Gesellschaft

  • Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Teil 2 unseres 17:30-Jahresrückblicks

    Auch in der zweiten Jahreshälfte 2025 gab es zahlreiche Ereignisse, die die Menschen in Hessen und Rheinland-Pfalz bewegt haben. Wir haben sie kurz und kompakt nochmal für Sie zusammengefasst. JULI Hitzerekord in Rheinland-Pfalz. Am 2. Juli werden in Andernach 39,3 Grad gemessen. Und im Mainzer Landtag wird an diesem Tag über ein heiß diskutiertes Gesetz abgestimmt. Das Landesklimaschutzgesetz. Das Ziel der Landesregierung: Rheinland-Pfalz soll bis 2040 klimaneutral werden. Also fünf Jahre früher als der Bund und zehn Jahre früher als die EU. Es hagelt Kritik von Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Karsten Tacke, Landesvereinigung Unternehmerverbände RLP, am 23.6.2025 „Unternehmen mit mehreren Standorten werden verlagern. Das Klima hat keinen Vorteil, aber wir haben den Nachteil. Das Gesetz ist nicht durchdacht.“ Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, am 23.6.2025 „Diese Planungsunsicherheit ist Gift. Und es ist so unnötig wie ein Kropf dieses Gesetz.“ Jetzt ist es mit den Stimmen der Ampel-Koalition also beschlossen, auf Druck der Wirtschaft aber in leicht abgeschwächter Form. Trotzdem: EINES hat das Landesklimaschutzgesetz auf jeden Fall bewirkt: Das Klima zwischen Landesregierung und Wirtschaft hat sich weiter verschlechtert. Ob sich die Beziehung von Christina und Sascha schlagartig verschlechtert, wenn sie DIESE Bilder sehen, das können wir nicht sagen. Aber klar ist, ihrem gemeinsamen Liebesschloss am Eisernen Steg in Frankfurt geht es Ende Juli an den Kragen. Die Beleuchtung an der Brücke muss erneuert werden und da sind viele Schlösser eben einfach im Weg. Fazit: Alte Liebe rostet nicht, alte Liebesschlösser dagegen schon! AUGUST Ja, er ist es. Die DNA-Analyse bestätigt, bei der Leiche, die Anfang August in der Nähe von Weitefeld gefunden wird, handelt es sich um Alexander M. Er soll im April ein Ehepaar und deren 16-jährigen Sohn in ihrem Haus in Weitefeld ermordet haben. Vier Monate lang wurde nach Alexander M. gefahndet. Hunderte Polizisten durchforsteten immer wieder die Umgebung. Doch ohne […]

  • Verein "Stiller Stern" hilft trauernden Eltern

    Verein „Stiller Stern“ hilft trauernden Eltern

    Wenn das eigene Kind stirbt, bevor es auf der Welt ist, dann brauchen die betroffenen Eltern Hilfe. Für viele Menschen sind die sogenannten Sternenkinder noch immer ein Tabuthema. Der Verein „Stiller Stern“ in Trier gibt Eltern Raum, um um ihre Kinder zu trauern und unterstützt sie mit verschiedenen Angeboten. Ornella Gorges hat ihr Kind vor zweieinhalb Jahren verloren. Sie hat sich Hilfe beim „Stillen Stern“ geholt. Dieser Weihnachtsbaum ist nur für sie. Für die Sternenkinder, die hier auf dem Trierer Kindergrabfeld beerdigt sind. Ornella Gorges hängt heute ein weiteres Schmuckstück an den Baum. Ein gehäkelter Wünscheengel für ihre Tochter Katharina, die es nicht lebend auf die Welt geschafft hat. Katharina Maria Gorges hat einen Platz auf dem Kindergrabfeld. Für ihre Mutter ein friedlicher Ort. Ornella Gorges, Sternenkindmutter: Traurig würde ich jetzt nicht sagen. Das ist eher ein Ort für mich, wo ich nur ganz allein bei meinem Kind sein kann. Wo ich mal alle anderen Probleme mal ausblenden kann. Es ist ein Ort der Ruhe für mich. Ornella Gorges wusste nicht, dass sie schwanger ist. Erst als sie mit Blasensprung ins Krankenhaus kommt, wird klar: Schwangerschaft in der 20. Woche. Ihr Kind ist noch nicht lebensfähig. Drei Tage später dann die stille Geburt. Ornella Gorges, Sternenkindmutter: Bevor ich sie geboren hatte, hab ich mir gedacht, ok gut. Ist jetzt nichts Schlimmes. Aber wie ich dann das Kind in den Händen hatte und wusste, ok das ist eigentlich ein fertiger Mensch, der nur noch hätte wachsen müssen, da sind natürlich die Muttergefühle sofort hochgekommen. Also da hab ich direkt gesagt, auch wenn ich nichts von diesem Kind gewusst habe, ich habe es von Anfang an geliebt und werde ich auch immer. Beim Verein „Stiller Stern“ haben Ornella Gorges und ihr Mann Hilfe gefunden. Ulrike Grandjean ist Bestatterin und Vorsitzende des Vereins. Der […]

  • Weihnachtssingen im Darmstädter Stadion

    Weihnachtssingen im Darmstädter Stadion

    Es ist der Tag vor Weihnachten – und sind Sie schon in Weihnachtsstimmung? Der SV Darmstadt 98 lud gestern Abend seine Fans zum Weihnachtssingen ins Stadion ein, um genau dafür zu sorgen. Egal ob Klassiker wie „Oh Tannenbaum“ oder international wie „Feliz Navidad“ – für heisere Stimmen ist gesorgt. „In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei. Zwischen Mehl und Milch macht so mancher Knilch eine riesengroße Kleckerei, in der Weihnachtsbäckerei, in der Weihnachtsbäckerei.“ Statt Fußballgesängen gibt es heute in Darmstadt Weihnachtslieder auf die Ohren. Dazu Zipfelmützen, helle Lichterketten und Weihnachtsaccessoires. Über 11.000 Menschen haben heute ihren Weg ins Stadion gefunden und werden so zum größten Chor in Südhessen. Da kommt richtig Weihnachtsstimmung auf. Familie Purat, Leukel und Wirkner: Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter.“ Sabine Willm: „Das ist schön, das ist eine Atmosphäre einfach. Man kann mal abschalten von allem Bösen was da draußen ist, einfach bei sich sein oder mit den anderen zusammen einfach eben hier singen.“ Nathalie und Jadranka: „Also ich hab da überhaupt keine Hemmungen, ich bin da einfach frei. Es ist mir gerad egal. Und es ist so Kribbeln auf der Haut. Hinter dir wird gesungen, vor dir wird gesungen.“ Klaus Rohde: „Ich kann nicht gut singen, aber drumrum und dann fällt es auch nicht so auf, wenn ich falsch singe.“ Alleine singen muss hier niemand. Die Darmstädter Band Silverballs und der Gospelchor „GoGospel“ aus Traisa unterstützen kräftig. Das hält dann niemanden lange auf den Sitzen. Michael Weilguny, Geschäftsführer SV Darmstadt 1898: „Wir haben viele Leute da, die normalerweise nicht hier ins Stadion gehen weil sie keine Fußballfans sind. Wir haben aber auch viele Fußballfans da. Es ist wirklich die südhessische Familie da, wir kommen hier alle zusammen. Ich glaub das ist sehr schön für den Verein, aber auch für die Region.“ Und so bleibt […]

  • Der 17:30-Jahresrückblick, Teil 1

    Der 17:30-Jahresrückblick, Teil 1

    Und jetzt widmen wir uns noch mal intensiv diesem Jahr, das nun langsam zu Ende geht – 2-0-2-5! Welche Ereignisse haben Hessen und Rheinland-Pfalz politisch und gesellschaftlich bewegt? Was waren Highlights und Erfolgsgeschichten – und wo gab es vielleicht auch Tiefschläge? Wir haben einige markante Stationen des Jahres für Sie zusammengefasst. Hier ist das erste Halbjahr 2025: JANUAR In den ersten Minuten des neuen Jahres leuchtet der Himmel über Frankfurt hell und bunt. Tausende feiern den Jahreswechsel in der Mainmetropole. ___ DER ANFANG des neuen Jahres, er ist auch gleichzeitig DAS ENDE des E-Highway auf der A5. Der Strom in den Oberleitungen auf den 17 Kilometern zwischen Weiterstadt und Frankfurt ist jetzt abgestellt. Das Testprojekt, bei dem Hybrid-LKW ihre Batterien an Oberleitungen aufladen, hat insgesamt rund 54 Millionen Euro gekostet. Für den Bund der Steuerzahler falsch investiertes Geld. OTON Joachim Papendick, Vorsitzender Bund der Steuerzahler Hessen, am 15.1.2025 „Es gibt Berechnungen, nach denen diese Technologie sinnvoll eingesetzt werden könnte ab 4.000 Kilometer elektrifizierter Autobahn. Und das wurde natürlich enorme Milliardensummen kosten, wenn man das machen wollte.“ Fakt ist: Die Leitungen stehen noch, doch die Testfahrten sind eingestellt. ___ Eingestellt ist auch der Schiffsverkehr auf der Mosel. Seit Anfang Dezember heißt es hier: Nichts geht mehr! Damals war ein Schiff beinahe ungebremst gegen die Schleuse in Müden gekracht und hatte sie stark beschädigt. Ein Millionenschaden für die Wirtschaft! Ende Januar wird dann das neue 80 Tonnen schwere Tor in die Schleusenkammer eingebaut. OTON Ulrich Zwinge „Wir sind froh, dass es jetzt so langsam in Richtung Normalbetrieb übergeht.“ Eine Woche müssen sich die Schiffer noch gedulden.  FEBRUAR Der Februar startet dann mit guten Nachrichten. Alle Tests waren erfolgreich! Am ersten Tag des neuen Monats wird die Moselschleuse in Müden wieder für den Schiffsverkehr geöffnet. Und von einer wichtigen Wasserstraße kommen wir jetzt… […]

  • Darmstädter Verein packt Pakete für Menschen in der Ukraine

    Darmstädter Verein packt Pakete für Menschen in der Ukraine

    Haben Sie denn schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt? Für viele von uns ist das in den letzten Tagen vor Weihnachten, die wahrscheinlich stressigste Frage. In der Ukraine haben die Menschen mit nächtlichen Drohnenangriffen und tagelangen Blackouts aktuell ganz andere Sorgen. Um doch für etwas weihnachtliche Freude zu sorgen, hat der Verein Partnerschaft Deutschland-Ukraine/Moldova von Darmstadt aus mehr als 1.000 Weihnachtspäckchen in die Ukraine verschickt.   Bescherung in Uzhhorod. Freistehen: Jubel über Geschenke Für die Bewohner dieser Behinderten-Einrichtung ein Moment der Freude im Alltag des Krieges und etwas weihnachtliche Hoffnung. Die Dankbarkeit: riesen groß. Freistehend: Dank über Geschenke Die Geschenke sind Spenden aus Deutschland. Gesammelt hat sie der Verein Partnerschaft Deutschland-Ukraine/Moldova aus Darmstadt. Nadiia Kostina ist selbst aus der Ukraine geflohen und hat die Aktion mitorganisiert. Sie beschreibt, wie ihre Angehörigen in der Ukraine das vierte Weihnachtsfest im Krieg erleben. Nadiia Kostina // Vizevorsitzende des Vereins Partnerschaft Deutschland-Ukraine/Moldova „Sehr schwierig, vor allem was Strom, Heizung und Wasserversorgung betrifft. Zum Beispiel Strom ist nur für ein paar Stunden am Tag verfügbar oder fällt vollständig aus, zum Beispiel wie in Odessa.“   In den Geschenken seien vor allem Powerbanks, Süßigkeiten und Spielsachen, erzählt sie uns. Über 300 sind es allein heute. Auch dabei: Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Fahrräder und Rollatoren. Beim Verladen der Spenden helfen Ehrenamtliche. Einer von ihnen ist Harald Vogel. Vergangenes Jahr ist er mit in die Ukraine gefahren, um dort die Geschenke zu verteilen. Harald Vogel // Ehrenamtlicher Helfer „Das war auch ein ganz besonderes Gefühl, wie ein Weihnachtsmann dort anzukommen und zu sehen, wie diese Päckchen entgegen genommen werden. Die Kinder, die keine Eltern mehr haben. Die alten Leute, die keine Angehörigen mehr haben, die sich um sie kümmern können, die zum Teil auch aus dem Osten in den Westen gebracht worden sind, dort wo weniger Krieg herrscht. Wie die […]

  • GIZ in Eschborn unterstützt wirtschaftliche Entwicklung anderer Länder

    GIZ in Eschborn unterstützt wirtschaftliche Entwicklung anderer Länder

    Die Vermittlung indischer Pflegekräfte an deutsche Arbeitgeber, der Schutz des brasilianischen Regenwaldes und Ausbildungen im Bereich erneuerbarer Energien in Vietnam. Was haben all diese Projekte gemeinsam? Sie werden von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz GIZ, realisiert. Das weltweit tätige Bundesunternehmen mit Sitz in Eschborn bei Frankfurt unterstützt Schwellen- und Entwicklungsländer. Hier in Vietnam hat die GIZ ein Berufsbildungszentrum für erneuerbare Energien aufgebaut und unterstützt mit Ausrüstung und Expertise die Ausbildung von Windkraft- und Solartechnikern. Sie sollen künftig selbständig Anlagen bauen, bedienen, warten und reparieren können. Denn das südostasiatische Land hat sich vorgenommen, bis 2050 CO2-neutral zu sein. Mittlerweile geben mehr als 300 ausgebildete Lehrer an 13 Berufsschulen ihr Wissen weiter. Davon sollen künftig auch deutsche Unternehmen profitieren, wenn es um Aufträge und Fachkräfte geht. So leistet die GIZ Hilfe zur Selbsthilfe. Jährliches Geschäftsvolumen: Rund vier Milliarden Euro. Auftraggeber sind der Bund, die EU und internationale Institutionen. Gesteuert wird aus Bonn und Eschborn. Hier hat die Zentrale gerade Zuwachs bekommen – mit einem energieeffizienten Bürokomplex, der höchste Nachhaltigkeitsstandards erfüllt und auf über 33.000 Quadratmetern Raum für 920 Arbeitsplätze bietet. Bei der feierlichen Schlüsselübergabe vor wenigen Tagen gibt es viel Lob für die Arbeit der GIZ. Niels Annen (SPD), Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung „Ob im Sahel, in Gaza, dem Sudan oder in der Ukraine: Meine Damen und Herren, es sind die Kolleginnen und Kollegen, die vor Ort arbeiten, Ihre Kolleginnen und Kollegen, die aber auch hier arbeiten werden, die […] staatliche Strukturen stärken, die Zivilgesellschaft stärken und damit langfristig etwas bewegen und auch Hoffnung schaffen. Etwas, was in diesen Tagen auch wichtig zu erwähnen ist.“ Von weltweit 25.000 Mitarbeitern arbeiten rund 3.000 hier am Standort Eschborn. Ihre Aufgaben scheinen nicht kleiner zu werden, wie das bezugsfertige Gebäude vermuten lässt. Das hat sich die GIZ stolze 220 […]

  • Im Talk: Thorsten Schäfer-Gümbel über die Arbeit der GIZ

    Im Talk: Thorsten Schäfer-Gümbel über die Arbeit der GIZ

    Der ehemalige hessische Landespolitiker und heutiger Vorstandssprecher der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit im Gespräch mit Maike Dickhaus. Maike Dickhaus: Und jetzt ist er bei mir im Studio, der Chef der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, Thorsten Schäfer-Gümbel. Schönen guten Abend. Ja, Herr Schäfer-Gümbel, Sie waren jahrzehntelang Politiker, saßen für die SPD im Hessischen Landtag. Seit 2022 sind Sie jetzt an der Spitze der GIZ. Inwiefern sind denn diese Positionen vergleichbar? Also konnten Sie zum Beispiel Ihr Wissen aus der Politik jetzt nutzen? Thorsten Schäfer-Gümbel, Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit: Na ja, eine gewisse Krisenerfahrung hilft ganz sicherlich auch in der GIZ und bei der Arbeit in der GIZ. Sonst sind natürlich viele Sachen auch nicht vergleichbar. Aber ich sage mal, Führungsfragen, Krisenfestigkeit, persönliche Resilienz, wie man so schön sagt – es ist schon hilfreich. Dickhaus: Wenn man sich jetzt die Situation in Deutschland anguckt, da sagen viele: “Hier läuft es noch nicht rund”. Warum nimmt Deutschland also so viel Geld in die Hand, um dann auch noch dem Ausland zu helfen? Also inwiefern profitieren wir davon? Schäfer-Gümbel: Also die Frage ist völlig berechtigt. Aber wenn man sich mal anschaut, worin ist eigentlich das Friedensmodell und auch das Wohlstandsmodell Deutschland verankert? Da muss man sehr klar sagen, das Friedensmodell ist verankert in der europäischen Integration und der internationalen Vernetzung. Und unser Wohlstandsmodell, aufbauend auf einer starken, exportorientierten Wirtschaft, ist ein funktionaler internationaler Kontext und ohne beides würde weder das Friedensmodell noch das Wohlstandsmodell funktionieren. Schäfer-Gümbel: Das merken wir ja gerade auch seit der Pandemie noch mal sehr explizit, wo wir gemerkt haben, was es bedeutet, wenn Lieferketten zusammenbrechen, nicht mehr funktionieren. Und deswegen ist Deutschland angewiesen auf funktionale und funktionierende internationale Beziehungen. Das ist, glaube ich, die wesentliche Begründung, warum wir ein Interesse haben müssen. Dann kommen so Fragen dazu, wie der Klimaschutz […]

  • 17:30 Adventskalender: Singen für krebskranke Kinder

    17:30 Adventskalender: Singen für krebskranke Kinder

    Jahr für Jahr kommen in der B-Ebene der Frankfurter Hauptwache bis zu 20 Schüler des Heinrich-von-Gagern-Gymnasiums zusammen, um gemeinsam zu musizieren und Spenden für einen guten Zweck zu sammeln – und das in diesem Jahr erstmals mit professioneller Unterstützung. Zum ersten Mal überhaupt und aus einer spontanen Idee heraus, haben sich unter die Schüler in diesem Jahr professionelle Chorsänger der Alten Oper gemischt. Um den Schulchor des Gagern-Gymnasiums stimmgewaltig zu unterstützen. Thomas Schobert, Opernsänger „Ich persönlich finde, das kann man gar nicht hoch genug einschätzen.  Jetzt gerade auch in der Zeit, wo immer an Geld gespart wird. Und natürlich wird dann oft zuerst an der Kultur, an der Musik, an Sport und solchen Dingen gespart. Und Musik ist einfach was internationales, was weltumspannendes, was ein verbindendes Element hat. Und was uns alle sehr gut zusammenbringt.“ 1985 fing alles an. Ein Lehrer des Gagern-Gymnasiums verstirbt an Krebs. Daraus entsteht die Idee der Schüler, künftig mit dem Musizieren Spenden für die Krebsstation der Uniklinik Frankfurt zu sammeln. Seitdem lädt der Schulchor jedes Jahr aufs Neue zum Verweilen und Mitsingen ein. So wie Margarete Suppinger, die von Anfang an – also seit sage und schreibe 40 Jahren!!! – immer wieder mit dabei ist. Margarete Suppinger „Ich bin dann jedes Jahr da und ich bin immer die ganze Adventszeit mindestens drei, vier mal, fünf mal, sechs mal dagewesen. Ich finde das halt einfach toll, dass Kinder heute noch musizieren. Und dass die sich dann auch in ihrer Freizeit da hinstellen. Das finde ich einfach toll.“ Eine halbe Millionen Euro an Spenden haben sie in den letzten 40 Jahren bereits gesammelt. Für die Kinderkrebsstation der Uniklinik Frankfurt wird mit dem Geld zum Beispiel neues Spielzeug gekauft. Gerade in der Weihnachtszeit kranken Kindern ein Lächeln schenken – genau das der Antrieb für Schülerin Franziska Schwamm. Die […]

  • Weihnachtsstress pur: Mit einem Paketboten on Tour

    Weihnachtsstress pur: Mit einem Paketboten on Tour

    Noch gut eine Woche ist es bis zum Heiligabend. Die Uhr tickt also für die letzten Online-Geschenkebestellungen. Ein Klick und dann heißt es: Vorfreude. Zumindest für uns – für die Paketzusteller in Rheinland-Pfalz und Hessen bedeutet es: Weihnachtsstress pur! Wir haben einen Postboten im osthessischen Gelnhausen bei einer – im wahrsten Sinne des Wortes – vollgepackten Tour begleitet. „Hallo, die Post ist da!“ Marcel Rasch hat in diesen Tagen nur eine Mission: Schnell sein, damit die Geschenke pünktlich unterm Tannenbaum liegen können. Immer wieder bekommt er von seinen Kunden auch einen Dank zurück. Auch ein Grund dafür, warum er diesen Beruf so gerne macht. Ende Dezember für den Postboten immer Akkordarbeit. Mehr als 150 Pakete liefert er jeden Tag aus. Marcel Rasch, Paketzusteller in Gelnhausen „Das Stressige am Weihnachtsgeschäft ist einfach die hohe Paketmenge. Wir haben einfach so viel mehr Pakete, die wir morgens verteilen müssen und auf die Autos beladen, dass wir teilweise eine Stunde später auf die Tour kommen und dann natürlich einen hohen zeitlichen Druck haben, dass wir taggleich die Pakete zu unseren Kunden bekommen.“ Große, kleine, leichte, schwere… Der 36-Järhige startet bereits um 6:30 in seine Schicht – egal bei welchem Wetter. Auch logistisch verlangt ihm der Job einiges ab. Im besten Falle unterstützen ihn seine Kunden. Marcel Rasch, Paketzusteller in Gelnhausen „Ich bin persönlich immer super glücklich, wenn der Kunde mitdenkt und in so einem Fall jetzt einen Ablagevertrag gemacht hat. Das ist ein Einzelablageort, er hat uns die Erlaubnis erteilt, dass ich es vor die Haustür stellen darf und dann bin ich natürlich glücklich, dass ich es hier hierlassen kann. Versuchs ein bißchen windgeschützt und wettergeschützt hinzustellen und dann habe ich ein Paket weniger, was ich heute Abend aus dem Auto wieder ausladen muss.“ Marcel Rasch arbeitet in der Weihnachtszeit zwar viel, aber gerne, […]

  • Leuchtendes Engagement: Traktoren-Lichterfahrt

    Leuchtendes Engagement: Traktoren-Lichterfahrt

    Am Samstag hat sich durch Worms eine Traktorkolonne geschlängelt. Aber nein, es war keine klassische Bauerndemo, sondern die mittlerweile traditionelle Lichterfahrt. 60 festlich geschmückte und bunt beleuchtete Traktoren. Da sind sie endlich wieder. Ganz Worms funkelt und glitzert. Und auch der Weihnachtsmann hat einen Einsatz an diesem Samstagabend. Die Begeisterung für die liebevoll geschmückten Maschinen ist groß. Luca, sieben Jahre alt „Ganz viele Traktoren.“ Winzer Chris Ihrig fährt einen der 62 Traktoren. Die Lichterfahrt ist für ihn jedes Mal aufs Neue ein Highlight in der Adventszeit. Chris Ihrig, Winzer „Die kleinen Kinder. Wenn die die großen Maschinen sehen, die Traktoren, die bunt geschmückten, schönen Traktoren. Und sie winken. Und das Funkeln in den Augen siehst du dann wieder. Das ist schon wahnsinnig. Was auch ans Herz geht. Oder auch bei älteren Menschen. Und winken dir zu aus dem Küchenfenster, das ist eine schöne Sache.“ Ein besonderer Stopp an diesem Abend ist die Lebenshilfe in Worms. Schon seit Wochen sind die Bewohner gespannt auf den lautstarken Besuch. Angela Genio, Lebenshilfe Worms „Die freuen sich schon seit Tagen drauf. Das ist das Dauerthema. Und es ist ja auch ein kleines Ritual geworden in den letzten drei Jahren. Und die Leute wissen auch schon, wenn die Traktoren mit den Lichtern kommen, dann ist auch bald Weihnachten. Also es bringt sie alle in Stimmung.“ Eine Stimmung, die schon ganz besinnlich ist. Und die dann sogar noch getoppt wird: Denn der Weihnachtsmann  hat kleine Geschenke für alle dabei. Lore Knecht „So mit den Händen.“ Walter Helmerich „Den Nikolaus habe ich gesehen. Ja, den Nikolaus gesehen.“ Eugen Heinard „Ja, schön alles. Schön bunt alles.“ Die Geschenke werden von Supermärkten und Landwirten aus der Region gespendet. Thilo Holstein organisiert die Wormser Lichterfahrt. Mit der Aktion wollen die Landwirte auch auf ihre angespannte Lage aufmerksam machen. Thilo Holstein, […]

  • Es wird kalt: Wie kommen Tiere durch den Winter?

    Es wird kalt: Wie kommen Tiere durch den Winter?

    Wie geht’s ihnen gerade so? Sind sie fit? Im Winter kann ja durchaus mal die Winter-Müdigkeit zuschlagen: Übrigens nicht nur bei uns Menschen. Auch für die Tiere ist der Winter eine besondere Jahreszeit. Stichwort: Winterschlaf. Wir haben uns im Opel-Zoo in Kronberg mal angeschaut, welche Strategien die Tiere entwickelt haben, um mit wenig Licht und der Kälte umzugehen. Die Luft ist schwer, die Geräusche gedämpft, die Wege leer. Man könnte meinen, im Opel-Zoo wird’s im Winter ruhiger. Doch gerade jetzt trauen sich viele Tiere erst recht ins Außengehege, sogar einige der afrikanischen Bewohner. Nur diese vier Giraffen halten Abstand zur Kälte und bleiben bei den frischen Temperaturen lieber im Warmen. Und das hat gute Gründe, erklärt Zoo-Biologin Tanja Spengler: Tanja Spengler, Biologin im Opel-Zoo „Also generell ist die Gefahr für die Tiere, wenn man auch an die afrikanischen Tiere denkt, ist im Winter wird es sehr rutschig. Das heißt wenn jetzt Eis und Schnee ist und der Untergrund rutschig wird, dass dann eine große Giraffe nicht ausrutscht. Das wäre so eine Thematik. Da muss man schauen, dass man eine gute Pflege hat oder schaut, dass die Tiere da auf trockenem Untergrund stehen können.“ Andere Zoo-Bewohner sind echte Winterliebhaber und fühlen sich jetzt erst richtig wohl. Wie das Polarfuchspaar Lars und Pilwi. Sie haben längst ihr dichtes Winterfell angelegt und sind damit für Temperaturen bis zu minus 40 Grad gerüstet. Die beiden sind echte Anpassungskünstler. Nicolas Leib, Tierpfleger im Opel-Zoo „Man merkt so den Unterschied zwischen Sommer und Winter, da im Winter die Tiere ein bisschen mehr auf sich selbst achten. Das heißt jeder frisst sein Futter selber und man ist weniger kooperativ. Aber wenn Paarungszeit ist, das sieht man auch bei uns super, dann ist eigentlich das Männchen nur damit beschäftigt Futter zu suchen und dem Weibchen zu bringen. Der […]

  • Nächstenliebe zur Weihnachtszeit: KinderVesperKirche in Ludwigshafen setzt Zeichen gegen Kinderarmut

    Nächstenliebe zur Weihnachtszeit: KinderVesperKirche in Ludwigshafen setzt Zeichen gegen Kinderarmut

    Manchmal sind es in der Vorweihnachtszeit die kleinen Dinge: Zusammen Spielen, Essen, Spaß haben. Das ist der Gedanke der Kinder Vesper Kirche in Ludwigshafen. Über 100 Helfer sorgen dafür den Kindern aus der Nachbarschaft einen sorgenfreien Nachmittag zu bescheren. Türchen Nummer 11 an unserem Adventskalender. Heute zu Gast in der Jugendkirche: Die ersten Klassen der Grundschule Bliesschule. Und es steht einiges auf dem Programm. Erst gibt es Essen, heute Salat, Nudeln mit Soße und Obst. Danach suchen  sich die Kinder Workshops aus. Ob beim Plätzchen backen in der Weihnachtsbäckerei, beim Herstellen von Schleim oder beim Weihnachtsschmuck basteln. Den Kindern gefällt’s. Maria „Das Essen schmeckt mir heute, deswegen ist es schön. Dass wir alle zusammen sind und spielen.“ Lorena „Etwas für Weihachten zu basteln, was zu backen, das mag ich.“ Carolin „Wir machen hier mit den Stationen so Spaß und das macht mir sehr schön Spaß.“ Felix „Wir machen heute eine Party. Die Weihnachtsbäckerei und den Tannenbaum, ich finde hier alles schön.“ Für das Projekt arbeitet die Protestantische Jugendkirche eng mit Grundschulen und Berufsbildenden Schulen zusammen. Die Essenszubereitung und -ausgabe übernimmt eine Kochklasse der Berufsbildenden Schule II, die Workshops planen und leiten angehende Erzieher und Sozialassistenten. Dazu kommen viele Ehrenamtliche Helfer. Florian Grieb ist seit diesem Sommer Stadtjugendpfarrer in Ludwigshafen und das erste Mal bei der Kinder Vesper Kirche dabei. Florian Grieb, Stadtjugendpfarrer Ludwigshafen „Ich finds toll, dass hier so viel Leben im Haus ist. Dass heir so an ganz vielen Stellen gewurschtelt wird. Die Ehrenamtlichen, die in der Küche arbeiten, die Schülerinnen und Schüler, die die Workshops vorbereiten. Jetzt die Kinder, die dann gekommen sind, hier Freude strahlend ins Haus gekommen sind.“ Für ihn ist besonders wichtig, dass die Kinder sich in der Kirche wohlfühlen. Neben Spaß und Spiel soll das Projekt aber auch auf Kinderarmut direkt vor der Haustür […]

  • Heinrich XIII. Prinz Reuß sagt erstmals aus

    Heinrich XIII. Prinz Reuß sagt erstmals aus

    Seit anderthalb Jahren zieht sich bereits das sogenannte Reichsbürger-Verfahren in Frankfurt. Eine Gruppe um Prinz Reuß soll einen gewaltsamen Umsturz geplant haben. Heute hat sich der mutmaßliche Rädelsführer erstmals selbst zu den Tatvorwürfen geäußert. Er steht heute im Mittelpunkt: Heinrich XIII Prinz Reuß, der mutmaßliche Kopf der nach ihm benannten Gruppe Reuß. Ganze 20 Punkte soll seine Stellungnahme umfassen. Etwas Trost spendet seine anwesende Tochter im Zuschauerraum, für den Angeklagten ein erster emotionaler Moment. Sein Verteidiger scheint ihm geraten zu haben, sich von der restlichen Gruppe zu distanzieren. Roman von Alvensleben, Verteidiger von Prinz Reuß „Es geht eben auch darum, dass er selber keine Gewalt verantworten wollte und niemals hinter gewalttätigen Aktionen gestanden hat. Wir haben letztendlich die Smoking Gun in diesem Verfahren nicht, dass wir eine Gewaltaktion in irgendeiner Form feststellen müssen bis zur Verhaftung.“ Die Smoking Gun, die rauchende Waffe, also der schlagkräftige Beweis gegen Prinz Reuß fehlt bislang. Er berichtet zunächst von seinen Eltern, die ihn beauftragt hätten, die früheren Ländereien der Familie zurückzuholen. Das habe er auf juristischem Wege versucht, aber nicht durch einen Umsturz. Eine Gruppe um den früheren Bundeswehr-Oberst Maximilian Eder habe ihn vor drei Jahren überzeugt, es gäbe Geheimcamps mit massenhaft missbrauchten Kindern, eine sogenannte Erdallianz plane deshalb einen Umsturz. Er gibt zu, Geld bereitgestellt zu haben. Von konkreten Plänen, den Reichstag mit Waffengewalt zu stürmen, will der 74-Jährige aber nichts gewusst haben. Ebenso wenig von einer Verschwiegenheitserklärung, die den Gruppenmitgliedern bei Verrat mit der Todesstrafe drohte. Carsten Praeg, Reporter in Frankfurt „Unter Tränen und mit gebrochener Stimme muss sich Prinz Reuß immer wieder sammeln. Vor allem dann, wenn es um seine verstorbenen Eltern, aber auch andere frühere Adelige geht. Er habe Verschwörungstheorien geglaubt, distanziert sich aber von Gewalt. ‚Ich bin kein Terrorist‘, sagt er, und: „Es gibt keine Gruppe Reuß.‘ Ihm in […]

  • Preis für Zivilcourage verliehen

    Preis für Zivilcourage verliehen

    Helfen statt wegschauen – das erfordert Mut, gerade wenn man sich dabei selbst in Gefahr begibt. Der Ludwigshafener Muhammad Afzal hat das Anfang des Jahres getan, als er die Amokfahrt in der Mannheimer Innenstadt beendete. Gemeinsam mit zwei weiteren Alltagshelden wurde er gestern dafür in Mainz mit dem „Preis für Zivilcourage“ ausgezeichnet. Muhammad Afzal kann seine Gefühle nicht verbergen, wenn er daran denkt, was am Rosenmontag in Mannheim passiert ist. Noch hat er die Tat nicht ganz verarbeitet. Muhammad Afzal steht am Taxihalteplatz und wartet auf Kunden. Er sieht, dass ein Mann mit seinem Auto viel zu schnell auf der Mannheimer Haupteinkaufsstraße unterwegs ist und Menschen überfährt. Muhammad Afzal, Taxifahrer aus Ludwigshafen „Ich habe in meinem Rückspiegel gesehen, er fährt immer noch weiter. Und dann habe ich gemerkt, der kommt an mir vorbei und dann bin ich hinter ihm her gefahren, fast zwei Kilometer hinter ihm gefahren. Ich habe ihn am Ende  der Sackgasse gestoppt.“ Muhammad Afzal stellt sich dem Attentäter mit seinem Taxi in den Weg und beendet die Amokfahrt. Der Täter zieht  daraufhin eine Waffe und schießt. In diesem Moment hat Muhammad Afzal Todesangst. Muhammad Afzal, Taxifahrer aus Ludwigshafen „In den drei, vier Minuten, habe ich gar nicht nachgedacht. Über die Angst und was ich gemacht habe. Als er auf mich geschossen hat, da habe ich gedacht, dass das mein letzter Tag war.“ Denn dass es sich um eine Schreckschusswaffe handelte, erfährt er erst am nächsten Tag. Kurz nachdem Afzal  eingegriffen hat,  kann die Polizei den Amokfahrer festnehmen. Sieben Taxen stehen mit Afzal in der Reihe, Afzal ist der einzige, der reagiert, als er sieht, wie viele Menschen schon verletzt sind. Dafür verleiht ihm der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling den Preis für Zivilcourage. Michael Ebling (SPD), Innenminister Rheinland-Pfalz „Das ist eine besonders mutige, eine besonders große Tat auch, […]

  • Können Klänge den Geschmack von Wein verändern?

    Können Klänge den Geschmack von Wein verändern?

    Was passiert mit einem Wein, der Tag und Nacht mit klassischer Musik beschallt wird? Das wollte ein Wissenschaftler der Universität Mainz herausfinden. In einem Weingut in Hattenheim im Rheingau hat er einen Riesling viele Monate lang mit den Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach beschallt. Der Klangwein ist jetzt abgefüllt und die große Frage lautet: Schmeckt man die Musik? Ist es der Klangwein, oder die unbeschallte Variante? Eine Blindverkostung für Weinexperten und Liebhaber eines guten Tropfens. Es sind die gleichen Trauben aus demselben Weinberg, zeitgleich geerntet. 2024er Riesling der Lage Hattenheimer Schützenhaus. Ähnlich im Abgang, oder hat der klassisch vergorene Wein eine ganz andere Note? Oliver Bock, Weinjournalist der F.A.Z. „Ja, ja. Ein Unterschied ist zweifellos schmeckbar. Ich finde den unbeschallten Wein, der hat für mich die etwas schönere Nase, weil für mich sind die klassischen Rieslingtrauben mehr transportiert. Aber im Geschmack finde ich den Klangwein ein Stück weit präziser und ein kleines Stück ausdrucksstärker.“ Michael Apitz, Künstler und Weinliebhaber „Erstaunlicherweise wurde der Klangwein tatsächlich mit Bach beschallt. Ich bin da auch ein bisschen erstaunt, dass der Unterschied da ist und ziemlich deutlich ist, und er hat auch angeblich mehr Säure. Mir schmeckt er aber harmonischer. Irgendwie hat es der Johann Sebastian Bach gebracht.“ In diesem 525-Liter-Tank im Weingut Georg Müller Stiftung ist der Klangwein 10 Monate lang nonstop mit den Goldbergvariationen beschallt worden. Der Mainzer Musikwissenschaftler Peter Kiefer hat sich extra diese klassische Komposition ausgesucht. Die Schwingungen, die durch das Abspielen der Musik entstehen, sind so stark, dass man sie spüren kann. Peter Kiefer, Musikwissenschaftler, Universität Mainz „Ich glaube nicht, dass der Wein, dass der Most ein ästhetisches Urteil fällt. Aber die Musik ist so obertonreich, hat so viele unterschiedliche Frequenzen, dass dadurch die in Schwingungen versetzte Flüssigkeit schon irgendwie reagieren sollte, und das war eben ja die Idee des […]