Wirtschaft

  • Handelsverband rechnet mit stabilem Weihnachtsgeschäft

    Handelsverband rechnet mit stabilem Weihnachtsgeschäft

    Die Weihnachtszeit ist für den Handel die wichtigste Zeit des Jahres. Doch die Konsumlaune der Menschen macht den Händlern Sorgen, denn es wird vor allem eins: gespart. Heute hat der Hessische Handelsverband in Frankfurt eine erste Prognose für die Vorweihnachtszeit abgegeben. Glitzernde Figuren, Tannenbäume und Lichterketten. Innenstädte haben sich schon voll und ganz auf die Weihnachtszeit eingestimmt, viele Rabatte locken die Menschen in die Fußgängerzonen. Rosedore, aus Frankfurt „Wir haben schon alles geschmückt. Der Baum steht schon und es gibt natürlich auch Geschenke, Kleinigkeiten. Also man kauft sich ja unter dem Jahr alles was man braucht. Aber so kleine Überraschungen gibt’s halt immer.“ Hans Joachim, aus Frankfurt „Weihnachten muss sein. Das ist für mich noch die alte Tradition, die ist bei mir noch voll da. Ich will sie auch erhalten.“ George, aus Cornwall (Vereinigtes Königreich) „Es ist doch nur einmal im Jahr, oder? Es ist ein besonderer Anlass. Es ist schön, Menschen ein Geschenk zu machen, von dem man glaubt, dass es ihnen gefällt. Es ist schön, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.“ Das stimmt auch den Handelsverband Hessen optimistisch, der mit einem stabilen Weihnachtsgeschäft mit einem Umsatzplus von 1,7 Prozent und einem Gesamterlös von 11,7 Milliarden Euro für November und Dezember rechnet. Jochen Ruths, Präsident Handelsverband Hessen „Wir kennen das ja alle. Wir stehen morgens auf und es ist dunkel, wir kommen abends nach Hause und es ist dunkel und dann sucht man einen Gegenpol. Und dieser Gegenpol sind Begegnungen, sind Menschen, die man irgendwo trifft und die trifft man natürlich da wo es schön ist, wo es vielleicht nach frisch gebrannten Mandeln riecht, wo das Ambiente toll ist. Das sind alles Faktoren, die da mit rein spielen und die Weihnachten so wichtig machen.“ Durch Marketingstrategien wie  Black Week und Black Friday machen Händler ihren höchsten Umsatz im […]

  • Das China-Hotel in Niederrad - die ewige Baustelle

    Das China-Hotel in Niederrad – die ewige Baustelle

    Im Frankfurter Stadtteil Niederrad sorgt ein chinesisches Luxus-Hotel für Ärger, denn es wird einfach nicht fertig. Seit mittlerweile 17 Jahren ist das Areal an der ehemaligen Pferderennbahn eine Dauerbaustelle. Wobei – wirklich gebaut wird hier schon länger nicht mehr. Sehr zum Unmut einiger Bürger, die die Stadt in der Verantwortung sehen. Ein chinesischer Luxustempel dümpelt vor sich hin, mitten im Frankfurter Stadtteil Niederrad. 2008 wird der Grundstein gelegt, fünf Jahre später steht der Rohbau. Danach geht es nur noch schleppend voran. Seit der Corona-Pandemie scheint hier alles stillzustehen. Lose Kabel, lagernde Baumaterialien und Zäune, soweit das Auge reicht. Fertigstellung – nicht in Sicht. Für einige Frankfurter ein unhaltbarer Zustand. Stephan Hannappel „Verkehrssicherung ist schon gefährdet. Einstürzende Bauten, der Bauzaun ruinös, ja. Ist eine Schande für die Stadt Frankfurt, das hab ich schon mal skandiert. Und es ist einfach ein Slum geworden hier. Das ist nicht mehr schön.“ Agnetha Sammet „Dass das hier mal, dieser Schandfleck, mal wegkommt. Ja, dass das mal anders wird.“ Carmen Hannappel „Aber was macht die Stadt hier? Nichts. Und wir haben massive Probleme, die ganzen Flüchtlinge auch unterzubringen, ja.“ Leerstand in Zeiten fehlender Wohnungen, das kann hier niemand nachvollziehen. Zu Baubeginn existiert hier noch eine Pferderennbahn, sie soll chinesische Touristen und Geschäftsleute anziehen. Doch 2015 findet das letzte Rennen statt. Mittlerweile hat der Deutsche Fußball-Bund hier seine Zentrale. Und das Hotel? Der Bauherrin, der Huarong Deutschland GmbH, soll Berichten zufolge das Geld ausgegangen sein. Von einem fehlenden einstelligen Millionenbetrag ist die Rede. Martin-Benedikt Schäfer (CDU), Stadtverordneter und Mitglied Ortsbeirat 5 Frankfurt „Entscheidend ist, glaube ich, dass endlich was passiert. Und dass die Stadtregierung hier endlich ins Handeln kommt. Wir kriegen als Ortsbeirat regelmäßig Stellungnahmen zu diesem Thema. Die sind aber nicht befriedigend. Wir werden regelmäßig vertröstet. Aber ich glaube, das kann nicht der Endzustand sein.“ Unklar […]

  • Luftverkehrsbranche klagt über Umsatzeinbußen

    Luftverkehrsbranche klagt über Umsatzeinbußen

    In Sachen Luftverkehr ist Deutschland „der kranke Mann Europas“. Eine deutliche Aussage, mit der Condor-Chef Peter Gerber den deutschen Luftverkehrs-Standort beschreibt. Fakt ist: Während im Rest von Europa mehr geflogen wird als vor der Corona-Pandemie – hinkt Deutschland weiter hinterher. Auch Deutschlands größter Flughafen – der Flughafen in Frankfurt – ist von Rekord-Passagierzahlen von rund 70 Millionen Passagiere im Jahr 2019 noch weit entfernt. Sie sind schon von weitem gut zu erkennen: Die Condor-Flugzeuge. Seit 2022 prägt der Streifenlook das Design der Airline. 8,5 Millionen Passagiere hat Fluggesellschaft im vergangenen Jahr zu rund 70 Zielen weltweit geflogen. Rund 5.000 Angestellte arbeiten für den Konzern. Ende vergangenen Jahres gibt Condor bekannt, fünf Flugzeuge aus Deutschland abzuziehen und im Ausland zu stationieren. Airline-Chef Peter Gerber begründet den Schritt mit „immer stärker steigenden staatlichen Standortkosten“ in Deutschland. Standortkosten mit denen alle Fluggesellschaften zu kämpfen haben. Auch Deutschlands größte Airline, die Lufthansa, verlagert immer mehr Maschinen ins Ausland. Seit langem klagt die Luftverkehrsbranche über die Rahmenbedingungen in Deutschland. Hohe Entgelte, hohe Steuern, hohe Gebühren. International sei Deutschland damit kaum wettbewerbsfähig, sagt Stefan Schulte, der Chef des Flughafenbetreibers Fraport. Stefan Schulte. Vorstandsvorsitzender Fraport AG „Man sieht ja die nackten Zahlen. Also wenn Sie jetzt den Winterflugplan nehmen, dann liegt Europa auch ohne Deutschland in einem Sitzplatzangebot von 116 Prozent des Vorcorona-Niveaus. Deutschland liegt nur bei 90 Prozent. Da sieht man, wie wir abgehangen werden und wie wir immer weiter zurückfallen.“ 2011 hatte die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung die Luftverkehrssteuer eingeführt. Im vergangenen Jahr hat die Ampel-Regierung sie dann erhöht. Jetzt steht fest: Diese Erhöhung soll Mitte kommenden Jahres rückgängig gemacht werden. Vor zwei Wochen haben sich die Spitzen von Union und SPD darauf verständigt und lösen damit ein Versprechen aus dem Koalitionsvertrag ein. Bundeskanzler Friedrich Merz spricht von einer Entlastung für die Luftverkehrsindustrie von rund 350 […]

  • Im Studiogespräch: Condor-Chef Peter Gerber

    Im Studiogespräch: Condor-Chef Peter Gerber

    Eva Dieterle spricht mit Peter Gerber über die Probleme im Luftverkehr. Eva Dieterle, Moderatorin: Viel zu besprechen also mit Condor-Chef Peter Gerber, den ich jetzt bei mir im Studio begrüße. Guten Abend. Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender Condor: Guten Abend. Dieterle: Herr Gerber, Sie sind ja heute nicht nur als Condor-Chef hier, sondern auch als Präsident des Bundesverbandes der deutschen Fluggesellschaften. Aus Ihrer Sicht. Wie ernst ist denn die Lage? Gerber: Die Lage ist tatsächlich sehr ernst. Wir haben es eben im Beitrag auch gehört, Deutschland liegt sehr stark zurück bei der Erholung des Luftverkehrs nach Corona, Also ganz aktuell sind wir bei 86 % des Verkehrsniveaus von 2019, also direkt vor Corona. Alle anderen wichtigen europäischen Staaten sind schon jenseits von 110 %. Und das zeigt das Ausmaß der Krise. Dieterle: Jetzt haben Sie gerade die Lage geschildert. Natürlich muss jetzt die Frage folgen: Was brauchen Sie denn? Also, was fordern Sie vielleicht auch von der Politik? Gerber: Wir müssen schlicht die Standortkosten senken, die zu den höchsten der Welt gehören und ganz sicher die höchsten in Europa sind. Dabei geht es im Wesentlichen um die staatlichen Standortkosten – Luftverkehrssteuer, Flugsicherungskosten, Luftsicherheitsgebühren, also das, was bezahlt wird, wenn untersucht wird, körperlich. Und die Kosten müssen stark sinken. Einfach zumindest auf das europäische Durchschnittsniveau. Und dann wird sich der Luftverkehr in Deutschland auch entsprechend erholen. Dieterle: Aber da hat die Politik ja auch schon Bewegung signalisiert. Es gab jetzt diese Rücknahme der Erhöhung, diese 350 Millionen, die das Erleichterungen bringt. Ist das nicht schon ein erster Schritt in die richtige Richtung? Gerber: Absolut. Das ist wirklich ein klarer Schritt in die richtige Richtung, den wir sehr begrüßen und für den wir auch sehr dankbar sind. Die Regierung hat das angekündigt, die Regierung hat hier geliefert, das muss man klar sagen. Die Regierung hat auch […]

  • Treffen der Weinbauminister im Kloster Eberbach

    Treffen der Weinbauminister im Kloster Eberbach

    Und wir starten im Krisenmodus – und zwar in der Weinbau-Branche. Im Kloster Eberbach bei Wiesbaden haben sich heute Morgen deshalb die Weinbau-Minister aus Hessen, Rheinland-Pfalz und sechs weiteren Bundesländern getroffen. Bei den Beratungen ging es um eine gemeinsame Strategie gegenüber dem Bund und der Europäischen Union. Das Ziel: den deutschen Weinbau zu stärken.  In keinem anderen Bundesland stehen mehr Rebstöcke als in Rheinland-Pfalz. Über 6500 Weingüter erzeugen hier hochwertigen Riesling, Grauburgunder und Dornfelder. Doch der Weinbau steht unter Druck. Denn die Menschen in Deutschland achten immer mehr auf ihre Gesundheit. Vor allem jüngere Menschen trinken deshalb immer weniger Wein. Außerdem verteuern steigende Mindestlöhne, höhere Produktionskosten, sowie Steillagen und kleinteilige Parzellierung die Herstellung. O-Ton: Ernst Büscher, Deutsches Weininstitut „Die deutschen Winzer haben nur noch ein Marktanteil von 43 Prozent im eigenen Land, obwohl wir doppelt so viel Wein trinken wie wir selber produzieren. Eigentlich haben wir gar nicht genug Wein fürs eigene Land aber trotzdem, weil der ausländische Wein oftmals günstiger angeboten wird, greifen die Verbraucher, weil sie sehr preissensibel einkaufen eben eher zum ausländischen Wein und das macht den deutschen Winzern dann Probleme.“ Die Weinbauminister aus Hessen, Rheinland-Pfalz und sechs weiteren Bundesländern sind sich deshalb heute im Kloster Eberbach schnell einig: Sie müssen eine gemeinsame Strategie gegenüber dem Bund und der EU erarbeiten. Bund und Länder müssen die Winzer von Bürokratie befreien und zum Beispiel den Einsatz von Drohnen beim Pflanzenschutz erleichtern. Außerdem brauchen die Weingüter mehr staatliche Unterstützung beim Marketing und bei der Vermarktung ihrer Produkte. Schließlich sei der Weinbau nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein Kulturgut mit langer Tradition.

  • Schaltgespräch mit der rheinland-pfälzischen Weinbauministerin Daniela Schmitt

    Schaltgespräch mit der rheinland-pfälzischen Weinbauministerin Daniela Schmitt

    Das wollen wir genauer wissen und sprechen deshalb jetzt mit der rheinland-pfälzischen Weinbau-Ministerin Daniela Schmitt. Guten Tag. Daniela Schmitt (FDP), Weinbauministerin Rheinland-Pfalz: Schönen guten Tag. Eva Dieterle: Die Probleme im Weinbau sind seit vielen Jahren bekannt. War das jetzt heute ein Schritt, der wirklich was bewegen wird. Es klingt zunächst ja nicht nach dem ganz großen Wurf? Daniela Schmitt (FDP), Weinbauministerin Rheinland-Pfalz: Ich finde, es war ein ganz, ganz wichtiges Signal. Durchaus auch überfällig. Aber gut, dass wir uns auf den Weg gemacht haben, nämlich erstmals mit den Ministerinnen und Minister der Weinbauländer aus ganz Deutschland zu treffen und wichtige Beschlüsse zu diskutieren. Aber auch einen Appell an Bund und die EU zu adressieren, dass wir mehr Unterstützung brauchen. Denn die Weinbaubetriebe, sie sind in einer schwierigen Lage, und deswegen brauchen wir Unterstützung von allen Ebenen. Eva Dieterle: Viele Winzer im Weinland Rheinland-Pfalz kämpfen ums Überleben – und sie fragen sich: Wann werden wir denn von dem, was die Weinbauminister heute besprochen haben, konkret etwas spüren? Daniela Schmitt (FDP), Weinbauministerin Rheinland-Pfalz: Wir haben viele Themen diskutiert und uns war es auch wichtig, dass die Dinge jetzt auch direkt ankommen. Aber zunächst will ich einen Appell noch mal aussprechen. Wir merken, dass in Deutschland lediglich 42 % deutscher Wein konsumiert wird. Und das, finde ich, muss uns noch mal klar sein Sowohl den Verbrauchern als auch den Marktteilnehmern, dass wir hier noch Luft nach oben haben. Und darüber hinaus haben wir über die Herkunftsbezeichnung diskutiert, noch mal Profilschärfung vorzunehmen. Denn in der ganzen Welt muss man wissen Was ist bei einem Riesling von der Mosel drin? Wie schmeckt er, dass hier auch eine Klarheit herrscht? Und darüber hinaus haben wir konkret diskutiert und auch beschlossen, dass es im Bürokratieabbau schneller vorangehen muss. Hier liegen über 190 Vorschläge in Berlin beim Bundesminister vor. Das […]

  • Immer mehr Bestatter-Azubis

    Immer mehr Bestatter-Azubis

    Über massiven Fachkräftemangel klagen derzeit viele Branchen. Doch ausgerechnet EINE erlebt gerade einen echten Aufschwung: das Bestattungshandwerk. Die Zahl der Auszubildenden zur Bestattungsfachkraft ist auf Rekordniveau gestiegen. Wir waren in einem Bestattungsunternehmen in Trier und haben uns angeschaut, was den Nachwuchs an dieser Arbeit begeistert und warum gerade jetzt so viele in diesen Beruf einsteigen.   Ein letztes Mal waschen, richten und kleiden – so ermöglichen Bestatter Angehörigen einen würdevollen Abschied vom Verstorbenen. Philipp Wolff und Celina Teichmann lassen sich gerade zur Bestattungsfachkraft ausbilden. Philipp findet über Umwege in diesen Beruf, eigentlich wollte er Lehrer werden. Philipp Wolff, 21 Jahre, 3 Lehrjahr  „Ich schätze besonders an dem Beruf, dass kein Tag gleich ist. Ich habe sehr viele verschiedene Aufgaben. Sei es im Büro, im Außendienst, auf dem Friedhof, im Gespräch.//Und das ist der große Vorteil, ich sitze nicht den ganzen Tag am Schreibtisch, meistens bin ich den ganzen Tag draußen.“ Viel steht auf dem Lehrplan: hygienische Versorgung, Überführung von Verstorbenen, Trauergespräche aber auch Grabtechnik. In der Akademie üben die Auszubildenden handwerkliche Dinge wie den Sargausschlag. Die Berufsschule vermittelt das theoretische Wissen. Celina kommt durch ihre frühere Arbeit auf einem Gnadenhof für Tiere früh mit dem Thema Tod in Berührung. Ein Praktikum überzeugt sie, Bestatterin zu werden. Das Besondere daran: die Geschichten, die hinter jedem Menschen stehen. Celina Teichmann, 19 Jahre, 1. Lehrjahr  „Wir lernen die Leute ja erst meistens nach ihrem Tod kennen. Und wenn man dann auf den Beisetzungen ist, was zu den Personen erfährt und wie ihr Umfeld war, wie sie so gelebt haben, das ist immer sehr interessant.“ Die Ausbildung gibt es seit 2008. Rund 1000 junge Menschen in Deutschland lassen sich aktuell zum Bestatter ausbilden. 88 davon in Rheinland-Pfalz, 51 in Hessen. Zum Vergleich: Vor gut zehn Jahren gab es bundesweit gerade mal 390 Azubis. Ein deutlicher Anstieg. Für Geschäftsführerin Ulrike Grandjean liegt das vor allem an der wachsenden Vielseitigkeit der Bestatter-Tätigkeit. Und […]

  • Rheingau-Taunus-Kreis holt Ausbildungsberufe in die Region

    Rheingau-Taunus-Kreis holt Ausbildungsberufe in die Region

    Fachkräfte fehlen in Deutschland an allen Ecken und Enden. Vor allem im Handwerk und im Gesundheits-Sektor entscheiden sich immer weniger junge Leute für eine Ausbildung. Um diesem Trend entgegenzuwirken will der hessische Rheingau-Taunus-Kreis jetzt die Ausbildung wieder vor der Haustür anbieten. Laura und Mia lernen das menschliche Skelett kennen. Sie und ihre Klassenkameradinnen haben in diesem Jahr in Taunusstein ihre Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten begonnen und gehen erste Schritte in den verschiedenen Bereichen, die das Berufsfeld bietet. Laura Lehnhard, Auszubildende „Ich bin darauf gekommen, weil ich ein Praktikum in einer Augenarztpraxis gemacht habe und das hat mir sehr gut gefallen – das Team dort und die ganzen Aufgabenbereiche – und deswegen habe ich mich dann dazu entschieden.“ Medizinische Fachangestellte ist neben dem Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik und der Fachkraft für Fahrbetrieb einer von drei Ausbildungsberufen, die mit dem Projekt neu an der Berufsschule in Taunusstein angeboten werden – weitere drei sollen in den nächsten Jahren folgen. Der Landrat ist sich sicher: wohnortnahe Ausbildungsmöglichkeiten werden immer wichtiger. Sandro Zehner (CDU), Landrat Rheingau-Taunus-Kreis „Deswegen wollen wir ein Angebot schaffen, dass diejenigen, die beispielsweise die medizinische Fachangestelltenausbildung machen wollen, die im Untertaunus in der Arztpraxis arbeiten, dann auch im Untertaunus ihr Berufsschulangebot haben. Um sozusagen in ihrer Region zu sein, kurze Wege zu haben, den ÖPNV gut nutzen zu können und dass ist sowohl für die Betriebe unglaublich wichtig, die diese Fachkräfte dringend benötigen, es ist aber auch für die jungen Menschen mittlerweile ein Thema.“ Die Betriebe in der Region schauen angesichts stetig wachsender Nachwuchssorgen hoffnungsvoll auf die Neu- oder Wiederansiedlung der Ausbildungen. Manche Lehrgänge waren hier nämlich erst vor zehn Jahren wegen mangelndem Interesse abgeschafft worden. Klaus Besier, Innungsobermeister Elektroinnung Wiesbaden „Ich denke auch, dass die Ausbildung hier vielleicht ein Stück weit besser wird, weil die Klassen kleiner sind. Die […]

  • Vogelgrippe auf Geflügelhof in der Wetterau

    Vogelgrippe auf Geflügelhof in der Wetterau

    Die Vogelgrippe breitet sich weiter aus. Nachdem der Erreger Ende Oktober erstmals auch im Wetteraukreis bei einem Wildvogel nachgewiesen wurde, ist dort nun ein ganzer Betrieb in Rockenberg betroffen. Über 2.600 Tiere mussten getötet werden. Zwei Federn erinnern noch an die Hunderte von Enten, Gänsen, Puten und Hühnern, die bis vor kurzem noch hier gelebt haben. Als vergangene Woche die Vogelgrippe auf dem Hof Antony festgestellt wird, muss die Familie ihr gesamtes Geflügel töten. Zum Schutz des Wetteraukreises. Jan Weckler (CDU), Landrat Wetteraukreis „Es geht vor allem darum, dieses Virus, das sehr gefährlich ist, und hoch infektiös ist und sich sehr schnell verbreiten kann, in jedem Fall zu verhindern und die Ausbreitung zu verhindern. Und deswegen war es unumgänglich, dass die Tiere getötet werden mussten.“ Für die Familie ein herber Schlag, der Hofladen bleibt zunächst geschlossen, man müsse erstmal schauen, wie es jetzt weitergeht. Vor der Kamera wollen sie sich heute nicht äußern. Der finanzielle Schaden sei momentan noch nicht abschätzbar. Jan Weckler (CDU), Landrat Wetteraukreis „Der Halter bekommt einen Teil des Schadens erstattet über die Tierseuchenkasse, die eine Pflichtversicherung für solche Betriebe ist. Beispielsweise die Keulung und auch die Desinfektion wird darüber abgerechnet. Aber ansonsten muss das Veterinäramt eine Schätzung vornehmen, beispielsweise nach Gewicht der Tiere und danach wird nachher geschätzt, wie die Entschädigung ganz konkret aussieht.“ Um den betroffenen Hof wurde nun eine Schutzzone mit  einem Radius von 3 Kilometern und eine Überwachungszone von zehn Kilometern Radius errichtet. 600 Betriebe betreffen die Maßnahmen. Dort entnimmt die Veterinärbehörde Proben, in der Überwachungszone stichprobenartig, und untersucht sie im Labor auf das Virus. Zudem müssen Betriebe im Wetteraukreis ihre Tiere im Stall halten, Schuhe gründlich reinigen und desinfizieren und das Futter unzugänglich für Wildvögel lagern. Zumindest hier, auf dem Hof der Familie Antony haben die Vorsichtsmaßnahmen nicht geholfen. Für sie bleibt […]

  • Internationale Wein-Versteigerung in Trier

    Internationale Wein-Versteigerung in Trier

    Da heißt es immer, der deutsche Wein ist in der Krise – besonders im Ausland sei der Absatz gesunken. Für die richtig edlen Tropfen – die sogenannten „Großen Gewächse“ – scheint das aber nicht zu gelten. Denn die Plätze bei internationalen Weinversteigerungen des ‚Verbands der Deutschen Prädikatsweingüter‘ sind begehrt – und schnell besetzt. So wie bei einer Auktion in Trier. Es ist eine sogenannte nasse Auktion. Das heißt, was versteigert wird, darf auch probiert werden. Das weltberühmte Auktionshaus Christie’s leitet  die internationale Versteigerung der 2024er Premiumweine, des sogenannten „Großen Rings“ des Verbands der Deutschen Prädikatsweingüter. „1.000 – thank you very much.“ Unter den Hammer kommt nur Riesling aus der Region Mosel-Saar-Ruwer. Edwin Vos, Wein-Auktionator „Der Rekord für den Großen Ring ist eine Egon Müller Trockenbeerenauslese, die wir vor ein paar Jahren für 16 000 Euro versteigert haben.“ Die Plätze für die Auktion in Trier sind heiß begehrt. Hier sitzen Weinkenner aus der ganzen Welt. Die Auktion läuft über Kommissionäre, die vorher schon die Angebote ihrer Kunden erhalten haben. Viele Bieter sind extra nach Trier gereist. Auch während der Versteigerung können sie Kontakt zu den Kommissionären aufnehmen und ihr Gebot nochmal erhöhen. Rainer Regnery, Weinkommissionär „Also es sind hier Leute aus Japan, aus Singapur, aus Dänemark etc. Die meisten sind Wiederverkäufer, Händler etc. Aber es sind auch ein paar Privatleute da.“ Riechen, schmecken und vielleicht ersteigern. Bei Weinen, die pro Flasche mal locker über 1000 Euro kosten, kann das ins Geld gehen. Wer hier zum reinen Privatvergnügen im Publikum sitzt, braucht entweder ein dickes Portemonnaie oder Disziplin. Thomas Franzen, Weinliebhaber aus Kinheim „Man sollte sich auf jeden Fall vorher ein Budget setzen, man trinkt ja auch ein bisschen was beim Probieren. Und im Zweifel wird das dann gefährlich. Also eine Grenze zu setzen, hilft jedem weiter.“ Die Winzer, deren Rieslingweine bei […]

  • Immer mehr Traditionsgeschäfte müssen schließen

    Immer mehr Traditionsgeschäfte müssen schließen

    Man kennt es mittlerweile aus jeder Innenstadt. Hier ein Gebäude, das leer steht – da ein Geschäft, das dauerhaft geschlossen hat. In Mainz trifft es die Innenstadt jetzt besonders hart: Gleich zwei große Traditionshäuser werden in den kommenden Monaten schließen. Insgesamt fallen dann mehrere tausend Quadratmeter Verkaufsfläche weg. Die Gründe dafür sind vielfältig. „Heile, heile Gänsje, es is bald widder gut“, singt und sagt man rund um Mainz, wenn die Zeiten gerade nicht so gut sind. Ein Maskottchen aus einem Fastnachtslied, das Zuversicht schenken soll. Doch mit der ist es nun vorbei: Das Kinderspielhaus Wirth schließt nach 100 Jahren. Listmann, ein Laden für Büro- und Bastelbedarf, nach 136 Jahren. Zu schlecht sei derzeit die Lage im Einzelhandel. Oliver Listmann, Geschäftsführer „Listmann  Kreativbedarf“ „Das tut natürlich schon weh, der Letzte in dieser Tradition zu sein. Aber die Entscheidungen müssen getroffen werden. Man kann da nicht warten und den Kopf in den Sand stecken, sondern man muss da immer konstruktiv nach vorne schauen und gucken, wie wickelt man die Situation ab.“ Das große Problem beider Geschäfte: enorme Kostensteigerungen in den vergangenen Jahren. Hier bei Listmann sind allein die Energiekosten doppelt so hoch wie vor dem Beginn des Ukraine-Kriegs. Hinzu kommt eine schwierige, wirtschaftliche Gesamtsituation. Die Kunden kaufen nur zögerlich ein. Oliver Listmann, Geschäftsführer „Listmann“ „Der Einzelhandel ist sehr fixkostenintensiv. Und letztlich lebt er von den letzten zehn Tagen im Jahr. Da macht er seinen Gewinn. Und wenn man das zurückrechnet, dann ist man irgendwo beim 18. Dezember, beim 17. Dezember bis alle Kosten gedeckt sind. Und ab dem Zeitpunkt kommt eigentlich erst der Gewinn.“ Gleichzeitig boomt der Onlinehandel. Eine schwierige Ausgangslage, um eine Nachfolge zu finden. Sowohl Oliver Listmann als auch Friedrich Demmler ist das nicht gelungen. Friedrich Demmler, Geschäftsführer „Wirth Der Kinderladen“ „Weil mit 30 bis 50.000 Artikeln will sich heute […]

  • Google baut großes Rechenzentrum in Dietzenbach

    Google baut großes Rechenzentrum in Dietzenbach

    5,5 Milliarden Euro – so viel will der Technologiekonzern Google bis 2029 in Deutschland investieren. Ein Großteil des Geldes fließt ins Rhein-Main-Gebiet: Ein neues Rechenzentrum in Dietzenbach, das bestehende in Hanau soll ausgebaut werden und neue Büros in Frankfurt. Die hessische Landesregierung freut sich. Doch wie viel werden wir am Ende wirklich von diesem Geld haben? Was im Moment noch eine kahle Fläche mit ein paar Baggern ist, soll bald so aussehen. 2027 soll das neue Google-Rechenzentrum für KI- und Cloud-Dienste in Dietzenbach fertig sein. Der Amerikanische Tech-Gigant verspricht, in Deutschland bis 2029 jährlich rund 9000 Arbeitsplätze zu sichern. Dietzenbachs Bürgermeister Dieter Lang schätzt, dass etwa 100 davon in seiner Stadt entstehen. Er ist stolz auf die Ansiedlung und hofft auf viele Steuereinnahmen. Dieter Lang (SPD), Bürgermeister Dietzenbach „Google ist eins der größten Unternehmen weltweit. Es sind immer die großen Firmen, die die Finanzkraft einer Kommune vermitteln, die die Wirtschaftskraft einer Stadt vermitteln und deswegen gehe ich davon aus, dass Google einen substanziellen Beitrag zur Gewerbesteuer zahlen wird.“ Trotz der enormen Energiemengen, die Rechenzentren verbrauchen, wolle Google so grün wie möglich sein. Der in Deutschland genutzte Strom soll bis 2026 zu 85% CO2-frei sein. Die überschüssige Wärme, die das Rechenzentrum erzeugt, soll ins lokale Fernwärmenetz fließen und so bis zu 2000 Haushalte versorgen. Neben Dietzenbach will Google auch ins vor zwei Jahren eröffnete Rechenzentrum in Hanau weiter investieren und neue Büroflächen in Frankfurt schaffen. Insgesamt 5,5 Milliarden Euro für ganz Deutschland, der Großteil dürfte nach Hessen fließen. Die Landesregierung hört das natürlich gern. Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen „Google, aber auch andere Investoren investieren insbesondere in Hessen als europäisch größten Rechenzentrumsstandort, weil sie sagen, wir glauben an diesen Standort, hier haben wir so viel Know-how, so viel Forschungs-Know-how, so viel Anwendungsmöglichkeiten auch in Wirtschaft.“ Ein starkes Signal für Hessen und […]

  • Hohe Standortkosten belasten Frankfurter Flughafen

    Hohe Standortkosten belasten Frankfurter Flughafen

    Rund 80000 Menschen arbeiten an und um den Airport in Frankfurt – die größte Arbeitsstätte Deutschlands. Ein Jobmotor, der allerdings stockt. Von Rekord-Passagierzahlen von über 70 Millionen pro Jahr wie zu Vor-Corona-Zeiten ist man hier weit entfernt. Darüber sprechen wir gleich mit dem Chef des Flughafenbetreibers Fraport – vorher blicken wir auf die aktuellen Zahlen, die er heute in Frankfurt präsentiert hat. Trotzdem: Der Konzern kann heute für das dritte Quartal einen gestiegenen Gewinn gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres vermelden. Auch weil sich die internationalen Flughäfen, die Fraport managt, deutlich schneller erholen als der Heimatflughafen in Frankfurt. Fraport-Chef Stefan Schulte macht heute Vormittag klar, das liege an der hohen Luftverkehrssteuer. Die Ampelkoalition hatte die Steuer Mitte vergangenen Jahres erhöht. Die neue schwarz-rote Bundesregierung wollte das wieder ändern. Im Koalitionsvertrag heißt es: „Die luftverkehrsspezifischen Steuern, Gebühren und Abgaben wollen wir reduzieren und die Erhöhung der Luftverkehrsteuer zurücknehmen.“ Doch danach sieht es – zumindest erst mal – nicht aus. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sagt uns, der Luftverkehrsstandort Deutschland müsse tatsächlich attraktiver werden. Aber, so der Minister aus Rheinland-Pfalz, dafür fehle momentan schlicht das Geld. Patrick Schnieder (CDU), Bundesverkehrsminister „Wir haben im Bereich Luftverkehrssteuer eine zu hohe Belastung gegenüber anderen Ländern. Das betrifft auch den Bereich der Sicherheitsgebühren. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag vereinbart, dass wir da ran gehen. Das ist aktuell aufgrund der Haushaltssituation für dieses Jahr nicht möglich, wir arbeiten daran, dass wir diese Entlastung möglichst hinbekommen.“ Tarek Al-Wazir war als hessischer Verkehrsminister viele Jahre auch für den Frankfurter Flughafen zuständig. Mittlerweile ist er der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag. Er hält die Luftverkehrssteuer an sich für keine schlechte Idee, entscheidend sei aber, wofür die Einnahmen dann verwendet würden. Tarek Al-Wazir (Bündnis 90 / Die Grünen), Vorsitzender Verkehrsausschuss Bundestag „Der gute Kompromiss könnte sein, dass man jedenfalls Teile der Einnahmen aus […]

  • Im Talk: Fraport-Chef Stefan Schulte zur Lage des Frankfurter Flughafens

    Im Talk: Fraport-Chef Stefan Schulte zur Lage des Frankfurter Flughafens

    Hohe Standortkosten bremsen die Luftverkehrsbranche aus – sagt der Fraport-Vorstandvorsitzende. Markus Appelmann, Moderator: Und darüber spreche ich jetzt mit Stefan Schulte, dem Vorstandvorsitzenden des Flughafenbetreibers Fraport. Guten Tag, Herr Schulte. Stefan Schulte, Vorstandvorsitzender Fraport: Guten Tag. Appelmann: Großes Thema: die Luftverkehrssteuer. Die macht Fliegen in Deutschland teurer als in anderen Ländern. Werden Sie mal konkret, was macht das bei den Ticketpreisen aus? Schulte: Wenn wir ganz konkret einen interkontinentalen Flug aus Deutschland heraus zum Beispiel nach New York nehmen, dann wird er in Deutschland mit regulatiiven Standortkosten, also zum Beispiel insbesondere Luftverkehrssteuer, in einer Höhe von 20.000 € belastet. Wenn Sie den gleichen Flieger aus Spanien, zum Beispiel Madrid, nach New York setzen, dann sind das weniger als 1.000 €. Das heißt, genau das muss ja am Ende von den Passagieren bezahlt werden. Und darum sind Flüge aus Deutschland heraus teurer. Und darum ziehen wiederum Airlines Flugzeuge ab. Wenn sie Punkt-zu-Punkt-Verbindungen nehmen, hatten wir in Deutschland mal 2019 190 stationierte Flugzeuge hier in Deutschland. Davon sind 60 Flugzeuge abgezogen. Und das alleine ist schon eine Wertschöpfung, die Deutschland verloren geht, von 4 Milliarden €. Oder eben pro Flieger 170 Arbeitsplätze. Und das heißt auch weniger Konnektivität für all die Passagiere. Appelmann: Im schwarz-roten Koalitionsvertrag steht eine Senkung der Luftverkehrssteuer drin, um den Standortnachteil wieder zurückzudrehen. Angeblich soll es nächste Woche im Koalitionsausschuss Gespräche geben. Haben Sie Hoffnung, dass sich etwas tut? Schulte: Wenn Sie sich diese nackten Zahlen angucken, wie viel teurer Fliegen aus Deutschland heraus ist, wie stark wir Verbindungsqualität verloren haben. Europa ohne Deutschland liegt inzwischen bei deutlich über 100 % des Vor-Corona-Niveaus. Wir sind bei 80, 83 %. Und die Schere geht immer weiter auseinander. Wenn Sie sehen, wie viel Wertschöpfung Deutschland verliert – ich sagte gerade schon die Zahl 4 Milliarden €. Ja, dann bin ich hoffnungsvoll, weil es einfach positiv ist […]

  • Start-Ups setzen auf Wasserstoff

    Start-Ups setzen auf Wasserstoff

    Wasserstoff galt als Hoffnungsträger der Energiewende und sollte fossile Energie ersetzen. Doch der Hype bekommt erste Dämpfer. Noch ist Wasserstoff weder flächendeckend noch kostengünstig verfügbar. Wir haben ein Start-up aus dem rheinland-pfälzischen Bingen besucht, das trotzdem schon heute auf Wasserstofftechnologie setzt. Hier hat alles seinen Anfang genommen. An der Technischen Universität Darmstadt entwickelt Silas Hofmann zusammen mit Kommilitonen die Grundlage seines heutigen Start-ups – einen Wasserstoff-Wankelmotor. Das Besondere: Der Motor ist genauso kompakt wie ein Dieselmotor. Und das, obwohl Wasserstoff im Vergleich zu Diesel eine viel geringere Dichte aufweist. Der Vorteil für den Kunden: Um seinen Fuhrpark CO2-neutral zu machen, muss er keine neuen Fahrzeuge kaufen, sondern kann die bestehenden umrüsten. Silas Hofmann, Mitgründer HTM „Ein ganz prominentes Beispiel aktuell ist der Hamburger Flughafen, da haben wir schon einen von den Gepäckschleppern umgebaut. Der ist jetzt schon seit einem halben Jahr im Realbetrieb, hat hervorragend performt und der Flughafen beginnt jetzt die richtige Flottenumrüstung mit uns gemeinsam. Das ist ein Beispiel. Unsere Antriebe können auch angewendet werden in Gabelstaplern.“ Außerdem in großen Industriemaschinen und in Stromerzeugern. Dafür ist HTM jüngst eine Kooperation mit einem Maschinenbauunternehmen aus Bayern eingegangen. Immer neue Projektpartner und Kunden zu gewinnen, ist essentiell für Start-ups wie das von Silas Hofmann. Er nimmt deshalb am Wasserstoffkongress der Innovationsagentur des Landes Rheinland-Pfalz teil. Silas Hofmann, Mitgründer HTM „So ein Kongress ist immer gut, nochmal einen aktuellen Stand wirklich abzufangen, nochmal mit den einzelnen Projektpartnern ins Gespräch zu kommen und dann vielleicht auch potentielle neue Projekte zu entwickeln.“ Doch Wasserstoff muss extra aufbereitet werden, was energieaufwändig und entsprechend teuer ist. Dementsprechend – sagt Sabine Mesletzky- müsse genau überlegt werden, wo sein Einsatz sinnvoll sei. Sabine Mesletzky, Geschäftsführerin Innovationsagentur RLP „Insbesondere, wenn ich an industrielle Transformationsprozesse zum Beispiel denke. An Produktionsprozesse, die durch Elektrifizierung alleine nicht möglich sind. Also gerade […]