Kultur

  • Opernplatz-Singen in Frankfurt

    Opernplatz-Singen in Frankfurt

    Heute sind Schulklassen aus ganz Frankfurt und Umgebung zur Alten Oper in die Innenstadt geströmt, um sich dort gemeinsam zu einem einzigen großen Chor zusammenzuschließen. Der Opernplatz in der Frankfurter Innenstadt verwandelt sich durch 1200 singende Grundschüler in den Schauplatz eines riesigen Open-Air-Konzerts. Und so kommt das Event bei den Schülern an. „Super, ja! Richtig gut! Geil!“ Laurenz, 3. Klasse Obermayr International School „Es ist viel aufregender, das mit den ganzen anderen Leuten zu machen. Und ich finde es sehr schön.“ Miran, 4. Klasse Römerstadtschule Frankfurt „Das ist sehr cool. Aber manchmal ist es auch sehr anstrengend, wenn man so eine hohe Stimme singen muss.“ Carina, 4. Klasse Lückebachschule Garbenteich „Also sehr cool. Weil hier ist auch viel los und es macht mich auch sehr glücklich, dass so viele Kinder oder Erwachsene unsere Lieder hören wollen.“ Organisiert wird das alljährliche Event von der Initiative „Primacanta“. Anne Rumpf,  Dozentin Primacanta „Primacanta heißt ‚Zuerst die Stimme‘. Und letztenendes ist der Gedanke, der hinter Primacanta steckt, dass jedes Kind, jeder Mensch hat eine eigene Singstimme und diese Singstimme sollte entdeckt und gefördert werden. Und das geht am besten im Grundschulalter.“ Die Primacanta-Dozenten bilden zunächst die Lehrkräfte der teilnehmenden Schulen fort – zeigen ihnen wie man den Musikunterricht spielerisch gestalten kann. Im Anschluss studieren die Lehrkräfte dann ein festes Repertoire an Musikstücken mit ihren Schülern ein. Friederike Sommer, Musiklehrerin Römerstadtschule Frankfurt „Das gemeinsame Singen stärkt einfach den Zusammenhalt, die Gruppe. Da haben wirklich alle Spaß. Und man kann auch alle abholen.“ Meike Göpfert, Musiklehrerin Obermayr International School „Sehr sehr wichtig. Für die Selbsterfahrung. Für das Selbstbewusstsein. Für die Entwicklung der Stimme. Aber auch für die Sprachentwicklung ist es sehr bedeutend. (…) Also es ist mal was ganz anderes und Musik ist ja auch oft mit Tanz und Bewegung gerade in der Grundschule verbunden.“ Die […]

  • Letztes Grüne Soße Festival in Frankfurt

    Letztes Grüne Soße Festival in Frankfurt

    Die Grüne Soße gehört zu Frankfurt, wie der Römer und der Apfelwein. Kein Wunder also, dass der Kräuter-Köstlichkeit seit 18 Jahren sogar ein eigenes Festival gewidmet wird. Jedes Jahr messen sich hier Gastronomen aus der Region. Die Frage aller Fragen: Wer macht die beste Grüne Soße? Doch so wie es aussieht, findet das Festival in diesem Jahr wohl zum letzten Mal statt. Ob klassisch mit Kartoffeln und Ei, mit Bratwurst oder sogar als Eis – auf dem Frankfurter Grüne Soße Festival dreht sich alles um das beliebte Traditionsgericht. Eine Woche lang lassen sich Besucher verschiedene Varianten der Frankfurter Leibspeise schmecken. Und jeden Abend treten sieben Gastronomen mit ihren Rezepten gegeneinander an. Ganz am Ende des Festivals wird dann aus den 49 Teilnehmern die Gewinner-Soße gekürt. Maja Wolff, Veranstalterin „Es ist einfach magisch. Das gehört zu Frankfurt und in der Grünen Soße steckt so viel Liebe, da steckt so viel Tradition, so viel Kultur. Es ist sehr besonders. Ganz am Anfang hab ich gedacht: Grüne Soße – 49 verschiedene Soßen. Das schmeckt doch alles gleich. Aber jede Soße schmeckt anders.“ Doch das Festival steht vor dem Aus. In diesem Jahr findet es voraussichtlich zum letzten Mal statt. Der Grund: Gestiegene Kosten in allen Bereichen: Logistik, Technik, Personal. Und obwohl die Abendshows jeden Abend ausverkauft sind, decken die Einnahmen nicht die Ausgaben. Sponsoren und die Stadt Frankfurt unterstützen finanziell. Doch auch das reicht aktuell nicht aus. Maja Wolff, Veranstalterin „Das geht nicht noch ein Jahr so. Wir haben uns vier Jahre durch die Pandemie gequält und wir sind ja auch nicht die einzigen in der Kultur, die das so erwischt. Es ist nicht so, dass wir in der Ecke sitzen und schlafen und drauf warten, dass die Stadt uns rettet, sondern es muss einfach einen gemeinsamen Wunsch geben, dieses Festival zu erhalten. […]

  • Rheinland-Pfalz-Tag eröffnet

    Rheinland-Pfalz-Tag eröffnet

    Der 38. Rheinland-Pfalz Tag in Neustadt an der Weinstraße wird heute Abend feierlich eröffnet. Er steht unter dem Motto „Zusammen sind wir Rheinland-Pfalz“. Insgesamt werden rund 225.000 Besucher erwartet.

  • Romantik im Arp Museum

    Romantik im Arp Museum

    Die deutsche Romantik ist im Moment ziemlich angesagt. Caspar David Friedrich gilt als der Maler der Romantik. Eine große Ausstellung mit seinen Werken war gerade im New Yorker Metropolitan Museum zu sehen. Aber auch bei uns gibt es ganz viel Romantik. Genauer: in Remagen. Es sind die Burgen, es ist die Natur und natürlich der Rhein. Typisch romantische Motive. 1770 entdecken Künstler all das Schöne und erfinden die Romantik. Dieser Wachposten auf einem Gemälde von Karl Spitzweg scheint sie zu suchen, die optimale romantische Aussicht. Romantik: das ist eine kunstübergreifende Bewegung. Julia Wallner, Direktorin Arp Museum „Zurück zur Natur, das ist das, was für heute am meisten mit der Romantik auch verbindet. Auch die Sehnsucht nach dem Ganzen, nach dem Intakten, nach der unversehrten Natur. Es ist oft eine idealisierte Natur und es ist oft eine fast märchenhafte Natur. Das Märchen spielt ja ohnehin eine große Rolle. Mit den Gebrüdern Grimm, die immer wieder Vorlagen lieferten für die Malerei.“ Jacob und Wilhelm Grimm. Die großen Hanauer Geschichtensammler haben Anfang des 19. Jahrhunderts über 200 Märchen zusammengetragen. Fantastische Geschichten wie Aschenputtel, die auch die bildenden Künstler inspiriert haben. Romantiker suchen nach dem perfekten Liebesglück und sie träumen von der perfekten Welt. Die es in der Gegenwart aber nicht gibt. Zu viele Veränderungen durch die Industrialisierung. Das Mittelalter, mit seinen Rittern und Burgen. Da hätten die Vertreter der Romantik unglaublich gerne gelebt. Susanne Blöcker, Kuratorin der Ausstellung „Weil das Mittelalter die Idealzeit war. Man stilisierte das Mittelalter, die scheinbar heile Welt. Man lebte ja damals in der Romantik im aufkeimenden Industriezeitalter. In einer Zeit, die den Menschen schon nach dem Empfinden vieler entwurzelte. Und in schwierigen Zeiten flüchtet man sich in eine Traumwelt.“ In schwierigen Zeiten steigt die Sehnsucht nach Utopia. So heißt die Ausstellung im Arp Museum in Remagen. Viele berühmte […]

  • Retro-Technik begeistert Museumsbesucher

    Retro-Technik begeistert Museumsbesucher

    Das hier ist ein Anblick, der aus unserem Straßenbild längst verschwunden ist – eine Telefonzelle. Die letzten Telefonzellen in Deutschland sind – so ganz genau weiß man das gar nicht – irgendwann in den 2010er Jahren abgebaut worden. Richtig viele Telefonhäuschen gab es dafür gestern – am Internationalen Museumstag – im Depot des ‚Frankfurter Museums für Kommunikation‘ zu sehen. Post unterwegs, mit echten Pferdestärken. Eine originale Postkutsche aus dem 19. Jahrhundert, die in Heusenstamm nur einmal im Jahr zu sehen ist. Hoch auf dem gelben Wagen sitzt dann immer Klaus Hufgard. Klaus Hufgard, Postkutschenfahrer „Ich fahre seit über 40 Jahren. Habe ich von meinem Opa gelernt. Der war ganz normaler Landwirt. Und da haben wir auf den Äckern gearbeitet, mit den Pferden, alles mit den Pferden.“ Vor 175 Jahren war die Kutsche zwischen Frankfurt und Berlin zwei Tage unterwegs. Heute geht es einmal rund um das Depot des Museums für Kommunikation in Heusenstamm. Jonathan „Ich fand es ganz toll, weil das halt einmalig ist und mit Pferden und über die normalen Straßen. Das ist halt einmalig.“ Einmalig ist auch der Blick in das Innere des riesigen Depots des Frankfurter Museums. Hier gibt es alle möglichen Postfahrzeuge. Die mit Motoren, Wadenmuskeln oder eben mit echten Pferdestärken angetrieben wurden. Frank Gnegel, Sammlungsleiter Museum für Kommunikation „Die Postkutschen, die pferdegezogenen Fahrzeuge, hörten erst nach dem Ersten Weltkrieg auf. Also relativ lange, bis etwa 1925.“ Diese Geräusche kennt in den 1920er Jahren jeder. Da gibt es in Deutschland die ersten Telefonhäuschen mit Wählscheibe. Öffentliche Fernsprecher existieren 100 Jahre später nur noch im Museumsdepot. Und das in allen Farben und Variationen. Genauso wie die ersten Mobiltelefone. Frank Gnegel, Sammlungsleiter Museum für Kommunikation „Ungefähr 10 Prozent werden ausgestellt. 90 Prozent schlummern wie ein Eisberg im Depot. Die werden regelmäßig ausgetauscht. Das heißt, alle paar Jahre wird […]

  • Senkrechte Fotokunst am Dom zu Speyer

    Senkrechte Fotokunst am Dom zu Speyer

    Bei uns geht es jetzt um Horst Hamann – einen der berühmtesten Fotografen der Gegenwart. Als erster deutscher noch lebender Fotograf erhielt er 1999 eine Einzel-Ausstellung im ‚Museum of the City of New York‘. In dieser Stadt kreierte er 1991 die weltweit ersten vertikalen Fotografien. Im Historischen Museum der Pfalz ist jetzt eine Ausstellung mit seinen vertikalen Aufnahmen des Speyerer Doms zu sehen. Bei ihm ist alles senkrecht und das lange vor Hochkant-Smartphone-Storys oder Reels für Instagram oder TikTok. Horst Hamann, Star der Fotografenszene und Erfinder der Vertikalen Aufnahme. Horst Hamann, Fotograf „Das ist ja ganz einfach. Sie müssen nur die Kamera drehen. Das entstand ja Anfang der 90er in New York. Da war das alles Notwehr, da waren ja die Schluchten so eng und die Häuser so hoch, dass das gar nicht anders geht, das Vertikale. Da musst du erst mal drauf kommen, da brauchst du die richtige Kamera dafür. Ich habe damals mit einer Kamera gedreht, die Jahre im Schrank lag.“ Seine Fotos der New Yorker Hochhausschluchten machen den Mannheimer weltberühmt. Ausstellungen, Preise und fotografische Porträts von London, Paris und anderen Metropolen folgen. Immer vertikal. Jetzt ist es der Speyerer Dom. Weltkulturerbe und für Horst Hamann ein Traumprojekt seit seiner Kindheit. Seine Fotografien hängen im Historischen Museum der Pfalz, nur ein paar Schritte entfernt vom fast 1000-jährigen Gotteshaus. Horst Hamann, Fotograf „Der Dom gehört zu zwei meiner Lieblingsgotteshäuser auf der Welt. Der eine steht in New York, da habe ich meine New York Reise angefangen. Den Speyerer Dom, den kenne ich aus der Kindheit, von Schulausflügen und der hat mich immer fasziniert durch seine Schlichtheit, Ruhe und Einfachheit. Also eine komplette Serie über ein Gebäude, das ist schon eine große Herausforderung.“ Besonders wegen des Lichts. Alle Fotos sind schwarz/weiß und nur bei natürlichem Licht aufgenommen. Keine extra Lampen, […]

  • Insektomania in Mainz

    Insektomania in Mainz

    Wir finden sie eklig und nervig, manche übertragen sogar Krankheiten, aber oft ist uns gar nicht bewusst, was für faszinierende Geschöpfe Insekten eigentlich sind – wie schön bei genauerer Betrachtung und welche Superkräfte sie haben. Eine Sonderausstellung im Naturhistorischen Museum in Mainz will genau das zeigen. Hier gibt es nichts zu sehen, nur zwei dünne Äste. Das sollen wir zumindest denken. Die Tarnung des sogenannten wandelnden Astes ist nahezu perfekt. Hier sehen wir zwei Tiere, ein Weibchen, das größere, und ein Männchen, das dünnere. Auch beim Laufen achten sie darauf, nicht aufzufallen, wackeln wie ein Ast im Wind. Nadine Schmidt, Museumspädagogin:  „Wir wollen den Besuchern zeigen, welche Vielfalt es eigentlich unter den Insekten gibt und das hier sind Meister der Tarnung, also die findet man eigentlich nicht, die muss man ganz gut suchen und manchmal gehe ich auch hin und sage den Besuchern, wie viele drin sind und dann merken sie, dass sie zwar ein, zwei gefunden haben, aber alle ist oft schwierig.“ Dieselbe Strategie fährt auch das wandelnde Blatt. Farbe und Struktur ahmen sie perfekt nach. Diese Tiere wollen ihr Leben auf die gegenteilige Weise schützen – auffallen, wie eine Wespe, und damit sagen: Friss mich nicht, ich bin giftig – auch wenn das gar nicht stimmt. Insekten sind Meister der Farben. Das schillernde Blau des Morphofalters entsteht nicht etwa durch Pigmente, sondern durch die Oberflächenstruktur seiner Flügel. Sie bricht das Licht so, dass der Schmetterling blau erscheint. Genauso beim Rosenkäfer. Insekten haben Eigenschaften, von denen wir nur träumen. Tausende Kilometer weit fliegen können oder eine hervorragende Rundumsicht. Nadine Schmidt, Naturhistorisches Museum Mainz:  „Diese Stubenfliege, die nervt uns, wir schlagen sie tot, bevor wir sie uns mal genau angeguckt haben. Und am Ende stellen wir fest, dass die aber vielleicht besonders schöne Augen haben.“ Besonders an der Ausstellung sind […]

  • Internationale Tage Ingelheim zeigen Fotografinnen auf Reisen

    Internationale Tage Ingelheim zeigen Fotografinnen auf Reisen

    In 170 Bildern um die Welt: Die internationalen Tage Ingelheim beschäftigen sich in diesem Jahr mit Neugier, Mut und Abenteuer. Eine Ausstellung über Reisefotografinnen – Bilder aus den letzten 100 Jahren. Ein Traumziel für viele Urlauber: Venedig, die schwimmende Stadt, mit ihren Gondeln und Palästen. Typische Touristenaufnahmen. Das ist Venedig aus der Sicht von Inge Morath. Aufgenommen 1951. Bilder, die die selbstständig arbeitende Fotografin international bekannt machen und ihr ermöglichen, als erste Frau für die weltberühmte Foto-Agentur Magnum zu arbeiten. Katharina Henkel, Leiterin internationale Tage Ingelheim „Und Inge Morath ist dann in diesen Reigen der Männer aufgenommen worden und das ist natürlich zu der damaligen Zeit eine ganz besondere Auszeichnung gewesen und zurecht, wenn man sich ihre Fotografien anschaut.“ Inge Morath ist eine von 21 Fotografinnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, deren Reisefotografien im Kunstforum Ingelheim bis zum 13. Juli gezeigt werden. Die Ausstellung „Neugier, Mut und Abenteuer“ zeigt Arbeiten für Reisezeitschriften, Kunstfotografien und Fotos für Tageszeitungen und politische Magazine. Insgesamt 170 Aufnahmen. Katharina Henkel, Leiterin Internationale Tage Ingelheim „Die frühesten Fotografien, die wir haben sind aus den späten 20er Jahren und die jüngsten sind von 2024, also im Herbst letzten Jahres entstanden.“ Besonders beeindruckend sind die Fotografien, die Ende der 1920er bis zu Beginn des Zweiten Weltkriegs entstanden sind. Sie wirken unglaublich modern, geben auf ganz unspektakuläre Weise Einblicke in fremde Kulturen. Wie diese 1928 entstandenen Impressionen aus Indien von Alice Schalek. Katharina Henkel, Leiterin internationale Tage Ingelheim „Dieser Beruf ermöglichte ihnen, selbständig, unabhängig zu reisen und zu arbeiten und ihren Beruf auszuüben. Es war natürlich auch die Neugier, die sie getrieben hat, in die Welt zu gehen, also über den eigenen Horizont hinauszublicken.“ Ob ein genauer Blick auf Indien oder auf Venedig, so wie Inge Morath die Stadt in den 50er Jahren porträtiert. Nicht romantisch, nicht schön, […]

  • Neue Saison der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

    Neue Saison der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz

    Sagenhafte 99 Prozent Auslastung – und das bei klassischer Musik. Das zeigt, die Konzerte der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz sind mehr als beliebt – zudem erhält das Orchester Jahr für Jahr neue Auszeichnungen. Was in der kommenden Saison alles auf dem Programm steht, ist jetzt in Ludwigshafen vorgestellt worden. Es ist eine Probe für ganz besondere Konzerte. Ausdrucksstarke, schwierig zu spielende Musik. „Ein Überlebender aus Warschau“ von Arnold Schönberg. Das Stück des jüdischen Komponisten spielt das rheinland-pfälzische Sinfonieorchester morgen am 80. Jahrestag der Kapitulation von Nazi-Deutschland. Markus Melchiori, Dirigent „Arnold Schönberg ist ein Komponist des 20. Jahrhunderts, ist in den 70er Jahren erst gestorben und hat mit ‚Ein Überlebender aus Warschau‘ einen Brief vertont, den eine jüdische Tänzerin in Los Angeles ihm gegeben hat, mit einem Text eben aus einer Szene aus dem Warschauer Ghetto.“ Anspruchsvolle, besondere Musik in die Konzertsäle zu bringen, ist den 87 Musikern des größten und führenden Sinfonieorchesters in Rheinland-Pfalz wichtig. Sie sind an der Gestaltung des Programms der neuen Spielzeit beteiligt. Ein klassisches Orchester mit Popstar-Status. Stolze 99 Prozent Auslastung bei den Abonnement-Konzerten! Beat Fehlmann, Intendant der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz „Das Geheimnis ist natürlich nie genau zu lüften. Es liegt sicherlich in der Qualität des Orchesters, in der Qualität der Aufführungen. Und ich glaube, es geht aber auch ganz stark um Nähe und um Beziehung. Nämlich wie es uns und ob es uns gelingt, eine Nähe zu diesem Musikerlebnis zu gestalten. Und ob es uns gelingt, Beziehungen zum Publikum aufzubauen, im Rahmen von solchen Veranstaltungen. Wir haben zum Beispiel ein Pausengezwitscher, wo man während der Pause ganz ungezwungen mit Musikerinnen auch ins Gespräch kommen kann.“ Ein Erfolgsgeheimnis ist bestimmt auch die Programmgestaltung. Einfache plakative Namen für insgesamt 161 Konzerte der kommenden Saison.  Davon sind viele für Familien und Kinder, auch für die ganz Kleinen. Und es wird […]

  • Probenbeginn bei den Bad Hersfelder Festspielen

    Probenbeginn bei den Bad Hersfelder Festspielen

    Mehr als 100.000 Besucher, allein im letzten Jahr – die Bad Hersfelder Festspiele gehören zu den größten in ganz Deutschland. Der langjährige Intendant Joern Hinkel nimmt in diesem Jahr Abschied von den Festspielen. Und übernimmt dabei die Regie des diesjährigen Eröffnungsstücks: Eine neue Fassung von William Shakespeares Klassiker „Ein Sommernachtstraum“. „Los, scher dich weg! Hau ab! „Du ziehst mich an, hartherziger Magnet. Hör auf damit, dann folge ich dir nicht mehr.“ „Ich zieh Dich an? Bin ich denn nett zu dir? Sag ich dir nicht die Wahrheit rund heraus, dass ich dich weder liebe, noch lieben werde?“ Im Zentrum  der Komödie „Ein Sommersnachttraum“ steht die Liebe. Sie ist unberechenbar und wechselhaft. Und so wird die auch Liebe zwischen Hermia und Lysander, beide aus adligem Hause, durch gesellschaftliche Umstände und das Betreten eines magischen Waldes  auf eine harte Probe gestellt. 17 Gioia Osthoff als Hermia  und Till Timmermann  als Lysander „Also wir lieben uns gegenseitig, aber wir haben eben die Hürden, wie den Vater, der das nicht erlauben möchte. Der Fürst der dagegen ist.“ – „Und dann auf einmal kommen sie in diesen Wald und Lysander wird verzaubert und meint auf einmal die Helena zu lieben und ist aber eigentlich in so einem inneren Konflikt. Eigentlich liebe ich doch Hermia und was ist eigentlich die wahre Liebe? Sich diese Fragen zu stellen, ist glaube ich einfach interessant.“ – „Also im echten Leben stelle ich mir das total schrecklich vor. Wenn man aufwacht eines morgens und dein Liebster interessiert sich nicht mehr für dich. Das ist ein Horror.“ Im „Sommernachtstraum“ verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Illusion. Durch Figuren wie „Puck“ – einer frechen Dienerin des Feenkönigs, die im Wald ihr Unwesen treibt, sich in das Leben der Menschen einmischt und für Chaos sorgt. Intendant und Regisseur Joern Hinkel nimmt das vor […]

  • Rhein-Main-Duell: Mainz empfängt die Eintracht

    Rhein-Main-Duell: Mainz empfängt die Eintracht

    Am Wochenende ist es wieder soweit! In der Fußball-Bundesliga kommt es zum großen Rhein-Main-Duell – Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt! Für die Fans beider Vereine gibt es in dieser Woche kaum ein anderes Thema. Und wäre die Rivalität zwischen den beiden Lagern nicht schon groß genug – diesmal geht es auch rein sportlich noch um ganz viel: Der Eintracht winkt die Champions League – und auch die Mainzer haben noch gute Chancen, in der kommenden Saison durch Europa zu reisen. Mainz gegen Frankfurt: Es ist das große Rhein-Main Duell. Für die Fans hier mit das wichtigste Bundesligaspiel im Jahr. Roberta Löhndorf, Mainz 05-Fan „Bei so einem Derby im Stadion dabei zu sein, ist schon nochmal etwas Besonderes. Und vor allem weil es auch um was geht. Also es ist ja nicht einfach irgendein Spiel, sondern ich glaube schon, dass es wegweisend jetzt auch ist für Europa, ob‘s klappt oder nicht.“ Jan Peter Spengler, Mainz 05-Fan „Das ist jedes Mal ein richtig spannendes Spiel. Stadion ist voll und so, das ist schon sehr cool.“ Andreas Duesberg, Mainz 05-Fan „Frankfurt elektrisiert immer. Besonders beliebt sind wir bei denen nicht und umgekehrt, glaube ich, auch nicht.“ Dorlie Spengler, Mainz 05-Fan „Es ist vor allem ein Hochsicherheitsspiel, wir haben schon die tollsten Sachen erlebt, also da ist eine Rivalität da.“ Die große Rivalität im Rhein-Main Duell ist auch bei den Spielern zu spüren. Phillipp Mwene, Verteidiger 1. FSV Mainz 05 „Also du merkst vor allem vor dem Spiel ist eine leichte Spannung in und ums Stadion und das müssen wir versuchen positiv für uns zu nutzen, damit wir diese Energie auf den Platz bringen.“ Die Mainzer sind seit sechs Spielen ohne Sieg. Trotzdem sind sie die Überraschungsmannschaft der Saison. In der vergangenen Spielzeit hat Mainz noch gegen den Abstieg gekämpft. Jetzt läuft es ganz […]

  • Wie künstliche Intelligenz Mode beeinflusst

    Wie künstliche Intelligenz Mode beeinflusst

    Künstliche Intelligenz nimmt immer häufiger Einfluss auf unser Leben. Auch im Bereich Mode und Textilproduktion hat die KI längst Einzug gehalten, zum Beispiel bei der Herstellung von Sakkos, Hosen und Mänteln. Doch was passiert, wenn Künstliche Intelligenz die Modewelt ganz neu erfindet? Das Museum für Kommunikation in Frankfurt zeigt nun „New Realities“ – neue Realitäten also, die fast ausschließlich mithilfe von Künstlicher Intelligenz erschaffen wurden. Real oder Fake? Am Anfang ein Spiel. Was ist echt, welche Bilder hat Künstliche Intelligenz erstellt? Klar ist: Es wird immer schwieriger, das Reale vom Fiktiven zu unterscheiden. Der gerade verstorbene Papst Franziskus im Haute-Couture-Wintermantel. Eines der ersten KI-generierten Bilder, das viral gegangen ist. Annabelle Hornung, Direktorin Museum für Kommunikation Frankfurt „Wir sind ja jetzt alle nicht immer an Laufstegen oder auf Laufstegen, sondern Mode funktioniert eben auch ganz stark durch ihre Fotografie oder durch ihre Abbildung und dieses Zusammenspiel mit der neuen Technologie Künstliche Intelligenz, das hat uns interessiert.“ KI als Kuratorin einer Ausstellung. Aus alten Fotos einer Postuniform des 19. Jahrhunderts erschafft sie ein modernes, funktionales Post-Outfit. Auch ein Messekostüm für Postbeamtinnen aus den 1970er Jahren bringt die KI modisch in die Gegenwart. Entwürfe vollkommen ohne menschlichen Eingriff. Genauso wie diese Fashionbilder, die als Hashtags auf Social Media hohe Reichweiten haben. Für manche ist das alles zu glatt, langweilig, seelenlos. Karl-Heinz Jost, Ausstellungsbesucher „Das Individuelle geht ein bisschen verloren. Weil ich kann hier wirklich alles so perfekt machen, wie es eigentlich in der Realität nie vorkommt.“ An diesem alten Telefon mit Hörer und Wählscheibe ist die Künstliche Intelligenz gescheitert. Was viele nicht mehr kennen, kennt auch KI nicht. So sieht der Apparat aus, den sie kreiert hat. Auch das Schnittmuster für diese Jogginghose hat KI erstellt, und zwar für ihn: den verstorbenen Modezaren und als Jogginghosen-Hasser bekannter Karl Lagerfeld. Annabelle Hornung, Direktorin Museum […]

  • Ausstellung zu Cäsar und Kleopatra in Speyer

    Ausstellung zu Cäsar und Kleopatra in Speyer

    Kleopatra und Caesar – das wohl berühmtesten Liebespaar der Antike. Ja, WENN sie denn ein Liebespaar waren? Erstmals überhaupt wird in einer Ausstellung die Geschichte Roms und Ägyptens anhand der Beziehung zwischen dem römischen Diktator und der ägyptischen Herrscherin erzählt. Das alles bis Ende Oktober im Historischen Museum der Pfalz in Speyer. Sie ist der letzte Pharao Ägyptens: Kleopatra, die Siebte. Er ist kurz vor dem Höhepunkt seiner Macht: Gaius Julius Caesar. Beide treffen sich in Alexandria im Jahre 48 vor Christus. Kleopatra braucht die Hilfe des mächtigen Römers. Alexander Schubert, Direktor Historisches Museum der Pfalz Speyer „Die Ausstellung beginnt tatsächlich mit dem Aufeinandertreffen von Caesar und Kleopatra. In der Legende heißt es ja, dass Kleopatra sich nach Alexandria schmuggeln hat lassen, in einer Teppichrolle, und dann im Palast Caesars aus dieser Teppichrolle entstiegen sei, leicht bekleidet und ihn sofort verzaubert habe. Das kann man schon mal dekonstruieren, da ist wahrscheinlich nicht so viel Wahres dran.“ Kleopatra hat sich wohl eher in einem Wäschesack versteckt. Dass die beiden eine Beziehung hatten, ist unumstritten. Aber ob es nur um Macht oder auch um echte Liebe ging? In der Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz gibt es viel zu sehen. Kostbarer Schmuck der Antike, oft mit Schlangen verziert, denn im alten Ägypten ist die Schlange ein Symbol für Königtum und Göttlichkeit. Die Ausstellungsstücke kommen aus berühmten Museen, wie zum Beispiel dem Pariser Louvre. Lars Börner, Kurator der „Caesar & Kleopatra“-Ausstellung „Also wir haben insgesamt 244 Objekte von 31 Leihgebern aus insgesamt acht europäischen Ländern. Das unscheinbare kleine Objekt hinter uns, also dieses 1,5-Tonnen-Objekt, das kommt aus den vatikanischen Museen.“ Die Ausstellungsstücke reisen zusammen mit Kurieren nach Speyer. Die überprüfen dann auch, ob die kostbaren Objekte den Transport unbeschadet überstanden haben. So wie die antike Keramik aus den kapitolinischen Museen. Barbara Nobilo Paola […]

  • goEast Filmfestival in Wiesbaden

    goEast Filmfestival in Wiesbaden

    Das „goEast Filmfestival“ in Wiesbaden wird dieses Jahr 25! Seit 2001 richtet es ein Mal im Jahr den Blick nach Mittel- und Osteuropa. Dieses Jahr stehen ältere Frauen – sogenannte Babushkas – im Fokus. Auch beim Rhein-Main Kurzfilm-Wettbewerb. „Gab es in der Sowjetunion etwas Gutes?“ – „Nichts. Alles war abgeriegelt und wir saßen hier hinter dem Zaun“. Ludmila erzählt von früher. Geschichten aus der Sowjetunion und Georgien. Dort wird sie im Sommer von ihrer Enkelin und Regisseurin Loukia Hadjiyianni besucht. Die dreht spontan eine persönliche Kurzdokumentation über Großmütter und ihre verborgenen Geschichten. „In Tblilisi gab es Stromausfälle, dann kommt der Strom zurück und die ganze Stadt schreit: ‚Die Lichter sind an, die Lichter sind an‘ und jeder eilt durch die Stadt.“ In „Ludmila’s Apple Pie“ kommen diese Geschichten ans Licht. Und damit die schwierigen Lebenswege älterer Frauen. Loukia Hadjiyianni, Regisseurin „Ludmila’s Apple Pie“ „Osteuropäische Großmütter mussten in dieser Zeit zwei Kriege überleben, also meine Großmutter, in der Ukraine und dann in Georgien nach der russischen Besetzung. Und sie mussten das durchhalten und einen starken Charakter haben. Und was mir meine Großmutter sagt, scheint so unwirklich. Auf drei Kinder aufpassen und acht Stunden in der Schlange stehen, um Brot zu kaufen, und wieder acht Stunden für Milch. Und das einfach als normal zu akzeptieren durchzuhalten und ein so starker Mensch zu sein.“ Elena Murganova kommt aus St. Petersburg zu dem Festival. Für ihren Kurzfilm „I choose to go“ begleitet sie eine 84-Jährige, die sich öffentlich gegen den Angriffskrieg in der Ukraine positioniert und Gouverneurin der Stadt werden will. Trotz der Gefahr verhaftet zu werden. „Sie bombardieren Kinder, kranke Kinder. Wie kann ich mich gut fühlen, wie? Sie jagen den Menschen Angst ein, die meisten Menschen wollen keinen Krieg. Aber es ist gefährlich, den Schritt zu gehen.“ Für die Regisseurin ist sie […]

  • 18. Lichter Filmfest ist eröffnet

    18. Lichter Filmfest ist eröffnet

    Hand aufs Herz – wann waren Sie das letzte Mal im Kino oder auf einem Filmfestival? Gelegenheit dazu gibt es dieser Tage: In Frankfurt ist das Lichter Filmfest am Start. Dieses Mal dreht sich alles um das Thema „Angst“. So auch heute Abend in der Doku des Mainzer Regisseurs Michael Schwarz. Der Tod ist ein Arschloch – ein provokanter Filmtitel. Und doch wollen der Berliner Bestatter Eric Wrede und sein Team dem Tod seinen Schrecken nehmen. Indem sie das Schweigen brechen, sich Zeit für die Hinterbliebenen nehmen, auf ihre Bedürfnisse eingehen. Wie der Protagonist nähert sich der Film einfühlsam dem Thema Sterben und Abschiednehmen. Regisseur Michael Schwarz kann selbst auf negative Erfahrungen im Umgang mit Trauernden zurückblicken und will zeigen, … Michael Schwarz, Regisseur „Der Tod ist ein Arschloch“ … dass es anders geht. Wirklich Trauerarbeit zu leisten, empathisch mit den Angehörigen umzugehen, […] dass man hier und da auch durchaus mal lachen darf. Ja, dass auch lachen erlaubt ist. Das ist in den letzten Screenings auch immer wieder passiert. Und dass es halt, ja, im Prinzip sehr vielschichtig und komplex ist. Und man nicht immer nur, sozusagen, todtraurig auf das Thema gucken muss. Der Film feiert seine Hessenpremiere auf dem Lichter Filmfest, dem Michael Schwarz seit Jahren eng verbunden ist. Hier kann man den Filmschaffenden ganz nahe kommen. An diesem Abend etwa dem österreichischen Regisseur Ulrich Seidl, auch Schauspieler Lars Eidinger und Lilith Stangenberg haben sich angekündigt. Das Publikum meint: Susanne Wiegmann Dass es eine ganze besondere Auswahl von Filmen ist. Aber auch die Begeisterung, mit der die Leute das machen, die das seit Jahren machen, das ist so großartig. Beate Feyerabend Das Lichter ist schon was sehr Besonderes hier in Frankfurt, das muss man schon so sagen. Das ist ein sehr buntes und abwechslungsreiches Programm. Olaf Wehowsky Dass […]