Wirtschaft

  • Schaltgespräch zur Konjunkturprognose

    Schaltgespräch zur Konjunkturprognose

    Schon wieder gibt es schlechte Nachrichten aus der Wirtschaft. Die Bundesregierung erwartet ein spürbar schwächeres Wachstum. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat heute die aktuelle Konjunktur-Prognose vorgestellt. Im Januar war man noch von 1 Prozent Wachstum ausgegangen, jetzt musste die Prognose  nach unten korrigiert werden – auf nur noch 0,5 Prozent. Eva Dieterle, Moderatorin: Mal wieder düstere Aussichten für die Wirtschaft und über die spreche ich jetzt mit dem Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz,mit Arne Rössel. Guten Abend. Arne Rössel, IHK-Arbeitsgemeinschaft RLP: Guten Abend, Frau Dieterle. Dieterle: Herr Rössel, die Bundeswirtschaftsministerin begründet den Negativtrend beim Wirtschaftswachstum heute auch mit dem Iran-Krieg. Teilen Sie diese Ansicht oder sehen Sie einen Teil der Verantwortung dafür schon auch bei der Bundesregierung selbst? Rössel: Also wir sehen den Hauptanteil bei der Bundesregierung selbst, die es bis heute nicht geschafft hat, Vertrauen in der Wirtschaft zu gewinnen. Die Wirtschaft wünscht sich wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, um diesen weltweiten Krisen besser trotzen zu können, sich besser behaupten zu können. Und auch in den letzten Monaten ist da nichts nach vorne gegangen. Es ist sehr viel hausgemacht und das 1 % Wachstumsprognose vom Frühjahr war schon sehr optimistisch und die 0,5 % sind es jetzt aus unserer Sicht auch noch zu optimistisch. Dieterle: Sie sind ja gerade dabei, ihre eigene rheinland-pfälzische Konjunkturumfrage auszuwerten. Die finalen Ergebnisse stellen Sie Anfang Mai vor – können Sie uns jetzt trotzdem schon mal einen Einblick geben: Wie ist die Lage in Rheinland-Pfalz? Erwarten Sie einen ähnlichen Trend wie im Bund? Rössel: Ja, also wir haben im Gegensatz zum Bund im Frühjahr zur Jahreswechsel-Umfrage schon gesagt: Kein Wachstum in Rheinland-Pfalz. Und wenn man von den ganzen Unternehmensgesprächen jetzt am aktuellen Rand ausgeht und mal leicht in die Vorauswertung der Umfrage reinschaut, kann man nur sagen: Es ist sehr, leider sehr, sehr düster. Wir sind wahrscheinlich in so einer Stimmungslage […]

  • Aus für Druckmaschinenhersteller Manroland in Offenbach

    Aus für Druckmaschinenhersteller Manroland in Offenbach

    Manroland Sheetfed wird sein Werk in Offenbach schließen. Dass der traditionsreiche Druckmaschinenhersteller insolvent ist, war schon länger bekannt. Bislang gab es Hoffnung auf einen Investor. Doch daraus wird nichts, hat das Unternehmen jetzt mitgeteilt. Schon zum ersten Juni werden die meisten Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Sie alle fragen sich, wie es weitergehen soll. Überrascht sind sie nicht. Aber enttäuscht und ratlos. Sefir Ülker, seit 37 Jahren im Betrieb „Meine letzte Bewerbung hab ich zum Beispiel vor 36 Jahren geschrieben. Ich weiß nicht mehr, was heute verlangt wird und was jetzt ist. Wir haben schon alles gemacht für die Firma. Samstags gearbeitet, wir haben unseren Lohn hergegeben, wir arbeiten für weniger Geld, wenn es sein muss. Dann haben wir auch unser Urlaubsgeld abgegeben, Weihnachtsgeld haben wir abgegeben.“ Jörg Müller, seit 39 Jahren im Betrieb „Keine Ahnung. Und dann werde ich mich halt arbeitssuchend melden und die Wahrscheinlichkeit, dass du halt als 58-Jähriger Kerl vergleichbar irgendetwas bekommst. Die Chance ist eigentlich schlecht.“ Das Unternehmen müsse seine rund 750 Mitarbeiter deshalb dabei unterstützen, sich weiterzubilden und neue Jobs zu finden, sagt der Betriebsratsvorsitzende. Stefan Vogler, Betriebsratsvorsitzender Manroland Sheetfed „Für sowas sind eben Übergangsgesellschaften zuständig. Die führen einen, die zeigen einem, was geht, helfen einem auch bei Bewerbungen. Die letzte Runde hieß es, wo wir das mal angesprochen hatten, es ist kein Geld da. Aber ich sag immer, das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.“ Manroland Sheetfed steht heute nicht für ein Interview zur Verfügung. Schriftlich teilt man uns mit, die Nachfrage nach Druckmaschinen sei seit Jahren rückläufig.  Und: „Der Gesellschafter von manroland sheetfed hat das Unternehmen in den letzten Jahren mit Investitionen und Garantien in erheblichem Umfang finanziell unterstützt. Eine nachhaltige Trendumkehr der externen Faktoren war allerdings weiterhin nicht zu erwarten.“ Die IG Metall sieht hingegen auch Versäumnisse des Unternehmens selbst. Manuel Schmidt, […]

  • Batterierecyclingfabrik eröffnet

    Batterierecyclingfabrik eröffnet

    Im südhessischen Ginsheim-Gustavsburg in Südhessen hat heute eine der modernsten Batterie-Recyling-Anlagen Europas eröffnet. Hochautomatisierte Aufbereitungs- und Sortiertechnologien ermöglichen es – unter Einsatz von KI- und Röntgenverfahren – wertvolle Rohstoffe wie Nickel, Eisen, Zink und Aluminium aus alten Batterien zurückzugewinnen und industriell weiterzuverarbeiten. Möglich ist das für bis zu 100 Tonnen Haushaltsbatterien pro Tag. Die Eröffnung der mit Mitteln des Bundes und des Landes Hessen geförderten Anlage, fand im Beisein des Mainzer Bischofs Peter Kohlgraf und des hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein statt. Für ihn steht die Unabhängigkeit von Rohstoffimporten im Vordergrund. Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen „Recycling- und Kreislaufwirtschaft ist ein Markt der Zukunft. Und insbesondere machen uns diese Themen natürlich auch viel resilienter, viel unabhängiger. Und das ist in einer Zeit wie dieser ganz besonders wichtig. Das ist das, was wir auch aus Corona gelernt haben. Dass wir unsere Ketten hier, unsere Wertstoffketten hier auch haben müssen. Und wenn wir die Wertstoffe hier haben, wir sie auch wieder verarbeiten können. Deswegen ist das für einen großen Wirtschaftsstandort wie Hessen, wir sind die fünftgrößte Wirtschaft in Europa nach Bruttoinlandsprodukt, ein ganz besonders wichtiger Faktor.“

  • Weinbau in der Krise

    Weinbau in der Krise

    Sinkender Konsum, steigende Produktionskosten, Zölle auf Exporte – die Weinbrache steckt in der Krise. Das merken vor allem die Weinbauer in Rheinland-Pfalz, wo zwei Drittel des deutschen Weins produziert werden. Wir sprechen gleich mit dem Präsidenten des deutschen Weinbauverbands, zunächst begleiten wir aber einen Winzer in Nierstein. Konstantin Guntrum auf dem Weg zu seinen Weinhängen. Von den Trauben ist bislang noch nichts zu sehen, aber die Knospen sprießen schon eifrig. Das lässt den Winzer auf eine gute Ernte hoffen, denn die Krise im Weinbau hat auch er zu spüren bekommen. Angesichts steigender Kosten aber einfach die Preise für seine Weine anzuheben, sei derzeit keine Option. Dann würden die Kunden ein Genussmittel schlichtweg nicht mehr kaufen. Konstantin Guntrum, Winzer in Nierstein „Das sind die Güter, bei denen ein Konsument als erstes anfängt zu sparen, wenn ihm aus anderen Gründen das monatliche Einkommen knapp wird. Also wenn wir im Moment wesentlich mehr für Benzin und Diesel bezahlen, dann müssen wir irgendwo anders sparen.“ Der Umsatz ist inzwischen um rund zehn Prozent zurückgegangen. Schwarzsehen will der Niersteiner aber nicht, sein Weingut ist breit aufgestellt und exportiert auch in die USA. Die schwankenden Strafzölle von US-Präsident Donald Trump hätten sich letztlich nicht so stark ausgewirkt, wie befürchtet. Konstantin Guntrum stören eher die Rahmenbedingungen hierzulande, wie etwa die lange Diskussion über die zeitweise gestrichene Subvention für Agrardiesel. Konstantin Guntrum, Winzer in Nierstein „Da hat man sich überlegt: Oh super, wo können wir ein bisschen Geld hernehmen? Landwirtschaft wehrt sich nicht so furchtbar, dann streichen wir denen die Agrardiesel-Subvention. Und wir empfehlen ihnen noch, sie sollen doch bitte einen elektrobetriebenen Schlepper kaufen statt ihres Dieselschleppers. Wir brauchen keine Vorschriften, was wir zu tun haben!“ Inzwischen wurde die Subvention Anfang des Jahres wieder eingeführt, Elektrotraktoren haben sich indes nicht durchgesetzt. Ein weiteres Ärgernis: Der nur schleppend vorangehenden […]

  • Zu Gast im Studio: Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes

    Zu Gast im Studio: Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes

    So viel zur aktuellen Lage. Daran wollen wir jetzt anknüpfen. Und das mache ich gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Weinbauverbandes, mit Klaus Schneider. Eva Dieterle: Guten Abend. Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes Guten Abend. Eva Dieterle: Herr Schneider. Ganz aktuell gibt es jetzt Förderprogramme, die Winzern eine Prämie auszahlen sollen, wenn sie ihre Weinberge roden lassen. Das Ganze soll den doch sehr angespannten Weinmarkt entlasten. Das heißt, man akzeptiert langfristig dann, dass es doch deutlich weniger Rebfläche geben wird? Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes Wir werden das akzeptieren müssen, dass es weniger Rebfläche geben wird. Der Markt hat sich verändert, die Konsumgewohnheiten haben sich verändert. Die von Ihnen angesprochenen Förderprogramme gibt es derzeit zwei, die sogenannte Öko-Regelung eins a aus der Gemeinsamen Agrarpolitik mit Pflege der Fläche mit Einsaat einer Begrünung oder eben die neu beschlossene definitive Rodung, das heißt der Verlust der Pflanz- und Vermarktungsrechte und dauerhafte Aufgabe des Weinbaus. Und wir fordern darüber hinaus eine dritte Möglichkeit, die sogenannte Rotationsbrache, in der über einen längeren Zeitraum die Begrünung eingesät und gepflegt wird und damit die Kulturlandschaften erhalten bleiben können. Eva Dieterle: Das ist ihnen wichtig. Schwierige wirtschaftliche Lage, sinkender Absatzmarkt, höherer Mindestlohn das alles sind Parameter, die die Winzer doch immer wieder ins Schwitzen bringen. Wie viel Spielraum hat denn ein Winzer überhaupt noch, an irgendeiner Schraube zu drehen, um sich das zurückzuholen? Wir haben es im Beitrag gehört Preissteigerung. So einfach ist das mit den Kunden ja nicht zu machen. Klaus Schneider, Präsident des Deutschen Weinbauverbandes: Preissteigerungen sind im Moment absolut nicht durchführbar. Zurückholen geht auch nicht. Es geht uns eher um Stabilisieren, das heißt versuchen, die Betriebe in eine Situation zu bringen, wo sie auskömmlich wirtschaften können. Das ist derzeit nicht der Fall. Die Betriebe machen alle Minus, und zwar in großem Maße. […]

  • Irankrieg belastet die Bauindustrie

    Irankrieg belastet die Bauindustrie

    Zu Jahresbeginn endlich mal wieder positive Signale aus der hessischen Bau-Branche – erstmals seit langem: Mit dem so genannten „Bau-Paket 1“ hat das Land einen Weg gefunden, Verfahren zu vereinfachen und Prozesse zu beschleunigen. Doch jetzt der Rückschlag: Vor allem durch die Krise im Nahen Osten und die dadurch gestörten Lieferketten, wird Bauen gerade wieder deutlich teurer. Mehr als zuvor pocht die Bau- und Immobilien-Branche deshalb darauf: In Deutschland muss sich jetzt schnell was tun, um den Wohnungsbau krisenfest und insgesamt attraktiver zu machen. Wird das zarte Pflänzchen Hoffnung am Bau durch den Iran-Krieg gerade schon wieder im Keim erstickt? In Deutschland gibt es immer noch rund 1,4 Millionen Wohnungen zu wenig. Vor allem in den Großstädten fehlt es an bezahlbarem Wohnraum. Doch das einstige Ziel der Bundesregierung, Jahr für Jahr 400000 neue Wohnungen zu bauen, rückt nicht zuletzt durch den Iran-Krieg gerade wieder in weite Ferne. Thomas Reimann, Bauunternehmer ALEA AG: „Der Iran-Krieg tut uns weh. Gerade bei Dämmstoffen merkt man das momentan. Das sind 18,4 Prozent, die da derzeit aufgeschlagen werden. Dämmstoff hat einen nicht unerheblichen Anteil, wenn wir Wohnungen neu bauen. Von daher wollen wir hoffen, dass das bald ein Ende nimmt. Denn alles, was irgendwie mit Öl zu tun hat, wird den Preis treiben.“  Dabei ist der deutschen Baubranche natürlich klar, dass sie auf die weltpolitische Lage nur wenig Einfluss hat: Umso wichtiger sei es deshalb, dass die Politik genau jetzt weitere Erleichterungen für Häuslebauer schaffe. Etwa durch den weiteren Abbau unnötiger Auflagen. Stefan Bürger von der GWH Immobilien Holding, die deutschlandweit rund 53000 Wohnungen verwaltet und gerne viel mehr neu bauen würde, verweist auf ein weiteres Problem: Wer bauen will, braucht zunächst mal einen Bauplatz. Stefan Bürger, Vorsitzender GWH Immobilien Holding GmbH: „Es hängt ganz stark an der Zurverfügungstellung von Grundstücken. Wir finden keine Grundstücke, […]

  • Schaltgespräch mit dem Rüsselsheimer OB zur Entwicklung bei Opel

    Schaltgespräch mit dem Rüsselsheimer OB zur Entwicklung bei Opel

    Seit Jahren wird das Entwicklungszentrum des Autobauers Opel am Hauptsitz in Rüsselsheim immer kleiner. Jetzt sollen dort noch einmal rund 650 Stellen wegfallen. Künftig werden dann nur noch rund eintausend Ingenieure an der Entwicklung von Opel-Modellen arbeiten. Vor circa 10 Jahren waren es noch rund 7000 Entwickler. Nach einem schwachen letzten Jahr hat Opel aktuell Boden gutgemacht. Der Autobauer hat im ersten Quartal 2026 fast 40 Prozent mehr Neuwagen auf die Straße gebracht als im Vorjahreszeitraum. Und dennoch ist für den Stammsitz wieder ein Stellenabbau angekündigt. Was bedeutet das für Rüsselsheim und die Region? Maike Dickhaus, Moderatorin: Darüber spreche ich jetzt mit dem Rüsselsheimer Oberbürgermeister Patrick Burghardt. Guten Tag! Patrick Burghardt (CDU), Oberbürgermeister Rüsselsheim: Schönen guten Abend. Dickhaus: Herr Burghardt, wie schwer trifft der angekündigte weitere Stellenabbau bei Opel die Stadt Rüsselsheim? Burghardt: Ja, ist natürlich immer eine schwierige Situation, wenn Arbeitsplätze in dieser Dimension am Standort abgebaut werden. Wir sind das aber mittlerweile schon relativ gewohnt. Wenn man überlegt, wo wir herkamen. Mit knapp 40.000 Beschäftigten bei der Firma Opel vor Jahrzehnten und jetzt hin zu 6.800 etwa. Das ist schon ein Gang, den wir immer wieder gehen mussten. Aber natürlich 650 Arbeitsplätze wieder im Abbau. Das macht was mit einer Stadt. Das ist natürlich für uns auch in der Frage der zukünftigen Ausrichtung eine wichtige Frage. Aber macht das nicht auch was mit den Rüsselsheimern? Wir sind sehr eng verbunden mit dem Unternehmen, insbesondere die Bürgerinnen und Bürger. Und das ist natürlich ein großes Thema in dieser Stadt. Dickhaus: Wenn Stellantis im Opel-Entwicklungszentrum rund 650 Jobs kappt, in Frankreich aber viele Stellen in der Entwicklung aufbaut, dann zeigt der Konzern doch klar, wo er Prioritäten setzt? Nicht in Rüsselsheim! Burghardt: Das würde ich jetzt so nicht sagen. Es ist ein Konzern, der sehr zentralistisch aufgestellt ist. Das ist […]

  • Landwirt wartet auf Einspeisevergütung für Solaranlage

    Landwirt wartet auf Einspeisevergütung für Solaranlage

    Wer Strom aus erneuerbaren Energien, beispielsweise einer Photovoltaikanlage, ins öffentliche Netz einspeist, der bekommt dafür eine finanzielle Vergütung. Besonders viel Strom kommt dabei von den Landwirten. Bei Ihnen fällt sowieso Masse für eine Biogasanlage an oder sie verfügen über große Flächen für Solarpanele. Doch aktuell bekommen viele Landwirte keinen Cent, kritisiert der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau. Wir haben uns auf einem Betrieb an der Nahe angeschaut, woran das liegt. Ein lauer Frühlingstag in Birkenfeld, die Sonne scheint. Helmut Beutler müsste das eigentlich freuen. Denn seit 14 Jahren hat der Milchbauer Photovoltaik auf einigen seiner Stalldächer. Helmut Beutler, Landwirt in Birkenfeld „Mit der PV-Anlage haben wir einfacher Geld verdient als mit den Kühen, die unten drunter stehen. Also was das Problem ist an sich weiß ich nicht. Was ich weiß ist, dass ich seit Januar 25, da gab es die letzte Abschlagszahlung, dann ist kein Geld mehr geflossen.“ Es geht um 1.800 Euro pro Monat. Insgesamt also über 25.000 Euro, die Helmut Beutler von seinem Netzbetreiber, der Westnetz GmbH, noch zu bekommen hat. Helmut Beutler, Landwirt in Birkenfeld „Ganz ehrlich, der Milchpreis, der im Moment richtig runtergerauscht ist, ist wesentlich schlimmer. Dennoch brauchen wir das Photovoltaikgeld.“ Der Landwirt wendet sich mehrfach an die Westnetz, per Mail und telefonisch. Bislang ohne Erfolg. Aber: Helmut Beutler, Landwirt in Birkenfeld „Die Banken – wegen den Krediten vom Kuhstall und so weiter – wollen sie ja den Jahresabschluss haben. Die schreiben mich an, ‚wo bleibt der Jahresabschluss?‘ Der Steuerberater sagt zu mir, ‚wann meldet sich Westnetz mit der Einspeisevergütung?‘, weil die muss ja da rein. Ist ein bisschen eine verzwickte Situation.“ Auf Anfrage von 17.30 Sat.1 live erklärt die Westnetz GmbH, eine Softwareumstellung habe dazu geführt, dass die vom Hof übermittelten Daten vom System nicht korrekt erfasst werden. Ein Mitarbeiter müsse den Einzelfall prüfen und […]

  • Offizieller Start der Tourismus-Saison

    Offizieller Start der Tourismus-Saison

    Haben Sie in den Osterferien Urlaub gemacht, möglicherweise eine Weintour durch die Pfalz, Wandern im Hunsrück oder ein Städtetrip in die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz? Die Tourismusbranche hierzulande ist jedenfalls zufrieden mit dem Saisonauftakt und blickt optimistisch auf die nächsten Monate. Endlich sei man wieder auf dem Vor-Corona-Niveau angelangt. Rheinland-Pfalz ist als Reiseland besonders bei Naturliebhabern beliebt. Auf Campingplätzen sind die Übernachtungen im vergangenen Jahr um 13 Prozent auf 3,5 Millionen gestiegen. Wandern, Radfahren und die vielfältige Landschaft genießen sind hoch im Kurs, auch rund um Bingen am Rhein. Manuela Hassinger, aus Bingen „Wir haben halt ‘ne tolle Tour heute gemacht und wir können Rheinland-Pfalz nur empfehlen. Wir waren auch schon in der Pfalz zum Wandern.“ Andreas, aus dem Nordschwarzwald „Die Landschaft auf jeden Fall wunderschön. Das Bergige. Am Wasser, das ist immer schön.“ Angelika Lautermann, aus Bingen „Wenn man in Mainz mal hinkommt, man meint, es gibt nur gut gelaunte Leute, die immer irgendwas am Trinken, am Essen sind.“ Städtetrips, Erlebnis-Führungen, Kultur-, Wellness- und Genussangebote sowie Geschäftsreisen und sogenannte „Workations“ sind zunehmend gefragt. Rund neun Millionen Gäste und 23 Millionen Übernachtungen im vergangenen Jahr, jeweils ein leichtes Plus, und eine aktuell gute Buchungslage stimmen die Branche optimistisch. Neue Angebote gibt es vor allem für Aktivtouristen. Stefan Zindler, Geschäftsführer Rheinland-Pfalz Tourismus GmbH „Wir haben beispielsweise jetzt sieben neue Ahrschleifen am Ahrsteig in diesem Jahr, die neu an den Start gehen. Es wird fünf neue Hiwweltouren geben. Wir haben ein tolles Angebot auch in der Südeifel, mit einem neuen Klettersteig in Neuerburg.“ Investitionen etwa in Infrastruktur und Digitalisierung unterstützt die Landesregierung mit 33 Millionen Euro aus dem laufenden Doppelhaushalt. Steigende Kosten und die angespannte geopolitische Lage seien für den Tourismus Risiko und Chance zugleich. Daniela Schmitt (FDP), Wirtschaftsministerin RLP „Vielleicht ist es dann anstatt der Pauschalreise 14 Tage in die Türkei dann […]

  • Energiepreis verschärft Chemiekrise

    Energiepreis verschärft Chemiekrise

    Das Ifo-Wirtschaftsinstitut schlägt Alarm: In der Chemiebranche sieht es düster aus. Schon lange kämpft die Branche mit hohen Energiekosten – seit dem Krieg im Nahen und Mittleren Osten sind jetzt noch hohe Öl- und Rohstoffpreise dazugekommen. Für Rheinland-Pfalz ist die Chemiebranche einer der wichtigsten Industriezweige: Das größte Chemieunternehmen der Welt, die BASF, hat hier ihren Stammsitz, außerdem viele kleine und mittelständische Unternehmen. Wir werfen einen Blick auf die aktuelle Lage. Martina Nighswonger ist im Krisenmodus. Sie ist Geschäftsführerin des mittelständischen Chemiebetriebes Gechem in Kleinkarlbach in der Pfalz. Das Unternehmen produziert unter anderem Tabs zum Reinigen von Spül- und Kaffeemaschinen. Im vergangenen Jahr ist Gechem zum ersten Mal seit langer Zeit in die roten Zahlen gerutscht. Der Grund ist für Nighswonger klar: Die Standortbedingungen hier in Deutschland. Martina Nighswonger, Geschäftsführende Gesellschafterin GECHEM „Überbordende Bürokratie – insbesondere im Mittelstand – macht uns fertig, weil wir kriegen das gar nicht mehr gestemmt. Ja, dazu kommt dann halt, wir fallen von einer Krise in die nächste. (…) Meine Strompreise haben sich seit 2022 etwa verdoppelt und die Gaspreise eben auch. Und das steckt man nicht einfach so weg.“ Die Chemische Industrie ist mit rund 45.000 Menschen der umsatzstärkste Industriezweig in Rheinland-Pfalz. In Ludwigshafen hat das weltgrößte Chemieunternehmen, die BASF, ihren Hauptsitz. Im Februar hat der Konzern Bilanz gezogen. Eine düstere Bilanz. Der Chemie-Riese kämpft vor allem mit hohen Personalkosten und hohen Energiepreisen. Schon seit Jahren schreibt die BASF an ihrem Stammsitz rote Zahlen. Eine Konsequenz: Stellenabbau. Rund 4.800 Stellen wurden allein in den vergangenen zwei Jahren gestrichen. Rund die Hälfte davon in Deutschland. Und auch für dieses Jahr sei keine Verbesserung der Geschäfte in Sicht. Markus Kamieth, Vorstandsvorsitzender BASF, am 27.02.26 „Aus heutiger Sicht rechnen wir kurzfristig weder mit einer nennenswerten Markterholung noch mit einer deutlichen Entspannung der geopolitischen Lage.“ Das war am 27. […]

  • Zu Gast im Studio: Bernd Vogler, Chemieverbände Rheinland-Pfalz

    Zu Gast im Studio: Bernd Vogler, Chemieverbände Rheinland-Pfalz

    Maike Dickhaus spricht mit ihm über die Lage der chemischen Industrie. Maike Dickhaus, Moderatorin: Der Chemiebranche geht es schlecht. Und dieses Thema wollen wir jetzt noch vertiefen mit Bernd Vogler. Er ist der Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände in Rheinland Pfalz. Schön, dass Sie hier sind. Bernd Vogler, Chemieverbände RLP: Schönen guten Tag. Dickhaus: Herr Vogler, diese Krise in der Chemieindustrie, die werden wir Verbraucher doch auch hart zu spüren bekommen. Denn in vielen Alltagsprodukten stecken eben Erzeugnisse der chemischen Industrie. Müssen wir uns also darauf einstellen, dass jetzt Zahnpasta, Waschmittel und Co. bald doppelt so teuer sind? Vogler: Ja, in der Tat. Die steigenden Preise, die treffen Verbraucher und Industrie. Wir sind ja nicht nur die umsatzstärkste Branche, es sind auch der mit Abstand größte Energieverbraucher. 70 % der industriellen Energie geht auf Kosten der Chemie, es sind Rohstoffe für Produkte, die wir tagtäglich verwenden. Ja, trifft uns beide. Aber ich glaube, an den Tankstellen steigen die Preise mehr als unsere Produkte. Dickhaus: Stichwort BASF. Wir haben es im Beitrag gehört: Überall auf der Welt macht der Chemieriese Gewinne, nur bei uns in Rheinland Pfalz, in Ludwigshafen nicht. Was muss denn passieren? Was muss sich ändern, damit der Standort Deutschland wieder wettbewerbsfähig wird? Vogler: Ja, wir sind in einer massiven Strukturkrise, wo die globalen Verwerfungen noch dazukommen. Und die Krise kommt mit Ansage, nicht erst seit gestern. Thema Energie, Thema Regulierung Was uns wirklich stranguliert. Frau Nighswonger hat es eben angesprochen. Das ist hausgemacht. Das ist hausgemacht und da muss sich dringend was tun. Die Preise sind wirklich zu hoch für Energie und die Regulierungen strangulieren uns. Dickhaus: Gerade heute hat die EU-Kommission ja die Pläne der Bundesregierung für einen Industriestrompreis genehmigt. Das heißt, Deutschland kann jetzt die Stromkosten energieintensiver Unternehmen rückwirkend zum 1. Januar drei Jahre lang subventionieren. Wann werden Sie […]

  • Autozuliefer Erich Jaeger stellt Insolvenzantrag

    Autozuliefer Erich Jaeger stellt Insolvenzantrag

    Ihren 100. Geburtstag im nächsten Jahr wollten die Mitarbeiter des Automobilzulieferers Erich Jaeger aus Friedberg bestimmt auch groß feiern. Doch dazu wird es wohl nicht kommen. Denn wieder zeigt sich, wie tief die wichtigste deutsche Industriebranche – die Autoindustrie – in der Krise steckt. Es reiht sich Insolvenz an Insolvenz. Jetzt trifft es auch das hessische Traditionsunternehmen. Weltweit sind rund 1.000 Mitarbeiter von der Pleite betroffen, allein 200 hier bei uns in Deutschland. Der Hauptsitz von Erich Jaeger in Friedberg. Vor genau 99 Jahren in Bad Homburg gegründet, stellt die Firma mittlerweile Steckverbindungssysteme her – für Autos, Lastwagen und Traktoren. Zu den Kunden zählen Hersteller wie BMW und Mercedes, sowie der Rüstungskonzern Rheinmetall. Jetzt also die Insolvenz. Der Grund laut Muttergesellschaft Ad Capital: Die Umsätze sind stark eingebrochen – wegen geopolitischer Krisen und einer schwierigen Marktlage. Ein vorläufiger Insolvenzverwalter ist bestellt. „Unser Fokus liegt zunächst auf der Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und der Lieferfähigkeit. Parallel schaffen wir Transparenz über die wirtschaftliche Situation und prüfen Sanierungsoptionen.“ Jetzt heißt es: Investorensuche. Die Insolvenz von Erich Jaeger – sie reiht sich ein in eine lange Kette von Firmenpleiten. Im vergangenen Jahr gingen in der deutschen Automobilindustrie rund 50.000 Arbeitsplätze verloren. Die Gründe sind vielfältig. Das Hin und Her beim Thema Verbrenner-Aus, billige Konkurrenz aus China, zu hohe Produktionskosten in Deutschland. Auch bei uns in Hessen und Rheinland-Pfalz gibt es nahezu täglich neue Hiobsbotschaften. Ganz aktuell auch wieder in Rüsselsheim. Der Opel-Mutterkonzern Stellantis hat jetzt angekündigt, dort im Entwicklungszentrum erneut hunderte Stellen streichen zu wollen. Dazu kommen Stellenstreichungen beim Entwicklungsdienstleister Segula, genauso wie bei den Zulieferern Stabilus und ZF in Koblenz und bei BorgWarner in Darmstadt und Langen. Die Kunden seien verunsichert, sagt Automobilexperte Jürgen Pieper. Deshalb hielten sie sich in Sachen Autokauf zurück. Und das könnte auch erst mal so bleiben. Jürgen Pieper, Automobilexperte […]

  • Initiative "Motivation Handwerk" mit Ralf Moeller

    Initiative „Motivation Handwerk“ mit Ralf Moeller

    Im deutschen Handwerk fehlen rund 200.000 Fachkräfte – Nachwuchs ist rar. Viele Betriebe müssen deshalb kreativ werden, um junge Menschen zu erreichen. Wir haben eine Kampagne in Frankfurt begleitet – mit ganz besonderem Promi-Faktor. Die Bedachungsfirma Nolte gibt es seit über 30 Jahren. Mit 14 Mitarbeitern ist das Team im Rhein-Main-Gebiet unterwegs und macht alles, was mit dem Dach zu tun hat. Von Ziegeln über Dachrinnen bis zu Photovoltaikanlagen. Jens Schirmer-Arendt kommt 2019 als Studienabbrecher dazu – heute führt der 35-Jährige den Betrieb. Auch für ihn ist es nicht leicht, Auszubildende zu finden. Jens Schirmer-Arendt, Betriebsleiter „Es ist schwierig. Das Problem ist tatsächlich, dass die wenigsten Leute tatsächlich mal auf einen Dachdecker kommen oder wir haben auch Bewerbungen, wo ich dann frage was macht denn überhaupt ein Dachdecker, was stellst du dir denn darunter vor. Und dann bekomme ich meistens die Antwort ja der ist halt auf dem Dach. Aber es wird sich gar nicht mit beschäftigt bzw. die Leute wissen gar nicht was es für Möglichkeiten gibt.“ Als Arbeitgeber braucht es heute neue Wege, um Nachwuchs zu gewinnen – etwa über Messen, Kampagnen oder Social Media. Schauspieler Ralf Moeller ist deshalb heute im Betrieb und unterstützt eine Initiative fürs Handwerk. Seine Reichweite will er gezielt nutzen. Der Hollywood-Star hat einen ganz persönlichen Bezug zum Handwerk: Sein Vater war Schlosser und hat ihm seine erste Hantel gebaut. Ralf Moeller, Schauspieler „Zu den Bee Gees  weiß ich noch, 78/79, habe ich mich auf die erste Bodybuilding-Meisterschaft vorbereitet. Und habe mich dann irgendwo auf so ein Radio so eine Kommode draufgelegt und habe ich den Bizeps trainiert. Ich habe mir so eine 7/8 Kilo Hantel gebaut. Leider ist die abhandengekommen. Ich wünschte ich hätte die noch.“ In Hessen bleiben aktuell viele Stellen im Handwerk unbesetzt. Für den hessischen Ministerpräsidenten Boris Rhein ist […]

  • Bäckereien leiden unter Energiekosten

    Bäckereien leiden unter Energiekosten

    Die Energiekrise trifft uns längst nicht nur an der Tankstelle – sondern auch im Supermarkt oder beim Bäcker. Wer morgens Brötchen holt, merkt: Die Preise steigen. Denn hohe Energiekosten setzen viele Betriebe massiv unter Druck. Ein Bäcker im rheinland-pfälzischen Waldböckelheim zeigt, wie er auf die aktuelle Lage reagiert. Während die allermeisten noch schlafen, läuft hier in der Bäckerei der Betrieb auf Hochtouren. Schon jetzt um 3 Uhr wird alles für die ersten Kunden vorbereitet. Denn die stehen ab 5 vor der Tür. Seit Anfang des Jahres machen sich die gestiegenen Energiepreise auch hier deutlich bemerkbar. Zum Beispiel wenn die  fertigen Brötchen in die einzelnen Filialen geliefert werden. Ralf Andrae, Bäckermeister „Wir haben einmal sehr hohe Kosten, was unsere Autos betrifft, wir fahren alles mit Diesel, wir haben sehr lange Strecken zum Teil bis zu 30/40 Kilometer, für einen Weg. Und natürlich klar bei den Öfen, alle Öfen sind mit Öl betrieben und auch da merken wir im Moment, dass die Preise steigen, wobei wir selber auch Ölvorräte bei uns im Lager haben für etwa sechs bis acht Wochen.“ Deshalb setzen Ralf Andrae und sein Team jetzt auf energieeffizientes Backen. Das heißt: mehr Brötchen pro Ofen – wie hier, bis zu 200 Stück in einem einzigen Backvorgang. Ralf Andrae, Bäckermeister „Einzelne Produkte, die jetzt schon im Preis gestiegen sind, die importiert werden zum Beispiel Kürbiskerne oder Sesam, die haben sich zum Teil schon jetzt bis zu 20, 30 Prozent jetzt schon erhöht wir haben Ankündigungen, das auch hier die Preise auch hier noch weiter steigen werden, wenn die Krise weiter anhält. Umgekehrt haben wir versucht verschiedene Produkte, die wir selbst herstellen umzugestalten, wir haben kleiner Größen, dass wir bei kürzeren Backzeiten mehr backen können.“ Heißt also: kleinere Brote – dafür passen mehr gleichzeitig in den Ofen. Am Preis des Brotes ändert sich […]

  • Stromnetz bremst Windradbau aus

    Stromnetz bremst Windradbau aus

    Rheinland-Pfalz hinkt seinen eigenen Zielen beim Ausbau von Wind- und Solarenergie seit Jahren hinterher. Ein zentraler Grund: die Stromnetze. In vielen Regionen sind sie bereits ausgelastet – neuer Ökostrom kann oft gar nicht mehr aufgenommen werden. Besonders deutlich zeigt sich das Problem aktuell in der Westpfalz. Auf diesem Feld in Mehlingen sollen eigentlich drei Windräder entstehen. 15.000 Haushalte könnten so mit grünem Strom versorgt werden. Der Gemeinderat hat dem Projekt bereits zugestimmt. Trotzdem glaubt Mehlingens  Bürgermeisterin Kristina Zick nicht, dass das Projekt noch umgesetzt wird. Denn: Aktuell könnten die Windräder nicht an das Stromnetz angeschlossen werden. Nach über 6 Jahren Planung für die Gemeinde frustrierend. Kristina Zick (SPD), Ortsbürgermeisterin Mehlingen „Das war einfach auch sehr viel Arbeit, die Menschen davon zu überzeugen, weil es gibt ja nicht nur Menschen, die Windräder gut finden. Das darf man einfach nicht unterschätzen, wie viel hinter diesen Genehmigungsverfahren steckt, bis man mal so ein Windrad bauen darf. Und dass es dann letztendlich an der Einspeisung scheitert, ist natürlich super ärgerlich.“ Deutschlandweit wächst der Ausbau erneuerbarer Energien schneller als die Stromnetze. In der Westpfalz ist das Problem besonders stark, denn hier wird mehr Strom produziert als verbraucht. Laut Pfalzwerken, dem zuständigen Netzbetreiber in der Region, fehlt aktuell für mehrere dutzend Projekte, wie hier in Mehlingen, der Netzanschluss. Pfalzwerke „Die Netzsituation in der Region ist angespannt. In den vergangenen Jahren sind zahlreiche neue Erzeugungsanlagen – Wind & PV – in Betrieb gegangen. (…) Eine zusätzliche uneingeschränkte Einspeisung an der genannten Infrastruktur wäre derzeit nicht möglich, ohne die Netz- und Versorgungssicherheit zu gefährden. (…) Wir arbeiten daher an der Verstärkung unseres Netzes.“ Doch genau dieser Ausbau dauert. Für Henrik te Heesen, Professor für Erneuerbare Energien an der Hochschule Trier müssen insbesondere Genehmigungsverfahren für den Netzausbau vereinfacht werden. Henrik te Heesen, Professor für Erneuerbare Energien Hochschule Trier „Bei […]