Allgemein

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Die Temperaturen sinken weiter. In der Nacht macht sich schon der nächste kräftige Regen auf, uns nordostwärts zu überqueren. Bis zum Morgen wird es bei schwachem Südwind überall nass. Die Tiefstwerte liegen zwischen 9 Grad an der Mosel und 4 Grad an der Fulda. Morgen verzieht sich das Regengebiet über Hessen, dahinter folgen von Südwesten her Auflockerungen, aber auch noch einige Regenschauer. Der Wind bleibt schwach und dreht auf Südwest. Und damit wird es nochmal recht mild mit maximal 9 Grad in der Eifel und 15 Grad am Mittelrhein. Trotz meist noch westlichem Wind wird es in den nächsten Tagen immer kühler. Dazu gibt es weitere Regenschauer, die aber auch mal Platz für etwas Sonnenschein machen. Nachts wird es am Wochenende frostig und in den höheren Lagen kann es auch mal glatt werden.

  • Hotel wird zur Flüchtlingsunterkunft

    Hotel wird zur Flüchtlingsunterkunft

    Fast neun Monate tobt in der Ukraine bereits der russische Angriffskrieg und seitdem flüchten Ukrainer nach Deutschland. Sie sind auf der Flucht vor Gewalt, vor Hunger und jetzt im Herbst auch vor der Kälte. 44.000 Flüchtlinge aus der Ukraine hat Rheinland-Pfalz bislang aufgenommen und viele Gemeinden sagen: Mehr geht nicht. Und so muss ständig neuer Wohnraum her – wie zum Beispiel in Bernkastel-Kues. Ein paar herbstliche Sonnenstrahlen bescheinen heute das leerstehende Hotel Moselpark in Bernkastel-Kues. Wo vor ein paar Jahren noch Übernachtungsgäste im Vier-Sterne-Hotel den Blick auf den Kurpark genossen, wohnen ab heute 30 Geflüchtete aus der Ukraine. Das Hotel kann mit bis zu rund 350 Menschen belegt werden. Mit der angeschlossenen Tennishalle steigt die Kapazität auf rund 1.000 Bewohner. Im Ort allerdings regt sich Widerstand, denn einige Bürger befürchten, dass Bernkastel-Kues eine so gewaltige Zahl von Geflüchteten nicht verkraften kann. Eine Petition, die eine Begrenzung auf 400 Menschen in dem alten Hotel fordert, ist bis heute mehr als 500 Mal unterschrieben worden. Viele Anwohner befürchten, dass der Ort bei einer Maximalbelegung, die rund 1.000 Geflüchteten nicht integrieren könne. Außerdem sehen sie die Gefahr einer „größeren Beeinträchtigung des Kurbetriebs“, der nebenan von zwei Kliniken angeboten wird. Frank Hoffmann, Unterstützt die Petition „Wir glauben, es ist zu viel. Und darüber hinaus ist die Unterbringung in der Tennishalle auch unserer Ansicht nach menschenunwürdig. 600 Menschen in eine Halle gepfercht – das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Mit Duschcontainer und Toilettencontainern auf dem Gelände. Ich glaube, das sollte man auch den Flüchtlingen nicht zumuten.“ Ein Argument, dass David Profit, Staatsekretär im Rheinland-Pfälzischen Integrationsministerium, nicht nachvollziehen kann. Es sei nicht absehbar, ob es überhaupt zu einer Belegung der Tennishalle kommen werde. David Profit, B’90 / Grüne, Staatssekretär Integrationsministerium Rheinland-Pfalz „Ich persönlich wünsche mir nicht, dass die Tennishalle belegt wird. Die […]

  • Fiebersäfte sind Mangelware

    Fiebersäfte sind Mangelware

    Husten, Schnupfen, Fieber – wir sind mittendrin in der ersten Erkältungswelle. Das Problem: Einige Medikamente gegen Erkältung werden knapp. Auch in diesem Bereich sind die internationalen Lieferketten ins Stocken geraten. 93 Prozent der Apotheker sagen: „Wir haben mit Lieferengpässen zu kämpfen „. Ein Problem jetzt gerade in der Erkältungszeit: Es gibt kaum noch Fiebersäfte für Kinder. Ein Blick in das Regal der Schlossapotheke in Koblenz. Eine große Lücke bei den Medikamenten gegen Atemwegserkrankungen, also Erkältungen. Apothekerin Annette Eichele füllt die Lücke bei den Fiebersäften mit Nasensprays auf. Annette Eichele, Apothekerin aus Koblenz „Im Moment ist es tatsächlich so, dass Ibuprofen- und Paracetamol-Säfte, also die Säfte für die Kinder, die Fieber oder Schmerzen haben, nicht lieferbar sind. Es kommen immer wieder ein, zwei Flaschen, aber mehr ist im Moment nicht vorhanden.“ Die Lieferengpässe betreffen nicht nur die Koblenzer Schlossapotheke. Sie sind ein deutschlandweites Problem. Ob Antibiotika, Blutdruckmittel oder Arzneimittel gegen Herzerkrankungen. Die Liste des Bundesinstituts für Arzneimittel ist lange. Viele Menschen sind von der Mangellage betroffen. „Wo er krank war, war ich in der Apotheke, in zwei verschiedenen und hab ich nachgefragt. Dann hab ich noch Freunde befragt, ob die was haben oder so. Weil ich muss ja meinem Kind was geben, wenn es krank ist. Aber war halt nichts zu holen. Also konnte man halt nirgendwo was holen. Musste ich halt so dadurch. Ist halt echt traurig eigentlich.“ „Es geht konkret um Blutdrucksenker. Das Produkt, was ich seit Jahren gewohnt bin zu bekommen, ist nicht verfügbar und ich muss auf ein Alternativprodukt ausweichen.“ „Bei zwei Präparaten hatte ich schon, da musste irgendwo, wer weiß wo, dass der Großhändler die beibringt, da muss man dann die Apotheke wechseln; manche haben es dann doch.“ Auf Bestellung werden die Fiebersäfte für Kinder in der Schlossapotheke selbst hergestellt. Das Mischverhältnis zwischen Ibuprofen und Glucose […]

  • Landesregierung stellt Wasserstoffstudie vor

    Landesregierung stellt Wasserstoffstudie vor

    Bald ist es soweit: Dann rollt die weltweit größte Flotte von emissionsfreien Wasserstoffzügen durch Hessen. Den Startschuss für das Projekt hat Volker Wissing gestern gegeben – der Bundesverkehrsminister spricht schon von einem „Wasserstoff-Zeitalter“. Doch Moment. Soweit sind wir dann doch noch nicht. Aber immerhin ist das Projekt ein erster Schritt in Sachen emissionsfreier Öffentlicher Personen-Nahverkehr. Ab Dezember rollen die Züge vom Rhein-Main-Gebiet in den Taunus. Jetzt kommt das Aber. Wasserstoff zu gewinnen ist aufwändig und teuer. Deswegen muss ganz genau überlegt werden, wofür man ihn sinnvoll einsetzen kann. Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat dafür eine Studie in Auftrag gegeben und heute die Ergebnisse in der Mainzer Staatskanzlei vorgestellt. Doch wir beginnen den Beitrag an einem deutlich heißeren Ort. Und zwar an einem Schmelzofen des Mainzer Glas-Giganten Schott. Der Guss erreicht hierbei eine Temperatur von bis zu 1.700 Grad. Ein energetischer Kraftakt. Und besonders in energieintensiven Unternehmen wie diesem, könnte Wasserstoff in Zukunft sinnvoll zum Einsatz kommen, um den Co2 Ausstoß zu verringern. Das ist auch ein Ergebnis der Wasserstoffstudie, die die Ausgangslage in Rheinland-Pfalz analysieren und mögliche Strategien aufzeigen soll. Die Landesregierung stellt für die Erforschung und den Ausbau der Wasserstofftechnologien in den Bereichen Industrie, Unternehmen und Kommunen rund 184 Millionen Euro bereit. 500.000 Euro davon, flossen in die Studie. Malu Dreyer, SPD, Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz „Das erste Wichtige ist, dass die Studie uns wirklich bescheinigt, dass Rheinland-Pfalz wirklich auf einem sehr guten Weg ist, was den Ausbau der Wasserstoffstrategie betrifft und zum Zweiten hat es uns eigentlich noch mal bestätigt in der Annahme, dass wenn wir unser Industrieland in die Zukunft führen wollen, dass wir da viel tun müssen, dass Wasserstoff sowohl importiert werden kann, als auch hier entsteht und da haben wir jetzt noch mal sehr sehr gute Hinweise, was in den nächsten Schritten zu tun ist. Die Studie ist […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Frankfurt: Bahnstrecke der U7 noch länger gesperrt — Rückkauf des Uniklinikums Gießen Marburg gefordert — Sorgen ums Weihnachtsgeschäft Bahnstrecke noch länger gesperrt Wegen umfangreicher Reparaturarbeiten nach einem Unfall ist eine Teilstrecke der U-Bahn-Linie 7 in Frankfurt in beide Richtungen noch bis in die Nacht nicht befahrbar. Betroffen sind die Stationen von der Eissporthalle / Festplatz bis Enkheim. Gestern Abend gegen 23.00 Uhr hatte ein Autofahrer eine oberirdisch fahrende U-Bahn übersehen und war mit ihr zusammengestoßen. Zwei Männer wurden verletzt, der Fahrer der U-Bahn erlitt einen Schock. An dem Auto entstand Totalschaden. Rückkauf gefordert Der Marburger Oberbürgermeister Thomas Spies will dem Land Hessen 100 Millionen Euro für den Rückkauf des Uniklinikums Gießen Marburg zur Verfügung stellen. Die Privatisierung des Uniklinikums sei falsch gewesen. Es müsse wieder zurück zum Land. Die Belastungen seien für die Mitarbeiter schwer erträglich. Die Verhandlungen über eine neue Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Hessen und der Rhön-Klinikum AG als Eigentümerin hätte noch immer kein Ergebnis gebracht. Der geltende Zukunftsvertrag läuft im Dezember aus. Sorgen ums Weihnachtsgeschäft Trotz des Wegfalls der Corona-Beschränkungen läuft das Weihnachtsgeschäft für das rheinland-pfälzische Gastgewerbe in diesem Jahr bis jetzt schlechter als erwartet. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Branchenverbandes Dehoga hervor. Mehr als 60 Prozent der Betriebe bezeichneten den Stand der Buchungen und Reservierungen für Weihnachtsfeiern als schlecht oder sehr schlecht. Grund für die bislang geringe Nachfrage sei unter anderem die Inflation. Das Gastgewerbe hoffe jetzt auf Spätentschlossene. In unsicheren Zeiten werde oft kurzfristig gebucht.

  • Bürgerhilfe in Wörrstadt

    Bürgerhilfe in Wörrstadt

    Der Strom: doppelt so teuer, die Heizung: bei vielen dreimal so teuer, und auch die Lebensmittelpreise sind heftig angestiegen. Die Frage, die sich immer mehr Menschen stellen: Wer soll das bezahlen? Das Geld reicht vorne und hinten nicht mehr. Im rheinhessischen Wörrstadt hilft man sich jetzt gegenseitig. Achim ist heute einer der ersten Kunden im Laden der Wörrstädter Bürgerhilfe. Konrad Lackenig kontrolliert, ob der Hartz IV-Empfänger diese Woche schon einmal da war, denn jeder darf hier nur einmal pro Woche kostenlos einkaufen. Achim, Hartz IV-Empfänger aus Wörrstadt „Das Geld fehlt, das ist eine gute Hilfe.“ Selbst bedienen darf sich Achim nicht, aber er kann sich zehn Artikel plus Obst und Gemüse aussuchen. Die Wörrstädter Bürgerhilfe ist eine private, ehrenamtliche Einrichtung. Achim, Hartz IV-Empfänger aus Wörrstadt „Es ist halt alles schief gelaufen in meinem Leben, jetzt ist man halt auf Hartz IV.“ Einkaufen für alle, die in Not geraten sind, ist die Devise der Wörrstädter Bürgerhilfe. Gegründet vor knapp einem Monat, gibt es mittlerweile 13 Mitglieder. Sabine Stengel ist eine der Gründerinnen. Sabine Stengel, Organisatorin der Wörrstädter Bürgerhilfe „Weil es viele Mitbürger gibt, bei denen das Geld einfach nicht mehr reicht, durch die erhöhten Kosten, Strom, Gas, Wasser etc. Alles ist hoch. Die Lebensmittel sind hoch. Wenn jemand alleinerziehend ist und muss noch Schulbücher bezahlen oder die Kleidung für die Kinder – es ist also fast unmöglich, mit seinem Geld über die Runden zu kommen.“ Die nächste Tafel ist in Alzey, knappe 20 Kilometer entfernt, ohne PKW schwierig zu erreichen. Viele die hier kostenlos einkaufen sind Flüchtlinge aus der Ukraine. So wie Tatiana Bakwicz. Tatiana Bakwicz „Wir Flüchtlinge aus der Ukraine bedanken uns für die Hilfe.“ Die Lebensmittel werden in örtlichen Geschäften eingekauft, finanziert durch Spenden. Alle, die hier arbeiten, machen das ehrenamtlich. Christine Bergner, ehrenamtliche Mitarbeiterin „Ja, genau, weil es […]

  • Einzelhändler blicken skeptisch auf Radwegeausbau

    Einzelhändler blicken skeptisch auf Radwegeausbau

    Die Innenstädte sollen grüner werden. In immer mehr großen Städten bei uns gewinnt man den Eindruck, das Auto in der City ist für die Politik ein Auslaufmodell. Viele Frankfurter Einzelhändler machen sich daher Sorgen um ihre Zukunft. Zur Inflation, Energiekrise und zur Flaute im Handel gesellt sich nun noch ein weiteres Problem für sie: die Umbaupläne der Stadt. Denn Frankfurt soll deutlich fahrradfreundlicher werden. Wir schwingen uns erst mal aufs Rad und hören uns die Argumente der Fahrradfahrer an.

  • Weinroboter erschnüffelt Aromen

    Weinroboter erschnüffelt Aromen

    Das ist eine Sensation: In Rheinland-Pfalz entwickeln Forscher momentan einen Roboter, der riechen kann. Der soll zukünftig eine Berufsgruppe unterstützen, die sich täglich voll und ganz auf ihre Nase verlassen können muss: Weinexperten. So sieht er aus, der „Schnüffler“, der hier am Weincampus in Neustadt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut entwickelt wurde. Mit seinem „Rüssel“ soll er die Gase, die ein Wein ausstößt wahrnehmen und dokumentieren. Damit er allerdings weiß, welche Merkmale im Wein welchen Geruch erzeugen braucht er Daten und mit denen füttern ihn Deutschlands beste Spürnasen: Weinexperten, Kellermeister und Winzer. Dominik Durner, Projektleiter PINOT „Also am heutigen Tag geht es darum, mit Experten Weinverkostungsdaten zu generieren, die für die Kalibrierung und das ‚Teaching‘, sagt man, der Messsensoren für das Weinaroma dann dienen sollen. Es geht nur darum, dass man bestimmte Geruchsmerkmale, bestimmte Geruchsgruppen, bestimmte Kategorien mit dem Gerät erfassen kann und dann einfach als Hilfestellung, als Unterstützung soll das Ganze dann im Arbeitsprozess eines Kellermeisters oder eines Sommeliers eingesetzt werden.“ Dafür bekommen die Experten in mehreren Sitzungen unterschiedliche Weine vorgesetzt, die sie anhand einer vorgegebenen Skala auf bestimmte Aromen untersuchen. Außerdem können Sie dem Wein in ihren eigenen Worten Attribute zuschreiben. Dann bekommt der Roboter die Weine und die entsprechenden Bewertungen der Weinkenner vorgesetzt. Dadurch lernt er, welche Gase welche Gerüche erzeugen. Thomas Keßler, Experte für künstliche Intelligenz „Es ist halt nicht ein Gas, sondern es sind eher mehrere Tausend, die halt auch in unterschiedlichsten Kombinationen unterschiedliche Wirkungen hervorrufen. Das heißt zum einen kann ein Gasgemisch wunderbar nach Rose riechen – wenn sich die Mengenverhältnisse leicht ändern riecht das eher nach Katze, um es mal so zu formulieren. Das heißt, die Sensorsysteme am Anfang müssen schon sehr genau sein und eben auch die verschiedenen Gase, die relevant sind auch sehr präzise messen.“ Für wen aber ist der „Schnüffel-Roboter“ am […]

  • Mit Wasserstoff durch das Rhein-Main-Gebiet

    Mit Wasserstoff durch das Rhein-Main-Gebiet

    Bald soll die weltweit größte Flotte von emissionsfreien Wasserstoffzügen durch Hessen rollen – so steht es in der Pressemeldung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes. Was groß klingt, ist zunächst aber noch ein überschaubares Projekt, das zeigt, dass wir nur in Trippelschritten vorankommen. Per Knopfdruck ins Wasserstoff-Zeitalter – so schnell geht es dann doch nicht. Aber immerhin erfolgt heute in Frankfurt ein kleiner Schritt in diese Richtung. Dieser Wasserstoffzug der Firma Alstom ist einer von 27 Zügen, die ab Dezember auf mehreren Strecken in der Region fahren werden. Damit sei ein wichtiger Anfang gemacht, sagt Bundesverkehrsminister Volker Wissing. Volker Wissing, FDP, Bundesverkehrsminister „Die Transformation hin zur klimaneutraler Mobilität wird jetzt Realität in Deutschland. Hier entsteht die größte Flotte an Wasserstoffzügen weltweit. Das ist wichtig, wir brauchen solche Pionier-Projekte, um ganz schnell unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Deshalb fördere ich das mit 24 Millionen Euro und wir hoffen, dass es ganz schnell viele Nachahmer gibt.“ Der Zug wird von einer Brennstoffzelle angetrieben: In ihr reagiert Wasserstoff kontrolliert mit Sauerstoff – dadurch entsteht elektrische Energie, die den Zug bis auf 140 Stundenkilometer beschleunigen kann – ohne CO2-Emmissionen, der Zug gibt an die Umwelt nur Wasserdampf ab. In Hessen fahren bereits 75% der Züge elektrisch – wenn der gesamte Strom aus erneuerbaren Energien stammen würde, würden sie klimaneutral fahren. Aber viele Strecken können nicht elektrifiziert werden. Knut Ringat, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) „Aber wo es sich wirtschaftlich nicht lohnt, eine neuen Oberleitung zu bauen, weil sie Bauwerke haben wie Tunnel etc., dort ist für uns der Wasserstoff die Alternative.“ Und hier kommt er her, der Wasserstoff: aus einer Tankstelle im Industriepark-Höchst. Dieser Wasserstoff ist aber nur sogenannter grauer Wasserstoff. Das bedeutet, dass für seine Produktion fossile Brennstoffe wie Kohle oder Erdgas genutzt werden. Nur wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien hergestellt würde, würde er als grüner Wasserstoff gelten – […]

  • Wie sich Koblenz auf einen Blackout vorbereitet

    Wie sich Koblenz auf einen Blackout vorbereitet

    Falls im Winter das Gas so knapp wird, dass viele Menschen ihre elektrischen Heizlüfter anwerfen, könnte das Stromnetz in die Knie gehen. Das Blackout-Szenario ist so real, dass sich immer mehr Regionen ernsthaft darauf vorbereiten. Was, wenn der Strom ausfällt – und das gleich für mehrere Tage und in einer ganzen Region? Koblenz gibt erste Antworten auf die Frage. 96 Stunden ohne Strom überstehen – das ist das Ziel der Stadt Koblenz. Ein spezieller Alarm- und Einsatzplan regelt hier, wer bei einem Blackout was zu tun hat. Die Planungen dazu liefen bereits seit vielen Jahren, nun hat man noch mal aufs Gaspedal getreten. Ulrike Mohrs, CDU, Bürgermeisterin Koblenz „Und dann haben wir halt angefangen dafür zu sorgen, dass unser Sirenensystem bis zum Ende des Jahres flächendeckend in der Stadt steht, dass sicher ist, dass unsere Trinkwasserversorgung funktioniert, dass unsere Krankenhäuser in der Lage sind zu arbeiten mit Notstromaggregaten, dass wir also die Kernleistungen erbringen können, die der Bürger auf jeden Fall braucht. Dafür wurden Notstromaggregate angeschafft.“ Die stehen hier, im Lager der Feuerwehr. 200.000 Euro hat die Stadt in die Geräte investiert. Eine Halle weiter: Feldbetten. Insgesamt 600 Menschen können darauf in Notunterkünften einen Platz finden. Solche mobilen Ölheizungsanlagen würden dann Turnhallen zu so genannten „Wärmeinseln“ machen. Koblenz bunkert auch große Mengen Treibstoff, um die Notstromaggregate, beispielsweise im Wasserwerk, zu betreiben. Die fünf Koblenzer Kliniken besitzen eigene Dieselaggregate, die im Notfall anspringen. In der Zentrale der Berufsfeuerwehr laufen bei einem Blackout alle Fäden zusammen. Hier sitzt der Krisenstab. Die wichtigsten Ansprechpartner haben Satellitentelefone. Kommunikation sei ein kritischer Faktor, wie Olaf Becker bei einem Stromausfall im Westerwald gelernt hat. Olaf Becker, Leiter Bevölkerungsschutz Feuerwehr Koblenz „Es war eine Unsicherheit da, weil heute jeder gewohnt ist sofort über Handy zu erfahren, warum haben wir einen Stromausfall, was ist passiert und wie lange […]

  • Rechtsausschuss berät über rechte Chats von Polizisten

    Rechtsausschuss berät über rechte Chats von Polizisten

    Hakenkreuze, rassistische und behindertenfeindliche Posts: Letzte Woche haben wir darüber berichtet, dass die Staatsanwaltschaft Koblenz auch gegen vier Polizisten aus Rheinland-Pfalz ermittelt. Inzwischen ist auch ein fünfter Beamter ins Visier von Ermittlungen geraten. Das hat Innenminister Michael Ebling heute dem Innenausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags mitgeteilt. Gegen einen Beamten wurde kurz nach dem Bekanntwerden des Chatverlaufs eine Suspendierung ausgesprochen, zwei weitere wurden von ihrem Dienst entbunden. Michael Ebling, SPD, Innenminister Rheinland-Pfalz „Was wir aus allen Erkenntnissen heraus jetzt inzwischen wissen, ist: Das ist keine Nazi-Chatgruppe, das ist keine Verabredung zu irgendeinem strukturellen oder institutionellen politischen Thema. Aber damit will ich nicht verharmlosen, dass es nicht tolerierbar ist und vor allem, dass es abstoßend ist und auch mit aller Härte des Strafrechts und des Disziplinarrechts verfolgt wird, wenn Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sich in Chatgruppen aufhalten, wo menschenverachtende Symbole gezeigt werden.“

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Mutmaßlicher Mörder wieder in Haft — Milliarden für Kommunen — Tafeln brauchen finanzielle Hilfe Mutmaßlicher Mörder wieder in Haft Im Oktober hatte das Oberlandesgericht Zweibrücken einen mutmaßlichen Sexualmörder wegen zu langer Prozessdauer aus der Untersuchungshaft entlassen. Jetzt sitzt der 19jährige Tatverdächtige wieder hinter Gittern. Das hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal heute mitgeteilt. Es bestehe die Gefahr, dass der Mann wieder eine ähnliche Tat begehen könnte. Er soll im März 2020 eine 17-Jährige an einem Weiher in Ludwigshafen vergewaltigt und ermordet haben. Seitdem saß er in Untersuchungshaft. Im August hatte das Landgericht Frankenthal ihn zu einer Jugendstrafe von zehn Jahren Haft verurteilt. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig. Die Freilassung des Mannes war auf breite Kritik gestoßen. Milliarden für Kommunen Der kommunale Finanzausgleich in Hessen erreicht ein neues Rekordniveau. Das hat Finanzminister Michael Boddenberg heute bei Veröffentlichung der Planungsdaten mitgeteilt. 2023 werde das Gesamtvolumen auf knapp 6,9 Milliarden Euro steigen. Das seien 435 Millionen Euro mehr als in diesem Jahr. Bei 28 Städten und Gemeinden liege die Steuerkraft weit über dem Landesdurchschnitt. Sie zahlen seit 2016 eine Solidarumlage an die ärmeren Kommunen. Tafeln brauchen finanzielle Hilfe Die Tafeln in Rheinland-Pfalz fordern mehr Unterstützung vom Land. Die steigenden Preise für Energie und Benzin würden hohe Mehrkosten für sie verursachen. Anfang Oktober hätten sie deshalb das Sozialministerium um finanzielle Hilfe gebeten. Eine Reaktion sei bislang ausgeblieben. Die 55 Tafeln im Land hätten noch nie so vielen bedürftigen Menschen geholfen wie derzeit. Sie trügen damit dazu bei, den sozialen Frieden im Land zu wahren.

  • Rettungskräfte schlagen Alarm

    Rettungskräfte schlagen Alarm

    Die Rettungskräfte schlagen Alarm. Das Deutsche Rote Kreuz sieht seine Rettungswagen an der Überlastungsgrenze. 450 Einsätze allein in Frankfurt jeden Tag. Das Problem: immer mehr Notrufe, die eigentlich gar keine Notfälle sind. Wir haben zwei Rettungssanitäter bei ihrem täglichen Einsatz begleitet. Alarm in der Rettungswache Frankfurt Bergen-Enkheim. Für die Sanitäter Julian Heilmann und Katharina Huck beginnt der Einsatz. Mit dem Krankenwagen geht es zum gemeldeten Einsatzort, erste Details bekommen die beiden digital zugeschickt. Die zentrale Leitstelle gibt ihnen aber schon mit auf den Weg: Der Einsatz ist als „nicht dringlich“ eingestuft. Julian Heilmann, Notfallsanitäter „Okay, also: einmal Atemprobleme. Dann steht da beim Ehemann: mit Covid und bekanntem Asthma. Da bin ich mal gespannt.“ Patient „mit Covid“, das bedeutet für die beiden Notfallsanitäter: neben den FFP2-Masken auch Schutzfolien überziehen. Aus medizinischen Sicherheitsgründen muss unser Kamerateam draußen bleiben. Ein über 80-jähriger Corona-Infizierter klagt über Schwindel beim Treppensteigen, seine Frau hat aus Angst den Notruf gewählt. Doch schon nach wenigen Minuten Entwarnung: Kein Fieber, keine schwerwiegenden Symptome – Fehlalarm. Julian Heilmann, Notfallsanitäter „Aber er hat halt die typischen Sachen wie Erkältungs- und Grippesymptome und fühlt sich nicht so wohl. Er ist jetzt aber ansonsten stabil. Sie hätte theoretisch ihren Hausarzt kontaktieren können. Wir wissen alle, wie die Lage da ist. Die haben auch viel zu tun, die Wartezimmer sind voll. Aber prinzipiell ist das jetzt eine Behandlung, die ein Hausarzt durchführt.“ Für die beiden Sanitäter heißt es nun: Alle Geräte desinfizieren, ein erstes Protokoll schreiben und dem Patienten übergeben – nach einem letztlich unnötigen Einsatz. Dann geht es zurück zur Rettungswache. Bei der zentralen Einsatzstelle in Frankfurt gehen jährlich 130.000 Alarmmeldungen ein, Tendenz steigend. Diesen Sommer waren es 600 Einsätze pro Tag – neuer Rekord. Zu oft sind es keine wirklichen Notfälle, das Rote Kreuz stößt an seine Grenzen, um wirklich lebensbedrohliche Situationen […]

  • Hilfe für Igel in Not

    Hilfe für Igel in Not

    So langsam wird es Zeit für diese kleinen Kerlchen sich ordentlich Winterspeck anzufressen. Denn es wird kalt und bald geht es für die Igel in den Winterschlaf. Doch nicht alle Tiere haben dafür genug Reserven, wie unser Besuch bei den Igelfreunden in Bobenheim-Roxheim zeigt. Hier rappelt’s in der Kiste. Zehn Igel haben gerade Unterschlupf im Keller der Igelfreunde gefunden. Jan und sein Vater Björn Wolfmüller kümmern sich neben Job und Studium um die kleinen Stacheltiere. Sauber machen, Spritzen geben und die entkräfteten Igel mit der Pipette füttern. Das nimmt täglich bis zu drei Stunden Zeit in Anspruch. Ein richtiges Igelkrankenhaus. Jan Wolfmüller, Igelfreunde Rhein-Pfalz „Ja, das ist unsere Lola. Wie man sieht noch ein sehr junger Igel. Und zwar hat sie hier einen Fuß verloren gehabt. Beinchen wurd aboperiert und genäht. Das muss täglich gereinigt werden. Und genau im Moment geht’s dann darum, dass sie auch laufen lernt mit diesen drei Beinen.“ Jetzt zum Winter hin werden besonders viele Igel gebracht, die unterernährt sind. Wer einen Igel entdeckt, sollte ihn also genau beobachten und auf den sogenannten Hungerknick achten. Jan Wolfmüller, Igelfreunde Rhein-Pfalz „Also wenn der Igel sich ausrollt und wenn er nach vorne schaut, kann man hier im Nacken beobachten, ob er genug Fett für den Winterschlaf gespeichert hat. Wenn das nicht der Fall ist, sieht man hier eben wie so eine kleine Ausbeulung. Also, hier über den Schultern im Nacken.“ Kleinere Igel im Zweifelsfall einfangen und wiegen. Ab etwa 550 Gramm schafft es der Igel in der Regel alleine. Bei Untergewicht unbedingt fachmännische Hilfe suchen – so wie bei den Igelfreunden Rhein-Pfalz. Anruf bei Jan Wolfmüller: „Ja, Sie müssen den wiegen. Das hilft uns auch so ein bisschen, die Situation besser einzuschätzen.“ Mehr als 160 Tiere haben die Wolfmüllers in diesem Jahr schon betreut. So wie den kleinen […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Der Dienstag ist der wärmste Tag der Woche, danach geht es stetig abwärts. Über dem Nordosten Europas erwartet uns in den kommenden Tagen ein kräftiges Hoch. Heute Nacht bleiben die Wolken recht kompakt bzw. verdichten sich auch in Hessen wieder. Gebietsweise fällt dann auch Regen. Mit Frühwerten zwischen 9 und 7 Grad erwartet uns eine eher milde Nacht. Tagsüber gibt es dann kaum Sonnenschein. Meist bleibt es bewölkt und es regnet gelegentlich. Maximal erreichen wir dabei 10 bis 13 Grad. Der Dienstag ist der wärmste Tag der Woche, danach geht es Stück für Stück abwärts. Gleichzeitig ziehen auch immer wieder Regenwolken über uns hinweg und die Sonne zeigt sich kaum noch.