Gesellschaft

  • Fashion Week startet in Frankfurt

    Fashion Week startet in Frankfurt

    Als im vergangenen Juni die erste Frankfurter Fashion Week stattfand, da lief alles wegen Corona in ziemlich eingeschränkter Form, die meisten Veranstaltungen fanden online statt. Alle haben sich auf den Januar gefreut, den Start der zweiten Fashion Week. Doch jetzt sieht eigentlich alles wieder genauso aus. Ein paar Events gibt es aber dann doch ganz real. Models auf dem Laufsteg. Eine Show des großen Karl Lagerfeld. Zu sehen in der Schillerstraße 16, direkt in der Frankfurter Innenstadt. Keine reale Show. Eher ein coronakonformer Mode-Event. Florian Jöckel, Massif Central Arts „Wir stehen hier in Kitzbühel. In einer Chanel-Ausstellung von Karl Lagerfeld. Ein Kunstwerk des Frankfurter Fotografen Helmut Fricke, das wir in überdimensionaler Größe aufgebaut haben.“ Kitzbühel aus Pappe. Keine großen Partys, keine große Modemesse. Die Fashion Week soll Frankfurt zur Modestadt machen, aber auch die zweite Ausgabe bietet nur wenig Glamour. Olaf Schmidt, Messe Frankfurt „Wir sind natürlich enttäuscht, dass wir die Frankfurt Fashion Week nicht so durchführen können wie geplant, Pandemiebedingt mussten wir die Messen absagen, aber hier werden einige Veranstaltungen in Frankfurt stattfinden, natürlich coronakonform.“ So eine Veranstaltung ist die Couture Show des Designers Albrecht Ollendiek. Letzte Anprobe mit Modell Lutricia Kermani. Als Luxuriös und Lässig beschreibt der Frankfurter seine Mode. Er lässt seine Models in New York und Paris laufen und jetzt auch in der Mainmetropole. Albrecht Ollendiek, Designer „Also, erst mal ist Frankfurt eine tolle Messestadt. Für mich ist Mode ja nicht nur, was auf dem Kleiderbügel hängt. Für mich ist Mode auch einen gewisse ’savoir vivre‘. Und wenn ich Mode lebe, dann ist für mich auch eine gewisse Kultur, eine gewissen Sinnlichkeit, eine gewisse Lust der Ästhetik natürlich auch als Grundvoraussetzung erforderlich.“ Diese Lust an der Ästhetik will Sevinc Yerli nach Frankfurt bringen. Sie hat die Fashion Lounge ins Leben gerufen. Eine Plattform für regionale Designer […]

  • Heizung aus Kuhfladen

    Heizung aus Kuhfladen

    Wegen des Klimawandels müssen fossile Brennstoffe früher oder später vom Energiemarkt verschwinden, sagen Experten. Doch Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Dank kluger Köpfe gibt es mittlerweile viele Wege, Energie auch umweltfreundlich zu gewinnen. Ein junger Landwirt aus dem hessischen Bimbach hatte dazu eine einfache, aber geniale Idee: eine Heizung, die von Kuhfladen betrieben wird. Erst muss was rein, damit später wieder was raus kommt. Das Ergebnis: Schön warm, rund 37 Grad. Lukas Stock nutzt diese Wärme, um die angrenzenden Räume zu heizen. Der Landwirt aus Bimbach und seine Familie haben einen Rindfleischbetrieb. Aktuell sind es 60 Kühe und ebenso viele Kälber. Als die Stocks ihren neuen Stall gebaut haben, ließ Lukas Wasserrohre in den Betonboden verlegen. Das Prinzip Kuhfladenheizung war geboren. Lukas Stock, Erfinder der „Kuhfladenheizung“ „Die Kühe liegen ja da drin, morgens und abends wird’s eingestreut, dann scheißen sie auch mal rein und ihre Hinterlassenschaft ist ja auch warm. Und dann fängt der Mist an und gärt und bei der Gärung entsteht die Wärme und die Wärme heizt den Beton auf und da sind ja unsere Leitungen drin mit Wasser und das Wasser erwärmt sich durch die Hitze von dem Mist.“ Die Rohre laufen unter dem gesamten Stallboden entlang bis in den Betriebsraum und die Küche. Hier gibt das Wasser die Wärme als Fußbodenheizung wieder ab. Lukas Stock, Erfinder der „Kuhfladenheizung“ „Durch den warmen Mist werden draußen in den Rohren das Wasser erwärmt und dann pumpt die Pumpe, was hier im Technikraum ist, pumpt das warme Wasser hierher und erwärmt hier den Technikraum. Momentan haben wir um die 20 Grad, das könnte aber auch noch höher bis auf 25 Grad hochgehen.“ Die Idee ist Lukas beim Ausmisten im alten Stall gekommen. Ihm ist aufgefallen, dass der Betonboden auch eine halbe Stunde danach noch gedampft hat. Diese Wärme könnte man […]

  • Ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe

    Ein halbes Jahr nach der Flutkatastrophe

    Heute vor sechs Monaten kam die Flut. Die Wassermassen waren nicht aufzuhalten. Brücken wurden weggerissen, Häuser weggeschwemmt. Mehr als 180 Menschen verloren ihr Leben. Das Ahrtal im Norden von Rheinland-Pfalz traf es besonders hart. Orte wie Schuld, Mayschoß oder Rech erlangten traurige Bekanntheit. Wie geht es den Menschen im Ahrtal ein halbes Jahr später? Eine Reportage aus dem Katastrophengebiet. Das Ahrtal – immer noch eine Baustelle. Rech an der Ahr. Hier hat es die berühmte Nepomuk-Brücke weggerissen. Hier standen mal Sportanlagen. Die Bewohner rühren Beton an. Peter Schatz hängt dauernd am Telefon. Er arbeitet 13, 14 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, um seine Gaststätte wieder auf Vordermann zu bringen. Peter Schatz, Gaststättenbetreiber aus Rech „Handwerker koordinieren, Material besorgen, gucken, dass die Lieferungen rechtzeitig klar kommen, an Land kommen, weil das momentan schon ein Riesenproblem ist. Materialverknappung auch schon vor der Flut hier ein allseits bekanntes Thema und jetzt wird es nochmal ein bisschen dramatischer.“ So sah es vor einem halben Jahr hier aus. Draußen Verwüstung, drinnen Zerstörung. In der Flutnacht wurde das Haus von den Wassermassen umspült. Peter Schatz und seine Familie konnten sich ins Obergeschoss retten. Peter Schatz, Gaststättenbetreiber aus Rech am 21.07.2021 „War die schlimmste Nacht meines Lebens. Das würde ich meinem ärgsten Feind nicht wünschen. Also, das war…wir sind froh, dass wir hier stehen. Haben zwar die komplette Lebensgrundlage verloren,a aber wir gucken nach vorne und versuchen es irgendwie wieder aufzubauen.“ Dazu warten Peter Schatz und viele andere im Ahrtal weiterhin auf die angekündigten Hilfen vom Staat. Schnell und unbürokratisch sollten sie fließen. Aber: Die seitenlangen Anträge sind kompliziert, die Bearbeitung zieht sich hin. Peter Schatz, Gaststättenbetreiber aus Rech „Ist schon schwierig. Aber wir haben ja die Erfahrung mit den Corona-Hilfen schon gemacht. Das war auch schnell und unbürokratisch angekündigt, und relativ lange drauf gewartet. […]

  • Im Interview: Andreas Geron, Bürgermeister von Sinzig

    Im Interview: Andreas Geron, Bürgermeister von Sinzig

    Eva Dieterle spricht mit einem, der selbst unmittelbar betroffen war, über das Horrorszenario und die Folgen. Eva Dieterle, Moderatorin: Guten Tag. Andreas Geron, parteilos, Bürgermeister Sinzig: Guten Tag. Dieterle: Herr Geron, Sie haben engen Kontakt zu vielen anderen Betroffenen. Wie traumatisiert ist Ihre Stadt ein halbes Jahr danach? Geron: Ja, also eine Frage, auf die man schwer pauschal und generell eine Antwort geben kann. Die Menschen, viele Menschen waren stark in den ersten Tagen, Wochen und Monaten, haben sich quasi in einem Hamsterrad befunden, haben gearbeitet, die Flut Folgen beseitigt, und jetzt, im Laufe der dunkleren Monate, merkt man, wie sehr es die Menschen in unserer Region betroffen hat. Ich merke das auch an mir selbst. Wir haben in den vergangenen Wochen praktisch jeden Tag auch privat über die Folgen der Flut gesprochen und die Zerstörung ist einfach einfach gigantisch. Wenn man vor Ort ist. Man wird immer wieder erinnert an das, was geschehen ist. Die persönliche Verarbeitung ist noch lange nicht abgeschlossen. Dieterle: Versetzen wir uns zeitlich nochmal zurück. Es hat Warnungen vor dem Hochwasser gegeben, auch eine Krisensitzung in Sinzig in der Nacht davor. Wie konnte diese Katastrophe in diesem Ausmaß trotzdem passieren? Stellen Sie sich diese quälende Frage auch heute noch? Geron: Ja, auf jeden Fall, und es gibt ja dann auch die entsprechenden Gremien auf Landesebene, die die Ereignisse der Nacht aufarbeiten. Ich muss Ihnen sagen, wir hatten kaum Informationen im Ort, das Handynetz ist dann zusammengebrochen, es gab keinen Strom, kein Internet. Wir wussten nicht, was flussaufwärts passiert. Und es sei auch mal klar gesagt: Es gab auch keine Modellberechnungen, was bedeuten sechs, sieben Meter Pegel ahraufwärts für Sinzig, wo das Tal wieder breiter wird? Welche Regionen werden dann überflutet? Da gab es keine Erfahrungswerte. Hinzu kommt dann, dass das Szenario mit den Brücken, den […]

  • Verkürzte Quarantäne und Isolation

    Verkürzte Quarantäne und Isolation

    Erstmals überschreitet die Zahl der Corona-Neuinfektionen heute die Marke von 90.000. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz erreicht einen Höchststand von 470,6. Experten rechnen damit, dass es in den nächsten Wochen immer neue Rekorde geben wird. Verantwortlich dafür ist die aktuelle Omikron-Welle. Damit es in der Folge nicht bald zu massiven Personalausfällen in der Wirtschaft kommt, hat der Bundesrat heute unter anderem neue Quarantäne- und Isolations-Regeln beschlossen. In Rheinland-Pfalz sind sie bereits heute in Kraft getreten. Yara Koboldt, Corona-Stabstelle Kreis Bad Kreuznach „Ich erkläre Ihnen jetzt noch kurz, wie lange Sie in Quarantäne müssen, die Regeln haben sich ja geändert.“ Fragen über Fragen, erreichen Yara Kobolt in der Corona-Stabstelle des Landkreises Bad Kreuznach, denn ab heute gelten in Rheinland-Pfalz neue Quarantäne- und Isolationsregeln. Ron Budschat, Leiter Corona-Stabstelle Kreis Bad Kreuznach „Der große Anstrum war gestern schon, der war heute auch. Klar, die Leute haben Fragen, wollen informiert werden und daher stehen wir zur Verfügung.“ Menschen, die geboostert oder innerhalb der letzten drei Monate frisch geimpft oder genesen sind, müssen als Kontaktpersonen nicht mehr in Quarantäne. Für alle anderen verkürzen sich Isolation und Quarantäne auf zehn Tage. Bereits nach sieben Tagen besteht aber die Möglichkeit, sich durch einen PCR- oder zertifizierten Schnelltest freizutesten. Schüler können das bereits nach fünf Tagen. Diese Regeln gelten ab sofort für alle. Auch für diejenigen, die aktuell in Isolation oder Quarantäne sind. Ron Budschat, Leiter Corona-Stabstelle Kreis Bad Kreuznach „Es bedarf kein Anruf mehr von uns. Sie können sich im Grunde auf eine geltende Absonderungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz berufen und damit automatisch selbstständig ihre Quarantäne beenden.“ Die neuen Quarantäne- und Isolationsvorschriften sollen helfen, massive Personalengpässe zu vermeiden, die vor allem Betriebe der Kritischen Infrastruktur empfindlich treffen würden. Die Einrichtungen haben deshalb strenge Hygienekonzepte und Notfallpläne. Der Darmstädter Energieversorger entega ist beispielsweise darauf vorbereitet, Mitarbeiter im Notfall im Betrieb übernachten […]

  • Der 17:30-Sporttalk

    Der 17:30-Sporttalk

    Der Ball rollt wieder im neuen Fußballjahr und nachdem vergangenes Wochenende schon die erste Liga in die Rückrunde gestartet ist, greift nun auch die zweite Liga wieder voll ins Geschehen ein. Darüber spricht Eva Dieterle mit Thorsten Arnold aus der Sportredaktion Eva Dieterle, Moderatorin: Thorsten, für unsere beiden Erstligisten Frankfurt und Mainz war das ja kein so gelungener Start in das neue Jahr. Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja, genau so muss man es formulieren. Beide Teams mit Niederlagen und vor allem für die Mainzer ist ja sehr unglücklich, in Leipzig dieses frühe Handspiel, Rote Karte, Elfmeter, dann der Rückstand – also da war dann kaum noch was zu retten. Aber Trainer Bo Svensson sagt, das haken wir mal ganz schnell ab, jetzt geht’s erst richtig los, dann morgen das erste Heimspiel, dann gegen den VfL Bochum. Und da gibt es ja aus dem Hinspiel auch eine Menge gutzumachen. Bo Svensson, Trainer 1.FSV Mainz 05 „Wir brauchen eine bessere Leistung als damals, das ist klar. Und das fängt an mit unserem Spiel. Wir wissen, für was Bochum steht und wenn wir nicht an unser Limit kommen, wird es für uns schwer, wie in jedem Bundesligaspiel, auch am Samstag. Und das müssen wir ändern, weil wir damals vor 17 Spieltagen nicht an unser Limit gekommen sind.“ Arnold: Ja, mal gespannt, wie es diesmal läuft. 1.000 Fans dürfen sich es angucken, live im Stadion, das gibt zumindest die rheinland-pfälzische Corona-Verordnung derzeit her. Mal gucken., vielleicht kommt ja tatsächlich so ein bisschen so was wie Stimmung auf. Dieterle: Große Aufregung gab es heute bei unserem anderen Erstligisten, bei Eintracht Frankfurt. Was war da los? Arnold: Ja, da wurde heute früh in den sozialen Netzwerken gestreut – muss man sagen: sind ja nur Gerüchte, dass zwei Leistungsträger der Eintracht, also Filip Kostic und Torwart Kevin Trapp, […]

  • Wintersport in Willingen

    Wintersport in Willingen

    Im hessischen Skigebiet Willingen ist aktuell Hochsaison. Die Lifte sind in Betrieb und die Pisten geöffnet. Letztes Jahr war um diese Zeit noch Lockdown, jetzt dürfen endlich wieder Besucher kommen – wenn auch in begrenzter Anzahl. Und es gibt einige Regeln zu beachten. Vom trüben Wetter heute lassen sich die Skifahrer nicht die Stimmung vermiesen. Rund 30 cm Schnee sorgen auf den insgesamt 16 Pisten für ordentlich Fahrspaß. Die Leute kommen von überall her. Wino „Ich liebe das Ort Willingen, ja das ist hier schön. Die Leute sind sehr nett und das Skigebiet ist auch gut und das ist nur drei Stunden von Holland.“ Auke Vogelzang „Hier im Winter mit die Schnee, das ist schön. Haben wir in Holland nicht, die Berge.“ Horst Weingarten „Wir hatten ursprünglich Ischgl geplant in diesem Jahr, aber wegen der momentigen Pandemie haben wir das kurzfristig abgesagt, aber da meine Frau eine leidenschaftliche Skifahrerin ist, haben wir kurzfristig Willingen gebucht.“ Martin Weingarten „Also, wir hatten heute Morgen, als wir gestartet sind, ganz viel Sonne und auf einmal zog eine Wolkenfront rein und, ja, jetzt müssen wir damit leben. Aber das hält uns nicht davon ab, weiter Ski zu fahren.“ Am Nachmittag ließ sich die Sonne dann auch wieder blicken. Da konnte auch unser Kameramann einer Abfahrt auf dem Snowboard nicht wiederstehen. Wer am Wochenende kommen will, sollte vorher ein Online-Ticket kaufen, denn die Besucherzahl ist wegen Corona begrenzt. Beim Anstehen und im Lift ist Maskenpflicht. Außerdem gilt im Skigebiet die 2G-Regel. Wegen der aktuell steigenden Inzidenz wird Willingen ab Montag voraussichtlich zum Corona-Hotspot. Dann ist für Nicht-Geboosterte ein zusätzlicher Test nötig. Eine Zusatzbelastung für das Skigebiet. Norbert Simon Lopatta, Leiter Tourismus und Kurbetrieb „Wir haben jetzt schon eine Verunsicherung in der Bevölkerung, weil die ganzen Verordnungen, die Regelungen, ja immer wieder zu Verunsicherungen führen. Der […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Gegen nicht genehmigte Proteste vorgehen +++ Ryanair schließt Rückkehr nicht aus +++ Umrüstung auf LEDs geplant +++ Rembrandt-Ausstellung erfolgreich   Gegen nicht genehmigte Proteste vorgehen: Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Christian Baldauf, fordert, die sogenannten Corona-Spaziergänge zu unterbinden. Dafür müsse die Polizei verstärkt werden. Christian Baldauf (CDU), Fraktionsvorsitzender Landtag Rheinland-Pfalz: „Ich fordere von der Landesregierung, dass sie für ausreichende Personal sorgt. Es reicht nicht aus, sich auf Vollzugsdienste der Gemeinden und Städte zu beziehen. Da ist es oft so, dass das Personal nicht ausreichend ist. Und ich weiß, dass die Polizei auch ziemlich auf dem Zahnfleisch geht und wir deshalb weitere Unterstützung brauchen.“ Die nicht genehmigten Proteste gegen die Corona-Maßnahmen umgingen das Versammlungsrecht und würden zunehmend von rechten Gruppierungen instrumentalisiert. Ryanair schließt Rückkehr nicht aus: Nach seinem Rückzug vom Frankfurter Flughafen will der irische Billigflieger Ryanair weiter Gespräche mit dem Flughafenbetreiber Fraport führen. Dabei solle es um den fast fertiggestellten Flugsteig G im neuen Terminal 3 gehen, bei dem die Anforderungen von Billigfluglinien berücksichtigt wurden. Laut Fraport soll der Flugsteig G im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Ryanair war dort als wichtiger Kunde vorgesehen. Der Billigflieger hatte erklärt, er werde den Flughafen Frankfurt zum April verlassen, weil Fraport die Gebühren für Starts und Landungen erhöht habe Umrüstung auf LEDs geplant: Die Straßenbeleuchtung in den hessischen Städten und Gemeinden soll energiesparend und klimafreundlich werden. Wie Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir heute mitteilte, würden der Bund und das Land die Umrüstung auf LEDs in den Kommunen finanziell unterstützen. Mit der modernen Straßenbeleuchtung könnten die Kommunen bis zu 80 Prozent ihrer Stromkosten einsparen und zusätzlich ihre CO2-Emissionen senken. Rembrandt-Ausstellung erfolgreich: Seit ihrer Eröffnung Anfang Oktober haben bereits rund 100.000 Besucher die Ausstellung „Nennt mich Rembrandt“ im Frankfurter Städel besucht. Das hat das Museum heute mitgeteilt. Der große Zuspruch des Publikums trotz der pandemiebedingten […]

  • Ministerpräsidentin Dreyer besucht das Ahrtal

    Ministerpräsidentin Dreyer besucht das Ahrtal

    Ein halbes Jahr ist es nun her, dass eine gewaltige Flutwelle das Ahrtal erfasste – und eine Schneise der Verwüstung hinterließ. In Rheinland-Pfalz verloren dabei 135 Menschen ihr Leben. Rund 8.800 Gebäude wurden teilweise stark beschädigt. Heute hat sich die Landesregierung in Schuld über den Stand der Wiederaufbauarbeiten informiert. Der kleine Ort an der Ahr wurde von der Flut besonders stark getroffen. Schuld am 14. Juli vergangenen Jahres. Die 660-Einwohner-Gemeinde droht geradezu in den Wassermassen zu versinken. In den Tagen danach zeigt sich: Viele Häuser sind zerstört, manche wurden einfach weggespült. Aufgerissene Straßen und Berge von Trümmern. Nur wie durch ein Wunder kommt hier in Schuld niemand ums Leben. Nach den Aufräumarbeiten beginnt der Wiederaufbau der Ortsgemeinde im Landkreis Ahrweiler. Doch auch ein halbes Jahr nach der Flut gibt es hier viel zu tun. Hotels, Restaurants und Geschäfte bleiben geschlossen. Wo einst diese Bäckerei stand, herrscht nun gähnende Leere. „Ja, ist ja kein Geschäft mehr da. Ist ja alles weg. Bäckerei ist weg, Metzgerei, der Laden ist weg. Nichts mehr da. Die Pizzeria ist nicht mehr da. Also, wo soll man noch hingehen? Wir müssen für alles nach Adenau fahren.“ „Gut, ich bin seit 20 Jahren Rentner und mache jeden Abend meinen Spaziergang durchs Dorf. Und seit einem halben Jahr mache ich das auch weiter. Nur, es ist jedes Mal, wenn ich heimkomme, richtig deprimierend.“ „Wir wären ja schon froh, wenn jetzt die Straßen ein bisschen gemacht werden. Jetzt in der Matsche, wir stehen ja nur noch hier in der Matsche rum.“ Ministerpräsidentin Malu Dreyer macht sich heute vor Ort ein Bild der Lage. Und gibt sich betont optimistisch. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Wie das hier aussah, das ist ja gar nicht zu beschreiben. Und was inzwischen geleistet worden ist, das ist ganz wunderbar. Und ich glaube, ich darf […]

  • Auch Hessen hat zukünftig ein Landesamt für Gesundheit

    Auch Hessen hat zukünftig ein Landesamt für Gesundheit

    Andere Bundesländer haben so etwas schon lange – ein Landesamt für Gesundheit. In Hessen gab es bisher nur solche für andere wichtige Themen wie Umwelt, Denkmalpflege oder Statistik. Nun, nach zwei Jahren Pandemie, will man aber auch in Hessen ein Landesamt für Gesundheit schaffen – wie der zuständige Gesundheitsminister Kai Klose heute in Wiesbaden bekanntgab. Eine neue Landesoberbehörde soll in Hessen entstehen, so die Neuigkeit der heutigen Pressekonferenz in der hessischen Staatskanzlei. Das neue Hessische Landesamt für Gesundheit (HLfG) soll als Bindeglied zwischen den 24 kommunalen Gesundheitsämtern und dem Sozialministerium fungieren und sich um Themen wie den Gesundheitsschutz der Bevölkerung und den öffentlichen Gesundheitsdienst kümmern. Dieser müsse verbessert und Grenzen zwischen einzelnen Behörden verringert werden – das habe die Corona-Pandemie gezeigt. Die neue zentrale Behörde werde dezentral, also an verschiedenen Standorten aufgestellt und aus schon vorhandenem Personal bestehen. zu Versetzungen werde es nicht kommen. Etwa 200 – 300 Mitarbeiter soll das neue Landesamt haben. Während sich die Landesregierung für die neue Behörde feiert, ist die Opposition nicht ganz so euphorisch. Die FDP-Landtagsfraktion habe schon länger angesichts der Pandemie Verbesserungen im Gesundheitswesen gefordert und sieht sich nun in ihrer Kritik bestätigt. Die Idee der neuen Stelle sei zwar nicht falsch, komme aber sehr spät. Yanki Pürsün, FDP, Abgeordneter Landtag Hessen „Zum einen haben wir zwei Jahre Pandemie, in der wir auch als Freie Demokraten die Landesregierung dafür kritisiert haben, dass der ÖGD nicht gut aufgestellt ist, und wir haben sogar vor der Pandemie darauf hingewiesen, aber es hieß immer: Alles ist gut und wenn, sind die Gesundheitsämter schuld. Anscheinend brauchen wir doch eine andere Struktur. “ Auch die AfD-Fraktion hat für neue Stelle Kritik übrig und fordert die Besetzung mit Fachkräften. Volker Richter, AfD, Abgeordneter Landtag Hessen „Die Gesundheitsämter und auch viele Ärzte haben sich tatsächlich Koordinationsstellen gewünscht, weil sie teilweise […]

  • Im Interview: Der hessische Gesundheitsminister Kai Klose

    Im Interview: Der hessische Gesundheitsminister Kai Klose

    Am Rande der Pressekonferenz zum neuen Landesamt für Gesundheit hatten wir die Gelegenheit zu einem Interview mit dem hessischen Gesundheitsminister. Eva Dieterle, Moderatorin: Herr Klose, guten Tag. Kai Klose, B’90 / Grüne, Gesundheitsminister Hessen: Guten Tag! Dieterle: Hessen errichtet ein neues Landesamt für Gesundheit. Andere Bundesländer haben das längst. Warum soll es das in Hessen erst jetzt geben? Klose: Nun, die Errichtung eines Landesamt für Gesundheit ist in Hessen auch in den letzten Jahren immer mal wieder diskutiert worden. Ich glaube, die Pandemie hat mit dazu beigetragen, dass die Erkenntnis doch gewachsen ist, dass es sinnvoll ist, eine solche Landesoberbehörde als Scharnier zwischen den kommunalen Gesundheitsbehörden und dem Ministerium zu haben. Und deshalb freue ich mich, dass die Koalition meinem Vorschlag gefolgt ist, dieses Landesamt für Gesundheit jetzt auch zu schaffen. Dieterle: Ist das am Ende nicht nur ein weiteres Amt, dem man den schwarzen Peter zuschieben kann, wenn wieder was schiefgeht? Klose: Nein, ganz im Gegenteil, es geht ja darum, die Gesundheit, den Gesundheitsschutz noch effektiver und effizienter zu organisieren, als das bisher der Fall war. Wir bündeln vor allem Kräfte, die sich bisher auch schon mit dem Bereich Gesundheitsschutz, Infekitionsschutz und so weiter, Gesundheitsberichterstattung, beschäftigen und bündeln sie in diesem neuen Landesamt für Gesundheit, sodass jetzt keine große neue Behörde entsteht, sondern vor allem Kräfte zusammengezogen und besser organisiert werden, als das bisher der Fall war. Dieterle: Das neue Landesamt soll erst Anfang 2023 aktiv werden. Wir sind ja aber mitten in der Pandemie. Was wird jetzt dafür getan, dass die überforderten Gesundheitsämter schnell wieder handlungsfähig sind? Klose: Wir arbeiten ja schon seit zwei Jahren sehr gut und intensiv mit den Gesundheitsämtern zusammen und unterstützen sie auch seitens des Ministeriums an allen Ecken und Enden. Ich glaube, das wird auch durchaus seitens der Gesundheitsämter genauso gesehen und wir […]

  • Qualitätsunterschiede bei Schnelltests

    Qualitätsunterschiede bei Schnelltests

    Für viele sind sie angesichts der aktuellen Corona-Lage – neben dem Impfen – wieder DAS Mittel der Wahl. Schnelltests. Doch das Angebot an unterschiedlichsten Schnelltestzentren und Selbsttests ist inzwischen fast schon unübersichtlich groß geworden. Und viele stellen sich die Frage: Wie zuverlässig sind diese Tests eigentlich? Ob für den Restaurant-Besuch oder einen Abend im Kino: Der Andrang an den Teststellen ist groß. Aktuell sind in Deutschland rund 590 erstattungsfähige Tests für die Zentren auf dem Markt. Bei den Selbsttests sind es etwa 40. Alle diese Produkte haben entweder eine CE-Kennzeichnung oder eine Sonderzulassung. Doch die basiert in der Regel auf Herstellerangaben. Eine stichprobenartige Untersuchung des Paul-Ehrlich-Instituts zeigt: 20 Prozent davon fallen durch. Selbst bei einer sehr hohen Viruslast schlagen sie oft nicht an. Ein Unding, findet die Verbraucherzentrale. Sabine Strüder, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz „Für Verbraucherinnen und Verbraucher ist es wichtig, eine gute Orientierung zu haben, welche Schnelltests denn wirklich sensitiv sind und deshalb braucht man eine umfassende Testung aller auf dem Markt befindlichen Schnelltests, nicht nur stichprobenhaft und das muss das Paul-Ehrlich-Institut schnellstmöglich gewährleisten.“ Die Ergebnisse der Stichprobenuntersuchung hat das Paul-Ehrlich-Institut auf seiner Website in zwei Tabellen veröffentlicht. Durchgefallene Tests sind nicht länger erstattungsfähig und daher nicht mehr im Zentrum einsetzbar. Doch auch unter den Tests, die bestanden haben, gibt es qualitative Unterschiede. Sabine Strüder, Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz „Diese Liste ist aber für Verbraucherinnen und Verbraucher schwer nachvollziehbar, weil ich jetzt gar nicht weiß, was bedeuten diese Zahlen darin. Hier würden wir uns dringend wünschen, dass klar wird, was getestet wurde, bei welchen Viruslasten getestet wurde, damit man auch erkennen kann, welcher Test wirkt bei einer sehr hohen Viruslast, welcher wirkt auch noch bei einer hohen Viruslast und welcher zeigt eben, dass die Viruslast nicht mehr vorhanden ist.“ Laut Paul-Ehrlich-Institut komme es darauf gar nicht so genau an. Die Schnelltests, die die […]

  • „Pushback“ ist Unwort des Jahres 2021 – der Kommentar von Richard Kremershof

    „Pushback“ ist Unwort des Jahres 2021 – der Kommentar von Richard Kremershof

    Eine klare Meinung zur Kürung der für die Jury unangemessenen Wörter hat jetzt unser „17:30 Sat.1 live“-Chefredakteur Richard Kremershof. Hier ist sein Kommentar. Wenn ich ein „Unwort des Jahres“ küren würde, dann hieße dies schlicht und einfach „Unwort“. Warum? Weil ich mich daran störe, dass Worte zum Unwort bestimmt werden und dies von einer gerade mal sechsköpfigen Jury. Was diese legitimiert, das „Unwort des Jahres“ zu bestimmen, erschließt sich mir jedenfalls nicht. Im konkreten Fall kann ich nicht erkennen, wieso der englische Begriff „Pushback“ irgendetwas beschönigen könnte. Ich finde, er klingt unfreundlich und abwehrend, was Pushbacks in der Realität ja auch überwiegend sind. Erfolgen diese nun legal oder illegal an Europas Grenzen? Auf Platz zwei landete übrigens der Begriff „Sprachpolizei“. Er, so die Jury, unterstelle, es gebe eine Instanz, die über die Einhaltung von Sprachregeln wache. Nun die Kür eines Wortes zum Unwort ist, bei Lichte betrachtet, ja auch nur der erste Schritt dahin, den Gebrauch von Sprache vorzuschreiben. Insofern war die Jury beim Wort „Sprachpolizei“, wiewohl unfreiwillig, recht nahe bei ihrem eigenen Geschäft, der jährlichen Benennung eines Wortes zum „Unwort des Jahres“.

  • „Pushback“ ist das Unwort des Jahres 2021

    „Pushback“ ist das Unwort des Jahres 2021

    Das „Unwort des Jahres“ lautet „Pushback“. Mit dem Begriff werden ein menschenfeindlicher Prozess des Zurückdrängens von Flüchtenden an den Grenzen beschönigt. Das teilte eine Jury aus Sprachwissenschaftlern heute in Marburg mit. Wenn in Deutschland von „Pushback“ die Rede ist, dann meist im Zusammenhang mit Flüchtlingen, die am Grenzübertritt gehindert werden: So wie hier an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland. Die Gewalt und die möglichen Folgen wie Tod durch Erfrieren oder Ertrinken, die mit dem Akt des Zurückdrängens verbunden sein könnten, würden mit dem verharmlosenden Begriff „Pushback“ vollkommen ausgeblendet, begründet die Jury heute ihre Entscheidung. Prof. Dr. Constanze Spieß, Institut für Germanische Sprachwissenschaft Marburg „Die Jury kritisiert diesen Ausdruck, weil er beschönigt, weil er diese menschenfeindliche Praxis beschönigt. Also, die Menschen werden ja gehindert, ein Menschenrecht, ihr Grundrecht auf Asyl, wahrzunehmen. Ihnen wird ein faires Asylverfahren damit vorenthalten. Und mit diesem Ausdruck, der aus dem Englischen stammt, wird das noch verstärkt, dieses Beschönigende. Weil die Personen, die es betrifft, vollkommen in den Hintergrund treten. Sie werden überhaupt nicht erwähnt.“ Eine sechsköpfige Jury vorrangig aus Sprachwissenschaftlern hatte das Unwort des Jahres zuvor aus mehr als 1.300 eingereichten Vorschlägen ausgewählt. Gesucht werde jeweils ein Begriff, der in besonders eklatanter Weise gegen das Prinzip der Menschenwürde oder der Demokratie verstoße, einzelne gesellschaftliche Gruppen diskriminiere – und beschönigend, verschleiernd oder gar irreführend sei.

  • Kritik am Kita-Zukunftsgesetz

    Kritik am Kita-Zukunftsgesetz

    Mit dem neuen Kita-Gesetz, sollte an den Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz vieles besser werden. Sieben-Stunden-Betreuung, Mittagessen oder mehr Geld für Kitas in Brennpunktvierteln. Alles Maßnahmen, um den Alltag von Erziehern, Kindern und Eltern zu erleichtern. Doch knapp ein halbes Jahr nachdem das Gesetz vollständig in Kraft getreten ist, zieht die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ein ernüchterndes Zwischenfazit. Sie bezeichnet das Kita-Zukunfts-Gesetz als gescheitert. Kita-Alltag im Haus der Entdecker. Das heißt: Vorlesen, kuscheln und toben was das Zeug hält. Leiterin Kristin Starck-Fürsicht hat alle Hände voll zu tun. Bei unserem letzten Besuch im rheinhessischen Zornheim vor einem halben Jahr befürchtete sie schon, dass das neue Kita-Zukunfts-Gesetz keine Chance sondern eher ein Schlag für die Kitas sein wird. Dies scheint sich nun zu bestätigen. Kristin Starck-Fürsicht, Leiterin Haus der Entdecker „Es ist eine Katastrophe. Wir haben eine Stelle mehr bekommen ich habe aber 19 Kinder mehr in der Einrichtung, die gewickelt werden wollen, die schlafen gehen, die Essen kommen. Das schafft eine Kraft nicht. Also, wir waren vorher schon massiv unterbesetzt und haben gesagt: Liebe Basis da oben oder liebe Politik, wir brauchen definitiv eine Verbesserung, wir brauchen mehr Personal.“ Und das gibt es nicht. In fast allen Kitas fehlt Fachpersonal. Das Haus der Entdecker hat eine Stelle dazu bekommen und konnte diese nach sechs Monaten endlich auch besetzten. Doch das ist eher die Ausnahme. In anderen Kitas bleiben die Stellen unbesetzt oder sie fallen ganz weg. Auch mit einem Erzieher mehr, fühlt sich Kristin Starck-Fürsicht immer noch überlastet. Kristin Starck-Fürsicht, Leiterin Haus der Entdecker „Aber das ist ja nicht das, was wir alle mal gelernt haben oder warum wir diesen Beruf machen wollten. Sondern wir haben ja immer noch alle die Vorstellung gehabt, dass wir in den Bildungsbereich gehen. Das wir die nächste Generation Mensch vielleicht mitprägen können. Oder wenigstens sehen, wie […]