Gesellschaft

  • Leben im Lkw trotz schwerer Krankheit

    Leben im Lkw trotz schwerer Krankheit

    Eigentlich wollten sie um die ganze Welt reisen. Svenja Seip und Nils Schmidt haben sich einen LKW gekauft, ihn zu einem Camper umgebaut und leben nun darin. Doch während des Umbaus vor 3 Jahren erkrankt Nils an ME/CFS – einer neuro-immunologische Erkrankung, die Betroffene so sehr schwächt, dass die kleinsten alltäglichen Aufgaben zur Tortur werden. Bisher ohne Heilung. Statt zu reisen, meistern Svenja Seip und Nils Schmidt nun ihren Alltag im LKW, momentan in Wetzlar. Er ist ihr zuhause. Neun Quadratmeter Wohnfläche mit allem, was Svenja Seip und Nils Schmidt zum Leben brauchen. Gedacht war der LKW eigentlich für eine mehrjährige Reise. Das Paar hat das Fahrzeug gekauft, umgebaut, und ist eingezogen. Nur die große Reise sind sie nie angetreten. Nils Krankheitszustand lässt das nicht zu. Svenja Seip, lebt im LKW „Wir dachten eigentlich, das ist eine Sache von ein paar Wochen, ein paar Monaten und dann ist er wieder fit, bis wir das wirklich verstanden haben, das komplette Krankheitsbild, hat’s einfach sehr sehr lange gedauert.“ Seitdem ist der LKW die Wohnung von Svenja und Nils. Starke Erschöpfung und Schmerzen hindern Nils, richtig am Leben teilzuhaben. Nils Schmidt, hat ME/CF „Die Erkrankung schränkt mich eigentlich in allen Facetten des Alltags ein. Es gibt kaum was, was noch so ist wie vorher. Ich muss halt bei all dem, was ich mache, selbst bei ganz banalen Sachen, immer darauf achten, nicht zu viel Energie auszugeben. Was ich aber am Tag meistens hinbekomme, weil ich es mir als Priorität setzte, ist zum Beispiel für mich zu kochen zwei Mal am Tag. Eine Katzenwäsche ist meistens auch noch drin, aber dann ist zum Beispiel, alles andere ist dann optional. Da weiß ich nicht, ob ich das den Tag schaffe.“ Den Rest muss Svenja übernehmen. Auch die gemeinsamen Social Media Auftritte, mit denen sie erst […]

  • Narrenkappen aus Arbeitskleidung

    Narrenkappen aus Arbeitskleidung

    Die Vorfreude bei den Fastnachtern wächst – der 11.11. rückt in großen Schritten näher. Und dann können die Karnevalisten endlich wieder die Narrenkappe aufziehen. Eine ganz besonders nachhaltige Fastnachts-Kopfbedeckung wird jetzt von den Mitarbeitern einer Mainzer Inklusionswerkstatt hergestellt. Das neue, ultimative „Must-have“ für Fastnachter. Die Narrenkappe in Orange mit Leuchteffekt. Trendy und nachhaltig. Genauso wie diese Tasche, oder Handyhülle, wird die Narrenkappe aus aussortierter Arbeitskleidung der Kommunalen Abfallwirtschaft Mainz hergestellt. Hier im Nähwerk arbeiten Menschen mit psychischer Beeinträchtigung oder Erkrankung. Oliver Stelmaszak   ist 22 Jahre alt. Er hat hier nähen und zuschneiden gelernt. Jede Narrenkappe ist komplett handgefertigt. Oliver Stelmaszak, Mitarbeiter des Mainzer Nähwerks „Es macht auf jeden Fall Spaß. Es ist halt mehr als nur Nähen. Man hat immer verschiedene Aufgaben. Zuschneiden, Sachen teilweise sogar entwerfen. Das machen aber zum großen Teil die Fachanleiter. Genau aufzeichnen, anbügeln. Einfach alles, was drum rum dazugehört.“ Die närrische Idee hatten die Fachanleiterinnen des Nähwerks zusammen mit Ulrike Laubenheimer von der Kommunalen Abfallwirtschaft. Wiederverwertet werden nur die Outfits der Müllentsorger, die nicht selbst komplett entsorgt werden müssen. Ulrike Laubenheimer, KAW Mainz „Dann haben wir natürlich das, was noch gut in Schuss ist, heraus sortiert. Denn als Narrenkappe möchte natürlich jeder eine haben, wo der Leuchtstreifen noch leuchtet und das Orange noch frisch ist.“ Im Nähwerk hat man Erfahrung mit Upcycling. Auch alte Polizeiuniformen werden verwertet. Die Einrichtung gehört zur gemeinnützigen Gesellschaft für psychosoziale Einrichtungen. Die Narrenkappe ist ganz neu im Programm. Lara Isenbügel, Fachanleiterin im Nähwerk „Bisher haben wir 20 Stück gemacht und im Grunde machen wir die jetzt, bis entweder die Nachfrage aufhört, wovon wir aber gerade nicht ausgehen, oder bis einfach kein Material mehr da ist, weil das ja begrenzt ist.“ Noch gibt es ausreichend strapazierfähigen, orangefarbenen Stoff. Genug zu tun für Oliver Stelmaszak. Oliver Stelmaszak, Mitarbeiter des Mainzer Nähwerks […]

  • Kritik an Meldeportal „Hessen gegen Hetze“

    Kritik an Meldeportal „Hessen gegen Hetze“

    Das wache Auge der Bürger – oder Millionen vom Staat für Denunziation? Die Meldestelle „Hessen gegen Hetze“ steht aktuell im Zentrum einer hitzigen Debatte. Spätestens seit der Hausdurchsuchung bei Autor Norbert Bolz, mehren sich die Stimmen derer, die die Meldestelle abschaffen wollen. Aber fangen wir vorne an. Es ist dieser Post aus dem Januar 2024, der jetzt – fast eineinhalb Jahre später – für heftige Diskussionen sorgt. Auf der Plattform X schreibt der Medienwissenschaftler Norbert Bolz damals „Gute Übersetzung von „woke“: Deutschland erwache.“ Bolz reagierte damit auf einen Kommentar der Zeitung  TAZ. Dort heißt es: „AfD-Verbot und Höcke-Petition: Deutschland erwacht“. „Deutschland erwache“ ist eine Parole aus dem Nationalsozialismus. Die Meldestelle „Hessen gegen Hetze“ leitet diesen Post weiter. Für die Ermittlungen waren das BKA und die Berliner Justiz verantwortlich. Darauf folgte eine Hausdurchsuchung bei Autor Bolz. Der sagt, sein Post sei ironisch gemeint gewesen. Das sieht sogar der hessische Innenminister Roman Poseck so. Dessen Ministerium ist für das Meldeportal verantwortlich. Und dennoch – im Gespräch mit uns macht er deutlich: Das Portal stehe zu Unrecht am Pranger. Roman Poseck (CDU), Innenminister Hessen „Ich kann es jedenfalls nachvollziehen, dass hier eine Weitergabe erfolgt ist. Denn immerhin hat Herr Bolz einem Nazi-Spruch verwendet, der grundsätzlich strafbar ist. Und es wäre dann Sache der Justiz gewesen, diesen Spruch in einen Kontext zu stellen und da wäre ich beispielsweise als Richter auch nicht zu einer Durchsuchung gekommen.“ Die hessische FDP-Fraktion sagt klar, das Portal ist nicht das richtige Instrument im Kampf gegen menschenverachtende Äußerungen im Netz. Stefan Naas (FDP), Fraktionsvorsitzender Hessischer Landtag „Das Portal ist so eine Mischung aus Strafverfolgung, polizeilicher Arbeit, statistischer Arbeit, beratende Tätigkeit. Und wir haben Sorgen, dass das am Ende ein Meinungsmeldungsportal wird und am Ende dann faktisch auch die Meinungsfreiheit einschränkt.“ Für die FDP ist klar: Das Portal soll eingestellt […]

  • Das Halloween-Haus von Familie Hampel aus Homberg

    Das Halloween-Haus von Familie Hampel aus Homberg

    Heute Abend wird geklingelt und dann heisst es wieder: Süßes oder Saures! Im hessischen Homberg gibt es eine Adresse, die ist definitiv nichts für schwache Nerven. Dort hat Familie Hampel nämlich über Wochen hinweg ihr Haus in eine Gruselvilla verwandelt. Wir waren mutig genug und haben sie pünktlich zu Halloween besucht. Heute Nacht tanzen die Geister in Homberg. Zwischen flackernden Lichtern und wehenden Spinnweben erwacht das Halloween-Haus der Familie Hampel auch dieses Jahr wieder zum Leben. Seit zwölf Jahren verwandelt das Ehepaar gemeinsam mit seinen drei Kindern Haus, Hof und Garage in ein waschechtes Gruselkabinett. Nicole Hampel „Ja, das hat sich verselbstständigt irgendwie. Wir haben damals einen Kürbis gebaut mit den Kindern für eine Halloween Party und dann wurde das irgendwie von Jahr zu Jahr immer mehr. Eben weil dann auch mein Mann das Haus so schön beleuchtet hat und dann haben Autos angehalten und haben gefragt ob sie Fotos machen können und das haben wir dann einfach so beibehalten.“ Mittlerweile ist das Gruselhaus in der Gegend nicht mehr wegzudenken. Hier kennt man die Halloween-Hampels. Nils Hampel „Wenn ich mal durch den Schulflur gehe, dann wird mal gesagt: ‚Bist du nicht der Typ vom Halloween-Haus?‘. Das ist auf jeden Fall cool. Man sticht zumindest heraus, vor allem an Halloween.“ Und jedes Jahr kommt etwas Neues hinzu. Dieses Mal: eine gigantische Fledermaus mit drei Metern Spannweite. Wochenlang baut Vater Frank Hampel die Installation aus recycelten Materialien zusammen. Als gelernter Schlosser sind  seiner Kreativität keine Grenzen gesetzt. Frank Hampel „Die einen fahren Motorrad, die anderen haben eine Modelleisenbahn, die haben da ihren Spaß dran und ich habe daran meinen Spaß. Techniken zu entwickeln, auch sowas krumm und schief zu bauen, dass es trotzdem noch funktionier, das ist so bisschen die Kniffeligkeit dahinter.“ So wächst das Gruselreich der Hampels stetig weiter und lockt […]

  • Bericht über sexuellen Missbrauch im Bistum Trier

    Bericht über sexuellen Missbrauch im Bistum Trier

    Viele gläubige Katholiken haben heute gebannt nach Trier geblickt – denn dort wurde am Vormittag der inzwischen dritte Bericht zu sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen im dortigen Bistum vorgestellt. Die wissenschaftliche Studie hat die Missbräuche durch Kleriker und Laien wissenschaftlich aufgearbeitet – und dabei jahrzehntelanges Vertuschen und fehlende Konsequenzen festgestellt. Im neuen Bericht geht es nun erstmals um die Amtszeiten von heute noch lebenden Würdenträgern. In Marx‘ Amtszeit von 2002 bis 2008 sei die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden miserabel gewesen, Aufklärung hätten oft Medien übernommen. Sanktionierungen seien nur unzureichend erfolgt. Dennoch habe sich die interne Aufklärung verbessert. Lena Haase, Mitarbeiterin Missbrauchsstudie Trier „Die fehlende Fürsorge für Betroffene ist ein zweites Problem, was sicherlich zu beschreiben ist. Die fehlende Kommunikation mit entsprechenden Strafverfolgungsbehörden sowohl staatlicherseits als auch kirchlicherseits ist ein großes Problem, gerade in der Amtszeit von Reinhard Marx hier in Trier. Das ist, wie gesagt, unter Ackermann, ja, in geregelteren Bahnen gelaufen, auch durch Abstimmung mit den Staatsanwaltschaften.“ Die Täter und Opfer-Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang im aktuellen Untersuchungszeitraum. In diesem sei generell die Sensibilität für sexuelle Gewalt gestiegen. Seit 2001 sei kein neuer Intensivtäterfall mehr bekanntgeworden. Die unabhängige Aufklärungskommission im Bistum Trier als Initiatorin der Studie lobt den erkennbar verbesserten Umgang mit den Taten, Betroffenen und der Prävention, spätestens mit dem Amtsantritt von Bischof Ackermann, der von 2010 bis 2022 auch Missbrauchsbeauftragter der Deutschen Bischofskonferenz war. Dieser spricht von einem Lernprozess und bittet gleichzeitig um Verzeihung, insbesondere für die mindestens 24 Missbrauchsopfer in seiner Amtszeit. Die Fehler lägen besonders im Bereich: Stephan Ackermann, Bischof von Trier „Mangelnder Betroffenenorientierung in einer Reihe von Fällen, in langen Prozessen, die sich hin gestreckt haben. Blinden Flecken, die es bei uns auch gab. Aber der Bericht hilft jetzt auch noch mal glaube ich ein Stück professioneller auch nach vorne zu schauen und […]

  • Wie zufrieden sind die Rheinland-Pfälzer mit der Politik?

    Wie zufrieden sind die Rheinland-Pfälzer mit der Politik?

    Wie steht es um unsere Demokratie? Und wie ticken die Rheinland-Pfälzer politisch? Genau diesen Fragen geht der sogenannte ‚Rheinland-Pfalz-Monitor‘ nach. Heute wurden die Ergebnisse der Studie vorgestellt – manche sind durchaus besorgniserregend – aber es gibt auch Lichtblicke. Das Positive zuerst: 90 Prozent der Befragten halten Demokratie für das politische System, das am besten zu unserer Gesellschaft passt. Zugleich sind aber nur 63 Prozent mit dem Funktionieren der Demokratie in Deutschland zufrieden. Für den rheinland-pfälzischen Landtag, der die Studie in Auftrag gegeben hat, ein alarmierendes Zeichen. Hendrik Hering (SPD), Landtagspräsident Rheinland-Pfalz „Wir müssen dafür sorgen, dass die Akzeptanz von Demokratie größer wird. Dafür muss man mehr für Demokratiebildung tun. Und wir müssen gucken: Wie wird Politik kommuniziert, wie gestalten wir Politik? Wir müssen das ernst nehmen, die Auffassung der Bürger im Land.“ Unter der Leitung von Politikwissenschaftler Professor Uwe Jun hat die Universität Trier 1.300 Menschen aller Altersgruppen befragt. Bereits die zweite repräsentative Studie nach 2023. Demnach ist das politische Interesse zwar gestiegen, die Meinungen werden aber zugleich auch radikaler. Bei Fragen zu anti-demokratischen Haltungen geben 49 Prozent an, Deutschland bräuchte eine einzige starke Partei, die den Volkswillen verkörpert. Vier Prozent wären bereit, für ihre politische Überzeugung Gewalt anzuwenden. Sieht man bei ihnen genauer hin, ordnen sich acht Prozent dem linken politischen Spektrum zu. Auf der rechten Seite hat sich die Zuordnung auf 15 Prozent mehr als verdoppelt. Hendrik Hering (SPD), Landtagspräsident Rheinland-Pfalz „Die Gefahr der Demokratie geht derzeit eindeutig von rechts aus. Das wird durch den Monitor nochmal klar bestätigt, dass die Gewaltbereitschaft dort in einem alarmierenden Maße zugenommen hat. Das heißt: Neben dem, was man zum Demokratiestärken und Demokratiebildung tut, müssen wir nach wie vor auch im Bereich Verfassungsschutz gut aufgestellt sein, um zu beobachten, was dort geschieht im rechten Bereich.“ Der Rheinland-Pfalz-Monitor fördert auch die drei größten […]

  • Politikwissenschaftler Uwe Jun über den neuen Rheinland-Pfalz-Monitor

    Politikwissenschaftler Uwe Jun über den neuen Rheinland-Pfalz-Monitor

    Eva Dieterle spricht mit dem Mann, der den Demokratiemonitor federführend betreut – mit Politikwissenschaftler Prof. Uwe Jun. Eva Dieterle, Moderatorin: Guten Abend. Jun: Guten Abend. Dieterle: Herr Jun, die große Mehrheit der Menschen befürwortet weiterhin die Demokratie. Gleichzeitig sind aber immer mehr Menschen unzufrieden mit dem tatsächlichen Funktionieren einer Demokratie. Wie gefährlich ist das langfristig? Jun: Das hängt jetzt sehr davon ab, wie die Politik darauf reagiert und agiert. Sie hat es ja in der Hand, durchaus auch die Unzufriedenen wieder zumindest teilweise für sich zurückzugewinnen und eine höhere Funktionsfähigkeit der Demokratie zu gewährleisten. Das wird jetzt ihre Aufgabe sein, um diese Menschen auch wieder dazu zu bewegen, sich mehr in Richtung politische Mitte zu bewegen und am Ende eben die Funktionsfähigkeit der Demokratie als positiv darzustellen. Und da ist es natürlich so, dass das nicht nur durch gutes Regieren gelingen kann, sondern muss die Menschen auch emotional mitnehmen und ihnen ein emotionales Angebot machen. Das wird auch die Aufgabe der Politik in der Zukunft sein. Dieterle: Gibt Ihre Erhebung auch Auskunft darüber, was die Politik konkret tun kann? Jun: Na ja, die Politik ist gefordert, auch mit den Menschen mehr ins Gespräch zu kommen, den Diskurs, die Diskussion, das Gespräch zu suchen und mehr auf das zu hören, was die Menschen sich wünschen, was sie an Meinungen, Haltungen haben und das versuchen auch entsprechend umzusetzen. Das ist eine Aufgabe, die sich stellt, um eben hier die Zufriedenheit zu erhöhen und mit der Demokratie dann auch wieder eine größere Kompatibilität zu erzielen. Das heißt also, die Demokratie dann auch resilienter zu machen, sie zu stärken. Dieterle: Im März kommenden Jahres ist in Rheinland-Pfalz Landtagswahl. Wie werden sich diese  Tendenzen auf die Wahlen auswirken? Jun: Wir sehen, dass nach wie vor die politische Mitte in Rheinland-Pfalz recht stark ist. Und die […]

  • Ausstellung über Nachrichten im Frankfurter Museum für Kommunikation

    Ausstellung über Nachrichten im Frankfurter Museum für Kommunikation

    Fake News sind eine Gefahr für die Demokratie. Wie kann ich die von einer echten Nachricht unterscheiden? Und wie entstehen Nachrichten überhaupt? Im Museum für Kommunikation geht es um die Geschichte der Nachrichten und unser heutiges Verhältnis dazu. Nachrichten aus mehreren Jahrzehnten. Nachrichten über Ereignisse, die viel verändert haben. Nachrichten, mit denen wir heute noch etwas verbinden. Emotionen, politische oder gesellschaftliche Veränderungen. Die Entscheidung darüber, was eine Nachricht wert ist, bestimmt, wie wir die Welt sehen. Annabelle Hornung, Direktorin Museum für Kommunikation Frankfurt „In der Ausstellung geht es um die Produzentenseite, aber auch um die Konsumentenseite. Es geht darum, wie man ganz persönlich mit Nachrichten umgeht: Was machen Nachrichten mit einem, bin ich nachrichtenmüde, interessiere ich mich, für welche Themen interessiere ich mich? Kultur, Politik.“ Der Generalanzeiger ist ab 1867 Deutschlands  erste Zeitung für alle. Mit Nachrichten aus verschiedenen Bereichen, einfach geschrieben. Die „Relation“ ist die erste Zeitung der Welt. Sie wird ab 1605 in Straßburg für rund ein Dutzend wohlhabender Bürger gedruckt. Neuigkeiten aus aller Welt, bis dahin  Luxus. Nur wer sich Boten leisten kann, wird über internationale Ereignisse informiert. Wenke Wilhelm, Kuratorin der Ausstellung „Im Mittelalter hat man sich vor allem regional informiert. Also an Marktplätzen, Kirchen oder auch an Häfen, kamen sogenannte Nachrichtenausrufer. Da hat man sich ausgetauscht und hat vor allem regional und lokal erfahren, aber es gab noch nicht diesen Zugang zu internationalen oder auch überregionalen Nachrichten.“ Was direkt vor  Ort passiert, scheint heute immer weniger Menschen zu interessieren. Es verschwinden ständig lokale Tageszeitungen in Deutschland. Auch die Meinung der Ausstellungsbesucher ist gefragt. Interessieren mich lokale Themen? Möchte ich für gut recherchierte  Informationen  Geld ausgeben? Annabelle Hornung, Direktorin Museum für Kommunikation Frankfurt „Es gibt noch keine ganz prekäre Region in Deutschland, die überhaupt nicht mehr an journalistisch-faktische Nachrichten kommt. Aber der Trend geht natürlich dahin, […]

  • Angeln trendet bei Jugendlichen

    Angeln trendet bei Jugendlichen

    Das erlebt auch der Angelsport-Verein im hessischen Langen, der einen großen Zulauf hat. Wir waren beim Jugendfischen dabei. Da ist ihnen einer ins Netz gegangen. Ein dicker Karpfen, etwas über 60 Zentimeter lang. Für Janik und Lennard ein toller Erfolg. Schon seit einer Nacht angeln und campen sie mit vier anderen Jugendliche hier am Langener Waldsee. Henry, 17 Jahre „Ich find’s halt einfach schön, zu angeln. Das ist draußen in der Natur, ich sag mal was anderes als zu Hause immer nur zu zocken oder sowas. Genau. Ich finds einfach allgemein rundum schön, eine schöne Community, die man hat, ich habe viele Freunde dadurch auch gefunden.“ Leon, 17 Jahre „Es macht trotzdem Spaß, wenn man Nachtangeln macht, also wenn man ein Zelt hat. Oder man hat eine Unterkunft. Da gibt’s halt elektrische Bissanzeiger, hast du ein Walkie-talkie, das dir mitteilt, dass du einen Biss hast.“ Doch nicht alle Fische, die die Jungs fangen, dürfen sie auch aus dem Wasser holen. Dieser Karpfen zum Beispiel ist zu groß und kommt zurück in den See. Er soll dort für Nachwuchs sorgen. Der Angelsportverein Langen hat inzwischen einen Aufnahmestopp für Neumitglieder. Zu viele wollen Angeln gehen. Boris Heinrich, Vorsitzender ASV Langen „Ist definitiv ein Trend. Also das lässt sich schön beobachten, seit der Corona-Pandemie, die wir hatten, dass dieses Naturerlebnis, draußen sein, das soziale Gefüge, etwas erleben, zugenommen hat. Das belegen nicht nur die Zahlen aus den verschiedenen Bundesländern, wo die Tendenz ständig nach oben geht. Das können auch wir belegen. Allein in diesem Jahr haben wir einen Zuwachs an sechs Jugendlichen.“ Janik hat seinen ersten Fisch schon mit vier Jahren geangelt. Janik, 14 Jahre „Ich wurde mit drei Jahren das erste mal zum Angeln mitgenommen von meinem Vater und meinem Opa. Und es hat mir einfach so viel Spaß gemacht, draußen in […]

  • Wie Rheinland-Pfalz mehr Touristen anlocken will

    Wie Rheinland-Pfalz mehr Touristen anlocken will

    Der Tourismus ist in Rheinland-Pfalz einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Im laufenden Jahr konnte das Gastgewerbe bisher sechs Millionen Gäste begrüßen. Besonders Campingplätze sind gefragter denn je. Umso wichtiger ist es, den Tourismus weiterzuentwickeln. Das Wirtschaftsministerium hat heute seine Strategie vorgestellt. Weinberge, Altstädte, Wanderwege. Rheinland-Pfalz hat für Touristen aus aller Welt einiges zu bieten. Seit der Corona-Pandemie steigen die Gästezahlen stetig. Doch im Vergleich zu den anderen Bundesländern hinkt Rheinland-Pfalz hinterher. Die wichtige Touristenregion im Ahrtal  klagt seit der Flutkatastrophe im Jahr 2021 über ausbleibende Urlauber. Mit der weiterentwickelten Tourismusstrategie will man wieder mehr Gäste ins Land locken. Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin RLP „Wir haben keine einfachen Jahre im Tourismus hinter uns und umso wichtiger ist es, dass wir jetzt auch für die Zukunft auch mit wirklich wichtigen Aufgaben beschäftigen und die Grundlagen legen. Und wir merken: Digitalisierung, Künstliche Intelligenz sind wirklich auch Schlüsselthemen, um in Zukunft nicht nur gefunden zu werden, sondern auch entsprechend bewertet zu werden, in den sozialen Netzwerken auch präsent zu sein.“ Die Digitalisierung ist eines von insgesamt sechs Handlungsfeldern die zur Tourismusstrategie gehören. Auch Nachhaltigkeit und die Stärkung des Gastgewerbes sind zwei wichtige Ziele. Schon seit 2019 wird die Strategie umgesetzt. Stefan Zindler, Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH „Wir haben aber jetzt mit der Fortschreibung die eine oder andere Veränderung und Anpassung vorgenommen aufgrund geänderter Marktbedingungen. Deswegen ist die Fortschreibung der Tourismusstrategie sozusagen die Aktualisierung dessen, was wir in der Vergangenheit gemacht haben und wir haben viele einzelne Maßnahmen, die wir jetzt nochmal neu definieren und auch neu priorisieren.“ Das Land will in den nächsten zwei Jahre 33 Millionen Euro für den Tourismus zur Verfügung stellen. So viel wie noch niemals zuvor. Dieses Geld soll unter anderem in touristische Infrastruktur fließen. Neu ist auch eine geplante Bestandsaufnahme des Gastgewerbes. Gereon Haumann, DEHOGA Rheinland-Pfalz e.V. „Wir wollen durch das […]

  • Tag der Menschen mit Behinderung im hessischen Landtag

    Tag der Menschen mit Behinderung im hessischen Landtag

    Auf dem Spielplatz, beim Sport, im Töpferkurs: Noch oft verbringen Menschen mit und ohne Einschränkung ihre Freizeit nicht gemeinsam. Das können wir doch eigentlich besser, sagen die hessische Landesregierung und das Parlament. Sie haben heute zum 12. Tag der Menschen mit Behinderung in den Landtag nach Wiesbaden eingeladen. Rund 30 Musikbegeisterte stimmen sich hier in Rüsselsheim auf den Herbst ein. All inklusive – so das Motto des neu gegründeten Freizeitchors. Hemmungen hat keiner, die gute Stimmung steckt an. Christine Hodauer „Gut.“ – „Und was hat Ihnen heute so Spaß gemacht?“ – „Das Singen und alles.“ Gerd Bockert „So singen halt. War gut.“ Jochen Fuhrmann „Es macht Spaß, Geräusche zu machen. Zu singen. Und mit so Übungen da so reinzukommen, das fand ich ganz schön.“ Fatma Yildiz „Finde ich sehr menschlich. In der Welt sind wir sowieso oft gespalten. Klein, groß, alt, jung. Musik verbindet halt.“ Verbindungen schaffen – genau das will die Museumsleitung erreichen: Mit diesem Chor, aber auch mit anderen Projekten wie einer Museumsführung in Gebärdensprache. Cornelia Röhlke, stellv. Museumsleiterin Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim „Inklusion ist ja eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und gerade der Kulturbereich, die Museen eignen sich besonders für Inklusion durch die kreativen Angebote, die man hier machen kann.“ Das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Handicap müsse ihrer Meinung nach  selbstverständlicher werden. Auf dem Arbeitsmarkt, aber auch in der  Freizeit . Wie in diesem Chor. Oder unter Wasser: Eine Tauchschule in Baunatal bietet Tauchkurse für Menschen mit und ohne Behinderung an. Insgesamt sechs Projekte zeigen heute im hessischen Landtag, wie Inklusion in der Freizeit gelingen kann. Cornelia Röhlke, stellv. Museumsleiterin Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim „Es gibt eben auch noch eine gewisse Scheu und es gibt Berührungsängste bei den Menschen ohne Beeinträchtigung. Es muss einfach im Alltag fest integriert sein. Die Schule hat ja schon damit begonnen und […]

  • Unterwegs mit der Keschde-Prinzessin

    Unterwegs mit der Keschde-Prinzessin

    Wir waren mit Felicia I. unterwegs, haben Keschde – also „Kastanien“ – gesammelt und entdeckt, wie vielseitig man sie genießen kann. Wenn sich die Blätter bunt färben, beginnt in der Südpfalz die Keschdezeit. Dann heißt es: raus in den Wald und Kastanien sammeln. Felicia Schmidt ist die neue Deutsche Keschdeprinzessin – für sie ist das Keschdesammeln  Tradition. Felicia I., Keschdeprinzessin „Mit der Kastanie verbinde ich so eine kleine Kindheitserinnerung. Ich habe eine Zwillingsschwester. Früher sind wir immer mit Opa und Oma in den Wald gefahren und haben Kastanien gesammelt um diese dann später in Tüten zu verpacken und am Straßenrand zu verkaufen.“ Reife Kastanien hängen nicht mehr am Baum, sondern liegen auf dem Boden. Felicias Tipp beim Sammeln: Mit dem Fuß die stachlige Hülle vorsichtig aufgetreten. Doch woran erkennt man, ob es eine essbare Kastanie  oder eine nicht essbare Rosskastanie ist. Felicia I., Keschdeprinzessin „Das ist eine Esskastanie, das  erkennt man daran, dass zum einen sehr flach ist und zum anderen, dass unter einem Kastanienbaum liegt.“ Auch der Baum verrät, um welche Kastanie es sich handelt. Felicia I., Keschdeprinzessin „Die erkennen wir daran, dass sie ein Blatt hat. Die Rostkastanie sieht ungefähr aus wie so eine Hand. Hat fünf Blätter.“ Seit Anfang Oktober trägt Felicia  die Krone der deutschen Keschdeprinzessin. Ihre Aufgabe: das Trifelslands und die Pfälzer Keschde auf Veranstaltungen vertreten. Die Kastanie begleitet die 20-Jährige auch in ihrem Alltag. Neben ihrem Amt als Keschdeprinzessin hilft Felicia ab und zu im Restaurant ihrer Tante aus. Dort steht in der Herbstzeit natürlich auch die Keschde auf der Speisekarte. Und manche Rezepte lassen sich ganz einfach auch zuhause nachmachen. Zum Beispiel karamellisierte Keschde als Beilage. Petra Roth-Püngeler, Köchin Dernbacher Haus „Man macht so eine kleines Karamell Wasser und Zucker und lässt das Wasser so lange einkochen, bis der Zucker karamellisiert ist. Gibt […]

  • 19-Jähriger hilft ehrenamtlich im Hospiz

    19-Jähriger hilft ehrenamtlich im Hospiz

    Der Tod – immer noch ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Denn meist wird vermieden darüber zu sprechen oder sich gar intensiver damit auseinanderzusetzen. Ein 19-jähriger Nordhesse wählt da einen anderen Weg. Bereits in jungem Alter stellt er sich dem Thema. Er arbeitet ehrenamtlich im Hospiz, kümmert sich um Menschen, die im Sterben liegen – und er möchte aufklären. Maximilian Feil begleitet Menschen, wie Sonja Strieder auf ihrem letzten Weg. Eine Aufgabe, die viele andere scheuen. Der 19-Jährige spricht mit ihnen, hilft ihnen beim Essen, versucht so viel Normalität herzustellen, wie möglich. Maximilian Feil, ehrenamtlicher Sterbebegleiter „Was eigentlich das allerwichtigste ist: einfach mal da sein. Oft werden gar keine Wörter gesprochen, da sitzt man dann einfach mal nur am Bett, hält die Hand der Person, ist für die Person da. Damit sie weiß, sie ist nicht alleine, wir sind für sie da und das macht schon wirklich viel.“ Sonja Strieder ist schon über ein Jahr im Hospiz Kellerwald. Die Gespräche mit Max haben ihr wieder etwas Lebensqualität geschenkt. Sonja Strieder, Gast im Hospiz Kellerwald „Ich hätte ja niemals gedacht, dass ich nochmal so eine schöne Zeit verbringen kann. So ein Jahr, das mich regelrecht erfüllt. Schöner konnte ich es zuhause gar nicht haben.“ Ein Jahr: eine außergewöhnlich lange Zeit für ein Hospiz, in der sie mit Max eine ganz besondere Beziehung aufbaut. Nach einem Schulpraktikum im Hospiz beginnt Max die Ausbildung zum ehrenamtlichen Sterbebegleiter. Der Tod, vorher kein Thema in seinem Leben, ist auf einmal allgegenwärtig. Maximilian Feil, ehrenamtlicher Sterbebegleiter „Sterben gehört zum Leben dazu und das ist völlig normal und in diesem Szenario erst recht auch absehbar. Diese Menschen werden nicht mehr gesund, es ist klar, dass diese Menschen streben werden und dann ist es mit mir viel besser zu vereinen und zu sagen: ‚Okay, es kommt so‘.“ In seinem […]

  • Immer mehr Datenschutz-Beschwerden

    Immer mehr Datenschutz-Beschwerden

    Sie sind wohl einer der wichtigsten Rohstoffe unserer Zeit: Daten! Unsere persönlichen Daten sind mit der fortschreitenden Digitalisierung nicht nur ein sensibles, sondern auch ein wertvolles Gut. Und dabei mitzuhelfen, dass dieses Gut geschützt wird, das ist der Job des rheinland-pfälzischen Datenschutzbeauftragten. Ist diese Katze ein Spion? Ihr Besitzer hat an ihrem Halsband eine Kamera befestigt, um zu sehen, was sein Tier tagsüber so treibt. Doch der Nachbar fühlt sich von der Katze ausspioniert und meldet sich deshalb beim rheinland-pfälzischen Landesdatenschutzbeauftragten. Ein kurioser Fall, der aber zeigt, wie wichtig es vielen Menschen mittlerweile ist, zu wissen, was mit ihren Bildern passiert. Seit 10 Jahren beschäftigt sich Dieter Kugelmann mit den Datenschutzproblemen der Rheinland-Pfälzer. Und die Zahl der Beschwerden von Bürgern und Unternehmern steigt. Waren es 2023 insgesamt rund 820 Fälle, ist die Zahl der Beschwerden im vergangenen Jahr auf insgesamt rund 1.100 gestiegen. Ein Rekordhoch. Und auch in diesem Jahr deutet sich ein neuer Höchststand an: Bis Ende Juni gab es schon rund 660 Beschwerden, 24 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Umso weiter die Digitalisierung voranschreitet, desto mehr Daten sind verfügbar. Und so wird auch der Datenschutz immer mehr zum Thema. Ganz aktuell auch in der Diskussion um die elektronische Patientenakte. Seit Anfang Oktober ist die sogenannte „ePA“ flächendeckend im Einsatz. Sie ist quasi ein Online-Ordner, in dem alle Befunde und Dokumente gespeichert sind. Diese können sowohl vom Patienten selbst als auch von seinen Ärzten eingesehen werden. Doch noch sind bei den Bürgern einige Fragen offen: „Wenn ich jetzt das nächste Mal zu meinem Hausarzt gehe, werde ich ihn mal darauf ansprechen. Weil ich jetzt auch noch nicht so genau weiß, wie das halt alles jetzt ablaufen soll das Ganze. Man hat zwar schon einiges gehört über die Medien, aber trotzdem weiß man eigentlich nicht Bescheid.“ „Einerseits […]

  • Zu Gast im Studio: der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Dieter Kugelmann

    Zu Gast im Studio: der rheinland-pfälzische Datenschutzbeauftragte Dieter Kugelmann

    Hat man den Eindruck, beispielsweise ein Unternehmen geht mit personenbezogenen Daten nicht richtig um, dann kann man sich an ihn wenden: den Datenschutzbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz. Seit zehn Jahren ist das Dieter Kugelmann. Im Gespräch mit Maike Dickhaus blickt er auf die Veränderungen zurück, die sein Amt so mit sich gebracht hat. Maike Dickhaus, Moderatorin: Und jetzt ist er bei mir, der Landesdatenschutzbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Professor Dieter Kugelmann. Schönen guten Abend. Dieter Kugelmann, Datenschutzbeauftragter RLP: Schönen guten Abend. Dickhaus: Herr Kugelmann, zehn Jahre sind Sie jetzt im Amt. Wie haben sich denn die Fälle, die Sie in dieser Zeit bearbeitet haben, im Laufe der Jahre geändert? Kugelmann: Vor zehn Jahren war es noch so, dass die Leute sehr sensibel waren gegenüber dem, was der Staat gemacht hat. Da betrafen die Beschwerden also vor allem dann Polizei oder öffentliche Videoüberwachung. Und inzwischen hat sich das insoweit geändert, weil die Leute auch merken und wissen, die ganzen privaten Datensammler, die haben eben auch ganz viele Daten über mich und auch da kann ich was machen. Das heißt, es ist breitbandiger geworden von der Sensibilität der Leute, was möglicherweise passieren kann und wer vielleicht auch Daten über einen hat. Dickhaus: Mal ganz konkret: Wenn ich ein Datenschutzproblem habe, wo finde ich Beratung und Hilfe? Also an wen kann ich mich wenden? Kugelmann: Die erste Frage ist ja, wer hat die Daten verarbeitet. An den wende ich mich direkt, also an den Arzt, an das Unternehmen, an die Behörde, die die Daten verarbeitet haben. Da kann man nachfragen, Auskunft erlangen. Und wenn das nicht klappt, wenn es Schwierigkeiten gibt, dann gerne an den Landesdatenschutzbeauftragten. Wir versuchen da zu helfen und dann den Bürger und die Bürgerin zu ihrem Recht kommen zu lassen. Dickhaus: Die Zahl der Beschwerden, die Sie erreichen von Bürgern, aber auch […]