Gesellschaft

  • Der 0-Euro-Samstag

    Der 0-Euro-Samstag

    Das 49-Euro-Ticket – eigentlich sollte es mehr Menschen von den Autos in Busse und Bahnen locken. Tatsächlich kaufen es aber viele, die eh schon ein Abo für den öffentlichen Nahverkehr hatten. Die Mainzer Mobilität muss aber trotzdem neue Kunden gewinnen und geht deswegen einen Schritt weiter – mit dem 0-Euro-Samstag. Ab morgen sind am ersten Samstag im Monat die Busse und Bahnen in Mainz kostenlos. Und das nicht nur zur Freude der Fahrgäste. Kleidung, Schmuck, kleine Geschenke: Im Ohlala in der Mainzer Innenstadt gibt es einiges zu entdecken. Seit sechs Generationen ist die Familie von Laura Schué im Einzelhandel aktiv. Derzeit seien die Mainzer kauffreudig. Laura Schué, Einzelhändlerin aus Mainz „Ich würde sagen, das Einkaufsverhalten ist eigentlich relativ gut. Gerade jetzt auch Richtung Sommerferien. Die Samstage sind natürlich der umsatzstärkste Tag. Und da ist auch die Frequenz viel, viel höher.“ Und darf ihrer Meinung nach auch noch höher werden. Laura Schué freut sich auf den ersten 0-Euro-Samstag. Laura Schué, Einzelhändlerin aus Mainz „Wir erhoffen uns, dass mehr Kunden aus den umliegenden Gebieten in Mainz den Bus benutzen, um eher in die Stadt zu kommen. Um die Möglichkeit zu nehmen, vielleicht auch mit der ganzen Familie zu kommen. Ich sage mal, vier Personen, ein Auto, vielleicht kommt man so ja doch mal mit Oma und Opa her und macht einen Ausflug.“ Auch bei den Mainzern selbst kommt das neue Angebot gut an. Tomke Frey, aus Mainz „Ich finde das eine ziemlich gute Aktion, dass man das gemacht hat. Damit einfach mehrere Leute die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen können. Und somit können ja zum Beispiel auch Familien, die nicht so viel Geld haben, die Ausflugsplanung immer auf den ersten Samstag des Monats legen.“ Renate Wendel, aus Mainz „Das finde ich grandios. Das ist einfach gut, damit die Menschen nicht mit Autos in die […]

  • Amateurkicker aus Drommershausen unterstützen die Nationalmannschaft

    Amateurkicker aus Drommershausen unterstützen die Nationalmannschaft

    Nur noch wenige Minuten sind es bis zum Anpfiff des EM-Viertelfinals zwischen Deutschland und Spanien. Knapp 55.000 Zuschauer werden heute live vor Ort dabei sein, im Stuttgarter EM-Stadion. Mit dabei ist auch eine Gruppe des TuS Drommershausen aus dem mittelhessischen Weilburg. So zahlreich wie die Mitglieder des Kreisligisten unterstützt wohl kaum ein Verein unsere Nationalmannschaft bei der Heim-EM. Sie kommen nicht zu viert und auch nicht zu siebt. Nein, zwischen 20 bis 30 Anhänger des TuS Drommershausen unterstützen unsere Nationalmannschaft bei dieser EM im Stadion. Schon lange schlägt das Herz der Amateurkicker für die DFB-Elf. André Bethke, 1. Vorsitzender TuS Drommershausen „Wir haben uns vor acht Jahren mal gedacht: Malle kann jeder, wenn es um die Abschlussfahrt geht. Und dann sind wir auf die Idee gekommen, mal der Nationalmannschaft hinterherzufahren.“ Seitdem sind die Drommershäuser der Nationalmannschaft regelmäßig hinterhergereist, unter anderem ins isländische Reykjavik, nach Irland, Estland und Schottland. Die vielen Besuche in der Vergangenheit haben dafür gesorgt, dass einige Mitglieder ein Vorkaufsrecht für Tickets bei der Heim-EM erhalten haben. Und kurz vor der dem Turnier ergab sich noch eine weitere Option, an Karten zu gelangen. André Bethke, 1. Vorsitzender TuS Drommershausen „Dann hat der DFB die Möglichkeit gegeben, was ich sehr gut finde, private Fanclubs zu gründen. Das haben wir dann sofort getan.“ Für den „Nationalmannschafts-Fanclub Schwarz-Rot-Gold Drommershausen“ gab es nochmal extra Tickets. Dadurch kann der Amateurclub jetzt mit einer großen Abordnung zu jedem Deutschland-Spiel reisen. Egal, ob München, Stuttgart, Frankfurt oder Dortmund, überall sind die Drommershäuser mit dabei gewesen. Am Vereinsheim wird in diesen Tagen vor allem über die EM gesprochen und die nächste Tour geplant. Robin Schick, Tour-Organisator „Man ist immer da am Organisieren. Aber man ist froh, wenn nachher alle im Bus sitzen. Ja, man ist aber auch aufgeregt. Wir hatten das Problem auf der Hinfahrt nach […]

  • Festnahmen nach Leichenfund in Lauterbach

    Festnahmen nach Leichenfund in Lauterbach

    Ein Schock für ein 200-Einwohner Dorf in Osthessen: In Lauterbach-Wernges soll ein Paar eine 55-jährige geistig beeinträchtigte Frau misshandelt und getötet haben. Die Polizei hat die sterblichen Überreste der Frau gefunden. Der entscheidende Hinweis kam von einem ehemaligen Mieter des tatverdächtigen Paares. Gestern Nachmittag in Lauterbach-Wernges: Die Polizei durchsucht das Haus eines 58-jährigen Mannes und seiner 43-jährigen Lebensgefährtin, die beide Immobilien vermieten. Auslöser ist ein Streit mit einem ehemaligen Mieter wenige Tage zuvor. Die Polizei wird dazu gerufen – sie soll den Streit schlichten. Am nächsten Tag schreibt das Vermieterpaar in die Whatsapp-Gruppe des Dorfes: „Der Mieter schuldet uns eine ordentliche Kündigung und drei Monatsmieten. (…) Ich weiß nicht, wie es in Rumänien ist, ob man dort von jetzt auf gleich ausziehen kann, was mir aber auch egal ist, denn wir sind in Deutschland und da muss sich jeder an Gesetze halten.“ Daraufhin gibt der frühere Mieter der Polizei einen wichtigen Hinweis: In dem Haus habe noch bis Anfang des Jahres eine geistig beeinträchtigte Frau gewohnt, die jedoch plötzlich verschwunden sei. Die 55-Jährige sei auch mehrfach Opfer von körperlichen Übergriffen gewesen. Die Polizei ermittelt. Gestern durchsuchen Beamte mit Leichenspürhunden das Haus der Vermieter und finden die körperlichen Überreste der vermissten Frau. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei nimmt das Vermieterpaar fest. Die Staatsanwaltschaft hat den Verdacht, dass sie die Frau misshandelt und getötet haben. Es sei umfangreiches Beweismaterial sichergestellt worden. Thomas Hauburger, Staatsanwaltschaft Gießen „Wir haben einige Speichermedien sichergestellt. Also Handys von Beteiligten, die wir auswerten. Wir gehen aktuell davon aus, dass es in diesem Haus zu Misshandlungen gekommen ist und letztendlich im Zuge dessen auch der Tod eingetreten ist, deswegen gehen wir von einem Totschlag aus.“ Anwohner im Dorf sind geschockt. Hartmut Müller, Anwohner „Wenn das jetzt wirklich so alles stimmt, echt das ist schockierend, normalerweise. Weil einfach – sage ich […]

  • Wie geht es weiter mit dem 49-Euro-Ticket?

    Wie geht es weiter mit dem 49-Euro-Ticket?

    Seit mehr als einem Jahr gibt es jetzt das sogenannte Deutschland-Ticket. Für 49 Euro pro Monat ohne Tarifgrenzen mit dem öffentlichen Nahverkehr fahren. Lange wurde um die Einführung des Tickets gerungen und auch jetzt gibt es immer wieder Diskussionen darum. Vor kurzem auch beim Parteitag der hessischen CDU in Wetzlar. Die Junge Union hat dort ein Ende des ÖPNV-Tickets gefordert – mit Erfolg. Sebastian Willsch, Junge Union Hessen, am 22.6.2024 „Und wenn Sie die Leute vor Ort fragen: ‚Was ist das Problem mit dem ÖPNV?‘, dann sagen die nicht: ‚Es ist zu teuer‘. Dann sagen die Ihnen auch nicht: ‚Das kann ich mir nicht leisten, muss ich ein Auto für abschaffen. Das geht alles nicht.‘ Dann sagen die: ‚Der Zug ist voll, der Zug kommt nicht, die Kinder bleiben vor dem vollen Zug stehen.’“ Deshalb sei es falsch, das Deutschland-Ticket mit rund 4 Milliarden Euro aus Steuergeldern zu subventionieren. Das Geld solle genutzt werden, um die Schieneninfrastruktur auszubauen und mehr Busse und Bahnen einzusetzen. Diese Argumentation der Jungen Union überzeugt die meisten Delegierten. „Wer für die Annahme des Antrags A16 ist, den bitte ich jetzt um sein Kartenzeichen. Danke schön. Wer ist dagegen? Ersteres war die Mehrheit. Damit ist der Antrag A16 angenommen.“ Und schwups wird der Koalititionsvertrag zwischen CDU und SPD mal eben ignoriert. Die hessische Landesregierung soll sich nun also im Bund für ein Ende des Deutschland-Tickets aussprechen. Der Koalitionspartner SPD zeigt sich irritiert, allen voran Verkehrsminister Kaweh Mansoori. Kaweh Mansoori (SPD), Verkehrsminister Hessen „Ich bin überzeugt, das ist eine der größten Innovationen, die es im öffentlichen Personennahverkehr in den letzten Jahrzehnten gegeben hat, weil es endlich mal das Ticket aus der Perspektive der Nutzerinnen und Nutzer denkt. Die müssen nämlich nicht mehr gucken: ‚Wo ist hier die Grenze einer Tarifgrenze, gilt mein Ticket oder gilt es nicht?‘, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Mainz: Bombe erfolgreich entschärft — Wiesbaden: Schäden größer als angenommen — GIZ verlässt Afghanistan Anmoderation: Und jetzt geht es bei uns weiter mit einem Fahndungsaufruf der Polizei: Die Ermittler suchen diesen Mann. Eine Familie eines 6-jährigen Mädchens aus Speicher bei Bitburg hat am Dienstag Abend Anzeige wegen des sexuellen Missbrauchs ihrer Tochter gestellt. Der Mann soll nach der Tat mit dem Fahrrad im Bereich der Ringstraße in Speicher umher gefahren sein. Sollten Sie Hinweise haben, melden Sie sich bitte bei der Polizei. Und damit kommen wir zu weiteren kurzen Nachrichten des Tages. Bombe erfolgreich entschärft Weil am Dienstag in Mainz bei Bauarbeiten in der Nähe des alten Jüdischen Friedhofs eine 500 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe gefunden wurde, mussten heute in Mainz rund 10.000 Menschen ihre Häuser verlassen. Weil auch das Stellwerk der deutschen Bahn im Evakuierungsradius lag, musste der Fernverkehr in Mainz eingestellt werden. Heute Mittag gelang es dem Kampfmittelräumdienst den Blindgänger zu entschärfen. Schäden größer als angenommen Der Wasserrohrbruch in der Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofs vor rund einer Woche hat nicht nur die Fahrbahn stark unterspült, sondern auch die Rohrschachtanlage im Bereich der Ampel am Bahnhofsvorplatz massiv beschädigt. Das haben Sachverständige jetzt festgestellt. Die Anlage müsse komplett erneuert werden. Dadurch würden die Bauarbeiten sich um eine weitere Woche verlängern. Derzeit werde untersucht, ob noch andere Schachtanlagen bei dem Vorfall beschädigt wurden. Ein Teil des stark befahrenen ersten Rings in der Innenstadt bleibt mindestens bis zum 22. Juli voll gesperrt. GIZ verlässt Afghanistan Damit folgt die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit mit Sitz in Eschborn einer Entscheidung der Bundesregierung. Die Entwicklungsorganisation erklärte, sie werde ab dem kommenden Jahr in Afghanistan keine eigenen Mitarbeiter mehr beschäftigen. Noch bestehende Projekte in dem Land werde sie dann mit lokalen Partnern von Deutschland aus steuern. Alle deutschen Mitarbeiter seien bereits seit der Machtübernahme der islamistischen […]

  • Schädlinge bedrohen Eichen

    Schädlinge bedrohen Eichen

    Unsere Wälder sind krank. Viele trockene Sommer hintereinander haben die Bäume geschwächt und bislang konnten sie sich noch nicht wieder erholen. Besonders Fichten sind schwer betroffen, Schädlinge wie der Borkenkäfer breiten sich aus und schädigen riesige Bestände. Eichen hingegen gelten als resistenter. Doch auch ihnen macht nun ein Schädling zunehmend Probleme. Das ganze Ausmaß zeigt sich so richtig erst seit dem letzten Jahr. Und wieder muss eine Eiche gefällt werden. Im Wald bei Bischoffen im Forstamt Wetzlar ist die Kahlfläche schon 7 Hektar groß. Schuld sind diese kleinen Schädlinge, die Larven des Eichenprachtkäfers. Anders als zum Beispiel kranke Fichten harzen Eichen nicht. Bis der Förster den Befall bemerkt, ist es meist schon zu spät. Erst an der kahl werdenden Krone erkennt er: dem Baum geht es schlecht. Auch Schäden an der Rinde deuten auf einen fortgeschrittenen Käferbefall hin. Stefan Ambrass, Leiter Forstamt Wetzlar „Und dann haben wir hier ein ganz klassisches Bild für einen Käferbefall, nämlich die sogenannten Spechtabschläge. Das heißt, Sie sehen hier, dass der Specht gearbeitet hat, der hat versucht unter der Rinde an die Larven zu kommen, die Käferlarven, die unter der Rinde sitzen, und das ist für uns ein Zeichen, dass da etwas nicht in Ordnung ist.“ Die Käfer legen ihre Eier in die Rinde der Eichen. Dort schlüpfen die Larven, fressen sich an der Gewebsschicht zwischen Rinde und Holzkörper satt und zerstören so den Nährstofftransport der Bäume – bis diese schließlich sterben. Aus einem befallenen Baum werden 25 im darauffolgenden Jahr. Die einzige Lösung: Die Eichen schnell fällen. Das Waldstück gehört der Gemeinde Bischoffen. Für Bürgermeister Marco Herrmann bedeutet der Kahlschlag neben dem ökologischen auch einen wirtschaftlichen Schaden. Marco Herrmann (Freie Wähler), Bürgermeister Bischoffen „Wir überschwemmen den Markt aktuell mit Eichenholz. Momentan ist es noch so, dass das Holz noch eine gewisse Rendite, weil man […]

  • Neues Zentrum für elektromagnetische Tests

    Neues Zentrum für elektromagnetische Tests

    Dieses futuristische Fahrzeug hier haben wir Ihnen Mitte März in unserer Sendung vorgestellt – den sogenannten CityBot. Ein autonomer Roboter mit so einigen nützlichen Talenten. Entwickelt vom hessischen Unternehmen EDAG, das nun am Standort Fulda weiter wachsen will. Nach eineinhalb Jahren Bauzeit wurde jetzt ein rund 20 Millionen Euro teures Testlabor eröffnet. Denn Autos enthalten immer mehr elektronische Bauteile. Und die können sich schon mal gegenseitig das Leben schwer machen. Nein, das hier ist nicht die Kulisse eines Science-Fiction-Films, sondern eine ganz reale Testumgebung. Ab sofort wird hier auf 2.500 Quadratmetern von kleinsten Platinen über Haushaltsgeräte und Medizintechnik bis hin zu Autos und sogar LKW alles unter die Lupe genommen, denn wo elektronische Teile verbaut sind, entstehen unsichtbare elektromagnetische Felder. Die will der Fahrzeugentwickler EDAG künftig mit modernster Technik untersuchen. Denn sie können zu gefährlichen Störungen führen. Ein Beispiel: Andreas Boländer, Leiter EMV-Zentrum Fulda „Ich will jetzt irgendwo einparken, das PTC-System, sprich was den Einparkvorgang halt eben unterstützt, damit ich nicht irgendwo gegen eine Wand fahre, das liefert entsprechende Abstände. Und jetzt läuft da ein Fußgänger mit einem Handy an mir vorbei, der gerade am Telefonieren ist. Und dieses Feld um das Handy herum, was eben entsteht, das beeinflusst mein PTC-System und jetzt kriege ich falsche Distanzen und würde das gar nicht wahrnehmen als Anwender und würde dann eventuell mit der Wand kollidieren und das soll eben vermieden werden.“ Eine Frage der Sicherheit also – die im Zuge von E-Mobilität und Digitalisierung immer akuter wird. Darauf reagiert EDAG mit dem Zentrum für elektromagnetische Verträglichkeit, kurz EMV. In Hessen gibt es keine andere Einrichtung dieser Art. Die Wandverkleidung soll verhindern, dass die Messungen im Milliardstelbereich durch andere Strahlungen verfälscht werden. Die Techniker prüfen, auch zum Schutz der eigenen Gesundheit, aus sicherer Entfernung. In diesem Fall: Das Steuergerät eines Autos. Maximilian Neun, […]

  • Trainingsauftakt von Mainz 05

    Trainingsauftakt von Mainz 05

    Wir kommen zum Fußball, allerdings geht es jetzt nicht um die aktuell laufende Europameisterschaft, sondern um die Bundesliga. Denn parallel zur EM sind die Profis von Mainz 05 gestern mit ihrem ersten Training in die Vorbereitung für die neue Saison gestartet. Mit dabei ein paar neue Gesichter auf Spielerseite und natürlich auch der Trainer und Nicht-Abstiegs-Held Bo Henriksen. Mit gewohnt guter Laune betritt Bo Henriksen gestern den Platz beim Trainingsauftakt der Mainzer im Bruchwegstadion. Mit seiner offenherzigen und leidenschaftlichen Art hat sich der Däne in der vergangenen Saison schnell zum Publikumsliebling entwickelt. Aber er konnte auch sportlich überzeugen. Der 49-Jährige holte in 13 Spielen satte 23 Punkte. In den 21 Spielen zuvor brachten es die Mainzer gerade mal auf mickrige zwölf Zähler. Und geht es nach den Fans der 05er, macht das Team in der kommenden Saison direkt so weiter. Ernst Rehbein, Fan aus Essenheim „Letztes Jahr hab ich gesagt wir können Europa erreichen. Da hatten wir halt die Riesen-Verletztenmisere. Dieses Jahr gehe ich wieder mit dem Gefühl hin, wir können ab Platz zehn bis Platz acht, sieben, alles erreichen.“ Ditmar Werner, Fan aus Flonheim „Insgesamt sehe ich hoffentlich diese Runde positiv, dass wir unter den ersten Zehn hoffentlich mitspielen.“ Und auch der Trainer geht nach dem am Ende positiven Erlebnis Klassenerhalt mit einem guten Gefühl in die neue Saison und will den bisherigen Kurs beibehalten. Bo Henriksen, Trainer 1. FSV Mainz 05 „Ich will dasselbe machen wie letztes Jahr. Und ich hoffe, dass wir dieselbe Energie haben können für die ganze Saison, nicht nur für 13 Spiele, aber für die ganze Saison. Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen, aber wir wissen, es ist wichtig, dass wir 100 Prozent in jedem Spiel geben. Bayern München, Dortmund oder Leipzig können vielleicht mit 98 spielen, aber wir müssen 100 Prozent machen in […]

  • Kleine Piloten und große Emotionen beim Aktionstag „Engel können fliegen“

    Kleine Piloten und große Emotionen beim Aktionstag „Engel können fliegen“

    In Frankfurt-Egelsbach werden Träume wahr: Dort fliegen Piloten Kinder und Jugendliche mit Einschränkungen über Hessen: Der Aktionstag „Engel können Fliegen“ will das Gefühl vom Fliegen für jeden zugänglich machen. Für die Kinder ein ganz besonderes Erlebnis. Ein ganz großer Tag für Maja. Das ist der zweite Flug ihres Lebens. Sie liebt es zu fliegen. Doch bevor es in die Luft geht, muss die Maschine erst mal vorbereitet werden: Am Boden ein kurzer Check. Die Vorfreude bei Maja ist groß. Maja Coppik „Voll aufgeregt, voll aufgeregt. Es wird ein komisches Gefühl im Bauch geben. So ein Kribbeln im Bauch.“ Neben Maja dürfen heute rund 120 Kinder und junge Erwachsene mit Behinderung mitfliegen. Dafür starten über 60 Flüge. Majas Lehrerin Heidi Bierwirth begleitet sie. Heidi Bierwirth, Lehrerin Christoph-Graupner-Schule Darmstadt „Ich glaube, das ist so aufregend für sie. Einfach etwas Besonderes zu tun, mal was ganz anderes zu tun als alle anderen. Und Fliegen scheint ihr zu gefallen, von daher freut sie sich einfach.“ Die letzten Anweisungen – und dann ist es so weit: Maja Coppik: „Jaa!“ – Felix Walluf, Pilot: „Super, sehr schön. Dann machen wir uns mal auf den Weg oder?“ – Maja Coppik: „Jaa!“ – Lachen zusammen. Das Flugzeug hebt ab. Die Welt von oben sehen. Ein Highlight für Maja als Lilienfan: Klar, das Stadion von Darmstadt 98. Felix Walluf, Pilot: „So hier rechts seht ihr das Stadion.“ – Maja Coppik: „Wo? Wo?“ – Felix Walluf: „Hier, da, guck.“ – Maja Coppik: „Stadion! Cool!“ Knapp eine halbe Stunde ist Maja in der Luft. Sie hat Glück: Die Flugroute führt sie direkt über ihr Zuhause. Felix Walluf, Pilot: „Also das hier ist jetzt Darmstadt. Da vorne kommt Weiterstadt. Und das hier, das müsste Wixhausen sein glaube ich.“- Maja Coppik: „Jaa! Da wohne ich! Da wohne ich!“ Für den Flug gibt’s von […]

  • Stadt Frankfurt stellt EM-Bilanz vor

    Stadt Frankfurt stellt EM-Bilanz vor

    Die Fußball-Europameisterschaft verläuft für die deutsche Nationalmannschaft bisher erfolgreich: Die nächste Hürde gilt es übermorgen – am Freitag – zu überwinden: Da spielt Deutschland im Viertelfinale gegen Spanien. Während die EM im vollen Gange ist, ist sie im Frankfurter Stadion schon vorbei: Fünf Spiele wurden hier ausgetragen – das letzte am vergangenen Montag. Die Stadt zieht jetzt eine erste Bilanz. Jubelszenen gestern Abend in Frankfurt: Trotz Regen feiern Tausende türkische Fans den Einzug ihrer Nationalmannschaft ins EM-Viertelfinale. Einsatzkräfte begleiten die Party mit einem Großaufgebot. Vereinzelt wird Pyrotechnik angezündet, es bleibt aber größtenteils friedlich. Das ist auch die Bilanz der Polizei zu allen Spielen in Frankfurt: Stefan Müller, Polizeipräsident Frankfurt „Die Fans haben friedlich gefeiert, sie waren respektvoll zueinander. Sie waren gemeinsam in Bussen unterwegs, es gab keine Rivalitäten. Insoweit ein dickes Extralob. Wir haben uns gefühlt, wie ein guter Schiedsrichter, der permanent auf dem Spielfeld präsent ist, sich zurückhalten kann und über den nach dem Spiel nicht gesprochen wird.“ Über eine Aktion wird jedoch gesprochen: Am Montagabend im Achtelfinale zwischen Portugal und Slowenien versuchen zwei Fans das Spielfeld zu stürmen. Stefan Müller, Polizeipräsident Frankfurt „Das wurde von den Ordnern unterbunden, und im Zuge dieser vorläufigen Festnahme dieser Ordner kam es zu wechselseitigen Körperverletzungen. Der Vorfall ist komplett videografiert. Vier Personalien von Beteiligten stehen bereits fest. Bei den Fans handelt es sich um zwei Deutsche aus Nordrhein-Westfahlen. Wir haben die Ermittlungen aufgenommen.“ Durch die EM ist in Frankfurt viel los: Zu den fünf Spielen haben insgesamt 230.000 Menschen ihren Weg ins Frankfurter Stadion gefunden. Die FanZone am Mainufer hat die Erwartungen der Stadt übertroffen – trotz des teils schlechtem Wetters: Über 700.000 Fans waren bisher da. Oberbürgermeister Mike Josef ist mit der EM in Frankfurt zufrieden: Mike Josef (SPD), Oberbürgermeister Frankfurt „Ein Cristiano Ronaldo, der wegen einem verschossenen Elfmeter die Emotionen […]

  • Spontane Hochzeiten in Wiesbaden

    Spontane Hochzeiten in Wiesbaden

    Für eine Hochzeit laufen bei vielen Paaren im Vorfeld langwierige Planungen: Wo wird gefeiert, wie viele Gäste laden wir ein, wo finde ich das passende Brautkleid? Doch das geht auch deutlich schneller und einfacher. Zum Beispiel auf dem Pop-Up Hochzeits-Fest in Wiesbaden. Dort haben Paare rund um die Marktkirche spontan geheiratet oder sich segnen lassen. Elf Pfarrer waren dafür im Einsatz und jede Hochzeit wurde individuell gestaltet. Kirchturm, Altar, Pavillon – für die Trauungen und Segnungen stehen verschiedene Orte bereit. Manche Paare kommen spontan vorbei, andere haben sich vorher angemeldet. So wie sind Hannelore und Hasso Giermann. Genau heute ist ihr 30-jähriger Hochzeitstag. Eigentlich wollten sie den gar nicht hier verbringen, sondern in Kopenhagen. Doch eine Knieverletzung bei Hannelore hat den beiden einen Strich durch die Rechnung gemacht. Hannelore Giermann „Und dann haben wir gesagt, dann bleiben wir halt zuhause. Und da gab es sehr, sehr viele Tränen. Und dann hab ich das in der Zeitung gelesen, als ich beim Arzt saß, kurz vorm Röntgen, und dann sage ich, und das ist wie eine Eingebung. Das muss einfach sein, das machen wir. Und dann haben wir uns beide entschieden und dann habe ich auch gleich eine E-Mail geschrieben hier an die Marktkirche und die haben geantwortet, wir können dabei sein.“ Praktisch für die Paare: Sie müssen nichts vorbereiten oder planen. Man muss nicht einmal standesamtlich verheiratet sein, denn einen Segen kann hier jeder bekommen. Die Idee, in Wiesbaden so eine Aktion durchzuführen, hatte Bettina Friehmelt, Pfarrerin für Stadtkirchenarbeit. Bettina Friehmelt, Pfarrerin „Wir wollen Kirche wieder unter die Leute bringen, das ist die eine Idee und wir wollen Segen schenken. Und deswegen haben wir gesagt, wir gehen raus und machen ein Segensfest, ein Hochzeitsfest hier rund um die Marktkirche.“ Seifenblasen, Trausprüche aus dem Kaugummiautomaten, Fotobox oder Livemusik. Was man davon will, […]

  • Tag der Offenen Kanäle der Medienanstalt Rheinland-Pfalz

    Tag der Offenen Kanäle der Medienanstalt Rheinland-Pfalz

    Rund 1,5 Millionen Rheinland-Pfälzer engagieren sich in einem Ehrenamt: bei der Freiwilligen Feuerwehr, im Schwimmverein oder auch bei den Offenen Kanälen. Dort entsteht Fernsehen von Bürgern für Bürger. Am Wochenende wurden einige Beiträge der Offenen Kanäle mit dem Bürgermedienpreis 2024 ausgezeichnet. Unter anderem der Film, in den wir jetzt mal reinschauen. Ben ist 13 Jahre alt und hat ein Ziel: Auf den großen Bühnen dieses Landes Ballett zu tanzen. Dafür trainiert er hart in einem Mainzer Ballettstudio. Das zeigt das Portrait „Im Tanz mit der Leidenschaft“ von Felix von Horstig. Felix von Horstig, Preisträger Bürgermedienpreis 2024 „In dem Film geht es darum, dass ein Junge oder ein junger Mensch ein ganz klares Ziel vor Augen hat. Und das schon in einem sehr frühen Alter, sag‘ ich mal, wo viele noch gar nicht wissen, wo es hingeht. Und mit einem auch sehr starken Selbstbewusstsein da drangeht und versucht, seinen Traum zu erfüllen.“ Ein kleiner Traum geht an diesem Tag auch für Felix von Horstig in Erfüllung: Er ist einer der Preisträger des Bürgermedienpreises 2024. Verliehen wird der auf dem 40. Geburtstag der Offenen Kanäle Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen. Dr. Marc Jan Eumann, Direktor Medienanstalt Rheinland-Pfalz: „Bürgermedien heißt, jeder und jede kann mit Unterstützung der Medienanstalt Rheinland-Pfalz sich eine Kamera ausleihen, sich die Technik ausleihen und sich selbst auf Spurensuche machen. Das kann mal was Historisches sein, das kann was ganz Aktuelles sein, Natur oder auch Kochen. Die Kochsendung im Offenen Kanal in Rheinland-Pfalz, der Hammer. Guten Appetit, kann ich nur sagen.“ Während sich in den letzten 40 Jahren in Sachen Technik und Know-how viel getan hat, ist das Wichtigste aber geblieben: Den Menschen die Möglichkeit geben, sich in Filmen und Beiträgen auszuprobieren, um so die Medienkompetenz zu stärken. Albrecht Bähr, Versammlungsvorsitzender Medienanstalt Rheinland-Pfalz „Unsere Aufgabe ist eigentlich nichts anderes als die Grundlage […]

  • Situation im Bahnhofsviertel auch während der EM angespannt

    Situation im Bahnhofsviertel auch während der EM angespannt

    Am Montag ist das Stadion in Frankfurt noch mal großer Schauplatz der Fußball-EM. Im Achtelfinale treffen die Portugiesen mit Superstar Cristiano Ronaldo auf Slowenien. Viele Fans beider Länder werden auf ihrem Weg zum Stadion zunächst wieder im Frankfurter Bahnhofsviertel ankommen. Ein seit langem problematischer Stadtteil, der auch zur EM nicht aus den Negativschlagzeilen rauskommt. Dieser Anblick erwartet die Fans bei ihrer Ankunft: verwahrloste Drogenabhängige. Im Ausland berichtete die Presse schon vom „Zombieland“, auch die Polizei in manchem Nachbarland warnt die Fans vor dem Frankfurter Bahnhofsviertel. Richtungspfeile auf der Straße sollen sie davon abhalten, in den bedrohlichen Ecken zu landen. Seit Jahrzehnten herrscht dort eine Mischung aus Drogen, Gewalt und Rotlicht. Daran scheint sich zur EM wenig geändert zu haben. Martin-Benedikt Schäfer (CDU), Stadtverordneter Frankfurt „Die Straßen werden von Dealern und Straßenkriminalität geprägt. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren dem Thema nicht entschieden genug angenommen. Die Entwicklung war ja abzusehen und dass das jetzt zur EM so aussieht, wie’s hier aussieht – das ist ja keine Überraschung.“ Bis zu 10.000 Straftaten im Jahr werden im Bahnhofsviertel begangenen. Mittendrin im Problemviertel: der Kiosk von Nazim Alemdar, zugleich Vorsitzender des Gewerbevereins. Gemeinsam mit weiteren Initiativen organisiert er jedes Jahr verschiedene Straßenfeste, um das Viertel aufzuwerten. Aus seiner Sicht hätte sich bereits einiges getan, besonders bei der Drogenhilfe müsste es aber noch viel mehr sein. Dabei nimmt er auch die umliegenden Städte in die Mitverantwortung. Nazim Alemdar, Vorsitzender Gewerbeverein Bahnhofsviertel „Da brauchen wir auch Drogeneinrichtungen wie hier, weil: Es ist jetzt wie ein Magnet! Viele Leute, viele Süchtige kommen wie ein Magnet nach Frankfurt. Und das ist auch kontraproduktiv.“ Zumindest bei der Sicherheit hat sich die Stadt vor der EM bemüht gezeigt: Neue Überwachungskameras wurden installiert; die Zahl der Polizisten, die durch die eingerichtete Waffenverbotszone patrouillieren, erhöht. Nach der EM soll sich […]

  • Als Volunteer bei der Fußball-EM

    Als Volunteer bei der Fußball-EM

    Währnd der Fußball-EM bevölkern zigtausende feiernde Fans aus ganz Europa unsere Städte. Sind Ihnen zwischen all den bunten Trikots auch schon mal diese Damen und Herren in Grün aufgefallen? Das sind sogenannte „Volunteers“ – Ehrenamtliche, die die Fans auf ihrem Weg zum Stadion oder zur Fan-Meile betreuen. Wir haben einen von ihnen einen Tag lang begleitet. Beste EM-Stimmung in Frankfurt, die Fans singen sich warm. Mittendrin: Fouad Boutanach, hauptberuflich Koch, zurzeit als freiwilliger Helfer, als Volunteer unterwegs. Der 41-Jährige hat schon beim WM-Sommermärchen 2006 die Fußball-Fans betreut. Dieses Erlebnis will er sich auch bei der Heim-EM nicht nehmen lassen. Fouad Boutanach, Volunteer „Also was mir am besten gefällt ist wirklich das Zusammenkommen der verschiedenen Nationen. Und dieser gegenseitige Respekt. Dieses Zuhören, Weitergeben und Leute kennenlernen.“ Fouad ist einer von 1.600 Volunteers aus über 60 Nationen allein in Frankfurt. Er ist in der Innenstadt unterwegs, erster Einsatzort: Die Fanbotschaft an der Hauptwache. Den Fans den Weg zur Fanmeile erklären, sie schon mal das Ergebnis tippen lassen oder einfach zu einer Partie Tischfußball animieren. Englisch ist dabei absolute Grundvoraussetzung. „It’s open at one o’clock. And they‘ve got much shops.“ „And it’s open tomorrow as well?“ „Yes, of course.“ Weiter geht’s mit einem Kollegen zur großen Fanzone am Main. Dort trifft er unter den rumänischen Fans auch auf Graf Dracula höchstpersönlich. An rund einem Dutzend Mitmachstationen betreuen Ehrenamtler wie Fouad Boutanach die Fans. Ob bei der Geschwindigkeitsmessung, dem schwimmenden Soccer-Field mitten auf dem Main oder beim Elfmeter gegen einen automatischen Torwart. Spielerisch können die Fans auch Erste Hilfe lernen. Bei der Herzdruckmassage tritt Rumänien gegen die Slowakei an. Sieger abseits des Fußballplatzes: Rumänien. Um so auf die Fans zuzugehen, braucht es einen bestimmten Menschenschlag. Das weiß auch die frühere FFC-Frankfurt-Spielerin Nadine Anstatt, die die Volunteers in Frankfurt koordiniert. Nadine Anstatt, Koordinatorin Volunteers „Also […]

  • Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt

    Beratungsstelle für männliche Opfer sexueller Gewalt

    Sexualisierte Gewalt – ein Thema, über das niemand gerne spricht. Und trotzdem ist es – leider – sehr präsent in unserer Gesellschaft. Studien besagen, dass jede dritte bis vierte weibliche Person in ihrem Leben mindestens einmal sexualisierte Gewalt erlebt. Bei männlichen Personen ist es immerhin jeder Zehnte. Während es für Frauen und Mädchen verschiedene Hilfsangebote gibt, gibt es für betroffene Männer und Jungen bisher vielerorts gar keine Anlaufstellen. Das ändert sich jetzt in Hessen. Dieser Weg, diese Tür, dieser Schritt ist für viele Betroffene eine große Überwindung. Er bedeutet: sich öffnen, sich jemandem anvertrauen, Hilfe annehmen. Wer hier Platz nimmt, der hat diesen Schritt geschafft. Seit März berät Clara Paulus Jungen und Männer, die im Kindes- oder Jugendalter sexualisierte Gewalt erlebt haben. Clara Paulus, Beraterin für männliche Betroffene sexualisierter Gewalt „Wir machen kein Therapieangebot, sondern ein Beratungsangebot. Und manchmal kann das sehr nah aneinander sein. Das heißt, man spricht über die eigenen Belastungen zum Beispiel. Und andere haben ganz konkrete Anliegen und sagen: Ich möchte gerne eine Anzeige machen, wie mache ich das eigentlich? Oder: Ich habe einen Gerichtstermin und muss da aussagen und ich bräuchte da vielleicht ein bisschen Unterstützung. Und andere sagen: Ich habe vielleicht Angst- oder Panikzustände und ich möchte wissen, wie ich damit umgehen kann.“ Und wieder andere brauchen Hilfe bei der Suche nach einem Therapieplatz. Täter sind, auch im Falle sexualisierter Gewalt gegen männliche Personen, größtenteils Männer. Clara Paulus, Beraterin für männliche Betroffene sexualisierter Gewalt „Man kann unterscheiden zwischen Hands-on-Taten – das bedeutet, alles was am Körper passiert, wenn ich berührt werde, wo ich das nicht möchte oder Vergewaltigungen. Und es gibt Taten, die sind Hands-off. Das bedeutet, da ist kein direkter Körperkontakt, sondern ich werde zum Beispiel gezwungen was anzuschauen, was ich nicht möchte. Oder von mir werden Aufnahmen gemacht, Bilder oder Videos, die […]