Uni-Café serviert Insekten
Heuschrecken im Cookie, Mehlwürmer in der Sahne oder gleich beides auf dem Salat? In Marburg ganz normal. Zumindest in diesem Café des Studierendenwerks. Dort gibt es Mehlwurmwaffeln, Croissants mit Insektenfüllung oder Salat mit Heuschrecken-Topping. Ausgedacht hat sich das Konzept des Insekten-Cafés Martin Baumgarten – inspiriert durch seine Kinder. Martin Baumgarten, Mensaleiter Studierendenwerk Marburg „Meine beiden Kinder sind beide als Backpacker in Australien und Neuseeland unterwegs gewesen und haben sich auch auf dem Weg dorthin und auf der Rückreise mit Insekten ernährt und haben das erzählt. So bin ich auf die Idee gekommen.“ In Marburg probiert er sich in der Küche mit Insekten aus und verfeinert seine Rezepturen. Martin Baumgarten, Mensaleiter Studierendenwerk Marburg „Insekten haben fast keinen Eigengeschmack. Schmecken also so ähnlich wie Erdnussflips ohne Gewürz.“ Deshalb röstet Baumgarten die Heuschrecken, Mehlwürmer und Grillen zusammen mit ein paar Walnüssen, Kürbiskernen, roten Zwiebeln und einer eigens kreierten Gewürzmischung an. Doch bevor probiert wird, noch ein Tipp vom Koch: Martin Baumgarten, Mensaleiter Studierendenwerk Marburg „Bei den Wanderheuschrecken ist es wichtig, dass man vor dem Verzehr die Flügel und die Beine entfernt, weil die bleiben im Gaumen stecken.“ Aber wie schmecken die Krabbeltiere denn nun? Nikita und Toygar sind skeptisch. Nikita, Student Uni Marburg „Also hat eigentlich nach nichts geschmeckt, ich würde es auch nochmal probieren, aber muss jetzt auch nicht sein.“ Toygar, Student Uni Marburg „Ich bin nicht so der Experimentierer. Ich esse wenn dann lieber einen Döner.“ Den Studentinnen Michelle und Eva schmeckt’s dagegen schon besser. Michelle, Studentin Uni Marburg „Sehr gut. Mal was Neues.“ Eva, Studentin Uni Marburg „Ich kenne Heuschrecken auch aus Uganda und da haben die mir auch sehr gut geschmeckt.“ In vielen Teilen der Welt sind Insekten als Nahrungsmittel weit verbreitet. In der EU: erst seit 2021 zugelassen. Und bislang nur ein paar wenige Arten. Der Koch […]


