Hessen

  • Hessische Kommunen stecken auch 2026 in Finanznöten

    Hessische Kommunen stecken auch 2026 in Finanznöten

    2026 geht es genauso weiter wie im letzten Jahr – das drängendste Problem der Kommunen: es fehlt an Geld. 2024 war das Defizit aller Kommunen bei 24 Milliarden, 2025 laut vorläufigen Zahlen sogar bei 32 Milliarden. Das Problem: Die Aufgaben wachsen, das Geld nicht. Und daran werden die schuldenfinanzierten Milliarden für die Infrastruktur nichts ändern. Der hessische Städtetag hat heute noch einmal den Finger in die Wunde gelegt. Vier von fünf Krankenhäuser bundesweit – und damit auch in Hessen – schreiben rote Zahlen. Oft müssen Städte oder Landkreise finanziell aushelfen. Und das bei ohnehin schon knappen Kassen, beklagt der Hessische Städtetag. Heiko Wingenfeld (CDU), Vizepräsident Hessischer Städtetag „Der Grundsatz der Krankenhausfinanzierung, der ist in der Theorie ganz klar. Der Bund ist für den laufenden Betrieb zuständig über das gesetzliche System der Krankenkassen und die Länder für die Investitionen. Die Kommunen sind an sich nicht für die Finanzierung zuständig, nur die Realität ist eine ganz andere. Kommunen tragen vielfach die Lasten der medizinischen Versorgung.“ Die Krankenhausreform wird sehnlichst erwartet – doch noch herrscht viel Unsicherheit, was diese konkret bedeuten wird. Der Hessische Städtetag macht klar: Die Kommunen wollen nicht länger den Kopf für finanzielle Fehlplanung von Land und Bund hinhalten. Bauchschmerzen bereitet den Städten und Gemeinden dieses Jahr auch der in Kraft tretende Anspruch auf Ganztagsbetreuung. Er gilt ab August für alle Erstklässler. Die Umsetzung liegt aber nicht bei den Schulen und die Kosten somit beim Land, sondern bei der Jugendhilfe und die ist Aufgabe der Kommunen. Gerda Weigel-Greilich (Bündnis 90 / Die Grünen), Vizepräsidentin Hessischer Städtetag „Das Land Nordrhein-Westfalen klagt jetzt dagegen und wir prüfen hier in Hessen, inwieweit wir uns gegebenenfalls dieser Klage anschließen.“ Auch bei der Dauerbaustelle Bürokratie wünscht sich der Hessische Städtetag Entlastung. Gert-Uwe Mende (SPD), Präsident des Hessischen Städtetags „Wir haben relativ hohe bürokratische Anforderungen, wenn […]

  • Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Die Winterpause ist vorbei, heute Abend geht’s wieder los in der Fußball-Bundesliga! Und zwar mit einem echten Knallerspiel. Markus Appelmann, Moderator: Auf das sich natürlich auch unser Sportreporter Thorsten Arnold freut. Ja Thorsten, Eintracht Frankfurt gegen Borussia Dortmund – das ist doch direkt mal ein echter Leckerbissen zum Restart. Thorsten Arnold, Sporeporter: Ja leckeres Eiskonfekt zum Auftakt, wenn man so will, bei Temperaturen heute Abend im Stadion knapp über dem Gefrierpunkt. Aber den Fußballfans ists egal, Hauptsache wieder Bundesliga, das Stadion ist ausverkauft. Und Eintracht-Trainer Dino Topmöller hat schon versprochen: wir geben direkt Vollgas und zeigen die Energie, die seine Mannschaft in der Hinrunde doch ein paarmal hat vermissen lassen: Dino Topmöller, Trainer Eintracht Frankfurt „Das muss einfach der Schlüssel sein. Das ist der Schlüssel für uns, das ist der Schlüssel für geile Spiele, für Tore, für top Verteidigungssituationen, dass wir einfach mit dieser Energie, mit dieser Power, mit dieser Intensität auf dem Platz stehen wollen. Die Akkus sind voll, wir haben alle eine brutale Lust, dass es endlich wieder losgeht. Und das gute ist, dass es direkt mit so einem Kracher losgeht, hier zu Hause gegen den BVB.“ Thorsten: Gespannt bin ich vor allem auf Younes Ebnoutalib, den Frankfurter Bub, den hatten wir in dieser Woche ja schon vorgestellt, mit dem rechne ich insgeheim direkt schon in der Startelf. Und da sind wir mal gespannt, ob bei ihm wie er es angekündigt hat zum Erstliga Debüt direkt ein paar Tränen fließen. Appelmann: Thorsten lass uns noch kurz bei den Eintracht-Neuzugängen bleiben. Die Frankfurter haben nicht nur Stürmer geholt – auch die Abwehr wurde verstärkt. Arnold: Ja als Linksverteidiger ist Keita Kosugi gekommen, ein flinker, ballsicherer Japaner. Und er scheint schon gut angekommen, hör mal seine ersten Worte, wie er sich vorgestellt hat. Keita Kosugi, Abwehrspieler Eintracht Frankfurt „Gude! Ich […]

  • Miniaturwelt im Odenwald

    Miniaturwelt im Odenwald

    Sascha Krebs, Mitarbeiter Miniaturwelt Fürth „Es ist ja ein Abtauchen in eine Welt, die noch friedvoll ist. Ja, wo man sorgenfrei die Gedanken schweifen lassen kann.“ Verschlafene Örtchen im Schwarzwald, geschäftiges Treiben an Bahnsteigen, Baden am Rheinstrand, schnelle Hilfe bei Alltagsunglücken. Zu entdecken gibt es hier so einiges, in den Fürther Miniaturwelten im Odenwald. Auf rund 13 Kilometern Gleisen sind etwa 500 Züge unterwegs. Langweilig wird es selbst Stammgästen nie. Julian Tenhans „Weil es immer was Neues gibt, es gibt immer neue Landschaften, neue Züge zum Beispiel.“ Daniel Schork „Kindheitserinnerungen kommen hoch. Ich war früher auch mit dem Vater in der Modelleisenbahn-Ausstellung schon öfter und jetzt mit meinem Sohn. Ist super.“ Andrea Tenhans „Wenn alle anderen, die Bundesländer, wieder starten in die Schule, haben wir meistens noch eine Woche Ferien und dann kommen wir meistens immer her, wenn es ein bisschen ruhiger ist dann.“ Peter Theilinger „Dadurch, dass ich selber Modelleisenbahn bastle und zuhause natürlich der Platz begrenzt ist, gehen wir hierher, holen uns neue Anregungen. Die Häuser, die Landschaften, die kleinen Gimmicks, die hier eingebaut sind.“ Charlotte Hujer „Und das detailgetreue und das finde ich klasse, ja, dass sich da jemand die Arbeit so macht.“ Einer derjenigen, der sich die Arbeit macht, ist Sascha Krebs. Landschaften planen, bauen, Führungen halten und zusehen, dass alles am Laufen bleibt. So verbringt er mit nur einem weiteren Kollegen seine Zeit hier. Sascha Krebs, Mitarbeiter Fürther Miniaturwelten „Manchmal zu viel Zeit. Dass von Zuhause ein Anruf kommt, das Essen ist fertig. Aber das gehört dazu, wenn man für eine Leidenschaft lebt. Umso schöner ist dann auch das Ergebnis. Man merkt eigentlich die Zeit gar nicht, die man hier drinnen arbeitet.“ Gerade arbeitet Sascha Krebs an einem neuen Bauabschnitt, dem Rheintal. Die Loreley – frisch aus dem 3D-Drucker – will schließlich ihren Felsen beziehen. […]

  • Extremes Winterwetter in Rheinland-Pfalz und Hessen erwartet

    Extremes Winterwetter in Rheinland-Pfalz und Hessen erwartet

    Viel Neuschnee und Glatteis – ein Sturmtief steuert auf Deutschland zu und das fegt auch über Hessen und Rheinland-Pfalz hinweg. Hier in Wiesbaden bereitet sich der Winterdienst schon auf eine lange Nacht vor. Die Räumfahrzeuge werden gerade mit Salz beladen, damit sie einsatzbereit sind, sobald die ersten Flocken vom Himmel fallen. Alle 180 Mitarbeiter sind in den Bereitschaftsdienst gerufen worden. Markus Appelmann, Moderator: Aber wie dramatisch wird die Lage wirklich? Dominik Jung vom Wetterdienst Q.met ist uns jetzt aus Wiesbaden zugeschaltet. Guten Tag, Herr Jung. Dominik Jung, Diplom-Meteorologe in Wiesbaden: Hallo. Guten Tag. Appelmann: Was erwartet uns denn in den nächsten Stunden? Jung: Zunächst fällt heute Abend kräftiger Schnee von Rheinland-Pfalz bis nach Hessen. Da wird’s richtig weiß werden. Aber der Schnee geht in der zweiten Nachthälfte vermehrt in Regen und gefrieren Regen über, das heißt Glatteisgefahr. Nur in Hochlagen vom Hunsrück und Taunus schneit es noch. Und dort fallen zum Teil 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee. Morgen früh dann milde Temperaturen, so vier fünf Grad plus leichtes Tauwetter. Das verstärkt sich tagsüber. Es taut, es regt, es stürmt vor allen Dingen. Wir erwarten Sturmböen und das kann hier und da auch mal zu abgebrochenen Ästen führen, zu umgestürzten Bäumen. Und dann wird’s spannend: In der Nacht auf Samstag wieder Schnee bis in tiefe Lagen. Und dann am Samstagmorgen weiße Landschaften in Rheinland-Pfalz und Hessen mit Dauerschneefall. Appelmann: Das klingt alles nach einer turbulenten Wetterlage. Was heißt das denn für morgen? Für den Weg zur Arbeit zum Beispiel? Sollte man da besser das Auto stehen lassen? Jung: Also ich würde mal sagen, am morgigen Freitag, da sollte man das Auto vielleicht besser stehen lassen. Es kann hier und da glatt sein, vor allen Dingen oberhalb von 400 bis 500 Meter. In den tiefen Lagen ist es meist schon angetaut. Also […]

  • Hessische Grüne wollen Pflichttests vor Einschulung

    Hessische Grüne wollen Pflichttests vor Einschulung

    Die Grünen im Hessischen Landtag schlagen Alarm: Das Bildungsniveau an den Schulen sei besorgniserregend abgesunken. Deshalb müsse die Landesregierung dringend gegensteuern. Wie das aus ihrer Sicht gehen könnte, haben die Grünen heute vorgestellt. In Hessen besuchen derzeit rund 900.000 Kinder und Jugendliche allgemeinbildende und berufliche Schulen. Doch bei der letzten bundesweiten Bildungsstudie schnitten die hessischen Schüler in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern schlecht ab – im Vergleich aller Bundesländer landeten sie nur auf dem viertletzten Platz. Deshalb muss sich nach Ansicht der Grünen in den Klassenräumen zwischen Kassel und Viernheim schnell etwas ändern. Mathias Wagner (Bündnis 90 / Die Grünen), Fraktionsvorsitzender Landtag Hessen „Was wir jetzt sehen ist: Wir haben einen dramatischen Befund bekommen, und es passiert einfach gar nichts. Und das ist schon ein erheblicher Unterschied in der Schulpolitik in Hessen, dass nicht mehr gehandelt wird, sondern dass der Kultusminister schwadroniert über Blockflöten an Grundschulen, über hessische Bundesjugendspiele – aber an den eigentlichen Problemen, nämlich an der Qualität unserer Schulen, nichts mehr verbessert wird.“ So sei es notwendig, den Entwicklungsstand der Kinder 18 Monate vor der Einschulung mit einem standardisierten Verfahren zu testen. Gegebenenfalls müsste dann schon eine spezielle Förderung beginnen. Bei den Schülern müsse später dann in einem jährlichen Test der Lernstand erhoben werden, um gegebenenfalls nachzujustieren. Um insbesondere die Kenntnisse in Deutsch und Mathematik zu verbessern, müssten mehr Förderkurse in den Schulferien angeboten werden. Außerdem sei es insbesondere für Schüler aus prekären   Verhältnissen wichtig, dass es viel mehr Ganztagsschulen gebe. Daniel May (Bündnis 90 / Die Grünen), Abgeordneter Landtag Hessen „Wir wollen eine Kultur des Hinsehens erreichen. Wir wollen schaffen, dass wir mit regelmäßigen Testungen schauen: Wie gut arbeiten unsere Schulen? Wie gut lernen unsere Schülerinnen und Schüler? Was können wir tun, um unsere Schülerinnen und Schüler intensiver zu fördern? Bisher schauen wir nur alle paar […]

  • Dackel zieht Frischlinge in Wanfried groß

    Dackel zieht Frischlinge in Wanfried groß

    Wildschweine als Haustiere? Für die meisten unvorstellbar, für Familie Kalden aus dem nordhessischen Wanfried nichts Besonderes. Immer wieder zieht die Familie Wildtiere, die Hilfe brauchen, in ihrem Wohnzimmer auf. Zurzeit sind es fünf kleine Wildschweinbabys. Dackeldame Nala hat ordentlich zu tun. Wenn ihre fünf Adoptivkinder Freigang im Wohnzimmer haben, hat sie keine freie Sekunde. Denn die Frischlinge sind wild, wagemutig und ganz schön frech. Seit einigen Wochen versucht der Dackel von Familie Kalden die jungen Wildschweine zu erziehen und immer schön zusammenzuhalten – mit mäßigem Erfolg. Ernst-Wilhelm Kalden, Tierarzt „Wenn irgendein pflegebedürftiges Tier zu uns gebracht wird, dann geht sofort der Konkurrenzkampf zwischen den Dackeln los, wer welche Patenschaft übernehmen darf.“ Den Kampf hat Nala gewonnen und fühlt sich seitdem zuständig für die Kleinen. Seit Ende November wohnen die Fünf bei Familie Kalden. Ein befreundeter Jäger brachte sie nach Wanfried, nachdem er sie verwaist im Wald gefunden hatte. Was mit ihrer Mutter ist, weiß man nicht. Ernst-Wilhelm Kalden, Tierarzt „Die waren frisch geboren die Frischlinge. Die hatten alle noch die Nabelschnur dran und da geht es in erster Linie darum, denen Energie zuzuführen, damit sie überhaupt diesem Stress der Umstellung und die sind alle unterzuckert, wenn die zu uns kommen. Und brauchen die als allererstes erst mal ein Fläschchen.“ In den ersten Wochen musste nachts alle drei Stunden jemand aufstehen und die Frischlinge füttern. Auch tagsüber haben sie eigentlich immer Hunger. Und jeder will zuerst ans Fläschchen. Alle brav ins Körbchen – Dann kommt der tägliche Verdauungsspaziergang. In der Natur wären die Frischlinge jetzt eigentlich mit der Wildschweinbache, ihrer Mutter, unterwegs. Hier übernimmt das Ersatzmama Nala. Normalerweise werden Frischlinge erst im Februar geboren. Da sind die fünf Kleinen von den Temperaturen draußen aktuell gar nicht begeistert. Schön aneinanderkuscheln und sich gegenseitig wärmen. Für die anderen Wildtiere, die bei Familie Kalden […]

  • Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz

    Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz

    Ein Großbrand bei Fulda endet tragisch. Bei einem Löscheinsatz gestern Abend im osthessischen Flieden ist ein junger Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Hohe Flammen schlagen am Dienstagnachmittag aus einer Lagerhalle eines landwirtschaftlichen Betriebs in Flieden. Die alarmierten Einsatzkräfte sind schnell mit einem Großaufgebot vor Ort und kämpfen gegen die Flammen. Die Löscharbeiten gestalten sich als schwierig, denn die Werkstatthalle ist voller Gefahrenstoffe, unter anderem Gasflaschen, die den Brand weiter befeuern. Ein weiteres Problem: Die Wasserversorgung. Daniel Gutrung, Brandschutzaufsichtsdienst Landkreis Fulda „Logischerweise haben wir einmal das Hydrantennetz was eine gewisse Menge oder Sollmenge hier bietet. Zum anderen haben wir unten verschiedene offene Gewässer unterhalb der Bahnstrecke. Hier musste eine lange Wegstrecke aufgebaut werden. Durch die winterlichen Verhältnisse und die glatten Straßen war das natürlich etwas kompliziert.“ Außerdem überschattet ein tragischer Zwischenfall den Einsatz.  Laut  Polizei brach ein 27-jähriger Feuerwehrmann beim Aufbau der Wasserversorgung plötzlich zusammen. Der junge Mann wird noch vor Ort reanimiert und sofort in ein Krankenhaus gebracht. Dort wird er wenig später für tot erklärt. Laut Polizei habe der Tod des Mannes nichts mit dem Einsatz zu tun. Man gehe von einem medizinischen Notfall aus. Seine Kameraden  werden nach dem Vorfall für eine psychologische Notfallversorgung in das Feuerwehrhaus nach Rückers gebracht. Feuerwehrleute aus der Nachbarschaft setzen die Löscharbeiten fort. Auch am nächsten Tag sitzt der Schock noch tief. Selina Appel, Polizeipräsidium Osthessen „Für uns ist das auf jeden Fall ein Vorfall, der uns sehr betroffen macht. Man muss wissen, dass es für alle Einsatzkräfte immer die Möglichkeit gibt zum Beispiel die Polizeiseelsorge in Anspruch zu nehmen oder auch andere Hilfsangebote wahrzunehmen.“ Auch der hessische Innenminister Roman Poseck hat seine Anteilnahme ausgesprochen. Die  Ursache für den Brand ist bislang unklar. Die Ermittlungen werden aufgrund des hohen Ausmaßes des Brandes noch länger andauern. Nach derzeitigem Stand beläuft sich der Schaden auf eine […]

  • Über 25.000 Punkte: DAX feiert neuen Rekord

    Über 25.000 Punkte: DAX feiert neuen Rekord

    Wenn Sie Aktien oder Fonds haben, uns das haben immer mehr Menschen in Deutschland, dann dürfte Sie der nächste Beitrag besonders interessieren. Denn der Deutsche Aktien Index startet mit einem Rekord ins neue Jahr – und überwindet erstmals in seiner Geschichte die 25.000 Punkte Marke. Trotz Wirtschaftsflaute in Deutschland ist der deutsche Leitindex auf Rekordjagd, wie kann das sein? An der Frankfurter Börse herrscht heute Vormittag Feierlaune: Obwohl die USA den Staatschef von Venezuela Nicolás Maduro gefangen genommen haben, der Krieg in der Ukraine anhält und die deutsche Wirtschaft seit drei Jahren stagniert, steigt der DAX über die Marke von 25000 Punkten. Einen solchen Aufwärtstrend melden auch viele andere Börsen weltweit. Denn der gegenwärtige Umbau der Weltwirtschaft setzt enorme Investitionen in Gang – insbesondere in den Bereich der Künstlichen Intelligenz. In vielen Ländern wird die Konjunktur durch staatliche Investitionsprogramme angekurbelt. Außerdem dürften die Leitzinsen im Euroraum stabil bleiben und in den USA sogar sinken. Doch manchen Anlegern werden die immer neuen DAX-Rekorde langsam unheimlich – muss nach dem jahrelangen Börsenboom nicht irgendwann der Absturz kommen?

  • Börsenexperte Oliver Roth zum neuen DAX-Rekord

    Börsenexperte Oliver Roth zum neuen DAX-Rekord

    Die Börse im Rausch – der Deutsche Aktienindex ist erstmals über die 25.000 Punkte Marke gestiegen. Markus Appelmann, Moderator: Darüber sprechen wir jetzt mit dem Kapitalmarktexperte Oliver Roth, der uns von der Frankfurter Börse zugeschaltet ist. Guten Tag, Herr Roth. Oliver Roth, Kapitalmarktexperte in Frankfurt Einen wunderschönen guten Tag. Appelmann: Jetzt sind wir mittendrin in der größten Wirtschaftskrise der Bundesrepublik und der Deutsche Aktienindex eilt von einem Hoch zum nächsten. Wie passt das zusammen? Roth: Ja, das passt dahingehend zusammen, dass die großen Titel im DAX, das sind 40 große Unternehmen, international aufgestellt sind, auch internationale Eigentümer haben und letztendlich weltweit agieren. Da ist also das Fieberthermometer an der Stelle eben nicht so sehr auf den deutschen Heimatmarkt begründet, sondern man schaut hier, wie die Geschäfte weltweit laufen und da laufen die Geschäfte eben für den DAX gut. Das ist der eine Grund und der andere ist, dass aktuell aufgrund der unsicheren Politik von Donald Trump, gerade auch was das Schuldenmachen in den USA angeht, sehr, sehr viel internationales Geld aus dem Dollar in den Euro gewechselt wird aktuell und dort werden auch investiert und einer der größten Märkte dort der Aktienmärkte ist eben auch der deutsche Aktienmarkt. Und das ist ein weiterer Grund, warum der DAX aktuell viel besser performt, als es der deutschen Wirtschaft geht. Appelmann: Die gute Börsenstimmung beruht zu einem großen Teil auf den Hoffnungen, die sich mit der Künstlichen Intelligenz verbinden. Die Unternehmen investieren riesige Milliardensummen. Die zentrale Frage daher: Ist es möglich, dass diese KI-Blase bald platzt? Roth: Also diese Übertreibungen, die wir in den letzten zwei, drei Jahren gesehen haben, die waren natürlich schon so stark ausgeprägt, dass man von einer Blase sprechen kann. Es waren also wirkliche Hunderte von Milliarden, die weltweit in Künstliche Intelligenz investiert wurden. Und wir haben gerade auch […]

  • Rüsselsheimer Feuerwehr übt Rettung auf dem Eis

    Rüsselsheimer Feuerwehr übt Rettung auf dem Eis

    So eine Winterlandschaft hat schon was Magisches an sich, oder? Und auch ein zugefrorener See strahlt eine richtige Faszination aus. Doch pünktlich mit dem Frost kommen auch jedes Jahr die eindringlichen Warnungen solche zugefrorenen Eisflächen nicht zu betreten, denn es besteht Lebensgefahr. Im südhessischen Rüsselsheim hat die Feuerwehr deshalb jetzt eine Eisrettung geübt. Einsatz auf dem Eis. Ein Mensch ist eingebrochen und kann sich nicht mehr alleine retten. Zum Glück nur eine Übung. Doch die ist wichtig. Denn zugefrorene Seen, Teiche und Flüsse können auf den ersten Blick trügerisch stabil erscheinen – vor allem, wenn sie verschneit sind. Fällt ein Mensch erst mal ins eiskalte Wasser, kann er sich in der Regel nicht mehr selbst herausziehen. Dann zählt jede Sekunde. Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Je länger man im Wasser liegt, umso schneller erschlaffen die Muskulatur. Die Atmung setzt aus, und die eingebrochene Person hat nach relativ kurzer Zeit nicht mehr genug Kraft sich selbst am Eisrand überhaupt noch festzuhalten.“ Bei der Übung am Rüsselsheimer Waldschwimmbad rücken die Eisretter mit spezieller Technik an. Neben Kälteschutzanzügen und Leinen kommt ein Boot zum Einsatz, um das Körpergewicht auf der fragilen Eisschicht zu verteilen. Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Es geht dabei immer darum, die Kraft möglichst auf eine große Fläche zu verteilen. D.h. wenn ich nur mit Schuhen auftrete, habe ich eine relativ kleine Fläche. Bewege ich mich liegend, verteile ich meine Kraft schon auf eine sehr große Fläche. Nutze ich dann noch so Gerätschaften, die wir mitbringen, wie Schlauchboote, vergrößere ich die Fläche noch einmal.“ Dünnes Eis – Besonders Kinder und Jugendliche unterschätzen die Gefahr. Genaue Zahlen zu Unfällen in zugefrorenen Gewässern gibt es nicht. Wer einen Eisunfall beobachtet solle folgendes tun: Tobias Zöller, Feuerwehr Rüsselsheim am Main „Sobald man feststellt jemand ist eingebrochen und man sieht das mit […]

  • Zeichnungen von Max Beckmann im Städel

    Zeichnungen von Max Beckmann im Städel

    Er war einer der bedeutendsten Künstler der Moderne und lebte fast 20 Jahre in Frankfurt am Main. Max Beckmann, ein Künstler, dessen Bilder auch heute noch modern sind und faszinieren. Max Beckmann lebte in Sachsenhausen, unweit des Städel Museums. Dort werden jetzt seine Zeichnungen ausgestellt und die sind nur ganz selten zu sehen. Eine Aquarell-Zeichnung. Sie wirkt wie Pop-Art oder eine Szene aus einem Comic. Zeitlose Kunst. Richard Wagners Ring des Nibelungen hat Max Beckmann 1933 dazu inspiriert. Als Maler ist er weltbekannt. Hier portraitiert er sich mit Zeichenstift. Seine Zeichnungen sind selten zu sehen, sie sind für den Künstler wie ein Tagebuch. Philipp Demandt, Direktor Städel Museum Frankfurt „Die Zeichnungen von Max Beckmann sind kostbar. Die großen Museen der Welt holen sie nur ganz selten aus dem Tresor. Alle vier bis fünf Jahre nur etwa. Und die Zeichnungen von Max Beckmann spielen eine ganz besondere Rolle in seinem Schaffen. Sie sind sehr spontan, sehr persönlich, sehr dicht, sehr energiegeladen, sehr eindrücklich, und deswegen haben wir gesagt: Zum ersten Mal seit 40 Jahren eine Ausstellung nur mit Zeichnungen von Max Beckmann“ In den Gesichtern der Soldaten spiegelt sich die Grausamkeit des Ersten Weltkriegs wider. Zeichnungen in Schwarz-Weiß. Max Beckmann ist Sanitäter an der Front. Er verabscheut den Krieg, den Kampf gegen seine Freunde und Kollegen aus Frankreich und Russland. Seine Werke sind auch Dokumente der Zeit. Ein Selbstporträt mit Sektglas und einem schiefen, eingefrorenen Lächeln. Ausgelassenes Feiern vor dem Abgrund. Für Beckmann ein Sinnbild der Weimarer Republik. Er erlebt sie in Frankfurt. Bis 1933 wohnt er in der Schweizer Straße. Hier entsteht das Hauptwerk des Künstlers, hier ist er am erfolgreichsten. Regina Freyberger, Leiterin der Graphischen Sammlung des Städel Museums „Eine ganz lange Zeit war Frankfurt sein Lebensmittelpunkt. Er hatte hier ein großes Netzwerk, mit Förderern, Mäzenen und Freunden, die […]

  • Prozess wegen versuchten Totschlags

    Prozess wegen versuchten Totschlags

    Vor dem Landgericht Marburg startet heute ein Prozess wegen versuchten Totschlags. Ein 20-Jähriger soll im Sommer einen jungen Mann bis zur Bewusstlosigkeit verprügelt und dabei in Kauf genommen haben ihn tödlich zu verletzen. Für die Familienangehörigen des Opfers ein emotional sehr belastender Prozess. Die engste Familie des verletzten Schülers Marc-Aurel  ist heute zu Gericht gekommen: Oma, Schwester, Vater. Für sie ist es heute ein emotional harter Tag. Sie treffen im Gerichtssaal auf den mutmaßlichen Täter. Der 21-jährige Deutsche darf heute nicht gefilmt werden, da er zum Tatzeitpunkt  als Heranwachsender gilt. Die Staatsanwaltschaft wirft Calvin G. vor im hessischen Schwalmstadt auf einen ebenfalls deutschen 21-Jährigen mehrfach eingeschlagen und getreten zu haben, insbesondere gegen den Kopf. Dabei soll er billigend in Kauf genommen haben, dass der Schüler stirbt. Die Anklage: Versuchter Totschlag. Das Opfer, Marc-Aurel, überlebt schwer verletzt. Erleidet unter anderem ein Schädelhirntrauma, Hirnblutungen und Frakturen im Halswirbel. Sascha Reisinger, Vater von Marc-Aurel „Er sitzt im Rollstuhl, kann die Beine und Hände nicht richtig bewegen wird auch noch länger auf den Rollstuhl angewiesen sein. Emotionale Achterbahn, also ich habe ihn schon lange nicht mehr lachen sehen.“ Der Angeklagte gesteht die Tat heute. Bei seiner Aussage spricht  er nüchtern von Aggressionsproblemen. Er habe seinen  Job verloren und Geldprobleme gehabt. Seinen Frust habe er dann  willkürlich  am Geschädigten ausgelassen. Zudem habe er eine halbe Flasche harten Alkohol getrunken. Timo Ide, Staatsanwaltschaft Marburg „Dem Angeklagten könnte eine Jugendstrafe aber auch eine normale Strafe drohen. Der Angeklagte war zum Tatzeitpunkt heranwachsender sprich 20 Jahre alt, sodass zunächst einmal am Ende der Beweisaufnahme zu entscheiden sein wird, ob auf ihn Jugendstrafrecht oder allgemeines Strafrecht anwendbar sein wird. Das kann im Moment noch nicht prognostiziert werden.“ Sollte der Angeklagte nach Jugendstrafrecht verurteilt werden,  drohen  ihm 10 Jahre Haft. Beim  Erwachsenenstrafrecht  liegt die Höchststrafe bei 11 Jahren und drei […]

  • Hessens Innenminister Poseck zur Gefahr durch Linksextremismus

    Hessens Innenminister Poseck zur Gefahr durch Linksextremismus

    Und jetzt werfen wir einen Blick nach Berlin, dort sind immer noch Zehntausende Menschen ohne Strom. Der Blackout in der Bundeshauptstadt – Grund ist ein Brandanschlag den mutmaßlich Linksextremisten auf das Stromnetz verübt haben. Zu dem Anschlag hat sich die sogenannte Vulkangruppe bekannt. Seit 2011 soll die linksextremistische Vereinigung Anschläge auf wichtige Punkte der öffentlichen Infrastruktur begangen haben. Nun also wieder. Für die betroffenen Menschen bedeutet das kein Strom, keine Heizung, kein warmes Wasser, kein Internet. Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz zeigt, wie verletzlich Deutschland ist. Auch in Hessen und Rheinland-Pfalz fragen sich Viele, wie sich kritische Infrastruktur besser schützen lässt. Darüber sprechen wir nun mit dem hessischen Innenminister Roman Poseck, der uns am Frankfurter Flughafen zugeschaltet ist. Guten Abend, Herr Poseck. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen: Guten Abend, Herr Appelmann. Markus Appelmann, Moderator: Der Stromausfall in Berlin aufgrund eines Brandanschlags ist mehr als ein lokales Problem. Kann solch ein Anschlag auch Hessen treffen? Poseck: Stromausfall-Szenarien sind überall möglich. Und selbstverständlich kann es auch in Hessen einen solchen Anschlag geben. Wir sind in Hessen gut vorbereitet. Und natürlich setzen wir alles daran, dass es im Fall des Anschlags auf die Stromversorgung nicht zu einem langen Stromausfall kommt. Denn je länger der Stromausfall dauert, umso verheerender sind die Auswirkungen. Deshalb sind wir auch im intensiven Gespräch mit den Energieversorgern, die auch Vorsorge treffen für solche Szenarien. Und ich bin zuversichtlich, dass wir jedenfalls in Hessen nicht ein so großes Problem hätten, wie es im Moment in Berlin sichtbar ist. Appelmann: Herr Poseck, nun liegt ein Bekennerschreiben einer linksextremen Vereinigung vor, der sogenannten Vulkangruppe. Was können Sie aus der Kriminalstatistik herauslesen: Wird der Linksextremismus immer gefährlicher? Poseck: Der Linksextremismus wird gefährlicher und vor allen Dingen auch radikaler. Die Täter gehen skrupellos vor. Das zeigt der Anschlag in Berlin. Sie verursachen immense […]

  • Falschparker-Kameras für Frankfurter Busse

    Falschparker-Kameras für Frankfurter Busse

    Wer mit seinem Auto in Frankfurt auf der Busspur hält oder parkt und dabei den Linienverkehr blockiert, muss demnächst blechen – bis zu 70 Euro Bußgeld fallen an. In einem Pilotprojekt rüsten Stadt und Verkehrsgesellschaften mehrere Busse mit Kameras aus. Die Fotos gehen dann direkt an die Bußgeldstelle. Wie das in der Praxis funktioniert – wir haben uns das ganze mal angeschaut. Es ist halb fünf, Hauptverkehrszeit in Frankfurt. Wir sind mit dem Bus M36 in Sachsenhausen unterwegs. Plötzlich steht ein Kleintransporter auf der Busspur und blockiert den Weg. Halten darf er hier nicht. Tobias Schardt, Busfahrer in Frankfurt „Jetzt drücken wir mal den Knopf. Ich denke das war’s.  Die werden dann ausgewertet, dass die anderen PKW-Zeichen nicht zu sehen sind. Die werden dann geschwärzt und dann wird das bearbeitet und wird dann entsprechend zum Fahrzeughalter direkt dann geschickt.“ Das Foto macht der Busfahrer mit dieser Kamera. In Frankfurt sind aktuell zehn Busse damit ausgestattet. Das Fotografieren von Falschparkern im Nahverkehr gibt es bereits in Wiesbaden seit Mitte 2024. Ähnlich wie dort hofft nun auch Frankfurt auf eine abschreckende Wirkung. Tobias Schardt, Busfahrer in Frankfurt „Es ist halt einfach so, man muss es tun. Weil der hier Beispielsweise steht jetzt auch da, blockiert mich. Aber er fährt weiter, immerhin. Wie gesagt mir geht’s nicht darum den Leuten eins auszuweichen, ich kenne die Person ja nicht es ist einfach nur das es sich rumsprechen soll, dass es dann in Zukunft für uns Busfahrer hier nicht mehr das Problem, hier so akut ist, wie es jetzt ist zur Zeit.“ Regelmäßig können Stadtbusse Haltestellen nicht anfahren, weil Autos dort falsch parken. Dadurch können Fahrgäste nicht ungehindert ein- und aussteigen. Genau das soll jetzt durch die Frontkamera verändert werden. Bis Ende 2026 wird das System getestet, dann entscheidet die Stadt über weitere Fahrzeuge. Ab […]

  • Neuzugänge bei Eintracht Frankfurt

    Neuzugänge bei Eintracht Frankfurt

    Am Wochenende geht es schon wieder los in der ersten Fußball-Bundesliga! Nach den Feiertagen sind die Profi-Clubs direkt wieder ins Training eingestiegen – verstärkt durch den ein oder anderen Neuzugang. Das Winter-Transferfenster rege genutzt hat Eintracht Frankfurt. Wir konnten einen Blick auf die „Neuen“ der Eintracht erhaschen – und auf einen sind alle Fans besonders gespannt! Ein „Frankfurter Bub“, den es raus in die Welt zog, um ein besserer Fußballer zu werden. Jetzt kehrt Younes Ebnoutalib nach Hause zurück – in „seine“ Stadt Frankfurt. Und trägt ab sofort das Trikot mit dem Adler auf der Brust – das Trikot der Eintracht. Younes Ebnoutalib, Neuzugang Eintracht Frankfurt „Ich bin einfach nur stolz. Es ist mir eine Ehre, hier zu sein. Für seine eigene Stadt zu spielen, wenn man das kann, ist es einfach ein Traum. Und ich versuch einfach alles jetzt reinzuhauen und einfach nur die Zeit zu genießen. Und Emotionen gehören halt dazu, ich glaube da werden schon die Tränen fließen.“ Freudentränen zum Bundesliga-Debut – vielleicht schon am Freitag gegen Borussia Dortmund. Nach einem Gastspiel in Italien landet Ebnoutalib nach den Stationen Gießen und Elversberg nun also bei der Eintracht. Hier in der Nordweststadt wächst der 22 Jahre alte Deutsch-Marokkaner auf, muss sich auf den Bolzplätzen durchkämpfen – oft gegen Ältere. Seinen Durchsetzungswillen habe er von seinem berühmten Vater: Faissal Ebnoutalib, holte bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney im Taekwondo die Silbermedaille für Deutschland. Younes Ebnoutalib, Stürmer Eintracht Frankfurt „Ich hab ja zehn Jahre selbst  Taekwondo gemacht, da hat uns unser Vater immer mitgenommen zum Taekwondo Training. Und ich würde sagen, bis heute tut mir das noch gut, an der Muskulatur und Beweglichkeit oder Spritzigkeit.“ Neben Ebnoutalib startet das „Abenteuer Eintracht“ auch für andere neue Spieler: Von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim kommt Stürmer Ayoube Amaimouni-Echghouyab. Als Linksverteidiger […]