Hessen

  • Unsere Reporterin beim Frühjahrsputz im Zoo Vivarium Darmstadt

    Unsere Reporterin beim Frühjahrsputz im Zoo Vivarium Darmstadt

    20 freiwillige Helfer haben im Vivarium klar Schiff gemacht – mittendrin unsere Reporterin. Tabea Laier, Reporterin „Robuste Schuhe hab ich schon an, die Arbeitshandschuhe auch, ich bin gerüstet, den Zoo auf Vordermann zu bringen. Zum Glück nicht alleine, denn hier überall verteilt sind die freiwilligen Helfer schon fleißig am Arbeiten. Mal schauen, wo ich heute anpacken kann.“ Heidrun Thinius leitet die Tierpflege hier schon seit 16 Jahren und weiß genau, was heute alles geschafft werden muss. Tabea Laier, Reporterin „Hallo Frau Thinius, es kann losgehen. Was haben wir denn heute alles zu tun und mit was fang ich am besten an?“ Heidrun Thinius, Leiterin der Tierpflege, Vivarium „Also wir werden bei den Stachelschweinen und Fuchsmangusten Erde reinbringen, also Sand, wir werden bei den Ziegen Felsenkies verteilen im Gehege und auf der Tapirerweiterungsanlage werden wir Bambus pflanzen.“ Die Schubkarre ist schon beladen, los geht’s. Ich schichte Sand, ich reche den Boden, ich schippe Kies, ich transportiere Steinchen, ich verteile den neuen Boden im Ziegengehege – kritisch beäugt von den Einwohnern. Zum Schluss pflanze ich einen ganzen Bambusstrauch. Und hier wird’s richtig anstrengend, denn der Boden ist nicht nur hart, sondern auch voll mit Wurzeln. Tabea Laier, Reporterin „Ich glaube, hier geht’s jetzt grad nicht mehr weiter mit dem Spaten, jetzt muss ich doch lieber mit der Spitzhacke ran.“ Noch ein bisschen Hacken und Schaufeln: Dann endlich ist das Loch tief genug für den Bambus. Die Pflanze steht. Tabea Laier, Reporterin „Den Bambus hier einzupflanzen war jetzt wirklich ein hartes Stück Arbeit. Warum machen wir das hier denn eigentlich?“ Heidrun Thinius, Leiterin der Tierpflege, Vivarium „Das ist die Erweiterungsfläche für die Tapire und Tapire sind ja Dschungelbewohner und bewegen sich im Dickicht und fühlen sich da auch sicher und wohl und deswegen wird das hier auch sehr eng gepflanzt, dass die da […]

  • Messe TechTextil in Frankfurt

    Messe TechTextil in Frankfurt

    Die weltweit größte Messe für technische Textilien, die ‚TechTextil‘, steigt diese Woche wieder in Frankfurt. Hier treffen Autobauer auf Medizintechniker oder Fashionistas auf Hersteller hochfunktionaler Schutzkleidung. Vier Tage lang dreht sich alles um innovative Stoffe und Materialien. So könnte sie aussehen, die Hausfassade der Zukunft. Mit anpassungsfähigen Beschattungselementen, die sich elastisch verformen und so die Sonneneinstrahlung und die Temperatur im Innenraum regeln. Über zehn Jahre hat das Institut  für Fasertechnologien geforscht und eine KI mit Gebäudesimulationen gefüttert. Damit soll der Energieverbrauch von Gebäuden künftig minimiert werden. Matthias Ridder, Institut für Fasertechnologien „Der Gebäudesektor und das Wärmen und Kühlen ist einer der größten Emittenten von CO2 in der Welt, ein Drittel der benötigten Energie wird für Heizen und Kühlen von Gebäuden genutzt. Und da wollten wir eine Lösung finden, wie man mit möglichst wenig Energie einen Raum so klimatisieren kann, dass man nicht heizen und kühlen muss.“ Da die Gelenke nur geringen Druck benötigen, verbraucht ihr Antrieb ebenfalls wenig Energie. Eine von vielen Neuheiten, die 1.700 Aussteller aus über 50 Ländern bei der TechTextil in Frankfurt präsentieren. Beim größten rheinland-pfälzischen Arbeitgeber BASF gibt es einen innovativen Fahrradrucksack. Für den wird gemeinsam mit einem Bekleidungshersteller ein Kunststoff verwendet, dessen CO2-Fußabdruck bei Null liegen soll. Frank Reil, Leiter Nachhaltigkeit BASF „Wir nehmen hier Bio-Naphtha, basierend auf Frittenfett, wenn man so will. Also auf Speiseöl-Abfall und genauso Biomethan, das auch aus Bio-Abfall gewonnen wird. Und damit ersetzen wir fossile Ressourcen.“ So kann ein klimaneutraler synthetischer Kunststoff entstehen. Auf dem Markt ist der neue Rucksack aber noch nicht, trotz sichtbarem Interesse. Neue Stoffe könnten die Zukunft in der Textilbranche sein. René Bethmann, Innovationsmanager Vaude „Ohne dass man Abstriche machen muss in der Qualität oder in der Performance. Denn wir haben hier genau die gleiche Performance, Leistungsfähigkeit wie bei einem konventionellen Material.“ Zurück zu Uni-Forscher Matthias Ridder, […]

  • Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Nur noch vier Spieltage sind es in der Fußball-Bundesliga, jetzt fallen so langsam die Entscheidungen. Eva Dieterle, Moderatorin: Und auf die ist natürlich auch unser Sportreporter Thorsten Arnold gespannt. Lass uns heute mit Mainz 05 beginnen, denn die haben an diesem Wochenende die schwierigste Aufgabe vor der Brust. Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja klar, morgen geht es gegen Bayern München, den frischgebackenen Deutschen Meister. Gut für die Mainzer, dass sie zuletzt so viele Punkte gesammelt haben, ein kleines Polster zur Abstiegszone schaffen konnten und morgen nicht ganz dringend Punkte brauchen. Versuchen wollen sie’s trotzdem – und Trainer Urs Fischer sagt wie’s geht. Urs Fischer, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Du musst von der ersten Sekunde an bereit sein. Du kannst nicht sagen: Wir geben uns mal 10 – 15 Minuten Zeit, schauen wir mal, was geschieht. Sondern du musst von Beginn weg bereit sein. Du musst dich am Limit bewegen. Wenn du nicht über 90 oder 95 Minuten alles dafür aufwendest, dann wirst du gegen Bayern auch keine Punkte holen.“ Arnold: Das Interesse, die Bayern zu sehen, ist natürlich riesig, das Stadion ist längst ausverkauft. Da haben die Nullfünfer offiziell gewarnt, nicht auf gefälschte Tickets über Verkaufsportale im Internet reinzufallen. Aber gut möglich, dass die Bayern ein paar ihrer Stars schonen, am Dienstag steht ja schon das Champions League-Spiel bei Paris St. Germain an. Dieterle: Champions League, davon kann die Frankfurter Eintracht in der kommenden Saison nur träumen. Schaffen es die Hessen denn diesmal überhaupt in einen europäischen Wettbewerb? Arnold: Da hat die Eintracht noch alle Chancen, denn seit gestern Abend – wo sich der VfB Stuttgart fürs DFB-Pokalfinale qualifiziert hat – ist klar: fürs internationale Geschäft reicht definitiv Platz sieben in der Bundesliga. Und auf den hat die Eintracht nur einen einzigen Zähler Rückstand. Jetzt heißt es nochmal: fleißig Punkte […]

  • Streit um 1.000-Euro-Prämie

    Streit um 1.000-Euro-Prämie

    Tanken wird für viele immer mehr zur finanziellen Belastung – und die Politik sucht nach Lösungen. Morgen stimmt der Bundestag über eine Prämie von bis zu 1.000 Euro ab, die Beschäftigte entlasten soll. Doch bezahlen soll das der Arbeitgeber – wenn er denn will. Genau das stößt vielerorts auf Kritik, denn viele Unternehmen sehen sich ohnehin schon unter Druck. Wir haben mit einem mittelständischen Unternehmer aus Bruchköbel bei Hanau gesprochen, der klare Worte findet – und erklärt, warum er diese Prämie nicht zahlen will. Bei Ebbecke Verfahrenstechnik dreht sich alles um die Herstellung von Pulvern. Über die vergangenen 20 Jahre hat man sich so zu einem europaweiten Spezialisten in diesem Bereich entwickelt. Geld verpulvern will Geschäftsführer Axel Ebbecke aber nicht. Axel Ebbecke, Geschäftsführer „Es war für uns eindeutig klar, dass wir diese Prämie nicht auszahlen können und nicht auszahlen werden. Das würde massiv die geplanten Investitionen reduzieren und aussetzen. Wir haben den finanziellen Spielraum nicht dafür, um in der momentanen Situation solche Auszahlungen vorzunehmen.“ In den Werken des Firmengründers arbeiten circa 130 Mitarbeiter. Wenn er jedem die Entlastungsprämie von 1.000 Euro auszahlen würde, müsste er also 130.000 Euro aufwenden. Geld, dass so spontan einfach nicht da ist. Laut der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz hat die Bundesregierung den Unternehmern mit der Ankündigung der Prämie einen Bärendienst erwiesen. Steffen Jans, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP „Die Unternehmer waren davon sehr überrascht. Denn dadurch wird ja einerseits ein großer Erwartungsdruck erzeugt, dass Unternehmer jetzt etwas leisten müssen. Und zum anderen ist es wieder einmal so, dass die Lösung eines schwierigen Problems – eines schweren politischen Problems – auf die Unternehmer abgewälzt wird.“ Und auch der größte Arbeitgeber in Deutschland, der Staat selbst, erteilt der Prämie eine Abfuhr. Viele Bundesländer wollen ihren Beamten und Angestellten keine 1.000 Euro Prämie auszahlen. Darunter auch das Land Hessen. Das rheinland-pfälzische […]

  • Hessen will Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen

    Hessen will Leugnung des Existenzrechts Israels unter Strafe stellen

    Seit dem 7. Oktober 2023, dem Tag des Überfalls von Hamas-Terroristen auf Israel mit mehr als 1.200 Toten und der darauffolgenden militärischen Antwort Israels, werden auch in Deutschland lebende Juden wieder stärker angefeindet. Ein Folge: Auf anti-israelischen Demonstrationen, wie sie auch in Hessen stattgefunden haben, wird das Existenzrecht Israels geleugnet. Genau dagegen will die hessische Landesregierung mit einem neuen Gesetzentwurf vorgehen. Wer das Existenzrecht Israels leugnet oder gar zur Beseitigung des jüdischen Staates aufruft, soll künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren sowie einer Geldstrafe zur Verantwortung gezogen werden. So der hessische Ministerpräsident Boris Rhein heute in Frankfurt. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Es ist ein sehr klares Signal. Auch an Jüdinnen und Juden in Deutschland, dass wir an ihrer Seite stehen. Dass wir für ihren Schutz einstehen und, dass wir es ernst meinen. Dass es nicht nur Solidarität mit Worten ist, sondern dass es auch Solidarität und Unterstützung mit gesetzgeberischem, mit staatlichem Handeln ist. Ich glaube, dass das ganz dringend notwendig ist.“ Bisher ist die Leugnung des Existenzrechts Israels nicht prinzipiell strafbar, kann aber strafrechtlich verfolgt werden, zum Beispiel als Volksverhetzung. Laut Benjamin Graumann von der Jüdischen Gemeinde Frankfurt kommt das Gesetz spät, denn in den letzten zweieinhalb Jahren habe der Antisemitismus in Deutschland stark zugenommen. „Wir haben Ausbrüche von Antisemitismus erlebt, seit dem 7. Oktober 2023,  die unsere schlimmsten Albträume übertroffen haben. Und wir haben die Hoffnung, dass dieses Gesetz dazu beiträgt, jüdisches Leben mehr zu schützen. Es reicht allerdings noch nicht aus, sondern kann nur ein Anfang sein.“ Es brauche aber auch die Zivilgesellschaft, die aufsteht und sich währt. Und zudem Investionen in Bildung – denn Unwissenheit sei der größte Nährboden für Hass. Ein Beispiel für eine Handlung, die künftig strafbar sein könnte bringt der hessische Justizminister Christian Heinz. Christian Heinz (CDU), Justizminister Hessen „Das […]

  • Bücherbasar in Wiesbaden

    Bücherbasar in Wiesbaden

    Heute ist Welttag des Buchs – ein Tag also, an dem das Lesen von spannenden, lustigen, traurigen oder schrägen Geschichten mal so richtig gefeiert werden kann. Und ein Ort, an dem Sie auf jeden Fall jede Menge solcher Geschichten finden, ist der Bücherbasar in Wiesbaden. Treten Sie ein in ein Buchgeschäft der etwas anderen Art. Von B wie Belletristik, über R wie Regionale Krimis bis S wie Science-Fiction. Wer den Bücherbasar Wiesbaden besucht, sollte ausreichend Zeit mitbringen. Und: jede Menge Lust am Wühlen und Stöbern. Denn hier warten jede Menge gebrauchte Bücher auf ein neues Zuhause. Nathalia Hinz „Ich bin begeistert, wie viel es hier gibt. Und ich bin mir sicher, dass wir nicht mir leeren Händen nach Hause kommen.“ Helmut Wehling „Meine Frau hat schon Bücher hier abgegeben. Und jetzt wollten wir unbedingt mal sehen, was wir entdecken.“ Jana Schmidt „Man muss für ein Buch nicht Unmengen von Geld ausgeben, man liest es einmal und hat es dann nur im Schrank. Und dann kann man es weitergeben, andere haben Freude. Viele Leute wollen oder können es sich nicht leisten und ich finde das toll.“ Denn hier wird ausschließlich mit gespendeten Büchern gearbeitet. Und von denen gibt es reichlich. Pro Woche werden rund 5.000 Bücher vorbeigebracht. Nicht immer sind die für den Weiterverkauf geeignet. Aber oft genug verstecken sich hinter den Spenden kleine Schätze. Stefan Lutterbüse, Bücherbasar Wiesbaden „Wir kriegen ja auch sehr viele Leben gespiegelt hier. Es gibt ja viele Kunden, die lösen die Wohnung ihrer Eltern auf zum Beispiel und dann kommen hier 30, 40 Jahre Lebensgeschichte hier an. Und manchmal sind in diesen Büchern auch Sachen drin, die Sie gar nicht erwarten. Fotos, Urkunden, ich habe auch mal einen Pass gefunden von jemandem. Der war 30 Jahre alt. Der Kunde war aber auch da und dann habe […]

  • Terminal 3 eröffnet

    Terminal 3 eröffnet

    Heute ist ein großer Tag für den Luftverkehr in Deutschland: Am Frankfurter Flughafen öffnet das neue Terminal 3 – und wir waren natürlich für Sie dabei. Nach vielen Jahren der Planung und des Baus sollen dort künftig Millionen zusätzlicher Passagiere abgefertigt werden. Eine futuristische Show zur Eröffnung. Mit seinem neuen Terminal macht sich der Frankfurter Flughafen fit für die Zukunft. Rund 400 geladene Gäste feiern gemeinsam mit dem Flughafenbetreiber den Abschluss eines der größten Infrastrukturprojekte des Landes. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport „Das ist eine Riesenleistung, die hier gebracht wurde von allen. Wenn Sie nach unten jetzt hier gucken würden, sehen sie 18 Kilometer Gepräckförderanlage. Sie sehen Hunderte von Kilometern Kabel, die da verlegt worden sind. Und das alles sauber, ohne Probleme, was Brandschutz betrifft etc. Die ganzen Tests, Inbetriebnahmetests der letzten Monate, wirklich spitze gelaufen. Riesenjob gemacht.“ Rund vier Milliarden Euro hat der Bau von Terminal 3 gekostet – etwa eine Milliarde mehr als zu Baubeginn 2015 geplant. Schon 2019 war klar, dass die Kosten nochmal steigen würden. Trotzdem gilt das Projekt als Erfolg:  Der zur Corona-Zeit ausgerufene Zeit- und Kostenplan wurde eingehalten, trotz Lieferengpässen und steigender Baupreise. Das imponiert auch dem Bundesverkehrsminister. Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister „Das Erste, was wir lernen können, ist: Wir können das in Deutschland. Und das hat man hier hervorragend gemacht. Das blieb ja nicht ohne Probleme. Corona lag dazwischen, andere Herausforderungen geopolitischer Art haben ihre Spuren hinterlassen. Und dennoch hat man das hervorragend gemeistert. Also, wir können auch zuversichtlich in die Zukunft schauen. Wir müssen das, was wir können, eben auch zeigen.“ Terminal 3 war eines der größten privat finanzierten Bauprojekte Europas. Entstanden ist auf einer Fläche so groß wie 25 Fußballfelder ein moderner Komplex mit neuen Gates, kurzen Wegen und digitaler Technik für schnellere Abläufe. Dass während des Baus alles ziemlich reibungslos ablief, […]

  • Der lange Weg zum Bau von Terminal 3

    Der lange Weg zum Bau von Terminal 3

    Wir werfen einen Blick zurück auf die Entstehung – auf die Planung und Umsetzung einer Baustelle der Superlative. Der Frankfurter Flughafen, er wächst weiter. Terminal 3 im Süden des Airport-Geländes soll den Flughafen für die kommenden Jahrzehnte fit machen. Die Idee für ein drittes Terminal gibt es schon lange. Schon zu Beginn des Jahrhunderts stößt der Flughafen immer öfter an seine Kapazitätsgrenzen. Die Betreiber suchen nach Platz für weiteres Wachstum. Der Bau eines neuen Terminals war von Anfang an umstritten, vor allem aus Gründen des Klimaschutzes. Der Grünen-Politiker Tarek Al-Wazir kämpft im Landtagswahlkampf 2013 noch gegen den Bau eines dritten Terminals. Als Verkehrsminister trägt er die Entscheidung für den Ausbau dann zähneknirschend mit. 2015 ist Spatenstich für Terminal 3 – ohne Al-Wazir, dafür mit Ministerpräsident Volker Bouffier. Auf einer riesigen Fläche entsteht Schritt für Schritt ein neues Abfertigungsgebäude mit mehreren Flugsteigen. Selbst in Zeiten der Corona-Pandemie und des fast vollständig zum Erliegen gekommenen Luftverkehrs hält der Flughafenbetreiber Fraport weiter an den Ausbauplänen fest. Verschiebt die ursprünglich für 2020 geplante Inbetriebnahme aber um mehrere Jahre nach hinten. Wenn alles vollständig in Betrieb ist, soll Terminal 3 bis zu 19 Millionen Passagiere pro Jahr abfertigen. Der Flughafenbetreiber sieht im neuen Terminal eine Investition in die Zukunft. Auch viele Unternehmen in der Region begrüßen den Ausbau. Sie hoffen auf bessere Verbindungen und mehr wirtschaftliche Impulse. Christoph Schäfer, Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände „Weil die Drehscheibenfunktion des Flughafens Frankfurt nochmal bestätigt wird. Die Konnektivität bleibt erhalten und wird ausgebaut. Der Flughafen ist ein Jobmotor, Schaufenster und Logistik-Hub für die gesamte Wirtschaft in Hessen.“ Bürgerinitiativen und Umweltverbände hingegen haben immer wieder gegen den Ausbau des Flughafens protestiert. Sie kritisieren vor allem die Folgen für die Anwohner und das Klima. Michael Flörsheimer, Bürgerinitiative „Kein Flughafenausbau“ „Auch die Befürworter der Fliegerei streiten nicht ab, dass die Emissionen gesundheitsschädlich […]

  • Schaltgespräch mit Fraport-Chef Stefan Schulte

    Schaltgespräch mit Fraport-Chef Stefan Schulte

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Herausforderungen der Mega-Baustelle, die Vorteile für Passagiere und ob der Bau eines dritten Terminals wirklich sinnvoll war. Eva Dieterle, Moderatorin: Guten Tag. Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport: Guten Tag. Dieterle: Das ist eine Mega-Baustelle gewesen, 10 Jahre Bauzeit, phasenweise haben 2000 Menschen gleichzeitig dort gearbeitet. Wie viel Nerven hat Sie das als Hauptverantwortlicher gekostet? Schulte: Also, um ganz ehrlich zu sein, ich bin heute glücklich, dass wir das Terminal drei in Betrieb nehmen können. Es ist schon eine sehr, sehr große Baustelle gewesen für 90 Millionen Passagiere, einer Grundfläche von über 170.000 Quadratmeter, Geschossfläche von über 400.000 Quadratmeter, wirklich ein Volumen von 4 Milliarden. Und das in einer schwierigen Zeit gebaut. Corona und viele, viele andere Themen, die dazwischen kamen. Wir freuen uns heute und wir sehen diesem neuen Terminal sehr, sehr positiv entgegen, weil es die Wettbewerbsfähigkeit, die Zukunft des Frankfurter Flughafens noch mal sehr deutlich untermauert und sehr deutlich verbessert. Dieterle: Das ist eine Mega-Baustelle gewesen, zehn Jahre Bauzeit, phasenweise haben 2000 Menschen gleichzeitig dort gearbeitet. Wie viel Nerven hat Sie das als Hauptverantwortlicher gekostet? Schulte: Also, um ganz ehrlich zu sein, ich bin heute glücklich, dass wir das Terminal drei in Betrieb nehmen können. Es ist schon eine sehr, sehr große Baustelle gewesen für 90 Millionen Passagiere, einer Grundfläche von über 170.000 Quadratmeter, Geschossfläche von über 400.000 Quadratmeter, wirklich ein Volumen von 4 Milliarden. Und das in einer schwierigen Zeit gebaut. Corona und viele, viele andere Themen, die dazwischen kamen. Wir freuen uns heute und wir sehen diesem neuen Terminal sehr, sehr positiv entgegen, weil es die Wettbewerbsfähigkeit, die Zukunft des Frankfurter Flughafens noch mal sehr deutlich untermauert und sehr deutlich verbessert. Dieterle: Was ändert sich denn mit dem neuen Terminal konkret für die Passagiere? Schulte: Ja, die Passagiere haben nicht […]

  • Aus für Druckmaschinenhersteller Manroland in Offenbach

    Aus für Druckmaschinenhersteller Manroland in Offenbach

    Manroland Sheetfed wird sein Werk in Offenbach schließen. Dass der traditionsreiche Druckmaschinenhersteller insolvent ist, war schon länger bekannt. Bislang gab es Hoffnung auf einen Investor. Doch daraus wird nichts, hat das Unternehmen jetzt mitgeteilt. Schon zum ersten Juni werden die meisten Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Sie alle fragen sich, wie es weitergehen soll. Überrascht sind sie nicht. Aber enttäuscht und ratlos. Sefir Ülker, seit 37 Jahren im Betrieb „Meine letzte Bewerbung hab ich zum Beispiel vor 36 Jahren geschrieben. Ich weiß nicht mehr, was heute verlangt wird und was jetzt ist. Wir haben schon alles gemacht für die Firma. Samstags gearbeitet, wir haben unseren Lohn hergegeben, wir arbeiten für weniger Geld, wenn es sein muss. Dann haben wir auch unser Urlaubsgeld abgegeben, Weihnachtsgeld haben wir abgegeben.“ Jörg Müller, seit 39 Jahren im Betrieb „Keine Ahnung. Und dann werde ich mich halt arbeitssuchend melden und die Wahrscheinlichkeit, dass du halt als 58-Jähriger Kerl vergleichbar irgendetwas bekommst. Die Chance ist eigentlich schlecht.“ Das Unternehmen müsse seine rund 750 Mitarbeiter deshalb dabei unterstützen, sich weiterzubilden und neue Jobs zu finden, sagt der Betriebsratsvorsitzende. Stefan Vogler, Betriebsratsvorsitzender Manroland Sheetfed „Für sowas sind eben Übergangsgesellschaften zuständig. Die führen einen, die zeigen einem, was geht, helfen einem auch bei Bewerbungen. Die letzte Runde hieß es, wo wir das mal angesprochen hatten, es ist kein Geld da. Aber ich sag immer, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“ Manroland Sheetfed steht heute nicht für ein Interview zur Verfügung. Schriftlich teilt man uns mit, die Nachfrage nach Druckmaschinen sei seit Jahren rückläufig.  Und: „Der Gesellschafter von manroland sheetfed hat das Unternehmen in den letzten Jahren mit Investitionen und Garantien in erheblichem Umfang finanziell unterstützt. Eine nachhaltige Trendumkehr der externen Faktoren war allerdings weiterhin nicht zu erwarten.“ Die IG Metall sieht hingegen auch Versäumnisse des Unternehmens selbst. Manuel Schmidt, […]

  • Zu Gast im Studio: Felix Schwenke (SPD), Oberbürgermeister von Offenbach

    Zu Gast im Studio: Felix Schwenke (SPD), Oberbürgermeister von Offenbach

    Eva Dieterle spricht mit ihm über die Schließung von Manroland und die Lage der SPD Eva Dieterle, Moderatorin: Ein schwarzer Tag für die Mitarbeiter von Manroland und für die Stadt Offenbach, deren Oberbürgermeister Felix Schwenke jetzt bei mir im Studio zu Gast ist. Guten Abend. Herr Schwenke, jetzt dann doch so schnell und so radikal, dass ist schon ein harter Schlag. Felix Schwenke (SPD), Oberbürgertmeister Offenbach (Main): Auf jeden Fall. Dass es so kurzfristig kommt, war so nicht vorherzusehen. Was mich natürlich massiv umtreibt, ist, dass es so radikal kommen soll, sprich, dass die Beschäftigten schon am 1. Juni ohne Transfergesellschaft zum Arbeitsamt geschickt werden soll. Das halte ich für absolut inakzeptabel. Dieterle: Und das ist auch etwas, was Sie scharf kritisieren am jetzigen Eigentümer. Schwenke: Ja, der jetzige Eigentümer hat, so ehrlich muss man sein, oft Verluste ausgeglichen. Es ist aber eben versäumt worden, in der Vergangenheit in Innovation zu investieren in diesem Unternehmen. Und deshalb kommt es jetzt darauf an, wenn man schon keine Fortführungsperspektive sieht, was ja die Beschäftigten nicht zu verantworten haben, dass man nicht irgendwie in Formalismen des Insolvenzrechts stecken bleibt, sondern dass man diese letzte Verantwortung auch übernimmt. Und da geht es auch um Würde für die Beschäftigten, ihnen vor Weihnachten ein paar Wochen und Monate noch zu geben, eine neue Lebensperspektive zu finden. Dieterle: Was können Sie denn jetzt noch tun? Was können sie für die Mitarbeiter noch erreichen? Schwenke: Wir leben zum Glück in Deutschland, nicht im Willkürstaat. Das gilt selbstverständlich auch für Offenbach, und deshalb können wir nicht alles tun, was wir wollen. Ist, wie gesagt, auch gut so, aber es gibt auch Auslegungsspielräume beim Baurecht. Und hier sage ich schon ganz klar für die Frage, wo uns der Eigentümer in Zukunft auch brauchen wird, nämlich bei der Frage: “Was will […]

  • Batterierecyclingfabrik eröffnet

    Batterierecyclingfabrik eröffnet

    Im südhessischen Ginsheim-Gustavsburg in Südhessen hat heute eine der modernsten Batterie-Recyling-Anlagen Europas eröffnet. Hochautomatisierte Aufbereitungs- und Sortiertechnologien ermöglichen es – unter Einsatz von KI- und Röntgenverfahren – wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Eisen, Zink und Aluminium aus alten Batterien zurückzugewinnen und industriell weiterzuverarbeiten. Möglich ist das für bis zu 100 Tonnen Haushaltsbatterien pro Tag. Die Eröffnung der mit Mitteln des Bundes und des Landes Hessen geförderten Anlage, fand im Beisein des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf und des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein statt. Für ihn steht die Unabhängigkeit von Rohstoffimporten im Vordergrund. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Recycling- und Kreislaufwirtschaft ist ein Markt der Zukunft. Und insbesondere machen uns diese Themen natürlich auch viel resilienter, viel unabhängiger. Und das ist in einer Zeit wie dieser ganz besonders wichtig. Das ist das, was wir auch aus Corona gelernt haben. Dass wir unsere Ketten hier, unsere Wertstoffketten hier auch haben müssen. Und wenn wir die Wertstoffe hier haben, wir sie auch wieder verarbeiten können. Deswegen ist das für einen großen Wirtschaftsstandort wie Hessen, wir sind die fünftgrößte Wirtschaft in Europa nach Bruttoinlandsprodukt, ein ganz besonders wichtiger Faktor.“

  • Prozess gegen Prinz Reuß fortgesetzt

    Prozess gegen Prinz Reuß fortgesetzt

    Im Prozess um die mutmaßliche Reichsbürger-Gruppe hat sich der Hauptangeklagte Heinrich XIII.Prinz Reuß heute umfassend zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen geäußert. Dabei weist er jede Art von Rädelsführerschaft weit von sich – vielmehr sei er da in etwas „hingeraten“. Wollte die Gruppe um Prinz Reuß die bestehende Ordnung in Deutschland stürzen und sich selbst gewaltsam an die Macht putschen? Diesen Hauptanklagepunkt der Staatsanwaltschaft will Prinz Reuß mit seiner heutigen Aussage unbedingt entkräften. Und zwar in einem Frage-Antwort-Spiel mit seinem Verteidiger Roman von Alvensleben. Das mache es für den Angeklagten einfacher, als wenn die Fragen direkt vom Gericht kämen, sagt sein Anwalt. Etwa drei Stunden erzählt Prinz Reuß, wie er die anderen mutmaßlichen Verschwörer eher zufällig kennen gelernt habe und wie die Gruppe bei mehreren Treffen in seinem Thüringer Jagdschloss über das Ende der bestehenden Verhältnisse sinnierte. Aaron Lutter, Reporter in Frankfurt „Während seiner Aussage wirkt Prinz Reuß gefasst und strukturiert. Auf die zahlreichen Fragen seines Anwalts antwortet er geduldig und ausführlich, gibt aber immer wieder an, sich an Details nicht erinnern zu können. Emotional wird es nur, wenn es um die enteigneten Familienbesitztümer geht. Hier gerät er ins Stocken und muss sichtlich mit den Tränen kämpfen.“ Ihm selbst sei es bei den Treffen immer nur um die nach dem Krieg enteigneten Familienbesitztümer gegangen. Als er dann von den Mitangeklagten von einer so genannten „Erdallianz“ gehört habe, die schon bald die Macht in Deutschland an sich reißen werde, um missbrauchte Kinder aus unterirdischen Verließen zu befreien, habe er sich wohl von den anderen in etwas einspannen lassen. Roman von Alvensleben, Verteidiger Heinrich XIII. Prinz Reuß „Da brauchen wir dann einen weißen Adeligen, und das ist genau der. So hat man ihn gesucht – und am Ende auch leider gefunden, sage ich als sein Verteidiger.“ Einen gewaltsamen Putsch – sei es […]

  • Neuer Fahrsimulator bei der hessischen Polizei

    Neuer Fahrsimulator bei der hessischen Polizei

    Es zählt zu den gefährlichsten Situationen im Straßenverkehr: Wenn Einsatzfahrzeuge von Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehren eilig mit Blaulicht und Martinshorn unterwegs sind – und auch mal über eine rote Ampel müssen. Denn gar nicht so selten kommt es dabei zu Unfällen. Die sollen weniger werden – das hat sich jetzt die hessische Polizei auf die Fahnen geschrieben. Ein neuer Einsatzfahrsimulator soll dabei helfen – und der wurde nun im Polizei-Fahrtrainingszentrum in Hünstetten eingeweiht. Simon Heidrich gibt letzte Instruktionen. Der Fahrtrainer bei der hessischen Polizei macht seine Kollegen fit für ihre Einsatzfahrten. Jetzt auch virtuell: Im neuen Simulator trainieren die Polizisten typisch brenzlige Situationen – zum Beispiel: Stehende Autos vor einer Ampel-Kreuzung überholen und bei Rot drüberfahren. Simon Heidrich, Fahrtrainer Polizei Hessen „Diese Alarmfahrten, bei denen andere unbeteiligte Menschen dabei sind, können wir damit gut simulieren. Das wäre im öffentlichen Verkehr mit einer hohen Gefährdungslage verbunden, das können wir dann so nicht unbedingt machen. Deswegen haben wir diesen Simulator, um diese Symbiose mit dem praktischen Training draußen und hier das Digitale hinzubekommen.“ 200.000 Euro kostet die neue Anlage. Eine sinnvolle Investition, meint die hessische Polizei. Denn sich heutzutage im Straßenverkehr sicher zu bewegen, sei für alle wesentlich anspruchsvoller geworden. Torsten Haber, Leiter Fahrtrainingszentrum Polizei Hessen „Neue Verkehrsformen mit E-Scootern und E-Bikes und unüberschaubaren Situationen, aber auch fehlende Fahrfertigkeiten in der Bevölkerung. Die Menschen sind teilweise nicht mehr so mit dem Fahrzeug identifiziert. Sie machen das, weil sie es tun müssen. Und ich glaube, da ist viel verloren gegangen. An Interesse, aber auch an Fähigkeiten.“ Natürlich trainiert die hessische Polizei auch draußen fleißig weiter. Hessens Innenminister Roman Poseck hat dabei nicht nur die Vermeidung von Personenschäden im Blick. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Vor allem gibt es auch erhebliche Sachschäden. Wir haben 3,7 Millionen Euro Sachschäden an unseren Dienstfahrzeugen pro Jahr und […]

  • 10 Jahre Tafel Hessen

    10 Jahre Tafel Hessen

    Der Landesverband ist jetzt zehn Jahre alt geworden. Menschen, die von Armut betroffen sind, können bei der Tafel – entweder kostenlos oder für eine geringe Summe – ihren Wochen-Einkauf erledigen. Knapp 60 Tafeln und 7.000 ehrenamtliche Mitarbeiter gibt es in Hessen. Doch ist dieser Geburtstag wirklich ein Grund zu feiern? Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Ein großer Festsaal, Livemusik und gutes Essen: Alles, was zu einer gelungenen Geburtstagsparty dazugehört. Wer sich ehrenamtlich für Andere engagiert, darf es sich zum runden Jubiläum auch mal selbst gutgehen lassen. Aber was genau wird hier eigentlich gefeiert? Willi Schmid, Vorsitzender Tafeln Hessen: „Das Jubiläum ist ein Grund zu feiern, dass es Menschen gibt, die sich seit 10 Jahren und in den Ortstafeln teilweise seit 30 Jahren, sich in den Dienst der Allgemeinheit stellen. (…). Eine Tafel zu feiern, weil es eine Tafel ist, ist eigentlich mehr ein Grund traurig zu sein, dass es Tafeln in unserem Land geben muss.“ (20) Eigentlich ist es ganz einfach: Ohne Armut bräuchte es keine Tafeln. Die zu bekämpfen wäre eigentlich Aufgabe der Politik. Gerade jetzt, wo Sprit- und Lebensmittelpreise steigen, geraten noch mehr Menschen in Not. Umso dringender braucht es Ehrenamtliche, die den Tafel-Betrieb am Laufen halten. Eine Kampagne des Sozialministeriums soll helfen. Heike Hofmann, Sozialministerin Hessen „Wir haben einen Imagefilm damit produziert, verschiedene Materialien, verschiedene digitale Auftritte. Und die Ehrenamtskampagne wird breit ausgerollt. Und deshalb ist es mit dieser Ehrenamtskampagne ein Mutmacher, eine Aufforderung an viele in unserem Land: Macht mit, helft, unterstützt. Helfen tut auch selbst gut.“ 100.000 Euro kostet die sogenannte Ehrenamtskampagne. Aber es gibt noch ein anderes Problem. Willi Schmid wünscht sich, … Willi Schmid, Vorsitzender Tafeln Hessen „…dass es eine klare gesetzliche Regelung gibt, wie man mit Lebensmitteln verfahren kann, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum sind. Dass dieses Haftungsrisiko […]