Kultur

  • Ausstellung "Als Großmutter modern war"

    Ausstellung „Als Großmutter modern war“

    Im Wohnzimmer ist ein Saugroboter mit Künstlicher Intelligenz zu Gange, während die Küchenmaschine automatisch die Suppe kocht. So läuft das heute – ganz anders war das noch vor einhundert Jahren. Die Ausstellung „Als Großmutter modern war“ im Landesmuseum Birkenfeld nimmt uns mit auf eine Zeitreise in das Leben von damals. Und wirft das ein oder andere Rätsel auf. Zwei lange Greifarme, in der Mitte ein Halbkreis. Was könnte das nur sein? Einfacher ist es da schon bei diesem Gegenstand hier: eine Saftpresse. „Ich kann mich erinnern, dass meine Mutter die auch noch verwendet hat. Und dann kam doch da hinten die Strünke raus. Oder vorne, ganz vorne.“ In Erinnerungen schwelgen, den Kindern und Enkeln vom Leben „früher“ erzählen. Genau dafür ist die Ausstellung von Kurator Ricardo Rodrigues de Sousa  gedacht. Aber auch, um zu zeigen, wie einfach Vieles heute ist. Ricardo Rodrigues de Sousa, Kurator „Es war ein Prozess, um an den Kaffee zu kommen. Und das war auch alles mit Zeitaufwand verbunden. Und darüber denkt man heute nicht mehr nach. Man hat seinen Kaffee und ist glücklich. Und früher musste man den Kaffee mühlen. Also zuerst musste man den Kaffee rösten. Dann musste man den Kaffee mühlen. Dann musste man den Kaffee kochen. Heute kann ich einfach nur einen Knopf drücken und habe einen Kaffee zu Hause.“ Die Ausstellungsstücke hat der Verein für Heimatkunde im Laufe vieler Jahre gesammelt. Schätze wie diese Schreibmaschine. Hisso von Selle, Verein für Heimatkunde Birkenfeld „Bekommen haben wir diese Schreibmaschine von dem Vor-, Vorgänger als Museumsleiter hier. Ein alter Schulmeister. Der war Jahrgang 1928 und hat nach dem zweiten Weltkrieg seine Examensarbeit noch mit dieser Maschine geschrieben.“ Mit einem Stift muss man an den Buchstaben andocken und dann die Taste der Schreibmaschine drücken. Hisso von Selle, Verein für Heimatkunde Birkenfeld „Der Zeitaufwand. Im Vergleich […]

  • Feiern bis die Stechuhr ruft! Pre-Work-Party in Darmstadt

    Feiern bis die Stechuhr ruft! Pre-Work-Party in Darmstadt

    In Darmstadt wurde heute schon vor dem Feierabend ordentlich gefeiert. Und zwar früh morgens. Um 7 Uhr haben sich die Feierwütigen bei der Pre–Work-Party in der Centralstation warmgetanzt für den Tag. 7 Uhr morgens, der DJ dreht die Musik auf, die Diskolichter blinken über der tanzenden Menge. Denn hier, bei der sogenannten „Frühschicht“ findet die Party schon am Morgen statt. An der Bar gibt es Kaffee und Croissants, von Bier und Wodka nehmen die Partygäste so früh am Morgen lieber Abstand. Denn die meisten gehen anschließend noch ganz normal zur Arbeit. Feiern zum Wachwerden sozusagen. Ann–julie, 33 Jahre:  Ich tanz einfach voll gerne und abends ist es oft einfach, keine Zeit, man kriegts nicht hin. Und ich finds voll cool, vor der Arbeit sowas aktives zu machen und bisschen Spaß zu haben, bevor man sich an den Schreibtisch setzt. Johannes Feldmann, 35 Jahre: Ungewöhnliche Zeit tatsächlich, aber ja, kann man machen. Christin Sauerteig, 43 Jahre: Dass es sehr angenehm ist von der Stimmung, die Leute sind gut drauf und sehr nettes Ambiente. Ela, 58 Jahre: Ich bin der totale Morgenmensch und ne Freundin von mir hat das erzählt und ich bin total begeistert. Also ich finds toll. Es wird zwar ungewohnt, nachher wieder ins Büro zu gehen. Aber ich bin gespannt. Das erste Mal, dass ich sowas morgens mache. Aber ich finds toll.  Zum dritten Mal veranstaltet die Centralstatation ihre Pre–Workparty, jedes Mal kommen mehr Leute. Meike Heinigk, Geschäftsführerin Centralstation Darmstadt: Ich glaube, es ist einfach was Besonderes, ganz früh am Morgen statt ins Fitnessstudio zu gehen, zu sagen, ich geh mal in ne Bar. Ich hör mir meine Lieblingsmusik an oder irgendwie Tanzmusik und beweg mich dazu und schau mal, was es mit mir macht. Also das ist so ein bisschen, für viele glaub ich schon so, dass sie […]

  • Mit Sandalen & Kriegsausrüstung: Mann will 750 Limes-Kilometer wandern

    Mit Sandalen & Kriegsausrüstung: Mann will 750 Limes-Kilometer wandern

    550 Kilometer lang erstreckt sich der Limes – der frühere römische Grenzwall – auch durch Rheinland-Pfalz und Hessen. Auf dem Limes-Wanderweg ist gerade Finnian Garvey unterwegs. In germanischer Stammesausrüstung. So will er einen Weltrekord aufstellen. Speer, 10-Kilo-Jutebeutel, ein Arbeits- und Kampfmesser, Ledertaschen und ein germanischer Sechskantschild. Das ist alles, was Finnian Garvey dabei hat. Dazu noch die historisch belegte germanische Kleidung. Knapp 130 Kilometer Limeswanderweg hat er so schon geschafft, ca 600 liegen noch vor ihm. Finnian Garvey rechnet mit 32 Tagen, die er für die Strecke braucht, dann würde er den Weltrekord aufstellen, als schnellster Wanderer auf dem Limesweg in historischer Kriegsausrüstung. Moderne Hilfsmittel darf er nicht verwenden, schlafen darf er nur draußen. Finnian Garvey, Content Creator „Es ist jetzt schon härter, als ich dachte. Es ist viel kälter nachts. Ich habe damit nicht gerechnet. Und die Tage sind viel schneller kürzer geworden. Mittlerweile ist es um kurz vor sieben noch dunkel und damit habe ich halt nicht gerechnet. Ich dachte mir: Okay, wenn ich jetzt eine Etappe irgendwie nicht schaffe, laufe ich einfach am nächsten Tag früher los. Aber im Dunkeln, vor allem mit der Nässe jetzt überall auszurutschen, das ist mir zu gefährlich. Es ist anspruchsvoller geworden, es gibt Hürden zu überwinden, aber ich bin sehr optimistisch.“ Manchmal schläft Finnian Garvey auf dem Boden, letzte Nacht hat er Glück. Hier bei Taunusstein lernt er die Verwalter des nachgebauten Limes-Wachturms kennen und darf auf der Außengalerie schlafen. Eingehüllt in seinen Mantel wie jede Nacht. Finnian Garvey, Content Creator „An sich mag ich es sowieso gerne, einfach draußen zu sein. Das ist irgendwie so … das gibt mir irgendwie was. Aber auch diese Begegnungen, die man mit Menschen hat, das ist irgendwie das Besondere. Die Gespräche mit Menschen auf der Straße, wo man sich gegenseitig irgendwie inspirieren darf, die […]

  • Mainzer Kirche St. Christoph bekommt neue Spitze

    Mainzer Kirche St. Christoph bekommt neue Spitze

    In der 1330 fertiggestellten Kirche St. Christoph wurde schon der Erfinder des Buchdrucks und berühmte Sohn der Stadt Johannes Gutenberg getauft. Heute erhält die Kirchenruine eine neue Turmspitze, die wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Ein starkes Signal für Erinnerungskultur in Mainz. Über Jahrhunderte war die Kirche St. Christoph ein stolzes Wahrzeichen nördlich des Mainzer Doms – bis sie nach einem Luftangriff 1945 in Trümmern lag. Heute, nach Jahrzehnten des Wiederaufbaus, bekommt der Turm sein Gesicht zurück. Die 19 Meter hohe Turmspitze gleicht der alten. Auch die alte Glocke wurde wieder installiert, läuten wird sie aber nicht. Marianne Grosse, Bau- und Kulturdezernentin Stadt Mainz „Die Glocke ist ja auch symbolisch. Sie soll für den Frieden stehen. Sie steht für einen Neuanfang, wie übrigens die gesamte Turmspitze auch.“ Ein würdevoller Ort des Erinnerns – der soll mit der Rekonstruktion geschaffen werden. Angestoßen wurde die Sanierung in und um die Kirche durch die 2012 gegründete Initiative St. Christoph. Sie hat Spendengelder in Höhe von 300.000 Euro für die Turmspitze eingesammelt. Peter Krawietz, Initiative St. Christoph „Es wird an diesem Denkmal erinnert, dass die Kriegszerstörung stattgefunden hat und wir zeigen auch  warum das so passiert ist. Wir hoffen, dass  der Betrachter dann auch entsprechende Schlussfolgerungen für sich selber zieht, nämlich friedfertig zu sein“ Die Mainzer Skyline hat heute ein Highlight dazugewonnen. 49 Meter thront die Turmspitze jetzt über der Stadt.

  • Frankfurt Art Experience gestartet

    Frankfurt Art Experience gestartet

    Frankfurt will zeigen, dass sie nicht nur eine Bankenmetropole ist – und startet dieses Wochenende in den Kunstherbst. Unter dem Motto „Art Experience“ kann man in über 60 Galerien und an ganz speziellen Orten kostenlos Ausstellungen besuchen – und das in wirtschaftlich für Künstler und Galeristen gar nicht so einfachen Zeiten. Pop Art von Heiner Meyer, dem wohl wichtigsten deutschen Vertreter dieser Kunstrichtung. Kostenpunkt für ein Bild: Schon mal über 50.000 Euro. Zu sehen in dieser Galerie im Frankfurter Westend, seit 30 Jahren stellt Barbara von Stechow hier zeitgenössische Gemälde aus. Und das trotz teils widriger Bedingungen. Barbara von Stechow, Galeristin in Frankfurt „Es ist nicht so ganz einfach in der jetzigen Zeit. Sie wissen selbst, die Wirtschaftslage ist schwierig. Und wenn man dann ein Kunstwerk erwerben möchte, muss man auch das nötige Geld dazu haben.“ Zudem gilt die Mainmetropole im Vergleich zu anderen Städten nicht gerade als Kunsthochburg, das soll sich ändern. Startschuss der Art Experience im Kunstverein Montez direkt am Main. Die Stadt Frankfurt unterstützt das Wochenende dieses Jahr mit 65.000 Euro und sieht sich in Sachen Kunst auf einem guten Weg. Ina Hauck (SPD), Stadträtin Frankfurt „Frankfurt ist einfach auch viel mehr als Finanzmetropole, als Verkehrsknotenpunkt oder als Internetknotenpunkt. Es zeigt: Wir sind im Zentrum, wir sind mutig.“ Neben rund 40 teilnehmenden Galerien gibt es auch über 20 sogenannte Offspaces – leerstehende Flächen, die nun ebenfalls für Ausstellungen genutzt werden. Hier am Goetheplatz platziert der Frankfurter Galerist Camille Hoffmann die Gemälde gemeinsam mit seinem Kollegen Michael Honecker von der Pariser Galerie Éric Mouchet. In ihren Augen sollte es Ausstellungsmöglichkeiten wie diese viel öfter in Frankfurt geben. Camille Hoffmann, Galerist in Frankfurt „Diesen temporären Leerstand, der an vielen Plätzen der Stadt ist, zu aktivieren. So wie hier für temporäre Ausstellungen und Kooperationen, um die gemeinsamen Künstler zeigen zu […]

  • My urban piano - Trierer Innenstadt wird zur Bühne

    My urban piano – Trierer Innenstadt wird zur Bühne

    Klavier-Klänge von überall her – wer in dieser Woche in Trier unterwegs ist, kann sie kaum überhören. Zwölf Pianos stehen in der Innenstadt verteilt – kunstvoll gestaltet von Trierer Vereinen. Wer vorbei kommt, kann sich dransetzen und einfach losspielen. Gemeinschaft schaffen durch Musik – darum geht es bei dem Projekt „My Urban Piano“ in Trier. Hier an der Porta Nigra hat das direkt geklappt. Einfach stehen bleiben, zuhören und genießen. Wie diese beiden Urlauber aus Nordrhein-Westfalen. Elmar Hartmann „Finden wir sehr sehr gut. Also, bereichert ja so `ne  Stadt. Finde ich zumindest. Wir hören da gerne zu.“ Helga Hartmann „Ja, ich hab‘ schon zu meinem Mann gesagt, wenn ich Klavier spielen könnte, dann würde ich mich gerne ran setzen und selber spielen.“ Auch wer noch nie gespielt hat, kann sich ausprobieren und drauflos klimpern. Denn Musik soll zugänglich gemacht werden – für alle Menschen. Ganz nach dem Motto: „Musik verbindet“. Das Kulturkollektiv KulturKarawane stellt das Projekt zum fünften Mal auf die Beine. Charleen Theisen, KulturKarawane „Musik spielt bei uns eine besondere Rolle. Wir benutzen Musik als demokratisches Instrument. Musik versteht jeder. Wir verwenden es als Sprache. Unabhängig von Herkunft oder Muttersprache können wir so eben miteinander kommunizieren. Und das schafft eine ganz besondere Verbindung zwischen den Menschen.“ Die Klaviere können frei genutzt werden. Egal von wem – oder für was. So etwa wird Musikunterricht unter freiem Himmel möglich. Bedeutet: musizieren mit Publikum. Oriol Andreu Torrents, Musiklehrer „Ja, das ist immer noch dieses Kribbeln im Bauch. Aber ich finde solche Herausforderungen toll. Und wie gesagt: Raus aus der Komfortzone.“ Elisa, Musikschülerin „Es ist cool, weil ganz viele Menschen zuschauen. Und davor ist man auch ein bisschen aufgeregt. Es ist halt anders als einfach in einem Raum zu sitzen und Klavier zu spielen. Aber ich mag’s.“ Während die einen also noch üben, […]

  • Spektakuläre Streetart an Koblenzer Brücke

    Spektakuläre Streetart an Koblenzer Brücke

    Der international bekannte Streetart-Künstler Hendrik Beikirch aus Bendorf bei Koblenz, hat schon in vielen Metropolen der Welt Wandbilder mit riesigen Ausmaßen erstellt. Sein neuestes Projekt hat ihn und weitere Künstler zurück in seine Heimat geführt – ein trister grauer Brückenpfeiler in Koblenz wurde bunt. Comic-Ästhetik trifft moderne Malerei. Graffiti-Schriften neben den Hörspiel-Heldinnen Bibi und Tina in Street-Artist-Montur. All diese Motive befinden sich auf dem neuen Wandbild unter der Kurt-Schumacher-Brücke in Koblenz. 13 Künstler haben gemeinschaftlich dazu beigetragen – jeder mit einem ganz individuellen Stil. Hendrik Beikirch, Streetart-Künstler „Die Idee war, dass dann am Ende die Summe von diesen 13 Einzelteilen stärker ist als die einzelnen Teile alleine. Und ich glaube, das hat in der Umsetzung dann ganz gut geklappt. Aber man kann trotzdem die einzelnen Stile erkennen, dass der Betrachter die Möglichkeit hat, zu sehen, wie man mit der Sprühdose als Malmittel letztendlich auch in ganz vielen verschiedenen Art und Weisen umgehen kann.“ „Across Generations“ heißt das Gemälde von Künstlern zwischen Anfang 20 und über 50 Jahren. Die eigenen Ideen mit denen anderer Kreativköpfe zu vereinen – für einige Teilnehmer eine ganz neue Herausforderung. Sebastian „Sker“ Schorr, Streetart-Künstler „In dem Fall war es so, dass das Bild vor und unter meinem Bild gemalt wurde und dann aber auch das Bild, was an mich anschließt und oben drüber ist, auch schon vorher vorskizziert wurde. Und da hab ich mich dann angepasst. Aber so, dass es am Ende harmoniert.“ Dem fertigen Bild vorangegangen sind mehrere Tage Vorbereitung. Erst wurde der Pfeiler gesäubert und grundiert, bevor es auf dem Gerüst an die Feinabstimmung ging. Hendrik Beikirch, Streetart-Künstler „Das sieht von unten dann immer sehr leicht und überschaubar aus. Aber wenn man jetzt hier quasi auch schon wieder auf 4,50 Meter Höhe am Arbeiten ist, brauchen wir ein paar Hilfslinien.“ Mit Rolle, Pinsel und […]

  • Internationale Polizei beim Museumsuferfest

    Internationale Polizei beim Museumsuferfest

    Der Spätsommer lädt zum Feiern ein – so auch am Wochenende in Frankfurt. Wenn Sie auf dem Museumsuferfest unterwegs waren, sind Sie vielleicht auch dieser illustren Truppe begegnet: 14 Polizisten aus aller Herren Länder waren nämlich am Mainufer auf Streife – oder besser gesagt: auf großer Sympathie-Tour. Carolina Arias „Hallo allerseits, wie geht’s? Ich bin Carolina Arias vom NYPD, dem New York Police Department.“ Naoki Kawamura „Mein Name ist Naoki Kawamura. Ich bin Polizist aus Japan.“ Fabricio Fernandes da Silva Moca „Hallo. Ich bin Oberstleutnant Fabrício von der Militärpolizei des Bundesstaates Rio de Janeiro.“ Nico Gerber „Guten Tag. Ich bin Major General Gerber. Ich arbeite im Polizeidienst und komme aus Südafrika.“ So was sieht man am Frankfurter Mainufer auch nicht alle Tage: Polizeibeamte aus insgesamt 14 verschiedenen Nationen streifen übers Museumsuferfest. Sehen nach dem Rechten – und kommen mit den Besuchern ins Gespräch. So wie hier mit einem brasilianischen Fußball-Fan, der doch ziemlich erstaunt ist, hier in Frankfurt  auf einen Cop aus Rio zu stoßen. Mit dabei immer auch deutsche Polizisten: Denn die internationalen Kollegen sind nicht bewaffnet und dürften auch  gar nicht eingreifen – sie sind zu rein repräsentativen Zwecken in voller Montur unterwegs. Und zwar auf Einladung des Internationalen Polizeiverbands IPA. Thomas Jüngel, International Police Association Frankfurt „Wir haben einen guten Austausch mit allen Kollegen. Und es ist auch schön zu sehen, wie verschiedene andere Kollegen, jetzt zum Beispiel in Sao Paulo das jetzt bei so einer Großmetropole gehandhabt wird. Wie die Technik in Tokio ist und so weiter.“ Der Austausch mit den Kollegen aus aller Welt stärkt nicht nur den Zusammenhalt – er bietet auch einen Blick über den eigenen Tellerrand. So ist etwa die Kriminalitätsrate in brasilianischen oder südafrikanischen Metropolen noch deutlich höher als in Frankfurt. Am Ende, so sind sich hier alle einig, ist Polizeiarbeit […]

  • Junger Fotokünstler im Mainzer Landesmuseum

    Junger Fotokünstler im Mainzer Landesmuseum

    Moritz Koch ist gerade einmal 25 Jahre alt und schon ein Star der Fotografen-Szene. Das Markenzeichen des Mainzers sind die ganz großen Inszenierungen. Aufwändige Fotografien, mit bis zu 200 Komparsen – die auch wir schon mit unseren Kameras begleitet haben. Jetzt bekommt der Künstler seine erste Ausstellung in einem großen Museum. „Memories of Another Tomorrow“ – also „Erinnerungen an ein anderes Morgen“ – heißt die Ausstellung, die bis zum 5. Oktober im Mainzer Landesmuseum zu sehen ist. Das größte Radioteleskop der Welt. Es steht bei Effelsberg in der Eifel. Es ist das Motiv einer ganz neuen Arbeit von Moritz Koch. Das Shooting hat gerade erst stattgefunden. Festgehalten ist ein einziger Moment. Eine Aufnahme, die viel mehr ist, als nur eine Fotografie. Moritz Koch, Fotograf aus Mainz „Ja, das ist wirklich eine gigantische Vorbereitungszeit. Also die Vorproduktion, die dauert etwa fünf bis sechs Monate, und diese Zeit brauchen wir auch, um eben die ganzen Details zu klären, um die ganzen Hintergründe zu klären. Man muss sich vorstellen, hier stehen wirklich 30 Personen hinter den Kulissen, und das braucht einfach Zeit, um das vorzubereiten. Also, die Genehmigungen zu ordern, die ganze Logistik zu stemmen, sich Gedanken über Catering, über Toiletten, über alles zu machen, was da halt dazu gehört. Was man dem Bild letztlich gar nicht mehr ansieht, aber durch die Behind-the-Scenes-Aufnahmen noch mal eindrücklich gezeigt wird.“ Für dieses Foto ist vor ein paar Wochen die A544 bei Aachen gesperrt worden. Es ist noch eine neue Arbeit des 25-Jährigen. Die ganz große Inszenierung mit vielen Komparsen und Assistenten, die alle aus Spaß am Event, ohne Bezahlung mitmachen. Das ist genau das Ding des Mainzers. Moritz Koch, Fotograf aus Mainz „Mich reizt meistens das Szenische wirklich, also dass das wirklich aussieht wie so eine Filmkulisse, wie so ein Bild. Ein malerisches Filmbild eigentlich, […]

  • Der Bundesliga-Talk mit Thorsten Arnold

    Der Bundesliga-Talk mit Thorsten Arnold

    Nach UEFA-Conference-League-Jubel in Mainz wartet der Bundesliga-Alltag auf unsere Vereine. Und da gibt es auch ein hessisch-pfälzisches Aufeinandertreffen. Mehr dazu von unserem Sportreporter. Markus Appelmann, Moderator: Mit 4:1 hat Mainz 05 gestern Abend im eigenen Stadion die Mannschaft von Rosenborg Trondheim geschlagen und zieht damit in die Ligaphase der UEFA Conference League ein. Und das Ganze genau verfolgt hat mein Kollege Thorsten Arnold aus der Sportredaktion. Thorsten, jetzt geht das Europapokal-Abenteuer der Mainzer erst so richtig los. Thorsten Arnold, Sportreporter: Jetzt geht die Reise los, nach diesem überzeugenden und wie ich finde hoch verdienten Sieg. In der Ligaphase gibt es garantierte drei Heim- und drei Auswärtsspiele. Und da gucken wir direkt mal drauf, wen die Losfee heute Nachmittag den Mainzern zugedacht hat. Also zu Hause in der Mewa-Arena geht’s gegen Florenz, Mostar die Mannschaft aus Bosnien-Herzegowina, und Samsunspor aus der Türkei. Und die Mainzer Fans können reisen ins polnische Posen, Nikosia auf Zypern und Craiova in Rumänien. (Offmaz Ende) Also da waren durchaus attraktivere Vereine im Topf und wir hören direkt mal, was der Mainzer Trainer Bo Henriksen dazu sagt: Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Ja, ich denke das war okay für uns. Wichtig ist, dass wir sportlich gute Möglichkeiten haben. Das sind gute Gegner, wir wissen das, das sind schwierige Spiele, aber für uns ist das perfekt. Wir wollen diese Spiele spielen und wir freuen uns, im Oktober zu spielen. Aber jetzt ist erst mal Bundesliga.“ Arnold: Tja, Bundesliga ist das Stichwort. Am Sonntag müssen die Mainzer zum VfL Wolfsburg und nach diesem starken Auftritt gestern Abend bin ich zuversichtlich, dass auch in der Bundesliga die ersten Erfolge, sprich Punkte, eingefahren werden. Appelmann: Wir schauen zu unserem anderen Erstligisten, zu Eintracht Frankfurt, der ja sensationell in die Saison gestartet ist. Direkt Platz 2 hinter den Bayern durch […]

  • Sanierungen am Bergpark Wilhelmshöhe

    Sanierungen am Bergpark Wilhelmshöhe

    Vor über 300 Jahren schuf Landgraf Karl von Hessen-Kassel den Bergpark Wilhelmshöhe, um allen anderen Herrschern Europas zu imponieren. Bis heute beeindruckt der Kasseler Bergpark, unter anderem mit seinen zum UNESCO-Weltkulturerbe zählenden Wasserspielen. Doch wo viel Geschichte geschrieben wurde, bröckelt hier und da auch mal was. Für viele ein ungewohnter Anblick auf die prominenteste Dauerbaustelle der Stadt: fast freie Sicht auf den Herkules. Jahrelang stand hier ein Kran. Lena Pralle, Hessen Kassel Heritage „Im Moment haben wir keinen Kran am Herkules, am Herkules wird perspektivisch wieder einer kommen, leider müssen wir da immer noch mit Beeinträchtigungen auf unseren Urlaubsfotos rechnen.“ Denn auch das Baugerüst wandert demnächst in die Mitte und bleibt noch bis Ende 2027. Dann soll auch der seit knapp sechs Jahren geschlossene Weißensteinflügel fertig sein und Besucher können endlich wieder die prunkvollen Landgrafenzimmer bestaunen. Lena Pralle, Hessen Kassel Heritage „Als Nächstes gehen wir an den Verbinderbau zum Weißensteinflügel. Dort wird in den nächsten Wochen auch wieder ein Kran aufgestellt werden auf der Stadtseite, damit wir da weiter arbeiten können. Dann wird das Dach abgedeckt, damit es dann instandgesetzt und wieder neu gedeckt werden kann.“ Bei der Löwenburg wurden bereits Schauräume und Bergfried saniert, Rüstkammer und Kapelle stehen noch aus – die Planungen laufen. Sie ist dagegen fertig: die gut 200 Jahre alte Brücke am Neuen Wasserfall. Versteckt unter der Tuffsteinverkleidung spannt sich eine moderne Stahlbetonbrücke über das alte Bauwerk. Zehn Jahre hat die Sanierung gedauert, Kosten 2,7 Millionen Euro. Timon Gremmels (SPD), Kunst- und Kulturminister Hessen „Im Vergleich zu den Brücken die wir sonst im Land Hessen und bundesweit bauen müssen, ist das ein Schnäppchen, es gab aber ein paar Herausforderungen, weil in einem solchen historischen Bergpark mit Tuffstein, der ja nun sehr anfällig ist gebaut und gearbeitet wurde, gibt es immer was zu tun. Wenn man mit […]

  • Aus Frankfurt ins Kino: Soldaten des Lichts

    Aus Frankfurt ins Kino: Soldaten des Lichts

    Zwei Jahre lang arbeiten zwei Frankfurter an ihrem Film. Aus 120 Stunden Videomaterial – teilweise auch in Frankfurt gedreht – wurde jetzt der Dokumentarfilm „Soldaten des Lichts“. Dieser gibt seltene Einblicke in die Szene der „Reichsbürger“ – Einblicke in das mittlerweile verbotene sogenannte „Königreich Deutschlands“ – und anderen Ideologien. Ausschnitt Filmtrailer „Auf dieser Erde leben auch sehr viele, die sind keine Menschen. Das sind nur künstliche Wesen und die echten Menschen liegen momentan so bei 13%. – So wenig?“ Verschwörungstheorien, Irrglauben. Manchmal wirken die Szenen lustig, weil sie so banal sind. Doch die Dokumentation „Soldaten des Lichts“ zeigt tiefe, ernste Einblicke, wie Menschen sich in Ideologien verlieren können. Ausschnitt Filmtrailer „Wir sind der Staat, sie sind das Besatzungskonstrukt. Wir sind die Wahrheit, das ist die Lüge. Es gibt jetzt schon Landkreise, die mich anschreiben als Peter I, König von Deutschland. Möglich ist das alles. Noch Fragen?“ Alles, was der Film zeigt, ist echt. Kein Schauspiel, keine erfundenen Dialoge. Johannes Büttner & Julian Vogel, Regisseure „Soldaten des Lichts“ „Die Haupterkenntnis ist, dass sogenannte Schwurbler oder sogenannte Reichsbürger oder diese Leute, die so anders sind, dass sie eigentlich nicht so anders sind. Das sind ganz normale Leute in der Mitte unserer Gesellschaft, die eigentlich nur extreme Ausprägungen unserer gesellschaftlichen Tendenzen ausleben.“ Es geht um das Schicksal der Betroffenen. Einerseits derer, die solche Verschwörungen verbreiten und damit Geld verdienen und andererseits derer, die solchen Verschwörungen glauben und ausgebeutet werden. Ausschnitt Filmtrailer „Viele Fragen mich ja, was mache ich eigentlich hier? Eine Sache, die ich mache, ich setze mich für andere Menschen ein, wie Timo. Leute, und seht ihr die Entschlossenheit in seinen Augen? Solche Soldaten des Lichts brauche ich an meiner Seite, weil ich bin genauso.“ Johannes Büttner & Julian Vogel, Regisseure „Soldaten des Lichts“ (00:45, 10 Sekunden) „Menschen, die so einsam sind, […]

  • Seltene Berufe: Die Kunstglaserin

    Seltene Berufe: Die Kunstglaserin

    Was wären Kirchen ohne ihre leuchtend schönen Fenster – wie die Mainzer Stephanskirche zum Beispiel mit ihren weltberühmten blauen Fenstern von Marc Chagall. Um Meisterwerke wie diese zum Strahlen zu bringen, ist erfahrenes Kunsthandwerk gefragt. Wir haben eine Kunst-Glaserin im süd-pfälzischen Bad Bergzabern besucht, die heute noch Kirchenfenster und anderes herstellt und repariert. Teil 3 unserer Sommerserie „Seltene Berufe“. Karin Histing, Kunstglaserin in Bad Bergzabern „Diese Arbeit mit den Farben, mit den farbigen Gläsern, das zusammenzustellen und… Dieses Leuchten, wenn dann das Licht durchkommt und sich drin bricht… Das ist einfach unvergleichlich… Ich bin die Karin Histing und bin Kunstglaserin.“ Wie ein Puzzle setzt Karin Histing die zurechtgeschnittenen Buntglasfenster zusammen. Damit die am Ende ineinandergreifen, braucht sie entsprechende Bleiruten. Mit dieser Bleizugmaschine formt sie das passende Profil. Jetzt noch alles auf dem Arbeitstisch fixieren, dann kommen Lötkolben und Lötzinn zum Einsatz. Bleiverglasung, eine traditionelle Gestaltungstechnik mit gewissen Vorzügen. Karin Histing, Kunstglaserin in Bad Bergzabern „Wenn ein Fenster nicht mehr ganz stabil ist, dann werden die Teile auseinander genommen und wird dann neu verbleit. Dass nur die Bleiruten erneuert werden und die Gläser werden noch verwendet. Also, wir machen die Technik der Bleiverglasung schon noch recht häufig.“ Wobei Kirchenfenster, wie in diesem Fall, nur noch selten neugestaltet werden. Meist sind Restaurierungsarbeiten gefragt. Diese beschädigte Scheibe stammt aus einem Gartentor. Das Muster überträgt Karin Histing mit einer Schablone, die Farbe mischt sie originalgetreu zusammen und verteilt sie gleichmäßig mit dem Pinsel. Dann heißt es: Ab in den Ofen. Karin Histing, Kunstglaserin in Bad Bergzabern „Bei 620 Grad circa werden die Farben eingebrannt. Dabei wird die Glasoberfläche leicht weich schon, also die Farbe schmilzt wirklich in die Oberfläche ein… und ist damit sehr fest verbunden.“ Fest verbunden fühlt sich auch Karin Histing – der Kunstglaserei. Ein Artikel weckt schon früh ihre Begeisterung, auf […]

  • Federweißer-Ernte hat offiziell begonnen

    Federweißer-Ernte hat offiziell begonnen

    Obwohl es noch sommerlich warm ist, ist heute der erste Herbstbote geerntet worden. Es ist der offizielle Start der Federweißer-Lese. Das ist junger Wein, der gerade erst anfängt zu gären – also noch relativ wenig Alkohol hat. Der Lesestart fällt fast genau auf den gleichen Tag wie im vergangenen Jahr. Pralle, gesunde Trauben, kein bisschen Schimmel, Früchte wie gemalt! Optimale Bedingungen für den Start der Federweißerlese. Traditionell geht es los mit den frühen Rebsorten, wie Solaris und Ortega. Die Winzer der Winzergenossenschaft Weinbiet in Neustadt-Mußbach sind seit 8 Uhr mit dem Vollernter unterwegs. Der rüttelt die Trauben von den Rebstöcken. Bastian Klohr, Geschäftsführer Winzergenossenschaft Weinbiet „Besseres Wetter hätten wir uns heute gar nicht wünschen können. Eine etwas kühlere Nacht, die ist man in den letzten Tagen gar nicht mehr gewohnt gewesen. Jetzt strahlend blauer Himmel. Perfekt, leichter Wind. Besser geht es eigentlich nicht.“ 15 Winzer der Genossenschaft sind heute in den Pfälzer Weinbergen unterwegs. Auf insgesamt 10 Hektar wird Federweißer geerntet. In Rheinhessen haben bereits in der vergangenen Woche einige Weinbauern angefangen zu lesen. Doch so richtig los geht es erst jetzt. Ernst Büscher, Deutsches Weininstitut „Wir sind schon auf einem Niveau wie die letzten Jahre, aber es zeichnet sich ein frühes Jahr ab.“ Wieder ein frühes Jahr und eines mit nur wenigen Schäden. Die Unwetter haben die meisten Weinberge verschont. Richtig große Hagelschläge gab es nur lokal. Hier in Neustadt-Mußbach hätten sich die Winzer gerne ein wenig mehr Nass von oben gewünscht. Bastian Klohr, Geschäftsführer Winzergenossenschaft Weinbiet „Die Trockenheit am Anfang des Jahres, oder auch bis in den Juni hinein, die hat uns schon Sorgen gemacht. Man sieht auch heute noch die Trockenheit macht den Regen etwas zu schaffen. Im Juli gab es ja dann viel Regen. Für die Schwimmbadgänger zu viel, für die Landwirte fast zu wenig. Wie […]

  • DFB-Pokal: Mainz 05 tritt in Dresden an

    DFB-Pokal: Mainz 05 tritt in Dresden an

    Für Mainz 05 startet gleich das erste Pflichtspiel der neuen Saison. Die 05er spielen auswärts in der ersten Runde des DFB-Pokals – gegen den Zweitliga-Aufsteiger Dynamo Dresden. Während die 05er gerade frisch aus der Vorbereitung kommen, hat Dresden bereits zwei Pflichtspiele hinter sich. Mainz-Trainer Bo Henriksen sieht sein Team dennoch gut vorbereitet – und er freut sich, dass der Ball endlich wieder rollt. Jetzt wird angezogen – die Pflicht ruft! Genauer gesagt: Die erste Runde im DFB-Pokal. Und die Vorzeichen stimmen. Mainz 05-Trainer Bo Henriksen ist nicht nur mit der Vorbereitung und dem Trainingslager in Tirol sehr zufrieden, auch der Fitnesszustand seines Kaders, beeindruckt den Dänen. Bo Henriksen, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Alle sind zurück, keine Verletzungen. Und das ist unglaublich, dass alle fit sind. Unser Fitness-, Rehab-Coach ist arbeitslos. Das ist verrückt.“ Der breite und gesunde Kader – genau richtig für das straffe Auftaktprogramm, mit satten fünf Spielen bis Ende August. Bo Henriksen, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Jetzt geht es los. Und das ist natürlich das Wichtigste im Fußball, das Wichtigste im Leben. Diese Erlebnisse zu haben, mit den Fans, alle sind dabei. Und wir freuen uns, dass es los geht.“ Auch wenn der Gegner mit zwei Niederlagen in die Zweitliga-Saison gestartet ist, sieht Mainz Trainer Bo Henriksen in Dresden einen sehr guten und spielerisch starken Kontrahenten – mit besonderer Stärke im Ballbesitz. Bo Henriksen, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Ich denke, dass sie nur auf diese Weise spielen können. Ich denke auch, dass sie den Ball haben wollen. Und dann müssen wir natürlich überlegen, was wir wollen. Das wichtige ist für uns, dass wir großen Respekt haben.“ Mindestens 1600 Mainzer Anhänger sind mit angereist, ins Dresdener Rudolf-Harbig-Stadion. Und sie alle hoffen, dass die sächsische Landeshauptstadt nur eine Zwischenstation sein wird – und die Pokalreise der 05er weitergeht.