationsrückspiel vor heimischer Kulisse haben die Wiesbadener den Klassenerhalt in der eigenen Hand. Wer schnappt sich also das Ticket für die 2. Liga? Spannender kann die Relegation kaum sein. Nach einem frühen Rückstand drehen die Hessen in der zweiten Halbzeit das Spiel. Dank eines späten Ausgleichstreffers dürfen aber auch die Regensburger noch hoffen. Das Spiel endet mit einem 2:2 Unentschieden. Für Wehen-Trainer Nils Döring war das Spiel nicht nur wegen des Verlaufs besonders nervenaufreibend. Wegen einer roten Karte im letzten Ligaspiel wurde er vom DFB gesperrt und konnte die Partie nicht wie gewohnt von der Seitenlinie aus verfolgen. Nils Döring, Trainer SV Wehen Wiesbaden „Ja, also das war für mich am Freitagabend schon ein Wechselbad der Gefühle oben auf der Tribüne. Es ist keine schöne Situation wenn man nicht einwirken darf und freu mich natürlich jetzt umso mehr, am Dienstag beim Heimspiel hier die Mannschaft direkt an der Seitenlinie dann auch wieder zu unterstützen und auch mitwirken zu dürfen, aktiv.“ Neben Dörings Rückkehr auf die Trainerbank dürfen sich die Wehener Spieler auch auf ein ausverkauftes Stadion freuen. Über 11.000 Zuschauer kommen in die BRITA-Arena. Für die Wehen-Wiesbaden-Fans gibt es nur einen möglichen Spielausgang. Janne Schütze „Ja, ich bin da ganz zuversichtlich, wir sind hier auch schon in unserer Fangemeinschaft alle dabei am Mitfiebern, aber ich glaube, das wird ganz gut.“ Tim Geisel „Ja, ich erwarte, dass Wiesbaden schon seine Erwartungen von dieser Saison, die sie mitgebracht haben mit reinnehmen ins Spiel, und dass sie nicht absteigen. Würde ich mir wünschen für die.“ Nico Bachofner „Ich denke, die Fans werden Wehen antreiben ohne Ende, damit sie sich das Ding holen können. Und ich freue mich auch einfach echt, im Stadion dabei […]

  • Fraktionssitzungen auf dem Hessentag

    Fraktionssitzungen auf dem Hessentag

    „Nah bei den Leuten“ – das ist so ein typischer Politikerspruch. Das ist das Ziel der Politik, wenn es auch nicht immer gelingen mag. Heute aber schon. Das hessische Parlament zeigt sich bürgernah auf dem Hessentag in Fritzlar. Denn es gehört inzwischen schon zur festen Tradition des größten Landesfestes, dass die im hessischen Landtag vertretenen Parteien dort eine Fraktionssitzung abhalten – und zwar vor Publikum. Heute Mittag in der Turnhalle der Ursulinen-Schule in Fritzlar: Die CDU-Fraktion aus dem hessischen Landtag tagt in voller Mannschaftsstärke. Und den Politikern hört tatsächlich auch mal jemand zu – rund 100 Besucher sind gekommen, um bei der Sitzung Mäuschen zu spielen. Ines Claus (CDU), Fraktionsvorsitzende Landtag Hessen „Das haben wir immer, wenn Hessentag ist. Weil es uns einfach viel bedeutet, dass wir als Fraktionen auch vor Ort sind. Ich meine, die Landeshauptstadt ist in dieser Woche jeweils in der Hessentagsstadt. Dieses Mal in Fritzlar – da sind wir gerne mit dabei. Und es macht eine große Freude, mit der ganzen Fraktion und vielen Gästen vor Ort zu tagen.“ Fritzlar als heimliche Landeshauptstadt? Das dürfte dem einen oder anderen Nordhessen sicherlich runtergehen wie Öl. Nur – wenn die Bürger den Politikern so wie heute in Fritzlar mal so richtig auf die Finger schauen dürfen, dann handelt es sich doch bestimmt eher um eine Art „Showveranstaltung“, oder? „Nein“, sagt der Ministerpräsident … alles echt: Hier wird heute handfeste Politik gemacht. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Ja, es ist so, dass die Fraktionsvorsitzende und der Ministerpräsident Berichte abgeben über das, was ansteht, über das, was gelaufen ist. Das wird dann diskutiert und bewertet. Und daraus werden dann möglicherweise auch politische Initiativen formuliert.“ Den Ministerpräsidenten mal bei der Arbeit zu beobachten und politische Entscheidungsprozesse hautnah mitzuerleben – für manch einen Hessentagsbesucher ist das spannender als eine Fahrt mit dem […]