Allgemein

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Es wird regnerisch bei um die 20 Grad. Und jetzt nehmen wir Sie mit nach Frankfurt in den Carl-von-Weinberg-Park. Trotz des eher grauen August-Wetters wollten sich einige Familien ihren Ausflug ins Grüne nicht nehmen lassen. Nur einen Steinwurf vom Frankfurter Stadion entfernt, konnte sich die Sonne trotz des strahlenden 11:0-Siegs der Eintracht im DFB-Pokal heute aber nur selten gegen die Wolken durchsetzen. Auch wenn es in den letzten Tagen geregnet hat: Dass der Boden noch deutlich mehr Wasser vertragen könnte, ist auch hier kaum zu übersehen. Ob s demnächst nass von oben kommt, schauen wir uns jetzt an. In der Nacht ist der Himmel über Hessen und Rheinland-Pfalz noch längere Zeit klar, von Südwesten her wird es aber wolkiger mit einzelnen Schauern und Gewittern zum Morgen. Die Temperaturen sinken auf frische 14 bis 9 Grad. Morgen am Dienstag wechseln sich Sonne und teils dichtere Wolken ab. Dabei kann es weiterhin einzelne, aber kräftige Schauer und Gewitter geben. Dazu steigen die Werte auf 18 bis 23 Grad. In den Tagen danach besteht weiterhin eine erhöhte Schauer- und Gewitterneigung. Dazwischen scheint aber auch die Sonne gelegentlich und die Temperaturen steigen nochmals über die 30-Grad-Marke.

  • Streit um Alkoholausschank - Vereinslokal will Pächterpärchen rausschmeißen

    Streit um Alkoholausschank – Vereinslokal will Pächterpärchen rausschmeißen

    Kaum ein Thema hat in Gießen die Gemüter in letzter Zeit so erhitzt wie dieses: Seit einem Pächter-Wechsel in der Gastronomie im örtlichen Tennis-Verein wird auf dem Gelände kein Alkohol mehr ausgeschenkt. Dem Verein passt das gar nicht: Er hat den Pächtern fristlos gekündigt – doch die wehren sich vor Gericht. Ein Fall, den es in Deutschland so wohl noch nicht gegeben hat – und der jetzt vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verhandelt wird. Gözleme statt Currywurst: Im Vereinsheim des Tennisclubs Rot-Weiß in Gießen servieren Isabell und ihr Mann anatolische Speisen – Alkohol steht bei ihnen nicht auf der Karte. Das sorgt für einen erbitterten Rechtsstreit. Der Verein pocht strikt auf den Ausschank, das Pächterpaar lehnt ab. Heute verhandelt das Oberlandesgericht Frankfurt. Isabell und Bayram Dalkilic, Pächter Gastronomie „Jetzt kämpfen wir um unser Recht hier, dass wir nicht auf die Straße geschmissen werden, sage ich jetzt mal so grob und hier geht es um Existenzen, um unsere Kinder, um unsere Zukunft.“ Schriftlich vereinbart wurde beim Vertragsschluss im November 2025 zum Thema Alkohol nichts. Vor der Kamera sprechen will vom Tennisverein heute niemand. Der Vereinsvorstand argumentiert vor Gericht aber, der Bierausschank gehöre zum üblichen Standard einer deutschen Vereinsgaststätte. Insbesondere männliche Mitglieder seien es seit Jahrzehnten gewohnt, zu den Mahlzeiten Bier zu bestellen. Mittlerweile brächten sich einige Mitglieder ihre Getränke selbst mit. Der Vorstand befürchtet spürbare wirtschaftliche Einbußen für den Club sowie den Austritt von Mitgliedern. Isabell und Bayram Dalkılıç sagen, sie hätten von Anfang an gesagt, dass sie ein familienorientiertes Lokal ohne Alkoholausschank betreiben wollen. Dem Verein hätten sie im Laufe des Streits immer wieder Kompromisse vorgeschlagen. Tuncay Sahin, Rechtsanwalt Familie Dalkilic „Wir haben ja schon im Vorfeld der Gegenseite Angebote unterbreitet. Wo wir gesagt haben, die können auf eigene Verantwortung in der Gaststätte von meiner Mandantschaft selbst Alkohol mitbringen. Wir waren bereit, dass […]

  • Bilanz zum Brandsommer - Im Gespräch mit Kreisbrandinspektor Christian Rossel

    Bilanz zum Brandsommer – Im Gespräch mit Kreisbrandinspektor Christian Rossel

    Mindestens 160 Waldbrände gab es in Hessen bereits in diesem Jahr. Viele davon lagen in den letzten vierzehn Tagen, in denen die Trockenheit und Hitze ihren Höhepunkt erreicht haben. Die Feuerwehren waren fast im Dauereinsatz – die Helfer mussten bei Temperaturen von 35 Grad und mehr oft an ihre Grenzen gehen. Eva Dieterle, Moderatorin: Jetzt wo es wieder etwas Regen gibt, und die meisten Feuer gelöscht sind, wollen wir die Gelegenheit nutzen und eine erste Bilanz dieses außergewöhnlichen Sommers ziehen. Und das mache ich jetzt mit dem Kreisbrand-Inspektor des Rheingau-Taunus-Kreises Christian Rossel. Christian Rossel, Kreisbrandinspektor Rheingau-Taunus-Kreis Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Herr Rossel wie fällt denn ihre Bilanz dieses Brand-Sommers aus? Rossel: Ja, wir haben aufregende Tage und jetzt auch fast schon Wochen hinter uns. Ich will das auch vielleicht kurz in Zahlen fassen. Zum Thema Wald und Vegetationsbrand sind bei uns im Rheingau-Taunus-Kreis im letzten Jahr, also 2025, 33 Mal die Feuerwehren alarmiert worden. Und in diesem Jahr sind wir bereits jetzt schon, obwohl das Jahr danach noch läuft, bei 140 Alarmierungen und davon allein in den letzten 14 Tagen 63. Also Sie sehen, das war ein deutlich anspruchsvolleres Jahr für uns in diesem Bereich und auch die letzten Tage und Wochen haben uns hier deutlich gefordert. Dieterle: Hatten Sie denn das Gefühl, dass die Feuerwehren im Kreis gut genug ausgerüstet sind, für Waldbrände in dieser Häufigkeit? Man muss ja davon ausgehen, dass die Intensität auch in den nächsten Jahren hoch bleibt. Rossel: Wir haben uns schon vor fast fünf Jahren bei diesem Thema auf den Weg gemacht, Planungen aufgestellt, die Ausbildung daran ausgerichtet und auch Material beschafft, weil wir wussten, es wird mehr in diesem Bereich werden, was die Feuerwehren und die Einsatzkräfte fordern wird. Allerdings haben uns die Einsätze von diesem Jahr gezeigt, dass die Planungen nicht […]

  • Riesen Volksfest - Schausteller auf Bad Kreuznacher Jahrmarkt bauen Fahrgeschäfte auf

    Riesen Volksfest – Schausteller auf Bad Kreuznacher Jahrmarkt bauen Fahrgeschäfte auf

    Heute geht er wieder los. Der Bad Kreuznacher Jahrmarkt. Das größte Volksfest zwischen Nahe, Mosel, Rhein und Saar. Die „Gässjer“ – so nennen sich die echten Kreuznacher – fiebern jedes Jahr auf diesen Termin hin. Die ersten Besucher strömen in diesen Minuten auf das Pfingstwiesen-Festgelände. 180 Schausteller sorgen nun fünf Tage lang mit ihren Buden und Fahrgeschäften für gute Stimmung. Und wir waren am Mittwoch schon mal vor Ort und haben uns ein Bild vom Aufbau gemacht. Testfahrt auf der 45 Meter hohen Riesenschaukel „Konga“. Nur eine von zahlreichen Attraktionen auf dem Bad Kreuznacher Jahrmarkt. Völlig losgelöst – nicht nur von der Erde, sondern auch von allen Alltagssorgen, sollen sich die Besucher hier fünf Tage lang fühlen. Ralf Leonhard, Vorsitzender Schaustellerverband Bad Kreuznach „Jede Region lebt ihre Feste aber hier das wird sehr intensiv gelebt und dem entgegengefiebert.“ Die Veranstalter rechnen mit insgesamt 250.000 Besuchern. Das Fest gilt in Schaustellerkreisen als ein gutes Geschäft. Ralf Leonhard, Vorsitzender Schaustellerverband Bad Kreuznach „Der Kreuznacher Jahrmarkt ist einer der zehn stärksten 5-Tages-Veranstaltungen Deutschlands. In so einer kleinen Stadt, so einer ländlichen Region eine Seltenheit. Aber das bedeutet dann für uns, hier kann man, wenn alle Faktoren stimmen, in relativ kurzer Zeit relativ viel Umsatz generieren.“ Für eine Kommune wie Bad Kreuznach sind Volksfeste neben Tradition auch Wirtschaftsförderung. Eine schwarze Null, bei all den Kosten, vor allem beim Thema Sicherheit, ist aber kaum möglich. Das traditionelle Feuerwerk in diesem Jahr: Auf Grund der Trockenheit verboten. Eine Drohnen- oder Lasershow wäre zu teuer gewesen. Die Standgebühren weiterhin niedrig zu halten, werde jedes Jahr schwieriger. Mathias Weyand, Marktmeister Stadt Bad Kreuznach „Wir haben in den letzten fünf Jahren zwei mal erhöhen müssen aber wir haben moderat erhöht. Das heißt, wir gucken schon in welchen Sparten wir wie erhöhen können. Das heißt, Imbisse, Gartenwirtschaften, große Fahrgeschäfte haben wir etwas mehr erhöht, als die kleinen, so Entenangeln, Pfeilwerfen, […]

  • Nachrichten vom 21.08.2026

    Nachrichten vom 21.08.2026

    Tourismusrekord in Rheinland-Pfalz – Leichte Entlastung am Rhein – Aufräumarbeiten in Solms Anmoderation: Im nordhessischen Hofgeismar ist am Morgen ein Auto mit hoher Geschwindigkeit durch die Fußgängerzone gefahren und hat mehrere Menschen verletzt. Wie die Polizei mitteilte, gehe sie davon aus, dass der 68-jährige Fahrer medizinische Probleme gehabt habe. Acht Menschen hätten Schürfwunden, Prellungen oder einen Schock davongetragen. Der Fahrer wurde ins Krankenhaus gebracht. Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten von heute. Rekord bei Tourismus In Rheinland-Pfalz boomt der Tourismus: in der ersten Jahreshälfte diesen Jahres gab es bei 4 Millionen Gästen 10,3 Millionen Übernachtungen, das sind die höchsten Zahlen seit 20 Jahren. Zur Zeit seien Wandern und Radfahren sehr beliebt. Und da sei Rheinland-Pfalz genau das richtige , so Wirtschafts- und Tourismus-Minister Michael Ebling. Leichte Entlastung am Rhein Nach historischen Pegel-Tiefständen bringt der Regen der vergangenen Tage eine leichte Entlastung für die Rhein-Schifffahrt. Das Absinken der Pegel sei zunächst gestoppt, so der Bundesverband der Binnenschifffahrt. Der besonders wichtige Pegel bei Kaub liegt aber immer noch unter dem bisherigen Tiefstand aus dem Jahr 2018, nämlich am morgen bei 14 Zentimetern. Am  Wochenende soll er aber deutlich ansteigen. Aufräumarbeiten Nach dem Tornado in Mittelhessen laufen die Aufräumarbeiten. Die Stadt Solms hat Container aufgestellt, um die Anwohner bei der Entsorgung von Trümmern zu helfen. Zwei Häuser wegen der Schäden nicht mehr zu bewohnen sein, den beiden Familien werden Notunterkünfte bereitgestellt. Der Tornado fegte gestern durch den Großraum Wetzlar. Im Stadtteil Münchholzhausen wurden etwa 60 Häuser beschädigt, in Solms sind 12 Häuser betroffen. Abmoderation: Nun ist es offiziell: Die tegut-Zentrale in Fulda schließt zum 31. März 2027, das hat der Mutterkonzern Migros heute mitgeteilt. Im Zuge des Verkaufs von tegut verlieren alle 470 Mitarbeiter in Fulda ihren Job. Die meisten Filialen von tegut sollen durch Edeka und Rewe übernommen werden. Die Übernahme ist allerdings noch […]

  • Opernsänger Rolando Villazón erhält Rheingau Musik Preis 2026

    Opernsänger Rolando Villazón erhält Rheingau Musik Preis 2026

    Thomas Quasthoff, Daniel Barenboim, Andreas Scholl – die großen Stars der klassischen Musik sind schon mit dem Rheingau Musik Preis ausgezeichnet worden. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird seit 1994 auf dem Rheingau Musik Festival verliehen. Gestern Abend ist er dem mexikanischen Star-Tenor Rolando Villazón im Kloster Eberbach überreicht worden.  Wenn Rolando Villazón singt, dann spüren alle Zuschauer in der ausverkauften Basilika des Klosters Eberbach die Emotionen, die die Stimme des Tenors so einzigartig macht. Entdeckt wurde der 54-Jährige tatsächlich unter der Dusche. Rolando Villazón, Star-Tenor „Ich singe tatsächlich noch immer unter der Dusche. Und ich habe immer unter der Dusche gesungen, ein Nachbar hat das gehört. Er war der Direktor von einer Akademie, wo ich auch Ballett studiert habe und Gesang und Theater.“ Der in Mexiko-Stadt geborene Sänger hat österreichische Wurzeln, ist auf eine deutschsprachige Schule gegangen. Er lebt in Frankreich, tritt auf der ganzen Welt auf. Im Rheingau schwingt er mal das Tanzbein oder ist hochdramatisch. Im Konzert dreht sich alles um Orpheus. Dem Dichter-Sänger der griechischen Mythologie, der mit seiner Stimme sogar Steine verzauberte. Rolando Villazón, Star-Tenor „Alle Elemente, die wirklich sind, das Wichtigste für uns jeden Tag. Liebe, Tod und Musik. Die schönste Kunst, die tiefste Kunst, die es gibt, kommen zusammen.“ Rolando Villazón ist Sänger, Regisseur, Bestsellerautor. Er ist für Hilfsorganisationen tätig. Und jetzt Preisträger des mit 10.000 Euro dotierten Rheingau Musik Preises. Michael Herrmann, Intendant Rheingau Musik Festival „Er hat ihn bekommen als großer Sänger, als großer Schauspieler. Er hat ihn bekommen, auch als Schriftsteller. Er hat ihn bekommen, im Grunde genommen für sein künstlerisches Werk.“ Der Rheingau-Musik-Preis wird vom hessischen Kulturministerium finanziert. Auf dem Festival tritt Rolando Villazón bereits zum fünften Mal auf. Rolando Villazón, Preisträger des Rheingau Musik Preis 2026 „Das ist ein so wichtiges Festival. Das Rheingau Musik Festival. Es ist […]

  • Vereine vor DFB-Pokal - Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Vereine vor DFB-Pokal – Der Sporttalk mit Thorsten Arnold

    Nächste Woche startet die erste Bundesliga, an diesem Wochenende heißt es traditionell: erste Runde im DFB-Pokal! Eva Dieterle, Moderatorin: Und dass es wieder losgeht, freut vor allem unseren Sportreporter Thorsten Arnold. Ja Thorsten, ein Spiel steht natürlich ganz im Blickpunkt. Thorsten Arnold, Sportreporter: Ja klar, der 1. FC Kaiserslautern muss ausgerechnet beim Drittligisten Waldhof Mannheim antreten, also mehr Rivalität gibt’s nicht hier im Südwesten. Große Feindschaft zwischen beiden Fanlagern. Und deswegen richtet FCK-Trainer Torsten Lieberknecht einen Appell an die Fans. Torsten Lieberknecht, Trainer 1. FC Kaiserslautern „Dass alles friedlich bleibt und dass die Realität und Auseinandersetzung natürlich sportlich auf dem Platz bleiben soll. Alles andere ist trotzdem eben Derby-Time. Und da es dieses Derby eben nicht jede Saison gibt, sondern mit Unterbrechungen, ist es klar, dass es polarisiert und alle Massen elektrisiert. Dementsprechend gehört das alles dazu. Aber mit Grenzen, das ist auch klar.“ Arnold: Ja und ob das alles in Grenzen bleibt, das wird man gleich erleben. 18:00 Uhr ist Anpfiff für den FCK in Mannheim. Dieterle: Thorsten, in der ersten Runde im DFB-Pokal da heißt es ja traditionell Klein gegen Groß, Amateure gegen Profis. Auf wen dürfen sich unsere „kleinen“ heimischen Clubs denn freuen? Arnold: Zum Beispiel empfängt der TSV Schott Mainz keinen geringeren als Borussia Mönchengladbach! Also 5. Liga gegen 1. Liga. Der TSV hat sich intensiv diese Woche auf diese Begegnung vorbereitet, unter ihrem Chef-Trainer-Duo. Der eine im richtigen Leben Polizist, der andere Schulleiter, deswegen teilen sie sich den Posten. Und beim Namen „Gladbach“ leuchten natürlich die Augen. Sascha Meeth, Trainer und Sportlicher Leiter TSV Schott Mainz „Das war schon im Zuge der Auslosung. Meine Generation: Oh, Gladbach! Einer der top drei Vereine, mit den ganzen Erfolgen in den siebziger Jahren, mit den vielen Spielerpersönlichkeiten, die sie hervorgebracht haben. Bei den Jungs war’s erst mal etwas […]

  • Balanceakt in schwindelerregender Höhe - Slackliner tänzeln hoch über Rüsselsheim

    Balanceakt in schwindelerregender Höhe – Slackliner tänzeln hoch über Rüsselsheim

    Ein eher unbekannte Extremsport ist das Highlinen – also dem Balancieren auf einer besonders hoch hängenden Slackline. So eine wurde jetzt in Rüsselsheim gespannt, vom Rathausdach bis zum Kirchturm. Das ganze Wochenende ziehen Slackliner dort die Blicke auf sich. Schritt für Schritt in rund 20 Metern Höhe balanciert Tobi quer durch die Rüsselsheimer Innenstadt. Eine Highline mit Blick über die Dächer der Stadt – etwas ganz Besonderes, selbst für einen erfahrenen Slackliner wie ihn. Tobias Koch, Slackline Mittelhessen e.V. „Das ist natürlich nochmal eine extra Challenge, sonst versuche ich mich selbst nochmal zu beruhigen und in mir zu sein und jetzt ist ganz viel Publikum da. Wenn einem Kinder zuwinken, zurückzuwinken, mit den Leuten auch auf der Straße sich zu unterhalten, vorhin haben aus dem Rathaus ein paar Mitarbeitende rausgeschaut, dann habe ich mit denen etwas gequatscht, das hat auf jeden Fall auch seinen Reiz.“ Und schon der Weg zur Highline ist spektakulär: Hunderte Treppenstufen geht es hoch in den Kirchturm. Direkt neben der Glocke, steigt Tobi aus dem Fenster, rutscht die Line entlang und richtet sich schließlich auf. Schwebend über der Stadt. Was ist das für ein Gefühl? Tobias Koch, Slackline Mittelhessen e.V. „Schon immer noch ein bisschen Angst dabei. Vor allem am Anfang, man geht raus, es ist einfach hoch, es ist keine natürliche Situation. Und dann ist es tatsächlich ruhig bleiben. Es ist gar nicht so ein Adrenalin-Sport, es ist eigentlich eher in der Balance bleiben und tief durchatmen.“ Durchatmen und den Blick über Rüsselsheim genießen. Denn der Aufbau der Highline im über 200 Jahre alten Kirchturm: herausfordernd und Team-Arbeit. Tobias Koch, Slackline Mittelhessen e.V. „Wir haben hier eine Straße, wir haben Bäume, eine Ampel, da darf sich die Line nicht verheddern. Wir müssen im Kirchturm anschlagen, die richtigen Balken auswählen, redundant sein, gleichzeitig aber auch durch dieses […]

  • Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Wetteraussichten für Rheinland-Pfalz und Hessen

    Das Wochenende wird kühler und regnerischer. In der Nacht ist es bei uns wechselnd bis stark bewölkt, dabei gibt es gebietsweise Gewitter, teils auch übergehend in anhaltenden Regen. Die Luft kühlt auf 14 Grad bei Ludwigshafen und auf 9 Grad in der Eifel ab. Morgen gibt es bei wechselnder Bewölkung einzelne Schauer oder kurze Gewitter. Von Westen her pustet der Wind ein Hoch zu uns, sodass sich im Laufe des Tages die Sonne häufiger durchsetzt. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 19 und 22 Grad, in der Eifel um die 16. Die Temperaturen steigen in den nächsten Tagen wieder an. Dazu scheint oft die Sonne, Schauer sind selten. Erst ab Dienstag nimmt das Schauer- und Gewitterrisiko von Südwesten her wieder zu.

  • Heftige Unwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz - Tornado deckt Häuser ab

    Heftige Unwetter in Hessen und Rheinland-Pfalz – Tornado deckt Häuser ab

    Das war eine ganz schön heftige Nacht in Rheinland-Pfalz und Hessen. Bäume wurden entwurzelt, Straßen und Bahnstrecken zeitweise lahmgelegt, ganze Dächer von Häusern gerissen. Im rheinland-pfälzischen Waldorf bei Bad Breisig wurde eine Spaziergängerin von einem Baum erschlagen, eine weitere schwer verletzt. In Hessen zog ein Tornado durch Solms und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Ein beeindruckendes Naturschauspiel mit zerstörerischer Kraft. Das Unwetter, das mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h über den Norden von Rheinland-Pfalz hinwegfegt, hat vielerorts schwere Schäden hinterlassen. Besonders heftig trifft es den Westerwaldkreis. Im 10.000-Einwohner-Ort Höhr-Grenzhausen wird die Fassade eines Mehrfamilienhauses abgerissen. Wie durch ein Wunder wird niemand verletzt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz, die Aufräumarbeiten dauern an. Auch in Hessen hinterlässt das Unwetter schwere Schäden . Im mittelhessischen Solms zieht ein Tornado durch die Stadt, reisst Ziegel von den Dächern und wirbelt Äste durch die Luft. „Scheiße, scheiße, scheiße! Was machen wir denn jetzt, Niklas?“ Heute, am Tag danach, zeigt sich das ganze Ausmaß der Verwüstung. Eine Großschadenslage, so die Bürgermeisterin. „Ich bin heilfroh und das muss über allem stehen, dass hier niemand verletzt worden ist und dass keine Person zu Schaden gekommen ist, weil der Sachschaden, der ist immens.“ Eine, die gerade noch mit einem Schrecken davongekommen ist, ist Christa Gottschlich. Vom ihrem Balkon aus beobachtet sie, wie sich das Unwetter zusammenbraut. Gerade noch rechtzeitig geht sie zurück ins Wohnzimmer. Christa Gottschlich „Bin ich reingegangen, hab gedacht, ich muss noch eine Kleinigkeit essen und noch meine Tabletten nehmen. Dann denke ich ‚Was war das denn jetzt hier?‘. Dann bin ich ins Bad, hab das Fenster aufgemacht und dann lag mein ganzes Dach da. Da lag mein ganzes Dach auf der Gass. Ich war verzweifelt, bin da rumgerannt, aber wusste ja gar nicht, was da überhaupt Sache war.“ Innerhalb weniger Minuten entlädt sich die Gewalt des Tornados. Baglan […]

  • Hitzesommer als Weckruf: Rheinland-pfälzischer Landtag debattiert über Hitzeschutz

    Hitzesommer als Weckruf: Rheinland-pfälzischer Landtag debattiert über Hitzeschutz

    Ein ganz schön extremer Sommer ist das: und damit ist das Thema auch jetzt gerade in der Politik in aller Munde. Doch da werden munter Begriffe wie „Hitzeschutz“ und „Klimaschutz“ durcheinander gewirbelt. Die SPD will jetzt Hitzeschutz ins Grundgesetz schreiben. Und genau das Thema Hitzeschutz wurde heute im rheinland-pfälzischen Landtag debattiert. Bevor wir im Parlament sind – gehen wir zu denen, die in diesem Sommer schon ganz schön unter der Hitze gelitten haben. Während der Hitzewelle mussten die Mitarbeiter hier im Seniorenzentrum Langenlonsheim kreativ werden. Sie sorgten mit Trinkspielen, kühlem Obst und nassen Tüchern für Abkühlung. Denn eine Klimaanlage gibt es hier nicht. So wie in den meisten Pflegeheimen und Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz. Man müsse jetzt beginnen sich auf den nächsten Hitzesommer vorzubereiten, mahnen die Grünen und fordern von der Landesregierung: 14 Millionen Euro für ein Hitzeschutz-Sofortprogramm. Katrin Eder (Bündnis 90 / Die Grünen), Fraktionsvorsitzende RLP „Pflegeeinrichtungen sollen hundert Euro pro Bewohnerin und Bewohner erhalten, Krankenhäuser hundert Euro pro Bett. Allein das für Verschattung, Kühlung und andere ganz konkrete, schnelle Schutzmaßnahmen. Kommunen sollen zwei Euro pro Einwohnerin und Einwohner erhalten, unbürokratisch nach dem Vorbild von Kipki. Damit können Sonnensegel für Kitas angeschafft werden, heiße Klassenräume gekühlt werden, Gebäude geschützt, Bäume gepflanzt oder Flächen entsiegelt werden.“ Der Landesregierung werfen die Grünen vor, selbst keine Maßnahmen gegen die Hitze zu ergreifen. Die verweist auf den Hitzeaktionsplan aus dem Jahr 2024 und betont, dass sie … Clemens Hoch (SPD), Gesundheitsminister RLP „… sich längst in einem Hitzegipfel mit der Krankenhausgesellschaft darum gekümmert hat, wie können wir in Krankenhäusern Klimaanpassung vornehmen. Dieser Hitzeaktionsplan des Landes, den wir haben, der ist ziemlich gut und sie müssen doch jetzt gar nicht so tun, als hätte der keinen Effekt.“ So könnten Hitzeschutzmaßnahmen an Krankenhäusern ohne Eigenanteil komplett durch das Land gefördert werden. Die AfD spricht von „klimapolitischer Panikmache […]

  • Hunderte Tote Fische im Altrhein - Niedrigwasser entzieht Lebensgrundlage

    Hunderte Tote Fische im Altrhein – Niedrigwasser entzieht Lebensgrundlage

    Die Hitze und das Niedrigwasser der vergangenen Monate hat sowohl für wirtschaftliche als auch für ökologische Schäden gesorgt. Immer wieder werden tote Fische an den Gewässerufern gefunden. Im hessischen Lampertheim hat das Fischsterben jetzt heftige Ausmaße angenommen. Das Naturschutzgebiet Lampertheimer Altrhein. Der Nebenarm des Rheins ist eigentlich ein Paradies für alle möglichen Fische. Doch seit gestern gleicht das Gewässer einem Friedhof. An der Oberfläche schwimmen verendete Fische. Karpfen, Hechte und Welse liegen tot am Ufer. Der größte über 2 Meter. Schuld an dem Massensterben: die Hitze. Klara Harris, Naturschutzbund RLP „Durch das niedrige Wasser erhitzt es sich viel schneller und warmes Wasser kann weniger Sauerstoff aufnehmen. Deswegen sind die Fische extrem unter Hitze- und Sauerstoffstress. Dann kommt noch dazu, dass sich die Nährstoffe und die Schadstoffe im Wasser anreichern. Was wiederum die Wasserqualität verschlechtert und zu Algenblüten führt.“ Die Fische ersticken im Wasser. Markus Kern vom Angelsportverein Lampertheim hat ein Fischsterben in diesem Ausmaß noch nie erlebt. Die Lage sei dramatisch. Markus Kern, Angelsportverein 1920 Lampertheim e.V. „Es ist halt so, dass auch die kleinen Fische verenden und das macht mich ein bisschen stutzig, weil normalerweise erst die großen Fische verenden. Hecht, Zander, große Karpfen. Wenn man dann sieht, was da an toten Fischen raufkommt, noch künftig und jetzt schon hier liegt, ist es schon bedenklich. Es ist ein Armutszeugnis für ein Naturschutzgebiet.“ Es müsse jetzt dringend Sauerstoff ins Gewässer gepumpt werden. Schon jetzt laufen Wasserbelüftungsanlagen auf dem Altrhein. Doch die reichen nicht mehr aus. Für das Gewässer zuständig ist das Regierungspräsidium Darmstadt. Regierungspräsidium Darmstadt „In der Gegenwärtigen Situation stößt die eingesetzte, solarbetriebene Technik jedoch an ihre Grenzen. Dennoch wurden […] noch am 10.08. ausreichend hohe Sauerstoffgehalte im Heegwasser dokumentiert. Gestern lagen die Sauerstoffwerte am späten Nachmittag im kritischen Bereich für verschiedene Arten.“ Mittlerweile ist das Technische Hilfswerk vor Ort […]

  • Mord verjährt nie: Prozess um getötete Amy Lopez in Koblenz wird fortgesetzt

    Mord verjährt nie: Prozess um getötete Amy Lopez in Koblenz wird fortgesetzt

    Es ist der zweite Prozesstag im Mordfall Amy Lopez. Der Andrang am Koblenzer Landgericht ist erneut groß. Angeklagt ist ein heute 81-jähriger Mann. Er soll die 24-jährige US-Amerikanerin im September 1994 auf der Festung Ehrenbreitstein vergewaltigt und ermordet haben. Zum Prozessauftakt hat Hans S. die Vorwürfe eingeräumt. 32 Jahre lang blieb eine Frage offen: Wer hat Amy Lopez getötet? Heute geht es vor dem Koblenzer Landgericht um die DNA-Spur, die nach Jahrzehnten zum mutmaßlichen Mörder führt. Harald Süßenbach war damals Chef der Koblenzer Mordkommission und einer der ersten Ermittler am Tatort. Der Fall lässt den heute 82-Jährigen auch nach seiner Pensionierung nicht los. Harald Süßenbach, ehemaliger Chef der Koblenzer Mordkommission „Es versetzt mich im Moment auch in einen Zustand, wo ich glaube, es war gestern erst. Nachdem ich die Zeugen gehört habe, findet sich da vieles wieder, was ich selber schon fast vergessen habe aber wieder da ist.“ Die 1994 von ihm gesicherten Kleidungsstücke werden fast 30 Jahre später zum entscheidenden Beweis. Moderne Analysemethoden machen sichtbar, was damals noch nicht möglich war. Der Abgleich mit einer neuen Speichelprobe von Hans S. ergibt schließlich einen eindeutigen Treffer. Am 23. Februar wird er in einer Seniorenresidenz festgenommen. Volker Klein, Verteidiger des Angeklagten „Er möchte einfach nur, dass dieses Verfahren beendet ist. Er hat freiwillig die Speichelprobe abgegeben und deswegen möchte er endgültig mit diesem Verfahren abschließen und mit dem Fall abschließen.“ Für den ehemaligen Ermittler ist die Ruhe des Angeklagten schwer auszuhalten. Harald Süßenbach, ehemaliger Chef der Koblenzer Mordkommission „Das ist schon gewaltig, was da bewegt wurde und wie kühl und teilnahmslos der Angeklagte da zuhört und die Ruhe hat. Das bringt mich dann so ein bisschen in Wallung, sage ich mal. Da würde ich am liebsten aufstehen und mir ihn nochmal vorknöpfen.“ Zur Beweisaufnahme gehört heute auch das psychologische Gutachten des Angeklagten. Julian […]

  • Wegen sexuellen Handlungen an Patienten: HNO-Arzt aus Frankfurt wird festgenommen

    Wegen sexuellen Handlungen an Patienten: HNO-Arzt aus Frankfurt wird festgenommen

    In Frankfurt hat die Polizei heute einen HNO-Arzt festgenommen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 76 Jahre alten Mediziner besonders schwere sexuelle Nötigung sowie gefährliche Körperverletzung in mindestens 14 Fällen vor. Zwischen 2016 und 2025 soll er sich in seiner Frankfurter Praxis immer wieder an männlichen Patienten vergangen haben. Dominik Mies, Staatsanwaltschaft Frankfurt: „Konkret soll der Tatverdächtige im Rahmen ärztlicher Behandlungen den geschädigten Patienten bewusst erhebliche Schmerzen zugefügt haben und bei diesen Behandlungen sich jeweils auf die Patienten gelegt und sich an diesen gerieben haben, um sich sexuell zu befriedigen. Es ist nicht auszuschließen, dass es noch weitere Geschädigte in diesem Fall oder in diesen Fällen gibt. Und solche Personen rufen wir natürlich auf, sich bei uns zu melden, damit auch weitere Fälle ermittelt werden können.“

  • Nachrichten vom 20.08.2026

    Nachrichten vom 20.08.2026

    CDU weiterhin stärkste Kraft in Rheinland-Pfalz – Hendrik Hering nicht mehr im Landtag – Jubiläum der Unternehmerinnen CDU weiterhin stärkste Kraft Wenn am nächsten Sonntag in Rheinland-Pfalz Landtagswahl wäre, würde die CDU 28 Prozent der Stimmen erhalten – 3 Prozentpunkte weniger als bei der Wahl im März. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von infratest dimap im Auftrag des SWR. Die AfD würde 24, die SPD 19 und die Grünen 11 Prozent der Stimmen bekommen. Auch die Linke würde den Sprung in den Landtag schaffen. Freie Wähler und FDP würden hingegen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Hendrik Hering nicht mehr im Landtag Der langjährige rheinland-pfälzische Landtagspräsident und SPD-Abgeordnete, Hendrik Hering, verlässt das Parlament. Der 62-jährige Rechtsanwalt aus dem Westerwald gehörte 25 Jahre lang dem Landtag in Mainz an. Ab 2016 bis zum Regierungswechsel in diesem Jahr war er Landtagspräsident. Hering arbeitet ab nächsten Monat als Anwalt für Baurecht in Koblenz. Jubiläum für Unternehmerinnen Der Hessische Unternehmerinnentag feiert heute seinen 25 Geburtstag. Seit einem viertel Jahrhundert bringt der Verband Hessens Wirtschaftsfrauen zusammen, um Ihnen bei Firmengründungen zu helfen. Für die Landesregierung würdigten Sozialministerin Heike Hofmann und Wirtschaftsminister Kaweeh Mansoori die Leistungen der Unternehmerinnen. Rund ein Drittel aller Firmengründer in Deutschland sind weiblich. 2025 gab es in Hessen 64.000 Gewerbeanmeldungen, rund 24.000 Firmen gründeten Frauen. Abmoderation: Der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan erhält den Hessischen Friedenspreis. Das gab der Landtag heute bekannt. Als einer der Anführer der Samtenen Revolution 2018 habe er den Weg zu Parlamentswahlen geebnet. Außerdem sei es ihm gelungen, einen Friedensvertrag mit dem benachbarten Aserbaidschan herbeizuführen, mit dem es einen jahrzehntelangen Konflikt gab. Der Preis wird am 18. September in Wiesbaden verliehen.