Gesellschaft

  • Rettungskräfte schlagen Alarm

    Rettungskräfte schlagen Alarm

    Die Rettungskräfte schlagen Alarm. Das Deutsche Rote Kreuz sieht seine Rettungswagen an der Überlastungsgrenze. 450 Einsätze allein in Frankfurt jeden Tag. Das Problem: immer mehr Notrufe, die eigentlich gar keine Notfälle sind. Wir haben zwei Rettungssanitäter bei ihrem täglichen Einsatz begleitet. Alarm in der Rettungswache Frankfurt Bergen-Enkheim. Für die Sanitäter Julian Heilmann und Katharina Huck beginnt der Einsatz. Mit dem Krankenwagen geht es zum gemeldeten Einsatzort, erste Details bekommen die beiden digital zugeschickt. Die zentrale Leitstelle gibt ihnen aber schon mit auf den Weg: Der Einsatz ist als „nicht dringlich“ eingestuft. Julian Heilmann, Notfallsanitäter „Okay, also: einmal Atemprobleme. Dann steht da beim Ehemann: mit Covid und bekanntem Asthma. Da bin ich mal gespannt.“ Patient „mit Covid“, das bedeutet für die beiden Notfallsanitäter: neben den FFP2-Masken auch Schutzfolien überziehen. Aus medizinischen Sicherheitsgründen muss unser Kamerateam draußen bleiben. Ein über 80-jähriger Corona-Infizierter klagt über Schwindel beim Treppensteigen, seine Frau hat aus Angst den Notruf gewählt. Doch schon nach wenigen Minuten Entwarnung: Kein Fieber, keine schwerwiegenden Symptome – Fehlalarm. Julian Heilmann, Notfallsanitäter „Aber er hat halt die typischen Sachen wie Erkältungs- und Grippesymptome und fühlt sich nicht so wohl. Er ist jetzt aber ansonsten stabil. Sie hätte theoretisch ihren Hausarzt kontaktieren können. Wir wissen alle, wie die Lage da ist. Die haben auch viel zu tun, die Wartezimmer sind voll. Aber prinzipiell ist das jetzt eine Behandlung, die ein Hausarzt durchführt.“ Für die beiden Sanitäter heißt es nun: Alle Geräte desinfizieren, ein erstes Protokoll schreiben und dem Patienten übergeben – nach einem letztlich unnötigen Einsatz. Dann geht es zurück zur Rettungswache. Bei der zentralen Einsatzstelle in Frankfurt gehen jährlich 130.000 Alarmmeldungen ein, Tendenz steigend. Diesen Sommer waren es 600 Einsätze pro Tag – neuer Rekord. Zu oft sind es keine wirklichen Notfälle, das Rote Kreuz stößt an seine Grenzen, um wirklich lebensbedrohliche Situationen […]

  • Neues Unterrichtsfach „Digitale Welt“

    Neues Unterrichtsfach „Digitale Welt“

    Die Digitalisierung – sie beeinflusst und verändert unser gesamtes Leben. Sie bietet Chancen, birgt aber auch Risiken, besonders bei jungen Menschen. Das Land Hessen probt an zwölf Schulen seit diesem Schuljahr das neue Unterrichtsfach „Digitale Welt“. Die Schüler sollen selbst programmieren und das kreative Potential der Digitalisierung kennenlernen, genauso aber auch die Gefahren im Internet. Kultusminister Alexander Lorz hat heute eine der teilnehmenden Schulen besucht, um zu schauen, wie kommt das neue Schulfach denn so an? Tippen diese Hände irgendwann mal den Code für eine geniale App? Steckt in diesen Köpfen vor den Bildschirmen vielleicht der nächste Steve Jobs? Neue Informatiker durch das neue Schulfach „Digitale Welt“ kämen ihm sicher gelegen – Kultusminister Alexander Lorz. Hier am Frankfurter Adorno-Gymnasium betont er, wie wichtig Digitalisierung in der Bildung für die Zukunft sei. Alexander Lorz, CDU, Kultusminister Hessen „Dieses Fach bündelt wie unter einem Brennglas die Herausforderungen der modernen Gesellschaft. Die Herausforderungen der Digitalität, auch die Chancen und Möglichkeiten der Digitalität. Und die ökonomischen Herausforderungen, denn es geht ja auch darum, dass wir weiterhin so gut leben wollen wie bisher.“ Seit dem Sommer proben zwölf Schulen das Fach in Klassen der Jahrgangsstufe 5. Rund 1.000 Schüler beschäftigen sich mit Computerprogrammen, aber auch Cyberkriminalität und Datenschutz. So erfahren die Schüler, dass sie besser nicht vor laufender Kamera ihr Handy entsperren wie US-Rapper Kanye West – mit dem Passwort 000000. Elisha „Wir haben gelernt, wie man ein gutes Passwort erstellen kann, was auch sicher ist, was man sich auch merken kann, wo man sich nicht so ganz leicht einloggen kann oder es hacken kann.“ Katharina „Ich würde gerne noch lernen, wie man etwas programmiert beispielsweise.“ Lukas „Ich will auch lernen, zu coden, wie Katharina schon gesagt hat, aber auch wie man richtig rumtippt, weil ich mach das immer mit dem Finger einzeln auf die […]

  • 11 Uhr 11: Fastnachtauftakt in Mainz

    11 Uhr 11: Fastnachtauftakt in Mainz

    Helau aus Mainz, so heißt es heute nicht nur bei uns aus dem Studio, sondern so schallt es vor allem vom Mainzer Schillerplatz. Denn es ist der 11.11., der Tag, an dem die Narren traditionell die Fastnachtskampagne einläuten. Unsere Kollegin Sonia Schmitt war in Mainz dabei. Sonia Schmitt, Reporterin „Helau vom Schillerplatz aus Mainz. Endlich wieder Fastnacht und in diesem Jahr ganz ohne Corona-Schutzmaßnahmen mehr! Eintrittskarten, Testnachweise, Personenbegrenzungen, um all das müssen sich die Narren heute überhaupt keine Sorgen mehr machen. Und ich will doch jetzt mal sehen, wem ich noch die ein oder andere Sorge abluchsen kann.“ Dafür habe ich mich heute als Sorgenfresserin verkleidet. Die Idee: Eine Sorge in Worte fassen und sie dann loslassen. Das soll Erleichterung bringen. Sonia Schmitt, Reporterin „Mal gucken, wer jetzt ein paar Sorgen loswerden will.“ Klimawandel, Inflation, Hass und Hetze. Stichwortartig habe ich ein paar potentielle Sorgen auf Zettel geschrieben. Sonia Schmitt, Reporterin: „Und dann kann man sich einfach eine abpflücken und dann beherzt wegschmettern.“ Narr: „Ich muss erstmal alles lesen.“ Närrin: „Ich würde mir sehr wünschen, als Frau entspannter rausgehen zu können, gerade an Fastnacht.“ Sonia Schmitt, Reporterin: „Einfach zusammenknüllen und weg damit!“ Narr: „Heizkosten, jawoll, scheiß auf die! Weg damit!“ Sonia Schmitt, Reporterin: „Ist doch ein gutes Gefühl, oder?“ Der Beutel füllt sich, aber noch habe ich Sorgen, die es zu vernichten gilt. Sonia Schmitt, Reporterin „Ich hab noch ‚Spaltung‘, ‚Klimawandel‘, ‚Krieg in Europa‘. Das sind nicht so die Hauptsorgen offensichtlich, aber mal gucken, vielleicht finde ich noch jemanden.“ Und dann der große Moment, 11.11 Uhr. „Drei, zwei, eins, Helau!“ „In Mainz steht Fastnacht voll und ganz  für Frieden, Freiheit, Toleranz.“ So lautet das Motto für die Fastnachtskampagne 2023. Und sie steht für noch viel mehr. Hannsgeorg Schönig, Präsident Mainzer Carneval-Verein „Wir können als Fastnachtsvereine natürlich nicht die großen Probleme […]

  • Trauerfeier nach Messerattacke in Oggersheim

    Trauerfeier nach Messerattacke in Oggersheim

    Drei Wochen nach der tödlichen Messer-Attacke in Ludwigshafen-Oggersheim fand heute eine Trauerfeier für die beiden getöteten Männer auf dem Hauptfriedhof statt. Die Männer starben am 18. Oktober – mutmaßlich durch einen Messerangriff eines 25-jährigen Somaliers. Ein 27-Jähriger wurde schwer verletzt. Viele Menschen wollten heute ihre Anteilnahme ausdrücken und der beiden Männer gedenken. Auch etwa 100 Angehörige verfolgten die Trauerfeier in der Aussegnungshalle, unter ihnen der Vater von Jonas Sprengart, einem der Opfer. Kurt Sprengart, Vater des Opfers „Viele Freunde und Bekannte waren hier. Ich weiß nicht wie viele Leute hier waren – ein paar Hundert oder was. Jede Familie geht halt anders damit um. Unsere Familie Sprengart, wir mögen das halt, wenn viele Menschen um uns sind und uns hat es sehr gut getan, dass so viele Menschen Abschied nehmen.“

  • Zu wenig Ärzte für Schwangerschaftsabbrüche

    Zu wenig Ärzte für Schwangerschaftsabbrüche

    Seit 30 Jahren können ungewollt Schwangere bei pro familia Mainz nach einer Beratung einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen. Seit drei Wochen hat die medizinische Einrichtung aber geschlossen. Der Grund: Es fehlen schlichtweg Ärzte. Arzthelferin: „Pro familia Mainz, guten Tag.“ Einer von rund 35 Anrufen wöchentlich. Doch Termine können hier vorerst nicht vergeben werden. Arzthelferin: „Wird bei uns ein bisschen schwierig, weil es von der Schwangerschaftsdauer her es einfach schon zu weit ist und bei uns Ärzteausfall ist.“ Normalerweise werden in der medizinischen Einrichtung von pro familia in Mainz an zwei Tagen pro Woche Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt. Da beide Ärztinnen für längere Zeit ausfallen, musste die Einrichtung vorerst schließen. Für schwangere Frauen, die einen Abbruch vornehmen wollen, ein Problem. Gisela Hilgefort, Geschäftsführerin Beratungsstelle pro familia Mainz „Wenn die sich darauf eingestellt haben, dass das hier möglich ist, und sie müssen dann noch einmal woanders hin, dann ist das schon eine zusätzliche Belastung. Vor allen Dingen wenn sie dann auch noch weiter fahren müssen, weil sie hier in der Nähe vielleicht keinen Termin bekommen und schon unter Zeitdruck sind.“ Denn ein Abbruch darf in aller Regel nur in den ersten drei Monaten einer Schwangerschaft erfolgen. Die schwangere Frau muss sich zunächst professionell beraten lassen. Verfestigt sich der Wille, die Schwangerschaft zu beenden, müssen zwischen Beratung und Abbruch drei Tage vergehen. Gisela Hilgefort, Geschäftsführerin Beratungsstelle pro familia Mainz „Wenn sie darüber sprechen, dass sie sich sehr viele Gedanken darüber machen, dass das ja werdendes Leben ist. Und sich auch fragen: ‚Darf ich das? Wie wird’s mir damit hinterher gehen?‘. Also, es ist schon eine Entscheidung, die keine Frau leichtfertig trifft.“ Und manchmal doch treffen muss. In der Mainzer Einrichtung werden jährlich zwischen 700 und 800 Abtreibungen durchgeführt. Das sind ein Viertel aller Abbrüche in ganz Rheinland-Pfalz. Das Angebot ist laut Landesärztekammer Rheinland-Pfalz stark eingeschränkt. Dr. […]

  • Spendenbereitschaft für Ukrainer sinkt

    Spendenbereitschaft für Ukrainer sinkt

    258 Tage – so lange herrscht schon Krieg zwischen Russland und der Ukraine. In der Ukraine sterben täglich Menschen; viele harren in Luftschutzbunkern in den umkämpften Städten aus. Doch hierzulande stehen gerade Gaskrise und Inflation im Fokus. Die Spendenbereitschaft für die Ukrainer nimmt allmählich ab, sehr zum Leid derjenigen, die sich weiter humanitär engagieren. Wie beispielsweise Markus Schlickert aus der Eifel. Das Humanitas Spendenlager in Neustraßburg im Eifelkreis Bitburg-Prüm. Bis vor ein paar Monaten stapelten sich die Hilfsgüter hier bis unter die Decke. Doch nun klaffen in den Regalen große Lücken. Ein Anblick, der Markus Schlickat schmerzt. Markus Schlickat, Flüchtlingshelfer aus der Eifel „Also die Anfangszeit hätten wir hier so nicht stehen können, weil einfach alles vollgepackt war mit Paletten und jeder Millimeter ausgeschöpft war und überall Helfer rumgewuselt sind.“ Markus Schlickat hat Familie in der Ukraine, fährt gleich zu Beginn des Krieges an die Grenze um sie nach Deutschland zu holen. Was er dort sieht, schockiert ihn. Diese Menschen brauchen Hilfe, denkt er sich und fängt an Spenden zu sammeln. Mehr als 20 LKW und Busse mit Hilfsgütern schickt er aus der Eifel in die Ukraine und bringt mehr als 1000 Ukrainer in Sicherheit. Schlickat gründet den Hilfsverein MMS Humanitas und baut das Spendenlager in der Eifel auf. Hier gibt es mittlerweile auch eine Kleiderkammer, in der sich alle Hilfsbedürftigen mit dem Nötigsten ausstatten können. Anruf bei Markus Schlickat „Lebensmittel. Also alles was haltbar ist. Klassische Konserven, Nudeln, Reis. Selbst Haushaltswaren suchen wir im Moment händeringend für die Ukrainer hier vor Ort.“ Anrufe wie dieser sind selten geworden. Kaum jemand erkundigt sich, ob noch Spenden gebraucht werden. Auch heute kommen nur vereinzelt Menschen an der Halle vorbei um etwas abzugeben. Vier Tüten und Kisten mit Kleidung. Das ist die Ausbeute des Tages. Markus Schlickat, Flüchtlingshelfer aus der Eifel „In […]

  • Flüchtlingszahlen in Hessen steigen

    Flüchtlingszahlen in Hessen steigen

    Aktuell steigt die Zahl der Geflüchteten wieder spürbar an. Die Plätze in den hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind bereits größtenteils belegt. Auch die Kommunen reagieren. So betreibt der Rheingau-Taunus-Kreis nun eine zweite Notunterkunft in der 15.000-Einwohner-Gemeinde Niedernhausen. 30 Menschen sind hier in der ersten Woche angekommen. Sie haben es geschafft – den Schrecken des Ukrainekrieges zu entkommen: Yuliia, Yurii, Nika und Nazar. Die vierköpfige Familie aus Kiew ist seit einem Monat in Deutschland. Nun kommt sie vorerst hier in der Autalhalle in Niedernhausen unter. Sie alle sind froh über Wasser, Strom, Verpflegung und ein Leben in Sicherheit. Yuliia, ist mit ihrer Familie aus Kiew geflüchtet „Das Wichtigste für mich ist, dass die Kinder ganz normal zur Schule gehen. Online-Unterricht ist in der Ukraine oft nicht möglich, weil es keinen Strom gibt. Meine Tochter kann sehr schön malen und ist sehr talentiert. Ich möchte, dass die Kinder sich ganz normal entwickeln und glücklich sind. Und dass sie Freunde in der Schule haben.“ Auch deshalb wünscht sich Vater Yurii eine rasche Anstellung als Dachdecker. Und eine richtige Wohnung für seine Familie. Aktuell leben sie in einer solchen Kabine. Spartanisch eingerichtet, auf gerade einmal neun Quadratmetern. Es fehlt an Privatsphäre – und an Sanitäreinrichtungen. So mussten draußen extra noch zwei Container aufgebaut werden. Bereits in wenigen Wochen könnte die Halle mit 168 Menschen vollständig belegt sein. Joachim Reimann, CDU, Bürgermeister Niedernhausen „Ich erwarte schon, dass von Bundesseite aus dafür gesorgt wird, dass die Zahlen in einem kontrollierbaren und auch stemmbaren Rahmen bleiben werden. Mir ist völlig klar, dass man das nur bis zu einem gewissen Grad auch steuern kann. Aber wenn schon Hallen belegt werden, dann sind wir an einem Punkt angekommen, an dem man auch aufpassen muss, dass es zu keiner Überforderung der Kommunen in Deutschland führt.“ Denn Kita- und Schulplätze seien knapp, die […]

  • Integrative Kitas vor dem Aus?

    Integrative Kitas vor dem Aus?

    Heute haben in Kaiserslautern Eltern, Kinder und Kita-Mitarbeiter gegen das neue rheinland-pfälzische Kita-Gesetz demonstriert, das regelt, wie Kinder mit einer Beeinträchtigung in Kitas künftig betreut und unterstützt werden. Betroffene Familien befürchten durch die Neuerungen eine schlechtere Versorgung für ihre Kinder. Große Sorgen machen sich auch die fünf integrativen Kitas der Lebenshilfe in Kaiserslautern. Gemeinsam spielen, lernen und aufwachsen – in der integrativen Kita Wipo-Wichtel in Kaiserslautern eine Selbstverständlichkeit. Und – sehr wichtig. Denn Behandlungen für Kinder mit einer Behinderung finden direkt vor Ort statt. Susanne van der Meijden, Physiotherapeutin Kita „Wipo-Wichtel“ „Er kann hier einfach seinen Alltag erleben. Er ist hier im Kindergarten, er ist hier integriert. Seine Eltern müssen außerhalb nicht noch einmal extra zur Therapie fahren, was oft vormittags ist, da kann er nicht in den Kindergarten kommen. Ich kann jetzt auch so direkt Rückmeldung geben an die Gruppe, wo sie drauf achten können und wo nicht. Was für ihn wichtig ist, wie sie mit seiner motorischen Beeinträchtigung umgehen sollen.“ Mit dem neuen Kita-Gesetz von Rheinland-Pfalz könnte sich die Situation ändern. Es hat die Versorgung der Kinder mit Behinderung in die Hand der Kommunen gelegt und sieht vor, dass ab 2023 jedes Kind erst einmal in eine Regel-Kita kommt. Dort würde jährlich neu beurteilt werden, welche Behandlungen das Kind benötigt. Die Behandlung selbst würde dann nicht mehr in der Kita stattfinden. Monika Sadaune, Psychologin Kita „Wipo-Wichtel“ „Es ist halt ganz, ganz schlimm, weil wir haben halt auch doch Kinder von Eltern, die selbst beeinträchtigt sind. Oder halt Hilfe nötig haben bezüglich wie kriegt mein Kind überhaupt Therapie, was muss ich tun, dass es Therapie bekommt. Und das nehmen wir hier ja alles den Eltern ab.“ Die Eltern fürchten außerdem, nicht mehr so leicht an finanzielle Zuschüsse zu kommen wie bislang. Momentan sammeln die Kommunen die Gelder im Hintergrund […]

  • 40. Sportpresseball in Frankfurt

    40. Sportpresseball in Frankfurt

    In der Alten Oper in Frankfurt fand am Wochenende der Sportpresseball statt. Auf dem roten Teppich präsentierten sich wieder jede Menge Persönlichkeiten rund um den Sport. 50 Jahre nach den Olympischen Spielen von München wurden außerdem auch drei prägende Akteurinnen der Leichtathletik ausgezeichnet. Und das bei einer ganz besonderen Ausgabe der Veranstaltung. Jubiläum beim Sportpresseball in Frankfurt – bei der 40. Ausgabe der Preisverleihung kommen sie zusammen – Akteure aus Politik, Medien und natürlich dem Sport. Eine schöne Gelegenheit, um sich auszutauschen und auf die Erfolge des Jahres zurückzublicken. Ein Highlight: die European Championships im August in München. Gina Lückenkemper, Gold im 100-Meter-Lauf und der 4-mal-100-Meter-Staffel „Große Erfolge vor heimischem Publikum feiern und erleben zu dürfen, ist was super Besonderes. Ich habe ja Berlin 2018 schon sehr erfolgreich erlebt, aber Müchen 2022 war nochmal die Kirsche oben auf der Sahne. Niklas Kaul, Gold im Zehnkampf „Ja, das war der schönste Wettkampf, den ich jemals gemacht habe. Das muss man ganz klar so sagen.“ Carolin Schäfer, Siebenkämpferin Eintracht Frankfurt „Es war einfach unglaublich besonders für mich. Es war sehr, sehr schön, Familie und Freunde im Stadion haben zu können. Ja, und diese Kulisse und fünf Prozent mehr geben zu können und hinter einem zu haben.“ Erster Preisträger des Abends: der ehemalige Ministerpräsident Volker Bouffier, der mit der Pegasos-Ehrung „Besondere Verdienste um unser Land“ ausgezeichnet wird. Anerkennung für seine Förderung des hessischen Sports. Volker Bouffier, CDU, erster Preisträger des Abends „Von der hessischen Sportstiftung, über das Programm für Beruf und Sport und vieles andere mehr. Aber wissen Sie, das ist ein langes Sammelsurium und das umfasst 40 Jahre öffentliche Arbeit. Und am Ende freut es mich, wenn die Arbeit Früchte getragen hat. Nicht für mich, sondern für die Sportler.“ Ein Ex-Leichtathletinnen-Trio wird mit dem Preis „Legenden des Sports“ ausgezeichnet. Heide Ecker-Rosendahl, Ulrike […]

  • Bildungsdemonstration in Mainz

    Bildungsdemonstration in Mainz

    Das Bildungssystem in Rheinland-Pfalz ist marode und gehört dringend saniert. Das zumindest findet ein bisher einmaliges Bildungsbündnis, aus Eltern, Schülern und Gewerkschaft. Sie kamen heute in Mainz zusammen um zu demonstrieren. Gemeinsam wollen sie unter anderem eine Erhöhung des Bildungsetats um 2 Milliarden Euro erreichen. Die bestmögliche Bildung unter den besten Bedingungen. So lautet die Forderung der Demonstrierenden, die sich heute auf den Weg durch die Mainzer Innenstadt gemacht haben. Um das zu erreichen brauche es mehr Geld für das Bildungssystem Pascal Groothuis, LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz „Die 2 Milliarden werden unter anderem auch für Digitalisierung in den Schulen benötigt. Wir müssen gucken, dass wir in den Schulen vor Ort die Mängel die wir haben aufarbeiten und endlich mal vorankommen in das 21. Jahrhundert, wo die Bildung und die Schulen auch ready sind für das Digitalisierungszeitlalter.“ Außerdem fordert das Bündnis ein konkreteres Vorgehen gegen den Lehrermangel. 7000 zusätzliche Lehrkräfte sollen eingestellt werden. So könne man kleinere Lerngruppen und eine individuellere Förderung der Schüler erreichen. Diese Forderung stößt bei dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium auf Unverständnis. Es teilt uns schriftlich mit: Zitat Bildungsministerium Rheinland-Pfalz „Rheinland-Pfalz gelingt es seit Jahren, den Bedarf zu decken und genügend Lehrkräfte einzustellen. […]Im Vergleich zu anderen Bundesländern steht Rheinland-Pfalz bei der Unterrichtsversorgung damit weiterhin sehr gut da, wenngleich auch hier der bundesweite Fachkräftemangel zu spüren ist.“ Das Forderungspaket des Bildungsbündnisses wird von einer Petition untermauert. Über 13.000 Unterschriften konnten bisher gesammelt werden. Die wurden heute den bildungspolitischen Sprechern der rheinland-pfälzischen Landtagsfraktionen übergeben. Man hofft auf Einsicht und eine zeitnahe Umsetzung der Forderungen.

  • Landwirtin will Tiere auf eigenem Hof töten dürfen

    Landwirtin will Tiere auf eigenem Hof töten dürfen

    Nura Follmann züchtet im rheinland-pfälzischen Flacht Rinder, die ganzjährig auf der Weide stehen und dort sogar ihre Kälber zur Welt bringen. Und auf der Weide sollen die Tiere auch geschlachtet werden – ohne stressigen Transport, ohne Schlachthaus, ohne Bolzenschuss. Eine Methode, die sowohl von Experten der EU als auch von Tierschützern empfohlen wird. Doch der Landkreis verbietet Nura Follmann die Weideschlachtung und verweist dabei – auf den Tierschutz.

  • Unis müssen Energie sparen

    Unis müssen Energie sparen

    Seit einer Woche läuft nun das neue Semester an den Universitäten in Rheinland-Pfalz und Hessen. Man könnte von einem sogenannten Kaltstart sprechen, denn auch an den Hochschulen muss Energie gespart werden. Die Räume werden deshalb nur auf 19 Grad geheizt. Zusätzlich sollen Licht und Drucker ausgeschaltet werden, PCs nicht im Standby-Modus laufen. Doch all das wird wohl nicht reichen. Ein Hilfeschrei aus der Lehre. Während die einen lernen, machen die anderen erst einmal ein Warm-Up. Zusammengestellt von der Abteilung Hochschulsport der Justus-Liebig-Universität Gießen – wenn es im Vorlesungssaal in diesem Semester kalt wird. Prof. Dr. Joybrato Mukherjee, Präsident Justus-Liebig-Universität Gießen „Wir rechnen in diesem Jahr mit 10 Millionen Euro Energiemehrkosten im Vergleich zu 2021. Und im kommenden Haushaltsjahr im Moment mit 35 Millionen Euro an Energiemehrkosten im Vergleich zu 2021. Man sieht also, das sind gewaltige Summen bei einer Universität mit 500 Millionen Euro Gesamtumsatz.“ Für 2022 wäre das eine Kostensteigerung um 30 Prozent. Deshalb finden in diesem Semester die Veranstaltungen hauptsächlich von Montag bis Donnerstag statt. So kann die Universität in Gießen die meisten Räume bereits ab Freitag in den Wochenendmodus schicken – und dadurch weniger Gas und Strom verbrauchen. Das funktioniert in Koblenz nicht. Die rheinland-pfälzische Landesregierung verlangt pro Hochschule eine Energieeinsparung um 15 Prozent. Die Lösung hier: zurück in die Online-Lehre im Dezember. Die Studierenden in Koblenz finden das nicht gut. Christian Neumann, Student „Der Prof sieht einem an, wenn man ihm nicht folgen kann. Online rattert der einfach sein Skript durch. Aber hier in Präsenz sieht er dann halt, dass er in 50 leere Gesichter starrt.“ Johanna Klöckner, Studentin „Ich find das leider gar nicht gut. Beziehungsweise ich verstehe es nicht, weil so heizt ja jeder für sich zu Hause.“ André Schüller, Student „Dadurch müssen wir dann eben die Kosten tragen und haben dann eben noch […]

  • Halloween-Horror in Homberg

    Halloween-Horror in Homberg

    Vielleicht haben ja im Laufe unserer Sendung schon ein paar verkleidete Kinder an Ihrer Haustür geklingelt. Denn heute ist Halloween und das bedeutet: „Süßes oder Saures“. Im hessischen Homberg / Efze ist die Familie Hampel schon seit Monaten in Halloweenstimmung. Jahr für Jahr dekorieren sie ihr Haus zu einer Gruselvilla um. Wir haben uns getraut und das Haus besucht – aber Achtung! Spinnen, Skelette, Schreckmomente. Das Halloweenhaus von Familie Hampel ist in der Region ein Muss für alle Horrorfans. Jedes Jahr kommen Hunderte Menschen, um sich hier zu gruseln. Angefangen hat alles vor 8 Jahren mit einem Kürbis. Nicole Hampel, Besitzerin des Halloweenhauses „Wir haben angefangen mit den Kindern Kürbisse zu schnitzen und dann wurde das irgendwie von Jahr zu Jahr mehr. Also, wir lieben einfach Halloween, weil das ist hier in der Region bei uns überhaupt nicht verbreitet, und wir sind hier so die einzigen die das machen. Und wir lieben das einfach.“ Schon eine Woche vor Halloween fängt die Familie an, den Vorgarten zu schmücken. Über 100 Attraktionen und 20 Animatroniken werden aufgebaut. Die beweglichen Figuren und Maschinerien baut Frank Hampel als gelernter Schlosser selbst. Frank Hampel, Besitzer des Halloweenhauses „In Deutschland kriegst du so was nicht zu kaufen. Deswegen musst du das selber bauen und auch selber entwickeln. Gerade hinten unsere Guillotine – wie man das Messer wieder automatisch hoch kriegt – das ist schon eine Herausforderung. Und dass die Szenen so aussehen wie gebraucht und unvollständig und krumm und schief – das ist die Herausforderung. Gerade und rechtwinklig kann jede,r aber dieser Used-Look, dass es halt wirklich alt aussieht, dass macht es auch aus.“ Seit diesem Jahr gibt es im Halloweenhaus einen Erwachsenenbereich. Hier wird es blutig. Deshalb ist der Zutritt für Kinder verboten. Die können sich im Vorgarten die Moorlandschaft ansehen oder sich auf den […]

  • Tierheime am Limit

    Tierheime am Limit

    Mehr als 550 Tierheime gibt es in Deutschland. Sie erhalten in der Regel zwar finanzielle Unterstützung von ihren Gemeinden, aber dieses Geld reicht selten aus. Trotz Spenden sind viele vereinsbetriebene Tierheime gerade in größter Not. Zum einen sind die Energiekosten stark angestiegen, zum anderen wurden in den letzten Monaten deutlich mehr Tiere abgegeben als gewöhnlich. Ihre Herrchen und Frauchen können sich das Tier nicht mehr leisten oder sind ganz einfach überfordert. Das ist Hector, zweieinhalb Jahre alt und 45 Kilogramm schwer. Abgegeben von einer überforderten Familie mit Kleinkindern und ohne die nötige Erfahrung im Umgang mit Hunden. Thomas Geyer, Tierhelfer Ingelheim e.V. „Hector wurde fürs Kind geholt, für ein 13-jähriges Mädchen. Eine völlig falsche Anschaffung. Die Erwachsenen müssten schon selber in sich standfest sein, um dem Hund Grenzen zu setzen.“ Der Cane Corso wurde zunächst für drei Tage im Tierheim abgegeben. Aus diesen drei Tagen ist mittlerweile ein halbes Jahr geworden. Allein für die Aufnahme von Hunden, die meisten mit auffälligen Verhaltensweisen, bekommt das kleine Tierheim in Ingelheim im Schnitt drei Anfragen pro Woche. Zusammen mit Katzen und Kleintieren muss sich das grade mal achtköpfige Team jedes Jahr um rund 800 Tiere kümmern. Tendenz stark steigend! Thomas Geyer, Tierhelfer Ingelheim e.V. „Unsere Lage ist angespannt, also das kann man sagen. Die Finanzen zwingen uns wirklich zu Maßnahmen und fast schon zum Betteln, weil wir nicht wissen ob wir überleben.“ Das finanzielles Loch ist inzwischen rund 60.000 Euro groß, entstanden durch gestiegene Personal-, Tierarzt- und Energiekosten. Letztere seien bereits im vergangenen Jahr um 30% gestiegen. Thomas Geyer, Tierhelfer Ingelheim e.V. „Unsere Gebäude sind alt. Das heißt, wir heizen natürlich auch mal im übertragenen Sinne für ‚draußen‘. Die sind nicht so isoliert, wie man es gern hätte und zum Renovieren fehlt auch das Geld.“ Geht es so weiter, muss das Tierheim schließen. […]

  • Winzer will erster Weinkönig am Mittelrhein werden

    Winzer will erster Weinkönig am Mittelrhein werden

    Am 4. November wird im rheinland-pfälzischen Weinanbaugebiet Mittelrhein gewählt. Es geht um die neue Weinmajestät, die in diesem Jahr auch ein König sein könnte. Denn zum ersten Mal überhaupt wird in einem der 13 deutschen Weinanbaugebiete die Krone nicht nach Geschlecht vergeben. Drei Frauen und Gero Schüler aus Bacharach stehen zur Wahl. Wir stellen Ihnen die vielleicht erste männliche Weinmajestät vor. Gero Schüler, Winzer aus Bacharach „Ja, es ist für mich einfach Heimat hier und mir macht es hier super viel Spaß im Steilhang zu stehen. Einfach jeden Morgen hat man eine wunderschöne Aussicht, das macht es halt ganz besonders.“ Der Alltag eines Thronanwärters. Gero Schüler holt die Netze ein. Die haben Vögel davon abgehalten seine Trauben aufzupicken. Jetzt ist die Ernte vorbei, die Netze werden bis zum nächsten Jahr nicht mehr gebraucht. Sie wandern in den Keller, Gero Schüler steil bergauf. Gero Schüler, Winzer aus Bacharach „Seit 2017 mach ich das zusammen mit meinem Onkel, mittlerweile haben wir vier Hektar.“ Nebenher studiert der 25-Jährige noch Weinbau in Geisenheim. Das ist schon stressig. Gero Schüler, Winzer aus Bacharach „Ja, auf jeden Fall!“ Und jetzt begehrt der Mann auch noch die Königskrone. Auf Ortsebene gab es schon den ein oder anderen Bacchus, aber eines von Deutschlands 13 Weinanbaugebieten hat noch nie ein Mann vertreten. Gero Schüler, will Weinkönig vom Mittelrhein werden „Weinkönig passt einfach perfekt zu mir. Ich hab einfach viel Bock, mit Leuten Wein zu trinken, Menschen für den Wein zu begeistern, auf Weinfeste zu gehen, gut zu essen und das passt einfach perfekt zu mir.“ Die weibliche Konkurrenz ist groß. Diese drei Damen wollen auch nach der Krone greifen. Obwohl – richtige Konkurrenten sind die vier eigentlich gar nicht. Alle Kandidat*innen, die die jetzige Königin ablösen wollen, verstehen sich untereinander prima. Auf die Idee, vielleicht auch mal einem Mann […]