Allgemein

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Nach einer Gewitternacht stehen die Zeichen weiter auf Sommer. Heute Nacht entladen sich zunächst teils kräftige Gewitter, die meisten davon westlich des Rheins. Danach folgt Regen, der zum frühen Morgen hin auch ganz Hessen erfasst. Die Temperaturen gehen im Bergland auf 13 bis 10 Grad zurück, sonst auf 15 bis 14 Grad. Der Freitag startet in Hessen und im Rheinischen Tiefland mit Regen. Nach Westen zu werden nur noch einzelne Schauer erwartet. Allmählich kommt im Tagesverlauf auch wieder die Sonne hervor. Die Höchstwerte liegen zwischen 19 Grad in der Eifel und 23 Grad am Rhein. Am Wochenende bringt uns Hoch Hartmut viel Sonnenschein. Besonders am Sonntag lohnt sich bei bis zu 32 Grad ein Sprung ins kühle Nass. Zu Wochenbeginn kühlt es etwas ab, es bleibt aber sonnig und schön.

  • Im Amokfahrer-Prozess legt psychiatrischer Sachverständiger Gutachten vor

    Im Amokfahrer-Prozess legt psychiatrischer Sachverständiger Gutachten vor

    Am 01. Dezember 2020 steuert ein Mann seinen Geländewagen mit hoher Geschwindigkeit durch die Trierer Innenstadt. Fünf Menschen sterben bei dieser Amokfahrt, viele weitere werden verletzt. Jetzt, fast eineinhalb Jahre später neigt sich der Mammutprozess gegen den mutmaßlichen Amokfahrer Bernd W. seinem Ende zu. Am Landgericht in Trier hat heute der psychiatrische Gutachter seinen Bericht zum Geisteszustand des Angeklagten vorgestellt. Unser Reporter Robert Murmann war dabei. Robert Murmann, Repoter „Mit Spannung war der Bericht von Professor Wolfgang Retz erwartet worden. Immerhin geht es darin auch um die Frage: Ist Bernd W. schuldfähig? Der Gutachter kommt heute zu dem Ergebnis: nein – zumindest nicht vollständig. Bernd W. leide an einer paranoiden Schizophrenie. Er habe sich über den Lauf von zwanzig Jahren in einen Wahn hineingesteigert, der ihm vorgaukele, dass er verfolgt, abgehört, betrogen und um sein Recht gebracht würde. Diese wahnhafte Weltsicht habe ihn eine solche Tat überhaupt erst in Erwägung ziehen lassen. Der Gutachter empfiehlt deshalb die unbefristete Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Er sagt: Wenn die Erkrankung nicht behandelt werde, bestehe eine große Gefahr, dass der Angeklagte weitere Taten begeht.“ Zusätzlich solle Bernd W. eine lebenslange Gefängnisstrafe erhalten, die er im Falle einer Heilung antreten müsse. Der Prozess wird am 15. Juli fortgesetzt. Dann beginnen die Plädoyers.

  • Wasserstoff für den öffentlichen Nahverkehr

    Wasserstoff für den öffentlichen Nahverkehr

    In Hessen soll die größte mit Wasserstoff betriebene Nahverkehrszugflotte der Welt an den Start gehen – und das nicht erst in einigen Jahren, sondern schon im Dezember. 27 mit Wasserstoff betriebene Bahnen sollen dann durch den Taunus fahren. Starten werden die Züge im Industriepark Höchst und dort gab es heute einen Einblick in das Großprojekt. Einmal volltanken bitte. Durch diesen Zapfhahn wird kein Benzin oder Diesel fließen, sondern Wasserstoff. Vier dieser Zapfsäulen sollen die Züge im Industriepark Höchst mit betanken. Bald beginnen die ersten Tests. Joachim Kreysing, Geschäftsführer InfraServ Höchst „Es werden Probebetankungen mit Zügen durchgeführt und das Zusammenspiel der Komponenten, dass dann alles auch wirklich funktioniert, das ist die Hauptaufgabe bis zum Jahresende.“ Auf dem Dach haben die Züge einen Wasserstofftank und eine Brennstoffzelle. Die Zelle wandelt Wasserstoff und Luft in Wasser um. Dabei entsteht Strom, der die Akkus an Bord auflädt und den Elektromotor antreibt. Die Züge geben lediglich Wasserdampf und Wärme an die Umwelt ab. Durch Bremsenergie wird weitere elektrische Energie gewonnen. Bis zu 1.000 Kilometer weit fährt ein Zug mit einer Tankfüllung bei einer Maximalgeschwindigkeit von 140 Kilometer pro Stunde. Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir hat sich 2018 bereits ein Bild von den leise rollenden Wasserstoffzügen gemacht. Er ist überzeugt, dass sie ihren Teil zur Mobilitätswende beitragen werden. Tarek Al-Wazir, Bündnis 90 / Die Grünen, Verkehrsminister Hessen „Wir haben nun mal grob ein Drittel der Gleise in Hessen, die nicht elektrifiziert sind. Da sind bisher Dieseltriebwagen unterwegs. Die Bahn will mehr elektrifizieren und das ist auch richtig, aber das geht gar nicht überall. Da, wo beispielsweise Tunnel zu niedrig sind, kann man keine Oberleitung nachträglich einbauen und genau für solche Bereiche ist der Wasserstoffzug eine sehr gute Alternative.“ Allerdings wird der Wasserstoff bislang nicht emissionsfrei hergestellt. Jeden Tag entstehen zwölf Tonnen des sogenannten „grauen Wasserstoffs“ im Industriepark. […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Kita-Gesetz weiter umstritten — Milliarden für Corona-Hilfen — Störungen im Luftverkehr Kita-Gesetz weiter umstritten Ein Jahr nach seiner Einführung hat die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig ein weitgehend positives Fazit der Kita-Novelle gezogen. Das Gesetz sei an vielen Stellen geräuschlos umgesetzt worden. Es habe einen Rechtsanspruch auf eine siebenstündige Betreuung pro Tag geschaffen. Mehr als 1.600 neue Stellen seien besetzt worden. Wegen des Fachkräftemangels sei es schwierig, genug Personal zu finden. Die CDU-Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag sieht in dem Zukunftsgesetz dagegen einen Etikettenschwindel. Der Arbeitsalltag in den Kitas und die Bedürfnisse der Kinder würden nicht berücksichtigt. Der Verband der Kita-Fachkräfte kritisiert, dass der massive Personalmangel verlässliche Betreuungszeiten und den bedarfsgerechten Ausbau der Kita-Plätze gefährde. Milliarden für Corona-Hilfen Seit Beginn der Corona-Pandemie haben der Bund und das Land Hessen Unternehmen und Soloselbstständige im Land mit insgesamt 17,5 Milliarden Euro unterstützt. Das haben heute Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Finanzminister Michael Boddenberg mitgeteilt. Das Geld habe vielen hessischen Betrieben geholfen, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu bewältigen. Anträge zur finanziellen Unterstützung könnten nur noch bis Endes des Monats gestellt werden. Dann liefen die Corona-Hilfsprogramme des Bundes und die hessischen Darlehensprogramme aus. Störungen im Luftverkehr Technische Probleme bei der Deutschen Flugsicherung haben heute Morgen den Flugverkehr im gesamten europäischen Luftraum stundenlang eingeschränkt. Grund dafür waren Schwierigkeiten bei einem Software-Update im Kontrollzentrum in Langen bei Frankfurt. Sie führten auch am Frankfurter Flughafen zu Verspätungen. Rund 20 Flüge fielen aus. Um 9 Uhr war die Störung behoben. Der Betrieb bei der Flugsicherung lief wieder normal.

  • Angst vor Nebenkostenabrechnung

    Angst vor Nebenkostenabrechnung

    Seit Wochen steigen die Energiekosten in die Höhe. Für die kommende kalte Jahreszeit könnte das vor allem für Verbraucher mit einer Gasheizung zu einem teuren Problem werden. Nachdem Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in der vergangenen Woche die zweite Stufe für den Notfallplan Gas ausgerufen hat, warnte er, dass die Gaskosten für einen Haushalt um bis zu 200 Prozent steigen könnten. Im Winter dürfte es einigen Menschen schwer fallen, die Heizung aufzudrehen. Denn seit dem Ausbruch des Ukraine-Krieges zeigt der Gaspreis in Deutschland steil nach oben. Markus Paulus, Verwaltungsbeamter „Ich hab von meinem städtischen Energieversorger Post bekommen. Da stand dann drin: Von 210 Euro – was ich monatlich gerade zahle – muss ich dann jetzt seit Juni 443 Euro zahlen.“ Ralf Kerz, KFZ Meister „Ich denke halt, für die Leute wo es eh schon sehr knapp ist, die wird es hart treffen.“ Marga Wäscher, Verwaltungsfachwirtin „Ich bin alleine und mit zwei Kindern weiß ich nicht was mich erwartet und hab da schon große Bedenken was auf mich zukommt.“ Henrich Both, Veterinär „Das ist bei uns ein dramatisches Thema. Wir haben deshalb auch auf Elektro umgestellt. Also eine Photovoltaikanlage aufs Dach gesetzt und solche Dinge getan.“ Aus Angst vor hohen Gaspreisen denken viele Verbraucher über einen Umstieg auf Sonnenenergie nach. Doch nicht jeder kann sich die teuren Solarpaneele leisten. Man versucht anderweitig zu sparen, um sich auf die Heizsaison vorzubereiten. Dirk Heisterbach, Sortierer im Containerdienst „Man guckt schon wo man hingeht wenn man einkaufen geht, man holt nur das nötigste, man legt sich schon wieder mehr ein bisschen mehr an die Seite, dass man eben die Nebenkosten die kommen, die Abrechnung bezahlen kann.“ Sandra Nadler, Technische Angestellte „Wir haben vorgesorgt. Wir haben vom Versorger schon was gehört. Also wie die Preise ansteigen werden. Und ich hab es beim Versorger nicht angepasst aber ich […]

  • Interview mit Verbraucherschützer Hans Weinreuter über gestiegene Energiepreise

    Interview mit Verbraucherschützer Hans Weinreuter über gestiegene Energiepreise

    Wann droht der große Preisschock? Darüber spricht Maike Dickhaus mit Hans Weinreuter, dem Energieexperten der Verbraucherzentrale in Mainz. Maike Dickhaus, Moderatorin: Herr Weinreuter, Einschätzungen besagen die Energiepreise könnten sich verdoppeln oder gar verdreifachen. Wie teuer wird es jetzt für die Verbraucher und wie schnell dreht sich die Preisspirale nach oben? Hans Weinreuter, Energieexperte Verbraucherzentrale Mainz: Wie teuer es letztendlich wird, ist ganz schwer vorhersagbar. Aber der entscheidende Punkt in der nächsten Zeit wird sein, ob die Bundesnetzagentur die Gasmangellage ausruft. Weil das bedeutet dann, dass die Energieversorger in kurzer Zeit die auf dem Beschaffungsmarkt deutlich gestiegenen Kosten direkt weiter durchreichen können. Und das wird auf jeden Fall noch einen Preisschub bringen. Damit steht und fällt im Moment die Preisentwicklung für die Privatkunden in den nächsten Wochen und Monaten Dickhaus: Was kann man sich da vorstellen – von was für einer Preissteigerung reden wir da für Privathaushalte? Weinreuter: Na ja, wir haben im Moment ein Preisniveau beim Gas von etwa, wenn man jetzt neu abschließt, von etwa 15 Cent je Kilowattstunde. Das ist schon mal dreimal so viel, als wir vor Coronazeiten zum Beispiel hatten, da lagen wir irgendwo bei fünf Cent pro Kilowattstunde. Und wie viel teurer es noch wird … Es gibt Experten, die schließen nicht aus, dass wir noch mal eine Verdoppelung bekommen. Und dann sind wir beim Gas in der Größenordnung des Strompreises. Hätte sich vor Jahren niemand vorstellen können. Und das bedeutet im Einzelfall vor allen Dingen eine kritische Situation, wenn die Jahresrechnungen kommen. Da drohen hohe Nachzahlungen, und da wird es eine Menge Haushalte geben, die sich das nicht leisten werden können. Dickhaus: Sie sagen es; was kann ich tun, wenn die Abrechnung ins Haus flattert und ich mir die Nachzahlung eben nicht leisten kann? Weinreuter: Gehen wir vielleicht noch einen Schritt zurück. Aktuell raten […]

  • Arche muss immer mehr Kindern helfen

    Arche muss immer mehr Kindern helfen

    Die drastisch steigenden Preise bei Energie und Lebensmitteln sorgen gerade für weniger Geld im Portemonnaie. Schon jetzt ist fast jeder fünfte Hesse von Armut betroffen – in Rheinland-Pfalz ist es jeder sechste. Und die Zahl steigt. Beim christlichen Kinderhilfswerk Arche merkt man gerade, wie sehr die Inflation diejenigen belastet, die ohnehin schon wenig haben. Wir haben eine Familie aus Frankfurt Griesheim getroffen. Der Weg von der Schule führt Bereket Yohannes heute zur Arche. Hier stehen die Türen immer offen und es gibt Mittagessen, kostenlos. Schon sechs Jahre kommt er mindestens zwei Mal in der Woche vorbei. Denn die Arche gibt viel mehr als eine warme Mahlzeit. Bereket Yohannes, Schüler aus Frankfurt „Die Mitarbeiter sind sehr nett, es macht hier sehr viel Spaß mit seinen Freunden zu spielen, man kann hier so vieles machen und ich bekomme hier auch regelmäßige Nachhilfe von meinem Nachhilfelehrer Klaus. Er hilft mir sehr bei der Schule.“ Nachhilfe, Spiele, Essen. Die Arche gibt den Kindern halt. Und seit ein paar Monaten werden es immer mehr. Letztes Jahr wurden hier in Griesheim täglich 70 Essensportionen ausgegeben, jetzt sind es schon 90. Grund sind die steigenden Lebensmittelpreise. Laut statistischem Bundesamt sind diese im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 10% gestiegen. Dazu fragen auch immer mehr Familien nach Hilfe, weil die Nebenkostenabrechnung so hoch ist. Die Scham, um Hilfe zu bitten, haben viele abgelegt. Daniel Schröder, Leiter Arche Frankfurt Griesheim „Dann hat vor kurzem eine Mutter gesagt, vom Scham wird meine Familie nicht satt. Also die Leute können sich keine Scham mehr leisten und sagen eigentlich, ich muss nehmen was ich kriegen kann, weil es am Ende des Tages einfach nicht reicht. Und das ist natürlich schon eine dramatische Entwicklung, weil die Leute einfach nicht mehr selbstbestimmt irgendwie agieren können.“ Auch Berekets Vater Aman versucht alles, um über […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Es wird heißer – besonders an Rhein und Main Heute Abend lassen vereinzelte Gewitter in der Rhön rasch nach. Danach geht es meist sternenklar durch die Nacht. Am Main wird es dunstig. Die Temperaturen sinken in der feuchtwarmen Luft nur auf 17 bis 12 Grad ab. Der Donnerstag verläuft sonnig und heiß. Am Nachmittag ziehen in Rheinland-Pfalz Gewitterwolken auf, die am Abend auch Hessen erreichen. Mit Maxima von 27 bis 33 Grad wird es insbesondere entlang von Rhein und Main ziemlich heiß. Am Freitag zieht der teils kräftige Regen allmählich nach Osten ab. Es ist aber deutlich kühler als zuletzt. Das Wochenende bringt dafür dann wieder feines Badewetter.

  • „Kalifatsstaat“: Razzia gegen verbotene Vereinigung

    „Kalifatsstaat“: Razzia gegen verbotene Vereinigung

    Sie lehnen die Demokratie ab, einige Mitglieder verfolgen sogar das Ziel, einen islamistischen Gottesstaat zu errichten: Die Polizei ist heute gegen die verbotene Vereinigung „Kalifatsstaat“ vorgegangen – mit Razzien in 6 Bundesländern. Koordiniert wurde die Aktion vom rheinland-pfälzischen Landeskriminalamt. 13 Objekte wurden in Hessen durchsucht, elf in Rheinland-Pfalz. Dabei wurden drei Personen festgenommen. O-Ton Achim Füssel, Vizepräsident Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz „Wir haben insgesamt Gelder in sehr hohen Summen sichergestellt. Das geht in die Hundertausende, wie mir berichtet worden ist. Das Geld könnte zur Unterstützung der Finanzierung der verbotenen Vereinigung genutzt worden sein. Das werden die Ermittlungen ergeben. Es sind auch Waffen, Hieb-, Stoß- und Schusswaffen sichergestellt worden, die müssen allerdings noch kriminaltechnisch begutachtet werden.“ Zwei der drei festgenommenen Personen stammen laut den Ermittlern aus Bad Kreuznach. Sie sollen dort in einem Moschee-Verein tätig gewesen sein. Verdeckte Ermittlungen des Rheinland-Pfälzischen Verfassungsschutzes bei dem Verein hatten die heutige bundesweite Aktion ins Rollen gebracht. O-Ton Jürgen Brauer, Leiter Generalstaatsanwaltschaft Koblenz „Das ist ein Verein, der eine Moschee in Bad Kreuznach betreibt, der aber nach unseren Erkenntnissen zugleich den Kalifatsstaat oder dessen Ideologie verbreitet, die Strukturen aufrecht erhält, der Geld sammelt, der einen Laden betreibt, in dem Lebensmittel, in dem Fleisch angeboten wird. Und die Gewinne, die dort erzielt werden, werden nach unseren Erkenntnissen für die Aufrechterhaltung der Strukturen des Kalifatsstaates benutzt.“ Bei der Razzia, die noch bis vor wenigen Minuten andauerte, wurden auch Datenträger und weitere Beweismittel gesichert, nach deren Prüfung weitere Festnamen folgen könnten.

  • Schwimmbäder: Heizen trotz Gasknappheit?

    Schwimmbäder: Heizen trotz Gasknappheit?

    Die Energiekosten werden weiter nach oben schnellen. Das belastet auch die öffentliche Hand, also Behörden, Kommunen und auch Schwimmbäder. Wird der Sprung ins kühle Nass in Zukunft noch erfrischender? Neu-Isenburg sagt nein und will weiter das Freibad heizen, sobald die Wassertemperatur unter 22 Grad fällt. Passt das in eine Zeit, in der Energie auf unabsehbare Zeit knapp wird? Temperaturtest im Waldschwimmbad Neu-Isenburg. Das Wasser ist knapp 24 Grad warm, und das ganz natürlich nur durch Sonneneinstrahlung. Sollte es die Sonne an kälteren Tagen aber nicht schaffen, die Schwimmbecken auf über 22 Grad Celsius zu bringen, soll wieder die Heizung angeworfen werden. Obwohl Schwimmbäder angesichts der Gasknappheit angehalten sind, das Wasser auf maximal 20 Grad zu heizen. Dirk Gene Hagelstein, SPD, Bürgermeister Neu-Isenburg „Wir haben hier einen klassischen Zielkonflikt. Über zwei Jahre lang haben unsere Schülerinnen und Schüler keinen Schwimmunterricht gehabt. Wir haben auch unsere Schwimmvereine und dann haben wir noch unsere Seniorinnen und Senioren, die einfach, um fit zu bleiben, hier ins Schwimmbad gehen wollen. Und wir haben enorme Beschwerden bekommen, als wir hier die Temperaturabsenkung gemacht haben.“ 20 Grad seien gerade für Kinder zu kalt, um über längere Zeit das Schwimmen zu lernen. Angesichts der aktuell heißen Außentemperaturen steht die Heizanlage im Keller derzeit zwar still, soll an kühleren Tagen aber sofort wieder hochgefahren werden. Insgesamt verbraucht das Freibad inklusive Sauna und Hallenbad im Jahr so viel wie 130 Einfamilienhäuser. Für das Zuheizen im Sommer käme noch mal ordentlich was obendrauf. Kirk Reineke, Geschäftsführer Stadtwerke Neu-Isenburg: „Letztes Jahr hatten wir eine Schlechtwetterperiode im August, da haben wir circa 100.000 Kilowattstunden Gas zum Zuheizen verbraucht. Das ist der Verbrauch von drei bis vier Einfamilienhäuser.“ Während Familien Gas sparen sollen, mutet Schwimmbeckenheizen in den Sommermonaten fast schon surreal an. Dabei sind einige der bis zu 5.000 Badegäste pro Tag der Meinung, […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Andreas S. sieht Notwehr — Verfassungsklage eingelegt — Börse zum Anfassen Andreas S. sieht Notwehr: Im Prozess um den mutmaßlichen Mord an zwei Polizisten im Januar bei Kusel hat heute der Hauptangeklagte Andreas S. vor dem Landgericht Kaiserslautern überraschend ausgesagt. Es war seine erste persönliche Erklärung. Er habe bei der nächtlichen Fahrzeugkontrolle zwar mit einem Gewehr drei Schüsse auf einen Polizisten abgeben, dieser habe aber zuerst geschossen. Sein Komplize und Mitangeklagter habe die Polizeibeamtin erschossen. Andreas S. steht wegen Mordes vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die beiden Polizisten erschossen zu haben, um Jagdwilderei zu verdecken. Sein Komplize Florian V. ist wegen versuchter Strafvereitelung angeklagt. Verfassungsklage eingelegt Die Fraktionen von SPD und FDP im hessischen Landtag klagen gegen die Organisation der Polizeiausbildung im Land. Sie halten das Gesetz der Landesregierung zur Gründung der hessischen Hochschule für öffentliches Management und Sicherheit für verfassungsrechtlich unzulässig. Dort ist seit Ende vergangenen Jahres die Aus- und Fortbildung der Polizei gebündelt. Günter Rudolph, SPD, Fraktionsvorsitzender im hessischen Landtag „Eine Hochschule im Sinne des hessischen Hochschulgesetzes und eine Polizeibehörde zusammenzuführen, das ist aus unserer Sicht schon fast unmöglich. Denn das Dienstrecht der Polizei unterliegt anderen Anforderungen mit einer streng hierarchischen Organisation. Das ergibt sich schon aus der Aufgabenstellung. Mit der Freiheit der Wissenschaft und dem Selbstverwaltungsrecht der Hochschulen in Einklang zu bringen, ist eine schier unlösbare Aufgabe.“ Zudem habe das hessische Innenministerium einen zu großen Einfluss auf die Besetzung der Leitungsposten. Börse zum Anfassen Die Deutsche Börse in Frankfurt will mit einem neugestalteten Besucherzentrum attraktiver für die breite Öffentlichkeit werden. Mit 20 interaktiven Stationen soll das Geschehen an der Börse verständlich und erlebbar werden. Besucher können zum Beispiel lernen, wie ein Handelsgeschäft an der Börse abläuft und Aktienkäufe über historische Zeiträume simulieren. Das neue Besucherzentrum im Börsengebäude in der Innenstadt öffnet an diesem Freitag seine […]

  • Daimler Truck testet Flüssigwasserstoff

    Daimler Truck testet Flüssigwasserstoff

    Während die Politik bei Autos auf den Elektromotor setz, hat die Lastwagenbranche ganz andere Pläne. Im größten LKW-Werk der Welt in Wörth am Rhein hat Daimler seine neueste Innovation präsentiert: einen Brennstoffzellen-Truck, der mit flüssigem Wasserstoff betrieben wird. Mit dieser Technik soll emissionsfreier Gütertransport auch im Fernverkehr möglich sein. Wir haben bei der Präsentation der neuen Antriebstechnologie auf dem Beifahrersitz Platz genommen. Von innen ein ganz normaler Truck. Doch auf der Rückseite des Führerhauses sieht man den Unterschied. Dieser LKW wird nämlich durch eine Brennstoffzelle betrieben. Diese läuft erstmals mit flüssigem statt gasförmigem Wasserstoff. Das ermöglicht besonders hohe Reichweiten. Christof Weber, Leiter des Entwicklungszentrums, Daimler „Ein wasserstoffbetriebener LKW ist im Prinzip auch ein Elektro-LKW. In Ergänzung zu einem normalen batterieelektrischen LKW hat man eine Brennstoffzelle. Die Brennstoffzelle selber, die mit Wasserstoff betrieben wird, dient dazu, die Batterie mit aufzuladen. Das ist dann sozusagen ein Reichweitenverlängerer, der kontinuierlich die Batterie speist.“ Mit dieser Technologie sollen Reichweiten bis zu 1.000 Kilometern erreicht werden. Ein rein elektrischer LKW schafft nur 500 Kilometer. Auch lange Standzeiten um die Batterie elektrisch aufzuladen entfallen bei dem neuen Wasserstoff-LKW. Trotzdem plant man bei Daimler mit beiden Technologien. Christof Weber, Leiter des Entwicklungszentrums, Daimler „Wir fahren batterieelektrisch dort, wo wir im Tagesverteilerverkehr unterwegs sind, und die großen Langstreckenverkehre, die wollen wir mit Brennstoffzellen und flüssigem Wasserstoff bedienen.“ Im Zuge der „Woche des Wasserstoffs Süd“ machte sich die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt ein Bild von dem neuen LKW – und machte eine Probefahrt. Daniela Schmitt, FDP, Wirtschaftsministerin Rheinland-Pfalz „Die Testfahrt war sehr, sehr spannend, weil es doch nochmal verdeutlicht hat, wie die Antriebstechnologie hier wirkt. Also, es war ein sehr leises Fahren, es war ein sehr gleitendes Fahren und das war schon sehr beeindruckend.“ Gemeinsam mit dem Bund will Rheinland Pfalz in Zukunft die Infrastruktur für wasserstoffbetriebene LKW ausbauen. […]

  • Organspenden: Unimedizin Mainz erhält Auszeichnung

    Organspenden: Unimedizin Mainz erhält Auszeichnung

    Das Thema Organspende ist in Deutschland eigentlich ein trauriges. Es gibt bei uns einfach viel zu wenige Organspender. – Aktuell warten 8.500 Menschen auf ein lebensrettendes Organ. Deswegen ist der Einsatz für Organspende und Organtransplantation so wichtig. Jetzt wurde die Mainzer Universitätsmedizin von der Deutschen Stiftung Organtransplantation ausgezeichnet. Maria Höhn ist aus dem Westerwald angereist. Sie will dabei sein, wenn die Mainzer Universitätsmedizin für ihr Engagement in der Organspende ausgezeichnet wird. Die 67-jährige leidet an einer Autoimmunerkrankung – eine unheilbare Krankheit. Maria Höhn, lebt seit 31 Jahren mit einer Spender-Leber „Aber mit einer Transplantation kann man ganz gut leben. Und mittlerweile, ich bin 1991 transplantiert worden, jetzt sind es schon 31 Jahre. Früher hat man gesagt sieben bis zehn Jahre Lebenserwartung und jetzt sind es schon 31 Jahre.“ Seit ihrer Transplantation betreut Maria Höhn ehrenamtlich Menschen die ihr Schicksal teilen. Sie setzt sich für Organspende ein. Genauso wie die Mainzer Universitätsmedizin. Hier sind im vergangen Jahr 16 Organtransplantationen durchgeführt worden. So viele wie sonst nirgendwo in Deutschland. Für die Deutsche Stiftung Organtransplantation ist das auszeichnungswürdig. Dr. Ana Paula Barreriros, Deutsche Stiftung Organtransplantation „Weil sie wirklich ein außerordentliches Engagement zum Thema Organspende hat seit vielen Jahren und im letzten Jahr nun mit der Realisierung von 16 Organspenden. Und dadurch konnte fast 50 Menschen das Leben gerettet werden. Das liegt daran, dass wirklich hier eine Kultur der Organspenden mit Strukturen in Kliniken, bei den Pflegenden, bei den Ärzten, in der Seelsorge einfach an der Normalität stehen. Und dafür zeichnen wir sie aus.“ In Rheinland-Pfalz gab es im vergangenen Jahr 57 Organspender, in Hessen 66. Viel zu viele Menschen standen Ende 2021 auf der Warteliste für ein Organ. An der Mainzer Universitätsmedizin werden die Mitarbeiter speziell geschult: Eine hohe medizinische Kompetenz ist für eine Transplantation notwendig, aber auch Empathie im Umgang mit den […]

  • Saisonauftakt bei Eintracht Frankfurt

    Saisonauftakt bei Eintracht Frankfurt

    Der Weltmeister ist zurück in Deutschland. Mario Götze spielt jetzt für Eintracht Frankfurt und heute stand der Mittelfeld-Star das erste Mal auf dem Trainingsplatz. Doch wenn es um das beliebteste Foto-Motiv bei den Fans geht, muss sich sogar der Siegtorschütze aus dem WM-Finale 2014 in Brasilien hinten anstellen beim Auftakt heute. Mit ihm wollen alle ein Foto machen: dem Europa-League-Pokal. Nach 1980 gewann die Eintracht ihn zum zweiten Mal. Viele SGE-Fans schweben immer noch im siebten Fußball-Himmel, auch mehr als einen Monat nach dem erfolgreichen Finale von Sevilla. „Immer noch ein Traum. Noch nicht begriffen. Wir gucken ab und zu das Spiel noch mal oder das Elfmeterschießen oder die Kevin-Trapp-Parade. Aber so richtig angekommen ist es noch nicht, oder?“ „…und immer noch Gänsehaut!“ „Eigentlich echt unglaublich. Ich hab es eben hier gesagt, als ich hier langgelaufen bin, dass hier vor vier, fünf Wochen bin ich beim Public Viewing, wo ich leider nicht dabei sein konnte, bin ich hier langgelaufen. Völlig überwältigt, völlig mit Freudentränen.“ „So Gefühl das haben wir 1980, das haben wir schon mitgekriegt, da war ich elf Jahre, da war ich elf Jahre und das nochmal zu erleben, das ist ein Geschenk Gottes.“ Die Blicke der Fans richten sich sehnsüchtig auf den Königstransfer: Mario Götze. Seine ersten Ballkontakte mit dem Eintracht-Adler auf der Brust. Nach zwei Jahren bei der PSV Eindhoven ist WM-Held Götze also zurück in der Bundesliga. Druck verspürt er aber keinen. Mario Götze, Mittelfeld Eintracht Frankfurt „Ich will mir nur selber was beweisen. Das ist, glaube ich, das Wichtigste. Alles andere liegt nicht in meinen Händen, von daher ist es auch nicht so wichtig für mich. Und ich freue mich eigentlich auf das, was jetzt kommt, und dass ich spielen kann.“ Eintracht-Coach Oliver Glasner stellt klar: Für Mario Götze wird es keine Sonder-Behandlung geben. Oliver […]

  • Extremsportler Joseph Heß: Rekordversuch im Rhein

    Extremsportler Joseph Heß: Rekordversuch im Rhein

    Ihm ist es im Schwimmbad zu langweilig. Joseph Hess durchquert momentan den Rhein – von der Quelle bis zur Mündung. Das sind sagenhafte 1.232 Kilometer, die der Wirtschaftsingenieur in 24 Tagen bewältigen will. Und das wäre ein neuer Rekord. Neben der Bestzeit geht es bei diesem Projekt aber auch um die Wissenschaft. Wie sauber ist der Rhein? Und wie schafft ein Mensch eine solche extreme Herausforderung? Zwei Fragen, die auch noch beantwortet werden müssen. Momentan schwimmt der Extremsportler durch Rheinland-Pfalz. Immer schön im Fluss bleiben: Zug um Zug arbeitet sich Joseph Heß in Richtung Nordsee. Sein Tagespensum heute: 62 Kilometer von der Loreley bis nach Rheinbrohl. Kurzer Boxenstopp am Deutschen Eck in Koblenz für ein Interview. 24 Tage Dauerschwimmen – zehn bis zwölf Stunden am Tag – von der Quelle bis zur Mündung – kostet das nicht Überwindung? Joseph Heß, Extremsportler „Also, ich kann generell ganz gut lange Strecken schwimmen. Im Pool wird mir da schnell langweilig. Und dann hab ich angefangen mit der Straße von Gibraltar. Und hab dann aber gemerkt – ja, ok, man trainiert da anderthalb Jahre darauf hin, und ist dann so in vier, fünf Stunden fertig. Und da ist dann schnell die Idee von größeren Projekten geboren.“ Vor fünf Jahren stand deshalb zunächst der deutsche Teil der Elbe auf dem Programm. Nun wagt sich Joseph Heß an den fast doppelt so langen Rhein. Immer an seiner Seite: sein Freund Andreas Meier im Kanu und ein Team im Begleitboot. Denn überall im Rhein lauern Gefahren. Andreas Meier, Begleiter im Kanu „Er konzentriert sich darauf, die Arme nach vorne zu werfen, wie er es immer nennt, während ich eben gucke: Welche Oberfläche hat das Wasser? Wo sind Buhnen? Wo sind Bojen? Wo sind Schiffe? Wo sind Passanten, die winken? Weil – das ist auch ein Faktor, der […]