Sicherheitskonzept zur Fußball-EM vorgestellt

Am Freitag geht sie los – die Fußball-EM in Deutschland. Auch bei uns in Frankfurt wird gespielt. Insgesamt fünf Mal – doch nicht nur zu den Spielen selbst, auch auf der großen Fan-Zone am Mainufer und an weiteren Hot-Spots erwarten Stadt und Veranstalter Hunderttausende Fans. Bunt und fröhlich soll die Europameisterschaft werden. Aber natürlich auch friedlich und sicher. Dafür zuständig: Die Frankfurter Polizei. Die hat heute ihr Einsatzkonzept für die EM vorgestellt – inklusive Verhaltensregeln für die Fans.

 

Wenn alles nach Plan läuft, werden wir von der Fußball-Europameisterschaft in Frankfurt nur solche Bilder sehen: Fröhliche Fans, die ausgelassen, aber friedlich feiern. Sich bei Siegen ihrer Mannschaft jubelnd in den Armen liegen – oder auch mal ein kleines Tränchen verdrücken, wenn es für Ihr Team am Ende doch nicht reicht.
Damit auch wirklich alles so friedlich bleibt, bereitet sich die Frankfurter Polizei auf ihren größten Einsatz seit Jahren vor. Bis zu 2500 Beamte werden während der Spiele gleichzeitig im Einsatz sein. Am Stadion, auf den Fan-Meilen sowie an weiteren Hot-Spots – etwa im Bahnhofsviertel oder in Sachsenhausen.
Stefan Müller, Präsident Polizei Frankfurt: „Ich glaube insbesondere zu vorgerückter Stunde, wenn es in die Vergnügungsviertel geht, dann wird es ernst. Wenn Alkohol dazu kommt. Aber das kennen wir von jedem Wochenende. Dafür sind wir gerüstet, und dafür sind wir da.“
Insgesamt rechnet die Polizei aber mit einem friedlichen Turnierverlauf: Fußball-Länderspiele seien in der Regel keine Hochrisikospiele, sondern bunte Veranstaltungen in familiärer Atmosphäre. Gleichzeitig fährt die Polizei eine Null-Toleranz-Strategie: Rassismus, Antisemitismus und Homophobie werden nicht geduldet – hier will die Polizei besonders hart durchgreifen. Und was ist mit möglichen Terror-Anschlägen?
Roman Poseck, CDU, Innenminister Hessen: „Diese Fußball-Europameisterschaft findet in einer angespannten Sicherheitslage statt. Das müssen wir so zur Kenntnis nehmen. Und darauf müssen wir uns vor allem aber auch einstellen. Angespannte Sicherheitslage heißt, dass es eine hohe abstrakte Gefahr gibt, vor allem auch im Hinblick auf Terror-Aktivitäten. Wir haben aber keine Hinweise auf eine konkrete Gefahr in Hessen.“
Was es dagegen schon gibt, sind konkrete Verhaltensregeln für die Besucher: Wer zum Spiel ins Stadion will, kann nicht mit dem Auto anreisen. Sämtliche Parkplätze einschließlich der Tiefgarage bleiben geschlossen. Sowohl rund um das Stadion als auch in den Fan-Zonen sind Drohnen strengstens verboten – und es darf auch nicht gekifft werden.