Allgemein

  • NFL in Hessen?

    NFL in Hessen?

    Sie ist die umsatzstärkste Sportliga der Welt – und vielleicht bald regelmäßig zu Gast in Hessen. Vor Kurzem hatte die US-amerikanische National Football League, kurz NFL, bekanntgegeben, eventuell schon ab 2022 regelmäßig Ligaspiele in Deutschland ausrichten zu wollen. Seit Dienstag steht fest: Drei Austragungsorte haben es in die Endauswahl geschafft: Düsseldorf, München und … Frankfurt. Doch was würde es eigentlich bedeuten, wenn die NFL hierher kommt? Klar ist: Bei der Frage nach dem Ausrichter geht es um mehr als nur ein Footballspiel. American Football, das ist Sport, Party und Show. So wie momentan in London will die NFL bald auch in Deutschland ein Riesen-Event veranstalten. Was käme da auf Frankfurt zu? Wir fragen David Knower, Chefberater der European League of Football. Knower unterstützt die Stadt Frankfurt bei ihrer NFL-Bewerbung und hat seit Jahrzehnten Kontakt zur amerikanischen Football-Liga. Er sagt: Die NFL sieht in Deutschland einen riesigen Markt. David Knower, Delegierter NFL-Bewerbung Frankfurt „Die NFL will nicht nur ein Spiel machen. Die wollen eine langjährige Partnerschaft bilden, die wollen Football groß machen. Die ganze Woche wird’s Events geben, Fan-Events in der Stadt, aber auch draußen die sogenannte Tailgate-Party, was dann am Stadion stattfinden kann. Es ist nicht ein Spiel und dann sind die wieder weg. Die werden ein Büro aufmachen, die werden Mitarbeiter heuern.“ Die wichtigsten Anforderungen der NFL erfüllt Frankfurt schon mal: ein Flughafen in Reichweite, ein Stadion mit mindestens 50.000 Plätzen, genügend Hotels und ausreichend Fläche für Partys in der gesamten Stadt. Dazu kommt: Viele US-Amerikaner leben in der Region. Der neue Frankfurter Sportdezernent Mike Josef ist überzeugt, dass die NFL in seiner Stadt am besten aufgehoben wäre. Mike Josef (SPD), Sportdezernent Frankfurt „Wir stehen als Stadt sehr stark hinter der Bewerbung. Vom Gesamtpaket her, eben mit der Tradition, mit der Infrastruktur, mit der Lage, mit dem Stadion, mit […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen. In der Nacht ist es zunächst noch locker bewölkt. Später zieht es dann von Norden her zu und im Süden bildet sich Nebel. Die Tiefstwert liegen gegen Morgen zwischen 8 Grad in Nordhessen und 4 Grad in den höheren Lagen. Morgen dreht der Wind über West auf Nordwest und die Wolken werden immer dichter. Ab Mittag beginnt es dann zwischen Eifel und dem nördlichen Hessen zu regnen. Auch südlich des Mains werden die Wolken dichter. Es bleibt aber meist trocken. Die Temperaturen steigen auf 11 bis 16 Grad. Am wärmsten wird es in Ludwigshafen. Am Wochenende muss sich die Sonne erst gegen Hochnebel durchsetzen, zeigt sich dann aber doch noch für ein paar Stündchen. Mit bis zu 14 Grad bleibt es allerdings recht kühl. Ab Montag steigen die Temperaturen dann wieder.

  • Neue Corona-Regeln in Hessen – jetzt dürfen auch Einzelhändler auf 2G bestehen

    Neue Corona-Regeln in Hessen – jetzt dürfen auch Einzelhändler auf 2G bestehen

    „Ungeimpfte müssen draußen bleiben“ – so könnte es ab morgen an mancher Ladentür in Hessen stehen. Zumindest hat die Landesregierung jetzt die Möglichkeit für den Einzelhandel geschaffen, auf Masken und Abstand zu verzichten, wenn nur Geimpfte und Genesene ins Geschäft dürfen. Gegner des 2G-Modells fürchten eine Klassengesellschaft, in der Nicht-Geimpfte geächtet werden. 2G im hessischen Einzelhandel – machen die Händler davon wirklich Gebrauch? Einkaufen in Zukunft nur mit Impf- oder Genesenen-Nachweis? Einzelhändler in Hessen können entscheiden, ob sie weiter jeden in den Laden lassen oder die sogenannte 2G-Regel anwenden. Die Kunden reagieren zurückhaltend. Anastasia Schmidt „Das schließt sehr viele Menschen aus und ich finde tatsächlich, die Freiheit muss bestehen bleiben, ob man sich impft oder nicht.“ Tobias Tegge „Das ist ihr gutes Recht aber wirklich gut find ich das nicht.“ Maria Schwärlich „Ich weiß nicht, wen ich treffe mit wem ich Kontakt habe und der tut mich vielleicht anstecken und umgekehrt genauso. Also, das ist mir ein bisschen … sicher ist sicher.“ Der Vorteil bei der 2G-Regelung: Sind nur Geimpfte und Genesene im Laden, müssen keine Masken mehr getragen werden. Ein Einzelhändler aus Gründau-Lieblos hatte sich das Recht, 2G einzuführen und auf Masken zu verzichten, vor Gericht erklagt und damit den Stein ins Rollen gebracht. Jetzt dürfen alle Einzelhändler in Hessen selbst entscheiden. Tatjana Steinbrenner vom Kaufhaus Ganz in Bensheim findet diese Entscheidungsfreiheit gut, trotzdem kommt das 2 G-Modell für sie nicht in Frage. Tatjana Steinbrenner, Einzelhändlerin aus Bensheim „Natürlich ist die 2G-Regel für den normalen stationären Handel im Alltag natürlich keine Option. Wir haben hier drei Eingänge die immer besetzt sein müssen, um das ganze abzukontrollieren, und zum andern freuen wir uns auf ein relativ normales Weihnachtsgeschäft. Wir brauchen jeden Kunden, wir sind im Prinzip Nahversorger vor Ort, wir haben Produkte des täglichen Bedarfs und da kann keine Selektion […]

  • Was bringt die Luca-App?

    Was bringt die Luca-App?

    Die Corona-Pandemie hat noch einmal deutlich gemacht: In den Verwaltungen gibt es noch zu viel Zettelwirtschaft. Vor allem die Kontaktnachverfolgung nach einer Corona-Infektion ist für die Gesundheitsämter ein großer Aufwand. Daher setzte die Politik vor knapp einem halben Jahr auf die Luca-App. Sie soll die Nachverfolgung erleichtern. Doch nützt die App den Gesundheitsämtern wirklich? Einchecken, bitte! Im Casa del Caffé Trier müssen Gäste erst mal den QR Code scannen, bevor sie bestellen können. Über die Luca-App werden die Kontaktdaten und die Dauer des Besuchs erfasst. Falls ein Gast infiziert ist, kann das Gesundheitsamt Trier-Saarburg schauen, wer zu der Zeit noch im Café war, um möglicherweise die Nachbarn in Quarantäne zu schicken. Klingt nach einem guten Konzept, doch nach einem halben Jahr Luca-App ist die Bilanz ernüchternd. Erst drei Mal konnte Johannes Reiz Kontakte mit Hilfe der App nachverfolgen. In anderen rheinland-pfälzischen Gesundheitsämtern wurde die App noch gar nicht verwendet. Johannes Reitz, Gesundheitsamt Trier-Saarburg „Das liegt wahrscheinlich daran, dass es keine verpflichtende Nutzung der digitalen Erfassung gibt. Es ist eine Möglichkeit, die die Gastronomie zu Verfügung stellen kann aber auch nicht muss. Es gibt in der Gesetzgebung, in der Verordnung nur die Verpflichtung zur Kontaktdatenerfassung. Entweder digital oder händisch. Und das kann dann dazu führen, dass man dann einen Stapel Zettel bekommt – wie wir den hier haben – und wo dann die Daten einzeln draufstehen.“ Er schätzt, dass nur 60 Prozent der Daten über Apps erfasst werden. Der Rest läuft noch über Zettel. Wenn überhaupt. Viele Menschen checken sich gar nicht mehr in der Gastronomie oder bei Veranstaltungen ein. Johannes Reitz, Gesundheitsamt Trier Saarburg „Sicherlich ist es auch eine Sache, die die Gastronomie forcieren könnte, wenn sie denn die Luca-App nutzt oder eine andere App nutzt. Es gibt ja auch andere Möglichkeiten wie Luca. Uns ist mit der digitalen Erfassung […]

  • Die CDU in der Krise

    Die CDU in der Krise

    Ist das noch Selbstfindung oder schon Selbstzerstörung? Diese Frage von Kritikern in Richtung der Union zeigt den momentanen Zustand zweieinhalb Wochen nach der Bundestagswahl. Seit Montag steht jetzt fest: Die Partei will sich von Grund auf erneuern, Parteivorstand, der Vorsitz – alles soll neu gewählt werden. Dabei soll wieder mehr auf die Parteibasis gehört werden, also auf genau diejenigen, die vor Ort in den Städten und Gemeinden die Partei vertreten und das Ohr an der Bevölkerung haben. Doch wie ist eigentlich die Stimmung an genau jener Basis nach den ganzen Querelen der letzten Wochen? Wir haben uns mal umgehört. Nein, es ist wahrlich kein gutes Jahr für den CDU-Kreisverband Trier-Saarburg. Erst die verloren gegangene Landtagswahl im März, dann geht auch noch das Direktmandat bei der Bundestagswahl an die Konkurrenz von der SPD und erst letzten Sonntag kommt die nächste Niederlage hinzu: Seit 1983 wird der neue Landrat erstmals nicht von der CDU gestellt. Lars Rieger, Kreisvorsitzender CDU Trier-Saarburg „Naja, die Stimmung ist natürlich nicht besonders positiv.“ Man könne die einzelnen Wahlen nicht miteinander vergleichen, sagen sie hier. Die Gründe seien vielschichtig. Aber gegen einen so schlechten Bundestrend könne selbst ein Landkreis, der sonst als CDU-Hochburg gilt, einfach nichts machen, da ist man sich sicher. Lars Rieger,  Kreisvorsitzender CDU Trier-Saarburg „Ganz klar war das aus Sicht der Mitglieder und man hat‘s im Wahlergebnis gesehen, aus Sicht der Bevölkerung, dass die CDU nicht mit dem richtigen Kandidaten unterwegs gewesen ist. Wenn man alleine in der Partei sieht, dass viele große Motivationsprobleme hatten, im Wahlkampf überhaupt Armin Laschet zu plakatieren oder für ihn zu laufen, dann sieht man das.“ Immerhin soll jetzt vieles anders werden. Die Mitglieder an der Basis sollen wieder mehr gehört werden, hieß es am Montag in Berlin. Ein längst überfälliger Schritt, sagen sie im Kreis Trier-Saarburg. Lars Rieger, Kreisvorsitzender […]

  • Vor den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst: Protestaktion in Wiesbaden

    Vor den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst: Protestaktion in Wiesbaden

    Heute gab es das große Finale der Warnstreiks im Öffentlichen Dienst in Hessen. Vor der nächsten Tarifrunde morgen haben die Beschäftigten des Landes nochmal ordentlich Dampf abgelassen. Seit 2004 gehört Hessen nicht mehr der Tarifgemeinschaft der Länder an und muss separat für die rund 72.000 Landesangestellten verhandeln. Mit der heutigen Protestaktion in Wiesbaden will auch der Beamtenbund den Druck auf das Land erhöhen. Mit Tröten und Trillerpfeifen geht es durch die Wiesbadener Innenstadt. Rund 700 Demonstranten fordern lautstark 5 Prozent mehr Lohn, mindestens 175 Euro monatlich. Auch die Ausbildungsvergütung soll um 100 Euro steigen. Gerade die Coronapandemie habe gezeigt, wie wertvoll die Arbeit des Öffentlichen Dienstes sei. Stefan Wesselmann, Schulleiter aus Rödermark „Wir haben seit 1 ½ Jahren an der Schule an der Front gestanden. Haben häufig, was die Sicherheitsmaßnahmen für unsere Lehrkräfte anging, hinten an gestanden.“ Bernd Puhlmann, Sachbearbeiter bei Hessen Mobil „An uns geht auch die Inflation und alles was damit zusammenhängt, Preissteigerung, auch nicht vorbei und deswegen sind wir hier und streiken dafür. Weil das gehört einfach dazu, dass eine ordentliche Leistung auch ordentlich bezahlt wird.“ Markus Naumann, Straßenwärter aus Geisenheim „Es wird immer mehr verlangt und auch mit Diensten übers Wochenende. Gerade im Winterdienst ist es extrem. Ist auch eine familiäre Belastung.“ Erwin Schmidt, Verwaltungsbeamter OLG Kassel „Was für uns noch wichtig ist: attraktiv zu sein für den Arbeitsmarkt. Dass auch die Leute zu uns kommen, die Ausbildung bei uns machen und bei uns bleiben und nicht in die freie Wirtschaft wechseln oder zu anderen Einrichtungen.“ Der Beamtenbund fordert für die über 200.000 hessischen Beamten außerdem eine Übertragung des Tarifergebnisses auf die Besoldung. Streiken dürfen Beamte für diese Ziele allerdings nicht. Sie sind heute in ihrer Freizeit zur Demo gekommen. Heini Schmitt, Landesvorsitzender dbb Hessen „Das heißt, es sind viele Beamte hier, die Urlaub haben, die […]

  • Chipmangel sorgt für Produktionsengpässe – im Interview: Dirk Pollert

    Chipmangel sorgt für Produktionsengpässe – im Interview: Dirk Pollert

    Der weltweite Mangel an Computerchips führt auch bei vielen Unternehmen in Hessen und Rheinland-Pfalz zu Produktionsausfällen. So musste der Rüsselsheimer Autohersteller Opel sein Werk in Eisenach bis Jahresende stilllegen und auch viele Mitarbeiter in Kaiserslautern in Kurzarbeit schicken. Beim hessischen Auto-Zulieferer Schunk macht sich der Chip-Mangel ebenso bemerkbar wie beim hessischen Handy-Hersteller Shift. Und auch viele Haushaltsgeräte können ohne die Halbleiter nicht ausgeliefert werden. Wie es überhaupt soweit kommen? Markus Appelmann, Moderator: Darüber spreche ich jetzt mit dem Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Metall- und Elektro-Unternehmen in Hessen und der Vereinigung der hessischen Unternehmer-Verbände – Dirk Pollert, Guten Tag! Dirk Pollert, Hauptgeschäftsführer Vereinigung der Hessischen Unternehmerverbände e.V.: Guten Tag, sehr gerne. Appelmann: Herr Pollert, was sind die Gründe für diese Krise? Wie konnte es dazu kommen? Pollert: Ja, die Ursachen für diesen erheblichen Mangel an Leiterplatten sind vielfältig. Insbesondere haben die Drosselung der Gewinnung von Silicium in China dazu beigetragen, die coronabedingten Hafenschließungen in China, aber auch Unglücksfälle in Produktionsstätten in der USA und in China. Und wir haben dadurch ein reduziertes Angebot und zeitgleich haben wir eine erhebliche Nachfrage, da immer mehr Leiterplatten in Produkte neu eingebaut werden, um diese intelligenter, digitaler und vernetzter zu gestalten. Ich denke beispielsweise an Spülmaschinen, ich denke an E-Bikes, aber auch an den für Deutschland so wichtigen Maschinenbau. Appelmann: Haben möglicherweise auch hessische Unternehmen zu spät reagiert, denn dieser Chip-Mangel hat sich ja durchaus schon länger abgezeichnet. Pollert: Nein, ich meine, da ist nichts verschlafen worden. Denke ich beispielsweise an die Automobilindustrie, die coronabedingt – insbesondere in den ersten Monaten der Corona-Pandemie – ihre Bestellungen an Halbleiter erheblich zurückfahren, weil sie ja die Produktion drosseln mussten. Und nun ist sie im Wettbewerb mit anderen bestehenden Branchen. Das ist der eine Punkt. Und der zweite Punkt ist, dass eine coronabedingte Stilllegung eines Hafens oder aber […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Wiederaufbau soll nachhaltig sein Nach der verheerenden Flutkatastrophe darf im Ahrtal nicht nur der Schutz vor weiteren Überschwemmungen berücksichtigt werden. Das hat die rheinland-pfälzische Umweltministerin Anne Spiegel gefordert. Der herkömmliche Hochwasserschutz stoße bei Extremwetter an seine Grenzen. Stattdessen seien mehr Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel notwendig. Im Ahrtal sollten künftig unter anderem neueste und sparsame Heiztechniken wie Nahwärme und Photovoltaik eingesetzt werden. Die Sanierung oder der Neubau von Häusern müsse energieeffizient sein. Das Ahrtal könnte dabei zu einer Modellregion werden. Geldautomat gesprengt Mehrere Unbekannte haben heute Nacht gegen 3.00 Uhr einen Geldautomaten in einer Bank in Dietzenbach gesprengt. Laut Polizei hätten Zeugen einen lauten Knall gehört und mindestens vier Täter beobachtet. Diese hätten zum Teil Stirnlampen getragen. Die Verdächtigen seien anschließend in einem dunklen BMW geflüchtet, an dem offenbar gestohlene Kennzeichen mit WW für „Westerwald“ angebracht gewesen seien. Ob und wie viel Geld erbeutet wurde, sei noch unklar. Die Polizei bittet weitere Zeugen sich zu melden. In Hessen gab es in diesem Jahr bereits 15 vollendete und 21 versuchte Sprengungen von Geldautomaten. Lichtershow begeistert Publikum Insgesamt rund 175.000 Zuschauer haben die Lichtershow an der Fassade des hessischen Landtags gesehen. Landtagspräsident Boris Rhein sagte, er freue sich sehr über den großen Erfolg. Der Landtag als Leinwand habe die Bürger fasziniert. Die Projektion auf eine rund 2.000 Quadratmeter große Fläche des Gebäudes wurde in den vergangenen zehn Tagen gezeigt. Anlass der Show war die Feier des 75. Geburtstages des Landes Hessen und der hessischen Verfassung.

  • „Expedition Erde“ – Mitmachausstellung im Historischen Museum der Pfalz

    „Expedition Erde“ – Mitmachausstellung im Historischen Museum der Pfalz

    Zur Zeit sind ja in Rheinland-Pfalz und Hessen Herbstferien. Die ideale Zeit für einen Ausflug. Zum Beispiel nach Speyer ins Historische Museum der Pfalz. Da können Kleine und Große Museumsbesucher eintauchen in das Reich der Maulwürfe und Regenwürmer. In der neuen Mitmach-Ausstellung geht es um die Erde, genauer um eine Expedition unter die Erde. Echte Regenwürmer, so richtig schön viele. Die Erde als magischer Sandhaufen zum drin rumwühlen. Als Käfer oder Insekt durch die Ausstellung krabbeln. All das ist möglich. Denn im Historischen Museum der Pfalz in Speyer geht es darum, die Erde kennenzulernen. Alexander Schubert, Direktor Historisches Museum der Pfalz Speyer „Es ist für uns das erste Mal, dass wir ein naturkundliches Thema beleuchten. Aber gleichzeitig ein sehr wichtiges Thema. Letztendlich steht dahinter die große Problematik ‚Klimawandel‘ und auch ‚Artensterben‘. Aber wir wollen das ganze natürlich mit Begeisterung vermitteln, Entdeckerfreude wecken. Wir haben uns gesagt, wir nehmen uns jetzt so einem Thema mal an, weil das Museum grundsätzlich wichtige Themen aufgreift. Und im Moment gibt es fast kein wichtigeres Thema.“ Die Kids erfahren wie ein Maulwurf so lebt. Mathilde Heimann: „Was soll der Maulwurf mit dem Wurm machen?“ Antonia Heimann: „Essen.“ Welche Früchte wachsen bei uns? Mathilde, Antonia und Simone Heimann suchen sie heraus. Schnecken können 10 Jahre alt werden und sind ziemlich langsam. Viel Spaß mit Lerneffekt! Cathérine Biasini, Kuratorin der Mitmachausstellung „Oft ist es ganz gut, sich diese Zeit des Kindseins noch mal in Erinnerung zu rufen und zu fragen, was hat mich denn damals interessiert, als ich die Welt ganz frisch und neu entdeckt habe?“ Vielleicht, dass 5 Millionen Ameisen in so einem Haufen drin sein können. Oder was für Tiere eigentlich überhaupt unter der Erde so leben. Und wie eine Pimpernelle aussieht. Die 7-jährige Mathilde malt am liebsten und findet Tiere interessanter als Pflanzen. Mathilde […]

  • Urteil im Weilerbach-Prozess

    Urteil im Weilerbach-Prozess

    „Ich war wie eine Tötungsmaschine, wie ein unter Druck stehendes Fass.“ Mit diesen Worten, die Daniel M. durch seinen Verteidiger Ende September verlesen ließ, gestand er die Tötung seiner Mutter und ihres Lebensgefährten. Vor etwa sieben Monaten soll er im rheinland-pfälzischen Weilerbach mit einer Axt auf sie eingeschlagen haben. Seit September läuft der Prozess vor dem Landgericht Kaiserslautern. Die Hauptfrage ist: War es Totschlag oder Mord? Heute haben die Richter die Antwort gegeben. Und sie lautet: Daniel M. wird wegen eines Mordes und eines Totschlags zu lebenslanger Haft verurteilt. Außerdem hat er sich einer Brandstiftung schuldig gemacht. Nach Ansicht der Richter hat der Angeklagte den Lebensgefährten der Mutter heimtückisch im Schlaf ermordet. Bei der Tötung der Mutter habe er hingegen kein Mordmerkmal erfüllt. Sarah Kern, Sprecherin Landgericht Kaiserslautern „Hierbei hat im Vordergrund gestanden, dass der Angeklagte sich von seiner Mutter und auch von deren Lebensgefährten jahrelang gedemütigt gefühlt hat und eine große Wut sich angestaut hatte. Da dies im Vordergrund stand, haben sonstige Beweggründe zurückgestanden.“ Die Mutter soll geplant haben, den Hof zu verkaufen, auf dem auch der Angeklagte mit seiner Familie wohnte. Am frühen Morgen des 8. März stellt Daniel M. sie zur Rede, als sie gerade mit dem Hund Gassi gehen will. Ein Streit entbrennt und eskaliert. Dann tötet er die 60-Jährige mit sechs Axthieben. Danach geht er ins Haus zurück und tötet den schlafenden Lebensgefährten der Mutter. Kurz vor der Bluttat legt er außerdem zwei Brände bei ehemaligen Geschäftspartnern. Sie sollen laut Daniel M. eine Mitschuld haben, dass sein Handwerkerbetrieb vor der Pleite stand. Zwei Tage lang ist er auf der Flucht, bevor er sich der Polizei stellt. Mit ihrem Urteil folgt das Gericht nur teilweise der Forderung der Staatsanwaltschaft. Sie hatte eine Verurteilung wegen zweifachen Mordes verlangt. Die Verteidigung wiederum hatte auf zweifachen Totschlag plädiert. Johannes […]

  • Kündigungswelle am Uniklinikum Marburg – viele Pflegekräfte schmeißen hin

    Kündigungswelle am Uniklinikum Marburg – viele Pflegekräfte schmeißen hin

    Viele Pflegekräfte in deutschen Krankenhäusern fühlen sich überlastet. Das hat auch mit der Corona-Pandemie zu tun. An der Universitätsklinik in Marburg hat das jetzt zu dramatischen Folgen geführt: Dort hat in einer Station fast das gesamte Pflegepersonal auf einen Schlag gekündigt. Die Kündigungswelle von Marburg: In der Abteilung Gefäßchirurgie der Universitätsklinik haben 14 von 15 Pflegerinnen und Pfleger zeitgleich hingeschmissen. Eine Station musste vorübergehend geschlossen werden. Unter vorgehaltener Hand spricht man von schlechten Arbeitsbedingungen, langen Nachtschichten und zu vielen Patienten pro Pflegekraft. Vor der Kamera möchte sich niemand der Betroffenen äußern, der Betriebsrat hat die Probleme hautnah mitbekommen. Frank Eggers, Betriebsratsvorsitzender Universitätsklinik Marburg „Krankenpflege ist ein Hochleistungsberuf. Wir haben eben im Moment durch plötzliche Personalausfälle unter Umständen auch mal Leistungsverdichtungen. Und dann macht sich schleichend in dem Moment ein Ermüdungsprozess bei den Leuten breit.“ Auch eine Hals-Nasen-Ohren-Station musste in Marburg schon wegen Pflegekräftemangel geschlossen werden. Die Geschäftsführung der Universitätsklinik beschwichtigt auf Anfrage von 1730 Sat.1 Live und verweist auf 50 Stellen, die dieses Jahr neu geschaffen worden seien. Aber: Dr. Gunther K. Weiß, Geschäftsführung Universitätsklinikum Gießen und Marburg „Wir nehmen die jetzige Situation zum Anlass, unsere eigenen Kommunikations- und Entscheidungsstrukturen zu überprüfen und zu verbessern.“ Die 14 Pflegerinnen und Pfleger wechseln nun an eine andere Klinik in Gießen. Nicht nur in Mittelhessen wird die Konkurrenz unter den Krankenhäusern größer, manche Klinik zahlt bereits hohe Einstellungsprämien. Für Thomas Busse von der Frankfurt University of Applied Sciences lässt sich der Pflegekräftemangel auch an einer Zahl ablesen: Im Pflegebereich bleibe eine offene Stelle im Schnitt über 230 Tage unbesetzt. Die Unzufriedenheit der Beschäftigten habe auch mit strukturellen Problemen zu tun. Prof. Thomas Busse, Direktor Zentrum für Gesundheitswirtschaft „Die Kommunikation zwischen Ärzten – Pflege ist eine Katastrophe. Die Pflege ist im Prinzip nicht informiert über die Ärzte und Ärzte sind nicht informiert über Pflege. […]

  • Student aus Bingen wehrt sich gegen Corona-Testkosten

    Student aus Bingen wehrt sich gegen Corona-Testkosten

    Seit gestern können Studierende in Rheinland-Pfalz wieder in den Präsenzunterricht. Allerdings gilt laut Corona-Verordnung die 3G-Regel – rein darf nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist. Und weil – ebenfalls seit gestern – bekanntlich viele Menschen ihre Tests selbst bezahlen müssen, werden auch die ungeimpften Studenten zur Kasse gebeten. Ein Student der Technischen Hochschule Bingen findet das ungerecht. Er hat Klage gegen das Land eingereicht. Stefan Heyne studiert im zweiten Semester und hat in dieser Woche erstmals Präsenzvorlesungen. Doch weil er nicht geimpft ist, braucht der der Informatikstudent dafür jedes Mal einen negativen Schnelltest und muss den künftig selbst bezahlen. Heyne sieht sich benachteiligt. Stefan Heyne, Student Technische Hochschule Bingen „Ich bin der Meinung, dass jeder das eigene Recht darauf hat, frei zu entscheiden, ob er sich impfen lässt oder nicht. Das ist eine Frage, die sehr intim und persönlich ist. Und ich denke, unabhängig davon sollte jeder kostenlosen Zutritt zu Hochschulen und Unis haben dürfen.“ Doch momentan ist es für den 29-jährigen kostspielig, Zutritt zur Vorlesung zu erhalten. Und so könnte es für ihn in den nächsten Monaten weitergehen, Tag für Tag für Tag. Stefan Heyne, Student Technische Hochschule Bingen „Für so einen Test zahle ich 8,50 Euro zur Zeit und das täglich. Und somit habe ich dann im Monat so Kosten von ungefähr 170 bis 190 Euro. Und ja, das ist halt für jemanden, der BAföG bezieht viel. Also es ist nicht finanzierbar ohne Hilfe.“ Anders als etwa in Restaurants oder Kinos sind selbst mitgebrachte und kostengünstigere Schnelltests an rheinland-pfälzischen Hochschulen nicht erlaubt. Das schreibt die Corona-Verordnung des Landes vor. Gegen diese Regelung richtet sich der Eilantrag von Heyne und seiner Anwältin Jessica Hamed. Jessica Hamed, Rechtsanwältin „Denn es ist für uns nicht ersichtlich, warum es überall gehen soll und akzeptiert wird und in der Hochschule nicht. Und […]

  • Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten im Überblick

    Weitere Nachrichten aus Rheinland-Pfalz und Hessen im Überblick. Landesweite Proteste in Hessen Kurz vor der möglicherweise entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des Öffentlichen Dienstes in Hessen haben die Gewerkschaften mit landesweiten Kundgebungen wie hier in Gießen den Druck erhöht. Jürgen Bothner, Landesbezirksleiter ver.di Hessen „Die zweite Verhandlungsrunde wird am Donnerstag und Freitag dieser Woche stattfinden. Einen dritten Termin haben wir noch nicht vereinbart. Von daher bin ich guter Hoffnung, dass es gelingen kann, in diesen zwei Tagen zu einem Ergebnis zu kommen, das Hessen an die Spitze der Tarifbewegung der Länder stellt.“ Die Gewerkschaften fordern 5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 175 Euro mehr für die 45.000 Landesbeschäftigen. Der hessische Innenminister Peter Beuth, der für das Land die Verhandlungen führt, hat die Forderung bislang abgelehnt. Lufthansa zahlt Corona-Hilfen zurück Nach ihrer Kapitalerhöhung hat die Lufthansa wie geplant einen Teil der milliardenschweren deutschen Staatshilfen zurückgezahlt. Wie die Fluggesellschaft in Frankfurt mitteilte, handele es sich dabei um 1,5 Milliarden Euro. Bis zum Jahresende plane sie eine weitere Zahlung von 1 Milliarde Euro. Der Staat hatte die Lufthansa in der Corona-Krise mit Steuergeldern in Milliardenhöhe vor der Pleite bewahrt. Um das Geld zurückzahlen zu können, hatte die Fluggesellschaft vor kurzem neue Aktien für rund 2 Milliarden Euro verkauft. Weniger Honig geerntet Die Imker in Hessen und Rheinland-Pfalz haben in diesem Jahr eine wesentlich schlechtere Honigernte verbucht als im langjährigen Mittel. Das haben heute die Imkerverbände der beiden Länder mitgeteilt. In Hessen habe jedes Bienenvolk im Schnitt rund 28 Kilo erzeugt und damit fast 20 Prozent weniger als im Vorjahr. In Rheinland-Pfalz sei die durchschnittliche Erntemenge sogar um mehr als 30 Prozent auf rund 24 Kilo gesunken. Wegen des nassen und kalten Frühjahrs hätten die Bienen weniger fliegen können. Angesichts der knappen Vorräte würden die Preise für Honig voraussichtlich steigen.

  • „Flutwein“-Initiative im Ahrtal sorgt für Spenden in Millionenhöhe

    „Flutwein“-Initiative im Ahrtal sorgt für Spenden in Millionenhöhe

    Während es für die meisten deutschen Winzer mit der Lese jetzt richtig losgeht, gibt es für die Betriebe im Ahrtal weniger Grund zur Freude. Jetzt, in der wichtigsten Zeit des Jahres, haben viele keine Maschinen mehr, um ihre Trauben zu ernten und zu verarbeiten – wenn das Weingut denn überhaupt noch steht. Über das Projekt „Flutwein“ ist dank rund 47.000 Unterstützern eine ordentliche Summe Spenden zusammengekommen. Verschlammte Weinflaschen als Dankeschön für die Spenden. Mit dem sogenannten „Flutwein“ haben Peter Kriechel und Daniel Koller fast 4,5 Millionen Euro gesammelt. Das Geld soll den mehr als 50 betroffenen Weingütern beim Wiederaufbau helfen. Bis zu 80 Prozent der Kosten für den Wiederaufbau will der Staat übernehmen. Peter Kriechel, Initiator „Flutwein“ „Überwältigend. Also wir haben vielleicht mit viel gerechnet, aber mit dem, was da passiert ist, definitiv nicht. Die Zahl der Unterstützer ist für uns sehr sehr wichtig. Das habe ich auch immer wieder kommuniziert: Es gibt Hoffnung, da sind Leute, die denken an uns und wir werden nicht vergessen. Und das ist vielleicht sogar noch viel viel mehr wert als im ersten Augenblick die große Summe Geld, die wir natürlich auch dringend benötigen.“ Bis zu 80 Prozent des Aufbaus will der Staat übernehmen. Darüber hinaus sollen die „Flutwein“-Spenden den Winzern unter die Arme greifen. Doch bei der Auszahlung gibt es Probleme, die die Gemeinnützigkeit kosten könnten. Daniel Koller, Aktion „Flutwein“ „Wenn wir dieses Geld Unternehmen auszahlen wollen, und zwar nicht nur wir, sondern alle NGOs, müssten wir uns eigentlich da durch Grauzonen antasten. Denn der Katastrophenerlass verbietet im Moment, aufgrund der mildtätigen Zwecke, die Ausschüttung dieser Spenden an ein Unternehmen. Wir können im Moment nur an Privatpersonen ausschütten.“ Hinzu kommt: Wenn die Initiatoren die Spenden vor den staatlichen Hilfen an die Betriebe weitergeben, wird das Geld verrechnet. Deshalb zahlen sie erst einmal nur […]

  • Luchse im Pfälzerwald wieder angesiedelt

    Luchse im Pfälzerwald wieder angesiedelt

    Lange gab es keine Luchse mehr bei uns in den Wäldern. Die Großkatzen waren ausgerottet. Doch mittlerweile gibt es in einigen Bundesländern wieder eine Population der Raubtiere mit den auffälligen Ohren. Auch in Rheinland-Pfalz. Im Pfälzerwald startete vor sechs Jahren ein EU-Projekt zur Wiederansiedlung des Luchses. Das Projekt ist jetzt beendet. Wir haben mal nachgefragt, ob es dem Luchs wohl gefällt im Pfälzerwald. Kaja ist die allererste Luchsdame, die Anfang August 2016 in den Wald sprintet. Am selben Tag werden auch Luna und Lucky ausgewildert. Der Luchs gilt als bedrohte Tierart. Durch das EU-Projekt soll die Katze bei uns wieder heimisch werden. Im Pfälzerwald hat sie früher gelebt. Sylvia Idelberger, Leiterin des Luchsprojekts „Wir sind schon zufrieden mit dem Ergebnis des Projekts. Wir hatten schon im ersten Jahr nach den ersten Freilassungen Nachwuchs und dann jedes Jahr wieder. Insgesamt waren es jetzt 18 Jungtiere, die wir nachweisen konnten, mindestens, und die Luchse haben sich ausgebreitet, haben Lebensräume, neue Reviere erschlossen.“ Insgesamt sind 20 Luchse ausgewildert worden. Sie haben sich im gesamten Biosphärenreservat Pfälzerwald verbreitet. Und sie sind noch weiter gezogen. Über die Grenze nach Frankreich. In den Vogesen konnte in diesem Jahr der erste Luchsnachwuchs seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert werden. – Es lässt sich relativ gut nachverfolgen, wo sich die Tiere aufhalten. Syliva Idelberger, Stiftung Natur und Umwelt „Wir haben verschiedene Möglichkeiten, das Verhalten der Tiere zu begleiten. Einmal über die GPS-Sendehalsbänder, die sie tragen, wo sie über ein bis zwei Jahre Daten senden. Das haben wir auch auf unserer Homepage veröffentlicht, damit die Leute begleiten können, oder gucken können, wo sich die Tiere aufhalten.“ Alle ausgewilderten Luchse kommen aus den slowakischen Karpaten und der Schweiz. Dort sind sie betäubt und mit einem GPS-Sendehalsband ausgestattet worden. Auch Jäger, Naturschützer und Weidetierhalter sind am Luchsprojekt beteiligt. Wenn eine der Raubkatzen […]