Protest gegen Drogenszene im Frankfurter Bahnhofsviertel
Die Drogenszene im Bahnhofsviertel sorgt seit Jahren für hitzige Diskussionen. Nun scheint sich die Situation noch mal zu verschärfen: Mehrere Straßenbaustellen treiben die Suchtkranken direkt vor die anliegenden Geschäfte. Gewerbetreiber und Anlieger schlagen Alarm. Vor dem Frankfurter Hauptbahnhof reiht sich Absperrung an Absperrung. Nicht nur für Fußgänger und Autofahrer eine Odyssee. Oft wird an Stellen gebaut, an denen sich sonst Drogenabhängige zusammenfinden. Die halten sich nun vermehrt vor den angrenzenden Geschäften, Restaurants und Hotels auf. Die Betreiber laufen Sturm. Florian Jöckel, Gastronom und Eventmanager „So wie es jetzt ist, kann es nicht weitergehen. Und so, wie es jetzt ist, funktioniert’s auch nicht. Für niemanden in dieser Stadt. Das hier ist die Landebahn 4, hier ist der Hauptbahnhof, darüber kommen alle unsere Touristen und Gäste in diese Stadt. Das ist unsere Visitenkarte, unser erster Eindruck – und der ist nicht gut.“ Gemeinsam mit weiteren Betroffenen will sich Florian Jöckel nun mit einer Initiative dagegen wehren, dass die offene Drogenszene die Kunden vertreibt. Leerstehende Gewerbeflächen oder Wohnungen an den Mann zu bringen, werde zum Albtraum. Melanie Brochhaus-Piel, Apartment-Vermietung „Die Leute sind vorgefahren, haben das Haus gesehen und die Situation. Sind im Auto sitzen geblieben, haben online gekündigt und sind weitergefahren. Sie sind gar nicht eingezogen.“ Jutta Ewen, Metzgerin „Die Leute gehen halt nicht mehr so gerne was essen bei uns, wenn so viele Menschen drumherum sind – und eventuell auf die Teller greifen, sich was mitnehmen. Oder Getränke klauen, nur allein wegen dem Pfand.“ Karim El Aissaoui, Hausmanager „Die kommen wieder zu uns zur Taunusstraße, ab und zu auch bis zur Kaiserstraße. Normalerweise gilt die Kaiserstraße als die schönste Straße im Bahnhofsviertel als Hauptstraße, aber das kann man auch vergessen.“ Schon seit langem sorgt der Frankfurter Weg mit seinen Hilfseinrichtungen und Konsumräumen für Diskussionen. Kritiker sagen, das Angebot würde Suchtkranke erst recht […]


