Kultur

  • Küken schlüpfen im Naturhistorischen Museum Mainz

    Küken schlüpfen im Naturhistorischen Museum Mainz

    Mit etwas Glück können Sie jetzt den Küken beim Schlüpfen zusehen. Seit fast 50 Jahren gehören die Osterküken zum Naturhistorischen Museum in Mainz dazu – eine wahre Tradition. Dem Museum geht es vor allem darum, den Besuchern die Verbindung zwischen lebendigen Tieren und unserem Frühstücksei auf den Tisch näherzubringen. Wenn das Küken die Schale einmal angepickt hat, dann geht es relativ schnell, bis es aus dem Ei geschlüpft ist. Die Küken im Naturhistorischen Museum liegen im warmen Brutkasten und bleiben rund 10 Tage in ihrem Gehege, bis sie zurück zu einem privaten Mainzer Züchter gebracht werden. Wer hier die jungen Hühner beobachtet, der lernt auch viel darüber, wie sie auf die Welt kommen. Das Kükenschlüpfen ist besonders bei Grundschülern beliebt. Luisa, Schülerin aus Bingen „Also, dass ein Ei befruchtet wird und da das Küken drin entsteht.“ Alina, Schülerin aus Bingen „Dass sie zum Schlüpfen 21 Tage brauchen, also drei Wochen.“ Emily, Schülerin aus Bingen „Und wenn die schlüpfen, dann haben die so einen kleinen Zahn, mit dem sie sich durch die Eierschale picken.“ Die Schülerinnen und Schüler der vierten Klasse der Grundschule am Entenbach erfahren nicht nur, wie so ein Küken aus einem Ei schlüpft. Ziel der Museumspädagogen ist es, dass die Kids die Verbindung zwischen lebendigem Tier und unserer Nahrung herstellen können. Die 9 bis 10-Jährigen erfahren auch, woran sie erkennen, wo unsere Frühstückseier herkommen und wie die Hühner gehalten werden. Nicole Fischer, Vize-Direktorin Naturhistorisches Museum Mainz „Haltungsformen thematisieren wir, das ist uns ganz wichtig. Eben auch was zum Thema Mensch und Huhn zu sagen, das Huhn als Nutztier und nicht nur als niedliches Küken. Sondern eben auch diesen Aspekt zu beleuchten und ein Bewusstsein bei unseren Gästen dadurch zu schaffen.“ Dazu gibt es noch viele Modelle von den wilden Verwandten des Huhns. Exotische Vögel und einheimische. Arten die […]

  • Hip-Hop-Weltmeisterinnen aus Neuwied

    Hip-Hop-Weltmeisterinnen aus Neuwied

    Innerhalb eines Jahres haben Miah Bein und Maggie Dückmann aus Neuwied vier Titel in der Hip-Hop-Szene abgeräumt: Westdeutsche Meisterinnen, Deutsche Meisterinnen, Europameisterinnen – und ganz oben auf dem Podest bei der U16-WM. Wir haben die beiden beim Training besucht. Synchronität, Technik und vor allem Teamharmonie – das braucht es beim Hip-Hop-Duo. Miah und Maggie setzen sich am Ende gegen 60 internationale Duos durch. Der WM-Sieg im englischen Blackpool – ein wahrgewordener Traum. Maggie Dückmann und Miah Bein, Hip-Hop Duo Weltmeisterinnen „Das ist einfach unbeschreiblich, ich glaube, man hat auch irgendwie keine Gedanken im Kopf, weil ich mich da auch irgendwie gar nicht mehr richtig dran erinnern kann. Auch diese ganzen Leute, die applaudieren, schreien. Unsere Familie, unser Trainer auch – es war einfach unbeschreiblich. // Ja, ich glaube, in den Monaten, Wochen und Tagen danach kann man das immer noch nicht realisieren. Wir können das jetzt noch nicht realisieren, weil das einfach ein Moment ist, eine Erinnerung, auf die man Jahre hinarbeitet.“ Miah und Maggie trainieren vorab eine Choreografie, die sie beim Wettkampf flexibel einsetzen. Auf der Bühne wissen sie noch nicht, welche Musik gespielt wird. Sobald der Song läuft, passen sie ihre Schritte und Bewegungen an Tempo und Stil der Musik an. Die Jury bewertet ihre Performance nach Punkten. Die beiden tanzen seit fünf Jahren zusammen. Bei ihrer ersten Begegnung haben beide nicht gedacht, dass sie mal eine enge Freundschaft verbindet. Miah Bein, Hip-Hop Duo Weltmeisterin „Und da haben wir uns so begegnet und wir dachten uns so ob das was wird, weil wir fanden uns so bisschen komisch und die Stimmung war bisschen komisch. Aber seit da trainieren wir zusammen und dann wurde das immer besser.“ Ihr Trainer Gabriel erkennt von Anfang an das Potenzial für ein Duo. Besonders erfolgreich sind Miah und Maggie, weil sie sich gegenseitig […]

  • Grabsteinsanierung am Jüdischen Friedhof in Mainz

    Grabsteinsanierung am Jüdischen Friedhof in Mainz

    Seit gut fünf Jahren ist der Jüdische Friedhof in Mainz UNESCO-Weltkulturerbe. Die jahrhundertealten Grabsteine dokumentieren die Geschichte des einstigen Zentrums des Judentums. Doch der Zahn der Zeit nagt an ihnen, ein Großteil muss aufwändig restauriert werden. Ein Langzeitprojekt, für das die Stadt jetzt weitere finanzielle Unterstützung erhält. Der Alte Jüdische Friedhof in Mainz, er gilt als einer der ältesten in ganz Europa. Die hebräischen und deutschen Inschriften bezeugen Leben, Wirken und religiöse Traditionen der jüdischen Gemeinde, vor und nach ihrer Vertreibung im 15. Jahrhundert. Die ältesten Grabsteine stammen aus dem 11. Jahrhundert und haben ebenfalls  eine bewegte Geschichte hinter sich. Aharon Ran Vernikovsky, Rabbiner Jüdische Kultusgemeinde Mainz – Rheinhessen „Dann wurden sie Jahrhunderte später weggetragen, zweckentfremdet, geschändet. Sie dienten als Baumaterial. Und dann wurden sie gefunden, gesichert und durch meinen Vorvorgänger, kann man sagen, Rabbiner Sali Levi, Rabbiner der jüdischen Gemeinde Mainz, in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, von ihm wurden sie dann wieder hier aufgestellt.“ Insgesamt 1.700 Grabsteine stehen hier, viele sind aus Sandstein und mittlerweile stark verwittert. Damit sie wieder sicher stehen und ihre Inschriften erhalten bleiben, lässt die Stadt Mainz einen Großteil bis 2033  restaurieren. Geschützt unter Hauben, damit sie trocknen und nach fachgerechter Behandlung aushärten können. 150 Steine sind bereits gesichert, weitere 70 sollen in diesem Jahr folgen. Nino Haase (parteilos), Oberbürgermeister Mainz „In Zeiten, wo wir viele Konflikte auf der Welt haben, wo auch Antisemitismus und generell das Thema Ausgrenzung an vielen Stellen hochkocht, ist es wichtig, die gemeinsame kulturelle Herkunft zu betonen. Und das tun wir hier, zusammen mit dem Besucherzentrum, mit der Restaurierung des Friedhofs, ihn mehr in unsere Stadtöffentlichkeit wieder zu ziehen.“ Die spendenfinanzierte Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert die Arbeiten an den Grabsteinen mit 85.000 Euro. Das deckt ein Drittel der Kosten für dieses Jahr, den Rest teilen sich Stadt und […]

  • Rallye-Ausstellung in Dietzhölztal

    Rallye-Ausstellung in Dietzhölztal

    Seit seiner Eröffnung vor drei Jahren ist das Nationale Automuseum im mittelhessischen Dietzhölztal zu einer der gefragtesten Adressen für Autofans aus aller Welt geworden. Und auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Sonderausstellung – es geht um den Rallye-Sport. Egal ob Asphalt, Schotter oder Schnee. Diese Fahrzeuge kommen mit allen Bedingungen zurecht. 34 ikonische Autos aus dem Rallye-Sport gibt es in diesem Jahr im Nationalen Automuseum zu bestaunen. Darunter echte Legenden mit besonderen Geschichten. Wie zum Beispiel dieser Audi Sport Quattro S1. Tobias Reichle, Geschäftsführer Nationales Automuseum „Einer von 20 gebauten Sport Quattros. Und das ist der letzte der bei der Rallye WM eingesetzt wurde. Mit dem PDK-Getriebe. Doppelkupplungsgetriebe, was von Porsche entwickelt wurde, wurde in diesem Auto eingesetzt. War völlig überlegen im Gegensatz zu den normalen Kupplungsgetrieben Mit diesem Auto ist Walter Röhrl und Christian Geistdörfer die Semperit-Rallye gefahren. Die sie auch gewonnen haben.“ Von vielen als Monster bezeichnet, markiert der Sport Quattro aber auch das Ende von Audi im Rallye-Sport. Wegen einigen tödlichen Unfällen Mitte der 80er Jahre zieht sich der Konzern aus dem Rennsport zurück. Doch die Rallye-Fangemeinde bleibt riesig. Tausende Menschen besuchen traditionsreiche Veranstaltungen wie die Rallye Monte Carlo. Damals noch ohne Streckenabsperrungen. Wenn Autos wie der Lancia Delta vorbeirasten, wollte jeder hautnah dabei sein. Manchmal zu nah. Tobias Reichle, Geschäftsführer Nationales Automuseum „Das Auto: ein PS-Monster der Gruppe B. Über 500 PS in diesem kleinen leichten Auto. Ein Wahnsinn. Die Leute standen so nah an der Straße, dass zum Teil am Ende in den Heckspoilern die Finger gefunden wurden.“ Doch nicht nur historische Fahrzeuge sind in der Sonderausstellung zu finden. Dieser Mini Buggy von 2017 ist gar nicht so mini. Den Sieg bei der Rallye Dakar sicherte sich der Rennstall mit einer technischen Neuerung. Tobias Reichle, Geschäftsführer Nationales Automuseum „Vorteil der Heckantrieb Fahrzeuge wie […]

  • 15-Jähriger aus Darmstadt begeistert mit Floristik

    15-Jähriger aus Darmstadt begeistert mit Floristik

    Ein bunter Beruf, der leider – wie so viele andere Jobs – auch Nachwuchsprobleme hat: Floristen. Dabei kann der Job richtig modern sein – sagt Tom Hoffmann, ein 15-jähriger Nachwuchs Florist aus Darmstadt. Seine Botschaft bringt er rüber mit viel Leidenschaft – und mit Social Media. Es ist 5:30 Uhr am Morgen. Auf dem Blumengroßmarkt in Frankfurt ist schon einiges los. Mittendrin – Tom Hoffmann, der konzentriert seine Liste abarbeitet. Welche Blumen werden heute gebraucht? Was ist besonders frisch, was passt zur Saison? Tom Hoffmann, Nachwuchs-Florist “So das ist der Goldmohn, der ist im Frühjahr einer meiner Lieblingsblüten, Schleierkraut, das ist zum Beispiel sehr beliebt für Hochzeiten, aber auch für traurige Anlässe.” Doch Tom steht nicht nur früh auf – er geht auch mit der Zeit. Auf Instagram zeigt der 15-Jährige seine Arbeiten, gibt Einblicke in den Alltag im Blumenladen – und erreicht damit vor allem Gleichaltrige. Handwerksberufe wie die Floristik kämpfen seit Jahren mit Nachwuchsproblemen. Tom will das ändern und macht sichtbar, was viele gar nicht auf dem Schirm haben: wie kreativ und vielseitig dieser Beruf ist. Tom Hoffmann „Dass man wirklich versucht die Jugend anzusprechen und zu sagen: „Hey das ist ein cooler Job, probiert’s einfach mal aus“ Man kann ja auch einfach mal ein Praktikum machen, weil der Beruf ist jetzt nicht so verbreitet hab ich oft das Gefühl. Und ja, vielleicht sollte man das einfach präsenter machen.“ Seit seiner Kindheit verbringt er jede freie Minute im Geschäft seiner Familie. Was mit Zuschauen beginnt, wird schnell zur Leidenschaft – und schließlich zur Mitarbeit im Betrieb.  Für ihn ist klar:  Floristik ist nicht nur ein Handwerk, sondern ein Kunsthandwerk. Mit Farben, Formen und Strukturen entstehen individuelle Werkstücke – jedes ein Unikat. Wie dieser besondere Strauß aus Frühlingsblumen. Tom Hoffmann, 15 Jahre, Nachwuchs-Florist „Die Kunst ist glaube ich, dass […]

  • Monet: Große Impressionisten im Städel präsentiert

    Monet: Große Impressionisten im Städel präsentiert

    Der Küsten-Ort Étretat in der Normandie war bereits um 1900 ein beliebtes Urlaubsziel – und ist es noch heute. Einen regelrechten Étretat-Boom hat der weltberühmte impressionistische Maler Claude Monet ausgelöst. Warum das so ist, das zeigt eine Ausstellung im Frankfurter Städel Museum. Beeindruckende Klippen. Imposant, schön, aber auch bedrohlich. Für Claude Monet hat die einzigartige Steilküste bei Étretat etwas Magisches. Er malt sie immer wieder, immer etwas anders. Insgesamt über 80 Mal. Besonders häufig in den 1880er Jahren. Die Küstenlandschaft in der Normandie wird zu einer Art Pilgerort für die Vertreter einer neuen Malerei, dem Impressionismus. Philipp Demandt, Direktor Städel Museum Frankfurt „Die Felsen von Étretat sind natürlich berühmt, das sind unglaubliche Formationen, die sehr eindrucksvoll sind. Und Monet war natürlich begeistert von den Farben, den Formen, dem Licht, dem Wetter. Bei jeder Tageszeit, bei jeder Jahreszeit, verändert sich Étretat, und das hat die Impressionisten natürlich begeistert.“ Claude Monet malt draußen, meist an mehreren Bildern gleichzeitig, um die verschiedenen Licht- und Wetterstimmungen einzufangen. 25 Gemälde des großen Impressionisten sind im Städel Museum zu sehen, Leihgaben aus der ganzen Welt. Auch Henri Matisse ist Fan der Atlantikküste, auch er besucht und malt die Felsen von Étretat. Genauso wie Gustave Courbet. Seinen berühmten Wellenbildern ist ein ganzer Ausstellungsraum gewidmet. Es sind die ganz großen Namen des Impressionismus, die zusammen in Frankfurt zu sehen sind. Alexander Eiling, Kurator der Ausstellung „Wir haben jetzt knapp drei Jahre an dieser Ausstellung gearbeitet, es war vor allem schwierig, die ganzen Monets zu bekommen. Es sind alles Werke, die zu den Preziosen der Sammlungen gehören, aus denen wir sie ausgeliehen haben. Aber die Kollegen und Kolleginnen weltweit, waren vom Konzept der Ausstellung überzeugt, und so haben wir die Chance, das hier in der Art und Weise so zu präsentieren.“ Claude Monets Bilder verkaufen sich Ende des 19. […]

  • Schmerzensgeld wegen antisemitischem documenta-Kunstwerk?

    Schmerzensgeld wegen antisemitischem documenta-Kunstwerk?

    Vor fast vier Jahren erschütterte ein Antisemitismus-Skandal die Kasseler documenta, eine der weltweit wichtigsten Ausstellungen für zeitgenössische Kunst. Und der hat nun ein juristisches Nachspiel: Eine jüdische Klägerin fordert vor dem Kasseler Amtsgericht Schmerzensgeld von der documenta; wegen „anti-jüdischer Beleidigung“. Es geht vorrangig um dieses Bild: „People‘s Justice“ des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi. Das Werk fällt auf – durch seine antisemitische Bildsprache, die jüdisches Leben diffamiert und stark an NS-Propaganda erinnert. Prominent ausgestellt bei der documenta fifteen im Jahr 2022, mitten in Kassel. Nach heftiger öffentlicher Kritik wird das Banner zunächst verhüllt, dann ganz abgebaut. Vor dem Amtsgericht Kassel fordert Bernadette Gottschalk heute 1500 Euro Schmerzensgeld von der documenta. Die 77-jährige Jüdin fühlt sich von den Karikaturen in ihrer Persönlichkeit tief verletzt. Bernadette Gottschalk, Klägerin „Sie haben mich wieder spüren lassen, dass es wieder soweit ist: Man kann in Deutschland gegen Juden öffentlich hetzen. Dieses Hetze-Gesicht, ich bin nicht so. Aber ich soll so gesehen werden.“ Dagegen wehrt sie sich juristisch, die documenta hätte das Bild nicht öffentlich ausstellen dürfen. Fast ihre gesamte Familie sei von den Nazis ermordet worden. Sie selbst habe jahrelang Drohbriefe bekommen, ihr Wohnhaus sei mit schwarzer Farbe beschmiert worden und mehr. Bernadette Gottschalk, Klägerin „Ich habe die Verantwortung, auch für meine Verwandten, dass ich jeder Judenhetze entgegentrete. Deswegen bin ich auch hier. Kunstfreiheit ist kein Freibrief für Judenhetze und Diffamierung von Juden.“ Vor Gericht schlagen Bernadette Gottschalk und ihr Anwalt einen Vergleich vor: Die documenta solle sich bei ihr und dem jüdischen Volk entschuldigen und einen symbolischen Betrag an eine jüdische Gemeinde spenden. Die documenta lehnt das ab. Man habe mehrfach Bedauern ausgedrückt, juristisch sei man aber anderer Auffassung und wolle für die Zukunft Rechtssicherheit. Das Urteil wird für den 15. April erwartet.

  • Jahresprogramm für den Nürburgring vorgestellt

    Jahresprogramm für den Nürburgring vorgestellt

    Es ist März und damit der Monat, in dem die „Grüne Hölle“ in der Eifel aus dem Winterschlaf erwacht. Diesen Samstag startet der Nürburgring in die neue Saison. Den Auftakt macht die Langstreckenserie. Und auch abseits des Rennsports dürfen sich Besucher in diesem Jahr wieder über einen prall gefüllten Veranstaltungskalender freuen. Das 24-Stunden-Rennen, es ist das Highlight im Rennkalender. Vergangenes Jahr zog es eine Rekordzahl von 280.000 Zuschauern an den Ring – in diesem Mai könnten es noch mehr werden. Christian Stephani, Geschäftsführer Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG „Das wird dieses Jahr nämlich ganz besonders. Der ein oder andere wird ja vernommen haben, Max Verstappen himself gibt sich die Ehre, der viermalige Formel-1-Weltmeister, dort dran teilzunehmen. Und das ist im Grunde auch das Synonym dafür, wie besonders diese Rennstrecke ist. Dass er sich die Mühe macht, während der laufenden Formel-1-Saison hierher zu kommen. Das freut uns sehr.“ Weitere Klassiker sind das Biker-Event „Anlassen“ Ende April, der Truck-Grand-Prix mit seinen rund 1000 PS starken Racetrucks im Juli, die DTM und die GT World Challenge sowie der historische Oldtimer-Grand-Prix im August. Neu im Angebot sind ein 12-Stunden-Rennen, die Deutsche Historische Langstrecken-Meisterschaft und ein Format für Fans der Tuning-Szene: Christian Stephani, Geschäftsführer Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG „Die Low Society PS Arena kommt hier hoch, stammt aus Österreich. Funktioniert da sehr, sehr gut, wirklich. Zehntausende Menschen, die da in Österreich zu dieser Community-Veranstaltung letztendlich kommen. Die werden dann auch erstmalig bei uns sein.“ Mehr Sicherheit verspricht die mittlerweile voll digitalisierte Nordschleife, mit rund 50 LED-Panels, 100 Kameras und KI-gestützter Echtzeitüberwachung. Ruhiger und doch sportlich können es Besucher ab Ende März im neuen Bowling-Center angehen, das neben acht Bowling-Bahnen auch Dartautomaten, Kicker- und Billardtische bietet. Der Nürburgring will mehr sein als Motorsport. Christian Stephani, Geschäftsführer Nürburgring 1927 GmbH & Co. KG „Wir […]

  • Wim Wenders im Frankfurter Filmmuseum

    Wim Wenders im Frankfurter Filmmuseum

    Die Original-Kostüme aus dem Kultfilm „Der Himmel über Berlin“ sind nur ein Highlight der großen Wim-Wenders-Ausstellung im Frankfurter Filmmuseum. Wenders ist einer der international bedeutendsten deutschen Regisseure. Vergangenen Monat war er Jury-Präsident der Berlinale, derzeit arbeitet er an einem neuen Dokumentarfilm. Nun ist er nach Frankfurt gereist – zur eigenen Ausstellung. Wim Wenders, Filmregisseur „Ich wollte ja Maler werden, ich wusste ja nicht, dass das Kino sowas Tolles ist. Wenn man in Deutschland in den 50er, 60er Jahren aufgewachsen ist, war das Kino eigentlich eher so ein Unterhaltungsmedium. Ich kannte viele Western, bin auch gerne ins Kino gegangen, wusste aber nicht, dass das ein Berufsbild war. Regisseur. War mir nicht geläufig. Es gab auch keine Filmschule in Deutschland. Ich wollte Maler werden. Weil Malerei, das war Kunst, die ich verstand, die ich liebte. Ich habe dann erst Philosophie, Medizin studiert, das habe ich aber nach zwei Semestern aufgegeben. Und bin dann nach Paris, um Malerei zu studieren. Bin dann abgelenkt worden, von all den Filmen, die es zu sehen gab. Und vor allem von der Kinemathek. Wo ein Film nur einen Franc kostete. 20  Pfennig. Da habe ich dann am Tag vier, fünf Filme gesehen. Da war es um mich geschehen, da wusste ich, es gab noch was viel Tolleres als die Malerei. Eine Kunst, in der alle anderen drin waren, und das war das Kino.“ Weit mehr als 50 Jahre Kino, über 60 Filme. Wim Wenders hat weltberühmte Klassiker wie Paris Texas, Der Himmel über Berlin oder Buena Vista Social Club geschaffen. Im Filmmuseum gibt es viele Originalrequisiten und Szenenfotos zu sehen. Dazu die zahlreichen Auszeichnungen, die der Regisseur im Laufe seiner langen internationalen Karriere gesammelt hat. Ob Spielfilm, oder Dokumentation: Musik spielt bei Wim Wenders immer eine große Rolle. Wim Wenders, Filmregisseur „Die Musik ist von Anfang an […]

  • Weltmeister im Kunstpfeifen begeistert bei Konzerten in Trier

    Weltmeister im Kunstpfeifen begeistert bei Konzerten in Trier

    Yusuke Matsmura ist Kunstpfeifer, hat die Weltmeisterschaft gewonnen und tritt aktuell in Trier auf. Wenn Pfeifen zur Kunst wird. Über drei Oktaven kommt er beim Pfeifen. Mit schnellen Tonabfolgen und genauer Intonation hat Kunstpfeifer Yusuke Matsumura kein Problem. Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer „Zuerst ist die Zungenposition wichtig. Also chhhh. Dieses Geräusch ist sehr wichtig. Ü üben Ü. Dann kann man so üben: chhhhüüüü. So kann man pfeifen.“ Wenn das Grundprinzip klappt, geht es um die Tonhöhe. Wichtig dabei: die Position der Zunge. Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer „Wenn man höher pfeifen möchte, dann ist die Zungenposition viel enger. Also nicht o, sondern ü. So muss man rutschen. Und wenn man tiefer pfeifen möchte, dann kann man tendenziell o aussprechen.“ Als Kind kann Yusuke  gar nicht pfeifen. Bis er anfängt, Tuba zu spielen. Er beginnt damit, sich das Kunstpfeifen selbst beizubringen. Und das mit Erfolg, auch beruflich. Im Musical „My Fair Lady“ am Theater Trier pfeift Yusuke ein ganzes Solo. Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer „Meine angenehme Tonlage ist mittelhoch. Nicht am höchsten, aber manche Pfeifer können noch höher als ich, aber vielleicht ziemlich hoch. aber meine Stimme ist, also ja, ich bin Basssänger. Also meine Stimme ist ganz tief. Also ich singe tief, aber ich pfeife hoch.“ Bei der Weltmeisterschaft vor zwei Jahren wird er erster. Seitdem ist er auf der Jagd nach noch mehr Preisen. Yusuke Matsumuras nächstes Ziel: Der Online-Wettbewerb Global Whistling Championship. Mit einem Video hat er sich beworben. Sein Lieblingsstück: das Trompetenkonzert von Joseph Haydn. Yusuke Matsumura, Kunstpfeifer „Das ist so schwierig technisch. Und es ist nicht so einfach, es einmalig perfekt zu pfeifen. Ich habe es sehr viele Male aufgenommen und  ich habe selbst geforscht. Also wie ich meinen Körper fühlen kann oder wie ich wirklich musikalisch interpretieren möchte.“ Intonation, Dynamik und Präsentation. Darauf kommt es bei der Wertung an. […]

  • Nachfahre von Brentano vermacht Brentanohaus in Oestrich-Winkel historische Sammlung

    Nachfahre von Brentano vermacht Brentanohaus in Oestrich-Winkel historische Sammlung

    Das Brentanohaus gilt als einzigartiger Erinnerungsort der Rhein-Romantik und war Treffpunkt der Freundschaftskreise jener Zeit. Zu den zahlreichen Gästen aus Politik und Kultur zählen Johann Wolfgang von Goethe und die Brüder Grimm. Nun wurde die Sammlung durch eine private Schenkung eines direkten Nachfahrens der Familie Brentano erweitert. 432 Objekte, darunter etliche Möbel, Gemälde, Porzellan und Silber. All das stammt nachweislich aus dem historischen Bestand des Brentanohauses. Dank Burkhard Michaeli, dem Ur-Großenkel von Marga von Brentano kehren die Objekte  wieder an ihren Ursprungsort zurück. Dr. Burkhard Michaeli, Brentano-Nachfahre „Wenn man ein Erbe bekommt hat man auch Verantwortung damit umzugehen. Und für mich war die Frage ‚Was kann ich damit anstellen, was auch anderen Leuten dann zugute kommt‘? Ich selbst bin darin groß geworden, ich bin quasi in einem Museum aufgewachsen und für mich war es ein Anliegen, dass auch andere Leute in einem Museum sich dann diese Gegenstände anschauen können, die bei uns zum Leben dazugehörten.“ Alle Objekte sind in einem sehr guten Zustand, denn sie wurden aufwendig restauriert. Mit den einzelnen Stücken verbindet Burkhard Michaeli Erinnerungen an seine Kindheit und die Besuche im Brentanohaus. Dr. Burkhard Michaeli, Brentano-Nachfahre „Die silberne Kuh, eine Milchkuh, die wir beim Kindergeburtstag benutzt haben , um eben Milch in die Tassen zu bekommen. Sehr verbunden war ich auch mit der Porzellanuhr, die etwas schwierig ist aufzuziehen, aber, wenn ich im Haus war ist die Uhr gelaufen und wenn ich dann weg war hieß es: ‚Ah, der Burkhard ist nicht mehr da, jetzt ist die Uhr stehen geblieben‘.“ Das Haus war über 200 Jahre im Besitz der Familie Brentano bevor das Land Hessen es 2014 kauft. Seitdem wurde es vom Träger Staatliche Schlösser und Gärten Hessen schrittweise saniert und restauriert. Die wohl bekanntesten Zimmer des Hauses sind die beiden Goethe-Zimmer, in denen sich der Dichter bei […]

  • Amateur-Actionfilm soll Geld für Pirmasenser Tierheim einspielen

    Amateur-Actionfilm soll Geld für Pirmasenser Tierheim einspielen

    Giovanni Balistreri ist Pirmasenser mit italienischen Wurzeln. Hauptberuflich ist er Lagerist, nebenbei dreht er Filme. Seine neueste und größte Produktion „Scamacca“ hat morgen Abend im Pirmasenser Walhalla-Kino Premiere. Kein kommerzieller Film, der Erlös geht an das städtische Tierheim. „Moressini ist Anführer der Scamacca-Mafia aus Sizilien. Eine noch nicht so verbreitete Mafia, aber schon mit steigenden Anhängern, die ihre Tat mit einer Phantom-Maske ausführt. Das ist ihr Markenzeichen. „ Und das ist Giovanni Balistreri. Als eine Mischung aus „Der Pate“ und klassischen Jackie-Chan-Filmen beschreibt der Pirmasenser seinen Kinofilm. Eine reine Lokalproduktion. Der 39-Jährige hat sie mit Freunden und Sponsoren realisiert. Giovanni Balistreri, Regisseur und Hauptdarsteller „Früher habe ich immer so Kampfsportfilme gemacht. Und der vorherige Film war eher ein Actionfilm. Und das hier ist eher so ein Actionkrimi. Geht halt in Richtung Mafia. Und es macht halt Spaß, es ist ein Hobby und eine Leidenschaft von mir. Die Kamera habe ich selber gemacht, natürlich nicht, wenn ich vor der Kamera war, das hat dann meine Freundin gemacht. Den Schnitt habe ich gemacht, das Drehbuch habe ich geschrieben, Regie geführt, genau.“ Gedreht wurde immer am Wochenende. Alle Beteiligten haben ihre Freizeit für das Projekt geopfert. Aus Spaß. Niemand verdient etwas an dem Mafiafilm. Gezeigt wird er im Kino von Andreas Groß. Er unterstützt seinen Freund Giovanni Balistreri schon lange. Andreas Groß, Kino-Betreiber „Jetzt wurde das Ganze ein bisschen größer. Und für einen guten Zweck, fürs Tierheim hier in Pirmasens. Und da war es für uns klar, dass wir dann wieder mitmachen, das Ganze unterstützen, den Film auch hier zeigen.“ Die Premiere morgen Abend ist bereits ausverkauft. Selbst der Pirmasenser Oberbürgermeister Markus Zwick spielt mit. Der Regisseur hat auch seinen Hund eingebaut. Als großer Tierfreund unterstützt er, genauso wie alle, die an der Produktion beteiligt sind, mit dem Erlös das Pirmasenser Tierheim. Birgit […]

  • Uecker-Ausstellung "Verletzlichkeit der Welt" in Remagen

    Uecker-Ausstellung „Verletzlichkeit der Welt“ in Remagen

    Ein Nagel als Kunst – damit hat Günther Uecker Kunst-Geschichte geschrieben. Der international bedeutende Künstler der Nachkriegs-Zeit ist Mitte vergangenen Jahres gestorben. Im Arp Museum in Remagen läuft nun die letzte Ausstellung, an der Uecker selbst noch mitgewirkt hat. Ob lang oder kurz, dick oder dünn – Nägel bestimmen Günther Ueckers Kunst. Er schlägt sie nicht nur in Leinwände, sondern auch in Alltagsgegenstände. Was für andere Künstler der Pinsel ist, sind für Uecker die Nägel. Jacob Uecker, Sohn von Günther Uecker „In den frühen Arbeiten ging es darum diese zweidimensionale Bildoberfläche eher aufzubrechen, dass die Arbeit in den Raum übergeht, in dem der Betrachter ist. Das es einen Austausch gibt zwischen dem Betrachter und dem Werk. Später dann fungierte der Nagel, als etwas, was die Bildfläche ausbricht, auf eine verletzende Art dann auch. Und die Bildfläche als Körperfläche auch betrachtet.“ Jacob Uecker ist einer der Söhne von Günther Uecker, er hat die Ausstellung mit konzipiert. Neben den Nägeln spielt Bewegung eine zentrale Rolle in Ueckers Werken  –Maschinen lassen seine Kunstwerke per Knopfdruck lebendig werden. So wie die tanzende Nadel für Pina Bausch, eine berühmte  Tänzerin und Choreographin  .  Der Nähmaschinentisch stammt von der Schneiderin, die ihre Kostüme  damals angefertigt hat.  2019 entstanden, feiert das Werk jetzt Weltpremiere. Julia Wallner, Museumsdirektorin „Die Ausstellung ist tatsächlich die letzte an der Günther Uecker noch selber mitgewirkt hat und zugleich die erste nach seinem Tod. Für uns schließt sich damit in gewisser Weise auch ein Kreis, weil Günther Uecker wirklich von Beginn auch dem Künstlerbahnhof Rolandseck verbunden war. Also wirklich schon seit den 1960er Jahren auch mit Werken vertreten, die hier diese Zeit Rückspiegeln und damit ist es wirklich für uns auch ein ganz großes Herzensanliegen gewesen.“ 1964, lange bevor der Bahnhof ein Museum wurde, nagelte sich Günther Uecker über die Treppe bis in […]

  • "Die Nazis waren ja nicht einfach weg" - Ausstellung im Frankfurter Kommunikationsmuseum

    „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ – Ausstellung im Frankfurter Kommunikationsmuseum

    Im Zentrum steht die Frage: Wie sind die Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit umgegangen? Kein einfaches Thema. „Da sie das zuständige Alter erreicht haben, haben sie sich im hiesigen Krematorium, Gang 9, Ofen 36, Klappe 5, zwecks Verbrennung ihres Körpers umgehend einzufinden.“ So beginnt ein Hassbrief, den Rolf Weinstock Ende der 1940er Jahre erhält. Er kämpft für das Erinnern. Ein Überlebender, dessen Familie in Auschwitz ermordet wird. „Schluss mit Entnazifizierung, Entrechtung, Entmündigung.“ 1949  ein Plakat zur Bundestagswahl von der FDP. Georg Heuser ist als SS-Hauptsturmführer für die Ermordung von mehr als zehntausend Juden verantwortlich. In den 1950er Jahren wird er Leiter des Landeskriminalamtes Rheinland-Pfalz. Die Deutschen tun sich nach 1945 schwer, mit ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit. Dr. Mathias Rösch, Kurator der Ausstellung „Das wird ja durch die Veröffentlichung der Amerikaner, durch Filme über die KZs und alles Mögliche andere, wird es noch mal deutlicher, wie massiv diese Verbrechen sind, und angesichts dessen, schafft es die Mehrheit der Deutschen keinesfalls, offen dazu zu stehen. Das Verdrängen, das Verschweigen der persönlichen Verantwortung ist etwas absolut normales, in dem Zusammenhang. Und es ist eher ein großes Wunder, dass es trotzdem in dieser Zeit immer wieder Leute gibt, die umdenken, die in die andere Richtung gehen.“ Wie zum Beispiel Fritz Bauer. Als hessischer Generalstaatsanwalt setzt er sich für die Inhaftierung von NS-Verbrechern ein und eröffnet 1963 in Frankfurt den ersten Auschwitz-Prozess. In „Die Nazis waren ja nicht einfach weg“ geht es um das  Aufarbeiten und Auseinandersetzen mit einer unfassbaren Vergangenheit. Eine Ausstellung über 8 Jahrzehnte Erinnerungskultur. Dr. Annabelle Hornung, Direktorin Museum für Kommunikation Frankfurt „Die Perspektive ist auf junge Menschen ausgerichtet, deren Erinnerung in den unterschiedlichen Epochen. Das zeigen die acht Stationen der Ausstellung. Wir empfehlen aber trotzdem, für jeden, jeglichen Alters den Besuch.“ Bis zum 26. Juli erwartet die […]

  • Papageno Musiktheater in Frankfurt steht vor dem Aus

    Papageno Musiktheater in Frankfurt steht vor dem Aus

    Das Papageno Musiktheater ist seit 3 Jahrzehnten aus der Frankfurter Kulturszene nicht wegzudenken: Musicals, Theater, Opern, und Konzerte werden dort auf die Bühne gebracht. Doch jetzt steht das Theater aber vor einer finanziellen Mammutaufgabe. Das Dach ist kaputt und muss dringend saniert werden. Sonst könnte es bald heißen: Der Vorhang bleibt zu. Drinnen, bei den Proben für das Stück „Jim Knopf und die Wilde 13“ geht es um das Schicksal der kleinen Insel Lummerland – draußen, geht es um das Dach des Papageno Musiktheaters. Denn das weist gleich eine ganze Reihe von Schäden und geflickten Stellen auf. Hans-Dieter Maienschein, Leiter Papageno Musiktheater „Das muss immer regelmäßig gespannt werden. Und dadurch, dass die Spannkraft im Laufe der Jahre nachgelassen hat, könnte es passieren, dass es reißt, es dringt Feuchtigkeit ins Gebäude und damit ist die gesamte Elektrik und die gesamte Bühneninstallation in Gefahr.“ Um den Spielbetrieb nicht zu gefährden, muss die Außenhülle des 2003 errichteten Theaterbaus erneuert werden. Geschätzte Kosten: Bis zu 350.000. Euro. Eine Summe, die man aus eigener Kraft nicht aufbringen kann, so die Theaterleitung. Als freies Theater finanziert sich das Papageno Musiktheater zu 85 Prozent privat. 15 Prozent, das sind etwa 123.000 Euro pro Jahr, werden über die Kulturförderung des Stadt abgedeckt. Hans-Dieter Maienschein, Leiter Papageno Musiktheater „Das reicht natürlich längst nicht aus. Wir haben 40 Mitarbeiter, davon 13 Festangestellte. Und da kann man sich ja an der Hand ausrechnen, dass das hinten und vorne nicht reicht.“ Den Großteil der Einnahmen macht das Theater über die Eintrittgelder, die die etwa 280 Vorstellungen pro Jahr einbringen. Lars Bürger, Papageno Musiktheater „Natürlich müssen wir auch noch Stiftungen und private Spenden akquierieren, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Unsere Eintrittspreise versuchen wir möglichst moderat zu halten, damit sich das auch alle Familien leisten können und das eben keine Theater nur für […]